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www.hk-gebaeudetechnik.ch Fachzeitschrift für Energie, Wärme, Strom, Heizung, Lüftung, Klima, Kälte, Gebäudeautomation, Facility Management, Gebäudehülle, Spenglerei, Sicherheit, Sanitärtechnik, Wohnen

6/13 hk gebäudetechnik

6 | 2013 | Juni

Verantwortung für Energie und Umwelt

Wirtschaftlicher und ökologischer Energiegewinn aus der Umgebungsluft.

Die neue Hoval Belaria® compact IR besticht durch: Extrem hohen COP Kompakte Abmessungen Maximale technische Ausrüstung Häufig anzutreffen bei Neubauten und Sanierungen!

Empfohlen von

Witterung 1. Quartal 2013, HGT 12/13

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Generalversammlung SVK 2013

55

Schadstoffe in Innenräumen

18

Spenglermeister: 50 Jahre VDSS

70

Generalversammlung SWKI 2013

30

Der aktuelle Stellenmarkt

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agenturamflughafen.com

Damit Sie nie ins Schwitzen kommen Wasserschadentrocknung Leckortung Schimmelpilzbeseitigung Bautrocknung/-heizung Zelt-/Hallenklimatisierung Wäschetrocknung

Als Dienstleister aus Begeisterung haben wir stets ein Ziel: unseren Kunden Arbeit abzunehmen. Deshalb ist Krüger der ideale Partner für Büros, Läden, Malls und Hotels. Nette Mitarbeitende und ein umgänglicher Chef ergeben noch längst kein angenehmes Betriebsklima. Erst das richtige Raumklima beflügelt zu Höchstleistungen – oder lässt Kauffreude aufkommen. Wir kühlen und reinigen die Luft. Unsere vollautomatischen Luftreinigungsgeräte machen sogar Stimmungskillern wie Staub, Pollen, Russ oder Rauch den Garaus. Immer energieeffizient. Und natürlich übernehmen wir auch den Service und den Unterhalt der Geräte. Krüger macht mehr – seit 1931.

Luftentfeuchtung Adsorptionstrocknung Klimatisierung Wärmepumpenheizung Luftreinigung Luftbefeuchtung Warmluftheizung

Krüger + Co. AG, 9113 Degersheim Telefon 0848 370 370, info@krueger.ch, www.krueger.ch Niederlassungen in: Brügg, Delémont, Dielsdorf, Forel, Frauenfeld, Gisikon, Giubiasco, Grellingen, Meyrin, Münsingen, Oberriet, Rothrist, Samedan, Schaffhausen, Steg, Wangen, Zizers


Editorial |

| HK-Gebäudetechnik 6/13 |

Kennen Sie die Region Solothurn? ■ In der Region Solothurn läuft zurzeit einiges. Sind Sie auch angemeldet für die Teilnahme am Lüftigercup vom Samstag, 22. Juni 2013, in Luterbach? Der Lüftigercup findet dieses Jahr zum 30. Mal statt und will heute ein Freizeitanlass für die ganze HLK-Branche sein. Nicht nur für die Lüftiger. Falls Sie nicht als Fussballer gemeldet sind: auch Nur-Zuschauer sind willkommen (Infos: www.deppingag.ch). OK-Chef Heinz Depping feiert heuer auch das 20-jährige Bestehen seiner Firma. Die Depping AG hat ihren Sitz im Gewerbegebiet von Zuchwil, auf dem ehemaligen Sulzer-Areal (siehe Seite 32). Gleich in der Nachbarschaft, nur 200 Meter Aare aufwärts, tut sich auch etwas: Der mittelgrosse Energieversorger «Regio Energie Solothurn» macht hier vorwärts in Sachen Energiewende. Im Quartier «Aarmatt» entsteht eine für die Schweiz bisher einzigartige Energieanlage. Ein «Hybridwerk» soll die verschiedenen Energieträger und die dazugehörigen Strom-, Erdgas- und Fernwärmenetze zu einem zusammenhängenden System machen. Diese Energieanlage wird das Fernwärmenetz in der Region Solothurn, das auf der Abwärme der nahen Kehrichtverbrennungsanlage basiert, bezüglich Versorgungssicherheit unterstützen. Das Konzeptschema der Energieanlage enthält die Komponenten Heizzentrale, Wärmespeicher, Blockheizkraftwerke, Elektrolyseur und Wasserstoffspeicher. Während die Heizzentrale zuerst mit Gas befeuert wird, werden die später dazugeschalteten Anlagen ein innovatives System bilden, bei dem die drei Energienetze verbunden werden. Vergleicht man das Anlagenschema mit jenem der grossen Energiezentrale «Forsthaus» der Stadt Bern, erkennt man: das Hybridwerkkonzept der Regio Energie Solothurn beinhaltet zusätzliche Speicherund Umwandlungsmöglichkeiten für den künftig zu gewissen Zeiten anfallenden Überschussstrom. Der Spatenstich ist vor einigen Tagen erfolgt. Wir berichten dann in unserer Extra-Ausgabe 7/13 (Gemeinschaftsausgabe von «HK-Gebäudetechnik» und «Elektrotechnik») noch genauer über das interessante Hybridwerk in Zuchwil.

peter.warthmann@azmedien.ch

Ab Seite 70 kann man von einem weiteren Jubiläum lesen: mit einem grossen Fest in Biel feierten die Schweizer Spenglermeister das 50-Jahr-Jubiläum des VDSS, dem Verein der diplomierten Spenglermeister der Schweiz. Mit dabei waren auch einige der damaligen Gründungsmitglieder. Diese und weitere Spenglermeister wurden speziell geehrt. Auch wurde das erste «eidgenössische Verdienstkreuz des Spenglerhandwerks» vergeben. Die letzten Wochen waren ja in der Schweiz die Zeit der Generalversammlungen. Wir berichten über die aktuellen Fachthemen der BranchenVereine. Seite 30: SWKI-GV in Bern (Schweizerischer Verein von Gebäudetechnik-Ingenieuren). Seite 55: SVK-GV in Zürich (Schweizerischer Verein für Kältetechnik). Der Wärmepumpen-Experte Max Ehrbar wurde zum Ehrenmitglied des SVK ernannt. Seine Leistungen werden auch im Beitrag ab Seite 10 von Johannes Reichelt gewürdigt.

Peter Warthmann, Chefredaktor

1


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| HK-Gebäudetechnik 6/13 |

Inhaltsverzeichnis |

• Grobanalyse mit Identifikation Sofortmassnahmen • Anlagenbegehung und Potentialabschätzung

• Detailanalyse mit Einsparpotential • Massnahmenliste und Umsetzungsvorschlag • Massnahme 1: Situationsgerechte Zuluftionisation oder • Massnahme 2: Ersatz Ventilatoren bzw. Antriebe oder • Massnahme 3: Einbau effizienterer Komponenten • Umsetzung bzw. Investition • Auszahlung der Förderbeiträge

44

Stückholzkessel im Freien

Während Hackschnitzel und Pellets in der Heizungstechnik zum Standard gehören, wurden Holzscheite bisher eher für Cheminées und kleinere Öfen verwendet. Dass sie sich auch für die Zentralheizung eignen, zeigt sich am Holzheizkessel der Lopper Kesselbau AG.

Diverse Rubriken 3 Editorial 4 Info 90 Bildungsangebote suissetec 91 Berufsbildung, Messen, Tagungen 93 Agenda 92 Impressum 93 Stellenmarkt US 3 Firmen- und Inserentenverzeichnis

60

Proéla: effiziente Lüftungen

Lüftungsanlagen verbrauchen eine Menge an elektrischer Energie. Mit effizienzsteigernden Massnahmen lässt sich dieser Stromverbrauch um durchschnittlich 40% senken. Mit dem Förderprogramm Proéla besteht ein zusätzlicher Investitionsanreiz für die Lüftungsbranche.

Info 4 Die Witterung im ersten Quartal 2013 10 Max Ehrbar: grosser persönlicher Einsatz für die Wärmepumpen-Technik 14 Nachgefragt bei: Silvan Frei, Fachkraft für erneuerbare Energien

66

GA-Check: integrale Tests

Die im Einzelnen abgenommenen Anlagen werden gezielt auf sicherheitsrelevante und übergreifende Funktionen geprüft. Allfällige Lücken beziehungsweise Mängel werden dank systemund anlagenübergreifenden Tests, sogenannten «Integralen Tests», erkannt.

42 Betriebskosten für die Heizung um gut 60 Prozent gesenkt 44 Das Comeback des Holzscheits 48 PV-Anlage auf Werkhof Transport AG in Kölliken liefert Strom für 100 Haushalte 52 Produkte

17 Pro Solar: für saubere, sichere und unabhängige Energieversorgung 18 Fachveranstaltung zum Thema Schadstoffe in Innenräumen 22 Suva-Innovationen für Asbestbekämpfung 26 100 Jahre Elektro-Material AG: seit 1913 ständig unter Strom 29 Michel Loris-Melikoff ist neuer Geschäftsführer der Umwelt Arena

Lüftung/Klima/Kälte 55 Generalversammlung des Schweizerischen Vereins für Kältetechnik SVK 58 Energieeffizientes Kühlen optimiert die Betriebskosten

30 51. GV des SWKI im Stade de Suisse

60 Proéla: Förderprogramm für effiziente Lüftungsanlagen

32 Depping AG – seit 20 Jahren ein offenes Ohr für die Kunden

64 Verstehen, was Ionisation bedeutet

Energie/Wärme/Strom 34 Eine Energieetikette für Produkte und Anlagesysteme im Wärmemarkt 38 Alte Hochdruckdampfkessel mit neuester Oertli Induflame-Brennertechnik ausgerüstet

Gebäudeautomation 66 Integrale Tests für Gebäudetechniksysteme 68 Produkte


Inhaltsverzeichnis |

mobile kälte mieten 70

50 Jahre VDSS, Verein der Schweizer Spenglermeister

Mit einem grossen Fest feierte der VDSS am 3. Mai 2013 in Biel den 50. Geburtstag seiner Gründung. Verschiedene Ehrungen sowie die Abgabe einer umfassenden Festschrift mit der Vereinschronik 1963 – 2013 bildeten einige Schwerpunkte der Veranstaltung. Der Verein diplomierter Spenglermeister der Schweiz zählt heute fast 500 Mitglieder in allen Landesteilen.

Mietkälte bei Ausfall, Umbau oder in der Bauphase | bei geplanter Wartung | als Alternative bei R22-Ausstieg EDV Serverräume | USV Industrielle Prozesskühlung Hallen | Messen | Flughäfen Krankenhäuser Kaltwassersätze Lüftungsgeräte Mobile Klimaanlagen Kühltürme | Freikühler

Scan for Case Studies

Gebäudehülle/Spenglerei

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6 | 2013 | Juni

70 50 Jahre VDSS, Verein der diplomierten Spenglermeister der Schweiz

Verantwortung für Energie und Umwelt

Wirtschaftlicher und ökologischer Energiegewinn aus der Umgebungsluft.

Sanitärtechnik

Die neue Hoval Belaria® compact IR besticht durch: Extrem hohen COP Kompakte Abmessungen Maximale technische Ausrüstung Häufig anzutreffen bei Neubauten und Sanierungen!

75 Das Besondere liegt im Gewöhnlichen 78 Sanierung von Trinkwasserleitungen 80 Produkte

Empfohlen von

Witterung 1. Quartal 2013, HGT 12/13

4

Generalversammlung SVK 2013

55

Schadstoffe in Innenräumen

18

50 Jahre VDSS Spenglermeister

70

Generalversammlung SWKI 2013

30

Der aktuelle Stellenmarkt

93

Zum Titelbild:

Hoval Belaria® compact IR

Wohnen 84 Kaldewei geht bei Duschen neue Wege 86 Neues spülrandloses WC 87 Produkte

Die neue Hoval Belaria compact IR zeichnet sich durch beste COP-Werte in der Branche aus. Ein weiteres Plus punkto Wirtschaftlichkeit ist der minimale Montageaufwand dank der maximalen technischen Ausrüstung und dem flexiblen Anschlusskonzept. Dadurch ist die platzsparende und in der Branche einzigartige Eck-Aufstellung im Technikraum möglich. Und durch den flüsterleisen Betrieb kann das Gerät fast überall platziert werden. Hoval AG | General Wille-Str. 201 8706 Feldmeilen | 044 925 61 11 info@hoval.ch | www.hoval.ch

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| HK-Gebäudetechnik 6/13 |

Info |

Die Witterung im ersten Quartal 2013 Der Januar 2013 brachte dem Engadin und der Alpensüdseite bis 2 Grad wärmere Temperaturen im Vergleich zur Normperiode 1981– 2010. Die Niederschlagssummen blieben teilweise stark unter normal. Der Februar war zu kalt im Vergleich zur Normperiode. Der März war im Vergleich zur Normperiode vor allem im Mittelland und auf der Alpensüdseite zu kalt. In den Niederungen war es verbreitet der kälteste März seit 1987. Wetter in den Bergen überwiegend sonnig. Monatsbilanz Januar: Die Januartemperaturen waren in erhöhten Lagen der Alpennordseite und der inneren Alpen geringfügig tiefer im Vergleich zur Norm 1981– 2010, in den tiefen Lagen höher. Im Osten und in den inneren Alpentälern mass MeteoSchweiz ein Wärmeplus von 0,5 bis 1 Grad. Im oberen Engadinertal, in den südlichen Alpentälern und in den tiefen Lagen der Alpensüdseite erreichte der Wärmeüberschuss bis zu 2 Grad. Die Niederschläge blieben im Vergleich zur Norm geringer. Nur die Hälfte der normalen Summen fiel im Wallis, um Ilanz, an vielen Orten im Engadin, im Tessin und im Val Mesocco. Im Maggiagebiet und in der Leventina wurden nur 20 bis 30 Prozent der normalen Januarmengen registriert. Auch nicht viel mehr als 50 Prozent der Norm 1981– 2010 wurde entlang des Jurasüdfusses, von Laufenburg bis in die Region Schaffhausen, von den Waadtländer Alpen bis ins westliche Berner Oberland und im übrigen Teil Graubündens gemessen. Hingegen gab es entlang der Voralpen von West bis Ost an einigen Messstellen auch Niederschlagsüberschüsse von meist nicht über 120 Prozent. In den übrigen Gebieten wurden 70 bis 100 Prozent der Norm gemessen. Eine nur geringe Besonnung registrierten die Stationen im Jura, am Juranordfuss, in der Region Schaffhausen, entlang der zentralen und östlichen Voralpen und vom Glarnerland bis Nord-

Föhnstimmung am Morgen des 8. März vom Rorschacherberg ( Kanton St. Gallen ) aus gesehen: Das kalte und trübe Märzwetter vermittelte einen winterlichen Eindruck. Dank Föhnlagen hellte es in den Föhngebieten hin und wieder auf.

Peter Widmer

Im Januar 2013 registrierte MeteoSchweiz im Engadin und auf der Alpensüdseite bis 2 Grad wärmere Temperaturen im Vergleich zur Normperiode 1981– 2010. Ansonsten war der Wärmeüberschuss gering. An den hoch gelegenen Stationen auf der Alpennordseite war es etwas kälter als in der Normwertperiode. Die Niederschlagssummen blieben teilweise stark unter normal, vor allem in westlichen und südlichen Landesteilen. Im Norden und Osten machte sich die Sonne rar, derweil im westlichen Flachland mehr Sonnenstunden registriert wurden als im Mittel von 1981– 2010. Frühlingshafter Jahresbeginn auf der Alpensüdseite: Der Januar 2013 setzte vorerst das seit Mitte Dezember 2012 herrschende, milde Wetter fort. Als vom 4. bis 7. Januar der Nordföhn einsetzte, wurde es auf der Alpensüdseite frühlingshaft warm. Die 20-Grad-Marke wurde in Locarno und Magadino schon am 4. Januar geknackt. Tags darauf stieg die Temperatur bei mehreren Stationen der Alpensüdseite fast auf Rekordwerte. Die Temperatur erreichte in Lugano 22,3 Grad und in Locarno-Monti 22,6 Grad. Auch am 6. und 7. Januar verzeichneten die Tessiner Stationen Tageshöchstwerte von bis zu 19 Grad, ehe die Temperaturen in den einstelligen Plusbereich zurückgingen. In den Niederungen der Alpennordseite sorgte Windstil-

le dafür, dass sich in der Nacht zum 9. Januar ein Kaltluftsee aufbaute, sodass die Temperaturen auf maximal 2 Grad stiegen. In höheren Lagen wurden milde Temperaturen gemessen. Rückkehr des Winters: Nachdem ein Tiefdruckgebiet von der Bretagne bis am 13. Januar ins westliche Mittelmeer gezogen war, sickerte kalte Festlandluft ein. Die feuchte Luft des Mittelmeertiefs glitt über diese Kaltluft auf, was zu Schneefall bis ins Flachland führte. Mehrmals drangen in der Folge feuchtmilde Luftmassen von Westen gegen Frankreich vor und wurden zu den westlichen Alpen und ins Mittelmeer abgedrängt. Die Störungen kamen nur abgeschwächt bis zur Alpennordseite voran. Auf den 16. Januar reichte es vom Genfer- bis zum Bodensee für wenige Zentimeter Schnee. Weil die Temperaturen im Minusbereich verharrten, präsentierte sich die Alpennordseite im weissen Winterkleid. Mildes Monatsende: Mit einem von Skandinavien ausgehenden Druckanstieg stellte sich in den tiefen Luftschichten der Alpennordseite in der Folge eine Ostströmung ein, welche die über Osteuropa lagernde Kaltluft in abgeschwächter Form zurückbrachte. Schon am 24. Januar blieben die Temperaturen im Mittelland unter dem Gefrierpunkt. Während das Flachland unter einer Nebeldecke lag, war das

BAS

SMA

BUA NEU

BER

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LUG

Standorte der in der Tabelle aufgeführten Klimastationen.


Info |

bünden, wo im Januar 2013 verbreitet nur 55 bis 80 Prozent der Norm 1981– 2010 erreicht wurden. Wenig besser schnitten das östliche Mittelland, der übrige Alpennordhang, Mittelbünden und das Engadin ab. Dank föhnigen Aufhellungen reichte es in Altdorf aber für 102 Prozent der Norm. Auch auf der Alpensüdseite, im

| HK-Gebäudetechnik 6/13 |

Wallis und im Jungfraugebiet wurde die normale Besonnung fast erreicht. Mehr Sonne als in der Normwertperiode 1981–1990 registrierten das Mittelland westlich von Olten und die nördlichen Tessiner Täler. Im westlichen Mittelland wurden 110 bis 130 Prozent der Norm gemessen.

Der Februar 2013 war zu kalt im Vergleich zur Normperiode 1981– 2010, besonders in höheren Lagen. Fast normale Werte wurden in tiefen Lagen der Alpensüdseite gemessen. Der Jura, die Nordostschweiz, die nördlichen Voralpen und Teile des Wallis erhielten überdurchschnittliche Niederschlagssummen.

Klimadaten im ersten Quartal 2013 Lufttemperatur °C m ü. M.

Mittel

Heizgradtage

abs. Min.

Heiztage HT

Sonne

20 °C/ Summe 12 °C HGT h

Globalstrahlung

Norm %

Mittel W/m²

Windstärke Mittel km /h

Max. km/h

Niederschlag Summe mm

Januar Adelboden Basel/Binningen Bern/Zollikofen Buchs/Aarau Chur Engelberg Genève-Cointrin Pully Lugano Luzern Neuchâtel Sion St. Gallen Zürich/Fluntern SMA Samedan

1320 316 553 387 556 1036 420 456 273 454 485 482 776 556 1709

–1,8 1,7 0,0 1,1 1,1 –2,2 1,3 2,1 4,8 1,0 1,6 0,9 –0,3 0,6 –7,1

–15,9 – 7,7 –10,4 –9,2 –9,1 –16,0 –7,6 –6,2 –1,2 –7,5 –6,3 –6,8 –9,9 –8,3 –26,4

31 30 31 31 31 31 31 31 29 31 31 31 31 31 31

676 562 621 586 586 589 580 553 462 590 570 593 628 601 841

73 39 64 32 68 40 67 77 117 45 55 87 41 43 106

81 55 100 84 70 78 113 108 94 96 122 94 70 77 91

61 35 47 38 50 47 44 52 61 41 43 59 41 38 73

5 6 5 5 8 5 7 5 5 4 8 4 6 7 6

58 63 53 59 60 51 52 45 79 71 62 43 72 85 75

55 43 48 41 30 79 52 74 38 72 41 22 75 60 13

Adelboden Basel/Binningen Bern/Zollikofen Buchs/Aarau Chur Engelberg

1320 316 553 387 556 1036

–5,4 0,4 –1,6 –0,4 –0,7 –4,8

–16,2 –11,1 –12,4 –12,1 –9,5 –15,3

28 28 28 28 28 28

712 550 604 571 581 694

81 49 62 38 103 66

82 56 70 55 92 73

101 62 82 62 97 86

5 8 7 6 10 6

61 76 74 60 68 68

96 64 58 48 26 85

Genève-Cointrin Pully Lugano Luzern Neuchâtel Sion St. Gallen Zürich/Fluntern SMA Samedan

420 456 273 454 485 482 776 556 1709

0,4 0,5 3,7 –0,6 0,0 0,4 –2,9 –1,3 –9,8

–10,0 –5,5 –2,4 –9,8 –6,3 –9,3 –10,9 –9,5 –27,2

28 28 28 28 28 28 28 28 28

549 546 457 577 560 548 642 596 835

69 102 130 49 58 138 35 41 109

78 105 94 68 72 112 44 50 91

80 89 99 66 72 110 63 60 115

10 6 7 5 11 7 6 9 6

59 54 78 81 92 57 76 98 62

61 73 36 78 53 58 92 63 8

1320 316 553 387 556 1036 420 456 273 454 485 482 776 556 1709

0,2 3,8 2,2 3,0 4,7 0,5 4,2 4,2 6,3 3,3 3,3 5,0 1,5 2,5 –3,7

–12,2 –4,9 –9,2 –7,1 –5,9 –12,0 –6,3 –3,7 –0,4 –6,1 –4,6 –4,8 –7,6 –6,9 –21,9

31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31

615 503 553 528 474 605 490 488 425 518 519 448 573 541 736

90 60 85 72 115 90 92 99 132 76 77 137 78 83 118

72 48 62 60 82 74 60 62 71 62 56 78 65 67 84

133 87 106 102 131 130 105 106 118 99 96 141 104 101 162

52 58 69 42 17 55 78 94 118 71 69 30 75 60 18

55 106 94 55 30 51 111 120 149 92 100 70 90 76 67

6 7 7 5 12 8 8 5 6 5 8 8 8 7 8

Februar

März Adelboden Basel/Binningen Bern/Zollikofen Buchs/Aarau Chur Engelberg Genève-Cointrin Pully Lugano Luzern Neuchâtel Sion St. Gallen Zürich/Fluntern SMA Samedan

Aufgrund der veränderten Messbedingungen (z. B. im Zusammenhang mit dem Übergang vom bisherigen automatischen Messnetz ANETZ zum neuen SwissMetNet SMN) kann es sein, dass an einzelnen Stationen Normwerte und aktuelle Messwerte nicht mehr vergleichbar sind. Sonnenscheindauer Mittel: Monatssumme in Prozent des langjährigen Mittels (1981– 2010).

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Info |

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Eisskulpturen am Bodenseeufer von Goldach SG am 23.2.2013. Die Bise liess die Gischt am Ufer gefrieren und schuf bizarre natürliche Kunstwerke aus Eis. (Fotos: Andreas Walker)

Ergiebige Schneefälle führten im Februar zu grossen Schneehöhen. Auto im Schnee in Speicher AR am 18.2.2013.

Temperaturen weiter zurück. In der Folge wurden in den Niederungen Höchstwerte von –6 bis –10 Grad gemessen. Nur in der Südschweiz gab es Maxima über dem Gefrierpunkt. Die Minima sanken im Flachland der Deutschschweiz bis unter –20 Grad. Im Engadin waren die Nächte eisig mit Werten bis unter –30 Grad. Samedan registrierte am 6. Februar mit –35,1 Grad einen neuen Tiefstwert. Die Kältewelle hielt in der Schweiz bis zur Monatsmitte an. In der Ostschweiz zeigte die Kaltperiode vom 1. bis zum 14. Februar in tiefen Lagen ein Temperaturmittel von –9 bis –10 Grad. An der Messstation Zürich (–9,9 Grad) gehört sie zu den zehn kältesten 14-Tages-Perioden seit Messbeginn 1864. In der Westschweiz war die

Graubünden und Tessin wiesen ein Niederschlagsdefizit auf, insbesondere das Engadin und der Alpensüdhang. Auf der Alpennordseite resultierte ein erhebliches Sonnenscheindefizit. Im Nordosten wurde nur die Hälfte der normalen Sonnenscheindauer der Normwertperiode 1981– 2010 gemessen. Im Zentralwallis gab es einen kleinen Sonnenscheinüberschuss. Mit dem Monatswechsel setzte eine Bisenströmung ein, welche Europa und den Mittelmeerraum mit sibirischer Kaltluft überflutete. In Südeuropa kam es zu ungewöhnlichen Schneefällen, während Osteuropa unter extremer Kälte litt. In der Schweiz blieben die Höchsttemperaturen am 1. Februar unter null Grad. Bis 3. Februar gingen die

Kälte weniger ausgeprägt. Die Temperaturmittel vom 1. bis zum 14. Februar erreichten hier in den Niederungen Werte zwischen –6 und –9 Grad. In der Südschweiz lagen Temperaturmittel der 14-Tages-Periode mit –2 bis –8 Grad deutlich höher. In der zweiten Februarwoche froren kleinere Mittellandseen teilweise zu. Der Pfäffikersee wurde begehbar und auch beim Zürichsee wurde die Bucht von Rapperswil begehbar. Mehr Sonne nach Monatsmitte: In der Folge setzte sich Hochdruckwetter durch. In der Nacht zum 14. Februar gingen die Temperaturen in den Keller. Am Morgen wurden im Flachland unter –10 Grad gemessen. Am Ende dieses kalten Wintertages erreichte eine Stö-

Heizgradtage April 2012 bis März 2013 Heizgrenze 12°C/Raumtemperatur 20°C Höhe m ü. M.

Quelle der Daten: MeteoSchweiz

April 2012

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November Dezember

Januar 2013

Februar

März

Winterwerte

Jahreswerte

HT HGT

HT HGT

HT HGT

HT HGT

HT HGT

HT HGT

HT HGT

HT HGT

HT HGT

HT HGT

HT HGT

HT HGT

HGT

HGT

Adelboden

1361

27 443

21 249

10 107

8

76

3

32

16 188

26 353

30 486

30 638

31 676

28 712

31 615

3480

4575

Altdorf

438

23 280

7

71

1

8

0

0

1

8

5

46

17 201

27 399

30 534

31 578

28 563

29 455

2730

3143

Basel/Binningen

316

25 291

5

50

0

0

0

0

0

0

5

42

15 188

29 391

31 508

30 562

28 550

31 503

2702

3085

Bern /Zollikofen

553

25 327

12 116

2

16

0

0

1

9

11 103

19 247

30 449

31 585

31 621

28 604

31 553

3059

3630

Buchs/Aarau

387

24 299

8

80

0

0

0

0

0

0

9

78

18 233

29 412

31 559

31 586

28 571

31 528

2889

3346

70

1

9

0

0

Chur

555

22 268

7

Davos

1594

29 511

30 370

14 163

13 128

1

9

5

46

15 188

26 377

31 573

31 586

28 581

31 474

2779

3181

7

70

24 279

31 453

30 554

31 766

31 765

28 779

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Engelberg

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Genève-Cointrin

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Güttingen

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La Chaux-de-Fonds

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Locarno /Monti

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Lugano

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Info |

Am 26. März schneite es erneut bis in die Niederungen und die Frühlingsblumen versanken wieder im Schnee: Krokusse in Hallwil AG.

rung aus Westen die Alpennordseite, die sich unter Hochdruckeinfluss abschwächte. Sie brachte wenig Schnee, der teils in Regen überging. Danach setzte sich das Hochdruckwetter durch. Mit milderen Temperaturen schmolz der Schnee im Flachland. Am 19. Februar erreichten die Tageshöchstwerte im Norden Werte um +5 Grad. Nachts blieben die Temperaturen frostig. In der Südschweiz wurden vom 13. bis 20. Februar Maxima von 7 bis 12 Grad gemessen. Bise im Norden, Schnee im Südtessin in der letzten Februarwoche: Vom 20. bis 25. Februar strömte kalte Luft aus östlichen Richtungen zum Alpenraum. Die Temperaturen verharrten auf der Alpennordseite im Minusbereich. Am 25. Februar wurden im Flachland Minima von bis zu –10 Grad registriert. Am Jurasüdfuss erreichte die Bise Windspitzen von bis zu 55 km/h. Die Sonne zeigte sich auch in den Bergen selten. Die Alpensüdseite wurde vom Tiefdruckgebiet über dem Mittelmeer beeinflusst. Um Chiasso herum wurden am 25. Februar 50 cm Schnee gemessen. Das Monatsende brachte eine kleine Abschwächung der winterlichen Wetterlage. Monatsbilanz Februar: In den meisten Landesteilen war der Februar deutlich kälter als im Mittel der Normperiode 1981–2010. In Berglagen über 1000 m auf der Alpennordseite und in den Gipfellagen des Wallis und Graubündens wurden 3 bis 5 Grad kältere Temperaturen gemessen. Meist weniger als 4 Grad zu kalt war es in den höher gelegenen Alpentälern und in den Gipfellagen der Alpensüdseite. In den tiefen Lagen der Alpennordseite und im Engadin betrug das Wärmedefizit 2 Grad, im Rhonetal 1,5 Grad und in den Niederungen des Tessins wenige Zehntelgrade. Die Niederschlagssummen bewegten sich im

Mittelland und im Oberwallis mit 80 bis 120 Prozent im normalen Bereich. Im Nordosten, am Alpennordhang, im untersten Puschlav und im Mendrisiotto wurden übernormale Summen gemessen. Jura und Juranordfuss, die Voralpengebiete, die Waadtländer Alpen und das Unterwallis erhielten bis über 150 Prozent des Normwertes. Zu wenig Niederschlag fiel in den Vispertälern, im Tessin und in Graubünden. Im Engadin, im Misox und im Sopraceneri wurden 20 bis 50 Prozent des Normwertes gemessen. Bei der Besonnung gab es Defizite im Jura und im Flachland der Deutschschweiz, wo 40 bis 70 Prozent der Norm 1981– 2010 gemessen wurden. Auf der Alpensüdseite brachte der Februar mit 90 bis 100 Prozent des Normwertes ein geringes Sonnenscheindefizit. Am Alpennordhang und in Graubünden wurden 75 bis 90 Prozent der normalen Februarbesonnung erreicht.

Der März war im Vergleich zur Normperiode 1981– 2010 vor allem im Mittelland und auf der Alpensüdseite zu kalt. Hier betrug das Wärmedefizit 1,5 bis 3 Grad. In den Niederungen war es verbreitet der kälteste März seit 1987. Die Niederschlagssummen waren mehrheitlich unterdurchschnittlich. Vom Oberwallis bis zum östlichen Alpennordhang und Nordbünden wurde weniger als die Hälfte der Märznorm 1981–2010 gemessen. Im westlichen Mittelland und auf der Alpensüdseite fielen übernormale Mengen. Die Sonnenscheindauer war besonders im Mittelland und am Juranordfuss gering. Zu Monatsbeginn bestimmte ein Hochdie Schweiz: Im Jura, in den Alpen und im Süden war das Wetter ab Monatsbeginn sonnig. In den Niederungen im Tessin wurden Tageshöchstwerte von 15 Grad gemessen. Das Mittelland blieb in den ersten zwei Tagen unter einer Nebeldecke mit Temperaturen, die kaum über den Gefrierpunkt stiegen. Am 3. März verschwand der Nebel, am 4. März reichte es in Basel für 11 Grad. Der Winter kehrt zurück: Unterdessen hatte sich arktische Kaltluft in Richtung nördliches Mitteleuropa in Bewegung gesetzt und dort am 12. März ein Schneechaos angerichtet. Im Mittelland wurden am 12. März Höchstwerte von bis zu 13 Grad gemessen. In der Nacht begann Kaltluft auf der Alpennordseite unter hochnebelartiger Bewölkung ein-

zusickern. Im Tagesverlauf schneite es. Im östlichen Mittelland wurden am folgenden Morgen bis zu 5 cm Schnee gemessen, die Temperaturen blieben unter dem Gefrierpunkt. Im Westen wurden maximal +3 Grad gemessen. In der Nacht sanken die Temperaturen am 14. März im Flachland gegen –10 Grad. In den Gipfelregionen lagen die Tagestemperaturen 9 bis 13 Grad unter dem Durchschnitt. Auch im letzten Monatsdrittel liess der Frühling auf sich warten: Am 22. März war es in den meisten Gebieten der Schweiz sonnig, die Temperaturen kletterten im Mittelland auf 13 Grad. Bis über 15 Grad wurde es im Südtessin, im Wallis 17 Grad. Die Sonne zeigte sich bis zum Monatsende in den Niederungen der Deutschschweiz fast nicht. Ostwinde brachten in den folgenden Tagen den Winter zurück. Am 23. März reichte es im Tessin für 11 Grad. Tags darauf wurden im Norden Höchstwerte von 5 Grad gemessen. In der Höhe wehten südliche Winde, die mildere Luft über die bodennahe Kaltluft schoben. Auf der Alpensüdseite führte dies zu Dauerregen. Mild blieb es im Rhonetal, wo der Föhn in Visp für 15,4 Grad sorgte. Sonnenarmut seit Jahresbeginn vor allem in der Nord- und Nordostschweiz: Die häufig nördlichen bis östlichen Winde zusammen mit dem tiefdruckbestimmten Wetter führten in nördlichen und nordöstlichen Landesregionen zu einer starken Sonnenarmut im ersten Quartal 2013: In Basel wurden 147 Sonnenstunden registriert, in Zürich 166. In Bern wurden 211 Sonnenstunden gemessen, in Genf 227 und in Locarno 430. Monatsbilanz März: Das Märzwetter 2001, 1991 und 1988 war in vielen Landesteilen trüber als 2013. Dennoch war die Sonnenscheindauer im Norden stark unter normal im Vergleich zum Mittel. Über 80 Prozent der Norm erreichte die Sonnenscheindauer in den Zentralalpen, am östlichen Alpennordhang, in Graubünden und im Wallis. Der März war im Vergleich zu den Normwerten vor allem in den Niederungen zu kalt. Im Mittelland und am Juranordfuss betrug das Wärmedefizit 2 bis 3 Grad, auf der Alpensüdseite 1,5 bis 2,5 Grad. In beiden Regionen war es der ■ kälteste März seit 1987. Quelle: MeteoSchweiz 2013: Klimabulletins


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Prof. Dr. Max Ehrbar, die Hochschule Buchs und das Wärmepumpen-Testzentrum

Max Ehrbar: grosser persönlicher Einsatz für die Wärmepumpen-Technik Am 5. März 2013 feierte Prof. Dr. sc. techn. (ETH) Max Ehrbar seinen 70. Geburtstag. Für den 13. April hatte er Verwandte, Freunde und Weggefährten zu einer Geburtstagsnachfeier eingeladen. Der Autor dieses Beitrags war einer der zirka 60 geladenen Gäste und kennt und schätzt den Jubilar seit rund einem Vierteljahrhundert. Johannes Reichelt *

■ Nach dem Maschinenbaustudium an der ETH Zürich zwischen 1963 und 1968 und anschliessender Promotion kam er 1972 als Dozent für Thermodynamik, Kältetechnik, Wärmepumpen und Strömungslehre an die damalige Fachhochschule für Technik Buchs (NTB) und wurde 1983 zum Professor berufen. Eine Bildunterschrift in der Zeitschrift Friscaldo 1/2013 (Autor: Daniel Sommer) des Schweizerischen Vereins für Kältetechnik (SVK) lautete: «Prof. Dr. Max Ehrbar prägte die Kältetechnik über Jahrzehnte.» Aus meiner Sicht prägte er noch stärker die Wärmepumpentechnik weit über die Grenzen der Schweiz hinaus. Peter Hubacher, der bekannte Wärmepumpen-Doktor der Schweiz, erinnert sich: «Meine erste Begegnung mit Max Ehrbar fand anlässlich einer Expertise um eine Wärmepumpenanlage 1975 statt. Dabei erkannten wir unser grosses beiderseitiges Interesse an diesem Thema. Im Verlauf von zirka 35 Jahren haben wir viele Forschungsprojekte zu Wärmepumpen gemeinsam bearbeitet. Wir galten lange Zeit als eine ‹verschworene Einheit›. Erwähnen möchte

ich das seit 1996 bis heute laufende Feldanalyseprojekt vom Bundesamt für Energie, wo ich seit Anbeginn die Projektleitung innehabe und Max Ehrbar in der Begleitgruppe ebenfalls seit Beginn tätig ist und mir mit Rat und Tat zur Verfügung steht. Es gäbe noch eine lange Liste weiterer gemeinsamer Aktivitäten zu nennen. Max Ehrbar hat eine bewundernswerte Gabe, kann er doch bei fast allen technischen Berechnungen, speziell im Energiebereich, ohne PC innert kürzester Zeit erste verblüffend genaue Resultate bringen.»

Prof. Max Ehrbar bei seiner Geburtstagsnachfeier am 13.4.2013. (Foto: G. Fischer)

Imagegewinn für die Hochschule Buchs Ein aussergewöhnlicher Imagegewinn für die Hochschule Buchs war die Überführung des Wärmepumpen-Testzentrums (WPZ) an das NTB um 2004, an dem neben Max Ehrbar auch Peter Hubacher wesentlich beteiligt war. Das WPZ der Schweiz befand sich ursprünglich bei den Nordostschweizerischen Kraftwerken (NOK) in Töss bei Winterthur, finanziert durch die NOK, den Kanton Zürich und das Bundesamt für Energie. Als der Autor um das Jahr 2000 den Leiter des WPZ in Töss besuchte, beklagte sich dieser über die ho-

Hochschule Buchs. Zwischen diesen beiden Gebäuden befindet sich im Hintergrund das Labor mit dem Wärmepumpen-Testzentrums WPZ.

hen finanziellen Aufwendungen für das WPZ, die sein Arbeitgeber, die NOK, nicht mehr länger tragen möchte. Das Gütesiegel für Wärmepumpen wird nach den gleichen Kriterien in den Ländern Deutschland (D), Österreich (A) und der Schweiz (CH) vergeben, abgekürzt: DACH, und die Prüfungen dazu finden an erster Stelle im WPZ statt. Peter Hubacher: «Es war keine einfache Sache, da nicht alle von der Hochschulleitung des NTB von diesem Projekt überzeugt waren. Max Ehrbar und ich gaben aber nicht auf, dennoch war es mit einem riesengrossen Engagement von Max Ehrbar und mir verbunden. Termingerecht war das WPZ fertig geworden, doch Max Ehrbar hatte gerade in dieser Zeit einen gesundheitlichen Tiefpunkt erreicht, sodass er die verdienten Lorbeeren nicht in Empfang nehmen konnte.» Als der Autor dieses Beitrags 1980 eine DIN-Prüfstelle für Wärmepumpen an der Fachhochschule Karlsruhe errichten wollte, die dann auch über ein Jahrzehnt neben den beiden weiteren DINPrüfstellen in München (TÜV Bayern) und in Essen (RWTÜV) bestanden hatte,


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kommentierte der damalige Leiter des Fachbereichs Maschinenbau der FH Karlsruhe diesen Antrag: Das bringt alles nur durcheinander. Die Widerstände waren also gleich gross wie am NTB in Buchs SG. Während die DIN-Prßfstelle an der FH Karlsruhe von keiner einzigen Organisation in Deutschland finanzielle Unterstßtzung erfahren hat, wurden die Bemßhungen, die vonseiten des WPZ in Buchs ausgingen, von aussen anerkannt.

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Programmleiter Pilot- und Demonstrationsanlagen Wärmepumpen

     

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Stickig und verbraucht?

Die wichtigsten Verdienste von Max Ehrbar

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So, wie sich Zeitzeugen an die Zusammenarbeit mit Max Ehrbar auf dem Wärmepumpen-Gebiet erinnern, so verbindet auch der Autor mit dem Jubilar die feste Ăœberzeugung, dass diese ÂŤthermodynamische Heiz- und KĂźhlmaschineÂť, die Wärmepumpe, die grĂśsste Berechtigung hat, die fossilen Energieträger bei der Gebäudeheizung zu ersetzen. Es ist in diesem Rahmen nicht mĂśglich, alle Mandate von Max Ehrbar aufzufĂźhren, deshalb hier auszugsweise nur die wichtigsten: • Mitglied des Universitätsrats der Universität St. Gallen, 1992 bis 2012 • Vorstandsmitglied im Schweizerischen Verein fĂźr Kältetechnik SVK, 1996 bis 2000 • Leiter der GĂźtesiegel-Kommission der FĂśrdergemeinschaft Wärmepumpen der Schweiz FWS, 2003 bis 2008 • Aufbau und Leitung des FĂśrdervereins ÂŤInstitut EnergiesystemeÂť im Auftrag des NTB, 2007 bis 2010, sowie die Leitung des Instituts von 2007 bis 2009 • Mitwirkung in insgesamt zirka 30 Kommissionen, davon in 12 als Vorsitzender bzw. Präsident Aus gesundheitlichen GrĂźnden musste Max Ehrbar seine offizielle Vorlesungstätigkeit an der Hochschule Buchs 2005 aufgeben. Seine Stimme versagte ihm, was fĂźr einen Hochschullehrer mit das wichtigste ÂŤInstrumentÂť ist, um

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FĂź SW/2

Das Bundesamt fßr Energie gehÜrte u. a. zu den Unterstßtzern des WPZ: Wir waren uns der Bedeutung des Zentrums als wichtigem Qualitätssicherungs- und Verbesserungs-Vehikel der im Markt angebotenen Wärmepumpen immer sehr bewusst und haben es als wichtigste Aufgabe des FÜrderprogramms Energie 2000 und seinem Folgeprogramm ab dem Jahre 2000 EnergieSchweiz betrachtet, dass der Bund fßr die Qualitätssicherung Wesentliches zu leisten hat. Max Ehrbar war u. a. zwischen 2003 und 2007 Leiter des Programms Pilot- und Demonstrationsanlagen Wärmepumpen des Bundesamts fßr Energie. Ein Kollege vom BFE: Auch dort habe ich Max Ehrbar als sehr sachorientiert, pragmatisch und ideenreich erlebt. Ich brauche Ihnen ja wohl nicht zu sagen, dass Max Ehrbar fßr unsere Programme immer ein äusserst zuverlässiger und impulsgebender Partner gewesen ist. Ich habe ihn aber nicht nur als sehr engagierten und gleichzeitig angenehmen Geschäftspartner schätzen (und gar bewundern) gelernt, sondern nicht weniger als Mensch: Er hat immer die Sache und nie seine Person in den Vordergrund gestellt und war immer ‚hemdsärmelig› unprofessoral – mit einer gesunden Portion Humor und (Selbst-)Ironie, was mir immer sehr gut getan hat.

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Info |

Die Technologiemesse für Gebäude und Infrastruktur

Prof. Max Ehrbar beim Vortrag. (Foto: R. Seeger, NTB, 2010)

Ihr Impulsgeber für Innovationen!

10. – 13. September 2013 Messe Basel www.ineltec.ch

sein Wissen an die Studierenden weitergeben zu können. Zum Glück hat er sich in der Folgezeit davon wieder erholt. Inzwischen hält er am NTB seit 2011 wieder eine Vorlesung über Absorptions-Wärmepumpen und betätigt sich seit 2012 als Leiter einer Energiegruppe seiner Heimatgemeinde Sargans. Die Schweiz ist auf dem WärmepumpenGebiet ein grosses Vorbild – mit einer langen Tradition. Man denke nur an die Wärmepumpe für das Zürcher Rathaus und an die Gross-Wärmepumpenanlage mit Turboverdichtern für die ETH Zürich, beide installiert Ende der 30er-Jahre des letzten Jahrhunderts. Die äusserst wertvollen Feldtests an schweizerischen Wärmepumpenanlagen (hauptsächlich finanziert durch das Bundesamt für Energie), die nützliche Einrichtung des Wärmepumpen-Doktors (vertreten durch Peter Hubacher), das renommierte Wärmepumpen-Testzentrum am NTB (mit seinem jetzigen Leiter Michael Eschmann), die hohe Ausstattungsrate mit Wärmepumpen im Gebäudebereich und Weiteres mehr haben europaweit Impulse gesetzt, um die Wärmepumpentechnik voranzubringen. Mit Prof. Stefan Bertsch wurde für Prof. Max Ehrbar ein äusserst tüchtiger Nachfolger gefunden. Als er 2008 an die NTB berufen wurde, war er einer der jüngsten je berufenen Professoren auf diesem Sektor. Max Ehrbar war auf mehreren Gebieten der Energietechnik tätig. Was aber das hier näher beschriebene Wärmepumpen-Gebiet betrifft, so kann man mit Fug und Recht feststellen: Professor Max Ehrbar hat sich um die Wärmepumpentechnik sehr verdient ge■ macht.

Klimakammern zur Prüfung von Luft/WasserWärmepumpen (Foto: NTB)

Peter Hubacher, der Wärmepumpen-Doktor der Schweiz. (Foto: G. Fischer)

Michael Eschmann, Leiter des europaweit bekannten WPZ. (Quelle: NTB)

Autor: Prof. Dr.-Ing. Johannes Reichelt, ehemaliger Leiter der DIN-Prüfstelle für Wärmepumpen an der Fachhochschule Karlsruhe, seit 2005: Hochschule Karlsruhe für Technik und Wirtschaft. www.wpz.ch www.fws.ch

Prof. Ph. D. Stefan Bertsch, Nachfolger von Prof. Dr. Max Ehrbar. (Foto: J. Reichelt)


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Info |

Im Vorfeld zur Swissbau (Basel, 21.–25. Januar 2014): Dialoge zur Nachhaltigkeit

Nachgefragt bei: Silvan Frei, Fachkraft für erneuerbare Energien Innerhalb der Kompetenzplattform Swissbau Focus beziehen renommierte Experten auf blog.swissbau.ch regelmässig Stellung zu den Themen Bildung, Energie sowie Bauen im Kontext. Zum Blog kommt nun der Dialog: «Nachgefragt» heisst die neue Reihe, mit der die Swissbau ihre Bedeutung als interaktives Diskussionsforum unterstreicht.

Silvan Frei.

Quelle: Swissbau

■ Silvan Frei, 22, ist gelernter Elektromonteur. Nach seiner Ausbildung liess er sich an der Gewerbeschule Rheinfelden zum Solarteur weiterbilden – und darf sich heute Fachkraft für erneuerbare Energien nennen. Frei kommt aus Frick im Aargau. Er arbeitet in Basel bei der Solvatec AG, einem Unternehmen im Bereich Photovoltaik. Herr Frei, Sie arbeiten heute als Solarteur. Wie kam es dazu? Silvan Frei: Ich habe eigentlich Elektriker gelernt. In meinem alten Betrieb sind aber immer auch Solaranlagen geplant und verbaut worden. Als mein Chef einen Flyer für die Weiterbildung zum Solarteur erhielt, habe ich mich dafür interessiert und mich schliesslich angemeldet. Dabei ist der Beruf nicht einmal staatlich anerkannt. Stimmt, die Ausbildung wird in der Schweiz im Gegensatz zu Deutschland und Österreich erst seit wenigen Jahren angeboten. Ich glaube, ich war an der Berufsschule Rheinfelden sogar einer der ersten Absolventen, der diesen berufsbegleitenden halbjährigen Kurs besucht hat.

Wie kommt ein junger Bursche von Anfang zwanzig dazu, sich für Themen wie Photovoltaik, Wärmepumpen, Solartechnik oder Arbeitssicherheit zu begeistern? Ich bin gegen Atomstrom und für erneuerbare Energien. Und für die Energiewende möchte ich meinen ganz persönlichen Beitrag leisten – nicht nur durch mein Verhalten, sondern auch von Berufs wegen. Solaranlagen zu bauen, gibt mir einfach ein gutes Gefühl. Vor allem, wenn ich daran denke, dass wir mit jeder von uns gebauten Photovoltaikanlage den ökologischen Fussabdruck reduzieren können. Wie schafft man es, Bauherren von der Notwendigkeit zu überzeugen, trotz der höheren Investitionskosten auf umweltfreundliche Energietechnik zu setzen? Die Energiewende ist Gott sei Dank ein grosses Thema in den Medien. Man muss die Leute ganz einfach dafür begeistern, dass jeder seinen Beitrag leistet. Hinzu kommt in einigen Kantonen ja auch ein finanzieller Anreiz in Form von Förderungen. Damit lassen sich die Investitionen etwas reduzieren und in bestimmten Fällen sogar eine Rendite erwirtschaften. Aber trotzdem bleibt es bei jedem Kunden eine Herausforderung, ihn davon zu überzeugen, dass sich der Mehraufwand lohnt. Können sie den Begriff «Nachhaltigkeit» überhaupt noch hören? So oft höre ich den Begriff bei der Arbeit nicht. Wenn ich mit Kunden spreche, dann von Solar- oder Photovoltaikanlage. Den Begriff finde ich gut, denn er drückt genau das aus, was wichtig ist: erneuerbare Energien mit einer langfristigen Perspektive im Sinne unserer Kinder einzusetzen. Leidet unter den Möglichkeiten des nachhaltigen Bauens vielleicht die Kreativität des Architekten oder des Bauherrn, weil der Individualität Grenzen gesetzt sind? Die Kreativität ist sicher noch da, aber irgendwo muss man Kompromisse eingehen. Man

muss halt eine Anlage aufs Dach bauen, auch wenn der Nachbar das nicht immer schön findet. Es gibt den Dorfkern, wo der Kanton entscheidet, was geht und was nicht. Ich finde es schade, wenn man Mühe hat, etwas zu verwirklichen. Für mich stellt sich nicht die Frage, ob eine Anlage schön ist oder nicht. Das Haus muss schön sein, und das hat zum Beispiel damit zu tun, ob die Farbe stimmt. Aber hat grüne Technologie nicht ein grundsätzliches Akzeptanzproblem, insofern als sie zwar ein reines Gewissen schafft, gestalterisch aber nicht gerade das Gelbe vom Ei ist? Wieso? Ich finde eine Photovoltaikanlage sehr schön, mir gefällt das. Man darf das sehen. Ein Atomkraftwerk sehen Sie ja auch. Man muss nicht alles verstecken. Die Kunden nehmen in Kauf, dass man das nachher sieht. Und wenn eine Anlage schön aufgebaut ist, sieht sie auch schön aus. Es gibt zum Beispiel dachintegrierte Anlagen, die sogar die Dachziegel ersetzen. Aber bleibt nicht ein gestalterischer Wermutstropfen? Das würde ich so nicht sagen. Es gibt heutzutage so viele Möglichkeiten, die gerade die Ästhetik in den Vordergrund stellen. Nicht nur die eben angesprochenen Punkte. Wir haben eine solche Vielfalt an Farben und Transparenzstufen, die ein Photovoltaikmodul zur unerschöpflichen Quelle für den Architekten macht. Leider ist das nicht so bekannt, da muss noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden. Welches Projekt in der Schweiz bringen Sie spontan mit Nachhaltigkeit in Verbindung? Da fällt mir die Umweltarena in Spreitenbach ein. Sie haben sicher davon gehört, das Projekt hat ein grosses mediales Echo ausgelöst. Vor allem der Nachhaltigkeitsgedanke wurde hier sehr in die Breite getragen. ■ www.blog.swissbau.ch www.swissbau.ch/nachhaltigkeit


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Arbeitstagung SWKI und Kurzseminare Heizungs- und Kältetechnik ■ Am Freitag, 5. Juli 2013, laden die Hochschule Luzern Technik & Architektur und der SWKI zum 13. Forum Gebäudetechnik/Arbeitstagung SWKI an der Hochschule Luzern in Horw ein. Der Anlass bietet einen ausgewogenen Mix aus Referaten, Informationen aus Verein und Hochschule, interessanten Diplomarbeiten und den Möglichkeiten zum Networking. Die Fachtagung beginnt um 9.30 Uhr und endet am späteren Nachmittag. «Energiestrategie 2050 – So agiert die Gebäudetechnik», unter diesem Motto steht das 13. Forum Gebäudetechnik/SWKI-Arbeitstagung.

Nationalrat Jürg Grossen, Elektroplaner und Unternehmer aus dem Kanton Bern, referiert aus erster Hand über den aktuellen Stand der Energiestrategie und die Erwartungen der Politik an die Gebäudetechnikbranche. Referate über Forschungs- und Pilotprojekte ergänzen den fachlichen Teil des Forums am Nachmittag. Die Teilnehmerzahl ist auf 180 Personen beschränkt, darum wird um schriftliche Anmeldung bis 21. Juni gebeten (www.swki.ch). Die Veranstaltung ist öffentlich und ist mit öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln zu erreichen (www.hslu.ch/ technik-architektur).

SWKI-Kurzseminar-Reihe: Heizungs- und Kältetechnik Das Kurzseminar befasst sich mit folgendem Thema: Richtlinien SWKI RE600-01 – SWKI RE600-02 «Raumkühlflächen – Planung, Bau und Betrieb» – «Abnahmeprüfung an Raumkühlflächen». Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeitende von Ingenieurbüros und Installationsfirmen der Gebäudetechnik, Hersteller/Lieferanten von Geräten und Komponenten der Gebäudetechnik, Firmen des Facility Managements, Liegenschaftsverwaltungen, Anlagenbetreiber wie Grossverteiler, Einkaufszentren, Universitäten, Spitäler sowie Archi-

tekturbüros und Generalunternehmungen. Das nächste Kurzseminar findet in Zürich statt: Dienstag, 11. Juni 2013 (sofort anmelden) Universitätsspital, Zürich Anmeldung: www.swki.ch/Kurzseminare ■ www.swki.ch www.hslu.ch/technik-architektur

Jahrestagung energie-cluster.ch am 25. Juni in der Umwelt Arena ■ Eine verbesserte Effizienz im Strombereich ist realisierbar und deshalb ein wesentlicher Faktor auf dem Weg zur Energiewende. Diese Tatsache steht im Mittelpunkt der Jahrestagung 2013 des energiecluster.ch, die am Dienstag, 25. Juni, von 9.30 –17.30 Uhr in der Umwelt Arena in Spreitenbach durchgeführt wird. Ruedi Meier, Präsident energiecluster.ch, und Walter Schmid, Vorstandsmitglied, präsentieren Referierende, welche auf die zahlreichen Aspekte der Effizienzsteigerung eingehen. Dabei werden die Potenziale und Hemmnisse, aber auch geeignete Massnahmen und konkrete Beispiele aufgezeigt; Beiträge aus Wissenschaft und

Forschung zeigen Handlungsoptionen auf und innovative Unternehmen aus dem Stromeffizienzbereich legen ihre Möglichkeiten dar. Stromeffizienz ist machbar. Gemessen am heutigen Stromverbrauch von knapp 60 TWh sind technischen Einsparpotenziale von rund 30 Prozent vorhanden, also rund 20 TWh. Bei anhaltendem Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum eine Stabilisierung des Stromverbrauchs zu erlangen, ist deshalb nicht allzu ambitiös. Was ist von der Energiewende zu erwarten? Welche konkreten Hin-

extra 2013

dernisse müssen überwunden werden? Welche Forschungsstrategien drängen sich auf? Welche Rolle spielen öffentliche und private Forschungsstellen? Welche Beschäftigungseffekte können erwartet werden? Und welche Rolle spielen Anreize, Gebote, Verbote sowie flankierende Massnahmen, z. B. bei Aus- und Weiterbildung, Information, Kommunikation, Technologietransfer? Diese und weitere Fragen werden an der Jahrestagung 2013 beantwortet. Die Jahrestagung mit dem Thema «Stromeffizienz als zentraler Pfeiler

der Energiewende» zeigt den Stellenwert der Stromeffizienz und die vorhandenen Effizienzpotenziale im Überblick. Eingeladen sind Unternehmen mit energieeffizienten Produkten, Dienstleistungen, erneuerbaren Energien, aus Architekturund Planungsbüros, Energie- und Umweltfachleute sowie aus der Immobilien-, Finanz- und Versicherungsbranche. ■ Jahrestagung 2013 in Kürze Dienstag, 25. Juni 2013 9.30 –17.30 Uhr Tagungsort: Umwelt Arena AG Türliackerstrasse 4 8957 Spreitenbach www.energie-cluster.ch

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Pro Solar: Für saubere, sichere und unabhängige Energieversorgung ■ Das neu lancierte Webportal Pro-Solar.ch bietet aktuelle Informationen zu Sonnenenergie sowie Möglichkeiten, sich als Privatperson für den Ausbau der Solarenergie zu engagieren. Pro Solar fordert für die Schweiz eine sichere, saubere und unabhängige Energieversorgung dank Solarenergie. Der Bevölkerung kommt beim Ausbau der Solarenergie eine Schlüsselrolle zu. Denn, wer Solarenergie erzeugt, wird Stromproduzent, übernimmt eine Vorbildfunktion und ermutigt seine Nachbarn dazu, ebenfalls auf Sonnenergie zu setzen. Zentraler Bestandteil der Website ist das Manifest Pro Solar. Es fordert die Aufhebung der Ausbaubegrenzung für Solarstrom in der Energiestrategie 2050. Erstes Etappenziel für Pro Solar ist ein Treffen mit Energieministerin Doris Leuthard. Ihr werden Ende Juni alle Unterschriften des Manifests Pro Solar überbracht. Im internationalen Vergleich deckt die Schweiz ihren Strombedarf lediglich zu 0,6% mit Solarenergie. In Deutschland waren es 2012 schon 5%, in Italien sogar 7%. In jüngster Zeit steigt die Nutzung der Solarenergie in der Schweiz jedoch rasch. 2012 wurde in der Schweiz doppelt so viel Solarstrom produziert wie im Vorjahr und insgesamt wurden damit im Vergleich zum europäischen Strommix 170 000 Tonnen CO2 eingespart. Auch aus dem Parlament kommen positive Signale zur raschen Förderung der Solarenergie. Doch der aktuelle Entwurf der Energiestrategie 2050 droht diese Dynamik auszubremsen. Das Bundesamt für Energie schlägt vor, den Ausbau der Solarstromproduktion bis 2020 nur bis

600 GWh zu unterstützen. Über die Hälfte dieser Menge wird heute schon in der Schweiz produziert. Pro Solar fordert die Aufhebung dieser Barriere für den Ausbau der Solarenergie in der Schweiz. Erstes Signal aus der Bevölkerung an Doris Leuthard Die Zeit ist reif für die Bevölkerung, ihre Meinung zur Energieversorgung der Zukunft kundzutun. «In Bern wird die Energiestrategie bereits heiss diskutiert – mit der Bewegung Pro Solar existiert nun eine Möglichkeit für alle, Unterstützung für die Solarenergie zu bekunden», erklärt Roger Nordmann, SP-Nationalrat und Präsident von Swissolar. Bevor der Bundesrat in die Sommerpause geht, wird Nordmann Energieministerin Doris Leuthard die bis dahin gesammelten Unterschriften des Manifests Pro Solar in Buchform übergeben. Vorbereitung auf kommende Volksabstimmungen Das letzte Wort zur Energiestrategie 2050 wird mit grosser Wahrscheinlichkeit das Schweizer Stimmvolk haben. Economiesuisse hat im Zusammenhang mit der Vernehmlassung zur Energiestrategie 2050 das Referendum bereits thematisiert. Auf dem langen Weg zur Abstimmung vereint die Bewegung Pro Solar die Befürworter der Solarenergie, vermittelt Basiswissen und informiert über aktuelle Geschehnisse. Mund-zu-Mund-Demokratisierung der Energieproduktion Ob man ein Handy aufladen, das Gartenhäuschen beleuchten oder ein Logistikzentrum mit Energie

versorgen will – Solarenergie lässt sich in jeder Grössenordnung und an jedem Ort produzieren und nutzen. Bei der Entscheidung, ob man Solarenergie nutzen soll, ist Erfahrung von Bekannten und Freunden ausschlaggebend. Eine Bewegung wie Pro Solar, welche sich an Privatpersonen richtet und den Austausch anregen soll, ist deshalb zum Ausbau der Solarenergie besonders bedeutsam. Solaranlagen verbreiten sich viral Solarstrom wird rasch günstiger – die Preise für die Kilowattstunde Solarstrom sind in den letzten Jahren auf die Hälfte gefallen. Trotzdem spielen bei der Entscheidung für eine Solaranlage mehr als nur Kosten und Ertrag eine Rolle. Wenn der Nachbar eine Solaranlage installiert, ermutigt dies zur Installation einer eigenen Anlage. Untersuchungen zu diesem Gruppeneffekt hat Prof. Rolf Wüstenhagen von der Universität St. Gallen im Rahmen der nationalen Photovoltaik-Tagung im März 2013 in Basel vorgestellt. Auf einer Karte der Stadt Nürnberg ist deutlich zu erkennen, dass Solaranlagen nicht regelmässig über die Stadt verteilt sind, sondern sich in gewissen Quartieren grosse Ansammlungen von Solaranlagen bilden. Den Nachbarn die Solaranlage zeigen Ab Sommer plant Pro Solar, Private bei der Organisation von SolarApéros mit einem fixfertigen Sorglos-Paket zu unterstützen. Die Kampagne soll private Betreiber von Solaranlagen dazu motivieren, Bekannten, Freunden und Nachbarn die Möglichkeiten der Solarenergienutzung im Beisein einer

Fachperson näherzubringen. Für die Verbreitung von Innovationen mit ökologischem Mehrwert ist das Verhalten von Freunden und Bekannten von grosser Bedeutung. Über Pro Solar Pro Solar ist eine Initiative von Swissolar, dem schweizerischen Fachverband für Sonnenenergie, und steht allen Menschen offen, die sich für eine sichere, saubere und unabhängige Energieversorgung dank Solarenergie einsetzen möchten. Pro Solar befürwortet grundsätzlich den Ausbau aller erneuerbaren Energien sowie die Verbesserung der Energieeffizienz. Für die Erreichung dieser Ziele setzt sich Pro Solar aktiv mit Schwerpunkt Solarenergie in der öffentlichen Debatte und politischen Prozessen ein. Wie Gebäudetechniker den Ausbau der Solarenergie unterstützen können • Manifest Pro Solar unter www.pro-solar.ch als Privatperson unterschreiben und tragende Rolle der Solarenergie in der Energiestrategie 2050 fordern. • Eigenen Kunden und Partnern von Pro Solar erzählen. Hierzu können bei Pro Solar per E-Mail Bilder, Texte für Newsletter-Einträge sowie E-Mail-Footer bezogen werden. ■ www.pro-solar.ch

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Wissenswertes zu PAK, Radon, Schimmel, Asbest, PCP & Co.

Fachveranstaltung zum Thema Schadstoffe in Innenräumen Das Forum für Wissenstransfer der Baubranche (Bau und Wissen) bot in Wildegg einen spannenden Überblick zum Thema Schadstoffe in Innenräumen. Behandelt wurden Themenbereiche wie Radonbelastung, Asbestsanierung und Holzschutzmittel. Die Veranstalter durften 45 Teilnehmende begrüssen. Christian Bärtschi

■ Zuerst referierte Philipp Thalmann, Leiter Abteilung Messungen der Bauund Umweltchemie AG, zum Thema PAK-Belastungen in Innenräumen. PAK ist die Abkürzung für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. «Die grösste Problematik geht von PAK aus, die mit Teerölen versetzt sind», erklärte Thalmann. Man habe die Verbreitung von und die Gefährdung durch PAK – viele davon sind krebserregend – früher unterschätzt. Er skizzierte dies am Beispiel von Eisenbahnschwellen, die nach ihrer Erstverwendung früher oft als Tische und Sitzbänke in Schrebergärten eingesetzt wurden. Besonders heikel an solchen Produkten sei, dass PAK auch über die Haut aufgenommen werden können. «Oft zu finden, zum Beispiel in Schulhäusern, sind PAK-haltige Schlacken in Zwischenböden», sagte Thalmann. Eine weitere Problematik von PAK ist ihre Vielfalt; es gibt gas- und staubförmige PAK. Zur ersten Gruppe gehört Naphtalin, welches beispielsweise in Berner Schulen in erhöhten Konzentrationen gefunden wurde. Ein Vorteil des im Vergleich zu in Staubpartikeln gebundenen PAK relativ harmlosen Napthalins ist, dass es geruchsintensiv ist und leicht festgestellt werden kann. Die grösste Gefahr durch PAK geht laut Thalmann von einer Aufnahme über die Haut aus. «Der Anteil der Gesamtbelastung liegt bei 50 bis 90 Prozent, während die inhalative Aufnahme 10 bis 50 Prozent beträgt.»

Wie stellt man PAK fest und wie geht man bei positivem Befund vor? PAK lassen sich durch Material- und Luftanalysen feststellen. Thalmann sieht gewisse Vorteile in den Luftanalysen, da kein Material zerstört wird. Eine Luftanalyse kostet 500 Franken pro Raum, wobei Stichproben genügen. Thalmann skizzierte die Anforderungen an PAK-Sanierungen: «Es müssen

Typische Radonkonzentrationen auf verschiedenen Ebenen eines älteren Wohngebäudes bei hoher Radonkonzentration im Baugrund. (Quelle: Vortrag Peter Bucher)

staubarme Arbeitstechniken und Staubtrennwände eingesetzt werden, staubbelastete Bereiche werden abgetrennt.» Dazu kommen eine technische Lüftung sowie Haut- und Atemschutz für die Arbeiter. Die Anforderungen an PAKsanierte Innenräume sind laut Thalmann die Einhaltung gesundheitlicher Richtwerte – auch nach Jahren – sowie geruchsneutrale Räume.

Ursachen, Risiken und Massnahmen bezüglich Radonbelastung Peter Bucher vom Luzerner Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement, Fachbereich Luft, sprach über die Problematik des Edelgases Radon, welches sich in der Bodenluft ansammelt und bei längerer Exposition Lungenkrebs verursachen kann. Eins nahm er vorweg: «Ohne Raucher in der Schweiz hätten wir auch kein Radon-Problem.»

Grund für diese polemisch wirkende Aussage: Da Radon bei Rauchern ein 25-fach höheres Risiko verursacht als bei Nichtrauchern, ist die Radonbelastung vor allem für Raucher gefährlich. Natürlich müsse man trotzdem alles Mögliche tun, um die Radonbelastung in Gebäuden tief zu halten, ergänzte Bucher. Die Radonbelastung in der Schweiz lässt sich auf der Radonkarte abschätzen. So ist etwa der Kanton Graubünden stark belastet. Doch Bucher warnte vor Verallgemeinerungen: «Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Ihr Haus in einer durchschnittlich belastungsarmen Gemeinde liegt – und umgekehrt. Auch der Unterschied ‹mittel› zu ‹gering› ist nicht aussagekräftig.» Ein Umstand, den es im Umgang mit Radon zu beachten gilt, ist der Luftdruck im Gebäude: «Herrscht im Keller ein Unterdruck, gelangt eher Radon von


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aussen in den Keller. Gleiches gilt auch für eine Wohnung, die einen tiefen Luftdruck aufweist – dann wird belastete Kellerluft eher angesaugt», erklärte Bucher. Der Minergie-Standard sei punkto Radon aufgrund der hohen Dichtigkeit der Gebäudehülle ideal, sagte Bucher. Dies jedoch nur, wenn die Aussenluft mindestens 1,5 Meter über dem Boden angesaugt werde. Ein leichter Überdruck verhindere zudem das Aufsteigen von Radon aus unbelüfteten Kellergeschossen. Bucher sprach auch die Umnutzung von Räumen an: «Bei Umnutzung von Räumen im Untergeschoss zu Büros sollte eine Messung durchgeführt werden.» Das Ziel dabei: Weniger als 2 Millionen Bq/m3 · h pro Jahr (Becquerel pro m3 mal Jahresstunden).

Schimmelpilze in Wohnräumen Hans Mühlebach von der QC-Expert AG sprach über Messstrategien, Untersuchungsverfahren und Sanierung von Räumen mit Schimmelpilzbefall. Er nannte drei Voraussetzungen für das Schimmelpilzwachstum: Pilzsporen sowie Nahrung seien fast immer und überall vorhanden. «Die einzige Voraussetzung, die wir beeinflussen können, ist die Feuchtigkeit», erklärte Mühlebach. Und: «Wenn Sie in einem Raum einmal eine hohe Raumluftfeuchtigkeit haben, wird es sehr schwierig, diese rein durch Lüften wieder zu verringern.» Es gibt zwei Ursachen für Schimmelpilzbefall: das Benutzerverhalten, beispielsweise ungenügendes Lüften, und bauliche Mängel (Wärmebrücken, bei älteren Bauten generell ungenügende Wärmedämmung, Durchfeuchtung von aussen). Schimmelpilzbefall aufgrund baulicher Mängel sei heutzutage recht selten, sagte Mühlebach. Bei Schimmelpilzbefall werde das Benutzerverhalten höchstens als Zusatzinformation berücksichtigt, zentral sei aber das Erfassen der thermischen Eigenschaften der vom Schimmelpilz befallenen Stellen. Nach dem fachgerechten

Kälte | Wärme | Dampf

Entfernen von Schimmelpilz empfiehlt Mühlebach folgende Massnahmen: Raumluftfeuchtigkeit während längerer Zeit mit Lufttrockner senken, Benutzerverhalten anpassen, beispielsweise durch häufigeres Lüften sowie das Entfernen von Möbeln von den Aussenwänden. Bauseitig kann man die Wärmedämmung verbessern, Wärmebrücken aufheben, Abluftsysteme prüfen sowie eine kontrollierte Lüftung einbauen.

Rund um die Asbestsanierung von Gebäuden Mike Zachau, Bau- und Umweltchemie AG, sprach über die Gefahren und die Beseitigung von Asbest in Gebäuden. Aufgrund seiner positiven Eigenschaften fand Asbest in seiner Blütezeit in über 3000 Produkten Verwendung. Dann aber wurde immer klarer, dass Asbest Krebs erzeugend ist und vor allem Lungenkrebs verursacht. «Während Asbest in den USA bereits in den 1920erJahren für Lungenerkrankungen verantwortlich gemacht wurde, kam es in der Schweiz erst 1975/76 zum Verbot von Spritzasbest – ein generelles Asbestverbot folgte 1990», erklärte Zachau. In der Folge ging er vor allem auf die Feststellung und Sanierung von asbesthaltigen Baustoffen ein. Wichtig für Arbeitgeber dürfte der Umstand sein, dass diese ihre Arbeitnehmer schützen müssen, wenn Verdacht auf die Verwendung von Asbest in einem Gebäude besteht. Doch welche Massnahmen kann man bei konkretem Verdacht überhaupt durchführen? Es existieren vier verschiedene Instrumente: Erstens die Materialprobe, welche eine spezifische Aussage zu einem bestimmten Material erlaubt, zweitens kann ein Gebäudescreening durchgeführt werden; ein Verfahren, welches hauptsächlich visuell erfolgt und eine erste Situationsanalyse bietet. «Eine relativ günstige Möglichkeit, um eine Gebäudesituation zu beurteilen», meinte Zachau. Als dritte Möglichkeit nannte er den Gebäudecheck, welcher eine Gebäudeuntersuchung mit Materialentnahme und auch kleinere Demontagearbeiten

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Grenz- und Richtwerte bezüglich Radon (Bundesamt für Gesundheit BAG) Aktueller Grenzwert für Wohn- und Aufenthaltsräume (Neubauten und bestehende Bauten): 1000 Bq/m3. Bei Neu- und Umbauten (Art. 114 der Strahlenschutzverordnung) sowie bei Sanierungen (Art. 113 und 116, dito) gilt ein aktueller Richtwert von 400 Bq/m3. Zurzeit läuft die Vernehmlassung der neuen Strahlenschutzverordnung. Ausgelöst wurde diese durch eine WHO-Empfehlung von 2009, welche einen Grenzwert von 300 Bq/m3 empfahl und als Ideal 100 Bq/m3 vorsah. Geplant ist in der Schweiz nun ein neuer Richt- bzw. Grenzwert von 300 Bq/m3, der voraussichtlich im Sommer 2014 in Kraft treten wird. Noch unklar ist, ob bei Überschreitung des neuen Werts Massnahmen nur empfohlen werden oder zwingend durchzuführen sind.

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einschliesst. Auch Raumluftmessungen können gemacht werden. Als vierte und schwerwiegendste Möglichkeit wurde der Gebäudecheck mit Eingriff in die Gebäudesubstanz erwähnt: Hier werden Sondagearbeiten durchgeführt und versteckte Schadstoffvorkommen analysiert.

Wie weiter, wenn Asbest verbaut wurde?

Philipp Thalmann, Leiter Abteilung Messungen der Bau- und Umweltchemie AG, sprach über PAK-Belastungen in Innenräumen. (Fotos: Christian Bärtschi)

Hans Mühlebach, QC-Expert AG, sprach über die Sanierung von Räumen mit Schimmelpilzbefall.

Peter Bucher vom Luzerner Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement beschrieb Risiken und Massnahmen bezüglich Radonbelastung.

Wurde in einem Gebäude zweifelsfrei Asbest verbaut, folgt die Beurteilung der Dringlichkeit der Sanierung. «Halten sich Sportler oder Kinder regelmässig in betroffenen Räumlichkeiten auf, sind Massnahmen dringlicher als bei selten genutzten Räumen», erklärte Zachau. Jedes Asbestvorkommen wird einer von drei Dringlichkeitsstufen zugeordnet. Die Mehrzahl der Sanierungen im Zusammenhang mit Asbest erfordert ein Sanierungskonzept und eine Genehmigung der geplanten Arbeiten durch die Suva und die zuständige Behörde. Zachau beschrieb die Sanierungsausführung inklusive einer typischen Personal- und Materialschleuse. Es folgte eine Zusammenfassung der nötigen Schritte bei der Sanierungskontrolle. Abschliessend umriss Zachau die wichtigsten Punkte bezüglich Asbest: «Eine frühzeitige Berücksichtigung im Rahmen von Gesamtsanierungen schafft Sicherheit, auch bezüglich Planung und Kosten.» Liege ein positiver Befund vor, gelte es, die Sanierung möglichst rasch zum Schutz der Nutzer voranzutreiben. Wichtig sei auch, den Sanierungserfolg mit den nötigen Abnahmen und Messungen zu sichern. «Ich empfehle, eine Schlussdokumentation zu erstellen, um den Umfang der Sanierungsarbeiten, die Ergebnisse der Sanierungskontrollen, die fachgerechte Entsorgung der Asbestmaterialien sowie einen allfälligen Verbleib von Asbest im Gebäude sicher zu dokumentieren.»

Typische Altlasten: Holzschutzmittel in Innenräumen

Angelus Wismer von der Elektrobiologie A. Wismer sprach über elektromagnetische Felder in Innenräumen.

Kurt Schläpfer von der Carbotech AG gab einen Überblick zur Geschichte des Holzschutzes und zu den bis heute problematischen Folgen. Besonders heikel seien chlorierte Holzschutzmittel wie PCP, HCH und DDT, welche in der Schweiz Ende der 1980er-Jahre verboten wurden. «PCP oder Pentachlorphenol war das häufigste Holzschutzmittel vor 1990», erklärte Schläpfer. PCP wurde auch in Textilien, Leder, in der Papierkonservierung, in Farben und Lacken und als Desinfektionsmittel eingesetzt. Entsprechend oft wird es heute als Alt-

last festgestellt. PCP hat eine Reizwirkung auf Atemwege, Augen und Haut und ist ein Zellgift, das die Leber beeinträchtigen kann. Schläpfer gab dem Publikum eine Faustregel auf den Weg: «Treten in einem Gebäude Beschwerden auf, lohnt sich zuerst ein Gang in den Keller; oft findet sich noch eine Dose des verwendeten Holzschutzmittels.» Beschwerden im Zusammenhang mit Holzschutzmittelkonzentrationen, beispielsweise Kopfschmerzen und Konzentrationsschwächen, sind vielfältig und unspezifisch und werden daher oft nicht mit einem problematischen Holzschutzmittel in Zusammenhang gebracht.

Welche Schritte empfehlen sich bei Verdacht auf problematische Holzschutzmittel? «Bei Verdacht auf problematische Holzschutzmittel ist ein erster Schritt sicher ein Hausstaubscreening. Bei einem positiven Resultat sind weitere Massnahmen wie Holzuntersuchungen und Luftmessungen möglich», informierte Kurt Schläpfer. Eine Staubmessung empfehle sich, wenn man ein Holzhaus erwerben wolle, welches vor 1990 erbaut wurde. Luftmessungen wiederum sind sinnvoll, wenn Hinweise auf eine hohe Konzentration von flüchtigen Holzschutzmitteln bestehen. Eine Staubmessung kostet 300 bis 600 Franken, eine Luftmessung 500 bis 1200 Franken. Schläpfer beschrieb verschiedene Sanierungsmöglichkeiten und ergänzte, dass immer auch die Zielsetzung (schadstofffrei, unter dem Richtwert oder Elimination der Beschwerden) entscheidend sei. Als Sanierungsmethode nannte er den Abtrag der obersten Holzschichten (mittels Drahtbürste, Sand- oder Kugelstrahlen) oder auch Abdeckungen mit Folie oder Holzverschalungen. «Auch Sperranstriche sind eine gute Wahl, sofern nicht auf Ästhetik Rücksicht genommen werden muss», erklärte Schläpfer. Natürlich können betroffene Holzteile auch zurückgebaut werden, was aber in der Regel keine Nullbelastung zur Folge hat, da meist sekundär belastete Materialien vorhanden sind. Zum Schluss gabs noch Tipps vom Profi. So sei bei altem Holz im Wohnbereich stets Vorsicht geboten. Vor Veränderungen empfehle sich ein Screening – genauso wie bei gesundheitlichen Beschwerden. «Grosse Vorsicht ist auch bei Umnutzungen und Sanierungen geboten», ergänzte Schläpfer. Für einmal riet der Experte vom Recycling ab: «Achtung: Bei verdächtigem Holz ist Recycling Quatsch!» Ein Abbruch, wie er


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in Deutschland in manchen Fällen aufgrund sehr hoher PCP- oder LindanKonzentrationen nötig war, ist meist vermeidbar: «Abgebrochen wurde vor allem in Fällen, in denen die Bewohner selbst mit Holzschutz hantiert hatten und das Zwei- bis Dreifache der empfohlenen Mengen verwendet hatten.»

Elektromagnetische Felder in Innenräumen Angelus Wismer von der Elektrobiologie A. Wismer, führt für Private und Firmen Messungen bezüglich Elektrosmog durch. Er demonstrierte am Beispiel eines handelsüblichen Netzgeräts, wie elektrische Wechselfelder mit einem geeigneten Messgerät hörbar gemacht werden können. Danach kam er auf die Probleme von Menschen am Schlafplatz zu sprechen, die zum Beispiel von einer falsch eingesteckten Nachttischleuchte herrühren können. «Bei Neubauten lässt sich eine Reduktion elektrischer Wechselfelder mit guter Planung und abgeschirmten Kabeln relativ leicht realisieren.» Bei bestehenden Liegenschaften lohnt sich die Verwendung abgeschirmter Kabel laut Wismer kaum. «Ich empfehle eher Netzfreischalter, um Ruhezonen zu schaffen.» Auch höhere Frequenzbereiche, die sogenannte «ionisierende Strahlung», können für Beschwerden bei Hausbewohnern verantwortlich sein. So beschrieb Wismer beispielsweise, wie er misst, ob Hochspannungsleitungen in der Nähe von Häusern die Wohnqualität verschlechtern. Auch im Wohnraum selbst lauern Risiken. So riet Wismer dazu, strahlungsarme Bodenheizungen zu verwenden. Auch Induktionskochherde können Hausbewohner mit starken Elektromagnetfeldern negativ beeinflussen. Der Experte riet: «Benutzen Sie die hinteren Platten, wenn Sie längere Zeit kochen.» Eine Messung der elektrischen Wechselfelder und der Magnetfelder in einem Haus kostet zwischen 500 und 800 Franken – und kann bei Beschwerden sinnvoll sein.

Ein hoffnungsvoller Ausklang Nicht um Schadstoffe ging es im Vortrag von Alexander Hettler, dessen Unternehmen Schöck Bauteile GmbH eine innovative Glasfaserbewehrung anstelle der herkömmlichen Stahlbewehrungen für die Gründung von Häusern entwickelt hat. Der Vorteil gegenüber dem Stahlbeton liegt darin, dass die elektrisch neutrale GFK-Bewehrung weder elektrisch leitend noch magnetisierbar ist. So führe die Verwendung der GFK-

Mike Zachau, Bau- und Umweltchemie AG, referierte zum Thema Asbest in Gebäuden.

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Bewehrung zu keiner Abweichung des natürlichen Erdmagnetfeldes, erklärte Hettler. Weitere Vorteile: leichte Zerspanbarkeit, Dauerhaftigkeit und Korrosionsresistenz. Gerade bei Menschen, die sensibel auf Chemikalienkonzentrationen und elektromagnetische Felder reagieren, sogenannten MCS-Erkrankten (Multiple Chemical Sensitivity), könnte die GFK-Bewehrung eine gesundheitlich sinnvolle Alternative sein. Erste Projekte, beispielsweise für ein Mehrfamilienhaus in Zürich, sind be■ reits abgeschlossen.

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Übersicht Asbestquellen mit vielen Beispielfotos: www.suva.ch/asbesthaus

Suva-Innovationen für Asbestbekämpfung Im Jahr 2011 starben 119 Personen auf Schweizer Strassen. Nahezu ebenso viele Todesopfer gehen Jahr für Jahr auf das Konto von Asbest. Obwohl die Anwendung von Asbest seit 1990 verboten ist, bleibt die Thematik hochaktuell. Auch für die Suva, die zwei Innovationen für die Asbestbekämpfung lanciert hat: Die eine unterstützt Menschen besser, die bereits mit Asbest in Kontakt gekommen sind, die andere sensibilisiert für Neuexpositionen und hilft, mögliche Neuerkrankungen zu vermeiden. Quelle: Suva

■ Aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften als Werkstoff war Asbest in der Baubranche weitverbreitet. Da Asbest jedoch die Gesundheit gefährdet, darf das Material seit 1990 in der Schweiz nicht mehr verwendet werden. Dennoch sind Asbest-Neuexpositionen, die in Zukunft zu neuen Erkrankungen führen können, immer noch möglich.

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Gesundheitsgefährdung bei Einatmen von Asbestfeinstaub

Sicherheitsvorschriften beachten Wenn Asbest entdeckt wurde, zum aktuellen Zeitpunkt aber noch nicht entfernt wird, kann dieser mit einem Aufkleber gekennzeichnet werden. Bezug: www.suva.ch/waswo, Bestellnummer 77220.

Denn in Häusern mit Baujahr vor 1990 kommt Asbest häufig vor. Asbestfasern können bei Umbau- und Renovationsarbeiten sowie bei Abriss von solchen Gebäuden oder Gebäudeteilen freigesetzt werden und Arbeitnehmende gefährden. Die Suva möchte derartige Neuexpositionen um jeden Preis verhindern. Um das zu schaffen, sensibilisiert sie mit einer Informationskampagne sowie mit einem virtuellen und einem realen Asbesthaus. Zudem unterstützt sie die betroffenen Branchen, z. B. bei der Ausbildung ihrer Mitarbeitenden. Und schliesslich braucht es auch verstärkte Baustellenkontrollen, um die Vorschriften durchzusetzen. Die Suva geht nun noch einen Schritt weiter. Mit der Onlineanwendung «Asbest-Inventar» will sie zum einen den betroffenen Branchen sowie ganz gezielt Immobilienbesitzern und Liegenschaftsverwaltern in Fragen des Asbestproblems noch besser zur Seite stehen. Zum anderen möchte die Suva mit dem Einsatz des CT-Screenings asbestbedingten Lungenkrebs noch frühzeitiger erkennen.

Per Mausklick Asbest-Inventar erstellen Für Immobilienbesitzer und Liegenschaftsverwalter stellt die Suva auf www.suva.ch /asbest-inventar neu eine Onlineanwendung zur Verfügung, mit der man eine erste Asbest-Risikoeinschätzung vornehmen kann. Die Onlineanwendung «Asbest-Inventar» zeigt nicht nur auf, wo asbesthaltige Produkte häufig vorkommen, sondern auch wie man sich bei Asbestgefahr richtig verhält, wann sich weitere Abklärungen durch Spezialisten aufdrängen und wann diese für die Sanierung beizuziehen sind. Auf einfache Weise kann der Anwender alle Räume des Hauses sowie die erkannten Asbestquellen mithilfe von Anleitungen und Beispiel-Abbildungen erfassen und dokumentieren. Kennen die Betroffenen die Ri-

In Gebäuden mit Baujahr vor 1990 ist oft Asbest in den Baumaterialien enthalten, z. B. in Plattenklebern oder Fugenmörtel. (Foto: Photopress/Moritz Hager)

siken, die bei der Bearbeitung der verschiedenen Materialien entstehen, kann menschliches Leid verhindert werden.

Mit CT-Screening asbestbedingten Lungenkrebs frühzeitig erkennen Die NLST-Studie (National Lung Screening Trial) von 2011 zeigt auf: Der Einsatz der Low-Dose-Spiral-Computertomografie (CT) kann bei Personen mit erhöhter Lungenkrebsgefährdung die Sterblichkeit senken. Diese Anwendung erlaubt es, Lungenkrebs in einem früheren Stadium als mit einer konventionellen Röntgenaufnahme zu erkennen. Untersucht wurden Personen im Alterskollektiv von 55 bis 74 Jahren. Die Suva setzt alles daran, der Asbestproblematik mit den neuesten Erkenntnissen zu begegnen. Sie bietet daher im Anschluss an die Bekanntgabe dieser Ergebnisse ihren ehemals asbestexponierten Versicherten an, sich freiwillig untersuchen zu lassen. Das Angebot gilt für Personen im gleichen Alterskollektiv und mit einem vergleichbaren Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. «Es dauert 30 bis 40 Jahre, bis ein Krebs nach erfolgter Asbestexposition ausbricht. Da zwischen 1975 und 1978 am meisten Asbest in die Schweiz importiert wurde, geht die Suva davon aus, dass der Nutzen ei-


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nes CT-Screenings in den kommenden fünf bis zehn Jahren am höchsten ist», sagt Susanna Stöhr, Fachärztin für Pneumologie und Allgemeine Innere Medizin FMH von der Abteilung Arbeitsmedizin der Suva. Nach eingehender Prüfung entscheidet die Suva über eine Empfehlung für ein CT-Screeningprogramm. Die Suva informiert die betroffenen Versicherten schriftlich und bietet eine persönliche Beratung durch einen ihrer Lungenfachärzte an. Das CT-Screeningprogramm setzt die Suva in enger Zusammenarbeit mit Thoraxradiologen der Universitätsspitäler um.

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Typische Anwendungen von Asbest in fest gebundener Form: Rohrleitungen, Fensterkitte und Lüftungskanäle.

Asbest-Altlasten nicht unterschätzen Seit der ersten Anerkennung einer asbestbedingten Berufskrankheit im Jahr 1939 sind 1594 Menschen (Fälle berücksichtigt bis und mit 2011) an den Folgen einer asbestbedingten Erkrankung verstorben. Dafür erbrachte die Suva Versicherungsleistungen in der Höhe von rund 690 Millionen Franken. Jähr-

lich sind wegen weit zurückreichenden Asbestexpositionen noch immer rund 100 asbestbedingte Todesfälle zu ver■ zeichnen. www.suva.ch/asbesthaus www.suva.ch/asbest-inventar www.hk-gebaeudetechnik.ch (HeftArchiv, Ausgabe 3/2010, S. 14 –16)

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Neuerscheinungen im Faktor Verlag zum Thema nachhaltiges Bauen ■ Der Faktor Verlag publiziert innerhalb der Fachbuchreihe «Nachhaltiges Bauen und Erneuern» regelmässig Bücher zum Thema nachhaltiges Bauen. So gibt zum Beispiel das Werk «Zero» eine gute Übersicht zum Spektrum von Nullund Plusenergiehäusern. Ebenfalls kürzlich erschienen sind die Publikationen «Gebäudetechnik», «Licht im Haus» und «Erneuerung – Nachhaltiges Weiterbauen» aus der Fachbuchreihe. Gerade frisch erschienen ist «Zero – Konzepte für Null- und Plusenergiehäuser» im Faktor Verlag. Das Buch enthält neben zahlreichen Beispielen von Null- und Plusenergiehäusern aus ganz Europa eine standardisierte Vorgabe zur Bilanzierung, Infos zum Konzept der solaren Gewinnflächen und zur Gebäudeautomation, zum ökologischen Mehrwert und zur grauen Energie. Die Publikation richtet sich an Planerteams und Bauherrschaften von Plusenergiebauten. Schlanke Infos zum Plusenergiehaus Im Jahr 2013 erschienen ist auch das Heft «Plusenergie-Haus – Grundlagen für Bauherrschaften, Architekten und Politiker». Es beleuchtet auf 48 Seiten die verschiedensten Aspekte von Gebäuden, die mehr Energie erzeugen als sie verbrauchen. Anhand von Praxis-

beispielen werden architektonische Gestaltung, Benutzerkomfort, Wirtschaftlichkeit, aber auch die Ökobilanz und der Beitrag der Plusenergiehäuser zur Energiewende in der Schweiz dargelegt. Neues aus der Fachbuchreihe «Nachhaltiges Bauen und Erneuern» Ebenfalls neueren Datums sind die Fachbücher «Erneuerung – Nachhaltiges Weiterbauen», «Licht im Haus – Energieeffiziente Beleuchtung» und «Gebäudetechnik – Systeme integral planen» aus der Fachbuchreihe «Nachhaltiges Bauen und Erneuern». In «Erneuerung – Nachhaltiges Weiterbauen» geht es ums Thema Weiterbauen im 21. Jahrhundert: Die Autoren verstehen Weiterbauen nicht als ein anspruchsloses, notdürftiges Zurechtbiegen eines Gebäudes, sondern als grosse Herausforderung, die ein integrales Verständnis für das Bestehende, die Beherrschung der aktuellen Techniken und Vorgaben der Nachhaltigkeit sowie eine hohe Innovationsbereitschaft verlangt. Das Buch «Licht im Haus – Energieeffiziente Beleuchtung» handelt davon, wie gut beleuchtete Räume den Wohn- und Arbeitskomfort steigern können. Dass diese gestalterischen Qualitäten auch mit geringem Stromeinsatz möglich

Weitere Publikationen im Faktor Verlag Die Fachbuchreihe «Nachhaltiges Bauen und Erneuern» umfasst nebst den bereits genannten beispielsweise folgende Bücher: – – – – – – – –

Minergie-P Holzbau – mehrgeschossig Komfortlüftung Element 30: Schallschutz im Hochbau Element 29: Wärmeschutz im Hochbau Minergie-Eco (erscheint 2013) Erneuerbare Energien (erscheint 2013) Energieeffizientes Bauen (erscheint 2013)

Ausserdem sind nebst «Plusenergie-Haus» folgende Themenhefte erhältlich: – – – – – – – – –

Themenheft Themenheft Themenheft Themenheft Themenheft Themenheft Themenheft Themenheft Themenheft

28: 29: 30: 31: 32: 33: 34: 35: 36:

Motor Ersatzneubau Fenster Minergie-A Youth Hostels Mühlebach LED Material Wärmeschutz

sind, davon handelt dieses Buch. «Gebäudetechnik – Systeme integral planen» widmet sich dem Thema zukunftsfähige Häuser bzw. der integralen Gebäudetechnik. Dies erfordert, dass sich die gebäudetechnischen Funktionen an der Nutzung des Objektes orientieren und möglichst als vernetzte Systeme geplant und realisiert werden.

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100 Jahre Elektro-Material AG: Seit 1913 ständig unter Strom Unternehmen Kontakte zu 900 Qualitätsherstellern, davon viele aus der Schweiz. Als erst sechster Geschäftsführer in hundert Jahren leitet seit 2008 CEO Dr. Andreas Stahel die Geschicke der ElektroMaterial AG. Die Gründe für den kontinuierlichen Erfolg des Schweizer Unternehmens, das zu den 250 umsatzstärksten Firmen in der Schweiz gehört, macht er in seiner konstanten Ausrichtung auf die Zukunft aus: «Es sind vor allem die Fortschritte in den Informationsund Kommunikationstechnologien, die einen grossen Wandel eingeleitet und ungeahnte Möglichkeiten eröffnet haben. Die EM erkannte darin frühzeitig ihre Chancen und ging beispielsweise schon 1998 mit dem damals kaum bekannten ‹E-Shop› online.» Elektro-Material AG, Niederlassung Zürich.

■ Die Elektro-Material AG wurde 1913 durch die Kabelwerke Cossonay gegründet. EM blickt heute auf eine abwechslungsreiche, spannende Geschichte zurück und feiert das Jubiläumsjahr mit attraktiven Produktangeboten und einer Tournee durch die Schweiz. Die Elektro-Material AG, kurz EM, befriedigt die Materialbedürfnisse von Elektro-Installateuren, Elektrizitätswerken und der Industrie – und das seit 100 Jahren. Die EM ist vom einstigen Kleinunternehmen zur Marktführerin im ElektroGrosshandel der Schweizerischen Elektro-Installationsbranche gewachsen. Begonnen hat die EMErfolgsgeschichte Anfang des 20. Jahrhunderts: Die Entwicklung des ersten elektrischen Generators zur Stromerzeugung hatte damals die Kabelproduktion so richtig in Gang gebracht. Doch Kabel mussten nicht nur produziert, son-

dern auch verkauft und vertrieben werden. So gründeten die Kabelwerke Cossonay 1913 die EM als Verbindung zwischen den Produzenten und den Abnehmern. Gesellschaftszweck der neuen Firma war «die Fabrikation und der Vertrieb von sämtlichen in das elektrotechnische Fach einschlagenden Bedarfsartikeln.» Seither hat sich vieles getan. Das Unternehmen hat es stets verstanden, auf Bewährtes zu setzen und Neues zu wagen. So hat es sich als Bindeglied zwischen den Elektroherstellern und den Abnehmern aus Bereichen wie Elektroinstallation, Industrie, Elektrizitätswerke zum zuverlässigen und bevorzugten Partner entwickelt. Heute führt die EM 250 000 Listenartikel im Sortiment und bedient durch seine neun regional verankerten Niederlassungen schweizweit rund 18 000 Kunden. Darüber hinaus pflegt das

Feiern und weiterarbeiten Die stete Bereitschaft, sich den Gegebenheiten der Zeit und des Marktes anzupassen, hat die EM zum Schweizer Marktführer im Elektro-Grosshandel gemacht. Mit einer gebührenden Jubiläumsfeier werden nun die Lorbeeren geerntet – darauf ausruhen mag sich bei EM aber niemand. Im Gegenteil. Aktuell beschäftigt sich das Unternehmen vor allem mit der Optimierung und dem Ausbau seiner Serviceleistungen sowie mit der Förderung von energieeffizienten Lösungen. In Bezug auf die Dienstleistungen werden im Jubiläumsjahr Showrooms eröffnet, in denen sich die Kunden mit ihren eigenen Kunden Lösungen vor Ort und vor allem im laufenden Betrieb anschauen können. Denn Elektro-Installationen sind oft ziemlich abstrakt und mit Worten kaum beschreibbar. Mit der aktiven Einbindung des Potenzials und des Fachwissens der Mitarbeitenden werden zudem die Bereiche Automation, Energiemanagement und Energieeffizienz erschlossen,

Die 1913 gegründete Elektro-Material AG hat sich in ihrer 100-jährigen Firmengeschichte zur Marktführerin im Elektro-Grosshandel der schweizerischen Elektroinstallationsbranche entwickelt. Das Unternehmen, mit Hauptsitz in Zürich, ist Schweizer Marktführerin im Elektro-Grosshandel. EM führt ca. 50 000 Artikel in neun Lagern, betreibt neun Niederlassungen in den Regionen Basel, Bern, Genf, Heiden, Lausanne, Lugano, Luzern, Sion und Zürich und beschäftigt rund 650 Mitarbeitende. Die Elektro-Material AG gehört zur Rexel Gruppe, Paris, einem weltweit führenden Grosshandelsunternehmen für Elektroteile und Elektrobedarf mit über 2300 Niederlassungen in 37 Ländern und insgesamt 31 000 Mitarbeitenden mit einem Umsatz von 13,4 Milliarden Euro im Jahr 2012.

Warenausgang am Standort in Zürich.

CEO Andreas Stahel: «Wir führen für unsere Kunden das Warenlager, indem wir ein qualitativ hochwertiges, bedarfsgerechtes und hoch verfügbares Sortiment rund um die Uhr bereitstellen.»

insbesondere im Bau- und Industriesegment. Vor allem hinsichtlich Energieeffizienz will das Unternehmen Innovationen aktiv vorantreiben und so seine Verantwortung gegenüber der Umwelt wahrnehmen. Die Feierlichkeiten zum Jubiläum kommen dabei aber keineswegs zu kurz. Dr. Andreas Stahel: «Das 100-Jahr-Jubiläum ist ein ganz besonderer Anlass, weshalb wir mit einigen Aktionen aufwarten. Die EM lädt ihre Kunden an sieben Standorten in der Schweiz in das Tournee-Theater ‹Das Zelt› ein. Zudem führen wir im Jubiläumsjahr monatliche Produktaktionen für unsere Kunden durch.» ■ www.em-100.ch www.elektro-material.ch www.rexel.com


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Grosse Schwankungen der Energiepreise im Zeitablauf und pro Land Max Meyer ■ Der heutige Wohlstand basiert auf dem Ersatz der « Muskelkraft » durch Fremdenergie. Die Preisentwicklung verschiedener Energieressourcen innerhalb der Wertschöpfungskette ist ein wichtiger Wirtschafts- und Standortfaktor. Im Folgenden werden wichtige Tendenzen beschrieben mit dem Ziel, im Bedarfsfall die neusten Zahlen für Investitions- und andere Entscheide zu studieren. Bewusst werden schwergewichtig Preise aus Deutschland als wichtigstem Handelspartner erwähnt. Wichtige Tendenzen Bezogen auf das Ausgangsjahr 1991 ( Index 100 ) zeigt es sich ( bezogen auf Deutschland ), dass die Einfuhrpreise für Rohöl und Erdgas weitgehend parallel zur Entwicklung des Weltrohölpreises verliefen. Allerdings kam es zu grossen Schwankungen. So etwa auch zu einem Einbruch der Preise im Jahr 2009. Vereinfacht gilt, dass bezogen auf den Einfuhrpreis für

Rohöl der Indexstand 2012 bei 500 stand ( Erdgas rund 340 ). Die Energiepreise bei den privaten Haushalten haben sich nicht in demselben Ausmass entwickelt. So lag bei Heizöl leicht der Index für die privaten Haushalte 2012 « lediglich » bei rund 340. Innerhalb der EU haben sich z. B. die Gaspreise für die Industrie in Ungarn am steilsten nach oben bewegt, gefolgt von Deutschland. Beim Strompreisvergleich für die Industrie ( 2012, Verbrauch 500 bis 2000 MWh ) zeigt es sich, dass Deutschland bei rund 13 Euro-Cent/ kWh liegt, im Vergleich zu Italien mit rund 18 Euro-Cent/kWh und Zypern mit rund 22.5 Euro-Cent/kWh. Bei den Elektrizitätspreisen für private Haushalte ( 2012, Jahresverbrauch 2500 bis 5000 kWh ) zeigt es sich, dass Dänemark mit 30 Euro-Cent/ kWh an der Spitze liegt. Deutschland liegt bei rund 26 Euro-Cent/kWh und Italien bei rund 22. (Quelle: www.bmwi.de / DE / Themen / Energie / Energiedaten / energiepreiseenergiekosten.html)

Ein Blick auf die Schweiz zeigt, dass die nominelle Strompreisentwicklung von den Verbrauchsprofilen abhängig ist. Geht man von 1991 aus, zeigt das Bild, dass der Strompreis für die Industrie ( 1 500 000 kWh, Benutzungsdauer 3750 h, Mittelspannung ) von etwas mehr als 15 Rp./ kWh auf etwas weniger als 14 Rp./ kWh gefallen ist, wobei der Tiefstpreis im Jahre 2008 rund 12.5 Rp./kWh betrug. Interessant ist, dass das Gewerbe und die Dienstleistungen ( 150 000 kWh, Niederspannung ) für den Stromkonsum mehr bezahlen als die zuvor erwähnte Industrie, nämlich rund 18 Rp./kWh und – bezogen auf 2013 – nahe bei den Preisen für Haushalte mit einem hohen Stromkonsum liegen, hingegen immer noch viel günstiger Strom einkaufen als Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 4500 kWh. Der typische Haushalt in der Schweiz bezahlt 2013 ( durchschnittlich ) 21 Rp./kWh. Dabei entfallen 8.8 Rp. allein auf die Netzentgeltung, lediglich 9 Rp. auf die eigentliche Energie und

3.2 Rp. auf Abgaben. ( Quelle: VSE, Datengrundlage 1990 – 2009, ElCom ab 2010 und VSE, Datenbasis: ElCom Verbrauchsprofil H4 4500 kWh ) Folgerungen für die Schweiz Die Strompreise für die Industrie sind auf einem relativ tiefen Niveau. Bei den Haushalten nähert man sich beim Bezugspreis dem Gestehungspreis für photovoltaische Anlagen. Konkret: Die Deckung des Eigenbedarfs mit Photovoltaik-Anlagen wird bald zum « Selbstläufer ». Oder wie die NZZ ( 11. April 2013, S. 35 ) beim Beschrieb einer Anlage in den USA schreibt: Die Solarenergie wird Standard. Allerdings gilt, dass bei der grossen Zahl von Stromanbietern und verschiedenen Zusammensetzungen des Stroms ( je höher der Anteil von « grünem » Strom, desto teurer ) bei einem Investitionsvorhaben die lokalen Gegebenheiten ausschlaggebend sind. Spezielle Fragen stellen sich, wenn die Stromliberalisierung die Haushalte einschliessen wird. ■

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Umwelt Arena Spreitenbach unter neuer Leitung

Michel Loris-Melikoff ist neuer Geschäftsführer der Umwelt Arena Michel Loris-Melikoff (48) hat per 1. Mai 2013 die Geschäftsführung der Umwelt Arena Spreitenbach übernommen. Damit tritt er die Nachfolge von Umwelt Arena-Initiant Walter Schmid an, der die Geschäfte ad interim geführt hat und sich nun auf sein Mandat als Verwaltungsratspräsident konzentriert.

Michel Loris-Melikoff, der neue Geschäftsführer der Umwelt Arena Spreitenbach.

Initiant und Verwaltungsratspräsident Walter Schmid, der die Geschäfte ad interim führte.

■ Michel Loris-Melikoff (l. iur. ) war von 2000 bis 2006 Präsident der Street Parade Zürich, von 2007 bis 2013 Geschäftsführer der « Die Event Schweiz AG », bis 2010 gleichzeitig Geschäftsleitungsmitglied des Freddy Burger Managements. 2010 übernahm er als Geschäftsführer die Leitung der

St. Jakobshalle Basel, die er zusammen mit einem 20-köpfigen Team zu einem der erfolgreichsten Veranstaltungsorte der Schweiz machte. Künftige Herausforderungen Hauptaufgabe von Michel LorisMelikoff wird die Positionierung der

Umwelt Arena Spreitenbach als attraktiver Ausflugs- und Ausstellungsort sein, wobei sowohl Laien und Familien als auch Fachbesucher im Fokus stehen. Genauso wichtig ist der weitere Ausbau des bereits sehr erfolgreichen Eventbereichs mit Fremd- und Eigenveranstaltungen. Die Umwelt Arena Spreitenbach ist überzeugt mit Michel Loris-Melikoff eine kompetente und erfahrene Persönlichkeit engagiert zu haben, welche das Unternehmen erfolgreich in die Zukunft führen wird. Zur Umwelt Arena Die Umwelt Arena Spreitenbach ist die neue Ausstellungs- und Veranstaltungsplattform für Produkte und Dienstleistungen des modernen, bewussten Lebens. Über 100 Firmen und Organisationen – unter anderem die vier Hauptpartner Zürcher Kantonalbank, Coop, Erdgas Zürich und ABB Schweiz – informieren in spannenden Ausstellun-

gen zu Themen der Nachhaltigkeit in den Bereichen « Natur und Leben », « Energie und Mobilität », « Bauen und Modernisieren » sowie « Erneuerbare Energien ». Die Umwelt Arena Spreitenbach ist die spektakuläre Erlebniswelt für Energie- und Umweltfragen – nicht theoretisch, sondern zum Anfassen, Erleben und Vergleichen. ■ Öffnungszeiten Ausstellung: Donnerstag / Freitag von 10 bis 18 Uhr und Samstag / Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Events: Dienstag bis Sonntag nach Vereinbarung. Eintrittspreise: Erwachsene Fr. 8.–, Kinder Fr. 5.–, Familienkarte Fr. 20.– Umwelt Arena AG 8957 Spreitenbach Tel. 056 418 13 00 info@umweltarena.ch www.umweltarena.ch

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Ein erfolgreicher Verein trotzt dem Trend schwindender Mitgliederzahlen

51. GV des SWKI im Stade de Suisse Mehr als 600 Spezialisten gehören dem Schweizerischen Verein von Gebäudetechnik-Ingenieuren (SWKI) an und es werden jedes Jahr mehr. An der Generalversammlung 2013 wurden einige neue Vorstandsmitglieder und auch ein neuer Präsident gewählt. 1600 städtischen Immobilien, vom Unesco-Welterbe bis zu modernsten Bauten, fühlt er sich dem SWKI verbunden und heisst die 51. Generalversammlung des Vereins im Stade de Suisse herzlich willkommen.

Teamführung in Sport und Unternehmung

Vorstand des SWKI: Kurt Ruffieux (Delegierter SICC), Daniel Stadler (Kassier), Michael Kriegers (Delegierter Richtlinien), Nadja Delmonico (Leiterin Sekretariat), Kurt Riesen (Sekretär), Christian Walther (Delegierter Aus-/Weiterbildung), Urs Achermann (Altpräsident), Marco Waldhauser (Vizepräsident), Andreas Bayer (Präsident). Nicht auf dem Bild: Milton Generelli (Delegierter SITC). (Foto: Olivier Messerli)

Martin Stöckli

■ Bei regnerischem und kaltem Wetter eine Führung durch die Altstadt oder doch eher ein Rundgang im zweitgrössten Stadion der Schweiz? Als Einstimmung zur diesjährigen Generalversammlung des SWKI haben die Teilnehmer die Wahl. Wer am Trockenen bleiben will, entscheidet sich für die abwechlungsreiche Wanderung durch das 2005 offiziell eröffnete Stadion und erfährt so manche Einzelheit aus der Geschichte und dem Betrieb des eindrücklichen Gebäudes. Beispielsweise in der Überwachungszentrale mit Blick auf das Spielfeld und auf die 12 Monitore von acht verschiedenen Leit-, Sicherheits- und Betriebssystemen. Mit einem Schmunzeln gibt der Technik-Verantwortliche eine Anekdote aus den täglichen Begegnungen mit Parkingbenützern preis, die sich nicht immer bewusst

sind, dass sie an der Schranke gefilmt werden und stellt gleichzeitig richtig, dass die oft zitierte und genau so heftig kritisierte Rasenheizung mit Abwärme der CLS Behring AG beheizt wird und wirklich nur die Aufgabe hat, die Rasenwurzeln vor Frost zu schützen. Vor 88 stimmberechtigten Vereinsmitgliedern eröffnet anschliessend Urs Achermann im Media Center als amtierender Noch-Präsident die ordentliche Generalversammlung und begrüsst Teilnehmer und Gäste.

Grusswort der Stadtregierung Als Vertreter des Gemeinderates und Direktor für Finanzen, Personal und Informatik betont Alexandre Schmidt die Rolle der Fachingenieure bei der Umsetzung energiepolitischer Ziele. Mit einem Gebäudeportfolio von mehr als

Auch wenn sich der BSC Young Boys zurzeit nicht auf einem Höhenflug befindet, schlägt der technische Direktor Hansruedi Hasler in seinem Fachreferat einen Bogen von sportlichen Erkenntnissen in der Teamentwicklung zum Ingenieurbüro. «Hat das, was ich tue Wirkung?», ist eine seiner selbstkritischen Fragen und zählt Begeisterungsfähigkeit und regelmässiges Feedback zu den Erfolgsfaktoren eines Coaches. Führungsarbeit beginne mit dem Setzen gemeinsamer Ziele, die genauso durchzusetzen seien wie Regeln als Leitplanken für den gegenseitigen Umgang und die Zusammenarbeit im Team. Dabei könne man sich etliche Schwierigkeiten und Umwege ersparen, wenn bereits die Rekrutierung der Mitarbeitenden unter dem Gesichtspunkt «Wer macht unser Team stärker?» erfolge. Und doch dürfe nicht vergessen gehen, dass jedes Team Phasen durchläuft, bei denen die Formkurve auch mal nach unten zeigt. Gute Resultate sind darum zu feiern.

Wachsender SWKI Die ordentliche Generalversammlung beginnt mit der Aufnahme neuer Mit-

SWKI mit amerikanischen Wurzeln Der SWKI ist aus der Sektion Schweiz des ASHRAE (The American Society of Heating, Refrigerating and Air Conditioning Engineers Inc. Atlanta) hervorgegangen und besteht seit 1962. Der Verein will die Gebäudetechnik und damit verbundene Fachgebiete fördern. In seiner 50-jährigen Geschichte hat sich der SWKI zu einer der führenden Organisationen der Ingenieure des Gebäudetechnikbereichs entwickelt. Die rund 600 Mitglieder befassen sich beruflich mit der Planung und Installation von Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Elektro- und Sanitäranlagen. Seit Dezember 2008 ist der SWKI auch Fachverein des SIA in der Berufsgruppe Technik (BGT). www.swki.ch


Verbände |

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Aus- und Weiterbildung

Der bisherig Präsident Urs Achermann mit den Neumitgliedern Bruno Enderli, Urs Gassmann, Peter Hegglin, Tamaro Jung, Philipp Lötscher, Beat Peter, Alain Piller, Patrick Stampfli, Kurt Wobmann. Nicht auf dem Bild: René Boschung, Martin Dönni, Thomas Gasser, Benno Hildbrand, Ivan Oberti, Roger Kälin, Andreas Schmid, Eduard Schwab und Peter Wünsch. ( Foto: Olivier Messerli )

glieder. Bereits im letzten Jahr stieg die Mitgliederzahl auf 600 an. Und der Zulauf scheint ungebrochen. An der GV können 23 neue Mitglieder begrüsst und der Übertritt von vier Jungmitgliedern zur ordentlichen Mitgliedschaft bekanntgegeben werden. Besonders erfreulich ist das Interesse junger Fachleute am Verein: Drei dipl. Techniker Klima und zwei Bachelor of Science FHZ treten als neue Jungmitglieder ein. Das überarbeitete Mitgliedschaftsreglement sieht die Öffnung für Fachleute aus den Branchen Elektro und Sanitär vor und vereinfacht mit dem Wegfall von Patenschaft und Jungmitgliedschaft das Eintrittsprozedere. Damit werden einerseits der bereits heute prüfenden und vorschlagenden Aufnahmekommission Rechnung getragen und andererseits Hürden für (ältere) Quereinsteiger abgebaut.

Richtlinien und Kooperationen Die seit Jahren funktionierende Zusammenarbeit mit dem VDI erhält durch die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung die längst fällige Offizialisierung. Dabei betonen die Redner die Gegenseitigkeit des Austausches mit dem Bemühen um grenzüberschreitende Harmonisierung bei der Richtlinienarbeit und machen gleichzeitig auf länderspezifische Anforderungen aufmerksam, die es zu bewahren gilt. Lagerung von Holzpellets beim Verbraucher und Raumluftreinigungsgeräte sind zwei Richtlinien, deren Erarbeitung vor Kurzem in Angriff genommen wurde. Neben der Digitalisierung bestehender

Richtlinien strebt der SWKI mit der Neuorganisation der Richtlinienarbeit die Beseitigung bekannter Engpässe an und will neue Richtlinien bedeutend rascher verfügbar machen. Der Verkauf von Richtlinien ist denn auch eine der wichtigsten Einnahmequellen des Vereins. Eine andere sind die Mitgliederbeiträge. Die vom Vorstand vorgeschlagene Erhöhung des Jahresbeitrages für ordentliche Mitglieder auf Fr. 300.–, für Pioniere auf Fr. 65.– und für Studierende auf Fr. 50.– wird von der Generalversammlung gutgeheissen.

Neue Köpfe Andreas Bayer (CTA, Leiter Technik Klima/Kälte, Bern) als bisheriger Vizepräsident löst Urs Achermann ab und übernimmt das Präsidium. Urs Achermann, Leiter Business Development bei Sauter, bringt zukünftig seine Erfahrung beratend als Altpräsident ein. Als neuer Vizepräsident wird Marco Waldhauser, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Waldhauser + Hermann AG, gewählt. Der schweizerische Aspekt des Vereins wird mit der Wahl von Kurt Ruffieux, Belimo Automation AG, als Delegierter für die Romandie (SICC) und Milton Generelli, Fachhochschule Italienische Schweiz, als Delegierter des Tessins (SITC) unterstrichen. Markus Koschenz gibt sein Amt als bisheriger Altpräsident ab und wird zusammen mit Hansruedi Sutter verabschiedet, der dem SWKI in den vergangenen 17 Jahren als Vorstandsmitglied und Delegierter für Vereine und Amtsstellen wertvolle Dienste geleistet hat.

Das beliebte und regelmässig gut besuchte Weiterbildungsseminar Klima/Kälte findet zum letzten Mal mit Vladimir Prochaska statt, der aus Altersgründen anderen Dozenten Platz machen will. Der SWKI engagiert sich in der Nachwuchsförderung mit der Teilnahme an Berufsbildungsmessen und versucht mit Auszubildenden als Standbetreuer, Schüler und Schulabgänger in ihrer Sprache anzusprechen und als Nachwuchs für die Branche zu gewinnen. Ausserdem ist die Gesamtplanung im Zeichen der Energiestrategie und der digitalen Planungsmethoden mit dem neuen Berufsfeld des BIM-Koordinators (Building Information Modeling) Thema der nächsten Jahrestagung der Berufsgruppe Technik BGT-SIA. Ein Aufruf betrifft die duale Ausbildung im Passerellen-System zum MAS Energieingenieur Gebäude vom BFE und SIA. Das Angebot richtet sich an Fachleute mit Hochschulabschluss in einer technisch-naturwissenschaftlichen Richtung oder in Architektur mit dem Ziel, geschulte Fachkräfte für die Umsetzung der Schweizerischen Energieund Klimapolitik zu gewinnen und personelle Lücken in der Energie- und Gebäudetechnik zu schliessen. Das berufsbegleitende Studium dauert 22 Monate und kostet die Studierenden Fr. 11 000.–. Für den praktischen Teil werden noch geeignete Arbeitgeber in Ingenieurbüros, der Energiewirtschaft und der Energieberatung gesucht, die Studenten mit einem 80%-Pensum an■ stellen.

Der neue SWKI-Präsident Andreas Bayer. ( Foto: CTA )

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Firmenreportage |

Depping AG – ein Spezialist für Produkte der Luft- und Klimatechnik

Depping AG – seit 20 Jahren ein offenes Ohr für die Kunden Seit 1993 beliefert die Depping AG mit Sitz im solothurnischen Zuchwil ihre Kunden mit Produkten aus den Bereichen Luft- und Klimatechnik. Der Firmengründer Heinz Depping gibt im Interview einen Überblick zur Firmengeschichte, spricht über Erfolgsrezepte und wagt einen Blick in die Zukunft. Christian Bärtschi

■ Herr Depping, 20 Jahre Depping AG – was bedeutet das für Sie? Heinz Depping: Ich empfinde eine riesige Freude, dass meine Frau und ich einen so grossen Erfolg haben. Ich glaube, wir haben etwas gegründet, das in der Schweiz im Sektor Zubehör für Lüftungen fast einmalig ist. Unser Erfolg beruht auch auf unseren Kunden: Sie geben uns Tipps, was gefragt wäre – und wir hören zu. Mein Motto war stets: Man kann alles, wenn man will! Das wissen auch unsere Kunden. Wird der 20. Geburtstag Ihrer Firma in irgendeiner Form gefeiert? Im Moment haben wir so viel zu tun, dass wir das nicht abschätzen können. Vielleicht wissen wir im Herbst mehr. Wir sind ein kleines Team von 13 Leuten – mit mir und meiner Frau. Darum ist auch mein Einsatz gefragt; ich bin kein Schreibtisch-Inhaber. Wenn ich gebraucht werde, helfe ich auch im Lager. Ist ein Personalausbau geplant? Sachte, ja. Ich bin Optimist und denke, ein paar Jahre wird es noch so gut weitergehen, aber es kann sich ja auch verschlechtern. Wenn man zu viel Personal hat, besteht das Risiko, dass man Leute entlassen muss. Und drum, lieber sachte – ein Ausbau ist möglich, aber sicher kein grosser. Was sind die Stärken der Depping AG? Unser Werbespruch vor 20 Jahren war: «Heute bestellt, heute geliefert, morgen montiert.» Dieses Prinzip halten wir aufrecht, denn das Bauwesen ist eine hektische Branche. Deshalb können wir unseren Kunden auch nicht einfach sagen, dass sie gescheiter früher bestellt hätten. Oft sind diese auch nicht schuld, wenn es zu Verzögerungen kommt. Am Schluss gilt: Ein zufriedener Kunde zahlt unseren Lohn.

Der Firmengründer und Geschäftsführer Heinz Depping führt durch sein Lager in Zuchwil. (Fotos: Christian Bärtschi)

1993 war das Gründungsjahr der Depping AG: Welches waren rückblickend die zentralen Punkte in der Firmengeschichte? Ein wichtiger Punkt war, dass wir – auch dank meiner Erfahrung im Aussendienst und in der Lüftungsbranche – nie einen Flop hatten. Wir hatten immer Produkte, die von der Kundschaft gewünscht und gekauft wurden. Zudem habe ich nie Ventilatoren verkauft. Einige Kunden verkaufen diese Produkte selbst und ich will sie nicht konkurrenzieren. Eine weitere Konstante ist, dass wir zusammen mit unseren Lieferanten immer wieder Produkte entwickelt haben, die es so auf dem Markt noch nicht gibt. Auch ein wichtiger Moment war unser Umzug vor sechs Jahren: Wir waren vorher im Gewerbegebiet Zuchwil; begonnen haben wir mit 400 m2 Lagerfläche, mit 1600 m2 sind wir damals umgezogen und jetzt haben wir 4000 m2 Lagerfläche hier im Riverside Business Park.

Wie viele verschiedene Produkte haben Sie in Zuchwil an Lager? Da müsste ich nachschauen, aber es sind mehrere Tausend verschiedene Produkte. 30 Prozent davon stammen aus Schweizer Herstellung – ich versuche, diesen Anteil möglichst hochzuhalten. Haben Sie kürzlich neue Produkte ins Sortiment aufgenommen? Ein starker Trend war die kontrollierte Wohnungslüftung, wo wir die Lüftungsschläuche zum Einlegen ins Sortiment aufgenommen haben, plus Zubehör wie Schalungsknie oder Lüftungsauslässe, neu auch regulierbare. In diesem Bereich wollen wir uns weiterentwickeln. Ganz neu nehmen wir rechteckige Lüftungsschläuche ins Programm auf – aus Alu und auch galvanisierte, die absolut unbrennbar sind. Einsatzmöglichkeiten bieten sich zum Beispiel bei Platzproblemen in Hohldecken zwischen Balkenlagen sowie zur Gewährleistung von Brandschutzvorschriften.


Firmenreportage |

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ENERGIE MESSEN? FRAGEN SIE DEN FACHMANN. Der Firmensitz der Depping AG im Riverside Business Park in Zuchwil.

Warum sollte ein Kunde gerade die Depping AG als Partner wählen? Wir haben sehr gute Unterlagen bezüglich Produkte und Technik. Wir stellen praktisch zu allen Produkten technische Daten zur Verfügung. Ob Druckverlust, Schalldämmwerte, Masse oder Aufbau – so ausführlich bietet das fast niemand. Unser Katalog eignet sich für den Planer und den Installateur. Für die Westschweiz haben wir einen eigenen Katalog. Ein weiteres Plus ist unser Zuschneide-Service: Will ein Monteur einen Meter Schlauch, muss er nicht zehn Meter kaufen, sondern erhält gegen einen Verschnittzuschlag das Gewünschte. Dies wird sehr geschätzt. Auch punkto Hygiene leisten wir einen Zusatzeffort: Irisblenden (zum Einregulieren der Luftmenge), die im Karton angeliefert werden, schrumpfen wir zusätzlich in Folie ein. Kastenschalldämpfer rüsten wir mit Sagex-Deckeln aus, um sie vor Schmutz zu schützen. So gelangen unsere Produkte sauber auf die Baustelle. Diesen Service können wir nicht verrechnen, aber wir können uns damit abheben. Wir nehmen auch soziale Verantwortung war, indem wir oft mit der Behindertenwerkstätte VEBO zusammenarbeiten: Sie packen Produkte für uns ab und wir beschäftigen ab und zu jemanden hier im Betrieb. Es macht mir Spass, mit diesen Menschen zu arbeiten – man lernt immer wie■ der etwas Neues. Depping AG 4528 Zuchwil www.deppingag.ch

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Das Lager umfasst 4000 Quadratmeter und enthält mehrere Tausend verschiedene Produkte.

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Eco-Design und Labelling: Neue Effizienzanforderungen und Kennzeichnung von Produkten in der EU

Eine Energieetikette für Produkte und Anlagesysteme im Wärmemarkt Wer ein neues Auto kaufen will, erhält über die Energieetikette Informationen zum Treibstoffverbrauch und über das Umweltverhalten. Werden in absehbarer Zeit auch Heizkessel, Wärmepumpen, Wärmekraftkopplungsanlagen, Warmwassererzeuger und Anlagesysteme mit Solarkomponenten in der Schweiz mit solchen Kennzeichnungen zu sehen sein? Kurt Rüegg

■ Die Energieetikette, wie sie in der EU bekannt ist und Auskunft über die Energieeffizienz von Produkten gibt, ist auch in der Schweiz nicht unbekannt. Haushaltgeräte, wie zum Beispiel Kühlschränke oder Waschautomaten, werden bereits mit solchen Energieetiketten ausgerüstet. In der EU soll ab 2015 die Energieetikette für Produkte im Wärmemarkt, also z. B. für Heizkessel, Wärmepumpen und Warmwassererzeuger, eingeführt werden. Die technischen Anforderun-

Beispiel einer Energieetikette aus dem Bereich Unterhaltungselektronik. Oben: Name des Herstellers, Modellbezeichnung. Mitte: Energieeffizienzklasse. Unten: Leistungsaufnahme im Betrieb in Watt, Jahresenergieverbrauch in kWh pro Jahr bei Normbetrieb (hier für Monitor: 4 h/Tag), Abmessungen (hier Bildschirmdiagonale). (Foto: Weishaupt)

gen und Vorschriften für das Inverkehrbringen dieser Geräte sind in neuen Ecodesign-Richtlinien umschrieben. Welche Konsequenzen ergeben sich durch diese Einführung für den Schweizer Markt? Werden die neuen Richtlinien die heute gültigen Vorschriften der Luftreinhalteverordnung ablösen und wird die Einführung der Energieetikette zur Pflicht? Da sich aus dem Kreise der Behörden, Fachverbände und einzelnen Firmen noch niemand darüber konkrete Gedanken gemacht und mögliche Konsequenzen überlegt hat, ergriff Richard Osterwalder, Geschäftsführer der Weishaupt AG Schweiz, die Initiative zu diesem Themenkreis. An dem vor Kurzem durchgeführten 12. WIF, Weishaupt Ingenieur Fachzirkel, in Geroldswil wurde über dieses Thema informiert. Anlässlich eines Kick-off-Meetings, welches ebenfalls auf Initiative von Richard Osterwalder an dieser Tagung stattgefunden hat, diskutierten Fachleute in einem Round-Table-Gespräch über die aktuelle Situation und die möglichen Auswirkungen für den Schweizer Markt. Die EU steht in der Abschlussphase der Einführung von neuen Richtlinien (Ecodesign- und Labelling-Direktiven) für Heizkessel, Wärmepumpen, Wärmekraftkopplungsanlagen, Wassererwärmer und deren Kombinationen, insbesondere mit solarer Unterstützung zu Heiz- und Warmwassersystemen. Diese Richtlinien für Produkte im Leistungsbereich bis 400 kW (KWK-Anlagen < 50 kWel) umschreiben die Anforderungen bezüglich einer hohen Energieeffizienz und ihres Umweltverhaltens. Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 die sogenannte 3 x 20Strategie umzusetzen. Dabei sollen gegenüber 1990 im Bereich der Emissionen 20 Prozent an CO2 eingespart, die Energieeffizienz in der EU um 20 Pro-

zent erhöht und der Anteil der erneuerbaren Energien ebenfalls um 20 Prozent positiv verändert werden. Dieses strategische Ziel soll durch neue Direktiven und Anforderungen im Produktebereich des Wärmemarktes, durch die Einführung einer Energieetikette (Label) für einzelne Produkte bis zu einer Leistung von 70 kW und Anlagesysteme insbesondere durch den vermehrten Einsatz von erneuerbaren Energien erreicht werden.

Auskunft über die Effizienz von Produkten und Anlagesysteme mittels Energieetikette Als Hilfsmittel, welches zum Durchbruch dieser Strategie dienen soll, werden Produktelabels, die mit standardisierten Informationen Auskunft über das Energie- oder Effizienzverhalten geben, eingeführt. Harmonisierte Standards zur Berechnung der Jahresenergieeffizienz sind dabei die Grundlage für diese Produkte- und Systemauskunft. Der Verbraucher soll durch diese spezifische Kennzeichnung der einzelnen Geräte und Systeme bezüglich Energieeffizienz in seiner Entscheidung für den Kauf beeinflusst werden. Die Labels informieren mittels Buchstaben und farbiger Markierungen, wie bei Haushaltgeräten bereits bekannt, über die erreichte Effizienzklasse. Die höchste Auszeichnung wird mit dem Buchstaben A gekennzeichnet, wobei, je nach Produktegruppe und erreichter Energieeffizienz, mittels zusätzlich angefügter +-Zeichen, über eine noch höhere Energieeffizienz informiert wird. Die +-Kategorie soll insbesondere dem Einsatz erneuerbarer Energien Rechnung tragen, also zum Einsatz von Wärmepumpen. Einzelne Produkte werden je nach Zuteilung in die entsprechende Effizienzklasse dadurch bevorzugt behandelt. Das Beispiel der Zuteilung der Effizienzklasse für Brennwertkessel und


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Die Energielabels werden aber nicht nur für einzelne Geräte erteilt. Mit der Einführung eines sogenannten Packageoder Systemlabels sollen Anlagen, in gleicher Weise wie Einzelprodukte, ausgezeichnet werden. Für die Labelvergabe von Einzelprodukten wird der Hersteller in die Pflicht genommen. Für Packagelabel steht neben dem Systemanbieter vorwiegend der Installateur in der Verantwortung.

Was bedeuten die EU-Aktivitäten für die Schweiz und wie sieht es bezüglich einer möglichen Einführung in unserem Land aus?

Wird auf diesen Produkten bald auch in der Schweiz eine Energieetikette aufgeklebt werden müssen? Brennwertkessel in Kombination mit einem Wassererwärmer. (Foto: Härri / Weishaupt)

Wärmepumpen zeigt dies deutlich. Während Brennwertkessel für Öl oder Gas, also Heizkessel, die durch Kondensation der Abgase zusätzlich Energie aus dem Wasserdampf gewinnen und

hoch effizient arbeiten, höchstens die Klasse A erreichen, können Niedertemperatur-Solewasser-Wärmepumpen zukünftig bis zur Klasse A+++ ausgezeichnet werden.

In der EU und seinen 27 Staaten ist die Einführung der Ecodesign- und Labbeling-Richtlinie (Energieetikette) nach derzeitigem Stand innerhalb der nächsten zwei Jahre verpflichtend vorgesehen. Da Hersteller sich bereits jetzt auf diese Schritte vorbereiten und einzelne Produkte und Systeme, die auch in unserem Land angeboten und eingesetzt werden, mit einer Energieetikette auszeichnen werden, wird die Aufmerksamkeit in der Schweiz für dieses Thema zunehmen. Kommunikations-

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Über die Konsequenzen und Auswirkungen einer Einführung in der Schweiz hat man sich also noch keine Gedanken gemacht. Es wird aber wichtig sein, dass sich Fachleute im Energiebereich, also Hersteller, Vertreiber, Verbände, Fachleute auf Bundesebene und Vertreter der kantonalen Fachstellen, mit der Thematik befassen. Dank der Initiative von Richard Osterwalder ist mit der Aufnahme dieses Themenbereiches an der Weishaupt-Fachtagung (Weishaupt Ingenieur Fachzirkel) und dem Round-Table-Gespräch eine Sensibilisierung erfolgt. Es wird nun Aufgabe der Verbände und Behörden sein, diese Thematik zu vertiefen. Anlässlich der WIF-Tagung 2013 diskutierten Fachleute zusammen mit Dr. Klaus Lück, Bevollmächtigter Verbände der Weishaupt GmbH, und Richard Osterwalder, Geschäftsführer der Weishaupt AG Schweiz. (Foto: Rudolf Bolliger)

massnahmen seitens der Hersteller werden diese Situation noch verstärken. In der Schweiz sind für Produkte zur Erzeugung von Wärme und Warmwasser die bis anhin bekannten Anforderungen, wie sie für Heizkessel von Öl, Gas oder Holz in der Luftreinhalteverordnung (LRV) seit 1992 bekannt sind, gültig. Eine Auszeichnung mit einer Energieetikette kennt die Schweiz für diese Produkte nicht. Da für verschiedene andere Produkte, wie zum Beispiel Kühlschränke, Waschmaschinen oder TV-Geräte und Autos, die Energieetikette der EU nach der sogenannten ErP-Richtlinie bereits in unserem Land eingeführt und bekannt ist, stellt sich die Frage, ob eine solche Einführung auch für Produkte im Wärmemarkt aktuell wird. Der von Richard Osterwalder initiierte Round Table mit

verschiedenen Branchenvertretern versuchte, sich ein Bild über die Konsequenzen zu machen. «Eine kurzfristige Einführung einer Etikettierungspflicht wäre allenfalls noch möglich, hingegen ist nicht davon auszugehen, dass gleich auch die Anforderungen darauf umgestellt werden», erwähnte dabei Christoph Gmür, Leiter Energietechnik des AWEL des Kantons Zürich. Das Labelling muss sich zuerst in der Praxis bewährt haben, bevor man über eine Umstellung der Anforderungen in der Schweiz diskutieren sollte. Diese Aussage bestätigt auch das Bundesamt für Energie auf Anfrage. Man werde die Entwicklung beobachten und Erfahrungen sammeln. Für eine mögliche Einführung würden die betroffenen Fachverbände kontaktiert und in eine Vernehmlassung eingebunden.

Was bietet eine Produktekennzeichnung mittels Energieetikette dem Konsumenten und welche Anforderungen muss eine solche Kennzeichnung erfüllen? Eine Energieetikette muss auf einfache und übersichtliche Art die spezifischen Hauptmerkmale der Produkte kennzeichnen. Dabei wird der grafischen Darstellung eine grosse Bedeutung beigemessen. Je einfacher die Aussagen sind, umso eher wird sich der Konsument informieren. Dies ist jedoch nicht in allen Fällen bei der Energieetikette, wie sie die EU für Produkte im Wärmemarkt vorsieht, gewährleistet. Bei Heizkesseln, sei es für den Betrieb mit Öl oder Gas, wird die Forderung nach verständlichen Aussagen relativ einfach zu erfüllen sein. Die Aufteilung der Produkte in die Bereiche Standardkessel, Niedertemperaturkessel oder Brennwertkessel ist überschaubar und vom Konsumenten nachvollziehbar. Am Beispiel der Wärmepumpen wird die Produkteaufteilung schon komplizierter und dadurch unübersichtlicher. Die


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Ecodesignrichtlinien und damit kombiniert das entsprechende Label werden für Kombiwärmepumpen für Heizen und Trinkwasseraufbereitung, für Wärmepumpen für Hoch- und Niedertemperatureinsatz sowie für Niedertemperaturwärmepumpen unterschieden. Zusätzlich wird auf der Energieetikette noch die Klimazone, in der die Geräte eingesetzt werden, aufgeführt. Ob der Endverbraucher alles verstehen und die einzelnen Geräte objektiv vergleichen kann, ist zu hinterfragen. Die Aussagen, die mit dem Produktelabel gemacht werden, müssen auch glaubwürdig sein. Diese Forderung wird beispielsweise beeinflussen, wie ein Produkt bezüglich der Einhaltung der Kriterien, die zur Berechtigung zum Führen des Labels führen, geprüft wird. Wie zu erfahren ist, ist man sich in der EU zu diesem Punkt noch nicht einig. Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Selbstdeklaration durch die Hersteller in den einzelnen EU-Staaten wird von Fachleuten nicht nur aus

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Deutschland nicht akzeptiert. Man verlangt nach wie vor eine Typenprüfung durch Dritte. Sie hat sich in der Praxis bewährt. Nur so kann innerhalb der EU eine qualitativ verlässliche, einheitliche Aussage erreicht werden. Nach letztem Informationsstand scheint sich als Alternative zur Selbstdeklaration die bisher bewährte Drittprüfung für Heizkessel, Wärmepumpen und Wärmekraftkopplungsanlagen durchzusetzen. Für die restlichen Produkte könnte es bei der Selbstdeklaration bleiben. Sie soll durch eine strengere Marktüberwachung beobachtet werden. In nächster Zeit wird sich in der Schweiz die Aufmerksamkeit für eine Energieetikette für Produkte im Wärmemarkt verstärken. Eine Einführung, sofern sie notwendig wird, sollte im Einklang aller Beteiligten erfolgen. Nur so ■ profitiert letztlich der Konsument. www.weishaupt-ag.ch www.ec.europa.eu www.erp-richtlinie.at/News.37.0.html

Haushaltgeräte werden auch in der Schweiz mit einer Energieetikette ausgezeichnet. (Foto: Weishaupt)

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Modernisierung des Kesselhauses in der Zuckerfabrik Frauenfeld TG

Alte Hochdruckdampfkessel mit neuester Oertli Induflame Brennertechnik ausgerüstet Die Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld AG ( ZAF ) verarbeiten als einzige Unternehmen in der Schweiz Zuckerrüben und versorgen den Schweizer Markt mit Zucker und den anfallenden Futtermitteln. Der ZAF kommt dadurch eine marktführende Position zu. Um diese halten zu können, wird in beide Werke laufend investiert. geprüft, ob die gewünschte Leistungssteigerung überhaupt möglich ist. Die Ingenieure mussten dann dementsprechend die Brenner und die Flammengeometrie in dem relativ kleinen Feuerraum anpassen, um die gewünschte Feuerungsleistung zu erreichen. Das alte Werk und die dadurch erschwerten Bedingungen, d. h. die engen Platzverhältnisse mit eingeschränkter Zugänglichkeit zu den Kesseln bedingte, dass die neuen Brenner vor Ort zerlegt angeliefert und an den Kesseln wieder zusammengebaut worden sind. Blick auf das Werk Frauenfeld TG der Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld AG (ZAF). (Fotos: Fulton Swiss AG)

Herausforderung brillant gemeistert

Quelle: Fulton Swiss AG

Eine Bestückung von bestehenden alten Kesselanlagen mit neuen Brennern ist immer eine Herausforderung für die Ingenieure. Das Interessante in diesem Projekt war, dass es galt, einen alten Sulzer Dampfkessel mit neuen Brennern

■ In der Zuckerfabrik Frauenfeld TG (www.zucker.ch) wurden die Regelungs- und Steuerungsanlagen der Hochdruckdampfkessel und deren Brennertechnik erneuert. Zum Zuge kamen dabei modernste cib- und DSE-Industriebrenner des Typs D.C. Oertli Induflame mit MSR-Technik der Fulton Swiss AG, Kloten ZH (vormals Costerm Swiss AG, Schwerzenbach ZH). Mit einer als Folge dieser Investition erreichten Leistungssteigerung der Hochdruckdampfkessel um zirka 10 % kann die Stromausspeisung der Fabrik während der Produktionskampagne in das externe Netz deutlich gesteigert werden.

Ausgangslage In der Zuckerfabrik Frauenfeld hatte man die Entscheidung getroffen, die Kesselsteuerung und die Feuerungsanlage der Kessel zu erneuern, weil die alte Kesselsteuerung und die Brenner bereits mehr als 20 Jahre alt und teilweise für diese Komponenten keine Ersatzteile mehr vorhanden waren und auch nicht auf dem Markt als gebrauchte Teile beschafft werden konnten. Die Problemstellung für die Ingenieure der Fulton Swiss AG war beim Umrüstungsprojekt bei den zwei bestehenden Sulzer

Kesseln die Auslegung der neuen Brenner, zusammen mit einer geforderten Leistungserhöhung des Kessels von 32 t/h auf 37,5 t/h. Ausserdem unterstützte die Fulton Swiss AG die Zuckerfabrik Frauenfeld bei der Erstellung der Risikoanalyse für die Kesselsicherheit, d. h. für die Kesselsicherheitskette und die Anlagensteuerung.

Gewählte Lösung Da die Fulton Swiss AG die alten Brenner, welche eine Sonderkonstruktion waren, bereits gewartet und in Betrieb gehalten hatte, wurde der international tätige Brennerspezialist auch bei der Erneuerung der alten Brenneranlage wieder beigezogen. Dieses Projekt war ziemlich einmalig, da eine Nachrüstung von sehr alten Kesseln mit modernster Brenner- und MSR-Technik zu bewerkstelligen war. Bei den Kesseln handelt es sich um original Sulzer Dampfkessel aus dem Jahre 1961, welche jetzt eine entsprechende Leistungssteigerung erfahren haben. Vor der Umrüstung wurde von einem Spezialbüro eine Machbarkeitsstudie erstellt und die angestrebte höhere Kesselleistung von 32 t/h auf 37,5 t/h nochmals genau nachgerechnet respektive

Umrüstung Dampfkessel 1 + 2 Neuausrüstung und Leistungserweiterung von zwei Sulzer Naturumlaufkesseln von 32 t/h auf 37,5 t/h Kesselleistung: 37,5 t/h bei 60 bar Brennerleistung: pro Brenner 15,5 MW Brennstoffe: Erdgas, leichtes Heizöl (Heizöl EL), bei Kessel 1 Biogas Verbrennung: Simultanverbrennung von drei Brennstoffen möglich Emissionen: nach Zürich-Norm Lieferumfang Brennertechnik und MSR durch Fulton Swiss AG: Brenner, Gassicherstrecke, Brennerpumpe, Brennertransferpumpe, Rauchgasrezirkulation inklusive Rohrleitung und Ventilator Lieferumfang Kesselsicherheit: Wasserstand hoch und tief, Wasserstandsregelsonden, neue aussenliegende Wasserflaschen, Dampfdruck hoch, Feuerraumdruck hoch Lieferumfang MSR-Technik: Brennersteuerung und Kesselsicherheitskette nach neuesten Standards inkl. Schaltschränke Beratung: Unterstützung und Beratung der Zuckerfabrik bei der Ausarbeitung der Risikoanalysen nach Maschinenrichtlinie und europäischen Normen Unterstützung und Beratung der Zuckerfabrik bei der Berechnung, ob eine Leistungserhöhung von 32 t/h auf 37,5 t/h möglich ist.


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Modernisierung Stützkessel 3 Neuausrüstung Siller & Jammert Kessel mit 2 x «cib-8.9.0-ER-NEL» Brennern. Kesselbaujahr: 1974 Kesselleistung: 25 t/h bei 11 bar Brennerleistung: pro Brenner 9,0 MW Brennstoffe: Erdgas und leichtes Heizöl (Heizöl EL) Emissionen: nach Zürich-Norm Lieferumfang Brennertechnik und MSR durch Fulton Swiss AG: Brenner, Gassicherstrecke, Brennerpumpe, Brennertransferpumpe, Rauchgasrezirkulation inklusive Rohrleitung und Ventilator Lieferumfang Kesselsicherheit: Wasserstand hoch und tief, Wasserstandsregelsonden, neue aussenliegende Wasserflaschen Lieferumfang MSR-Technik und Beratung: Brennersteuerung und Kesselsicherheitskette nach neuesten Standards

Kessel 3 mit Blick auf neue cib-Zweistoffbrenner und Kesselausrüstung.

nachzurüsten. Die früheren Brenner waren speziell auf diesen Kessel angepasst worden. Wenn man nun bei solchen Anlagen eine neue Anpassung mit neuen Brennern vornehmen will, bedarf es immer spezieller konstruktiver Lösungen. So wurden im vorliegenden Fall die neuen Brenner von Beginn weg als Sonderkonstruktion so gebaut, dass man an der Mischzündvorrichtung diverse Verstellmöglichkeiten vorgesehen hat, um dann bei der Installation vor Ort am Kessel die spezielle Flammengeometrie zu erhalten, welche für die Befeuerung dieses Feuerraumes und für die geforderte Kesselleistung erforderlich ist. Die von der Fulton Swiss AG neu installierten Brenner basieren auf der DSEBrennerreihe, sind allerdings Sonderkonstruktionen, um am Kessel 1 neben Erdgas und Erdöl auch noch Biogas als dritten Brennstoff verbrennen zu können und verfügen alle über Tertiärluft, um eine gestufte Luftführung zu bekommen. Dies ermöglicht, die Emissionswerte markant zu senken.

Mit drei alten Dampfkesseln und neuen Brennern wieder mit Volldampf voraus ... Die gesamte Feuerungsanlage hat zwei respektive drei Kessel, die beiden Hochdruck-Dampfkessel ( Kessel 1 + 2 ), welche auf eine Turbine hin arbeiten und so den Strom für die Zuckerfabrik erzeugen. Der Abdampf der Turbine wird dazu benützt, den Zucker einzukochen.

Auf den Kesseln 1 und 2 sind jetzt die Brenner der DSE-Typenreihe von der Fulton Swiss AG als Sonderkonstruktion für Dreistoffbetrieb montiert. Beim Kessel 3 handelt es sich um einen kleineren Dreizugkessel mit einer Leistung von 25 Tonnen/Stunde, welcher mit zwei cib-Brennern ebenfalls als Sonderkonstruktion ausgerüstet ist. Dieser erzeugt nur nötigen Stützdampf, wenn die Produktion zu viel Dampf benötigt respektive wenn mehr Dampf benötigt wird, als die Kessel 1 und 2 liefern können. Somit kann also die für die Produktion benötigte Dampfmenge stabil gehalten werden.

Angepasste MSR-Technik und neue Brenner-Schaltschränke Die Fulton Swiss AG lieferte auch die Kesselsicherheitskette, das heisst die Überwachung respektive die Brennerschaltschränke. Die Leittechnik und die Aufschaltung auf die entsprechenden Überwachungssysteme werden jeweils vom Anlagenbetreiber selber bewerkstelligt oder an externe dafür spezialisierte Unternehmen vergeben. Die Fulton Swiss AG selber ist normalerweise nur für den Brennerschaltschrank zuständig. Im Falle der Zuckerfabrik Frauenfeld wurde allerdings von diesem Unternehmen auch noch ein Schaltschrank für die Kesselsicherheitskette geliefert. Bedingt durch die komplette Neuinstallation der Kesselsteuerung musste ba-

Unterstützung und Beratung der Zuckerfabrik bei der Ausarbeitung der Risikoanalysen nach Maschinenrichtlinie und europäischen Normen

sierend auf den europäischen Vorschriften eine Risikoanalyse nach den neuesten Maschinenrichtlinien für die Kessel erstellt werden. Diese wurde durch den SVTI moderiert und die Fulton Swiss AG unterstützte dabei die Zuckerfabrik Frauenfeld tatkräftig, um so die Kesselsicherheit, die Brenner sowie die Brennstoffversorgung nach neusten Standards optimal auslegen respektive die entsprechenden Komponenten termingerecht bauen, liefern und installieren zu können. Durch diese Anpassung der Kesselüberwachung war eine Mehrausrüstung am Kessel erforderlich, weil die alten Kesselsicherheiten, so wie sie früher gebaut worden sind, nicht mehr dem neusten

DSE-Sonderbrenner auf Hochdruckdampfkessel.

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Stand der Technik entsprachen. So musste vor allem Redundanz aufgebaut und dementsprechend mussten zugelassene neue Geräte installiert werden. Für alle drei Kesselanlagen besteht ein Prüfprotokoll und die Kessel wurden vom SVTI in einer Einzelabnahme geprüft und abgenommen.

Markante Emissionssenkung Leistungsfähige, moderne Brenneranlagen sorgen für extrem geringe Emissionen. Der CO2-Ausstoss konnte dank gezielten Investitionen in der Zuckerfabrik Frauenfeld um 20 % auf 0,15 t/Rüben reduziert werden. Damit erfüllen die Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld die Kriterien des Kyoto-Protokolls bereits heute. Eine Studie der ETH Zürich zeigte, dass die Zuckerproduktion in der Schweiz im Vergleich zu importiertem, weissem Rohrzucker aus Brasilien sinnvoll ist.

Einhaltung der Umweltvorschriften garantiert Es galt bei diesem speziellen Projekt auch zu berücksichtigen, dass sämtliche Umweltvorschriften eingehalten werden, das heisst, die modernisierte Kesselanlage muss gemäss der derzeit gültigen ZürichNorm laufen. Dies konnte die Fulton Swiss AG der Zuckerfabrik Frauenfeld selbstver-

ständlich garantieren. Ausserdem wurde beim Umbau der Feuerungsanlage gleichzeitig auch noch eine O2- und eine CO2-Regelung geliefert und nachgerüstet, was einen besonders brennstoffarmen Betrieb der Anlage gewährleistet.

Biogas als Neubrennstoff Auch die verwendeten Brennstoffe waren beim Projekt Zuckerfabrik Frauenfeld für den Brennerlieferanten eine Herausforderung. Die Zuckerfabrik produziert auch eigenes Biogas, welches im Kessel 1 mitverfeuert wurde. Aufgrund des geringeren Heizwertes beim Biogas hatte der Kessel 1 jedoch weniger Leistung erzeugt und weniger Dampf produziert. Durch eine spezielle Brennerkonstruktion war die Fulton Swiss AG aber in der Lage, die verminderte Kesselleistung wegen der Biogas-Befeuerung durch die angepasste und optimierte Brennersteuerung zu kompensieren, sodass jetzt die Kessel 1 und 2 die gleiche Leistung haben.

Ausfallsicherheit der Anlage hat oberste Priorität Dieses Projekt wird durch die Fulton Swiss AG weiterbegleitet, welche nach wie vor die Brennerwartung vornimmt und die Brennereinstellung überwacht, sodass die Anla-

Von Costerm Swiss AG zu Fulton Swiss AG Das bisherige Unternehmen Costerm Swiss AG, Schwerzenbach ZH – weltweit bekannt durch die Brennerprodukte D.C. Oertli Induflame und Indufire – ist im Dezember 2011 von der Firmengruppe The Fulton Companies übernommen worden. The Fulton Companies (www.fulton.com) mit US-Firmensitz ist ein weltweit erfolgreicher Hersteller von Wärmeübertragungssystemen und effizienten Energie-Management-Lösungen. Fulton hat mit dieser Akquisition seine Firmengruppe um einen Brennerlieferanten für den Industriekesselbereich erweitert. Zudem eröffnen sich damit weitere Synergien in der Produktentwicklung, Produktherstellung und im Verkauf, wodurch die Aktivitäten der neuen Fulton Swiss AG in diesen Bereichen weiter ausgebaut werden können. Die Fulton Swiss AG wird mit unverändertem Team und mit ihren bekannten Brennerprodukten D.C. Oertli Induflame für die Industriekesselanwendung und Indufire für den Asphaltanlagenbereich mit qualitativ hochstehenden und umweltschonenden Anlagen in der industriellen Feuerungstechnik tätig sein. Geschäftsleiter der Fulton Swiss AG ist Christian Mosbeck, welcher bereits die Costerm Swiss AG leitete.

MSR-Technik (2 x Kesselsicherheit und 4 x Brennersteuerungen).

ge zu jeder Zeit einwandfrei läuft und während der Produktionskampagne der Zuckerfabrik stabil bleibt. Besonderen Wert wurde auf die Ausfallsicherheit der Anlage gelegt, weil die Zuckerfabrik Frauenfeld einen Kampagnenbetrieb mit unterschiedlichen Produktionsphasen hat, das heisst, jeweils nur während drei bis vier Monaten im Jahr betrieben wird. Während dieser Zeit muss die Feuerungsanlage mit 100 Prozent Verfügbarkeit arbeiten. Die neuen Brenner und die Kesselanlage haben bei guter Wartung eine Lebensdauer von rund 15 bis 20 Jahren, wobei es zu berücksichtigen gilt, dass in der Zuckerfabrik nur ein Kampagnen- also kein Dauerbetrieb stattfindet. Dies hat allerdings keine negativen Folgen für die Brenner und die Kessel, da die Zuckerfabrik jedes Jahr eine komplette Wartung der gesamten Anlagen vornimmt. Dies nicht zuletzt zu ihrer eigenen Sicherheit, sodass während der Produktionskampagnen die Feuerungsanlagen voll ge■ fahren werden können. Fulton Swiss AG 8302 Kloten ZH Tel. 043 255 40 60 info@fulton-swiss.com www.fulton-swiss.com

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Heizungssanierung

Betriebskosten für die Heizung um gut 60 Prozent gesenkt Im Mehrfamilienhaus von Walter Bättig an der Landstrasse 103 in Wettingen wurde die Heizung erneuert und die Gebäudehülle saniert. Neu eingebaut wurde eine Kombianlage Gas/Solar. Hauseigentümer und Mieter freuen sich gemeinsam über das gelungene Werk.

Das Mehrfamilienhaus von Walter Bättig im Zentrum von Wettingen: Neben der Heizung wurden die Gebäudehülle und die Trinkwasserverteilung saniert.

Jean Haag

■ Das dreigeschossige Mehrfamilienhaus im Zentrum von Wettingen beherbergt im Parterre Ladengeschäfte und in den oberen Etagen sieben Mietwohnungen unterschiedlicher Grösse. Die Liegenschaft, die der heutige Eigentümer vor acht Jahren erworben hatte, wies einigen Erneuerungsbedarf auf. In einer ersten Etappe wurde der Ladenbereich saniert. Danach waren Heizung und Gebäudehülle an der Reihe. Die Fenster hatte man bereits früher im Rahmen einer lärmtechnischen Verbesserung ersetzt. Neu wurden Fassadenlüfter mit Wärmerückgewinnung eingebaut. Sodann eine zentrale Warmwasserversorgung. Dadurch konnten die Boiler in den Badezimmern demontiert werden, womit mehr Platz entstand. Die neuen Steigleitungen für die Kalt- und Warmwasserverteilung wur-

den der nördlichen Fassade entlang unter der Wärmedämmung hochgezogen und die Bäder einzeln erschlossen. Diese eher unorthodoxe Lösung war mit den geringsten baulichen Eingriffen verbunden und beanspruchte auch keinen Platz im Haus.

nicht mehr als 13 cm über die Oberfläche des Ziegeldaches hinausragen, und die Montage hatte gemäss Vorschrift der Gemeinde integriert im Dach zu erfolgen. Der thermische Kollektor ist robust und technisch ausgereift. Er kann praktisch auf jedem Dach in der Schweiz einfach und rasch montiert werden, und zwar vertikal wie horizontal. Hydraulisch optimierte Module mit werkzeuglos installierbaren Anschlüssen reduzieren den Montageaufwand. Dank hochselektiver Beschichtung des Absorbers wird eine überdurchschnittliche Energieaufnahme erreicht. Selektiv bedeutet, dass sich die Beschichtung für die verschiedenen Wellenlängen des Lichts unterschiedlich verhält. Erreicht wird damit ein möglichst hoher solarer Absorptionsgrad bei möglichst geringen thermischen Emissionsverlusten. Beim Absorber des Solatron S 2.5 liegt die Energieaufnahme bei sehr guten 95,3 Prozent, die Emission bei niedrigen 4,7 Prozent. Der optische Wirkungsgrad beträgt 80 Prozent, was ebenfalls einen beachtlichen Wert darstellt und für die Energieeffizienz des Kollektors spricht. Solarregler sorgen dafür, dass die auf dem Dach gewonnene Wärme so effektiv wie möglich genutzt werden kann.

Effiziente Solarkollektoren Anstelle der alten Ölheizung wurde eine Kombianlage Gas/Solar eingebaut. Den erdverlegten Tank hat man stillgelegt, er könnte später für die Regenwassersammlung genutzt werden. Sämtliche Systeme für die Wärmeerzeugung und die Wärmespeicherung stammen von Elco. Auf dem südexponierten Dach wurden für die Warmwasserbereitung Flachkollektoren Solatron S 2.5 V mit einer Gesamtfläche von 15,61 m2 installiert. Die Anlage durfte

Daten zur Heizungssanierung Neue Heizungslösung: – Gas-Brennwertkessel Thision S 35.1 E, 9,7 bis 34,1 kW – 15,61 m2 Flachkollektoren Solatron S 2.5 V – 2 Warmwasserspeicher Vistron 750 Liter Bauherrschaft: Walter Bättig, Landstrasse 103, 5430 Wettingen Systemberatung: Elco Regionalcenter Olten Ausführung: SOS Sanitär Oliverio Service GmbH, 5420 Ehrendingen


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Sparsamer Thision S Im Heizungskeller sind zwei Warmwasserspeicher Vistron von je 750 Liter untergebracht. Sie werden gestaffelt geladen, womit das Potenzial für hohe Solarerträge optimiert wird. Ist zu wenig Sonnenenergie vorhanden, wird die Gasheizung automatisch zugeschaltet. Es handelt sich um einen wandhängenden Gas-Brennwertkessel Thision S 35.1 E mit einer Leistung von 9,7 bis 34,1 kW und einem Normnutzungsgrad von 109 Prozent. Das sparsame und effiziente Gerät gibt es in verschiedenen Baugrössen in einer Leistungsspanne von 1,0 bis 48,7 kW. Dank stufenloser Modulation wird stets nur so viel Heizwärme erzeugt, wie für ein angenehmes Raumklima notwendig ist. Das spart Energie. Daraus ergeben sich höhere Jahreswirkungsgrade. Die modulierende Betriebsweise führt auch zu wesent-

lich weniger Schaltzyklen, was den Abgasausstoss verringert, Verschleissteile schont und dazu den Wartungsaufwand reduziert. Verfügt eine Heizung über keine Modulation und ist deren Minimalleistung höher als der mittlere Wärmebedarf, kann ein geringerer Wärmebedarf nur durch häufiges Ein- und Ausschalten, sogenanntes Takten, erreicht werden. Die Baureihe Thision S eignet sich für Neubau und Modernisierung, wobei der Anwendungsbereich von der Etagenwohnung über Ein- und Mehrfamilienhäuser bis hin zu gewerblich genutzten Objekten reicht. Das hohe Modulationsverhältnis trägt dem geringen Wärmebedarf von gut gedämmten Gebäuden Rechnung. Deshalb findet man den Thision S häufig in energetisch sanierten Häusern oder in Bauten mit Minergie-Standard, denn in Übergangszeiten genügen für die De-

Blick in den Heizungskeller nach der Sanierung mit zwei Warmwasserspeichern Vistron von je 750 Liter Inhalt und Gas-Brennwertkessel Thision S 35.1 E.

Dank hoher Modulation arbeitet der Thision S selbst bei niedrigem Wärmebedarf sehr effizient.

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ckung des Wärmebedarfs bei Gebäuden mit niedrigen Transmissionsverlusten schon geringe Wärmeleistungen, was heisst, dass das Gasgerät auch bei niedrigem Wärmebedarf mit hoher Effizienz betrieben werden kann.

Alles aus einer Hand Mit dem Ergebnis der Sanierung sind Hauseigentümer Bättig und seine Mieter sehr zufrieden. Die Betriebskosten für Heizung und Warmwasser konnten um gut 60 % gesenkt werden. Um die Mietnebenkosten, wovon rund die Hälfte auf Heizung und Warmwasser entfällt, langfristig tiefhalten zu können, spielen effiziente Heizungslösungen und der Einbezug von erneuerbaren Energien eine wichtige Rolle. Wer eine Sanierung in Etappen durchzuführen gedenkt, sollte sich zuvor an einen Experten wenden, so die Empfehlung von Walter Bättig, selbst Baufachmann: «Es geht dabei nicht nur um technische, sondern ebensosehr um steuerliche Aspekte.» Die einzelnen Schritte sind aber in jedem Fall so zu planen, dass sie in ein Gesamtkonzept passen. Sodann sollte als Lieferant der Heizungsanlage eine Firma wie Elco gewählt werden, die von der Beratung bis zur Inbetriebnahme alles aus einer Hand anbieten und danach auch Wartung und Service übernehmen kann. «Es ist ein grosser Vorteil, insbesondere bei komplexeren Heizungsprojekten, mit einem Systemlieferanten zusammenzuarbeiten, der alle Belange einer Heizungslösung integral abdeckt», betont Walter Bättig, «denn dadurch gibt es ein Minimum an Schnittstellen, und alle Komponenten sind sorgfältig aufeinander abgestimmt.» Sodann entstehen keine Verantwortlichkeitsfragen, wenn einmal etwas nachjustiert oder ersetzt werden muss. Zu guter Letzt ist eine solche Hei■ zung auch einfacher zu bedienen.

Hauseigentümer Walter Bättig: «Auch die Mieter sind stolz darauf, dass in ihrem Haus Warmwasser mit Solarenergie bereitet wird.»

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Sechs Gästezimmer, ein Restaurant sowie diverse Wirtschafts-, Geschäfts- und Seminarräume werden in der Golfakademie Schloss Wilkendorf seit April durch einen einzigen Holzvergaserkessel beheizt. ( Foto: Golfakademie Schloss Wilkendorf )

Robuster Stückholzkessel im Freien aufgestellt: spart Kosten, Nutzfläche und Aufwand

Das Comeback des Holzscheits Hackschnitzel und Pellets gehören in der Heizungstechnik längst zum Standard, grössere Holzscheite dagegen wurden bislang meist nur für offene Kamine oder Kachelöfen verwendet. Quelle: Lopper Kesselbau AG

■ Dass sie sich aber ebenso gut für die Zentralheizung einschliesslich Warmwasserbereitung eignen, zeigt sich am Drummer Holzheizkessel der Lopper Kesselbau AG: Seit April 2012 heizt ein solcher Meterscheit-Holzvergaser die Räume und die angeschlossene Gutsstube der Golfakademie Schloss Wilkendorf in Altlandsberg nahe Berlin. Durch seine besondere Robustheit konnte der Kessel dort sogar im Freien aufgestellt werden, was teure Nutzfläche spart. Der Wirkungsgrad liegt dabei dank der mehrstufigen Holzvergasung bei 88 bis 90 Prozent und die Abgaswerte bleiben auch ohne Filter unterhalb der vorgeschriebenen Emissionsgrenzen. Auf der diesjährigen BEA in Bern stellt Lopper verschiedene Modelle des DrummerHolzvergasers vor. Golfkurse unter professioneller Anleitung bilden den Kern im Angebot der Akademie, zusätzlich wird am Standort im Altlandsberger Ortsteil Wilkendorf aber auch der Drei-Sterne-Gasthof « Zur Gutsstube » betrieben. Das Gebäude beherbergt daher neben den Räumen der Jagdund Golfschule auch ein Restaurant, zwei Seminarsäle und sechs Gästezimmer sowie die dazugehörigen Wirtschaftsräume. Geheizt wurde der gesamte Bau bislang mit Erdgas, wegen der ständigen Preissteigerungen der Versorger wollte sich der Inhaber Peter Kruger allerdings von diesem Rohstoff unabhängig machen:

« Da durch das angeschlossene Forstgut ohnehin Brennholz in grösserer Menge anfiel, bot sich eine Umstellung auf eine Holzheizung an. »

Meterscheit-Befüllung im Freien reduziert Vorarbeit und Schmutz Der bestehende Heizungsraum stand allerdings nicht zur Verfügung, weil die vorhandene Gasheizung weiterhin als « Notheizung » erhalten werden sollte. Zusätzlichen Nutzraum wollte die Akademie aber auch nicht opfern. « Jeder Quadratmeter überdachter Fläche kostet Geld », so Kruger. Stattdessen entstand die Idee, beim Bau eines Backhauses für die Gutsgastronomie auch einen Platz für den neuen Holzheizkessel zu schaffen. Damit würde nicht nur Platz gespart, auch könnte man die im Wald gefertigten Scheitholzbündel direkt von der Anlieferung in den Kessel füllen:

« Bei einem Ofen im Haus und einem Holzlager draussen müssten wir dagegen jedes Scheit dreimal anfassen und würden dabei noch Dreck und Späne mit hineintragen. » Zwar war die Stelle geschützt durch die angrenzende Mauer und das Schleppdach, dennoch würde die Anlage im Freien der Witterung ausgesetzt sein. Zudem sollte der Kessel Meterscheite aufnehmen können, weil sich so der Aufwand beim Zurechtschneiden der Stämme in Grenzen halten liesse. Einen entsprechenden Kessel, der sowohl die Ansprüche an die Wetterfestigkeit als auch an die Grösse erfüllte, fand Kruger schliesslich bei der Lopper Kesselbau AG. Deren Drummer-Holzvergaser ist speziell auf Robustheit und Langlebigkeit ausgerichtet und kann je nach Ausführung mit Holzscheiten von bis zu 1,1 Metern Breite befüllt werden.

Lopper Kesselbau AG Die Lopper Kesselbau AG mit Sitz in Ennetbürgen im Kanton Nidwalden ist ein familiengeführtes Unternehmen, welches 1986 gegründet wurde. Das Ziel der Gründung war damals, innovative Techniken zur effizienten Holzverbrennung zu entwickeln. Gleichzeitig stehen bei allen Konstruktionen aber auch die Arbeitserleichterung und die einfache Bedienbarkeit für den Nutzer im Fokus. Das Produktportfolio reicht von Hackschnitzelheizkesseln über Stückholz-Heizungen für verschiedene Scheitgrössen bis zu Kombinationsgeräten zur Anbindung an Solaranlagen. Alle Kessel werden nach den Anforderungen des jeweiligen Kunden in der eigenen Produktionsfirma im niederbayrischen Rohr gefertigt. Rund 50 Mitarbeiter sind hier beschäftigt. Für den « Timber », einen Scheitholz-Heizkessel mit automatischer Beschickung, erhielt Lopper 2008 den Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.


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Robuste Bauweise mit Spezialguss und Keramik-Wabenrost Um seine Anlagen gegen eine raue Behandlung wie auch gegen die teils aggressiven Stoffe und die Hitze, die bei der Holzvergasung entstehen, abzusichern, verwendet das Kesselbaunternehmen eine besondere Stahllegierung mit hohen Chrom- und Nickelanteilen. Beide Stoffe sind auch wesentliche Bestandteile von nicht-rostenden Stählen und führen zu einer hohen Korrosionsbeständigkeit. Damit der Füllschacht auch Stösse von schweren Scheiten unbeschadet übersteht, ist er aus 20 mm dickem Stahl gefertigt. Die Aussenhaut wird zusätzlich mit schlagfestem Aluminium-Riffelblech verschalt, das die Anlage einerseits schützt und ihr andererseits über Jahre hinweg ein sauberes, hochwertiges Aussehen bewahrt - für die sichtbare Aufstellung im Freien ein wichtiger Faktor. Die breite Einfüllklappe befindet sich oben am Kesselkörper, so dass man die Scheite bequem einlegen kann, wie der Akademie-Inhaber bestätigt: « Das Konzept ist sehr ergonomisch. Man kann die Holzscheite ohne Mühe einschichten. Auf diese Weise macht es richtig Spass, den Kessel zu bestücken. Der Ofen ist schon vom Design her ein Schmuckstück ». In der Brennkammer des Drummers wird der Brennstoff in einem mehrstufigen Prozess vergast, um möglichst viel Energie aus jedem Scheit zu gewinnen. Dabei wird dem Holz zunächst seine Restfeuchte entzogen, bevor es bei bis zu 600 °C in seine chemischen Bestandteile zerfällt, oxidiert und dabei beginnt, Wärme freizusetzen. Die freigeworde-

nen schwer entflammbaren Gase werden bei über 600 °C verbrannt, auch bildet sich ab dieser Temperatur ein Glutbett aus Holzkohle. Dieses erzeugt zusammen mit den bis zu 1000 °C heissen Schwelgasen die notwendige Hitze für die Zersetzung der inneren Holzmasse. Nicht vollständig ausgebrannte Gase werden zusätzlich in eine Zyklonbrennkammer geleitet, mit Sekundärluft gemischt und nochmals entzündet, sodass auch die darin enthaltene Energie noch genutzt werden kann. Gleichzeitig werden durch die kontrollierte Temperatur bei der Vergasung und Nachverbrennung die Schadstoffwerte sehr niedrig gehalten, so liegt der CO-Anteil statt wie sonst bei rund 0,3 Prozent hier unter 0,05 Prozent, auch Stickoxide bilden sich kaum. Ebenso wird der entstehende Feinstaub fast vollständig zersetzt. Herzstück des Kessels ist ein Wabenrost aus verschiedenen Keramiksteinen mit und ohne Belüftungslöchern in einem Stahlgitterrahmen. Die Segmentierung verhindert ein Zerspringen bei grosser Hitze, während der Rahmen die Bausteine vor Schäden durch herabfallende Scheite schützt. Mittels der Öffnungen lässt sich Luft gezielt ins Glutbett leiten und so die Verbrennung verbessern. Dank der integrierten, stetigen Rücklauftemperaturanhebung ist der Kessel schnell aufgeheizt und in Betrieb. « Ein langes Vorheizen ist nicht nötig. Nur befüllen, anzünden und die Wärme kommt », so Kruger. Durch Turbulatoren zwischen den Heizflächen wird zusätzlich der Weg der heissen Gase entlang der Wärmetauscher verlängert,

Das Brennmaterial stammt aus dem hauseigenen Forstrevier, zu dem über 500 ha Wald gehören. Dadurch spart sich die Akademie im Vergleich zur früheren Gasheizung rund 850 Euro Gaskosten pro Monat. ( Foto: Golfakademie Schloss Wilkendorf )

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Der Drummer-Scheitholzvergaser von Lopper wurde im Freien aufgestellt, um keine wertvolle Nutzfläche im Gebäude zu belegen. Die robuste Stahl-Konstruktion mit der AluminiumVerschalung hält Regen und Wind problemlos stand. Für die Elektronik und die Verrohrung wurden eigens Spritzschutzhauben entwickelt. ( Foto: Golfakademie Schloss Wilkendorf )

Bei der Holzvergasung handelt es sich um eine mehrstufige Verbrennung, durch die der Energiegehalt des Rohstoffs soweit wie möglich ausgeschöpft wird. ( Foto: Lopper Kesselbau AG )

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Im Verlauf des mehrstufigen Zersetzungsprozesses werden die entstehenden Schadstoffe sowie der Feinstaub nachverbrannt, sodass sie in den Ofenabgasen kaum noch enthalten sind. ( Foto: Lopper Kesselbau AG ) Ebenso robust wie der Kesselkörper ist der keramische Wabenrost: Die Unterteilung in Einzelsteine verhindert ein Zerreissen des Rosts bei grosser Hitze, während der Stahlrahmen die Keramiksteine vor Schlägen schützt. Die integrierten Belüftungslöcher verbessern die Verbrennung. ( Foto: Lopper Kesselbau AG )

was die Energieübertragung an das Heizmedium verbessert. Insgesamt erreicht der Drummer so einen Wirkungsgrad von 88 bis 90 Prozent.

Rund 850 Euro weniger Gaskosten im Monat

Die Drummer-Kessel gibt es je nach Heizanforderungen in verschiedenen Grössen. Auch Sonderanfertigungen, etwa besonders grosse Füllschächte für längere Heizphasen ohne Nachlegen, sind möglich. ( Foto: Lopper Kesselbau AG )

Gesteuert wird der Kessel über eine unkomplizierte Regelungselektronik. Zu dieser gehören unter anderem eine Thermodifferenzregulierung für die Gastemperatur und die Luftzufuhr sowie ein mehrstufiges Saugzuggebläse, das für die optimalen Strömungsverhältnisse im Kessel sorgt. Damit diese Technik trotz der exponierten Position im Hof des Anwesens nicht beschädigt wird, entwarf Lopper für die Steuerung und die Kesselverrohrung, die auch eine elektrische Pumpe und einen Mischer umfasst, spezielle Spritzschutzhauben gegen Regen. Ein gesonderter Frostschutz sei dagegen nicht notwendig, erklärt Lopper-Geschäftsführer Diether Schlottmann: « Da der Kessel immer in Betrieb ist, ist die Aussentemperatur unproblematisch. » Die ersten Frosttage musste das System bei der Golfakademie Wilkendorf bereits kurz nach der Aufstellung im April 2012 überstehen. « Damals hat sich schon gezeigt, dass es selbst bei Minusgraden reicht, wenn wir den Kessel einmal am Tag befüllen », berichtet Kruger. Er schätzt, dass höchstens an sehr kalten Tagen mit –10 °C oder weniger eine zweite Bestückung nötig werden könnte. Damit die Wärme in Restaurant, den

Hotelzimmern und den Schulungsräumen nie ausbleibt, wurde zudem eine Leitung vom Kessel ins Haus installiert, die per Lichtsignal anzeigt, wann Holz nachgefüllt werden muss. Da der Brennstoff aus dem eigenen Forstbetrieb mit über 500 ha Wald stammt, haben sich die Heizkosten durch dem Drummer deutlich reduziert. « Eine genaue Aufstellung der Einsparungen gibt es zwar noch nicht, aber wir sparen allein 850 Euro Gas monatlich », so der Inhaber. « Die Anlage wird sich auf jeden Fall rechnen. » Die Drummer-Kessel gibt es in verschiedenen Grössen, von kleinen Modellen mit 58 cm Füllschachtbreite für Brauchwasserspeicher von rund 1000 Litern bis zu gewerblich nutzbaren Anlagen mit 127 cm Schachtbreite, die selbst Speicher von 7000 Litern und mehr aufheizen können. Besucher der diesjährigen BEA in Bern können sich am Stand von Lopper Kesselbau selbst ein Bild von den modernen Scheitholzheizkesseln machen. Hier stehen auch Mitarbeiter des Unternehmens für Beratungsge■ spräche zur Verfügung. Lopper Kesselbau AG 6373 Ennetbürgen Tel. 041 620 11 12 www.lopper.ch www.golfakademie-wilkendorf.de


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Luftbild von Süden. Rechts unter dem Dach sichtbar: die 32 Wechselrichter SolarMax 15MT2.

Eco Energie A plus AG realisierte Photovoltaikanlage mit einer Modulfläche von 3800 m2

PV-Anlage auf Werkhof Transport AG in Kölliken liefert Strom für 100 Haushalte Ende April 2012 erhielt die Eco Energie A plus AG von der Transport AG in Kölliken die Zusage zur Dachflächennutzung ihres Neubaus. In der Folge plante und realisierte die Firma mit Sitz in Schöftland eine PV-Anlage mit einer Modulfläche von 3800 m2. Mitte August 2012 wurden bereits die Module mittels Helikopter auf das Dach transportiert. Seit Ende August 2012 produziert die Anlage Elektrizität für rund 100 Haushalte. Quelle: Eco Energie A plus AG, Bearbeitung Christian Bärtschi

■ 2011 realisierte Eco Energie A plus AG für die EWK Energie eine PV-Anlage. In diesem Zusammenhang wurde der Photovoltaikspezialist durch den damaligen Geschäftsführer auf den geplanten Neubau des Werkhofes der Transport AG und die geplante PV-Anlage aufmerksam gemacht. Im Februar 2012 meldete sich die Eco Energie A plus AG bei der Transport AG und erkundigte sich über die Möglichkeit zur Eingabe eines Angebotes. Ende März fand diesbezüglich ein erstes Treffen statt. Dabei stellte sich heraus, dass die Transport AG eine Anlage nicht selber realisieren wird, jedoch bereit sei, die Dachfläche zu vermieten. Ende März unterbreitete Eco Energie A plus AG der Transport AG ein Angebot zur Miete der Dachfläche. Am 24. April erhielt die Eco von der Transport AG die Zusage zur Dachflächennutzung. Da eine Anlage dieser Grösse die Kapazität der Eco übersteigt, wurde eigens für die Re-

alisation dieser Anlage ein Projektleiter angestellt. Von Mai bis Ende Juni 2012 wurde das Projekt inklusive der notwendigen Gesuche und Vorlagen ausgearbeitet.

schliessend wurden die Module verlegt. Bereits am 17. August schloss man die ersten Modulfelder ans Netz an – die Energieproduktion begann. Anfang September 2012 war die komplette Anlage fertiggestellt.

Montage der Module per Helikopter Am 19. Juli erfolgte der Montagestart. Zuerst wurden die Profilschienen zur Aufnahme der Module montiert. Anschliessend installierte man die Kabelkanäle für die Gleichstromleitungen auf dem Dach. Danach wurden die Gleichstromkabel (ca. 25 km) verlegt und die Stecker aufgepresst, sodass zuletzt nur noch die Module verlegt und angeschraubt werden konnten. Parallel dazu installierten die Arbeitenden die 32 Wechselrichter und die dazugehörenden Schalter sowie die Niederspannungsverteilung. Am 16. August wurden die Module (68 Paletten) mittels Helikopter auf das Dach an die genau bezeichneten Stellen transportiert. An-

Warum baute Eco Energie A plus AG eine solch grosse Anlage? Eco Energie ist eine noch junge Firma, welche in den vergangenen drei Jahren über 70 Anlagen von 2 bis 96 kWp gebaut hat. «Mit einer Anlage in dieser Grösse (Leistung von 555 kWp) wollen wir zeigen, dass wir auch imstande sind, grosse Projekte mit der für uns gewohnten Qualität zu realisieren. Zudem bietet sich diese Möglichkeit in der Region nicht täglich. Eine Anlage zu bauen, die über 100 Haushalte versorgt, macht uns stolz», erklärte Urs Lüscher, Geschäftsleiter von Eco Energie. Im Weiteren sei die Muttergesellschaft und gleichzeitig der Bauherr dieser Anlage


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Technische Daten und Beteiligte 555 kWp DC/470 kWp AC Angebaut mit 8° Neigung Ost-West-Dach Ertrag: ca. 470 000 kWh/Jahr (ca. 100 Haushalte) Modul: 2316 St. Schott Perform Poly 240W (EU-Produkt) Modulfläche: 3800 m2 (15 Tennisfelder) Montagesystem: MHH Novotegra für Trapezblechmontage Wechselrichter: 32 St. SolarMax 15MT2 DC-Leitungen: ca. 25 km Kabel Inbetriebnahme: 27. August 2012 Gebäudeeigentümer: Transport AG, Aarau Bauherr: Lüscher & Zanetti AG, Muhen Planung/Ausführung: Eco Energie A plus AG, Schöftland Anlagenleistung: Anlagenart:

(Lüscher & Zanetti AG) der Ansicht, dass man nicht bloss über Ökologie sprechen solle, sondern auch dementsprechend handeln müsse. Ein Beweis für diese Haltung sind die beiden Geschäftshäuser in Muhen und Schöftland, auf deren Dächern sich bereits seit mehreren Jahren Photovoltaikanlagen befinden. Nachhaltigkeit ist für die Firma Eco Energie A plus AG auch bei den verwendeten Materialien ein zentrales Thema. So wurden für die Grossanlage in Kölliken zum Beispiel Schweizer Wechselrichter und in Europa hergestellte Solarmodule eingesetzt. Die Modulhersteller geben Garantien zwischen 20 und 25 Jahren und generell sind PVAnlagen sehr wartungs- und störungsarm. Zudem verfüge eine PV-Anlage über eine durchschnittliche Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren, so Urs Lüscher.

Das Montagesystem ist zur Aufnahme der PV-Module auf dem Trapezblech-Dach montiert. (Fotos: Eco Energie A Plus AG)

Erste Module werden platziert.

Gerüchte rund um PV-Anlagen Auf die Frage, ob an dem Gerücht, dass Solarmodule für Photovoltaikanlagen zu ihrer Herstellung mehr Energie benötigen, als sie jemals erzeugen können, etwas dran sei, entgegnete der Ge-

Paletten mit den PV-Modulen werden bereit gemacht für den Transport aufs Dach per Heli. (Fotos: Eco Energie A Plus AG)

Die über 2300 PV-Module werden in 1,5 Flugstunden aufs Dach gehoben. Hinten links: die Sondermülldeponie Kölliken SMDK.

Die Paletten wurden genau nach Plan auf dem Dach abgesetzt.

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Montage der Module.

Edelstahl-Kabelkanal mit Verbindung über Dach-Versatz.

schäftsführer Urs Lüscher: «Dieses Gerücht hält sich seit den Anfängen der Photovoltaik in den 50er-Jahren hartnäckig. Richtig ist: Die Herstellung von Solarzellen ist relativ energieintensiv. Dies wirkt sich jedoch nicht negativ auf die Ökobilanz von PV-Anlagen aus. Die Energierücklaufzeit – also die Zeitdauer, bis die Photovoltaik so viel Energie erzeugt hat, wie für ihre Herstellung, Installation und den Transport benötigt wurde – beträgt bei Modulen der neuesten Generation in unseren Breiten unter drei Jahre, Tendenz sinkend.» Bezogen auf die lange Lebensdauer sei dies «ein ausgesprochen guter Wert». Zudem liessen sich PV-Module komplett rezyklieren.

Einige Infos über die Eco Energie A plus AG Mitte der 70er-Jahre war Elektro Lüscher & Zanetti AG einer der Pioniere im Bereich Solar- und Wärmepumpenanlagen. Hunderte von Anlagen wurden verwirklicht. Mit dem Einstieg in die Photovoltaik im Jahr 2009 wurde der Geschäftsbereich 2010 verselbstständigt. Die Eco Energie A plus AG ist heute ein führendes Unternehmen der Region im ■ Bereich Photovoltaik. Einige der 32 Wechselrichter während der Montage.

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Die modulare Poker-Wärmepumpe von Klima Kälte Kopp AG ■ Poker ist eine innovative Baureihe modularer Wärmepumpen, die grundlegende Eigenschaften wie Geräuscharmut, Flexibilität und Effizienz miteinander verbindet. Poker besteht aus unabhängigen Wärmemodulen zu 34 kW, die bis zu einer Gesamtleistung von 137 kW miteinander verbunden werden können. Bei jedem einzelnen Modul handelt es sich um eine umsteuerbare Wärmepumpe, die für Aussenaufstellung ausgerüstet ist. Sie verfügt über Scroll-Verdichter in Twin-Ausführung mit Dampfeinspritzung, hydrophilem Register und das Kältemittel R410A. Die Poker-Wärmepumpe bietet somit die Anschlussmöglichkeit von bis zu vier Einheiten. Dank des Designs werden die erforderlichen Mindestabstände und somit der Gesamtraumbedarf der Einheiten minimiert. Höchste Geräuscharmut ergibt sich aufgrund der Verwendung von Axialventilatoren mit bürstenlosem EC-Motor mit niedri-

ger Lärmemission. Poker bietet zudem eine Anpassung der Installation an die Entwicklungsanforderungen der Anlage. Die Leistung kann einfach und ökonomisch im Laufe der Zeit gesteigert werden. Poker gewährleistet minimalen Energieverbrauch sowohl bei Volllast als auch bei Teillasten. Die Einheiten erreichen innerhalb des Zertifizierungsprogramms Eurovent Nennwirkleistungen der Klasse A. Der Wirkungsgrad bei Teillasten wird durch die Anzahl der Teillaststufen erzeugt, die mit der Erhöhung der installierten Module steigt und so eine kontinuierliche Anpassung an den tatsächlichen Wärmelastverlauf sicherstellt. Dank der Verdichter mit Economiser sowie des Ventilators mit seinem geringen Energieverbrauch, der Teillaststufen, die mit der Anzahl der angeschlossenen Modulen steigen, der optimierten Regelung der Hydraulikpumpen und der vorbeugenden Logik Adaptive-Funk-

tion-Plus ( Exklusivpatent ) sind die saisonbedingten Effizienzwerte äusserst hoch. Mit Poker werden die Anlagenanforderungen zu allen Jahreszeiten erfüllt. Dank der verschiedenen lieferbaren Ausführungen werden Heizbetrieb, Kühlbetrieb und Brauchwarmwasser stets gewährleistet. Dazu sind ver-

dafür notwendigen Abschluss- und Verbindungsblenden sowie die flexiblen Verbindungsrohre werden mit den Geräten mitgeliefert. Die Poker-Wärmepumpe bringt die Stärke ihrer Anlage zur Geltung. Die hohe saisonbedingte Wirkleistung erzeugt jährliche Energieeinsparungen, die über der von Gerä-

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ten liegt, die bei gleicher Leistung einen herkömmlichen Projektentwurf aufweisen. Aufgrund des grossen Anwendungsfeldes können die Poker-Wärmepumpen das ganze Jahr mit ausgezeichneten Leistungen und störungsfreiem Lauf betrieben werden und dabei die Erzeugung von Warmwasser bei Aussenlufttemperaturen von –20 °C bis +40 °C gewährleisten. Ein hervorragendes Leistungs-Zuverlässigkeit-Preis-Verhältnis und das Design der modularen Bauweise, deren Einzelmodule immer vorrätig sind und kurze Lieferzeiten garantieren, geben dieser PokerSerie schliesslich einen krönenden Abschluss. ■

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Decotherm Plus â&#x20AC;&#x201C; die nächste Generation

Die Variante TH der Decotherm Plus Baureihe mit horizontaler Ausrichtung.

â&#x2013;  Mit technischem und optischem Feinschliff hat Arbonia seine erfolgreiche Raumwärmerbaureihe Decotherm Ăźberarbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen â&#x20AC;&#x201C; der Decotherm Plus entspricht sowohl den architektonischen Anforderungen zeitgemässer Raumgestaltung als auch allen technischen Erfordernissen moderner, effizienter Heiztechnik. Charakteristisch fĂźr das Design der Decotherm Plus Baureihe sind die rechteckigen Heizrohre, die mit einem Abstand von jeweils 3 mm angeordnet sind. Damit entsprechen die Raumwärmer den aktuellen Gestaltungstrends moderner, anspruchsvoller Architektur. Aber auch in allen anderen Bereichen sind sie aufgrund ihrer schnĂśrkellosen Optik harmonisch integrierbar. Den hochwertigen Eindruck der in Arbonia-typischer, aufwändiger Fertigungstechnik hergestellten WärmekĂśrper unterstreichen die einzeln verschlossenen Rohrenden, das makellose Oberflächenfinish sowie das vĂśllige Fehlen sichtbarer Schweissnähte. Erhältlich sind die Varianten TH, mit horizontaler, und TV, mit vertikaler Ausrichtung der Heizrohre. Beide Versionen stehen in einem umfänglichen BaugrĂśssenspektrum zur VerfĂźgung, das keine WĂźnsche offenlässt. Auch hinsichtlich der Anschlusssituation zeigen sich

die Raumwärmer flexibel. Lieferbar sind sowohl montagefertige Varianten mit zwei bis vier stirnseitigen Anschlussgewinden fßr Vor-, Rßcklauf sowie Entlßftung und Entleerung, als auch mit links-, rechtsseitigen oder mittigem 50 mm-Anschluss. Selbst fßr die im Renovierungsbereich noch anzutreffenden Einrohrsysteme ist eine AnschlussmÜglichkeit gegeben. Auf Wunsch sind die Raumwärmer der Decotherm Plus Baureihe mit werksseitig auf die Wärmeleistung voreingestellten Ventilen lieferbar. Neben einem besonders effizienten Heizbetrieb trägt die Voreinstellung

Decotherm Plus in der Variante TV mit vertikaler Ausrichtung der rechteckigen Heizrohre. (Fotos: Arbonia AG)

auch zur Optimierung der hydraulischen Verhältnisse im gesamten Heizkreislauf bei. Der geringe Wasserinhalt erlaubt zudem kurze Reaktionszeiten und eine feinfĂźhlige Regelung der Raumtemperatur. FĂźr die feingerasterte Abstimmung auf den jeweiligen Raumwärmebedarf stehen alle BaugrĂśssen sowohl in ein- als auch zweilagiger AusfĂźhrung zur VerfĂźgung. Wahlweise kĂśnnen die WärmekĂśrper mit bis zu drei, beziehungsweise vollständig ohne Konvektionslamellen ausgestattet werden. Ein grosses Kompliment fĂźr die durchdachte Konstruktion der WärmekĂśrper, die dank rĂźckseitig angeschweisster Laschen denkbar einfach zu montieren sind, ist die Auszeichnung durch das Institut Prof. Dr. Pieldner, Stuttgart, fĂźr die ErfĂźllung hoher hygienischer Anforderungen. Die werksseitige Standardlackierung erfolgt in RAL 9016, verkehrsweiss. FĂźr die harmonische Abstimmung auf das architektonische Umfeld sind jedoch noch zahlreiche weitere Oberflächenvarianten bis hin zur Farbwahl aus dem New Inspirations Colours Farbkonzept von Arbonia erhältlich. â&#x2013;  Arbonia AG 9320 Arbon Tel. 071 447 47 47 www.arbonia.ch

                                 

      

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Spektrums, den Menschen als Wärme bzw. Hitze wahrnehmen. Mit Infrarot sehen wir das, was für unsere Augen verborgen bleibt. Wärmebildkameras erzeugen Bilder von unsichtbarer Infrarot- oder Wärmestrahlung. Mithilfe der Temperaturunterschiede zwischen Objekten generiert die Wärmebildkamera ein klares Bild. Sie ist ein ausgezeichnetes Tool für die vorbeugende Instandhaltung, Gebäudeinspektionen, Forschung und Entwicklung sowie Automatisierungsanwendungen. Eine Wärmebildkamera kann bei völliger Dunkelheit, in tiefster Nacht, durch Nebel, in grosser Entfernung und durch Rauch sehen. Auch für Sicherheitsund Überwachungsanwendungen, Anwendungen auf Schiffen, in der Automobilindustrie, der Brandbekämpfung und in vielen anderen Bereichen wird sie eingesetzt. ■ FLIR Systems GmbH www.flir.com


Lüftung | Klima | Kälte |

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SVK-GV 2013

Generalversammlung des Schweizerischen Vereins für Kältetechnik SVK Die geladenen Verbandsmitglieder und Gäste gingen buchstäglich in die Höhe. Die diesjährige 58. Generalversammlung des SVK im 34. Stock des Prime Tower in Zürich bot interessante Themen und ein attraktives Rahmenprogramm. Andreas Widmer, Peter Warthmann

■ Pünktlich konnte Präsident Marc Stampfler die 58. Generalversammlung des Schweizerischen Vereins für Kältetechnik SVK eröffnen und die über 110 Teilnehmer im gut gefüllten Sitzungssaal im 34. Stock des Prime Tower begrüssen. Der Präsident nannte mit der Implementierung der neuen Bildungsverordnung BiVo, die Kampagne «Effiziente Kälte» und die SVK Futura die Schwerpunktthemen des Vereins. «Was ist in fünf Jahren?» Mit dieser nicht einfach zu beantwortenden Frage begann Stampfler sein Referat über die Zukunft des SVK. Marc Stampfler dankte den zahlreichen Personen, welche mit grossem Einsatz viele Stunden für den Verein leisten, und das neben dem Pensum ihrer Tätigkeiten in anderen Unternehmungen. Der SVK stellt die Grundlagen für gute Aus- und Weiterbildungen der Kältefachleute sicher. Dass beispielsweise verschiedene Abschlüsse auch europaweit anerkannt werden. Der SVK-Geschäftsführer Pirmin Frei präsentierte die Jahresrechnung 2012 und informierte über die verschiedenen Tätigkeiten und Dienstleistungen der Geschäftsstelle.

Rücktritte aus dem Vorstand Mit Silvan Schaller, Ehrenpräsident, Peter Huwyler, Präsident vom ATF, und Robert Dumortier, Vize-Präsident SVK, sind langjährige und erfahrene Vorstandsmitglieder zurückgetreten. Sie wurden von Marc Stampfler mit grossem Dank verabschiedet.

Neuer Präsident für den ATF Ticino Enrico Girola heisst der neue Präsident der Associazione Ticinese Frigoristi ATF, der zugleich im Vorstand SVK Einsitz nehmen wird. Girola ist Kältefachmann und Direktor bei der Firma C & F Clima e Filtrotecnica SA in Lamone TI.

Berufsbildungskommission BBK Daniel Baumann, Vorsitzender der Berufsbildungskommission, präsentierte Informationen aus seinem Bereich. Für das Jahr 2013 sind insgesamt 19 Kurswochen mit insgesamt 18 beteiligten Fachlehrern geplant. Zur Lehrabschlussprüfung 2013 für Kältemonteure sind 98 Kandidaten angemeldet. Bei den Haustechnikplanern Fachrichtung Kälte sind es sieben Kandidaten. Baumann erwähnte, dass der Trend für eine Ausbildung im Bereich Kälte erfreulicherweise eine Tendenz nach oben aufweise.

Berufs-Schweizermeisterschaft Auch in diesem Jahr wird wieder eine Schweizermeisterschaft der Kältetechnik durchgeführt. Nach Sion im letzten Jahr ist der populäre Wettkampf geplant für 13./14. September 2013, voraussichtlich in Gordola TI.

Prime Tower, Zürich.

Umsetzung BiVo Claudio Müller, Weiterbildung und Umsetzung BiVo, erwähnte nochmals, dass seit August 2012 bei der Ausbildung der Lernenden die neue BiVo (Bildungsverordnung) angewendet wird. Dies gilt für die drei Berufsbilder Kältesystem-Monteur KFZ, Kältesystem-Planer KFZ sowie Kältemontage-Praktiker EBA.

Weiterbildung Im Rahmen der von SVK angebotenen Weiterbildungskurse wurde beispielsweise der Kurs Hydraulik mit vielen Teilnehmern durchgeführt. Ein weiterer ist in diesem Oktober in Bern geplant. Müller verwies auf die Website des SVK, wo alle Informationen übersichtlich zu finden sind: www.svk-weiterbildung.ch

Marketingkommission MK Die Informationen der Marketingkommission wurden von Marc Stampfler präsentiert. Vonseiten des SVK wird

man künftig mehr Synergien mit anderen Verbänden nutzen. Für Kälteberufe ist die Ausbildung durchwegs gut, nur stimmt der Bekanntheitsgrad noch nicht, sinnierte Stampfler. Es muss mehr Anregungen seitens der Oberstufen geben, damit die Berufsbilder der Kältebranche für junge Menschen an Attraktivität gewinnen. Das Fazit von Marc Stampfler: «Berufe in der Kältebranche sind gute Ausbildungen, aber einfach zu wenig bekannt.»

Technische Kommission TK Pius Gruber, Vorsitzender der Technischen Kommission, teilte mit, dass vermehrt Informationen über Ausbildungsmöglichkeiten in der Kältebranche an Berufsberater weitergegeben werden. Diese Aktion soll mehr Lehrlinge für Kälteberufe bringen. Betreffend Thema ChemRRV betonte Gruber, dass für die Kältebranche eine

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Übergangsfrist bis am 1. Dezember 2013 bestehe. Weiter ist eine Expertengruppe an der Arbeit, welche sich mit dieser Verordnung intensiv befasse.

Ehrenmitglied Prof. Dr. Max Ehrbar wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Er ist eine sehr bekannte Grösse in der Kältebranche (vgl. Beitrag in dieser HK-Gebäudetechnik, S. 10 –12) und hat sich auch als langjähriges Mitglied des SVK verdient gemacht.

Energie-Strategie 2050 Martin Stettler, Bundesamt für Energie BFE, erklärte der Versammlung kurz die hohen Ziele des Bundesrats und einer Mehrheit des Parlaments. Schrittweise sollen die bestehenden KKW vom Netz genommen werden und die Schweizer Energieversorgung wird massiv umgestellt. Die Schweiz soll künftig mehr auf eine dezentrale Stromproduktion setzen. Die Strategie lässt auch nicht zu, dass neue KKW gebaut werden. Der Bund will eine Stabilisierung des Stromverbrauchs ab 2020 sowie eine signifikante Steigerung der Nutzung erneuerbarer Energien. Wärmepumpen werden weiterhin gefördert. Gemäss BFE können diese Geräte noch effizienter werden, wenn die Auslegungen in der Praxis verbessert werden können.

den Energieverbrauch zu optimieren», begann Thomas Lang, Projektleiter Kampagne «Effiziente Kälte», sein Referat. Die dafür geschaffenen Dokumente enthalten wertvolle und nützliche Tipps, wie diese Aktion in der Praxis erfolgreich umgesetzt werden kann. Broschüren wie «Glastüren bei Pluskühlmöbel» oder «Die teuersten Bauherrenfallen» leisten bei dieser Aktion wertvolle Unterstützung. Für die Kältebranche gibt es einen Link, welcher Pilotprojekte zeigt: www.effizientekaelte.ch Ab Juli 2013 soll dieses Projekt in die 2. Phase, die vom SVK entwickelte Ausbildungsoffensive «Effiziente Kälte» übergeführt werden. Dies ist ein gesamtschweizerisches Aus- und Weiterbildungskonzept für alle Fachleute der Kältebranche zur Umsetzung der Erkenntnisse aus der Phase 1. Es gilt aber auch die Fachleute zu sensibilisieren, damit diese die Sparpotenziale in der Praxis erkennen. Zudem sollen die Endverbraucher dazu gebracht werden, dass sie von sich aus effiziente Lösungen verlangen. Da ist unter anderem eine clevere Nutzung der Medien gefragt und ein regelmässiger Austausch zwischen den Verbänden. Auch hierzu hat der SVK ein umfassendes Projekt entwickelt und dem BFE eingereicht. Die Anwesenden waren sich einig, dass vor allem bei den Fachleuten noch einiges geschult werden muss, damit einer erfolgreichen Umsetzung nichts im Weg steht.

SVK-Präsident Mark Stampfler. (Fotos: Peter Warthmann)

SVK-Geschäftsführer Pirmin Frei.

Kampagne «Effiziente Kälte» Die Kampagne «Effiziente Kälte» wurde während der letzten Monate in der Branche publik gemacht mit dem Ziel,

Sonderschau Suisse Frio 2013 Im Rahmen der Schweizer BauHolzEnergie-Messe in Bern wird auch dieses

BFE

Die SVK-Marketingkommission will einen Round Table ins Leben rufen, um künftig mehr Synergien mit anderen Verbänden zu nutzen.

Daniel Baumann.

Claudio Müller.


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Marc Stampfler mit dem neuen Ehrenmitglied Max Ehrbar.

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Jahr die Sonderschau Suisse Frio veranstaltet. Ruedi Meier und Jürg Kärle erinnerten an die positive Resonanz vor zwei Jahren und beschrieben die Vorteile des Anlasses sowie die Ziele für 2013. Über 200 Kongressteilnehmer werden erwartet zur Fachtagung «Schweizer Kälte-Forum» am 21./22. November 2013, welche von zehn Sponsoren mitfinanziert werden soll. Die Sonderschau wird während zweier Tage als abgeschlossener Kongress mit Ausstellung und Sponsoring-Plattform durchgeführt. Die Programmgestaltung erfolgt zusammen mit dem SVK.

Wo steht der SVK in fünf Jahren? Zum Schluss der 58. Generalversammlung orientierte Marc Stampfler über die Ziele von SVK Futura: «Hier geht es um die Zukunft des Vereins und die noch unbekannten künftigen Aufgaben. Auch wenn wir nicht genau wissen, was in fünf Jahren sein wird, können wir durch Vorbereitung die künftigen Aufgaben richtig angehen.»

Expedition Everest Der SVK hatte mit dem Bergführer Kari Kobler einen ganz besonderen Gast eingeladen. Kobler ist fünffacher Mount Everest-Besteiger und hat nach eigenen Angaben noch nicht genug. Dieser Berg ist magisch und lockt immer wieder. Mit 8848 Meter Höhe über dem Meeresspiegel ist er der höchste Berg der Erde und gehört zum Himalaya-Gebirge in Asien. Kobler erzählte von seinen zahllosen Erlebnissen und Abenteuern rund um den Everest und über die wichtigen Vorbereitungen für eine solche Expedition.

Kältetechnik im UG des Prime Tower Im Anschluss an die Generalversammlung im obersten Stock des Prime Tower bekamen die Teilnehmer die Möglichkeit, im Untergeschoss die Kältetechnik zu besichtigen. Wie das Gebäude selber versetzt einen auch dessen Anlage ins Staunen. ■ www.svk.ch www.svk-weiterbildung.ch www.effizientekaelte.ch www.bauholzenergie.ch

Pius Gruber.

Thomas Lang.

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Ruedi Meier und Jürg Kärle.

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Kältetechnik: Beim Anlagenbau Stolpersteinen aus dem Weg gehen

Energieeffizientes Kühlen optimiert die Betriebskosten Sparsamere Klima- und Kälteanlagen tragen viel zur Energieeffizienz von Gebäuden bei. Doch gerade beim Bau neuer Anlagen warten auf unerfahrene Bauherren zahlreiche Stolpersteine. Mithilfe einer neuen Broschüre können Sie Ihre Kunden frühzeitig auf diese Hürden aufmerksam machen. Dies senkt Ihren Aufwand, verbessert die Koordination von Schnittstellen und erhöht die Kundenzufriedenheit.

Die Broschüre «Bauherrenfallen» zeigt, worauf es beim Neubau von Kälteanlagen ankommt.

Thomas Lang, Projektleiter Kampagne effiziente Kälte

■ Energieeffizienz ist in der Gebäudetechnik ein zentrales Thema, insbesondere auch, wenn es um die Klimakälte geht. Denn Klimakälte ist in verschiedenen Branchen und Betrieben unverzichtbar – etwa in Labors, Rechenzentren oder Bürobauten. Doch das Kühlen hat einen stolzen Preis. Allein für den Strom von Kälteanwendungen geben wir in der Schweiz jedes Jahr rund 1,3 Milliarden Franken aus – über 180 Millionen davon für die Klimakälte. Gleichzeitig gehen die Experten der Kälte- und Klimabranche davon aus, dass in den bestehenden Anlagen wirtschaftliche Einsparpotenziale von bis zu 20 Prozent brachliegen. In vielen Unter-

nehmen sind dies unnötige Betriebskosten, die ins Gewicht fallen.

Mangelnde Erfahrung verursacht Schnittstellenprobleme Besonders vielversprechend ist es, wenn das Thema Energieeffizienz bei der Erneuerung und beim Neubau von Klimaund Kälteanlage von Beginn an ins Projekt einfliesst. Wer bei der Planung und Realisierung dem Stromverbrauch der Anlage genügend hohe Beachtung schenkt, vermeidet unter Umständen langfristig überhöhte Betriebs- und Energiekosten. Doch viele Bauherrschaften, die eine Klima- oder Kälteanlage bauen, haben wenig oder keine Er-

Klima- und Kälteanlagen sind für viele Betriebe unverzichtbar. (Bild: iStockphoto/Thinkstock)

fahrung damit. Es fehlt ihnen die Routine, um den Fallstricken solcher Projekte bewusst ausweichen zu können. Die Praxis zeigt, dass es immer wieder dieselben kritischen Punkte sind, über die Bauherrschaften stolpern: mangelhafte Koordination, sparen am falschen Ort und ein ungenügender Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Handwerkern oder Planern – alles typische Schnittstellenfehler. Die möglichen Folgen davon können Ärger auf der Baustelle, teure Baumängel, Mehrkosten oder langfristig hohe Betriebskosten sein.

Praxisbewährte Tipps und Hinweise Lenken Sie als Gebäudetechnikunternehmer die Aufmerksamkeit Ihrer Kunden schon in einer frühen Phase – wenn möglich vor Erstellung der Offerte – auf diese Schnittstellen, um Reibungsverluste mit geringem Aufwand möglichst zu vermeiden. Sie können dafür die Broschüre «Die teuersten Bauherrenfallen und was man dagegen tun kann» nutzen. Diese Broschüre ist ein einfach verständlicher, neutraler Ratgeber und unterstützt Bauherren mit praktischen Hinweisen bei der Erstellung einer neuen Klima- oder Kälteanlage. Dies erleichtert auch Ihnen die Arbeit. Denn mögliche Reibungsflächen gibt es zuhauf. Ein typisches Beispiel sind Objekte, die vermietet werden. Hier ist der Kältebedarf in der Regel während der Planungsphase noch nicht absehbar. Abhängig vom Mieter ist die Abwärme, die abgeführt werden muss, sehr unterschiedlich. In solchen Fällen wird mit Ausnahme der Grundklimatisierung oft keine Kälteanlage vorgesehen. Dies führt dazu, dass Mieter Einzellösungen einbauen, die keine Möglichkeiten zur


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Abwärmenutzung bieten. Und auch die Rückkühler können nicht optimal platziert werden und arbeiten daher zu wenig effizient. Aus diesem Grund sollte von Beginn an das Kältekonzept die Möglichkeit vorsehen, die Abwärme der verschiedenen Einzellösungen der Mieter zu fassen und geordnet abzuführen. Es braucht genügend Platz für die Leitungen in den Steigzonen und für eine mögliche Abwärmenutzung im Maschinenraum.

Praktische Informationsplattform Informationen zum richtigen Nutzerverhalten, Checklisten zur Optimierung der Klima- und Kälteanlagen sowie die Leistungsgarantie Kälteanlagen (vgl. Kasten) haben der Schweizerische Verein für Kältetechnik SVK und das Bundesamt für Energie (Programm EnergieSchweiz) im Rahmen der Kampagne effiziente Kälte entwickelt. Getragen wird die Kampagne überdies von 36 engagierten Partnern. Alle Informationen und der Gratis-Download der Checklisten, Dokumente und Berichte finden ■ sich auf: www.effizientekaelte.ch. www.effizientekaelte.ch

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Keine neue Kälteanlage ohne Leistungsgarantie Keine Offerte ohne Leistungsgarantie. Auf diesen einfachen Nenner lassen sich die Ziele der «Leistungsgarantie Kälteanlagen» bringen, die vom Bundesamt für Energie BFE und vom Schweizerischen Verein für Kältetechnik SVK getragen wird. Zusammen mit der Broschüre Bauherrenfallen ist die Leistungsgarantie die «Pièce de résistance» der Kampagne effiziente Kälte, wenn es um Erneuerung oder Erweiterung von Klima- und Kälteanlagen geht. Gerade zu diesem Zeitpunkt, bei Neuanschaffungen ganzer Anlagen oder einzelner Komponenten, sollte man ein besonderes Augenmerk auf Energieeffizienz der Klimatechnik richten.

es mit der Inbetriebnahme und den Serviceleistungen während des Betriebs? Die Leistungsgarantie Kälteanlage unterstreicht Absicht und Wille der Haustechnik- und Kältebranche, die Energieeffizienz der Klimakälte massgeblich zu verbessern. Davon profitieren die Anwender, indem die Betriebskosten sinken. Und gleichzeitig leisten sie mit einer besseren Energieeffizienz der Klimakälte einen Beitrag zu einer sicheren Energieversorgung und zum Klimaschutz.

Aus diesem Grund sollten Bauherren bei Offerten für neue Anlagen unbedingt die neue «Leistungsgarantie Kälteanlagen» verlangen. Sie ist ein unverzichtbares Hilfsmittel für Anbieter wie auch Nutzer der Klimakälte. Der Gebäudetechnikunternehmer bekräftigt damit, dass die Anlage den Empfehlungen von SVK und BFE entspricht – nicht nur, was die Energieeffizienz betrifft. Die zehn Punkte der Leistungsgarantie fordern noch mehr: Wurden die aktuellen und künftigen Bedürfnisse für die Klimakälte sorgfältig abgeklärt und entspricht die offerierte Anlage und alle Komponenten dem aktuellen Stand der Technik? Kann die Abwärme sinnvoll genutzt werden? Wurden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Kältemittel besprochen? Und wie steht

Geforderte Werte übertroffen Dank EC-Technologie von ebm-papst Die Europäische Union hat sich mit Verabschiedung des Kyoto-Protokolls verpflichtet, die CO2 -Emission bis 2020 um mindestens 20 % zu reduzieren. Eine Massnahme, dies zu erreichen, ist die ErP-Richtlinie (Energy related Products-Directive). Betroffen sind alle Ventilatoren im Leistungsbereich zwischen 125 W bis 500 kW sowie Motoren nach einem definierten Leistungsbereich. Dies bezieht sich auch auf Ventilatoren und Motoren, welche in Klimageräten oder Schaltschränken eingebaut sind und aus Drittländern in die EU eingeführt werden.

Weitere Information erhalten Sie gerne bei: ebm-papst AG · Rütisbergstrasse 1 · 8156 Oberhasli verkauf@ebmpapst.ch · www.ebmpapst.ch

Die Wahl der Ingenieure

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Lüftung | Klima | Kälte |

Durch die Reduktion des Stromverbrauchs doppelt profitieren

Proéla: Förderprogramm für effiziente Lüftungsanlagen Lüftungsanlagen verbrauchen eine Menge an elektrischer Energie. Mit effizienzsteigernden Massnahmen kann der Stromverbrauch von Lüftungsanlagen um durchschnittlich 40% gesenkt werden. Mit dem Förderprogramm Proéla besteht ein zusätzlicher Investitionsanreiz an die Lüftungsbranche. Das Ziel von Proéla ist ein wirtschaftsfreundlicher und schlanker Prozess. Siehe auch «HK-Gebäudetechnik» 1/13, S. 51.

• Grobanalyse mit Identifikation Sofortmassnahmen • Anlagenbegehung und Potentialabschätzung

• Detailanalyse mit Einsparpotential • Massnahmenliste und Umsetzungsvorschlag • Massnahme 1: Situationsgerechte Zuluftionisation oder • Massnahme 2: Ersatz Ventilatoren bzw. Antriebe oder • Massnahme 3: Einbau effizienterer Komponenten • Umsetzung bzw. Investition • Auszahlung der Förderbeiträge

Förderprogramm Proéla: Vorgehen.

spiel der frühzeitigige Ersatz von Ventilatorantrieben durch effizientere Motoren. Auch kann durch den Einsatz von «situationsgerechter Zuluftionisation» der Energieverbrauch markant gesenkt werden, da das System tiefere Volumenströme zulässt und dadurch eine Reduktion des Stromverbrauchs der Ventilatoren ermöglicht. Der Einbau von effizienteren Komponenten wird ebenfalls unterstützt. Dies kann beispielsweise durch diverse Druckverlustreduktionen im System passieren, natürlich mit fachgerechter Anpassung des Volumenstroms. Insbesondere bei Sanierungen empfiehlt sich eine energieoptimierte Ventilatorenregelung. Werden Massnahmen umgesetzt, so wird in Abhängigkeit der eingesparten elektrischen Energie und der Wirkungsdauer die Investition mit 1.6 Rp./kWh finanziell gefördert. Dies bis zu einem Maximalbetrag von 20% der Gesamtinvestition. Auch wird mit einem Pauschalbetrag die Grob- und Detailanalyse von Proéla unterstützt.

Markus Lang *

■ Wer in Effizienz steigernde Massnahmen investiert, profitiert doppelt! Einerseits erhält der Betreiber für die Investition in eine effizientere Lüftung Fördergeld von Proéla, anderseits reduzieren sich die benötigten Energieverbräuche und damit die jährlichen Energiekosten für das jeweilige Unternehmen. Neben dem Investor bzw. dem Betreiber profitieren auch Planer, Ingenieure, Anlagebauer sowie auch Lieferanten von dem Förderprogramm, welches von ProKilowatt finanziert wird. Das Ziel des Förderprogramms Proéla ist es, die Betreiber von Lüftungsanlagen zu bewegen, ihre Anlagen auf Energieeffizienz zu überprüfen und entsprechende Massnahmen umzusetzen. Dies aus der Erkenntnis heraus, dass energieoptimierte Anlagen im Schnitt 40 Prozent weniger elektrische Energie ver-

brauchen, was ein enormes Sparpotenzial erahnen lässt.

Förderprogramm Proéla Durch eine Grobanalyse bzw. Erstbegehung werden auf dem Objekt die ersten Sofortmassnahmen indentifiziert. Durch diese Potenzialabschätzung erhält der Betreiber eine erste Anlagebeurteilung. Die anschliessende Detailanalyse bzw. Massnahmeausarbeitung kann durch einen Planer, Lieferanten oder Anlagebauer erfolgen. Dabei wird das detaillierte Einsparpotenzial abgeschätzt bzw. berechnet. Gefördert werden sämtliche Massnahmen, die zu messbaren Stromreduktionen führen und dabei durch eine Investition bzw. einen Einbau von Komponenten langfristig wirken. Eine Massnahme zur Reduktion des elektrischen Energieverbrauchs ist zum Bei-

Situationsgerechte Zuluftionisation Bei der Ionisation wird die Zuluft durch eine situationsgerechte Luftionisation so aufbereitet, dass im Raum eine gesunde, geruchsneutralisierte sowie frische Luft garantiert werden kann. Dieser der Natur nachempfundene Effekt wird durch die Aktivierung des Sauerstoffs bzw. durch eine sogenannte nicht thermische Oxidation erzielt (Aufspaltung von VOC’s = volatile organic compound, flüchtige organische Verbindungen). Diese Art der Luftbehandlung ermöglicht es, gezielt und entsprechend der


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Durch den Einbau von situationsgerechter Zuluftionisation wird die Luftqualität verbessert und der Energieverbrauch gesenkt. (Fotos: EPAG, Markus Lang)

Last- und Energieverhältnisse in der Aussenluft, die Abluft teilweise als Umluft wieder zu nutzen. Damit ist eine beträchtliche Energiekosteneinsparung möglich. Als Ionisatoren werden Geräte bezeichnet, die Ionen erzeugen. Die Ionen sind damit nicht natürlichen Ursprungs und werden durch die elektrische Erregung von Atomen oder Molekülen erzeugt. Die entstehenden Sauerstoffionen fördern chemische Abbauprozesse (Geruchsbeseitigung, Desinfektion usw.). Ionisatoren arbeiten mit Hochspannung von einigen Tausend Volt und einer

Korona-Entladung an der Spitze. Die erreichbaren Ströme betragen meist etwa 1 µA, das entspricht einigen Milliarden Ionen pro Sekunde. Es ist unbedingt notwendig, die Ionenerzeugung in einem Regelprozess zu überwachen. Denn durch diese entsteht aktivierter Sauerstoff, welcher zu gewollten chemischen Reaktionen mit VOC, Bakterien, Viren usw. führt. Eine zu hohe positive oder negative Ionisierung der Luft allerdings führt zu einer erhöhten Bildung von Ozon. Das zu viel erzeugte Ozon könnte die menschlichen Atemorgane beeinträchtigen und Korrosion fördern.

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Frühzeitiger Ersatz von Ventilatoren bzw. Antrieben oder der Einbau von anderen energieeffizienten Komponenten wird durch Proéla finanziell gefördert.

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Im geregelten Fall kann garantiert werden, dass die VOC’s abgebaut werden sowie keine negativen Einflüsse auf die Gesundheit des Menschen entstehen. Im Normalfall bedingen die Hauptmassnahmen keine Änderung der regeltechnischen Auslegung der bestehenden Lüftungsanlagen. Für alle Regelkonzepte kann Proéla eingesetzt werden, wenn auch mit unterschiedlichen Wirkungen. Der Vorteil der Kombination von Raumluftionisation und bedarfsgerechter Lüftung ist, dass damit der Volumenstrom bei optimaler Hygiene näher an die gesetzlichen Grenzwerte nach Raumluftqualität SIA 382/1 geführt werden kann. Berechnungen und Erfahrungen der LK Luftqualität AG zeigen auf, dass bei gleichbleibendem Wohlempfinden und gleichbleibender Belegung des Gebäudes mit situationsgerechter Zuluftionisation das Luftvolumen rund 20% kleiner ausfällt. Zusätzlich kann der Umluftanteil erhöht werden, wodurch zusätzlich thermische Energie eingespart wird. Im Bereich der Zuluftionisation bietet neben der LK Luftqualität AG (Produkt: ionair®) auch die Durrer-Technik AG Lösungen an, vgl. nachfolgenden Artikel.

Frühzeitiger Ersatz der Ventilatoren bzw. der Antriebe lohnt sich Das Herzstück jeder Lüftungsanlage ist der Ventilator mit seinem Antrieb. Je

Fakten Förderprogramm Proéla Ziel:

Betreiber von Lüftungsanlagen dazu bewegen, ihre Anlagen auf Energieeffizienz zu überprüfen und entsprechende Massnahmen umzusetzen.

Zielgruppen:

Lüftungsanlagen summiert ab ca. 15 000 m3/h Luftvolumenstrom bzw. 15 kW

Dauer:

3 Jahre (2012–2015)

Beiträge:

Maximal 999 859 Franken Förderbeiträge von ProKilowatt.

Fördermodell:

In Abhängigkeit der elektrischen Einsparung, 1.6 Rappen pro eingesparte Kilowattstunde mal die Gesamtwirkungsdauer, bis maximal 20 % der Gesamtinvestition.

Trägerschaft:

Enerprice Partners AG, Technopark Luzern, D4 Platz 4, 6039 Root Längenbold, Tel. 041 450 54 00, proéla@eneprice-partners.ch, www.enerprice-partners.ch/proela

nach Bauform des Ventilators, der Kraftübertragung, Luftführung im Lüftungsgerät sowie dem Antrieb ergibt sich ein tiefer Energieverbrauch. Für einen effizienten Betrieb ist nebst einem hohen Wirkungsgrad bei dem Auslegungspunkt auch auf die Effizienz im Teillastbereich zu achten. Bei einem Ventilator mit Direktantrieb, EC-Technologie oder einem Antrieb mit einem Frequenzumformer können mit der Drehzahlsteuerung signifikante Einsparungen erzielt werden. Ein frühzeitiger Austausch durch effizientere Ventilatoren ist eine wirtschaftliche Massnahme, welche sich üblicherweise schon in wenigen Jahren amortisiert. Im Rahmen des Programms werden nur Motoren der Klasse ≥ IE3 gefördert.

Erfolgsbeispiel Schwyzer Milchhuus AG Bereits werden Betreiber von Lüftungsanlagen finanziell unterstützt, welche

aktiv in Stromeffizienz investieren. Bei der Schwyzer Milchhuus AG wurde bei der Wahl der Lufthygiene mithilfe einer Raumluftionisation von ionair® bewusst auf den Aussenluftanteil verzichtet, was eindeutig über dem heutigen «Stand der Technik» liegt. Durch diese Massnahmen spart die Schwyzer Milchhuus AG jährlich 162 000 kWh elektrische Energie und damit einige Zehntausend Franken. Ein Erfolgsbeispiel des Förderprogramms Proéla, welches einen aktiven Beitrag zur Stromreduktion ermög■ licht. * Markus Lang, Projektleiter Proéla, Enerprice Partners AG, m.lang@enerprice-partners.ch www.enerprice-partners.ch/proela


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Zuluftionisation: System «Leitfähige Luft ® »

Verstehen, was Ionisation bedeutet Die Ionisation der Luft kommt in verschiedenen Fällen vor: Durch Umwandlung von kinetischer Energie in Elektronenbezugsweise Ionen-Stossprozesse, durch Umwandlung von elektrischer Energie in elektromagnetische Strahlung sowie aufgrund von chemischen Reaktionen angeregter Moleküle. Quelle: Durrer-Technik AG

■ In der Technik wird die Ionisation zum Beispiel zur Beseitigung oder Erzeugung elektrostatischer Aufladungen angewendet. In der freien Natur werden Ionen auch ohne künstliche Einwirkung erzeugt. Die wichtigsten natürlichen Quellen für natürliche Ionen: die Radioaktivität des Bodens und der Luft, die kosmischen Strahlen, ultraviolette Strahlen, die Zersetzung der Wassertropfen im Regen, in Wasserfällen oder in Wellen, die sich brechen. Ionen können sich abbauen oder neutralisieren. Dafür sind zwei Hauptgründe verantwortlich: Wenn ein positives und ein negatives Ion, bedingt durch die Luftturbulenz, aufeinanderprallen, werden Elektronen vom elektronenreichen negativen Ion zum elektronenarmen po-

sitiven Ion übertragen. Es werden demzufolge nur noch zwei neutrale Teilchen übrig bleiben. Trifft ein Ion auf irgendein Objekt, bleibt es aufgrund seiner elektrischen Ladung daran haften. Somit ist es für die Luft «verloren». In der Gebäudetechnik bewirkt dieser Abbau, dass zum Beispiel in einer Wohnung oder einem Büro, die Anzahl der Ionen in der Luft wesentlich tiefer ist als in der freien Natur. Durch Luftverschmutzungen und elektrische Ladungen (zum Beispiel in Beleuchtungskörpern, Computern oder auch in Luftfiltern) wird dieser Abbauprozess erheblich beschleunigt. Eine Luftaktivierung erzeugt keine unnatürliche Luft, sondern versucht vielmehr, die durch den Abbau «verlorenen» Ionen in der Luft wiederherzustellen.

Anzahl der Ionen in der Luft Messwerte «Ionen pro cm3 Luft» in verschiedenen Gebieten, je Polarität positiv/negativ: In unmittelbarer Nähe von Wasserfällen: Im Gebirge oder in Meeresnähe:

20 000 – 70 000 Ionen 4000 – 10 000 Ionen

Am Stadtrand, auf Wiesen und Feldern: In der Stadt und Agglomeration: In geschlossenen Räumen:

1000 – 3000 Ionen 200 – 500 Ionen 20 – 100 Ionen

Das ist «Leitfähige Luft®» In herkömmlichen Lüftungs- und Klimaanlagen werden lediglich thermische und mechanische Behandlungen der Luft vorgenommen. Das heisst: die Luft wird filtriert, erwärmt, be- und entfeuchtet oder gekühlt. Mit Leitfähige Luft® wird zusätzlich eine Aktivierung der Luft vorgenommen. Dabei werden die Atome und Moleküle in der geförderten Luft physikalisch neu gebildet, sodass diese der Luft in der freien Natur entspricht.

Revolution in der Gebäudetechnik

Blick in einen Luftauslass RA-V2.

Über Leitfähige Luft® wird nicht nur viel geschrieben oder diskutiert, es werden auch immer mehr Projekte mit dieser neuen Technologie realisiert. Ein Phänomen ist Leitfähige Luft® nicht mehr. Viele Anlagen in der Industrie und jetzt auch in der Gebäudetechnik wurden von innovativen Planern damit ausgestattet und haben sich bewährt. Zurzeit werden auf dem Markt die verschiedensten Systeme zur Luft- oder Sauerstoffaktivierung angeboten. Das System Leitfähige Luft® unterscheidet sich von anderen eingesetzten Techniken, da mit Leitfähige Luft® grundsätzlich keine schädlichen Nebenprodukte (z. B. Ozon, Stickstoff) erzeugt werden. Die Ionen in der Luft sind physikalisch gesehen den Ionen in der Natur am ähnlichsten. Als Massstab zur Bemessung bzw. Beurteilung von Ionen dient auch die


Lüftung | Klima | Kälte |

«Standzeit». Das heisst, bei der Betrachtung von Ionen ab der Entstehung bis zu ihrer Neutralisation vergeht eine gewisse Zeit. In der freien Natur geschieht dies in einem Zeitraum von 10 bis 1000 Sekunden. Konventionell erzeugte, künstliche Ionen haben eine Standzeit von Sekundenbruchteilen bis wenige Sekunden. Leitfähige Luft® kann bis zu 20 Minuten bestehen, bevor sie abgebaut wird. Weitere Eigenschaften von Leitfähige Luft®: • Bakteriell und hygienisch unbedenklich, dabei wird die VDI-Norm 6022 (bakteriologische und toxische Unbedenklichkeit der Luft) vollumfänglich erfüllt. • Bei fast allen Raumkonditionen uneingeschränkt einsetzbar. Auch bei tiefer, zum Beispiel 8% relativer Feuchte, arbeitet das System ohne Leistungseinbusse. Durch den geräuschlosen Betrieb werden höchste Ansprüche erfüllt. Leitfähige Luft® ist eine Handelsmarke der s-Leit swissengineering AG und wird in der Schweiz vertreten durch die Durrer-Technik AG in Adligenswil. Die vier Bilder zeigen Produktebeispiele mit ■ integrierter «Leitfähige Luft®». www.durrer-technik.ch www.s-leit.ch

Luftdurchlass Puridrall für Reinräume, mit geteiltem Gehäuse: Drallauslass und Schwebstoff-Filter.

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Weitere Fachartikel zu «Leitfähige Luft®» Folgende Fachartikel sind abrufbar unter: www.durrer-technik.ch > Mess- und Sondertechnik > Leitfähige Luft. • Review zur Anwendung ionisierter Luft im Innenraum (Studie des «Kompetenz-Zentrum Typologie & Planung in Architektur» der HSLU, Hochschule Luzern, Technik & Architektur, Dr. Jan Eckert und Team): Mit Literaturinformationen (1777 bis heute) zur Wirkung von Luftionisierung. Fokus auf Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit des Menschen bei der Büroarbeit in Innenräumen. • Erhöhung des Aussenluftstroms: Ionisierung und Ozonisierung (Hygiene-Tagung 2013, Referat Th. Schürmann, s-Leit swissengineering AG) • Leitfähige Luft setzt neue Trends in der Lüftungsindustrie (Hans-Peter Läng, Thomas Schürmann): Gerätesystem zur Erzeugung einer elektrolytisch leitfähigen Reinraumluft.

• Luftmengenreduktion um 30 Prozent: Verwaltungsgebäude Foyer Zug (Reuss Engineering AG): Mit Systementscheid «Leitfähige Luft®» konnte die übliche Luftmenge von 36 m3/h um 30 Prozent auf rund 25 m3/h pro Person reduziert werden. • Steigerung der Luftqualität in Innenräumen: Nach Reklamationen der Raumnutzer wegen schlechter Luft. Ein Umbau war nicht möglich. Deshalb wurde Leitfähige Luft® in die Luftauslässe eingebaut. Resultat nach vierjährigem Betrieb: hervorragende Luftqualität. • Phänomen «Leitfähige Luft®» (Wirthensohn AG, Luzern): Anwendung Raucherraum in Betagtenzentrum. • Nachweislich erhöhter Sauerstoffanteil im Blut (Studie Kinderklinik Davos): signifikante Verbesserung der Sauerstoffaufnahme (VO2max) bei Kindern.

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Gebäudeautomation |

Der allerletzte und entscheidende Check:

Integrale Tests für Gebäudetechniksysteme Die im Einzelnen abgenommenen Anlagen werden gezielt auf die sicherheitsrelevanten und übergreifenden Funktionen geprüft. Allfällige Lücken bzw. Mängel werden dank «Integralen Tests» erkannt. Massimo Marazzi, Alfacel AG, Mitglied MeGA

■ Bei komplexen Bauten mit erhöhten Versorgungs- und Sicherheitsanforderungen spielen gewerkübergreifende Funktionen eine zentrale Rolle. Zu jedem nicht normalen Betriebszustand muss eine koordinierte Reaktion der einzelnen Gebäudetechniksysteme erfolgen. Fehlfunktionen können somit zu gravierenden Sach- und Personenschäden führen. Das korrekte Zusammenspiel der einzelnen Anlagen kann nur durch zusätzliche system- und anlagenübergreifende Tests, sogenannte «Integrale Tests», sichergestellt werden. Dabei wird zwischen behördlich relevanten (z. B. Brandfall, Gas-Alarm) und kundenspezifischen «Integralen Tests» (z. B. Redundanzanforderungen, Leistungsanforderungen) unterschieden. Im Gegensatz zu den behördlich relevanten «Integralen Tests» ist die Durchführung von kundenspezifischen integralen Tests fakultativ. Bei komplexen Bauten mit erhöhten technischen Anforderungen und betriebsrelevanten, anlagenübergreifenden Funktionen (z. B. Rechenzentren, Energiezentralen) ist es jedoch empfehlenswert, diese ebenfalls in Auftrag zu geben. In der Praxis ist eine «Integrale» Prüfung der anlagenübergreifenden Funktionen bei der Inbetriebsetzung und Abnahme der einzelnen Systeme nicht im erforderten Ausmass möglich. Ebenfalls wird zwischen Abnahme und Übergabe an den einzelnen Systemen noch gearbeitet (Mängelerledigung). Es besteht somit das Risiko, dass bereits geprüfte Funktionen nach dem letzten «Eingriff» durch den Unternehmer nicht mehr korrekt funktionieren. Die Erfahrung

zeigt leider, dass «Integrale Tests» mehrmals wiederholt werden müssen, bis alle Testszenarien fehlerfrei durchgespielt werden können. Mit dem erfolgreichen Abschluss der «Integralen Tests» wird das Gewerk dem Bauherrn übergeben und die Ausführungsphase abgeschlossen. Im Rahmen der Bewirtschaftungsphase wird das Thema «Integrale Tests» aus kostenoder betriebstechnischen Gründen oft vernachlässigt. Es ist jedoch empfehlenswert, die Funktionalität der Querkommunikation regelmässig zu prüfen. Durch Instandhaltung oder Teilsanierung der einzelnen Anlagen bzw. durch den Alterungsprozess können die gewerksübergreifenden Funktionen Schaden nehmen und somit

normale Störfälle zu sicherheitsrelevanten Betriebsausfällen führen.

Projektspezifische Definition Das Thema «Integrale Tests» sollte möglichst früh im Projekt behandelt werden. Der Umfang der zu realisierenden integralen Tests ist zu definieren und der entsprechende Zeitbedarf im Gesamtterminprogramm zu berücksichtigen. Je nach Umfang der zu testenden Szenarien können «Integrale Tests» bei komplexen Anlagen (z. B. Rechenzentren) mehrere Wochen in Anspruch nehmen! Die Bestimmung eines Gesamtleiters inklusive dessen Beauftragung soll ebenfalls möglichst früh im Projekt behandelt werden. Des Weiteren muss sichergestellt werden, dass die Aufwendungen

Wechselwirkungen verschiedener Systeme im Zusammenhang mit einer redundanten Alarmierung.


Gebäudeautomation |

der beteiligten Unternehmer in die Ausschreibungen einfliessen.

Honorierung nach SIA Bei einfachen Neubauten oder Sanierungen (z. B. einfachem Wohnbau) ist die Realisierung der «Integralen Tests» in den Grundleistungen des Gesamtleiters gemäss SIA 102 (Planung, Organisation und Überwachung) und Fachplaners gemäss SIA 108 (Mitwirken) enthalten. Bei komplexen Neubauten oder hohen Koordinationsanforderungen und bei umfassenden Sanierungen (z. B. Energiezentralen, Rechenzentren, Spitäler, Hochhäuser) ist es prüfenswert, die Planung, Organisation und Überwachung von «Integralen Tests» unter der Führung des Gesamtleiters an den Leiter Gebäudetechnik zu übergeben. Diese Leistungen sind separat zu vergeben. Die Beauftragung dieser Leistungen kann auch an ein Planungsteammitglied oder einen unabhängigen Testleiter erfolgen. Der Gebäudeautomationsplaner

oder der technische Koordinator in seiner Schlüsselposition als Gesamtbetrachter der Gebäudetechnik, Gebäudeund Raumautomation, Kommunikations- und Informationstechnologie und mit seinem interdisziplinären Denken ist prädestiniert für diese Aufgabe. Die Planung, Organisation und Überwachung von kundenspezifischen integralen Tests ist ebenfalls separat zu vergeben.

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Voraussetzungen Die Durchführung der «Integralen Tests» kann erst erfolgen, wenn folgende Punkte erfüllt sind: • Alle Gebäudetechniksysteme sind einzeln abgenommen. • Mängelerledigung aus den Abnahmen ist zu 100 Prozent erfolgt. • Alle Ausführungsgrundlagen wurden aktualisiert (Revisionsunterlagen). • Das Drehbuch für die «Integralen Tests» ist erstellt.

Leitung Für die Planung, Organisation und Überwachung der «Integralen Tests» ist der Gesamtleiter zuständig. Zu seinen Hauptaufgaben gehören die Festlegung des Testumfangs, die Erstellung des Ablaufplans, die Leitung der «Integralen Tests» inklusive Ergebnisbeurteilung und die Koordination der Mängelbehebung sowie die Redaktion der Testergebnisse und Berichterstattung an die Bauherrschaft. Die einzelnen Fachplaner leisten dabei aktive Mitarbeit.

Fazit Mit den «Integralen Tests» von Gebäudeautomationssystemen werden Funktionalitäten integral geprüft und somit grössere Personen- und Sachschäden innerhalb eines Gebäudes auf ein abso■ lutes Minimum reduziert. www.mega-planer.ch

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Gebäudeautomation | Produkte

Fernüberwachung von Heizungen – mit Ygnistronic ■ Wir haben unsere Dienstleistungen ausgebaut und der Heizung das Kommunizieren beigebracht. Mit der neuen Ygnistronic sind wir 24 Stunden mit Ihrer Heizung in Kontakt. Die Kommunikation erfolgt über das Mobilfunknetz, dadurch entfallen teure Telefoninstallationen in den Heizraum. Für die Alarmierung und die Kommunikation über SMS-Meldungen sind grundsätzlich alle Abonnemente funktionstauglich. Die Meldung erfolgt auf Natel, Pager, Fax oder E-Mail, je nach Wunsch. Der Zugriff auf die Anlage von jedem beliebigen Ort per Natel oder PC ist möglich. Sollte die Heizung trotz guter Wartung und Betreuung auf Störung gehen, wissen wir es, bevor Sie oder Ihre Mieter frieren, kalt duschen oder gar die Produktion stillsteht. Bei jeder durch die Ygnis AG überwachten Anlage wird ein Schlüsselrohr montiert, um den Zugang zur Anlage für unsere Techniker 24 Stunden täglich zu gewährleisten.

Mit der Ygnistronic Fernüberwachung können auch mit einer Datenloggerfunktion Daten aufgezeichnet und per E-Mail versendet werden, sobald ein Regler der Baureihe RDO 383 installiert ist. Die Ygnistronic ist in einem separaten Gehäuse verpackt und kann an der Wand, am Heizkessel oder auch ausserhalb des Heizraumes montiert werden. Die Ygnistronic ist auch bei allen «Altanlagen» nachrüstbar. Die Ygnistronic kann man mit oder ohne SIM-Karte kaufen, aber auch auf einem neuen oder bestehenden Abo-Vertrag mieten. Die Vorteile liegen somit auf der Hand: Für alle Anlagen geeignet – Anlagenüberwachung und Störmeldung rund um die Uhr – Ferndiagnose ohne teure Leerfahrten – Individuelle Einstellung Ihrer Anlage. ■

Mit der Ygnistronic Fernüberwachung können auch mit einer Datenloggerfunktion Daten aufgezeichnet und per E-Mail versendet werden. (Foto: Ygnis AG)

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Ex-Messumformer für rF / Temp. ■ Der E300Ex-Feuchte-Temperatur-Messumformer von E+E Elektronik wurde für anspruchsvolle Industrieanwendungen entwickelt. Er erfüllt die Atex-Richtlinien für eigensichere Betriebsmittel und kann im Gas- und im Staub-Ex-Bereich eingesetzt werden. Der Feuchtemessumformer EE300Ex eignet sich besonders für den Einsatz in der Pharma- und Chemieindustrie und kann in explosionsgefährdeter Umgebung der Zone 0/20 montiert werden. Der langzeitstabile und bewährte Feuchtesensor sorgt für zuverlässige Messergebnisse im Bereich von 0 bis 100 Prozent rF und – 40 bis 180 °C und unter Druck von 0,01 bis 300 bar. Das 2-teilige Gehäuse erleichtert nicht nur die Installation des Feuchtetransmitters, es ermöglicht auch einen raschen Tausch der Messeinheit ohne Neuverkabelung. Flexibilität beweist der EE300Ex durch unterschiedliche Bauformen. Als kompakte Variante für die Wandmontage oder mit einem bis zu 10 m abgesetzten Messfühler eignet sich der Feuchtemessumformer für viele Anwendungen. Mit dem optionalen Display können Werte am Gerät abgelesen werden. Der EE300Ex eignet sich auch zur

Durch unterschiedliche Bauformen ist der EE300Ex besonders flexibel einsetzbar.

Feuchtemessung in Ölen. Der Feuchtegehalt lässt sich absolut in (ppm) oder relativ als Wassergehalt ausgeben. Der EE300Ex ist in Zwei-Leiter-Technik konzipiert. Die Messwerte werden auf zwei Analogausgänge mit 4 bis 20 mA ausgegeben. Die Spannungsversorgung erfolgt über ein beliebiges, eigensicheres Speisegerät. Nebst Feuchte und Temperatur können Taupunkt, Frostpunkt, absolute Feuchte, Mischungsverhältnis und weitere Rechenfunktionen ausgegeben werden. Mittels Konfigurationsadapter lassen sich kundenspezifische Anpassungen des Messumformers durchführen. ■ E+E Elektronik GmbH, A-Engerwitzdorf Telefon 0043 7235 605 428 www.epluse.com


Gebäudehülle | Spenglerei |

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Gebäudehülle | Spenglerei |

In Biel-Bienne gegründet, in Biel-Bienne gefeiert:

50 Jahre VDSS, Verein der diplomierten Spenglermeister der Schweiz Mit einem grossen Fest feierte der VDSS am Freitag, 3. Mai 2013, in Biel-Bienne im Hotel Elite und im Kongresshaus den 50. Geburtstag seiner Gründung. Höhepunkte belebten den Festtag, durch den Präsident Christoph Aeberhard und OK-Präsident Claudio Cristina führten: Begrüssung durch den Stadtpräsidenten, Ehrung der ehemaligen, noch lebenden Gründungsmitglieder, Ehrung von zwei im Verein hochverdienten Spenglermeistern, sowie die Abgabe einer umfassenden Festschrift mit der Vereinschronik 1963 – 2013. Bernard Trächsel, Peter Warthmann

■ Ehemalige und Bieler wurden geehrt, neue, junge Spenglermeister wurden mit Applaus aufgenommen. Am

Galaabend im Kongresshaus traten berühmte Artisten auf und der Samstagsausflug führte auf die St Petersinsel. Al-

Titelblatt der Festschrift VDSS 1963–2013.

les perfekt organisiert vom Biel-Seeland-OK. Präsent waren auch Vertreter der Verbände suissetec und Gebäudehülle, des Internationalen Interessenbund Baumetalle iib, Pressechefs der wichtigsten Spenglermeister-Fachzeitschriften der Schweiz und Deutschlands sowie die hiesige Gewerbe- und lokale Presse und schliesslich die wichtigsten, langjährigen Marktpartner, Händler, Lieferanten und Fabrikanten der Branche.

Vom Vereinli zum beachteten Fachverein Der Verein ist am 26. Oktober 1963 unter Führung des ehemaligen Bieler Patrons und Spenglermeisters Max Teutsch im Hotel Elite in Biel gegründet worden. Der Präsident Christoph Aeberhard lobte in seinem Jahresbericht, dass «dank dem Verein die Schweiz ein wenig Spengler-freundlicher ist und bleibt». Der vor 50 Jahren durch ein paar visionäre Spenglermeister ins Leben gerufene Verein hat sich etabliert und ist heute nicht mehr wegzudenken in der Schweizer Gebäudehülle. Er ist zu einem wichtigen Sprachrohr der Spenglereibranche geworden, mit den Wirtschaftsverbänden und in der Öffentlichkeit. Der anfänglich kleine Verein ist gewachsen und repräsentiert heute die Spenglerelite des Landes.

Wer ist, was will und was tut der VDSS? Der Verein diplomierter Spenglermeister der Schweiz bezweckt den Zusammenschluss der diplomierten Spenglermeister zur Wahrung und Förderung der gemeinschaftlichen Berufsinteressen. Er nimmt Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit höherer Fachprüfung auf und zählt momentan fast 500 Mitglieder aus allen Regionen des Landes.


Gebäudehülle | Spenglerei |

VDSS-Präsident Christoph Aeberhard. (Fotos: Hervé Chavaillaz)

Bernard Trächsel wird für sein unermüdliches Schaffen – die publizistische Leitung von 10 Sonderdrucken in 30 Jahren und das Verfassen der 100-seitigen Festschrift zum «Ehrensekretär» des Vereins ernannt. Rechts Präsident Christoph Aeberhard.

Der Verein setzt sich vor allem folgende Ziele: • Pflege der Kameradschaft und des Standesbewusstseins, • Erfahrungsaustausch innerhalb des Spenglergewerbes, • Pflege und Förderung des Berufsbildes des Spenglers, • Förderung der Berufsinteressen auch über die Landesgrenzen. Zu dieser Liste aus den Statuten kommt seit 1999 der in der Regel alle drei Jahre durchgeführte Wettbewerb «Die goldene Spenglerarbeit» und die damit verbundene, grossangelegte Pressearbeit zugunsten des Images des Spenglerberufs und all seinen Marktpartnern. Der Verein löst seine Aufgaben in enger Zusammenarbeit mit den Organen und Institutionen anverwandter Berufsverbände, insbesondere mit suissetec und Gebäudehülle Schweiz, international mit dem iib, und national natürlich auch mit den Branchenpartnern, Händlern und Fabrikanten.

Interne Höhepunkte sind die jährliche Generalversammlung mit den Damen und die jährlichen beruflichen Exkursionen, abwechselnd in der Schweiz oder im europäischen Raum. Es gibt keine Exkursion ohne Fachteil, ohne Baubesuche, Treffen und Gespräche mit in- oder ausländischen Berufskollegen. Als externer Höhepunkt kann der 1999 gegründete und seither alle drei Jahre durchgeführte Wettbewerb «die goldene Spenglerarbeit» bezeichnet werden. Er prämiert handwerklich oder industriell-handwerklich ausgezeichnete Spenglerarbeiten, Dachdeckungen, Fassadenbekleidungen oder Entwässerungen in Dünnblechen aus Kupfer, Titanzink, Aluminium, nicht rostendem Stahl oder sonstigem Metall. Das Siegerobjekt und alle anderen Arbeiten werden der Tages- und Fachpresse vorgestellt. Allein der Wettbewerb 2011 wurde in über 400 Einzelseiten von Fachzeitungen in der Schweiz und im Ausland veröffentlicht. Die Publikationen fördern den Bekanntheitsgrad hochwertiger Spenglerleistungen. Mit dem nationalen Wettbewerb wird die fassettenreiche Arbeit des Spenglers dem Fachpublikum vorgestellt und kann so den einen oder anderen Bauherrn oder Architekten motivieren, seine Gebäudehülle in die fachkompetenten Hände eines verlässlichen und innovativen Partners zu geben. Die Festschrift umfasst die ganze Geschichte des Vereins in den letzten 50 Jahren mit Einblicken in alle Aktivitäten und Tätigkeiten. Statements von Vertretern der verwandten Verbände, der Vorstandsmitglieder und von Persönlichkeiten des Berufes runden das Heft ab. Die Festschrift in Deutsch oder Französisch kann beim Sekretariat VDSS bezogen werden. Zu den Gratulanten gehörten an der GV auch der Stadtpräsident von Biel,

Erich Fehr, Nationalrat Peter Schilliger, Zentralpräsident von suissetec, Walter Bisig, Zentralpräsident von Gebäudehülle Schweiz, und der Präsident des Internationalen Interessenbund Baumetalle Peter Trenkwalder aus Italien. Anwesend waren auch die Pressechefs der Spenglerfachpresse Schweiz und Deutschland und die hiesige Gewerbe- und lokale Presse.

Honorierung und Ehrung von Persönlichkeiten Das Jubiläum bietet nebst dem Rückblick und der Besinnung auf die eigenen Werte auch die einmalige Gelegenheit, ausserordentliche Leistungen zu verdanken und Persönlichkeiten zu ehren. Geehrt für grossartige Leistungen wurden zwei Spenglermeister aus Biel: • Claudio Cristina, in Studen aufgewachsen und domiziliert, seit 19 Jahren aktiv im Vorstand, davon sechs Jahre als Vizepräsident (vgl. Kasten). Es ist ausgeschlossen, dass er nun «nichts mehr» tun wird. Nach verdienter Pause wird man ihn wieder, engagiert und begeistert in neuen Funktionen treffen und schätzen.

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Leistungen nach innen und nach aussen für die Öffentlichkeit Die echten Leistungen des VDSS gehen aus seiner fast 100-seitigen Festschrift hervor:

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Die vier anwesenden Gründungsmitglieder Alex Zehnder (Ehrenpräsident), Max Amsler, Bruno Biondi und Werner Major mit Präsident Christoph Aeberhard.

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Gebäudehßlle | Spenglerei |

Die Neudiplomierten 2013, die alle den traditionellen, gravierten VDSS-LÜtkolben bekamen: Diego Moor, Christian Michel, Roberto Cotardo, Pascal Aeberhard, Daniel Baumgartner, Christoph Aeberhard (VDSS-Präsident), Bernhard Andenmatten und Christoph Kronenberg.

Jubiläums-OK Biel-Bienne 2013: Kassier Stephan Fankhauser aus Ins, Präsident Claudio Cristina aus Studen, Lokalmatador Christoph Vauclair und Bernard Trächsel, Pressezuständiger und ehemaliger Bieler. (Foto: VDSS)

                 

            

     

â&#x20AC;˘ Bernard Trächsel, in Biel aufgewachsen, machte seinen Berufsweg beim Schweizerischen Spenglermeister Verband SSIV, heute Gebäudetechnik Verband suissetec und anschliessend als Marketingleiter bei Rheinzink (Schweiz) AG. Die Liste seiner Tätigkeiten und Publikationen ist lang. Hier erfreulich ist aber der RĂźckblick auf seine 15-jährige FĂźhrung des Vereinssekretariats, die vielen Vereinssonderdrucke, die allesamt durch ihn erarbeitet wurden, und die Festschrift zum 50. Geburtstag in Deutsch und FranzĂśsisch, die er schrieb, koordinierte, und zusammen mit treuen VDSS-Helfern bezĂźglich Lektorat, Ă&#x153;bersetzung und Fotos realisierte. Seine unendliche und unermĂźdliche Schaffenskraft zugunsten des Spenglerberufs wurde mit der Ernennung zum ÂŤEhrensekretärÂť und einer zweiminĂźtigen Standing Ovations belohnt. Gedankt wurde auch seinen Helferinnen und Helfern, vorab Elisabeth Zulauf aus Bäriswil, die als Lektorin fungierte, dem Ehrenmitglied Jean-Jacques Richard aus Morges, er Ăźbersetzt noch mit 84 Jahren die Texte ins FranzĂśsische, sowie die Fotografen Otto Schacher aus BeromĂźnster, Werner Hebeisen aus Niederscherli, Markus und Stephan KĂźnzi aus Ittigen und Christian Zeuch aus Gossau. Beschenkt wurden schliesslich die anwesenden, noch lebenden GrĂźndungsmitglieder Alex Zehnder aus Hergiswil (Ehrenpräsident), Bruno Biondi und Werner Major aus Biel, sowie Max Amsler aus Bellach. Nach uns die Zukunft: etwa unter diesem Motto wurden neun junge, in diesem Jahr frisch erkorene Spenglermeister geehrt. Sie erhielten alle den traditionellen, gravierten VDSS-LĂśtkolben, das symbolische Vereinsgeschenk.

Rauschender Abend und Samstag auf ruhigem Gewässer Die durch das Biel-Seeländische OK mit Claudio Cristina aus Studen, Christoph Vauclair aus Biel, Stephan Fankhauser aus Ins und Bernard Trächsel aus Biel/Wilen (ehemalige Spenglerfirma Trächsel und Despont, heute Despont SA) perfekt organisierte GV bot natßrlich auch den Rahmen zu einem grossen Fest. Feine ApÊros im Hotel Elite und im Kongresshaus, Galadiner, Tische mit prachtvoll durch Blech-Blumen-Kreationen von VDSS-Mitgliedern geschmßckt, humorvolle Abendfßhrung durch das


Neuer VDSS -Pin: Verdienstkreuz des Spenglerhandwerks Zum 50-Jahr-Jubiläum des Vereins und für eine besondere Ehrung schuf der amtierende Präsident Christoph Aerberhard zusammen mit seiner Gattin und dem Goldschmied Stutz in Luzern das neue und exklusive «eidgenössische» VDSS-Verdienstkreuz des Spenglerhandwerks. Das neu entworfene Signet wiedergibt unter anderem folgende Merkmale, Symbole des Spengleberufs: – Abkantwinkelprofil in Kupfer, aus dem bestehenden VDSS-Signet, – in der Mitte zwei goldene Hämmer: den Schweifhammer für die Sinnkraft des Verformens und Veränderns, sowie den Schlichthammer für das Ausglätten und Ausschlichten. Gedacht ist die ausserordentliche Auszeichnung für Personen, die

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– echt Ausserordentliches für den Verein oder Beruf geleistet haben, – im Leben einen Meilenstein zum Wohlwollen des Spenglerhandwerks setzten, – zum unbändigen Berufsstolz der Spenglermeister beigetragen haben. Das allererste, neu geschaffene VDSS-Verdienstkreuz wurde im Rahmen des Galaabends zum 50Jahr-Jubiläum des Vereins am 3. Mai 2013 in BielBienne durch den Präsidenten Christoph Aerberhard verliehen an: Claudio Cristina, diplomierter Spenglermeister, Studen. 19 Jahre war Claudio Cristina aktiv im VDSS-Vorstand, davon sechs Jahre als Vizepräsident. Er wurde 1994, damals als «Vertreter der Jungen» gewählt; er hat in seiner Amtszeit zwei Generalversammlungen, sechs Exkursionen in der Schweiz und zwei im Ausland organisiert. Er war damals auch der Initiant des Wettbewerbs «die Goldene Spenglerarbeit», die seit 1999 fünfmal organisiert wurde. So war er auch der richtige Mann, um das OK der Festivitäten zum 50. Geburtstag des VDSS in Biel zu präsidieren. Nebst seinem Einsatz als Technischer Leiter bei Rheinzink (Schweiz) AG bringt er sein Wissen auch noch ein als Fachlehrer in den Fachschulen Bern und Lostorf, im Fachvorstand suissetec und im Zentralvorstand des neuen Internationalen Interessenbundes Baumetalle iib.

Claudio Cristina erhält auf der grossen Abendbühne das neu kreierte eidg. VDSS-Verdienstkreuz für das Spenglerhandwerk.

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Gebäudehülle | Spenglerei |

Bild Vorstand VDSS im Jubiläumsjahr 2013: Tobias Sprecher, Kassier Stephan Fankhauser, Präsident Christoph Aeberhard, Sekretärin Bea Feusi, Vizepräsident Claudio Cristina, Marc Hausheer, René Fasler (auf dem Bild fehlt René Schibig). (Foto: VDSS)

Duo Fullhouse, Starauftritte von Massimo Rocchi und Zauberer Magree, DiaShow mit Bildern aus den letzten 50 Jahren, Auslosung Helikopterflug mit Pilot Christoph Vauclair über den Bielersee, Tanzbein-Schwingen mit der Band Barbie Q, und Schlummerbecher an den Nachtbars … Mit wenig Schlaf aber schönen Erinnerungen an das Jubiläum genoss die Gesellschaft den Abschluss auf dem See mit

feinem Essen im Klosterhotel der St Petersinsel. Die nächste GV findet in einem Jahr statt, die nächste Jubiläums-GV vermutlich in 25 Jahren wieder in Biel.

Nach uns die Zukunft Wenn diese Zeilen erscheinen, ist das rauschende Fest vorbei. Man geht wieder an die Arbeit. Doch etwas wollen die Spenglermeister mitnehmen auf dem Weg in die nächsten 50 Jahre:

Der Spenglerberuf ist ein schöner Beruf. Aus dem flachen Blech fertige Kunststücke, Formstücke, Profile, Deckungen und Fassaden zu realisieren verlangt Kopf, Planung, handwerkliches Gefühl und Können. Es verlangt auch Herz, Kreativität und die Fähigkeit, etwas zu beherrschen, und es ist mit Interesse, Offenheit und Begeisterung verbunden. Dem Kunden das Ergebnis all dieser Merkmale in Form von langlebigen Werken zu übergeben, ist eine vornehme Aufgabe und ein Privileg. Wir hoffen, der Spenglerberuf bleibe auch in Zukunft ein wichtiger und zuverlässiger Pfeiler der Baubranche, und der junge Nachwuchs führe erfolgreich weiter, was die Vorfahren hier vorgelegt haben. Der Spengler wird weiterhin engagiert und kompetent für die Kunden da sein, für dichte Dachdeckungen und attraktive Dünnblechbekleidungen, aber auch für die notwendige Re■ genentwässerung.

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Sanitärtechnik |

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Die Grossüberbauung Giardino in Mellingen: 9 Mehrfamilienhäuser mit 97 Wohnungen. ( Fotos: Roland Spring )

Objektbericht Überbauung Giardino, Mellingen

Das Besondere liegt im Gewöhnlichen Mellingen, die «Stadt an der Reuss». Nur 4700 Einwohner und trotzdem Stadt? Dazu später. Der historische Ort mitten im Kanton Aargau erfreut sich seit einiger Zeit wachsender Beliebtheit als Wohngemeinde. Einen Teil des neuen Raumangebotes haben die Zuzüger in der Überbauung «Giardino» gefunden, die 97 Eigentums- und Mietwohnungen in neun Mehrfamilienhäusern umfasst. Sämtliche Komponenten für die Trinkwasser- und Wärmeverteilung, von der Armatur bis zum Spülkasten, stammen aus dem Nussbaum-Sortiment. Andreas Stettler

■ Die « Stadtflucht » in den Aargau ist nicht ganz neu. Die Region Mellingen hingegen ist schon ein paar Kilometer von der Agglomeration Zürich entfernt und wird trotzdem zur Heimat von immer mehr Leuten, die in der Limmatstadt arbeiten. Folglich sind im Umkreis von 20 Kilometern Tausende von Wohnungen für jene entstanden, die einen Rückzugsort für den Feierabend und das Wochenende suchen. Knapp 100 davon im « Giardino », auf dem ehemaligen Gelände der Gärtnerei Zumstein, die dem Projekt seinen Namen gab.

Keine lange Leitung, nur lange Leitungen « Es gab eigentlich keine besonderen Herausforderungen zu meistern und es brauchte keine Speziallösungen », gibt sich Stefan Wüst bescheiden. Sein Team von Alpiq InTec Ost AG, Filiale Lupfig

( bis Ende November 2012 Wüst Haustechnik AG ), das er in dritter Generation leitet, hat die Sanitärinstallationen ausgeführt. Er räumt gleichzeitig ein, dass ein Bauprojekt dieser Grössenordnung auch für ein Unternehmen mit 60 Mitarbeitenden nicht alltäglich ist. Schliesslich sind 7,5 km Optiflex-, 2,2 km Optipress- und 2 km OptipressTherm-Rohre kein Pappenstiel. Und genau das ist das Besondere an diesem sonst « normalen » Projekt. Denn grosse Objekte mit dieser Materialmenge verlangen dem Installateur einiges ab, und das ist beim Giardino nicht anders. Konzentriertes, zuverlässiges Arbeiten unter Zeitdruck und ein fehlerfreies Resultat werden zwar erwartet, sind aber nie selbstverständlich. Deshalb kann auch der Systemlieferant einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen eines solchen Vorhabens beitragen. Einfach zu

Giuseppe Tarquinio ( Aussendienst R. Nussbaum AG ), Martin Hächler ( Leiter Verkauf Nordwest-/ Zentralschweiz R. Nussbaum AG ), Thomas Hauri ( Bauleiter W. Thommen AG ), Hans Schweizer ( bauleitender Monteur Alpiq InTec Ost AG, Filiale Lupfig ), Stefan Wüst ( Filialleiter Alpiq InTec Ost AG, Filiale Lupfig ).

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Details zum Objekt und Beteiligte Das Objekt 9 Mehrfamilienhäuser im Minergie®-Standard 77 Miet- und 20 Eigentumswohnungen mit 2½- bis 5½-Zimmern Bauzeit: Oktober 2010 bis Februar 2012 ( erste zwei Häuser ) resp. Oktober 2012 ( Bezug letztes Haus ) Am Bau Beteiligte Bauherrschaft und Generalunternehmung: Oltra AG, 4600 Olten Installateur: Alpiq InTec Ost AG, Filiale Lupfig ( ehemals Wüst Haustechnik AG ), 5242 Lupfig Architekt: Näf Partner AG, 8032 Zürich Bauleitung: W. Thommen AG, 4600 Olten Fachplaner: Häusler Ingenieure AG, 4900 Langenthal Optivis-Tec-Vorfabrikation: Lägern-Plastic AG, 5430 Wettingen

verarbeitende, perfekt abgestimmte und zeitgerecht auf die Baustelle gelieferte Systeme unterstützen den Installateur bei der Planung und Ausführung seines Auftrages.

Deckeneinlagen auf der Etage.

Auch Thomas Hauri, Bauleiter der W. Thommen AG, weist auf diesen Umstand hin. « Ich kann meine Aufgabe

nur wahrnehmen, wenn ich mich hundertprozentig auf die einzelnen Unternehmer verlassen kann. Und diese wiederum müssen sich hundertprozentig auf ihre Lieferanten verlassen können. Dieses Wissen entlastet mich. » Mit Nussbaum hatte die Alpiq InTec Ost AG, Filiale Lupfig, das einzige Schweizer Familienunternehmen an ihrer Seite, das sämtliche Produkte für die Wasser-

Das komplette Vorwandsystem Optivis im Einsatz: Schienen, Verbinder, Spülkasten.

Die Wärmeverteilzentrale.

Die Gewissheit, dass alles klappt

und Wärmeverteilung aus einer Hand und auf Abruf bereitstellen konnte. Das beginnt in Mellingen bei Optipress XL ( Dimensionen 88.9 und 76.1 ) beim Hauseintritt, geht über die Verteilbatterie und die Steigzonen mit den formstabilen sowie die Etagenverteilung mit den flexiblen Optiflex-Rohren, bis zum Vorwandsystem Optivis inklusive Spülkasten und Betätigungsplatten. Diese


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Universalrohrschellen machen dingfest.

Lückenlosigkeit und Kompatibilität aller Systemteile bringt nicht nur dem Bauleiter und Verarbeiter Sicherheit, sondern auch der Bauherrschaft und letztlich dem Wohnungskäufer resp. -mieter. Man denke beispielsweise an die Systemgarantie oder Ersatzteilbeschaffung, quasi eine garantierte Nachhaltigkeit.

Ein System-, aber kein Werkzeugwechsel Erdsonden holen die Bodenwärme aus einer Tiefe von 120 m, die in jedem der neun Häuser mit einer Wärmepumpe auf ein Sole-Wasser-Gemisch übertragen wird. Verzinkte Optipress-ThermRohre transportieren dieses schliesslich in die Wohnungen. Damit auf der Baustelle keine Materialverwechslungen mit den Komponenten für die Trinkwasserverteilung passieren können, sind die Teile beider Systeme deutlich und unterschiedlich gekennzeichnet. Hingegen können die Verbindungen mit ein und demselben Werkzeug verpresst werden – eine enorme Erleichterung für den Installateur. Stefan Wüst, dessen Vater und Grossvater schon Nussbaum-Kunden waren, unterstreicht dabei besonders die Wichtigkeit des rationellen Arbeitens.

Das Vorwandsystem optimiert Dank der Montageflexibilität von Optivis können die Vorwandelemente nicht nur vor Ort, sondern wie in diesem Falle durch die Lägern-Plastic AG auch bereits vorgefertigt werden, Optiflex-Profix inklusive. So konnten die Monteure vor Ort die Zuleitungen buchstäblich nur noch einstecken. « Optiflex-ProfixSchnellverbinder waren nach Jahren des Verpressens zugegebenermassen ein bisschen gewöhnungsbedürftig – heute sind wir begeistert. Wir haben quasi während der Realisation von OptiflexPress auf Optiflex-Profix umgestellt » erklärt Hans Schweizer, bauleitender

Ein helles Badezimmer in einer Mietwohnung.

Monteur. Im speditiven Vorwandsystem Optivis-Tec mit den zwei Elementen Schiene und Verbinder kamen auch Nussbaum Spülkästen und Betätigungsplatten, in den Eigentumswohnungen teilweise in der berührungslosen Version, zum Einsatz. Grossbaustellen mit vielfältigen Herausforderungen sowie den wachsenden Kosten- und Zeitdruck meistern die Lupfiger mit guter Organisation und vorausdenkender Arbeitsweise. Schliesslich war die Wüst Haustechnik AG ( jetzt Alpiq InTec Ost AG, Filiale Lupfig ) das dritte seiner Branche, welches ISO-zertifiziert wurde – und das 1995. « Nussbaum denkt und handelt gleich wie wir. Deshalb klappt die Zusammenarbeit seit Jahrzehnten so gut », meint Stefan Wüst abschliessend. Übrigens: Das Stadtrecht erhielt Mellingen bereits im Jahre 1296 von den Habsburger Landesherren und hat es unabhängig von seiner Einwohnerzahl ■ immer behalten. www.alpiq-intec.ch www.nussbaum.ch

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Die Wasserlöschposten-Versorgung.


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Innenbeschichtung mit mineralischem Zementmörtel statt mit Epoxidharz

Sanierung von Trinkwasserleitungen Werner Näf hat vor 25 Jahren eine Methode zur Rohrinnensanierung im Gebäude erfunden und seither diese Innovation kontinuierlich weiterentwickelt. Seit September 2011 wurde «Anrosan» in zahlreichen Objekten erfolgreich angewendet.

Installation für die Anrosan-Sanierungsarbeiten in einem Mehrfamilienhaus in Wädenswil mit über 120 Trinkwasser-Zapfstellen: Container mit Werkstatt, Druckluftund Abscheidegeräten.

Peter Warthmann

■ Anrosan ist eine nahtlose Innenbeschichtung zur Sanierung von Trinkwasserleitungen sowohl für Kunststoffrohre wie auch für sämtliche metallischen Rohre. Bei dieser Technologie bildet ein Zementmörtel die neue Innenbeschichtung.

Zement, Quarzsand und Wasser Das Gemisch für die Beschichtung besteht aus den natürlichen Substanzen Zement, Quarzsand und Wasser. Es wird bereits seit über 150 Jahren als Beschichtungsmaterial eingesetzt. Neu ist die von der Naef Group angewendete Applikationstechnik, mit der das Beschichtungsmaterial von innen an das alte Rohr gespritzt wird. Es kann auch bei geringem Durchmesser (ab 8 mm) problemlos auf die Rohrinnenwand aufgebracht werden und ist temperaturbeständig bis 200 °C.

Ablauf der Sanierung Die Basis einer Sanierung bildet immer eine Zustandsanalyse der Wasserleitungen. Dabei wird festgestellt, welche Rohrmaterialien verbaut wurden, in welchem Zustand die Leitungen sind und ob eine Sanierung notwendig ist. Nachdem die Armaturen entfernt und die notwendigen Anschlüsse montiert sind, startet die eigentliche Sanierung. Bei grösseren Gebäuden erfolgt diese in Etappen, abgestimmt auf die verschiedenen bestehenden Steigzonen. Zuerst werden sämtliche Rohrleitungen getrocknet und von innen mit Druckluft und einem mineralischen Abrasivmaterial (z. B. Korund) sandgestrahlt. Mit Endoskopie wird nach diesem Vorgang kontrolliert, ob alle Unreinheiten entfernt wurden. Dann folgt die Innenbeschichtung mit Anrosan. Mit der neuen Applikationstechnik wird die Rohrin-

nenwand mit dem Zementmörtel nahtlos beschichtet. Bereits 24 Stunden später fliesst das Wasser wieder durch die Leitungen.

Anschlüsse für die Sanierungsarbeiten bei den Zapfstellen WC, Lavabo und Badewanne. (Fotos: Peter Warthmann)


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Bewohner können bleiben Das Anrosan-Team der Naef Group benötigt für die Sanierung der Trinkwasserleitungen in einem Einfamilienhaus etwa drei Tage. Dabei müssen weder Böden noch Wände aufgerissen werden, was die Methode auch deutlich kostengünstiger macht als das Ersetzen der sanitären Gebäudeinstallationen. Bei lückenhafter Dokumentation des bestehenden Leitungssystems hilft die Neuentwicklung «Pipefinder» der Naef Group. Damit können unklare Leitungsverläufe aufgespürt werden, sodass bei der Sanierung lückenlos alle Leitungsabschnitte neu beschichtet werden.

Vorteile der Anrosan-Sanierungstechnik für Trinkwasserrohre

Sandstrahl-Arbeiten: Gerätschaft für die KorundBeimischung.

Werner Näf im Kellergeschoss, Anschlüsse der Saugleitungen.

• Anrosan ist für Kupferrohre, verzinkte Eisenrohre und Kunststoffrohre geeignet. • Beschichtungsmaterial besteht aus Zement, Quarzsand und Wasser. Solche Zementmörtel-Beschichtungen haben sich bereits seit 150 Jahren bewährt. • Kein Nährboden für mikrobiologische Verunreinigungen. • Geeignet für kaltes wie auch für warmes Trinkwasser. • Beschichtungsmaterial ist für Einsatzbereiche bis 200 °C geeignet. Thermische Desinfektion an sanierten Anlagen kann ohne Einschränkungen ■ durchgeführt werden. www.naef-group.com www.anrosan.com

Während der Sanierungsarbeiten: Schlauchverteiler in einer einzelnen Wohnung.

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HyTwin-System: stagnationsfrei bis zur Waschtisch-Armatur

An kurz- oder längerfristig nicht genutzten Waschtischen ermöglicht das HyTwin-System die ständige Durchströmung der Wandscheibe, des Eckventils, der Armaturenanschlussleitungen für Trinkwasser Kalt (PWC) und Trinkwasser Warm (PWH) bis zur Entnahmearmatur. (Foto: Kemper)

■ In bisherigen Trinkwasser-Installationen gibt es keine technische Lösung, um Stagnation zwischen der Wandscheibe und der Entnahmearmatur ressourcenschonend zu

vermeiden. Jede Armatur, z. B. am Waschtisch, muss manuell oder automatisch geöffnet werden, um für den Wasserwechsel in den Anschlussleitungen zu sorgen. Denn

die Hygieniker fordern: «Bewegung auch in den letzten 30 cm der Trinkwasser-Installation bis zur Entnahmearmatur» – am besten ständig und von allein.

Die Innovation Zur Einhaltung der Hygieneanforderungen in der Trinkwasser-Installation haben Kemper und Schell, zwei namhafte Armaturenhersteller aus dem Sauerland, das HyTwinSystem entwickelt. HyTwin ist ein innovatives System zur Vermeidung von Stagnation bis zur Entnahmearmatur. An kurz- oder längerfristig nicht genutzten Waschtischen ermöglicht das HyTwinSystem die ständige Durchströmung der Wandscheibe, des Eckventils, der Armaturenanschlussleitungen für Trinkwasser Kalt (PWC) und Trinkwasser Warm (PWH) bis zur Entnahmearmatur und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Einhaltung der Vorgaben aus der Trinkwasserverordnung. ■

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ANROSAN: WEIL IHR TRINKWASSER HÖCHSTE QUALITÄT VERDIENT. Die öffentliche Wasserversorgung liefert uns Trinkwasser in bester Qualität bis zum Haus – wie es aus dem Hahnen kommt, hängt jedoch vom Zustand der Leitungen im Haus ab. ANROSAN schützt Trinkwasserleitungen in Gebäuden mit einer rein mineralischen Beschichtung aus Zement vor Korrosion und Leckagen – sanft, nachhaltig und ohne Epoxidharz. Trinkwasserleitungen haben eine begrenzte Lebensdauer. Stahlrohre leiden unter Rost, Kupferleitungen neigen zu Lochfrass, Kunststoffrohre verspröden. Schadstoffe aus alternden Trinkwasserleitungen können unsere Gesundheit gefährden. Korrosion, Lochfrass oder Versprödung führen aber auch jedes Jahr zu zahlreichen Leitungsbrüchen. Für Hausbesitzer und Mieter ist dies ärgerlich und mit viel Aufwand und Kosten verbunden. Lieber eine rechtzeitige Analyse als eine Baustelle im Haus Trinkwasserleitungen können saniert werden. Die Investition schützt die Wasserqualität und erhöht die Sicherheit bezüglich Leitungsbrüchen und Wasserschäden. Bei Installationen, die 20 bis 30 Jahre alt sind, lohnt sich eine Zustandsanalyse. Die Experten der Naef GROUP untersuchen die Installationen und stellen fest, welche Materialien verbaut wurden und in welchem Zustand sich diese befinden. Ist nach der Analyse eine Sanierung

Korrosion und Verschlammung setzen den Rohren zu, nach einer Behandlung durch die Naef GROUP sind sie so gut wie neu.

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angezeigt, stellen die Fachleute der Naef GROUP eine transparente und verbindliche Offerte aus. Die Naef GROUP ist das Original Bis Mitte der Achtzigerjahre galt das Ersetzen von defekten Rohrleitungen im Gebäude als einzige Lösung, bis Ingenieur Werner Näf die Rohrinnensanierung erfand. Er testete unermüdlich die unterschiedlichsten Materialien und Beschichtungsmethoden, bis er 1987 schliesslich das erste Rohrinnensanierungssystem patentieren konnte.

Zement setzt, kommt diese bewährte Methode mit ANROSAN nun auch im Gebäudebereich zum Einsatz. Dank der Hitzebeständigkeit des Zements lassen sich die sanierten Rohrleitungen mit bis zu 200 Grad desinfizieren und bieten somit einen wirksamen Schutz vor den gefährlichen Legionella-Bakterien. „Trinkwasserleitungen sind nichts anderes als Lebensmittelverpackungen und unterliegen dem Lebensmittelgesetz. Unser Trinkwasser verdient höchste Qualität“, erklärt Firmengründer Werner Näf.

Trinkwasserleitungen sind Lebensmittelverpackungen Mit ANROSAN gelang der Naef GROUP 2011 ein weiterer Durchbruch. ANROSAN ist die weltweit erste rein mineralische Beschichtung aus Zement, Quarzsand und Wasser zur Beschichtung von Trinkwasserleitungen im Gebäude. Sie lässt sich erstmals an allen Rohrmaterialen im Gebäude, Metall wie Kunststoff, anwenden. Inspiriert von der öffentlichen Wasserversorgung in der Schweiz, die bereits seit mehr als 70 Jahren auf Rohrbeschichtungen aus

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Zuwachs in der Familie der Kemper Probenahmeventile ■ Zur Bestimmung von chemischen und mikrobiologischen Parametern im Trink-, Bade- und Schwimmbeckenwasser nach DIN EN ISO 19458 hatte Kemper bislang die bewährten und erfolgreichen Probenahmeventile Figur 187 (Rotguss) und Figur 087 (Edelstahl) für die Strangbeprobung im Produktsortiment. Nun hat die Familie der Probenahmeventile Zuwachs bekommen: Ab sofort ist die Probenahme mittels Kemper Armaturentechnik auch an einer geeigneten Stelle in der Nasszelle möglich. Hier hat Kemper wieder einen Schritt vorausgedacht und ein cleveres Produktkonzept entwickelt, das Monteuren, Betreibern und Probenehmern interessante Vorteile zu bieten hat. Durch die Montage des Kemper Probenahmeventils mit Rückflussverhinderer (Figur 188) am Ausgang des Eckventils ist der Einbau auch im laufenden Betrieb möglich. Absperren des Stranges und Demontage des Eckventils entfallen.

strömen von PWC nach PWH ausgeschlossen ist. Vorteile auf einen Blick • für die Probenahme am Eckventil für PWC/PWH • schneller Einbau, da keine Betriebsunterbrechungen • mit integriertem Rückflussverhinderer gegen Überströmungseinflüsse • abnehmbares Entleerrohr und Schutzkappe am Probenahmeventil • dauerhaft dichte Absperrung • thermisch desinfizierbar/abflammbar • chemisch desinfizierbar • normgerechte Befüllung des Probenahmebehälters möglich • für alle marktüblichen Eckventile mit 10-mm-Quetschverschraubung ■

Kemper Probenahmeventil mit Rückflussverhinderer, Figur 188. (Foto: Kemper)

Betriebsunterbrechungen und daraus resultierende Mehrkosten werden vermieden. Die störfaktorfreie

Probenahme sorgt für ein unverwässertes, unverfälschtes Ergebnis, da ein Rückfliessen oder Über-

Visionäre Ästhetik mit System – die neue emaillierte Duschfläche mit integriertem Wandablauf verschmilzt nahezu mit dem Badezimmerboden. Kein Ablauf stört das puristische Design. Die montagefreundliche Systemlösung, bei der alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind, ermöglicht Badplanern neue, ästhetische Gestaltungsmöglichkeiten für den bodengleichen Duschbereich.

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XETIS


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Rutschhemmende Oberfläche und integrierter Wandablauf

Kaldewei geht bei Duschen neue Wege Auf der ISH 2013 zeigte der Premium-Hersteller mit Secure Plus erstmals eine komplett vollflächige und nahezu unsichtbare rutschhemmende Oberflächenvergütung für emaillierte Duschflächen. Mit der neuen Duschfläche Xetis mit integriertem Wandablauf vervollständigt Kaldewei zudem die moderne Badarchitektur: Xetis verschmilzt harmonisch mit dem Badezimmerboden, kein Ablauf unterbricht die Duschfläche, denn die Entwässerung ist dezent in die Wand verlegt. Quelle Kaldewei: Bearbeitung Franz Lenz

■ Moderne Bäder werden heute nicht allein unter funktionalen Aspekten gestaltet. Wichtig ist auch eine individuelle Anpassung an die unterschiedlichsten Lebenssituationen der Menschen. Mit der Weltneuheit Secure Plus von Kaldewei lassen sich erstmals emaillierte Duschflächen in den zwölf exklusiven Mattfarben der Coordinated Colours Collection mit einer nahezu unsichtbaren, aber spürbar rutschhemmenden Oberfläche für eine optimale Standsicherheit veredeln. Eine bodengleiche Duschfläche mit Kaldewei Secure Plus bietet so nicht nur Vorteile hinsichtlich Komfort und Barrierefreiheit, sondern garantiert zudem eine designorientierte Ästhetik im Bad.

( Stil-) Sicher duschen mit Secure Plus Die Secure Plus Oberfläche besteht aus einem Quarz-Sand-Gemisch, das unlösbar in das Kaldewei Stahl-Email 3,5 mm eingebrannt wird. Da die gesamte Duschfläche mit der rutschhemmenden Emaillierung versehen ist, entsteht so eine gleichmässige Materialoberfläche, die durchgehend und dauerhaft für Trittsicherheit und Standfestigkeit sorgt. Durch die vollflächige Emaillierung ist der rutschhemmende Effekt nahezu unsichtbar. Bodengleiche emaillierte Duschflächen mit Secure Plus Oberfläche überzeugen nicht nur optisch und in punkto Sicherheit, sondern ebenso durch hervorragende Material- und Hygieneeigenschaften. Das kostbare Material ist besonders langlebig, robust und leicht zu reinigen. Auf der porenfreien Oberfläche entstehen auch bei langjährigem Gebrauch nicht einmal mikroskopisch kleine Kratzer. Schmutz und Bakterien haben daher keine Chance, sich festzusetzen – das Duschen wird so zu einer rundum sicheren Sache, nicht nur im Privatbad. Dank der vielen Vorteile von Kaldewei Stahl-Email 3,5 mm sind

Kaldewei Superplan Plus mit Secure Plus – Arktisweiss matt: Die neue Secure Plus Oberfläche besteht aus einem Quarz-Sand-Gemisch, das unlösbar in das Kaldewei Stahl-Email 3,5 mm eingebrannt wird. Da die gesamte Duschfläche mit der rutschhemmenden Emaillierung versehen ist, entsteht so eine gleichmässige Materialoberfläche. Durch die vollflächige Emaillierung ist der rutschhemmende Effekt nahezu unsichtbar.

emaillierte Duschflächen mit Secure Plus eine ebenso zuverlässige Wahl für Bäder mit ganz besonders hohen Ansprüchen an Sicherheit, Hygiene und Pflegeleichtigkeit, wie zum Beispiel in Hotels, Krankenhäusern oder Seniorenheimen.

Innovation und Qualität Kaldewei Secure Plus gewährleistet die Bewertungsgruppe B für nassbelastete Barfussbereiche ( DIN 51097 ) und die Bewertungsgruppe R 10 für rutschhemmende Eigenschaften in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit erhöhter Rutschgefahr ( DIN 51130 ). Die rutschhemmende Oberfläche ist für bodengleiche emaillierte Duschflächen aus

den Produktserien Conoflat, Superplan, Superplan Plus und Xetis in allen Farben der Coordinated Colours Collection erhältlich.

Xetis – visionäre Ästhetik mit System Das neue System aus emaillierter Duschfläche Xetis, integriertem Wandablauf und Montagesystem ist eine weitere Neuentwicklung des Kaldewei Design Centers und ermöglicht die harmonische Gestaltung bodengleicher Duschen für eine moderne Badarchitektur. Kein Ablauf stört das puristische Design der fugenlosen Duschfläche, die Technik verschwindet in der Wand. Xetis ist in 13 unterschiedlichen Abmessungen von 90 x 90 cm über 120 x 120 cm bis zu


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100 x 80 cm erhältlich. Neben glänzendem Alpinweiss sorgen die exklusiven Mattfarben der Coordinated Colours Collection dafür, dass sich die emaillierte Duschfläche harmonisch mit Oberflächen aus Holz und Stein kombinieren lässt.

Klare Formensprache « Die Xetis zeichnet sich durch eine klare Formensprache und visionäre Ästhetik aus », erklärt Nicole Roesler, Bereichsleitung Marketing bei Kaldewei, und führt weiter aus: « Für mich ist Xetis ein State-of-the-Art-Produkt, das das Thema Duschen revolutioniert und mit seinem angenehm zurückhaltenden Design der modernen Badarchitektur Raum für Individualität lässt. » Für ihre exzellente und innovative Gestaltung hat die neue Kaldewei Xetis in kurzer Zeit bereits drei renommierte Designpreise erhalten: den interior innovation award – Best of Best 2013, eine Auszeichnung vom Deutschen Designer Club e.V. im Rahmen des Wettbewerbs « Gute Gestaltung 13 » sowie den Design Plus Award.

Das neue System aus emaillierter Duschfläche Xetis, integriertem Wandablauf und Montagesystem ermöglicht die harmonische Gestaltung bodengleicher Duschen für eine moderne Badarchitektur. ( Fotos: Kaldewei AG )

Einfache und sichere Montage Das Komplettsystem der Xetis enthält alle für den schnellen und sicheren Einbau benötigten Elemente, die perfekt aufeinander abgestimmt sind. Es besteht aus drei Systemkomponenten und einem Installationspaket. Die drei Systemkomponenten sind die emaillierte Duschfläche Xetis, der Fussrahmen FR 5350 sowie das Mitten-Abstütz-System MAS 5305. Ergänzt werden diese Bestandteile mit einem Installationspaket, das die Kaldewei Ablaufgarnitur KA 200, das Wannen-Dicht-System XDS, eine Installationshaube sowie eine passende Designblende enthält, die wahlweise verfliest werden kann oder aus hochglänzendem Chrom besteht. Die Ablaufgarnitur KA 200 wurde von Kaldewei speziell für die neue Xetis entwickelt und überzeugt durch ihre leichte Reinigung sowie eine hohe Ablaufleistung von einem Liter pro Sekunde. Für Installateure und Planer besonders wichtig: Das Kaldewei System Xetis ist mit allen gängigen Vorwandinstallationssystemen kombinierbar. So ist eine einfache und sichere Installation garan-

Die Entwässerung beim System Xetis ist dezent in die Wand verlegt. (Foto: Peter Warthmann)

tiert. Dem Sanitärprofi gelingen die Planung und der Einbau mit der neuen Duschfläche Xetis besonders leicht, da er mit einer minimalen Aufbauhöhe von nur 49 mm rechnen kann. Ein weiterer Vorteil sind die spitzen Radien der Xetis, denn sie sorgen für eine massgenaue Integration der Duschfläche in das ■ Badumfeld.

Franz Kaldewei AG 5000 Aarau Tel. 062 205 21 00 hansjuerg.studer@kaldewei.de www.kaldewei.com

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Innovationen bei WCs von Keramik Laufen

Neues spülrandloses WC Weniger ist mehr: Mit neuem Design und innovativer Spültechnologie geht der Schweizer Badspezialist Keramik Laufen mit seinem neuen spülrandlosen WC gegen Keime und Geruchsablagerungen vor. Neu ist auch die verdeckte Befestigung von Wand-WCs.

Kinderleicht: Die von Keramik Laufen entwickelte versteckte Befestigung ist mit Plastikzylindern und Bajonettverschlüssen versehen und ermöglicht daher eine schnelle Wandmontage.

Dank innovativer Spültechnologie kommt das neue WC von Keramik Laufen ohne Spülrand aus. Denn das Wasser erreicht praktisch jede Stelle im Innenbecken und lässt Keimen und Bakterien keine Chance, sich festzusetzen. (Fotos: Keramik Laufen)

Quelle Keramik Laufen: Bearbeitung Franz Lenz

■ Wer kennt sie nicht? WC-Putzmittelflaschen mit gebogenen Hälsen, Duftsteine und WC-Bürsten mit Randreiniger. Was haben sich Erfinder nicht alles gegen Ablagerungen unter dem Toilettenspülrand einfallen lassen? Dabei ist die Logik denkbar einfach: Kein Spülrand, keine Ablagerungen, keine unangenehmen Gerüche. Dank innovativer Spültechnologie kommt das neue WC von Keramik Laufen ohne Spülrand aus. Denn das Wasser erreicht praktisch jede Stelle im Innenbecken und lässt Keimen und Bakterien keine Chance, sich festzusetzen.

Für öffentliche und private Einrichtungen Das neue spülrandlose WC bietet einen bislang unerreichten Hygienestandard und ist schnell und einfach zu reinigen. Ideal für öffentliche Einrichtungen, Hotels und alle hochfrequentierten Örtlichkeiten, wo Reinigungszeit eingespart und ein Höchstmass an Hygiene gewährleistet sein sollen. Aber auch für Privathaushalte stellt das spülrandlose WC von Keramik Laufen eine willkommene Alternative zu einem herkömmlichen WC dar, denn auch hier freut man

sich über weniger Aufwand bei der Reinigung. Gespült wird das spülrandlose WC spritzfrei und kraftvoll mit 6 oder 3 Litern. Durch sein reduziertes Design im Innenraum bringt es die gesteigerte Hygiene auch optisch zur Geltung.

EasyFit – neue versteckte Befestigung 1963 erfand Xaver Jermann, damals Ingenieur bei Keramik Laufen, die wandhängende WC-Keramik. Eine Erfindung, die so revolutionär war, dass sie innert Kürze weltweiten Ruhm erlangte. Heute gehören die wandhängenden WCs längst zur Standardeinrichtung moderner Badezimmer. Ein Grund für Keramik Laufen, die Technologie laufend zu verbessern. Neu präsentiert der Badspezialist eine verdeckte Befestigung für Wand-WCs namens EasyFit. Diese lässt sich zeitsparend und einfach installieren. In Zeiten, in denen der Lebenszyklus eines Produkts immer kürzer wird, ist es beruhigend, zu wissen, dass auch Atbewährtes Potenzial zur Weiterentwicklung hat. Ein solches Produkt ist das aus dem modernen Badezimmer nicht mehr wegzudenkende Wand-WC. Die Kera-

Die Montage mit der neuen versteckten Befestigung ist nahezu selbsterklärend und erfolgt komplett von unten. Hier ein Beispiel mit dem neuen WC Squarish aus der Serie Laufen Pro S.

mikoberfläche, die dank der verdeckten Befestigung ohne Abdeckungen auskommt, punktet nicht nur visuell, sondern ist auch besonders leicht zu reinigen. Bei EasyFit ist der Name zugleich auch Programm. Die Befestigung ist nämlich mit Plastikzylindern und Bajonettverschlüssen versehen und ermöglicht daher ein einfaches Anziehen des Gestänges. Die Montage ist nahezu selbsterklärend und erfolgt von unten. Das erspart dem Installateur viel Zeit und Mühe. Keramik Laufen hat das System zum Patent angemeldet und bereits erste WCs, darunter das neue Wand-WC Squarish aus der Laufen Pro ■ S-Serie, damit ausgestattet. Keramik Laufen AG 4242 Laufen Tel. 061 765 71 11 forum@laufen.ch www.laufen.ch


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Intelligente Duschsteuerung und formschöne Ablage in einem ■ Mit dem ShowerTablet Select 300 eröffnet der Armaturen- und Brausenspezialist Hansgrohe eine neue Produktkategorie in Sachen Aufputz-Thermostat. Was auf den ersten Blick nach einer formschönen Ablage für Duschgel und Shampoo in der Duschkabine aussieht, entpuppt sich als ergonomisch durchdachte, komfortable Wasser- und Temperatursteuerung. Platz für Dusch- und Badeutensilien ist in Bädern häufig Mangelware. Besonders dann, wenn jedes Familienmitglied sein eigenes Shampoo und Duschgel nutzt. Warum sollte man das Nützliche nicht mit dem Notwendigen verbinden? Die Hansgrohe Entwickler gestalteten gemeinsam mit Phoenix Design eine optisch ansprechende, 300 Millimeter breite Ablage für Duschgel und Shampoo, die gleichzeitig die Aufgaben eines Thermostaten erfüllt. Das Hansgrohe ShowerTablet Select 300 mit der innovativen Select-Technologie kann bei ansprechender Optik grosszügigen Platz bieten und Wasser und Temperatur komforta-

bel und sicher steuern. Damit werden Investition und Montage für eine Extra-Duschablage überflüssig. Intuitive Bedienung Alle Bedienelemente des ShowerTablet Select 300 sitzen direkt zugänglich an der Vorderseite. So erkennt der Nutzer sofort intuitiv, was zu tun ist, um das Wasser an- und auszustellen sowie die Wunschtemperatur präzise einzustellen. Die auf der linken Seite positionierten Select-Knöpfe in edelmatter Oberfläche zeigen mit klaren Symbolen, dass ein einfacher Knopfdruck genügt, um die Brause bzw. beim Wannenthermostat den Wanneneinlauf an- oder auszuschalten. Mit dem ergonomischen, auch mit seifigen Händen gut greifbaren Drehregler, stellt man die Temperatur exakt ein. Älteren Menschen, Kindern oder körperlich eingeschränkten Personen kommt die ergonomische und intuitive Bedienbarkeit entgegen. Zudem besteht die Möglichkeit, die SelectKnöpfe so zu montieren, dass sie in geschlossenem Zustand ein klei-

Ein einfacher Knopfdruck genügt, um von der Brause auf den Wanneneinlauf umzuschalten.

Alle Bedienelemente des ShowerTablet Select 300 sitzen direkt zugänglich an der Vorderseite. (Fotos: Hansgrohe)

nes Stück hervorstehen und haptisch spürbar werden. Nützlicher Blickfänger Die zeitlos-architektonische Form mit den sanft abgerundeten Kanten im klaren SoftCube-Design ist ein Blickfang und fügt sich harmonisch ins zeitgemässe Badambiente. Mit seinem passgenauen Abschluss zur Wand und der horizontalen Ablagefläche aus hochwertigem Sicherheitsglas ist das ShowerTablet Select 300 leicht zu reinigen und deckt im Falle einer Badrenovation vorhandene Anschlüsse sauber ab. Komplett luftisoliert behält das Gehäuse zudem immer eine angenehme Oberflächentemperatur. Die abgerundeten Kanten sorgen zu-

sätzlich für Sicherheit. Zur Installation wird das ShowerTablet Select 300 einfach auf die bereits montierten S-Anschlüsse geschoben und von unten fixiert. Damit gestalten sich auch Montage und Wartung komfortabel und einfach. Den ShowerTablet Select 300 Aufputz-Thermostat gibt es in zwei Farben: in Chrom und in frischem Weisschrom mit weisser Ablagefläche. Er ist als Einzelprodukt für die Wanne oder die Dusche erhältlich.■ Hansgrohe AG Industriestrasse 9 5432 Neuenhof Tel. 056 416 26 26 info@hansgrohe.ch www.hansgrohe.ch

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ProCasa Cinque, ■ Die Badewanne ProCasa Cinque von Richner lädt zum Eintauchen und Entspannen ein. Sie überzeugt mit einem puristischen Design, einer grosszügigen Liegefläche und optional integrierbaren Whirlsystemen. Mit der klaren, reduzierten Linienführung und der grosszügig gestalteten Liegefläche lässt sie sich zu Recht als Ruhezone im Badezimmer deklarieren. Dank des zur Mitte versetzten Ablaufs bietet die hochwertige stahlemaillierte Wanne eine geräumige Standfläche und lässt sich somit auch als kombinierte Bade- und Duschwanne nutzen. Optional stehen die Luft-Whirl-Systeme «Air» und «Silent» sowie das Wasser-Whirl-System «Aqua Silent» zur Auswahl. Wobei die Systeme «Silent» und «Aqua Silent» die Schallschutzanforderungen der SIA-Norm 181 erfüllen und sich ohne zusätzlich bauliche Massnahmen in Objekten mit Eigentumswohnungen einbauen lassen. ■ Richner, 8008 Zürich Tel. 044 269 96 60, www.richner.ch

Die Badewanne ProCasa Cinque von Richner lädt zum Eintauchen und Entspannen ein. (Foto: Richner)

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flächen machen diesen kleinen Saubermacher zum unverzichtbaren Accessoire in modernen wie auch in klassisch eingerichteten Küchen und Bädern. ■ Similor AG 4242 Laufen Tel. 061 765 73 33 info@similorgroup.com www.similorgroup.com


Wohnen | Produkte

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Koralle ShowerGuard® – Hightechglas mit Dauerglanz Glänzende Idee: Versiegelung statt Beschichtung Die ShowerGuard Oberfläche wird während der Produktion durch ein ionenbindendes Verfahren zugleich versiegelt, geglättet und dauerhaft geschützt. Bei herkömmlichen Gläsern werden die funktionalen Beschichtungen hingegen aufgesprüht oder eingerieben und lösen sich im Zeitverlauf ab oder auf. Reinigungsfreundlich und wirtschaftlich: In der Regel genügt ein weiches Tuch oder ein nasser Schwamm, Spezialreiniger oder spezielle Pflegeprodukte werden nicht mehr benötigt. ■

■ Im Badezimmer stehen Sauberkeit und Hygiene an oberster Stelle. Kalkablagerungen auf Duschwänden und Glaselementen sind da besonders störend. Ein innovatives Duschglas macht jetzt Schluss damit. ShowerGuard ist das erste Duschglas mit ionisch versiegelter Oberfläche, welche eine Korrosion des Glases, durch die es rau und anfällig für Verschmutzungen wird, dauerhaft verhindert. Bekon-Koralle, der Spezialist für Duschwände, bietet ShowerGuard in den meisten Modellen an. Besonders langlebiges Duschglas Die innovative Materialoberfläche wurde von Ingenieuren des Guardian Science & Technology Centers speziell für den Einsatz in Badezimmern entwickelt. Labortests belegen, dass die Oberfläche von ShowerGuard-Duschglas bis zu 10 000 Reinigungszyklen ohne Verlust ihrer materialtypischen Leistungsfähigkeit übersteht. Bei einer

Wasser perlt einfach ab: Dank innovativer Versiegelung bewahrt ShowerGuard Duschglas seinen Glanz dauerhaft. Für die Reinigung braucht es nur ein feuchtes Tuch. (Foto: Koralle)

täglichen Reinigung mit einem Schwamm oder milden Reinigungsmitteln entspricht dies einem Zeitraum von bis zu 27 Jahren.

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Herkömmliche, sogenannte beschichtete Gläser, verlieren ihre Funktionalität oft schon nach wenigen hundert Reinigungen.

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Elementkalkulation 17. oder 31. Oktober 2013. (Anmeldeschluss: jeweils 4 Wochen vor Kursbeginn)

Servicemonteur Lüftung/Klima, berufsbegleitend. HSML 13/1 (2 Semester) 19. Oktober 2013 – 25. Oktober 2014

Aktuelle Kurs- und Seminarangebote finden Sie unter: www.suissetec.ch Anmeldungen können online vorgenommen werden.

Spengler Vorbereitungskurs auf den Bildungsgang eidg. Fachausweis 30. September – 11. Oktober 2013. (Anmeldeschluss: 2. September 2013)

Spengler-Polier, berufsbegleitend. HSPP 14/1 (3 Semester) Oktober 2014 – Juli 2016

Bitte wenn möglich die öffentlichen Verkehrsmittel benützen. Ab Olten SBB verkehren halbstündlich Busse nach Lostorf.

Bildungsgang Spenglerpolier/in mit eidg. Fachausweis ab 13. Januar 2014. (Anmeldeschluss: 18. Oktober 2013)

Heizung, Sanitär, Spengler Berufsziel eidg. Fachausweis als Chefmonteur/in Heizung oder Sanitär, Spenglerpolier/ in: Vorbereitungsmodul: jährlich im Herbst, 2 Wochen. Bildungsgang: jährlich ab Frühjahr, 18 Wochen verteilt auf 1½ Jahre.

Bildungsgang Spenglermeister/in mit eidg. Diplom ab 2. Dezember 2013. (Anmeldeschluss: 20. September 2013)

Berufsziel eidg. Diplom: Fachleuten im Besitz des eidg. Fachausweises ist der Einstieg in den Diplomlehrgang jederzeit möglich. Bildungsgang: jährlich ab Herbst, 18 Wochen, verteilt auf 1½ Jahre.

Allgemein Anschlussbewilligung für sachlich begrenzte Elektroinstallationen (Art. NIV 15). 23./24. September 2013 und 2. – 4. Oktober / 11. Oktober 2013. (Anmeldeschluss: 6 Wochen vor Kursbeginn. Begrenzte Teilnehmerzahl)

Veranstalter: Bildungszentrum suissetec, 4654 Lostorf, T 062 285 70 70, F 062 298 27 50 lostorf@suissetec.ch, www.suissetec.ch

Heizung, Lüftung/Kälte, Sanitär, Spengler Bildungsgang Energieberater/in Gebäude mit eidg. Fachausweis ab 12. August 2013. (Anmeldeschluss: 14. Juni 2013, begrenzte Teilnehmerzahl) Bildungsgang Projektleiter Solarmontage (eidg. Fachausweis beim BBT beantragt) ab 6. Januar 2014. (Anmeldeschluss: 4. Oktober 2013)

PSAgA Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz. Daten unter: www.suissetec.ch

Kauf- und Werkvertragsrecht. 11. Juli, 13. oder 23. August 2013. (Anmeldeschluss: 4 Wochen vor Kursbeginn) Persona – Entwickeln Sie Ihre persönlichen Kompetenzen. Neu 8 verschiedene Module, mit Zertifikat suissetec. Daten und Seminarorte siehe www.suissetec.ch

Heizung Vorbereitungskurs auf den Bildungsgang eidg. Fachausweis. 17. – 28. März 2014. (Anmeldeschluss: 17. Februar 2014)

Wiederholungskurse für sachlich begrenzte Elektroinstallationen (Art. NIV 15). 15. oder 22. Oktober oder 5. November 2013. (Anmeldeschluss: jeweils 4 Wochen vor Kursbeginn. Begrenzte Teilnehmerzahl)

Bildungsgang Chefmonteur/in Heizung mit eidg. Fachausweis ab 12. Mai 2014. (Anmeldeschluss: 7. Februar 2014, begrenzte Teilnehmerzahl)

Solarkurse Swissolar-Kurs Solarwärme Basis (ehem. Penta LE 31). Diverse Kursorte und Kursdaten. www.swissolar.ch/de/profi-center/ kursprogramm oder www.solarevent.ch, Telefon 044 250 88 33, J. Martin.

Bildungsgang Heizungsmeister/in mit eidg. Diplom ab 2. Dezember 2013. (Anmeldeschluss: 20. September 2013) Servicemonteurkurs Heizung (Modul 50.21). 7. – 11. April 2014. (Anmeldeschluss: 7. März 2014, begrenzte Teilnehmerzahl) Sanitär Vorbereitungskurs auf den Bildungsgang eidg. Fachausweis 25. November – 6. Dezember 2013. (Anmeldeschluss: 25. Oktober 2013) Bildungsgang Chefmonteur/in Sanitär mit eidg. Fachausweis ab 3. März 2014. (Anmeldeschluss: 13. Dezember 2013) Bildungsgang Sanitärmeister/in mit eidg. Diplom ab 2. Dezember 2013. (Anmeldeschluss: 20. September 2013) Bildungsgang Sanitärplaner/in mit eidg. Diplom ab 5. Januar 2015. (Anmeldeschluss: 7. November 2014) Servicemonteurkurs Sanitär Teil 2 (Modul 50.12) 1. – 3. Oktober 2013. (Anmeldeschluss: 2. September 2013) Servicemonteurkurse Sanitär Teil 1 (Modul 50.11) 16. – 20. September 2013. (Anmeldeschluss: 16. August 2013)

Swissolar-Kurs Solarstrom Basis (ehem. Penta LE 41). Diverse Kursorte und Kursdaten. www.swissolar.ch/de/profi-center/ kursprogramm oder www.solarevent.ch, Telefon 044 250 88 33, J. Martin. Swissolar-Kurs Solarwärme Planung. Diverse Kursorte und Kursdaten. www.swissolar.ch/de/profi-center/kursprogramm, oder www.solarevent.ch, Telefon 044 250 88 33, J. Martin.

STFW Winterthur Veranstalter: Schweizerische Technische Fachschule Winterthur STFW, Schlosstalstrasse 139, 8408 Winterthur T 052 260 28 00, F 052 260 28 03 info@stfw.ch, www.stfw.ch Beachten Sie bitte das Merkblatt über suissetec-Weiterbildungssubventionen im Bereich Heizung – Lüftung – Klima (HLK). Chefmonteur Heizung, berufsbegleitend. HCMH 14/1 (3 Semester) 28.2.2014 – Juni 2015 Projektleiter Gebäudetechnik, berufsbegleitend. HPGT 14/1 (3 Semester) 23. August 2013 – 17. Mai 2014

Spengler-Polier, Infoveranstaltung HSPP INFO 27. August 2013 Kurzkurse Anschlussbewilligung nach Art. 15 NIV (Prüfungsvorbereitung) EAB 13/4 (6 Tage) 21. August – 5. September 2013 EAB 13/5 (6 Tage) 30. Oktober – 14. November 2013 Anschlussbewilligung nach Art. 15 NIV (Wiederholungskurs) EABWK 13/2 (1 Tag) 10. Juli 2013 EABWK 13/3 (1 Tag) 25. September 2013 EABWK 13/4 (1 Tag) 20. November 2013 Elektro- und Prinzipschema lesen HEP 13/1 (2 Tage) 17. – 18. Juni 2013 HEP 13/2 (2 Tage) 12. – 13. November 2013 Elektroschema lesen (Wiederholungskurs) HEW 13/1 (1 Tag) 7. November 2013 Grundkurs WIG/TIG-Schweissen HSW 13/1 (4 Tage) 18. – 21. November 2013 Haustechnik für Einsteiger HHE 13/3 (3 Tage) 3. – 5. September 2013 HHE 13/5 (3 Tage) 1. – 3. Oktober 2013 Hydraulik / hydraulischer Abgleich HHA 13/1 (2 Tage) 11. – 12. Juni 2013 HHA 13/2 (2 Tage) 10. – 11. September 2013 Hygiene in Raumlufttechnischen Anlagen / Hygieneschulung nach VDI/SWKI HSR A 13/4 Planung (2 Tage) 14. – 15. Oktober 2013 HSR B 13/3 Service (1 Tag) 1. Juli 2013 HSR B 13/4 Service (1 Tag) 21. Oktober 2013 Kältetechnik Grundlagen HKG 13/2 (2 Tage) 8. – 9. Oktober 2013 Kältetechnik Aufbau HKA 13/2 (2 Tage) 15. – 16. Oktober 2013 Lufttechnik HLT 13/1 (2 Tage) 4. – 5. Juni 2013 HLT 13/2 (2 Tage) 5. – 6. November 2013 Luftvolumenstrommessungen/Firmenkurse HLM 13/1 (1 Tag) 3. Juli 2013 Firmenkurse (1 Tag) auf Anfrage Messen in der Lufttechnik HML 13/1 (2 Tage) 24. – 25. September 2013 Montage und MSR HMM 13/1 (1 Tag) 29. August 2013 Regeltechnik Grundlagen HRG 13/2 (3 Tage) 29. – 31. Oktober 2013 Regeltechnik Aufbau, Workshop HRA 13/1 (2 Tage) 25. – 26. Juni 2013 HRA 13/2 (2 Tage) 17. – 18. September 2012 Systematik der Störungsbehebung HSS 13/2 (2 Tage) 27. – 28. August 2013


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Intelligente Vernetzung der Gebäudetechnik als Schlüsselfaktor

ineltec 2013: am Puls des Marktes Die neue Energiepolitik des Bundes und die Trends in der Gebäudetechnologie führen zu immer höheren Anforderungen an die Branche. Die ineltec (10. bis 13. September 2013, Messe Basel), Technologiemesse für Gebäude und Infrastruktur, setzt die «Intelligente Vernetzung der Gebäudetechnik als Schlüsselfaktor» in den Fokus. Rund 220 Ausstellende und 19 000 Besuchende werden erwartet. ■ Die ineltec findet vom 10. bis 13. September 2013 in der Messe Basel statt, im modernisierten Messezentrum in der Halle 1. Das Veranstaltungskonzept setzt auf einen Mix aus Ausstellung, Forum

und Networking. Mit 19 000 Fachbesuchenden, 220 Ausstellenden und dem Anspruch, mit dem Innovationspotenzial der Branche Schritt zu halten, ist die ineltec alle zwei Jahre die führende Fachmes-

Thematische Highlights Netzwerktag: Vortragsreihe zu Themen in den Bereichen Netzwerktechnik und Kommunikationssysteme mit Schwerpunkt «Datacenter and Infrastructure», «Smart Energy» und «Communication Infrastructure», unterstützt durch asut, Schweizer Verband der Telekommunikation. Lichttag: Vortragsreihe zu energieeffizienten Lichtlösungen, unterstützt durch FVB, Fachverband der Beleuchtungsindustrie. Gebäudeautomation und Solartechnologie. Tägliche Vortragsreihe, unterstützt durch ABB Schweiz, Solvatec, KNX und VSEI.

se der Schweiz für Gebäudetechnik und Infrastruktur. Fokus auf aktuelle Themen In der heutigen Zeit ist die Energieeffizienz in der Elektro- und der Gebäudetechnologie von zentraler wirtschaftlicher und ökologischer Bedeutung. Die rasanten Entwicklungen von neuen intelligenten Technologien rund um das Gebäude und die Infrastruktur müssen sichtbar gemacht werden. Die ineltec ist dafür die ideale Plattform und stellt Lösungen und Innovationen in den Mittelpunkt. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, ste-

hen aktuelle Branchenthemen im Fokus der ineltec 2013. Als Dachthema wird die intelligente Vernetzung der Gebäudetechnik als Schlüsselfaktor ins Zentrum gerückt. Denn jeder Aussteller wird in seinem Bereich von diesem Thema tangiert und hat entsprechende Produkte und Dienstleistungen anzubieten. ■

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Kältebranche trifft sich an der BauHolzEnergie-Messe zur Suisse Frio.

Suisse Frio – Plattform für energieeffiziente Kälte Die Kältebranche trifft sich im Rahmen der BauHolzEnergie-Messe in Bern zur Suisse Frio. Ausstellung und Kongress stehen im Zeichen der geforderten Steigerung der Energieeffizienz bei Kälteanlagen. Neue Entwicklungen und Produkte werden präsentiert, Praktiker stellen effiziente Lösungen vor, Sponsoren und Aussteller wird eine breite Kommunikation geboten. ■ Die Sonderschau Suisse Frio wird mit dem Schweizer Kälte-Forum am 21./22. November 2013 in Bern aktuelle Informationen bieten. Das zweitägige Programm nutzt für Planer, Systemgestalter, Zulieferer, Investoren, Installateure usw. ein optimales Umfeld sowie Synergien mit der gleichzeitig stattfindenden

Sonderschau Suisse Frio mit Schweizer Kälte-Forum Ausstellung und Kongress im Rahmen der BauHolzEnergieMesse 2013. Ort: Bernexpo Bern, Halle 3.0/2.0 Datum: Donnerstag, 21. und Freitag, 22. November 2013, Kälte-Forum am 21. November. www.bauholzenergie.ch

Schweizer BauHolzEnergie-Messe, dem Treffpunkt von über 25 000 Fachleuten. Plattform für neueste Ideen und Produkte Mit der Suisse Frio bietet der Schweizerische Verein für Kältetechnik (SVK) zusammen mit dem energie-cluster.ch eine Plattform zur Information und Diskussion der aktuellen Themen in der Kältetechnik. Im Hinblick auf die grossen Herausforderungen, mit denen die gesamte Energie- und Umweltszene konfrontiert sind, stehen vor allem die Industrie-, Gewerbe- und Klima-Kälte im Rampenlicht. Bei der zweitägigen Sonderschau mit Kongress werden diese Themen aufgegriffen und Lösungen präsen-

tiert. Zahlreiche Aussteller zeigen ihre neuesten Produkte. Zusammen mit der Branche will der SVK die technischen, ökonomischen und ökologischen Belange fördern und sich für sparsame, rationelle, erneuerbare und schonende Kälteproduktion und -anwendungen einsetzen. Breite Kommunikation für Sponsoren und Aussteller Die Sonderschau Suisse Frio bietet zusammen mit dem Schweizer

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IMPRESSUM HK-Gebäudetechnik 11. Jahrgang, Nr. 6, Juni 2013 (40. Jahrgang HeizungKlima), erscheint monatlich. www.hk-gebaeudetechnik.ch, ISSN 1016-5878, Druckauflage: 8500 Ex., Auflagebestätigung Post: 5001 Ex. verkauft, 1385 Ex. gratis Herausgeberin AZ Fachverlage AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Tel. 058 200 56 50, Fax 058 200 56 61 Geschäftsführer: Christoph Marty Leiterin Zeitschriften: Ratna Irzan Redaktion AZ Fachverlage AG, HK-Gebäudetechnik Neumattstrasse 1, Postfach, CH-5001 Aarau. Peter Warthmann, Chefredaktor, Tel. 058 200 56 15, peter.warthmann@azmedien.ch Christian Bärtschi, Redaktor, Tel. 058 200 56 11, christian.baertschi@azmedien.ch Ständige externe Autoren: Bernd Genath, Thomas Glatthard, Alan Hawkins, Franz Lenz, Anita Niederhäusern, Kurt Rüegg, Erich Schwaninger, Martin Stadelmann, Andrea Voigt, Jürg Wellstein, Andreas Widmer Redaktioneller Beirat Daniel Bader, Leiter Kommunikation R. Nussbaum AG, 4601 Olten. Marco Andreoli, Vorsitzender der Geschäftsleitung CTA AG, 3110 Münsingen. Georg Gallati, Geschäftsleitung Gallati AG, 6003 Luzern. Urs Jenny, Geschäftsleitung Gabs AG, Pestalozzi+Co. AG, 8953 Dietikon. Richard Osterwalder, Geschäftsleiter Weishaupt AG, 8954 Geroldswil, Mitglied GebäudeKlima Schweiz.

Domenico Autuori, Manager of Trainingcentre & Laufen Forum, Keramik Laufen AG und Similor AG, Laufen. Beat Scherrer, Geschäftsführer Scherrer Metec AG, Zürich.

Layout/Produktion: Renate Gadola

Copyright Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das Copyright und insbesondere alle Rechte zur Übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. Für unverlangt eingesandte Text- und Bildunterlagen übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Nachdruck, auch auszugsweise, nicht gestattet.

Druck: Vogt-Schild Druck AG, 4552 Derendingen

Redaktionelle Beiträge: Produkte-Hinweise werden kostenlos abgedruckt, Auswahl erfolgt durch die Redaktion. Bezahlte Beiträge werden mit «Publireportage» oder «Anzeige» gekennzeichnet. Leitung Werbemarkt Jürg Rykart, Tel. 058 200 56 04 Anzeigenleitung /Kundenberatung Rolf Niederberger, Tel. 058 200 56 18, rolf.niederberger@azmedien.ch Verena Müller, Tel. 058 200 56 42, Fax 058 200 56 61, verena.mueller@azmedien.ch Anzeigentarif unter www.hk-gebaeudetechnik.ch Leitung Online und Marketing Valentin Kälin Aboverwaltung, Abonnemente Mary Hochstrasser, Tel. 058 200 55 74, abo@hk-gebaeudetechnik.ch Preis Jahres-Abonnement: Fr. 128.– (inkl. MwSt.)

Korrektorat: Ruedi Tschumi, Max Feuz

Kooperation mit folgenden Verbänden: Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband (suissetec), 8023 Zürich, Tel. 043 244 73 00, www.suissetec.ch GebäudeKlima Schweiz, Verband für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik, 4603 Olten, Tel. 062 205 10 66, www.gebaeudeklima-schweiz.ch energiecluster.ch, www.energiecluster.ch Schweizerischer Verband für Wärmekraftkopplung (WKK-Fachverband), www.waermekraftkopplung.ch Schweizerischer Stahl- und Haustechnikhandelsverband SSHV, 4010 Basel, www.sshv.ch GNI Gebäude Netzwerk Initiative, 8045 Zürich, Tel. 043 244 99 67, www.g-n-i.ch MeGA, Fachverband der führenden Gebäudeautomationsplaner der Schweiz, c/o ADZ, 6006 Luzern, www.mega-planer.ch KNX Swiss, www.knx.ch VDSS, Verein diplomierter Spenglermeister der Schweiz, www.vdss.ch Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG


Agenda | Stellenmarkt

Permanente Agenda Anmeldung Tagungen Schweizerischer Verein von Gebäudetechnik-Ingenieuren SWKI www.swki.ch/kurzseminare

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Weitere Tagungen, Kurse und Messen siehe: HK-Gebäudetechnik 5/13, S. 106 –109, www.hk-gebaeudetechnik.ch › Agenda

Thema/Ort

Datum

SWKI-Kurzseminar Heizungs- und Kältetechnik. Normen/Richtlinien: – SIA 384/3 11. Juni 2013 Heizungsanlagen in Gebäuden – Energiebedarf – SWKI RE600-01 Raumkühlflächen – Planung, Bau und Betrieb – SWKI RE600-02 Abnahmeprüfung an Raumkühlflächen 11. Juni, Zürich, von 17.30 bis 19.15 Uhr

EnOcean GmbH, BootUp, demelectric, Flextron, Carl Geisser AG, GNI, Omnio, Saia-Burgess, Sauter, sensortec, steute, Wago, Waldmann. ch2013@enocean.com www.enocean.com/ch

EnOcean-Roadshow Schweiz 2013: Batterieloser Funk Intelligente Funkkommu- 18.06. Basel, St. Jakobs nikation für energieeffiziente Gebäude. 13 Unternehmen stellen anhand von verPark schiedenen Anwendungsszenarien die batterielose Funktechnologie vor. 6 pra- 19.06. Fribourg, Forum xisbezogene Vorträge, Ausstellung. Jeweils von 13.00 bis 18.30 Uhr. Programm 20.06. Lausanne, Beaulieu und Anmeldung: www.enocean.com/ch

Institut für Gutachten www.derexperte.ch

Symposium: Bau, Technik und Wissenschaft Weiterbildungsveranstaltung, 9 bis 18 Uhr, KKL-Auditorium, Luzern

12. Juni 2013

www.deppingag.ch

Lüftigercup 2013, über 40 Mannschaften werden erwartet, Luterbach SO

22. Juni 2013

Geschäftsstelle energie-cluster.ch 3011 Bern, Tel. 031 333 24 69 andrea.herrmann@energie-cluster.ch www.energie-cluster.ch

energie-cluster.ch-Jahrestagung 2013 Stromeffizienz als zentraler Pfeiler der 25. Juni 2013 Energiewende. Potentiale, Hemmnisse, Massnahmen, konkrete Beispiele. Dienstag, 25. Juni 2013, 9.30–17.30 Uhr, Umwelt Arena, Türliackerstrasse 4, 8957 Spreitenbach

Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz FWS 3006 Bern Tel. 031 350 40 65 www.fws.ch

Wärmepumpen-Tagung 2013 News aus der Wärmepumpen-Forschung. « Best Practice » für WP-Systeme auch in Kombination mit anderen Energiequellen. Trends bei Kältemitteln und den Grossen. HTI Burgdorf

Kurse Biral campus Biral AG 3110 Münsingen Tel. 031 720 90 00 www.biralcampus.ch

Pumpentechnik-Schulungen am Biral campus Modul HLKK (Planer und Installateure, 11.6.2013) Modul Wasserversorgung (Planer 5.9.2013) Modul Abwasserentsorgung (Planer 14.8.2013 / Installateure 27.8.2013) Im «Biral campus» in Münsingen

energie-cluster.ch Anmeldung und Auskunft: Patrizia Brosi, Tel. 031 381 24 80 patrizia.brosi@energie-cluster.ch www.energie-cluster.ch

Energie-Effizienzmanagement im Unternehmen Tageskurs Mittwoch, 19. Juni 2013, 9.00 – 16.45 Uhr Ort: HWZ Hochschule für Wirtschaft, Zürich Kosten Fr. 480.–, Fr. 300.– für Mitglieder energie-cluster.ch Anmeldeschluss: 12. Juni 2013

19.06.2013

Messen Solar Promotion GmbH D-75101 Pforzheim Tel. 0049 72 31 / 5 85 98-0 www.intersolar.de

Intersolar Europe 2013 Weltweit grösste Fachmesse der Solarwirtschaft: Photovoltaik, Solarthermie, Forschung und Entwicklung. Konferenz 17. – 20.6.2013. Neue Messe München

19. – 21. Juni 2013

BauHolzEnergie-Messe 2013 Donnerstag bis Sonntag, BEA bern expo

21. – 24. November 2013

Focus Events AG 2504 Biel Tel. 032 344 03 18 www.bauenergiemesse.ch

26. Juni 2013

11.6.2013 05.9.2013 14.8.2013, 27.8.2013

Wir sind ein alteingesessenes Handelsunternehmen der HLKS-Branche mit Sitz in Frenkendorf und suchen einen initiativen und selbständige/n Mitarbeiter/in für den

Verkauf von technischen Isolationen Es handelt sich um eine Stelle im Verkauf-Innendienst mit ca. 40 % Aussendiensttätigkeit in der ganzen Schweiz. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören Kundenberatung, technische und kommerzielle Abklärungen, Erstellen und Nachfassen von Offerten, Betreuung bestehender Kunden und Akquisition von Neukunden im HLKS-Bereich. Sie verfügen über eine Grundausbildung im HLKS- oder Isolationsbereich sowie über einige Jahre Berufserfahrung und Erfahrungen im Verkauf. Sie sprechen Deutsch und verfügen über Kenntnisse der französischen Sprache. Daneben haben Sie Freude am direkten Kundenkontakt, sind verkaufsorientiert und teamfähig. Wir bieten Ihnen eine abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Tätigkeit, eine gute Einarbeitung und fortschrittliche Anstellungsbedingungen. Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, dann senden Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen an untenstehende Adresse. Werner Kuster AG, Personaldienst, Parkstrasse 6, 4402 Frenkendorf www.wernerkuster.ch /personaldienst@wernerkuster.ch

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Stellenmarkt |

Wärmepumpen Solartechnik ait Schweiz AG ist ein Unternehmen der Schulthess-Group und Marktführer im Wärmepumpensektor. Wir vertreiben in der ganzen Schweiz erfolgreich Wärmepumpen, Solar- und Haustechnik-Produkte. Infolge Pensionierung unseres langjährigen Mitabeiters suchen wir ab ca. Herbst 2013 für das Verkaufsgebiet Aargau einen erfahrenen Verkaufsprofi als

Für eine optimale Kundenbetreuung sowie gute Koordination im Bereich Klein-, Reparatur- und Dachwartungsarbeiten suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung einen

Technischer Kundenberater im Aussendienst für das Verkaufsgebiet Aargau Aufgabengebiet • • • •

Verantwortlich für die Marktbearbeitung des Verkaufsgebietes Akquisition von Neukunden und Pflege der bestehenden Kundenbeziehungen Technische Beratung und Erarbeitung kundenspezifischer Lösungen Erstellen von Offerten und deren Nachbearbeitung

Anforderungsprofil • • • • •

Wir sind ein erfolgreiches und traditionelles Unternehmen in den Bereichen Gebäudehülle und Haustechnik.

Leiter Kundendienst "Dach" Für diese vielseitige Kader-Stelle suchen wir einen Dachdecker oder Spengler EFZ mit mehrjähriger Berufserfahrung sowie einer allfälligen Weiterbildung (zum Polier). Sie bringen Erfahrung in der Administration sowie einfacher Geschäftskorrespondenz mit, sind kommunikativ und lösungsorientiert? So würden wir Sie gerne kennenlernen. Wir stellen Ihnen eine gute und moderne Infrastruktur zur Verfügung und bieten Ihnen attraktive Anstellungsbedingungen sowie ein vom Teamgeist geprägtes Umfeld.

Berufserfahrung in der Heizungstechnik mit Weiterbildung in kaufmännischer oder verkaufstechnischer Richtung Fundierte Erfahrung im Verkauf Aussendienst Sicheres Auftreten und Verhandlungsgeschick Gutes Deutsch in Wort und Schrift PC-Anwenderkenntnisse MS-Office etc.

Wir bieten Ihnen eine berufliche Zukunft im Bereich der Haustechnik, eine abwechslungsreiche Stelle mit viel Eigenverantwortung, zeitgemässe Anstellungsbedingungen und die Unterstützung durch ein aufgestelltes Team.

Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Für weitere Auskünfte steht Ihnen Herr Andreas Eigenmann gerne zur Verfügung.

Bitte senden Sie Ihre komplette Bewerbung an die untenstehende Adresse. Wir freuen uns, Sie kennen zu lernen. Frau Ursula Huwiler ait Schweiz AG Industriepark CH-6246 Altishofen

Telefon 062 748 20 00 ursula.huwiler@alpha-innotec.ch www.alpha-innotec.ch

Perfekte Sanitär-/Entwässerungstechnik Der Name unseres Kunden steht für innovative, ansprechende Produkte und Speziallösungen in der Sanitär-/Entwässerungstechnik. Grosses Know-how in der Entwicklung, Fertigung und im Vertrieb macht ihn zum lukrativen Unternehmen in der ganzen Schweiz. Für den Vertrieb suchen wir eine bodenständige, aufgestellte und flexible Persönlichkeit (m/w) als

Verkaufsleiter Sanitär-/Entwässerungstechnik (Aussendienst) Ihre Aufgaben In dieser Funktion begleiten Sie die komplette Verkaufsmannschaft.Als Frontperson pflegen Sie den Kontakt zu Kunden der Sanitär- und Fliesenbranche, bauen diese Geschäfte aus und akquirieren neue Kunden. Als geschätzter Ansprechpartner für Ihr Team und Ihre Kunden repräsentieren Sie das Unternehmen auch an Messen und Ausstellungen in der Schweiz. Ihr Profil Sie sind ein ausgewiesener Sanitärfachmann mit Verkaufserfahrung im Bau-Hauptgewerbe und kennen die Handelsstrukturen. Ihr Erfolg im Verkauf und die unternehmerischen Führungsqualitäten widerspiegeln sich in Ihrem Werdegang. Sie sind initiativ, belastbar und verstehen zu motivieren. Stilsicheres Deutsch. Eine zweite Landessprache ist von Vorteil. Ihnen wird geboten • eine frontorientierte, vielseitige, herausfordernde und anspruchsvolle Tätigkeit • ein kleines, aufgestelltes Team

Faszination Gebäudetechnik Bauen Sie auf uns. Wir bringen Sie weiter.

Herr Uwe Tännler freut sich auf Ihre Bewerbung und garantiert für absolute Diskretion. Tännler Personalmanagement AG · Steinackerstrasse 38 · CH-8902 Urdorf Telefon 044 777 1 888 · taennler@taennler.ch · www.taennler.ch


Stellenmarkt |

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Wasser als Lebenselexier... ... diese Verantwortung nimmt unser Auftraggeber wahr. Das unabhängige, neutrale Ingenieurbüro hat den Sitz westlich der Stadt Zürich. Das Profi-Team plant und realisiert Gebäudetechnik-Projekte im Bereich Sanitärtechnik. Die Kernkompetenzen liegen in der Planung komplexer Gesundheits- und Industriebauten sowie der Fachkoordination für die gesamte Haustechnik. Das Team wird verstärkt. Die Geschäftsleitung hat uns mit der Besetzung dieser neuen Stelle beauftragt. Wir suchen Sie, einen aufgestellten, fach- und sozialkompetenten

PROFI IN SACHEN WASSER – BEREICH SANITÄR Eidg. dipl. Techniker HF oder eidg. dipl. Sanitärplaner Sie sind Gebäudetechnikplaner Fachrichtung Sanitär, Techniker HF/TS Sanitär oder können eine gleichwertige Ausbildung vorweisen. Einige Jahre erfolgreiche Praxis in der Projektabwicklung, eigenverantwortliches Handeln und Kompetenz im Auftritt prägen Ihre Persönlichkeit. Im Umgang mit modernen IT-Hilfsmitteln inkl. CAD (NOVA) sind Sie fit. Sie übernehmen mit Verantwortung und Kompetenz als Projektleiter spannende und anspruchsvolle Projekte zur selbständigen Bearbeitung von der Idee bis zum fertigen Projekt. Sie pflegen Kontakte zu Architekten, Bauherren, Behörden und Lieferanten. Als Gesamtprojektleiter sind Sie Fachkoordinator für alle Gewerke der Haustechnik. Sie erhalten einen offenen, unkomplizierten Arbeitgeber. Jeder Mitarbeitende trägt die Eigenverantwortung für sein Tun. Flache Hierarchien machen sehr kurze Entscheidungswege möglich. Die Anstellungskonditionen sind spannend gestaltet und geben Raum für Ihre persönliche Entwicklung, welche sehr gefördert wird. Der Arbeitsplatz ist hell und modern eingerichtet. Ihr Lebenselexier ist auch Wasser? Dann freuen wir uns auf Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen oder stehen Ihnen zur Klärung Ihrer Fragen zur Verfügung. Unsere langjährige Erfahrung garantiert Ihnen 100%-ige Diskretion. Wir freuen uns auf Sie.

Ihr Partner – Ihr Gewinn

PERMACO Personal Management Consulting Fredi Heidelberger ∙ Bernstrasse 390 ∙ CH-8953 Dietikon Tel 044 586 85 11 info@permaco.ch ∙ www.permaco.ch

Vorbildlich und meisterhaft... ... agiert unser Auftraggeber im Markt. Das in der Region oberer Zürichsee, 15 Mitarbeiter zählende Unternehmen, realisiert Installationen im Bereich Heizung und Sanitär und bietet Servicedienstleistungen an. Der Firmeninhaber möchte die Verantwortung breiter abstützen und verstärkt daher sein Team. Wir sind mit dem Rekrutierungsprozess beauftragt und suchen Sie, einen aufgestellten, fach- und sozialkompetenten ABTEILUNGSLEITER HAUSTECHNIK als

ORGANISATIONSTALENT MIT FÜHRUNGSKOMPETENZ eidg. dipl. Meister Fachbereich Heizung Vom Installateur zum Meister haben Sie Ihren Werdegang meisterhaft absolviert und können einige Jahre Berufserfahrung vorweisen. In Ihrem Metier sind Sie sattelfest, organisationsstark und durchsetzungsfähig. Sie haben eine gepflegte Erscheinung und leben einen natürlichen, korrekten Umgang mit Ihren Mitmenschen. Sie beherrschen die gängige Branchensoftware und können sich in Deutsch klar ausdrücken. Als Meister Bereich Heizung kalkulieren Sie Projekte, wickeln die Aufträge nach technischen und kommerziellen Grundsätzen ab und führen die Montagegruppen. Sie nehmen die Arbeiten vor Ort ab, unterstützen bei Inbetriebnahmen und instruieren die Bauherrschaft über den Betrieb der Anlagen. Die Abrechnung und Nachkalkulation der Anlagen sind weitere Aufgaben Ihres Bereiches. Zu Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten pflegen Sie einen partnerschaftlichen Umgang. Sie übernehmen die Verantwortung für die Lehrlingsausbildung. Eine spannende Zukunft für einen echten Meister bietet Ihnen Ihr neuer Arbeitgeber. Damit Sie sich voll entfalten können, steht Ihnen ein heller Arbeitsplatz mit moderner Infrastruktur an verkehrstechnisch optimaler Lage zur Verfügung. Die Kultur im Unternehmen ist familiär und der Teamgeist von einem sehr guten Miteinander geprägt. Die Anstellungskonditionen entsprechen der Verantwortung der Aufgabe. Über die reizvollen Zukunftsperspektiven sprechen wir gerne persönlich mit Ihnen. Beginnen Sie heute Ihre Zukunft zu meistern... Für Vorabklärungen rufen Sie uns an. Gerne erwarten wir Ihre kompletten Unterlagen, die wir durch unsere Kompetenz mit 100%-iger Diskretion behandeln. Wir freuen uns auf Sie.

Ihr Partner – Ihr Gewinn

PERMACO Personal Management Consulting Fredi Heidelberger ∙ Bernstrasse 390 ∙ CH-8953 Dietikon Tel 044 586 85 11 info@permaco.ch ∙ www.permaco.ch

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Menschen, die bewegen.

Flughafen Zürich AG betreibt die national und international etablierte Verkehrs- und Begegnungsdrehscheibe der Schweiz − den Flughafen Zürich. Wir bieten interessante und vielseitige berufliche Herausforderungen in diesem einzigartig spannenden Arbeitsumfeld.

Mit bedürfnisorientierten Facility Services schaffen wir für unsere internen und externen Kunden ein optimales Umfeld. Wir bieten ihnen technische und infrastrukturelle Dienstleistungen aus einer Hand. Wir bewegen mehr als Gebäude und Anlagen.

Fachingenieur Elektro

Wir bewegen Menschen, täglich, schweizweit.

Projektleiter/-in HLKS Ihre Herausforderung: Sie sind für die fachliche Leitung von schweizweiten HLKS-Projekten verantwortlich. Dabei definieren Sie die Vorgaben und Richtlinien für den Fachbereich HLKS für Neubauten oder Sanierungen und erstellen Lösungskonzepte und Entscheidungsgrundlagen für das operative und strategische Geschäft im HLKS-Bereich. Sie unterstützen und begleiten die operativen Einheiten in den Regionen und die bauftragten Ingenieure fachlich. Zudem führen Sie Schulungen durch und verfassen Berichte. Ihr Profil: Sie verfügen über eine Grundausbildung im Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kältebereich mit Weiterbildung auf Stufe FH oder HF im Bereich Haustechnik, Energie oder Facility Management. Sie haben Erfahrung in der Planung, Projektierung, Ausschreibung und Realisierung von HLKS-Anlagen und sind versiert im Projektmanagement und in der Projektleitung. Sie haben ein grosses Interesse an energetisch- und kostenoptimierten Lösungen sowie an umweltfreundlichem und nachhaltigem Bauen.Sie zeichnen sich durch eine hohe Dienstleistungsorientierung aus, haben Freude an regem Kundenkontakt und haben einen ausgeprägten Sinn für das Machbare. Sie denken und handeln wirtschaftlich und zeichnen sich durch eine innovative, verantwortungsbewusste Arbeitsweise aus. Ihre Muttersprache ist Deutsch oder Französisch mit guten Kenntnissen der anderen Sprache. Ihre Chance, etwas zu bewegen: Sind Sie die Person, die wir suchen? Es erwarten Sie moderne Anstellungsbedingungen, flexible Arbeitszeitmodelle, vorbildliche Sozialleistungen, ein dynamisches Arbeitsumfeld sowie ein umfassendes Aus- und Weiterbildungsangebot. Ihr Arbeitsort ist Bern. Wir freuen uns auf Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen.

Das Ingenieurbüro Elektro ist als Bauherrenvertretung für die Beurteilung von Gebäudetechnikprojekten und die Qualitätssicherung bei Inbetriebsetzung/ Abnahmen verantwortlich. Als Planungsabteilung erstellen und sanieren wir Elektro- und Gebäudeautomationsanlagen im gesamten Flughafenareal. Der effiziente Betrieb von Gebäudetechnikanlagen ist eine unserer wichtigsten Aufgaben.

Ihre Aufgaben: • Projektleitungen in den Bereichen Elektro, Gebäudeautomation, Parking, Zutritt, Video • Planung und Fachbauleitung von elektrotechnischen Anlagen • Mitarbeit als Bauherrenvertretung in Gesamtprojekten • Qualitätssicherung beim Bau und Betrieb von elektrotechnischen Anlagen • Erarbeiten von Konzepten und Projektgrundlagen für den Fachbereich Elektro/Gebäudeautomation Unsere Anforderungen: • Elektroingenieur FH, Techniker HF Elektrotechnik oder eidg. dipl. Elektroinstallateur • Kenntnisse der Gebäudeautomation • Elektrotechnische Grundausbildung • Gute MS-Office Kenntnisse • Durchsetzungsvermögen • Teamorientierte und kommunikative Persönlichkeit Interessiert? Wir freuen uns auf Ihre vollständige Online-Bewerbung! Herr Iwo Hungerbühler Human Resources

Senden Sie sie bitte an folgende Adresse: Die Schweizerische Post, Servicecenter Personal, Ref. IPAG2013N-02234, Postfach 3528, 5001 Aarau. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne Herr Markus Bernath, Leiter Energie und Umwelt, 079/576 04 34.

Flughafen Zürich AG Postfach, CH-8058 Zürich-Flughafen www.flughafen-zuerich.ch


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Inserentenverzeichnis

Zu verkaufen

Sanitär- / Heizungsfirma Im Zuge der Nachfolgeregelung verkaufen wir einen sehr erfolgreichen Kleinbetrieb im Sanitär- / Heizungsbereich. Das Unternehmen verfügt über einen sehr guten Kundenstamm, so dass seit Jahren hervorragende Ergebnisse erzielt worden sind. Beim Betrieb handelt es sich um eine AG im Kanton Zug mit momentan drei Beschäftigten (inkl. Inhaber). Die Firma verfügt über eine sehr solide wirtschaftliche Grundlage. Die Einarbeitung durch den Inhaber ist gewährleistet. Falls Sie Interesse an dieser Firma haben, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Rolf Bührer KMU Treuhand & Steuerberatung 8201 Schaffhausen, Tel. 052 620 18 10 buehrer-sh@bluewin.ch

Im redaktionellen Text erwähnte Firmen

11

Rotaver Composites AG

Bekon-Koralle AG

87

S + G Mobile Heizzentrale AG 35

Brunner AG

79

Scherrer Metec AG

72

Comfortfloor AG

51

Schmid AG, energy solutions

51

CoolEnergy AG

3

80

Schneider W. + Co. AG

88

Siemens Schweiz AG

67

74

Similor AG

89

ebm-papst AG

59

SM Handels AG

62

Elcotherm AG

47

Soltop Schuppisser AG

53

Elektro-Material AG

15

STF Schweizerische Techn.

92

Elko-Systeme AG

68

Ernst Schweizer AG

51

STS Systemtechnik Schänis GmbH

77

Fahrer AG

35

SUBARU Schweiz AG

13

Franz Kaldewei GmbH & Co. KG

Testo AG

63

83

Ticom GmbH

37

Fröling Heizkessel- und Behälterbau Ges.m.b.H.

52

Verband Schweizer Medien

69

Volkswagen Nutzfahrzeuge Automobil- und Motoren AG

25

Debrunner Koenig Management AG

Alfacel AG

66

SVK

Alpiq InTec Ost AG

75

Swissbau

14

Geberit Vertriebs AG

Arbonia AG

53

Swissolar

17

Häny AG

80

BauHolzEnergie AG

91

SWKI

30

HASTRAG AG

57

Walter Meier (Klima Schweiz) AG

63

Bau und Umweltchemie AG

20

TFB AG

18

Helvetic Energy GmbH

40

Wärmebau Vertriebs AG

11

Bekon-Koralle AG

89

TWK, Test- u. Weiterb.zentrum 10

Heizkörper Prolux AG

41

WESCO AG

23

Bundesamt für Energie BFE

58

Umwelt Arena AG

Hürner AG

29

Carbotech AG

20

Verband Schw. Elekrizitätsunt. 28

IBZ

92

WT Wärmeaustausch Technologien AG

62

CTA AG

30

Weishaupt AG

34

Informa exhibitions

28

Ygnis AG

54

Depping AG

32

Ygnis AG

68

Durrer-Technik AG

64

Josias Gasser Baumaterialien AG

E & E Elektronik GmbH

68

Krüger + Co. AG

Eco Energie A plus AG

48

Liebi LNC AG

36

Elcotherm AG

42

M. Scherrer AG

80

Elektrobiologie A. Wismer

20

Elektro-Material AG

26

MCH Messe Schweiz (Basel) AG

12

energie-cluster.ch

16

Enerprice Partners AG

60

Fachv. Wärmep. Schweiz

10

Faktor Verlag AG

24

Flir Systems GmbH

54

Franz Kaldewei GmbH

84

Fulton Swiss AG

38

Hansgrohe AG

87

Hochschule Luzern

16

Kemper Armaturen AG

80, 83

extra 2013

55, 58

Anson AG Zürich

29

US 4

61 US 2

Mercedes-Benz Schweiz AG MOBIL in TIME AG

27

19, 21

Näf Tech AG

82

NeoVac ATA AG

33

Ohnsorg Söhne AG

71

Pestalozzi + Co AG

7

Peugeot (Suisse) SA

9

Rheinzink (Schweiz)AG

73

R. Nussbaum AG

81

Rolf Bührer

3

Stellenmarkt:

93 – 97

Titelseite:

Hoval AG

Beilagen:

Coolworld Rentals GmbH

Die Kombination Nr. 1 der Haus- & Gebäudetechnik

Energie und Automation in der Gebäudetechnik

2012

Energie • Automation • Gebäudetechnik

tebis.quicklink Gebäudesteuerung so einfach wie noch nie

Gemeinschaftsausgabe von HK-Gebäudetechnik und Elektrotechnik ET Unsere Leser sind die relevanten Entscheidungsträger in der Haus-, Gebäudetechnik- und Elektrotechnikbranche, Anwender und Installateure, Lieferanten und Hersteller, Ingenieure und Planer www.hager-tehalit.ch

Energiedebatte in Deutschland

Auflage: Anzeigenschluss: Erscheinungstag:

Weitere Infos 16 000 Exemplare (10. Ausgabe) 12. Juni 2013 5. Juli 2013

Energie-Management-Systeme

40

Wohin mit dem CO2?

16

Qualitätskontrolle von PV-Anlagen

136

Mit Wettervorhersagen Energie sparen

32

Erfindungen geheim halten

145

Kontakt: Rolf Niederberger Telefon: 058 200 56 18, rolf.niederberger@azmedien.ch

12

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Geberit Mapress

Preise: gepresst.

Einfach gut versorgt: Bei Geberit Mapress profitieren Sie ab sofort von attraktiven Preisen. Beim PresstechnikPionier Geberit dürfen Sie auf führende Material- und Verarbeitungsqualität und kompetente Beratung vertrauen. Ein lückenloses Sortiment von Werkstoffen, Dimensionen, Formteilen und Werkzeugen eröffnet Ihnen nahezu unbegrenzte Anwendungsmöglichkeiten. Erfahren Sie mehr über die Geberit Versorgungssysteme bei Ihrem Geberit Haustechnikhändler oder auf → www.geberit.ch.


HK-GT 06/2013