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Borussia Mönchengladbach

Fotos: DeFodi (2), Sven Simon/alle imago images

Bundesliga-Magazin

Neuzugang Breel Embolo (l., kam von Schalke 04) und Torjäger Alassane Plea sollen in der kommenden Saison in der Gladbacher Offensive für Tore sorgen.

DER KADER TOR

1 Sommer Yann

Schweiz

21 Sippel Tobias

Deutschland

31 Grün Max

Deutschland

30 Jahre 31 Jahre 32 Jahre

ABWEHR

3 Lang Michael

Schweiz

4 Doucouré Mamadou

Frankreich, Senegal

15 Beyer Jordan

Deutschland

17 Wendt Oscar

Schweden

18 Lainer Stefan

Österreich

24 Jantschke Tony

Deutschland

28 Ginter Matthias

Deutschland

30 Elvedi Nico

Schweiz

40 Poulsen Andreas

Dänemark

28 Jahre 21 Jahre 19 Jahre 33 Jahre 26 Jahre 29 Jahre 25 Jahre 22 Jahre 19 Jahre

MITTELFELD

5 Strobl Tobias

Deutschland

6 Kramer Christoph

Deutschland

8 Zakaria Denis

Schweiz, DR Kongo

22 Bénes Lászlo

Slowakei

23 Hofmann Jonas

Deutschland

27 Cuisance Michaël

Frankreich

32 Neuhaus Florian

Deutschland

29 Jahre 28 Jahre 22 Jahre 21 Jahre 27 Jahre 20 Jahre 22 Jahre

ANGRIFF

7 Herrmann Patrick

Deutschland

10 Thuram Marcus

Frankreich, Guadeloupe

11 Raffael

Brasilien

13 Stindl Lars

Deutschland

14 Plea Alassane

Frankreich, Mali

16 Traoré Ibrahima

Guinea, Frankreich

19 Johnson Fabian

USA, Deutschland

36 Embolo Breel

Schweiz, Kamerun

37 Bennetts Keanan

England, Deutschland Neuzugänge

28 Jahre 22 Jahre 34 Jahre 30 Jahre 26 Jahre 31 Jahre 31 Jahre 22 Jahre 20 Jahre

Im Namen des Rose In Gladbach ist der TRAINER DER STAR. Marco Rose soll die erfolgreiche Ära von Dieter Hecking weiterführen und wieder für mehr SPEKTAKEL sorgen.

D

ie Anekdote um die Verpflichtung des neuen Gladbacher Übungsleiters zählt zu den kuriosesten in diesem Sommer. Schon lange war Sportdirektor Max Eberl mit Marco Rose in Kontakt – und als es ernst wurde, wusste der clevere Eberl diesen Vorteil zu nutzen, um sich den „gehyptesten Trainer auf dem Markt“ (Zitat Jürgen Klopp) zu angeln. Bei dem ein oder anderen Kaltgetränk überzeugte er seinen Wunschkandidaten von einem Engagement bei der Borussia: „Wahrscheinlich war es Düsseldorfer Alt“, erinnert sich Eberl. „Irgendwann konnte Marco nicht mehr reden und hat unterschrieben.“ Wie viel Dichtung und wie viel Wahrheit in dieser Geschichte stecken, interessiert nun keinen mehr. Fakt ist, dass Gladbach tatsächlich einige namhafte Konkurrenten ausstach im Buhlen um den Ex-Trainer von RB Salzburg. Allein die Möglichkeit, diesen Mann zu bekommen, hatte dafür gesorgt, dass sich Borussia nach zweieinhalb Jahren von Dieter Hecking trennte, obwohl dieser die letzte Saison auf Platz fünf beendete. Rose soll das erfolgreiche System der letzten Spielzeit

weiterentwickeln, die Spielweise flexibler gestalten, mehr für Spektakel sorgen. „In erster Linie geht es darum, dass wir hier erfolgreich sind. Wenn das dann auch noch spektakulär sein sollte, umso besser“, sagt der neue Coach. „Die Voraussetzung ist, dass den Jungs dieser Fußball Freude macht und dass sie dahinterstehen.“ In der Vorbereitung, in der Borussia dem FC Chelsea ein 2:2 abtrotzte, impfte Rose dem Team seine Philosophie ein. Immer in Bewegung, mit hohem Gegenpressing und schnellem

DER TRAINER Marco Rose (42) unterschrieb im Sommer einen Vertrag bis 2022 in Gladbach. Zuvor arbeitete der frühere Profi (unter anderem Mainz, Hannover) bei RB Salzburg, das er zu zwei österreichischen Meisterschaften und einem Pokalsieg sowie ins Halbfinale der Europa League führte.

Umschaltspiel – so war er schon in Salzburg erfolgreich, meist in einem System mit zwei Stürmern. In Gladbach will er dies wieder schaffen. Ein Stürmer dürfte gesetzt sein: Alassane Plea, der in seiner ersten Saison 15 Pflichtspieltreffer erzielte und perfekt zu Roses Stil passt. Mit Breel Embolo, der aus Schalke kam, hat Borussia dazu einen Hoffnungsträger verpflichtet, der auch eine Wundertüte ist. Denn der Schweizer Nationalspieler kommt aus zwei schweren Verletzungen – einem Wadenbeinund einem Fußbruch. Auch, wann und wie Kapitän Lars Stindl nach seinem Schienbeinbruch zurückkehrt, wird Roses Planungen maßgeblich beeinflussen. Raffael hatte in der letzten Saison ebenfalls regelmäßig mit Blessuren zu kämpfen und dürfte eher als Edeljoker vorgesehen sein. So könnte es auch etwas länger als erhofft dauern, bis sich mit dem neuen Startrainer auch die Ergebnisse einstellen. Eberl: „Es wird ein wenig Zeit benötigen, aber dann sind wir guter Hoffnung, dass es erfolgreich wird.“

MATTHÄUS-CHECK Rose hat in Salzburg tolle Arbeit geleistet, aber Österreich ist nicht Deutschland. Es muss sich zeigen, ob die Konstellation passt.

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Bundesliga Magazin Saison 2019-2020  

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