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JcMeren /l/acâbâfàm, HAUSZEITUNG DER SCHWEIZERISCHEN WAGONS- UND AUFZÜGEFABRIK AG Nr. 5

I.

Jahrgang

SCHLIEREN-ZÜRICH Mai 1955

VOM AMERIKANISCHEN UND SCHWEIZERISCHEN AUFZUGSBAU In New York City waren im Jahre 1945 mehr als 43 000 Aufzüge (20% des Bestandes der USA) in Betrieb und beförderten täglich ungefähr 17500000 Personen. Die Schächte derselben, Ende an Ende zusammeneefügt. er­ gäben eine Strecke von 2500 km; zwei Tage Fahrleistung sämtlicher dieser Aufzüge reichten aus, um die Distanz Erde-Mond (384400 km) zurückzulegen. Selbstverständ­ lich ist die Anzahl Aufzüge in den inzwischen verflossenen zehn Jahren der Konjunktur noch ganz beträchtlich ange­ stiegen. Die wenigen angegebenen Zahlen führen vor die Augen, daß die Aufzüge im Leben von New York wie auch im Leben jeder anderen amerikanischen Stadt unentbehrlich geworden sind. Stoppen die Aufzüge New Yorks, so stockt auch das Geschäftsleben dieser Stadt. Die Einrichtung des ersten sicheren Personenaufzuges in New York durch die Firma Elisha Otis im Jahre 1853 war ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der amerika­ nischen Städte. Der Bau von Wolkenkratzern war damit möglich geworden! Als markante Daten in der Erstellung von Wolkenkrat­ zern seien herausgegriffen: Sullivan’s Guaranty-Trust Building, Buffalo 1895 12 Stockwerke Woolworth’s Tower, New York 1913 60 Stockwerke Chrysler Building, New York 1930 77 Stockwerke Empire State Building, New York 1931 102 Stockwerke Das Empire State Building bleibt bis heute das höchste Gebäude New Yorks und der Welt. Als nach der großen USA-Depression der dreißiger Jahre der Bau von Wolken­ kratzern in großem Maßstabe wieder aufgenommen wurde, zeigte sich deutlich die Tendenz, die Höhe der Gebäude in bescheidenerem Rahmen zu halten. Wirtschaftlichkeitsstu­ dien ergaben, daß mit 25- bis 30-Stockwerk-Wolkenkratzern die höchste Rentabilität erreicht werden kann. Hand in Hand mit der Entwicklung der Wolkenkratzer ging auch diejenige der Aufzüge. Ja, die großen Aufzugs­ firmen Amerikas machen geltend, daß die bekannten Hoch­ häuser der amerikanischen Städte zu einem beträchtlichen Anteil ihr Verdienst seien. Als Beispiel sei hier nochmals das 476 m hohe Empire State Building zitiert : 61 Personenaufzüge und 6 Warenaufzüge versehen den

Vertikalverkehr dieses Gebäudes in einer totalen Schacht­ länge von 11 km. Sämtliche Aufzüge haben Hebel-Kollektiv-Selektiv-Steuerung, und der Großteil ist mit GearlessMaschinen ausgerüstet. Der Verkehr zwischen dem Erd­ geschoß und dem 80. Stockwerk wird durch Expreß- und Lokalaufzüge mit einer Geschwindigkeit von 5 m/sec be­ werkstelligt. Expreßkabinen erreichen das 80. Stockwerk in weniger als einer Minute. Turmaufzüge führen weiter zur Terrasse des 86. Stockes. Noch höher hinauf, bis zum 102. Stockwerk, führt der Mastaufzug. In was unterscheidet sich nun der amerikanische Aufzug­ bau von demjenigen in der Schweiz ? A. Planung Amerikanische Architekten sind sich der Bedeutung der Aufzüge in einem gutgeplanten Gebäude voll und ganz be­ wußt. Der Vertikaltransport muß einwandfrei geregelt wer­ den, da sonst die Zweckerfüllung des ganzen Gebäudes in Frage gestellt wird. So werden die Aufzüge bereits im Vor­ projekt-Stadium in die Planung einbezogen, und die Gestal­ tung der Haupteingangshalle wird unter dem Gesichtspunkt einer übersichtlich einwandfreien Anordnung der Aufzüge vorgenommen. Wertvolle Unterstützung erhalten die Archi­ tekten durch beratende Ingenieure der führenden Aufzugs­ firmen einerseits und durch die Typical Layouts (Normal­ dispositionspläne der Standardaufzüge) anderseits. In gro­ ßen Wolkenkratzern werden die Anlagen zu einem eigent­ lichen Aufzugs-Bahnhof 2usammengefaßt. Verkehrsberechnungen, welche sich auf jahrzehntelange Erfahrungen stützen können, gestatten die Festlegung der Anzahl benötigter Aufzüge und deren erforderliche Nutz­ lasten und Geschwindigkeiten. In der Schweiz wird der Aufzug bei der Planung des Ge­ bäudes noch vielfach stiefmütterlich behandelt. Als Resultat ergeben sich dann nicht selten unbefriedigende Lösungen, sowohl was die Disposition der Aufzüge als auch deren An­ ordnung im Gebäude anbelangt. Die großen Neubauten und Hochhäuser der letzten Jahre halfen jedoch mit, die Ansicht zum Durchbruch zu bringen, daß die Aufzüge ein wichtiger Bestandteil des Gebäudes sind und dementsprechend ge­ plant und behandelt werden müssen. 33


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Beispiele von «Aufzugsbahnhöfen»

5. Stand der technischen Entwicklung

Ganz in Übereinstimmung mit den Größen der Wolken­ kratzer halten sich die Leistungen der großen Personen­ aufzüge. Kabinen mit einem Fassungsvermögen von 30 Per­ sonen (2000 kg) werden mit Geschwindigkeiten bis zu 5 m/sec transportiert. Die größte Geschwindigkeit erreichen die Aufzüge im RCA (Radio Corporation of America) Building, nämlich 6 m/sec. In der Schweiz sind wir, abgesehen von Spezialausfüh­ rungen, an bescheidenere Leistungen gewöhnt, vor allem was die Fahrgeschwindigkeit anbetrifft. Dies kommt schon in den Normen des Schweizerischen Ingenieur- und Archi­ tektenvereins zum Ausdruck, welche vorschreiben, daß die Geschwindigkeit ohne besondere Bewilligung der zuständi­ gen Behörde nicht mehr als 2,5 m/sec betragen darf. Auf dem Gebiete der Ward-Leonard-Antriebe können die führenden Schweizer Firmen den amerikanischen Firmen absolut ebenbürtige Systeme entgegenstellen. Als die modernste Antriebsart kann ohne Zweifel der SCHLIERENVariotron-Antrieb angesprochen werden. In Amerika fanden die vollautomatischen Schacht- und Kabinentüren eine wesentlich weitere Verbreitung als in der Schweiz. In öffentlichen Gebäuden sowie in Geschäftshäu­ sern wird ausschließlich diese Türart angewendet. Der ame­ rikanische Aufzugscode schreibt für jede Aufzugsart Kabi­ nentüren vor. Um dieser Vorschrift zu genügen und trotz­ dem eine flüssige Verkehrsabwicklung zu erreichen, mußten fast zwangsläufig vollautomatische Türen eingeführt werden. In den USA sind ganz allgemein weniger Steuerungs­ arten sowie Abarten davon verbreitet als in der Schweiz. Man unterscheidet im wesentlichen folgende Steuerungen: Universalsteuerung (für Kleinwarenaufzüge), automati­ sche Druckknopfsteuerung, 2 Knöpfe «Auf» - «Ab», Hebelsteuerung, Collectiv-Steuerung, Collectiv-SelectivSteuerung, Hebel-Collectiv-Selectiv-Steuerung. 34

Zu jeder Steuerungsart werden als Zusätze noch einige Signaleinrichtungen propagiert. Bisher wurden in Amerika für Wolkenkratzer fast ausschließlich bediente Lifts gebaut, neuerdings wird in Amerika große Propaganda für neu ent­ wickelte Steuerungen ohne Liftier gemacht. Man hat fest­ gestellt, daß hier jährlich noch einige tausend Dollar im Unterhalt des Gebäudes gespart werden können und ist so auf die Lösung gestoßen, welche in der Schweiz am weite­ sten verbreitet ist. Große Bedeutung wird der einwandfreien Verkehrsab­ wicklung und der Koordinierung von drei oder mehr in Gruppen zusammengefaßten Aufzügen zugemessen. Die Otis Elevator Company hat auf diesem Gebiete unter dem Namen Autotronic Elevatoring ein äußerst leistungsfähiges System entwickelt. Dieses System besorgt (für jede der in fast allen Geschäftshäusern auftretenden sechs Verkehrsarten) ein automatisches Fahrtenprogramm. Der Starter (Aufzugs­ aufseher) in der Haupteingangshalle kann eines der folgen­ den sechs Programme wählen: Verkehrsspitze in « Auf'»-Richtung (An­ kunft der Angestellten am Morgen). Verkehr ausschließlich aufwärts. Au­ tomatisch wird von der untern End­ haltestelle innerhalb einer vorbe­ stimmten Zeit nach Abfahrt eines Aufzuges die folgende Kabine abge­ sandt. Rückkehr automatisch. Ausgeglichener «Auf))- und «Ab»-Ver­ kehr (nach Ankunft der Angestellten bis Mittagszeit, nach Mittagszeit bis am Abend). Das System hält die Anzahl Aufzüge ausgeglichen für den Verkehr in beide Richtungen und paßt sich automa­ tisch Verkehrsstößen in jeder Rich­ tung an. Großer «Ab»-Verkehr (die Mittags­ zeit bricht an). Autotronic sorgt für zusätzlichen Ser­ vice in der Abwärtsrichtung; der Auf­ wärtsverkehr wird trotzdem nicht vernachlässigt.

Größerer «Auf»-Verkehr (die Mittags­ zeit geht dem Ende entgegen). Die Aufzüge werden für den «Aufs­ Verkehr konzentriert; es wird jedoch auch für ausreichenden Abwärtsser­ vice gesorgt.

Verkehrsspitze in der «Ab»-Richtung (die Angestellten verlassen das Ge­ bäude). Verkehr ausschließlich abwärts. Nun werden die Aufzüge von den oberen Endhaltestellen nach vorbestimmten Intervallen abgesandt. Eine Gruppe der Aufzüge wird den oberen Stock­ werken des Gebäudes zugeteilt, die andere den unteren Stockwerken. Ein automatisches Zeitüberwachungssystem


sorgt dafür, daß sogenannten «vergessenen Rufen» ein Aufzug zugeteilt wird. 6

Nacht- und Feiertageprogramm. Ein einzelner Aufzug übernimmt den gesamten Verkehr mit oder ohne Liftier.

Aufwärts verkehr Abwärts verkehr Pfeilbreite dient als Maßstab für Verkehrsdichte

Andere amerikanische Firmen verfügen über ähnliche Systeme. In der Schweiz war bisher keine Nachfrage für das vorstehend beschriebene Kontrollsystem vorhanden, denn es wurden keine Gebäude gebaut, die den Einbau von mehr als drei in die Gruppe zusammengefaßten Aufzügen recht­ fertigen. Warenaufiçfige für sehr schwere Lasten (bis zu 20 Tonnen) werden in Amerika häufig gebaut. Dabei wird speziell Wert auf äußerst robuste Konstruktion der Kabinen gelegt, damit diese ohne Deformationen mit Trucks befahren werden können. Als Schachtabschlüsse werden vorwiegend verti­ kale Doppelschiebetüren mit automatischem Antrieb ver­ wendet. Auch die sich nach oben öffnenden einteiligen Kabi­ nenschiebetüren werden häufig automatisch angetrieben. Auf dem Gebiete der Warenaufzüge hält die schweize­ rische Aufzugsindustrie ohne weiteres den Vergleich mit der amerikanischen aus. Die Fahrgeschwindigkeiten werden bei uns im allgemeinen höher gewählt als in Amerika. Bei den Schachtabschlüssen ist zu erwähnen, daß die automatische Portaflex-Türe im Betriebe wesentlich unfallsicherer ist als automatische vertikale Schiebetüren. Ganz allgemein betrachtet sei noch hervorgehoben, daß die amerikanischen Konstruktionen erheblich schwerer und robuster sind als diejenigen schweizerischen Ursprungs. Dies liegt darin begründet, daß wir im Gegensatz zu Ame­ rika sämtliches Rohmaterial einführen müssen und deshalb dazu gezwungen sind, materialsparende, verfeinerte Kon­ struktionen zu suchen. C. Vorarbeiten für Montage Die schweizerischen Baumethoden erfordern sehr aus­ führliche Vorarbeitenpläne für bauliche Arbeiten. Sämtliche Aussparungen im Maschinenraum, im Schacht für die Füh­ rungsschienen und die Schachttüren müssen genau fest­ gelegt werden. Jede nachträglich zu spitzende Aussparung wird der Aufzugsfirma verrechnet. Die Amerikaner haben hier wesentlich einfachere Wege beschritten. Im Maschinenraum müssen keine Aussparun­ gen festgelegt werden, da die Maschinen nicht wie bei uns auf Betonplatten, sondern auf Eisenträger montiert werden. Da die Maschine eine gußeiserne oder geschweißte Grund­ platte besitzt, kann sie direkt isoliert auf die Eisenträger ge­ stellt werden. Der dünne Maschinenraumboden wird erst nach erfolgter Montage der Maschine gegossen. So ist der Monteur in der Lage, die notwendigen Aussparungen für die Seildurchlasse anzugeben. Für die Befestigung der Füh­ rungsschienen werden sehr häufig J ordalschienen verwen­ det. Diese Jordalschienen werden direkt in die Deckenunter­

züge verlegt oder dann in die Schachtmauern einbetoniert. Da für die Führungsschienenmontage bei dieser Methode gute Reguliermöglichkeiten bestehen, werden an die Ge­ nauigkeit der JordalschienenVerlegung keine allzugroßen Anforderungen gestellt. Die Zugangsfront des Schachtes wird vollständig offen­ gelassen. Die Schachttüren können somit ohne Schwierig­ keit gesetzt und die notwendigen Abschlußmauern nach­ träglich gemauert werden; irgendwelche vorgeplante Aus­ sparungen erübrigen sich damit. D. Normalisierung des Fabrikationsprogram mes In Amerika ist bekanntlich die gesamte Industrie auf Serien- und Massenfabrikation ausgerichtet. Hiervon machen auch die Aufzugsfirmen keine Ausnahme. Das reichhaltige Verkaufsprogramm der führenden Fir­ men, vom Kleinwarenaufzug bis zum schwersten Autoauf­ zug, vom einfachsten Privathausaufzug bis zum schnellsten Wolkenkratzeraufzug, ist in allen seinen Bestandteilen nor­ malisiert. Abweichungen nur schon von untergeordneten Teilen erfordern Spezialbewilligung und Terminverlänge­ rung, nicht zu sprechen von erhöhten Preisen. Das ganze Fabrikationsprogramm ist so aufgebaut, daß die zum Ver­ kauf freigegebenen Standardaufzüge aus einem Minimum von Bestandteilen zusammenkombiniert werden können. Durch diese Maßnahme kann die große Leistungsfähigkeit der Betriebe gewährleistet werden. Bei den hohen Löhnen der Arbeiter resultieren in der Serienfabrikation noch trag­ bare Verkaufspreise und trotz den großen Bestellungs­ eingängen können kurze Termine eingehalten werden. In den technischen Büros wird sehr viel qualifiziertes Per­ sonal für Entwicklungsarbeiten und für die einwandfreie Anfertigung von Werkzeichnungen sowie Werkauftrags­ formularen beschäftigt. Hingegen kann der Personalbestand der Produktionsabteilung relativ klein gehalten werden, da die ins letzte Detail gehenden, selbsterklärenden Werk­ auftragsunterlagen eine rasche und zugleich sichere Arbeit zulassen. Zwischen der amerikanischen und schweizerischen Auf­ zugsfabrikation besteht ein großer Unterschied wie etwa zwischen einem Konfektionsgeschäft und einer Maßschnei­ derei. Die Stärke der schweizerischen Aufzugsindustrie liegt nun gerade in dieser «Maßschneiderei». Unsere Industrie ist dadurch sehr leistungsfähig, da sie darauf eingerichtet ist, sich den Spezialwünschen der Kundschaft anzupassen. Ist in irgendeiner Gebäudeecke ein freier Platz oder ist ein Treppenauge noch so eng, bei jeder möglichen, um nicht zu sagen unmöglichen Maschinenanordnung wird eine Lösung für die Installation eines Aufzugs gesucht und gefunden. Schachttüren und Kabinen werden unter Berücksichtigung der Ideen der Architekten angefertigt, und auch unsere Steuerungen tragen weitgehend den Spezialwünschen unse­ rer Kundschaft Rechnung. Es sind heute jedoch auch in der Schweiz Bestrebungen im Gange, durch Normalisierungs­ maßnahmen unsere Einzelfabrikation mehr und mehr in eine Serienfabrikation überzuleiten. Den speziell schweize­ rischen Verhältnissen muß weiterhin weitgehend Rechnung getragen werden. Versuche, die amerikanischen Methoden unverändert auf unsere Industrie zu übertragen, würden sicher nicht das gewünschte Resultat zeitigen. Erstrebens­ wert ist folgende ideale Lösung : Reichhaltiges Verkaufsprogramm von normalisierten Aufzügen für den Großteil unserer Aufträge, daneben gut ausgebaute Apparate für die Ausführung von Spezial­ aufzügen. Werner Bircher 35


UMBAU DER EISENBAHNWAGEN DER EIDGENÖSSISCHEN POST

Ein umgebauter Postwagen Typ Z4'

Die Postverwaltung hat seit zwei Jahren eine Reihe ihrer Bahnpostwagen in unsern Werkstätten umbauen lassen. Von den alten Dreiachswagen aus der Zeit des Ersten Weltkrieges, die bereits vor zehn Jahren in Vier­ achser umgewandelt wurden, ist nur das Drehgestell bei­ behalten worden. Der neue geschweißte Kastenaufbau in der bewährten leichten Stahlbauart Schlieren stellt die Wagen in eine Linie mit den modernsten Personenwagen. Der erneuerte Postwagen Typ bietet mehr Platz und erhöhten Arbeitskomfort für das Personal. Eine Druck-

Ventilation sorgt für einwandfreie Lüftung, und neben dem Auspacktisch ist eine Entstaubungsanlage angebracht. Die Wagen, die früher wegen der vollen Stirnwand nur an den Anfang oder das Ende der Züge gestellt werden konn­ ten, haben nun einen innern Durchgang, der dem Zugs­ personal den Übergang von einem zum andern Zugsteil unter gewissen Bedingungen erlaubt. Mit diesen neuzeitlichen Einheiten stellt die PTT ihren Beamten des Bahndienstes eine vorbildliche, hygienische Arbeitsstätte zur Verfügung.


FRIEDRICH SCHILLER ZUM GEDÄCHTNIS SFAm 9. Mai 1955 jährt sich zum hundertfünfzigsten Mal der Tag, da einer der größten Geister deutscher Zunge, ja der Menschheit überhaupt, sein irdisches Dasein abgeschlossen hat: Johann Christoph Friedrich von Schiller. Was er in seinem Gedicht «Das Siegesfest» verkündet hat: «Von des Lebens Gütern allen Ist der Ruhm das höchste doch; Wenn der Leib in Staub zerfallen, Lebt der große Name noch.» dieser Ruhm ist ihm schon im Leben, unendlich mehr aber nach seinem Tode zuteil geworden und hat ihn mit dem Kranz der Unsterblichkeit gekrönt. Nur 46 Jahre hat sein Erdenwallen gedauert, und in dieser kurzen Zeit hat sein Genius einem kränklichen Körper eine herrliche Fülle unverwelklicher Werke abgerungen, die zum unverlierbaren Besitz der Menschheit geworden sind. Dennoch sei die Frage gestattet: Lebt nicht bloß sein großer Name noch? Sind seine Werke auch heute noch in unseren Fierzen lebendig? Teilen sie nicht das Schicksal vieler anderer Klassiker, aus denen zwar oft zitiert wird, von denen sich aber nach der Feststellung der besten Kenner «die gebildete Welt mehr und mehr wegwendet», «sich» — um mit einem bekannten Literarhistoriker zu reden - «in einer Art ,Schillerferne“ gefällt. Haben nicht die ungeheure Verbreitung seiner Werke, das Theater, die Jahrzehnte währende Auswertung durch die Schule dem Dichter jene gefährliche Volkstümlichkeit eingetragen, deren Kehrseite Übersättigung heißt? Man glaubt Schiller zu kennen bis zum Überdruß, weil man ihn nicht kennt!» Und doch hat uns Schiller auch heute noch - oder gerade heute - so viel zu sagen, daß es gestattet sei, über sein geistiges Vermächtnis ein paar Gedanken auch an dieser Stelle festzuhalten, lebt doch der Mensch nicht vom Brot allein. Was Schiller den Herzen der Schweizer vor allem nahe­ bringt und ihn zum zeitlos beispielhaften, eben zum klassi­ schen Dichter macht, ist das hohe Lied der Freiheit, das er in der ihm eigenen Sprache voll leidenschaftlicher Glut und von einzigartiger Schönheit in immer wieder neuer Form­ gebung gesungen hat. Das Lied der Freiheit, das zu allen Zeiten der von Gewalt und Unterdrückung eingeschüchter­ ten Menschheit den Weg aus Unsicherheit und Gefahr zu zeigen und Hoffnung zu bringen vermag. Dieses Lied der Freiheit nährte der Dichter mit seinem Herzblut. Armut und Entbehrung hatten seine Gesundheit zerstört. Das letzte Drittel seines Lebens war ein giganti­ sches Aufbäumen des Geistes gegen den zerfallenden Kör­ per, die Offenbarung einer Energie ohnegleichen, und jedes gedachte und geschriebene Wort bedeutet eine Anleihe beim Tod. Er geißelte das «tintenklecksende Säkulum», das «schlappe Kastraten-Jahrhundert» und verherrlichte ihnen gegenüber die sittliche Kraft des Freiheitsideals, und er hat diese Kraft bis zum letzten Atemzug gelebt. Diese klassische Einheit von Werk und Leben ist Quelle des überwältigen­ den Eindrucks, der von Schiller ausstrahlt. Schiller wurde in die deutsche Welt des Anden régime hineingeboren, in eine Welt, welche die Freiheit nicht kannte. Der Staat kannte nur Herrscher und Untertanen, nur einen absolut und widerspruchslos gebietenden Willen und eine rechtlose Schar blind gehorchender und duldender Sklaven;

auf der einen Seite eine kleine Minderheit vom Schicksal Begünstigter - den Landesfürsten und seinen nächsten An­ hang -, welcher alle Schönheit und die Reichtümer des Da­ seins zum uneingeschränkten Genuß zu Gebote standen, auf der andern Seite die stumpfe Masse des Volkes, dazu verurteilt, für das Wohlleben der Minderheit zu arbeiten und zu leiden. Auch unser Dichter wandelte nicht auf der Sonnenseite des Lebens. Er, der ursprünglich Theologe werden wollte, wurde kurzerhand vom Landesherrn in die neugegründete «Militärische Pflanzschule», bekannter geworden unter dem Namen «Herzogliche Karls-Hohe-Schule», gesteckt und ge­ zwungen, unter strenger Fuchtel Jurisprudenz zu studieren. Die herzogliche Gnade gewährte ihm schließlich nur, zur Medizin hinüberzuwechseln, um nach absolviertem Studium in die Stelle eines Feldschers (Truppenarztes) eines Invali­ denregimentes befohlen zu werden. Dagegen empörte sich sein junges Blut. Er desertierte, wagte den Sprung ins Leere, zog ein ungewisses Schicksal in Not und Entbehrung dem verhaßten Zwang vor. An der absolutistischen Gesellschafts­ ordnung rächte er sich durch sein Drama «Kabale und Liebe», in welchem «Seine Hochfürstliche Durchlaucht», der Landesherr, als Urheber alles Unheils erscheint und in welchem subalterne, lächerliche oder korrupte Gestalten wie der Hofmarschall von Kalb oder der Secretarius Wurm als Prototypen serviler Kriecherei und strohener Dummheit erscheinen. Das ganze Werk ist Rebellion gegen die Fesse­ lung des Geistes, ein einziger Schrei nach Freiheit. Mit die­ sem Schrei beginnt das Schaffen Schillers, und damit hört es auch auf. - «In tyrannos», gegen die Tyrannen, schreibt er sein erstes Drama, die «Räuber». Und gegen die Tyrannen tritt in seinem letzten vollendeten Werk der Rächer auf: Wilhelm Teil, der den Landvogt Geßler für seine Untaten richtet. Von Karl Moor, der aus Ekel vor der Verlogenheit der Gesellschaft zum Räuber und Mörder, zum «edlen Ver­ brecher » wird, bis zu Wilhelm Teil, welcher das Urteil des Volkes an seinem Unterdrücker vollstreckt und für alle Zei­ ten zum Mythos des gerechten Widerstandes geworden ist, schlingt sich ein goldenes Band der Freiheit durch das Dich­ ten Schillers, das von Kämpfern für Freiheit und Recht ge­ woben ist: die «Jungfrau von Orleans», welche ihr Leben opfert, um ihr von den Engländern geknechtetes Frankreich zu befreien, der Marquis Posa im «Don Carlos», der um die Befreiung Spaniens von Absolutismus und Inquisition und um die höchsten Menschheitsgüter, Freiheit und Gerechtig­ keit, ringt. Die Form, in welche Schiller seine unermeßliche Gedan­ kenarbeit gegossen hat, ist getragen von einem hohen Pathos, oftmals in dunkler Schönheit aufrauschend wie edler Orgelklang. Es ist kein Zufall, daß Schiller - neben Goethe - zu den meistzitierten unserer klassischen Dichter gehört. Vor hundertfünfzig Jahren hat Friedrich Schiller seinen persönlichen Freiheitskampf zu Ende gekämpft. Den strah­ lenden Erfolg in seiner weltumfassenden Größe hat er nicht erleben dürfen. Wir aber, die wir unbeschwert und oft ohne innere Anteilnahme besitzen, was er mit heißem Herzen er­ sehnt und wofür er gestritten und gelitten, wir schulden ihm auf immer Dank und Verehrung. Denn er war ein Tapferer, und mit seinen eigenen Worten wollen wir uns zu ihm be­ kennen : «Tapfrer, deines Ruhmes Schimmer wird unsterblich sein im Lied.» ff.

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Kurz vor Ostern, am 5. April 1955, hat sich in einer unserer Werkstätten ein schweres Betriebsun­ glück ereignet und Geschäftsleitung und Belegschaft in Bestürzung und tiefe Trauer versetzt. Bald nach Arbeitsbeginn löste sich in tragischer Verkettung un­ glücklicher Umstände auf einer Galerie ein Material­ gestell und stürzte, das Geländer durchbrechend, einige Meter tief in den darunter liegenden Fabrikations­

raum, sieben dort beschäftigte Betriebsangehörige unter sich begrabend. Wohl setzten die Hilfsmaßnah­ men sofort ein, Arzt und Sanitätspolizei waren in kürzester Zeit zur Stelle und nahmen sich der zum Teil sehr schwer Verletzten an. Allen, die sich hilf­ reich um die Verunglückten bemüht haben, möchte die Geschäftsleitung auch an dieser Stelle ihren wärmsten Dank aussprechen.

In der Folge sind, ungeachtet aller ärztlichen Bemühungen, drei der Verunfallten, die Herren

Emil Brunner, Fräser, geb. 1901, 18 Dienstjahre

Johann Meisser, Hilfsarbeiter, geb. 1898, 5 Dienstjahre Karl Waser, Hobler, geb. 1902, 8 Dienstjahre

ihren sehr schweren Verletzungen erlegen. Das Be­ finden der übrigen vom Unfall Betroffenen gibt glück­ licherweise zu keinen ernstlichen Befürchtungen mehr Anlaß. Die drei aus unseren Reihen so jäh abberufenen Arbeitskameraden sind als Opfer treuer Pflichterfül­

lung gestorben. Ein unfaßliches Geschick hat ihre Familien, ihre Kameraden und Vorgesetzten in schweres Leid versetzt. Wir werden sie allezeit in ehrendem, treuem Andenken bewahren; ihre Ange­ hörigen versichern wir unserer tiefempfundenen Anteilnahme.

Unser langjähriges Verwaltungsratsmitglied Herr Paul Lachenal, von Genf, wurde uns am 10. März 1955 nach einer langwierigen Krankheit durch den Tod entrissen. Der ver­ ehrte Verstorbene gehörte seit dem Jahre 1918 unserem Ver­ waltungsrate an und bekleidete von 1945 bis 1950 das Amt eines Vizepräsidenten. Er leistete unserem Unternehmen durch sein reiches Wissen, seinen Weitblick und durch seine großen Erfahrungen hervorragende Dienste und hat die Weiterentwicklung unsererFirma durch seine wertvolleMitarbeit tatkräftig gefördert. Wir werden Herrn P. Lachenal als vornehmem und charaktervollem Mitarbeiter immer ein treues und dankbares Andenken bewahren.

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Bild

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Bild 2: richtig

: falsch

UNFALLVERHÜTUNG Schütze deine Augen! Zum Schutze der Augen hat die Firma 2 Modelle Schutz­ brillen von der SUVA angeschafft, die an die Arbeiterschaft verteilt worden sind. Das schwere Modell, genannt Korb­ brille, ist bei allen stark augengefährdenden Arbeiten zu tragen. Dies gilt besonders beim Schmirgeln, Meißeln, Stemmen, Nieten und Ausspitzen, beim Drehen, Bohren und Hobeln von spritzigem Material (z. B. Bronze). Zum Ausblasen von Arbeitsstücken mit Preßluft, beim Schneiden von Eisen an der Warmsäge sowie beim Aufträgen von Farblösungsmitteln (Laugen) sind ebenfalls die Korbbrillen zu tragen. Arbeiter, deren Augen durch in der Nähe ihres Arbeits­ platzes ausgeführte Arbeiten gefährdet werden, haben eben­ falls Schutzbrillen zu tragen. Für das autogene Schweißen und Schneiden müssen die

zur Verfügung gestellten Brillen mit Spezialgläsern ver­ wendet werden. Auch der Helfer des Schweißers hat seine Augen zu schützen. Schmutzige Schutzbrillen werden von unserem Werk­ samariter gereinigt. Er behandelt die Gläser gegen das An­ laufen mit einer speziellen Flüssigkeit. Damit die Schutzbrille den Zweck erfüllt, muß sie gut an­ liegen. Bild 1 zeigt eine schlechtsitzende Brille. In Bild 2 ist ersichtlich, wie die Brille durch das Nachbiegen des Steges in die richtige Lage kommt. Jeder schütze seine Augen, denn sie sind das kostbarste Gut des Arbeiters. Wie wichtig das Tragen der Schutz­ brillen ist, zeigt die Zahl der Augenunfälle, die trotz rück­ läufiger Bewegung seit 1952 im Jahre 1954 immer noch 80 Fälle betrug. K. Clauß

Von der Arbeit unserer Werkstätten

Unsere Besucher

Einer besonderen Anstrengung bedarf die Fertigstellung des neuen Autotransportzuges, den die Bundesbahnen an Pfingsten auf der Strecke Göschenen-Airolo einsetzen wol­ len. Der Zug besteht aus je einem vierachsigen Verladewa­ gen am Anfang und Ende und acht zweiachsigen Zwischen­ wagen. Es wird uns eine große Genugtuung sein, auf Ende Mai unserer treuen Kundin SBB den fertigen Zug zu übergeben und so das in unsere Leistungsfähigkeit gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen.

Mr. D. Kumar, Inspektor der Indian Railways, besuchte uns am 19. März in Begleitung des Professors Ing. Mario Pittoni und Dr. Ing. Ferruccio Stoppani von der Firma Breda, aus Mailand, um den italienischen Herren die Aus­ führung und Qualität der Stahlwagenzu zeigen, die in Schlie­ ren für Indien im Bau sind. Am 28. März konnten wir eine Abordnung der Türki­ schen Staatsbahnen empfangen, die lebhaftes Interesse für die Schlieren-Leichtbauweise der Stahhvagen bekun­ dete. 39


Aufruffür eine Betriebsmusik Von mehreren Seiten ist der Wunsch nach der Gründung einer Betriebsmusik geäußert worden. Der Redaktor der Hauszeitung bittet alle Werkangehörigen, die ein Instru­ ment spielen, telephonisch bei Nummer 300, Vogel, sich melden zu wollen. Wir hoffen, inKürze einMusikkorps aufstellen zu können, das mit seinen Darbietungen das Leben unserer Gemein­ schaft bereichern kann.

PERSONALCHRONIK Ende März hat unser Hauswart Julius Müller die SWS verlassen und ein Reinigungsinstitut für eigene Rechnung in Schlieren eröffnet. Wir wünschen Herrn Müller vollen Erfolg in seinem Geschäft. Herr Josef Grendelmeier ist aus der Arbeitsvorbereitung ausgetreten. Aus dem TB-Wagonsbau ist Herr Walter Himmel zur Lokomotivfabrik Winterthur übergetreten, der er schon früher einmal angehört hatte. Herr Peter Gerevin, Zeichner, hat uns nach zweijähriger Tätigkeit verlassen, und Herr Albert Reimann, Konstrukteur, geht zur Weiterbildung in eine andere Firma. Vom TB-Aufzugbau hat Herr Hans Niederhauser Schlie­ ren verlassen, um eine Stelle bei Kipfer-Wirz anzutreten; Herr Hellmuth Rohr geht zu einem Architekten ins Wallis, die Herren Hans Eimer und Theo Bucher sind auf Ende März, bzw. April ebenfalls ausgetreten. Fri. Rosmarie Großmann tritt auf Ende April aus dem Lohnbüro aus. Wir wünschen Fri. Großmann und allen Mitarbeitern das Beste für ihre weitere Laufbahn. Als neue Mitarbeiter begrüßen wir Herrn Rudolf Hottinger im OB-Export für Aufzüge, im TB-Aufzugbau die Herren Fritti Leusßnger bei J. Speck und Frit% Zweifel bei W. Rösli für mechanische Ausrüstung und Herrn Siegfried 1'schüfen bei K. Engeier im Rolltreppenbau. Herr Ernst Nußbaum ist für ein Jahr zur Ausbildung in Schlieren, um nachher bei unse­ rer Vertretung in Norwegen, Jonas Myhre AS, zu arbeiten.

Schlieren

Als neue Mitarbeiter in den Werkstätten be­ grüßen wir: Bei Meister W. Keller im Kabinenbau die Herren Hermann GrafAnd Rudolf Slamanig. Im Türenbau sind die Herren Siegfried Hößle, Paul fäckle, Mario Ferrari, Schlosser, und Walter Altmann, Handlanger, bei Meister H. Dietrich eingetreten. In der Blechschlosserei I (Meister E. Müller) Frau Plilda Häfele, Hilfsarbeiterin, und Herr Kurt Möckel, Spengler. Bei Meister M. Bächtold in der Blechschlosserei III Herr Paul Fallast. Herr Luigi Conti ist zu Meister H. Salm in die Detailschlosserei gekommen. Die Herren Hein‘S Müller, Hans Zbinden und Robert Pürier, Mechaniker und Schlosser, sind im Lehrenbau

bei P. Heller tätig, ln der Montageschreinerei ist Hetr'Fran% Widrner neu zu Meister J. Sigg gekommen. . Werkführer H. Burkhardt hat nun Fräulein Edith Wenger als Werkstattschreiberin. Auf dem Prüfstand Max Müller arbeiten die Herren Karl Haas, Verdrahter, und Hansjörg Madörin, Feinmechaniker; im Apparatebau J. Bischof ist Frau Martha Waldkirch als Hilfsarbeiterin eingetreten. Herr Hugo fordi arbeitet als Kon­ trolleur bei E. Wernli. Die Equipe A. Dürig der Aufzugmontage hat in der deutschen Schweiz Zuwachs erhalten: die Herren Johann Kaindl in Zürich, Gert Müller in Schlieren; in Bern Walter Kiienfl und Walter Rüfenacht, Mühleberg; in Basel Rudolf Schaub und Walter Raths, Gustav Müller in Niederhasli am See und Elans Bernhard in Schöftland. Wir heißen alle neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herzlich willkommen. Geburten Wir gratulieren Herrn Oester, Aufzugmonteur, und Frau in Birmensdorf zur Geburt ihrer Tochter Sonja am 19. März. Herr Alfred Fuchs, Probierstand, und seine Frau Sonja geb. Stappung zeigen die Geburt ihrer Tochter Anita am 28. März an. Herr Robert Binz, TB W, teilt uns die Geburt eines Sohnes Peter am 18. April mit. Wir wünschen allen Eltern und kleinen Erdenbürgern viel Glück und Freude. Ausflüge Der Vorstand des Angestelltenvereins wird im Laufe der kommenden Monate folgende Veranstaltungen organisie­ ren: Samstag, den 14. Mai 1955 Besichtigung des Flughafens Kloten. Pfingstmontag, den 30. Mai 1955 Besichtigung der Walz- und Stahlwerke der Gesellschaft der L. von Rollschen Eisenwerke in Gerlafingen. Bei schönem Wetter anschließend Ausflugauf den Weißen­ stein, einen der schönsten Aussichtspunkte des Juras. Im Juli 1955 Abendrundfahrt auf dem Zürichsee bei Musik und Tanz mit einem der neuen Schiffe der Zürcher Dampfboot AG. Wir hoffen auf zahlreiche Beteiligung und werden uns freuen, bei dieser Gelegenheit alte und neue Mitarbeiter einander näherzubringen. pr_ St. Sportecke Das am 16. April im Restaurant Bahnhof durchgeführte Tischtennis-Turnier vereinigte 21 Teilnehmer an den recht interessanten und teilweise hitzigen Kämpfen. Die Abteilung Kabinenbau scheint ein ausgezeichnetes Klima für Tischtennis-Akrobaten zu haben, denn nicht weni­ ger als 3 der 4 Gruppensieger stammen aus dieser Abteilung. Die interessante Finalrunde der 4 Gruppenersten ergab folgende Rangliste : 1. Ehebruster Franz Kabinenbau 2. Aeschlimann Georg Archiv 3. Roblek Max Kabinenbau 4. Imhof Karl Kabinenbau Es scheint, daß der Tischtennis-Sport guten Anklang ge­ funden hat. Wir werden uns deshalb bemühen, Spielgelegen­ heiten zu schaffen, damit diesem Sport in vermehrtem Maße gehuldigt werden kann. Sportkommission

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Schlieren nachrichten 1955 Nr.5  

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