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MAGAZIN NR. 4/2009 Dâm-Funk, Blockhead, Marc Hype & Jim Dunloop, Fashawn, Mary Anne Hobbs, Hyperdub, TruThoughts…

WAHRHEIT, FANTASIE, ESKAPISMUS UND FUNK


TE L H Ä W E G S U E T A K R U U D N O R P & N E K R MA

S R E K A E N S / G N I S H E I T R O O L S C S E RASSE T S C R E C U A HA

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EDITORIAL

INHALT

Hui, die Zeit rast aber wieder einmal. Eigentlich müssten wir schon längst wieder weg sein. Doch da gerade ein Jahrzehnt zur Neige geht, nehmen wir uns die Zeit, um innezuhalten. Was waren das für zehn Jahre? Keine schöne Zeit – v.a. nicht für die Musikindustrie. Insbesondere MP3 und Web 2.0 haben die Art und Weise wie wir Musik konsumieren, verbreiten, hören und uns über sie austauschen, entschieden verändert. Da erscheint es schon fast antagonistisch, was wir hier bei HHV seit nunmehr sieben Jahren machen: auf physische Tonträger setzen und ein Printmedium herausbringen. Doch ist es nicht gerade die Rückbesinnung auf diese Werte, auf Reflexion und Wohlgeschmack, die das Leben am Ende des Tages (und auch des Jahrzehnts) lebenswert machen? Also haben wir uns intern die Köpfe heißgedacht und 60 Alben zusammengestellt, die uns in diesem Jahrzehnt gefallen, herausgefordert, inspiriert haben. Es ist nicht die Liste einer Geschmacksdiktatur geworden, sondern eine Reihe an Vorschlägen, darüber zu räsonieren, was in dieser Dekade musikalisch eigentlich so los war, und natürlich diese Hörgenüsse dann auf Vinyl zu zelebrieren. Seid ihr nicht mit dieser Liste einverstanden? Dann äußert Kritik, macht Gegenvorschläge, helft uns auf die Sprünge. Denn wir wissen spätestens seit Immanuel Kant: »Die Vernunft muss sich in allen ihren Unternehmungen der Kritik unterwerfen, und kann der Freiheit derselben durch kein Verbot Abbruch tun, ohne sich selbst zu schaden.« Wir freuen uns über Eure Zuschriften (leserbriefe@hhv.de). Viel Spaß beim Lesen, Blättern, Stöbern und Betrachten wünscht die Redaktion

MIXED UP 004 – News & Verlosungen 012 – Mixed-Up Products: To Each His Own

MUSIC FEATURES 014 – 60–00 018 – House, House and More Fucking House 022 – Dâm-Funk 024 – Blockhead 026 – Edo G. & Masta Ace 027 – Fashawn 028 – Bugz in the Attic 029 – Robot Koch / The Q4 030 – Hype & Dunloop 031 – Hi-Hat Club 032 – Opensouls 033 – Iswhat?! 034 – Mary Anne Hobbs 035 – 2562 036 – Label Special: Hyperdub 038 – Label Special: TruThoughts 040 – Favourite Vinyl Stories 041 – DJ-Charts

MUSIC PRODUCTS 042 – Hip Hop 052 – Electronic / Dance 058 – Organic Grooves 066 – Rock / Indie 070 – Reggae / Dancehall 072 – Beats & Breaks 073 – Bandmerch

HOUSE, HOUSE AND MORE FUCKING HOUSE

CLOTHING

018-021

074 – Interview & Fotostrecke: Ucon 080 – The North Face 082 – Bench 084 – Streetwise Techniques 086 – Nike 088 – Carhartt 092 – Adidas 094 – Acrylick 095 – Wemoto 096 – LRG 098 – Irie Daily 099 – Mazine 100 – Cleptomanicx 102 – Knitwear 104 – Mützen 105 – Caps

House ist wieder wer. Zugegebenermaßen ist diese reißerische Einleitung eine Hyperbel. Weg war House, einer der zahllosen Söhne von Disco, Soul und Funk (und damit mit Techno und HipHop verschwägert), ja nie so ganz. Dass er aber in den letzten drei bis vier Jahren noch während der systematischen Minimalisierung elektronischer Tanzmusik und der grellen Überzeichnung seiner großen Stärken durch die Maximalisierung der Franzosen, im Kielwasser des omnipräsenten Disco-Revivals einen solch imposanten 28. Frühling erleben würde, konnte, aber musste, man nicht unbedingt erahnen. Wir stellen mit The Revenge, Motor City Drum Ensemble und Trus‘me drei Protagonisten vor

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 2

106 – Levi´s 107 – Cheap Monday

SNEAKER 108 – Sneaker Corner: Nike Air Jordan 110 – Nike 112 – Adidas 114 – Asics / Onitsuka Tiger 115 – Vans

BOOKS & MAGS 116 – Machine

DVDs 118 – DVDs


IMPRESSUM Verlag/Herausgeber HHV.DE Thomas Ullrich Grünbergerstr. 54 D-10245 Berlin Fon. +49 (0)30 293812-40 Fax. +49 (0)30 293812-55 Email. info@hhv.de Steuernr. 31/566/63362 Ust.-Id.Nr. DE813538140 Redaktion Sebastian Hinz (V.i.S.d.P.) sebastian.hinz@hhv.de Produktmanagement David Wetzel david.wetzel@hhv.de Redaktion community.hhv.de Florian Aigner florian.aigner@hhv.de Projektleitung Stefan Gerats stefan.gerats@hhv.de Anzeigenleitung & Marketing Stefan Gerats stefan.gerats@hhv.de Layout & Artdirection Legendbros info@legendbros.de Produktfotografie & Produktbearbeitung Gordon Gieseking, Martin Pohle , Sarah Rackel AutorInnen dieser Ausgabe Florian Aigner, Daniel Brämer, Jakob Bretschneider, Julian Brimmers, Karim Chughtai, Johannes Desta, Julian Gupta, Peter Hagen, Christoph Hermann, Roman Högerle, Christian Illner, Beate Kroissenbrunner, Tony Kunstmann, Sascha Leutloff, Nicole Litwin, Bianca Ludewig, Benjamin Mächler, Andreas Margara, Oliver Marquart, Jan-Hendrik Mautsch, Paul Okraj, Jens Pacholsky, Regine Pfaff, Daniel Schieferdecker, Ronald Seibt, Hans Steibaniz, Svetoslav Stoyanov, Amadeus Thüner, Florian Triesch, Daniel von der Vring, David Wetzel Fotografen dieser Ausgabe Tilman Junge, Tobias Schult, Christoph Voy, Legendbros.

DÂM-FUNK

022-023

Vertrieb Eigenvertrieb (Direktversand an Kunden, Auslage HHV.DE Selected Store, Auslage Special Events) Verlosungen Die Teilnahme ist erst ab 18 Jahren möglich. Die Verlosung findet nur innerhalb Deutschlands statt. Falls nicht anders angegeben, gilt der Einsendeschluss 31.1.2010. Bei Mehreinsendungen entscheidet das Los. Die Gewinner werden von uns benachrichtigt. Mitarbeiter von hhv.de und deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die nächste Ausgabe erscheint am 1.3.2010 Alle Rechte vorbehalten. Ein Nachdruck – auch nur auszugsweise – darf nur mit vorheriger und schriftlicher Einwilligung der Redaktion erfolgen. Alle Urheberrechte liegen bei der Redaktion, sofern nicht anders angegeben. Für unaufgefordert eingesandtes Material aller Art wird weder Verwendung garantiert noch Verantwortung übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für ihre Artikel übernehmen die Autoren die presserechtliche Verantwortung.

Er gilt als das nächste große Ding im Stones Throw-Labelstall. Schenkt man Peanut Butter Wolf Glauben, so ist Dâm-Funk das Modern Funk-Projekt der Westküste, auf das nur gewartet wurde. Doch von seinen minimalistischen Funk-Exzessen schwärmt nicht nur jene junge Produzentengeneration um Hudson Mohawke, sondern auch so Genre-fremde Künstler wie Animal Collective, deren Konzerte er mit seinen bunten DJ-Sets mitunter eröffnet. Dabei hätte der »Ambassador des Funk« auch einfach ein guter Friseur werden können…

BLOCKHEAD

024-025

Ja, sie ist irgendwie im Arsch, die gute alte Musikindustrie. Überall wird nur noch gerechnet, kalkuliert und analysiert, anstatt sich einfach mal wieder aufs Wesentliche zu konzentrieren – nämlich auf die Musik. Genau das macht Blockhead aus seinem vierten Soloalbum »The Music Scene«

UCON

74-79

Es ist nicht genau überliefert, warum die Macher des Modelabels Ucon vor zwei Jahren nach Berlin kamen: Wollten sie einfach unsere quasi Nachbarn sein oder das Potenzial der Hauptstadt nutzen? Fakt ist, sie machen seither Mode, die eine konkrete Visionen vermittelt

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 3


MIXED-UP

HUDSON MOHAWKE Endlich debütiert Hudson Mohawke auf Albumlänge. Spätestens seitdem seine Version von Tweets »Ooops! Oh My« die Blogosphäre eroberte, waren die Erwartungen an den Warps Nesthäkchen einigermaßen hoch. »Nachdem ich Ende 2007 bei Warp unterschrieben habe, folgte eine Zeit, in der ich wie gelähmt war und nichts tat, außer mir Sorgen zu machen.« Völlig unbegründet, wie sich mit »Butter« herausstellte. Der Titel ist hier übrigens Programm und setzt sich musikalisch zwischen Soul & Leftfield-HipHop, zwischen Isaac Hayes‘ »Hot Buttered Soul« und Peanut Butter Wolf, wenn man so will. Und: »›Butter‹ benennt etwas ganz Ursprüngliches, Natürliches einerseits, etwas sehr Kultiviertes andererseits. Sie kann verschiedene Formen annehmen, flüssig sein oder auch hart wie ein Block. Das spiegelt sich auch in der Musik.« Insgesamt ein gelungenes Statement für einen 23jährigen. Hudson Mohawkes »Butter« ist bereits bei Warp/Rough Trade erschienen Foto Christoph Voy

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TIP!

ERRATA

Wie hieß es bei Sigmund Freud so schön: »Man erinnert sich, um zu vergessen.« Bei uns verhält es sich eher andersherum. So erinnern wir uns auch in dieser Ausgabe an einen Fotografen, den zu erwähnen wir in der letzten Ausgabe vergessen hatten. Tilman Junge hat für uns diese schönen einseitigen Fotos in der Anfangssektion des Kataloges geknipst. Und das sollte man dann auch mal einfach so stehen lassen.

PROJECT: SQUARED

Da geht ein Traum in Erfüllung. Mr. (Paul) Cooper hat mit freundlicher Unterstützung von HHV ein Label gegründet, dass sich den dunklen, bassigen Klängen britischer Klubmusik erfreuen soll. Als wäre das nicht der Freude genug, hat Project: Squared – so der Name des Labels – in ST Holdings, einem der größten Dubstep- und Technovertriebe Großbritanniens, einen großartigen Vertriebspartner gefunden zu haben. Und die erste Veröffentlichung steht auch schon fest, kommt von Asusu und heißt »Taurean 7 Small Hours«. Der Künstler kommt aus der beschaulichen Stadt Bath, im Nordwesten des Landes in der schönen Grafschaft Sommerset gelegen. Seine Produktionen verbinden 2-Step-inspirierte Beats mit feinen Melodien und »ordentlichen« Bässen. Im Februar folgt dann schon Furesshu aus Bristol mit einer 12inch, die eher die 4/4 betont, wenn auch gewohnt deep und bassig. So soll es sein. Mit Project: Squared wird Project: Mooncircle, dem Label für Musik zum Zuhören, ein Label für Musik zum Tanzen gegenübergestellt. Art.Nr.182685 - PSQ001 - Asusu „Taurean / Small Hours“ 12“

LEUTE, DIE BEKANNT SIND, LESEND, IM HHV.DE SELECTED STORE, MIT EINEM HHV MAGAZIN IN DER HAND DIESMAL: BUSY P, ED BANGER-CHEF, FRANZOSE Was wir aus diesem Bild lernen können a) zu viel Party am Tag kann verwirren b) man kann trotz Analphabetentums Karriere machen c) für ein Foto macht Busy P alles Foto Markus Staiger

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 5


MIXED-UP

PART 1 Im Jahre 1974, als Graffiti in Form eines farbenfrohen »Boom« zu explodieren begann, galt Part One schon als einer der einflussreichsten Writer in New York. Bereits drei Jahre zuvor hat er in Spanish Harlem mit dem Zeichnen begonnen. Seine Buchstabenentwürfe und Farbkonzepte waren »bahnbrechend« und nicht nur, weil sie überwiegend ganze Züge verzierten. Im September war der immer noch als Illustrator und Maler aktive Künstler in Berlin, um einerseits seine eigene Ausstellung in der Common Ground Gallery zu unterstützen, sondern auch, um die nunmehr vierte Ausgabe der »On the Run Book«-Reihe zu promoten, in der in zahlreichen Abbildungen und Essays des Autors Alain »KET« Maridueña ein gelungener Überblick über das Leben und Schaffen von Part One vermittelt wird. Eine Mauer hat er bei der Gelegenheit auch gleich noch verziert.» On The Run Book #4: Part One – The Death Squad« ist bereits bei From Here To Fame erschienen Foto Tilman Junge

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 6

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RAZZ – DAS BEATBOXICAL Es ist das heimliche fünfte Element im Hip Hop. Nur hat das Beatboxing, neben dem eMCeeing, B-boying, Writing und DJing lange Zeit ein Schattendasein geführt. Doch in den letzten Jahren hat sich diese Kunst langsam aus dem Hintergrund gelöst und dank der stets komplexer werden ausschließlich mit dem Mund gemachten Töne, Geräusche und Rhythmen auch die Aufmerksamkeit verdient. Nun hatte Ende Oktober in Berlin das erste »Beatboxical« Premiere, das Elemente aus Musical, Theater und Variéte mit eben dieser Mundakrobatik verbindet. »RAZZ« handelt von Zak, einem Adoleszenten, der versucht den Absprung aus der elterlichen Umklammerung ins wirkliche Leben zu schaffen und begleitet ihn einen Tag, vom Aufstehen bis zum Schlafengehen. Alle Geräusche dieses Stücks sind natürlich

mundgemacht. Als Darsteller konnten vier der besten deutschen Beatboxer gewonnen werden: Phil von 4xSample, Tobi von den Berlin Nutz,Kays und Rapha von den Oralic Sound Machines. So zeigt das das Stück nicht nur, welches Potenzial für die Musik im Beatboxing steckt, sondern auch, dass die mundgemachte Geräuschwelt eine ganze Geschichte transportieren kann. »RAZZ – Das Beatboxical« wird noch bis Ende des Jahres, mittwochs, 20 Uhr, im Shake! Am Berliner Ostbahnhof gezeigt. Weitere Informationen: www.beatboxical.de. Wir verlosen 3x2 Eintrittskarten für die Dezembervorstellungen: Bitte E-Mail mit Wunschdatum an gewinnen@hhv.de, Betreff: Razzfazz

WIN!

KAN KICK Über Kan Kick zu schreiben lässt sich unmöglich unter der Prämisse bewerkstelligen, nicht auf die Herkunft und Geschichte des Mannes aus dem beschaulichen Oxnard, California einzugehen. Aufgewachsen im besagten Städtchen unweit von Los Angeles, lernte er im jüngeren Teenageralter den gleichgesinnten Sportskameraden Otis Jackson jr. kennen, der später unter dem Pseudonym Madlib für Furore sorgen sollte. Beide lebten HipHop in allen Facetten, verbrachten viel Zeit miteinander, tauschten fleißig Platten aus und begannen früh mit dem Produzieren eigener Beats. Zusammen mit DJ Romes und MC Wildchild formierte sich schnell die Crew Lootpack, deren späteres Debütalbum das erste große Ausrufezeichen der heutigen Indieperle Stones Throw darstellt. Kan Kick allerdings war zu diesem Zeitpunkt bereits ausgestiegen und mit der Gründung einer neuen Crew namens Funk Farm beschäftigt, die ihn unter anderem mit dem späteren Vorzeige-Turntablist und Dilated Peoples-Mitglied DJ Babu zusammenbrachte. Die Geschichte der Anderen war aber nie die Geschichte des Kan Kick. Während die alten Weggewährten

allesamt vornehmlich gen Los Angeles zogen und Plattenverträge abschlossen, blieb er aus freien Stücken in Oxnard zurück, suchte weiterhin Tag ein Tag aus nach staubigen Breaks, produzierte und veröffentlichte im Selbstvertrieb oder auf kleineren Labels und erarbeitete sich innerhalb der letzten Jahre vor allem in Europa Legendenstatus als weltweite Untergrundkoryphäe. Dennoch waren Tonträger des Mannes insgesamt rar gesät. Nun kehrt Kan Kick exklusiv auf HHV.DE mit einer imposanten Werkschau seiner Produktionen zwischen 1996 - 2001 auf Vinyl gepresst zurück. Das mit »Beautiful: Opus Of Love Deeper Than Flesh Vol. 1-2« betitelte und 21 Stücke fassende Werk kleidet und besticht dabei in einer unnachahmlichen KanKick-Manier: Schleppend-treibende Breaks in einen daunengefüllten Anorak detailliert-arrangierter Samples, melancholischer Flächen und warmer Keyboard-Sounds. Unwiderstehlich! Text Paul Okraj Wir verlosen 3x die Platte von KanKick von. Einfach E-Mail an: gewinnen@hhv.de, Stichwort: KanKick

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 7


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MIXED-UP

RASTER-NOTON

5

B

Wie sagte man als Pennäler immer so schön: Chemie ist das, was brummt und kracht. Das Chemnitzer Label Raster-Noton, Deutschlands Hochburg für experimentelle elektronische Musik, hat sich diesem lautmalerischen Ausspruch angenommen und nun die Elemente 111 bis 119 des Periodensystems der Elemente vertont. In der sog. unun-Serie veröffentlicht das Label von Carsten Nicolai und Olaf Bender nun neun 12inches, die sich überraschenderweise nicht durch Brummen und Krachen, sondern durch spannende, stringente Elektronik-Kompositionen auszeichnen. Den Anfang der Katalog-Nummern 111 bis 119 im »Archiv für Ton und Nichtton« machen NHK (unununium) , Grischa Lichtenberger (ununbium), Aoki Takamasa (ununtrium) und Mika Vainio (Pan Sonic) (ununqadium) mit Musik, die keineswegs nur statische Klangkunst ist, sondern treibend, herausfordernd, herausragend. Wer sich bislang noch nicht in die Sphären experimenteller elektronischer Musik vorgetraut hat, dem sei dieses Nonett als Einstieg empfohlen. Denn diese Serie kann nur eindringlich empfohlen werden. Die neun 12inches der unun-Serie erscheinen nach und nach bei Raster-Noton/Kompakt

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Palladium 106.42

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Platin 195.078

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Cadmium 112.411

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Phosph 20.953

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Thalium 204.3833

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Arsen 74.92

Germanium 72.64

2 8 18 18 3

Indium 114.818

Tl

15

Silizium 28.0855

Gallium 69.723

2 18 80 18 32 18 r 2 e b il Quecks 200.59

Hg

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Aluminium 26.981538

Zink 65.409

Silber 107.8682

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Zn

Kupfer 63.546

Nickel 8.6934

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Stickstoff 14.006

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BLAQ POET,

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rappender Haudegen aus dem New Yorker Stadtteil Queens, verrät uns, welche fünf Hip-HopKlassiker seine Nachbarschaft repräsentieren Text Benjamin Mächler

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B

SHAFIQ HUSAYN

Das Raubein Blaq Poet rückte sich in diesem Sommer, mit dem von DJ Premier produzierten Albums »Tha Blaqprint«, zurück in den Fokus von Menschen mit einem Faible für Sounds aus New Yorks Königinbrücken-Viertel oder mit Premo-Schrein auf dem Nachttisch. Dass er bereits seit 1987 als MC in Queens unterwegs ist und seinen Einstand auf einem Disstrack im Rahmen der »Bridge Wars« gegen Boogie Down Productions gab, ist eher unbekannt. Ähnlich wie die Tatsache, dass er lange vor seiner Zeit bei Screwball mit DJ Hot Day als Crew PhD formierte und Anfang der 1990er Jahre über das legendäre Label Tuff City das Debütalbum »Without Warning« veröffentlichte. Poet hat demnach im Laufe der Jahre viele kommen und gehen sehen in den Public Housing Projects zwischen Vernon Boulevard und der 21st Street. Wer bietet sich also besser an für eine Top-5 der Queensbridge-All-Time-ClassicRap-Songs!?

Wismut 209

1. MC SHAN – THE BRIDGE (ART. NR.: 132497)

MC SHAN – KILL THAT NOISE (ART. NR.: 052236)

2. ROXANNE SHANTE – ROXANNE‘S REVENGE (ART. NR.: 113315)

5. CAPONE-N-NOREAGA – T.O.N.Y. (ART. NR.: 000671)

3. MOBB DEEP – SHOOK ONES (ART. NR.: 002862)

Blaq Poet: »Ich habe diese Songs ausgesucht, da sie alle von meinen Freunden gemacht wurden. Wir kommen alle aus der gleichen Nachbarschaft und diese Titel haben enormen Anteil daran, dass Queensbridge in Hip-Hop-Kreisen auf der ganzen Welt bekannt und respektiert ist.«

Angefangen mit Produktionen für Ice-T zu dessen Blütezeit, stach Shafiq Husayn in seiner mittlerweile zwei Dezennien währenden Schaffenszeit vor allem in den letzten Jahren als Produzent für Künstler wie Jurassic 5, als Mitglied der Sa-Ra Creative Partners, sowie als Mastermind des letzten Albums von Erykah Badu hervor. Ganze zwanzig Jahre hat es insgesamt gedauert, bis er das schattige Plätzchen seines Studios und den Verbund mit seinen Produzentenpartnern gegen den sonnigen Platz im Fokus der Aufmerksamkeit eines ersten Soloprojekts eintauschte. Mit »En’ A Free Ka« gelingt ihm nun eine beeindruckende, weil »musikalische« Soloplatte, die den Hörer mitnimmt und eintauchen lässt in die Welt der Rhythmik, der Spiritualität und Melodienlehre. Auffallend dabei: Verglichen mit anderen (HipHop-) Produzenten, lässt sich die Zahl derer, die über ein ähnliches Feingespür für Songwriting, Melodie und Arrangement besitzen, an einer Hand abzählen. Kein Wunder also, dass sich für die exklusive 10inch-EP, die HHV gemeinsam mit Plug Research herausbringt, die beiden Hochkaräter Flying Lotus und J.Rocc für Remixe geradezu aufdrängen, um in die Liste der illustren Gäste, die bereits auf dem Album vertreten waren (Bilal, Count Bass D, Om’Mas Keith), aufgenommen zu werden. Zu den beiden Remixen gesellen sich zwei weitere NonAlbum-Tracks, die die EP zu einer runden Sache und das Album ohnehin zu einem Anwärter auf die Platte des Jahres machen. Text Paul Okraj Wir verlosen 3x die Vinyl-EP von Shafiq Husayn. Einfach E-Mail an: gewinnen@ hhv.de, Stichwort: Shafiq Husayn HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 9


MIXED-UP

Man ka Ma Man kan nn n es es sch ch chon ho on n lei le le eiise e hör hörren, en,, da dass Surr Surr u en e der der Hy Hypem Hypem pemasch chiin ine n nerie r , die ri ie von von nd de er brit riitis ritis isc scch hen e Pr Press P es ess ssse auch auch ucch be bei De elp phic phic hicc ang nge ng escchmi hmi hm misse se sen en werd werd rd rden de en n wir wiird und nd die ie e dr drei eii Jun e Ju un u ngs gsp pund unde en en als ls ne neue e Kla Kllaxon K laxo xo xon on ns, s, neue neu n eu ue Bloc oc Pa o Party y, n neu eu eue ue eN New Orrde de d er feie ern rn wir w iird. d. Doc Doc Do och dies iesmal ma al wo al w ll llle lle en w wir i in ir ins ns Su n Surre rre rre en nm mit it e it ein in nst sti timme mme m men. m n. Den De nn irge irg rrge ge gendw nd n dw dwa ass läuft läu äu uftt an and nd n ders er be er beii Matt attttt C a Co ocks cksedg k edge, edg dge, e, Jam Ja Ja am mes es Coo C oo ok und nd R Ric icchar cha ha har ard Boa oar ard dma dm man aus us dem dem »s de »schö chö ch önen nen«« Indu Ind ndu dust s rrie iestä st dtc st dtt hen hen e Ma Manch nches estter e er. e rr. Al Allss sie im m Frü Frü ühja hjahr hj hja hrr die dieses di sses es Ja Jahres es ihre iih hre e Sin Sin Si ingle gle e »C »C Coun oun unter un te po ter poi p oi o nt nt« t« al t« a s lliim im miiti itie t errte rtte te 12inc 12 2inc n h beim nc leg legend eg e ge end en dä äre ren belg re lgisc iisc scchen hen Te he Techno-L chn hn no-L o a oab abe b l R&S &S v verröff öffffent ö e tlic tli lic i ht ht hab ab e en en, n n, da da wu w rde de e sp späte äte äte t ste teste stte ens nss deu de eutli lich, icch, ch h, di h d e dr drei rei »M re Man anc ncuni n ninians a an nss« hab n abe a b n nich ben be cht nur ch nur ur Sti Stil, St l, son son ond der de errn au e uch ch h ei e n au usg ssg gepr ep epr p ä ägt gttes g es mu mus m us u iikh ikhist hist is o ori risch ch hes es Ve Ver V erstä e stä tän ndn nd dnis. is. s So st stellen ell ell le en n ssic ich ch Delp e phic h hic auc a uc uch h in die e g gu gut ute Trad ut adi ad dit iti iti tio on n (Fa (F Faccto F ctory y Rec R ords, Re orrd ord rds, s, Hac Ha Ha aciien enda, e da a, New ew Or e Orde Order der er, »2 24 4 Hou Ho r Part arrtty Peop eo op ple« le le« e««) ihre e hre hr rer He eim im mats atstad tstad adt, ad dt, t die die ie jja a wi wie kein kein e ne zwei ei zw weitte wei e für fü ür di die ese se eV Verbi rb bin ndu n du dung ng von von Gi v Gita tarrre re und u nd n d El Elek ekt e kttron ron nik ik, k Schwe Schwe Sc hw wermu we mu m ut und d Aus A sgel Au gel gel e ass ass ssenh n ei eit it ve erste eht. ht D Da as De eb ebü büt »»A bü Accolyt Ac Aco ly yte« yt e« rei r ih re htt sic iicch mühe müh ühelos he h elo los in los i d diie ese s s ses Def Def e iile le lee e ein in in. n. O Oh hne hn ne zu k ko kop op pier ie eren. er en n Ei Ein E in Acht ch httung ung un gsze s eiiich cch hen en. »A »»Ac Acoly yte« e vo e« von on Delp Del elp e lphic hiic e errsch che ein int nt am 15. 5. Ja JJan Januar an anu ua uar ar be bei C Chim him i erric ric/Co iicc//C /Co Coope C p ra rat rat a ive iv ve Mu ve Music sii /U /Un Unive ive ersa rsa sa al Fo Fot oto Tilm lm man n JJun nge ge

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 10


M ER KI ND ER ZI M S PR OD UC TI ON t« Ou d »Over an -179847 2L P - 17,95€

KEINE HALBEN SÄTZE BITTE, TEXTOR (KINDERZIMMER PRODUCTIONS) Wir geben den Anfang des Satzes vor, unser Interviewpartner ergänzt diesen dann in seinem Sinne. Diesmaliger Probant: Textor, bürgerlich: Henrik von Holtum, 35, Geburtsort: ohne Belang, eine Hälfte von Kinderzimmer Productions, lebt in: Berlin, Beruf: Musiker, Leistung: War, ist und bleibt mit dem musikalischen Vermächtnis seiner Band auf ewig »da, wo oben ist«. Aufgezeichnet von Daniel Schieferdecker Die deutsche HipHop-Szene ohne Kinderzimmer Productions ist wie Fernsehen ohne Fernbedienung, dröge aber möglich. Wenn ich ein Tier im Streichelzoo wäre, würde ich mich auf meine Zähne besinnen. Mein Englischlehrer Herr Gerber hat mich wissen lassen, dass Ronald Reagan wusste: »The Family that prays together stays together.« Berlin ist zwar die Bundeshauptstadt, im Vergleich zu Ulm aber arm an Brezeln vom Café Mack. Ich würde einen Tag meines Lebens geben für

Brezeln vom Café Mack. Wenn mein Bass sprechen könnte, würde er hoffentlich nicht nur vom Krieg erzählen. »HipHop übernachtet bei mir, wenn er mal in Deutschland ist« und das letzte Mal haben wir viel gelacht. Wenn ich im öffentlich-rechtlichen Fernsehen eine Sendung machen dürfte, ginge es darin um die Wiederauferstehung von den Toten. Als erste Gäste einladen würde ich Thelonious Monk und Ol’ Dirty Bastard. Es könnte sein, dass Kinderzimmer Productions da sind, wo oben ist. Ein Kinderzimmer-Productions-Comeback wäre denkbar, wenn wir von da runter kommen. Die Zukunft von Rap liegt bei dem, der danach greifen kann. Das Live-Album »Over and Out«, ein letztes Vermächtnis von Kinderzimmer Productions ist soeben bei Kinderzimmer Records erschienen

WAX TAILOR

HHV.DE präsentiert Wax Tailor auf Tour durch Deutschland: 9.12. Köln - Stadtgarten 10.12. München - Atomic Café 11.12. Berlin - Lido 12.12. Hamburg - Prinzenbar 13.12. Heidelberg - Karlstorbahnhof

TIP!

Wax Tailor gilt als das französische Pendant zu RJD2 oder DJ Shadow. Ihre Musik klingt nicht gleich, doch die Herangehensweise, Neues aus Altem entstehen zu lassen, ähnelt sich. Ausgangspunkt sind stets ein Haufen Samples, zusammengetragen aus staubigen Plattenkisten, meist gelabelt mit Soul, Funk, Jazz, Skurriles. Jean-Christophe Le Saout, wie Wax tailor mit bürgerlichem Namen heißt, macht sich dann in seinem Homestudio in Paris an die Arbeit, die unterschiedlichen Einflüsse in neuen Strukturen verschmelzen zu lassen; das Ergebnis ist ein unverwechselbarer, emotional mitreißender, stark HipHop- und Downtempo-affiner Sound erster Güteklasse. Angefangen, Musik zu machen, hat JC Le Saout eigentlich schon lange vor 2004, als die erste EP unter dem Projektnamen Wax Tailor über sein eigenes Label Lab’Oratoire erschien. In den 1990er Jahren machte er sich dann zunächst als Radiomoderator einen Namen und war fortan, inspiriert von den damals aufstrebenden Rapgrößen IAM und NTM, als MC der Gruppe La Formule unterwegs. Nach zehn Jahren am Mikrophon erblickt dann 2001 der erste Wax Tailor-Remix zu einem La Formule und Looptroop Kollabo-Track das Licht der Welt. Vier Jahre später gelingt ihm mit seinem Debütalbum »Tales of the Forgotten Melodies« überraschend der Durchbruch: Das Album, welches ebenso als Soundtrack eines obskuren Schwarz-Weiß-Krimis durchgehen könnte, belagert über Monate die französischen Charts und verkauft prompt über 50.000 Einheiten. Gefüllte Hallen und weltweite Tourneen sollten in den folgenden Jahren zur Regel werden. 2007 mit »Hope & Sorrow« nachgesetzt, steht nun der dritte Streich namens »In The Mood For Life« in den Läden, auf welchem verstärkt mit Live-Instrumenten gearbeitet wird und der Regisseur, als den sich Wax Tailor versteht, eine ganze Garde junger Rap- und Gesangstalente vereint und in Szene gesetzt hat. Im Dezember wird der »Mann der vergessenen Melodien« nach Aufenthalten in den USA und Frankreich auch in Deutschland Halt machen! Text Christoph Hermann

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MIXED-UP PRODUCTS

TO EACH HIS OWN

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Es sind die verschiedensten Dinge, die unsere Stimmung Tag für Tag aufhellen: Das richtige Blatt beim Skat, ein netter Mix, der gute Geschmack bei Klamotten und Schuhwerk, ein unterhaltsamer Film, oder einfach nur Geddo beim Essen beobachten zu dürfen. Hier ein paar Beispiele, die uns regelmäßig ein Lächeln bescheren...

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Supra x Steve Aoki Wildlife NS Strapped

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119 95 € Art.nr. 178583

Der Collabo-Marathon mit Dim Mak-Chef Steve Aoki geht in die nächste Runde! Mit 4-Strap-Verschluss, stylische Glattlederpaspeln, Kontrastnähte und die stoßdämpfende SupraFoam®-Mittelsohle. 02

Adidas x Def Jam Nizza Hi

89 95 € Art.nr. 178680

Ein Geschenk zum 25jährigen Jubiläum des wohl wichtigsten HipHop-Labels Def Jam: Der grandiose Nizza in cleaner VulcanizedOptik mit 3-Streifen-Branding, Kontrastnähten und dezenten Logos. 03

Content Label x Dday One Logo T-Shirt (incl. Dday One Mix CD)

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34 95 € Art.nr. 173738

Schön entspanntes Basic Tee mit einfarbigem Content-Logoprint und Bonus-CD von DDay One, der auf 4 Instrumentals und einem knapp halbstündigen Mix sein Können unter Beweis stellt. 04

Sneaker Freaker 2009 - issue 16

10 95 € Art.nr. 178301

Die Nummer 16 von Sneaker Freaker lohnt sich schon alleine wegen der in die Tiefe gehenden Reebok Pump-Story. + Levi Maestro und seine favorisierten Non-Skate-Sneaker, Ransom x adidas-Collabo… 05

WeSC Dim Mak Bongo Headphones

79 95 € Art.nr. 174196

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Limitierte Auflage der Bongo Headphones von WeSC im schönen Dim Mak-Look. Bei dem geringen Gewicht von knapp 150 g ist nun endlich der Non-Stop-Genuss des Dim Mak-Sounds möglich! 06

Topdollar Flash Bag

9 95 € Art.nr. 173798

Topdollar schlägt mit dieser Tasche zwei Fliegen mit einer Klappe: Einmal ist stilvolleres Einkaufen kaum möglich, und zweitens dient das Pic als Inspiration für ‚ne flashige Intimrasur. 07

Die Ärzte Kartenspiel

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9 95 € Art.nr. 180122

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Mal wieder Bock auf ‚ne Runde Skat zum Sound der Ärzte? Okay, dann aber richtig, denn alles andere als mit diesem französischen 32er Blatt zu spielen würde sich nicht gut anfühlen... 08

Iriedaily Tapes Wallet

19 95 € Art.nr. 171765

Hier kommt IrieDailys Hommage an die gute alte, derzeit leider vom Aussterben bedrohte Audio-Kassette in Form eines sehr stabilen Portemonnaies. Mit diversen Kartenschlitzen und Fächern.

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39 95 € Art.nr. 172111

Cleptomanicx Geddo Washcontainer

Geddo ist mit Sicherheit die coolstmögliche Variante, um seine Schmutzwäsche zu bunkern - und wenn‘s mal nichts zu waschen gibt, macht sich der Bursche auch ganz klein. Maße: ca. 37 x 49 x 37

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Diggers With Gratitute present Promo Rap Records ´85 -´97 Poster

16 95 € Art.nr. 173012

Die Jungs von Diggers With Gratitude graben nicht nur längst verschollen geglaubte Aufnahmen legendärer MCs wieder aus, sie produzieren auch Wandschmuck für wahre Digger: 50 x 70 cm. 11

18 95 € Art.nr. 172897

Stüssy 2-Tone Rope Belt

Gaaaanz schlichter, daher ewig junger Canvas-Gürtel mit mittigem Kontraststreifen und Blindprägung des klassischen Stüssy-Logos auf der Metallschnalle. 12

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Nike x Parra Parra Tech Bomber Jacket

159 95 € Art.nr. 175072

Absolut empfehlenswertes Blouson im Parra-Look. Die Basis bildet ein gefüttertes Blouson, das an allen Öffnungen mit gestreiften Rippbündchen sowie einer Druckknopfleiste ausgestattet wurde. 13

Cleptomanicx DJ Mad ZIitrone T-Shirt

29 95 € Art.nr. 182283

Cleptomanicx angelt sich Beginner-DJ Mad, um der süßsauren Zitrone ein neues Outfit zu verpassen. Screenprint auf gekämmter Baumwolle in entspannter Schnittform und Lakers-inspirierter Farbkombi.

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14 95 € Art.nr. 172659

Ugly Duckling Gold Slipmat

Eine Slipmat ist weit mehr als eine Unterlage für die 12“-Schätze, vielmehr handelt es sich um ein Zeugnis guten Geschmacks. Und Ugly Duckling ist nun wirklich nicht die schlechteste Wahl... 15

29 95 € Art.nr. 174888

Sedgwick & Cedar Bambaataa T-Shirt

Ziemlich schmal geschnittenes T-Shirt im höchst authentischen Vintage-Look mit martialisch anmutendem Artwork Bambaataa‘s als Frontprint. Keine Seitennähte da Ringspun-Technik. 16

Berlin Calling Der Film - Deluxe Edition

29 95 € Art.nr. 176190

Vor seinem großen Durchbruck tourt der Elektro-Komponist DJ Ickarus mit seiner Managerin durch die Tanzclubs der Welt. Seine Pläne geraten jedoch durcheinander…105 Minuten + 2 h Bonus. 17

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Rap History 2002

5 95 € Art.nr. 181316

Geschichtsunterricht aus gar nicht allzu ferner Vergangenheit mit Too Short, Edan, TTC… sowie Mix-CD von DJ Illvibe, der von Nas über Slum Village bis hin zu Roots Manuva spielt. 18

Nike Pegasus 89 Berlin

129 95 € Art.nr. 181862

Der Schuh, auf den die Welt seit 20 Jahren wartet! In Erinnerung an den Fall der ungeliebten Mauer kommt Nike mit diesen Einheitspuschen um die Ecke. Abgerundet durch das „Berlin“ Lace Jewel.

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Abbildungen sind nicht Maßstabsgetreu!

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MUSIC FEATURES

60–00 60 ALBEN, DIE MAN IN DIESEM JAHRZEHNT GEHÖRT HABEN MUSS

Wir haben es getan. Es war natürlich eine politische Entscheidung an dessen Ende wir uns in langen Diskussion auf 60 Alben geeinigt haben, die man in dieser ersten Dekade des neuen Jahrtausend unbedingt gehört haben muss. Zunächst war unser Anspruch, die Auswahl so objektiv wie möglich zu treffen, möglichst viele Stile, Strömungen, Szenen abzugrasen. Natürlich mussten wir subjektiv daran scheitern. Herausgekommen ist kein Kanon, keine Bestenliste, kein Walhall. Sondern eine Galerie an Lieblingsalben, von denen wir glauben, dass jede einzelne das Jahrzehnt und wie wir in diesem Musik hörten, geprägt hat. Manche Erwähnung hier scheint selbstverständlich, andere könnten doch überraschen. Ein bisschen Mut gehört dazu, wenn man Grundsätzliches vermitteln will. Aber schaut doch selbst – oder seid ihr etwa anderer Meinung? Texte Florian Aigner, Sebastian Hinz, Ronald Seibt, David Wetzel

BURIAL – UNTRUE (HYPERDUB 2007) UNTRUE Hyperdub 2007 Verhuschte Chanteusen-Splitter, Nieselregen, unberechenbare Drums, die sich dem Metrum verweigern, Bässe so tief wie unterschwellig – alles ist grau und kalt und trotzdem wunderschön. »Untrue« ist ein Requiem auf die britische BassHochzeit, verkleidet in melancholische Melodiebögen. Ein Album direkt aus der Twilight Zone der Londoner Nachtbuslinien. Und in seiner fast erdrückenden Stringenz noch eindrucksvoller als der ebenso epochale Erstling. Art.nr. 118029 2LP 19.95€ Art.nr. 118028 CD 16.95€

CANNIBAL OX THE COLD VEIN Definitive Jux 2001 Def Jux’ prophetisches Porträt des Rotten Apple anno 2001. Gute drei Wochen vor 9/11 veröffentlicht, stiefeln die New Yorker Vordul Mega und Vast Aire schlecht gelaunt durch El-Ps Blade Runner-Ruinen und kreieren beiläufig das Dokument des urbanen Niedergangs schlechthin. »The Cold Vein« ist der Kulminationspunkt des Abstract Rap, bevor dieser von Napster, Anticon und MySpace ruiniert wurde. Art.nr. 004670 2LP 16.95€

CLIPSE HELL HATH NO FURY Re-Up Gang 2006 Nihilistischer Coke-Rap des übertalentierten Bruderpaars Gene und Terrence Thornton über die paranoidesten Beats, die die Neptunes je zusammengeschraubt haben. Wahrscheinlich das am meisten beeindruckende, weil kompromissloseste Zeugnis der neuen Schule, deren Rektoren Timbaland und The Neptunes ihren synthetischen Future-Pop sonst eher an Klassenclowns vermittelten. Hier hingegen werden endlich mal keine Perlen vor die Säue geworfen. Art.nr. 086200 CD 15.95€

4 HERO PLAY WITH THE CHANGES Raw Canvas 2007 Gefällt musikverrückten Mecker-Nerds genauso wie deren Freundinnen, die einfach nur mal eine schöne Platte hören wollen. Das können nicht wirklich viele Alben von sich behaupten. Und deshalb gehört das fünfte Album des Londoner Duos, trotz seiner unterschwelligen Beliebigkeit, 100%ig zu den besten Alben der 2000er. Art.nr. 098035 2LP 18.95€ Art.nr. 094699 CD 16.95€

AMON TOBIN SUPERMODIFIED Ninja Tune 2000 Es war bereits das dritte Album Amon Tobin und eigentlich nur die konsequente Fortsetzung von »Bricolage« und »Permutation«. Doch das Soundspektrum ist auf keiner Platte des Brasilianers so breit, wie auf »Supermodified«. Das Album hat zu Beginn der Dekade abgesteckt, wofür das britische Label Ninja Tune eine Weile stehen sollte: schlaue Samples, komplexe Beats, jazziges Ambiente. Bonobo, Skalpel, The Cinematic Orchestra, Mr. Scruff und Wagon Christ mussten sich dieser Steilvorlage stellen. Und, wo sind deren Platten hier in dieser Liste? Die Single »Four Ton Mantis« wurde durch das Musikvideo von Floris Sigismondi so was wie ein richtiger Hit. Art.nr. 031576 CD 15.95€

ANIMAL COLLECTIVE SUNG TONGS Fat Cat 2004 Eine der Bands dieses Jahrzehnts ist Animal Collective. »Sung Tongs«, ihr fünftes Album, markierte ein Wendepunkt im Sound des Quartetts aus Baltimore, Maryland. Die Veröffentlichungen zuvor waren eher Fingerübungen, Skizzen, dahingehuschte Krakeleien, die bereits das riesige Talent von Panda Bear, Avey Tare, Geologist und Deacon (wie sie sich nebulöser Weise nennen) andeuteten. Was danach kam, war dann Ausformulierung und Feinschliff dessen, was »Sung Tong« vorgelegt hat. Dass sie

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aber auf »Feels«, »Strawberry Jam«, »Merriweather Post Pavillion« diese Niveau halten, mitunter sogar steigern könnten – wer hat’s vermutet? Art.nr. 159700 2LP 28.95€

ARCADE FIRE FUNERAL Merge 2004 Hoffnungsfroh euphorisch und unglaublich traurig zugleich, avancierte Mitte des Jahrzehnts das Debüt von Arcade Fire zum Kritikerliebling par excellence. Es ist aber auch ein gutes Album. Der Titel »Funeral« war die Folge von verschiedenen Todesfällen im Umkreis der kanadischen Band, das Album selbst machte eher die »Familie« zum Thema. Vier der zehn Titel hießen »Neighbourhood«. Owen Pallett, der als Final Fantasy auch ein wenig Berühmtheit abbekam, unterlegte die kleinen Hymnen mit so unaufdringlich säuselnden Streicherarrangements, das man vor Glück heulen wollte. »Funeral« hätte zur Blaupause für Indierock in diesem Jahrzehnt werden müssen. Wurde es aber nicht! Selbst der Nachfolger »Neon Bible« war dann zu dick aufgetragen. Art.nr. 054638 LP 16.95€ Art.nr. 052464 CD 10.46€

BATTLES MIRRORED Warp 2007 Es war kein gutes Jahrzehnt für Rock. Die 1990er Jahre hatten »Postrock«. Diese Dekade hatte lediglich Battles. Was heißt hier: lediglich. Immerhin! Mit Musikern von Don Caballero und Helmet im Gepäck erschufen die New Yorker auf ihrem Debütalbum einen Entwurf von Rockmusik, der sich eineindeutiger Klassifizierungen entzogen hat. Das war für Freunde des gepflegten Gitarrenriffs, Electronic-Heads, Backpack-HipHopper und Galleriebesitzer gleichermaßen interessant. Mit Tyondai Braxton, Sohn des Avantgarde-Jazzers Anthony Braxton, hatten sie jemanden, dessen musikalisches Verständnis dem brachialen Grundgerüst ein eigenständiges Sounddesign verlieh. So war »Mirrored« an Intensität in den letzten zehn Jahren nur schwer zu überbieten Art.nr. 181099 3CD 16.95€

COMMON LIKE WATER FOR CHOCOLATE Geffen 2000 »Like Water for Chocolate« war nicht nur der kommerzielle Durchbruch für Common. Es war auch sein künstlerisch prägnantestes Statement. Nicht vorher und auch nicht danach hat der aus Chicago, Illinois stammende Lonnie Rashid Lynn Jr. sein Potenzial als Erzähler und Entertainer, als auch sein Wissen an Zusammenhängen abrufen können. Jedes Detail dieses Album verweist auf mehr: die Fotografie von Gordon Parks aus dem Jahre 1956 auf dem Cover, der literarische Verweis des Titels zu Laura Esquivels Roman aus dem Jahre 1989, undundund. Dazu gibt’s Kompositionen der Supergroup des NeoSoul, den Soulquarians, auf der Höhe ihres Schaffens. Art.nr. 025277 CD 15.95€

DABRYE TWO/THREE Ghostly International 2006 Ein HipHop-Album auf einem Technolabel: was konnte man erwarten? Tadd Mullinix, der sich als James T. Cotton in der Welt des Techno bereits einen Namen gemacht hatte, führt hier die zwei musikalischen Stränge Techno und HipHop, die in seiner Heimatstadt Detroit ja einmal einen gemeinsamen Ursprung hatten, wieder zusammen. Entstanden ist eine visionäres Album, das eine Handvoll der talentiertesten MCs der Heimatstadt (J Dilla, Guilty Simpson, Wajeed, Phatkat) und darüber hinaus (Beans, DOOM, Vast Aire, AG) über minimale Elektronikproduktionen rappen lässt. Art.nr. 069659 CD 16.95€

DAEDELUS OF SNOWDONIA Plug Research 2004 Ein Jahr bevor »Of Snowdonia« erschien, hatte Daedelus bereits mit der EP »The Quiet Party« bereits aufhorchen lassen und gleichzeitig bewiesen, dass Los Angeles ein Dorf ist. Otis Jackson Jr. hat hier als Madlib und Yesterdays New Quintett ein paar Beats beigesteuert, Abstract Rude, High Priest


und Busdriver rappten. »Of Snowdonia« war dann allerdings die erste Maturum: die Samples schienen direkt dem Grammofon zu entweichen und legten einen Schleier der Eleganz über das Album. Im Hintergrund holperten die Beats, feine Melodien tanzten und das Gesamte fügte sich immer nur fast. Verspielter war Alfred Weisberg-Roberts danach nicht mehr. Art.nr. 015341 CD 14.95€

DAFT PUNK DISCOVERY Virgin 2001 Wenn man bei Google nach »Daft Punk« sucht, wird einem ohne großes Zutun gleich noch »Discovery« als dazugehörender Suchbegriff empfohlen. Also klare Sache: wenn Daft Punk, dann »Discovery«. Und ohne Daft Punk keine schmissiger Franzmann-Filter-House. Ohne den keine vernünftige Party in den 2000ern. So sieht’s aus. Und wenn wir schon keine Ahnung haben, dann muss eben Kanye West als Geschmackspolizist herhalten. Der hat mit dem Sampling von »Harder, Better, Faster, Stronger« den Daft Punks Guy-Manuel de Homem-Christo und Thomas Bangalter den letzten Ritterschlag erwiesen. Art.nr. 009451 2LP 16.95€ Art.nr. 027065 CD 7.95€

ELMORE JUDD INSECT FUNK Honest Jon’s 2007 Elmore Judd ist nicht einer, nein, Elmore Judd sind sieben. Und diese verwegenen Londoner nahmen so gute Drogen mit Captain Beefheart, Prince, Sly Stone, Sa-Ra und den Griechen, man hätte das Album »Inject Funk« nennen können. Bleibt ein Dauerbrenner nach dem ersten Zug, da bin ich honest, Jon. Funk, Synthies, Jazz und hypnotischer Singsang werden zu einem hypnotischen Gebräu vermengt. Da heißt es, Musizieren kann keinen Spaß machen. Art.nr. 115438 LP 16.95€

FAT FREDDY’S DROP BASED ON A TRUE STORY Kartel Creative 2005 Unglaublich gute Musik, die man da unten rechts, noch hinter Australien, produziert! So entspannt wie »Based On A True Story« stellt man sich Neuseeland vor. Harmonisch, frisch und immer mit »Seele«. Praktischerweise hat Junge endlich passende Musik fürs erste Date mit Mädchen, was schließlich zur Pärchenkundgebung allerhöchsten Grades in den ausverkauften Konzerthäusern Europas führte.

Utopie des Klangs verpackt. Fortan sollten sich Rockbands mit Hang zum Pathos an dieser Vorlage messen müssen. Und mehr noch: das Kollektiv selbst ist der Ursprung jener Kreativität, die in der Musik von Broken Social Scene (Feist!), Arcade Fire, Stars oder Metric ihren Ausdruck fand. Art.nr. 074177 2CD 15.95€

GRAVENHURST THE WESTERN LANDS Warp 2007 Seit Anfang dieses Jahrzehnts wollte Warp nicht mehr nur die Kaderschmiede für progressive elektronische Musik sein, sondern streckte ihre Fühler vermehrt auch in andere Richtungen aus. So fanden auch einige Gitarrenbands Platz im Roster der Londoner: Maximo Park, Grizzly Bear, Gang Gang Dance, Pivot. Doch zuerst war da Nick Talbot und seine Band Gravenhurst, dessen erste beiden Alben schon eine Herausforderung für die Ohren der Warpliebhaber gewesen sein mussten. Doch mit ihrem dritten Werk, »The Western Lands«, haben sie dann tatsächlich ein in sich geschlossen Meisterwerk abgeschossen, das die Rückbesinnung auf den Shoegazing-Indierock der 1990er Jahre bereits vorwegnahm.

Art.nr. 182067 LP 21.95€ Art.nr. 182066 CD 15.95€

DIRTY PROJECTORS RISE ABOVE Dead Oceans 2007 Bereits in den Jahren zuvor hat Dave Longstreth mit seiner Band Dirty Projectors unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit vier hervorragende Alben aufgenommen. Darunter bereits eines mit einem versponnenen Konzept: »The Getty Address« war eine Art Rockoper zu Ehren von EaglesSchlagzeuger Don Henley. Doch »Rise Above« setzte diesem Konzeptuellen noch eine Schippe drauf und war eine Hommage an Black Flags‘ »Damaged«, das Dave Longstreth und seine Mitstreiter fünfzehn Jahre nach dem letzten Hören aus der bloßen Erinnerung nachspielten. Herausgekommen ist kein Coveralbum, sondern schlicht ein Kunstwerk.

FLYING LOTUS LOS ANGELES

HOT CHIP THE WARNING

Warp 2008 Ein ziemlich eigenständiger Soundentwurf wurde uns im letzten Jahr von Steven Ellison, ein Großneffe von Alice Coltrane, serviert. Aber wen wundert’s, bei dieser Verwandtschaft? Als Flying Lotus überführte der Kalifornier jedenfalls HipHop-Beats in ein neues Zeitalter: die Bässe grummelten tiefer, die Schläge klangen, als wären sie im Geschirrkasten entstanden. Ziemlich arty, das. Doch »Los Angeles« wusste nicht nur als Soundtrack einer Vernissage zu gefallen, sondern fühlte sich trotz seiner Schnörkel gerade auch im Club gut aufgehoben. Eine kleine Revolution.

Astralwerks 2006 Nach dem feinen Lo-Fi-Debüt »Coming On Strong« auf Moshi Moshi, starteten die vier Engländer von Hot Chip mit »The Warning« richtig durch und zeigten auf, wie Popmusik im neuen Jahrtausend zu klingen habe. Alexis Taylor, Joe Goddard und ihre Mitstreiter bewiesen ihren Sinn für Minimal Techno und ihre Vorliebe für die avancierten R’n‘B-Produktionen von Timbaland oder Neptunes und bastelten daraus einige der Hymnen dieses Jahrzehnts: »Over and Over«, »Boy From School«. Und eine allgemeingültige Weißheit für diese Jahre gab’s oben drauf: The Joy of repetition really is in you!

Art.nr. 134401 2LP 19.95€ Art.nr. 134399 CD 16.95€

Art.nr. 070027 CD 5.95€

Art.nr. 115494 LP 16.95€

DIZZEE RASCAL BOY IN DA CORNER XL 2003 Ein 18-jähriger Rudeboy übersetzt das britische Garage- und Jungle-Erbe in ein HipHop-Album, wie man es noch nie gehört hatte. Playstation-Presets treffen auf OldSchool-Rave-Signale, Dub bleibt der Erziehungsberechtigte im Hintergrund und Dizzee gibt mal den britischen KRS-1 und mal das, dem Council Estate verbundene, »I-Don’t-Give-A-Fuck«Kid. Das Coming-out für Grime, »hot like a kettle, you might get scalded or burnt up«. Art.nr. 118391 CD 15.95€

EDAN BEAUTY AND THE BEAT Lewis 2005 Ein weißer Junge aus Rockville, Maryland bescherte uns eines der unmittelbarsten HipHop-Alben dieser Tage. Die Frage nach der Zukunft des HipHop beantwortete Edan Portnoy schlicht mit: in die Vergangenheit. Denn »Beauty And The Beat« ist ein schlichtes Sample-Album, nur sind die geklaubten Soundfetzen ein bisschen frecher, die Texte ein bisschen eigentümlicher und das Bewusstsein über die eigene Frechheit und Verschrobenheit einfach wohltuender, als die meisten Reminiszenzen an die gute, alte Zeit des Rap. So beginnt die Single »I See Colours« mit den Worten: »Prince Paul already used this loop/ But I‘m keep it movin‘/ And put you up on the scoop.« Jawoll! Art.nr. 029649 CD 14.95€

EL MICHELS AFFAIR SOUNDING OUT THE CITY Truth & Soul 2005 Truth & Soul wäre ohne »Sounding Out The City« und El Michels Affair wohl in den nächsten 20 Jahren nicht zu dem treibenden Instrument der Retro-Soul-Welle der späten 2000er geworden. Altmodisch war auf einmal wieder fresh. Soul war wieder wer

FOUR TET ROUNDS

HUSS N HODN JETZT SCHÄMST DU DICH

Domino 2004 Noch immer einer der unterschätztesten Musiker jenseits, diesseits und sogar abseits des Atlantiks. Kieran Hebden hat es geschafft, in dem er sämtliche Spielarten zeitgenössischer Musik zu einem eigenen Klang zusammenführt, den Eklektizismus als avantgardistisches Prinzip zu etablieren und trotzdem Musik zu kreieren, welche die ganze Familie am Sonntag mit Blockflöte, Triangel und Xylophon nachzuspielen versucht. »Rounds«, das dritte Album von Four Tet, besticht eben mit tollen Harmonien und großartigen Melodien, die es sich auf einem Teppich von Drumsamples aus dem Freejazz legen. Sonst wär’s ja auch keine Herausforderung für die Familie.

Entourage 2007 Hä? Hass und Hoden? Kenn ick nich. So der ignorante Durchschnittsberliner Ende 2007. Ach ja, Huss n Hodn, die sind ganz okay. So der ignorante Durchschnittsberliner Ende 2008. Yo, Kurt und Hulk, die sind geil, so der geläuterte Durschnittsberliner Ende 2009. Wenn man in diesem Jahrzehnt über deutschen HipHop abseits von Aggro Berlin und Konsorten sprechen will, kommt man an den Kölner Jungs nicht vorbei. MC Retrogott (aka Kurt Hussle) weiß textlich fernab von Plattitüden und mittendrin in schlaumeierischer Witzelei zu überzeugen, DJ Hulk Hodn serviert dabei schlaue Beats, mit fein ausgesuchten, rauschenden Samples und staubigen Drums. Und schon konnte Deutschrap wieder Spaß machen.

Art.nr. 029134 2LP 17.95€ Art.nr. 079960 CD 17.95€

Art.nr. 134492 CD 16.95€

GHOSTFACE KILLAH SUPREME CLIENTELE Razor Sharp/Epic 2000 Wer Langeweile hat, registriert sich in einem xbeliebigen HipHop-Forum und stellt zur Debatte, ob nun »Ironman« oder »Supreme Clientele« Dennis Coles’ Opus Magnum ist. 456 Antworten später wird sich immer noch keiner einig sein. Dass »Supreme Clientele« aber eines der essentiellsten Alben der Wu-TangDynastie ist, darüber dürfte schnell Einigkeit herrschen. Und dass es das einzige in diesem Jahrtausend veröffentlichte ist, ebenso. Art.nr. 024481 CD 7.95€

GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR LIFT YR. SKINNY FISTS LIKE ANTENNAS TO HEAVEN Constellation 2000 Die Blicke der Musikliebhaber richteten sich zu Beginn des Jahrzehnts ins französischsprachige Kanada. Einziger und zugleich verständlicher Grund war dieses Doppelalbum der zehnköpfigen Hippiekommune aus Montréal. Diese hatten nämlich im Kollektiv ein feinsinniges, filmisch inspiriertes, orchestrales, zutiefst politisches Instrumentalwerk komponiert und ihr Statement als eigenständige

ISOLÉE WE ARE MONSTER Playhouse 2005 Alle Jubeljahre lässt Rajko Müller mal einen Release vom Stapel, nach dem sich die Technogemeinde neugierig umsieht. Denn der Frankfurter weiß wie man die Minimal TechnoDoktrin gewinnbringend aufbricht. Nach seinem Debüt aus dem Jahre 2000 schuf er mit »We Are Monster« den Konsenshit des aufmerksamen de:bug-Lesers und komponiert ein Technoalbum deren zehn Tracks eigentlich mehr Songs sind und das man so tatsächlich genüsslich auch Zuhause an einem Stück durchhören kann. Viele Kraftwerk-Reminiszenzen darin, auch ein bisschen Elektropop, und mit hoher Musikalität garniert.

J DILLA DONUTS Stones Throw 2006 Man mag vom Pre-Post-Pipapo-Dilla-Hype der letzten Jahre halten was man will, »Donuts« ist ganz groß und jeder sollte davor seine Hut ziehen. Mehr oder weniger sollte man dazu nicht sagen oder schreiben, denn es ist einfach so. Word! Art.nr. 053068 2LP 16.95€ Art.nr. 054114 CD 15.95€

Art.nr. 040565 LP 12.95€ Art.nr. 086181 CD 12.95€

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MUSIC FEATURES

JAYLIB CHAMPION SOUND Stones Throw 2003 Oft wachsen die Alben, die beim ersten Durchskippen eher unbehagliche Enttäuschung als befriedigende Euphorie erzeugen, bei jedem Hören mehr und mehr und man kann am Ende nicht mehr ohne sie sein. »Champion Sound«, das Gemeinschaftswerk der besten HipHop-Produzenten der letzten Jahre, war bei vielen so ein Kandidat. Jetzt will keiner mehr ohne. Das beste von Jay Dee und Madlib gebündelt. Besser geht’s kaum. Art.nr. 010390 2LP 16.95€ Art.nr. 104190 2CD 16.95€

JAY-Z THE BLUEPRINT Roc-A-Fella 2001 Nach »Reasonable Doubt« hatte Shawn C. Carter Gefallen an La Vida Loca gefunden, Mariah Carey und Plastikbeats waren die Folge. Mit »The Blueprint« kommt 2001 die Wende: Jigga bringt den Soul zurück, Just Blaze, Timbaland und ein gewisser Kanye West samplen die Jackson 5, Bobby Blue Bland, Al Green und Bobby Byrd. Man durfte wieder Rucksack zur Rolex tragen und eine Grassroots-Bewegung später hatten wir schließlich »The College Dropout« auf dem Tisch. Art.nr. 002205 2LP 15.95€ Art.nr. 072566 CD 13.95€

JNEIRO JAREL THREE PIECE PUZZLE

LCD SOUNDSYSTEM SOUND OF SILVER DFA 2007 James Murphy ist unbestritten eine der musikalisch prägendsten Figuren dieses Jahrzehnts. Zunächst hat er 2001 zusammen mit Tim Goldworthy (in den 1990er Jahren Gründungsmitglied von Mo‘ Wax) und Manager Jonathan Galkin das Label DFA gegründet, und mit diesem den New-Wave-Sound der frühen 1980er Jahre in die Gegenwart geholt. Mit seiner Band (ist es eine Band?) LCD Soundsystem forcierte er diese Arbeit noch. Das Debüt war dabei noch eher eine Zusammenstellung guter Einzeltracks, »Sound of Silver« funktionierte dann auch als Album hervorragend und erweiterte das Soundarchiv um die schönsten Momente von Disco. Art.nr. 097131 2LP 21.95€ Art.nr. 096700 CD 13.45€

LEE FIELDS & THE EXPRESSIONS MY WORLD Truth & Soul 2009 Zum Tode verurteilte Massenmörder liegen sich heulend in den Armen und schwören zu Gott, als Lee Fields verkleidet, der Welt nie wieder auch nur das kleinste Böse anzutun. Musikalische Unterstützung erhielt Lee Fields hier von den Leuten um Leon Michels (El Michels Affair). Wir sind geehrt sowas schönes in den 2000ern noch erleben zu dürfen. Art.nr. 163542 LP 16.95€ Art.nr. 163543 CD 15.95€

MADVILLAIN MADVILLAINY

Kindred Spirits 2005 Omar Jarel Gilyard hat in diesem Jahrzehnt mit einer Handvoll an Pseudonymen das Produzententum bereichert: Dr. Who Dat?, Panama Black, Rocque Wun, Mel Owens, Capital Peoples, Jawwaad Taylor. Am bekanntesten dürfte er allerdings noch immer als Jneiro Jarel sein. Rich Medina ebnete dessen Weg Jneiro Jarels zum holländischen Label Kindred Spirits, auf dem »Three Piece Puzzle« veröffentlicht wurde und hier stellvertretend für eine Reihe toller Releases stehen soll.

Stones Throw 2004 Madlib. MF Doom. In der Blüte ihres Schaffens. Ein bizarrer Trip basierend auf Library Jazz, obskurem PsychRock, tiefem Soul und viel, viel Marihuana. Klassische Schemata und Songstrukturen werden ad absurdum geführt, das Fragment zur Kunst erklärt und dennoch, oder gerade deswegen, ist »Madvillainy« eines der kohärentesten HipHop-Alben aller Zeiten.

Art.nr. 025928 2LP 15.95€ Art.nr. 026640 CD 7.47€

Art.nr. 014768 CD 14.95€

JUNIOR BOYS SO THIS IS GOODBYE Domino 2006 Die beiden Kanadier Jeremy Greenspan und Matthew Didemus verbinden so geschickt wie kaum einer klassische Popsong-Strukturen mit der Skizzenhaftigkeit von TechnoTracks. Wissender Synth-Pop, so sofa- wie clubtauglich und im Gegensatz zu den Kollegen von Hot Chip kein bisschen sarkastisch. Greenspans behutsames Falsett macht aus »In The Morning« einen der unaufdringlichsten Superhits des Jahrzehnts. Art.nr. 077146 2LP 16.95€ Art.nr. 078028 CD 10.46€

MARTYN GREAT LENGTHS 3024 2009 Nein, erfunden hat Martijn Deykers das Rad tatsächlich nicht. Was Martyn aber zu einem Ausnahmeproduzenten macht, ist die Eleganz mit der er die industrielle Tristesse von Detroit, die Molochartigkeit von Berlin, die Hitze von Kingston und die Hybridität von London verarbeitet. Dass er darüber hinaus auch noch im Stande ist, wie in elektronischen Gefilden nur allzu selten, das Ganze im Albumformat auf den Punkt zu bringen, macht »Great Lengths« so außergewöhnlich. Art.nr. 162735 3LP 18.95€ Art.nr. 160001 CD 16.95€

JUSTICE † Ed Banger 2007 Jaja, hinterher kann jeder nörgeln, aber 2007 waren die beiden adretten Franzosen mit ihrer virtuos gefilterten Brutalo-Bolz-meets-Disco-Pop-Maximal-Blaupause namens »†« die Könige. Und wer aufgrund der Überpräsenz der Hit-Trias »Waters of Nazareth«/»D.A.N.C.E.«/»DVNO« heute nur noch grummelt, sollte sich mal daran erinnern, wie das war beim ersten Mal. Und sich eingestehen, dass »†« jetzt schon ein Stück Zeitgeschichte ist. Art.nr. 102737 2LP 15.95€ Art.nr. 102738 CD 11.87€

KAN KICK FROM ARTZ UNKNOWN

MASTA ACE DISPOSABLE ARTS JCOR 2001 Eine clevere Rahmenhandlung, eine Stimme, die prädestiniert ist für die 2 und die 4, die Gelassenheit eines Veteranen, ambitionierte aber nicht verquere Songkonzepte und Produzenten, die sich ganz in den Dienst der Sache stellen: mehr braucht Masta Ace nicht um mit »Disposable Arts« im Herbst seiner Karriere erneut ein dickes Ausrufezeichen zu setzen. Ein klassizistischer, Gimmick-freier Beweis, dass die Begriffe ›Konzeptalbum‹ und ›Hip Hop‹ auch nach Prince Paul noch zusammenpassen. Art.nr. 075094 CD 14.95€

Smoggy Day 2001 Die große Aufmerksamkeit blieb Kann Kick bislang verwehrt. Wieso eigentlich? Natürlich, wenn man als HipHopProduzent aus Oxnard, Kalifornien kommt und Teil der legendären Looptroop war, dann sind die Erwartungshaltungen einigermaßen hoch. Und auch wenn das Genie von Madlib Schatten wirft, die schon mal ein Stadtviertel verdunkeln können, weiß Kan Kick damit umzugehen und macht daraus einfach Spielche, Loops. Man muss an dieser Stelle einfach eine kleine Lobhudelei für das Verständnis des »Funky Asthmatic« für HipHop-Beats machen, die zwar stets das gleiche Muster »Sample plus Drumbreak« verfolgen, jedoch so soft sind , dass man darin baden möchte, so smart sind, dass sich die Katze selbst in den Schwanz beißt.

Environ 2002 Die beiden Plattennerds Morgan Geist und Darshan Jesrani programmieren sich einmal quer durch die eigene Disco, Boogie, House und R&B-Sammlung und liefern damit beiläufig die Blaupause für all das, was später reichlich unkreativ gerne als »Nu-Disco« verunglimpft werden soll. Dabei ist das Debüt der New Yorkers sehr viel mehr: eine ehrfürchtige Verneigung vor der Vergangenheit, mit dem Wissen von heute übersetzt in eines der einflussreichsten Tanzmusik-Alben der Dekade, ohne jegliche Schwachpunkte.

Art.nr. 100952 2LP 79.95€

Art.nr. 079338 CD 11.87€

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 16

METRO AREA METRO AREA

M.I.A. KALA XL 2007 Globalisierung und Web 2.0 haben uns in diesem Jahrzehnt die Tore zu den Archiven der entlegensten Winkel der Erde geöffnet. Ein rastlos reisender Produzent wie Diplo hat uns diese Klänge dann in Populärmusik übersetzt und zum Tanzen freigegeben. Mitte des Jahrzehnts hat er dann die Musikerin Mathangi „Maya“ Arulpragasam entdeckt. Die Tochter eines Tamil-Kämpfers und Revolutionärs aus Sri Lanka ist zwar in London geboren, hat aber ihre Herkunft auch musikalisch nicht verschwiegen. Das zweite Album »Kala« schaffte es die fremden Klänge weltweit kompatibel machten und steht hier stellvertretend für so unterschiedliche Musiken wie den »Baile Funk« der brasilianischen Favelas, »Kwaito« der südafrikanischen Sowetos, »Kuduro« der angolanischen Hauptstadt, »Gypsy« der Balkanstaaten &sw. der in diesem Jahrzehnt Eintritt in die Clubs weltweit gefunden hat. Es ist daneben aber auch ein gutes Album. Art.nr. 111824 2LP 14.95€ Art.nr. 117622 CD 10.95€

MOODYMAN FOREVERNEVERMORE Peacefrog 2000 Kenny Dixon Jr. unterstreicht mal wieder seine Ausnahmestellung. Housemusik so emotional wie Marvin Gaye, so großmäulig wie Gil Scott-Heron, so experimentierfreudig wie Sun-Ra. »Forevernevermore« verarbeitet das musikalische Erbe des schwarzen Amerikas und gießt es in herausfordernde Sample-Kollagen bei 120 BPM. Ein zeitloser Klassiker.

OUTKAST STANKONIA LaFace 2000 »Mrs Jackson« und »So fresh and so clean« legten früh die 2000er Messlatte für Radio-Rap-Hits ganz hoch. Daneben gab’s noch 22 andere gute Stücke, teilweise mit Unterstützung von Erykah Badu oder Ceee-Lo von Goodiemob, der später im Jahrzehnt zusammen mit Danger Mouse als Gnarls Barkley seine ganz eigene Musikgeschichte schreiben sollte. Schön war auch, dass die Erstauflage auf gelbem, durchsichtigen Vinyl gepresst war. Sonstnochwas? Nö, Reicht! Art.nr. 001707 2LP 21.95€ Art.nr. 092208 CD 16.95€

PANDA BEAR PERSON PITCH Paw Tracks 2007 Noah Lennox, hauptberuflich der vierte Teil von Animal Collective, zog es im Jahre 2006 nach Lissabon, wo er seine Liebe gefunden hatte. Viel mitnehmen konnte er nicht: in seinem Gepäck waren, neben ein paar Klamotten, eine Akustikgitarre und zwei Sampler, Marke Boss SP-303. Reduziert auf diese Mittel und ausgestattet mit exzellentem musikalischem Instinkt, schaffte Panda Bear mit seinem dritten Soloalbum eine Rückbesinnung auf die Schönheit von Popmusik. Seine Art des Sampling war nicht die eines bewussten, zweckdienlichen Sprechens, sondern die einer Herstellung von Bewusstsein, Gefühl, emotionaler Erinnerung (nicht Gedächtnis). »Person Pitch« gelingt es zu berühren, was eigentlich schon verloren gegangen geglaubt war: die Seele von Popmusik. Art.nr. 106487 2LP 15.95€

PILSKILLS ZUM MITNEHMEN Chefhain Weltrekords 2001 Kennt kaum einer, ist aber in Ostberlin so ne Art Klassiker, also für uns, die wir nun mal fast alle Ostberliner sind, unbedingt eine 2000er Knüllerplatte. Jabbadabbadoo, hier kommt meine Crew! Art.nr. 001812 LP 19.95€

PREFUSE 73 VOCAL STUDIES + UPROCK NARRATIVES Warp 2001 Was in diesen Tagen wieder als »Glitch Hop« hochgejubelt wird, fand bereits 2001 in diesem Album ihren Anfang. Guillermo Scott


Herren hatte zu der Zeit bereits als Savath & Savalas und Delarosa & Asora für Aufmerksamkeit gesorgt und machte sich nun als Prefuse 73 mit seinen »sprechenden« Beats Hip-Hop aus dem Geist der elektronischen Musik zu revolutionieren. Mit Aesop Rock, DOOM und Mikah 9 hatte der Produzent aus Atlanta, Georgia zudem einige Hochkaräter am Mikrophon dabei. Doch die Revolution war eher in der Ununterscheidbarkeit von Konstruktion/Dekonstruktion, Erweiterung/Kürzung, Samples/ Komposition zu finden. In der Folge sollten Prefuse73-Alben dieses Stottern verlieren. Art.nr. 033364 CD 16.95€

QUANTIC MISHAPS HAPPENING TruThoughts 2004 Die Art und Weise wie Quantic seine Fingerfertigkeit an Gitarre, Kontrabass, Klavier, Orgel, Saxophon und Percussions mit der Auswahl erlesener Samples zusammenfügte, wurde bereits auf zwei Alben vor »Mishaps Happening« gerühmt. Doch erst dieses Album brachte eine Musik wieder zurück in die Köpfe der Musiknerds, für die Begrifflichkeiten wie »NuJazz« lange Zeit ein Schmipfwort waren. Will Holland, der Mann hinter Quantic, zog sich dann auch alsbald nach Kolumbien zurück und konzentriert sich seither nur noch auf ambitionierte, orchestrale, Spaß machende Projekte. Art.nr. 028671 CD 13.95€

RJD2 DEADRINGER Definitive Jux 2002 Die Chancen, dass RJD2 zu einem der wichtigsten HipHop-Produzenten dieses Jahrzehnts aufsteigen könnte, standen nicht schlecht, als im Jahre 2002 sein Debüt »Deadringer« veröffentlicht wurde. Nicht schlecht? Ein Stern ging auf! Ramble John Krohn aus Eugene, Oregon wusste wie Samples organisch verwoben werden. Er gründete in der Folge mit Blueprint das Duo Soul Position, produzierte ein Album für Aceyalone und kollaborierte (wie jeder zweite in diesem Jahrzehnt) mit Diplo. Musikalisch ging’s weg von den feinen Soulsamples hin zu, ähemm, Rockmusik. So blieb »Deadringer« unerreicht. Art.nr. 180490 2LP 12.95€ Art.nr. 180478 CD 9.95€

SHACKLETON THREE EPS Perlon 2009 Zur Deadline gerade drei Wochen alt, hat »Three EPs« sich dennoch jetzt schon seinen Platz verdient. Warum? Weil ein solch intensives Klangerlebnis eine absolute Ausnahme ist. Alles hier ist abgründig, albtraumhaft und dennoch seltsam anziehend. Der mittlere und nahe Osten fusioniert mit englischen Bässen und teutonischem Micro-Geklacker zu einer Art kubistischer Illustration Kafka’scher Fantasien. Art.nr. 177194 3LP 23.95€ Art.nr. 179760 CD 18.95€

QUASIMOTO THE UNSEEN Stones Throw 2000 Randbemerkung: »The Unseen« ist mit dem gleichen Equipment (Boss SP-303) wie Panda Bears »Person Pitch« entstanden. Das Ergebnis ist ein vollkommen anderes, wenn auch nicht weniger begnadet. Mit »The Unseen« führt Produzent Madlib nach wochenlangem Pilzkonsum sein näselndes Alter Ego Quasimoto ein und etabliert mit dieser Rückkopplung auf Comic heraus eine zweite Referenzebene in seine Musik ein. Waren es im Jahrzehnt davor noch Themen wie Mafia (Raekwon) oder Martial Arts (Wu-Tang), auf die querverwiesen wurde, war es hier eine im wahrsten Sinne der Worte »überzeichnete«, »verrückte« Welt. Das war nicht nur genial, es veränderte auch HipHop. Wenn auch nicht sofort: »The Unseen« stieß zunächst mehr auf Unverständnis. Avancierte im Laufe des Jahrzehnts zu einem der besten HipHop-Alben überhaupt.

SHARON JONES & THE DAP-KINGS 100 DAYS, 100 NIGHTS LP Daptone 2007 Möchte man einen konkreten Ausgangspunkt für das Revival von Funk und Soul am Ende dieses Jahrzehnts benennen, so sollte man es mit diesem Album versuchen. Die leichtfertig als Backingband abgewatschten The Dap-Kings sind der Ursprung von Truth & Soul Records, der Afrobeat-Kapelle The Budos Band, die musikalische Untermalung von Lee Fields, spielten auf Amy Winehouse »Back to Black«-Album, haben also überall ihre Finger mit drin. Dazu kommt die Stimme des Revivals, Sharon Jones. »100 days, 100 Nights« ist ja bereits das dritte Album der Band, aber hier passt wirklich alles. Art.nr. 112680 LP 15.95€ Art.nr. 112684 CD 15.95€

Art.nr. 004923 2LP 16.95€ Art.nr. 038926 2CD 15.95€

RADIOHEAD KID A Capitol 2000 Wenn man als Band mit den ersten drei Alben bereits Musikgeschichte geschrieben hat und mit »OK Computer« dann wirklich eine Art Konsensalbum fürs Bildungsbürgertum gelungen ist, dann stellt man sich gerade die Sinnfrage. Sicherlich wäre es kein Problem gewesen, einfach dort weiterzumachen, anzusetzen an den Erfolgen. Doch Thom Yorke besorgte sich den kompletten Katalog des damals noch in Sheffield ansässigen Labels Warp, deren Künstler Aphex Twin, Autechre, Plaid oder Squarepusher elektronische Musik mit der gewissen Faszination belegten. Das Album »Kid A« war dann viel avancierter, zerrissener, progressiver als die Vorgänger; und dennoch erfolgreich. Das dürfte das einzige Elektronik-Album sein, was der geneigte Britpopper in seinem Plattenschrank zu stehen hat. Allein dafür gebührt ihm Respekt. Art.nr. 018374 2x10“ 21.95€

RICARDO VILLALOBOS THÉ AU HAREM D’ARCHIMÈDE Perlon 2004 Der Vorgänger »Alcachofa« mag einflussreicher gewesen sein, die Art und Weise wie der gebürtige Chilene Villalobos auf »Thé au Harem d’Archimède« die Koordinaten von House und Techno verschiebt und sich von jedem Funktionalitätszwang befreit, macht es zu Ricardos langfristig bemerkenswertestem Album. Minimal gone Prog, Techno meets Ethno-Jazz, in a good way.

SHED SHEDDING THE PAST Ostgut 2008 Das Debüt von Shed nähert sich Dubstep aus der Perspektive des wissenden Technoheads mit Basic ChannelDiplom, ohne sich diesem je offensichtlich hinzugeben. »Shedding the Past« ist das bisher nachdrücklichste Statement der Generation Berghain und gleichzeitig eine brillante Unterwanderung rigider Techno-Codes. Art.nr. 143828 2LP 16.95€

SOUL CENTER (THOMAS BRINKMANN) II W.v.B. Enterprises 2000 Thomas Brinkmann ist schon immer ein Freigeist am House/Techno-Firmament gewesen. Mit seiner Soul Center-Reihe ahnte er in einer – gerade in Deutschland – auf Simplizität bedachten Ära die erneute Hinwendung zu Melodien, Samples und Funk voraus. Und wenn ein Technoalbum neun Jahre später klingt wie vorgestern veröffentlicht, hat es sich seinen Platz in dieser Auswahl redlich verdient.

THE AVALANCHES SINCE I LEFT YOU Modular 2000 Manchmal reicht ja ein Album, um sich in die Annalen der Musikgeschichte einzuschreiben. Die Australier The Avalanches haben das geschafft. Mit »Since I Left You« haben sie ein Statement geschaffen, wie aus Diebstahl Kunst werden kann. Ganze 3.500 Samples Darren Seltmann und Robbie Chater zusammengetragen und in uner- und unge-

hörter Weise neu arrangiert. Unbekannter Soulstücke stehen neben 1980er Jahre Commodore-Gefrickel, von Madonna über Francois Hardy bis Raekwon wurde horizontal und vertikal durch die Musikgeschichte getaucht. Am Ende stand dann ein wirklich eindringliches, melodiegeladenes, tanzbares Konzeptalbum über die Liebe in Zeiten der Globalisierung. Und tolle Musikvideos gab’s noch oben drauf.

THE KNIFE SILENT SHOUT Rabid 2006 Ein Album, das so nur in Skandinavien entstehen konnte. Das schwedische Geschwisterpaar Karin Dreijer Andersson and Olof Dreijer lässt brachiale Electro-Sounds auf beinahe gotisch anmutende Ambientflächen knallen, IndustrialTechno wird von balladesken Elementen konterkariert. Und über allem thront Karin Dreijer Anderssons außerweltliches Organ, das einem sowohl Angst einjagen, als auch Tränen in die Augen treiben kann. Eines der intensivsten Alben der vergangenen zehn Jahre. Art.nr. 075963 2LP 18.95€

THE RAPTURE ECHOES DFA 2003 Warum geben wir The Raptures »Echoes« den Vorzug vor den auch nicht minder wichtigen Langspielplatten von Radio 4, !!!, Out Hud, The Liars oder auch Bloc Party? Zunächst ist dem New Yorker Quartett hier ein hervorragendes Debüt gelungen. Doch »Echoes« war mehr. Es war dank des satten Sounds, von James Murphy und Tim Goldsworthy hervorragend produziert, und der markanten Stimme von Luke Jenner, die Blaupause für unzählige nachfolgende Bands, die erkannten, dass Gitarrenmusik durchaus auch sexy sein kann. Daneben haben sie mit »House of Jealous Lovers« die erste Indie-Hymne geschrieben, die auch in einem Technoset nicht deplatziert wirkte. DJ Hell hat das als erstes erkannt. Da wurden Gräben mit geschlossen, die davor noch unüberwindbar schienen. Deshalb! Art.nr. 078186 CD 10.95€

THE STREETS ORIGINAL PIRATE MATERIAL Vice 2002 Mike Skinner bevor er meinte den Singer/ Songwriter in sich entdeckt zu haben. Mit mehr Pop-Sensibilität als Kollege Dizzee Rascal spielt The Streets mit HipHop und UK Garage und kombiniert den federnden Sound seiner Beats mit demonstrativem Cockney-Atzentum, indem politische Unkorrektheiten, Spielunkenschlägereien, das Wochenende und die Premier League die Fixpunkte bilden. Latent melancholischer Hartz4-Hedonismus klang nie besser. Art.nr. 004335 2LP 16.95€ Art.nr. 030782 CD 8.95€

THE WHITEST BOY ALIVE DREAMS Service 2006 Ein Technoalbum, eingespielt mit Live-Instrumenten. Erlend Øye und seine Berliner Entourage erspielen eine musikalische Leichtigkeit, die einen gleichzeitig Flennen und Tanzen lassen will. Es ist beeindruckend, wie hier die Songs die Struktur der Hits verschwitzter Clubnächte atmen und dennoch keine stumpf-rotierenden Bassdrums gebrauchen. Auf dem diesjährigen Nachfolger »Rules« ist ihnen das Kunststück dann nochmals gelungen.

THEO PARRISH PARALLEL DIMENSIONS Sound Signature 2000/Ubiquity 2004 Der Detroiter Hohepriester mit einem Album, welches eindrucksvoll demonstriert, warum House in der Tat der Neffe von Soul & Jazz ist. Losgelöst von jeglichen Funktionalitätsgedanken, zusammengehalten von diesen wunderschönen, holzigen Trademark-Claps samplet und improvisiert sich Parrish durch achtzig transzendentale und unvergessliche Minuten. Art.nr. 053818 CD 13.95€

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MUSIC FEATURES

House ist wieder wer. Zugegebenermaßen ist diese e reißerische Einleitung eine hllosen Söhne von Disco, Soul Hyperbel. Weg war House ja nie so ganz, einer der zahllosen und Funk (und damit auch der Bruder von Techno und der er Cousin von HipHop). Dass er aber in den letzten drei bis vier Jahren noch während nd der systematischen Minimalisierung elektronischer Tanzmusik und der grellen Überzeichnung seiner großen Stärken durch die Maximalisierung der Franzosen, im Kielwasser elwasser des omnipräsesenten Disco-Revivals einen solch imposanten 28. Frühling ng erleben würde, konnte, aber musste, man nicht unbedingt erahnen Texte und Interviews Florian Aigner Natürlich sind die großen Säulenheiligen immer noch da und Platten auf Moodymanns KDJ-Imprint wurden auch während der Minus-Ära fleißig gesammelt. Theo Parrish genoss auch während des Ibiza-Zeitalters Immunität. Wie viele aufregende, neue Künstler sich aber in letzter Zeit ehrfürchtig mit dem originären House-Erbe beschäftigt und daraus für sich neue Schlüsse gezogen haben, ist schon eindrucksvoll. Ob nun Jus-Ed mit Levon Vincent, Nina Kraviz & Co. in New York mit anderen Mitteln alte Paradise Garage-Tage heraufbeschwört, Laid gefühlvolle Rhodes im Dreischlag servieren, Gerd Janson über Running Back eine sensationelle Deep House-Platte nach der anderen raushaut, die Innervisions-Garde sich für Einflüsse aus Afrika öffnet, STL mit seinen spröden Skizzen den deutschen Parrish gibt, Omar-S Techno und House in typisch Detroit’scher Manier vermählt, James Murphy DFA zu einem liebevollen HouseConnoisseurs-Label umbaut oder die Stuttgarter von Philpot Jazziness groß schreiben: nichts von all dem will das Uralthorrorklischee vom solariumsgebräunten Bumstouristen für das Leute wie David Guetta und Fedde Le Grande in den letzten Jahren so gewissenhaft gearbeitet haben, bestätigen.

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Viele dieser sample-verliebten Renaissancesancehon Heroen sind bemerkenswerterweise schon ewig im Geschäft und passen nun mit ihrer Soundästhetik auch einfach wieder in den Zeitgeist. Es gibt aber auch zahllose Ü30-Jungspunde, die angetrieben durch eine für ihre Generation typisch eklektische Sozialisierung, die Fixpunkte Detroit und Chicago zwar stets im Blick haben, aber einen ähnlich offenen Zugang beim Produzieren wählen wie die Helden aus dem großen D(etroit) selbst. Im Folgenden setzen wir uns mit drei Ausnahmeproduzenten auseinander, die all dies verkörpern. Anspruch auf Vollständigkeit wollen wir also schwerlich behaupten. So hätten sich auch Floating Points, Eddie C, Tensnake, Cottam, Linkwood, John Talabot, KRL oder Tom Trago hier ein Spotlight verdient. Die Liste ließe sich, und das ist das Erstaunliche, beinahe beliebig fortsetzen, aber auch so dürften die beiden Mittzwanziger Danilo Plessow (Motor City Drum Ensemble) und Graeme Clark (The Revenge), sowie der 29-jährige Prime Numbers-Chef Trus’me als eindrucksvolle Fallbeispiele herhalten, wie man im Jahr 2009 seine Houseaufgaben zu machen hat.

»Ich liebe die Vorstellung, dass sich Menschen mit Bier und Joint hinsetzen und sich die Zeit nehmen ein Album von vorne bis hinten zu hören, aber das ist heute leider nur noch selten der Fall. Das Albumformat befindet sich in einem großen Umbruch und ich wüsste gerade nicht, ob ich dafür eine passende Antwort finden könnte.«


Möchte man derzeit über House reden, ist an The Revenge kein Vorbeikommen. usiker, Remixer, Labelbetreiber lotet der Schotte Graeme Clark die Tiefe Als Musiker, der Möglichkeiten dieses Genres aus. Warum er klingt, wie er klingt, warum Vinyl nicht tot ist, beantwortet das folgende Gespräch

The Revenge ist überall. Wer etwas auf sich hält, braucht momentan einen Remix von Graeme Clark. Darüber hinaus führt er gemeinsam mit Craig Smith das Liebhaber-Label Instruments of Rapture, wo er, ähnlich wie zuvor für Jisco unentwegt die Grenzen zwischen Edit, Remix und Eigenproduktion verwischt und von 95 BPM-Schleichern, über traditionellere HouseTempi bis zu extrem souligen Disco-Stücken alles veröffentlicht, was gut klingt. War es vor dem Schotten vor allem Mark E, der sich regelmäßig traute, House unter 110 BPM zu programmieren, ist daraus mittlerweile ein veritables Subgenre entstanden, vor allem auf der Insel. Aber Clark lässt sich nicht bequem unter »Slo-Mo-House« ablegen. Über Hometaping hat er gerade eine jackende Chicago-Nummer veröffentlicht, auf Delusions of Grandeur gibt er sich auch gerne mal minimalistischer. HHV: Wie hat das mit dir und der Musik eigentlich angefangen? The Revenge: Meine Mutter hat viel Soul und Funk gehört, aber auch Jackson Browne, John Martyn, Robert Palmer, Billy Cobham und Kraftwerk. Mein Vater stand eher auf Lynyrd Skynyrd, AC/DC, JJ Cale und Blues. In seiner Freizeit hat er Bassgitarre in einer Band gespielt und außerdem hatte er ein kleines Vierspur-Aufnahmegerät, sowie ein paar alte Drum Machines. Wenn er auf der Arbeit war, hab ich das dann oft in mein Zimmer geschmuggelt

und herumexperimentiert. Ich bin mit dem Radio der 1980er Jahre aufgewachsen. Als Teenie hatte ich dann eine Rave-Phase – das war wohl so was wie meine Punk-Rebellion. Haben dich die frühen Edit-Maestros wie Ron Hardy, Larry Levan, DJ Harvey, Larry Heard und Theo Parrish musikalisch geprägt oder kam das erst später? Die beiden Larrys stachen für mich schon recht früh als Produktionspioniere heraus. Es ist kaum vorstellbar wie die Szene heute ohne sie klingen würde. Das gleiche gilt auch für Theo Parrish und Ron Hardy. Aber mich prägt stets ganz unterschiedliche Musik, nicht nur eine Nische. Lass uns über Edits sprechen. Wie stehst du zur aktuellen Edit-Manie? Ich fertige Edits wirklich nur an, wenn sie so besser in mein Set passen. Für mich ist das eine persönliche Sache, keine ökonomische. Dieses Edit-Phänomen erinnert an HipHop, weil auch hier das Original-Material kaum geklärt wird. Hast du Angst, dass die Szene so durch die Decke gehen könnte, dass bald nur noch einige wenige plakativ samplen und editieren können, weil es sich der Rest nicht leisten kann, Samples zu klären? Um heute ein Sample zu klären, muss man von vornherein kalkulieren könne, wie viele Platten man verkaufen wird. Das ist als kleines Indie-Label praktisch unmöglich. Solange man respektvoll mit dem Material umgeht und Sam-

pling als Kunstform und nicht als billiges Bootlegging betreibt, ist künstlerisch alles okay. Aber juristisch – das ist eine andere Frage… Dieser respektvolle Umgang scheint auch der gemeinsame Nenner für deine stilistisch vielfältigen Arbeiten und die Künstler auf Instruments of Rapture zu sein. Oder gibt es eine enger definierte Agenda für euer Label? Nein, das ist wirklich ein undergroundiges Alles-Geht-Projekt. So wird beispielsweise auch Redshape nächstes Jahr einen Remix beisteuern. Es spielt keine Rolle, ob etwas eher Disco, eher House, Funk oder Techno ist – und das wird spätestens mit den kommenden Releases noch deutlicher werden. Bei meinen Soloprojekten ist das ganz ähnlich. So bin ich beispielsweise gerade damit beschäftigt Legowelt zu remixen. Warum habt ihr euch für eine Vinyl-OnlyPolitik entschlossen? Der Hauptgrund war, dass dieses Format eine Verknappung zulässt. Das ist nicht möglich, wenn du deine Sachen auch als Download verkaufst. Klar, wir haben auch Nachpressungen gemacht und eine Compilation für die CD-Käufer werden wir auch irgendwann nachschieben. Aber mir gefällt die Vorstellung, nur greifbare Produkte zu verkaufen. Das heißt nicht, dass ich da ein Dogmatiker wäre; die Musik ist nicht besser, nur weil sie auf Vinyl gepresst wurde. Ich lege mittlerweile auch mit Serato auf, habe aber natürlich auch mit Vinyl angefangen. Ich finde es großartig, dass es noch so viele VinylEnthusiasten gibt und will diesen einfach auch die Möglichkeit geben, weiterhin mit Vinyl aufzulegen. Gibt es konkrete Pläne auch Alben zu veröffentlichen? Ich liebe die Vorstellung, dass sich Menschen mit Bier und Joint hinsetzen und sich die Zeit nehmen ein Album von vorne bis hinten zu hören, aber das ist heute leider nur noch selten der Fall. Das Albumformat befindet sich in einem großen Umbruch und ich wüsste gerade nicht, ob ich dafür eine passende Antwort finden könnte. Deswegen gibt es momentan keine konkreten Pläne für ein Album. Aber mal sehen, was 2010 so bringt… Du scheinst dieses Jahr eine Wette mit Motor City Drum Ensemble und dOP am laufen zu haben, wer die meisten Remixes auf den Markt bringt. Wie viele hast du dieses Jahr abgelehnt und nach welchen Kriterien wählst du aus? Haha, ich liebe was die machen, auch wenn jeder von uns einen unterschiedlichen Stil hat. Ach, ich finde fast in jedem Track etwas, was ich spannend finde und nehme das dann als Ausgangspunkt für den Remix. Ich habe zwar wirklich viele Remixes gemacht, aber ich lasse mir immer so viel Zeit bis ich vollständig mit dem Ergebnis zufrieden bin. Das hat dann meist zur Konsequenz, dass ich Deadlines bis aufs äußerste strapaziere, aber die meisten Labels mit denen ich arbeite, verstehen, dass Kreativität nun mal keine Ein/Aus-Schalter hat.

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MUSIC FEATURE FEATURES

erfahrungsgemäß signifikant verringert, je länger man auf das selbe Pferd setzt. Zum anderen offenbart diese Entscheidung auch den rapiden Entwicklungsprozess eines Vollblutmusikers, der nichts mehr hasst, als Formelhaftigkeit und Berechenbarkeit: »Ich werde sicherlich auch weiterhin Samples benutzen und diese Ästhetik beibehalten, nur muss es nicht mehr nur das Schema “Rhodes + Vocal + Discoloop” sein. Ich habe wirklich eine Menge Ideen, und die möchte ich auch umsetzen - und die Leute konsequent überraschen. Es gibt nichts langweiligeres, als sich ständig zu wiederholen. Die nächste Platte auf MCDE wird vom Feeling ähnlich der Raw Cuts, klingt aber eher wie ein verschollenes Stück Techno anno 1992.«

Mit seinen erst 24 Jahren ist Daniel Plessow bereits ein Urgestein, der hiesigen Musikszene. Er veröffentlichte Platten als Inverse Cinematics, Hipster Wonkas, Aphro Pzyko und jüngst als Motor City Drum Ensemble. Hier befördert er das House-Genre aus dem Geiste des Jazz

Zu Beginn muss gleich ein klassischer Denkfehler beseitigt werden: Nein, Motor City Drum Ensemble (MCDE) ist kein Detroiter Kollektiv. Hinter diesen Old-Schooligen Housetunes steckt vielmehr ein 24-jähriges Milchgesicht namens Danilo Plessow aus der süddeutschen Autostadt und SpätzleCity Stuttgart, der Platten bereits in einem Alter veröffentlichte, indem wir alle noch damit beschäftigt waren, zu überlegen, ob nun Fußballprofi oder doch Astronaut der angemessenere Traumberuf sei. Mit Inverse Cinematics und Hipsta Wonkaz fröhnte Plessow Broken Beat, Nu Jazz und HipHop bevor er sich einige Jahre später als Motor City Drum Ensemble emanzipierte. Auf seine nicht unbedingt als elektronische Metropole bekannte Heimat angesprochen entgegnet Plessow abgeklärt: »Das Lefonque war der erste Club, den ich besuchte. Ich war 15 Jahre alt, glaube ich. Damals war Fusion und House, Soul/ Funk aber auch Leute wie DJ Koze in dem Laden der Sound der Stunde. Weil ich mit 16 Jahren bereits meine erste, halbwegs erfolgreiche 12inch als Inverse Cinematics veröffentlichte, war ich eigentlich auch von Anfang an viel unterwegs, d.h. ich bin in vielen verschiedenen europäischen Clubs sozialisiert worden, nicht unbedingt nur in einem bestimmten Stuttgarter Club.«

postindustriellen Niedergang der Motown City so eindrucksvoll musikalisch dokumentierten. Kälteren, technoiden Klängen frönt MCDE dabei ebenso wie dem samplelastigen CutUp-Funk eines Moodymann, mit dem Plessow spätestens seit seiner »Raw Cuts«-Reihe ständig verglichen wird. Auf Epigonenvorwürfe reagiert der Stuttgarter aber relativ gelassen: »Natürlich haben mich seine Platten mein Leben lang begleitet. Aber ich glaube auch, dass wenn man eine musikalische Vorliebe für gewissen Jazz, Soul etc. hat und diese mit modernen Mitteln und auch am besten noch tanzbar umsetzen will, landet man ziemlich schnell bei einer Ästhetik, die ›ähnlich‹ klingt. Ich für meinen Teil komme immer wieder zu bestimmten Platten zurück, nicht unbedingt House, eher Sachen wie modalen Jazz oder Spiritual Zeug, und die Harmonien, Sounds, das ganze Gefühl – das ist meine größte Inspiration. Wenn ich meine Stücke nicht aus purer Liebe dazu machen würde, dann würde man das sofort hören. Den Rip-Off Vorwurf kann ich aus dieser Sicht nicht verstehen.« Auch den wohl dokumentierten Detroit-Bias, den beispielsweise Omar-S immer wieder demonstrativ zur Schau trägt, kann MCDE nicht so ganz bestätigen, Komplimente habe er unter anderem schon von Rick Wade, Mike Huckaby und Kyle Hall erhalten.

Stuttgart/Detroit Wichtiger als Stuttgart scheint für den Jungspund in musikalischer Hinsicht hingegen Detroit gewesen zu sein. Nicht nur, dass seine eigenen Produktionen stets diesen rohen, seelenvollen Sound auszeichnet, mit dem Theo Parrish, Derrick Carter oder Chez Damier den

The Repetition Kills You Dass er es sich aber nicht einfach macht und darüber nachdenkt, die höchst erfolgreiche »Raw Cuts«-Reihe einzustellen, mag der Tatsache geschuldet sein, dass Plessows erklärtes Ziel ist »Musik zu schaffen, die auch eine gewisse Halbwertszeit hat«, welche sich

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Jazz is (still) the teacher! Dieser Anspruch ist nicht unbedingt neu, im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen nimmt man das Daniel Plessow aber tatsächlich ab, ohne mental 3 Euro ins Phrasenschwein zu werfen. Das mag dem Umstand geschuldet sein, dass Plessow im Herzen ein Jazzer ist und das nicht nur als Musiker, sondern auch als Hörer. »Ich höre und sammle sehr, sehr viele Platten aus diesem Bereich. Ich denke mal, für jede aktuelle 12inch kaufe ich mindestens drei Jazzplatten. Jazz is the teacher!« Einem Madlib oder Theo Parrish nicht unähnlich, destilliert Plessow die Freigeistigkeit des Jazz um daraus neue, postmoderne Musik zu kreieren, ohne aber – zumindest noch nicht – so sperrig und verschroben zu sein wie die Erstgenannten. Vor diesem Hintergrund überrascht es auch nicht wirklich, dass sich Plessow als Hörer zunehmend von einer Jugendliebe entfernt hat: »Was HipHop angeht bin ich leider gar nicht mehr auf dem Laufenden – allerdings vor allem deswegen, weil seit Jay Dee und Madlib nicht wirklich so viel passiert ist. Flying Lotus dürfte das aktuellste Album gewesen sein, das ich mir angehört habe.« Anschließend folgt noch ein Liebesbekenntnis zu den goldenen 1990er Jahren und spätestens jetzt ist klar, warum Menschen mit gutem Musikgeschmack nur äußerst selten schlechte Musik produzieren.


David Wolstencroft hat einen Lauf: Die ersten Singles wurden von Gilles Peterson direkt in Dauerrotation genommen, auf der Albumrelease-Party für »Workings Nights« vor zwei Jahren hat er ein anerkennendes »Damn, Brother« von Kenny Dixon Jr. eingetütet, danach mit Prime Numbers ein hoch respektiertes Label aus dem Boden gestampft und jetzt mit »In The Red« ein Album, das von Sophomore Slump nichts wissen will Foto Gioia De Bruyn

»Wenn du quasi auf der Vinyl-Meile Manchesters aufwächst, Clubs wie das Hacienda, Electric Chair oder Eyes Down hast und von Anfang an lerntest, nicht nach Genre zu differenzieren, sondern nur zwischen gut und schlecht zu unterscheiden, kommt das fast von alleine.«

Warum Trus’me klingt wie er klingt, ist Wolstencroft völlig klar: »Wenn du quasi auf der Vinyl-Meile Manchesters aufwächst, Clubs wie das Hacienda, Electric Chair oder Eyes Down hast und von Anfang an lerntest, nicht nach Genre zu differenzieren, sondern nur zwischen gut und schlecht zu unterscheiden, kommt das fast von alleine. Dann hatte ich früh auch einen guten Draht nach Detroit; Rick Wilhite, Delano Smith, Mike Grant und Theo Parrishs Grafiker kannte ich schon, bevor ich überhaupt angefangen habe zu produzieren.« Die häufigen Moodymann-Vergleiche sieht auch er gelassen (»Natürlich ist das ein Segen: Er ist der Meister!«), betont aber, spätestens mit dem eklektischen Sound von Prime Numbers und seinem zweiten Album, das

wiederum über Fat City erscheint, einen sehr eigenständigen Sound gefunden zu haben. Unterstützt von Vokal-Größen aus Detroit wie Amp Fiddler oder Pirahnahead hat sich Trus’me von reinem Sampling emanzipiert und ein gut abgehangenes House-Album mit B-BoyAttitüde produziert, das dem sehr kohärenten Debüt ästhetisch folgt, aber dennoch ein weiterer Schritt in Richtung Produzententum in klassischem Sinne ist. »Bei ›Working Nights‹ ging es mir um virtuoses Sampling. Bei ›In the Red‹ war ich von der Idee des Coverns besessen. Es ist toll aus einem punkigen Disco-Stück eine klebrige Boogie-Nummer zu machen. Das ist beim Samplen wesentlich schwieriger. Ich sag’s dir«, lacht David Wolstencroft, »Cover werden 2010 der heiße Scheiß.«

Kohärenter Eklektizismus Danach gibt sich Wolstencroft als Romantiker der alten Schule zu erkennen, der weiter fest an das Albumformat glaubt und für den ein Album nach wie vor eine Reise und keine lose Aneinaderreihung arbiträr zusammengestellter Tracks sein sollte. Darauf angesprochen, dass genau dies seinem Prime Numbers-Künstler Linkwood mit »System« auch gelungen sei, trotz einer großen stilistischen Vielfalt, freut sich Wolstencroft: »Genau das ist auch mein Ziel mit Prime Numbers. Stilistische Einschränkungen sind Blödsinn, Musik muss herausfordern. Das ist auch das Prinzip bei den 12inch-Samplern: drei völlig verschiedene Künstler, geeint durch die hohe musikalische Qualität.« Dass er über diese keineswegs diktatorisch entscheidet, sondern gemeinsam über kommende Releases abgestimmt wird, macht die Sache noch sympathischer. »Prime Numbers war nie als Ventil für mich allein gedacht. Ich habe mir noch nicht mal eine Solo-12inch gegönnt bisher, weil immer so viel gutes anderes Material vorhanden war. Passend zu eurem Feature wird übrigens Danilo Plessow (MCDE) als nächstes eine Single bei uns veröffentlichen, mit Remixes von Andres und Mr Scruff. Und auf ein ganzes Album hoffen wir auch.« Spätestens jetzt fühlen wir uns in unserer Auswahl bestätigt und ich erinnere mich mit einem Grinsen an Graeme Clarks Vorschlag, dass die drei eine Miniaturausgabe von The Cream formen und wahlweise in amerikanischen Baseballstadien oder Jugendknästen spielen sollten. Er würde auch für das Popcorn sorgen.

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Post auf Baron Zens MySpace-Seite über dessen damals neu veröffentlichte LP und steigendes Interesse von Wolf an Dâm-Funks eigenen Produktionen, endeten schließlich in der Debütsingle »Burn Rubber« auf Stones Throw im Rahmen eines Baron Zen Remix-Projekts. Der Rest ist Geschichte – oder vielmehr Zukunft.

Er gilt als das nächste große Ding im Stones-Throw-Labelstall. Von seinen minimalistischen Funk-Exzessen schwärmt nicht nur jene junge Produzentengeneration um Hudson Mohawke, sondern auch so Genre-fremde Künstler wie Animal Collective, deren Konzerte er mit seinen bunten DJ-Sets mitunter eröffnet. Dabei hätte Dâm-Funk auch einfach ein guter Friseur werden können… Text Beate Kroissenbrunner

Schenkt man Peanut Butter Wolf Glauben, so wird die Debüt-EP von Dâm-Funk auf Stones Throw das Modern Funk-Projekt der Westküste, auf das nur gewartet wurde. Somit kriegt dieser Mann schon mal vorab kräftig Support von seinem Labelboss und Freund. Der DJ und Produzent Dâm-Funk wird gerne als »Ambassador des Funk« bezeichnet. Seine Musik ist inspiriert und basiert auf dem Funk/ Boogie, Modern Funk und Soul der frühen 1980er Jahre. Laut Dam-FunK beinhaltet seine Plattensammlung größtenteils Boogie und Funk. Seine eigenen Produktionen sind melodisch, aber dennoch funky, zum größten Teil instrumental. Tête-à-tête mit Peanut Butter Wolf Der in Pasadena, Kalifornien aufgewachsene Damon Riddick hat seine musikalische Karriere bereits im zarten Alter von sechs Jahren begonnen als er seine Liebe zum Schlagzeugspielen entdeckte. Diese Liebe wurde von einem Gitarren-Spiel-Intermezzo abgelöst, das aber nicht lange anhielt, da er schnell merkte,

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dass die Gitarre nicht sein Instrument war und dieselbe als Ausdruck seiner Abneigung erst einmal gegen die Wand im Kinderzimmer feuerte. Zu High-School-Zeiten begann Damon Riddick neben dem Schlagzeug auch das Keyboard für sich zu entdecken, was inzwischen zu seinem Hauptinstrument geworden ist. Die Inspiration durch die Musik von KISS, Prince, PUSH, P-Funk, Soultrain und ein Hang zu japanischen Monster- und Horrorfilmen, sowie den von Hanna-Barbera & Ruby Spears in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren produzierten Cartoons, führten zu dem, was Dam-Funks Musik heute ausmacht. Vor drei, vier Jahren rannten sich dann DâmFunk und Peanut Butter Wolf erstmalig und fortan immer wieder auf verschiedenen Partys in Los Angeles über den Weg und begannen sich über Musiker wie Steve Arrington, den LeadSänger der Melodic-Funk Band Slave, Gary Wilson, Prince und viele andere Musiker dieser Coleur auszutauschen, die zu dem damaligen Zeitpunkt weitestegehend in Vergessenheit geraten waren. Positive Anerkennung mittels

Agenten der Geschmackspolizei Dâm-Funk beschreibt die Zusammenarbeit mit Stones Throw in vielerlei Hinsicht als sehr bereichernd. Neben der Möglichkeit seine Musik der großen Fangemeinde des Labels nahebringen zu können und somit viele Menschen zu erreichen, hebt er die künstlerische, kreative Freiheit hervor, die den Künstlern bei Stones Throw zukommt. »Sie lassen uns tun, was wir tun wollen.Wenn sie sich entscheiden, mit dir zu arbeiten, dann mögen sie deine Musik. Es ist nicht so«, erklärt Damon Riddick, »dass der Künstler seine Musik dem Label aufdrängt oder zuschreibt. Wir fühlen eine wechselseitige Liebe für die Kreativität des anderen. Das ist der Grund, warum ich Stones Throw gewählt habe.« Zum Status Quo des Funk heutzutage befragt, bekommt man eine eindeutige Antwort: »Die meisten Leute hatten doch Funk vergessen, auch wenn sie es jetzt nicht zugeben wollen und heute eher so tun, als ob sie P-Funk oder ZAPP immer schon gut fanden. In Wirklichkeit folgen genau diese Leute einfach nur dem Trend. Die Entstehung dieses Trends erfolgte nach dem üblichen Schema: ›Guardians of Taste‹ reckten ihre Spürnasen in die Luft und griffen das auf, was die Leute aus der ›Hood‹ schon immer mochten und fühlten: ZAPP, P-Funk, den frühen Prince, Slave, Aurra, Cameo, Change, Loose Ends, Mtume, Cybotron etc.. In den 1990er Jahren und frühen 2000er Jahren haben bestimmte Kräfte allerdings versucht, zu ändern, was den echten Funk ausmacht – vielleicht auch sogar unbeabsichtigt. Die Sache hatte aber auch was Gutes, die genannten Künstler erhielten nun den Respekt und die Aufmerksamkeit, die ihnen gebührt und zwar in allen musikalischen Kreisen. Was wir aber gemacht haben, war nach den richtigen Platten zu suchen, zu beobachten was abgeht und auf den perfekten Zeitpunkt zu warten, um den wahren Funk zurückzubringen.« Dies versucht Damon Riddick seit Juli 2006 im Rahmen seiner jeden Montagnacht stattfindenden Partyreihe »Funkmosphere« in der Carbon Bar in Culver City, Westside LA. Das Partyvolk ist bunt gemischt und besteht aus Stammgästen als auch Neuankömmlingen, aus jung und alt, die jedoch eines gemeinsam haben: die Suche nach dem Sound. Dieser Sound hat seinen Ursprung in einem Stil, den Dâm-Funk und seine Jungs zum »Boogie-Funk« weiterentwickelt haben. Genauer: »Es ist nicht nur Boogie oder Post-Disco, es ist Boogie gemixt mit harten Funk-Sounds von Gruppen wie One-Way, Kwick oder The Armed Gang und manchmal


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»Ich bin keiner dieser Typen, die beim Auflegen den ganzen Abend lang mit versteinerter Miene in ihr Laptop glotzend vor Leuten spielen, die bezahlt haben, um einen guten Abend zu haben. Ich verhalte mich da etwas anders.«

wird auch ein bisschen Juan Atkins und Egyptian Lover mit eingestreut. Die Leute fühlen sich wohl. Bei ›Funkmosphere‹ ist Funk keine Modeerscheinung, sondern eine Lebenseinstellung.« Funkmosphere Seit nun vier Jahren läuft »Funkmosphere« erfolgreich neben anderen Partyreihen in LA wie »Do Over«, »Low End Theory«, »Sound Lessions«, »Boombox«, »Soul Sessions« und »Firecracker’. Für jemanden, der Dâm-Funk einmal selbst live erleben durfte, ist dieser Erfolg auch keine Überraschung. Dam gelingt es wie nur Wenigen, eine einzigartige Atmosphäre und das Gefühl zu erzeugen, in ein Synthy-Disco-Future-Funk-

Paralleluniversum geschleudert zu werden. Das Geheimnis liegt in der Kombination aus FunkMusik in Verbindung mit bestimmten Akkorden, Effekten, Sounds und Dâm-Funks aufrichtiger und ehrlicher Verbindung zum Publikum. »Ich bin keiner dieser Typen, die beim Auflegen den ganzen Abend lang mit versteinerter Miene in ihr Laptop glotzend vor Leuten spielen, die bezahlt haben, um einen guten Abend zu haben. Ich verhalte mich da etwas anders.« Was wäre eigentlich aus Damon Riddick – der an dieser Stelle bemerkt auch ein großartiger Sänger ist – geworden, wenn er nicht die Liebe zur Musik entdeckt hätte? »Ein Truck-Fahrer. Oder Friseur! Lasst dich nicht von meiner ›superfly‹ und überentspannten Art täuschen. Ich kann

einen verdammt fiesen ›Fade‹ schneiden, heute noch! Früher hab ich all meinen Kumpels die Haare geschnitten, wenn sie es gebraucht hatten. Nein, im Ernst, Musik war immer meine erste Wahl. Ich hatte mir geschworen niemals auf zu geben. Ich wollte unabhängig sein, mein Ziel ist es unabhängig zu bleiben.« Und für DâmFunk hat Musik auch die Kraft die Welt zu einem besseren Ort zu machen. »Allein schon dadurch, dass das bestimmte Platzieren von Akkorden oder das Singen einer bestimmten Textzeile, einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort, meiner bescheidenen Meinung nach, die Kraft die Welt zu verbessern hat. Die Message meiner Musik lautet: Wahrheit, Fantasie, Eskapismus und Funk.«

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BLOCK HEAD REIGNING SAMPLES, RAINING CLOUDS Ja, sie ist irgendwie im Arsch, die gute alte Musikindustrie. Zwar steckt hinter jedem gespielten Ton mittlerweile eine komplette Marketingstrategie, den anhaltenden Einbruch der Verkaufszahlen konnte das trotzdem nicht verhindern. Überall wird nur noch gerechnet, kalkuliert und analysiert, anstatt sich einfach mal wieder ein wenig locker zu machen und sich aufs Wesentliche zu konzentrieren – nämlich auf die Musik. Anthony Simon aus Manhatten, besser bekannt als Blockhead, jedenfalls tut das noch. So wie er es immer getan hat. Auf seinem nunmehr vierten Soloalbum setzt sich das Ninja-Tune-Signing daher einmal mehr mit den Basics auseinander: »The Music Scene« Text Daniel Schieferdecker

»Ich habe immer versucht, so weit wie möglich rauszuschwimmen, um ansprechende und spannende Samples zu finden. Je abgefahrener die Platten, desto besser.«

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Wenn man es mal aufs Wesentliche herunterbricht, dann gibt es eigentlich bloß zwei Arten von Produzenten innerhalb der massiven, graffitibesprühten Schallmauern der HipHop-Szene. Zum einen diejenigen, die einen ganz speziellen Sound kreieren, dafür fortan mit ihrem guten Namen stehen und damit als Blaupause für all das gelten, was an vergleichbaren Soundentwürfen nach ihnen kommt. Premo wäre so jemand, dessen charakteristischer BoomBapSound sich oftmals aus der Melange harter Drums, klassischer Scratch-Refrains und markanten Jazz-Samples zusammensetzt. Auf der anderen Seite gibt es wiederum solche Beatschmiede, deren Stil mit nahezu jeder Produktion ein anderer ist, die keinerlei musikalischen Grenzen kennen und ihre einzige Konstanz in der Veränderung sehen. Ein solches Beispiel gibt der New Yorker Beatbastler Blockhead ab. Für jemanden wie ihn wäre Still-

stand undenkbar. Sich auf einem Sound auszuruhen, sich nicht weiterzuentwickeln und stehen zu bleiben, wäre für Anthony Simon das Ende. Dabei ist es gar nicht mal so, dass sich Tonys Herangehensweise handwerklich permanent verändern würde. »Ich mache Beats eigentlich immer noch genauso wie Mitte der 1990er Jahre«, erklärt er im Interview. »Doch ich habe mir seit meinen Anfängen ein sehr stabiles Fundament an musikalischem Wissen angeeignet, das es mir erlaubt, bestimmte Dinge heute anders umsetzen zu können. Und zwar so, wie es mir vor ein paar Jahren noch nicht möglich gewesen wäre.« Für die Produktion seines aktuellen Album »The Music Scene« lag die Weiterentwicklung daher vor allem im Einsatz von Ableton Live, dem Sequenzer einer Berliner Softwarefirma, den Blockhead anfänglich vor allem für seine Live-Shows benutzt hat. »Mit Ableton Live


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habe ich meine Sets in eine Art Nonstop-Song verwandelt, der innerhalb von acht Takten jedes Mal ein anderes Gewand annimmt. Diese Atmosphäre und Energie meiner LiveSets wollte ich für meine Platte einfangen und habe Ableton Live deshalb mit meinem ASR-10-Sampler kombiniert.« Tony gerät ins Schwärmen. »Das hat mir plötzlich Türen und Tore geöffnet, die ich andernfalls nie aufgestemmt bekommen hätte.« Während er in der Vergangenheit sehr penibel darauf geachtet hat, Samples in Echtzeit zu benutzen und hinsichtlich ihrer Abspielgeschwindigkeit nicht zu verändern, hat er durch den SequenzerEinsatz beispielsweise das Time-Stretching für sich entdeckt. »Das hat dem Prozess meiner Beatbastelei eine völlig neue Richtung gegeben. Das Spektrum, in dem ich bisher gearbeitet habe, hat sich damit exponentiell erweitert.«

»Musik vermittelt nichts Neues mehr. Du brauchst kein Talent, sondern den richtigen Look und die richtigen Verbindungen. Aus der Musikszene ist eine einzige Fashion-Show geworden. Die Leute halten bloß noch an dem fest, was bereits erfolgreich war oder von dem sie der Meinung sind, dass es mal erfolgreich werden wird.«

Unbekümmerter Melancholiker Auffällig bleibt jedoch, und darin liegt eine Gemeinsamkeit aller bisherigen Alben des New Yorkers, die leicht melancholisch-depressive Note, seiner Platte. »Aus irgendeinem Grund mag ich so arschdepressive Songs«, so Tony und erklärt sein Faible dafür mit seinem Hang zu Melodik und der gleichzeitigen Ablehnung von zu viel Aggressivität in der Musik. Auf seine Persönlichkeit hingegen ließe die seinen Tracks inhärente Melancholie hingegen nicht schließen, denn er selbst bezeichnet sich als einen der optimistischsten und unbekümmertsten Menschen der Welt. Ob man ihm diese Aussage jedoch wirklich abnehmen kann? Zumindest auf den Albumtitel angesprochen macht sich plötzlich ein leichter Groll breit, der von der angesprochenen Unbekümmertheit nicht mehr allzu viel übrig lässt. Eine Zeile aus dem Titeltrack bringt seinen Unmut bezüglich der »Music Scene« auf den Punkt. Darin heißt es: »The music scene has got me down/cause I don’t want to be a clown.« Tony erklärt: »Die Ironie im Plattentitel liegt darin, dass Musik für mich ziemlich tot ist. Neue Musik vermittelt nichts Neues mehr. Du brauchst kein Talent mehr, sondern den richtigen Look und die richtigen Verbindungen. Aus der Musikszene ist eine einzige Fashion-Show geworden. Die Leute halten bloß noch an dem fest, was bereits erfolgreich war oder von dem sie der Meinung sind, dass es mal erfolgreich werden wird.« Tony holt Luft. »Wir sind zu einer Generation verkommen, die nur noch Wegwerfmusik konsumiert.« Sein Fazit fällt niederschmetternd und eindeutig aus. Selbst auf Indie-Level würden die Leute heute nur noch Marketingplänen hinterherrennen, anstatt der Liebe zur Musik und ihrem Herzen zu folgen. Aber wie fühlt es sich an, ein Teil dessen zu sein, was man so verabscheut? Einen Grund zu Optimismus und Unbekümmertheit liefern diese Erkenntnisse sicherlich nicht. »Natürlich bin ich ein Teil dessen, indem ich Musik mache. Aber ich sehe mich nicht als Teil einer bestimmten Szene an«, so Tony. »Ich werde auch ständig nach meiner Meinung über Gruppen gefragt, von denen ich noch nie etwas gehört habe. Und das liegt daran, dass ich mich von ›Meinesgleichen‹ mittlerweile ziemlich weit entfernt habe. Ich höre vor allem alte SoulPlatten und Rap-Musik, die vor 2004 veröffentlicht wurde.« Ausnahmen bestätigen auch

hier selbstverständlich die Regel – vor allem in Bezug auf seinen alten Weggefährten Aesop Rock aus dem Definitive-Jux-Camp, den er seit Jahren kontinuierlich mit qualitativ hochwertigen Instrumentarien versorgt. Das halbe »None Shall Pass«-Album von 2007 geht beispielsweise auf die Kappe von Blockhead, inklusive des grandiosen Titeltracks. »Aesop transportiert in seinen Lyrics immer einen Hauch von Chaos, wohingegen meine Arbeit sehr strukturiert abläuft, indem ich durch die Melodieführung eher nach Ordnung suche. Wahrscheinlich ergänzen sich diese beide unterschiedlichen Pole ganz gut, sodass das Resultat unserer Zusammenarbeit am Ende immer einigermaßen ausbalanciert klingt.« Soundschnipsel verstecken Dennoch besteht er nach wie vor darauf, nicht in Einflüssen zu denken und sie zur Basis seines künstlerischen Schaffens zu machen. Weder die Lieblingsplatten seiner Jugend noch seine akribische Crate-Diggerei würden seine Produktionsweise verändern und aus ihm einen anderen Artist machen. Eigentlich. Stattdessen sähe er seine persönlich-künstlerische Handschrift hingegen vor allem darin, fremdartige Instrumente zu samplen und mit traditionellen Sounds zusammenzustricken. »Ich habe immer versucht, so weit wie möglich rauszuschwimmen, um ansprechende und spannende Samples zu finden. Je abgefahrener die Platten, desto besser.« Tony überlegt kurz. »Aber klar, es stimmt schon: Natürlich nehmen die Alben, von denen ich Sample, auch irgendwie Einfluss – zumal sie auch zu Bestandteilen meiner Songs werden.« Spannend ist auch die Auseinandersetzung mit Autotune auf seinem Song »Four Walls«, auf dem er mit einem Vocoder einen alten Chin-Chin-Track verarbeitet, inhaltlich jedoch in eine ähnliche Kerbe schlägt wie Jay-Z auf »Death Of Autotune« oder KRS-One & Buckshot auf »Robots«. »Der Scheiß ist vollkommen außer Kontrolle geraten«, merkt Tony an. »Am Anfang war Autotune ein netter kleiner Effekt, aber irgendwann haben die Leute plötzlich angefangen, ganze Karrieren darauf aufzubauen. Furchtbar. Daher hoffe ich wirklich, dass es damit jetzt endlich wieder vorbei ist.« Blockhead hält es stattdessen eher klassisch. Abgefahren ja, aber mit Stil. Effekte gern, aber dezent. Samples auf jeden Fall, aber dann auch reichlich. Angst vor einer Klage wegen Urheberrechtsverletzung hat er nicht, obwohl seine Samples in der Regel nicht geclearet sind. Doch die Ursprünge und Quellen der verwendeten Soundschnipsel ausfindig zu machen, dürfte selbst ihren Urhebern schwer fallen – und das ist durchaus beabsichtigt. »Wenn ich wirklich mal verklagt werden sollte, dann wäre ich selbst schuld. Das Vergehen wäre für mich dann nämlich weniger das Samplen selbst, sondern das Aufdecken meiner eigenen Dummheit.«

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EDO G. & MASTA ACE

DON’T BITE, BE ORIGINAL Mit Edo G. und Masta Ace tun sich zwei Legenden aus der »golden« genannten Zeit des Hip-Hops zusammen. Während der erstere nur noch Kennern der Materie ein Begriff ist, kann man sich auch dieses Jahrzehnt ohne den letzteren musikalisch nicht vorstellen. Ein Gespräch über Gestern und Heute Text Peter Hagen & ED O G. M ASTA AC E tainment« »Arts & Enter - 177188 2L P - 15,95€ 173581 € ,95 16 CD

Es gibt nach wie vor Hip Hop-Künstler, die sich treu geblieben sind, ohne sich zu wiederholen oder in der eigenen Vergangenheit zu suhlen. Masta Ace, einst Mitglied der legendären JuiceCrew und eine Institution in Sachen EastcoastHip Hop, gehört ohne Zweifel zu dieser Sorte von Aktivisten. Eine weitere, etwas in Vergessenheit geratene Größe, dessen Name mit den 1990er Jahren verbunden ist, kollaboriert nun mit Mister »Sittin’ On Chrome«. Edo G., vielleicht nicht mehr allen Heads mit seinem aus dem Jahre 1991 stammenden Klassiker »Life Of A Kid In The Ghetto« in Erinnerung, ist dabei

sein kongenialer Partner, wie erste Hörproben wie »Little Young« schon zeigten. Nach einiger Zeit in der Belanglosigkeit und kleinen aber feinen Features auf den Werken von Premo, Spinna oder Pete Rock kam der Bostoner 2007 mit seiner neuen Crew »Special Teamz« zurück und ließ die Welt wissen, dass noch einiges an Benzin im Tank der nicht mehr so jungen Maschine ist. Nun haben die beiden das Album »Arts & Entertainment« aufgenommen, dass die Heads mit gewohnt satten Sounds beglücken wird. Zeit mit dem Veteranen Masta Ace zu sprechen und eine Blick zurück wie nach vorne zu wagen.

»Es wurde so viel Geld in die Promotion und das Marketing gesteckt, dass die Labels gezwungen waren Künstler unter Vertrag zu nehmen, die genügend Radio-Appeal hatten. Man brauchte Hits um die investierte Kohle wieder reinholen zu können. Das Resultat war eine Art ›Mikrowellen-Hip-Hop‹ und wässriger ›R’n’B-Rap‹.«

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HHV: Ihr habt beide den Status, an so manchen Klassiker beteiligt gewesen zu sein. Ich denke da an Edos »Love Comes & Goes« oder Masta Ace’ »Sittin’ On Chrome«. Was hat sich in euren Augen in den letzten fünfzehn Jahren geändert im Hip-Hop? Masta Ace: Das Geld hat alles verändert. Es wurde so viel Geld in die Promotion und das Marketing gesteckt, dass die Labels gezwungen waren Künstler unter Vertrag zu nehmen, die genug Radio-Appeal hatten. Man brauchte Hits um die investierte Kohle wieder reinholen zu können. Das Resultat war eine Art »Mikrowellen-Hip-Hop« und wässriger »R’n’B-Rap«. Es gab in den letzten Jahren immer wieder Comebackversuche von ehemaligen Hip-HopGrößen, die leider sehr schwach ausgefallen sind. Kann es sein, dass es ein großer Fehler ist, nur an der Vergangenheit zu kleben und dadurch keine neuen Impulse zuzulassen? Da kann ich dir nur zustimmen. Ich habe schon immer an fortschrittlichem Denken und Arbeiten festgehalten. Wer versucht, die Vergangenheit zu reproduzieren, stagniert. Das wird auch niemals klappen. Wenn ich jemals versucht hätte ein weiteres »Slaughterhouse« zu machen, wäre ich hundertprozentig gescheitert. Nur so bin ich mit meinen zwei Soloalben erfolgreich geblieben. Ace, du planst auch eine DVD über dein Leben und Karriere herauszubringen. Kannst du schon was darüber verraten? Ja, ich werde die Geschichte meines eigenen Lebens erzählen. Ich interviewe selbst enge Freunde und Verwandte, genauso wie Leute mit denen ich Musik mache. Ein genaues Veröffentlichungsdatum gibt es noch nicht und ich kann auch noch nicht Näheres darüber ausplaudern. Du und Edo G, ihr seid beide in einer Ära populär geworden, in der die Originalität im Vordergrund stand. Gerade Künstler aus eurer Zeit kritisieren ja, dass heute viele nur noch ein allgemeingültiges Erfolgsrezept kopieren und ihre Individualität dabei verloren geht. Was meint ihr dazu? Ich hasse die ganzen Künstler, die keine Individualität haben. Die Welt ist so voll mit Rappern, die versuchen wie jemand anderes zu klingen. Es ist eigentlich sehr traurig, dass das alles so gekommen ist. Don’t bite, be original! Neben dem Bostoner DJ Supreme One, dem Kroaten Baby Dooks und dem New Yorker DJ Spinna habt Ihr euch für einige Beats von M-Phazes, einem bisher relativ unbekannten Produzenten aus Australien, entschieden. Wie kam der Kontakt zustande? Er ist einer der heißesten Produzenten, obwohl man ihn fast überhaupt nicht kennt. Er wird meiner Meinung nach schon bald mit den BigNames arbeiten. Das predige ich schon seit langer Zeit. Er hat einen unglaublichen Sound, weil er Samples und Live-Instrumente kombinieren kann.


FASHAWN

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LAST EXILE FRESNO Westküsten-Rap wird gemeinhin dominiert von Strömungen aus Los Angeles sowie der weiter nördlich gelegen Bay Area um die Metropole San Francisco. In diesem Herbst drängt jedoch eine recht unbeschriebene Stadt im Herzen des Sunshine-States in den Fokus. Es geht um Fresno, die Heimatstadt des Newcomers Fashawn, der sein komplett von DJ Exile produziertes Debütalbum »Boy Meets World« soeben veröffentlichte Text Benjamin Mächler

»In Zentralkalifornien haben wir Einflüsse aus der Bay Area und L.A. gleichermaßen. Ich wuchs mit Hieroglyphics, Pharcyde, Dilated Peoples doch ebenfalls mit Mac Dre, E40, Daz und Kurupt auf. Inspiriert wurde ich vor allem von Nas, aber auch von C-Bo, Big L, 2 Pac, AZ oder Planet Asia«, beantwortet Fashawn die Frage, ob er denn damals eher Gangsta- oder IndieRap pumpte. Der letztgenannte Planet Asia, sicherlich das bekannteste Gesicht aus Fresnos Rap-Szene, erkannte früh Fashawns Talent und nahm ihn unter seine Fittiche. »Planet Asia war ein großer Mentor für mich. Er machte mich mit Evidence bekannt, der mich allen Leuten in L.A. vorstellte.« Nachdem Evidence Fashawn bereits als Gast auf seiner »The Layover EP« der breiten Öffentlichkeit präsentierte, schleppte er den Rookie kurzerhand als Vor-Act nach Übersee mit auf Tour. Ein prägendes Erlebnis. »Was mich wirklich krass flashte, war ein Auftritt in Deutschland, als zwei Fans meine Songs kannten und mir in der ersten Reihe Support gaben. Dann dachte ich ›Ok, es gibt in der echten Welt wirklich Leute, die meine Musik hören.‹« Für viele Beobachter mag der 20jährige vielleicht einer dieser austauschbaren Blog/Mixtape-Rapper sein, doch bereits in der YouTubeSingle »Streets Of Fresno«, die unweigerlich an die Fast-Rap-Epoche und MCs wie Big Daddy Kane und Rakim erinnert, wird klar, dass der Junge spitten kann. Hype und Vergleiche mit Hipstern interessieren ihn jedoch wenig. »Mir ist es egal, wenn ich im Zusammenhang mit Hipstern gesehen werde, solange mein Name überhaupt genannt wird.« Was ihn dennoch mit anderen Newcomern eint, ist sein aufgeschlossener Musikgeschmack. So spittet er seine Bars mitunter über Electro-Pop aus England und auch Adele, Feist und Ratatat laufen Schleife auf Fashawns iPod.

die er cool fand. Mich hat es enorm beeindruckt, wie Exile MCs auf seinen Produktionen Raum zum entfalten gibt.« Der Grund für die klassische “1MC/1DJ”-Kollabo auf gesamter Albumlänge lag praktisch auf der Hand. »Ich fühlte, dass Exile der einzige Produzent ist, bei dem ich meine Lebensgeschichte durchgängig offenbaren kann. Er ist ein Perfektionist und hat

die Gabe, aus einem Künstler das Beste heraus zu holen. Ich hätte von allen Top-Produzenten Beats haben können, doch es wäre nicht die Einheit und der Vibe den Exile kreierte.« Ob er von Exile während der Produktion aufgrund des Altersunterschiedes eher wie ein kleiner Bruder behandelt wurde? »Manchmal, doch alle Künstler mit denen ich zusammen arbeite, haben ein junges Herz. Das Alter ist nur eine Zahl. Der einzige Unterschied ist, dass sie mich auf das Business vorbereiten.« Das junge Alter, gepaart mit der sichtlichen Begabung des Lyricists, lassen Kritiker bereits von einem neuen Nasir Jones oder Albert Johnson sprechen. »Es ehrt mich natürlich sehr, wenn ich mit Nas oder Prodigy verglichen werde. Auf der anderen Seite möchte ich einfach nur Fashawn sein und das Beste geben. Wer weiß, vielleicht wird eines Tages gesagt werden, dass es keinen zweiten Fashawn, Prodigy oder Nas geben wird.« Der offensichtliche Fan lässt es sich dennoch nicht nehmen hinzu zu fügen: »Über Alchemist kenne ich Prodigys Sohn. Ich hoffe Prodigy bald zu treffen und mit ihm Musik zu machen, sobald er wieder auf freiem Fuß ist.«

»Mir ist es egal, wenn ich im Zusammenhang mit Hipstern gesehen werde, solange mein Name überhaupt genannt wird.«

Alter Bruder Exile In Los Angeles traf er damals auf DJ Exile, der über einen Tipp von Fashawns Manager auf den Jungen aus Fresno aufmerksam wurde. »Mein Manager kannte Exile noch von früher und hat ihm ein paar Mixtape-Songs von mir geschickt,

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BUGZ IN THE ATTIC WON’T STOP: WEST BUG Z IN T »Got T H E AT T IC he Bug 2« C D - 16 ,95€ - 1 77227

LONDON MASSIVE

Das letzte Lebenszeichen von Bugz In The Attic ist nun schon einige Zeit her. Nun meldeten sie sich mit einer neuen Remix-Compilation, »Got The Bug Vol.2«, zurück. Es ist durchaus auch als Vorbote zu einem neuen Album zu verstehen Text Peter Hagen

Das Produzenten-Kollektiv Bugz In The Attic war und ist nicht wirklich greifbar. Das liegt nur bedingt an der stattlichen Größe des Zusammenschlusses der Beatschmiede, sondern auch an den unterschiedlichen Wirkungsfeldern und Wohnorte. Paul »Seiji« Dolby lebte seit einigen Jahren in Spanien und zog die andalusische Sonne dem britischen Inselwetter vor, während Darren »Daz-I-Kue« Benjamin zwischen den USA und England pendelt. Der begnadete Keyboarder Kaidi Tatham lotet immer noch die Tiefen zwischen Jazz und Electronic aus und sucht wie alle seiner Kollegen auch 2009 nach der Soul-Formel der Moderne. Egal wo sich die kreativen Köpfe gerade aufhalten – sie alle forschen auf unterschiedlichem Wege nach neuen und avantgardistischen Sounds. Unbeeindruckt streben sie nach neuen Definitionen des Future-Boogie. Vor allem mit ihren Remixen machen sie immer noch regelmäßig auf sich aufmerksam und weisen so wieder darauf hin, dass sie in ihren DJ-Sets Underground-Strömungen, Clubtaugliches und Poppiges spannend verflechten können – auch wenn es schon lange nicht mehr der aktuelle »state of the art« ist, gehören sie zu den Vorreitern von 2-Step, Dub-Step oder Funky House.

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»Wir wollten das, was Roy Ayers und Herbie Hancock in den 1970er Jahren entwickelten mit dem Sound der Moog und der Rhodes sowie zeitgenössischem Sound der Marke London und New York verbinden.«

Mit »Booty LaLa« hatte sie 2005 zwar kurzfristig einen für die Charts relevanten Hit, nur kamen sie und das Stiefmütterchen Broken Beat nie über den Geheimtippstatus hinaus. Das wird wohl auch weiterhin so bleiben. Eine weitere Zusammenstellung ihrer Remixwerke ist im Oktober erschienen. »Got The Bug Vol.2« erinnert nicht nur an den Future Funk-Movement vergangener Tage, sondern auch daran, dass diese Jungs ihr Handwerk beherrschen und zeitgenössische Beats zwischen House, Hip-Hop, Dancehall und Drum’n’Bass mit der Historie schwarzer Musik perfekt miteinander vereinen können. In den letzten zwei Jahren ist etwas leiser um das Kreativ-Team geworden. Es ist also Zeit mal nach zu fragen, was gerade in Arbeit ist. Orin »Afronaught« Walters beantwortete unsere Fragen.

HHV: Nach der letzten Compilation »Got The Bug« und dem Album »Back In The Doghouse“ vor vier Jahren ist es etwas ruhig um Euch geworden. Gibt es Euch überhaupt noch als Kollektiv? Bugz In The Attic: Auch wenn es nach außen nicht so wirkt, es gibt uns als Kollektiv sehr wohl noch. Wir arbeiten gerade an unserem neuen Album. »Got the Bug Vol.2« ist somit ein Zeichen an die Fans, dass wir noch da sind und ein Vorgeschmack auf unser neues Zeug. In den letzten Jahren sind viele Dinge passiert. Jeder hat an seinen Solo-Projekten gearbeitet. Daz ist nach Atlanta, Georgia gezogen und nebenher haben wir einiges für andere Künstler produziert. Es war also niemand untätig, nur dass man uns als Kollektiv nicht so wahrnehmen konnte. Das wird sich aber bald wieder ändern. Auf der neuen Compilation gibt es eine Zusammenstellung von Remixarbeiten für Künstler wie Amy Winehouse, Basement Jaxx oder Roisin Murphy. Welche würdet ihr als den populärsten Remix bezeichnen? Ich habe euren Remix für 4 Hero‘s »Hold It Down« noch am massivsten in Erinnerung! Der Remix für Amy Winehouse wurde ja in den letzten Jahren zu Tode gespielt. Wir waren nie so glücklich mit dem Mix, aber die Leute lieben ihn einfach und deshalb wird er auch immer noch gespielt. Das ist der populärste Mix. Ich denke der Remix für »Hold It Down« klingt immer noch fresh, weil er so typisch »british and cutting edge« ist. Darauf sind wir sehr stolz. Eurer Bearbeitungen für Ruben Blades, Willi Colon (»Plastico«) und Fela Kuti (»Zombi«) zeigen Eure Verbundenheit zu den Sounds von Latin Groove, Funk, Jazz und Afrobeat der 1960er und 1970er Jahre. Seht ihr in Eurer Arbeit eine Art Weiterführung des Fusionsgedankens eine Roy Ayers oder Herbie Hancock? Das geht schon in diese Richtung. Bevor solche Künstler wie Herbie Hancock oder Roy Ayers sich mit der Midi beschäftigten, machten sie großartigen, analogen Sound den auch wir mit Bugz In The Attic nachahmten. Wir wollten das, was sie in den 1970er Jahren entwickelten mit dem Sound der Moog und der Rhodes sowie zeitgenössischem Sound der Marke London und New York verbinden.


ROBOT KOCH

RO BOT KO CH « oid »Death Star Dr 17 8802 LP - 12,95€ 178804 CD - 16,95€ + FR EE SU NG LA SS ES

DIGITAL, ABER ANALOG Seit zehn Jahren geistert Robot Koch als Produzent, Musiker von Jahcoozi, DJ durch die Berliner Ausgehwelt. Stets und zu Recht wurde sein Talent hofiert und gefeiert. Und auch »Death Star Droid«, das erste Album als Robot Koch, braucht sich nicht vor der Konkurrenz der Schmiede wackeliger Beats zu verstecken Text Oliver Marquart Foto The Binh

Einst hat er als Drummer einer Hardcore/Punk-Band im beschaulichen Kassel angefangen, heute wohnt er in Kreuzberg und wird in einem Atemzug mit Künstlern wie Flying Lotus oder Hudson Mohawke genannt. Die Rede ist von Robot Koch, der nach Veröffentlichungen mit seiner Band Jahcoozi und unter den Pseudonymen The Tape bzw. Autodrive nun sein erstes Solo-Album »Death Star Droid« vorlegt. Auf diesem findet sich genau der Sound, über den im Moment alle reden, den aber bisher niemand befriedigend zu benennen wusste. Doch was zählen schon Namen? Während die einen von »Wonky« oder »GlitchHop« sprechen und andere sich Vergleiche wie »Klingt, als ob múm und Ratatat zusammen einen Dubstep-Tune covern« ausdenken, macht Robot Koch nach eigener Einschätzung einfach das, was er nun mittlerweile seit ungefähr zehn Jahren macht. »Es ist eine Mischung aus dem, was ich als The Tape gemacht habe, also viele akustische Elemente wie Streicher oder Live-Gitarren und dem Wobblebass von Jahcoozi. Es ist digitale Musik, aber mit einem analogen Flavour. Ich mag es nicht clean und aufgeräumt, sondern kratzig, organisch.« Wie gut, dass Robot schon als Kind Klavier lernen musste, obwohl er damals nicht sonderlich begeistert von diesem Instrument war. Heute jedoch schätzt er es sehr, über Grundkenntnisse der Harmonielehre Bescheid zu wissen. Und seinen damaligen musikalischen Vorlieben konnte er ja dessen ungeachtet als Hardcore-Trommler frönen. Vom Metal kam er schließlich zum Jazz und von da zum Fusion. Gleichzeitig begann er, als DJ klassischen HipHop aufzulegen. Die NuJazz-Welle Ende der 1990er Jahre surfte er voll mit, um sich dann ab der Jahrtausendwende verstärkt elektronischen Produktionen in unterschiedlichen Konstellationen zu widmen. Dass sein Output dabei bis heute konstant hoch blieb, ist übrigens nicht etwa einer übertriebenen Ambitioniertheit geschuldet, sondern schlicht der Tatsache, dass Roboter eben keinen Schlaf brauchen. So erklärt sich auch der Name seines Labels: Robots Don‘t Sleep.

THE Q4

TH E Q4 undings« »Sound Surro 182274 € ,95 13 LP 182276 CD - 15,95€ + FR EE SH IRT

DIE QUADRATUR DES DREIECKS Die drei Holländer von The Q4 machen ihren satten Sound zum Namen und liefern mit ihrem neuen Album »Sound Surroundings« ein weiteres eklektizistisches Husarenstück ab Text Daniel von der Vring Foto Tim Keen The Q 4, das heißt Samples en masse, großartige Beats und gechillter HipHop-Sound. Arts the Beatdoctor, Sense und STW sind drei Niederländer, die nun ihre Kollaboration, das Soundexperiment mit dem kryptischen Namen The Q4, an die Öffentlichkeit tragen. Wie die ersten quadrophonischen Setups der 1970er Jahre, so bespielten die damals noch vierköpfige Band die Niederlande aus vier verschiedenen Ecken und fanden den Weg in der Mitte, zu einem gemeinsamen Projekt. Gegründet wurde The Q4 2005 in Amsterdam. Seit dieser Zeit wird eine Menge an Sounds und Material aus den unterschiedlichsten Genres und Stilen von den drei Sample-Vandalen zusammengetragen. Eine unglaubliche Menge an Samples ist es nun, die »Sound Surroundings« ausmacht, eine Art Patchwork aus Soul, HipHop, Jazz, Blues und Funk. Hunderte von Bruchstücken wurden hier zu einem sehr organischen Ganzen zusammengesetzt. Interessant war hier sicher nicht nur der GEMA-Antrag, sondern auch die Organisation einer solchen Arbeit, denn es reichte anscheinend nicht, drei Köpfe und hunderte von Versatzstücken zu verwenden, das Ganze wurde auch noch mit Session-Musikern verfeinert. So viele Inputs schaden häufiger dem Ganzen, als dass es einen Mehrwert beisteuert. Erstaunlicherweise hat dies offenbar sehr gut funktioniert, denn »Sound Surroundings« ist großartig. Es ist warm, soulig und treibt einen doch immer weiter. Die Teils obskuren Samples halten den Hörer ständig in einer Grundspannung. Nie ist man sich eines Tracks sicher, ständig tauchen neue Einflüsse in den Sound-Kollagen auf. Natürlich dürfen auch noch zusätzliche Features nicht fehlen: Curra Suarez, Pax, Terryman, Unorthadox und BLS sind vertreten. Hört man sich dieses Sammelsurium an Einflüssen (drei Produzenten, Session Musiker, Features, Samples) an, ist man doch überrascht, wie organisch und selbstverständlich dieses Zusammenspiel klingt.

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MUSIC FEATURES

& HYPE MARC NLOOP U D M JI eality« p Out R »Stam TIR H C D +S 34 - 1780 16,95€ 7 IN C H H IRT + S + P L 2 035 8 7 1 17,95€

HYPE & DUNLOOP

BRICOLAGE FÜR FORTGESCHRITTENE Der Turntablist Marc Hype und der ehemalige Fresh Familee-Keyboarder Jim Dunloop haben sich nicht gesucht, aber trotzdem gefunden. Gemeinsam improvisieren sie Funk, Jazz, HipHop und basteln sich einen musikalischen Raum jenseits der alltäglichen Tatsachen. Ihre restrukturierten Breaks, VinylEdits, Live-Instrumentierungen und Scratches erobern sich Gebiete, wo die Realität Hausverbot hat Text Bianca Ludewig Foto Oliver Wia

Wenn das Dream Team Hype/Dunloop live performt, wird fleißig improvisiert. Hier passiert mehr als das gewohnheitsmäßige ineinandergreifen von Platten. Der Geist der HipHop-Pioniere lebt in ihren Gigs durch den Anspruch aus fertigen Platten etwas Neues zu machen. »Es ist eine Semi-Live-Show, quasi ein live Remix-Projekt. Denn wir sind keine Band die nach einer Stunde aufhört zu spielen, aber es ist auch kein vierstündiges DJ-Set. Wir sind genau dazwischen«, meint Hype – der als Turntablist-Veteran in den letzten Jahren neue Herausforderungen suchte. So finden sich auf den aktuellen Produktionen des Duos zwar immer noch mehr Cuts als auf vielen anderen HipHop-Produktionen, aber diese werden als

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solche kaum wahrgenommen. Das liegt zum einen an der Unfähigkeit des Publikums zu Scratch-Parts zu tanzen, aber auch an der Ästhetik der Funk-Musik, bei der sich dominante Cuts oft kontraproduktiv auswirken. So hat sich das Aufgabenfeld für Hype erweitert. Neben Cuts sucht er nach Breaks und Song-Ideen oder nach Wegen, um Dunloops aufwendige Arrangements publikumsfreundlicher zu gestalten. Zwei Meister der alten Schule finden sich Jim Dunloop suchte nach seinen ersten Erfahrungen im HipHop-Kontext bei Fresh Familee ebenfalls nach neuen Wegen. Mit dem Schlagzeuger der Fresh-Familee gründete er das

Projekt Konstruktive Kritik. 1995 wurde mit Hilfe von iGadget ein Album realisiert. Es gab noch ein zweites Album, das aber nie erschienen ist. Ihr Projekt hielt fast sieben Jahre. Von Düsseldorf nach Berlin zog es Dunloop 2001 um Abstand zu gewinnen. Bereits ein halbes Jahr später entdeckte ihn Hype in einer Berliner »Spelunke«: »Eine Freundin von uns wollte ungedingt auf der ›Funkvergnügen‹-ReleaseParty 2004 den Nowak singen. Aber das ging nicht, weil da keine freie Stelle zum Samplen war. Wir brauchten also jemanden, der das nachspielen konnte und deshalb hat sie dann Jim angeschleppt«, berichtet Hype. Nach dem Auftritt hörte Jim Dunloop, zur Verwunderung von Hype, aber nicht auf zu spielen; er improvisierte einfach zu Hypes DJ Set. Das kam bei DJ und Publikum gut an und Marc Hype nahm ihn deshalb mit auf seine Funkvergnügen-Tour. Es folgten immer mehr Gigs, weshalb die beiden ein amtliches Intro bastelten, aus dem dann später »The Antique Anthem« wurde – ihr erster Releases bei Melting Pot Music. Das Gestern ins Heute überführen Zeitgleich entwickelte sich die Funk-Szene überall auf der Welt, was dem Team regelmäßige Live-Gigs ermöglichte. Anfangs hatten sie noch ein einstudiertes Programm, später ging man laut Hype mehr und mehr zum Freestyle über: »Das finde ich interessanter als das Sture und Gerade. Über die zeitgenössische Funkund HipHop-Entwicklung, in der man sich seinen Weg sucht, hat sich dann auch unser Sound geformt. Ich habe ja seit Cheeba Garden meine ganz eigene Soundästhetik und jetzt kommt da noch Jim mit seinem Jazz-Geklimper dazu.« Da die meisten Jazz-Harmonien nicht zu HipHopBeats oder Funk-Rhythmen passen, sucht Jim gezielt nach musikalischen Möglichkeiten um die Stile zu verbinden: »Ich tüftele auch gerne an elektronischeren Sounds«, erzählt der Keyboarder, »aber vom Beat her bleibt es immer ein Kopfnicker-HipHop-Ding. Live versucht Marc die Höhepunkte immer anders aufzubauen. Er legt neue Beats auf, macht andere Scratches und ich reagiere darauf. So entstehen Momente die uns beide überraschen und freuen«. Mit »Stamp Out Reality« gehen Hype und Dunloop rückwärts in die Zukunft. Ihr Old-SchoolSound liegt in ihrer Musiksozialisation begründet und nicht durch eine Verherrlichung der Vergangenheit. Vielmehr geht es um eine Überführung des Gestern ins Heute. Auf dem Cover sieht man ihre Bühne in einem Pappkarton nachgebaut: »Ich kann mich mit vielen aktuellen Songs nicht anfreunden. Allerdings nutzen wir die neuen Abmischtechniken, Filter und Synthie Sounds, die es vor zehn Jahren noch nicht gab. Für mich ist es das Non-PlusUltra, wenn es oldschoolig klingt, aber durch neue Technik vom Sound verbessert wird«, erklärt Jim Dunloop. Hier fließen zwei Seelen zusammen. Das Album ist ihr musikalischer Konsens. Die Essenz, die sie aus ihrer gemeinsamen musikalischen Vergangenheit generieren.


HI-HAT CLUB

Y SU FF DA DD »Hi-Hat Club 2 Volume Suff Draft« 172096 LP - 14,95€ -

SCHWUNGVOLL AUS DER KRISE

Das Kölner Label Melting Pot Music hat mit der in diesem Jahr ins Leben gerufenen Reihe »Hi-Hat Club« in Form und Inhalt aufgezeigt, das man der Krise auch kreativ begegnen kann. Mit zuerst Testiculo Y Uno und nun Suff Daddy haben sie auch stets die richtigen Produzenten zur richtigen Zeit parat Text Svetoslav Stoyanov Foto Robert Winter

Es ist ja ein offenes Geheimnis, dass die Musikindustrie schon seit längerer Zeit an massiven Umsatzeinbußen leidet. Doch das einzig der Internetpiraterie in die Schuhe zu schieben, wie es beispielsweise Popkomm-Gründer Dieter Gorny gerne macht, ist sinnwidrig und unkritisch. Vielleicht sollte man einfach mal vehementer die fehlende Kreativität vieler Plattenfirmen, dem Paradigmenwechsel im Verkauf von Tonträgern durch Downloads zu entgegnen, ins Feld führen. Da ist es doch erfreulich, wenn hier in Deutschland von Labels wie Melting Pot Music in dieser Hinsicht echte Pionierarbeit geleistet wird. So hat sich das Kölner Label in diesem Jahr mit der »Hi-Hat Club«-Reihe hervorgetan. Dem Namen nach angelehnt an den großen Bostoner Jazzclub »The Hi-Hat«, haben sich die Jungs um Labelgründer Oliver von Felbert aka Olski etwas Besonderes einfallen lassen, um nicht nur musikalisch, sondern auch optisch aus der breiten Masse herauszustechen. Der Fotograf Robert Winter wirft für uns einen Blick in die Home Studios der Produzenten und hält seine Impressionen auf wirklich gelungenen Bildern fest. Jede LP kommt mit einer Auswahl dieser Fotos und während man jetzt die Platte hört, kann man gemütlich auf dem Sofa liegen, die Fotos durchblättern und weiter von der eigenen MPC oder dem eigenen Micro-Korg träumen. Produzenten wie Hulk Hodn und Twit One (unter dem Namen Testiculo Y Uno auf »Volume 1«) oder Suff Daddy (aktuell auf »Volume 2«) nehmen uns musikalisch mit auf eine Reise zurück in die 1990er Jahre, mit klassischen Boom Bap-Beats und allerlei knisternden Samples. Suff Daddy startet durch »Ich hab eben Bock auf einen fetten Beat und coole Samples oder Synthesizer. Mit stolpernden Beats kann ich nicht wirklich etwas anfangen«, erzählt Suff Daddy beim Gespräch über »Hi-Hat Club Vol.2« Man kann dieses Statement auch als charakteristisch für die »Hi-Hat Club«Serie verstehen. Die Beats sind eher traditionell gehalten, doch trotzdem abwechslungsreich genug, um den Zuhörer auf Albumlänge zu fesseln. Suff Daddy schafft es mittels Samples, A-Capellas und Synthesizer in ein enges HipHop-Korsett

»Es gibt ja momentan eine Menge Leute die diesen elektronischen HipHop-Sound produzieren, aber ich bin einfach traditioneller geprägt, HipHop-konservativ wenn man es so nennen möchte.«

zu zwängen und eine ganz eigene Klangästhetik zu kreieren. »Ich will mich und den Zuhörer nicht langweilen. Und drei Minuten lang nur ein Loop zu benutzen, langweilt mich eben. Deshalb benutze ich diese gechoppten Sprach-Samples, um mehr Dynamik in die Stücke zu bringen.« Auf »Hi-Hat Club Vol. 2 - Suff Draft« liefert der Berliner Beatschmied 20 sehr verschiedene, durchweg überzeugende Versionen seiner Kunst. Er hat, so scheint es, seinen Sound gefunden und kann jedem Einfall einen unverwechselbaren Pilsetten-Stempel aufdrücken. Bodenständiger Sound Bei der momentanen Fülle an Releases aus der elektronischen Glitch-Hop/Beat-Szene ist die »Hi-Hat Club«-Serie eine außerordentlich gelungene Abwechslung. Gerade weil der Ansatz von Produzenten wie Suff Daddy ein anderer ist als der von Hudson Mohawke oder Flying Lotus: »Mir sind manche dieser Sachen ehrlich gesagt viel zu elektronisch. Ich hab den größten Respekt vor Leuten wie Flying Lotus, aber ich bin einfach traditioneller geprägt, HipHopkonservativ wenn man es so nennen möchte. Es gibt ja momentan eine Menge Leute die diesen elektronischen HipHop-Sound produzieren. Einer der wenigen der diesen Spagat zwischen traditionellem HipHop und Electronica schafft ist für mich fLako.« Freuen dürfen wir uns auf »Hi-Hat Club Vol. 3« von Full Crate & Fs Green aus Amsterdam und auch Suff Daddy hat eine neu EP in der Pipeline mit erstklassigen Gästen wie Miles Bonny, Mar und Fleur Earth. »Das wird eine echt smoothe Geschichte«, sagt er. Wir glauben ihm. Beide Veröffentlichungen sollen noch dieses Jahr erscheinen. Na das wird doch eine schöne Bescherung!

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MUSIC FEATURES

OPENSOULS

ALTES IN NEUEN KLEIDERN Eine weitere Band, die den Soul der frühen Jahre in die Gegenwart holt. Könnte man meinen. Doch Opensouls aus Neuseeland kopieren nicht schlicht, sie interpretieren die alten Sounds aus der Gegenwart heraus Text Florian Triesch Sie sehen sich selbst in der Tradition von Motown und Stax. In ihren Live-Auftritten erweitern sie diesen Soulsound um zeitgenössischere Elemente wie MPC und Turntables. Die neuseeländische Formation Opensouls transportieren den Soul der guten alten Zeit in die Klangwelt von heute. Gegründet wurde die neunköpfige Band im Jahre 2001. Einige der Mitglieder kannten sich bereits durch das regelmäßige Jammen in der LiveSzene der Metropole Auckland im Norden des pazifischen Inselstaates. Zunächst muszierte man unter dem Namen Fifth Floor. Später sollte daraus Opensouls entstehen, dessen Kern die Vokalisten Tyra Hammond und Bjorn Peterson bilden, zu denen sich eine Schar an LiveMusikern gesellt. Ein von ihnen ist der Bassist Chip Matthews. Er fasst im Interview die Essenz der Band wiefolgt zusammen: »Opensouls ist ein Kollektiv individueller Musiker, die

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sich zusammengeschlossen haben, um einen gemeinsamen Sound zu kreieren – noch viel wichtiger ist uns, dass innerhalb der Band ein familiäres Klima herrscht. Kurzum, eine gute Mischung aus unserer Musik und gegenseitiger Wertschätzung.« Liebeslieder aus dem Schlafzimmer So sei auch das neue Album, »Standing In The Rain«, in einem sehr organischen Prozess entstanden. Zunächst wurden Stücke gesammelt, dass eher in eine elektronische Klang-Richtung gehen sollte. Zu genau dieser Zeit beschäftigte sich ein Teil der Band allerdings bereits mit dem souligen Sound der 1950er und 1960er Jahre. Zwei davon, Tyra Hammond und der Gitarrist Jeremy Toy, sind auf dem neuen Album für die Mehrzahl der Lyrics verantwortlich und so war der soulige Sound des neuen Albums eine natürlich Entwicklung. Neben einem Killer-

Drumbreak und einem unglaublichem GitarrenSolo sind es vor allem die Liebeslieber, die den Hörer dieser Musik gefangen nehmen. Kein Wunder, könnte man meinen, denn sowohl der drei Jahre alte Vorgänger »Kaleidoscope« als auch das neue Album wurden zu weiten Teilen im Schlafzimmer von Jeremy Toy aufgenommen. »Wo auch immer Jeremy wohnte, wurde unsere Musik aufgenommen«, so Chip Matthews. Das erste Album hatte noch überwiegend Sänger Bjorn Petterson geschrieben, wodurch es einen leichten HipHop-Unterton erhielt. Die Schreibweise von Tyra Hammond betont nun eher den Soul in der Musik. Chip Matthews: »Dieser Wandel ist für uns fließend und ändert überhaupt nichts am Kern der Band.« Und er ergänzt, »dass es ein derartiges Album in Neuseeland bisher in noch keinem Genre gegeben hat.« Das Gestrige jetzt »Standing in the Rain« verschmilzt nun das wunderschöne Songwriting der goldenen SoulÄra und wendet es strikt auf die Gegenwart an. Diese Differenz zwischen der Zeit der 1950er und 1960er Jahre, auf die sich das Songwriting bezieht, und dem Hier und Jetzt, in dem sich diese Lieder entfalten, macht das Besondere dieser Musik aus. Verglichen mit Künstlern wie Amy Winehouse oder Duffy, die ebenfalls ihre ganz eigene Essenz aus der Soul-Musik von damals gezogen haben, sagt Matthews, »dass unser Album noch weiter zurückgeht, eher in die Zeit von Smokey Robinson und Co.« Als Künstler mit einer vergleichbaren Herangehensweise kann man Raphael Saadiq oder Mayer Hawthorne nennen. Das diese Musik wieder so gefragt ist, erklärt Chip Matthews mit dem »Wunsch nach Einfachheit und schöner Musik, was in einer Zeit steigender Technologisierung als erfrischend wahrgenommen wird.« Die Vielzahl gegenwärtiger Bands, die versuchen den reichhaltigen analogen Sound der Vergangenheit am Leben zu erhalten, hält der Opensoul-Bassist daher nicht für ein bloßes Phänomen, sondern vielmehr für »eine einfache Dialektik: Gibt es eine geistige Strömung, so entsteht natürlich eine Gegenbewegung. Opensouls würde da eher in eine Synthese-Kategorie passen, weil wir sowohl alte als auch neue Styles, Techniken und Technologien verwenden, um unsere Musik zu erzeugen. Bei uns ist das Am-LebenErhalten kein bewusster Prozess, vielmehr Teil unseres natürlichen Reifeprozesses als Musiker – ja sogar eine Notwendigkeit, um durch neue Herangehensweisen, Konzepte und Inspirationen auszudrücken, wer wir sind und was wir gerade fühlen.«

»Gibt es eine geistige Strömung, so entsteht natürlich eine Gegenbewegung. Opensouls würde da eher in eine Synthese-Kategorie passen, weil wir sowohl alte als auch neue Styles, Techniken und Technologien verwenden, um unsere Musik zu erzeugen.« HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 32


ISW H »Big A AT ?! ppetite C D - 15 « ,95€ - 1 77230

ISWHAT?!

OHNE GESCHMACKSVERSTÄRKER Hunger ist eine zweischneidige Angelegenheit. Auf der einen Seite verursacht es ein unangenehmes Gefühl im Bauch, macht dementsprechend unzufrieden und sorgt für eine eingeschränkte Fokussierfähigkeit auf anderweitige Dinge. Auf der anderen Seite ist Hunger immer auch ein Antriebsmotor, unbestreitbarer Beleg von Lebendigkeit und deklariert sämtliche gesellschaftlich geprägten Konsumwünsche zur popligen Nebensache. Iswhat?! aus Cincinnati, Connecticut jedenfalls haben nach wie vor »Big Appetite« und belegen damit eindeutig ihre Lust auf Mehr Text Daniel Schieferdecker Jazz-Rap nennt man wohl das, was die beiden Iswhat?!-Jungs auf ihrem nunmehr dritten Longplayer im letzten Jahr auf kleiner Flamme gekocht haben und dieser Tage mehr als nur lauwarm servieren. Dabei ist die Bezeichnung eigentlich Quatsch, denn Rap-Musik hat sich schließlich seit jeher permanent anderer BlackMusic-Spielarten wie Funk, Soul oder eben Jazz bedient, ohne dass man auf diesen Umstand nun umständlich namentlich hätte aufmerksam machen müssen. Aber es stimmt schon: Während andere Gruppen ihrem Soundbrei mit einer kleinen Prise Jazz lediglich noch ein wenig Würze verliehen haben, zieht sich diese Zutat bei Iswhat?! durch jeden Track ihres wohlklingenden 14-Gänge-Menüs. Eine Band, die sich selbst weder als Rap-Kombo mit starken Jazz-Einflüssen, noch als Jazz-Duo mit massiven HipHop-Wurzeln versteht. »Wir sind eine Band, die sich lediglich sämtlicher Bestandteile der HipHop-Historie bedient«, erklärt MC und Beatboxer Napoleon Maddox. »Wir pfeifen auf all die aufgestellten Regeln, die andere Leute um die Musik gezogen haben und erzählen unsere Geschichten durch Überschreitung sämtlicher Genre-Grenzen.« Das Album beinhaltet daher weit mehr als bloß ein paar schmackhafte Ohrenschmeichler im Jazzmantel, sondern

ist ein vertontes Rezeptbuch, mit dem jeder Einzelne dazu angehalten werden soll, sich sein eigenes Kreativsüppchen zu kochen. Außerdem ist »Big Appetite« eine Chronik des Überkonsums und gleichzeitig instrumentierter Ernährungsratgeber über Hunger, Gier, Lust und Laster. »Wir wollen mit unserer Musik gegen sämtliche Schubladen, Kisten und Käfige anspielen, in die man von der Außenwelt oft vorschnell gesteckt wird. So wie es schon viele Künstler vor uns getan haben: Coltrane, Nina Simone, Chuck D – all diese Künstler sind vor allem deshalb so großartig, weil sie stets sie selbst geblieben sind. Und nichts anderes versuchen wir als Iswhat?! auch«, erklärt Maddox stellvertretend für Tenorsaxofonisten Jack Walker, die andere Hälfte der Band. »Einstein hat einmal gesagt: ›Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt‹, und mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.« Herz und Kopf zuerst Aber es geht auf dem neuen Album auch um Liebe und darum, was mit der Gesellschaft passiert, wenn ihr dieses menschliche Grundbedürfnis vorenthalten wird. Es geht darum, was einen auffrisst in der heutigen Zeit und wie man dagegen angehen kann. Napoleon

»Einstein hat einmal gesagt: ›Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt‹. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen.«

Maddox: »Uns geht es vor allem darum, gesamtgesellschaftliche Bedürfnisse, Wünsche und Leidenschaften zu verbalisieren, die sich auch durch solche Bereiche wie Politik, Religion oder die Weltwirtschaftskrise schneiden.« Leichter werde eine Thematisierung solcher Lebensbereiche durch die Einbindung in „ernsthafte Musik“ jedoch nicht, wie der Rapper weiterhin erklärt. »Einfacher wird es höchstens dadurch, dass wir Gefühle transportieren, die nachempfunden werden können. Zuerst muss die Musik den Kopf und das Herz erreichen – denn dann werden die Inhalte automatisch folgen.« Und all das wird mit einer musikalischen Frische vorgetragen, die vom Plattenteller direkt in die Ohrmuschel verfüttert wird, ohne zuvor erst umständlich weichgekocht worden zu sein. Denn schließlich geht es um den ungetrübten Geschmack, denn nur der macht wirklich »Big Appetite« auf mehr.

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MUSIC FEATURES

ANNE M A RY E S E N T S S PR H O B B d Angels« »Wil 72194 ,95€ - 1 193 C D - 16 € - 172 5 ,9 7 1 2LP -

MARY ANNE HOBBS

BASS MACHT SEXY

Mittwoch, zwei Uhr morgens: Bei BBC Radio 1 die Zeit, Weltbilder zu verschieben. Ungleiches prallt aufeinander und verschmilzt. Ungehörtes lässt den Horizont erschüttern. Und zwischen all dem Chaos beschwört eine helle Stimme die Klangwelt vom Subbass bis zum 8-bitFiepen. Die Zeremonienmeisterin, die den bewusstseinserweiternden Sud anrührt, heißt Mary Anne Hobbs

»Roni Size behauptete einmal, Frauen mögen Bass, weil dieser ihre Eierstöcke zum Vibrieren bringt. Ich glaube, er hat recht!«

Die musikalische Karriere der 1964 geborenen Engländerin begann dabei geerdet verrockt. Nach der Landflucht nach London mit 18 Jahren lebte sie ein Jahr mit einer Hardrock-Band in einem Bus. Irgendwann bekam sie den Fuß in die Türen vom Sound Magazine und NME. Dann erste Moderationen bei den Radios BBC GLR und XFM, bevor sie 2001 die BBC Radio 1 Rock Show übernahm. Zwei Jahre später drehte sie eine TV-Serie über die weltweiten Biker-Kulturen. Eines ihrer bezeichnenden Eigenschaften ist denn auch, dass sie wirklich jedes Motorrad unter ihrem Hintern im Griff hat. Nur wie zur Hölle verhilft diese Rockgöre und Bikerbraut 2007 dem Dubstep zu weltweiter Beachtung? Es war einmal John Peel Dazu ein Stück Radiogeschichte: 1967 begann ein Mann namens John Robert Parker Ravenscroft, die Radiowelt neu zu definieren. Bei dem 28jährigen gab es einfach keine Genres. Weil sein Name so umständlich war, nannte er sich kurz John Peel – und wurde damit zum wohl größten Radiomoderator aller Zeiten. In den 1970er Jahren hockte Mary Anne Hobbs deshalb nachts unter ihrer Bettdecke und lauschte John Peels ungehörten Klängen. John Peel wurde ihr Mentor und Erbe. »Ich gehe an

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Musik genau wie John Peel heran. Ich halte stets Ausschau nach etwas Brandneuem und Elementaren. Das kann extremer Avantgarde-Metall sein oder ganz fragile Electronica«, erklärt Mary Anne Hobbs. Parallel zur Rock Show startet sie deshalb 2001 eine Sendung über die Winkel der elektronischen Musik. »Breezeblock« heißt ihre wöchentliche Show, bevor sie 2006 in »Experimental« umgetauft wird, die nun jede Mittwochnacht auf BBC Radio 1 läuft. Seit dem überraschenden Tod John Peels 2004 ist sie die legitime Nachfolgerin des großen DJs und Moderators und trägt unbeirrt neue Musik in die Welt. Hinterm Subbass-Horizont geht’s weiter Ihr ist es zu verdanken, dass beim Sonar Festival 2007 Dubstep erstmals Tuchfühlung mit der großen Welt aufnahm. In den letzten drei Jahren trug sie die Subbass-Botschaft mit so ziemlich allen Heroen des Dubstep in die Welt. Im Radio und hinter den Plattentellern. Und stellte nebenbei eine der besten Compilation-Reihen am Subbass-Horizont zusammen. Auf Planet μ erschienen 2006 und 2008 mit »Warrior Dubz« und »Evangeline« zwei großartige Compilations, welche die weite Welt im Subbass abtasteten. Und gerade weil sich die Auswüchse der Bassmusik

mittlerweile seit fast einem Jahrzehnt ganz ungezwungen vor allem am britischen Ufer tummelte, sind für Mary Anne Hobbs noch lange keine Grenzen in Sicht. »Elektronische Musik bewegt sich jeden Tag in Abertausenden kleiner, zerstreuter Schritte vorwärts. Ich versuche, diesen Fortschritt zu begreifen und mit ihm Schulter an Schulter weiter zu reisen. Man weiß nie, was hinter der nächsten Ecke wartet.« Ein logischer Schritt ist deshalb ihre aktuelle Compilation »Wild Angels«, die mehrere Seitenblicke in die aufblühende amerikanische Bassszene wirft. »[Es] ist eine Kollektion voller Zukunftsklänge von transatlantischen Produzenten, die neue Verbindungen zwischen Dubstep, HipHop, Soul, Folk und Electronica erschaffen.« Mit Hudson Mohawke, Rustie, Darkstar, Mono/Poly, Nosaj Thing sowie Starkey und einigen mehr breitet Mary Anne Hobbs über 18 Tracks (auf der Vinylversion finden sich leider nur acht Titel) das ganze Spektrum des Subbasses aus. Und das dürfte noch immer nur der Anfang sein. Denn ganz im Sinne der Erkenntnis, dass Bass schlicht sexy mache, weiß auch Mary Anne Hobbs, weshalb sie nicht locker lassen wird: »Roni Size behauptete einmal, Frauen mögen Bass, weil dieser ihre Eierstöcke zum Vibrieren bringt. Ich glaube, er hat recht!«


256 »Unba 2 lance« C D - 12 ,95€ - 1 75820 3LP - 1 8,95€ 17581 9

2562

EINFACH KOMPLEX Der Niederländer David Huismans macht die Postleitzahl seiner Heimatstadt zu seinem Projektnamen und zieht auch sonst die einfachen Lösungen, den komplizierten vor. Doch hinter der vermeintlichen Schlichtheit, verbirgt sich eine hohe Komplexität. Sein neues Album ist ein Indiz dafür Text Daniel von der Vring

Vieles in seinem Leben, erzählt Dave Huismans, würde er auf eine relativ einfache Basis herunterbrechen. So ist der Künstlername des Niederländers schlicht eine Nummer: 2562. Nur seine Musik, die verhalte sich dem entgegengesetzt. Doch der Reihe nach. Der musikalische Werdegang von Dave Huismans begann, nachdem er nach 2562 Den Haag, gezogen war. Die Postleitzahl zum Künstlernamen zu machen, ist allein der Tatsache geschuldet, dass es so schön simpel ist, naheliegend und schlicht. »Und ich mag die Tatsache, dass Nummern nicht abhängig von Sprachen sind. Jeder versteht sie, kann sie aussprechen und sich so ein eigenes Bild machen.« Alles hat diesen schlichten, sehr grundierten Anstrich bei Huismans. Wie muss man sich also sie Arbeit selbst vorstellen, in die sich David Huismans tagtäglich stürzt. Von einem Bass-Nerd sollte man erwarten, dass die Technik an erster Stelle steht. Diese sollte doch immer auf dem neuesten Stand sein. Das sind doch Leute, die sich über die Unterschiede bestimmter Steckerverbindungen an Kabeln unterhalten können. Nichts da, weit gefehlt. Das Projekt 2562 basiert quasi auf dem Gegenteil. Von wegen Technik-Freak. »So lange ich die erwünschten Sounds aus meinem Basic-Set-Up bekomme, reicht mir das völlig«, sagt Huismans. An diesem Punkt kann man auch schon mal neidisch werden, so furchtbar einfach kann das nicht sein? Doch kann es. Huismans produziert allein. Da gibt es keinen, der sich einmischt. Keinen, der direkten Einfluss auf die Arbeit hat, außer ihm

selbst. »Eben auf die einsame Nerd-Art.« Alles bleibt solange unter Verschluss, bis der Meister den Spross in die Welt entlässt. Die Teststufe »Publikum« gibt es also erst dann. The end is the beginning is the end Nun steht mit »Unbalance« der Nachfolger des großartigen Debüts »Aerial« in den Läden. Wo das Debüt durch eine wunderbare Nüchternheit besticht, ist sein Nachfolger sehr verspielt und warm. Huismans ist ein getriebener. Es muss weiter gehen, auch in andere Richtungen, sonst, ja sonst bleibt man stehen. Husimans: »Ich kann niemals sehr lange das Gleiche tun. So ist es das Beste sich schnell weiter zu bewegen, zu neuer, anderer Musik.« Dies kann sogar so weit gehen, dass Huismans sich in komplett anderen Genres umsieht. Das funktioniert im Prinzip wie eine Therapie. Soul, Funk, Disco, also 1970er und 1980er Jahre, haben sich offenbar bewährt, denn schon wird kurz nach der Fertigstellung von »Unbalance«, welches er selbst als sein »dark disco album« beschreibt, wieder Elektronisches produziert. Langsam kann einem der der Gedanke beschleichen, dass Huismans gar kein Nerd ist. Nichts wird theoretisiert, nichts wird unnötig lange hin und her gewälzt. In einem jedoch ist er streng. Er behauptet seine Freiheit. Zum Beispiel die Freiheit nicht in einem Genre zu agieren. Von denselben hält Huismans wirklich nicht viel. »Mir gefällt, dass es nun viel neue, frische Up-Tempo-Bass-Music gibt. Verglichen mit den letzten Jahren scheint es, als gäbe es mehr Raum für DJs einfach nur gute Dance-

Music, statt strikt ein Dubstep- oder TechnoSet zu spielen. Im Gegenzug könnte eben das die Produzenten dazu inspirieren, sich mehr Freiheiten zu erlauben.« So einfach, schon wieder. Dass dies alles so wirkt, ist jedoch harte Arbeit. Und wie entspannt sich Huismans von der Arbeit (Musik)? Klar mit Musik. Zuhause wird dann auch mal die ein oder andere Funkoder Jazz-Platte von Freddie Hubbard oder Parliament aufgelegt. Was sich, entgegen voreiliger Schätzungen durchaus in seiner Musik niederschlägt. Solch eine kopflastige Wärme, wie sie »Unbalance« zelebriert, gibt es nur im Jazz. Kompliziertes einfach klingen lassen. Und wohin geht die Fortführung dieses Weges? »Momentan fühle ich mich dabei gut, meine Konzentration wieder auf House und Techno zu legen, einfach nur gute, simple Club-Tracks zu produzieren. Es gibt nichts besseres als einen simplen House-Groove.« Was bedeutet, dass Huismans zweites Projekt A Made Up Sound wieder ins Zentrum des Geschehens rückt. Es geht eben weiter. »Alles findet in einem Ende einen neuen Anfang.«

»Mir gefällt, dass es nun viel neue, frische Up-Tempo-Bass-Music gibt. Verglichen mit den letzten Jahren scheint es, als gäbe es mehr Raum für DJs einfach nur gute Dance-Music, statt strikt ein Dubstep- oder Techno-Set zu spielen. Im Gegenzug könnte eben das die Produzenten dazu inspirieren, sich mehr Freiheiten zu erlauben.«

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MUSIC FEATURES

HYPER

DUB SONIC FICTION

Steve Goodman ist der intellektuelle Vordenker der britischen Basskultur. Mit seinem Projekt Kode9 hat er die Lyrik zurück in die Popmusik geholt, mit seinem Label Hyperdub die Entwicklung von Dubstep maßgeblich forciert. Hyperdub ist gerade fünf Jahre alt geworden: eine Verneigung Text Daniel von der Vring Da wächst etwas. Es ist tief, dunkel und böse. Es nennt sich Dubstep und wird mit jedem Tag einverleibender und gieriger. Doch wie konnte es soweit kommen? Wer hat dieses Ungetüm zu dem gemacht, was es nun ist? Natürlich kann man ein solch komplexes System nicht auf einige wenige Basics herunter brechen, doch man kann zumindest Einflüsse betrachten: Genau dann wird einem der Name Kode9 mit als erster entgegen springen. Kode9, der mit bürgerlichem Namen Steve Goodman heißt, ist eine der zentralen Personen im Rahmen der britischen Basskultur. Die Geschichte seines Labels Hyperdub, gerade fünf Jahre alt geworden, beschreibt Goodman als eine Ansammlung von Zufällen und eben vielen kleinen Kollisionen. Es ist eine wirre Geschichte von emigrierten Schotten, Steve Goodman, der Liebe zum Bass und einem Doppelleben.

sich das autopoetische System »Dubstep« wieder neu generierte, der »Virus« wieder mutierte, blieb Hyperdub ein fester Bestandteil dieser Kultur. Hyperdub veröffentlichte nicht mehr nur Dubstep, sondern auch UK-Funky- und Wonky-Produktionen. Auch expandierte das Label im Bezug auf seine gesignten Produzenten. Zwar liegt der Schwerpunkt immer noch in London, doch sind mit der Zeit auch Soundtüftler aus Japan und Europa hinzugekommen. Die Liebe zum Bass ist eben ein weltweites Phänomen. Sonic Warfare So ambivalent Dubstep eben ist, so ambivalent sind manchmal auch die Akteure. Steve Goodman hat zwei Leben. Der Zeit als Dubstep-Produzent und Label-Chef, sozusagen die Nachtseite, steht ein Leben im Tageslicht gegenüber. Dann ist Steve Goodman Buchautor und Uni-Dozent. So hält er Seminare über »sonische Kultur«, kann also

die Sache mit der Musik auch hier nicht ganz lassen. Zu diesem Thema wird es bald auch ein Buch, »Sonic Warfare«, geben. Hyperdub bleibt weiterhin ein sehr spezielles Ding. Das Oszillieren zwischen den beiden Existenzen des Chefs, scheint dem Label jedoch nicht zu schaden. Ganz im Gegenteil. Vielleicht ist gerade das Fehlen eines konkreten Masterplans das Erfolgsgeheimnis. Es bliebe so zumindest mehr Platz für die Musik selbst. Zum Geburtstag beschert sich das Label selbst mit einer weiteren Compilation. »Hyperdub 5« nennt sich der Label-Rundumschlag und präsentiert alle Größen des Hauses: Quarta303, Burial, Joker, Mark Pritchard, The Bug, Zomby und natürlich Kode9. Man kann gespannt bleiben, welche hybriden Mutationen uns Hyperdub ín Zukunft so beschert.

5 HYPERDUB ESSENTIALS BURIAL – UNTRUE 2LP 19,95€ Art.nr. 118029 CD 16,95€ Art.nr. 118028 Das wahrscheinlich wichtigste Album der letzten Jahre für die UK-Underground-Szene. Schwer, tief und melancholisch kommt es daher. Noch nie hat ein bisschen Melancholie so viel Hoffnung für ein ganzes Genre geschürt und dem Dubstep damit neue Biegungen, Wendungen, ja gänzlich unbetretene Räume erobert.

JOKER – DIGIDESIGN 12" 7,95€ Art.nr. 156411 Wer sich vom HipHop aus Dubstep erschließen will, ist bei Joker sehr gut bedient. Konsolensound trifft seinen HipHop-affinen Trademark-Sound. Knarzig gebrochene Basslines und quietschige GameBoy-Töne.

ZOMBY – MUSH 12" 8,95€ Art.nr. 130000

The year as dubstep broke Es ist das Jahr 2001, als Goodman zunächst ein Onlinemagazin gründet, das sich im Laufe der Jahre zu einem der wichtigsten Labels in Sachen Dubstep und UK-Funky entwickelte. Als Magazin existiert »Hyperdub« nur etwa drei Jahre. Schon 2004 wurde dann die erste Single veröffentlicht. Der Grund dafür war ein Gespräch mit Kevin Martin (The Bug), der Goodman riet: »Veröffentliche dein Zeugs doch einfach selbst!« Das Ungetüm hatte also ein erstes Zuhause gefunden. Recht schnell wurden über Hyperdub nicht mehr nur eigene Stücke veröffentlicht, sondern eben auch andere Künstler unter Vertrag genommen. In vorderster Front der schwarze Ritter des Dubstep, Burial, mit dem das Label dann vollends durch die Decke ging. Der Riecher von Kode9 hat sich also bezahlt gemacht. Also doch nicht nur Unfälle und Zufälle. Auch als

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8-Bit-Killer! Klare Produktion, einfach gehalten, ohne Schnickschnack. Dazu gibt’s als Knallerzugabe noch einen besonders gelungenen Remix des schottischen Kollegen Rustie.

KODE9 & THE SPACE APE – MEMORIES OF THE FUTURE CD 16,95€ Art.nr. 085993 Die dunkelsten Abgründe zeitgenössischer Bassmusik versehen mit Poesie, mit Gespensterstimme vorgetragen von Spaceape. Dabei auch mit »Nine Samurai« ein absoluter Klassiker des Halfstep, Hoppel-Percussions inklusive.

MARK PRITCHARD – WIND IT UP 12" 7,95€ Art.nr. 168585 Mark Pritchard ist ja nicht umsonst einer der Elektronikpioniere der britischen Inseln. Zuletzt als Harmonic 313 aufgetreten, hat er hier unter seinem bürgerlichen Namen ein schönes Stück zeitgenössischen Halfstep produziert. Mit Om’mas Keith von Sa-Ra Creative Partners an Mikrofon. I‘m a freak. Everybody freak!


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MUSIC FEATURES

TRU THOUGHTS

ZUVERLÄSSIG BEGEISTERND

In den zehn Jahren des Bestehens ist das englische Label TruThoughts zu einem der wichtigsten Quellen moderner Funk-, Soul- und Jazz-Musik geworden. Nur Labelgründer Robert Luis sieht das nüchterner. Er macht einfach, was er seit 1999 kontinuierlich gemacht hat: gute Platten veröffentlichen Text Peter Hagen

Robert Luis ging seit Jahren seiner Tätigkeit als DJ und Plattensammler nach als er sich 1999 entschied seine eigene Plattform für Musik, die er gut findet, zu gründen. Nicht ohne Stolz kann Robert Luis auf eine Dekade kreativen Schaffens und einem Output von über 200 Veröffentlichungen zurück schauen. Ein anständiges Zeugnis kontinuierlicher Arbeit wie es vergleichsweise wenig andere auf der Welt gibt. TruThoughts feiert nun sein zehnjähriges Jubiläum und wird inzwischen in gleichem Atemzug mit kongenialen Kräften freigeistiger Sounds wie Compost, Ubiquity, BBE Music, Sonar Kollektiv oder Far Out Records genannt. 2005 wurde das von renommierter Stelle offiziell bestätigt und das Brightoner Label zum »Label des Jahres« bei den BBC Worldwide Awards gekürt. 2009 feiert das Label nicht nur ihr Jubiläum mit einer exquisiten Compilation, sondern hat mit Zugpferd Quantic ein Mann im Roster, der sich in einer ständigen Weiterentwicklung befindet dessen musikalische Resultat hier regelmäßig zu hören und zu feiern sind. Nicht nur international geschätzte Geschmacksverstärker wie Benji B., Michael Rütten, Gilles Peterson, Patrick Forge oder Kenny Dope outen sich regelmäßig als Fans der Veröffentlichungen des britischen Labels. TruThoughts hat sich in kurzer Zeit mit guter Musik eine Stammkundschaft aufgebaut wie es sie heutzutage nur noch selten gibt. Integrität als Prämisse Der Labelchef sieht noch lange keine Ende und schaut auf die Entwicklung der letzten Jahre gerne zurück: »Wir sind durch DirektVertriebsdeals überall in der Welt gewachsen.

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Über Jahre kamen mehr und mehr Künstler dazu.« Genau dort sieht er auch die Qualität und die Beliebtheit bei den Fans: »Wir sind sehr behutsam beim Aufbau und der Betreuung von unseren Künstlern. Wir benutzen keine FremdPR-Firmen um die Musik zu promoten. Wir senden die Musik schon immer selbst an die Radios, DJs und Magazine. So haben wir den Überblick und einigermaßen die Kontrolle.« Luis beschwört auch die große Loyalität der Fans zum Label: »Die Leute schätzen unser Label, weil sie wissen, dass wir immer Musik mit Kreativität und Integrität veröffentlichen. Wir achten einfach sehr darauf, dass unsere Platten diese Zutaten haben, sonst werden sie von uns herausgebracht. Wir haben in zehn Jahren keine Kompromisse zugelassen.« Ob diese ungebrochene Liebe und die Treue der Fans von gutem Groove die schwierigen Zeiten der illegalen Piraterie und Saughysterie überleben wird, weiss Luis nüchtern ein zu schätzen: »Wir versuchen weiterhin mit allen möglichen Leute an verschiedenen Stellen zu kommunizieren um immer wieder darauf hinzuweisen, dass wenn sie die Musik von uns Indie-Labels nicht kaufen, es irgendwann keine Musik mehr geben wird, die frei und nicht dem Mainstream angebiedert ist.« Eine feine Auswahl In der Tat hat sich TruThoughts einen Sonderstatus innerhalb der zehn Jahre erarbeitet. Was wohl auch daran liegt, dass sie immer wieder darauf geachtet haben die Musik zu selektieren. Das Label aus Bristol steht bis heute für kontinuierliche hochwertige Qualität aus den Schnittmengen von Rare Groove und zeitge-

nössischen Sounds. Die Künstler genießen hier absolute Freiheit, müssen aber der Kontrolle des Labelchefs standhalten, um schließlich veröffentlicht zu werden. Ein Vorgehen, das sich bewährt hat. Produzenten wie Diesler, Quantic oder Nostaligia 77 haben schön oft betont, dass genau hier eine richtig gute Labelpolitik betrieben wird und es nie zu unfairen oder unkonstruktiven Aussagen über Musik kam. Das Niveau ist hoch und hält weiter an. Neben dem Flagschiff unter den TruThoughtsKünstlern, dem inzwischen in Kolumbien lebenden Will Holland (Quantic), sichtet Robert Luis regelmäßig neue Entdeckungen – die dann oft als 12inch angetestet werden um in den Roster über einen längeren Zeitraum aufgenommen zu werden. So schreiben Kollegen wie der „Jazz-not-Jazz-Kolumnist“ Michael Rütten nicht ohne Grund in besten Tönen von dem kleinen Label aus Bristol. Die im Winter erscheinende Jubiläums-Compilation ist hierzu ein imponierendes Dokument einer kleinen Erfolgsgeschichte – genau weil man nicht auf den großen kommerziellen Erfolg schaut, noch damit kalkuliert. TruThoughts vermittelt auch mit ihren aktuellen Veröffentlichungen eine ganz bestimmte Art von Sounds bei denen viele Plattensammler und Musikliebhaber blind zugreifen. Einen Status den heute kaum ein Label noch besitzt. Neben den Downbeat- und Rare Grooves (Jazz, Funk, Soul) orientierten Sounds gibt es auch weiter hin progressive Tanzflächenzaubereien wie die Broken Beats von Lanu, den Brazil-Techno-Hybrid-Durchdreher von Azaxx oder den Future Funk von Milez Benjiman. Man kann auch in Zukunft auf die Tastemaker aus Bristol zählen. Langeweile gibt es hier nicht.


10 TRU THOUGHTS ESSENTIALS BONOBO – ANIMAL MAGIC (2000)

THE BAMBOOS – STEP IT UP (2006)

CD 16,95€ Art.nr. 028678

LP 14,95€ Art.nr. 057383 / CD 13,95€ Art.nr. 028678

Das junge Label aus Brighton hatte die ersten Monate nach seiner Gründung richtig für Wirbel gesorgt und die 12inches wurde von Tastemaker im Radio und auf den Freistiltanzböden gespielt, da erschien schon die erste LP auf der Bonobo zeigte wie man Chillout-Mucke mit Tiefgang machen kann.

Die Funk-Kapelle von Mastermind Lance Ferguson aus Australien stellte hier ihr Debütalbum vor. Auf elf Tracks zeigten sie wie Deep Funk heute klingen kann. Die Begeisterungswelle der Fachschaft für diese Thematik schlug hoch und der Support von Keb Darge, Russ Dewberry oder Kenny Dope war ihnen sicher.

QUANTIC – THE 5TH EXOTIC (2001) CD 15,95€ Art.nr. 079865

RED ASTAIRE – SOUL SEARCH (2006) 2LP 17,95€ Art.nr. 083827 / CD 14,95€ Art.nr. 081443

Nachdem sich das Label in kürzester Zeit etablieren und bei Freunden der geschmackvollen Downbeats punkten konnte, legten sie nun nach. Will Holland, ein blutjunger Wunderknabe, produzierte sein Debüt vom heimischen Kinderzimmer aus und machte sogar damaligen Heroen wie Kruder & Dorfmeister hellhörig, wie instrumentaler Hip-Hop klingen kann.

Der umtriebige Schwede hatte bereits auf Labels wie dem Raw FusionAbleger Gamm Enterpriece mit sehr feinen Tanzflächenbrennern hoch geschätzte Geschmacksverstärker wie Jazzanova, Patrick Forge oder Benji B. für sich gewinnen können. Auf dieser Platte vereint er auf unverwechselbare Weise die alte Schule zwischen B-Boy-Ästhetik, Funk, Latin, Disco, Reggae und HipHop.

QUANTIC SOUL ORCHESTRA – STAMPEDE (2003)

8 HOT BRASS BAND – ROCK WITH THE HOT 8 (2007)

CD 16,95€ Art.nr. 028684

CD 15,95€ Art.nr. 115452

Will Holland hatte sich nach dem internationalen Erfolg seines Zweitwerks »Apricot Morning« nicht nur einen guten Ruf als Produzent und als DJ erarbeitet, sondern wollte auch sein musikalisches Talent nicht weiter unterdrücken. Aus tiefer Liebe zum Deep Funk und rohem Soul gründete er seine eigene Kapelle, die nicht nur mit dem grandiosen Cover von 4 Heros »Hold It Down« auf sich aufmerksam machten.

Hart getroffen durch den Katrina-Hurricane über New Orleans wurden einige Mitglieder der Brass Band nicht nur obdachlos, sondern verloren einige auch ihr Leben. Die Kapelle hatte vorher schon Schicksalsschläge wie den Tod eines Mitglieds durch Gangaktivitäten verarbeiten müssen. Trotzdem gelang es Robert Luis diese Band zu animieren ihr Werk weiterzuführen. Funkyness und Jazz-Tradition verbinden die Jungs und landeten mit den Covern zu den Klassikern von Marvin Gaye (»Sexual Healing«) und Snopp Dogg (»What’s My Name«) richtige Sureshots.

NOSTALGIA 77 – THE GARDEN (2005) LP 12,95€ Art.nr. 036679 / CD 13,95€ Art.nr. 053843 Benedic Lamdin ist ein Freigeist, der nicht besser zu diesem Plattenlabel passen würde. Experimentell offenbart er in seinem zweiten Album für TruThoughts seine tiefe Verbundenheit zum Jazz der 1960er Jahre und würdigt dabei auch die Funkyness und den Afrobeat auf ganz exquisite Weise. Mit »Seven Nation of Army« hat er dazu noch ein Soulcover der White Stripes, das mit der Sängerin Alice Russell für sehr viel Aufregung sorgte.

ME & YOU – FLOATING HEAVY (2007) 2LP 13,95€ Art.nr. 182337 / CD 12,95€ Art.nr. 109618 TM Juke und Robert Luis haben sich ganz ihrer DJ-Aufgabe bei diesem gemeinsamen Projekt gewidmet. Hier kommen die ganze, geballte Erfahrung der beiden im Produzieren und Auflegen zusammen und sie konnte ihre musikalischen Einflüsse hier einarbeiten. So entstand ein passionierter Mix von Tanzflächenstampfer zwischn Drum’n’Bass, Brazil, Reggae und mehr.

ALICE RUSSELL – MY FAVOURITE LETTER (2005) CD 16,95€ Art.nr. 049319 Mit dem Quantic Soul Orchestra und verschiedenen Gastbeiträgen hatte sie auf ihre kraftvolle und außergewöhnliche Stimme für internationale Aufruhr gesorgt – was man auf dem 2004er Album »Under the Munka Moon« versammelt bewundern konnte. Ihr offizielles Debüt wurde nicht nur von BBC-Radioguru Gilles Peterson für etwas ganz Besonders gezeichnet. Hier zeigte sie wie man Blues, Soul, Funk und Electronica mit einer goldenen Stimme verbinden kann.

QUANTIC & HIS COMBO BARBARO – TRADITION IN TRANSITION (2009) 2LP+CD 17,95€ Art.nr. 167296 Wenn es eine Person gibt die dieses Label mitgeprägt hat, dann ist es William Holland. Nach drei Quantic-Album im Freistil hat er sich nun in Kolumbien lebend der Neudefinition von Weltmusik gewidmet. Imponierend verbindet er hier den jazzig-entspannte Latintwist zwischen Cumbia, Salsa, Bossa Nova, Funk und ein gehörigen Portion Soul.

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MUSIC FEATURES ES

KEYZA SOZE Produzent, DJ, Fußballer

THE NOTORIOUS BIG »BIG POPPA P REMIX« 1995 BAD BOY ENTERTAINMENT

MAXWELL SMART Musiker, DJ, kongeniale Ergänzung zu Robert Smith

»WARUM IST DIE BANANE KRUMM?« 1971 WAGENBACH

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Wir fragen in jeder Ausgabe Menschen die beruflich oder aus sehr großer Hingabe mit Schallplatten zu tun haben, uns eine Geschichte zu einer ihrer Platten aus ihrer Sammlung zu erzählen. Diesmal befragten wir zwei Berliner Urgesteine nach ihrer »Favourite Vinyl Story«. Der Musikproduzent Keyza Soze hat unter seinem DJ-Alias Verbal Kint (davor DJ Fix K) mehrere Mixtapes veröffentlicht und ist vor allem durch seine Produktionen für die Berliner Untergrund-Legende

Taktlo$$ bekannt. Seine Zusammenarbeit mit Meyah Don, »Mit Herz und Seele«, erscheint in diesem Monat. Smith&Smart sind ebenso nicht nur DJs oder nur eine Band, nein sie sind Beides. Die Berliner, der eine Ost und der andere West, die selbsternannte »Wiedervereinigungs GmbH«, bringen auch in diesen Tagen einen neuen, sehr unsinnigen und wahnsinnig schlauen Tonträger auf den Markt, der eben »Beides« ist und auch heißt.

Es muss zu Beginn der 1990er Jahre gewesen sein, dass mich der HipHop-Wahn endgültig in seinen Bann gezogen hat. Jede Woche »Yo! MTV Raps« gucken und am folgenden Tag direkt nach der Schule zu WOM rennen, um zu schauen, ob die Musik aus dem Fernsehen schon erhältlich war. Zugegeben, kaufen konnte ich mir kaum etwas, weil mir in dem Alter einfach das Kleingeld fehlte. So musste ich mich damit begnügen, ab und zu eine CD von Freunden auszuleihen, diese auf Kassette zu überspielen, um sie dann schließlich auf meinem Walkman hören zu können. Eine gute Quelle in meiner Gegend war mein Homie Ünsal. Er war ein verrückter 2Pac-Fan, der genau wie ich immer auf der Jagd nach dem neusten Zeug war. Neben CDs und Kassetten besaß er auch einige Platten, größtenteils Platten aus den 1980er bis Anfang 1990er Jahren. Er erzählte mir, dass sein Bruder mit einem DJ befreundet sei und der ihm immer diese Platten ausleihen würde und er dürfe sie so lange behalten, bis er sie irgendwann mal wieder bräuchte. Über die Zeit sammelten sich folglich einige Platten an. Die-

se Platten haben mich fasziniert. Da war Musik von Künstlern dabei, die vor meiner Zeit lagen und die ich überhaupt nicht kannte. Von Zeit zu Zeit fanden auch einige aktuelle Platten den Weg zu uns. Vor allem 12inches mit exklusiven Remixen, die es nur auf Platte gab, hatten es mir angetan. Eines Tages lag sie dann da, die RemixPlatte überhaupt: The Notorious BIG »Big Poppa«. Mal abgesehen davon, dass The Notorious BIG mit dieser Platte vermutlich seinen Durchbruch hatte und alle Songs Klassiker sind, gab es auf der B-Seite den 2Pac Diss-Track »Who Shot Ya?«. Bei den Credits auf der Rückseite steht geschrieben: »Not available on album CD or cassette«. Von diesem Zeitpunkt an war mir der Wert einer Platte endgültig klar und die Geschichte nahm ihren Lauf. Irgendwann fiel uns auf, dass wir keine neuen Platten mehr geliefert bekamen. Als wir nach dem Grund fragten, wurde uns mitgeteilt, dass der besagte DJ schon längere Zeit krank gewesen sei und mittlerweile verstorben war. Ich habe die Ehre, die an uns ausgeliehene Plattensammlung heute zu besitzen. R.I.P. und Danke DJ Stevie aus Neukölln.

Egal ob lange gesucht oder als erstes bekommen: Modern Talking, Dschingis Khan, Falco, Old-School-Raritäten, Digital Underground, »Die Klasse von 95« oder »Das unsichtbare Visier« fallen uns sofort dazu ein. Doch die Platte die uns am meisten inspiriert hat, schon allein daran zu erkennen wie oft wir sie gesamplet und benutzt haben, ist »Warum ist die Banane krumm?«. Ich hatte die glaube ich 1980 von meinen Eltern bekommen; eine Mischung aus freigeistiger Spracherziehung oder alternative Ulk-Platte. Auf meinen aufklappbaren Braun-Schallplattenspieler lief die dann auf Dauerrotation damals schon an allen anderen Kinderhörspiellegenden wie »Hui Buh«, »Die drei ???« oder der »Sesamstraße« vorbei. Gesprochene Worte und Reime wie: »Winnetou im Nachthemd / kommt zu Old Shatterhand / und sagt zu Old Shatterhand: / ich bin Winnetou im Nachthemd.« Anarchistische und dadaistische Abzählverse, präzise und herrlich übertrieben ausgesprochen, füllen die Rillen dieser Scheibe. Darüber hinaus war der erste Kontakt mit frischen Reimen hergestellt und blieb im Ohr. Hip-Hop aus dem Kinderzimmer war ohne es zu wissen geboren. Im Jahre 2002 bei DJ Ro-

bert Smith, während unser musikalischen Zusammenkunft, ist diese Scheibe dann wieder aufgetaucht. »Meine erste selbsternannte Kinder-Battle Breaks & Tools-Platte«, meint Robert heute stolz. Auf unseren ersten Album »Radio Hört Hört« (Rap.de 2005) wurde das Acapella von »Idiotenclub«, unser AlltimeIntro, von dieser Platte zusammengebastelt. Auf der neuen Platte »Beides« (Smith&Smart Records) wurde auch wieder davon gesamplet. Der Spaziergänger bei »Einiges Passieren«, sowie die Hookline von »Goethe vs. Schiller« stammt von dieser Platte. Robert Smith hat sie mittlerweile vier Mal erstanden: zwei zum Jugglen, eine zum Zercutten und eine noch als Reserve. Es fehlt ihm eigentlich nur noch die fünfte, als Dekoration für die Wand. Die Antwort auf die Frage warum die Banane denn nun krumm ist, wird einem dann auch gar nicht erst lange vorenthalten. So heißt es gleich zu Beginn: »Wenn die Banane gerade wer, wär es keine Banane mehr«. Ersetzt man dann Banane mit Hip-Hop, sind wir auch schon wieder beim Thema und beantwortet uns gleich selbst die Sperrigkeit seiner eigenen Musik…


DECKSTARR

TRUE NOTE CLUB, RUHRPOTT

SMITH & SMART

RADIO FRITZ, NIGHFLIGHT, BERLIN

DJ CHARTS

AUSGABE NR.04/09 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10

SA-RA FEAT. TA‘RAACH LOVE CZARS PT.2 SLUM VILLAGE DOPE MAN GHOSTFACE FEAT. FABOLOUS GUEST HOUSE FASHAWN FEAT. BLU SAMSONITE MAN SKYZOO POPULARITY RAEKWON HOUSE OF FLYING DAGGERS CLIPSE FEAT. CAM‘RON POPULAR DEMAND (POPEYES) PILL HEAR SOMEBODY COMIN MADLIB FEAT. GUILTY SIMPSON PAPER DJ SPINNA FEAT. SHABAAM SAADEQ SPINNA

01 02 03 04 05 06 07 08 09 10

PEOPLE UNDER THE STAIRS TRIPPIN‘ AT THE DISCO THE BACAO RHYTHM & STEEL BAND PIMP JAY-Z EMPIRE STATE OF MIND LARGE PROFESSOR THE LP BREAKESTRA JOYFUL NOISE EP DJ DEVASTATE MOVEMENT/SILENCE MOCAMBO THENEX MESSAGE (KENNY DOPE MIX) MAYER HAWTHORNE JUST AIN‘T WORK IT OUT EAGLES OF DEATH METAL WANNA BE IN L.A. DJ LOBSTERDUST I WILL SURVIVOR

DUSTY

SUFF DADDY

01

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JAZZ&MILK, MÜNCHEN

02 03 04 05 06 07 08 09 10

VARIOUS ARTISTS JAZZ&MILK BREAKS VOL.2 KALETA & AKOYA AFFROBEAT THE SPIRIT OF FELA IS ALIVE & WELL! SINTO MAN ON THE BANKS VARIOUS ARTISTS TUMBÉLE! TOM CENTRAL HILLBROOK BOOGIE JERKER KLUGE‘S DEEP JAZZ HEAVEN & EARTH KELPE THE BLANKOUT AGREEMENT LOUIS PEREZ QUE SE SEPA ALIVE RUSSEL UNIVERSE (DUSTY REMIX) GREENWOOD RHYTHM COALITION SALSA VERDE (DUSTY REMIX)

MELTING POT MUSIC, BERLIN

02 03 04 05 06 07 08 09 10

EXILE IT‘S COMING DOWN (SHAFIQ REMIX) SHAFIQ HUSAYN DUST & KISSES DAM-FUNK I WANNA KNOW FLEUR EARTH EXPERIMENT DU LEBST HUSS & HODN DER STOFF AUS DEM DIE ... DJ DAY & MILES BONNY STILL MILES PILSDADDY SUFF SHIT LARGE PROFESSOR 4 MY PEOPLE MF DOOM & CLUTCHY HOPKINS MELODY BEASTIE BOYS PAUL‘S BOUTIQUE

MARC HYPE

THE REVENGE

01

01

MELTING POT MUSIC, BERLIN

02 03 04 05 06 07 08 09 10

MARC HYPE & JIM DUNLOOP RARE OCCASION LEFTIES SOUL CONNECTION YOU DON‘T KNOW GIZELLE SMITH &THE MIGHTY MO.‘S THIS IS GIZELLE SMITH LACK OF AFRO INTERNATIONAL KAMAAL THE ABSTRACT KAMAAL THE ABSTRACT BREAKESTRA JOYFUL NOISE EP KEISA B ROWN DANCE MAN THE ROOTS HOW I GOT OVER BIG PIMP JONES BAD BAD JIMMY RUCKUS SUPASOUL DO ME WRONG

INSTRUMENTS OF RAPTURE, GLASGOW ,UK

02 03 04 05 06 07 08 09 10

6TH BURROUGH PROJECT MISS WORLD (SOULTOURIST REMIX) RYO MURAKAMI UNTITLED (THE REVENGE REMIX) ILIJA RUDMAN NIGHT PEOPLE NEVILLE WATSON LET ME GO RUNAWAY CAPRICE DRIVE DC LA RUE EDGE OF THE NIGHT ZWICKER WHO YOU ARE (JUNIOR BOYS REMIX) KZA / CABIN FEVER OLD SCHOOL RIVER BE ALL THE THRILLS

HARRIS ALIAS DJ BINICHNICH 01 AFROB – WAT IS LOS? 02 SIDO – ICH BEREUE NICHTS 03 NATE 57 – BLAULICHT 04 SNAGA & PILLATH– SP SHIT 05 ROHDIAMANTEN – MIR EGAL

06 PCP – BIERLIEBE 07 AFROB – ALLEIN 08 KITTY KAT – LMS 09 SIDO – SIGGI & HARRY 10 SIDO – SICHER?

HHV: Was legst du am liebsten auf? Harris: Zurzeit gerne sehr harten HipHop, der nicht unbedingt salonfähig oder massentauglich ist. Das heißt nicht, dass es nicht kommerziell oder neu sein darf, aber es muss eine gewisse Rawness ausstrahlen. Das sind oft Sachen, die man eher von Alben als von Singles kennt. Blaq Poet, Alchemist, La Coka Nostra. Dazu tanzen die Leute nicht wie zu R&B, aber sie feiern es. Mehr so »Wow, ich kann nicht glauben, dass er jetzt DAS spielt!« Ansonsten versuche ich auch viel deutsches Zeug aufzulegen. Ich werde ja auch extra für Deutschrap-DJ-Gigs gebucht. Ganz allgemein bin ich zwar eine Egofotze, passe mich der Atmosphäre des Clubs aber schon an. Ich gebe den Leuten schon die Hits, die sie kennen, lege aber dann auch mal was Neues auf, was sie nicht unbedingt kennen. Du willst dein Publikum also schon ein bisschen erziehen? Eigentlich schon. Ich finde, das ist auch teilweise der Job eines DJs. Natürlich kann man nicht zur Peaktime lauter unbekannte Sachen spielen. Das ist Blödsinn! Aber es gehört schon zur Aufgabe eines DJs, den Leuten nicht nur das vorzuspielen, was eh schon die ganze Zeit auf Viva und MTV rauf und runter läuft. Ich will ja selber Party machen! Das macht mich auch aus. Wenn du DJ Binichnich buchst, dann hast du einen DJ, der selber Party machen. Viele sehen das nur als Job, was auch in Ordnung ist, nur oft vermisse ich da die Passion, dass sie das selber feiern, was sie auflegen. Deswegen werde ich auch niemals, nie im Leben einen Song auflegen, den ich nicht feiere. Da kann auch der Boss von dem Laden kommen. Mir egal. Legst du nur HipHop auf oder auch andere Sachen? Ich lege alles auf, auch Reggae oder Dancehall. Ich habe ja mal ein Jahr in Jamaica gelebt, im Reggae kenne ich mich auch aus. Und genauso spiele ich auch Electro, Rock, Pop, Classics, Soul oder Funk – mir scheißegal, Hauptsache, die Party stimmt. Wenn ich in Berlin unterwegs bin, höre ich aber viel zu oft diese Sets, bei denen alles über 110 bpm ist, diese ausgelutschten Techno-Pop-Huren-Sachen, auf die niemand Bock hat, außer ein paar Bauern. Nicht falsch verstehen, ich mag auch Hardcore-Techno manchmal, aber bitte im richtigen Laden, nicht in HipHop-Clubs oder bei Black Partys – obwohl ich den Begriff ›Black Music‹ sowieso hasse. Hast du eine Lieblings-Location? Es gab mal einen Laden in Berlin, da habe ich sehr gerne aufgelegt, auch für wenig Geld. Leider hat der Besitzer dieses Ladens das voll ausgenutzt und auch noch schlecht über mich geredet, deswegen erwähne ich den Namen jetzt hier nicht. Den Laden gibt es aber immer noch, der hat seit kurzem eine neue Location. Ist nicht mehr so dope, aber vor ein paar Jahren war es mein Lieblingsladen. Allgemein lege ich am liebsten für ein Hardcore Rap-Publikum auf, wo ich genau weiß, jeder hier im Raum kennt Lords Of The Underground, Chi Ali oder Black Sheep. Text Julian Gupta

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 41


MUSIC PRODUCTS HIPHOP

HIPHOP

DER REIM »Meine ersten Raps waren ziemlich übel, Hauptsache Reime, war die Devise, ganz schöner Kitsch demnach. Ich mußte mich also mir selbst stellen, pausenlos, damit ich alles rauskitzle, was in mir drinsteckt. Glaub mir, das war nicht wenig. Und es wird immer mehr.« Sabrina Setlur

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Dem geneigten Hip-Hop-Head sollte hinlänglich bekannt sein, dass unser aller Lieblingskultur vor allem auf den vier Grundsäulen B-Boying, Rapping, DJing und Writing fußt. Und auch der Umstand, dass diese vier Elemente ab und an Hand in Hand gehen, sich gegenseitig beeinflussen und inspirieren, ist alles andere als eine neue Erkenntnis. Auf ihrem nunmehr fünften Album mutieren DJ Buzz, The Bionic Kid und DJ Zuzee nun jedoch vor allem zu dreibeinigen Herrschern, kombinieren den Graffiti-Aspekt mit der Musik und malen mit einer fröhlichen Auswahl an Fingerfertigkeitsfarben knallbunte Akustikbilder auf gut gebaute Klangkörper. Wie immer versteift sich das Trio aus Wien dabei nicht einzig und allein auf das Fabrizieren grandioser Rap-Tracks wie auf »On« mit Frank Nitty oder »Showbiz« mit Manuva, Roger und Flowin Immo, sondern umschmückt ihr Werk auch gerne mit Einflüssen aus dem Neo-Soul, Downbeat oder Jazz. Angefüttert wird das Ganze mit reichlich Live-Instrumentierung für den organisch anmutenden Gesamteindruck, zwingenden Sampling- und Turntablism-Skills und einem ordentlichen Schuss Elektronik für den Zug Richtung Zukunft. Und so rollt der AudioWholetrain unaufhaltbar durch die Gehörgänge der geneigten Zu(g)hörerschaft und gewährt einen wundervollen Blick auf seine bunten Soundbilder. Zehn Jahre Waxos, aber kein bisschen leiser. Schön.

KINDERZIMMER PRODUCTIONS CT TIONS OVER AND OUT - LIVE E AUS AU DEM KONZERT KONZERTHAUS IN DORTMUND Art.nr. 179846 2LP+SHIRT 19.95€

Es ist vorbei. 1994 aus den Kinderzimmern ihrer Heimatstadt Ulm (»U-Stadt and you don’t stop«) in die große weite HipHop-Welt aufgebrochen, haben sich Textor und Quasimodo dort mit einer sehr eigenwilligen Mixtur aus verschrobenen Texten, musikalischen und inhaltlichen Zitaten, Samples, die von hohem musikalischen Wissen kündeten, dem deutschen HipHop ihren Stempel aufgedrückt. Der war so markant, dass sie eigentlich nur mit einem Bein in dieser Welt standen, mit dem anderen auf ihrem eigenen Planeten. Von dort aus wurde ausgiebig beobachtet und kommentiert. Textor und Quasimodo waren in den vergangenen 15 Jahren sowas wie die Statler und Waldorf der hiesigen HipHop-Gemeinde. Sie hielten dem Gebaren im »Rap-Biz« den Spiegel vor, selbstironisch und witzig. Sie beherrschten »die hohe Kunst der tiefen Schläge« wie keine zweiten. Das führte auch außerhalb des Genres zu großer Beliebtheit. Am 28. April haben sie ein letztes Konzert in Dortmund gegeben, mit fünf Live-Musikern an ihrer Seite. Das Dokument dieses Abends, »Over And Out«, kommt nun als Vinyl in die Läden. Nur als Vinyl! Eine letzte Würdigung wahrer Werte. Und sollte man sie doch schon bald vermissen, wir wissen ja wo sie sich herumtreiben: »da wo oben ist«. HANS STEIBANIZ

DANIEL SCHIEFERDECKER

TOP ITEMS

Donato Angst

Q4, The Q4 T Sound Surroundings

Daedelus, J-Rocc, Nobody & Ras G Dublabs Secondhand Sureshots

Kid Cudi Man On The Moon: The End Of The Day

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HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 42


NEWS ALBEN

TOP 10 ALBEN

Snoop Dogg Malice N Wonderland

Tek of Smif N Wessun 24KT Smoke

01 HIOB & MORLOCKK DILEMMA APOKALYPSE JETZT

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02 MOS DEF THE ECSTATIC

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O.C. & A.G. Oasis

Gerard MC Blur

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Rakim The 7th Seal

Souls Of Mischief Montezumas Revenge

03 J DILLA JAY STAY PAID

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04 OBBA SUPA TO:AM / FREE:AM

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05 DJ VADIM U CANT LURN IMAGINASHUN Art.nr. 163193 - 17.95 € Art.nr. 163194 CD 17.95 €

Art.nr. 177324 2LP 16.95€ Art.nr. 175325 CD 16.95€

Art.nr. 181877 CD 16.95€

Sene & Blu A Day Late & A Dollar Short

Julien Dyne of Opensouls Pins & Digits

. Art.nr. 179864 CD 16.95€

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Snaga & Pillath II

Monroe Movement

Art.nr. 180111 CD 14.95€

Art.nr. 179882 2CD 17.95€

Automatikk Illegal

Too Strong Rap Music Is Life Music Remixe

Art.nr. 181879 CD 15.95€

Art.nr. 181912 CD 12.95€

06 K.I.Z. SEXISMUS GEGEN RECHTS

Art.nr. 167624 2LP 18.95 € Art.nr. 167622 CD 16.95 €

07 LARGE PROFESSOR THE LP

Art.nr. 167198 2LP 14.95 € Art.nr. 169237 CD 14.95 €

08 MARCO POLO & TORAE DOUBLE BARREL

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09 BLAQ POET THA BLAQPRINT

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Art.nr. 173028 LP 16.95 € Art.nr. 173027 CD 16.95 €

TOP 10 SINGLES

NEWS SINGLES Audio88 & Yassin Vorglühen EP mit Retrogott

10 DIZZEE RASCAL TONGUE N CHEEK

LMNO & Yann Kesz The Brunt

01 SCIENZ OF LIFE / JOHN ROBINSON APPLAUSE/ SHUT EM DOWN Art.nr. 172935 7INCH 5.95 €

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02 OJ SIMPSON (GUILTY SIMPSON & MADLIB) CORONERS MUSIC Art.nr. 171708 12INCH 6.95 €

Obba Supa with Evil Ed Midnight Mathematics feat. John Robinson

Shafiq Husayn of Sa-Ra Creative Partners Shafiq En´ A-Free-Ka EP

03 JOHN ROBINSON & LEWIS PARKER A PLACE CALLED HOME

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04 METHOD MAN & REDMAN A-YO

MF Doom & Clutchy Hopkins MF Doom Meets Clutchy Hopkins...

Diversion Tactics Can´t Swim

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DJ Kompact Illuminate feat. 215 The Freshest Kidz

Forge Your Own Chains Fanclub 45 Feat. Oh No & Guilty Simpson

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Jay-Z Empire State Of Mind feat. Alicia Keys

Kitty Kat Heiss

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05 GUILTY SIMPSON STRESS FEAT. NOELLE Art.nr. 164817 12INCH 6.95 €

06 BLAQ POET AIN´T NUTTIN CHANGED Art.nr. 155200 12INCH 6.95 €

07 CUNNINLYNGUISTS DON´T LEAVE FEAT. SLUG Art.nr. 161023 7INCH 6.95 €

08 LARGE PROFESSOR AMAMAN Art.nr. 165960 12INCH 6.95 €

09 KRS ONE & BUCKSHOT ROBOT Art.nr. 169374 12INCH 6.95 €

10 MF DOOM & CLUTCHY HOPKINS MF DOOM MEETS CLUTCHY... Art.nr. 176180 12INCH 9.95 €


MUSIC PRODUCTS HIPHOP

HOT ITEMS ALBEN Antipop Consortium Fluorescent Black

Bike For Three (Buck 65 & Greetings From Tuskan) More Heart Than Brains

Blaq Poet Tha Blaqprint

Art.nr. 174043 2LP 18.95€ Art.nr. 174042 CD 15.95€

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Art.nr. 166040 2LP 16.95€ Art.nr. 166039 2CD 16.95€

Cage Depart from me

Declaime Muzikillmind

Dizzee Rascal Tongue N Cheek

Art.nr. 169229 2LP 19.95€ Art.nr. 167765 CD 13.95€

Art.nr. 174355 LP 14.95€ Art.nr. 174354 CD 10.95€

Art.nr. 173028 LP 16.95€ Art.nr. 173027 CD 16.95€

Dorian Concept When Planets Explode

Dudley Perkins Holy Smokes

Dynas The Apartment

Art.nr. 154978 LP 11.95€ Art.nr. 161661 CD 15.95€

Art.nr. 175324 LP 12.95€ Art.nr. 167602 CD 17.95€

Art.nr. 174722 2LP 16.95€ Art.nr. 174723 CD 15.95€

Eminem Relapse

Exile of Emanon Radio

Eyedea & Abilities By The Throat

Art.nr. 162408 2LP 16.95€ Art.nr. 162407 CD 15.95€

Art.nr. 153692 2LP 15.95€ Art.nr. 153732 CD 15.95€

Art.nr. 166161 LP 16.95€ Art.nr. 166160 CD 16.95€

Ghostface Killah Ghostdini: The Wizard Of Poetry In Emerald City

Guts Freedom

Hudson Mohawke Butter

Art.nr. 174115 2LP 15.95€ Art.nr. 174114 CD 16.95€

Art.nr. 178175 2LP+CD 19.95€

Art.nr. 175610 2LP 19.95€ Art.nr. 175605 CD 15.95€

J Dilla Jay Stay Paid

Jay Are (J.Rawls & John Robinson) The 1960s Jazz Revolution Again

Jay-Z The Blueprint 3

Art.nr. 162432 2LP 16.95€ Art.nr. 162433 CD 16.95€

Art.nr. 170406 2LP 16.95€ Art.nr. 170405 CD 16.95€

Art.nr. 175498 2LP 19.95€ Art.nr. 175502 CD 17.95€

Jazz Liberatorz Fruit Of The Past

Jazz Liberatorz Clin D´Oeil

Koushik The Beep Tape

Art.nr. 178775 2LP 14.95€ Art.nr. 165579 CD 14.95€

Art.nr. 178776 2LP 14.95€ Art.nr. 127457 CD 13.95€

Art.nr. 174046 LP 14.95€ Art.nr. 177090 CD 9.95€

Large Professor The LP

Marco Polo & Torae Double Barrel

Q-Tip Kamaal The Abstract

Art.nr. 167198 2LP 14.95€ Art.nr. 169237 CD 14.95€

Art.nr. 162435 2LP 16.95€ Art.nr. 162434 CD 16.95€

Art.nr. 173332 LP 19.95€ Art.nr. 174033 CD 16.95€

RJD2 2002-2010 Box Set

Sa-Ra Creative Partners Nuclear evolution:The age of love

Scienz Of Life (Lil´ Sci alias John Robinson & I.D. 4 Windz) Leviathan (Break The Spell)

Art.nr. 177231 LP Box 49.95€

Art.nr. 162429 2LP 16.95€ Art.nr. 162428 CD 16.95€

Art.nr. 162916 2LP 16.95€ Art.nr. 162917 CD 12.95€

Suff Daddy Hi-Hat Club Volume 2 - Suff Draft

V.A. Definitive Jux presents IV

V.A. Echo Expansion

Art.nr. 172096 LP 14.95€

Art.nr. 175607 2LP 19.95€ Art.nr. 176898 CD 14.95€

Art.nr. 168587 LP 14.95€ Art.nr. 168588 CD 14.95€

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 44


REVIEWS FASHAWN BOYS MEETS WORLD

SKYZOO THE SALVATION Fleur Earth Es entstehen Wesen

Art.nr. 178046 LP 15.95€ Art.nr. 178047 CD 15.95€

Herr Von Grau Heldenplätze

Art.nr. 159682 LP 15.95€ Art.nr. 159681 CD 13.95€

Huss und Hodn Der Stoff, aus dem die Regenschirme sind

Art.nr. 172538 2LP 16.95 € Art.nr. 172539 CD 16.95 € Skyzoo genießt nach mehreren Mixtapes, Features und Tracks auf Produktionen von DJ Premier, J Dilla und 9th Wonder mittlerweile ein hohes Ansehen. Als MC der neuen Generation bewahrt er die alten Werte und bestätigt die hohen Ansprüche nun mit seinem ersten Studio-Album aus dem Hause Duck Down Records. Für die musikalische Untermalung sorgen u.a. 9th Wonder, Nottz, Just Blaze und Black Milk mit feinen, aber nicht außergewöhnlichen Instrumentals. Auch wenn Skyzoo mit dem ein oder anderem Beat zu kämpfen hat, füllt er diese gekonnt aus und schiebt die namenhaften Produzenten in den Hintergrund. Komplett ohne Gastauftritte serviert der talentierte Nachwuchsrapper aus Brookyln, New York seine Lebensgeschichten mit tiefgründigen Inhalten ohne dabei einschläfernd zu wirken. Das Festhalten am klassischen Storytelling und den Boom-Bap-Sound ist nicht sehr innovativ oder im Trend der Zeit, wurde hier aber kunstvoll umgesetzt. Wer also hoch dramatisch aufgebaute Opern oder hitverdächtige Clubbanger sucht, ist schlichtweg fehl am Platz. Trotzdem findet man hier ein ansehnliches Album eines jungen und hochgelobten Rapper vor, der sich nun endlich auf voller Länge beweisen konnte. TONY KUNSTMANN

Art.nr. 179288 CD 16.95 € Art.nr. 179289 2LP 15.95 €

Art.nr. 157300 2LP 18.95€ Art.nr. 157299 CD 12.95€

Pils Daddy (Pilskills & Suff Daddy) Super Suff Skills EP

Art.nr. 165308 LP 11.95€

Stef Der Crashtest Der Anfang vom Anfang EP Art.nr. 175611 LP 9.95€ Art.nr. 139790 CD 14.95€

Too Strong Rap Music Is Life Music

BENJAMIN MÄCHLER

MURS & SLUG FELT 3: A TRIBUTE TO ROSIE PEREZ

Art.nr. 160222 2LP 17.95€ Art.nr. 161779 CD 15.95€

Kamp & Whizz Vienna Versager ohne Zukunft

Art.nr. 177379 CD 13.95 € Es mag vielleicht nicht der cleverste Move sein, das Cover des Debütalbums in Anlehnung an den HipHop-Klassiker schlechthin zu gestalten. Und spätestens beim dritten Song schrillen der HipHop-Polizei die Alarmglocken, wenn es im Chorus »the world is yours« ertönt. Doch immer piano, denn WestcoastWunderkind Fashawn ist weit vom Biting entfernt. Vielmehr zollt er hiermit der »goldenen« Generation Tribut und zeigt seine gute Kinderstube. Aus dieser hat ihn DJ Exile an die Hand genommen und direkt ins Studio geführt, um in der puristischen MC/Producer-Konstellation, »Boy Meets World« zu erschaffen. Definitiv ein cleverer Zug, denn Exile zeigt zum wiederholten Mal sein Genie in Bezug auf wohlgeformte, organische Langspieler im Team mit hochtalentierten Jungrappern. Der 20-jährige Fashawn schafft erstaunlich routiniert den Spagat zwischen Boasting und Lyricism und wechselt lässig zwischen Themen wie harter Straßenrealität, naiven Retrospektiven und schmachtenden Liebesbekundungen. Nicht nur das Feature von Blu lässt den Spirit von »Below The Heavens« aufblühen, wenngleich »Boy Meets World« eher »Above The Streets« rangiert. Instant Classic!

Da sind sie wieder. Everybody‘s Indie-Rap-Darlings Murs und Slug haben sich erneut zusammengetan, um einer B-MovieActrice den wohlverdienten Respekt auf Albumlänge zu zollen. Für den dritten Teil der Felt-Reihe stand diesmal Aesop Rock als Produzent hinter den Reglern, eine Tatsache, die bei mir anfangs ein leichtes Unbehagen auslöste, was sich durch den ersten Eindruck der Platte gleich rechtfertigen sollte. Die Instrumentale sind in feinster Def Jux-Manier brachial, sperrig, laut und so vordergründig, dass sie den lyrischen Erzeugnisse der beiden Verbalakrobaten im Weg stehen. Vielleicht liegt das auch an meinen eher gradlinigen Hörgewohnheiten, aber nach dem ersten Durchgang glaubte ich nicht daran, mit diesem Album warm zu werden. Doch dann, nach mehrmaligem Hören, gewöhnte ich mich an verzerrte E-Gitarren, stotternde durchschlagende Drums und entlegenes Synthie-Gewaber und konnte mich trotz der unruhigen Umgebung den Erzählungen von Murs und Slug widmen. Diese drehen sich wie so oft um verzweifelte Frauen (»Permanent Standby«), leichte Mädchen (»Henrietta Longbotton«) und Selbstreferenz (»Felt Chewed Up«). Letztendlich ist das Ganze nicht – wie erhofft – mehr als die Summe der einzelnen Teile, aber eben auch nicht weniger. SASCHA LEUTLOFF

THAVIUS BECK DIALOGUE Art.nr. 176179 CD 16.95 € Endlich wieder aufregende Musik in Kombination mit anspruchsvollen Texten. Es sei schon mal vorweggenommen, dass »Dialogue«, das neue Album von Thavius Beck, eines der besten des Jahres ist. Thavius Beck, ein weiterer Westcoast-UndergroundMC aus dem Project Blowed-Dunstkreis, ist schlicht ein begnadeter Produzent. Seine vereinnahmenden Beat-Produktionen haben neben Hip-Hop auch starke elektronische Einflüsse, die sich oft an Grime und Dubstep orientieren. Inhaltlich geht es viel um Politik. Speziell um das Verhältnis des Individuums Thavious Beck zu einer post-modernen Welt. Das spiegelt sich auch im Sound wieder, der sich an allem Verstörenden bedient, was unser unruhiges, urbanes Leben an Geräuschkulisse zu bieten hat. Die Texte verschmelzen mit den zeitgemäßen Beat-Hybriden zu einer dynamischen Einheit. Die Arbeit an dem Album beschreibt er als therapeutischen Prozess: »I released my demons and let them dance over my beats«. »Dialogue« kommt so völlig ohne Gäste aus; es handelt sich um einen inneren Dialog. Nach zwei Soloalben für Mush, diversen Veröffentlichungen unter seinem Pseudonym Adlib und Produktionen für K-The-I???, Daedelus, Saul Williams, Busdriver oder Subtitle – mit dem er auch als Labwaste veröffentlichte – ist diese Musik sein bislang entschiedenster Entwurf. BIANCA LUDEWIG

RETROGOTT UND HULK HODN ZITATE E.P.

SHAFIQ HUSAYN EN‘ A FREE KA

Art.nr. 173437 2LP 17.95€ Art.nr. 173436 CD 15.95€

Afrob Der letzte seiner Art

Art.nr. 174860 CD 13.95€

Prinz Pi (Prinz Porno) Teenage Mutant Horror Show II

Art.nr. 171926 CD 13.95€

Snowgoons German Snow

Art.nr. 167294 CD 13.95€

Art.nr. 175482 LP 14.95 € Der Retrogott und Hulk Hodn haben die Regenschirme abgelegt und gehen auf der natürlich über Entourage Business erschienenen EP »Zitate« mit echten und imaginären Wack-MCs, Puristen und Konsorten hart ins Gericht. Dass das hier mal wieder ein ganz großer Wurf ist, steht gänzlich außer Frage. Wenige Jahre nach »Jetzt schämst du dich« merkt man den abstrakter werdenden Texten des Retrogotts eine stetige (positive) Entwicklung an: Noch mehr Symbolik, noch mehr Metaphern. Der Wortwitz findet nunmehr nicht in der ersten Reihe, sondern vielmehr auf höheren Ebenen statt. Aufklärung steht derweil ganz oben auf der Agenda. Kostprobe gefällig? »Erdanziehungskraft hat mit Anziehsachen nichts zu tun und die scharfen Kurven, die du fährst, sind nur auszugsweise Kreise«. Und: »Alle suchen nach dem Sinn dahinter, von wie vielen Sonnenstrahlen wird ein Blinder blinder?« Doch Texte waren bei Huss und Hodn schon immer nur die halbe Miete, die andere wurde von den Beats bestritten. Und die sind über Allem erhaben. Kaum eine andere Gruppe, bei der durch die Auswahl der Samples, staubigen Drums und illustren Cuts ihre Liebe zu Soul, Jazz, Funk, zur Musik und Hip-Hop-Kultur so offenkundig wird.

Art.nr. 173426 CD 15.95 € Art.nr. 177378 2LP 17.95 € Shafiq Husayn, seines Zeichen ein Drittel der Sa-Ra Creative Partners, geht mit seinem Debüt-Soloalbum »En’ A Free Ka« auf Spurensuche in Afrika. Anders als viele seiner Produzentenkollegen, die in den vergangenen Jahren afrikanische Musik als Ausgangsmaterial ihrer samplebasierten Produktionen zitierten, geht es bei Shafiq vielmehr um eine geistige und geistliche Auseinandersetzung mit Lebensgefühl, Spiritualität, Geschichte und Musik seiner Vorfahren auf dem afrikanischen Kontinent. Das Ergebnis ist dabei weniger sperrig und verkopft, als man vermuten möge, sondern ein selten gehört organisches, multi-instrumental aufgenommenes und wundervoll arrangiertes Klangexperiment voller detailverliebter Melodien, Instrumente, Rhythmen und illustrer Gäste wie Bilal, Count Bass D oder Om’Mas Keith. Überhaupt spielt Rhythmus auf der LP eine wesentliche Rolle: Einerseits als tonangebendes Grundgerüst und Frequenz der 17 Stücke, anderseits symbolisch als Herzschlag, als Leben und auch Schöpfung und Geisteshaltung der Menschen und des Lebens in Afrika. Eine herrliche und persönliche Platte und spirituelle Reise in Shafiqs Welt und ein Werk für die oberen Positionen in den Jahrescharts.

PAUL OKRAJ

PAUL OKRAJ

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 45


MUSIC PRODUCTS HIPHOP

HOT ITEMS SINGLES Ancient Astronauts Classic EP feat. The Pharcyde

Beastie Boys Too Many Rappers Feat. Nas

Beat Dimensions Volume 2 - EP 3

Art.nr. 167503 12“ 7.95€

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Art.nr. 174866 12“ 7.95€

Clonious Adroit Adventures EP

Co$$ Khakis And Taylors

Debruit Let´s Post Funk EP feat. Om Mas Keith of Sa-Ra Creative Partners, Jamie Woon & 215 The Freshest Kids

Art.nr. 164024 12“ 7.95€

Art.nr. 171718 12“ 7.95€

Art.nr. 165991 12“ 8.95€

Dizzee Rascal Holiday feat. Chrome

DJ Chokolate Kingz Of New York Volume 1 Notorious Big Remixes

DJ Mitsu The Beats Word To The Wise EP 1

Art.nr. 173865 12“ 7.95€

Art.nr. 167300 12“ 7.95€

Art.nr. 169378 12“ 9.95€

DJ Vadim That Lite

Dorian Concept Trilingual Dance Sexperience

Frank Nitty of Frank N Dank L.O.V.E. Feat. DJ Quik & J.Black

Art.nr. 176187 12“ 6.95€

Art.nr. 171514 12“ 8.95€

Art.nr. 171527 12“ 6.95€

Fulgeance Smartbangin

Illa J Sounds Like Love Feat. Debi Nova

Jay-Z Run This Town Feat. Rihanna & Kanye West

Art.nr. 166923 12“ 7.95€

Art.nr. 171526 12“ 6.95€

Art.nr. 174034 12“ 6.95€

Johnson & Jonson (Blu & Mainframe) The Only Way

Kid Sister Get Fresh

Large Professor Amaman

Art.nr. 166688 12“ 7.95€

Art.nr. 164458 12“ 9.95€

Art.nr. 165960 12“ 6.95€

Method Man & Redman Mrs. International Feat. Erick Sermon

MF Doom & Clutchy Hopkins MF Doom Meets Clutchy Hopkins...

Othello of Lightheaded & DJ Vajra Active Balanced feat. Mayer Hawthorne

Art.nr. 169968 12“ 6.95€

Art.nr. 176180 12“ 9.95€

Art.nr. 169947 12“ 6.95€

Q-Tip & J.Period Native tongue exclusives volume 1

Ras G Destination There EP

Sa-Ra Creative Partners x Rane Serato Love Czars II feat. Jay Electronica & Ta´Raach / Serato Control Tone

Art.nr. 175865 12“ 8.95€ Art.nr. 162854 12“ 9.95€

Art.nr.

Art.nr. 178883 12“ 12.95€

Seven Go Slow Feat. Talib Kweli

Shuanise Voice Of Reason EP

Suff Daddy EFIL4FFUS

Art.nr. 170032 12“ 7.95€

Art.nr. 177304 12“ 7.95€

Art.nr. 142071 12“ 7.95€

OJ Simpson (Guilty Simpson & Madlib) Coroners Music

Roots, The How I Got Over

Hud Mo (Hudson Mohawke of Heralds Of Change) Ooops EP

Art.nr. 171708 12“ 6.95€

Art.nr. 170345 12“ 8.95€

Art.nr. 132074 12“ 7.95€

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 46


REVIEWS FABOLOUS LOSO‘S WAY Busy / Low Limit Ecliptic Armilla / Turf Day

Art.nr. 177303 7“ 5.95€

Cunninlynguists Don´t Leave (When Winter Comes) feat. Slug of Atmosphere

Art.nr. 161023 7“ 6.95€

DJ Mitsu The Beats Playin Again feat. Ivana Santilli

Art.nr. 166733 LP 14.95 € Art.nr. 167808 CD 16.95 €

SHUANISE VOICE OF REASON E.P.

Verfolgt man kontinuierlich die Veröffentlichungen eines Künstlers, ist ein neues Album auch mit einer gewissen Erwartungshaltung verknüpft, die im Falle von Fabolous stets sehr hoch war. Nun liefert Loso den Nachfolger von »From Nothin‘ To Somethin« und versucht damit die musikalische Umsetzung des Filmklassikers »Carlito’s Way« mit Al Pacino. Zumindest sind die Tracks an die Gangsta-Saga angelehnt und keine geringeren Produzenten als Jermain Dupri, Tricky oder The Alchemist haben hier Hand angelegt. John David Jackson ist einmal mehr der Punchline-King, auch wenn der 32-jährige mit »Feel Like I’m Back« wie auf den vorangegangenen Alben einmal mehr seine Rückkehr im Game begeht. Lyrisch überzeugend in »Stay« oder »Salute« mit Lil Wayne glänzt er mit seinen Storyteller-Qualitäten, die aber den massentauglicheren Tracks wie der Lead-Single »Throw It In The Bag« in der Anzahl unterlegen sind. Was man diesem fünften Album zugutehalten kann, ist die Tatsache, dass Fabolous einen respektablen Spagat zwischen R&B und HipHop schafft, so dass sich Pop-Hits mit Streetbangern abwechseln. The best of both worlds ist es allerdings nicht geworden.

Art.nr. 177304 12" 7.95 € Seit 2006 vereint das kleine Kölner Label Up My Alley die neue Generation Europas talentiertester Beatschmiede und bringt in unregelmäßigen Abständen erlesene Perlen feinsten digitalen Next-Gen-Hops auf Vinyl und MP3. Nach Rustie, fLako, Hubert Daviz, Robot Koch, Powell und moO reiht sich jetzt auch eine gewisse Shuanise ein in die Up My Alley-Familie. Die in Dallas geborene Londonerin mit nigerianischen Wurzeln legt mit ihrer Debüt-EP »Voice of Reason« eine bezaubernde Platte vor. Gleich zu Beginn taucht man ein in einen unwiderstehlichen Pianoloop, der den Hörer gedanklich in die Jazzklubs New Orleans versetzt, ehe die Drums ihn aus den Träumen reißen und klarstellen, dass man in London sein muss. Beim nächsten Song setzt Shuanise auf fLako, der ihr in seiner unvergleichlichen Art den perfekten Soundtrack für ihre eindringliche Stimme liefert. Beängstigend wie der Mann digitale Sounds derart organisch klingen lassen kann. Getreu dem Motto, das Beste kommt zum Schluss, wird beim dritten Track »Purple Haze« die Frage beantwortet, ob die Welt 2009 wirklich auf Detox wartet. Tut sie nicht, also zündet Up My Alley darauf eine G-FunkGedächtniskerze. Soviel zum Thema. Wahnsinns-Release!

NICOLE LITWIN

PAUL OKRAI

BLOCKHEAD THE MUSIC SCENE

HUDSON MOHAWKE BUTTER

Art.nr. 169380 7“ 8.95€

Jay Are (J.Rawls & John Robinson) It´s Jay Are

Art.nr. 169375 7“ 5.95€

JR&PH7 Across The Globe And Back feat. Caucasian

Art.nr. 170019 7“ 4.95€

Mike Slott / Dabrye Producer 2 Part 1

Art.nr. 162438 7“ 5.95€

Blockhead hat sich für das »The Music Scene« betitelte Album neu erfunden. Griff er früher noch auf traditionelles Hip-HopWerkzeug zurück, hat er mittlerweile Ableton für sich entdeckt. Eine weniger wegweisende, dennoch logische und folgerichtige Entscheidung, die seiner Herangehensweise für die meistens fünf oder mehr Minuten langen Symphonien zugutekommt. Selbstverständlich dreht sich die Produktion immer noch um den einzelnen Break, der dem melodiösen Konstrukt verschiedener Samples als Vorlage dient. Die neue Software aber verleiht ihm nun eine vorher nur schwer zu generierende Komplexität. Die unzähligen folkigen, rockigen oder klassischen Samples und Breaks werden zu einem Klangteppich der Intensität geschichtet, die mit all ihren sanften Bläsern, Harfen, Gitarren, Klavieren und Streichern Melancholie aufnehmen, je Stück mehrere Geschichten erzählen, sich kreisen, sich wenden und ständig neu erfinden. Auch nach mehrfachem Hören lassen sich immer wieder neue Details heraushören. Zudem klingen die Stücke trotz rein digitaler Produktion wundervoll warm und organisch. Ein schönes Album, das dem beliebigen MySpace’schen Beat-Tape-Wahnsinn den Spiegel der Musikalität vorhält. PAUL OKRAJ

Art.nr. 175605 CD 15.95 € Art.nr. 175610 2LP 19.95 € Was das eigentlich genau ist, ist schwer zu sagen. Hudson Mohawke jagt uns zwischen HipHop und elektronischen Geplucker hin und her, das man schnell die Orientierung verliert. Diesen Effekt hat schon seit längerem kein Künstler mehr hervorgerufen. Alles andere als der glattgebügelte Allerweltsound, der doch erschreckend weitläufig rezipiert wird. Hier findet man kaum Gemeinplätze. Eher eine krude Mischung aus Aphex Twin, Roots Manuva und Flying Lotus. Doch stets ohne direkte Referenz-Anleihen. Hudson Mohawke ist Hudson Mohawke ist Hudson Mohawke. Wunderschön erfrischender Weird-HipHop, der momentan seines Gleichen sucht. Von überall fliegen einem hier die Bass-Drums und und das Synthie-Geklacker um die Ohren. Vieles davon klingt eher nach einer Sound-Labor-Explosion. Warp schickt sich an, eine neue Hörerschar zu gewinnen. Weg von der massentauglichen Teflon-Produktion hin zu der Versuchsanordnung, die von Journalisten »Wonky« und von Mohawke selbst »Polyfolk Dance« genannt wird. So verwirrend dieses Album auch scheinen mag, so durchdacht ist es. Nichts ist hier Zufall oder gar Unfall. Der erste große Wurf eines noch sehr jungen Musikers. DANIEL VON DER VRING

Declaime State Of Emergency

MASTA ACE & EDO G. ARTS & ENTERTAINMENT

DJ SPINNA SONIC SMASH

Art.nr. 175612 7“ 5.95€

Aloe Blacc of Emanon About Love

Art.nr. 165213 7“ 5.95€

Louie Gee Ensemble Scrabble DJ Mitsu The Beats Remix

Art.nr. 175327 7“ 8.95€

Rob Tex presents The Red Method How High

Art.nr. 167672 7“ 6.95€

Art.nr. 173581 CD 16.95 € Art.nr. 177188 2LP 15.95 € Das Jahr 2009 wird im Boom-Bap-Bereich als das der Schulterschlüsse in Erinnerung bleiben. Nach dem koksenden Mafia-Clan, der Schlachthaustruppe, den Überlebenskämpfern (KRS und Buckshot) oder der New-Jeruz-Oakland-Connection (Tame One und Del) kommen Masta Ace und EDO G. (aka A&E) nun mit ihrem längst überfälligen BK-BeantownBündnis um die Ecke. Und der Titel ist hier Programm, denn beide verstehen es sowohl mit innovativen Songkonzepten zu unterhalten, als auch ihre lyrischen und technischen Fertigkeiten in der Kunstform »Rap« unter Beweis zu stellen. Der geistreiche Disstrack »Little Young« gehört dann auch zu den Höhepunkten der Saison. Weitere Standouts sind klar »Ei8ht Is Enough« oder »A‘s & E‘s«. Nachdem der eigentliche Produzent und Finanzier Supreme One vom Projekt kalte Füße bekam, mussten A&E die musikalischen Stützen auf die Generation-MySpace verteilen, was sich am Ende als glücklicher Umstand entpuppt. »Arts & Entertainment« gerät so zu einer runden Sache, ohne nennenswerte Defizite, zweier MCs, die auch mit 40 Lenzen noch »on top of their game« sind.

Art.nr. 168247 CD 16.95 € Art.nr. 171191 2LP 15.95 € Nicht übersehen sollte man in diesem Jahr DJ Spinnas Produzentenalbum »Sonic Smash«, da es alle Zutaten für den Geheimtipp 2009 beinhaltet. Hierauf besinnt sich der Produzent aus Brooklyn, New York auf seine Wurzeln und verwöhnt alle Hörer mit einem Herz für ein Bumm und Tschack der härteren Gangart. Wem sich bei derart formulierten Ansagen die Nackenhaare aufstellen, sei gesagt, dass Spinnas groovige Soundgerüste wenig mit den überholten Formeln und Dogmen der Epic-Rap- oder C.Martin-Fraktion gemein haben. Auf vierzehn Anspielpunkten macht der seit seinen Anfangzeiten bei den Jigmastas und Polyrhythm Addicts aufgeschlossene Visionär unverzichtbare Real-Rap-Dauergäste (Sean P. anywhere?) verzichtbar und vertraut auf einen gesunden Mix aus etablierten Katzen der Marke eLZhi oder Phonte und seinen absolut begnadeten Labelmates von High Water Music. Der 36-jährige samplet sich souverän von deutschen Sci-Fi-Klassikern über den King of Pop zu bengalischen Sitar-Schlagern und setzt dem Ganzen seinen unverkennbar leichtfüßigen Stempel auf. Ausfälle? Nada! Das freut nicht nur Fans.

BENJAMIN MÄCHLER

BENJAMIN MÄCHLER

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 47


MUSIC PRODUCTS HIPHOP

CLASSICS ALBEN A Tribe Called Quest The Anthology

Afu-Ra State of the arts

Atmosphere God loves ugly Deluxe Reissue

Art.nr. 005926 2LP 16.95€ Art.nr. 030722 2CD 18.95€

Art.nr. 034745 2LP 15.95€ Art.nr. 033263 CD 13.95€

Art.nr. 151081 2LP+DVD17.95€ Art.nr. 151083 CD+DVD17.95€

Beastie Boys Hello Nasty

Big L Lifestylez ov da poor & dangerous

Bumpy Knuckles Industry shakedown

Art.nr. 174074 2LP 29.95€ Art.nr. 173502 2CD 21.95€

Art.nr. 161522 LP 14.95€ Art.nr. 015318 CD 11.95€

Quasimoto The unseen

Diamond D and the Psychotic Neurotics Stunts Blunts & Hip Hop

Art.nr. 004923 2LP 16.95€ Art.nr. 038926 2CD 15.95€

Art.nr. 012225 2LP 16.95€

RJD2 Deadringer

Art.nr. 180490 2LP 12.95€ Art.nr. 180478 CD 9.95€

Art.nr. 007868 2LP 14.95€

DJ Shadow Endtroducing

DOOM (MF Doom) BORN LIKE THIS.

Dr.Dre 2001

Art.nr. 171223 2LP 14.95€ Art.nr. 015195 CD 9.95€

Art.nr. 144389 2LP 17.95€ Art.nr. 144388 CD 14.95€

Art.nr. 153156 2LP 16.95€ Art.nr. 021976 CD 9.95€

Erykah Badu Baduizm

Gang Starr Step in the arena

Genius / GZA Liquid swords

Art.nr. 004710 LP 9.95€ Art.nr. 025282 CD 8.95€

Art.nr. 017239 2LP 15.95€ Art.nr. 024518 CD 8.95€

Art.nr. 009682 2LP 15.95€ Art.nr. 024593 CD 9.95€

Immortal Technique Revolutionary volume 2

J Dilla aka Jay Dee Ruff draft

Jay-Z The black album

Art.nr. 160355 2LP 16.95€ Art.nr. 014774 CD 14.95€

Art.nr. 094774 2LP 16.95€ Art.nr. 094775 2CD 16.95€

Art.nr. 011608 2LP 14.95€ Art.nr. 013106 CD 9.95€

Jeru The Damaja Wrath of the math

Jurassic 5 J5 11th anniversary reissue

Jurassic 5 Quality control

Art.nr. 005623 2LP 24.95€ Art.nr. 156018 CD 16.95€

Art.nr. 157459 2LP 16.95€ Art.nr. 146673 2CD+DVD 17.95€

Art.nr. 111827 2LP 14.95€ Art.nr. 033409 CD 17.95€

Roots, The The tipping point

Lord Finesse Return of the funky man

Madlib Shades of blue

Art.nr. 116938 2LP 16.95€ Art.nr. 017778 CD 15.95€

Art.nr. 005189 LP 13.95€ Art.nr. 015550 CD 14.95€

Art.nr. 007745 2LP 12.95€ Art.nr. 029100 CD 17.95€

Method Man & Redman Blackout !

Smif-N-Wessun Dah shinin

Showbiz & AG Runaway slave

Art.nr. 007583 2LP 13.95€ Art.nr. 033407 CD 10.95€

Art.nr. 005159 2LP 13.95€ Art.nr. 025275 CD 16.95€

Art.nr. 007387 2LP 11.95€ Art.nr. 096369 CD 16.95€

Notorious Big Ready to die

Outkast Aquemini

Pete Rock Soul survivor

Art.nr. 007915 2LP 13.95€ Art.nr. 017777 CD+DVD 16.95€

Art.nr. 003146 3LP 21.95€ Art.nr. 018222 CD 8.95€

Art.nr. 020031 2LP 15.95€ Art.nr. 020324 CD 8.95€

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 48


CLASSICS SPECIAL CLASSICS SINGLES House Of Pain Jump around

J Dilla aka Jay Dee The shining EP volume 2

Art.nr. 022628 12“ 6.95€

Art.nr. 090643 12“ 6.95€

Jay Dee F**k the police

Kanye West All falls down feat. Syleena Johnson

Art.nr. 006447 12“ 6.95€

Art.nr. 014468 12“ 7.95€

LORDS OF THE UNDERGROUND KEEPERS OF THE FUNK Art.nr. 134190 2LP 39.95 €

»Tic toc this is how we rock / throw your hands in the air and please don‘t stop (um)«. Brick Cities Wächter Kanye West, Nas, Krs One & Rakim Better than i´ve ever been

M.I.A. Paper planes homeland security remixes

des Funks L.O.T.U. zementieren auf diesem Klassiker ihre wahre Klasse. Das Debüt des Trios aus der Metropole New Jerseys, »Here Come The Lords«, überzeugte den geneigten Kopfnicker bereits mit rohen East Coast

Art.nr. 106623 12“ 7.95€

Art.nr. 130620 12“ 6.95€

Major Stress More And More

Method Man & Redman Da rockwilder

Beats, schnellen, flowigen Raps aus den Kehlen von Mr. Funke & DoItAll Dupré und Scratches aus den Händen von Lord Jazz. Doch könnten die Lords auf Tracks wie »Funky Child« oder »Chief Rocka« so einfach nachlegen? Das Zweitwerk schließt der Qualität nahtlos an, trägt trotz anmutendem Bandnamen das Underground-Gang-

Art.nr. 171826 12“ 8.95€

Art.nr. 005118 12“ 6.95€

MF Doom My Favorite Ladies

Naughty by Nature Hip hop hooray

ster-Siegel nicht auf dem Stirnband, sondern besticht durch sozialkritischen Conscious Rap über harte, druckvolle Beats und lässt dabei nicht einmal Partytauglichkeit vermissen. Mit einem exzellenten 1995er Jahrgang, geerntet zur Blütezeit des HipHop, gehört dieser Tropfen unweigerlich ins Plattenregal der HipHop-Heads.

Art.nr. 004795 12“ 7.95€

Art.nr. 042721 12“ 7.95€

»Keepers Of The Funk« beherbergt die Club-Hymnen »What I’m After«, »Frustrated« und natürlich der Lords

Onyx Slam

Pharoahe Monch Simon says

Art.nr. 030192 12“ 7.95€

Art.nr. 023047 12“ 7.95€

Redman Smash sumthin

Redman & Method Man How high

Art.nr. 014180 12“ 6.95€

Art.nr. 029856 12“ 7.95€

A Tribe Called Quest Can i kick it?

wahrscheinlich größter Hit »Tic Toc«. Super Album! KARIM CHUGHTAI

RAEKWON ONLY BUILT 4 CUBAN LINX Art.nr. 9665 2LP 16.95 € Art.nr. 24569 CD 9.95 €

Crooklyn Dodgers Return of the crooklyn dodgers ´95 Mit seinem Debüt schuf Raekwon im Jahre 1995 das wohl beste und einflussreichste Wu-Tang Solo-Album aller Zeiten. Ein bahnbrechender Wegbereiter für viele Rap-Karrieren und bis heute ein Meilenstein des Eastcoast Rap. Maßgeblichen

Art.nr. 013411 12“ 6.95€

Art.nr. 033271 12“ 7.95€

Cypress Hill Illusions Remixes

Das EFX Real Hip Hop

Einfluss hatte vor allem der neuartige Einsatz von Gangsterund Mafia-Themen. Ein Sound-Spektakel, welches einem Cosa-Nostra-Film gleich kam. Auf fast jeden Track hatte man das Gefühl, gleich umgelegt und irgendwo in New York vergraben zu werden. Zur Erzeugung dieser gefährlichen Stimmung, legte Produzent RZA ließ seine Kung-Fu-Samples größtenteils sein und griff stattdessen zu düsteren Melodien, verstärkt durch klassische Soul-Samples und trockenen Drums. Das perfekte Fundament für die mörderischen Sto-

Art.nr. 172092 12“ 9.95€

Art.nr. 133864 12“ 6.95€

DJ Kool Let me clear my throat

Gang Starr Full clip

ries wurde abgerundet durch die bedrohlichen Film-Zitate von »Scarface« oder John Woos »The Killer«. Überwiegend mit Clan-Gästen bestückt, profitierte vor allem Ghostface Killah vom Ruhm des Albums. Doch besonders episch wurde ein Part, des ersten Nicht-Wu-Tang Members auf einem WuSolo Album: Auf »Verbal Intercourse« schwebte Nas über die wohl kompliziertesten Gedankengänge seines Lebens. Zwar befassten sich auch seine nachfolgenden Alben mit Verbrecherlegenden, doch konnten Raekwon nie an den Erfolg

Art.nr. 103866 12“ 6.95€

Art.nr. 137103 12“ 6.95€

seines Erstlingswerkes anknüpfen. Auch mit dem diesen September veröffentlichten offiziellen Nachfolger nicht… TONY KUNSTMANN HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 49


MUSIC PRODUCTS HIPHOP

SALES Kool Keith & Kutmasta Kurt Diesel truckers

AG The dirty version

AZ A.W.O.L.

Art.nr. 019347 2LP 16.95 5.09€

Art.nr. 023543 2LP 16.95 1.70€

Art.nr. 040523 2LP 14.95 5.95€

Art.nr. 018945 CD 15.95 15.95€

Art.nr. 095988 CD 16.95 0.49€

Art.nr. 040517 CD 15.95 11.16€

DJ Goeva, Big Duango, DJ Gunzales and Tobi Ruff presents: Da kraut breakz

Radioinactive & Antimc Free kamal

Mission Control presents Prehistoric sounds feat. Mood

Art.nr. 018413 2LP 13.95 6.95€

Art.nr. 096025

Art.nr. 020398 LP 14.95 1.49€

Art.nr. 017802 CD 12.95 7.95€

2LP 16.95 5.09€

Circus of Shapeshifetrs vs. Andre Afram Asmar God bless the faceless cowards

Der Lange (Too Strong) You can´t keep it back

Defari aka Billy the Kidd The saloon music LP

Art.nr. 018414 2LP 13.95 4.95€ Art.nr. 017803 CD 12.95 2.59€

Art.nr. 004855 2LP 16.95 9.95€ Art.nr. 092432 2LP 15.95 3.19€

Art.nr. 016618 CD 14.95 1.49€

Thirstin Howl III Licensed to skill

Marxmen (MOP) Marxmen cinema

Ice City & Freeway Welcome to the hood

Art.nr. 011099 2LP 14.95 1.49€ Art.nr. 024631 CD 14.95 1.49€

Art.nr. 018295 4LP 16.95 1.70€ Art.nr. 017780 2CD 14.95 1.49€

Art.nr. 020381 2LP 15.95 1.59€ Art.nr. 098918 CD 16.95 0.95€

Planet Asia The medicine

Clouddead Ten

Whoridas Whoridin

Art.nr. 079910 2LP 14.95 6.95€ Art.nr. 078671 CD 14.95 14.95€

Art.nr. 014819 LP 12.95 2.95€ Art.nr. 014820 CD 15.95 9.95€

Art.nr. 009009 2LP 15.95 1.59€

Source presents Fat tape compilation volume 1

Screwball Screwed up

DJ Lifeforce Beatz aus der bude LP

Art.nr. 079251 3LP 14.95 1.49€

Art.nr. 017992 2LP 12.95 12.95€ Art.nr. 019821 2CD 15.95 2.95€

Art.nr. 011667 2LP 16.95 5.09€ Art.nr. 024011 CD 10.95 7.95€

Royce Da 5´9 M.i.c. mixtape

Krumb Snatcha Let the truth be told

Jigmastas Infectious

Art.nr. 022138 2LP 13.95 1.39€ Art.nr. 021937 CD 14.95 4.49€

Art.nr. 024359 CD 14.95 1.95€

Art.nr. 002247 2LP 15.95 7.95€ Art.nr. 016675 2CD 15.95 5.95€

Baldhead Slick a.k.a. Guru Baldhead slick & da click

Noreaga What up 2 da hood !

Art.nr. 016684 CD 15.95 1.59€

Art.nr. 016152 CD+DVD 12.95 1.29€

Art.nr. 041701 CD 12.95 2.95€

Big Shug & DJ Premier Never say die

Ol´Dirty Bastard Osirus

PMD The awakening

Art.nr. 031067 CD 15.95 1.95€

Art.nr. Art.nr. 024606 CD 13.95 1.95€

Art.nr. 082501 CD 14.95 0.95€

Delfonics La La Means I Love You

Meyah Don Über alles grün

Fat Joe Follow the don

Art.nr. 178666 Tape 9.95 2.95€

Art.nr. 007831 Tape 6.95 0.95€

Art.nr. 012344 DVD 15.95 1.59€

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 50

Soziale Kontakte - Prinz Pi (Prinz Porno) & Mix Rasta Die einzige Alternative


SALES SINGLES Rick Ross Hustlin remix feat. Jay-Z & Young Jeezy

Keith Murray Nobody do it better feat. Tyrese & Junior

Blackstreet Fix feat. Ol´Dirty Bastard

Art.nr. 072149 12“ 6.95 0.69€

Art.nr. 111299 12“ 6.95 1.95€

Art.nr. 016295 12“ 6.95 0.69€

Cage Haterama

Ghostface Killah Back like that remix feat. Kanye West & Ne-Yo

Gauge Insane

Art.nr. 006876 12“ 6.95 2.95€

Art.nr. 071220 12“ 6.95 0.95€

Art.nr. 096146 12“ 6.95 0.69€

Inspectah Deck R.E.C. Room

Game of G-Unit Dreams

Busta Rhymes Get down

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Art.nr. 033153 12“ 6.95 2.08€

Art.nr. 079498 12“ 6.95 0.69€

50 Cent Straight to the bank

Biz Markie Pickin boogers

Zion I Boom bip

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Art.nr. 012799 12“ 6.95 0.69€

Art.nr. 010916 12“ 6.95 0.69€

Cassidy You already know feat. Beanie Sigel & Fabolous

M.Sayyid of Antipop Consortium Outside the box EP

Pharoahe Monch Body baby

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Art.nr. 015332 12“ 6.95 0.95€

Art.nr. 107906 12“ 6.95 0.69€

Capital D of All Natural Enough Already

Planet Asia Thick ropes

Cloud 9 (Skyzoo & 9th Wonder) Way to go

Art.nr. 018285 12“ 6.95 1.39€

Art.nr. 076290 12“ 6.95 0.95€

Art.nr. 078292 12“ 6.95 0.69€

Bubba Sparxxx Ugly

Gym Class Heroes Cupids chokehold Solar remix feat. Guru

Bumpy Knuckles The lah

Art.nr. 109897 12“ 7.95 1.95€

Art.nr. 108424 12“ 7.95 0.79€

Art.nr. 000593 12“ 6.95 2.95€

Cali Agents (Rasco & Planet Asia) Head of the state

Mariah Carey Say somethin´ remix feat. Dem Franchize Boyz

Method Man & Redman Y.o.u.

Art.nr. 016122 2x12“ 13.95 3.95€

Art.nr. 070359 12“ 6.95 0.69€

Art.nr. 047375 12“ 7.95 1.95€

Pharoahe Monch Push feat. Showtyme, Mela Machinko & Tower Of Power

Seven Star The philosophy of letting go

Common I want you

Art.nr. 080088 12“ 6.95 0.95€

Art.nr. 046824 12“ 6.95 0.95€

Art.nr. 113446 12“ 6.95 1.95€

Ja Rule Uh-ohhh!! feat. Lil Wayne

Juelz Santana Clock work

Grafh Keeps it gangsta

Art.nr. 109904 12“ 6.95 0.69€

Art.nr. 063195 12“ 6.95 0.69€

Art.nr. 148081 12“ 6.95 0.69€

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 51


MUSIC PRODUCTS ELECTRONIC/DANCE

ELECTRONIC / DANCE

DIE TANZFLACHE »Da sind die Mädchen, die House mögen, hinten in der Ecke, und die gehen immer was trinken, wenn ich was Technoides spiele. Also versuche ich was zu spielen, das sie auf der Tanzfläche hält, aber eben auch die Jungs, die auf Techno stehen – so mit geballten Fäusten. ›Mach doch mal härter‹. Und man selbst hat ja auch seine eigene Vision, was die Leute zum Tanzen bringt.« Ricardo Villalobos

SHACKLETON THREE EPS

2562 UNBALANCE

Art.nr. 177194 3LP 23.95€ Art.nr. 179760 CD 18.95€

Art.nr. 175819 3LP 18.95€ Art.nr. 175820 CD 12.95€

Es war ruhig geworden um Shackleton, nachdem dieser seinen Monolith Skull Disco aus freien Stücken eingestampft hatte. Was der Neu-Berliner in dieser Auszeit getrieben hat, erfahren wir nun via Perlon, jenem Label also, dessen Aushängeschild Ricardo Villalobos mit dafür verantwortlich war, dass sich kühler Hauptstadt-Techno in den letzten Jahren so gut mit insularer Bass-Kultur angefreundet hat. Shackleton klingt hier gar nicht arg anders als früher: klaustrophobischen Hall, arabeske Samples und bedrohliche zischende Hi-Hats kannte man schon von seinem Skull Disco-Oeuvre. Wie absolut zwingend er diese Elemente aber zu einem Album zusammengeführt hat, das nominell gar keines sein will, ist atemberaubend. »Three EPs« ist ein kafkaesker Albtraum, der unaufhaltsam auf die Katastrophe zusteuert: Shackleton beerdigt seinen Josef schließlich mit Hilfe eines klagenden gregorianischen Chors und hypernervösen Tribal-Drums, um ihn dann in den abschließenden drei Stücken durch eine surrealistische Hölle voller metallischer Störgeräusche, widerhallender Stimmen und zuckender Basslines zu schicken. »Three EPs« ist Guerrillakrieg gegen das zentrale Nervensystem, eine in Subbässe gekleidete Hexenjagd. Dass all dies mit funktionaler Club-Musik praktisch nichts mehr zu tun hat, ist offensichtlich. Und umso faszinierender.

Auf das großartige Debüt von Dave Huismans als 2562 namens »Aerial« folgt nun mit »Unbalance« ein weiterer Geniestreich. Wie schon der Erstling klingt der Nachfolger wie – ja, wie denn überhaupt? Genau diese Stärke des schwer Vergleichbaren wird hier zum Qualitätsmerkmal. Eine Mischung aus deepen Basslines der Bristol-Underground-Music und leichteren, technoiden Bestandteilen, House- und Breakbeat-Einflüssen. Eher eine Vision des Dubstep, die die Ambivalenz dieser Musik positiv auskostet. Wärmer und verspielter als das Debüt, doch nie unkontrolliert kommt das zweite Album des Niederländers daher. Ein gelungener Hybrid, stark, mächtig, und zugleich überhaupt nicht schwerfällig und träge – das ist die Kunst! Von Labelchef Pinch gibt es zudem noch jede Menge Vorablorbeeren. Zurecht. Doch »Unbalance gehört wirklich zu den besten Releases des Tectonic-Labels. Man kann gespannt sein, wohin sich Dubstep bewegen wird. Eine Vorstellung eben dieser Agilität steht nun im Regal. Meiner Meinung nach zusammen mit Martyn und Falty DL die beste Veröffentlichung der vergangenen Zeit. Inspirierend, mutig und absolut wahnsinnig. Ein Geniestreich. DANIEL VON DER VRING

FLORIAN AIGNER

TOP O ITEMS

Robot Koch Death Star Droid

2econd Class ss Citizen A World Without

Boys Noize Power

James Pants Seven Seals

Art.nr. 178802 LP+Sunglasses 15.95€ Art.nr. 178804 CD+Sunglasses 11.95€

Art.nr. 173014 2LP+SHIRT 17.95€ Art.nr. 173013 CD+SHIRT 16.95€

Art.nr. 175615 2LP 15.95€

Art.nr. 179885 2LP 17.95€ Art.nr. 179884 CD 15.95€

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 52


NEWS ALBEN Dom & Roland No Strings Attached

TOP 10 ALBEN Linkwood System

01 LAMBENT SMOOTHNESS EXTRACT (DEEP NIGHT AT ISHIGAKI) Art.nr. 173587 LP 11.95 € Art.nr. 173586 CD 15.95 €

Art.nr. 182109 4LP 28.95€ Art.nr. 182110 CD 12.95€

Art.nr. 176411 3LP 22.95€ Art.nr. 176401 CD 18.95€

02 MAJOR LAZER GUNS DON´T KILL PEOPLE … LAZERS DO

Misel Quitno (Dimlite) Sleep Over Remixes Volume 1

Tricky & South Rakkas Crew Tricky Meets South Rakkas Crew

03 ROBOT KOCH DEATH STAR DROID

Art.nr. 178893 LP 13.95€

Art.nr. 180659 LP 15.95€ Art.nr. 180658 CD 13.95€

Annie Don´t Stop

Toxic Avenger, The Toxic Is Dead

Art.nr. 167469 LP 18.95 € Art.nr. 167466 16.95 €

Art.nr. 178803 LP 15.95 € Art.nr. 178805 CD 11.95 €

04 FAT FREDDYS DROP DR BOONDIGGA & THE BIG BW Art.nr. 169920 2LP 19.95 € Art.nr. 169917 CD 15.95 €

Art.nr. 161117 LP 15.95 € Art.nr. 166404 CD 16.95 €

Art.nr. 178420 LP 16.95€ Art.nr. 178419 CD 14.95€

Art.nr. 174611 LP 10.95€

Blu Mar Ten Natural History

Das Pop Das Pop

Art.nr. 181193 2LP 18.95€

Art.nr. 178733 LP+CD 19.95€ Art.nr. 178732 CD 16.95€

Bibio The Apple And The Tooth

Herve presents Cheap Thrills Volume 1

Art.nr. 179872 LP 19.95€ Art.nr. 179871 CD 11.95€

Art.nr. 179311 2CD 21.95€

King Midas Sound (The Bug & Roger Robinson) Waiting For You

Glimmers, The present The Disko Drunkards Disko Drunkards

Art.nr. 179806 CD 16.95€

Art.nr. 181204 CD 17.95€

06 PRODIGY, THE INVADERS MUST DIE Art.nr. 155405 2LP 19.95 € Art.nr. 155406 5x7“ 34.95 €

07 BIBIO AMBIVALENCE AVENUE Art.nr. 165591 2LP 19.95 € Art.nr. 165590 CD 18.95 €

08 SANTOGOLD SANTOGOLD Art.nr. 145368 LP 16.95 € Art.nr. 134335 CD 16.95 €

09 BOYS NOIZE POWER Art.nr. 175615 2LP 15.95 € Art.nr. 175614 CD 15.95 €

10 MARTYN GREAT LENGTHS Art.nr. 162735 3LP 18.95 € Art.nr. 160001 CD 16.95 €

TOP 10 SINGLES

NEWS SINGLES Paul Kalkbrenner OST Berlin Calling Volume 2

05 MODERAT MODERAT

Invasion vs Shackleton Wizards In Dub

01 MAJOR LAZER (DIPLO & SWITCH) HOLD THE LINE Art.nr. 166165 12INCH 7.95 €

Art.nr. 181878 12“ 7.95€

Art.nr. 182068 12“ 7.95€

02 JAZZ & MILK BREAKS VOLUME 3 Art.nr. 167213 12INCH 7.95 €

Mala & Cooly G Hyperdub 5.5 EP

Planet Mu x Rane Serato Knob Twiddler / Serato Control Tone

03 SCIENZ OF LIFE / JOHN ROBINSON APPLAUSE / SHUT EM DOWN Art.nr. 172935 7INCH 5.95 €

Art.nr. 173167 12“ 7.95€

Art.nr. 179839 12“ 16.95€

Ikonika Sahara Michael

V.A. Manmade Feature Funk Volume 3

Art.nr. 180928 12“ 8.95€

Art.nr. 181538 12“ 7.95€

Martyn & Dop Tucan EP incl.Sebo K Edit

Jesse Rose Well Now

Art.nr. 181961 12“ 7.95€

Art.nr. 180401 12“ 7.95€

Jose James Blackmagic Dubstep Mixes

Big M Der Kommissar - Re-Rebbued

Art.nr. 179876 12“ 7.95€

Art.nr. 179832 12“ 9.95€

04 LA ROUX IN FOR THE KILL SKREAM´S Art.nr. 164568 12INCH 8.95 €

05 PAUL KALKBRENNER OST BERLIN CALLING VOLUME 1 Art.nr. 173479 12INCH 7.95 €

06 GASLAMP KILLER, THE MY TROUBLED MIND EP Art.nr. 171518 10INCH 16.95 €

07 MOTOR CITY DRUM ENSEMBLE RAW CUTS VOLUME 5 & 6 Art.nr. 166930 12INCH 7.95 €

08 V.A. MANMADE FEATURE FUNK VOL.2 Art.nr. 176801 12INCH 7.95 €

09 A SKILLZ & NICK THAYER INSANE BANGERS VOLUME 8 Art.nr. 175018 12INCH 7.95 €

10 FEADZ P.N.M.B. Art.nr. 169858 12INCH 7.95 € HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 53


MUSIC PRODUCTS ELECTRONIC/DANCE

HOT ITEMS ALBEN Animal Collective Merriweather post pavillion

Andres Andres II

Balkan Beat Box Nu Made Remixes

Art.nr. 150816 2LP 16.95€ Art.nr. 150815 CD 15.95€

Art.nr. 162138 LP 14.95€

Art.nr. 159945 LP 14.95€

Bibio Ambivalence Avenue

Birdy Nam Nam Manual for successful rioting

Bloody Beetroots Romborama

Art.nr. 165591 2LP 19.95€ Art.nr. 165590 CD 18.95€

Art.nr. 154836 LP 13.95€ Art.nr. 180679 CD 12.95€

Art.nr. 171285 2LP 19.95€ Art.nr. 173321 CD 14.95€

Deichkind Arbeit nervt

Bug, The London Zoo

Buraka Som Sistema Black diamond

Art.nr. 145874 2LP 17.95€ Art.nr. 145875 CD 16.95€

Art.nr. 140839 3LP 24.95€ Art.nr. 149666 CD 16.95€

Art.nr. 160449 LP 17.95€ Art.nr. 154854 CD 15.95€

Caspa Everybodys Talking, Nobodys Listening

Chromeo DJ Kicks

Clutchy Hopkins meets Lord Kenjamin Music is my medicine

Art.nr. 162444 3LP 17.95€ Art.nr. 162443 CD 16.95€

Art.nr. 174061 2LP 17.95€ Art.nr. 174062 CD 15.95€

Art.nr. 159885 LP 13.95€ Art.nr. 159884 CD 15.95€

Daniel Wang presents Balihu 1993

David Guetta One Love

Disrupt The bass has left the building

Art.nr. 174867 2LP 16.95€

Art.nr. 171542 2LP 24.95€ Art.nr. 171541 CD 16.95€

Art.nr. 157587 LP 13.95€ Art.nr. 157588 CD 10.95€

DJ Cam presents In Love Stories …

DJ Koze Reincarnations - the remix chapter 2001

Edges A Fex French Electronic Generation

Art.nr. 168774 LP 14.95€

Art.nr. 155961 2LP 16.95€ Art.nr. 155957 CD 14.95€

Art.nr. 169346 2LP 13.95€

Fort Knox Five Radio free DC

Fukkk Offf Love Me, Hate Me, Kiss Me, Kill Me

Gotan Project La revancha del tango

Art.nr. 167822 2LP 16.95€ Art.nr. 150727 CD 14.95€

Art.nr. 169855 2LP 14.95€ Art.nr. 167788 CD 16.95€

Art.nr. 153832 2LP 16.95€ Art.nr. 080923 CD 14.95€

Hell Teufelswerk

In The Loop Volume 5

Jon Kennedy 14

Art.nr. 162122 3LP 19.95€ Art.nr. 162121 2CD 17.95€

Art.nr. 173489 LP 10.95€

Art.nr. 178228 2LP 27.95€

Juan MacLean The future will come

Kitsune Maison Volume 7

Krazy Baldhead The B-Suite

Art.nr. 161183 2LP 16.95€ Art.nr. 161182 CD 13.95€

Art.nr. 167336 2LP 16.95€ Art.nr. 167335 CD 16.95€

Art.nr. 168773 2LP 18.95€ Art.nr. 165028 CD 16.95€

Logistics Crash, Bang, Wallop

Luke Vibert We Hear You

Major Lazer (Diplo & Switch) Guns Don´t Kill People … Lazers Do

Art.nr. 171702 4LP 23.95€ Art.nr. 177010 CD 16.95€

Art.nr. 169263 3LP 18.95€ Art.nr. 169264 CD 14.95€

Art.nr. 167469 LP 18.95€ Art.nr. 167482 CD 15.95€

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 54


REVIEWS LINKWOOD SYSTEM Martyn Great Lengths

Mary Anne Hobbs presents Wild Angels

Art.nr. 162735 3LP 18.95€ Art.nr. 160001 CD 16.95€

Art.nr. 172193 2LP 17.95€ Art.nr. 172194 CD 16.95€

Metronomy Nights out

Moby Wait For Me

Art.nr. 141842 LP 14.95€ Art.nr. 146253 CD 18.95€

Art.nr. 166731 2LP+CD 19.95€ Art.nr. 165902 CD 15.95€

Moderat (Apparat & Modeselektor) Moderat

Modeselektor Presents Body Language Volume 8

Art.nr. 176411 3LP 22.95 € Art.nr. 176401 CD 18.95 € ADeep House, Disco, Boogie und Detroit sind momentan wieder omnipräsent. Wer Linkwood als weiteren Epigonen begreift, der den 17. Frühling klassischer Tanzmusik für sich instrumentalisiert, hat aber nicht richtig hingehört. »System« ist ein eklektisches Kleinod, veröffentlicht über Trus’mes Kaderschmiede Prime Numbers, das sich mit einer solch nerdigen Detailverliebtheit bei all dem bedient, was in den letzten dreißig Jahren durch eine gerade 4 bestechen konnte, dass es selbst dem zynischsten Puristen die Merkel’sche Gesichtsstarre aus der Wangengegend lösen sollte. »Robot Parade« ist B-Boyism par excellence, »Tears« und »Fudge Boogie« herrlich schwüle P-Funk-Orgien, »Electricity« roher ProtoHouse, »System« eine trippige 313-Hommage und »Chicago« eine pumpende Arpeggio-Funk-Hölle. Auf dem heimlichen Hit »Falling« filtert Linkwood im Stile seiner Aufsehen erregenden Firecracker-Edits-Reihe ein Vocal-Sample kurz und klein, um gen Ende dann in einer Orgie zu kulminieren, wie sie auch auf Dissident hätte erscheinen können. Traditionsbewusst aber eigenständig. Retro und State of the Art. Killeralbum. Ausrufezeichen. FLORIAN AIGNER

MARY ANNE HOBBS PRESENTS WILD ANGELS Art.nr. 161117 LP 15.95€ Art.nr. 166404 CD 16.95€

Art.nr. 174704 2LP 17.95€ Art.nr. 174700 CD 16.95€

Moodymann Anotha black sunday EP

Moritz Von Oswald Trio Vertical ascent

Art.nr. 158564 LP 15.95€

Art.nr. 167636 2LP 17.95€ Art.nr. 167635 CD 15.95€

Mstrkrft Fist of god

Notwist, The Ost - Sturm

Art.nr. 156165 LP 18.95€ Art.nr. 175582 CD 13.95€

Art.nr. 175513 LP+CD 17.95€

Prefuse 73 Everything she touched turned ampexian

Prodigy, The Invaders must die

Art.nr. 160507 2LP 19.95€ Art.nr. 160506 CD 11.16€

Art.nr. 155406 5x7“ 34.95€ Art.nr. 155404 CD+DVD 13.27€

Royksopp Junior

Schlachthofbronx Schlachthofbronx

Art.nr. 159752 2LP 17.95€ Art.nr. 159751 CD 11.87€

Art.nr. 175515 2LP 19.95€

Shantel Planet Paprika

Shapes Compilation 09:01

Art.nr. 171291 LP 15.95€ Art.nr. 171290 CD 17.95€

Art.nr. 168094 2LP+CD 18.95€ Art.nr. 164834 2CD 10.95€

Shawn Lee & Clutchy Hopkins Fascinating Fingers

Simian Mobile Disco Temporary Pleasure

Art.nr. 173577 2LP 15.95€ Art.nr. 173578 CD 15.95€

Art.nr. 173337 LP 14.95€ Art.nr. 166586 CD 15.95€

Yacht See Mystery Lights

Zomby One Foot Ahead Of The Other

Art.nr. 173487 LP 15.95€ Art.nr. 171543 CD 11.95€

Art.nr. 171713 2LP 15.95€ Art.nr. 173600 CD 15.95€

Art.nr. 172193 2LP 17.95 € Art.nr. 172194 CD 16.95 € Was immer im Vereinigten Königreich nachts vor sich hin wummert, wird von Mary Anne Hobbs absorbiert und verarbeitet. Was nicht in den Himmel gelobt wird, erfährt schlicht keine Erwähnung. So einfach ist das bei der Grand Dame der experimentellen BBC Radio1-Bassorgien. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings, dass diese (inzwischen dritte) Compilation eben genau ihre die Favoriten der jüngsten Zeit auf einer Platte vereint. Die 45-jährige Journalistin ist nicht zuletzt dafür verantwortlich, dass Dubstep und Grime überhaupt so ein Medienecho erfahren haben. So wird wie immer einigen neuen Künstlern Raum zur Entfaltung gegeben. Aber auch einige alte Bekannte sind mit dabei: Mark Pritchard, Hudson Mohawke, Brackles, Rustie, Untold, Starkey, Darkstar, Teebs, Nosaj Thing, Floating Points!!! Was will man mehr? Nicht nur Dubstep, sondern gerade die hybriden Formen elektronischer Experimentalmusik werden hier ans Licht geholt. Ein ständiges Changieren zwischen Dubstep, HipHop, Technoidem, Grime und Soul. Wer sich also in Sachen UK-Underground auf den neuesten Stand bringen will oder schlicht Freude an neuen Formen und Verbindungen von elektronischer Musik hat, ist hier in mehr als guten Händen. Die Hobbs führt gekonnt durch die Szene. DANIEL VON DER VRING

VARIOUS ARTISTS FIVE YEARS OF HYPERDUB Art.nr. 175902 2CD 19.95 € Es gibt Labels, die jahrelang den Midas Touch für sich gebucht haben, ganz wenige schaffen das sogar Jahrzehnte. Dass Kode 9s »soziologisches Experiment« Hyperdub auch nach fünf Jahren noch weit von der Kreativkrise entfernt ist, lässt sich jetzt mit Hilfe der ersten CD des Geburtstagsdoppelpacks nachhören. Egal, ob Quarta 330 seinen Gameboy-Step pointiert auf die Spitze treibt, King Midas‘ Sound Reggae vom Lagerfeuer in einen dunklen Keller zerren, Zomby mal wieder den Flur überfordert, die mysteriösen Black Chow einen bizarren Avantgarde-Popsong für David Lynch hinscheißen, Burial noch kontemplativer und mysteriöser wird als zuvor, Ikonika wieder eine dieser phänomenalen Street Fighter 2 meets ParliamentSynthlines rauslässt oder Flying Lotus Jazz mal Jazz sein und stattdessen lieber rüde Modulationen gegen einen ungewöhnlich geraden Beat anfurzen lässt. Allen die Show stellen tun aber überraschenderweise die Garage-Romantiker von Darkstar, die seltsame Voicebots und einen nervösen 2-StepBeat immer wieder in melancholischen Ambient-Breakdowns auflösen. Die zweite CD kompiliert dann noch pflichtbewusst eine repräsentative Werkschau eines Labels, das sich, wenn alles normal läuft, dauerhaft als der spleenige Neffe von Warp, Perlon und Stones Throw, etablieren wird. FLORIAN AIGNER HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 55


MUSIC PRODUCTS ELECTRONIC/DANCE

HOT ITEMS SINGLES 6th Borough Project Miss World EP

A Skillz & Nick Thayer Insane Bangers Volume 8

Aldo Vanucci Bstrd Boots Volume 9

Art.nr. 176324 12“ 7.95€

Art.nr. 175018 12“ 7.95€

Art.nr. 176770 12“ 9.95€

Annie Anthonio

Basement Jaxx Raindrops

Birdy Nam Nam The Parachute Ending EP

Art.nr. 167896 12“ 7.95€

Art.nr. 165920 12“ 7.95€

Art.nr. 167783 12“ 7.95€

Bloody Beetroots Awesome feat. The Cool Kids

Bonobo The Keeper feat. Andreya Triana

Boy 8-Bit Baltic Pine EP

Art.nr. 178084 12“ 6.95€

Art.nr. 177196 12“ 6.95€

Art.nr. 172842 12“ 7.95€

Boys Noize Jeffer Remixes

Breakbeat Junkie, The & DJ P The regrooved series volume 10

Caspa Louder VIP

Art.nr. 178045 12“ 7.95€

Art.nr. 178999 12“ 7.95€

Art.nr. 171032 12“ 7.95€

Cottam Cottam 1

Count & Sinden, The Mega

Crookers Put Your Hands On Me Hudson Mohawke Remix

Art.nr. 173605 12“ 7.95€

Art.nr. 176364 12“ 5.95€

Art.nr. 179007 12“ 7.95€

Daniel Haaksman Gostoso Remix EP

Detboi Yall Want Mo EP

Dizzee Rascal & Armand Van Helden Bonkers Soulwax remix

Art.nr. 174782 12“ 8.95€

Art.nr. 168026 12“ 8.95€

Art.nr. 169120 12“ 6.95€

s, Emynd & Cousin Cole My Crew Be Unruly

DJ Deekline & Red Polo Gimmie / Street Sounds / We Got The Funk

Eli Escobar Glass House

Art.nr. 173755 12“ 14.95€

Art.nr. 179786 12“ 7.95€

Art.nr. 172532 12“ 6.95€

Erol Alkan & Boys Noize Waves / Death Suite

Fake Blood Mars Remixes

Featurecast Grandmaster Cast EP

Art.nr. 174123 12“ 7.95€

Art.nr. 179564 12“ 7.95€

Art.nr. 178227 12“ 8.95€

Flying Lotus Los Angeles EP 3

Fukkk Offf More Than Friends EP

Gossip Love Long Distance

Art.nr. 169863 12“ 15.95€

Art.nr. 179372 12“ 7.95€

Art.nr. 174399 12“ 6.95€

Ilija Rudman / 6th Borough Project Instruments Of Rapture Part 4

Jacques Palminger Tüdeldub Remixe

Jahcoozi Namedropper

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Art.nr. 170250 12“ 8.95€

Art.nr. 173844 12“ 8.95€

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 56


REVIEWS LUSINE A CERTAIN DISTANCE Joker Do It!

Kelpe Microscope Contents

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Art.nr. 174224 12“ 6.95€

King Midas Sound (The Bug & Roger Robinson) Dub Heavy - Hearts And Ghosts EP

L-Vis 1990 United Groove

Art.nr. 164440 12“ 8.95€

Art.nr. 167209 12“ 7.95€

LCD Soundsystem 45:33 Remixes Volume 3 Pilooski & Theo Parrish

Make The Girl Dance Baby Baby Baby Remixes

Art.nr. 179965 LP 17.95 € »A Certain Distance« heißt das zweite Album, das Jeff McIlwain aka Lusine für Ghostly International abliefert und das in die großen Fußstapfen des ausgezeichneten Vorgängers »Serial Hodgepodge« tritt. Der Klang Lusines bleibt ein Mysterium. Jedes einzelne Element seines in jeder Sekunde klickenden und zugleich doch räumlichen, ambientigen Sounds ist dermaßen digital seziert, zerhackt und runtergestrippt, dass es einem Wunder gleicht, mit welcher Leichtigkeit er diese Einzelteile zu stimmgewaltigen und atmosphärischen Ganzen schichtet. Mit Leichtigkeit meistert er auch den Einsatz von Vocals, denen er sich mit dem neuen Album erstmals widmet. So wird auf der ersten, hitverdächtigen Single »Two Dots« um das kurze Stimm-Sample zu Beginn unter vollem Einsatz von Echo und Hall der Gesang der Sängerin Vilja Larjosto zu einem monströsen Kanon emporgehoben, dass Matthew Herbert Augen macht. Ein weiterer, mehr als erwähnenswerter Track ist der mit allerlei Klicks und Störgeräuschen ausgestatte Microhouse von »Every Disguise«, der auf halben Wegen die Funktionalität gegen Emotion eintauscht und zum Schluß wieder auf Kurs kommt. Eindrucksvolle Platte des Mannes aus der Hauptstadt des Grunge. PAUL OKRAJ

FUCKPONY LET THE LOVE FLOW Art.nr. 172807 12“ 7.95€

Art.nr. 179362 12“ 7.95€

Mark E Get Yourself Together

Martyn & LD Hyperdub 5.4 EP

Art.nr. 177287 12“ 8.95€

Art.nr. 173166 12“ 7.95€

Miike Snow Black & Blue Remixes

Moderat Seamonkey

Art.nr. 178414 12“ 6.95€

Art.nr. 178044 12“ 6.95€

Motor City Drum Ensemble Raw Cuts Volume 5 & 6

Moving Ninja & Pinch / Peverelist Tectonic Plate 2.4

Art.nr. 166930 12“ 7.95€

Art.nr. 166249 12“ 7.95€

Mstrkrft Heartbreaker feat. John Legend

Noob & Brodinski Peanuts Club

Art.nr. 170054 12“ 7.95€

Art.nr. 174716 12“ 7.95€

Omar S Still Serious Nic

Parov Stelar Coco Album Sampler

Art.nr. 172524 12“ 11.95€

Art.nr. 177239 12“ 7.95€

Paul Kalkbrenner OST Berlin Calling Volume 1

Popular People´s Front, The Sample pleasures part 4

Art.nr. 173479 12“ 7.95€

Art.nr. 173145 12“ 8.95€

Rainer Trüby To know you / Ayers rock

Skream Burning Up

Art.nr. 167605 12“ 7.95€

Art.nr. 172870 12“ 7.95€

Art.nr. 180364 CD 15.95 € Es gibt sie, diese Künstler, die sich in zahlreichen Interviews mit einer klaren Meinung positionieren, gegen andere Meinungsführer anecken und doch alle Kritik an sich abprallen lassen können, weil ihre Produktionen über allem erhaben sind. Auch Jay Haze zählt zu diesen Künstlern. Mit seinem housigen Alter Ego Fuckpony legt er jetzt für BPitch Control ein Album vor, das diesen Beweis zwar nicht mehr antreten muss, sich dennoch bereits mit dem ersten Stück allen Zweiflern entledigt. »Let The Love Flow« ist eine Sammlung zehn brillanter, vollkommen auf Samples und Loops verzichtender Kompositionen (weil der Terminus »Stück« oder »Track« der Sache hier nicht gerecht wird), die derart feinfühlig ausgearbeitet, arrangiert, poliert und übereinandergeschichtet sind, dass man als Hörer gar nicht anders kann, als ein wenig bewegt zu sein. Trotz Titeln wie »Real Love Is Forever« oder »Orgasm On The Dancefloor Saturday Night« klingen die Stücke bei all den zuckersüßen Synthiemelodien, Strings, Bläsern oder Pianos niemals cheesy, sondern reifen gerade unter Einsatz von Vocals (»I Know It Happened«, »Fall Into Me«) dank Jay Haze’ Kompositionsgespür zu kleinen Epen heran. PAUL OKRAJ

TERROR DANJAH GREMLINZ - THE INSTRUMENTALS 2003-09 Art.nr. 174213 3LP 18.95 € Art.nr. 174214 CD 14.95 € Bereits seit 1994 tummelt sich Terror Ganjah in der Grimeund Jungle-Szene Londons und konnte sich seither auch einige Reputation verschaffen. Sein Sound-Logo ist das verzerrte Lachen der Gremlins. In der Regel sind Grime-Beats ja nicht besonders abwechslungsreich. Sie dienen den MCs lediglich als dynamische Unterstützung und Orientierung für ihre Performance. Das ist auch ok und genau richtig für eine Open Mic Session, wo ohnehin jeder MC seine 16 Bars spittet und dann weiterreicht. Die Gleichförmigkeit erleichtert sowohl das Mixen als auch das Rappen. Als Hörvergnügen für Zuhause sind Grime-Beats normalerweise eher ungeeignet. Doch es gibt auch in dieser Zunft Ausnahmen wie Terror Danjah, der nach einem Gleichgewicht zwischen eigenständiger Form und Funktionalität strebt, weshalb manche Beats in der Architektur an Minimal Techno erinnern. Diese Instrumentals waren vorher nur auf limitierten 12inch-Editionen zu hören. Nun gibt es sie alle zusammen und MCs können auf 18 Tracks üben und DJs können sie kosten- und platzfreundlich auf einem Tonträger erwerben. Die Vocals vermisst man auf Albumlänge als Hörer trotzdem. Beide Varianten hätten sämtliche GrimeAnhänger glücklich gemacht. BIANCA LUDEWIG HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 57


MUSIC PRODUCTS ORGANIC GROOVES

ORGANIC GROOVES

DER RHYTHMUS »[The goal is] a return back to something more humanoid, like the intricacies of a group of musicians communicating together and the subtlety of a living, breathing rhythm section, rather than have the musical straightjacket of quantizing or two-bar-loops.« Malcolm Catto, The Heliocentrics

LIMITED SHIRT FOR FREE

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OPENSOULS STANDING IN THE RAIN

MARC HYPE & JIM DUNLOOP STAMP OUT REALITY

Art.nr. 182368 LP+SHIRT 17.95€ Art.nr. 182369 CD+SHIRT 17.95€

Art.nr. 178035 2LP+SHIRT 15.95€ Art.nr. 178034 CD+SHIRT 16.95€

Die 7inch-Singles, ja sogar CDs der Opensouls waren hierzulande jahrelang härter zu diggen als so manche 1000 Jahre alte Private-Press-Funk-Schallfolie aus DJ Shadows‘ Keller. Warum? Ganz einfach, die Opensouls kommen vom anderen Ende der Welt aka Neuseeland. So verirrte sich nur selten ein physischer Tonträger der Band in unsere Gefilde. Dass das anders werden muss, erkannten zum Glück auch die netten Menschen von Jakarta. Und so kommt im Januar 2010 das neue Album »Standing In The Rain« nicht nur als CD sondern auch (anders als in Neuseeland) auf Vinyl in die europäischen Soulshacks geflogen. Und Soul gibt’s hier ganz dicke. Tyra Hammonds Gesang ist markant aber unaufdringlich und hat genug Kraft, um auch in den vielen Breaks und langen Outros nicht in Vergessenheit zu geraten. Musikalisch weniger raw und funky, geht es ordentlich an die Seele, aber niemals billig oder käsig, denn den Takt hält Drummer und Produzent Julien Dyne, der dieser Tage mit seinem Beatalbum »Pins & Digits« auf BBE von sich Hören lässt. Im Ganzen sehr (kling sicherlich doof, ist aber so) geschmackvoll und erwachsen.

Was fehlt dem DJ zu seinem Glück? Darauf ist natürlich schwer eine allgemeingültige Antwort zu finden. Doch im Falle von Marc Hype, dem zweimaligen deutschen ITF DJ Champion und Teil des Phaderheadz-Kollektivs, neigt man dazu diesbezüglich Auskunft zu geben und zu erwidern: ein funky Tasteninstrument. Dieses beherrscht Jim Dunloop, ehemaliger Keyboarder der Fresh Familee, den es vor einigen Jahren aus dem Rheinland an die Spree zog und der seither die DJ-Sets von Marc Hype begleitet (ob der nun wollte oder nicht). »Stamp Out Reality« ist nun das Resultat, dieses jahrelangen gemeinsamen Musizierens und so fließen HipHop-Breaks der alten Schule, Scratches und Cuts harmonisch mit Dunloops harmonischer, funky Tastenakrobatik organisch zusammen. Natürlich ist das dann weder die Neuerfindung des Rades, noch die Quadratur des Kreises. Doch Hype und Dunloop wissen das und bedienen hier konsequent ihre musikalischen Vorlieben aus 20 Jahren Groovemusik und setzen den Endpunkt Anfang der 1980er Jahre. Ohne große Zauberei, aber mit hohem musikalischen Verständnis. Darüber rappen und singen so illustre Gäste wie Flomega, Mr. Complex oder Malena Perez, auf »Predominant« gibt sich der allseits beliebte Mr. Lif die Ehre.

DAVID WETZEL

HANS STEIBANIZ

TOP ITEMS

Build An Ark Love Part 1

Jamie Cullum The Pursuit

Mayer Hawthorne A Strange Arrangement

Art.nr. 179939 2LP 19.95€

Art.nr. 180378 2LP 15.95€ Art.nr. 180379 CD 15.95€

J.Rocc J.Rocc Vs J.Mann Art.nr. 181979 2LP 15.95€

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 58

Art.nr. 179877 CD 14.95€


NEWS ALBEN Deep Street Soul Deep Street Soul

TOP 10 ALBEN New Mastersounds, The Ten Years On

01 JAN DELAY WIR KINDER VOM BAHNHOF SOUL Art.nr. 171292 2LP 16.95 € Art.nr. 172005 CD 14.95 €

Art.nr. 182085 LP 15.95€ Art.nr. 182084 CD 15.95€

Art.nr. 182089 LP 15.95€ Art.nr. 182088 CD 15.95€

02 LEE FIELDS & THE EXPRESSIONS MY WORLD

Phenomenal Handclap Band, The The Phenomenal Handclap Band

Gilles Peterson and Stuart Baker Freedom, Rhythm and Sound - Revolutionary Jazz 1965-83 - LP 1

03 QUANTIC & HIS COMBO BARBARO TRADITION IN TRANSITION

Art.nr. 178537 2LP 16.95€ Art.nr. 178538 CD 14.95€

Art.nr. 177370 2LP 14.95€ Art.nr. 177369 CD 15.95€

04 MULATU ASTATKE & THE HELIOCENTRICS INSPIRATION INFORMATION VOL.3

Norah Jones The Fall

V.A. Panama! Volume 3

Art.nr. 179828 LP 17.95€ Art.nr. 180634 2CD 19.95€

Art.nr. 175587 2LP 19.95€ Art.nr. 175586 CD 16.95€

Keb Darge & Lucinda Slim This Is DJs Choice Volume 2

V.A. Daptone Gold

Art.nr. 180579 2LP 14.95€ Art.nr. 180578 CD 16.95€

Art.nr. 178312 2LP 17.95€ Art.nr. 178313 CD 17.95€

Timo Lassy Round Two

Mountain Mocha Kilimanjaro Mountain Mocha Kilimanjaro

Art.nr. 180585 LP 15.95€ Art.nr. 180584 CD 16.95€

Art.nr. 179880 LP 22.95€ Art.nr. 179881 CD 15.95€

Michael Jackson The Remix Suite

Adrian Younge OST - Black Dynamite Score

Art.nr. 177485 2LP 17.95€

Art.nr. 177200 LP 17.95€

Art.nr. 163542 LP 16.95 € Art.nr. 163543 CD 15.95 €

Art.nr. 167296 2LP 17.95 € Art.nr. 167295 CD 17.95 €

Art.nr. 157594 2LP 17.95 € Art.nr. 157593 CD 16.95 €

Art.nr. 163767 2LP 17.95 € Art.nr. 163766 CD 16.95 €

06 ALICE RUSSELL POT OF GOLD Art.nr. 159996 2LP 16.95 € Art.nr. 159997 CD 16.95 €

07 ORCHESTRE POLY-RYTHMO DE COTONOU THE VODOUN EFFECT Art.nr. 150650 2LP 18.95 € Art.nr. 150649 CD 17.95 €

08 SMOOVE & TURRELL ANTIQUE SOUL Art.nr. 162136 LP 15.95 € Art.nr. 161000 CD 14.95 €

09 MAX HERRE EIN GESCHENKTER TAG Art.nr. 174312 2LP 16.95 € Art.nr. 174085 CD 16.95 €

10 BREAKESTRA DUSK TILL DAWN Art.nr. 173022 2LP 16.95 € Art.nr. 173021 CD 15.95 €

TOP 10 SINGLES

NEWS SINGLES Bobby Franklins Insanity Bring It On Down To Me

05 HYPNOTIC BRASS ENSEMBLE HYPNOTIC BRASS ENSEMBLE

Badboe Vs Prosper Too Hot To Handle

01 JAN DELAY OH JONNY Art.nr. 171294 12INCH 5.95 €

Art.nr. 181910 7“ 4.95€

Art.nr. 182080 12“ 7.95€

02 MAYER HAWTHORNE MAYBE SO, MAYBE NO Art.nr. 163541 12INCH 6.95 €

Smoove & Turrell Beggarman

Ins, The X Miles Bony J.Birly

03 FEATURE CAST VS. ARETHA FRANKLIN ONE STEP RE-EDIT Art.nr. 163924 7INCH 6.95 €

Art.nr. 182086 12“ 7.95€

Art.nr. 181195 12“ 7.95€

DJ Spinna presents The Boogie Back I´m A Superman

Mayer Hawthorne Green Eyed Love Remixes

Art.nr. 180131 12“ 7.95€

Art.nr. 178761 12“ 9.95€

Nice Up! Groove Is In Jah Heart

Ikebe Shakedown Hard Steppin

Art.nr. 180899 7“ 6.95€

Art.nr. 179983 7“ 5.95€

Jamie Cullum Im All Over It

Gary Pacific Orchestra Soft Wind 45

Art.nr. 180162 7“ 4.95€

Art.nr. 181729 7“ 6.95€

04 APPLES, THE THE POWER EP Art.nr. 155497 12INCH 7.95 €

05 DAM-FUNK LETS TAKE OFF Art.nr. 163833 12INCH 6.95 €

06 ROOTS, THE HOW I GOT OVER Art.nr. 170345 12INCH 8.95 €

07 A SKILLZ & NICK THAYER INSANE BANGERS VOLUME 8 Art.nr. 175018 12INCH 7.95 €

08 HAWA DANCE Art.nr. 167214 7INCH 5.95 €

09 MR PRESIDENT MEET AGAIN FEAT. MR DAY Art.nr. 163197 7INCH 6.95 €

10 GIZELLE SMITH &THE MIGHTY MOCAMBOS WORKING WOMAN KENNY DOPE RMX Art.nr. 167445 7INCH 6.95 € MAGAZIN NR. 4/2009 HHV.DE 59


MUSIC PRODUCTS ORGANIC GROOVES

HOT ITEMS ALBEN African Pearl 70 Electric Mali 70s

African Pearl 70 Rumba Rock - Congo 70s

Alice Russell Pot of gold

Art.nr. 176427 2LP 16.95€

Art.nr. 176426 2LP 16.95€

Art.nr. 159996 2LP 16.95€ Art.nr. 159997 CD 16.95€

Big Pimp Jones Bad Bad Jimmy Ruckus

Breakestra Dusk Till Dawn

Budos Band, The Budos Band EP

Art.nr. 175025 LP 15.95€ Art.nr. 175024 CD 15.95€

Art.nr. 173022 2LP 16.95€ Art.nr. 173021 CD 15.95€

Art.nr. 167465 LP 11.95€

Cookin On 3 Burners Soul Messin

DJ Cam Quartet Diggin

Dramatic Funk Themes Volume 2

Art.nr. 168751 LP 16.95€ Art.nr. 168748 CD 16.95€

Art.nr. 178712 LP 12.95€

Art.nr. 170418 LP 15.95€ Art.nr. 173122 CD 16.95€

El Michels Affair Isaac Hayes: A Tribute

Hypnotic Brass Ensemble Hypnotic Brass Ensemble

Jan Delay Wir Kinder vom Bahnhof Soul

Art.nr. 161809 LP 11.95€

Art.nr. 163767 2LP 17.95€ Art.nr. 163766 CD 16.95€

Art.nr. 171292 2LP 16.95€ Art.nr. 172006 CD+DVD 21.95€

Jimi Tenor & Tony Allen Inspiration Information Volume 4

Lack Of Afro My Groove Your Move

Lee Fields & The Expressions My world

Art.nr. 174168 2LP 17.95€ Art.nr. 174167 CD 16.95€

Art.nr. 175862 LP 16.95€ Art.nr. 175861 CD 16.95€

Art.nr. 163542 LP 16.95€ Art.nr. 163543 CD 15.95€

Max Herre Ein Geschenkter Tag

Mocambo presents Cinematic Funk

Mr. Thing Strange Breaks & Mr. Thing Volume 2

Art.nr. 174312 2LP 16.95€ Art.nr. 174085 CD 16.95€

Art.nr. 166473 LP 14.95€

Art.nr. 175670 2LP 17.95€ Art.nr. 175671 2CD 19.95€

Mulatu Astatke & The Heliocentrics Inspiration information volume 3

Orchestre Poly-Rythmo De Cotonou The vodoun effect

Pitch & Scratch Hamburg Hustle

Art.nr. 157594 2LP 17.95€ Art.nr. 157593 CD 16.95€

Art.nr. 150650 2LP 18.95€ Art.nr. 150649 CD 17.95€

Art.nr. 178013 LP+CD 13.95€ Art.nr. 159875 CD 15.95€

Quantic & His Combo Barbaro Tradition In Transition

Sound Stylistics Greasin The Wheel

Shawn Lee Soul In The Hole

Art.nr. 167296 2LP+CD 17.95€ Art.nr. 167295 CD 17.95€

Art.nr. 168758 LP 16.95€ Art.nr. 168757 CD 16.95€

Art.nr. 155990 LP 13.95€ Art.nr. 155989 CD 11.16€

Tafo Brothers Plugged In Pakistani Pops

Triorganico Convivencia

V.A. Baltic Soul Volume 2

Art.nr. 169439 LP 24.95€

Art.nr. 172024 2LP 16.95€ Art.nr. 169926 CD 16.95€

Art.nr. 166042 LP 14.95€ Art.nr. 166041 CD 11.87€

V.A. Black Rio volume 2 - original samba soul 1971

V.A. Legends Of Benin

V.A. Via Brazil Volume 1

Art.nr. 166142 2LP 16.95€ Art.nr. 168552 CD 16.95€

Art.nr. 162711 2LP 17.95€ Art.nr. 162710 CD 17.95€

Art.nr. 174868 LP 16.95€

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 60


REVIEWS HOT ITEMS SINGLES Amy Winehouse Nelson Mandela EP

Beatsy Collins Donny Re-Edits

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Cesar´s Salad Batucada Surgiu

Cookin On 3 Burners This Girl

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Art.nr. 168402 7“ 5.95€

DeRobert & The Half-Truths Too Busy

Doctor Stereo Hear The Difference

Art.nr. 172530 7“ 6.95€

Art.nr. 175022 7“ 6.95€

Gizelle Smith and The Mighty Mocambos The Time Is Right For Love Part 1 & 2

Hawa Dance

MULATU ASTATKE NEW YORK - ADDIS - LONDON - THE STORY OF ETHIO JAZZ 1965 - 1975 Art.nr. 176804 2LP 17.95 € Art.nr. 176805 CD 16.95 € Wenn es so etwas wie einen verdienten Hype gibt, dann gehört jener um Mulatu Astatke in diese Kategorie. Der Erfinder des Ethio-Jazz fristete Jahrzehntelang ein nischenhaftes Exotendasein bis Regisseur Jim Jarmusch seine Musik durch den Soundtrack von »Broken Flowers« dem breiten, westlichen, Publikum zugänglich machte. Nachdem dieses Jahr bereits eine Platte mit seiner Mitwirkung in der »Inspiration Information«-Serie zusammen mit den Heliocentrics auf Strut Records erschienen ist, präsentiert das Label nun eine Retrospektive Mulatu Astatkes der 1960er und 1970er Jahre. Die zwanzig Stücke enthalten Material, das bereits auf dem »Broken Flowers«-Soundtrack und früheren Re-Releases, wie zum Beispiel der Compilation »Ethio Jazz« oder der Reissue von »Mulatu of Ethiopia«, enthalten sind. Zum Großteil besteht die Platte allerdings aus unveröffentlichtem Material. Alle Stücke umgibt der einzigartige Klang des Ethio-Jazz, der mit Worten schwer beschreibbar, da einzigartig, ist. Vielleicht kann ja »Broken Flowers« Abhilfe schaffen. Als Jeffrey Wright Bill Murray sein Astatke-Tape mit auf den Weg durch Amerika gibt, sagt er: »Hier, das ist ein wenig äthiopische Musik für die Reise. Kannst du gebrauchen. Ist gut für die Seele!« SASCHA LEUTLOFF

Art.nr. 179496 7“ 9.95€

Art.nr. 167214 7“ 5.95€

James Pants Thin Moon

Jan Delay Oh Jonny

Art.nr. 175622 7“ 6.95€

Art.nr. 171295 7“ 3.95€

Killer Meters Freak

Lefties Soul Connection You Dont Know

Art.nr. 167932 2x7“ 9.95€

Art.nr. 178742 7“ 6.95€

Michael Leonhart & The Avramina 7 Scopolomine

New Mastersounds, The San Frantico

Art.nr. 173595 7“ 5.95€

Art.nr. 175020 7“ 5.95€

6ix Toys Sisters Of Soul, Brothers Of Funk - Greg Wilson Version

Breakestra Joyful Noise EP

DÂM-FUNK TOECHIZOWN Art.nr. 176184 2CD 16.95 € Gleich mit dem ersten Song »Let’s Take It Off« gibt Dâm-Funk eindrucksvoll zu verstehen, warum sich in den letzten Monaten jedermann auf ihn einigen konnten, seitdem er mit seinem unverwechselbaren Trademark-Sound um die Ecke bog und bei Stones Throw parkte. Also hebt der Mann, den jetzt alle Welt als »Los Angeles’ Botschafter des Boogie-Funk« kennt, sprichwörtlich ab und liefert ein beeindruckendes Debüt ab, das sich in keine der bewährten Schubladen einordnen lässt. Mögen seine Wurzeln klar in den 1980er Jahren angesiedelt, sein Sound sich auf den Elektro-Funk damaliger Prägung beziehen und seine Vorliebe für alte Synthesizer nicht den Gegenbeweis erbringen können, bleibt »Toechizown« dennoch ein modernes, ein futuristisches Album gar, das den Sound Marke »Space Funk« propagiert, der uns in den nächsten Jahren – ganz sicher – beschäftigen wird. Egal ob als moderne GFunk Hymne wie »One Less Day« getarnt, als NuJazz-Bombe wie »Searchin’ 4 Funk’s Future« verkleidet oder rasante Crusing-Abfahrt wie »Fantasy« verpackt, macht er alles richtig und meistert sich mit dem Debüt zum Klassiker. Noch Zweifel? Die Platte kommt auf Doppel-CD oder Fünffach-Vinyl. Keine Fragen offen. Missionierung geglückt. PAUL OKRAJ

JIMI TENOR / TONY ALLEN INSPIRATION INFORMATION Art.nr. 177425 12“ 6.95€

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Captain Planet Speakin Nuyorican EP

Collen & Webb Downside Up

Art.nr. 174992 12“ 9.95€

Art.nr. 177208 12“ 7.95€

Cookin On 3 Burners Cars

Dam-Funk Lets Take Off

Art.nr. 169605 12“ 7.95€

Art.nr. 163833 12“ 6.95€

Art.nr. 174167 CD 16.95 € Art.nr. 174168 2LP 17.95 € Der Finne Jimi Tenor trägt, die wenigsten wissen es, das Tenorsaxophon im Künstlernamen. Den meisten Musikinteressierten ist der Musiker aus Lahti noch immer durch seinen Clubhit »Take Me Baby« bekannt, der ihn Mitte der 1990er Jahre auf einen Schlag berühmt machte. Doch die musikalischen Wege von Jimi Tenor waren zeitlebens vielfältig. Vor der elektronischen Musik spielte er in einer Industrialband, seit Mitte dieses Jahrzehnts widmet sich Tenor nun dem Afrobeat und veröffentlichte bereits zwei Platten mit dem westafrikanischen Trio Kabu Kabu. Dahingehend ist die jetzige Zusammenarbeit mit dem nigerianischen Schlagzeuger Tony Allen auch nicht so weit hergeholt, wie es die Macher der »Information Inspiration«-Reihe einem glauben lassen. Und doch ist diese Zusammenführung inspirierend. Vielleicht ist es nur der Moment in dem hervorragende Musiker zusammentreffen und wir der Musik beim Entstehen zuhören können. Die Kompositionen sind nicht komplex und doch ausgefeilt, jazzy, groovend. Tony Allen, der in den 1970er Jahren essentieller Teil der Musiker um Fela Kuti war, spielt ein treibendes Schlagzeug in präzisen Schleifen. Jimi Tenor legt Saxophon, Stimme, zarte Bande von Elektronik darüber. Ursprünglichkeit, die gefällt. SEBASTIAN HINZ HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 61


MUSIC PRODUCTS ORGANIC GROOVES

CLASSICS ALBEN 24-Carat Black Ghetto: Misfortune´s wealth

9th Creation, The Bubble gum

African Music Machine Black water gold

Art.nr. 071007 LP 15.95€ Art.nr. 064558 CD 6.95€

Art.nr. 154055 LP 10.95€

Art.nr. 050856 LP 9.95€

Amy Winehouse Back to black

Archie Bell & The Drells Tighten up

Archie Shepp Mama Too Tight

Art.nr. 106386 LP 14.95€ Art.nr. 096126 CD 15.26€

Art.nr. 009794 LP 9.95€ Art.nr. 140788 CD 7.47€

Art.nr. 169082 LP 12.95€

Automat Automat

Betty Padgett Betty Padgett

Big Jullien & His All Star Riviera Sound No.1

Art.nr. 158908 LP 10.95€

Art.nr. 156003 LP 14.95€ Art.nr. 156002 CD 11.87€

Art.nr. 179136 LP 18.95€ Art.nr. 179134 CD 18.95€

Blackbyrds, The Night grooves

Bohannon Stop & go

Budos Band, The The Budos Band

Art.nr. 071793 LP 15.95€

Art.nr. 029832 LP 9.95€

Art.nr. 048686 LP 14.95€ Art.nr. 062695 CD 10.47€

Buena Vista Social Club Buena Vista Social Club at Carnegie Hall

Bwana Bwana

Curtis Mayfield Curtis

Art.nr. 150276 2LP 24.95€ Art.nr. 146355 2CD 19.95€

Art.nr. 170610 LP 9.95€

Art.nr. 008904 LP 9.95€ Art.nr. 027077 CD 12.95€

Curtis Mayfield Theres no place like America today

David Axelrod Song of innocence

Delfonics La la means i love you

Art.nr. 165085 LP 10.95€

Art.nr. 008464 LP 10.95€ Art.nr. 035389 CD 8.95€

Art.nr. 010738 LP 9.95€

Dorothy Ashby Hip harp

Festival Big Band Explosive

Final Solution, The OST Brotherman

Art.nr. 019396 LP 9.95€

Art.nr. 176412 LP 17.95€ Art.nr. 176403 CD 18.95€

Art.nr. 142405 2LP 16.95��� Art.nr. 141880 CD 15.95€

Fred Wesley & the New JB´s Breakin´ bread

Funkadelic Maggot brain

Grant Green Solid

Art.nr. 044569 LP 9.95€

Art.nr. 070980 LP 15.95€

Art.nr. 111375 LP 9.95€

Hank Mobley The turnaround

Herbie Hancock Mwandishi

Horace Silver Total response

Art.nr. 065397 LP 9.95€ Art.nr. 127241 CD 6.95€

Art.nr. 170888 LP 12.95€ Art.nr. 127074 CD 6.95€

Art.nr. 078224 LP 9.95€

Isaac Hayes Hot Buttered Soul

Isley Brothers 3+3

Lee Dorsey Night people

Art.nr. 156636 LP 12.95€ Art.nr. 064571 CD 16.95€

Art.nr. 156782 LP 14.95€ Art.nr. 065465 CD 16.95€

Art.nr. 152959 LP 9.95€

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 62


REVIEWS FLEUR EARTH ES ENTSTEHEN WESEN Meters, The Look-ka py py

Art.nr. 007761 LP 9.95€ Art.nr. 052048 CD 6.95€

Nicole Willis & The Soul Investigators Keep reachin´ up

Art.nr. 062928 LP 16.95€ Art.nr. 111859 CD 12.95€

Parliament The clones of dr.funkenstein

Mulatu Astatke & Others Ethiopian modern instrumental hits

Art.nr. 068698 LP 14.95€

ORS (Orlando Riva Sound) Body To Body Boogie

Art.nr. 171045 LP 13.95€

Pax Nicholas & The Nettey Family Na Teef Know De Road Of Teef

Art.nr. 178046 LP 15.95 € Art.nr. 178047 CD 15.95 € Kaum mehr als ein Jahr ist vergangen, seitdem die Kölner Sängerin Fleur Earth mit ihrem Debütalbum »Skurreal« das erste Mal in den Fokus des öffentlichen Interesses rückte. Nur kurze Zeit später – im Frühling dieses Jahres – folgte mit »Soul des Cabots« bereits eine weitere LP der jungen Poetin, welche in Zusammenarbeit mit ihrer Band, dem Fleur Earth Experiment (FEX), entstand. Nun ist mit »Es entstehen Wesen« das zweite Soloalbum der talentierten Musikerin erschienen, welches wie schon die vorangegangenen Projekte auch über das rheinische Institut zur Förderung guter Musik, Melting Pot Music, veröffentlicht wird. Neben einigen wenigen Gästen wie Frank Nitt oder Huss & Hodns Retrogott, findet Fleur Earth abermals Unterstützung bei ihren FEX-Kollegen C:Mone und Daan Henderson. In diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben darf einmal mehr Produzent und DJ Twit One, welcher das Album mit seinen phänomenalen und fast ausschließlich von ihm produzierten Beats zu einem musikalischen Höhepunkt werden lässt.Die Kombination von Fleur Earths eindrucksvoller Stimme und hörenswerten Texten, in Verbindung mit Twits markanten Produktionen, sorgt dafür, dass »Es Entstehen Wesen« beim Rezensenten auf Dauerrotation steht. JAKOB BRETSCHNEIDER

Art.nr. 024708 LP 9.95€

THE HI-FLY ORCHESTRA SOUL BOSSA NOVA

Art.nr. 171701 LP 14.95€ Art.nr. 171700 CD 16.95€

Poets of Rhythm Practice what you preach Art.nr. 058881 LP 14.95€

Coming From Reality

Art.nr. 057401 CD 13.95€ Rodriguez

Art.nr. 161124 LP+7“ 22.95€ Art.nr. 161125 CD 13.95€

Roy Ayers Ubiquity

Rudy Ray Moore Is Dolemite

Art.nr. 007379 LP 9.95€ Art.nr. 156145 CD 10.95€

Art.nr. 170719 LP 9.95€

Sharon Jones & The Dap-Kings 100 days, 100 nights

Sharon Jones & The Dap-Kings Naturally

Art.nr. 112680 LP 15.95€ Art.nr. 112684 CD 15.95€

Art.nr. 025593 LP 16.95€ Art.nr. 094938 CD 15.95€

Soul Service DJ Team compiled Polish Funk 2

Soul Service DJ Team compiled Polish Funk 3

Art.nr. 117968 LP 17.95€ Art.nr. 128581 CD 16.95€

Art.nr. 135239 LP 17.95€ Art.nr. 135238 CD 13.95€

Soul Shaker Volume 4

Soul Shaker Volume 5

Art.nr. 118703 LP 14.95€ Art.nr. 118958 CD 13.95€

Art.nr. 148551 LP 14.95€ Art.nr. 148552 CD 14.95€

Sun Ra Cosmic tones for mental therapy

Tony & Reality Tony & Reality

Art.nr. 125969 LP 10.95€

Art.nr. 148485 LP 14.95€

V.A. OST Jackie Brown

Yesterdays New Quintet Angles without edges

Art.nr. 008615 LP 12.95€ Art.nr. 030779 CD 8.95€

Art.nr. 005529 2LP 16.95€ Art.nr. 021559 CD 14.95€

Art.nr. 179003 7inch 5.95 € Keine leichte Aufgabe, die sich das Münchener Hi-Fly Orchestra für ihre neue 7inch vorgenommen hat. Dass leichte Aufgaben aber niemals ihr Ding waren, bewiesen sie bereits auf den letztjährigen beiden Alben, die sich vollkommen dem Mambo und dem Samba widmeten. Doch zurück zur 7inch. Mit Coverversionen von Quincy Jones’ »Soul Bossa Nova« und Jimmy Hendrix’ »Crosstown Traffic« nimmt sich das Orchester zweier unangreifbarer Schwergewichte an. Kein Wunder, dass trotz Bekanntheit dieser Klassiker sich noch nicht viele an eigene Interpretationen der einzelnen Songs gewagt haben. Folgerichtig könnte man annehmen, dass es sich bei einer eigenen Version eines Songs, dem es nichts mehr hinzuzufügen gibt, ein wenig verkrampft anfühlt. Weit gefehlt! Spielerisch nehmen sich die Vollblutmusiker hier den einzelnen Elementen der Songs an und verwandeln diese in eine Latin-esque Erlebnisreise. Es trommelt, orgelt, shakert, trompetet und flötet in alle Richtungen, dass man den Jungs wahrlich ihre Freude am Jammen heraushört. Die Struktur der Songs wird gänzlich übernommen, minimale Improvisationen und Instrumentenwechsel verleihen den Aufnahmen zusätzlichen Charme. Coming to the Jazz Club near you! PAUL OKRAJ

VARIOUS ARTISTS JAZZ&MILK BREAKS COMPILATION VOL.2

Jazz&Milk Recordings aus München geben den zweiten Teil ihrer Compilation-Serie »Jazz & Milk Breaks« heraus. Die erwartete Mixtur aus Funk und Jazz findet ihre Erfüllung. Es ist zudem ein Mix aus unterschiedlichen Erdteilen. Produzenten und Musiker aus Barcelona, Tokyo, New York, Warschau, San Sebastian und natürlich der bayerischen Residenz finden sich hier zusammen, um ein Sammelsurium von individuellen und experimentierfreudigen Beats und Jazz-Breaks zu bilden. Verantwortlich für die Auswahl ist Labelinhaber Christoph Doepke, der auch als Musiker selbst unter seinem Künstlernamen derzeit das Genre mitbestimmt. Ein Qualitätsmerkmal für sich. Kombiniert werden swingende Dance-Nummern wie »You Can Dance« und Afro-Funk der The Boogoos, sowie Dizzie Gillespies Klassiker »Manteca« in einer gewagten, aber gelungenen Version und Tracks von »The Snip«, »Kan Sano«, »Saffrolla«, »Rube« und vielen anderen. Die Compilation Series Vol. 2 ist ein Rundumschlag. Jazz, Funk, Breaks...was will man mehr? Die Aufmerksamkeit der Reihe wächst mit jeder Auflage. Schon die Vol. 1 wurde auch über Europa hinaus wahrgenommen. Zu bemerken ist auch das Layout, ein minimalistisches Augenzwinkern. Milch und Musik für die Welt. DANIEL VON DER VRING HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 63


MUSIC PRODUCTS ORGANIC GROOVES

CLASSICS SINGLES Apples, The Killing

Bacao Rhythm & Steel Band, The Pimp

Bamboos, The Amen brother

Art.nr. 106625 7“ 5.95€

Art.nr. 145213 7“ 5.95€

Art.nr. 150668 7“ 5.95€

Champs, The Tequila

Churchill Stage Band / Alter Ego Superstition / Bongo rock

Dave Brubeck Quartet, The Take five

Art.nr. 171537 7“ 3.95€

Art.nr. 145984 7“ 6.95€

Art.nr. 052625 7“ 3.95€

Ed Smith presents The Michael remixes volume 1

Enzo Bontempi Italian spiderman theme

Jackson 5 I want you back / abc

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Art.nr. 130828 7“ 6.95€

Art.nr. 009475 7“ 3.95€

Kraftwerk / Sweet Trans-europe express / funk it up

Lack Of Afro Touch my soul feat. Steve Marriott

Little Ann / Dave Hamilton Band Lean Lanky Daddy / Who Are You Trying To Fool

Art.nr. 029319 7“ 3.95€

Art.nr. 129961 7“ 8.95€

Art.nr. 171725 7“ 8.95€

Los Gatos Negros / Los Kifers Hey, Hey Bunny / El Sol Es Una Droga

Marlena Shaw Liberation conversation

Menahan Street Band Make the road by walking

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Art.nr. 141887 7“ 7.95€

Art.nr. 083376 7“ 5.95€

Michael Jackson 1978 Demos Volume 1

Mighty Mo And Winchester Seven The next message

Mohawks, The The champ

Art.nr. 174687 7“ 7.95€

Art.nr. 126814 7“ 5.95€

Art.nr. 148204 7“ 7.95€

Pan-Atlantics (Poets Of Rhythm) Serengeti stroke

Serge Gainsbourg OST Le Pacha

Sharon Jones What if we alll stopped paying taxes

Art.nr. 127454 7“ 5.95€

Art.nr. 165746 7“ 12.95€

Art.nr. 022958 7“ 5.95€

Soopastole Get on up

Temptations Papa was a rolling stone

Third Degree, The Mercy

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Art.nr. 177009 7“ 5.95€

William DeVaughn / New York City Be thankful for what you got / i´m doin fine now

Yesterdays New Quintet Rocket Love

Sir Jarvis Fania Brothers Workout

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Art.nr. 150697 7“ 5.95€

Angelina Goalie & The Football Funkateers / Louis Perez & The Peruvian Persuasions Rock Steady / Que Se Sepa

Stevie! Super Stitch On!

Mr Brown & The Killer Funk Allstars Big Band Orchestra It´s a man´s, man´, man´s

Art.nr. 174073 7“ 6.95€

Art.nr. 162655 7“ 6.95€

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CLASSICS SPECIAL 20th Century Steel Band Heaven & Hell

Amy Winehouse You know i´m no good

Art.nr. 178997 12“ 8.95€

Art.nr. 093386 12“ 6.95€

Aretha Franklin Rock steady

Atmosfear Dancing in outer space

BAMBOO BAMBOO Art.nr. 164084 LP 14.95 €

Ende der 1970er Jahre begann der zuvor mit Supermax bekannt gewordene Kurt Hauenstein mit der Produktion der surinamesischen Mädchenband Bamboo. Das Gespann spielte drei Alben ein, von denen das selbstbetitelte erste auch das bekannteste und bei Plattensammlern gefragteste werden Art.nr. 018124 12“ 6.95€

Art.nr. 168395 12“ 7.95€

Bobby Byrd I know you got soul

Chicago Street player

sollte. 30 Jahre lang war das Album nur sehr schwer und zu hohärenten Preisen zu beschaffen, ehe es jetzt in einer Neuauflage auf Vinyl erschienen ist. Mag man sich noch über eine unnötige Genrezuweisung streiten – egal ob klassische Disco, Cosmic oder Italo Funk; diese Platte ist eine Offenbarung der Funkyness in all ihren Facetten. Mit dem ersten Beat auf der Platte, dem Disco-Jam »Take What You What«, beginnt eine Reise in die Welt der rollenden Bassläufe, pulsierenden Polymoogs, treibender Percussion und süßlich-arrangiertem

Art.nr. 102336 12“ 7.95€

Art.nr. 094216 12“ 6.95€

wie eskstatischem Gesang einer etwas anderen It-Band. Bei all dem Tempo, das das erste Stück vorlegt, gewinnt die

Daniel Merriweather Change feat. Wale

Eddy Grant Electric avenue

Platte aber vor allem in Gestalt ruhigerer Stücke (noch mehr) an Format. Highlight der Hauenstein’schen Großproduktion anno 1979 ist die bombastisch instrumentalisierte und zuckersüße R&B-Herzschmerzhymne »Find Yourself«. Sensa-

Art.nr. 153413 12“ 7.95€

Art.nr. 045584 12“ 6.95€

tionelle Platte voller großer Gefühle. PAUL OKRAJ

Femi Kuti / Fela Kuti Truth don´t die / Water get no enemy

Frankie Valli & The Four Seasons Beggin Pilooski remix

Art.nr. 168821 12“ 7.95€

Art.nr. 108950 12“ 7.95€

George Clinton Atomic dog

Incredible Bongo Band Apache

Art.nr. 022936 12“ 6.95€

Art.nr. 077585 12“ 7.95€

Indeep Last night a DJ saved my life

Liquid Liquid Optimo

LYN COLLINS THINK (ABOUT IT) Art.nr. 9622 LP 10.95 € Art.nr. 54353 LP 12.95 €

Trotz der nur zwei veröffentlichten Alben ist Lyn Collins eine der bekanntesten und wichtigsten Soul-Diven der 1960er und 1970er Jahre. Die 1948 als Gloria Lavern Collins gebore-

Art.nr. 137095 12“ 6.95€

Art.nr. 044591 12“ 6.95€

ne Dame machte schon früh Ausflüge in die Singerei und das Show-Geschäft. Bereits im Alter von 14 Jahren stand sie auf

Mellow Madness Save the youth Kenny Dope remix

Michael Jackson Beat it

der Bühne, zwar nicht von Beginn an mit den Größten, doch wurde sie recht schnell von Funk-Godfather James Brown an die Hand genommen. In den 1970er Jahren arbeitete sie an vielen Stücken Browns als Backing-Vocalist mit. Ihre

Art.nr. 136932 12“ 7.95€

Art.nr. 072383 12“ 6.95€

Stimme überzeugte doch anscheinend so sehr, dass sich der Godfather entschloss Collins ein eigenes Album einsingen

Sly & The Family Stone Dance To The Music (Medley)

V.A. Disconet Greatest Hits Volume 4

zu lassen. 1972 war es dann soweit, mit »Think (About It)« stand das Solodebüt dann stolz da. Und was für ein Erstling dies war, muss man gehört haben. Von Klassikern über neue Songs sind auf »Think« unfassbar funkige Nummern

Art.nr. 174855 12“ 7.95€

Art.nr. 174394 12“ 7.95€

Whatnauts Help is on the way

Wild Sugar Messin´ around

versammelt. James Brown blieb auch hier federführend, entweder als Produzent oder er übernahm sogar das Arrangement. Unter diesen Fittichen kommt Lyn Collins zu ihrer vollen Blüte. Von deepen Funk-Nummern bis hin zu unwiderstehlichen Soulsongs vereint Collins Ruhiges mit Treibendem. Mit Songs wie »Think«, »Things Got To Get Better« und eine unglaubliche Version von »Flyme To The Moon« hat

Art.nr. 019640 12“ 6.95€

Art.nr. 065133 12“ 6.95€

sich dieses Album zum echten Klassiker gemausert. DANIEL VON DER VRING

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MUSIC PRODUCTS ROCK/INDIE

ROCK/ INDIE

DAS KAPITAL »Der Rock ist ein Gebrauchswert, der ein besonderes Bedürfnis befriedigt. Um ihn hervorzubringen, bedarf es einer bestimmten Art produktiver Tätigkeit. Sie ist bestimmt durch ihren Zweck, Operationsweise, Gegenstand, Mittel und Resultat.« Karl Marx

THE XX XX

EDITORS IN THIS LIGHT AND ON THIS EVENING

Art.nr. 174807 LP 16.95€ Art.nr. 179411 CD 15.95€

Art.nr. 176415 LP 17.95€ Art.nr. 176416 CD 15.95€

»It kicks like a sleep twitch«. Wenn es dich im Schlaff schüttelt, dann scheint was nicht in Ordnung zu sein. »Darling, just don’t put down your guns yet / if there really was a God here / He’d have raised a hand by now«, heißt es in der ersten SingleAuskopplung »Papillon« des dritten Albums der Editors. Es ist ein dunkles Album geworden, dass die vier Jungs aus Birmingham, UK mit »In This Light And On This Evening« aufgenommen haben. Dunkle Synthflächen und schwere, stampfende Rhythmen künden von dem Unheil, die Texte von Tom Smith berichten mit Pathos von der Abwesenheit Gottes. Gitarren flirren nur noch im Hintergrund, zur Unkenntlichkeit verzerrt. Es ist nicht mehr viel Fröhlichkeit in diesen neun Songs, die nun musikalisch mehr den Geist von Depeche Mode als von Interpol atmen. »Hold your tongue / swallow your venom« heisst es im abschließenden Song »Walk the Fleet Road«. Jegliches Vertrauen in die Menschheit ist versiegt, es gibt keine Hoffnung, keine Utopien mehr. Die Künstlerin Liliane Lijn hat dem Coverartwork passen dazu einen Scherenschnitt verpasst, der das Schemenhafte der urbanen Welt konkretisiert. Die Editors wollten sich neu erfinden, haben ein Konzept entwickelt und durchgezogen. Das sitzt. HANS STEIBANIZ

Morgengrauen bis zur Abenddämmerung. Die personifizierte Melancholie. Kaum stillbare Sehnsucht, endlose Tiefe und Schüchternheit mit einem Hauch Koketterie. Junge und reife Klänge vereint, Erwachsenenmusik und doch wieder nicht. Nachdenklichkeit, beruhigender und weniger zerstörerischer Natur. Dazu passend Bandname und gleichnamiger Albumtitel des Debüts, Interpretationsspielraum lassend durch die Symbolik jeweils zweier sich kreuzender Striche zu – gesprochen – »The Ex Ex«. Der Hang zur Ästhetik und das zum Releasedatum bei 20 Jahren liegende Lebensalter der vier Südwest-Londoner Schulfreunde sind wohl Gründe für besagte Namensgebung, die sich für Corporate-DesignSpielereien eignen. Zu den ästhetisch aufregenden Buchstaben XX gesellt sich noch ein »The« und da stellt sich doch die Frage nach musikalischen Einflüssen. Assoziationen an ein Konglomerat aus The Cure, Massive Attack, Chromatics, Coco Rosie, die New Wave-Affinität und, wie selbst vom Quartett hervorgehoben, die R&B-Vorlieben, bieten eine unvergleichliche Basis für die vokale Partnerschaft bestehend aus Romy Madley Croft und Oliver Sim, die ihre Stimmen um Liebe, Verlust und Verlangen kreisen lassen. Produziert wurde in Eigenregie. Das Ergebnis spricht für sich! REGINE PFAFF

TOP ITEMS

!Jamie T. Kings & Queens

Jochen Distelmeyer Heavy

Karen O And The Kids OST - Where The Wild Things Are

Pete Yorn & Scarlett Johansson Break Up

Art.nr. 173602 LP 21.95€ Art.nr. 173524 CD 16.95€

Art.nr. 174696 LP 16.95€

Art.nr. 174605 LP 14.95€

Art.nr. 171284 LP 21.95€ Art.nr. 172582 CD 19.95€

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NEWS ALBEN Slew, The (Kid Koala & Dynomite D) 100%

TOP 10 ALBEN Wolfmother Cosmic Egg

01 KINGS OF CONVENIENCE DECLARATION OF DEPENDENCE Art.nr. 174807 LP 16.95 € Art.nr. 179411 CD 15.95 €

Art.nr. 181539 LP 18.95€ Art.nr. 181540 CD 13.95€

Art.nr. 177484 2LP 19.95€

02 WHITEST BOY ALIVE, THE RULES Art.nr. 154056 LP 17.95 € Art.nr. 154053 CD 16.95 €

Them Crooked Vultures (Dave Grohl, John Paul Jones & Josh Homme) Them Crooked Vultures

03 GOSSIP MUSIC FOR MEN

Art.nr. 178701 LP 21.95€

Art.nr. 179957 LP 18.95€ Art.nr. 179956 CD 16.95€

04 JAMIE T. KINGS & QUEENS

Tom Waits Glitter & Doom Live

Atlas Sound Logos

Art.nr. 179971 2LP 23.95€ Art.nr. 179970 2CD 18.95€

Art.nr. 178152 LP 18.95€ Art.nr. 177471 CD 14.95€

Bad Lieutenant Never Cry Another Tear

Foo Fighters Greatest Hits

Art.nr. 177046 2LP 20.95€

Art.nr. 179790 2LP 27.95€ Art.nr. 180481 CD+DVD 18.95€

Jello Biafra & The Guantanamo School Of Medicine The Audacity Of Hype

Sean Lennon Rosencrantz & Guildenstern Are Undead

Art.nr. 178164 LP 14.95€ Art.nr. 181136 CD 14.95€

Art.nr. 178071 LP 18.95€

Faust Faust IV

Art.nr. 168380 2LP 23.95 € Art.nr. 174878 CD 14.95 €

Art.nr. 173602 LP 21.95 € Art.nr. 173524 CD 16.95 €

Sufjan Stevens The Brooklyn Queens Expressway

Art.nr. 180129 LP 21.95€

Art.nr. 169987 LP 17.95 €

06 DEAD WEATHER, THE HOREHOUND Art.nr. 167613 2LP 25.95 €

07 DINOSAUR JR. FARM Art.nr. 166208 2LP 16.95 € Art.nr. 166207 CD 16.95 €

08 GRIZZLY BEAR VECKATIMEST Art.nr. 162714 2LP 21.95 € Art.nr. 162713 CD 17.95 €

09 WHY? ESKIMO SNOW Art.nr. 176531 LP 13.95 € Art.nr. 176532 CD 12.95 €

Tyondai Braxton Central Market

10 JUNIOR BOYS BEGONE DULL CARE Art.nr. 162492 LP 18.95 € Art.nr. 162493 CD 16.95 €

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TOP 10 SINGLES

NEWS SINGLES Arctic Monkeys Cornerstone

05 XX, THE THE XX

Ben Harper And The Telentless Seven Shimmer And Shine

01 MGMT KIDS Art.nr. 149876 12INCH 7.95 €

Art.nr. 179985 7“ 3.95€

Art.nr. 181883 10“ 6.95€

02 JAMIE T. STICKS N STONES EP Art.nr. 167508 12INCH 7.95 €

Animal Collective Brothersport

La Roux Quicksand

03 PHOENIX LISZTOMANIA REMIXES Art.nr. 167187 12INCH 7.95 €

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Art.nr. 182078 7“ 4.95€

Pearl Jam Got Some

Ian Brown Just Like You The Prodigy Remix

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Jack Johnson Living in the moment

Bonnie Prince Billy Stay

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Art.nr. 179908 7“ 6.95€

Dead Weather, The I Cut Like A Buffalo

Weezer (If You Are Wondering If I Want To) I Want You To

04 JAMIE T. KINGS & QUEENS Art.nr. 173602 LP 21.95 €

05 PHOENIX LISZTOMANIA Art.nr. 164124 12INCH 7.95 €

06 EMPIRE OF THE SUN WE ARE THE PEOPLE Art.nr. 165302 7INCH 6.95 €

07 DEPECHE MODE PEACE Art.nr. 166599 7INCH 4.95 €

08 BLOC PARTY SIGNS ARMAND VAN HELDEN RMX Art.nr. 162532 12INCH 7.95 €

09 EBONY BONES THE MUZIK Art.nr. 163752 7INCH 4.95 €

Art.nr. 181237 7“ 6.95€

Art.nr. 182147 7“ 3.95€

10 YEAH YEAH YEAHS HEADS WILL ROLL Art.nr. 168013 7INCH 4.95 €

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MUSIC PRODUCTS ROCK/INDIE

HOT ITEMS ALBEN Arctic Monkeys Humbug

Bat For Lashes Two suns

Bela B. Code B

Art.nr. 169986 LP 17.95€ Art.nr. 173319 CD 13.95€

Art.nr. 161177 LP 16.95€

Art.nr. 176419 2LP 17.95€

Bloc Party Intimacy remixed

Dead Weather, The Horehound

Dirty Projectors Bitte Orca

Art.nr. 163922 3LP 19.95€ Art.nr. 163923 CD 12.95€

Art.nr. 167613 2LP 25.95€

Art.nr. 165651 LP 18.95€ Art.nr. 165650 2CD 17.95€

Fink Sort Of Revolution

Gossip Music for men

Jarvis Cocker Further Complications

Art.nr. 163113 LP 15.95€ Art.nr. 163114 CD 16.95€

Art.nr. 166146 2LP 21.95€ Art.nr. 174878 CD 14.95€

Art.nr. 162846 2LP 16.95€ Art.nr. 162845 CD 16.95€

Modest Mouse No Ones First and Youre Next

Morrissey Years of refusal

Placebo Battle For The Sun

Art.nr. 170343 LP 19.95€

Art.nr. 157192 LP 12.95€ Art.nr. 156453 CD+DVD 17.47€

Art.nr. 165059 LP 16.95€ Art.nr. 165058 CD 15.95€

HOT ITEMS SINGLES Arctic Monkeys Crying Lightning

Bloc Party One month off

Casio Kids Finn Bikjen

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Art.nr. 154723 7“ 4.95€

Art.nr. 170111 7“ 5.95€

Dinosaur Jr. Over It

Grizzly Bear While You Wait For The Others feat. Michael McDonald

Jack White Fly Farm Blues

Art.nr. 166209 7“ 5.95€

Art.nr. 177007 7“ 4.95€

Art.nr. 174035 7“ 6.95€

Killers, The A Dustland Fairytale

Pearl Jam The Fixer

Peter Doherty Broken Love Song

Art.nr. 172798 7“ 4.95€

Art.nr. 174225 7“ 4.95€

Art.nr. 170051 7“ 4.95€

Thom Yorke All For The Best

White Lies Death

Yeah Yeah Yeahs Zero

Art.nr. 173603 7“ 6.95€

Art.nr. 168011 7“ 4.95€

Art.nr. 161209 7“ 4.95€

Empire Of The Sun We Are The People

Pete Yorn & Scarlett Johansson Relator

Element Of Crime Immer Da Wo Du Bist Bin Ich Nie

Art.nr. 165302 7“ 6.95€

Art.nr. 168299 7“ 6.95€

Art.nr. 174713 7“ 5.95€

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 68


REVIEWS CLASSICS ALBEN Black Keys, The The big come up

SIMIAN MOBILE DISCO TEMPORARY PLEASURE Cluster & Eno Cluster & Eno

Art.nr. 083715 LP 15.95€

Art.nr. 173941 LP 14.95€

Metallica Metallica

MGMT Oracular spectacular

Art.nr. 157284 2LP 23.95€

Art.nr. 135096 LP 19.95€ Art.nr. 149770 CD 12.95€

Muse Black Holes And Revelations

Oasis (Whats the story) morning glory?

Art.nr. 166584 LP 16.95 € Wer Hot Chips Superhaucher Alexis Taylor, das (musikalisches) Superschwergewicht und Boulevard-Referenzpunkt Beth Ditto und Gruff Rhyes von den Super Furry Animals auf seinem Zweitling versammeln kann, hat eigentlich per se schon gute Karten. Wenn das Ganze dann auch noch die Handschrift des englischen Duos Shaw-Ford trägt, kann eigentlich kaum Schlechtes bei rumkommen – aber ist es auch, äh, super? Beginnen wir mal mit besagter erster Kategorie: Die Single »Audacity of Huge«, vielleicht das »I Believe« des Neulings und der Bruder vom Überoberhit »We Are Your Friends« in der Justice-Bearbeitung, ist unbestritten Ausdruck temporären Vergnügens. Knallig, bunt, tanzbar! Und »1000 Horses Can’t Be Wrong« kann durchaus als eine Reminiszenz an Detroit und Chicago verstanden werden. »Bad Blood«, »Cruel Intentions« und »Cream Dream« klingen maßangefertigt, also jeweils ganz im Stile von Hot Chip, The Gossip und Neon Neon (Gruff Rhyes Nebenprojekt). Am Rande des Superen befinden sich das fiepsige »Ambulance« und das schmutzige »Off the Map«. VocalFreiheit wäre aber vielleicht für »Synthesise«, »Turn up the Dial« und »Pinbal« das richtige Rezept gewesen, um durchweg mit obigem Adjektiv geschmückt werden zu können. REGINE PFAFF

THE RAVEONETTES IN AND OUT OF CONTROL Art.nr. 169450 LP 21.95€

Art.nr. 169333 2LP 21.95€

White Stripes, The White stripes

Wolfmother Wolfmother

Art.nr. 050464 LP 16.95€

Art.nr. 070120 2LP 26.95€ Art.nr. 076081 CD 15.95€

CLASSICS SINGLES Arctic Monkeys When the sun goes down

Beatsteaks Loyal to none

Art.nr. 053804 7“ 3.95€

Art.nr. 023336 7“ 8.95€

Bloc Party I still remember part 1 of 2

Interpol Mammoth part 1 of 2

Art.nr. 099546 7“ 4.95€

Art.nr. 112888 7“ 5.95€

Joy Division Love will tear us apart

Killers, The Tranquilize feat. Lou Reed

Art.nr. 167930 7“ 8.95€

Art.nr. 118479 7“ 4.95€

Nirvana Sliver

Pearl Jam Given to fly

Art.nr. 033308 7“ 5.95€

Art.nr. 054113 7“ 8.95€

Sex Pistols Anarchy in the UK

Smiths, The How soon is now

Art.nr. 115015 7“ 6.95€

Art.nr. 150671 7“ 5.95€

Art.nr. 176644 LP 16.95 € Für ihr fünftes Album suchten die beiden Dänen Sune Rose Wagner und Sharin Foo die enge Zusammenarbeit mit der eigenen Fangemeinde. Diese wurde während der Aufnahmen mit geleakten Outtakes versorgt und durfte dazu ihre Meinung auf der Homepage der Band kundtun. Basisdemokratie 2.0. Was das zur Folge hatte? Nichts. »In And Out Of Control« bestätigt wieder einmal das alte Klischee, dass Fans im Grunde primär alten Wein in neuen Schläuchen wollen. So resultiert der Schulterschluss mit den Anhängern in einem typischen Raveonettes-Album. Bei 8 von 10 Bands würde sich an dieser Stelle vermutlich der Musikredakteurs-Snob in mir durchsetzen, hier aber nicht. Dafür ist diese demonstrative, ironische Naivität mit der das Duo selbst Tabuthemen (»Boys Who Rape Should All Be Destroyed«, »Suicide«) angeht, zu niedlich. Und was nach The Sonics klingt, patente Surf-Gitarren auffährt und solch tolle Popsongs wie »Breaking Into Cars« oder »Gone Forever« schreibt, kann ich nicht abwatschen. In diesem Sinne: auf weitere fünf (semiidentische) Alben! FLORIAN AIGNER

CHROMEO DJ-KICKS Art.nr. 174061 2LP 17.95 € Art.nr. 174062 CD 15.95 € Endlich gibt es wieder eine neue Auflage der »DJ Kicks«-Reihe. Zwei Jahre sind seit der Booka Shade-Ausgabe vergangen: Doch das Warten hat sich gelohnt. Denn so viel Mut wie Chromeo bewiesen nur selten die Kompilatoren dieser Reihe. Die beiden Kanadier versammeln Trash, wie sie selbst sagen. Das Alles klingt dann sehr schwummrig und nach einem Fitnessstudio in den 1980er Jahren. Gnadenloser Discosound, Hi-NRG, Italo-Disco und eben Workout-Funk werden in eine animierende Reihenfolge gesetzt. Wer also die Zeitreise angehen möchte, sei herzlich eingeladen. Auf die Tour gehen mit: Kano, Pierre Perpall, Donna Allen, Chateau Marmont, Soupir, Leo Sayer, Carmen, Chromeo selbst und – man lasse sich das auf der Zunge zergehen – The Alan Parsons Project. Der rote Faden der frankophilen Bestandteile ist kein Zufall, kommt das arabisch-jüdische Duo doch aus der Quebec´schen Disco-Hauptstadt Montréal. Kaum ein Song ist eine wirkliche Rarität, und doch sind die Interpreten meist schon längst in Vergessenheit geraten. Nun verhelfen ihnen Chromeo zu neuen Ehren. Also schnell die Plateauschuhe geschnürt und ab unter die Disco-Kugel: Keyboard, Glitter, Obskuritäten, Space-Disco… macht Spaß. DANIEL VON DER VRING

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MUSIC PRODUCTS REGGAE/DANCEHALL

REGGAE/ DANCEHALL

DER WIDERHALL »U-Roy drive up on his bike with Tubby’s new speaker, an’ it have the reverb unit built up, but him kept real quiet about it before that session. But when him introduce the first riddim, him call out, ›You’re now entertained by the number one sound in the land‹, and it echo. Man, the dance ram hard! He chat with an echo all night, the people couldn’t get enough!« Phillip Smart

JAHDAN BLAKKAMOORE BUZZROCK WARRIOR

TAGGY MATCHER HIP HOP REGGAE SERIES VOLUME 1

Art.nr. 173425 CD 16.95€

Art.nr. 179366 LP 14.95€ Art.nr. 179367 CD 14.95€

Für sein Debüt hat sich Vokalist Jahdan Blakkamoore mit Matt Shadetek und DJ /rupture als Produzententeam zusammengetan. Und das allein weckt hohe Erwartungen. Zusätzlich hatten Modeselektor, Maga Bo, Jammer und 77Klash ihre Finger an den Reglern. Das Team hörte sich monatelang durch Rap, Reggae, Dancehall, R&B, Cumbia, Grime und Dubstep, um produktionstechnisch eine eigene Sound-Linie zu entwickeln. Das Ergebnis gestaltet sich sehr erfreulich. Denn neben der Musik gilt zu konstatieren: Blakkamore hat Stimme, Skillz und Inhalte. Ursprünglich aus dem südamerikanischen Staate Guyana kommend, folgte er mit 8 Jahren seinen Eltern nach Brooklyn, New York. In der dortigen Reggae-Szene war er mit seiner Band Noble Society umtriebig und im Hip-Hop kollaborierte er mit Afu-Ra oder Dead Prez. Auch von Major Lazer wurde er als MC berufen. Auf den dreizehn Tracks von »Buzzrock Warrior« ist die musikalische Bandbreite daher groß. Progressiven Reggae-Dancehall-Afficionados werden das Album sicher zu schätzen wissen. Dubstep- und Grime-Liebhabern wird das gesamte Album dagegen zu eingängig sein. Für straighte Hip Hop-Fans wird die Luft sicherlich dünn, sieht man von einzelnen Tracks ab. Gezielte 12inch-Auskopplungen wären daher wünschenswert.

Der faltige Old-School B-Boy schielt argwöhnisch in Richtung Tanzfläche: Dort tummelt sich ein fröhliches Häufchen vermeintlich nichtsahnender Ignoranten zu willkürlich zusammengewürfelten Mixen aus unantastbaren R&B-/Rap-Klassikern und verstaubten Reggae-Riddims. So oder so ähnlich mag das in den letzten drei Jahren auf fast jeder Party dies- und jenseits des Atlantik ausgesehen haben. Da liegt es irgendwie nahe mal die ganzen 45er des Mash-Up-Vorzeige-Athleten Taggy Matcher zusammenzusammeln und mit ein bisschen Extrastuff auf LP und CD unters Volk zu bringen. Braucht man das? Ganz klare Antwort: Vielleicht? Als Party-Granate taugt jeder der 11 Tracks allemal. Wer das aber schon wusste, hat sicherlich schon die eine oder andere Single eingesackt. Wer das schon früher nicht mochte wird den Teufel tun, sich das ganze als Longplayer ins Regal zu stellen. Wer braucht also diese Platte? Klare Antwort: Jeder und Keiner… Schon spaßig, das Ganze, gerade, wenn einem als hochdekorierter Partyveteran die Originaltracks schon zum 10.000sten Mal im Club abgefeiert hat. Leider aber ist das Ganze in voller Länge nicht ganz ernst zu nehmen. Soll man sicherlich auch nicht, also gibt’s ein 100%iges fifty-fifty. DAVID WETZEL

BIANCA LUDEWIG

TOP ITEMS

Ohrbooten Gyp Hop

Delroy Wilson Dub Plate Style

Sizzla Ghetto Youthology

V.A. 100 Tons Of Dub

Art.nr. 172581 LP 16.95€ Art.nr. 172580 CD 19.95€

Art.nr. 171274 LP 17.95€

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Art.nr. 181348 LP 17.95€

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NEWS

TOP 10 ALBEN Cedric Im Brooks & The Light Of Saba The Magical Light Of Saba

Girlie & Laurel Aitken Scandal In A Brixton Market

01 PETER FOX VON SEEED STADTAFFE Art.nr. 145869 2LP 19.95 € Artr. 145546 CD 17.95 €

02 SOUL JAZZ RECORDS DUB ECHOES Art.nr. 162746 3LP 19.95 € Art.nr. 162747 2CD 15.95 €

Art.nr. 179384 2LP 20.95€

Art.nr. 178169 LP 16.95€

Michael Jackson Vs. Drastics MJ A Rocker

Laurel Aitken The High Priest Of Reggae

03 BUG, THE LONDON ZOO Art.nr. 140839 3LP 24.95 € Art.nr. 149666 CD 16.95 €

04 V.A. MOTOWN FLIES JAMAICA Art.nr. 135290 LP 12.95 €

05 DUNKELBUNT SUN DUB – A SPICY BLEND Art.nr. 158541 3LP 18.95 € Art.nr. 158540 CD 16.95 €

Art.nr. 177176 LP 13.95€

Art.nr. 178170 LP 16.95€

Skatalites Stretching Out Volume 2

U-Roy I Am The Originator

06 JOE GIBBS DUB SERIAL Art.nr. 161807 LP 11.95 €

07 ALBOROSIE ESCAPE FROM BABYLON Art.nr. 167008 CD 14.95 €

08 MILES DAVIS REGGAE INTERPRETATION OF KIND OF BLUE Art.nr. 176645 LP 13.95€

Art.nr. 178794 LP 17.95€

Hans der Kleingärtner Hans der Kleingärtner

Matisyahu Light

Art.nr. 174991 LP 17.95 €

09 QUEEN IFRICA WELCOME TO MONTEGO BAY Art.nr. 166037 LP 11.95 €

10 ALBOROSIE SOUL PIRATE Art.nr. 153063 LP 13.95 €

Art.nr. 178871 CD 16.95€

Art.nr. 171283 LP 21.95€ Art.nr. 176662 CD 15.95€

HOT ITEMS

TOP 10 SINGLES

Collin Roach & General Degree / Collin Roach Bury you / Champion sound

Shabba Ranks / Tippa Irie Dancehall Ram Remix / All This Music

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01 NICE UP! DARE MAN Art.nr. 164681 7INCH 6.95 €

02 TAGGY MATCHER THE NEXT EPISODE Art.nr. 159685 7INCH 6.95 €

Cornadoor Choclate Fudge

Collie Buddz Hustle

03 MATO REGULATE / BLACK OR WHITE Art.nr. 163840 7INCH 6.95 €

04 DIZZEE RASCAL /CAPLETON SMELLS LIKE DIZZEE IN RAGE / NUTHIN BUT A G MEDLEY Art.nr. 154820 7INCH 6.95

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Etana & Alborosie Blessing

Capleton / Capleton & Noreaga Liberation Time / Liberation Time Hip Hop Remix

05 PRINCE FATTY GIN & JUICE / SHIMMY SHIMMY YA

Art.nr. 170132 7“ 3.95€

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06 SEAN PAUL SO FINE

Rick James / Movado Superfreak / Whe Dem A Do

Mato Regulate / black or white

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Mato Vs. Erick Sermon Music feat. marvin Gaye

Taggy Matcher Sure shot

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Art.nr. 164022 7“ 6.95€

Art.nr. 168575 7INCH 6.95 €

Art.nr. 173324 12INCH 6.95 €

07 THE POLICE / MAVADO & BUSY SIGNAL MESSAGE IN A BOTTLE / BAD MAN PLACE Art.nr. 168082 7INCH 4.95 € 08 JAHMIGA WHISKEY BAR Art.nr. 168136 7INCH 4.95 €

09 NESTA UNO (TWIT ONE) VS BOB MARLEY IS THIS LOVE RE-EDIT Art.nr. 169381 7INCH 6.95 €

10 DEDY DREAD STEADY THUG Art.nr. 169432 7INCH 4.95 €


MUSIC PRODUCTS BEATS & BREAKS

BEATS & BREAKS

TOP 10 ALBEN

DAS EQUIPMENT

01 SHIBUYA BREAKS SHIBUYA BREAKS Art.nr. 170348 LP 16.95 €

»Whenever you make something that’s one kind of beat, it always inspires you to do something else. The way I look at it, It’s just a constant source of inspiration to have all these sounds to pull from, whether it’s a SuperNover or a Moog or an MS2000 or MS20. That’s one of the beauties doing everything in the computer now, because, with all the virtual instruments, you can have all those synthezisers in front of you.« Just Blaze

02 DJ PREMIER INSTRUMENTAL WORLD 39

Art.nr. 163195 3LP 26.95 € Art.nr. 164013 CD 14.95 €

03 DJ Q-BERT SPECIAL SCRATCH VOLUME 8 Art.nr. 160785 LP 11.95 €

04 DJ TROUBL DUB A BREAKS Art.nr. 160562 LP 12.95 €

05 DJ CRATES 1000 EFFECTS THE ONLY SCRATCH FX TOOL Art.nr. 173039 2LP 17.95

06 DJ HERTZ ENTER THE SCRATCH GAME

NEWS ALBEN DJ Peabird Battle Trackz Volume 3

Art.nr. 160515 LP 14.95 €

DJ Crates 1000 Effects - The Only Scratch FX Tool

Art.nr. 174325 LP 13.95€

Art.nr. 173039 2LP 17.95€

Shibuya Breaks Shibuya Breaks

Jimi Handtrickz Boss Matsumotos Trip Through The Underground

Art.nr. 170348 LP 16.95€

Art.nr. 169230 LP 12.95€

DJ Q-Bert Superseal 3D

DJ Crates Dummbatz Breaks

Art.nr. 168137 LP 14.95€

Art.nr. 167499 LP 12.95€

Art.nr. 163838 LP 14.95€

08 SCRATCHAHOLICS SKIP PROOF VOLUME 5 Art.nr. 158609 LP 9.95 €

09 DJ Q-BERT SUPERSEAL 3D Art.nr. 168137 LP 14.95 €

10 LE JAD & DJ HERTZ REVERSIBLE Art.nr. 143343 LP 13.95 €

TOP 10 SINGLES Art.nr. 168737 7INCH 5.95 €

Suff Daddy Hi-Hat Club Volume 2 - Suff Draft

Art.nr. 172096 LP 14.95€

02 MARK PRITCHARD & OM´MAS KEITH OF SA-RA CREATIVE PARTNERS WIND IT UP Art.nr. 168585 12INCH 7.95 € 03 BEAT DIMENSIONS VOLUME 2 - EP 3

Art.nr. 174866 12INCH 7.95 €

04 REMY LEBEAU COMPONENT EP

CLASSICS DJ Q-Bert Special scratch volume 8

Art.nr. 150798 LP 12.95 €

01 GLEN PORTER FALLING DOWN

HOT ITMES ALBEN Testiculo Y Uno (Hulk Hodn & Twit One) Hi-Hat Club Volume 1

07 LA FINE EQUIPE PRESENTE LA BOULANGERIE PART 1

Art.nr. 172529 LP 11.95 €

Blaq Poet Tha Blaqprint Instrumentals

05 MONO/POLY / ILLUM SPHERE PRODUCER 2 PART 3 Art.nr. 171173 7INCH 5.95 €

Art.nr. 160785 LP 11.95€

Art.nr. 172533 LP 14.95€

Super Duck Breaks Super duper duck breaks

DJ Flare Hee haw breaks volume 1

Art.nr. 004944 LP 14.95€

Art.nr. 009808 LP 12.95€

Lambent Smoothness Extract (Deep Night at Ishigaki)

Super Duck Breaks ...the saga begins

06 FLYING LOTUS LOS ANGELES EP 3 Art.nr. 169863 12INCH 15.95 €

07 WORKS, THE YOKOHAMA EP

Art.nr. 167854 12INCH 6.95 €

08 RAS G DESTINATION THERE EP Art.nr. 175865 12INCH 8.95 €

09 BIRDY NAM NAM THE PARACHUTE ENDING EP Art.nr. 167783 12INCH 7.95 €

Art.nr. 173587 LP 11.95€

Art.nr. 017088 LP 9.95€

10 CEREBRAL VORTEX & ERIK L KITTY CAT KABOODLE Art.nr. 151911 12INCH 7.95 €

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 72


BANDMERCH 2495

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Masta Ace Logo g T-Shirt

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E.M.C. ((Masta Ace, Wordsworth, Punchline & St Strick) trick) Logo T T-Shirt L Shi t

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Finders Keepers Keepe ers Kuckuck T-Shi irt T-Shirt

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CLOTHING FEATURES

UCON

VISIONEN VERBINDEN Es ist nicht genau überliefert, ob die beiden Macher des Modelabels Ucon, Jochen Smuda und Martin Fussenegger, vor zwei Jahren nach Berlin kamen, um hier im schönen Bezirk Friedrichshain quasi unser Nachbar zu werden, oder sich vom Potenzial und Flair der Hauptstadt inspirieren zu lassen. Fakt ist: sie machen seither Mode, die nicht nur auf den Effekt zielt, sondern eine konkrete Vision vermittelt Text Julian Gupta

Angefangen hat eigentlich alles im Süden der Republik, genauer gesagt in der schwäbischen Kleinstadt Wangen. Dort lernten sich die passionierten Skater Jochen Smuda und Martin Fussenegger nicht etwa zwischen Halfpipes und Rampen, sondern irgendwo zwischen Sakristei und Kanzel als Ministranten in einer Kirche kennen. Nach ihrem Studium zogen sie in die Bundeshauptstadt Berlin. Dort verfolgen sie seither mit Ucon Acrobatics ihre Vision in Sachen Mode und gestalten »nicht interessante Kleidung sondern Kleidung interessant«. Schritt für Schritt etablieren die beiden Visionäre ihre Marke und gehen dabei konsequent ihre eigenen Wege. Sei es mit innovativen Schnitten oder außergewöhnlichen Werbeclips. HHV: Über euch als Macher ist nur wenig bekannt. Es heißt, dass ihr eure Wurzeln in der Skateszene habt. Könnt ihr kurz etwas zu eurem Werdegang erzählen? Ucon: Wir haben beide unsere halbe Jugend auf

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Rampen verbracht. Das war schon eine extrem gute Zeit. Wir sind in der schwäbischen Kleinstadt Wangen groß geworden. Durch Skaten sind wir sehr viel rumgekommen und irgendwann hat man dann auch schnell Freunde auf der ganzen Welt. Das ist wirklich was ganz besonderes am Skaten und wir können bis heute noch davon profitieren. Nach dem Abitur und Zivildienst habe ich Sportwissenschaften studiert und Martin Produkt-Design. Nebenher haben wir vor etwa acht Jahren das Label Ucon gegründet. Warum seid ihr von dort nach Berlin gegangen. Welche Rolle spielt die Stadt für eure Modemarke? Nach dem Studium musste was passieren. Vor über zwei Jahren sind wir dann nach Berlin gezogen, haben uns hier mit eigenem Büro und Showroom etwas besser aufgestellt. Den Schritt haben wir nie bereut. Generell ist es sehr wichtig, dass man sich in einer Stadt und in seinem Freundeskreis wohlfühlt. Es muss nicht immer zwingend eine Großstadt sein. Dennoch

hat vor allem Berlin ein unglaubliches Potential und es macht wirklich sehr viel Spaß von hier aus zu arbeiten. Es hat uns einige Türen geöffnet. Liegt euer Fokus jetzt auf der mannigfaltigen lokalen Modeszene? Es gibt hier sehr viele gute Labels und Artists. Für uns ist die Vielfalt an gutem Design aber in erster Linie ein Ansporn uns täglich zu verbessern. Wir orientieren uns aber ehrlich gesagt nicht zu sehr an der Berliner Modeszene. Es ist interessant das alles hier mitzubekommen und inspiriert uns immer wieder selbst was zu machen, dennoch haben wir mit Ucon eine eigene Handschrift entwickelt, und die wollen wir natürlich auch beibehalten. Für uns ist das ein entscheidender Punkt der Ucon im Vergleich zu anderen Sachen besonders macht. Andere Modemacher benennen Musik, Graffiti aber auch Skaten als Inspiration für ihre Mode, wie ist das bei euch? Was inspiriert euch? Für uns ist Berlin als Stadt sicherlich eine sehr große Inspiration. Es gibt hier viel zu sehen und entdecken, egal ob in Galerien, Clubs oder natürlich auch auf den Straßen. Dann spielen bei uns auch Modelle aus unserer vorherigen Kollektionen eine große Rolle, die wir weiterentwickeln und versuchen immer besser zu machen. Andere Labels sowie gute Blogs sind natürlich immer eine Anregung. Martin interessiert sich auch schon seit ewigen Zeiten für Architektur und aus der Quelle lassen sich sicherlich Produkte wie den Asym Hood oder das Decon Shirt ableiten. Um es auf den Punkt zu bringen würde ich sagen, dass uns gutes Design immer inspiriert, egal aus welcher Richtung. Euer Büro gleicht nach Eigenaussage »einem Spielplatz für Erwachsene«. Was heißt das? Wir haben in Berlin direkt am Boxhagener Platz einen alten Kuhstall gemietet. Leider war das Ding aber total heruntergekommen und wir haben das erst mal komplett in Eigenregie umgebaut. Somit konnten wir alles genau planen wie wir wollten, da es auch keine Stromleitungen, Heizung oder ähnliches gab. Wir haben eine Zwischendecke mit Treppe eingezogen, in


Button Omma zip-up hoodie BLACK Art.nr. 155612 69,95 €

Popup Backpack GREY Art.nr. 182696 69,95 €

Asym Zip-Up Hoodie BLUE / GREY / WHITE Art.nr. 173459 99,95 €

J3 Jeans FADED GREY Art.nr. 182712 59,95 €

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 75


CLOTHING FEATURES

»Das Wichtigste ist aber natürlich, dass wir unsere Produkte ständig weiter verbessern. Neue Ideen, beste Qualität, innovative Schnitte, coole Farben, nie einschlafen. Zufriedene Kunden sind das beste Marketing. Wer aufhört besser sein zu wollen, hört auf gut zu sein.«

Wardrobe T-Shirt WHITE Art.nr. 182693 29, 95 €

Hexagon Zip-Up Hoodie KELLY GREEN Art.nr. 180267 74,95 €

Inuit Women Hoodie GREY / BLACK Art.nr. 182695 44,95 €

Base Cap BLACK Art.nr. 182688 29,95 €

Hex Belt BLACK Art.nr. 173451 24,95 €

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 76

Plus Socks WHITE / GREEN Art.nr. 182719 9,95 €


drei Metern Höhe haben wir ein Chillout-Netz eingebaut und eine 5m hohe Feuerwehrstange installiert, die hinab in den Showroom geht. Was bedeutet »Ucon«? Durch unseren Skate-Hintergrund verfolgen wir mit der »Ucon Acrobatics«-Line von Anfang an den Ansatz in den Dialog mit der Architektur zu treten. Ucon ist eine Abkürzung für »Urban CONquest«, also »städtische Eroberung«. Auch wenn ein Architekt ein Gebäude für einen bestimmten Zweck gestaltet hat, heisst das noch lange nicht, dass wir auch daran festhalten müssen. Wir rufen dazu auf Architektur mit anderen Augen zu sehen und sie auf neue Art und Weise zu nutzen. Skater haben schon immer ihre Umgebung aus einem weitaus kreativeren Strandpunkt wahrgenommen als andere Menschen. Die meisten Streetwear-Marken legen größten Wert auf eigenständige Designs, bei euch hat man das Gefühl, dass ihr den nächsten Schritt geht und auch auf außergewöhnliche Schnitte wert legt.

Für uns hört Design nicht beim Druck eines Sweaters auf. Design ist bei uns ein all umfassender Begriff und jedes noch so kleine Detail muss sitzen. Der Schnitt spielt dabei die zentrale Rolle. Auch wenn es sehr aufwendig und kostspielig ist eigene Schnitte zu entwickeln, wir machen es trotzdem – auch wenn es sich oft nicht auszahlt für uns. Wir definieren Farbe und Qualität der Stoffe und lassen diese speziell für uns anfertigen, was für ein Label unserer Größe unglaublich aufwendig und risikoreich ist. Für uns ist es aber extrem wichtig, dass jedes Teil eine Ucon Handschrift hat – eigener Schnitt, detailverliebt, kreativ. Unsere Kunden legen auf den kleinen aber feinen Unterschied genau so großen Wert wie wir! Wie gewichtet ihr zwischen Motiven und Schnitten? Das Motiv eines T-Shirts ist wie ein Plattencover. Es ist das was einem als erstes ins Auge sticht. Grafik ist unsere Leidenschaft, deshalb nehmen die Motive bei uns einen sehr großen Stellenwert ein. Doch

als wir angefangen hatten mit Ucon, gab es für uns schlichtweg das perfekte T-Shirt nicht das wir verwenden konnten. Also haben wir es selbst entwickelt. So ging es uns bei vielen anderen Produkten ebenfalls – von Accessoires, über Shirts und Hosen zum Hooded Sweater. Es steht und fällt mit den eigenen Schnitten und Details, die wir auch jede Saison anpassen und verbessern. Man ist da nie am Ende angelangt, wenn man wie wir stets auf der Suche nach dem »Favourite Garment« ist. Unser Ziel ist es, jedes Ucon Kleidungsstück zu deinem Lieblingsteil werden zu lassen. Ucon wirkt für eine Urbanmarke recht »erwachsen«. Würdet ihr dem zustimmen? Ich denke das müssen andere beurteilen. Wir alle bei Ucon sind noch recht jung und sind ganz langsam in die Sache reingewachsen. Mit »Ucon Silhouette« haben wir zusätzlich noch eine erwachsenere, modischere Ausrichtung in die Marke Ucon mit reingebracht.

Button Oppa Hoodie GREY Art.nr. 173462 89,95 €

Button Omma Women Jacket GREEN Art.nr. 173467 79,95 €

J2 Jeans BLACK Art.nr. 182711 59,95 €

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 77


CLOTHING FEATURES

Purl Beanie GREEN Art.nr. 182698 32,95 €

Was sind eure nächsten Schritte, um Ucon weiter auf dem Markt zu etablieren? Wir arbeiten momentan mit sehr guten Künstlern und Grafikern zusammen. Mit denen werden wir öfters Artist Series herausbringen. Für die nächsten Monate sind das Mario Hugo aus New York, Chris Gray aus Manchester und die HotCheeseCrew aus Berlin. Unsere weiblichen Fans haben eine starke Nachfrage nach der Ucon Elle Line ausgelöst, die wir nun weiter ausbauen. Wir haben ein halbes Jahr an einem sehr aufwendigen Videoclip gearbeitet, den wir kürzlich im Internet veröffentlicht haben. Wir unterstützen Partys und sind immer offen für Geschichten wie das Interview mit euch. Wir gehen fleißig auf Messen, versuchen interessante Menschen kennenzulernen und

gute Kontakte zu knüpfen. Das wichtigste ist aber natürlich, dass wir unsere Produkte ständig weiter verbessern. Neue Ideen, beste Qualität, innovative Schnitte, coole Farben, nie einschlafen. Zufrieden Kunden sind das beste Marketing. Wer aufhört besser sein zu wollen, hört auf gut zu sein. Kannst du uns ein paar Hintergrundinformationen geben zu dem aufwendigen Videoclip der bei euch auf der Seite zu sehen ist? Den Videoclip haben wir mit einem guten Freund zusammen gedreht. Er hat ihn als seine Diplomarbeit gemacht und somit konnte er sich da ein halbes Jahr voll drauf konzentrieren. Die Idee ist von einem unserer Slogans abgeleitet der lautet »A good garment is hard to find«. In dem Clip sieht man einen jungen

Silux Women Jacket GREEN Art.nr. 182690 129,95 € Jack Cap BLACK Art.nr. 182714 29,95 €

Line Pattern Women Zip-Up Hoodie ARMY GREEN Art.nr. 182689 69,95 €

Felt Jacket BLACK Art.nr. 182691 139,95 €

Decon Sweatpants GREY / GREEN Art.nr. 182694 59,95 €

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 78


Mann hinter unseren Ucon Klamotten herlaufen, die allerdings immer wieder davon fliegen. Diese »fliegenden« Klamotten haben wir unter Wasser in einem Hallenbad gefilmt - vom Fenster der Schiedsrichter für Wasserballspiele aus. Allerdings mussten wir schon um 6 Uhr in der früh wieder draußen sein, weil die Omis die Bude gestürmt haben und angefangen haben die ersten Bahnen zu drehen! Den Videoclip und auch ein »Making of« sollte man sicher aber lieber mal in Ruhe bei uns auf der Seite ansehen.

Dan Cap BLACK Art.nr. 182713 32,95 €

Joshua Cap RED Art.nr. 182715 32,95 €

Ranger Jacket 09 ARMY GREEN Art.nr. 182692 119,95 €

Synchro Hoodie WHITE / GREY Art.nr. 182704 69,95 €

Packman T-Shirt BLACK Art.nr. 180270 32,95 €

J1 Jeans OVERDYED BROWN Art.nr. 182710 59,95 €

Snuggle Sweatpants GREY Art.nr. 182686 79,95 €

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 79


CLOTHING

THE NORTH FACE

15995

EURO

Nuptse Women Vest BLACK

Art.nr. 172247

6995

EURO

TKA 100 Emi Koussi ussi Women Hoodie odie VINE GREEN / WHISTLER GREEN EEN

Art.nr. 172289 289

22995

EURO

Atlas Triclimate Women Jacket Obermaterial: HyVent 2L aus 100% Nylon; Futter: Fleece aus 100% Polyester BLACK

Art.nr. 172249

Dank der aus mehreren Lagen bestehenden, technologisch PU-Beschichtung, versiegelter Nähte, abnehmbarer Kapuze, des auch als Jacke zu tragenden Fleece-Futters und des sehr atmungsaktiven, trotzdem wasserdichten HyVent 2L-Obermaterials wird der Winter zu einem guten Freund - versprochen! Gewicht: ca. 1,2 kg.

19995

EURO

Evolution Triclimate Women Jacket Obermaterial: 100% Nylon HyVent 2L (70D x 160D 4.56 Unzen/Yard²); Futter: 100% Polyester (Fleece) BACIO BROWN / MOONLIGHT IVORY

Art.nr. 172270

Ein verlässlicher Begleiter bei Wind und Wetter, Regen und Sonnenschein, hohen und niedrigen Temperaturen, denn dank des atmungsaktiven sowie wasserabweisenden Obermaterials, versiegelter Nähte und schlauer 3-in-1-Technik (Shell, Fleece-Jacke oder Kombi) hält dich diese smarte Jacke immer auf Betriebstemperatur.

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 80


STRIKER BLUE / DENIM BLUE

YELLOW / ASPHALT GREY

WICK GREY

Art.nr. 172251

Art.nr. 172253

Art.nr. 172252

19995

EURO

Redpoint Optimus Jacket Obermaterial: 30D x 40D 55 g/m² RipStop-Gewebe aus 100% Nylon mit DWR-Finish; Verstärkungen: 40D 70 g/m² Gewebe aus 100% Nylon; Wattierung: 100 g PrimaLoft One

34995

EURO

McMurdo Parka BLACK

Art.nr. 172239

Diese Jacke ist eine weitere technisch ausgereifte Wunderwaffe aus dem The North Face-Sortiment: Neben dem angenehmen Gewicht und dem smarten Two-Tone-Look begeistern vor allem die technischen Features wie z.B. die perfekte PrimaLoft-Wärmedämmung, das PU-Coating und die Tatsache, dass die Konstruktion mit einem Minimum an Nähten auskommt.

NEW TAUPE U GREEN / ASPHALT UPE ASPHALT T GREY

BLACK / BLACK

Art.nr. 172269 1 69 1722 69

Art.nr. 172268

Evolution Triclimate Jacket

19995

EURO

Obermaterial: 100% Nylon HyVent 2L (70D x 160D 4.56 Unzen/Yard²); Futter: 100% Polyester (Fleece)

Ein verlässlicher Begleiter bei Wind und Wetter, Regen und Sonnenschein, hohen und niedrigen Temperaturen, denn dank des atmungsaktiven sowie wasserabweisenden Obermaterials, versiegelter Nähte und schlauer 3-in-1-Technik (Shell, Fleece-Jacke oder Kombi) hält dich diese smarte Jacke immer auf Betriebstemperatur.

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 81


CLOTHING

BENCH 9995

EURO

EURO

Pimp Knit Hoodie

EURO

Turf Jacket

Thane Zip Th T Zip-Up Zi U Up Hoodie H di

Obermaterial: 100% Baumwolle; Futter: 100% Polyester

100% Baumwolle

BLACK

Art.nr. 173545

Art.nr. 172692

9995

6495

5995

EURO

BLACK

12995

EURO

BLACK

Art.nr. 173546

Twill T ill Hoodie H di

Marshall Field Jacket M et

100% Baumwolle RED

Obermaterial: 100% Baumwolle; mwollle e; Fleece-Futter: 100% Polyester yesterr

Art.nr. 172699

BLACK

6495

EURO

5995

EURO

Tinnitus Hoodie

Tonky Tonk ky Hoodie H Hoodie Hoo

Jersey: 100% Baumwolle; Rippb端ndchen: 95% Baumwolle, 5% Elasthan

100% Baumwolle

GREY

Art.nr. 172698

Art.nr. 172696

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 82

Art.nr. 173544

BLUE


5995

EURO

Rouch-Tastic Rouch Rouc h-Tastic Zip-Up JJacket acket 100% Baumwolle TURQUOISE

Art.nr. 172697 Women Wom men Pu Puddle Top

4495

EURO

BLACK K

Art.nr. A rt.n nrr 172693 nr. 1 172

8995

EURO

Women Penthouse Jacket Women Wome Jac cket 100% Baumwolle BLACK

Art.nr. 172691

8995

EURO

New ew Bo Bo Boarding Boa Women n Jacket Ja acket Obermaterial/Futter: 100% % Polyester Polyest P terr PURPLE

Art.nr. 171687

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 83


CLOTHING

STREETWISE TECHNIQUES BONE / BLACK

NAVY / RED

BLACK / IVY

Art.nr. 173708

Art.nr. 173710

Art.nr. 173709

9995

EURO

Addict Reversible Fleece Jacket Obermaterial: 100% Nylon; Microfleece-Futter: 100% Polyester

Smarter Vintage-Style in zwifabriger Colorblock-Optik, der außen mit einer wasserabweisenden Nylon-Hülle und innen mit unifarbenem Microfleece ausgestattet ist - oder umgekehrt, je nachdem wie du diese Wendejacke lieber trägst.

WHITE

BLACK

Art.nr. 177031

Akomplice Heart Beat T-Shirt

Art.nr. 177030

2995

EURO

100% Baumwolle

Der Beat gibt den Takt vor, der Herzschlag folgt. Feine Sache, genauso läuft‘s im Leben. Entspannt geschnittenes T-Shirt in Premiumqualität mit Screenprint auf der Front und zusätzlichen Logodetails auf Rücken und Ärmel.

ROYAL R O OYAL / ORANGE

Art.nr. A r rt.nr. 181615

2995

EURO

3595

EURO

3995

EURO

2995

EURO

BLACK BL LAC CK //RAINBOW RAINBOW

Art.nr. Ar rt.nr. 181614

I Imaginary i F Foundation d ti Infinite T-Shirt

Dim Di i Mak k Popcorn T-Shirt

Dim Di im Mak k Rider T-Shirt

Mad Ma ad Decent a MD Logo T-Shirt

100% Baumwolle

100% Baumwolle

100% Baumwolle

100% Baumwolle

BLACK

NATURAL WHITE

BLACK

Art.nr. 173377

Art.nr. 178548

Art.nr. 178547

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 84


3495

EURO

3495

3495

EURO

3495

EURO

EURO

R k ll Rockwell Wrong Way T-Shirt

Rockwell R k ll Wonderful Lie T-Shirt

Rockwell R k ll Fight Till Death T-Shirt

Rockwell R k ll Cherry Balls T-Shirt

100% Baumwolle

100% Baumwolle

100% Baumwolle

100% Baumwolle

SKY BLUE

BLACK

TIPSY OFF WHITE

BLACK

Art.nr. 173398

Art.nr. 173397

Art.nr. 173394

Art.nr. 173393

3495

EURO

3495

3495

EURO

3495

EURO

EURO

Sixpack France City Villains T-Shirt

Sixpack France Burgent T-Shirt

Rocksmith Brooklyn T-Shirt

Rocksmith Faces T-Shirt

100% Baumwolle

100% Baumwolle

100% Baumwolle

100% Baumwolle

WHITE

HEATHER GREY

BLACK

BLACK

Art.nr. 177989

Art.nr. 177987

Art.nr. 173881

Art.nr. 173880

3295

EURO

BLACK

WHITE

Art.nr. 175373

Art.nr. 175374

2995

EURO

3495

EURO

3295

EURO

Undrcr Undrcrwn crwn Big M Bi Mos T-Shirt T Shi t

Undrcrwn U Un nd crrwn ndr Real Boogie Man T-Shirt R S

Un Undrcrwn Und nd n drrcrwn wn He Is The King T-Shirt

Undrcrwn U ndr d crwn IU Used dT To Love L Her H T T-Shirt Shi

100% Baumwolle

100% Baumwolle

100% Baumwolle

100% Baumwolle

WHITE

WHITE

BLACK

Art.nr. 177567

Art.nr. 179709

Art.nr. 177572

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 85


CLOTHING BLACK / WHITE / WHITE

Art.nr. 175059 75 59 9

NIKE

7995

EURO

WHITE

Art.nr. 175069

3295

EURO

Eugene Jacket 100% Baumwolle (360 g/m²) VINTAGE GREEN / ELECTROLIME / ELECTROLIME

Art.nr. 175043

15995

EURO

Parra Tech Bomber Jacket BLACK / MEDIUM GREY

Art.nr. 175077 Move The Crowd T-Shirt 100% Baumwolle (160 g/m²) BLACK

Art.nr. 175068

2995

EURO

Better Mascot Multi T-Shirt LUCKY GREEN / DARK GREY WHITE

Art.nr. 170183

3295

10995

EURO

EURO

H-Pikasso H Pik Windrunner Wi d JJacket k t Obermaterial/Futter/Wattierung: 100% Polyester SEA GREEN / BLACK / BLACK / METALLIC SILVER

JJust R Rock k Kicks Ki k T-Shirt T Shi

Art.nr. 175058

100% Baumwolle (160 g/m²) BLACK

Art.nr. 175067

2495

EURO

Air Maxim 1 Trainer ND

13995

8495

EURO

EURO

MEDIUM GREY / BLACK

Art.nr. 177956

BLACK / WHITE / WHITE

Art.nr. 175060 WHITE / DARK OBSIDIAN / DARK OBSIDIAN

Art.nr. 175062

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 86

Windrunner Win W i Jacket

Love & War T-Shirt Lov

100% 1 00% Polyester P l

100% Baumwolle (160 g/m²) 100

SHADOW GREY / PERSIAN VIOLET

BLACK / DARK GREY HEATHER

Art.nr. 175061

Art.nr. 175047


VERY BERRY / WHITE / METALLIC GOLD

Art.nr. 175066

8495

EURO

Hybrid H b id S Speckled kl d W Women W Windrunner Windr i drunner Jacket J k t 100% Polyester BLACK / SHADOW GREY / METALLIC GOLD

Art.nr. 175065

9995

EURO

5495

EURO

8495

EURO

Windrunner Women Jacket VERY BERRY / HOT RED / VERY BERRY

Art.nr. 175052

Sherpa pa Lined L Liined Women Jacket

Fleece FZ W F Women Hooded H d d Jacket J k

100% recycletes Polyester, Polyester auáer Rippbündchen: Rip ppbündcchen he 97% Baumwolle, 3% Elasthan

F French Terry aus 80% 0% Baumwolle, Baumwol Bau mwo le 20% Polyester; Rippbündchen: 97% Baumwolle, 3% Elasthan

BLACK / FLINT GREY / FLINT GREY

VERY BERRY / DARK GREY HEATHER / WHITE

Art.nr. 175053

Art.nr. 175050

5495

EURO

9995

EURO

Women Dunk Low

8995

EURO

GRAND PURPLE / BLACK

Fleece FZ Women Hooded Jacket Jack ket Stripe

Performance Women Windrunner

French Terry aus 80% Baumwolle, 20% Polyester; Rippbündchen: 97% Baumwolle, 3% Elasthan

100% Polyester

SEA GREEN / ELECTROLIME / ELECTROLIME

Art.nr. 178575

Art.nr. 175051

Art.nr. 172232

SUBLIMINAL GREEN / METALLIC SILVER

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 87


CLOTHING

CARHARTT 11995

17995

EURO

24 95

EURO

EURO

Radar Beanie GREY

Art.nr. 172393

179

Kodiak K di k Blo Blouson Bl son

Fellow F ellow Jacke Jacket kett ke

Obermaterial: 100% Nylon (Tactel Ottoman); Futter/ Wattierung: 100% Polyester

Ob Obermaterial: t i l 100% N Nylon; l Fleece-Futter: Fl F tt 100% Polyester

BLACK

MOUNTAIN

Art.nr. 172377

Art.nr. 172367 BLACK

BLACKSMITH

Art.nr. 172369

Art.nr. 172370

95 EURO

Ranger Jacket BLACK / SOOT

Art.nr. 172375

10995

EURO

Nimbus Ni b P Pullover ll Obermaterial: 100% Nylon; Mesh-Futter: 100% Polyester

CHECK BLACK

Art.nr. 172372 CHECK OLIVE

Art.nr. 172371 BLACK

Art.nr. 172374 CARHARTT BROWN

Art.nr. 172373

EURO

14995

EURO

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 88

Active Jacket Obermaterial: 100% Baumwolle (11 Unzen); Futter; 100% Polyester


BLACK

RED / BLACK

Art.nr. 172401

Art.nr. 172400

9995

EURO

24 95

EURO

Women Aspen Beanie BLACK

Art.nr. 172409

Women Kodiak Blouson Women Wome Blouso on Obermaterial: 100% Nylon n (Tactel Ottoman); Futter/ Futte tter/ Wattierung: 100% Polyester Polyeste er

6995

EURO

Women Kodiak Blouson

99 95

EURO

RED / BLACK

Art.nr. 172400

Women Hooded Cheer Jacket 90% Baumwolle, 10% Elasthan (9 Unzen) LAVENDER

Art.nr. 172405

9995

EURO

16995

EURO

Women Nimbus Pullover

Women W Wom ome me en Hooded H Ho Cover-Up p Jacket

Obermaterial: 100% Nylon; Mesh-Futter: 100% Polyester

Obermate Obermaterial/Futter: erial/Futter: 100% Pol Polyester; lyest yester; er; Wattierung: Wattierun ng: Daunen

LAVENDER

BLACK

Art.nr. 172398

Art.nr. 172399

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 89


CLOTHING

CARHARTT 8995

EURO

GREY

BLACK

Art.nr. 156052

Art.nr. 156051

OCEAN

RUBY

Art.nr. 172378

Art.nr. 172379

74 95

EURO

Hooded Hood ooded Wag g Sweat

Basic hoodie

100% Baumwolle (12 Unzen)

100% Baumwolle

BLACK

Art.nr. 172383

69 95

EURO

Women Hooded Cheer Jacket LAVENDER

8995

EURO

Art.nr. 172405

64 95

EURO

Hooded H Hood ed Zip Pocket Jacket

L/S Merrik Shirt L/

100% Baumwolle (11,5 Unzen)

Flanell aus 100% Baumwolle (7 Unzen)

BLACKSMITH

Art.nr. 172381

3195

EURO

BLACK

WHITE

Art.nr. 172321

Art.nr. 172320

3195

EURO

78 95

EURO

Rational Women Pants El Morro BLACK

Art.nr. 156536

S/S Detr Detroit t oit it 12 Inch T T-Shirt Shirt i

Logo Script Logo pt T-Shirt T Shirt

100% Baumwolle (175 g/m²)

100% Baumwolle (185 g/m²)

WHITE

Art.nr. 172384

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 90


79 95

EURO

Western Pants Rancho 100% Baumwolle (13,5 Unzen) BLUE VINTAGE WASHED

Art.nr. 172316

99 95

BLUE RINSED

EURO

Art.nr. 156054

Graduate Knit Jacket BLACK

Art.nr. 172380

BLUE DESERT WASHED

Art.nr. 162035

64 95

EURO

UNIQUE WASH

L/S Merrik Shirt

Art.nr. 156527

79 95

EURO

OCEAN

Art.nr. 172378

Texas Pants Niland 100% Baumwolle (12 Unzen) BLUE VINTAGE WASHED

Art.nr. 172315 BLUE RINSED

Art.nr. 162038

79 95

EURO

Art.nr. 172318

Art.nr. 156055

69 95

EURO

Retro Pants Dixon BLUE VINTAGE WASHED

BLUE LAUNDRY WASHED

Bronco Pants Phoenix 100% Baumwolle (14 Unzen) BLACK RINSED

Art.nr. 162039 BLUE DARK RETRO WASHED

Art.nr. 172319

BLUE RINSED

Art.nr. 156056

Staff Pant Rancho

89 95

EURO

100% Baumwolle (13,5 Unzen) BLUE USED WASH

Art.nr. 172317 BLUE RINSED

Art.nr. 156535

HHV.DE MAGAZIN NR. HHVDE NR 4/2009 4/200 /2009 9 91


CLOTHING MUSTANG MUSTA ANG BROWN / D DARK CHILI

Art.nr. 180249 Art.nr

ADIDAS

RUNNING RU UNNING WHIT WHITE

Art.nr. Ar rt.nr. 17398 173982

METAL GOLD GOL

Art.nr. 167222 A 16722

PURE PU URE BLUE / LIGH LIGHT

Art.nr. 16970 A 169707

MUSTANG BROWN / DARK CHILI

Art.nr. 180254

Chunky Knit Beanie

2495

EURO

HINT / COLLEGIATE PURPLE

Art.nr. 171835 WHITE / PURPLE URPLE RP

Art.nr. 172363 2363

5495

EURO

METAL GOLD

Art.nr. 167223

Firebird Track Pants 100% Polyester (220 g/m²) PURE GREEN / YELLOW

Art.nr. 180251

PURE BLUE / LIGHT

Art.nr. 169708

6495

6495

EURO

EURO

rd bi re Fi en om W

Fir Firebird d Track Trac Top

et ck EN Ja RE 62 k G 23 ac AY 17 Tr IRW nr. . FA rt A

100% Polyester P l PURE GREEN / YELLOW

Art.nr. 180252

6495

EURO

CARDINAL

Art.nr. 173690 90

6995

EURO

Top Ten Hi Sleek Women HINT / WHITE / HINT

Art.nr. 173681

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 92

9995

EURO

Flannell Shirt Fl Shi t

D CB Crewneck Cr Sweater

100% Baumwolle

100% Baumwolle

MIDCINDER

DARK INDIGO / PURPLE

Art.nr. 173689

Art.nr. 171846


BLACK

BLACK / RUNNING WHITE

Art.nr. 170275

Art.nr. 170157

5995

5995

EURO

EURO

Stan Smith St S ith Hoodie H di

D Trefoil T f il Hoodie H di

100% Baumwolle

70% Baumwolle, 30% Polyester (300 g/m²)

MEDIUM GREY HEATHER

ART GREEN / RUN

Art.nr. 171841

Art.nr. 173686

9995

11995

9995

EURO

EURO

3995

EURO

Ja ck et

EURO

D D W Ar ARK in t.n IN ter r. DIG P 17 O ad 61 de 22 d

Gon zal es T -Sh Art .nr BLA irt . 173 CK 979

LF Vi Vintage t Hoodie H di

L Vi Vintage V Hoodie H di

100% Baumwolle

100% Baumwolle

PURE GREEN

PURE GREEN / WHITE

Art.nr. 173691

Art.nr. 173692

POOL

Art.nr. 1702 170276 0276 76 BLACK K

Art nr 1171842 Art.nr. 71842 MEDIUM GREY Y HEA HEATHER

Art.nr. 1738 173892 892

6995

EURO

5995

EURO

10995

EURO

ack ter P Win N o RS USBROW L m /M ForuBROWN 243 S 0 MU r. 18 .n t r A

PDH Hoodie di

Badge Hoodie

90% Baumwolle, 10% Polyester

70% Baumwolle, 30% Polyester

BLACK

MEDIUM GREY HEATHER

Art.nr. 173891

Art.nr. 173890

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 93


CLOTHING

ACRYLICK 2995

2995

EURO

EURO

Drop beats not bombs T-Shirt

25 Keys T-Shirt 100% Baumwolle BLACK

Art.nr. 171314

ATHLETIC HEATHER

WHITE

Art.nr. 171313

Art.nr. 171315

BANANA

BLACK

WHITE

100% Baumwolle

Art.nr. 131127

Art.nr. 118241

Art.nr. 124599

HEATHER GREY

Art.nr. 131126

BLACK

Art.nr. 171338 WHITE

Starter New Era Fitted Hat

44

Art.nr. 171342

95 EURO

BLACK

Art.nr. 171357

2995

EURO

2995

EURO

25 Keys Women T-Shirt 100% Baumwol Baumwolle m le WHITE

Art.nr. 171340 Rock It Women T-Shirt 100% Baumwolle B mwolle Bau BLACK

Art.nr. 171343 3

94 95 EURO

Horizo n Nylo n Wind breake r Art.nr. KELLY 171329

6995

EURO

Sleeveless Striped Women Zip-Up Hoodie 100% Baumwolle BLACK

Art.nr. 171350

95 29

EURO

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 94

irt e T-Sh CK Essenc BLA Audible 52 13 17 Art.nr.


WEMOTO 8995

8995

EURO

T L ed Ar EMO W t.n N om en r. 17 Zi 26 p11 U p

EURO

H oo di e

77 95 EU RO

Easy Zip-Up Hoodie

Bliss Button Up Hoodie

100% Baumwolle

100% Baumwolle

TEAL

HEATHER

Art.nr. 172599

Art.nr. 172598

8395

9995

EURO

EURO

9U5RO

32

E

rt Shi n Tome W e g Ser ENDER 2608 17 LAV .nr. Art

Dust Zip-Up Hoodie

Jive Collage Jacket

Obermaterial: 65% Baumwolle, 35% Polyester; Jersey-Futter: 100% Baumwolle

Obermaterial/Futter/Wattierung: 100% Polyester

RED

Art.nr. 172607

LIGHTNAVY

Art.nr. 172600

9995

9595

EURO

EURO

Bear 2 JJacket B k

Squirrel S i l 2 Women W Windrunner Wi d

100% Polyester BLACK

Art.nr. 172606

100% P Polyester l OLIVE

Art.nr. 172605

PLUM

Art.nr. 172612

RED

Art.nr. 172613

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 95


CLOTHING

LRG 3495

EURO

10995

EURO

6995

EURO

Armageddons Henchman Jacket BLACK

Art.nr. 176148

Eatt The E Th Rich Ri h T-Shirt T Shi t

Big L R Bi Railroad il d L/S / W Woven Shirt Shi t

100% Baumwolle

100% Baumwolle

BLACK

CHARCOAL

Art.nr. 176149

Art.nr. 176152

3495

EURO

8995

EURO

6995

EURO

Gr as sR oo ts Ar KELLSwe t.n Y G ate r. 1 RE r 79 EN 25 8

Shutter Bug RF T-Shirt

The Pedigree Blazer

100% Baumwolle

100% Baumwolle

BLACK

HEATHER GREY

Art.nr. 176150

Art.nr. 176147

3495

EURO

Grass Roots SR Jeans

6995

EURO

6995

EURO

RAW DARK

Art.nr. 170978

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 96

Ahead Ah d Of The Th Time Ti T-Shirt T Shirt Shi

Grass Roots G R Sweater S

100% Baumwolle

100% Baumwolle

ASH HEATHER GREY

BLACK

Art.nr. 176151

Art.nr. 176207


5995

6995

EURO

EURO

PURPLE LE

Art.nr. 170960 0 KELLY

Art.nr. 170959 BROWN

Art.nr. 170958 100% Baumwolle

ASH HEATHER

Art.nr. 170961

Art.nr. Art n 170979

Grass Roots SR Jeans

Art.nr. 170957

100% Baumwolle RED

RAW T TRUE BLUE

BLACK

Grass Roots Layering Pullover Hoodie Art.nr. 170956 56 6

2995

EURO

MEDIUM INDIGO

RAW DARK

Art.nr. 170977

Art.nr. 170978

5995

EURO

PURPLE

Art.nr. 157627 AQUA

CHARCOAL HEATHER

Art.nr. 157629

Art.nr. 156566

Grass Roots 5 T-Shirt 100% Baumwolle

Gras Roots Crewneck Sweater

KELLY

PALE BUTTER

100% Baumwolle

Art.nr. rt.nr. 170940

Art.nr. 170941

BLACK CK

Art.nr.. 17096 170962 62

KELLY

Art.nr. 170964

6995

EURO

5995

EURO

RAW DARK

Art.nr. 170976 Art. WHITE

Art.nr. 170955

MIDNIGHT INDIGO MIDNI

Grass Roots G R C47 Jeans J

Art.nr. 170975 Art

KELLY

Art.nr. 170953

100% Baumwolle BLACK

MEDIUM INDIGO

Art.nr. 170973

Art.nr. 170974

GIBSON BLUE

Grass Roots G R Layering L i Zip-Up Zi U Hoodie H di

Art.nr. 170952

100% Baumwolle ASH HEATHER

Art.nr. 170950

BLACK

Art.nr. 170951 HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 97


CLOTHING

IRIE DAILY WHITE

Art.nr. 173074

MAGENTA

Art.nr. 173073

4995

Rosomako Longsleeve Longsle gsleeve l Shirt Sh t Shir Shi

EURO

100% Baumwolle

ANTHRACITE

BLACK

DARK BROWN

CHARCOAL

Art.nr. 173088

Art.nr. 173087

Art.nr. 173084

Art.nr. 173085

8995

Classic Clas Cl lassic i Swing Jack Jacket ket

9995

EURO

No M Matter atter Swing g Jacket

EURO

Obermaterial: 100% Baumwolle (273 g/m²); Taftfutter: 100% Polyester

Obermaterial: 65% Polyester, 35% Rayon (250 g/ m²); Teddy-Futter: 60% Polyester, 40% Baumwolle; Taftfutter: 100% Polyester

BLACK

Art.nr. 173113 BLACK-ANTHRA

Art.nr. 173110

PETROL

Art.nr. 173112

GREY

Art.nr. 173109 BLACK

Art.nr. 173108

8495

CYAN BLUE

Art.nr. 173107

EURO

7995

EURO

St i Striped Sweater

54

95

Magic Ma agiic Te T Teddy dd Girls Hoodie ddy

EURO

50% Baumwolle, 50% Acryl

Obermaterial: ermate t rial i American Fleece aus 65% Baumwolle, 35% Polyester (320 g/m²); TeddyFutter: 60% Polyester, 40% Baumwolle

No Matter Zip-Up Hoodie 100% Baumwolle (320 g/m²)

8995

EURO

8995

EURO

9995

EURO

BLACK

Art.nr. 173116 CHARCOAL

DARK PURPLE

Art.nr. 175480

Art.nr. 175481

6495

EURO

4495

EURO

Kishori Classic Girls Jacket

Long C Cut Shep Girls Jacket et

Youriko Yourik Y riko Girls Gi l Coat C t

Music Girls Knit Hoodie Musi

Toshi To oshi Bag osh g

100% B Baumwolle ll

65% P Polyester, 35% Rayon (250 g/m²) Polyester DARK PURPLE

Obermaterial: 100% Baumwolle (180 g/ m²); Taftfutter: 100% Polyester

Art.nr. 173119

Art.nr. 173120

Oberm Obermaterial: 100% Baumwolle (300 g/m²); Taftfutter: 100% Polyester; Wattierung: 100% Polyester

50% Baumwolle, 50% Acryl

CHARCOAL

BLACK

Art.nr. 173121

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 98

VIOLETT

Art.nr. 173117


MAZINE BLACK / TROPIC

SPECTRUM BLUE

Art.nr. 172154

Art.nr. 172161 MID GREY

DARK GREY / SPECTRUM BLUE

DARK GREY / NAVY

Art.nr. 172157

Art.nr. 172160

Art.nr. 172155

BLACK / TROPIC

DYNASTY GREEN

Art.nr. 172156

Art.nr. 172180

RED / NAVY

Art.nr. 172175

74 95 7

74 95

EURO

5995

EURO

EURO

Tasty Women Hoodie

Lie Lieblingspulli g p Women Hoodie ie

Insty Women Hoodie

100% B Baumwolle ll

100% Baumwolle

100% Baumwolle B ll

BLACK MAZE

Art.nr. 172147

SPECTRUM BLUE

Art.nr. 172148

12995

6995

7995

EURO

EURO

EURO

9995

EURO

Milma Women Jacket

Reykjavik Women Zip-Up Hoodie R

Karolina Ka arolina Women Hoodie

Backbeat Women Windbreake Windbreaker Jack Jacket

Obermaterial: 100% Nylon; Futter/Wattierung: 100% Polyester

100% Baumwolle

100% B Baumwolle ll

100% Nylon N l

SHARON ROSE / JAFFA

BLACK / RED

BLACK

Art.nr. 172159

Art.nr. 172162

Art.nr. 176135

USED

RAW

RAW

USED

Art.nr. 176139

Art.nr. 176138

Art.nr. 176136

Art.nr. 176137

6995

EURO

6995

EURO

6995

EURO

Rude Knit Sweater Rud 100% Baumwolle B ll

E n Jeans Even Jean J ns Jea

Tube Jeans J

99% B Baumwolle, ll 1% El Elasthan than h

99% Baumwolle, 1% Elasthan El th

BLUE / BLACK

Art.nr. 172146

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 99


CLOTHING

CLEPTOMANICX 10995

10995

EURO

10995

EURO

EURO

Polarzipper Pola la arzip rzipp ipp per Jacket

Polarzipper Polarzipp Pola P rzipp i per winter Jacket

Obermaterial: 100% Polyester; Futter: 100% cotton

Obermaterial: 100% Polyester; Futter: 100% cotton

BROWN

BLACK

Art.nr. 172760

Art.nr. 172114

Can D Jacket PURPLE

Art.nr. 172769 Cnoop LongsleeveShirt

5495

EURO

15595

10995

EURO

BLUE / BLACK

EURO

Art.nr. 172109

Exit loose jeans

6995

Downda D d JJacket k t

Polarzipper Pola Polarzipp P l per p er Flannel Jacket

Obermaterial: 100% Polyester; Futter: 100% Nylon; Füllung: Daunen

Obermaterial: 100% Polyester; Futter: 100% Polyester

BLACK

BLUE

Art.nr. 172770

Art.nr. 172763

BLACK / WHITE

Art.nr. 172764

EURO

RAW DENIM

Art.nr. 160753

9995

EURO

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 100

9995

EURO

Emil E mil ill Knit Kni Sweater

Burner Bu urn rner er Winter W er Jacket

80% Lammwolle, 20% Polyester JADE

Ob Obermaterial: i l 10 100% 1 0% N 0 Nylon; l Körperfutter: Kö f 100% Polyester; Ärmelfutter: 100% Nylon-Taft

Art.nr. 172110

NAVY

Art.nr. 142017

BROWN

BLACK

Art.nr. 142018

Art.nr. 142021


1995

2995

EURO

EURO

Möwe Women T-Shirt

Toast Women T T-Shirt Shirt

100% Baumwolle

100% Baumwolle MAGENTA

Art.nr. 168541

SAPHIRE

MINT

GREEN

Art.nr. 169495

Art.nr. 154215

Art.nr. 169496

HEATHER GREY GREY

ROYAL

Art.nr. 154217

Art.nr. 154216

12995

Art.nr. 177508

10995

10995

EURO

HEATHER GREY

EURO

EURO

Art.nr. 172778

ROYAL

Art.nr. 172777

Cilla Cill ill llla Women W Wo Jacket

Burner Burn rn ner Magic M Women Winter Jacket ett

Polarzipper Po ola la arzip rzipper ipp Women Jacket

Möwen Visor Beanie Möw

Obermaterial 50% Wolle, Obermaterial: Wolle 50% Viskose (Wollfil (Wollfilz); llz); z)) Futter: 100% Polyester mit Satin-Finish

Oberm Obermaterial: material: 100% Nylon; Futter: 100% Polyester; Polye ester; Wassersäule: Wass sersäule 3 3.000 000 mm

Ob Obermaterial: bermaterial: 100% Polyester; Futter: 100% Ba Baumwolle

70% Polyacryl, 30% Wolle

BLACK

DARK GREY

NAVY

Art.nr. 177021

Art.nr. 172783

Art.nr. 172784

Art.nr. 172776

2995

EURO

2995

EURO

OLIVE OLIV

6995

EURO

Zitrone T-Shirt Zit T Shi t

Möwe hoodie

100% Baumwolle SALT N PEPA

Art.nr. 169503

50% Baumwolle, 50% Polyester HEATHER YELLOW

KELLY

PURPLE

Art.nr. 168539

Art.nr. 154185

Art.nr. 142024

KELLY

Art.nr. 155421

BLACK

ROYAL

HEATHER GREY

Art.nr. 125414

Art.nr. 172113

Art.nr. 108966

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 101


CLOTHING

KNITWEAR 5495

5995

Irie Iriedaily riedail daily y Striped Sweater

Irrie Iriedaily riedail daily y Stop and Play Sweater

50% Baumwolle, 50% Acryl

50% Baumwolle, 50% Acryl

PETROL

BLACK

Art.nr. 173112

Art.nr. 173075

EURO

ily da er ie eat REY 7 r I w G 7 30 tS 17 ni r. K e t.n r A uffl Sh

EURO

5495

EURO

4995

EURO

4995

EURO

Akomplice Ako Jaquard Sweater

Vans Trolley Knit Sweater

100% Baumwolle

100% Baumwolle

BLACK / GREY

HEATHER GREY

Art.nr. 171664

Art.nr. 176279 BLACK / DARK GREY

Art.nr. 172143

MID GREY / BLACK

69

95

Art.nr. 172144

EURO

7495

EURO

Z Y Zoo York k Rudolph Crew Knitted Sweater 55% Baumwolle, 45% Acryl PASTURE

Art.nr. 176601

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 102

Mazine Nagy Knit Sweater 100% Baumwolle


LEAF GREEN

BLACK

Art.nr. 171964

Art.nr. 171963

7495

6995

EURO

5495

7995

EURO

EURO

EURO

Fenchurch Crock V V-Neck Neck Knit Sweater

LRG RG Ascender Sweater

LR LRG L RG Grass Roots Cardigan

Cleptomanicx C l i Toast Knit Sweater

100% Baumwolle

100% Baumwolle

100% Baumwolle

100% Baumwol Baumwolle lle e

BLACK

BLACK

WHITE

Art.nr. 179265

Art.nr. 170948

Art.nr. 171095

14995

7795

1995

14995

EURO

EURO

EURO

EURO

Adidas Ad didas Stripe St tripe Scarf 100% 10 00% Polyacryl Polyacr Pol yacryl yl BLACK BL LACK

Art.nr. Ar rt.nr. r. 1718 171838 71838 38

2495

EURO

Fenchurch David Zip Hoodie

Addi Addict Wool Plaid Jacket

Addict Wool Jacket

80% Lammwolle, 20% Nylon BLACK

Obermaterial: Wollfilz aus 60% Wolle, 23% Nylon und 17% Acryl; Futter: 100% Nylon

Obermaterial: Wollfilz aus 60% Wolle, 23% Nylon und nd 17% Acryl; Futter: 100% Nylon

Art.nr. 171965

GREY CHECK

BLACK

Art.nr. 173705

Art.nr. 173706

NEW NAVY

Art.nr. 171844 Mazine Icicle Ic Icic le Scarf 100% Baumwolle LIGHT GREY

Art.nr. 171996 BLACK

Art.nr. 171836

2995

EURO

1995

1495

EURO

EURO

Adidas Stripe Gloves

Iriedaily y Stop and Play Gloves

100% Acryl

70% Acryl, 30% Wolle (255 g/m²) BLACK

Art.nr. Art nr 173096

Ucon Acrobatics Psycho Scarf 100% Baumwolle BLACK

Art.nr. 173472

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 103


CLOTHING

MÜTZEN 29 95 19

19

95 EURO

24 95

29 95

26 95

EURO

EURO

EURO

EURO

95 EURO

Carhartt Bobble Watch Cap

Ca Carhartt arhartt Simple Si l B Beanie i

Iriedaily y Rev. JJeep C R Cap

Cleptomanicx Cleptomanicx l p Hafen Toast Beanie H

DC D C Joe B Reversible Beanie Jo

DC D Copper Copp per Beanie

BLACK

MOUNTAIN

CYAN BLUE

KELLY

100% Acryl

PLATINUM

Art.nr. 172394

Art.nr. 172390

Art.nr. 173098

Art.nr. 172112

NAVY

Art.nr. 172067

24 95

29 95

EURO

EURO

19 95

Art.nr. 172054

24 95

29 95

EURO

EURO

EURO

24 95

EURO

Stüssy y Stars & Stripes Beanie

Stüssy Stüssy y Elliot El li B Beanie i

The North Face Cable C bl Fi Fish hW Women Beanie B i

Zoo York Zoo Yor ork k Zoo Z oo Fairisle Beanie

Th The he North Face Elevation El i Chunky Ch k Beanie B i

Th The Th he North N th Face F Chunky Knit Visor Beanie Ch

100% Acryl

100% Acryl

BLACK

100% Acryl 10

SARATOGA GREEN

100% A Acryll

BLACK / RED

LODEN / CHARCOAL

Art.nr. 172254

BLACK

Art.nr. 172895

Art.nr. 172262 7

HEATHER GREY

Art.nr. 172894

Art.nr. 176212 Art.

Art.nr. 172240

24 95

EURO

29

32 95

95

24 95

EURO

EURO

19 95

EURO

EURO

24

95 EURO

Ucon Acrobatics Honey Comb Beanie

Ucon on Acrobat Acrobatics A crob batics batic ics Purl Beanie

Vans V Van Comfy C f W Women B Beanie i

Van Vans ns Knox P K Pom P Pom Beanie B i

Zoo o York Pom Cypher Beanie P

Zoo o York Crooked Cracker Beanie Cro

GREY

GREY

100% Acryl

BLUE / BLACK

100% Polyacryl

Art.nr. 173473

Art.nr. 173476

BLACK

Art.nr. 178576

100% Polyacryl

NYPD BLUE

BLACK

Art.nr. 176299

Art.nr. 176610

2995

EURO

Art.nr. 176609

Cleptomanicx Ski-Boy Beanie ROYAL

Art.nr. 172774


CAPS 24 95

41 95

EURO

39 95

EURO

54 95

EURO

34 95

EURO

34 95

EURO

EURO

Addict 5 Panel Cap Lumbercheck Cap C

Akomplice A p Boat New Era Cap B

B tC Boot Bo Camp p Cl Click Cli i k Dog T D Tag N New Era E Cap C

Dissizit! Di ssizit! ss iizit! zit! CxBones C B N New Era E Cap C

LRG G Grass Roots 3 New Era Cap

LRG L G Grass Roots 2 New Era Cap G

100% Baumwolle

100% Wolle

100% Wolle

BLACK

BLACK

GREEN

PURPLE / ORANGE

GREY

BLACK

Art.nr. 173725

Art.nr. 171669

Art.nr. 177498

Art.nr. 177963

Art.nr. 179262

Art.nr. 179261

49 95

34 95

EURO

34 95

EURO

M d Decent Mad D t X Mishka Mi hk MD L Logo N New Era E Cap C ROYAL

Art.nr. 180826

N Era New E Atlanta Braves Basic 5950 Cap

New Ne ew Era Boston Red Sox Seasonal 5950 Cap

70% Acryl, 30% Wolle

100% Wolle

WHEAT / WHITE

KELLY / BLACK

Art.nr. 180796

Art.nr. 180799

44 95

New N ew Era Fly Notes Cap BLACK / MULTICOLORED

Art.nr. 180307

39 95

EURO

EURO

New Ne ew Era New York N Y k Yankees Y k B Basic i Pop Uv Cap

New Era N New York Yankees Seaso N Seasonal 5950 Cap

KELLY / SCARLET

BLACK / KELLY

Art.nr. 174330

Art.nr. 180800

24 95

EURO

EURO

34 95

EURO

44 95

28 95

EURO

34 95

EURO

28 95

EURO

49 95

EURO

EURO

Stü Stüssy Black Plaid New Era Ballcap

Stüssy St tüssy ttü ü y Burly Wool Ballcap Bu

Undrcrwn U ndrcrwn d RGB Hat R

Vans V Va ans Suiting Style Flexfit Cap

Wemoto W Score Snapback Cap

WeSC W 59fifty Hat 59fift Overlay O l H

100% Wolle

100% Baumwolle

98% Baumwolle, 2% Spandex

100% Baumwolle

100% Baumwolle

100% Wolle

BLACK

BLACK

BLUE

RED / BLUE

Art.nr. 172892

Art.nr. 177571

Art.nr. 176305

Art.nr. 172614

BLACK

BLUE / MAGENTA

Art.nr. 172890

The North Face Fuzzy Earflap Women Beanie BLACK

Art.nr. 172258

3495

EURO

Art.nr. 173345


CLOTHING

LEVI´S 8995

EURO

501 Jeans 100% Baumwolle TARRED

Art.nr. 173857 CHEWY GREY

Art.nr. 173858

CRACKED FANTASTIC

Art.nr. 173859

ONEWASH BLUE

Art.nr. 165445

STUMBLIN OUT BLACK

Art.nr. 168153

10995

EURO

Tencel 10th Anniversary Jeans 70% Baumwolle, 30% Lyocell TENCEL 10TH

Art nr 174356 Art.nr.

8995

EURO

8995

EURO

511 11 S Slim S Straight g Z

506 Standard

100% Baumwolle (12,5 Unzen)

100% Baumwolle (12,5 (12 5 Unzen) en)

RIGID BLACK

RIGID BLACK

Art.nr. 173862

Art.nr. 173860 A 86 SLATE STATE

INDIGO RINSE

DUSTY BLACK

Art.nr. 173863

Art.nr. 168155

Art.nr. Art nr 173861

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 106


CHEAP MONDAY Chino Pants

4995

EURO

100% Baumwolle BLACK

Art.nr. 174429

4995

EURO

4995

EURO

Tight Jeans WEEKDAY BLUE

Art.nr. 174427 BLUE

Tight V Stretch Jeans

Art.nr. 164117

92% Baumwolle, 8% Elasthan BLACK

Art.nr. 174426

DIRT N BRUSH BLUE

Art.nr. 164116

4995

EURO

Autobahn Jeans 100% B Baumwolle ll UNWASHED BLUE

Art.nr. 164115 Zip Low Jeans

4995

EURO

98% Baumwolle, 2% Elasthan BLACK

Art.nr. 164114

HHV.DE HHV. V.DE DE M MAGAZIN AGAZ AGA ZIN NR. 4/2009 107


SNEAKER CORNER NIKE AIR JORDAN

THE AIR I BREATHE Man schrieb das Jahr 1984 und ein gewisser Michael Jeffrey Jordan wurde im Alter von 21 Jahren in die NBA geholt. Sein Team: Die Chicago Bulls. Nike erkannte das Talent des in Brooklyn, New York geborenen Spielers und verpflichtete ihn nicht nur für einen stinknormalen Deal, nein, man stellte gemeinsam mit ihm eine eigene Klamotten- und Schuhlinie auf. So erschien 1985 der Nike Air Jordan I. Der Rest ist Geschichte Text Amadeus Thüner Wie kaum ein anderer Athlet zuvor prägte Michael Jordan nicht nur den Sport, den er ausübte, sondern wurde gleichzeitig zum Aushängeschild eines Lifestyles. Zum Zeitpunkt der Entscheidung seitens Nike, den 21 jährigen Basketballer zu unterstützen, war die Firma bekannt für Leichtathletik und besaß daher nichts, was man auch nur annähernd mit »street-credibility« beschreiben könnte. Doch mit Michael Jordan und dem Air Jordan I änderte sich alles. Während die NBA einen Dresscode für Schuhe vorschrieb, die farblich nicht nur zum Team passen, sondern auch die Farbe ›Weiß‹ beinhalten musste, rockte Jordan einen rot-schwarzen Colorway – und Nike blechte in jedem Spiel die Strafgelder dafür. Doch es zahlte sich für Nike aus, denn schnell avancierte Michael zu einem der größten Basketballspieler aller Zeiten. Und alles was die Firma aus Beaverton, Oregon tun musste, war ihm dabei zuzusehen, wie er die Air Jordans rockte und dabei zum Beispiel mal eben 63 Punkte in nur einem Spiel auf seinem Konto verbuchte. Oder anders ausgedrückt: der Junge war Gold wert. Aus diesem Grund brachte Nike in jeder neuen NBA-Season, passend zum Geburtstag von »His Airness«, einen neuen Schuh heraus und veränderte das Konzept des bloßen Ausstatters. Plötzlich wussten Fans, auf was man sich neben der neuen Spielzeit noch freuen konnte – und zwar auf einen neuen Air Jordan. Und Nike kümmerte sich plötzlich nicht mehr nur darum, dass der Schuh dem Sport angepasst war, sondern setzte vollkommen neue Materialien ein, um den Sneaker auch für die Fans interessant zu machen. Elephant Skin auf einem Sportschuh, anyone? Außerdem vollzog die Firma den Schritt und entfernte den Swoosh, also das Firmenlogo, vom Sneaker. Das wäre so, als wenn Ferrari das Pferd im Firmenwappen und die Farbe Rot weggelassen hätte, nur weil Michael Schumacher am Steuer sitzt. Nike ging also komplett neue Wege und in der Verbindung mit dem schwarzen Spitzensportler war die Firma auch plötzlich auf den Straßen der Bronx angesagt. Man wusste um das

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Standing des Mannes, der nicht nur Millionen verdiente, sondern gleichzeitig auch der afroamerikanischen Gemeinschaft als Idol galt. Der Air Jordan war daher nun nicht mehr nur ein funktioneller Sportschuh – er war ein in Style getränktes Statussymbol. Als Regisseur Spike Lee – der bereits vorher in einigen Werbespots, unter anderem dem legendären »Can/Can’t«Spot, für den Air Jordan zu sehen war – dem Schuh in seinem 1988 erschienenden Kultfilm »Do The Right Thing« eine entscheidende Rolle zu Teil werden ließ und somit zeigte, dass es hier nicht mehr nur um irgendeinen Schuh, sondern um DEN Sneaker schlechthin ging, entstand ein Mythos, der nicht mehr aufzuhalten war. Natürlich ist dabei nicht der Einfluss der HipHopSzene zu unterschätzen, die den Air Jordan in jeglicher Hinsicht supportete. Es waren eben nicht mehr nur die Autos im Hintergrund, die Goldketten am Körper oder die Chicks im Arm die zählten. Hattest du keine Jordans am Fuß, waren dein Plattencover oder deine Promofotos für den Arsch. Seriously. Entstehung eines Mythos Ebenfalls großen Anteil am Erfolg des Air Jordans hatte Nike Designer Tinker Hatfield, der sich ab 1988 und somit ab dem Release des Air Jordan III um die gestalterischen Merkmale des Sneakers kümmerte. Er führte das berühmte »Jumpman«-Logo ein und spaltete somit den Air Jordan ein wenig von der eigentlichen Company ab. Klar: Der Schuh kam von Nike, aber es war eben ein Air Jordan und somit ein eigenständiges Produkt, eine eigenständige Linie und nicht bloß einer von vielen Basketballschuhen von der Firma mit dem Swoosh. Der Air Jordan war also bereits Mitte der 1990iger Jahre nicht nur ein überaus guter Basketballschuh, sondern vereinte durch die Herangehensweise seitens Nike und natürlich durch den Namensgeber des Schuhs, sowohl Funktionalität mit Originalität. Style wurde ganz groß geschrieben, um die Kunden auch Abseits des Courts mit einem tragbaren Sneaker zu bedienen. Am Ende war es aber der Name: Michael Jordan. Kaum ein Kind dieser Welt weiß nicht um die Bedeutung, die dieser Schuh mit sich trägt. Denn genauso wie die Rapstars der damaligen Zeit, die als Poster im Zimmer hingen, war Michael Jordan selbst ein Star. Jemand, den man nicht nur für seinen Sport, sondern eben auch für seinen Lifestyle abfeiern konnte. Konntest du also Mama und Papa dazu überreden, dir einen Air Jordan zu kaufen, dann warst du plötzlich ein Teil dieses Mythos. Du warst Teil dieser Superheld-ähnlichen Kraft die Michael Jordan auf dem Court darstellte. Du warst Teil eines Kultes, Teil einer Kultur, von der man in Deutschland nur mit neidischem Blick über den Teich träumen konnte. Du warst einfach der Shit auf dem Schulhof. Während allerdings die ersten Modelle ganz normal gehandelt und teilweise sogar für 30 US-Dollar in irgendwelchen Sales landeten,

»Konntest du also Mama und Papa dazu überreden, dir einen Air Jordan zu kaufen, dann warst du plötzlich ein Teil dieses Mythos. Du warst Teil dieser Superheld-ähnlichen Kraft die Michael Jordan auf dem Court darstellte.«

entwickelte sich natürlich auch der Run auf die Air Jordan. So wurden die jeweiligen Modelle immer gefragter, immer beliebter und immer schneller ausverkauft. Schaut man heute mal bei eBay nach einem OG 85er Air Jordan I kann man schnell mal über 1.000 US-Dollar loswerden. Das renommierte australische Sneaker-Magazin »Sneaker Freaker« schätzt zum Beispiel den Release des Air Jordan IV X Undefeated auf 5.500 US-Dollar. Hätte man das damals schon gewusst. Doch dafür gibt es ja die Retromodelle, denn auch Nike sah nach einiger Zeit, dass sich mit der Neu-Veröffentlichung eines alten Modells noch Kohle machen lassen konnte. So erhielten einige Modelle in verschiedenen Zeitabständen oft mehrere ReReleases in anderen Farbkombinationen oder Materialmixen. Das diese, und besonders die, die dem original Release am nächsten kamen, schnell vergriffen sein würden, war klar. Der Air Jordan war bereits lange im Sneakerhunting-Segment angekommen und zwischen den neuesten Air Max 1 oder dem nächsten Dunk SB gefragte Ware. Der Mythos macht’s. 2010: Air Jordan VI Retro * Kein Wunder also, dass im Januar 2010 alle Augen auf den Air Jordan VI Retro liegen. Nach dem Retro aus dem Jahre 2000, welcher im Colorway black/infra red mit gut und gerne 400, 500 US-Dollar gehandelt wird, darf man sich nun auf die Farbgebung black/varsity red freuen. Vom Original zu unterscheiden wäre der Farbwechsel von Infra Red auf Varsity Red und die Verarbeitung von Nubuck- anstatt Wildleder, was aber kaum jemanden abhalten wird, das Schätzchen sein Eigen nennen zu wollen. Das Original kam übrigens 1991 auf den Markt, war natürlich von Hatfield designed und verhalf Jordan zum 4-1 Sieg seiner Bulls im Finale über die Los Angeles Lakers. Vielleicht weil die Lakers fast nur auf Jordan’s Sneaker geguckt haben oder er einfach auch nur damit höher springen konnte, als alle anderen. Genau weiß man es nicht. Am Ende ist der Air Jordan auch fast sieben Jahre nach dem offiziellen Rücktritt seines Namensgebers einer der Sneaker schlechthin. Denn es ist eben mehr, als nur eine gute Verarbeitung oder schickes Aussehen. Die Geschichte muss stimmen, der Sneaker muss etwas zu sagen haben und der Träger Teil seiner Geschichte werden. Und was wäre aussagekräftiger als ein lautes »Wooooow!!!«, wenn einem ein IVer Retro aus dem Jahre 2005 in laser white/red-black oder eben ein 85er OG Ier über den Weg läuft.

* Ab Januar 2010 ist der Jordan VI Retro bei hhv.de erhältlich! HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 109


SNEAKERS

AIR MAX LIGHT 12995 Obermaterial: Mesh, Glatt- und

EURO

Rauleder; Textilfutter

WHITE / BLACK-VARSITY RED

Art.nr. 175084

89 95

EURO

AIR FORCE 1 07 Obermaterial: Glattleder; Textilfutter WHITE / HOT RED

Art.nr. 176132

A

NIKE

SELECTION EURO

9995

EURO

WOMEN DUNK HI SKINNY Obermaterial: Glattleder; Textilfutter PURPLE / SILVER

Art.nr. 172328

9495

EURO

WOMEN COURT FORCE HIGH Obermaterial: Glattleder;

99 95

EURO

DUNK HIGH Obermaterial: teils

Textilfutter WHITE / RADIENT EMERALD-HOT RED-METALLIC GOLD

Art.nr. 175085

perforiertes Glattleder; Textilfutter BLACK / VARSITY BLUEFLINT GREY

Art.nr. 175091

AIR MAX 90 CT LE Obermaterial: Glatt-, Nubukleder & Mesh; Textilfutter BLACK / BLACK-UNIVERSITY BLUE

Art.nr. 175083

95

139

EURO

79 95 EURO

CHALLENGER VINTAGE ND Obermaterial: Polyester-Gewebe und Rauleder; Textilfutter VARSITY ROYAL / BLACK-SAIL

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 110

Art.nr. 175090


95

109

EURO

AIR MAX 1

DUNK HIGH NYLON PREMIUM Obermaterial:

AIR MAX 90

Obermaterial: Rauleder und Mesh; Textilfutter

Obermaterial: Leder und synthetisches Material/Textilfutter

BLACK / WHITE

BLACK / BLACK-ANTHRACITE

Art.nr. 178435

95

134

Art.nr. 175100

95

134

EURO

EURO

Nylongewebe; Textilfutter BLACK / GREEN SPARK / CITRON

Art.nr. 174578

AIR MAX 1 ND Obermaterial: Rauleder und Mesh; Textilfutter

12995 EURO

WHITE / BLACK-VARSITY RED

Art.nr. 175095

13995

EURO

AIR MAXIM 1 TRAINER ND Obermaterial: Mesh und Rauleder; Textilfutter MEDIUM GREY / BLACK

Art.nr. 177956

VANDAL HIGH SUPREME VINTAGE Obermaterial: synthetisches Gewebe; Textilfutter BLACK / MIDWEST GOLD-SAIL

Art.nr. 175087

99 95

EURO

AIR CLASSIC BW TEXTILE Obermaterial: Textil und

12995 EURO

synthetisches Leder; Textilfutter WHITE / PERSIAN VIOLET-BLACK

Art.nr. 175098 HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 111


SNEAKERS

ADIDAS 10995

EURO

Conductor Hi Obermaterial: Glattleder; Textilfutter BLACK / WHITE / CHALK

Art.nr. 172361

Concord Hi OG

11995

EURO

Obermaterial: Glattleder; Textilfutter DKSTME / COLRO

Art.nr. 173675

Forum Low

69 95

EURO

Obermaterial: Glattleder; Textilfutter

Top Ten High

10995

EURO

BLACK / WHITE

Art.nr. 170299

Obermaterial: Glattleder/Textilfutter ROYAL / WHITE

Art.nr. 170297

ZX 8000

12995

EURO

Obermaterial: Synthetisches Gewebe und Kunstleder; Textilfutter LAQUA / LEMPEL / VIOLET

ZX 600

89

95

Art.nr. 173701

EURO

Obermaterial: Glattleder und Mesh; Textilfutter BLACK

Art.nr. 176144

Busenitz Obermaterial: Rauleder; Textilfutter DARK BROWN / RUNNING WHITE

Art.nr. 180291

Forum Lo RS Winter Pack Obermaterial: Nubukleder; Textilfutter MUSBROWN / MUSBROWN

Art.nr. 180243

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 112

10995

EURO

84 95

EURO


89 95

EURO

Women Hoop Mid

Obermaterial: synthetisches Gewebe mit Satin-Finish; Textilfutter IRON / DARK CHILLY / WHITE

Art.nr. 172928

99 95

EURO

Women Top Ten Hi Sleek Obermaterial: Glattleder; satiniertes Textilfutter IRON / POP / WHITE

Art.nr. 180235

89 95

EURO

Women Adi Hoop Mid

Obermaterial: synthetisches Gewebe und Rauleder; satiniertes Textifutter BLACK / WHITE / PURPLE

Art.nr. 180234

99 95

EURO

Top Ten Hi Sleek Women Obermaterial: Glattleder; Textilfutter HINT / WHITE / HINT

Art.nr. 173681

Uptown TD Boots

79 95

EURO

Obermaterial: Glattleder; Textilfutter WHEAT / WHEAT

Art.nr. 173684

ZX 700 Boat

11995

99 95

EURO

Obermaterial: Glattleder und Cord; synthetisches Lederfutter am Einstieg

EURO

RED / LIGHTRED

Art.nr. 176142

Top Ten Hi Women

Top Ten Hi Sleek Women Obermaterial: Glattleder; Textilfutter

MUSHBROWN / DARK BROWN / DARK CHILI

Art.nr. 173680

8495

EURO

Obermaterial: Glattleder; Textilfutter WHITE / WHITE / RED

Art.nr. 173682

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 113


SNEAKERS

ASICS/ONITSUKA TIGER

89 95

EURO

Women Seck Hi Obermaterial: Rauleder; Textilfutter

Gel-Lyte III

BLACK WHITE

9995

Art.nr. 172304

EURO

Obermaterial: Mesh, Rau- und Glattleder; Textilfutter DARK OLIVE / DARK OLIVE

Art.nr. 172310

89 95

EURO

Mexico 66 Obermaterial: Glattleder; ungef端ttert BLACK / BLACK

Art.nr. 172306

99 95

EURO

Mexico Mid Runner Obermaterial: Glattleder; ungef端ttert WHITE / BLUE

Art.nr. 172303

BLACK WHITE

Art.nr. 172307

Obermaterial: Glattleder; ungef端ttert

Art.nr. 172305

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 114

EURO

Obermaterial: Mesh und Rauleder; Textilfutter

Mexico 66 WHITE / GREEN

7995

Ultimate 81

89 95

EURO


VANS SNEAKERS 59 95

EURO

Era Obermaterial: Canvas; Textilfutter BLACK

Art.nr. 176782

10495

EURO

Bucky V Mid Obermaterial: Glatt- und Rauleder; Mesh-Futter BLACK / WHITE

Art.nr. 176824

9495

EURO

TNT II Mid Cup Obermaterial: Rauleder; Textilfutter GREY / WHITE

Art.nr. 176825

VANS CLOTHING

Pilfer Flannel Shirt

49 95

EURO

100% Baumwolle EMERALD

Art.nr. 176281

Furtim Vigilans Zip-Up Hoodie

69 95

EURO

80% Baumwolle, 20% Polyester GRAVEL

Art.nr. 176285

64 95

EURO

Antithesis Hoodie 80% Baumwolle, 20% Polyester GRASS

Art.nr. 176284 BLACK

Art.nr. 176283

Vans Classic Pullover GRASS

BLACK

59 95

EURO

Off The Wall T-Shirt

80% Baumwolle, 20% Polyester

100% Baumwolle (5,5 Unzen)

BLACK

WHITE

Art.nr. 176286

Art.nr. 176287

24 95

EURO

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 115


BOOKS & MAGS

995

EURO

MACHINE

DER BLICK FÜRS DETAIL Die Flyer, Plattencover, Grafiken des holländischen Designer-Duos Machine haben unsere Welt in den letzten zehn Jahren ein wenig bunter werden lassen. Zwei Bücher zeigen dies noch einmal eindrucksvoll Text Karim Chughtai

Schwarz S Schw h Auf Weiss Style St l N Needs d No N Color C l ON THE RUN

Art.nr. 175578

»The funny thing is that for us it‘s so much about the kick

2995

EURO

of the moment that I don‘t feel it‘s right to single out a few big projects. A nice little find in a logo can be just as satisfying as seeing your name BIG«. Über die letzte Dekade hinweg fügte das aus Amsterdam stammende Design-Kollektiv Machine dem reichhaltigen Erbe innovativer Gestaltung aus Holland ein weiteres Kapitel hinzu. Bevor elektronische Musik mit Live-Visuals überhaupt zum neuen, standardgemäßen Tag-Team der

Juxtapoz Poster Art

Clubwelt gehörte, sind sie die erste Generation von Gestaltern, welche die digitale Realität für sich entdecken,

GINGKO PRESS

Art.nr. 174851

adaptieren und adoptieren. Angetrieben mit dem Benzin jugendlicher Ausbrüche in Graffiti und Comics, dann tra-

95

39

EURO

ditionell eingewiesen in die Lehre von Grafikdesign an der Rietveld Academy Amsterdam, spielen heute in Hand, Herz und Geist der Maschine vor allem eines keine Rolle mehr – Genregrenzen. Deren Überquerung vielmehr die Motivation zum Programm. Der Name Maschine verspricht Produktivität, In- und Output, die Transformation von Kraft in Bewegung, ein

Sean Cliver The Disposable Skateboard Biblle GINGKO PRESS

Motor in Wechselbeziehung stehender Einzelteile, die zusammen Leistung erzeugen. Machine füttert sich aus den Verrücktheiten des Alltags, schafft neue, fungiert als Sy-

Art.nr. 174850

napse, die elektrische Signale auffängt und weiterleitet.

2995

EURO

»Machine makes you see things other people don’t« Alles begann mit einem Party-Flyer in der Mitte der 1990er Jahre. Seither sorgte das Kollektiv mit Postern, Flyern und Projekten für Aufmerksamkeit auf den Straßen ihrer Stadt, kreierte exquisite Album-Covers, produzierte T-Shirts für Kunden wie MTV oder Nike, gestaltete das Architektur-Magazin Mark, hielt Workshops für Stu-

Neville & Gavin Watson Raving 89

denten in eher unkonventioneller Weise und schmückte

DJ HISTORY

Amsterdamer Style- und Kulturstätten wie den Club Pa-

Art.nr. 173173

95

24

EURO

radiso oder Roxy und das Stedelijk Museum. Für einen retrospektiven Einblick in das Innenleben des Maschinengehäuses erscheinen jetzt zwei Bücher auf dem Markt – »Designed by Machine - The Loud Sound of Graphics« und »Design & Designer«. Zu ihren Einflüssen zählen die Maschinenführer, Paul du Bois-Reymond und Mark Klaverstijn, besonders ihre erste Lehrerin an der Universität, die das Medium des Flyers rechtfertigt, ihr Skater-Umfeld, typografische Elemente als auch die Farbenverwendung der Graffitikunst, die hiesige holländische Design-Szene

Gilles Peterson and Stuart Baker Freedom, Rhythm and Sound - Revolutionary Jazz Original Cover Art 1965-83 SOUL JAZZ

Art.nr. 172686

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 2/2009 116

und dann noch ganz simple globale Angelegenheiten wie Kaugummipapiere oder den A-Team-Schriftzug. Noch am Abschlusstag der Uni entsteht 1996 ihr erstes


Machine Designed By Machine Art.nr. 161664

Machine füttert sich aus den Verrücktheiten des Alltags, schafft neue, fungiert als Synapse, die elektrische Signale auffängt und weiterleitet.

6 00

EURO

Lodown Magazine Issue 68 October / November 2009 LODOWN

Art.nr. 181116

2995

EURO

Kollektiv DEPT mit Leonard van Munster und dem Ziel gemeinsam unter einem kreativen Schirm zu arbeiten,

600

EURO

dabei einerseits Projekte für Kunden zu realisieren, andererseits die eigene Unabhängigkeit wahren zu können. So bildet sich eine Keimzelle, die den Berufstand des Gestalters nicht so ganz ernst nehmen will, stattdessen trotz Grünschnäbligkeit nur sehr sorgsam überlegt welche Projekte anzunehmen seien, welche nicht. »Das bringt einem Büro zwar viele Probleme ein, bewahrt es aber auch davor Müll zu produzieren, zumindest nicht allzu viel davon«, wie du Bois-Reymond scherzt. Ein Farb-

Sneakers 2009 - Nr. 4 Art.nr. 179746

wunsch des Auftraggebers kurz vor Ende bedeutete nicht selten den gesamten Auftrag schließlich einfach abzuleh-

1095

nen. 2001 gründet sich das Kollektiv Machine ohne van

EURO

Munster, dafür mit bewährter Kompromisslosigkeit. »Think about scale. Imagine this to be big, really big, and a lot« Mit einer neuen Art des Sampling erfrischt das Kollektiv besonders das Nachtleben in den Grachten, dreht den medialen Einwegcharakter kurzerhand um. Statt den ganzen Tag von Werbetafeln, dem TV und anderen Me-

Sneaker Freaker 2009 - issue 16 SNEAKER FREAKER

Art.nr. 178301

dien belästigt zu werden, verwenden sie alles Material abends im Club re-kontextualisiert gegen es selbst. Im Roxy, Heimat der holländischen Kreativszene, handelt

995

man sie dafür schon bald als die neuen Pop-Art-Künstler.

EURO

Rückblickend sehen Mark Klaverstijn und Paul du BoisReymond statt diversen Werken ihren Lifestyle als besonders stolzen Verdienst an. »Zwar bekommen wir nicht die großen Jobs und es ist frustrierend zu sehen, dass manch langweiliger Designer interessante Arbeit erhält, aber nichts übertrifft die eigen erschaffene Arbeitsatmosphäre im Studio, gemeinsam mit dem besten Freund,

Waxpoetics Issue number thirtyeight November 2009

irgendwo zwischen tausenden Büchern und Platten«, so

WAXPOETICS

du Bois-Reymond.

Art.nr. 182271

In kindlicher Unschuld und träumerischer Hingabe bestehen die Flächen von Flyern und Plattencovers heute noch als meistgeliebtes Medium des Kollektivs, ganz gleich

995

EURO

wie klein die Auflage davon sei. Flyer besitzen im PrintEtablissement ebenso eine Daseinsberechtigung wie alle anderen Medien auch, aufgrund ihrer beschränkten Lebensdauer sogar noch eine weitaus höhere. Sie erlauben Experimente. Oftmals endet ihr Leben, zusammengefegt auf dem Boden irgendwelcher Clubs, manchmal jedoch auch an der Wand eines Zimmers, manchmal auch in der Hand einer wichtigen Person, man weiß nie genau

Mixmag 2009 - 10 - October Art.nr. 179708

was damit passieren kann. FÜR ÄLTERE AUSGABEN CHECKT WWW.HHV.DE !

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 117


DVDS

Wu-T Wu-Tang Clan Wu: th the story of the Wu-Tang Clan BET

Art.nr. 149776 Art.nr

Wer sschon alles vom Clan hat und die Jungs seit ihren Anfängen 1992 begle begleitet, bekommt mit dieser DVD eine echte Bombe präsentiert, denn hhier gibt’s haufenweise unveröffentliches Live-Material sowie das le legendäre „Protect Ya Neck“-Video. Es wird über den kometenhaften Aufstieg des Wu-Tang Clans berichtet, genau so wie über die Tiefpu Tiefpunkte und die Phoenix-artige Auferstehung. Wer Bock hat, den Jungs nachzueifern, sollte genau zuhören, wenn Chef Raekwon über das Ge Geheimrezept der Truppe philosophiert. Spielzeit: ca. 90 Minuten.

16 95

EURO

Suga Sugar ugarr Hill uga H Gang Sugar Hill Gang - Hip Hop Anniversary ABC

Art.nr. 173326

19

95 EURO

DMC DJ Championships 2008 DMC USA Finals DMC

12 95

Art.nr. 164354

EURO

90-minütige DVD (NTSC All Regions) mit feinstem Turntablism der er DMC-Finalisten DJ Slyce, DJ Mista-B, Emm Are, DJ A-Kidd, DJ Solo, o, DJ Esquire und DJ JP Gunnz. Showcases präsentieren der Inventorr of the Scratch Grand Wizzard Theodore, der Erfinder des Beat Juggling ing DJ Steve Dee, 1995er Champ Grandmaster Roc Raida und der Zweitplatzierte von 1999 DJ Spictakular, als Host wurde DJ Fatfingaz gaz engagiert.

Soul Cinema Truck Turner / Hammer MGM

Art.nr. 173961

2195

EURO

1295

EURO

Cotton Comes To Harlem DVD movie MGM

Art.nr. 173959

Berlin Calling Der Fi Film - Deluxe Edition AV VISIO VISIONEN

Art.nr. 176190

3495

EURO

Der Be Berliner Elektro-Komponist DJ Ickarus tourt mit seiner Managerin und Freundin Mathilde (Rita Lengyel) durch Manag Tanzclubs der Welt. Kurz vor der großen Albumveröfdie Tan fentlichung wird Ickarus jedoch nach einem Auftritt im fentlic Drogenrausch in eine Berliner Nervenklinik eingeliefert... Droge Tragikomödie im Berlin von heute mit Paul KalkbrenEine Tr ner, Ri Rita Lengyel, Corinna Harfouch u.a. Laufzeit: 105 Min. + Bonus-Material über 2 Std. über Std Bonus Material (D+E)

2195

EURO

Einstürzende Neubauten Elektrokohle (von wegen) GOOD! MOVIES

Art.nr. 179386 Afro Samurai Afro Samurai - The Complete Murder Sessions FUNIMATION

Art.nr. 180470

Diese animierte Serie erzählt die Geschichte Afro o Samurais (gesprochen von Samuel L. Jackson), der im Japan apan der Zukunft seine Kämpfe mit dem Schwert auszufechten chten hat und den Mord an seinem Vater rächen muss, indem m der rai vor dem Täter Justice - zufällig der mächtigste Samurai Ort - den Arsch versohlen will. Seite an Seite mit Strategin Ninja Ninja bereitet er sich auf die Schlacht vor... or... 200 Minuten Laufzeit.

1995

EURO

2995

EURO

Die Fantastischen Vier Heimspiel DVD COLUMBIA

Art.nr. 175666

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 118


FAQ FREQUENTLY ASKED QUESTIONS Wie läuft bei hhv.de eine Online-Bestellung ab? Für eure Bestellungen auf unserer Website www.hhv.de steht euch ein Warenkorbsystem zur Verfügung, welches über das Sicherheitsprotokoll „https“ abgesichert ist. Ihr erkennt dies, wenn die Adresszeile eures Browsers mit „https://...“ beginnt. Ihr könnt also euren Warenkorb nach Belieben mit Artikeln füllen. Hierfür klickt ihr einfach auf das Symbol „Warenkorb“ unten rechts in der Ansicht des gewünschten Artikels. So füllt ihr euren Warenkorb nach und nach. Eine Kurzansicht des Warenkorbes findet ihr immer am rechten Rand der Website. So habt ihr jederzeit eure Auswahl im Blick. Wenn ihr eure Bestellung nun abschließen oder einen Artikel mehrmals bestellen möchtet, klickt auf „Ihr Warenkorb“ in der rechten Seitenleiste der Webseite oder auf „Warenkorb“ auf der oberen Navigationsleiste rechts. Nun beginnt der eigentliche Bestellvorgang. Dieser ist in drei Schritte aufgeteilt: Schritt 1: Im ersten Schritt geht es um den Inhalt Deiner Bestellung, mögliche Rabattcodes und Bonus Coins. Erst einmal siehst Du alle von Dir ausgewählten Artikel aufgelistet und ihre Preise summiert. Wichtig: Alle Artikel, die dem Warenkorb hinzugefügt werden konnten, befinden sich nun in Deiner Bestellung und sind lieferbar. Anzahl/Löschen: In der Spalte „Anzahl“ ist standardmäßig für jeden Artikel die Anzahl „1“ voreingestellt. Hier kannst Du über ein Pull-downMenü die gewünschte Bestellmenge eines Artikels ändern oder über die Auswahl „Löschen“ den Artikel aus Deinem Warenkorb entfernen. Dies muss über mit Button „Update“ bestätigt werden. Artikelnr.: Außerdem hast Du die Möglichkeit, Artikel über ihre Artikelnummer Deiner Bestellung hinzuzufügen. Diese Nummer ist bspw. hier im Magazin jedem Produkt zugeordnet. Gib die Nummer einfach in das dafür vorgesehene Feld „ARTIKELNR. HINZUFÜGEN“ ein und bestätige die Eingabe mit dem Klick auf „Hinzufügen“. Rabatt-/Aktionscode: Solltest Du von uns einen Rabatt- oder Aktionscode übermittelt bekommen haben, kannst Du diesen hier auch in dem dafür vorgesehenen Feld eingeben und mit „Setzen“ bestätigen. For Free: Unter „FOR FREE“ siehst Du die Dir für Deine Bestellung gutgeschriebenen „Bonus Coins“. Diese kannst Du in der „ForFreeSection“ einlösen. Ein entsprechender Link führt Dich umgehend dort hin. Die dort von Dir gewählten Artikel werden dann Deiner Bestellung hinzugefügt und am Preis ändert sich natürlich nichts.

Kreditkarte: Bei Kreditkartenzahlung wirst Du ganz am Ende der Bestellung noch zur Eingabe Deiner Kreditkartendaten aufgefordert, die über eine gesicherte Verbindung direkt an unsere Bank übermittelt werden. Wir kommen daher mit diesen Informationen nicht in Kontakt und gewähren damit die größtmögliche Datensicherheit für Dich. Außerdem erfolgt eine schnelle Buchung, die uns einen zügigen Versand Deiner Ware ermöglicht Versandkosten: Die Versandkosten variieren je nach Zahlart und Bestellwert und werden Dir aktuell in der Bestellauflistung angezeigt. Näheres zu den Versandkosten findest Du auch umseitig in den AGB. Pre-Order: Sollte Deine Bestellung Vorbestellungen, sogenannte „Preorder-Artikel“, beinhalten, so kannst Du außerdem zwischen „Komplett-“ oder „Einzelversand“ wählen. Komplettversand: Hier wird Deine Bestellung erst abgeschickt, wenn alle „Preorder“ Deiner Bestellung lieferbar sind. Die Portokosten fallen hier nur einmalig an. Einzelversand: Alle lieferbaren Artikel werden umgehend abgeschickt. Die „Preorder-Artikel“ werden nachgeschickt, sobald diese lieferbar sind. Hier fallen zusätzliche Portokosten an. Die fett gedruckte „Summe“ ist der von Dir zu zahlende Endbetrag (inkl. Porto und MwSt). Nun hast noch die Möglichkeit uns über das Kommentarfeld zusätzliche Infomationen zukommen zu lassen, die wir für die wunschgemäße Bearbeitung Deiner Bestellung benötigen könnten. Wenn Du unseren wöchentlichen Newsletter erhalten möchtest, kannst Du das entsprechende Feld markieren. Du kannst den Newsletter jederzeit abbestellen. Ganz wichtig ist, dass Du vor dem Abschluss der Bestellung unsere AGB liest und diese akzeptierst, indem Du ein Häkchen in die entsprechende Checkbox setzt. Damit erklärst Du Dich mit unseren Geschäftsbedingungen einverstanden und die Bestellung kann abschließend bestätigt werden. Hierfür verwendest Du den Button „Bestellung abschicken“. Anschließend erhältst Du von uns per Email eine Bestellbestätigung mit allen Informationen zu Deiner Bestellung und wichtigen Hinweisen zur weiteren Vorgehensweise.

Wie funktionieren die verschiedenen Zahlungsmethoden? Um diesen Bestellschritt abzuschließen, klicke einfach auf „Weiter“. Schritt 2: Nun kommen wir zu Deinen Adress- und Kontaktdaten. Du gibst Deinen Namen, Vornamen, Deine Adresse, Telefonnummer und Email-Adresse ein. Bitte achte in allen Feldern auf vollständige und fehlerfreie Angaben, damit Deine Bestellung problemlos und schnell bearbeitet werden kann. Abweichende Lieferadresse: Du hast hier außerdem die Möglichkeit, eine von Deiner Rechnungsadresse abweichende Lieferadresse einzugeben. Folge hierfür dem Link „Abweichende Lieferadresse“ und trage diese dann einfach ein. Login: Bereits bei hhv.de registrierte User geben in diesem Bestellschritt einfach ihre Login-Daten im „Login“ ein und die hinterlegten Adressdaten werden in die Bestellung übernommen und die Adresseingabe entfällt. Um diesen Schritt abzuschließen, klicke wieder auf „Weiter“. Schritt 3: Im letzten Schritt schließt Du Deine Bestellung ab und wählst die von Dir gewünschte Zahlungsart. Zur abschließenden Überprüfung siehst Du nochmals Deine Kontaktund Bestelldaten. Nachdem Du diese kontrolliert hast, wählst Du eine Zahlart mittels Klick in die entsprechende Checkbox.

Vorauskasse (Überweisung): bedeutet, dass Du uns den Rechnungsbetrag im Voraus überweist. Unsere Kontoangaben erhaltst Du in der Bestätigungs-Email, die wir Dir nach Abschluss Deiner Bestellung automatisch zugeht. Sobald der von Dir überwiesene Betrag bei uns gutgeschrieben ist, versenden wir Deine Bestellung. Nachnahme: Die Nachnahmelieferung ist grundsätzlich nur innerhalb Deutschlands möglich. Wenn Du Deine Bestellung per Nachnahme bezahlen möchtest, schicken wir die Ware so schnell wie möglich los und Du bezahlst Deine Bestellung bei der Anlieferung. Hier fällt eine zusätzliche Gebühr von 4 EURO an. Kreditkarte, Paypal: Die Zahlung mit einer Kreditkarte oder via Paypal verläuft nach demselben Prinzip wie bei der Vorauskasse. Eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr fällt hier NICHT an. Abholung im Laden: Eine Abholung Ihrer Bestellung in unserem Berliner Ladengeschäft „Selected HHV.DE Store“ (Revaler Str. 9, 10245 Berlin, Nähe S/U Bhf. Warschauer Str.) ist ebenfalls möglich. Dort kannst Du in bar, per Kredit- oder EC-Karte bezahlen.

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 119


AGB ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN VON HHV 1. Geltungsbereich Diese AGB gelten für jede Bestellung bei HHV, unabhängig davon, ob die Bestellung über das Internet mittels „Warenkorb“, per Bestellformular (aus dem HHV-Katalog) oder telefonisch erfolgt. Die AGB sind in den HHV-Katalogen abgedruckt und im Internet unter dem Link AGBs erreichbar. Außerdem werden die AGB jedem Kunden mit der Auftragsbestätigung zugesandt, sofern HHV eine solche verschickt (siehe Vertragsschluss). 2. Vertragsschluss 2.1 Bestellungen können bei HHV im Internet (www.hhv.de) über den Warenkorb und telefonisch erfolgen. Die Bestellung stellt ein verbindliches Angebot des Kunden auf Abschluss eines Kaufvertrages dar. 2.2 Der Kaufvertrag kommt normalerweise zustande, wenn HHV dem Kunden eine Auftragsbestätigung per E-Mail übersendet. Erfolgt die Bestellung telefonisch und liegt HHV keine E-Mail-Adresse des Kunden vor, kommt der Kaufvertrag telefonisch zustande. 2.3 HHV kann das in der Bestellung liegende Angebot des Kunden innerhalb von 14 Kalendertagen annehmen. Geschieht dies nicht (keine Auftragsbestätigung, kein telefonischer Vertragsschluss innerhalb der Frist), gilt das Angebot des Kunden als abgelehnt. 3. Bestellungen im Internet (Warenkorb) Bestellungen über www.hhv.de erfolgen über ein Warenkorbsystem in drei Schritten, die im Folgenden zusammengefasst werden. Eine ausführliche Erklärung des Bestellmechanismus über den Warenkorb einschließlich „Screenshots“ findet sich online auf HYPERLINK „http://www.hhv.de/“www.hhv.de auch in den FAQs. Zunächst - Schritt 1 - kann der Kunde die Artikel, für die er sich interessiert, dem Warenkorb durch Anklicken der „Warenkorb“-Funktion hinzufügen. Über den Button „Ihr Warenkorb“ (zurzeit rechts in der Navigation) kann der Kunde jederzeit Einsicht in den Warenkorb nehmen. Er sieht, welche Artikel zu welchem Preis in welcher Anzahl im Warenkorb liegen. In der Spalte „Anzahl“ kann durch Auswahl der Funktion „Löschen“ im dortigen „Pull-Down-Menü“ jeder zuvor ausgewählte Artikel wieder aus dem Warenkorb entfernt werden. Über den Button „Weiter“ gelangt der Kunde zu Schritt 2, wo er seine Anschrift, eine E-Mail-Adresse und seine Telefonnummer anzugeben hat. Es besteht die Möglichkeit, auch eine von der Rechnungsanschrift abweichende Lieferadresse anzugeben. In Schritt 3 wird die Bestellung abgeschlossen. Dem Kunden wird erneut seine Rechnungs- und Lieferadresse angezeigt. Über die Funktion „Daten Ändern“ wird ihm Gelegenheit gegeben, Fehleingaben zu korrigieren. Vor Abschluss der Bestellung hat der Kunde aus einer der möglichen Zahlungsweisen zu wählen. Das „Abschicken der Bestellung“ durch Anklicken des entsprechenden Buttons setzt voraus, dass der Kunde die AGBs akzeptiert, in der er jederzeit Einsicht nehmen kann. Die AGBs sind ferner jederzeit als „Druckversion“ im gängigen PDF-Format ansehbar und speicherbar. Der Kunde kann jederzeit zum vorangegangenen Bestellschritt zurückkehren und Änderungen vornehmen. Nach dem „Abschicken der Bestellung“ erhält der Kunde unverzüglich eine E-Mail, die den Zugang seiner Bestellung bestätigt. Die Zugangsbestätigung wird in der Regel mit der Auftragsbestätigungs-E-Mail zusammenfallen.

Bestellung für vierzehn (14) Kalendertage für den Kunden aufbewahrt. Erfolgt keine Abholung innerhalb dieser Frist, ist HHV zum Rücktritt berechtigt. 7. Versand / Lieferzeit 7.1 - Der Versand von Bestellungen erfolgt standardmäßig mit UPS (United Parcel Service Inc.). Die Lieferzeit beträgt unter normalen Versandbedingungen zwischen zwei (2) und fünf (5) Tagen. UPS versucht grundsätzlich, die Ware an drei 7.2 aufeinander folgenden Werktagen auszuliefern und hinterlässt bei Nichtantreffen des Kunden eine Nachricht mit der Telefonnummer des zuständigen UPS-Depots. 7.3- Bei einer Nachnahmelieferung ist grundsätzlich eine Lieferung innerhalb von 24 Stunden möglich, wenn die Bestellung bei HHV bis 12 Uhr mittags erfolgt. 7.4 - Sollte die Zustellung der Ware scheitern, weil der Kunde nicht anzutreffen ist bzw. die Ware ggf. nicht abholt, geht die Ware zurück an HHV. Für eine erneute Zusendung der Ware an den Kunden durch HHV wird HHV den Kontakt zum Kunden aufnehmen. 7.5 - HHV behält sich vor, nach eigenem Ermessen auch andere Unternehmen mit dem Versand zu beauftragen. 7.6 - HHV kann die Einhaltung der genannten üblichen Lieferzeiten nicht zusichern. 8. Entgegennahme der Sendung durch den Kunden Der Kunde soll äußerlich erkennbar beschädigte Pakte nicht unbeanstandet annehmen, da dies den Nachweis einer Beschädigung der Sendung auf dem Transportweg zu Lasten von HHV erschweren oder ausschließen kann. Deshalb soll der Kunde bei Entgegennahme einer Sendung darauf achten, dass das zugestellte Paket äußerlich unbeschädigt ist. Sollte das Paket erkennbar beschädigt sein und aus diesem Grund eine Beschädigung des Inhalts der Sendung nahe liegen, soll der Kunde dies dem Zusteller anzeigen und den Zusteller einen entsprechenden Vermerk aufnehmen lassen, vom dem sich der Kunde einen Durchschlag aushändigen lässt. 9. Widerrufsbelehrung Widerrufsrecht Der Kunde kann seine Vertragserklärung (die Bestellung) innerhalb von zwei Wochen in Textform (z.B. Brief, Fax, E-Mail) oder durch Rücksendung der Ware ohne Angabe von Gründen widerrufen. Die Zwei-Wochen-Frist beginnt nach Erhalt dieser Belehrung in Textform, jedoch nicht vor Eingang der Ware beim Empfänger, und auch nicht vor Erfüllung der Informationspflichten von HHV gemäß § 312c Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 1 Abs. 1 und 4 BGB-InfoVO sowie – sofern die Bestellung über das Internet erfolgt – der Pflichten gemäß § 312e Abs. 1 Satz 1 BGB in Verbindung mit § 3 BGB Info-VO. Ist die Bestellung des Kunden telefonisch erfolgt und der Vertrag nicht durch eine Auftragsbestätigung von HHV an die E-Mail-Adresse des Kunden zustande gekommen, beträgt die Widerrufsfrist hiervon abweichend einen (1) Monat. Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs oder der Ware.

4. Preise / Porto / Versandkosten Es gibt bei HHV keinen Mindestbestellwert. Sämtliche Preise werden in Euro inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) angegeben. Es gilt der bei Abschluss der Bestellung angegebene Preis. Die Umsatzsteuer wird in den Rechnungen gesondert ausgewiesen. Porto bzw. Versandkosten kommen wie folgt hinzu: VERSANDKOSTEN DEUTSCHLAND VORAUSKASSE (Überweisung, Kreditkate, PayPal) : - AB 100 EURO WARENWERT versandkostenfrei - AB 50 EURO WARENWERT 3 EURO - UNTER 50 EURO WARENWERT 4 EURO Nachnahmelieferungen sind nur innerhalb Deutschland möglich. Bei einer Nachnahmelieferung wird zusätzlich zu den Porto- bzw. Versandkosten eine Nachnahmegebühr von 4 EURO erhoben. NACHNAHME DEUTSCHLAND (Versandkosten + 4 Euro Nachnahmegebühr): - AB 100 EURO WARENWERT 4 EURO - AB 50 EURO WARENWERT 7 EURO - UNTER 50 EURO WARENWERT 8 EURO HHV erhebt keine gesonderten Kosten für die Verpackung der Sendung. Die Versandkosten für Lieferungen außerhalb Deutschlands entnehmen Sie bitte den Informationen auf www.hhv.de. 5. Zahlungsbedingungen / Eigentumsvorbehalt 5.1 - Vorkasse Außer im Fall der Zahlung per Nachnahme (siehe unten) und im Falle der Abholung der Ware im HHV.DE Selected Store (siehe unten) ist der Kunde zur Vorleistung des gesamten Kaufpreises innerhalb von vierzehn (14) Tagen ab Erhalt der durch HHV versandten Auftragsbestätigung bzw. des telefonischen Vertragsschlusses verpflichtet (Vorkasse). Die Ware wird nach Geldeingang verschickt. Die Frist gilt als eingehalten, wenn der betreffende Betrag bei Fristablauf auf dem HHV-Konto gutgeschrieben ist (als Geldeingang gilt das Wertstellungsdatum auf dem Kontoauszug). 5.2 - Zahlungsarten HHV akzeptiert die Vorkasse durch Überweisung, durch Zahlung per Kreditkarte (zurzeit Visa Card und MasterCard) und per Paypal sowie die Zahlung per Nachnahme. a) Überweisung Die Überweisung hat auf die bei Vertragsschluss mitgeteilte Bankverbindung zu erfolgen. Etwaig anfallende Transaktionskosten einer Überweisung trägt der Kunde. b) Zahlung per Kreditkarte HHV arbeitet für Kreditkartenzahlungen mit der Postbank zusammen. Der Kunde gibt die notwendigen Kreditkartenund Zahlungsdaten online über die Schnittstelle der Postbank ein. HHV selbst kommt aufgrund dessen mit den betreffenden Daten des Kunden nicht in Kontakt. c ) Zahlung mittels PayPal Die Zahlung mittels PayPal erfolgt nach dem hierfür von PayPal vorgesehen Prozedere. Bei der Zahlung mittels PayPal kommt HHV mit den Daten der Bankverbindung des Kunden nicht in Kontakt. d ) Nachnahme In Deutschland akzeptiert HHV ferner die Zahlung per Nachnahme. Die Zahlung erfolgt in diesem Fall bei Zustellung der Ware durch das Versandunternehmen. Die hierbei zusätzlich anfallende Nachnahmegebühr von EUR 4,- trägt der Kunde. 5.3 - Bis zur vollständigen Bezahlung bleibt die Ware Eigentum von HHV. HHV behält sich vor, die versprochene Leistung im Fall ihrer Nichtverfügbarkeit nicht zu erbringen. Bei bereits erfolgter Zahlung wird der Kaufpreis dem Kunden gutgeschrieben und mit der nächsten Bestellung verrechnet oder auf Verlangen des Kunden zurück gezahlt. 5.4 - Ist die bestellte Ware ins Ausland (insbesondere ins außereuropäische Ausland) zu versenden, gehen etwaige Einfuhrabgaben (v.a. Zölle) zu Lasten des Kunden. 5.6 - Holt der Kunde die Ware im HHV Selected Store ab (Revaler Straße 9, 10245 Berlin), ist neben der Zahlung per ECund Kreditkarte selbstverständlich auch die Barzahlung möglich. 6. Rücktrittsrecht von HHV 6.1 - Falls innerhalb der in Punkt 5 (1) genannten 14-tägigen Zahlungsfrist kein Geldeingang bei HHV zu verzeichnen ist, ist HHV zum Rücktritt vom Vertrag berechtigt. Ab Erhalt der Bestellung reserviert HHV die bestellten Waren zugunsten des Kunden. Während der Dauer der Reservierung stehen die Waren somit nicht zum Verkauf an andere Kunden zur Verfügung. Um die bestellten Waren anderweitig anbieten zu können, muss HHV vom Kaufvertrag nach fruchtlosem Fristablauf zurücktreten können. Für Stammkunden bleiben bestellte Artikel nach Vertragsschluss in der Regel 4 Wochen reserviert. Dies ändert jedoch nichts am Rücktrittsrecht von HHV. 6.2 - Sofern die Abholung im HHV Selected Store vereinbart wurde, wird die Ware dort ab dem ersten Werktag nach der

HHV.DE MAGAZIN NR. 4/2009 120

Der Widerruf/die Rücksendung ist zu richten an: HHV.DE z.Hd. Retouren Betreff: (Rechnungsnr.) Grünberger Str. 54, 2. Hof links 10245 Berlin Deutschland Telefax: +49 - (0)30 – 29 35 20 55 E-Mail: retouren@hhv.de Ein Widerrufsrecht besteht nicht bei Fernabsatzverträgen, 1. zur Lieferung von Audio- oder Videoaufzeichnungen oder von Software, sofern die gelieferten Datenträger vom Verbraucher entsiegelt worden sind und 2. zur Lieferung von Zeitungen, Zeitschriften und Illustrierten. Widerrufsfolgen Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen zurückzugewähren und ggf. gezogene Nutzungen (z.B. Zinsen) herauszugeben. Kann der Kunde die empfangene Leistung ganz oder teilweise nicht oder nur in verschlechtertem Zustand zurückgewähren, musst er HHV insoweit ggf. Wertersatz leisten. Bei der Überlassung von Sachen gilt dies nicht, wenn die Verschlechterung der Sache ausschließlich auf deren Prüfung – wie sie dem Kunden etwa im Ladengeschäft möglich gewesen wäre – zurückzuführen ist. Im Übrigen kann der Kunde die Wertersatzpflicht für eine durch die bestimmungsgemäße Ingebrauchnahme der Sache entstandene Verschlechterung vermeiden, indem er die Sache nicht wie sein Eigentum in Gebrauch nimmt und alles unterlässt, was deren Wert beeinträchtigt. Paketversandfähige Sachen sind auf Gefahr von HHV durch den Kunden zurückzusenden. Der Kunde hat die Kosten der Rücksendung zu tragen, wenn die gelieferte Ware der bestellten entspricht und wenn der Preis der zurückzusendenden Sache einen Betrag von 40 Euro nicht übersteigt. Andernfalls ist die Rücksendung für den Kunden kostenfrei. Nicht paketversandfertige Sachen werden von HHV beim Kunden abgeholt. Verpflichtungen zur Erstattung von Zahlungen müssen innerhalb von 30 Tagen erfüllt werden. Die Frist beginnt für den Kunden mit der Absendung der Widerrufserklärung oder der Sache, für HHV mit deren Empfang. Ende der Widerrufsbelehrung 10. Gewährleistung Die Gewährleistung richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen. Bei Reklamationen bitten wir um den Nachweis des Kaufs durch Überlassung einer Rechnungskopie und Zusendung des reklamierten Artikels (gemeinsam mit der Rechnungskopie) an HHV.DE, z.Hd. Retouren, Betreff (Rechnungsnr.), Grünberger Str. 54, 10245 Berlin, Deutschland. Normaler Verschleiß oder Abnutzung der Ware begründen naturgemäß keinen Gewährleistunganspruch. Sofern es sich um Textilien handelt, weist HHV vorsorglich auf die Beachtung der auf den Etiketten der Artikel zu findenden Waschanleitungen hin. Schäden durch hiervon abweichende Reinigung sind durch HHV nicht zu ersetzen. 11. Datenschutz 11.1 - Durch die Abgabe einer Bestellung stimmt der Kunde der Speicherung, Verarbeitung und Nutzung seiner im Rahmen der Bestellung mitgeteilten personenbezogenen Daten zum Zwecke der Abwicklung seiner Bestellung zu. Eine Weitergabe von Daten erfolgt ausschließlich an die von HHV eingeschalteten Versand- bzw. Transportunternehmen. 11.2 - Kunden, die ein Kundenprofil angelegt haben, können HHV jederzeit zur Löschung des Profils auffordern, wofür sämtliche in den Anbieterinformationen (s.u.) angegeben Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung stehen. 11.3 - Klarstellend weist HHV ferner darauf hin, dass Kunden, die den HHV-Newsletter und den HHV-Katalog (das HHVMagazin) erhalten, sowohl den Newsletter als auch den Katalog jederzeit abbestellen können (Kontakt siehe unten – 14. Anbieterinformationen). 12. Anwendbares Recht Für alle etwaigen Streitigkeiten, die aus oder aufgrund dieser Vereinbarung entstehen, gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. 13. Schlussbestimmung Sollte eine Bestimmung dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam sein, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. 14. Anbieterinformationen HHV Handels GmbH i.G., Grünberger Str. 54, 2. Hof links, 4. Etage, 10245 Berlin, Deutschland Inhaber, Geschäftsführer: Thomas Ulrich, USt-IdNr.: DE813538140 Telefon: +49 - (0)30 – 29 38 12 40, Telefax: +49 - (0)30 – 29 35 20 55 Online: www.hhv.de E-Mail: info@hhv.de


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hhv.de Magazin Nr.4/2009