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Wie entwickelt sich MG? Im Gespräch mit Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach (WFMG) und der Entwicklungsgesellschaft Mönchengladbach (EWMG) werfen wir einen Blick zurück und einen nach vorne – auf die anstehenden Aufgaben und Projekte im Jahr 2015. Interview: Sabrina Kirnapci

Wie hat sich die Stadt im vergangenen Jahr aus wirtschaftlicher Sicht entwickelt? Die Stadt entwickelt sich schon seit 2006 sehr gut. Wir hatten im Jahr 2006 – festgemacht an den Arbeitsmarktzahlen – einen Tiefpunkt. Da lagen wir bei ca. 79.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Zum Vergleich: In den 70ern waren es etwa 90.000 Beschäftigte. Dann kam die große Strukturkrise. Seit 2006 entwickelt sich die Stadt in diesem Bereich kontinuierlich nach oben. Wir haben im Schnitt 1.000 Stellen mehr pro Jahr. Das hatte eine Zeit lang keine Auswirkung auf die Arbeitslosenquote. Seit letztem Jahr aber kann man erkennen, dass sich die Entwicklung auszahlt. Auch im Dezember war die Arbeitslosenquote in Mönchengladbach rückläufig – das ist völlig atypisch für diesen Monat. Das zeigt einfach, dass sich der Standort insgesamt deutlich und massiv nach oben entwickelt hat. Meine Zielvorstellung für 2015 ist, dass wir die magische Zahl von 90.000 Beschäftigten wieder durchbrechen.

Die Erfolge im Regiopark und im Nordpark haben sich diesbezüglich sicher auch ausgewirkt? Ja ganz massiv, jetzt schlägt es endlich mal durch. Für mich war im Nordpark beispielsweise die Ansiedlung von RICOH sehr spannend – 180 Arbeitsplätze im IT-Sektor! Dann natürlich der Neubau der Santander Bank, der voraussichtlich 2015 fertig werden wird. Und wir ha-

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ben zwei neue Bauvorhaben im so genannten Businesspark II neben Santander. Im Regiopark hatten wir die Expansion von DHL, den zweiten Bauabschnitt für PRIMARK Logistics und dann zum Jahreswechsel noch ESPRIT.

Der Logistikstandort wird also erfolgreich weiter ausgebaut? Ja, wir werden Ende 2015 keine größere Fläche mehr im Regiopark zur Verfügung haben – bis auf eine Optionsfläche für ESPRIT. Momentan sind keine Anfragen größer als 20.000 m² bedienbar.

MG braucht in den nächsten 15 Jahren etwa 200 Hektar Gewerbeflächen. Wo könnten die entstehen? Wir haben in letzter Zeit den Süden der Stadt entwickelt, so dass es nun an der Zeit ist auch im Norden weitere Flächen bereitzustellen. Wir führen Gespräche mit der Stadt Viersen und diskutieren ein gemeinsames Gewerbegebiet südlich von Mackenstein. Wir kommen dann in Verbindung mit dem vorhandenen Gewerbegebiet in Mackenstein zu einem relativ großen interkommunalen Gewerbegebiet mit exzellenter Anbindung an die Autobahn. Das wird allerdings noch mindestens fünf Jahre dauern, da wir vorher noch andere Projekte auf der Liste haben. Es gibt beispielsweise noch eine Fläche in Rheindahlen – hinter dem früheren „Schlafhorst“-Gelände, die wir entwickeln möchten, außerdem eine in Güdderath hinter Schulte & Sohn und eine Fläche in Mülfort.

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Hindenburger - Die Stadtzeitschrift für Mönchengladbach und Rheydt, Ausgabe Februar 2015  

Hindenburger - Die Stadtzeitschrift für Mönchengladbach und Rheydt, Ausgabe Februar 2015

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