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NR. 44 1/2017

Das Magazin für unsere Kunden, Mitarbeiter und Freunde

top – warum die neue verzinkerei in holdorf ein voller erfolg ist

riesig – wieso sich bremen auf besinnlichkeit im xxl - format freuen kann

engagiert – wie der generationswechsel von mitarbeitern gelingt

SEPPELER – BEI UNS KLAPPT’S.


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KONTAKTE

SEPPELER IN ZAHLEN

SEPPELER IN ZAHLEN Was war bei uns los in den vergangenen Monaten? Ein paar prägnante Zahlen für den schnellen Überblick:

819 leds erleuchten das Logo der Verzinkerei Lennestadt im Außenbereich. Damit Kunden, Lieferanten und Besucher den Standort zu jeder Zeit einwandfrei finden.

803.471 kilogramm Zink wurden für die Erstbe­ füllung des Kessels in der neuen Verzinkerei in Holdorf benötigt.

10+ 5 standorte : Wir haben das Unternehmen Antikor in Świdnica übernommen und somit seit Juli 2017 fünf polnische Standorte. Dazu kommen die zehn deutschen.

70.000 be triebsauf träge bearbeiten die Mitarbeiter der Feuerverzinkung Helling & Neuhaus jährlich schnell, zuverlässig und durchdacht.


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Editorial

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LIEBE LESERINNEN UND LESER,

schon einen Blick auf die Zahlen links geworfen? Falls ja, dann ahnen Sie es sicher schon: In den vergangenen Monaten hat sich Großes bei uns ge­ tan – im wahrsten Sinne des Wortes. An unserem Standort in Holdorf etwa haben wir eine komplett neue Verzinkerei gebaut und in Be­ trieb ge­nommen, ausgestattet mit modernster Technik und dem breitesten Kessel Deutschlands. Wir ermög­lichen hier das Verzinken in ganz neuen Dimensionen. Apropos Dimensionen: Unsere Kolle­ gen in Osnabrück haben den größten transporta­ blen Weih­nachtsbaum der Welt verzinkt. Das Gerüst besteht aus 60 Tonnen Stahl – einen solchen Auf­ trag hat man nicht alle Tage. Außerdem haben wir einen großen Schritt in Sachen Nachhaltigkeit ge­ macht. Und auch die Seppeler Gruppe selbst ist grö­ ßer geworden: Wir freuen uns sehr, dass wir einen neuen Standort in Polen dazugewinnen konnten.

STEFAN NEESE Geschäftsführer der Seppeler Gruppe

Impressum Projekte und Neuigkeiten aus den Unternehmen der Seppeler Gruppe.

Sind Sie neugierig geworden? Das hoffe ich, denn Seppeler hat viel Spannendes zu bieten. Unser neues Magazin berichtet Ihnen davon.

Kontakte erscheint ein- bis zweimal jährlich. Haben Sie Fragen, Tipps und Anmerkungen? Schreiben Sie uns: Stefanie Jungewelter, stefanie.jungewelter@seppeler.de

Viel Spaß beim Lesen!

Herausgeber: Seppeler Holding und Verwaltungs GmbH & Co. KG Bahnhofstraße 55 33397 Rietberg www.seppeler.de Fon 05244 983-0 info-holding@seppeler.de Nachdruck nur mit Zustimmung des Herausgebers. Fotos und Grafiken von Mitarbeitern und aus dem Seppeler Archiv (soweit nicht anders angegeben).

SEPPELER – BEI UNS KLAPPT’S. STEFAN NEESE GESCHÄFTSFÜHRER DER SEPPELER GRUPPE Rietberg, Oktober 2017

Bildnachweis: Seite 14: Zeichnung auf Basis einer Fotovorlage der UPHOFF Schlosserei GmbH Seite 19 oben: Erich Sprick Seite 22: Harry Wegener Konzeption, Gestaltung und Redaktion: 3st kommunikation GmbH Illustrator: Bernd Schifferdecker S. 3, S. 21


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Inhalt

10 DIE GROSSE LÖSUNG Aufzugschächte verzinken? Kein Problem. Güllefässer, Spindeltreppen, Kabeltrommeln? Gerne. U ­ nsere neue Verzinkerei in Holdorf bietet enormes Potenzial. Wir nehmen Sie mit auf einen Rundgang.

GRÜNES LICHT

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Unser Ziel ist es, ökonomische, ökologische und soziale Belange in Einklang zu bringen. Was wir in den vergangenen M ­ onaten in punkto Energiesparen und Ressourcen­ schonung erreicht haben, kann sich sehen lassen.

28 EIN ROHSTOFF MACHT SICH RAR Zink ist unser wichtigster Rohstoff. Doch die Preise für dieses wertvolle Industriemetall sind stark ­gestiegen. Ein Experte gibt im Interview Einblick in diesen hoch dynamischen Markt.

GENERATIONSWECHSEL Wenn erfahrene Mitarbeiter gehen, stellt das viele Unternehmen vor Herausforderungen. Zwei unserer Kollegen ­zeigen, wie ein solcher Generationswechsel klappt.


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Inhalt

INHALT 01 TICKER S. 06 Großaufnahme S. 08 Standortticker

02 THEMA S. 10

Die große Lösung

03 TECHNIK S. 16 S. 18 S. 19 S. 20 S. 22 S. 24

Grünes Licht Eine Frage der Verantwortung Glückwunsch! Ein Rohstoff macht sich rar O Tannenbaum! Schichtwechsel

04 TEAM S. 26 Unsere Stiftung ist Forschungsgegenstand S. 28 Generationswechsel S. 32 Personalien S. 34 Aus unseren Teams S. 35 Steckbrief

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grossaufnahme Im Alltag treten wir sie oft mit Füßen,

dabei wandeln sich Gitterroste immer häufiger vom In­dustrieprodukt zum Designobjekt. Bei unseren Kollegen von Helling & Neuhaus Gitterroste entstehen in der Fer­ tigung nicht nur belastbare und funktionale, sondern auch ästhetische Produkte. Sie können mit ihrem metallischen Industriecharme echte architektonische Hingucker sein, etwa an Balkonen, Fassaden oder Dächern. Verwendet wird ein besonders hochfester Stahl, der eine 50 Prozent höhere Belastbarkeit und damit zahlreiche Einsatzbe­ reiche garantiert. Durch die hauseigene Feuerverzinkung sind die maß­geschneiderten Roste zudem vor Korrosion geschützt – dauerhaft und nachhaltig.


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TICKER / STANDORTTICKER

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STANDORTTICKER deutschland

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Rietbergwerke GmbH & Co. KG Feuerverzinkung Beschichtung

Rietberg Rietbergwerke GmbH & Co. KG Behältertechnik Rietberg Stahlkonzepte Rietberg GmbH & Co. KG Rietberg

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 elling & Neuhaus GmbH & Co. KG H Feuerverzinkung Gütersloh 

„Drei Pilger“ heißt eine Skulptur des Künstlers und Metallbauingenieurs Friedel Josting, die unsere Kollegen aus Gütersloh verzinkt und geschliffen ha­

ben. Das 576 Kilo schwere Trio besteht aus geschweißten Stahlrohren und ­wurde pulverbeschichtet in der Farbe Orange-­Braun, die Köpfe sind in Perlgold gehalten. Wer möchte, kann sich die Skulptur anschauen: Sie steht auf der Maiwiese in Enger. Mehr auf ›› WWW.SEPPELER.DE Helling & Neuhaus GmbH & Co. KG Gitterroste Gütersloh

Unsere Kollegen haben eine neue Anlage, die der Produktion von U-Profilen für die Gitterrost-Randeinfassungen dient. Im ersten Schritt kann die Profilhöhe 20 Millimeter hergestellt werden. Künftig sollen über das Werkzeugwechsel­ system auch Profile für weitere Bauhöhen möglich sein. Das integrierte Kennzeichnungssystem unterstreicht die Qualitätsansprüche von Helling & Neuhaus Gitterroste.


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TICKER / STANDORTTICKER

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Feuerverzinkung Osnabrück GmbH & Co. KG Westerkappeln

Feuerverzinkung Hannover GmbH & Co. KG Langenhagen

25 Prozent weniger Energie benötigt die neue Produktionsstraße in Osnabrück. Der Clou: Per Wärmerückgewinnungsanlage können wir die Abwärme des Ofens für die Vorbehandlung nutzen. Wir haben einen einstelligen Millionenbetrag in den geschlossenen Produktionskreislauf investiert, mehr als 50 Prozent davon stammen aus dem Förderprogramm NRW. BANK .Effizienzkredit. Die NRW Bank hat die zukunftsweisende Maßnahme nicht nur mitfinanziert, sie berichtet sogar in ihrem aktuellen Nachhaltigkeitsreport darüber. Mehr unter „Finanzpublikationen“ auf ›› WWW.NRWBANK.DE

Unsere Kollegen erweitern ihren Service für Metallbauer und Schlosser mit einer neuen Sammelstelle in Bad HarzburgHarlingerode. Hier können zu verzinkende Materialien, angefangen von der 6-Millimeter-Schraube bis hin zu Metallbauteilen, abgegeben werden. Sie werden von dort nach Hannover geschickt, feuerverzinkt und wieder zurück zur Sammelstelle geliefert. Selbstverständlich ist auch die Abholung direkt beim Kunden möglich. Infos unter Tel. 05322/780760.

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Feuerverzinkung Genthin GmbH & Co. KG Genthin

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Ocynkownia Śląsk Sp. z o.o. Chrzanów

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 cynkownia Śląsk Sp. z o.o. O Kluczbork

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 cynkownia Śląsk Sp. z o.o. O Częstochowa

 cynkownia Śląsk Sp. z o.o. O Świdnica

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Seppeler expandiert: Im Juli haben wir das Unternehmen Antikor im polnischen Świdnica übernommen. Die dortige Verzinkerei ergänzt das Angebot der anderen polnischen Standorte ideal. Sie verfügt über eine Stückverzinkungsanlage mit den Arbeitsmaßen 5 Meter x 1,3 Meter x 2,7 Meter sowie über eine Hochtemperaturanlage mit den Maßen 3 Meter x 1 Meter x 2 Meter für Schleuderware und Stückverzinkung bei 605 Grad Celsius. Schlosse­r­ ware, Gerüstteile, Zugstangen sowie Elemente für Fahrgestelle werden hier vor Korrosion geschützt. Alle Mitarbeiter in Świdnica sind übernommen worden, zudem planen wir den Ausbau und eine Moder­ nisierung des Standortes.

Pulverbeschichtung Arnsberg GmbH & Co. KG Arnsberg

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Verzinkerei Lennestadt GmbH & Co. KG Lennestadt

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Feuerverzinkung Bremen GmbH & Co. KG Bremen

polen

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Feuerverzinkung Holdorf GmbH & Co. KG Holdorf

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Feuerverzinkerei Picker GmbH & Co. KG Arnsberg

 raty Mostostal Kraków Sp. z o.o. K Kraków


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THEMA / DIE GROSSE LÖSUNG

DIE GROSSE LÖSUNG

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THEMA / DIE GROSSE LÖSUNG

Feuerverzinkung

Stahl reist nicht gerne. Diese Redewendung kann man getrost ver­ gessen, denn nach Holdorf reist Stahl gerne. Auf dem platten oldenburgischen Land hat Seppeler die modernste Feuerverzinkung Europas ­errichtet, ausgestattet mit dem breitesten Kessel Deutschlands. Die gewaltige Anlage zieht Kunden aus dem ganzen Bundes­ gebiet, aus ­Dänemark, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden an. HOL DORF

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Breiter, tiefer, länger – beim Verzinken kommt es auf die Maße an. Die neue Feuer­verzinkung Holdorf, gebaut in nur elf Monaten und offiziell eingeweiht im Mai 2017, eröffnet unseren Kunden und Mit­arbeitern völlig neue Dimensionen. Geschäftsbereichsleiter Frank Deneke und der Technische Leiter Timm Spiegel berichten auf einem Rundgang mit vier Stationen, welche Potenziale der Neubau bietet.

01  ANLIEFERUNG STAPELKRANE Die Produkte können direkt vom Lkw an die Traverse gebracht werden.

Wer die riesige Halle zum ersten Mal betritt, staunt nicht schlecht. Keine Spur vom gemeinhin eher kolossalen, düsteren Charme eines großen Industriebetriebs. Im Gegenteil: Die Anlage ist modern, weit, hell und freundlich – und wirkt so auf­ geräumt und sauber, als könne man vom Boden essen. Durch große Fensterfronten fällt Tageslicht, ansonsten sorgen LEDs für optimale, ressourcenschonende Beleuchtung. Ein Highlight für Mitarbeiter ist die Fußbodenheizung, die nicht nur ein angenehmes Arbeitsklima schafft, sondern auch eine bessere Trock­nung des Materials auf der Schwarz­warenseite erreicht. Apropos Schwarzwaren: Anders als in der alten Verzinkerei können die Lkw ihre Ladung nun direkt zur Traverse anliefern. Die Stapelkrane können je bis

VORBEHANDUNG Alle zwölf Vorbehandlungsbecken im Neubau sind eingekapselt – ein Plus für Arbeitssicherheit und Umwelt.

zu 10 Tonnen Gewicht aufnehmen, sie laden die Schwarzware vom Laster ab, transportieren sie zu den Traversen, wo sie gewogen wird und führen sie so direkt der Produktion zu. Gleichzeitig wird die Ware elektronisch erfasst. „Das beschleunigt den Produktionsprozess erheblich“, erklärt Deneke. „Die Digitalisierung ermöglicht außerdem eine lückenlose Dokumentation, was etwa für Serienteile sehr wichtig ist.“ Den alten Tagen, als noch händisch Auftragszettel ausgefüllt wurden, trauert der Geschäfts­bereichsleiter nicht nach.

02  VORBEHANDLUNG Bevor die Werkstücke ins Zinkbad kommen, müssen sie entfettet und gespült werden. Im Anschluss folgen das Beizen mit verdünnter Salzsäure, um Rost und Zunder zu entfernen, und erneut ein Wasserbad. Das anschließende Flussmittelbad nimmt eine intensive Feinreinigung der Stahloberfläche vor und steigert die Benetzungsfähigkeit beim Verzinken. Im Neubau wurden alle zwölf Vorbehandlungsbecken mit Entfettung, Beize und Fluxbecken eingekapselt. Das bedeutet ein großes Plus für Umwelt und Arbeitssicherheit. Ein sogenannter Nasswäscher reinigt außerdem die Abluft in einem geschlossenen Kreislaufsystem.


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„Eigentlich wollten wir die alte Feuerverzinkung modernisieren. Wir sind sehr froh, dass wir die große Lösung e­ ines Neu­ baus am gleichen Stand­ ort realisieren konnten.“ Frank Deneke, Geschäftsbereichsleiter Feuerverzinkung Holdorf

„Unsere Wärmerückgewinnung leitet die Abwärme aus dem Zinkbecken in den Trockenofen und die Vorbehandlungs­ becken“, berichtet Deneke weiter. Die Folge ist, dass die Schwarzware in den Becken energieeffizient behandelt und der chemische Prozess beschleunigt wird, da die Ware im Trockenofen auf eine höhere Temperatur gebracht werden kann. Der Temperaturunterschied zum Zink­ becken ist geringer, wodurch der Prozess des Ver­zinkens schneller und in noch besserer Qualität abläuft. Auch hier steigert Automatisierung die Effizienz. Während zuvor Mitarbeiter mit manuellen Auftragsbelegen die Vorbehandlung koordinierten, erfolgt diese nun ganz automatisch durch zu Anfang des Prozesses eingesteuerte „Rezepte“. Diese geben vor, wie lange ein Bauteil in den Becken zu behandeln ist. Nachhaltig ist das Ganze obendrein, denn die computergesteuerte Vorbehandlung hat Auswirkungen auf die im Verzinkungsprozess auftretende Zinkasche und das Hartzink. Die Zinkasche wird übrigens recycelt.

VERZINKUNGSKESSEL X XL Bis zu zehn Tonnen schwere und 2,55 Meter breite Produkte können in dem Kessel verzinkt werden.

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ZINKSCHMEL ZE Beim Feuerverzinken bilden Zink und Eisen eine robuste Legierung an der Oberfläche der Waren.

DER NEUE KESSEL IST IDE AL FÜR SPERRIGE OBJEK TE Seppeler entwickelt mit seinen Kunden gerne individuelle Lösungen für deren Werkstücke. Die UPHOFF Schlosserei etwa lässt in Holdorf ihre Aufzugschächte verzinken. Bei solchen Produkten mit Hohlkörpern dürfen keine geschlossenen Hohlräume vorhanden sein, sonst besteht die Gefahr, dass das Stahlprodukt während des Tauchgangs explodiert. In Absprache mit Seppeler setzt der Kunde schon in der Produktion Durchfluss- und Entlüftungs­ bohrungen ein. Das Zink kann somit ohne Sto­ckungen alle Bereiche des Schachtes er­reichen. Außerdem wird das Entstehen von Luftblasen verhindert.

03  VERZINKUNG Das Herzstück des Neubaus ist der Kessel mit einer Arbeitsbreite von 2,55 Metern, einer Tiefe von 3,30 Metern und einer Länge von 12,60 Metern. Bis zu zehn Tonnen schwere Produkte können hier verzinkt werden. Verzinken heißt, dass die Objekte in flüssige Zinkschmelze getaucht werden. Zink hat eine Schmelztemperatur von rund 419 Grad Celsius. Nach dem Eintauchen verbleiben die Teile im 450 Grad heißen Zinkbad, bis sie dessen Temperatur angenommen haben. Es folgen das „Abkochen” des Flussmittels und die Rei­ nigung der Oberfläche von Oxiden und Flussmittelresten, bevor die Ware aus der Schmelze gezogen wird. „Der Verzin-

kungsvorgang, also das Eintauchen und Herausziehen der Ware, wird händisch gefahren. Ansonsten laufen alle Kranbewegungen vollautomatisch ab“, erklärt der Technische Leiter Timm Spiegel. Dass wir bereits verschweißte Ware verzinken und direkt ausliefern können, spart Kunden Arbeit, Geld und Zeit. Der neue Kessel ist ideal für sperriges Gut wie Güllefässer, Spindeltreppen, Spielplatzausrüstungen, Gittermasten, Kabeltrommeln – oder auch Aufzugschächte, was Ralf Uphoff gerne in Anspruch nimmt. Er ist Geschäftsführer der UPHOFF Schlosserei aus Hille, die


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krane fahren bei der Feuerverzinkung

Holdorf, davon 6 in der Produktionslinie und 2 Stapelkrane zur Verladung. Es stehen 8 Hub- und Senkstationen zur Ver­ fügung, auf denen das Kundenmaterial an- und abgehangen wird. Mitarbeiter können die Traverse auf eine angenehme Arbeitshöhe fahren und ergonomisch arbeiten.

KONTROLLE Die Kunden erhalten einwandfrei verzinkte Produkte. Vor Auslieferung wird mit strengem Blick die Qualität geprüft.

unter anderem außenstehende Aufzugschächte aus Stahl herstellt. „Unsere Schächte werden hier am Stück verzinkt. Das ist sehr von Vorteil, denn die Aufzugstür ist bei einem Aufzug nie vollkommen dicht, da es dort unten meist eine offene Führung gibt. Je nach Wetterlage kann Feuchtigkeit eindringen“, erklärt Uphoff. „Nun können wir unseren Kunden eine lückenlos verzinkte Konstruktion anbieten, die auch im Hohlraum vor Korrosion geschützt ist.“ Mit anderen Worten: Die Lebensdauer des Aufzugs steigt.

04  KÜHLUNG Die noch heißen Stahlteile kühlen an der Luft ab. Sie werden nun nach Bedarf nachgearbeitet und kommissioniert. „Und vor der Auslieferung wird selbstverständlich kontrolliert, dass der Kunde einwandfrei verzinkte Ware erhält“, so Spiegel.

Übrigens: Alle Bereiche, in denen sich Krane automatisch bewegen, sind eingezäunt und elektrisch verriegelt. Wenn jemand die Tür öffnet, bleiben alle Krane in diesem Bereich stehen. Wenn der Verteilerkran an einer der Hub- und Senkstationen eine neue Traverse bringt, muss er seinen Sicherheitsbereich verlassen. Dies geschieht nur mit Zustimmung durch einen Mitarbeiter – wiederum eine echte Verbesserung der Arbeitssicherheit. Dass der Neubau das Verzinken in neuen Dimensionen ermöglicht, ist das eine große Plus, das andere ist das Tempo. Die acht Traversenstationen schaffen einen schnelleren Durchlauf als früher. Ist eine Voranmeldung erfolgt, braucht der gesamte Prozess nur sechs bis acht Stunden. Kunden aus dem Ausland nutzen das, indem sie abends anreisen, über Nacht verzinken lassen und dann morgens das fertig verzinkte Produkt wieder mitnehmen – Quicktime-Ver­zinkung in Seppeler Qualität. 

info feuer verzinkung Nachhaltig und langlebig: Beim Feuer­verzinken werden Stahlteile in Zinkschmelze getaucht. Zink und Eisen bilden an der Oberfläche eine robuste Legierung, die das Produkt bis zu 100 Jahre vor Korrosion schützt. In Holdorf eröffnet der breiteste Kessel Deutsch­lands eine Verzinkung in neuen Dimensionen, von der kleinen Schraube bis zum großen Aufzugschacht. Nach Anmeldung auch als Quicktime-Verzinkung über Nacht. http://www.seppeler.de/de/standorte/ feuerverzinkung-holdorf.php

frank deneke (Geschäftsbereichsleiter Feuerverzinkung Holdorf)

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Technik / Grünes Licht

GRÜNES LICHT Schlummerbeleuchtung war gestern. Seit März strahlen die Rietbergwerke wortwörtlich in neuem Licht. Damit haben sich nicht nur die Arbeitsbedingungen massiv verbessert – auch die Energiebilanz zeigt: Die Investition hat sich gelohnt! Nur ein Beispiel für effizientes Wirtschaften bei Seppeler. RIE T B ERG

„Setzt man statt der alten Leuchten einfach LEDs ein, spart man unterm Strich schon mal 70 Prozent Strom“, weiß Ina Kuhlmann, die bei Seppeler für das Thema Energiemanagement verantwortlich ist. 110 Watt statt 440 Watt. Wer weniger Strom verbraucht, zahlt weniger Geld – und produziert weniger Treibhausgase. Die Rechnung ist einfach. Ein ganz neues Beleuchtungssystem

Viele Seppeler Standorte wurden in den vergangenen Jahren auf ihre Beleuchtung hin überprüft und gegebenenfalls mit neuen LEDs ausgestattet. Anlass war unter anderem das EU-weite Verbot von HQL-Leuchten. Die waren früher in der Industrie üblich, sind allerdings in hohem Maße ineffizient. „In Rietberg“, berichtet Kuhlmann, „haben wir aber noch einen draufgesetzt.“ Dort war die Licht­ situation alles andere als zufriedenstellend. „Stellenweise herrschte eher so eine Art Schlummerbeleuchtung“, nennt es die Ingenieurin.

Zusammen mit den Experten von Winter­ mayr Energiekonzepte Systemtechnik GmbH entwickelte die Betriebsleitung ein ganz neues Beleuchtungskonzept. „Es gibt natürlich Arbeitsplätze, an denen wir viel Lux brauchen“, erklärt Kuhlmann den Hintergrund. „Lagerflächen müssen dagegen bei Weitem nicht so hell beleuchtet werden.“ Seit März ist die neue Anlage in Betrieb. Das Ergebnis: 90 Prozent mehr Licht dort, wo es hingehört – und trotzdem 70 Prozent Energieeinsparung. Das ist so viel, dass sich die In­vestition schon in fünf Jahren amor­tisiert.

wie wir noch ressourceneffizienter wirtschaften können“, erklärt Kuhlmann. Zusammen mit zwei Kollegen treibt sie von der Zentrale in Rietberg aus die Nach­ haltigkeit im Unternehmen voran. Wärme­rückgewinnungsverfahren sind ganz normaler Usus, Abfallrecycling ebenfalls: Säure, zinkhaltige Abfälle und Zinkasche werden fast vollständig in den Kreislauf zurückgegeben oder anderweitig wiederverwertet. Seit 2015 bestätigt auch ein TÜV -Zertifikat, dass Seppeler in Sachen nachhaltige Unternehmens­führung die Nase vorn hat.

Der grüne Gedanke ist uns wichtig

An den Standorten werden Ina Kuhlmann und ihre Kollegen tatkräftig unterstützt. Je Standort gibt es mindestens einen Energie- und Umweltbeauftragten. Alle werden in Workshops geschult und kommen zu jährlichen Treffen zusammen. Ina Kuhlmann selbst ist zwei Mal im Jahr an jedem Standort, um über besondere Themen aufzuklären oder etwa über werksspezifische Anforderungen zu sprechen und gemeinsam Lösungen anzustoßen. 

Dass Energiesparen und Umweltschutz zentrale Themen für Seppeler sind, liegt auch in der Natur des Geschäfts. Feuerverzinken als Korrosionsschutz ist per se schon ein umweltfreundliches Verfahren – gleichzeitig braucht es aber große Mengen an Energie. Will man 25 Tonnen Zink auf der Temperatur von 450 Grad Celsius halten, geht das natürlich nicht ohne enorme Hitze. „Der grüne Gedanke ist uns wichtig. Wir überlegen ständig, wo und


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Technik / Grünes Licht

98 prozent der Abfälle, die bei der

Feuerverzinkung entstehen, werden weiterverwertet oder in den Zinkkreislauf zurückgegeben.

tonnen weniger CO2-Ausstoß pro

Jahr erreicht das neue Beleuchtungssystem in Rietberg. Zum Vergleich: Das entspricht dem Jahresverbrauch von rund 100 Pkw pro Jahr bei einer Fahrleistung von 30.000 Kilometern.

70 prozent weniger Strom: Durch die

Umrüstung auf LEDs konnten die Rietbergwerke ihren Verbrauch erheblich reduzieren.

info nachhaltigkeit Energie, Umwelt, Qualität, Arbeitsund Gesundheitsschutz: Seit 2014 wird das Thema Nachhaltigkeit in der Seppeler Gruppe zentral und standortübergreifend vorangetrieben, seit 2015 mit TÜV-Zertifikat. Unser klares Ziel: ökonomische, ökologische und soziale Belange in Einklang zu bringen. http://www.seppeler.de/de/ueber-uns/ nachhaltigkeit.php

ina kuhlmann (Qualitäts- und Energiemanagement­ beauftragte der Seppeler Gruppe)

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Technik / Eine Frage der Verantwortung

EINE FRAGE DER VERANTWORTUNG Unser Ziel: lückenloses Energie-Monitoring. Dank einer neuen Software können wir effizient und nachhaltig unsere Verbräuche überwachen und „Übeltäter“ schnell enttarnen. RIE T B ERG

Wie viel Energie verbrauchen unsere einzelnen Standorte? Laufen die Trockenöfen effizient? Arbeitet die Wärmerückgewinnung optimal? Warum verändert sich plötzlich der Gasverbrauch? Seit Kurzem beantworten wir solche Fragen mit Hilfe der Software Logit+. Mit ihr kontrollieren wir standortindividuell alle Anlagen nach Energie- und Strombedarf – und das minuziös: Alle 15 Minuten wird der Ist-Verbrauch aktualisiert. Schwellen geben Alarm

Über individuell festgelegte Grenzwerte signalisiert das System, wenn der En­er­ gie­verbrauch einer Anlage aus dem Ruder läuft. Auffälligkeiten gehen umgehend bei den Energiebeauftragten der einzelnen Standorte ein, die sofort aktiv werden können.

nicht optimal eingestellt, dadurch arbeitete die Wärmerückgewinnung ineffizient. Wir überholten die Systemeinstellungen des Ofens und reduzierten so den Gasverbrauch um 85 Prozent – trotz Mehrproduktion. 157 Tonnen CO2 stößt die Anlage dadurch im Jahr weniger aus.

Optimale Übersicht

Zentral vergleicht die Qualitäts- und Energiemanagementbeauftragte Ina Kuhlmann ähnliche Anlagen und deren Energiebedarf miteinander und macht die Kollegen vor Ort auf Auffälligkeiten aufmerksam. Ein konkretes Beispiel aus Lennestadt: Die Software zeigte einen ungewöhnlich hohen Gasverbrauch des Trockenofens an. Schnell war klar: Die Steuerung war

Alle Verantwortlichen der Standorte arbeiten bereits vor Ort mit Logit+. Zudem sollen die Verbrauchswerte demnächst direkt mit den Kostenstellen verknüpft werden, was dem Controlling eine optimale Übersicht über die Energieverbräuche der gesamten Seppeler Gruppe bietet. Eine klare Win-Win-Situation: Wir schonen die Umwelt und sparen dadurch Geld.

Die neue Software kann ähnliche Anlagen (farblich codiert) in punkto Energiebedarf vergleichen. Arbeitet eine ineffizient, fällt das schnell auf.


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Technik / Glückwunsch!

GLÜCKWUNSCH! 50 Jahre im Geschäft: Unser Händler Erich Sprick hat Jubiläum. Ein Dankeschön – und ein kurzer Rückblick zu den Anfängen der Tankstellen. RIE T B ERG

Jahrzehntelange Beständigkeit ist für die Rietbergwerke ein zentrales Stichwort, nicht nur beim Feuerverzinken. Ganz besonders freuen wir uns, dass einer unserer treuesten Händler 50-jähriges Firmenbestehen feiert. Erich Sprick, ansässig in Oldenburg, startete damals mit dem Verkauf von Tankwagen und traf drei Jahre später Dr. Klaus Seppeler auf der Internationalen Automobilausstellung. Man vereinbarte eine Zusammen­ arbeit – die bis heute hält. Gute Idee – ­ gute Umsetzung

Waren es anfangs die stationären Tankanlagen, so kamen bald neue Ideen dazu. Dass die heute so erfolgreichen mobilen Kraftstofftankstellen entwickelt wurden, ist zum Großteil Erich Sprick zu verdanken. Er hatte den Einfall, der zu den ersten Behältern überhaupt führte. Über die Jahrzehnte etablierte sich ein Mietgeschäft für diese Behälter, das durch eine zügige und verlässliche Abwicklung zum Erfolg wurde. Besonders die unkomplizierte Art hat die Kunden

erst verblüfft, dann überzeugt und später zu Stammkunden gemacht – tausende Einheiten wurden verkauft! Solche Partnerschaften sind selten

In unserer immer schnelllebigeren Zeit ist eine solche Partnerschaft etwas Besonderes. Mit seinen 86 Lebensjahren zieht sich Erich Sprick nun langsam aus dem Arbeitsleben zurück, die geschäftlichen Aktivitäten werden jedoch mit vollem Elan weitergeführt. Auch da verlassen wir uns auf Erich Sprick. Wie eigentlich immer. Wir wünschen dem Ehepaar Sprick für die Zukunft alles Gute und vor allem Gesundheit! 

Mit stationären Tankanlagen ging die Zusammenarbeit Sprick-Seppeler los. Das Bild stammt von 1973.

Wir gratulieren: Guido Röttgers vom Vertrieb der Rietbergwerke überreicht Erich und Irene Sprick eine Urkunde und eine Kollage aller Mitarbeiter der Behältertechnik.

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Technik / Ein Rohstoff macht sich rar

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EIN ROHSTOFF MACHT SICH RAR Die Preise f端r Zink haben enorm angezogen, sehr zum Verdruss von Verarbeitern und deren Kunden. Dr. Heinz-J端rgen B端chner, Rohstoffexperte der IKB Deutsche Industriebank AG, gibt Einblick in den Markt f端r dieses weltweit nachgefragte Metall.


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Herr Dr. Büchner, der Preis für Zink ist enorm gestiegen: Im zweiten Quartal 2016 lag er bei 1.917 US-Dollar pro Tonne, im August 2017 bei 3.142 USDollar. Die Weltbank prognostiziert über das gesamte Jahr 2017 einen Preisanstieg von 32 Prozent. Kein anderes Industriemetall macht derzeit eine ähnlich steile Karriere. HB:  Das stimmt. Speziell 2016 hatten

wir schlicht ein klares Defizit im Angebot, die Metallproduktion war deutlich geringer als die Nachfrage. Zu Beginn vergangenen Jahres lagen die Vorräte an der London Metal Exchange (LME ), dem wichtigsten Marktplatz für Metalle, noch bei 600.000 Tonnen. Bis Mitte August 2017 sanken sie auf 250.000 Tonnen. Da ist es normal, dass der Preis steigt. Weltweit wird die Produktion gekürzt oder Minen schließen gleich ganz – für Außenstehende liest sich die Ent­ wicklung des Zink-Marktes in Teilen sehr abenteuerlich. HB:  Ja, das mag sein. Letztlich sind

das aber mehr oder weniger ausgeprägte, wiederkehrende Schwankungen. Minen schließen, wenn sie nicht mehr rentabel sind oder wenn sich der Zinkpreis so schlecht entwickelt, dass der Betrieb vo­ rübergehend nicht wirtschaftlich ist. Selbst wenn sich der Markt erholen sollte, heißt das nicht, dass die Produktion in den geschlossenen Minen grundsätzlich wiederaufgenommen werden kann. Teilweise müssen Neuerschließungen er­ folgen. Und das im gleichen Umfang. Welche Branchen sind von der ZinkKnappheit besonders betroffen? Und gab es schon mal eine ähnliche Situation auf dem Markt für Industriemetalle? HB:  Allein die Hälfte des 2015 abgebau-

ten Zinks ging in die Galvanisierung und Feuerverzinkung. Verzinker wie Seppeler sind von der Knappheit und damit von Preisschwankungen also besonders betroffen. Zink kommt aber, wenn auch in deutlich kleinerer Menge, in zahlreichen Industrien zum Einsatz, etwa in der Zinkchemie, Gummiproduktion oder Elektronikindustrie. Sogar in alltäglichen Pro-

Technik / Ein Rohstoff macht sich rar

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PREISENT WICKLUNG US-$ / t 4.000

3.142 3.000

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dukten wie Sonnencreme ist Zink zu finden. Ein wichtiges Thema, über das sich Unternehmen Gedanken machen, ist übrigens das Zink-Recycling. Hier steckt noch viel Potenzial. Schließlich können bis zu 98 Prozent der Abfälle wiederverwertet werden. Zu Ihrer zweiten Frage: Ja, solche starken Schwankungen gibt es bei Industriemetallen immer wieder. 2014 beispielsweise hatte Indonesien ein Exportverbot für unbehandeltes Nickel erlassen. In wenigen Wochen stiegen Handelskontrakte gigantisch an. Nickel, Zink und andere Metalle sind Anlagemedien geworden, und Rohstoffspekulationen bringen enorm Bewegung in den Markt. Trotz des gestiegenen Rohstoffpreises ist die Verzinkung hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses immer noch der günstigste Korrosionsschutz. Können Zinkverarbeiter wie Seppeler die Preisentwicklung beeinflussen?

2016

2017

QUELLE: MBI 31.08.17

die Bauindustrie in China? Setzt US-Präsident Donald Trump die versprochenen Infrastrukturvorhaben um? Wie entwickelt sich die Mobilität weiter? Und wie agieren die Minenbetreiber? Im ersten Halbjahr 2017 stieg die Minenproduktion um 5,4 Prozent. Trotzdem kam es erneut zu einem Angebotsdefizit von gut 200.000 Tonnen. Langfristig geht man davon aus, dass es weltweit noch 1,9 Mil­ liarden Tonnen Zink-Ressourcen gibt. Im Schnitt braucht es zwar wenigstens sechs bis acht Jahre Vorlauf bis zur Erschließung einer neuen Mine, aber derzeit arbeitet Russland bereits am Kholodninskoe-Minenprojekt mit allein 21,2 Mil­ lionen Tonnen Erzreserven, auch in Kanada und weiteren Ländern gibt es neue Projekte. Es bleibt auf alle Fälle spannend. Wir werden den Markt daher weiter mit Interesse beobachten. 

HB:  Nein. Seppeler ist zwar eine große

Gruppe, aber letztlich ist der Gesamtverbrauch der Feuerverzinkungsindustrie weltweit gesehen zu klein, um Einfluss nehmen zu können. Das Gute ist jedoch, dass die Nachfrage nach diesem langlebigen Korrosionsschutz in jedem Falle weiter zunehmen wird. Verzinkungen sind ungeheuer wichtig und zukunftsweisend. Wie wird sich der Markt für Zink in den nächsten Jahren entwickeln? HB:  Für eine Prognose muss man viele Faktoren bedenken: Wie entwickelt sich

DR. HEINZ-JÜRGEN BÜCHNER verantwortet bei der IKB Deutsche Industriebank das Thema Rohstoffe. Er ist Managing Director Industrials & Automotive der IKB Deutschen Industriebank.


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Technik / O Tannenbaum!

O TANNENBAUM! Er ist ein gewaltiger Hingucker: Die Feu­erverzinkung Osnabrück hat den größten transportablen Weihnachtsbaum der Welt verzinkt. Das ursprünglich für Bristol gebaute XXL-Stück soll demnächst in der deutschen Heimat für besinnliche Stimmung sorgen.

Feuerverzinkung

OSN A B RÜCK

Wenn auf den Adventsmärkten die Buden aufgeschlagen werden, Lebkuchenduft durch die Gassen weht und Weihnachtsbäume die Winternächte erhellen, fangen die Augen vieler Menschen an zu leuchten. In Bremen dürften die Augen der Marktbesucher ganz besonders leuchten, denn dort plant man Großes. 40 Meter hoch ist der Baum, den der Schausteller Harry Wegener aus Stuhr in der Hansestadt aufstellen will, geschmückt mit zwei Millionen LED -Leuchten, das Gerüst aus 60 Tonnen reinstem Stahl, ausgestattet mit zwei begehbaren Etagen mit Thekenbetrieb. Weitgereist ist dieser größte transportable Weihnachtsbaum der Welt noch dazu: 2015 hatte Wegener die Ausschreibung für den Weihnachtsmarkt in Bristol gewonnen und sein XXL-Projekt mit der Firma Heinrich Rohlfing GmbH aus Stemwede-Niedermehnen realisiert. Da er 2017 nicht erneut zum Zuge kam, holte er den Baum in die Heimat zurück. Zwei Etagen des 40 Meter hohen Baumes sind begehbar und können für Thekenbetrieb genutzt werden.

Kessel für besondere Fälle

Damit das Prachtstück Schnee und Regen trotzt, ließ Rohlfing das Stahlgerüst feuerverzinken – von unseren Kollegen in Osnabrück. Die Firma vertraut der Feuerverzinkung Osnabrück bereits seit den 70ern. Ausschlaggebend waren auch die Maße des neuen Kessels, denn 2,50 Meter tiefe Teile kann nicht jeder verzinken – Osnabrück mit einem Kessel­ arbeitsmaß von 3,50 Metern schon. Rohlfings größte Herausforderung war übrigens, den Riesenbaum demontierbar und händelbar zu machen, auch um einen teuren Sondertransport zu vermeiden. Das 35 Meter hohe Gerüst wurde daher in sechs Teilen gefertigt. Der rotierende Stern an der Spitze wird elektrisch betrieben und misst alleine schon fünf Meter. 


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Technik / O Tannenbaum!

2 millionen LED-Leuchten sorgen für besinnliche Stimmung.

Im Inneren des Riesenbaumes. Die Eisen-ZinkLegierung, die durch die Feuerverzinkung entsteht, schützt den Stahl des Gerüstes bis zu 100 Jahre vor Korrosion.

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B REMEN

me ter hoch erstreckt sich der

B RIS TOL

größte transportable Weihnachts­ baum der Welt.

60 tonnen Stahl sind im Gerüst des Baumes verarbeitet.

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Technik / Schichtwechsel

SCHICHT­ WECHSEL Seppeler Qualität in Farbe – so könnte man, äußerst kurzgefasst, die Arbeit unserer Kollegen aus der Beschichtung beschreiben. Für alle, die es genauer wissen möch­ten, bieten wir hier einen Überblick über das Portfolio. Denn dieses Angebot wird bei Seppeler immer stärker nachgefragt und soll in Zukunft deutlich wachsen.

Beschichtung

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Der Trend geht zur individuellen Farb­ gestaltung. Beschichtungen sind ein zukunftsweisendes Thema: Im vergangenen Jahr ist die Nachfrage allein für das Duplex-Verfahren um mehr als 70 Prozent gestiegen. Unsere Kunden wünschen nicht nur ein Produkt, das langlebig ist. Es muss auch gestalterisch ins Gesamtbild passen. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, bauen wir nach und nach das Geschäftsfeld aus: Neben der Nassbeschichtung in Rietberg und der Pulverbeschichtung in Arnsberg werden auch die Standorte in Bremen und Holdorf ihr Portfolio erweitern. Mit leistungsstarken Partnern bieten bereits alle Seppeler Betriebe Duplex-Beschichtungen an.

Technik / Schichtwechsel

NA SSBESCHICHT UNG

BRANDSCHUT ZBESCHICHTUNG

Seppeler hat mehr als 30 Jahre Erfahrung mit Nassbeschichtungen. Das Verfahren bietet individuelle farbliche Gestaltungsmöglichkeiten mit allen RAL- oder Sonderfarbtönen und ist für höchste Belastungen bis Korrosivitätskategorie C5 geeignet. Die Anwendungsfälle sind vielfältig: Stahlkonstruktionen für Industrie oder Küsten- und Offshore-Bereiche, Ver­ kehrszeichenträger, Lärmschutzwände, Brückenbauteile, Fahrleitungsmaste oder auch Treppen­konstruktionen. Bei der Nassbeschichtung sind auch Funktionsbeschichtungen für den Brandschutz verfügbar.

Stahlkonstruktionen können je nach Brand­last ab 500 Grad Celsius instabil werden. Ist eine erhöhte Sicherheit ge­ fordert, bietet sich unser werksseitiges Brandschutzsystem mit Sika® Unitherm® Platinum an. Dieses quillt im Brandfall auf und schützt den Stahl durch eine dicke, wärmeisolierte Schaumschicht. Das Bauteil ist im Brandfall länger geschützt, sodass mehr Zeit bleibt, um ein Gebäude zu evakuieren. Diese innovative Beschichtung auf Epoxidharz-Basis schützt Bauteile im Innen- und Außenbereich und erreicht sogar Korrosivitätskategorien bis C5. Durch die sehr harte Oberfläche ist die Gefahr von Montageschäden gering. Das Verfahren ist zudem ökologisch und wirtschaftlich, weil es lösemittelfrei ist.

PULVERBESCHICHT UNG

TE AMWORK

Dieses Verfahren interessiert immer mehr Kunden. Wir beschichten mit Kunststoff­ partikeln auf Basis von Polyester- oder Epoxidharz per elektrostatischer Aufladung. Die Partikel werden bei 180 Grad Celsius eingebrannt, heißt: Sie verlaufen zu einer Lackschicht. Geeignet ist diese Beschichtung, die ohne Lösemittel auskommt und somit umweltschonend ist, für Stahl, verzinkten Stahl, Aluminium und Edelstahl. Die Vorteile: Das Werkstück ist ohne Trockenzeit sofort einsetzbar und aufgrund der guten UV-Beständigkeit sowie hohen Farbtonstabilität (RAL- und NCS -Palette) gegen Witterungseinflüsse geschützt. Die Oberfläche ist schlag-, kratz- und abriebfest. Sonderlösungen wie Anti-Graffiti-Beschichtungen gehören ebenfalls zum Angebot. Ein Plus ist die Optik: Immer mehr Metallbauarbeiten wie Balkongeländer oder Zaunsysteme werden auch aus ästhetischen Gründen nach der Feuerverzinkung pulverbeschichtet.

Möglich wird unser umfangreiches Angebot durch gutes Teamwork unserer Standorte, denn die Rohmaterialien der Kunden werden zum Beispiel bei Helling & Neuhaus in Gütersloh verzinkt und geschliffen und im 90 Kilometer entfernten Arnsberg farbig beschichtet. Die einzelnen Arbeitsschritte gehen optimal ineinander über. Unsere Kunden bekommen von ihrem Ansprechpartner bei Seppeler alles aus einer Hand und sparen so erheblich Zeit, Wege und Verpackungsmate­ rialien und können sich auf absolute Termintreue verlassen.

DUPLE X-BESCHICHT UNG Duplex-Systeme bestehen aus einer Feuerverzinkung und einer zusätzlichen Beschichtung. Dieses Verfahren verlängert den hervorragenden Korrosionsschutz der Feuerverzinkung nochmal. Die hohe Schutzdauer ergibt sich durch einen syner­ getischen Effekt: Die Farbe schützt die Verzinkung vor dem natürlichen Abtrag, und das Zink schützt die Farbe vor Unterrostung. Die Schutzdauer einer DuplexBeschichtung ist somit deutlich länger als die Summe der Einzelschutzdauer einer Verzinkung oder Beschichtung. Darüber hinaus haben gestalterische Gründe an Bedeutung gewonnen.

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www.seppeler.de/de/beschichtung.php


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TEAM / UNSERE STIFTUNG IST FORSCHUNGSGEGENSTAND

UNSERE STIFTUNG IST FORSCHUNGSGEGENSTAND Seit 2003 besteht die Dr. Klaus Seppeler Stiftung. Warum unsere Erfahrungen ein Schatz für die Forschung sind, erklärt der Vorsitzende des Aufsichtsorgans der Stiftung, Professor Dr. Heinrich Münz, in seinem Gastbeitrag. RIE T B ERG

Die Bedeutung von Stiftungen für den wirtschaftlichen Erfolg in Industrieunternehmen – darüber forschen Wirtschaftswissenschaftler seit Kurzem intensiv. Am Lehrstuhl „Führung von Familienunternehmen“ der Universität Bielefeld widmen sich Frau Professor Dr. Christina Hoon und ihr Mitarbeiter Herr Gabor Neumann (M.Sc.) der Thematik. Erkenntnisse zum Zusammenspiel zwischen Stiftungen, Eigentümerfamilien und daraus entstandene betriebliche Entwicklungen sind Untersuchungsziele. Fundierte Forschung zur Bedeutung der Institution „Stiftung“ in Unternehmen erzeugt Wissen, dessen Wert über das rein fachwissenschaftliche Interesse hinausgeht und für den Industriestandort Deutschland auch allgemeingesellschaftliche Relevanz besitzt. Beispiele dafür sind etwa die Wahrung des Unternehmenserfolgs sowie die Konstellation der Nachfolgeregelung im Sinne der Arbeitsplatzsicherung und die Investition von Erträgen der Stiftung ins Unter­ nehmen.

Wir bieten Basisdaten und...

In diese universitäre Forschung ist die Dr. Klaus Seppeler Stiftung mit einem dreijährigen Projekt seit 2016 fördernd einbezogen. Als unternehmensgebundene und familiennahe Institution der Seppeler Gruppe gilt unsere Stiftung in mehrfacher Hinsicht als besonders forschungsrelevantes Untersuchungsobjekt. In der Dr. Klaus Seppeler Stiftung besteht langjährige Erfahrung zur Zusammenarbeit von Stiftung mit der Eigentümerfamilie und den Entscheidungsgremien im Unternehmen. So sind die Gesellschafterfunktion, die Umsetzung von Stiftungszielen wie die Förderung von Forschung und Entwicklung, aber auch der Einfluss auf die Unternehmensentwicklung über viele Jahre ausführlich dokumentiert. Den Forschern stehen somit umfangreiche Basisdaten zur Ver­ fügung. Das Projekt ist auch für die Seppeler Stiftung und die Unternehmensgruppe von Interesse. Eine solche Begleitforschung ermöglicht eine objektive „außen-

begutachtete“ Überprüfung zur ­Effizienz und Stabilität der Stiftungskonstruktion, insbesondere auch im Hinblick auf den wirtschaftlichen Erfolg der Gruppe. Es stellt sich hier die Frage, ob die ursprüngliche Zielsetzung des Stifters mit seiner Stiftungskonstruktion unter den Belastungen einer sich ändernden Wirtschaftswelt und Familienstruktur gesichert bleibt. Oder auch, ob aus wissenschaftlicher Sicht Notwendigkeiten zu Anpassungen oder Erweiterungen in den Aufgaben bestehen. ...erhalten Anregungen für die Zukunft

Darüber hinaus verspricht die Verbindung zur Kompetenz der Universität für Stiftung und Seppeler Gruppe Anregungen und Ideen aus der aktuellen betriebs­ wirtschaftlichen Forschung. Dies ist interessant, um zukunftsgerichtete Entwicklungen im eigenen Unternehmen zu fördern. Mit ihren innovativen Strukturelementen – Entscheidungsautonomie, Unternehmensverbundenheit, Familien­ nähe und der Hauptaufgabe der Sicherung von Forschung und Entwicklung im Un-


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TEAM / UNSERE STIFTUNG IST FORSCHUNGSGEGENSTAND

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DIE MITGLIEDER UNSERER STIF TUNG: v. l. n. r.: VORSTAND Walter Maaß

(Vorsitzender), Günter Thülig

(stellver­tretender Vorsitzender) AUFSICHTSORGAN Prof. Dr. Heinrich Münz

(Vorsitzender), Nina Seppeler

(assoziiertes Mitglied), Kai Seppeler

(Geschäftsführender Gesellschafter Seppeler Gruppe), Prof. Dr. Ralf Feser

(stellvertretender Vorsitzender)

„Fundierte Forschung zur Bedeutung von Stiftungen erzeugt wertvolles Wissen.“

FORUMSGE SPR ÄCHE

Vorrangiges Ziel der Stiftung ist es, den Erfolg des Unternehmens zu sichern. Erfolg ist eng mit den Mitarbeitern verbunden. Daher sollen diese auch hinsichtlich Inno­ vationen sensibilisiert werden. Ein Beispiel dafür ist das Forumsgespräch, in dem Entscheidungsträger spezielle Themen, die in der Wirtschaft eine Rolle spielen, auf die Zukunft der Seppeler Gruppe bezogen behandeln.

Professor Dr. Heinrich Münz

ternehmen – bietet die Institution unserer Stiftung ein fortschrittliches Modell wirtschaftlicher und gesellschaftlich verantwortungsvoller Unternehmenskultur. Dr. Klaus Seppeler, verstorben im Jahr 2008, initiierte 2003 seine Stiftung zum Wohle des Unternehmens, der Familie und der Mitarbeiter. Eine universitäre Begleitforschung kann nun dazu auch den allgemeinwirtschaftlichen Wert beschreiben. Das wäre sicher in seinem Sinne. 

So widmete sich das letzte Forumsgespräch dem Thema Industrie 4.0. Denn auch in unseren Arbeitsbereichen Feuerverzinkung, Beschichtung, Behältertechnik und Gitterroste kommt man an der Digitalisierung nicht vorbei. Im Fokus steht hier besonders die Optimierung des Datenmanagements. Beim Forumsgespräch gab es dazu Input von Ulrich Feldhans (Projektconsulting) zur aktuellen IT-Situation und zu den Vorteilen von ERP Anwendungen im Unternehmen. Von der Prozess- und Produktionsebene über die Logistik und den Vertrieb bis hin zum Marketing und der Buchhaltung – alle Bereiche werden vom elektronischen Datenmanagement bestimmt.


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Team / Generationswechsel

GENERATIONSWECHSEL Der eine geht, der andere kommt – klingt simpel, ist es aber nicht. Wenn Unternehmen etablierte Mitarbeiter verlieren, dann gehen mit ihnen oftmals auch Wissen, Erfahrung und Kontakte. Das muss nicht so sein. Der ehemalige Geschäftsbereichsleiter der Feuerverzinkung Hannover, Jürgen Stegen, und sein Nachfolger Christoph Echtermann machen es vor. H A NNOV ER

Herr Stegen, Sie sind gerade in Ruhestand gegangen. Wie schmeckt die Freiheit? JS:  Ich konnte mich 50 Jahre vorberei-

ten, deshalb ist mir die Umstellung nicht schwergefallen. Ich zehre von dem, was ich bei Seppeler gelernt habe. Das ist ein Schatz, den man privat nutzen kann. Ich bin seit 13 Jahren Vorsitzender eines Sportvereins, da kommt mir meine Organisationserfahrung sehr zugute. Ein geflügeltes Wort lautet: „Niemals geht man so ganz.“ Was haben Sie Ihrem Nachfolger hinterlassen? JS:  Wir haben von 2014 bis 2016 unser

Werk in Hannover erheblich umgebaut, und seit Herr Echtermann hier ist, sind weitere 2.600 Quadratmeter hinzugekommen. Unsere Feuerverzinkung hat nun am Markt ganz neue Möglichkeiten. Das ist gut so, denn im Geschäftsjahr 2016 haben sich einige Herausforderungen

ergeben. Wir haben daher neue Wege eingeschlagen, die mein Nachfolger weiterführt. Übrigens geht man tatsächlich niemals so ganz: Wenn Herr Echtermann mal meinen Rat in Bezug auf einen Kunden braucht, den ich gut kenne, dann stehe ich zur Verfügung. Herr Echtermann, Sie sind seit 2011 bei Seppeler. Wie schwierig ist es, wenn man in einer Führungsposition als junger Kollege einem älteren nachfolgt, der diese Position lange und erfolgreich ausgefüllt hat? CE:  Mir hat vor allem geholfen, dass ich

zunächst als Assistent der Geschäfts­ leitung, aber später auch auf meinen anderen Positionen die Strukturen der Gruppe gut kennengelernt habe. Außerdem arbeitet in Hannover ein sehr kompetentes Team, der Übergang war also nicht schwierig. Hierbei hilft es mir sehr, dass ich aus einem Familienbetrieb im Bereich Fahrzeugbau komme. Daher be-

sitze ich den technischen Hintergrund und hatte schon früh Berührung mit dem Thema Feuerverzinken. Zuhause muss man halt immer mit anpacken und mit er­ fahrenen Menschen zusammenarbeiten. Dadurch habe ich sehr viel fürs Leben gelernt, was einem kein Studium beibringen kann. So kann man mit seinen eigenen Mitarbeitern immer auf Augenhöhe diskutieren und konstruktive Entscheidungen treffen, die dem Kunden nutzen und das gesamte Unternehmen nach vorne bringen. Viele Unternehmen machen die schmerzliche Erfahrung, dass Wissen verloren geht, wenn erfahrene Köpfe gehen. Wie haben Sie beide die Übergabe organisiert? JS:  Ich wäre normalerweise zum

31. Dezember 2016 in Rente gegangen, habe aber fünf Monate angehängt, weil Herr Echtermann als Projektleiter den ­Neubau der Feuerverzinkung Holdorf


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Team / Generationswechsel

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„Wir haben die Übergabe im Tandem organisiert und über fünf Monate hinweg einen Punkt nach dem anderen durch­ gearbeitet. Wenn die Chemie stimmt, dann klappt das.“ Christoph Echtermann

Jürgen Stegen

„Mein Wissen ist, ich möchte sagen, zu 98 Prozent übergeben. Das haben wir gut hinbekommen.“


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Team / Generationswechsel

zu Ende gebracht hat. Die Übergabe war mir sehr wichtig. Wir sind schrittweise vorgegangen, das heißt: Wir haben eine bestimmte Aufgabe angepackt, sie durchgearbeitet, dann hat Herr Echtermann sie übernommen und wenn er Fragen hatte, konnten wir sie direkt klären. Er hat viele gut organisierte Ab­läufe übernommen, aber natürlich auch eigene Vorstellungen umgesetzt, etwa in punkto Digitalisierung.

JS:  Wir haben außerdem viele Kunden

und Lieferanten gemeinsam besucht und den Wechsel kommuniziert: „Ich bin weg und der Mann ist da – er ist genauso kompetent und wird sich Ihren Anliegen widmen.“ Mir war es wichtig, eine Über­ gabe auf Augenhöhe zu machen. Wir sind beide Fußballer und unter Fußballern ist das so üblich. Außerdem weiß das Team in Hannover bestens über alles Bescheid. Teamwork ist der Grundstein für jeden Erfolg.

CE :  Wir haben beispielsweise für unse-

ren Verwaltungsbereich einen gemeinsamen Terminkalender in ein vernetztes Tool übertragen, auf das jeder Zugriff hat. So lassen sich Termine besser koordinieren. Des Weiteren haben wir eine betriebliche WhatsApp-Gruppe gegründet. Wenn jemandem, seien es Schicht­führer, Koordinatoren, Produktions- oder Betriebsleitung, Probleme auffallen, werden schnell und unkompliziert Bilder in die Gruppe eingestellt und ebenso schnell Lösungen gefunden. Durch diese und viele weitere Maßnahmen sind In­for­mationen immer und fast überall schnell verfügbar. Dadurch ist gewährleistet, dass einwandfreie Ware mit höchster Qualität rausgeht.

Das heißt, bei Seppeler existiert das Wissen eher in Teams als in Individuen? JS:  Ja, für Hannover kann man das so sagen. CE :  Ich lege sehr viel Wert darauf, dass

Wissen und Verantwortung auf viele Mitarbeiter verteilt wird. Wenn mal jemand ausfällt, kann ein anderer übernehmen, so dass der Betrieb reibungs­los weiterläuft. Am Ende wird Qualität immer durch Menschen gemacht. JÜRGEN ST EGEN

Jürgen Stegen hat das Feuerverzinkungshandwerk von der Pike auf erlernt: Im August 1967 begann er bei der hannoverschen Feuerverzinkerei seine Ausbildung zum Industriekaufmann, machte den Lkw-Führerschein Klasse 2 bei der Bundeswehr und studierte in den 70ern BWL . Stegen war 23 Jahre bei Seppeler angestellt, davon 13 Jahre Geschäftsbereichsleiter der Feuerverzinkung Hannover, bevor er im Februar 2017 an Christoph Echtermann übergab. Seit 13 Jahren sitzt der Fußballer ehrenamtlich einem Sportverein mit sieben Sparten und rund 1.450 Mitgliedern vor. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. In der Freizeit reist er mit seiner Frau sehr gerne. Langeweile wird in seinem Ruhestand also nicht aufkommen. Und der Kontakt zur Seppeler Gruppe soll natürlich auch nicht abreißen.


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Team / Generationswechsel

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CHRISTOPH ECH T ERMANN

Christoph Echtermann ist seit Februar 2017 Geschäftsbereichsleiter der Feuerverzinkung Hannover. Der 33-Jährige studierte Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt „Management, In­ formation und Marketing” in Bielefeld und startete 2011 als Assistent der Geschäftsleitung bei Seppeler. Unter seiner Leitung führte die Gruppe das neue Energie-Managementsystem ein. Außerdem war Echtermann Projektleiter für den Neubau der Feuerverzinkung Holdorf, die Anfang 2017 in Betrieb genommen wurde. Der gebürtige Ahlener ist leidenschaftlicher Freizeitsportler und unterstützt nach wie vor seinen Vater im Familienunternehmen Fahrzeugbau. Zudem gibt es auf dem ehemaligen Bauernhof der Großeltern immer etwas zu tun.

Sie haben über Ihren unterschiedlichen Umgang mit der Digitalisierung gesprochen. Oftmals prallen bei solchen Generationswechseln ja auch zu anderen Aspekten Welten aufeinander. Haben Sie einen Tipp für all diejenigen, die ebenfalls einen solchen Wechsel gestalten müssen?

dass man in einer Führungsposition als autoritärer Einzelkämpfer dauerhaft erfolgreich sein kann.

JS:  Mein Dank geht an die Familie

Wie lautet die Bilanz Ihrer ersten Monate im Amt, auf was können sich Mitarbeiter und Kunden noch freuen? CE :  Derzeit freuen wir uns über eine

JS:  Wenn beide Seiten das Wohl des

Unternehmens und seine Weiterentwicklung im Blick haben, klappt das auch. Der Neue muss seine Überlegungen und sein Wissen einbringen können, der Alte muss zur Übergabe bereit sein. CE :  Es gibt kein Patentrezept. Wir haben

uns für eine Tandem-Lösung entschieden, wie sie Herr Stegen beschrieben hat. Man tut als junger Kollege gut daran, auf die Erfahrung der Älteren zu setzen und viele Informationen aufzunehmen und sich herauszupicken, was man benötigt. Aber man muss am Ende ein eigenes Ziel verfolgen und sein Team von diesem Ziel und dem Weg dorthin überzeugen. Die Welt wird immer komplexer. Ich glaube nicht,

Herr Stegen, Sie haben das letzte Wort für einen Abschiedsgruß!

deutliche Produktionssteigerung – das liegt zum einen daran, dass die Wirtschaft floriert und zum anderen daran, dass wir die Produktivität steigern konnten. Wir haben außerdem unseren Vertrieb intensiviert und zahlreiche Neukunden gewonnen. Auf dem neuen, 2600 m² großen Grundstück wollen wir zunächst logistische Vorteile für Kunden generieren und später vielleicht eine Pulverbeschichtung bauen. Und wir haben ein ganz großes Projekt vor: Im Bereich Forschung und Entwicklung werden wir unsere Vorbehandlung zum Jahreswechsel 2017/2018 komplett erneuern und die modernste Anlage installieren, die es in der Seppeler Gruppe gibt, um unseren Kunden immer die beste Qualität liefern zu können.

Seppeler, allen voran an den 2008 verstorbenen Dr. Klaus Seppeler, der ein großes Vorbild für mich war. Er geht auch an die Geschäftsführer und Geschäftsbereichsleiter, an unsere Mitarbeiter bei der Feuerverzinkung Hannover, an meine Kollegen und ganz herzlich an alle unsere treuen Kunden. Ich wünsche allen eine gute Zukunft und viel Erfolg – ganz besonders natürlich Herrn Echtermann. CE :  Ich möchte mich auch noch herz-

lich bei Herrn Stegen bedanken und wünsche ihm alles Gute für seinen neuen Lebensabschnitt. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben!


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Team / Personalien

PERSONALIEN AUSBIL DUNGSBEGINN

AUSBIL DUNGS AB S CHLUS S

W IR BEGRÜS SEN NEU IM T E AM

Seit September gibt es zwei „Neue“ in der Seppeler Gruppe: Lisa Brandherm (Industriekauffrau), Volodia Davtyan (Techn. Produktdesigner)

Vier Azubis haben ihre IHK -Prüfung absolviert: Januar 2017: Tolgahan Kaskun und Dennis Schlaht (Industriemechaniker) Juni/Juli 2017: Ahmet Kaya (Industriemechaniker), Konstantin Funk (Industriekaufmann)

Rietberg: Carsten Drewes-Hutmacher, Katja Kalt, Christel Naumann, John Schmidt, Dennis Westermann, Rita Westhoff, Muhammet Akilli, Lisa Brandherm, Volodia Davtyan, Ahmet Erdogmus, ­Stefan Fuchs, Christian Grundmeier, Philip König, Benjamin Rottjakob, Bernhard Mieszala, Kamo Sargsjan, Mihai Talpan, Wassili Schröder Gütersloh: George Badoi, Florian Brühl, Gennadij Butko, Memis Erdogmus, Jörg Lachmann, Sven Marsch, Holger Moorfeld, Vasilios Ntatsis, Artjom Neufeld, Anna-Lena Pfeiffer, Mario Simic, Dennis Stromberg, Sylvester Weszczak, Frank Zimmeck Holdorf: Wolfgang Gurtner, Dawid Gwizdz, Fatmir Jonuzaj, Berthold Kuper, Marion Pille, Markus Wehage Bremen: Britta Axmann, Dirk Blankenburg, Carsten Klenner, Alexander Maschtaler, Carsten Tietjen, Tiberiu Vieru, Zhelyo Zhelev Osnabrück: Fatih Ayes, Dario Dragic, Michael Kaupenjohann, Ivan Kryukov, Olga Martens, Mark Nachtigall, Markus Tegeler Genthin: Mustafa Ahmad, Till Flammann, Holger Letz, Steven Plewka, Heiko Richter Lennestadt: Sunday Tobi Alomaja, Tatiana Bauer, Mohamad Hajoula, Nico Henke, Taher Hodroj, Karin Klaas, Miroslaw Pielka, Lucas Plitt, Yuliya Seldenreich, Betim Svarca, Jan Skolik, Arif Zadran, Adam Zsoter Hannover: Matthias Blumenau, Waldemar Damian Bochenski, Wladimir Dukkardt, Daniel Boleslaw Gondek, Wolfgang Heinemann, Alexander Heisig, Krzysztof Jankowski, Christine Klingebiel, Thomas Lugauer, Gregor Majstrenko, Andrei Obukhov, Andrzej Sztuka, Sylwester Tuznik, Robert Vojkovic, Patryk Jan Wowro Arnsberg (Pulverbeschichtung): Vanessa Altieri, Gerda Erika Burchard, Antonio Chio­ varo, Sophie Drepper, Naji El Kazem, Lothar Gerken, Mike Gregori, Moritz Hitzegrad,

GRATULATION, PRÜFUNG BESTANDEN

Eugen Illarionow – Mitarbeiter der Arbeitsvorbereitung/Konstruktion der Behältertechnik, hat im Juli 2016 am Richard von Weizsäcker-Berufskolleg das Fachschulexamen „Staatlich geprüfter Techniker“ abgelegt. Oliver Brinkhaus – Prokurist der Stahlkonzepte Rietberg und der Pulverbeschichtung Arnsberg, hat im Juli 2017 als einer der Lehrgangsbesten vor der IHK Arnsberg als „Geprüfter Tech­nischer Betriebswirt“ abgeschlossen. Pascal Monkenbusch – Verkaufsleiter der Feuerverzinkung Osnabrück, wurde im September 2016 an der FH Südwestfalen der akademische Grad „Bachelor of Arts“ verliehen.

AUF B AL D! IN PENSION GINGEN

Rietberg: Werner Funke (Holding) war 48 Jahre im Unternehmen, Günter Bolz und Waldemar Faller (Verzinkerei) waren 45 bzw. 26 Jahre dabei, in der Behältertechnik gingen Heinrich Orthaus nach 48, Rainer Tielking nach 21 und Bernhard Wilhelmstroop nach 48 Jahren. Gütersloh: Waldemar Leimann war 2 Jahre in der Verzinkerei. Holdorf: Andrej Tissen war 21 Jahre dabei. Osnabrück: Kasimier Knapik ging nach 27 Jahren. Hannover: Grzegorz Staron war 19 Jahre im Unternehmen, Jürgen Stegen 23 Jahre.

HER ZL ICHEN GLÜCK W UNS CH!

Seit Juni ist er 60 Jahre alt: Kai Seppeler. Unser geschäftsführender Gesellschafter ist als Sohn von Dr. Klaus Seppeler quasi mit dem Unternehmen aufgewachsen. Als Kind spielte er in den Produktionshallen, später lernte er das Metier von der Pike auf, ob im Vertrieb, als Geschäftsführer bei Picker oder als Geschäfts­bereichsleiter nach der Wende in Genthin. Seit Juli 1991 ist er offiziell in der Geschäftsführung tätig. Kai Seppeler war maßgeblich verantwortlich für den Aufbau des Unternehmens im Osten nach 1990 und gab den Impuls zum Wachstum in Polen. Heute zählt die Ocynkownia Śląsk landesweit zur größten Unternehmensgruppe im Feuerverzinkungs­bereich und entwickelt sich erfolgreich weiter. Geschäftsführung und Stiftung sagen ­vielen Dank für die – in Ost und West – gemeinsam geleistete Arbeit und natürlich nochmal herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Wir wünschen alles Gute!


KONTAKTE

Rudolf Kipp, Arnela Kocan, Mirela Kocan, Sanela Kocan, Polina Koch, Alexander Krebs, Sebastian Kuchta, ­Marie-Ange Manderlier, Eugen Marsch, Alen Martinovic, Kanesamoorthy Muhilvannan, Thaponity Muhilvannan, Tony Nash, Robin Nieprymierow, Marvin Pietz, Sabrina Polyga, Holger Schnittger, Carsten Schulte, Oury Sidibe, Nicole Speer, Matthias Steinberg, Anton Sträter, Monika Tilgner, Karl-Heinz Wiesrecker, (Picker) Toni Sousa Fernandes, Jahid Moslem Uddin Chrzanow: Magdalena Banasik, Zuzanna Markowska, Józef Smolik, Krzysztof Sznajdrowicz Kluczbork: Arkadiusz Kiedrzyn, Edward Kos, Justyna Kudła, Dawid Perlak, Arkadiusz Sputo, Małgorzata Staniszewska Częstochowa: Maciej Adamiak, Grzegorz Babicz, Kamil Centkowski, Paweł Holisz, Sebastian Karoń, Łukasz Kotynia, Marcin Lampa, Kamil Łaskawski, Adam Madera, Sebastian Mandat, Damian Mermer, ­Jakub Niestrój, Krzysztof Owczarek, ­Kamil Piętak, Dawid Pluta, Konrad Podsiadlik, Robert Skwarczyński, Radosław Smoliński, Konrad Sojda, Sebastian ­Stachurski, Tadeusz Staniec, Damian Trybulec, Agnieszka Wójcik-Mucha Świdnica: Iwona Bukowska, Roman ­Byrski, Arnold Fedorowicz, Bogdan Galuba, Jacek Gałecki, Stanisław Gączkowski, Kamil Gierula, Tadeusz Hruszowiec, Piotr Kacprzak, Adrian Karol, Grzegorz Kikut, Jacek Knapik, Przemysław Knapik, Magdalena Kycia, Marian Łuczak, Mariusz Majka, Krzysztof Makarewicz, Wiesław Marczak, Tomasz Martyniak, Agnieszka Michalska, Magdalena Miezgiel, Radosław Miklas, Mateusz Misztal, Łukasz Mokrzycki, Marcin Naleśnik, Mariusz Niewiadomski, Wiesław Pabich, Marek Pękala, Daniel Pipiak, Grzegorz Podhalicz, Krzysztof Polaczyk, Grzegorz Półtorak, Grzegorz Rzeszót, Dariusz Sadło, Zbigniew Sajda, Artur Sobala, Wojciech Sobczyk, Tomasz Staniszewski, Paulina Szustka, Rafał Śmietana, Barbara Tęcza, Kamil Tobiasz, Justyna Trafas, Arkadiusz Trzaska, Paweł Trzaska, Robert Walczak

TEAM / PERSONALIEN

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DANK AN UNSERE JUBIL ARE 10 JAHRE IM UN T ERNEHMEN

Rietberg: Verena Nagel, Stephanie Peitz, Michael Richter, Ingo Bender, Ron Brüggemann, Johann Dinius, Franco Grelle, Mateus Marusiak, Pasquale Primerano, Sandro Radtke, Kristina Schröder, Waltraud Schwietert, Werner Thiesmann Gütersloh: Johann Friesen, Anatoli Friesen Holdorf: Sergej Danilenko, Sven Kehl, Valeri Korolew, Kim Krohn, Vitali Schiller, Jakob Werle Bremen: Sergej Andrienko, Viktor Dirlam, Sergej Komissarow, Sergey Tarasov Osnabrück: Konstantin Bujukidi, Stev Clare, Andreas Dalke, Christian Feldhoff, Stefan Hellermann, Michael Kibler, Daniel Liekam Lennestadt: Christoph Tetzlaff, Michel Wappler-Jergler Hannover: Alexander Polei Chrzanow: Grzegorz Biśta, Sebastian Rokita, Elżbieta Stój

Kaiser, Amarjit Kalsi, Sasa Obradovic, Peter Richmeier Genthin: Hans-Hermann Becker, Frank Bohn Hannover: Karsten Held, Seref Zeybek Arnsberg (Picker): Joao Alves, Antonio Cavaco, Jose Lemos, Armando Magalhaes 30 JAHRE IM UN T ERNEHMEN

Rietberg: Celalettin Erden, Thomas Grabosch, Tacettin Hanelce, Kemal Ileri, Andreas Köllner, Adnan Öztürk, Anja Pauleickhoff, Michael Pauleickhoff, Yonis Tepebasi Gütersloh: Gudrun Butzner Genthin: Doreen Geue, Mirco Matthies 35 JAHRE IM UN T ERNEHMEN

Rietberg: Klaus Igelhorst, Ümüt Taskin Gütersloh: Norbert Dübeler, Klaus Peterhanwahr, Ulrike Roggenkamp

20 JAHRE IM UN T ERNEHMEN

40 JAHRE IM UN T ERNEHMEN

Rietberg: Sandra Pfeiffer, Alexander Klassen, Michael Steiner, Rainer Tielking Gütersloh: Vasilij Ilin, Ralf Pauly, Carsten Vark, Nikolaos Zissiadis Holdorf: Sergej Kehl Bremen: Wjatscheslaw Beratz Genthin: Olaf Meier Hannover: Lutz Gäbler, Manfred Lahn Arnsberg (Picker): Antonio Machado da Silva, Paulo Matos Da Silva

Rietberg: Heribert Zwick Gütersloh: Werner Fox Osnabrück: Wilfried Schürkamp Genthin: Wolfgang Schneider Lennestadt: Bernd van den Bossche 45 JAHRE IM UN T ERNEHMEN

Rietberg: Günter Bolz, Werner Janowitz, Manfred Oetter

25 JAHRE IM UN T ERNEHMEN

Rietberg: Michael Brinkhaus, Andreas Funk, Kristijan Gradiscaj, Reinhard Hübner, Reiner Martinschledde, Nurkan Özcan, Alexej Reimer, Heinrich Schiller, Peter Paul Tessikowski, Alexander Warkentin Gütersloh: Peter Berg, Oliver Hano, Vasilios Kajopoulos Holdorf: Ronny Kreß Bremen: Rolf Glaser Osnabrück: Wladimir Albrecht, Dorothea Buchholz, Martin Geschwandtner, Olaf

IN S T IL L EM GEDENKEN

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rietbergwerke trauern um Ulrich Brock­ schnieder. Er war 31 Jahre Lkw-Fahrer der Verzinkerei und starb am 24.10.2016 im Alter von 57 Jahren. Die Belegschaft von Helling & Neuhaus trauert um Uwe Leschnikowski, der am 21.01.2017 mit 56 Jahren verstarb. Er war 31 Jahre als Produktionsmitarbeiter in der Verzinkerei tätig.


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KONTAKTE

Team / Aus Unseren Teams

AUS UNSEREN TEAMS Ob Spenden, Sponsoring oder Gruppenaktionen: ein paar Beispiele, was unsere Kollegen neben der „normalen“ Arbeit alles leisten.

LAUFEN MACHT LAUNE

KUNST MIT ANZIEHUNGSKRAFT

Ob Azubis, Sekretärinnen, Buchhalter, ITExperten oder Geschäftsführer: Beim sechsten AOK -Firmenlauf schnürten Mitarbeiter aus allen Altersklassen und Abteilun­gen ihre Sportschuhe. Seppeler nahm zum zweiten Mal am „Cityloop“ in Wiedenbrück teil. Unsere 20 Kollegen genossen die professionelle Organisation und die gute Stimmung: Eine Samba-Band heizte den 2.200 Firmenläufern und zahlreichen Zuschauern ein. Amanal Petros, deutscher Vizemeister über 10.000 Meter und „Laufbotschafter“ bei der Veranstaltung, lief lässig und gute Laune verbreitend zwischen den Hobbyläufern und zeigte, worum es beim Cityloop geht: um Teamgeist und Spaß an der Bewegung.

Ist Ihnen das neue Bild im Treppenhaus der Behältertechnik in Rietberg aufgefallen? 190 auf 190 Zentimeter groß, in Blau und Silber changierend, die Farbe in eigenwilliger Weise aufgetragen? „Holding Liquids Blue’s“ zeigt das Seppeler Logo und greift die Struktur des Geländers auf. Gestaltet hat es unser Kollege Michael Steiner, der seit 20 Jahren bei den Rietbergwerken arbeitet und seit 40 Jahren Kunst schafft. Der Produktionstechniker verknüpfte sein Know-how mit seiner Leidenschaft und entwickelte einen eige-

EINE SPENDE FÜRS LEBEN

Stefan Höber zögerte keine Sekunde: Im Februar 2017 spendete unser Kollege einer schwerkranken Australierin Knochenmark – und erfuhr kürzlich, dass sich ihr Zustand stabilisiert hat. Die Seppeler Gruppe unterstützte die hoffentlich le­ bens­rettende Spende, indem sie die Lohn­fortzahlung für ihn übernahm. Normalerweise macht das die Deutsche Knochenmarkspenderdatei.

nen Prozess zur Gestaltung: „Magnetic Painting“. Wie das funktioniert? „Ich bringe pastöse Ölfarbe auf die Leinwand auf und verdränge sie mit Kugeln und Walzen. Die steuere ich über einen Magneten, den ich an der Rückseite der Leinwand manuell führe – mit einer selbstgebauten Maschine“, erklärt Steiner. „Dabei ent­ stehen Strukturen, die sich je nach Gewicht der Kugel, Stärke des Magneten und Tempo der Bewegung unterscheiden.“ Spannend, oder?


KONTAKTE

Team / Steckbrief

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STECKBRIEF Die ersten Arbeitstage war er „inkognito“, heute kennen ihn (fast) alle bei Seppeler: Gregor Köring stellt sich in unserem ­aktuellen „Steckbrief“ vor. VOR- UND NACHNAME Gregor Köring GEBURTSTAG 12. August 1963 WOHNORT Paderborn BERUF Geschäftsbereichsleiter ­

Helling & Neuhaus Gitterroste

MEIN ERS T ER TAG BEI SEPPEL ER …

Gregor Köring mag Golf, Reisen und Popmusik, aber keine Krawatten – sehr zur Freude von Kollegen und Besuchern, die es ihm gerne nachmachen und sich schnellstmöglich Freiheit am Hals verschaffen.

… war der 1. April 1999. Dies war mein offizieller Arbeitsbeginn. Allerdings war ich bereits eine Woche zuvor „inkognito“ im Betrieb unterwegs, um mich mit den Produktionsabläufen ver­ traut zu machen. Meine kaufmännisch-technische Ausbildung hat mir den Einstieg sehr erleichtert und mich dazu befähigt, die betrieblichen Zusammenhänge von Produktion und Vertrieb in das richtige Verhältnis zu setzen. Mit großen Emotionen war mein erster Arbeitstag nicht verbunden, da ich in meinem Berufs­ leben vielfältige Jobs hatte – vom Kfz-Mechaniker über den Außen­ dienst bis hin zum internationalen Vertriebsleiter. Für einige Jahre bin ich sogar unter die Nordlichter gegangen und habe in Bremen gelebt. Aber als ostwestfälisches Urgestein hat es mich dann doch wieder in die Heimat zurückgezogen. Was für mich im Beruf wichtig ist beziehungsweise worauf ich im Berufsalltag Wert lege? Pragmatismus und dass das Wort etwas zählt. HOBB YS

Golf spielen, reisen L IEBL INGSMUSIK

Deutscher Pop L EBENSZIEL

Carpe Diem


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Seppeler Kontakte 1 2017