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Energie aus erneuerbaren Ressourcen In Österreich können wir genug Energie aus heimischen Ressourcen erzeugen, um uns selbst zu versorgen. Sauber, sicher und erneuerbar.

Raus aus der Atomkraft Seite 2 Österreich wird zum Selbstversorger

Ein starkes Netz

Seite 3 Damit der Strom auch weiterhin fließt

Die Stadt der Zukunft

Seite 4 Mit weniger Energie mehr bewegen

Foto: Fotolia

Grüne Schiene

Seite 7 Die ÖBB setzen auf grüne Energie


Raus aus Atom, rein in Erneuerbare

Umweltminister Niki Berlakovich: „Erneuerbare Energien und Energiesparen sind die einzigen sinnvollen Antworten auf Atom und die immer teurer werdenden fossilen Energien“.

Umweltminister Berlakovich: „Mein Ziel ist ein energieautarkes Österreich.“

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ie Bilder aus Japan führen uns vor Augen, welche Risken Atomkraft mit sich bringt. Deshalb setzt sich Umweltminister Niki Berlakovich für den Ausstieg Europas aus der Atomkraft ein – und dafür, dass Österreich unabhängig wird von Energieimporten. Das ist möglich, wie jetzt eine Studie von namhaften Wissenschafterinnen und Wissenschaftern bestätigt: Österreich kann aus heimischen Ressourcen so viel Energie erzeugen, wie es selbst

verbraucht. Sauber und erneuerbar. Bis 2050 könnte Österreich energieautark sein, das heißt ausreichend Energie aus Wasser, Sonne, Wind und Biomasse erzeugen. 100 % saubere Energie Made in Austria. Autarkie macht unabhängig. Umweltminister Berlakovich: „Ich will Österreich in Richtung Energieautarkie führen. Autarkie macht uns unabhängig, stärkt die Wirtschaft und ist gut für die Umwelt. Meine drei

Schwerpunkte auf diesem Weg: Energieeffizienz, erneuerbare Energie und green jobs.“ Jede Kilowattstunde zählt. Jede Kilowattstunde aus Erneuerbaren ist dabei ein Schritt in die richtige Richtung. Das Umweltministerium beschleunigt diese Entwicklung durch Förderaktionen im Ausbau der Erneuerbaren: mit der Photovoltaikförderung, einem Programm für die Umstellung des Heizsystems und kompetenter Beratung über klima:aktiv, aber auch im Bereich Einsparung – Stichwort Thermische Gebäudesanierung.

„Mein Ziel ist klar: Ich will, dass Österreich unabhängig von den Öl-, Gas und Atomlobbys wird. Das ist machbar: Bis 2050 können wir Österreich zu 100% mit sauberer heimischer Energie versorgen.“ Umweltminister Niki Berlakovich Für morgen statt von gestern. Die Energieversorgung steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Haushalte und auch Staaten müssen ihre Energiesysteme ändern. Berlakovich: „Ich will, dass Österreich die Nase vorn hat. Ich will, dass unser Energiesystem für morgen ist und nicht von gestern. Was von gestern ist, ist für mich klar: Öl, Gas und Atom.“ Der Minister weiter: „AKWs gehören zu den größten Irrtümern des vorigen Jahrhunderts. Es ist die Pflicht unserer Generation, damit Schluss zu machen und das Zeitalter der Erneuerbaren einzuleiten.“

[Holen sie sich Ihre Förderung für Erneuerbare und Energiesparen]

Höhere Fördersätze für „Gebäudeintegrierte Photovol-

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taik“. Gebäudeintegrierte Photovoltaik-Anlagen, in denen die Technologie eine konkrete Gebäudefunktion z.B. als Fassade, Dach oder Sonnenschutz übernimmt, werden mit 1.450 Euro pro kWpeak gefördert. www.photovoltaik2011.at 100 Mio. Euro für Thermische Sanierung und Tausch des Heizsystems. Bis zu 5000 Euro kann man sich heuer für die Sanierung über 20 Jahre alter Gebäude holen. Die maxima-

le Förderhöhe für eine umfassende Sanierung liegt bei bis zu 20 Prozent der Investitionskosten bzw. einem maximalen Zuschuss von 5.000 Euro. Für den Umstieg auf ein alternatives Heizsystem gibt’s 1.500 Euro zusätzlich. www.sanierung2011.at 500 Euro für Heizung mit Pellets oder Hackgut. Gefördert wird die Errichtung moderner Holzzentralheizungskessel und Pelletskaminöfen zur Beheizung

privater Wohnflächen dienen. Der Zuschuss wird 500 Euro betragen. Start der Aktion ist im Mai. www.klimafonds.gv.at Kompetente klima:aktiv Fachberatung. Beratung für mehr Klimaschutz in den Bereichen Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie bietet das Lebensministerium für HäuslbauerInnen, Gemeinden, Schulen, Unternehmen … www.klimaaktiv.at

Foto: BMLFUW/KERN

Die erfolgreiche Photovoltaikförderaktion wird fortgesetzt: Auch heuer stehen wieder 35 Mio. Euro Fördermittel zur Verfügung! Start ist am 4. April 2011. Einreichen können nur private Haushalte. Gefördert werden 30 Prozent der Investitionskosten bis zu einer Größe von 5 kWpeak. Die Förderpauschale pro Kilowatt beträgt 1.100 Euro pro kWpeak.


Die Welt, die wir uns wünschen In knapp 20 Jahren könnte die Welt auf grüne Energie umgestellt werden, so eine aktuelle Theorie.

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wei amerikanische Naturwissenschaftler haben errechnet, dass die Welt im Jahr 2030 insgesamt 11,5 Billionen Watt Energie benötigen wird. Dieser Bedarf könnte zu 51 Prozent aus Windkraft, zu 40 Prozent von der Sonne und zu neun Prozent aus Wasserkraft stammen. 3,8 Millionen Windräder müssten aufgestellt, 90.000 Photovoltaik- und Solarkraftwerke gebaut und 1,7 Milliar-

den Hausdächer mit Sonnenkollektoren ausgestattet werden. Das würde 100 Billionen Dollar kosten, sich aber relativ gut amortisieren, weil man nicht mehr von Öl-, Gas-, Kohle- und Uranimporten abhängig wäre. Zudem könnten so die Treibhausemissionen um bis zu 95 Prozent verringert werden. Andere Modellrechnungen halten erst das Jahr 2050 für realistisch, weil der Strombe-

darf durch die bis dahin weit verbreiteten Elektroautos noch mehr steigen wird. Der USStarökonom Jeremy Rifkin prophezeit, dass die Energierevolution die Welt aus der Krise führen wird, Europa die USA überholen und zum größeren und wichtigeren Wirtschaftsraum werden wird. Europa sei bei den Entwicklungen den USA weit voraus. Der Euro könnte dann sogar den Dollar als Leitwährung ablösen.

[Aussichten] In der Stadt der Zukunft werden Häuser ihren Energiebedarf selbst erzeugen, E-Mobile tanken sich komfortabel direkt am Hauseingang auf. Telekommunikation wird eine zentrale Rolle spielen, Forschungsbedarf besteht in der Vernetzung der Systeme, man wird europaweit ein neues Verteilersystem aufbauen und neue Energie-Speicherformen finden. Die Ökoenergiebranche wird Millionen neue Jobs bringen, allein in Österreich wird sie bis 2020 etwa 100.000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Erneuerbare integrieren Die EU und Österreich haben sich hohe Klimaziele gesteckt. Der Schlüssel zu deren Erreichung ist der Ausbau erneuerbarer Energien – und diese brauchen starke Übertragungsnetze.

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Fotos: feel image/Felicitas Matern, Fotolia

ngesichts der großen Herausforderungen, vor denen die europäischen Stromversorgungssysteme stehen, sind eine optimale Zusammenarbeit und der Netzausbau entscheidende Erfolgsfaktoren. Starke Übertragungsnetze. Denn die schwankende Stromproduktion von Windund Solaranlagen

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(abhängig von Windstärke und Sonneneinstrahlung) erfordert starke Übertragungsnetze. Nur so ist gesichert, dass die wetterabhängig produzierten Strommengen auch zu den Verbraucherzentren transportiert werden können. Dadurch kann überschüssiger Strom aus diesen klimafreundlichen Energiequellen zu den Kraftwerken in den Alpen transportiert werden. Dort wird mit diesem Strom Wasser aus Tal-

lagen in höher gelegene Staubecken gepumpt. Das ist mit einer Batterie vergleichbar, die aufgeladen wird. Wird Strom gebraucht, kann diese mit Wasser betriebene Batterie den Strom auch wieder abgeben. Versorgungssicherheit. Die Austrian Power Grid AG (APG) ist der größte Übertragungsnetzbetreiber Österreichs und für 95 Prozent des

heimischen Hochspannungsnetzes verantwortlich. Als eigenständiger und unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber stellt APG im Herzen Europas ein leistungsfähiges und sicheres Stromübertragungsnetz zur Verfügung, das aufgrund des starken Zuwachses an Stromaufkommen aus erneuerbaren Energien aber dringend ausgebaut werden muss. APG sichert damit die nachhaltige Stromversorgung in Österreich und in Europa und schafft die Grundlagen dafür, dass eine erneuerbare Energiezukunft überhaupt erst Wirklichkeit werden kann. www.apg.at

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Österreichs Energiezukunft hat bereits begonnen Die innovativen Förderprogramme des Klimafonds machen umweltfreundliches und energieeffizientes Wachstum möglich.

Wien können 25 Prozent der heute in Österreich verbrauchten Energie durch optimierte Energieeffizienz eingespart werden. Das ist drei Mal so viel Energie, wie alle kalorischen Kraftwerke in Österreich erzeugen.

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900 Energieprojekte. Diese Energiespar-Quelle wird durch angewandte Forschung erschlossen. 40,6 Prozent der 92 Millionen Forschungs-Euro wurden für bessere Energieeffizienz aufgewendet. 35,3 Prozent für erneuerbare Energieträger. Mehr als 900 Energieprojekte wurden damit gefördert. 55 Millionen Euro davon stammen vom BMVIT und vom Klimaund Energiefonds. „Mit weniger Energie mehr bewegen ist

sterreich hat eine riesige ungenutzte Energieressource. Sie heißt Energiesparen. Denn die ergiebigste Energiequelle ist die Erhöhung der Energieeffizienz. „Durch gezielte angewandte Forschung kann ein wesentlicher Beitrag zur Verringerung des Energieverbrauchs in Österreich geleistet werden. Deshalb freut es mich besonders, dass laut aktueller Energieforschungserhebung 2009 der Einsatz der öf-

fentlichen Hand in diesem Bereich seit 2007 um 200 Prozent gestiegen ist. 2009 hat die öffentliche Hand bereits 92 Millionen Euro in Energieforschung investiert“, sagt Innovationsministerin Doris Bures. „Österreich ist damit an dritter Stelle in den EUStaaten in Sachen nichtnuklearer Energieforschung.“ Riesiges Energiesparpotenzial Laut Berechnungen der TU

der Grundsatz kluger Energieforschung. Es geht nicht um Einschränkungen der Lebensqualität, sondern darum, durch kluge Forschung und Anwen-

„Mit weniger Energie mehr bewegen ist der Grundsatz kluger Energieforschung.“ Doris Bures Innovationsministerin dungen Wirtschaftswachstum vom Energieverbrauch und CO2-Ausstoß zu entkoppeln“, so Innovationsministerin Bures. www.klimafonds.gv.at

Forschungsprojekt: SUN power CITY Aufgabe des Forschungsteams ist die Konzeption eines Energie produzierenden Musterstadtteils. Ziel ist insbesondere die Berücksichtigung von urbaner gebäudeintegrierter Photovoltaik für Wien sowie die Austestung in der Praxis. Dieses Demonstrationsprojekt soll als Basis für weitere Umsetzungen und Ent-

wicklungen veranschaulichen, wie „Energie-plus“ in urbanen Gebäuden kosteneffizient möglich wird und wie der Solarertrag wirtschaftlich sinnvoll optimiert werden kann. Weitere wesentliche Aspekte in Folge sind die internationale Standort-Vermarktung und eine Clusterbildung für die Knowhow-Vermarktung.

Innovationsministerin Doris Bures und Energieforscherin Brigitte Bach diskutieren über innovative Energielösungen

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Die Aktivhaussiedlung Kramsach weist Österreich den Weg in eine wohnliche Zukunft. „Ziel ist es, in den Bereichen Strom und Wärme mindestens den Eigenbedarf zu decken“, so DI Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds. An den Ufern des Inns entsteht eine Wohnanlage mit 44 Wohneinheiten, die in Holz-LehmBEZAHLTE ANZEIGE

Mischbauweise und in Passivhausqualität errichtet wird. Mit integrierten Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen kann der Strombedarf der Haustechnik und auch der Bewohner gedeckt werden. Weitere Beispiele unter: www.klimafonds.gv.at/ home/foerderungen/ foerderlandkarte.html

Fotos: Aktivhaus Kramsach, BMVIT

Neue Energien für die Zukunft


Wind, Wasser, Sonne oder Erdwärme?

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s gibt mehrere Ökostromquellen und für den Energiemix sind sie alle wichtig. Auf welche Quelle man setzt, ist weltweit auch eine Standortfrage. In der Wüste wird es die Sonne sein, Windparks zählen international zur klaren Nummer Eins, am Meer wird mit der Strömung geforscht, Biomasse hat hohe Betriebskosten und ist nur begrenzt verfügbar. Zudem steht sie in Konkurrenz zum Gebrauch derselben Gewächse als Nahrungs- und Futtermittel. In Österreich ist Wasserkraft ein großes Thema,

[Sonnenenergie]

Fotos: Fotolia

Die Vorteile: Wer seinen Strom über eine Solaranlage bezieht, muss Preissteigerungen nicht mehr fürchten. Die Energiequelle ist abgasfrei und kostenlos. Die Investition in eine Photovoltaikanlage ist zwar nicht unerheblich, wird aber von der öffentlichen Hand bezuschusst. Neue Technologien, etwa SolarFlachdächer oder flexible Solar-Fassaden, sollen die Sonnenausbeute künftig sogar um bis zu 90 Prozent erhöhen. Die Nachteile: Sonneneinstrahlung steht nicht ununterbrochen und nicht in gleicher Intensität zur Verfügung. Sie ist abhängig vom Wetter und von der Tageszeit. Ohne Technologie zur Speicherung ist also keine konstante Energieversorgung möglich.

[Windenergie] Die Vorteile: Wind ist wie die Sonne ein Geschenk der Natur. Er ist kostenlos, reichlich und dauerhaft zu haben. Die tatsächlich verbrauchte Fläche durch Windkraftanlagen ist minimal, die Investitionskosten amortisieren sich schnell. Außerdem erfolgt kein Ausstoß von Schadstoffen wie Kohlendioxid, Stickoxid und Schwefeloxid wie bei der konventionellen Stromerzeugung in Kraftwerken. Sehr geringe Emissionen an Gasen fallen lediglich bei der Herstellung, dem Aufbau und der Wartung von Windkraftanlagen an. Die Nachteile: Wind ist selten am richtigen Ort in der richtigen Stärke vorhanden. Er lässt sich nicht speichern und muss sofort in transportfähigen Strom umgewandelt werden.

[Wasserkraft]

Die Vorteile: Die Energieumwandlung geschieht mit einem sehr hohen Wirkungsgrad und es gibt praktisch keine Abwärme. Bei guter Wartung laufen Wasserkraftwerke sehr lange, bis zu einhundert Jahre. Die langen Abschreibungszeiten erlauben eine gute Amortisation der Investitionen. Speicherkraftwerke dienen dem Hochwasserschutz, Wasserkraftwerke erhöhen die Schiffbarkeit von Flüssen, da sie den Wasserfluss beruhigen. An den Standorten alter Mühlen oder kleiner Wasserkraftwerke könnte die wasserbauliche Infrastruktur durch Sanierung wieder aktiviert werden.

aber nicht nur. Bei uns wird es, wie überall, auf den intelligenten Mix ankommen. Tatsache ist, dass erneuerbare Energiequellen unerschöpflich zur Verfügung stehen und bei ihrer Nutzung kein Kohlendioxid freisetzen. Der Ausbau von Ökostromanlagen stärkt in vielen Fällen regionale Wirtschaftsstrukturen. Und: Ökostrom schafft Jobs. Verbraucher, die auf Ökostrom umsteigen, senken ihren persönlichen Kohlendioxidausstoß um rund 80 Prozent. Er ist die klügere Wahl.

[Erdwärme] Die Vorteile: Ein enormes, stets verfügbares Energiepotenzial steckt auch in der Erde. Erdwärme (Geothermie) kann im Gegensatz zur Windund Solarenergie zu jeder Zeit und bei jedem Wetter genutzt werden. Sie bietet in den ersten drei Kilometern Tiefe der Erdkruste ein so großes Energiepotenzial, dass damit der gesamte heutige Energiebedarf der Menschheit für die nächsten 100.000 Jahre gesichert wäre. Die Nachteile: Der Bau großer Erdwärme-Kraftwerke ist mit einem erheblichen finanziellen Aufwand und einem großen Flächenbedarf verbunden. Tiefe Bohrungen müssen vorgenommen werden, die Gesteinsschichten verschieben könnten (Erdbeben).

Die Nachteile: Heikel ist der Eingriff in die Natur: Fische, Grundwasser, Schwemmland.

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[Tipp]

„Unsere Wasserkraft“ ist ein österreichischer Energielieferant und setzt auf Strom aus 100 % Wasserkraft und natürliches Gas als umweltschonende Energie. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) beurteilt den Anbieter mit „sehr gut“. Grund genug uns die Vorteile bei einem Wechsel näher anzusehen: o Strom aus 100 % Wasserkraft und Gas aus einer Hand o Richtig guter Preis o Hervorragendes Kundenservice o Einfache Abwicklung

Österreichs Weg zur Energie-Selbstversorgung Unser Land ist ehrgeizig! Das Stromnetz steht jetzt vor seiner größten Revolution.

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ie Atomkatastrophe in Japan treibt die Energiewende noch schneller voran. Die Revolutionierung der Energieproduktivität erfolgt in allen Anwendungsbereichen. Saubere Energie wird jetzt gewollt und gefordert. Lösungen gibt es. Jetzt wird gehandelt. Immer mehr Private investieren in die Selbstversor-

gung, Passiv- oder Plus-Energiehäuser werden in relativ kurzer Zeit Baustandard sein. Bis 2020 soll die Energiewende im Strombereich vollständig umgesetzt sein und die Stromversorgung somit zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen erfolgen. Bei der Umsetzung geht es nicht nur um die Strom-

Der Ausbau der Wasserkraft bietet ein enormes Potenzial

erzeugung, sondern auch um die Speicherung. In der Wasserkraft liegt eine große Chance für Österreich. Wir decken nicht nur 60 Prozent unseres Strombedarfs aus Wasserkraft, wir können sie auch innerhalb der EU wirtschaftlich nutzen. Durch den Ausbau der Alpenspeicher soll Österreich zur grünen Batterie Europas werden. Speicherkraftwerke sind ideale Partner für Strom aus wetterabhängigen, erneuerbaren Energieträgern. Überschüsse sollen hier gespeichert werden und bei Mangel wieder verkauft werden.

Fertigteil-Energiesparhaus Genböck: Die Zukunft liegt auch in der Selbstversorgung

o Unbürokratisches Umsteigen o Umsteigerbonus Ein unverbindliches Angebot und nähere Infos erhalten Sie unter der kostenlosen InfoHotline  0800 220 380, wasserkraft@wasserkraft.at und im Internet unter

www.wasserkraft.at

Unsere größten Energie-Ressourcen

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hermische Sanierung senkt den Heizbedarf bei Altbauten um bis zu 90 Prozent. Mit den eingesparten Kosten kann der Heizungstausch gegen eine Solar- oder Pelletsheizung finanziert werden. Zudem werden diese Investitionen durch den Sanierungsscheck auch vom Staat gefördert. Sparen kann man aber auch im Kleinen. Das

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energieeffizienteste Verkehrsmittel ist das Fahrrad, das auch den Bonus der körperlichen Ertüchtigung mit sich bringt. Für den öffentlichen Personenverkehr werden Bahn- und Busfahrten wieder lukrativ – nicht nur für Energiefreunde, sondern auch weil der Ölpreis steigt. Der Gütertransport wird auf der Schiene kostengünstiger und klimaschonen-

der. Energie-Experten forschen intensiv am so genannten „Demand Management“, also der Nachfragesteuerung. Diese Methode gilt als weitere große Hoffnung. So sollen etwa Waschmaschinen oder Tiefkühlschränke als Energiespeicher dienen. Und die Waschmaschine soll auch alleine anspringen, wenn der Strom während der Nacht billig wird. Zusätzlich wird die Atomkatastrophe in Japan Innovationsbestrebungen vorantreiben. www.cebit.de

Fotos: Fotolia, ÖBB, Genböck

Allein ein Heizungstausch könnte 300.000 Haushalte aus der Erdölfalle holen.


Mit dem ÖBB railjet kann jeder Reiseziele wie im Flug erreichen – schnell, komfortabel, stressfrei und vor allem klimaschonend

Grüne Fahrt voraus! Die ÖBB fahren bereits zu 93 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern und verzichten auf Atomstrom.

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ugfahren wird zum Lifestyle der Zukunft gehören, denn die Bahn ist umweltfreundlich. Die Klimabilanz spricht eindeutig für die ÖBB. Durch den ÖBB-Bahnverkehr werden jährlich bis zu 3,4 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Ein Pkw verursacht im Vergleich etwa 10 Mal mehr CO2-Emissionen als der Bahnverkehr, ein Lkw sogar 21 Mal

mehr als der Güterverkehr auf Schiene. Täglich wählen über eine Million Reisende die Züge und Busse der ÖBB als Transportmittel. Über 4.400 Reisezüge und 30.000 Buskurse stehen ihnen Tag für Tag zur Verfügung. Die ÖBB hat zudem eine Vorreiterrolle im Umweltschutz eingenommen. Man legt nicht nur Wert auf die Gewinnung

von umweltfreundlichem Bahnstrom aus eigener heimischer Wasserkraft, ebenso bedeutend ist es, mit dieser Ressource auch im betrieblichen Alltag möglichst sparsam umzugehen. Energieeffizienz ist ein weiterer Zukunftsschlüssel, denn eingesparte Energie muss man nicht mehr kaufen. Lokführer und auch Busfahrer erhalten eigene Trainings in energiesparender Fahrweise. Moderne Lokomotiven speisen Energie, die beim Bremsen entsteht, wieder zurück ins Stromnetz der Bahn. So kann bis zu einem Viertel des Stroms eingespart werden. Für die Energie-

[ÖBB-Kraftwerke: Grüner Bahnstrom – selbst produziert] Die ÖBB setzen seit fast hundert Jahren auf umweltfreundliche Gewinnung von Energie aus Wasserkraft. o 93 % des Stromverbrauchs werden aus erneuerbarer Energie wie Wasserkraft, Wind und Biomasse gedeckt, die restlichen 7 % aus Erdgas. o Etwa ein Drittel des Strombedarfs wird in den 10 ÖBB-eigenen Wasserkraftwerken erzeugt.

Fotos: ÖBB

o Die ÖBB werden die Erzeugung aus heimischer Wasserkraft im kommenden Jahrzehnt ausbauen. Die Eigenproduktion von Bahnstrom soll um circa 25 % gesteigert werden. BEZAHLTE ANZEIGE

versorgung der Gebäude wird Geotherme, die Wärme unserer Erde, genutzt. Daraus entsteht Mobilität, die sich rechnet. Für die Umwelt, für das Klima, für die Bahn und alle, die sie nutzen. Die ÖBB kaufen keinen Atomstrom zum Betreiben der Züge ein. Angesichts der wachsenden Sorge um den Einsatz von Atomstrom kann man beruhigt mit den Zügen der ÖBB fahren. 93 % des benötigten Strom werden aus erneuerbarer Energie, wie Wasserkraft, Wind oder Biomasse gedeckt. Die restlichen 7 % entstehen aus Erdgas. www.oebb.at

[Grüne Schiene] Täglich nutzen 200.000 Pendler die Angebote der ÖBB und schonen damit Klima und Umwelt. Pro Jahr und 220 Arbeitstagen ist die CO2-Einsparung enorm: Mödling – Wien: 1.430 kg CO2 Krems – St. Pölten: 2.340 kg CO2 Neusiedl – Eisenstadt: 2.210 kg CO2 Enns – Linz: 1.755 kg CO2 Hallein – Salzburg: 1.690 kg CO2 Gratkorn – Graz: 715 kg CO2 Villach – Klagenfurt: 2.600 kg CO2 Telfs – Innsbruck: 2.080 kg CO2 Feldkirch – Bludenz: 1.495 kg CO2

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FokusHeute 22.03.2011