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Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung www.hessen-umwelttech.de

Hessen-Umwelttech

NEWS Kompetenzatlas Oberflächennahe Geothermie in Hessen online Mehr Wirtschaftlichkeit durch Umweltschutz Exportinitiative Erneuerbare Energien Neue Geschäftsfelder für die biologische Abwasserreinigung 1. Darmstädter Ingenieurkongress – Bau und Umwelt Optimierung der energetischen Biomassenutzung

4 | 2009


Liebe Leserinnen und Leser, Editorial

Für die nachhaltige Entwicklung unserer Wirtschaft ist der Einsatz moderner Umwelttechnologien unerlässlich. Dies zeigte sich auf dem 1. Darmstädter Ingenieurkongress Bau und Umwelt am 14. und 15. September ganz deutlich. Technologien, die einen effizienten Umgang mit unseren begrenzten Ressourcen ermöglichen, bieten Lösungen für die drohende Klima- und Energiekrise. Da hier kontinuierliche Fortschritte zu verzeichnen sind, gilt es, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ich freue mich deshalb ganz besonders, dass die Aktionslinie HessenUmwelttech als Kooperationspartner diese erfolgreiche Veranstaltung unterstützt und so den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gefördert hat. Das Thema Ressourceneffizienz wird im betrieblichen Alltag eine immer größere Bedeutung gewinnen. Es ist deshalb Schwerpunkt der Veranstaltungsreihe „Hessen-PIUS vor Ort: Umwelt schützen, Kosten senken“, in deren Rahmen die Aktionslinie über die Vorteile des Produktionsintegrierten Umweltschutzes (PIUS) informiert.

Damit möglichst viele Unternehmen zu günstigen Konditionen vom PIUS profitieren können, hat mein Haus ein gefördertes Beratungsprogramm aufgelegt, das sich sowohl an produzierende Betriebe als auch an Dienstleistungs- und Handelsunternehmen richtet. Wie die auf den bisherigen Veranstaltungen vorgestellten Praxisbeispiele eindrucksvoll belegen, kann eine PIUS-Analyse sehr wirksame Maßnahmen zur Einsparung von Kosten und zur Schonung von Ressourcen erschließen. In der aktuellen Ausgabe der Hessen-Umwelttech NEWS finden Sie einen ausführlichen Bericht zu den positiven Erfahrungen der Sälzer GmbH aus Marburg. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und möchte Sie herzlich dazu einladen, sich mit den Möglichkeiten, die PIUS eröffnet, näher zu befassen. Besuchen Sie hierzu auch unsere Internetseite www.hessen-pius.de.

INHALT

Dieter Posch Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

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Editorial

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In eigener Sache

Kompetenzatlas Oberflächennahe Geothermie in Hessen Einsatz von Nanotechnologie in der hessischen Umwelttechnologie

Was Unternehmer bewegt

Neue Geschäftsfelder für die biologische Abwasserreinigung

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„100 Unternehmen für den Klimaschutz“

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3 Aus den Hochschulen

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1. Darmstädter Ingenieurkongress – Bau und Umwelt

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Hessen-PIUS

Mehr Wirtschaftlichkeit durch Umweltschutz

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Außenwirtschaft und Messen

Rückblick: Entsorga-Enteco 2009

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Exportinitiative Erneuerbare Energien

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Technologietransfer

Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Abfall und Ressourceneffizienz

Hessen-Umwelttech NEWS 4/2009

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Umweltrecht

Optimierung der energetischen Biomassenutzung

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Innovationsradar Umweltrecht

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Nachrichten aus Wirtschaft und Wissenschaft

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Termine

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Kompetenzatlas Oberflächennahe Geothermie in Hessen Neues Online-Angebot der Aktionslinie Hessen-Umwelttech In eigener Sache

Die Oberflächennahe Geothermie wird angesichts knapper werdender fossiler Ressourcen für unsere Energieversorgung immer wichtiger. In Hessen hat sich ein eigener Wirtschaftszweig von Herstellern, Bohrfirmen und spezialisierten Fachplanern gebildet. Mit der neuen Internetplattform http:// kompetenzatlas-geothermie.hessen-umwelttech. de informiert die Aktionslinie Hessen-Umwelttech über das in Hessen vorhandene Know-how.

überall und jederzeit, unabhängig von Wind, Wetter und Sonneneinstrahlung, zur Verfügung. Bauherren können mit ihrer Nutzung einen wichtigen Beitrag zur Primärenergieeinsparung und damit auch zum Klimaschutz leisten und gleichzeitig Heizkosten einsparen. Aus diesen Gründen ist davon auszugehen, dass die Erdwärme zukünftig eine der wichtigsten Energiequellen zur Beheizung von neu errichteten Wohngebäuden sein wird.

Die Oberflächennahe Geothermie bis in eine Tiefe von etwa 400 Metern lässt sich mit heutiger Technik relativ einfach erschließen. Das hier vorherrschende Temperaturniveau wird mithilfe von Wärmepumpen auf ein zu Heizzwecken nutzbares Niveau angehoben. Die derzeit auf dem Markt befindlichen Wärmepumpen ermöglichen es, dass der Jahresheizenergiebedarf eines Gebäudes zu über 75 Prozent aus dem Erdreich bereitgestellt werden kann.

Vor diesem Hintergrund dokumentiert der Kompetenzatlas Oberflächennahe Geothermie die Leistungsfähigkeit hessischer Unternehmen und Institute. Er umfasst Leistungsprofile in den Rubriken: Erkundung und Planung, Systeme unter der Erde, Anlagentechnik, Wärmeverteilung und Finanzierung. Der Kompetenzatlas soll die Markttransparenz verbessern und die Vernetzung der Branche fördern. Er wurde in enger Kooperation mit dem Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) erstellt.

Bereits etwa 20 Prozent der in Hessen neu gebauten Ein- und Zweifamilienhäuser werden heute mit einer erdgekoppelten Wärmepumpe ausgestattet. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Erdwärme steht

Einsatz von Nanotechnologie in der hessischen Umwelttechnologie Broschüre neu aufgelegt

Mithilfe der Nanotechnologie können Verfahren, Maschinen und Apparate, die in der Umwelttechnologie eingesetzt werden, effektiver, wartungsund kundenfreundlicher gestaltet werden. Aus diesem Grund hat die Aktionslinie Hessen-Umwelttech bereits 2005 zusammen mit der Aktionslinie Hessen-Nanotech im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums eine Broschüre zu diesem Thema veröffentlicht. Der Band 1 der Schriftenreihe der Aktionslinien hat sich als Bestseller erwiesen und wurde aufgrund der enormen Nachfrage aus dem Inund Ausland mehrfach nachgedruckt. Nun wurde der erneut vergriffene Band in einer aktualisierten Fassung neu aufgelegt.

Die Publikation gibt eine Einführung in die Nanotechnologie, zeigt die Anwendungspotenziale in den einzelnen Segmenten der Umwelttechnologie – Wasser/Abwasser, Abfall, Messtechnik, Luftreinhaltung, Klimaschutz, Energie sowie integrierte Produktpolitik – anhand konkreter Beispiele auf und enthält Adressen von relevanten Ansprechpartnern. Sie steht zum Download bereit unter www.hessen-um welttech.de (Rubrik Infos & Termine/Veröffentlichungen) und kann bestellt werden bei: ■

Dagmar Dittrich Aktionslinie Hessen-Umwelttech HA Hessen Agentur GmbH Tel.: 0611/774-8645, Fax: -58645 E-Mail: dagmar.dittrich@hessen-agentur.de www.hessen-umwelttech.de

Hessen-Umwelttech NEWS 4/2009

Dagmar Dittrich

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Mehr Wirtschaftlichkeit durch Umweltschutz Erfolgreiche Beratungsbeispiele bei Hessen-PIUS vor Ort Hessen-PIUS

Produktionsintegrierter Umweltschutz (PIUS) lohnt sich. Ein anschauliches Beispiel dafür präsentierte Walther Sälzer am 30. September in Kassel. Im FiDT Technologie- und Gründerzentrum stellte der Geschäftsführer der Sälzer GmbH die Ergebnisse der PIUS-Beratung in seinem Unternehmen vor. Für den Marburger Spezialisten für Sicherheitsvorrichtungen ist der Leitsatz „Menschenleben schützen – Werte erhalten“ oberstes Prinzip. Der Britischen Botschaft in Warschau bietet er beispielsweise mit durchschuss- und explosionshemmenden Fenstern Schutz vor Gewalt und Terror. Mensch und Umwelt stehen für ihn im Mittelpunkt – auch im eigenen Unternehmen. Deshalb setzt er auf kontinuierliche Verbesserungen.

Die Sälzer GmbH hat unter anderem die Deutsche Botschaft in Tokio mit einer Sicherheitsfassade ausgerüstet.

Bereits durch seine Zertifizierung nach der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001:2008 war das Unternehmen auf mögliche Verbesserungspotenziale im Produktionsprozess gestoßen. „Wir haben festgestellt, dass die Bereiche Umwelt- und Arbeitsschutz zwei wichtige Bausteine sind, die auch einen Einfluss auf die Effizienz der Prozesse und damit auf die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens haben“, erklärte Walther Sälzer.

Einsparpotenziale bei Energie, Materialien und Gefahrstoffen

Kay Uwe Bolduan

Jürgen Müller

Walther Sälzer

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Dank der PIUS-Beratung über das RKW Hessen konnten diese Potenziale nun klar identifiziert werden. Das Beratungsergebnis zeigte, dass kaum Investitionen erforderlich sind, um die Arbeitsprozesse ressourcenschonend zu verbessern und die Kosten erheblich zu senken. So ergab die PIUS-Analyse mögliche Einsparungen beim Strom in Höhe von rund 18.000 Kilowattstunden, was etwa zehn bis 15 Prozent des Bedarfs entspricht. Erreicht wird dies durch konsequentes Abschalten von Anlagen und EDV-Geräten, wenn sie nicht benötigt werden. Auch das neue Stehlampenkonzept, das zudem zu einer besseren Beleuchtung der Arbeitsplätze beiträgt, hilft Energie zu sparen. Im Bereich Material ergibt sich allein durch organisatorische Veränderungen bei Metallen, Kunststoffen und Bauteilen ein Einsparpotenzial von rund fünf Prozent, umgerechnet eine Summe von 150.000 bis 200.000 Euro pro Jahr – an der konkreten Umsetzung

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Hessen-PIUS vor Ort am 30. September im FiDT Technologieund Gründerzentrum in Kassel

wird gearbeitet. Und der Verbrauch von Gefahrstoffen kann durch eine genaue Erfassung des Bedarfs sowie Neuregelungen bei Lagerung, Entnahme und Bestellung um 15 bis 20 Prozent reduziert werden – physisch betrachtet um rund 500 bis 600 Liter an Chemikalien. Die Veranstaltung in Kassel war Teil der Informationsreihe „Hessen-PIUS vor Ort“, die von der Aktionslinie Hessen-Umwelttech in Zusammenarbeit mit der RKW Hessen GmbH und der IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen durchgeführt wurde. Neben der Sälzer GmbH haben in der Veranstaltungsreihe auch die Süss Oberflächentechnik GmbH aus Wetzlar und die Arnold AG aus Friedrichsdorf die mit PIUS erreichten Ergebnisse vorgestellt. Damit möglichst viele Unternehmen von PIUS profitieren können, hat das hessische Wirtschaftsministerium ein gefördertes PIUS-Beratungsprogramm aufgelegt. Weitere Informationen hierzu unter: www.hessen-pius.de. ■

Kay Uwe Bolduan oder Jürgen Müller RKW Hessen GmbH Tel.: 06196/9702-40 E-Mail: pius@rkw-hessen.de www.rkw-hessen.de, www.hessen-pius.de

Walther Sälzer Sälzer GmbH building security Tel.: 06421/938-100, Fax: -190 E-Mail: walther.saelzer@saelzer-security.com www.saelzer-security.com

PIUS® ist ein eingetragenes Warenzeichen der Effizienz-Agentur Nordrhein-Westfalen


Rückblick: Entsorga-Enteco 2009 Erfolgreicher Hessischer Gemeinschaftsstand

784 Unternehmen aus 30 Ländern präsentierten ihr breit gefächertes Angebot an Produkten und Dienstleistungen aus dem Umweltsektor vom 27. bis 30. Oktober auf der Entsorga-Enteco – Internationale Fachmesse für Kreislaufwirtschaft und Umwelttechnik in Köln. Die Aktionslinie HessenUmwelttech war mit der Resonanz an dem von ihr organisierten hessischen Gemeinschaftsstand sehr zufrieden.

Zu den Mitausstellern gehörten der Stahl-Recyclinganlagen-Hersteller Akros Henschel, die BSI Management Systems und Umweltgutachter Deutschland GmbH, die Köhler & Ziegler Anlagentechnik GmbH sowie die Mobile Schlammentwässerung Rüdiger Kümmel GmbH. Darüber hinaus präsentierten sich hier die Rhein-Main Deponie GmbH und die Raiffeisen-Warenzentrale Kurhessen-Thüringen GmbH.

Außenwirtschaft und Messen

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen – niedrige Preise im Sekundärrohstoffbereich und allgemeine Auswirkungen der Wirtschaftskrise – konnte die Entsorga-Enteco mit etwa 36.000 Fachbesuchern und einem Anteil von jeweils rund 30 Prozent an ausländischen Besuchern und Ausstellern ihre Rolle als Plattform für die internationale Entsorgungs- und Umwelttechnologiebranche gut behaupten. „Unsere Mitaussteller am hessischen Gemeinschaftsstand waren mit dem Verlauf der Messe sehr zufrieden. Sie konnten zahlreiche Kontakte knüpfen“, berichtet Dr. Carsten Ott, Projektleiter der Aktionslinie Hessen-Umwelttech. „Das Standkonzept und die gute Organisation kamen so gut an, dass sich viele unserer Mitaussteller auch für eine Beteiligung an unserem Stand auf der IFAT im September 2010 angemeldet haben“, erklärt Ott.

Der Hessische Gemeinschaftsstand auf der Entsorga-Enteco 2009

Dr. Carsten Ott Projektleiter Aktionslinie Hessen-Umwelttech HA Hessen Agentur GmbH Tel.: 0611/774-8350, Fax: -58350 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de www.hessen-umwelttech.de Dr. Carsten Ott

Exportinitiative Erneuerbare Energien Auf in neue Märkte!

Weltweit steigt die Relevanz Erneuerbarer Energien (EE) für die Energieversorgung. Deutsche Unternehmen der Branche besitzen im internationalen Wettbewerb eine führende Position, ihre Technologien werden im Ausland sehr geschätzt und nachgefragt. Um mithilfe der Verbreitung deutscher Technologien einen aktiven Beitrag zum globalen Klimaschutz zu leisten und um deutsche Unternehmen bei der Positionierung auf internationalen Märkten zu unterstützen, wurde die Exportinitiative Erneuerbare Energien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages 2003 ins Leben gerufen.

Seitdem wird die Initiative vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gesteuert, koordiniert und finanziert. Unterstützt wird sie dabei durch die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und dem dazugehörigen Auslandshandelskammernetz (AHKn), die Germany Trade and Invest (GTAI) und die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ).

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Maßnahmen für kleine und mittelständische Unternehmen Mit einem breiten Angebot von Maßnahmen, das speziell auf die Bedürfnisse von kleinen und mittelständischen Unternehmen ausgerichtet ist, unterstützt die Exportinitiative die deutsche EE-Branche bei der Erschließung neuer Absatzmärkte im Ausland: Marktinformationen: Auf Veranstaltungen zu ausgewählten Zielländern haben Unternehmer die Möglichkeit, sich über potenzielle Absatzmärkte zu informieren. Darüber hinaus bieten zahlreiche Publikationen kompakte Branchenprofile sowie umfangreiche Länder- und Marktanalysen. Ein wöchentlich erscheinender Newsletter berichtet über aktuelle Branchennachrichten und Trends in den Zielmärkten. Geschäftsanbahnung: Um deutsche Unternehmen bei der Kontaktanbahnung weltweit zu unterstützen, bietet die Exportinitiative das so genannte AHK-Geschäftsreiseprogramm an. Es beinhaltet individuelle Reisen für deutsche Unternehmer zu potenziellen Kooperationspartnern sowie eine zentrale Präsentationsveranstaltung im Zielland.

Juliane Hinsch

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Marketingunterstützung: Die Exportinitiative bietet Unterstützung für ein erfolgreiches Auslandsmarketing. Dazu gehören Gemeinschaftsstände auf Messen im Ausland sowie die Darstellung von deutschen EE-Unternehmen im Internet oder in mehrsprachigen Marketing- und Ausstellungsmaterialien unter dem Image-Label „renewables – Made in Germany“. Zudem unterstützt die Exportinitiative die öffentlichkeitswirksame Installation von Solaranlagen an repräsentativen Institutionen als Leuchtturmprojekte im Ausland. Auf dem virtuellen Marktplatz www.renewablesb2b.com können Unternehmen schnell und einfach Kontakte in die ganze Welt knüpfen und ihre Produkte vermarkten. Weitere Informationen über die Angebote der Exportinitiative und aktuelle Veranstaltungstermine unter: www.exportinitiative.bmwi.de ■

Juliane Hinsch Leiterin der Geschäftsstelle der Exportinitiative Erneuerbare Energien im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Scharnhorststraße 34–37, 10115 Berlin Tel.: 030/18615-6400/6401 E-Mail: eee@bmwi.bund.de

Mit dem Einkäufer- oder Multiplikatorenprogramm organisiert die Exportinitiative Reisen für ausländische Kunden und Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik nach Deutschland. Diese können sich so vor Ort über deutsche Technologien informieren und gegebenenfalls direkt Geschäfte mit deutschen Anbietern von Produkten abschließen.

Informationsreihe zu den Exportinitiativen des Bundes

Programm für Entwicklungsländer: Mit der Bereitstellung von Marktinformationen und der Kontaktanbahnung zu lokalen Experten, Geschäftspartnern und Entscheidungsträgern vor Ort unterstützt das Projektentwicklungsprogramm (PEP) deutsche Unternehmen dabei, sich in Entwicklungsländern zu positionieren. Zusätzlich fördert das Programm durch den Transfer von Wissen und Technologie den Aufbau lokaler privatwirtschaftlicher Strukturen in diesen Ländern.

Um deutsche Umwelttechnologien im Ausland bekannter zu machen, wurden auf Bundesebene verschiedene Exportinitiativen eingerichtet. Diese werden im Rahmen einer Informationsreihe in den Hessen-Umwelttech-NEWS vorgestellt. In der Ausgabe 3/2009 ist ein Porträt zur RETech Exportinitiative Recycling und Effizienztechnik erschienen. In den kommenden Ausgaben werden die Exportinitiative Energieeffizienz sowie das German Water Partnership vorgestellt.

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Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Abfall und Ressourceneffizienz Aktuelle Angebote des Enterprise Europe Network Technologietransfer

Das Enterprise Europe Network Hessen beantwortet Fragen zu EU-Förderprogrammen, rechtlichen Bestimmungen der EU sowie öffentlichen Aufträgen und leistet Hilfestellung bei der Erschließung ausländischer Märkte. Unternehmen bietet es kompetente Unterstützung beim Aufbau und der Ausweitung von geschäftlichen Kooperationen ins Ausland – seien es markt- oder technologieorientierte Kooperationen. Aus dem Portfolio der Technologiedatenbank des Netzwerkes stellt das Enterprise Europe Network Hessen diesmal Angebote aus dem Bereich Abfall und Ressourceneffizienz vor:

09 ES 23D2 3F10 Eine spanische Forschergruppe hat eine biologisch abbaubare Folie mit verbesserten Eigenschaften entwickelt, die sich zur Lebensmittelverpackung sowie für weitere Anwendungen, etwa im Automobilbereich oder in der Kosmetikbranche, eignet. Die Folie wird aus einer Mischung von Polymilchsäure und Nanowerkstoffen mit herkömmlichen Weichmachern hergestellt. Durch den Einsatz von Nanowerkstoffen aus natürlichen Rohstoffen wie Lehm und Ton oder Zellulosederivaten werden die Barriereeigenschaften und die Festigkeit der Folie verbessert. Die Forschergruppe sucht Partner aus der Industrie, um in einer Pilotanlage die neue Folie im Fertigungsmaßstab zu produzieren und um neue Anwendungen zu testen. Ferner bietet die Gruppe ihre Expertise im Bereich Polymer, Biopolymer und Nanowerkstoffe.

09 FI 30I1 3EUP Ein Unternehmen aus Finnland hat ein umweltfreundliches Verfahren zum Recycling von Batterien entwickelt, bei dem keine Chemikalien und nur wenig Energie benötigt werden. Die entwickelte Technologie verbessert die Wiedergewinnung der Materialien um bis zu 98 Prozent. Das Unternehmen bietet eine komplette Dienstleistung vom Sammeln, Lagern und Sortieren der Batterien (Ni-Mh, Li-Ion-Polymer, Ni-Cd, Blei-Akkus und alkalische Batterien). Es verfügt über ausreichende Kapazitäten, um Batterien aus dem Ausland zu verwerten. Gesucht werden Partner, die gebrauchte Batterien sammeln, sowie Unternehmen, die an einem Lizenzabkommen für die neue Technologie und das Dienstleistungskonzept interessiert sind.

09 HU 50R7 3EHK Eine ungarische Firma hat eine thermische Schmelztechnik entwickelt, welche die Rückgewinnung von Zink aus Flugasche ermöglicht, die beim Verbrennen von Autoreifen entsteht. Das extrahierte Zink kann für weitere Produkte verwendet werden, wie beispielsweise für Dachrinnen, Farben oder Kosmetika. Während im Erz der Zinkanteil nur etwa ein Prozent ausmacht, erreicht er in der Flugasche bis zu 30 Prozent. Die Gewinnung von Zink aus der Asche kann somit wirtschaftlich interessanter sein als die Aufbereitung von Erzen. Die Technologie eignet sich für Kraftwerke und Müllverbrennungsanlagen. Die Firma sucht Partner aus der Industrie, Zulieferer sowie Forschungsinstitute zur Untersuchung von Anwendungen bei Materialien mit ähnlichen Problemstellungen. Weitere Informationen zu den Technologieangeboten des Enterprise Europe Network Hessen sind erhältlich bei: ■

Nanowerkstoffe verbessern die Eigenschaften dieser biologisch abbaubaren Folie

Céline Lattemann Enterprise Europe Network Hessen HA Hessen Agentur GmbH Tel.: 0611/774-8692, Fax: -58692 E-Mail: celine.lattemann@hessen-agentur.de www.een-hessen.de

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Céline Lattemann

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Neue Geschäftsfelder für die biologische Abwasserreinigung EnviroChemie international erfolgreich Was Unternehmer bewegt

Die Firma EnviroChemie ist seit über 30 Jahren im Bereich der Wasser- und Abwasseraufbereitung tätig. Die Aktionslinie Hessen-Umwelttech sprach mit dem Geschäftsführer Gottlieb Hupfer über das international erfolgreiche biologische Abwasserreinigungsverfahren „Biomar“ und dessen neue Anwendungsbereiche.

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Gottlieb Hupfer

Herr Hupfer, wie funktioniert das Biomar-Verfahren und wo kommt es zum Einsatz?

Das Biomar-Verfahren ist ein biologisches Verfahren zur Behandlung von organisch hoch belasteten Industrieabwässern. Es umfasst in der Regel eine anaerobe und eine nachgeschaltete aerobe Stufe. Die anaerobe Behandlung ist ab einem CSB-Wert von 2.000 Milligramm pro Liter möglich. Sie entfernt nur etwa 90 Prozent der Schadstoffe, hat gegenüber aeroben Systemen aber zwei Vorteile: Sie benötigt weniger Energie, da kein Sauerstoffgebläse erforderlich ist und sie ermöglicht die Gewinnung von Biogas. Im Idealfall kann ein Unternehmen durch die Nutzung des Biogases so viele Kosten für die unternehmensinterne Energieerzeugung einsparen, dass die Abwasserreinigung sich selbst trägt und keine zusätzlichen Kosten verursacht. Eingesetzt wird das BiomarVerfahren vor allem in der Lebensmittelindustrie. Hier fallen hohe organische Frachten im Abwasser an und meist gibt es Koch- oder Sterilisierungsprozesse, für die das Biogas sinnvoll genutzt werden kann. Weitere Anwendungsbereiche sind die Pharmaindustrie, die Biotechnologie- und auch die Bioenergiebranche.

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Welche Rolle spielt die Möglichkeit der Energiegewinnung bei der Entscheidung für eine Abwasserbehandlungsanlage?

In erste Linie wird eine Abwasserbehandlungsanlage natürlich zur Reinigung des Abwassers geplant. Wenn sich damit aber auch noch Energie gewinnen lässt, ist das ein klarer Vorteil. Dieser Aspekt tritt immer deutlicher in den Vordergrund. In manchen Fällen werden dem Abwasser bewusst organische Reststoffe zugesetzt, um die Biogasausbeute zu erhöhen. Für eine schwedische Molkerei haben wir jüngst sogar parallel zur Abwasserbehandlung eine Vergä-

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rungsanlage für Molke gebaut. Die Molke fällt hier als Reststoff bei der Produktion von Käse und Joghurt an und könnte prinzipiell als Futtermittel in der Schweinehaltung verwendet werden. Allerdings ist die Nachfrage so gering, dass sich eine Vergärung mit Biogasgewinnung als rentabler erwiesen hat. Für uns erschließt sich hiermit also ein ganz neues Geschäftsfeld. Vier weitere Anlagen dieses Typs sind derzeit in Polen geplant.

Biologische Abwasserbehandlung für eine schwedische Molkerei (Bilder EnviroChemie)

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Sie haben in den letzten drei Jahren über 30 Biomar-Anlagen in Osteuropa errichtet. Worauf führen Sie diesen Erfolg zurück?

Wir betreiben hier schon seit rund zehn Jahren Vertriebs- und Serviceniederlassungen mit Mitarbeitern, die die Landessprache beherrschen und den Kontakt zu unseren Kunden pflegen. Dieser Vor-OrtService ist sehr wichtig und geht über den Aspekt des reinen Exportierens von Anlagen deutlich hinaus. Bei unserer strategischen Ausrichtung hat die Tatsache, dass europäische Länder wesentlich einfacher mit Ersatzteilen oder Serviceleistungen versorgt werden können als beispielsweise der asiatische Markt, eine wesentliche Rolle gespielt. Neben Osteuropa sehen wir auch Potenziale in Skandinavien und Südeuropa.


Das bei der Flugzeugenteisung anfallende Abwasser wird biologisch behandelt bei gleichzeitiger Biogaserzeugung.

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Wie entwickelt sich die Nachfrage derzeit am heimischen Markt? Spüren Sie die Wirtschaftskrise?

Der heimische Markt macht 50 Prozent unseres Geschäfts aus, wobei es hier vermehrt um Serviceleistungen für unsere Anlagen geht. Neuverkäufe finden hingegen stärker im Ausland statt. Trotz unseres starken Auslandsengagements sind wir also nicht vollständig exportabhängig. Diese Strategie bietet uns bei der aktuellen Wirtschaftslage eine gute Stabilität. Neuanlagen werden derzeit etwas weniger bestellt, beim inländischen Servicegeschäft verzeichnen wir jedoch keine Abschwächung.

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Wie schätzen Sie die zukünftige Entwicklung ein? Welche Maßnahmen muss die deutsche Abwasserbranche ergreifen, um erfolgreich zu bleiben?

Für kleine und mittlere Unternehmen wird Europa der wichtigste Absatzmarkt bleiben. Unsere Stärken sehe ich in der Einzel- und Kleinserienfertigung von Anlagen, mit denen passgenaue Lösungen für unter-

schiedliche Aufgabenstellungen angeboten werden. Aufgrund technologischer Verbesserungen wird die biologische Abwasseraufbereitung zukünftig weitere Anwendungsbereiche erschließen. Von der ursprünglichen Nutzung eines mehr oder weniger ungeregelten Naturprozesses kommt man immer mehr hin zu stark geregelten Systemen. In speziellen Reaktoren können Temperatur und Verweilzeit genau eingestellt werden. Durch eine gezielte Substratvorbereitung kann außerdem eine optimale Nährstoffversorgung der für den Schadstoffabbau erforderlichen Bakterien erreicht werden. Ein Beispiel ist der Abbau von Glykol. Im Rahmen eines Projekts am Amsterdamer Flughafen ist es uns gelungen, Glykolreste aus der Flugzeugenteisung biologisch abzubauen. Bisher mussten diese teuer entsorgt werden. ■

Gottlieb Hupfer EnviroChemie GmbH In den Leppsteinswiesen 9 64380 Roßdorf Tel.: 06154/699814 E-Mail: info@EnviroChemie.com www.EnviroChemie.de

EnviroChemie im Überblick EnviroChemie wurde 1976 in der Schweiz gegründet und hat seit 1996 seinen Hauptsitz in Roßdorf bei Darmstadt. Der Anlagenbauer bietet chemisch-physikalische, biologische und membrantechnische Verfahren zur Aufbereitung von Wasser und Abwasser, die durch eine Vielzahl eigener Patente gesichert sind. Zu den Kunden gehören große Konzerne wie Coca-Cola, Nestlé, Danone und Procter & Gamble genauso wie kleine oder mittelgroße Unterneh-

men. Das Unternehmen beschäftigt rund 300 Mitarbeiter. Es liefert die erforderliche Verfahrenstechnik schlüsselfertig von der Grundlagenermittlung bis zur Inbetriebnahme. Neben individuell geplanten Großanlagen umfasst das Angebot Kompaktanlagen für kleine Abwassermengen. EnviroChemie verfügt über sieben Entwicklungsund Produktionsstandorte in Deutschland und der Schweiz sowie 14 Vertriebs- und Serviceniederlassungen im Ausland, beispielsweise in Russland, Rumänien, Bulgarien und Polen.

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Firmensitz in Roßdorf

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„100 Unternehmen für den Klimaschutz“ Hessen sucht Teilnehmer für CO2-Einsparprogramm

Die Hessische Landesregierung hat sich im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie ehrgeizige Ziele gesetzt. Im Projekt „100 Unternehmen für den Klimaschutz“ werden Unternehmen gesucht, die eine Charta für den Klimaschutz unterzeichnen. Mit dieser Charta verpflichten sich die Unternehmen, einen Aktionsplan mit Maßnahmen zur Energieeinsparung, Effizienzsteigerung, Einsatz erneuerbarer Energien oder Nutzung klimafreundlicher Verkehrsmittel aufzustellen und umzusetzen.

Kleine Schritte mit großer Wirkung Häufig sind es bereits kleine Schritte, die große Wirkung zeigen. Wie etwa steht es um die Energieeffizienz im Gebäude? Allein der Austausch von Fenstern, die Dämmung der Fassade oder der reduzierte Einsatz von Heizpumpen kann die Klimabilanz merklich aufbessern. Wichtig sind auch die Produktionsabläufe: Gibt es Prozesse, bei denen so viel Energie freigesetzt wird, dass sich daraus einzelne Werkstätten oder Büros mit Strom versorgen ließen? Oft liegen die Lösungen viel näher, als man zunächst denken mag – und sie helfen auch dabei, Betriebskosten zu verringern. Die Projektteilnehmer unterzeichen eine Charta, in der sie sich zu Maßnahmen aus folgenden Bereichen verpflichten:

Wilhelm Schöneberger

Gabriele Turck

> Einsatz und Beschaffung klimafreundlicher Rohstoffe und Vorprodukte > Einsatz klimafreundlicher Produktionsverfahren und -strukturen > Reduktion der CO2-Emissionen durch Erhöhung der Energieeffizienz > Reduktion der CO2-Emissionen durch Einsatz erneuerbarer Energieträger > Förderung der Nutzung klimafreundlicher Verkehrsmittel im Verkehrsverbund > Durchführung von Kompensationsmaßnahmen, falls Aktivitäten im eigenen Umfeld nicht möglich bzw. nicht sinnvoll durchführbar sind Unabhängig von Größe und Branchenzugehörigkeit kann jedes Unternehmen aktiv werden. Unternehmen, die bereits in der Vergangenheit erfolgreich Maß-

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Hessen-Umwelttech NEWS 4/2009

nahmen zur Energieeinsparung umgesetzt haben, sind im Kreis der „100 Unternehmen für den Klimaschutz“ dabei, indem sie ihr Erfolgsbeispiel durch Aufnahme in die Liste der Best-Practice-Beispiele zur Verfügung stellen und so für weitere Unternehmen nutzbar machen.

Individuelle Beratung zu Einsparpotenzialen Die Vorteile für die teilnehmenden Unternehmen sind beachtlich. So werden die Unternehmen bei der Klärung der Einsparpotenziale individuell beraten – beispielsweise über eine KfW-Energieberatung mit einer Förderhöhe von 80 Prozent – und bei deren Umsetzung begleitet. Bei der Auswahl der Maßnahmen für den konkreten Aktionsplan werden die Unternehmen ebenfalls beraten. Das Land wird gemeinsam mit den beteiligten Wirtschaftsverbänden der Umweltallianz Hessen die Unternehmen in öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten wie Veranstaltungen, Pressemeldungen und Internet in ihrer Vorbildfunktion bekannt machen. Dies führt zu Anerkennung bei Kunden, Geschäftspartnern und in der Öffentlichkeit. Interessierte Unternehmen melden sich bitte bei: ■

RKW Hessen GmbH Wilhelm Schöneberger Düsseldorfer Straße 40 65 760 Eschborn Tel.: 06196/9702-07 E-Mail: nachhaltigkeit@rkw-hessen.de

Geschäftsstelle Nachhaltigkeitsstrategie Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Gabriele Turck Mainzer Straße 80 65189 Wiesbaden Tel.: 0611/815-1231 oder -1120 Fax: 0611/815-1941 E-Mail: gabriele.turck@hmuelv.hessen.de www.hessen-nachhaltig.de


1. Darmstädter Ingenieurkongress – Bau und Umwelt Nachhaltigkeit im Fokus Aus den Hochschulen

Über 800 Teilnehmer aus Wissenschaft und Praxis kamen am 14. und 15. September ins Darmstadtium, um sich auf dem 1. Darmstädter Ingenieurkongress – Bau und Umwelt über aktuelle Entwicklungen in diesen Bereichen zu informieren. Veranstalter war der Fachbereich Bauingenieurwesen und Geodäsie der Technischen Universität Darmstadt. Die Aktionslinie Hessen-Umwelttech engagierte sich als Kooperationspartner und war auf der begleitenden Fachausstellung mit einem Infostand vertreten. Die Tagung wurde durch eine zentrale Veranstaltung mit Grußworten vom Präsident der Technischen Universität Darmstadt Professor Hans Jürgen Prömel sowie vom Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung Andreas Storm und von der Hessischen Umweltministerin Silke Lautenschläger eröffnet. Zu den Referenten der Eröffnungsveranstaltung gehörten unter anderem Professor Johann-Dietrich Wörner, Vorstand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und Professorin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Beide betonten die zunehmende Bedeutung moderner Umwelttechnologien für eine gemeinsame Lösung der drohenden Energie- und Klimakrise und für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft.

Der Präsident der Technischen Universität Darmstadt Professor Hans Jürgen Prömel eröffnete den Kongress.

Aktuelle Forschungsfelder Das weitere Programm spiegelte mit seinem breit gefächerten Themenspektrum die vielfältigen Forschungsfelder des Fachbereichs Bauingenieurwesen und Geodäsie der Technischen Universität Darmstadt wider und gab einen Überblick über aktuelle Projekte. Neben einem Einblick in wissenschaftliche Fragestellungen ging es dabei auch um die praktische Anwendung neuer Erkenntnisse. Im Bereich des Nachhaltigen Baues berichteten namhafte Referenten über ihre Erkenntnisse und Erfahrungen hinsichtlich Materialeinsatz, Betrieb und Bewertung von Immobilien. Der Schwerpunkt nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen griff unterschiedlichste technologische und institutionelladministrative Verfahren auf. Dabei erwies sich – wie

Hessen-Umwelttech NEWS 4/2009

Fachlicher Austausch im Darmstadtium

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Das neue Institutsgebäude des Fachbereichs Bauingenieurwesen und Geodäsie wurde mit dem Deutschen Gütesiegel Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet.

auch in den meisten anderen Teilveranstaltungen – der bewusste Umgang mit Energie als eines der zentralen Themen für die zukünftige Arbeit der Ingenieure. Beim Themenfeld nachhaltige Energiebereitstellung spannte sich der Bogen von der Wasserkraft über die Geothermie bis hin zum Biogas. Weitere Schwerpunkte des Kongresses waren: Verkehr, Sicherheit und Monitoring im Bauwesen, Simulation, Brandschutz sowie Materialien im Bauwesen.

Gütesiegel für neues Institutsgebäude Ein aktuelles Praxisbeispiel ist die Verleihung des „Deutschen Gütesiegels Nachhaltiges Bauen“ (DGNB) in Silber für das neue Institutsgebäude des Fachbereichs Bauingenieurwesen und Geodäsie in diesem Jahr. Die Universität Darmstadt besitzt damit eines der ersten Gebäude in Deutschland, welches diese Auszeichnung für nachhaltiges Planen, Bauen und Betreiben eines Gebäudes tragen darf. Federführend tätig war in diesem Prozess Professor CarlAlexander Graubner vom Fachgebiet Massivbau, der sich auch als Auditor für die Erlangung des Deutschen Gütesiegels Nachhaltiges Bauen verantwortlich zeigte. Bei der Verleihung des Gütesiegels wurden alle Lebensphasen des Gebäudes von der Planung über Bau und Nutzung bis zur Entsorgung („cradle to grave“) in die Bewertung einbezogen. Positiv hervorzuheben sind insbesondere der Einsatz von recyclingfähigen Baumaterialien und eine Konstruktionsweise, die einen einfachen Rückbau erlaubt. Darüber hinaus verfügt das Institut über eine äußerst effiziente Gebäudetechnik. Dr. Clemens Rohde

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Hessen-Umwelttech NEWS 4/2009

Ver- und Entsorgung urbaner Räume in Asien Ein weiteres Projekt der Universität Darmstadt, das Gegenstand des Kongresses war, ist die Entwicklung nachhaltiger Konzepte zur Ver- und Entsorgung urbaner Räume Asiens. Über verschiedene Fachgebiete hinweg werden in interdisziplinärer Zusammenarbeit unter Federführung von Professor Peter Cornel vom Fachgebiet Abwassertechnik Lösungen für die drängenden Probleme im Bereich der Wasserwirtschaft gesucht (siehe auch Hessen-Umwelttech NEWS 1/2009). Im Fokus der Arbeiten steht die Minimierung der Nutzung von Wasser und Energie durch den Einsatz dynamisch anpassbarer Systeme.

Die zur Veröffentlichung freigegebenen Präsentationen des Kongresses stehen unter www.bauing.tu-darmstadt.de zum Download bereit. Weitere Informationen zum 1. Darmstädter Ingenieurkongress – Bau und Umwelt sowie zu den Lehrangeboten und Forschungsschwerpunkten des Fachbereichs Bauingenieurwesen und Geodäsie sind erhältlich bei:

Dr. Clemens Rohde Technische Universität Darmstadt Fachbereich Bauingenieurwesen und Geodäsie Petersenstraße 12 64287 Darmstadt Tel.: 06151/16-6723, Fax: -4916 E-Mail: rohde@bauing.tu-darmstadt.de www.bauing.tu-darmstadt.de


Optimierung der energetischen Biomassenutzung Bundesregierung fördert Pilot- und Modellvorhaben Umweltrecht

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hat ein Förderprogramm mit einem Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro aufgelegt, um die energetische Biomassenutzung und deren Beitrag für den Klimaschutz voranzutreiben. Der Fokus der Förderung betrifft Pilot- und Modellvorhaben, die im Rahmen von Verbundprojekten unter Beteiligung von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) durchgeführt werden. Für den weltweiten Klimaschutz ist eine nachhaltige Energieversorgung erforderlich. Die Bundesregierung hat das Ziel, bis zum Jahr 2020 die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um 40 Prozent zu reduzieren. Hierfür wurden unterschiedliche Förderprogramme – zum Beispiel das Klimaschutz-Impulsprogramm für Mini-KWK-Anlagen und das Klimaschutz-Impulsprogramm für gewerbliche Kälteanlagen – mit der Absicht aufgelegt, die Energieeffizienz zu steigern und die Erneuerbaren Energien auszubauen. Das Förderprogramm für Vorhaben zur Optimierung der energetischen Biomassenutzung ist ebenso Bestandteil dieser Klimaschutzinitiative und konzentriert sich auf die Weiterentwicklung der Erzeugung von Strom, Wärme und Kraftstoffen aus Biomasse sowie die Entwicklung einer tragfähigen, nachhaltigen Biomassestrategie.

> Europäische Biomethanstrategie: Entwicklung und Demonstration einer europäischen Biomethanstrategie (Bereitstellung und Import von Biomethan aus Mittel- und Osteuropa über Erdgaspipelines) > Bioenergiestrategie (Biokraftstoffe, Bioenergieträger): Weiterentwicklung der Bioenergiestrategie im Biokraftstoffbereich und bei der Strom- und Wärmeerzeugung durch Abbau gegenwärtiger Problemfelder, beispielsweise durch Sicherstellung einer nachhaltigen Biomassenutzung sowie Vermeidung einer konkurrierenden Biomassenutzung für Lebensmittel und Strom bzw. Wärme > Regionale Bioenergie: Optimierung regionaler Biomassenutzung im Hinblick auf regionale Wertschöpfung, Versorgungssicherheit und Klimaschutz > Tragfähige Biomassestrategie: Entwicklung und Begleitung einer tragfähigen Biomassestrategie im Spannungsfeld aus Agrar-, Umwelt- und Energiepolitik.

§ §

Sieben Schwerpunktthemen Gegenstand der Förderung sind Systemstudien und Untersuchungen sowie Pilot- und Demonstrationsvorhaben zu insgesamt sieben Schwerpunkten: > Reststoffverwertung/biogene Reststoffe: Verbesserung und Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen und Technologien zur effizienten Erschließung und Nutzung der biogenen Reststoffe > Internationale Kooperationsvorhaben (Russland, Osteuropa): Systemstudien und internationale Kooperationsvorhaben zur Entwicklung von „Best Practices“ zur Bereitstellung von nachhaltiger Biomasse und Bioenergieträgern > Biomassevergasung: Entwicklung und Demonstration von Biomasse-Vergasungstechnologien für die effiziente Bereitstellung von Strom und Wärme in Form der KraftWärme-Kopplung

Zeitplan und Auswahlverfahren Das Förderprogramm ist 2009 gestartet und läuft bis 2012. Projektskizzen können noch zum 1. März und zum 1. September 2010 vorgelegt werden. Im Rahmen der Programmphase I (2009 – 2011) werden Studien und Messprogramme durchgeführt, während in Programmphase II (2011 – 2012) Pilot- und Demonstrationsvorhaben im Vordergrund stehen sollen. Das Förderprogramm ist mit einem Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro ausgestattet, wovon bereits Fördermittel in Höhe von 17 Millionen Euro vergeben

§

> Fortsetzung auf Seite 15

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Innovationsradar Umweltrecht Umweltrecht im Überblick Innovationsradar Umweltrecht – Oktober 2009 Vorphase (Arbeitsentwürfe) Vorschlag, Mitteilung u. Ä. der Kommission (KOM-Doc) Gemeinsamer Standpunkt des Rates

Europäisches Recht

Titel des Rechtsakts

Verabschiedung: EP + Ministerrat

Status

Wesentlicher Inhalt

Energie/Klima Vorschlag für einen Beschluss des Rates über die Genehmigung im Namen der Europäischen Gemeinschaft der Änderung der Anlagen II und III des Übereinkommens zum Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks – OSPAR-Übereinkommen – in Bezug auf die Speicherung von Kohlendioxidströmen in geologischen Formationen

Ziel des Übereinkommens ist die Verhütung und Beseitigung der Verschmutzung sowie der Schutz des Meeresgebietes gegen schädliche Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten. Die Vertragsparteien haben im Juni 2007 Änderungen der Anlagen II und III des Übereinkommens in Bezug auf die Speicherung von Kohlendioxidströmen in unterirdischen geologischen Formationen angenommen. Damit sollen im OSPARMeeresgebiet die rechtlichen Voraussetzungen für Maßnahmen zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS) geschaffen werden.

Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über Maßnahmen zur Gewährleistung der sicheren Erdgasversorgung und zur Aufhebung der Richtlinie 2004/67/EG

Mit der Verordnung soll die Richtlinie 2004/67/EG über Maßnahmen zur Gewährleistung der sicheren Erdgasversorgung aufgehoben werden. Wichtigstes Ziel der Verordnung ist die Erhöhung der Erdgasversorgungssicherheit, indem Anreize für Investitionen geschaffen werden.

Bekanntmachung über die Förderung von Forschung und Entwicklung zur klimaeffizienten Optimierung der energetischen Biomassenutzung

Das Bundesumweltministerium möchte die energetische Biomassenutzung vorantreiben. Es will deshalb die Weiterentwicklung der klimaschutzeffizienten Erzeugung von Strom, Wärme und Kraftstoffen aus Biomasse durch die Förderung geeigneter Vorhaben unterstützen. Gegenstand der Förderung sind Studien sowie Pilot- und Demonstrationsprojekte.

Richtlinien zur Fördermaßnahme „Technologien für Nachhaltigkeit und Klimaschutz – Chemische Prozesse und stoffliche Nutzung von CO2“

Die Fördermaßnahme des Bundes soll dazu beitragen, die Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren. Deshalb wird der Schwerpunkt auf chemische Prozesse mit hohem Primärenergie- und Materialeinsatz gelegt, wie die Herstellung von chemischen Grundstoffen und deren Weiterverarbeitung. Weitere Schwerpunkte sind die Entwicklung funktionaler Lösemittel sowie die Nutzung von CO2 als KohlenstoffBaustein für chemische Produkte.

INFO: Umweltschutzvorschriften können eine marktschaffende Wirkung für Hersteller von Vermeidungs- und Verminderungstechnologien und für Umweltdienstleister haben. Aus neuen oder geplanten Vorschriften können Hinweise auf künftigen technologischen Bedarf und mögliche interessante Innovations- und Geschäftsfelder abgeleitet werden. Für das Innovationsradar Umweltrecht prüft ein Team erfahrener Umweltexperten regelmäßig die neuesten rechtlichen Entwicklungen auf ihre wirtschaftliche Bedeutung. Das Innovationsradar ist ein Service der Aktionslinie Hessen-Umwelttech mit dem Effizienznetz Rheinland-Pfalz als Kooperationspartner. Dienstleister sind die Rack Rechtsanwälte in Frankfurt am Main und die AMCG Unternehmensberatung GmbH in München. Weitere Informationen und ausführlichere Angaben zu den einzelnen rechtlichen Regelungen finden Sie unter www.hessen-umwelttech.de, Rubrik Innovationsradar Umweltrecht.

Chemie Vorschlag für eine Verordnung über das Inverkehrbringen und die Verwendung von Biozidprodukten

Die EU-Kommission möchte die Zulassung und Bewertung von Biozidprodukten neu regeln. Eine entsprechende EG-Verordnung soll ab 2013 die Richtlinie 98/8/EG über das Inverkehrbringen von Biozid-Produkten ersetzen.

Produkte Verordnung (EG) Nr. 641/2009 zur Durchführung der Richtlinie 2005/32/EG des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von externen Nassläufer – Umwälzpumpen und in Produkte integrierten Nassläufer – Umwälzpumpen

Grundlage für die Verordnung ist die Richtlinie 2005/32/EG zur Schaffung eines Rahmens für die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte (sog. Ökodesign-Richtlinie). Die EG-Verordnung gilt für Umwälzpumpen, wenn sie „Nassläufer“ sind, d.h. der Rotor des Motors ist von der umzuwälzenden Flüssigkeit umspült, und gibt eine Leistung zwischen 1 W und 2500 W an das umzuwälzende Medium ab („hydraulische Leistungsabgabe“).

Verkehr Entwurf: Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm – Flugplatz-Schallschutzmaßnahmenverordnung – 2. FlugLSV –

Mit der Verordnung werden Anforderungen an die Qualität des baulichen Schallschutzes von Wohnungen und schutzbedürftigen Einrichtungen in dem von Fluglärm belasteten Umland der größeren Flugplätze in Deutschland festgesetzt. Ziel der neuen Schallschutzverordnung ist es, die Bürger im Umland der Flughäfen besser vor Fluglärm zu schützen.

Verabschiedung Beschluss im BT/BR/LT-Ausschuss Entwurf (BT-Drs./BR-Drs./LT-Drs.)

Nationales Recht

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Vorphase (Referentenentwürfe)


Fortsetzung von Seite 13

wurden. Der Fokus der künftigen Förderprojekte ist auf Pilotund Modellvorhaben ausgerichtet. Gefördert werden forschungsrelevante Leistungen, nicht jedoch investive Maßnahmen.

Marktchancen

Fundstelle

Marktchancen ergeben sich langfristig für Unternehmen, die CO2Speicherstätten erschließen, die Speicherung durchführen und die Maschinen und Anlagen hierfür liefern. Das Marktvolumen ist mittelfristig von der Umsetzung der geplanten Demonstrationsprojekte in der EU abhängig und langfristig von der Implementierung der CO2-Speicherung in die Praxis.

KOM (2009) 236

Marktchancen für die Umweltindustrie ergeben sich in Abhängigkeit der Maßnahmen, die von den ausgewählten Behörden und Erdgasunternehmen der Mitgliedstaaten der EU beschlossen werden. Potenzielle Maßnahmen sind die Gasspeicherung, die Erhöhung der Kapazität von LNG-Stationen (LNG = liquified natural gas), verstärkte Nutzung erneuerbarer Energieträger sowie die Verwendung von Ersatzbrennstoffen in Industrieanlagen und Kraftwerken.

KOM (2009) 363

Die Fördermaßnahme ist befristet bis Ende 2012. Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Einrichtungen der Kommunen und Länder, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Die Fördermaßnahme wird von dem Projektträger Forschungszentrum Jülich betreut. Ansprechpartner ist Frau Heike Neumann (Tel. 030-20199 517, E-Mail: h.neumann@fz-juelich.de).

BAnz. 91/2009, S. 2202

Die Fördermaßnahme ist befristet bis Ende 2010. Antragsberechtigt sind in Deutschland produzierende Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Die Fördermaßnahme wird betreut von dem Projektträger DLR. Ansprechpartner: Bernd Hartmann (Tel. 0228-3821 550, E-Mail: bernd.hartmann@dlr.de).

BAnz. Nr. 87/2009, S. 2131

Antragsberechtigte für das Förderprogramm sind außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Hochschulen und vergleichbare Einrichtungen, Einrichtungen der Kommunen und Länder einschließlich kommunaler Unternehmen, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (insbesondere KMU), Gebietskörperschaften sowie sonstige Einrichtungen wie beispielsweise Verbände, Vereine und Stiftungen. Das Auswahlverfahren für Förderprojekte ist zweistufig. In Stufe 1 sind Skizzen beim Projektträger Forschungszentrum Jülich einzureichen. Die Projektskizzen können einzelne oder mehrere der oben genannten Schwerpunkte adressieren. Die Skizzen werden bewertet, und vom Projektträger sowie dem BMU wird entschieden, ob die jeweilige Skizze weiterverfolgt werden soll. Wichtige Kriterien zur Bewertung der Skizzen sind die Aktualität des Themas sowie die Klimaeffizienz des Projektes und die Nachweisbarkeit des Klimabeitrages. Die Bewertung der Skizzen liegt etwa drei Monate nach der Einreichung vor. Bei positivem Ergebnis kann für die Skizzen beim Projektträger ein ausführlicher Antrag eingereicht werden.

Weitere Informationen

Potenziale ergeben sich für Laboratorien, die die Zulassung von Bioziden durchführen.

KOM (2009) 267

Marktchancen ergeben sich für die Hersteller von Umwälzpumpen durch die Entwicklung von Produkten mit erhöhter Energieeffizienz. In der EU werden etwa 14 Mio. Umwälzpumpen pro Jahr abgesetzt. Diese Produkte müssen ab Januar 2013 einen EEI (= Energieeffizienzindex) von 0,27 erreichen und ab Januar 2015 von 0,23. Der EEI muss auf dem Typenschild des Produktes und der Verpackung angegeben werden.

ABI. EU 2009 Nr. L/191, S. 35

Marktchancen ergeben sich für Unternehmen, die Beratung, Engineering und Produkte der Schallschutztechnik liefern. Dies betrifft insbesondere die Hersteller von Schallschutzfenstern. Nach Schätzungen muss der Bund für militärische Flughäfen 75 bis 95 Mio. Euro und die Betreiber von zivilen Flughäfen 738 Mio. Euro binnen 10 Jahren für Schallschutz aufwenden.

BGBI. 2009, S. 2992

Die Fördermaßnahme wird von dem Projektträger Forschungszentrum Jülich betreut. Ansprechpartner sind für fachliche Fragen Heike Neumann (Tel. 030/20199 517, E-Mail: h.neumann@fz-juelich.de) und für administrative Fragen Herr Maik Beck (Tel.: 030/20199 587, E-Mail: m.beck@fz-juelich.de). Weitere Informationen zum Förderprogramm sowie zur Erstellung und Bewertung von Skizzen und Anträgen finden sich unter: www.fz-juelich.de/ptj/klimaschutzinitiative-biomasse.

Christoph Genter, Daniel Narnhammer AMCG Unternehmensberatung GmbH Tel.: 089/1307570 E-Mail: christoph.genter@amcg.de www.amcg.de

Christoph Genter

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Nachrichten aus Wirtschaft und Wissenschaft Materialeffizienz durch den Einsatz von Nanotechnologien und neuen Materialien

Prognosesystem hilft Elektrofahrzeuge mit Windstrom zu versorgen

Wiesbaden. Die Aktionslinie Hessen-Nanotech des Hessischen Wirtschaftsministeriums hat eine neue Broschüre zum Thema Materialeffizienz veröffentlicht. Ziel ist es, insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen in Hessen dabei zu unterstützen, relevante Ansatzpunkte für Materialeffizienz zu identifizieren und umzusetzen.

Kassel. Im Rahmen der E-Energy-Initiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sollen in der Modellregion Harz Elektrofahrzeuge so betrieben werden, dass sie fast ausschließlich mit Strom aus Erneuerbaren Energien fahren können. Für dieses Ziel wird das Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES seine Prognosemodelle für Windstrom weiterentwickeln und an die neuen Anforderungen anpassen. Entwickelt sich der Einsatz der Elektrofahrzeuge in dem Maße, wie von der Bundesregierung im Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität prognostiziert – eine Million Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen bis zum Jahr 2020 – wird im Hinblick auf den sicheren Netzbetrieb das Wissen über Ladezustand, voraussichtlichen Bedarf und nutzbare Speicherkapazitäten absolut notwendig sein.

Anhand aktueller Praxisbeispiele aus verschiedenen Branchen wird aufgezeigt, wie Unternehmen durch den Einsatz von Nanotechnologien und neuen Materialien ihre Material- und Produktionseffizienz erfolgreich steigern können. Zu jeder Phase des Produktlebenszyklus – von der Werkzeugherstellung bis zum Recycling – werden aktuelle Trends der Materialeffizienz aufgezeigt und Einsparpotenziale analysiert. Weiterhin erhalten Unternehmen Hilfestellungen zur Implementierung der Ansätze in der Praxis sowie einen Überblick über Dienstleistungs- und Förderinitiativen. ■

www.hessen-nanotech.de/veroeffentlichungen

Das im Januar 2009 gegründete Fraunhofer IWES besteht aus dem ehemaligen Fraunhofer-Center für Windenergie und Meerestechnik CWMT in Bremerhaven und wurde nach Abschluss des formalen Betriebsübergangs im Sommer 2009 um das vor 21 Jahren gegründete Kasseler Institut für Solare Energieversorgungstechnik – ISET e.V. erweitert. ■

HSE für verantwortungsvolle Unternehmensführung ausgezeichnet Darmstadt. Die HEAG Südhessische Energie AG (HSE) wurde mit dem „European CEEP-CSR Label“ ausgezeichnet. Das Label erhalten Unternehmen für ihre gute Praxis der „Corporate Social Responsibility“. Dabei geht es darum, wie Unternehmen – über die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen hinaus – soziale, ökologische und ökonomische Belange in das eigene Handeln integrieren. Zur Preisvergabe an die HSE haben Transparenz in der Unternehmensführung und der Dialog mit der Öffentlichkeit ebenso beigetragen wie die Qualität der Kundenprozesse, der nachhaltige Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen und die Förderung des sozialen Zusammenhalts im Unternehmen und in der Gesellschaft. Der HSE-Konzern deckt mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie alle wichtigen Stufen der Energieversorgung ab: von der Erzeugung regenerativer Energien über den Vertrieb von zertifiziertem Ökostrom bis hin zum Angebot von energieeffizienten Techniken. ■

www.hse.ag

SMA Solar Technology AG gewinnt Preis bei „Hessen-Champions 2009“ Niestetal/Wiesbaden. Die SMA Solar Technology AG ging beim landesweiten Wettbewerb „Hessen-Champions 2009“ in der Kategorie „Jobmotor“ als Sieger hervor. In der Kategorie „Weltmarktführer“ belegte das Unternehmen den 2. Platz. Die Preisverleihung fand im Rahmen des 18. Hessischen Unternehmertages am 27. Oktober im Kurhaus Wiesbaden statt. Günther Cramer, Vorstandssprecher der SMA Solar Technology AG, und Peter Drews, Vorstand Operatives Geschäft, nahmen den Preis vor rund 1.100 Gästen von Hessens Ministerpräsident Roland Koch und Wirtschaftsstaatssekretär Steffen Saebisch entgegen. Weltweit beschäftigt SMA als internationaler Marktführer bei Solar-Wechselrichtern über 3.500 Mitarbeiter, davon mehr als 3.000 in Nordhessen. In Niestetal bei Kassel wurden in diesem Jahr allein mit der weltweit größten CO2-neutralen Wechselrichter-Fabrik mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. ■

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www.iset.uni-kassel.de www.iwes.fraunhofer.de

www.sma.de


NATURpur Institut stiftet Geothermie-Professur an der TU Darmstadt

Wasser für die Welt: TU Darmstadt auf der Expo 2010

Darmstadt. Die Technische Universität Darmstadt und das NATURpur Institut für Klima und Umweltschutz, eine Tochtergesellschaft der HSE AG, wollen die effiziente Erschließung von Geothermie gemeinsam angehen und haben dazu eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. Am 11. September wurde in Anwesenheit der Hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst Eva Kühne-Hörmann mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags eine Stiftungsprofessur für das neue Fachgebiet „Angewandte Geothermie“ an der TU Darmstadt eingerichtet. Die Stiftungsprofessur wird von dem Geologen Professor Ingo Sass wahrgenommen.

Darmstadt. Das Fachgebiet Abwassertechnik des Instituts WAR der Technischen Universität Darmstadt wird im kommenden Jahr mit einem Ausstellungsbereich auf der EXPO 2010 in Shanghai vertreten sein. Gemeinsam mit ihrem Partner, dem Institute of Environmental Science der Tongji Universität Shanghai, werden unter Leitung des Fachgebietes Abwassertechnik von Professor Cornel die Ergebnisse des interdisziplinären Forschungsansatzes „Semizentral“ der Weltöffentlichkeit präsentiert.

Im Rahmen der Stiftungsprofessur sollen in den nächsten Jahren unter anderem die Wechselwirkungen von Gesteinsformationen mit zur geothermischen Nutzung eingebrachten Flüssigkeiten und die Integration geothermischer Systeme in die Netzwerke anderer regenerativer Energien erforscht werden sowie Machbarkeits- und Potenzialstudien für geothermische Kraftwerke angefertigt werden.

Ausgehend vom Jahrhundert der Städte und den damit verbundenen Herausforderungen steht die EXPO 2010 in Shanghai unter dem Motto „better city – better life“ und stellt Lösungen zur Gestaltung der Stadt der Zukunft vor. Die SemizentralProjekte des Instituts WAR und der Tongji Universität haben Infrastruktursysteme für die Ver- und Entsorgungsbereiche Wasser, Abwasser und Abfall entwickelt, die flexibel an sich verändernde Rahmenbedingungen anpassbar sind. ■

www.tu-darmstadt.de

Quint sdi GmbH wirtschaftlich erfolgreich Hesseneck. Trotz der allgemein schwierigen Lage in der Druckindustrie blieb die Quint sdi GmbH, führender Anbieter von Geräten und individuellen Systemen für nachhaltige Energieeinsparung und optimale Feuchtmittelprozesse in Druckereien, auch im ersten Halbjahr 2009 wirtschaftlich erfolgreich. Nicht nur der Umsatz des vergangenen Vergleichszeitraumes konnte gehalten werden, es gelang auch, durch Prozess-Optimierungen das operative Ergebnis zu steigern. Michael Braner, Geschäftsführer des Unternehmens aus dem Odenwald: „Unser Geschäftsmodell, Unternehmen bei der Einsparung von Strom, Gas, Wasser und Chemie zu unterstützen, geht auch weiterhin voll auf. Umwelt– und Klimaschutz stehen gerade jetzt voll im Fokus.“ ■

www.semizentral.de

www.quint.de

FH-Professorin zeigt, ob und wo sich eine Solaranlage lohnt Frankfurt. Martina Klärle, Professorin im Studiengang Geoinformation und Kommunaltechnik an der Fachhochschule Frankfurt am Main, hat mit ihrem Forscherteam eine interaktive Karte entwickelt. Durch diese können Hausbesitzer über das Internet schnell, einfach und kostenlos erfahren, ob sich eine Solaranlage auf dem eigenen Dach lohnt. Das betreffende Haus muss lediglich angeklickt werden und der Nutzer erhält die Information, wie viel Strom durch eine Solaranlage im Jahr auf diesem Dach gewonnen werden könnte. Auf der Grundlage einer Laserbefliegung des Wohngebietes wurde zuvor die Neigung, Ausrichtung und Verschattung eines jeden Hauses berechnet. Als erste hessische Stadt informiert Wiesbaden seine Bürger seit Juli 2009 im Internet über das Energiepotenzial ihrer Hausdächer. Zum Wiesbadener Solarkataster gelangen Interessierte unter: ■

www.wiesbaden.de/solarkataster

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Ultraviolettes Licht – Lichtblick für die Trinkwasserqualität

Frankfurter Flughafens plant GeothermieKraftwerk

Hanau/Stockholm. Der Technologiekonzern Heraeus hat im August auf der „Weltwasserwoche“ in Stockholm ein umweltfreundliches, chemikalienfreies Verfahren zur Trinkwasseraufbereitung vorgestellt. Mithilfe energiereicher Ultraviolett-Strahlung werden Mikroorganismen wie Bakterien, Viren, Parasiten oder Pilze sowie gesundheitsschädliche Chemikalien abgebaut.

Frankfurt. Die Fraport AG, Eigentümerin und Betreiberin des Frankfurter Flughafens, und die D&S Geo Innogy GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der RWE Innogy GmbH und der Daldrup & Söhne AG, haben im Oktober am Flughafen Frankfurt die Gründung eines Joint Ventures zur Erkundung und Entwicklung des Tiefengeothermie-Feldes Walldorf in die Wege geleitet. Bei erfolgreicher Erkundung werden die Partner ein Hybrid-Kraftwerk bauen, welches erstmals kombiniert Erdwärme und Biogas zur Erzeugung von Strom und Wärme einsetzt. Hierauf haben sich die Unternehmen jetzt in einem Memorandum of Understanding (MoU) geeinigt.

Heraeus hat für die Trinkwasserbehandlung HochleistungsAmalgam-Lampen entwickelt, die bis zu 16.000 Betriebsstunden mit nahezu konstanter UV-Ausgangsleistung strahlen und damit doppelt so lange halten wie konventionelle UltraviolettLampen. Eine spezielle, sehr dünne Schutzschicht hemmt dabei den Alterungsprozess der Lampe deutlich und ermöglicht eine nahezu gleich bleibende Entkeimungswirkung über die gesamte Lebensdauer. Die Heraeus Noblelight GmbH in Hanau, mit Tochtergesellschaften in den USA, Großbritannien, Frankreich, China, Australien und Puerto Rico, gehört weltweit zu den Markt- und Technologieführern bei der Herstellung von Speziallichtquellen. ■

Geologisch gehört das Feld Walldorf zu dem für die Nutzung von Geothermie günstigen Oberrheingraben. Auf der rund 100 Quadratkilometer großen Fläche sollen in den kommenden Monaten seismische Untersuchungen Aufschluss über das geothermische Potenzial geben. ■

www.fraport.de

www.heraeus.de

Veranstaltung: Algenbiotechnologie – ökonomisch und ökologisch? Uni-Kassel-Patent: Bewegte Tragflächen nutzen Energie aus Wasserkraft Kassel. Professor Martin Lawerenz vom Fachgebiet Strömungsmaschinen der Universität Kassel hat eine schwingende Tragfläche entwickelt und patentieren lassen, die durch Fluss- und Meeresströmungen bewegt wird. Damit soll eine Energiegewinnung aus Wasser ohne großräumiges Aufstauen ermöglicht werden. Beim Bau eines Prototyps wird das Fachgebiet durch den „Machbarkeitsfond“ des Landes Hessen mit rund 100.000 Euro unterstützt. Das Patent wurde als erstes Projekt der Universität Kassel in den „Fonds zur Veredelung und Verwertung von Patenten der staatlichen Hochschulen Hessens“ aufgenommen. Dieser soll Neuentwicklungen auf dem Weg zur Marktreife unterstützen. Wasserkraft, die in Fluss- und Meeresströmungen enthaltene kinetische Energie, verfügt über ein Potenzial, mit dem man bis zu vier Prozent des heutigen globalen Strombedarfs decken könnte. Dennoch wird sie bisher kaum genutzt. Mit der neu entwickelten Technologie soll sich das auf absehbare Zeit ändern. ■

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www.uni-kassel.de

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Darmstadt. Am 24. Februar 2010 lädt das Hessische Umweltministerium Interessierte aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Verbänden zu einer Fachveranstaltung zu anwendungsorientierten Aspekten der Algenbiotechnologie nach Darmstadt ein. In der Europäischen Zentrale für Wettersatelliten (EUMETSAT) werden die Nutzungspotenziale von Mikroalgen diskutiert. Welche Wertstoffe werden bereits mithilfe dieser mikroskopisch kleinen Organismen hergestellt? Sind Algen die Biokraftstoffproduzenten von morgen? Können Algen in künstlichen Kultursystemen tatsächlich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten? In zahlreichen Vorträgen wird der aktuelle Stand der Algenbiotechnologie im Kontext der stofflichen und energetischen Nutzung dargestellt und es werden mögliche wirtschaftliche Perspektiven für Hessen erörtert. Kooperationspartner der Veranstaltung sind der Cluster Integrierte Bioindustrie (CIB) Frankfurt und die Aktionslinie HessenUmwelttech. ■

www.cib-frankfurt.de


1. Hessischer Clusterkongress Frankfurt. Am 3. Februar 2010 wird in Frankfurt der 1. Hessische Clusterkongress stattfinden, auf dem Erfahrungen und Ergebnisse der hessischen Clusterpolitik der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen. Der Kongress wird von Wirtschaftsminister Dieter Posch eröffnet. Es werden rund 200 Teilnehmer erwartet, die sich auf einem Marktplatz über die hessischen Initiativen informieren und mit Experten zu aktuellen Themen der Clusterpolitik diskutieren können. In Hessen gewinnen Clusternetzwerke als Wachstumspole wirtschaftlicher Entwicklung zunehmend an Bedeutung. Heute gibt es rund 30 erfolgreiche Kompetenznetzwerke, die innovative Unternehmen und Forschungseinrichtungen in zukunftsträchtigen Branchen und Technologien zusammenführen, so zum Beispiel in den Bereichen Optik, IT, Automotive oder Mikrosystemtechnik. Im Umwelt- und Energiebereich sind das Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologien e.V. (deENet), das KompetenzNetz UmweltTechnologie (KNUT), der Cluster Erneuerbare Energien Odenwaldkreis (CLEO) und der Holzcluster Hessen aktiv. ■

www.ttn-hessen.de

TU Darmstadt verteidigt Titel beim Solar Decathlon Washington/Darmstadt. Das Team der Technischen Universität Darmstadt hat beim internationalen Wettbewerb Solar Decathlon 2009 um das energieeffizienteste und attraktivste Haus den ersten Platz errungen. Damit hat es nach dem Sieg 2007 den Titel erfolgreich verteidigt. Der Wettbewerb um das beste Solarhaus wird vom US-Department of Energy veranstaltet und findet alle zwei Jahre auf der National Mall in Washington D.C. statt. Die Darmstädter setzten sich im Wettbewerb als einziges deutsches Team gegen 19 andere Teams vor allem aus den USA, aber auch Kanada und Spanien durch. Die beiden Professoren Manfred Hegger (Fachbereich Architektur) und Thomas Hartkopf (Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnologie) sowie acht Lehrkräfte und 24 Studierende hatten in monatelanger Planungs- und Bauzeit ein Gebäude entwickelt, das höchsten architektonischen, atmosphärischen und energetischen Ansprüchen gerecht wird. ■

www.tu-darmstadt.de/vorbeischauen/aktuell/ solardecathlon_09/

www.solardecathlon.tu-darmstadt.de/

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Nachrichten in den E-Mail-NEWS Hessen-Umwelttech und unter www.hessen-umwelttech.de

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Veranstaltungen/Termine 03.02.2010

Frankfurt

1. Hessischer Clusterkongress Erfahrungen und Ergebnisse der hessischen Clusterpolitik, Vorstellung von hessischen Initiativen ■

www.ttn-hessen.de

Die Aktionslinie Hessen-Umwelttech ist eine Maßnahme des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung Maria Rieping Kaiser-Friedrich-Ring 75 D-65185 Wiesbaden Tel.: 0611 / 815 - 2472, Fax: - 2228 E-Mail: maria.rieping@hmwvl.hessen.de Internet: www.wirtschaft.hessen.de Projektträger ist die

24.02.2010

Darmstadt

Algenbiotechnologie – von der Wertstoffproduktion bis zum Klimaschutz Informationsveranstaltung des Hessischen Umweltministeriums, Kooperationspartner: Cluster Integrierte Bioindustrie (CIB) Frankfurt und Aktionslinie Hessen-Umwelttech ■

Kooperationspartner:

www.cib-frankfurt.de

18.03.2010

Kassel

Fachtagung Hessen-Umwelttech 2010 Jahrestagung der Aktionslinie Hessen-Umwelttech mit den Schwerpunkten: Ressourceneffizienz, Solarenergie, Green IT und Wassermanagement ■

HA Hessen Agentur GmbH Dr. Carsten Ott (Leiter), Dagmar Dittrich Abraham-Lincoln-Straße 38 – 42 D-65189 Wiesbaden Tel.: 0611 / 774-8350 oder - 8645, Fax: - 8620 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de dagmar.dittrich@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de

RKW Hessen GmbH Jürgen Müller, Kay Uwe Bolduan Büro Eschborn Düsseldorfer Straße 40 D-65760 Eschborn Tel.: 06196 / 970 - 241 oder -255, Fax: - 299 E-Mail: k.bolduan@rkw-hessen.de j.mueller@rkw-hessen.de Internet: www.rkw-hessen.de

www.hessen-umwelttech.de Impressum

12.04. – 15.04.2010

Doha (Katar)

PROJECT QATAR Messe mit den Schwerpunkten Bautechnik und Umwelttechnologie; Hessischer Informationsstand mit Infrastruktur- und Serviceangeboten für hessische Unternehmen ■ ■

www.ifpqatar.com www.hessen-agentur.de (Internationales Messeprogramm 2010)

17.06 – 20.06.2010

Istanbul (Türkei)

REW ISTANBUL – International Recycling, Environmental Technologies and Waste Management Trade Fair Hessischer Informationsstand mit Infrastruktur- und Serviceangeboten für hessische Unternehmen ■ ■

www.rewistanbul.com www.hessen-agentur.de (Internationales Messeprogramm 2010)

13.09. – 17.09.2010

München

16. IFAT – Internationale Fachmesse für Wasser, Abwasser, Abfall und Recycling Gemeinschaftsstand der Aktionslinie Hessen-Umwelttech ■ www.ifat.de ■ www.hessen-umwelttech.de (Rubrik Messen & Außenwirtschaft/Aktuelle Messen)

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Herausgeber Aktionslinie Hessen-Umwelttech Dr. Carsten Ott, HA Hessen Agentur GmbH Abraham-Lincoln-Straße 38 – 42 D-65189 Wiesbaden Redaktion Dagmar Dittrich, HA Hessen Agentur GmbH Gestaltung Piva & Piva, Studio für visuelles Design Heidelberger Straße 93, 64285 Darmstadt Titelbild Institutsgebäude des Fachbereichs Bauingenieurwesen und Geodäsie der Technischen Universität Darmstadt, Bild: Dr. Carsten Ott Fotos Seite 5: Sandor Jackal/Fotolia.com Seite 6: Alexander Hafemann/iStockphoto.com; flashpics, Stephan Leyk/Fotolia.com Druck Bernecker MediaWare AG Unter dem Schöneberg 1, 34212 Melsungen Erscheinungsweise 4-mal pro Jahr (kostenlos) Auflagenhöhe 3.300 Stück Newsletter-Abonnement www.hessen-umwelttech.de/Infos&Termine/Newsletter Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, die Genauigkeit und die Vollständigkeit der Angaben sowie für die Beachtung privater Rechte Dritter. Die in der Veröffentlichung geäußerten Ansichten und Meinungen müssen nicht mit der Meinung des Herausgebers übereinstimmen.


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