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Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung www.hessen-umwelttech.de

Hessen-Umwelttech

NEWS Rückblick: Fachtagung Hessen-Umwelttech 2008 Umwelttech meets IT – Green-IT und E-Energy in der Praxis Förderung und Finanzierung von Auslandsaktivitäten Vorausschauende Bewirtschaftung von Kanalnetzen Produktverantwortung in der PC- und Autoindustrie Das Energie- und Klimapaket der Bundesregierung

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Liebe Leserinnen und Leser, Editorial

Effizienz ist eines der zentralen ökonomischen Kriterien – das gilt nicht nur bei der Fertigung oder der Gestaltung von Arbeitsabläufen, sondern gerade auch im Energie- und Ressourcenverbrauch. Dabei geht es sowohl um ökologische als auch um handfeste ökonomische Vorteile. Unter diesem Gesichtspunkt befasst sich die Aktionslinie Hessen-Umwelttech meines Hauses verstärkt mit Fragen des Produktionsintegrierten Umweltschutzes (PIUS) und den sich hieraus ergebenden wirtschaftlichen Chancen. Die zugehörige Fachtagung Hessen-Umwelttech stieß im März mit dem Schwerpunkthema PIUS auf ein breites Interesse.

INHALT

Darüber hinaus hat die Aktionslinie ein PIUS-Modellprojekt durchgeführt, dessen Ergebnisse nun in einer aktuellen Publikation vorliegen. Das Projekt hat bestätigt, dass PIUS Chancen sowohl für Anbieter als auch für Anwender bietet: für Anbieter wird der regionale Markt gestärkt. Für Anwender ist effiziente Ressourcennutzung ein erheblicher Kostenvorteil,

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Vorwort

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Ein Gewinn für Unternehmen und Umwelt

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Green-IT – umweltschonender Einsatz von Informationstechnologien

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Förderung und Finanzierung von Auslandsaktivitäten

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ExpoAlemania 2008: Innovation – Technologie – Nachhaltigkeit

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IFAT so erfolgreich wie nie

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Hessen goes East

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„Enterprise Europe Network Hessen“: Gebündelte Beratungskompetenz

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KMU-innovativ

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der sich auch im globalen Wettbewerb auszahlt. Produktionsintegrierter Umweltschutz ist deshalb im Standortwettbewerb von zentraler Bedeutung. Zum Abschluss möchte ich Sie noch zu einer gemeinsamen Veranstaltung der Aktionslinien HessenUmwelttech und Hessen-IT im August einladen. Unter dem Motto „Umwelttech meets IT“ werden innovative Entwicklungen an den Schnittstellen beider Branchen vorgestellt. Auch hier wird das Thema Energie- und Ressourceneffizienz von zentraler Bedeutung sein.

Dr. Alois Rhiel Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

Vorausschauende Bewirtschaftung von Kanalnetzen

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Hessischer Innovationspreis 2008

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Produktverantwortung in der PC- und Autoindustrie

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84. Darmstädter Seminar Abfalltechnik und Umwelt- und Raumplanung

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Das Energie- und Klimapaket der Bundesregierung

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Innovationsradar Umweltrecht

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Nachrichten aus Wirtschaft und Wissenschaft

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Wunschzettel PIUS ergänzen

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Termine

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Ein Gewinn für Unternehmen und Umwelt Fachtagung Hessen-Umwelttech 2008 In eigener Sache

„Der Kostenexplosion für importierte Rohstoffe müssen Betriebe mit Effizienzgewinnen begegnen. Sowohl beim Material- als auch beim Energieeinsatz sind noch erhebliche Potenziale vorhanden, die Unternehmen mit Maßnahmen des Produktionsintegrierten Umweltschutzes realisieren können“, erklärte Wirtschaftsstaatssekretär Klaus-Peter Güttler bei der Eröffnung der diesjährigen Fachtagung der Aktionslinie Hessen-Umwelttech am 12. März in der Aula der Universität Gießen. Unter dem Motto „Produktionsintegrierter Umweltschutz (PIUS) – Investitionen, die sich rechnen“ zeigte die Veranstaltung die ökonomischen Vorteile von betrieblichen Umweltschutzmaßnahmen auf und stieß damit bei über 130 Teilnehmern aus Wirtschaft und Forschung auf reges Interesse. Wirtschaftsstaatssekretär Güttler wies auf den mehrfachen Klaus-Peter Güttler betonte Nutzen des Produktionsintegrierdie wirtschaftlichen Vorteile des Produktionsintegrierten ten Umweltschutzes hin: Umweltschutzes „Im Ergebnis führt Produktionsintegrierter Umweltschutz bei den beratenen Betrieben zu Kosteneinsparungen, für Umwelttechnologieanbieter bieten sich neue Marktchancen und die Umwelt wird entlastet – ein dreifacher Vorteil.“ Dass dieser Ansatz bei großen Firmen bereits strategische Bedeutung besitzt, zeigten Unternehmensvertreter von Viessmann, Fraport und Procter&Gamble, die über Umweltschutzmaßnahmen in ihren Firmen berichteten. Die Viessmann Werke in Allendorf engagieren sich insbesondere im Energiebereich und damit in der Einsparung von Treibhausgasen. Sie setzen dabei auf eine Doppelstrategie aus Verbesserung der Energieeffizienz und Einsatz erneuerbarer Energien. Der Umweltbeauftragte Guido Schwab stellte ein breites Maßnahmenpaket zur Effizienzsteigerung auf Verbraucher- und Erzeugerseite sowie zur Substitution fossiler Energieträger durch Solarenergie und Biomasse im eigenen Unternehmen vor. Dabei gehe es nicht nur um den Schutz der Umwelt sondern auch um ökonomische Vorteile und letztendlich um den Erhalt von Arbeitsplätzen in Hessen.

Modellprojekt zeigt Optimierungspotenziale Wie auch mittelständische Unternehmen von Umweltschutzmaßnahmen im Betrieb profitieren können, wurde anhand eines aus Landes- und EU-Mitteln geförderten Modellprojekts der Aktionslinie HessenUmwelttech aufgezeigt. Hierbei wurden Optimierungspotenziale für zwei Pilotunternehmen erarbeitet: die Spezialpapierfabrik Oberschmitten GmbH, ein Hersteller hochwertiger Spezialpapiere mit 205 Mitarbeitern, und die Süss Oberflächentechnik GmbH in Wetzlar, die sich mit ihren 65 Mitarbeitern auf die Beschichtung von Oberflächen spezialisiert hat. Im Rahmen des Projekts ergaben sich beachtliche ökologische und ökonomische Einsparpotenziale, die in einem aktuellen Leitfaden der Aktionslinie HessenUmwelttech dargestellt sind (siehe Kasten). Über ihre Erfahrungen mit PIUS und der das Modellprojekt betreuenden Beraterfirma Ecowin berichtete die Geschäftsführerin der Süss Oberflächentechnik GmbH, Doris Süss-Schnadmann: „Wir hatten zwar schon viele relevante Unternehmensdaten gesammelt, doch erst die Berater spürten bei deren Auswertung die Einsparpotenziale für unser Unternehmen auf.“ Erste Erfolge der Vorschläge aus dem Beraterteam: Das Unternehmen konnte den Verbrauch an Phosphorsäure um rund 70 Tonnen jährlich reduzieren. Und das ist nicht nur ein Vorteil für die Umwelt. Denn das Unternehmen spart außerdem fast 30.000 Euro Entsorgungskosten. Für die Zukunft sind noch weitere Investitionen, zum Beispiel in ein umweltfreundliches Blockheizkraftwerk, geplant. Auch damit ließe sich langfristig Energie einsparen und gleichzeitig der Ausstoß von CO2 reduzieren.

Die Fachtagung fand in diesem Jahr in der Aula der Universität Gießen statt.

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Broschüre zum Modellprojekt Produktionsintegrierter Umweltschutz Unter dem Titel „Produktionsintegrierter Umweltschutz (PIUS) für KMU in Hessen“ hat die Aktionslinie Hessen-Umwelttech Band 5 ihrer Schriftenreihe veröffentlicht. Die Broschüre zeigt anhand eines Modellprojekts, das vom RKW Hessen koordiniert wurde, die Vorteile von PIUS am Beispiel zweier Unternehmen auf. Durch die dabei erzielten Ergebnisse erfuhr der PIUS-Ansatz eine nachhaltige Bestätigung: In der Summe ergaben alle erarbeiteten Optimierungsvorschläge beider Unternehmen eine mögliche finanzielle Ersparnis von rund 840.000 Euro pro Jahr – bei einer durchschnittlichen Amortisationszeit von lediglich 1,4 Jahren. Das ökologische Einsparpotenzial lag bei annähernd 14 Millionen Kilowattstunden Strom und rund 1,7 Millionen Kubikmetern Wasser pro Jahr. Die Publikation steht unter www.hessen-umwelttech.de zum Download bereit und kann kostenlos als Print-Ausgabe bei der Aktionslinie Hessen-Umwelttech bestellt werden.

Kooperation mit bundesweitem InternetPortal www.pius-info.de Aufgrund dieser Erfolge und der wachsenden Bedeutung von PIUS wird sich die Aktionslinie HessenUmwelttech auch in Zukunft dieser Thematik widmen. Um den fachspezifischen Informationsaustausch über die Landesgrenzen voran zu bringen, ist sie seit diesem Jahr Kooperationspartner des bundesweiten PIUS-Internet-Portals www.pius-info.de. Das mit rund 25.000 Einzelzugriffen meistgenutzte Informationsportal zum Produktionsintegrierten Umweltschutz wird von der Effizienz-Agentur NordrheinWestfalen und der Sonderabfall-ManagementGesellschaft Rheinland-Pfalz betrieben und bietet über 700 Dokumente zu den Themenfeldern PIUS und Ressourceneffizienz. Die Vorträge der Fachtagung Hessen-Umwelttech 2008 „Produktionsintegrierter Umweltschutz (PIUS) – Investitionen, die sich rechnen“ stehen unter www.hessen-umwelttech.de zum Download bereit. Weitere Infos und interessante Links enthält die auf der Homepage neu eingerichtete Rubrik „PIUS“. ■

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Dr. Carsten Ott HA Hessen Agentur GmbH Projektleiter Aktionslinie Hessen-Umwelttech Tel.: 0611 / 774 8350, Fax: -58350 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de

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Die Aktionslinie Hessen-Umwelttech ist Kooperationspartner des bundesweiten PIUS-InternetPortals www.pius-info.de


Green-IT – umweltschonender Einsatz von Informationstechnologien Gemeinsame Veranstaltung der Aktionslinien Hessen-Umwelttech und Hessen-IT Welchen Beitrag kann die Umwelttechnologie für eine nachhaltige Gestaltung der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien leisten? Und wie kann die IT-Branche bei der Optimierung von energie- und umwelttechnischen System helfen? Diesen beiden Fragen wird eine gemeinsame Veranstaltung der Aktionslinien Hessen-Umwelttech und Hessen-IT am 20. August in Frankfurt nachgehen. Die Informationsgesellschaft entwickelt sich rasant. Die stetige Zunahme an Servern, PCs und Laptops sowie der steigende Datenverkehr über das Internet verursachen einen enormen Stromverbrauch. Die gesamten weltweiten CO2-Emissionen der Informations- und Kommunikationstechnologien haben mit rund zwei Prozent bereits das Niveau der globalen CO2-Emissionen des Flugverkehrs erreicht. Ein weiteres Problem ist der anfallende Elektronikschrott.

Green-IT – umweltschonender Einsatz von Informationstechnologien Hinter dem Begriff Green-IT verbirgt sich die Zielsetzung der umweltschonenden Gestaltung und Nutzung von Informationstechnologien über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg. Neben einem optimierten Einsatz der EDV, bei dem Geräte, die gerade nicht genutzt werden, ausgeschaltet bzw. in den Stand-by-Betrieb versetzt werden, versteht man hierunter insbesondere die Entwicklung von Strom und Ressourcen sparenden Geräten (PCs, Server, Monitore etc.) sowie eine Verminderung des Energieverbrauchs von Rechenzentren. Ein wichtiger Ansatzpunkt bei Rechenzentren besteht beispielsweise in einer Optimierung der Kühlsysteme.

kleinen, dezentralen Kraftwerken, wie zum Beispiel Windenergieanlagen, Blockheizkraftwerken, Fotovoltaikanlagen, Kleinwasserkraftwerken und Biogasanlagen, die gemeinsam von einer zentralen Warte gesteuert werden.

Branchenübergreifende Zielgruppe Die Veranstaltung „Umwelttech meets IT“ wird in einem Plenumsteil und zwei parallelen Workshops aktuelle Entwicklungen aufzeigen und Praxisbeispiele aus den Bereichen Green-IT und E-Energy präsentieren. Zielgruppe sind zum einen Anbieter und Betreiber von IT-Systemen, die ihre Produkte und Dienstleistungen ressourcen- und energieeffizienter gestalten wollen bzw. in der Kopplung mit umwelttechnologischen Anwendungen neue Geschäftsfelder sehen. Zum anderen sind Umwelttechnologieunternehmen angesprochen, die – etwa in den Bereichen Energieversorgung, Abfall- oder Wasserwirtschaft – mithilfe von IT-Lösungen ihre Systeme optimieren möchten oder aber Verfahren und Konzepte für eine nachhaltige Entwicklung der IT-Branche anbieten. Bei den Interessen dieser beiden Zielgruppen kommt es also zu mehrfachen Überschneidungen, die sowohl für die IT- als auch für die Umweltbranche zukunftsweisende Entwicklungspotenziale bieten. Darüber hinaus sind aber auch sonstige Anwender beider Technologiefelder eingeladen, die mittels innovativer Lösungen nicht nur Energie und Ressourcen, sondern auch Kosten einsparen möchten. Im Anschluss an das Vortragsprogramm besteht bei einem Imbiss die Möglichkeit zum fachlichen Austausch. ■

E-Energy – IT-basierte Optimierung der Energietechnologie Ein weiteres wichtiges Feld ist der Bereich E-Energy. Hierunter versteht man im Sinne einer erweiterten Definition von Green-IT die Optimierung von Energie- und Umwelttechnologien durch den Einsatz von IT. Ziel ist es insbesondere durch intelligente und digital vernetzte Zähler- und Messsysteme, so genannte Smart-Metering-Systeme oder virtuelle Kraftwerke die Energieerzeugung und den Energieverbrauch optimal aufeinander abzustimmen. Unter virtuellen Kraftwerken versteht man den Verbund von zumeist

Dr. Carsten Ott HA Hessen Agentur GmbH Projektleiter Aktionslinie Hessen-Umwelttech Tel.: 0611 / 774 8350, Fax: -58350 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de

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Förderung und Finanzierung von Auslandsaktivitäten Vielfältige Unterstützung für Umwelttechnologieunternehmen Außenwirtschaft und Messen

Im Zuge der Globalisierung sind auch die hessischen Unternehmen zunehmend im Ausland aktiv. Exporte, Direktinvestitionen und Projekte tragen immer mehr zu ihren Umsätzen bei und stützen so auch die hessische Konjunktur. Dies gilt insbesondere für Geschäfte mit der Umwelttechnologie. Unterstützungsleistungen von Land und Bund sind hierbei z.B. durch finanzielle Förderungen möglich. Nicht zuletzt wegen der beihilferechtlichen Vorgaben durch die Europäische Union (EU) steht hierbei vor allem der Mittelstand im Fokus. Die EU definiert kleine und mittlere Unternehmen (KMU) als solche Betriebe, die maximal 250 Mitarbeiter beschäftigen, bis zu 50 Millionen Euro umsetzen und sich zu weniger als 25 Prozent im Besitz von Großunternehmen befinden. Manche Programme richten sich nur an kleine oder Kleinstunternehmen. Die finanziellen Instrumente, mit denen Land und Bund dem Mittelstand unter die Arme greifen, sind Zuschüsse, Kredite, Bürgschaften und Beteiligungen.

Zuschüsse Landeszuschüsse beschränken sich im Auslandsgeschäft auf die Unterstützung bei der Teilnahme an internationalen Messen und Delegationsreisen sowie auf Außenwirtschaftsberatungen bei der Erschließung von Auslandsmärkten, Bundeszuschüsse konzentrieren sich auf solche Maßnahmen. Speziell zur Vermarktung von Produkten im Bereich der Energieeffizienz auf ausländischen Märkten bietet der Bund durch die Exportinitiative Energieeffizienz verschiedene geförderte Module von Gemeinschaftsständen bis hin zu gemeinschaftlichen Geschäftsreisen. Grundsätzlich gilt: Das Vorhaben darf nicht begonnen werden, bevor eine Förderzusage erteilt wurde.

Kredite Das häufigste Instrument zur Finanzierung von mittelständischen Unternehmen sind Programmkredite, die im Hausbankenverfahren ausgereicht werden. Die Förderbanken bieten solche Förderkredite an, deren Vorteile in niedrigen Zinsen, tilgungsfreien Zeiten, langen Zinsbindungsdauern und gelegentlich auch in Sondertilgungsmöglichkeiten und Haftungskomponenten liegen. Seitens der Hausbank muss

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nicht nur die Bereitschaft gegeben sein, diese Mittel an das Unternehmen durchzuleiten, sondern auch das Ausfallrisiko zu übernehmen. Dementsprechend erwartet sie bankübliche Sicherheiten des Kreditnehmers. Weil eine Umschuldung oder Nachfinanzierung nicht möglich ist, muss der Unternehmer ein Gespräch mit der Hausbank führen, bevor er das Vorhaben beginnt bzw. erste Verträge schließt. Direktinvestitionen im Ausland finanzieren drei Programme der KfW-Mittelstandsbank und der KfWFörderbank: der Unternehmerkredit Ausland (für Investitionen, Beteiligungen und Anlaufkosten), das Unternehmerkapital für Arbeit und Investitionen (für Investitionen und anteilig Betriebsmittel für mind. 5 Jahre alte Unternehmen, teilweise Nachrangkapital) und das KfW-Umweltprogramm (für Umweltinvestitionen in der Regel im grenznahen Ausland). Exporte von Investitionsgütern in Entwicklungsländer finanziert das ERP-Exportfinanzierungsprogramm der KfW IPEX-Bank. Auch Projektfinanzierungen sind über die IPEX-Bank der KfW-Bankengruppe möglich. Dabei handelt es sich in der Regel um Investitionsvorhaben von eigens für diesen Zweck gegründeten Projektgesellschaften im In- und Ausland.

Bürgschaften und Garantien Zur Absicherung von Fremdfinanzierungen werden Bürgschaften und Garantien angeboten. Auf Bundesebene übernimmt ein Konsortium aus Euler Hermes und PriceWaterhouseCoopers wirtschaftliche und vor allem politische Risiken für Exportkredite und Investitionen. Die Bürgschaftsbank Hessen, eine Selbsthilfeeinrichtung der Wirtschaft, kann ebenfalls einen Teil des wirtschaftlichen Risikos übernehmen. Die Risikoteilung gegenüber der Hausbank beläuft sich auf bis zu 60 Prozent bei Betriebsmittelfinanzierungen und bis zu 80 Prozent bei Anlageinvestitionen. Hessische Bürgschaften sind allerdings nur dann geeignet, wenn Absicherungen im Inland möglich und keine typischen Auslandsrisiken abzudecken sind. Dann verschaffen auch sie der Hausbank einen Spielraum, Kreditlinien, Avalkredite und andere Darlehen zu gewähren, die sonst an der nicht ausreichenden Besicherung scheitern würden.


Beteiligungen Ein spezielles Instrument, das in bestimmten Unternehmenssituationen geeignet sein kann und direkt an die Unternehmen vergeben wird, sind öffentliche Beteiligungen. Sie haben den Charakter wirtschaftlichen Eigenkapitals, da sie in der Regel ohne Sicherheiten gewährt werden, nachrangig haften und langfristig zur Verfügung gestellt werden. Etablierten Unternehmen, die mit innovativen Produkten in eine Wachstumsphase eintreten, bieten sich die hessischen Fonds Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Hessen, Hessen Kapital und IFD Hessen Fonds an. Diese Fonds stellen das Kapital vor allem in Form typisch stiller Beteiligungen zur Verfügung. Dafür sind höhere Zinsen zu veranschlagen als bei einem zu besichernden Darlehen sowie Berichtspflichten und Mitspracherechte des Fondsmanagements einzuplanen.

Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern unterstützt auch die Deutsche Entwicklungsgesellschaft (DEG) in der KfW-Bankengruppe. Die regionalen Schwerpunkte entsprechen den politischen Schwerpunkten, die die Bundesregierung setzt. Die DEG versteht sich allerdings weniger als Förder- denn als Finanzierungsinstitution und setzt Darlehen, mezzanine Finanzierungen und Beteiligungen dafür ein. Die Dienstleistungen reichen von Beratung, Businessplanbewertung und Bewertung der lokalen Partner in der Planungsphase bis hin zur Vermittlung von Kontakten vor Ort. Die DEG verfügt über ein lokales Netzwerk in über 80 Entwicklungsländern. Bei der Finanzierung von Exporten und Auslandsprojekten sollten auch die branchenüblichen Finanzierungs- und Absicherungsinstrumente wie Factoring, Forfaitierung, Wechsel, Akkreditive und Kreditversicherungen nicht außer Acht gelassen werden. Exportfinanzierungen werden häufig von der AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft der deutschen Banken abgewickelt, die mit Besteller- und Lieferantenkrediten, Garantien, Akkreditiven und anderen Instrumenten die Auslandsaktivitäten der Unternehmen begleitet.

Orientierung bei der Suche nach Unterstützungsleistungen bietet das Beratungszentrum für Wirtschaftsförderung der Hessen Agentur: ■

Ulrich Lohrmann HA Hessen Agentur GmbH Beratungszentrum für Wirtschaftsförderung Tel. 0611 774 8335 ulrich.lohrmann@hessen-agentur.de www.hessen-agentur.de (Rubrik Beratungszentrum)

Weitere Informationen: KfW-Bankengruppe: www.kfw.de Ausfuhrkredit-Gesellschaft: www.akabank.de Bürgschaften Hessen: www.bb-h.de Bürgschaften und Garantien Bund: www.agaportal.de Beteiligungen Hessen: www.bmh-hessen.de Deutsche Entwicklungsgesellschaft: www.deginvest.de Neben der finanziellen Förderung unterstützen zahlreiche öffentliche Institutionen Auslandsaktivitäten zudem mit nicht-monetären Angeboten: Messen, Delegationsreisen, Kontakte Hessen: www.hessen-agentur.de (Rubrik Außenwirtschaft bzw. Europaberatung) Beratung und Kontakte: www.ahk.de und www.dihk.de (Rubrik International) Außenwirtschaftsportal: www.ixpos.de Bundesagentur für Außenwirtschaft: www.bfai.de

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ExpoAlemania 2008: Innovation –Technologie – Nachhaltigkeit Hessischer Gemeinschaftsstand in Santiago de Chile Zum zweiten Mal wird Santiago de Chile zum Schauplatz für innovative deutsche Technologien: Vom 25. bis 27. September präsentieren sich deutsche Unternehmen und Institutionen auf der ExpoAlemania. Auch die Aktionslinie Hessen-Umwelttech wird mit einem Gemeinschaftsstand vertreten sein und damit hessische Umwelttechnologieanbieter bei ihrem Engagement im chilenischen und lateinamerikanischen Markt unterstützen. „Chile hat in den letzten Jahren deutliche Wachstumsraten erlebt, die zu einer Steigerung des Wohlstandes der Bevölkerung geführt haben“, erklärte der Hessische Umwelttechnologiebeauftragte Prof. Dr. Stefan Gäth nach seiner Teilnahme an einer SüdamerikaDelegationsreise mit Ministerpräsident Roland Koch im vergangenen Jahr (siehe Hessen-Umwelttech NEWS 2/2007). Im Zuge dieses Wachstums seien Maßnahmen zur Sicherung der Energieversorgung und der Senkung von Umweltverschmutzungen von zunehmender Bedeutung. „Auf beiden Gebieten sind hessische Umwelttechnologieanbieter mit ihren Produkten und Dienstleistungen gefragt“, so Gäth.

Umfangreiches Programm Die ExpoAlemania ist die größte Länderpräsentation, die in Chile durchgeführt wird und bietet eine gute Möglichkeit, Kontakte in diesem interessanten Markt zu knüpfen. Mit den Schwerpunktthemen „Innovation, Technologie und Nachhaltigkeit“ richtet sich die Messe an Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Industrie, Handel, Forschung und Bildung. Die weltweit führende Stellung Deutschlands in diesen Bereichen wird mit einem umfangreichen Programm verdeutlicht werden. Gleichzeitig gilt es, der deutschen Wirtschaft das große Potenzial der Region aufzuzeigen und insbesondere die Rolle Chiles als Plattform für den Südkegel des Kontinents darzustellen. Neben einem Wirtschafts- und Innovationsforum sind unter anderem Seminare und Workshops zu Erneuerbaren Energien, Energieeffizienz sowie angewandter Forschung geplant. Nach dem großen Erfolg der ersten ExpoAlemania im Jahr 2005 werden in diesem Jahr 150 Aussteller und 20.000 Besucher erwartet. Parallel zu der Messe wird die 11. Lateinamerika-Konferenz (LAK 2008) der Deutschen Wirtschaft stattfinden. Organisatoren sind die AHK Chile und die Lateinamerika Initiative der deutschen Wirtschaft unter der Federführung des DIHK.

Vergünstigte Konditionen Im Rahmen des Gemeinschaftsstandes der Aktionslinie Hessen-Umwelttech erhalten hessische Unternehmen vergünstigte Konditionen für die Standmiete sowie ein attraktives Serviceangebot. Dieses umfasst unter anderem die Planung und Organisation des Messeauftritts, die Bereitstellung eins Dolmetscherdienstes und die Teilnahme an einer Kooperationsbörse im Rahmen der LAK 2008.

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Dr. Carsten Ott HA Hessen Agentur GmbH Projektleiter Aktionslinie Hessen-Umwelttech Tel.: 0611 / 774 8350, Fax: -58350 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de


IFAT so erfolgreich wie nie Positive Bilanz am hessischen Gemeinschaftsstand Die 15. IFAT hat ihre Stellung als weltweit bedeutendste Messe im Bereich der Umwelttechnik bestätigt. Sowohl bei den Aussteller- als auch bei den Besucherzahlen waren deutliche Zuwächse zu verzeichnen. Vom 5. bis 9. Mai präsentierten insgesamt 2.560 Aussteller aus 44 Ländern in München innovative Produkte wie auch Dienstleistungen aus den Bereichen Wasser, Abwasser, Abfall und Recycling. Das bedeutet ein Plus von über 15 Prozent im Vergleich zur Vorveranstaltung. Über die gesamte Messelaufzeit der IFAT 2008 kamen über 120.000 Fachbesucher aus 163 Ländern, davon mehr als 40.000 aus dem Ausland.

Diese positive Einschätzung spiegelte sich auch beim hessischen Messeauftritt wider. Die Aktionslinie Hessen-Umwelttech hatte in Kooperation mit der IMG Innovations-Management GmbH zwei Gemeinschaftsstände für Hessen und Rheinland-Pfalz organisiert – einen zum Thema Abfall/Recycling und einen zum Thema Wasser/Abwasser. Aus Hessen waren insgesamt neun Unternehmen vertreten sowie die Universität Gießen, die Ingenieurkammer Hessen und das Darmstädter Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung. Die Teilnehmer konnten im Laufe der Messe viele interessante Kontakte knüpfen und waren mit dem Standkonzept sowie dem Service und der Betreuung am Gemeinschaftsstand sehr zufrieden. ■

Dr. Carsten Ott HA Hessen Agentur GmbH Projektleiter Aktionslinie Hessen-Umwelttech Tel.: 0611 / 774 8350, Fax: -58350 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de

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Laut einer Befragung von tns infratest bescheinigten die Aussteller der diesjährigen IFAT eine hohe Besucherqualität. Über 90 Prozent gaben die Note „gut“ bis „ausgezeichnet“. 87 Prozent der Aussteller haben schon jetzt angegeben, sich an der nächsten IFAT wieder zu beteiligen.

Gemeinschaftsstand Hessen/Rheinland-Pfalz in der Halle B3 (Abfall/Recycling)

> Gemeinschaftsstand Hessen/Rheinland-Pfalz in der Halle A4 (Wasser/Abwasser)

„German Water Partnership“ gestartet Die deutsche Wasserwirtschaft will ihre Stellung auf den internationalen Märkten mit der neuen Dachmarke German Water Partnership weiter ausbauen. German Water Partnership ist eine Gemeinschaftsinitiative von zahlreichen Unternehmen der deutschen Wasserwirtschaft, Einrichtungen der Wasserforschung und den wasserwirtschaftlichen Fachverbänden. Außerdem sind fünf Bundesministerien beteiligt: Die Ressorts für Forschung, Wirtschaft, Entwicklungszusammenarbeit und Umwelt sowie das Auswärtige Amt. Der Auftritt von German Water Partnership auf der IFAT 2008 war der offizielle Startschuss für die operative Arbeit der Initiative. Ab sofort ist German Water Partnership über eine Geschäftsstelle in Berlin als zentrale Anlauf- und Kontaktstelle für Anfragen aus dem Ausland erreichbar. Der am 8. April gegründete Trägerverein der Initiative hat bereits gut 140 Mitglieder. ■

German Water Partnership e.V. Reinhardtstraße 14 10117 Berlin-Mitte Tel.: 030 28041-525 www.germanwaterpartnership.de

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Hessen goes East Hessische Umweltforschung und -technologie präsentiert sich in Russland Mit Förderung des Internationalen Büros des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist im April 2008 eine Marketing-Kampagne gestartet, die den Forschungs- und Technologiestandort Hessen in Russland bekannt machen und die Rolle Hessens in der deutsch-russischen Kooperation im Bereich Umwelt stärken soll.

Die Koordination des Projekts liegt beim Ost-WestWissenschaftszentrum (OWWZ) der Universität Kassel, weitere hessische Partner sind das Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologien e.V. (deENet) und das Water Engineering Network e.V. (WEN). Unterstützt wird die Marketingkampagne durch die HA Hessen Agentur GmbH.

Unter dem Motto „Hessen goes East“ wird in den nächsten Monaten ein Paket von Einzelmaßnahmen umgesetzt. Dazu gehören:

Russland ist eine wichtige Zielregion für die hessische Umweltbranche und bietet einen großen Absatzmarkt für umweltrelevante Verfahren und Produkte. Als Bestandteil seiner Innovationspolitik hat Russland ein Förderprogramm für 2007 bis 2012 verabschiedet, zu dessen Prioritätsfeldern unter anderem rationales Umweltmanagement und Energieeffizienz gehören. Für die Technologieentwicklung mit internationalen Partnern steht ein Budget von über 570 Millionen Euro bereit.

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eine Präsentation Hessischer Umwelttechnologien in einem deutsch-russischen UmweltForum vom 21. bis 23. Oktober auf der Messe „Eco-Efficiency“ in Moskau eine Marketing-Tour zu russischen Instituten und Unternehmen in der Region Moskau ein deutsch-russisches Umweltseminar für hessische und russische Nachwuchswissenschaftler mit Exkursionen zu hessischen Forschungsinstituten und Unternehmen im Frühjahr 2009 die Organisation von bilateralen Partner-Treffen.

Dr. Gabriele Gorzka UniKasselTransfer/ Ost-West-Wissenschaftszentrum Tel.: 0561 / 804 – 3609, Fax: – 3792 E-Mail: gorzka@uni-kassel.de www.owwz.de

„Enterprise Europe Network Hessen“: Gebündelte Beratungskompetenz Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Energieeffizienz Technologietransfer

Die EU-Kommission hat ein neues Unterstützungsnetzwerk für Unternehmen eingerichtet, das die Serviceleistungen der bisherigen Beratungsnetzwerke der Innovation Relay Centres (IRCs) und der Euro Info Centres (EICs) zu einem schlagkräftigen Gesamtnetzwerk bündelt, dem „Enterprise Europe Network“. Dieses europäische Netzwerk bietet seinen Kunden auf regionaler Ebene praktische Hilfestellung bei der Anbahnung grenzüberschreitender Unternehmenskooperationen, der Teilnahme an europäischen Förderprogrammen und der Erschließung ausländischer Märkte. Auch bei der Gründung von Niederlassungen im EU-Ausland, der Beteiligung an europaweit ausgeschriebenen öffentlichen Aufträgen und bei der Suche nach Geschäftskontakten erhalten Unternehmen Unterstützung.

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Seit dem 1. April 2008 werden die Dienstleistungen des IRC Hessen/Rheinland-Pfalz in diesem Netzwerk weitergeführt. In gewohnter Weise finden Sie daher an dieser Stelle ausgewählte Technologieangebote und Gesuche aus dem breiten Portfolio der Technologiedatenbank des Netzwerkes – dieses Mal mit dem Themenschwerpunkt Energieeffizienz: 08 IT LADA 0JG4 Ein italienisches Unternehmen hat ein innovatives System zum Energiemanagement von Gebäuden entwickelt. Mithilfe von Computeralgorithmen werden thermografische Daten, IR- und UV-Bilder sowie aktuelle Luft-, Satelliten- und Labordaten ausgewertet. Das dabei entwickelte Energiemodell ermöglicht eine periodische Energieüberwachung und die Dar-


stellung der Energieeffizienz von Gebäuden bzw. von einzelnen Räumen in dreidimensionalen Karten. Mit Partnern aus Industrie und Forschung (Bereiche Energieeffizienz, thermische Isolierung und Energieeinsparung in Gebäuden) soll das System für ausgewählte Anwendungsbereiche optimiert und weiterentwickelt werden. 07 GB NMCB 0IW7 Kraftwerke produzieren neben Energie Wärme, die in der Regel über Kühltürme an die Umgebung abgegeben wird. Durch ein neues Dampfturbinenkonzept eines britischen Forschers kann diese Wärme zur Elektrizitätsgewinnung genutzt werden. Gesättigter Dampf um 100 °C wird durch eine Kette von Turbinen zur Stromerzeugung geleitet. Durch eine teilweise Kondensation wird der Dampf nach jeder Turbinenpassage erneut erhitzt. Dieser Zyklus einer progressiven Kondensation führt zu einer kontinuierlich abnehmenden Dampfdichte. Gemeinsam mit Partnern sollen der Nachweis der Machbarkeit erbracht sowie ein Prototyp, der Strom ins Netz speist, entwickelt werden.

giedichte hergestellt werden können. Bei Konversionstemperaturen unterhalb von 600 °C können unterschiedliche organische Stoffe – vom Hausmüll über Klärschlamm bis zu Altreifen – umgewandelt werden. Übrig bleiben eine methanhaltige Gasphase, die zur Erzeugung von Elektrizität genutzt wird sowie ein Feststoffrest, der als Dünger ausgebracht oder weiterverwertet werden kann. Erste Anlagen kommen demnächst europaweit zum Einsatz. Das Unternehmen ist an Anwendern ebenso interessiert wie an neuen Verfahren zur Vorbehandlung der eingesetzten Stoffe (z. B. Sortierung, Schlammtrocknung). Interessenten erhalten unter Angabe der Referenznummer kostenlos eine ausführliche Beschreibung des jeweiligen Angebots. Wer sich für weitere Kooperationsmöglichkeiten interessiert, kann in der Technologiedatenbank kostenlos recherchieren oder eigene innovative Produkte und Technologien anbieten. ■

06 AT ATCA 0FAS Ein österreichisches Unternehmen hat einen patentierten Niedertemperaturumwandlungsprozess entwickelt, mit dem Biogas und Biokraftstoffe mit hoher Ener-

Dr. Claudia Männicke HA Hessen Agentur GmbH Enterprise Europe Network (EEN) Hessen Tel.: 0611 / 774-8631, Fax: -58631 E-Mail: claudia.maennicke@hessen-agentur.de Internet: www.irc-hessen.de (bis 30.06.2008) www.een-hessen.de (ab 01.07.2008)

Aktuelle Ausschreibung zu EU-Förderungen CIP „Eco Innovation Programme“ Das Programm für Umweltinnovationen („Eco Innovation Programme���) ist eines von drei Einzelprogramme des Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (Competition and Innovation Programme – CIP), das sich hauptsächlich an kleine und mittlere Unternehmen und Unternehmenscluster wendet. Die am 21. April veröffentlichte erste Ausschreibung legt den Schwerpunkt auf Umweltinnovationen in den Bereichen ■ Recycling, z. B. verbesserte Sortierprozesse, innovative Recyclingprodukte, neue Recyclinglösungen für energieintensive Industrien; ■ Gebäude, z. B. innovative Prozesse und Produkte für den Gebäudesektor, nachhaltige Baumaterialien; ■ Getränke und Lebensmittel, z. B. sauberere und effizientere Prozesse in der Produktion, bei der Abfallreduktion, bei Recycling und Umweltsanierung, beim Wassermanagement;

„Grünes Wirtschaften“, z. B. Umweltmanagement (EMAS: Eco-management & Audit Scheme), Anwendungen für Unternehmenscluster, Öko-Design, Öko-Label, Lebenszyklus-Ansatz. Dabei geht es vorrangig um die Unterstützung der Markteinführung innovativer Produkte, Prozesse und Dienstleistungen. Für 2008 stehen rund 28 Millionen Euro bereit, die auf cirka 40 Projekte verteilt werden sollen. Die Antragsfrist endet am 11. September 2008. Weitere Informationen unter http://ec.europa.eu/ environment/etap/ecoinnovation/index_en.htm

7. Forschungsrahmenprogramm Die nächste Ausschreibung im Bereich Umwelt im 7. Forschungsrahmenprogramm wird für Juli 2008 erwartet mit einem vermutlichen Abgabedatum im Januar 2009. Interessierte Unternehmen können sich beim Enterprise Europe Network Hessen melden und werden nach Bekanntgabe der genauen Ausschreibungsdaten und -themen per E-Mail informiert.

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KMU-innovativ Forschungsförderung im Mittelstand Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind in vielen Bereichen Vorreiter des technologischen Fortschritts. Die mit Spitzenforschung verbundenen Risiken sind allerdings häufig schwer zu schultern. Deshalb gestaltet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit der Initiative KMU-innovativ den Zugang zur Forschungsförderung spürbar einfacher. Mit KMU-innovativ fördert das BMBF Spitzenforschung in wichtigen Zukunftsbereichen im Rahmen der Hightech-Strategie. Dazu werden bereits erfolgreiche Maßnahmen aus unterschiedlichen Technologiefeldern gebündelt. Mit der Produktionsforschung und den Technologien für Ressourcen- und Energieeffizienz wird die Initiative sukzessive erweitert.

Förderung von Ressourcen- und Energieeffizienz Gemäß Bekanntmachung der Förderrichtlinien zur "KMU-Innovationsoffensive Ressourcen- und Energieeffizienz" werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in folgenden Bereichen gefördert: ■ ■ ■

Ressourceneffizienz Klimaschutz und Energieeffizienz Funktionalisierung von Oberflächen für den erweiterten Einsatz von biogenen Rohstoffen

Energieeffizientere Produktionsmaschinen und -anlagen sowie deren Komponenten

KMU-innovativ bietet Unternehmen folgende Vorteile: ■ Beratung durch einen Lotsendienst: Unternehmen kommen schneller zum Ziel ■ Schnelles Verfahren: Antrag dauert nicht länger als insgesamt vier Monate ■ Vereinfachte Bonitätsprüfung: auch kleine Unternehmen haben eine Chance Antragsberechtigt sind KMU und – im Rahmen von Verbundprojekten – auch Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die nicht die KMUKriterien erfüllen. Weitere Informationen: Lotsendienst KMU-innovativ Beratungstelefon KMU-Förderung: 0800 - 26 23 009 (kostenfrei) bei der Förderberatung des BMBF Forschungszentrum Jülich GmbH Projektträger Jülich (PtJ) Zimmerstraße 26–27 10969 Berlin Fax: 030-20 199-470 www.kmu-innovativ.de

Vorausschauende Bewirtschaftung von Kanalnetzen Modellprojekt entwickelt nachhaltiges Abwasserkonzept Was Unternehmer bewegt

Der deutsche Abwassermarkt steht vor tief greifenden Veränderungen. Vor dem Hintergrund der EU-Wasserrahmenrichtlinie sind Kanalnetze und Kläranlagen nicht mehr separat, sondern als gemeinsames System zu betrachten. Denn nur über eine gemeinsame Regelung lässt sich die Schmutzfrachteinleitung in die Gewässer effektiv und kostengünstig minimieren. Im Rahmen eines vom Hessischen Wirtschaftsministerium und der EU geförderten Modellprojekts hat die Steinhardt GmbH Wassertechnik ein System entwickelt, dass dies ermöglicht. Die Aktionslinie Hessen-Umwelttech sprach mit dem Geschäftsführer Jörg-Michael Steinhardt.

Spülschild in der Kanalisation der Stadt Wetzlar

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Hessen-Umwelttech NEWS 2/2008

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Herr Steinhardt, welche Vorteile bietet eine abgestimmte Bewirtschaftung von Kanalnetzen und Kläranlagen?

Durch Trockenwetterzeiten oder verminderte häusliche Abwässer aufgrund von Wassereinsparungsmaßnahmen kommt es in Kanälen immer wieder zur Absetzung von Schmutzfrachten. Bei großen Regenereignissen werden diese Ablagerungen gelöst. Als Folge davon werden die biologischen Systeme von Kläranlagen, die bei vermindertem Zufluss unter Nährstoffmangel litten, plötzlich überlastet. Regelmäßige Reinigungen des Kanalnetzes, die möglichst auf den Bedarf der Kläranlage abgestimmt sein sollten, können solche Situationen vermeiden.


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Wie werden solche Reinigungen derzeit durchgeführt?

Kanalisationsanlagen werden in der Regel mittels Hochdruckreinigung gesäubert. Hiermit ist allerdings ein hoher Energie- und Frischwasserverbrauch verbunden. Darüber hinaus besteht aufgrund der hohen Drücke die Gefahr von Rissbildungen in den Kanalwänden. Eine Ressourcen schonende Alternative, die zudem die Kanäle weniger belastet, können Schwallspüleinrichtungen bieten, bei denen Spülschilde Abwasser aufstauen und durch eine schlagartige Öffnung einen Spülschwall freisetzen. Bislang kommen Schwallspül-Systeme vor allem in Becken zum Einsatz, denn für die Dimensionierung in Kanalsystemen fehlten exakte Grundlagen bezüglich der Spüllänge, der Remobilisierung der Ablagerungen und des Schmutztransports.

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Welche Verbesserungen wurden durch das Modellprojekt erzielt?

Das Modellprojekt hat nachgewiesen, dass Schwallspüleinrichtungen mit mehreren hintereinander geschalteten HydroGuard®-Spülschilden für die Reinigung von Kanalisationsanlagen geeignet sind und darüber hinaus eine lastabhängige Steuerung des Systems möglich ist. Anhand des Kanalnetzes der Stadt Wetzlar haben wir typische Anwendungsfälle modellhaft untersucht und in Kooperation mit der TU Darmstadt, der FH Köln und der Ingenieurgesellschaft Dr.-Ing. Schmidt-Bregas ein hydrodynami-

sches Modell zur Beschreibung der Spülwelle in Kanalnetzen entwickelt. Darauf basierend wurde ein selbst lernendes Steuerungssystem programmiert, das unter Auswertung systeminterner Messstellen eine exakte Steuerung der Spülwellen in Abhängigkeit von der Schmutzfracht im Kanal sowie der Betriebslast der Kläranlage ermöglicht.

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Dieses Projekt wurde im Rahmen der Innovationsförderung des Landes Hessen gefördert, kofinanziert aus Mitteln der Europäischen Union (Europäischer Sozialfonds – ESF).

Welche Bedeutung hat das neue System für Ihr Unternehmen?

Die Ergebnisse aus dem hessischen Modellprojekt stellen einen Meilenstein in unserer Firmenentwicklung dar und sichern uns eine führende Position im Bereich der Regenwasserbehandlung. Aufgrund des erfolgreichen Verlaufs des Projektes konnten wir neben der Schwallspüleinrichtung in Wetzlar bereits ein entsprechendes System in Offenburg in Betrieb nehmen. Um das neue Konzept noch besser am Markt zu platzieren, werden wir einen neuen Arbeitsbereich für die Beratung von Planern und Betreibern gründen. ■

Jörg Steinhardt Steinhardt GmbH – Wassertechnik – Röderweg 8 - 10 65232 Taunusstein Tel.: 06128 – 916510 E-Mail: joerg.steinhardt@steinhardt.de www.steinhardt.de

Die Steinhardt GmbH Wassertechnik

Innovationsförderung in Hessen

Die Steinhardt GmbH Wassertechnik steht seit mehr als 25 Jahren für zukunftsweisende und effiziente Regen- und Abwasserbehandlung bis hin zu kompletten Systemen zur flächendeckenden Bewirtschaftung von Kanalnetzen. Hoch qualifizierte Mitarbeiter und der Einsatz neuester Software in der Entwicklung sind wichtige Grundlage für innovative Verfahren. Das dargestellte Modellprojekt ist ein Beispiel dafür, wie in Kooperation mit Wissenschaft und Nutzern Neues entwickelt wird.

Im Rahmen seiner Technologie- und Innovationspolitik unterstützt das Land Hessen kleine und mittelständische Unternehmen bei forschungs- und entwicklungsintensiven Verbundprojekten. Den Projektpartnern stehen hierzu Mittel aus der LOEWE-Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz sowie in Form der Modellund Pilotprojektförderung (MPP) EU-Mittel, die durch das Land Hessen kofinanziert werden, zur Verfügung. ■ Frank Syring HA Hessen Agentur GmbH Leiter Innovationsförderung des Landes Hessen Tel.: 0611 / 7 74 - 86 15 E-Mail: frank.syring@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-agentur.de/Innovationsfoerderung

Die Firma Steinhardt beschäftigt zurzeit 40 Mitarbeiter. Um einen hohen Qualitätsstandard zur garantieren und flexibel auf Kundenwünsche eingehen zu können, findet die Fertigung in Taunusstein statt. Dabei hat das Unternehmen in über 70 Staaten der Welt Produkte und Lösungen im Einsatz. Zu den Großprojekten gehören ein Spül- und Stauschützsystem für das Kanalnetz auf dem Frankfurter Messegelände, eine Schwallspülanlagen für die Trinkwasseraufbereitung in Singapur sowie das 165.000 Quadratmeter fassende Regenüberlaufbecken unter dem „Grand Stade“ in Paris. Für die EXPO 2010 in China liefert Steinhardt Ausrüstungen zur Regenwasserbehandlung.

Hessen-Umwelttech NEWS 2/2008

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Hessischer Innovationspreis 2008 Auszeichnung für innovative Produkte, Verfahren, Technologien des hessischen Mittelstandes Zum 12. Mal schreiben die MBG H Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Hessen und das Land Hessen unter Mitwirkung von Hessen Kapital in diesem Jahr den „Hessischen Innovationspreis“ aus. Bis 15. August 2008 haben kleine und mittelständische Unternehmen mit Sitz in Hessen Gelegenheit, sich mit innovativen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen um den mit insgesamt 36.000 Euro dotierten Preis zu bewerben. Wirtschaftsstaatssekretär Klaus-Peter Güttler gab am 25. April bei dem Karbener Maschinenbauunternehmen Elmotec Statomat Vertriebs GmbH, einem langjähriger Beteiligungspartner der MBG H, den Startschuss.

Ganzheitlicher Innovationsbegriff: Ressourcen- und Energie-Effizienz Neu ist in diesem Jahr der Innovationsbegriff. „Innovation heißt – einfach ausgedrückt: Aus Forschungsergebnissen werden neue, wettbewerbsfähige Produkte. Mit dem Hessischen Innovationspreis 2008 gehen wir noch einen Schritt weiter, indem wir den gesamten Produktionslebenszyklus im Blick haben – und auf Ressourcen- und Energieeffizienz setzen“, erklärte Staatssekretär Güttler. Nach seinen Worten lassen sich durch verbesserten Materialeinsatz in der Herstellung höhere Wirkungsgrade und Verwertungspotenziale erschließen. Güttler: „Wir wollen Unternehmen für innovative Produkte und Verfahren auszeichnen. Wir wollen aber gleichzeitig alle Branchen zum nachhaltigen Wirtschaften anregen“. „Die MBG H stiftete 1987 den Preis, um den hessischen Mittelstand zu unterstützen, ihn zur Entwicklung von neuen Produkten und Verfahren anzuspornen und seine Leistung sichtbar zu machen. Seitdem hat sich auch der Preis gewandelt und ist mit der Zeit gegangen. Die Berücksichtigung von Umweltaspekten bei der Entwicklung von Produkten und Verfahren gehört als fester Bestandteil auf die Agenda der Unternehmen“, so Dr. Rudolf Kriszeleit, Geschäftsführer der MBG H und Vorstand der Investitionsbank Hessen (IBH).

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Hessen-Umwelttech NEWS 2/2008

Wirtschaftsstaatssekretär Klaus-Peter Güttler und Sadik Sadiku, Geschäftsführer der Elmotec Statomat Vertriebs GmbH, bei der Auftaktveranstaltung zum Hessischen Innovationspreis

Kuratorium unabhängiger Experten Ein neunköpfiges Kuratorium unabhängiger Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung unter Vorsitz von Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel bewertet die vorgestellten Produkte und Verfahren nach den Kriterien Innovationsgrad, Markttauglichkeit, Marktpotenzial und Umweltwirkung. Am 27. November 2008 sollen die Preise für die prämierten Projekte in einem feierlichen Festakt im MAIN TOWER der Landesbank Hessen-Thüringen vergeben werden. Der erste Preis ist mit 15.000 Euro, der zweite Preis mit 10.000 Euro und der dritte Preis mit 5.000 Euro dotiert. Hauptsponsoren dieser Preise sind das Hessische Wirtschaftsministerium und die MBG H Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Hessen sowie der Beteiligungsfonds Hessen Kapital. Weitere drei Sonderpreise, die mit jeweils 2.000 Euro dotiert sind, werden von den Hessischen Kreditinstituten (Bankenverband Hessen e. V., DZ BANK AG und Helaba) vergeben. Medienpartner des Wettbewerbs sind hr-info und RheinMainMedia. Kontakt und Bewerbung: ■ MBG H Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Hessen mbH Projektbüro Frankfurt Tel.: 0 69 / 13 38 50 – 78 40 Projektbüro Wiesbaden Tel.: 06 11 / 774 – 86 65 www.innovationspreis-hessen.de


Produktverantwortung in der PC- und Autoindustrie Uni Kassel untersucht Bedingungen ressourcenbewusster Innovationen Aus den Hochschulen

Ein Forschungsprojekt der Universität Kassel untersucht, welche Innovationen von den Rechtsvorgaben des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes in der PC- und Autobranche hervorgerufen werden und inwieweit eine Modulbauweise bei den Produkten zu Ressourceneinsparungen führen kann. Der sorgsame Umgang mit Stoffen in der Produktion von Gütern ist für die Ressourcenverfügbarkeit und für die Reduzierung des Abfallaufkommens von großer Bedeutung. Daher legt das Kreislaufwirtschaftsund Abfallgesetz den Produzenten eine Produktverantwortung auf und konkretisiert diese im Elektround Elektronikgerätegesetz und in der Altautoverordnung: Die Hersteller sollen ihre Produkte so gestalten, dass eine Wiederverwendung oder Verwertung der Produktbestandteile erleichtert wird. Die Unternehmen sollen außerdem in einer Selbstverwaltung der Branche ehrgeizige Wiederverwendungsund Verwertungsquoten erreichen. Damit will das Umweltrecht einen Anstoß zu wirtschaftlichen und ökologischen Innovationen geben. Das Forschungsprojekt „Ecological Perspectives of Modularisation (EPerMod)“ der Universität Kassel untersucht bis Ende 2009, wie technische, betriebliche, marktbezogene und rechtliche Faktoren aufeinander abgestimmt sein müssen, damit solche Innovationen tatsächlich entstehen. Es wird von den Fachgebieten Umwelt- und Innovationsökonomik (Prof. Frank Beckenbach), Nachhaltige Unternehmensführung (Prof. Jürgen Freimann) und Umweltrecht (Prof. Alexander Roßnagel) durchgeführt und von der Volkswagen-Stiftung im Rahmen ihrer Förderinitiative „Innovationsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft“ gefördert.

Vorteile durch Modularisierung? „In unseren Untersuchungen gehen wir insbesondere der Frage nach, inwieweit eine Modularisierung einen Beitrag zur Erreichung gesetzlicher Vorgaben und Ziele leisten kann“, erklärt Prof. Jürgen Freimann. Mit der PC- und Autoindustrie konzentriert sich das Forschungsprojekt deshalb auf Branchen, die bereits durch eine Modulbauweise charakterisiert sind. In der PC-Industrie werden hierdurch reparaturfreundliche und erweiterbare Systeme ermöglicht, und in der Autoindustrie schnelle und kostengüns-

tige Variationen in der Produktgestaltung begünstigt. „Wir beziehen uns also auf bereits vorhandene Innovationsmuster, die unter dem Gesichtspunkt der Ressourcenschonung außerordentliche Chancen bieten, da sie eine Wiederverwendung oder Verwertung von Produktteilen erleichtern“, so Freimann.

Das Forschungsprojekt untersucht die Veränderungschancen in der modularisierten Produktion auf vierfache Weise: ■ In Branchenstudien werden Daten zu Ausmaß, Perspektiven und Wirkungen von Modularisierung und deren Stoffstromwirkungen gewonnen. ■ In der Rechtsfolgenforschung wird untersucht, wie rechtliche Regelungen Neuerungshandeln befördern oder behindern. ■ Interviews stellen den Zugang zum Handeln der Akteure her. ■ Eine Modellbildung nimmt die Ergebnisse der Branchenstudien, der Rechtsfolgenforschung und der Interviews auf und entwickelt Szenarien, in denen gezeigt wird, wie unterschiedliche rechtliche Vorgaben auf Stoffströme und damit Umweltbelastungen wirken. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen – gespiegelt an den Ergebnissen der Modellierung – konkrete Gestaltungsoptionen in Bezug auf Ressourcen schonende Stoffstrominnovationen aufzeigen. Unter Berücksichtigung der gesamten Wertschöpfungskette bis hin zur Entsorgung sollen Entwicklungspfade erarbeitet werden, die zu einer Reduzierung und Umgestaltung von Stoffströmen und damit zu einer nachhaltigen Produktgestaltung beitragen können. ■

Prof. Dr. Jürgen Freimann Universität Kassel Fachbereich Wirtschaftswissenschaften Tel.: 0561 /804 3082 E-Mail: freimann@wirtschaft.uni-kassel.de

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84. Darmstädter Seminar Abfalltechnik und Umwelt- und Raumplanung Klimawandel – Markt für Strategien und Technologien?! Die Fortschritte in der Klimaforschung der vergangenen Jahre haben unser Wissen auf vielen Ebenen vertieft. Dabei wurden durch Klimaschutzprojekte wichtige marktwirtschaftliche Instrumente eingeführt, welche innovative Umweltschutzmaßnahmen wirtschaftlich sinnvoll zum Einsatz bringen. Das 84. Darmstädter Seminar, das erneut in Kooperation mit der Aktionslinie Hessen-Umwelttech ausgerichtete wird, stellt am 26. Juni aktuelle Forschungsarbeiten aus den Bereichen der Umwelt- und Raumplanung sowie der Abfalltechnik vor und bietet einen Einblick in angewandte Praxisbeispiele aus der Industrie- und Planungsbranche. Dabei geht es nicht nur um Klimaschutzmaßnahmen, sondern auch um technologische Ansätze zum Umgang mit den zu erwartenden Folgen des Klimawandels. Neben den sich stellenden Herausforderungen werden technische Lösungen sowie wachsende Marktchancen für innovative Produkte und Konzepte in diesem Umfeld diskutiert.

Die Veranstaltung wendet sich an Vertreter aus Hochschulen, Behörden und Wirtschaft. Sie wird vom Förderverein des Instituts WAR (Institut für Wasserversorgung und Grundwasserschutz, Abwassertechnik, Abfalltechnik, Industrielle Stoffkreisläufe, Umweltund Raumplanung) der TU Darmstadt organisiert. Weiterer Kooperationspartner ist die Förderinitiative „klimazwei – Forschung für den Klimaschutz und Schutz vor Klimawirkungen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Weitere Informationen und Anmeldung zum Seminar: ■

Technische Universität Darmstadt Institut WAR Petersenstraße 13 64287 Darmstadt Tel.: 06151 / 16 - 49 01, Fax: - 37 39 E-Mail: s.bohn@iwar.bauing.tu-darmstatdt.de Internet: www.iwar.bauing.tu-darmstadt.de

Das Energie- und Klimapaket der Bundesregierung Deutschland übernimmt Vorreiter-Rolle Umweltrecht

§ § 16

Die Bundesregierung hat das Energie- und Klimapaket mit dem Ziel beschlossen, weltweit die Vorreiter-Rolle bei diesem Umweltschutz-Ziel zu übernehmen und den Kohlendioxid-Ausstoß aus den unterschiedlichen Quellen in den nächsten Jahren drastisch zu senken. Unter der Voraussetzung, dass das Paket so wie vorgesehen verabschiedet und gegenüber den Betroffenen umgesetzt wird, ergeben sich daraus Marktchancen für eine Vielzahl von Umwelttechnologien und - dienstleistungen. Da andere Länder ähnliche, wenngleich häufig nicht derart ambitionierte Pläne haben, ergeben sich nicht nur am deutschen sondern am globalen Markt Absatzpotenziale. Die Bundesregierung hat im Dezember 2007 das Energie- und Klimapaket beschlossen. Davon erhofft sie sich eine Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes um 220 Millionen Tonnen pro Jahr, d. h. um 36

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Prozent bis zum Jahr 2020. Einsparungen sollen erzielt werden in den Bereichen: Stromerzeugung, Wärmeerzeugung, Industrieprozesse und Verkehr. Durch den Einsatz erneuerbarer Energien soll der CO2-Ausstoß bei der Stromerzeugung reduziert werden, gleichzeitig sollen Technologien entwickelt werden um den CO2-Ausstoß in Kohlekraftwerken zu vermindern bzw. das CO2 umweltneutral zu speichern. Durch die Sanierung von Gebäuden und Heizungen soll der CO2-Ausstoß durch die Wärmeerzeugung abgesenkt werden. Bei Industrieprozessen sollen integrierte bzw. nachgeschaltete Maßnahmen zu einer Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasemissionen führen. Schließlich soll auch der Straßenverkehr durch eine Absenkung des CO2-Ausstoßes der Fahrzeuge zum Gesamtziel beitragen.


Einzelthemen des Energie- und Klimapakets Zur Implementierung des Energie- und Klimapakets werden eine Reihe bestehender Gesetzte und Verordnungen novelliert bzw. neu erlassen. Einzelthemen sind in diesem Zusammenhang: ■ Heizung, Wärme Solarkollektoren und Biomasseheizkessel werden künftig stärker gefördert, d.h. ab 2009 steigt das Fördervolumen auf bis zu 500 Millionen Euro. ■ Gas, Biogas Die Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz soll gesteigert werden und im Jahr 2030 10 Prozent des heutigen Erdgasverbrauchs decken. ■ Erneuerbare Energien Der Anteil der Erneuerbaren Energien bei der öffentlichen Stromerzeugung soll weiter erhöht werden. Dies betrifft insbesondere Windenergie, Fotovoltaik und Biomasse. ■ Kraft-Wärme-Kopplung Der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung an der Stromerzeugung soll weiter ausgebaut werden. ■ Verbesserung der Luftqualität Für Anlagen gem. 13. und 17. BImSchV (= Großfeuerungs- und Gasturbinenanlagen, Abfallverbrennungsanlagen) sollen die Emissionsrichtlinien für NOX restriktiver gefaßt werden und integrierte bzw. nachgeschaltete Reduktionsmaßnahmen (= SCR-Anlagen) ergriffen werden. ■ Biokraftstoffe Zunächst war geplant den Beimischungsanteil von Biokraftstoffen schnell nennenswert zu erhöhen. Diese Planung wurde jedoch mittlerweile vertagt. ■ Verkehr Geplant ist die Kfz-Steuer künftig nach dem CO2Ausstoß von Fahrzeugen zu bemessen. Die einzelnen Gesetze und Verordnungen befinden sich im Gesetzgebungsverfahren und es ist geplant, dass die einzelnen Rechtsakte kurzfristig verabschiedet werden und in Kraft treten. Das Klima- und Energiepaket der Bundesregierung ist die Umsetzung der EU-Klimaschutz-Strategie, d.h. die anderen Mitgliedstaaten der EU sind dabei, ähnliche nationale Pakete zu erlassen. Hierzu ist festzustellen, dass bei einzelnen Themen, insbesondere im Bereich Biokraftstoffe, Kritik der Mitgliedstaaten aufkommt und die bisherigen Beschlüsse der EU in Frage gestellt werden. Großbritannien und Luxemburg fordern die geplante, zunehmende Anwendung von Biokraftstoffen angesichts der weltweiten Lebensmittelkrise zu prüfen. Zunächst soll geklärt werden, welche Auswirkungen der Einsatz von Biokraftstoffen auf die Verfügbarkeit und Preise von Lebensmitteln hat.

Vielfältige Marktchancen Unabhängig von diesen Detailfragen wird das Thema Klima und Energie an Bedeutung gewinnen und daraus ergibt sich eine Vielzahl von Marktchancen für die Umweltindustrie. Potenziale eröffnen sich für Anbieter von Technologien zur Vermeidung des CO2-Ausstoßes sowie für Dienstleister zur Planung, Begutachtung und dem Betrieb dieser Anlagen.

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Im Einzelnen profitieren Anbieter von folgenden Technologien und Dienstleistungen: Hersteller von Solarkollektoren, Biomasseheizkesseln, Biogasanlagen, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, Hersteller von Windenergie-, Fotovoltaik-, Biomasseanlagen, Hersteller von SCR-Anlagen und SCR-Katalysatoren (SCR = selektive katalytische Reduktion), Hersteller von Abgastechnologien für Kfz bzw. Technologien zur Reduktion/Vermeidung des CO2-Ausstoßes in Pkw, Ingenieurbüros, Gutachter und Betreiber von Anlagen zur Erzeugung von Strom bzw. Biokraftstoffen auf Basis erneuerbarer Energien.

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§

Neben den Herstellern der jeweils schlüsselfertigen Anlagen (= Anlagenbau) profitieren natürlich die jeweiligen Lieferanten von Subsystemen, Komponenten und Werkstoffen, d.h. vor allem die Branchen Maschinenbau, Elektrotechnik, Metallbearbeitung, Chemie und Werkstoffe. Strategisch betrachtet ist der Markt, der durch diese neuen Umweltgesetze geschaffen wird, für die Umweltindustrie aufgrund der Tatsache attraktiv, dass er regional nicht auf Deutschland beschränkt sein wird sondern sich für die meisten der Produkte weltweit Absatzmöglichkeiten ergeben werden. Für die Produkte bestehen somit volumenmäßig größere Potenziale, der Produktlebenszyklus ist länger und der Return-on-Investment für die Produktentwicklungen kann schneller erzielt werden. ■

Christoph Genter, Daniel Narnhammer AMCG Unternehmensberatung GmbH Tel.: 0 89 / 130 757 0 E-Mail: christoph.genter@amcg.de daniel.narnhammer@amcg.de Internet: www.amcg.de

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Innovationsradar Umweltrecht Umweltrecht im Überblick Innovationsradar Umweltrecht – April 2008 Vorphase (Arbeitsentwürfe) Vorschlag, Mitteilung u. ä. der Kommission (KOM-Doc) Gemeinsamer Standpunkt des Rates

Europäisches Recht

Titel des Rechtsakts

Verabschiedung: EP + Ministerrat

Status

Wesentlicher Inhalt

Energie/Klima Vorschlag für eine Richtlinie zur Änderung der Richtlinie 2003/87/EG zwecks Verbesserung und Ausweitung des EU-Systems für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten

Der Anwendungsbereich des Emissionshandels soll ausgeweitet werden. Es sollen beispielsweise CO2-Emissionen aus der Herstellung von petrochemischen Erzeugnissen, Ammoniak und Aluminium in das Handelssystem einbezogen werden. Dasselbe gilt für NO2-Emissionen aus der Herstellung von Salpetersäure, Adipinsäure und Glyoxalsäure sowie für PFC-Emissionen aus dem Aluminiumsektor.

Entwurf eines Gesetzes zur Förderung der Kraft-WärmeKopplung („Klimapaket der Bundesregierung“)

Die Vorschrift ist Teil des Ziel Energie- und Klimaprogramms, das die Bundesregierung am 5. Dezember 2007 beschlossen hat. Durch die Novelle sollen Investitionen in die Modernisierung und den Neubau von hocheffizienten KWK-Anlagen angeregt werden. Anders als im geltenden Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz soll zukünftig auch KWK-Strom, der im Rahmen einer Eigenversorgung an ein Unternehmen des Produzierenden Gewerbes geliefert wird, begünstigt werden.

Entwurf für eine Verordnung zur Absicherung von Luftqualitätsanforderungen – 37. BImSchV („Klimapaket der Bundesregierung“)

Die Verordnung ergänzt die Verordnung über Immissionswerte für Schadstoffe in der Luft (22. BImSchV) und die Verordnung zur Verminderung von Sommersmog, Versauerung und Nährstoffeinträgen (33. BImSchV) durch anlagenbezogene Maßnahmen zur Erhaltung der Luftqualität. Sie gilt für Anlagen die unter die Anwendungsbereiche der Verordnung über Großfeuerungs- und Gasturbinenanlagen (13. BImSchV) und der Verordnung über die Verbrennung und Mitverbrennung von Abfällen (17. BImSchV) fallen.

Verordnung zur Quotenanrechnung bestimmter biogener Öle – 38. BImSchV und Entwurf für ein Achtes Gesetz zur Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetz („Klimapaket der Bundesregierung“)

Der Einsatz von Biokraftstoffen soll durch diese Gesetzesänderungen gesteigert und klimafreundlicher werden. Durch die Verordnung wird ab 2010 das gemeinsame Hydrieren von qualitativ hochwertigen pflanzlichen Ölen mit mineralölstämmigen Ölen unter der Voraussetzung zugelassen, dass Anbau und Nutzung der pflanzlichen Öle zertifiziert ist.

INFO: Umweltschutzvorschriften können eine marktschaffende Wirkung für Hersteller von Vermeidungs- und Verminderungstechnologien und für Umweltdienstleister haben. Aus neuen oder geplanten Vorschriften können Hinweise auf künftigen technologischen Bedarf und mögliche interessante Innovations- und Geschäftsfelder abgeleitet werden. Für das Innovationsradar Umweltrecht prüft ein Team erfahrener Umweltexperten regelmäßig die neuesten rechtlichen Entwicklungen auf ihre wirtschaftliche Bedeutung. Das Innovationsradar ist ein Service der Aktionslinie Hessen-Umwelttech mit dem Effizienznetz Rheinland-Pfalz als Kooperationspartner. Dienstleister sind die Rack Rechtsanwälte in Frankfurt am Main und die AMCG Unternehmensberatung GmbH in München. Weitere Informationen und ausführlichere Angaben zu den einzelnen rechtlichen Regelungen finden Sie unter www.hessen-umwelttech.de, Rubrik Innovationsradar Umweltrecht.

Entwurf für eine Verordnung zum Schutz des Klimas vor Veränderungen durch den Eintrag bestimmter fluorierter Treibhausgase – Chemikalien-Klimaschutzverordnung – ChemKlimaschutzV („Klimapaket der Bundesregierung“)

Entwurf eines Gesetzes zur Öffnung des Messwesens bei Strom und Gas für Wettbewerb („Klimapaket der Bundesregierung“)

Die Verordnung enthält chemikalien- und abfallrechtliche Regelungen, die darauf abzielen, die Einträge bestimmter klimaschädlicher fluorierter Treibhausgase in die Erdatmosphäre durch Verhinderung bzw. Minimierung von Undichtigkeiten in Anwendungen, die fluorierte Treibhausgase enthalten, sowie durch eine Rücknahmeverpflichtung erheblich zu reduzieren. Durch die Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes soll die bereits geltende Marktöffnung im Bereich des Messstellenbetriebs, also des Zählers, im Strom- und Gasbereich auch auf die Messung, d. h. die Ab- bzw. Auslesung der Messeinrichtungen, erweitert werden. Bislang erfolgt die Messung durch den Netzbetreiber, und zwar auch in den Fällen, in denen die Messeinrichtung im übrigen bereits von einem anderen Unternehmen betrieben wird.

Luft/Industrieanlagen Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die geologische Speicherung von Kohlendioxid

Der Vorschlag ist Teil des Energie- und Klimaprogramms, das die EU-Kommission Ende Januar 2008 vorgelegt hat. Mit der Richtlinie wird erstmals ein Rechtsrahmen für die geologische Speicherung von Kohlendioxid geschaffen. Zweck der geologischen Speicherung ist die dauerhafte Rückhaltung von CO2.

Wasser/Abwasser 1. Änderung der Verwaltungsvorschrift zu § 44 des Hessischen Wassergesetzes (HWG) und zur Indirekteinleiterverordnung (IndirekteinleiterVwV)

Die Indirekteinleiterverwaltungsvorschrift dient als Arbeitsanweisung für die hessischen Wasserbehörden. Abwassereinleitungen in öffentliche Abwasseranlagen sind nach § 44 Abs. 2 des Hessischen Wassergesetzes (HWG) erlaubnispflichtig. Neu gefasst wurden die Voraussetzungen für eine Befreiung von der Erlaubnispflicht bei Einleitungen von Abwasser aus Chemischreinigungsanlagen.

Verabschiedung Beschluss im BT/BR/LT-Ausschuss Entwurf (BT-Drs./BR-Drs./LT-Drs.)

Nationales Recht

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Hessen-Umwelttech NEWS 2/2008

Vorphase (Referentenentwürfe)


Nachrichten aus Wirtschaft und Wissenschaft ZEU feiert zehnjähriges Bestehen

Marktchancen

Fundstelle

Betroffene der Richtlinie sind Industrien mit den genannten Emissionen, d. h. Petrochemie, Chemie und Aluminiumindustrie. Marktchancen ergeben sich für Unternehmen, die Technologien zur Reduktion der CO2- und NO2-Emissionen für die Prozesse oben genannter Branchen entwickeln sowie für Unternehmen die Lösungen zur Speicherung der Emissionen entwickeln. Weiterhin ergeben sich Marktchancen für Dienstleister im Bereich Handel mit Emissionszertifikaten.

KOM (2008) 16

Betroffene des Gesetzes sind die Betreiber von KWK-Anlagen. Marktchancen ergeben sich für die Hersteller von KWK-Anlagen, deren Absatz steigen sollte.

BR-Drs. 10/08

Betroffen sind die Betreiber von Feuerungsanlagen und Verbrennungsanlagen gemäß § 1 der Verordnung. Marktchancen ergeben sich für die Hersteller von Entstickungsanlagen für o. g. Anlagen, d.h. für Hersteller von SCR-Katalysatoren und SCR-Anlagen.

BR-Drs. 147/08

Gießen. Seit zehn Jahren ist das Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU) als interdisziplinäre und internationale Forschungseinrichtung der Justus-Liebig-Universität Gießen aktiv. Das ZEU führt Drittmittelprojekte in den Bereichen Ressourcennutzung, Ernährungssicherung, Transformations- und Bildungsforschung sowie institutionenbezogene Entwicklungsforschung durch. Es hat seit seiner Gründung rund vier Millionen Euro externe Forschungsmittel eingeworben und ist zurzeit in zwölf Ländern mit Projekten oder Projektanträgen tätig, darunter schwerpunktmäßig in Osteuropa, im südlichen Afrika, im Nahen Osten, Zentralasien und China. Allen Aktivitäten liegt die Überlegung zugrunde, dass Umweltund Entwicklungsprobleme meist global zusammenhängen und daher auch in fachübergreifenden Forschungsfeldern gemeinsam bearbeitet werden. Anlässlich des runden Geburtstags veranstaltete das ZEU im Februar ein Symposium mit dem Titel „China-Aktivitäten des Landes Hessen und der hessischen Hochschulen. Schwerpunkte – Potenziale – Vernetzung“. ■

Marktchancen ergeben sich für Maschinen- und Anlagenbauer für Produktionsanlagen für biogene Öle zum einen, zum anderen für die Hersteller von biogenen Ölen.

BGBI. I 2007, S. 3017

Betroffen sind die Betreiber von Kältemittelanlagen. Marktchancen ergeben sich für die Hersteller von Kältemittelanlagen, die die Produkte an die neuen Emissionsgrenzwerte anpassen müssen.

BR-Drs. 148/08

Betroffen sind die Netzbetreiber. Marktchancen ergeben sich für Dienstleiser für die Ab- und Auslesung der Messeinrichtungen sowie für die Hersteller von innovativen Messeinrichtungen.

BR-DRS. 14/08

Marktchancen ergeben sich für Unternehmen die Produkte und Dienstleistungen zur Errichtung von geologischen Speichern entwickeln sowie für die Betreiber derartiger Speicher.

KOM (2008) 17

Betroffen sind die Betreiber von Chemischreinigungsanlagen. Marktchancen ergeben sich für die Hersteller von Vorbehandlungsanlagen für die Abwässer von Chemischreinigungsanlagen.

HessSt. Anz. 2007 S. 2393

www.uni-giessen.de/zeu

Biogasaufbereitung zu Biomethan Kassel/Hanau. Über 300 Teilnehmer aus 19 Nationen haben am 21. Februar am 6. Hanauer Dialogen des Instituts für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) teilgenommen und die Potenziale der Biogasaufbereitung diskutiert. Dr. Bernd Krautkremer, Leiter des ISET-Forschungsbereichs Energetische Biomassenutzung, zeigte sich überzeugt, dass der Zugang zum Gasnetz in naher Zukunft durch geplante Anpassungen in der Netzzugangsverordnung einfacher wird. Damit könnte Bioenergie dort in Strom umgewandelt werden, wo auch die Abwärme der Kraft-Wärme-Kopplungsaggregate direkt genutzt werden kann. Im Fokus der Forschungsarbeiten des ISET stehen sowohl der vollständige Konversionspfad der Biomasse und die Integration in Energieversorgungsstrukturen als auch Schlüsselkomponenten, die für spezifische Anwendungsfälle erforderlich sind. Dabei konzentriert sich das Institut insbesondere auf die systemtechnischen Aspekte bei der Integration der Bioenergie in Versorgungsstrukturen und ihrem Zusammenspiel mit weiteren erneuerbaren Energien. ■

www.iset.uni-kassel.de

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Ersatzbrennstoff-Anlage genehmigt Frankfurt. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat den Bau der Ersatzbrennstoff-Anlage im Industriepark Höchst genehmigt. Regierungspräsident Gerold Dieke überreichte den Genehmigungsbescheid am 29. Februar, an Rolf Hauerwas und Dr. Marcell Peuckert, Geschäftsführer der Thermal Conversion Compound Industriepark Höchst GmbH (T2C). Das Unternehmen, an dem die Industriepark-Betreibergesellschaft Infraserv Höchst maßgeblich beteiligt ist, wird die Anlage betreiben. Bei einem Projektbudget von 300 Millionen Euro handelt es sich um die bislang größte Einzelinvestition am Standort. Die Inbetriebnahme ist für das zweite Quartal 2009 vorgesehen. Das Regierungspräsidium Darmstadt hatte bereits im Mai vergangenen Jahres den vorzeitigen Baubeginn gemäß Paragraph 8a des Bundesimmissionsschutzgesetzes zugelassen. Daraufhin konnte die T2C GmbH mit der Errichtung der Fundamente und der Gebäude beginnen. Die Ersatzbrennstoff-Anlage wird etwa 70 Megawatt elektrische Leistung bzw. 250 Tonnen Dampf pro Stunde in die Versorgungsnetze des Standortes einspeisen. ■

www.infraserv.com

Hoher Wirkungsgrad für Solar-Wechselrichter Kassel/Bad Staffelstein. Das Institut für Solare Energieversorgungstechnik ISET stellte beim 23. Symposium Fotovoltaische Solarenergie am 6. März in Bad Staffelstein einen neuen Rekord vor. Er betraf die Umwandlung von Gleichstrom aus Solaranlagen in den für die allgemeine öffentliche Energieversorgung nötige Form als Wechselstrom einer festen Frequenz mit eng toleriertem Spannungsniveau. „In einem Multikilowatt-System für einen 3-phasigen Netzanschluss an das 400 V-Netz wurde ein Spitzenwirkungsgrad von über 99 Prozent erreicht“, erklärt Prof. Dr. Peter Zacharias, der im Vorstand des ISET für die Wissenschaftliche Leitung Leistungselektronik verantwortlich ist und den Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgungssysteme an der Universität Kassel inne hat. Erzielt wurde dieser Erfolg in einem Forschungsprojekt in enger Zusammenarbeit mit der SMA Technologie AG durch eine topologische Weiterentwicklung und eine ausgefeilte Optimierung der Wechselrichter sowie durch den Einsatz neuartiger elektronischer Schalter auf der Basis von Siliziumkarbid (SiC). ■

www.iset.uni-kassel.de

HSE gründet Organisationseinheit Regenerative Energien Darmstadt. Zum Ausbau ihres Engagements für erneuerbare Energien hat die HEAG Südhessische Energie AG (HSE) eine neue Organisationseinheit gegründet. Sie ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden Albert Filbert zugeordnet. Die neue Einheit bündelt das Fachwissen des Konzerns zu diesem Thema. Sie wird Investitionen in die regenerative Energieerzeugung initiieren und fachlich begleiten. Bis zum Jahr 2015 will die HSE 20 Prozent der Energie, die sie verkauft, aus regenerativen Energien beziehen bzw. selbst erzeugen. Schwerpunkte liegen auf Windenergie, Biomasse, Wasserkraft, Kraft-Wärme-Kopplung, Geothermie und Fotovoltaik. Leiter der neuen Organisationseinheit ist Professor Dr. Jens Hesselbach, der seit 2002 Professor am Lehrstuhl für „Umweltgerechte Produkte und Prozesse" an der Universität Kassel ist. Er hat 2007 mit der HSE bereits eine dezentrale Energieversorgungsanlage im Rahmen eines vom Hessischen Wirtschaftsministeriums und der EU geförderten Modellprojekts entwickelt. Im Zuge einer Kooperation mit der HSE hat die Universität Kassel Hesselbach beurlaubt, damit er den neuen Bereich aufbauen kann. ■

Neues Sanitärkonzept für Überflutungsgebiete Frankfurt. Das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), die Technischen Universität Darmstadt und das Fraunhofer Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) entwickeln ein integriertes Wasserressourcenmanagement für das nördliche Namibia. Das Land ist von flächenhaften Überflutungen betroffen, es besteht die Gefahr der Mischung von Oberflächenwasser mit Abwässern. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Gemeinschaftsprojekts „CuveWaters“ wird ein Konzept pilothaft umgesetzt, bei dem das Abwasser per Unterdruck über ein gesondertes Vakuumsystem abgesaugt und in einen zentralen Tank eingeleitet wird. Anschließend gelangt es in eine Abwasserreinigungsanlage mit Anaerobreaktor und Rotationsscheibenfilter. Das Vakuumsystem ist geschlossen und bietet somit kaum Ansatzflächen für Überflutungsrisiken. Es braucht weniger Wasser als die klassische Wasserspülung mit der Schwemmkanalisation. Das gewonnene Biogas kann zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden, die organischen Massen eigenen sich als Düngemittel, und der flüssige Ablauf zur Bewässerung in Gartenbau und Landwirtschaft. ■ ■

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Hessen-Umwelttech NEWS 2/2008

www.hse.ag

www.isoe.de www.cuvewaters.net


Landesaktionsplan Hochwasserschutz Hessen

Neue Clusterstudie zur Bioenergie in Hessen

Wiesbaden. Der Hessische Umweltminister, Wilhelm Dietzel, hat am 5. März den Landesaktionsplan Hochwasserschutz Hessen vorgestellt. Der Aktionsplan richtet sich an alle Handlungsakteure im Hochwasserschutz sowie an interessierte Dritte. Er soll der Öffentlichkeit den strategischen Ansatz der hessischen Landesregierung im Hochwasserschutz vermitteln und die Zusammenhänge erläutern, die für die Hochwassergefahr bestimmend sind. Das hessische Hochwasserschutzkonzept basiert auf einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen und Projekten, die in ihrer strategischen Ausrichtung den drei grundlegenden Säulen „Hochwasserflächenmanagement“, „Technischer Hochwasserschutz“ und „Hochwasservorsorge“ zuzuordnen sind.

Wiesbaden. Das Hessische Umweltministerium hat im April die „Clusterstudie Bioenergie Hessen“ veröffentlicht. Hierin ist die gesamte Marktsituation der Bioenergie in Hessen dargestellt mit dem Ziel Synergieeffekte bezüglich der ökonomischen, technologischen und regionalen Stärken in Hessen aufzuzeigen. Darüber hinaus sollen hiermit belastbare Aussagen über die Bedeutung des Wirtschaftsbereiches Bioenergie für Hessen getroffen werden, um Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung der Bioenergie zu identifizieren und Handlungsfelder oder Maßnahmenempfehlungen zu erarbeiten, die für die Stärkung des Clusters Bioenergie notwendig sind.

Der Aktionsplan wurde unter maßgeblicher Beteiligung der Umweltabteilungen der Regierungspräsidien in Darmstadt, Gießen und Kassel sowie des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie (HLUG) in Wiesbaden erarbeitet und ist beim Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz erhältlich.

Vor diesem Hintergrund stellt die Studie das Cluster der Bioenergie in Hessen umfassend dar, zieht eine Zwischenbilanz und bietet Informationen über die Bedeutung der Branche. Sie wurde von der HA HessenAgentur GmbH in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum HessenRohstoffe HeRo e. V. erstellt und steht im Internet zur Verfügung unter: ■

www.hmulv.hessen.de

www.hmulv.hessen.de

20. Kasseler Abfallforum Informationsplattform zu Klimawandel und landwirtschaftlichen Zusatzwasserbedarf Wiesbaden. Das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) bieten allen im Klimaschutz tätigen Institutionen die Möglichkeit, einen Hinweis auf ihre Projekte zum Thema „Klimawandel und seine Auswirkungen auf den landwirtschaftlichen Zusatzwasserbedarf“ auf der HLUG-Website einzustellen. Das HLUG will damit eine Plattform im Internet anbieten, auf der sich auf diesem Gebiet tätige Organisationen einen Überblick über Art und Umfang der aktuellen Forschung verschaffen können. Hintergrund ist die für Hessen prognostizierte Klimaänderung, die einen großen Einfluss auf alle Wasserhaushaltsgrößen ausüben wird. Das HLUG hat bereits Ende 2007 eine Dokumentation zur Bestandsaufnahme aller hessischen Aktivitäten zum Themenkomplex „Klimawandel, Deckung des landwirtschaftlichen Zusatzwasserbedarfs und Folgen für die Umwelt“ veröffentlicht, die ebenfalls im Internet einsehbar ist. ■

www.hlug.de (Rubrik „Wasser/Landwirtschaftlicher Zusatzwasserbedarf“)

Kassel. Anlässlich des 20. Kasseler Abfallforums zog Prof. Dr. Klaus Wiemer, wissenschaftlicher Leiter der Veranstaltung, ein positives Resümee zur Entwicklung in der Abfallwirtschaft: Dank permanenter technologischer Weiterentwicklungen werde die Erkennung und Trennung von Abfall- und Wertstoffen zukünftig noch schneller, präziser, differenzierter und kostengünstiger möglich sein. Entsprechendes gelte für die Verwertung der gewonnenen Stoffströme. Zentrales Thema der Jubiläumsveranstaltung vom 8. bis 10. April war die energetische Nutzung von Abfällen, insbesondere von Bio- und Grünabfällen. Dabei wurden unter anderem verschiedene Erfahrungen mit der Biogas-Aufbereitung und unterschiedliche Biogas-Nutzungskonzepte vorgestellt. Auch die Themenbereiche „Gärrestaufbereitung“ sowie „Güte- und Qualitätssicherung von Gärprodukten“ wurden diskutiert. Das vom Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie jährlich veranstaltete Kassler Abfallforum ist der Treffpunkt für die Abfallbranche. Auf der begleitenden Fachausstellung war die Aktionslinie Hessen-Umwelttech auch in diesem Jahr wieder mit einem Infostand vertreten. ■

www.abfallforum.de

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TU Darmstadt: Neuer Studiengang „Umweltingenieurwissenschaften“ Darmstadt. Vor dem zunehmenden Bewusstsein für die Fragestellungen des Umweltschutzes rücken auch die dazugehörigen Berufe immer stärker in den Blickpunkt. Mit dem zum Wintersemester 2008 neu eingeführten Studiengang „Umweltingenieurwissenschaften“ bietet die Technische Universität Darmstadt im Fachbereiche Bauingenieurwesen und Geodäsie eine qualifizierte Ausbildung mit Bachelor- oder Master-Abschluss. Für beide Abschlussarten besteht im Studium die Wahl zwischen zwei verschiedenen Profilen mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung. Im Profil „Ver- und Entsorgung“ werden die Verfahren zur Aufbereitung von Trinkwasser sowie der Entsorgung fester und flüssiger Abfall- und Reststoffe detailliert betrachtet. Der inhaltliche Schwerpunkt des Profils „Raum- und Umweltplanung“ liegt in der Planung von Infrastrukturmaßnahmen, die gestaltend in die Umwelt eingreifen. ■

www.tu-darmstadt.de/fb/bi/

Pilotanlage für synthetische Biokraftstoffe Gülzow/Frankfurt. Als Schritt bei der Herstellung synthetischer Biokraftstoffe ist das Methanol-to-Synfuels-(MtS-)Verfahren bislang weit weniger bekannt als die Fischer-Tropsch-Synthese. Nichtsdestotrotz bietet es einen äußerst viel versprechenden Ansatz, dessen technische Machbarkeit die Lurgi GmbH nun mit dem Bau einer MtS-Pilotanlage nachweisen will. Gefördert wird das umfangreiche und ambitionierte Projekt mit knapp 4,5 Millionen Euro durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV). Die am Standort Wolfsburg geplante Lurgi-Anlage soll Methanol, das aus Biomasse erzeugt wurde, in Diesel- und Ottokraftstoffe umwandeln. Mit diesem finalen Schritt schließt sich die Prozesskette zur Produktion von BtL-(Biomass-to-Liquid-) Kraftstoffen. Eine erfolgreich arbeitende Labor-Anlage existiert bereits und einige der Prozessbausteine sind in abgewandelter Form schon seit längerem großtechnisch im Einsatz. Nun gilt es, die Laboranlage um den Faktor 20 zu vergrößern, die Verfahrensschritte zu modifizieren und in einen stimmigen Gesamtprozess zu integrieren. ■ ■

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Nachrichten unter www.hessen-umwelttech.de Weitere Meldungen aus Wirtschaft und Wissenschaft rund um die Umwelttechnologie in Hessen finden Sie auf unserer Homepage www.hessen-umwelttech.de unter der Rubrik Infos & Termine/ Aktuelle Nachrichten.

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Veranstaltungen/Termine 26.06. 2008

Darmstadt

84. Darmstädter Seminar Abfalltechnik und Umweltund Raumplanung – Klimawandel – Markt für Strategien und Technologien?! Veranstaltung des Instituts WAR der TU Darmstadt in Kooperation mit der Aktionslinie Hessen-Umwelttech ■ ■

www.iwar.bauing.tu-darmstadt.de www.hessen-umwelttech.de

20.08. 2008

Frankfurt

Umwelttech meets IT – Green-IT und E-Energy in der Praxis Gemeinsame Veranstaltung der Aktionslinien Hessen-Umwelttech und Hessen-IT ■ ■

www.hessen-umwelttech.de www.hessen-it.de

25.09 – 29.09. 2008

Santiago de Chile (Chile)

ExpoAlemania 2008: Innovation –Technologie – Nachhaltigkeit Gemeinschaftsstand der Aktionslinie Hessen-Umwelttech ■

www.hessen-umwelttech.de

20.09. 2008

www.H2BZ-Hessen.de

16.10. 2008

Gießen

34. Fachtagung Technisches Gesundheitswesen – Klimafolgen auf Wasserwirtschaft und Trinkwasserqualität Veranstaltung des Förderkreises Technisches Gesundheitswesen e. V., des Water Engineering Network e. V. und der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen ■

www.water-engineering-network.de

21.10 – 23.10. 2008

Moskau (Russland)

ECO-EFFICIENCY – International Exhibition of Various Ecology Issues Deutsch-russisches Umwelt-Forum des Ost-West-Wissenschaftszentrums/UniKasselTransfer ■ ■

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Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung Maria Rieping Kaiser-Friedrich-Ring 75 D-65185 Wiesbaden Tel.: 0611 / 815-2472, Fax: -2228 E-Mail: maria.rieping@hmwvl.hessen.de Internet: www.wirtschaft.hessen.de Projektträger ist die HA Hessen Agentur GmbH Dr. Carsten Ott (Leiter), Dagmar Dittrich Abraham-Lincoln-Str. 38-42 D-65189 Wiesbaden Tel.: 0611 / 774-8350 oder -8645, Fax: -8620 E-Mail: carsten.ott@hessenagentur.de dagmar.dittrich@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de Kooperationspartner: RKW Hessen GmbH Jürgen Müller, Kay Uwe Bolduan Büro Eschborn Düsseldorfer Str. 40 D-65760 Eschborn Tel.: 06196 / 970-241 oder -255, Fax: -299 E-Mail: k.bolduan@rkw-hessen.de j.mueller@rkw-hessen.de Internet: www.rkw-hessen.de

Frankfurt

Hy-Tech-Challenge.08 … mit Wasserstoff mobil! Abschlussveranstaltung mit Modellautorennen ■

Die Aktionslinie Hessen-Umwelttech ist eine Maßnahme des

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