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Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

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NEWS Rückblick: 5. Brennstoffzellenforum Auslandsmärkte: Potenziale für hessische UmwelttechnologieUnternehmen Universität Kassel und Wuppertal Institut schließen Kooperationsvertrag Firmenportrait: Membranhersteller Microdyn-Nadir Geothermie – Energie für die Zukunft Innovationsradar Umweltrecht: CDM – Klimaschutz mit Gewinn

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5 | 2006


Liebe Leserinnen und Leser, Editorial

der Außenhandel bietet wichtige Wachstumspotenziale für die Umwelttechnologiebranche. Insbesondere die neuen EU-Mitgliedstaaten in Mittelund Osteuropa haben einen hohen Bedarf an wirksamen Technologien zur Vermeidung von Umweltschäden. Hierbei eröffnen sich erhebliche Potenziale für Kooperationen mit hessischen Umwelttechnologieanbietern. Aber auch weltweit werden intelligente Methoden und Verfahren benötigt, um das wirtschaftliche Wachstum umweltverträglich zu gestalten und die Lebensgrundlagen der Menschen langfristig zu sichern.

INHALT

Mehr als ein Drittel aller hessischen Umwelttechnologieanbieter sind heute bereits im Ausland aktiv. Sie erwirtschaften dort insgesamt 28 Prozent ihres Umsatzes. Um den Zugang zum wachsenden Auslandsmarkt noch weiter zu verbessern, unterstützt mein Haus hessische Unternehmen bei ihren Aktivitäten. Dabei geht es vor allem um die Förderung von kleinen und mittelständischen Unternehmen, für die ein Auslandsengagement zwar sehr lohnend, aber auch mit einem relativ hohen Aufwand verbunden sein kann. So habe ich im Oktober gemeinsam mit einer Unternehmerdele-

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Chancen für die hessische Wirtschaft

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Betriebliche Beratung – eine Zwischenbilanz des RKW Hessen

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Auslandsmärkte – Potenziale für hessische Umwelttechnologie-Unternehmen

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Wirtschaftsdelegation in Bulgarien und Rumänien

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Hessische Umwelttechnologie in Budapest

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Hessen auf der Entsorga-Enteco

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Gemeinschaftsstand Hannover Messe 2007

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Britischer Fonds für innovative Unternehmen

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Behandlung schwefelhaltiger Abgase

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gation Bulgarien und Rumänien besucht, um Geschäftskontakte anzuregen und mir vor Ort ein Bild von den Marktpotenzialen zu machen, die aus dem EU-Beitritt im nächsten Jahr erwachsen. Darüber hinaus bietet die Aktionslinie hessenumwelttech im Auftrag meines Hauses eine breite Palette an Maßnahmen zur Unterstützung bei der Erschließung von Auslandsmärkten. In dieser NEWS-Ausgabe finden Sie unter anderem Berichte zur genannten Delegationsreise, zum Workshop Auslandsmärkte und zum hessischen Gemeinschaftsstand auf der Ökotech in Budapest. Informieren Sie sich über die Angebote und Leistungen, die wir Ihnen zur Verfügung stellen und sammeln Sie Anregungen für Ihr eigenes Unternehmen.

Dr. Alois Rhiel Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

Universität Kassel und Wuppertal Institut schließen Kooperationsvertrag

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Microdyn-Nadir: Membransysteme zur optimalen Stofftrennung

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Geothermie – Energie für die Zukunft

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CDM – Klimaschutz mit Gewinn

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Innovationsradar Umweltrecht

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Nachrichten aus Wirtschaft und Wissenschaft

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Wunschzettel

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Termine

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Chancen für die hessische Wirtschaft Rückblick: 5. Brennstoffzellenforum Hessen und Tankstelleneröffnung bei Infraserv Höchst In eigener Sache

Das Brennstoffzellenforum fand in diesem Jahr am 17. November im Industriepark Höchst zusammen mit einem Ereignis statt, das einen echten Meilenstein in der Fortentwicklung der Brennstoffzellentechnologie und der Mobilität der Zukunft darstellt – der Eröffnung der ersten öffentlichen hessischen Wasserstofftankstelle. Nach dem fachlich orientierten Experten-Forum wurde am darauf folgenden Tag unter dem Motto „Brennstoffzelle hautnah“ die breite Öffentlichkeit dazu eingeladen, sich über den aktuellen Stand der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie zu informieren. „Die Eröffnung der ersten öffentlichen Wasserstofftankstelle Hessens ist für das Land Hessen von großer Bedeutung. Sie dürfte aber auch bundesweit auf Interesse stoßen als Baustein eines künftigen Wasserstoffnetzes“, so der Hessische Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel, der sowohl bei der Inbetriebnahme der Tankstelle teilnahm, als auch beim anschließenden Brennstoffzellenforum die Eröffnungsrede hielt. Die Wasserstofftankstelle ist Teil einer Agip-Tankstelle, die neben flüssigem und gasförmigem Wasserstoff (350 und 700 bar) auch konventionelle Kraftstoffe und Biodiesel bereitstellt. Sie wurde von Infraserv Höchst gemeinsam mit mehreren Partnern im Rahmen des durch die EU geförderten Projekts Zero Regio errichtet. Langfristiges Ziel ist es, durch den Einsatz der Brennstoffzellentechnologie die Emissionen in der Region deutlich zu senken (siehe hessen-umwelttech NEWS 4/2006, S. 5).

Förderstrategien in Europa, Deutschland und Hessen Da für die Weiterentwicklung und Markteinführung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie auch zukünftig öffentliche Fördermittel eine entscheidende Rolle spielen werden, konzentrierte sich das diesjährige Brennstoffzellenforum auf Förderstrategien in Europa, Deutschland und Hessen. Veranstaltet wurde das Forum von der Aktionsline hessen-umwelttech und der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums. Rund 150 Fachleute, darunter Entwickler, Produzenten und Anwender der Brennstoffzellentech-

Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel: „Für die Weiterentwicklung der Brennstoffzellentechnologie ist es erforderlich, auf allen Ebenen abgestimmt vorzugehen und die vorhandenen Potenziale zu nutzen. Hessen ist in diesem Feld hervorragend aufgestellt.“

Dr. Alois Rhiel und Infraserv-Geschäftsführer Dr. Roland Mohr bei der Eröffnung der ersten Wasserstofftankstelle Hessens

nologie, informierten sich über die wirtschaftlichen Chancen, die sich durch die Fördervorhaben auf den unterschiedlichen Ebenen ergeben. Nachdem Dr. Alois Rhiel in seiner Rede das große Interesse des Landes Hessen an einer erfolgreichen Weiterentwicklung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie bekundet hatte, gab der erste Referent Dr. Giuseppe Rovera vom HFP der Europäischen Kommission (European Hydrogen and Fuel Cell Technology Platform) einen Überblick über die relevanten europäischen Strategien und Programme. Eine besondere Rolle spielt dabei die von der Europäischen Kommission vorgeschlagene gemeinsame Technologieinitiative (Joint Technology Initiative) zur Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Die JTI soll von Industrie und Kommission gemeinsam verwaltet und gesteuert werden und den mittel- bis langfristigen Übergang zu einer Wasserstoffwirtschaft ebnen. Auf Bundesebene wurden mit dem Nationalen Innovationsprogramm zur Förderung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie zusätzliche 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. „Mit diesen Mitteln sollen vorrangig bestehende Clus-

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„Um diese Hürden zu überwinden, konzentriert sich die Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen auf die Anregung und Begleitung von Kooperationsprojekten und bringt geeignete Partner zusammen“, so Alfred Stein, Geschäftsführer der Initiative, bei seinem zusammenfassenden Abschlussvortrag. In diesem Sinne hatten die Teilnehmer des Forums nach den Vorträgen noch Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Darüber hinaus konnten sie sich im Rahmen einer Ausstellung über aktuelle Brennstoffzellenanwendungen informieren.

Blick ins Plenum beim 5. Brennstoffzellenforum Hessen

Informatives Aktionsprogramm

Fachlicher Austausch nach den Vorträgen

ter und Projekte gefördert werden, die dann später in die Breite wachsen werden“, erläuterte Frau Nilgün Parker vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung. Neben der Forschung soll dabei auch die Marktvorbereitung unterstützt werden. Ausführliche Informationen hierzu bietet die Internetseite der Nationalen Koordinierungsstelle Wasserstoff und Brennstoffzellen www.nkj-ptj.de.

Um auch der breiten Öffentlichkeit einen Einblick in die Brennstoffzellentechnologie zu geben, organisierten die Aktionslinie hessen-umwelttech und die Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen am zweiten Tag ein buntes Aktionsprogramm in den Räumen der IHK Frankfurt sowie auf dem Börsenplatz. Interessenten konnten hier beispielsweise an einem Wettrennen auf einer brennstoffzellenbetriebenen Carrerabahn teilnehmen oder sich in einer Wissenschaftsshow von Wiesbadener Schülern über den aktuellen Stand bei der Entwicklung von Brennstoffzellenfahrzeugen informieren. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion beantworteten Experten zahlreiche Fragen zur Anwendung und Effizienz der Brennstoffzelle. Dabei wurde aufgezeigt, dass portable Anwendungen bereits heute am Markt relevant sind, insbesondere in Bereichen, in denen eine konventionelle Energieversorgung sehr aufwendig ist.

Unterstützung der Clusterbildung in Hessen Auch in Hessen sind zusätzliche Mittel zur Unterstützung der Brennstoffzellentechnologie vorgesehen. Die Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen hat die Clusterbildung in Hessen bereits unterstützt und wird ihre Aktivitäten weiter ausbauen. Dr. Dieter Kreuziger, Geschäftsführer der Hessen Agentur, gab einen Überblick über die landesweit erzielten Erfolge und über zukünftige Handlungsfelder. Er betonte in diesem Zusammenhang die große Bedeutung von Netzwerken und Kooperationen. Prof. Birgit Scheppat von der FH Wiesbaden konkretisierte die derzeitigen Herausforderungen bei der Markterschließung, die vor allem in der noch fehlenden Serienproduktion und der unzureichenden Abstimmung der Bauteile und Komponenten zu sehen sind. Zudem fehle es an geschulten Fachleuten, aber auch an Verständnis und Akzeptanz in der Öffentlichkeit.

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Die Vorträge des 5. Brennstofzellenforums stehen unter www.h2bz-hessen.de zum Download bereit. Hier kann auch der aktuelle Kompetenzatlas Brennstoffzelle Hessen eingesehen und herunter geladen werden. Er bietet einen Überblick über hessische Unternehmen und Forschungsreinrichtungen, die im Bereich der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie tätig sind.

Alfred Stein HA Hessen Agentur GmbH Geschäftsführer H2BZ-Initiative Hessen Tel.: 06 11 / 7 74-86 48, Fax: -5 86 48 E-Mail: alfred.stein@hessen-agentur.de Internet: www.h2bz-hessen.de www.hessen-umwelttech.de


Betriebliche Beratung – eine Zwischenbilanz des RKW Hessen Fast 250 Beratungsprojekte im Rahmen der Aktionslinie hessen-umwelttech RKW-Beratung

Der Wirtschaftssektor Umwelttechnologie und Umweltdienstleistung ist ein Zukunftsmarkt mit enormen Chancen gerade für kleine und mittlere Unternehmen. Die meisten in Hessen ansässigen Unternehmen gehören zum klassischen Mittelstand und besitzen eine anerkannt hohe technologische Kompetenz. Viele dieser Unternehmen können aber aus Kapazitäts- und Kostengründen, wegen fehlender strategischer Ausrichtung oder auch bedingt durch Probleme im Vertrieb ihr technologisches Können nicht im gewünschten Maße am Markt platzieren. Hilfe erhalten die Unternehmen bei der RKW Hessen GmbH. Sie bietet seit dem Jahr 2000 im Rahmen der Aktionslinie hessen-umwelttech verschiedene aus Mitteln des Landes Hessen und der EU geförderte Beratungsprojekte für kleine und mittelständische Unternehmen an. Bisher wurden fast 250 einzelbetriebliche Beratungsmaßnahmen durchgeführt. Kleine Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitern stellten den größten Anteil der beratenen Firmen dar. Schwerpunktthemen der Beratung waren: Verbesserung der Unternehmensplanung und -strategie, Optimierung der Geschäftsprozesse, Marketing und Vertriebsplanung – auch für Auslandsmärkte, Optimierung von Managementsystemen, betriebswirtschaftliche Analysen, Unterstützung bei Finanzierungsfragen und Verbesserung des Controllings. Viele der Unternehmen ließen sich wiederholt beraten, was ein klares Zeichen für die gute Akzeptanz ist. „Unser Unternehmen hat gute Erfahrungen mit den Ergebnissen und den unbürokratischen Abläufen einer geförderten Beratung über das RKW Hessen gemacht. Wir haben diese Unterstützung deshalb mehrfach in Anspruch genommen“, äußerst sich beispielsweise Ralf Lausmann von der Werkstoff + Funktion Grimmel Wassertechnik GmbH in Ober-Mörlen.

Beispielhafte Modellprojekte Für die Aktionslinie hessen-umwelttech führt das RKW Hessen außerdem aus Mitteln des Landes Hessen und der EU geförderte Modellprojekte

durch, in deren Rahmen beispielhafte Maßnahmen in Unternehmen umgesetzt und anschließend in praxisnahen Leitfäden dokumentiert werden. „Die Modellprojekte sind ein wirkungsvolles und hoch gefördertes Instrument, um gemeinsam mit mehreren Unternehmen, einem Berater und wissenschaftlicher Unterstützung beispielhafte Problemlösungen zu erarbeiten“, erläutert Kay Uwe Bolduan vom RKW Hessen. Von den bisherigen Projekten widmeten sich zwei dem Thema Auslandsmarkt. Das erste Modellprojekt zielte bereits 2002 auf die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Umwelttechnologie-Unternehmen. Es lieferte Entscheidungsgrundlagen für oder gegen ein Auslandsengagement sowie Hilfestellung bei der Planung und Einleitung von Auslandsaktivitäten. Ziel des zweiten Auslandsprojekts war die Entwicklung und Anwendung geeigneter Instrumente für kleinere hessische Unternehmen zum gemeinsamen Aufbau von Geschäftsfeldern in Mittel- und Osteuropa im Rahmen eines länderübergreifenden Kooperationsverbundes (siehe auch Seite 6). Das Projekt wendete sich speziell an Unternehmen aus dem Bereich der Abwasserbehandlung. Eine kleine Gruppe von vier Unternehmen wurde auf den Markt Slowakei geführt. Der besondere Ansatz und Reiz des Projektes bestand darin, dass sich die Unternehmen in ihren Tätigkeitsprofilen weitgehend ergänzten und damit ein breites Know-how-Spektrum anbieten konnten. Das Modelprojekt Recycling wendete sich speziell an Unternehmen aus dem Bereich der Recyclingbranche. In diesem Branchensegment haben sich die Rahmenbedingungen in den letzten Jahren deutlich verändert. Aufgrund verschiedener Entwicklungen stiegen die Preise seit 2005 sprunghaft an. Das hohe Preisniveau lässt die Aufbereitung von gemischten Bau- und Abbruchabfällen sowie ähnlichen Abfällen, insbesondere aus Industrie und Gewerbe, schlagartig wieder wirtschaftlich interessant werden. Trotz des attraktiven Preisniveaus ist es für kleinere und mittlere Unternehmen alleine meist schwierig, den wirtschaftlichen Betrieb einer Aufbereitungsanlage für

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gemischte Bau- und Abbruchabfälle zu gestalten. Deshalb ist das Bündeln von Mengen ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg. Hier setzte das Modellprojekt an: bei der Bildung eines Verbundes in diesem Marktsegment zur Sicherung der Existenz mehrerer kleiner Unternehmen.

Attraktive Weiterbildungsangebote

die Arbeitsgemeinschaft „Hessische Umwelttechnik auf dem Weg ins Ausland“ angeboten. Darüber hinaus wurden Seminare und Workshops zu verschiedenen Themen durchgeführt. Wenn auch Sie Interesse an einer Beratung oder Weiterbildung im Rahmen der Aktionslinie hessen-umwelttech haben, wenden Sie sich bitte an die Projektleiter der Beratung beim RKW Hessen:

Die Aktionslinie hessen-umwelttech ermöglicht auch eine Förderung von Weiterbildungsangeboten. So wurde beispielsweise zwei Jahre lang

Jürgen Müller RKW Hessen GmbH Düsseldorfer Str. 40 65760 Eschborn Tel.: 06196 / 97 02 41 E-Mail: j.mueller@rkw-hessen.de www.rkw-hessen.de

Kay Uwe Bolduan RKW Hessen GmbH Düsseldorfer Str. 40 65760 Eschborn Tel.: 06196 / 97 02 55 E-Mail: k.bolduan@rkw-hessen.de www.rkw-hessen.de

Auslandsmärkte – Potenziale für hessische Umwelttechnologie-Unternehmen Workshop zu Strategien und Rahmenbedingungen Außenwirtschaft und Messen

Der weltweite Bedarf an Umweltschutzleistungen und die Wertschätzung, die der deutschen Umwelttechnologie global zuteil wird, eröffnen mittel- und langfristig große Marktchancen. Die Aktionslinie hessen-umwelttech unterstützt insbesondere kleine und mittlere hessische Unternehmen bei der Erschließung dieser Märkte. Sie bot am 5. Oktober im Rahmen eines Workshops eine breite Palette an Informationen sowie die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. Der Workshop baute unter anderem auf den Ergebnissen eines Modellprojekts auf, das im Rahmen der Aktionslinie hessen-umwelttech durchgeführt und vom RKW Hessen koordiniert wurde. In diesem Projekt wurden vier hessische Unternehmen bei der Erschließung des Abwassermarktes in der Slowakei begleitet. Das theoretische Wissen und vor allem die umfangreichen praktischen Erfahrungen, die hier erarbeitet wurden und auch auf andere Segmente und Länder über-

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tragbar sind, wurden im Leitfaden „Mittel- und Osteuropa – Zukunftsmärkte für hessische Umwelttechnologie – Beispiel Abwassermarkt der Slowakei“ dokumentiert.

Gründliche Vorbereitung Da der Auslandsmarkt neue organisatorische Anforderungen und auch finanzielle Risiken birgt, betonte die erste Referentin des Workshops, Silke Hermann von BLAZE Management Consultants, die Bedeutung einer gründlichen Vorbereitung und einer gezielten strategischen Ausrichtung. Für einen erfolgreichen Auslandsgang muss ein Unternehmen seine eigenen Stärken und Schwächen kennen, aber auch die Branchen- und die Konkurrenzsituation analysieren. Darüber hinaus spielt die Distanz zum Zielland eine entscheidende Rolle, und zwar sowohl in geografischer und kultureller Hinsicht als auch im Hinblick auf ökonomische und politisch-administrative Rahmenbedingungen. „Grundsätzlich gilt: je geringer


die Distanz, desto größer die Erfolgschancen“, so Silke Hermann. „Dabei spielen neben den äußeren Bedingungen auch die individuellen Voraussetzungen der Unternehmen mit hinein. So sind beispielsweise Mitarbeiter mit entsprechenden Sprachkenntnissen und kulturellem Hintergrund ein großer Vorteil.“ Wie Vertriebsansätze für die deutsche Umwelttechnik aussehen können, erläuterte anschließend Sebastian Fuchs. Er ist Geschäftsführer der Avansis GmbH, einer auf Mittel- und Osteuropa spezialisierten Unternehmensberatung, die Niederlassungen in der Slowakei, in Ungarn und Rumänien unterhält, und war am Modellprojekt zur Erschließung des Abwassermarktes in der Slowakei beteiligt. „Für einen Markteintritt sind persönliche Gespräche sehr wichtig. Reisen Sie in das Zielland, führen Sie Expertengespräche und informieren Sie sich darüber, welche Projekte in den nächsten fünf Jahren geplant sind“, empfiehlt Sebastian Fuchs. Anlaufstelle für einen Marktzugang können Planungsunternehmen sein, die die entsprechenden Produkte in ihren Planungen berücksichtigen und weiterempfehlen. Allerdings erhalten Planer häufig sehr viele solcher Angebote und verlangen für ihre Tätigkeit in der Regel eine Provision. Je nach regionalen Gegebenheiten kann es sinnvoller sein, den Kontakt direkt zum Endkunden aufzubauen. So wurde beispielsweise im Rahmen des Modellprojekts mit den Abwasserverbänden in der Slowakei verhandelt.

Kooperationen in Europa Innovative Unternehmen und Forschungseinrichtungen erhalten durch das europaweite Netzwerk der Innovation Relay Centres (IRC) Unterstützung bei der Bildung von Geschäftskooperationen. Céline Lattemann ist beim IRC Hessen/RheinlandPfalz Ansprechpartnerin für den Bereich Umwelttechnologie. Sie stellte die Technologie-Datenbank des IRC vor, in die Unternehmen Angebote und Gesuche für technologische Zusammenarbeit eingeben und recherchieren können, und erläuterte weitere Serviceleistungen wie Kooperationsbörsen auf Leitmessen und die Betreuung bei Auslandsterminen vor Ort. Abschließend gab Nicole Jansen, die bei der Hessen Agentur in der Europaberatung tätig ist, einen Überblick über das 7. Forschungsrahmenprogramm der EU. Gefördert werden Kooperations-

projekte von Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus neun wissenschaftlichen und technischen Schlüsselbereichen, zu denen unter anderem Umwelt und Energie gehören. Die Europäische Kommission wird Aufrufe zur Einreichung von Projektanträgen, so genannte Calls for Proposals, veröffentlichen, in denen detailliert beschrieben wird, welche Vorhaben gefördert werden und wie die Anträge hierzu formuliert werden müssen. Bei Nicole Jansen können sich Unternehmen über anstehende Calls informieren und Unterstützung bei der Erstellung von Anträgen erhalten. Dr. Carsten Ott HA Hessen Agentur GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Tel.: 06 11 / 7 74-83 50, Fax: -5 83 50 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de Céline Lattemann HA Hessen Agentur GmbH Innovation Relay Centre (IRC) Hessen/Rheinland-Pfalz Tel.: 06 11 / 7 74-86 92, Fax: -5 86 92 E-Mail: celine.lattemann@hessen-agentur.de Internet: www.irc-hessen.de Nicole Jansen HA Hessen Agentur GmbH Europaberatung Tel.: 06 11 / 7 74-86 33 E-Mail: nicole.jansen@hessen-agentur.de

Die Vorträge des Workshops „Auslandsmärkte – Potenziale für hessische Umwelttechnologie-Unternehmen“ stehen zum Download bereit unter: www.hessen-umwelttech.de, Rubrik Infos & Termine / Veranstaltungen. Der Leitfaden „Mittel- und Osteuropa – Zukunftsmärkte für hessische Umwelttechnologie – Beispiel Abwassermarkt der Slowakei“ kann kostenlos bei der Aktionslinie hessen-umwelttech bestellt werden und steht zum Download bereit unter www.hessen-umwelttech.de, Rubrik Infos & Termine / Veröffentlichungen

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Delegation in Bulgarien und Rumänien Neue Geschäftskontakte für kleine und mittlere Unternehmen

Mit einer Unternehmerdelegation besuchte Hessens Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel vom 9. bis 13. Oktober Bulgarien und Rumänien. Ziel der Reise war die Unterstützung des Aufbaus von neuen Geschäftskontakten insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen mit den Branchenschwerpunkten Infrastruktur, Umwelt und Zulieferindustrie.

ziellen Geschäftspartnern vermittelten. Mit der Teilnahme an der Wirtschaftsdelegation hatten die beteiligten Unternehmen aus Hessen zudem die Chance, Informationen aus erster Hand über Regierungsvorhaben in den beiden Ländern zu erhalten. Der Besuch in Rumänien führte die Delegation auch nach Timisoara. Diese Großstadt im westlichen Landesteil ist für Rumänien das „Tor nach Europa“. Hier sind bereits zahlreiche ausländische Firmen angesiedelt, und der Aufbau weiterer Kooperationen mit Partnern aus Hessen ist sehr erwünscht. Auch in 2007 ist eine Delegationsreise nach Rumänien geplant, die Bereiche der Umwelttechnologie mit umfasst. Staatssekretär Bernd Abeln wird im April mit interessierten Unternehmen unter anderem die ConstructExpo Antreprenor, die führende internationale Ausstellung für Bauwesen in Bukarest besuchen. Hier ist außerdem ein Gemeinschaftsstand geplant, an dem sich hessische Unternehmen beteiligen können.

Der Hessische Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel mit Delegationsteilnehmern in Rumänien

„Nach der Entscheidung der EU-Kommission über die Mitgliedschaft der beiden Staaten in der Europäischen Union ab dem 1. Januar 2007 bestehen beste Chancen für eine Ausweitung von Handel und Investitionen zwischen Hessen und den beiden südosteuropäischen Nachbarländern“, so Rhiel. Mit acht Millionen Einwohnern in Bulgarien und 22 Millionen Einwohnern in Rumänien bestehe in den beiden Ländern erhebliches Marktpotenzial. Angesichts des hohen Investitionsbedarfs im Bereich der Infrastruktur seien Kooperationen mit deutschen Unternehmen sehr willkommen. „Hier nutzen Unternehmen aus Hessen bereits erfolgreich ihre Chancen“, erläuterte der Minister. „In Bulgarien wie in Rumänien sind gute Voraussetzungen für zusätzliche Aufträge in den Bereichen Planung und Bauwesen wie auch in der Umwelttechnik gegeben“, zeigte sich Rhiel überzeugt.

Kontakte auf Kooperationsbörsen Der Delegation gehörten 30 Personen aus 15 Unternehmen an, darunter Vertreter hessischer Ingenieurbüros sowie aus den Bereichen Umwelttechnologie, Bauwirtschaft und Stadtentwicklung. Im Mittelpunkt des Programms standen während des Aufenthalts in Bulgarien wie in Rumänien jeweils Kooperationsbörsen, die direkte Kontakte zu poten-

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Anna Raudszus HA Hessen Agentur GmbH Tel.: 06 11/ 7 74-86 10 E-Mail: anna.raudszus@hessen-agentur.de

Wirtschaftsministerium öffnet Tor zur Welt Die Teilnahme an Delegationsreisen und Gemeinschaftsständen auf internationalen Messen erleichtert kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu entfernt liegenden Märkten. Das Hessische Wirtschaftsministerium bietet diesbezüglich ein breites Programm an Aktivitäten, das Unternehmen unterschiedlichster Branchen anspricht. In vielen Fällen bieten sich in diesem Rahmen auch für Umwelttechnologieunternehmen günstige Möglichkeiten zur Erschließung von Auslandsmärkten. In 2007 sind unter anderem Delegationsreisen nach Rumänien, China, Lateinamerika und Algerien geplant. Das Messeprogramm des Hessischen Wirtschaftsministeriums steht zum Download bereit unter: www.hessen-agentur.de, Rubrik: News und Termine / Messen und Delegationsreisen


Hessische Umwelttechnologie in Budapest Gemeinschaftsstand auf der Ökotech 2006

Zusammen mit der IHK Offenbach hat die Hessen Agentur unter Beteiligung der Aktionslinie hessen-umwelttech auch in diesem Jahr wieder einen Gemeinschaftsstand für hessische Umwelttechnologieunternehmen auf der Ökotech organisiert. Vom 11. bis zum 14. Oktober präsentierten fünf hessische Unternehmen in Budapest ihre Produkte dem osteuropäischen Markt. Die Unternehmen waren mit ihrem Messeauftritt im Rahmen des Gemeinschaftsstandes sehr zufrieden. Als Ergänzung zur Präsentation am Stand führte die Hessen Agentur zusätzlich ein maßgeschneidertes „Matchmaking“ für den ungarischen Markt durch. Die Deutsch-Ungarische Industrie- und Handelskammer (DUIHK) in Budapest hatte im Vorfeld potenzielle Partner und Kunden individuell angeschrieben und an den Messestand eingeladen. Darüber hinaus hatten die Unternehmen und die Aktionslinie hessen-umwelttech Gelegenheit, das breite Spektrum der hessischen Umwelttechnologie auf dem „German Day“ zu präsentieren. Bei der Einführung zu dieser von der DUIHK organisierten Fachveranstaltung gab Herr Csaba Nemes, Leiter der Hauptabteilung für Umweltentwicklung des ungarischen Umweltministeriums, einen Überblick über den großen Nachholbedarf, den das Land in den Bereichen Abwasser- und Abfalltech-

nik noch hat und betonte ein wachsendes Interesse an erneuerbaren Energien aus nachwachsenden Rohstoffen. Angesichts dieser Marktpotenziale soll auch auf der Ökotech 2007 wieder ein Gemeinschaftsstand für hessische Unternehmen angeboten werden. Neben der Erschließung des breit gefächerten ungarischen Umweltmarktes bietet die Messe einen wichtigen Zugang zu weiteren viel versprechenden Auslandsmärkten, etwa in Rumänien oder Bulgarien. Dr. Carsten Ott HA Hessen Agentur GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Tel.: 06 11 / 7 74-83 50, Fax: -5 83 50 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de

Hessen auf der Entsorga-Enteco Positive Bilanz bei Ausstellern und Messeleitung Die Entsorga-Enteco 2006 wurde aus Sicht der Messe und zahlreicher Aussteller von zufriedenen Gesichtern bestimmt. Auch der Gemeinschaftsstand, den die Aktionslinie hessen-umwelttech im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums organisiert hatte, stieß auf reges Interesse. Am Stand der Aktionslinie hessen-umwelttech beteiligten sich: die Steinhardt GmbH Wassertechnik aus Taunusstein, die Mercodor GmbH Sondermaschinenbau KG aus Frankfurt und die NIS Zertifizierungs- und Umweltgutachter GmbH aus Hanau. Darüber hinaus waren die Universität Gießen und das Institut WAR der TU Darmstadt vertreten. Die überwiegend aus der Abfall- und Abwasserbran-

che stammenden Aussteller konnten ihre Leistungen und Produkte auf der Entsorga-Enteco einem breiten, internationalen Fachpublikum präsentieren und dabei zahlreiche Kontakte knüpfen. Insgesamt waren auf der Messe rund 910 Unternehmen aus 28 Ländern als Aussteller vertreten. Rund 43.000 Besucher aus 106 Ländern informierten sich über Trends und Neuheiten aus der Branche. Gegenüber der Entsorga 2003 war der Auslandsanteil der Besucher um 30 Prozent gestiegen. Zuwächse habe man vor allem aus Ostund Südeuropa, Südamerika, Thailand und Japan registriert. „Wir sind mit der Messe außerordentlich zufrieden. Das Interesse an den Lösungen, die hessen-umwelttech NEWS 5/2006

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Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE), der die Entsorga-Enteco über die Entsorga gGmbH zusammen mit der Koelnmesse veranstaltete.

die deutschen Entsorgungs- und Wasserunternehmen anbieten, nimmt gerade international immer mehr zu“, so Dr. Stephan Harmening, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der

Dr. Carsten Ott HA Hessen Agentur GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Tel.: 06 11 / 7 74-83 50, Fax: -5 83 50 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de Weitere Informationen zur Entsorga-Enteco 2006: www.entsorga-enteco.de

Hannover Messe 2007 Gemeinschaftsstand Hessische Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie Hessen wird auf der Hannover Messe 2007 vom 16. bis zum 20. April an der Group Exhibit „Hydrogen & Fuel Cells“ teilnehmen. Im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums bietet die Aktionslinie hessen-umwelttech hessischen Unternehmen die Möglichkeit, ihre innovativen Entwicklungen und Anwendungen aus den Bereichen der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie auf einem Gemeinschaftsstand zu präsentieren. Die „Hydrogen & Fuel Cells“ ist die weltweit größte internationale Branchenpräsentation und Informationsplattform für die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Hier treffen sich Hersteller, Betreiber, Investoren und Kunden, um sich über neue Trends und konkrete Anwendungsmöglichkeiten auszutauschen.

Aufgrund der erfolgreichen Messeauftritte in den vergangenen Jahren und der großen Zufriedenheit der Mitaussteller organisiert die Aktionslinie hessen-umwelttech auch 2007 wieder einen Gemeinschaftsstand in Zusammenarbeit mit der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen. Hessische Unternehmen, die sich daran beteiligen möchten, erhalten weitere Informationen bei: Alfred Stein HA Hessen Agentur GmbH Geschäftsführer H2BZ-Initiative Hessen Tel.: 06 11 / 7 74-86 48, Fax: -5 86 48 E-Mail: alfred.stein@hessen-agentur.de Internet: www.h2bz-hessen.de www.hessen-umwelttech.de

Britischer Fonds für innovative Unternehmen Technologietransfer

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Die „Low Carbon Initiative UK Ltd.“, ein öffentlicher britischer Fonds, unterstützt innovative Unternehmen finanziell, die Technologien zur Energieeinsparung und Vermeidung bzw. zur Verminderung des Kohlenstoffausstoßes anbieten.

stoffe, Energiegewinnung und Energieeffizienz. Investiert wird in junge Firmen, die bereits über bewährte Geschäftsmodelle verfügen und mit ihren innovativen und geschützten Technologien das Potenzial besitzen, zum regionalen oder weltweiten Marktführer ihrer jeweiligen Branchen aufzusteigen.

Die in London ansässige Investmentgesellschaft konzentriert ihre Tätigkeit vor allem auf das Vereinigte Königreich, Deutschland, Skandinavien und den US-Staat Kalifornien. Schwerpunktgebiete sind: Gebäude, gebäudebezogene Produkte, Biokraft-

Dr. Stephen Mahon Low Carbon Initiative UK Limited, Tel.: 00 44 / 77 95 80 32 46, E-Mail: stevem@lowcarbonaccelerator.com www.lowcarbonaccelerator.com

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Behandlung schwefelhaltiger Abgase Säureneutralisierung durch Muscheln

Ein irisches Unternehmen bietet eine patentierte Biofiltrationstechnologie zur Reinigung von industriellen Abgasströmen, die eine hohe Konzentration reduzierter Schwefelverbindungen aufweisen. Das Unternehmen sucht Lizenznehmer. Das innovative biologische Verfahren nutzt Reaktionsmedien, die die spezifische Fähigkeit besitzen, saure Nebenprodukte, die bei der biologischen Oxidation von Schwefelverbindungen entstehen, zu neutralisieren und somit pH-Veränderungen auszugleichen. Dadurch können große Mengen an Schwefelwasserstoff und reduzierten Schwefelverbindungen behandelt werden. Das Reaktionsmedium besteht im Wesentlichen aus Muschelschalen, die mit einer Mischung aus speziell ausgesuchten Mikroorganismen beschichtet sind. Die Muscheln besitzen einen hohen Calciumcarbonat-Anteil, der die Säure neutralisiert, sobald sie durch bakterielle Oxidation produziert wurde. Der Bakterientyp wurde so ausgewählt, dass er große Mengen an Schwefelwasserstoff abbauen kann und sein Leistungsoptimum bei einem pHWert von 7 zeigt.

Verringerte Betriebskosten Die physikalischen und chemischen Eigenschaften dieses Mediums wirken sich verbessernd auf den gesamten Filtrationsprozess aus. Sie ermöglichen die Nutzung kleinerer Filter mit einer erhöhten Effizienz und einer verbesserten Abbauleistung. Durch Einsatz der Filtrationstechnologie verringern sich die Betriebskosten und der Wartungsaufwand. Darüber hinaus ermöglicht die modulare Bauweise eine einfache Installation vor Ort. Die Technologie ist bereits auf dem Markt. Gesucht werden Partner für eine Lizenzvergabe oder für Joint Ventures. Die gesuchten Unternehmen sollten aus den Bereichen Luftreinhaltung, Lüftungsanlagen, Rauchgasbehandlung oder Abwasserbehandlung stammen. Céline Lattemann HA Hessen Agentur GmbH Innovation Relay Centre (IRC) Hessen/Rheinland-Pfalz Tel.: 06 11 / 7 74-86 92, Fax: -5 86 92 E-Mail: celine.lattemann@hessen-agentur.de Internet: www.irc-hessen.de

Universität Kassel und Wuppertal Institut schließen Kooperationsvertrag Innovationen zur Nachhaltigkeit in Hessen und Nordrhein-Westfalen Aus den Hochschulen

Gemeinsam Forschen – gemeinsam Regionen nachhaltig entwickeln: Unter diesem Motto haben die Universität Kassel (UNIK) und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Beide Institutionen wollen künftig noch enger zusammenarbeiten und ihre Forschungsaktivitäten für die regionale, nachhaltige Entwicklung in Hessen und Nordrhein-Westfalen bündeln. Übergeordnetes Ziel der Zusammenarbeit ist es, umweltbezogene Projekte zu fördern. Die Partner wollen dabei ihre bestehenden regionalen Verbindungen und ihren Ruf als hervorragende Akteure in der Nachhaltigkeitsforschung einbrin-

gen, so der Gastgeber Eckhard Uhlenberg, Umweltminister von Nordrhein-Westfalen, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages am 25. September im Düsseldorfer Landtag. „Aus der heute unterzeichneten Kooperation erhoffe ich mir neue Impulse für die Forschung und für den Dialog in den beiden Regionen um Wuppertal und Kassel“, betonte der Minister. Die Kooperation sieht die gemeinsame Forschungsinitiative „Innovationen zur Nachhaltigkeit“ vor, mit deren Hilfe in einer hessischen und einer nordrhein-westfälischen Modellregion „Regionale Netzwerke zur Ressourceneffizienz“ entwickelt werden sollen. Die Schwerpunkte werden zunächst in den Bereichen Biomasse, Landnuthessen-umwelttech NEWS 5/2006

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Haben die Kooperation auf den Weg gebracht: der nordrhein-westfälische Umweltminister Eckhard Uhlenberg; Professor Dr. Peter Hennicke, Präsident des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt, Energie GmbH; Professor Dr. Alexander Rossnagel, Vizepräsident der Universität Kassel sowie Edgar Freund, Leiter der Abteilung Abfallwirtschaft, Bergbau, Klima- und Immissionsschutz im Hessischen Umweltministerium (v.l.n.r.).

zung und in der dezentralen Energieversorgung liegen. Zudem wurde eine enge Zusammenarbeit in Themenfeldern wie Energieeffizienz und erneuerbare Energien, Klimapolitik und Klimafolgenforschung, Stoffströme und Ressourcenmanagement sowie nachhaltiges Produzieren und Konsumieren vereinbart.

eingespart werden. Schließlich werden in Kassel auch integrierte dynamische Systeme zur energetischen Biomassennutzung erforscht. Dabei sollen die vernetzten Energie- und Stoffströme von unterschiedlichen Konzepten zur energetischen Biomassenutzung analysiert und in konkreten Modellen abgebildet werden.

Zukunftsorientierte Umweltforschung in Kassel

Mit diesen und weiteren Projekten ist die Universität Kassel auf dem besten Weg, sich im Umweltsektor als innovative Forschungs- und Bildungseinrichtung zu profilieren. Das renommierte Wuppertal Institut stellt dabei einen wichtigen Kooperationspartner dar. Bereits 2005 haben beide Einrichtungen ihre Zusammenarbeit im Bereich der Umweltforschung begründet, die nun gezielt erweitert und intensiviert werden soll.

Zukunftsorientierte Umweltforschung wird an der UNIK bereits seit Jahren intensiv und fachübergreifend betrieben. Das Team Umweltpsychologie hat beispielsweise aktuell ein Modell für die Wassernutzung privater Haushalte sowie öffentlicher Dienstleistungssektoren entwickelt, mit welchem der Trinkwasserverbrauch unter sich ändernden klimatischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen aufgezeigt werden kann. „Solanova“, die solar unterstützte, ökoeffiziente Renovierung von großen Wohngebäuden und Wärmeversorgungssystemen ist ein weiteres Umweltprojekt der UNIK. Ziel hierbei ist es, integrierte, umwelt- und sozialverträgliche Sanierungskonzepte für Wohnungsanlagen zu entwickeln. Mit Hilfe der Solarenergie soll dabei Heizwärme um den Faktor 10

Der Campus der Universität Kassel

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Dr. Peter Moser Profilentwicklung Umwelt Universität Kassel Mönchebergstr. 19b 34109 Kassel Tel.: 05 61 / 8 04 22 49 E-Mail: p.moser@uni-kassel.de


Microdyn-Nadir: Membransysteme zur optimalen Stofftrennung Moderne Abwasser- und Prozesswasserbehandlung Von der Metall- bis hin zur Lebensmittelindustrie kommen Filtrationsprozesse zum Einsatz, um Stoffe voneinander zu trennen. Die aktive Trennleistung erbringen Membransysteme, wie sie etwa die Wiesbadener Microdyn-Nadir GmbH unter Leitung von Walter Lamparter entwickelt und fertigt. Das Unternehmen, hervorgegangen aus den Firmen Höchst AG und ENKA AG, bietet Membranmodule und Membranen für eine Vielzahl von Anwendungen, darunter auch die biologische Abwasserbehandlung, an. Speziell für getauchte Systeme in diesem Bereich steht das neuartige Modul BIO-CEL® zur Verfügung, das auf den bewährten NADIR® Membranen basiert. Seine Produktpalette hat das Unternehmen unter anderem am hessischen Gemeinschaftsstand auf der Ökotech in Budapest im Oktober erfolgreich präsentiert.

? Herr Lamparter, für welche

Anwendungen bietet MicrodynNadir Membranen an?

Eine Vielzahl unserer Membranen und Module sind für die Abwasserbehandlung geeignet. Unser Angebot reicht jedoch weit über die reine Abwasserbehandlung hinaus. Denn unser Ziel ist es, Membranen immer so im Prozess einzusetzen, dass Abwässer gar nicht erst entstehen und eingesetzte Betriebsstoffe als Wertstoffe zurückgewonnen werden können. Beispiel hierfür ist die Abtrennung von Schwermetall aus Edelstahlbeizen. Anstatt die dabei verwendete Säure zu verwerfen und Unmengen an Schlamm zu produzieren, können mittels Nanofiltration die Schwermetalle abgetrennt und die gereinigte Säure dem Prozess wieder zugeführt werden.

?

Welche Membransysteme und Filtrationsprozesse kommen heute bei der Wasseraufbereitung zum Einsatz?

Für die Aufbereitung von Öl-Wasser-Emulsionen, die als Abwasserströme in zahlreichen Produktionsprozessen anfallen, sind Ultra- und Nanofiltrationsmembranen gut geeignet. Sie besitzen eine asymmetrische Struktur, bei der die aktive Oberfläche, eine hochdichte mikroporöse Schicht aus Polymeren, einer hochporösen Stützstruktur aufliegt. Da die eigentliche Trennschicht sehr dünn angelegt ist,

können hohe Flussraten erreicht werden. Die nach innen zunehmende Porengröße verhindert das Verstopfen der Poren (Fouling) von innen.

Was Unternehmen bewegt

Um auch die Anlagerung von Partikeln an der Oberfläche zu verhindern, empfehlen wir den Cross-Flow Betrieb der Membransysteme. Dabei wird der Prozessstrom parallel zur Membran geführt. Dies gewährleistet optimale Durchmischung während der Filtration, wirkt Ablagerungen entgegen und ermöglicht nicht zuletzt über lange Zeit hinweg einen stabilen Durchfluss.

? Was ist das Besondere an den

Membranen und Modulen von Microdyn-Nadir?

NADIR® Membranen bestehen aus speziell entwickelten permanent hydrophilen Polymeren, die auch über lange Betriebszeit und bei häufiger Reinigung ihre hydrophilen Eigenschaften, vergleichbar mit dem Antihafteffekt einer Teflonbeschichtung, behalten. Zudem sind sie extrem pH-, chemikalienund temperaturstabil und erfüllen auch spezifische Normen in den Bereichen Pharma, Lebensmittel und Biotechnologie.

Microdyn® Modul-klein: Das neue BIO-CEL® Modul von Microdyn-Nadir, entwickelt für die biologische Abwasserbehandlung.

Die Membranen werden in Module eingebaut, um technisch verwendbar zu sein. Dabei sind unsere Module so vielseitig wie die Anwendungen, für die wir sie speziell anpassen. Die Wickelmodule von Microdyn-Nadir sind etwa geeignet für pHWerte von 0 bis 14 und Temperaturen bis zu 80°C, Hohlfasermodule zeigen besondere Merkmale in Form und Verguss. Doch das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus unserem Portfolio.

? Was zeichnet das neue BIO-CEL® Modul aus?

BIO-CEL® ist ein neuartiges Membranmodul, das wir speziell für getauchte Systeme im Bereich der biologischen Abwasserbehandlung entwickelt haben. Es ist für den Einsatz in Membranbioreaktoren konzipiert, die wegen ihrer hohen Ablaufqualität und ihrem geringen Platzbedarf zunehmend auch in der Pharma- und Chemieindustrie zum Einsatz kommen. Dabei verbindet BIO-CEL® die Vorteile klassischer getauchter Kapillar- und Plattenmodule durch eine innovative Konstruktion mit großflächigen, selbst tragenden Membrantaschen. hessen-umwelttech NEWS 5/2006

Microdyn® MembraneFond: Blick auf die feinen Details einer asymmetrischen Membran: Die Trennschicht, als feine dünne Linie erkennbar, ganz oben und darunter eine Schicht aus Spezialpolymeren. Die großporige Struktur in der unteren Hälfte kennzeichnet die Stützstruktur, der die Membran aufliegt.

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Die etwa zwei Millimeter dünnen Membrantaschen sind rahmenlos parallel zueinander installiert, so dass im Randbereich laminare Strömungen verhindert werden und keine Schlammablagerungen entstehen können. Auch eine Verzopfung durch Haare oder Fasern wird so unterbunden. Die Membrantaschen ermöglichen eine hohe Packungsdichte und weisen nur ein geringes spe-

zifisches Gewicht auf. Zudem ist das BIO-CEL® Modul rückspülbar und kann im Betrieb hervorragend gereinigt werden. Walter Lamparter Microdyn-Nadir GmbH Rheingaustraße 190 –196 65203 Wiesbaden Tel.: 06 11 / 9 62 58 50 E- Mail: w.lamparter@microdyn-nadir.de

Geothermie – Energie für die Zukunft Kompetenznetzwerk Geothermie bündelt Know-how in Hessen Aus den Netzwerken

In Zeiten der Verknappung von Öl und anderen fossilen Brennstoffen stellt sich die Frage nach der technisch-wirtschaftlich optimalen Erschließung alternativer Energieformen. Mit dem Kompetenznetzwerk Geothermie unterstützt das Hessische Wirtschaftsministerium die Aktivitäten zur Geothermie-Nutzung.

Energien fördert Maßnahmen zur Nutzung der Tiefengeothermie. Vor diesem Hintergrund konnte in Neustadt-Glewe in Mecklenburg-Vorpommern Ende 2003 das erste deutsche geothermische Kraftwerk in Betrieb genommen werden. Und an vielen potenziellen Standorten wurde mit konkreten Projekten begonnen.

Geothermische Energie ist die unterhalb der festen Oberfläche der Erde gespeicherte Wärmeenergie, auch Erdwärme genannt. Je tiefer man in die Erdkruste vordringt, desto höhere Temperaturen liegen vor. Die Wärme resultiert zum größten Teil aus der beim Zerfall radioaktiver Elemente freigesetzten Energie und lediglich zu einem geringen Teil aus der bei der Entstehung der Erde freigesetzten Gravitationsenergie, der Urwärme.

Erhöhter geothermischer Gradient im Oberrheingraben

In den zurückliegenden Jahrzehnten war die Nutzung der Geothermie in Deutschland weitgehend auf oberflächennahe Anwendungen, also bis zu einer Tiefe von 400 Meter und die Nutzung von Thermalwasser beschränkt. Neben neuen Technologien in diesem Bereich bietet aber auch die Nutzung der Tiefengeothermie vielversprechende Möglichkeiten. Seit den 70er Jahren wurden zur Erschließung der tiefen Erdwärme erste Versuche unternommen. Besonders erfolgreich war das europäische Hot-Dry-Rock-Projekt im elsässischen Soultz-sous-Forêts, mit dem Ende der 80er Jahre begonnen wurde und bei dem sich Deutschland seitdem mit Wissenschaftlern und Finanzmitteln führend engagiert. Die Geothermie wurde im Jahr 2000 in das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aufgenommen. Damit wurde erstmals eine garantierte Vergütung für den in geothermischen Kraftwerken erzeugten Strom festgeschrieben. Auch das Marktanreizprogramm des Bundes zur Förderung erneuerbarer

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Auch in Hessen gibt es verstärkt Aktivitäten zur Geothermie-Nutzung, wobei der Oberrheingraben aufgrund seines gegenüber dem Normalfall dreifach erhöhten geothermischen Gradienten das Gebiet ist, in dem sich am ehesten wirtschaftlich Strom und Wärme in einem Geothermie-Kraftwerk erzeugen lassen. Die ersten hessischen Geothermie-Kraftwerke sollen daher in diesem Gebiet entstehen: In der Region um Riedstadt und in der Region um Walldorf sind Kraftwerke mit drei bis vier Megawatt elektrischer Leistung in den nächsten Jahren geplant. Für den Kraftwerksbetrieb und die Nutzung zur Fernwärmeversorgung soll ca. 150 °C heißes Wasser mit einer Förder- bzw. Injektionsrate von 70 bzw. 100 Litern pro Sekunde erschlossen werden. Zum Teil deutlich über 2.000 Meter tief müssen die dafür notwendigen Bohrungen gehen, deren Investitionsbedarf pro Bohrung etwa vier bis fünf Millionen Euro beträgt. Seismische Voruntersuchungen wurden im Jahr 2005 durch das Unternehmen HotRock GmbH im Bereich des in Aussicht genommenen KraftwerkStandorts um Riedstadt durchgeführt. Diese bestätigten die Chancen für eine Geothermie-Nutzung, wobei endgültige Gewissheit über das nutzbare Energiepotenzial erst durch eine Bohrung erreicht werden kann. Im Erlaubnisfeld Walldorf sind von der EGE Everlasting Geo-Energies GmbH & Co KG erste


Flache Geothermie (bis 400 m)

Tiefe Geothermie (ab 400 m) Hydrothermale Systeme

Petrographische Systeme

0

Flache Geothermie (bis 400 m): Wärme aus gespeicherter Sonnenenergie und Wärmestrom aus der Tiefe. Bereitstellung von Wärme über Wärmetauscher für Heizung und Kältespeicherung in Aquiferen.

500

1000

1500

2000

2500

Schematisches West-Ost-Profil mit Zielhorizonten im nördlichen Oberrheingraben im Raum Stockstadt

Vorerkundungen für Anfang 2007 geplant. Weitere Details zu den Vorhaben sind im Internet unter www.energieland.hessen.de zu finden.

Ressortübergreifende Zusammenarbeit Seit dem Jahr 2003 begleitet das Hessische Wirtschaftsministerium die Arbeiten zur Realisierung der hessischen Projekte. Im vergangenen Jahr wurde zur Verbreiterung der Aktivitäten im Geothermiebereich unter der Federführung des Hessischen Wirtschaftsministeriums das Kompetenznetzwerk Geothermie entwickelt, welches in einem ersten Schritt das Knowhow aus dem Bereich des Umwelt- und des Wirtschaftsministeriums bündelt. Eine zentrale Rolle fällt dabei dem Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie zu. In dem Netzwerk werden ressortübergreifend Informationen erarbeitet und für Beratung, Information und Genehmigung zur Verfügung gestellt. Für die Geothermienutzung wichtige energietechnische und energiewirtschaftliche Daten und Informationen werden auch durch die hessenENERGIE GmbH im Auftrag des Wirtschaftsministeriums gesammelt und in Zusammenarbeit mit dem Geologischen Dienst des Landes Hessen ausgewertet. Die ersten Ergebnisse stehen interessierten Unternehmen und Privatpersonen auf der „Energieland“-Internetseite des Wirtschaftsministeriums zur Verfügung. Die Netzwerkpartner, zu denen nun auch die Technische Universität (TU) und die Hochschule Darmstadt gehören, streben eine Zusammenarbeit mit den für die Geothermie relevanten Akteuren aus BadenWürttemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen an. Bei Bedarf werden auch externe Expertisen eingeholt, um eine gemeinsame Geothermie-Strategie für den Oberrheingraben zu entwickeln.

Verändert nach Straub, E. W. (1962): Die Erdöl- und Erdgaslagerstätten in Hessen und Rheinhessen. Abh. Geol. Landesamt Baden-Württ., 4

1. Tiefengeothermie-Forum Hessen

Tiefe Geothermie (ab 400 m): Hydrothermale Systeme – Direkte Wärmenutzung aus klüftig-porösen oder zerrütteten Gesteinsschichten über Aquifere zur Erzeugung von Wärme > 20°C und Strom > 100°C. Petrographische Systeme – Hot Dry Rock Geothermie Wärme zur Wärme- und Stromerzeugung aus heißen, überwiegend trockenen Gesteinen des kristallinen Grundgebirges über induzierten Wasserkreislauf mittels technischer Permeabilitätserweiterung.

Unter der Federführung des Hessischen Wirtschaftsministeriums fand mit Beteiligung der TU Darmstadt in deren Räumlichkeiten am 8. November 2006 das 1. Tiefengeothermie-Forum Hessen statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurden Chancen und Risiken der Nutzung und Erschließung tiefer Geothermie in Hessen näher betrachtet. Weitere Schwerpunktthemen waren die geologischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, Potenziale in Hessen sowie Erschließungs- und Nutzungsmöglichkeiten zur Stromerzeugung. Mit diesen Themen stieß der Veranstalter auf reges Interesse bei der angesprochenen Zielgruppe, wie das umfangreiche Teilnehmerfeld aus Entscheidungsträgern von Kommunen und Energieversorgungsunternehmen sowie Geologen, Planern und Beratenden Ingenieuren eindrucksvoll zeigte. Die Fachvorträge des Forums stehen allen Interessierten in Kürze im Internet zur Verfügung. Günter Vogel Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung Tel.: 06 11 / 8 15-26 13 Fax: 06 11 / 8 15-49-26 13 E-Mail: guenter.vogel@hmwvl.hessen.de Weitere Informationen zur Geothermienutzung in Hessen und zum 1. Tiefengeothermie-Forum: www.wirtschaft.hessen.de/Energie www.energieland.hessen.de www.hlug.de/medien/geologie/erdwaerme/

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CDM – Klimaschutz mit Gewinn Flexible Kyoto-Mechanismen eröffnen internationale Marktchancen Umweltrecht

§§ §

Nach einer neuen Studie der Europäischen Umweltagentur werden die alten EU-Staaten kaum in der Lage sein, die im Kyoto-Protokoll angestrebte Absenkung der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2012 einzuhalten. Um deutliche CO2Minderungen zu erreichen, ist eine vollständige Umsetzung bereits geplanter Maßnahmen sowie eine verstärkte Nutzung der „flexiblen Mechanismen“ des Kyoto-Protokolls erforderlich. Hierdurch eröffnen sich zahlreiche Chancen für den Export von Umwelttechnologien. Den Rahmen dafür definiert das „Projektmechanismen-Gesetz“, welches die internationalen Vorgaben in deutsches Recht überführt. Zu den „flexiblen Mechanismen“, die im KyotoProtokoll zur Erreichung der Klimaschutzziele vorgesehen sind, gehören neben dem Emissionshandel die projektbasierten Instrumente „Clean Development Mechanism – CDM“ sowie „Joint Implementation – JI“. Unter CDM sind Projekte zur Emissionsminderung zu verstehen, die in Entwicklungsländern mit Unterstützung aus den im Annex B des Kyoto-Protokolls aufgelisteten Industrie- und Transformationsländer durchgeführt werden. Daran können sowohl private als auch öffentlich-rechtliche Einrichtungen beteiligt sein. JI-Projekte hingegen bezeichnen Maßnahmen, die ausschließlich Annex-B Staaten gemeinsam durchführen.

Innovative Technologien gefragt

§

§

§

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Marktchancen ergeben sich sowohl für Unternehmen, die mittels eigener Technologie Emissionsminderungen bewirken, als auch für Projektierungs- und Beratungsbüros, die Kontakte in die Gastgeberländer vermitteln bzw. den Technologietransfer organisieren. Insbesondere für Firmen, die mittels innovativer Technologien Emissionsreduktionen bewirken können, dürften die Anforderungen, die an ein CDM-Projekt gestellt werden, ohne Probleme erfüllen: Zum einen muss die verwendete Technologie über den Stand der Technik des Gastgeberlandes hinausgehen. Zum anderen muss das CDM-Projekt „zusätzlich“ sein, es muss also über bereits bestehende Planungen hinausgehen. Um Anregungen zu erhalten, welche Projekte das eigene Unternehmen durchführen könnte, lohnt sich ein Besuch des Internetangebots des „United Nations Framework Convention of Climate Change“ – UNFCC. Unter http://cdm.unfccc.int/Projects sind hessen-umwelttech NEWS 5/2006

zahlreiche Informationen sowohl über die rund 380 bereits registrierten CDM-Projekte hinterlegt als auch über Projekte, die sich noch in der Registrierungsphase befinden. Bisher wurden bereits Projekte aus den folgenden Bereichen realisiert: Methangewinnung in der Tierhaltung oder der Abwasserbehandlung mit anschließender energetischer Nutzung Ersatz fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien Absaugung von Grubengas zur energetischen Nutzung Abwärmerückgewinnung in Zementwerken CO2-Rückgewinnung aus Rauchgas

Verknüpfung mit dem Emissionshandel Für ein erfolgreich durchgeführtes bzw. laufendes CDM-Projekt erhält der Projektbetreiber „zertifizierte Emissionsreduktionen“ (Certified Emission Reduction – CER). Durch die Verknüpfung von CDM mit dem EU-Emissionshandel können bereits heute Zertifikate aus CDM-Maßnahmen in Emissionsgutschriften umgewandelt und am Markt für Emissionszertifikate gehandelt werden. Tabelle 1 zeigt, wo CDM Projekte durchgeführt werden, wo die meisten CER´s entstehen und aus welchen Ländern die Investitionen stammen. Auffällig ist, dass zwar in China nur 7,7 Prozent der Projekte realisiert, dort aber über 45 Prozent der CER´s erwartet werden. Die Ursache ist darin zu finden, dass in China vor allem Projekte zur Einsparung von Schwefelhexafluorid durchgeführt wurden. Dieses Gas hat ein klimatisches Erwärmungspotenzial mit dem Faktor 23.900 gegenüber CO2, sodass durch die Einsparung von einer Tonne Schwefelhexafluorid 23.900 CER´s generiert werden. Bei solchen Projekten ist die Finanzierung häufig bereits durch den Verkauf der CER´s gesichert.

Investitionsklimaindex für Gastgeberstaaten Aus Deutschland sind bislang lediglich drei Projekte, also rund 1 Prozent aller Projekte angestoßen worden. Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft – DEG hat einen Investitionsklimaindex entwickelt, der für die potenziellen Gastgeberstaaten die allgemeinen Investitionsbedingungen, den Fortschritt der Implementierung notwendiger CDM-Institutionen und die spezifische Erfahrung


des Landes mit dem flexiblen Kyoto-Mechanismus bewertet. Tabelle 2 listet die ersten zehn Staaten in einer Rankingliste auf. Um ein Projekt erfolgreich durchführen zu können, ist eine gute Vorbereitung unerlässlich. Reduzieren lassen sich mögliche Risiken durch die sorgfältige Auswahl sowohl des Gastgeberlandes als auch des Projektes selbst. Die frühzeitige Einbindung von politischen Entscheidungsträgern, der Verwaltung sowie eine Kontaktaufnahme zu Nichtregierungsorganisationen sind ebenfalls unabdingbar für eine erfolgreiche Projektrealisierung. Karsten Barginda Sonderforschungsgruppe Institutionenanalyse (sofia) Tel.: 0 61 51/16 88 99 E-Mail: barginda@sofia-darmstadt.de Internet:www.sofia-darmstadt.de

Ranglisten der Gastgeber- und Investorenstaaten für CDM-Projekte Stand 29.10.2006 (Quelle: UNFCC) Rangliste der Gastgeberstaaten für CDM-Projekte nach Anzahl der registrierten Projekte

Rangliste der Gastgeberstaaten nach erwarteten jährlichen CER´s durch bislang registrierte Projekte

Rangliste der Investorstaaten für CDM-Projekte nach Anzahl der registrierten Projekte

Staat

Anteile an der Projektanzahl

Staat

Anteile an den erzeugten CER’s

Staat

Anteile an der Projektanzahl

Indien

30,3 %

China

45,4 %

Niederlande

30,7 %

Brasilien

20,0 %

Brasilien

14,8 %

Großbritannien 27,1 %

Mexiko

10,8 %

Indien

11,7 %

Japan

10,7 %

China

7,7 %

Südkorea 11,1 %

Schweiz

5,0 %

Chile

3,7 %

Mexiko

4,6 %

Spanien

4,6 %

Malaysia

3,1 %

Chile

2,1 %

Schweden

4,3 % Tabelle 1

Top Ten des Rankings der Gastgeberländer für CDM-Projekte (Quelle: DEG)

Weiterführende Links:

Rang

Land

CDM-Indexwert (max.: 100)

Rahmenbedingungen

Leitfaden für CDM- und JI-Projekte: http://www.bmu.de/klimaschutz/doc/ 6235.php

1

Chile

91,7

Sehr gut

2

Mexiko

86,0

gut

3

Indien

84,0

gut

Projektbeispiele (registrierte Projekte, Projekte im Validierungsverfahren): http://cdm.unfccc.int/Projects (für CDM-Projekte) http://ji.unfccc.int/ (für JI-Projekte)

4

Brasilien

83,2

gut

5

Südafrika

76,4

gut

6

Costa Rica

74,5

befriedigend

7

Kolumbien

73,7

befriedigend

8

El Salvador

73,6

befriedigend

9

Peru

73,3

befriedigend

Südkorea

72,5

befriedigend

Statistiken zu CDM-Projekten: http://cdm.unfccc.int/Statistics/

10 Text des Kyoto-Protokolls: http://unfccc.int/resource/docs/convkp/ kpger.pdf

Tabelle 2

Homepage der deutschen Investitionsund Entwicklungsgesellschaft: http://www.deginvest.de/ Homepage der deutschen Emissionshandelsstelle (DEHST): http://www.dehst.de Studie der europäischen Umweltagentur zur Erreichung der Ziele des KyotoProtokolls: http://reports.eea.europa.eu/eea_report_ 2006_9/en/eea_report_9_2006.pdf

§

§ hessen-umwelttech NEWS 5/2006

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Innovationsradar Umweltrecht Umweltrecht im Überblick Innovationsradar Umweltrecht

Europäisches Recht

Vorphase (Arbeitsentwürfe) Vorschlag der Kommission (KOM-Doc) Gemeinsamer Standpunkt des Rates Verabschiedung: EP + Ministerrat Status

Titel

Wesentlicher Inhalt

Energie und Klima Entwurf eines Gesetzes zur Einführung einer Biokraftstoffquote (Biokraftstoffquotengesetz – BioKraftQuG)

Ab dem 1. Januar 2007 muss der Mindestanteil von Biokraftstoffen beim Dieselabsatz 4,4 Prozent betragen, beim Benzin zwei Prozent, ab 2010 drei Prozent. Darüber hinaus ist ab 2009 eine auf den Gesamtabsatz von fossilen Kraftstoffen bezogene Gesamtquote von 5,7 Prozent vorgesehen, für 2010 von mindestens sechs Prozent.

Mitteilung der Kommission: Der globale Dachfonds für Energieeffizienz und erneuerbare Energien

Gegründet werden soll ein Fonds, der öffentliches und privates Kapital für Investitionsprojekte in erneuerbare Energien und Energieeffizienz in Entwicklungs- und Schwellenländern mobilisieren soll. Es sollen vor allem KMU unterstützt werden, Schwerpunkt werden Projekte bis 10 Millionen Euro sein.

Bekanntmachung der Prüfungsrichtlinie zur Verifizierung von Datenmitteilungen nach DEV 2012

Rahmenvorschriften für ein Tätigwerden als sachverständige Stelle für die Überprüfung von Datenmitteilungen nach dem Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (TEHG). Gegenstand der Prüfung sind alle Angaben der Anlagenbetreiber zur Erfüllung der Vorschriften der Datenerhebungsverordnung (DEV 2012).

Bekanntmachung über die Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich solarthermischer Kraftwerke

Gefördert werden die anwendungsorientierte Forschung zur solarthermischen Stromerzeugung, die Errichtung entsprechender Versuchs- und Demonstrationsanlagen sowie Untersuchungen von Einsatzmöglichkeiten und Anwendungsfeldern von Solarthermiekraftwerken.

Luft/Industrieanlagen

INFO: Umweltschutzvorschriften können eine marktschaffende Wirkung für Hersteller von Vermeidungsund Verminderungstechnologien und für Umweltdienstleister haben. Aus neuen oder geplanten Vorschriften können Hinweise auf künftigen technologischen Bedarf und mögliche interessante Innovations- und Geschäftsfelder abgeleitet werden. Ein Team von erfahrenen Umweltrechtlern unter Leitung von Prof. Dr. Martin Führ (Hochschule Darmstadt), Prof. Dr. Gerhard Roller (Fachhochschule Bingen) und Dr. Manfred Rack (Anwaltsbüro Dr. Manfred Rack, Frankfurt) hat die Aufgabe übernommen, den „Innovationsradar Umweltrecht“ mit Inhalt zu füllen. Weitere Informationen finden Sie unter www.hessen-umwelttech.de (Innovationsradar Umweltrecht).

Bekanntmachung der Vorläufigen Berechnungsverfahren für den Umgebungslärm - 34. BImSchV

Wasser Abfall/Bodenschutz/Altlasten Mitteilung der Kommission: Thematische Strategie für den Bodenschutz

Ziel ist die europaweite Sicherung der Bodenqualität, insbesondere der Bodenfruchtbarkeit, der biologischen Vielfalt, der Wasserrückhaltungskapazität und des ungestörten Nährstoffkreislaufs. Mit einer angepassten Bodennutzung soll eine weitere Verschlechterung der Bodenqualität verhindert werden.

Produkte Mitteilung der Kommission: Umsetzung der Gemeinschaftsstrategie zur Verminderung der CO2-Emissionen von Kraftfahrzeugen: sechster Jahresbericht

Das Ziel der EU, den CO2-Ausstoß neuer PKW´s auf maximal 120 g/km bis 2012 zu begrenzen, ist gefährdet, die Umsetzung der freiwilligen Selbstverpflichtung der Automobilindustrie erscheint nicht ausreichend. Daher werden weitere Maßnahmen zur Sicherstellung der Zielerreichung überprüft.

Richtlinie für die Förderung von Netzwerken zur Verbesserung der Materialeffizienz primär in kleinen und mittleren Unternehmen – NeMat –

Mit „NeMat“ soll die Bildung und fachliche Unterstützung von lernenden regionalen, branchenspezifischen oder Produktionsketten-bezogenen Netzwerken zur Steigerung der Materialeffizienz gefördert werden. Angesprochen sind hier von allem kleine und mittlere Unternehmen.

Nationales Recht

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In den Lärmkarten nach 34. BImSchV müssen anhand von Lärmindizes die aktuellen Lärmbelastungen dargestellt werden. Die Lärmindizes werden nach Verfahren berechnet, die den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen.

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Verabschiedung Beschluss im BT/BR/LT Ausschuss Entwurf (BT-Drs./BR-Drs./LT-Drs.) Vorphase (Referentenentwürfe)


Nachrichten aus Wirtschaft und Wissenschaft Geohumus erhält Deutschen Gründerpreis

Marktchancen

Fundstelle

Marktchancen ergeben sich für Anbieter von „FlexFuel-Motoren“ sowie von Anlagen zur Erzeugung von Biokraftstoffen, insbesondere für Biokraftstoffe der 2. Generation (Verwendung ganzer Pflanzen). Darüber hinaus kann die Landwirtschaft von der erforderlichen Rohstoffproduktion profitieren.

BT DRs. 16/2709

Hersteller von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer KOM (2006) 583 Energien sowie zur Erhöhung der Energieeffizienz können sich Exportmärkte erschließen. Projektentwickler können auch im Rahmen von CDM-Projekten von der Kapitalbereitstellung profitieren. Für die sachverständigen Stellen (z.B. Umweltgutachter BAnz. Nr. 158/2006 und IHK-Sachverständige) ergeben sich Marktchancen S. 5848 durch die Verifizierung der von den Anlagenbetreibern erstellten Datenmitteilungen nach der DEV und den Abgleich der Datenmitteilungen mit der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung. Marktchancen bestehen für Unternehmen und Forschungsinstitute, die in den geförderten Bereichen tätig sind, insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sind zur Antragstellung aufgefordert.

BAnz. Nr. 179/2006

Frankfurt. Die Sieger des Deutschen Gründerpreises 2006 stehen fest. In der Kategorie Konzept setzte sich die Geohumus International GmbH & Co. KG aus Frankfurt durch. Das Anfang 2005 von Dr. Wulf Bentlage gegründete Unternehmen hält weltweit Patente für ein wasserspeicherndes Granulat im Agrarsektor und plant für die nächsten Jahre einen Umsatz von jährlich sechs Millionen Euro. Mit dem nanotechnologisch hergestellten Produkt können bis zu 50 Prozent des Bewässerungswassers eingespart werden. hessen-umwelttech NEWS hat das Unternehmen bereits in der Ausgabe 4/2006 vorgestellt und ausführlich über die Eigenschaften des Superabsorbers berichtet. Der Deutsche Gründerpreis wird seit 2002 jährlich vergeben. Initiatoren sind die Zeitschrift Stern, die Sparkassen, McKinsey und das ZDF. Die Auszeichnung in der Kategorie Konzept wird für eine herausragende und Erfolg versprechende Geschäftsidee vergeben. www.geohumus.com www.startup-initiative.de

Publikation zur nachhaltigen Wasserwirtschaft Berechnungsverfahren sind das Handwerkszeug für Unternehmen, die Datenbearbeitung im Bereich von Geografischen Informationssystemen (GIS) und Lärmschutzgutachten anbieten.

BAnz. Nr. 154a/2006

Marktchancen bestehen für Labors, die Forschung und Analysen zur Bodenqualität betreiben und für Beratungsunternehmen, die Mitgliedsstaaten bei der Formulierung von Bodenzustandsberichten und der Festlegung von konkreten Maßnahmen unterstützen. Die Ausgaben in diesem Rahmen werden für die 25 Mitgliedsstaaten auf ca. 250 Mio. Euro jährlich für die Dauer von 25 Jahren geschätzt.

KOM (2006) 231 endgültig/2 vom 27.09.2006

Es ergeben sich Marktchancen für die Hersteller effizienter Komponenten, z.B. effizienter Antriebstechnologien oder LED-Technik für Beleuchtung.

KOM (2006) 463

Verbesserte Marktchancen bestehen zum einen für die am Netzwerk beteiligten Unternehmen durch die Möglichkeit, kostengünstiger zu produzieren und technologische Kompetenzen aufzubauen oder zu erweitern. Zudem können unabhängige Akteure und Beratungsunternehmen als Netzwerkkoordinatoren fungieren.

BAnz. Nr. 165/2006 S. 6059

Osnabrück. Knappes und verschmutztes Wasser ist in vielen Regionen der Erde ein Problem: Über eine Milliarde Menschen leben ohne sauberes Trinkwasser, rund 2,6 Milliarden ohne sanitäre Anlagen. „Wasser. Intelligent nutzen – nachhaltig schützen“ lautet die Devise – und der Titel einer neuen Broschüre der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA). Auf 64 Seiten werden 23 DBU-Förderprojekte zu fünf Themen nachhaltiger Wasserwirtschaft präsentiert: von gewässerschonender Landnutzung über Kreislaufwasserbehandlung in der Papierindustrie bis zum Abwasserreinigungsverfahren mithilfe der Ultraviolett-Strahlung. Die Broschüre ist kostenlos bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt erhältlich (Fax 0 54/96 33-1 90, E-Mail: info@dbu.de) und steht als Download bereit unter: www.dbu.de/publikationen

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Gebündelte Kraft für nachhaltige Entwicklung: futurefair Frankfurt. Erstmalig in Deutschland richtet sich eine branchenübergreifende Messe zum Thema Nachhaltigkeit an Fachpublikum, Verbraucher und Wissenschaftler gleichermaßen. Die futurefair, Messe für mehr Lebensqualität und fairen Konsum findet vom 19. bis zum 22. Mai 2007 statt, der dazu gehörige Fachkongress für zukunftsfähiges Wirtschaften und unternehmerische Verantwortung läuft vom 21. bis zum 22. Mai. Veranstalter ist die Messe Frankfurt. 14 Themenparks präsentieren die aktuelle Bandbreite zukunftsfähiger Produkte und Dienstleistungen, von Ernährung über Mobilität und Telekommunikation bis hin zu Sparmodellen der Zukunft. Im Fachkongress werden Zulieferbeziehungen und Mitarbeitermotivation ebenso diskutiert wie Marketingtools, Krisenprävention oder Grenzen und Potenziale im Ressourcenmanagement. www.futurefair.eu

Solartechnologie auf Wachstumskurs Berlin. Nach einer jüngsten Erhebung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) erzielten deutsche SolarzellenFabriken im ersten Halbjahr 2006 einen Produktionszuwachs von 73 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. „Die Produktion deutscher SolarzellenFabriken wächst doppelt so schnell wie die ausländischer Wettbewerber und hat sich in den letzten drei Jahren versechsfacht. Die deutsche Branche gewinnt kontinuierlich Marktanteile dazu und hat dabei zunehmend Exportmärkte im Visier“, freut sich BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig. Immer mehr Länder setzen auf Solarstrom. In Griechenland, Frankreich, Italien und Spanien wurden jüngst gesetzliche Regelungen nach dem Vorbild des Erneuerbare-EnergienGesetzes geschaffen, die die dortige Markterschließung vorantreiben. In Spanien und Italien wird sich der Markt nach Erwartungen des BSW in diesem Jahr voraussichtlich mehr als vervierfachen. Weltweit wird 2006 ein Marktwachstum von rund 25 Prozent erwartet. www.solarwirtschaft.de

Delegationsreise in russische Partnerregion Wiesbaden. „Für die Zusammenarbeit zwischen der russischen Region Jaroslawl und Hessen gibt es im Umweltbereich vielfältige Ansätze“, so Umweltstaatssekretär Karl-Winfried Seif nach einer unter seiner Leitung veranstalteten Delegationsreise in die hessische Partnerregion. Ziel der Reise war es, die Partnerschaft zwischen Jaroslawl und Hes-

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sen im Umweltbereich weiter zu intensivieren. Die Delegation bestand neben Staatssekretär Seif aus hessischen Umweltfachleuten. In Gesprächen mit den Vizegouverneuren Woronin und Borovitzhij bekräftigte Umweltstaatssekretär Seif das große Interesse des Landes Hessen an der seit 1991 bestehenden Partnerschaft. Mögliche Schwerpunktthemen für eine Kooperation im Umweltbereich sind die Klärschlammentsorgung, die Grundwassersanierung, die Abfall-Trennung sowie die Elektronikschrottentsorgung. www.hmulv.de

Chancen und Risiken der Nanotechnologie Dessau / Wiesbaden. Die Produkte der Nanotechnologie erobern in rasch wachsender Zahl den Markt. Auch die Umwelt profitiert von dieser Entwicklung: Die Nanotechnologie macht es möglich, Rohstoffe und Energie bei der Erzeugung von Produkten effizienter zu nutzen und so Emissionen sowie den Energieverbrauch zu verringern. Gleichzeitig ist jedoch noch sehr wenig über die Exposition der Menschen und der Umwelt durch Nanopartikel und deren Wirkung bekannt. Das Umweltbundesamt hat jetzt in einem Hintergrundpapier das aktuelle Wissen über Umweltentlastungspotenziale zusammengefasst, Risiken für Mensch und Umwelt benannt und Handlungsempfehlungen formuliert: www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/ hintergrund/nanotechnik.pdf Empfehlung, wie sich insbesondere kleine und mittelständische Nanotechnologie-Anbieter frühzeitig mit kritischen Fragen auseinandersetzten können, enthält der Leitfaden „NanoKommunikation“ der Aktionslinie hessen-nanotech. Er wurde im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums erstellt und steht zum Download bereit unter: www.nanoportal-hessen.de, Rubrik: Infoplattform Nanorisiken

Erfolgreiches Abwasserkolloquium bei EnviroChemie Roßdorf. Das Unternehmen Enviro-Chemie hat am 14. September das Kolloquium „Industrielle Wasser- und Abwassertechnik“ am Firmensitz in Roßdorf bei Darmstadt veranstaltet. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Gottlieb Hupfer, konnte rund 120 Fachleute aus unterschiedlichen Industriebranchen, Forschungseinrichtungen, Universitäten und Organisationen begrüßen. Die Leitung des Kolloquiums übernahmen Professor Geißen von der TU Berlin und Professor Märkl von der Universität Hamburg-Harburg.


Der erste Themenblock beinhaltete Systemlösungen für die biologische Abwasserreinigung von Produktionsabwässern, die Biogasgewinnung aus industriellen Abwässern und die Anaerobbehandlung von Abwasserkonzentraten aus der Bioethanol- und Biodieselproduktion. Die Entfernung anthropogener Stoffe wie Pharmaka und die Einflüsse auf die Wiederverwendung von Wasser waren anschließend Kernthemen des Vortrages von Professor Geißen. Gerd Sagawe, Tel.: 0 61 54 / 69 98-13, gerd.sagawe@enviro-chemie.com

Lurgi macht Treibstoffe aus Biomasse Frankfurt. Die klassischen Rohstoffe Erdöl und Erdgas werden ständig knapper und teurer. Biokraftstoffe gewinnen an Bedeutung. In Zukunft werden Benzin und Diesel in einer nächsten Generation von Biotreibstoff-Anlagen hergestellt werden können, die alle Teile der Pflanze verwerten, wodurch kein Wettbewerb mehr zur Nahrungsmittelproduktion besteht. Vor diesem Hintergrund haben die Lurgi AG und das Forschungszentrum Karlsruhe einen Kooperationsvertrag für die erste Stufe einer Pilotanlage zur Herstellung von Kraftstoffen aus Biomasse unterzeichnet. In dieser ersten von insgesamt drei Stufen wird Lurgi eine Pyrolyse-Anlage bauen, in der Biomasse zu dem Kraftstoff-Vorprodukt Biocrudeoil verarbeitet wird. In einer zweiten und dritten Stufe sollen anschließend die Produkte des Pyrolyseprozesses vergast und in Synthesegas umgewandelt werden. Das Gas dient dann als Ausgangsstoff für synthetische Treibstoffe, die so genannten Designer Fuels. www.lurgi.de

McDonald´s wird Mitglied bei Umweltallianz Hessen Wiesbaden. Der Hessische Minister für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz Wilhelm Dietzel hat am 25. September die 108 hessischen McDonald´s Restaurants als Mitglied der „Umweltallianz Hessen – Bündnis für nachhaltige Standortpolitik“ aufgenommen. Eine der Umweltleistungen, die McDonald´s zur Mitgliedschaft in der Umweltallianz Hessen berechtigt, ist der hohe Anteil von nachwachsenden Rohstoffen bei den Verpackungen. Er beträgt 80 Prozent. Darüber hinaus wird das gebrauchte Friteusenfett zu Ersatzbrennstoffen aufbereitet, und das McDonald´s Logistikunternehmen WLS betreibt seine Lieferflotte mit Biodiesel aus Raps.

Die Hessische Landesregierung hat gemeinsam mit der Wirtschaft im Mai 2000 die Umweltallianz Hessen, die unter dem Motto „Kooperation statt Konfrontation“ steht, gegründet. Mittlerweile sind fast 1.000 Unternehmen, Wirtschaftsverbände und hessische Kommunen Mitglied bei der Umweltallianz. www.umweltallianz.de

Verpackungsrecycling schafft Arbeitsplätze Berlin. Durch die Sammlung und Verwertung gebrauchter Verpackungen sind in Europa rund 42.000 Arbeitsplätze entstanden, schätzt die Europäische Kommission in einem Bericht über die Umsetzung der Europäischen Verpackungsrichtlinie. Das Verpackungsrecycling sei ein bedeutender Beitrag zum Umweltschutz – einschließlich der Verminderung des Treibhauseffekts – und trage dazu bei, die Wertstoffmärkte in Europa zu stabilisieren. Dazu erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Verpackung und Umwelt (AGVU, Berlin) Prof. Dr. Werner Delfmann: „Der Bericht der Europäischen Kommission ist vor allem ein Lob für die deutschen Verbraucher und Unternehmen, die unverändert Schrittmacher der Wertstoffsammlung in Europa sind. Gut ein Drittel aller europäischen Arbeitsplätze im Verpackungsrecycling – also rund 15.000 – sind in Deutschland entstanden, und auch die meisten technischen und organisatorischen Innovationen auf diesem Gebiet sind 'Made in Germany'.“ www.agvu.de

HessenRohstoffe zieht positive Bilanz Witzenhausen. Das seit zwei Jahren bestehende Kompetenzzentrum HessenRohstoffe (HeRo) e.V. zieht eine positive Bilanz: Inzwischen umfasst es 50 Institutionen als Mitglieder und hat 800 Beratungen zum Thema Biokraftstoff und Biogas sowie 600 Beratungen zum Thema Heizen mit Holz und Holzpellets durchgeführt. Weiterhin wurden 180 Fachvorträge gehalten und eine Vielzahl an Informationsbroschüren, Faltblättern und Postern erstellt. Im Oktober ist das Branchenverzeichnis „Heizen mit Holzpellets“ erschienen, und in Kürze soll der Kompetenzatlas Biomasse Hessen in einer zweiten erweiterten Auflage zur Verfügung stehen. HeRo ist eine gemeinsame Initiative der Hessischen Landesregierung und der Wirtschaft. Ziel ist es, die Forschung, Produktion und Nutzung nachwachsender Rohstoffe in Hessen zu fördern und damit einen Beitrag zur Sicherung des ländlichen Raums und einer nachhaltigen Energiepolitik zu leisten. www.hero-hessen.de

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BioLog: Vom Acker in den Tank Gülzow. Mit dem Konzept Biomasse-Logistik (BioLog) will die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V. – aufbauend auf einem Konzept der Universität Kassel – Energiepflanzen besser für kommerzielle Anwendungen nutzbar machen. Gemeinsam mit acht Partnern aus Forschung und Industrie erprobt sie ein komplexes Verarbeitungssystem, bei dem die feucht geerntete Biomasse über verschiedene Zwischenschritte konserviert und in gut transportierbare, energiereiche Pellets umgewandelt werden soll. Denn es ist absehbar, dass die Versorgung kommerzieller Energiewandlungsanlagen, egal ob zur Biomass-to-Liquid-, Methanoder Methanolproduktion, hohe Transport- und Lagerdichten erfordert. BioLog ist im Biokraftstoffkonzept der FNR ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Pflanzenanbau und der Kraftstoffproduktion. Mit umfangreichen Mitteln werden auch ein bundesweiter Energiepflanzenanbauversuch und die Entwicklung von Herstellungsverfahren für synthetische Biokraftstoffe gefördert. www.fnr.de

Software für Abfallmanagement in den neuen EU-Mitgliedsstaaten Darmstadt. Im europäischen Osten landet der Müll meist noch unbehandelt auf den Deponien. Mülltrennung, -verbrennung und mechanisch-biologische Vorbehandlung sind eher selten. Aus diesem Grund hat die EU die Entwicklung zweier Software-Tools an der TU-Darmstadt finanziert, die das Abfallproblem der neuen Mitglieder lösen helfen sollen. Die Tools sind speziell für schnell wachsende ost- und südeuropäische Städte und Kommunen konzipiert, die über keine oder kaum Infrastruktur in der Müllentsorgung verfügen. Das Abfallprognose -Tool gibt nach Eingabe weniger Kennzahlen die für eine Planung so wichtige Vorhersage des Abfallaufkommens aus. Das LCA-IWM Assessment-Tool ermöglicht eine Nachhaltigkeitsbewertung verschiedener Szenarien, wobei sowohl die ökologische Relevanz als auch die ökonomische Umsetzbarkeit und die soziale Verträglichkeit in Vergleich gestellt werden können. Beide Tools sowie ein Handbuch sind von der Projektwebseite der TUDarmstadt herunter zu laden unter: www.lca-iwm.net

ENBIO-REGIO 2007 – 1. Internationaler Kongress für regionale Bioenergiekonzepte Kassel. Der Kongress ENBIO-REGIO präsentiert vom 10. – 11. Mai 2007 aktuelle Forschungsergebnisse und konkrete Umsetzungskonzepte zu den neuesten Entwicklungen im Bereich Bioenergie. Zielgruppen sind Vertreter aus Wirtschaft, öffentlichem Sektor, angewandter Forschung und Medien. Referenten aus Ministerien, Behörden, Wissenschaft und Industrie werden zeigen, wie durch die Erzeugung von Energie aus Biomasse die endogenen Potenziale einer Region zur Schaffung von Produkt- und Dienstleistungsketten mit hoher regionaler Wertschöpfung erfolgreich genutzt werden können. Ein weiteres Ziel des Kongresses ist neben der Wissens- und Erfahrungsvermittlung auch die Schaffung von Kooperationsmöglichkeiten und die Initiierung von innovativen Projekten, nicht nur in Deutschland, sondern auch in Südosteuropa und Russland. Ein Besuch der Fachmesse DENEX®/ENBIO®/BAUSAN® und eine Exkursion zu regionalen Energiestandorten runden das Programm ab. www.denex.info/enbio-regio.shtml

Woche der Umwelt 2007 Berlin/Osnabrück. Bundespräsident Horst Köhler führt die Tradition seines Amtsvorgängers fort: Am 5. und 6. Juni 2007 findet im Park von Schloss Bellevue zum dritten Mal die „Woche der Umwelt“ in Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) statt. Rund 150 kleine und mittlere Unternehmen, Forschungsinstitute, Organisationen, aber auch Studenten werden unter Beweis stellen, dass sich Ökonomie und Ökologie ergänzen. Eine erstmals berufene unabhängige und hochkarätig besetzte Jury wählt die Bewerber aus Umwelttechnik, -forschung und -bildung aus. „Ein Wettbewerb um die innovativsten Unternehmen wird einmal mehr verdeutlichen, dass es sich beim Umweltschutz um einen leistungsstarken Zukunftsmarkt handelt“, betont DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. Bis zum 22. Dezember können sich mögliche Aussteller um eine Teilnahme bewerben unter: www.wochederumwelt.de

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Veranstaltungen/Termine 17.01.2007

Darmstadt

4. Abfallinformationstag Veranstaltung des Regierungspräsidiums Darmstadt, Abteilung Umwelt zum Thema „Vereinfachung der abfallrechtlichen Überwachung – Neue gesetzliche Regelungen“ www.rp-darmstadt.hessen.de, Rubrik Umwelt & Verbraucher 14.03.2007

Gießen

Fachtagung hessen-umwelttech Zukunft der Umwelttechnologie – Förderung – Abwassertechnik – Energie www.hessen-umwelttech.de 16.04. – 20.04.2007 Hannover Hannover Messe – Hydrogen & Fuel Cells 2007 Präsentation hessischer Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie www.hessen-umwelttech.de www.h2bz-hessen.de 24.04. – 26.04.2007 Kassel 19. Kasseler Abfallforum Fachtagung mit Ausstellung in der Kasseler Stadthalle zu aktuellen Themen der Abfallwirtschaft www.abfallforum.de 11.05. – 13.05.2007 Kassel ENBIO 2007, DENEX 2007 Internationale Fachmesse und -kongress für Energie aus Biomasse und für dezentrale Energieerzeugung www.enbio.de www.denex.info

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung Maria Rieping Kaiser-Friedrich-Ring 75 65185 Wiesbaden Tel.: 06 11 / 815- 24 72, Fax: -22 28 E-Mail: maria.rieping@hmwvl.hessen.de Internet: www.wirtschaft.hessen.de HA Hessen Agentur GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Dr. Carsten Ott, Dagmar Dittrich, Alfred Stein Abraham-Lincoln-Str. 38-42 65189 Wiesbaden Tel.: 06 11/7 74-83 50, Fax: -5 83 50 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de RKW Hessen GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Kay Uwe Bolduan, Jürgen Müller Büro Eschborn Düsseldorfer Str. 40 65760 Eschborn Tel.: 0 61 96 / 970-255, Fax: -2 99 E-Mail: k.bolduan@rkw-hessen.de Internet: www.rkw-hessen.de Büro Kassel Ludwig-Erhard-Str. 8 34131 Kassel Tel.: 05 61 / 93 09 99 - 0, Fax: -9 E-Mail: kassel@rkw-hessen.de

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