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Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

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NEWS 5. Brennstoffzellenforum – Visionen, Strategien, Ziele Infraserv Höchst errichtet Wasserstofftankstelle Neue Holzpellet-Produktionsanlage im Rhein-MainGebiet Brasilien: Expandierender Biokraftsektor Aus den Hochschulen: Milchsäure aus Abfällen Innovationsradar Umweltrecht: Elektronisches Nachweisverfahren für Abfälle

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Liebe Leserinnen und Leser, Editorial

erneuerbare Energien erfreuen sich in unserer Gesellschaft einer zunehmenden Beliebtheit. Sie helfen dabei, Treibhausgase zu vermeiden, und werden angesichts wachsender Kosten für fossile Ressourcen langfristig noch weiter an Bedeutung gewinnen. Dies gilt nicht nur für Deutschland, sondern weltweit. Ein interessantes Beispiel ist die boomende Biokraftstoffproduktion in Brasilien, die neue wirtschaftliche Chancen bietet.

INHALT

Trotz der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien wird weiterhin ein großer Teil unseres Energiebedarfs über fossile Rohstoffe gedeckt werden müssen. Aus diesem Grund ist es unbedingt erfoderlich, möglichst effiziente Technologien einzusetzen, die mit den kostbaren Ressourcen sparsam umgehen und dabei gleichzeitig die schädlichen Klimaauswirkungen minimieren. Als zukunftsweisend zeigt sich insbesondere die Brennstoffzellentechnologie mit ihren vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. Mit der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen wurde ein Kompetenznetz geschaffen, das diese innovative Technologie in unserem Land erfolgreich voran bringt. So finden Sie in die-

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Umweltrecht: Chancen für den Markt erkennen

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Förderoptionen im Überblick

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5. Brennstoffzellenforum Hessen – Visionen, Strategien, Ziele

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Infraserv Höchst errichtet Wasserstofftankstelle

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Kostengünstige Bipolarplatten für Brennstoffzellen

ser Ausgabe auch Berichte über den Bau einer Wasserstofftankstelle bei Infraserv Höchst und über ein mit Landesmitteln gefördertes Projekt zur optimierten Herstellung von Brennstoffzellenbauteilen der Firma Hüttenberger Produktionstechnik in Langgöns. Einen aktuellen Überblick über die Brennstoffzellentechnologie in Hessen bietet auch das 5. Brennstoffzellenforum am 17. November in Frankfurt. Ich lade Sie herzlich ein, sich auf dieser Veranstaltung über neue technische Entwicklungen und Anwendungsmöglichkeiten der Brennstoffzelle zu informieren und würde mich sehr freuen, Sie dort begrüßen zu können.

Dr. Alois Rhiel Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

Geohumus: weniger Bewässerung – mehr Biomasse

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Neue Fördergelder für Unternehmen der Nano- und Materialtechnologie

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Förderung für Innovationen in Europa

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Änderungen der wasserwirtschaftlichen Zulassungsverfahren

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Neue Holzpellet-Produktionsanlage im Rhein-Main-Gebiet

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Elektronisches Nachweisverfahren für Abfälle

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Brasilien: Expandierender Biokraftstoffsektor

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Innovationsradar Umweltrecht

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Pelletieren von Biomasseabfällen zur Energieerzeugung

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Milchsäure aus Abfällen

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Nachrichten aus Wirtschaft und Wissenschaft 19 Wunschzettel

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Termine

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Umweltrecht: Chancen für den Markt erkennen Rückblick zum Workshop Innovationsradar Umweltrecht In eigener Sache

Am 6. September trafen sich in Wiesbaden in der Hessen Agentur Umweltrechtsexperten mit Unternehmensvertretern, um die Bedeutung des von der Aktionslinie hessen-umwelttech in Internet und NEWS veröffentlichten Innovationsradars Umweltrecht für die betriebliche Praxis zu beleuchten. „Wir wollen die Chancen, die sich durch Neuerungen im Umweltrecht ergeben, betrachten und nicht die Pflichten“, so Professor Martin Führ von der Fachhochschule Darmstadt bei der Präsentation des Innovationsradars. Diese Blickweise erwies sich für manchen Workshop-Teilnehmer zunächst als ungewohnt – werden Rechtsvorschriften doch häufig eher als Belastung empfunden. Dass neue Gesetze jedoch auch Chancen bieten, verdeutlichte Professor Führ am Beispiel eines EU-Richtlinienvorschlags zu Umweltqualitätsnormen für Oberflächengewässer. Aus den festgelegten Schadstoff-Höchstgrenzen ergeben sich beispielsweise Marktpotenziale für Firmen, die innovative Verfahren zur Vermeidung des Austrags der Schadstoffe entwickeln, sowie für Beratungsfirmen, die Behörden bei der Erstellung der Bestandsaufnahmen unterstützen (siehe auch Seite 18, Rubrik Wasser).

Durch die Beobachtung von Gesetzesänderungen können sich Unternehmen frühzeitig auf neue Entwicklungen einstellen und dabei beurteilen, inwieweit sich Investitionen in neue Technologien und Verfahren in Zukunft auszahlen werden. Dies verschafft ihnen einen wichtigen Wettbewerbsvorteil gegenüber Betrieben, die mit ihrem Produktangebot lediglich die aktuelle Marktnachfrage bedienen. Vor diesem Hintergrund wurde der Innovationsradar Umweltrecht im Rahmen des Workshops sehr positiv wahrgenommen. Die Aktionslinie hessen-umwelttech richtet sich mit ihrem Serviceangebot insbesondere an kleine und mittlere Umwelttechnologieanbieter und -dienstleister, die nicht die Kapazitäten haben, sich eigenständig einen Überblick über die Vielzahl an Gesetzesänderungen zu verschaffen. Dr. Carsten Ott HA Hessen Agentur GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Tel.: 06 11/ 7 74-83 50, Fax: -5 83 50 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de

Förderoptionen im Überblick Broschüre für technologieorientierte Unternehmen Die Entwicklung und Einführung neuer Produkte und Verfahren ist häufig mit hohen finanziellen Belastungen und Risiken verbunden. Um neuen Technologien zum Durchbruch zu verhelfen, hat die öffentliche Hand zahlreiche Förderprogramme aufgelegt. Einen aktuellen Überblick bietet die Broschüre „Förderoptionen für technologieorientierte Unternehmen in Hessen“.

welche interessanten Förderoptionen genutzt werden können und hilft bei der Suche nach geeigneten Instrumenten. Sie enthält alle wesentlichen Förderprogramme der Europäischen Union, des Bundes sowie des Landes Hessen und geht auf die besonderen Bedingungen technologieorientierter Unternehmen ein, deren Tätigkeiten oft mit langfristigen und risikoreichen Planungen verbunden sind.

Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist die Vielzahl an Förderprogrammen oft schwer überschaubar. Die neue Broschüre, die die Hessen Agentur im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums erstellt hat, zeigt deshalb,

In einem allgemeinen Teil informiert die Broschüre über die grundsätzlich möglichen Förderarten wie Zuschuss, Darlehen, Bürgschaft oder Beteiligung und gibt Hinweise zum Umgang mit Förderinstitutionen.

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Zu den einzelnen Förderprogrammen sind der Programmtitel, eine Kurzbeschreibung, die Förderart sowie Ansprechpartner und Wesentliches zum Antragsverfahren angegeben. Im Anschluss an die Auflistung der Fördermöglichkeiten durch Land, Bund und EU werden auch einige private Stiftungen vorgestellt. Broschüre bestellen: Dagmar Dittrich HA Hessen Agentur GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Tel.: 06 11/ 7 74-86 45, Fax: -5 86 45 E-Mail: dagmar.dittrich@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de

5. Brennstoffzellenforum Hessen – Visionen, Strategien, Ziele Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie als Chance für die hessische Wirtschaft Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie

„Die Zukunft hat wieder einmal begonnen“ – so ein aus Funk und Fernsehen bekannter Slogan. Auf das Gebiet der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie trifft dies zu, und ganz besonders in Hessen. Am 17.11.2006 wird die erste öffentliche Wasserstofftankstelle im Rhein-Main-Gebiet eröffnet. Im Anschluss an die Eröffnungsfeier findet das 5. Brennstoffzellenforum Hessen statt. Mit der Inbetriebnahme der Tankstelle und den beginnenden Feldtests mit mehreren wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen ist nicht nur für den Betreiber Infraserv ein Meilenstein erreicht, sondern auch für die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie in Hessen (siehe auch nachfolgenden Artikel). Das Projekt „Zero Regio“, in dessen Rahmen die Tankstelle errichtet wird, dient dem aufstrebenden hessischen Technologie-Cluster seit seinem Start im November 2004 als Leuchtturm-Projekt. So hat sich die Zahl der in Hessen ansässigen Technologiefirmen, die entweder als Komponentenlieferanten oder als Systemlieferanten auftreten, in den vergangenen Jahren deutlich erhöht.

Förderung der Entwicklung und Markteinführung Damit noch weitere Unternehmen ihre Chancen in diesem Bereich erkennen, veranstaltet die Aktionslinie hessen-umwelttech in Kooperation

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mit der Wasserstoff- und Brennstoffzellen Initiative Hessen (kurz H2BZ-Initiative Hessen) im Anschluss an die Eröffnungsfeier der Tankstelle ihr 5. Brennstoffzellenforum in der im „Peter-Behrens-Bau“ im Industriepark Höchst in Frankfurt. Es werden Strategien zur Förderung der Entwicklung und Markteinführung der Technologie aus Sicht der EU, Deutschlands und Hessens dargestellt. Zusammenfassend weist die H2BZ-Initiative Hessen auf verschiedene, konkrete Projekte hin, die den Unternehmen bzw. Hochschulen Chancen zur Mitarbeit oder Entwicklung eigener Projekte bieten. Am 18.11. hat die H2BZ-Initiative Hessen in der IHK Frankfurt und auf dem Börsenplatz verschiedene Events vorbereitet, die dem künftigen Nutzer einen Einblick in diese Technologie bieten sollen. Unter anderem wird die Möglichkeit geboten, auf dem Börsenplatz mit den Brennstoffzellenfahrzeugen F-Cell A-Klasse von Daimler-Chrysler eine kleine Runde zu drehen.

Alfred Stein HA Hessen Agentur GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Tel.: 06 11/ 7 74-86 48, Fax: -5 86 48 E-Mail: alfred.stein@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de www.h2bz-hessen.de


Infraserv Höchst errichtet Wasserstofftankstelle Weiterentwicklung innovativer Brennstoffzellentechnologien

Infraserv Höchst errichtet derzeit im Süden des Industrieparks Höchst eine Wasserstofftankstelle, die Wasserstoff sowohl in flüssiger Form als auch gasförmig und mit Betankungsdrücken von 350 und 700 bar bereitstellen wird. Die Tankstelle wird im November in Betrieb genommen. Sie ermöglicht die Versorgung von Brennstoffzellenfahrzeugen, die im Rahmen umfangreicher Praxistests auf ihre Alltagstauglichkeit hin untersucht werden. Die Maßnahme ist Bestandteil des EU-Projektes Zero Regio, mit dem die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie im Kraftfahrzeugbereich vorangetrieben werden soll. Im 4,6 Quadratkilometer großen Industriepark Höchst stehen pro Jahr rund 30 Millionen Kubikmeter Wasserstoff als Nebenprodukt aus der Chlorproduktion zur Verfügung. Daher eignet sich der Standort in besonderer Weise für den Aufbau einer weitreichenden Wasserstoff-Infrastruktur. „Die Entwicklung innovativer Technologien hat im Industriepark Höchst eine lange Tradition, die auch heute von den Unternehmen am Standort in unterschiedlichen Bereichen weitergeführt wird. Als Standortbetreiber optimieren wir kontinuierlich die Energieversorgungskonzepte und sind sehr daran interessiert, erneuerbare und umweltfreundliche Energiequellen möglichst intensiv zu nutzen“, erläutert Infraserv-Geschäftsführer Dr. Roland Mohr die Intention des Industrie-Dienstleistungsunternehmens. Er verweist zudem darauf, dass verschiedene Standortgesellschaften im Bereich der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie aktiv sind und sich der Industriepark zu einem wichtigen Impulsgeber für diese zukunftsweisende Energietechnologie entwickelt hat.

Zero Regio – Auf dem Weg zur emissionsfreien Region Zero Regio ist ein von der Europäischen Kommission gefördertes integriertes Projekt innerhalb des 6. Forschungsrahmenprogramms. Der Projektname steht für „Region mit Null Emissionen“. Unter der Leitung von Infraserv Höchst engagieren sich 16 europäische Partner aus vier Ländern für den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur im Rhein-Main-Gebiet sowie in der Lombardei. Dabei soll die Alltagstauglichkeit von Brennstoffzellenfahrzeugen getestet werden. Langfristiges Ziel ist es, die Abhängigkeit von nicht-erneuerbaren Energien zu reduzieren, die Schadstoffemissionen zu verringern und durch Technologiefortschritte die breitere Anwendung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie voranzutreiben. Die Europäische Union strebt an, bis 2020 fünf Prozent der Fahrzeugkraftstoffe durch Wasserstoff zu ersetzen. Insgesamt investieren die Projektbeteiligten, darunter Unternehmen wie AGIP, DaimlerChrysler, Linde, die italienischen Energieunternehmen Eni, Sapio und CRF sowie die Region Lombardei, rund 13,5 Millionen Euro in Zero Regio. Hinzu kommen 7,5 Millionen Euro Fördermittel der Europäischen Union. www.zeroregio.com

Brennstoffzellenfahrzeug F-Cell von DaimlerChrysler

Drücken eine zuverlässige und effiziente Verdichtung – eine wichtige Voraussetzung für die flächendeckende Anwendung von Wasserstoff.

Neue Verdichtertechnologie Für die neue Tankstelle muss der Wasserstoff auf über 900 bar komprimiert werden, wobei weltweit erstmals eine neue Verdichtertechnologie der Firma Linde eingesetzt wird. Ein Verdichter mit ionischer Flüssigkeit als Arbeitsmedium, bei dem statt Metallkolben so genannte Flüssigkeitskolben verwendet werden, gewährleistet auch bei hohen

Nach der Inbetriebnahme startet der Praxistest mit Brennstoffzellenfahrzeugen der Firma Daimler Chrysler. Die fünf Mercedes A-Klasse-Autos sind mit speziellen Messinstrumenten ausgestattet, die im Europäischen Forschungszentrum in Ispra ausgewertet werden. So werden Daten wie Tankdruck und Systemtemperatur aufgezeichnet, vor allem geht es um die Effizienz der Fahrzeuge und

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Dr. Heinrich Lienkamp, Leiter der Verfahrenstechnik im Geschäftsfeld Energien von Infraserv Höchst und zuständiger Projektkoordinator für Zero Regio. Der Experte, der sich auch als Vorsitzender der Brennstoffzellen-Initiative Hessen für die neue Technologie engagiert, rechnet aufgrund der aktuellen Preisentwicklung bei den fossilen Brennstoffen fest damit, dass bereits in zehn Jahren Brennstoffzellen-Autos als Serienfahrzeuge auf dem Markt sein werden.

Bauarbeiten zur Wasserstofftankstelle bei Infraserv

die Umweltauswirkungen. „Natürlich werden auch Sicherheitsaspekte untersucht. Das ist ganz wichtig, um eine öffentliche Akzeptanz für die Nutzung von Brennstoffzellenfahrzeugen zu schaffen“, so

Dr. Heinrich Lienkamp Leiter Verfahrenstechnik Geschäftsfeld Energien Infraserv Höchst Tel.: 0 69 / 3 05 -71 79, Fax: -2 06 46 E-Mail: heinrich.lienkamp@infraserv.com www.infraserv.com www.zeroregio.com

Kostengünstige Bipolarplatten für Brennstoffzellen Gefördetes Verbundprojekt schafft innovative Technologie

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Die Hüttenberger Produktionstechnik Martin GmbH hat gemeinsam mit dem Fachbereich Physikalische Technik der FH Wiesbaden neuartige, kostengünstige Bipolarplatten für Brennstoffzellen entwickelt. Das von der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen initiierte Verbundprojekt wurde mit rund 70.000 Euro durch die Innovationsförderung des Hessischen Wirtschaftsministeriums unterstützt.

Das neue Fertigungsverfahren stellt die Grundlage für eine automatisierte Serienfertigung dar, die mit bisherigen Technologien und Materialien nicht realisiert werden konnte. Durch diese Entwicklung wird es möglich sein, Brennstoffzellen in den drei wesentlichen Einsatzbereichen – der dezentralen Energieversorgung in Gebäuden, dem Einsatz in Kraftfahrzeugen und dem Einsatz in mobilen Elektronikgeräten – zu einer weiteren Verbreitung zu verhelfen.

Bipolarplatten sind ein zentrales Element der Brennstoffzelle und werden bisher aus Graphit, Metall oder Graphit-Verbundwerkstoffen gefertigt – ein sehr kostenintensives Verfahren, zumal die Platten auch noch gefräst werden müssen. Hüttenberger wird nun Platten in Metall-KunststoffVerbundtechnik herstellen, die langlebiger, leistungsfähiger und darüber hinaus kostengünstiger in der Produktion sind als ihre Vorgänger.

Breitere Anwendung der Brennstoffzelle

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„Mit den leistungsfähigeren und zugleich kostengünstigen Bipolarplatten wird die Brennstoffzellentechnologie noch breiter angewendet werden – mit positiven ökonomischen wie ökologischen Folgen”, so Wirtschaftsstaatssekretär Bernd Abeln, der Hüttenberger im Juni besuchte. Das Unternehmen stelle ein herausragendes Beispiel für den


Transfer von technologischem Fachwissen dar. Es generiere neben erfolgreichen Produktinnovationen auch Unternehmenswachstum. Abeln: „Genau dies wollen wir mit der Förderung in Hessen erreichen. Der Technologietransfer trägt maßgeblich dazu bei, schneller technologisches Wissen in Innovationen zu verwandeln, wirtschaftlich zu vermarkten und damit Arbeitsplätze zu sichern.” Michael Martin, Geschäftsführer Hüttenberger Produktionstechnik GmbH Am Wingert 12 35428 Langgöns Tel.: 0 64 03 / 50 12, Fax: 0 64 03 / 7 49 90 E-Mail: m.martin@huettenberger-produktionstechnik.de Internet: www.huettenbergerproduktionstechnik.de

Innovationsförderung in Hessen Mit der Innovationsförderung unterstützt das Hessische Wirtschaftsministerium kleine und mittlere Unternehmen dabei, innovative technologische Entwicklungen voranzutreiben, um mit neuen Produkten und Prozessen einen Vorsprung im Markt zu erringen. Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die von mehreren Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam bearbeitet werden. Die Hessen Agentur ist als Projektträger des Hessischen Wirtschaftsministeriums mit der Beratung und Durchführung dieses Programms beauftragt. Unterstützt wird sie dabei durch die Technologietransferstellen des Landes Hessen sowie die IHK Innovationsberatung. Die für die Innovationsförderung zur Verfügung stehenden Mittel belaufen sich für die Jahre 2006 und 2007 auf insgesamt 5,5 Mio. Euro, kofinanziert aus Mitteln der EU. Frank Syring HA Hessen Agentur GmbH Abraham-Lincoln-Straße 38 - 42 65189 Wiesbaden Tel.: 0611/ 7 74 - 86 15, Fax: -5 86 15 E-Mail: frank.syring@hessen-agentur.de

Neue Holzpellet-Produktionsanlage im Rhein-Main-Gebiet Findige Unternehmer erschließen Wachstumsmarkt RKW-Beratung

Das Rhein-Main-Gebiet kann sich über die neue Ansiedlung einer Holzpellets-Produktionsanlage in Offenbach freuen. Dank der Initiative der beiden Jungunternehmer der iwo Pellet Rhein-Main GmbH, Ingo Reuter und Wolfgang Fey, entsteht auf dem ehemaligen Gelände der Hoechst AG eine Produktionsanlage, die Holzpellets nach den neuesten Erkenntnissen gemäß DINplus-Zertifizierung herstellt. Die RKW Hessen GmbH hat mit dem Beratungsunternehmen Succeed das Projekt in der Gründungsphase begleitet. Unterstützt wurde das Vorhaben durch das Förderprogramm der Aktionslinie hessen-umwelttech des Hessischen Wirtschaftsministeriums. Die Ergebnisse zeigen, wie sinnvoll und hilfreich die Unterstützung durch professionelle Beratung gerade auch in einer frühen Phase sein kann.

Bei den steigenden Energiepreisen und dem nach wie vor wachsenden Umweltbewusstsein haben sich die kleinen Presslinge aus Holz als echte Renner auf dem Markt erwiesen und zu einem regelrechten Siegeszug angesetzt. Die Entwicklung vollautomatischer Pellet-Brennöfen hat die Voraussetzung für die weiter wachsende Akzeptanz dieses Brennstoffes geschaffen. Mit der Eröffnung eines neuen Produktionsstandortes im Herzen des Rhein-Main-Gebietes haben die beiden Unternehmer Weitsicht bewiesen. Die Region zeichnet sich neben seiner dichten Besiedlung auch durch die großen und nahe gelegenen Holzvorräte im Hessischen Forst aus. Für das neue Unternehmen sind hierdurch zwei wichtige Erfolgsvoraussetzungen erfüllt: Eine Vielzahl von Kunden befinden sich „direkt vor der eigenen Haustür“, da in den nächsten Jahren aufgrund der verschärften Anforderungen unter anderem für alte Ölheizan-

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lagen ein enormer Ersatzinvestitionsbedarf hervorgehen wird. Und durch die großen Waldbestände in Hessen ist ein wichtiger zweiter Erfolgsfaktor gegeben: die Sicherung von kostengünstigem und qualitativ hochwertigem Rohstoff direkt aus der heimischen Region.

Vorteilhafter Standort „Als Standort für die Holzpellet-Produktion wurde das Rhein-Main-Gebiet in der Vergangenheit sicherlich stark unterschätzt“, so Ingo Reuter. „Mit der Eröffnung des neuen Produktionsstandortes haben wir die Möglichkeit, neue Arbeitsplätze in einem Wachstumsmarkt mit Zukunft zu schaffen, Wir sorgen für den Erhalt und die Sicherung von heimischen Arbeitsplätzen bei unseren Koopera-

Produktionsstandort in Offenbach

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Gründer der iwo Pellet Rhein-Main GmbH: Ingo Reuter und Wolfgang Fey

Investition in Qualität lohnt sich Aufgrund der großen Nachfrage drängen immer stärker auch Billigkonkurrenten, insbesondere aus Osteuropa, in den Markt. Wie wichtig es ist, gerade auch bei diesem Produkt auf eine gute Qualität und möglichst auf zertifizierte Ware zurück zu greifen, belegt eine Anekdote, die Ingo Reuter erzählt: „Ein Kunde ließ sich durch ein sensationell günstiges Angebot für Holz-Pellets zum Kauf verleiten. Sein Silo wurde mit dem vermeintlich günstigen Brennstoff gefüllt. Kurz nach der Lieferung zerfielen die Pellets in kleine Häufchen. Als Brennstoff waren sie in dieser Form nun nicht mehr zu gebrauchen. Aus der Traum vom günstigen Brennstoff! Neben den Kosten für die unbrauchbaren Pellets kamen nun auch noch die hohen Kosten für das Aussaugen des nicht näher definierbaren „Holzstaubes“ hinzu“, so Ingo Reuter. „Eine Investition in qualitativ hochwertige und zertifizierte Ware lohnt sich also.“

tionspartnern, wie Lieferanten und Installateuren von Pellet-Heizungs-Anlagen, sowie für die Belebung der heimischen Forstwirtschaft und leisten darüber hinaus einen eigenen Beitrag zum gesteckten Ziel der Hessischen Landesregierung, den Anteil an regenerativen Energien deutlich zu steigern. „Ganz nebenbei“, so bestärkt Wolfgang Fey seinen Geschäftspartner, „verwirklichen wir mit dieser Produktionsanlage einen lang gehegten Wunsch, selbstständig und eigenverantwortlich tätig sein zu können und uns vor Ort für die Region und gleichzeitig für den Schutz der Umwelt einzusetzen.“ Zu Beginn des nächsten Jahres können dann die Holz-Pellets direkt im Werk im Industriepark in Offenbach in der Kettelerstraße 99 oder über ausgewählte Kooperationspartner bezogen werden.

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iwo Pellet Rhein-Main GmbH Ingo Reuter Kettelerstr. 99 / Tor Ost 63075 Offenbach Tel. 0 69/80 66-54 14 E-Mail: iwo@pellet-rheinmain.de RKW Hessen GmbH Armin Domesle Düsseldorfer Str. 40 65760 Eschborn Tel. 0 61 96 / 97 02 43 E-Mail: a.domesle@rkw-hessen.de


Brasilien: Expandierender Biokraftstoffsektor Chancen für deutsche Unternehmen Außenwirtschaft

Steigende Kosten für fossile Energieträger machen Biokraftstoffe zunehmend interessanter. Brasilien verfügt über eine bereits 30-jährige Erfahrung bei der Herstellung und Verwendung von Bioethanol und forciert seit kurzem auch die Produktion von Biodiesel. Die Expansionen im Biokraftstoffsektor bieten gute Chancen für deutsche Unternehmen: Neben direkten Investitionen sind Technologien, Ausrüstungen und Know-how gefragt. Als Reaktion auf die internationale Ölkrise startete Brasilien bereits 1975 ein Programm zur Förderung der Produktion von Bioethanol aus Zuckerrohr. Das „Proalcool“ war das erste umfangreiche Biokraftstoffprogramm der Welt. Aufgrund dieser frühzeitigen Weichenstellung und der kostengünstigen Möglichkeit zur Ethanolherstellung aus dem im warmen Klima schnell wachsenden Zuckerrohr hat sich Brasilien als internationaler Vorreiter in der Produktion und Nutzung von Biokraftstoffen etabliert. Heute ist brasilianisches Ethanol im Vergleich zu Benzin wettbewerbsfähig. Die Produktionskosten für Ethanol liegen hier bei nur etwa 0,20 Euro pro Liter. Im Gegensatz hierzu kostet Ethanol aus Zuckerrüben oder Getreide in Deutschland derzeit noch etwa 0,50 bis 0,60 Euro pro Liter.

Erhöhte Bioethanol-Nachfrage durch Flexible-Fuel-Fahrzeuge Bioethanol wurde in Brasilien zunächst als Reinkraftstoff oder als festgelegte Beimischung zum Benzin verwendet. Noch heute gibt es reine Ethanolfahrzeuge auf dem Markt. Zunehmend setzen sich aber Flexible-Fuel-Fahrzeuge durch, die wahlweise mit Benzin oder Ethanol bzw. einem beliebigen Gemisch aus beiden Stoffen betrieben werden können. Im August 2005 hatten sie bereits einen Anteil von 60 Prozent bei den Neuzulassungen. Aufgrund dieser Entwicklung wird der Bioethanolanteil am Kraftstoffmarkt deutlich wachsen. Brasilien produziert aber nicht nur für den eigenen Markt, sondern ist auch der weltgrößte Ethanol-Exporteur. Da das Land über die größte Anbaufläche für Zuckerrohr verfügt und diese noch weiter ausdehnen kann, lassen sich steigende Inlands- und Auslandsnachfragen voraussichtlich auch in Zukunft decken. Nach Hochrechnungen der heimischen Zucker- und Ethanolwirt-

schaft soll die Branche bis zum Jahr 2015 in der Lage sein, die Produktion auf etwa 26 Milliarden Liter zu verdoppeln. Neben einer Ausweitung der Zuckerrohrproduktion sind dabei entsprechende Investitionen in neue und effiziente Anlagen zur Herstellung des Kraftstoffs erforderlich.

Förderprogramm nun auch für Biodiesel Um die Abhängigkeit des Landes von fossilen Brennstoffen, die zum Teil aus dem Ausland bezogen werden, noch weiter zu verringern, fördert die brasilianische Regierung nun auch die Produktion von Biodiesel aus Ölsamenpflanzen. Präsident Luiz Inácio Lula da Silva erhofft sich damit gleichzeitig eine Unterstützung von kleinen landwirtschaftlichen Betrieben in den ärmeren Regionen. Derzeit werden in Brasilien etwa 40 Milliarden Liter Diesel pro Jahr verbraucht, wovon fünf Prozent aus dem Ausland bezogen werden. Ab 2008 ist eine Beimischungspflicht von zwei Prozent Biodiesel vorgesehen und ab 2013 von fünf Prozent. Anfang 2006 waren in Brasilien nach Angaben des Ministeriums für Bergbau und Energie MME (Ministério de Minas e Energia) insgesamt acht Fabriken zur Produktion von Biodiesel in Betrieb, darüber hinaus gibt es konkrete Pläne für den Bau weiterer 26 Einheiten. Der Baubeginn mehrerer Biodiesel-Projekte im vergangenen Jahr wirkt sich mittlerweile auch positiv auf die Nachfrage nach Ausrüstungen aus. Maschinen zum Zermahlen von Körnern und zum Raffinieren der Pflanzenöle dürften in Brasilien künftig hoch im Kurs stehen und neue Geschäftschancen eröffnen.

Links und Downloads: „Vergleichsstudie Biokraftstoffe“ der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe mit Informationen zu Kosten, Mengenpotenzialen, Umwelteffekten und Technologien: www.bio-kraftstoffe.info, Rubrik Literatur Konferenzhandreichung: „Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen – Globale Potenziale und Implikationen für eine nachhaltige Landwirtschaft und Energieversorgung im 21. Jahrhundert“: www.gtz.de/de/dokumente/de-Konferenz_Handout-2006.pdf „Biodiesel bietet Geschäftschancen in Brasilien“, Artikel in der Rubrik Datenbankrecherche, Länder und Märkte unter www.bfai.de

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Deutsche Unternehmen werden zunehmend aktiv Nach Aussage von Ricardo Rose, Leiter der Umweltabteilung der Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammer São Paulo (AHK), werden auch deutsche Unternehmen in diesem Bereich zunehmend aktiv. So wird die Firma Oekotec eine Fertigung von dezentralen Biodieselanlagen in Brasilien aufbauen, andere Gesellschaften wie Lurgi oder Westphalia Separator sind schon länger auf dem Markt. Die Deutsche Bank hält über den US-Investmentfonds Ecogreen rund 45 Prozent der Stimmanteile am Unternehmen Brasil Ecodiesel. Einen weiteren Schub soll die bilaterale Zusammenarbeit durch die DeutschBrasilianische Agrobusiness-Initiative erhalten, die vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) koordiniert wird. Bei deren letzten Meeting im Februar 2006 in Nürnberg wurde eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern vereinbart.

Weitere Informationen: Ricardo Rose, Diretor Meio Ambiente Leiter der Umweltabteilung Câmara de Comércio e Indústria BrasilAlemanha Deutsch-Brasilianische Industrie- und Handelskammer Rua Verbo Divino, 1488 04719-904 São Paulo-SP, Brasilien Tel.: +55 11/ 51 87 51 47, Fax: +55 11/ 51 81 70 13 E-Mail mambiente@ahkbrasil.com www.ahkbrasil.com

RIO 6 und LAREF – Potenziale für Erneuerbare Energien Vom 17. bis zum 19. November findet in Rio de Janeiro die Konferenz „Rio 6 – World Climate & Energy Event“ statt. Ziel ist es, die Möglichkeiten regenerativer Energien bekannter zu machen und Einstiege in das nachfossile Zeitalter zu fördern. RIO 6 bringt führende Experten aus Wissenschaft, Industrie und Politik aus Brasilien und dem Ausland zusammen, um die neuesten Forschungsergebnisse auszutauschen und neue Produkte, Dienstleistungen und erfolgreiche Anwendungen vorzustellen. Parallel dazu präsentieren auf der LAREF „Lateinamerikanische Messe für regenerative Energien“ brasilianische und ausländische Vertreter ihr Angebot. Es gibt ein immenses Potenzial für die Ausweitung von Erneuerbaren Energien im Welt-Energiemarkt, nicht nur um den globalen Klimawandel einzudämmen, sondern auch um dringend benötigte Energiequellen in den sich gerade entwickelnden Wirtschaftswachstums-Regionen der Welt bereit zu stellen und die verbleibenden

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fossilen Ressourcen zu schonen. Mit seiner Führungsposition im Bereich der Biokraftstoffe stellt Brasilien eine interessante geostrategische Option dar, um langfristig weniger von fossilen Brennstoffen aus dem Nahen Osten abhängig zu sein. Aufgrund des 2004 verabschiedeten Einspeisegesetzes PROINFA sind aber auch Investitionen in andere regenerative Energieformen in Brasilien ökonomisch interessant. Die brasilianische Regierung fördert landesweit Projekte in den Bereichen Windenergie, Kleinwasserkraftwerke und Biomasse bis zu einer Kapazität von jeweils 1.100 Megawatt. Die Veranstaltung wird durch das Brasilianische Ministerium für Bergbau und Energie, der UNESCO, der UNEP, dem Weltrat für Erneuerbare Energien (WCRE), InWEnt, der Konrad-Adenauer Stiftung Fortaleza, der Heinrich-Böll-Stiftung und Greenpeace Brasilien unterstützt. www.renewable-forum.com/br www.rio6.com


Pelletieren von Biomasseabfällen zur Energieerzeugung Forschungszentrum sucht Kooperationspartner Ein spanisches Forschungszentrum hat eine Methode zur Herstellung von Pellets aus Biomasseabfällen entwickelt. Mit Hilfe einer Pilotanlage kann die Verarbeitung der Biomasse soweit optimiert werden, das qualitativ hochwertige, feste, erneuerbare Bio-Brennstoffe entstehen, die dem EU-Standard entsprechen.

Rohstoffen sowie eine technisch-wirtschaftliche Bewertung des Verfahrens. Es ist außerdem an Partnern interessiert, die sich ein gemeinsames Projekt im Rahmen eines Energie- oder Forschungsprogramms vorstellen können.

Technologietransfer

Kooperationsbörse IRC in Schweden Holzpellets sind als fester Bio-Brennstoff bereits gut bekannt. Als weitere Rohstofflieferanten bieten sich aber auch Biomasseabfälle aus Land- und Forstwirtschaft, industrielle Bioabfälle oder Nutzpflanzen an. Die Pelletierung ist eine hervorragende Möglichkeit zur Herstellung erneuerbarer fester Brennstoffe. Die starke Verdichtung ermöglicht einen wirtschaftlichen Transport, eine Platz sparende Lagerung und eine bequeme saubere Handhabung – auch bei der automatischen Brennstoffzuführung. Biomassepellets besitzen einen hohen Brennwert. Sie bieten sich sowohl für die Wärmeversorgung von Privathaushalten als auch zur Strom- und Wärmeproduktion in der Industrie an. Das spanische Forschungsinstitut hat verschiedene Arten von Biomasse-Abfällen erfolgreich pelletiert. Die Pilotanlage arbeitet mit einer Flachmatrizenpresse und verarbeitet pro Stunde eine Kapazität von 200 Kilogramm. Um Bio-Brennstoffe zu erhalten, die die Qualitätsanforderungen der EU-Standards im Hinblick auf Beständigkeit und Energieinhalt erfüllen, wurden kontinuierlich Parameter wie Wassergehalt, Partikelgröße und die nötige Additivzugabe kontrolliert.

Vom 21. bis 23. November findet in Göteborg die ECO-TECH SCANDINAVIA statt. Die Messe umfasst die Themen Abfall und Recycling, Energie, Transport, strategische Kompetenz im Umweltsektor sowie Luft, Boden und Wasser. Das IRC Western and Southern Sweden & Iceland organisiert am 22. November im Rahmen dieser Messe mit Unterstützung des IRC-Netzwerks eine Kooperationsbörse. Firmen und Institute aus dem Umweltsektor, die europaweit Kontakte knüpfen möchten, sind herzlich eingeladen. Ziel der Kooperationsbörse ist es, Ausstellern und Besuchern zu ermöglichen, sich mit potenziellen Partnern aus ganz Europa zu treffen und neue Kooperationen zu schließen. Interessenten können sich mit einem Technologieprofil beteiligen, das in einem elektronischen Katalog veröffentlicht wird. Kooperationsbörse: www.ecomatchmaking.ircnet.lu Information zur Messe: www.miljoteknik.com

Vorversuche in halbtechnischem Maßstab Das spanische Institut sucht Kontakt zu Forschungseinrichtungen, die sich mit der Pelletherstellung beschäftigen, sowie zu Unternehmen, die an alternativen Einsatzmöglichkeiten für ihre Biomasseabfälle oder deren Nebenprodukte interessiert sind. In Frage kommen beispielsweise landwirtschaftliche Betriebe oder die holzverarbeitende Industrie. Das Institut bietet Vorversuche in halbtechnischem Maßstab mit unterschiedlichen

Céline Lattemann HA Hessen Agentur GmbH Innovation Relay Centre (IRC) Hessen/Rheinland-Pfalz Tel.: 06 11/ 7 74-86 92, Fax: -5 86 92 E-Mail: celine.lattemann@hessen-agentur.de Internet: www.irc-hessen.de

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Milchsäure aus Abfällen Technisches Know-how aus Hessen für Abfallbehandlung in China Aus den Hochschulen

Die biotechnologische Herstellung von Milchsäure ist, genau wie die fermentative Behandlung von Biomasse aus Abfällen, seit langem Stand der Technik. Die Verbindung beider Verfahren eröffnet einen neuen Ansatz zur Behandlung von biogenen Abfällen nach dem Grundsatz einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Grundlegende Forschungsarbeiten führen derzeit Mitarbeiter des Instituts für Wasserversorgung und Grundwasserschutz, Abwassertechnik, Abfalltechnik, Industrielle Stoffkreisläufe, Umwelt- und Raumplanung (WAR) der Technischen Universität Darmstadt durch. Hauptziel ist es, nachhaltige und flexible Ver- und Entsorgungslösungen für die urbanen Räume in China zu entwickeln. „Durch das explosive Wachstum der dicht besiedelten Küstengebiete ergeben sich dort große Probleme, die umwelttechnische Infrastruktur an die Rahmenbedingungen anzupassen. Klassische Anlagenkonzepte mit Planungshorizonten von mehreren Jahrzehnten können diesem rasanten Wachstum nicht gerecht werden“, so Diplomingenieur Clemens Rohde, Mitarbeiter des Fachgebiets Abfalltechnik am Institut WAR, zu den Projekthintergründen.

Das Institut WAR hat ein semizentrales Konzept entwickelt, das die Milchsäureerzeugung in die biologische Abfallbehandlung integriert. Entstanden ist ein technisches Gesamtsystem zur Kreislaufführung der Stoffströme. Denn die Milchsäure kann im Anschluss in verschiedenen Industriezweigen als hochwertiger Rohstoff genutzt werden. „Mit unserem Verfahren wird dem obersten Grundsatz der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft im höchsten Maße Rechnung getragen“, so Clemens Rohde. Beim Einsatz dieser kombinierten Methode muss jedoch auf die spezifischen Eigenschaften des Abfalls Rücksicht genommen werden, der im Gegensatz zu anderen Ausgangsstoffen für die Milchsäureproduktion keine gleich bleibende Qualität besitzt und mikrobiologisch von sich aus recht aktiv ist.

Pilotanlage in Frankfurt Um die grundsätzliche Eignung von Technik und Ausgangsmaterial zu zeigen, betreibt die Technische Universität Darmstadt daher seit Juli 2006 mit der Remondis AG & Co. KG und dem Ingenieurbüro INGUT in Frankfurt eine Versuchsanlage zur Milchsäurefermentation. Sie besitzt ein nutzbares Reaktorvolumen von 30 Quadratmeter und behandelt täglich bis zu 1.000 Kilogramm Bioabfall, der dem chinesischen Großstadtmüll nachempfunden wird.

Hoher Biomasseanteil bietet Potenziale Kennzeichnend für den Abfall in chinesischen Großstädten ist der sehr hohe Anteil an Biomasse. Daraus werden in der klassischen Abfallwirtschaft Produkte wie Biogas und Kompost gewonnen. Doch in biogenem Abfall steckt noch mehr Potenzial: „Eine Ausweitung des Produktspektrums ermöglicht es, die Inhaltsstoffe des Abfalls nachhaltig zu nutzen und flexibler auf Absatzmärkte zu reagieren“, betont Rohde. Pilotanlage zur Milchsäurefermentation in Frankfurt am Main

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Die Ergebnisse aus dem Betrieb der Versuchsanlage können dann als Referenz für die Projektumsetzung in China genutzt werden. In der Anlage wird der Abfall mechanisch zerkleinert, dann mit Wasser angemaischt und in den Fermenter gepumpt. Im Fermenter wird aus den im Abfall enthaltenen, leicht verfügbaren Kohlenhydraten Milchsäure erzeugt. Der Wassergehalt im Reaktionsraum sowie pH-Wert und Temperatur sind ausschlaggebend für die dabei erzielte Milchsäuremenge. Optimal ist der Betrieb bei 37 bis 40 Grad Celsius. Ein niedriger pH-Wert im Reaktor verhindert die Methanbildung. Nach einer Aufenthaltszeit von zirka zwei Wochen kann die entstandene Milchsäure mittels Membrantechnologie abgeschieden werden. Um eine kontinuierliche Extraktion von Milchsäure zu erreichen, sollen im Rahmen von Folgeprojekten weitere Untersuchungen durchgeführt werden. „Die ersten Versuchsreihen haben ergeben, dass unsere Methoden und die Biomasse als Substrat geeignet sind, das stoffliche Potenzial des chinesischen Abfalls optimal zu nutzen. Jetzt gilt es, das Verfahren zur


Schematischer Aufbau der Versuchsanlage

Marktreife zu bringen, damit es in China zum Einsatz kommen kann“, resümiert Rohde. Autorin: Tanja Kilbert, Genius GmbH Dipl.-Ing. Clemens Rohde Fachgebiet Abfalltechnik – Institut WAR Technische Universität Darmstadt Tel.: 0 61 51 / 16 49 01 E-Mail: c.rohde@iwar.tu-darmstadt.de

Breites Anwendungsspektrum für Milchsäure Milchsäure ist in konzentrierter Form eine farblose bis schwach gelbliche, sirupdicke Flüssigkeit. Für biotechnologisch hergestellte Milchsäure findet sich ein breites Anwendungsspektrum. Sie wird unter anderem als Säuerungs- und Konservierungsmittel, als Geschmacksstoff sowie als Neutralisierungsmittel in der Lebensmittelindustrie verwendet. Außerdem ist sie als Ausgangsstoff für die Chemikaliensynthese geeignet und kann für die Herstellung von biologisch abbaubare Kunststoffen genutzt werden.

Geohumus: weniger Bewässerung – mehr Biomasse Granulat speichert pflanzenverfügbares Wasser Was Unternehmen bewegt

Lassen sich Flüssigkeitsabsorber, wie sie etwa in Babywindeln zum Einsatz kommen, auch nutzen, um Bewässerungseinsparungen im Agrarbereich zu erzielen? Für diese Fragestellung hat die Frankfurter Geohumus International GmbH & Co. KG eine geeignete Lösung gefunden: Das vom Unternehmen entwickelte Granulat geohumus® ist ein effektiver Speicher für pflanzenverfügbares Wasser. Geschäftsführer Dr. Wulf Bentlage hat den patentierten, umweltverträglichen Bodenhilfsstoff 2005 auf den Markt gebracht.

? Wie ist die Idee entstanden, einen

Wasserabsorber für landwirtschaftliche Anwendungen zu entwickeln? Woraus besteht geohumus®?

Angefangen hat die Geschichte von geohumus® bereits vor 35 Jahren, als ein Familienmitglied, Dr. Reinmar Peppmöller, damals Forschungsleiter bei der Stockhausen GmbH, begann, die ersten Absorberstoffe zu entwickeln, indem er einzelne Acrylsäuremoleküle zu langen Polyacrylsäureketten zusammenfügte. Die so entstandenen Poly-

Geohumus Geschäftsführer Dr. Wulf Bentlage (rechts) mit Dr. Reinmar Peppmöller (links), der den Bodenhilfsstoff entwickelt hat

mere können über Seitenketten Wasser binden und weisen dabei eine bis zu 100fache Quellfähigkeit auf. Dabei ist die enthaltene Polyacrylsäure für Mensch und Umwelt verträglich. Zunächst kamen die Absorber neben Babywindeln beispielsweise auch in Zahnfüllungen und als Hilfsstoff beim Löschen von Waldbränden zum Einsatz. Doch Dr. Peppmöller verfolgte das Ziel, die Polymere auch im Agrarbereich anzuwenden, um eine praktikable Lösung zur Schonung der Ressource Wasser anbieten zu können. Nach seiner Pensionierung forschte er privat weiter. Klassische hessen-umwelttech NEWS 4/2006

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Ein geohumus®-Körnchen in 50facher Vergrößerung

Absorber waren für landwirtschaftliche Anwendungen nicht geeignet, da Polyacrylsäure bei Wasserzugabe eine gelartige, undurchlässige Schicht bildet. Die Lösung war eine Strukturveränderung der Polymere. Dr. Peppmöller hat in die dreidimensionalen Strukturen feinste Nanopartikel aus Lavagesteinsmehl eingebettet, die dafür sorgen, dass die Absorbermoleküle nach Wasseraufnahme in einem lockereren, durchlässigen Verbund vorliegen. Diese Entdeckung begründete die Entwicklung von geohumus®.

? Welche Eigenschaften entfaltet das Granulat im Boden?

Enorme Quellfähigkeit – geohumus® saugt Wasser auf wie ein Schwamm

Ein Validierungsprojekt an der Justus-Liebig-Universität in Gießen hat ergeben, dass sich schon bei einprozentiger Zugabe des Granulats in Wurzelumgebung die pflanzenverfügbare Wassermenge verfünffacht. Die Körner binden Flüssigkeit wie ein Schwamm. Das so gespeicherte Wasser bleibt über lange Zeit pflanzenverfügbar, ohne zu verdunsten oder zu versickern. Die Nanopartikel aus Lavagesteinsmehl liefern zudem für das Pflanzenwachstum benötigte Mineralstoffe. Die Pflanzen werden größer und weisen mehr Biomasse auf. Insgesamt ermöglicht das Granulat eine effektivere und vor allem Ressourcen schonende Bewässerung sowie eine verbesserte Nährstoffzufuhr. Im Langzeitversuch zeigte sich, dass es bis zu fünf Jahre im Boden aktiv bleibt.

? Wo kommt der Bodenhilfsstoff

schon zur Anwendung? In welchen Bereichen wollen Sie sich künftig etablieren?

der Hausbegrünung, in Baumschulen, im Weinbau und bei der natürlichen Abdeckung von Müllbergen kommt das Granulat erfolgreich zum Einsatz. Momentan verstärken wir unsere Aktivitäten im internationalen Bereich. Gerade in den ariden Gebieten unserer Erde, die extrem trocken sind, sandige Böden aufweisen und generell wenige Wasserreserven haben, bietet sich die Anwendung des Wasserabsorbers an. In Saudi-Arabien wird etwa 90 Prozent des vorhandenen Wassers in der Landwirtschaft eingesetzt, versickert oder verdunstet aber dabei größtenteils. Mit geohumus® jedoch kann die eingesetzte Bewässerungsmenge um 50 Prozent reduziert und somit das wenige Wasser effektiv genutzt werden. Durch den geringen Wasserverbrauch lässt sich zudem die fortschreitende Versalzung des Bodens aufhalten. Darüber hinaus kann durch den Einsatz des Granulats dem Desertifikationsprozess in ariden Ländern Einhalt geboten werden. Denn geohumus® enthält neben den Wasser speichernden Polymeren auch Nährstoffe, die unfruchtbaren Boden wieder fruchtbarer machen und Pflanzen kräftige, vitale Wurzeln verleihen. Deshalb sehen wir gerade in trockenen Gebieten großes Potenzial für unseren Bodenhilfsstoff. Autorin: Julia Kirchert, Genius GmbH Dr. Wulf Bentlage Geohumus International GmbH & Co. KG Tel.: 0 69 / 44 47 77 E-Mail: wb@geohumus.com Internet: www.geohumus.com.

In Deutschland zählen vor allem Grünflächenbetreiber, etwa von Golf- und Fußballplätzen oder Gemeinden, zu unseren Kunden. Aber auch bei

Neue Fördergelder für Unternehmen der Nano- und Materialtechnologie Zwei Zuschussprogramme und ein Darlehensprogramm

Bis zu 5,2 Millionen Euro werden hessische Unternehmen der Nanotechnologie und der Materialtechnologie in den Jahren 2006 und 2007 erhalten, um industrielle Innovationen am Standort Hessen zu fördern und um deren wirtschaftliche Anwendung zu beschleunigen. Die Finanzierung erfolgt je zur Hälfte durch das Hessische Wirtschaftsministerium und die Europäische Union.

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„Nanotechnologie und die mit ihr verwandten Technologien beinhalten ein großes Potenzial für Kooperationen zwischen Wissenschaft und Unternehmen. Deshalb unterstützt das Land den effektiven Wissenstransfer zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und der Industrie in Hessen“, so der Hessische Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel. Auch im Bereich der Umwelttechnolo-


gien können die Entwicklungen der Nanotechnologie wichtige Impulse für innovative Produkte und Anwendungen geben. Die neue Förderinitiative richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen und beinhaltet Zuschüsse und Nachrangdarlehen. Das erste Zuschussprogramm „Nanotech Modell- und Pilotprojekte“ fördert die Umsetzung nano- und materialtechnologischer Innovationen in Produkte und Produktionsverfahren. Das zweite Programm „Vernetzung der Akteure und Netzwerke“ bietet Zuschüsse für bestehende oder neue Netzwerke von Unternehmen im Bereich Nano- und Materialtechnologie. In beiden Programmen können Unternehmen und Netzwerke jeweils einen Zuschuss von maximal 100.000 Euro erhalten, wobei sie einen Eigenbeitrag in mindestens gleicher Höhe leisten müssen. Zusätzlich fördern Land und EU mit Nachrangdarlehen von bis zu 750.000 Euro je Unternehmen die Finanzierung von nano- und materialtechnologischen Innovationen. Für Nachrangdarlehen sind keine banküblichen Sicherheiten erforderlich. Anträge könnten ab sofort bei der

Investitionsbank Hessen in Frankfurt und der Hessen Agentur in Wiesbaden eingereicht werden. Ansprechpartner für Unternehmen zu den Förderprogrammen: Nachrangdarlehensprogramm „Hessen NanoMatTech“: Dr. Gerhard Bauer Investitionsbank Hessen IBH Schumannstraße 4 - 6 60325 Frankfurt Tel.: 0 69 /13 38 50 78 26, Fax: -78 55 E-Mail: gerhard.bauer@ibh-hessen.de Zuschussprogramm „Nanotech Modell- und Pilotprojekte“ sowie Zuschussprogramm „Vernetzung der Akteure und Netzwerke“: Frank Syring HA Hessen-Agentur GmbH Abraham-Lincoln-Straße 38 - 42 65189 Wiesbaden Tel.: 06 11/ 7 74 - 86 15, Fax: -86 20 E-Mail: frank.syring@hessen-agentur.de

Förderung für Innovationen in Europa Informationsveranstaltungen der Hessen Agentur Im Januar 2007 startet das 7. Forschungrahmenprogramm der EU mit einem Budget von über fünfzig Milliarden Euro. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wird es wieder Programme geben, die direkt auf deren Bedürfnisse zugeschnitten sind. Auch auf nationaler und Landes-Ebene gibt es attraktive Fördermaßnahmen für innovative Unternehmen. Am 17. Oktober 2006 und am 2. November 2006 informiert die Hessen Agentur in Wiesbaden Unternehmen und Wissenschaftler über Fördermöglichkeiten für Forschung und Technologieentwicklungen. Die EU-Forschungsförderung deckt ein breites Spektrum an Themen und Projektarten ab: von der Grundlagenforschung über die angewandte Forschung bis zu Demonstrationsprojekten. Großprojekte und weit gefächerte Netzwerke werden ebenso unterstützt wie Konsortien aus kleinen und mittleren Unternehmen. Mit dem Programm „For-

schung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)“ – ehemals CRAFT – richtet sich die EU im 7. Rahmenprogramm speziell an KMU, die mit Hilfe von Auftragsforschung innovative Produkte oder Verfahren entwickeln wollen. Auf nationaler Ebene stehen im Programm Pro Inno II höhere Mittel denn je bereit. Pro Inno II unterstützt die Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren und technischer Dienstleistungen. Hessen fördert innovative Projekte mit den Modell- und Pilotprojekten. Anmeldung und Information: Nicole Jansen Hessen Agentur GmbH Europaberatung Tel.: 06 11/ 7 74 - 86 33 E-Mail: nicole.jansen@hessen-agentur.de

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Änderungen der wasserwirtschaftlichen Zulassungsverfahren Dialogforum der Ingenieurkammer Hessen Umweltrecht

„Die Novelle des Hessischen Wassergesetzes und die Ansätze zur Deregulierung haben zu Veränderungen bei Zuständigkeiten und Verfahrensabläufen geführt. Die Verantwortung der Maßnahmeträger, selbst für die notwendigen Genehmigungsschritte zu sorgen, hat zugenommen“, so der Präsident der Ingenieurkammer Hessen, Prof. Udo Meißner anlässlich des Dialogforums zum Wasserrecht am 11. Juli in Mörfelden-Walldorf. An der von der Ingenieurkammer Hessen in Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Darmstadt organisierten Veranstaltung nahmen 65 Fachleute aus der Wasserwirtschaft teil, darunter Vertreter der zuständigen Behörden, Maßnahmenträger und Planer.

Ministerialdirigent Wenzel Mayer führt in die Thematik der wasserrechtlichen Bestimmungen ein

„Die Wirkung von Abwasserbelastungen auf Fließgewässer soll im Einklang mit dem Wasserhaushaltsgesetz, dem Hessischen Wassergesetz (HWG) und der EU-Wasserrahmenrichtlinie so begrenzt werden, dass bei Erreichung immissionsorientierter Zielgrößen der ,gute ökologische Zustand’ und der ,gute chemische Zustand’ unserer Gewässer nicht beeinträchtigt werden“, erläuterte Ministerialdirigent Wenzel Mayer vom Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Um dies im Rahmen von Erlaubnisanträgen beurteilen zu können, habe sein Ministerium den „Leitfaden für das Erkennen ökologisch kritischer Gewässerbelastungen durch Abwassereinleitungen in Hessen“ als Handlungsgrundlage bereitgestellt.

Veränderte Genehmigungspflicht für Abwasserbehandlungsanlagen

§ 16

Regierungsdirektor Reinalt Frey vom Regierungspräsidium Darmstadt informierte über die wesentlichen, die Genehmigungsverfahren wasserwirtschaftlicher Maßnahmen betreffenden Änderungen im Gesetz zur Novelle des Hessischen HWG vom Mai 2005. Speziell im Abwasserentsorgungsbereich ist das Verfahren deutlich verändert und besteht aus mehreren Schritten. Die Genehmigungspflicht besteht nur noch für den Bau, den Betrieb und die Änderung einer Abwasserbe-

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handlungsanlage, für die die Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht. Dies muss durch eine Vorprüfung, die vom Maßnahmeträger zu beantragen ist, geklärt werden. Erst danach steht fest, ob ein Genehmigungsverfahren notwendig wird. Unabhängig von der Genehmigungsfrage muss für jede Einleitung von Abwasser in ein Gewässer auch weiterhin eine Erlaubnis beantragt und erteilt werden.

Neuer Stellenwert der Erlaubnis zur Abwassereinleitung Der anschließenden Diskussion zufolge ist das Genehmigungsverfahren insgesamt nicht einfacher geworden: Entweder es bleibt nach der Vorprüfung bei einer Genehmigungspflicht nach Wasserrecht, oder der Maßnahmeträger muss prüfen, ob andere Genehmigungen, z. B. aus den Bereichen Bauaufsicht oder Naturschutz, eingeholt werden müssen. Im Zuge der Planung von Maßnahmen im Abwasserbereich bekommt der Erlaubnisantrag für die Einleitung hierdurch einen neuen Stellenwert. Der Maßnahmeträger muss nachweisen, dass die geplante Maßnahme gemäß den allgemein anerkannten Regeln der Technik ausgeführt wurde oder, anders formuliert, so genehmigt worden wäre. Folglich ist es sinnvoll, den Erlaubnisantrag möglichst früh zu stellen. Aufgrund des großen Interesses an der Thematik ist für das Frühjahr 2007 ein Dialogforum mit ähnlichem Aufbau in Raum Nordhessen vorgesehen. Außerdem soll es Mitte 2007 eine weitere Veranstaltung geben, die sich speziell dem Themenkomplex „Leitfaden“ widmet.

Rüdiger Lexau Ingenieurkammer Hessen Tel. 06 11/ 9 74 57- 0, Fax -29 E-Mail: lexau@inkh.de Internet: www.ingkh.de


Elektronisches Nachweisverfahren für Abfälle Chancen für Softwareentwickler und Provider Das derzeitige System der abfallrechtlichen Überwachung erfolgt in Deutschland hauptsächlich in Papierform mit rund 2,5 Millionen anfallenden Begleitscheinen und etwa 125.000 Entsorgungsnachweisen pro Jahr. Mit der Einführung des papierlosen elektronischen Abfallnachweisverfahrens „eANV“ soll dieser Papierberg verschwinden. Das Gesetz zur Vereinfachung der abfallrechtlichen Überwachung und die Verordnung zur Vereinfachung der abfallrechtlichen Überwachung (Nachweisverordnung, NachwV) treten am 1. Februar 2007 in Kraft. Die neue Nachweisverordnung bestimmt Inhalt, Form und Verfahren der Führung von Nachweisen. Ab Mitte 2009 muss das elektronische Nachweisverfahren eingeführt sein, bis Mitte 2010 die dazugehörige elektronische Signatur. Nachweispflichtige sind wie bisher Abfallerzeuger, Abfallbeförderer und Abfallentsorger, soweit bereits eine Pflicht zur Führung von Nachweisen laut Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz besteht. Für Erzeuger und Beförderer gilt zunächst eine Übergangsfrist. Der Entsorger dagegen wird als Erster verpflichtet, ein elektronisches Nachweisverfahren einzuführen. Ausgenommen von dem Verfahren sind nur Kleinmengenerzeuger, die bis zu 2.000 Kilogramm gefährliche Abfälle pro Jahr erzeugen und Erzeuger, die ihre Abfälle nur im Sammelentsorgungsverfahren entsorgen. Die Verpflichteten haben die zur Nachweisführung erforderlichen Erklärungen, Vermerke zum Fristablauf, Bestätigungen und Entscheidungen, Ablichtungen, Anträge und Freistellungen elektronisch zu übermitteln.

Zentrale Koordinationsstelle Das seit 1998 bestehende länderübergreifende Abfallüberwachungssystem (ASYS) kann beibehalten werden. Als Schnittstelle zwischen dem Nachweispflichtigen und dem ASYS der Behörden wird voraussichtlich Anfang 2008 die Zentrale Koordinationsstelle eingerichtet. Sie ist untergliedert in die Virtuelle Poststelle, dem Länderelektronischen Abfallnachweisverfahren und dem Servicemodul. Die Virtuelle Poststelle ist die zentrale Datenaustausch-Plattform und ermöglicht den Austausch zwischen dem Begleitscheinaus-

steller und dem Anbieter der elektronischen Dienstleistung (Provider). Das Länder-elektronische Abfallnachweisverfahren ist ein Portal, das Begleitscheine und Entsorgungsnachweise erstellt und signiert. Das Servicemodul erbringt Dienstleistungen für den allgemeinen Betrieb des Systems. Um ausreichend Rechtssicherheit zu gewährleisten, muss eine qualifizierte elektronische Signatur nach dem Signaturgesetz und der Signaturverordnung verwendet werden. Diese wird mit Hilfe eines kryptographischen Schlüssels erzeugt. Sie ist an eine natürliche Person gebunden und wird durch ein Signaturschlüssel-Zertifikat beglaubigt. Betroffene Firmen müssen deshalb für alle berechtigten Mitarbeiter persönliche Signaturkarten einführen – in etwa vergleichbar mit einer ECKarte mit eingebautem Chip. Zudem muss der Signaturvorgang in den bestehenden Ablauf der Nachweisführung mit aufgenommen werden.

§ § §

Durch die Umstellung auf ein elektronisches Nachweisverfahren werden Übertragungsfehler bei der Erfassung vermieden, Vorgänge werden zeitlich verkürzt, Mehrfacherfassungen in den Unternehmen und Behörden sowie Medienbrüche zwischen Papier und IT-Technik fallen weg. Papier und Kosten können eingespart werden; Transaktionsprozesse werden einfacher, wie bereits einige Versuchsprojekte in Hessen, Bayern oder Nordrhein-Westfalen zeigen. Die Erweiterung von vorhandener Software um Signaturvorgänge oder die Integration von Softwarelösungen Dritter in die firmeninterne IT-Infrastruktur sind Aufgaben, die Fachwissen erfordern. Marktchancen entstehen somit für Firmen, die auf Basis des § 32 (4) NachwV Anwendungssoftware entwickeln oder ihre elektronische Dienstleistung als Provider anbieten.

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Autor: René Assmann, Fachhochschule Bingen

§

Weitere Informationen: http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/ application/pdf/nachweisv_umsetzung.pdf http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/ application/pdf/nachweisv_anforderung.pdf

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Innovationsradar Umweltrecht Umweltrecht im Überblick Innovationsradar Umweltrecht

Europäisches Recht

Vorphase (Arbeitsentwürfe) Vorschlag der Kommission (KOM-Doc) Gemeinsamer Standpunkt des Rates Verabschiedung: EP + Ministerrat Status

Titel

Wesentlicher Inhalt

Energie und Klima Nationaler Allokationsplans 2008-2012 für die Bundesrepublik Deutschland

Mit dem Nationalen Allokationsplan werden die Emissionsobergrenzen für alle Sektoren (Energie, Industrie, Verkehr, Haushalte, Gewerbe/Handel/Dienstleistungen) festgelegt. Es werden bis 2012 Emissionsberechtigungen für insgesamt 482 Mio. t pro Jahr zugeteilt.

Bekanntmachung über die Förderung von Demonstrationsprojekten für Biogas aus landwirtschaftlichen Substraten

Förderprogramm, mit dem Demonstrationsprojekte zum Einsatz innovativer Konversionstechnologien im Biogasbereich aus nachwachsenden Rohstoffen finanziell unterstützt werden.

Luft/Industrieanlagen Verordnung (EG) Nr. 842/2006 über bestimmte fluorierte Treibhausgase

Zur Eindämmung der Emissionen von fluorierten Treibhausgasen müssen alle stationären Kühl- und Klimaanlagen, Wärmepumpen und Brandschutzsysteme mindestens einmal jährlich inspiziert werden.

Erste Verordnung zur Änderung der Verordnung über Immissionswerte für Schadstoffe in der Luft (22. BImSchV)

Einführung von Immissionsgrenzwerten für Arsen, Kadmium, Quecksilber, Nickel und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe.

Richtlinie 2006/40/EG über Emissionen aus Klimaanlagen in Kraftfahrzeugen und zur Änderung der Richtlinie 70/156/EWG des Rates

Die Verordnung enthält Vorgaben für Klimaanlagen in Fahrzeugen der Klassen M1 und N1. Die Verwendung bestimmter Klimagase wird verboten (GWP>150). Einführung von Leckage-Erkennungstests.

Wasser

INFO: Umweltschutzvorschriften können eine marktschaffende Wirkung für Hersteller von Vermeidungsund Verminderungstechnologien und für Umweltdienstleister haben. Aus neuen oder geplanten Vorschriften können Hinweise auf künftigen technologischen Bedarf und mögliche interessante Innovations- und Geschäftsfelder abgeleitet werden. Ein Team von erfahrenen Umweltrechtlern unter Leitung von Prof. Dr. Martin Führ (Hochschule Darmstadt), Prof. Dr. Gerhard Roller (Fachhochschule Bingen) und Dr. Manfred Rack (Anwaltsbüro Dr. Manfred Rack, Frankfurt) hat die Aufgabe übernommen, den „Innovationsradar Umweltrecht“ mit Inhalt zu füllen. Weitere Informationen finden Sie unter www.hessen-umwelttech.de (Innovationsradar Umweltrecht).

Mitteilung der Kommission: Vermeidung und Verminderung der chemischen Verschmutzung von Oberflächengewässern in der EU

Abfall/Bodenschutz/Altlasten Gesetz zur Vereinfachung der abfallrechtlichen Überwachung

Die neue Nachweisverordnung bestimmt Inhalt, Form und Verfahren der Führung von Nachweisen. Ab Mitte 2009 muss das elektronische Nachweisverfahren eingeführt sein, bis Mitte 2010 die dazugehörige elektronische Signatur.

Produkte Entscheidung 2006/402/EG der Kommission vom 9. Februar 2006 über einen UmweltzeichenArbeitsplan der Gemeinschaft

Arbeitsplan zur Stärkung des Umweltzeichens, u.a. durch Ausweitung des Spektrums von Umweltzeichen-Produktgruppen (Heizanlagen, elektrische Haushaltsgeräte, Kopierer, Klimaanlagen). Verknüpfung mit öffentlichen Beschaffungswesen wird angestrebt.

Mitteilung der Kommission: Für ein mobiles Europa – Nachhaltige Mobilität für unseren Kontinent

Arbeitsplan der EU: u.a. Aktionsplan für Energieeffizienz und Planung für erneuerbare Energien; Verbesserung der Energieeffizienz und Beschleunigung der Entwicklung und Einführung alternativer Kraftstoffe.

Unternehmensfinanzierungsprogramm Hessen NanoMat-Tech

Programm zur Innovationsfinanzierung auf dem Gebiet der Nanotechnologie und verwandter Technologien aus den Bereichen Materialtechnologie, Oberflächentechnologie, Optik und Mikrosystemtechnik.

Nationales Recht

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Mit dem Richtlinienvorschlag schreibt die Kommission Umweltqualitätsziele für die 33 prioritären Stoffe in Oberflächengewässern und einigen weiteren Schadstoffen fest. Sie ergänzt damit wie vorgesehen die Wasserrahmenrichtlinie. Die Mitgliedsstaaten tragen Sorge, dass diese Ziele eingehalten werden.

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Verabschiedung Beschluss im BT/BR/LT Ausschuss Entwurf (BT-Drs./BR-Drs./LT-Drs.) Vorphase (Referentenentwürfe)


Nachrichten aus Wirtschaft und Wissenschaft Energieeffizienz ermöglicht wirtschaftlichen Klimaschutz

Marktchancen

Fundstelle

Marktchancen für Maschinenbauunternehmen, Anbieter von Energieerzeugungsanlagen aller Art sowie von Anlagen zur Steigerung der Energieeffizienz in den am Emissionshandel beteiligten Unternehmen. Des weiteren Chancen für Projektbüros und Beratungsfirmen.

www.bmu.de

Chancen für die Biogasbranche, Minderung von Risiken bei der Entwicklung innovativer Konzepte im Bereich der energetischen Nutzung von Biogas.

BAnz. Nr. 112/2006 S. 4523

Marktchancen für Unternehmen, die alternative Kältemitteltechnologien produzieren. Zudem für KälteKlima-Fachbetriebe durch die Überwachung und Wartung von Anlagen.

ABl. EU Nr. L 161 S.1

Anbieter von Abluftreinigungstechnologien können ebenso wie Hersteller von Immissionsmesseinrichtungen von einer Nachfragesteigerung profitieren.

www.bmu.de

Marktchancen für Hersteller von Klimaanlagen, deren Anlagen fluorierte Treibhausgase mit einem GWP-Wert unter 150 enthalten. Zudem für Unternehmen, die Leckagetests durchführen.

ABl. EU 2006 Nr. L 161 S. 12

Wuppertal. In den nächsten zehn Jahren könnte Deutschland durch den Einsatz energieeffizienter Technologien seine Treibhausgasemissionen um 160 Millionen Tonnen reduzieren. Ermöglicht werde dies durch die Nutzung energiesparender Lösungen bei Elektrogeräten sowie beim Neubau und bei der Renovierung von Gebäuden und Anlagen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Wuppertal Instituts im Auftrag der E.ON AG. Haushalte, Industrie, Gewerbe und Handel könnten insgesamt rund 40 Prozent an Energie sparen, wobei Investitionen in Endenergieeffizienz mit Renditen von zumeist mehr als 10 Prozent, in einzelnen Fällen über 100 Prozent punkten. Neben einer Analyse von etwa 70 technischen Maßnahmen enthält die Studie Informationen zu den wirtschaftlichen Chancen, die sich für Energieeffizienz-Dienstleister bieten. Die Kurzfassung der Studie steht als Download zur Verfügung unter: www.wupperinst.org/download/1208/EE_EDL_Kurzfassung.pdf

Brennstoffzellenherstellung: Neues Gemeinschaftsunternehmen Marktpotenzial für Beratungsfirmen, die die Behörden bei der Erstellung der Bestandsaufnahmen unterstützen. Potenzial für Chemie-Technologiefirmen, die Technologie zur Vermeidung von Austrag und Verlusten der genannten Stoffe entwickeln und für Entwickler weniger gefährlicher Ersatzstoffe und -technologien.

KOM(2006) 397 und 398 endgültig

Marktchancen bestehen für Firmen, die auf Basis des §32 (4) NachwV Anwendungssoftware entwickeln oder ihre elektronische Dienstleistung als Provider anbieten.

BGBl. I 2006 S. 1619

Marktchancen für Hersteller, die ökologische Varianten der ABl. EU 2006 neu aufgenommenen Geräte produzieren. Ggf. stärkere Nr. L 162 S. 78 Nachfrage nach allen Produkten mit Umweltzeichen durch öffentliche Stellen.

Marktchancen für wissenschaftliche Einrichtungen, Ingenieurbüros und Firmen, die Innovationen in den Bereichen Energieeffizienz im mobilen Sektor, alternative Kraftstoffe und umweltfreundliche Antriebstechnik entwickeln.

KOM(2006) 314 endgültig

Marktchancen bestehen für Unternehmen, die im Umweltbereich Nanotechnologie einsetzen oder einsetzen wollen.

StAnz. 2006 S. 1175

Hanau. SolviCore, ein Gemeinschaftsunternehmen von Umicore und Solvay, hat Ende Juli den Betrieb aufgenommen. Schwerpunkte sind die Erforschung, Entwicklung und Produktion sowie der Vertrieb von Membranelektrodeneinheiten und hiermit in Zusammenhang stehenden Verbindungen zur Nutzung in Brennstoffzellenanwendungen. Parallel zur Aufnahme des Betriebs beabsichtigt SolviCore, bei der Europäischen Union Forschungsmittel, die im Rahmen des siebten Rahmenprogramms für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration zur Verfügung stehen, zu beantragen. Die beiden Industriekonzerne Umicore und Solvay haben führende Positionen inne: Umicore im Bereich der Edelmetallkatalysatoren und Solvay bei Polymermembranen. Sie werden zukünftig gemeinsam Elektrokatalysatoren mit Polymermembranen produzieren, dabei ihre jeweiligen Aktivitäten aber auch außerhalb des Gemeinschaftsunternehmens weiterführen. www.umicore.de www.solvay.com

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Positive Bilanz nach einem Jahr Deponieverbot Berlin. Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) hat im Juni eine positive Bilanz des seit einem Jahr geltenden Deponieverbots von unbehandelten Siedlungsabfällen gezogen. Durch die Technische Anleitung Siedlungsabfall (TASi) wandern seit dem 1. Juni 2005 pro Jahr etwa fünf Millionen Tonnen Abfälle statt auf Deponien in Behandlungs- oder Verbrennungsanlagen. „Die Kapazitäten reichten anfangs nicht aus. Dennoch ist der von einigen beschworene Notstand nicht eingetreten“, so BDE-Hauptgeschäftsführer Dr. Stephan Harmening. Weil Verbrennen um ein Vielfaches mehr koste als Deponieren, sei es nun finanziell interessant, möglichst viel an Wertstoffen aus dem Abfall herauszuholen. Das fördere die Bedeutung der Entsorgungsbranche für die Rohstoffsicherheit und ihre Entwicklung – weg von reinen Transporteuren hin zu Produzenten hochwertiger Sekundärroh- und -brennstoffe. www.bde-berlin.de

Umwelt steht auf internationaler Forschungsagenda vorn

Die Studie verweist auf Prognosen, die für das Jahr 2020 weltweite Investitionen in Höhe von 250 Milliarden Euro in regenerative Energien vorhersagen. Die heimische Wirtschaft und der Arbeitsmarkt in Deutschland könnten hiervon in hohem Maße profitieren. Die Studie kann heruntergeladen werden unter: www.umweltbeschaeftigt.de

Recycling spart 3,7 Milliarden Euro Köln. Die in den vergangenen Jahren kräftig gestiegenen Rohstoffpreise machen im ressourcenarmen Deutschland das Recycling immer rentabler. Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln ersetzte die Erzeugung so genannter Sekundärrohstoffe im Jahr 2005 Rohstoffimporte im Wert von 3,7 Milliarden Euro. Davon gehen allein 2,2 Milliarden Euro auf das Konto eingesparter Energie, die unter anderem zur Neuerzeugung der Materialien nötig gewesen wäre.

Berlin. Die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit stehen auf der internationalen Forschungsagenda ganz oben. Dies ist das Ergebnis der Studie „Aktuelle Technologieprognosen im internationalen Vergleich“, die das VDI-Technologiezentrum im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführt hat. Es folgen die Informations- und Kommunikationstechnologien, die Biotechnologie und Life Sciences, Gesundheit und Ernährung, Energie sowie die Produktions- und Prozesstechnik. Die Daten liefern wichtige Hinweise zur Entwicklungsdynamik der nationalen Innovationssysteme. Berücksichtigt wurden die Länder China, Dänemark, Indien, Großbritannien, Kanada, Südafrika, Südkorea und die USA.

Am meisten sparen ließ sich mit der Wiederverwendung von Stahl. Dadurch mussten 1,2 Milliarden Euro weniger für Rohmaterial und 1,1 Milliarden Euro weniger für Energie ausgegeben werden. Lohnend war auch das Recycling von Aluminium mit einem Spareffekt von 704 Millionen Euro. Der deutschen Wirtschaft kommt die Wiederaufbereitung von Altmaterial besonders zugute, weil Importe durch inländische Wertschöpfung ersetzt werden. Dies geht direkt einher mit der Schaffung von rund 60.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen.

Die Studie soll den forschenden deutschen Unternehmen Orientierung für ihre strategische Planung geben. Sie steht zum Download bereit unter:

Risiken und Chancen der Bioenergie

www.bmbf.de/pub/technologieprognosen_int_ vergleich_ZTC_bd_58_.pdf

Arbeitgeber Umweltschutz Berlin. Schon heute arbeiten 1,5 Millionen Deutsche im Umweltschutz – mehr als in der Automobilindustrie. Diese Zahl könnte sich bis 2020 verdoppeln. Das geht aus der Stu-

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die „Umwelt und Beschäftigung 2006“ hervor, herausgegeben von den Umweltverbänden BUND, Deutscher Naturschutzring und Naturschutzbund.

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www.iwkoeln.de

Kassel. „Betreiber von Biogasanlagen müssen den Konkurs fürchten, wenn sie das technische Potenzial nicht voll ausschöpfen.“ – Das war eine der vieldiskutierten Thesen auf der Tagung „Bioenergie“ am 3. Juli an der Universität Kassel. Über 80 Teilnehmer aus Wissenschaft und Praxis referierten und diskutierten neueste Forschungsergebnisse und Überlegungen zu den Perspektiven der Bioenergie. Schwerpunkte waren die Themen „Energiepflanzen und ihre Nutzung“ sowie „Systemintegration und Technologieentwicklung für die Biomasseproduktion“. Der Vizepräsident der Universität Kassel, Prof. Alexander Roßnagel, wies auf die Dringlichkeit und Komplexität des Themas hin: „Es ist das


Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2030 etwa ein Viertel des gesamten deutschen Energiebedarfs mit Bioenergie abzudecken. Um das zu erreichen, bedarf es noch umfassender Forschungsanstrengungen.“ Die Vorträge der Tagung können heruntergeladen werden unter:

onen Euro. Die Maßnahmen des nachsorgenden Umweltschutzes beliefen sich auf 1,1 Milliarden Euro, während die Investitionen in integrierte Maßnahmen 488,9 Millionen Euro ausmachten. www.destatis.de

www.uni-kassel.de/umwelt/bioenergie

Elektrogeräte-Entsorgungskonzept hat Bewährungsprobe bestanden Frankfurt. „Der Anlauf der Entsorgung von gebrauchten Elektro- und Elektronikgeräten ist gelungen. Hersteller, Kommunen, Entsorger und das Elektro-Altgeräte-Register (EAR) haben den 100-Tage-Test bestanden“, so Hans-Joachim Kamp, Vorsitzender des gemeinsamen ZVEI-/BITKOMVorstandskreises Entsorgung von Elektro- und ElektronikAltgeräten, Ende Juni. Seit dem 24. März tragen Hersteller und Importeure von Elektro- und Elektronikgeräten die finanzielle Verantwortung für die Entsorgung von Altgeräten aus privaten Haushalten. Gesteuert durch die Stiftung EAR haben die beauftragten Entsorger rund 1.500 angemeldete Übergabestellen der Kommunen mit Sammelbehältern ausgestattet und in den ersten 100 Tagen bereits rund 24.000 Container abgeholt. Seit dem 1. Juli ist nun auch die dritte Stufe des Elektro- und Elektronikgeräte-Gesetzes in Kraft, derzufolge in neu gefertigten Produkten kein Blei, Cadmium, Quecksilber oder bestimmte Chromverbindungen sowie bromhaltige Flammschutzmittel verwendet werden dürfen. www.altgeraete.org www.bmu.de

Umweltschutzinvestitionen im Produzierenden Gewerbe gestiegen Wiesbaden. Im Jahr 2004 hat das Produzierende Gewerbe in Deutschland rund 1,7 Milliarden Euro in Umweltschutzmaßnahmen investiert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sind damit im Vergleich zum Jahr 2003 die Umweltschutzinvestitionen um 4,7 Prozent gestiegen. Im Produzierenden Gewerbe wurden 2004 die meisten Investitionen in den Umweltbereichen Luftreinhaltung und Gewässerschutz mit 717,9 Millionen beziehungsweise 630,0 Millionen Euro getätigt. Mit deutlichem Abstand folgen die Umweltbereiche Abfallwirtschaft mit 204,6 Millionen Euro, Lärmbekämpfung mit 74,6 Millionen Euro und Naturschutz und Landschaftspflege sowie Bodensanierung mit 27,7 Milli-

Forschungsprojekt und Internetplattform zu Membran-Bioreaktoren Berlin. Membran-Bioreaktoren (MBR) sind derzeit im Schnitt noch etwa doppelt so teuer wie herkömmliche Kläranlagen, lassen sich dafür aber wesentlich flexibler einsetzen. Sinnvoll ist ihre Anwendung etwa in schnell wachsenden Ballungsregionen und in abgelegenen Gebieten, in denen ein normales Klärwerk nur unter hohen Kosten errichtet werden kann. In Asien und Nordamerika boomen MBR bereits seit einigen Jahren. Auch Europa wendet sich dieser Technologie nun verstärkt zu: In dem vom KompetenzZentrum Wasser in Berlin koordinierten EU-Forschungsprojekt „Accelerate Membrane Development for Urban Sewage Purification“ (AMEDEUS) wird untersucht, wie sich störende „Fouling“Prozesse in den Anlagen vermeiden lassen. Informationen zu diesen und anderen Forschungsvorhaben bietet die Internetplattform des europäischen Forschungsclusters „MBR-Network“, in dem etwa 50 internationale Firmen sowie Forschungseinrichtungen ihre Aktivitäten bündeln. www.tu-berlin.de/presse/pi/2006/pi189.htm www.mbr-network.eu/

Licht trotz Schatten – Mikrospiegel vereinen Gegensätze Kassel. Wenn die Sonne in die Büros lacht, ist das nicht immer vorteilhaft. Die Räume heizen sich auf, Tageslicht blendet bei der Arbeit, Mitarbeiter lassen die Rollos herunter und schalten ihre Lampen an. Abhilfe können die „aktiven Fenster“ der Firma Von Waitzische Beteiligungen schaffen. Sie wurden gemeinsam mit der Universität Kassel sowie mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt entwickelt und sorgen dafür, dass Räume ohne störende direkte Sonneneinstrahlung taghell bleiben. Winzige Spiegel zwischen der Doppelverglasung lenken das Tageslicht gezielt in den Raum, etwa an die Decke, sorgen ansonsten aber für Schatten im Büro. Die hierbei eingesetzten „Mikrospiegelarrays“ werden bisher bereits kleinflächig in Beamern oder Scannern verwendet. Innovativ sind die großflächige Anwendung, die günstigere Materialzusammensetzung und der einfachere und somit preiswerte Herstellungsprozess. www.dbu.de www.waitzvoneschen.de hessen-umwelttech NEWS 4/2006

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BAFA: Fördermittel erschöpft

Einsparpotenziale für Rohstoffe und Energie

Berlin. Solarkollektoren, Pelletkessel und Scheitholz-Vergaserkessel sind außerordentlich beliebt. Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das diese Anlagen aus Mitteln des Marktanreizprogramms fördert, wurden in diesem Jahr bereits Anträge für mehr als 160.000 Investitionsvorhaben gestellt – das sind 50 Prozent mehr, als im gesamten Jahr 2005 gefördert wurden. Die Nachfrage hat stark angezogen, obwohl die Fördersätze in diesem Jahr bereits zweimal gesenkt wurden.

Berlin. Laut einer aktuellen Studie, die das Öko-Institut und das IFEU-Institut für das Bundesumweltministerium erstellt haben, bietet die Abfallwirtschaft trotz bisheriger Erfolge noch erhebliche Potenziale zur Ressourcenschonung und zur Minderung von Umweltbelastungen, die in den nächsten Jahren und Jahrzehnten in Deutschland erschlossen werden könnten. So ließe sich beispielsweise in der Stahlherstellung durch eine forcierte Altschrotterfassung und -verwendung der Energieverbrauch reduzieren. Und in der Kunststoffindustrie sei eine Erhöhung der Verwertungsquote von derzeit knapp 60 auf rund 80 Prozent möglich, wenn langlebige Produkte wie Fahrzeuge oder Elektronikgeräte stärker berücksichtig würden.

Da bereits mehr Anträge vorliegen als Fördermittel zur Verfügung stehen, werden viele der Antragsteller, die 2006 mit einem Bewilligungsbescheid rechnen, eine Ablehnung erhalten. Allen Antragstellern, die schon einen Bewilligungsbescheid erhalten haben, wird die bewilligte Förderung ausgezahlt. Im Jahr 2007 wird das Förderprogramm – gegebenenfalls zu geänderten Konditionen – fortgeführt. www.bmu.de

Die Studie „Ermittlung von relevanten Stoffen bzw. Materialien für eine stoffstromorientierte Ressourcen schonende Abfallwirtschaft“ steht zum Download bereit unter: www.bmu.de/abfallwirtschaft/downloads/doc/ 37311.php

Ro-Ka-Tech 2007: Branchentreff für Kanalexperten Kassel. Vom 29. bis zum 31. März 2007 findet in der Messe Kassel die Ro-Ka-Tech 2007 statt. Nach Angaben des Veranstalters, dem Verband Deutscher Rohr- und Kanalreiniger e. V., wurden bereits zwei Drittel der bisher genutzten Ausstellungsfläche gebucht. Aufgrund der starken Nachfrage wird die Fläche um 50 Prozent auf 8.000 Quadratmeter erweitert. Die Messe versteht sich als Informationsplattform für Unternehmen aus den Bereichen Rohr- und Kanalservice, Sanitärtechnik und Tiefbau sowie für Planungs- und Ingenieurbüros und kommunale Abwasserbetriebe. Zur Ro-Ka-Tech 2006 waren Besucher aus 14 Ländern angereist, um sich über neue Tendenzen und Entwicklungen zu informieren. Der Markt Rohr- und Kanaltechnik birgt laut Veranstalter ein riesiges Potenzial an notwendigen, lang aufgeschobenen Investitionen. www.rokatech.de

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Wir interessieren uns für die Beteiligung an folgenden Messen in 2006 und 2007 und suchen Anschluss an Landes- oder Gemeinschaftsstände:

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Veranstaltungen/Termine 24.10. - 27.10.2006 Köln Entsorga – Enteco (environmental technology) Internationale Fachmesse für Abfallwirtschaft und Umwelttechnik; Gemeinschaftsstand der Aktionslinie hessen-umwelttech und Kooperationsbörse des Innovation Relay Centre www.hessen-umwelttech.de www.irc-hessen.de www.entsorga-enteco.de 8.11.2006

Darmstadt

1. Tiefengeothermie-Forum Hessen Chancen und Risiken der Nutzung und Erschließung in Hessen www.hessen-energie.de www.energieland.hessen.de 17.11. -19.11.2006 Wetzlar ETH EnergieTage Hessen 2006 mit Passivhaus Hessen 2006 Fachmesse mit Kongress zu den Themen Bioenergie, regenerative Energien und energieeffizientes Bauen und Sanieren Informationsstand der Aktionslinie hessen-umwelttech www.hessen-umwelttech.de www.energietage.com 17.11.2006

Frankfurt

Eröffnung der Wasserstoff-Tankstelle bei Infraserv Höchst 5. Brennstoffzellenforum Hessen Visionen, Strategien, Ziele www.hessen-umwelttech.de www.h2bz-hessen.de 18.11.2006

Frankfurt

Brennstoffzelle hautnah Infos und Events zur Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie www.hessen-umwelttech.de www.h2bz-hessen.de

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung Maria Rieping Kaiser-Friedrich-Ring 75 65185 Wiesbaden Tel.: 06 11 / 815- 24 72, Fax: -22 28 E-Mail: maria.rieping@hmwvl.hessen.de Internet: www.wirtschaft.hessen.de HA Hessen Agentur GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Alfred Stein, Dagmar Dittrich, Dr. Carsten Ott Abraham-Lincoln-Str. 38-42 65189 Wiesbaden Tel.: 06 11/7 74-83 50, Fax: -5 83 50 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de RKW Hessen GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Kay Uwe Bolduan, Jürgen Müller Büro Eschborn Düsseldorfer Str. 40 65760 Eschborn Tel.: 0 61 96 / 970-255, Fax: -2 99 E-Mail: k.bolduan@rkw-hessen.de Internet: www.rkw-hessen.de Büro Kassel Ludwig-Erhard-Str. 8 34131 Kassel Tel.: 05 61 / 93 09 99 - 0, Fax: -9 E-Mail: kassel@rkw-hessen.de

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