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Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

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NEWS Innovationsradar Umweltrecht: Positive Beurteilung durch die Nutzer Hessen in China und Korea Rückblick: Hannover 2006 Aus den Hochschulen: Tierfette als Kraftstoff nutzen Der wahre Wert von Kunststoffabfällen: Meinhardt Städtereinigung erschließt neues Geschäftsfeld Biokraftstoffe – Treibstoffe der Zukunft

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3 | 2006


Liebe Leserinnen und Leser, Editorial

INHALT

seine Vorreiterrolle im Umweltschutz hat Deutschland nicht zuletzt aufgrund anspruchsvoller rechtlicher Vorschriften. Hiermit werden nicht nur Verbesserungen der Umweltsituation erreicht, sondern auch wirtschaftliche Impulse gesetzt, die die Entwicklung und Anwendung nachhaltiger Technologien vorantreiben. In der Abfallbranche machen beispielsweise die strengen Deponierungsvorschriften der Technischen Anleitung Siedlungsabfall Verfahren zur Trennung von Kunststoffabfällen noch attraktiver (S.17). Und im Energiesektor werden umweltfreundliche Biokraftstoffe durch steuerliche Begünstigungen sowie durch Beimischungen zu herkömmlichen Kraftstoffen gefördert (S.19).

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Berücksichtigt werden die Segmente Energie und Klima, Luft und Industrieanlagen, Wasser und Abwasser sowie Abfall, Bodenschutz und Altlasten. Das Innovationsradar Umweltrecht erscheint regelmäßig in den NEWS und im Internetauftritt von hessen-umwelttech und wird laut einer Umfrage von seinen Nutzern überwiegend positiv beurteilt. Nutzen auch Sie dieses Serviceangebot! Informieren Sie sich über rechtliche Neuerungen auf Seite 22 und überprüfen Sie, inwieweit die Marktprognosen des Innovationsradars für Ihr Geschäftsfeld von Interesse sind.

In dem weiten Feld der Umwelttechnologien können eine ganze Reihe von rechtlichen Vorschriften aus sehr unterschiedlichen Bereichen Marktpotenziale eröffnen. Um diese effizient zu nutzen, gilt es, sich frühzeitig zu informieren. Die Aktionslinie hessen-umwelttech bietet deshalb mit dem Innovationsradar Umweltrecht einen Überblick über relevante Gesetzesänderungen in Europa, Deutschland und Hessen. Damit können insbesondere kleine und mittlere Unternehmen erkennen, welche konkreten Chancen sich in ihrer Branche bieten.

Dr. Alois Rhiel Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

Umfrage zum Innovationsradar Umweltrecht

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Mit Pflanzenöl gegen chlorierte Lösungsmittel 14

Umwelttech meets Biotech

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Tierfette als Kraftstoffe nutzen

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eNewsletter Umwelttechnik Deutschland

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Nordhessen leben von heißer Luft – Kreativität um Brennstoffzellen

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Der wahre Wert von Kunststoffabfällen: Meinhardt Städtereinigung erschließt neues Geschäftsfeld

Asien-Reise 2006 aus Sicht der Umwelttechnologie Hessens

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100.000 Euro für Wachstumsfirmen: „STEP Award“

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Biokraftstoffe – Treibstoffe der Zukunft

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Innovationsradar Umweltrecht

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Green Energy Expo in Korea

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Hessen auf der Hannover Messe 2006

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Aktionslinie hessen-umwelttech auf Fachmessen präsent

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Ökotech 2006 in Budapest

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Ingenieurkammer Hessen begleitet Ingenieure auf ausländische Märkte

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hessen-umwelttech NEWS 3/2006

Nachrichten aus Wirtschaft und Wissenschaft 23 Wunschzettel

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Termine

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Umfrage zum Innovationsradar Umweltrecht Positive Beurteilung durch die Nutzer In eigener Sache

Im Februar hat die Aktionslinie hessen-umwelttech eine Umfrage zur Nutzung des Innovationsradars Umweltrecht durchgeführt. Demzufolge stößt dieses Serviceangebot auf großes Interesse und wird hinsichtlich seiner Qualität überwiegend positiv beurteilt. Die Aktionslinie hessen-umwelttech informiert mit dem Innovationsradar Umweltrecht über neue und geplante Entwicklungen des Umweltrechts der EU, des Bundes und des Landes Hessen. Für die wesentlichen Umweltbereiche werden Informationen über kommende Umweltschutzvorschriften sowie daraus resultierende potenzielle Marktchancen für hessische Umwelttechnologieanbieter dargestellt. Dadurch können Entwicklungspotenziale rechtzeitig entdeckt und durch konkrete Maßnahmen ausgeschöpft werden. Der Innovationsradar wird regelmäßig im Internet und in den NEWS (siehe Seite 22) veröffentlicht.

Von insgesamt 450 kontaktierten Firmen haben exakt 40 Firmen an der Fragebogen-Aktion zur Nutzung des Innovationsradars teilgenommen. Die gute Beteiligung und die hohe Bereitschaft, eigene Vorschläge zur Optimierung des Angebots zu unterbreiten, sprechen für ein starkes Interesse am Innovationsradar Umweltrecht. Bei der Branchenzugehörigkeit zeichnete sich im Rahmen der Befragung ein deutliches Übergewicht der Planungs- und Consultingunternehmen ab. Da Mehrfachnennungen möglich waren, wurde deutlich, dass die Beratung überwiegend dem Bereich Wasser/Abwasser (41%) zuzuordnen ist, gefolgt von dem Bereich Boden und Sanierung (23%) sowie Abfall (12%). Diese Ergebnisse spiegeln die tatsächlich in Hessen vorzufindende Situation im Consultingbereich wieder.

Einschätzung des Serviceangebots IUR 14 ja

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teilweise

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nein

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Bewertung der Qualität des Serviceangebotes „Innovationsradar Umweltrecht“durch die Nutzer (Anzahl der Nennungen)

2 0 Enthält aktuelle Informationen

Enthält informative Inhalte

Der Nutzen ist unklar

Was ist Ihnen besonders wichtig beim „Innovationsradar Umweltrecht“? 12 (Anzahl der Nennungen, Mehrfachnennungen möglich)

10 8 6 4 2 0 Abfall

Wasser

rechtliche Neuerungen

Wärme

Consulting

zukünftige Geschäftsfelder

Boden

Klima

MSR

zukünftige Marktpotenziale

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Hinsichtlich der Qualität des Innovationsradars sind die Befragten, die das Angebot nutzen, in Bezug auf Aktualität und Informationsgehalt teilweise bis vollständig zufrieden. Nur zwei Befragungsteilnehmer gaben an, dass ihnen der Nutzen des Angebotes insgesamt unklar sei (Bild 1). Als besonders wichtig werden am Innovationsradar

Workshop am 6. September

Am 6. September bietet die Aktionslinie hessen-umwelttech in Wiesbaden einen Workshop zum Innovationsradar Umweltrecht an. Nach einer allgemeinen Einführung zur Bedeutung des Innovationsradars werden die Ergebnisse der durchgeführten Nutzer-Befragung vorgestellt. Um das Serviceangebot weiter zu optimieren, werden anschließend Ziele und Potenziale des Innovationsradars diskutiert und Anforderungen aus der Sicht der Anwender aufgegriffen. Interessenten können sich bei der Aktionslinie hessen-umwelttech anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos.

die frühzeitigen Hinweise auf rechtliche Neuerungen (60% der Befragten, Mehrfachnennungen möglich) erachtet, gefolgt von Hinweisen zu zukünftigen Geschäftsfeldern (37,5%) und zukünftigen Marktpotenzialen (32,5%). Die Gewichtung dieser Faktoren unterscheidet sich je nach Branchenzugehörigkeit (Bild 2). Dr. Carsten Ott HA Hessen Agentur GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Tel.: 06 11/7 74-83 50, Fax: -5 83 50 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de

Umwelttech meets Biotech Biologische Verfahren – Chancen für die Umwelttechnologie

Ob Abfallaufbereitung, Abluftreinigung oder Altlastensanierung: Heutige umwelttechnologische Verfahren eröffnen, verknüpft mit biologischen Methoden, zukunftsfähige Lösungen für ein Ressourcen schonendes Wirtschaften. Der Workshop „Umwelttech meets Biotech“ der Aktionslinie hessen-umwelttech des hessischen Wirtschaftsministeriums am 23. Mai im DECHEMA-Haus in Frankfurt bot daher rund 40 Fachbesuchern aus Wissenschaft und Industrie die Gelegenheit, sich über Einsatzmöglichkeiten der Biotechnologie in der Umwelttechnik auszutauschen. „Vor dem Hintergrund wachsender Umweltbelastungen einer industriellen Gesellschaft einerseits und dem steigenden Bedarf an Energie und Rohstoffen andererseits, müssen wir bewährte umwelttechnologische Verfahren stetig weiterentwickeln und neuen Herausforderungen anpassen“, begrüßte Staatssekretär Bernd Abeln vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung die Teilnehmer. „Die Biotechnologie kann der Umwelttechnologie dabei wertvolle, neue Impulse geben und neue Märkte erschließen.“ Auch Dr. Dieter Sell, Gesellschaft für Chemische Technik

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und Biotechnologie (DECHEMA), und Dr. Kristina Sinemus, Genius GmbH, sehen „Umwelttech meets Biotech“ als Chance. „Deutschland und speziell Hessen ist in beiden Bereichen gut aufgestellt. Diesen Vorsprung können wir nutzen, um interdisziplinär innovative Verfahren zu entwickeln“, so Sinemus.

Interdisziplinäre Projekte aus Forschung und Praxis Im Verlauf des Workshops berichteten Experten aus Forschung und Praxis über interdisziplinäre Projekte aus Abfallwirtschaft, Abluftreinigung sowie Boden- und Grundwassersanierung. Moderiert wurde die Veranstaltung vom hessischen Umwelttechnologiebeauftragten Prof. Dr. Stefan Gäth. Prof. Dr. Johannes Jager von der Technischen Universität Darmstadt zeigte auf, wie sich aus biogenen Abfällen Milchsäure als Rohstoff für die Industrie gewinnen lässt. Rolf Schneider, Ingenieurgruppe RUK GbR aus Stuttgart, beschrieb ein biologisch-mechanisches Verfahren zur vollständigen Vorbehandlung von Abfällen gemäß der Technischen Anleitung Siedlungsabfälle.


Über biologische Verfahren in der Abluftreinigung referierten Prof. Dr. Karl-Heinrich Engesser, Universität Stuttgart, sowie Dr. Dieter Bryniok vom Fraunhofer Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB), ebenfalls Stuttgart. Beide forschen im Bereich Biofilter, mit denen flüchtige Lösungsmittel aus Abluft abgeschieden werden können. Im Filter angesiedelte Mikroorganismen übernehmen den Stoffabbau. Ein Beispiel aus der Analytik lieferte Dr.-Ing. Beate Strehlitz vom Umweltforschungszentrum Leipzig Halle GmbH. Ihr Team entwickelt Biosensoren – selektiv erkennende biologische Komponenten direkt gekoppelt mit einem Signalwandler. Zum Nachweis von Insektiziden, Pestiziden und endokrin wirksamen Substanzen in Abwasserströmen seien etwa Enzymsensoren geeignet.

Individuelle Konzepte gefragt Im Themenblock Boden- und Grundwassersanierung erläuterte Birgit Schmitt-Biegel, HIM ASG aus Biebesheim, wie das Unternehmen durch Einsatz einer mikrobiologischen Stufe den Schadstoffabbau in einem Bioreaktor – geplant zur Sanierung des Geländes einer ehemaligen Teerfabrik – optimiert hat. Johannes Hoffmann, DRS DarmstadtDreieich, und Dr. Helmut Dörr, Arcadis Consult GmbH aus Darmstadt, betonten in der abschließenden Diskussion, dass bei der Bodensanierung aufgrund der komplexen, von Fall zu Fall stark unterschiedlichen Struktur des Bodens stets individuelle Konzepte gefragt seien. „Gerade hier können Umwelt- und Biotechnologie gemeinsam einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, neue Lösungen zu finden“, ergänzte Prof. Dr. Gäth.

Staatssekretär Bernd Abeln: „Die Biotechnologie kann der Umwelttechnologie wertvolle Impulse geben.“

Eine abschließende Einschätzung des Zukunftspotenzials von interdisziplinären Lösungen gab Alfred Stein von der Aktionslinie hessen-umwelttech: „Wir haben heute erfahren, was durch die Verknüpfung von Umwelt- und Biotechnologie verfahrentechnisch möglich ist. Wenn aus diesen Ideen marktfähige Lösungen entstehen, sind wir künftigen Umweltschutzanforderungen gewachsen.“ Autorin: Julia Kirchert, Genius GmbH, Darmstadt Dr. Carsten Ott HA Hessen Agentur GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Tel.: 06 11/7 74-83 50, Fax: -5 83 50 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de

Die Vorträge des Workshops können auf der Homepage der Aktionslinie hessen-umwelttech unter www.hessen-umwelttech.de in der Rubrik „Infos & Termine“ heruntergeladen werden.

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eNewsletter Umwelttechnik Deutschland Informationen für internationale Akteure Im Internetportal Cleaner Production Germany (CPG) bietet das Umweltbundesamt einen neuen elektronischen Newsletter an, der den internationalen Umweltschutz fördern und die deutsche Umwelttechnologie im Ausland bekannter machen soll. An der Erstellung ist die Aktionslinie hessen-umwelttech mitbeteiligt. Der Newsletter berichtet über innovative Technologien aus Deutschland sowie über Rechtszusammenhänge, Finanzierungsinstrumente und organisatorische Fragestellungen. Ziel ist es vor allem, ausländische Akteure für deutsche Konzepte und technische Lösungen zu interessieren. Neben hes-

sen-umwelttech unterstützen verschiedene Institutionen aus Bayern und Nordrhein-Westfalen sowie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. das Projekt. Das Internetportal CPG informiert umfassend über die Leistungsfähigkeit deutscher Umwelttechnologie und Umweltdienstleistungen und baut sein Angebot mit dem Newsletter nun weiter aus. Es informiert potenzielle Anwender von Umwelttechnologien über die Angebote der deutschen Forschung und Umweltschutzindustrie, ausländische Forschungseinrichtungen über den Stand der Forschung und die Entwicklung deutscher Umwelttechnologien sowie über Kooperationsmöglichkeiten mit deutschen Partnern, Behörden über die Anwendung deutscher Umweltschutztechnologien oder die Erfahrungen im betrieblichen Umweltschutz, im In- und Ausland tätige Institutionen, wie Außenstellen der Industrie- und Handelskammern, bilateral tätige Gesellschaften, Repräsentanzen von Verbänden, Technologietransfer-Einrichtungen über die wichtigsten Entwicklungslinien im technischen Umweltschutz. eNewsletter herunterladen oder abonnieren unter: www.cleaner-production.de Dr. Carsten Ott HA Hessen Agentur GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Tel.: 06 11/7 74-83 50, Fax: -5 83 50 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de

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Nordhessen leben von heißer Luft – Kreativität um Brennstoffzellen RKW Hessen unterstützt Produktentwicklung RKW-Beratung

Brennstoffzellen werden in Zukunft eine wichtige Rolle in einer nachhaltigen Energiewirtschaft spielen. Vor diesem Hintergrund will sich das Unternehmen gaskatel als weltweit tätiger Anbieter von Serienprodukten der Elektrochemie positionieren. Notwendig dazu sind aber geeignete Strukturen und Organisationsformen – immer unter Einbindung der für das Unternehmen wichtigen Entwicklungs- und Forschungsarbeit. Das Unternehmen gaskatel wurde 1997 als Spin Off der Universität Kassel gegründet und ist unter anderem Entwickler und Hersteller von Referenzelektroden, Brennstoffzellen und Elektrolyseuren. 1998 wurde das Unternehmen mit dem Existenzgründerpreis der Wirtschaftsregion Kassel ausgezeichnet. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen zehn Mitarbeiter. Bei seinem geplanten Sprung auf den Weltmarkt fand das Unternehmen Unterstützung beim RKW Hessen und der TEO Industriedesign aus Kassel. Gefördert wurde das Beratungsprojekt aus dem Programm der Aktionslinie hessen-umweltech des Hessischen Wirtschaftsministeriums. Ziel der Beratung war es, sowohl die konzeptionellen Grundlagen als auch geeignete Methoden zur Effektivitäts- und Effizienzsteigerung im Kontext der Produktentwicklung zu erarbeiten. Gemeinsam mit dem Unternehmen wurden dazu bestehende Kommunikationsstrukturen untersucht, kreative Trampelpfade ausgemacht und eine Organisationsstruktur geschaffen, die den Austausch aller Projektbeteiligten fördern soll. Dies gilt umso mehr, da in einem Produktentwicklungsprozess Wissenschaftler, Techniker und Kaufleute mitunter vor einem ungewohnten Gebiet stehen und lernen müssen, sich allen Disziplinen tolerant und konstruktiv zu nähern. Mit einer Liste von Anforderungen beschreiben nun alle Mitwirkenden Produkt, Service und Abläufe bis ins Detail. Die darauf aufbauende Produktentwicklung entspricht in allen Teilen diesem Anforderungsprofil, ist jederzeit überprüfbar und ermöglicht auch spätere Produktanpassungen an veränderliche Marktsituationen.

Die EloFlux-Brennstoffzellen arbeiten mit kostengünstig verfügbaren Materialien – Kohlenstoff und Nickel – und weisen gleichzeitig eine hohe Effizienz auf.

Qualitätslenkung in der Entwicklungsphase „Gegenwärtig konzentriert sich die Qualitätslenkung bei gaskatel zumeist auf die Herstellungsphase. Die Methoden der Qualitätslenkung sollen sich aber über dieses Gebiet hinaus verbreiten, denn Qualität wird bereits in der Phase der Entwicklung und des Entwurfs bestimmt“, so Jens Freitag von TEO Industriedesign. Das Arbeiten mit Anforderungsprofilen enthüllt dabei die Qualität, die vom Kunden gefordert wird und ermöglicht so eine Qualitätssicherung in allen Phasen der Produktentwicklung. Das entwickelte Innovationsmanagement schafft eine gemeinsame Grundlage aller Mitwirkenden und des Marktes und ermöglicht so nachvollziehbare Handlungen. Die erarbeiteten Methoden sind wissenschaftlich tragfähig und pragmatisch zugleich. Es wurde somit ein ganzheitlicher, nachhaltiger Ansatz zur Produktentwicklung geschaffen. Dazu gehört auch die Aufgabe, einen nicht sichtbaren, elektrochemischen Prozess und somit die gaskatel-Kernkompetenz potenziellen Kunden

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und Nutzern zu vermitteln. Konkret bedeutet dies die Visualisierung der Gase, die als Reaktionspartner für den Vorgang in der Brennstoffzelle stehen sowie den Vorgang ihrer Umwandlung und das Strömen in begrenzten Räumen selbst. Es geht aber nicht nur um die Erklärung von Funktionen und Handhabung, sondern auch um die Wertschätzung und das Vertrauen der Kunden in ein marktfähiges Produkt. Die Einführung des Innovationsmanagements bewirkte eine positive Einflussnahme in allen wesentlichen Unternehmensbereichen. „Sowohl strategische, als auch operative Tätigkeiten werden dadurch auf Märkte mit zunehmender Komplexität und Risikostruktur gut vorbereitet“, so Joachim Helmke von gaskatel. Helmkes Fazit: „Die mit Unterstützung von Herrn Fabich vom RKW Hessen und Herrn Freitag von TEO Industriedesign vorgeschlagenen Managementmethoden bil-

den für uns eine ausgezeichnete Grundlage zur systematischen und vor allem erfolgreichen Weiterentwicklung unseres Unternehmens.“ Thomas Fabich RKW Hessen GmbH Ludwig-Erhard-Straße 8 34131 Kassel Tel.: 05 61/ 93 09 99-2, Fax –9 E-Mail: t.fabich@rkw-hessen.de Internet: www.rkw-hessen.de Joachim Helmke, gaskatel GmbH Holländische Straße 195 Gebäude M 1 34127 Kassel Tel.: 05 61/ 5 91-90, Fax –91 E-Mail: helmke@gaskatel.de Internet: www.gaskatel.de

Asien-Reise 2006 aus Sicht der Umwelttechnologie Hessens Bericht des hessischen Umwelttechnologiebeauftragten Prof. Dr. Gäth

Prof. Dr. Stefan Gäth

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In einem FAZ-Artikel vom 07.06.2006 heißt es in der Überschrift, dass China auf Kosten der Umwelt wachse. Der Inhalt des Artikels stützt sich auf Aussagen offizieller Stellen, die auch über die Nachrichtenkanäle gesendet wurden. In dem Beitrag wird erwähnt, dass die Umweltverschmutzung China 150 Milliarden Euro im Jahr kosten würde, wobei die Lage sich verschlimmere. „Durch Schadstoffemissionen und Umweltschäden büßt die Volksrepublik jährlich etwa 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ein. Die Umweltschäden machen sich in vielfältiger Form bemerkbar, wie Berichte der staatlichen Umweltschutzbehörde zeigen: Weideland verödet und wird zur Wüste. Feuchtgebiete werden kleiner, Küsten werden kontaminiert, und Städten geht das Trinkwasser aus. Während das Wirtschaftswachstum die Zielvorgaben der Regierung übersteige, werde sowohl in ländlichen Gebieten als auch in den Städten die Umweltverschmutzung schlimmer. Chinas Wirtschaft ist in den vergangenen 28 Jahren um durchschnittlich 9,7 Prozent je Jahr gewachsen – doch der Faktor Umwelt blieb lange unberücksichtigt. Da es an Maßnahmen zum Umweltschutz

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mangelt, liegen nach Angaben der Weltbank inzwischen sechs der zehn am stärksten verschmutzten Städte der Welt in China. Die Regierung nimmt sich der Probleme nun verstärkt an.“ Besser kann ich die eigenen Erfahrungen, die ich auf der Reise nach China und Korea (siehe Kasten) sammeln durfte, nicht charakterisieren. In den mit Vertretern öffentlicher Institutionen (Akademien, Universitäten) sowie privater Organisationen und Unternehmungen geführten Gespräche konnte die zwingende Notwendigkeit der Einführung bzw. Umsetzung umweltrechtlicher und umwelttechnischer Standards festgestellt werden. Das gilt für China und auf einem anderen Niveau für Korea. Nur wenige Stichworte seien genannt: Das rasche Wachstum der verschiedenen Millionenstädte führt aus Sicht des Umwelt- und Ressourcenmanagements zu den zentralen Problemen der Versorgung und Entsorgung. Beide Schwerpunkte sind demnach auch aus Sicht hessischer Umwelttechnologieunternehmungen von großem Interesse. Zur Versorgung gehört in erster Linie die


Bereitstellung von Trinkwasser in ausreichender Menge und Qualität. Der spezifische Trinkwasserverbrauch beträgt laut der Aussage zuständiger Stellen in Peking 220 l pro Einwohner und Tag. Daneben spielt die Energieversorgung mit erneuerbaren bzw. nachwachsenden Rohstoffen eine weitere tragende, umwelt- und sozialpolitisch wichtige Rolle. Auf dem Gebiet der Entsorgung sind Technologien zur Behandlung und Verwertung flüssiger und fester Abfälle geboten. So fallen beispielsweise in Peking (Aussage eines Gesprächsteilnehmers) ca. 10.000 t Abfall je Tag an, was einem spezifischen Abfallaufkommen von ca. 250 kg pro Einwohner und Jahr entspricht. Die Abwässer werden nur in ganz wenigen Einzelfällen geklärt in die Vorfluter abgegeben. Die festen Abfälle werden deponiert oder – wie in Seoul gehört – zu großen Anteilen in das Meer verkippt.

wie im heutigen Peking lagen. Ferner sind Technologien der Trinkwasseraufbereitung und Managementkonzepte zum vorsorgenden Grundwasserschutz gefragt. Im Abwasser- und Abfallbereich sollten es in erster Linie modulare Systeme sein, die je nach Aufkommen, Qualität und Zielgröße des zu behandelnden Abwassers / Abfalls eingesetzt und erweitert werden können. Moderne Konzepte des Stoffstrommanagements bieten dabei die Möglichkeit, den Ressourcenverbrauch im Sinne einer Kreislaufwirtschaft zu minimieren. Prof. Dr. Stefan Gäth Justus-Liebig-Universität Gießen Institut für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement Tel.: 06 41/99-3 73 83, Fax: - 3 73 89 E-Mail: stefan.a.gaeth@agrar.uni-giessen.de

Der Beitrag hessischer Umwelttechnologieunternehmen sollte es sein, Technologien und Verfahren anzubieten, die in erster Linie die Effizienz des Ressourcenverbrauchs verbessern. In Deutschland beträgt der Trinkwasserverbrauch knapp 100 l weniger pro Einwohner und Tag, wobei wir Ende der 80er Jahre noch bei einem ähnlichen Verbrauch

Der Hessische Ministerpräsident Roland Koch beim Kammerfrühstück der Deutsch-Koreanischen Industrie- und Handelskammer (DKIHK) in Seoul, links: Geschäftsführer der DKIHK Wolfgang Niedermark, rechts: Präsident der DKIHK Dieter Brinkmann und Dr. Claus Auer, Leiter der Wirtschaftsabteilung der Deutschen Botschaft in Seoul.

Positive Bilanz der Delegationsreise China und Korea Herr Ministerpräsident Koch hat während der von ihm geleiteten Delegationsreise nach Südkorea und China vom 6.5. bis 15.5. die besondere Kompetenz Hessens auf den Gebieten Umwelttechnologien und großflächige Infrastruktur herausgestellt und erfolgreich für Geschäftsbeziehungen zwischen hessischen und koreanischen bzw. chinesischen Unternehmen geworben. Begleitet wurde der Ministerpräsident von ca. 40 hochrangigen Vertretern von hessischen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Die von der HA Hessen Agentur im Hinblick auf diese Schwerpunktthemen inhaltlich und organisatorisch mitgestaltete Delegationsreise ist sowohl in Korea als auch in Peking, Shanghai, Shenzhen und Hong Kong auf herausragendes Interesse gestoßen. Die Botschaft von der Vereinbarkeit von Umweltschutz und Wirtschaftswachstum und die besondere Bedeutung der Umweltschutztechnologien für eine nachhaltige positive wirtschaftliche Entwicklung sind dort auf fruchtbaren Boden gefallen.

Dies zeigen die zahlreichen Geschäftsanbahnungen, die sich nach Aussage von Vertretern der mitgereisten Unternehmen nach ihrer Rückkehr Erfolg versprechend konkretisiert haben. Weiterer wichtiger Erfolg der Delegationsreise ist eine Vertiefung der Vernetzung der Teilnehmer aus Wirtschaft und Wissenschaft als Schritt zur Kompetenz-Exzellenz Hessens. Neue Projektideen wurden entwickelt und werden derzeit mit der HA Hessen Agentur von den Teilnehmern diskutiert und vertieft. Andrea Tonscheidt HA Hessen Agentur GmbH Tel.: 0611 / 7 74- 86 16, Fax: - 84 66 E-Mail: andrea.tonscheidt@hessenagentur.de Internet: www.hessen-agentur.de

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Green Energy Expo in Korea Hessen präsentiert erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe

Hessen als Kompetenzzentrum für Umwelttechnologie und erneuerbare Energien sowie nachwachsende Rohstoffe – dieses Thema der Delegationsreise unter der Leitung von Herrn Ministerpräsident Koch hat in Südkorea und China besonderes Interesse gefunden. Deshalb hat sich die HA Hessen Agentur GmbH kurzfristig zur Teilnahme an der Green Energy Expo vom 14.6 bis zum 16.6. in Daegu, Südkorea entschlossen.

Andrea Tonscheidt und Hessen Agentur Geschäftsführer Dr. Dieter Kreuziger auf der Green Energy Expo.

Die Green Energy Expo richtet sich in erster Linie an Fachbesucher und Messeteilnehmer aus den Gebieten Solartechnik und angrenzender Technologiefelder sowie Energien aus Biomasse und nachwachsenden Rohstoffen. Sie genießt einen hervorragenden Ruf und hat politisch einen erheblichen Stellenwert. Die koreanischen Veranstalter dieser Messe haben das ehrgeizige Ziel, ein Technologieschaufenster auch für andere Länder im asiatischen Raum zu schaffen zu einem Thema, das wegen des stürmischen Wirtschaftswachstums und der steigenden Energiekosten immer stärker ins Bewusstsein der Politiker rückt. Die hohe Zahl von Besucher der Messe aus China, Indonesien und Indien bestätigt, dass die Veranstalter auf dem richtigen Weg sind. Auch die Aussteller rekrutierten sich aus einer Reihe von asiatischen Ländern.

Deutschland war auf dieser Messe mit einem deutschen Pavillon vertreten, in dem Hessen sowohl in der Präsentation als auch inhaltlich eine Spitzenposition eingenommen hat. Das rege Interesse für Technologien aus Hessen dokumentiert die Zahl der Besucher: An 3 Messetagen haben rund 1.500 Interessenten den hessischen Stand besucht. Es sind etwa 50 vertiefte Kontakte geknüpft, von denen erwartet werden kann, dass sie zu Kauf-, Liefer- oder Kooperationsbeziehungen zwischen hessischen und koreanischen Firmen führen. Die gute Position Hessens als Kompetenzzentrum für „grüne Technologien“ wird auch belegt durch mehrere Fernsehauftritte sowie diverse Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträge auf der Grundlage von Interviews. Der insgesamt uneingeschränkt positive Auftritt Hessens auf der Green Energy Expo hat seine Basis in qualitativ hochwertiger Vorarbeit der Mitarbeiter der Hessen Agentur und in einem exzellenten Briefing u. a. aus dem Hessischen Umweltministerium und von hessischen Unternehmen sowie in der engagierten Unterstützung der AHK in Seoul. Andrea Tonscheidt HA Hessen Agentur GmbH Tel.: 0611 / 7 74- 86 16, Fax: - 84 66 E-Mail: andrea.tonscheidt@hessenagentur.de Internet: www.hessen-agentur.de

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Hessen auf der Hannover Messe 2006 Kompetenzen in der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie präsentiert Außenwirtschaft und Messen

Hessen hat auch in diesem Jahr wieder an der Hannover Messe, der weltweit wichtigsten Industriemesse, teilgenommen. Die Aktionslinie hessen-umwelttech präsentierte mit der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen (H2BZ) die hessischen Kompetenzen in einem Gemeinschaftsstand in der Group Exhibit „Hydrogen + Fuel Cells“. Die Hannover Messe ist mit der „Hydrogen + Fuel Cells“ die weltweit größte Branchenpräsentation für den Bereich Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Vertreten war die gesamte Wertschöpfungskette dieser Technologie von der Wasserstofferzeugung über Komponenten und Services bis hin zu kompletten Brennstoffzellensystemen. Darüber hinaus diskutierten Vertreter aus Politik, Anbieter- und Anwenderbranchen aktuelle Fragen der Energieerzeugung und -versorgung, -übertragung und -verteilung. In diesem Umfeld wurde der hessische Messestand mit großem Interesse wahrgenommen. Die Beteiligten konnten ihre Kompetenzen im Bereich der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie einem internationalen Publikum präsentieren und waren mit ihrem Messeauftritt sehr zufrieden. Teilnehmer am Stand der Aktionslinie hessen-umwelttech und H2BZ-Initiatve waren: Pemeas Fuel Cell Technologies und Infraserv Höchst aus Frankfurt, Magnum Automatisierungstechnik aus Darmstadt, Schunk Kohlenstofftechnik aus Heuchelheim und Hüttenberger Produktionstechnik aus Langgöns sowie die Fachhochschule Wiesbaden.

technologie für eine nachhaltige Mobilität“ erstellt. Auf der Hannover Messe hatten die Schüler Gelegenheit, ihre Show zu präsentieren und sich bei den Ausstellern über aktuelle BrennstoffzellenAnwendungen zu informieren. Ein Highlight war das Treffen mit dem Hessischen Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel am Stand der Aktionslinie hessen-umwelttech. Der Minister interessierte sich sehr für die zukunftsweisenden Entwicklungen im Bereich der Brennstoffzellentechnologie in Hessen und freute sich über das Engagement der Schüler aus Wiesbaden. Alfred Stein HA Hessen Agentur GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Tel.: 06 11/7 74-86 48, Fax: -5 86 48 E-Mail: alfred.stein@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de www.brennstoffzelle-hessen.de

Hochtemperatur-Brennstoffzellen-System der Fachhochschule Wiesbaden.

Dr. Alois Rhiel mit Wiesbadener Schülern auf der Hannover Messe.

Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der Brennstoffzellentechnologie – gas- oder wasserstoffbetrieben im stationären, mobilen oder portablen Einsatz – machen dieses Energieerzeugungsverfahren für die Industrie zunehmend interessanter. Auf der Messe wurde deutlich, dass die Brennstoffzellentechnologie nun verstärkt in konkrete Anwendungen mündet und das Stadium der reinen Prototyp-Herstellung bereits überschritten hat. Als besondere Gäste hatte die H2BZ-Initiative eine Schülergruppe des Wiesbadener Gymnasiums am Mosbacher Berg auf die Hannover Messe eingeladen. Diese hatte im Rahmen des FocusSchülerwettbewerbs „Auf in die Zukunft“ eine Wissenschaftsshow zum Thema „Brennstoffzellen-

Gemeinschaftsstand der Aktionslinie hessen-umwelttech.

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Aktionslinie hessen-umwelttech auf Fachmessen präsent Rückblick: Kasseler Abfallforum, DENEX, ACHEMA Die Aktionslinie hessen-umwelttech war neben der Hannover Messe in den vergangenen Wochen auf zahlreichen Fachmessen präsent. Auf dem Kasseler Abfallforum und auf der DENEX in Kassel hatte sie einen eigenen Informationsstand und auf der ACHEMA beteiligte sie sich am Stand des TechnologieTransferNetzwerks Hessen (hessischer Hochschulgemeinschaftsstand). Das seit 1990 jährlich stattfindende Kasseler Abfallforum ist der Treffpunkt für die Abfallbranche. Im Verlauf der Jahre hat sich hier sowohl die Zahl der Fachaussteller als auch die Zahl der Besucher auf hohem Niveau stabilisiert: In diesem Jahr waren 84 Aussteller und 1.320 Besucher aus Industrie, öffentlicher Verwaltung und Wissenschaft vertreten. Mit seinem Tagungsprogramm bot das Forum einen Überblick über den aktuellen Stand in der Abfallwirtschaft. Dabei wurden unter anderem die Auswirkungen der TASi auf den Abfallmarkt diskutiert und die wachsende Bedeutung der Verwertung von Abfällen als Bio- oder Sekundärrohstoffe erörtert.

Eine positive Bilanz erzielte auch das Messetrio „ENBIO – DENEX – BAUSAN“, das erstmals vom 05. – 07. Mai in den Kasseler Messehallen stattfand und über 5.000 Besucher und 160 Aussteller verzeichnen konnte. Fachleute und Endverbraucher informierten sich umfassend über Energie aus Biomasse (ENBIO), dezentrale Energiesysteme auf Basis erneuerbarer Energien (DENEX) und energieeffizientes Bauen und Sanieren (BAUSAN). Die Aktionslinie hessen-umwelttech präsentierte sich gemeinsam mit der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen im Bereich der DENEX. Sowohl Fachleute als auch Endverbraucher zeigten ein großes Interesse an der Brennstoffzellentechnologie. Auf der weltgrößten internationalen Leitveranstaltung für Chemische Technik, Umweltschutz und Biotechnologie, der ACHEMA, beteiligte sich die Aktionslinie hessen-umwelttech am Gemeinschaftsstand des TechnologieTransferNetzwerks. Hier präsentierten sich zahlreiche hessische Hochschulen und Initiativen. Mit 3.880 Ausstellern aus 50 Ländern war die ACHEMA 2006 größer als ihre Vorgängerin und internationaler als je zuvor. Dabei boten etwa 1.500 Aussteller Verfahren und Dienstleistungen an, die dem Querschnitt Umweltschutz zugeordnet werden können. Mit Blick auf wachstumsstarke Märkte außerhalb Europas wird im Mai kommenden Jahres die AchemaAsia in China stattfinden. Dr. Carsten Ott HA Hessen Agentur GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Tel.: 06 11/7 74-83 50, Fax: -5 83 50 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de

Gemeinschaftsstand des TechnologieTransferNetzwerkes auf der ACHEMA.

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Ökotech 2006 in Budapest Teilnahme am hessischen Gemeinschaftsstand noch möglich

Die Ökotech, Ungarns führende internationale Fachmesse für Umweltschutz und Kommunaltechnik, findet vom 10. bis 13. Oktober 2006 zum sechsten Mal statt. Das Hessische Wirtschaftsministerium bietet kleinen und mittleren hessischen Unternehmen die Möglichkeit, sich auf dieser Zugangsplattform zum ungarischen Markt zu präsentieren. In Ungarn haben Umwelt-, Energie- sowie kommunale Versorgungs- und Entsorgungsfragen eine hohe Priorität, da sich das Land an die Anforderungen der EU anpassen muss. Bis zum Auslaufen der Übergangsfristen im nächsten Jahrzehnt werden noch erhebliche Investitionen erforderlich sein, für die das Land Know-how und Beteiligungen der deutschen Wirtschaft braucht. Dies betrifft insbesondere die Trinkwasseraufbereitung, die Klärwasserableitung und -reinigung, den Hochwasserschutz, die Luftreinhaltung und die Abfallbehandlung. Für die Finanzierung der Projekte durch Regierung und Kommunen fließen umfangreiche Gelder aus inländischen Quellen und aus der Europäischen Union.

Der von den hessischen IHKs organisierte Gemeinschaftsstand bietet eine ideale Plattform, um direkte Kontakte zu den Entscheidungsträgern aus Unternehmen und Kommunen zu knüpfen. Die Teilnehmer zahlen eine vergünstigte Standmiete und können verschiedene Serviceeinrichtungen wie Dolmetscherdienste und Besprechungsräume kostenlos nutzen. Jürgen Bräutigam IHK Offenbach am Main Tel.: 0 69/ 82 07-2 59 E-Mail: braeutigam@offenbach.ihk.de Dr. Carsten Ott HA Hessen Agentur GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Tel.: 06 11/ 7 74-83 50, Fax: - 5 83 50 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de

Ingenieurkammer Hessen begleitet Ingenieure auf ausländische Märkte Umweltmarkt in Bulgarien und Rumänien von besonderem Interesse

Immer mehr Ingenieurbüros in Hessen interessieren sich für ein Engagement im Ausland. Ein Grund dafür ist der in den letzten zehn Jahren permanent festzustellende Rückgang der heimischen Baukonjunktur. Ein weiterer Faktor ist die Finanznot der öffentlichen Auftraggeber und die damit einhergehende Zurückhaltung bei den Neubauinvestitionen. Die Globalisierung der Märkte führt zu geänderten Rahmenbedingungen für eine unternehmerische Betätigung. Auch für Ingenieure werden daher internationale Strategien zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit immer wichtiger. Der erweiterte EU-Binnenmarkt bietet hierfür verschiedene Tätigkeitsfelder, von besonderem Interesse ist dabei der Umweltmarkt. Die Chancen der deutschen

Ingenieurbüros mit ihrer hohen Qualifikation und ihren umfangreichen Erfahrungen können jedoch nur durch Kooperationen mit Geschäftspartnern im Ausland wahrgenommen werden. Für die Unterstützung hessischer Ingenieurbüros auf ausländischen Märkten hat die Ingenieurkammer Hessen eine Gesamtstrategie entwickelt, die von der Teilnahme an Wirtschaftsdelegationsreisen über Kooperationsforen bis hin zu Fortbildungsveranstaltungen zur Stärkung der fachlichen Leistungs- und Exportfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen im Ingenieurbereich reicht.

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Kooperationsplattform www.enco-web.info Die Ingenieurkammer Hessen führte bereits 2005 in Rumänien und Bulgarien eine zweistufige Kooperationsbörse durch und wird dies auch in diesem Jahr tun. In einer ersten virtuellen Stufe können sich interessierte potenzielle Kooperationspartner mit ihrem Firmenprofil und der gewünschten Kooperationsform bei enco-web eintragen. In einer zweiten Stufe werden die potenziellen Kooperationspartner bei Kooperationsforen in Rumänien und Bulgarien zusammentreffen, um im Beisein von Dolmetschern Möglichkeiten einer Zusammenarbeit Fortbildungsmodule geplant Die Ingenieur-Akademie Hessen GmbH plant für den Herbst Fortbildungsmodule zur Stärkung der Exportfähigkeit von Ingenieurleistungen für den bulgarischen und rumänischen Markt. Partner sind das Institut für Weiterbildung im Beruf der Fachhochschule Wiesbaden (iwib), der Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (BWK) Landesverband Hessen e.V. und die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft- und Abwasser und Abfall e.V. (DWA) Landesverband Hessen, Saarland und Rheinland- Pfalz. Angesprochen sind Ingenieure, die sich wirtschaftliche, rechtliche und fachliche Kenntnisse sowie soziale Kompetenzen für den Auslandsmarkt aneignen möchten. Weitere Informationen unter: www.ingkh.de.

zu besprechen. Der Hessische Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel hat die Schirmherrschaft über diese Kooperationsplattform übernommen. Die Veranstaltungen werden im Zeitraum einer Reise der Wirtschaftsdelegation des Ministeriums nach Bulgarien und Rumänien zwischen dem 10. und dem 13. Oktober 2006 stattfinden. Detaillierte Informationen zu den Kooperationsforen sind in Planung. Es bieten sich nachfolgende Formen der Kooperation an: Informationsaustausch Gemeinsame Planung, Bauleitung, Projektsteuerung, Controlling Gemeinsame Forschung und Entwicklung Gemeinsame Antragstellung für mit EUMitteln geförderte Projekte Gegenseitige Qualifizierungsmaßnahmen durch Fortbildungsprojekte (IngenieurAkademie Hessen GmbH ) Gemeinsame Projektdurchführung Gründung von Gemeinschaftsunternehmen Beteiligung an Unternehmen

Rüdiger Lexau Ingenieurkammer Hessen Tel. 06 11/9 74 57-0, Fax 06 11/9 74 57-29 E-Mail: lexau@inkh.de Internet: www.ingkh.de

Mit Pflanzenöl gegen chlorierte Lösungsmittel Effiziente Boden- und Grundwasserreinigung Technologietransfer

Chlorierten Lösungsmitteln wie Perchlorat oder auch Sprengstoffen rückt ein belgisches Sanierungsunternehmen mit raffiniertem natürlichem Pflanzenöl zu Leibe. Mit diesem Produkt können schadstoffbelastete Böden und Grundwasser kosteneffizient und ohne große Baumaßnahmen saniert werden. Das Öl stimuliert den anaeroben biologischen Abbau chlorierter Stoffe, das heißt, es regt Mikroorganismen, die im Boden und im Grundwasser leben, an, die Schadstoffe sauerstofffrei abzubauen. Dabei werden in einer Redoxreaktion Chloratome sukzessive durch Wasserstoffatome

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ausgetauscht. Voraussetzungen für eine erfolgreiche reduktive Dechlorierung sind ein niedriges Redox-Potenzial und genügend gärfähiges Substrat, das als Wasserstofflieferant und somit Elektronendonator fungiert. Das für die biologische Sanierung verwendete Öl ist eine Mischung aus Triacylglycerolen (3 Fettsäuremoleküle gebunden an eine Glyzerinhauptkette) in Lebensmittelqualität. Injiziert in eine Wasserschicht hydrolisieren die Triacylglycerole und setzen die Fettsäuren frei. Die Reaktion verläuft sehr langsam und kann über Jahre anhalten. Diese langkettigen Fettsäuren werden von den Mikroorganismen Molekül für Molekül biologisch


abgebaut. Als Spaltprodukt des verdauten Fettsäuremoleküls entstehen Essigsäure und Wasserstoff sowie kürzere Fettsäureketten, die den Zyklus erneut durchlaufen. So wird aus 9,7 kg Pflanzenöl eine Ausbeute von 1 kg Wasserstoff erzielt, der für die Reduktion benötigt wird. Die ungesättigten C18-Fettsäuren, die ursprünglich enthalten sind, hemmen nachweislich die Methangasbildung, die üblicherweise einen limitierenden Faktor bei der biologischen Sanierung bzw. reduktiven Dechlorierung darstellt. Das Öl wird als reines Produkt ohne weitere Vorbehandlung – wie bei anderen biologischen Sanierungsmethoden notwendig – eingebracht. Dies kann direkt oder über Überwachungsschächte erfolgen, am besten mittels Membranpumpe und Kompressor unter leichtem Druck. Die anaeroben Bedingungen und die Wasserstofferzeugung bleiben nach der Erstapplikation für über ein Jahr erhalten.

Das belgische Unternehmen besitzt die Exklusivlizenz für Europa. Das umweltfreundliche Öl für die Sanierung wurde von einem amerikanischen Partnerunternehmen entwickelt, wird aber in Europa hergestellt. Das Unternehmen ist daran interessiert, mit Anwendern und Vertriebspartnern aus der Sanierungsbranche in Kontakt zu kommen. Für spezielle Sanierungsfälle bietet es umfassende Konzepte, Fallstudien und technische Informationen an. Dr. Claudia Männicke HA Hessen Agentur GmbH Innovation Relay Centre (IRC) Hessen/Rheinland-Pfalz Tel.: 0611/7 74-86 31, Fax: - 5 86 31 E-Mail: claudia.maennicke@hessenagentur.de Internet: www.irc-hessen.de

Kooperationsbörsen Am 26. und 27. Oktober 2006 findet in Köln eine vom IRC-Netzwerk organisierte Kooperationsbörse im Rahmen der ENTSORGA-ENTECO (www.entsorga-enteco.de) statt, der internationalen Fachmesse für Abfallwirtschaft und Umwelttechnik. Sie bietet Gelegenheit, gezielt Kontakte zu potenziellen Kooperations- und Geschäftspartnern aus ganz Europa zu knüpfen. Das IRC Netzwerk nutzt dieses Potenzial und bietet eine Kooperationsbörse für technologieorientierte Unternehmen, Hochschul- und Forschungsinstitute aus allen Bereichen der Umwelttechnologie an. Interessenten können sich unter http://entsorga2006.ircnet.lu registrieren und ihr Profil eingeben. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich am Gemeinschaftsstand der Aktionslinie hessen-umwelttech auf der ENTSORGA zu beteiligen. Die Technologiebörse zum Thema „Industrielle Verwendung regenerativer Rohstoffe“ wird vom französischen Partner, dem IRC Grand Est im Rahmen der Innovact Messe (www.innovact.fr) in Reims am 18. und 19. Oktober 2006 organisiert. Die Technologiebörse hat zum Ziel, europäische Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Bereich nachwachsender Rohstoffe miteinander ins Gespräch zu bringen, damit neue transnationale technologische Kooperationsprojekte entstehen. Interessenten können sich unter www.innovact.ircnet.lu anmelden. Céline Lattemann HA Hessen Agentur GmbH Innovation Relay Centre (IRC) Hessen/Rheinland-Pfalz Tel.: 0611/7 74-86 92, Fax: - 5 86 92 E-Mail: celine.lattemann@hessen-agentur.de Internet: www.irc-hessen.de

Informationen zum Gemeinschaftsstand der Aktionslinie hessen-umwelttech: Dr. Carsten Ott HA Hessen Agentur GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Tel.: 06 11/7 74-83 50, Fax: -5 83 50 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de

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Tierfette als Kraftstoffe nutzen FH Gießen Friedberg entwickelt katalytisches Verfahren Aus den Hochschulen

Tierische Fette aus Tierkörperverwertungsanlagen müssen seit des verstärkten Auftretens von BSE in den 90er Jahren als Rest- und Abfallstoffe beseitigt werden. Doch prinzipiell ist Tierfett für die direkte Entsorgung zu schade, denn es steckt sehr viel Energie darin: Durch katalytische Spaltung lässt sich daraus synthetischer Kraftstoff erzeugen. Genau hier setzt Prof. Dr. Ernst A. Stadlbauer von der Fachhochschule Gießen-Friedberg mit einem AiF-Forschungsprojekt (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) an. Sein Ziel ist es, Tierabfälle, die in den Tierverwertungsbetrieben anfallen, im Sinne eines geschlossenen Stoffkreislaufs direkt vor Ort zur Energiegewinnung für den Maschinen- und Fahrzeugbetrieb nutzbar zu machen.

Professor Stadlbauer (links) mit seinen Mitarbeitern Sebastian Bojanowski (Mitte) und Andreas Frank (rechts) an der Laboranlage zur Verwertung von Tierfetten.

In Deutschland fallen jährlich insgesamt rund 290.000 Tonnen Tierfett inklusive Knochenfett an, die chemisch zu den Fettsäureglycerinestern und den Phospholipiden zählen. Die Verfahren zur Verwertung von tierischen Reststoffen regelt die EU-Verordnung 1774/2002. Demnach sind als mögliche Entsorgungswege für Tierfette die Verbrennung oder die Umesterung mit Alkoholen vorgesehen. Beim zweiten Verfahren entstehen Kraftstoffe auf Fettsäuremethylesterbasis, die in ihrer Struktur weitgehend dem bekannten Biodiesel aus pflanzlichen Ölen entsprechen. Für den Fahrzeugbetrieb lassen sich diese Treibstoffe jedoch nur eingeschränkt nutzen, da die in gro-

ßen Mengen enthaltene Stearinsäure bei Temperaturen um 10 Grad Celsius auszuflocken beginnt. „Verringert man jedoch die Polarität der Fettsäuremoleküle, kann Tierfett als Ressource für biogene Treibstoffe auch bei diesen Temperaturen eingesetzt werden“, weiß Professor Stadlbauer.

Katalytische Spaltung verbessert Qualität Sein Versuchsansatz: direkte Umwandlung der Fette in Kohlenwasserstoffe durch katalytische Spaltung. Dabei dienen Festkörpersäuren – in der Wirkung vergleichbar mit konzentrierter Schwefelsäure – als Katalysatoren. Sie spalten die Fettsäuremoleküle, Kohlendioxid wird freigesetzt und Kohlenwasserstoffe entstehen. Laut Professor Stadlbauer weisen die Enderzeugnisse eine positive Energiebilanz auf: „Das Verhältnis zwischen bei der Reaktion zugeführter Energie und Nettoenergiegewinn liegt zwischen 4 und 5.“ Mit verbrennungstechnischen Versuchen konnte der Wissenschaftler nachweisen, dass aus Tierfett gewonnene Kohlenwasserstoffe ähnliche Eigenschaften haben wie Heizöl und sogar bestehende Emissionsgrenzwerte einhalten. Ein zweiter Ansatz von Professor Stadlbauer besteht darin, Tierfette als Einsatzkomponente bei der katalytischen Spaltung von schwerem Heizöl zu verwenden. Denn bis zu einem Fettgehalt von 15 Prozent lassen sich beide Stoffe gut mischen und können in dieser Form die Benzinerzeugung in Raffinerien optimieren. Bei einem Anteil von 10 Prozent Tierfett ist die Benzinausbeute besonders hoch. „Um auch diese Recyclingmöglichkeit nutzen zu können, wäre denkbar, dass Verwertungsbetriebe künftig mit benachbarten Raffinerien kooperieren“, so Professor Stadlbauer. „Die verfahrenstechnischen Grundlagen haben wir mit unserem Forschungsprojekt geschaffen.“ Professor Dr. Ernst A. Stadlbauer FH Gießen-Friedberg Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik (MNI) Labor für Entsorgungstechnik Tel.: 06 41/ 3 09-23 22 E-Mail: ernst.a.stadlbauer@mni.fh-giessen.de Internet: www.fh-giessen-friedberg.de Autorin: Julia Kirchert, Genius GmbH

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Der wahre Wert von Kunststoffabfällen: Meinhardt Städtereinigung GmbH & Co. KG erschließt neues Geschäftsfeld Was Unternehmer bewegt

Vor 41 Jahren gründete Alfred Meinhardt in Wiesbaden-Bierstadt einen Containerdienst. Dabei hat er schon früh die Bedeutung der Müllsortierung erkannt und das entsprechende Stoffstrommanagement inklusive Lager- und Umschlagplätze dafür aufgebaut. So sind Lösungen rund um die Sammlung, Aufbereitung, Beseitigung bis hin zur Wiederverwertung verschiedenster Abfalltypen das Kerngeschäft der heutigen Meinhardt Städtereinigung GmbH & Co. KG geworden. Heute zählt der mittelständische Entsorgungsfachbetrieb unter Leitung seines Sohnes FrankSteffen Meinhardt rund 1.300 Mitarbeiter in der Gruppe. Das Unternehmen betreibt eigene Standorte in Hofheim-Wallau, Ginsheim-Gustavsburg sowie Gernsheim und agiert zudem in Beteiligungen an verschiedenen Standorten in Südhessen. Aktuell hat das Unternehmen unter anderem seine Kompetenz im Bereich Kunststoffsortierung erweitert. Verantwortlich für den Ausbau des Geschäftsfeldes zeichnet Dr. Rainer Köppler, Leiter Marketing und Produktentwicklung.

? Herr Köppler, wieso investiert die

Meinhardt Städtereinigung GmbH & Co. KG jetzt verstärkt in die Kunststoffsortierung?

Zu unserer Geschäftsphilosophie zählt es, Entwicklungen in der Abfallwirtschaft aktiv mitzugestalten. Recycling ist in einer Zeit knapper werdender Ressourcen eine der wichtigsten Aufgaben in diesem Bereich wie auch für die Wirtschaft generell. Den Aufbau der Kunststoffsortierung hat zudem die Technische Anleitung Siedlungsabfälle (TASi) forciert, die im Juni 2005 in Kraft getreten ist. Die Regelung sieht vor, dass nur noch vorbehandelte Stoffe deponiert werden dürfen. Seitdem gibt es bei der Abfallbehandlung immer wieder Kapazitätsengpässe beziehungsweise es fehlen schlicht die Mechanismen, die jeweiligen Abfälle zu verwerten. Da es sich bei einem Großteil davon um Kunststoffe handelt, lag es für uns nahe, auch auf diesem Gebiet verstärkt tätig zu werden.

Dr. Rainer Köppler

? Wie sortenrein erfolgt die Kunst-

stoffsortierung? Welche Technologien kommen dabei zum Einsatz?

Kunststoffe, die bei uns eingehen, sortieren wir per Hand vollständig in qualitativ unterschiedliche Fraktionen. Störstoffe werden dabei entfernt, so dass wir Sortenreinheiten von über 97 Prozent sicherstellen. In der aktuellen Pilotphase analysieren wir, wie sich die angelieferten Kunststoffabfälle zusammensetzen beziehungsweise was in welchen Mengen enthalten ist. Dabei sind bei der Trennung der Fraktionen für die energetische Verwertung auch automatische PVC-Erkennungsgeräte im Test, die aber mit einer händischen Sortierqualität nur bedingt mithalten können. Nächster Schritt wird sein, unsere Anlagen entsprechend der neuen Produktanforderungen zu modifizieren. Wegen des geringen Gewichts müssen zunächst volumenreduzierende Technologien wie Schreddern, Pressen und Brikettieren erweitert beziehungsweise angepasst werden. Sind die Technologien angepasst und die Spezifikationen erreicht, können wir die sortierten Kunststofffraktionen – wie die anderen Müllarten – in unser Stoffstrommanagement integrieren und dort abwickeln.

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? Welche Ziele setzt sich die

Ballen aus Umreifungsbändern, die etwa Pakete verschließen, als Beispiel für sortenreine Kunststofftrennung. Rund alle zwei Wochen kommt an einem Meinhardt Standort eine komplette LKW-Ladung davon zusammen.

Meinhardt Städtereinigung GmbH & Co. KG für die Zukunft?

? Wie beurteilen Sie den Return on Investment des neuen Geschäftsfeldes?

Die Nachfrage nach sortenreinen Recycling-Kunststoffen ist sehr hoch und wird weiter steigen. Länder wie China haben in den letzten Jahren durch den Import großer Mengen den deutschen Markt nahezu leergekauft. Zudem treiben die steigenden Erdölpreise auch den direkt davon abhängigen Kunststoffpreis in die Höhe. Parallel zur Testphase der Sortierung ist es uns daher gelungen, einen festen Kundenstamm, bestehend aus produzierenden Betrieben und Händlern in Deutschland, Europa und Asien, aufzubauen. Qualität wird hier für zukünftige langfristige Absatzwege entscheidend sein.

Unser geschäftlicher Fokus liegt schon seit jeher in der Rhein-Main-Region. Mittlerweile sind wir der größte Entsorger Südhessens und wollen dort noch weiter in der Fläche wachsen. Wie im Fall der Kunststoffsortierung ist es unser Ziel, stets Vorreiter für fortschrittliche Entsorgungskonzepte zu sein, die eine ordnungsgemäße und umweltschonende Abfallwirtschaft ermöglichen. Innovative Lösungen im Stoffstrom stellen hier einen entscheidenden Hebel zukünftigen Erfolges dar. Dr. Rainer Köppler Leiter Marketing und Produktentwicklung Meinhardt Städtereinigung GmbH & Co. KG Nassaustraße 13 - 15 65719 Hofheim-Wallau Telefon: 0 61 22 / 80 01- 83 E-Mail: Rainer.Koeppler@meinhardt-online.de Internet: http://www.meinhardt-online.de Autorin: Julia Kirchert, Genius GmbH

100.000 Euro für Wachstumsfirmen: „STEP Award“ Infraserv Höchst und das F.A.Z.-Institut initiieren einen neuen Wettbewerb

Infraserv Höchst hat gemeinsam mit dem F.A.Z.-Institut einen Wettbewerb ins Leben gerufen, der sich an Unternehmen in der Wachstumsphase richtet: den „STEP Award“. Kleine und mittelständische Unternehmen aus den Branchen Pharma, Chemie, Life Science, Bio-/Nanotechnologie und Materialwirtschaft können sich bewerben. Angesprochen ist auch die Umweltbranche mit ihren Querschnittstechnologien. Der Preisträger erhält einen Geldpreis in Höhe von 50.000 Euro sowie ein umfangreiches Servicepaket im gleichen Wert. Produktions- und prozessorientierte Unternehmen oder Firmen, die Forschung und Entwicklung betreiben und sich im Übergang zur Produktion oder Fertigung eines neuen Produkts befinden,

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sind zur Teilnahme an dem Wettbewerb aufgerufen. Auch Management-Buy-Outs sollen sich bewerben. Allerdings müssen die Unternehmen mindestens seit einem Jahr bestehen und aktiv am Markt vertreten sein, der Jahresumsatz darf maximal 40 Millionen Euro betragen und es muss sich um Firmen mit weniger als 250 Beschäftigten handeln. „Die Wettbewerbs-Teilnehmer sollten sich schon auf dem Markt positioniert haben. Aber gerade der Übergang von Forschung zu Produktion oder die Phase, in der ein Unternehmen mit einem erfolgreichen Produkt wächst, birgt auch besondere Risiken und Anforderungen“, so Infraserv-Geschäftsführer Dr. Roland Mohr.


Umfangreiches Servicepaket Der STEP Award-Preisträger wird ein umfangreiches Servicepaket in Anspruch nehmen können: von der Patentrecherche, einer umfangreichen Beratung im Hinblick auf Unternehmensstrategie, Finanzen, Logistik und Dokumentenmanagement über die Teilnahme an Rechts- und Kommunikationsseminaren bis hin zur Nutzung von technischen Werkstätten. Außerdem hat der Preisträger die Möglichkeit, für einen Zeitraum von zwei Jahren Labor- und Büroflächen mietzahlungsfrei zu nutzen.

Dezember 2006 stattfinden. Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen sind erhältlich bei: F.A.Z.-Institut GmbH Thorsten Würschinger Mainzer Landstraße 199 60326 Frankfurt am Main Telefon: 0 69 / 75 91 21 94 Fax: 0 69/75 91 23 01 E-Mail: t.wuerschinger@faz-institut.de Internet: www.step-award.de

Hauptförderer des STEP Awards sind die Commerzbank, Mainova und Siemens. Daneben haben sich auch die Hessen Agentur, die Wirtschaftsförderung Frankfurt und eine ganze Reihe weiterer Unternehmen und Institutionen als Förderer und Netzwerkpartner beteiligt. „Das Netzwerk der Partner wird für alle Wettbewerbsteilnehmer sehr interessant sein, nicht nur für den Gewinner der 100.000 Euro“, betont Markus Garn vom F.A.Z.Institut. Die Bewerber sind aufgefordert, Geschäftsinhalt und Expansionsmission sowie die Wettbewerbsposition darzustellen. Bewerbungsschluss ist der 1. September 2006. Die Preisverleihung wird im

Biokraftstoffe – Treibstoffe der Zukunft Rechtliche Regelungen zur Erhöhung des Marktanteils Umweltrecht

Unternehmen aus der Branche der Biokraftstoffe erfreuen sich dank hoher Erdölpreise von zeitweise über 70 US-Dollar pro Barrel einer erhöhten Aufmerksamkeit von Politikern und Verbrauchern. Die Gesetzgebung sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene bereitet schon seit einigen Jahren den Boden für einen erhöhten Anteil von Biokraftstoffen am gesamten Kraftstoffverbrauch. So hat die europäische Union bereits 2003 eine Richtlinie auf den Weg gebracht, deren wesentlichstes Ziel die Erhöhung des Biokraftstoffanteils auf den Richtwert von 5,75 Prozent bis zum Jahr 2010 vorsieht. Da bereits heute abzusehen ist, dass ohne weitere Maßnamen dieses Ziel verfehlt wird, hat die Kommission im Februar 2006 die Mitteilung über die EU-Strategie für Biokraftstoffe veröffentlicht, welche die Überprüfung der „Biokraftstoff-Richtlinie“ vorbereiten soll. Auf diese Weise könnten verpflichtende Zielvorgaben gel-

tendes Recht werden, anstatt der 2003 empfohlenen Richtwerte. Biokraftstoffe gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen. Sie unterscheiden sich vor allem durch die unterschiedliche Rohstoffbasis sowie die unterschiedlichen technischen und ökonomischen Entwicklungsstadien (siehe Tabelle 2). Die Bundesregierung hat Biokraftstoffe insbesondere durch die Änderung des Mineralölsteuergesetzes gefördert. Seit dem 01.01.2004 ist die Möglichkeit vorgesehen, auf Antrag den beigemischten Biokraftstoffanteil in Mineralölkraftstoffen sowie die Verwendung als Reinkraftstoff steuerfrei zu stellen. Dies dient in erster Linie dazu, die Kostennachteile von Biokraftstoffen gegenüber herkömmlichen Kraftstoffen zu kompensieren. Diese Regelung wurde bis 2009 befristet. Im Gesetz ist aber die jährliche Überprüfung der Marktentwicklung vorgesehen, die auch die möghessen-umwelttech NEWS 3/2006

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Innovationsradar Umweltrecht Umweltrecht im Überblick Innovationsradar Umweltrecht

Europäisches Recht

Vorphase (Arbeitsentwürfe) Vorschlag der Kommission (KOM-Doc) Gemeinsamer Standpunkt des Rates Verabschiedung: EP + Ministerrat Status

Wesentlicher Inhalt

Marktchancen

Fundstelle

Entwurf des nationalen Allokationsplans 2008-2012 für die Bundesrepublik Deutschland

Mit dem Nationalen Allokationsplan werden die Emissionsobergrenzen für alle Sektoren (Energie, Industrie, Verkehr, Haushalte, Gewerbe/Handel/Dienstleistungen) festgelegt, insgesamt 495,5 Mio. t pro Jahr.

Marktchancen für Maschinenbauunternehmen, Anbieter von Energieerzeugungsanlagen aller Art sowie von Anlagen zur Steigerung der Energieeffizienz in dem am Emissionshandel beteiligten Unternehmen. Des weiteren für Projektbüros und Beratungsfirmen.

www.bmu.de

Richtlinie über Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen und zur Aufhebung der Richtlinie 93/76/EWG

Jedes Mitgliedsland muss bis zum 30. 07. 2007 einen Aktionsplan vorlegen, der die politischen Maßnahmen und Energiedienstleistungen festlegt, mit denen bis zum Jahr 2016 der jährliche Energieverbrauch um 9 % reduziert werden soll.

Marktchancen für Unternehmen aus den Bereichen der 2006/32/EG Energieeffizienztechnologien und Einsparmaßnahmen (Contracting- und Beratungsfirmen, Technologieanbieter etc.).

Richtlinien zur Förderung von FuE im Bereich „Rationelle Energieverwendung, Umwandlungsund Verbrennungstechnik”

Gefördert werden Vorhaben in den Bereichen Kraftwerkstechnik auf Basis Kohle und Gas, Brennstoffzellen, Speichertechnologien und Wasserstoff, energieoptimiertes Bauen, Energieeffizienz in Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen sowie Systemanalyse und Informationsverbreitung.

Marktchancen bestehen für Unternehmen und Forschungsinstitute in den geförderten Bereichen, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen.

EU-Grünbuch: Eine europäische Strategie für nachhaltige, wettbewerbsfähige und sichere Energie

Die EU setzt Schwerpunkte im Energiesektor in sechs Bereichen: Vollendung der Binnenmärkte für Strom und Gas, Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten, vielfältigerer Energieträgermix, Klimaschutz, strategischer Plan für europäische Energietechnologie sowie eine gemeinsame Energieaußenpolitik.

Marktchancen für zahlreiche Branchen, die BerührungsKOM(2006) 105 punkte mit der Erzeugung, Verteilung und dem Verbrauch endgültig von Energie haben. Um die Importabhängigkeit zu verringern und alte Kraftwerke zu ersetzen, sind hohe Investitionen in klimaschonende Technologien erforderlich.

Mitteilung der Kommission: Überprüfung der Umweltpolitik 2005

Überblick über die Umweltpolitik des Jahres 2005 der EU. Es werden die wichtigsten politischen Entwicklungen des Jahres in den vier vorrangigen Bereichen des sechsten Umweltaktionsprogramms zusammengefasst, neue Erkenntnisse vorgestellt und Aspekte der Maßnahmen für 2006 umrissen.

Verbesserte Rahmen- und Förderbedingungen für die Gewinnung und Aufbereitung von Biokraftstoffen sowie umweltfreundliche Kohletechnologie. Gleiches gilt für Anbieter von Dienstleistungen im Bereich Energieeinsparung und erneuerbarer Energien.

KOM(2006) 70 endgültig

Verordnung über die strategische Lärmkartierung – 34. BImSchV

Die 34. BImSchV enthält inhaltliche und verfahrensrechtliche Anforderungen, die bei der Aufstellung und Überarbeitung von Lärmkarten zu erfüllen sind.

Marktchancen für Lärmschutzgutachter sowie für Unternehmen, die Datenbearbeitung im Bereich von Geografischen Informationssystemen (GIS) anbieten.

BGBl 2006 Teil 1 Nr. 12 vom 15.03.2006

Richtlinie über die Bewirtschaftung von Abfällen aus der mineralgewinnenden Industrie

Die Richtlinie gilt für die Bewirtschaftung von Abfällen, die beim Aufsuchen, Gewinnen, Aufbereiten und Lagern von mineralischen Rohstoffen sowie beim Betrieb von Steinbrüchen entstehen. Kern ist die Pflicht zur Erstellung eines Abfallbewirtschaftungsplans für die Minimierung, Behandlung, Verwertung und Beseitigung mineralischen Abfalls.

Marktchancen für Entwickler und Anbieter von Mess- und Richtlinie 2006/21/EG Regelungstechnik zur Überwachung und Kontrolle umweltschädigender Einflüsse. Darüber hinaus im Bereich Consulting u.a. hinsichtlich der Erstellung von Abfallbewirtschaftungsplänen sowie bei der Beratung von Antragsund Genehmigungsverfahren.

Mitteilung der Kommission: Weiterentwicklung der nachhaltigen Ressourcennutzung: Eine thematische Strategie für Abfallvermeidung und -recycling

Strategie der EU zur Weiterentwicklung von Abfallvermeidung und –recycling mit Maßnahmen zur Vereinfachung und Modernisierung des Rechtsrahmens für den Abfallsektor, zur verbesserten Umsetzung bestehender Rechtsvorschriften sowie der Entwicklung von Anreizen für die Vermeidung und das Recycling von Abfällen.

Marktchancen für Recyclingunternehmen durch Wiederver- KOM(2005) 666 endgültig wertung und erhöhte Nachfrage nach Recyclingmaterial. Zudem für Anbieter und Entwickler hochwertiger Recyclingtechnologien, Bewirtschafter biologischer Abfälle sowie für Dienstleister (Lebenszyklusanalysen und Abfallvermeidungsprogramme).

Einführung von Geräuschgrenzwerten für neue Güter- und Reisezugwagen sowie für Lokomotiven und Triebzüge, Festlegung der Messbedingungen sowie Empfehlungen für eine zweite Stufe der Fahrgeräuschegrenzwerte in 10 Jahren.

Marktchancen für Hersteller von Bremssystemen aufgrund der notwendigen Ersetzung der bislang verwendeten Bremsen in schienengebundenen Fahrzeugen. Ingenieurbüros können in erster Linie mit der Durchführung der erforderlichen Messungen von der Neuregelung profitieren.

Titel Energie und Klima

Bundesanzeiger Nr. 47, 08.03.2006, S.1501

Luft/Industrieanlagen

INFO: Umweltschutzvorschriften können eine marktschaffende Wirkung für Hersteller von Vermeidungsund Verminderungstechnologien und für Umweltdienstleister haben. Aus neuen oder geplanten Vorschriften können Hinweise auf künftigen technologischen Bedarf und mögliche interessante Innovations- und Geschäftsfelder abgeleitet werden. Ein Team von erfahrenen Umweltrechtlern unter Leitung von Prof. Dr. Martin Führ (Hochschule Darmstadt), Prof. Dr. Gerhard Roller (Fachhochschule Bingen) und Dr. Manfred Rack (Anwaltsbüro Dr. Manfred Rack, Frankfurt) hat die Aufgabe übernommen, den „Innovationsradar Umweltrecht“ mit Inhalt zu füllen. Weitere Informationen finden Sie unter www.hessen-umwelttech.de (Innovationsradar Umweltrecht).

Wasser Abfall/Bodenschutz/Altlasten

Produkte Technische Spezifikation für die Interoperabilität (TSI) zum Teilsystem „Fahrzeuge — Lärm“ des konventionellen transeuropäischen Bahnsystems

Nationales Recht

Verabschiedung Beschluss im BT/BR/LT Ausschuss Entwurf (BT-Drs./BR-Drs./LT-Drs.) Vorphase (Referentenentwürfe)

2006/66/EG


liche Überkompensation durch die Steuerbefreiung von Biokraftstoffen zum Inhalt hat. Im ersten Bericht zur Steuerbegünstigung für Biokraft- und Bioheizstoffe kommt das Bundesfinanzministerium zu dem Ergebnis, dass ein Liter Biodiesel in Reinform in Höhe von 5 Cent und ein Liter Biodiesel als Beimischungskomponente zu fossilem Diesel in Höhe von 10 Cent überfördert ist. Auf die Überprüfung der Überkompensation von weiteren Biokraftstoffen wurde aufgrund der geringen Ausbringungsmengen verzichtet. Es wird daher vorgeschlagen, Biodiesel künftig anteilig zu besteuern.

fürchtet die Biokraftstoffbranche, dass die Mineralölindustrie die Beimischungspflicht in erster Linie durch kostengünstige Importe erfüllen wird. Die Neuregelungen bezüglich der Steuersätze wurden am 29.06.2006 vom Bundestag verabschiedet. Die Beimischungspflicht soll noch in diesem Jahr durch ein gesondertes Gesetz festgelegt werde.

Weiterführende Links: EU-Richtlinie zur Förderung der Verwendung von Biokraftstoffen oder anderen erneuerbaren Kraftstoffen im Verkehrssektor: http://www.erneuerbare-energien.de/ inhalt/4736/

Der aktuelle Vorschlag der Bundesregierung zur Besteuerung von Biokraftstoffen sieht folgende Regelungen vor: Einführung einer unternehmensbezogenen, handelbaren Beimischungsquote für Biokraftstoffe zum 1.1. 2007. (Quote für den Benzinbereich bis 2009 bei 2 Prozent, im Dieselbereich 4,4 Prozent.) Besteuerung der innerhalb der Quote eingesetzten Biokraftstoffe mit dem Regelsteuersatz ab 01.01.2007 Für einen Übergangszeitraum bis Ende 2011 wird die steuerliche Förderung reiner Biokraftstoffe fortgesetzt. Die Erhöhung des Steuersatzes wird in mehreren Stufen vollzogen, bis zum Erreichen des Regelsteuersatzes im Jahr 2012. Aus Tabelle 1 sind die geplanten Steuersätze zu entnehmen. Für die in der Entwicklung befindlichen Biokraftstofflinien der 2. Generation wird es bis 2015 eine degressiv ausgestaltete steuerliche Förderung geben, deren Höhe sich aus der Überkompensationsrechnung ergibt. In der Landwirtschaft sowie in Seehäfen eingesetzte reine Biokraftstoffe werden weiterhin steuerfrei gestellt.

Bericht zur Steuerbegünstigung für Biokraftund Bioheizstoffe: http://www.ufop.de/downloads/Bundestagsbericht_2005(1).pdf Biodiesel und pflanzliche Öle als Kraftstoffe – aus der Nische in den Kraftstoffmarkt: http://www.ufop.de/downloads/Biodieselb_dt_ 230206.pdf Eckpunktepapier für ein Gesetz zur Einführung einer Quotenregelung für Biokraftstoffe: http://www.bundesfinanzministerium.de Fachagentur nachwachsende Rohstoffe: http://www.fnr.de/ http://www.bio-kraftstoffe.info/

Karsten Barginda Sonderforschungsgruppe Institutionenanalyse (sofia) Haardtring 100 64295 Darmstadt Tel.: 0 61 51/16 88 99 E-Mail: barginda@sofia-darmstadt.de Internet: www.sofia-darmstadt.de

Die Auswirkungen der Neuregelungen werden von verschiedenen Akteuren sehr unterschiedlich bewertet. Während die Regierungskoalition vom weiter steigenden Biokraftstoffanteil ausgeht,

Geplante Steuersätze für reines Pflanzöl und Biodiesel in Cent pro Liter (Quelle: Finanzausschuss des deutschen Bundestages, Beschluss vom 28.06.2006)

Jahr

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

Biodiesel

ct/l

9

9

15

21

27

33

45

Pflanzenöl

ct/l

0

0

10

18

26

33

45

(Die Höhe der Steuersätze wird regelmäßig auf die europarechtliche Zulässigkeit überprüft.)

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Biokraftstoffe im Überblick Biokraftstoff

Rohstoffbasis

Status

Pflanzenölmethylester, (Biodiesel) insbesondere Rapsölmethylester (RME) und andere Fettsäure-Methylester

Raps, Sonnenblumen, Sojabohnen, Canola, Jatropha, Kokosnussund Palmöle

Bedeutendster Biokraftstoff in Deutschland, Verzehnfachung der Produktionskapazität von 265.000 Tonnen im Jahr 2000 auf voraussichtlich 2,6 Mio. Tonnen im Jahr 2006. Im Jahr 2005 wurde ca. 1. Mio. Hektar für die Produktion von Pflanzen als Biodieselrohstoff genutzt. In diesem Jahr wurden ca. 1 Mio. Tonnen als Reinkraftstoff verkauft, 600.000 Tonnen wurden herkömmlichem Diesel beigemischt.

Bioethanol

Zuckerrübe, Zuckerrohr, Getreide

Bioethanol kann sowohl Otto- als auch Dieselkraftstoffen bis zu 5 Prozent beigemischt werden, ohne die Norm DIN EN 228 zu verletzen. Beimischungen darüber hinaus können von angepassten Motoren verarbeitet werden, so genannten „Flexible Fuel Vehicles“ (FFV). Diese können mit beliebigen Benzin-Bioethanol-Mischungen fahren. Diese Technologie wird vor allem in Brasilien stark genutzt (über 50% der neu zugelassenen Fahrzeuge), entwickelt wurde sie u.a. von deutschen Automobilherstellern. Bioethanol hat derzeit eine nur geringe Bedeutung in Deutschland.

ETBE (Ethyl-Tertiär-ButylEther)

Ethanol (aus Zuckerrüben, Zuckerrohr oder Getreide) und Isobuten (Nebenprodukt der Erdölherstellung)

Nach DIN EN 228 kann 15 Prozent ETBE dem Ottokraftstoff beigemischt werden. ETBE dient wie auch das auf fossiler Basis hergestellte MTBE der Oktanverbesserung des Kraftstoffs. ETBE wird voraussichtlich MTBE vom Markt verdrängen, hat derzeit aber ebenfalls nur geringe Bedeutung.

Synthetische Biokraftstoffe – BtL (Biomass-to-Liquid)

Verschiedene biogene Rohstoffe, z.B. spezielle Energiepflanzen, Stroh oder Holz

Synthetischer Kraftstoff, dessen Bestandteile auf die Anforderungen moderner Motorenkonzepte zugeschnitten werden. Auf einem Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche können etwa 4.000 Liter BTL-Kraftstoffe erzeugt werden. Damit ließen sich etwa 20 - 25 Prozent des gesamten Kraftstoffbedarfs in Deutschland ersetzen.

Biomethanol

Verschiedene biogene Rohstoffe, z.B. Stroh oder Holz

Die Verwendung von Biomethanol als Treibstoff befindet sich derzeit noch im Forschungsstadium und ist langfristig für den Betrieb von Brennstoffzellen vorgesehen.

Pflanzenöl

In der Regel Raps, Sonnenblumen, Soja, Palmöl und Olivenöl

Erfordert eine Anpassung des Motors an den Treibstoff. Aus einem Hektar kann ca. 1.500 Liter Pflanzenöl gewonnen werden, das derzeit noch in weniger als 100 Tankstellen in Deutschland angeboten wird.

Biogas

Gülle, biologische Reststoffe, organische Abfälle

Biogas kann ohne Anpassung des Motors in Erdgasfahrzeugen eingesetzt werden. Auf einem Hektar lassen sich ca. 3.600 kg Methan erzeugen, diese ersetzen ca. 2.500 Liter Benzin. Technisch und wirtschaftlich ist die Konzeption derzeit noch nicht ausgereift.

Dimethylether aus Biomasse (DME)

Verschiedene biogene Rohstoffe, z.B. Stroh oder Holz

Für den Einsatz des Flüssiggases DME in Dieselmotoren sind Änderungen am Kraftstoffversorgungssystem erforderlich. Zudem muss aufgrund des erforderlichen Überdrucks ein Speicher- und Lagersystem neu aufgebaut werden.

Wasserstoff aus Biomasse

Verschiedene biogene Rohstoffe, z.B. Stroh oder Holz

Die Verwendung von Wasserstoff als Treibstoff ist vor allem in Brennstoffzellen angedacht.

Tabelle 2

hessen-umwelttech NEWS 3/2006

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Nachrichten aus Wirtschaft und Wissenschaft PEMEAS ist jetzt ISO-zertifiziert

Marktchancen

Fundstelle

Marktchancen für Maschinenbauunternehmen, Anbieter von Energieerzeugungsanlagen aller Art sowie von Anlagen zur Steigerung der Energieeffizienz in dem am Emissionshandel beteiligten Unternehmen. Des weiteren für Projektbüros und Beratungsfirmen.

www.bmu.de

Marktchancen für Unternehmen aus den Bereichen der 2006/32/EG Energieeffizienztechnologien und Einsparmaßnahmen (Contracting- und Beratungsfirmen, Technologieanbieter etc.). Marktchancen bestehen für Unternehmen und Forschungsinstitute in den geförderten Bereichen, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen.

Bundesanzeiger Nr. 47, 08.03.2006, S.1501

Marktchancen für zahlreiche Branchen, die BerührungsKOM(2006) 105 punkte mit der Erzeugung, Verteilung und dem Verbrauch endgültig von Energie haben. Um die Importabhängigkeit zu verringern und alte Kraftwerke zu ersetzen, sind hohe Investitionen in klimaschonende Technologien erforderlich.

Verbesserte Rahmen- und Förderbedingungen für die Gewinnung und Aufbereitung von Biokraftstoffen sowie umweltfreundliche Kohletechnologie. Gleiches gilt für Anbieter von Dienstleistungen im Bereich Energieeinsparung und erneuerbarer Energien.

KOM(2006) 70 endgültig

Marktchancen für Lärmschutzgutachter sowie für Unternehmen, die Datenbearbeitung im Bereich von Geografischen Informationssystemen (GIS) anbieten.

BGBl 2006 Teil 1 Nr. 12 vom 15.03.2006

Marktchancen für Entwickler und Anbieter von Mess- und Richtlinie 2006/21/EG Regelungstechnik zur Überwachung und Kontrolle umweltschädigender Einflüsse. Darüber hinaus im Bereich Consulting u.a. hinsichtlich der Erstellung von Abfallbewirtschaftungsplänen sowie bei der Beratung von Antragsund Genehmigungsverfahren. Marktchancen für Recyclingunternehmen durch Wiederver- KOM(2005) 666 endgültig wertung und erhöhte Nachfrage nach Recyclingmaterial. Zudem für Anbieter und Entwickler hochwertiger Recyclingtechnologien, Bewirtschafter biologischer Abfälle sowie für Dienstleister (Lebenszyklusanalysen und Abfallvermeidungsprogramme).

Marktchancen für Hersteller von Bremssystemen aufgrund der notwendigen Ersetzung der bislang verwendeten Bremsen in schienengebundenen Fahrzeugen. Ingenieurbüros können in erster Linie mit der Durchführung der erforderlichen Messungen von der Neuregelung profitieren.

2006/66/EG

Frankfurt. PEMEAS Fuel Cell Technologies wurde erfolgreich gemäß den DIN ISO 9001:2000 International Standards für Entwicklung, Produktion und Marketing von Brennstoffzellen-Komponenten zertifiziert. Das ISO Zertifikat wurde PEMEAS von der DQS GmbH (Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen) für Kundenorientierung in allen internen Prozessen verliehen, von der Entwicklung über Einkauf und Produktion bis hin zu Kundenbetreuung und Marketing. PEMEAS führt die Brennstoffzellenaktivitäten der früheren Hoechst Gruppe und der De Nora Gruppe fort. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vermarktet Katalysatoren, Gasdiffusionsschichten, Gasdiffusionselektroden sowie Membran-Elektroden-Einheiten für Brennstoffzellen und wird auf der Grundlage der ISO-Zertifizierung weitere Qualitäts- und Verbesserungsinitiativen anstoßen. www.pemeas.com

Maßnahmen gegen Feinstaub nicht ausreichend Darmstadt. Die Städte führen ihren Kampf gegen den Feinstaub zum Teil an der falschen Stelle, da sie die genaue Zusammensetzung des Staubs häufig nicht kennen. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Untersuchung des Fachgebiets Umweltmineralogie an der Technischen Universität Darmstadt und des Instituts für Physik der Atmosphäre der Universität Mainz. Ein Jahr lang wurde das städtische Hintergrundaerosol abseits der Hauptverkehrswege im Rhein-Main-Gebiet analysiert. Dabei wurde bei Partikeln unter 2,5 µm eine Dominanz sekundärer Aerosole festgestellt, die aus Reaktionen von Vorläufergasen entstehen und eine Mischung von Ammoniumsulfat und -nitrat sowie organischen Verbindungen darstellen. Da die Vorläufergase über größere Entfernungen transportiert werden könnten, seien Feinstaub-Minderungsmaßnahmen, die sich auf die Innenstädte beschränken, nicht ausreichend. Vielmehr müssten Emissionen im gesamten Ballungsraum Rhein-Main deutlich reduziert werden. www.tu-darmstadt.de/fb/geo/fg/umwelt/umweltmineralogie.tud

hessen-umwelttech NEWS 2/2006

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Innovationsradar Umweltrecht Umweltrecht im Überblick Innovationsradar Umweltrecht

Europäisches Recht

Vorphase (Arbeitsentwürfe) Vorschlag der Kommission (KOM-Doc) Gemeinsamer Standpunkt des Rates Verabschiedung: EP + Ministerrat Status

Wesentlicher Inhalt

Marktchancen

Fundstelle

Entwurf des nationalen Allokationsplans 2008-2012 für die Bundesrepublik Deutschland

Mit dem Nationalen Allokationsplan werden die Emissionsobergrenzen für alle Sektoren (Energie, Industrie, Verkehr, Haushalte, Gewerbe/Handel/Dienstleistungen) festgelegt, insgesamt 495,5 Mio. t pro Jahr.

Marktchancen für Maschinenbauunternehmen, Anbieter von Energieerzeugungsanlagen aller Art sowie von Anlagen zur Steigerung der Energieeffizienz in dem am Emissionshandel beteiligten Unternehmen. Des weiteren für Projektbüros und Beratungsfirmen.

www.bmu.de

Richtlinie über Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen und zur Aufhebung der Richtlinie 93/76/EWG

Jedes Mitgliedsland muss bis zum 30. 07. 2007 einen Aktionsplan vorlegen, der die politischen Maßnahmen und Energiedienstleistungen festlegt, mit denen bis zum Jahr 2016 der jährliche Energieverbrauch um 9 % reduziert werden soll.

Marktchancen für Unternehmen aus den Bereichen der 2006/32/EG Energieeffizienztechnologien und Einsparmaßnahmen (Contracting- und Beratungsfirmen, Technologieanbieter etc.).

Richtlinien zur Förderung von FuE im Bereich „Rationelle Energieverwendung, Umwandlungsund Verbrennungstechnik”

Gefördert werden Vorhaben in den Bereichen Kraftwerkstechnik auf Basis Kohle und Gas, Brennstoffzellen, Speichertechnologien und Wasserstoff, energieoptimiertes Bauen, Energieeffizienz in Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen sowie Systemanalyse und Informationsverbreitung.

Marktchancen bestehen für Unternehmen und Forschungsinstitute in den geförderten Bereichen, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen.

EU-Grünbuch: Eine europäische Strategie für nachhaltige, wettbewerbsfähige und sichere Energie

Die EU setzt Schwerpunkte im Energiesektor in sechs Bereichen: Vollendung der Binnenmärkte für Strom und Gas, Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten, vielfältigerer Energieträgermix, Klimaschutz, strategischer Plan für europäische Energietechnologie sowie eine gemeinsame Energieaußenpolitik.

Marktchancen für zahlreiche Branchen, die BerührungsKOM(2006) 105 punkte mit der Erzeugung, Verteilung und dem Verbrauch endgültig von Energie haben. Um die Importabhängigkeit zu verringern und alte Kraftwerke zu ersetzen, sind hohe Investitionen in klimaschonende Technologien erforderlich.

Mitteilung der Kommission: Überprüfung der Umweltpolitik 2005

Überblick über die Umweltpolitik des Jahres 2005 der EU. Es werden die wichtigsten politischen Entwicklungen des Jahres in den vier vorrangigen Bereichen des sechsten Umweltaktionsprogramms zusammengefasst, neue Erkenntnisse vorgestellt und Aspekte der Maßnahmen für 2006 umrissen.

Verbesserte Rahmen- und Förderbedingungen für die Gewinnung und Aufbereitung von Biokraftstoffen sowie umweltfreundliche Kohletechnologie. Gleiches gilt für Anbieter von Dienstleistungen im Bereich Energieeinsparung und erneuerbarer Energien.

KOM(2006) 70 endgültig

Verordnung über die strategische Lärmkartierung – 34. BImSchV

Die 34. BImSchV enthält inhaltliche und verfahrensrechtliche Anforderungen, die bei der Aufstellung und Überarbeitung von Lärmkarten zu erfüllen sind.

Marktchancen für Lärmschutzgutachter sowie für Unternehmen, die Datenbearbeitung im Bereich von Geografischen Informationssystemen (GIS) anbieten.

BGBl 2006 Teil 1 Nr. 12 vom 15.03.2006

Richtlinie über die Bewirtschaftung von Abfällen aus der mineralgewinnenden Industrie

Die Richtlinie gilt für die Bewirtschaftung von Abfällen, die beim Aufsuchen, Gewinnen, Aufbereiten und Lagern von mineralischen Rohstoffen sowie beim Betrieb von Steinbrüchen entstehen. Kern ist die Pflicht zur Erstellung eines Abfallbewirtschaftungsplans für die Minimierung, Behandlung, Verwertung und Beseitigung mineralischen Abfalls.

Marktchancen für Entwickler und Anbieter von Mess- und Richtlinie 2006/21/EG Regelungstechnik zur Überwachung und Kontrolle umweltschädigender Einflüsse. Darüber hinaus im Bereich Consulting u.a. hinsichtlich der Erstellung von Abfallbewirtschaftungsplänen sowie bei der Beratung von Antragsund Genehmigungsverfahren.

Mitteilung der Kommission: Weiterentwicklung der nachhaltigen Ressourcennutzung: Eine thematische Strategie für Abfallvermeidung und -recycling

Strategie der EU zur Weiterentwicklung von Abfallvermeidung und –recycling mit Maßnahmen zur Vereinfachung und Modernisierung des Rechtsrahmens für den Abfallsektor, zur verbesserten Umsetzung bestehender Rechtsvorschriften sowie der Entwicklung von Anreizen für die Vermeidung und das Recycling von Abfällen.

Marktchancen für Recyclingunternehmen durch Wiederver- KOM(2005) 666 endgültig wertung und erhöhte Nachfrage nach Recyclingmaterial. Zudem für Anbieter und Entwickler hochwertiger Recyclingtechnologien, Bewirtschafter biologischer Abfälle sowie für Dienstleister (Lebenszyklusanalysen und Abfallvermeidungsprogramme).

Einführung von Geräuschgrenzwerten für neue Güter- und Reisezugwagen sowie für Lokomotiven und Triebzüge, Festlegung der Messbedingungen sowie Empfehlungen für eine zweite Stufe der Fahrgeräuschegrenzwerte in 10 Jahren.

Marktchancen für Hersteller von Bremssystemen aufgrund der notwendigen Ersetzung der bislang verwendeten Bremsen in schienengebundenen Fahrzeugen. Ingenieurbüros können in erster Linie mit der Durchführung der erforderlichen Messungen von der Neuregelung profitieren.

Titel Energie und Klima

Bundesanzeiger Nr. 47, 08.03.2006, S.1501

Luft/Industrieanlagen

INFO: Umweltschutzvorschriften können eine marktschaffende Wirkung für Hersteller von Vermeidungsund Verminderungstechnologien und für Umweltdienstleister haben. Aus neuen oder geplanten Vorschriften können Hinweise auf künftigen technologischen Bedarf und mögliche interessante Innovations- und Geschäftsfelder abgeleitet werden. Ein Team von erfahrenen Umweltrechtlern unter Leitung von Prof. Dr. Martin Führ (Hochschule Darmstadt), Prof. Dr. Gerhard Roller (Fachhochschule Bingen) und Dr. Manfred Rack (Anwaltsbüro Dr. Manfred Rack, Frankfurt) hat die Aufgabe übernommen, den „Innovationsradar Umweltrecht“ mit Inhalt zu füllen. Weitere Informationen finden Sie unter www.hessen-umwelttech.de (Innovationsradar Umweltrecht).

Wasser Abfall/Bodenschutz/Altlasten

Produkte Technische Spezifikation für die Interoperabilität (TSI) zum Teilsystem „Fahrzeuge — Lärm“ des konventionellen transeuropäischen Bahnsystems

Nationales Recht

Verabschiedung Beschluss im BT/BR/LT Ausschuss Entwurf (BT-Drs./BR-Drs./LT-Drs.) Vorphase (Referentenentwürfe)

2006/66/EG


Erneuerbare Energien schaffen Arbeitsplätze Berlin. Der anhaltende Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland hat laut einem aktuellen Forschungsprojekt des Bundesumweltministeriums zu einem deutlichen Beschäftigungszuwachs geführt. Die Zahl der Arbeitsplätze liegt inzwischen bereits bei etwa 170.000 – gegenüber 2004 ein Plus von knapp zehn Prozent. Allein im letzten Jahr wurden durch Erneuerbare Energien in Deutschland Investitionen in einer Größenordnung von etwa 10 Milliarden Euro ausgelöst. Zudem expandiert der Weltmarkt stark: Bis 2020 können die Investitionen in Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien weltweit von derzeit etwa 40 Milliarden Euro auf 250 Milliarden Euro pro Jahr zunehmen. Zwischenergebnisse der Studie „Wirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien auf den deutschen Arbeitsmarkt unter besonderer Berücksichtigung des Außenhandels“ können heruntergeladen werden unter: www.erneuerbare-energien.de

Mehr als 130 Millionen Kubikmeter Holz und knapp 2,7 Millionen Tonnen pflanzliche Öle und Fette, Stärke, Zucker, Zellstoff und andere nachwachsende Rohstoffe werden jedes Jahr der chemisch-technischen Veredlung in Deutschland zugeführt. Damit deckt die chemische Industrie über zehn Prozent ihres Rohstoffbedarfs. Die Broschüre „Nachwachsende Rohstoffe in der Industrie” ist unter www.fnr.de, Stichwort „Literatur“ kostenlos bestellbar.

Förderung für Solarwärme auch 2006 Eschborn. Solarwärmeanlagen erfreuen sich angesichts hoher Energiepreise einer wachsenden Beliebtheit. Nun stehen die Förderzuschüsse aus dem bundesweiten Marktanreizprogramm wieder zur Verfügung. In 2005 war die Nachfrage nach Solarwärmeanlagen so groß, dass schon im Oktober die eingeplanten Fördermittel erschöpft waren und keine Bewilligungen mehr erteilt wurden. In den nächsten Wochen werden zunächst die seit Oktober 2005 in großer Zahl aufgelaufenen Förderanträge gemäß den neuen Richtlinien abgearbeitet.

Biogas aus Abwasser Roßdorf. Als „Ökologisch vorbildlich“ stufte das schwedische Umweltministerium das innovative Abwasserverfahren Biomar von Enviro-Chemie aus Roßdorf ein. Aus diesem Grund förderte es den Bau einer entsprechenden Anlage bei den Norrmejerier Milchwerken im schwedischen Umea. Als erste in Europa entlastet diese seit Juni 2005 die Umwelt mit einem biologischen Energie-Rückgewinnungs-Konzept. Im Misch- und Ausgleichstank werden die organischen Inhaltsstoffe aus den Spülresten der Milchverarbeitung und aus Molke und Molkepermeat versäuert, hydrolisiert und konditioniert. So werden optimale Bedingungen für die anschließende anaerobe Reinigung geschaffen. Sie findet in zwei Methanreaktoren statt. Dabei wird Essigsäure zu Biogas umgesetzt, das in der Molkerei zur Dampferzeugung verwendet wird. www.enviro-chemie.com

Biorohstoffe auf dem Vormarsch Gülzow. Auf Rohstoffe aus dem Forst und vom Acker kann die chemische Industrie heute nicht mehr verzichten. Fundierte Fakten hierzu liefert die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V. mit ihrer Broschüre „Nachwachsende Rohstoffe in der Industrie”.

Die Initiative Solarwärme Plus empfiehlt allen Solar-Interessenten, ihre Förderanträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) zeitnah zu stellen. Denn ab sofort gilt wieder die Regelung, dass mit dem Bau der Solarwärmeanlage erst nach der verbindlichen Förderzusage begonnen werden darf. Zudem bewilligt das Bafa die Anträge in der Reihenfolge des Eingangs. www.bafa.de/1/de/ www.solarwaerme-plus.info.

Wirtschaftswachstum bei sinkendem Stromverbrauch Berlin. Die Energieintensität der deutschen Wirtschaft nimmt weiter ab. Das zeigt nach neuesten Berechnungen des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) die Entwicklung von Wirtschaftswachstum und Stromverbrauch. Während das Bruttoinlandsprodukt zwischen 1991 und 2005 durchschnittlich um 1,3 Prozent pro Jahr wuchs, stieg der Stromverbrauch im Mittel um 0,9 Prozent jährlich. „Wichtige Gründe für die Entkopplung von Konjunktur und Stromverbrauch sind neue Techniken sowie Investitionen für effizienten Energieeinsatz”, erklärte Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des VDEW, Berlin. Außerdem spielen der Strukturwandel zur Dienstleistungsgesellschaft und das allgemein wachsende Energiebewusstsein eine Rolle. www.strom.de

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Warum der Gelbe Sack nicht in die Graue Tonne gehört! Bonn. „Die getrennte Erfassung von Sekundärrohstoffen hat in Deutschland Zukunft,“ erklärte bvse-Hauptgeschäftsführer Hans-Günter Fischer anlässlich der Veröffentlichung des Gutachtens „Ressourcenwirtschaft ohne getrennte Abfallsammlung?“. Die Studie wurde vom Institut für Aufbereitung und Recycling fester Abfallstoffe an der Rheinisch-Westfälisch-Technischen Hochschule Aachen und vom Institut für Entsorgung und Umwelttechnik, Iserlohn, erstellt. Am Beispiel der Kunststoffverpackungen wird gezeigt, welche Aufbereitungsverluste in jedem Teilprozess der Recyclingkette entstehen und welche Produktmenge am Ende erzeugt werden kann. Bei einer Vorsortierung durch die Verbraucher wird eine kürzere Verfahrenskette für das Recycling benötigt als bei der Mischtonne. Die Kosten des Kunststoffrecyclings liegen einwohnerspezifisch umso höher, je schlechter der Grad der Vorsortierung ist.

Deutschland schafft Klimaschutzziel Berlin. Deutschland hat sein Klimaschutzziel von 21 Prozent nahezu erreicht: Ende 2005 lagen die Treibhausgasemissionen um rund 19 Prozent unter dem Emissionsniveau von 1990. Das ist das Ergebnis der Emissionsdaten, die im Mai von der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt veröffentlicht wurden. Demnach senkten die am Emissionshandel beteiligten Unternehmen im Jahr 2005 ihren Ausstoß an Treibhausgasen um rund 9 Millionen Tonnen unter den Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2002, auf dessen Basis den Unternehmen die Emissionsrechte zugeteilt worden waren. Hintergrundpapier: www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/chronologisch.htm

Co-Fermentationsanlage im Industriepark Höchst

www.getrennte-erfassung.bvse.de

Photovoltaik-Projekt mit Bürgerbeteiligung Kassel. Im Rahmen des neuen Projekts „solarcampus“ der Universität Kassel sollen auf den Dächern der nordhessischen Hochschule Photovoltaik-Anlagen zur Erzeugung klimafreundlichen Stroms installiert werden. Hochschulangehörige und Kasseler Bürger können verzinsliche Anteile ab 500 Euro kaufen und die Anlagen damit finanzieren. Noch in diesem Jahr werden die ersten Solarmodule ihre Arbeit aufnehmen. Das Projekt bringt Universität, Bürger und regionale Wirtschaftsunternehmen zusammen. So arbeitet das solarcampus-Team mit der nordhessischen SMA-Technologie AG aus Niestetal und der Wagner & Co Solartechnik GmbH, Marburg/Cölbe, zusammen. Solardach INVEST, eine Tochter der Wagner & Co Solartechnik GmbH, wird Installation, Wartung und Verwaltung der Photovoltaik-Anlagen auf den Universitätsdächern übernehmen.

Frankfurt. Infraserv Höchst plant die Errichtung einer Co-Fermentationsanlage im Industriepark Höchst. 30.000 Kubikmeter Biogas sollen durch die Umwandlung der organischen Inhaltsstoffe von Klärschlämmen sowie von organischen Abfällen täglich in der Anlage produziert werden. Im Sommer beginnen die Bauarbeiten im Westteil des 4,6 Quadratkilometer großen Industrieparks. Das Verfahren der Co-Fermentation ist nicht neu und wird im kommunalen Bereich bereits eingesetzt. Neu ist der Einsatz an einem Industriestandort, da die hier anfallenden Klärschlämme bislang für die anaerobe Vergärung und die Biogas-Produktion wenig geeignet waren. Aufgrund moderner Produktionsprozesse und Abwasserbehandlungsanlagen fallen im Industriepark Höchst jedoch überwiegend leicht abbaubare Schadstoffe an. www.infraserv.com

Industrieller Frischwassereinsatz weiter rückläufig

www.solarcampus.uni-kassel.de Wiesbaden. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes haben die Betriebe der Industrie im Jahr 2004 den Wasserhaushalt durch den sparsamen Umgang mit Frischwasser weiter entlastet. Die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden verwendeten 7,7 Milliarden Kubikmeter Wasser im Jahr 2004 aus Eigengewinnung. Dies ist gegenüber 2001 ein Rückgang um circa 52 Millionen Kubikmeter und gegenüber 1998 um circa 790 Millionen Kubikmeter.

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Im Produktionsprozess setzten die Betriebe 2004 rund 6,5 Milliarden Kubikmeter Frischwasser ein. Dieses wurde auf Grund von Kreislauf- und Kaskadenführungen im Durchschnitt circa 5,8 Mal genutzt, sodass dem Frischwassereinsatz die tatsächlich genutzte Wassermenge von etwa 37,7 Milliarden Kubikmeter gegenübersteht. http://www.destatis.de

So wird anspruchsvolle Umweltschutztechnik zum Standard in Europa Dessau. Mit der neuen Broschüre „Beste verfügbare Techniken (BVT) – Machen Sie Ihre Umwelttechnik zum europäischen Maßstab“ unterstützt das Umweltbundesamt Unternehmen und Forschungsinstitute dabei, ihre neuen Umweltschutztechniken europaweit bekannt zu machen und besser zu vermarkten. Der 22-seitige, kostenlose Wegweiser informiert darüber, welche Anforderungen eine neue Technik erfüllen sollte und welche Daten notwendig sind, damit ein Unternehmen seine Entwicklungen in die europäischen BVT-Merkblätter einbringen kann. Diese Merkblätter beschreiben die Umweltanforderungen für die Genehmigung großer Industrieanlagen in Europa.

PortalU – Internet-Umweltportal Deutschland Berlin. Ende Mai wurde PortalU, das Umweltportal Deutschland, von der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Astrid Klug und dem Niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander der Öffentlichkeit übergeben. PortalU wird gemeinsam vom Bund und den Ländern betrieben. Über eine Suchmaske können mehr als eine Million Webseiten, Datenbankeinträge und Adressenverzeichnisse aus mehr als 100 Behörden in ganz Deutschland durchsucht werden. Zusätzlich zu den Internetpräsentationen der beteiligten Behörden erschließt PortalU Datenbanken und Fachinformationssysteme, die für andere Suchmaschinen verschlossen bleiben. Beispiele dafür sind die Umweltliteraturdatenbank des Umweltbundesamtes oder die Umweltdatenkataloge der Bundes- und Landesbehörden. PortalU ist das Ergebnis einer langjährigen Kooperation zwischen den Umweltverwaltungen der Länder und des Bundes, die bereits den PortalU-Vorgänger gein® (German Environmental Information Network) und den Umweltdatenkatalog UDK hervorgebracht hat. www.portalu.de

Zusätzlich enthält die Broschüre Angaben über die organisatorischen Abläufe, zu Ansprechpartnern und weiteren Informationsquellen. Sie kann unter www.umweltdaten.de/ publikationen/fpdf-l/3036.pdf heruntergeladen werden.

Umweltinformationen auf einen Blick Dessau. Auf einen Blick die Entwicklungen im Umweltschutz erkennen – das Umwelt-Kernindikatorensystem (KIS) des Umweltbundesamtes macht es nun möglich. Von „Treibhausgasen“ über „Erneuerbare Energien“ bis „Blei im Blut“ reicht die Liste der mehr als 50 Indikatoren. KIS zeigt, wie weit Deutschland sich seinen Umweltzielen auf dem Weg zu einer dauerhaft umweltgerechten Entwicklung angenähert hat. Ausgangspunkt für die Gliederung des KIS sind die Leitthemen des sechsten Umweltaktionsprogramms der Europäischen Gemeinschaft: Klima-, Umwelt- und Naturschutz, menschliche Gesundheit sowie nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen und eine nachhaltige Abfallwirtschaft. Diesen Leitthemen wurden 16 Unterthemen von „Treibhauseffekt“ bis zu „Bodenressourcen“ zugeordnet.

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Wünsche offen? www.umweltbundesamt.de/umweltdaten

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hessen-umwelttech NEWS 3/2006

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Wir interessieren uns für die Beteiligung an folgenden Messen in 2006 und suchen Anschluss an Landes- oder Gemeinschaftsstände mit anderen Firmen.

Wir möchten künftig auch die kostenlose hessen-umwelttech NEWS erhalten. Bitte nehmen Sie uns in den Verteiler auf. Wir interessieren uns für die Veröffentlichung eigener interessanter Neuigkeiten aus unserem Unternehmen in der hessen-umwelttech NEWS. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir interessieren uns für folgende Themen, die in der hessen-umwelttech NEWS aufgegriffen werden sollten:

Vorname Name und Titel Firma / Institution Straße PLZ/ Ort Telefon Fax E-Mail Internet

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Veranstaltungen/Termine 06.09.2006 Wiesbaden Innovationsradar Umweltrecht Workshop der Aktionslinie hessen-umwelttech zur Vorstellung des Innovationsradars Umweltrecht www.hessen-umwelttech.de 10.10. - 13.10.2006 Budapest (Ungarn) Ökotech – Internationale Fachmesse für Umweltschutz und Kommunaltechnik Gemeinschaftsstand Hessen www.hessen-umwelttech.de 18.10. - 19.10.2006 Reims (Frankreich) Innovact – Europäisches Forum für innovative Wachstumsunternehmen Technologiebörse des Innovation Relay Centre zum Thema „Industrielle Verwendung regenerativer Rohstoffe“ www.irc-hessen.de www.innovact.ircnet.lu 24.10. - 27.10.2006 Köln Entsorga – Enteco (environmental technology) Internationale Fachmesse für Abfallwirtschaft und Umwelttechnik; Gemeinschaftsstand der Aktionslinie hessen-umwelttech und Kooperationsbörse des Innovation Relay Centre www.hessen-umwelttech.de www.irc-hessen.de www.entsorga-enteco.de 17.11. -19.11.2006 Wetzlar ETH EnergieTage Hessen 2006 mit Passivhaus Hessen 2006 Fachmesse mit Kongress zu den Themen Bioenergie, regenerative Energien und energieeffizientes Bauen und Sanieren www.energietage.com 17.11.2006 Rhein-Main-Gebiet 5. Brennstoffzellenforum Hessen www.hessen-umwelttech.de

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung Maria Rieping Kaiser-Friedrich-Ring 75 65185 Wiesbaden Tel.: 06 11 / 815- 24 72, Fax: -22 28 E-Mail: maria.rieping@hmwvl.hessen.de Internet: www.wirtschaft.hessen.de HA Hessen Agentur GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Alfred Stein, Dagmar Dittrich, Dr. Carsten Ott Abraham-Lincoln-Str. 38-42 65189 Wiesbaden Tel.: 06 11/7 74-83 50, Fax: -5 83 50 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de RKW Hessen GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Kay Uwe Bolduan, Jürgen Müller Büro Eschborn Düsseldorfer Str. 40 65760 Eschborn Tel.: 0 61 96 / 970-255, Fax: -2 99 E-Mail: k.bolduan@rkw-hessen.de Internet: www.rkw-hessen.de Büro Kassel Ludwig-Erhard-Str. 8 34131 Kassel Tel.: 05 61 / 93 09 99 - 0, Fax: -9 E-Mail: kassel@rkw-hessen.de

Impressum Redaktion Alfred Stein, Dagmar Dittrich, Dr. Carsten Ott HA Hessen Agentur GmbH Gestaltung Muhr, Design + Werbung, Wiesbaden www.muhrdw.de Druck Koehler und Hennemann GmbH, Wiesbaden Für die bereitgestellten Artikel und Texte übernimmt der Herausgeber keine Gewähr für Richtigkeit, Genauigkeit und Vollständigkeit der Angaben sowie für die Beachtung privater Rechte Dritter.

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