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Veranstaltungen/Termine 16.11.2005

Hanau

2. Nanotechnologieforum Hessen Jahreskongress für Nanotechnologieanbieter und anwender in Hessen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie sowie für kleine und mittlere Unternehmen. www.hessen-nanotech.de 23.03.2006

Gießen

Fachtagung hessen-umwelttech Ressourcenmanagement – Wege aus der Kostenfalle www.irc-hessen.de 24.04. - 28.04.2006 Hannover Hannover Messe – Hydrogen & Fuel Cells 2006 Präsentation hessischer Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie www.hessen-umwelttech.de www.brennstoffzelle-hessen.de

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung Maria Rieping Kaiser-Friedrich-Ring 75 65185 Wiesbaden Tel.: 06 11 / 8 15 - 24 72, Fax: -22 28 E-Mail: m.rieping@wirtschaft.hessen.de Internet: www.wirtschaft.hessen.de HA Hessen Agentur GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Alfred Stein Abraham-Lincoln-Str. 38-42 65189 Wiesbaden Tel.: 06 11 / 7 74 - 86 48, Fax: -86 20 E-Mail: alfred.stein@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de RKW Hessen GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Kay Uwe Bolduan, Jürgen Müller Büro Eschborn Düsseldorfer Str. 40 65760 Eschborn Tel.: 0 61 96 / 970-255, Fax: -3 68 E-Mail: k.bolduan@rkw-hessen.de Internet: www.rkw-hessen.de Büro Kassel Ludwig-Erhard-Str. 8 34131 Kassel Tel.: 05 61 / 93 09 99 - 0, Fax: -9 E-Mail: kassel@rkw-hessen.de

Impressum Redaktion Alfred Stein HA Hessen Agentur GmbH Gestaltung Muhr, Design + Werbung, Wiesbaden www.muhrdw.de Druck Koehler und Hennemann GmbH, Wiesbaden Für die bereitgestellten Artikel und Texte übernimmt der Herausgeber keine Gewähr für Richtigkeit, Genauigkeit und Vollständigkeit der Angaben sowie für die Beachtung privater Rechte Dritter.

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Erscheinungsweise: 4-mal pro Jahr


Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

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NEWS 4. Brennstoffzellenforum Hessen – ein voller Erfolg Umweltmarkt Türkei: Schwerpunkt Wasser- und Abwasserbereich Europäischer Technologietransfer: Sekundenschnelle Abfallsortierung mit Licht Firmenportrait: WISY AG aus Kefenrod Innovationsradar Umweltrecht: Chancen durch die Novellierungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Energieeinspeisungsgesetzes (EnEG)

www.hessen-umwelttech.de

umwelttech

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Sehr geehrte Leserinnen und Leser Editorial

Die jüngsten Naturkatastrophen in den Südstaaten der USA haben mit aller Deutlichkeit die weitgehende Abhängigkeit einer Volkswirtschaft von den konventionellen Energieträgern sowie die damit verbundenen weltweiten Anfälligkeiten im Zusammenhang mit Wirtschaftswachstum, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit vor Augen geführt. Die Auswirkungen dieser Naturkatastrophe insbesondere auf den Rohölmarkt sind auch in der hessischen Wirtschaft spürbar. Aus diesen und anderen Gründen brauchen wir generell Energieszenarien, die unsere Abhängigkeit von Erdöl und Erdgas verringern. Dafür muss es uns gelingen, die Energieeffizienz zu steigern sowie innovative Technologien nutzbar zu machen und zur Marktreife zu führen. Mein Haus unterstützt gerade in diesem Bereich zahlreiche Aktivitäten.

INHALT

Wir konzentrieren uns hierbei insbesondere auf Technologiefelder, in denen in unserem Land Kompetenz besteht: Energiesparendes Bauen und Modernisieren, Kraft-Wärme-Kopplung in kleinen, dezentralen Systemen, Solarthermie, Nutzung von Biomasse und die Brennstoffzellentechnologie. Während in der Vergangenheit bereits sehr viel

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Nachbericht BZ-Forum 2005

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Geniale Idee zur Entsorgung von Bodenschlamm

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Entsorga Köln wird zur Entsorga-Enteco

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Hannover Messe – Hydrogen & Fuel Cells 2006

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Umweltmarkt Türkei

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Regen bringt Segen

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unternommen wurde, um die Markteinführung von solarthermischen Systemen zu unterstützen, wird künftig ein Schwerpunkt unserer Bemühungen auf der Fortentwicklung und – mittelfristig – der Markteinführung der Brennstoffzellentechnologie liegen. Das am 13. September 2005 veranstaltete 4. Brennstoffzellen Forum Hessen hat sehr deutlich aufgezeigt, dass diese Zukunftstechnologie ein immenses Wirtschaftspotenzial besitzt. Und wir in Hessen haben im nationalen und internationalen Vergleich sehr gute Startbedingungen, da bei uns etliche namhafte Unternehmen diese Technologie entlang der Wertschöpfungskette vorantreiben. Diese Chance wollen wir nutzen, um unseren Standort nachhaltig für die Zukunft zu rüsten. Ich lade Sie herzlich ein, sich in diesen Prozess einzubringen und an der Gestaltung neuer Wirtschaftszweige in unserem Land mitzuwirken.

Dr. Alois Rhiel Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

Wasserstoff- und Brennstoffzelleninitiative Hessen e.V.

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Sekundenschnelle Sortierung mit Licht

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Chancen für das Handwerk und die Baubranche

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Innovationsradar Umweltrecht

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Nachrichten aus Wirtschaft und Wissenschaft

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Abfallentsorgung wird deutlich teurer

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Wunschzettel

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Sauberes Wasser für alle

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Termine

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Gründung des „Water Engineering Network e.V.“

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4. Brennstoffzellenforum Hessen Portable und Mikro-Brennstoffzellen – Auf dem Weg in eine kabellose Zukunft In eigener Sache

Auch in diesem Jahr erfreute sich das hessische Forum der Aktionslinie hessen-umwelttech zum Thema Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie großer Aufmerksamkeit. Am 13. September fanden sich in den Räumen der Fachhochschule Wiesbaden am Lehrstandort Rüsselsheim rund 100 Teilnehmer ein, um sich über den aktuellen Stand der Technik zu informieren. Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch die Gastgeberin, die Fachhochschule Wiesbaden, vertreten durch Frau Prof. Dr. Scheppat, und dem Kooperationspartner der Veranstaltung, der PEMEAS GmbH, zeigte Herr Dr. Kreuziger, Geschäftsführer der HA Hessen Agentur GmbH und Projektträger der Aktionslinie hessen-umwelttech, dass das Thema Wasserstoff und Brennstoffzelle auch von der Landesregierung mit immer höherer Priorität betrachtet wird. Dies nicht nur deshalb, weil nach einhelliger Expertenmeinung von dieser Technologie langfristig großes Wirtschaftspotenzial zu erwarten ist, sondern auch deshalb, weil in Hessen sehr gute Voraussetzungen vorhanden sind, um in diesem Technologiebereich an der Weltspitze mit zu spielen. Daher werden die Aktivitäten der hessischen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative vermehrt unterstützt. So wurde im Juli 2005 ein wissenschaftlicher Beirat der heute als Verein organisierten Initiative konstituiert. Zu den namhaften Mitgliedern des Beirats gehören der hessische Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel, der Geschäftsführer der Hessen Agentur Dr. Dieter Kreuziger, der zugleich zum Beiratsvorsitzenden gewählt wurde, sowie etliche Vertreter hessischer Unternehmen aus der Wasserstoff- und Brennstoffzellenbranche und Forschung und Lehre. In den kommenden Monaten sollen die Aktivitäten aus diesem Bereich mit aktiver Unterstützung der Hessen Agentur weiter forciert werden. Der Fokus des Forums war in diesem Jahr die Markteinführung der portablen Brennstoffzelle. Die ULTRACELL Corp. aus den USA stellte ihr Produkt XX90 vor, eine methanol-betriebene Brennstoffzelle für portable Anwendungen (z.B. Notebooks). Der eigentliche Brennstoff Methanol wird in Form einer Kartusche auf dem Gerät adaptiert. Norm Allen, CEO/Präsident von ULTRACELL,

Herr Dr. Kreuziger sieht gute Zukunftschancen für die Brennstoffzellentechnologie

Begrüßung durch Frau Prof. Dr. Scheppat

führte aus, dass „verbunden mit einem Akku-Puffer so die Möglichkeit des völligen, netzunabhängigen Nonstop-Betriebes besteht“. Inzwischen wird in den USA eine Verkaufsinfrastruktur für den Tausch der Kartuschen über den Einzelhandel aufgebaut. Bemerkenswert ist, dass das Herzstück der ULTRACELL-Brennstoffzelle aus Hessen kommt, nämlich von der PEMEAS GmbH aus Frankfurt. Ein weiteres hessisches Unternehmen, das Brennstoffzellen bereits aktiv auf dem Markt anbietet, ist die RITTAL GmbH & Co. KG aus Herborn. Als klassischer Schaltschrankbauer stellt sich die Frage, wie man aus diesem technologischen Blick heraus auf die Brennstoffzelle kommt. Dies erläuterte Siegfried Suchaneck den Teilnehmern, indem er die Entwicklung seines Unternehmens vom reinen „Blechbieger“ zum technologisch breit aufgestellten Systemanbieter aufzeigte. Und hier bietet sich die Brennstoffzelle als Energielieferant für Notstromsysteme beispielsweise für Mobilfunk-Sendestationen an. „Zwar ist die Brennstoffzelle, wenn man nur die Investition betrachtet, heute im Vergleich zur klassischen Akkumulatorentechnik zu teuer. Wenn man jedoch den gesamten Lebens-

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4.

Blick ins Plenum des gut besuchten 4. Brennstoffzellenforums Staatssekretär Bernd Abeln aus dem Wirtschaftsministerium zieht eine positive Bilanz des 4. Brennstoffzellenforums Hessen.

Brennstoffzellenforum Hessen

zyklus eines solchen Systems unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet, ist heute bereits die Brennstoffzelle klar im Vorteil. Warum? Keine Leistungsverluste, keine Alterungserscheinungen und damit keine Ersatzinvestitionen, höhere Zuverlässigkeit und damit niedrigster Wartungsaufwand und einfache Handhabung kennzeichnen die Brennstoffzelle“ informierte Siegfried Suchaneck. Nach diesen einleitenden Impulsreferaten wurden in zwei parallelen Workshops die Themenbereiche Mikrobrennstoffzelle und portable Anwendungen getrennt weiter beleuchtet. Schließlich zeigte Dr. Robert Spadinger von VODAFONE, welche Anforderungen künftig an die Energieversorgung mobiler Geräte gestellt werden. Nochmals wurde deutlich, dass hier die konventionellen Speichermedien immer mehr an ihre technologischen Grenzen stoßen und eine erheblich steigende Nachfrage nach Brennstoffzellentechnologie zu erwarten ist.

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Exponate der FH Wiesbaden: brennstoffzellenbetriebenes Kart und Modellflugzeug

Nicht zuletzt betonte Staatssekretär Bernd Abeln aus dem hessischen Wirtschaftsministerium in seinem Resümee über den Tag die Aktualität und die Priorität des auf diesem Forum aufgegriffenen Themas. Das 4. Brennstoffzellenforum Hessen wurde abgerundet von einer begleitenden Fachausstellung. Die Referentenbeiträge sind auf der Internetseite der Aktionslinie hessen-umwelttech unter www.hessen-umwelttech.de und auf der hessischen Internetseite zur Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie www.brennstoffzelle-hessen.de zum Herunterladen bereit gestellt. Kontakt: Alfred Stein Aktionslinie hessen-umwelttech HA Hessen Agentur GmbH Tel.: 06 11/7 74-86 48, Fax: -5 86 48 E-Mail: alfred.stein@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de


Geniale Idee zur Entsorgung von Bodenschlamm RKW-Umwelttechnologie-Beratung der Aktionslinie hessen-umwelttech unterstützt bei Vermarktungsstrategie

Die Situation Schlammräumungen von Teichen, Rückhaltebecken in Kläranlagen wie auch für Prozesswasser in Industrieanlagen sind mit konventionellen Mitteln noch immer eine sehr aufwändige und mitunter auch recht unhygienische Angelegenheit. Die Arbeiten sind äußerst umständlich und mit großem Personalaufwand verbunden. Beim Einsatz schwerer Geräte ist die Zerstörung der Teichsohle oft nicht zu vermeiden. Fast jede Kommune und viele Unternehmen kämpfen seit Jahren mit diesen Problemen.

Der Bodenschlammräumer als schwimmender Ponton

Das Produkt – Der Bodenschlammräumer

Das Boden-SchlammGemisch wird mit einer Leistung von ca. 40 m3/h angesaugt und ans Teichufer gepumpt.

„Aus dieser Situation heraus entstand die Idee, ein Gerät zu entwickeln, das schonend, ohne Absenkung des Wasserspiegels und damit ohne Unterbrechung des Teichbetriebs, Schlamm von Teichböden absaugen und dabei auch höchsten hygienischen Ansprüchen gerecht werden kann“, so Oswald Smasal, Geschäftsführer der Klawa GmbH aus Gudensberg. Dazu wird ein Ponton mit Bauelementen mit einem Hebegerät auf den zu räumenden Teich aufgesetzt und über eine Funksteuerung bedient. Über eine Seilwinde kann die Räumeinrichtung, eine Transportschnecke, die selbst feste, mineralisierte und über Jahre sedimentierte Schlämme lockert, bis zu einer Tiefe von 3 m abgesenkt werden. Eine Drehkolbenpumpe fördert das von ihr angesaugte Schlammwassergemisch über einen Transportschlauch zu seinem Bestimmungsort am Teichufer. Hier kann der Schlamm beispielsweise in einem Container oder Erdbecken bis zu seiner weiteren Bearbeitung, zum Beispiel zum Aufbringen auf landwirtschaftliche Flächen, gelagert werden.

Geförderte RKW-Beratung Mit der Entwicklung des Bodenschlammräumers wurde 1997 begonnen. Parallel zur Entwicklung suchte die Firma nach den richtigen Instrumenten für die entsprechende Vermarktung ihres Produktes. Dabei wandte sich das Unternehmen an das RKW Hessen, das die Möglichkeiten einer geförderten Beratung über die Aktionslinie hessenumwelttech des hessischen Wirtschaftsministeri-

ums prüfte und ermöglichte. Das Förderprogramm von hessen-umwelttech dient insbesondere dazu, die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft hessischer Betriebe aus dem Bereich Umwelttechnologie zu steigern. Gemeinsam mit einer Werbeagentur aus Kassel wurde nun ein entsprechender Marktauftritt entwickelt. Die Analyse der Situation und die Entwicklung einer Zielgruppenstrategie gehörten ebenso zum Gesamtkonzept wie eine Positionierungsidee. Die Mittel- und Maßnahmenempfehlung konzentrierte sich auf eine Messebeteiligung auf der internationalen Fachmesse für Wasser, Abwasser, Abfall, Recycling (IFAT 2005) in München, eine Präsentation des neuen Produkts in einem neu gestalteten Internetauftritt sowie auf weitere integrierte Maßnahmen. Durch den Messeauftritt auf der IFAT 2005 mit der Präsentation des Bodenschlammräumers zeigte sich, dass das von Klawa entwickelte Gerät unter hessen-umwelttech NEWS 3/2005

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Fachleuten weltweit Anklang gefunden hat. Zahlreiche Besucher und Kunden ließen sich vor Ort die Arbeitsweise des Gerätes erklären und zeigten bereits erstes konkretes Kaufinteresse. Darüber hinaus wurden von der Internetseite „www.bodenschlammraeumer.de“ mehrere hundert Produktbroschüren herunter geladen.

Die Ergebnisse Die Messebeteiligung führte zu zahlreichen nationalen und internationalen Messekontakten. Das Unternehmen konnte seine Bekanntheit massiv steigern. Neben dem Bodenschlammräumer konnte auch eine manuelle Abflusssteuerung vermarktet werden. Das Ziel, Know-how und Innovationskraft zu verdeutlichen, wurde ebenfalls erreicht. „Die umfassende und weit reichende Unterstützung durch das RKW Hessen mit dem Förderprogramm der Aktionslinie hessen-umwelttech war mitent-

scheidend für unsere erfolgreiche Vermarktungsstrategie“, berichtet Oswald Smasal abschließend. Kontakt: Oswald Smasal Klawa Anlagenbau GmbH Bahnwiesenweg 6 34281 Gudensberg Tel.: 0 56 03/93 25-0, Fax: -22 E-Mail: info@klawa-gmbh.de Internet: www.bodenschlammraeumer.de Kontakt: Thomas Fabich RKW Hessen GmbH Ludwig-Erhard-Str. 8 34131 Kassel Tel.: 05 61/93 09 99-2, Fax: -9 E-Mail: kassel@rkw-hessen.de Internet: www.rkw-hessen.de

Entsorga Köln wird zur Entsorga-Enteco Aktionslinie hessen-umwelttech plant hessische Gemeinschaftspräsentation Außenwirtschaft und Messen

Nach dem erfolgreichen Verlauf der Entsorga 2003 in Köln plant die Aktionslinie hessenumwelttech im Auftrag des hessischen Wirtschaftsministeriums im Herbst nächsten Jahres wieder eine Präsentation hessischer Umwelttechnologie mit Firmenunterstützung. Die Entsorga-Enteco 2006 wird mit neuem Namen und verstärkten Fokus auf den gesamten Bereich der Umwelttechnologie vom 24. bis 27. Oktober 2006 in den neuen Messehallen in Köln stattfinden. Optimismus und Zuversicht kennzeichneten den Verlauf der Entsorga im Jahr 2003. Der größte Teil der über 1.000 Aussteller aus 25 Ländern zeigte sich mit den in Köln erzielten Ergebnissen und internationalen Kontakten mehr als zufrieden. Nach Schätzungen der Kölnmesse kamen zur Entsorga 2003 rund 50.000 Besucher aus 75 Ländern, davon 8.000 aus dem Ausland. Der überwiegende Teil der Fachbesucher mit rund 60 Prozent kam aus der privaten Wirtschaft. Mit dem neuem Namen Entsorga-Enteco setzt die Messe zukünftig ihren Fokus verstärkt auf den gesamten Bereich der Umwelttechnologie. Der Namenszusatz Enteco steht für Environmental Technology. Die thematische Neuausrichtung der Messe bietet Ausstellern und Fachbesuchern zukünftig die Angebotsbereiche Abfallwirtschaft

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und Recycling, Wasser und Abwasser, Verbrennung und erneuerbare Energien, kommunale Dienste und Umweltdienstleistungen, Technik und Logistik, Luftreinhaltung und Immissionsschutz, Arbeitssicherheit und Lärmschutz sowie Forschung und Organisation. „Damit berücksichtigen wir die veränderten Marktbedingungen und -entwicklungen und schärfen im Sinne der Aussteller und Besucher das Profil der bisherigen globalen Umweltmesse Entsorga. Die neue Entsorga-Enteco deckt zukünftig die gesamte Wertschöpfungskette der Abfallwirtschaft und Umwelttechnik ab“, sagte Wolfgang Kranz, Geschäftsführer der Kölnmesse GmbH. Die Aktionslinie hessen-umwelttech plant auf der Entsorga-Enteco 2006 im Oktober nächsten Jahres in Köln die Potenziale und Kompetenzen der Umwelttechnologie in Hessen vorzustellen. Unternehmen, die an dieser Gemeinschaftspräsentation teilnehmen wollen, können sich bis spätestens 15. Dezember 2005 bei der Hessen Agentur melden. Kontakt: Alfred Stein Aktionslinie hessen-umwelttech HA Hessen Agentur GmbH Tel.: 06 11/7 74-86 48, Fax: -5 86 48 E-Mail: alfred.stein@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de


Hannover Messe – Hydrogen & Fuel Cells 2006 Präsentation hessischer Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie Nach dem großen Erfolg auf der Hannover Messe 2005 plant die Aktionslinie hessenumwelttech im Auftrag des hessischen Wirtschaftsministeriums auch im nächsten Jahr wieder die Präsentation hessischer Kompetenzen und Potenziale der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie auf der Ausstellungsfläche Hydrogen + Fuel Cells. Die Hannover Messe 2006 wird vom 24. bis 28. April stattfinden. Hessische Unternehmen aus den Bereichen Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik haben die Möglichkeit, sich mit ihren innovativen Technologien am Hessenstand zu beteiligen. Die Aussteller am Hessenstand 2005 zeigten sich besonders zufrieden und erreichten im Wesentlichen die gesetzten Messeziele. Die Gesamtresonanz am Stand war durch eine sehr positive Grundstimmung gekennzeichnet. Daher wird der Hessenstand 2006 ebenfalls in ähnlichem Rahmen stattfinden. Der Stand selbst wird mit 80 Quadratmetern sogar noch größer sein als im Vorjahr. Die Mitaussteller am Stand der Aktionslinie hessenumwelttech 2005 waren Magnum Automatisierungstechnik und Varian Inc., beide aus Darmstadt,

Pemeas Fuell Cell Technologies und Infraserv Höchst, beide aus dem Industriepark FrankfurtHöchst, Hüttenberger Produktionstechnik aus Langgöns und die Fachhochschule Wiesbaden. Besonderer Blickfang des Gemeinschaftsstandes war ein mit einer Brennstoffzelle betriebenes Modellflugzeug, das von Studenten des Fachbereichs Physikalische Technik entwickelt wurde und viele Besucher anzog. Der größte Teil der Unternehmen, die in diesem Jahr ihre Produkte auf dem hessischen Gemeinschaftsstand präsentierten, wollen daher auch im nächsten Jahr wieder dabei sein. Hessische Unternehmen aus der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, die sich ebenfalls für eine Beteiligung interessieren, können sich bei der Aktionslinie hessen-umwelttech melden. Kontakt: Alfred Stein HA Hessen Agentur GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Tel.: 06 11/7 74 - 86 48, Fax: -5 86 48 E-Mail: alfred.stein@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de www.brennstoffzelle-hessen.de

Umweltmarkt Türkei Mit Beginn der Aufnahme konkreter Beitrittsverhandlungen mit der EU wurde offenbar, welche Entwicklungsschritte die Türkei auf dem Umweltsektor in Gang setzen muss, um die geforderten Standards zu erfüllen. Beispielhaft werden hier zwei Bereiche des Umweltmarktes beleuchtet:

Wachsende Chancen im Wasser- und Abwassersektor der Türkei In ihrem letzten regelmäßigen Bericht über die Fortschritte der Türkei auf dem Weg zu einem möglichen Beitritt bemerkte die EU-Kommission, dass u. a. im Bereich Wasserqualität nur geringe Fortschritte zu verzeichnen waren, und die Türkei ihre Anstrengungen in den Bereichen der Wasserqualität und der industriebedingten Umweltverschmutzung deutlich verbessern muss. Die voranschreitende Verstädterung und zugleich unzu-

reichende Finanzausstattung der Kommunen für Investitionen in die notwendige Infrastruktur hat zu teilweise erheblichen Defiziten hinsichtlich der Versorgung der städtischen Bevölkerung bei kommunalen Diensten wie der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung geführt. Veraltete und schadhafte Kanalleitungssysteme führen zu hohen Wasserverlusten von im Landesdurchschnitt ca. 60 Prozent. Nur wenige Städte und Kommunen verfügen über Kläranlagen, und die unkontrollierte Ableitung kommunaler, gewerblicher und industrieller Abwässer führt zu einer zunehmenden Belastung der Vorfluter und Gewässer. In Kooperation mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) fördert die Bundesregierung durch die KfW im Rahmen der finanziellen Zusammenarbeit zahlreiche Vorhaben in den Bereichen der Wasserver- und Abwasserentsorgung in der Türkei. So hessen-umwelttech NEWS 3/2005

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beinhaltet das aktuell anlaufende vierte Programm PKI IV die Unterstützung kommunaler Einzelvorhaben zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung bzw. Förderung umweltverträglicher Abwasser- und Abfallentsorgung in mittelgroßen Städten ab 100.000 Einwohnern. Im Rahmen des Programms PHARE 2005 für Beitrittskandidaten verfügt die EU u. a. für die Türkei über eine kommunale Finanzierungsfazilität, die langfristige Kredite für städtische Infrastrukturvorhaben (Wasser, Abwasser, Abfallwirtschaft, Straßenbau, Verkehr) zur Verfügung stellt. Die Finanzierungsbeiträge der Europäischen Investitionsbank (EIB) in der Türkei belaufen sich insgesamt auf 3,6 Mrd. EUR. Es ist damit zu rechnen, dass in naher Zukunft vermehrt öffentliche Ausschreibungen für Infrastrukturmaßnahmen im Wasser- und Abwassersektor zu verzeichnen sein werden. Auch hessische Unternehmen haben gute Chancen, in der Türkei ins Geschäft zu kommen. Derzeit werden bereits einige Projekte zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Istanbul in Angriff genommen, für die Beratungsdienste, Ingenieurarbeiten sowie technische Anlagen und Ausrüstungen benötigt werden.

Abfallbehandlung im Wandel In der zweiten Hälfte 2004 verabschiedete das Türkische Parlament einige wichtige, umweltrelevante Gesetze, die sämtliche Kommunal-Verwaltungen sowie die damit verbundenen privaten Industrieunternehmen dazu verpflichten, ihren

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Abfall zu behandeln und wieder aufzubereiten, so wie es bereits in den EU-Ländern Stand der Technik ist. Um diese Gesetze zu erfüllen, herrscht auf dem Türkischen Umweltmarkt seit Anfang 2005 ein hoher Bedarf an modernen Recycling-Technologien. Für die Errichtung von Recycling-Anlagen in mehreren Gebieten der Türkei werden hauptsächlich moderne Sortier-, Shredder-, Bündelungs- und Kompostierungstechnologien benötigt. Für die Herstellung von Biogas oder alternativen Brennstoffen aus Hausmüll ist die technische Anleitung durch Fachleute notwendig. Auch in diesem Technologiebereich stehen die bereits genannten Finanzierungsinstrumente der EU und des Bundes zur Verfügung. Interessierte Unternehmen wenden sich am besten an die entsprechenden Institute, z.B. die Europäische Investitionsbank (EIB) oder die KfW. Zu empfehlen ist sicher auch die Hilfestellung von Beratungsstellen, die die aktuelle Rechtslage und –praxis genau kennen und bereits über Projekterfahrung verfügen. Die Aktionslinie hessen-umwelttech kann entsprechende Kontakte hierzu vermitteln. Kontakt: Alfred Stein HA Hessen Agentur GmbH Aktionslinie hessen-umwelttech Tel.: 06 11/ 7 74-86 48, Fax: -5 86 48 E-Mail: alfred.stein@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de


Regen bringt Segen Wisy AG ist der Marktmotor in der Regenwassernutzung Was Unternehmer bewegt

Die Wisy AG im hessischen Kefenrod trägt mit viel Engagement und Know-how maßgeblich dazu bei, dass Regenwassernutzungsanlagen heute fester Bestandteil der modernen Haustechnik sind. Zudem leistet sie mit ihren Produkten einen bedeutenden Beitrag zum Grundwasserschutz und zur Regenrückhaltung. Die 1989 gegründete Firma beschäftigt 40 Mitarbeiter. Thomas Winkler, Vorstandsmitglied und Sohn des Firmengründers, spricht im Interview über Einsatzmöglichkeiten und ökonomische Aspekte der Regenwassernutzung und über den Exporterfolg der Wisy AG.

? Wie funktionieren Ihre Regenwasseranlagen?

Winkler: Das von Gebäudedächern aufgefangene Regenwasser wird mittels unseres patentierten Fein-Filtersystems von Blättern und sonstigen Verunreinigungen befreit, bevor es in einer Zisterne gespeichert wird. Ein Pumpenmodul, genannt Regenwasserwerk, fördert das saubere Wasser zu den Verbrauchern ins Haus. Die Steuerung der Regenwasseranlage erfolgt vollautomatisch, so wird zum Beispiel bei Regenwassermangel in der Zisterne auf Trinkwasser umgestellt. Das gesammelte Wasser ist so sauber, dass es für die Toilettenspülung, die Waschmaschine, zum Putzen und natürlich für den Garten verwendet werden kann.

? Wie ökonomisch sind

Formwerkzeug zur Herstellung eines Regenwassersammelbehälters

Das patentierte Fein-Filtersystem befreit Regenwasser von Blättern und sonstigen Verunreinigungen

Regenwassernutzungsanlagen?

Winkler: Je nach den Bedingungen vor Ort, wie Dachgröße, Niederschlagsmenge und Wasserverbrauch kann man bis zu 50 Prozent des jährlichen Wasserbedarfs mit kostenlosem Regenwasser abdecken. Die Amortisationszeit einer Anlage ist stark abhängig von den jeweils örtlichen Wasserkosten und den meist kommunalen Fördermaßnahmen. Im Allgemeinen rechnet sich eine Anlage nach sieben bis zehn Jahren im privaten Bereich und nach zwei bis vier Jahren in der gewerblich-industriellen Anwendung.

? Wo können Regenwasseranlagen eingesetzt werden?

Winkler: Obwohl es sich bei der Regenwassernutzung um eine sehr junge Gebäudetechnik handelt, gehört sie heute zur modernen Wohnge-

bäudeausrüstung. Der größte Einsatzbereich ist dabei der private Wohnungsbau. Doch stößt eine effektive Regenwassernutzung auch bei öffentlichen Einrichtungen, Gemeinden und bei der Industrie auf starkes Interesse. Die private Hohenzollerische Landesbahn AG verwendet das mit Wisy-Filtern gereinigte Regenwasser beispielsweise für die eigene Waschanlage der EisenbahnZüge. Das Kloster Engelthal in der Wetterau nutzt das mit unserer Anlage gewonnene Regenwasser für die Spülung von 50 Toiletten. Unsere neueste Entwicklung, die Wisy-Wasser-Station, verbessert die Wasserqualität nochmals um Klassen. Festund Schwebstoffe in der Größe bis zu fünf Mikrometer werden mittels Filtervlies aus dem Wasser entfernt und eine funktional optimierte Ultraviolett-Lampe senkt beispielsweise die Keimzahl unter die Grenzwerte für Trinkwasser ab. Somit hessen-umwelttech NEWS 3/2005

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sind Regenwasseranlagen auch für Verbraucher mit erhöhten Hygieneansprüchen wie zum Beispiel Kindergärten, Schulen und Krankenhäusern attraktiv.

? 20 Prozent Ihrer Kunden kommen

aus dem Ausland. Wie erklären Sie sich Ihren Geschäftserfolg?

Winkler: Wisy beliefert im Ausland gewerbliche Kunden vor allem im westlichen Raum der europäischen Union. Auch das Japan-Geschäft läuft seit vielen Jahren konstant und zuverlässig. Viele andere Märkte sind noch im Aufbau. Einzelerfolge konnten wir inzwischen auch in Nord- und Südamerika und in Asien erzielen, zumeist in größeren öffentlichen Bauvorhaben.

Der Erfolg stellt sich wie in Deutschland immer dann ein, wenn man ein in Funktion, Effektivität und Qualität hochwertiges Produkt zur Verfügung stellen kann. Natürlich ist ein kontinuierliches Auslandsgeschäft auch vom Aufbau eines engagierten Partners vor Ort abhängig, zudem ist Flexibilität gefragt, wenn unsere genormte deutsche Haustechnik an die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden muss. Andrea Mittelstät, Genius GmbH Kontakt: Thomas Winkler Wisy AG Haustechniksysteme, Filtertechnik Oberdorfstr. 26 63699 Kefenrod-Hitzkirchen

Abfallentsorgung wird deutlich teurer Entspannung nicht in Sicht – Neue Preisrunden sind in Vorbereitung Große Umwälzungen in der Recycling- und Entsorgungswirtschaft in Deutschland bringt die Umsetzung der TASi (= Technische Anleitung Siedlungsabfall) mit sich, die seit 1. Juni 2005 in Kraft getreten ist. Während früher die Deponierung von Abfällen ein wichtiges Mittel zur Abfallentsorgung war, darf seit diesem Datum kein organischer Abfall mehr unbehandelt deponiert werden. Heute müssen Abfälle, bevor sie auf Deponien abgelagert werden, behandelt werden. Es dürfen keine organischen Materialien mehr im Abfall enthalten sein, der Abfall muss inertisiert, also in Müllverbrennungsanlagen verbrannt oder in mechanisch-biologischen Anlagen entsprechend behandelt werden. Da die Vorbehandlung der Abfälle Mehrkosten verursacht, steigen auch die Entsorgungskosten. Schließlich konnten bis dato gemischte Gewerbeabfälle vielfach kostengünstiger in Deponien verbracht werden. So haben sich seit Inkrafttreten der TASi die Kosten der thermischen Vorbehandlung fast wöchentlich erhöht. Preissteigerungen von 200 Prozent sind keine Seltenheit mehr, neue Preisrunden werden von den Betreibern der Müllverbrennungsanlagen bereits vorbereitet. Hinzu kommt, dass die Müllverbrennungsanlagen vielfach angeben, dass sie am Rande ihrer Verbrennungskapazitäten angelangt seien. In Branchenkreisen wird bereits von einem drohenden

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Entsorgungsnotstand und einem „heißen Herbst“ in Deutschland gesprochen. Gewerbliche Unternehmen müssen sich in dieser angespannten Lage nun genau überlegen, mit welchen betrieblichen Maßnahmen sie die Entsorgungskosten im Rahmen halten können. Sinnvoll ist es beispielsweise, gemeinsam mit dem eigenen Recycling- und Entsorgungsdienstleister ein für das Unternehmen passgenaues Abfallentsorgungskonzept zu erstellen. Als Fazit ist festzustellen, dass aufgrund der TASi in der Entsorgungsbranche damit zu rechnen ist, dass die Entsorgungskosten weiter ansteigen werden. Nur durch sorgfältig ausgearbeitete Abfallentsorgungskonzepte können die Unternehmen verhindern, dass die Preisspirale unkontrolliert nach oben schnellt. Hier können die Recyclingund Entsorgungsunternehmen als kompetente Dienstleister wertvolle Hilfestellungen geben. Kontakt: Dr. Thomas Probst bvse ... das Recyclingnetz Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung Hohe Str. 73 53119 Bonn Tel.: 02 28 / 9 88 49-20, Fax: -99 E-Mail: probst@bvse.de Internet: http://www.bvse.de


Sauberes Wasser für alle Technische Universität Darmstadt erforscht Abwasseraufbereitung im Originalmaßstab für den Weltmarkt Wasser ist kostbar und in vielen Ländern ein Mangelgut. Rund eine Milliarde Menschen leben weltweit ohne sauberes Trinkwasser, eine weitere Milliarde hat keinen gesicherten Zugang zu Wasserquellen. Werden die Technologien zur Aufreinigung von Abwässern verbessert, so ist dies nicht nur von großem wirtschaftlichen, sondern vor allem auch humanitärem Nutzen.

Versuchsanlage Eberstadt

Im Fachbereich Abwassertechnik des Institutes WAR, Wasserversorgung und Grundwasserschutz, Abwassertechnik, Abfalltechnik, Industrielle Stoffkreisläufe und Umwelt- und Raumplanung an der Technischen Universität Darmstadt (TUD), werden Forschungsergebnisse direkt in wirtschaftlich nutzbare Anwendungsmöglichkeiten transferiert. So dient aktuell eine bereits seit 1994 mit der HEAG Südhessische Energie AG bestehende Kooperation als Basis für die Überprüfung und vor allem Verbesserung neuer Reinigungstechniken. Hierzu wurden spezielle Versuchsanlagen und Labors geschaffen, in denen die neu entwickelten Techniken der Abwasserreinigung, Schlammbehandlung und der Sauerstoffverteilung in den Klärbecken hinsichtlich des Platzbedarfs wie auch der Energieeffizienz optimiert werden können.

Aus den Hochschulen

lage Eberstadt nur durch den Einsatz einer feinen Membran gründlicher, effizienter und raumsparender. Die mittels dieses Verfahrens anfallenden Feststoffe und Bakterien werden nun in das Reinigungsbecken und somit in den Reinigungsprozess zurückgeführt. Darüber hinaus werden in Eberstadt weitere Untersuchungen zur Verbesserung der Sauerstoffversorgung der Bakterien in den Reinigungsbecken durchgeführt, mit dem Ziel, die Reinigung der Abwässer zu optimieren. Auch hier ist das Ziel, den Einsatzbereich der Anlagen durch höhere Effizienz auf kleinerem Raum zu vergrößern. Dies gilt insbesondere hinsichtlich eines möglichen Einsatzes der neuen Abwassertechniken in Asien, vornehmlich in China. Dort werden noch 70 bis 80 Prozent des Abwassers unbehandelt in die Flüsse geleitet mit der Folge gravierender Gesundheits- und Umweltprobleme, die sich aufgrund der starken Bevölkerungswachstumsrate wie auch der häufiger werdenden Dürreperioden noch verschärfen werden.

Der „hohe Turm“ wird für Sauerstoffeintragsmessungen genutzt

Hochlastbelebungsversuchsanlage zur Optimierung der Bakterien–Sauerstoffversorgung

Denn während bei den herkömmlichen Methoden nach dem Durchfluss durch die Absetzbecken noch weitere Prozesse zur Entfernung von Feststoffen und Krankheitserregern im Wasser nötig sind, geschieht die Trennung in der Versuchsan-

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Daher kooperiert die TUD u. a. mit der Tongji-Universität Shanghai, um vor Ort wirtschaftlich einsetzbare Lösungsansätze zu erarbeiten. Aufgrund der großen wirtschaftlichen wie auch umweltrelevanten Bedeutung wird das Forschungsteam zudem von mehreren Stiftungen, Unternehmen und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt.

Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Peter Cornel Institut WAR / Fachgebiet Abwassertechnik Technische Universität Darmstadt Petersenstr. 13 64287 Darmstadt Tel.: 0 61 51/16 27 48, Fax: -37 58 E-Mail: p.cornel@iwar.tu-darmstadt.de Internet: www.iwar.bauing.tu-darmstadt.de

Gründung des „Water Engineering Network e.V.“ Hessische Kompetenz im Wasser- und Abwassersektor: Aus den Netzwerken

Weltweit wächst die Nachfrage nach Ingenieur-, Consulting- und Forschungsleistungen im Wassersektor. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitärer Basisversorgung sowie einer geregelten Wasserver- und Abwasserentsorgung im städtischen wie im ländlichen Bereich gewinnt in vielen Ländern enorm an Bedeutung. Regional unterschiedliche Verfügbarkeit von Wasserressourcen und lokale Wasserknappheiten erfordern zudem ein effizienteres Wassermanagement, insbesondere im landwirtschaftlichen Bereich. Vor diesem Hintergrund gründete sich im Jahr 2004 eine Initiative hessischer Firmen und Hochschulinstitute, um die regional vorhandene Kompetenz im Wassersektor zu bündeln und nach Außen darzustellen. Zudem soll die Verbreitung und Nutzbarmachung des in Hessen vorhandenen Know-hows im Wassersektor für Drittländer gefördert werden. Die Initiative wurde von Beginn an durch die Hessen Agentur GmbH und das Hessische Umweltministerium unterstützt. Dies führte im März 2005 zur Gründung des Water Engineering Network e.V. (WEN), mit Sitz in Wiesbaden. Dem gemeinnützigen Verein gehören bisher vierzehn Mitglieder an. Herr Prof. Dr. Rolf-Dieter Wilken, Leiter der Rhine Main Water Research (ehemals ESWE-Institut der Hessenwasser GmbH) als Vorstandsvorsitzender und Herr Dr. Jürgen Baumann, freier Consultant, als sein Stellvertreter, repräsentieren den Verein nach Außen.

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Die Kernkompetenzfelder des WEN liegen in den Bereichen der Wasserversorgung und -infrastruktur, der Abwasserbehandlung, des integrierten Wasser- und Ressourcenmanagements sowie des Grundwasserschutzes. Diese Themen wie auch innovative Techniken der Wasseraufbereitung, Wasserqualitätsanalyse, Brauchwassernutzung und Recyclingtechnologien, Maßnahmen zur Steigerung der Wassereffizienz in Landwirtschaft, integrativer Boden- und Gewässerschutz sowie Maßnahmen und Techniken zur Grundwassersanierung sind für Drittländer von großem Interesse und Potenzial. Daher finden sich im Verein Wissenschaftler und Praktiker aus den verschiedensten wasserrelevanten Disziplinen (Siedlungswasserwirtschaft, Wasserbau, Hydrologie, Bodenkunde, Landwirtschaft, Geologie und Chemie), die interdisziplinäre Lösungsansätze gewährleisten. Neben der Durchführung von angewandten Forschungsprojekten und Entwicklungsvorhaben wird das WEN die Umsetzung der Ergebnisse und den Wissenstransfer in die Praxis fördern. Darüber hinaus plant der Verein, international ausgerichtete Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie Seminare und Workshops anzubieten. Kontakt: Prof. Dr. Rolf-Dieter Wilken Dr. Jürgen Baumann Water Engineering Network e.V. Kurfürstenstr. 6 65203 Wiesbaden Tel.: 06 11 / 2 36 05-21, Fax: -60 E-Mail: Wilken@Uni-Mainz.de jh_baumann@web.de


Wasserstoff- und Brennstoffzelleninitiative Hessen e.V. Beirat konstituiert sich im Industriepark Höchst Im August diesen Jahres traf sich im Industriepark Höchst der Beirat des Vereins Wasserstoff- und Brennstoffzelleninitiative Hessen e.V. zu seiner ersten konstituierenden Sitzung. Zu den namhaften Mitgliedern des Beirats gehören der hessische Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel, etliche Vertreter hessischer Unternehmen aus der Wasserstoff- und Brennstoffzellenbranche sowie aus Forschung und Lehre. Dr. Dieter Kreuziger, Geschäftsführer der Hessen Agentur wurde zum Vorsitzenden des Beirates gewählt. Zweck des vor drei Jahren im Industriepark Höchst gegründeten Vereins ist u. a. die Förderung und Weiterentwicklung der in Hessen in Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichen Körperschaften vorhandenen Kompetenz in der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Langfristig steht dahinter das Ziel, den Verbrauch nicht-erneuerbarer Energien zu senken, den Umweltschutz zu stärken und durch Fortschritte in der technologischen Weiterentwicklung die breite Anwendung der Brennstoffzelle bis zur industriellen Fertigung voran zu treiben.

Für die Zukunft hat sich der Verein ein nächstes großes Ziel gesetzt: Die Konzeptentwicklung für eine Brennstoffzellen-Serienfertigung, das so genannte „Stack Value-Projekt“. Nachdem alle Komponenten für den Bau einer Brennstoffzelle bereits in Hessen gefertigt werden können, muss es auch möglich sein, eine hessische Brennstoffzelle zu bauen, die technologisch so weit ausgereift ist, dass sie in Serienproduktion gehen kann. Kontakt: Dr. Heinrich Lienkamp Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen e.V. c/o Infraserv GmbH & Co. Höchst KG Industriepark Höchst, Gebäude C 526 65926 Frankfurt am Main Tel.: 0 69/3 05-7 5 71, Fax: -2 06 46 E-Mail: heinrich.lienkamp@infraserv.com Internet: www.brennstoffzelle-hessen.de Projekt Zero Regio 1: Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in den Regionen Rhein-Main und Lombardei

Einige Projekte wurden bereits von der Initiative angestoßen, darunter das von der europäischen Union (EU) geförderte Projekt Zero Regio. Zum Projektkonsortium gehören unter der Federführung von Infraserv Unternehmen wie Daimler Chrysler, Agip, Fraport und Linde sowie Partner aus Italien, Schweden und Dänemark. Inhalt des EU-Projektes ist es, in den kommenden fünf Jahren in zwei europäischen Ballungsräumen, dem Rhein-Main-Gebiet und der Region Lombardei mit der Stadt Mantua, eine Wasserstoffinfrastruktur aufzubauen, diese in konventionelle Tankstellen zu integrieren und Flottentests mit brennstoffzellenbetriebenen Fahrzeugen durchzuführen. Neben dem großen Vorzeigeprojekt Zero Regio beschäftigt sich die Brennstoffzelleninitiative auch mit vielen anderen Aufgaben, wie der Organisation von Foren oder Tagungen und der Mitarbeit in überregionalen und internationalen Gremien. Gerade diese Tätigkeiten dienen der notwendigen Öffentlichkeitsarbeit und Wissensverbreitung, um in Politik und Wirtschaft die Akzeptanz für die neue Technologie und damit auch die Unterstützung mit Fördergeldern voran zu treiben. hessen-umwelttech NEWS 3/2005

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Sekundenschnelle Sortierung mit Licht Europäischer Technologietransfer Technologietransfer

Die Sortieranlage ermöglicht die kontinuierliche Trennung von: Papier, Pappe, Karton, bedruckter Karton, durchgefärbtes Papier, bedrucktes Papier und Zeitungen Kunststoffe wie PE, PVC, PP, PS, PET sowie gemischte Polymere Alternative Brennstoffe.

Klassifizierung von Kunststoffen in Echtzeit

Zu einer verbesserten Prozess- und Qualitätssteuerung des Stoffstrommanagements in der Abfallverwertung gehört der Einsatz einer leistungsstarken und zuverlässigen Sortierung. So können zusätzliche Kapazitäten aufgebaut, Produktivitätssteigerungen erreicht und die manuelle Nachsortierung deutlich reduziert werden. Ein österreichisches Unternehmen hat eine photooptische High-Tech-Sortierung entwickelt, die die Analysemöglichkeiten der Bildverarbeitung und Spektroskopie miteinander kombiniert. Mit diesem neuen Sortierungssystem lassen sich Hausmüll, Büro- und Industrieabfall automatisiert sekundenschnell und zuverlässig trennen. Die Materialien werden in Echtzeit nach ihrer Farbe, Form und chemischen Eigenschaften identifiziert, klassifiziert und sortiert. Das System arbeitet im sichtbaren Wellenlängen- (500 bis 850 nm) sowie im nahen Infrarotbereich (1,0 bis 1,7 µm). So werden materialspezifische Informationen von der Oberfläche des gescannten Objektes durch die Reflexion des Lichts, aber auch aus dem Inneren zu einer eindeutigen Analyse herangezogen. Störende Streulichteinflüsse werden durch den Einsatz von Dunkelraum-Technik minimiert.

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Es können bis zu 10 Tonnen Abfall pro Stunde sortiert werden

Eine leistungsstarke Hardware, Datenerfassung und -verarbeitung sorgen für eine extrem hohe Sortiergutauflösung und Separationsgüte. Die robuste und einfache Konstruktion ermöglicht auch unter rauen Produktionsbedingungen, wie beispielsweise Schmutz, Staub oder Feuchtigkeit einen stabilen Betrieb. Ein flexibles Baukastensystem mit unterschiedlichen Baubreiten sorgt für hohe Materialdurchsätze. Zudem lässt es sich einfach in bestehende Sortieranlagen integrieren.


Je nach Durchsatz kann das System fünf bis zehn Tonnen Abfall pro Stunde sortieren. Dabei können Förderbandgeschwindigkeit von zwei bis drei Meter pro Sekunde erreicht werden. Die Trennrate liegt über 80 Prozent. Das Sortierungssystem wurde 2003 mit dem Phönix, dem österreichischen Abfall-Innovationspreis des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und dem Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) ausgezeichnet. Das österreichische Unternehmen mit Sitz in Villach, Kärnten zählt zu den High-Tech-Schmieden in den Bereichen optische Sensorik, Bildverarbeitung und Smart Automation. Es betreibt industrieorientierte Forschung und Entwicklung, um Produktionsprozesse effizienter, qualitativ hoch-

wertiger, aber auch kostengünstiger zu gestalten. Kooperationswunsch: Das österreichische Unternehmen sucht Kontakte zu Unternehmen aus der Abfallwirtschaft, die sich mit Recycling, Abfallverwertung und Abfallmanagement beschäftigen und an neuen Erkennungs- und Sortierungstechniken interessiert sind. Es bietet Unterstützung bei der Anlagenplanung, dem Zusammenbau sowie der Integration in bestehende Anlagen an. Kontakt: Dr. Claudia Männicke HA Hessen Agentur GmbH Innovation Relay Centre Hessen / Rheinland-Pfalz (IRC) Tel.: 06 11/7 74-86 31, Fax: -5 86 31 E-Mail: claudia.maennicke@hessenagentur.de Internet: www.irc-hessen.de

§

Chancen für das Handwerk und die Baubranche Novellierungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG)

Umweltrecht

Mit den Novellierungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG) soll eine Verringerung des Energieeinsatzes und damit einhergehend eine Absenkung der CO2-Emissionen im Gebäudebereich bewirkt werden. In diesem Zusammenhang ist die verpflichtende Ausstellung eines Energieausweises auch für den Bestand geplant, welcher durch Einteilung von Wohnungen und Gebäude in Energieeffizienzklassen als eine Art Gütesiegel verstanden werden kann. Es ist damit zu rechnen, dass viele Immobilieneigentümer wie auch Nutzer gerade vor dem Hintergrund steigender Energiekosten notwendige Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten in Angriff nehmen werden, um die energetische Beschaffenheit ihrer Gebäude und damit auch ihre Energiekosten zu senken. Insbesondere Wohnungsunternehmen, die frühzeitig energetisch optimierte Gebäude und Wohnungen anbieten, können dadurch für sich verbesserte Vermietmöglichkeiten schaffen. Hier bieten sich für zahlreiche Unternehmen des Handwerks wie auch der Baubranche, vor allem für Hersteller von Materialien zur Gebäudedämmung wie auch Anbieter von Heizungstechnologien, zukünftig zusätzliche Marktchancen an. Aber

auch Architektur- und Ingenieurbüros können von einer verstärkten Nachfrage für die Planung von Energieeffizienzmaßnahmen sowie deren bauliche Überwachung ebenso profitieren, wie von der Ausstellung der Energieausweise selbst. Weitere Informationen: Karsten Barginda Sonderforschungsgruppe Institutionenanalyse (sofia) Richtlinie 2002/91/EG des Rates und des Europäischen Parlamentes vom 16.12.2002 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden http://europa.eu.int/eur-lex/ pri/de/oj/dat/2003/1_001/1_00120030104de 00650071.pdf Entwurf eines zweiten Gesetzes zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes http://www.bundesrat.de/Site/Inhalt/Drucksachen/2005/0195-05, property=Dokument.pdf Energieeinsparverordnung http://217.160.60.235/BGBL/bgbl1f/bgbl104 s3146.pdf

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§

§ § 15


Innovationsradar Umweltrecht Umweltrecht im Überblick Innovationsradar Umweltrecht

Europäisches Recht Titel

Vorphase (Arbeitsentwürfe) Vorschlag der Kommission (KOM-Doc) Gemeinsamer Standpunkt des Rates Verabschiedung: EP + Ministerrat Status

Wesentlicher Inhalt

Energie und Klima Verordnung über die Entgelte für den Zugang zu Elektrizitätsversorgungsnetzen

Diese Verordnung regelt die Festlegung der Methode zur Bestimmung der Entgelte für den Zugang zu den Stromnetzen sowie für dezentrale Einspeisungen.

Verordnung über den Zugang zu Gasversorgungsnetzen

Regelung der Bedingungen für den Zugang zu den Gasnetzen. Vorrang für Einspeiser von Biomethan und Gas aus Biomasse in die örtlichen Netze.

Grünbuch über Energieeffizienz

Rahmenplan und Diskussionsgrundlage für weitere Schritte zur Steigerung der Energieeffizienz in der EU.

Das 5. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung

Förderprogramm für den Energiebereich mit den Schwerpunkten Energieeffizienz und erneuerbare Energien.

Gesetz zur Änderung des Energieeinsparungsgesetzes

Einführung von Energieausweisen für Bestandsgebäude in die Energieeinsparverordnung.

Luft/Industrieanlagen Richtlinie über Emissionen aus Klimaanlagen in Kraftfahrzeugen

Ab dem 1. Januar 2017 dürfen Klimaanlagen, die fluorierte Treibhausgase mit einem „Treibhauspotenzial“ (GWP) von über 150 enthalten, nicht mehr in Kraftfahrzeuge eingebaut werden.

Richtlinie 2005/33/EG hinsichtlich des Schwefelgehalts von Schiffskraftstoffen

Ab dem 11. August 2006 darf Schiffdiesel mit einem Schwefelgehalt von mehr als 1,5 Massenhundertteilen nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Es können aber Technologien erprobt werden, mit denen trotz höheren Schwefelgehaltes die gleichen Emissionsziele erreicht werden. Sortierung der Batteriemengen im Hausmüll.

Gesetz zur Förderung besonders partikelreduzierter Personenkraftwagen

Befreiung von der Kfz-Steuer für Partikelreduzierte Fahrzeuge. Bis zu 350 Euro pro Jahr für Neufahrzeuge, bis zu 250 Euro pro Jahr für nachgerüstete Fahrzeuge.

Bundeseinheitliche Praxis bei der Überwachung der Emissionen

Richtlinien über die Eignungsprüfung von Mess- und Auswerteeinrichtungen für kontinuierlichen Emissionsmessungen.

Wasser Abfall/Bodenschutz/Altlasten Produkte

Nationales Recht

Verabschiedung Beschluss im BT/BR/LT Ausschuss Entwurf (BT-Drs./BR-Drs./LT-Drs.) Vorphase (Referentenentwürfe)

INFO: Umweltschutzvorschriften können eine marktschaffende Wirkung für Hersteller von Vermeidungs- und Verminderungstechnologien und für Umweltdienstleister haben. Aus neuen oder geplanten Vorschriften können Hinweise auf künftigen technologischen Bedarf und mögliche interessante Innovations- und Geschäftsfelder abgeleitet werden. Ein Team von erfahrenen Umweltrechtlern unter Leitung von Prof. Dr. Martin Führ (Fachhochschule Darmstadt), Prof. Dr. Gerhard Roller (Fachhochschule Bingen) und Dr. Manfred Rack (Anwaltsbüro Dr. Manfred Rack, Frankfurt) hat die Aufgabe übernommen, den „Innovationsradar Umweltrecht“ mit Inhalt zu füllen. Weitere Informationen finden Sie unter www.hessen-umwelttech.de (InformationsNetz – Recht).

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Nachrichten aus Wirtschaft und Wissenschaft Produktportfolio und Produktionskapazitäten steigern Pemeas und De Nora-Gruppe kündigen Unternehmensfusion an Frankfurt am Main. Pemeas und die De Nora-Gruppe, Mailand, planen die Zusammenlegung ihrer Brennstoffzellenaktivitäten. De Nora wird ihr Brennstoffzellengeschäft E-tek bei Pemeas einbringen und im Gegenzug Anteile an dem vergrößerten Unternehmen bekommen.

Marktchancen Fundstelle Es bestehen verbesserte Marktchancen für Stromerzeuger und –händler, die bislang aufgrund der faktisch bestehenden Gebietsmonopole hohe Durchleitungsgebühren zahlen mussten.

BGBl 2005 Teil 1 Nr. 46 vom 28.07.2004

Es bieten sich Marktchancen für unabhängige Gaserzeuger, insbesondere für Gas aus regenerativen Quellen (z.B. Landwirtschaft) sowie für die Hersteller von Biogasanlagen.

BGBl 2005 Teil 1 Nr. 46 vom 28.07.2005

Marktchancen für Anbieter von Energieeffizienztechnologien, Beratungsunternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen.

KOM (2005) 265 endgültig

Unternehmen in den Bereichen Energieforschung, insbesondere Kraftwerkstechnologie, Energiespeicherung und erneuerbare Energien.

http://www. bmwa.bund.de

Handwerker, Architekten, Energieberater, Bauingenieure. Hersteller von Dämmstoffen etc.

BT DRs. 15 226 www.bundesrat.de

Durch die Richtlinie können Marktchancen für Hersteller von Klimaanlagen entstehen, die alternative Kühlungssysteme anbieten.

Amtsblatt Nr. C 183 E vom 26/07/2005 S. 0017- 0023.

Marktchancen ergeben sich für Firmen, die Katalysatoren zur Reinhaltung der Luft herstellen.

Richtlinie 2005/33/EG

Die Zusammenlegung bringt Vorteile für die Kunden, denn mit einem breiten Produktportfolio und exzellenten Produktionskapazitäten kann das vergrößerte Unternehmen die schnell wachsende Kundenbasis in der entstehenden Brennstoffzellenindustrie besser bedienen. Zudem werden die verbesserten Entwicklungsmöglichkeiten zu einer schnelleren Einführung künftiger Produkte führen. Gemeinsam bilden die Produkte von Pemeas und E-tek das Herz der Brennstoffzelle – die Membran-Elektroden-Einheit. Die Produkte von Pemeas basieren auf einer einmaligen Hochtemperatur-Membran-Technologie, während E-tek Technologieführer bei Edelmetall-Katalysatoren ist. Viele Kunden nutzen bereits Produkte von Pemeas und E-tek für die Entwicklung und Kommerzialisierung von Brennstoffzellensystemen. Erwartet werden erste kommerzielle Lösungen für tragbare Anwendungen, stationäre Systeme und Brennstoffzellen, die Batterien ergänzen oder ersetzen. Experten sagen ein erhebliches Wachstum für diese Märkte voraus mit wirtschaftlichen Chancen für führende Zulieferer wie Pemeas und E-tek. Weitere Informationen: www.pemeas.com

Vom Energiefresser zum Super-Niedrigenergiehaus Pilotprojekt an der Universität Kassel

Marktchancen für Anbieter von Filtertechnologien sowie für Anbieter von emissionsarmen Kraftfahrzeugen.

BT DRs. 394 / 05 www.bundesrat.de

Marktchancen für Hersteller von Mess- und Auswerteein- GMBI 2005 Nr. 38, richtungen, sowie für Dienstleister in diesem Bereich Seite 795, vom (z.B. Kalibrierung). 24.06.2005

Kassel. Unrenovierte Plattenbauten in Mittel- und Osteuropa verbrauchen aufgrund ihres enormen Wärmeverlustes bis zu 50 Prozent mehr Heizenergie als durchschnittliche Gebäude in Deutschland. Vielen Gebäuden droht daher aus energetischen Gründen der Abriss mit tiefen Einschnitten für deren Bewohner. Unter dem Projektnamen Solanova haben die Wissenschaftler der Universität Kassel in Partnerschaft mit der Universität Budapest sowie lokalen Unternehmen ein Renovierungsmodell entwickelt, mit der höchst energieineffiziente Häuser in Plattenbauweise zu Super-Niedrigenergiehäuser umgebaut werden können. Das Verfahren soll nun an einem siebengeschossigen Plattenbau in Ungarn erprobt werden, um so den Heizenergieverbrauch um mehr als 80 Prozent zu senken. Hierzu sollen neben den Techniken für die Passivhausbauweise die komplette Energieversorgung auf Solartechnik und Biomasse umgestellt werden. Somit können bspw. Solarkollektoren zum Einsatz kommen, um einen Großteil der benötigten Energie für Warmwasser bereit zu stellen. Nach Angaben der Europäischen Kommission soll dieses mit Mitteln der EU geförderte Projekt bei Erfolg auf die Sanierung ganzer Plattenbausiedlungen ausgedehnt werden. Weitere Informationen: www.uni-kassel.de/presse/pm/ hessen-umwelttech NEWS 3/2005

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Hessen setzt auf Bioenergie EnergieTage Hessen 2005 mit neuem Schwerpunkt Wetzlar. Die Kongressmesse EnergieTage Hessen (ETH), die vom 21. bis 23. Oktober 2005 in Wetzlar stattfand, gab nun bereits zum siebten Mal einen Überblick über erneuerbare Energien und energieeffizientes Bauen und Sanieren. In Anlehnung an die hessische Landespolitik war diesmal die Bioenergie ein besonderer Schwerpunkt der EnergieTage. Als Beitrag zum aktiven Klimaschutz ist es das Ziel der Hessischen Landesregierung, bis zum Jahr 2015 rund 15 Prozent des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien zu decken und einen Markt für Biorohstoffe zu etablieren. Hierzu wurde mit dem Kompetenzzentrum HessenRohstoffe (HeRo) in Witzenhausen eine hessische Koordinierungsstelle geschaffen, die alle Aktivitäten im Bereich der energetischen und stofflichen Nutzung von Biomasse bündelt. HeRo war einer der Partner der diesjährigen ETH in Wetzlar, Schirmherr war das Hessische Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Weitere aktuelle Themen in Wetzlar waren Energieberatung, Erdwärme, Passivhaus und Solarenergie. Etwa 2.500 Besucher und 500 Tagungsteilnehmer interessierten sich für die mit rund 70 Ausstellern bestückte Messe. Weitere Informationen: www.energie-server.de

Umweltrechtliches Praktikerseminar

einen Beitrag, den schiefen PISA-Turm ein wenig gerade zu rücken. 18 Schüler der Klassen 9 bis 12 präsentierten ihre Arbeiten zu Themen aus Naturwissenschaft und Technik an der Fachhochschule Darmstadt und stellten sich den kritischen Fragen von rund 90 Schülern, Lehrern und Juroren. Den ersten Platz des VDI-Schülerforums belegten Veronika Apel, Jonathan Binas, Johannes Gantner und Mark-Felix Schütz von der Freien Waldorfschule Darmstadt, die eine nanokristalline Farbstoffsolar-Zelle vorstellten. Dabei überzeugten die Jungforscher sowohl durch moderne Präsentationstechnik als auch technisches Geschick. Mit zwei nanobeschichteten Glasplatten, etwas Graphit aus einer Bleistiftmine und Heidelbeersaft konstruierten sie eine funktionstüchtige Solarzelle. Nach Angaben des Vorsitzenden des Bezirksvereins FrankfurtDarmstadt im Verein Deutscher Ingenieure, Professor Bernhard Kup, sollen Schülerinnen und Schüler der Oberstufe durch diesen Wettbewerb angeregt werden, sich mit Technik zu befassen und ihre eigenen Fähigkeiten auf diesem Gebiet erproben, auch im Hinblick auf die anstehende Berufsentscheidung. Zudem zeigt sich, dass in Deutschland das Potential vorhanden ist, um im internationalen Wettbewerb auch zukünftig einen Spitzenplatz einnehmen zu können, wie Peter Neu, Leiter der Seminar- und Weiterbildungsorganisation des VDE Verband der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik und Moderator der Preisverleihung bemerkte. Weitere Informationen: www.vdi-frankfurt.de

Initiator an der Universität Gießen ausgezeichnet Gießen. Mit dem Umweltpreis der Stadt Gießen wird in diesem Jahr Klaus Lange, Professor für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre an der Justus-Liebig-Universität Gießen am Fachbereich Rechtswissenschaft, ausgezeichnet. Lange wird für sein Engagement beim „Umweltrechtlichen Praktikerseminar“ geehrt, das er im Jahre 1990 ins Leben gerufen hat und in dem sich Referenten aus ganz Deutschland mit aktuellen umweltrechtlichen Problemen auseinandersetzen. Die Teilnehmer an den öffentlichen Veranstaltungen – Wissenschaftler und Praktiker aus Hochschulen, Verwaltungen und Wirtschaft – kommen aus ganz Hessen und angrenzenden Bundesländern. Lange ist es damit gelungen, ein ständiges Umweltdiskussionsforum zu schaffen, das auch überregionale Bedeutung hat. Professor Lange studierte Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaften und Soziologie an den Universitäten Marburg, Paris, München und Göttingen. 1978 übernahm Lange die Professur für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre am Fachbereich Rechtswissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen. 1990 begründete er das Umweltrechtliche Praktikerseminar, dessen 100. Veranstaltung im Juni 2004 stattfand und gibt seit 1997 die Schriftenreihe „Gießener Abhandlungen zum Umweltrecht“ heraus. Weitere Informationen: idw-online.de/pages/de/news117284

Sieger des ersten VDI-Schülerforums

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Innovationsinitiative der Bundesregierung Neuer High-Tech Gründerfonds Berlin. Für den von der Bundesregierung angekündigte HighTech Gründerfonds wurden die Bundesmittel in Höhe von 240 Millionen Euro durch den Haushaltsausschuss des deutschen Bundestags vollständig freigegeben. Der High-Tech Gründerfonds ist eine gemeinsame Initiative der Bundesregierung, der Industrieunternehmen BASF, Deutsche Telekom und Siemens und der KfW-Bankengruppe, mit der die Beteiligten die verstärkte Gründung von Spitzentechnologie-Unternehmen in Deutschland anregen wollen. Gründerteams, die sich mit einem Forschungsergebnis selbständig machen wollen, können mit durchschnittlich 500.000 EUR Beteiligungskapital unterstützt werden. Auf diese Weise kann Finanzierungsproblemen, die häufig zu einem zurückhaltenden Gründungsverhalten beitragen, entgegengewirkt werden. Weitere Informationen unter www.innovationen-fuerdeutschland.de/hightechgruenderfonds

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Schüler präsentieren Solarzelle mit Zukunft

Wünsche offen?

Darmstadt. Das Darmstädter Schülerforum des VDI Bezirksvereins Frankfurt-Darmstadt leistete im Juni diesen Jahres

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