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Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung www.hessen-umwelttech.de

Hessen-Umwelttech

NEWS Energieeffizienz in Betrieben und Kommunen – Fachtagung Hessen-Umwelttech 2012 zeigt Potenziale auf Große Zufriedenheit am hessischen Gemeinschaftsstand – IFAT ENTSORGA 2012 bricht alle Rekorde „Energiefrosch“ ermöglicht Prognosen zur Wind- und Solarenergie Anwendungsnahe Forschung zur Rohstoffsicherung – Neue Fraunhofer-Projektgruppe IWKS in Alzenau und Hanau Das Deutschen Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess)

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Liebe Leserinnen und Leser, Editorial

Auf dem UN-Gipfel Rio plus 20 haben sich 191 Staaten in der gemeinsamen Erklärung „Die Zukunft, die wir wollen“ zu einer „Green Economy“ bekannt, also einem Wirtschaftsmodell, das natürliche Ressourcen schont. Auch wenn auf dem Gipfel nicht alle Ziele erreicht wurden, so besteht über die Richtung, in die sich unsere Wirtschaft bewegen wird, absolute Einigkeit. Die Verantwortung, hier zügig voranzuschreiten, liegt in einem hohen Maße bei der Wirtschaft selbst. Immer mehr Unternehmen erkennen, dass ressourceneffizientes Wirtschaften große Chancen bietet. Und die Umwelttechnologiebranche versteht sich – insbesondere in hochentwickelten Ländern wie Deutschland – längst nicht mehr nur als Entsorger oder Schadstoffbeseitiger, sondern vielmehr als Verwerter und Anbieter von Systemen, die Kreislaufführungen ermöglichen und Schadstoffe gar nicht erst entstehen lassen. Um freiwillige Maßnahmen und Initiativen in Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken, hat die Bundesregierung das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) beschlossen. Welche Maßnahmen dabei im Fokus stehen, erfahren Sie in der vorliegenden Ausgabe der Hessen-Umwelttech NEWS. Ob-

Editorial

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INHALT

In eigener Sache

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Energieeffizienz in Betrieben und Kommunen

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PIUS und Ressourceneffizienz

Info-Blätter zur Hessen-PIUS

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Gemeinsam zu mehr Innovation und Ressourceneffizienz

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Impulsgespräche zur Steigerung der Energieeffizienz Komfort ade? – Klimaschutz und Konsumentenverantwortung

wohl in Deutschland bereits deutliche Fortschritte bei der Reduzierung des Ressourcenverbrauchs zu verzeichnen sind, stehen wir in einigen Bereichen noch vor großen Herausforderungen. Dies gilt insbesondere für seltene Rohstoffe, die im High-TechBereich zunehmend benötigt werden. Aus diesem Grund befasst sich die neu gegründete FraunhoferProjektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS in Hanau und Alzenau damit, wie die Nutzung von Rohstoffen optimiert werden kann. Lesen Sie auch hierzu den Bericht in den NEWS. Ich wünsche Ihnen eine unterhaltsame Lektüre und viele neue Anregungen. Außerdem lade ich Sie ganz herzlich zur Fachtagung Hessen-Umwelttech 2012 am 11. Oktober nach Wetzlar ein, die diesmal unter dem Motto „Energieeffizienz in Betrieben und Kommunen“ steht.

Florian Rentsch Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

Technologietransfer

EU-Energieeffizienz-Strategie konkret

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Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Umwelttechnologien

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EU-Gelder für Umwelttechnologie- und Energieprojekte

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Was Unternehmer bewegt

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„Energiefrosch“ ermöglicht Prognosen zur Wind- und Solarenergie

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Effizienzsteigerung bei der dezentralen Stromerzeugung

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6 Aus der Forschung

Anwendungsnahe Forschung zur Rohstoffsicherung

Außenwirtschaft und Messen

Große Zufriedenheit am hessischen Gemeinschaftsstand

Umweltrecht

ACHEMA 2012: Energie und Rohstoffe als zentrale Themen

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Emerging Market Türkei

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Delegationsreisen nach China und Brasilien

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Hessen-Umwelttech NEWS 2/2012

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7 Das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess)

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Nachrichten aus Wirtschaft und Wissenschaft

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Termine

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Energieeffizienz in Betrieben und Kommunen Fachtagung Hessen-Umwelttech 2012 zeigt Potenziale auf In eigener Sache

Ein sparsamer Umgang mit Energie schont die Umwelt und den Geldbeutel. Welche vielfältigen Möglichkeiten sich für Betriebe und Kommunen bieten, wird die Fachtagung Hessen-Umwelttech 2012 am 11. Oktober in der Stadthalle Wetzlar aufzeigen. Sie steht unter dem Motto „Energieeffizienz in Betrieben und Kommunen – Marktpotenziale für die Umwelttechnologie“. „Die Einführung und Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen sind in zweierlei Hinsicht von wirtschaftlichem Interesse“, erklärt Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch, „zum einen, weil sie zu direkten Energie- und Kosteneinsparungen bei Kommunen und Unternehmen führen, zum anderen, weil sie den Markt für Effizienztechnologien beleben“. Hierdurch werde angesichts wachsender Energie- und Rohstoffkosten die Basis für eine nachhaltige und wettbewerbsstarke Wirtschaft geschaffen.

Energieeffiziente Fassade des Wiesbadener Künstlers Nabo Gaß für das neue Hochregallager der Firma Ernstings’s Family

Funktionalität und Ästhetik

Zwei parallele Workshops

Dass neben der Funktionalität bei Effizienzmaßnahmen auch ästhetische Gesichtspunkte eine Rolle spielen können, zeigt das Beispiel der Glasfassade für ein neues Hochregallager in der Firmenzentale von Ernsting’s Family im Münsterland. Die Fassade wurde vom Künstler Nabo Gaß aus Wiesbaden entworfen und deckt dank integrierter Photovoltaikanlagen den Energiebedarf des gesamten Gebäudes ab. Gaß entwickelt schon seit einigen Jahren Techniken zum Gestalten großer Glas- und PhotovoltaikFassaden. Er wird sein Konzept auf der Fachtagung persönlich vorstellen.

Im Anschluss an den Plenumsteil können die Teilnehmer in zwei parallelen Workshops Einblicke in verschiedene Praxisbeispiele erhalten. Im Workshop „Energietechnik“ werden Experten unter anderem Konzepte für eine energieeffiziente Beleuchtung vorstellen und die Bedeutung von Smart Grids für eine optimierte Steuerung des Stromverbrauchs erläutern. Der Workshop „Energieeffizienz am Beispiel der Abwasserbehandlung“ wird insbesondere die Nutzung von Abwärme und die energetische Verwertung von organischen Reststoffen thematisieren.

Des Weiteren wird im Plenumsteil der Veranstaltung das Regierungspräsidium Gießen einen Überblick über eigene Unterstützungsmaßnahmen für mehr Energieeffizienz in Kommunen geben. Und das Hessische Umweltministerium wird die Informationsund Akzeptanzinitiative „Bei uns hat Energie Zukunft“ vorstellen. Ziel ist sowohl ein verstärkter Einsatz von Erneuerbaren Energien als auch eine Erhöhung der Energieeffizienz in Hessen.

Kooperationspartner der Fachtagung sind der IHK Verbund Mittelhessen, die IHK Innovationsberatung Hessen, das Kompetenznetz Umwelttechnologie KNUT, der Hessische Städte- und Gemeindebund und der Hessische Städtetag. Weitere Informationen und Online-Anmeldung unter: www.hessen-umwelttech.de/fachtagung2012 ■

Dr. Carsten Ott Projektleiter Aktionslinie Hessen-Umwelttech HA Hessen Agentur GmbH Tel.: 0611 / 95017-8350, Fax: -58350 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de www.hessen-umwelttech.de

Hessen-Umwelttech NEWS 2/2012

Dr. Carsten Ott

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Info-Blätter zur Hessen-PIUS Praxisbeispiele zeigen Einsparpotenziale auf PIUS und Ressourceneffizienz

Mit Produktionsintegriertem Umweltschutz (PIUS) können Unternehmen sowohl Kosten senken als auch die Umwelt schützen. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt eine Serie von Informationsblättern, die die Aktionslinie Hessen-Umwelttech im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums erstellt hat. Jedes Blatt enthält Informationen und Ansprechpartner zum geförderten Beratungsprogramm Hessen-PIUS und stellt je ein Unternehmen vor, das an einer solchen Beratung teilgenommen hat. Die wichtigsten im Unternehmen ermittelten Einsparpotenziale sind in einer Tabelle dargestellt. Zudem werden einzelne Maßnahmen im Detail erläutert. Die Praxisbeispiele umfassen so unterschiedliche Branchen wie Metallbau, Logistikwesen und Hotel- und Gastgewerbe. Im Vordergrund stehen in der Regel Einsparungen beim Energieverbrauch.

Folgende Infoblätter stehen unter www.hessenpius.de (Rubrik „PIUS in der Praxis“, rechte Spalte) zum Download bereit: > CMS Metasys GmbH (Metallbau) > Ernst Diegel GmbH (Beschichtung für Kunststoff und Glas) > Herborner Pumpenfabrik (Produktion von Pumpen) > Hitzel Oberflächentechnik GmbH & Co KG (Oberflächenbeschichtung) > Hotel "Zur Schmiede" (Hotel- und Gastgewerbe) > Koch GmbH & Co KG (Metallverarbeitung, Produktion von Kochgeräten) > Rootz & Wingz brand communication (Werbung und Kommunikation) > Sälzer GmbH (Sicherheitskonzepte und -technologien) > Spedition H. J. Olbrich GmbH (Logistikwesen)

Gemeinsam zu mehr Innovation und Ressourceneffizienz 4. PIUS-Länderkonferenz in Mainz

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fassten Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten für PIUS-Maßnahmen sowie die Einbindung und Motivation von Mitarbeitern.

Am 15. und 16. Mai fand zum vierten Mal die PIUSLänderkonferenz statt. Unter Beteiligung der vier Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz diskutierten Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung zukunftsweisende Technologien und Best-Practice-Beispiele des Produktionsintegrierten Umweltschutzes (PIUS).

Wettbewerbsfähigkeit durch Materialund Energieproduktivität

In den Konferenzräumen des Hilton Hotels in Mainz trafen sich an beiden Tagen rund 200 Teilnehmer. Zentrale Anliegen waren der länderübergreifende Austausch, die Stärkung bestehender Netzwerke und das Zusammenführen unterschiedlicher Fachkompetenzen. In rund 40 so genannten „world cafes“ diskutierten die Teilnehmer an beiden Tagen zahlreiche PIUS-relevante Themen. Der Austausch ging dabei über die reine Unternehmerperspektive hinaus und umfasste auch Fragen der Produktentwicklung bis hin zum Recyclingprozess. Innovative Themen mit Blick in die Zukunft waren Biotechnologie, Bionik und Green-IT. Weitere Schwerpunkte um-

Den Auftakt der Veranstaltung bildeten zwei Impulsvorträge: Dr. Gottfried Jung vom rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium referierte zum Thema „PIUS als Baustein für ein ressourcenschonendes Europa“ und machte deutlich, dass Wettbewerbsfähigkeit nicht nur die personelle Entwicklung eines Unternehmens abbildet, sondern zunehmend eine Material- und Energieproduktivität an Bedeutung gewinnt. Anschließend präsentierte Daniel Gontermann von der KSB AG in Frankenthal nachhaltige Antriebslösungen für Pumpen und zeigte auf, wie dank neuer technologischer Entwicklungen Ressourcen effektiv eingespart werden können. Am zweiten

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Tag eröffnete die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke die Veranstaltung. Sie betonte in ihrer Rede, dass am ressourceneffizienten Wirtschaften kein Weg mehr vorbei führt. Auf der Konferenz wurde diskutiert, transferiert und zielorientiert zusammengeführt, was die Teilnehmer aktuell beschäftigt und was in den kommenden Jahren an Trends auf alle Beteiligten zukommt. Das daraus entstandene Kompendium an Ideen soll dazu dienen, zukünftigen Aktivitäten zur Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft Impulse zu geben. Die Vorträge und eine ausführliche Ergebnis-Dokumentation stehen auf den Seiten des PIUS-Netzwerk-Deutschland zur Verfügung unter: http://piusnetzwerk-deutschland.pius-info.de/laenderkonferenz_2012_oeffentlich.php. ■

Rund 200 Teilnehmer trafen sich zum fachlichen Austausch auf der 4. PIUSLänderkonferenz in Mainz (Fotos: Bildermacher Fox, Mainz)

Henning H. Sittel Geschäftsstelle PIUS-Internet-Portal c/o Effizienz-Agentur NRW Tel.: 0203 / 37879-51 E-Mail: hsi@efanrw.de Henning H. Sittel

Impulsgespräche zur Steigerung der Energieeffizienz Beratung für kleine und mittlere Unternehmen

Seit Jahresbeginn hat das Projektteam des RKW Hessen rund 100 Impulsgespräche in kleinen und mittleren Unternehmen ganz unterschiedlicher Branchen durchgeführt.

„Das Impulsgespräch war sehr ausführlich und strukturiert. Es ergaben sich doch sehr viele Ansatzpunkte, die teilweise auch kurzfristig bei uns umgesetzt werden können. " Rainer Wenzel, Geschäftsführer der SchlappMöbel GmbH & Co. KG, Neu-Anspach

Geschäftsführer und Geschäftsführerinnen aus dem Handwerk, dem produzierenden Gewerbe, aber auch Dienstleister wie Gastronomen oder Handelsunternehmer zeigen sich sehr zufrieden von der Wirksamkeit des zweistündigen Betriebsrundgangs mit Fachgespräch. 10 bis 20 Prozent rentable Einsparpotenziale bieten sich in jedem Unternehmen, von der Heizung über Druckluft bis zum Mitarbeiterverhalten. Weitere Potenziale können im Anschluss zum Beispiel über eine Hessen-PIUS-Beratung erschlossen werden. Das sagen Kunden über das Impulsgespräch: „Das Energieeffizienz Impulsgespräch ist ein wirklich sinnvoller erster Schritt, um einen qualifizierten Einstieg in das Thema Energiesparen zu erhalten.“

„Durch das kompetente Gespräch mit dem RKW Hessen wurden wir auf zahlreiche verborgene Einsparpotenziale aufmerksam gemacht, deren Umsetzung erstaunlicherweise oft mit geringem Aufwand und Kosten möglich ist. Wir können das Programm uneingeschränkt empfehlen, hoffentlich hat es noch lange Bestand."

Das Projekt „Koordination und Durchführung von Impulsgesprächen zum Thema Energieeffizienz in industriellen KMU und im Handwerk“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Christina Ambrosius, Geschäftsführerin Mühlenbäckerei Ambrosius GmbH, Wittlich

Kay Uwe Bolduan RKW Hessen GmbH Tel.: 06196 / 9702-60 Email: energieeffizienz@rkw-hessen.de www.rkw-hessen.de/impulsgespraeche12.html

Kai Uwe Bolduan

Jürgen Deja, Leitung Verwaltung und Controlling des Airport Club für International Executives GmbH, Frankfurt a.M.

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Komfort ade? – Klimaschutz und Konsumentenverantwortung Informationsveranstaltung der Transferstelle Internationaler Emissionshandel Hessen

Wie sieht er aus, der nachhaltige Konsument? Wie wohnt er, was isst er und welche Verkehrsmittel nutzt er? Ein klimafreundlicher Lebensstil erfordert Kompromisse im gewohnten Alltag, muss aber nicht gleich einen Rückschritt in die Steinzeit bedeuten. Welche Maßnahmen notwendig und sinnvoll sind, zeigt eine Veranstaltung der Transferstelle Internationaler Emissionshandel Hessen am 12. September.

Wer sich über individuellen Klimaschutz im Alltag informieren möchte, hat die Gelegenheit die Veranstaltung der Transferstelle Internationaler Emissionshandel Hessen (TIE Hessen) zu besuchen. Die Veranstaltung, die im Auftrag des Hessischen Umweltministeriums durchgeführt wird, findet am 12. September 2012 in Frankfurt am Main statt. Sie richtet sich an Privatpersonen sowie an Vertreter aus Behörden, Instituten, Vereinen, Verbänden und Medien.

Um dem Klimawandel wirksam entgegenzutreten, gibt es vielfältige Ansatzpunkte. Neben Effizienzsteigerungen in der Wirtschaft kann in Industrienationen ein verändertes Konsumverhalten von Verbrauchern einen wertvollen Beitrag leisten. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß pro Kopf liegt, trotz sinkender Tendenz, allein in Deutschland noch immer bei ca. 9,2 Tonnen im Jahr. Laut Empfehlung des Weltklimarats sollten die Pro-Kopf-Emissionen weltweit jedoch maximal zwei Tonnen im Jahr betragen, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels noch abzuwenden.

Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.transferstelle-emissionshandel-hessen.de/veranstaltungen

CO2-Rechner Das Land Hessen bietet unter www.hessen. klima-aktiv.de mit einem kostenfreien CO2Rechner die Möglichkeit, eigene Emissionen zu erfassen. Dazu gibt es wertvolle Tipps, wie man den Verbrauch optimieren und den CO2-Ausstoß wirksam reduzieren kann.

Für die einzelnen Konsumenten bedeutet dies mehr Verantwortung im Alltag, insbesondere bei den CO2-intensiven Themen Ernährung, Mobilität, Heizung und Strom. Anders formuliert: Verbraucher haben die Chance, durch ihr Konsumverhalten zum Klimaschutz beizutragen, indem sie ihre Emissionen Schritt für Schritt senken. Oft wird die Macht der Verbraucher im Kampf gegen den Klimawandel unterschätzt. Sie können über ihr Verhalten und ihre Kaufentscheidungen jedoch rund zwei Drittel ihrer Emissionen aktiv beeinflussen.

Individueller Emissionshandel

Dr. Tina Knispel

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Wo sich Emissionen nicht vermeiden oder reduzieren lassen, könnte ein individueller Emissionshandel zusätzliche Anreize schaffen. Bei diesem Modell, dem sogenannten „Personal Carbon Trading (PCT)“, wird jährlich eine bestimmte Menge an Emissionsrechten an Privathaushalte vergeben. CO2-sparsame Haushalte können nicht verbrauchte Emissionsrechte verkaufen, die von anderen Haushalten mit höheren Emissionen hinzugekauft werden. Dieses Konzept wird zurzeit intensiv diskutiert und mit alternativen Instrumenten sowie mit einer möglichen CO2Steuer verglichen. Hessen-Umwelttech NEWS 2/2012

Dr. Tina Knispel HA Hessen Agentur GmbH Transferstelle Internationaler Emissionshandel Hessen – Focal Point CDM/JI – Tel.: 0611 / 95017-8419 E-Mail: tina.knispel@hessen-agentur.de www.transferstelle-emissionshandel-hessen.de


Große Zufriedenheit am hessischen Gemeinschaftsstand IFAT ENTSORGA 2012 bricht alle Rekorde Außenwirtschaft und Messen

Am ersten Messetag informierte sich die Hessische Umweltministerin Lucia Puttrich über innovative Produkte und Dienstleistungen der hessischen Aussteller.

Der Gemeinschaftsstand bot reichlich Gelegenheit zur Knüpfung neuer Kontakte und zum fachlichen Austausch.

Mit rund 125.000 Besuchern hat die IFAT ENTSORGA in München vom 7. bis 11. Mai einen neuen Rekord aufgestellt. Aussteller und Veranstalter zogen ein positives Fazit. Auch die Teilnehmer am hessischen Gemeinschaftsstand zeigten sich sehr zufrieden mit ihrem Messeauftritt.

„Das neue Konzept stieß auf sehr positive Resonanz. Dabei zeigte sich auch eine große Identifikation mit dem Standort Hessen“, so Dr. Carsten Ott, Projektleiter der Aktionslinie Hessen-Umwelttech. Am Schwarmstand hatten sich die Unternehmen Steinhardt Wassertechnik, Danieli Henschel und Bosch KWK Systems beteiligt.

„Wir blicken auf eine interessante und erfolgreiche Messe zurück. So konnten wir zahlreiche neue Kontakte knüpfen. Zudem konnten wir uns vor Ort über die neuesten Verfahren und Produkte informieren“, erklärt Dr. Arne Klawitter von aquadrat ingenieure aus Griesheim, Mitaussteller am Gemeinschaftsstand. „Die reibungslose Organisation trug dabei mit Sicherheit einen wichtigen Teil zum Gelingen der Messe für alle Unternehmen am Gemeinschaftsstand bei“, ist Klawitter überzeugt. Den Gemeinschaftsstand Hessen / Rheinlandpfalz – der sich in einen Stand zum Thema Wasser & Abwasser sowie einen zum Thema Abfall & Energie unterteilte – hatte die Aktionslinie Hessen-Umwelttech in Zusammenarbeit mit der IMG InnovationsManagement GmbH organisiert. Von hessischer Seite beteiligten sich hieran 20 Unternehmen und Institutionen als Mitaussteller. Darüber hinaus wurden erstmals im Rahmen eines „Schwarmstand-Konzepts“ drei zusätzliche Unternehmen mit ihren individuellen Messeständen in den Service- und Netzwerkbereich mit einbezogen. Dieser umfasste Catering und Unterstützung bei der Logistik ebenso wie die Betreuung von Besuchergruppen.

Die IFAT ENTSORGA 2012 in Zahlen

Von den 125.000 Besuchern (2010: 109.589 Besucher) auf der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft kamen rund 75.000 aus dem Inland und gut 50.000 aus dem Ausland. Die Top Ten Besucherländer waren neben Deutschland – in dieser Reihenfolge – Österreich, Italien, Schweiz, die Russische Föderation, die Niederlande, Dänemark, die Tschechische Republik, Türkei, Polen und Spanien. Insgesamt 2.939 Aussteller aus 54 Ländern (2010: 2.730 Aussteller aus 49 Nationen) präsentierten sich auf 215.000 Quadratmetern (2010: 195.000 Quadratmeter). Die nächste IFAT ENTSORGA findet von 5. bis 9. Mai 2014 statt.

Dr. Carsten Ott Projektleiter Aktionslinie Hessen-Umwelttech HA Hessen Agentur GmbH Tel.: 0611 / 95017-8350, Fax: -58350 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de www.hessen-umwelttech.de Dr. Carsten Ott

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ACHEMA 2012: Energie und Rohstoffe als zentrale Themen Neue Impulse in Chemie, Verfahrenstechnik und Biotechnologie

Veranstalter und Aussteller zeigten sich sehr zufrieden mit der diesjährigen ACHEMA vom 18. bis 22. Juni in Frankfurt. Von der Laborausrüstung über Komponenten und den Anlagenbau bis hin zur Verpackungsstraße war zu sehen, was in Chemie, Verfahrenstechnik und Biotechnologie gebraucht wird. Das Land Hessen beteiligte sich mit einem Gemeinschaftsstand und im Vortragsprogramm. Fünf Tage lang informierten sich 167.000 Teilnehmer über die Angebote der 3.773 Aussteller, die diese auf 136.400 Quadratmeter Ausstellungsfläche präsentierten. Mit fast 50 Prozent ausländischen Ausstellern aus insgesamt 56 Ländern war die ACHEMA internationaler als je zuvor. Bestimmende Themen der Messe und des begleitenden Kongresses mit rund 900 Vorträgen waren Energie und Rohstoffe. Neue Energiespeichertechnologien, aber auch besonders sparsame Anlagen sind für die energieintensive chemische Industrie von großem Interesse. Die zunehmende Nutzung nachwachsender Rohstoffe und der Einsatz biotechnologischer Verfahren bieten ebenfalls erhebliche Chancen, stellen aber auch neue technologische Anforderungen.

Hessische Kompetenzen auf der ACHEMA Welche anwendungsbezogenen Ideen hessische Forschungseinrichtungen derzeit in marktfähige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen umsetzen, konnten Messebesucher am Gemeinschaftsstand der Hessischen Hochschulen erfahren. Der Stand wurde vom TechnologieTransferNetzwerks (TTN) Hessen im Auftrag des Hessischen Wissenschaftsministeriums ausgerichtet. Ebenfalls auf der ACHEMA vertreten war der Cluster Integrierte Bioindustrie (CIB) Frankfurt. Er beteiligte sich am „Schaufenster biobasierte Wirtschaft – Bioökonomie“, einem Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) und den Bioindustrie2021-Clustern. CIB stellte unter anderem einen mit Enzymen aus Olivenlaub gegerbten Ledersessel vor, dessen Herstellung besonders ökonomisch und ökologisch ist und der bereits in der Automobilbranche eingesetzt wird.

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Hessen-Umwelttech NEWS 2/2012

Abschlussveranstaltung „Bionik im Betrieb“ Am 19. Juni fand auf der ACHEMA die Abschlussveranstaltung der sechsteiligen Reihe „Bionik im Betrieb“ der Aktionslinie Hessen-Nanotech des Hessischen Wirtschaftsministeriums statt. Ziel war es, die Anwendungspotenziale der innovativen Wissenschaftsdisziplin Bionik – einer Wortschöpfung aus Biologie und Technik – ins Bewusstsein der Anwender aus Mittelstand und Industrie zu rücken. Ein Beispiel für bereits überaus erfolgreiche bionische Produkte sind Farben mit dem Lotus-Effekt, die Oberflächen wasser- und schmutzabweisend machen. „Die Natur hat in vier Milliarden Jahren Evolution Lösungen für die unterschiedlichsten Herausforderungen entwickelt. Es gilt jetzt, dieses reichhaltige Angebot zu nutzen und technologisch umzusetzen“, sagte Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch, der die Veranstaltung eröffnete und sich bei einem anschließenden Messerundgang über technologische Neuheiten informierte.

Weitere Informationen www.ttn-hessen.de (Technologietransfer) www.hessen-biotech.de www.cib-frankfurt.de (Biotechnologie) www.hessen-nanotech.de (Bionik, Nano- und Materialtechnologie)

Am Stand des Cluster Integrierte Bioindustrie (CIB) Frankfurt erläuterte Clustermitglied Dr. Stefan Marx vom Darmstädter Unternehmens N-Zyme Wirtschaftsminister Florian Rentsch die Vorteile einer neuartigen Gerbtechnologie für Ledersessel.


Emerging Market Türkei Erfolgreiche Delegationsreise nach Bursa

Als erste Auslandsaktivität in seinem neuen Amt als Wirtschaftsminister hat Florian Rentsch im Juni die Leitung einer Delegationsreise in die türkische Partnerregion Bursa übernommen. Die Türkei gehört als Emerging Market zu den Ländern, die für hessische Unternehmen von großem Interesse sind. Auf der Basis des starken türkischen Wirtschaftswachstums von 8,8 Prozent haben sich die Außenhandelsbeziehungen sehr positiv entwickelt. In 2011 erzielte das Exportvolumen Hessens in die Türkei ein Allzeithoch von einer Milliarde Euro und stieg gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent. Um die Kontaktaufnahme auf der Ebene der Unternehmen zu erleichtern, hat das Hessische Wirtschaftsministerium in der türkischen Partnerregion Bursa die deutsche Honorarkonsulin und Unternehmerin Sabine Sibel Cura-Ölçüoğlu als Kooperationsbeauftragte ernannt. Cura-Ölçüoğlu stammt aus Hessen und ist in beiden Kulturen zuhause.

Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch ernannte Sabine Sibel Cura-Ölçüoğlu zur Kooperationsbeauftragten der Partnerregion Bursa.

Schwerpunkt Verkehrs- und Umwelttechnik In der Delegation des Hessischen Wirtschaftsministers bildeten Unternehmen aus der Verkehrs- und Umwelttechnik einen Schwerpunkt. „Dies passt gut zu den Strukturen der regionalen Wirtschaft in Bursa. Gouverneur Harput und ich sind uns einig: Wir wollen gerade in diesen Branchen zusätzliche Geschäftskontakte vermitteln“, so Rentsch. Im Rahmen der Reise besuchten die Delegationsteilnehmer auch die REW Istanbul. Auf der Fachmesse für Recycling, Umwelttechnologien und Abfallmanagement war ein hessischer Gemeinschaftsstand vertreten, dessen Aussteller sich mit dem Messeverlauf sehr zufrieden zeigten.

Sabine Sibel CuraÖlçüoğlu Firma Ottomantur Cemal Nadir Cad. 6/3 16371 Bursa Tel.: +90 224 221 00 21 Fax +90 224 221 89 48 bursa@hk-diplo.de

Delegationsreisen nach China und Brasilien Auf- und Ausbau von Kontakten

Um hessischen Unternehmen den Zugang zu internationalen Märkten zu erleichtern, plant das Hessische Wirtschaftsministerium im Herbst je eine Delegationsreise nach China und Brasilien. Wirtschaftsminister Florian Rentsch wird vom 20. bis 28. Oktober mit Vertretern der hessischen Wirtschaft und der Landesregierung nach China reisen. Er wird in der Hauptstadt Peking, in Tianjin und in Shanghai Station machen. Branchenschwerpunkte der Reise liegen im Bereich der Finanzdienstleistungen, Infrastrukturentwicklung und Hochtechnologien. Ziel der Reise ist der Auf- und Ausbau von Geschäftskontakten für die mitreisenden Unternehmensvertreter sowie die Stärkung der institutionellen Zusammenarbeit mit Wirtschaftsorganisationen. Ferner dient die Reise der Markterkundung. Der deutsche Botschafter und die Auslandshandelskammer werden über die politische und wirtschaftliche Lage in China informieren.

Die Möglichkeit, den Zielmarkt Brasilien kennenzulernen, bietet eine Wirtschaftsdelegationsreise unter Leitung von Wirtschaftsstaatssekretär Steffen Saebisch. Vom 24. November bis 1. Dezember werden die Städte Rio de Janeiro, Sao Paulo, Porto Alegre und Brasilia besucht. Im Fokus der Reise liegen die Branchen Infrastruktur, Umwelttechnik und Hochtechnologie. In den vergangenen zwei Jahren ist die Wirtschaft in Lateinamerika um real 5,4 Prozent im Jahresschnitt gewachsen. Sie trug somit 14 Prozent zum globalen Wirtschaftswachstum bei. Länder wie Argentinien, Brasilien, Paraguay, Peru und Uruguay taten sich dabei besonders hervor. ■

Katarina Riedeburg (China) HA Hessen Agentur GmbH Tel.: 0611 / 95017-8372 E-Mail: katarina.riedeburg@hessen-agentur.de

Oliver Beil (Brasilien) HA Hessen Agentur GmbH Tel.: 0611 / 95017-8303 E-Mail: oliver.beil@hessen-agentur.de Hessen-Umwelttech NEWS 2/2012

Katarina Riedeburg

Oliver Beil

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EU-Energieeffizienz-Strategie konkret Veranstaltung des Netzwerks Europainfo Hessen Technologietransfer

Energieeffizienz ist ein wichtiges Element der europäischen Energiepolitik und ein Eckpunkt der Strategie „Europa 2020“ der Europäischen Union. Diese verpflichtet die EU-Mitgliedstaaten bis 2020, unter anderem die Energieeffizienz um 20 Prozent zu erhöhen. Einsparpotenziale bestehen vor allem in Bereichen mit hohem Energieverbrauch, etwa bei Gebäuden, in der verarbeitenden Industrie oder im Verkehr. Deutschland ist hier bereits sehr aktiv und formulierte für die deutsche Energiewende weitere ehrgeizige Ziele. Durch Information, Beratung und Förderung sollen Energieeinsparungen bewirkt werden. Auf diesen Dreiklang setzt auch das Land Hessen, das im Februar 2012 die Informations- und Akzeptanzinitiative zum Ausbau der erneuerbaren Energien und für mehr Energieeffizienz startete.

Ilga Vis

Welche konkreten Fördermaßnahmen und Initiativen, welche politischen Ziele und Ideen zur Steigerung der Energieeffizienz auf europäischer, nationaler und hessischer Ebene bestehen, das wird Thema einer halbtägigen Veranstaltung des Netzwerks Europainfo Hessen sein. Sie findet am 25. Oktober 2012 im Kreishaus in Dietzenbach statt und richtet sich an

Unternehmen, Kommunen und Bürger. Vertreter der EU-Kommission, der Bundesstelle für Energieeffizienz und des hessischen Energieministeriums werden die Strategien auf politischer Ebene vorstellen. Im Anschluss informieren Experten über Förderprogramme zur Energieeffizienz für Unternehmen, Kommunen und Bürger auf EU-, Bundes- und Landesebene. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung gibt es unter www.kreis-offenbach.de/ eu-energieeffizienzstrategie. ■

Sibylle Möller Europe Direct Relais Rhein-Main Kreis Offenbach Tel.: 06074 / 8180-3109 www.kreis-offenbach.de

Ilga Vis Enterprise Europe Network der HA Hessen Agentur GmbH Tel.: 0611 / 95017-8641 E-Mail: ilga.vis@hessen-agentur.de www.een-hessen.de

Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Umwelttechnologien Aktuelle Angebote des Enterprise Europe Network

Durch Technologie-Kooperationen können Unternehmen Innovationssprünge erzielen, neue Märkte erschließen und ihre Marktposition verbessern. Das Enterprise Europe Network (EEN) bietet gezielte Unterstützung, um Partner aus Europa für gemeinsame Vorhaben zu finden.

Ein schwedisches Unternehmen hat eine patentierte Technologie entwickelt, mit der es möglich ist, die Kapazität von Solarpanels auch im Winter zu maximieren. Das Unternehmen sucht etablierte Hersteller, die das Produkt produzieren und vertreiben möchten.

Angebote und Gesuche aus der Datenbank des Enterprise Europe Network:

TECHNOLOGIEGESUCHE:

TECHNOLOGIEANGEBOTE Glasanwendung zur ganzjährigen Nutzung von Solarpanels EEN 20120201

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Hessen-Umwelttech NEWS 2/2012

Wasserversorger sucht zertifizierte Erneuerbare-Energie-Lösungen EEN 20120204 Ein Wasserversorgungsunternehmen aus Ostengland sucht nach Lösungen, um seinen Energiebedarf von rund


877 GWh/Jahr zu decken. Das Unternehmen ist interessiert an Kraft-Wärme-Kopplung, Windenergie, Wasserkraft, Solarenergie oder anderen Technologien, die in den Betrieb integriert werden können.

zent der CO2-Emissionen und der Energiekosten einzusparen. Das Konsortium sucht als Partner Unternehmen, Universitäten und öffentliche Einrichtungen, die in diesem Bereich tätig sind.

Wiederverwendung und Verwertung von Elektro- und Elektronikaltgeräten

Entwicklung eines autonomen Warnsystems zur Detektion von Giftstoffen in Flüssen

EEN 20120205

EEN 20120208

Ein schottisches Unternehmen arbeitet in der Wiederverwertung und im Recycling von Elektro- und Elektronikaltgeräten aus Haushalten und Firmen. Es sucht Partner mit Know-how in diesem Bereich sowie Partner, die bestimmte Komponenten solcher Geräte – wie optische Geräte, Videorekorder, Computer, Fernseher und Spielkonsolen – bereits weiternutzen. PROJEKTPARTNERSUCHE Energieeffiziente Sanierung und Erneuerung von bestehenden Gebäuden für nachhaltige Stadtquartiere EEN 20120206 Ein Baugewerbenetzwerk und eine Universität aus England planen ein Projekt, in dem eine Methode zur Modellierung, zum Management, zur Analyse und Reduktion von CO2-Emissionen von bestehenden Gebäuden entwickelt und etabliert wird. Ziel ist, 20 Pro-

Ein europäisches Konsortium plant ein Forschungsprojekt, in dem ein Warnsystem entwickelt wird, das bei absinkender Aktivität von Enzymen einsetzt. Die Wasserqualität der Flüsse soll dank dieses Systems in Echtzeit beobachtet und kontrolliert werden. Das Konsortium sucht kleine und mittlere Unternehmen zur Überprüfung und Einsatz dieses Systems. Giftstoffe, Umweltverschmutzungen und Wassermanagement EEN 20120208 Eine nationale Energieagentur aus Italien arbeitet an einem Projektantrag, in dem es um die Definition, Bewertung und Behandlung von toxischen und pharmazeutischen Wasserschadstoffen geht. Das Konsortium sucht als Partner kleine und mittlere Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten mit Kenntnissen zu chemischen Analysemethoden und zur Bewertung der Wasserqualität.

EU-Gelder für Umwelttechnologie- und Energieprojekte

Beratung durch das Enterprise Europe Network Weitere Informationen zu den genannten Angeboten und Gesuchen sind beim Enterprise Europe Network Hessen erhältlich. Als Einrichtung der EU-Kommission bietet dieses zudem Informationen und kostenlose Beratungen bei der Stellung von Anträgen zum 7. Forschungsrahmenprogramm oder anderen EUProgrammen. Auch bei der Zusammenstellung eines erfolgreichen internationalen Konsortiums steht das EEN Hessen Unternehmen mit seiner europaweiten Vernetzung zur Seite. ■

Nina Gibbert HA Hessen Agentur GmbH Enterprise Europe Network Hessen Tel.: 0611 / 95017-8494 Fax: 0611 / 95017-58494 E-Mail: nina.gibbert@ hessen-agentur.de www.een-hessen.de

Letzte Ausschreibungsrunde im 7. Forschungsrahmenprogramm

Im Juli hat die Europäische Kommission die letzte Ausschreibungsrunde im Thema Umwelt und Energie im 7. Forschungsrahmenprogramm veröffentlicht und ruft zur Einreichung von Projektvorschlägen auf. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten, die Forschungsprojekte mit europäischen Partnern planen, können sich um Fördergelder bewerben. Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) lohnt sich die Antragstellung im FP7, da sie eine Förderung von bis zu 75 Prozent erhalten können. Im Thema Umwelttechnologien sollen neue Technologien, neue Verfahren und neue Dienstleistungen

entwickelt werden, die dem nachhaltigen Management der Umwelt dienen. Forschungsprojekte können zu folgenden Themen (Auswahl) gefördert werden: > Nachhaltige Nutzung und Management, u. a. Wasserressourcenmanagement, Giftstoffe und Umweltverschmutzungen, Technologien zur Kartierung und Management von Kulturlandschaften in ländlichen Gebieten. > Verbesserung der Ressourceneffizienz, u. a. Umwandlung von Abfall in Ressourcen, Ökoinnovative Demonstrationsprojekte, innovative Wasserdemonstrationsprojekte etc. > Energieeffiziente Gebäude: u. a. energieeffiziente Sanierung und Erneuerung von bestehenden Gebäuden für nachhaltige Stadtquartiere.

Hessen-Umwelttech NEWS 2/2012

Nina Gibbert Weitere Profile sind unter www.een-hessen.de abrufbar (Stichwort: Kooperationsvermittlung). Informationen zum 7. Forschungsrahmenprogramm und aktuelle Bewerbungsaufrufe: http://ec.europa.eu/research/ participants/portal/page/fp7_ calls

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Im Thema Energie legt die EU den Schwerpunkt auf die Entwicklung einer nachhaltig ausgerichteten Energiewirtschaft. Projekte aus folgenden Themenfeldern (Auswahl) können unterstützt werden: > Intelligente Städte und Gemeinden, u. a. Methoden und Werkzeuge für Netzwerkintegration von erneuerbaren Ressourcen, Demonstration von optimierten Energiesystemen.

> Erneuerbare Energien, u. a. hocheffiziente c-Si PV-Module, Entwicklung von großen Rotorblättern, kleine bis mittlere Windturbinen, innovative Solarfassadensysteme. > Smart Grids und Energiespeicherung, u. a. Optimierung von Wasserturbinen, Werkzeuge für Kapazitätenberechnung und Überlastungsmanagement. > CO2-Abscheidung und -Speicherung für NullEmissionen-Energieerzeugung.

„Energiefrosch“ ermöglicht Prognosen zur Wind- und Solarenergie Hessisches Modellprojekt erleichtert Direktvermarktung Was Unternehmer bewegt

Dieses Projekt (HA-Projekt-Nr.: 241/10-17) wurde im Rahmen von Hessen ModellProjekte aus Mitteln der LOEWE – Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz, Förderlinie 3: KMU-Verbundvorhaben gefördert.

Wissenschaft und Wirtschaft haben einen großen Anteil daran, dass Deutschland im Rahmen der Energiewende eine Vorreiterrolle übernehmen kann. Ein gutes Beispiel ist das hessische Modellprojekt „Energiefrosch 2.0 – Risikomanagementund Handelsunterstützungssystem für Windenergiedirektvermarktung“. Gefördert mit Landesmitteln haben das Softwarehaus Micromata GmbH und das Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES hierbei ein neues Prognose-Werkzeug zur besseren Nutzung von Erneuerbaren Energien entwickelt. Die Technologie ist so erfolgreich, dass Micromata 2011 hierfür eine eigenständige Firma unter dem Namen Enercast GmbH ausgegründet hat. Diese geht unter Führung von Dipl.-Ing. Thomas Landgraf auf Expansionskurs in Richtung Weltmarkt.

Onlineservice für Erzeuger, Händler und Netzbetreiber Energiefrosch 2.0, jetzt Enercast, ist ein Onlineservice zur Erstellung von Leistungsprognosen und Einspeisehochrechnungen für Windkraft- und Photovoltaikanlagen. Er richtet sich an Erzeuger, Händler und Netzbetreiber und bietet ihnen vielseitige Prognosedienstleistungen rund um die Produktion, die Einspeisung und den Handel von Windkraft und Solarenergie. Die Technologie basiert auf einem speziellen, vom Fraunhofer IWES entwickelten Algorithmus zur Berechnung von Windkraft und Sonnenenergie. Dieser erstellt aus den Vorhersagen europäischer Wetterdienste und auf Basis sogenannter künstlicher neuronaler Netze 15-Minuten-präzise, individuelle Ertragsprognosen für Windkraft- und Solaranlagen. Hinzu kommen Hochrechnungen über die tatsächlichen Einspeisemengen von Solarstrom in die Verteilund Übertragungsnetze, die unter Zuhilfenahme der satellitengestützten Strahlungsmessungen von EUMETSAT und den Solareinspeisemessdaten der SMA Solar Technology AG mit über 36.000 Photovoltaikanlagen, gewonnen werden.

Gewährleistung der Netzstabilität Der Nutzen der Anwendung ist für alle Akteure auf dem Energiemarkt hoch. So erleichtert er nicht nur die Direktvermarktung grüner Energie an den internationalen Strombörsen, sondern ist ein willkommenes und wirksames Instrument bei der Gewährleistung der Netzstabilität.

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Enercast geht mit dem gleichnamigen Webservice einer glänzenden Zukunft entgegen. Das Einsteigen großer Investoren wie etwa RWE und eine Gesamtinvestitionssumme von bis zu 2,25 Millionen Euro sind Meilensteine auf diesem Weg.

ein erwachsen gewordenes Kind zu verabschieden“, so Kai Reinhard, Geschäftsführer von Micromata. „Man hat es stark gemacht und muss es eines Tages gehen lassen.“ ■

Für das Softwarehaus Micromata ist der Erfolg von Enercast eine Bestätigung der eigenen Unternehmensphilosophie, neben dem Kerngeschäft der Kundenprojekte immer auch Raum für Forschung und Entwicklung zuzulassen. Zudem bestätigt es beide Häuser in dem Kurs, das ehemalige EnergiefroschProjekt vom Mutterhaus Micromata loszulösen und auf eigene Füße zu stellen. „Ein bisschen ist es so, wie

Kai Reinhard Geschäftsführer Micromata GmbH Marie-Calm-Str. 1-5 34131 Kassel Tel.: 0561 / 3167930 E-Mail: k.reinhard@micromata.de www.micromata.com

Förderung hessischer Modellprojekte

Effizienzsteigerung bei der dezentralen Stromerzeugung Verbesserte Abwärmenutzung in Blockheizkraftwerken

Bei der dezentralen Stromerzeugung mit Blockheizkraftwerken (BHKW) erreichen die Verbrennungsmotoren je nach Größe elektrische Wirkungsgrade von nur 38 bis 42 Prozent. Rund 40 bis 50 Prozent der Energie werden als Abwärme frei. Mit zwei Verfahren der Firma Conpower Technik lässt sich die Stromausbeute deutlich steigern. Interessant ist eine solche Steigerung insbesondere, wenn keine sinnvolle Nutzung der Abwärme möglich ist. Aber selbst wenn eine Kraftwärmekopplung (KWK) erfolgt, besteht Handlungsbedarf, da in der Regel nur Temperaturen im Bereich von 90 bis 110 °C benötigt werden. Die so genannte Exergie – der Energieinhalt von thermischer Energie, der in mechanische Energie gewandelt werden kann – wird hingegen nicht genutzt. Bei großen Kraftwerken sieht es bezüglich elektrischem Wirkungsgrad deutlich besser aus, was durch die Kombination von Gasturbinen mit Dampfturbinen erreicht wird. Dampfkreisläufe sollen nun auch im kleinen dezentralen Bereich die Effizienz verbessern, etwa bei der Nutzung von Biogas, Grubengas, Klärgas oder Deponiegas sowie Erdgas oder Industrieabwärme. Durch Verwendung eines organischen Arbeitsmittels kann der Dampfkreislauf sogar bei Wärmequellen unter 100 °C eingesetzt werden; man nennt diese Anlagen ORC-Anlagen (Organic-Rankine-Cycle). Bei Wärmequellen, die deutlich wärmer sind, wie zum Beispiel bei Motorabgasen, hat Wasser die besten

Kai Reinhard

thermodynamischen Eigenschaften; man spricht dann von SRC-Anlagen (Steam-Rankine-Cycle). Conpower Technik bietet beide Technologien, die miteinander kombiniert werden können, für BHKWs mit einer elektrischen Leistung von 75 kW bis 1.600 kW an.

Hessisches Modellprojekt zur SRC-Technologie

Das Land Hessen fördert die Durchführung besonders innovativer Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die in Kooperation mehrerer Partner (KMU/Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen) realisiert werden, mit bis zu 49 Prozent der Projektausgaben. Erster Schritt zur Förderung ist das Einreichen einer Skizze vor Start des Projekts. Die landeseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft HA Hessen Agentur GmbH fungiert als Projektträger und ist Ansprechpartner während der Antragsphase sowie der gesamten Projektdauer. Alle Unterlagen und weitere Informationen sind abrufbar unter: www.innovati onsfoerderung-hessen.de Zuständig für den Bereich Umwelttechnologien ist Manuel Sturm (Tel.: 0611/95017-8953, E-Mail: manuel.sturm@hessenagentur.de).

ORC-Anlagen kommen dort zum Einsatz, wo die Kühlwärme vom Motor und die Restwärme aus dem Abgas aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen nicht genutzt werden kann. SRC-Anlagen können die elektrische Effizienz jedes BHKWs erheblich steigern und gleichzeitig die abgeführte Wärmeenergie weiter für eine KWK-Nutzung zur Verfügung stellen. Die Technologie wurde im Rahmen des hessischen Modellprojekts „HT-SRC-Anlage (HochtemperaturSteam-Rankine-Cycle-Anlage), Anlage zur Erzeugung von Strom aus Abwärme“ mit Unterstützung vom Land Hessen und in Kooperation mit der Universität Kassel entwickelt.

Hessen-Umwelttech NEWS 2/2012

Dieses Projekt (HA-ProjektNr.: 242/10-18) wurde im Rahmen von Hessen ModellProjekte aus Mitteln der LOEWE – LandesOffensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz, Förderlinie 3: KMU-Verbundvorhaben gefördert.

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Wirkungsgradoptimierung bei einem 600 kW BHKW

Conpower Technik

Helmut Riebesell

Helmut Riebesell Geschäftsführer CONPOWER Technik GmbH & Co. KG Schwarze Breite 17 34260 Kaufungen Tel.: 0561 / 20788135 E-Mail: helmut.riebesell@ conpower.de www.conpower.de

Durch ORC und SRC ist es möglich, bei allen alten und neuen BHKWs das gesamte Potenzial für die elektrische Effizienz wirtschaftlich zu nutzen und somit nicht nur den Ertrag bei gleichem Brennstoffeinsatz zu steigern, sondern auch die Umwelteffizienz bei der Nutzung von nachwachsenden Energieträgern.

Die Conpower Firmen Allianz hat 2007 damit begonnen, eine Niedertemperatur-ORC-Anlage zu entwickeln. Mit Fertigstellung dieser ORC-Anlage wurde Ende 2009 die Conpower Technik in Nordhessen gegründet, wo inzwischen auch die Hochtemperatur SRC-Anlage entwickelt wurde. Bis heute hat Conpower Technik drei ORC-Systeme für Biogasanlagen und eines für ein Holz-Heizkraftwerk realisiert.

Anwendungsnahe Forschung zur Rohstoffsicherung Neue Fraunhofer-Projektgruppe IWKS in Alzenau und Hanau Aus der Forschung

Eine zuverlässige Versorgung mit Rohstoffen wie strategischen Metallen, Edelmetallen und Seltenen Erden ist für das Exportland Deutschland von höchster Wichtigkeit. Um einer Knappheit entgegenzuwirken, erforscht die neue FraunhoferProjektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS, wie wertvolle Ressourcen ersetzt, möglichst sparsam verwendet oder recycelt werden können. Als rohstoffarmes Land ist die produzierende Industrie in Deutschland auf den Import einer Vielzahl für die Hochtechnologie wichtiger Ausgangsstoffe angewiesen. Im Zuge fortschreitender Industrialisierung der Schwellenländer zeichnen sich zukünftig Versorgungsengpässe ab. Deshalb halten es Experten aus der Industrie wie auch aus der Wissenschaft für dringend erforderlich, die Rohstoffversorgung zu sichern.

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Die Fraunhofer-Gesellschaft hat im September 2011 in enger Zusammenarbeit mit der Industrie die neue Projektgruppe IWKS in Alzenau gegründet. Diese ist die Keimzelle eines zukünftigen Fraunhofer-Instituts am Bayerischen Untermain und im Rhein-Main-Gebiet. Am 29. Juni 2012, ein Dreivierteljahr nach der Gründung, übergab die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst Eva Kühne-Hörmann der Fraunhofer-Projektgruppe IWKS den Bewilligungsbescheid für den Aufbau eines zweiten Standorts im Industriepark Hanau-Wolfgang. Wissenschaftlich geleitet wird die Projektgruppe von Professor Armin Reller von der Universität Augsburg, Professor Stefan Gäth von der Universität Gießen und Professor Oliver Gutfleisch von der TU Darmstadt, die Geschäftsführung obliegt Professor Rudolf Stauber von der Universität Erlangen. Das Leitungsgremium garantiert eine enge Verbindung nicht nur mit diesen Universitäten, sondern auch mit anderen


globalen Forschungsnetzwerken, so dass das IWKS exzellent aufgestellt und hervorragend mit Industrie und Forschung vernetzt ist.

Leiter des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC in Würzburg und geistiger Vater der Projektgruppe, auf den Punkt.

Vor dem Hintergrund knapper und teurer werdender Rohstoffressourcen will die „innovative Projektgruppe mit Alleinstellungsmerkmal“, so Eva Kühne-Hörmann, die Voraussetzungen schaffen, die langfristige Rohstoffversorgung unserer Industrie zu sichern und damit Zukunftstechnologien weiterhin zu ermöglichen. Dafür werden zusammen mit Industriepartnern innovative Trenn-, Sortier- und Aufbereitungsverfahren sowie Substitutionsmöglichkeiten – also der Ersatz von kritischen, schlecht verfügbaren oder teuren Rohstoffen – erforscht und Strategien zum nachhaltigen Umgang mit kostbaren Ressourcen entwickelt. Erst die Kombination dieser Ansätze ermöglicht die ganzheitliche Betrachtung der Wertstoffkreisläufe und die anwendungsnahe Forschung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Durch das Mutterinstitut ISC erfährt die Projektgruppe breite Unterstützung. So stehen umfangreiches Equipment und Know-how zur Verfügung, um zum Beispiel anspruchsvolle Fragestellungen aus der chemischen Analytik zu beantworten. Über das ISC und die intensiven Kontakte zu weiteren Fraunhofer-Instituten steht den Projektpartnern mit Beginn der Aufbauphase das gesamte fachbezogene Expertenwissen der Fraunhofer-Gesellschaft zur Verfügung. Eine Reihe von Projekten mit Kooperationspartnern aus der Industrie zeigte bereits eindrucksvoll das wirtschaftliche Potenzial, welches allein in der Optimierung der Rohstoffnutzung innerhalb der Produktion steckt. Die umfassende Betrachtung entlang der gesamten Wertschöpfungskette bietet eine Vielzahl von Ansatzpunkten, um den Ressourceneinsatz so effizient wie möglich zu gestalten – das Thema, das den wirtschaftlichen Erfolg ganzer Industriezweige in Zukunft maßgeblich beeinflussen wird.

Zusammenarbeit mit Industriepartnern Neben der Auftragsforschung umfassen die Arbeitsschwerpunkte des IWKS die Beratung von Industriepartnern zur ökologisch und ökonomisch sinnvollen Nutzung von Rohstoffen sowie zur Wiederverwertung von Sekundärrohstoffen in produktionstauglichen Wertstoffkreisläufen. „Ressourcengebrauch statt Ressourcenverbrauch“, so bringt es Prof. Gerhard Sextl,

Fördermengen Seltenerd-Metalle (© Fraunhofer ISC nach S. Brandl und A. Reller 2010)

Prof. Rudolf Stauber Geschäftsführung Fraunhofer-Projektgruppe IWKS am Fraunhofer ISC Tel.: 06023 / 32039-810 E-Mail: rudolf.stauber@isc.fraunhofer.de www.iwks.fraunhofer.de

Prof. Rudolf Stauber

Zukünftige Quelle für Sekundärrohstoffe: Elektronikschrott

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Das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) Stärkung freiwilliger Maßnahmen und Initiativen Umweltrecht

Das Bundeskabinett hat Ende Februar dieses Jahres das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) beschlossen. Um den Umgang mit natürlichen Ressourcen nachhaltiger zu gestalten und einer drohenden Rohstoffknappheit in der Wirtschaft zu begegnen, setzt das Programm insbesondere auf die Stärkung freiwilliger Maßnahmen und Initiativen in Wirtschaft und Gesellschaft.

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reits erzielt. Während in den Jahren 2000 bis 2010 das Wirtschaftswachstum stark anstieg, sank die Inanspruchnahme von Rohstoffen um 11,1 Prozent.

Natürliche Ressourcen sind wesentliche Produktionsfaktoren und damit Grundlagen unseres Wohlstands. Weltweit wurden im Jahr 2009 über 68 Milliarden Tonnen an Rohstoffen eingesetzt, etwa doppelt so viel wie Ende der 1970er Jahre. Der wachsende Bedarf ist sowohl unter wirtschaftlichen als auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten eine große Herausforderung. Schon jetzt übersteigt die Nutzung von natürlichen Ressourcen die Regenerationsfähigkeit der Erde deutlich.

ProgRess soll dazu beitragen, das Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie zu erreichen. Der Fokus liegt auf abiotischen, nichtenergetischen Rohstoffen, ergänzt um die stoffliche Nutzung biotischer Rohstoffe. Das Programm gibt einen Überblick über zahlreiche vorhandene Aktivitäten und beschreibt Handlungsansätze und Maßnahmen zur Steigerung der Ressourceneffizienz. ProgRess gliedert sich in drei Teile zu programmatischen Grundaussagen, Handlungsansätzen entlang der lebenslangen Wertschöpfungskette und konkretisierenden Beispielen. In einem Anhang zu ProgRess werden bestehende Aktivitäten der Bundesregierung, der Bundesländer sowie von Verbänden und Institutionen im Bereich der Ressourceneffizienz dargestellt.

Steigerung der Rohstoffproduktivität

Fünf Handlungsfelder

Bereits 2002 hat die Bundesregierung in ihrer Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel verankert, Deutschlands Rohstoffproduktivität bis 2020 gegenüber 1994 zu verdoppeln. Erste Erfolge wurden be-

Weitere Informationen zur Ressourceneffizienz in Unternehmen

ProgRess betrachtet fünf Handlungsfelder: > nachhaltige Rohstoffversorgung sichern, > Ressourceneffizienz in der Produktion steigern, > Konsum auch auf Ressourceneffizienz orientieren, > ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft ausbauen sowie > übergreifende Instrumente nutzen.

Das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm steht auf der Internetseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) zum Download bereit. Umfangreiche Informationen zur Ressourceneffizienz in Unternehmen bieten außerdem die Seite www.daszahlt-sich-aus.de, die das VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH im Auftrag des BMU erstellt, sowie das länderübergreifende Portal zum Produktionsintegrierten Umweltschutz www.piusinfo.de. Hessische Unternehmen können zur Steigerung ihrer Ressourceneffizienz das geförderte Beratungsprogramm Hessen-PIUS in Anspruch nehmen. Weitere Informationen hierzu unter: www.hessen-pius.de.

Das Programm setzt dabei insbesondere auf Marktanreize, auf Information, Beratung, Bildung, Forschung und Innovation sowie auf die Stärkung freiwilliger Maßnahmen und Initiativen in Wirtschaft und Gesellschaft. Beispiele für Maßnahmen sind der Ausbau der Effizienzberatung für kleine und mittlere Unternehmen, die vermehrte Berücksichtigung von Ressourcenaspekten in Normungsprozessen, die verstärkte Ausrichtung der öffentlichen Beschaffung an der Nutzung ressourceneffizienter Produkte und Dienstleistungen, die Stärkung freiwilliger Produktkennzeichen und Zertifizierungssysteme, der Ausbau der Kreislaufwirtschaft sowie die Verstärkung von Technologie- und Wissenstransfer in Entwicklungs- und Schwellenländer.

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Nachrichten aus Wirtschaft und Wissenschaft Wartungsfreier Korrosionsschutz für OffshoreWindenergieanlagen

15.000 Gäste bei Woche der Umwelt

Kassel. Im Projekt „Korrosionsschutz für Offshore-Windenergieanlagen“ (KOWIND) arbeitet das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft an einer Dickschichtumhüllung, welche die Lebensdauer der Tragstrukturen für Windräder erhöht und die Kosten für die Fertigung und Wartung reduziert. Die Experten des Fraunhofer IWES überprüfen die Leistungsfähigkeit des neuen Anti-Korrosions-Systems und führen Belastungstests an Feldversuchsständen durch.

Berlin. Rund 15.000 Gäste haben am 5. und 6. Juni die von Bundespräsident Joachim Gauck und Deutscher Bundesstiftung Umwelt (DBU) im Park des Schlosses Bellevue ausgerichtete „Woche der Umwelt“ besucht. „Das enorme Interesse an der vierten ‚Woche der Umwelt‘ zeigt, dass wir mit unseren Zukunftsthemen am Puls der Zeit sind, ihre Bedeutung von den Menschen verstanden wird und wir so auch Impulse für eine nachhaltige Welt setzen können“, so DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers.

KOWIND startete im Mai und ist auf eine Laufzeit von drei Jahren ausgelegt. Projektpartner des Fraunhofer IWES sind unter anderem die Chemieunternehmen Evonik und TIB Chemicals, der Rohrhersteller Salzgitter Mannesmann Line Pipe und der Gründungsstruktur-Hersteller Weserwind. Hierdurch wird die gesamte Wertschöpfungskette einbezogen, was eine ganzheitliche Entwicklung des Korrosionsschutzes ermöglicht.

Etwa 200 Unternehmen und Institutionen präsentieren neue Technologien, Produkte und Projekte für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Die Projektpräsentationen im Park von Schloss Bellevue gaben einen Überblick über die Breite und Vielfalt der Arbeiten aus Umwelttechnik, -forschung, -bildung und Naturschutz. 400 Experten in fast 100 Foren diskutierten zusätzlich Fragen rund um Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Ressourcen-, Klima- und Naturschutz, Mobilität, aber auch Tourismus, Freizeit und Sport, Ernährung, Bauen und Wohnen.

www.iwes.fraunhofer.de

www.woche-der-umwelt.de

SMA Solar Technology AG weiht Vertriebs- und Servicegesellschaft in Thailand ein Niestetal/Bangkok. Die SMA Solar Technology AG (SMA) hat im Juni ihre neue Vertriebs- und Servicegesellschaft in Bangkok eingeweiht. Der Weltmarktführer bietet seinen Kunden in Thailand eine umfassende Produktpalette mit Photovoltaik-Wechselrichtern für alle Anlagengrößen, von kleinen Hausdachanlagen bis hin zu PV-Kraftwerken im Megawattbereich, netzgekoppelte Anlagen sowie Inselnetzsysteme. Zudem bietet das neue Büro professionelle Beratung bei der Planung von Photovoltaik-Projekten, Kundenschulungen und umfassende Serviceleistungen an. SMA war in Thailand bereits an einer Reihe von größeren Solarprojekten beteiligt. Mit der Errichtung einer lokalen Präsenz trägt das Unternehmen der zunehmenden Bedeutung des thailändischen Markts Rechnung. SMA ist weltweit in 20 Ländern an allen wichtigen Solarmärkten vertreten. Demnächst wird eine weitere Auslandsgesellschaft in Südafrika gegründet werden. © DBU/Peter Himsel ■

www.sma.de

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Optimierung von Geschiebeschächten in Kanälen

Wirkungsgradverbesserung in Druckluftsystemen

Darmstadt. Feststoffe wie Steine und Sand werden im Abwasser der Kanalisationen mittransportiert und setzen sich in den Kanälen ab. Um dieses so genannte Geschiebe abzufangen, werden in Deutschland in neueren Kanalsystemen immer häufiger Geschiebeschächte eingebaut. Wie solche Schächte funktionieren und was geändert werden sollte, damit sie den Erfordernissen der Kanalsysteme optimal entsprechen, haben nun Wissenschaftler am Institut IWAR der Technischen Universität Darmstadt unter Leitung von Professor Wilhelm Urban wissenschaftlich untersucht.

Kassel. Druckluftsysteme werden zunehmend komplexer, so dass sich Undichtigkeiten nur schwer detektieren lassen. Mit der von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Entwicklung „Compressed-Air-Efficiency-Manager“ (CAE-Manager) bietet das Kasseler Unternehmen Postberg + Co. in Kooperation mit der Universität Kassel nun ein Modul, mit dem sich Leckagen zuverlässig aufspüren lassen: Durch eine rückführbare Messwertkette werden die tatsächlichen Wirkungsgrade eines Systems messbar gemacht. So kann die Effizienz einer Anlage dauerhaft kontrolliert werden.

Optimierungsbedarf konnten die Forscher vor allem im Hinblick auf organische Stoffe ausmachen, die sich im Gegensatz zum Geschiebe nicht in den Schächten absetzen, sondern bis zur nächsten Kläranlage transportiert werden sollen. Mithilfe von Computersimulationen und Feldversuchen ermittelten sie, wie Belüftungsrohre an den Schachtwänden am besten zu positionieren sind, um eine effektive Abtrennung der Organik zu erreichen.

Das Modul lässt sich in bestehende Druckluftsysteme integrieren und steht damit für zahlreiche Industrieanwendungen zur Verfügung. Zusätzliche Energieeffizienz erreicht die Firma Postberg durch einen weiteren Schwerpunkt im DBU-Projekt: Bei der Neuentwicklung »KWK-Druckluft+System« wird die Druckluft nicht elektrisch, sondern über einen gasmotorisch betriebenen Kompressor erzeugt. Die Abwärme wird industriell genutzt. Durch diese Kraft-Wärme-Kopplung reduziert sich der Primärenergiebedarf für die Druckluft- und Wärmeerzeugung um 62 Prozent.

Das Forschungsprojekt Projekt (HAProjekt-Nr.: 202/09-32) wurde im Rahmen von Hessen ModellProjekte aus Mitteln der LOEWE – Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz, Förderlinie 3: KMU-Verbundvorhaben gefördert. Konsortialführer war die VSB Vogelsberger Umwelttechnik GmbH. ■ ■

www.tu-darmstadt.de www.innovationsfoerderung-hessen.de

www.postberg.com

Holzbauteile für leichtere und umweltfreundlichere Autos Kassel. Leichter, energiesparender, umweltfreundlicher – so soll das Auto der Zukunft sein. Um dies zu erreichen, forschen Wissenschaftler der Universität Kassel an neuen Einsatzmöglichkeiten für einen traditionellen Werkstoff: Holz aus deutschen Buchenwäldern. Dieses besitzt bei einem Zehntel des Gewichts von Stahl ein Drittel der Festigkeit. Ziel ist es, Leichtmetalle und Kunststoffe in Autos an den passenden Stellen künftig durch holzbasierte Multimaterialsysteme zu ersetzen. Vorhandene Produktionsschritte sollen dabei möglichst wenig beeinflusst werden.

Geschiebeschacht bei Belüftung (Foto: TU Darmstadt)

Das von der Uni Kassel koordinierte Forschungsprojekt „Holzformteile als Multi-Material-Systeme für den Einsatz im Fahrzeug-Rohbau“ (HAMMER) wird im Rahmen des Förderprogramms „WING – Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft“ noch bis 2015 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt. Projektträger ist die VDI Technologiezentrum GmbH. Projektpartner der Uni Kassel sind das Fraunhofer Institut für Holzforschung WKI, die sachs engineering GmbH, die Fritz Becker KG und das Volkswagen AG Werk Kassel. ■

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www.uni-kassel.de


Hessischer Staatspreis für intelligente Energie verliehen Wiesbaden. Die Hessische Umweltministerin Lucia Puttrich hat am 22. Mai erstmalig den Hessischen Staatspreis für intelligente Energie verliehen. Der mit insgesamt 20.000 Euro dotierte Preis wurde in drei Industriekategorien sowie an Studenten und Schüler im Rahmen des 1. Internationalen Smart Energy Kongresses in Frankfurt übergeben. Der Preis in der Kategorie Energie-Netze ging an die RWE Deutschland AG mit ihrem Modellprojekt Smart Country, welches die Möglichkeiten der Anpassung eines bestehenden Netzes an die sich verändernden Versorgungsaufgaben untersucht. Den Preis der Kategorie Speicher erhielt die Akasol Engineering GmbH aus Darmstadt. Das Unternehmen hat einen Batteriespeicher für erneuerbare Energien in Ein- und Mehrfamilienhäusern entwickelt, der sich von außen über ein Smart Grid steuern lässt. Der Preis der Kategorie IKT ging an die Firma Gustav Klein GmbH & Co. KG für die Entwicklung einer Smart-Grid-fähigen unterbrechungsfreien Stromversorgung. Der Studentenpreis wurde an eine Projektgruppe der TU Darmstadt für den Entwurf eines Effizienzhauses Plus vergeben. Der Schülerpreis ging an das Schülerforschungszentrum Nordhessen für die Entwicklung eines sprachgesteuerten Hausautomationssystems und an Schüler der Edertalschule Frankenberg für ihr Projekt „Mikroalgen als Energielieferant“. ■

Wärmeleitfähigkeit in Böden wird messbar Darmstadt. Wie groß wird die Ausbeute eines Erdwärme-Kraftwerks an einem spezifischen Standort sein? Bislang sind mithilfe von Feldmessungen nur ungenaue Prognosen möglich, da die Wärmeleitfähigkeit von Böden je nach Wassergehalt und Verdichtung zeitlich schwankt. Geowissenschaftler der TU Darmstadt haben nun ein Messgerät entwickelt, welches die Untersuchung der Böden im Labor bei unterschiedlichen Umweltbedingungen ermöglicht. Das Gerät hat im Juli einen mit 10.000 Euro dotierten Preis der Darmstädter Stiftung für Technologietransfer erhalten und wird voraussichtlich Ende 2012 auf den Markt kommen. Das Messgerät wird nicht nur die Effektivität geothermischer Kraftwerke einschätzen helfen. Auch Straßenschäden durch Frost sowie Energieverluste bei erdverlegten Stromkabeln könnten deutlich eingedämmt werden. Des Weiteren ist eine bessere Dimensionierung von Erdwärmesonden möglich. ■

www.tu-darmstadt.de

www.semexpo.de

Mainova setzt auf regionale Windkraftprojekte Frankfurt. Die Mainova AG hat 10 Prozent der Anteile des Wiesbadener Projektentwicklers ABO Wind AG gekauft. Laut dem Vorstandsvorsitzenden der Mainova AG Dr. Constantin H. Alsheimer setzt der Energieerzeuger den Fokus verstärkt auf den Ausbau der Windenergie in der Rhein-Main-Region. Bis 2015 sollen in diesem Bereich rund 355 Millionen Euro investiert werden. Beide Unternehmen greifen auf eine bewährte Zusammenarbeit zurück. So hat ABO Wind bereits die beiden Windparks der Mainova in Siegbach und Hohenahr errichtet. Für das dritte gemeinsame Projekt, einen Windpark im bayerischen Remlingen bei Würzburg, wurden im Juni die Verträge unterzeichnet. Geplant sind sechs Windkraftanlagen der Firma Nordex Energy GmbH mit jeweils 2,4 Megawatt (MW) Leistung. Insgesamt werden die Windräder laut Prognose rund 35 Millionen Kilowattstunden klimafreundlichen Strom im Jahr erzeugen. ■

www.mainova.de

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TU Darmstadt, Institut für Angewandte Geowissenschaften

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Veranstaltungen/Termine

12.09.2012

Frankfurt

Komfort ade? Klimaschutz und Konsumentenverantwortung Veranstaltung der Transferstelle Internationaler Emissionshandel Hessen ■

www.transferstelle-emissionshandel-hessen.de

12.09 – 13.09.2012

Kassel

Innovationstage EnergieEffizienz Industrieunternehmen zeigen intelligente Lösungen für die Energieeinsparung in der Produktion. Themenfokus: Abwärmenutzung, druckluftarme Fabrik, Produktion in klimatisierten Räumen. ■

www.pi-academy.net

13.09.2012

Frankfurt

Konferenz „Materialien für neue Energien“ inkl. 9. Nanotechnologieforum Hessen Veranstaltung der Aktionslinie Hessen-Nanotech ■

Die Aktionslinie Hessen-Umwelttech ist eine Maßnahme des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung Sebastian Hummel Kaiser-Friedrich-Ring 75 D-65185 Wiesbaden Tel.: 0611 / 815 - 2471, Fax: - 492471 E-Mail: sebastian.hummel@hmwvl.hessen.de Internet: www.wirtschaft.hessen.de

Projektträger ist die HA Hessen Agentur GmbH Dr. Carsten Ott (Leiter), Dagmar Dittrich Abraham-Lincoln-Straße 38 – 42 D-65189 Wiesbaden Tel.: 0611 / 95017-8350 oder - 8645, Fax: - 8620 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de dagmar.dittrich@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de

www.hessen-nanotech.de Impressum

25.09 – 26.09.2012

Kassel

4. Kongress „100% Erneuerbare-Energie-Regionen“ Fachvorträge und Diskussionen zu umsetzungsrelevanten Fragestellungen. ■

www.100-ee-kongress.de

11.10.2012

Wetzlar

Fachtagung Hessen-Umwelttech 2012: Energieeffizienz in Kommunen und Betrieben – Marktpotenziale für die Umwelttechnologie Veranstaltung der Aktionslinie Hessen-Umwelttech, die aufzeigt, welche Möglichkeiten sich für Kommunen und Betriebe bieten und welchen Beitrag moderne Umwelttechnologien leisten können. ■

www.hessen-umwelttech.de

11.10.2012

Wiesbaden

Beratungstag „Hessen ModellProjekte – Förderung angewandter F&E-Projekte“ Informationen zu landesweiten Förderprogrammen für innovative Projekte ■

www.innovationsfoerderung-hessen.de

14.11.2012

Darmstadt

Erfinder, Tüftler, Visionäre – Herausforderungen in der Zukunft der Region Rhein-Main-Neckar Veranstaltung der IHK Darmstadt. Experten erläutern, wie sich gesellschaftliche und technologische Megatrends auf Wirtschaft, Forschung und Privatleben auswirken. ■

www.darmstadt.ihk.de

29.11.2012

Berlin

Rohstoffe effizient nutzen – Erfolgreich am Markt Die Preisträger des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2012 und weitere Unternehmen zeigen, wie im betrieblichen Alltag Rohstoffe und Materialien effizient genutzt werden können. ■

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www.demea.de

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Herausgeber Aktionslinie Hessen-Umwelttech Dr. Carsten Ott, HA Hessen Agentur GmbH Abraham-Lincoln-Straße 38 – 42 D-65189 Wiesbaden Redaktion Dagmar Dittrich, HA Hessen Agentur GmbH Gestaltung Piva & Piva, Studio für visuelles Design Heidelberger Straße 93, 64285 Darmstadt Fotos © Ints Vikmanis | Dreamstime.com (Titel); Fotolia.com: Rafa Irusta (S. 12), NVP (S. 15) Druck Druckerei Chmielorz GmbH Ostring 13, 65205 Wiesbaden Erscheinungsweise 3-mal pro Jahr (kostenlos) Auflagenhöhe 3.300 Stück Newsletter-Abonnement www.hessen-umwelttech.de Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, die Genauigkeit und die Vollständigkeit der Angaben sowie für die Beachtung privater Rechte Dritter. Die in der Veröffentlichung geäußerten Ansichten und Meinungen müssen nicht mit der Meinung des Herausgebers übereinstimmen.

Die Aktionslinie Hessen-Umwelttech wird kofinanziert aus Mitteln der Europäischen Union.


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