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Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung www.hessen-nanotech.de

Hessen-Nanotech

NEWS Erste internationale Nano-Norm Wahrnehmung der Nanotechnologie in der Öffentlichkeit Vorhang auf für die Nanotechnologie – Highlights der nanotech week frankfurt Finanzierung von jungen NanotechnologieUnternehmen Umwelttechnologie trifft Nanotechnologie Diamantoide – Winzige Diamanten aus Erdöl

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Nanotech Nanotech

6 2008 Dezember


Liebe Leserinnen und Leser, Editorial

Deutschland ist eine Industrienation ersten Ranges. Mit einem Industrieanteil am Bruttoinlandsprodukt von rund einem Drittel liegt Deutschland an der Spitze der G7-Länder. Das Wertschöpfungspotenzial ist noch zu erweitern, stößt jedoch in vielen Bereichen mit klassischen Methoden und Verfahren an technologische Grenzen. Zur Überwindung dieser Grenzen können die Nanotechnologien beitragen. Betrachtet man die aktuellen Marktstudien, scheint der Erfolg der Nanotechnologie vorgezeichnet zu sein – von ein bis drei Billionen USDollar Marktvolumen im Jahr 2015 ist die Rede. Das sind Prognosen. Damit diese in Erfüllung gehen können, müssen einige Bedingungen erfüllt werden: Die wichtigste ist, dass die Nanotechnologien aus ihrem Nischendasein heraustreten und in die gesamte Wertschöpfungskette integriert werden. Bisher sind es häufig noch Spezialprodukte und einzelne Anwendungen, die dank Nanotechnologie in den Markt kommen. Auch werden vereinzelt bereits bestehende Verfahren durch die Anwendung nanotechnologischer Erkenntnisse und Produkte verbessert. Nach meiner Erkenntnis aber haben die Nanotechnologien die Industrie noch nicht in dem Maße erreicht, wie sie es könnten.

INHALT

Deshalb will ich die Euphorie über die Marktentwicklung der Nanotechnologien etwas dämpfen. Sie wird sich durchsetzen, aber vielleicht etwas langsamer als erwartet. Das bedeutet keineswegs, dass ich das Potenzial der Nanotechnologie geringschätze. Aber neue Techno-

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Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Technologie- und Firmennews . . . . . . . . 3 Thema im Fokus: Erste internationale Nano-Norm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Öffentliche Wahrnehmung der Nanotechnologie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Rückblick: nanotech week frankfurt . . . 7

logien benötigen Zeit um sich zu etablieren. Von Konrad Zuses Z1 bis zum ersten Heimcomputer vergingen über 40 Jahre! In der Rückschau erscheint uns der Erfolg der Informationstechnologie zwingend; Zeitgenossen sahen dies oft anders. Ich glaube nicht, dass wir bei den Nanotechnologien so viel Zeit brauchen. Und ich denke auch nicht, dass wir uns Zeit lassen sollten. Das Gegenteil ist der Fall. Im Bereich der Nanotechnologie ist der Anfang der Kommerzialisierung, insbesondere in Asien und USA, aber auch in Deutschland, erkennbar. Wenn wir weiterhin technologisch an der Spitze sein wollen, müssen wir bei den Ersten sein, die die Nanotechnologie in der Breite einsetzen. Ein Schlüssel für die schnellere Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in marktfähige Produkte liegt in einem breiteren Angebot von nanobasierten Werkstoffen und Halbzeugen, deren Integration in Endprodukte schneller erfolgen kann, als dies bei den Nanomaterialien als Grundstoff der Fall ist. Der hessische Mittelstand hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er offen für Innovationen und mit diesen am Markt erfolgreich ist – deshalb bin ich mir sicher, dass uns die Etablierung der Nanotechnologien in der breiten betrieblichen Praxis als Erste gelingen wird.

Dr. Alois Rhiel

Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

Thema im Fokus: Finanzierung von jungen NanotechnologieUnternehmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12 Rückblick: Umwelttech trifft Nanotech . . .13 Aus der Forschung: Diamantoide – Winzige Diamanten aus Erdöl . . . . . . . . . .14 Themenverzeichnis 2005 - 2008 . . . . . . . .15 Veranstaltungen/Termine . . . . . . . . . . . . . . .16 Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16

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Technologie- und Firmennews Projekte, Kontakte

NanoRepro startet in turbulenten Zeiten mit Notierung an der Frankfurter Börse Die NanoRepro AG, ein junges Marburger Nanobiotech-Unternehmen, wird seit dem 10. Oktober mit rund einer Millionen Aktien im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierböse gelistet. Aufgrund einer zwölfmonatigen Veräußerungssperre können zunächst jedoch nur rund 340.000 Aktien an der Börse gehandelt werden. Die Erstnotierung erfolgte zu einem Preis von 11,50 Euro pro Aktie. Kurs am 15.12.08: 8,90 Euro. www.nanorepro.com, www.ovuquick.de, www.graviquick.de LOEWE-Zentrum AdRIA und FraunhoferInnovationscluster „Adaptronische Systeme“ gehen gemeinsam an den Start In Darmstadt wird erneut ein strategischer Meilenstein auf dem Weg zum international führenden Zentrum für Adaptronik gesetzt. Das LOEWE-Zentrum AdRIA (Adaptronik – Research, Innovation, Application) der Technischen Universität Darmstadt, der Hochschule Darmstadt und des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit (LBF) wird bereits im Rahmen des hessischen Forschungsförderungsprogramms „LOEWE – Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“ mit rund 16 Millionen Euro unterstützt. Jetzt investieren Bund und Land noch einmal insgesamt elf Millionen Euro in die Baumaßnahmen für den neuen Standort. Ergänzend dazu hat die Fraunhofer-Gesellschaft im September das regionale Innovationscluster „Adaptronische Systeme“ am Fraunhofer LBF eingerichtet und unterstützt mit Mitteln von Bund und Land über drei Jahre projektbezogen den beschleunigten Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in adaptronische Produktinnovationen. www.lbf.fraunhofer.de

Hessen nimmt am „nanoValley.eu“ teil Um die herausragenden Nanotechnologie-Aktivitäten entlang der Rhein-Achse zwischen Wiesbaden und Karlsruhe stärker zu vernetzen und darzustellen hat sich unter dem Namen „nanoValley.eu“ ein Verbund regionaler Akteure aus der Metropolregion Rhein-Neckar zusammengeschlossen. Die Aktionslinie Hessen-Nanotech vertritt hierbei aktiv das hessische Nanotechnologie-Cluster. Für die Entwicklung des Clusters südlich des Neckars erhält „nanoValley.eu“ Mittel aus dem 2. BadenWürttembergischen Cluster-Forum. „nanoValley.eu“ zählte dort im November zu den 12 Gewinnern der ersten Runde des Wettbewerbs zur Stärkung der regionalen Cluster in Baden-Württemberg und soll über einen Zeitraum von drei Jahren Fördergelder aus Brüssel erhalten. Hessen unterstützt „nanoValley.eu“ im Rahmen seiner Aktionslinie Hessen-Nanotech. Interessierte Unternehmen aus Hessen können sich dort zur Mitwirkung am Cluster melden. Alexander Bracht, Hessen-Nanotech alexander.bracht@hessen-agentur.de Kombinierte Präzision für kontaktfreie 3DOberflächenmessungen

Leica Microsystems in Wetzlar und die spanische Sensofar-Tech haben ein 3D-Messmikroskop entwickelt, das erstmals Konfokalmikroskopie, Interferometrie und Farbbildgebung in einem Sensorkopf verbindet. Das DCM 3D wertet die Mikro- und Nanogeometrie von Werkstoffoberflächen kontaktfrei aus und erzielt Auflösungen bis 0,1 Nanometer. Ein konfokales Mikrodisplay, zwei Lichtquellen und zwei Kameras erzeugen unbegrenzte Tiefenschärfe und hochpräzise Ergebnisse. Das 3DBild der Oberfläche wird innerhalb von Sekunden erzeugt. Der Sensorkopf, der ohne mechanisch bewegliche Teile auskommt und die LED-Lichtquelle machen das System praktisch wartungsfrei.

Mikroskopbetriebsarten: Hellfeld, konfokal, unbegrenzte Tiefenschärfe, farbkodierte Höheninformation (v.l.n.r.)

Berechnete 3D-Ansicht der untersuchten Oberfläche

www.leica-microsystems.com/products/ DCM3D Hessen-Nanotech NEWS 6/2008

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Heraeus Innovationspreis 2008 zeichnet Infrarotstrahler mit weißem Nanoreflektor aus

Jürgen Weber (3.v.l.) nahm stellvertretend für sein Mitarbeiter-Team von Heraeus Noblelight und Heraeus Quarzglas die Auszeichnung für den ersten Platz des Heraeus Innovationspreis 2008 entgegen

Ein innovativer Infrarotstrahler mit einem weißen Reflektor aus opakem Quarzglas, der auch bei hohen Temperaturen im Vakuum eingesetzt werden kann, ist Sieger des Heraeus Innovationspreises 2008. Durch die Verwendung eines hochreinen Quarzmaterials, anstelle einer Metallbeschichtung, können hier Kontaminationen minimiert werden. Dies ist insbesondere bei der Produktion von Solarzellen von Bedeutung. Da der weltweit patentierte bzw. zum Patent angemeldete Reflektor aufgrund seiner speziellen Nanound Mikrostruktur in einem weiten Spektrum vom ultravioletten bis infraroten Wellenlängenbereich reflektiert, sind weitere Anwendungen bereits im Blickfeld, z. B. in der Halbleiterindustrie, zum Bearbeiten von Kunststoffkomponenten oder in der UV-Härtung. www.heraeus.com EU-Kommission veröffentlicht die Ausschreibung 2009 zu Thema 4 - NMP Am 19. November 2008 startete die EU-Kommission die dritte Ausschreibungsrunde zu Thema 4 - Nanowissenschaften und Nanotechnologien, Werkstoffe und Neue Produktionstechnologien (NMP). Gefördert werden Verbundprojekte („SMALL“, „LARGE“, „SME“, „EURussia" und „ENV“) und Koordinierungs- bzw. Begleitmaßnahmen („CSA“). Schlusstermin für die Einreichung von Projektskizzen ist der 17.02.2009 bzw. der 31.03.2009 (EU-Russia, ENV und CSA). http://cordis.europa.eu/fp7/dc

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NanoKommission legt Empfehlungen zur Nanotechnologie vor Die NanoKommission, Dialoggremium der Bundesregierung, hat Ende November Empfehlungen für den verantwortungsvollen Umgang mit der neuen Technologie der Öffentlichkeit vorgestellt. Danach sollen die öffentlichen Mittel für die Erforschung der Risiken für Mensch und Umwelt deutlich erhöht und ein Bewertungssystem für Nanomaterialien erarbeitet werden, das der Wirtschaft und den regulierenden Behörden eine vorläufige Orientierung in Sicherheitsfragen ermöglicht. Ein wichtiges Ergebnis aus dem Nanodialog ist auch die Aufstellung einer Reihe von Prinzipien für einen verantwortungsvollen Umgang mit Nanomaterialien, die in den nächsten zwei Jahren in der Wirtschaft Schritt für Schritt umgesetzt werden sollen. Auch spricht sich die NanoKommission für die Schaffung einer unabhängigen Marktübersicht über Nanoprodukte für eine zukünftig stärkere Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher aus. www.bmu.de/nanokommission Neue BMBF-Ausschreibung: Auswirkungen synthetischer Nanomaterialien auf den Menschen – NanoCare Die zunehmende industrielle Nutzung der Nanotechnologie erfordert die Erforschung möglicher Auswirkungen synthetischer Nanomaterialien auf die Gesundheit des Menschen. Aus diesem Grund sollen mit der aktuellen Ausschreibung des Bundesforschungsministeriums (BMBF) zur Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zum Thema „Auswirkungen synthetischer Nanomaterialien auf den Menschen – NanoCare“ Wissenslücken über die Ausund Wechselwirkungen von Nanomaterialien geschlossen werden. Projektskizzen können bis zum 26.02.2009 eingereicht werden www.bmbf.de

Weitere aktuelle Informationen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Finanzen und Politik finden Sie unter www.nanoportal-hessen.de/nachrichten.


Erste internationale Norm im Bereich der Nanotechnologie veröffentlicht Thema im Fokus

Mit der Internationalen Technischen Spezifikation ISO/TS 27687 „Nanotechnologies – Terminology and definitions for nanoobjects – Nanoparticle, nanofibre and nanoplate“ veröffentlichte die Internationale Organisation für Normung ISO im August die erste internationale Norm im Bereich der Nanotechnologie. Parallel ist diese inhaltsgleich mit gleichlautendem Titel auch von der Europäischen Normungsorganisation CEN mit der Bezeichnung CEN ISO/TS 27687 herausgegeben worden. Die Technische Spezifikation legt Begriffe fest, die heute schon sowohl in der Nanowissenschaft als auch in der Nanotechnologie für Partikel im Nanomaßstab verwendet werden. Sie bildet den ersten Teil eines mehrteilig angelegten Terminologiedokuments mit Begriffsdefinitionen. So soll die begrifflich eindeutige Kommunikation zwischen den Akteuren erleichtert werden. Zur Bezeichnung von verschiedenen Nanomaterialien wurden neue Begriffe wie z.B. „Nanoobjekt“ geprägt sowie bereits gebräuchliche Begriffe wie z.B. Nanopartikel oder Nanoröhrchen übernommen und in ein rationales hierarchisches Definitionssystem integriert. Ein Ausschnitt aus dieser Hierarchie ist in der Abbildung dargestellt. Die Technische Spezifikation enthält eine aktuelle Auflistung der auf dem Gebiet der Nanotechnologien relevanten Begriffe. Sie enthält neben den Kernbegriffen „Nanomaßstab“ und „Nanoobjekt“ Begriffe für Partikelansammlungen (z. B. Partikel, Agglomerat), Begriffe für „Nanoobjekte“ (z. B. Nanopartikel, Nanofaser, Nanoplättchen) sowie einen Anhang zur Partikelgrößenmessung, der sowohl auf die Grundlagen der Partikelgrößen eingeht als auch Begriffe zur Partikelgrößenmessung festlegt. In der Planung befinden sich weitere Terminologienormen, beispielsweise zu Bio/NanoGrenzflächen sowie für nanotechnologische Medizin- und Gesundheitsanwendungen und persönliche Schutzmaßnahmen. In Deutschland beschäftigt sich der Arbeitsausschuss NA 062-08-17 AA „Nanotechnologien“ des Normenausschusses Materialprüfung (NMP) im Deutschen Institut für Normung e. V. (DIN) mit den Normen und Technischen Spezifikationen, die von ISO und CEN erarbeitet werden. Das

Gremium spiegelt zurzeit sämtliche Arbeiten der beiden Gremien und hat auch an der Erarbeitung der ISO/TS 27687 aktiv mitgewirkt. Nanoobjekt (ein, zwei oder drei Außenmaße im Nanomaßstab)

Nanopartikel (drei Außenmaße im Nanomaßstab)

Nanofaser (zwei Außenmaße im Nanomaßstab)

Nanoplättchen (ein Außenmaß im Nanomaßstab)

Nanodraht (elektrisch leitende Nanofaser)

Nanoröhrchen (hohle Nanofaser)

Nanostäbchen (starre Nanofaser)

Die bereits aktiven Experten hoffen auf eine stärkere Beteiligung seitens deutscher Akteure an den internationalen Normungsaktivitäten, da dies zur Wahrung der Wirtschaftsinteressen des Landes von eminenter Bedeutung ist. Denn es besteht eine nicht zu unterschätzende Gefahr, dass Rahmenbedingungen für den europäischen und internationalen Warenverkehr nanotechnologischer Produkte ohne ausreichenden deutschen Einfluss festgelegt werden. Da Deutschland in der Nanotechnologie gemäß der Zahlen im Bereich Veröffentlichungen und Patentanmeldungen international eine Führungsrolle zusteht, wäre dies umso bedauerlicher.

Nanotechnologische Begriffe und ihre hierarchische Zuordnung (Ausschnitt)

Autor: Dr. Michael Schmitt, DIN Deutsches Institut für Normung e. V., Normenausschuss Materialprüfung (NMP), Burggrafenstr. 6, 10787 Berlin L I T E R A T U R - T I P P Einen Überblick zum Thema Normung und Standardisierung im Bereich der Nanotechnologien gibt die 2007 von der Aktionslinie Hessen-Nanotech in der Schriftenreihe Hessen-Nanotech herausgegebene Broschüre „NanoNormung“. Die Broschüre kann kostenlos in gedruckter und in elektronischer Form unter www.hessen-nanotech.de/veroeffentlichungen bezogen werden.

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Wahrnehmung der Nanotechnologie in der Öffentlichkeit Wie nimmt die Bevölkerung in Deutschland die Nanotechnologie wahr? Welche Faktoren beeinflussen die Wahrnehmung? In welche Richtungen kann sich die öffentliche Meinungsbildung entwickeln? Eine Befragung von Bürgern durch die Wirtschaftspsychologen Vierboom & Härlen in Köln, im Auftrag des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), bietet Aufschluss über diese und weitere Fragen. Handhabbarmachen des Themas durch Setzungen und Konkretisierungen

Zum Fortschrittsglauben zurückfinden

Staunen über Anschauungsgrenzen

Hineingeraten in Irritationen über die Auflösung gewohnter Kategorien

Motivstrukturen des Umgangs mit dem Thema Nanotechnologie

Ausmalen verheißungsvoller Visionen

Sich auf Perspektivwechsel und veränderte Denkmuster einlassen

Die wichtigsten Ergebnisse des Projektes Ca. 50% der Bevölkerung sind in der Lage, Nanotechnologie zu spezifizieren. Der Anteil derjenigen, die den Begriff nicht kennen, hat sich verringert (von ca. 80 % in 2004 und ca. 65 % in 2006). Die typischen Spezifizierungen des Begriffs Nanotechnologie beziehen sich auf Kategorien wie „Miniaturisierung“ und „Oberflächenbehandlung“. Die Kenntnisse über Nanotechnologie und ihre Funktionsweisen sind begrenzt. An der Nanotechnologie fasziniert vor allem der Anwendungsbezug: Alltagerleichterungen, Verringerung von Umweltproblemen, medizinischer Fortschritt, Schaffung von Energieressourcen. Charakteristisch für die erlebte Faszination ist das Staunen über die

Ergebnisse einer Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), Berlin (2008) Autoren: C. Vierboom, I. Härlen, J. Simons, R. Zimmer, R. Hertel, G.-F. Böl Die Studie steht unter http://www.bfr.bund.de/cm/238/wahrnehmung_der_ nanotechnologie_in_der_bevoelkerung.pdf zum Download bereit.

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Vielfalt der Technologie und über eigene Anschauungsgrenzen. Der Nutzen der Nanotechnologie wird von 66 % der Befragten größer als das Risiko eingeschätzt. Die Akzeptanz wird geringer, je näher die Produkte an den Körper heranrückend bzw. im Körper wirkend erlebt werden. So ist die Akzeptanz bei Produkten zur Oberflächenversiegelung oder zur Verbesserung von Textileigenschaften deutlich größer als bei Kosmetik oder Lebensmitteln. Die kaum bemerkte Ausbreitung von Nanoprodukten im Alltag kann ein Problem werden, weil sich Bilder einer sich verbündenden und scheinbar verbraucherfernen Industrie beleben lassen. Vor allem im Kontext „freie Nanoteilchen“ kann die nicht bemerkte Ausbreitung zum Problem werden, weil sich dann zwei als „nicht kontrolliert“ bewertete Wirkungszusammenhänge ergänzen und verschärfen. Die mit Nanotechnologie verbundenen Hoffnungen gehen über den Bereich der Verbesserung von Produkten weit hinaus. Nanotechnologie kann als „treibendes“ Thema gegen Kulturpessimismus und Fortschrittsfeindlichkeit instrumentalisiert werden. Sie steht für Fortschrittsglauben und für Hoffnungen auf eine positive Entwicklung des Standortes Deutschland. „Allen Beteiligten soll die Möglichkeit gegeben werden, sich eine mündige Meinung über Auswirkungen neuer Technologien zu bilden, um so einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen Technologien zu ermöglichen. Um dies zu erreichen, ist unter anderem auch ein Verständnis dafür nötig, wie Verbraucher bestimmte Risiken wahrnehmen.“ Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung Methodik der Befragung: Zur Erforschung der öffentlichen Meinungsbildung wurden zunächst 50 Personen in zweistündigen Intensivinterviews tiefenpsychologisch befragt. Im Anschluss an die psychologische Grundlagenstudie fand eine repräsentative Befragung (n = 1.000) auf Basis computergestützter Telefoninterviews (CATI) statt.


Vorhang auf für die Nanotechnologie – Highlights der nanotech week frankfurt 2008 Rückblick

Hessen rollt den Nano- und Materialtechnologien den roten Teppich aus: Im Herzen Europas findet jährlich die größte europäische Nanotechnologie-Schau, die „nanotech week frankfurt“, statt. Unter dem Dach der Messe Frankfurt bündelten vom 10. bis 13. November die Fachmesse NanoSolutions und das Nanotechnologieforum Hessen sowie erstmals das Deutsche Eigenkapitalforum (EKF) mit dem Branchenforum NanoEquity Europe ihre Veranstaltungen zu einer umfassenden Fach- und Finanzierungsplattform.

Hessen auf der NanoSolutions Unter dem Motto „technologies . integration . products“ öffnete die Fachmesse NanoSolutions vom 11. bis 13. November ihre Pforten. Etwa 110 nationale und internationale Aussteller nutzten die Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse, Produkte und Verfahren an drei Tagen rund 3.000 Besuchern zu präsentieren und zahlreiche Gespräche mit Entscheidern zu führen. Eine zentrale Anlaufstelle für Informationen rund um die Schlüsseltechnologien Nano- und Materialtechnologien, Mikrosystemtechnik und optische Technologien bildete der mittig gelegene Stand der Aktionslinie Hessen-Nanotech. Neben der Aktionslinie Hessen-Nanotech präsentierten sich am Hessenstand auch das mst-

Netzwerk Rhein-Main und das Netzwerk für optische Technologien in Hessen/RheinlandPfalz Optence. Parcours bot Nanotechnologien zum Anfassen Ebenfalls am Stand zu finden war der Nano Discovery Parcours: Eine multimediale Eintrittspforte in die Welt der kleinsten Teilchen. Dort machten Exponate – von hessischen Unternehmen und Messe-Ausstellern gestiftet – und begleitende Infoposter die Nanodimension und -effekte verständlich und Nanoprodukte erlebbar. Anfassen war dringend erwünscht – wie etwa am Motorenmodell der Firma Rewitec mit Verschleiß reduzierender Beschichtung, das per Kurbel in Bewegung versetzt werden konnte. Finanzexperten und Insider unterschiedlichster Anwendungsbranchen, insbesondere auch sol-

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Hessen präsentiert sich auf der Messe NanoSolutions oben: Im Vordergrund der Präsentation des mst-Netzwerk Rhein-Main stand die Mikro-Nano-Integration. mitte: Der Nano-DiscoveryParcours zeigte bereits auf dem Markt verfügbare Nanotechnologieanwendungen. unten: Impressionen vom Hessen-Nanotech-Stand und vom Nano-DiscoveryParcours

che, die zum Besuch der parallel stattfindenden Messen (nutec und Airtec) und des Eigenkapitalforums nach Frankfurt gekommen waren sowie der interessierte Nachwuchs – Schüler und Studenten, die die Messe vor allem am dritten Tag stark frequentierten – nutzten den Entdeckungsparcours ausgiebig. Am benachbarten Hochschulgemeinschaftsstand – organisiert vom NanoNetzwerkHessen und dem TechnologieTransferNetzwerk Hessen – vermittelten hessische Hochschulen und For-

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schungseinrichtungen, wie das Deutsche Kunststoffinstitut und die GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH, das Potenzial der hessischen Nanoforschung. „Mit der Beteiligung an der NanoSolutions wollen wir den Nanotechnologien den Weg in die industrielle Anwendung ebnen und den Mittelstand auf neue Schlüsseltechnologien aufmerksam machen", resümierte Alexander Bracht, Projektleiter der Aktionslinie Hessen-Nanotech.


4. NanoEquity Europe: Nanotechnologie und Kapitalmarkt In diesem Jahr fand Europas führendes Forum für Nanotechnologie und Kapitalmarkt, die NanoEquity Europe, erstmals am 11. und 12. November als Branchenforum des Deutschen Eigenkapitalforums (EKF) statt. Mit etwa 5.900 Teilnehmern, rund 340 Unternehmenspräsentationen und knapp 100 Ausstellern ist das EKF international die größte Informations- und Netzwerkplattform für Eigenkapital suchende Unternehmen. Vertreter von zwölf Nanotechnologie-Unternehmen nutzten die Gelegenheit, ihre Geschäftsmodelle, Produkte und Verfahren im Branchenforum „Nanotechnologie“ zu präsentieren und so Kontakte zu Investoren, Analysten und anderen Mitgliedern der Finanzwelt zu knüpfen. Die Finanzund Kapitalmarktexperten konnten im direkten Gespräch mit Vorständen und Investor-RelationsProfis der börsennotierten NanotechnologieUnternehmen als auch mit den Entscheidungsträgern der jungen, nicht börsennotierten Unternehmen wertvolle Informationen zur Vorbereitung von Investitionsentscheidungen sammeln.

Unter Federführung der Deutschen Börse AG und in enger Zusammenarbeit mit der Frankfurter Nanotechnologie-Beteiligungsgesellschaft Nanostart AG fand die NanoEquity Europe bereits zum vierten Mal statt. Dabei erwies sich die diesjährige Integration der NanoEquity in das EKF als idealer Rahmen, um die notwendige Vernetzung von Nanotechnologie und Kapitalmärkten noch besser voranzutreiben. Weitere Förderer der Veranstaltung waren die Aktionslinie Hessen-Nanotech des Hessischen Wirtschaftsministeriums sowie die Wertpapierhandelsbanken Close Brothers Seydler AG und Steubing AG. „An den Chancen der Globalisierung kann nur teilhaben, wer über eine ausreichende Eigenkapitalbasis verfügt. Es ist notwendig, um die Produktionskapazitäten auszubauen, die Entwicklungsbudgets zu erhöhen und die internationale Präsenz zu verbessern.“ Reto Francioni, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Börse

Der NanoCorner der NanoEquity Europe im Foyer des Deutschen Eigenkapitalforums bot neben Informations- und Anschauungsmaterial zur Nanotechnologie auch Raum für Gespräche

Analysten und Investoren informierten sich im Branchenforum NanoEquity Europe des Deutschen Eigenkapitalforums über Geschäftsmodelle, Verfahren, Produkte und Finanzierungsbedarf von zwölf NanotechnologieUnternehmen

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Das 5. Nanotechnologieforum Hessen – das abschließende Kongress-Highlight der nanotech week frankfurt Am letzten Messetag fand unter dem Motto „Mit Nanotechnologien die Zukunft gestalten – Innovationspotenziale und Karrierechancen“ das 5. Nanotechnologieforum Hessen der Aktionslinie Hessen-Nanotech des Hessischen Wirtschaftsministeriums statt. Die Fachveranstaltung, die über 300 Besucher anzog, richtete sich dieses Jahr mit speziellen Themenblöcken nicht nur an mittelständische Unternehmer, sondern besonders auch an Nano-Nachwuchs-Fachkräfte: Schüler, Auszubildende, Studenten und Berufseinsteiger. Unterstützt wurde das diesjährige Nanotechnologieforum von der IHK Innovationsberatung Hessen, der Fachmesse NanoSolutions, nanoValley.eu und der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU). Schon bei der Begrüßung brachte Hessens Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel die Bedeutung der Nanotechnologien für Hessen auf den Punkt: Sie lieferten geeignete Lösungsansätze, um die industrielle Wertschöpfung in den Leitbranchen Automobilbau, Chemie und Pharmazie, Elektroindustrie und Maschinenbau zu steigern und die Branchen zukunftsfähig zu halten. Gleichzeitig stellen die Zukunftstechnologien Lösungsansätze zur Schonung der endlichen Ressourcen bereit. In der Anwendung der Nanotechnologien gehe Hessen bereits als eine der führenden Nano-Regionen in Deutschland und Europa mit positivem Beispiel voran. Damit die Nanotechnologien ihr Potenzial noch breiter entfalten können, benötige man jedoch noch mehr innovative Unternehmen, die neue Verfahren und Materialien entwickeln und nutzen. Nanotechnologien als Impulsgeber Doch wie können Unternehmen, insbesondere aus dem Mittelstand, konkret Nutzen aus der Anwendung von Nanotechnologien ziehen? Um diese Fragestellung ging es im ersten Themenblock, moderiert vom hessischen Nanotechnologiebeauftragten Helmut Hund. Der Einführungsvortrag von Dr. Karl-Heinz Haas, Sprecher der Allianz Nanotechnologie der Fraunhofer-Gesellschaft, nahm die Besucher mit auf die Reise durch die Welt erfolgreicher Nanoprodukte und -entwicklungen. Er verdeutlichte damit den Querschnittscharakter der Nanotechnologie, der auch in der anschließenden Podiumsrunde zum

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Ausdruck kam. Vertreter aus der hessischen Unternehmenslandschaft beleuchteten, wie Nanotechnologien generell und Nanomaterialien im Speziellen beispielsweise in Elektronik, Optik, Bauwesen, Medizintechnik und Automobilindustrie erfolgreich zur Anwendung kommen können. Um die Integration von Nanotechnologie ins Unternehmen zu schultern, sei fundiertes Knowhow besonders wichtig. Deswegen empfiehlt Dr. Thomas Niem von der GDF Gesellschaft für Dentale Forschung und Innovationen GmbH: „Aus eigener Erfahrung kann ich nur jedem raten, Kooperationspartner zu suchen.“ Lohnt sich die Investition in Nano? Die Statements der Podiumsrundenteilnehmer verdeutlichten, dass die Nanotechnologien ihren Teil zum Umsatz beitragen können. Fazit: Investitionen in Nano rechnen sich, denn daraus resultierende Innovationen eröffnen gerade dem Mittelstand große Chancen. Wie sieht die Arbeitswelt Nanotechnologien aus? Laut einer Studie, die Uwe Schumann vom Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung vorstellte, rechnen befragte Nano-Großunternehmen in den nächsten fünf Jahren mit personellen Zuwachsraten von fünf bis sieben Prozent. Auch bei kleineren Unternehmen wächst der Fachkäftebedarf. Strategien, wie dieser gedeckt werden kann, müssten bereits in Schule und Ausbildung ansetzen – mit dem Ziel, die Begeisterung für Technik und Naturwissenschaften zu wecken, resümierte Michael Jung von forumnano. Dies gelte insbesondere für die Gewinnung von Frauen für technische und naturwissenschaftliche Karrieren. In ihnen stecke viel ungenutztes Potenzial, erläuterte Ilka Bickmann von nano4women und science2 public. Ihre Initiative „Nano-Entrepreneurship-Academie NEnA“ unterstützt speziell Frauen auf dem Weg zur Unternehmensgründung.


Während der „nanotech week frankfurt“ bot der neu gestaltete und erweiterte nanoTruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Fachbesuchern und Schülern Nanotechnologie zum Anfassen.

Doch neben einer hohen Eigenmotivation brauchen junge Nanotechnologen vor allem aber eines: eine gute fachliche Grundlage. „Momentan existiert noch kein einheitlicher Studiengang für Nanotechnologie“, berichtete Dr. Angelika Kühnle, Universität Osnabrück und Zukunftsforum Nanotechnologie bei der Dechema. Um den Anforderungen der Industrie gerecht zu werden, sei es aber wichtig, dass es eine derartige akademische Ausbildung gebe, um Interdisziplinarität und Praxisbezug zu stärken. Wissen müsse in der Tiefe und in der Breite vermittelt werden.

„Nano - the next generation” Integration war auch das Stichwort des nachmittäglichen Programmteils für Schüler, „Nano – the next generation“. Aus der Praxis eines Lehrers zeigte OStR Johannes Koch, dass der hohen Nachfrage nach Nanofachkräften (noch) eine mangelnden Einbindung von nanotechnologischen Themen im schulischen Lehrplan gegenübersteht. „Es gibt viele Ansatzpunkte für Einblicke in die Nanotechnologie im Unterricht“, erklärte Koch und untermauerte dies mit Beispielen wie dem Lotuseffekt oder der „Größe“ menschlicher Nervenzellen.

Den Praxisbezug ermöglichen etwa betriebliche Nano-Ausbildungsplätze. Dabei gelte vor allem eines, erklärte Roland Nagl vom Projekt Innovation und Wachstum für Ausbildung und Nachhaltigkeit: „Es braucht immer einen Kümmerer, um entsprechende Konzepte auf den Weg zu bringen.“

Prof. Dr. Joachim Wendorff von der Philipps-Universität Marburg und Dr. Andreas Jungbluth, Flad & Flad Communication Group, stellten abschließend den hessischen „Learning Nano“Experimentierkoffer vor. Die Experimente wurden von den Marburger Professoren Greiner und Wendorff entworfen und ermöglichen Zugang zu unterschiedlichen nanotechnologischen Prinzipien und Materialien. Im Zuge eines Schulwettbewerbs im Sommer 2008 wurden bereits 115 Koffer als Preis an hessischen Schulen verteilt. Nach deren Rückmeldungen soll nach Abschluss der Pilotphase Anfang 2009 über die Serienproduktion des NanoKoffers entschieden werden, so Wendorff und Jungbluth.

„Ist das tatsächlich der Fall?“ wollte Moderatorin Prof. Dr. Birgit Scheppat von der FH Wiesbaden in der anschließenden Diskussionsrunde wissen. Die Diskutanten aus Lehre, Wirtschaft, Netzwerken und Projekten auf dem Podium stimmten dem zu und gingen sogar noch einen Schritt weiter: Dass noch immer einem großen Teil der deutschen Gesellschaft Nanotechnologien unbekannt sind, sei ein Hindernis. Deshalb müsse Nanotechnologie in Deutschland unbedingt attraktiver werden, lautete das Fazit der Podiumsrunde. Und Prof. Dr. Moniko Greif von der FH Wiesbaden plädierte dafür, dass Technik als fester Bestandteil in die Kultur integriert werden müsse, um mögliche Vorurteile abzubauen.

Die Veranstaltung fand ihren Ausklang in einem lockeren Get together, das Gelegenheit bot, in kleineren Runden Erfahrungen auszutauschen. Die Themen des Veranstaltungsprogramms wie auch die große Bandbreite und Zahl an Besuchern zeigte: Nanotechnologien haben das Potenzial, Zukunft zu gestalten. Hessen-Nanotech NEWS 6/2008

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Finanzierung von jungen NanotechnologieUnternehmen Thema im Fokus

Der Weg von der nanotechnologischen Idee zu einem erfolgreichen Produkt oder Verfahren ist in der Regel durch eine lange und vergleichsweise kapitalintensive Forschungs- und Entwicklungsphase gekennzeichnet. Gerade für junge Unternehmen ist eine solide Finanzierung durch einen verlässlichen Kapitalgeber die Grundlage jeder erfolgreichen geschäftlichen Aktivität. Grob unterteilt gibt es für junge Unternehmen drei Möglichkeiten, finanzielle Mittel zu beschaffen: Kredite, Subventionen oder Eigenkapital. Auch Mischformen kommen vor. Fördermittel der EU und der Bundesregierung werden zum Beispiel als Zuschuss oder zinslose Darlehen gegeben. Sie sind vor allem als Starthilfe gedacht. Bankkredite kommen meist nicht in Frage: Zum einen werden sie aufgrund fehlender Sicherheiten oft nicht gewährt, zum anderen stellt die Rükkzahlung für das junge Unternehmen oft eine nicht zu unterschätzende finanzielle Belastung dar. Auch scheuen institutionelle Investoren meist das Risiko, in die jungen, noch nicht profitablen Unternehmen zu investieren.

Eigenkapitalgeber das Unternehmen aus Eigeninteresse heraus aktiv unterstützt und berät. Venture Capital Markt für NanotechnologieUnternehmen Für die Frühphasenfinanzierung durch Eigenoder Wagniskapital (Venture Capital, VC) kommen Fördergelder aus Public-Private-Partnerships wie zum Beispiel aus dem High-Tech Gründerfonds in Frage oder auch das Engagement sogenannter Business-Angels. Über einen längeren Zeitraum und mit mehr Kapital engagieren sich VC-Gesellschaften. Der Venture Capital Markt für Nanotechnologie ist allerdings in Deutschland im Vergleich zu den USA weit weniger ausgeprägt. Öffentliche und private Förderung von Nanotechnologie 6

US $ Mrd.

5.5

0.736

5 4.5

5.05

5.038

Staatlich

Privat

Venture Capital Investments für Nanotechnologie weltweit (2006)

4 3.5 3 2.5 2

Nanotechnologie: Prognose des Marktvolumens

1.5 2.600

US $ Mrd. 2.500

0

Nano Business Alliance

2.000

EC/US Föderal

Hitachi General Association

1.750 1.500

Lux Research

1.250

Venture Capital ist bisher an der weltweiten Förderung von Nanotechnologie nur mit einem Anteil von rund 5,5 Prozent beteiligt - hier gibt es noch erheblichen Nachholbedarf. (Quelle: DG Research)

1.244 1.000

1.000 750 500 225

250 13 0 2002

2004

292 Jahr

91 2006

2008

2010

2012

2014

Durch Eigenkapital zu kommerziellem Erfolg Die beste Finanzierungslösung für die meisten jungen Nanotechnologie-Unternehmen auf dem Weg zum kommerziellen Erfolg ist daher Eigenkapital. Eigenkapitalfinanzierung bedeutet, dass der Investor Anteile am Unternehmen erwirbt und zusätzlich die Kapitalrücklage aufstockt. Das hat für das Unternehmen den Vorteil, dass es keine fixierten Zins- und Tilgungsbelastungen gibt. Noch wichtiger ist aber, dass der

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1 0,5

Prognostiziert von

2.250

In den nächsten fünf Jahren wird ein rasanter Anstieg des Marktvolumens von nanobasierten Produkten und Verfahren erwartet. (Quelle: KISTI)

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Hessen-Nanotech NEWS 6/2008

Eine deutsche VC-Gesellschaft, die sich rein auf Nanotechnologie-Unternehmen spezialisiert hat, ist die in Frankfurt am Main ansässige Nanostart AG. „Mit zahlreichen Beteiligungen in den USA, Europa und Asien haben wir es geschafft, eine global führende Position aufzubauen. Die Nanostart unterstützt junge NanotechnologieUnternehmen nicht nur mit Kapital, sondern auch in der Geschäftsentwicklung und bei der Kundengewinnung“, so Marco Beckmann, Vorstand der Nanostart AG. Ziel sei es, win-win-Situationen zu schaffen: „Da das NanotechnologieUnternehmen mit seiner Entwicklung an Wert gewinnt, profitieren sowohl der Gründer als auch die Investoren, wenn es an die Börse geht.“


Umwelttechnologie trifft Nanotechnologie Rückblick

Wirtschaftsstaatssekretär Klaus-Peter Güttler hat am 29. Oktober in Frankfurt die Fachtagung „Umwelttech trifft Nanotech“ eröffnet. Dabei verglich er die Nanotechnologie mit einem hochtalentierten Fußballspieler am Beginn seiner Profilaufbahn. „Die Trainer attestierten ihm immer wieder unglaubliches Talent und das Potenzial, es ganz an die Spitze zu schaffen. Den Beweis für die Bundesligatauglichkeit habe er aber noch nicht erbracht, dies werde erst die kommende Spielzeit zeigen.“ Der Nanotechnologie werde von allen Marktforschern und vielen Wissenschaftlern ein unglaubliches Marktpotenzial prognostiziert, so Güttler weiter. In vielen Bereichen beginne für die Nanotechnologie jetzt die Profilaufbahn, um beim Bild des Fußballers zu bleiben. Eine „Liga“, in der sich die Nanotechnologie ganz sicher als Gewinn für die Mannschaft erweisen werde, sei die Umwelttechnik. Auf der gemeinsamen Veranstaltung der Aktionslinien Hessen-Umwelttech und Hessen-Nanotech in den Räumen der Dechema e. V. betonte der Staatssekretär, dass für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung sauber und effizient produziert und verarbeitet werden müsse. Dank der modernen Umwelttechnologie habe Deutschland bereits einen hohen Standard erreicht. Das Erreichte sei aber noch nicht genug. „Mit klassischen Methoden und Materialien stoßen wir an technologische Grenzen“, so Güttler. „Hier kommt unser Multitalent Nanotechnologie ins Spiel: Neue Materialen mit zusätzlichen oder verbesserten Eigenschaften ermöglichen neue oder optimierte Methoden zur umweltfreundlichen Produktion und Verarbeitung sowie verbesserte Filtertechniken.“ Er sei sich sicher, dass die Chancen, die ein Bündnis der Nanotechnologie mit der Umwelttechnologie berge, künftig genutzt und damit große Fortschritte in der Umwelttechnologie erzielt würden. Einsatzmöglichkeiten in allen Segmenten der Umwelttechnik Wo diese Chancen konkret liegen können, zeigten in ihren Vorträgen Daniel Heubach vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation und Martin Möller vom Öko-Institut im Plenumsteil der Veranstaltung. Demzufolge decken die möglichen Einsatzfelder der Nanotechnologie alle Segmente der Umwelttechnik ab, von der Was-

seraufbereitung über die Abwasser- und Abfallbehandlung bis hin zur Luftreinhaltung und zum Klimaschutz durch innovative Energietechnologien oder nanostrukturierte Dämmstoffe. Darüber hinaus bietet die Nanotechnologie vielfältige Möglichkeiten zu einem effizienteren Einsatz von Ressourcen, etwa aufgrund verbesserter Oberflächeneigenschaften oder durch neuartige Materialien für den Leichtbau. Da die Anwendung von neuen Technologien jedoch mit großen Herausforderungen verbunden ist, fällt es insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen schwer, die vorhandenen Potenziale auch in die Praxis umzusetzen. Bei der Durchführung von Modellprojekten bietet deshalb das Land Hessen im Rahmen seiner Innovationsförderung finanzielle Unterstützung, wie Frank Syring von der Hessen Agentur erläuterte. Im Anschluss an den Plenumsteil wurden in zwei parallelen Workshops verschiedene Anwendungen der Nanotechnologie in der Wasser- und Abwassertechnik sowie in der Luftreinhaltung vorgestellt. Dr. Günter Tovar vom Fraunhofer Institut für Grenzflächen und Bioverfahrenstechnik präsentierte beispielsweise einen Nanoadsorber, mit dem Spurenstoffe aus Abwässern beseitigt werden könne, und Dr. Werner Tischer von der Franz Carl Nürdling Basaltwerke GmbH erläuterte, wie Pflastersteine, die mit Titandioxid beschichtet wurden, Stickstoffdioxid aus der Luft abbauen. Weitere Beispiele machten deutlich, dass sowohl in der Wasseraufbereitung als auch in der Luftreinhaltung mithilfe der Nanotechnologie wirksamere Filtermedien hergestellt werden können.

Dr. Carsten Ott HA Hessen Agentur GmbH Projektleiter Aktionslinie Hessen-Umwelttech Tel.: 0611 / 774 8350, Fax: -58350 E-Mail: carsten.ott@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-umwelttech.de Hessen-Nanotech NEWS 6/2008

Diskussion im Plenum: Daniel Heubach vom Fraunhofer IAO, Frank Syring von der Hessen Agentur, Martin Möller vom Öko-Institut und Moderator Niels Boeing (v.l.n.r.)

Wirtschaftsstaatssekretär Klaus-Peter Güttler verglich die Nanotechnologie mit einem hochtalentierten Fußballspieler

Die Vorträge der Veranstaltung „Umwelttech trifft Nanotech“ stehen unter www.hessen-umwelttech.de zum Download bereit.

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Diamantoide – Winzige Diamanten aus Erdöl Aus der Forschung

Weltweit werden nanoskalige Diamanten und deren Eigenschaften erforscht. In diesen Größenbereich fallen auch die so genannten Diamantoide, die sich besonders durch ihre klar definierten Strukturen im Nanometerbereich auszeichnen. Durch die Entdeckung großer Mengen dieser Diamantoide im Erdöl und deren relativ leichte Isolierung stehen seit kurzem diese neuartigen Synthesebausteine der Forschung zur Verfügung.

Zielgerichtete chemische Funktionalisierung Voraussetzung für eine nanotechnologische Verarbeitung und zur Feineinstellung der Materialeigenschaften ist die gezielte Funktionalisierung der C–H-Bindungen. Eine am Institut für Organische Chemie der Universität Gießen entwickelte Methode erlaubt die Herstellung verschiedener Diamantoidalkohole in hohen Ausbeuten (über 90% Gesamtausbeute). Die Alkohole können anschließend chemisch relativ leicht in andere funktionelle Gruppen wie Thiole, Amine, Carbonsäuren, Methacrylate, usw. umgewandelt werden. Anwendungen von Diamantoiden In einer deutsch-amerikanischen Kooperation des Instituts konnte gezeigt werden, dass sich Thiole als so genannte SAMs (self-assembled monolayers) auf Goldoberflächen auftragen lassen (Abbildung 2). Durch Bestrahlung der Monolagen mit unterschiedlich hoher Energie werden im Gegensatz zum „normalen“ Diamanten hohe Ausbeuten an Elektronen mit nahezu gleicher (monochromatischer) Energie erhalten (Abbildung 2). Diese „negative Elektronenaffinität“ (NEA) ist überall dort von Interesse, wo Elektronenemitter verwendet werden, die eine sehr kleine Energieverteilung benötigen, wie z.B. in Flachbildschirmen und organischen Leuchtdioden (OLEDs).

Abb. 1: Auswahl von verschiedenen Diamantoiden; Mitte: Ausschnitt aus Diamantgitter mit Adamantanzelle

Diamantoide sind reguläre Käfigkohlenwasserstoffe, wobei der einfachste Diamantoid, das Adamantan (1), die Elementarzelle des Diamanten abbildet. Durch das Anfügen weiterer Käfige werden immer größere Diamantoide aufgebaut, die nach einer logischen Reihenfolge Diamantan (2), Triamantan (3), Tetramantan (4a-c), usw. benannt werden (siehe Abbildung 1). Somit gleichen diese Verbindungen winzigen Diamantbruchstücken, deren auseinander gebrochene Bindungen mit Wasserstoffatomen abgesättigt wurden.

Prof. Dr. Peter R. Schreiner Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Organische Chemie Heinrich-Buff-Ring 58 35392 Gießen E-Mail:prs@org.chemie. uni-giessen.de

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Warum Diamantoide als Bausteine? Mit diesen Strukturen verbindet sich die Hoffnung, dass sich viele der hervorragenden Eigenschaften des Diamanten, wie z.B. die hohe mechanische Härte, auch bei Diamantoiden wieder finden. Ziel ist, die Eigenschaften des Diamanten mit den strukturellen Eigenschaften der Diamantoide und den funktionellen Gruppen (z.B. Thiole) zu neuen Materialien mit vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten zu verbinden. Hessen-Nanotech NEWS 6/2008

Abb. 2: Veranschaulichung des NEA-Effektes mit reinem Diamant (links) bzw. Thiol-Derivaten des Tetramantans (4a) auf einer Goldoberfläche (rechts) (Quelle: Chevron Graphics Department)

Autoren: Hartmut Schwertfeger, Prof. Dr. Peter R. Schreiner, Institut für Organische Chemie der Justus-Liebig Universität Gießen


Hessen-Nanotech NEWS 2005 – 2008 Themenverzeichnis

Die Aktionslinie Hessen-Nanotech des Hessischen Wirtschaftsministeriums feiert am 1.1.2009 ihr vierjähriges Bestehen. Grund genug für uns, Ihnen mit der vorliegenden 23. Ausgabe der Hessen-Nanotech NEWS eine Übersicht der bisher erschienenen Themen zu präsentieren. Schwerpunktthemen Analytik Automobil Bauwesen und Architektur Elektronik Energie Funktionalisierte Flüssigkeiten durch Mikro- und Nanopartikel Highlights der „nanotech week frankfurt 2008“ Kunststoffe Lacke und Farben Lebenswissenschaften Medizin Mikro-Nano-Integration Nano-Produkte im Alltag Oberflächentechnik Optische Technologien Optoelektronische Bauelemente Papier und Druck Produktion Sicherheitstechnik: Produkt- und Dokumentenschutz Start der „nanotech+material week frankfurt“ Textilien Umwelttechnik Werkstofftechnik

3|2008 6|2008 1|2008 2|2007 6|2006 1|2006 5|2007 2|2006 5|2005 1|2007 2|2008 4|2008 4|2006 5|2008 6|2007 3|2007 2|2005 3|2005

Unternehmen Ahlbrandt System Aquanova Caparol De Cie Fludicon Heraeus Hollingsworth & Vose Leica Microsystems manroland Merck NaWoTec Omicron NanoTechnology Rewitec Rittal Sensitec SusTech Ticona Umicore Vistec Semiconductor Systems

3|2007 6|2006 5|2006 2|2006 3|2008 1|2006 4|2006 1|2007 4|2008 3|2005 4|2005 3|2006 4|2007 5|2005 5|2007 1|2005 1|2008 2|2005 2|2008

Forschungseinrichtungen Anwendungszentrum Metallformgebung Deutsches Kunststoff-Institut DKI Fraunhofer-Institut Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF Karl-Winnacker-Institut der Dechema Hochschulen FH Frankfurt FH Gießen-Friedberg FH Wiesbaden Hochschule Darmstadt Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt Justus-Liebig-Universität Gießen Philipps-Universität Marburg Technische Universität Darmstadt Universität Kassel

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Ergebnisse der öffentlichen Forschung Adaptronik beruhigt vibrierende Fahrzeugteile Adsorptionsspeicher für gasförmige Energieträger Diamantoide – Winzige Diamantenaus Erdöl Gedruckte Funktionalität Hochauflösende 3D-NanoImprint-Stempel Hochpräzise Oberflächenmessverfahren für die Textilund Lederindustrie Lichtlenksysteme mit Mikrospiegelarrays Nanobiotechnologie für den Produkt- und Dokumentenschutz NanoEthik – Nanotechnologische Begleitforschung in Hessen Nanostrukturierte Materialien für mikrostrukturierte Sensoren Nano-Veredelung von Textilfasern - Gespräch mit Prof. Dr. Andreas Greiner Theoretische Grundlagenforschung in der Optoelektronik - Gespräch mit Prof. Dr. Stephan Koch Spezialthemen Antimikrobielle Nano-Lacke Einstieg in die Standardisierung von Nanotechnologie in der Elektrotechnik Erste internationale Norm im Bereich der Nanotechnologie veröffentlicht Evonik-Projekthaus „Functional Films& Surfaces“ Finanzierung von Nanotechnologie-Unternehmen LOEWE - Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz Maschinen- und Verfahrenstechnik zur Herstellung von Kunststoff-Nanokompositen Mit Nanotechnologie zum Automobil der Zukunft NanoEthik – Nanotechnologische Begleitforschung in Hessen NanoSilber 2|2006, Nanotechnologie und Patente Gespräch mit dem hessischen Nanotechnologiebeauftragten Helmut Hund Nanotechnologien im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU Nanozerkleinerung in Rührwegskugelmühlen Nano-Pionier und Nobelpreisträger Prof. Sir Harold W. Kroto Risikokommunikation Schulwettbewerb: Nano-Experimentier-Koffer Start der „Aktionslinie Hessen-Nanotech“ Status Quo 2007: Nanoprodukte im Alltag Umweltrecht Wahrnehmung der Nanotechnologie in der Öffentlichkeit

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Newsletter-Archiv Alle Ausgaben der Hessen-Nanotech NEWS stehen im Internet zum Herunterladen bereit. www.hessen-nanotech.de/newsletter.

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Für die Hessen-Nanotech NEWS und unsere Internetseiten suchen wir stets nach Neuigkeiten und Berichten aus der Praxis. Wenn Sie ein neues Engagement eingegangen sind, ein innovatives Verfahren oder Produkt entwickelt haben, ihre Forschungsarbeiten zu neuen Erkenntnissen geführt haben oder Sie sonst etwas Interessantes zu berichten haben, lassen Sie unsere Leserinnen und Leser teilhaben und informieren Sie uns. info@hessen-nanotech.de

Hessen-Nanotech NEWS 6/2008

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Termine und Veranstaltungen

15.01.2009

Frankfurt

Selbstreinigende Oberflächen - Neue Entwicklungen und Anwendungen 644. DECHEMA-Kolloquium www.dechema.de 19.01.2009 Hanau Materialforum Rhein-Main Abendkolloquium der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde und Materials Valley www.materials-valley-rheinmain.de 02.+03.02.2009 Hanau nanoTruck – Die mobile Nanotechnologie-Ausstellung lädt Schüler und Interessierte ein www.nanotruck.de 18.02.-20.02.2009 nano tech 2009

Tokio (Japan)

Weltweit größte Nanotechnologie-Fachmesse mit deutschem Gemeinschaftsstand inkl. hessischem Hochschulgemeinschaftsstand bjoern.mathes@staff.uni-marburg.de (Anspr. f. hess. Hochschulen) www.nano-in-germany.com (Anm. f. deutschen. Stand) www.nanotechexpo.jp/en/ (allg. Messeinfo) März 2009

Darmstadt

Mikro-Nano-Integration Workshop zur Integration von Nanotechnologien in die Mikrosystemtechnik Prof. Dr. Jörg J. Schneider, TU Darmstadt joerg.schneider@ac.chemie.tu-darmstadt.de 22.03.-27.03.2009

Darmstadt

NEnA III – die Business-Akademie „Nano-Entrepreneurship-Academie“ für Naturwissenschaftlerinnen mit Unternehmerinnengeist www.nano4women.com 11.05.-15.05.2009

Frankfurt

Achema 2009 29. Internationaler Ausstellungskongress für Chemische Technik, Umweltschutz und Biotechnologie

Die Aktionslinie Hessen-Nanotech ist eine Maßnahme des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung Sebastian Hummel Kaiser-Friedrich-Ring 75 D-65185 Wiesbaden Tel. 06 11/ 8 15-24 71, Fax: -49 24 71 E-Mail: sebastian.hummel@hmwvl.hessen.de Internet: www.wirtschaft.hessen.de Projektträger ist die HA Hessen Agentur GmbH Alexander Bracht (Leiter), Markus Lämmer Abraham-Lincoln-Straße 38 - 42 D-65189 Wiesbaden Tel. 06 11/ 7 74- 86 14 oder -86 64, Fax: 06 11/ 7 74 - 86 20 E-Mail: alexander.bracht@hessen-agentur.de markus.laemmer@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-agentur.de www.hessen-nanotech.de

Impressum Herausgeber Aktionslinie Hessen-Nanotech Alexander Bracht HA Hessen Agentur GmbH, Abraham-Lincoln-Straße 38 - 42, D-65189 Wiesbaden Redaktion Markus Lämmer, HA Hessen Agentur GmbH Beiträge S. 13 Hessen-Umwelttech, S. 14 Uni Gießen (Teile des Artikels sowie die Abbildungen wurden bereits in der Industrie-Diamanten-Rundschau (IDR), Ausgabe IV, 2007 veröffentlicht. Für diese Zweitveröffentlichung liegt eine Genehmigung der Industrie-Diamanten-Rundschau vor.) Titelbild Beste Heraeus Innovation 2008: Der Infrarotstrahler mit weißem Nanoreflektor (QRC®-Strahler) hilft beispielsweise in der Photovoltaik bei der energiesparenden Produktion von Solarzellen. (Quelle: Heraeus) Bildmaterial S. 3 Leica Microsystems / S. 4 Heraeus / S. 7 Messe Frankfurt Exhibition / S. 8 mst-Netzwerk Rhein-Main, Optence / S. 9 NanoStart / S. 11 Flad & Flad / S. 14 Uni Gießen Gestaltung Muhr, Design + Werbung, Seerobenstraße 27, D-65195 Wiesbaden www.muhr-partner.com Druck Werbedruck GmbH Horst Schreckhase, Dörnbach 22, D-34286 Spangenberg Erscheinungsweise 6-mal pro Jahr (kostenlos) Auflagenhöhe 7.000 Stück

www.achema.de Newsletter-Abonnement www.hessen-nanotech.de/Newsletter

Weitere Veranstaltungsinformationen finden Sie unter www.nanoportal-hessen.de.

Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, die Genauigkeit und die Vollständigkeit der Angaben sowie für die Beachtung privater Rechte Dritter. Die in der Veröffentlichung geäußerten Ansichten und Meinungen müssen nicht mit der Meinung des Herausgebers übereinstimmen.

In der nächsten Ausgabe lesen Sie: Wird Nanotechnologie grün?

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Hessen-Nanotech NEWS 6/2008


Hessen-Nanotech NEWS 6/2008  

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung Erste internationale Nano-Norm Vorhang auf für die Nanotechnologie – Hi...

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