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PRAXISAUSBILDUNG

Das grosse Plus der Berufe der Gesundheit und der Sozialen Arbeit


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VORWORT EINFÜHRUNG DREI SÄULEN

INHALT

• ALTERNIERENDE AUSBILDUNG THEORIE/PRAXIS

EINE PARTNERSCHAFT AUF ZWEI EBENEN • FINANZIERUNG DER HES-SO

IM MITTELPUNKT DER VORRICHTUNG • OFFENHEIT UND FLEXIBILITÄT

DIE TÄTIGKEIT DER PRAXISAUSBILDNER/INNEN1 • EIN NUTZEN FÜR DIE GESAMTE EINRICHTUNG

DIE ENTWICKLUNG DER EIGENEN KOMPETENZEN • EINSATZ DER PRAXISAUSBILDNER/INNEN

DREI THEMENBEREICHE • VALIDIERUNG DER EIGENEN KENNTNISSE

ZULASSUNGSBEDINGUNGEN • WIR HABEN EINE AUSBILDUNGSPFLICHT

DREI WEGE DIE HERAUSFORDERUNGEN • DIE FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG DER HES-SO IST WERTVOLL 1

DER CAS PRAXISAUSBILDNER/INNEN IN DEN KANTONEN NÜTZLICHE INFORMATIONEN UND KONTAKTE

PA: Diese Abkürzung wird in der Broschüre für die Praxisausbildner/innen verwendet.

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Die Praxisausbildung: eine interaktive Partnerschaft

VORWORT

Die Studiengänge in den Bereichen Gesundheit und Soziale Arbeit unterscheiden sich von den anderen Bachelorstudiengängen der HES-SO durch den Bildungsweg mit einer alternierenden Ausbildung von Theorie und Praxis. Dieses ambitiöse Ziel lässt sich nicht ohne eine enge Zusammenarbeit mit den Gesundheitsund Sozialeinrichtungen der Partnerkantone erreichen. Das Praxisausbildungsvorrichtung der HES-SO wird von Jahr zu Jahr weiter gestärkt und ermöglicht es den Studierenden in den Studiengängen der Bereiche Gesundheit und Soziale Arbeit, ihre Kompetenzen weiterzuentwickeln. Dies geschieht insbesondere durch eine hochwertige Betreuung, welche von Personen sichergestellt wird, die in der jeweiligen Einrichtung arbeiten und die eine Weiterbildung absolviert haben, welche durch den Zertifikatslehrgang CAS PA der HES-SO zertifiziert wurde. Die neuen Kompetenzen, die von den Personen erworben wurden, welche diese Ausbildung absolviert haben, und die Präsenz der Studierenden in den Einrichtungen tragen dazu bei, die Praxis weiterzuentwickeln, und wirken stimulierend auf die Arbeit in den Teams. Die Zahlen zeigen, dass diese Vorrichtung, die regelmässig an die Realitäten unserer Partner und in der Praxis angepasst wird, sich auf eine sehr positive Weise zu

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einem dauerhaften Konzept entwickelt. Heute gibt es 720 Partnerinstitutionen, und rund 26’000 Personen sind als PA anerkannt. Zudem ist dieses von den kantonalen Behörden anerkannte und finanzierte System eine Errungenschaft, um die uns Fachkreise in der Deutschschweiz und den europäischen Nachbarländern beneiden. Wir freuen uns, unsere Zusammenarbeit mit allen in dieser Vorrichtung engagierten Personen fortzuführen. Um den Nachwuchs in den Gesundheits- und Sozialberufen sicherzustellen, hoffen wir, neue Einrichtungen und in der Praxis engagierte Fachkräfte zu gewinnen, die bereit sind, neue Verantwortlichkeiten zu übernehmen.

Marc-André Berclaz Präsident des Leitungsausschusses HES-SO


Die Praxisausbildner/innen (PA) erfüllen in den Sozial- und Gesundheitseinrichtungen eine wichtige Aufgabe. Seit dem Anfang hat die Fachhochschule Westschweiz HES-SO die alternierende Ausbildung zwischen Theorie und Praxis zu einem Eckstein der Grundbildungsangebote der Bachelorstufe in den Bereichen Gesundheit und Soziale Arbeit gemacht. Ein bedeutender Pluspunkt und eine Stärke dieser berufsbefähigenden Bildungswege.

EINFÜHRUNG

Die Weiterentwicklung des Hochschulunterrichts sowie die Begleitung der Ausbildung in der Praxis leiten seit 2001 die Fachhochschule in ihrem intensiven Reflexionsprozess, den sie zusammen mit den Einrichtungen führt, welche die Betreuung von Studierenden in der Fachhochschulausbildung sicherstellen. Ziel ist es, den Auftrag der Praxisausbildung dieser Einrichtungen aufzuwerten, ihre finanzielle Unterstützung sicherzustellen und eine in Fachkreisen fest verankerte Partnerschaft zu entwickeln. Nach einer ersten Übergangsphase von 2004 bis 2008 ist das Praxisausbildungsvorrichtung der HES-SO inzwischen fest etabliert. Etwa 720 Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialbereich sind Partner der HES-SO, und 2’600 anerkannte PA sind an der Seite von 4’300 Studierenden im Einsatz.

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DREI SÄULEN

Kompetenzorientierter Ansatz, reflexive Praxis und integrierte alternierende Ausbildung – das sind die entscheidenden Begriffe, auf die sich die Praxisausbildungsvorrichtung stützt, die auf drei Säulen ruht:

Unter Praxisorganisationen sind Gesundheits-, Sozial- oder Kultureinrichtungen, Tagesstätten, Sozialdienste oder selbständige Praxen zu verstehen.

• die PÄDAGOGISCHE SÄULE, die den von einer Einrichtung erwarteten Auftrag der Praxisausbildung zum Ausdruck bringt, der von der Funktion der Praxisausbildner/innen übernommen wird; • die LOGISTISCHE SÄULE, die die Verwaltungsregeln festlegt, welche für die Steuerung des Netzwerks und den Austausch von Informationen zwischen den Einrichtungen und den Ausbildungsstandorten unverzichtbar sind; • die FINANZIELLE SÄULE, die die Einrichtungen für den Empfang und die Betreuung der Studierenden über einen gemeinsamen Praxisausbildungsfonds entschädigt, der von den Westschweizer Kantonen finanziert wird. Indem die kantonalen Behörden ihre finanzielle Unterstützung gewähren, erkennen sie die zentrale Rolle der von diesen Einrichtungen erteilten Praxisausbildung an – ein unverzichtbares Element für eine kohärente Professionalisierung.

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Während die Ausbildungen in den Bereichen Gesundheit und Soziale Arbeit schon seit langem Zeiten in der Schule und Zeiten in der Praxis berücksichtigt haben, ist die heutige Situation durch eine wichtige Entwicklung gekennzeichnet: die Formalisierung • der Partnerschaft zwischen der HES-SO und den Praxisorganisationen; • der alternierenden Ausbildung Theorie/Praxis.


Die alternierende Ausbildung Theorie / Praxis – Treibkraft der Grundbildungen

Studierende, die einen der Bachelorstudiengänge in den Bereichen Gesundheit und Soziale Arbeit absolvieren, bereiten sich darauf vor, in ihrem künftigen Berufsleben einen „Humanberuf“ auszuüben. Dies bedeutet, dass die Situationen, mit denen sich diese Personen auseinandersetzen werden müssen, einzigartig ebenso wie relativ unvorhersehbar sein können. Die Humanberufe erfordern sehr spezifische Kompetenzen: Anpassung an die jeweiligen Umstände, Berücksichtigung der Entwicklungsfähigkeiten von Personen, Beherrschung des eigenen Einsatzes und der eigenen Intervention in den jeweiligen Situationen. Die Entwicklung dieser Kompetenzen wird von der HES-SO in der integrierten alternierenden Ausbildung zwischen Theorie und Praxis, in der Verknüpfung der Ausbildungszeiten in Schule und Praxis vorgesehen. Statt eines Nebeneinanders von Theorie und Praxis strebt die HES-SO eine echte Interaktivität zwischen diesen beiden Arten des Erwerbs von Kenntnissen und Kompetenzen an. Im Hinblick auf die Schule und die ihr übertragenen Verantwortlichkeiten ist die Rolle der Praxisorganisationen von wesentlicher Bedeutung. Den Praxisausbildnern und Praxisausbildnerinnen (PA) kommt dabei die Aufgabe zu, die Studierenden zu betreuen und anzuleiten. Jedoch bleibt in der beruflichen Praxis die Ausbildungstätigkeit nicht hierauf beschränkt: zahlreiche Akteure und Akteurinnen in den Arbeitsteams sind an der täglichen Begleitung der Auszubildenden beteiligt. Die Auszubildenden kommen auf diese Weise sehr schnell mit der Komplexität von Situationen der Berufspraxis in Kontakt. Die Konfrontation zwischen theoretischen und praktischen Kenntnissen fördert die Entwicklung einer ständig reflexiven Haltung in und aus der Handlung, die grundlegend für eine reale Professionalisierung ist. Die Praxis hinterfragen und weiterentwickeln, die Entstehung neuer Kenntnisse und neuen Wissens fördern – das ist der Sinn und das Bestreben der pädagogischen Methode, die das Konzept der alternierenden Ausbildung darstellt.

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Seit 2004 sieht die Ausbildungsvorrichtung zwei Ebenen der Partnerschaft vor:

EINE PARTNERSCHAFT AUF ZWEI EBENEN

• die Vereinbarung über die Praxisausbildung, die die HES-SO und eine Praxisorganisation bindet; • das Übereinkommen über die Organisation der Praxisausbildung, das einen Ausbildungsstandort und eine Praxisorganisation bindet. Die VEREINBARUNG ÜBER DIE PRAXISAUSBILDUNG legt die jeweiligen Verantwortlichkeiten der HES-SO und der Einrichtungen fest: • die Einrichtung erklärt ihr Einverständnis mit dem Auftrag der Praxisausbildung, der darin besteht, für die Studierenden eine Praxisausbildung sicherzustellen, die den Anforderungen einer Berufsausbildung der Bachelorstufe entspricht; • die Einrichtung bietet Ausbildungsplätze an und stellt PA zur Verfügung; • die HES-SO entschädigt die Einrichtung teilweise für die Kosten der Betreuung, die von den für die Praxisausbildung zuständigen Personen sichergestellt wird.

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Sobald die Vereinbarung über die Praxisausbildung unterzeichnet wurde, wird ein ÜBEREINKOMMEN ÜBER DIE ORGANISATION DER PRAXISAUSBILDUNG zwischen dem Ausbildungsstandort und der Praxisorganisation unterzeichnet. Dieses Übereinkommen einem/einer Vertreter/in der betroffenen Hochschule unterzeichnet wird. • legt die Bedingungen für die Organisation der Ausbildung der Studierenden fest; • beinhaltet den pädagogischen Dreiervertrag, ein Dokument, das für jede Praxisausbildungsperiode von dem/der Studierenden, der für die Praxisausbildung verantwortlichen Person und einem/einer Vertreter/in der betroffenen Hochschule unterzeichnet wird.


Finanzierung der HES-SO

Die HES-SO legt je nach Fachbereich den Betreuungsumfang fest, d. h. die Zeit, während der die für die Praxisausbildung zuständige Person sich ausschliesslich der Ausbildung eines oder einer Studierenden widmet. Dieser Betreuungsumfang – 20 % für den Bereich Gesundheit, 15 % für den Bereich Soziale Arbeit – der für die Praxisausbildung zuständigen Person dient dann als Berechnungsgrundlage für die Entschädigung der Einrichtung. Die Finanzierung dieser Betreuung wird zur Hälfte von der HES-SO, zur Hälfte von den Praxisorganisationen sichergestellt. Die HES-SO finanziert auch zwei Tage Weiterbildung pro Jahr für die Personen, die für die Praxisausbildung in den Einrichtungen verantwortlich sind. Ausserdem finanziert die HES-SO den erforderlichen Nachdiplomkurs, der zum Erwerb eines CAS (Certificate of Advanced Studies) HES-SO Praxisausbildner/in führt.

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Die Akteure und Akteurinnen im Mittelpunkt dieser Vorrichtung sind die Personen, die für die Praxisausbildung zuständig sind. Sie verfügen über die notwendige Erfahrung zur Begleitung der Studierenden, welche die reale Berufspraxis erleben und in dieser Weise die Fachkompetenzen sowie die Sozial- und Beziehungskompetenzen entwickeln können, die sie in ihrem künftigen Beruf benötigen.

IM MITTELPUNKT DER VORRICHTUNG

Seit Frühjahr 2004 hat die HES-SO Weiterbildungskurse für PA eingerichtet, die zum Erwerb eines Certificate of Advanced Studies (CAS) HES-SO Praxisausbildner/in führen. Ihr Ziel ist es, den für die Praxisausbildung in einer Einrichtung verantwortlichen Personen die Möglichkeit zu geben, die für ihre Tätigkeit benötigten Kompetenzen zu entwickeln.

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Offenheit und Flexibilität

Die Praxisausbildungsvorrichtung, so wie sie heute existiert, kann anspruchsvoll erscheinen für einige Studiengänge, die über eine weniger grosse Anzahl an PA verfügen, oder für einige Einrichtungen, die Studierende aufnehmen möchten, jedoch gewisse Schwierigkeiten haben, die von der HES-SO festgelegten Bedingungen vollständig zu erfüllen (vor allem aufgrund ihrer Grösse oder der Verfügbarkeit von Fachkräften in bestimmten Studiengängen). Für diese Einrichtungen und für diese Studiengänge bedeutet der Empfang von Studierenden unbestreitbar eine „Blutauffrischung“ sowie eine Verantwortung, die sich in mehrfacher Hinsicht positiv auswirkt. Die Bereitstellung eines/einer anerkannten PA erfordert auch eine bedeutende Mobilisierung von Energie und Zeit. Die HES-SO ist sich der von ihr gestellten Anforderungen bewusst. Ohne die Rahmenbedingungen in Frage stellen zu wollen, zeigt sie jedoch von Fall zu Fall Flexibilität und die Bereitschaft zum Gespräch. Eine persönliche und direkte Kontaktaufnahme bietet oft die Möglichkeit, eine letztendlich zufriedenstellende Lösung zu finden.

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DIE TÄTIGKEIT DER PA

Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung über die Praxisausbildung verpflichtet sich eine Einrichtung dazu, den Studierenden nicht nur Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen, sondern auch ihre Betreuung durch anerkannte PA sicherzustellen. Diese Personen fungieren als Verbindungsstelle zwischen Schule und Praxis. In der Grundausbildung der Bereiche Gesundheit und Soziale Arbeit befinden sich die PA an einer Verbindungsstelle. Ihre Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten stehen in Zusammenhang mit: DEN STUDIERENDEN Organisation des Prozesses der Praxisausbildung und Evaluierung der Studierenden; DER EINRICHTUNG

Mitwirkung an der Definition des Ausbildungsangebots und seiner Weiterentwicklung;

DEM AUSBILDUNGS- Sicherstellung einer ständigen STANDORT DER Zusammenarbeit mit den AusbildSTUDIERENDEN nern und Ausbildnerinnen der betroffenen Hochschule und dadurch Beitrag zur Weiterentwicklung der Bachelorstudiengänge.

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Im Alltag der Studierenden sind die PA wichtige Ansprechpartner/innen. Die PA nehmen in der Praxisorganisation einen zentralen Platz ein und sind zugleich ein Spiegel und unverzichtbare Vermittler/innen des von der Schule erteilten theoretischen Unterrichts.


EIN NUTZEN FÜR DIE GESAMTE EINRICHTUNG

SOPHIE LEY, Ausbildungsleiterin und Koordinatorin für die Ausbildung in Pflege an den Psychiatrischen Institutionen des Mittel- und Unterwallis (IPVR), Gesundheitsnetz Wallis

Eine berufliche Öffnung für das Personal, ein Ansporn für die Einrichtung und eine Fördermassnahme für den Beruf: die Ausbildung zum/zur Praxisausbildner/in wirkt wie ein Katalysator auf ihre Umgebung. Wie hat sich Ihre Einrichtung organisiert, um die Anforderungen der HES-SO zu erfüllen? Unsere Einrichtung war von Anfang an Partner der HES-SO. Wir haben uns das Ziel gesetzt, mindestens eine/n ausgebildete/n PA pro Studiengang bereitzustellen. Die für die Betreuung der Studierenden zuständigen Personen haben den Zertifikatslehrgang CAS HES-SO Praxisausbildner/in besucht. Heute können wir mit zehn bis zwölf Personen rechnen, die in verschiedenen Bereichen tätig sind. Wie wurde die Betreuung der Studierenden innerhalb der Einrichtung umgesetzt? Die Investition wurde quantifiziert. Die HES-SO hat verlangt, dass 20 % der Zeit für die Betreuung der Studierenden in Pflege aufgewendet wird. Um diese 20 % im Bereich Pflege einzuhalten, haben wir pro Blockwoche einen Tag für die pädagogische Betreuung vorgesehen. Während der übrigen Zeit werden die Studierenden in der Berufspraxis von Referenten begleitet, die ihrerseits von Praxisausbildnern und Praxisausbildnerinnen betreut werden. Für die PA haben wir ein Pflichtenheft erstellt, das übrigens auch die Anforderung des Besuchs der von der HES-SO angebotenen Weiterbildung erwähnt. Für die Betreuungen der Praxisausbildner/innen in den

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anderen Bereichen beträgt der Betreuungsumfang der Studierenden 15 % und wird je nach Bereich organisiert. Welchen Nutzen bedeutet dies für Ihr Fachkräfte-Team? Die Tatsache, die Ausbildung besucht zu haben, über eine gewisse Selbständigkeit zu verfügen und Wissen zu vermitteln, eröffnet unterschiedliche Berufsaussichten und bringt Anerkennung im Beruf und beim Gehalt. Und welchen Nutzen hat dies für ihre Einrichtung? Die Ausbildung ist ein Pluspunkt für die Fähigkeit des Pflegepersonals, nicht nur ihre Praxis klar und deutlich auszudrücken, sondern auch in den jungen Diplomanden den Wunsch zu wecken, später wieder in der Psychiatrie zu arbeiten oder diesen Bereich als Forschungsgebiet zu wählen. Je besser die jungen Leute betreut werden, desto eher werden sie eine gute Erinnerung behalten und den Wunsch verspüren, wieder bei uns zu arbeiten. Das ist auch unser Beitrag zur Ausbildung des Nachwuchses von morgen. Und welchen Nutzen hat dies schliesslich für den Beruf? Der unmittelbare Nutzen ist eine Hinterfragung der Praxis, eine Anregung, sich Fragen zu stellen. Doch der Nutzen kann auch längerfristiger Art sein: gut ausgebildete Mitarbeitende, die im Wallis oder in der Schweiz bleiben – und die länger bleiben. Wir haben Mitarbeitende, die wieder in die Psychiatrie zurückgekehrt sind. So macht sich die Investition bezahlt.


ENTWICKLUNG DER EIGENEN KOMPETENZEN

Für diese zentrale Funktion der Ausbildungsvorrichtung in den Bereichen Gesundheit und Soziale Arbeit werden sehr spezifische Kompetenzen vorausgesetzt. Um den PA, die in einer Sozial- oder Gesundheitseinrichtung arbeiten, die Möglichkeit zu geben, diese Kompetenzen zu erwerben und weiterzuentwickeln, hat die HES-SO seit Frühjahr 2004 einen Nachdiplomkurs eingerichtet, der zum Erwerb eines CAS (Certificate of Advanced Studies) HES-SO Praxisausbildner/in führt. Neben seinem Ausbildungsziel möchte dieser Kurs in spürbarer Weise zur Förderung einer gemeinsamen Kultur zwischen den Berufsfeldern und den beiden Fachbereichen Gesundheit und Soziale Arbeit beitragen. Die PA-Ausbildung findet als alternierende Ausbildung an einer der Westschweizer Hochschulen der HES-SO sowie in der Berufspraxis vor Ort statt. Auf diese Weise soll die Konfrontation zwischen theoretischen Beiträgen und den Erfahrungen der pädagogischen Betreuung der Studierenden gefördert werden. Die entwickelten Kompetenzen entsprechen dem folgenden Kompetenzprofil: • • • • •

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Kompetenzen in Verbindung mit der reflexiven Praxis Sozial- und Beziehungskompetenz pädagogische Kompetenz Organisationskompetenz Beurteilungs- und Selbstbeurteilungskompetenz


Einsatz der PA

Das Durchführen des Zertifikatslehrgang CAS HES-SO Praxisausbildner/in entspricht 15 ECTS-Credits2. Ein ECTS-Credit entspricht einem Arbeitsaufwand des Lernenden von ungefähr 30 Stunden. In diesem Lehrgang wird ein Drittel der Zeit in Form eines akademischen Präsenzunterrichts erteilt. Die eigentliche Ausbildung erfolgt an 25 Kurstagen, die über ein Jahr verteilt werden. Der Einsatz der Teilnehmer/innen* wird während des gesamten Zertifikatslehrgangs erwartet: Vorlesungen, Referate, Gruppenarbeit, Praxisanalyse, Lektüre, Einzelarbeit, Abfassung einer Zertifikatsarbeit.

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Europäisches System zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen – European Credit Transfer and Accumulation System (Bologna-System)

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DREI THEMENBEREICHE

Die PA-Ausbildung untergliedert sich in drei Hauptthemenbereiche: MODUL A (3 ECTS-CREDITS): AKTIONSFELD GESUNDHEIT UND/ODER SOZIALE ARBEIT – STELLUNG, ROLLE UND FUNKTION DER PRAXISAUSBILDNER/INNEN Einrichtungen und Netzwerke – Entwicklung der Gesundheits- und Sozialberufe – Art der Fachhochschulausbildung – Stellung der PA in den Einrichtungen, berufliche Identität – Partnerschaften – institutionelle Herausforderungen in der alternierenden Ausbildung. MODUL B (5 ECTS-CREDITS): REFLEXIVE PRAXIS UND KONZEPTUALISIERUNG DER PRAXIS Verdeutlichung und gemeinsame Nutzung von Kompetenzen – Handlungswissen, theoretisches Wissen – Werkzeuge und Methoden der reflexiven Praxis – Analyse der Praxis und Aufbau von Kompetenzen – pädagogische und didaktische Dimensionen der alternierenden Ausbildung. MODUL C (5 ECTS-CREDITS): LERNEN, PÄDAGOGIK UND EVALUATION Pädagogische Beziehung – Erwachsenenbildung – Ausbildungsprojekt – didaktische und pädagogische Methoden und Mittel – verschiedene Evaluationsarten. Die Ausbildung wird mit der Ausführung einer Zertifikatsarbeit (2 ECTS-Credits) abgeschlossen, die die Funktion der PA zum Gegenstand hat.

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VALIDIERUNG DER EIGENEN KENNTNISSE

KARINNE BALIGAND LECOMTE, Psychomotoriktherapeutin. Sie hat eine Ausbildung als Praxisausbildnerin absolviert.

Ihre langjährige Erfahrung im humanitären Bereich veranlasste Karinne Baligand Lecomte dazu, ihre praktischen Kenntnisse validieren zu lassen. Die Ausbildung zur Praxisausbildnerin bot ihr Gelegenheit, ihre Tätigkeit zu reflektieren. Warum haben Sie die Ausbildung als Praxisausbildnerin absolviert? Ich habe eine etwas untypische Berufslaufbahn, die mich dazu veranlasst hat, mehrere Jahre im humanitären Bereich zu arbeiten. Ich war nicht davon überzeugt, dass diese Berufserfahrung im Ausland anerkannt werden könnte. Ich musste meine in der Praxis erworbenen Kenntnisse validieren und offiziell anerkennen lassen, mich beruflich etablieren. Am interessantesten an der angebotenen Ausbildung war die Analyse der Praxis. Sich mit anderen Denkweisen auseinandersetzen zu können, das fand ich sehr reizvoll. Hat diese Ausbildung Ihren Erwartungen entsprochen? Mit ihren 25 Kurstagen innerhalb von einem Jahr stellt diese Ausbildung eine enorme Investition dar. Doch letztendlich bin ich zufrieden, dass ich sie absolviert habe. Sie war für mich die Gelegenheit, meine innere Haltung als Ausbildnerin zu hinterfragen und mir dessen bewusst werden zu können. In unserer Alltagspraxis kommt es häufig vor, dass wir wenig Gelegenheit zum Nachdenken haben; es war daher angenehm, diesen Freiraum zur Verfügung zu haben.

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Was hat Ihnen diese Ausbildung gebracht? Diese Ausbildung gab mir die Möglichkeit zu bestätigen, dass das, was ich als Therapeutin tat, korrekt war und einen Sinn hatte. Das positivste Element war, dass ich Theorie und Praxis miteinander verbinden konnte, dass ich den Blick auf diese kontinuierliche Bewegung gerichtet hatte. Es ist schliesslich unsere Aufgabe, als Brücke zwischen diesen zwei Welten fungieren zu können. Und das Networking mit anderen Praktikern? Das ist wichtig. Ich gehöre zu einer sehr kleinen Berufsgruppe, und ich muss deshalb Kontakte zu anderen Praktikern pflegen. Die Tatsache, mit Praktikern aus den Bereichen Gesundheit und Soziale Arbeit zusammenzukommen, hat für meine Tätigkeit einen neuen Sinn gegeben – es hat mir geholfen, Kontakte auf der Identitätsebene zu anderen Berufen herzustellen.


ZULASSUNGSBEDINGUNGEN

Es gelten folgende Zulassungsbedingungen: • anerkanntes Berufsdiplom, das dem Studiengang oder dem Fachbereich der HES-SO für die zu betreuenden Studierenden entspricht oder als gleichwertig betrachtet wird; • mindestens zwei Jahre Berufserfahrung nach Erhalt des Berufsdiploms; • Ausübung der Funktion als Praxisausbildner/in während der Absolvierung des Zertifikatslehrgangs (CAS); • schriftliches Einverständnis des Arbeitgebers; • Zugehörigkeit zu einer Einrichtung, die die Vereinbarung über die Praxisausbildung unterzeichnet hat.

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WIR HABEN EINE AUSBILDUNGSPFLICHT

FRANÇOIS GIDDEY, Krankenpfleger für Intensivpflege im Spital von Saint-Loup. Praxisausbildner.

Seine doppelte Ausbildung als Lehrer und als Krankenpfleger hat François Giddey schon fast selbstverständlich dazu veranlasst, Praxisausbildner zu werden. Um seinen beruflichen Werdegang offiziell anerkennen zu lassen, hat er einen Antrag auf Anerkennung von Bildungsleistungen gestellt. Warum haben Sie einen Antrag auf Anerkennung von Bildungsleistungen gestellt? Weil die Einrichtung, für die ich arbeite, dies von mir verlangt hat. Bevor ich eine Ausbildung als Krankenpfleger absolvierte, hatte ich eine Ausbildung als Lehrer am damaligen Seminar besucht. Diese doppelte Ausbildung war für mich bei meiner Arbeit bei der Rega wertvoll. Während zehn Jahren habe ich einen relativ grossen Teil meiner Zeit der Weitergabe von Wissen gewidmet. Als ich nach Saint-Loup kam, war es daher fast schon selbstverständlich, dass ich mich um die Studierenden kümmerte. Ich habe also als Praxisausbildner gearbeitet, bevor ich die offizielle Anerkennung des Titels erworben hatte. Wie ist dieses Verfahren zur Anerkennung von Bildungsleistungen verlaufen? Sicherlich war das Verfahren ziemlich langwierig. Ich habe ein umfangreiches Dossier eingereicht, nachdem ich die verschiedenen Bescheinigungen für die Ausbildungen und Lehrgänge zusammengestellt hatte, die ich im Laufe zahlreicher Jahre zu erteilen Gelegenheit hatte. Dann musste ich einige Monate warten, bis ich die Anerkennung erhielt. Mein berufliches Engagement ist dasselbe geblieben. Eine Fortsetzung meiner Tätigkeit als Kran-

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kenpfleger, wobei die Funktion des Praxisausbildners es mir ermöglicht, die Studierenden in ihrer Entwicklung zu begleiten. Hierbei gilt es, Einblick in die verschiedensten theoretischen Aspekte zu gewähren und praktische Aspekte zu zeigen. Doch die Veränderungen sind – neben der Tatsache, dass das Spital von Saint-Loup auf diese Weise ein Team von anerkannten Praxisausbildnern zusammenstellen konnte – auf der Verantwortungsebene eingetreten: Der Einrichtung werden inzwischen die Verantwortlichkeiten für die Praxisausbildung der Studierenden – eine Aufgabe, die zuvor von der Schule und dem Praktikumsort gemeinsam wahrgenommen wurde – ebenso wie für die Evaluation übertragen. Wie begreifen Sie diese neue Verantwortung? Es ist eine moralische Verantwortung, auf dem aktuellen Stand zu bleiben, zu wissen, was geschieht, zu verstehen, wie die Studierenden arbeiten und mit der Schule in Kontakt zu bleiben. Wir haben die Verpflichtung, unser Niveau zu halten. Als PA stehe ich deswegen nicht allein da: ich kann auf meine PA-Kollegen zählen, und bei Bedarf auch auf die Schule sowie die Weiterbildung, die uns von der HES-SO angeboten wird. Studierende in eine Abteilung zu integrieren kostet Zeit und Energie, doch sie sprechen uns an, stellen uns Fragen. Für uns Profis ist dies eine Art, nicht in der Entwicklung zurückzufallen. Und wir haben eine Ausbildungspflicht, die wir mit viel Freude erfüllen. Es ist ein gegenseitiger Austausch. Die menschliche Dimension ist dabei sehr wichtig.


DREI WEGE

Um PA zu werden, sieht die HES-SO drei mögliche Zugangswege vor : • DEN ERWERB DES CERTIFICATE OF ADVANCED STUDIES HES-SO PRAXISAUSBILDNER/IN. • DIE ANERKENNUNG VON BILDUNGSLEISTUNGEN Eine grosse Zahl der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Sozial-, Gesundheits- oder Kultureinrichtungen verfügt über eine lange Praxis in der Betreuung von Studierenden. Sie können ein Verfahren zur vollständigen oder teilweisen Anerkennung ihrer Bildungsleistungen in die Wege leiten. • GLEICHWERTIGKEIT DER AUSBILDUNG Für bestimmte als gleichwertig angesehene Ausbildungen (siehe die Website www.hes-so.ch) kann auf Antrag eine Gleichwertigkeitserklärung erteilt werden, wenn die betreffende Person eine der anerkannten Ausbildungen erfolgreich abgeschlossen hat.

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DIE HERAUSFORDERUNGEN

Studierende in der Einrichtung empfangen und ihnen eine professionelle Betreuung durch anerkannte Praxisausbildner/innen anbieten: die vor einigen Jahren von der HES-SO eingerichtete Vorrichtung hat sich eingespielt. Heute zeichnen sich einige Stärken ab, welche die Praxisausbildner/innen und die Studierenden ebenso wie die Einrichtungen und die Berufsfelder betreffen. ` ZEIT ZUR VERFÜGUNG UND MITTEL ZUR HAND Den in der komplexen Realität eingesetzten Fachkräften – unter anderem in der Pflege – fehlte es oft an Zeit für die Betreuung der Studierenden. Heute verfügen die für die Praxisausbildung zuständigen Personen über einen eigens für diese Betreuung vorgesehenen Zeitrahmen. Es steht genügend Zeit zur Verfügung, noch dazu mit einer teilweisen Entschädigung, doch auch die richtigen Mittel sind zur Hand. Die während der PA-Ausbildung erworbenen pädagogischen Kenntnisse ermöglichen einen feineren, schärferen und professionelleren Blick in der Betreuung von Studierenden – einer Betreuung, die dadurch auch eine neue Dimension gewinnt. ` EIN KLARERER RAHMEN Dies gilt insbesondere für den Sozialbereich. Die HES-SO hat es ermöglicht, einen klareren Rahmen für die Erwartungen gegenüber den Studierenden und den für die Praxisausbildung zuständigen Personen zu definieren.

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` BETREUUNG NACH MASS Die Studierenden profitieren ihrerseits von dieser Betreuung nach Mass, von der Partnerschaft, die bei Bedarf zwischen dem/der PA und dem/der Dozierenden aufgebaut wird, sowie von ihrem doppelten Sachverstand – der im einen Fall in der Praxis und im anderen Fall an der Schule zum Einsatz kommt. Neben dem Erlernen der Handgriffe lernen die Studierenden auch, sich Fragen zu stellen und über die Praxis ihres Berufes nachzudenken ` EINE VISITENKARTE FÜR DIE EINRICHTUNG Die Studierenden, die dazu eingeladen sind, einen intensiven Reflexionsprozess über ihren künftigen Beruf zu entwickeln, wenden sich mit ihren Fragen an die Einrichtung und stimulieren sie durch ihre Fragestellungen. Indem die Einrichtung ihnen eine dynamische und hochwertige Ausbildungsumgebung anbietet, weckt sie in ihnen den Wunsch, die Zusammenarbeit in der Zukunft fortzusetzen und zurückzukehren, um ihren Beruf in ihrer früheren Praxisorganisation auszuüben.


` EINE AUFWERTUNG DER PROFIS Wenn eine Fachkraft den Titel eines CAS Praxisausbildner/in besitzt, erhält sie dadurch Anerkennung in ihrer Arbeitsumgebung. Diese Funktion eröffnet berufliche Perspektiven für diejenige Person, die sie ausübt. Die Einrichtung zieht ihren Nutzen aus dieser Bewegung, ebenso die Berufsgruppe, die auf diese Weise Kräfte und Kompetenzen längerfristig an sich bindet. In der sozialen Umgebung existierte die Funktion des/der PA tatsächlich bereits, die Stellung wurde demnach anerkannt und aufgewertet. ` EIN GEFÜHL DER ZUGEHÖRIGKEIT Im Laufe ihrer Ausbildung haben die künftigen PA Gelegenheit, mit Fachkräften zusammenzutreffen, die in sehr unterschiedlichen Sektoren der Fachbereiche Gesundheit und soziale Arbeit tätig sind. Diese transversalen Kontakte fördern ein Gefühl der Zugehörigkeit zu einem grösseren Umfeld als allein demjenigen des ausgeübten Berufes.

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DIE FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG DER HES-SO IST WERTVOLL

JACQUES VOLERY, Leiter von Nid Clairval (FR)

Nid Clairval (FR), eine Einrichtung, die Kinder und Jugendliche in familiären Schwierigkeiten aufnimmt, zieht einen grossen Nutzen aus dem Einsatz ihrer Praxisausbildner/innen wie auch der HES-SO. Eine Stellungnahme ihres Leiters Jacques Volery Ist die Aufnahme von Studierenden in Ausbildung für Nid Clairval eine Belastung oder eine Stärke? Nid Clairval zählt 10,5 Arbeitsplätze für etwa 20 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Die Aufnahme von Praktikanten hat bei uns schon immer Tradition. Sie sind eine Quelle der Öffnung, aber auch wertvolle Arbeitskräfte. Als wir im Jahr 2004 die Vereinbarung mit der HES-SO unterzeichnet haben, hatten wir einen Praktikanten. Heute sind es drei: ein FH-Praktikant im 2. Jahr, ein Praktikant in Probezeit und ein Praktikant einer französischen Schule; wir haben auch drei FH-Studierende, die eine berufsbegleitende Ausbildung absolvieren. Das ist intensiv, doch die Betreuung läuft gut. Für uns ist das also eindeutig eine Stärke. Wie haben Sie auf die Anforderungen der HES-SO bezüglich der Ausbildung Ihrer PA reagiert? Wir konnten auf eine Person zählen, die sich in den 1990er Jahren zum Praxisausbildner weitergebildet hatte. Derzeit hat diese Person das Heim verlassen. Wir haben nun eine Person, die ihr Diplom als PA in 2008 erhalten hat, eine zweite Person besucht den Nachdiplomkurs der HES-SO und eine dritte hat einen Antrag auf Anerkennung von Bildungsleistungen gestellt.

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Die Ausbildung, die zum Erwerb eines CAS HES-SO Praxisausbildner/in führt, hat in unserem Team einen wahren Wettstreit entfacht. Wie beurteilen Sie die finanzielle Unterstützung der HES-SO für die Betreuung der Studierenden? Die finanzielle Unterstützung der HES-SO ist für Nid Clairval wichtig und wertvoll. Wir haben viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Teilzeit. Die Betreuung der Studierenden wird daher ausserhalb ihrer Teilzeit sichergestellt, was es ermöglicht, nicht in die Zeit einzugreifen, die den Heimbewohnern gewidmet ist. Von wesentlicher Bedeutung ist für mich, die Ausbildungszeit der Studierenden finanzieren zu können. Wenn diese Finanzierung nicht sichergestellt wäre, ist es klar, dass ich nicht so viele Studierende aufnehmen könnte. Als Gegenleistung muss sich unsere Einrichtung verpflichten, einen Ausbildungsplatz zwei bis drei Jahre im Voraus freizuhalten. Welchen Nutzen zieht eine Fachkraft aus ihrem Einsatz für die Ausbildung von Studierenden? Die PA sind motiviert, denn es steht die entsprechende Zeit zur Verfügung, um die Betreuung eines oder einer Studierenden sicherzustellen. Und diese Zeit wird anerkannt und bezahlt. Doch die Anerkennung erfolgt auf zweierlei Weise: zunächst einmal finanziell, dann aber auch beruflich, durch die Vielseitigkeit der Aufgaben, die die Funktion des/der PA mit sich bringt.


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Der CAS PA in den Kantonen

Für Informationen zu den Zertifikatslehrgängen CAS Praxisausbildner/in wenden Sie sich bitte an folgende Personen: CAS HES-SO PA, BERN – JURA – NEUENBURG – FREIBURG Haute école de santé ARC Nicole Zangrando Maladière 5 2000 Neuchâtel Tel. +41 32 930 12 11 Beginn des Lehrgangs im April CAS HES-SO PA, WALLIS HES-SO Valais Wallis, Bereich Gesundheit und Soziale Arbeit Fabien Moulin Rue de Gravelone 5 – Cp 1950 Sion 2 Tel. +41 27 606 84 36 Beginn des Lehrgangs im April

CAS HES-SO PA, WAADT Haute école de travail social et de la santé EESP – Lausanne Charles Chalverat Unité de Formation continue Ch. des Abeilles 14 CH-1010 Lausanne Tel. +41 21 651 03 19 Beginn des Lehrgangs im September CAS HES-SO PA, GENF Haute école de travail social Genève – HETS-GE Olivier Tejerina Rue Prévost-Martin 28 – Cp 80 1211 Genève 4 Tel. +41 22 388 95 00 Beginn des Lehrgangs im Oktober CAS HES-SO PA, WALLIS-FREIBURG Lehrgang in deutscher Sprache HES-SO Valais Wallis, Bereich Gesundheit und Soziale Arbeit Fernando Carlen Pflanzettastrasse 6 CH-3930 Visp Tel. +41 27 970 28 01 Beginn des Lehrgangs im Januar (in der Regel)

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Für allgemeine Informationen wenden Sie sich bitte an :

NÜTZLICHE INFORMATIONEN UND KONTAKTE

Sabine Guys Dozierende HES-SO, zuständig für das Dossier Praxisausbildung HES-SO sabine.guys@hes-so.ch Tel. +41 79 672 17 98 Sekretariat Praxisausbildung Sitz HES-SO Rue de la Jeunesse 1 Postfach 452 CH-2800 Delémont Tel. +41 32 424 49 23 Tel. +41 32 424 49 00 www.hes-so.ch/formationpratique formation.pratique@hes-so.ch

www.hes-so.ch/formationpratique Impressum Herausgeber: HES-SO, Delémont – Juni 2010 Redaktion: atelier textes, La Chaux-de-Fonds Grafik : anaho, atelier de graphisme, Cully Druck : Pressor SA, Delémont Bildnachweis : © HES-SO – Nadia Gagnebin (6, 11, 13, 15, 21, 25, 26) © HES-SO – Philippe Gétaz (2, 4, 17, 19, 23)

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rue de la Jeunesse 1 cp 452 CH-2800 DelĂŠmont 1 T +41 32 424 49 00 F +41 32 424 49 01 info@hes-so.ch


Praxisausbildung