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arbeiten + projekte task [architekten]


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task [architekten] Almut Seeger | Thorsten Klooster Krausnickstr. 14 10114 Berlin T. +4930.280479.35 F. +4930.280479.87 info@task-studio.de Almut Seeger geboren 1971 in Stuttgart. Freischaffende Architektin seit 2003. Architekturstudium in Cottbus, Berlin und London. Tätig in Forschung und Lehre u. a. an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus. Thorsten Klooster geboren 1966 in Emden. Freischaffender Architekt seit 2001. Architekturstudium in Berlin, Ottawa und Lissabon. Tätig in Forschung und Lehre u. a. an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus , der IUAV di Venezia und am Fraunhofer Institut IPK Berlin.

Projekte (in Auswahl) 2009 Intelligente Oberflächen | Smart Surfaces Publikation in Vorbereitung, Birkhäuser Verlag Sommer 2009.

2007 Open Air Stage Meza Park Riga Wettbewerb Riga City Architect´s Office

Galerie Auguststraße Galerieneubau in Berlin | Auguststraße (Fertigstellung Sommer 2009)

September Galerie | Berlin, Charlottenstraße Art Cologne 2007 | Deutsche Bank VIP-Lounge Lounge und Werkpräsentation Isa Genzken für den Art Summer 2007 Deutsche Bank CSR | Kunst

Tefaf 2009 | Deutsche Bank VIP-Lounge Lounge und Präsentation Städelstiftung der Sammlung Deutsche Bank

Pressespiegel Task Architekten Deutsche Guggenheim Berlin „New Museumsshop and Café“ | Deutsche Guggenheim Magazine 02.2009

2008 Art Forum Berlin | September Werkpräsentation Galerie Auszeichnung Beste Galerie Beste Standgestaltung Fenster zur Stadt Studie Medienfassade für ein neues Verlagshaus Der Spiegel| Hamburg Art Cologne 2008 | Deutsche Bank VIP-Lounge Lounge und Werkpräsentation Anish Kapoor Deutsche Bank CSR | Kunst Deutsche Guggenheim Berlin MuseumShop | MuseumsCafé eingeladener Wettbewerb (2. Preis) Deutsche Guggenheim Tefaf 2008 | Deutsche Bank VIP-Lounge Lounge und Werkpräsentation Ellen Gallagher Deutsche Bank CSR | Kunst

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Art Forum Berlin 2008 | Galerie September „Jetzt schlägt´s Dreizehn“ | ART Kunstmagazin, Oktober 2008. „Aufgeräumt“ | ArtNet, 30. Oktober 2008. „Im Schatten der Krise“ | Berliner Zeitung, 31. Oktober 2008. „Rote Punkte und traurige Ritter“ | Frankfurter Rundschau, 1. November 2008. „Kunst-Herbst“ | B.Z. , 1. November 2008. September „Feel Free to Browse – Selection of the newest galleries from Berlin to Beijing“ | LuxuryCulture.com, November 2007. „Vorhut der Spiesser“ | ArtNet, 21. Februar 2008. „Es geht ans Eingemachte“ | Süddeutsche Zeitung, 5. April 2008.

„Lovett / Codagnone: Walk in Silence / Galerie September, Berlin“ | vernissage.tv, 17. September 2008 Art Cologne 2008 | Deutsche Bank VIP-Lounge „Anish Kapoor / Deutsche Bank VIP Lounge / Art Cologne 2008“ | vernissage.tv, 18. April 2008 Art Cologne 2007 | Deutsche Bank VIP-Lounge „Isa Genzken / Deutsche Bank VIP Lounge / Art Cologne 2007“ | vernissage.tv, 30. April 2007 „Ausblick auf den Kunstsommer 2007“ | db artmag Nr. 42, 2007. Riga Open Air Stage „Song Festival Stage in Riga, Mezaparks. Designs – Architect´s Homage to the Latvian Song Festival“ | Riga City Architect´s Office 2008. Projektpartner (alphabetische Auswahl) Associazione Frammenti blinkenarea.org BTU Cottbus Deutsches Architekturzentrum Berlin DAZ Deutsche Bank CSR | Kunst Deutsche Guggenheim Berlin Europäische Forschungsgemeinschaft Dünne Schichten Fraunhofer Institut IPK Berlin Foiltec GmbH ISALL – Institut Supérieur d‘Architecture Lambert Lombard Liège Laura Mars Grp. Berlin onlab berlin regarding arts Berlin September Berlin Spiegel Verlag Hamburg Università IUAV di Venezia Universität Kassel

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Installation Berlin

Beispiel 1

marlies

Planungsbeginn: April 2008 Fertigstellung: Mai 2008 Auftraggeber: september Berlin Oliver Körner von Gustorf Frank Möller Künstler: Marc Brandenburg Heinz Peter Knes Marlies Marlies ist völlig isoliert von ihrer Vergangenheit. Sie gibt keine Anhaltspunkte über ihr vorheriges Leben oder mögliche Kontakte zu anderen Personen. Sie schaut oft in Tageszeitungen und wirkt, als ob sie die Worte ansieht, ohne sie zu lesen oder zu verstehen. Wenn sie Anfälle hat, kämpft sie mit unsichtbaren Mächten. Sie schreit dann wie die besessene Linda Blair im Exorzisten und klingt, als ob sie rückwärts spräche. Es ist, als ob die Sprache sich komplett aufgelöst hätte.“ Über Jahre hinweg begegnete Marc Brandenburg fast täglich der Obdachlosen Marlies, die auf der Straße vor seinem Haus lebte. Gemeinsam mit Heinz Peter Knes hat er für SEPTEMBER das gleichnamige Ausstellungsprojekt entwickelt. Marlies ist für Knes „eine symptomatische Figur, die sich so weit von konventionellen Lebensvorstellungen gelöst hat, dass ein Verstehen nicht mehr möglich ist. Dennoch hat sie nicht aufgehört, sich mitzuteilen. Auf sich selbst zurückgeworfen, hat sie eine Sprache entwickelt, die nur noch ihr gehört. Für dieses Projekt kooperieren Brandenburg und Knes erstmals miteinander. In Marlies finden das Unverstandene, die verstümmelte, psychotische Sprache eine visuelle Entsprechung. Im Zentrum der Ausstellung steht hierbei eine Installation, die gleichermaßen psychosoziale Symptome wie auch subversive Strategien thematisiert – etwa das „Backmasking“, das versteckte Einschleusen von rückwärts aufgenom-

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task[architekten]


Installation Berlin

Beispiel 1

marlies

menen Botschaften in Tonträgern. Diese Technik wurde in der Popmusik von zahlreichen Bands, wie etwa den Beatles oder Nirvana eingesetzt. In einigen Songs von Aphex Twin sind Frequenzfolgen eingebettet, die bei graphischer Darstellung des Frequenzspektrums als Muster und Grafiken erkennbar werden. Auch bei Brandenburg/ Knes findet sich eine ähnliche Vorgehensweise. An einem Schienensystem befestigte transparente Gazevorhänge bilden eine Raum füllende, kreisrunde Form, in der sich gegenständliche und abstrakt verzerrte Motive in verschiedenen Schichten zu einem flirrenden All-Over überlagern. Als Hybrid aus Zelt, temporärer Behausung und 3-D Panorama dient die Stoffskulptur von Brandenburg / Knes zugleich als Bühne für die Performance der Berliner Band B-Teilchen, für die die Künstler bedruckte Kostüme und Masken angefertigt haben. Für ihre Auftritte und Songs entwickeln B- Teilchen eine Kunstsprache, die an Englisch erinnert, aber eigenen Gesetzmäßigkeiten folgt. Presseinformation September

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September Messepräsentation

Beispiel 2

art forum berlin 2008

Projektart: Messepräsentation einer Kunstgalerie Planungsbeginn: Herbst 2008 Fertigstellung: Oktober 2008 Auftraggeber: september Berlin Oliver Körner von Gustorf | Frank Möller Projektpartner: regarding arts Berlin Auszeichnung in der Kategorie Beste Galerie: SEPTEMBER, Berlin. Konsequent in allen Teilen präsentiert sich der Stand der Galerie September aus Berlin. Auf dem fluoreszierenden Gelb der Koje spiegelt sich die Entwicklung der Kunst der letzten zwanzig Jahre. Vom zu früh verstorbenen Nikolaus Utermöhlen (Die Tödliche Doris) bis zu Luis Jacob, einer Entdeckung der letztjährigen dokumenta über Bettina Allamoda, Ursula Döbereiner, Carsten Fock, Tabea Blumenschein und Marc Brandenburg wird hier der Bogen der Kunst „made in Berlin“ gespannt. (Pressetext AFB 2008) Spektakulär erscheint das Debüt der Galerie September, die sich in kurzer Zeit zum Berliner Kultort entwickelt hat. Hier ist der Messestand ein fluoreszierend gelber Schockraum, darin lustig-böse Zeichnungen von Tabea Blumenschein, einst It-Girl des Undergrounds, oder psychedelische Morbiditäten des früh verstorbenen Tödliche-Doris-Künstler Nikolaus Utermöhlen. (Sebastian Preuss, Berliner Zeitung 31.10.2008) Auf der Messe rundeten erstklassige Präsentationen den Eindruck ab. Dazu gehören auch September mit einer zitronengelb gestrichenen Koje, in der die Arbeiten von Bettina Allamoda oder Luis Jacob zu schweben scheinen. (Christiane Meixner, Tagesspiegel 1.11.2008)

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task[architekten]


Spiegel Neubau Medienfassade

Beispiel 3

Fenster zur Stadt

Projektart: Zeitraum: Auftraggeber: Projektpartner:

Konzeptstudie für eine Medienfassade August 2008 ABG Aachen | Spiegel-Verlag Hamburg FineCutMedia, LFM

Das Vorhaben umfasst alle Aspekte der Konzeption und der Errichtung einer transparenten Medienfassade. Das Projekt schafft die inhaltliche Leitidee wie die technische Möglichkeit, an einer sehr großen (Glas-) Außenflächen des Neubaus eine Verlagshauses für die Spiegelgruppe auf der Ericusspitze in der Hafen-City Hamburg einen (polyfunktionellen) selbstleuchtenden Bildträger zu installieren, der eine “dynamische Informationsvermittlung im öffentlichen Raum zum Zwecke der Information, der kommerziellen Nutzung und der Nutzung im Rahmen von Events und Kunstprojekten” ermöglicht. Auf der Fassade zeigen drei Mediennetze mit einer Auflösung von 6,25 und 10 cm weithin sichtbare, bewegt Bilder – den Pulsschlag der Redaktionen: Filme, Grafiken, Schriften, Spiele, Fotos wechseln einander ab. Die Bildauswahl bestimmt zudem die Lichtverhältnisse im öffentlichen Raum vor der Fassade. Das Programm kann beliebig oft und sehr schnell, innerhalb von Minuten geändert/aktualisiert werden. Mittels eines einfachen Programms können die Betreiber ständig eigene neue Inhalte einspielen. Besonders beeindruckend ist das Tempo des Bildaufbaus und der Wechsel zwischen Motiven, respektive ihre Laufgeschwindigkeit. Es ist technisch auch das genaue Gegenteil möglich: fast unmerklich langsame Übergänge auf der Gesamtfläche oder Motivwechsel „Pixel für Pixel“. Das Konzept der Nutzung der in den Räumen hinter der Fassade vorhanden Leuchtmittel transformiert das ganze Haus in einen archaischen lowtech Projektionsapparat auch für bewegte Bilder, die sich aus „Raumpixel“ konstituieren .

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ERICUSSPITZE HAMBURG | PLANUNGSSTAND FEB.2008

task[architekten]


Spiegel Neubau Medienfassade

Beispiel 3

Fenster zur Stadt

„Die Fassade des Gebäudes ist transparent. Das Gebäude vermittelt auch dadurch eine Offenheit, steht im Dialog mit seiner Umgebung. Die Medienfassade fügt sich hier ein. Sie kommuniziert nicht indem Sie abstrahlt, sondern indem sie Vorgänge innerhalb des Gebäudes, Aspekte dessen was hier geschieht nach außen vermittelt. Wenn nicht genutzte Räume durch eine Lichtlösung einbezogen würden, so könnte jeder (ungenutzte ) Raum zu einem weiteren Teil Bespielung werden, das Gesamtbild Ergänzen. So würde sich der Inhalt innerhalb des Gebäudes verdichten. So ist es denkbar, je einen Raum mit einer Steuerbaren Leuchte auszustatten, oder womöglich die Monitore (Bildschirmschoner ) freier Arbeitsplätze einzubeziehen. Jedes Licht wäre so ein Pixel der Inszenierung. So würde die Information in einem Teil der Fläche weniger Dicht, auf der LED verdichtet darstellbar sein. Ggf. ist noch eine Sonderfläche zur Darstellung präziser Schriftinformationen Denkbar. Im Spiegel-Gebäude entstehen Nachrichten. Mitarbeiter recherchieren. Jeder Raum trägt ein wenig zum größten deutschen Nachrichtenmagazin, zu Spiegel TV und Spiegel Online bei. Mitarbeiter arbeiten einander zu, verdichten Information, und recherchieren. Diese Tätigkeit könnte sich in den Staffelungen der medialen Inszenierung widerspiegeln. Denkbar wäre es, die Themenbereiche in denen Gearbeitet wird, farblich zu codieren. Die freien „Raumpixel“ würden so die visuelle Transparenz der Fassade auch in Information einlösen. Die Im Gebäude redaktionell bearbeiteten Themen würden in gestaffelten Tiefen aufgenommen. Im Raumbereich entstünde eine Gesamtstimmung. Im Schärfebereich 1 ( Reguläre LED Flächen ) würden assoziativ Motive eingespielt werden. Auf dem Schriftticker liefe die konkrete Nachricht.“

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task[architekten]


Deutsche Guggenheim Berlin

Beispiel 4

MuseumsShop MuseumsCafé

Projektart: Zeitraum: Auslober: Projektpartner:

eingeladener Realisierungswettbwerb (task architekten) 2. Preis Januar Februar 2008 Deutsche Guggenheim Konzeptlicht Berlin Simon Davis (Mitarbeit)

Konzeption MuseumsShop und MuseumsCafé stehen mit ihrer optischen Fülle grundsätzlich im klaren Kontrast zu dem White Cube des Ausstellungsraumes. Dieser Kontrast wird im Entwurf thematisiert. Die Begriffe „Wunderkammer“ und „Forum“ beschrieben die konzeptionelle Herangehensweise. Wunderkammer

task architekten

Den Shop verstehen wir als eine Art Wunderkammer, der mit den Themen Vielfalt, Farbigkeit und Kleinteiligkeit spielt. Im Gegensatz zum Ausstellungsraum können hier die Besucher in einer Parallel-Sammlung stöbern und auf Entdeckungsreise gehen. Durch die teils transparente, teils semitransparente Oberfläche des Möbels werden die einzelnen Produkte gezielt in Szene gesetzt und präsentiert. Die Kombination mit dem MuseumsCafé schafft eine funktionale Überlagerung, die nicht nur die Geschwindigkeit der Besucher reduziert, sondern auch kommunikative Aspekte einfließen lässt. SICHT VOM INNENHOF AM ABEND

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UMBAU MUSEUMSSHOP + MUSEUMSCAFÉ | DEUTSCHE GUGGENHEIM

05

task[architekten]


Innenhof

Deutsche Guggenheim Berlin

Beispiel 4

MuseumsShop MuseumsCafé

Forum

durchgängige Fensteröffnung durch Glasschiebeelemente

Rollo als optionaler Sichtschutz und Projektionsfläche

Die ursprüngliche Bedeutung des lateinischen Wortes Forum - Umplankung wird durch die Form des raumbildenden Möbels übersetzt. Es beinhaltet nicht nur die Verkaufsgegenstände (Vitrine, Präsentationstisch,...) sondern ist zugleich Sitzgelegenheit und Versammlungsort. Durch die nahezu geschlossene Form wird ein eigener Raum im Raum geschaffen, der durch seine zwei Seiten (Innen und Aussen) die Überlagerung der Funktionen geschickt kombiniert.

Glasschiebeelement Tür zum Innenhof

Hängefläche | Galeriewand (optional)

Forum | Café (Shop)

Cafémaschine in Wandnische Caféausgabe Kuchentresen

Schränke Stauraum

Shop (Café)

Vorraum

Licht und Medienbalken unter der Decke

Kasse

Multifunktionsmöbel

Projektions- und Hängefläche | Galeriewand (optional)

Schränke | Stauraum

A

Ausstellungsraum

task architekten

Ausstellungsraum

S | M. 1 : 50

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B

C

UMBAU MUSEUMSSHOP + MUSEUMSCAFÉ | DEUTSCHE GUGGENHEIM

02

task[architekten]


Deutsche Bank VIP-Lounge

Beispiel 5

art cologne 2008

Planungsbeginn: Januar 2008 Fertigstellung: April 2008 Auftraggeber: Deutsche Bank CSR | Kunst Projektpartner: regarding arts Berlin Ansih Kapoor, vertreten durch Lisson Gallery London For the fourth time Deutsche Bank partners the Art Cologne art fair. This year Deutsche Bank presents works by the sculptor Anish Kapoor. The exhibition in the VIP Lounge gives an outlook to the upcoming exhibition in Berlin. This autumn, Anish Kapoor will realize a commission for the Deutsche Guggenheim, an expansive installation entitled “Memory”. On display at the VIP lounge are 18 paper works from the Deutsche Bank Collection and the sculpture “Green to Purple” on loan from the Lisson Gallery in London. Turner prize-winner Anish Kapoor (born in India, lives in London since 1972) is known to a broader public predominantly thanks to his gigantic, reflective yet mysterious steel sculptures. In 1996, one of the most important sculptures by the Turner prize-winner, Turning the World Upside Down III, was purchased by Deutsche Bank and installed in the lobby of the Bank’s main building in London. Impressions and excerpt of the speech by Friedhelm Hütte, director of Deutsche Bank Art. Deutsche Bank VIP Lounge, Art Cologne 2008, April 15, 2008. vernissage.tv | 18. April 2008.

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task[architekten]


Deutsche Bank VIP-Lounge

Beispiel 5

art cologne 2008

Entspannt war die Stimmung ebenfalls in der VIPLounge der Deutschen Bank, die in diesem Jahr dem Werk des britischen Künstlers Anish Kapoor gewidmet war. Kapoor ist in der Sammlung Deutsche Bank mit zahlreichen Papierarbeiten sowie einer seiner bedeutendsten Skulpturen vertreten: Turning the World Upside Down III. In der Lobby der Deutschen Bank London empfängt Kapoors gigantische, silbern glänzende Kugel den Besucher. In diesem Herbst zeigt das Deutsche Guggenheim in Berlin eine spektakuläre Einzelschau mit einer Auftragsarbeit Kapoors. Auch in der Deutsche Bank Lounge auf der Art Cologne stand eine Plastik des Künstlers im Zentrum. Die kreisrunde, konkave Spiegelscheibe Green to Purple (2007), eine Leihgabe der Londoner Lisson Gallery, gehört zu Kapoors jüngster Serie von Wandskulpturen aus Aluminium. In der minimalistisch gestalteten, in Dunkelgrau-, Weiß- und Violetttönen gehaltenen Lounge spiegelte die grün- violett oszillierende Arbeit den gesamten Raum. Kapoors leuchtende Gouachen der Serie Wounds and Absent Objects (1998) aus der Sammlung Deutsche Bank wurden in der Architektur eines nachempfunden Kreuzgangs präsentiert. Sie verdeutlichen assoziativ die Formensprache Kapoors, die von der Auseinandersetzung mit Leerstellen, Hohlkörpern und Kreisen geprägt ist. Diese Objekte strahlen geradezu aus dem Bild heraus und fesseln den Betrachter mit derselben Intensität wie seine bildhauerischen Arbeiten. db art mag Nr. 47 | 2008

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task[architekten]


Beispiel 6

Galerieraum Berlin

september

Projektart: Neu- bzw. Umbau einer Kunstgalerie Planungsbeginn: Sommer 2007 Fertigstellung: September 2007 Auftraggeber: september Berlin Oliver Körner von Gustorf | Frank Möller Projektpartner: Maria Morais regarding arts Berlin

Melancholisch erscheint auch die Abschottung der Galerie, die dank einer (fest eingebauten) Stellwand nicht einsehbar ist. Auf der Stellwand ein Spruch. „There’s too many ways that you can kill someone like in a love affair when the love is gone“. Drinnen aber wird stadtsoziologisch und Street-Art-inspriert Tacheles geredet, wenn auf der Rückseite des Herz-Schmerz-Spruchs ein simples und schabloniertes „Post no Bills“ („Ankleben verboten!“) aufgesprüht ist. Und das markiert bereits das Programm, das Lovett/Codagnone im Folgenden konsequent durchbuchstabieren: die beständige Verschränkung von stadtplanerischen und gesellschaftspolitischen Momenten mit einer Ebene von Liebe, Lust und Begehren. Dominikus Müller: „Vorhut der Spiesser“, Artnet, 21. Februar 2008

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Meza Park Riga

Beispiel 7

Open Air Stage

Projektart: Realisierungswettbwerb Planungsbeginn: Januar 2008 Fertigstellung: April 2008 Auslober: Riga City Architect´s Office Projektpartner: Schüßler Plan Berlin Akustik IB Moll Berlin

To the given problem of the reinterpretation of the open air stage of Mezaparks with the focus on its acoustic qualities our proposal answers with the establishment of a wing-shaped spectator‘s stand (more amphitheater) for approx. 25.000 visitors, as well as a freely projecting reflector roof over the likewise new-arranged choir stairs. The choir stairs, which as well could be used alternatively as a spectator‘s stand e.g. for sporting events with the use of the midfield inbetween area as a playground, are designed for approx. 7.500 singer. The determining characteristics of the outer appearence of all building components are derived from strictly functional criteria, with the draft of the entire structure to follow. Starting from the design of the amphitheater with its acoustically like view-referred optimized form (wedge-shaped in plan projection and almost parabolic in the longitudinal section), the verve of the resultant wing is transferred in the choir stairs and to the above roof. Likewise due to the main typlogically motive, the stairs appear as continuously transferred into the roof, serving as (technically optimized) reflecting shields to choirus stairs. As a result these main three building parts form a unit, which is implemented into the existing stage-building. The wing shape of the amphitheater is ensured by eight large partitions, which carry the shell of the auditorium. The characteristic wing shape as a landmark appears appropriate to the given status of the choir singing as a world heritage event. The peak of the wing rises upwards between the treetops, offering views of the city of Riga and its surrounding beautiful landscapes.

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Deutsche Bank VIP-Lounge

Beispiel 8

art cologne 2007

Planungsbeginn: Herbst 2006 Fertigstellung: April 2007 Auftraggeber: Deutsche Bank CSR | Kunst Projektpartner: regarding arts Berlin Isa Genzken, vertreten durch Galerie Neu Berlin Führt man sich, um eine Ahnung von ihrem Ansatz zu erhalten, Isa Genzkens Werk vor Augen, erkennt man ein durchgängiges und verlässliches Motiv: nämlich ihr Werk stets auf Augenhöhe zu verhandeln. Nirgendwo in ihrem Werk findet sich ein Überwältigungsgestus, so wenig wie ein allzu schnelles Entgegenkommen. Isa Genzkens Wunsch, der kunstinteressierten Öffentlichkeit auf Augenhöhe zu begegnen, zieht sich wie ein Ariadnefaden durch ihr ebenso umfangwie überraschungsreiches, weitläufiges Werk, das Skulptur, Fotografie, Film, Video, Arbeiten auf Papier und Leinwand, Collagen und Bücher umfasst […] Isa Genzken scheut sich also nicht, in einer Geste kommunikativer, künstlerischer Vernunft eine Einladung an den Betrachter auszusprechen, sich mit ihren Arbeiten und deren komplexer Form auseinander zu setzen. Es handelt sich um eine durchaus überraschende Geste; eine verführerische, eine liebevolle und vor allem eine nachhaltige Geste, weil sie dem Werk in keiner Weise äußerlich ist…… Brigitte Werneburg, Isa Genzken: Kunst auf Augenhöhe, in db artmag, 2006 Angelehnt an die demokratische Auffassung der Kunst auf Augenhöhe, die Brigitte Werneburg in ihrem db artmag Artikel zu Isa Genzken formuliert hat, orientiert sich die Gestaltung des Messestandes an der Grundidee eines Forums. Während ein Teil des Messestandes für Bar und Tische vorbehalten ist, soll die größere Fläche der Präsentation von Genzkens Werk, dem Gespräch und der Information über die Künstlerin gewidmet sein.

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Deutsche Bank VIP-Lounge

Beispiel 8

art cologne 2007

Das wichtigste Gestaltungselement dieses „Forumsbereichs“ sind Treppen und Podeste. Die „Treppen“ werden an den Wänden installiert und sind in unterschiedlichen Größen gefertigt. Sie dienen als Sitzgelegenheit oder mehrstufige Podeste, auf denen Werke (Weltempfänger, kleine Arbeiten aus der Vampire Empire – Serie etc.) ausgestellt werden, oder als „Buchregale“, auf denen Kataloge und Prospekte aufgereiht oder ausgelegt werden. Die „Sitzgelegenheiten“ werden mit silbernen, flachen Kissen ausgestattet. Im Raum stehen klassische Sockel-Podeste, auf denen (wenn möglich) Genzkens Stelen, „Hochhausarchitekturen“ ausgestellt werden.

Als Sponsor der Art Cologne war auch die Deutsche Bank wieder mit einer eigens gestalteten VIP-Lounge auf der Messe vertreten, die ganz im Zeichen der diesjährigen Kunstevents in Venedig, Kassel und Münster stand. In einer minimalistisch-eleganten Architekturinszenierung präsentierte die Bank hier Arbeiten von Isa Genzken und richtete damit den Fokus besonders auf zwei Ereignisse: Der in diesem Jahr von Genzken bespielte Deutsche Pavillon auf der Biennale in Venedig wird von der Deutschen Bank als Hauptsponsor gefördert. Mit ihrer in Weiß und hellem Grün gefassten Architektur und passend entworfenen Möbeln präsentierte sich die Lounge auf der Kölner Messe als offener Raum, der die Ausstrahlung von Genzkens Skulpturen unterstrich. Herzstück der VIP-Lounge war die große Treppenanlage im Ausstellungsbereich, die zum Verweilen einlud und den ungestörten Blick auf die im Raum platzierten Arbeiten Genzkens frei gab. Die teilweise bis zu drei Meter hohen Stelen, Leihgaben aus der Sammlung Schröder in Berlin und der Galerie Buchholz, versteht die Künstlerin als Chiffren moderner Hochhausarchitektur, die verschiedenste Assoziationen zu bekannten Ikonen wecken: Mies van der Rohe, die New Yorker Skyline und nicht zuletzt die Tragödie des World Trade Centers“ (db art.mag Nr. 42, 2007)

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Publikation Research

Beispiel 9

Intelligente Oberflächen

Projektart: Buchprojekt Planungsbeginn: Herbst 2006 Erscheint: Mai 2009 Verlag : Birkhäuser, Basel Projektpartner: onlab Berlin

Ob leuchtende Tapeten, Strom erzeugende Vorhänge oder selbstreinigende Scheiben: Neuentwicklungen im Bereich der Oberflächentechnologien haben und werden zukünftig noch stärker als bisher die Möglichkeiten des Materialeinsatzes in Architektur, Innenarchitektur und Design nachhaltig beeinflussen. Die neuen intelligenten Oberflächen erweitern die Gestaltungsmöglichkeiten für Architekten und Designer umfangreich. Ihr Einsatz führt zu neuen Typologien und Konzepten, die auch den veränderten Ansprüchen an Gebäude und Design gerecht werden können. Der Eindruck, den wir von einem Haus oder einem Gegenstand gewinnen wird immer häufiger durch die Oberflächeneigenschaften bestimmt. Somit stellt sich für Gestalter auch die Frage der „Materialgerechtigkeit“ im Umgang mit den intelligenten Oberflächen neu. „Smart Surfaces“ möchte diese Gestaltungsfelder in den kreativen Fokus der Planer und Gestalter rücken. Einen Schwerpunkt bildet daher die Darstellung konkreter Anwendungsmöglichkeiten. Planungsgrundlagen einschließlich Kosten-Nutzen-Erwägungen sowie baukonstruktive Fragen bis hin zu Konstruktionsdetails werden anschaulich und übersichtlich präsentiert. Die unterschiedlichen Werkstoffe werden vorgestellt, und deren Potenziale beurteilt. „Smart Surfaces“ bietet damit einen guten Überblick über die Thematik und gibt darüber hinaus Anregungen für den Umgang mit den neuen Oberflächen. (Auszug aus dem Ankündigungstext)

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