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05_april 2012

report fl채che + Objekt

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Perspektive

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Referenz: Bergwerksvilla, Duisburg (Konzernsitz der Unternehmensgruppe PCC) Ausführende: Malerbetrieb Markus Gohres Produkte: Alpha Fondo Setaliet, Alpha Setaliet

Perspektivisch: Auf die nächsten 100 Jahre So manches Baudenkmal in Deutschland kämpft gegen den Altersverfall. Für die aufwändige und teure Restaurierung und Sanierung fehlt häufig das Geld. Glücklicherweise bleiben andere historische Gebäude vom „Aussterben“ bewahrt, wie das Beispiel der „PCC-Villa“ in Duisburg zeigt. Die denkmalgeschützte Bergwerksvilla in Duisburg ist heute Konzernsitz der Unternehmensgruppe PCC. Genau einhundert Jahre nach Erbauung begann die Frischzellenkur.

Herausforderung und Ziel war die größtmögliche Annäherung an den farblichen Ursprungszustand des Prachtbaus. Dies gelang mit Hilfe des Sikkens Ateliers der Farbe. Nachdem das herrschaftliche Innenleben bereits wieder im Charme vergangener Tage erstrahlte, verhalf der Malerbetrieb Markus Gohres der Fassade mit neuer Farbe zu alter Schönheit.

Ton in Ton zu altem Flair Zunächst musste der alte Farbton möglichst genau reproduziert werden. Dabei waren neben dem Malerbetrieb auch die Untere Denkmalbehörde Duisburg und Sikkens als Farb- und Industriepartner beteiligt. Zunächst begutachteten und definierten Oliver Dorgathen, Berater Sikkens, und Markus Gohres vor Ort die unterschiedlichen Farbtöne von Fassade, Fensterumrandungen, Fensterbänken und Sprossenfenstern. Die daraus erarbeiteten Farbvorschläge aus dem 4041 Color Concept gab Markus Gohres an PCC und Denkmalbehörde weiter. Bestandteile jedes Entwurfs waren jeweils ein heller Grundton für die Fassadenfläche und ein etwas dunklerer Absetzton für die Stuckflächen, die angedeuteten Säulen, Tür- und Fensterumrahmungen sowie die Fensterbänke. Das Sikkens Atelier der Farbe fertigte Modelle der Villa mit verschiedenen Farbnuancen und -kombinationen an, damit sich Auftraggeber und Untere Denkmalbehörde ein Bild des späteren Aussehens machen konnten. Die Farbtonwahl für die Fassade fiel schließlich gemäß der historischen Farbgebung auf einen hellen Cremeton.

Schutz und Farbe für die Fassade Bevor der eigentliche Anstrich erfolgen konnte, musste zunächst der Untergrund verfestigt werden, die in einem stark kreidenden Zustand

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war. Die Wahl der Grundierung fiel auf Alpha Fondo Setaliet, ein farbloses Grundierkonzentrat auf Silikat-Basis. Es eignet sich insbesondere für mineralische Untergründe, auf denen eine hohe Verfestigung benötigt wird. Diesen Effekt erzielten die Fachleute durch Streichen und anschließendes Einarbeiten des Produktes mit der Bürste. Fünf Tage lang waren sie allein mit der Grundierung beschäftigt – nicht verwunderlich bei rund eintausend Quadratmetern Fläche. Für die anschließende Zwischen- und Schlussbeschichtung des geschichtsträchtigen Baus gab es eine klare Vorgabe der Denkmalbehörde: Eine Silikatfarbe mit minimalem Kunststoffanteil musste es sein. Gemeinsam mit dem Auftraggeber und Maler Gohres entschied man sich für Alpha Setaliet. Die Farbe wurde insbesondere für alte Kalk,- Silikat- und Mineralfarbenuntergründe sowie für Zwischen- und Schlussbeschichtung auf verwitterten, kreidenden Altbeschichtungen entwickelt – so wie im Fall der alten Bergwerksvilla.

Repräsentatives Ambiente Die Villa bietet Mitarbeitern und Gästen des Konzerns aus aller Welt außen wie innen ein repräsentatives Ambiente. Da der Eigentümer eine Leidenschaft für gemauerte Historie pflegt, war die perfekte Ausführung bei Beschichtung und Farbgestaltung von großer Bedeutung. Das Ergebnis ist eine 100 Jahre alte Bergwerksvilla, die ihre Gäste in einer historisch farblich stimmigen Erscheinung begrüßt.

Mehr zu den Projekten von Sikkens erfahren Sie unter: www.sikkens.de

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SIKKENS – fläche + Objekt report. Ausgabe April 2012