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LES CAHIERS DE L’AUTONOMIE N° 23 • Januar 2012

Neuheit

2012

Sécher dobannen an debaussen 24 / 24

Jeder Tag ein guter Tag


Inhalt

Edito

Gäste 3 Informations- und Kommunikationstechnologien im Dienst der Senioren Interviews John Castegnaro ( HELP ) Jean-Claude Juchem ( G4S ) Viviane Loschetter ( Stadt-Luxembourg ) Zusammengefasst Organisationsschema Interviews : Help24 in der Praxis Sonia Sanna-Marzona Michéle Daleiden Rita Thill-Bianchi

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Interview Help24 - Die Kunden berichten

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Spiel

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Auslandsreisen, Ausflüge, ...

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Redaktionsvorstand : Die Mitarbeiter des Netzwerkes Help Verantwortlicher Herausgeber : José Luxen, Generalkoordinator des Pflegenetzes Help Adresse der Redaktion : 54, rue Emile Mayrisch L-4240 Esch-sur-Alzette tel. 26 70 26 Ausführung : Alternatives Communication S.à r.l. Druckerei : Imprimerie Centrale Fotos : Help Die „ Cahiers de l’autonomie “ erscheinen 4 Mal pro Jahr Die Veröffentlichung der Texte geschieht mit Verantwortung der verschiedenen Autoren Auflage : 14 000 Exemplare

José Luxen, len Bereich, die es ermöglichen die, den Patienten angebotene Dienstleistungen zu erweitern. Die Einführung und Benutzung dieser Technologien wirken sich auf die gesamte Gesellschaft aus, da sie zu einer Weiterentwicklung der Rollen des medizinischen und paramedizinischen Personals, das mit ihrer Anwendung betraut ist, führen. Sie heben vor allem die Rolle der Verschreiber und der Finanzierer hervor wobei der Unterschied zu ausschließlich wirtschaftlichen Zwecken darin besteht, dass die Person, bei der das Risiko eines Autonomieverlusts besteht, der Ausgangspunkt und der Mittelpunkt der Umsetzung ist.

Interview 13 Neugierig sein, ist sich darum sorgen dass... Das Angebot Rufsysteme- und Dienstleistungen

Informations- und Kommunikationstechnologien im Dienst der Senioren Generalkoordinator des Hilfsund Pflegenetzwerks HELP

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Gäste

Ausgabe der „ Cahiers de l’autonomie ” über Help24 und die neuen Technologien zuhause. Das Projekt Help24, einem Notrufsystem, hat vor zwei Jahren begonnen, nach der Unterzeichnung einer Partnerschaftsvereinbarung mit G4S. Während der Entwicklung von Help24 fanden Gespräche mit betroffenen Personen statt, die diese Innovationen nicht abwiesen jedoch an deren Einführung beteiligt werden wollten. Zahlreiche Fragen wurden von betroffenen Personen verschiedener Altersgruppen gestellt. Jede Person betonte mit einem Höchstmaß an Autonomie leben zu wollen und hob u.a. folgende Punkte hervor : ethische Fragen, der Nutzen der Technologien, das Risiko einer Verringerung des menschlichen Kontaktes mit einer zunehmenden „ Virtualisierung ”. Heute ist das Notrufsystem Help24 Wirklichkeit. Es werden zahlreiche zusätzliche Leistungen angeboten, mit dem Ziel, eine jeweils an die Anforderungen der betroffenen Person angepasste Lösung zu ermöglichen. Die Originalität basiert ebenfalls auf der Zeit : die Zeit, die erforderlich ist um sich mit dieser Entwicklung vertraut zu machen und darüber zu informieren. Zögern Sie also nicht und besuchen Sie die Informations- und Beratungsstelle in Esch / Alzette. Seien Sie neugierig und offen und entdecken Sie die angebotenen Lösungen !

José Luxen

Laurent Billonet, Jean-Michel Dumas Ecole Nationale Supérieure d’Ingénieurs de Limoges ( ENSIL )

Die neuen Technologien für die Prävention und die Unterstützung zuhause - eine europäische Problematik Die mit dem Verlust der Autonomie verbundenen Herausforderungen haben sich zu einer europäischen Problematik entwickelt, dies unter anderem wegen des Alterns der Bevölkerung. Somit ist dieser Punkt jetzt zunehmend Bestandteil der Ausschreibungen der Europäischen Gemeinschaft. Das 7. Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung, ( FP7 ) das im Juli 2012 startet umfasst in seinem Thema „ Gesundheit ” die Entwicklung von Verfahren, deren Zweck es ist, den Mitgliedstaaten aufeinander abgestimmte Antworten zu liefern, unter Berücksichtigung einer ethischen Vorgehensweise und dem Respekt des Menschen. Die TIC-Werkzeuge ( Informations- und Kommunikationstechnologien ) sind ein zentraler Punkt dieses Prozesses. Ein Konsortium wurde eingerichtet um das FP7 zu bearbeiten und die Gesundheitstechnologien zu bewerten. Das Konsortium umfasst 4 Länder ( Belgien, Frankreich, England und Portugal ) sowie private und öffentliche Einrichtungen und trägt die Bezeichnung SEMIOtic approach for Innovation in Health Technology appropriation and Assessment ( SEMIOHTA ). Es basiert sich auf einen Teil der nachfolgenden Feststellungen.

TIC Werkzeuge und neue Aneignungen von Technologien für die Prävention und die Unterstützung zuhause TIC werden viel zu oft als bloße Werkzeuge betrachtet ; sie bieten heute jedoch Lösungen im sanitären und medizinisch-soziaSeite 2

Werkzeuge für die Früherkennung und Prävention von Risiken Die Haute Autorité de Santé schätzt dass 30 % der Personen über 65 Jahre ( etwa 3 Millionen ältere Menschen in Frankreich beispielsweise ) bis zu 7 Millionen Stürze pro Jahr erleiden. Meistens führt der Sturz zu physischen und psychologischen Schäden, die durch eine kürzere Reaktionszeit begrenzt werden könnten. Stürze sind die erste Ursache für Unfalltode bei Menschen über 65 Jahre ( 8 500 pro Jahr ). 91 000 Krankenhausaufenthalte pro Jahr stehen in Verbindung mit Ober- oder Unterschenkelbrüchen, die durchschnittlich bei einem von drei Fällen vorkommen. Somit gilt es die Risikofaktoren für Stürze bei älteren Menschen zu identifizieren, um so ihre Umgebung anpassen, sicher und für ihre Autonomie aufwerten zu können. Ein gutes Verständnis des Zusammenspiels zwischen Person und Wohnumgebung basiert auf einem Audit-Werkzeug, das im Rahmen des Unterstützungsprogramms für Risikopatienten von Stürzen, eine Echtzeitbewertung der Wohnung der älteren Person erlaubt. In der Region Limousin wird dies durch die regionale Versicherung ( „ Mutualité Française Limousine ” ) übernommen, die als Verwalter der Hilfs- und Pflegedienstleistungen im medizinischen, sanitären, sozialen und medizinisch-sozialen Bereich fungiert und eine multidisziplinäre Gruppe ( Arzt, Ergotherapeut, Krankengymnast ) vor Ort bereitstellt. In einer ersten „ Papier-Fassung ” ( Audit-Tabelle, Baumdiagramm, Buch, usw. ) wurden zahlreiche Faktoren berücksichtigt, die zu einem Sturz führen können, sozial-demografischer Art ( Alter, Isolierung, ... ), personenabhängig ( Gleichgewichtsstörungen, Kraft- oder Bewegungseinschränkungen, chronische oder akute Krankheiten, ... ), in Verbindung mit dem Verhalten ( Medikamente, Risiko in Verbindung mit der täglichen Aktivität, Angst vor einem Sturz oder Angst nach einem Sturz, schlechte Ernährung, ... ), umgebungsbedingt ( u.a. die Ergonomie der Wohnung ). Les cahiers de l’autonomie - n° 23 - Januar 2012

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Interviews

Die Werkzeuge erlauben es die Risikofaktoren für einen Sturz zuhause zu identifizieren um danach die angemessenen Änderungen vorzuschlagen. Standardmaßnahmen für die Vorbeugung von Stürzen werden personalisiert um die Gefahren aus der Umgebung, durch das Verhalten und die Reaktionsfähigkeit der betroffenen Person zu berücksichtigen. Doch auch wenn diese Werkzeuge die Kenntnisse des Pflegepersonals leiten, führt der Mangel an Interaktivität des Papierträgers oftmals zu erneuten Besuchen bei den Patienten um bestimmte Parameter neu zu bewerten wobei immer eine Benutzung in zwei Phasen erforderlich ist, d.h. die Bewertungsphase beim Patienten und die nachfolgende Bewertungsphase, die nicht zwingend durch die gleiche Person erfolgt. Somit besteht eine zweite Etappe darin, interaktive TIC Lösungen vorzuschlagen, die es erlauben die Bewertung beim Patienten durchzuführen und in Echtzeit eine interaktive Unterstützung einzurichten, die : die Punkte der geltenden Regelungen über den Zugang zu Wohnungen unterstreicht, eine Analyse vornimmt, die bis dato im nachhinein erfolgte und nun mehr während der Bewertung erfolgen kann, es ermöglicht einen Audit-Bericht zu erstellen und diesen an eine Datenbank für Archivierung, Bearbeitung und Entwicklung dieser Werkzeuge weiterzuleiten.

Eine semiotische Vorgehensweise für die Benutzung und die Bewertung der TIC und der Gesundheitswerkzeuge Betrachtet aus der Sicht des Benutzers, der unter einem Autonomieverlust leidet, hat sich in den meisten Fällen gezeigt, dass die TIC, die ihm bestimmt sind, aus Gründen der unangemessenen Benutzung nicht den Erwartungen entsprechen. Das Konzept der angemessenen Benutzung ist ein Prozess den es zu entwickeln gilt um die Abhängigkeit zu verringern und das Konzept eines „ natürlichen Gesundheitsverhaltens “ einzuführen. Ziel dieser semiotischen Vorgehensweise ist die Integration des

Objekts / der Ausstattung / des Geräts in den Tagesablauf der Person. Es soll ebenfalls ermöglicht werden eine bessere Anwendung und Benutzung, eine bessere Bewertung der Auswirkungen der Ausstattung auf das Wohlergehen der Person zu gewährleisten. Die Semiotik beschreibt Texte, Bilder, Objekte, Räume, die sie als Aussagen und Praktiken in Verbindung mit einer Analyse betrachtet. Die Semiotik der TIC umfasst zwei Hauptthemen : 1. Multimedia, der multimodale, hypertextuelle und grafische Bereich 2. und die materiellen Schnittstellen In den beiden Fällen untersucht der Semiotiker wie ein Text oder ein Objekt, das dazu bestimmt ist, die Interaktion mit einem digitalen und / oder ähnlichen Dienst zu unterstützen, aufgenommen wird. Zusammenfassend ist die Semiotik ein neuartiges Werkzeug um die Parameter zu optimieren, die zu einer besseren Aneignung der Technologien durch den Endbenutzer führen und somit zu einer besseren Bewertung der damit verbundenen Wirkungen beitragen, dies sowohl für die Endbenutzer, als auch für die medizinischen Akteuren, mit einer Rückwirkung auf die institutionellen Entscheidungsträger. Im Bereich der Gesundheit ist die Semiotik der TIC auf die Art und Weise ausgerichtet, wie der Benutzer mit den derzeitigen Kompetenzen, der Gestik und kulturellen Erfahren die er im täglichen Leben entwickelt hat, die digitalen Objekte aufnimmt, die ihm helfen sollen. Im Dienste der Ausstattung ist die Semiotik als eine neue Art der Aufgabenstellung für die Pflegeausstattung zu sehen. Sie integriert die sozialen, organisatorischen, ethischen und juristischen Parameter, sowie die Wirksamkeit der Technologien und stellt ein besseres Verständnis ihrer Benutzung in den Vordergrund.

Anne Geslin-Beyaert, Nicole Pignier, Didier Tsala-Effa Centre de Recherches Sémiotiques ( CeReS ), Faculté des Lettres et Sciences Humaines

Help24 : Die neuen Technologien zuhause

John Castegnaro, Präsident des Hilfs- und Pflegenetzwerks HELP

HELP ist für seine Hilfs- und Pflegedienste zuhause bekannt, wobei besonderen Wert auf die Qualität dieser Leistungen gelegt wird. Der Patient und seine Angehörigen stehen im Mittelpunkt der Handlungen und er wird als eine dynamische Person angesehen, die soziale Verbindungen sucht. Nicht nur das Wohlergehen die Gesundheit betreffend, sondern auch das soziale Wohlergehen werden als wichtig angesehen ; zwischenmenschliche Beziehungen herstellen, einen sozialen Kontakt gewährleisten und gegen die Probleme der Isolierung, des Alleinseins oder der Routine ankämpfen, die verschiedene Kunden in ihrem täglichen Leben erfahren können. Was diese Herausforderungen betrifft, ist HELP darauf bedacht die Dienstleistungen immer weiter zu verbessern um die Person bestmöglich zu begleiten und ihre Werte und ihre Kultur zu respektieren. Hauptakzent dabei ist die Autonomie, die es der Person erlaubt ihr Leben mitzubestimmen. Um eine Vorgehensweise zu gewährleisten, die auf der menschlichen Würde basiert, hat HELP seit der Gründung eine enge Zusammenarbeit mit zahlreichen Akteuren und Partnern entwickelt, unter anderem mit den Krankenhäusern und dem „ Objectif Plein Emploi ” sowie auch mit den Nachbarschaftsdiensten. Durch diese Zusammenarbeit und Fachkenntnis kann HELP einen wahren Mehrwert in der Begleitung von älteren und / oder pflegebedürftigen Menschen anbieten ; in der Information des Kunden und seiner Angehörigen, in der Anpassung der Wohnung und in einer kontinuierlichen Pflegeleistung. Help24 : Freiheit rund um die Uhr zum Greifen nah

HELP bedankt sich bei den Forschern der Université de Limoges für ihre Beteiligung an dieser Ausgabe der „ Cahiers de l’Autonomie ”und freut sich über eine weitere Zusammenarbeit mit der Université de Limoges, unter anderem durch die Aufnahme von zwei Studenten dieser Universität bei HELP um die Forschung im Bereich der neuen Technologien in Verbindung mit älteren Menschen fortzusetzen. Seite 4

HELP arbeitet seit 2009 mit G4S zusammen, die auf Sicherheitstechnologien spezialisiert sind, unter anderem auf neue Lösungen fürs Wohnen. Die Vorteile dieser neuen Technologien sind zahlreich: sie erleichtern das tägliche Leben der pflegebedürftigen Person um ihre Autonomie und ihre Würde zu erhalten, sie fördern Freizeitaktivitäten außerhalb der Wohnung und bieten auch eine gewisse Erleichterung für die Angehörigen.

Zusammen mit G4S und der Stadt Luxemburg bietet HELP seit Januar 2012 die Dienstleistungen von Help24 an, ein Notrufsystem das rund um die Uhr funktioniert und an die individuellen Bedürfnisse der Benutzer innerhalb des luxemburgischen Gebiets angepasst werden kann. So ermöglicht es Help24 den Personen sich weiterhin frei zu bewegen, dies innerhalb und außerhalb ihrer Wohnung. Durch seine geringe Größe, ist das Gerät nicht auffällig und erlaubt es den Personen ihren Freizeitaktivitäten nachzugehen und ihre sozialen Kontakte zu pflegen. Help24 bietet eine Notfallhilfe für Personen, die nicht auf ihre Gewohnheiten verzichten möchten, so z.B. einen Spaziergang im Wald bei dem ihnen die erforderliche Sicherheit zur Verfügung steht. Was die neuen Technologien betrifft ist es wichtig eine Partnerschaft mit Akteuren aus verschiedenen Bereichen einzugehen damit jeder mit seinen Kompetenzen einschreiten kann und somit eine leistungsfähige und zuverlässige Intervention gewährleistet ist. Die neuen Technologien werden die menschlichen Beziehungen nicht ersetzen sondern können diese im Gegenteil sogar fördern. Dies gilt vor allem für die Benutzer eines Systems wie Help24, d.h. ältere Menschen aber auch andere Zielgruppen wie Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit jeden Alters. Vergessen wir also die Meinung, dass ältere Menschen sich nicht mehr an neue Lösungen gewöhnen können. Wenn diese Lösungen ergonomisch sind und einen wahren Mehrwert bieten, wird sich die Person sehr schnell daran gewöhnen. Bei der Entwicklung dieser Produkte muss diese Dynamik in dem Sinne berücksichtigt werden, dass die betroffenen Personen bereits in diesem frühen Stadium eingebunden werden sollten. Wir laden Sie daher ein unsere Informations- und Beratungsstelle in Esch / Alzette zu besuchen um die verschiedenen Lösungen von Help24 kennenzulernen. Ich möchte aber auch noch unterstreichen, dass wir einen Ethikausschuss eingerichtet haben, der sich mit Fragen beschäftigt, die durch diese neuen Technologien aufgeworfen werden, aus Sicht der Patienten, der Pfleger und der Angehörigen. Ich freue mich dieses System im Jahr 2012 einzuführen und hoffe auf die Langlebigkeit dieses Projekts und wünsche jedem kreativ zu bleiben und sich auf die nächsten Jahre voller Innovationen zu freuen.

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„ Sécher a gutt versuergt ”

Viviane Loschetter,

Jean-Claude Juchem,

Echevine en charge des affaires sociales de la Ville de Luxembourg

Administrateur Délégué G4S

Zu Anfang eine kurze Zusammenfassung der Entwicklung unseres Unternehmens, das seit 1971 in Luxemburg besteht und heute rund 1.400 Personen beschäftigt. G4S – Security Solutions S.à r.l. ist im Bereich der Sicherheitsdienste und des Personenschutzes tätig. Einige Beispiele aus dem Bereich der Unternehmen : die Hauptaktivitäten sind die Überwachung, die elektronische Sicherheit wie z.B. Alarm bei unbefugtem Zugang, Zugangskontrolle, Überwachung mit Kameras, Teleüberwachung rund um die Uhr sowie der Personenschutz ( safety ). Wir sind heute als seriöses und zuverlässiges Unternehmen bekannt. Wir verfügen über 40 Jahre Erfahrung in den technischen Bereichen, G4S – Security Solutions S.à r.l. hat über 10.000 elektronische Überwachungssysteme bei privaten Kunden und in Unternehmen installiert. Wir können heute auf die Kompetenz unserer Techniker und EDV-Spezialisten zählen. Von Anfang an waren wir in Kontakt mit Privatpersonen. Einige haben uns auf Grund von gesundheitlichen Problemen oder dem Auftreten von einer zunehmenden Pflegebedürftigkeit kontaktiert und nach entsprechenden Lösungen gefragt. Mittlerweile haben wir individuelle Anwendungen entwickelt, die auf diese Bedürfnisse eingehen und stärker den Menschen in den Mittelpunkt setzen. So hat unser Unternehmen vor zwei Jahren eine Vereinbarung für die Zusammenarbeit mit HELP unterzeichnet um diese beiden Kompetenzbereiche zu vereinen : HELP ist ein Experte auf dem sozialen Gebiet und in der Begleitung von pflegebedürftigen Personen, G4S verfügt über ausgezeichnete Fachkenntnisse im tech nischen Bereich. Eine enge Zusammenarbeit hat es ermöglicht, das DienstleisSeite 6

Telealarm und Help24 : komplementäre Dienstleistungen

tungsangebot und die besonderen Lösungsmöglichkeiten zu erweitern um den pflegebedürftigen Personen zuhause und draußen eine größere Autonomie zu bieten. Das Konzept der Unterstützung vervollständigt die Sicherheits- und Vorbeugeaktivitäten unserer Zukunftsvision : „ Sécher a gutt versuergt ”. Die beiden Partner arbeiten auch an neuartigen Lösungen im Bereich der Domotik und der elektronischen Gesundheitsdienste und der Telekommunikation.

G4S :

embourg - Seit 1971 in Lux estellte - Circa 1.400 Ang rfahrungen E r h Ja m e in e it e -S der Stadt auf dem Gebiet reich der e B im rg u b m e x u L gien mit neuen Technolo mung sozialer Bestim

G4S Security Solutions S. à r.l. 14, rue du Père Raphaël BP 1513 L-1019 Luxembourg Tél. 24 66 1-1 Email : info@lux.g4s.com www.g4s.lu

Im Juni 2011 haben die Stadt Luxemburg, HELP a.s.b.l. und G4S Technologies S.à r.l. ein Abkommen unterzeichnet, das dem Notrufdienst Help24 von HELP die Unterstützung des Telealarm-Systems der Stadt zusichert, den Bereitschaftsdienst während der Nacht zu gewährleisten. Seit 1987 bietet die Stadt durch ihre Plattform für die Verwaltung von Sozialalarmen und ihre speziell geschulten Mitarbeiter einen „ Telealarm “-Dienst an, ein Kommunikationsmittel, das älteren und behinderten Menschen ermöglicht, in Notfallsituationen einen Alarm durch einfachen Knopfdruck auszulösen und dies rund um die Uhr. Help24 bietet einen, dem Service Seniors der Stadt ähnlichen Dienst an, aber außerhalb der Stadt. Dank der aktiven Partnerschaft mit der Stadt kann Help24 jetzt den Benutzern ebenfalls einen Bereitschaftsdienst während der Nacht anbieten. So wird zwischen 22 Uhr und 7 Uhr der Dienst Help24 von den Mitarbeitern der Stadt Luxemburg übernommen. Telealarm : ein persönliches Sicherheitssystem Die Personen, die den Telealarm-Dienst der Stadt nutzen, verfügen über einen Alarmposten mit einem automatischen Wahlsystem, ein Mikrophon, einen Lautsprecher und einen Radioempfänger. Dieses Gerät wird an den Telefonanschluss und an das Elektrizitätsnetz angeschlossen. Bei Stromausfall bleibt das System dank einem integrierten Akku weiterhin in Betrieb. Das „ Telealarm ”-System verfügt auch über einen tragbaren Sender, den die Person immer bei sich trägt, entweder um den Hals oder als Armband. So kann die Person sich frei in ihrer gewohnten Umfeld bewegen. Im Garten oder im Keller kann dieser Sender einen Notruf in einer Entfernung von bis zu 300 Meter zum Alarmposten auslösen.

Ein Dienst rund um die Uhr Im Falle eines Sturzes, bei Unwohlsein oder einem anderen Problem, kann die Person einen Notruf durch einfaches Betätigen des roten Knopfes, auf dem Festposten oder dem tragbaren Sender auslösen und dies rund um die Uhr. Der Alarmposten ist direkt mit einer Telefonzentrale verbunden und erlaubt somit die sofortige Verbindung mit einem kompetenten Mitarbeiter. Dieser wird sich über die Art des Problems erkundigen und wird die erforderlichen Maßnahmen einleiten. Wenn kein Gespräch möglich ist, wird sofort ein Notfall ausgelöst. Bis heute nutzen 700 Personen auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg dieses „ Telealarm “-System. Es erlaubt älteren Menschen, die alleine oder zusammen leben weiterhin in Sicherheit zuhause zu wohnen. Durch die einfache Benutzung des Systems ist es besonders an die jeweiligen Bedürfnisse dieser Personen anzupassen und gibt ihnen jeden Tag das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Die Installationskosten für dieses System betragen 75 €, der Monatsbeitrag ist in der Höhe von 35 € angesiedelt ( Sozialtarife für Personen mit geringem Einkommen sind vorgesehen ). Die Mitarbeiter des Service Seniors der Stadt Luxemburg stehen Ihnen mit weiteren Informationen und Erklärungen zum „ Telealarm ”-System zur Verfügung und beraten Sie gerne.

Ville de Luxembourg Service Seniors 28, place Guillaume L-1648 Luxembourg Tél. 4796-2757 Öffnungszeiten : 8.00 bis 12.00 und 14.00 bis 18.00 nach Terminvereinbarung Les cahiers de l’autonomie - n° 23 - Januar 2012

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Zusammengefasst

Organisationsschema Help24

Schema der Annahme des Anrufs

Helpline Croix-Rouge ( 7 bis 22 Uhr )

G4S

Patient mit

Stadt Luxemburg Helpline des Service Seniors ( 22 bis 7 Uhr )

Notfallzentren

Helpline Analyse der Situation und Entscheidung über die Art des Einsatzes

Information- und Beratungsstelle

Pflegezweigstellen

Help24 : das Notrufsystem Help24 wurde zusammen mit verschiedenen Partner eingerichtet deren Fachkenntnisse für das gute Funktionieren unerlässlich sind. So kann HELP seinen Kunden einen wahren Mehrwert bieten. Helpline Croix-Rouge ( 7 bis 22 Uhr ) : Fachpersonal aus dem Gesundheitsbereich antworten im Falle der Betätigung des „ Roten Knopfs ” und entscheiden über die Art der Intervention beim Kunden. Die Verbindung wird solange aufrecht erhalten bis das Interventionsteam beim Kunden eingetroffen ist.

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HELPPflegezweigstellen Angehörige Kontaktpersonen

Fortlaufende Verbindung mit der Helpline durch die Sprechanlage des Help24 bis zum Eintreffen des Einsatzteams.

Stadt Luxemburg – Helpline des Service Seniors ( 22 bis 7 Uhr ) : Übernimmt den Bereitschaftsdienst zwischen 22 Uhr und 7 Uhr und hat seit 1987 Erfahrung in diesem Bereich, Jahr in dem der Fernalarm auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg eingeführt wurde. Pflegezweigstellen : Informieren den Kunden und schreiten ebenfalls bei Betätigung des Knopfes ein, wenn es sich um Anrufe handelt, die von der Helpline nicht als Notfall eingestuft wurden. Information- und Beratungsstelle : Dient als Treffpunkt für Gesundheitsberufe und Kunden, liefert weitere Auskünfte über Help24, je nach Bedürfnis des Kunden. Notfallzentren : Schreiten im Notfall ein und sind auch Standort der Kästen mit den Schlüsseln der Kunden. Diese Schlüsselkästen unterliegen einer Zugangskontrolle, die per Funkfernbedienung von der Helpline verwaltet wird. G4S : Fachkenntnisse im Bereich der neuen Technologien, zuständig für den technischen Aspekt und die Installation des Systems beim Kunden. Seite 8

Les cahiers de l’autonomie - n° 23 - Januar 2012

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Interviews

Help24 – Die Rolle der Pflegezweigstellen

Michèle Daleiden,

Sonia Sanna-Marzona,

Infirmière relais des Hilfsund Pflegenetzwerks HELP

Leiterin des Syrdall Heem

Im Laufe der Jahre haben wir festgestellt, dass die pflegebedürftigen und einsamen Personen über eine Möglichkeit verfügen sollten, die bei einem Sturz oder bei Unwohlsein einen Alarm auslöst. Der Kontext der Sicherheit und der Kontinuität der Pflege sind wichtig. So erlaubt es Help24 den Personen zuhause zu bleiben, in ihrer gewohnten Umgebung und etwaige Ängste im tagtäglichen Leben zu verringern. Dies gilt besonders für Personen mit eingeschränkter Mobilität oder die sich nicht mehr sicher in ihren Bewegungen fühlen. Help24 bietet Lösungen für diese Personen, erklärt Sonia SannaMarzona, Leiterin des Syrdall Heem, Mitglied des Hilfs- und Pflegenetzwerkes HELP. Bei der Installation von Help24 bei einem Kunden spielt das Pflegepersonal eine maßgebliche Rolle. Es hat die Mission die Bedürfnisse des Kunden zu bewerten damit dieser in den bestmöglichen Bedingungen weiter zuhause bleiben kann. Es informiert und sensibilisiert die Kunden über Help24, ist offen für ihre Belangen und Ängste und versucht die Funktionsweise des Dienstes so gut wie möglich zu erklären. Dies gilt besonders für dessen Vorteile wie z.B. eine Betreuung 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche, Mobilität und Autonomie dank der Geolokalisierung sowie das Zubehör, das installiert werden kann, u.a. Rauch- und Wassermelder, Bewegungsmelder, Pillenspender. Das Pflegepersonal muss die Relevanz einer Installation von Help24 und dessen Zubehör für die Anforderungen des Kunden und dessen allgemeine Situation bewerten. Das Pflegepersonal ist Kontaktperson für den Kunden und gewährleistet den Schutz seiner Daten. Die Kundenakte, die der Kunde mit dem Pfleger ausfüllt, gibt Auskunft für den Gesundheitszustand und etwaige medizinische Probleme so dass im Notfall die bestmöglichen Maßnahmen getroffen werden können. Das Pflegepersonal hat aber auch die Mission, den Kunden über einen längeren Zeitraum zu begleiten, seine Situation Seite 10

Help24 – Die Rolle der „ Infirmiers relais ”

neu zu bewerten und z.B. die Gründe von wiederholten Alarmen zu untersuchen, Änderungen vorzuschlagen um die Situation zu verbessern, z.B. bei häufigem Stürzen. Wir sind überzeugt, dass Help24 in der Zukunft unumgänglich sein wird um eine vollständige und ununterbrochene Begleitung des Patienten zu gewährleisten und es diesem zu erlauben unter den besten Bedingungen und so lange wie möglich in seiner gewohnten Umgebung zu bleiben, schlussfolgert Madame Sanna-Marzona.

Help24 bietet zahlreiche Vorteile : Kontinuität der Pflege und bessere Sicherheit im ambulanten Bereich Bei Unwohlsein: Kontakt mit dem Pflegepersonal durch die Sprechanlage von Help24 sowie schnelle und effiziente Intervention Eine gewisse Autonomie und Mobilität im täglichen Leben durch eine jederzeit gewährleistete Intervention auf dem Gebiet von Luxemburg, dank der Geolokalisierung Erhalt der sozialen Kontakte und somit keine Isolation Erleichterung für die Angehörigen durch eine voll ständige Überwachung und Information im Notfall.

Die Rolle der „ Infirmiers relais ” im Rahmen der Dienstleistungen von Help24 steht in enger Verbindung mit der täglichen Arbeit. Sie begeben sich in die Krankenhäuser zu den Patienten und den Angehörigen, die bald aus dem Krankenhaus entlassen werden, damit deren Heimkehr in den bestmöglichen Bedingungen erfolgt. Ihre Mission besteht in einer Analyse der Bedürfnisse der Kunden und deren Begleitung nach der Entlassung aus dem Krankenhaus.

Am aller wichtigsten ist es die Person zu informieren, Erklärungen zu geben, die leicht verständlich sind, zuzuhören und die Lösungen an die Bedürfnisse anzupassen. So können bereits zahlreiche Ängste genommen werden. Es gilt dabei immer die Technologie in den Dienst des Menschen zu stellen um dessen Tagesablauf weitestgehend zu erleichtern.

Help24 ist ein zusätzliches Werkzeug, das wichtig ist um eine ununterbrochene Begleitung des Patienten 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche zu ermöglichen. Die „ Infirmiers relais ” beteiligen sich an der Information und der Sensibilisierung über Help24 bei jenen Kunden, die sich im Krankenhaus befinden. Die Vorteile von Help24 sind offensichtlich : Sicherheit daheim, Autonomie des Kunden und ununterbrochene Begleitung und zwar 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche. „ Oftmals kennen die Personen nicht alle, ihrer Situation angemessenen Lösungen, es ist unsere Rolle mit ihnen zu reden und ihnen die Funktionsweise von Help24 zu erklären ”, bestätigt Michèle Daleiden, Infirmière relais bei HELP. Zuerst gilt es selbstverständlich die Bedürfnisse der Person zu identifizieren, deren Tagesablauf, ihre Gewohnheiten und ihr soziales Umfeld, was besonders bei neuen Kunden wichtig ist. Die vorzuschlagenden Lösungen hängen stark von der Person ab, von deren Autonomiegrad. Auch werden nicht alle Vorschläge vom Kunden angenommen aber die Tatsache, alle Möglichkeiten zu kennen, wirkt bereits beruhigend. Les cahiers de l’autonomie - n° 23 - Januar 2012

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Interview

Help24 – Der operationelle Teil

Rita Thill-Bianchi,

José Luxen,

Verantwortliche für die „ helpline croix-rouge ”

Koordinator des Hilfs- und Pflegenetzwerks HELP

Die helpline croix-rouge übernimmt den operationellen Teil von Help24, d.h. die Annahme des Antrags – die Bearbeitung des Antrags – die Bestellung des gewählten Alarmsystems und die Antwort auf einen Alarmanruf. Die Helpline HELP ist in dem Moment mit der helpline croix-rouge verbunden, wo Mitarbeiter rund um die Uhr Anrufe in Luxemburgisch, Französisch, Deutsch, Englisch, Portugiesisch, Italienisch und Spanisch entgegennehmen. Drei der Mitarbeiter sind ausgebildete Psychologen und Krankenpfleger.

Sie wollen Help24 nutzen. An wen müssen Sie sich wenden ? Wenn bereits regelmäßig ein Krankenpfleger von HELP bei Ihnen vorbei kommt, dann sprechen Sie ihn darauf an. Er wird Ihnen alle nützlichen Informationen geben und sich um Ihren Antrag kümmern. Wenn Sie noch keine Pflegedienstleistungen in Anspruch nehmen oder diese von einem anderen Hilfs-und Pflegedienst bekommen, dann rufen Sie die Rufnummer der Helpline unter 26 70 26 an, unsere Mitarbeiter beraten Sie und kümmern sich gegebenenfalls um Ihren Antrag.

das System schnell betriebsfähig ist : Funktionstests zwischen Ihrem Zuhause und der Anrufzentrale bei der Helpline garantieren den einwandfreien Betrieb.

Wie wird Ihr Alarmanruf bearbeitet? Rund um die Uhr, jedes Mal wenn Sie Hilfe brauchen und sich nicht wohl fühlen, drücken Sie auf den „ roten Knopf ” Ihres Alarmsystems. Diese Aktion stellt automatisch den Kontakt zwischen Ihnen und einer Mitarbeiterin der Helpline her, die sofort die erforderlichen Maßnahmen einleitet und mit Ihnen in Verbindung bleibt bis Hilfe bei Ihnen eingetroffen ist. Im Falle eines schweren medizinischen Problems, ruft die Helpline sofort den Notdienst 112, in anderen Fällen wird die von Ihnen angegebene Kontaktperson angerufen und wenn diese nicht erreichbar ist, je nach Ihrer Wahl HELP oder ein anderer Pflegedienst. Die Helpline ist ununterbrochen für Sie da und trifft die erforderlichen Maßnahmen um Ihnen zu helfen.

Zusätzlich zum Abonnement, wird ein Formular ausgefüllt werden, das Auskünfte über Ihren Gesundheitszustand und Autonomiegrad sowie Ihr soziales Umfeld gibt. Dieses wird mit Ihnen gemeinsam im Beisein eines Krankenpflegers von HELP oder einem Mitarbeiter der Helpline ausgefüllt werden. Diese Informationen sind erforderlich um Ihnen im Bedarfsfall, bzw. im Notfall zu helfen. Die Informationen werden vom Team der Helpline streng vertraulich behandelt.

Wer kümmert sich um die Installation Ihres Notrufsystems ? Die Helpline bestellt beim Unternehmen G4S das Notrufsystem, das Sie ausgewählt haben. Ein Techniker von G4S kontaktiert Sie um einen Termin für die Installation bei Ihnen zuhause zu vereinbaren. Die technische Inbetriebnahme ist einfach, sodass

« Vous savez que le mot “ curieux ” vient du mot latin cura : le soin ? Soyons fiers de notre défaut ; être curieux, c’est prendre soin. Soin du monde et de ses habitants ». ( Erik Orsenna ) Ältere Menschen haben nicht aufgehört sich anzupassen, durch den Krieg, durch zahlreiche Entwicklungen der Weltgeschichte und die neuen Mittel, die wir heute haben : die Technologien zuhause, die Gerontechnologien und die Domotik. Einige informieren sich, andere fühlen sich ausgeschlossen, andere wiederum haben Angst davor. Viele haben gelernt mit Innovationen umzugehen und leben einfach im Rhythmus der Entwicklungen ganz nach ihrer Wahl, Geschichte und Kultur weiter. Sie bleiben Herr ihrer Wahl und Entscheidungen.

In einem sozial schwierigen Umfeld ( Alleinsein, Abhängigkeit, Geldnot, ... ) sind Technologien sowohl eine Quelle der Hoffnung als auch der Angst. Einige Erfolgsfaktoren :

Welche Unterlagen sind auszufüllen ?

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Neugierig sein, ist sich darum sorgen dass...

die Technologie muss die Sozialisierung fördern, soll sie aber nicht ersetzen, au HELP nce du rése ta is ss ’a d t ppel e Système d’a ection argé de dir h C o c ri chia Vito Annic Help24 e ic 1/08 /017 du serv ment : PA 1 ré g ’a d ro Nu mé P : réseau HEL Joindre le

h e Mayrisc il m E e u r , 54 tte h-sur-Alze L- 4240 Esc 26 lp.lu Tél. : 26 70 - w w w.he u .l lp e h @ info

die Technologie darf nie als aufdringlich empfunden werden sondern sollte frei akzeptiert werden, die Unternehmungen der Person müssen durch die Technologie aufgewertet und erleichtert werden, die Technologie kann in Momenten der Einsamkeit und der Unsicherheit einspringen, die Technologie ist eine Schnittstelle, die so einfach wie möglich ist, die Ergnonomie ist vorrangig und so kann sich die Gerontechnologie in den Dienst des Menschen stellen. Auszug Hotcity / G4S / Help

nen : Definitogio ie :

Gerontechnol s nnen eine Hilfe für da Die Technologien kö für die bei ihrer Arbeit oder Pflegepersonal sein terstützen. deren Autonomie un sie em ind en nt tie Pa Domotik: ung von sich auf die Verbind Die Domotik basiert r Verwalde r ten im Haus unte verschiedenen Gerä steuert se Apparates, der die tung eines zentralen rs tze dürfnissen des Benu und der nach den Be programmierbar ist. Fernunterstützung: es enstleistungen, die Handlungen oder Di aus der n rso erlich, eine Pe erlauben, falls erford zen. Distanz zu unterstüt

In anderen Worten ? HELP bietet Telealarm-Dienste an, die mit einer Alarmzentrale verbunden und rund um die Uhr erreichbar sind. Dieser Dienst umfasst die Installation zuhause sowie die Wartung der Geräte während des ganzen Jahres. Schwerpunkte sind die Sensibilisierung und die Information. Aus diesem Grund wurde die Informations- und Beratungsstelle in Esch / Alzette eingerichtet. Derzeit erscheinen zahlreiche Technologien auf dem Markt und verbinden Fernunterstützung, Telemedizin, elektronische Gesundheitsdienste mit Informations- und Telekommunikationstechnologien. Les cahiers de l’autonomie - n° 23 - Januar 2012

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Das Angebot

Rufsysteme und Dienstleistungen

Ein umfassendes Programm, das jedoch auf einigen Tatsachen beruht: Menschen wollen so lange wie möglich zuhause wohnen bleiben und ihre Aufnahme in ein Pflegeheim so lange wie möglich verzögern. Zuhause bleiben bedeutet nicht vom Rest der Welt abgeschirmt sein. Diese Personen suchen soziale Kontakte und beteiligen sich an den verschiedenen Aktivitäten, die ihnen vorgeschlagen werden, um die Pflegeberufe attraktiv zu gestalten, ist es wichtig auch angemessene Lösungen für das Pflegepersonal zu bieten, die Angehörigen haben immer eine große Motivation für Unterstützung und Kommunikation mit den andere Familienmitglieder aber oftmals bestehen Hürden wie die geografische Distanz und die Zeit,

Die neuen Technologien brauchen Zeit : Zeit für Sensibilisierung, Akzeptanz, Zeit um den Umgang damit zu lernen. Diese Zeit der Reife ist gewonnene Zeit, die gut investiert und ertragreich für das Wohlbefinden ist.

Telemedizin : ng , die durch die Benutzu Medizinische Praktiken oder t hr smitteln durchgefü von Telekommunikation erleichtert werden ndheitsdienste : Elektronische Gesu oloKommunikationstechn Die Informations- und ndet r Gesundheit angewe gien, die im Bereich de werden. Ergonomie : tteln m Menschen, seinen Mi Verhältnis zwischen de me um ste die Gestaltung der Sy und seiner Umgebung, ten. bie it und Wirksamkeit zu Bequemlichkeit, Sicherhe

Funk-Bewegungsmelder

SMOKE

ATOM

Funk-Rauchmelder

Tragbarer Funksender

In diesem medizinisch-sozialen Kontext der Gesundheit und der Wirtschaft kann die Entwicklung der Gerontechnologien erfolgen. Und aus diesem Grund bieten wir Ihnen Help24.

REPO

die Beziehungen zu Anderen sind einfacher wenn die Personen im täglichen Leben autonom sind.

Definitionen :

PIR

Heute sind wir bei HELP der Meinung, dass wir über das klassische System eines Fernalarms hinausgehen müssen und eine neue Epoche der Begleitung zuhause beginnt. Technologie kann nicht alles, sie ist nicht die einzige Antriebskraft für die Anpassung der Pflegedienste, sie bildet aber einen integralen Teil dieser Entwicklung.

HAPA

Reichweitenverstärker

Handicap-Adapter

Der Ethikaussch uss: Aufgabe dieses

Ausschusses ist es eine Auffassung zu ethischen Frag estellungen in Be zu g auf den Fortschritt der W issenschaft zu fo rmulieren, insbesondere zu den neuen Techno logien und der Domotik.

NEO

Hausrufsystem

NEMO

PULL

Mobiler Rufsender

Funk- Zugtaster

BED / FLOOR

FLOOD

Bettsensor / Bodensensor

Funk-Wassermelder

DOOR Türalarm

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Les cahiers de l’autonomie - n° 23 - Januar 2012

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NEMO

NEO

Hausrufsystem

NEO ist das Basis-Hausrufsystem für zuhause an das jedes Zubehör angeschlossen werden kann.

ATOM

Tragbarer Funksender

ATOM sendet auf Tastendruck einen Alarm an die Hausrufsysteme.

DOOR Türalarm

DOOR sendet beim Öffnen einer überwachten Tür einen Alarm per Funk.

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Mobiler Rufsender

NEMO ist die ideale Lösung für drinnen und draußen. Dank der Satellitenverbindung sind Sie zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort erreichbar.

HAPA

Handicap-Adapter

Der Handicap-Adapter HAPA ist für Personen mit motorischen Einschränkungen geeignet in Kombination mit dem tragbaren Funksender ATOM.

PIR

FunkBewegungsmelder

Der Bewegungsmelder PIR registriert die Bewegung von Personen und sendet per Funk ein Signal an das Hausrufsystem.

REPO

Reichweitenverstärker

REPO verstärkt Signale für die Hausruf- und Servicesysteme und dient somit der Erweiterung des Funkbereichs.

FLOOD

Funk-Wassermelder

FLOOD meldet unerwarteten Wasseraustritt.

BED

Bettsensor

BED erkennt geringste Bewegungen der darauf sitzenden oder liegenden Person, registriert Herzschlag und Atmung und erkennt epileptische Anfälle.

PULL

Funk- Zugtaster

PULL überträgt durch Ziehen an der Leine per Funksignal einen Alarm an die Hausrufsysteme.

SMOKE

Funk-Rauchmelder

Der Funk-Rauchmelder SMOKE warnt frühzeitig bei Bränden oder bei anderer starker Rauchentwicklung.

FLOOR

Bodensensor

FLOOR wird vor das Bett gelegt. Steht die Person auf, erkennt der Sensor die Berührung und sendet ein Signal.

Les cahiers de l’autonomie - n° 23 - Januar 2012

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Interview

Spiel

Help24 – Die Kunden berichten Aus Sicht der Gesundheitsfachleuten, der Pfleger, der „ Infirmiers relais ” sind die Vorteile des Help24 und seiner technologischen Accessoires vielfältig: den Alltag der abhängigen Person vereinfachen, ihre Selbstständigkeit und menschliche Würde bewahren, Freizeitaktivitäten außerhalb der eigenen vier Wände begünstigen, in Kontakt mit Familienangehörigen bleiben, aber auch die Angehörigen erleichtern und beruhigen. Was aber denken die Benutzer des Help24, die Kunden ?

Richtig oder Falsch ? Beantworten Sie die Fragen richtig und nehmen Sie an der Verlosung von 3 Preisen teil.

Das Gleiche gilt für Théophile Steffen, 90 Jahre, Maler und begeistert von der Natur, insbesondere von einsamen Orten, die er gerne in seinen Bildern darstellt.

„ Als Maler möchte ich insbesondere abgeschiedene Landschaften darstellen. Ich bin also oft alleine in der Natur, weit entfernt von Straßen, manchmal auch noch abends. Help24 sichert mich dann ab: im Notfall kann ich anrufen, man überprüft wo ich mich befinde und was passiert ist und dies 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche. Dieses System gibt mir die Möglichkeit meinen alltäglichen Beschäftigungen nachzugehen ”, erklärt Théophile Steffen.

„ Ich sitze im Rollstuhl.

  Es ist mir sehr wichtig, ein normales Leben führen zu können. Wenn neue Technologien, insbesondere so ein leistungsfähiges System wie Help24, meinen Alltag erleichtern können und mir eine sichere Gestaltung meiner Aktivitäten ermöglichen, warum sollte ich dann darauf verzichten ? Das System Help24 bietet eine Lösung für jede Situation. Es erscheint mir daher nur logisch darauf zurückzugreifen “, bestätigt Luciano Fratini, 47 Jahre.

Richtig

Falsch

1 Nemo ist ein Telefon 2 Durch Nemo ist eine Geolokalisierung möglich 3 Zu Hause ist Nemo die Basisstation für das Notrufsystem 4 Nemo benötigt die Einrichtung eines Telefonanschlusses nicht 5 Die Geolokalisierung ist auf dem ganzen Gebiet Luxemburgs möglich 6 Nemo garantiert eine Erreichbarkeit 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche 7 Nemo hat ein Gewicht von 272 g Senden Sie Ihre Antworten an HELP ( Gilson ) Name :................................................................................................................................................................................................................................................................. Adresse :.............................................................................................................................................................................................................................................................

Um Help24 und die Accessoires näher kennen zu lernen und an Ihre individuelle Situation angepasste Auskünfte zu bekommen, kontaktieren Sie: Ihren Krankenpfleger, Ihren häuslichen Pflegehelfer oder Ihren Sozialberater, die Helpline HELP 26 70 26, oder vereinbaren Sie einen Termin in der Informations- und Beratungsstelle in Esch / Alzette. Sie können uns auch an folgenden Ausstellungsständen besuchen: Vom 4. bis 5. Februar in der „ Foire de Santé et Bien-Être ” im Tramschapp in Luxemburg-Stadt, Vom 18. bis 20. April 2012 in der „ Foire MED-e-TEL ” in den Luxexpo in Luxemburg-Kirchberg, Am 20. Mai in der „ Foire du 3e âge ” organisiert vom Syrdall Heem. Seite 18

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Auslandsreisen, Ausflüge und Freizeitaktivitäten fürs 1. Trimester 2012

Januar

der ersten Auslandsreisen während Hälfte 2012

12. Januar - 14.00 : Kino a Kaffi. „ Bauereblues ” im Kinosch ( Esch / Alzette ).

Im April : Aufenthalt von einer Woche auf Teneriffa mit Halbpension. Kontaktieren Sie bitte ab Januar die Helpline oder Ihre lokale Pflegezweigstelle um genauere Informationen zum Reisetermin zu erhalten.

24. Januar - 14.30 - 17.00 : Lesung mit Jemp Schuster in den Domaines des Vinsmoselle in Wormeldange. Preis : 12 e ( Kaffee und Kuchen inklusive ). 26 Januar - 14.30 : Kino mat Häerz a Kaffi. „ Congé fir e Mord ”. Ein lustiger Krimi auf Luxemburgisch ! ( Luxem burgische Originalfassung ) in der Cinémathèque Cloche d’Or. Zugänglich für Personen mit eingeschränkter Mobilität.

Februar 9. Februar - 14.00 : Kino a Kaffi. „ The Road Uphill ” im Kinosch ( Esch / Alzette ). 9. Februar - 11.00 - 16.00 : Moselfränkischer Tag mit einem Liedermacher, Lesung, Quiz usw. in der Maison des Soins „ Op Lamp ” in Wasserbillig. Preis ( ca. ) : 20 e ( Menü inklusive ). 14. Februar: Ausflug mit Überraschungsessen zum Valentinstag. 23. Februar - 14.30 : Kino mat Häerz a Kaffi. „ Le Petit Monde de Don Camillo ”. Eine unvergessliche Komödie mit einem außergewöhnlichen Fernandel ! ( Französische Originalfassung ) in der Cinémathèque ( Luxemburg-Stadt ).

März 2. März : Wohltätigkeitskonzert mit Abendessen in der Stadt im großen Sall der Philharmonie zu Gunsten des Luxemburger Roten Kreuzes und unter der Schirmherrschaft der Großherzogin 8. März - 14.00 : Kino a Kaffi. „ The Adventures of Tintin : The Secret of Unicorn ” ( Deutsche Fassung ) im Kinosch ( Esch / Alzette ). 15. März : Fuesbal zu Hielem. 22. März - 14.30 : Kino mat Häerz a Kaffi. „ Monpti ”. Ergreifende Liebesgeschichte mit Romy Schneider und Horst Buchholz ! ( Deutsche Originalfassung ) in der Cinémathèque ( Luxemburg-Stadt ).

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23. Mai : Kreuzfahrt von einem Tag auf den Schiff Prinzessin Marie Astrid von Grevenmacher bis Mettlach. Die Kreuzfahrt ist für jeden zugänglich; der Zwischenstopp von 2 Stunden in Saarburg ist aber mobilen Personen vorbehalten. Personen mit eingeschränkter Mobilität wird auf dem Schiff stattdessen eine musikalische Animation geboten. Erste Hälfte Juni : 4-Tägiger Aufenthalt in Blankenberge. Kontaktieren Sie bitte ab März die Helpline oder Ihre lokale Pflegezweigstelle um genauere Informationen zum Reisetermin zu erhalten. 30. Juni bis 9. Juli : 2-Tägiger Aufenthalt in Nizza und eine 7-Tägige Kreuzfahrt im Mittelmeer. Dieser Aufenthalt ist schwer zugänglich für Personen im Rollstuhl. Bitte wenden Sie sich an die Helpline um nähere Informationen zu den angeboteten Möglichkeiten für Rollstuhlfahrer zu erhalten. Ablauf der Reise : 30.06.-02.07.2012 : 2-Tägiger Aufenthalt im Hotel Mercure Nice Notre Dame. 02.07.-09.07.2012 : 7-Tägiger Aufenthalt mit Vollpension auf Costa Concordia. Reiseroute : Mo 02.07.12 Di 03.07.12 Mi 04.07.12 Do 05.07.12 Fr 06.07.12 Sa 07.07.12 So 08.07.12 Mo 09.07.12

Savona - Italien Barcelona - Spanien Palma de Mallorca - Spanien Meer Valetta - Malta Catania - Italien Naples - Italien Ankunft in Savona - Italien

Für weitere Informationen zu unseren Ausflügen und Freizeitaktivitäten oder um Ihre Teilnahme an einer unserer Freizeitaktivitäten zu bestätigen, kontaktieren Sie uns über unsere Helpline HELP 26 70 26.

Cahiers de l'autonomie n23 - Sécher dobannen an debaussen 24 / 24  

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