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les cahiers

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de l’autonomie

N°2 février 2006

Sommaire Le choix d’une aide technique au quotidien - Mme Caudmont, ergothérapeute . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Manger c’est bien plus que se nourrir ! Mme Arnold, psychologue . . . . . . . . . . 4 Les troubles de la déglutition chez l’adulte Mme Lemaire, logopède . . . . . . . . . . . . . 7 Les risques et fragilités liés à l’âge dans le besoin de boire et manger Mme Gapenne, infirmière . . . . . . . . . . . 8 Entretien avec M. Hoffmann et M. Muller . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Association des Aveugles et Malvoyants du Luxembourg La plateforme en quelques mots 11 La diététique au service de la santé au GDL - Mme Rasquin, présidente de l’association Nationale des diététicien(ne)s du Luxembourg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Présentation de l’Association Luxembourgeoise du diabète . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Pour vous détendre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

Comité de rédaction: les collaborateurs du réseau Help Editeur responsable: José Luxen, directeur Réseau Help Adresse de rédaction: 54, rue Emile Mayrisch L-4240 Esch-sur-Alzette tél. 26 70 26 Réalisation: Paprika plus Esch/Alzette • www.paprika.lu Imprimerie: Watgen Luxembourg • tél. 43 84 86-1

Les cahiers de l’autonomie paraîtront 6 fois par année. Les textes transmis sont publiés sous la responsabilité des auteurs respectifs. Tirage: 3.500 exemplaires

Edito

La nutrition Schon als Kind wurde mir beigebracht, von den Eltern, dem Lehrpersonal, dem Hausarzt, „gutes Essen“ sei wichtig. Wir versuchten diese Regel zu befolgen, oft jedoch ohne die Tragweite dieser Verpflichtung zu kennen. In diesem Heft, finden Sie einige Ideen für den Begriff „gutes Essen“. Natürlich ist die Ernährung lebenswichtig, aber sie muss auch Freude und Genuss sein. Essen ist ein Vorgang, wobei die persönliche Stimmung wichtig ist, die Umgebung muss stimmen. Es sollte der Tradition Genüge getan werden, ohne die persönliche Selbstständigkeit zu vernachlässigen und ebenso ist der Nährwert zu berücksichtigen. Durch falsche Ernährung, welche neben erhöhtem Körpergewicht, das u.a. Gelenkschmerzen und Atembeschwerden zur Folge haben kann, können auch schwere Krankheiten entstehen: z. B. Diabetes,... Die Fachleute des Nahrungswesens können hier helfend eingreifen. Auf den nächsten Seiten finden Sie einige Vorschläge zur Verbesserung Ihrer Essensgewohnheiten. Vergessen Sie nie, dass auch bei Problemen dieser Art der behandelnde Arzt stets vorrangig zu befragen ist. Diese Hefte bilden eine erste Informationsquelle; in unserer „Plattform“ werden Sie weitere spezifische und detaillierte Informationen finden. Besuchen Sie uns einfach oder rufen Sie an: 26 70 26; Wir freuen uns auf Sie. Marielle Oberweis, chargée de direction Help Muselheem


ergothérapeute

Mitteilung von Caroline Caudmont , Ergotherapeutin, Universitätsdiplom in klinischer Neuropsychologie, an der medizinischen Fakultät von Lille-Frankreich

Die Wichtigkeit der Mahlzeit im Alltag der Person Essen bedeutet hauptsächlich, einen Moment mit Anderen teilen, wie zum Beispiel mit der Familie und es ist wichtig, die Selbstständigkeit der Person, die Schwierigkeiten hat, zu fördern: sei es während der Zubereitung des Essens, wie bei Frau Nadine, die es immer gewohnt war, die Mahlzeiten zu kochen und die diese Tätigkeit beibehalten möchte, oder Herr Jean, der es hasst wenn man ihm zu essen gibt, denn er kann es alleine, wenn auch langsamer und mit technischen Hilfen, aber eben alleine. Das Ziel der Ergotherapie in der Ernährung ist es, die Selbstständigkeit während der Mahlzeiten zu verbessern, sowohl bei der Zubereitung als auch bei der Einnahme der Mahlzeit. Tasächlich können Greif- und Mobilitätsschwierigkeiten die Unabhängigkeit der Person sehr einschränken und somit auch die Lust am Essen und Zubereiten der Nahrung. Es gibt viele technische Hilfen, die Ihren Vorstellungen entsprechen könnten.

Was ist eine technische Hilfe ? Eine technische Hilfe, ist jedes Produkt, das zum Erleichtern aller Aktivitäten des täglichen Lebens, am Arbeitsplatz, zu Hause, oder während der Freizeit dient. Anders ausgedrückt, sind technische Hilfen alle Dinge oder Dienstleistungen, die Sie benutzen können um Ihre Autonomie zu erweitern.

Sie sind der Experte ! Es gibt viele Möglichkeiten, Autonomieprobleme zu lösen und es gibt auch viele Meinungen über die Art, seine Einschränkungen zu bewältigen, sein körperliches Limit und sein Leben zu leben. Die Ergotherapeuten können Ihnen Lösungen Ihrer Selbsständigkeitsprobleme anbieten. Dennoch sind Sie die Betroffenen und es ist ausschlaggebend, dass Ihnen diese Hilfe zusagt. In der Tat haben manche technische Hilfen, die einen wesentlichen Bestandteil ihres Lebens ausmachen, andere würden sie als sperrig und plump ansehen. Leider lassen die technischen und finanziellen Einschränkungen nicht allzuviele Stylvarianten zu! Wir ermutigen Sie, Ihre Suche fortzusetzen bis Sie die, für Sie richtige Lösung gefunden haben. Ihre Gewohnheiten, Ihre Aktivitäten und Ihre Lebensweise hängen davon ab; Sie sind der Experte der Materie!

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Die Wahl einer technischen Hilfe: Wie findet man die richtige Lösung? Normalerweise gilt für die Lösungssuche diese Reihenfolge: 1 Definition Ihres Bedarfs: was Sie brauchen um das zu tun, was Sie tun möchten. 2 Definition des Zielpunktes: welche Lösungen könnten Ihnen zusagen 3 Untersuchen der Optionen 4 Wahl der besten Lösungen: testen und seine Auswahl im möglichen Angebot treffen

Und hier, wie sich die Suche nach Lösungen in der Praxis abspielt : • Gemeinsam prüfen der Ergotherapeut und die Person - Frau Léontine (Frau L) - die Aktivitäten, reden über die künftige Situation und die Zugänglichkeit des Umfeldes. • Dann wird die Eingewöhnung vor Augen geführt, wie zum Beispiel das Ändern kleiner Gewohnheiten, um Schmerzen und Müdigkeit vorzubeugen; aber mit dem Ziel, dass Frau Léontine mit Freude die Aktivitäten ausführen kann, die ihr wichtig sind. • Dann endlich einigen sich Frau Léontine und der Ergotherapeut auf die persönlichen Zielpunkte von Frau Léontine, um eine zweckdienliche Hilfe zu suchen und herauszufinden


• • • •

Während des Gespräches gilt es, den Wichtigkeitsgrad der Aktivi-täten von Frau L. herauszufinden, denn dieser Grad erlaubt es Prioritäten zu setzen: 1. 1. ich nehme es an, dass

jemand etwas für mich tut, oder diese Aktivität einstellen 2. ich nehme Hilfe an 3. ich würde diese Aktivität gerne alleine durchführen

Die Untersuchung der Optionen: Frau L. kennt ihre eigenen Aktivitäten besser als jeder andere und weiss, was sie bis zum heutigen Tage benutzen kann. Durch die Analyse, die wir gemeinsam verwirklicht haben, kennt Frau L. jetzt: • die Fülle der Möglichkeiten • die Arten der Umgewöhnung verschiedener Etappen und Gewohnheiten, sodass sie alleine

erledigt werden können die Methoden der Leistung die Verfügbarkeit die Vorzüge

Die Wahl der richtigen Lösung: Versucht Frau Léontine eine technische Hilfe, oder eine Umstellung, ist es wichtig, dass sie sich folgende Fragen stellt: • Wird diese ihr Problem lösen? Entspricht sie ihren Bedürfnissen? Wenn nicht, könnte sie eine Andere versuchen? Wenn die technische Hilfe eine Panne hat, kann Frau L. dann eine Andere bekommen? • Mag sie die Hilfe? Ist sie handlich und einfach zu benutzen? Hat sie eine Gebrauchsanweisung? Kann man einen Lehrgang machen, um die Hilfe richtig zu benutzen? Wäre es einfach, Hilfe oder Ratschläge zu erhalten, im Falle eines Problems? (Info-Schulungs-Plattform)

Exemple pratique d’une activité dans le domaine de la nutrition (cf. page suivante) Aktivität

Probleme

Ursachen

Wichtigkeit

Mögliche Lösungen

- Gleichgewichtsstörungen

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- Im Sitzen arbeiten (Hocker vor die Arbeitsfläche stellen) - Brett mit winkeligem Rand benutzen und mit Küchenspitze die Nahrung fixieren - Stielverdicker

Berechnung der Mobilität in Funktion der Aktivität Zubereitung der Nahrung

- Frau L. tut sich schwer mit Aufrechtstehen beim Waschbecken und der Arbeitsplatte - Frau L. verspürt Schwäche in der rechten Hand beim Kartoffelschälen

- Schmerz und Krafteinschränkungen in der Hand

Tisch decken und abdecken

Der Transport des Geschirrs fällt schwer

- Schmerzen - Einschränkungen der Muskelkraft

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- Einen Servierwagen mit Rädern benutzen

Essen

- Zu langes Sitzen - Greifen fällt schwer

- Schmerzen - Unbiegsamkeit der Finger, arthrosebedingt

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- Spezialkissen für Stühle benutzen - Angepasstes Besteck

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Psychologue

Message de Régine Arnold, • Kann Frau L. sie selbst reinigen oder wer tut dies? Kann sie selbst die Wartung übernehmen oder wer kann dieses? Gibt es Platz um die Hilfe, bei Nichtbenutzen abzustellen? Entsprechen die Dimensionen denen ihres Zuhauses? • Wie läuft die Finanzierung ab?

In der Praxis: Nehmen wir ein Beispiel im Bereich Ernährung Frau Léontine hat Gleichgewichtsstörungen, wodurch Sturzgefahr besteht, sowie Arthrose in Händen, Knien und Hüften.

psychologue et licenciée en orthophonie, coordinatricepsychologue au Centre de jour psycho-gériatrique à Steinfort Die Ernährung sollte als mehr angesehen werden als ein fundamentales Muss, als Essen um zu leben. Sie ist ein wichtiger, beziehungsfördernder sowie symbolischer Aspekt . Ein gemeinsam eingenommenes Mahl ist ein wichtiger Moment in dem wir mit Anderen

Untersuchung der Optionen:

in Verbindung sind. Ein solches Mahl fördert die familiäre sowie soziale Bindung. Ganz gleich, wie oft ein solches gemeinsames Mahl stattfindet, wichtig ist dass wirklich etwas rundum den Tisch stattfindet, etwas das uns die Empfindung gibt, etwas zu teilen.

Frau L. wusste nicht dass es Spezialbesteck gibt und sie entdeckt Stielverdicker.

Normalerweise gibt es während des Essens reichliches und nützliches “Geschwätz”. Dieses

Die Wahl der richtigen Lösung: Sie kann zum Beispiel den Durchmesser der Röhre des Stielverdickers bestimmen, sie kann sich für dieses oder jenes Sitzkissen entscheiden. Auf dieser Stufe muss Frau L. die technischen Hilfen testen und ihre Lösung suchen.

Unsere Info-SchulungsPlattform hält Infoblätter für Sie bereit mit spezifischen Erklärungen der jeweiligen Hilfen im Bereich der Ernährung. Kommen Sie und lassen Sie sich beraten.

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erlaubt es ein gemeinsames Universum zu schaffen. Wir können über unseren Tag reden, können Neuigkeiten austauschen oder über den neuesten Klatsch im Dorf reden; wir können Bemerkungen über das Essen selbst machen(unser Geschmack, unsere Lust, unser Schätzen); auch ist es ein Ort um Erinnerungen wieder zu erwecken oder um Pläne zu schmieden. Im Idealfall ist die gemeinsame Mahlzeit ein Raum der Zusammenkunft und des Sich-WohlFühlens. Das Essen erlaubt es uns, wieder Kräfte zu Sammeln im Beisein derer die man mag. Man enspannt sich, freut sich Beisammen zu sein und dies nicht nur um seinen Hunger zu stillen sondern auch wegen der angenehmen und vielfältigen Sensationen: Dinge essen die man mag und die die Anderen mögen, teilhaben an der Freude der Anderen. Alle unsere Sinne sind geweckt. Das gemeinsame Essen ist das Ereignis verschiedener subtiler und intimer Freuden.

Nichtsdestoweniger ist die Tafel kein Ort der grossen Freiheit; man kann nicht einfach über Alles bei Tisch reden; vermeiden wir es doch lieber andauernd von Problemen und Schwierigkeiten

Essen? zu reden: es zerstört die Stimmung und vernichtet den Augenblick des elementaren Wohlbefindens. Wie können wir unsere Lebensqualität während des Essens verbessern? Wir wollen die verschiedenen Aspekte des Essens untersuchen. Zuerst gibt es den nahrhaften Aspekt der Nahrung (körperlicher Bedarf). Dabei denke ich an die Quantität und die Qualität der Nahrung. Hier tritt das Wecken der 5 Sinne in Kraft, nicht nur gegenüber der sich im Teller befindenden Nahrungsmittel sondern auch gegenüber dem Umfeld (die Küche, das Esszimmer, das Restaurant, das Zimmer wenn die Mahlzeit im Zimmer eingenommen wird). Zum Beispiel die Textur der Nahrungsmittel (glatt wie Mus; mit Stückchen; teigig,...) die Genüsse, die Gerüche und die Farben sowie die Geräuschkulisse und die Intensität des Lichts (zum Beispiel die Helligkeit des Esszimmers) beeinträchtigen unsere Sinne und zeigen Wirkung auf uns. Auch ist es das Recht auf seinen eigenen Geschmack, das Recht Hunger zu haben oder eben


Das ist soviel mehr als sich nur ernähren! keinen Hunger zu haben und schliesslich der Zugang zur Nahrung - freier Zugang oder mit den Händen zu essen oder mit dem Löffel. In unserem tagtäglichen Ausführungen können wir ein Menu zusammenstellen und aushängen, auf Platten servieren wo jeder in der Reihenfolge essen kann wie er will oder aber im Gegenteil, dem Rythmus der Mahlzeit folgen und Gang für Gang auftragen. Wir können verschiedenartige Texturen anbieten, durch schönes Anrichten den Appetit anregen (farbige Tisch-Sets, hübsches Geschirr, Tisch- und Tellerdekorationen...) Wir können uns die Zeit lassen uns umzusehen, die Nahrung zu riechen, sie anzufassen; wir könnten uns dem langsamen Rythmus der ältesten Person anpassen und so überschnelle Informationen vermeiden; wenn ein Gang abgelehnt wird, könnte ein anderer vorgeschlagen werden. Der einfache Zugang zu Nahrung kann verschiedenen instabilen und dennoch mobilen Personen erlauben ihre Bedürfnisse zu befriedigen (zum Beispiel Kekse in die Taschen stecken oder Obst auf die Tische legen).

Der zweite Aspekt dem wir uns in unsererer Analyse annehmen wollen ist der Respekt des Lebensrythmus, der jedem erlaubt sich in Sicherheit zu fühlen (Bedarf an Sicherheit). Daher denke ich an den Respekt gegenüber dem Tagesrythmus und den normalen Essenszeiten; an die Art der Ernährung (morgens Milch im Kaffee trinken,...), an die Nahrungsqualität - siehe Aspekt 1 unserer Analyse - und an die Konvention des “Essens”; an die Rythmen der Hilfen während des Essens - an die eigenen physiologischen Rythmen eines jeden : jemandem beim Essen helfen heisst nicht ihn zwingen. Die harmonischen Verhältnisse während der Mahlzeiten tragen zu einem Gefühl der Sicherheit bei: Zusammensein während des Essens, der Ort der Mahlzeit - im Esszimmer oder im Zimmer - die Nachbarn, die Stimmung...haben ebenfalls eine wichtige Funktion der Sicherheit. Für die desorientierten Personen ist die Umgebung wichtiger als die dargebotenen Speisen. Das aktive oder passive Verweigern der Nahrung bei desorientierten Personen ist oft das Zeichen eines

Gefühls der Unsicherheit, nicht verbal ausgedrückt und bedarf einer Analyse des Pflege- und Hilfspersonals. Punkt 3 entspricht dem Zugehörigkeitsbedarf. Er betrifft die nationalen, regionalen und familiären kulturellen Gewohnheiten. Diese Gewohnheiten unterstreichen die Wichtigkeit der Geruchs- und Geschmackserinnerung und also auch den Nutzen, diesen Geschmack und diese Essensgewohnheiten zu respektieren (für eine 8o jährige Person dient der Mais vielleicht nur zum Füttern der Hühner und sie weiss oft nicht, was eine Kiwi ist). Indem wir unsere soziokulturellen Gewohnheiten beanspruchen zeigen wir unseren Wunsch, uns einer Gruppe einzufügen, oder nicht. Dieser Punkt zeigt uns wie wichtig es ist, die Geschichte der Personen zu kennen, für die wir arbeiten. Ebenso ist der Platz jedes Einzelnen bei Tisch nicht unbedeutend. In der Tat wurde früher die Tafel vom Vater, der am Kopf des Tisches sass, beherrscht. Die Mutter der Familie sass in der Nähe des Ofens neben dem Jüngsten. Am Sitzplatz des Kindes hat sich seither einiges verändert: es sitzt nicht mehr (mit Sprechverbot) am letzten Platz, sondern in der Mitte des Tisches. Daher stellt der Tisch das kleine Theater der Familie dar, mit seinen

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Psychologue

Rollenspielen, den auferlegten Repertoiren...die Tafel reaktiviert die Fähigkeiten, die Seinsform jedes Einzelnen der Teilnehmer. Bei der desorientierten Person sind der Sicherheits- und Zugehörigkeitsbedarf stark miteinander verbunden. Die Person hält an gewohnten Dingen fest und sie vertraut in das Bekannte, oder vermeidet eher ein ungewohntes Umfeld im Alltag. Fangen wir bei den einfachen Lebensmitteln an und interessieren uns für die Geschichte der uns anvertrauten Personen. Beim vierten Punkt, den wir untersuchen wollen, handelt es sich um den Bedarf nach Anerkennung: mögen oder nicht mögen; die Lust am Essen, die Festtagsessen; die Wahl der Nahrungsmittel; essen wann man will, wo man will... Im Namen der Entscheidungsfreiheit, lassen wir doch der Person die Freiheit der Wahl und entscheiden wir nicht für sie; in der Tat ist die Auswahl von Lebensmitteln ein Anzeichen von Vitalität und verändert das Verhalten gegenüber der Nahrung - ist die Person desorientiert, kann ich ihr teilweise helfen und ihr so eine einfache Entscheidung ohne Angst ermöglichen. Die Nahrung kann eine nicht-verbale Kommunikationsstütze sein (Versteckspielen mit Keksen...) sie kann als Beziehungs- und Verbindungswaffe benutzt werden.

nicht mehr als Ernährerin fühlt, macht sich schnell Sorgen um den Ihren. Sie hört nicht, dass er keinen Hunger hat. Sie glaubt, er möge es nicht oder er wolle sich dahinsiechen lassen. Sie zwingt ihn. Er blockt ab. Und schon ist das Problem enstanden. Ob als Eltern oder als Kind, die Erinnerungen werden nie die Gleichen sein, ob sich die Mahlzeiten nun in trautem Einklang oder im Gegenteil abgespielt haben. Daher ist das Helfen einer Person beim Essen nie unbedeutend und stellt die Gelegenheit einer Beziehung dar, wo manche Affekte und Gefühle wieder auftauchen und wo verschiedene, sehr alte Transaktionen sich wieder abspielen. Wie auch immer man darüber denkt, die Geschichte der Küche ist die der Frau. Seit ewig wurde die Rolle der Hausfrau der Frau zugesprochen. Während ihres ganzen Lebens hat die Köchin Essen zubereitet für die Ihren, oft mit mehr oder weniger Lust dazu; einmal alt geworden, hat die Frau mehr denn

je den Wunsch, nützlich zu sein und gebraucht zu werden - umso mehr wenn es sich um eine desorientierte Person handelt. Ausserdem ist das Kochen keine Hausarbeit wie jede andere. Frauen legen sich mehr oder weniger ins Zeug, je nachdem wie ihre Lebensgeschichte aussieht. In der Tat, wird es einer Mutter, die für die Familie gekocht hat und sich mit ihr an den Tisch zum Essen setzt, sehr gut schmecken. Sie wird getragen vom Gedanken ,bei ihrer Familie zu sein. Sie ist Ehrnährungsmutter und dies entwickelt ihren Appetit, im Gegensatz zu der Frau, die ein Gericht zubereitet und alleine isst. Unsere Kreativität ermöglicht es diesen Köchinnen im Ruhestand, soweit es ihnen noch möglich ist, ihre Rolle zu behalten und sich nützlich zu fühlen. Der letzte Punkt der Analyse gibt dem Akt Essen einen noch tieferen Sinn, den Sinn des Lebens selbst. Daher ist essen oder nicht essen leben oder nicht leben, es ist leben wollen trotz Behinderung.

Daher einige Massnahmen, um unsere Lebensqualität während der Essenszeit zu verbessern: ➔ Das Schaffen eines verbindlichen Klimas während der Mahlzeit: versammeln wir uns alle um die Nahrung zu teilen und das Wiedergestalten einer Dynamik; vergessen wir nie, dass jeder Mensch ein Beziehungswesen bleibt, bis zu seinem Ende. ➔ Das Anerkennen des Rechtes der Nahrungsverweigerung (Pflege- und Hilfspersonal muss akzeptieren wenn jemand nicht isst);

Die Nahrung kann angenehme oder unangenehme Erinnerungen hervorrufen; das Nahrungsmittel kann in uns längst vergangene und vergessene Gefühle wieder erwecken (die bekannte Madeleine de Proust).

➔ Vermeiden einer Kraftbeziehung. Was ist wichtiger: eine autonome Person so lange wie möglich und wenn es sein muss indem sie ihre Hände als Gabel benutzt, oder aber zwei Erwachsene, der Eine als Nahrungsgeber, der Andere als Nahrungsempfänger? Ist es denn wirklich so wichtig ,ob der Teller leer ist oder nicht?

Denken wir an das Kind das seine Mahlzeit einnimmt, es schluckt nicht nur seine Nahrung. Es erhält Liebe, Erziehung, Werte, Kultur... Mit diesen Mahlzeiten baut es sich auf und lernt sich mit Anderen zu verständigen. Andererseits gibt die Mutter, die den Teller vorbereitet hat ihm dasselbe Mass an Liebe als auch an Nahrung. Deshalb tun sich die Eltern auch so schwer mit der Nahrungsverweigerung. Eine Mutter, die sich

➔ Ein Verweigern der Nahrung sollte uns zum Nachdenken über unsere Praktiken bringen, immer auf der Suche nach neuen möglichen Lösungen des Problems, aber niemals zum Aufgeben.

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Als Schlussfolgerung möchte ich Ihnen sagen, dass die perfekte Mahlzeit nicht existiert! Also keine Angst und keine Schuldgefühle wenn es mal nicht so klappt wie wir es uns vorstellen: wir brauchen kein Modell der Perfektion.

Und was stellt Essen für Sie als Leser dar?

Guten Appetit!


Témoignage

Ablehnen von Nahrungsmitteln mit sich, eine Verminderung des Essens, die bis zur Nahrungsverweigerung gehen kann.

Die Schluckstörungen beim Erwachsenen Témoignage de Karine Lemaire, Ausgebildete Logopädin prestataire à l'Hôpital Intercommunal de Steinfort Man hört oft von Schluckstörungen. Was ist das? In unserer Fachumgangssprache reden wir von “Dysphagie”. Es ist die Schwierigkeit zu kauen, zu trinken und zu schlucken, die in jeder Altersgruppe beobachtet wird. Es gibt verschiedene Sorten von Dysphagie: • Die Dysphagie, die Nasenund Rachenraum betrifft. Wir beobachten Zeichen wie Sabbern, Kauschwierigkeiten oder auch Aufstossen durch die Nase u.s.w. • Dysphagie der Speiseröhre, welche sich durch Erstickungsanfälle und Aufstossen charakterisiert... Letztere sollten von einer sprachlich orthophonischen Umerziehung entbunden sein.

Die Person kann etwas “in den falschen Hals” bekommen (verkehrt schlucken), das heisst dass die Nahrung nicht mehr nur zum Magen gelangt, sondern sie wird ebenfalls in die Atemwege geleitet.

Was sind die Ursachen? Es ist eine komplexe Anomalie, die verschiedene pathologischmedizinische, (zum Beispiel vaskuläre Gehirnverletzungen, Parkinson Krankheit...) sowie chirurgische und altersbedingte Ursachen haben kann.

Was sind die Konsequenzen? Ausser möglichen Lungenkomplikationen, fällt es der Person zudem immer schwerer, sich zu ernähren. Es kostet sie sehr viel Mühe, richtig schlucken zu können. Sie ermüdet sehr stark beim Essen und es ist ihr unangenehm. Dies bringt oft ein

Die gleichen Probleme betreffen den täglichen Bedarf an Flüssigkeit. Die Zuführung ist nicht mehr gesichert. Wir können eine belegte Zunge feststellen, die ausgetrocknet ist, sowie Gewichtsverlust.

Welches wären die ersten Ratschläge, die Sie geben würden? • Zuerst sollten Sie zum Arzt gehen, der die nötigen medizinischen Untersuchungen macht und Sie an die für Sie am geeignetesten Fachleute überweist. • Das multidisziplinarische Zusammenarbeiten verschiedener Spezialisten ist notwendig: ein Magen-Darmarzt, ein Radiologe, ein Orthophonist, ein Diätetiker und Krankenschwestern • Der Orthophonist wird Sie, je nach Art der Störungen, verschiedene kompensatorische Techniken lehren, die Ihnen bei Verschlucken/Schluckstörungen helfen. • Einige Tips für die tägliche Ernährung: - Sich gut hinsetzen beim Essen, mit geradem Rücken... - In ruhiger Umgebung essen, vermeiden sie Fernsehen. - Vermeiden Sie das Spre chen während des Essens. - Anpassen der Konsistenz der Nahrung, solide, halb solide, flüssige. - Langsam essen und in kleinen Mengen.

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Infirmière

Die an das Alter gebundenen Risiken und Schwächen beim Ess- und Trinkbedarf

Betreffend des Alterns und Begleitens der alten Person muss man sich Klarheit über die spezifischen und also häufigsten Schwierigkeiten und Risiken verschaffen. Diese als tägliche Hauptsorgen anzusehen, bedeutet einen fundamentalen Einsatz in der Erhaltung der Gesundheit und der Lebensqualität. Sie gut zu kennen bedeutet für uns, sie besser vermeiden zu können, sie besser herauszufinden erlaubt es uns Komplikationen wie Unterernährung und Austrocknen zu verhindern. Diese Komplikationen bedeuten ein hohes Risiko für die älteren und schwächeren Personen. Man muss aufmerksam sein gegenüber diesen Risikofaktoren: • Der Appetitverlust und die Verdauungsstörungen: Verminderung des Hungergefühls, schnelleres Sättigungsgefühl, Blähungen im Unterleib und Transitstörungen. 8

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• Der Verlust des Durstgefühls: die alten Personen verspüren weniger den Bedarf zu trinken, so kommt es, dass ihre tägliche Flüssigkeitsdosis oft unter den empfohlenen 1,5 l/pro Tag liegt. • Die Schluckschwierigkeiten (Verschlucken): das Schlucken fällt schwer, verschlucken und Erstickungsangst, Missbehagen und Furcht während der Essenseinnahme. • Die sensoriellen Störungen: Verminderung des Geschmacks, des Geruchs und der Sicht reduzieren die Lust am Essen. • Die soziale Isolation, der Mangel an Zuneigung: alleine essen ist nicht gerade stimulierend, der Verlust des Partners mit dem man die Mahlzeiten teilte, das Nichtvorhandensein der Stimulation. • Der Verlust der Autonomie und Schwierigkeiten der Werk zeugbedienung: die Schwierigkeiten alleine zu essen aber auch alleine einzukaufen, sich alleine anständig mit

Frischprodukten zu versorgen, das Vermögen sich eine Mahlzeit in Sicherheit zuzubereiten. • Gedächtnisstörungen und Desorientierung: daran zu denken, wann Essenszeit ist, wissen ob man schon gegessen hat, oder noch nicht. • Die Einnahme von Medikamenten: nach Einnahme mehrerer Medikamente haben ältere Personen oft schon keinen Hunger mehr, der unangenehme Geschmack von manchen Medikamenten kann den Appetit verderben. • Das Gebiss und der Zustand des Mundes: um die Nahrungsmittel gut kauen zu können und keine Schmerzen oder das Gefühl eines Brennens während des Essens zu haben. • Die Eintönigkeit der Mahlzeiten: wenn die Mahlzeiten nicht abwechslungsreich und angenehm gestaltet sind, an einem schöngedeckten Tisch, einladend wirken, dann fehlt die Lust und der Appetit wird gehemmt. Dies sind die häufigsten Schwierigkeiten und Aufmerksamkeitspunkte, die von jeder Person, jeder Familie oder Angehörigen und jedem Pfleger, der eine alte Person betreut, aufmerksam und wachsam verfolgt werden müssen. Um hier Abhilfe zu schaffen wird empfohlen: • Die Freuden am Essen fördern, abwechslungsreiche Zufuhr und gegen Vorurteile vorgehen, indem man Überzeugendes anbietet, dies sind die ersten Ernährungsprinzipien betreffend älterer Personen, die es anzuwenden gilt und an die man sich erinnern sollte. • Die Mahlzeiten aufteilen mit ausgiebigem Frühstück und


variieren der Speisekarte. • Eindringlich auf die Wichtigkeit des Vezehrs von einfachen und praktischen Produkten hinweisen, angebracht um den Schwierigkeiten entgegenzusetzen, die verschiedene Personen beim Zubereiten der Mahlzeiten haben. • Ausserdem verbreiten verschiedene, etwas fettigere Nahrungsmittel Aromen, denen zu widerstehen es schwer fällt. Darum stellen sie exzellente Appetitanreger dar. • Ebenso werden Speisen, die reich an Variationen und Geschmack sind, den Appetit wiederbringen, der verloren ging, unter anderem wegen medikamentöser Behandlung aber auch wegen der Monotonie der Ernährung. Man muss die Lebensmittel bevorzugen, die leicht zu kauen sind, um die Probleme der Zahnlosigkeit zu beseitigen, oder zu verringern.

Ernährungsberechnung Die Ernährungberechnung ist angebracht, wenn ein grösseres Risiko der Unterernährung besteht. Sie wird von einer Anzahl Professioneller durchgeführt und der behandelnde Arzt kann sie Ihnen angeben. Die Anzeichen, die ziemlich einfach nachzuprüfen sind und die Sie veranlassen sollten, den Arzt aufzusuchen: • Gewichtsverlust von zirka 10% in weniger als 6 Monaten • Regelmässiges Klagen über Verdauungsstörungen (Brechreiz, Übergeben, Blähungen, Durchfall, Verstopfung)

• Autonomieverlust insbesondere beim Vorbereiten der Nahrung und bei der Essenseinnahme • Schlechter Zahn- und Mundzustand, was oft unterschätzt wird.

Sich von falschen Ideen trennen Ab einem gewissen Alter kann man auf Fleisch verzichten Im Gegensatz zum Energiebedarf, der mit zunehmender Unbeweglichkeit abnimmt, bleibt der Bedarf an Proteinen bestehen.

Fettstoff ist schlecht für die Gesundheit Fette sind Bestandteile unseres Körpers, wir können nicht auf sie verzichten. Sie stellen unsere Hauptreserve an Energie dar. Fette liefern Fettsäuren, die vom Organismus nicht synthetisch hergestellt werden, sowie Vitamin A, K, E. Man sollte es, wenn man älter wird, vermeiden, ihre Einnahme zu vermindern, denn das Zuführen von essenziellen Fettsäuren ist notwendig, selbst im vortgeschrittenen Alter. Ab einem gewissen Alter braucht man nicht mehr soviel zu essen wie vorher "Ich bewege mich weniger, also esse ich auch weniger". Die Verminderung der physischen Aktivitäten betrifft unse-

ren Energiebedarf tatsächlich nur wenig, da dieser grösstenteils (70%) zur Basiserhaltung der vitalen Funktionen bestimmt ist. Dennoch ist es nötig eine körperliche Tätigkeit beizubehalten, um so einen besseren Gesundheitszustand zu erhalten und den Appetit zu bewahren, sowie die Lust am Essen, an der es älteren Personen oft mangelt.

Ausser auf die Quantität und die Qualität unserer Ernährung zu achten, machen wir doch aus jedem Essen einen Lebensmoment, ein Moment des Teilens und der Freude...und lassen wir uns von folgendem Satz inspirieren:

«Aus Deinen Nahrungsmitteln wirst Du Medizin machen» Hippokrates Catherine Gapenne, Verantwortliche der Pflegeabteilung von Doheem-versuergt. Krankenschwester mit Staatsdiplom. Master in Gerontologie an der Universität in Luxemburg. les cahiers de l’autonomie

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témoignage

Gespräch mit Herrn Hoffmann Präsident und Herrn Muller Direktor des Pflegedienstes der Luxemburger Blindenvereinigung Association des Aveugles et Malvoyants du Luxembourg

Welche Ratschläge würden Sie für die Zubereitung/Anrichten des Essens einer blinden oder sehbehinderten Person geben? Für blinde Personen ist das Aussehen einer Mahlzeit nicht so wichtig. Viel eher würden wir Ihnen raten, die verschiedenen Lebensmittel auf dem Teller zu trennen und nicht zu vergessen, nicht essbare Elemente, wie Gräten beim Fisch, Knochen beim Hähnchen, usw herauszunehmen. Ebenfalls unangenehm ist es, wenn ein auf das Obst geklebtes Etikett vorher nicht entfern worden wäre.

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Andererseits sollte der Geruch bei der Zubereitung nicht vernachlässigt werden, der Geruch der Mahlzeit setzt die Geschmackspapillen in Alarmbereitschaft. Für die sehbehinderten Personen sind der Kontrast und die Farben wichtig. Der visuelle Kontrast ist nützlich, um etwas erkennen zu können, wie zum Beispiel, den Teller auf dem Tisch, einen weißen Teller auf schwarzem Tischset, oder einen Teller mit sich farblich abhebendem Rand. Im Heim bevorzugen die Bewohner die Servierplatte gegenüber der Tischdecke, weil das Tablett ihnen hilft, den Bereich vor sich einzuschätzen.

Dieser Kontrast ist auch wichtig für die Lebensmittel auf dem Teller. Unterschiedliche Farben der Nahrungsmittel sind wichtig für die Selbständigkeit und für die Wahl der Lebensmittel.

Wie hilft man blinden oder sehbehinderten Personen während des Essens? Es gibt kein Wundermittel, denn der visuelle Defizit kann teilweise oder komplett sein und oft ist es so, dass zusätzlich eine motorische Behinderung besteht ; die Hilfe muss sich an die Person anpassen. Man muss ohnehin mit Logik arbeiten und nach den Bedürfnissen der Person handeln. So Beispiel verkünden wir den Bewohnern des Blindenheims jeden Morgen über die Tonanlage die Speisekarte für den laufenden Tag, sowie andere Informationen, wie zum Beispiel die Außentemperatur, wenn jemand Geburtstag hat... Einfach nur den Teller vor der Person absetzen genügt nicht, Erklärungen und/oder Hilfe müssen der Person während des Essens zukommen. Hier einige Ratschläge für ein Essen ohne Sorgen: • vermeiden Sie es scharfe Messer neben die Person zu legen, ohne sie vorher davon in Kenntnis gesetzt zu haben • während des Essens ihnen immer wieder Besteck und Glas an den ursprünglichen Platz zurücksetzen • vermeiden Sie es, eine fast leere Tasse nachzufüllen ohne der Person Bescheid zu sagen • steht ein Schüsselwärmer auf dem Tisch, muss die Person darauf hingewiesen werden • größeres Besteck ist sinnvoll, sowie Teller mit erhöhtem Rand.


Einige Worte zur Plattform Welches Material kann ich dort vom 20.02.2006 bis zum 17.03.2006 vorfinden? 1 Material für eine bessere Autonomie während des Essens oder auch ergotherapeutisches Material, wie Besteck, Tellerranderhöher, anti-rutsch Teppiche...

Et vous, que préférez-vous?

2 Verschiedene Arten spezifischer Nahrungs-mittel und Nahrungser-gänzungsmittel von spezialisierten Firmen. 3 Spezifisches Informationsmaterial für Diabetiker und für allgemeine Ernährung.

An welcher Informationssitzung könnte ich teilnehmen Die Diätetik in unserer Zeit, die veränderten Texturen und die Zeichen der schlechten Ernährung von Frau Rasquin - Präsidentin der Nationalen Vereinigung der Diätisten aus Luxemburg 24 März um 15.30 Uhr.

Wie läuft es im Restaurant ab?

nicht zu essen oder abhängig von Anderen zu sein.

Die Personen vermeiden es auszugehen, denn sie fürchten sich zu bekleckern. Das Umfeld ist sehr wichtig in Bezug auf Restaurantbesuche. Die Kommentare der anderen Gäste, während eines Restaurantbesuches, sind ein nicht von der Hand zuweisender Aspekt. So geben wir lieber der Selbständigkeit die Priorität, und nicht der Scham und wir bevorzugen es, die Person zu ermutigen, eher mit den Händen zu essen, als überhaupt

Zuhause, gibt es dort andere Probleme? Wir haben über die Hilfen beim Essen geredet, nicht aber über das Einkaufen, die Zubereitung und das Aufbewahren der Lebensmittel, was auch oft problematisch ist. Erwähnen wir zusätzlich nur zum Beispiel das Verfalldatum und die Qualitätskontrolle der Lebensmittel.

An welcher spezifischen Permanenz könnte ich teilnehmen? Die ideale Position bei der Essenseinnahme von Frau Caudmont - Ergotherapeutin - am 1. März von 9.00 bis 11.00 Uhr. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis dass obenbenannte Planung willentlich nicht ausführlicher ist. Diese Beispiele ermöglichen es Ihnen, sich ein Bild der Angebote zu machen - das gesamte Programm kann über Telefon angefragt werden 26 70 26.

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l’invitée du mois

Madame Isabelle Rasquin, présidente de l’ANDL, diététicienne au CHEM Esch-sur-Alzette Der Ernährungsberater ist der Spezialist der Ernährung. Er hat die Funktionen und den Bedarf des Organismus sowie die verschiedenen Krankheiten und Mängel, die das Wohlbefinden des menschlichen Körpers stören können, studiert. Er hat die Zusammensetzung und die Nährwerte der Nahrungsmittel erlernt. Er kennt also genauestens den Bedarf ihres Körpers, sei er krank oder gesund, jung oder alt, aktiv oder inaktiv, sei er in einem speziellen psychologischen Zustand oder nicht. Die Kunst des Ernährungsberaters liegt nicht nur in der Hilfestellung beim Gewichtabnehmen, sondern auch und vor allem in der Optimierung des Ernährungszustandes, der Verringerung des Krankheitsrisikos, der Verbesserung des Gesundheitszustandes und der Lebensqualität in jedem Altersabschnitt.

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Die Diätetik im Dienst der Gesundheit im Grossherzogtum Luxemburg

Der Ernährungsberater ist der Spezialist um Ihnen zu helfen Ihre Ernährung an Ihre Bedürfnisse anzupassen, ohne Ihnen aber die Freude und den Geschmack Ihrer Nahrung zu verringern. Er ist Ihnen nicht nur bei der Lebensmittelauswahl behilflich, sondern auch bei der Auswahl der Zubereitungstechniken und der Nahrungstextur. So kann er Ihnen z.B. bei besonderen Umständen, gemahlene oder gemixte Nahrung vorschlagen. Er wird Ihnen gegebenenfalls erklären, wie Sie ein solches Essen auf Basis einer „normalen“ Mahlzeit zubereiten können. Er wird zusätzlich darauf achten, dass die Energiezufuhr und die Nährstoffaufteilung individuell an Sie angepasst werden und zugleich versuchen Ihren Geschmack und Ihre Ernährungsgewohnheiten zu beachten. Im Falle einer enteralen Ernährung, durch Sonde, sei es wäh-

rend eines Krankenhausaufenthaltes oder bei einer ambulanten Behandlung, bespricht der Ernährungsberater mit dem Arzt die bestmögliche Wahl für Ihren Fall. Der Ernährungsberater wird Sie im Nachhinein betreuen. Hierbei kann er Ihren Ernährungsprogramm ändern und Ihrer Situation anpassen. Falls Sie eine Ernährungsfrage oder ein Ernährungsproblem haben, fragen Sie bei einem Spezialisten nach Rat. Die Liste der Ernährungsberater wird Ihnen gratis zur Verfügung gestellt und kann angefragt werden bei:

Association Nationale des Diététicien(ne)s du Luxembourg (ANDL) BP 62 L-7201 Walferdange Tél.: 26 55 27 28 (répondeur automatique) www.andl.lu


Association Luxembourgeoise du Diabète

Was ist eigentlich Diabetes mellitus? Diabetes ist eine chronische Stoffwechselerkrankung welche durch erhöhte Blutzuckerwerte gekennzeichnet ist. Es existieren 2 Hauptformen: Typ 1 (früher Jugenddiabetes) und Typ 2 (früher Altersdiabetes). Typ 2 Diabetes kennzeichnet sich durch eine verringerte Insulinwirkung bis hin zu einem Insulinmangel.

Die Rolle der Maison du Diabète Die Maison du Diabète der ALD informiert, berät und empfängt alle, die sich vom Diabetes betroffen fühlen.

Um die Blutzckerwerte einzuschätzen muss der Blutzucker regelmäßig gemessen werden!

Wir bieten: • Schulungsprogramme, Informationsversammlungen und Konferenzen • Spezifische Sprechstunde und Beratungen • Eine Zeitung „Le Journal du diabétique" • Kostenlose Dokumentation und Verleih von Büchern • Verkauf von SOS-Anhängern, Thermotaschen fürs Insulin • Freizeitaktivitäten, soziale Veranstaltungen, Wandergruppen und Nordic Walking

Ein über Jahre schlecht eingestellter Diabetes kann Komplikationen hervorrufen (Augen, Nerven, Herz, Nieren...) mit oft dramatischen Folgen für Gesundheit und Lebensqualität.

Möchten Sie weiter Informationen, interessiert Sie eine Schulung oder Beratung, möchten Sie mitwandern...?

Jedoch kann die Entwicklung von Komplikationen durch einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Krankheit verzögert oder sogar vermieden werden.

Sie werden Menschen treffen, welche von der gleichen Krankheit betroffen sind, können mit ihnen Erfahrungen austauschen und erhalten nebenbei noch viele wichtige Informationen über den Umgang mit der Krankheit.

Die Krankheit entwickelt sich langsam, oft ohne bedeutende Zeichen und bleibt bei 50% der Betroffenen unerkannt. Diese Krankheit tritt meistens in Zusammenhang mit Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen (Cholesterin), Übergewicht und Bewegungsmangel auf. Sie betrifft 90% aller Diabetiker. Die Behandlung beginnt mit Diät und mehr Bewegung und später dann mit einer medikamentösen oder Insulinbhandlung. Es handelt sich also um eine chronische Krankheit ohne unangenehme Zeichen oder Schmerzen.

Zögern Sie nicht, melden Sie sich bei uns:

MAISON DU DIABETE Association Luxembourgeoise du Diabète ALD a.s.b.l. 12-14, bd d'Avranches L-1160 Luxembourg Tel: 48 53 61 • www.ald.lu diabete@pt.lu Öffnungszeiten: Montags, Mittwochs und Freitags von 9 bis 16 Uhr

Sie können die Aktion der ALD durch eine Spende unterstützen CCP: IBAN LU95 1111 0215 7238 0000

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Vous pouvez renvoyer votre grille au siège de Help et un tirage au sort sera effectué parmi les bonnes réponses. Les trois premiers recevront un prix.

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Des Wierder esou anzesetzen, dat et e Komplett Raetsel ergët. T’Buchstawen aus de Felder an der richtIger Räienfolleg ergin äist Léisungswuert.

✁ Nächste Ausgabe: 15. Februar 2006 Thema: Die Ernährung Sie können dieses Heft regelmässig und kostenlos beziehen. Schicken Sie diesen Gutschein an die untenstehende Adresse. Name:.............................. Vorname:................................... Strasse:.................................................................................. Postleitzahl:................Ortschaft:........................................... Adresse:: HELP 54, Rue Emile Mayrisch • L-4240 Esch-Sur-Alzette Fax: (+352) 26 70 26 70 • info@help.lu HELP verpflichtet sich Ihre persönlichen Angaben absolut vertraulich zu behandeln und sie nicht an Drittpersonen weiterzugeben.

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Jeu proposé par M. Gilson

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Cahiers de l'autonomie n02 - Ernährung  

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