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der blick auf die kunst 08.10

Helmut R. Klein

Vater&Sohn

Richard und Helmut R. Klein zeigen 2 Generationen Kunst der blick auf die kunst galerie stexwig galerie k 31 galerie skedsbygd galerie in bewegung


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Ausstellung

Vater&Sohn Richard und Helmut R. Klein zeigen 2 Generationen Kunst

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Dankeschön 7 1960 habe ich gemeinsam mit meinem Vater im Rathaus von Niebüll unsere Bilder ausgestellt. Es waren die Anfänge meiner Malerei. ...seit längerer Zeit ist es mein Wunsch, eine gemeinsamen Ausstellung zu wiederholen. 2010, nach genau 50 Jahren hatte ich dazu nun die Gelegenheit. Die Bilder von Richard, meinem Vater, sind zum Teil noch in unserer Familie vorhanden. So gab es keine Probleme, genügend Arbeiten von ihm für eine Ausstellung zusammen zu tragen. Die Bilder von meinem Vater und mir präsentieren etwa einen Zeitraum von 100 Jahren Kunst..... “ Vater und Sohn “ zwei Generationen Kunst... haben wir dann die Ausstellung genannt, mit der die neue Galerie Stexwig am 8. August 2010 eröffnet wurde. Diese Ausstellung ist für mich ein Dank an meinen Vater, der mir den Weg als Künstler möglich machte.


Richard K.P.Klein 8

Biographie 1904 geboren in Dorsten Studium an Kunsthochschulen in Köln und Hamburg. Lehrtätigkeit in Kiel und Nordfriesland. Künstlerische Schwerpunkte: Landschafts- und Portraitmalerei, Radierungen und abstrakte Fischbilder Einzel- und Gruppenausstellungen in Hamburg, Kiel und Köln 1980 gestorben in Leck (Nordfriesland).

Flugplatz Leck, Juni 1946, Richard portraitiert für Kaffee und Zigaretten...die stabilste Währung zu der Zeit... einen englischen Piloten in Öl.

Richard in seinem Atelier in Leck ca. 1954 Richard mit seiner Frau Brunhilde, jung und verliebt ca. 1936 in Osnabrück.

Richards Atelier und unsere Familie mit Oma Adele in Leck ca. 1948

von links Gina, Volker, Brunhilde, Helmut, Renate (stehend) und Richard in unserer Richard auf einer Gartenlaube Fahrt zu den Halligen. ca. 1955. ca. 1968


Helmut in der Galerie Alte Post Eckernförde.

Helmut R. Klein

Künstlerisches Arbeiten mit Jugendlichen im Begegnungszentrum Ellenberg/Kappeln.

Biographie 1942 in Kiel geboren 1965/70 Studium Muthesius FH Kiel Dipl.Designer Ab 1970 als Designer und Artdirektor für führende Unternehmen in der freien Wirtschaft tätig. Ab 1996 nur noch freischaffend. 1998 Kauf und Aufbau eines Sommer-Ateliers in St. Skedsbygd Alsterbro SE. Mitglied in verschiedenen Künstlergruppen, u.a. im BBK SH dem KBRD und dem I.A.S.E. in Schweden. 2009 Dozent an der DRL Stiftung in Schleswig 2010 Vorstand der DRL Stiftung 2010 Galerie und Atelierräume in Stexwig/Schlei. Ab 1960 Ausstellungen in In- und Ausland. Arbeitsgebiete: Malerei, Grafiken, Skulpturen und Objekte.

Sommer-Atelier in St. Skedsbygd Alsterbro Schweden.

Mit der Kettensäge Skulpturen modellieren im Sommer-Atelier.

Kreative Freizeit. Malen mit Acryl mit Kindern und Erwachsenen in St. Skedsbygd SE.

Gespräche mit der blauen und gelben Maske im Garten-Atelier in Eckernförde

Körperabdrücke... Frottagen auf Leinwand am Eckernförder Südstrand.

Radier-Seminare in der Doris RüstigLadewig Stiftung in Schleswig.

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Irgendwann stand Bill vor unserer T체r. William de Valentin, ein schwarzer Operns채nger (Bass) aus San Francisco. Es wurde eine intensive Freundschaft. Viele Jahre hat ihn meine Mutter auf dem Klavier. begleitet. Helmut R. Klein Bill 02/1994 Wachskreide auf Papier H 35 x B 26


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Ein uns unbekanntes Portraitmodell das mein Vater mit 23 Jahren schon perfekt aquarellierte.

Richard K.P.Klein Portrait 1927 Aquarell auf Karton H 33 x B 26


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Richard K.P.Klein Mein Vater Philipp Klein 1944 Aquarell auf Karton H 24,5 x B 22,0 Richard wollte Kテシnstler werden. Sein Vater Philipp, solider Eisenbahner, steckte ihn in eine Malerlehre. Sein Kunststudium musste noch warten.

Richard K.P.Klein Selbstportrait 1947 テ僕 auf Pappe H 36,0 x B 28,5


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Nach Kriegsende porträtierte Richard die “Tommys” die den Flugplatz in Leck besetzt hatten. In Öl, bis zu vier Portraits am Tage. Für Zigaretten und Kaffee. Mit dieser Währung konnte er seine vier Kinder und seine Frau Brunhilde in den mageren Jahren nach dem Krieg ernähren. Es müssen zahlreiche Portraits von ihm in England noch an den Wänden hängen. Richard K.P.Klein Selbstportrait 1947 Öl auf Pappe H 35,0 x B 27,5


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Richard K.P.Klein Sohn Helmut 1966 Öl auf Holz H 34,0 x B 27,0

Während einer gemeinsamen Studienreise in Dänemark 1966 entstand dieses gelungene Portrait von mir. So ganz nebenbei erlernte ich von ihm die Ölmalerei und die Spachteltechnik. Das Selbstportrait rechts hat er vor´m Spiegel gemalt. Den Pinsel hält er in der linken Hand.

An seine Feinschnittpfeife und den selbst angebauten Tabak kann ich mich noch gut erinnern.

Richard K.P.Klein Selbstportrait 1944 Öl auf Leinwand H 60,0 x B 50,0


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Warum hat Richard das Portrait seiner beiden Söhne Volker und Helmut nicht vollendet? Die Antwort kann uns keiner mehr geben. Visionen! 1943: Kiel zerstört im Bombenhagel. Richard malt seine Tochter Renate mit Totenschädel. Der Krieg ist gnadenlos und noch nicht vorbei. Wir blieben verschont. Richard K.P.Klein Tochter Renate Kiel 1943 Öl auf Leinwand H 50,0 x B 40,0

Richard K.P.Klein Söhne Volker und Helmut unvollendet 1944? Öl auf Malpappe H 27,0 x B 35,0


Helmut R. Klein Bernsteinhexen Wilde rote Weiber Lackfarbe auf Leinwand H 35 x B 26 17

Auf einem Wochenend-Seminar in Dänemark über Geomantie begegneten mir diese drei rothaarigen Frauen. Ihre Haarfarben und Haarstrukturen faszinierten mich und in mir wuchs der Wunsch diese Impression im Bild festzuhalten. Wir suchten nach Kraftfeldern und Spuren der Vergangenheit. Die Umgebung war wild und urwüchsig. Ich ...Der Apfel fühlte die fällt nicht weit Vergangenheit, den vom Stamm...eine Zauber und die Portraitauswahl Bernsteinhexen. von Helmut. Wilde rote Weiber.


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Helmut R. Klein Baumpferd Aquarell ca.1968 auf Ingrespapier H 29 x B 20

In den Jahren 1966 bis 1970 malte ich viele fantasievolle Aquarelle. Skottlerack, ein Dozent der Muthesiusschule gab mir den Anstoß. Da mein Vater Richard mich schon in frühen Jahren zum Aquarellieren animierte und ich die Technik zu der Zeit gut beherrschte, entstanden viele Aquarelle mit zum Teil märchenhaft skurrilen Themen, wie hier das Baumpferd. Ich entwickelte eine mir eigene Aquarelltechnik. Der satte Aquarellpinsel bekam diverse Konkurrenten wie Zahnbürste, Feder, Schwamm, Stift, Schablone, Kugelschreiber, Filzer und Stempel. Bei den Farben war ich auch nicht zimperlich. So verwendete ich auch deckende Farben vom Weiß bis zur Kupfer- und Goldbronze. Im rechten Aquarell ersichtlich.


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Helmut R. Klein Rost und Algen Aquarell, Gouache und Bronze auf Ingrespapier 1968 H 26 x B 21

Helmut R. Klein Die Silberpflanze Aquarell, Gouache und Bronze auf Ingrespapier 1968 H 33 x B 22


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Eine herbstliche Studienreise durch Norwegen führte mich durch das karge und einsame Hochland. Heide, kleine Weiden, Seen und endloser krüppeliger Birkenwald prägten die Landschaft. Ich habe diese Impression später mehrmals im Bild umgesetzt. Die Birken hier im Bild rechts ist für mich die

eindrucksvollste Wiedergabe dieser Impression. Dafür tränkte ich ein Stück Leinwand mit weißer Acrylfarbe und modellierte damit die Birkenstämme auf eine Hartfaserplatte. Es entstand ein plastischer Birkenwald. Mit der Farbe habe ich dann die herbstliche Stimmung eingefangen.

Helmut R. Klein Birken 2001 Leinwand auf Holz und Acryl H 60 x B 50


Die Aquarelle auf der rechten Seite malte Richard in den Jahren 1945 bis 1954. Trotz der Kriegswirren fand er die Zeit, die Papiermühle in Gel....lund (mehr ist nicht zu erkennen) bei Kiel 1945 zu aquarellieren. Dieses Motiv hat er später in Öl auf LW umgesetzt. Viele seiner Aquarelle waren für ihn Skizzen für spätere größere Arbeiten in Öl. Auch die Schneelandschaft, Augarten in Leck, malte er in Öl auf LW. Das Bild hing lange in meinem Elternhaus, ich weiß aber nicht wo es geblieben ist. Der Blick geht vom südöstlichen Rand des Augartens nach Norden mit der Sicht auf den alten Bauerhof Brodersen an der Osterstraße. Hier biß mir Brodersen Ganter in die Unterlippe. Er wachte gut über seine Gänseschar. Das Waldinnere oben erinnert mich an den Langenberg bei Klintum. Dort sammelten wir Tannenzapfen für den Küchenofen. Sie reichten nie.

Richard K.P.Klein Die Papiermühle bei Kiel 1945 Aquarell H 29 x B 39

Richard K.P.Klein Schneelandschaft Augarten in Leck 1954 Aquarell H 29 x B 39

Richard K.P.Klein Waldinneres Aquarell H 24 x B 31

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Dieser fein aquarellierte Akt, den Richard hรถchstwahrscheinlich in irgendeinem Atelier in Kรถln 1927 malte, hing nie bei uns zu Hause an der Wand. Er fristete sein Dasein in einer der vielen Mappen, in denen Richard seine Studien aufbewahrte. So viel ich weiรŸ, ist er nie ausgestellt worden.

Richard K.P.Klein Akt 1927 Aquarell H 50 x B 30


Helmut R.Klein Männerrücken 2003 Wachskreide und Frottagen H 50 x B 30

Helmut R.Klein Roter Akt 2008 Mischtechnik H 150 x B 80

Der gebrandmarkte und gebeugte Männerrücken links fängt an gegen sein Joch zu rebellieren. Hier sind Frottagen sichtbar. Der Zeichenkarton lag auf dem Dielenboden. So haben sich beim Zeichnen mit der Wachskreide Strukturen der Bodenbretter und Buchstaben eines Schildes abgedrückt. Die seitliche Teilansicht eines Männeraktes (Bild rechts) ist ein Konglomerat aus verschiedenen “Maltechniken” . Hier habe ich die Leinwand getaucht, bespritzt, bedruckt und bemalt. Für mich ist es ein erotischer Männerakt.

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Richard K.P.Klein Altes Leck ca.1950 Anfang Birkstraße Aquatintaradierung und Kaltnadel H 17 x B 20 cm

Richard K.P.Klein Altes Leck ca.1950 Augarteneingang von der Bergstraße Aquatintaradierung und Kaltnadel H 14 x B 19 cm

Richard war vielseitig interessiert. Nicht nur die Malerei und die Berufung zum Pädagogen sondern viele Dinge wie Fotografie, Bienenzucht, Kajakfahren, Gartenbau und Obstzucht, Weben, viel Reisen, Angeln, Kochen, Literatur und vieles mehr füllten sein Leben. Irgendwann standen Ätzschale und eine Radierpresse in unserer Allzweck-Wohnküche und ich wurde in die Radier- und Ätztechnik eingeweiht. Von der Kaltnadel über Aquatinta bis hin zu Mezzotinto und Vernis Mou war ihm alles bekannt. Viele von seinen Arbeiten sind in der Vergangenheit versunken, aber ein paar Radierungen, wie diese beiden Aquatintas, sind mir geblieben: das alte Leck in dem ich aufwuchs.


25 Auf der MuthesiusFachhochschule in Kiel habe ich dann tiefer in die Drucktechniken hinein gerochen. Viele Jahre später begeisterte mich die Radiertechnik aufs Neue. Im März 2009 richtete ich dann eine Radierwerkstatt in der Doris Rüstig Ladewig Stiftung in Schleswig ein und gebe seitdem Seminare in der Radiertechnik. Die Radierungen hier sind aus der jüngeren Zeit. Die Arbeit oben, wohin...Landschaft, ist eine Kaltnadel mit Halbtönen, Sandpapier in die Zinkplatte gequetscht. Bei der Vernis Mou links drückte ich Blisterpackungen in den Weichgrund und bei der Kaltnadel, Begegnung, habe ich die hellen Stämme aus den Hintergrundlinien heraus poliert.

Helmut R.Klein Wohin...Landschaft Kaltnadelradierung 09 2009 H 19,7 x B 28,5

Helmut R.Klein Begegnung Kaltnadelradierung 06 2009 H 20 x B 15

Helmut R.Klein Blisterpackungen Vernis Mou 02 2010 H 20 x B 15


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Helmut R.Klein Geheimnis Monotypie 2009 H 30 x B 42

Rostige Dosen, Siebe, Gitter, Federn, Stoffreste und vieles, vieles mehr eignen sich bestens fĂźr spannende Monotypien. Es ist nicht konkret vorherzusehen, ob der Druck gelingt. Diese beiden experimentellen Monotypien sind schĂśne Beispiele.

Helmut R.Klein Verlorene Federn Monotypie 2009 H 42 x B 30


Richard K.P.Klein Helmut 3 Wochen alt Bleistift 1942 H 42 x B 30 ca. In einer von Richards vielen Mappen fand ich diese Bleistiftzeichnung. Sie muss in einer ruhigen Stunde 1942 in Kiel entstanden sein. Meine Mutter Brunhilde schrieb darunter...Helmut, 3 Wochen alt...

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Helmut R.Klein Bronzezeit 2004 Fünfteilige Bilderfolge Acryl / Leinwand je H 60 x B 50

Bronzezeit... braune, goldgelbe schlanke Männerkörper glänzen im Sonnenlicht... Erinnerungen einer Reise durch Südafrika und Namibia. Die Schönheit, Beweglichkeit und Eleganz der Menschen faszinierten mich.

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Richard K.P.Klein Gesang der Fische 1965 Öl / LW ca. H 70 x B 55

Richard K.P.Klein Lebendes Wasser 1965 Pastell / Öl / LW ca. H 70 x B 55

Richard K.P.Klein Komposition 1965 Öl / LW ca. H 70 x B 55

Das Richard nach dem Fische angeln, Fische präparieren, Fische kochen, Fische fotografieren, über Fische schreiben auch seine Fische malte, war für uns nur zu normal. Seine naturalistischen Fischbilder hingen schon im ganzen Haus. Aber dann

sahen uns Fischaugen an und wollten uns Fischmäuler verschlingen. Später, viel, viel später kamen neue Türen in den Flur und alle Fischbilder verschwanden. Ich weiß nicht, was mit ihnen geschah. Die künstlerische Entwicklung, die Richard mit seinen Fischbildern machte, habe ich erst viel später erkannt. Die hier abgebildeten Fischmotive hat er auf Leinwand gemalt. Sie hingen lange an unseren Wänden, verschwanden aber irgendwann auch in seinem Archiv. Nach seinem Tod, 1980, räumten wir sein Bilderchaos. Es kamen viele Fischbilder zu tage, nur die Bilder der Türfüllungen fehlten. Wo sind sie geblieben? Sein Bildernachlass ist zur Zeit in der Familie verstreut.

fing er an, seine Fischbilder zu abstrahieren. Es entstanden moderne Impressionen in seinem Atelier wie wir sie noch nicht kannten. Die fünf Flurtüren mit ihren jeweils drei Füllungen wurden von ihm mit unterschiedlichen Fischmotiven bemalt. Überall


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Helmut R.Klein Farben des Wassers 1 bis 4 2008 Lackfarbe / LW H 30 x B 30 Vier Arbeiten aus dem Bilderzyklus ...Die Farben des Wassers... Das Thema Wasser hält mich fest. Schon als Junge habe ich voller Begeisterung Wasser, Meer und Schiffe gemalt. Damals wollte ich zur See fahren und Kapitän werden. Meine Leidenschaft zur Kunst war dann doch stärker. Die Freude am Wasser, Meer und Schiffen ist geblieben.

Helmut R.Klein Spielerei 1 bis 4 2007 Holz Eierkartons, Lackfarbe H 30 x B 30 Spielerisch mit Material und Farbe umgehen. Ausprobieren, Experimentieren, nicht genau wissen wohin es geht. So entstanden diese vier Spielereien. Eierpappen in Kleister eingeweicht, auf Holz geklebt, verformt und schließlich mit Lackfarben ein neues Gesicht gegeben. Bild rechts. Das Leben im Tümpel fotografierte, beschrieb und veröffentlichte Richard in Fachzeitschriften. Er schrieb Artikel über die Köcherkonstruktion der Köcherfliegelarve, die Raubzüge des Gelbrandkäfers, das Leben der Eintagsfliege und vieles mehr. Mit selbstgebauten Keschern aus Damenstrümpfen untersuchten wir die Teiche nach Interessantem. Seine Impressionen dazu hielt er im Bild rechts fest.


Richard K.P.Klein Anfangs 1965 Pastell / テ僕 / LW ca. H 70 x B 55

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Helmut R.Klein Muscheln, Schnecken & Co. Aquarell 1968 H 30 x B 21 Fossilien, Versteinerungen, Mineralien, Spuren der Vergangenheit animierten mich zu diesem sensiblen Aquarell. Von jeder Reise brachte ich Kisten mit Muscheln, Steinen, Federn und Knochen mit nach hause. Meine Sch채delsammlung ziert immer noch ein Regal. incl. Konrad. Abenteuer 57. Die Entstehung des Bildes war f체r mich wirklich ein Abenteuer. Mit Tauch-, SpritzVerlauf- und Marmoriertechnik entstand eine Vision von Erde, Pflanzen, Bl체ten und neuem Leben.

Helmut R.Klein Abenteuer 57 Lackfarbe / LW 2007 H 60 x B 40


Helmut R.Klein Dialog 2009 Acryl, テ僕, LW H 120 x B 90

Helmut R.Klein Kampf mit dem ich Wachskreide 2003 H 42 x B 29

Bewusst oder unbewusst...jeder hat irgendeinen Tick oder netter gesagt... Leidenschaft. Federn in jeder Form und Farbe ist einer von meinen vielen. Dialog. zwei Federn haben sich gefunden.

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Violetter Akt vor grテシnem Grund. ...Der Mann kテ、mpft mit seiner Mテ、nnlichkeit. Wachskreide mit Frottagen auf Karton. Im Okt. 2003 in meinem Atelier im schwedischen Wald entstanden.


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Helmut R.Klein Meine Schutzengel Caroliene, Rosa und Nadu 2005 Pappmachee, Fliegendraht und Lackfarbe H 35 x B 25 X T 25

Jeder braucht einen Schutzengel. ...Unsere lieben Hausschweinchen, denen wir ja so selten in ihre kleinen Schweinsäuglein gucken, sind dem Menschen ja so ähnlich. Eignen sich ihre Organe, nach einer Genmanipulation, nicht bestens für Organtransplantation? Auf einer Gemeinschaftsausstellung mit deutschen und dänischen Künstlern zum Thema Gentechnik kam mir die Idee aus dem Organspender Schwein ein Schutzengel zu kreieren. Diese drei Exemplare sind allerdings nur aus Pappmachee Lackfarbe und Fliegendraht.


Schwarze Vögel fliegen immer... Rauhbeinige schwarze Gesellen. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Ist das wirklich so ?

Wenn sie in Schwärmen in ihre Schlafbäume fallen oder am Straßenrand etwas Totes zerfetzen dann bekomme ich eine Gänsehaut.

Und trotzdem mag ich sie. Obwohl sie, wie die Ratten, schon immer von dem Menschen vertrieben wurden, sind sie immer noch da.

Helmut R.Klein Schwarze Vögel fliegen immer... 2004 Acryl / LW / schwarze Krähenfedern H 80 x B 100

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100...200 jährige oder vielleicht noch ältere Fichtenplanken achtlos auf einen Haufen geworfen. In sie hatte ich mich sofort

Nur die Aura fehlte. Es tat mir weh. Die Planken qualmten und knackten in den Flammen aber ihr Charakter, ihre

verliebt. Schon beim ersten Hinschauen zuckten Visionen durch mein Hirn. Roland, mein Nachbar und Holzbauer im schwedischen Wald hatte seine rote Scheune umgebaut. Naturalien...er schenkte mir die Planken und ich ihm ´ne Flache Schnaps. Jeder war glücklich. Die Ausstrahlung der alten Planken, das gewachsene, urwüchsige wollte ich erhalten. Ich hatte Visionen von Flechten, Bohnen, Pilzen und Trollfiguren. Schlanke, hochgewachsene Gestalten, die irgendwo in und hinter den großen grünen Steinen im Wald bei den Elchen zu Hause sind. Die Säge tat fast alles allein.

Struktur kam ans Tageslicht. Sie fingen an zu leben. Mit Bürste und Wachs habe ich sie liebevoll gesteichelt und gecremt. Meine Elchmänner.

Helmut R.Klein Elchmänner 2010 dicke Bretter aus Skandinavischer Fichte, gesägt, gebrannt, gewachst. H 230 B 230


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Richard entwarf schmiedeeisernen Hausschmuck, schnitzte Holzfiguren, modellierte mit Wachs und goß sich eigene, absurde Fischköder. Ich habe es ihm schon als Kind nachgemacht. Der Drang nach der Figur und Form ist mir geblieben. ...Die Trollkrone. Mit der Kettensäge viele tiefe Schnitte in den Birkenstamm gesägt. Mit Feuer modelliert, wieder poliert und mit Wachs koserviert. Hat leider schon eine Liebhaberin Helmut R.Klein gefunden. Maske in Blau ...Lola Calo. Helmut R.Klein 2005 sagt wo es lang Lola Calo 2007 Pappmachee, Lack geht und ißt was Pappmachee, Lack und Metallring sie will. Das H 40 x B 20 x T 20 H 82 x B 45 x T 24 dicke und immer Helmut R.Klein Trollkrone 2009 dicker werdende Skandinavische Kind, wenig BeweBirke, gung und viel Süß. gesägt, gebrannt, ...Schwedensommer gewachst. eingesperrt, mit H 90 x B 25 x T 25 Eisen gefesselt, Helmut R.Klein gebrannt, aus der Schwedensommer Starre erwacht, 2009 wieder Form angeDachbalken, Nägel, nommen, die Fessel Eisenbeschläge, gesprengt, zurück Perlen und Draht. zum Leben, zum H 250 B + T 25 Licht, zur Sonne, zur Freiheit. Blütentriebe in den Himmel. ...Maske in Blau Mehr Schein als Sein? Der Drang nach dem eigenen Glanz hat den


Mensch schon immer getrieben, bis zur Selbstzerstümmelung. Auch der moderne will diesen Glanz. Tattoo, Piercing und

Helmut R.Klein Hundepinsel oder auch Kopfstand 2008 Hollunderstamm, Farbe und gebrauchte Pinsel H 100 x B + T 40

Helmut R.Klein Das Grün der Birken... Dig.Foto, Acryl, rostige Nägel 2006 H 120 x B 40

diversen anderen Prothesen werden zum Aufwerten seiner Selbst benötigt. Auch ich trage einen Ohrring. Sind wir mit uns selbst nicht zufrieden? Brauchen wir diese Prothesen um zu glänzen ? ...Hundepinsel oder Kopfstand. Stell dich mal auf die andere Seite oder auf den Kopf. Ein neuer Blickwinkel, eine andere Position. Schrott ist nicht nur Schrott und aus meinen alten Pinseln werden Blüten. ...Das Grün der Birken. Nagellöcher im rostigen Blech, das Birkengrün leuchtet hindurch. Dazu die rostigen Nägel. Wirklich Blätter? Keine Apfelstücke oder grüne Edelsteine ? ...Portrait. Hut, Mund und Bart, ein braunes ovales Gesicht. Wer erkennt sich wieder? Rote Haare, Sommersprossen.

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Helmut R.Klein Das Portrait... Sommersprossen, rote Haare... Eierkartons, Tau, Perlen, Metallsieb 2006 H 120 x B 40


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Helmut R.Klein ...Nixen...2008 Körperfrottagen, Acryl, Öl, LW H 120 x B 90

Helmut R.Klein ...Blau im Rot... Stoffstreifen, Acryl, Lack, Öl, Kleber, LW H 80 x B 60

...Nixen. Körperfrottagen auf dem Börsenhof in Flensburg zum Kunstkilometer 12. 07. 2008 ...Bodypainting Performance ... Das Meer kam später mit der Flut. ...Blau im Rot. Elemente aus meinen Mallappen, bunt, verschmiert, vollgekleckert... viel zu schön

zum wegwerfen. Durch das Fenster in der roten Wand scheint ein blasser Mond im blauen Nachthimmel. Ebbe und Flut. Sein Einfluß bewegt die Elemente. ...Welle in türkis. Bis Bornholm hatte der Südweststurm Zeit für diese Wellen. Bleibende Erinnerungen eines wilden Segeltörns.


Helmut R.Klein Welle in tテシrkis 2005 Acryl, テ僕, LW H 120 x B 40

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Eine neue junge Galerie blickt auf die Kunst 44

frische junge Kunst aktuelle etablierte Kunst unbekannte Kunst aus aller Welt

Grafik, Malerei, Skulpturen und neue Formen in der Kunst.. ..bekommen einen Wirkungsraum:

..werden zur Diskussion gestellt:

..erhalten eine Plattform:

Die Galerie stellt in 4 bis 6 Ausstellungen pro Jahr das Schaffen von zeitgenössischen Künstlern/innen vor.

Die Galerie ermöglicht den Gedankenaustausch über aktuelle Kunst, Trends und neuen Positionen.

Die Galerie fördert die Künstler/innen und ihre Kunst durch Präsentationen in der Öffentlichkeit.


der blick auf die kunst galerie stexwig galerie k 31 galerie skedsbygd galerie in bewegung

galerie stexwig strandweg 7, 24857 borgwedel mechthild.wichmann-kramp@galerie-stexwig.com +49 4621 307441 helmutr.klein@galerie-stexwig.com +49 173 5397794 www.galerie-stexwig.com galerie k 31 kรถrner str. 31, 24103 kiel +49 431 889 7671 +49 177 1979878 galerie skedsbygd st.skedsbygd 414 38044 alsterbro se +49 173 5397794 +46 730 987881

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Impressum 46

Herausgeber: Galerie Stexwig Strandweg 7 24857 Borgwedel/Stexwig www.galerie-stexwig.com Kontakt: 04621 307441 info@galerie-stexwig.com Diese Publikation erscheint anläßlich der Ausstellung “Vater&Sohn” in der Galerie Stexwig vom 08. bis 22. 08 2010. Text und Gestaltung: Helmut R. Klein Alle Rechte bei Helmut R. Klein und der Galerie Stexwig. Druck: Druckerei Lohmeier Kieler Straße 58 24340 Eckernförde ISBN 978-3-00-033690-4 Printed in Germany


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Inhaltsverzeichnis Dankeschön................ Seite

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Kurz-Biographie Richard K.P.Klein......... Seite

8

Kurz-Biographie Helmut R.Klein............ Seite

9

Bilder der Ausstellung “Vater&Sohn”.............. Seite

10

Galerie Stexwig........... Seite

44

Impressum................. Seite

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galerie stexwig strandweg 7, 24857 borgwedel mechthild.wichmann-kramp@galerie-stexwig.com +49 4621 307441 helmutr.klein@galerie-stexwig.com +49 173 5397794 www.galerie-stexwig.com

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Vater&Sohn: Richard und Helmut R. Klein  

Richard und Helmut R. Kleinzeigen 2 Generationen Kunst Der Blick auf die Kunst Galerie Stexwig

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