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3/2011 13. Jahrgang

Steigerwald & Frankenhöhe

Reiseberichte / Touren

Naturparadies und Kulturlandschaft

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Reisereportage Steigerwald

STEIGERWALD UND FRANKEN


Steigerwald Reisereportage

HÖHE

Steigerwald und Frankenhöhe, eine magische Kombination aus Naturparadies und Kulturlandschaft. Ein Tourenidyll im Herzen Frankens. Im Steigerwald, im Schnittpunkt von Mittel-, Ober- und Unterfranken dehnt sich auf einem Terrain von Erhebungen, Hügeln und Tälern in stiller Abgeschiedenheit dichter Laubwald mit einzigartigen Buchenbeständen aus. Eine einmalige Höhenstraße schlängelt sich durch dies ursprüngliche Idyll, durch alte Städtchen mit imposanten Baudenkmälern. Das I-Tüpfelchen gibt der Naturpark Frankenhöhe, mit einsamen Landsträßchen, ruhiger Natur und alten Weilern.


Reisereportage Steigerwald

Das Schloss Schwarzenberg in Scheinfeld


Steigerwald Reisereportage

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itten in Süddeutschland, genauer im Herzen Frankens, liegt das kleine Paradies. Bamberg, diese beeindruckende, kulturhistorisch bedeutende Stadt ist eines der vielen Tore zum Steigerwald. Hier machen wir uns auf und schwingen gemächlich über sanft gewelltes Land unserer Zielregion entgegen. Da entdecken wir etwas abseits auf einer Anhöhe eine Burg. Nichts wie hin! Das idyllische, blumenumrankte Anwesen Lisberg entpuppt sich als Weingut und Privatgrund. Obwohl wir in der Mittagsruhe mit einigem Getöse einbrechen, lassen sich die Bewohner bei ihrem Mahl im Sonnen beschienenen Hof nicht stören und heißen uns herzlich willkommen. Von da geht es hinüber zum Maintal, der nördlichen natürlichen Grenze des Steigerwaldes, wo dessen Hügelland abrupt vom

Main hoch aufsteigt. Die reizvolle Stadt Eltmann begrüßt uns hier. Darüber thront die Turmruine der Wallburg. Eine steile Serpentinenstraße bringt uns hinauf. Wunderbar kurvig geht es über die Anhöhe. Weit schweifen unsere Blicke und geben uns schon einen ersten viel versprechenden Eindruck über die grünen, bewaldeten Höhenzüge und den Verlauf der Steigerwald-Höhenstraße. Eine Traumfahrt beginnt auf den aufund absteigenden Hügeln des Steigerwaldes. Nicht übermäßig hoch, gerade einmal bis 499 Meter steigen sie auf, doch der Kontrast von fruchtbaren Tälern und bewaldeten Höhen ist mehr als reizvoll. Durch tiefe Buchenwälder, dem Markenzeichen des Steigerwaldes, zieht und schlängelt sich die Hochstraße, auf natürliche Weise passt

sie sich der Landschaft an. Eine Tour voller Varianten, kurvenreiche Aufund Abfahrten, Höhenstrecken mit Waldpassagen und hinreißenden Panoramen und schließlich ruhige Fahretappen über das sanft gewellte Land. Genau das Richtige zum relaxten Touren, den Rest der Welt vergessen und einfach nur die Fahrt genießen. In Ebrach geht es hinab in ein enges geschütztes Tal, dessen Abgeschiedenheit dem Zisterzienserorden 1127 geeignet erschien für die Gründung eines Klosters. Heute sehen wir neben der frühgotischen Klosterkirche eine prunkvolle Anlage barocker Abteigebäude, die sich um Höfe und Gärten gruppieren. Das nahe Prichsenstadt, am Rande des nördlichen Steigerwaldes gelegen, wo sich das flachere Land zum Maintal ausdehnt,

Das weitläufige Gelände des Freilandmuseums Bad Windsheim bietet viel zu Sehen: Traditionelle Bauernhäuser und Mühlen in natürlicher Umgebung


Reisereportage Steigerwald

Fahrspaß pur, traumhafte Ausblicke, satte Natur entlang der Steigerwald-Höhenstraße entpuppt sich als alter idyllischer Winzerort mit wehrhaften Mauern und netten Fachwerkhäusern. Ein fränkisches Musterstädtchen, von daher auch recht touristisch. So fahren wir in eine schmale Nebengasse ein, finden uns vor einem hübschen RenaissanceSchlösschen, dem Freihof wieder, holpern über buckliges Kopfsteinpflaster durch enge spitzwinklige Gassen und glauben plötzlich in einer anderen Welt zu sein. Eine ganz neue Welt hingegen offenbart sich uns dann wenige Kilometer weiter mit dem Freizeitpark Geiselwind. Ein Sammelsurium an Karussellen und sonstigen Vergnügungsstätten, die den Freizeitdrang der Besucher stillen mögen. Doch wir wenden uns lieber dem Motorradvergnügen zu und peilen nun den Mittelpunkt Frankens an, den legendären „Dreifrankenstein“. Dieser 280 Zentimeter hohe Findling aus Muschelkalk markiert den Schnitt-

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motorrad freizeit

punkt der drei fränkischen Regierungsbezirke, deren Wappen in den markant geformten Stein eingehauen sind. Dort oben auf einer Anhöhe bei Sixtenberg, mitten im Steigerwald, wohin uns ein bemerkenswert schmales Sträßchen hinauf führt, bietet sich ein einzigartiger Blick über die bewaldete Landschaft. Weiter geht es auf der SteigerwaldHöhenstraße durch grüne Täler und über Bergkuppen. Immer wieder tauchen in dieser waldgeschützten Idylle kleine Märkte und Weiler auf - eine geniale Verbindung von Kultur und ruhiger, ursprünglicher Natur. Insbesondere im Zentrum des Steigerwaldes grüßen viele Städtchen mittelalterlich oder prunken mit prächtigen Schlössern. Vor allem Schloss Schwarzenberg in einer der ältesten Ansiedlungen des Steigerwaldes, in Scheinfeld beeindruckt uns sehr. Über den Baumwipfeln ragt diese großartige Renaissanceanlage empor.

Weiter im Südwesten des Steigerwaldes lockert sich der Waldbewuchs, wir haben das „Weinparadies Franken“ erreicht. Sonnen beschienene und trockene Südwesthänge verleihen dieser fränkischen Weinlandschaft ihren ausgezeichneten Ruf. Hoch erheben sie sich aus den Ebenen. Kurvig führen uns die kleinen Landsträßchen über diese sanft gewellte Landschaft dahin. Auf und ab schwingen wir über Höhenzüge, die uns prächtige Panoramen über die Region genießen lassen. Vorbei geht es an Winzerhöfen, Gehöften mit kleinen Schlösschen und historischen Orten, welche die Bedeutung der Region als Kulturlandschaft vergegenwärtigen. Genau die richtige Umgebung, um den Abschluss des Tages mit einer Rundfahrt zu krönen. Den 481 Meter hohen Iffigheimer Berg gilt es auf schön geschwungener Landstraße zu bezwingen, bevor wir hinab gleiten in die weite, offene, in der Abendsonne schillernde Landschaft. Wir lassen uns


Steigerwald Reisereportage treiben, ziehen entlang der Hänge und Weinberge, durchfahren idyllische kleine Weinorte, um dann noch eine Entdeckung der besonderen Art zu machen. Nach Schloss Frankenberg, hoch oben auf einem exponierten Hügel, bringt uns eine steile Alleenstraße. Das edle Landrefugium bietet neben kulturellen Veranstaltungen und Weinfesten etwas Einzigartiges: Ausfahrten mit mechanisch angetriebenen Kutschen, die nach historischen Vorbildern in der AAGLAND Manufaktur gefertigt wurden. Welch ein Gefühl dort oben auf dem hohen Gefährt zu sitzen! Ganz anders als am Motorrad. Dafür ist es eine nette Abwechslung und der Ausblick durchaus prickelnd. In Sugenheim mieten wir uns neben dem freundlich gelben Alten Schloss im Landgasthof „Ehegrund“ ein. Ein sehr animierendes Haus, dennoch ist mit dem Namen nicht der Anlass zum

Heiraten gemeint, vielmehr das Flüsschen Ehe, das entlang des historischen Sugenheim vorbeizieht. Ganz stilvoll und der Region angemessen, immerhin befinden wir uns an der „Aischgründer Karpfenstraße“, verzehren wir am Abend ein vorzügliches Karpfenfilet - vom Feinsten. Ja, so lässt es sich gut leben! Am Morgen wartet die Frankenhöhe auf uns, das nächste Ziel. Dort im Süden erhebt sich ihr bewaldeter Bergrücken abrupt aus der Ebene der Windsheimer Bucht. Bad Windsheim, ein altes Städtchen, einziger Kurort des Steigerwaldes und Sitz des bekannten „Fränkischen Freilandmuseums“, liegt zu ihren Füßen. Dann folgt Burgbernheim, an den Hang der Frankenhöhe gepresst. Wir durchstreifen die Gassen dieses typisch mittelfränkischen Städtchens, das sich sehr ruhig und beschaulich gibt und mit einer mittelalterlichen Kirchenburg punkten kann,

die am Ende einer steilen Auffahrt über der Gemeinde wacht. Nun schwingen wir hinauf in den „Naturpark Frankenhöhe“. Gewunden schraubt sich eine Serpentinenstraße den Höhenzug hinauf, wo uns nun traumhaft ruhige Landstraßen in stiller Natur erwarten. Wie der Steigerwald ist die Frankenhöhe ein besonders sonnenreiches Gebiet und zudem äußerst dünn besiedelt. Der bis zu 554 Meter hohe Bergrücken weist auf der Hochfläche den Charakter eines Hügellandes auf. Motorradfahrerisch höchster Genuss ist es in dieser Einsamkeit über die Hügel und Anhöhen des Bergzuges zu schwingen. Ein übersichtlicher Streckenverlauf und ruhige Landnebenstraßen führen uns kurvenreich auf und ab, geleiten uns durch abgeschiedene kleine Weiler und eröffnen uns auf den Anhöhen immer wieder betörende Landschafts-

Der einladende Landgasthof „Ehegrund“ in Sugenheim

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Reisereportage Steigerwald ausblicke, sei es auf die im Westen sich ausbreitende Hohenloher Ebene oder auf Schlösser und Burgen wie Colmberg und Virnsberg. Auf herrlichen Serpentinen geht es dann den Bergsattel der Frankenhöhe wieder hinab. Wir durchstreifen gemächlich das Tal der Zenn, das gemütliche Dörfer beherbergt und von sanften Hügeln eingerahmt wird, bevor wir uns Richtung Norden wenden, in die Weite des Aischgrundes.

Die Heimat des fränkischen Spiegelkarpfens und Zuchtgebiet dieser fischigen Spezialität hat das Landschaftsbild maßgeblich beeinflusst. Ein Teich reiht sich da an den anderen, nur unterbrochen von schmalen Geländepfaden. Die Wasserflächen glitzern in der Sonne, ab und an blubbert es, wenn einer der Karpfen nach Luft schnappt oder Frösche ihre Sprünge vollziehen. Höchstadt an der Aisch ist das lebendige Zentrum der fränkischen Karpfenzucht, ein hübsches altes Städtchen

Kleine idyllische Dörfer und viel Ruhe prägen das Hochland der Frankenhöhe

mit einer malerischen Steinbrücke, schmucken Fachwerkhäusern und einer mittelalterlichen Schlossanlage. Unsere Tour neigt sich dem Ende zu. Doch bietet uns ein imposantes Bauwerk einen prächtigen Abschluss. Das Schloss Weißenstein bei Pommersfelden, eine der glanzvollsten Barockanlagen Frankens, deren Ruf früher wie heute weit ins Land hinausstrahlt. Bilder & Text Dr. Ingrid Gloc-Hofmann

Weiher nördlich der Frankenhöhe

Blick auf das imposante Deutschordensschloss Virnsberg am Rande der Frankenhöhe

Karpfenweiher prägen das Bild des Aischgrundes 10

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Steigerwald Reisereportage

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Reiseinformation Steigerwald

Dreifrankenstein inmitten des Steigerwaldes.

Allgemeines Der Steigerwald, in Nordbayern gelegen, ist ein bis 499 Meter aufsteigendes Mittelgebirge und bildet das Herzstück des fränkischen Schichtstufenlandes. Großflächig umrissen wird er vom Main im Norden und den Städten Würzburg im Westen sowie Bamberg und Nürnberg im Osten. Auf einer Anhöhe mitten im Steigerwald befindet sich der Schnittpunkt der drei fränkischen Regierungsbezirke Unter-, Mittel- und Oberfranken. Die Stelle wird markiert vom „Dreifrankenstein“, einem 280 Zentimeter hohen Findling aus Muschelkalk südwestlich von Schlüsselfeld in Oberfranken, nordwestlich von Burghaslach in Mittelfranken und östlich von Geiselwind in Unterfranken. Die oberfränkischen Erhebungen des Steigerwaldes sind dicht

bewaldet, wobei die Hälfte der Waldfläche von Buchenwäldern bewachsen ist. Damit ist der Steigerwald nach dem Spessart das zweitgrößte Laubwaldgebiet Bayerns. Der unterfränkische Teil ist offener und wird von ausgedehnten Weinbergen und Winzerorten eingenommen. Im Osten des Steigerwaldes, im mittelfränkischen Flachland breiten sich Karpfenteiche aus. Im Süden öffnet sich der Steigerwald zur weiten Windsheimer Bucht, von welcher die Frankenhöhe steil ansteigt. Dieser bis zu 554 Meter hohe Bergrücken ist als „Naturpark Frankenhöhe“ ausgewiesen, ein sonnenreiches, etwa 1.100 Quadtratkilometer großes Gebiet, das mit 60 Einwohnern pro Quadratkilometer zur dünnst besiedelten Region Bayerns zählt. Nach Osten, zum Mittelfränkischen Becken hin, flachen die Höhenrücken der Frankenhöhe ab, wobei mit steigender Nähe zur Großstadtperipherie Nürnberg auch die Besiedlung zunimmt.

Die Highlights Bergige Höhenzüge, uralte Buchenwälder, idyllische Flusstäler und sonnige Weinberge charakterisieren die abwechslungsreiche Landschaft der Region. Daneben erwarten einen zahlreiche historische Städtchen, Fachwerkbauten, Burgen, Klöster und vieles mehr aus dem kulturhistorischen Programm. Kultureller Höhepunkt der Region ist Bamberg. Diese Stadt sollten Sie nicht verpassen. Das „fränkische Rom“ wurde auf sieben Hügeln erbaut. Hoch oben residiert die Domstadt, darunter die bürgerliche Altstadt. Bamberg ist ein Gesamtkunstwerk, die historische Bausubstanz einmalig. Dies hat die UNESCO gewürdigt und das Altstadtensemble 1993 in

die Liste des Weltkultur- und Naturerbes aufgenommen. Doch Bamberg ist auch eine lebendige, junge Stadt, die mit Gastfreundschaft und einem sympathischen Kulturleben punkten kann. www.stadt-bamberg.de Kloster Ebrach gilt als die „Perle des Steigerwaldes“. Beeindruckend sind die barocken Klosteranlagen, ein Werk namhafter fränkischer Baumeister. Ein Meisterwerk ist die gotische Klosterkirche, die ein klassisches Beispiel für die Architektur der Zisterzienser darstellt. www.ebrach.de Mit seinen Stadtmauern, Toren, Stein- und Fachwerkhäu-

beeindruckt das repräsentative Stammschloss der Fürsten von Schwarzenberg. www.scheinfeld.de Sugenheim hat hübsche alte Stadthäuser und zwei bemerkenswerte Schlösser zu bieten. www.sugenheim.de. Sehr stilvoll gibt sich das Weingut Schloss Frankenberg. www.schloss-frankenberg.de Bad Windsheim wartet mit einer romantischen Altstadt und dem „Fränkischen Freilandmuseum“ auf. Dieses 1982 eröffnete Projekt genießt auch in der Fachwelt hohes Ansehen. Auf einem 40 Hektar großen Gelände sind historische Häuser und Hofen-

Das prächtige Barockschloss Weißenstein in Pommersfelden

sern gibt sich der Weinort Prichsenstadt als mittelalterliches Musterstädtchen. www.prichsenstadt.de Schlüsselfeld, im Zentrum des Steigerwaldes am Drei-FrankenEck gelegen, hat sich ebenfalls ein schönes mittelalterliches Stadtbild bewahrt. www.schluesselfeld.de In Scheinfeld, einer der ältesten Ansiedlungen im Steigerwald,

sembles originalgetreu wieder aufgebaut. Dorfähnliche Baugruppen dokumentieren anschaulich das ländliche Alltagsleben seit dem 14. Jahrhundert. www.freilandmuseum.de Wie wäre es nach einem aktiven Motorradfahrtag mit einem entspannenden Wellness-Programm? Tauchen Sie ein in die Franken Therme Bad Windsheim. Neben Badehallen, Sauna und Wellness-Oasen wird im Salzsee


Steigerwald Reiseinformation in vollgesättigter Sole ein einzigartiges Schwebeerlebnis garantiert. www.franken-therme.net Burgbernheim am Rande der Frankenhöhe weist das Flair einer typisch fränkischen Kleinstadt auf. Bemerkenswert ist die spätmittelalterliche Kirchenburg. www.burgbernheim.de Schon wegen ihrer Lage am abfallenden Höhenrücken der Frankenhöhe und wegen der Aussicht ein Muss ist Burg Colmberg. www.colmberg.de. Auch Schloss Virnsberg thront einmalig auf einer Anhöhe. Die Deutschordensburg ist Höhenburg und Wasserschloss zugleich. www.schloss-virnsberg.de Sehenswerte alte Städtchen sind Herzogenaurach, das weltweit bekannt ist wegen der hier beheimateten Sportartikelhersteller adidas und Puma, sowie Höchstadt an der Aisch, das Zentrum der fränkischen Karpfenzucht. www.herzogenaurach.de www.hoechstadt.de Schloss Weißenstein in Pommersfelden hat immense Bedeutung. Der Barockbau stellte die zeitgenössischen Vorbilder in den Schatten und blieb maßgebend für die deutsche Barockarchitektur. Rund um das Schloss dehnen sich prachtvolle Parkanlagen aus. www.schoenborn.de

Motorradfahren Motorradfahrspaß ist garantiert im Steigerwald! Ob auf der Steigerwald-Höhenstraße oder den neben liegenden Landstraßen, die Strecken sind gut ausgebaut, die Verkehrsdichte ist äußerst gering. Und die Palette an Fahrpassagen bietet alles, was das Herz begehrt: Kurvenreiche Bergstrecken, Hoch-

landstraßen und sanft gekurvte Wege in den Tälern. Besonders spannend gestaltet sich das Fahren im Naturpark Frankenhöhe. Der einsame Landstrich ist gespickt mit kleinen Landstraßen, die sich nicht selten sehr kurvig über die Hügellandschaft schlängeln. Hier bleibt man für sich, Verkehr gibt es kaum.

Literatur & Karten Mairs Geographischer Verlag, Generalkarte Nr. 14, 1:200.000, ISBN 3-82972-013 5,90 Euro Mairs Geographischer Verlag, Generalkarte Nr. 16, 1:200.000, ISBN 3-82972-015 5,90 Euro Ralf Nestmeyer, Franken, Michael Müller Verlag GmbH, Erlangen, ISBN 978-3-89953-442-9 20,90 Euro

Wichtige Adressen Die offiziellen Homepages www.steigerwald-info.de www.mein-steigerwald.de www.naturpark-frankenhoehe.de www.frankenhoehe.de informieren über alles Wissensund Sehenswerte.

Naturpark Steigerwald Der Steigerwald birgt eine seltene Kostbarkeit, eine in dieser Form europaweit einzigartige Laubwaldmischung mit bis zu 350 Jahre alten Buchen. Seit 1988 ist das 1.280 Quadratkilometer große Landschaftsgebiet als „Naturpark Steigerwald“ ausgewiesen. Seit März 2007 wird die Aufnahme von Teilen des nördlichen Naturparks Steigerwald ins UNESCO-Weltnaturerbeprogramm durch die Umwidmung in einen Nationalpark kontrovers diskutiert. Zum Zusammenschluss der Befürworter gehören der Bund Naturschutz in Bayern, der Landesbund für Vogelschutz in Bayern und weitere Umweltverbände. Eine Studie listet jene Teile des Steigerwaldes aufgrund der sehr seltenen Rotbuchen-Urwaldbestände und des immensen Artenreichtums als besonders schützenswert ein. Dies betrifft knapp neun Prozent des Staatsforstes, welche nach dem Konzept des Bundes für Naturschutz in einen Nationalpark umgewandelt werden sollen. Zu den Gegnern des Projektes, die den Verein „Unser Steigerwald e.V.“ gegründet haben, gehören Interessengruppen privater Waldbesitzer, der Forst- und Landwirtschaft, der Bayerische Waldbesitzerverband und der Bayerische Bauernverband. Sie befürchten wirtschaftliche Nachteile, den Verlust von Arbeitsplätzen und votieren für die Ausweisung naturgeschützter Inseln und die weitere Bewirtschaftung der Waldfläche. Schilder mit der Aufschrift „Nationalpark Steigerwald - NEIN“ verdeutlichen ihre Auffassung.

Genussland Steigerwald Der Steigerwald ist nicht nur ein landschaftliches Kleinod, sondern auch ein Schlemmerparadies. Die Besonderheiten sind Karpfen, Wein und Bier auf engstem Raum. Braukunst und Biervielfalt haben eine Jahrhunderte alte Tradition. Entlang der „Aischgründer Bierstraße“ kann man die unterschiedlichen Biersorten kennen lernen, fränkische Gastlichkeit und Brauereien mit individuellen Spezialitäten erleben (www.bierstrasse.de). Auch der Wein vom Steigerwald ist selbst in der fränkischen Weinlandschaft eine Besonderheit dank der steilen, warmen und trockenen Südhänge. Entlang der „Mittelfränkischen Bocksbeutelstraße“ gibt es viel zu entdecken: Die vielfältigen Frankenweine, Heckenwirtschaften, Weinstuben und Winzer und die zahlreichen stimmungsvollen Weinfeste versprechen Kostproben und gute Laune (www.bocksbeutelstrasse.de). Bis Ende April und ab Anfang September gibt es den fränkischen Karpfen zu kosten. Im Aischgrund wird diese Spezialität gezüchtet, um dann blau oder im Bierteig gebacken auf den Tisch zu kommen. Und im Aischgründer Karpfenmuseum im Alten Schloss in Neustadt a.d. Aisch lässt sich allerhand Informatives und Spaßiges rund um den „Aischgründer Spiegelkarpfen“ erfahren. www.karpfenmuseum.de

Das Alte Schloss in Sugenheim strahlt in der Abendsonne

Steigerwald und Frankenhöhe  

Bericht einer Motorradreisen durch den Steigerwald und Frankenhoehe

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