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Lebenshilfe Glaubenshilfe

1 | Das Thema

Selbsthilfe endlichleben

NETZWERK

bei Abhängigkeiten, Ängsten und psychischen Problemen

endlich-leben.net, Heustr. 59, D-32657 Lemgo

Liebe Netzwerkpartner und –partnerinnen!

Ich schreibe heute an Sie als PfarrerIn oder gemeindeleitende Verantwortliche, weil ich mit Ihnen eine Weiterentwicklung in unserer gemeinsamen Arbeit am Endlich-LebenKonzept voranbringen möchte: Wie wird Ihre Gemeinde zum „Heil-Land“? Heute, mit einer Erfahrung von 15 Jahren, können wir als Endlich-Leben-Netzwerk besser verstehen und beschreiben, was eigentlich die besondere Berufung Gottes mit den Endlich-Leben-Gruppen in der bisherigen deutschsprachigen Seelsorgelandschaft ist: Das 12-Schritte-Programm kann bei vielen Menschen eine Lebensveränderung moderieren. Und doch müssen wir nach unseren Erfahrungen darauf hinweisen, dass es nur eines von verschiedenen Instrumenten ist, um in seelischen Krisensituationen Menschen zu helfen, mit sich zurechtzukommen. Unterschiedliche (Gruppen-)Seelsorgeansätze behalten ihre geschichtliche und biografische Begründung. Es gibt wohl nicht das Universalwerkzeug für Veränderungen oder die Universalmethode für alle Zeiten. Das lässt uns bescheiden bleiben. Was macht das Endlich-Leben-Programm aber besonders?

Geschäftsstelle endlich-leben.net Helge Seekamp Heustr. 59 D-32657 Lemgo

93 44 67

fon: +49-5261-

Internet: www. endlich-leben.net info@endlich-leben.net France: www.vivre-enfin.eu Bankverbindung: Endlich-Leben.net e.V. BLZ: 482 501 10 Institut: Sparkasse Lemgo Konto-Nr.: 166470 IBAN: DE84 4825 01 10 0000 166470 BIC / SWIFT-Code: WELADED1LEM

Und doch merken wir, dass zumindest der Gruppenansatz eine entscheidende Ergänzung zu den bekannten Seelsorge-Werkzeugen (Einzelgespräche, Einzel-Beratung) und den Therapien unterschiedlichster Fachrichtungen ist. In einer individualistischen Gesellschaft ist das Angebot einer verbindlichen Gemeinschaft, wie sie eine Endlich-Leben-Gruppe bietet, eine wichtige Alternative – quasi ein Gegentrend. Es gehört zu der wesentlichen Ermutigung für die Gruppenteilnehmenden festzustellen, dass sie nicht allein sind mit ihren Schwierigkeiten. Hat jemand aus der Gruppe Veränderungen erlebt, kann dies zu einem ermutigenden Beispiel für die anderen werden. Es hat sogar Modellcharakter und weckt Hoffnungen bei den anderen Gruppenteilnehmenden. Selbsthilfe mit System – ein neuer Ansatz für Gemeindearbeit Als Netzwerk überblicken wir die Erfahrungen von 15 Jahren Gruppenarbeit mit dem besonderen 12-Schritte-Programm. Dabei hatten wir Begegnungen mit unterschiedlichsten Gemeinden • kleineren oder ganz großen Gemeinden • in unterschiedlichen geistlichen Prägungen • mit verschiedenen strukturellen Voraussetzungen • unterschiedlichen Kompetenzen der verschiedenen Beteiligten • und damit auch mit mehr oder weniger Inanspruchnahme des Netzwerks… Diese Gemeinden könnten viel voneinander lernen. Wie helfen wir uns miteinander? Wie können wir im Sinne der gegenseitigen Hilfe uns als Gemeinden dienen?


2 | Das Thema

Wir legen seit 2 Jahren nun eine besondere Betonung auf die Qualität der Gruppenarbeit (darum die Zertifizierung und Entwicklung von Qualitätsmessinstrumenten) und haben die einzelnen Personen und ihre Rollen im Netzwerk schriftlich definiert, um Transparenz in die unterschiedlichen Aufgaben zu bringen und das Zusammenwirken zu verbessern. GruppenleiterInnen waren von Anfang an im Fokus, hinzugekommen sind TrainerInnen, MultiplikatorInnen und KoordinatorInnen. Sie wissen selbst, wie herausfordernd es ist, unter Ehrenamtlichen eine gut strukturierte Zusammenarbeit zu gestalten. Wir wollen im Netzwerk gute Strukturen schaffen, die nachhaltig das Funktionieren von Endlich-Leben-Gruppen in Ihrer Gemeinde schützen. Was für einen Nutzen haben Sie, wenn Sie Ihre Vision mit uns 2010 schärfen? Ihnen als PfarrerInnen oder Leitungsverantwortliche fällt aus unserer Sicht eine besondere Aufgabe zu, die wir bisher so nicht mit Ihnen besprochen haben. Endlich-Leben-Gruppen fördern eine Kirche, die zu einem Ort der Barmherzigkeit wird. Das ist sicher angekommen. Aber ist Ihnen bewusst, dass sich Ihre Gemeinde mit dieser Arbeit auch über die Jahre verändert? Wir erleben: EndlichLeben-Gruppen öffnen Ihre Kirche für die Werte und Formen, die für das 21. Jahrhundert von Bedeutung sind. Ein Beispiel der Veränderung:

Die Herausforderung durch die Pluralisierung der Weltanschauungen ist jetzt im letzten Dorf angekommen.Wir erfahren in bunt zusammengesetzten Gruppen: Menschen unterschiedlicher Glaubensvorstellungen müssen miteinander reden können und diese Vielfalt dann aushalten – ohne in eine Beliebigkeit zu verfallen.Wir glauben sogar, dass in solchen Begegnungsgruppen viele konstruktiv voneinander lernen können. Unser Endlich-Leben-Programm stellt damit auch einen neuen missionarischen Impuls als eine Art „interkulturelles Gespräch“ für die Ortsgemeinde dar. Wie und ob das gelingt, wird nach meiner Einschätzung die Zukunft von Kirche entscheiden. Denn als Alternative bleibt nur die, sich in ein Ghetto zurück zu ziehen, um nicht kommunizieren zu müssen. Das hält man auch nicht lange durch. Ich lade Sie konkret zu zwei Veranstaltungen in diesem Jahr ein, um miteinander zu entdecken, wie wir eine möglichst große Vision für die Kirche im 21. Jahrhundert bekommen und welche Rolle Endlich-Leben-Gruppen dabei spielen. Wählen Sie sich den passenden Termin aus!

Auf was lässt sich eigentlich eine Gemeinde wirklich ein, die mit Endlich-Leben-Gruppen arbeitet? Wir wollen es herausfinden. Als eine ideale Kombination aus den zwei Welten – Christuszentriert und zugleich psychologisch-kompetent – helfen Endlich-Leben-Gruppen Ihrer Gemeinde dabei, ihre geistliche Stärken in das Gesundheitswesen einzubringen. Ihre Kirchengemeinde schafft damit ein geordnetes Angebot für seelische Heilung – für viele Menschen in Ihrer Region – in kurzer Zeit. Wie kann sich Ihre Gemeinde immer mehr als „HeilLand“ für die Menschen erweisen? Gerade vielleicht durch die Stärke der „Selbsthilfe“, dass Betroffene sich selbstmotiviert ohne fachliche Hilfe in Gruppen sammeln und solidarisieren wie es eben nur Betroffene können. Zugleich benötigen sie aber einen weiterführenden Rahmen in Ihrer Gemeinde. Darum lautet unser Motto: Starke Selbsthilfegruppen in starken Gemeinden! Beide brauchen sich gegenseitig. Wie das konkret geht? Berlin, 19.-20. März: Unter dem Stichwort: missionarische Diakonie lädt der Arbeitskreis MIDI der AMD (siehe Beilage) im März nach Berlin. Dort geht es um diese notwendige Horizonterweiterung, der den wichtigen Rahmen für eine fruchtbare Endlich-LebenGruppenarbeit bereitet. Wir sind mit einem Workshop dabei, in dem ich Sie gerne persönlich begrüßen und mit Ihnen weiterdenken möchte. Bern, 15. Mai: Hier laden wir speziell als Netzwerk von 16.00-20.00 Uhr zum Austausch über die Vision ein. Fulda, 12.-14. November: Auf unserer Netzwerkkonferenz speziell für die Gemeinden, die mit uns partnerschaftlich, z.T. schon seit Jahren zusammen arbeiten, wollen wir Ihre Gruppenleitungen, aber auch die KoordinatorInnen und Sie als leitende Verantwortliche im November in Fulda begrüßen, um die Frage der geeigneten Vision und den passenden Strukturen der Gemeinde für diese Gruppenarbeit besonders zu vertiefen. Das braucht Zeit. Schön wäre es, wenn wir gemeinsam einen Schritt vorankommen, um unsere Gemeinden besser aufzustellen für die neuen Herausforderungen in unserer Gesellschaft. Melden Sie sich an bei www.schulung.endlich-leben.net Oder schreiben Sie mir bitte Ihre Meinung dazu. Wir bleiben in Kontakt? Hier meine Nummer: 05261-93 44 66 Ihr Pfarrer Helge Seekamp (Öffentlichkeitsbeauftragter des endlich-leben.net)

Vision stärken in Gemeinden  

Gemeinden bilden einen wichtigen Rahmen für Endlich-Leben-Gruppen. Verantwortliche der Gemeinde müssen eine eindeutige Vision für die Endli...

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