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Gesch채ftsordnung Endlich-Leben-Netzwerk NETZWERK

Stand 2011


Gesch채ftsordnung2011-Endfassung

Gesch채ftsordnung des Endlich-LebenNetzwerks

Sinn und Zweck der Definitionen, Systeme und Leitungsstruktur

Helge Seekamp

Gesch채ftsordnung Endlich-leben.net 18. April 2012

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Geschäftsordnung2011-Endfassung

Inhalt • Impressum: Autor: Helge Seekamp im Namen des endlich-leben.net als Öffentlichkeits-Beauftragter und Institutsleiter Institut Christliche Selbsthilfe® Stand: September 2011 (Entwurfsfassung für die Jahreshauptversammlung im November 2011)

• Einleitung: Selbsthilfe "Selbsthilfegruppen sind freiwillige, meist lose Zusammenschlüsse von Menschen, deren Aktivitäten sich auf die gemeinsame Bewältigung von Krankheiten, psychischen oder sozialen Problemen richten, von denen sie – entweder selber oder als Angehörige – betroffen sind. Sie wollen mit ihrer Arbeit keinen Gewinn erwirtschaften. Ihr Ziel ist eine Veränderung ihrer persönlichen Lebensumstände und häufig auch ein Hineinwirken in ihr soziales und politisches Umfeld. In der regelmäßigen, oft wöchentlichen Gruppenarbeit betonen sie Authentizität, Gleichberechtigung, gemeinsames Gespräch und gegenseitige Hilfe. Die Gruppe ist dabei ein Mittel, die äußere (soziale, gesellschaftliche) und die innere (persönliche, seelische) Isolation aufzuheben. Die Ziele von Selbsthilfegruppen richten sich vor allem auf ihre Mitglieder und nicht auf Außenstehende; darin unterscheiden sie sich von anderen Formen des Bürgerengagements. Selbsthilfegruppen werden nicht von professionellen Helfern geleitet; manche ziehen jedoch gelegentlich Experten zu bestimmten Fragestellungen hinzu." Mit dieser Definition des Fachverbandes Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. soll insbesondere folgendes deutlich gemacht werden: Zwar sind bei weitem die meisten Selbsthilfegruppen im Gesundheitsbereich aktiv; aber sie beschäftigen sich nicht nur mit Krankheiten, sondern sie bearbeiten auch psychische und soziale Probleme. Viele Selbsthilfegruppen sind Gesprächsgruppen; sie arbeiten darüber hinaus aber oft auch handlungsorientiert. Selbsthilfegruppen entfalten sowohl das Selbsthilfe-Prinzip –das heißt Lösung von Problemen ohne professionelle Hilfe–, als auch das Gruppen-Prinzip – das heißt gemeinschaftliche Problembearbeitung. Die Ziele von Selbsthilfegruppen richten sich zunächst auf ihre eigenen Mitglieder und nicht auf Außenstehende. Selbsthilfegruppen sind keine Dienstleistungs-Erbringer, deren Leistungen beliebig abrufbar sind. Ihre positive Wirkung ist abhängig von dem, was die Teilnehmer an Offenheit, Engagement und individuellen Fähigkeiten einbringen. Nichtsdestoweniger bieten viele Selbsthilfegruppen auch Beratung für andere Betroffene an, die (noch) nicht Mitglied geworden sind. Für krankenkassengeförderte Selbsthilfegruppen gilt: Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe ist kostenlos. Solange Endlich-Leben-Gruppen sich finanziell selbst tragen müssen, nehmen sie eine Gebühr (Details siehe Verträge) pro Person und Gruppentreffen. In Selbsthilfegruppen werden eine Fülle unterschiedlicher Problemlagen bearbeitet, die Raum lassen für die psychischen und sozialen Faktoren der Krankheitsverarbeitung und -bewältigung, wie beispielsweise Überwindung von Einsamkeit und Isolation. •

Vorwort der Geschäftsstelle: Vorwort der Geschäftsstelle

Liebes Endlich-Leben-Netzwerk-Mitglied, in deiner Hand hältst du das letzte Puzzlestück des Strukturprozesses, der vor 7 Jahren, 2004 mit der Vereinsgründung gestartet, mit der Zertifizierungsordnung ab 2008 weiterentwickelt wurde und nun zur Umsetzung ab 2012 bereit ist. In diesem Vorschlag sind die Erfahrungen und Werte des Endlich-Leben-Netzwerks eingeflossen, das nun schon seit 1994 in Deutschland auf dem Weg ist.

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Von Anfang an haben sich neben den GründerInnen Karin Prentzel und Helge Seekamp mit Team in Ostwestfalen-Lippe (NRW, Deutschland) und Gero Herrendorff mit seinem Team in Bern (Schweiz), sowie Norbert und Angelika Nauen und Team im Raum Stuttgart, viele Personen darüber Gedanken gemacht wie das Miteinander der Endlich-Leben-Gruppen gestaltet werden kann. Aus diesen Ideen ist diese Struktur gewachsen, die wir heute hier schriftlich festhalten: Das Endlich-Leben-Netzwerk. In den letzten Jahren wurde aus einem sehr losen, informellen Netz eine durch schriftlich fixierte Regeln und Verträge geordnete Struktur. Solche Entwicklungen haben immer viele Gründe: finanzielle, personelle und äußere gesellschaftliche und kirchliche. Mit dieser Strukturklärung sind wir nun aber auch endgültig aus den Gründungsjahren herausgewachsen und können uns nachhaltig und für die Dauer gesund weiter entwickeln. Für manche waren diese Jahre herausfordernd, weil immer wieder Veränderungen zu verkraften waren. Aber ist das nicht normal für das Leben? Veränderungsprozesse sind uns ja durch unsere Gruppenarbeit vertraut. Dass ein Netzwerk selbst durch eine Art 12-Schritte-Prozess gehen muss, war manchen von uns theoretisch wohl klar, aber wie es sich wirklich anfühlt und vor welche Herausforderungen es alle stellt, wussten wir vorher nicht. Im Rahmen der letzten jährlichen Fachkonferenzen (dem engeren Kern des Netzwerks) wurde deshalb die bisherige Struktur der Endlich-Leben-Gruppen eingehend geprüft (gewissermaßen unsere Inventur: Schritt 4) und weiter entwickelt, bzw. neu erfunden (Schritte 6-7). Die entwickelten Organisationsformen dieser ersten christlichen 12-Schritte-Bewegung in Deutschland sollen transparent, einfach, flexibel, effektiv, ganzheitlich und schön werden und damit jeder und jedem von uns dienen. Damit münden wir in die Phase von Schritt 10-11 ein, international hat zum Teil schon Schritt 12 (Weitersagen) gegriffen. Grundlage für diese Struktur sind unsere 8 Grundwerte wie sie sich in den letzten Jahren herausgefiltert haben und uns bewusst geworden sind. Christlich Ganzheitlich Beziehungfähig Barmherzig Wahr Gelassen Kompetent Schön Die Geschäftsstelle wurde vom Vorstand dazu beauftragt, eine Geschäftsordnung im Sinne unserer Grundwerte zu erstellen und sie in einem umsetzungsreifen Zustand an das Netzwerk zu übergeben. Diese Aufgabe hat es mit Kopf, Herz und Gebet getan. Mit dem Endlich-Leben-Netzwerk versuchen wir in allen Aspekten unseres Handelns nachhaltig1 zu wirken, weil das dem entspricht wie Gott in dieser Welt zu handeln. Nun liegt es an uns allen diese Möglichkeiten zu nutzen - zur Ehre Gottes. Der Endlich-Leben-Netzwerk Vorstand Herbst 2011

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Voraussetzungen für die Struktur Wir haben uns folgende Ziele gesetzt. Unsere Struktur muss ! ... für das Endlich-Leben-Netzwerk sinnvoll und möglichst einfach sein ! ... den Endlich-Leben-Gruppen dienen und nicht die Gruppen der Struktur ! ... Endlich-Leben-Gruppen entwickeln (qualitatives und quantitatives Wachstum) ! ... Neuen Gruppen die Möglichkeit geben, geordnet einzusteigen und mitzumachen ! ... Gruppen die Möglichkeit geben, Fehler zu machen und diese auch im Austausch mit anderen reflektieren zu können ! ... gegenseitige Ermutigung fördern ! ... Vertrauen und Umgang auf christlicher Wertebasis miteinander fördern ! ... einen guten Rahmen für Nachhaltigkeit bieten ! ... alles in professionelle Hände übergeben („outsourcen“), was nicht unbedingt zur Identität der EndlichLeben-Gruppenarbeit gehört.

Definitionen Wir orientieren uns am "Freiburger Management-Modell für Nonprofit-Organisationen“ (NPO)2. Wie auch unsere Selbsthilfegruppen-Arbeit sich an wissenschaftlichen Modellen orientiert, soll auch die Struktur der Netzwerk-Arbeit sich an einem gründlich reflektierten Modell orientieren, das wissenschaftlich erforscht wurde. Bei einer Strukturbildung geht es um Management, die Organisation von Beziehungen, Zielen, Partnern.3 Umfeldschichten der NPO und Leistungserstellungsprozess

Gesellschafts-System Wirtschaft Arbeitsplätze

Technik Kommunikation

Politik Selbsthilfegesetze

Soziokultur Gemeinden

Ökologie

spezifischer Einfluss auf Gesellschafts-System

Einfluss auf

wirkt auf

NPO-System christliche Selbsthilfe

• öffentliche Güter • Rahmenbedingungen • Werte, Normen • Informationen • Gesetzgebung

Ressourcenlieferanten Dritte Märkte®

Mitglieder

• EL-Produkte • EL-Forschung • EL-Werbung

• Personen • Gemeinden • Organisationen

Leistungsempfänger NPO-Betrieb Organe Management Mitarbeiter

Mitglieder

Dritte

• Gemeinden • Personen • Organisationen

• Gruppenteilnehmer • Klienten/Gemeinde • Gefängnisse

• Externe Effekte • Außenwirkung

KrankenkassenFördermittel enge Systemgrenze weite Systemgrenze (Austausch im Innenbereich)

Externe Austausch-Umfelder

Orientierungs-Umfelder

Unser non Profit-Organisationen-System (NPO) für christliche Selbsthilfe wirkt innerhalb der Gesellschaft als ein Systembestandteil mit einer besonderen Aufgabe (Berufung). Systeme sind nie in sich abgeschlossen. Je

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nach Betrachtung haben sie unterschiedliche Dimensionen. So beschreiben wir das Endlich-Leben-System nach der Sprachregelung des Freiburger Managementmodells in unterschiedlichen Umfängen (siehe Schaubild). Die Schlüsselfrage ist: Was leistet unserer Arbeit für die Gesellschaft? Das Gesellschafts-System mit seinen Teilsystemen Wirtschaft, Technik, Politik, Soziokultur, Gesundheitswesen und vielen anderen ist der Lebensraum für unsere Arbeit. Dieses Gesamtsystem wirkt auf die Rahmenbedingungen, in denen wir arbeiten. So sind die öffentlichen Güter, Finanzen, Werte, Normen prägend für uns. Das macht sich besonders bemerkbar, wenn wir aus dem uns vertrauten Gesellschaftssystem in andere europäische oder z.B. afrikanische schauen. Wie jedes andere NPO-System benötigen wir Ressourcen und bewirken wir Leistungen. Diese beiden Aspekte (Ressourcen, Leistungen) müssen organisiert werden. Das macht der sog. NPOBetrieb, seine Organe (Vorstand, Mitgliederversammlung), sein Management (Geschäftsführung), seine Mitarbeitenden. Die meisten TeilnehmerInnen (NetzwerkpartnerInnen, KoordinatorInnen) im endlich-Leben-Netzwerk erleben vor allem einen Ausschnitt des Netzwerks, den NPO-Betrieb durch telefonische Kontakte oder per Mail mit der Geschäftsstelle und den dort wirkenden Personen. Das ist aber nur der ganz enge Systembereich. Zum vollständigen NPO-System gehören aber alle Mitglieder des Vereins (Privatpersonen mit einem Herz für die Arbeit, TrainerInnen auf der einen Seite, GemeindevertreterInnen, BeratungsstellenVertreterInnen als OrganisationsvertreterInnen auf der anderen) sowie die Leistungsempfänger im engeren Sinne: christliche Gemeinden, KoordinatorInnen und Beratungsstellen. Als NPO-Betrieb versuchen wir möglichst wirkungsvoll (effektiv) mit unseren begrenzten Ressourcen und an unseren Ziele orientiert (effizient) zu arbeiten. Die Hautzielgruppe unserer Leistungen sind nicht unsere Mitglieder (Gemeinden oder Beratungsstellen), sondern die in Gruppen teilnehmenden Hilfesuchenden (die keine Mitglieder im Endlich-Leben-Netzwerk sind). So empfangen den Hauptnutzen4 „Dritte“, auch wenn die Gemeindesysteme5 indirekt auch einen Nutzen haben. Damit ist eindeutig definiert, dass unsere Mitglieder im Netzwerk durch ihre Arbeit immer nur in Kooperation mit Nichtmitgliedern wie GruppenleiterInnen, GruppenteilnehmerInnen, KlientInnen, Gefängnisinsassen die ideelle Leistung „Selbsthilfe“ bewirken. Die Arbeit in den Endlich-Leben-Gruppen hat Auswirkungen auf ihre jeweilige Umwelt (Außenwirkung). Zu den Ressourcenlieferanten (ehrenamtliche MitarbeiterInnen, Gemeinden oder Organisationen mit ihrem finanziellen und personellen Beitrag) gehören auch sogenannte „Dritte Märkte“: die AutorInnen für das Arbeitsmaterial, Entwickler der Forschung, Menschen und Mittel für die Werbung und das Training der GruppenleiterInnen. Zu weiteren möglichen Ressourcen zählen Fördermittel der Krankenkassen und administrative Dienstleistungen. Um eine hohe Qualität zu garantieren, werden Ressourcen von professionellen Anbietern eingekauft. Der eigentliche NPO-Betrieb wird ehrenamtlich von (ehemals) Selbsthilfegruppen-Mitgliedern organisiert, weil es hier um den Herzschlag und die Identität der Arbeit geht. Wo es um der Außenvertretung oder Management geht, werden entsprechend befähigte Personen (z.B. für die Geschäftsführung) für diese Aufgaben angestellt, die aber auch mit geklärter Selbsterfahrung durch die 12-Schritte-Prozesse gegangen sind. Detailansicht über unser „Selbsthilfeprodukt“ Das folgende Schaubild beschreibt detailliert was das Endlich-Leben-Programm für die Leistungsempfänger bedeutet und wie der NPO-Betrieb zusammen mit den Mitgliedern (Gemeinden, Organisationen) so organisiert wird, dass dieses „Produkt“ geschaffen werden kann. Zur Erklärung des Schaubilds: Die mittlere Säule beschreibt das Endlich-Leben-Programm in seinen drei Schlüsselbestandteilen (zwölf Schritte-Methode, Gesundheits-/Heilungs-Konzeption, Qualitätssicherung). Die jeweiligen Säulen rechts und links daneben beschreiben wie die Leistung des NPO-Betrieb-Systems zum einen „christliche Selbsthilfe“ gemeinsam mit (rechts) christlichen Gemeinden und die Leistung „christliche Selbsterfahrungsgruppe“ (links) in Zusammenarbeit mit professionellen Beratungsstellen für die jeweiligen NutzerInnen erreicht wird. Die jeweiligen Institutionen bringen immer ihren eigenen Anteil an Kompetenz, Werten und Methoden ein. Nur gemeinsam (farbige Flächen bezeichnen den Anteil der jeweiligen Organisation, weiße Rechtecke beschreiben Anteile des Netzwerks) mit diesen Partnerinnen kann das Endlich-Leben-Netzwerk für die LeistungsempfängerInnen (Gruppenteilnehmende, Klientinnen) einen sinnvollen Wert erbringen.

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Darum sind beide aufeinander angewiesene gleichberechtigte Partnerinnen. Die weißen Felder in den Kreisen am Rand des Schaubilds bezeichnen anschlussfähige Module, die entweder unterschiedliche gesellschaftliche Sub-Systeme (z.B. Familie) in Ergänzung zur Endlich-Leben-Gruppenarbeit darstellen können oder anschlussfähige Bedürfnisse des Marktes (z.B. Bedürfnisgerechte Entwicklung von Spiritualität) bezeichnen. Durch diese Darstellung wird eines sichtbar: Die Leistungen für unterschiedliche Zielgruppen oder Systeme können weiter ausdifferenziert werden. Die Endlich-Leben-Gruppenarbeit leistet nicht alles und braucht Ergänzung und Erweiterung, ist aber in vielen Fällen ein erstes Lösungsangebot oder stellt genau das Bindeglied zu einer solchen Ergänzung durch andere Angebote dar. In der Darstellung wird also der Reichtum und die Potenziale unserer Selbsthilfe-Gruppenarbeit angezeigt. Bindung • sozialer Übungs-

Ängste • soziale

raum • religiöse Ressourcen

Ressourcen • religiöse Ressourcen

• Fachwissen

• Fachwissen

soziale Vernetzung

bedürfnisgerechte "Spiritualität" • Glaubenskurse

• Gemeinderessource • Selbsthilfesysteme

• 3-Farben-System • AMD

Funktionale "Systeme" • Organisationen

Diakonie • Midi-Netzwerk • www.a-m-d.de

• NGE-Beratung

• Gemeinwesen-

• Gemeindeaufbau

Diakonie

Anknüpfungspunkte für Themen / Organisationen / Ressourcen / Modelle Sucht • Blaues Kreuz • Fachärzte • Selbsthilfe

ADHS • fachl. Austausch • Stärkung des Kontrollbedürfnis

• Selbsthilfe

Familie • KinderMutmach-Gruppen • Stabilisierung • Systemdenken

Gruppe • Settingerweiterung • Selbsterfahrungstraining • komplettes MaterialPaket (Markenschutz) Kollegialer Austausch • Wissen • Erfahrung • Methodenmix • Weiterbildung Autoren®

Frauen/ Männer • geschlechtsspezifisch arbeiten

Endlich-Leben®-Herzstück:

Eigenanteil Beratung • Beratungspraxis (ACC) • Settingvielfalt (Einzel-, Paar-Beratung) • Supervision

• GruppenArbeitsmaterial • Werbung • Literaturempfehlung

Eigenanteil Gemeinde • Selbsthilfemethoden • Gemeinderessourcen • Intervisionsgruppen • mündige Laien • regionale Vernetzung

• 8 Schlüssel-Werte • Vision "alle 30km" • Effektives Netzwerk 2.0 • nachhaltige Partnerschaften • integrative Theologie 2009

Evaluation + Prozesswahrnehmung PRÄ

POST Wirksamkeits-Forschung (Wert: Wahrheit)

• Praxisbegleitend • Publikationen

KATA (wissenschaftlich) • Fachaustausch Multiplikation®

wissenschaftliche, multidisziplinäre, schulenübergreifende: Gesundheits- / Heilungs-Konzeption Konsistenzmodell

• Heilsarmee • Jesus-Freaks • Freikirchen

Forschung • www.RISH.ch • www.relpsych.de • www.ieeggreifswald.de • SINUS-Milieus®

(Vernetzung mit Partnern)

2004

Suchtparadigma

Forschung®

MilieuGruppen

Systemik

• Gründungsberatung • Jahrestagung (alle NetzwerkpartnerInnen)

• Motivationstag®

Resozialisierung • Set-free.Netzwerk • Gefängnisgruppen

Training®

1994

12 Schritte®: Prozessweisheit mit christlicher Spiritualität kombiniert

A) Motivationstag® B) 4 E-L-Module® (GruppenleiterInnen)

C) Zusatzangebote Suchtparadigma

Systemik

(Vernetzung mit Partnern)

SonderSeelsorge • Settings/extra Zielgruppen • psychisch Kranke

Welchen Mehrwert bedeutet das Endlich-Leben-Netzwerk für die beiden Partnerinnen Beratungsstellen und Gemeinden? Beratungsstellen: Sie können ihr übliches Zweier-Setting erweitern um ein Gruppensetting und bekommen dazu nicht nur eine Konzeptidee, sondern ein vollständiges Materialpaket für Gruppenarbeit, Werbung und persönliche Fortbildung (mit Markenschutz). Durch (optionalen) kollegialen Austausch erweitern sie Ihre Kompetenzen, Wissen und Erfahrungen und lernen so einen erweiterten Methodenmix anzuwenden. Als Fachleute können Sie sich auch als AutorInnen zur Erstellung weiterer Arbeitsmaterialien einbringen. Gemeinden: Christliche Gemeinden erhalten ergänzend zu üblichen Seelsorgekonzepten ein Selbsthilfe-Gruppenangebot mit ganz speziellen Stärken für ausgewählte Zielgruppen. Sie lernen Selbsthilfemethoden kennen, was ihre Gemeindearbeit grundsätzlich demokratisieren (mündige Mitarbeitende) und bereichern kann, sie können Gemeinderessourcen (z.B. informelle Netzwerke) besser für viele zum Segen werden lassen und stärken und motivieren ihre Mitarbeitenden durch Intervisionsangebote. Damit wird ein ganzer Arbeitsbereich einer Gemeinde weiterentwickelt im Blick auf emotionale und soziale Kompetenzen.

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Gemeinden können sich selbst beteiligen an der Multiplikation der Arbeit (Schritt 12), indem sie andere Gemeinden von dem Konzept informieren und für diese Angebotsform begeistern. Durch den Austausch auf der Jahrestagung werden sie ihre Mitarbeitenden immer wieder motivieren und schulen. Spezielle Trainingsangebote des Netzwerks erweitern die Kompetenzen der GruppenleiterInnen. So profitiert das Gemeindesystem langfristig als Ganzes durch das Endlich-Leben-Programm, indem Mitarbeitende in ihrer persönlichen Kompetenz im Umgang mit körperlicher und seelischer Gesundheit wachsen. Gemeinden wie Beratungsstellen nützt die Forschungsarbeit des Instituts Endlich-Leben-Netzwerk und ermöglicht ihnen eine geregelte Qualitätssicherung. Welchen Mehrwert bedeutet das Endlich-Leben-Netzwerk für gesellschaftliche Subsysteme? Um das NPO-System herum gruppiert zeigt das Schaubild, welche Anknüpfungspunkte an Leistungen das Endlich-Leben-Netzwerk verschiedenen Subsystemen bieten kann im Blick auf ihre Bedürfnisse. Ich beginne links unten: Zielgruppen: Frauen-, Männer-Gruppen bieten eine geschlechtsspezifischer Arbeitsform innerhalb von Gemeinden. Familien stabilisieren sich aufgrund der familiensystemischen Perspektive der Gruppenarbeit oder werden sensibilisiert für weiterführende Angebote in dieser Richtung. So profitieren sie indirekt schon durch die Gruppenteilnahme einzelner Eltern oder auch direkt durch zusätzliche Programme (wie z.B. Kinder Mutmachgruppen 6), Symptome: Symptome/Krankheitsbilder wie ADHS, Süchte, Ängste, Bindungsstörungen werden entweder in den Endlich-Leben-Gruppen bearbeitet oder dort als zu bearbeitende Themen aufgedeckt und mit fachlicher Unterstützung weiter angegangen (zusätzlich neben der Gruppenarbeit oder später auch über die Gruppenarbeit hinaus in ambulanten oder stationären Angeboten). Gemeinden: In Gemeinden hilft das Endlich-Leben-Programm auch zur Entwicklung einer bedürfnisgerechten Spiritualität, es unterstützt die soziale Vernetzung von Menschen allgemein, und fördert vermittelt durch gereifte Persönlichkeiten eine positive (funktionale) Kultur in der Organisation. Mit Endlich-Leben-Gruppen kann eine Gemeinde diakonisch für die Nöte ihrer Mitglieder oder auch anderer Menschen in ihrem Umfeld hilfreich sein 7 Dabei bleibt das Programm offen für viele Zielgruppen. Gruppen und Werke (z.B. Heilsarmee, Gefängnisgruppen), die in speziellen Milieus arbeiten, können es mit ihrer jeweils eigenen Kultur und Spiritualität nutzen. Forschung: durch das „Institut Christliche Selbsthilfe“, das mit anderen Institutionen oder Projekten kooperiert, wird die Erforschung der Arbeit als ständiger Prozess organisiert. Gefängnisse: Gruppen, die in Gefängnissen angeboten werden, können eingebettet in andere vor- oder nacharbeitenden Angebote ein wichtiges Modul darstellen und tragen neben der Gesundheitsförderung auch zur Resozialisierung Strafgefangener bei. Sonderseelsorge: Seelsorgerliche Angebote für besondere Settings oder Zielgruppen (zum Beispiel psychisch Kranke) können ihr Portfolio um das Endlich-Leben-Gruppen-Modell als Selbsthilfegruppen-Modell erweitern.

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Aufbau-Organisation (Strukturen) Unsere Struktur beinhaltet 3 wesentliche Systembestandteile: • die gemeinsame „Wellenlänge“ (eine definierte Wertebasis und Vision). • die geklärten Aufgaben und Rollen der Personen (PartnerInnen), • das Netzwerk (Kommunikation, Regelungen, Interaktion) Europäische Konferenz e.V. definiert, kontrolliert Markenidentität, gewährt Markenrechte

niederländisch

nuecht-leven.netwerk

vergibt Markenrecht

vivre-enfin.reseau

französisch

12-krokw-grupy

polnisch

Endlich-Leben.net Mitgliederversammlung Trägerschaftsorgan (1x im Jahr)

deutsch

wählt, kontrolliert

entsenden Vertretung

angegliederter Betrieb

Selbsthilfe. Lebenshilfe. Glaubenshilfe.

definiert MarkenZertifizierung® (monatliche Sitzung)

bezahlt, kontrolliert

Geschäftsführung als Stabsstelle Administration der Marken-Zertifizierung®, Außen-Vertretung

AG Gemeinden

bilden

Gemeinden institutionelle Träger entsenden VertreterIn

Institut Christliche Selbsthilfe (ICS) Forschung Qualitätssicherung Produktentwicklung

berät fachlich

beraten

Spezifische Perspektive auf die KoordinatorInnen und Gemeinde-Interessen

spanisch?

berät + inspiriert

Vertretung von EL-net e.V.

Vorstand Leitungsorgan:

russisch?

AG Fachverband berät fachlich

bilden

Teils regional, teils nationaler Zusammenschluss von Mitgliedern gleicher Fachrichtungen

bilden

bilden

Fachpersonen • in Praxen (Beratung/ Psychotherapie) • TrainerInnen

Personen ideele Träger (FreundInnen)

Unsere NPO-Struktur8 besteht zum einen aus den Menschen, die sich überregional (über ihre gemeindlichen oder institutionellen Strukturen hinaus) in den verschiedenen „Räumen“, bzw. Ebenen der Struktur zusammenfinden und sich in der Regel ehrenamtlich beteiligen. Dabei dient die überregionale Struktur immer der regional arbeitenden Gruppenarbeit vor Ort. Die Organisationen ( auf der Ebene ganz unten: Gemeinden, Beratungsstellen, Praxen) tragen die Arbeit, indem sie jeweils einen Vertreter in den Verein entsenden und zusammen mit Einzelpersonen die Mitgliederversammlung des endlich-Leben-Netzwerks bilden. Die Mitgliederversammlung trifft sich einmal im Jahr und ist das Trägerschaftsorgan für das NPO-System. Als weiteres Organ der NPO gibt es den Vorstand der für die Leitung zuständig ist, die Zertifizierung der PartnerInnen und Ziele der Arbeit organisiert und definiert. Dem zugeordnet steht die Geschäftsführung, die die kurz-, mittel- und langfristigen Ziele und Handlungen vorbereitet (Beschlussvorlagen) und nach erfolgten Beschlüssen auch umsetzt (siehe „Entscheidungswürfel“ unten). Die fachlich ausgebildeten TrainerInnen und BeraterInnen entsenden Vertreter in eine Arbeitsgruppe Fachverband der international arbeitet. Hier wird der Austausch für fachliche Fragen (Inhalte, Methoden, Materialien) organisiert. Aus diesem Fachverband gehen wichtige Impulse über die Mitgliederversammlung in die strategische Arbeit des Vorstands. Vernetzung

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Unsere Vernetzung findet in 2 Formen statt, die sich ergänzen: ! der realen, persönlichen durch Kontakte und Beziehungen zwischen- und untereinander ! der virtuellen, durch Informationstechnologie ermöglichte Vernetzung (Kontakte und Austausch via Internet, Intranet, Newsletter, Telefonkonferenzen etc.). Zentraler erlebbarer Ausdruck dieser Vernetzung ist die jährliche Netzwerkkonferenz (Fr.-So.) als Vollversammlung aller Rollen und Funktionen im Netzwerk. Daneben gibt es Kontakte über die Geschäftsstelle, Newsletter, Telefonkonferenzen und Internet-gestützte Kommunikation. Vision, Grundverständnis und Werte Zum einen dienen „Vision “ und „Werte“ dazu, dass alle NetzwerkpartnerInnen sich auf der selben Ebene treffen, d.h. dass alle gut verstehen, was uns mit der gemeinsamen Arbeit wichtig ist und was die Grundlagen sind, nach denen wir handeln (so sind Vision und Werte z.B. Teil aller Verträge). Unser Auftrag als EndlichLeben-Netzwerk leitet sich einerseits von der christlichen Ur-Kunde (biblischer Auftrag Jesu zur menschlichen Charakterbildung, „Ebenbild Gottes“ werden, im großen Horizont von Heilung und Heil der Menschheit) und etwas spezieller von der Grundvision ab, alle 30 km eine Selbsthilfegruppen-Arbeit nach dem Modell des Endlich-Leben-Programms nachhaltig anzubieten. Personen Das Besondere unserer Arbeit ist es, dass wir unsere „Leistung“ nur zusammen mit PartnerInnen entwickeln (Gemeinden oder professionelle Beratungsstellen/Praxen). Die Vision und Werte dieser PartnerInnen müssen für eine gemeinsame Arbeit mit dem Netzwerk also anschlussfähig sein. Um das zu prüfen, gibt es formale Kriterien (z.B. Mitgliedschaften in der ACK, bzw. In ACK-Kirchen) und Verfahren (z.B. Gründungsseminar), die im Gründungsprozess abgefragt und angeboten werden. Information Wir benötigen ein gutes Informations-Management, damit das nötige Wissen für alle verfügbar ist, NetzwerkpartnerInnen aber auf der anderen Seite auch nicht durch die Fülle an Informationen überfordert werden. Um der Übersichtlichkeit willen benötigt das Netzwerk also Info-Standards, in denen z.B. festgelegt ist: • wie werden Beschlüsse gefasst und protokolliert, • was muss in diesen Protokollen enthalten sein und • wo werden die Protokolle gesammelt und • wie werden sie allen Interessierten zur Verfügung gestellt 9 Endlich-Leben-Werkzeugkasten Unser „Werkzeugkasten“ ist die Sammlung von Standards, Methoden und Infos, um sicherzustellen, dass der Austausch von Wissen so optimal funktionieren kann, wie es nötig ist, um die Kompetenzen zu erlangen und zu erhalten, die am Ende die gemeinsame Leistung „Endlich-Leben-Gruppe“ möglich macht. Werkzeugkasten „Netzwerkkompetenzen“: Der Werkzeugkasten enthält z.B. Erklärungen zu Diskussionskultur und -methoden, zu Abstimmungsverfahren (z.B. Konsensverfahren, Mehrheitsverfahren), zu verschiedenen Leitungsmodellen, zu Teamentwicklung, zur Kommunikation von Nachrichten (Newsletter) etc. Da wir aber im Moment noch nicht genau wissen, welche Mindestanforderungen wir bei EL brauchen, wird die Geschäftsstelle zum „Info-Management“ diese erarbeiten und dann in den Werkzeugkasten einbringen. Werkzeugkasten „Gruppenkompetenzen“: Darüber hinaus gibt es für die Endlich-Leben-Gruppenarbeit erprobte Methoden, Regeln, Haltungen sowie die Definition und Einübung von Kompetenzen als wichtige Gruppen-Werkzeuge, die durch Trainingsangebote geschult oder vertieft werden können. Das Mitarbeiter-Handbuch Die Mitte für Gott offen halten ist hier eine grundlegende Ressource, um sich die Kompetenzen auch im Prozess der Gruppenarbeit autodidaktisch zu erarbeiten. Institut christliche Selbsthilfe (ICS)® Das ICS hat die Aufgabe, besondere fachliche Ressourcen dem Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Es arbeitet

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selbstständig als sogenannter „angegliederter Betrieb“ in den Bereichen Entwicklung von Forschung- und Qualitätssicherung und Innovationen (als Entwicklungsabteilung des Netzwerks): Über das Institut wird die europäische Vernetzung mit den Partnern geleistet, die zertifizierte Endlich-LebenGruppen in anderen europäischen Ländern organisieren wollen. So organisiert das Institut die europäische Konferenz christlicher Selbsthilfegruppen, die mit dem Endlich-Leben-Konzept arbeiten. Die organisatorische Selbstständigkeit des Instituts hat ihren Grund darin, dass nur so eine flexible und professionelle Weiterentwicklung der Qualität zu marktgerechten Bedingungen (Stichwort: anderes Risikomanagement als in Vereinsstrukturen ist damit ermöglicht) organisiert werden kann.

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Aufgabenbeschreibungen im Detail Bisher war der Aufbau und die Leitung stark von den Gründerpersonen (1994-2004) und dem Vorstand (seit 2004) geprägt. Nach und nach sind dann die Standards und Regeln, Werte und Arbeitsmaterialien entwickelt worden. Jetzt –mit dem Ende der Pionierphase– wird ein regelgeleitetes Miteinander aller Beteiligter entscheidend. Dabei sind Funktionen und Prinzipien immer vor Personen zu stellen. Für die Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit einer Organisation ist es entscheidend, dass die Rollen der Beteiligten klar benannt, ihre Aufgaben verstanden sind und sie dem entsprechend in Einheit miteinander funktionieren. So werden Spannungen und Synergien im System transparent. Der Verein Endlich-Leben-Netzwerk e.V. bildet und leitet das Endlich-Leben-Netzwerk durch seine 2 Organe. Mitglieder treffen sich jährlich auf der Mitgliederversammlung. Diese Versammlung nennen wir „Mitgliederversammlung“ auf der Endlich-Leben-Netzwerkkonferenz. Der Vorstand übernimmt im laufenden Jahr alle Aufgaben und Funktionen, die die Netzwerkleitung beinhaltet. In besonderem Maße gehört dazu auch die geistliche Leitung durch Gebet (Schritt 11). Ein weiterer Schwerpunkt auf der Jahreskonferenz ist eine fachliche Weiterbildung (kein Trainingsangebot, aber doch aktuelle theologische, psychologische, soziologische und andere humanwissenschaftlichen Erkenntnisse im Zusammenhang der 12 Schritte-Gruppenarbeit werden vermittelt). Beim Vorstand liegt damit die Verantwortung für das Bewahren und Erweitern unserer Vision und unseres gemeinsamen Weges. Die Mitgliederversammlung beauftragt und kontrolliert den Vorstand. Wir empfehlen, dass sich die weiteren Arbeitsgruppen des Netzwerks eine sinnvolle Treffkultur (Anzahl der Treffen über das Jahre verteilt, Dauer, Stil des Miteinanders usw.) überlegen, um dort alle nötigen Entscheidungen für ihre spezifischen Aufgaben zu treffen oder Entscheidungsfindungen für die Netzwerkkonferenz vorzubereiten. Der Gedanke dahinter ist der: Die Netzwerkkonferenz ist dann entlastet, alle Erwartungen oder Steuerungsimpulse an einem Wochenende erfüllen zu müssen. 1.

Zusammensetzung der EL-Netzwerkkonferenz.

Primäres Ziel der EL-Netzwerkkonferenz ist es, Zeit zu haben, um gemeinsam auf den dreieinigen Gott zu hören und von Ihm Richtung und Impulse für die Gruppenarbeit vor Ort und das Netzwerk zu bekommen. Dazu dient der Austausch über die Prozesse in den örtlichen Gruppen wie geistliche Übungen. Dazu dienen auch Impulse oder vorbereitete Themen, die gemeinsam behandelt werden sollen. Die jährliche EL-Netzwerkkonferenz versammelt den Endlich-Leben-Netzwerk-Vorstand, Einzelmitglieder, Mitglieder von den drei Arbeitsgruppen Europäische Konferenz, Fachverband (mit den BeraterInnen und TrainerInnen) und AG Gemeinden (mit den KoordinatorInnen) sowie interessierte (nicht stimmberechtigte) Gäste. Auf der EL-Netzwerkkonferenz werden alle grundsätzlichen und das Netzwerk überregional (und zur Zeit auch noch international) betreffenden Entscheidungen getroffen. Wichtig: Auf der EL-Netzwerkkonferenz müssen nicht Entscheidungen für die anderen Arbeitsgruppen getroffen werden. Wir wollen mündige Endlich-Leben-Netzwerkpartner, die dort mutige Entscheidungen fällen, wo sie selbst davon betroffen sind. Hier auf der Netzwerkkonferenz geht es um die große Linie. Die operative Arbeit wird in der Geschäftsstelle umgesetzt oder in den Arbeitsgruppen vorbereitet und mit Hilfe der Geschäftsstelle umgesetzt. Wir wollen eine Entscheidungskultur, die Entscheidungen auf dem jeweiligen Lebens- und Arbeitsfeld fördert und zulässt (genaueres dazu später). Dadurch entsteht auf der EL-Netzwerkkonferenz Freiraum, um gemeinsam auf den Herrn dieser Arbeit, Gott, zu hören und von Ihm Richtung und Impulse für die ganze Bewegung zu bekommen. Arbeitsbeschreibung Die EL-Netzwerkkonferenz ist der Ort, wo Situation und Ausrichtung der NPO anhand der Bibel und der Grundwerte des Netzwerks geprüft werden, im Lauschen auf Gott (Schritt 11) und ehrlichen Hören aufeinander. Hier werden die Entscheidungen getroffen, die für das Endlich-Leben-Netzwerk als Ganzes

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relevant sind.

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Vorstand 1. Vorstand Der Vorstand ist ein Organ, das aus gewählten Personen besteht, sich monatlich (per Videokonferenz) trifft, und möglichst alle NetzwerkpartnerInnen repräsentiert, damit die jeweiligen Perspektiven berücksichtigt werden: GruppenleiterInnen TrainerInen MultiplikatorInnen KoordinatorInnen Gemeinden Vertreter der professionellen Endlich-Leben-Selbsterfahrungsgruppen. Arbeitsbeschreibung Wir verstehen den Vorstand als den Ort, wo die Vision von ELN besonders bewahrt wird und die Verantwortung der Leitung liegt. Hier treffen sich LeiterInnen mit unterschiedlichen Leitungsgaben und sorgen für • Ausbreitung • Weiterentwicklung • Vernetzung der Teilbereiche • Organisation • Vermittlung der (natürlichen) Spannungen und Unterschiede • Kommunikation und Lehre Der Vorstand setzt in dieser Bandbreite Impulse und steuert das Endlich-Leben-Netzwerk. Der Leitungskreis soll folgende Aufgaben im Blick behalten: ! Vision ! inhaltliche und fachliche Ausrichtung und deren Umsetzung ! Strategie (kurzfristig, mittelfristig, langfristig) ! Netzwerk überblicken: schauen und zusammentragen, was passiert und was Gott tut ! Ressourcen für Endlich-Leben-Gruppen freisetzen (Weiterbildung, Finanzen) Mandate Eine Schlüssel-Aufgabe des Vorstands ist die Vergabe der Mandate für die Organe und die zukünftigen Arbeitsbereiche. Unter Mandat verstehen wir das Zusprechen von Vertrauen, einen definierten Handlungsrahmen für Entscheidungen und eine Selbstverpflichtung des jeweiligen Systemelementes gegenüber seinem Auftrag, also konkrete Übernahme von Verantwortung. So entsteht ein Mandat: Jedes Systemelement (GruppenleiterInnen, KoordinatorInnen, TrainerInnen, MultiplikatorInnen, Administration) beschreibt für sich selbst seine detaillierte Arbeitsbeschreibung und ist selbst dafür verantwortlich, diese auch im Blick zu haben. Auf der EL-Netzwerkkonferenz wird dieses Mandat besprochen und die Versammlung reflektiert miteinander und vor Gott über diese Aufgabenbeschreibung, ergänzt oder streicht ggf. Punkte und setzt das jeweilige Systemelement dann segnend ein (externe Bestätigung des Auftrags). Bei einzelnen Strukturelementen kann es nötig sein, dieses jährlich zu machen (z.B. zur Vorbereitung einer Endlich-Leben-Netzwerk-Konferenz) und andere bekommen ein unbefristetet Mandat – wobei wir empfehlen dieses mindestens alle 3 Jahre im Gebet und Gespräch erneut zu bestätigen. Personen im Vorstand Die Satzung hält fest, dass die Mitgliederversammlung über neue Mitglieder entscheidet: Die Mitgliederversammlung entscheidet insgesamt also darüber, wer einerseits Mitglied wird (z.B. zertifizierte Gemeinden/TrainerInnen usw.) und wer dann insbesondere als Mitglied in den Vorstand gewählt wird.

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Geschäftsordnung2011-Endfassung

Wählbares Mitglied im Vorstand kann jedes Vereinsmitglied werden, als: o entsandte Vertretung für eine Gemeinde (KoordinatorIn) o Vertretung für einen Arbeitsbereich (zertifizierte/r MultiplikatorIn/TrainerIn) o Einzelpersonen Neue Netzwerkpartner/innen stellen neben einem Antrag auf zertifizierte Zusammenarbeit auch einen für die Vereinsmitgliedschaft, da sie entweder eine Endlich-Leben-Gruppe einer Gemeinde oder einen Arbeitsbereich (Schulung, Multiplikation, Forschung usw.) vertreten oder aber sie sich als überregionale/r Networker/in verstehen. Zahlenmäßige Zusammensetzung: ! Die EL-Netzwerkkonferenz achtet selbst auf die Anzahl der Vorstandsmitglieder, um die Arbeitsfähigkeit zu gewährleisten. Es sollten mindestens 4 Mitglieder den Vorstand bilden: • Vorsitzende/r • Stellvertretende/r Vorsitzende • Kassenführung • Beratendes Mitglied ICS (ohne Stimmrecht) Wichtig: ! Im Vorstand sind Personen, die durch die Endlich-Leben-Gruppenarbeit gegangen sind und von den dort gelebten Werten geprägt worden sind (sie verkörpern die 12-Schritte-Spiritualität, d.h. „leben in den 12 Schritten“). ! Nicht jeder, die/der überregional aktiv ist, muss in den Vorstand – es geht uns bei dieser Regelung darum, dass alle verstehen, dass dieses Gremium ein Leitungskreis und kein Interessenkreis / keine Lobbygruppe ist. ! Wichtig bleibt, dass die Schwelle und damit der Eintritt in den Vorstand niedrig gehalten wird. Der Personenkreis kann sich mit jeder Wahlperiode verändern. Wichtig ist nur, dass die Personen ein breites Spektrum der Identität unserer Arbeit vertreten – indem sie unterschiedliche Rollen vertreten und auf dem (12-Schritte-)Weg sind und für notwendige Veränderungen bereit sind. Welche Kompetenzen sind für die Vorstandsarbeit wichtig? Formale Kompetenzen Der Vorstand hat die Kompetenz in verwaltenden/organisatorischen und strategischen LeitungsFachfragen, was für die Führung des Vereins nötig ist. Arbeitsbeschreibung Der Vereinsvorstand soll folgende Sachen im Blick haben: ! Vereinsrecht ! Finanzkontrolle ! Einhaltung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ! regelmäßige Einberufung der Mitgliederversammlungen. (mindestens 1x pro Jahr.) ! Abhaltung regelmäßiger Vereinsvorstandssitzungen (in der Regel monatlich per Internet-Konferenz) ! protokollieren aller Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen ! Ansprechpartner für die Mitglieder bei formellen Anfragen ! rechtliche Vertretung des Vereins (gegenüber Finanzamt, Banken, Presse u.a.) ! Überwachung von Fristen für Kündigungen, Versicherungen (z.T. delegiert an die Geschäftsstelle) ! Zahlung von Rechnungen, quittieren von Spenden (z.T. delegiert an die Geschäftsstelle) ! Bereitstellung von Ressourcen für Netzwerk-Aktivitäten (z.T. delegiert an die Geschäftsstelle) ! Grundverständnis für Büroorganisation ! Grundverständnis für strategische Planung (siehe Schaubild unten Strategiewürfel)

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Geschäftsordnung2011-Endfassung

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Entscheidungsvorbereitung

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Weitere Spezialaufgaben? Ausschüsse gründen… Neben dem „Dauerauftrag“ kommen innerhalb des Netzwerks auch (zeitlich) befristete Aufgaben vor – der Auftrag, den die EL-Netzwerkkonferenz gibt, endet, wenn er erfüllt ist, wie dies z.B. bei der Er- bzw. Überarbeitung der Grundwerte und unser Leitbilds der Fall war. Für ähnliche befristete Aufträge werden Ausschüsse gebildet, in denen die für die Erfüllung des Auftrages kompetenten Personen verbindlich arbeiten. Ist der Auftrag erledigt, löst sich der Ausschuss automatisch auf. Ein 2-jährlich neu zu konstituierender Ausschuss des Vorstands ist das sogenannte Ü-Team (siehe nächstes Kapitel). Weitere Gründung von Strukturelementen, Organen? Die EL-Netzkwerkkonferenz schaut gemeinsam, was innerhalb des Netzwerks derzeit unbedingt benötigt wird. Vielleicht existiert noch kein Strukturelement, das die derzeit unbedingt zu erledigende Aufgabe erfüllen kann wie z.B. die Integration von • ADHS Teilnehmern in die Gruppenarbeit • Familiengruppen mit ihren speziellen Bedürfnissen (vgl. z.B. Modell „Kinder-Mutmach-Gruppen“) • Alkoholikern und die Nutzung von Synergien z.B. durch Zusammenarbeit mit dem Blauen Kreuz Dann muss der Vorstand (in Absprache mit der Mitgliederversammlung) ein neues Strukturelement gründen/ initiieren (als dauerhafter Arbeitsbereich oder zeitlich befristeter Ausschuss). Das bedeutet, er sucht nach Personen, die die Kompetenzen für die Erfüllung der Aufgabe mitbringen und hilft, sich zu vernetzen und ein Team zu bilden. Dann übergibt er die weiteren Begleitung dem ICS. In der Regel werden Innovationen mit fachlicher Hilfe des Instituts verwirklicht (siehe unten).

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Geschäftsordnung2011-Endfassung

Ü-Team Ü-Team (Übersichtsteam) ist ein Ausschuss des Vorstands Das Ü-Team wird von der Mitgliederversammlung für 2 Jahre gewählt (Wiederwahl ist möglich) und ist für internes und externes Networking zuständig. Die EL-Jahreskonferenz liegt in der vollen Verantwortung des Ü-Teams. Arbeitsbeschreibung Das Ü-Team soll Inhalt und Ablauf (Methoden) im Blick haben: ! EL-Netzwerkkonferenz • Organisation der Anmeldung und Vorbereitung der EL-Netzwerkkonferenz (delegiert an die Geschäftsstelle) • Vorbereitung von Themen: Themen sammeln, z.B. Vordiskussion online und Ergebnisse auf ELNetzwerkkonferenz zusammenfassen (Produktentwicklung delegiert an die Institut) • ggf. auch Experten zu Treffen einladen (beraten durch das Institut) • Kommunikation/Protokolle (Intranet: www.projekte.endlich-leben.net) im Blick haben • Für ein geordnetes Verfahren sorgen wie Innovationen eingebracht werden (Beratung durch das Institut) • Monatliche Intervision der GruppenleiterInnen (Telefonkonferenzen)! Endlich-Leben-Networking Intern: Netzwerkmitglieder im Blick behalten durch geeignete Medien (Internet, Publikationen) Extern: mit anderen Werken Kontakt halten (AMD, ACC, Alpha etc.) ! Für Moderation der EL-Netzwerkkonferenz sorgen ! Kommunikation (Einladung, Werbung) (z.T. delegiert an die Geschäftsstelle) Whirlpool (Impulssammlung) Zu jeder ELG-Netzwerkkonferenz kann sich jedes Endlich-Leben-Gruppenmitglied schriftlich, telefonisch oder persönlich ans Ü-Team wenden, wenn sie/er einen Impuls für den Leitungskreis hat. Auf der ELGNetzwerkkonferenz gibt es einen festen Zeitrahmen, wo diese Impulse eingebracht werden können.

Dieses Schaubild zeigt die konkreten Verantwortlichkeiten zwischen den Organen und Ü-Team:

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Geschäftsordnung2011-Endfassung

Endlich-Leben.Netzwerk e.V. Geschäftsstelle

Vorstand EndlichLeben-Netzwerk e.V. (Leitungsorgan)

kontrolliert

Entscheidungsfunktion

schlägt vor

• normativ-strategisch • operativ-mittelfristig • disposiv-kurzfristig steuern, kontrollieren

• Entscheidungsvorbereitung • Administration der MarkenZertifizierung®, • Vertretung (innen/außen) • Marketingstrategie

administriert die Kommunikation

Ü-Team Aussschuss zur • Vorbereitung der Jahreskonferenzen • Orga "Whirlpool" steuert, kontrolliert

Mitgliederversammlung (endlich-leben.net) (Trägerschaftsorgan) = "Global"-Genehmigung

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Geschäftsordnung2011-Endfassung

Geschäftsstelle Was wir dauerhaft brauchen: Arbeitsbereiche Mit der Zeit haben wir festgestellt, dass wir als Netzwerk Personen brauchen, die sich verbindlich um bestimmte Aufgaben kümmern, die dauerhaft und regelmäßig anfallen (wie z.B. Büroaufgaben tagtäglich zu erledigen). Zur Erfüllung dieses „Dauerauftrags“ gibt es die ARBEITSBEREICHE, die für diese langfristigen Aufgaben ein Mandat von der EL-Netzwerkkonferenz erhalten. Dazu gehören auch mögliche Anstellungsformen, die die Funktionen der Arbeitsbereiche stützen können: • angestellte AssistentInnen für verwaltende Aufgaben • angestellte Geschäftsführende für die Leitung, Koordination der Arbeitsbereiche • oder beauftragte Selbständige, bzw. freiberuflich Mitarbeitende (z.B. Institut Christliche Selbsthilfe) Ist der Auftrag des Arbeitsbereichs doch irgendwann erledigt (weil sich z.B. die gesellschaftliche, rechtliche oder sonst ausschlaggebende Situation für den Auftrag geändert hat), dann löst sich der Arbeitsbereich mit Zustimmung des ELG-Treffens auf. Geschäftsstelle (Netzwerk-Büro) - als nicht stimmberechtigte Stabsstelle des Vorstands Der Vorstand beschäftigt 1 GeschäftsführerIn für das Management des EL-Büros (Geschäftsstelle) im Angestelltenverhältnis oder auf Honorarbasis. Diese Person trägt den Titel Vorstands-Assistenz. Das Büro selbst hat weitere freie Mitarbeiter (z.B. Webdesigner, Grafikdesigner, Schreibkräfte, Telefonakkquise usw. zur Delegation von Aufgaben). Arbeitsbeschreibung Vorstands-Assistenz Das Büro kümmert sich um folgende Aufgaben: Innenvertretung: Überblick behalten, delegieren, informieren, Prozesse anleiten, beraten (im Backoffice): ! Monatliche Vorstandssitzungen terminieren, Tagesordnung vorbereiten, Beschlussvorlagen einbringen (aus Sicht der Geschäftsführung) ! Informations-Management (Intranet, Newsletter, Pflege E-Learningplattform) ! Webauftritt pflegen (Inhalte aktuell halten) ! Ressourcenverteilung beobachten und steuern (z.B. Haushaltsplan mit 3-monatl. Ist-Soll-Vergleich) ! Fundraising planen und durchführen Aussenvertretung (im Frontoffice) ! Außenvertretung in der AMD delegiert sie an den/die dafür Beauftragten ! Außenvertretung in Weiterentwicklungfragen nimmt sie mit Unterstützung oder in Absprache mit dem Institut Christliche Selbsthilfe wahr. Die Geschäftsstelle kann die Vorbereitung der Öffentlichkeitsarbeit delegieren, wird sie aber in ihrem Namen als Vorstands-Assistenz publizieren. Der Vorstand beschäftigt eine Person für die verwaltenden Abläufe der Zertifizierung im Angestelltenverhältnis. Diese Rolle trägt den Titel Netzwerk-Assistenz. Arbeitsbeschreibung der Netzwerk-Assistenz Aussenvertretung (im Frontoffice) ! in allen Themen, die den Ist-Zustand der Arbeit betreffen ! Telefondienst (Support): Erstkontakte mit Interessenten, Beratung bei Fragen zur Gründung, zur Nutzung der Materialien, Produkte ! Absprache mit den KooperationspartnerInnen: Selbsthilfe-Kontaktstellen und anderen SelbsthilfeNetzwerken, -Landesstellen, bzw. Verbänden. Innenvertretung: Verwalten, organisieren, Kundendaten einpflegen (im Backoffice): ! Buchhaltung / Rechnungswesen ! Archiv ! Zertifizierungen vorbereiten und organisatorisch durchführen (in elektronischer Form mit Salesforce, in Papierform Unterlagen zusammenstellen usw.) ! Adressen-Verwaltung pflegen ! Allgemeine Büroarbeiten (Postausgang: Briefe, Zertifizierungen usw. versenden,) ! Eventkalender des Netzwerks pflegen

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Geschäftsordnung2011-Endfassung

! Unterstützung der Organisation von Veranstaltungen wie Jahreskonferenz, KoordinatorInnenKonferenzen, Motivationstage ! Verwalten und archivieren der Vorgänge mit den Kooperationspartnerinnen Hier rechts ein Überblick über die Arbeitsfelder und Zeiten der Geschäftsstelle (links) und die Arbeitsfelder von Institut (rechts):

Endlich-Leben.net

deutsch

Geschäftsführung als Stabsstelle Beratung zur Marken-Zertifizierung®, Außen-Vertretung, Fundraising 60'

jährlich: organisiert

monatl.: Bericht zu Prozessen, Finanzen

Mitgliederversammlung Trägerschaftsorgan (1x im Jahr)

Institut Christliche Selbsthilfe (ICS)

90'

Forschung Qualitätssicherung Produktentwicklung

60'

news

30'

240'

berät Non-ProfitZertifizierung

Vorstand Leitungsorgan (monatl. Telefonkonferenz)

berät ProfitZertifizierung

30'

berät fachlich Organe Vorstand, Fachverband, Europa usw.

Austausch Gemeinden Antrag auf Zertifizierung

Austausch

berät fachlich

60'

30'

angegliederter Betrieb

ca. Min. pro Woche'

Fachpersonen • in Praxen (Beratung/ Psychotherapie) • TrainerInnen

entwickelt

Produkte

Arbeitsmaterial Werbematerial

120' verwaltet

30' verwaltet

Qualität

Backoffice-Assistenz Geschäftsführung Administration der Marken-Zertifizierung® (Salesforce) Versand (Material, Bücher, Starterpaket, Logo), Konto: führen/prüfen 30'

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Forschung

entwickelt

Prozesse


Geschäftsordnung2011-Endfassung

Institut Aufgaben des Instituts als angegliedert Betrieb des Netzwerks: Das „Institut Christliche Selbsthilfe“ ist als selbständige Organisation (angegliederter Betrieb) durch einen Rahmen-Kooperationsvertrag mit dem Endlich-Leben-Netzwerk an eine konkrete Zusammenarbeit gebunden. Zusätzlich werden Verträge im Blick auf alle Dienstleistungen oder Produkte einzeln geschlossen. Damit ist das unternehmerische Risiko für das Netzwerk minimiert. Das Institut ist durch eine Person im Vorstand für die unten genannten Themenfelder beratend vertreten. Das Institut beschäftigt sich mit folgenden Themenfeldern: ! Forschung: Durch das „Institut Christliche Selbsthilfe“, das mit anderen Organen oder Ausschüssen des Netzwerkwerks kooperiert, wird die Erforschung der Arbeit als ständiger Prozess organisiert. Durch die Forschung kann auch eine objektive Evaluation als Teil der Qualitätssicherung ermöglicht werden. Diese Arbeit wird nach anerkannten wissenschaftlichen Standards durch das Institut umgesetzt und fachlich wie inhaltlich allein verantwortet. ! Qualitätssicherung: Strukturqualität (Intervision, Schulungsangebote) und Prozessqualität (Messverfahren, Regelgeleitetes Verhalten) sichern die dauerhafte Qualität einer Arbeit. In Zusammenarbeit mit der AG Fachbereich berät das Institut die Schulung- und Ausbildung der GruppenmoderatorInnen, MultiplikatorInnen und TrainerInnen (fachlich wie inhaltlich gemeinsam verantwortet) zu entsprechenden Kostensätzen. ! Multiplikation (Werbung, Gründungsmotivation): Passende Konzepte und Materialien werden durch das Institut bereitgestellt und vom Vorstand zertifiziert (fachlich wie inhaltlich gemeinsam verantwortet). ! Medien: Zeitschriften oder andere Kommunikationsmedien (z.B. Film, E-Learningplattformen usw.) werden durch das Institut ausgewählt (hier kann die interne und externe Kommunikation durch eine professionelle Dienstleistung verbessert werden) und vom Vorstand zertifiziert. ! Produkte: Produktpflege und Produktinnovation liegt als Aufgabe in der selbständigen Verantwortung des Instituts. In diesem Sinne ist es eine externe Ressource als Entwicklungsabteilung des Netzwerks. Die Arbeitsmaterialien werden dort gepflegt und durch Verbesserungen ersetzt oder ergänzt. Für besondere Zielgruppen entwickelt das Institut passendes Material, das vom Vorstand zertifiziert werden kann. Eigene Verträge regeln jeweils die speziellen Autoren- und Netzwerkrechte. Es gibt zwei grundsätzliche Richtung wie Innovation gesteuert wird: Top-Down oder BottomUp In beiden Richtungen gilt als Grundprinzip: Innovationen werden mit Hilfe des Instituts geprüft und verwirklicht. ! Innovation Top-Down: Das Institut stärkt Ressourcen des Netzwerks oder bringt neue Ressourcen ins Netzwerk ein Der Vorstand (zusammen mit der EL-Netzwerkkonferenz) schaut gemeinsam, was innerhalb des Netzwerks zur Weiterentwicklung unbedingt benötigt wird. Dann delegiert der Vorstand an das Institut die Entwicklung eines neues Strukturelement (als Arbeitsbereich oder Ausschuss). ! Innovation Bottom-Up: Weiterentwicklungen von unten mit der Arbeitsmethode „Whirlpool“ (Impulssammlung im Netzwerk) Zu jeder EL-Netzwerkkonferenz kann sich jedes Endlich-Leben-Gruppenmitglied schriftlich, telefonisch oder persönlich an die Leitung des Ü-Teams wenden, wenn sie/er einen Impuls für die Weiterentwicklung des Netzwerks hat. Auf jeder EL-Netzwerkkonferenz gibt es dann einen festen Zeitrahmen, wie lange und wo genau diese Impulse - 20 -


Geschäftsordnung2011-Endfassung

eingebracht werden können. Diese Impulse werden nach der Netzwerkkonferenz zu einem Vorstandsbeschluss. Dann greift der Prozess Top-Down in enger Zusammenarbeit mit dem Institut. Ein Impuls kann aber auch vom Institut kommen: So kann das Institut eigene Innovationsideen im „Whirlpool“ der Jahreskonferenz einbringen, um per Vorstandsbeschluss später weiterbehandelt werden zu können.

Endlich-Leben.Netzwerk e.V. Vorstand EndlichLeben-Netzwerk e.V. (Leitungsorgan) Entscheidungsfunktion

Geschäftsstelle kontrolliert schlägt vor

• normativ-strategisch • operativ-mittelfristig • disposiv-kurzfristig steuern, kontrollieren

• Entscheidungsvorbereitung • Administration der MarkenZertifizierung®, • Vertretung (innen/außen) • Marketingstrategie

administriert die Kommunikation

handelt marketingorientiert

angegliederter Betrieb • Qualitätssicherung • Forschung • Entwicklungsabteilung® • Verkauf von Produkten® • Kommunikations-Dienstleistung

Ü-Team Aussschuss zur • Vorbereitung der Jahreskonferenzen • Orga "Whirlpool"

moderiert

Fachverbände steuert, kontrolliert

Teils regional, teils nationaler Zusammenschluss von Mitglieder gleicher Fachrichtungen

Mitgliederversammlung (endlich-leben.net) (Trägerschaftsorgan) = "Global"-Genehmigung

Aussenvertretung Institut ! Außenvertretung in allen Themen des Instituts nimmt der Institutsleiter wahr mit der expliziten Rolle „Institutsleiter“ ! Außenvertretung in Produktfragen nimmt die Institutsleitung nur nach Absprache mit der Geschäftsführung, bzw. auf der Grundlage von Verträgen mit dem Vorstand wahr. Wenn die Geschäftsstelle Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit delegiert, wird das Ergebnis aber in ihrem Namen als Vorstands-Assistenz publiziert. Struktur-Innovationen International Das Institut sorgt auch für die Innovationen im europäischen Kontext. Als ständiges Mitglied berät und moderiert es die europäische Konferenz der Länder, die Partner im Netzwerk sind. Die nötigen finanziellen Ressourcen werden durch die Netzwerke gemeinsam aufgebracht. Details regelt ein europäischer Zertifizierungsvertrag mit dem Netzwerk. Ziele: • Jedes Land soll möglichst eigenständig die Markenidentität gestalten und an seinen kulturellen und sprachlichen Kontext die Materialien anpassen können • Eine gemeinsame Werte- und Methodenidentität (als christliche 12-Schritte-Arbeit) verbindet die Arbeiten der Länder

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Geschäftsordnung2011-Endfassung

• Für die Gründungsphasen gibt es ein (zu erarbeitendes) Verfahren in Schritten (Pilotphase, Bewährungsphase, Selbständigkeitsphase). Das folgende Diagramm zeigt die Verantwortlichkeits-Struktur der internationalen Kooperationen:

Europäische Konferenz e.V. definiert, kontrolliert Markenidentität, gewährt Markenrechte

niederländisch

nuecht-leven.netwerk

vergibt Markenrecht

vivre-enfin.reseau

französisch

12-krokw-grupy

polnisch

Endlich-Leben.net Mitgliederversammlung Trägerschaftsorgan (1x im Jahr)

deutsch

wählt, kontrolliert

entsenden Vertretung

Selbsthilfe. Lebenshilfe. Glaubenshilfe.

definiert MarkenZertifizierung® (monatliche Sitzung)

bezahlt, kontrolliert

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spanisch?

berät + inspiriert

Vertretung von EL-net e.V.

Vorstand Leitungsorgan:

russisch?

Geschäftsführung als Stabsstelle Administration der Marken-Zertifizierung®, Außen-Vertretung

angegliederter Betrieb Institut Christliche Selbsthilfe (ICS) Forschung Qualitätssicherung Produktentwicklung


Geschäftsordnung2011-Endfassung

Beraterkreis Beraterkreis und Gäste (externer Impulsgeber) Der Beraterkreis und die Gäste sind fester Bestandteil der EL-Netzwerkkonferenz, aber nicht Teil des Leitung (Vorstand und Organe). Beraterkreis und Gäste (z.B. Endlich-Leben-Gruppenteilnehmende) unterstützen das Netzwerk auf seinem Weg mit allem, was nötig und möglich ist. Beraterkreis Wir verstehen den Beraterkreis (z.B. Fachbeirat bestehend aus verschiedenen Berufsgruppen: PfarrerInnen, PsychologInnen, TherapeutInnen, BeraterInnen) und die Gäste als externe Ressource und Impulsgeber für das Endlich-Leben-Netzwerk. Im Beraterkreis beruft sich der Vorstand Personen, die für die fachliche Arbeit und Qualität des Netzwerks hilfreich sind. Diese Personen zeichnen sich aus, weil sie • innerhalb der Endlich-Leben-Arbeit eine Stimme und ihre Ohren haben, aber nicht in irgendwelchen Positionen oder Ämtern sein wollen/können. • besondere fachliche (spirituelle, theologische, psychologische, betriebswirtschaftliche, usw.) Qualifikationen haben • durch ihre Kontakte und Positionen die Netzwerkarbeit fördern können Die BeraterInnen werden vom Leitungsteam für 4 Jahre berufen und müssen für eine neue Periode jeweils neu bestätigt werden. Gäste Zur EL-Netzwerkkonferenz können Gäste eingeladen werden, die einfach als TeilnehmerInnen daran teilnehmen. Sie können das ganze Treffen durch Wort und Tat mit gestalten, sind aber nicht stimmberechtigt. Gäste können durch Beziehung mitgebracht werden oder aber sich selbst über die öffentliche Werbung anmelden. Uns ist wichtig, dass EL-Netzwerkkonferenzen im Prinzip von jedem Endlich-LebenGruppenmitglied besucht werden können (Transparenz-Prinzip, Selbsthilfe– oder gleiche–Augenhöhe-Prinzip)

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Geschäftsordnung2011-Endfassung

Entscheidungsentwurf Entscheidungsentwurf im Endlich-Leben-Netzwerk Unsere Struktur sieht vor, dass die meisten Entscheidungen in den Strukturelementen getroffen werden, also dezentral. Das Ziel des Endlich-Leben-Netzwerks sind mündige Personen sowohl in den Endlich-LebenGruppen als auch in allen Arbeitsbereichen, die auf Augenhöhe miteinander kommunizieren, ganz nach dem Selbsthilfeprinzip „möglichst selbstorganisiert“. Entscheidungsorte im Endlich-Leben-Netzwerk Entscheidungen können am besten die Leute treffen, die direkt betroffen sind, deshalb sind möglichst viele Entscheidungen in dem Arbeits- und Lebens-Feld zu treffen! Die Organe und Ausschüsse erhalten darum alle Rechte, eine Entscheidung zu treffen – wir werden nicht immer alles richtig entscheiden (wir kennen unsere Muster nur zu gut), aber das soll kein Grund sein, aus Angst vor möglichen falschen Entscheidungen, die eigentliche Entscheidung von anderen treffen zu lassen. Wir sind zusammen mit Jesus unterwegs und können ihm vertrauen, dass eine falsche Entscheidung kein Weltuntergang ist – er ist mächtig genug! Durch die anderen Organe, bzw. die Netzwerkkonferenz kann Korrektur für jene Entscheidung gefordert werden, die sie direkt oder das Netzwerk in seiner Identität betrifft (Vetorecht). Ein weiser Mann hat mal folgendes gesagt: Glaube wird R.I.S.I.K.O. buchstabiert. Damit du weißt, wann du/ihr in eurem Strukturelement Entscheidungen allein oder mit anderen Strukturelementen zusammen treffen müsst oder wann ihr „Alle“ mit einbeziehen müsst, helfen die folgenden 3 Fragen (A, B, C der Entscheidung). Zur besseren Verständlichkeit sind ein paar Beispiele genannt und das Ganze unten im Bild („Entscheidungsbaum“ genannt) zusammengefasst. ! Fragen: A. Tragweite? Betrifft die Entscheidung weitere Strukturelemente bzw. ist die Entscheidung von Tragweite für andere Organe oder für das ganze Netzwerk? B. Mandatsrahmen? Befindet sich der Entscheidungsspielraum innerhalb des Arbeitsbereiches und des vorgegebenen Mandats? C. Zeitdruck? Besteht ein unmittelbarer Zeitdruck bei der Entscheidung? Sind andere Strukturelemente mit betroffen, dann sind auch die entsprechenden Entscheidungen (natürlich) nur gemeinsam zu treffen.

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Geschäftsordnung2011-Endfassung

Pilotgruppe Regulär und geordnet starten: die Pilotgruppe Nach über 15 Jahren Erfahrung lassen sich Endlich-Leben-Gruppen anders als in den Anfangsjahren ganz geordnet starten. Der Vorteil unserer gewachsenen Strukturen ist die dadurch gewonnene Nachhaltigkeit. Der Nachteil: Der Einstieg in das Endlich-Leben-Modell ist deutlich genormter als es in der Pionierphase war. So wird bei einer Gründung nach bestimmten Regeln und Vorgaben (siehe Zertifizierungs-Verträge) Zeit, Kraft und Geld in ein geordnetes Aufnahmeverfahren investiert, was am Anfang für die GründerInnen viel Nachdenken und Aufwand bedeutet, sich aber durch den Erfahrungsgewinn, der darin vermittelt wird, auf lange Sicht wirklich lohnt. Seit unserer vorläufigen Struktur (gültig seit Sommer 2008) benennen wir solche Gruppen als noch nicht öffentliche „Pilotgruppen“. Der Name besagt, dass diese erste/n Gruppe/n (möglich sind je 1 Männerund 1 Frauengruppe oder eine gemischte Gruppe) in einer Gemeinde exemplarisch für alle späteren einen Lernprozess gemeinsam durchmachen, um das Material kennenzulernen, sich erstmalig in die Denk- und Lebenswelt von Endlich-Leben einzuüben, den Dienstbereich gut zu strukturieren und – den Regeln der jeweiligen Gemeinde entsprechend – mit den jeweils verantwortlichen Personen ein passendes Leitungsteam aufzubauen. Netzwerkkonferenz als Pflichttreffen In dieser Pilotphase müssen die KoordinatorInnen/GründerInnen auf der jährlichen Netzwerkkonferenz anwesend sein, um mit dem Netzwerk warm und persönlich mit dem Geist und den Methoden der EndlichLeben-Arbeit vertraut zu werden. Für eine dauerhafte Zertifizierung der Gemeinde ist dieser erste Netzwerkkontakt auf der Jahreskonferenz eine Bedingung zur Zertifizierung. So wird auch der Mitgliederversammlung die Gemeinde vorgestellt und der Antrag auf Aufnahme ins Netzwerk persönlich formuliert.

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Geschäftsordnung2011-Endfassung

Anlagen: Alle weiteren Regelungen werden erst in späteren Phasen der Netzwerkentwicklung wichtig. Darum stellen wir in der Anlage zur Geschäftsordnung die möglichen Module zur Weiterentwicklung vor. Sie sind noch nicht Bestandteil der aktuellen Geschäftsordnung, können aber später dazu kommen. • Das Abstimmungsverfahren könnte sich zum Konsensverfahren entwickeln • Die Ressourcen können durch Fördermittel z.B. von Krankenkassen verbessert werden • Eine Regionalisierung wird in einer späteren Phase vielleicht eine Rolle spielen •

Konsensverfahren: Wie werden die Entscheidungen auf dem ELG-Treffen getroffen?

Ein Grundwert: Einheit in Vielfalt Wir alle haben von Gott unterschiedliche Fähigkeiten und Gaben bekommen, die die anderen brauchen, mit denen wir unterwegs sind – genau so wie wir nicht auf die anderen und ihre Kompetenzen verzichten können. Zugleich sind wir alle Mitglieder in unterschiedlichen Konfessionen, die wir auch als unterschiedlich begabte Teilbereiche des einen Leibes Christi verstehen. In diesem Sinne sprechen wir aber unterschiedliche Sprachen, haben unterschiedliche Blickwinkel, Empfindlichkeiten, aber auch viele Möglichkeiten. Und da zudem eineR alleine nicht alles machen kann, teilen wir uns die Aufgaben je nach unseren Gaben und Fähigkeiten. Deshalb gibt es verschiedene Strukturelemente, die jeweils einen speziellen Schwerpunkt haben. Da wir unterschiedlich begabte Personen auch in der Netzwerkleitung, der EL-Netzwerkkonferenz, brauchen, senden bzw. berufen die einzelnen Strukturelemente jeweils 1 VertreterIn in den EL-Vorstand. Warum Konsens? Das Abstimmungsverfahren im Konsens bildet am besten diesen Grundwert ab und hilft zu einer sachlichen und differenzierten Meinungsbildung. Das Konsensverfahren (im Unterschied zu anderen Mehrheitsverfahren), das wir noch einüben müssen, bildet das Prinzip der Selbsthilfe „auf Augenhöhe“ am besten ab. 1. Weil Einmütigkeit als Ziel und Wunsch in der Bibel genannt werden (u.a.Phil.2) 2. Wir brauchen einander (unsere Gaben, Fähigkeiten, Kompetenzen)! jeder gibt ihren/seinen Teil 3. Weil wir zusammen zu besseren und ausgereifteren Lösungen kommen als einzeln ! zusammen, d.h. im gegenseitigen Zuhören und sich miteinander auseinandersetzen, die Anderen genauso wertschätzen wie sich selbst. Die Anderen sind Weggefährten, deren Denkanstöße und Beiträge allen helfen und alle weiterbringen. 4. Zusammen findet sich eine neue kreative Lösung, die besser ist als Lösungen, die nur aus einer Perspektive heraus kommen, weil sie über die einzelnen Standpunkte hinausgehen Grundsätze des Konsensverfahrens ! Konsens = einvernehmliche oder auch einmütige Entscheidung, d.h. Entscheidungsverfahren, an dessen Ende eine Lösung steht, die alle Beteiligten mittragen können, ohne dass Einzelne faule Zugeständnisse machen müssen ! auch unterschiedliche Meinungen können zu einer Entscheidung zusammengebracht werden, ohne Unterschiede und Einzelne zu übergehen ! Konsens bedeutet nicht Kompromiss (bei dem Abstriche von der eigenen Meinung nötig sind, um sich in der Mitte zu treffen), sondern Lösung, die alle Argumente integriert ! ein Konsens ist nur möglich, wenn alle Beteiligten gemeinsam nach der besten Lösung suchen; das bedeutet auch, dass alle sich einbringen dürfen und müssen ! Umdenken nötig, dass es doch möglich ist, unterschiedliche Standpunkte zusammenzubringen Der Konsens unterscheidet sich von Mehrheitsentscheidungen dadurch, dass es nicht um Konkurrenz von Meinungen, Sichtweisen und Bedürfnissen geht. Beim Mehrheitsprinzip geht die Minderheit unter, weil nur die Option gewählt und umgesetzt wird, die die Mehrheit der Stimmen erhält. So finden bestimmte Aspekte, die von der Minderheit eingebracht werden, keine oder kaum Beachtung. Das führt dazu, dass jede Streitpartei nur darauf aus ist, ihre Meinung durchzusetzen und die andere Seite zu bekämpfen, anstatt die Argumente und Gründe der anderen ernst zu nehmen und eventuell den Lösungsvorschlag zu überdenken und gemeinsam zu überarbeiten. Demzufolge löst eine Mehrheitsentscheidung das Problem selten wirklich, - 26 -


Geschäftsordnung2011-Endfassung

sondern lässt weiterhin Unmut und Unzufriedenheit schwehlen. Wie funktioniert das Konsensverfahren genau? Um zu einem Konsens zu kommen, gibt es verschiedene Schritte 1. Worum geht es? Was ist das Problem? Wofür brauchen wir eine Lösung? Was ist das Ziel? 2. unterschiedliche Positionen und Perspektiven (Interessen, Wünsche und Bedürfnisse) von allen zusammentragen und offen legen – ohne Wertung und Vorstrukturierung 3. Verständnis für die unterschiedlichen Positionen erarbeiten, d.h. worum geht es den anderen? Was sind deren Gründe für ihre Position? 4. Sammeln von möglichen Lösungen (Brainstorming) und Diskussion der Lösungsvorschläge, ob sie die unterschiedlichen Perspektiven und Bedürfnisse mit einschließen 5. durch Auswählen, Priorisieren, Kombinieren etc. Lösungsvorschläge weiter reduzieren bis Konsensvorschlag übrig bleibt Sobald ein konsensverdächtiger Lösungsvorschlag erarbeitet wurde, wird dieser nach den so genannten Konsensstufen bewertet, d.h. es gibt verschiedene Formen der Zustimmung und Ablehnung. Das erleichtert das Erreichen eines Konsens: Die 5 Konsensstufen: Ein Konsens ist in der Regel dann erreicht, wenn alle auf möglichst hoher Stufe zustimmen. Entscheidend ist in jedem Fall, dass niemand Veto eingelegt hat.

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Geschäftsordnung2011-Endfassung

Es gibt auch die Möglichkeit, in Bezug auf einen Lösungsvorschlag ein Veto einzulegen:

Was passiert, wenn kein Konsens erreicht wird: ! Entscheidungsfindung neu beginnen (Schritte 1 – 5) ! wenn alle damit einverstanden sind: Entscheidungsfindung verschieben, um in Ruhe eine bessere Lösung zu finden. 1.

Konsensverfahren bedeutet doch immer Endlosdiskussion, oder nicht?

! NEIN Zu Endlosdiskussionen kommt es vor allem dann, wenn wir diskutieren, was wir nicht wollen, anstatt uns auf das Gemeinsame zu konzentrieren, nicht das, was uns trennt, sondern was uns zusammenbringt. Deshalb immer die folgenden Fragen im Blick behalten (dafür ist als Hilfe gerade auch die Moderation da): ! was könnte gehen? ! was hilft uns? ! was möchten wir? • Ressourcenverbesserung: Externe Ressourcen durch Krankenkassen-Fördermittel Um die Arbeit des Netzwerkes zu leisten, benötigt das Netzwerk und die NetzwerkpartnerInnen unterschiedliche Ressourcen. Dazu gehören besonders auch Finanzmittel: Es gibt prinizipiell unterschiedliche interne und externe Einnahmequellen für die Netzwerkarbeit: • Interne Gebühren (Zertifizierungsgebühr, Vereinsmitgliedschaft Jahresgebühr) • externe Fördermittel (Pauschalförderung, Projektförderung durch Krankenkassen oder andere Institutionen) • Externe und interne Spenden (Projekt bezogen, allgemein) • Externe Stiftungsgelder • Verkauf (Material, Werbemittel) Um der Netzwerkarbeit geregelt Fördermittel von Krankenkassen zukommen zu lassen, ist eine Kooperation mit den Landesverbänden der Suchtkranken-und Lebenshilfe e.V. unter gewissen Umständen möglich. Die Grobstruktur dieser Zusammenarbeit zeigt das folgende Schaubild:

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Geschäftsordnung2011-Endfassung

Endlich-Leben.Netzwerk e.V. Vorstand EndlichLeben-Netzwerk e.V. (Leitungsorgan) Entscheidungsfunktion

Geschäftsstelle • Entscheidungsvorbereitung • Administration der MarkenZertifizierung®, • Vertretung (innen/außen) • Marketingstrategie

kontrolliert schlägt vor

• normativ-strategisch • operativ-mittelfristig • disposiv-kurzfristig

steuern, kontrollieren

angegliederter Betrieb handelt marketingorientiert

• Qualitätssicherung • Forschung • Entwicklungsabteilung® • Verkauf von Produkten® • Kommunikations-Dienstleistung

kooperiert

Bundesverband administriert die Kommunikation

kooperiert

der Suchtkranken- und Lebenshilfe Präsident / stellv. Vorsitz / Kasse koordiniert

Ü-Team Aussschuss zur • Vorbereitung der Jahreskonferenzen • Orga "Whirlpool"

Fachverbände Teils regional, teils nationaler Zusammenschluss von Mitglieder gleicher Fachrichtungen

steuert, kontrolliert

Landesverband e.V. kooperiert mit

der Suchtkrankenund Lebenshilfe e.V. • auf kantonaler, bzw. Länderebene • Krankenkassen-Perspektive, • Vorsitzender / stellv. Vorsitz / Kasse • 7 Mitglieder (mind. 66% sind auch in endlich-leben.net Mitglied?)

entsenden in/ gründen, ist Doppel-Mitglied in

Mitgliederversammlung (endlich-leben.net) (Trägerschaftsorgan) = "Global"-Genehmigung

Zur Zeit gibt es einen ersten Landesverband in Baden-Württemberg, der in der Pilotphase arbeitet und für die Gründung aller weiteren Landesverbände in Deutschland vielleicht Modell werden kann. Zur Gründung eines Landesverbandes ist eine entsprechende Satzung, sieben Gründungsmitglieder (darunter ein Vorsitzender, stellvertretender Vorsitz, Kassenwart) nötig. Wenn mehrere Landesverbände gegründet sind koordiniert diese Arbeit einen Bundesverband. Dies ist ein eigenes System von NGOs die den besonderen Zweck haben sofort Kranken-und Lebenshilfe im Selbsthilfebereich zu fördern. Denkbar wären auch strategische Kooperationen mit anderen NPOs (z. B. Blaues Kreuz, DHS), die ähnliche gesellschaftliche Funktionen haben und die mit dem Endlich-Leben-Netzwerk Synergien bilden können. Wichtig: Diese Vereine funktionieren als selbstständige Organisationen. Zur Klarheit der Zusammenarbeit muss jeweils ein differenzierter Kooperationsvertrag geschlossen werden. Das nächste Schaubild zeigt welche Aufgaben das Endlich-Leben-Netzwerk auf der einen Seite und der Landesverband/Kooperationspartner auf der anderen Seite jeweils übernimmt. So wird eine genaue Arbeitsteilung und mögliche Synergie der Zusammenarbeit deutlich:

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Geschäftsordnung2011-Endfassung Organisation VSL e.V. Bundesverband der Suchtkrankenund Lebenshilfe e.V.

• Administration Verbände • Koordination Landesverbände • Gründung von Landesverbänden • Schulung der Landesverbände • Aus- und Weiterbildung

Organisation Endlich-Leben.Net EL-Geschäftsstelle

• Zertifizierung Gemeinden • Kommunikation • Gründungshilfen • Wegweiser

Jahreskonferenz EL

NetzwerkIdentität mit Mitgliederversammlung

• Teilzeit GeschäftsführerIn / Assistenz des Vorstands

Teilzeit GeschäftsführerIn / Assistenz

"VorstandsJahreskonferenz Selbsthilfe" vernetzt

Landesverband der Suchtkranken-und Lebenshilfe e.V. beantragt/berät zu

• Pauschale Fördermittel SHG • Projekt-Fördermittel • Fördermittel für Geschäftsstellen • Fördermittel Rentenversicherung • Konferenz Landes/Bundesverbände

Endlich-Leben®-Herzstück:

Leistungsempfänger Gemeinde • Selbsthilfemethoden • Intervisionsgruppen • mündige Laien • regionale Vernetzung • KoordinatorIn

• 8 Schlüssel-Werte • Vision "alle 30km" • Effektives Netzwerk 2.0 • nachhaltige Partnerschaften • integrative Theologie

monatlich tagt 2,5 Std.

Vorstand 2009

Evaluation + Prozesswahrnehmung externes Grundlagenseminar Start der Pilotphase

Aufbauseminare 4 Module in Pilotphase und später

PRÄ

POST

KATA

Wirksamkeits-Forschung (Wert: Wahrheit)

Vereinsvorstand (ehrenamtlich)

Training®

A) Motivationstag® B) 4x E-L-Training®

koordiniert /schult Werkstatttage-TrainerIn

(GruppenleiterInnen)

C) Zusatzangebote (Vernetzung mit Partnern)

Gründungsseminar ZFB-Leben

A) Gruppengründung B) allgemeine Gruppenleitung C) Grenzen SHG-Gruppen D) Umgang mit Fördermitteln E) Systeme verstehen

Forschung

• Praxisbegleitend • Publikationen • Fachaustausch

2004

wissenschaftliche, multidisziplinäre, schulenübergreifende: Gesundheits- / Heilungs-Konzeption Suchtparadigma

Konsistenzmodell

Systemik

1994

Multiplikation® Gründung delegiert an

• Gründungsberatung • Motivationstag®

12 Schritte®: Prozessweisheit mit christlicher Spiritualität kombiniert Suchtparadigma

Systemik

Die linke Säule zeigt hierarchisch geordnet die Aufgaben des Landesverbandes, der rechte dunkle Kasten umfasst die Organisation Endlich-Leben-Netzwerk. Links oben: der Bundesverband der Suchtkranken- und Lebenshilfe sorgt für • die Koordination und die Gründung weiterer Landesverbänden, • die Schulung der jeweiligen Personen, die die Landesverbände organisieren. Eine Jahreskonferenz der Vorstände der Landesverbände organisiert ein Bundesverband. Damit ist er dafür verantwortlich, dass die Landesverbände alle aktuellen Informationen erhalten über • Pauschale Fördermittel SGB • Projekt-Fördermittel SGB • Fördermittel für Geschäftsstellen • Fördermittel Rentenversicherung Der Bundesverband konzipiert ein Gründungs-Seminar und die jeweiligen Landesverbände oder der Bundesverband führen es durch. Solch ein Gründungs-Seminar kann zum Pflichtbestandteil als Grundlagenseminar ab 2013 während der Pilotphase der Endlich-Leben-Gruppengründung werden. Es enthält folgende Inhalte: • wie gründe ich eine Selbsthilfegruppe? (Allgemein, Verfahrensheft des endlich-leben.net überreichen) • was sind die allgemeinen Methoden und Regeln für Selbsthilfe-Gruppenleitung? (Allgemein und EndlichLeben-Gruppen) • welche Grenzen haben Selbsthilfegruppen? • welche Krankenkassen-Fördermittel stehen welchen Gruppen zu? • wie genau arbeiten Landesverband und Endlich-Leben-Netzwerk zusammen? (Strukturtransparenz) Die NP-Organisation Endlich-Leben-Netzwerk verantwortet die restlichen Module für eine funktionierende Endlich-Leben-Gruppenarbeit. Zertifizierte Seminarangebote oder Trainings werden an das „Institut Christliche Selbsthilfe“ delegiert. Das Schaubild zeigt im gelben Feld den Leistungsempfänger „Gemeinde“:

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Geschäftsordnung2011-Endfassung

1. Die Gemeinde orientiert sich in der Gründungsphase zuerst am allgemeinen Gründungs-Seminar (sofern es in ihrem Bundesland einen Landesverband und damit Zugang zu Fördermitteln gibt) 2. Sie bekommt im zweiten Schritt bei Bedarf Aufbauseminare vom Endlich-Leben-Netzwerk angeboten, die in vier selbständigen Modulen über ein Jahr verteilt die Gruppen-Leiterinnen begleiten. Diese Angebote nennen wir zertifiziertes Training. Gemeinden, die grundsätzlich interessiert sind, sich aber weiter informieren wollen, bietet das Netzwerk vor der Gruppengründung oder auch zwischendurch einen Motivationstag an, der öffentlich Gruppenteilnehmer-InteressentInnen und intern Gruppenleitungs-InteressentInnen motivieren soll (Motivation und Training sind unterschiedliche Zielsetzungen). In Zusammenarbeit mit zertifizierten MultiplikatorInnen gibt es für Gemeinden auch speziell auf ihre Situation zugeschnittene Gründungsberatung. Ganz rechts im Schaubild werden die drei wesentlichen Kernbestandteile des Endlich-Leben-Programms dargestellt: 1994: Die Gründung der Arbeit mit dem Zwölf Schritte-Prozess, kombiniert mit christlicher Spiritualität (unter Verwendung des Suchtparadigmas, familiensystemischer Ansätzen und christlicher Spiritualität). 2004: Das Konzept wird erweitert und vertieft durch den Gesundheits-Ansatz von Prof. Klaus Grawe (das so genannte Konsistenz-Modell). Diese wissenschaftliche, multidisziplinäre, schulenübergreifende Konzeption von Grawe ermöglichte dann den nächsten Schritt: 2009: Es startet die wissenschaftliche Evaluation der Wirkungen von Endlich-Leben-Gruppe auf Grundlage des graweschen Konsistenztheorie 10 und ermöglichte darüber hinaus auch eine vertiefte Prozesswahrnehmung (Selbstevaluation) der einzelnen TeilnehmerInnen durch ein Fragebogensystem, das internetgestützt angeboten wird. Diese drei Bestandteile machen das heutige Endlich-Leben-Programm aus. Zusammen mit den Gemeinden ermöglicht dieses Programm, dass Menschen mit Abhängigkeiten, Ängsten und unspezifischen psychischen Problemen im Rahmen christlicher Gemeinden Hilfe auf Selbsthilfebasis bekommen, die durch das besondere Setting und die Arbeitsmittel nachhaltig wirkt und vor allem fachlich abgesichert ist. •

Regionen: Mittelfristig unverzichtbar: Regionalisierung (2017?)

Eine besondere Bedeutung, die auch in unseren Grundlagen und Werten schon andeutungsweise festgehalten ist, nehmen die REGIONEN ein. Als Strukturelement erhalten die Regionen ihren Auftrag, die tragenden Gemeinden der Endlich-Leben-Gruppen und die Gruppen vor Ort zu unterstützen und zu betreuen. Ideal wäre es, wenn sich regionale Vernetzungen ergeben, die die Funktion übernehmen, sich menschlich und fachlich gegenseitig zu unterstützen, was in einigen Teilen Deutschlands gerade erst beginnt. Dies bedeutet, dass der Aufbau und Weiterentwicklung der Regionen mittelfristig ein besonderer Strategieschwerpunkt des EL-Netzwerks sein wird. Ziel ist es, eine möglichst dezentrale Arbeitsweise zu fördern („Netzwerk“ mit regionalen Knotenpunkten) bei Nutzung einiger zentraler Ressourcen. • Kooperationspartner: Es ist immer sinnvoll mit strategischen Partnern eine Win-Win-Zusammenarbeit anzustreben. Als mögliche KooperationspartnerInnen scheinen folgende Netzwerke oder christliche Werke sich zu eignen. 1. Das Willow-Creek-Netzwerk in Deutschland (Vorsitzender Karl-Heinz Zimmer) will sich seit 2010 als Bewegung für Gemeindeentwicklung aufstellen, die sozial relevant werden (Beispiel: Koalition mit COMPASSIONGruppen). Sie haben als Netzwerk vor kurzem die amerikanischen Selbsthilfegruppen (die ja allermeist 12Schritte-Gruppen sind) entdeckt und wir könnten "ihre natürlichen deutschen Bündnispartner“ sein nämlich als die "christliche 12-Schritte-Arbeit" in Deutschland. Im Augenblick gibt es keine aktuellen Anknüpfungspunkte. 2. AMD (Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste) - hier insbesondere das MIDI-Netzwerk. Helge Seekamp ist auf der MIDI-Konferenz Berlin zusammen mit Hendrik Heyden, der dort in der Vorbereitung als endlichleben.net-Delegierter gewirkt hat. Sie haben gerade in der neusten Ausgabe von MIDI unser Konzept im Rahmen der Willow-Selbsthilfe vorgestellt. Zusätzlich ist neu das Buch "Kirche mit Herz und Hand" mit der Vision von "missionarisch-diakonischen Gemeinden" in Deutschland auf dem Markt. Darum laden wir ja alle Pfarrer und Verantwortliche mit zu dieser Konferenz nach Berlin ein.

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Geschäftsordnung2011-Endfassung

3. Das Blaue Kreuz: 250 Hauptamtliche: In 17 Landesverbänden arbeiten rund 1.200 Selbsthilfegruppen mit ca. 22.000 Gruppenteilnehmern. Ca. 10.000 Mitglieder und Freunde haben sich zur Alkoholenthaltsamkeit verpflichtet. (Im Vergleich: Wir haben knapp 100 Gruppen pro Jahr mit ca. 900 Gruppenteilnehmern, was in 15 Jahren aber auch 14.000 Gruppenteilnehmende waren). In einer Sitzung August 2011 wurden Sondierungsgespräche aufgenommen. Kooperations-Gewinn für das Blaue Kreuz Prinzip: Frontend ausdifferenziert – Backend zusammen

Endlich-Leben.Netzwerk e.V. Geschäftsstelle • Entscheidungen • Administration der MarkenZertifizierung®, • Vertretung (innen/außen) • Marketingstrategie

Autoren Produkte

12-SchritteLiteratur Literatur rund um Markenprodukt

neue Produkte

Literatur rund um Sucht, Ängste, Störungen usw.

Kommunikation

unterstützt Marketingorientierung

• Videokonferenzen • Telefonkonferenzen • Projektmanagement • Sitzungsmanagement Wissenstransfer, technologische Innovationen

angegliederter Betrieb Kooperation für ein gemeinsames Produkt

Blaukreuz-Verlag

• Qualitätssicherungskonzept (Seekamp) • Forschung (Schweiz) • Entwicklungsabteilung® (Seekamp) • Verkauf von Produkten® (Dittert) • Kommunikations-Dienstleistung (Seekamp)

auf Mietbasis per USER

100 Gemeinden

neue Kunden für Gemeinde-Basierte Selbsthilfe

diakonisch-missionarisch-orientiert Mitglieder im endlich-leben.net (78 2010-2011 aktiv)

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Qualitätssicherung • Forschung (vergl. Sozialforschung) • internetgestütztes Messtool

Weiterbildung Teils regional, teils national Training Gruppenleitende


Geschäftsordnung2011-Endfassung

Kooperations-Gewinn für das Endlich-Leben-Netzwerk Prinzip: Frontend ausdifferenziert – Backend zusammen

Endlich-Leben.Netzwerk e.V.

12-SchritteLiteratur

Geschäftsstelle • Entscheidungen • Administration der MarkenZertifizierung®, • Vertretung (innen/außen) • Marketingstrategie

stärkt VorstandsRessourcen

Stärkung der grundlegenden Vision Selbsthilfe

Literatur rund um Markenprodukt

Blaukreuz-Verlag Literatur rund um Sucht, Ängste, Störungen usw.

Kommunikation Autoren finden Verlagspartner

Ressourcen teilen = günstiger

angegliederter Betrieb • Qualitätssicherungskonzept (Seekamp) • Forschung (Schweiz) • Entwicklungsabteilung® (Seekamp) • Verkauf von Produkten® (Dittert) • Kommunikations-Dienstleistung (Seekamp)

auf Mietbasis effizienter

• Videokonferenzen Handbuch • Telefonkonferenz-Kultur • Projektmanagement-Handbuch • Sitzungsmanagement-Handbuch

Qualitätssicherung • Forschung: Methodisch besser • Qualitätssicherungs-VerfahrensKnowhow teilen

Fördermittel gewinnen durch die BlaukreuzLandesverbandsstrukturen Knowhow-Gewinn für die Gemeinden

100 Gemeinden diakonisch-missionarisch-orientiert Mitglieder im endlich-leben.net (78 2010-2011 aktiv)

qualitative Weiterbildung Gemeinde-basierte Selbsthilfe stärken

Weiterbildung der Suchtverbände nutzen Voneinander lernen

4. Gemeindebünde: Mögliche Entwicklungen zeichnen sich ab mit Vineyard D.A.C.H.: Vineyardgemeinden haben viele Jahre mit Endlich-Leben-Gruppen gearbeitet. Wenn überhaupt eine Kirche unserer Arbeit als ganzes nahe steht, dann die Vineyard. Das gleiche gilt für die Deutsche Adventistische Kirche, die durch die Arbeit von Nauens vom Konzept überzeugt ist und überlegt wie sie sie in ihre Kirche konzeptionell integrieren können. Der nächste Gemeindeverband, der strukturell sich engagieren könnte, ist die FEG Deutschland, mit dessen Seelsorgebeauftragten Günter Hallstein wir ja schon einen Seelsorgetag zur Vorstellung des Endlich-LebenKonzeptes durchgeführt hatten. 5. Endlich-Leben-TrainerInnen: Kooperation mit dem katholischen Kloster in Fulda, Ltg. Edith Mause (GEIST und SENDUNG, Fulda). Sie ist interessiert als Supervisorin und Trainerin für das Netzwerk zu arbeiten. Hans-Arved Willberg plant, mit seinem ISA-Ausbildungsinstitut als Supervisor für Endlich-Leben-Gruppen zu arbeiten, sowie in seiner Beratungsarbeit ein Gruppenangebot starten könnten mit der Vision, die Teilnehmenden zu coachen, damit sie Gruppen in ihren Gemeinden gründen. Zusätzlich könnte er das Endlich-Leben-Konzept konzeptionell in seine Ausbildung als Beispiel für Gruppenarbeit einbringen. 6. Kooperation mit der Gefängnisarbeit „Set-Free“ Durch jahrelange Kontakte und Zusammenarbeit gibt es schon eine gute Kooperation mit der Gefängnisarbeit Set-Free (ehemals „Emmaus-Bewegung“) im katholischen Raum unter der Leitung von Schwester Angelika Lang.

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Gesch채ftsordnung2011-Endfassung

Literaturverzeichnis Schwarz, Peter, Robert Purtschert , Charles Giroud . Das Freiburger Management-Modell f체r NonprofitOrganisationen. Bern Stuttgart Wien: Hauptverlag, 2005.

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Geschäftsordnung2011-Endfassung

Fussnoten

Fussnoten <$--ENDNOTES-->

1 Immer

öfter wird man mit dem Begriff „Nachhaltigkeit“ oder „nachhaltiges Handeln“ konfrontiert. Setzt man sich mit der Bedeutung von Nachhaltigkeit auseinander, stellt man fest, dass es aufgrund der vielfältigen Definitionen EINE Nachhaltigkeit gar nicht gibt oder sehr unterschiedliche Absichten und Ideen damit verbunden werden. Eine von vielen Definitionen für Nachhaltigkeit ist: „Das Konzept der Nachhaltigkeit beschreibt die Nutzung eines regenerierbaren Systems in einer Weise, dass dieses System in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise regeneriert werden kann.“ Für das Endlich-Leben-Netzwerk ist ein nachhaltiges Handeln nicht nur ein immerwährender Prozess, sondern ein Weg, der aufgrund der Vielfältigkeit aus vielen kleinen Überlegungen, Schritten und Umsetzungen besteht und dauerhaft ein Prozess bleibt wie die 12 Schritte einen lebenslangen Prozess der Wachsamkeit fördern. 2 (hier http://www.socialnet.de/rezensionen/727.php eine kurze Rezension als Überblick) 3 „Da jedoch Profit-und non Profit-Organisationen nur in grundsätzlichen Eigenschaften gleich, in anderen aber ungleich sind, so sind der Übertragbarkeit von Erkenntnissen der (Profit-) Management-Lehre von non Prophet-Organisationen als besondere Betriebswirtschaftslehre zu konzipieren…“ (S. 32). 4 (konstruktive Transformation des Lebens) 5 (durch die in ihrem System lebenden und wirkenden „transformierten“ Mitarbeitenden und Gruppenteilnehmenden) 6 mehr dazu bei der IGNIS-Akademie: http://www.ignis.de/Seminare/ADHS-Beratungsstelle/Kinder-Mut-MachGruppen/ 7 (das Netzwerk Endlich-Leben-Net ist mit dem MIDI-Netzwerk der AMD in geregeltem Austausch)vgl. http:// www.a-m-d.de/mission-und-diakonie/index.htm. 8 Non-Profit-Organisations-Struktur 9 Dazu existiert die Internet-Plattform www.projekte.endlich-leben.net die alle Mitglieder des Leitungskreises zur Internet gestützten Zusammenarbeit benutzen. Gruppenteilnehmenden bekommen Austausch und Zugang durch die Webseite www.endlich-leben.net und können sich dort freiwillig einloggen. 10 Vereinbarkeits-Theorie der neuronalen und psychischen Prozesse

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Geschäftsordnung des Endlich-Leben-Netzwerks e.V.