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Portfolio Architektur & Lebenslauf

Helge Birke Master of Science in Architecture

2016


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InhaltsAngabe S. 4-5

Lebenslauf

S. 6-15

schlafende schönheit erwache

Thema

S. 16-21

For Example London

Thema

S. 22-29

Sanierung und Aufstockung

Thema

S. 30-33

Ithuba School Wildcoast

Thema

Angrenzend an die ‚Dornburger Schlösser‘ und ihre Gärten soll im Rahmen der IBA Kandidatur der thüringer Gemeinde Dornburg-Camburg ein Tagungshotel entstehen.

Für eine der wenigen Brachflächen Londons, in unmittelbarer Nähe zur ‘City of London‘, soll ein Masterplan entwickelt werden der das denkmalgeschützte Viadukt mit einbezieht.

Die in den dreißiger Jahren erbauten Gebäude der Westerhamerstraße in München Ramersdorf sollen energetisch saniert und aufgestockt werden, sie werden als Sozialwohnungsbau genutzt.

Entwurf, Planung und Bau der Vorschule auf dem Gelände der ‚Ithuba School Wildcoast‘ initiiert durch den Verein ‚Bauen für Orange Farm‘ in Zusammenarbeit mit der Hochschule München.

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Helge Birke Master of Science in Architecture

Geburtstag geboren am 11. Februar 1986 in Freiburg im Breisgau Adresse Tattenkofener Str.12 82538 Geretsried Kontakt E-mail: h.birke@icloud.com Tel.: +49 (0)178 2668302

Fähigkeiten Programme Vectorworks ArchiCAD

Sprachen Deutsch Englisch Spanisch

Photoshop InDesgin Illustrator

Artlantis Studio Cinema 4D

Ausbildung Studium

Schulbildung

10|2013 - 03|2016

Bauhaus-Universität Weimar Studienrichtung Architektur [Master of Science|Gesamtnote: 1,4]

10|2009 - 03|2013

Hochschule München Studienrichtung Architektur [Bachelor of Arts|Gesamtnote: 1,7]

09|2003 - 07|2005

Fachoberschule (FOS) Bad Tölz

Auslandserfahrung

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Workshop

09|2014

Rosario|Argentinien Internationales Semesterprojekt „Usina Sorrento - Südländer 03“

Summerschool

08|2014

Amsterdam|Niederlande „The Big Reset on Neighbourhood Design“

Bauexkursion

02|2013 - 03|2013 08|2012 - 09|2012

Eastern Cape|Südafrika 1. und 2. Bauphase „Schulbauprojekt - Ithuba School“


Arbeitserfahrung Architektur Praktikum

10|2012 - 01|2013 04|2012 - 09|2013

„Steidle Architekten“ Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern

Praktikum

12|2008 - 03|2009

„ARTIFEX Bauunternehmung mbH“ Schreinerei und Zimmerei

05|2007 - 10|2009

Mitbegründer und Gesellschafter der „biegen & brechen GbR“ [Musiklabel]

11|2006 - 10|2009

Tätigkeit als freiberuflicher Filmschaffender in Kurz-, Fernseh- und Kinofilmproduktionen

10|2005 - 11|2006

„Dedo Weigert Film GmbH“ Verleih und Vertrieb von Kameraund Filmequipment

10|2013

3. Platz - Berlin|Humboldthafen „Wohnen in innerstädtischer Lage“ Mitarbeit bei „Steidle Architekten“

6|2013

Anerkennung - München|Maxvorstadt „Neubebauung des Areals Dachauer Straße - Gesundheitszentrum“ Mitarbeit bei „Steidle Architekten“

6|2013

1. Paltz - München|Nockherberg „Folgenutzung der Betriebsfläche der Paulaner-Brauerei“ Mitarbeit bei „Steidle Architekten“

Film, Fernsehen und Musik

Praktikum

Preise und Anerkennungen Wettbewerbe

Interessen

Berge + Sport

Musik

Film + Fotografie

Reisen

Kunst + Kultur

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Schlafende schönheit erwache Universität

Bauhaus-Universität Weimar Professur Entwerfen und Wohnungsbau

Projekt

Master-Thesis Sommersemester 2015

Betreuung

Prof. Mag. Arch. Walter Stamm-Teske

Bearbeitung Helge Birke

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Die Rahmenbedingungen In Dornburg, einem 900-Seelen-Dorf, das auf einem steilen Muschelkalkfelsen über dem Saaletal thront, befindet sich eines der schönsten Park- und Bauensemble des gesamten Thüringer Landes: die drei Dornburger Schlösser. Das Alte Schloss nutzt die Universität Jena regelmäßig als Klausur- und Tagungsort, Rokokound Renaissanceschloss werden als Museen von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten betrieben. Trotz eines landschaftlich außergewöhnlichen und hochwertigen Kulturlandschaftsraumes sind innerörtliche Defizite unübersehbar. Neben fehlender Nahversorgung und Problemen mit der Infrastruktur, gibt es auf dem sogenannten ‚Balkon Thüringens‘ für Touristen und Tagungsbesucher kein Übernachtungs- und gastronomisches Angebot mit Aufenthaltswert.

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Hotelgastbereich 32 Zimmer Weinterrassen

Restaurant & Verwaltung

Parkdeck 18 Stellplätze Restaurant [Bestand]

Das Entwurfskonzept Unter dem Motto ‚schlafende Schönheit erwache!’ arbeitet Dornburg als IBA Kandidat an der nachhaltigen Attraktivität des Ortes. Die Projektidee zielt dabei auf eine feinfühlige, angemessene touristische Entwicklung dieses Saaletal-Abschnitts und eine bessere Anbindung des Ortsteils Dornburg. Als ein Baustein dieser Entwicklungsarbeit soll ein Tagungshotel in direkter Nachbarschaft zu den Schlössern und ihren Gärten entstehen. Die Exklusivität der Hotelanlage soll dabei nicht durch Extravaganz in der Ausstattung erreicht werden, sondern durch die Inszenierung der Landschaft, des Ortes und seiner Besonderheiten. Der Weinanbau, durch Jahrhunderte alte Tradition in der Region und auch im Stadtbild verankert, wird dabei als Thema für das Hotel aufgegriffen. Die neu angelegten Weinterrassen werden von drei großen Treppenanlagen erschlossen und somit für Anwohner und Besucher zugänglich und erfahrbar gemacht. So soll nicht nur der wirtschaftliche Aspekt des Weinanbaus genutzt, er soll gleichzeitig auch zu einem Teil der Gartenanlage werden.

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Die öffentlich zugänglichen Teile des Hotels wie Rezeption, Lobby, Restaurant und auch das Parkdeck, genauso wie die Räume für Verwaltung und Versorgung, integrieren sich in diese Terrassenanlage und verknüpfen so bauliche und landschaftsarchitektonische Elemente miteinander. Der leicht verdrehte Hotelgastbereich sitzt als eigenständiger Baukörper auf der Terrasse. Durch diese Drehung wird die ansonsten stringente städtebauliche Form der Anlage gebrochen, das Gebäude wendet sich zu dem im Tal liegenden Dorndorf und öffnet so den Aussenraum zur Parkanlage der Dornburger Schlösser. Insgesamt kann das Hotel als moderner Abschluss einer Anlage gesehen werden, die sich über die verschiedenen Epochen seiner Entstehung hinweg, die stilistische Individualität und Authentizität seiner Einzelteile bewahren konnte.


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Der Innenraum An der Hangkante und damit den Terrassen vorgelagert, entsteht ein Vorplatz der das bestehende Schlossberg-Restaurant mit dem Hotel verbindet. Im Gegensatz zur Parkanlage ist dieser jeder Zeit zugänglich, kann als Ankommens- und Treffpunkt dienen und ermöglicht zudem einen Ausblick über das Tal. Eine klare Gliederung des Innenraumes soll dem Besucher die Orientierung erleichtern und das Angebot des Hauses auf einen Blick ersichtlich machen. Betritt man das Hotel, öffnet sich der Raum über ein Atrium nach oben hin zu dem Hotelgastbereich. Auf der rechten Seite befinden sich Rezeption und Lounge, dem gegenüber das Restaurant mit Bar.

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Mit Frühstück und Abendkarte soll die hoteleigene Gastronomie das bestehende Angebot vom benachbarten Schlossberg-Restaurant um eine gehobenere Küche erweitern. So können tagsüber Tagestouristen wie Aktivreisende mit Hausmannskost bedient werden, wohingegen abends die Hotelküche mit Spezialitäten aus der Region und speziellem Augenmerk auf gute Weine das Angebot abrundet. Über die zentrale Treppe erreicht man dann den für Gäste vorbehaltenen Bereich des Hotels, in dem insgesamt 32 Zimmer mit vorgesehener Doppelbelegung untergebracht sind. Im 1. Obergeschoss angekommen, befindet sich talseitig eine Sonnenterrasse, die den Gästen in zurückgezogener Atmosphäre den traumhaften Blick über das Tal bietet.


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Die Materialität In seiner Materialität hebt sich der Hotelgastbereich stark von den darunter liegenden Terrassen, die den im Stadtbild weit verbreiteten Muschelkalk aufgreifen, ab. Die großflächig aufgeglasten Fassaden des Zimmertraktes in Kombination mit einem weißen Sichtbeton erzeugen bewusst einen Bruch mit der umliegenden Bebauung und ergänzen das Ensemble um einen weiteren architektonischen Ausdruck.

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Im Innenraum des Erdgeschosses ist die Muschelkalkwand weiß getüncht. Als Bodenbelag spiegelt dort ein widerstandsfähiger, polierter Kunstharz-Estrich die größere Öffentlichkeit dieses Bereichs wieder. Einbauten wie die Lamellen-Decke, Treppe und Geländer oder Rezeption und Bar sind aus einem hellen Lärchenholz.


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For Example London Universit채t

Bauhaus-Universit채t Weimar Professur StadtArchitektur

Projekt

Semester-Projekt Master Wintersemester 2013|14

Betreuung

Prof. Hilde Barz Malfatti

Bearbeitung

Helge Birke | Jenny Fung

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Rahmenbedingungen und Entwurfskonzept Das Planungsgebiet liegt, als eine der wenigen Brachflächen Londons in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum, der ‘City of London‘. Es wird durch die beiden Verwaltungsbezirke, bzw. Boroughs, ‘Hackney‘ und ‘Tower Hamlets‘ geteilt. Es befindet sich somit an der Schnittstelle verschiedener Stadtgebiete, unterschiedlicher Ausprägung. Weitere Einflussfaktoren auf dem Planungsgebiet selbst, sind einmal die im Norden liegende Hochbahn mit Bahnhof, der Station ‘Shoreditch Highstreet‘, der tiefer liegenden Gleise im Süden und der denkmalgeschützte Teil des ehemaligen Güterbahnhofs dazwischen.

Der Projekttitel `klammern‘ weist dabei auf zwei Bedeutungen hin. Zum einen greifen die Bügel wie Klammern über die Hochbahn und die tieferliegende Bahntrasse hinweg und überwinden somit die Barrieren und Schneisen innerhalb des Gebietes. Zum anderen verbildlicht der Titel unsere Absicht die umliegenden Stadtteile neu zu verbinden, verstricken oder eben zusammen zu klammern.

Vernetzung und Baufelder

Projektthema

Verknüpfung der Stadtfelder und -Bezirke durch ein aus der Umgebung generiertes, für Fußgängerverkehr vorbehaltenes, Straßennetz. Es entstehen die späteren Baufelder.

Wolkenbügel überbrücken Gebäudeelemente wie die Hochbahn und die tiefer liegenden Gleise im Süden und verbinden sich mit dem denkmalgeschützten Viadukt.

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Der Entwurf Damit sich der Entwurf auf bestmögliche Weise in das bestehende Stadtgefüge einbindet und ein möglichst homogener Übergang entstehen kann, wird die Lage und Ausrichtung der Achsen innerhalb des Planungsgebietes durch das Raster, das die umliegende Stadtstruktur durch Straßenräume und Bauvolumen vorgibt, bestimmt. Außerdem soll durch die Nord-Süd-Ausrichtung der Bügel die dominante Ost-West-Ausrichtung des Bestandes minimiert und aufgehoben werden.

Cafes, Restaurants und kulturellen Einrichtungen, wie Galerien in dem denkmalgeschützten Viadukt, belebt wird. Sowohl zur Bricklane hin und zu unserem zentralen Platz befinden sich große Treppenanlagen die auf das Viadukt und den dort vorgesehen Park führen. Zudem wurden auch innerhalb des Viadukts Aufgänge geschaffen. Unterschiedliche Höhenebenen machen den Grünraum auf dem alten Güterbahnhof zu einer Art Aussichtsplattform auf die ‘City of London‘. Das Viadukt dient neben dem öffentlich, kulturellen Bereich somit auch als ein Erholungsraum in der Stadt.

Auch auf die Nutzung bezogen, dient die umliegende Stadt als größter Einflussfaktor. So ist für den Kopfteil des Entwurfes, durch die Nähe zur ‘City of London‘, Büro- und Geschäftsnutzung vorgesehen. Für das Viadukt im Zentrum wird dagegen die angrenzende ‘Brick Lane‘ mit ihren Kultur- und Gastronomieeinrichtungen als Vorbild gesehen. Im Norden und Süden des Gebietes überwiegen, ebenfalls durch die Nachbarbebauung bestimmt, Wohnnutzungen. Der Kopfbau weist dabei wie ein Eingangstor zum Gebiet hin und fasst mit den umliegenden Bürogebäuden den Hauptplatz im Zentrum. Die zentrale Ost-West-Achse, die unsere Haupterschliessung innerhalb unseres Gebietes darstellt, läuft an diesen Platz vorbei und wandelt sich im Anschluss in eine Passage, die mit

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Die Wolkenbürgel Die auffälligsten Baukörper innerhalb des Entwurfes sind natürlich die Bügel, sie beinhalten Wohneinheiten. Vom Viadukt ausgehend, neben den übrigen inneren Erschließungskernen, werden die Bögen mit freistehenden Treppenhäusern erschlossen. Ansonsten sind für die, auf das Viadukt treffenden Elemente, um die Öffentlichkeit des Parks auf dem Viadukt hervorzuheben, soziale Einrichtungen vorgesehen. Durch den Materialwechsel in der Fassade, von einer geschlossenen Lochfassade hin zu einer Glasfassade, werden die unterschiedlichen Nutzungen zu dem sichtbar gemacht. Vom dicht bebauten Bürobereich im Westen, löst sich der Entwurf zum ‘Allen Gardens‘ im Osten, also zum Stadtrand hin, immer mehr auf und schafft so einen fließenden Übergang in die Parkanlage.

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Der Entwurf greift Gedanken zur Umgestaltung der Stadt von Kevin Lynch auf: [`Aufforderung zur Umgestaltung´ S.110] „Wir haben die Gelegenheit, unsere neue, städtische Umwelt zu einer einprägsamen Landschaft zu formen: festgefügt, zusammenhängend und klar verständlich. Das erfordert eine Umgestaltung des städtischen Lebensraumes in Formen, die das Auge begeistern, die in den verschiedenen Ebenen von Raum und Zeit aufeinander abgestimmt sind und als Symbole für das städtische Leben dastehen können.“


Schnitt

Grundriss Erdgeschoss | Arbeiten + Wohnen

Die Mews `Mews´ ist ein in erster Linie britischer Begriff aus dem 17. und 18. Jahrhundert und beschreibt in ursprünglicher Bedeutung Ställe, in der Regel mit Remisen unten und Personalwohnräumen oben, um einen zentralen Hof hinter großen Stadthäusern. Das Wort könnte sich auch auf die Gasse oder Straßen beziehen, zu denen sich solche Ställe öffnen. Heute sind die meisten `Mews´ in Wohnungen umgewandelt. Zu einer der Besonderheiten des Entwurfs zählt die Wohnbebauung zwischen den Bügeln, im Norden hin zur ‘Sclater Street‘ und im Süden hin zur ‘Quaker Street‘ - die `Mews. Diese traditionell in Großbritannien verwurzelte Wohnform ermöglicht in unserer Adaption Arbeiten und Wohnen unter einem Dach. Die beiden Nutzungen werden dabei durch ein grünes Zimmer getrennt, das gleichzeitig für die Belichtung der Mews sorgt.

Grundriss Obergeschoss

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Sanierung und Aufstockung Universität

Hochschule für angewandte Wissenschaften München Baukonstruktion|Baustoffe|Klimadesign

Projekt

Semester-Projekt Bachelor Wintersemester 2011|12

Betreuung

Prof. Clemens Richarz | Prof. Jörg Henne

Bearbeitung

Helge Birke | Patrick Eckmayer | Felix Fehr

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Rahmenbedingungen und Entwurfskonzept Die in den dreißiger Jahren erbaute Wohnanlage wird als Sozialwohnungsbau genutzt. Die Anlage schafft für die Bewohner durch die geringe Verdichtung und den Grünzug hohe Lebensqualität. Die Zeilenbauten sind differenziert entwickelt und besitzen deshalb eine eigene Qualität. Aufbauend auf zwei Modulen wurden unterschiedlich lange Zeilen entwickelt. Die Zeilen selbst sind im städtebaulichen Kontext so angeordnet, dass die Eingangsbereiche und der Hofbereich sich jeweils gegenüberliegen. Dadurch entstehen innerhalb der Zeilenbauten eher öffentliche und halböffentliche Bereiche. Die Gebäude der Westerhamerstraße in München Ramersdorf sollen energetisch saniert und aufgestockt werden.

Schritt 1 | Der Dachstuhl des Satteldaches wird rückgebaut und durch ein weiteres Wohngeschoss mit einem Flachdach aufgestockt.

Schritt 2 | Im Bereich der Schlafzimmer wird der Baukörper, um Terrassen zu ermöglichen, ausgenommen. Auf der gegenüberliegenden Seite, im Bereich der Wohnzimmer, wird der Baukörper in Höhe und Breite ausgeschoben, somit entsteht die Möglichkeit auch über die Südseite zu belichten.

Schritt 3 | An die Ausschübe der Aufstockung werden bei den Bestandsgeschossen Balkone angehängt, um auch hier durch eine Austrittsmöglichkeit die Wohnqualität zu steigern.

Schritt 4 | Im Erdgeschoss werden Terrassen hinzugefügt, diese bieten den Bewohnern ein Balkonäquivalent und sollen das hohe Gebäude optisch gründen.

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Der Entwurf Die Studienarbeit befasst sich mit dem städtebaulichen und konstruktiven Entwurf einer Zeilenbebauung. Obwohl die Lage augenscheinlich noch als zentral zu bezeichnen ist, zerfällt die Bebauung hinter dem Ostbahnhof in ein inhomogenes Stadtfeld. Eine Voraussetzung, die für die Fassade etwas zurückhaltendes verlangt das dem Ort nicht noch etwas hinzufügt, sondern eine Konstante bildet die die Baugruppe vereinheitlicht und zusammenfasst. Wir empfanden es als unsere Aufgabe, innerhalb dieses Rahmens trotzdem keine Monotonie zu schaffen, sondern eine Vielfalt innerhalb der Konstruktion zu erzeugen. Enstanden ist eine strukturierte Fassade, die mit einem Materialwechsel in der Aufstockung den Eingriff in den Bestand erkennen lässt und indentitätsstiftend für die Bewohner sein kann. Die

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Aufstockung wird sich in weiten Teilen durch die Ergrauung des Holzes an den Bestand anpassen, die Fassade wird sich durch die Witterungseinflüsse wandeln. Die Grundrisse des Bestandes wurden um eine halboffene Wohnküche erweitert, aus statischen Gründen muss die tragende Wand erhalten bleiben, bei Bedarf kann sie auch wieder geschlossen werden, um einen weiteren Individualraum zu schaffen. Die erhöhten Terrassen des Hochparterre erweitern den Wohnraum um einen privaten Außenbereich der Fußgängern den Blick in die dahinter liegenden Räume erschwert und Distanz schafft. Gleichzeitig unterschreicht eine Treppe auf die Straße den Siedlungscharackter des Quartiers.


83 625 625 625 625 645

3,265

475

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2,12

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1,035

2,05

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2,17

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625 1,315

3,68

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2,91

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1,645

625

1,20

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625

625

625

9,99

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625

1,20

625

625

2,68

25 Ansicht West 55 45

3,39

Grundriss Aufstockung

53,70

1,595 525 4,19 25 4,50 525

Grundriss Bestand


Ansicht West

Schnitt AA 13,05

12,46

11,46

Detail 1

8,86

8,12

Detail 2

5,62

Wandaufbau Aufstockung

U - Wert = 0.11 W/m²K

- Gipskartonplatte, DIN 18180 λ = 0.25 1.2cm - Installationsebene, Steinwolle mit Traglattung 3cm x 7cm ROCKWOOL Flexirock, DIN 18165 - WLG 035, 7cm - OSB -Platte, DIN 12524, als Dampfsperre auf Stoß und geklebt λ = 0.13 2.4cm - Steinwolle in Tragschicht 18cm x 6cm ROCKWOOL Flexirock, DIN 18165 - WLG 035 18cm - Holtfaserdämmplatte, GUTEX Thermowall,DIN 68755 - WLG 040 10cm - Winddichtung, ISOCELL OMEGA Fassadenbahn - Traglattung, Konstruktionsvollholz 5cm x 4cm - Holzfassade, Lärche, geölt, 1.5cm Abstand 5cm x 2.4cm Wandaufbau Bestand

U-Wert = 0.24 W/m²K

- Putzmörtel aus Kalkgips λ = 0.70 - Vollziegel, 1600kg/m³ λ = 0.68 - WDVS-System, GUTEX Holzfaserdämmplatte als Putzträger GUTEX Thermowall, DIN 68755 - WLG 040 GUTEX Verputzsystem λ = 1.00

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1cm 36cm 16cm 2.4cm

Dachaufbau - Gipskartonplatte λ = 0.25 1.2cm - Traglattung, Konstruktionsvollholz 4.4cm x 5cm - OSB-Platte, gestoßen und geklebt, λ = 0.13 2.4cm DIN 12524, als Dampfsperre auf Stoß und geklebt - Steinwolle in Tragschicht, Leimbinder 18cm x 9cm ROCKWOOL Flexirock, DIN 18165 - WLG 035 18cm - Funierschichtholzplatte, Kerto Q λ = 0.13 3cm - Dachabdichtung, Bitumenbahn PV 200 DD λ = 0.17 - Gefälledämmung, ROCKWOOL Keprock, WGL 040 - 2-lagige Bitumebahn, Bitumenbahn PV 200 DD, λ = 0.17 - Kiesschüttung, MOTHER NATURE Deckenaufbau Aufstockung - Trägerbalken, Leimbinder 12cm x 24cm - Funierschichtholzplatte, Kerto Q 3cm - Trittschalldämmung, Knauf Therm EPS 045 DES sm 5cm - Estrich, Fußbodenheizung 6.8cm - Fußbodenbelag, Parkett 2.2cm


Schnitt BB

Detail 3

Detail 4

Grundriss Aufstockung

VSG

A

B B

A

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Material

und

Produktbeispiele

Beispiel 1 | Die Schiebetür SkyFrame der Firma R&G Metallbau AG ist für die Schlafzimmer mit angrenzendem Balkon vorgesehen. Beispiel 2 | Die Fenster der Firma Velfac sind für alle weiteren Öffnungen vorgesehen, Festverglasung oder Drehflügel. [Bild: Velfac 200i] Beispiel 3 | Für die Fassade ist eine horizontale Holzlattung in geölter Lärche vorgesehen. Detail 1 u. 2

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2

7 8 9

3

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4 5

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1

1: Steinwolle in Tragschicht, ROCKWOOL Flexirock DIN 18165 - WLG 035 120mm 2: Dämmkeil 3mm 3: Blech, gefalzt 100mm x 90mm 4: Holzrahmen-Profil, Velfac 200i 5: Aluminium-Flügel, Velfac 200i 6: Motor und Motorbefestigung für Sonnenschutz, Warema 7: Dampfsperre 8: Steinwolle, ROCKWOOL Flexirock, DIN 18165 - WLG 035 60mm x 3mm 9: Sonnenschutz, Holzlamellen 12mm 10: Gipskartonplatte 11: Dichtungsfuge

4

1: Steinwolle in Tragschicht, ROCKWOOL Flexirock DIN 18165 - WLG 035 120mm 2: Dämmkeil 3: Blech, gefalzt 3mm 30mm 4: Holzbrett 5: Dampfsperre 6: Steinwolle, ROCKWOOL Flexirock, DIN 18165 - WLG 035 7: Unterzug Fenster, Konstruktionsvollholz 180mm x 60mm 24mm 8: OSB-Platte, gestoßen und verklebt 9: Installationsschicht, Steinwolle, ROCKWOOL Flexirock, DIN 18165 - WLG 035 70mm

5 2 3

6 7 8 9

1

6 7

2

3 4 5

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Winddichtung, ISOCELL OMEGA Fassadenbahn Blech, gefalzt 3mm putz, Gutex Verputzsystem 24mm Holtfaserdämmplatte, GUTEX Thermowall, DIN 68755 - WLG 040 160mm 5: Vollziegen, 1600kg/m³ 6: Auflage, Funierschichtholzplatte, Kerto-T 30mm 7: Auflage, Funierschichtholzklötze, Kerto-T 20mm 1: 2: 3: 4:


Der Innenraum In der Aufstockung sind zwei Wohnungstypen geplant, eine Ein-Personen-Wohneinheit mit ca. 45qm und eine Zwei-Personen-Wohneinheit mit ca. 60qm. Da die gesamte Wohnanlage in Ost-West-Ausrichtung steht, sollen die Erker und Oberlichter südseitige Belichtung ermöglichen und die Wohnqualität steigern. Das Konzept soll eine höchst mögliche Wohnqualität auf kleinst möglichem Raum verwirklichen. Die Ausmaße der Wohnungen beruhen auf dem Mindestsatz für staatlich geförderten sozialen Wohnungsbau. Detail 3 u. 4 1

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1: 2: 3: 4: 5: 6: 7: 8: 9:

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180mm x 90mm 1: Steinwolle in Tragschicht, Leimbinder ROCKWOOL Flexirock, DIN 18165 - WLG 035 180mm 170mm x 100mm 2: Konstruktionsvollholz 40mm 3: Funierschichtholz, Kertoplatte-T 4: DIN 18165 - WLG 035 30mm x 20mm 5: Traglattung, Konstruktionsvollholz 24mm 6: OSB-Platte 12mm 7: Gipskartonplatte 8: Dichtungsfuge 9: Aluminium Fensterrahmenprofil, Schiebetüt, Skyframe 24mm 10: Fassade, Lärchenholz

5

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9

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Bodenbelag, Parkett 22mm Estrich mit Fußbodenheizung Stahlprofil 3mm Stahlplatte, Unterlage für Skyframe Dampfsperre Aluminiumrahmenprofil, Skyframe Lochblech, Entwässerung Terassenbelag 22mm Traglattung 22mm x 40mm

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10: 11: 12: 13: 14: 15: 16: 17: 18:

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Ausgleichskonstruktion für Gefälle PVC-Dichtungsbahn Gefälledämmung, ROCKWOOL Keprock Notabdichtung, PVC-Dichtungsbahn Funierschichtholzplatte, Kertoplatte-Q Terrassengulli Stahlprofile U-Profil, Stahl, verzinkt Konstruktionsvollholz

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30mm ø 50mm 4mm 130mm x 30mm

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Ithuba School Wildcoast Universität

Hochschule für angewandte Wissenschaften München Wahlfach - Einfaches Bauen in Entwicklungsregionen

Projekt

Semester-Seminar Bachelor Sommersemester 2012

Betreuung

Markus Dobmeier

einfaches Bauen in entwicklungsregionen Der Verein `Bauen für Orange Farm` leistet zusammen mit der Fakultät für Architektur der Hochschule München Entwicklungshilfe für das Studio Mzamba der Ithuba School. 200km südlich der südafrikanischen Großstadt Durban entsteht ein Schulcampus in dem ehemaligen Homeland Transkei, an der Wild Coast in der Region Eastern Cape. Trotz der Demokratisierung und der Eingliederung zu Südafrika, gehört die Region weiterhin zu den ärmsten Bereichen des Landes. Die Ansiedlungen um den Mzamba River bestehen weitgehend aus den traditionellen Rundhütten ohne Strom und fließend Wasser. Die Gewährleistung von Ausbildung und Erziehung ist die wichtigste Aufgabe auf dem Weg zu besseren Lebensumständen. Unterricht und Betrieb der Schule in Mzamba werden durch den österreichisch-südafrikanischen Verein `ithuba ́ , als private Initiative gewährleistet und durch langfristige Unternehmenspartnerschaften finanziert.

Der Verein hat bereits eine Schule am Rande Johannesburgs gegründet. Ins Leben gerufen wurde das Projekt von Christoph Corherr, Chairman von s2arch npo. Die Basis für ein fortlaufenden Erfolg setzt die Unterstützung und Beteiligung europäischer Hochschulen voraus, welche die Gebäude entwerfen und errichten. In der Planung und Bauvorbereitung der Preschool wurden die funktionalen und ökologischen Aspekte eines klimagerechten Gebäudes ebenso berücksichtigt wie die konkrete Realisierbarkeit mit den lokal verfügbaren Baumaterialien. Im August und September 2012 wurden die Bauarbeiten aufgenommen. Im Zuge einer weiteren Bauexkursion derselben Studentengruppe konnte das Gebäude der Preschool im Februar und März 2013 fertiggestellt werden.

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position plan School Ground

Construction Axonometry

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Ground plan School Building 1: 2: 3: 4: 5: 6: 7:

classroom group one porch office washing space toilets rainwatertank septic tank

8: 9: 10: 11:

artroom group one openair classroom classroom group two artroom group two

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10m

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Architektur Portfolio  

von Helge Birke

Architektur Portfolio  

von Helge Birke

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