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Wilder Seegang, volle Kraft voraus:

40 Jahre Greenpeace Mutig, unabhängig, gewaltfrei, international

1971 stechen die kanadischen Gründer von Greenpeace mit ihrem kleinen Schiff “Phyllis Cormack” in See, um die unterirdischen US-Atombombentests auf den Aleuten-inseln vor Alaska zu stoppen. Ein Benefizkonzert finanziert ihre waghalsige Mission. Die Bilder des ersten Regenbogenschiffs gehen rasch um die Welt. Greenpeace ist geboren. Die Hippies, Pazifisten und Umweltschützer der Gründerjahre stecken tausende Menschen mit ihren Träumen an. seither kämpft Greenpeace mit büros in 40 Ländern für den Umweltschutz. Die stets gewaltfreien, oft spektakulären Aktionen erregen Aufmerksamkeit. Die Kampagnen verändern die Welt.

GREENPEACE INTERNATIONAL Greenpeace International, mit Sitz in Amsterdam, koordiniert Kampagnen und unterstützt die nationalen Büros bei der Durchführung. Die Lokalbüros organisieren zudem eigenständige, länderspezifische Kampagnen.

FOTO: OKA BUDHI

Greenpeace in Österreich Engagierte UmweltaktivistInnen gründen 1982 in Wien die „Freunde von Greenpeace“, kurz darauf öffnet das österreichische Greenpeace-Büro seine Türen. Bereits die erste Protestaktion 1983 in Österreich erreicht die Schließung der dioxinverseuchten Trichlorphenolanlage der Chemie Linz. Seit 2000 koordiniert das heimische Büro auch die GreenpeaceArbeit in Zentral- und Osteuropa.


Die Flotte

“ Grenzen gibt es viele: geografische, politische oder solche im Kopf. Greenpeace hat sich von Grenzen selten aufhalten lassen.” Alexander Egit Geschäftsführer von Greenpeace Zentralund Osteuropa

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Ihre Friedensflotte auf Hoher See:

Die Greenpeace-Schiffe sind seit Beginn Herzstück unserer Arbeit: Sie begleiten Kampagnen an vorderster Front und dokumentieren Umweltzerstörung in den entlegensten Gebieten der Erde. Zur Flotte gehören aber auch ein Hubschrauber, ein Leichtflugzeug und ein Heißluftballon.

Rainbow Warrior III

Esperanza

Arctic Sunrise

Die Regenbogenkriegerin

Erste der Eisklasse

Die Eisbrecherin

Das erste von Greenpeace komplett neu

Das einstige Forschungsschiff wurde

Sturmerprobt und seit 1996 Teil der Flot-

gebaute Flaggschiff: 100% ökologisch

2002 für Greenpace umgebaut. Die

te. Davor war sie lange Jahre als Frachter

und kampagnentauglich. Sie stach Ende

Esperanza ist schnell und eignet sich

und Eisbrecher in der Arktis und Antarktis

2011 erstmals in See.

besonders für Einsätze in Eiswasser.

unterwegs.

 Die arctic sunrise ist unterwegs um das sommerliche eisminimum in der arktis zu messen: Die Eisdicke markiert 2011 den tiefsten jemals gemessenen Wert. Die Konsequenzen für Biodiversität und Menschheit sind gravierend: Das Treibeis reflektiert das Sonnenlicht und wirkt so als Klimaanlage unseres Planeten. (Foto: Nick Cobbing)


organisation

“Wenn eine gute Idee am Tisch ist und man was machen will, dann funktioniert das.� Irmi Egger ehemalige KampagnenAssistentin bei Greenpeace

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Wie arbeitet Greenpeace?

Der Kampf für den Umweltschutz erfolgt auf vielen Ebenen. Neben unserer Forschungs-, Informations- und Aktionsarbeit ist auch das Lobbying ein wichtiger Bestandteil der Arbeit.

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Forschung

Information

Aktionen

Das Greenpeace-Forschungs-

Greenpeace steht durch Pres-

Ob der Produktionsstopp

labor mit Sitz in Großbritan-

semitteilungen, Zeitschriften,

einer umweltbelastenden In-

nien ist spezialisert auf Toxi-

Newsletter und die Website in

dustrieanlage, das Blockieren

kologie, analytische Chemie,

ständigem Kontakt mit Medi-

eines Fischtrawlers durch

Biochemie sowie terrestrische

en und UnterstützerInnen.

Schlauchboote oder das

und marine Ökologie. Darüber

Anketten an alte Baumbe-

hinaus werden unabhängige

In Aktionsaufrufen wird die

stände – gewaltfreie Aktionen

Institutionen beauftragt.

Öffentlichkeit mobilisiert.

machen international auf Missstände aufmerksam.

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05

06

Lobbying Politik

Lobbying Firmen

Fundraising

Greenpeace berät die Verein-

Einige Kampagnen richten

Für schnelles und effektives

ten Nationen in Umweltfragen

sich direkt an namhafte,

Handeln brauchen wir Spen-

und betreut nahezu alle

internationale Unternehmen

den von Privatpersonen. Um

internationalen Umweltab-

um Druck auszuüben und

positiv auf künftige Förderer

kommen. VertreterInnen von

schädliche Praktiken zu

zugehen zu können, führen

Greenpeace-Zweigstellen

unterbinden.

wir unsere Fördererwerbung

engagieren sich zudem in

selbst durch.

Fragen lokaler Umweltpolitik.

 Portrait der Greenpeace-Aktivistin Tsai Szu-Ting auf der Rainbow Warrior Mit Aktionen und Infoveranstaltungen versucht die Crew der Rainbow Warrior Bevölkerung und Regierung von der Notwendigkeit von Meeresschutzgebieten zu überzeugen. (Foto: Paul Hilton)


am schauplatz

“Für mich ist dies einer der entscheidenden Umwelt-Kämpfe unserer Zeit. Ölbohrungen in den arktischen Gewässern sind eine ernsthafte Bedrohungen für unser Klima.“ Kumi Naidoo Geschäftsführer von Greenpeace International

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Gemeinsamer Kampf für die Umwelt:

Greenpeace-Chef Kumi Naidoo im Einsatz Das Mutterschiff ‘Esperanza’ ist schon ein Stück weit weg, die Bohrinsel Leiv Eiriksson rückt immer näher. Soeben wurde noch die Videobotschaft aufgenommen,

Die Ölfirma Cairn Energy führt Probe-

wasserfeste Kleidung angezogen und

bohrungen in der Arktis durch und kann

schon kämpft sich Kumi Naidoo im Strahl

keinen Plan vorweisen, der im Notfall eine

des auf ihn gerichteten Wasserwerfers die

Katastrophe wie jene der Deepwater Hori-

30 Meter an Bord der Plattform.

zon im Golf von Mexico verhindern würde.

Kumi naidoo

(Foto: Oliver Tjaden)

Greenpeace-AktivistInnen sind wochen‘Nonviolent Direct Action’ nennt sich

lang vor Ort, versuchen in Überlebens-

Naidoos Unternehmung und niemand

kapseln die Bohrungen hinauszuzögern,

hat darin so viel Erfahrung wie die Orga-

klettern an Deck und verschanzen sich

nisation, die er leitet: Greenpeace.

in Krankabinen. Nachdem die Bohrungen einige Tage aufgehalten wurden, werden sie gemeinsam mit Kumi Naidoo verhaftet – ohne Stellungnahme von Cairn Energy. Obwohl Cairn Energy 2011 kein Öl in der Arktis gefunden hat, sollen die Sondierungen fortgesetzt werden. Auch Greenpeace bleibt weiterhin vor Ort und kämpft für den Stopp des Ressourcen-Raubbaus.

 greenpeace-aktivisten klettern auf die Bohrinsel Leiv Eiriksson Aus Protest gegen Tiefseebohrungen in der Arktis besetzen Greenpeace-Aktivisten die Ölplattform Leiv Eiriksson vor Grönland. (Foto: Steve Morgan)

Aktionen Weltweit: Das Vorgehen gegen Cairn Energy ist nur einer der vielen Kämpfen, die Greenpeace weltweit gegen Umweltverbrechen führt. Schwerpunkt der Greenpeace-Arbeit ist die internationale Kampagnenarbeit zum Schutz der Umwelt. Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen unsere Kampagnen-Themen vorstellen.


Geschichte KLima

Schmilzt das gesamte Eis von Grönland und der West-Antarktis, erhöht sich der Meeresspiegel weltweit um mehr als sechs Meter. Damit sind auch Städte wie London, Hongkong oder New York bedroht.

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Aktiv werden gegen den Klimawandel:

Auf dünnem Eis

Was wir fordern • • Der Schutz des Klimas muss gegen die Interessen der Industriegiganten verteidigt werden.

Was wir tun • • Wir arbeiten weltweit intensiv daran, die Energieversorgung umzustellen.

• • Unsere Kampagnen für den Klimaschutz gelten auch dem Schutz der Wälder, die hohe Mengen an Kohlenstoff binden.

• • Energy[R]evolution now! Greenpeace Seit jeher schwankt das Klima Warme Perioden und Eiszeiten wechseln sich im Laufe der Erdgeschichte ab. Ursachen? Zum Beispiel zyklische Änderungen im Stand der Erdachse. Soweit nichts Neues. Aber: Heute leben knapp sieben Milliarden Menschen auf Erde. Sie verbrauchen innerhalb weniger Generationen jene Kohlenstoffvorräte, die die Erde über Millionen Jahre in Öl, Gas oder Steinkohle angereichert hat. Bei der Verbrennung von Kohlenstoff entsteht das Treibhausgas CO2, das Wärme festhält. Es sorgt dafür, dass sich die Erde aufwärmt − und zwar viel zu schnell.

und EREC (European Renewable Energy Council) haben ein weltweites Szenario entwickelt, das zeigt, wie ein Umstieg auf erneuerbare Energien funktionieren kann. Für Maßnahmen in Österreich liegt eine eigene Studie vor.

Erfolge • • Seit 2010 stoppt Greenpeace immer wieder Bohrversuche von Cairn Energy in arkti-

Wärmer als uns lieb ist Alles weist darauf hin, dass wir bis zur nächsten Jahrhundertwende mit einem Temperaturanstieg von mehreren Grad Celsius rechnen müssen. Das hätte katastrophale Folgen: der Meeresspiegel wird ansteigen und Klimazonen werden sich verschieben. In vielen Regionen der Erde sind die Folgen des Klimawandels bereits spürbar. Ärmere Länder sind besonders betroffen, da Naturkatastrophen ihre leicht verwundbare Wirtschaft am härtesten treffen.

schen Gewässern. Ein Ölteppich in Folge eines Bohrunfalls wäre im sensiblen Ökosystem der Arktis unmöglich zu säubern.

• • Seit 2009 sind alle Autohersteller der EU gesetzlich dazu verpflichtet, klimaschonende Fahrzeuge zu entwickeln.

• • Mit einer jahrelangen Kampagne und eigenen Expeditionen setzt Greenpeace 1991 den Antarktisschutzvertrag durch, der den

Zum Stopp des Klimawandels muss der Mensch seinen CO2-Ausstoß

kommerziellen Rohstoffabbau für mindes-

drastisch reduzieren.

tens 50 Jahre unterbindet.

 Da Vinci's “Der vitruvianische Mensch” im schmelzenden Eis der Arktis: Das Kunstwerk von John Quigley ist ein dringlicher Aufruf, sich den bedenklichen Rückgang des Eises in der Arktis ins Bewusstsein zu rufen und gegen den Klimawandel aktiv zu werden. (Foto: Nick Cobbing)


Geschichte Atomkraft

Jedes Jahr entstehen alleine in deutschen Atomkraftwerken rund 400 Tonnen radioaktive abgebrannte Brennelemente, die zwischengelagert werden m端ssen.

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Die Greenpeace Atom-Eingreiftrupps:

Bitte alle aussteigen!

Was wir fordern • • Kein Bau neuer Atomkraftwerke. • • Keine Laufzeitverlängerungen für AKW. • • Mehr Sicherheit für bestehende AKW. • • Ein Verbot von Atomstromimporten. Was wir tun • • Greenpeace betreibt politisches Lobbying gegen Atomkraft.

Greenpeace spricht sich seit 40 Jahren gegen die Nutzung von Atom-

• • In wissenschaftlichen Studien beleuchtet

energie aus. Trotz zahlreicher Teilerfolge bleibt die Situation brisant. Mit

Greenpeace die Risiken der Kernenergie

Hilfe Ihrer Spende kämpfen die Greenpeace Atom-Eingreiftrupps weiter-

und entwirft Szenarien für den Umstieg auf

hin für ein atomfreies Europa.

alternative Energien.

• • Greenpeace recherchiert und dokumenRund 420 Atomkraftwerke sind nach dem verheerenden Reaktorunfall in

tiert, um JournalistInnen zu unterstützen

Fukushima weltweit noch am Netz. In Europa wächst der Widerstand der

und die Öffentlichkeit über die Atomgefahr

Bevölkerung gegen Kernkraftwerke zusehends. Dennoch liegen die Pläne für hunderte neue Kraftwerke in den Schubladen der Atomindustrie und vieler atomenergiefreundlicher Staaten.

aufzuklären.

• • Die Atom-Eingreiftrupps setzen mit Protesten und Aktionen, wie der friedlichen Blockade der Castortransporte, sichtbare

Atomenergie ist nie sauber Unfälle wie in Fukushima oder Tschernobyl haben gezeigt, dass die Atomstrom-Technologie nicht kalkulierbare Risiken birgt. Dazu kommt, dass der benötigte Rohstoff Uran begrenzt ist und eine geeignete Form der Endlagerung des über Jahrtausende strahlenden Atommülls noch nicht gefunden wurde.

Zeichen.

ERFOLGE • • Mittlerweile werden weltweit mehr Atomkraftwerke geschlossen als neu gebaut.

• • Große InvestorInnen ziehen ihre Gelder ab und der öffentliche Druck gegen Atomkraft

Österreich: Ein Blick hinter die Strom-Kulissen Österreich importiert derzeit noch die Produktionsmenge von etwa zwei durchschnittlichen Atomreaktoren. Das entspricht einem Atomstrom-Anteil zwischen 6 und 15 Prozent des gesamten Imports.

steigt.

• • Deutschland hat den Atomausstieg beschlossen und in der Schweiz soll 2019 der erste Meiler vom Netz genommen werden.

 Castor-Protest auf den Schienen bei Lueneburg: Greenpeace-Aktivisten haben sich an den Gleisen auf der Castorstrecke zwischen Lueneburg und Dannenberg festgemacht. Auf einem Banner fordern sie „Ausstieg aus Gorleben – Stopp Castor“. Die Aktivisten protestieren damit gegen den Castortransport ins niedersaechsische Wendland. (Foto: Daniel Mueller)


Meere

Die Nutzung der Ozeane durch Industrie und Wirtschaft bedeutet meist ihre Ausbeutung, denn sie gehorcht den Gesetzen des Profits.

Für 1 kg Shrimps sterben bis zu 20 kg andere Meereslebewesen. Für 1 kg Seezunge werden etwa 6 kg Beifang getötet.

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Mit Ihrer Hilfe beenden:

Die Seenot der Meere Unser blauer Planet Erde ist zu drei Viertel mit Meeren bedeckt. Im Laufe von Jahrmillionen hat sich die atemberaubende Artenvielfalt der Ozeane entwickelt – sie ist Sinnbild für einen unermesslichen Lebensreichtum.

Was wir fordern • • Großflächige Meeresschutzgebiete zur Regeneration der Artenvielfalt.

• • Eine radikale Änderung der europäischen Der Einfluss des Menschen bringt das Gleichgewicht der Meereswelt in große Gefahr: Ölverseuchte Strände, abgestorbene Korallenriffe, überfischte Meere und radioaktiv verseuchtes Wasser sind traurige, allgegenwärtige

Fischereigesetze.

• • Nachhaltig gefangene Fischprodukte im heimischen Handel.

Zeichen der Zerstörung.

Meeresverschmutzung Industrialisierung und die Konsumgesellschaft hinterlassen ihre Spuren im Meer: Millionen Tonnen an Plastikmüll, Dauergifte, Düngemittel und Abwässer verschmutzen die Ozeane. Algenplagen sind die Folge. Meerestiere verenden. Dauergifte werden über dem Meer abgeregnet und gelangen über die Nahrungskette wieder auf unsere Teller.

Was wir tun • • Greenpeace ist mit drei Schiffen tagtäglich auf den Meeren im Einsatz. Wir kämpfen und forschen vor Ort für den Schutz der Meere.

• • Greenpeace setzt sich auf politischer Ebene für die Ozeane und Meeresbewohner ein, deckt Umweltskandale auf und mobilisiert

Überfischung Meeresfische galten lange Zeit als unerschöpfliches Gut. Heute sind in Europa fast 90 Prozent des Speisefischbestandes überfischt. Die Flotten der industriellen Fischerei dringen von den leergefischten Küstenregionen in entferntere Gebiete und immer größere Tiefen vor. Aggressive Fangmethoden wie die Grundschleppnetz-Fischerei zerstören den Meeresboden. Das Ausmaß der illegalen Piratenfischerei auf hoher See wächst.

die Bevölkerung.

Erfolge • • Seit 2010 ist der Tunfischfang in zwei Gebieten des Westpazifiks verboten.

• • 1993 verbietet die London Dumping Convention radioaktive und andere Industrieabfälle im Meer zu verklappen. Dem Verbot

BEIFANG Jedes Jahr werden mehrere Millionen Tonnen sinnlos getöteter Beifang von Fischereischiffen wieder über Bord geworfen. Unter Beifang versteht man unerwünschte oder zu kleine Fische, sowie Schildkröten, Haie, Seevögel, Robben, Wale und Delfine.

geht eine 15 Jahre währende GreenpeaceKampagne voraus.

• • Nach heftigen Greenpeace-Protesten wird der kommerzielle Walfang 1982 von der Internationalen Walfangkommission verboten.

 Blauhai in einem japanischen Treibnetz: Weil Millionen Delfine, Haie und Schildkröten in Treibnetzen getötet wurden, wurde diese Fischereimethode 1992 von den Vereinten Nationen weltweit geächtet. Dennoch sind unzählige Treibnetze illegal im Einsatz. (Foto: Roger Grace)


urwälder

Alle zwei Sekunden bringen Rodungen ein Urwaldgebiet so groß wie ein Fußballfeld zum Verschwinden.

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Mit Ihrer Spende retten:

Urwald ist unersetzbar

Was wir fordern • • Einen weltweiten Abholzungsstopp. • • Die Errichtung großer Schutzgebiete zum Erhalt der letzten Urwälder und ihrer Biodiversität.

• • Ein Verbot der industriellen Nutzung des Regenwaldes.

Was wir tun • • Greenpeace betreibt Lobbying für den Erhalt Urwälder – Lebensraum für indigene Völker und seltene Tier- und Pflanzenarten – sind von der industriellen Abholzung bedroht. Die weltweite Urwaldfläche ist bereits auf 20 Prozent ihrer einstigen Ausdehnung geschrumpft. Gerodet wird wegen des Tropenholzes und um günstige Flächen für den Anbau von Soja- und Ölpalmplantagen, sowie Weideland

der Urwälder.

• • Wir dokumentieren illegale Rodungen und schreiten direkt ein.

• • Wir stellen Konzerne zur Rede und klären Konsumenten auf.

für die Rinderzucht zu gewinnen.

Waldschutz ist Klimaschutz Die grünen Lungen der Erde, wie etwa der Amazonas oder die Urwälder Indonesiens binden riesige Mengen an Kohlenstoff. Dieser für die Regulierung unseres Klimas essentielle Speicher geht bei der Abholzung verloren.

Erfolge • • Lebensmittelriesen wie Kraft, Nestlé und Burger King reagieren 2010 auf Greenpeace-Forderungen und beziehen kein Palmöl mehr aus dem indonesischen Regenwald.

Urwälder von Morgen schaffen Das Ziel von Greenpeace ist es, nicht nur die Urwälder zu erhalten, sondern auch neue Wälder zu schaffen. Denn nur in riesigen, zusammenhängenden Waldflächen kann sich der Pflanzen- und Tierbestand erholen.

• • Auf Druck von Greenpeace unterzeichnen Brasiliens größte Schlachthöfe 2009 ein Abkommen zum Stopp des Ausbaus von Rinderfarmen auf Kosten des Urwaldes.

• • Seit 2006 besteht für den südamerikaniEuropas letzte Wälder Am Ende der Eiszeit bedeckten Rotbuchenwälder praktisch ganz Europa. Heute sind davon nur mehr ca. 15 Prozent vorhanden. Die größten Bestände an naturnahen Wäldern besitzt mit fast zwei Millionen Hektar Rumänien.

schen Urwald ein Soja-Moratorium, das weitere Abholzungen für Soja-Felder untersagt. Der Greenpeace-Bericht Eating up the Amazon konnte eine Veränderung bewirken.

 Ölpalmplantage in Indonesien: In Indonesien wird für die Produktion und den Anbau von Ölpalmplantagen eine Fläche von 300 Fußballfeldern stündlich abgeholzt. Nicht zuletzt der Lebensraum des Orang-Utans wird dadurch täglich kleiner. (Foto: Daniel Beltrá)


Umweltgifte

Unsere Sinne können die schädlichen Stoffe oft nicht wahrnehmen.

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Was wir mit Ihrer Spende aufspüren:

Unsichtbare gefahren

Was wir fordern • • Ein wirksames EU-Chemikalienrecht mit Zulassungspflichten und Kontrollen.

• • Moderne Recyclinganlagen in Verantwortung der Elektronik-Hersteller.

• • Eine pestizidfreie Lebensmittelproduktion nach biologischen Standards.

• • Den Verzicht auf Plastik. Was wir tun • • Greenpeace setzt sich für den Ersatz von giftigen Chemikalien ein. Wir initiieren Kam-

Täglich produziert die chemische Industrie zehntausende synthetische

pagnen und veröffentlichen Produkttests.

Stoffe. Unter ihnen sind zahlreiche Chemikalien, deren Wirkung auf

• • Der Greenpeace-Report Schmutzige Wä-

Mensch und Umwelt nicht ausreichend getestet werden, bevor sie zum

sche schildert die Vergiftung chinesischer

Einsatz kommen.

Flüsse durch internationale Textilfirmen.

• • Greenpeace fordert die Elektronikbranche Als Folge gelangen krebserregende, erbgutschädigende oder umweltge-

dazu auf, grüner zu werden. Als Kaufhilfe für

fährdende Substanzen – sogenannte Toxics oder Umweltgifte – in Waren

KonsumentInnen dient der Ratgeber Grüne

und Produkte. Betroffen sind Gebrauchsgegenstände wie Handys und

Elektronik.

Computer, Kleidung und Schuhe, aber auch Drogerieprodukte und Lebensmittel.

Die Sondermüllberge wachsen Nicht nur bei der Produktherstellung und -verwendung werden toxische Stoffe freigesetzt, sondern oft weit über die Entsorgung hinaus. Die Gesundheits- und Umweltbelastungen des Kunststoffs PVC sind lange bekannt.

ERFOLGE • • 2011: Die internationale Detox-Kampagne im Bereich Textil hat Riesen wie Nike, Adidas, Puma, H&M und C&A zu dem Zugeständnis gebracht, ihre Produktionen zu „entgiften“.

• • 2010: Argentiniens größte Batteriehersteller müssen für die Entsorgung von zehn

Eine große Herausforderung sind die rasant wachsenden Berge von Elektronikschrott, die beträchtliche Anteile an Giftstoffen wie Blei und Cadmium

Tonnen giftigen Mülls aufkommen.

• • 2008-2009 Österreich: Greenpeace setzt

anthalten. Statt Altgeräte einem sicheren Recycling zuzuführen, werden im-

sich für den stark verschmutzen Fluss Raab

mer noch große Mengen in Entwicklungsländern entsorgt und vergiften die

ein und bewirkt, dass ansässige Firmen ihr

dortige Bevölkerung.

Abwasser klären.

 Illegaler Elektronikmüll in Nigeria: Statt Produkte zu recyceln schicken Industriestaaten giftigen Elektronikmüll in Entwicklungsländer, wo Bevölkerung und Umwelt den giftigen Substanzen schutzlos ausgesetzt sind. (Foto: Kristian Buus)


konsum

Informierte Menschen haben die Wahl. Sie wissen, dass sie die Macht haben, Produktionsmethoden oder Hersteller in Form des Kaufs von Produkten zu unterstßtzen und schwarze Schafe zu meiden.

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Ihre Online-Plattform für bewussten Konsum:

Marktcheck.at Für viele KonsumentInnen ist Umweltschutz ein entscheidendes Kriterium beim Einkauf – sie möchten durch ihr Konsumverhalten ihren Teil zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen. Greenpeace hat deshalb gemeinsam mit Partnerorganisationen die Online-Plattform marktcheck.at gegründet und bietet umfangreiches Wissen zu verschiedenen Themen wie Einkauf, Wohnen, Bauen, Reisen und Mobilität an. In der marktcheck-Datenbank werden Produkte genauer unter die Lupe genommen und hinsichtlich der Kriterien Ökologie, Tierschutz und soziale Aspekte untersucht. Darüber hinaus finden sich in der Datenbank noch ein Firmen-, ein Inhaltsstoff- und ein Gütesiegelverzeichnis.

Keep in mind • • Ein Backrohr verbraucht für die gleiche Kochleistung ca. fünf Mal mehr Energie als eine Herdplatte.

Der ökologische FuSSabdruck Der ökologische Fussabdruck misst jene Fläche auf der Erde, die notwendig ist, um den Lebensstil eines Menschen zu ermöglichen. Das schließt Flächen ein, die zur Produktion der Kleidung, der Nahrung oder zur Bereitstellung von Energie, zum Abbau des erzeugten Mülls und zum Binden des freigesetzten Kohlendioxids benötigt werden.

• • Der richtige Reifendruck hilft Treibstoff zu sparen, daher sollten er regelmäßig überprüft werden.

• • Blumenerde stets ohne Torf kaufen – das schützt die letzten europäischen Moore und hilft zudem, das Klima zu schützen.

• • LED-Lampen sparen mehr Energie als EnerDurch die steigende Bevölkerungszahl stehen derzeit weltweit bereits nur mehr 1,8 Hektar pro Person zur Verfügung. In Österreich liegt der Durchschnitt bei 4,9 verbrauchten Hektar.

giesparlampen, leben länger und enthalten keine Schadstoffe wie Quecksilber.

• • Der Kauf von sparsamen Elektrogeräten und das Abschalten von Standbygeräten sind

Bei diesen Zahlen wird schnell klar: Jeder einzelne muss Verantwortung übernehmen: Wenn wir nicht weniger fliegen, intelligenter mit dem Auto um-

wichtige Beiträge zur Energieeffizienz.

• • Ein einfacher Griff auf den Warmwasserspei-

gehen, weniger Fleisch essen, unsere Häuser besser dämmen und Energie

cher zeigt, ob er gut isoliert ist: Ist er außen

aus erneuerbaren Quellen beziehen, werden wir unsere Welt irgendwann

warm, sollte eine zusätzliche Isolierung

einfach verbraucht haben.

angebracht werden.

 Kornkreis-Aktion gegen Gentechnik: Greenpeace-Aktivisten haben ein 60m großes Fragezeichen in ein Maisfeld von Monsanto geschnitten, das mit einer genetisch veränderen Maissorte (NK603) bepflanzt wurde. Diese Sorte wird von Wissenschaftlern mit Leber- und Nierenschädigungen in Zusammenhang gebracht. (Foto: Michael Desjardins)


Aktiv werden

“Unter dem Banner von Greenpeace zu protestieren sorgte immer für ein großes Trara – und zeigte sofort Wirkung. Proteste und Greenpeace, das war quasi synonym. Keine Firma und kein Politiker konnten sich dem entziehen. Niemand konnte je wissen, wie weit wir gehen würden.” Wolfgang Pekny Gründungsmitglied von Greenpeace Österreich

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aktiv werden für die umwelt

Als Förderer machen Sie durch Ihre Spende unsere Arbeit erst möglich. Wenn Sie sich darüber hinaus für Greenpeace einsetzen möchten, so können Sie dies auf vielfältige Art und Weise tun: Mobilisieren, sensibilisieren, infomieren, verbreiten und – als letztes Mittel – gewaltfrei einschreiten, das ist die Vorgehensweise von Greenpeace.

Aktivist werden

Praktikum bei Greenpeace

Mobilisieren, sensibilisieren, informieren

Greenpeace vergibt Praktikumsstellen für

und verbreiten lauten die Schlagworte

Studierende in den Bereichen Kampag-

und wird nicht zugehört, schreitet Green-

nenplanung, Volunteer-Koordination und

peace gewaltfrei ein. Hinter sämtlichen

Fundraising, Kommunikation und Web-

Aktivitäten steckt viel interne Arbeit und

Verwaltung, Medien-, Foto- und Pres-

im Besonderen der Einsatz von freiwilli-

searbeit.

gen AktivistInnen.

Cyberaktivist werden

Grüner Konsum

Regelmäßig werden Online-Petitionen an

KonsumentInnen haben einen großen

tausende CyberaktivistInnen verschickt,

Einfluss auf die Produktionsstrategien

die von zu Hause aus gegen Umwelt-

von Unternehmen. Greenpeace bietet auf

skandale vorgehen und mit ihren E-Mails

der Plattform marktcheck.at praktische

Druck auf Regierungen und Firmen aus-

Informationen rund um eine nachhaltige

üben.

Lebensweise an.

 greenpeace-aktivisten: Zehntausende Freiwillige und drei Millionen Online-AktivistInnen unterstützen Greenpeace auf vielfältige Weise. (Fotos: Will Rose, Michele Limina)


Spenden

Von jedem gespendeten Euro gehen lediglich drei Cent in die Verwaltung.

Ihre Spende an Greenpeace ist steuerlich absetzbar!

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In guten Händen:

Spenden mit Garantie

Greenpeace finanziert sich bewusst nur durch Privatpersonen und lässt sich weder von Regierungen, noch von Unternehmen oder politischen Parteien unterstützen.

Das Österreichische Spendengütesiegel garantiert den transparenten und sachgerechten Einsatz der Gelder. Seit 2002 wird Greenpeace jährlich von der Kammer der Wirtschaftstreuhänder geprüft und mit dem Spendengarantie-

Mehr Informationen Unsere Jahresberichte finden Sie online auf www.greenpeace.at . Infos für Spendenanliegen Tel. +43 1 545 45 80 E-Mail. spenden@greenpeace.at

Ausweis ausgezeichnet. Von der Rechnungslegung bis hin zu ethischen Fragen wird die Organisation durchleuchtet. Jede Spende wird wirklich dort eingesetzt, wo

Spendenkonto Kto.Nr. 77 07 100 BLZ. 60 000

man sie dringend braucht. Greenpeace ist Mitglied der Qualitätsinitiative Fördererwerbung. Das sichert die Qualität in der Gewinnung neuer Mitglieder: www.qualitaetsinitiative.at

 Rainbow warrior ii in Norwegen: Die Rainbow Warrior II segelte über 22 Jahre mit Greenpeace. Mit Ihrer Spende konnten wir 2011 die neue, verbesserte Rainbow Warrior III fertigstellen. (Foto: Christian Åslund)


“Grenzen gibt es viele: geographische, politische oder solche im Kopf. Greenpeace hat sich von Grenzen selten aufhalten lassen.” Alexander Egit Geschäftsführer von Greenpeace Zentral- und Osteuropa

Impressum Medieninhaber, Verleger & Herausgeber: Greenpeace in Zentral- und Osteuropa Fernkorngasse 10, 1100 Wien, Tel.: +43 1 545 45 80, E-Mail: service@greenpeace.at, www.greenpeace.at REDAKTION: Brigitte Bach, Alberto de San Antonio, Robert Korbei, Kreation: Studio Deluxe (www.studiodeluxe.at), Produktion: gugler crossmedia (www.gugler.at) Mit Druckfarben aus nachwachsenden Rohstoffen klimaneutral auf 100 % Recyclingpapier gedruckt.


Foto: FOTO:Oka OKABudhi BUDHI


Geschichte

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