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6 4 Eine Auswahl der wichtigsten Firmen, welche heute global UC vorantreiben. 5 So teilten sich die ca. 5 Mrd. Dollar Einnahmen durch UC in einzelne Segmente auf. 6 Durch Partnerschaften können die Stärken der verschiedenen UC-Anbietergruppen zusammengebracht werden.

und natürlich durch entsprechende Visionen und Applikationen von Microsoft (Bild 4). Am Beispiel von MS Office Communications Server sehen wir Anwendungen wie Enterprise Instant Messaging, Enhanced Presence, MultiParty Web Conferencing, Software-powered VoIP oder Call Management. Sehr weit fortgeschritten sind in vielen bereits Applikationen für mobile Mitarbeiter im Bereich Service, Verkauf usw.

Geografisch fällt auf, dass bei UC südliche Länder wie Spanien oder Italien weiter sind als z. B. UK. Die grosse Mehrheit der Unternehmen glaubt auch an die zunehmende Konvergenz als Basis für UC. Bild 5 zeigt den momentanen geschätzten Markt von UC und dessen Segmente. Die Hauptprobleme sehen die Anwender von UC in der Sicherheit – auch die interne Sicherheit. Die Inte-

Genaue Erfassung der Bedürfnisse vor der Umsetzung Ralph Tonezzer (Bild 7), Bereichsleiter Banken, Versicherungen, Industrie AWK Group, zeigte auf, wie IT-Manager mit Videotelefonie, besserer Mobilitätsunterstützung, Unified Messaging und Web-Collaboration umgehen sollten und umgehen. Im Einzelnen erläuterte er folgende Punkte aus seiner Erfahrung als Berater: 1. Bedürfnisse abklären: Was benötige ich jetzt – und was in Zukunft? Dazu gehören Fragen wie: «Wie kommuniziere ich mit meinen Mitarbeitern? Welche Telefone (Fest/Mobile/Soft) brauche ich? Brauche ich VideoKonferenzen?» 2. Treiber für Business Case identifizieren: Unterschiede z. B. zwischen multinationalem Grossunternehmen und KMU (Investitionsbudget, Kultur usw.), Komplexität bedeutet vor

Elektrotechnik 10/08 | 79

Telematik & Multimedia

gration von IT und TK, die Einhaltung von Vorschriften (Compliance), sowie das Angebot von flexiblen Lösungen sind weitere Hürden. Rechnet sich die Investition in UC? Nach einer Umfrage von IDC bejahen die Firmen dies zu 56% ganz klar. UC basiert heute hauptsächlich auf SIP (Session Initiation Protocol): SIP ist ein Netzprotokoll zum Aufbau einer Kommunikationssitzung zwischen zwei und mehr Teilnehmern, speziell im IP-Umfeld. Sessions können beliebige Multimediaströme, Konferenzen, Computerspiele usw. sein. Über eine SIP-Adresse kann die aktuelle IPAdresse eines Teilnehmers ermittelt werden. Das Protokoll bildet die Basis für E-Mail und Telefonie, ist permanentes Teil der IMS-(IP Multimedia Subsystem)Architektur und der Intelligenz in Network Edge. Der Trend aller wichtigen Anbieter geht klar in Richtung standardisierte Lösungen. Von den Anbietern im IT-Service-Umfeld (wie IBM, HP, T-Systems, BT, Swisscom Solutions usw.) erwarten die Anwender die besten Lösungen. 55% der Sprach- und Datennetzwerke werden in Westeuropa von eigenen Angestellten gemanaged, 29% von Outsourcern und 16% beziehen gemanagte Services. Die Angebotsseite ist noch relativ chaotisch, d. h. man findet fast alle Formen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Auch hier scheinen IT-Serviceanbieter und Systemintegratoren relativ gut aufgestellt. Kein einzelner Anbieter kann alles abdecken, deshalb werden Partnerschaften bedeutend werden (Bild 6).

ET-TEST  

Elektrotechnik, Automation, Telematik, Gebäudetechnik

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