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Elektroplanung & Beratung

3 2 Dieser Wasserstrahl ändert seine Farbe, dank den LED, je nach Wassertemperatur. 3 Intelligentes Wohnen braucht intelligente Planung, Einblick in eine werkeübergreifende Koordinationssitzung.

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wachung, Storensteuerung und Kinderzimmer-Überwachung mit eingebaut werden. Der Möglichkeiten gibt es heute schon genügend. Und es ist wichtig, dass für allfällige Zukunftsausbauten genügend Reserve wie Rohre, Kabelkanäle und Abzweigstellen eingeplant werden. Nur so lassen sich solche Systeme zukunftsweisend gestalten. Denn nachträglich irgendwelche Leitungen kreuz und quer durch das Haus zu verlegen, ist nicht nur teuer, sondern vielfach auch fast unmöglich. Drei Schaltschränke beherbergen das Herz der installierten Automations- und Elektroinstallationen. Dabei ist natürlich nicht die Meinung, dass alle Systeme bei jedem Projekt verbaut werden müssen. Vielmehr werden hier drei unterschiedliche Kabel-, Installations- und Steuerungssysteme gezeigt. So lassen sich die verschiedenen Features für die gefragte Projektlösung optimal finden. Fachleute der Planungs- und Installationsfirmen können dem Bauherrn und Bauträger die besten Lösungen konkret vorschlagen. Der Kunde kann sich so optimal ein Bild machen von der Technik, die sein Leben nicht nur beeinflussen, sondern auch vereinfachen wird. Ein Heimkinogefühl erster Klasse etwa repräsentieren ein versenkbarer Deckenbeamer und eine Leinwand, die ebenfalls von der Decke herunter-

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kommt. So lässt sich Fernsehen im Breitbildformat und Surround-Sound heute schon gut realisieren. Und das ohne Kabel, die wild im Wohnzimmer herumhängen. Die Kabel und Lautsprecher sind optimal platziert und in entsprechenden Plätzen und Kanälen untergebracht. Moderne Elektroplanung positioniert die Dimmer der einzelnen Lampen nicht mehr an der Lampenstelle oder beim Schalter, sondern zentral, zum Beispiel im Keller. Dadurch werden die Stromleitungen im ausgeschalteten Zustand wirklich potenzialfrei, empfindliche Menschen, die sensibel auf Elektrosmog reagieren, werden das zu schätzen wissen. Eine solche Ausführung bedingt allerdings, dass man bereits schon am Anfang daran denkt, denn es ergibt sich eine ganz andere Art der Verkabelung. So wird sich oft im Keller eines Hauses ein mehr oder weniger grosser SchaltSchrank befinden, der die Dimmer, Schützen und Relais und Verbindungsstellen der Haustechnik zur Aussenwelt wie allfällige Transformatoren, Anschlüsse und mehr zentral beherbergt. So werden auch nachträgliche Änderungswünsche und Bedürfnisse der Bauherren und Wohnpartner optimal berücksichtigt und können ohne Probleme und Kostenexplosionen auch realisiert werden.

Wasserstrahl leuchtet farbig Wie wichtig ein integriertes Denken der einzelnen Teilbereiche ist, zeigt ein kleines Beispiel. So kann der Wasserstrahl im Wasserbecken der Küche selbst beleuchtet werden. Die Farbe des Lichtes wechselt dabei je nach Wassertemperatur von Blau zu Rot. Durchaus machbar und ein nettes Detail einer modernen Küche. Ohne Stromanschluss und Temperatur-Sensoren an der richtigen Stelle aber nachträglich fast unmöglich zu realisieren. Wichtig ist es, dass die beteiligten Firmen wissen, was es heute am Markt gibt und welche Möglichkeiten in Zukunft noch greifbar werden. «Zusammen mit den Kooperationsfirmen von inhouse.ch werden jeweils Ende Oktober die Themen und Trends erarbeitet, die im Folgejahr umgesetzt und sichtbar gemacht werden», präzisiert Dieter Hohl diesen Punkt. «Und das ist der entscheidende Vorteil unseres Konzeptes», ist Hohl überzeugt. Nur wenn die einzelnen Handwerker und Baufirmen miteinander kommunizieren, können ideale Lösungen gefunden werden. Das kann den Kunden und Interessenten wirklich wertvolle Informationen vermitteln. Heute und vor allem auch morgen. Futuristische Wohnszenarien In der Küche stehen und gleichzeitig Bildschirm, Rollläden, Lüftung, Fernse-

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