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Infrarot-Sendediode

Abschirmung Fotodiode

Monatsthema

Raucheingang

Fotodiode

Kleger

Rauch streut Licht

13

Insektengitter

Umgebungslichtblende

13 Prinzip des Rauchmelders. Wenn Rauch in die Kammer dringt, werden die infraroten Lichtstrahlen zur Empfängerdiode reflektiert.

stören sich die Funksignale mehrerer Melder gegenseitig. Um dem vorzubeugen, senden die Funksender zeitversetzt, das gleiche Signal wird innerhalb von 2 s viermal übertragen und dies zu einem zufälligen Zeitpunkt. Bei der verdrahteten Alarmtechnik werden sämtliche Melder mit der Zentrale verdrahtet. Sie werden entweder unmittelbar an die Zentrale angeschlossen oder mit anderen Meldern in Reihe geschaltet; ausgewertet wird der Strom. Im Ruhezustand ist der Stromkreis geschlossen. Löst ein Melder aus, so wird der Stromkreis innerhalb des Melders unterbrochen. Die Unterbrechung wird von der Zentrale als Alarm gewertet. Eine andere Möglichkeit, die Zentrale mit den Meldern zu verbinden, bietet die Busverdrahtung. Hier erfolgt die Kommunikation nicht über den gemessenen Strom, sondern über ein Protokoll, dabei hängen alle Melder parallel auf einer Busleitung. Tabelle 1 zeigt Entscheidungskriterien für oder gegen eine Funkalarmanlage erfolgt schnell und einfach. Installation von Sensoren Im Normalfall arbeiten Alarmanlagen nach dem sogenannten Ruhestromprinzip (NC – normally closed). Mehrere Sensoren können gemäss Bild 10 oben in Serie verdrahtet werden. Alle Kontakte (z. B. Fensterkontakte) müssen geschlossen sein, im Alarmfall öffnet der Kontakt des angesprochenen Melders. Ein Kabelbruch wird sofort erkannt, hingegen eine Sabotage durch Kurzschliessen der Leitung nicht. Diese Technik lässt sich aber verbessern, wenn beim letzten Melder in der Leitung ein Widerstand eingebaut wird (Bild 10 unten). Jetzt werden eine Überbrückung als auch ein Unterbruch der Leitung von der Zentrale erkannt.

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Eine Sabotage wird somit sehr schwierig. Der Nachteil bei der Serieschaltung mehrerer Melder besteht darin, dass im Alarm- oder Fehlerfall die Zentrale nicht weiss, welcher Melder angesprochen hat, sondern nur welche Linie. Diesem Problem wird heute so begegnet, dass man nur ganz wenige Melder in Serie schaltet oder sogar für jeden Melder eine separate Leitung zur Zentrale verlegt. Damit ist auch schon klar, dass dies zu einem enormen Verkabelungsaufwand führt; doch auch dieses Problem lässt sich lösen. Busverdrahtung Bei der Bustechnik (Bild 11) werden über ein zwei- bis vierpoliges Kabel die Melder sowohl mit Strom versorgt als auch der Datenaustausch mit der Zentrale bewerkstelligt. Die Melder sind alle parallel auf dem Buskabel. Die Zentrale weiss hier ganz genau, welcher Melder was für Informationen liefert. Beim Scharfstellen der Alarmanlage wird z. B. im Klartext auf dem Bildschirm angezeigt, welches Fenster noch nicht geschlossen ist. Melder für ein Bussystem sind natürlich deutlich teurer als einfache Fensterkontakte, lassen sich aber einfacher verkabeln. Arten der Alarmmeldung Wenn ein Melder anspricht, so gibt es verschiedene Möglichkeiten der Alarmierung (Bild 12). Es ist die Aussensirene und/oder Blitzleuchte ansteuerbar; diese macht Nachbarn auf den Einbruch aufmerksam. In diesem Fall kommt der Einbrecher unter Stress, denn jetzt kann er nicht mehr unbemerkt arbeiten. Es ist aber auch ein stiller Alarm an eine Zentrale möglich, die dann z. B. einen Wachdienst oder vordefinierte Perso-

nen über einen Telefonanschluss anruft. Selbstverständlich können moderne Zentralen auch mehrere private Personen anrufen. Weiter kann die Alarmzentrale auch das Licht im ganzen Haus einschalten, wenn ein Raumautomationssystem vorhanden ist. Moderne Alarmzentralen erlauben aber auch die Verarbeitung von technischen Meldungen. Dadurch wird z. B. eine Alarmmeldung abgesetzt, wenn Rauch detektiert, ein Wasserschaden, Gasaustritt oder technischer Fehler (Strom-, Heizungsoder Kühltruhenausfall) auftritt. Technischer Schutz Immer wieder werden durch kleinere und grosse Brände Sach- und Personenschäden verursacht. Dabei sind die Brandursachen und der Brandverlauf sehr unterschiedlich. Der Grad der Zerstörung richtet sich nicht unerheblich nach dem Zeitpunkt der Entdeckung eines Feuers. Je frühzeitiger ein Brand entdeckt wird, desto grösser sind die Chancen zur Schadensbegrenzung. Tagsüber kann ein Brand durch die allfällige Anwesenheit von Personen oft rasch entdeckt und ohne grosses Aufgebot bekämpft und gelöscht werden. Heimtückisch sind Brände, welche in den nächtlichen oder frühmorgendlichen Stunden ausgelöst werden. Etwa 70% der Brände mit Todesfolge ereignen sich zwischen 23 und 7 Uhr. Dabei ist in 4 von 5 Fällen die Todesursache eine Rauchgasvergiftung. Schlafende Personen nehmen erwiesenermassen weder den Brandgeruch noch die Rauchentwicklung wahr, da im Schlaf der Geruchssinn fast vollständig ausgeschaltet ist. Rund 80% der Brände ereignen sich übrigens in Privathaushalten. Eine frühzeitige Detektion eines Brandherdes kann Sach- und Personenschäden reduzieren oder gar Leben retten. Neben gebäudetechnischen Vorkehrungen und Präventivmassnahmen haben sich heute sogenannte Feuer- oder Rauchmelder, welche einfach in Räumen installiert werden können, als sinnvolle Schutzmassnahme etabliert. Nebst dem wichtigsten Rauchmelder existieren auch noch Gasmelder und Wassermelder. Die Gasmelder sind dann angebracht, wenn im Hause eine Gasheizung oder auch eine Gaskochanlage installiert ist. Wassermelder können dann von grossem Nutzen sein, wenn im Wohnbereich gewaschen wird. Hier kann ein Rohrbruch oder Ventilschaden verheerende Auswirkungen haben. Optischer Rauchmelder Die gängigsten Rauchmelder arbeiten über ein optisches Prinzip, nach dem so-

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Elektrotechnik, Automation, Telematik, Gebäudetechnik

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