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Monatsthema

9 Zentrale

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8 Funkbewegungsmelder von Trigress Security AG. 9 Funknotrufsender von Trigress Security AG, die auch um den Hals getragen werden. 10 Verkabelung nach dem Ruhestromprinzip – alle Melder haben geschlossene Kontakte, unten mit Widerstand manipulationssicher.

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öffnet sich der Schalter. Der Stromkreis wird unterbrochen, was von der Alarmzentrale registriert wird. Mit einem Magnetkontakt werden «Öffnungen» wie Türen, Fenster, Luken und Deckel abgesichert. Der Kontakt wird am festen Teil (Tür- Fensterrahmen) montiert, der Magnet kommt an den beweglichen Teil der Tür oder des Fensters. Der Maximalabstand zwischen Reed-Kontakt und Magnet ist von Melder zu Melder verschieden – er liegt in der Regel bei mindestens 1 cm. Montiert wird der Öffnungsmelder am besten in der oberen Mitte der Tür oder des Fensters. Ob die Montage parallel, stirnseitig oder orthogonal erfolgt, spielt bei den meisten Öffnungsmeldern keine Rolle. Auf jeden Fall darf der Magnetkontakt nicht am unteren Fensterrahmen montiert werden, weil sonst ein Kippen des Fensters noch möglich ist. Erschütterungsmelder und Körperschallmelder detektieren Schall und Vibrationen, die bei Einbruchsversuchen entstehen. Sie unterscheiden sich in erster Linie hinsichtlich der Schallfrequenz, auf die sie reagieren. Ihre Einsatzorte sind somit verschieden. Vibrationsmelder erfassen die Erschütterung der Fläche, auf die sie montiert sind (Bild 6). Es gibt sie sowohl in rein mechanischer als auch in elektronischer Bauart. Erschütterungsmelder überwachen Flächen, die nicht durchbrochen werden dürfen. Zum Beispiel: Fenster, Türen, Leichtbau-

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4k7 Wenn Dauermagnet genügend nahe bei Readkontakt ist (Fenster, Türe geschlossen), ist auch Kontakt geschlossen.

wände (aus Holz und Glas) bewachen aber auch Gegenstände, die nicht bewegt werden dürfen: Tresore, Vitrinen, etc. Diese kommen im Privatwohnungsbereich nur selten zum Einsatz. Glasbruchmelder reagieren auf zerbrechendes Glas. Sie werden meist in Kombination mit einem Öffnungsmelder eingesetzt (Bild 7). Man unterscheidet zwischen einem passiven, aktiven und einem akustischen Glasbruchmelder. Eine besonders sichere Art, Fensterscheiben abzusichern, erreicht man mit einer Alarmspinne. Passive Glasbruchmelder sind sehr kleine Bauteile, die direkt auf eine Scheibe geklebt werden. Sie reagieren auf Schwingungen im Ultraschallbereich (0,12...1 MHz), die typischerweise bei Glasbruch entstehen. Ein Piezo-Kristall im Glasbruchmelder reagiert auf Schwingungen der Fensterscheibe und erzeugt elektrische Impulse. Ein nachgeschaltetes Filter wertet die Signale des Piezo-Kristalls aus. Der beste Montageort für einen passiven Glasbruchmelder ist in einer Ecke auf der Scheibe. Der Melder wird direkt auf das Glas geklebt. Der Überwachungsradius eines passiven Glasbruchmelders liegt zwischen 1...2 m. Passive Glasbruchmelder eignen sich für Isolierglas und Doppelscheiben. Der aktive Glasbruchmelder sendet mehrmals pro Sekunde Schwingungen im Ultraschallbereich auf die Scheibe und vergleicht die Reflexion mit den gespeicherten Daten. Er hat zwei unterschiedliche Messsysteme. Beide müssen gleichzeitig auslösen, damit ein Alarm erfolgt. Sobald sich ir-

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gendetwas am «Schwingungssystem Fenster» verändert (bei Glasbruch, aber auch beim Bekleben der Scheibe), reagiert die erste Messeinheit. Die zweite Messeinheit überprüft deshalb zusätzlich die für einen Glasbruch typische Schallfrequenz. Bewegungsmelder sind einfach zu installieren und überwachen grossflächig. Es wird zwischen PIR-, Ultraschall- und Mikrowellenbewegungsmeldern unterschieden. Der PIR-Melder empfängt ein Wärmebild seiner Umgebung. Bei Änderung dieses Bildes, z. B. Erfassung eines Menschen, wird eine Temperaturänderung erkannt und Alarm ausgelöst (Bild 8). Die Ultraschall-Bewegungsmelder senden einen Ultraschallpuls aus und kontrollieren das Echo. Wenn eine Person im Raum ist, wird das Echo früher eintreffen, als wenn nur die Raumwände reflektieren. Der Mikrowellen-Bewegungsmelder funktioniert ähnlich wie die Ultraschallsensoren, arbeitet aber nicht mit Schallwellen, sondern mit elektromagnetischen Wellen im Mikrowellenbereich. Es gibt auch Kombinationen von PIR und Mikrowellen. Mikrowellensensoren haben den Vorteil, dass sie auch versteckt hinter einer Holzabdeckung montiert werden können. Funk-Notrufsender gibt es als Zubehör von vielen Herstellern (Bild 9). Mit diesen rufen z. B. alte Leute per Knopfdruck medizinische Hilfe an über ihre Funkalarmzentrale. Häufig haben in diesem Fall die Alarm-

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