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richtungen eine entsprechende GA-FL und natürlich «seine» Anzahl an Funktionspositionen im LV. Die Kommunikationsfunktionen müssen auf beiden Seiten kalkuliert werden. Gemeinsame Datenpunkte Gemeinsame Datenpunkte (shared data points) beziehen sich auf Eingabe- oder Ausgabefunktionen für Datenpunkte, die sowohl im betrachteten System als auch im Fremdsystem gemeinsam verwendet werden. Gemeinsame DP entstehen bei der Systemintegration vernetzter Automationseinrichtungen unterschiedlicher Systemerrichter oder bei Systemintegrationsprojekten mit Fremdgeräten. Bei der Systemintegration mit gemeinsamen Datenpunkten ist es erforderlich, Dateninhalte, Dienste sowie Client und Server der Daten zu festzulegen. Hierzu werden die BACnet-Interoperabilitätsbausteine (BACnet Interoperability Building Blocks – BIBBs) verwendet. Die Clients (Anforderer von Daten oder Diensten) werden als «A»- Einrichtungen und die Server (Bereithalter von

Daten oder Diensten) als «B»-Einrichtungen beschrieben. Falls erforderlich, kann in der GA-FL diese Zuordnung angegeben werden. Dabei ist zu beachten, dass Client und Server nur Software-Funktionen beschreiben und nicht, wie häufig irrtümlich angenommen, dedizierte Geräte oder Einrichtungen – eine Einrichtung kann gleichzeitig Client und Server sein. Eine genaue Beschreibung der BIBBs und weiterer Regeln für die Interoperabilität mit BACnet wird in Folge 6 vermittelt. Hinweis: Diese Folge basiert auf einer Reihe von Fachartikeln von Dipl.-Ing. Hans R. Kranz, Berater bei HAK Unternehmensberatung und Leiter verschiedener GA-Normierungsgremien. Von ihm stammt auch das umfassende Fachbuch «BACnet Gebäudeautomation 1.4», 2. überarbeitete Auflage Oktober 2006, 448 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und Hinweisen für die Ausschreibung (Bezugsquelle: www.cci-promotor.de). ■ Richard Staub, www.bus-house.ch

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Elektrotechnik 10/08 | 33

Installations- & Gebäudetechnik

c) Managementfunktionen, unterteilt in Kommunikation (z. B. für gemeinsame Datenpunkte) und Betriebsdatenspeicherung d) Bedienfunktionen, unterteilt in optische Anzeige- und weitere Meldefunktionen. Die Management-Kommunikationsfunktionen sind im Beispiel (Bild 5) aufgeführt, weil ein Datenaustausch der Automationseinrichtungen mit einer fremden Bedieneinrichtung vorgesehen ist. Bedienfunktionen sind in diesem Fall nur zur Information des Automationsherstellers enthalten, was in einem LV eindeutig zu erklären ist, es könnten auch zusätzlich «homogene Bedienfunktionen gefordert sein». Die Zuordnung der Engineering-Dienstleistungen (Funktionen) muss grundsätzlich eindeutig sein – es darf weder Überschneidungen (Doppelungen) noch Lücken geben. Der Bediensystemhersteller bekommt diese GA-FL im umgekehrten Sinne. Für den Fall, dass Management-Funktionen für Statistiken etc. gefordert sind, bekommt auch der Hersteller der Managementein-

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