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Neuer Katalog Licht gratis unter www.w-f.ch

Nun ist er da, der neue Katalog Licht 2008 / 2009! Profitieren Sie vom erweiterten, umfangreichen Angebot an Beleuchtungsartikeln und nützlichen Hilfsmitteln für die Lichtplanung.

Wir wissen, was der Elektriker braucht.

über eine totale Förderkapazität von 1000 Liter pro Sekunde. Anschlusswert pro Maschine:1,4 MW. Jeder Pumpenmotor wird ab einem eigenen Transformator von 16 kV/400 V/2000 kVA gespeist. Daneben werden die spezifischen tunneltechnischen Sicherheitsvorkehrungen konsequent eingehalten. Und sollte der Installationsplatz einmal weder über die Strasse, die Bahn oder per Helikopter erreicht werden können, wird die Baustelle aus sicherheitstechnischen Überlegungen geschlossen. In den letzten sechs Jahren sei das aber erst einmal passiert, erinnert sich Bruno Wilhelm. Für die gefahrlose Nutzung der elektrischen Provisorien im Baulos Sedrun sorgen rund 3000 Fehlerstromschutzeinrichtungen (RCD, Residual Current Device). Anlagen bis zu einer Anschlussleistung von 400 A wird ein RCD vorgeschaltet. Allein für deren Unterhalt und Kontrolle ist ein Elektriker vollamtlich beschäftigt. Der Potenzialausgleich erfolgt über ein Kupferband 4 x 30 mm2. Muss die Installation erweitert werden oder fällt ein Anlageteil aus, liegt das Material im Elektromagazin bereit. Alles ist fein säuberlich eingeräumt. «Das Material muss jederzeit einsatzbereit sein. Meine Leute müssen trotz des rauen Klimas sehr sorgfältig arbeiten. Just-in-time-Lieferungen funktionieren hier nicht», erklärt Bruno Wilhelm die Logistik. Was für die Elektriker ihr Elektromagazin ist, sind für die Mechaniker ihre Werkstätten. Lange Unterbrüche verträgt das Jahrhundertbauwerk nicht. Recycling auf der Baustelle Im Teilabschnitt Sedrun fallen pro Tag bis zu 6500 Tonnen Ausbruchmaterial an. Diese werden in 130 Tunnelzugladungen zu den Förderanlagen gebracht. Vom Ausbruchmaterial wird der grösste Teil als Betonrohstoff wiederverwendet. Der Kreislauf ist praktisch geschlossen, denn die Betonherstellungsanlage steht im Schachtfuss, dort, wo der Beton gebraucht wird. Mit dem Material, das nicht wieder verwendet werden kann, das sind täglich etwa 2500 Tonnen, wird ausserhalb von Sedrun ein Tobel aufgefüllt. Der Aushub gelangt über eine geschlossene Förderbandanlage dorthin. Nicht nur die Sicherheit, auch die Ökologie wird auf der Neat-Baustelle grossgeschrieben. Folgerichtig sind sämtliche Dieselfahrzeuge im Unter- und Übertageinsatz, und sind sie noch so alt, mit Russpartikelfiltern ausgerüstet. Gemäss Bauplanung sollen etwa im Jahre 2018 die AlpTransit-Reisezüge mit über 200 Kilometern pro Stunde durch den Gotthard-Basistunnel brausen. Für Bruno Wilhelm geht alles viel schneller. Im November wird er pensioniert. Ob er sich dann von «seiner Baustelle» wird trennen können? ■

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Elektrotechnik, Automation, Telematik, Gebäudetechnik

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