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Portfolio

Heiko Habben M.A. [ arch ]


Werdegang

04

F채higkeiten

06

Arbeitsproben Impressum

08 64


Heiko Habben M.A.[Arch.] 30.12.1983 Aachen

09.2013

Master of Arts in Architecture

Thema: Revilalisierung einer soziokulturell bedeutenden Industriebrache Departement Baukonstruktion, msa Prof. Johannes Schilling, Prof. Manuel Thesing

09.2012

Workshop Via Sacra Köln Haus der Architektur Köln Prof. Johannes Schilling

09.201003.2012 09.200909.2010

Mitarbeit DBCO GmbH

Austellungsgestaltung, Design, Objektplanung

Tutor Departement Baukonstruktion, msa Prof. Dipl.-Arch. Hans Drexler

12.2009

UIA Student Workshop Copenhagen

09.2009-

Kurzentwürfe

03.2010

International Union of Architects, UIA Climate Change Conference 2009 Prof. Dipl.-Arch. Hans Drexler

Amsterdam [Jan Richard Kikkert | k2-architectenburea] Wien [Roman Delugen | DMAA] Venedig [Armando Dal Fabbro | UIAV Venedig]


Werdegang

09.2009

Beginn Masterstudium

msa | muenster school of architecture

Ausstellungsbeitrag münster-morphosen Neue Perspektiven für das Wohnen in der Stadt

08.2009

Bachelor of Arts in Architecture

Thema: Untergrundbewegung Departement Baukonstruktion, msa Prof. Michael Schanné, Prof. Johannes Schilling

03.200809.2010 09.2006

Tutor Departement Städtebau, msa Prof. Franz-Josef Höing

Beginn Bachelorstudium

msa | muenster school of architecture

01.2006-

09.2010

09.200405.2005

05.2004

Praktikum

Gesenhoff + Pelkmann Architekten, Münster

Zivildienst

Café Lenz, Jugendzentrum Münster

Allgemeine Hochschulreife

Gymnasium Augustinianum Greven

04


F채higkeiten

06

Macintosh + Microsoft Windows

Nemetscheck Vectorworks Graphisoft ArchiCAD Rhinoceros 3D V-Ray ORCA AVA

Adobe Creativ Suite Acrobat Photoshop Illustrator InDesign Premiere After Effects Dreamweaver

Office

Word Excel PowerPoint Outlook


Arbeitsproben

08

01

Was tun im Brandtfall?

02

Wohnturm Köln

20 - 26

03

Bibelmuseum Münster

28 - 32

04

Mediathek Berlin

34 - 38

05

Ort der Erinnerung Münster

40 - 42

06

Gemeindezentrum Oslo

44 - 48

07

Lighthouse Competition Venice

50 - 56

08

Untergrundbewegung Hamburg

58 - 62

Master-Thesis SoSe 2013

Master-Entwurf SoSe 2012 DBCO GmbH 2010-11

Master-Entwurf WiSe 2011

Kurzentwurf WiSe 2009 Kurzentwurf WiSe 2012

Master-Entwurf WiSe 2012

Bachelor-Thesis SoSe 2009

10 - 18


Was tun im Brandtfall?

Master-Thesis SoSe 2013

01

10


Was tun im Brandt fall ?

>>Revitalisierung einer soziokulturell

bedeutenden Industriebrache<<

Master-Thesis SoSe 2012 | msa muenster school of architecture betreut durch Prof. JOHANNES SCHILLING Team mit Philipp Söhnel Hagen | Haspe HAGEN IM RUHRGEBIET. Mit ca. 187.000 Einwohnern bildet die Stadt Hagen den südöstlichen Abschluss des Ruhrgebiets. Als >Tor zum Sauerland< bezeichnet, charakterisert die, stark durch die Industrialisierung geprägte Großstadt besonders ihre topographisch bedingte Lage entlanng des Ennepe- und Volmetals. Mit der Einführung

des Eisenbahnverkehrs entwickelte sich Hagen als Industriestandort südlich der Ruhr zum Nadelöhr und Handelszentrum für die gesamte Region. In Haspe bei Hagen verfällt mit den ehemaligen Brandt-Fabrik-Anlagen ein Relikt deutscher Industriekultur und zermürbt nach und nach einen ganzen Stadtteil.


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30km

25km

15km

10km

5km

500

01 | Makrostandortanalyse | auszug

Fachhochschulen, Volkshochschulen, Berufsschulen

Fort- und weiterbildung, Co Working

Fort- und Weiterbildung Co-Working

30km

25km

15km

10km

5km

500

Fachhosschulen Bibliotheken Volkshochschulene Berufschulen

Die Standortanalyse Hagens [01.Makround 02.Mikro-] und des Areals der ehemaligen Zwiebackfabrik [03.Nutzwert-] dient der Entwicklung eines Nutzungskonzeptes für sie leerstehenden Gebäude und der Erstellung eines städtebaulichen Konzepts zur Revitalisierung des gesamten Quartiers in seiner urbanen Identität. 01. Als drittgrößter Universitätsstandort Deutschlands trägt Hagen den offiziellen Namenszusatz >Stadt der Fernuniversität<. Unsere Analysen eröffneten zudem ein erhöhtes Angebot an Fort- und Weiterbildungseinrichtungen, was das Profil der Stadt als Bildungsstandort festigt. 02. Das Mikro-Mapping dient im wesentlichen zwei Zielen: zum einen zur Analyse der sozialen Infrastruktur des Stadtteils [Wohnsituation, gewerbliche Struktur, öffentliche Anbindung, soziale Einrichtungen, etc], zum anderen der Ermittlung des Stadtteilcharakters [Bausubstanz, private und öffentliche Freiflächen, etc].

02 | Mikro-Mapping | auszug Art der Nutzung

In

G

Industrie

K

Gewerbe

W

Kleingewerbe

W

Wohnen

s

m

Wohnen Zusatz

B

soz. Einrichtung med. Einrichtung Beherbergung

H

Industrie & Gewerbe bis 1950er ab 1950er Industrie

H

N

ab 1990er Gewerbe Wohnen

Industrie Gewerbe

H

Kleingewerbe bis 1950er Wohnen ab 1950er Wohnen Zusatz ab 1990er soz. Einrichtung med. Einrichtung

N

Beherbergung

Kleingewerbe Wohnen Wohnen Zusatz

Industrie und Gewerbe

Wohnen


03 | Nutzwertanalyse

03. Eine umfangreiche bauliche Reduktion auf dem ehemaligen Werksgelände ist unumgänglich. Erst durch den Abbruch bzw. Rückbau der in der Summe baulich uninteressanten Nutz- und Nebenbauten kann die Qualität der bedeutenden Gebäudefragmente freigestellt und in den Fokus der Wahrnehmung gerückt werden. Das Ergebnis der Nutzwertanalyse bildet die Grundlage für eine weiterführende städtebauliche Entwurfsphase.


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04 | Das Planungsgebiet

#1 wesentliche Städtebauliche

#2 Implementierung des

#3 mögliche Wegeverbindungen nach Abbruch

#4 Definition notwendiger neuer Quartiersgrenzen

#5 Hirachisierung der Wegestruktur

#6 neue Stadträume

Kanten nach Abbruch

urbanen Stadtgefüges

Das vorgefundene Bauwerksensemble bildet mit seiner materiellen Collage eine eigene urbane Entwicklungsgeschichte ab und fügt sich dadurch unmerklich gut in das dominierende heterogene Stadtbild ein. Lediglich seine Impermeabilität durch die Bauwerksdichte grenzt das Areal vom übrigen Stadtgefüge ab. Die folgenden Diagramme erläutern im wesentlichen die städtebauliche Entwurfsphase zur Öffnung und Entwicklung einer Identität des Quartiers nördlich der Enneperstraße. Durch die städtebaulich relativ eindeutige Baulinie des südlichen Gebäudekomplexes, und die aus dem Nutzungskonzept erwartungsgemäß kompakte Umnutzung, findet eine nähere Auseinandersetzung in diesem Bereich erst auf architektonischer Ebene statt.


05 | Das Quartier Nord Das Stadthaus 1

Wohneinheit #1

Wohneinheit #2

EG

OG-2

OG-1

OG-3

Die alte Verpackungshalle erfährt eine Revitalisierung zum Wohntypus Stadthaus. Der extrem tiefe Baukörper wird in seinem Kern durch einen Lichtschacht ergänzt. Mit der Aufstockung eines zusätzlichen Geschossen wird die zweite Wohneinheit über einen Laubengang erschlossen, der in seiner großzügigen Dimensionierung ein hohes Mass an Aufenhaltsqualität für die Bewohner bietet.


16

Das Loft

OG-3

Der massive Baukörper der ehemaligen Keksfabrik wird innerhalb seines Stützrasters parziell reduziert. Es enstehen sowohl intime Logien an den geräumigen neuen Loftwohnungen, als auch großformatige Aussenräume, welche, an den drei Erschließungskernen gelegen, als Treffpunkt und Ort der Kommuniaktion für die Hausbewohner dienen.

OG-4

B

B

B

M 1:333

5

OG-5

Mit einer lichten Raumhöhe von 4,50m bei 5 einem 2,70m hohen Fensterband, sind die M 1:333 2-geschossigen Loftwohnungen als exklusivste Wohnform in dem Qaurtier zu verstehen. 5 M 1:333 Eine Grundfläche von 200qm pro Wohneinheit komplementiert diese Raumqualität.


05 | Das Quartier Süd

Die Invertierung der architektonischen Gestalt >>oder die Ästhetisierung des Profanen<<

Die analytisch generierte Reduktion der hohen baulichen Dichte im ersten Schritt, sowie die gezielte Addition neuer Gebäudeteile in einer weiterführenden Entwurfsphase, formen das Quarttier Süd zu einem introvertierten urbanen Blockbau. Im Inneren bietet ein Campus dem Fort-und Weiterbildungszentrum der Stadt Hagen nun einen zentralen Ort der Lehre und Verwaltung. StartUp Büros, ein Restaurant, ein Hotel und der wieder an der ehemaligen Wirkungsstätte platzierte Unternehmenssitz der Firma Brandt komplementieren das Bauwerksensemble aus Alt und Neu. Während die unter Denkmalschutz stehende rote Klinkerfassade das Straßenbild nach außen hin imposant prägt, dominiert im Inneren des Quartiers ein einheitlich weißer Farbton die Fassaden. In Analogie an die profane Fassadengestaltung der wirtschaftlichen Innenhöfe der Bestandsbauten, wurde die Entwurfsstrategie der Invertierung hier gezielt angewandt. Das ehemals profane Fassadenbild erfährt eine materielle Interpretation und architektonische Qualität in seinem neuen Innenhöfen.

Der Seminarbau

>>Lehrkörper im Leerkörper<<

Die Institute

>>Forschung und Verwaltung<<

Die Konzerntentrale >>Der Quartierspate<<

Das Hotel

>>Die Anlaufstelle<<

Die Start-Up-Büros >>Parzellen im Gefüge<<


18

2

Luftraum

II. Obergeschoss

2

Die Br端cken

OG-3

OG-4

Schnitt 1-1


Wohnturm Kรถln

Master-Entwurf SoSe 2012

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20


the XXtower

>>Ein Hochhaus für den Barbarossaplatz<< Baukonstruktiver Master-Entwurf SoSe 2012 | msa muenster school of architecture betreut durch Prof. JOHANNES SCHILLING Team mit Klaus Dömer, Carl Kemper Köln | Neustadt Süd Auf der Grundlage einer streng konzeptionellen und rationalen Entwurfsherleitung - sowohl hinsichtlich der städtebaulichen Verortung und Bauwerksdimensionierung, als auch der Generierung der Gebäudegrundelemente Tragwerk, Erschließung, öffentlicher und privater Raum, ensteht ein kompakter Wohnraum in der Vertikalen. Differenziert in seinen Geschossgrundrissen bietet der XXtower verschiedenen Nutzergruppen und -bedürfnissen einen individuellen Raum im urbanen Gefüge der Rheinmetropole Köln.


22


48

3,26

4,47

3,26

73

73

7,25

7,27

73

73

3,26

3,26

3,26

73

3,61

3,84

67

52

5,65

5,77

5,77

73

73

20,24

3,26 5,73

85

20,27

52

52

2,75

2,75

52

52

2,75

62,45

62,56

2,75

52

52

2,75

2,75

52

52

2,75

2,75

52

52

2,75

2,75

52

52

2,75

2,75

36,44

36,55

52

52

2,75

2,75

52

52

2,75

2,75

68

68

2,75

2,75

52

52

6,02

6,02

63

63

24


26

// Modell der Tragwerksstruktur


Bibelmuseum M端nster

DBCO GmbH 2010-11

03

28


Das Bibelmuseum

>>Umbau des Instituts für neutestamentarische Textforschung<< DBCO GmbH Münster | 2010-2011 BAUHERR Westfälische Wilhelms-Universität Münster LPH 1-8 HOAI | Konzept, Entwurf, Planung, Vergabe, Bauleitung Sanierung und Modernisierung | 230 qm FOTOS Julia Cawley


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Das Entstehen der »Museumszeile der Westfälischen WilhelmsUniversität« Münster bringt weitgehende Veränderungen für viele Nutzergruppen in den gewachsenen Strukturen des Quartiers mit sich. Unter anderem ist das Institut für neutestamentarische Textforschung von den Veränderungen betroffen. In einem ersten Bauabschnitt wird das 230qm große Dachgeschoss des Bibelmuseums saniert und modernisiert. Neben 16 Arbeitsplätzen werden auf kleinster Fläche die enormen Buchbestände des Instituts untergebracht. Gemeinsam mit den Mitarbeitern des Instituts wurde ein Mix aus Einzel- und Gruppenarbeitsplätzen entwickelt, der die unterschiedlichen Anforderungen der Mitarbeiter berücksichtigt. So können einerseits die Forscher jederzeit in konzentrierter Atmosphäre ihrer Arbeit nachgehen, während sich an den großen Arbeitsinseln in den Gruppenbüros Gastwissenschaftler und Studierende je nach Bedarf einfinden und austauschen können. Ab 2014 wird sich das Bibelmuseum weiter verändern: Der zweite Bauabschnitt sieht die Öffnung der Fassade vor und den Einbau eines Aufzuges zur barrierefreien Erschließung der Ausstellung im ersten Obergeschoss.


// Ausf端hrungsplanung StLB 027


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Mediathek Berlin

Master-Entwurf WiSe 2011

04

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Mediathek Berlin >>Über Bibliotheken im Medienzeitalter<<

Master-Entwurf WiSe 2011 | msa muenster school of architecture betreut durch Prof. AA Dipl. KAZU HANADA Berlin | Mitte // Analytische Transformatiom 00. Legende

Arbeitsplätze ( Einzel & Gruppe)

Regalfläche ( Printmedien )

Erschließungsfläche ( vertikal & hotizontal )

Nebennutzflächen ( Verwaltung, WCs, etc. )

01. Aufnahme DELETE

EXPLORE

02. Analyse

INDIVIDUUM

03. Transformation

04. Generierung

SPLITT

COMPARE

JOIN

ZOOM IN

FOCUS

FOCUS

JOIN

TRANSLATE

COMPARE

CONCLUTE

Um die Frage beantworten zu können, was eine Mediathek inhaltlich und architektonisch bedeutet, ist es zwingend erforderlich sich mit der bestehenden Struktur etablierter Referenzen auseinander zu setzten. In diesem Zusammenhang ist die Rede von klassichen Bibliotheken, denn vom Ansatz her betrachtet, ist dieser Bautypus nicht bedeutend differenzierteren Anforderungen ausgesetzt, als der mit digitalisierten Infornationen angereicherte Mediatheksbau - das Grundmaterial ist nur ein anderes. Gemeinsamkeiten überwiegen. Der menschliche Bedarf für individullen Raum, der Wunsch nach Interaktion, das Bewusstsein zuverlässiger Quellen, die Konzentration der Gedanken.


36 // Analyse - Erschliessung

// Analyse - Grünflächen

Es geht nicht darum auf ein immer mehr dominierendes digitales Zeitalters mit all seinen unvorhersehbaren technischen Entwicklung eine architektonische Antwort zu finden. Vielmehr stehen die gesellschaftlichen Bedürfnisse und letzten Endes der Mensch in seiner singulären Einheit im Fokus dieser Analysen.

// Analyse - Öffentliche Bauten


Räumliche Entwurfsherleitung und Raumgenerierung

Diagrammatische Analyse der Raumabfolgen

Der aus der Analytischen Transformation generierten Raum ist als Einheit bzw. Grundbaustein für die neue Generierung einer Raumanordung für die Mediathek zu sehen. Die städtbauliche Analyse legt mit der Grundstückswahl, -dimensionierung und -ausrichtung die Grenzen für eine maximal durchgeführte Multiplikation, bzw. Aneienandereihung, des Grundbausteins >>Arbeits-Chassis<< fest. Die Entwurfsschritte unterzogen sich einer klaren rationalen und funktionalen Architekturesthetik, ohne dabei den Fokus für eine differenziert spannede Raumabwicklung zu verlieren. Durch eine gezielte Subtraktion der Bausteinanreihung in der Mediathek entsteht eine neue Beziehung der medizinischen Bauten der Charité Berlin zu dem historischen Humboldhafen. Der Gebäuderiegel agiert auf diese Weise als Filter und Passepartout für gezielte Perspektiven auf das Hafenbecken.


38

Für den Innenraum des Mediathekenbaus ergibt sich aus diesem substraktiven Eingriff heraus der, für jedes Geschoss individuell ausformulierte, öffentliche Raum. Dieser Raum ist der Treffpunkt und Herzstück eines jeden Geschosses - vergleichbar mit einem Marktpatz, der, umgeben von privaten Häusern (Chasis), öffentlichen Bauten (Funktionsräume) und Straßen (Flure und Treppen) als Ort der Kummunikation und Interaktion dient. Der Prozess der Raumgenerierung, bzw. der Entwurfsherleitung lässt sich im gesamten einer klaren und rationalen Architektursprache unterordnen. Das Ergebnis zeigt, dass auf der Grundlage fundierter parametrischer Entscheidungen ein Raumgefüge entsteht, das Vielseitigkeit und Individualität bildet, ohne seinen gesamten konzeptionellen Zusammenhang vermissen zu lassen.


Ort der Erinnerung Kurzentwurf WiSe 2009

05

40


Ort der Erinnerung

>>Ein urbaner Nicht-Ort zur Sensibilisierung der Sinne<< Kurzentwurf WiSe 2009 | msa muenster school of architecture betreut durch ROMAN DELUGAN | Team mit Kai Hennemann Münster | Innenstadt

Die Erkenntnis des Ichs im Kontext eines urbanen Lebens erfolgt durch die Sensibilisierung der Sinne. In der Vision einer inneren Bewusstmachung wird der Raum mehr als eine rein physische Anordnung von Wänden und Decken. Die Reduktion und Überreizung durch eine massive Vertikalität und Enge leitet unabdingbar zur Ausseinandersetzung. Auseinandersetzung mit dem Raum. Auseinandersetzung mit dem Ich. Die entlernte Wahrnehmung erfährt eine Renaissance. Wand wird als Wand, Licht wird als Licht

erkannt. Erkenntis erfolgt nur über den Kontrast. Das Empfinden der Dunkelheit dürstet nach der Befriedigung im Licht zu baden. Die Eingeengtheit zwischen Mauern lässt den Austritt als wiedergewonnene Freiheit erfahren. Die Wahrnehemung der äusseren Welt ermöglicht den Dialog mit dem Inneren. Gefangen in einem uns indoktriniertem, rein visuellen Interpretationsschema der Umwelt empfangen unsere Rezeptoren bewusst durch die taktile Wahrnehmung der Umgebung neue Anreize.


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Gemeindezentrum Oslo

Kurzentwurf WiSe 2012

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PLUSMINUS

>>Ein katholisches Gemeindezentrum für Oslo<< Kurzentwurf WiSe 2012 | msa muenster school of architecture betreut durch Prof. AINA DAHLE Team mit Theodora Ignatova Oslo | Sørenga


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Im Rahmen der zukünftigen “Fjordcity” Oslo, entlang der Wasserkante sollte dieses Projekt situiert und innerhalb von 3 Wochen bearbeitet werden. Die Atmosphäre des gewählten Standortes kennzeichnet sich vor allem durch den Halbinsel-Charakter und die sich dadurch ergebende weitläufige Aussicht. Die ausdruckststarke Naturkulisse bestehend aus den beiden Fjordinseln Hovedoya und Bleikoya brachte uns auf die Idee, der “Wasserkirche” die Möglichkeit zu bieten innerhalb dieser atmosphärischen Kulisse Seebestattungen, intime Trauerfeiern und Taufen abzuhalten. Der Standort wird folglich durch ein Ensemble an Baukörpern bespielt, die jeweils eine Funktion innehaben: Kirchengebäude, Gemeindehaus, eine kleine Kapelle, Kirchturm, Krematorium und ein Pfarrhaus bilden zugleich durch ihre Anordnung ein Ensemble um zwei Plätze unterschiedlicher Qualität. Das Kirchengebäude sollte einen besonderen Teil des Ensembles darstellen. Um eine möglichst klare und ausdrucksstarke Kirchenhalle, die an das Transzendente appelliert, zu generieren, wurden sämtliche weiteren Raumbedürfnisse wie Sakristei, Chor etc in eine “weltlichere” Hülle ausgegliedert. Es bilden sich so zwei Raumvolumen. Die Kirchenhalle wird zur Aussenhülle verdreht platziert und von dieser subtrahiert. Dadurch

// Material-Referenzen


entstehen keilförmige Öffnungen, die in Filtermauerwerk ausgeführt sind. Als Fassadenmaterial für das Bauensemble der katholischen Gemeinde wird ein schmales, langes Mauerwerksformat in dunkler Optik verwendet. Dieses wird im Inneren der Kirchenhalle mit Kalkzement geschlemmt. Als

besonderer Akzent wird die Öffnung seitlich zum Altar in Anlehnung an eine Installation des japanischen Künstlers Tokujin Yoshioka aus Glasprismen ausgebildet, die das Sonnenlicht brechen und den Innenraum in buntem Licht illuminieren.


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Lighthouse Competition Venice

Master-Entwurf WiSe 2012

07

50


lighthouse.competition

yesterday. >>an urban intervention for the Biennale Architettura 2014<<

Master-Entwurf WiSe 2012 | msa muenster school of architecture betreut durch Prof. AA Dipl. KAZU HANADA Team mit Carl Kemper, Philipp Sรถhnel Venedig | piazzale roma and santa lucia today.

// yesterday

MAINLAND [Festland]

ARRIVAL [Anreise]

EXPERIENCE THE BORDER IN A SURREAL SPACE OF WATER

ISLAND [Insel]

[Erfahrung der Grenze im surrealen Raum des Wassers]

// today oneday.

MAINLAND [Festland]

ARRIVAL [Anreise]

ISLAND [Insel]

THE BORDER IS FADING

// oneday

MAINLAND [Festland]

[Die Grenzerfahrung verblasst]

INTERVENTION !!!

Explanatory report Our interventions for Piazzale Roma and Santa Lucia are based on the same simplistic, but accurate defined idea. The basis is yesterdays extensive experience of journey by ship to venice, which nowadys changed to an ambiguous experinece between Venice and spaces which we know all over the world, like the station and the busstation. Based on this, the interventions are located at the threshold between Venice and these spaces where yesterdays extensive experience of the journey will be intensified in a precise defined point. After a multivarious research phase about Venice we are sure about to choose the correct position for the interventions - the researchs result was the establishment of three propositions: The first one says that Venice needs the tourism to survive, in awareness of we taking it for granted that tourists are afflicted with problems for the city. With the second one we claim that Piazzale Roma and Santa Lucia, with regard to the historical city development, are totally misplaced. The distinction is visible in the big disproportionately dimension of both spaces and especially in the chaotic character of Piazzale Roma and the radically order of the station which culminates at the plaza. At last the third proposition says, the genuine journey is to journey by ship to Venice. Now, the difficulty of the three propositions is, there are too much tourists to journey only by ship - consequently Santa Lucia

ARRIVAL [Anreise]

ISLAND [Insel]

REDEFINING THE THRESHOLD [Die Schwelle wird neu definiert

INTENSIFY A BORDEREXPERIENCE eine intensive Grenzerfahrung erzeugt]


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and Piazale Roma can not be erase from the city, both have to sustain - both are a necessary evil. What is gioing to change, if people journey by ship to Venice? Our vision is, that people are better prepared an more open minded for a sensible acquaintances with the city and its last inhabitants. So the Interventions are not primarily there for nicer places - rather they are for changing the visitors senses while enter the city. Both designs offer the visitors a space of rest, peace, privacy and quietness like a journey by ship. They deal with mirrors, light, black an white colour and physical confrontations to create a self-awareness of where you are at the moment. The interpretation of some artists referen-

on

of

ti g la al tin st ara n i p .. .... se richard

serra.

ce

a es sp tur p ul c s

n

io

t es ep ac erc sp g p e s in en fus ..d .... con bruce

nauman.

th

sh

ol

d

1200

1500

ces, who deal with one or two of the same components at the same time, and to use a text by Michel Foucault to form the basis of the three propositions, inspired and helped us to summarize the various concepts in the design of the interventions.

ic bl s pu rror i i ct a m ta vi bs ces a .. .... spa ng

olafur

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eliasson.

e t ac h sp lig g ng n i s vi ol fu ss dif di ... ... ith w james

turrel.

of ia ity ol id c h c b an or el m m e ... ... th albrecht

d端rer.

1700

1900

s ei ur t pt igh u l c k s ng ac bi bl or ... ... abs carsten

nicolai.


Our intervention as a volume is placed parallel in front of the stairs. Every person that leaves the train station is now visually blocked by that black bar and the expected silhouette of Venice, the first overwhelming impression will not appear. A moment of keeping still and an awareness of switching into another space is going to happen. The intervention generates a filterspace between the trainstation and itself and works like a filtervolume as well. After leaving the door behind, the view ends at the black bar in front, it acts like a censorship marc (for example on the eyes of someone) to the silhouette of Venice. The installation is accessible and generates a narrow and long, white painted exhibition space in the inside. The other way to interact with that intervention is to go down the stairs and dive under that massive black bar. Mirrors, installed to the construction walls to the left and right, attend the one who passes down to the square. There will be an endlessly reflection to keep the space unlocated abstractly and dimensionless.


Visualisation of different lightreflections at night

At night, lights on the back of the cube illuminate the trainstation and the square as well with its reflections, so that there will be a backlighting effect that reduces the visibility of our intervention. Inspired by Carsten Nicolais sculpture, there should be an appreciable „nothing“, an object that balances between doubting it´s own physically excistence on the one hand and declaring it´s necessity (physical zoning) in this urban spaces on the other.

54


3,56

5,80


56

The buildup of the temporary intervenation at Santa Lucia mainly consists of wooden frameworks which are arranged in line and fixed by a few steely bars. While the Inside of the pavilion is painted white to create a clean room for exhibitions, the fassade of the framework on the outside is deeply burned as a refernce to the morbid and decline charcater of Venice. Further mor the burned skin seals the building against all weather conditions.


Untergrundbewegung Hamburg

Bachelor-Thesis SoSe 2009

08

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Untergrundbewegung >>Neubau eines U-Bahnhofs in der Hafen-City<< Bachelorthesis SoSe 2009 | msa muenster school of architecture betreut durch Prof. MICHAEL SCHANNĂ&#x2030; Hamburg | Hafen-City Der Entwurf einer U-Bahnhaltestation im Gebiet der Hafencity in Hamburg war der Hauptbestandteil meiner Bachelorarbeit. Nach einer mehrmonatigen Vertiefungsphase, in der ich mich speziell mit den soziologischen und psychologischen Parametern der menschlichen Bewegung im urbanen Untergrund auseinandersetzte, enstand ein architektonischer Gegenentwurf zu der in dieser Zeit bereits mit der Bauphase begonnene U-Bahnhof des Ă&#x153;berseequartiers der neuen Linie U4.


60

U-Bahnhöfe stellen einen einzigartigen, autark funktionierenden Raum im städtsichen Gefüge dar. Sie rufen Stimmungen und Verhaltensmuster ihrer Nutzer hervor, die überirdisch nicht erlebar werden. Mein Entwurf fokussiert genau diese psychologisch-räumliche Spannung: räumliche Enge wird provoziert - der Kontakt mit Fremden wird unumgänglich. Das Leitsystem der Erschließungen durch Roll- und Fußtreppen ist klar und richtungsweisend ausformuliert und verdeutlicht die intentionierte Dynamik und Mobilität in den Verteilerebenen. Mit dem Betreten der Station, wird der Mensch Teil der >>Transport-Maschinerie<< und fügt sich einem ihm übergeordneten Rhytmus. Neben dieser räumlich provozierten Grenzerfahrung war es meine Intention den U-Bahnhof auch noch 18 Meter unter der Erde mit natürlichem Sonnenlicht zu erreichen, um somit nicht ausschließlich auf eine künstlichen Neonlichtatmosphäre angewiesen zu sein und eine visuelle Verbindung und Identifikation der Station mit ihrem städtischen Quartier darüber zu schaffen. Das Tageslicht wird durch einen großen Licht-

Sonnen- und Belichtungsstudien


schacht, der, basierend auf Analysen der Sonnenstände verschiedener Tages- und Jahreszeiten, auf dem Prinzip der Lichtbrechung und Reflektion, den Raum im Untergrund natürlich belichtet. Der Lichtschacht dient also als eine Art vertikale Erschließung, die für den Menschen zwar nicht direkt nutzbar ist, in ihrer Funktion und skulpturalem Ästhetik jedoch einen großen Einfluss auf die architektonische Wahrnehmung der Haltestelle Überseequartier hat. Die eingesetzten Materialien des unterirdischen Baukörpers sind bewusst reduziert, um der funktionalen sowie psychologischen Raumerfahrung gerecht zu werden.

4 meter


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schnitt schnitt I I

schnitt schnitt II II

schnitt schnitt III III

10 meter 10 meter

10 me


Impressum

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Š Dezember 2013

Portfolio Heiko Habben Layout,Texte,Zeichnungen Heiko Habben Piusallee 28 48147 MĂźnster H.Habben@me.com +49 176 649 50 463


Heiko Habben Portfolio 2014  

msa | muenster school of architecture