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11 Programmheft Mai

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Gut fürs Herz, gut fürs Gemüt. Die Migros unterstützt Veranstaltungen, die aus der Schweiz gar nicht mehr wegzudenken sind, und trägt so dazu bei, dass Sie die schönsten Emotionen in Ihrer Heimat erleben können. Ausgabe 2011 – SCOPE

Dossier

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Editorial

zeigen das Engagement für eine lebendige, kreative Schweizer Fotoszene. Seit nunmehr ewz.selection stärkt dieses Jahr die angewand- 13 Jahren wächst die Fotografieplattform in inte Fotografie mit einem ganzen Bündel von tensivem Austausch und enger Absprache mit Massnahmen. Die markantesten sind die Ein- FotografInnen und Bildschaffenden. führung der neuen Fotopreise in den Kategorien «Fashion/Beauty/Lifestyle» und «Archi- Doch nicht nur ewz.selection wächst: Der Mai tektur» sowie das für uns programmatische Pro- ist in Zürich voll spannender Ausstellungen und jekt «Open Days» im Begleitprogramm (siehe Events zur Fotografie. Wir haben uns mit anderen Akteuren zusammengetan, und gemeinsam Seite 103 ff.). laden wir Sie zu einem ganz besonderen FotoMit Open Days möchten wir die Arbeiten der grafie-Event ein: zur 1. Zürcher Fotonacht! 18 Besten in der Ausstellungshalle mit dem fotografischen Alltag in Beziehung bringen. Wir la- Das Fotomuseum Winterthur, die Fotostiftung den Sie an ungewohnte Orte ein – dorthin, wo Schweiz, die Galerien von Walter Keller und die Fotografie gedacht, konzipiert, produziert, Christophe Guye, das Landesmuseum Zürich, verhandelt, vermittelt oder entschieden wird. das Museum für Gestaltung Zürich, die World Und wir öffnen Ihnen mit unseren Partnern von Press Photo 11, der vfg Nachwuchsförderpreis, Open Days Fotografieateliers, Bildagenturen, die Bank Julius Bär Kunstsammlung und die ewz.selection bieten Ihnen am Freitag und Bildredaktionen und Werbeagenturen. Samstag, 27. und 28. Mai, ab 17 Uhr bis tief in Erstmals haben wir die prämierten Arbeiten be- die Nacht ein spezielles Programm und einen reits vor der Preisverleihung bekannt gegeben. ausgiebigen fotografischen Rundgang durch Die Liste der stolzen Preisträger, die wie jedes Winterthur und Zürich an (siehe Seite 91 ff.)! Jahr aus der ganzen Schweiz kommen, finden Sie weiter hinten in diesem Heft. Einzig der Zur Einstimmung in den Foto-Mai dient Ihnen Hauptpreisträger ist noch nicht bekannt. die Lektüre dieser Ausgabe von SCOPE. Sascha Dieser wird an der Opening & Award Night am Renner, Fachredaktor Kunst, Schweizer Radio 20. Mai von einer Jury, bestehend aus Frank Bo- DRS, zeichnet wie letztes Jahr für die Redaktion din, CEO von Euro RSCG, Urs Stahel, Direktor des Dossierteils verantwortlich. Wir danken ihm Fotomuseum Winterthur, und Barbara Stauss, herzlich für die gelungene Ausgabe, welche faGründungsmitglied und Bildchefin «mare – die cetten- und aufschlussreich relevante fotografiZeitschrift der Meere», live bestimmt. Damit sche Themen in einer Folge von Interviews freuen wir uns auf einen spannenden Abend mit mit Schlüsselfiguren der nationalen und internationalen Fotoszene aufgreift. Gleichzeitig ist einer angeregten Diskussion! SCOPE das gemeinsame Programmheft für die In sechs Kategorien vergeben wir ein Preisgeld wichtigsten Fotografieveranstaltungen im Monat von CHF 5000.–. Zusammen mit dem Haupt- Mai in Zürich und Winterthur. preis, dem ewz.selection-Award in der Höhe von CHF 15 000.–, ist der Swiss Photo Award Der diesjährige Mai ist anders, speziell – er damit mit CHF 45 000.– Preisgeldern dotiert. steht ganz im Zeichen der Fotografie. Und das Diese substanzielle Summe, die neuen Katego- ist erst der Anfang! rien Fashion und Architektur, das Projekt Open Days oder das ausgebaute Begleitprogramm Ihr Team Swiss Photo Award – ewz.selection Ausgabe 2011 – SCOPE

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Programm Dossier

52 Agenda Alle Veranstaltungen zur Fotografie im Monat Mai.

15 «Ein ModEfotograf muss ganz in seiner Zeit sein» F. C. Gundlach, Doyen der deutschen Modefotografie, über die Frage, was ein Bild zur Ikone macht. Von Sascha Renner

20 «Ich habe den Röstigraben überwunden» Der Reportagefotograf und Swiss-Photo-Award-Gewinner Christian Lutz über kleine und grosse Schritte in der Fotowelt. Von Feli Schindler

28 «Das Leben dreht sich um unsere Träume» Der Lenzburger Henry Leutwyler ist einer der gefragtesten Magazin- und Werbefotografen in New York. Von Sascha Renner

38 «Den Autoren braucht es mehr denn je» Eine Erörterung über den Fotoberuf der Zukunft. Von Daniel Morgenthaler

45 «Ein Plastikstuhl auf dem Balkon stört» Der Architekt und Architekturfotograf Roger Frei darüber, wie man Raum in Fläche übersetzt. Von Meret Ernst

61 Henri CartierBresson Museum für Gestaltung Zürich

63 Swiss Press Photo 11 Landesmuseum Zürich

65 World Press Photo 11 Präsentiert von KEYSTONE

67 15. vfg Nachwuchsfördepreis FÜR FOTOGRAFIE Junge Talente fördern

69 Swiss Photo Award – ewz.selection Die Ausstellung der besten Schweizer Fotografiearbeiten

71 30 Jahre Julius Bär Kunstsammlung Ausgewählte fotografische Arbeiten

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73 Opening & Award Night

87 Tag des Fotobuches

Die Nacht der Schweizer Fotografie

Jedem Fotografen sein Fotobuch?

74 Swiss Portfolio Day

89 Ai Weiwei und Alexander Rodtschenko

Die Kreativwerkstatt von ewz.selection

Fotomuseum Winterthur

75 Kunstfotografie Hannes Schmid und Timothy Persons

77 Polalovers’ Night Vernissage «Facing the Impossible»

79 Architekturfotografie Wer baut die Bilder?

81 Werbefotografie Felsenputzen! Die Geschichte eines Aprilscherzes

83 Portfolio Abend &  Open Days FotografInnen, ExpertInnen und Publikum im Gespräch

85 Bolero Fashion-night Bildersoirée mit Joachim Baldauf

Ausgabe 2011 – SCOPE

91 1. Zürcher Fotonacht Ausstellungen, Führungen, Musik, Gespräche, Bildersoirées, Diskussionen und Party durch die ganze Nacht

97 3. Prix Pictet Christophe Guye Galerie

99 Französische NostalgieAusstellung mit Charme Walter Keller Galerie

101 Redaktionelle Fotografie Das Mädchen und das Foto

103 Open Days öffnet Fotografieateliers, Bildagenturen, Bildredaktionen und Werbeagenturen

126 Verdankung/ Impressum

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ler, Förderer und Ausstellungsmacher hat F.  C. Gundlach auch heute noch grossen Einfluss auf die Fotografie. Im Interview mit SCOPE spricht er über Instinkt und Disziplin, über seine Freundin Romy Schneider und seine Bewunderung für Guy Bourdin. Und er erklärt, wie ein Modefoto seine Entstehungszeit überdauert und zur Ikone wird.

«Ein Modefotograf muss ganz in seiner Zeit sein» Interview

Sascha Renner, Fachredaktor Kunst, Schweizer Radio DRS

Sascha Renner: Franz Christian Gundlach, Mode ist etwas Schnelllebiges. Und die Modefotografie? Hat ein Modebild einen Wert, der über die unmittelbare Zeit seiner Entstehung hinausreicht? F.  C. Gundlach: Auf jeden Fall. Wie wir heute sehen, werden Modefotografien, die früher angeblich einen rein kommerziellen Charakter hatten, zu Zeitzeugen für ihre Epoche. Sie werden gesammelt, gehandelt und in Museen ausgestellt. Modefotografie hat eine ungeheure Zeitzeugenschaft. Das kann ich an meinen eigenen Bildern ablesen: Ich kann sie noch genau datieren. Die Bilder reflektieren in hohem Mass gesellschaftliche Veränderungen. Gute Modefotografie zeigt immer etwas mehr als die jeweiligen Kleidungsstücke.

Wie denn das? Mode ist das Gefühl der Menschen für ihre Zeit. Ein Modeschöpfer, der Erfolg haben will, muss den Zeitgeist der Gegenwart erfassen und denjenigen von morgen antizipieren. Dasselbe gilt für Modefotografinnen – es gibt ja nur sehr wenige – und Modefotografen. Ich sage immer: Ein Modefotograf muss ganz in seiner Zeit leben. Nur dann kann er Ideen entwickeln, die dieser Zeit entsprechen. Das ist das Wichtigste. Instinkt muss er haben. Er muss die unterschwelligen Strömungen, die der Mode zugrunde liegen, verstehen.

«Modefotografie hat eine ungeheure Zeitzeugenschaft», sagt Franz Christian Gundlach. Der bald 85-Jährige gilt als bedeutendster Modefotograf Deutschlands Sie sagten einmal, dass Modefotografien mehr der Fünfziger-, Sechziger- und Siebzigerjahre. Seine über ihre Entstehungszeit aussagen als DokumentarfoModebilder im journalistischen Stil zeigen immer tografien, die vorgeben, Realität abgebildet zu haben. etwas mehr als die jeweiligen Kleidungsstücke: Das Wie meinen Sie das? funkelnde Spiel der Mode bricht sich darin an den Kanten der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Als SammAusgabe 2011 – SCOPE

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In einem Modebild werden verschiedene Elemente wie Farben, Formen und Posen mit Bedacht ausgesucht und zusammengeführt. Zeitgeist verdichtet sich darin. In jeder Zeit bewegen sich Menschen anders, sie gehen anders, sie haben ein anderes Körpergefühl. All das konzentriert sich in einem Modebild. Begegnet man hingegen Bildern von Menschen in der Dokumentarfotografie, sind sie sehr viel konventioneller und weniger verdichtet. So war das gemeint.

«Das statische Bild spielt mehr denn je die Schlüsselrolle.»

Wie haben Ihre Auftraggeber, die Frauen- und Modezeitschriften, damals auf diese Reduktion und Klarheit reagiert? Vermissten Sie nicht den Pomp und die Opulenz? Ich hatte damit viel Erfolg. Eigentlich hat meine Karriere damit begonnen: indem ich Filmstars anders fotografierte, als man es bis anhin getan hatte. Sie waren stets mit grossen Kameras und Weichzeichnern fotografiert und danach aufwendig retuschiert worden. Ich hingegen habe sehr scharfe, realistische Bilder gemacht. Ich habe zu jener Zeit viel in Frankreich gelebt und war noch ganz erfüllt vom Existentialismus und vor allem vom Surrealismus. Es hat mir sehr viel Freude gemacht, diese intellektuellen und künstlerischen Strömungen in meine Bilder zu übertragen.

Sie fotografierten über dreissig Jahre lang Mode. Was hat sich innerhalb dieser Zeit für die Modefotografie geändert? Ich begann in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Eine Mode im heutigen Sinn gab es damals nicht. Der Krieg hatte die Menschen uniform gemacht. Die entscheidende Wende kam 1947 mit dem New Look von Christian Dior: eine sehr feminine Mode, Einige Ihrer Bilder sind zu zeitlosen Ikonen geworden. Wie überdauert ein Modebild seine unmit- mit schmalen, runden Schultern, enger Taille und weitschwingenden Röcken. Nach einer telbare Entstehungszeit? Je klassischer und klarer ein Bild formu- langen und entbehrungsreichen Zeit erfüllte liert ist, desto eher wird es überleben. Ich bin die Kleidung nun wieder Träume von Eleganz und Schick. Das war möglich, weil sich sehr für Reduktion, für eine schnörkellose Fotografie. Ich hänge der One-Single-Source- die Rolle der Frau verändert hatte: Im Krieg Theorie an, mit nur einer einzigen Lichtquel- mussten viele Frauen die Männer im Beruf ersetzen. Nach der Zeit der Knappheit wollte le zu arbeiten. Kürzlich fiel mir ein Negativ man sich nun wieder differenzieren. in die Hände, das ich 1956 in Südamerika aufgenommen hatte. Eine Strasse im GegenUnd ab dann ging es in der Mode Schlag auf licht, gleissend hell, die schnurgerade in die Schlag? Unendlichkeit führt. Die grafische Struktur Das kann man sagen. Für mich brachist das Entscheidende. Ich glaube, es gibt uniten die Sechzigerjahre den grössten sichtbaversale visuelle Chiffren, die man auf alten Gemälden genauso findet wie auf einem Foto. ren Wechsel in der Mode. Ich halte sie für das wichtigste Jahrzehnt überhaupt. Es begann Ausgabe 2011 – SCOPE

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mit einem politischen Erwachen: Ende der Fünfzigerjahre war die restaurative Stimmung zu Ende. Die Jugend machte sich bemerkbar, es gab die Studentenrevolten, die Beatles kamen, die Pille wurde erfunden. Die Frauen wurden selbstbewusster und selbständiger, sie verdienten ihr eigenes Geld. Damit war eine Mode gefragt, die diesem neuen Lebensgefühl Ausdruck gab. Wie manifestierte sich diese Zeitenwende in der Modefotografie? Sie war nicht mehr Fantasie. In den Fünfzigerjahren kam ich mir oft vor wie ein Märchenerzähler, weil ich genau wusste, dass das, was ich fotografierte, für ein grosses Publikum nicht verfügbar war. Das änderte sich ganz gewaltig in den Sechzigerjahren. Die Haute Couture wurde abgelöst durch die Prêt-à-porter-Linien. Damit einher ging ein wirtschaftlicher Aufschwung, der mehr Leuten Zugang zu den Veränderungen der Mode ermöglichte. Diese neue Realität erfasste auch die Modefotografie. Ich verliess die künstliche Welt des Fotostudios und suchte nach realistischen Szenerien.

«Die Zeit verändert auch die Körper.» Sie prägten damit eine neue Bildsprache: Modefotografie im journalistischen Stil. Aussenaufnahmen vor Strassenkaffees statt vor Studiodekors, Amateurmodelle statt professionelle Mannequins, Leica statt Hasselblad. Kurz: Wahrheit statt Weltflucht. Wie kam es dazu? Für mich war das ein konsequenter Schritt. Bereits in den späten Fünfzigerjahren Ausgabe 2011 – SCOPE

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begann ich damit, Mode mit der Leica zu fotografieren. Das Kleinbildformat erlaubte mir erheblich mehr Spontaneität und Beweglichkeit. Die Bilder wurden dadurch realistischer, ungeschminkter, persönlicher. Ich komme ja vom Bildjournalismus her. Deswegen hat es mir immer Freude gemacht, den erzählerischen Charakter der Reportage in die Modefotografie zu tragen. Und ebendies – die Mode nicht nur als Produkt abzubilden, sondern sie in eine Geschichte einzukleiden – gelang mir sehr viel besser mit der Kleinbildkamera. Sie reagierten mit feinem Gespür auf die Veränderungen der Zeit. Welche Rolle spielte dabei die bildende Kunst? Hat sie Spuren in Ihrem Werk hinterlassen? Ja, deutliche. Die Pop-Art brach Mitte der Sechzigerjahre mit einer unvorstellbaren Wucht über die europäische Kunstszene herein. Plötzlich wurde ein Seifenkarton zu Kunst erklärt. 1965 kaufte ich meinen ersten Warhol und meinen ersten Lichtenstein. Die Pop-Art war sehr fotogen: kräftige Farben, sehr vereinfachte Formen. Das faszinierte mich. Ich baute sogleich Elemente davon in meine Bilder ein. Photoshop gab es ja noch nicht; deshalb sägten wir Roy Lichtensteins Wolken aus Holz aus und verwendeten sie als Studiodekor. Vor allem seit den Achtzigerjahren befruchten sich Kunst, Mode und Fotografie gegenseitig stark. Welchen Modefotografen halten Sie für wirklich wegweisend? Eine Nennung bitte. Da möchte ich Guy Bourdin nennen. Ohne Bourdin keinen Helmut Newton und keine Nan Goldin. Bourdin war ein Genie. Er hatte bloss zwei Kunden, die französische «Vogue» und den Modemacher Charles Jourdan. Jourdan liess ihm völlig freie Hand. Bourdins wichtigstes Foto ist für mich eines für eine Schuhreklame: Da liegen zwei High Heels auf der Strasse, die Umrisse eines 17


Menschen sind mit Kreide auf den Asphalt gezeichnet – jemand ist tödlich verunglückt. Zum ersten Mal taucht hier der Tod in einem Modebild auf. Sie haben auch viele Schauspieler und Stars fotografiert. Wie macht man ein neues Bild eines hinlänglich bekannten Menschen? Es ist eine Frage des Vertrauens. Jedes Porträt ist eigentlich ein Dialog. Ein Dialog zwischen zwei Menschen. Dieser Dialog widerspiegelt sich im Bild: wie man miteinander umgeht, wie man sich gegenseitig sieht, ob man sich mag oder nicht. Eines meiner bekanntesten Bilder zeigt dies deutlich: das Porträt von Romy Schneider. Sie wirkt darauf sehr nachdenklich. Ein Blick in die Seele einer verzweifelten Frau.

«Kunst, Mode und Fotografie befruchten sich gegenseitig stark.» Wie ist es entstanden? Das war 1961, da war sie 23 Jahre alt. Sie hatte die Sissi-Filme gedreht, und sie war in dieser Rolle gefangen. Darunter hat sie sehr gelitten. In einem Fernsehfilm spielte sie eine tragische Rolle, aber der Film wurde nicht einmal gesendet. In diesem Moment trafen wir uns wieder, es war ein trübes Novemberwochenende. Wir gingen ins Studio und fotografierten. Da waren nur der AssisAusgabe 2011 – SCOPE

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tent, sie und ich. Sie war ein sehr scheuer Mensch, sie verbarg ihre Gefühle immer hinter Kaspereien. Aber in dieser intimen Atmosphäre öffnete sie sich. Da wurde aus Romy Schneider Rosemarie Albach, so hiess sie ja mit richtigem Namen. Das Bild, das damals entstand, ist ein prophetisches: Man sieht die Tragik, die sie später ereilte. Sie hat es übrigens für sich dutzendweise bestellt. Sie hat sich darin wiedergefunden. Sie sagen, dass die Beziehung zwischen Fotograf und Model entscheidend ist für das Gelingen eines Bildes. Was noch? Ein Modefotograf muss – ich wiederhole mich – ganz in seiner Zeit leben, das halte ich für das Wichtigste überhaupt. Er muss aber auch technische Fähigkeiten haben, Fantasie und Disziplin. Genialität ist ganz wunderbar, aber sie muss nicht zum Ziel führen. Denn wenn man Mode fotografiert, ist man immer auf ein Team angewiesen, das einem zuarbeitet. An erster Stelle die Models. Sie müssen genau dem Typ der Zeit entsprechen. Die Zeit verändert eben auch die Körper. Wie meinen Sie das? Das Idealmass ist jetzt bei 1,85 Metern, früher waren es fast 15 Zentimeter weniger. In den Fünfzigerjahren war die Wespentaille in, Hüften und Busen waren betont. In den Siebzigerjahren hingegen waren die Schultern betont, die Models hatten weniger Hüfte und fast gar keinen Busen. Das Körpergefühl verändert sich stetig. Ein schönes Beispiel ist der Minirock: 1959 schnitt Yves Saint Laurent die Röcke erstmals über dem Knie ab und scheiterte damit – das Knie galt als hässlich. Zehn Jahre später konnten die Röcke nicht kurz genug sein. Hat sich die Bedeutung der Models verändert? Oh ja. Am Anfang fragte niemand, wer das Model ist. Und wenn man mit einem pro18


minenten Model eine Kollektion fotografierte, wollten es andere Kunden nicht mehr. In den Neunzigerjahren dann wuchs das Prestige der Models: Sie traten die Nachfolge der grossen Filmstars an. Es war die Zeit der Supermodels. Aber auch das ist schon wieder vorbei. Die Menschen wollen nicht mehr den grossen Glamour, sondern die Einfachheit.

«Jedes Porträt ist ein Dialog. Ein Dialog zwischen zwei Menschen.»

Denken Sie, dass das statische Bild die beherrschende Stellung für die Mode behalten wird, die es bis anhin gehabt hat? Seltsamerweise spielt das statische Bild mehr denn je die Schlüsselrolle. Wir haben heute das Fernsehen, wir haben das Internet. Dennoch ist unsere Welt voller stehender Bilder. Es hat noch nie so viele Zeitschriften gegeben wie heute. Was für die Mode zählt, ist die Inszenierung, die Pose, die Stilisierung. Die Fotografie bringt dies wie kein anderes Medium zur Geltung. Ausserdem bietet sie die Möglichkeit, etwas mehrfach und länger zu betrachten. Die Rezeptionszeit eines gedruckten, statischen Bildes ist einfach unbeschränkt.

Welche Rolle spielen die neuen Medien und ihre Distributionskanäle für die Modefotografie? Eine ganz wichtige. Mode braucht Öffentlichkeit; ein Trend wird ja erst zur Mode, wenn es zur kollektiven Akzeptanz kommt. Mode-Blogs schaffen heute Öffentlichkeit für individuelle Stile. Früher war das ganz anders: Bis in die Sechzigerjahre unterlagen die Kollektionen äusserster Geheimhaltung, man durfte kaum Aussenaufnahmen machen, aus Angst vor Spionage. Die Modeschauen in den Salons waren sakrale Handlungen, bei denen weder gezeichnet noch fotografiert werden durfte. Es gab keine Choreografie und keine Musik. Und was ist heute? Ein hundert Meter langer Laufsteg, an dessen Ende fünfzig Fotografen mit riesigen Teleobjektiven stehen. Jeder von ihnen hat so viel Platz wie ein DINA4-Blatt, und sie machen alle dieselben Bilder.

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«Ich habe den Röstigraben überwunden»

Interview

gewann der freischaffende Fotograf den Swiss Photo Award mit seiner Arbeit «Protokoll». Ein Glücksfall, aber nicht unbedingt wegen der Preissumme.

Feli Schindler, Kunstjournalistin

Fotografie ist für ihn mehr als Fast Food: «Ein gut gemachter Fotoband ist wie ein feines Menü in einem guten Restaurant», sagt Christian Lutz (37). Das Rezept des Genfers: Er bildet die Wirklichkeit ab, überhöht sie aber mit einem eigenen dramatischen Dreh ins Fiktive. Damit hat Christian Lutz Erfolg: Sein Fotoband «Tropical Gift» erhielt 2011 Gold beim Deutschen Fotobuchpreis. Und vor vier Jahren Ausgabe 2011 – SCOPE

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Feli Schindler: Christian Lutz, wie sind Sie zur Fotografie gekommen? Christian Lutz: Ich wurde 1973 in Genf geboren und besuchte dort eine Handelsschule. Das war aber gar nichts für mich. Ich war sehr unglücklich. Gleichzeitig bereiste ich die ganze Welt und hatte stets eine Kamera bei mir. Ich wollte mich mitteilen, und zwar in Bildern, nicht mit Buchhaltung. So fand ich den Weg nach Brüssel an die Kunstschule Le 75, die ich mit Schwerpunkt Fotografie abschloss. 20


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Sie sind in Zürich zum ersten Mal mit dem Langzeitprojekt «Protokoll» in Erscheinung getreten. Worum geht es? Es geht bei «Protokoll» um politische Macht. Ich habe den damaligen Bundespräsidenten Pascal Couchepin auf seinen diplomatischen Besuchen begleiten können. Schon beim ersten Zusammentreffen mit ihm in den USA fiel mir auf, wie absurd sich die Umtriebigkeit bei diplomatischen Empfängen ausnahm. Roter Teppich, Bodyguards, Sicherheitsprotokolle, Bankette etc., alles total übertrieben. Aber was mich abstösst, fasziniert mich auch und spornt mich zur Recherche an. Couchepin – ich teile seine politischen Ansichten nicht – war unkompliziert und sofort einverstanden damit, dass ich ihn begleitete. Schliesslich habe ich die Bildreportage am Swiss Photo Award von ewz.selection eingereicht ... ... und 2007 den Hauptpreis von 15 000 Franken gewonnen. Hat sich seither etwas verändert in Ihrem Berufsleben? Auf jeden Fall. Das Schönste am Preis: Ich habe den Röstigraben überwunden. Man nimmt mich plötzlich wahr in der deutschen Schweiz. Ich habe viele neue Leute kennen gelernt, und ich konnte mein Preisgeld in weitere Projekte investieren. Im letzten Winter präsentierte ich beispielsweise in der Winterthurer Coalmine-Galerie meine erste Soloschau «Tropical Gift», die anschliessend in der Host Gallery Foto8 in London gezeigt wurde. Das klingt ermutigend. Aber reicht das auch, um finanziell über die Runden zu kommen? Das hängt von den Bedürfnissen ab, die man hat. Ich wohne in einer kleinen Wohnung, ich muss keine Familie ernähren, und ich teile meinen Wagen. Ich lebe sehr sparsam.

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Arbeiten Sie auch im Auftrag? Ich bin Mitglied der Agenturen Strates in Lausanne und VU’ in Frankreich. Einen festen Auftraggeber habe ich nicht, schon gar nicht einen, mit dem ich mich nicht identifizieren könnte. Erst gerade schlug ich die Teilnahme an einer Schau aus, die mir ein in der Dritten Welt tätiger Grosskonzern finanziert hätte. Hingegen arbeite ich für eine kulturelle Institution an einer Serie über Bauern in Frankreich. Die Kinder von heute wissen ja dank Food-Industrie kaum noch, woher die Milch kommt oder wie eine Kuh in Wirklichkeit ausschaut. Nun will man sie wieder näher an die landwirtschaftliche Produktion heranführen. Diese Idee gefällt mir.

«Ich brauche negative Gefühle, damit sie in mir Energien freisetzen.» Also eine Art Farm Security Administration – eine Inventarisierung des Bauernstandes? Ja genau. Das Projekt wird staatlich unterstützt. Was treibt Sie bei Ihrer Arbeit eigentlich an? Die Aufnahmen von «Tropical Gift» beispielsweise stammen aus dem innersten Zirkel des von Geld und Korruption beherrschten Öl- und Gashandels in Nigeria. 25


Ich war schon immer empört über die Verantwortungslosigkeit, mit der Wirtschaftsmächtige die Dritte Welt plündern. Es ist, als ob ich diese negativen Gefühle brauchte, damit sie in mir Energien freisetzen. Ich muss diese Bilder einfach machen, diese Geschichten erzählen – par urgence humanitaire.

«Der Screen ersetzt nie die sinnliche Erfahrung mit einem Buch.»

machen das». Lars Müller ist ein Verleger, der sich noch persönlich mit den Fotografen bespricht und sie berät. Er ist ein Kunstphilosoph. Sie haben mit dieser Publikation Gold beim Deutschen Fotobuchpreis geholt. Eine tolle Auszeichnung. Trotzdem die Frage: Sind Bücher in Zeiten von YouTube, iPhone und iPad überhaupt noch gefragt? Es ist alles eine Frage der Haltung. Ein gut gemachter Fotoband ist wie ein feines Menü in einem guten Restaurant. Er baut auf Qualität! Der Screen ersetzt nie die sinnliche Erfahrung mit einem Buch oder in einer Ausstellung. Obwohl sich Ihre Bilder der Dokumentarfotografie zuordnen lassen, wirken sie fast surreal. Pflegen Sie absichtlich diese Bildsprache? Ich habe die digitalen Bilder so nachbearbeitet, dass sich das schwarze Öl darin manifestiert, obwohl man es eigentlich gar nicht sieht. Das Wasser schaut aus wie Öl, die Menschen bewegen sich fast nur in der Nacht, und die feine Gesellschaft in Abendrobe feiert den Jahreswechsel vor schmutzigen Ölraffinerien am Horizont. Es gehört zu meinem Konzept, dass ich Wirklichkeit abbilde, aber diese mit einem eigenen dramatischen Dreh zu etwas Fiktivem überhöhe.

Wer eine Reportage vorbereitet, braucht oft auch Vermittler, die einen an die richtigen Orte führen. Besteht da nicht auch die Gefahr, dass Sie ein Vertrauensverhältnis zu Leuten aufbauen, die Sie gar nicht mögen? Ich habe mich tatsächlich in diesen Kreisen in Nigeria mit gewissen Personen gut Möchten Sie die Welt verändern? verstanden. Aber letztlich trinken sie lieber mit Nein. Sie wird wegen mir wohl kaum mir Champagner, als dass sie sich den Spiegel besser. Aber es lohnt sich, wenn nur schon vorhalten lassen, obwohl das Ganze anonym wenige Personen über gewisse Zusammenhänwar. Denn ich war vertraglich gebunden: ge nachdenken. keine Namen, keine Ortsbezeichnungen, keine Autoschilder auf den Fotos. Gesellschaftskritische Fotokunst ist ja schon lange salonfähig geworden und lässt sich in Galerien teuer Wie sind Sie vorgegangen, als Sie «Tropical Gift» verkaufen. Ein Widerspruch? in Buchform planten? Ein enormer Widerspruch, ja. Ich muss damit leben, dass Leute meine Bilder kaufen, die Ich habe dem Kunstbuchverleger Lars einen Lifestyle pflegen wie diese Ölmilliardäre in Müller die Bilder vorgelegt. Er hat sie lange betrachtet und dann gesagt: «Ich verstehe. Wir ihren stacheldrahtgeschützten Reichenghettos. Ausgabe 2011 – SCOPE

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Welches sind Ihre weiteren beruflichen Pläne? In «Protokoll» und «Tropical Gift» geht es um politische beziehungsweise wirtschaftliche Macht. Nun möchte ich die Trilogie mit einer Dokumentation über die Macht der Religionen zu Ende führen. Längerfristig könnte ich mir auch Projekte mit dem Medium Film vorstellen. Es weckt noch mehr Emotionen, und man kann damit ausgesprochen variantenreich mit Rhythmus und Dramaturgie spielen.

«Ich konnte mein Preisgeld in weitere Projekte investieren.»

ge Emotionen verspüre ich selten nach diesen Shows. Trotzdem: Es ist für uns Fotografen sehr wichtig, dass wir solche Plattformen haben. C’est toujours mieux que la Handelsschule, non? Welches ist Ihrer Ansicht nach die wichtigste Funktion der Fotografie? Geschichten erzählen – immer. Sehen Sie? (Die Serviertochter küsst gerade einen Mann an der Bar im «Volkshaus», wo dieses Gespräch stattfindet. Christian Lutz wartet schon lange auf seinen Frühstückstee.) Das sind Geschichten – nicht der Typ an sich. Wie erklären Sie sich nach bald 200 Jahren die ungebrochene Popularität der Fotografie? Genau so. Sie hat mit Leben zu tun.

Etwas ganz anderes: Beuys hat die These formuliert, dass jeder ein Künstler sei. Könnte man angesichts der heutigen Bilderflut mit Handycams und auf Facebook postulieren: «Jeder ist ein Fotograf ?» Das gefällt mir (lacht). Das hat mit Demokratisierung zu tun. Jeder soll sein kreatives Potenzial ausschöpfen. Finde ich super. Was halten Sie denn von den vielen Fotoausstellungen, die wie Pilze aus dem Boden schiessen? Gibt es da nicht auch oft Unverbindliches und Stromlinienförmiges zu sehen? Ich finde eigentlich immer gut, wenn man die Gelegenheit erhält, Bilder auszustellen, sie anzuschauen, das Sehen zu schulen. Gerade Zürich ist in dieser Beziehung fantastisch. Aber zugegeben, man dürfte oft mehr Inhalt und Sinn erwarten. Wirklich nachhaltiAusgabe 2011 – SCOPE

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Stadt, in der die Konkurrenz niemals schläft? Henry Leutwylers Credo: Man muss kennen und lieben, was man fotografiert. Der Starfotograf über die Rolle des Glücks, die Sieben-Minuten-Regel, schlaflose Nächte und den unbedingten Glauben an sich selbst.

«Das Leben dreht sich um unsere Träume» Interview

Sascha Renner, Fachredaktor Kunst, Schweizer Radio DRS

Henry Leutwyler (51) ist einer der gefragtesten Porträt-, Mode- und Magazinfotografen. Der Schweizer mit italienischen Wurzeln fotografierte sich von Lausanne über Paris bis nach New York, wo er seit 16 Jahren ein Studio betreibt. Zu seinen Kunden gehören Vogue, Vanity Fair, Esquire, das New York City Ballet, Estée Lauder sowie viele Künstler und Celebrities. Wie hält man sich im Geschäft in einer Ausgabe 2011 – SCOPE

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Sascha Renner: Henry Leutwyler, seit 25 Jahren fotografieren Sie als Magazin- und Werbefotograf, neu leben Sie seit 16 Jahren in New York. Sie sind erfolgreich. Was braucht es dazu? Henry Leutwyler: Immer die Augen offen halten, lernen, Dinge ausprobieren, Neues versuchen. Und sehr viel Glück. Talent allein genügt nicht. Es ist ein Cocktail aus Talent und dem Glück, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Ist man einmal gestartet, macht man jeden Tag ein Bild, und nach dreissig Jahren ist man etwas näher an dem Ziel, an das man gelangen will. Man wird nicht geboren als grosser Fotograf. Fotografie ist ein Handwerk, man muss es ständig üben.

Man sagt: Wenn das Glück kommt, stell ihm einen Stuhl hin. Wann nahm es Platz bei Ihnen? Bei meinem ersten Rendez-vous in Paris 1987 mit der Frauenzeitschrift Madame Figaro. Ich bekam gleich zehn Seiten. Danach hörte es nicht mehr auf. Wenig später begann ich für Condé-Nast in Paris und in Italien zu arbeiten, und ich hatte Aufträge in England. 1995 wollte ich es in New York versuchen. New York ist das Zentrum des Universums für uns Fotografen. Alle Kunden, alle Zeitschriften sind bloss einen Telefonanruf weit entfernt. Und: Ich hatte das Glück, sehr gute Leute um mich zu haben. Welche Rolle spielt das Team in Ihrem Beruf ? Die entscheidende. Assistenten, Hair, Make-up, Styling. Als Fotografen sind wir nur so gut wie die Leute, die uns zuarbeiten. Wenn das Team nicht funktioniert, geht gar nichts. Natürlich kann ich ein Bild alleine machen, aber im Team wird es besser. Mein erster As28


sistent war 13 Jahre lang erster Assistent bei Irving Penn, meine Assistentin arbeitete über zehn Jahre an der Seite von Albert Watson. Wir bauen Kameras, wir erfinden Dinge. Das geht nur mit ganz erfahrenen Mitarbeitenden. Kein Glück hatten Sie zu Beginn Ihrer Laufbahn: Sie bewarben sich zweimal an der Fotoschule in Vevey, vergeblich. Das ist richtig. Man sagte mir: Vergessen Sie’s, das wird nie was! Ich war 19 und hatte kein Portfolio. Hätten meine Eltern mir damals nicht gesagt: «Wenn es wirklich das ist, was du willst, dann geh und tu es», dann wäre ich heute nicht hier. Mein Rat daher an alle Jungen: Alles ist richtig, solange ihr es mit Liebe tut. Erstickt nicht, was ihr in euch habt, sonst werdet ihr austauschbar und habt wenig zu geben. Vergeudet nicht euer Geld für eine Ausbildung, ihr könnt hinausgehen und sie umsonst kriegen. Gibt es gleichwohl etwas, das Sie der Schweiz verdanken? Sicher. Ich bin zwar seit vielen Jahren in New York, aber immer noch Schweizer. So wurde ich erzogen, so sehe ich. Schauen Sie sich um: Mein Studio könnte ein Spital oder ein Uhrenatelier sein – polierter Stahl, blitzblank und aufgeräumt. Vielleicht sind es die Gene: Man muss sehr präzis sein, um ein guter Fotograf zu werden. Ich finde es im Übrigen ganz erstaunlich, wie viele herausragende Fotografen die Schweiz hervorgebracht hat. Es sind bestimmt fünfzig weltbekannte. Nicht einmal die USA haben fünfzig Fotografen wie Raymond Meier, Hans Feurer, Guido Mocafico, Marco Grob, Hans Gissinger und wie sie alle heissen. Vermutlich Ovomaltine und Aromat, Rivella und guter Käse! Sie fotografieren Porträts, Sie fotografieren Mode, Sie fotografieren Tanz – kürzlich das New York City Ausgabe 2011 – SCOPE

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Ballet. Wie stellt man sich auf so unterschiedliche Aufgaben ein? Man muss sehr gut kennen, was man fotografiert. Ich wäre kein guter Sportfotograf. Ich verstehe Sport nicht und könnte nicht mit Sportlern kommunizieren. Aber ich kenne die Sprache des Balletts. Ich weiss, wann es schön ist. Ich fotografiere seit 25 Jahren Ballett. Ausserdem müssen sich die Leute wohl fühlen. Dann öffnen sie sich. Niemand steht gerne vor einer Kamera, es ist sehr schwierig. Daher: Je mehr man als Fotograf von der Sache versteht, je ruhiger und organisierter man ist, desto schneller gelangt man ans Ziel. Wie gehen Sie dabei konkret vor? Bevor ich Julia Roberts fotografierte, schaute ich Hunderte Porträts von ihr durch. Ich hatte nur 15 Minuten. Sie kam zu mir ins Studio, und wir wussten beide, wie es aussehen sollte. Recherche ist das Entscheidende. Aber es braucht auch Bauchgefühl. Man spürt, wenn es stimmt. Ich mache mich gerne lustig über meine Profession: Meinen Assistenten sage ich, es ist bloss Fotografie, keine Chirurgie am offenen Herzen von Neugeborenen, Gott sei Dank! Helmut Newton sagte einmal, ein Porträt müsse in den ersten sieben Minuten entstehen. Stimmen Sie dem zu? Absolut. Sieben Minuten. Meine besten Bilder entstehen in drei oder vier Minuten. Will man die Essenz eines Menschen erfassen, dann muss es in den ersten sieben Minuten geschehen, wie Helmut Newton sagte. Danach wird es nicht mehr besser. Es gibt zwei unterschiedliche Philosophien, wie Fotografinnen und Fotografen arbeiten: Die einen nehmen und schiessen ein Bild, die andern warten und empfangen. Zu welchem Typ zählen Sie sich? Ich nehme nicht gerne. Ein Bild ist eine Gabe. Früher war die Wortwahl eine andere: Mr. Penn sprach von Sitting. Wenn man sitzt, 29


dann gibt und teilt man. Heute hingegen spricht man von Shooting und Taking. Das ist nicht, was wir tun. Wir jagen nicht. Wenn der Sitter nicht geben will, dann können wir nichts ausrichten.

«Die Essenz liegt nicht im Schönen.» Sie empfangen zwar, machen aber auch Vorgaben: Wie entwickeln Sie eine Bildidee? Es ist ein freier, kreativer Prozess. Je lockerer man ist, desto kreativer wird man. Ich suche nach dem rohen Diamanten. Der japanische Schriftsteller Junichiro Tanizaki schrieb in seinem Buch «Lob des Schattens»: Schönheit strahlt in der Dunkelheit, nicht in der Sonne. Als ich selber in Japan war, sah ich, dass die Japaner ihre Goldskulpturen im Dunkeln platzieren. Wo strahlt ein Diamant? In der Dunkelheit. Das lässt sich in die Fotografie übersetzen. Für meine Kampagne für das New York City Ballet versuchte ich, die Körper der Tänzerinnen und Tänzer vor einem dunkelgrauen Hintergrund zum Leuchten zu bringen. Der Look, der gerade angesagt ist, wechselt andauernd. Wie hält man sich im Gespräch? Ich folge meiner eigenen Vision, nicht der Mode. Man sagt ja: Mode ist so hässlich, dass man sie zweimal pro Jahr wechseln muss. Wenn man vierzig Jahre im Geschäft bleiben will, müssen die Bilder einfach und klassisch sein. Man sieht es meinen Fotos nicht an, ob Ausgabe 2011 – SCOPE

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sie 1986 oder 2011 entstanden sind. Natürlich passieren innerhalb dieses Klassizismus verrückte Dinge, der Stil aber bleibt klassisch. Wir alle lieben Mr. Penn und Mr. Avedon. Klassische Fotografie. Klassische Autos. Klassische Musik. Klassik ist die Grundlage von allem. Sie nennen Irving Penn und Richard Avedon, beides grosse Meister der Porträtkunst. Ihre Inspirationsquellen? Meine Liebe zur Fotografie beginnt und endet mit Mr. Penn. He did it all. Unser Studio blieb an seinem ersten Todestag geschlossen. Aber auch Filme, Ausstellungen, Kunst und vieles mehr inspiriert mich. Man braucht bloss die Augen zu öffnen. Inspiration steckt in New York in jedem Winkel. Deswegen bin ich hier. Ich liebe die Schweiz, aber wenn ich zurückkehre, sehe ich: Dieselben Leute haben denselben Beruf, dasselbe Auto, sie leben in demselben Haus. Wir alle brauchen Veränderung, um voranzukommen. Veränderung bringt zurzeit der technologische Fortschritt. Wann stellten Sie von Film auf digitale Fotografie um? Vor etwa vier Jahren, sehr wahrscheinlich als einer der Letzten in New York. Die Romantik ist weg, es geht um sofortige Befriedigung. Wir wissen schon auf dem Set, ob wir das Bild haben oder nicht, und auch der Kunde hat sofortige Gewissheit. Mit digitaler Fotografie hängen wir nicht mehr von externen Labors ab, und wir können mehr Bilder pro Tag machen. Das sind alles kommerzielle Vorteile, auf die man auch als Romantiker nicht mehr verzichten kann. Sie sind im Lauf Ihrer Karriere vielen grossartigen Menschen begegnet. Gibt es eine Begegnung, an die Sie besonders gerne zurückdenken? Hunderte. Dizzie Gillespie, Gorbatschow, beide Königinnen von Jordanien ... Jeden Abend gehe ich heim, schliesse die Augen und 30


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sage zu mir, wie viel Glück ich habe. Kürzlich fotografierte ich Keith Jarrett. Ich liebe Jazz. Er spielte zwanzig Minuten bei sich zuhause – ein Solo-Konzert, nur für mich. Am Schluss scherzte er: «Ich hätte das aufnehmen sollen, war gar nicht so schlecht.»

«Die Romantik ist weg, es geht um sofortige Befriedigung.»

Das sind keine Auftragsarbeiten. Man muss seinen geheimen Garten lebendig halten. Eines meiner Projekte dreht sich um Schuhe, genauer: deren Unterseite. Sehen Sie hier: Michael Jacksons Schuh. Und hier dasselbe Bild mit Gandhis Sandale. Es fehlen mir noch Präsident Obama, Tutanchamun, Neil Armstrong. Was sagt eine Schuhsohle über Michael Jackson aus? Die Essenz liegt oft nicht im Schönen, sondern im Verborgenen, im Dunklen, im Schatten. Eine klassische Porträtregel besagt: Rücke die schönere Seite eines Gesichts ins Dunkel und die hässlichere ins Licht – es funktioniert, glauben Sie mir. Das Porträt wird dadurch insgesamt schöner. Ich habe es Hunderte Male probiert.

Ist die Fotografie für Sie ein Mittel, Ihren persönlichen Obsessionen nachzuleben? Das Leben dreht sich um unsere Träume. Ich sage meinen Kindern immer: Dream big! Schaut nach oben, nie nach unten. Ihr lebt nur einmal, ihr wisst nie, wann es zu Ende ist. Jeder Tag ist ein Geschenk. Wir schlafen nie in New York. Das Leben ist kurz. Wissen Sie, meine Mutter liess meinen Vater zehn Jahre lang warten, bevor sie ihn heiratete. Ich könnte zehn Jahre älter sein – dann hätte ich Elvis Presley, James Dean und Marlon Brando Was hält diese persönliche Sammlung von Stillfotografieren können. Weil ich das nicht konn- leben im Innern zusammen? te, fotografiere ich, was von ihnen bleibt: ihre Ich glaube, das Leben – und dass es nicht persönlichen Gegenstände. Sie sind für mich ewig dauert. Es gibt eine Reihe von Familienwie Porträts. Memorabilia, die ich fotografieren möchte: die Brieftasche meines Vaters, die Brille meiner Grossmutter. Als ich das Michael-JacksonGegenstände als Porträts, wie meinen Sie das? Buch vorbereitete («Neverland Lost», Steidl Ich überlegte, wie ich für mich wichtige Menschen fotografieren könnte, die ich niemals 2010, Anm.  d.  Red.), wusste ich, dass Michael bankrott war und sein ganzer Besitz auf die getroffen habe. Ich fotografierte also den rotweissen Polka-Dot-Schirm von Marilyn Mon- Auktion kommen würde. Meine Absicht war es, die Familie zusammenzuhalten. Fotografie roe, Andy Warhols Pinsel, Elvis’ Brieftasche.

«Klassik ist die Grundlage von allem.»

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ist meine Art, die Familie zusammenzuhalten. Macht die Fotografie Geschichte greifbar? Ja. Die Gegenstände erzählen sie uns. (Greift nach zwei Prints.) Wenn ich diese beiden Bilder nebeneinander lege – hier John Lennons Brille und hier die Pistole, die John Lennon tötete –, dann ist das Geschichte, die sich vor unseren Augen abspielt. Evidenz: Das hier brachte John Lennon um. Ende der Geschichte. Das ist ein weiteres meiner Projekte: die 25 Pistolen zu fotografieren, die die 25 berühmtesten Menschen umbrachten, und den Erlös Opfern von Waffengewalt zu spenden. Beide Gandhis, Malcolm X, Martin Luther King, beide Kennedys, Rabin, Sadat, Lennon ... Es ist tragisch. Trägt man als Fotograf eine moralische Verantwortung? Fotografen haben eine Verantwortung. Denn was tun wir? Wir zeichnen Dinge für die Nachwelt auf. Die Wahrscheinlichkeit, dass mich diese Bilder überleben, ist sehr gross. Was in der Welt passiert, ist ein Desaster. Von dem Geld, das wir als Fotografen verdienen, sollten wir etwas zurückgeben. Die RobinHood-Mentalität: Man nimmt von den Reichen und gibt es den Armen. Denn letzten Endes: Wie nützlich ist Fotografie? So wie wir sie heute betreiben, hilft sie anderen Leuten bloss, mehr Geld zu verdienen. Das ist nicht wirklich interessant.

Man macht das Bild und verdient 100 000 Dollar. Oder man legt die Kamera zur Seite, sucht nach einer Matratze und betet, dass der Mann überlebt. Man muss wählen. Unsere Verantwortung ist es, der Welt das Unrecht vor Augen zu führen.

«Meine besten Bilder entstehen in drei oder vier Minuten.» Gibt es noch Momente, die Sie aus der Ruhe bringen? Sicher. Jedes Mal, wenn wir ein Fotoshooting vorbereiten, sind wir alle nervös. Ich habe schlaflose Nächte, noch heute. Wir Fotografen sprechen zwar mit Licht, aber auch wir beginnen mit einer leeren Seite, wie ein Schriftsteller. Dennoch: Zweifel sind gut und richtig. Man muss sich ständig hinterfragen. Alles in allem ist es der beste Job der Welt.

Sollte man als Berichterstatter – und als solchen verstehen Sie sich, wenn Sie Geschichte festhalten – nicht möglichst neutral und objektiv sein? Ich glaube nicht, dass Neutralität funktioniert. Irgendwann muss man Flagge zeigen – ein Grund, warum ich nie Kriegsfotograf geworden bin oder dem tragischen Moment hinterherjagte. Wenn ein Mann von einem Dach springt, hat man zwei Möglichkeiten: Ausgabe 2011 – SCOPE

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«Den Autoren braucht es mehr denn je» Ausgabe 2011 – SCOPE

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Interview

Und wann kam der Begriff des Fotodesigners ins Spiel?

Daniel Morgenthaler, Kunstjournalist

Was wie eine Synthese aus einem Fotografen und einem Gestalter tönt, ist in Wirklichkeit die neue – geschützte – Berufsbezeichnung für den Erwerbsfotografen: der Fotodesigner. Was genau muss die Abgängerin oder der Abgänger dieses Ausbildungsgangs designen können? Und wo sind dem Fotodesigner in der digitalen Bildwelt überhaupt noch Grenzen gesetzt? Eine Erörterung mit Hanspeter Wagner, Mitglied der Kommission zur Schaffung des neuen Berufsbildes, sowie den beiden Fotografen Beat Bühler und Christian Dietrich, die in ihrem Studio regelmässig Praktikanten des Fotodesign-Ausbildungsgangs aufnehmen. Daniel Morgenthaler: Man hat manchmal das Gefühl, es gilt heute die Devise «Design oder nicht sein». Sogar Manager sind angehalten, wie Designer zu denken. Soll dieses Denken mit der Bezeichnung «Fotodesigner» nun auch in der Fotografieausbildung verankert werden? Hanspeter Wagner: Der Designer in der neuen Berufsbezeichnung «Fotodesigner» steht für den gestalterischen Aspekt des Berufs: Er soll einen Auftrag in einen Kontext stellen können; er weiss, welche Bildsprache er wählen kann, wie er formal und tonal vorgeht. Es greift allerdings zu kurz, wenn man den Begriff gesondert betrachtet. Der bildungspolitische Hintergrund ist wichtig: 2001 verfügte das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT), dass sämtliche Berufe in die neue Berufbildungsverordnung überführt werden. Wir haben das zum Anlass genommen, zu analysieren, was in der Fotografenlehre harzt. Weshalb die Lehrlingszahlen drastisch rückläufig waren, während gleichzeitig immer mehr Praktikumsstellen angeboten wurden.

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Hanspeter Wagner: Das war ein längerer Prozess. Basierend auf unseren Recherchen und Gesprächen haben wir einen Wunsch formuliert: Das muss eine Berufsfrau oder ein Berufsmann heute können! Und wir haben zusammengestellt, was in die entsprechende Ausbildung integriert werden müsste. Es war dann auch das BBT, das gesagt hat, dass diese Lernziele kaum mehr auf der Ebene der Grundbildung eingelöst werden können.

Im Gegensatz zur Fotografenlehre. Hanspeter Wagner: Genau. Die Fotografenlehre schliesst offiziell an die Sekundarstufe an. Allerdings hat sich gezeigt, dass je länger, je weniger Fotografen bereit sind, sich für vier Jahre als Lehrmeister zu verpflichten ... Beat Bühler: ... Wir Fotografen wissen ja oft nicht einmal, woran wir in einem Monat arbeiten. Zudem sind viele Fotografen Individualisten und möchten sich nicht für mehrere Jahre verpflichten. Hanspeter Wagner: Gleichzeitig war ein Grossteil der Auszubildenden beim Lehrantritt älter als zwanzig. Die Lehre erfüllte also die Bedingungen, die eine Ansiedlung auf der Stufe Grundausbildung rechtfertigen, nicht mehr. Weil man zur Abgrenzung von der Fotografenlehre eine neue Bezeichnung brauchte und den gestalterischen Aspekt hervorheben wollte, wurde dann der Fotodesigner geschaffen.

Verändert aber neben dem politischen Hintergrund nicht auch die technische Entwicklung die Ausbildungssituation grundlegend? Hanspeter Wagner: Da ist ein wichtiger Punkt. Heute wird praktisch kein analoges Bildmaterial mehr verwendet. Das tönt banal, zieht aber viele Fäden. Ein scharfes A3-Bild herzustellen, bedeutet heute auch für den Lai39


en keine technische Schwierigkeit mehr. Wenn es aber um die Frage geht, was das Bild soll, oder wenn man in einem knappen Zeitrahmen eine gute Bildstrecke abzuliefern hat, braucht es mehr. Einige der früher relevanten technischen Eckpunkte fallen weg, um sich als Fotograf zu profilieren. Man muss anderes bieten, damit man ein kompetenter Partner wird in dieser Produktionskette.

«Vieles wird heute von Laien abgedeckt.» Christian Dietrich: Die Schwierigkeit besteht darin, die Grenzen seiner Kompetenzen zu erkennen, gegenüber dem Lithografen etwa. Weil alles fliessend ineinander übergeht, ist es manchmal nicht einfach, einzusehen, dass andere Leute gewisse Aufgaben besser erledigen können.

Wird es denn irgendwann nur noch Fotodesigner und gar keine Fotografen mehr geben? Hanspeter Wagner: Der Fotodesigner ist die Weiterführung der Fotografenausbildung in zeitgemässer Ausgestaltung. Die Mitglieder der Berufsverbände SBF und vfg haben beide Modelle abgewägt und sich mit klarer Mehrheit auf demokratischem Weg für den Fotodesigner ausgesprochen. Aus diesen Gründen sind wir der Meinung, dass es die Lehre nicht mehr braucht. Nach der Ausbildung ist man eidgenössisch diplomierter Fotodesigner. Das ist geschützt. Beat Bühler: Nicht im Sinn eines Schutzes vor Autodidakten oder Quereinsteigern, wohlgemerkt, sondern im Sinn einer Definition, was der Markt von den Absolventen erwarten kann. Schliesslich ist aber bei der Auftragsakquisition doch die Mappe, die bisherige Arbeit, und nicht der Titel entscheidend. Ich sehe da allerdings schon auch ein gewisses Potenzial für Missverständnisse. In Deutschland hat sich das aber etabliert, da ist klar, dass Fotodesigner Fachhochschulabgänger sind, im Gegensatz zu den Akademikern oder den Absolventen der Berufslehre.

Beat Bühler: Die klassischen fotografischen Themen bleiben gleich, die Teilaufträge sind andere. Bei den News oder in Bereichen wie der Hochzeitsfotografie wird heute etwa viel von Laien abgedeckt.

Gibt es Bemühungen, den Begriff des Fotodesigners noch besser einzuführen? Hanspeter Wagner: Ich glaube, dass das kein allzu grosses Problem ist. Weil der Fotodesigner aus den Schuhen des Fotografen erwachsen ist, stellt er eine logische Weiterführung dar.

Christian Dietrich: Bereiche, für die nur eine technische, weniger eine gestalterische Lösung gefunden werden muss, geraten stärker unter Druck. Deshalb ist es wichtig, dass der «Designer» angehängt wird. Die klassische fotografische Rolle ist dadurch gestärkt, den Autoren braucht es mehr denn je. Den Techniker hingegen immer weniger.

Sehen Sie einen Unterschied zwischen den Kompetenzen, die die Fotodesigner-Aspiranten aus der Schule mitbringen, und denen der Fotolehrlinge? Christian Dietrich: Durchaus. Die Leute, die sich in dieser Ausbildung befinden, haben zwei grundlegende Prozesse schon durchlaufen: Erstens mussten sie sich konkret überlegen, will ich das Fotografieren zu meinem Lebens-

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thema machen. Und zweitens haben sie sich für eine Ausbildung entschieden. Sie wissen auch schon, dass man nicht nach jedem Shooting Cüpli trinkt. Oft geht es auch gar nicht mehr primär um Fotos, sondern eher darum, wie man an Aufträge herankommt oder was es braucht, um ein Studio zu betreiben. Der Begriff des Designers macht für mich in Abgrenzung zum Kunstfotografen Sinn. Wie der grafische Gestalter ist er zwar kein Künstler, verfügt aber über die nötige visuelle Kompetenz. Hanspeter Wagner: Darüber erfolgt die Abgrenzung gegenüber der ZHdK. Der Fotodesigner will Leute befähigen, in der Berufsfotografie Fuss zu fassen. Der künstlerische Aspekt ist sehr wohl da, nicht aber zuvorderst. Bei der ZHdK muss man sich dafür das technische Wissen selbst aneignen.

«Der Fotodesigner stellt eine logische Weiterführung dar.» Christian Dietrich: Das haben wir gemerkt, als wir nach Studienabschluss die erste Offerte ausstellen mussten. Beat Bühler: Gerade was die erwähnten Anschlusskompetenzen anbelangt, sind viele, die aus der ZHdK in die Auftragsfotografie gegangen sind, ziemlich auf die Welt gekommen. Die vermittelte Bildkompetenz hingegen hat etwas Zeitloses. Ausgabe 2011 – SCOPE

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Hanspeter Wagner: Der Fotodesigner birgt ganz bewusst das Potenzial in sich, beides zu verbinden: die technischen Aspekte mit den gestalterischen.

Welche Bedingungen muss jemand erfüllen, damit er zur Ausbildung zugelassen wird? Hanspeter Wagner: Bedingung ist eine abgeschlossene Berufslehre oder eine Matur. Die Kandidaten müssen zuerst mit einem Portfolio zeigen, dass sie sich mit Fotografie auseinandergesetzt haben. Dann wird eine Aufgabe ausgeschrieben, auf die hin sie eine neue Bildserie erstellen. Ein Gremium, bestehend aus vier bis sechs Personen aus der Schule und der Qualitätssicherung, schaut sich die Arbeiten an. Kurz vor Schulbeginn gibt es noch eine Aufnahmeprüfung. Am wichtigsten sind aber die Bilder: Da sieht man schnell, ob jemand schon ein konzeptionelles Auge hat, ob eine Haltung dahintersteht. Wie haben Sie das Verfahren an der ZHdK erlebt? Christian Dietrich: Der technische Aspekt war bei uns, 1995, absolut kein Kriterium. Die erste Mappe, die ich abgegeben habe, war technisch elaborierter. Aber erst beim zweiten Versuch, als ich bewusst etwas schäbige Schwarzweissprints eingereicht habe, wurde ich aufgenommen. Beat Bühler: Bei der ZHdK ist sicherlich die Auswahl subjektiver, abhängig von den Professoren, von der Leitung des Studiengangs.

Beim Fotodesigner würde man also mit der technisch souveränen Arbeit eher aufgenommen? Hanspeter Wagner: Das kann man so nicht sagen. Man kann ja nicht erwarten, dass die Kandidaten technisch perfekt sind. Da kann jemand durchaus auch mit lausigen Prints bestehen, wenn sie inhaltlich gut sind. Und auch die Persönlichkeiten, die im Gremi41


um sind, spielen eine Rolle. Man kann es vielleicht so sagen: Nach der ZHdK ist man ein Künstler, nach dem Fotodesigner ist man eine gut aufgestellte Berufsfrau oder ein gut aufgestellter Berufsmann.

«Der künstlerische Aspekt ist sehr wohl da, aber nicht zuvorderst.» Beat Bühler: Allerdings haben auch viele Leute aus unserer Klasse in der Auftragsfotografie Fuss gefasst. Beim Fotodesigner sehe ich einfach die Chance, dass man sich schneller zurechtfindet in der Erwerbsfotografie.

Und was für Voraussetzungen muss ein Anbieter erfüllen? Hanspeter Wagner: Wir von der Qualitätssicherung kommunizieren, dass es seitens der Anbieter eine Bereitschaft braucht, den Know-how-Transfer sicherzustellen. Jemanden nur zum Lampenschleppen anzustellen, das ist nicht die Idee. Und wenn jemand auf seiner Homepage vor allem Hochzeiten zeigt, dann schaut man sich das schon zweimal an. Christian Dietrich: Wenn allerdings ein Praktikant genau das will, steht es ihm frei. Das ist für uns ein klarer Vorteil: Die Auszubildenden kommen zu uns, weil sie unser Tätigkeitsfeld interessiert. Wir können dann genau das vermitteln, was wir können. Ich muss zum Beispiel nicht zum ersten Mal seit acht Jahren wieder eine Fachkamera aufbauen, weil der Stift sie an der Lehrabschlussprüfung beherrschen muss. Und ausserdem ist der Austausch auch gegenseitig. Wir hatten Praktikanten, die ihre Karriere mit Facebook planen und ihr Netzwerk darüber verwalten. Und wir schauen dann mit offenem Mund zu und denken, dieser Zug fährt wahnsinnig schnell ...

... ab? Hanspeter Wagner: Die Fotodesign-Aus-

bildung will aber auch keine verkappte Kunstausbildung sein. Der reale Bezug zur Berufspraxis, eben die Praktika, spielt bei dieser Abgrenzung sicher eine sehr wichtige Rolle.

Christian Dietrich: Ja. Oder es ist ein Zug, auf den aufzusteigen wir uns sonst gar nie überlegt hätten.

Welche konkreten Eckpunkte werden bei den Praktika vorgegeben? Hanspeter Wagner: Das Praktikumssystem ist sehr flexibel und funktioniert modular. Der Auszubildende verbringt zwei Drittel der Zeit in Studios. Als Praktikum gilt ein Einsatz bei einem Fotografen an mindestens 48 Tagen innerhalb eines halben Jahres. Das kommt auch dem Anbieter entgegen, wenn etwa gerade wenig Aufträge anstehen. Ausgabe 2011 – SCOPE

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«Ein Plastikstuhl auf dem Balkon stört» Interview

kamera geschenkt hat. Während meines Architekturstudiums in den Neunzigerjahren wurde der Computer kaum eingesetzt. Es gab keine Renderings, also fotografierte ich viel, Meret Ernst, Redaktorin Hochparterre vor allem Modelle befreundeter Studierender, und entwickelte die Bilder in der Dunkelkammer an der ETH Zürich. Nach dem Studium verteilten sich alle auf die Architekturbüros. Viele Architekturfotografen sind Architekten. Auch Auch ich sah meine Zukunft als Architekt. Da Roger Frei (39) hat diesen Weg gewählt: Seit 2006 kam der eine Kollege mit einem fertiggestellten arbeitet der diplomierte Architekt als selbständiger Architekturfotograf in Zürich, er unterrichtet Architek- Gebäude, ein Jahr später ein anderer, und sie turfotografie an der Fachhochschule Muttenz und stellt fragten, ob ich es fotografieren könne. Das fing ganz sachte an, entwickelte sich aber stetig. freie Arbeiten aus: Landschaften, Städtebilder, Berge und Aufnahmen aus leeren Industriebauten. Architekturfotografen arbeiten eng mit den Architektinnen und Als Fotograf sind Sie Autodidakt? Architekten zusammen, deren Entwürfe sie aus der Wie so viele Architekturfotografen. Doch Dreidimensionalität in ein überzeugendes Bild überset- das spielt keine Rolle, es geht ums Bild. Die zen. «Wir sind aufeinander angewiesen», sagt Roger Technik eignet man sich im Verlauf der Zeit Frei im Gespräch. an, Learning by Doing, die Erfahrung kommt mit den Jahren. Als Architekt hat man wohl Meret Ernst: Roger Frei, Sie sind ausgebildeter eine spezielle Sicht auf das Objekt. Architekt. Wieso haben Sie 2006 die Seite gewechselt? Roger Frei: Glücklicherweise konnte ich Sie unterrichten Architekturfotografie an der mein Hobby zum Beruf machen. Ich fotogra- FHNW Muttenz. Was bringen Sie Ihren Studierenfiere, seit mir mein Vater seine analoge Knips- den bei? Ausgabe 2011 – SCOPE

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Architekturfotografie ist hier ein Wahlpflichtfach. Viele Architektinnen und Architekten fotografieren, haben technisch aber erst mal wenig Erfahrung. Das ging mir auch so, ich wusste zu Beginn nicht, wie man etwa stürzende Linien vermeidet, welche Rolle das Licht spielt. Ich versuche ihnen beizubringen, was der Unterschied ist zwischen Fotografie und Architekturfotografie.

«Mit Renderings lässt sich die Qualität eines Entwurfs nicht überprüfen.»

Das ist auch bei uns so. Ich vermittle meinen Studierenden den Weg von der Auftragserteilung bis zur Abgabe der bearbeiteten Daten. Sie lernen, worauf man achten muss, welche Umstände vor Ort entscheidend sind. Was ist Architekturfotografie? Architekturfotografie stellt sich in den Dienst der Architektur. Als Regel gilt, dass die Aufnahme das Gebäude so zeigen soll, wie es der Architekt oder die Architektin entworfen hat. Doch veröffentlicht werden Architekturbilder zusammen mit Plänen und Texten, die den Entwurf erklären. Deshalb darf das Bild auch mal über das rein Dokumentarische hinausschiessen. Wie gehen Sie vor, um ein Gebäude so zu zeigen, wie es entworfen wurde? Ich kann es nur so zeigen, wie ich es vorfinde. Ich arbeite nie mit Kunstlicht. Das Wetter ist entscheidend. Es gibt Auftraggeber, die auf keinen Fall blauen Himmel wollen, andere lieben das Schattenspiel auf der Fassade.

Ein Einfamilienhaus nur vor blauem Himmel, ein Dienstleistungsgebäude ausschliesslich mit diffusem Licht? Worin besteht dieser Unterschied? Solche Konventionen gibt es. Als DienstAnders als in allen anderen Sparten der Fotografie benötigt man eine spezielle Kame- leister kläre ich den Wunsch der Architekten vorgängig ab. Die meisten Auftraggeber lassen ra. Früher waren das Fachkameras, heute arbeite ich mit einer Alpa, die ein digitales Rück- mir aber freie Hand. teil und eine Shiftfunktion hat, mit der ich Gebäude verzerrungsfrei aufnehmen kann. Als Fotograf sind Sie zuständig, das dreidimenGrundsätzlich macht das den Unterschied aus. sionale Objekt in ein Bild zu übersetzen, wie gehen Sie vor? Intuitiv. Ich fotografiere, was ich sehe, im Jede, die die richtige Kamera hat, kann ArchitekWissen darum, wann das Gebäude so oder tur fotografieren? anders aussehen wird. Dazu reicht ein Blick (Lacht.) Es kann auch jede mit einer «falschen» Kamera Architektur fotografieren. auf den Grundriss, den Situationsplan, und vielleicht kriege ich vorgängig noch einige Die Aufnahme ist nur ein Zwischenprodukt. Dieses Rohmaterial wird digital bearbeitet, die Aufnahmen von der Baustelle. Man muss sich vom Objekt leiten lassen. Ich lege mir nie ein Möglichkeiten sind verblüffend. Einen Tag Bild im Voraus zurecht, um dann nur noch fotografieren ergibt zwei Tage Hausarbeit. Ausgabe 2011 – SCOPE

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auf den Auslöser zu drücken. Das geht auch aufräumen, bevor sie überhaupt fotografiert gar nicht. Es gibt zu viele äussere Einflüsse, die werden können. Das ist nicht wahrhafter, als interferieren. die Architektur im unbelebten Zustand zu zeigen. Bei einem derart statischen Motiv wie einem Gebäude? Worauf konzentrieren Sie sich bei der Aufnahme? Neben dem Wetter bildet die grösste Ich versuche, das Spiel des Lichts auf Herausforderung das Zeitfenster, das ich nutOberflächen zu fotografieren, Streiflicht kann zen kann: Kaum ist ein Gebäude fertig, wird eine Aussage verstärken. Ich beziehe die Umes in Beschlag genommen. Ich muss den rich- gebung mit ein und zeige, wie das Gebäude tigen Moment erwischen, wenn die Endreini- steht. Es gibt auch Glücksfälle. Bei einem gung getan ist, die Handwerker und ihre Autos Hotel sollte ich nur Innenaufnahmen machen. weg sind, aber das Haus noch unbenutzt ist. Die Fassade war noch nicht fertig montiert. Am Sonntag fing es an zu schneien, am Montagmorgen schlich ich drei Stunden um das Haus und fotografierte.

«Der Moment kommt niemals wieder.» Wieso sind Architekturbilder stets unbelebt? Weil die Nutzer das hinzufügen, was ihnen gefällt und nicht den Architekten. Sie stellen Plastikstühle auf den Balkon, hängen am Morgen das Duvet über die Brüstung, parkieren ihr Auto davor, lassen eine Sonnenstore unten. Das stört. Den Architektinnen und Architekten geht es ums Konzept, das im Bild vermittelt werden soll. Sobald nur ein Möbel drin steht, verändert sich die Bildaussage. Beraubt sich damit die Architekturfotografie der Möglichkeit, stärkere Bilder zu machen? Die Möglichkeiten sind beschränkt, um eine weitere Aussage zu vermitteln als die, dass Architektur halt auch genutzt wird. Ausserdem muss man bei Aufnahmen bereits bezogener Gebäude erst mal zwei Stunden Ausgabe 2011 – SCOPE

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Sie packen den Moment? Man muss wissen, dass es nie mehr so sein wird. Jedes Mal, wenn man ein Gebäude erneut besucht, wirkt es anders. Der Moment kommt nicht wieder. Im Unterschied zu Visualisierungen, die Atmosphäre kreieren, sind atmosphärisch dichte Architekturaufnahmen wie diese Winterbilder rar. Wieso? So banal das klingt, das ist oft Glückssache. Man ist den Umständen, dem Wetter ausgeliefert, Planung ist schwierig. Also gehe ich immer wieder hin, sammle Bilder. Je häufiger ich das tue, desto mehr sehe ich, registriere ich die unterschiedlichen Stimmungen. Am Schluss ergibt das eine grosse Anzahl Bilder, aus denen ich auswählen kann. Ein Jäger, der mit viel Geduld auf seinem Hochsitz hockt? Das klappt nicht immer und hängt vom Auftrag ab. Es gibt sehr dankbare Aufträge: Wenn ich ein Objekt über ein Jahr hinweg fotografieren kann, ergibt das Dutzende Bilder. Zwei, drei atmosphärische Bilder sind auch darunter, aber nicht mehr. Erzwingen kann man sie nur, wenn man geduldig ist. 47


Verändern Visualisierungen die Architekturfotografie? Was meine Arbeit betrifft, nein. Renderings vermitteln eine Idee, bevor sie realisiert ist. Sie sind inzwischen so perfekt und künstlich, dass man sie mit einer Aufnahme nicht toppen kann. Lassen Renderings im Gegenzug die Architekturfotografie glaubwürdiger erscheinen? Ein Rendering soll Bauherren überzeugen. Damit lässt sich die Qualität des Entwurfs meiner Ansicht nach nicht überprüfen. Die Architekturfotografie hat aber diesen Anspruch. Die Fotografie belegt, was die Architekten entworfen haben. Und es ist das Letzte, was ihnen bleibt, nachdem sie den Bau abgeschlossen haben. Das Bild für das Album, sozusagen. Verstehen Sie sich als Werbefotograf für Architektinnen und Architekten? Ich hoffe, die Architektinnen und Architekten engagieren mich, um meine Sicht der Dinge zu erfahren. Unbekannte Büros engagieren mich schon mal, weil sie sich erhoffen, durch meine Kontakte, die ich meist gar nicht habe, von den Architekturzeitschriften publiziert zu werden. Grundsätzlich kann ich aber nicht hexen. Ich kann nur das fotografieren, was ich sehe. Jede Fotografie täuscht, wie geht die Architekturfotografie damit um? Es gibt Raumeindrücke, die man nicht fotografieren kann. Man kann sie mit einem einzelnen Bild nicht erklären. Eine Sequenz kann das bis zu einem gewissen Punkt. Aber die Kontrolle darüber, dass sie wie geplant publiziert wird, habe ich nicht. Sind Ihre Bilder auch mal besser als das Gebäude? Doch, das gibt es. Dann richtet es der Ausschnitt. Oder ich arbeite an der KomposiAusgabe 2011 – SCOPE

Dossier

tion, damit das Bild stimmt. Damit mache ich die Architekten glücklich. Sie zeigen ihnen ihr Gebäude so, wie sie es noch nie gesehen haben? Das liegt weniger an mir als an der Tatsache, dass ich unvoreingenommen bin. Nach langer Planung bringen die Architekten oft nicht mehr die nötige Distanz auf. Gute Bilder – verschaffen sie den Architekten Aufträge? Nein, das hängt hoffentlich von den Objekten ab und weniger von meiner Fotografie. Hinzu kommt, dass mein Bild nicht allein steht, wenn es publiziert wird. Das ist völlig anders als in der freien Fotografie oder in der Werbung. In der Architekturaufnahme stehen sich zwei Autoren gegenüber: die Architektin, die das Haus entworfen, und der Fotograf, der das Bild komponiert hat. Wie geht das zusammen? Es ist schwierig, attraktive Bilder ohne ein interessantes Gebäude zu machen. Deshalb müssen die Architekten als Urheber genannt werden, auch wenn das Bild unkonventionell ist und nicht in ihrem Auftrag entstanden ist. Rücksprache hilft, eine korrekte Nennung der Urheber. Doch es gibt auch die Fälle, in denen Architekten mit dem Anwalt drohen, wenn ein Bild, das ihnen nicht passt, veröffentlicht werden soll. Aber wir sind aufeinander angewiesen: Der Architekt gibt mir sein Haus, ich gebe ihm ein schönes Bild. Schlägt sich das auf Ihre Auftragssituation nieder? Je mehr publiziert wird, desto mehr wird nachgefragt. Es gilt aber auch: Je bekannter die Architekten sind, deren Gebäude ich fotografiere, desto mehr Anfragen erhalte ich.

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FOTOFEST: HOUSTON EIKOH HOSOE, KONTROVERSEN: AUSSTELLUNGEN LOKALTERMIN: MIT BEATE GÜTSCHOW DURCH BILDER SPRECHEN/TEIL 5: KUNDENMAGAZINE ANDY FREEBERG, GRETA PRATT, GABRIEL BENAIM, BILL McCULLOUGH, LAURA NOEL: ENTDECKUNGEN VOM MEETING PLACE IN HOUSTON LEAD AWARDS: 2010 PETRA HARTMANN, STEPHAN SCHMITZ: FOKUS GRUPPENPORTRAITS BÜCHER, WETTBEWERBE, AUSBILDUNG, AUSSTELLUNGEN

PHOTOKINA: FOKUS 3D FESTIVAL IMAGES: IN VEVEY WALTHER COLLECTION: IN BURLAFINGEN WAS SAGT MIR DIESES BILD?: GESPRÄCH MIT GERD SANDER MATTHIAS SCHNEEGE, MICHEL CAMPEAU, MICHAEL WOLF: PORTFOLIOS EIN TAG DEUTSCHLAND: FREELENS-PROJEKT DURCH BILDER SPRECHEN/TEIL 7: GESPRÄCH MIT CHRISTIANE GEHNER + ANDREA GOTHE MASTERSTUDIENGANG: IM AUSLAND BÜCHER, WETTBEWERBE, AUSBILDUNG, AUSSTELLUNGEN

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Führung

11.00 Uhr

18.00 Uhr

18.30 Uhr

Montag–Freitag: 12.00–20.00 Uhr, Samstag–Sonntag: 12.00–18.00 Uhr

13.00 Uhr

19.00 Uhr

18.30 Uhr

12.00–19.00 Uhr

8. Mai

11. Mai

12. Mai

13. Mai–5. Juni

15. Mai

18. Mai

19. Mai

20.–29. Mai

Sonntag

Mittwoch

Donnerstag

Sonntag

Mittwoch

Donnerstag

Ausstellung

Vernissage & Preisverleihung

Diskussion

Führung

Ausstellung

Opening

Gespräch

Ausstellung

Gespräch

27. April

18.00 Uhr

Ausstellung

bis 24. Juli

6. Mai–17. Juli

Mittwoch

Ausstellung

bis 21. Mai

AGENDA

Photogarage

Photogarage

Papiersaal, Sihlcity Zürich

Papiersaal, Sihlcity Zürich

Papiersaal, Sihlcity Zürich

Papiersaal, Sihlcity Zürich

Museum für Gestaltung Zürich

Museum für Gestaltung Zürich

Landesmuseum Zürich

Museum für Gestaltung Zürich

Museum für Gestaltung Zürich

Christophe Guye Galerie

15. vfg Nachwuchsförderpreis

15. vfg Nachwuchsförderpreis

World Press Photo 11 – Emphas.is

World Press Photo 11 mit Nicole Aeby

World Press Photo 11 präsentiert von KEYSTONE

World Press Photo 11 präsentiert von KEYSTONE

Henri Cartier-Bresson – Komposition 2: Horst Petermann, Spitzenkoch

Henri Cartier-Bresson – ab 12.30 Pianokonzert, J. S. Bach, M. Ravel u.a.

Swiss Press Photo 11

Henri Cartier-Bresson – Komposition 1: Barbara Frey, Direktorin Schauspielhaus

Henri Cartier-Bresson – Das Auge des Jahrhunderts

Risaku Suzuki, Yuki – Sakura

S. 67

S. 67

S. 65

S. 65

S. 65

S. 65

S. 61

S. 61

S. 63

S. 61

S. 61

27. April–19. Mai 2011


Veranstaltung Sofagespräch Bildersoirée

12.00–20.00 Uhr

12.00–20.00 Uhr

12.00–18.00 Uhr

18.00 Uhr

20.00 Uhr

21.–29. Mai

21.–29. Mai

21. Mai

22. Mai

23. Mai

Samstag

Sonntag

Montag

Vernissage Veranstaltung

20.00 Uhr

20.30 Uhr

Führung

Lecture

18.00 Uhr

17.00 Uhr

Führung

13.00 Uhr

Portfoliogespräche

Veranstaltung

12.00–18.00 Uhr

16.00–19.30 Uhr

Führung

11.00 Uhr

Ausstellung

Ausstellung

Opening

19.30–open end

20. Mai

Freitag

Vernissage & Preisverleihung

19.30–open end

20. Mai

Freitag

ewz.selection

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ewz.selection

ewz.selection

ewz.selection

Papiersaal, Sihlcity Zürich

ewz.selection

Museum für Gestaltung Zürich

ewz.selection

ewz.selection – Untergeschoss

ewz.selection

ewz.selection – Untergeschoss

ewz.selection

ewz.selection

ewz.selection

mit Meret Ernst

Architekturfotografie

Die unmögliche Nacht der analogen Sofortbildfotografie

Polalovers’ Night – Facing the Impossible

The Helsinki School mit Timothy Persons

World Press Photo 11 mit Lea Truffer

Swiss Portfolio Day

Henri Cartier-Bresson – ab 12.30 Pianokonzert, J. S. Bach, M. Ravel u.a.

For Gods Only – Hannes Schmid

Lars Willumeit im Gespräch mit Rob Hornstra

Swiss Portfolio Day

30 Jahre Julius Bär Kunstsammlung

Swiss Photo Award – ewz.selection

30 Jahre Julius Bär Kunstsammlung

Opening & Award Night Swiss Photo Award – ewz.selection

S. 79

S. 79

S. 77

S. 77

S. 75

S. 65

S. 74

S. 61

S. 75

S. 75

S. 74

S. 71

S. 69

S. 71

S. 73

20.–23. Mai 2011


23. Mai

24. Mai

25. Mai

Montag

Dienstag

Mittwoch Portfolio Abend Open Days Open Days

Open Days Open Days Open Days

16.00–17.00 Uhr

16.00–18.00 Uhr

16.00–18.00 Uhr

17.00–18.00 Uhr

17.00–19.00 Uhr

Veranstaltung

20.00 Uhr

16.00–20.00 Uhr

Führung

18.00 Uhr

Open Days

Sofagespräch und Führung

18.00 Uhr

15.00–17.00 Uhr

Führung

Diskussion

20.00 Uhr

17.00 Uhr

Sofagespräch

18.00 Uhr

Neustadtgasse 4, 8001 Zürich

Giesshübelstrasse 62i, 8045 Zürich

Dufourstrasse 89, 8008 Zürich

Mainaustrasse 35, 8008 Zürich

Werdstrasse 21, 8004 Zürich

ewz.selection

Gutstrasse 73, 8055 Zürich

ewz.selection

Landesmuseum Zürich

ewz.selection – Untergeschoss

ewz.selection

ewz.selection

ewz.selection – Untergeschoss

Willi Kracher, Fotograf

Bolero Zeitschriftenverlag AG, Bildredaktion

Ringier AG Corbis/RDB, Bildagentur

Heads Corporate Communication AG BSW, Werbeagentur

Tages-Anzeiger, Bildredaktion

mit ExpertInnen und «Open Days»-FotografInnen

Euro RSCG Zürich, Werbeagentur

Felsenputzen! Mit Peter Brönnimann, Stephan Schacher und Nicole Diermeier

Swiss Press Photo 11: Rundgang durch die Ausstellung mit Ricabeth Steiger

Martin Jäggi im Gespräch mit Christian Zingg

mit Lukas Frei

Mit Andrea Helbling, Joseph Smolenicky, David Signer und Martino Stierli

mit Dominique Marc Wehrli

S. 111

S. 84

S. 108

S. 120

S. 103

S. 103

S. 110

S. 81

S. 63

S. 81

S. 81

S. 79

S. 79

23.–25. Mai 2011


Donnerstag

26. Mai Open Days Open Days Open Days Open Days Open Days Open Days Führung Open Days Open Days Open Days

15.00–17.00 Uhr

15.00–17.00 Uhr

16.00–17.00 Uhr

16.00–17.00 Uhr

16.00–18.00 Uhr

16.00–20.00 Uhr

17.00 Uhr

17.00–18.00 Uhr

17.00–19.00 Uhr

17.00–21.00 Uhr

Sofagespräch

18.00 Uhr

Open Days

Führung

18.00 Uhr

10.00–16.00 Uhr

Open Days

17.00–21.00 Uhr

Krähbühlstrasse 128, 8044 Zürich

Neustadtgasse 4, 8001 Zürich

Aemtlerstrasse 201, 8003 Zürich

ewz.selection

Flüelastrasse 6, 8048 Zürich

Hohlstrasse 201, 8004 Zürich

Werdstrasse 21, 8004 Zürich

Werdstrasse 21, 8004 Zürich

Ackersteinstrasse 119, 8049 Zürich

Gutstrasse 73, 8055 Zürich

Neumarkt 4, 8001 Zürich

ewz.selection – Untergeschoss

Museum für Gestaltung Zürich

Krähbühlstrasse 128, 8044 Zürich

Ruth Vögtlin, Fotografin

Willi Kracher, Fotograf

Spillmann/Felser/ Leo Burnett AG, Werbeagentur

mit Joachim Baldauf und Jürg Sturzenegger

Hanspeter Wagner, Fotograf

Zoe Tempest, Fotografin

Tages-Anzeiger, Bildredaktion

SonntagsZeitung, Bildredaktion

Peter Hebeisen, Fotograf

Euro RSCG Zürich, Werbeagentur

Baugeschichtliches Archiv der Stadt Zürich

Jann Jenatsch im Gespräch mit Andri Pol und Thomas Buchwalder

Henri Cartier-Bresson

Ruth Vögtlin, Fotografin

S. 103

S. 111

S. 103

S. 85

S. 112

S. 103

S. 103

S. 103

S. 103

S. 110

S. 103

S. 83

S. 61

S. 103

25. – 26. Mai 2011


26. Mai

27. Mai

Donnerstag

Freitag Open Days Open Days Open Days Open Days Open Days Gespräch Open Days Open Days Open Days Open Days Führung

10.00–11.00 Uhr

15.00–17.00 Uhr

15.00–17.00 Uhr

16.00–17.00 Uhr

16.00–18.00 Uhr

17.00 Uhr

17.00–18.00 Uhr

17.00–19.00 Uhr

17.00–21.00 Uhr

17.00–22.00 Uhr

17.00 Uhr

Bildersoirée

20.00 Uhr

Open Days

Sofagespräch

18.00 Uhr

9.00–12.00 Uhr, 13.00–19.00 Uhr

Open Days

17.00–22.00 Uhr

ewz.selection

Freilagerstrasse 25, 8047 Zürich

Krähbühlstrasse 128, 8044 Zürich

Neustadtgasse 4, 8001 Zürich

Aemtlerstrasse 201, 8003 Zürich

Freilagerstrasse 25, 8047 Zürich

Grubenstrasse 40, 8045 Zürich

Werdstrasse 21, 8004 Zürich

Grubenstrasse 45, 8045 Zürich

Ackersteinstrasse 119, 8049 Zürich

Ausstellungsstrasse 25, 8005 Zürich

Zimmerlistrasse 6, 8004 Zürich

ewz.selection

ewz.selection – Untergeschoss

Freilagerstrasse 25, 8047 Zürich

mit Melody Gygax

Christian Riis Ruggaber, Fotograf

Ruth Vögtlin, Fotografin

Willi Kracher, Fotograf

Spillmann/Felser/ Leo Burnett AG, Werbeagentur

Langer Tisch mit Art-BuyerInnen

Marmite Verlags AG, Bildredaktion

SonntagsZeitung, Bildredaktion

KEYSTONE, Bildagentur

Peter Hebeisen, Fotograf

Hochparterre, Bildredaktion

Luca Zanier, Fotograf

Bildersoirée mit Joachim Baldauf

mit Sven Bänziger und Sithara Atasoy

Patrik Fuchs, Fotograf

S. 114

S. 103

S. 111

S. 103

S. 115

S. 103

S. 103

S. 103

S. 103

S. 103

S. 118

S. 85

S. 85

S. 113

26.–27. Mai 2011


Samstag

28. Mai

Ausstellung Veranstaltung

Präsentation

Dialog

17.00–24.00 Uhr

17.00–24.00 Uhr

18.00–24.00 Uhr

18.00 Uhr

Diskussion

20.00 Uhr

Führung

Aktion

19.30 Uhr

17.00 Uhr

Open Days

18.30–21.30 Uhr

Vernissage

Sofagespräch

18.00 Uhr

17.00 Uhr

Vernissage

18.00 Uhr

Veranstaltung

Vernissage

18.00 Uhr

17.00–24.00 Uhr

Open Days

18.00–22.00 Uhr

Landesmuseum Zürich

Landesmuseum Zürich

Landesmuseum Zürich

Landesmuseum Zürich

Papiersaal, Sihlcity Zürich

Christophe Guye Galerie

Diverse Orte

ewz.selection

Freilagerstrasse 25, 8047 Zürich

Stadelhoferstrasse 28, 8001 Zürich

ewz.selection

Fotostiftung Schweiz, Winterthur

Fotomuseum Winterthur

Stadelhoferstrasse 28, 8001 Zürich

Gewinner/n (n.n.) Swiss Press Photo 11 im Gespräch mit Christoph Stuehn

Pressefotografie von 1935 bis 2000. Das Archiv der Presseagentur ASL/PDL

Lounge und Gastrobetrieb im stimmungsvollen Innenhof des Landesmuseums

Swiss Press Photo 11

World Press Photo 11

3. Prix Pictet – Gewinner und Shortlist

1. Zürcher Fotonacht

Jedem Fotografen sein Fotobuch? Mit Julia Ossko, Winfried Heininger, Joachim Schmid, und Thomas Kramer

Photography Battle

Dennis Savini, Fotograf

mit Julia Ossko und Walter Keller

Hans Steiner

Ai Weiwei und Alexander Rodtschenko

Federico Naef, Fotograf

S. 91

S. 91

S. 91

S. 63

S. 65

S. 97

S. 90 ff.

S. 87

S. 115

S. 117

S. 87

S. 91

S. 91

S. 116

27.–28. Mai 2011


Samstag

28. Mai Führung Come together Präsentation Finissage Bildersoirée Führung Führung

Vernissage Piano Jazz Trios

Führung und Präsentation Bildersoirée Führung

Führung Führung und Präsentation

18.00 Uhr

18.00 Uhr

18.00 Uhr

19.00–24.00 Uhr

19.00 Uhr

19.00 Uhr

19.30 Uhr

20.00–24.00 Uhr

20.00–22.00 Uhr

20.30 Uhr

21.00 Uhr

21.30 Uhr

21.30 Uhr

22.30 Uhr

Landesmuseum Zürich

ewz.selection – Untergeschoss

Landesmuseum Zürich

Papiersaal, Sihlcity Zürich

Landesmuseum Zürich

Museum für Gestaltung Zürich

Walter Keller Galerie

Landesmuseum Zürich

Papiersaal, Sihlcity Zürich

ewz.selection

Photogarage

Landesmuseum Zürich

ewz.selection – Untergeschoss

Papiersaal, Sihlcity Zürich

Fotografien sammeln und konservieren. Mit Uldis Makulis

mit Martin Jäggi und Daniel Schmid

Swiss Press Photo 11. Das Jahr aus der Sicht der Schweizer Fotografen. Mit Ricabeth Steiger

mit Nina Berman, World Press Photo 11

Fotografien sammeln und konservieren. Mit Uldis Makulis

Henri Cartier-Bresson – in Zusammenarbeit mit dem Musikclub Mehrspur

Französische NostalgieAusstellung mit Charme

Swiss Press Photo 11. Das Jahr aus der Sicht der Schweizer Fotografen. Mit Ricabeth Steiger

World Press Photo 11

Du präsentiert einen Abend mit Paolo Pellegrin

15. vfg Nachwuchsförderpreis

Einblicke ins Bildarchiv des Schweizerischen Nationalmuseums

Schweizer Fotodesignausbildung

World Press Photo 11

S. 91

S. 91

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S. 99

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S. 67

S. 91

S. 93

S. 91

Samstag, 28. Mai 2011


13.00 Uhr

5. Juni

Sonntag Führung

Gespräch

Filmvorführung

19.00 Uhr

18.00 Uhr

Führung

13.00 Uhr

1 Juni

Künstlergespräch

11.30 Uhr

Mittwoch

Führung

11.00 Uhr

29. Mai

Live Konzert & Party

ab 23.00 Uhr

Sonntag

Preisverleihung

22.30 Uhr

Papiersaal, Sihlcity Zürich

Museum für Gestaltung

ewz.selection

Papiersaal, Sihlcity Zürich

Fotomuseum Winerthur

Museum für Gestaltung Zürich

ewz.selection

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World Press Photo 11 mit Nicole Aeby

Henri Cartier-Bresson – Komposition 3: Peter Pfrunder, Direktor Fotostiftung Schweiz

Das Mädchen und das Foto mit Marc Wiese

World Press Photo 11 mit Lea Truffer

Urs Stahel im Gespräch mit Ai Weiwei

Henri Cartier-Bresson

Trio Rizzoknorr DJs P.Bell & Rumory, Lightshow by Van Nutt

Ron Orp Community Award

S. 65

S. 61

S. 101

S. 65

S. 89

S. 61

S. 95

S. 95

28. Mai–5. Juni 2011


MUSEUM FÜR GESTALTUNG ZÜRICH

8. APRIL — 24. JULI 2011

© HENRI C ARTIER–BRESSON / MAGNUM PHOTOS

Ausgabe 2011 – SCOPE

Programm

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8. April–24. Juli 2011 halten kann. Es ist das einzige Foto, das mich beeinflusst hat. In diesem Bild liegt eine solche Intensität, eine solche Spontaneität, eine solche Lebensfreude, ein solches Wunder, dass ich noch heute wie geblendet davon bin. Die formale Vollkommenheit, das Gespür für das Leben, ein Schauder ohnegleichen … Mein Gott, habe ich gedacht, das kann man mit einem Fotoapparat erreichen … Es war für mich wie ein Tritt in den Hintern: Jetzt mach mal!»

Das Auge des Jahrhunderts

Daraufhin begann er zu fotografieren, und wie. Es gelang Cartier-Bresson wie keinem anderen, den entscheidenden Augenblick festzuhalten. Oft verdichten sich in seinen Arbeiten Christian Brändle, Direktor Museum für Gestaltung Zürich ganze Geschichten zu einem einzigen Bild. Zusammen mit Fotografen wie Robert Capa gründete er 1947 die Agentur Magnum, die erfolgreich die Rechte der Fotografen an ihren Er nährte seinen künstlerischen Kosmos aus verschieBildern vertritt. In den folgenden Jahrzehnten denen Disziplinen: Er zeichnete fürs Leben gern. Er führten ihn historische Reportagen als einen liebte die Musik. Und er war eng verbunden mit der ersten westlichen Fotografen in die SowjeKünstlern wie Giacometti oder Matisse. Dennoch ist tunion, nach Indien, Indonesien und China. sein Werk für eine andere Kunstform von grosser Bedeutung: Cartier-Bresson ist einer der einflussreichs- Sein Werk hat nicht nur Referenzcharakter für den Bildjournalismus des 20. Jahrhunderts, ten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Das Museum sondern für die Ästhetik und die Ethik der Fofür Gestaltung Zürich widmet ihm nun eine Retrospektive, wie sie in der Schweiz noch nie zu sehen war. tografie überhaupt.

H

enri Cartier-Bresson (1908–2004) hat mit seiner Arbeit nicht nur die Fotografie wesentlich geprägt, sondern dem ganzen Berufsstand zu neuem Ansehen verholfen. Dabei führte sein Weg keineswegs direkt zur Fotografie. Cartier-Bresson wurde künstlerisch im Umfeld der Surrealisten um den Literaten André Breton sozialisiert, er interessierte sich für die Malerei und besuchte als Abkömmling einer wohlhabenden Industriellenfamilie mehrere Künstlerateliers. Bis er 1930 die Aufnahme «Drei Jungen am Ufer des Taganjikasees» des deutschen Fotografen Martin Munkásci sah: «Plötzlich hatte ich verstanden, dass die Fotografie in einem Augenblick Ewigkeit festAusgabe 2011 – SCOPE

Programm

Die Ausstellung im Museum für Gestaltung Zürich gibt mit Cartier-Bressons Fotografien, seinen Filmen und seinen wichtigsten Veröffentlichungen einen vertieften Einblick in das Werk eines Fotografen, von dem Richard Avedon 2000 sagte: «Er ist der kompletteste, wichtigste von uns allen – in allen Gesichtspunkten. Ob sozial oder politisch – er deckte alles ab. Er ist schlicht der beste Fotograf des 20. Jahrhunderts.» → Henri Cartier-Bresson Museum für Gestaltung Zürich, Ausstellungsstrasse 60, 8005 Zürich, bis  24. Juli, Dienstag–Sonntag 10.00–17.00 Uhr, Mittwoch 10.00–20.00 Uhr. www.museum-gestaltung.ch

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06.05.–17.07.2011 Swiss Press Photo 11 www.landesmuseum.ch LANDESMUSEUM ZÜRICH. Museumstrasse 2 | 8001 Zürich T. +41 (0)44 218 65 11 | F. +41 (0)44 211 29 49 kanzlei@snm.admin.ch ÖFFNUNGSZEITEN Di–So 10.00–17.00 | Do 10.00–19.00 Feiertage geöffnet

Ausgabe 2011 – SCOPE

Programm

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6. Mai–17. Juli 2011

Schweizer Pressefotografie im Landesmuseum «Swiss Press Photo 11»

Das Landesmuseum Zürich zeigt auch im 2011 die besten Bilder des jährlichen Pressefotografie-Wettbewerbs von Swiss Press Photo. Die Ausstellung ist eine beliebte Rückschau auf das vergangene Jahr und präsentiert die bewegendsten, spannendsten und eindrücklichsten Fotografien zu sechs verschiedenen Kategorien – Aktualität, Sport, Porträt, Alltag und Umwelt, Kunst und Kultur, Ausland. Zudem werden Fotografien von Lebenswerk-Preisträger René Burri gezeigt.

B

ereits zum 20. Mal wurde im Frühling 2011 der «Swiss Press Photo»-Preis verliehen – ermöglicht durch die Fondation Reinhardt von Graffenried. Sie fördert und unterstützt mit ihrer Ausschreibung publizierende Pressefotografinnen und -fotografen. Zusätzlich zum 20-Jahr-Jubiläum von Swiss Press Photo wurde der «Swiss Press Photo Life Time Achievement Award» vergeben: Der Schweizer Fotoreporter René Burri wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Legendär ist seine Bildserie des argentinischen Revolutionärs

Ausgabe 2011 – SCOPE

Programm

Ernesto «Che» Guevera. Insgesamt sind 3411 Bilder von 221 Fotografinnen und Fotografen eingereicht worden – Bilder, die zwischen September 2009 und Dezember 2010 aufgenommen und in einem in der Schweiz erscheinenden Print- oder Onlinemedium veröffentlicht wurden. Die Ausstellung Swiss Press Photo zeigt die Siegerbilder und weitere Wettbewerbsbilder und visualisiert somit die Ereignisse des Jahres 2010. Die Bilder werden neu als Grossdias in Leuchtkästen präsentiert und in ihrer Machart den Printmedien nachempfunden. Der Pressefotografie wird damit besser Rechnung getragen. Eine hochkarätige, internationale Jury wählte die Gewinner aus: Markus Schnetzer (seit 1991 Jurypräsident), Bildchef der Schweizer Illustrierten; Elisabeth Biondi, Visuals Editor The New Yorker; Andri Pol, Fotograf, Bildredaktion Geo Schweiz, Dozent MAZ Luzern, Ostkreuzschule Berlin; Donald Schneider, Art Director «Stern», Hamburg; Mohammed Soudani, Filmemacher; Esther Woerdehoff, Galeristin, Paris, und Jacques Pilet, Publizist Ringier. Ab Ende Oktober 2011 wird die Ausstellung im Politforum des Bundes im Berner Käfigturm zu sehen sein. Danach gastiert sie von Januar bis März 2012 im Château de Prangins in der Nähe von Nyon. Das Landesmuseum Zürich freut sich, dank Swiss Press Photo eine aktuelle Ergänzung zur eigenen historischen Sammlung zeigen zu können. Seit 2006 gehört das Archiv der Presseagentur ASL/ PDL (Actualité Suisse Lausanne / Presse Diffusion Lausanne) zur Sammlung des Schweizerischen Nationalmuseums und ist mit seinen Pressefotografien eine spannende Ergänzung zur historischen Fotosammlung. Auch im ASL/ PDL-Archiv, welches die Pressefotografie von 1935 bis 2000 abdeckt, finden sich Fotografien mit Motiven zu den oben genannten Kategorien. → Swiss Press Photo 11 Landesmuseum Zürich, Museumstrasse 2, 8001 Zürich, 6. Mai–17. Juli, Dienstag–Sonntag 10.00–17.00 Uhr, Donnerstag 10.00–19.00 Uhr, Eintritt: CHF. 10.–/8.– (ermässigt), Kinder und Jugendliche bis 16-jährig Eintritt frei. www.landesmuseum.ch 63


KEYSTONE präsentiert

Ausstellung | 13. Mai bis 5. Juni 2011 Papiersaal, Sihlcity Zürich Mo–Fr 12–20 Uhr | Sa–So 12–18 Uhr | www.keystone.ch

World Press Photo of the Year 2010 | Jodi Bieber, Südafrika, für Time Magazine Bibi Aisha, junge Afghanin, verstümmelt als Strafe wegen Flucht aus Haus von Ehemann

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13. Mai–5. Juni 2011 und wurde dafür auf grausame Art mit Gesichtsverstümmelung bestraft. Die junge Afghanin überlebte und fand Hilfe bei einer USMilitärbasis. Heute lebt Bibi Aisha in den USA. Ihr Gesicht ist teilweise wiederhergestellt worden. Eine internationale, 19-köpfige Jury prämierte die besten Bilder in neun Kategorien aus 108 059 Vorschlägen von 5847 Fotografen, eingereicht aus 125 Ländern. Das schockierende und längst weltberühmte Foto sei ein «unglaublich starkes Bild, das eine eindrucksvolle Botschaft aussendet», hiess es in der Begründung der Auszeichnung. «Jeder Betrachter erfasst sofort, was es ausdrückt und bedeutet», sagte Juryvorsitzender David Burnett. Der World Press Photo Contest wurde 1955 in Amsterdam gegründet und gilt weltweit als bedeutendster Wettbewerb für Pressefotografie.

Ein Bild geht um die Welt

Die Wanderausstellung mit den prämierten Werken wird in rund hundert Städten in weltweit 45 Ländern gezeigt. KEYSTONE holt die Ausstellung World Press Photo zum vierten Mal nach Zürich, eine der ersten Stationen der weltweiten Tournee. Während der Ausstellung finden Veranstaltungen statt sowie Führungen unter der Leitung von Nicole Aeby, Studienleiterin Fotografie an der Schweizer Journalistenschule MAZ, und Lea Truffer, as World Press Photo of the Year Picture Editor bei KEYSTONE. 2010 stammt von der Südafrikader jährlich wiederkehrenden «World Press Photo»nerin Jodi Bieber, die dieses Jahr Mit Ausstellung will KEYSTONE, der national wichtigste Anbieter zum neunten Mal den World im Bildbereich, einem breiten Publikum die Welt der internationalen Pressefotografie näher bringen und den interdisPress Photo Award in Empfang nehmen darf. ziplinären Dialog fördern. www.keystone.ch Das eindrückliche Siegerbild, welches im AufBesucher von World Press Photo 11 erhalten während der trag des «Time Magazine» entstanden ist und Fotonacht 2011 einen Gutschein über CHF 5.– für eine im August 2010 auf der Titelseite erschien, Konsumation, einlösbar in derselben Nacht in der Rüsterei. gewann in der Kategorie «Portraits Singles» den ersten Preis. Es zeigt die 18-jährige ver- → World Press Photo 11 präsentiert von KEYSTONE Papiersaal, Sihlcity Zürich, Kalanderplatz 6, 8045 Zürich stümmelte Bibi Aisha aus der Provinz Oruz- 13. Mai–5. Juni 2011, Montag–Freitag 12.00–20.00 Uhr, gan, Afghanistan. Sie floh aus dem Haus ihres Samstag–Sonntag 12.00–18.00 Uhr, Eintritt CHF 10.–/5.– (ermässigt). www.keystone.ch gewalttätigen Ehemannes und dessen Familie

Anfang Februar 2011 wurde in Amsterdam das World Press Photo des Jahres 2010 bekannt gegeben. Es ist das Porträt der jungen verstümmelten afghanischen Frau Bibi Aisha, das von der südafrikanischen Fotografin Jodi Bieber aufgenommen wurde. KEYSTONE präsentiert die prämierten Bilder der World Press Photo 11 in einer Ausstellung vom 13. Mai bis 5. Juni 2011 im Papiersaal in Sihlcity, Zürich.

D

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Programm

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YANNIC BARTOLOZZI ROGER BAUMER VICTOR DE CASTRO SAMI EL KASM CLAUDIA FELLMER ROBERTO GRECO JULIEN HEIMANN JONAS MARGUET DIEGO SALDIVA DOM SMAZ

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vfg Nachwuchsförderpreis für Fotografie 2011

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Programm

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20.–29. Mai 2011 Vor diesem Hintergrund wird seit 15 Jahren unter jungen Fotografen der vfg Nachwuchsförderpreis veranstaltet, an dem die vier besten Arbeiten von einer Fachjury prämiert werden. Dabei fokussieren die Juroren vor allem das Talent der Teilnehmenden, die künstlerische Umsetzung der eingereichten Arbeiten und die Intensität der Auseinandersetzung mit der Thematik. Im Rahmen der Prämierung werden die zehn besten Arbeiten an renommierten Kunstorten in Zürich, Basel und Genf ausgestellt. Auf diese Weise soll dem fotografischen Nachwuchs eine Plattform geboten werden. Beim diesjährigen 15-Jahr-Jubiläum sind zudem besondere Veranstaltungen geplant, die sowohl spannende Auseinandersetzungen mit dem Medium Fotografie erwarten lassen als auch die Begegnung mit interessanten Gästen. Ferner werden als besonderes Highlight aktuelle Arbeiten ehemaliger Preisträger in der Basler Ausstellung zu sehen sein.

Junge Talente fördern Heike Grasser

→ 15. vfg Nachwuchsförderpreis für Fotografie 2011

Jeder macht sich ein Bild von dem, was ihn bewegt. Fotografieren ist nicht erst seit der digitalen Technik zum Volkssport geworden. Es entstehen täglich Unmengen von Bildern, mit denen wir Dinge festhalten, die uns berühren. Gerade diese unüberschaubare Masse an Bildern, die permanent an uns vorüberzieht, macht es erforderlich, bedeutende Fotografien in unser Blickfeld zu rücken.

D

ie Förderung junger Talente ist der vereinigung fotografischer gestalterInnen (vfg) daher besonders wichtig. Einerseits möchte die vfg die Schweizer Fotografenszene regelmässig durch engagierte kreative Fotografen beleben. Andererseits soll noch unentdeckten fotografischen Talenten eine Plattform geboten und damit auch der Einstieg ins Berufsleben erleichtert werden.

Ausgabe 2011 – SCOPE

Programm

Zürich Photogarage Romano Zerbini, Werdstrasse 128, Zürich Donnerstag, 19. Mai 2011, 18.30 Uhr, Vernissage und Preisverleihung (Ausstellung: 20.–29. Mai 2011, täglich 12.00–19.00 Uhr, 28. Mai 2011, Finissage bis 24.00 Uhr) Basel Kunsthaus Baselland, St.-Jakob-Strasse 170, Muttenz Freitag, 29. Juli 2011, 18.30 Uhr Vernissage und Sommernachtsfest (Ausstellung: 30. Juli–7. August 2011, täglich 11.00–17.00 Uhr) Genf Centre de la Photographie, Genf Herbst 2011 (detaillierte Angaben werden auf der Webseite www.vfgonline.ch/nachwuchsförderpreis rechtzeitig bekannt gegeben)

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Swiss Photo Award 21. – 29. mai 2011, täglich 12.00 – 20.00 uhr ewz-unterwerk selnau, selnaustrasse 25, 8001 zürich www.ewzselection.ch

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Programm

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meter Fotografie, ausgelegt auf den Böden der kühlen Veranstaltungsräume – Fotografie pur, eine Schweizer Bilderflut von gesamthaft 7000 Fotografien. Der Andrang war dementsprechend: Rund 1000 Besucher durchströmten die Hallen und pendelten zwischen den zwei Veranstaltungsorten hin und her. Sie entdeckten neue FotografInnen und Ausschnitte unserer Welt, liessen sich inspirieren oder einfach die Bilder auf sich wirken.

13 Jahre Swiss Photo Award ewz.selection

Die 9-köpfige, internationale Jury traf sich an den zwei darauf folgenden Tagen, um die 18 besten Schweizer Fotoarbeiten des Jahres zu finden. Die fünf Fachjurys beugten sich über die Bilder und staunten über die Qualität und die Vielfalt der eingesandten Werke, diskutierten und verhandelten Motive, Umsetzung, fotografische Qualität und Stil, gesellschaftliche Relevanz, die mögliche Wirkung einer Bilderserie und verdichteten den Bildersturm schliesslich in 18 Arbeiten. → Die diesjährigen Jurymitglieder waren

Seit 13 Jahren besteht nun der einmalige und für Schweizer FotografInnen massgebendste Fotowettbewerb Swiss Photo Award – ewz.selection – und hat nichts von seiner Bedeutung verloren. Ganz im Gegenteil: Die Anfang November erfolgte Ausschreibung des Wettbewerbs stiess auf eine sehr grosse Resonanz seitens der einreichenden FotografInnen, denn die 680 Einsendungen bedeuten ein Plus von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

A

m Preview Day, welcher am vergangenen 10. Februar über die Bühne ging, wurden diese Arbeiten dann, zusammen mit den für den vfg Nachwuchsförderpreis eingegangenen Werken, im ewz-Unterwerk Selnau sowie erstmals auch in der zweiten Location, der Eventhalle Mediacampus an der Baslerstrasse, der Öffentlichkeit (wie alle Jahre) zugänglich gemacht. Es handelte sich dabei um 560 LaufAusgabe 2011 – SCOPE

Programm

in den Kategorien Werbung und Fashion/Beauty/Lifestyle: Lukas Frei, Creative Director Jung von Matt/Limmat, und Joachim Baldauf, Fotograf, Hamburg in der Kategorie Redaktionelle Fotografie: Jean Révillard, photographe, directeur de l’agence rezo, Genève, und Thomas Meyer, Fotograf, Geschäftsleiter der Agentur Ostkreuz in Berlin in der Kategorie Architektur: Hans Danuser, Künstler, Meret Ernst, Hochparterre und Urs Wolf, Architekt Isa Stürm Urs Wolf SA in den Kategorien Free und Fine Art: Timothy Persons, Helsinki School, Helsinki, und Claudia Jolles, Chefredaktorin des Kunstbulletins

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21.–29. Mai 2011

9 Tage im Zeichen der Schweizer Fotografie

Henz, Zürich; Steeve Iuncker, Genève; Sandra Kennel, Zürich; Bruno Kuster, Luzern; Fred Merz, Genève; Meinrad Schade, Zürich; Zoe Tempest, Zürich; David Willen, Zürich; Armin Zogbaum, Zürich.

Unter diesen 18 FotografInnen sind auch die sechs Kategoriengewinner, die ein Preisgeld von 5000 Franken erhalten: Zoe Tempest wird in der Kategorie Werbung prämiert (Fotopreis der vfg vereinigung fotografischer gestalterinnen und der Schweizer Berufsfotografen und Fotodesigner, SBF), Sven Bänziger in der Kategorie Fashion (Fotopreis des Magazins Bolero), Meinrad Schade in der Redaktionellen Fotografie (Fotopreis der SonntagsZeitung), Katalin Deér gewinnt den von Im Mai 2011 wird das ewz-Unterwerk Selnau zu Hochparterre ausgerichteten Preis für Archieinem Pilgerort für alle an zeitgenössischer Fotografie tekturfotografie, Joel Eschbach jenen der Interessierten, wenn die 18 besten Schweizer FotoJulius Bär Stiftung für Fine Art und Fred grafInnen des Jahrs 2010 ihre Werke präsentieren. Merz den Fotopreis von ALPA of SwitzerDie diesjährige Ausstellung könnte man unter land in der Kategorie Free. das Motto «Bestand im Wandel» stellen: So wurden zwei neue Wettbewerbskategorien Gleichzeitig finden während der Ausstellungseingeführt (Architektur und Fashion), und die zeit zahlreiche Veranstaltungen statt, so die Jurierung fand nicht im Rahmen einer klassi- Portfolio Days, eine Plattform für FotografInschen Konsensjury statt, sondern wurde von nen auf Feedbacksuche, oder die Sofagespräkleinen Fachjurys vorgenommen. Die Anzahl che, an denen FotografInnen Einblick in ihre der ausgewählten FotografInnen bleibt sich Portfolios und ihr Schaffen gewähren. Profis jedoch gleich, wie auch die Qualität der einge- und Foto-Aficionados können sich sodann im reichten und für die Ausstellung selektierten Rahmen der Open Days mit den Orten auseiWerke. Um Timothy Persons, Juror der Kate- nandersetzen, wo Fotografie gemacht, gedacht gorie Free und Fine Art, frei zu zitieren: Was oder vermarktet wird: Erstmals öffnen Fotofür eine reiche und qualitativ hochstehende grafInnen ihre Ateliers und Auftraggeber wie Agenturen oder Bildredaktionen ihre Büros Fotoszene in einem so kleinen Land! der interessierten Öffentlichkeit. Mehr InforAn der Werkschau der 18 Besten nehmen fol- mationen dazu finden Sie in diesem SCOPE gende FotografInnen teil: Nico Ammann, auf Seite 103 ff. Zollikon; Claude Baechtold, Ollon; Sven Swiss Photo Award – ewz.selection Bänziger, Zürich; Katalin Deér, St. Gal- → ewz-Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich len; Thomas De Monaco, Zürich; Bianca 21.–29. Mai, täglich 12.00–20.00 Uhr, Eintritt CHF 12.–/7.– Dugaro, Biel; Joel Eschbach, Basel; Roger (ermässigt). www.ewzselection.ch/www.swissphotoaward.ch Frei, Zürich; Andrea Good, Zürich; Hannes Ausgabe 2011 – SCOPE

Programm

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21.–29. Mai 2011

Ein Fenster auf 30 Jahre Kunst sammeln bei der Bank Julius Bär

mentarfotografie ausgeschlossen. Zudem ist das Kriterium der Akzeptanz bei den Betrachtern in der Bank eine Überlegung, die bei den Ankäufen einen Einfluss hat. Dennoch wird dem Schlagwort «Gefälligkeit» bewusst keine Nahrung gegeben, werden Mitarbeitende und Kunden der Bank doch mit qualitativ hochstehender junger Fotokunst der vergangenen Jahre konfrontiert.

Junge Kunst fördern folgt unserer Philosophie, jungen Talenten eine Gelegenheit zu geben, ihr schöpferisches Können unter Beweis zu stellen. Technische und kreative Qualität sind der Rahmen unserer Entscheidungsfindung – erfolgreiche Investition ist bestenfalls ein schönes NebenChristian Zingg, Geschäftsleiter der Julius Bär Stiftung produkt. Die Passion des Sammelns ist der Motor der Kunstkommission. So sind denn in den vergangenen Jahren einige bedeutende Namen aus der Fotoszene Schweiz zusammengekommen: Olaf Breuning, Daniele Buetti, Thomas Seit dreissig Jahren tätigt die Bank Julius Bär AnFlechtner, Andrea Good, Serge Hasenböhler, käufe ausschliesslich junger Schweizer Künstlerinnen Peter Fischli und David Weiss, Daniela Keiser, und Künstler für ihre Kunstsammlung. Diese Werke Chantal Michel, Claudio Moser, Rémy Markostehen den Mitarbeitenden bei der Gestaltung ihrer Arbeitsplätze zur Verfügung und hängen in Sitzungs- witsch, Tobias Madörin, Christoph Schreiber, zimmern und Gängen. Also entschwinden sie mit dem Shirana Shahbazi, Annelise Strba und Cécile Ankauf in den Räumlichkeiten des Unternehmens und Wick sollen als Beispiele erwähnt sein. damit dem Zugang der breiten Öffentlichkeit. Die Ausstellung zeigt Fotografien aus dieser Sammlertätig- Die jetzige Ausstellung ist Auftakt zu einem erweiterten Engagement von Julius Bär im Rahkeit und lädt ein, durch die jüngste Schweizer Fotomen der ewz.selection. Das Projekt sieht vor, grafiegeschichte zu gehen. dass Klassen von schweizerischen KunsthochKunst in den Räumen einer Bank verlangt nach schulen und BerufsfotografInnen-Ausbildungen einigen Erläuterungen: Handelt es sich einfach ein jährlich wechselndes aktuelles Thema fotoum Dekor-Objekte? Sind die Kunstwerke ein grafisch umsetzen. Die Resultate werden in einer Mittel, das Prestige der Bank zu mehren? Oder ist Ausstellung anlässlich der ewz.selection zusamvielmehr der Gedanke der Investition der Grund mengeführt. Darüber hinaus wird die Klasse mit für die Aufwendungen für eine Kunstsammlung? der herausragendsten Arbeit prämiert. Die Kunstkommission – das Gremium, welches für Neuerwerbungen der Bank Julius Bär zustän- Eine Ausstellung kuratiert von Martin Jäggi, freidig ist – hat sich hierzu gewisse Beschränkungen er Kurator und Publizist. auferlegt. So sollen nur Fotografien Teil der 30 Jahre Julius Bär Kunstsammlung Sammlung werden, welche an der ewz.selection → Untergeschoss ewz-Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, unter der Bezeichnung «Fine Art» gezeigt wer- 8001 Zürich, 21.–29. Mai, täglich 12.00–20.00 Uhr, Eintritt den. So sind zum Beispiel Reportage- und Doku- CHF 12.–/7.– (ermässigt). www.juliusbaer.com Ausgabe 2011 – SCOPE

Programm

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Swiss Portfolio Day samstag und sonntag, 21. und 22. mai 2011, 13.00 – 18.00 uhr ewz-unterwerk selnau, selnaustrasse 25, 8001 zürich buchungen/informationen: www.ewzselection.ch Der Swiss Portfolio Day versammelt die führenden Profis der Fotoszene. Er bringt FotografInnen, BildagentInnen, WerberInnen, BildredaktorInnen, KuratorInnen und VerlegerInnen zusammen und bietet Gelegenheit zu Austausch, vertiefter Diskussion und Networking. Der Portfolio Day hilft, Kontakte zu optimieren, den Auftritt und die Position im Markt zu stärken und konstruktive Feedbacks zur eigenen Arbeit zu erhalten. In individuellen, 20-minütigen Gesprächen schärfen und verfeinern FotografInnen ihre persönliche Strategie und erhalten ein profundes und qualifiziertes Feedback zu ihrer Arbeit. Hauptsponsor

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Freitag, 20. Mai 2011

Opening & Award Night

Eine Nacht ganz im Zeichen der Fotografie

Doch nicht nur Jury und HauptgewinnerIn kommen ins Scheinwerferlicht: Dieser Abend ist in seinem ersten Teil ganz den Kategoriensiegern gewidmet, wenn die offizielle Preisverleihung über die Bühne geht. Sechs Schweizer FotografInnen werden im Rampenlicht stehen, da sie in den Augen der Fachjury eine herausragende fotografische Arbeit abgeliefert haben.

Wenn am Abend des 20. Mai 2011 die ersten Gäste sich im ewz-Unterwerk Selnau in Zürich einfinden, wird ihre Stimmung voller Vorfreude auf ein glamouröses Fest ihrer Zunft sein. Auf ein Fest, das dem Beruf des Fotografen den Stellenwert gibt, der seinen Werken in unserer Gesellschaft gebührt. Ein Fest auch, das eine Fotoschau eröffnet, wie es sie in der Schweiz nur einmal im Jahr gibt.

Doch die Gäste kommen auch mit einem Ausdruck der Spannung im Gesicht: Unter den 18 Kategorienbesten befindet sich auch der Gewinner des mit 15 000.– Franken dotierten Hauptpreises … Während die Kategorienpreisträger schon bekannt sind, wird dieses Jahr erstmals eine hochkarätige Jury, bestehend aus Frank Bodin, CEO von Euro RSCG, Urs Stahel, Direktor Fotomuseum Winterthur, und Barbara Stauss, Gründungsmitglied und Bildchefin «mare – die Zeitschrift der Meere», live die 18 Fotoarbeiten Ausgabe 2011 – SCOPE

Revue passieren lassen und daraus das beste Werk auswählen. Diese öffentlich ausgetragene Jurierung wird dem Abend noch zusätzliche Spannung verleihen, denn so wird das Publikum die Dynamik einer Jurydebatte und den Prozess der Entscheidungsfindung (Argumente, Überlegungen, Bildzugänge und Einschätzungen) in Echtzeit mitverfolgen können. Dieses Highlight des Abends wird sicherlich eine eindrückliche Demonstration der Kraft der Fotografie, aber auch ihrer Vieldeutigkeit in den Augen der BetrachterInnen!

Programm

Und natürlich werden die Gäste an diesem Abend alle Zeit und Musse haben, die Werke der 18 besten Schweizer FotografInnen des Jahrs 2010 zu begutachten, zu bewundern, zu kritisieren, zu loben und über die Jury-Urteile herzuziehen – wie es sich eben gehört an diesem Fest … Und wenn am frühen Morgen des 21. Mai die letzten Gäste mit einem Anflug von erster Ernüchterung das Kulturhaus der ewz verlassen, wird man sagen können, dass sich alle als Sieger fühlen dürfen, von den JournalistInnen über die KunstexpertInnen, BildredaktorInnen, AgentInnen und FotografInnen bis hin zu den ZeitungsleserInnen, die mit wachen Augen durch die Gegenwart gehen. Man wird erneut sagen können: Die Schweizer Fotografie lebt, und das kann man sehen! → Opening & Award Night – ewz.selection ewz-Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich Freitag, 20. Mai, Türöffnung 19.30 Uhr, Preisverleihung ab 20.30 Uhr, Eintritt CHF 20.–/10.–. www.ewzselection.ch

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Samstag/Sonntag, 21. und 22. Mai 2011

Swiss Portfolio Day

→ Folgende und weitere ExpertInnen amten als Portfolio Reviewer

Der Swiss Portfolio Day versammelt die führenden Profis der Fotoszene. Er bringt FotografInnen, BildagentInnen, WerberInnen, BildredaktorInnen, KuratorInnen und VerlegerInnen zusammen und bietet Gelegenheit zu Austausch, vertiefter Diskussion und Networking. Der Portfolio Day hilft, Kontakte zu knüpfen, den Auftritt und die Position im Markt zu stärken und konstruktive Feedbacks zur eigenen Arbeit zu erhalten. In individuellen, 20-minütigen Gesprächen schärfen und verfeinern FotografInnen ihre persönliche Strategie und erhalten ein profundes und qualifiziertes Feedback zu ihrer Arbeit.

Nadja Abanin, Art-Direktorin, kinki magazin Tina Aich, Fotografen-Agentin Regina Maria Anzenberger, Kuratorin, Anzenberger Agency Sven Bänziger, Modefotograf Sabine Bechtel, Studio Achermann Petra Baumann, Bildredaktorin Tages-Anzeiger Kirsten Behrendt, Inhaberin Pixcil.com Frank Bodin, Chairman & CEO Euro RSCG Denis Brudna, Photonews – Zeitung für Fotografie Oliver Burger, Verlagsleiter DU-Magazin und Galerist Anton J., Erni, Fotoredaktor Stil & Magazin NZZ am Sonntag Meret Ernst, Redaktorin Hochparterre Mirjam Fischer, Editor Edition Patrick Frey Patrick Frey, Verleger Edition Patrick Frey Anna Gripp, Photonews – Zeitung für Fotografie Christian Güntlisberger, Bildredaktor NZZ Christophe Guye, Galerist Melody Gygax, Bildredaktorin, Bildkritikerin, Dozentin Bob Gysin, Architekt, CEO BGP und Galerist Peter Hebeisen, Fotograf Valentina Herrmann, Art & Creative Direction Swiss-Architects.com Olaf Hille, Bildchef SonntagsZeitung Jann Jenatsch, Geschäftsführer Keystone Claudia Jolles, Chefredaktorin Kunstbulletin Beatrice Mächler, bmr-fotografen, Agentin und Produzentin Juho Nyberg, Architekt ETH, Redaktor Swiss-Architects.com Andri Pol, Bildredaktion Geo, Fotograf Jean Révillard, photographe, directeur de l’agence rezo Caspar Schärer, Redaktor bei der Zeitschrift für Architektur und Städtebau werk, bauen + wohnen Roland Scotoni, langjähriger Art Director bei Advico, Young & Rubicam Jürg Sturzenegger, Art Director Bolero Lars Willumeit, Photo Director, DU-Magazin → Buchungen über www.swissportfolioday.ch oder www.ewzselection.ch → Swiss Portfolio Day ewz-Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich Samstag/Sonntag, 21. und 22. Mai, 13.00–18.00 Uhr, Eintritt CHF 12.–/7.–. www.ewzselection.ch/www.swissportfolioday.ch Presenting Partner

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Programm

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Samstag/Sonntag, 21. und 22. Mai 2011

KUNSTFOTOGRAFIE

Sofagespräch (Untergeschoss) 18.00 Uhr mit dem niederländischen Dokumentarfotografen Rob Hornstra und Du-Bildre- Samstag daktor Lars Willumeit: ein Gespräch über die heutige Bedeutung von Dokumentar-

fotografie sowie über Hornstras Ansichten und Strategien bezüglich Karriereplanung und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei kommen auch neuere Möglichkeiten in Finanzierung und Kommunikation von Fotoarbeiten, wie zum Beispiel das Crowd Funding, zur Sprache. www.borotov.nl, www.thesochiproject.org

For Gods Only

20.00 Uhr Den mehrtägigen, religiös zeremoniellen Operndarbietungen der Theatergruppe Samstag Teochew Chinese Street Opera aus Singapur wohnt kein Publikum bei – jedenfalls kein

irdisches. Vier Jahre investierte der Fotokünstler Hannes Schmid in sein Projekt bis zur Erlaubnis, eine erste Fotografie für die Werkreihe «For Gods Only» schiessen zu dürfen. Die Angst der Schauspieler vor dem Zorn der Götter und seinen Auswirkungen musste Schritt für Schritt überwunden werden. Schliesslich aber führte Schmids empathische Vorgehensweise, geprägt von Respekt und Verständnis, zum Erfolg. In der entstandenen Arbeit verschmelzen die beiden alten Künste der chinesischen Strassenoper und der chinesischen Kalligrafie mit der Fotografie zu einem eindringlichen Ganzen. Hannes Schmid, allen bekannt als der Fotograf des «Marlboro Man», stellt seine leidenschaftli- che Arbeit vor.

Helsinki School – Lecture

18.00 Uhr (Vortrag in englischer Sprache) – Timothy Persons versucht in seiner langjährigen Sonntag Tätigkeit als Professor an der University of Art and Design in Helsinki den Studieren-

den Wege zu vermitteln, wie die eigenen Ideen mit unterschiedlichen Sichtweisen betrachtet und schliesslich kommuniziert werden können. Timothy Persons prägt mit der Helsinki School und der Gallery TAIK eine sehr spezifische Fotografieschule, die nicht als eine offizielle Institution zusammenzufassen ist. Vielmehr bezeichnet der Name eine Gruppe von KünstlerInnen, die an der University of Art and Design in Helsinki (UIAH) entweder gelehrt oder studiert haben. Die Helsinki Schule hat in den letzten 15 Jahren zahlreiche internationale Talente hervorgebracht, wie z.B. Ola Kolehmainen, Elina Brotherus, Miklos Gaál, Pertti Kekarainen und Tiina Itkonen. → Swiss Photo Award – ewz.selection ewz-Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich, Eintritt CHF 12.–/7.– (ermässigt)

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Programm

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Photo by Mikael Kennedy on PX 600 Silver Shade

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Sonntag, 22. Mai 2011

Polalovers’ Night

Die unmögliche Nacht der analogen Sofortbildfotografie

20.00 Uhr Hätte niemand je versucht, das Unmögliche möglich zu machen, gäbe es hier nichts

zu erleben: keine sinnlichen Eindrücke, keine einzigartigen Freuden fürs Auge. Die analoge Sofortbildfotografie wäre mit dem Produktionsende von Polaroid 2008 gestorben. Aber Florian Kaps hat mit Impossible das Unmögliche möglich gemacht und mit seinem Team im letzten intakten Polaroidwerk in Enschede (NL) neue Filme für alte Polaroidkameras entwickelt. Ein wahr gewordener Traum für alle Liebhaber des Analogen, deren Herzen in dieser Nacht schneller schlagen werden. Der Retter der analogen Sofortbildfotografie wird ausserdem persönlich anwesend sein, unter anderem um eine unmögliche Ausstellung zu eröffnen: bis 29. Mai

Facing the Impossible Facing the Impossible ist eines der spannendsten künstlerischen Ergebnisse der un- möglichen Unternehmung von Impossible. Als Porträtreihe nimmt sie nicht nur Bezug auf Edwin H. Lands Präsentation der Polaroidfotografie, welche dieser 1947 mittels eines Selbstporträts demonstrierte, sondern auch auf die zahlreichen KünstlerInnen, die darauffolgend Polaroid für ihre Porträtfotografie nutzten – man denke nur an Andy Warhol!

Für Facing the Impossible haben sich die folgenden Schweizer FotografInnen auf ihre Art und Weise mit den künstlerischen, historischen und sozialen Elementen des Porträts auf neuestem Impossible-Sofortbildfilm auseinandergesetzt: Adrian Ehrat, Andrea Rist, Anne Gabriel Jürgens, Bernhard Stoller, Chris Mettraux, Esther Michael, Lena Amuat, Marvin Zilm, Oliver Barten schlager & Carla Kiefer, Ornella Cacace, Peter Fuchs und Play Hunter.

→ Facing the Impossible ewz-Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich, 22.–29. Mai, täglich 12.00–20.00 Uhr, Eintritt CHF 12.–/7.– (ermässigt). www.the-impossible-project.com

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Tag der ArchitekturFotografie Foto: Katalin DeĂŠr

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Montag, 23. Mai 2011

Architektur fotografie

Wer baut die Bilder? Wie arbeiten Architekturfotografen? Und wer zeigt was in seinem Portfolio? Der Tag der Architekturfotografie vermittelt Hintergründe, zeigt Architekturfotografie in the making und berichtet darüber, wie die erstmals mit einem Swiss Photo Award ausgezeichnete Kategorie aktuell diskutiert wird. Ein Nachmittag, der sich an die Szene der Architekturfotografie, an Architektinnen und Architekten, an Fotografinnen und Fotografen und an alle am Medium Fotografie Interessierten richtet. Eine gemeinsame Veranstaltung von Hochparterre und Swiss-Architects.com, unterstützt von Haworth. Fotoshooting zu gewinnen! Machen Sie mit auf www.hochparterre.ch.

Portfoliogespräche 16.00 Uhr 17.00 Uhr

Architekturfotografinnen und -fotografen präsentieren ihr Portfolio Redakteure kommentieren die Portfolios öffentlich: Wilfried Dechau, Architektur- bild e.V.; Axel Simon, Hochparterre; Juho Nyberg, Swiss-Architects.com eMagazin

Führung

17.00 Uhr

Führung durch die Ausstellung mit Meret Ernst, Hochparterre, und Romano Zerbini, ewz.selection

Sofagespräch (Untergeschoss)

18.00 Uhr Mit Dominique Marc Wehrli, Architekt und Architekturfotograf

Wer baut die Bilder?

19.30 Uhr

Mit Andrea Helbling, Architekturfotografin, Joseph Smolenicky, Architekt, David Signer, Ethnologe, und Martino Stierli, Kunsthistoriker. Gesprächslei- tung: Meret Ernst, Hochparterre. Eine Diskussion über die Beziehung zwischen zwei Autoren – der Fotografin und dem Architekten –, die beide auf ihre Art Bilder bauen, über Interpretationen, Konzepte, Abhängigkeitsverhältnisse, Wirkung, Qualität und Gebrauch der Bilder.

→ Swiss Photo Award – ewz.selection ewz-Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich, Eintritt CHF 12.–/7.– (ermässigt) Ausgabe 2011 – SCOPE

Programm

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world-architects.com

I PSA Publishers

Architektur im Kopf? Profile ausgew채hlter Architekten und Architekturfotografen. Plus Bau der Woche,

Agenda und eMagazin. swiss-architects.com

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Dienstag, 24. Mai 2011

Werbefotografie

Führung

17.00 Uhr

mit Lukas Frei, Jung von Matt/Zürich, Mitglied der Jury des Swiss Photo Award – ewz.selection

Sofagespräch (Untergeschoss) 18.00 Uhr

mit Martin Jäggi, freier Publizist und Kurator, und Christian Zingg, Geschäftsführer der Julius Bär Stiftung, zur Sammeltätigkeit von Banken und zur Sammelstrategie der Bank Julius Bär.

Felsenputzen!

20.00 Uhr

mit Peter Brönnimann, Creative Director der Werbeagentur Spillmann/Felser/ Leo Burnett, Stephan Schacher, Fotograf, und Nicole Diermeier, Leiterin Hauptkampagnen bei Schweiz Tourismus.

Die Werbeagentur Spillmann/Felser/Leo Burnett ist mit der Kampagne «Felsenputzer» auf grosses positives Echo gestossen: Sie hat damit sowohl ADC-Gold als auch einen Sonderpreis im Bereich Creative Campaining an der letztjährigen Jurierung des Art Directors Club gewonnen. Als Aprilscherz gedacht, hat die Kampagne weltweit für Aufsehen und Schmunzeln gesorgt. Die MacherInnen, darunter der Schweizer Fotograf Stephan Schacher aus New York, zeigen die Entstehungsgeschichte auf, lassen am Kreativprozess vom Scribble bis zur fertigen Kampagne mit Bild und Video teilhaben und zeigen auch, wie wichtig nebst Professionalität die Macherlaune und die Teamarbeit für ein erfolgreiches Kommunikationsprojekt sind. → Swiss Photo Award – ewz.selection ewz-Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich, Eintritt CHF 12.–/7.– (ermässigt)

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Programm

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www.keystone.ch Ausgabe 2011 – SCOPE

Programm

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Mittwoch, 25. Mai 2011

Portfolio Abend

Sofagespräch (Untergeschoss)

18.00 Uhr

Die beiden Fotografen Andri Pol und Thomas Buchwalder im Gespräch mit Jann Jenatsch, Keystone, zum Thema Porträtfotografie. Der eine shootet sie alle und macht sie schön, der andere begleitet sie manchmal tagelang und bedruckt damit Bücher ...

Open Days – Portfolio Abend

16.00 Uhr FotografInnen aus Kunst, Redaktioneller Fotografie und Werbung stellen dem Publi-

kum und ExpertInnen ihre Portfolios vor. Mit dem Publikum zusammen diskutieren die ExpertInnen Melody Gygax, Bildredaktorin Basler Zeitung und Fotokritikerin, Nathalie Herschdorfer, Kuratorin, Leiterin des Alt.+1000 Festival, Lea Truffer, Picture Editor Keystone und die FotografInnen die einzelnen Portfolios und erörtern Themen wie das Editieren oder das Schaffen eines Portfolios.

Mit den FotografInnen Nico Ammann, Bruno Bolinger, Siggi Bucher, Jetta Deplazes, Bianca Dugaro, Gabriela Domeisen, Joel Eschbach, Tom Ka- wara, Ferit Kuyas, Frédéric Meyer, Federico Näf, Thomas Schuppisser, Gian Vaitl, Roman Weyeneth, Stefan Walter, Gaston Wicky, Luca Zanier und anderen.

→ Swiss Photo Award – ewz.selection ewz-Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich, Eintritt CHF 12.–/7.– (ermässigt)

siehe Seite 103 Ausgabe 2011 – SCOPE

Programm

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Bolero

..

SWISS PHOTO AWARD IN FASHION, BEAUTY, LIFESTYLE

Herzlichen Gluckwunsch, .. Sven Banziger!

Open Days

n T端re Tag der offeneedaktion R oer auf der Bol e Modewelt: Einblicke in di r Publikation zu s bi Von der Idee odestrecke einer M r 11 um 17.00 Uh Wann? 25.5.20 Redaktion, o Wo? Boler rich sse 62i, 8045 Z端 Giessh端belstra ng unter: du el m An ction.ch www.ewzsele

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Donnerstag, 26. Mai 2011

Bolero Fashion-Night

Führung

17.00 Uhr durch die Ausstellung mit Jürg Sturzenegger, Art Director Bolero, sowie

Joachim Baldauf, Modefotograf aus Hamburg und Jurymitglied.

Sofagespräch (Untergeschoss)

18.00 Uhr

Im Gespräch treffen Sithara Atasoy, Chefredaktorin Bolero, und Romano Zerbini, ewz.selection, auf den Fotografen Sven Bänziger, Gewinner des Foto- preises von Bolero in der Kategorie Fashion/Beauty/Lifestyle. Erleben Sie einen interessanten Austausch zum Thema Modefotografie und erhalten Sie Einblick in den spannenden Arbeitsalltag der Gesprächsteilnehmenden.

Modefotografie – Bildersoirée mit Joachim Baldauf

20.00 Uhr «Was einen guten Fotografen ausmacht, ist nicht allein der Umgang mit Technik,

sondern die Fähigkeit, ein beeindruckendes Foto zu machen», sagt Fotograf Joachim Baldauf. Er gilt als eine der Schlüsselfiguren der neuen deutschen Modefotografie. Ihn zeichnet die Sensibilität des selbstkritischen Künstlers und die Professionalität des intellektuellen Multitalents aus. Bevor er sich der Fotografie verschrieb, studierte er Textildesign und arbeitete als erfolgreicher Art Director für Labels wie Levis, Adidas, Mandarina Duck und für die Musikindustrie. In den letzten Jahren hat er seine kreative Energie aber schwerpunktmässig seinem Steckenpferd Fotografie gewidmet. Lernen Sie den «Meister der Komposition» bei einer Bildersoirée im intimen Rahmen kennen und erfahren Sie, was seine Arbeiten stilprägend für internationale Magazine macht. → Swiss Photo Award – ewz.selection ewz-Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich, Eintritt CHF 12.–/7.– (ermässigt)

siehe Seite 103 Ausgabe 2011 – SCOPE

Programm

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fotostiftung.ch

26.2. bis 15.5.2011 Kurt Caviezel: Global Affairs – Erkundungen im Netz 28.5. bis 9.10.2011 Alles wird besser – Fotografien von Hans Steiner (1907–1962) 22.10.2011 bis 2012 Schweizer Fotobücher des 20. Jahrhunderts – Eine andere Fotogeschichte

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Programm

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Freitag, 27. Mai 2011

Tag des Fotobuches

Führung

17.00 Uhr

durch die Ausstellung mit Melody Gygax, Bildredaktorin Basler Zeitung und Bildkritikerin.

Sofagespräch (Untergeschoss)

18.00 Uhr

Walter Keller, freier Kurator und Publizist, und Julia Ossko sprechen über die Vorteile und Möglichkeiten des Self-Publishing und über das Print-on-Demand- Projekt Blurb.com. Unabhängig von traditionellen Verlagen und hohen Auflagen haben FotografInnen, die selbstbestimmt veröffentlichen, die kreative Hoheit über alle Aspekte der Gestaltung und die Kontrolle darüber, wie und wo ihr Buch verkauft wird. Besonders in Verbindung mit Web 2.0 und Social-Media-Angeboten ist das Self-Publishing für viele ein effektiver und bezahlbarer Weg geworden, individuelle Projekte zu präsentieren und an ein ausgewähltes Publikum zu vermarkten.

Jedem Fotografen sein Fotobuch!?

20.00 Uhr Ein Gespräch mit Julia Ossko, blurb.com, Winfried Heininger, Kodoji

Press, Joachim Schmid, Künstler, und Thomas Kramer, Verlagsleiter Scheidegger & Spiess. Den FotografInnen stehen viele Wege offen, ein Buch zu produzieren und es zu vertreiben. Der klassische Weg über einen Verlag ist begehrt, aber limitierter wie das Self-Publishing. Neue Vertriebsmodelle und das Internet erlauben die einfache Erschliessung von Zielgruppen – und bieten viele Möglichkeiten zum Self-Marketing an. Das Resultat: Immer mehr Fotobücher erscheinen, während umgekehrt immer weniger verkauft werden. Der Markt stagniert. Was für das Self-Marketing also von Vorteil ist, muss nicht zwingend Gültigkeit haben für den Büchermarkt. Ein erfahrener Künstler, zwei renommierte und unabhängige Verleger sowie eine Book-onDemand-Verlegerin unterhalten sich über den Fotobuchmarkt, über Trends, Möglichkeiten, Chancen und Gefahren des Self-Marketings von FotografInnen. Und sie diskutieren darüber, in welchem Verhältnis das betreute Büchermachen von Verlegern zum unbegleiteten Self-Publishing-Markt steht. → Swiss Photo Award – ewz.selection ewz-Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich, Eintritt CHF 12.–/7.– (ermässigt) siehe Seite 103 Ausgabe 2011 – SCOPE

Programm

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www.fotomuseum.ch

28.05. – 21.08.2011

«Ai Weiwei»

FOTOMUSEUM WINTERTHUR

www.fotomuseum.ch

28.05. – 14.08.2011

«Rodtschenko»

FOTOMUSEUM WINTERTHUR

Hauptsponsoren: Wegelin & Co. Privatbankiers / George Foundation

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Programm

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28. Mai–21. August 2011

AI WEIWEI UND ALEXANDER RODTSCHENKO Urs Stahel

Das Fotomuseum Winterthur zeigt diesen Sommer (vom 28. Mai bis 14./21. August) parallel die russische Avantgarde der 1920er-Jahre und die heutige Avantgarde in China: Alexander Rodtschenko und Ai Weiwei. Zwei sehr unterschiedliche Künstler und Bildermacher, die aber beide das Öffnen der Köpfe – des Denkens, des Fantasierens, des Agierens – zum Ziel haben.

Alexander Rodtschenko – Revolution der Fotografie Die Moderne hat die Fotografie zu sich selbst gebracht. Sie hat sie selbstbewusst gemacht und ihr Selbstvertrauen gegeben. Selbstbewusst, weil die Fotografie in den 1920er-Jahren ihre eigenen Möglichkeiten und Qualitäten erkannte und entwickelte: ein forschendes Sehen der Welt, ein Erkunden der sichtbaren Wirklichkeit aus verschiedenen Perspektiven, direkt, klar, von oben, unten, hinten, vorne, aber ohne die Verweise auf den Fundus der Kunstgeschichte. Der russische Konstruktivismus ist wesentlicher Teil dieses grossen WanAusgabe 2011 – SCOPE

Programm

dels. Im Jahre 1924 stürmte der Maler, Grafiker und Fotograf Alexander Rodtschenko die traditionelle Fotografie mit dem Wahlspruch «Experimentieren ist unsere Pflicht!». Das Ergebnis dieser Eroberung war ein Neudenken des Begriffs Fotografie und der Rolle des Fotografen. Konzeptuelle Arbeiten hielten Einzug. Statt ein Abbild der Realität zu sein, wurde Fotografie ein Mittel der visuellen Darstellung geistiger Konstrukte, und der Künstler wurde zum «Künstler-Ingenieur». Ai Weiwei – Interlacing Ai Weiwei (1957 als Sohn des chinesischen Dichters und Regimekritikers Ai Qing geboren) ist ein generalistischer Künstler, verschrieben der Reibung mit und der Gestaltung von Realitäten. Er ist Bildhauer, Konzeptkünstler, Fotograf, Architekt und politischer Akteur. Und er wirkt wie ein Seismograph für aktuelle Themen und gesellschaftliche Probleme – in China, in der Welt –, wie ein grosser Multiplikator und Kommunikator auch, der das Leben zur Kunst und die Kunst zum Leben führt. Die Ausstellung im Fotomuseum Winterthur will diese Vielfältigkeit, Vielschichtigkeit, Vernetztheit von Ai Weiwei ins Zentrum rücken und thematisieren. Der Künstler als Netzwerker, als Firma, als Aktivist, als politische Stimme, als soziales Gefäss und als gesellschaftlicher Echoraum: in seinen frühen NewYork-Fotografien, seiner fotografischen Chronik der rasenden Veränderung Pekings, seinen Kunstprojekten mit Fotografie und in seinen vielen Blog- und Twitter-Fotografien. Diese Ausstellung des Fotomuseums Winterthur ist die erste grosse Fotografie- und Videopräsentation von Ai Weiwei. → Ai Weiwei und Alexander Rodtschenko Fotomuseum Winterthur, Grüzenstrasse 44, 8400 Winterthur, 28. Mai–14./21. August, Dienstag–Sonntag 11.00–18.00 Uhr, Mittwoch 11.00–20.00 Uhr. www.fotomuseum.ch

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Foto Nacht 2011 Freitag Ai Weiwei Samstag Henri Cartier-Bresson 27. Mai 2011 Alexander Rodtschenko 28. Mai 2011 Museum für Gestaltung Zürich Fotomuseum Winterthur Prix Pictet Hans Steiner Christophe Guye Galerie Fotostiftung Schweiz, Winterthur Fotoparty Galerie Walter Keller Goes French Swiss Photo Award 30 Jahre Julius Bär Kunstsammlung www.fotonacht.info Facing the Impossible ewz.selection Swiss Press Photo 11 Landesmuseum Zürich 15. vfg Nachwuchsförderpreis Photogarage Romano Zerbini World Press Photo 11 Papiersaal, Sihlcity Zürich Ausgabe 2011 - SCOPE

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Freitag/Samstag, 27. und 28. Mai 2011

1. Zürcher FotOnacht 11

Freitag, 27. Mai 2011

Swiss Photo Award – ewz.selection Facing the Impossible

Fotomuseum Winterthur & Fotostiftung Schweiz

30 Jahre Julius Bär Kunstsammlung

18.00 – 22.00 Uhr, Ai Weiwei, Alexander Rodtschenko und Hans Steiner (Vernissage)

18.00 Uhr, Schweizer Fotodesignausbildung

Grüzenstrasse 44, Winterthur (freier Eintritt)

19.00 Uhr, Du präsentiert einen Abend mit Paolo Pellegrin

Samstag, 28. Mai 2011 Henri Cartier-Bresson 20.00–22.00 Uhr, Piano Jazz Trios der ZHdK

21.30 Uhr, Führung mit Martin Jäggi und Daniel Schmid durch die Julius Bär Ausstellung 22.30 Uhr, Verleihung des Ron Orp Community Award und Party (open end) – Trio Rizzoknor aus Zürich live, Beatpirates.ch: DJs P. Bell & Rumory, Psychedelic Lightshow by Van Nutt ewz-Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich

Museum für Gestaltung Zürich Ausstellungsstrasse 60, 8005 Zürich

Swiss Press Photo 11 Christophe Guye Galerie 17.00 Uhr Vernissage 3. Prix Pictet Arbeiten des Gewinners sowie Arbeiten weiterer 11 FotokünstlerInnen der engeren Auswahl Dufourstrasse 31, 8001 Zürich (freier Eintritt)

Walter Keller Galerie

18.00–24.00 Uhr, Lounge und Gastrobetrieb im stimmungsvollen Innenhof des Landesmuseums 18.00 Uhr, Gespräch mit den FotografInnen 19.30 Uhr, 20.30 Uhr, 21.30 Uhr und 22.30 Uhr, Führungen Landesmuseum Zürich Museumstrasse 2, 8001 Zürich

20.00–24.00 Uhr, Galerie Walter Keller Goes French: Französische NostalgieAusstellung mit Charme

World Press Photo 11 präsentiert von KEYSTONE

Oberdorfstrasse 2, 8001 Zürich (freier Eintritt)

Photogarage Romano Zerbini

21.00 Uhr, Lecture von Nina Berman 17.00 Uhr, 18.00 Uhr, 19.00 Uhr, Kurzführungen durch die Ausstellung

9.00–24.00 Uhr, Finissage 15. vfg Nachwuchsförderpreis

Papiersaal, Sihlcity Zürich Kalanderplatz 6, 8045 Zürich

Werdstrasse 128, 8003 Zürich (freier Eintritt)

Pass für alle Veranstaltungen: CHF 20.–/15.– Ausgabe 2011 – SCOPE

Programm

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präsentiert einen Abend mit PAOLO PELLEGRIN Der Magnum-Fotograf im Gespräch mit Guido Magnaguagno und Lars Willumeit. Samstag, 28. Mai, 19 Uhr, ewz.selection, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich Oben: Hubschrauber, der von der amerikanischen DEA und afghanischen Truppen im Kampf gegen Drogen eingesetzt wird (Afghanistan 2006). Unten: Mutter, die ihr Kind bei einem israelischen Angriff auf Jenin verlor (Palästina 2002). © Paolo Pellegrin ⁄ Magnum Photos

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Samstag, 28. Mai 2011

Fotonacht@ Ewz.selection I

Schweizer Fotodesignausbildung

18.00 Uhr

Begegnung mit den Anbietern und den Studierenden der Ausbildung «Fotodesigner». www.fotodesign.ch

Das Berufsbild und das Ausbildungskonzept des Fotodesigners haben die Schweizer Berufsfotografen und Fotodesigner (SBF) und die vereinigung fotografischer gestalter-Innen (vfg) entwickelt. Anbieter des schulischen Teils der Ausbildung sind die Berufsschule für Gestaltung Zürich und die Schule für Gestaltung Bern und Biel. Der Abend bietet die Möglichkeit, sich direkt mit den Anbietern sowie den Studierenden der zwei verschiedenen Standorte auszutauschen – und mehr über die hochwertige, zeitgemässe und praxisnahe Ausbildungsmöglichkeit zu erfahren.

Du präsentiert einen Abend mit Paolo Pellegrin

19.00 Uhr Die Mai-Ausgabe des Kulturmagazins Du präsentiert eine Geschichte der Bezie-

hung zwischen Fotografie und Schreiben anhand von Projekten, die Mitglieder der legendären Agentur Magnum gemeinsam mit namhaften Autoren realisiert haben. Aus diesem Anlass hat ewz-selection den Magnum-Fotografen Paolo Pellegrin zu einer Soireé über seine Arbeit eingeladen. Paolo Pellegrin, 1964 in Rom geboren, zählt seit den frühen 1990er-Jahren zu den wichtigen Stimmen der Reportagefotografie. Seine Reportagen über die Aids-Epidemie in Uganda, über Kriege und Konflikte im Kosovo und im Nahen Osten wurden vielfach international ausgezeichnet. Pellegrins Werk setzt sich oft mit den Erscheinungsformen von Gewalt, seien sie offen oder verdeckt, auseinander. «Was mich zum Fotografieren antreibt, ist die Überzeugung, dass ich eine Funktion erfülle», sagte er 2008 dem Guardian. «Ich denke immer an die Konzentrationslager im Zweiten Weltkrieg: Diese sind zwar in der Geschichtsschreibung festgehalten, aber wenn begonnen würde, deren Existenz in Frage zu stellen, dann gibt es davon Bilder.»

Paolo Pellegrin präsentiert seine Arbeit in Form eines Bildvortrags sowie im Gespräch mit Guido Magnaguagno und Lars Willumeit.

→ Swiss Photo Award – ewz.selection ewz-Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich, Eintritt CHF 12.–/7.– (ermässigt), Pass für alle Ausstellungen: CHF 20.–/15.–

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Programm

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Samstag, 28. Mai 2011

Fotonacht@ Ewz.selection II

Führung

21.30 Uhr

mit Martin Jäggi, freier Kurator und Publizist, sowie Daniel Schmid, Kunstsammlung Bank Julius Bär, durch die Ausstellung 30 Jahre Julius Bär Kunstsammlung im Untergeschoss

Verleihung des Ron Orp Community Award

22.30 Uhr Die Ron-Orp-Community trifft sich zur zweiten Verleihung des Ron-Orp-Publi-

kumspreises. Der Preis ist dotiert mit «Ru(h)m & Ehre» und geht an den Fotografen, dessen nominierte Arbeit die meisten Besucherstimmen erhalten hat. Voten kann jede und jeder im Internet unter www.publikumspreis.ch bis am Tag der Ver-leihung um 20 Uhr. Und auch einige der Abstimmenden gewinnen: exklusive Kamera-Sets mit Impossible-Kult-Sofortbildfilmen sowie vier exklusive Kataloge der ewz.selection. Ron Orp inspiriert dein Stadtleben: ronorp.net

Anschliessend Party

 Das Trio Rizzoknor aus Zürich sorgt mit seiner eigenwilligen Mischung aus Rock

und Elektronik immer wieder für tanzfreudige Füsse und lässt auch Bandliebhaber glücklich werden. Nach ausserordentlichen Konzerten an Anlässen wie dem Vision Festival oder in Lokalen wie dem Club Zukunft und der Bar25 in Berlin werden sie an der Abschlussparty der 1. Zürcher Fotonacht mit einem speziellen Set-up die Halle zum Kochen bringen. Anschliessend darf mit den Beatpirates.ch-DJs P. Bell & Rumory in die Nacht getanzt werden. Der Lethargy-Macher und der Stall6-Resident werden zur psychedelischen Lightshow von Van Nutt ihre Definition von «Four To The Floor» zum Besten geben.

Rizzoknor live, www.rizzoknor.ch, Beatpirates.ch-DJs P. Bell & Rumory, www.beatpirates.ch Psychedelic Lightshow by Van Nutt, www.vannutt.ch

→ Swiss Photo Award – ewz.selection ewz-Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich, Eintritt CHF 12.–/7.– (ermässigt), Pass für alle Ausstellungen: CHF 20.–/15.–

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Programm

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growth prix pictet 2011 ausstellung

28. Mai - 14. Juni 2011 Christophe Guye Galerie, Dufourstrasse 31, 8008 Zürich

Christian Als, Edward Burtynsky, Stéphane Couturier, Mitch Epstein, Chris Jordan, Yeondoo Jung, Vera Lutter, Nyaba Leon Ouedraog, Taryn Simon, Thomas Struth, Guy Tillim und Michael Wolf

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Programm

96 christophe guye galerie


Samstag, 28. Mai 2011 tendsten Preise zum Thema Fotografie und Nachhaltigkeit etabliert. Er hat ein einzigartiges Mandat: die Macht des fotografischen Bildes zu verwenden, um Nachrichten von globaler Bedeutung einem weltweiten Publikum zu vermitteln.

3. Prix Pictet

Christophe Guye Galerie

Die Christophe Guye Galerie zeigt zwischen dem 28. Mai und 14. Juni Arbeiten des Gewinners des 3. Prix Pictet der Schweizer Privatbank Pictet & Cie., eines der weltweit bedeutendsten Preise in der Fotografie, zum aktuellen Zyklus «Growth» sowie Arbeiten von 11 FotokünstlerInnen, welche in die engere Auswahl gekommen sind. Es werden Arbeiten der folgenden Künstler gezeigt: Christian Als (Dänemark) Edward Burtynsky (Kanada) Stéphane Couturier (Frankreich) Mitch Epstein (USA) Chris Jordan (USA) Yeondoo Jung (Korea) Vera Lutter (Deutschland) Nyaba Leon Ouedraogo (Burkina Faso) Taryn Simon (USA) Thomas Struth (Deutschland) Guy Tillim (Südafrika) Michael Wolf (Deutschland)

Der Prix Pictet wurde 2008 von der Schweizer Privatbank Pictet & Cie. ins Leben gerufen und hat sich schnell als einer der weltweit bedeuAusgabe 2011 – SCOPE

Programm

Der Preis begegnet einem Publikum von über 400 Millionen Menschen. Die Ausstellungen der Auswahl der letzten zwei Zyklen «Earth» und «Water» haben die Welt bereist; sie wurden in Paris, Thessaloniki, Dubai, Hongkong, Eindhoven, Dresden, Bonn, London, Berlin, Lausanne, Genf, Dublin, Moskau, Mailand, Madrid und Neu Delhi gezeigt. Der Gewinner und die Finalisten werden zum ersten Mal in Zürich gezeigt. Der Prix Pictet besteht aus zwei Elementen: dem Preis von CHF 100 000, der dem Fotokünstler zuerkannt wird, der, nach Meinung einer unabhängigen Jury, die Reihe der Arbeiten geschaffen hat, die am stärksten für das Thema des Preises sprechen, und einer kommissionierten Arbeit, bei der ein Fotokünstler der engeren Auswahl eingeladen wird, eine Exkursion in ein Gebiet zu dokumentieren, in der die Bank ein Nachhaltigkeitsprojekt unterstützt. Die Nominatoren für den Prix Pictet sind Experten der bildenden Künste aus der ganzen Welt, einschliesslich Kuratoren, Direktoren von Galerien sowie Journalisten und Kunstkritiker. Aus der Schweiz unter anderem mit dabei sind Urs Stahel, Direktor des Fotomuseums Winterthur, und William Ewing, ehemaliger Direktor des Musée de L’Elysée, Lausanne. Ehrenpräsident des Prix Pictet ist Kofi Anan. → 3. Prix Pictet Christophe Guye Galerie, Dufourstrasse 31, 8008 Zürich Samstag, 28. Mai, ab 17.00 Uhr, Ausstellung bis 14. Juni, Eintritt frei. www.christopheguye.com

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Programm

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Samstag, 28. Mai 2011

GALERIE WALTER KELLER GOES FRENCH

Fotoparty Walter Keller

Fotografie kann viel mehr als Kunst sein. 500 Agenturfotos, von den 1940er- bis in die 1970erJahre, summieren sich zum unterhaltsam-hysterischen Puzzle des damaligen Frankreich. Bilder aus Showbiz, Politik, Messen, Miss-Wahlen etc. Spannend sind die Fotos bis heute, hat sie auch das flüchtige Schicksal des einmaligen Abdrucks und anschliessenden Verschwindens längst ereilt. Eine Nostalgie-Show mit Charme zur 1. Zürcher Fotonacht. Auszug aus den Bildlegenden:

Marcel Pagnol, Yves Montand, le clown Dimitri, Salon du Camping, Luis Mariano, Maurice Chevalier, Jean-Claude Brialy, des hôtesses en «mini-jupes», Elvire Popesco, Charles Aznavour, André Prokowski et Galina Samsova, Salvatore Adamo, Serge Reggiani, Jean-Louis Barrault et Madeleine Renaud, Raymond Devos, Miss SNCF, la jolie Yvonne Ménard et la mort, Miss Europe, Mlle Periaut et Mlle Riou, la couple du bonheur, la charmante et toute jeune gagnante Mlle Nady CiAusgabe 2011 – SCOPE

Programm

céro, le peintre Picasso, Miss France 1970, Miss France 1969 etc., Claude François à l’Olympia, la vedette de cinéma Ewa Swann, Régine à Montparnasse, la jeune assistante dentaire Nadine Lorcery, l’élection du «Play boy» 1970, la princesse Anne à Orly, «Miss Taxi», Miss Crans-sur-Seine apprend à confectionner la «raclette suisse», Grock dans son maquillage de clown, la ravissante Yvonne Bertholom, Cyril dans sa Rolls Royce, Yves Saint-Martin, deux chatons persans, Catherine Prou et la petite Samantha, le peintre Ramirez, l’exposition «Erotissimorama» de 1970, le guitariste Manitas de Plata, «variations sur l’amour» avec 40 écrivains et artistes contemporains, le Baron Guy de Rothschild au Moulin Rouge, une jeune Sénégalaise présente un «kora», Henri Tisot, Nicoletta, les danseuses du ballet Brasiliana, Elena Bourke, le président Richard Nixon, Anny Nelsen qui sait poser avec patience et charme, le Général De Gaulle au cours de l’enregistrement de son allocution (1969), Nita Raya dans son be-bop 1950, Barbara au studio du Moulin de la Galette, Mr. Leonid Brejnev, Mlle Henriette Flesch à 21 ans, Federico Fellini et Gulietta Masina à leur sortie de l’Alcazar, une beauté couchée sur un matelas de billets de banque, Salvador Dalí en compagnie de Ludmilla Tchérina et Amanda, M. Georges Pompidou qui termine sa campagne électorale ce soir, Sophia Loren, le pianiste Arthur Rubinstein félicité par les mélomanes, l’exposition Matisse au Grand Palais, Claude Dauphin, Daniele Dorléans et son fiancé Jacques Dimont, Paola del Medico, Georges Brassens, le saxophoniste Coleman Hawkins, Pia Colombo répète son spectacle Brecht-Kurt Weill, Liza Minelli dansant hier soir sur la scène de l’Olympia … → Galerie Walter Keller Goes French Walter Keller Galerie, Oberdorfstrasse 2, 8001 Zürich Samstag, 28. Mai, 20.00–24.00 Uhr. Eintritt frei. www.kellerkunst.com

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Kompetenz in der Berufsfotografie

ewz.selection

wichtigster Wettbewerb für die Schweizer Berufsfotografen

Diskussion um das fotografische Bild

vfg Bildersoirée

Bilder von Fotografen für Fotografen

Offensive Fotografie & deren Diskurs

vfg Nachwuchsförderpreis

Sprungbrett für talentierte NachwuchsfotografInnen

www.vfgonline.ch

die informative Plattform rund um die Berufsfotografie

vfg Herold

Newsletter rund um die Fotografie

Förderung professioneller Fotografie

vfg pool

leidenschaftlich & jung

Fotodesigner

Ausbildung & Förderung junger Talente

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Sonntag, 29. Mai 2011

Redaktionelle Fotografie

Das Mädchen und das Foto – die Geschichte eines Bildes, das die Welt bewegte

19.00 Uhr

Filmvorführung in Anwesenheit des Autors und Filmemachers Marc Wiese.

1972 geht ein Foto um die Welt: Es zeigt die neunjährige Vietnamesin Kim Phúc, die mit schmerzverzerrtem Gesicht um ihr nacktes Leben läuft. Bei dem Versuch, einem Napalmbombenangriff zu entkommen, erleidet sie schwerste Verbrennungen. Innerhalb von Tagen ist Kim Phúcs Foto in allen Zeitungen, und bis heute ist das Bild ein Sinnbild für die Unmenschlichkeit des Krieges. Die Dokumentation von Marc Wiese erzählt, wie die bislang weitgehend unbekannte Geschichte des Mädchens auf dem Foto weiterging. Der mehrfach ausgezeichnete Film zeigt wertfrei die komplexe Geschichte dieses Bildes, welches sich in das globale kollektive Bewusstsein eingeschrieben hat. Anschliessend Gespräch mit Marc Wiese.

Eine Soirée der vfg vereinigung fotografischer gestalterInnen

→ Swiss Photo Award – ewz.selection ewz-Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich, Eintritt CHF 12.–/7.– (ermässigt)

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Programm

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Swiss Photo Selection Die Besten 2010

Der Ausstellungskatalog Swiss Photo Selection dokumentiert die Schweizer Fotografie in den Kategorien Werbung, Fashion, Redaktionelle Fotografie, Architektur, Fine Art und Free. Die Arbeiten sind von einer internationalen Jury aus 680 Einsendungen als die Besten des Jahres 2010 ausgewählt worden.

www.ewzselection.ch Gestaltung: Prill & Vieceli, Zürich Ca. 120 farbige Abbildungen und 200 Seiten Verlag Schwabe AG ISBN: 978-3-7965-2761-6 34 CHF, 24 € exkl. Versandkosten Bestellung über www.schwabe.ch auslieferung@schwabe.ch

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18:01 Uhr

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25. Mai–27. Mai 2011

Open Days ... lädt Sie an ungewohnte Orte ein – dorthin, wo die Fotografie gedacht, konzipiert, produziert, verhandelt, vermittelt oder entschieden wird. Open Days öffnet für Sie Fotografieateliers, Bildagenturen, Bildredaktionen, Werbeagenturen und wirft das Licht auf jene, die mit Fotografie arbeiten.

Open Days Portfolio Nachmittag

Open Days ist das Bindeglied zwischen der Fotografie der Besten in der Ausstellungshalle und der täglichen Praxis. Entdecken Sie eine Mittwoch von 16.00–20.00 Uhr – Nicht neue Welt! alle FotografInnen können ihr Atelier oder Studio öffnen. Deshalb zeigen diese ihre PortWir öffnen Mittwoch bis Freitag die Türen bei folios am Mittwochnachmittag in der Ausstelden FotografInnen Patrik Fuchs, Peter lungshalle. Hebeisen, Willy Kracher, Christian Riis Ruggaber, Dennis Savini, Thomas Mit dem Publikum zusammen diskutieren die Schuppisser, Luca Zanier (…) den Bildre- ExpertInnen Melody Gygax, Bildredaktorin daktionen von Hochparterre, Sonntags- Basler Zeitung und Fotokritikerin, Nathalie Zeitung, Bolero, Tages-Anzeiger (…) und Herschdorfer, Kuratorin, Leiterin des Alt. den Bilddesks der Werbeagenturen Heads, +1000 Festival, Lea Truffer, Picture Editor Spillmann/Felser/Leo Burnett AG und KEYSTONE und die FotografInnen die Euro RSCG. einzelnen Portfolios und erörtern Themen wie das Editieren oder das Schaffen eines PortfoDas detaillierte Programm finden Sie in der lios. Mit den FotografInnen Nico Ammann, Agenda (Seite 54–57) und auch auf den fol- Bruno Bolinger, Siggi Bucher, Jetta genden Seiten. Deplazes, Bianca Dugaro, Gabriela Domeisen, Joel Eschbach, Tom Kawara, Ferit Kuyas, Frédéric Meyer, Federico Näf, Thomas Schuppisser, Gian Vaitl, Roman Weyeneth, Stefan Walter, Gaston Wicky, Luca Zanier und anderen.

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Portraitfotografie

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Freitag, 27. Mai 18.30 – 21.30 Uhr


Freitag 27.Mai 18.30 bis 21.30 Uhr „liquids and food“

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Freitag, 27. Mai 2011, 9–19h Zimmerlistrasse 6, 8004 Zßrich www.zanier.ch


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Heads Open Day Mittwoch, 25.5.2011 16.00 – 18.00 Uhr Erfahren Sie mehr zur Fotorecherche bei Heads. Anmeldung unter: www.heads.ch


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Verdankung ewz.selection und die vfg vereinigung fotografischer gestalterInnen danken dem Hauptsponsor: ewz – Die Energie den Sponsoren: Heads und Schwabe Verlag den Partnern für die Awards: ALPA of Switzerland, Bolero, Hochparterre, Julius Bär Stiftung, SonntagsZeitung, Schweizer Berufsfotografen und Fotodesigner (SBF) den Medienpartnern: art-tv.ch, FACES, fotointern, Photographie, Profifoto, photographynow, Ron Orp, Swiss-Architects.com, visuell, Werbewoche den Sponsoren für Jurierung und Werkschau: Photo Studio 13, Light+Byte dem Partner für den Swiss Portfolio Day: SINAR den Partnern für die Ausstellungen: Bank Julius Bär, ExpoSystem GmbH, Impossible, Photogarage Romano Zerbini, smARTec, Studio Arte Flückiger AG, Swisstudio AG, Tricolor Ronny Ochsner & Partner den FotografInnen und Partnern für die OpenDays

Impressum

den Partnern für den Katalog: Bluesun AG, Euro RSCG den weiteren Partnern: blurb.com, Carpe Diem, Canon, Du-Magazin für Kultur, F+F Schule für Kunst und Mediendesign, Fotodesign, Fotomuseum Winterthur, GraphicArt, Haworth, Christophe Guye Galerie, Walter Keller Galerie, KEYSTONE, Landesmuseum Zürich, maz – Die Schweizer Journalistenschule, koga.cx, Migros-Kulturprozent, Museum für Gestaltung Zürich, Spillmann/Felser/Leo Burnett, Tipografia Poncioni SA für das Patronat: Art Directors Club Schweiz (ADC), Bundesamt für Kultur (BAK), Fotostiftung Schweiz, Stadt Zürich Kultur sowie den vielen HelferInnen für die freundliche Unterstützung. Ausgabe 2011 – SCOPE

Gesamtleitung Swiss Photo Award – ewz.selection: Romano Zerbini. Begleitprogramm: Romano Zerbini, Sascha Renner, Bruno Bolinger, Melody Gygax, Walter Keller, vfg-Arbeitsgruppe ewz. selection und viele andere. Herausgeber SCOPE: 3view GmbH, Romano Zerbini, Postfach, CH-8036 Zürich, Telefon +41 44 240 22 03, Fax +41 44 240 22 02, info@ewzselection.ch, www.ewzselection.ch. Redaktion: Sascha Renner (Dossier), Romano Zerbini, Oliver Fueglister, Bruno Bolinger. Gestaltung: Heads Corporate Communication AG BSW. Druck: Tipografia Poncioni SA. Korrektorat: Text Control. Inserate: Bruno Bolinger und Romano Zerbini, 3view GmbH ewz.selection. Auflage: 32 000 Ex. © 2011 Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieses Magazins darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der 3view GmbH oder der Autoren reproduziert werden.

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Foto: Brigitte Mathys, cap

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ein Modullehrgang mit einzeln belegbaren attraktiven Workshops zu spezifischen Fotothemen. Er bietet Absolventen von cap professional (oder Fotografen mit einer gleichwertigen Vorbildung) die Möglichkeit, den Fokus noch gezielter auf die berufliche Praxis zu richten. Der Weg zum selbständigen professionellen Arbeiten.

cap expo – am Do 12. Mai 2011 ist der letzter Orientierungsabend vor Anmeldeschluss (Ende Mai 11). Infos:

www.cap-fotoschule.ch



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