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Editorial Was geschieht, wenn wir allein die Fotografie betrachten? Wenn wir für einmal ausblenden, dass manche Fotografien Teil der Warenzirkulation sind und andere angeblich frei? Vielleicht erkennen wir dann, was eine Fotografie wirklich gut und zeitlos macht. Einen solch unverstellten Blick auf die Schweizer Fotografie, die angewandte und die freie, pflegt der Swiss Photo Award seit 14 Jahren. Und auch der vor Ihnen liegende Dossierteil des Programmhefts tut es. Wiederum ist er einem einzelnen Thema gewidmet, das für Fotografen besondere Brisanz hat: dem vermeintlichen Konflikt zwischen künstlerischem Anspruch und kommerzieller Realität. Wie stellt er sich aus der Sicht der Fotografen dar? Die Fotowelt ist heute eine andere als noch vor einigen Jahren. Für viele Fotografen ergab sich die Notwendigkeit, ihre Erwerbssituation zu überdenken. Sie pflegen neben den Aufträgen, die ihre wirtschaftliche Basis sichern, stille Leidenschaften, oder sie bauen sich ambitioniert ein zweites Standbein als Künstler auf. Für viele stellt sich die Frage, in verwandte Berufsfelder vorzudringen und ihre Existenzgrundlage zu erweitern. Die ewz.selection interessiert sich für dies Vorwärtsstrategien heutiger Fotografinnen und Fotografen, verschiedene berufliche Identitäten mit- und nebeneinander zu vereinen. Wir fragen nach, wie Bilder zwischen den visuellen Kulturen von Kunst und Werbung wandern. Und wir diskutieren die Resultate: frische Experimente, hybride Sichtweisen, inspirierende Wechselwirkungen zwischen Auftrags- und freier Fotografie. Sascha Renner

swiss photo award programmheft 2012

Wir freuen uns auf die 14. Durchführung des Swiss Photo Awards. Auf beste Schweizer Fotografie, die Spannung an der Opening & Award Night, viele interessante Publikumsveranstaltungen, die Zweitausstellung der Bank Julius Bär und vor allem die arbeitsame und kommunikative Atmosphäre, die dieser Plattform der professionellen Schweizer Fotografie eigen ist. Das Programm des Swiss Photo Awards hat den Anspruch, Fotografen und Bildschaffenden einen möglichst grossen Nutzen zu bieten und sie in ihrer professionellen und künstlerischen Entwicklung optimal zu unterstützen. Dahingehend wird es jedes Jahr bewusst hinterfragt und korrigiert. Ein Resultat der diesjährigen Bemühungen ist das neue Format Showcases: Fünf ausgesuchte Bildspezialisten fordern ihre Lieblingsfotografen dazu auf, dem Publikum und geladenen Experten ihre Portfolios sowie ihre freien Projekte zu zeigen. Wir sind gespannt auf die Diskussionen, die dies entfachen wird, und auf die Erkenntnisse daraus, die in den anschliessenden Sofagesprächen nochmals zusammengefasst werden (siehe Seite 73ff.). Ansonsten bleibt sich das Programm treu: Führungen, Abendveranstaltungen und Workshops aller Schattierungen versprechen eine hohe Lernkurve und ein konstruktives Zusammenwachsen. Angeboten werden sie von Experten aller Sparten der Fotografie, denen wir an dieser Stelle für ihr Engagement herzlich danken möchten. Auch dieses Jahr ist wieder ein abwechslungsreiches und gehaltvolles Programm zustande gekommen, von dem die Besucher in vielerlei Hinsicht direkt und nachhaltig profitieren können. Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen. Ihr Team Swiss Photo Award – ewz.selection

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Dossier

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15 «Das Wie ist wichtiger als das Was»

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Exhibitions 50–51

Swiss Photo award – ewz.selection Die Besten des Jahres 2011

Der Schweizer Starfotograf Raymond Meier über Kunst-Marketing und seine Liebe zur Werbung. Von Sascha Renner

22 Die ganz normale Schizophrenie des Alltags Die beiden Fotografen Alex Gertschen und Felix Meier praktizieren den permanenten Rollenwechsel. Von Daniel Morgenthaler

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MUSIQUE EN IMAGES Bilder junger Schweizer Fotografen von den Meisterkursen am Verbier Festival

86–89

FÜHRUNGEN

28 Alles geht. Geht alles? Antagonistisch oder kannibalistisch? Fünf Thesen über die Beziehung von Kunst und Werbung. Von Annelie Lütgens

38 «Alle wollen so cool wie Damien Hirst sein» Die Zürcher Kreative Michelle Nicol bringt Kunst mit Marken zusammen. Ein Balanceakt, der sich auszahlt. Von Sascha Renner

swiss photo award programmheft 2012

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Shows

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Networking

Other Shows

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68–69

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OPENING & AWARD NIGHT Ein Fest zu Ehren der Schweizer Fotografie

PECHA KUCHA NIGHT ZÜRICH @ EWZ.SELECTION

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KIRILL GOLOVCHENKOS UKRaine Bildersoirée vfg

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TAG DER ARCHITEKTURFOTOGRAFIE Der Europäische Architekturfotografie-Preis

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Bildersoirée mit Henry Leutwyler, New York

61

SWISS PORTFOLIO DAY Die Kreativwerkstatt

FROM POLAROID TO IMPOSSIBLE Workshop

73–75

SHOWCASES Das neue Arbeits- und Networking-Format für Bildschaffende

WORLD PRESS PHOTO 12 Ein Bild als Symbol für eine Bewegung

SWISS PRESS PHOTO 12

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«31 DAYS, 31 WAYS, 31 MINDS» @ ZÜRICH Work-in-Progress 2nd Edition

77

CANON UND PAOLO PELLEGRIN Workshops und Präsentationen

77

INTERAKTIVE 360°-PANORAMABILDER Workshop

EXOTISCHE SCHWEIZ vfg-soirée zur Aussensicht auf das Eigene

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BILDERSOIRÉE MIT DIANA SCHEUNEMANN, NEW YORK

Agenda

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«31 DAYS, 31 WAYS, 31 MINDS» @ ZÜRICH Werkstattgespräch mit Stephan Schacher

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VERLEIHUNG DES RON ORP COMMUNITY AWARDS

86–89

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Rubrik

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11

Swiss Photo Selection dokumentiert Schweizer Foto­ grafie in den Kategorien Werbefotografie, Fashion/ Beauty/Lifestyle, Redaktionelle Fotografie, Architektur, Fine Art und Free. Die gezeigten Arbeiten sind von einer internationalen Jury als die besten des Jahres 2011 gewählt worden. Der Katalog ist Arbeitsbuch, Nachschlagewerk, Fotobuch und «Gedächtnis» der Schweizer Fotografie in einem.

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Dossier

«Das Wie ist wichtiger als das Was» Interview

Sascha Renner, Kunstredaktor Schweizer Radio DRS 2

Mit Kompositionen voller Anmut und Energie ist der Schweizer Raymond Meier (55) zum Star der internationalen Modefotografie aufgestiegen. Meier gründete nach der Lehre sein Studio in Zürich, 1986 zog er nach New York. Seine Innovationsfreude machte ihn berühmt: Er führte den C-Print in die Profifotografie ein und erkannte früh die Möglichkeiten der digitalen Nachbearbeitung. Weniger bekannt ist, dass Meier seit jeher auch persönliche Projekte fotografiert. 2004 erschien sein Buch «Louis Kahn Dhaka» über die Architektur des Parlamentsgebäudes in Dhaka, Bangladesch. Wie gelingt es ihm, die Welt der Mode und der Magazine mit immer neuen Bildern zu überraschen? Und worin unterscheiden sich künstlerische und kommerzielle Standards? Das Auge des Fotografen, meint Meier, sei stets dasselbe, egal, was er fotografiere. Seine Fotografien, ob Auftrags- oder freie Arbeit, seien Teil seiner Bildfamilie. Sascha Renner: Raymond Meier, was unterscheidet einen Berufsfotografen von einem Künstler? Raymond Meier: Ein Bild ist immer ein Spiegel der Persönlichkeit, egal, ob es im Rahmen eines Auftrags oder eines freien Projekts entsteht. Sehe ich eine Fotografie von swiss photo award programmheft 2012

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Dossier Diane Arbus, dann sind es nicht die Zwillinge, die meine Neugier wecken. Ich sehe Diane Arbus. Ich fühle sie als Person, und ich beginne zu verstehen, wie sie über Fotografie und die Welt denkt. Das Wie ist wichtiger als das Was. Oder nehmen wir William Eggleston: Es sind langweilige Dinge, die er fotografiert. Was mich fasziniert, ist die Art, wie er Entscheidungen trifft, über Inhalte, über Kompositionen, über Dichte, über Farbigkeit.

und habe keine finanzielle Motivation, meine freien Arbeiten zu verkaufen. Dennoch faszinieren mich diese Karrieren.

Welche Eigenschaften sind notwendig, um auch als Künstler Karriere zu machen? Man muss gut kommunizieren können und sein eigenes Image sorgfältig kontrollieren. Das ist eine Kunst für sich. Man muss die Person dazu sein. Mir persönlich behagt das nicht. Ich bin glücklich als Werbefotograf

Wie sahen Sie damals Ihre Zukunft? Schon im Alter von zwölf war ich besessen von Fotografie. Wenn ich mittags nach Hause kam und die Zeitschrift «Camera» im Briefkasten lag – sie kam in einem braunen Umschlag –, dann vergass ich das Mittagessen, sprach mit niemandem und schloss mich

Warum? Einer meiner Helden ist Maurizio Cattelan. Seine Kunst beeindruckt mich. Noch mehr aber das ganze Produkt – wie er auftritt, wie er Mythen kreiert, wie er sich zum Gesprächsthema macht. Er ist ein grandioser Selbstdarsteller, unterhaltsam, gewieft Ob Sie in einem Auftragsverhältnis stehen oder und witzig. Oder die Düsseldorfer Schule: Struth, Ruff, Gursky oder Höfer sind nicht frei arbeiten, hat keinen Einfluss auf Ihre Bilder? Nein. Es kümmert mich nicht, ob ich für nur gute Fotografen, sie sind auch brillante die «Vogue» oder für mich selber arbeite, ob Strategen. Sie kreieren einen Stil und stellen sicher, dass es keiner besser, grösser und ich eine Handtasche oder ein Gebäude fotoschärfer macht. Wie sie damit die Kunstwelt grafiere, Schwarzweiss oder Farbe, Mode oder Reportage: Es ist immer ein Raymond- eroberten, wie sie den Tanker auf Kurs halten – Respekt. Aber es zeigt, in welcher Meier-Bild. Es gibt keinen Unterschied zwiWelt wir leben: Ein gutes Bild allein genügt schen meiner Werbe- und meiner persönlinicht. chen Fotografie. Das Vorgehen ist stets dasselbe: Ich schaue mir das Motiv genau an, Wann sind Sie zu dieser Einsicht gelangt? ich muss es verstehen. Ein Bild ist niemals Das Geldverdienen gehörte für mich klüger als man selbst. immer schon mit zur Fotografie. Ich hatte keine finanzielle Unterstützung von zu HauDennoch gelingt es nur wenigen Fotografen, in se. Schon als Junge verkaufte ich meinen der Kunst und der Werbung Fuss zu fassen ... Das Fotografieren ist eben nur der halbe Klassenkameradinnen Abzüge, die sie ihren Job. Die andere Hälfte ist das Marketing. Die Freunden verschenkten. Später fotografierte ich auf Hochzeiten und investierte das HonoGeschäftsmodelle, Netzwerke und Verwertungsketten in der Werbung und in der Kunst rar sofort zurück in die Fotografie. Ich musste von Anfang an Geld verdienen mit dem, was sind grundverschieden. Man muss ihre Mechanismen verstehen, um sich darin zu bewe- ich liebte. Und es fühlte sich gut an, eine gen. Deswegen gibt es nur wenige Fotografen Dienstleistung zu erbringen, die die Leute respektierten. Das motivierte mich, noch und Künstler, die in beiden Welten erfolgbesser zu sein. reich sind.

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Harper’s Bazaar, 1994. Foto Raymond Meier Physics, 1995. Foto Raymond Meier Spaces, 1998. Foto Raymond Meier

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Dossier in meinem Zimmer ein. Ich studierte jedes einzelne Bild und konnte nicht glauben, dass jemand da draussen solche Fotos machte. Die Zeitschrift wurde bis 1981 von Allan Porter in der Schweiz verlegt und war für uns Interessierte eine grosse Inspiration. Wie fanden Sie den Einstieg in die Berufsfotografie? Nach der Sekundarschule wollte ich eine Fotografenlehre machen. Ich fuhr auf meinem Roller von Fotostudio zu Fotostudio und zeigte mein Portfolio. Niemand wollte einen so jungen Kerl anstellen – bis mich Heinz Müller, ein fantastischer Modefotograf, als Lehrling zu sich nahm. Er hatte viele Kunden aus Deutschland. Die Schweizer Berufsfotografie war in den Siebziger- und Achtzigerjahren Weltklasse, davon profitiert die nachfolgende Generation, zu der auch ich gehöre, bis heute. Während der Lehre wechselte ich zum Fotografen Heinz Walti, dort lernte ich das Fotografieren von Stillleben. Wir probierten alles Mögliche aus, bauten verrückte Dunkelkammern. Ich lernte viel über die eigentliche Berufslehre hinaus. Verfolgten Sie damals bereits eigene Projekte? Schon immer. Während der Ausbildung arbeitete ich bis sechs Uhr abends für meinen Chef, danach widmete ich mich meinen persönlichen Projekten bis ein oder zwei Uhr nachts. Ich montierte zum Beispiel eine grosse 4x5-Kamera auf den Lenker meines ersten Motorrads. Damit raste ich wie ein Verrückter auf Fussgänger zu, um sie zu erschrecken und die Reaktion mit der Kamera festzuhalten. Das Schlimmste war, wenn jemand vor Schreck einen Luftsprung machte, aber der Blitz nicht losging. Dann musste ich ein zweites Mal angreifen. Ich ging aber auch auf Reportage in Schottland. Oder ich fotografierte Leute in Campern in Grossformat und mit Blitz – so wie man das heute tut. swiss photo award programmheft 2012

Wollten Sie damals Künstler werden? Im Alter von 18 will niemand Werbefotograf werden. Man will Künstler sein, ganz klar. Es war die Zeit, als man die Fotografie in den USA als Kunst zu respektieren begann. Diane Arbus, William Eggleston, auch Edward Weston, das waren Helden für uns. Wir stellten uns aber nicht so sehr die Frage, ob das nun Kunst sei. Es war einfach gute Fotografie. Wir begannen automatisch, ähnliche Dinge zu versuchen. Funktionierten sie, war das ein unbeschreibliches Gefühl, ein absolutes High! Im Alter von 29 Jahren zogen Sie nach New York. War der Einstieg schwierig? Die Konkurrenz war kleiner als heute. Es genügte, eine Kamera und Objektive zu haben, um als Berufsfotograf leben zu können. Hatte man auch noch das Geld für eine Lichtanlage, war man beinahe konkurrenzlos. 1986 gab es in Manhattan kaum jemanden, der es verstand, ein gutes, kreatives Stillleben zu fotografieren. Es mag arrogant klingen, aber mein einziger Konkurrent war Irving Penn. Nur 25 Jahre später gibt es in New York zwischen fünfhundert und tausend Fotografen, die dazu imstande sind. Auch der technische Vorsprung zählt nicht mehr, jeder hat die nötige Ausrüstung und das Wissen. Wie kann man sich da noch von der Masse abheben? Eine eigene Handschrift kann man sich als Werbefotograf nur innerhalb klar umrissener Grenzen leisten – man kann sich nicht grundsätzlich gegen die Konventionen stellen. Niemand in der Modefotografie mag zum Beispiel Retuschen. Die Bilder sehen zu perfekt aus. Doch diesem Standard muss man sich beugen, ob man will oder nicht. Es gibt selbstverständlich gute Gründe für diese vorgegebenen Parameter, ich muss sie nicht zwangsläufig missachten, um ein grossartiges 18


Rubrik

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Dossier Bild zu machen. Dennoch versuche ich manchmal, sie ein wenig in Frage zu stellen. Auf welche Weise stellen Sie die Konventionen in Frage? Indem ich beispielsweise teuren TiffanySchmuck für «Harper’s Bazaar» mit billigem Plastikspielzeug inszeniere, einem Godzilla, das war 1995. Ich lege Wert auf Einfachheit, Klarheit und Direktheit. Daher wirken meine Bilder auf den ersten Blick sehr sauber. In einem zweiten Schritt versuche ich, diese Ordnung subtil zu brechen, mit einem Tropfen, wo er nicht hingehört, einem Fingernagel, der durch den Handschuh sticht, so dass sich eine Geschichte entspinnt. Erst dann fesselt ein Bild die Betrachter. Kamen Sie damit bei Ihren Kunden stets an? In den Neunzigerjahren ja. Es war die goldene Ära der Magazinfotografie und ein wichtiger Abschnitt meiner Laufbahn. Die Modeindustrie begann, die Bedeutung der Stillleben- und Accessoire-Fotografie zu erkennen. «Harper’s Bazaar» bot mir unter Fabien Baren eine unglaubliche Plattform. Ich konnte mehr oder weniger tun, was ich wollte. Damals entstand eine Vielzahl meiner innovativsten Bilder. Es war eine Zeit, in der es uns Fotografen erlaubt war, zu experimentieren – und zu scheitern.

bloss schärfer, es kann gedruckt und vergrössert werden. Das ist unser Worst-Case-Szenario. Die meisten Aufträge fotografiere ich jedoch so, wie ich es will. Wenn ich einen grünen Hintergrund haben will, habe ich einen grünen Hintergrund, egal, ob Grün nun angesagt ist oder nicht. Hat diese zwischen Fotograf und Art Director geteilte Verantwortung die Bilder besser gemacht? Man sieht heute in der Tat kaum noch schlechte Bilder. Man sieht aber auch keine wirklich grossartigen mehr. Alles hat eine ordentliche Qualität, sieht ähnlich aus, irgendwie gut, aber schaut man ein zweites Mal hin? Nicht wirklich. Heute arbeitet man in der Werbung sehr systematisch. Das Resultat ist hohes Mittelmass. Es gibt viel exzellent Ausgeführtes, aber keine exzellenten Ideen oder Denker mehr in der Werbefotografie.

Woran liegt das? Alle arbeiten mit denselben Referenzen – weil sie so einfach zugänglich sind. Auch vor der Zeit des Internets orientierte man sich an Referenzen, aber man musste in den Buchladen gehen, Kopien machen, die Bilder zu Gruppen ordnen. Die Recherche war sehr viel aufwändiger. Will ich heute die Farbpalette eines Vulkans sehen, habe ich in zehn Minuten vierzig Bilder ausbrechender Vulkane. Will ich die Rauchtextur ausbreUnd heute? chender Vulkane, kann ich sie bekommen. Viele Werbefotografen jammern: Sie Will ich Dior-Mode von 1958, habe ich sie in mögen ihre Kunden nicht, und sie sind frust- Sekunden auf dem Bildschirm. Alle nehmen riert, weil ihnen ein Art Director vorschreibt, heute diese Abkürzungen. Sie machen das wie ihre Bilder auszusehen haben. Immer öfter Leben einfacher. Sie zerstören aber auch viel erhalten wir Vorlagen, die vom Kunden bereits Ori-ginalität und Kreativität. gutgeheissen sind. Der Art Director selbst hat das Produkt mit seinem iPhone fotografiert, Dennoch entwickelt sich die Fotografie rasant, einige Lichtreflexe und Farbeffekte ins Bild neue Looks kommen und gehen. Was treibt die Innogemalt, es ins Layout eingefügt – und es sieht vation voran? unerhört gut aus. Am Ende hat unser Bild Neue Stile entstehen meist durch techdieselbe Leichtigkeit wie die Vorlage, es ist nologischen Fortschritt. Ein Kamerahersteller swiss photo award programmheft 2012

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Dossier legt uns ein Werkzeug in die Hand, das neue Bilder ermöglicht. Also machen wir sie. In den Achtzigerjahren veränderte sich die Modefotografie, weil Nikon scharfe und lichtstarke Teleobjektive entwickelte. Es war nun möglich, Modelle mit 300 Millimeter Brennweite und einer Blendenöffnung von 2,8 zu fotografieren, Vorder- und Hintergrund verschwammen. So wurde die Strasse zum Fotostudio, ein Look entstand, der stilbildend wurde. Der Schweizer Hans Feurer ist der Altmeister dieses Stils. Mit der Digitalisierung hat sich der technologische Fortschritt explosionsartig beschleunigt. Eine gute Zeit für die Fotografie? Mit der Multiplikation der Möglichkeiten gibt es auch unzählige Möglichkeiten, zu scheitern. Mit der Digitalfotografie fallen sämtliche Restriktionen weg. Hinter jedem Bild steht eine lange Kette von individuellen Wahlmöglichkeiten und Entscheidungen. Die Chance, alles richtig zu machen, ist gering. Daher gibt es heute kaum ein Foto, das nicht irgendwo eine Schwäche aufweist. Das Gute an der analogen Fotografie war ihre Beschränktheit. Man hatte eine limitierte Auswahl an Filmmaterial, der Kontrast musste innerhalb von acht Blenden liegen, man wählte den Filter entsprechend der Lichttemperatur, und schon hatte man ein gutes Bild.

Modell. Ich rate daher jedem jungen Fotografen, den Monitor abzudecken und die Bilder erst am Abend anzuschauen. Wie geht es der Industrie derzeit wirtschaftlich? Wir Fotografen waren früher die Rockstars, die bestbezahlten Leute. New York war fest in der Hand der Werbeindustrie. In den Neunzigerjahren aber wurde Wall Street gross, und heute drängen uns die jungen Finanzjongleure aus unseren Studios. Viele Berufsfotografen können sich ihren Lebensunterhalt kaum noch verdienen. In nur vierzig Jahren haben wir den Aufstieg und den Fall eines Berufs erlebt. Wer wird sich in Zukunft behaupten können? Ich bin überzeugt, dass der Beruf des Werbefotografen, so wie man ihn heute kennt, in zehn bis zwanzig Jahren nicht mehr existiert. Die Spezialisierung wird zunehmen. Es wird Leute geben, die kreative, und andere, die technische Entscheidungen treffen. Der Art Director liefert das Konzept, der Techniker bedient das Equipment, ähnlich wie in der Filmindustrie. Das gilt für grosse Projekte. Kleine Projekte wird man hingegen im Alleingang realisieren können, wenn man die ganze Palette beherrscht: Konzepte, Fotos, Videos, Websites, Postproduktion, Verkauf. Jeder Fotograf muss sich fragen, wo seine Zukunft liegt.

Wie hat sich die Digitalisierung auf die Arbeit im Studio ausgewirkt? Die Dynamik auf dem Set hat sich verändert. Schauen Sie heute einem Fotografen zu: Er drückt ab, senkt augenblicklich die Kamera und blickt auf den Monitor. Die Aufmerksamkeit bewegt sich weg vom Motiv und hin zum Editieren. Fotografieren und Editieren finden gleichzeitig statt. Das ist der Konzentration abträglich. Die klassischen Fotografen hingegen waren voll und ganz im Jetzt. Im Zentrum stand der Dialog mit dem swiss photo award programmheft 2012

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Dossier

Die ganz normale Schizophrenie des Alltags Interview Daniel Morgenthaler, Kunstjournalist und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Helmhaus Zürich

In der Literatur gibt es Doktor Jekyll und Mister Hyde. In der Schweizer Fotoszene gibt es Fotosolar und Alexandfelix. Die beiden Fotografen Alex Gertschen und Felix Meier, die in Emmenbrücke ein Studio betreiben, haben die Personalunion von Auftrags- und Kunstfotografie bei gleichzeitiger Trennung der beiden Felder perfektioniert. Inklusive separiertem Webauftritt mit Selbstinszenierung in entsprechender Montur. Ein Gespräch über den täglichen Rollenwechsel, die unberechenbaren Folgen eines TV-Beitrags in «10 vor 10» – und das Fehlen von werkimmanenten Kriterien für die Unterscheidung von Kunst- und Auftragsfotografie. swiss photo award programmheft 2012

Daniel Morgenthaler: Alex und Felix, im Internet gebt ihr euren verschiedenen Identitäten – Fotosolar und Alexandfelix – eine je eigene Plattform. Wie lässt sich diese berufliche – ich sage es einmal etwas drastisch – Schizophrenie im Alltag einhalten? Felix Meier: Es ist manchmal schon ziemlich verrückt. So ist es zum Beispiel schon vorgekommen, dass wir gerade daran waren, für einen Auftraggeber Türen und Zargen abzulichten, als unser Galerist aus Mailand anrief, um uns zu sagen, dass er soeben eine Arbeit aus unserer «Queens»-Serie verkauft habe. Alex Gertschen: Das sind Momente, in denen die beiden Aspekte unserer Arbeit zusammenfallen und die wir nur bedingt beeinflussen können. Grundsätzlich sind wir aber schon darauf bedacht, die beiden Felder zu trennen. Indem wir etwa einige Tage an einem Auftrag arbeiten und dann wieder ein paar Tage für die freie Arbeit reservieren. Wir merken jeweils, dass wir nach ein paar Tagen mit eher technischer Arbeit – zum Beispiel 22


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1 Queen Rocket, 2009, aus der Serie «13 Queens». Foto Alexandfelix 2 Je suis venu te dire que je m’en vais, 2011, aus der Serie «Under Construction». Foto Alexandfelix 3 Interhome. Foto Fotosolar

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Dossier dem Durchfotografieren des 1. FC Kriens – wieder mehr Freude am künstlerischen Experimentieren haben. Und umgekehrt. Wie unterscheidet sich denn die konkrete Arbeit, je nachdem, ob ihr an einem klar definierten Auftrag arbeitet oder eurem künstlerischen Werk nachgeht? Felix Meier: In der künstlerischen Arbeit geben wir uns ja quasi selber den Auftrag. Wir arbeiten ebenso bedürfnisorientiert wie in der Auftragsfotografie, einfach gemäss unseren eigenen Bedürfnissen. Insofern sind die ersten Schritte gar nicht so verschieden. Ausserdem brauchen wir für beide Arbeitsformen dasselbe Studio und dasselbe Equipment. Alex Gertschen: Bei der Kunstfotografie ist das Fotografieren allerdings nur ein ganz kleiner Teil. Viel mehr Zeit verwenden wir auf den Kulissenbau.

Fotosolar und Alexandfelix geführt. Alex Gertschen: Man muss aber auch sagen, dass ganz viele potenzielle Kunden aus der Werbewelt, die uns nur über die künstlerischen Arbeiten kennengelernt haben, sehr begeistert waren über unser Schaffen. Viele wollten uns auch Aufträge in dieser Richtung ermöglichen, was sich aber doch sehr selten ergibt. Mittlerweile hat sich gezeigt, dass vor allem im kulturellen Umfeld – in Musik oder Theater – solches Arbeiten durchaus möglich ist. Noch einmal anders verhält es sich im Ausland, wo sich Symbiosen ergeben. Weniger Auftragsarbeiten, sondern eher Anfragen wie etwa für Büchercovers – wir haben zum Beispiel eines für einen Margaret-Atwood-Roman gemacht – oder die künstlerische Zusammenarbeit mit dem Modedesigner Juun.J. Das ist dann aber eher eine Zusammenarbeit zweier Künstler.

Die Verwendung oder der Endzweck der Bilder ist dann natürlich auch ein grundsätzlich anderer ... Alex Gertschen: Das ist klar. Während Auftragsarbeiten in ihrer Bestimmung automatisch eine gewisse Öffentlichkeit finden, kann man die künstlerische Arbeit nur in Ausstellungen sehen und verfolgen. Es ist aber auch diese Ausstellungstätigkeit, die für uns ein stetiger Motor ist für weitere Projekte.

Dann kann man auch nicht sagen, dass in der Auftragsszene eine gewisse Skepsis gegenüber der Kunstfotografie zu spüren ist? Im Sinne des Vorwurfs, dass man nun auf «artsy fartsy» macht? Felix Meier: Unsere langjährigen Auftraggeber wussten natürlich sehr gut Bescheid über unser künstlerisches Schaffen, und es hat sie auch immer fasziniert und sich eher positiv für uns ausgewirkt. Damals wie heute. Es waWie reagiert eure Kundschaft – Auftraggeber, aber ren vor allem neue Kunden, die wir zu akquinatürlich auch Exponenten des Kunstmarkts, die eure rieren versuchten und die nur unsere künstleWerke kaufen – auf diese Doppelgesichtigkeit? Was passiert, rischen Arbeiten aus dem «10 vor 10»-Bericht, wenn etwa der Auftraggeber des Türen-und-Zargen-Projekts aus der «Deutschen Welle», der «SonntagsZeitung» und, und, und kannten. Das kam dasieht, dass ihr auch die «Queens» gemacht habt? Felix Meier: Das hat tatsächlich schon für mals alles zusammen. Verwirrung gesorgt. Als wir zum Beispiel 2005 Alex Gertschen: Heute hat sich vieles verin der Sendung «10 vor 10» des Schweizer ändert. Durch die Trennung von Fotosolar Fernsehens wegen unseres künstlerischen und Alexandfelix und die entsprechenden ReSchaffens porträtiert wurden, war nicht allen ferenzen in beiden Gebieten wird keine der sofort klar, ob wir jetzt in die Kunstfotografie beiden Welten mehr grundsätzlich in Frage gewechselt hatten. Diese Reaktionen haben gestellt. Wir konnten nach und nach zeigen, schlussendlich auch zur Trennung zwischen dass wir mit der gleichen Faszination und Leidenschaft in beiden Bereichen tätig sind. swiss photo award programmheft 2012

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Dossier Und eine Konzentration auf nur einen Bereich ist für euch keine Option? Felix Meier: Wir fühlen uns sehr wohl dabei, in zwei scheinbar verschiedenen Feldern tätig zu sein. Ausserdem hat diese Situation auch ökonomische Vorteile: Die künstlerische Arbeit ist sehr aufwändig und zeitintensiv. Und sie macht im Vorfeld grosse Investitionen nötig. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass nur wenige Fotografen sich die Zeit nehmen, nebenher freie Projekte zu realisieren. Aber am Ende beeinflussen die Aufträge genauso unseren Weg wie der Verkauf unserer Werke. Berühmt werden kann man ja grundsätzlich in beiden Feldern … Alex Gertschen: Das ist richtig, und es ist natürlich reizvoll, sich zum Beispiel vorzustellen, den Status eines Michel Comte zu haben. Letzthin hätten wir uns zum Beispiel sehnlichst gewünscht, dass wir einfach Grace Jones anrufen könnten. Sie hätte sehr gut in ein bereits konzipiertes Bild gepasst. Michel Comte ist ein gutes Beispiel: Einige seiner Arbeiten sind im Werbekontext entstanden, wurden nun aber im Museum für Gestaltung in Zürich ausgestellt, also in einem Kontext, der eine künstlerische Lesart nahelegt. Kann es sein, dass es am Ende gar keine werkimmanenten Kriterien gibt, anhand deren das Endprodukt, die Fotografie, in die Kunst- oder in die Auftragsfotografie eingeteilt werden kann? Dass es einzig auf den Kontext ankommt, in dem diese Fotografie gezeigt wird? Alex Gertschen: An der Fotografie selbst lässt sich diese Unterscheidung wohl nicht machen. Es gibt ja neben den beiden nur scheinbar hermetisch abgeschlossenen Gebieten Kunst- und Auftragsfotografie noch ein drittes Feld, quasi einen Kompromiss dazwischen. Ein Beispiel dafür ist unser Plakat für den Zirkus Knie. Das war ein klarer Auftrag, den wir aber künstlerisch ausgeführt haben. swiss photo award programmheft 2012

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Felix Meier: Am Ende sind und bleiben wir einfach Fotografen. Auch wenn wir im Alltag sozusagen zwei Babys pflegen müssen, das eine in der Auftrags- und das andere in der Kunstwelt.

Wobei die Kunstwelt vielleicht etwas grösser ist, richtig? Während ihr als Fotosolar viele Schweizer Klienten habt, ist die Ausstellungsliste von Alexandfelix sehr international: Paris, Nashville, Amsterdam ... Alex Gertschen: Uns sind aber Ausstellungen wie diejenige im Rathaus Sursee letztes Jahr ebenso wichtig. Wo diejenigen, die unsere Arbeit hier verfolgen möchten, sehen können, was wir gemacht haben. Wie sich unser künstlerisches Projekt entwickelt hat. Wobei die Wirkung in der Schweiz oft anders ist als in anderen Ländern. Der Zugang zu einer Arbeit Holz- Alu- und Echtgoldrahmen, Aufziehen, Spezialanfertigungen für den Museumsbereich, funktioniert hier eher über einen Text, weniBilder und Bilderschienen-Montage, Museumswechselrahmen, Alu-Keilrahmen, Express-Service ger über die schöne Wirkung eines Werks. In Studio Arte Flückiger AG | Stauffacherquai 46 | 8004 Zürich | Tel 044 245 86 00 | www.studioarte.ch anderen Ländern ist die Wahrnehmung stärker visuell, unmittelbarer. Felix Meier: Jedes Land hat quasi sein System. Die Schweiz ist diesbezüglich sehr kopflastig. In Holland zum Beispiel sieht das schon ganz anders aus: Dort ist etwa der Humor viel wichtiger. Spiegelt sich diese Diagnose auch in den Nationalitäten eurer Käufer? Felix Meier: Natürlich. Schweizer Sammler gehen tendenziell mit sehr viel Kalkül vor. Da hast du keine Chance, wenn man dich Alltag ist geprägt durch fotografische Bilder: nicht kennt. In anderen LändernUnser wird viel Erarbeiten eher gesammelt, was einem persönlich gefällt,Sie sich systematisch die nötigen Grundlagen für Ihr bei fotografisches Schaffen. Oder vertiefen Sie Ihr Wissen in worauf man Lust hat. Oder Werke, denen einem Aufbaukurs. man noch Entwicklungspotenzial sieht.

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Dossier

Alles geht. Geht alles? Essay Annelie Lütgens, Leiterin der Grafischen Sammlung der Berlinischen Galerie

In ihrem Essay untersucht die Kunstwissenschaftlerin Annelie Lütgens das Verhältnis von Kunst und Werbung aus dem Blickwinkel der Modefotografie: ein auf den ersten Blick antagonistisches, in Wahrheit oft symbiotisches und manchmal kannibalistisches Verhältnis. In fünf Thesen und anhand aktueller Beispiele erläutert sie, wie Bildwelten wandern, wie swiss photo award programmheft 2012

sie gestohlen, getauscht und gemixt werden. Annelie Lütgens, Leiterin der Grafischen Sammlung der Berlinischen Galerie, beschäftigt sich seit langem mit den Wechselwirkungen von freier und angewandter Kunst, insbesondere mit der unsicheren Stellung der Modefotografie in der Hierarchie der Künste. Wenn es eine Dichotomie in der Modefotografie gibt, ist sie überzeugt, dann weniger die von Kommerz und Kreativität, als vielmehr die von Ekel und Pracht. Am Anfang steht das modische Kleid. Manchmal verführt es uns zum Träumen von fernen Welten, manchmal führt es uns gut angezogen durch den Büroalltag. Diese Tendenz der Mode, Gegensätze auszureizen und 28


Dossier nebeneinander bestehen zu lassen, macht sich die Modefotografie, die heute längst eine Modebilderindustrie1 ist, zu Nutze. Sie verschärft diese Gegensätze zugunsten des dramatischen Effekts. So kann sie auf aktuelle kulturelle Probleme anspielen und sie gleichzeitig von sich fernhalten. Modebilder brauchen die Katastrophe als Folie für ihren Glamour: Ölpest, Wirbelsturm, Armut, Supergau.

→ 1. Beispiel: Im Sommer 2011 legte der erfahrene «Vogue»-Provokateur Steven Meisel das Model Kristen McMenamy an eine ölverschmutzte Küste. Die defekte Ölplattform Deepwater Horizon, Auslöser der Katastrophe im Golf von Mexiko im Jahr zuvor, stand Pate. Wie ein gestrandeter teerverklebter Vogel schien das Model nach Luft zu schnappen, Wasser zu speien, kostbare Federkleider von Alexander McQueen und anderen Designern am schwarz verschmierten Körper – eine von der Ölpest befallene, schaurig-schöne Meerjungfrau. Kritisch? Poetisch? Meisels Bilder verhalten sich zur Realität eher vampiristisch. Was an Realität in diesen Bildern zurückbleibt, ist ein blutleeres, klebriges Gebilde, das Ekel und Pracht perfekt in ein Bild zusammenzwingt. Es vergewaltigt unseren Blick und unser Mitgefühl, unsere visuelle Intelligenz, indem es uns, und das ist das Perverse, scheinbar empathisch begegnet. → 2. Beispiel: «We produced this new issue of Purple with Japan in mind», beginnt das Editorial von Oliver Zahm im «Purple Fashion Magazine» im Dezember 2011. Man möchte nicht einfach so weitermachen wie bisher, man hat das dumpfe Gefühl, mit dem coolen, komfortablen Lebensstil irgendwie zu Ressourcenknappheit und atomarer Unweltzerstörung beizutragen. Modefotografie flirtet wie selbstswiss photo award programmheft 2012

verständlich mit dem sozialen Abgrund, wenn etwa Terry Richardson die Modestrecke «Best of the Season» mit dem lolitahaften, 16-jährigen Model Lindsey Wixson in der suburbanen Wüste von New Jersey inszeniert: «Only a few minutes out of New York we found the dark side of the American Dream. But for fashion’s rising star, young Lindsey Wixson, the bright side of the dream can still come true.»2 Wie schlimm es mit der Welt auch stehen mag, die Modewelt bleibt stets das Versprechen auf Schönheit, Individualität, Coolness. Sie kann nichts dagegen tun, wie kunstvoll sie das sozialromantische Mäntelchen der gesellschaftlichen Verantwortung auch um ihre idealischen Körper drapieren mag.

→ 3. Beispiel: Wenn wirklich einmal ein Modedesigner ökologische und soziale Verantwortung zeigt, wird daraus selbstverständlich auch eine Modestrecke, nach dem Motto: Tue Gutes und mache Bilder davon. Vivienne Westwood entwarf 2011 eine Kollektion von Accessoires, die sie in Kenia von Frauen im Rahmen eines WTO-Hilfsprogramms herstellen liess: Ethical Fashion. Juergen Teller fotografierte die 70-jährige, goldhaarige Westwood, die auf staubigen afrikanischen Strassen und Müllhalden wie ein Alien daherkommt, der die Gebräuche eines fremden Sterns einübt. «Wir waren Teil von etwas Gutem», freute sich der Fotograf, «nicht solche Fashion-Idioten.»3 Kommerzielle Fotografen sehnen sich nach den Weihen der Kunst Neben den Plünderern und den guten alten Schmuddelporn-Exhibitionisten gibt es die lauten Aussteiger: Der erfolgreiche Werbefotograf David LaChapelle ist fertig mit der kommerziellen Fotografie – sagt er. Hier ein unkommentierter Auszug aus einem Interview aus der Süddeutschen Zeitung (SZ) von 2006: 29

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Dossier SZ: Einige Ihrer jüngsten Bilder zeigen Models vor Häusern mit Sturmschäden. War das schon eine Ankündigung Ihres Ausstiegs aus der Modefotografie? Oder ist das eine Art «Radical Chic»? LaChapelle: Das war meine Art, auf das ökologische Desaster des Klimawandels hinzuweisen. Ich habe für diese Fotos mächtig Ärger bekommen. Sie entstanden ursprünglich für die italienische «Vogue», und ausgerechnet als die Ausgabe gerade an den Kiosken war, hat der Hurrikan Katrina New Orleans getroffen.

SZ-Magazins munter bedient. Auf Bildwitz gibt es kein Copyright. Die Frühjahrsmode ohne Gesichter ist «Zum Umfallen schön»6 anzuschauen – originell ist ihre Inszenierung mitnichten. Wurm, der für seine Ausstellung von Möbelskulpturen mit dem Modedesigner Walter van Beirendonck zusammenarbeitete7, gestand seinerseits: «I love fashion and I want to destroy it». Dieser ambivalenten Haltung eines Künstlers entspricht, was die Authentizität betrifft, in der Modewelt die Quadratur des Kreises, die da heisst: «Embrace fashion while maintaining their distance from the fashion industry.»8

SZ: Und jetzt wollen Sie all dem abschwören? LaChapelle: Richtig. (…) Ich bin der Mode- und Star-Fotografie entwachsen – schon allein deshalb, weil man mich dort nicht Künstler flirten mit der Werbung machen lässt, was ich will. Also muss ich mir andere Inhalte und Orte dafür suchen, und Verständlich, dass sich manche Künstler die einzigen Orte sind für mich heute Galerien sagen: Bevor ich kopiert werde, mache ich und Museen.4 lieber selber Modefotos. Der US-Amerikaner Philip-Lorca diCorcia: « ( …) I wondered if being in fashion was going Werbung holt sich die Motive to take me into a realm that would undermine my aus der Kunst credibility, but those thoughts only lasted a nanosecond. Wie direkt andererseits Bilder der Kunst It seemed like a good opportunity to amp up my producin die kommerzielle Fotografie überführt wer- tion, and to deal with situations that technically – and even conceptually – I hadn’t had to deal with before. den, zeigt das Beispiel des österreichischen Bildhauers Erwin Wurm5: Anfang 2012 veröf- And the very last, I thought I would learn something.»9 fentlichte der Fotograf Nacho Alegre Variatio- Das interessante Interview über diCorcias nen von Wurms «One-Minute Sculptures» aus Werdegang als Fotograf10 wird allerdings nicht den späten Neunzigerjahren. Während Wurm von Modeaufnahmen illustriert, sondern von in einem Interview 2011 erklärte, diese Fotose- Beispielen seines künstlerischen Werks aus den rie beendet zu haben, weil er sich der Nachletzten dreissig Jahren, darunter aus der Serie frage nicht erwehren konnte (und sie am Ende «Hollywood» von 1990 bis 1992, die junge als Modestrecke in der «Vogue» gelandet war Männer, Hustler, in heruntergekommenen mit Claudia Schiffer als Performerin), approp- Quartieren der Traumstadt zeigt. Einen Skanriiert Nacho Alegre Wurms Prinzip der poten- dal löste er damals mit den Bildtiteln aus, denn ziellen Skulptur, die aus der Interaktion von sie dokumentierten neben Namen, Zeit und Menschen und Dingen wie Kanaldeckel, Ort auch die Summen, die diCorcia den Mülleimer oder Mauer entstand und vom Strassenjungs bezahlte, damit sie für ihn poKünstler mit der Kamera festgehalten wurde. sierten. Über die in Kunst- wie in ModekreiDiese Verschmelzung von Körper und Umge- sen unübliche Offenlegung dieses Handels bung ist bei Wurm mit einer Alltagskomik zwischen Fotograf und Fotografierten hinaus aufgeladen, derer sich die Fotostrecke des bestand der Skandal darin, dass diCorcia für swiss photo award programmheft 2012

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Portrait & Reportage

Rubrik


Dossier damit aus. Detlef Weitz und Dominique Müller haben Volkmanns vollständige Übermalung einer Ausgabe der Zeitschrift «Vogue» festgehalten. 21 Stunden lang zeigt ihr Film «Black Vogue» seine ruhige und konsequente Auseinandersetzung mit diesem Magazin – von den ersten Eingriffen in seinen Titel bis hin zur vollkommenen Schwärzung aller 214 Seiten. Mit dieser weniger medienkritisch als ikonoklastischen Geste wird alles Bunte, Laute Kunst verwertet Werbung als Material und Vergängliche der Modebilder geschwärzt, still gestellt und am Ende in eine Black Box Im winzigen Ausstellungsraum Loge, von Trends transformiert. Im Film sehen wir situiert in der ehemaligen Pförtnerloge eines die Hand des Künstlers sich der Bilder beBürohauses im Zeitungsviertel Berlins an der mächtigen: spielerisch, umschmeichelnd, Friedrichstrasse, zeigte Andree Volkmann fragmentierend, neue Zusammenhänge zwiAnfang 2012 seine 2007 entstandene Arbeit schen den Motiven aufzeigend, so dass ihre «Black Vogue». Der Berliner Zeichner und Auslöschung, im Gegensatz etwa zu denjeniFanzine-Illustrator befasst sich mit der Welt gen des Künstlers Arnulf Rainer, paradoxerdes Glamours und der Mode. Hochglanzmagazine, die Stile und Trends begleiten und ihre weise einen genaueren Blick auf die Komplexität und Eigensprachlichkeit der Modebilder Entwicklung unterstützen, sind Ausgangsmaermöglicht. Dieser Blick wird von jener Miterial seiner Arbeit. Er bezeichnet sich als schung aus Kritik und Faszination geprägt «zeitschriftensüchtig» und steht zu seiner sein, die letztlich auch den Blick der KunstwisFaszination, welche die «Vogue» als Label, senschaftlerin kontaminiert, mit dem sie imaber auch als traditionsreiche Mutter aller Modezeitschriften bei ihm auslöst. Um diesem mer wieder Codes und Kontexte von Mode, Objekt der Begierde nicht nur als Konsument, Fotografie und Kunst untersucht.11 sondern auch als Künstler etwas entgegenzu→ setzen, untersucht er mit dem Zeichenstift 1  Modebilder umfassen neben der Fotografie auch Filme und Videos. 2  Purple Fashion Magazine, Ausgabe 16, Fall/Winter 2011/2012, S. 105. jeden Quadratzentimeter jeder einzelnen 3  Elisabeth Raether, Es sieht gut aus in Afrika. Vivienne Westwood macht extreme Mode. Jetzt lässt sie in den Slums von Nairobi Seite. So hat er beispielsweise in einer früheTaschen produzieren – gegen fairen Lohn. Juergen Teller hat für das Projekt fotografiert. ren Arbeit die Konturen der Bilder nachgeIn: ZEITmagazin Nr. 41, 6.10.2011, S. 37. 4«  Madonna war echt ein Alptraum». Interview mit dem Fotografen zeichnet. Doch «Black Vogue» ist radikaler. David LaChapelle. 8.12.2006. http://www.suedeutsche.de/kultur/ Die Arbeit zeugt von ebendieser zerstöreriinterview. 5V  gl. hierzu Lütgens 2012, S. 234–236. schen Liebe, von der auch Erwin Wurm 6  Zum Umfallen schön. Die neue Frühjahrs- und Sommermode stellt alles in den Schatten – sogar die Gesichter unserer Models. Fotos: spricht. Mit einem schwarzen Filzstift greift Nacho Alegre, Produktion Aïcha Reguieg. In: Süddeutsche Zeitung Nr. 2, 13. Januar 2012. Volkmann in das Layout ein, umreisst einzelne 7  Magazin Ausstellungskatalog Erwin Wurm, «Wear me out», Middelheim Museum Antwerpen, Gemeentemuseum Den Haag, 2011. Dort auch Konturen und zeichnet die Linien von Gesichein aufschlussreiches Interview mit dem Künstler. 8  «Purple Fashion Woman: To present the Fall/Winter 2011/2012 tern, Körpern und Schrift nach. Er löst sich collections Purple selected eleven talented woman with strong dann von vorgefundenen Formen, schafft personal style. Coming from all over the world, these women embrace fashion while maintaining their distance from the fashion vorübergehend neue Bildstrukturen und geht industry.» Purple Fashion Magazine, Ausgabe 16, Herbst/Winter 2011, S. 213. schliesslich dazu über, aus diesen Strukturen 9  Ebenda, S. 182. 10 Purple Fashion Magazine, Ausgabe 16, S. 176–183. die vollflächige Schwärzung der Seiten zu 11 Zuletzt in Ausstellung und Katalog «Art & Fashion. Zwischen Haut und Kleid». Kunstmuseum Wolfsburg, 2011. entwickeln. Jedes vorherige Motiv löscht er dieses Projekt ein Stipendium des staatlichen National Endowment for the Arts bekommen hatte und mit diesem Geld unter anderem seine Modelle finanzierte. Im Rahmen der erwähnten «Purple»-Ausgabe «Japan in mind» steht Philip-Lorca diCorcias fotografische Position für jene dort so verzweifelt gesuchte Authentizität.

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ÂŤAlle wollen so cool wie Damien Hirst seinÂť

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Interview Sascha Renner, Kunstredaktor Schweizer Radio DRS 2

Trennen Kunst und Werbung unüberwindliche Grenzen? Kann man als Berufsfotograf und als freier Künstler gleichermassen Erfolg haben? Eine, die es wissen muss, ist Michelle Nicol. Die Kunsthistorikerin, Werberin, Kuratorin und Journalistin ist eine Grenzgängerin: Sie bringt Kreative und Marken professionell zusammen. Mit der Werbeagentur Neutral Zurich Ltd, die sie mit dem internationalen Kreativen Rudolph Schürmann gegründet hat, entwickelt sie in enger Zusammenarbeit mit Autorenfotografen und bildenden Künstlern Werbekampagnen für Unternehmen wie Bally, Puma und Pringle of Scotland. Dabei beschreiten die beiden unkonventionelle Wege und reklamieren für ihre Gestalter unübliche Freiräume. Im Interview spricht Michelle Nicol darüber, wie sie zwischen künstlerischem Anspruch und kommerzieller Verwertung vermittelt und wie sie das Beste aus beiden Welten zusammenbringt.

Werbung und Kunst werden oft als gegensätzlich dargestellt. Sind sie es? Ja, sie unterscheiden sich grundsätzlich, ihre Geschäftsmodelle und Wertesysteme sind verschieden. Dennoch waren die Wechselbeziehungen zwischen beiden Welten stets eng. In den Zwanzigerjahren gestalteten die russischen Konstruktivisten Werbeanzeigen und Plakate, zugleich waren Grafik und Collage wichtige Bestandteile ihrer künstlerischen Praxis. Der bekannteste Überläufer ist Andy Warhol: Er war Grafiker, Illustrator und Schaufenstergestalter und hat am Anfang seiner Karriere in allen diesen Bereichen gewirkt. In welchem Verhältnis stehen angewandte und freie Kunst zueinander? Das Kräfteverhältnis hat sich verändert. Die Werbung hat seit den Neunzigerjahren an Macht und Bedeutung eingebüsst, während die Kunst enorm an Prestige und Breitenwirkung hinzugewonnen hat. Die Kunst ist die neue Leitkultur. Wollten Teenager früher Rockstars werden, so wollen sie heute so cool wie Jeff Koons oder Damien Hirst sein – und ebenso reich. Der Künstler ist vom Rand der Gesellschaft ins Zentrum gerückt. Was macht die Kunst so attraktiv für die Werbung?

Das Verhältnis von Kunst und Werbung ist dialektisch geworden. Ideen und Bildsprachen wandern hin und her. Die Werbung braucht laufend neue, fantastische Bilder und starke Inhalte. Die Kunst hat sie. Die Tasche, die wir zusammen mit dem Künstler John Armleder und der Londoner Serpentine Gallery für Puma entwickelt haben, zeigt ein Sascha Renner: Michelle Nicol, Sie sind vieles Hirn, eines der Insignien, das John Armleder immer wieder verwendet. Das versinnbildlicht in einer Person. Was tun Sie? Michelle Nicol: Ich habe eine Werbeagen- sehr schön, was die Kunst zu bieten hat. Kunst ist intelligent. Sie macht aber auch Spass und tur, bin aber auch Kunsthistorikerin. Daher bin ich oft als Diplomatin zwischen der Kunst- vermittelt Leichtigkeit. Das sind wertvolle Eigenschaften für Marken. welt und der Warenwelt unterwegs. swiss photo award programmheft 2012

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Dossier Wie machen sich Marken diese Eigenschaften zunutze? Kunst wird als etwas Ausseralltägliches erfahren. Sie ist ein soziales Distinktionsmittel, das Marken einen Image-Transfer ermöglicht. Will etwa eine Luxusmarke ins Premium-Segment vorstossen, kann sie das mit der Kunst zusammen machen, die kulturell höher steht als sie selbst. Dass das funktioniert, sieht man bei Louis Vuitton, Dior und vielen anderen Marken. Voraussetzung ist allerdings eine Ernsthaftigkeit, eine authentische Leidenschaft für die Kunst und eine Auseinandersetzung mit ihr. Kunst als Makulatur funktioniert nicht. Bedeutet die gestiegene Wertschätzung der Kunst eine Chance – oder gar eine Pflicht – für Werbefotografen, freier zu arbeiten und sich mit einer persönlichen Handschrift abzusetzen? Ich fürchte nein, aufgrund der bestehenden Hierarchie zwischen Kunst und Werbung. Die Kunst hat mehr kulturelles Kapital. Selbst ein erstklassiger Werbefotograf wird es schwer haben, sich erfolgreich als Künstler zu positionieren, während der umgekehrte Weg sehr viel einfacher ist. Die beiden Welten vermischen sich nicht wirklich.

Sie führen mit Ihrer Agentur Fotografen in die Werbewelt ein, die einen freiberuflichen oder einen künstlerischen Hintergrund haben. Wie gehen Sie dabei vor? Das ist von Fall zu Fall verschieden. Mit dem Schweizer Fotografen Walter Pfeiffer haben wir vor einem Jahr die erste internationale Modekampagne produziert, für Pringle of Scotland mit Oscar-Gewinnerin Tilda Swinton als Modell. Schon vor 15 Jahren hatte ich Walter in seinem Atelier besucht. Er hatte damals aufgehört zu fotografieren, weil sich die Kunstwelt nicht für seine Fotografie interessierte, wie er sagte. Ich war völlig fasziniert vom Siebzigerjahre-Flair seiner Bilder und von der Nonchalance, mit der er seine Freunde inszenierte. Künstler wie Juergen Teller, Wolfgang Tillmans und Ryan McGinley kennen Pfeiffers Kultbücher und sind stark davon beeinflusst.

Wie gelingt es Walter Pfeiffer, Kunst und Auftragsfotografie unter ein Dach zu bringen? Er hat Galerien, die ihn ausstellen, und er hat eine der wichtigsten Agenturen in New York, die ihn gegenüber Werbekunden vertritt. Walter Pfeiffer sieht seine kommerziellen Aufträge nicht anders als seine anderen Arbeiten. Er geht jede Arbeit mit derselben Neugier, InGibt es Fälle, in denen Doppelkarrieren funktio- novationskraft und Begeisterung an. Sie muss innerhalb seines Gesamtwerks Bestand haben nierten? Helmut Newton hat diese Reise gemacht. können. Das ist für mich ein zeitgenössischer Weg, mit dem Thema Kommerz und Kunst Oft dauert es aber Jahrzehnte, bis das Stigma umzugehen. Bemüht finde ich es hingegen, des Kommerzes nachlässt. Edward Steichens Modebilder für «Vogue» und «Vanity Fair» er- zwei verschiedene Identitäten aufzubauen, eine als Werbefotograf und eine als Künstler, fahren erst heute die Wertschätzung seiner und sie möglichst getrennt zu halten, damit sie freien Arbeiten. Ein interessantes Beispiel ist auch der Schweizer Hans Feurer: Er wurde in einander nicht in die Quere kommen. den Siebzigerjahren als Modefotograf weltberühmt. Mit seinen durchkomponierten FarbEin Künstler bedingt sich besondere Freiräume bildern entwickelte er einen Look, der die aus, die einem Werbefotografen oder einem Designer Kunst extrem inspiriert hat. Nur wenigen nicht zustehen. Ein Konfliktfeld in der Praxis? Werbefotografen gelingt es aber wie Hans Jeder gute Künstler gestaltet eine AufFeurer, eine eigenständige Bildsprache zu tragsarbeit so, dass er selber damit zufrieden schaffen. ist. Wir haben zusammen mit dem britischen swiss photo award programmheft 2012

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1 Inez van Lamsweerde für Windsor, «Artists photograph artist». Foto Helmut Newton 2 Tilda Swinton für Pringle of Scotland. Foto Walter Pfeiffer 3 Puma Urban Mobility Edition Bag. Videostill Ryan McGinley 4 BallyLove #2. Foto und Taschen Olaf Breuning

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Dossier Künstler David Shrigley ein Corporate Movie für eine Modefirma gemacht. Darin bringt Shrigley seine kritische Haltung gegenüber Magermodels und der Modeindustrie offen zur Sprache. Shrigley ist bekannt für seine ironischen und gesellschaftskritischen Zeichnungen. Sie sind aber auch humorvoll, deswegen funktionierte die Zusammenarbeit. Man darf einem Künstler kein zu enges Korsett anlegen. Er soll so arbeiten können, wie er es auch für ein Museum tun würde. Erwin Wurm betrachtet seine fotografischen Inszenierungen für die deutsche Modefirma Windsor als festen Bestandteil seines künstlerischen Œuvre.

Zusammenarbeit mit Marken erhalten sie Zugang zu neuen Produktionsmöglichkeiten und Distributionskanälen. Für das Schweizer Traditionsunternehmen Bally arbeiteten wir mit dem Künstler Olaf Breuning zusammen: Plötzlich hat Breuning die Möglichkeit, sich mit Designern an einen Tisch zu setzen, seine Vorstellungen zu formulieren und eine Taschenserie zu entwerfen. Der Reiz besteht für ihn darin, Menschen ausserhalb des harten Kunstkerns zu erreichen. Sie kaufen sich die Tasche, weil sie sie schön finden, nicht weil sie wissen, dass Olaf Breuning sie gemacht hat.

Die Taschen von Olaf Breuning wurden an der Art Basel Miami Beach im Dezember 2011 lanciert. Wie kommt es, dass die Kunstwelt sich umgekehrt auch der Warenwelt öffnet? Es lässt sich feststellen, dass die Kunst seit einigen Jahren selber zu einer Unterhaltungsplattform geworden ist, besonders die grossen Kunstmessen. Die Art Basel Miami Beach ist mittlerweile der Ort, an dem Modemarken Wie gewährleisten Sie, dass Handschrift und In- am meisten Geld für ihre Auftritte ausgeben – mehr als an den Oscar-Verleihungen in Los halte nicht verloren gehen? Angeles. Die Kunst verleiht der Mode IntelliDas ist ein kuratorischer Prozess: Ich genz und Innovation. Und die Kunst ist von überlege mir, welcher Künstler zur Marke passt. Der britische Maler und Bildhauer Liam der Schnelligkeit der Mode fasziniert – und macht sich selber auch gerne ein bisschen Gillick beispielsweise interessiert sich sehr für Produktionsprozesse, die technologischen, ge- massentauglicher. sellschaftlichen und ethischen Aspekte von Arbeit. Für eine unserer Modeschauen beschriftete er weisse Sitzbänke mit Textfragmenten aus einem Buch, das sich in kritischer Weise mit Produktion beschäftigt. Der fortlaufende schwarze Text sah wunderbar aus, und als sich die Gäste setzten, lag der Fokus wieder auf der Mode. Also keine Kompromisse? Kompromisse muss man immer eingehen. Auch wenn der Künstler in einer Galerie ausstellt, lasten die Erwartungen der Sammler auf ihm, und er hat kein unbeschränktes Budget. Man darf keine Angst vor Kompromissen haben.

Ist «kommerziell» nicht länger ein Unwort für Kreative, die sich als freie Gestalter verstehen? Nein, im Gegenteil: Es ist für Künstler spannend, Arbeiten zu produzieren, die über den Kunstkontext hinaus wirken. Durch die swiss photo award programmheft 2012

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FOTOGRAFIE IM NORDEN: IN HANNOVER UND HAMBURG PARIS PHOTO 2011: INTERVIEW MIT JULIEN FRYDMAN EIN ABSCHIED: VON ARNO FISCHER FRIEDRICH SEIDENSTÜCKER: IN BERLIN MILOSLAV KUBES, CORNELIA HEDIGER, ANDREAS WEINAND, NORA BIBEL: PORTFOLIOS FRONTLINE: IM NRW FORUM START ALS FOTOJOURNALISTIN: FRAGEN AN CAROLINA HARKORT INTERVIEW: MIT LARS BOERING, NL BÜCHER, WETTBEWERBE, AUSBILDUNG, AUSSTELLUNGEN

PARIS PHOTO: EIN FEST FÜR DIE FOTOGRAFIE FOTODOKS: IN MÜNCHEN IM FOKUS: BÜCHER ÜBER FOTOBÜCHER EVA BESNYÖ, RUDOLF HOLTAPPEL: AUSSTELLUNGEN INTERVIEW: MIT PAOLO PELLEGRIN VIVIANE SASSEN, BEATE GÜTSCHOW, DENIS BRUDNA: PORTFOLIOS IM AUFTRAG: SPORTFOTOGRAFIE AUS LUST: KINDER- UND JUGENDFOTOGRAFIE 150 JAHRE FARBFOTOGRAFIE: TAGUNG IN WOLFEN BÜCHER, WETTBEWERBE, AUSBILDUNG, AUSSTELLUNGEN

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Nr. 10/11 Oktober 2011 23. Jahrgang

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PHOTONEWS · 10 Ausgaben im Jahr · Jahresabo: 30,- € (europäisches Ausland: 38,- €) · Einzelheft: 3,- € swiss photo award programmheft 2012 46 erhältlich im Fach- und Bahnhofsbuchhandel sowie direkt im Abonnement. www.photonews.de


Dossier


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Exhibitions 50

SWISS PHOTO AWARD – EWZ.SELECTION Die Besten des Jahres 2011

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MUSIQUE EN IMAGES Bilder junger Schweizer Fotografen von den Meisterkursen am Verbier Festival

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FÜHRUNGEN

Swiss Photo Award – ewz.selection ewz-Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich, 17.–28. Mai, täglich 12.00–20.00 Uhr, Eintritt CHF 15.–/10.– (ermässigt). Eintritt für vfg- und SBF-Mitglieder mit Ausweis frei, Eintrittspass für alle Ausstellungen und Veranstaltungen (ausgenommen Opening & Award Night): CHF 40.–/25.– (ermässigt), www.ewzselection.ch/www.swissphotoaward.ch

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Exhibitions

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14 JAHRE SWISS PHOTO AWARD Salome Stäuble, ewz.selection

Zum 14. Mal trifft sich die Elite der Schweizer Fotoszene. Nicht nur, um die 18 selektierten Arbeiten und die Gewinner zu feiern und die Wahl der Jury zu diskutieren. Es sind 10 Tage im Zeichen der Fotografie. 10 Tage, an denen diverse und rege benutzte Formate geboten werden, um sich gegenseitig zu bereichern und zu inspirieren.

6

thematisiert wie die Stimmigkeit innerhalb der Serie, die technische und qualitative Umsetzung sowie der Stil und die persönliche Handschrift des Fotografen. Nach ausführlichem Abwägen, Denkpausen und Wiedererwägungen haben die Juroren die Arbeiten schrittweise aussortiert – dafür benötigten sie mehrere Runden –, bis die drei Selektionierten und der Sieger Pro Kategorie feststanden. Im Scheinwerferlicht des Swiss Photo Awards 2012 stehen aber nicht nur die 18 ausgezeichneten Arbeiten, die Kategorienpreise und der Award. Diese bilden nur die Spitze des Eisbergs und dienen – als Momentaufnahme der fotografischen Landkarte der Schweiz – lediglich als Referenzpunkt und Diskussionsgrundlage. Primär versteht sich der Swiss Photo Award als das jährliche Symposium von Fotografen für Fotografen. Als Plattform, auf der die Fotografie in ihrer ganzen Breite gezeigt wird, und als Anlass, zu dem sich die Leute, welche die Schweiz und die Schweizer Fotografie kreativ machen, einmal pro Jahr für 10 Tage treffen. Nicht nur zur grossen Preisverleihung – um die Besten zu kommentieren und zu feiern –, sondern vor allem, um sich zu sehen, sich auszutauschen, sich gegenseitig zu inspirieren und neue Pläne zu schmieden.

37 Arbeiten haben die Schweizer FotografInnen dieses Jahr zu den Kategorien Redaktionelle Fotografie, Architektur, Fine Art, Free, Fashion und Werbung eingegeben. Die rund 4800 Bilder waren am 7. und 8. Februar 2012 auf über 500 Laufmetern im ewz-Unterwerk Selnau für das Publikum öffentlich einsehbar und sorgten für viele konstruktive Rückmeldungen. Auch das Fachpublikum war überzeugt Zum Gelingen des Swiss Photo Awards trägt von der hohen Qualität und konstatierte wohl- die ganze Wertschöpfungskette der Fotografie aktiv bei: von der Industrie, den Verbänden, wollend, dass diese von Jahr zu Jahr steigt. den Hoch- und Fachschulen über das VerlagsAm 10. und 11. Februar war die internationa- wesen, die Bildredaktionen und Werbeagentule Jury schliesslich gefordert, diese Flut profes- ren bis hin zu den Galerien und den Museumssioneller Arbeiten nach verschiedenen Kriteri- vertretern und – nicht zu vergessen! – den Fotoen zu beurteilen und zu diskutieren. Das Kon- grafinnen und Fotografen. Sie alle leisten ihren zept, die Aussagekraft und die gesellschaftliche Beitrag und machen den Swiss Photo Award zu Relevanz der Arbeit wurden dabei ebenso einem Ort intensiver Begegnungen.

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Exhibitions

Die Besten des Jahres 2011 Die Werkschau Swiss Photo Award 2012 zeigt die 18 Besten des Jahres 2011. Pro Kategorie selektioniert die Fachjury drei Arbeiten und zeichnet eine davon mit dem Kategorienpreis (Preisgeld: CHF 5000.–) aus. Der Hauptpreis in der Höhe von CHF 15 000.– wird an der Opening & Award Night am 16. Mai 2012 verliehen.

Kategorie Architektur: Selektioniert: Alexander Gempeler, Bern, Achim Hatzius, Berlin (Gewinner des Fotopreises von Hochparterre), und Susanne Stauss, Zürich; Jury: Meret Ernst, Redaktorin Hochparterre, Zürich, Annette Gigon, Gigon Guyer, dipl. Arch. ETH, Zürich, und Ralph Stieglitz, Photo Director AD, Architectural Digest Germany, München

Kategorie Fine Art: Selektioniert: Stéphanie Marie Couson, Zürich, Patricia Hämmerle, Berlin (Gewinnerin des Fotopreises der Julius Bär Stiftung), und Augustin Rebetez, Mervelier; Jury: Nathalie Herschdorfer, Kuratorin und Kunsthistorikerin, Leiterin des FotograKategorie Werbefotografie: Selektioniert: Milo fiefestivals Alt. +1000, Lausanne, und Andri Keller, Fribourg, und Julien Gallico, Paris Pol, Fotograf, Basel (Gewinner des Fotopreises vfg/SBF*), Bruno Kuster, Luzern, und Chris Tribelhorn, Kategorie Free: Selektioniert: Anne Golaz, HelZürich; Jury: Michelle Nicol, Kuratorin sinki, Sandra Kennel, Zürich, und Simon und Managing Partner Werbeagentur Neutral Näher, Zürich (Gewinner des Fotopreises Zurich Ltd, Zürich, und Diana Scheunemann, von ALPA of Switzerland); Jury: Nathalie Herschdorfer, Kuratorin und KunsthistoriFotografin und Filmerin, Zürich/New York kerin, Leiterin des Fotografiefestivals Alt. +1000, Kategorie Fashion/Beauty/Lifestyle: Selektioniert: Lausanne, und Andri Pol, Fotograf, Basel Daniel Bolliger, Zürich, Amanda → Camenisch, Zürich (Gewinnerin des Foto- Ankauf in die Kunstsammlung der Bank Julius Bär der ausgestellten Arbeiten wird in die Kunstsammlung preises von Bolero), und Yann Gross, Chex- Eine der Bank Julius Bär angekauft. bres; Jury: Michelle Nicol, Kuratorin und Anerkennungspreis der Fotostiftung Schweiz Managing Partner Werbeagentur Neutral Eine der ausgestellten Arbeiten wird mit dem Anerkennungspreis der Fotostiftung Schweiz ausgezeichnet und in die Sammlung der Zurich Ltd, und Diana Scheunemann, Foto- Fotostiftung aufgenommen. grafin und Filmerin, Zürich/New York Führungen ewz.selection Award (CHF 15 000.–): Jury: Madeleine Schuppli, Direktorin Aargauer Kunsthaus, Aarau, Henry Leutwyler, Fotograf, New York, und Jann Jenatsch, CEO Keystone, Zürich

Kategorie Redaktionelle Fotografie: Selektioniert: Mark Henley, Genf, Nicolas Righetti, Genf, und Simon Tanner, Zürich (Gewinner des Fotopreises der SonntagsZeitung); Jury: Angelika Taschen, Verlegerin, Berlin, und Brigitte Meyer, Art & Photo Director Neue Zürcher Zeitung (NZZ), Zürich

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Zu den Führungen durch die Ausstellung mit unterschiedlichen Experten siehe Agenda Seite 86ff. * Fotopreis der vfg, vereinigung fotografischer gestalterInnen und der Schweizer Berufsfotografen und Fotodesigner (SBF)

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Bank Julius Bär präsentiert

Musique en images

Bild Oliver Wüest, Violoncello Konstanze von Gutzeit

Bilder junger Schweizer Fotografen von den Meisterkursen am Verbier Festival

17. bis 28. Mai täglich 12.00 – 20.00 Uhr ewz - Unterwerk Selnau Selnaustrasse 25 8001 Zürich


Exhibitions

Wenn Talentförderung Musik und Fotografie verbindet

Die Bank Julius Bär ist Sponsorin des Verbier Festivals, das jedes Jahr international gefeierte Stars und Nachwuchstalente der klassischen Musik in die idyllischen Walliser Alpen lockt. Erstmals wurde das Festival von ausgewählten Nachwuchsfotografen begleitet. Die entstandenen Fotos überzeugen durch ihre hohe Qualität. In einer kuratierten Ausstellung werden nun die besten Arbeiten am Swiss Photo Award 2012 gezeigt.

D

as Verbier Festival bietet Nachwuchsmusikern eine einzigartige Plattform. Im Rahmen der Verbier Festival Academy werden hochtalentierte junge Musiker aus aller Welt gefördert und mit den grossen Meistern zusammengebracht. Letztes Jahr wurde das Festival für klassische Musik durch Meisterkurse für Fotografen ergänzt. Zu verdanken ist diese Idee den nachhaltigen Bemühungen der Bank Julius Bär im Bereich der kulturellen Talentförderung. Gemeinsam mit dem Verbier Festival wurden in den vergangenen drei Jahren gezielt Projekte verwirklicht, welche die jungen

swiss photo award programmheft 2012

Musiker der Verbier Festival Academy fördern und in ihrem Werdegang unterstützen. In Zusammenarbeit mit der ewz.selection hat die Bank Julius Bär am Verbier Festival 2011 mit der «Photography Academy» einen neuen Akzent gesetzt: Fünf herausragende Abgänger der Schulen ECAL, ZHDK, Fotodesign und F+F begleiteten die jungen Musiker zehn Tage lang und konnten sich dabei projektbezogen weiterbilden sowie ein erstes Mal in der Praxis profilieren. Analog zum Förderprogramm für die Jungmusiker des Verbier Festivals wurden die jungen Fotografen von renommierten Bildschaffenden begleitet und in Workshops gezielt gefördert. Ihre Aufgabe war, die Atmosphäre des Festivals einzufangen und die Jungmusiker in Porträtaufnahmen so darzustellen, wie sie gerne gesehen werden würden. Diese intensive Zusammenarbeit liess die Nachwuchstalente beider Disziplinen zu einem schaffensfreudigen Team zusammenwachsen. Es entwickelte sich eine Arbeitsatmosphäre, in der enge Beziehungen geknüpft und intensiv über Laufbahnplanung sowie den eigenen Auftritt nachgedacht wurde. Gegenseitig spornten sie sich so zu Höchstleistungen an. Die Jungfotografen realisierten Fotoarbeiten in den Bereichen Porträt-, Reportage- sowie Kunstbilder, die sich mehr als nur sehen lassen und im Rahmen des Swiss Photo Awards 2012 nun erstmals gezeigt werden. →

Musique en images Untergeschoss ewz-Unterwerk Selnau, 17.–28. Mai, täglich 12.00–20.00 Uhr Führungen durch die Ausstellung «Musique en images» und Sofagespräche zum Thema Musik & Fotografie siehe Agenda S. 86ff. Presenting Partner

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Shows 56

OPENING & AWARD NIGHT Ein Fest zu Ehren der Schweizer Fotografie

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PECHA KUCHA NIGHT ZÜRICH @ EWZ.SELECTION Zwölf Präsentationen über das Bild als Weltzugang, Wissensform und Werkzeug

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KIRILL GOLOVCHENKOS Ukraine Bildersoirée vfg

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TAG DER ARCHITEKTURFOTOGRAFIE Der Europäische ArchitekturfotografiePreis

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EXOTISCHE SCHWEIZ vfg-soirée zur Aussensicht auf das Eigene

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BILDERSOIRÉE MIT DIANA SCHEUNEMANN, NEW YORK

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«31 DAYS, 31 WAYS, 31 MINDS» @ ZÜRICH Werkstattgespräch mit Stephan Schacher

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RON ORP COMMUNITY AWARD Publikumspreis: Informationen zur Teilnahme und Preisverleihung

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Bildersoirée mit Henry Leutwyler, New York

Swiss Photo Award – ewz.selection ewz-Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich, 17.–28. Mai, täglich 12.00–20.00 Uhr, Eintritt CHF 15.–/10.– (ermässigt). Eintritt für vfg- und SBF-Mitglieder mit Ausweis frei, Eintrittspass für alle Ausstellungen und Veranstaltungen (ausgenommen Opening & Award Night): CHF 40.–/25.– (ermässigt), www.ewzselection.ch/www.swissphotoaward.ch

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Shows

Opening & Award Night

Ein Fest zu Ehren der Schweizer Fotografie

beste fotografische Arbeit ihrer Kategorie abgeliefert haben. Danach sind alle gespannt, wer der Gewinner des ewz.selection Awards sein wird. Die Jury, die dieses Jahr die schwierige Aufgabe hat, diesen Entscheid unter den Augen der Öffentlichkeit auszutragen, besteht aus Madeleine Schuppli, Direktorin Aargauer Kunsthaus, Henry Leutwyler, Fotograf in New York, und Jann Jenatsch, CEO Keystone. Gemeinsam werden sie die 18 Arbeiten Revue passieren lassen und daraus das beste Werk auswählen.

Salome Stäuble, ewz.selection

Das Publikum wird die Jurydebatte in Echtzeit mitverfolgen können. Die Argumente, welche die Juroren in die Waagschale werfen, werden Am Abend des 16. Mai 2012, wenn sich um 19.30 wohl auch im Publikum Diskussionen auslösen. Und das soll auch so sein. Es ist ein grundUhr die Tore zum Swiss Photo Award 2012 öffnen werden, wird die Stimmung ausgesprochen spannungs- sätzliches Anliegen des Fotopreises, dass sich das Publikum aktiv mit den Hintergründen voll sein. Es ist der Abend, an dem die Schweizer der ausgewählten Arbeiten und den dahinterFotografie gefeiert werden soll! Alle, die ein ehrliches stehenden Fotografen auseinandersetzt – mit Interesse an Fotografie haben und die Schweizer Fotoihrem Auftrag, ihren Überlegungen und ihren grafie mit vereinten Kräften vorwärtsbringen wollen, Lösungsansätzen. werden sich einfinden und dabei sein wollen …

W

enn die 18 besten Arbeiten des Jahres 2011 erstmals öffentlich präsentiert, die Kategoriensieger speziell gewürdigt werden und einer der höchstdotierten Fotopreise der Schweiz vergeben wird. Bernhard Senn (Moderator SF «Sternstunden» und DRS2-Redaktor) wird die Besucher der Opening & Award Night wortgewandt und mit gewohnter Eleganz durch einen Abend voller Emotionen führen. Der erste Teil wird ganz den Kategoriensiegern gewidmet sein. In der offiziellen Preisverleihung werden die sechs Schweizer Fotografen vorgestellt und gewürdigt, die in den Augen der Fachjurys die

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Dazwischen bleibt den Gästen genug Zeit, durch die Ausstellung zu flanieren, sich zu finden und bei einem Glas Wein auf die Eröffnung des Swiss Photo Awards anzustossen. Es folgen 10 Tage, die ganz im Zeichen der Fotografie stehen werden. Auf dem Programm stehen Portfolio-Gespräche, Vorträge, Workshops und Produktpräsentationen, die dem Austausch, der Vernetzung und der Weiterbildung dienen sollen. →

Opening & Award Night Türöffnung: 19.30 Uhr, Preisverleihung ab 20.30 Uhr. Eintritt: CHF 20.–/10.– (ermässigt).

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Shows

Pecha Kucha Night Zürich @ ewz.selection

Freitag, 18. Mai 2012

Die Pecha Kucha Night Zürich bringt Ideen auf die Leinwand und ins Publikum. Als Plattform für kreative Köpfe, für Querdenkerinnen und Spezialisten, für innovative Leute mit Fragen und Antworten schreibt Pecha Kucha nur eines vor: das Format 20 x 20. In zwanzig Bildern illustrieren die geladenen Referenten ihre Projekte und haben dazu insgesamt 6.40 Minuten Zeit – zwanzig mal zwanzig Sekunden.

20.20 Uhr Inspiration Presenting Partner TM

Mit zwölf Präsentationen über das Bild als Weltzugang, Wissensform und Werkzeug startet die Pecha Kucha Night Zürich @ ewz.selection eine Entdeckungsreise durch die vielfältigen Dimensionen unserer visuellen Kultur. Temporeich und garantiert kurzweilig!

→ www.pecha-kucha.org/night/zurich/

Kirill Golovchenkos Ukraine

Samstag, 19. Mai 2012

Der Fotograf stellt seine Heimat vor – Kirill Golovchenko im mit Meinrad Schade und Nina Mann, beide vfg, vereinigung fotografischer gestalterInnen

19.00 Uhr Gespräch

Presenting Partner

Kirill Golovchenko wurde in Odessa geboren und studierte Kommunikationsdesign an der Hochschule Darmstadt. Für seine Diplomarbeit «7km – Field of Wonders» erhält er den Förderpreis Dokumentarfotografie der Wüstenrot Stiftung. Stipendien und Förderpreise ermöglichen es dem Fotografen, seine Projekte zur Ukraine fortzusetzen. Seine Arbeiten sind seit 2003 international zu sehen.

→ Eine Veranstaltung der vfg, vereinigung fotografischer gestalterInnen. www.vfgonline.ch

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Tag der ArchitekturFotografie

Foto: Achim Hatzius


Shows Wer dazu gehört, zeigt sich an den Namen, die regelmässig in den Magazinen und auf den Websites der Architekturbüros auftauchen. Doch es gibt stets Neuentdeckungen, und dazu soll auch der von Experten kommentierte Blick ins Portfolio verführen. Zwölf Architekturfotografen enthüllen, welche Schätze sich in ihren Portfolios verbergen. Michael Hanak, Ariana Pradal und Bob Gysin richten den Blick, führen Meret Ernst, Hochparterre die Diskussion und fragen nach, was die Autorinnen und Autoren mit ihren Bildern erreichen wollen und wie sie das Verhältnis zwischen AufWer baut die Bilder? Wie arbeiten Architekturfotogra- trag und freier Arbeit gestalten. fen? Und wer zeigt was in seinem Portfolio? Der Tag Der Europäische Architekturfotoder Architekturfotografie am 21. Mai zeigt Architekturfotografie in «the making», vermittelt Hintergründe grafie-Preis und berichtet, wie die Kategorie aktuell in der Schweiz Was am Wettbewerb eingereicht wurde, geht über die eng definierte klassische Architekturund in Europa diskutiert wird. Die Veranstaltung fotografie hinaus, die sich den Kunden und ihrichtet sich an Architektinnen und Architekten, an Fotografinnen und Fotografen und an alle am Medium ren Vorlieben stellt. Arbeiten, die den Interpretationsspielraum ausloten, die an der Grenze zu Fotografie Interessierten. anderen Kategorien der Fotografie angesiedelt Führung durch den Swiss Photo Award sind, vermögen die Architektur über einen eng Architekturfotografie zeigt, was gebaut ist und definierten Fachdiskurs hinaus zu vermitteln. welche Themen in der Architektur diskutiert Diese Absicht verfolgt auch der Europäische werden. Sie inspiriert den Entwurf neuer Bau- Architekturfotografie-Preis, der seit 1995 alle ten. Und sie bietet überzeugende Argumente zwei Jahre ausgelobt wird. Im Gespräch mit im Wettkampf um Aufmerksamkeit, den Archi- Wilfried Dechau, architekturbild e.v., werden tektinnen und Architekten, Bauherren, Städte ausgezeichnete Arbeiten des Wettbewerbs vorund Standorte ausfechten. 57 Eingaben nah- gestellt. Und es wird diskutiert, wie nicht nur men in der Kategorie Architekturfotografie an die fachbezogene, architektonische, sondern der diesjährigen ewz.selection teil. Ein perfek- auch die künstlerisch-kulturelle Bedeutung der ter Anlass, am Tag der Architekturfotografie zu Architekturfotografie gefördert werden kann. Dass diese wachsen wird, weil sie die Auseinandiskutieren, was die Disziplin leistet. dersetzung mit der gebauten Umwelt fördert und herausfordert, daran besteht kein Zweifel. Showcase Architekturfotografie und Sofagespräch Die Szene der professionellen Architekturfoto- → Tag der Architekturfotografie Mai 2012 grafie in der Schweiz ist überschaubar. Der harte 21. 12.15–13.15 Uhr: Führung mit Meret Ernst, Hochparterre, Kern der Fotografinnen und Fotografen, die von und Romano Zerbini, ewz.selection 16.00–18.00 Uhr: Showcase Architekturfotografie Architekturbüro zu Architekturbüro gereicht 18.30–19.30 Uhr: Sofagespräch 20.00 Uhr: Ausgezeichnete Arbeiten des Europäischen werden, lässt sich an wenigen Fingern abzählen. Architekturfotografie-Preises. Im Gespräch mit Wildried Dechau

Keine Architektur ohne Fotografie

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Shows

Bildersoirée mit Henry Leutwyler, New York

Dienstag, 22. Mai 2012

Der Auslandschweizer Henry Leutwyler gilt als einer der bekanntesten der Welt. Er hat das Béjart Ballet über Jahre hinweg fotografisch begleitet und ist seit fünf Jahren für sämtliche Bildkampagnen des NYC Ballets verantwortlich. Bekannt ist er auch für seine Serie einzigartiger ikonischer Stillleben: Diese zeigen die Gitarre von Jimi Hendrix, den weissen Handschuh von Michael Jackson, die Waffe, die den Attentäter Lee Harvey Oswald getötet hat, die Brille von John Lennon und viele weitere Motive. Er hat Persönlichkeiten wie Michelle Obama, Cate Blanchett und Martin Scorsese abgelichtet – um nur einige zu nennen – und unzählige hochdotierte internationale Preise gewonnen. Seine Arbeiten wurden mehrfach publiziert, in Zeitschriften und Magazinen wie «New York Times», «Vanity Fair», «Vogue» und «Time». Während sein Projekt «Neverland Lost» in der Schweiz kaum Beachtung fand, feierte es in Einzelausstellungen in New York, Los Angeles und Moskau grosse Erfolge. Weitere Ausstellungen sind in Planung. Am Abend des 22. Mai führt uns Henry Leutwyler mit Bildern und Geschichten quer durch die Etappen seines künstlerischen Schaffens.

20.00 Uhr Porträtfotografen

→ www.henryleutwyler.com

Exotische Schweiz vfg-soirée zur Aussensicht auf das Eigene

Mittwoch, 23. Mai 2012

Was entsteht, wenn ausländische Fotografen die Schweiz als Destination Fotoprojekte wählen? Elmar Haardt (DE) und Mark Henley (GB) erforschen in Langzeitprojekten Schweizer Realitäten aus der Aussensicht. Eine Bildersoirée zum fremden Blick auf das Eigene, mit einer Diskussion zum Spannungsfeld von Realität und Imagination, Projektionen, Mythen und Sehnsüchten.

19.00 Uhr für

Presenting Partner

Fotografie: Elmar Haardt, Mark Henley (beide anwesend). Diskussion: Barbara Basting, Kunstkritikerin und Leiterin «Reflexe»-Team DRS 2, Peter Pfrunder, Direktor Fotostiftung Schweiz. Moderation: Gesa Schneider, Dozentin Bildtheorie F+F. Kuratiert von: Christine Bärlocher und Sava Hlavacek, Fotografinnen vfg.

→ Eine Veranstaltung der vfg, vereinigung fotografischer gestalterInnen, www.vfgonline.ch Hinweis: Teile der Veranstaltung werden in englischer Sprache gehalten

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Bolero

SWISS PHOTO AWARD IN FASHION, BEAUTY, LIFESTYLE


Shows

Bildersoirée mit Diana Scheunemann, New York

Die Deutsche Diana Scheunemann ist Fotografin aus Leidenschaft. Sie sagt: «Ich schiesse Bilder, die Emotionen hervorrufen und somit auf etwas aufmerksam machen. Eine Lebensweise zeigen.» An der Bildersoirée steht sie Rede und Antwort und gewährt Einblicke in ihre Arbeit.

«I

ch liebe ihre Bilder. Wäre ich eine Frau, würde ich Bilder machen wie sie», sagt Modefotograf Rankin über Diana Scheunemanns Fotografien. Scheunemann wurde in Deutschland geboren, die Mode- und Kunstfotografin lebt und arbeitet derzeit in New York City. Ausgebildet an der Zürcher Hochschule der Künste, landete sie schon mit ihrem ersten Buch «Ambisexual» 2001 einen Achtungserfolg. Das Buch war dem Magazin «Dazed and Confused» beigelegt. An der Bildersoirée wird sie sowohl über

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die Anfänge ihrer Karriere als auch über ihre neuesten Projekte sprechen. Ihre Fotografien werfen einen humorvollen und oft provokanten Blick auf Themen wie Jugend, Sexualität, Freude, Schmerz. Sie arbeitete für Magazine wie «Vogue», «Playboy» oder «Bolero», ihre Bücher zeugen von ihrem künstlerischen Weg. Erzählen wird sie zum Beispiel über das Multimediaprojekt «Love American Skin»: Im Sommer 2010 reiste Scheunemann acht Wochen im Uhrzeigersinn durch die USA, Start- und Endpunkt war New York. Auf ihrem Roadtrip fing sie fotografisch und filmisch die verschiedenen Facetten der amerikanischen Identität ein. Mit dabei war ihr Mann PJ Norman, der an der Bildersoirée anwesend sein wird. Die beiden berichten auch über ihre Arbeit als kreatives Paar. Ein laufendes Projekt ist ausserdem «Behind my face»: Scheunemann nimmt jeden Tag ein Porträt von sich auf. Dieses fotografische Tagebuch, in dem es um die «Analyse von Identität durch einen speziellen Moment» geht, wächst seit 1999. Scheunemann sagt: «Wie alle anderen, vergesse auch ich Gefühle und Begebenheiten sehr schnell. Früher führte ich ein Tagebuch, um sicher zu sein, verschiedene Momente in meinem Kopf wiederherzustellen. Heute fotografiere ich, statt zu schreiben. So kann ich rekonstruieren, wo ich wann war und wie es mir dort ging.» Die Bildersoirée mit Diana Scheunemann wird Einblick geben in Leben und Arbeit der Fotokünstlerin. Nach Stationen in Zürich, Paris und London lebt sie nun in New York City. Im Gespräch mit ihr und PJ Norman eröffnet sich ein Beruf, der so spannend wie vielseitig ist. → Bildersoirée mit Diana Scheunemann, New York Donnerstag, 24. Mai 2012, 20.00 Uhr Presenting Partner

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DAYS WAYS MINDS

WHAT WOULD YOU DO TO CHANGE THE WORLD IN 31 DAYS?

31 PORTRAITS BY STEPHAN SCHACHER ZÜRICH 1.– 31. Mai, 2012

www.facebook.com/31Project


Shows

«31 Days, 31 Ways, 31 Minds» @ Zürich Werkstattgespräch mit Stephan Schacher

Freitag, 25. Mai 2012

«Was würdest du tun, um die Welt in 31 Tagen zu verändern?» Frage hat Stephan Schacher im Vorjahr 31 Personen aus New York gestellt und sie bei ihrer Antwort porträtiert. Entstanden ist ein visuelles Tagebuch, das Auskunft über den Zeitgeist der New Yorker gibt – und dem Betrachter unweigerlich dieselbe brennende Frage nach der individuellen Lebenssituation und dem Zustand der Welt stellt. Die Ausstellung «31 Days, 31 Ways, 31 Minds» wurde im August 2011 in der Photogarage Zürich gezeigt und war ein grosser Erfolg.

20.00 Uhr Diese

Presenting Partner

 Nun wiederholt Stephan Schacher das Projekt in Zürich. Im eigens dazu eingerichteten Fotostudio in der Photogarage Zürich wird er diesen Mai das zweite Projekt zu seiner Reihe «31 Days, 31 Ways, 31 Minds» realisieren. An 31 aufeinanderfolgenden Tagen werden 31 Personen aus Zürich porträtiert und die Bilder mit ihren Statements zu dieser universellen Frage verbunden. Im Werkstattgespräch am Abend des 25. Mai 2012 gewährt der Künstler und Fotograf dem Publikum des Swiss Photo Awards einen Einblick in die täglich wachsende Arbeit und berichtet live über die Eindrücke, Episoden und Besonderheiten, welche die Zürcher «31 Days, 31 Ways, 31 Minds»-Serie bis zu diesem Zeitpunkt auszeichnen.

→ www.photogarage.ch

Verleihung des Ron Orp Community Awards

Freitag, 25. Mai 2012

Die Ron Orp Community trifft sich zur dritten Verleihung des Orp Publikumspreises. Der Preis ist dotiert mit «Ru(h)m & Ehre» und geht an den Fotografen, dessen nominierte Arbeit die meisten Besucherstimmen erhalten hat.

22.30 Uhr Ron Presenting Partner

→ Jede Stimme ist erwünscht und zählt! Abgestimmt werden kann bis kurz vor der Preisverleihung (spätestens 20.00 Uhr) im Internet unter www.publikumspreis.ch. Unter den Abstimmenden verlost werden drei Kameras Canon PowerShot A2400 sowie vier exklusive Kataloge der diesjährigen ewz.selection. Ron Orp inspiriert dein Stadtleben: ronorp.net

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Kompetenz in der Berufsfotografie

ewz.selection

wichtigster Wettbewerb für die Schweizer Berufsfotografen

Diskussion um das fotografische Bild

vfg Bildersoirée

Bilder von Fotografen für Fotografen

Offensive Fotografie & deren Diskurs

vfg Nachwuchsförderpreis

Sprungbrett für talentierte NachwuchsfotografInnen

www.vfgonline.ch

die informative Plattform rund um die Berufsfotografie

vfg Herold

Newsletter rund um die Fotografie

Förderung professioneller Fotografie

vfg pool

leidenschaftlich & jung

Fotodesigner

Ausbildung & Förderung junger Talente


Networking 68–69

SWISS PORTFOLIO DAY Die Kreativwerkstatt

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FROM POLAROID TO IMPOSSIBLE Workshop

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SHOWCASES Das neue Arbeits- und NetworkingFormat für Bildschaffende

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CANON UND PAOLO PELLEGRIN Workshops und Präsentationen

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INTERAKTIVE 360°-PANORAMABILDER Workshop

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Networking

Swiss Portfolio Day

Der Swiss Portfolio Day versammelt die führenden Profis der Fotoszene. Er bringt Fotografen, Bildagenten, Werber, Bildredaktoren, Kuratoren und Verleger zusammen und bietet Gelegenheit zu Austausch, vertiefter Diskussion und Networking. Der Portfolio Day hilft, Kontakte zu knüpfen, den Auftritt und die Position im Markt zu stärken und konstruktive Feedbacks zur eigenen Arbeit zu erhalten. In individuellen, 20-minütigen Gesprächen schärfen und verfeinern FotografInnen ihre persönliche Strategie und erhalten ein profundes und qualifiziertes Feedback zu ihrer Arbeit. Buchen Sie Ihre Teilnahme unter: www.swissportfolioday.ch.

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Networking

Folgende und weitere ExpertInnen amten als Portfolio Reviewer Tina Aich, Fotografen Agentin und Produzentin, Joerg Bader, Kunstkritiker, Kurator, Direktor des Centre de la photographie, Genève, Sabine Bechtel, Art Buyer, Publicis Zürich, Kirsten Behrendt, Inhaberin Pixsil Fotografenagentur, Joerg H. Birker, Creative Consultant Birker Creative Consulting/ Goodbye Limits GmbH, Daniel Blochwitz, Leiter der Galerie Edwynn Houk, Zürich, Christian Brändle, Direktor Museum für Gestaltung Zürich, Oliver Burger, Verlagsleiter DU-Magazin und Inhaber Galerie Burgerstocker, Reto Camenisch, Fotograf und Studienleiter Redaktionelle Fotografie MAZ, Daniel Comte, CD PingPong, Anton J. Erni, Fotoredaktor Stil & Magazin Z, NZZ am Sonntag, Meret Ernst, Redaktorin Hochparterre, Bernhard Giger, Journalist, Fotograf, Filmemacher, Leiter Kornhausforum Bern, Melody Gygax, Bildredaktorin, Dozentin und Bildkritikerin, Bob Gysin, Architekt, CEO BGP und Galerist, Michael Hanak, Architektur- und Kunsthistoriker, Nathalie Herschdorfer, Kuratorin und Direktorin des Fotografiefestivals Alt. +1000, Martin Jaeggi, Freischaffender Kritiker, Kurator und Gastdozent, Jann Jenatsch, CEO Keystone, Lilo Killer, Agentin Lilo Killer Fotografen, Samuel Leuenberger, Kunstberater Frahm Ltd und

swiss photo award programmheft 2012

Ausstellungsmacher, SALTS, Simon Maurer, Ressortleiter Bildende Kunst Stadt Zürich und Leiter Helmhaus, Béatrice Mächler-Rayman, Agentin und Produzentin b.m-r-fotografen, Cornelia Mechler, Verlagsleiterin Benteli Verlag, Michelle Nicol, Kuratorin und Management Partnerin Werbeagentur Neutral Zurich Ltd, Susanne Nips, Bildredaktorin Roland Berger Strategy Consultants Holding GmbH, Peter Pfrunder, Direktor Fotostiftung Schweiz, Andri Pol, Fotograf, Ariana Pradal, Journalistin, Kuratorin für Architektur und Design, Philippe Rey, Galerist und Sammler, Till Schaap, Programmleiter Benteli Verlag, Stephan Schacher, Fotograf, Caspar Schärer, Redaktor werk, bauen+wohnen, Roland Scotoni, Art Director, Mel Sinha, Photo Editor, Art Buyer, Cara Anne Specker, Art Buyer, Bildredaktorin EURO RSCG Werbeagentur, Stefano Stoll, Direktor Festival Images, Jürg Sturzenegger, Art Director Bolero, Stephan Witschi, Galerist, Verleger → Buchungen über www.swissportfolioday.ch Swiss Portfolio Day Samstag, 19. Mai 2012, 13.00–17.00 Uhr Sonntag, 20. Mai 2012, 13.00–18.00 Uhr Montag–Freitag, 21.–25. Mai 2012, 13.00–15.00 Uhr

Presenting Partner

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PRODUZIERT NEUE SOFORTBILDFILME FÜR ALTE POLAROID-KAMERAS – MIT LEIDENSCHAFT. www.switzerland-is-impossible.ch


Networking

From Polaroid to IMPOSSIBLE Workshop

Sonntag, 20. Mai 2012 Der

Charme analoger Sofortbilder ist ungebrochen. Haben Sie noch eine alte Polaroid-Kamera? Mit dem neuen IMPOSSIBLEInstant-Filmmaterial können Sie diese wieder zum Leben erwecken. Lernen Sie die Filme in der Praxis kennen und lassen Sie sich auf ihre Eigenwilligkeit ein. Ihr Einsatz wird mit aufregenden und einzigartigen Bildern belohnt!

14.00–18.00 Uhr irgendwo Presenting Partner

 Alessandro Franchini (ars-imago) und Niki Wiese Schawalder (Switzerland is IMPOSSIBLE) verraten Ihnen alles über die neuen Filme, die Kameratypen, ihre Bedienung, die Unterschiede zu Polaroids und die diversen Experimentiermöglichkeiten. Sie erstellen mit Ihrer Kamera Bilder in unterschiedlichen Aufnahmesituationen, tauschen Erfahrungen aus und erhalten Tipps & Tricks sowie Antworten auf Ihre Fragen.

→ Bitte bringen Sie wenn möglich eine eigene Kamera mit (Modelle 600, Image, SX70) und ggf. Filmmaterial. Einige Testkameras stehen zur Verfügung. Filme können vor Ort gekauft werden. Unkostenbeitrag: CHF 25.–. Anmeldung unter: niki@switzerland-is-impossible.ch.

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showcases 21–25 may 2012 16pm–18pm entry chf 15/10 ewz-unterwerk selnau selnaustrasse 25 8001 zurich advertising architecture fine art fashion editorial free sofa discussions qualified experts in-depth feedback dialogue networking debate on quality craftmanship artistic merit platform exchange learning creativity innovation photo research portfolio longterm projectx free projects hochparterre julius bär foundation bolero sonntagszeitung alpa of switzerland sbf ewz die energie heads bundesamt für kultur stadt zürich kultur fotostiftung adc vfg

www.ewzselection.ch/showcases


Networking

SHOWCASES:

Fünf herausragende Persönlichkeiten des Bildschaffens präsentieren 60 Fotografen

Fotografen aus der Romandie (u.a. Nominierte des Fotofestivals «Images», Vevey). Es gibt an den Showcases also viel zu entdecken!

Experten aus den Bereichen der Bildvermittlung und Bildverwertung sind eingeladen, sich aktiv einzubringen. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Berufs- und Schnittstellenbereichen der Fotografie und haben einen konkreten Auftrag: Sie bringen sich mit ihrem Know-how und ihrer Erfahrung ein, diskutieren die Arbeiten, tauschen Meinungen aus und helfen beim Editieren sowie bei anderen Fragen und Anliegen, die sich im Verlauf des Salome Stäuble, ewz.selection und Melody Gygax, Bildredaktorin, Dozentin und Bildkritikerin Showcase spontan ergeben. Zwischen den anwesenden Fotografen, den Experten, dem Tageskurator und dem interessierten Publikum sollen in kollegialer Atmosphäre gehaltvolle Gespräche und konstruktive Diskussionen entMit den Showcases lanciert der Swiss Photo Award facht werden, wie es sie bisher noch nicht gegeein neues Arbeits- und Networking-Format für ben hat. So werden die Teilnehmenden sicherBildschaffende. In kollegialer Atmosphäre werden lich die Hintergründe und die Lesbarkeit der unter den geladenen Fotografen, Experten und dem Fotografie diskutieren und ihre unterschiedliPublikum Ad-hoc-Gespräche und Diskussionen chen Bildzugänge und Betrachtungsweisen ofprovoziert, die eine geballte Ladung Argumentationen hervorbringen sowie die Entwicklung neuer Ideen und fenlegen. Interessant wird es auch sein zu sehen, welcher Fotograf hinter einer Arbeit steckt Sichtweisen zulassen werden. und wie sich dieser der Kritik stellt und in die om 21. bis zum 25. Mai 2012 fin- Überlegungen zu seinem Werk einbringt. den am Swiss Photo Award fünf Showcases zu den Disziplinen Wer- Am Abend nach jedem Showcase-Nachmittag bung, Mode, Redaktionelle Foto- führen der Kurator und die Experten ein Sografie, Architektur und Kunst statt. Für jeden fagespräch durch. Sie diskutieren über ihre Tag hat sich eine herausragende Persönlichkeit spezifischen Bedürfnisse und ihre Erwartundes Bildschaffens verpflichtet, den Showcase sei- gen an ein Portfolio und tauschen sich darüber ner Disziplin zu kuratieren. Im Vorfeld hat der/ aus, was sie erlebt und gesehen haben und was die KuratorIn dafür bis zu 15 FotografInnen sei- ihnen bei diesem einzigartigen Anlass – wie es ner Wahl eingeladen, um ihre Arbeiten im Rah- ihn nur am Swiss Photo Award geben kann – men des Showcase zu präsentieren. Erwartet aufgefallen ist. werden neben einigen bekannten Namen aus der Werbung, der Kunstfotografie und der klas- → Showcases und Sofagespräche Uhr: Showcases (siehe Agenda) sischen Fotografie auch Neuentdeckungen und 16.00–18.00 18.30–19.30 Uhr: Sofagespräch (Untergeschoss) hierzulande weniger bekannte, vielverprechende

V

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Networking

Showcase Architekturfotografie

Montag, 21. Mai 2012

presented by Valentina Hermann, swiss-architects.com Experten: Bob Gysin, CEO BGP und Galerist; Michael Hanak, Kunst- und Architekturhistoriker; Ariana Pradal, Journalistin und Ausstellungsmacherin für Design + Architektur.

16.00–18.00 Uhr (Showcase) 18.30–19.30 Uhr

(Sofagespräch) Fotografen: Tonatiuh Ambrosetti; Thomas aus der Au; Barbara Bühler; Leo Fabrizio; Roger Frei; Alexander Gempeler; Hannes Henz; Oliver Lang; Tom Licht; Rasmus Norlander; Ruedi Walti; Dominique Wehrli; Luca Zanier.

Showcase Werbefotografie

Dienstag, 22. Mai 2012

presented by Lilo Killer, Lilo Killer Fotografen Experten: Joerg Birker, Creative Consultant Birker Creative Consulting; (Showcase) Daniel Comte, CD PingPong; Markus Gut, CD AYR; Christoph 18.30–19.30 Uhr Kern, Galerist Oslo 8 und Fotograf; Marlies Lanker, Fotoagentin; (Sofagespräch) Nicole Suter, Art Buyer Wirz. Fotografen: braschler/fischer/photography; Christian Breitler; Annette Fischer; Franziska Frutiger; Mischa Haller; Selina Lang; luxwerk; Stefan Minder; Natacha Salamin; Tino Sand; Scanderbeg Sauer Photography; Schaub Stierli Fotografie; Felix Streuli; Patricia von Ah. 16.00–18.00 Uhr

Showcase Redaktionelle Fotografie

Mittwoch, 23. Mai 2012

(Sofagespräch)

presented by Kirsten Behrendt, Pixsil Fotografenagentur Experten: Reto Camenisch, Fotograf und Studienleiter Redaktionelle Fotografie MAZ; Sonja Favre, Bildredaktorin und Kulturmanagerin; Daniele Muscionico, Kritikerin; Béatrice Mächler-Rayman, Agentin und Produzentin b.m-r-fotografen.

Fotografen: Claudio Bader; Markus Bertschi; Magali Girardin; Lee Li; Caroline Minjolle; Sally Montana; Pascal Mora; Marion Nitsch; Susanne Völlm; Marco Zanoni.

16.00–18.00 Uhr (Showcase) 18.30–19.30 Uhr

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Networking

Showcase Modefotografie

Donnerstag, 24. Mai 2012

(Sofagespräch)

presented by Jürg Sturzenegger, Art Director Bolero Experten: Christian Brändle, Direktor Museum für Gestaltung; Michelle Nicol, Kuratorin und Managing Partner Werbeagentur Neutral Zurich Ltd, Zürich; Daniel Blochwitz, Leiter Galerie Edwynn Houck, Zürich.

Fotografen: Anoush & Aimée; Daniel Bolliger; Amanda Camenisch; Nicolas Duc; Gianluca Fontana; Raphael Just; Milo Keller & Julien Gallico; Sandra Kennel; Sarah Maurer; Stephan Schacher; Armin Zogbaum.

Showcase Kunstfotografie

Freitag, 25. Mai 2012

(Sofagespräch)

presented by Stefano Stoll, Direktor Festival Images Experten: Oliver Burger, Verlagsleiter DU-Magazin und Galerist; Reto Camenisch, Fotograf und Studienleiter Redaktionelle Fotografie MAZ; Martin Jaeggi, Publizist und freier Kurator; Samuel Leuenberger, Kurator und Kunstberater.

Fotografen: Claude Baechtold; Sabrina Biro; Leo Fabrizio; David Favrod; Matthieu Gafsou; Christian Lutz; Augustin Rebetez; Matthieu Bernard Reymond; Nicolas Righetti; Diego Saldiva; Corinne Vionnet.

16.00–18.00 Uhr (Showcase) 18.30–19.30 Uhr

16.00–18.00 Uhr (Showcase) 18.30–19.30 Uhr

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ExpoSystem GmbH

Offizieller Partner der ewz.selection f端r High-End Ausstellungssysteme

www.exposystem.ch

| +41 44 240 22 00


Networking

Workshop mit Canon und Paolo Pellegrin

Dienstag, 22. Mai 2012 Canon präsentiert am Tag der Werbefotografie ein vielseitiges Programm 14.00–18.00 Uhr rund Presenting Partner

um die Themen Fotografie und Druck: Paolo Pellegrin, Canon Ambassador und einer der Gewinner des diesjährigen World Press Photo Awards, hält zwei Bildvorträge über seine Arbeit als Fotojournalist und zum Thema Bildgestaltung. Als weiteren Programmhöhepunkt stellt Canon Neuheiten aus den Bereichen Foto, Druck, Input und Output in Fine Art vor.

Die Besucher haben vor Ort die Möglichkeit, Kameraneuheiten zu testen, sich professionell beraten zu lassen und eines ihrer Bilder auszudrucken. Ausserdem bietet sich im Rahmen des Canon Roundtables die Möglichkeit, Fachgesprächen beizuwohnen und sich mit dem Canon Professional System Team auszutauschen.

→ Programmübersicht: 14.00–14.45 Uhr Ambassador Paolo Pellegrin, 15.00–15.45 Uhr Präsentation von Tricolor mit Alexander Sauer zum Thema Fine Art Printing, 16.00–16.45 Uhr Präsentation Canon-Neuheiten, 17.00–17.45 Uhr Ambassador Paolo Pellegrin. Neuheiten-Produkte-Bar: 14–18 Uhr. Roundtable: durchgehend von 14–18 Uhr, freie und themenspezifische Diskussionen zwischen Gästen und Canon.

 Interaktive 360°-Panoramabilder Workshop

Mittwoch, 23. Mai 2012

Ein Sonnenaufgang auf einem einsamen Berggipfel oder mitten im einer Grossveranstaltung: Interaktive 360°-Panoramabilder bieten die einzigartige Möglichkeit, solche Augenblicke für andere Personen zugänglich zu machen. Die Verwendung ist aber bei Weitem nicht nur auf statische Motive beschränkt. Spektakuläre Momente lassen sich regelrecht «einfrieren» und die Betrachter erleben die Szene, als ob sie selbst dort stehen würden.

13.30 Uhr Geschehen

Presenting Partner

CONCEPT360 hat sich auf hochalpine und hochauflösende Panoramafotografie sowie den Einsatz von 360°-Panoramen im Medienbereich fokussiert. Anhand konkreter Beispiele zeigt Matthias Taugwalder die verschiedenen Schritte und Techniken, die zur Erstellung solcher 360°-Panoramen führen. → Eine Veranstaltung der CONCEPT360 GmbH: www.alps360.ch, www.concept360.ch

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JEAN-LUC CRAMATTE

INVENTAR

FOTOSTIFTUNG SCHWEIZ

3.3. – 28.5.2012 Grüzenstrasse 45, 8400 Winterthur (Zürich), infoline + 41 (0) 52 234 10 34, www.fotostiftung.ch Täglich 11–18 Uhr, Mi 11–20 Uhr. Montag sowie Karfreitag geschlossen, Ostern und Ostermontag 11–18 Uhr geöffnet.


Other Shows 81

WORLD PRESS PHOTO 12 Ein Bild als Symbol für eine Bewegung

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SWISS PRESS PHOTO 12

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«31 DAYS, 31 WAYS, 31 MINDS» @ ZÜRICH Work-in-Progress 2nd Edition

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KEYSTONE präsentiert

World Press Photo 12 Ausstellung | 3.–28. Mai 2012 Papiersaal, Sihlcity Zürich Mo–So 11–19 Uhr | Fr 11–21 Uhr Änderungen der Öffnungszeiten vorbehalten Informationen unter www.keystone.ch

Samuel Aranda, Spanien, für The New York Times Eine Frau hält einen verwundeten Verwandten während Protesten gegen Präsident Saleh in Sanaa, Yemen, in ihren Armen, 15. Oktober 2011.

Veranstalter

Sponsoren

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Medienpartner

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Other Shows

Ein Bild als Symbol für eine Bewegung

Anfang Februar wurde in Amsterdam das World Press Photo des Jahres 2011 erkoren. Das Bild des spanischen Fotografen Samuel Aranda zeigt eine Mutter mit ihrem Sohn in den Armen, der während der Proteste gegen den jemenitischen Präsidenten Saleh verwundet wurde. KEYSTONE präsentiert die World Press Photo 12 Ausstellung vom 3.–28. Mai 2012 im Papiersaal in Sihlcity, Zürich.

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as World Press Photo of the Year 2011 des spanischen Fotografen Samuel Aranda wurde für «The New York Times» produziert und gewann auch in der Kategorie «People in the News Singles» den ersten Preis. Es zeigt eine Mutter mit ihrem Sohn in den Armen, der während der Proteste gegen den jemenitischen Präsidenten Saleh verwundet wurde. Der freischaffende Aranda nahm das Bild vergangenen Oktober in einer als Feldlazarett dienenden Moschee in Jemens Hauptstadt Sanaa auf. Die internationale, 19-köpfige Jury in Amsterdam prämierte die besten Werke in neun Kategorien aus 101 254 Vorschlägen, eingereicht von 5247 Fotografen aus 124 Ländern. «Das

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Foto steht für die gesamte Region», begründete Jurymitglied Koyo Kouoh die Auszeichnung. «Es steht für den Jemen, für Ägypten, Tunesien, Libyen, Syrien – für alles, was während des arabischen Frühlings geschah.» Dennoch zeige das Bild in einer bedeutenden Entwicklung auch eine «private, intime Seite». Arandas Aufnahme lässt dem Betrachter Interpretationsspielraum. So erkennen manche darin das Motiv der Pietà, andere wiederum sehen es als Spiegel tiefer menschlicher Emotionen, fernab von religiösen, kulturellen oder geografischen Grenzen. Die Wanderausstellung mit den prämierten Werken gastiert in rund hundert Städten in weltweit 45 Ländern. KEYSTONE holt zusammen mit den Leading-Partnern Canon, Baumann & Cie, Banquiers und den Medienpartnern NZZ am Sonntag, persönlich und DU die Ausstellung World Press Photo bereits zum fünften Mal nach Zürich – als eine der ersten Stationen der weltweiten Tournee. Während der Ausstellung finden Rahmenveranstaltungen statt, zudem werden Führungen unter der Leitung von Nicole Aeby, Freelance Photography Consultant und Kuratorin, sowie Lea Truffer, Picture Editor, angeboten. Mit der jährlich wiederkehrenden Ausstellung World Press Photo will KEYSTONE, der national wichtigste Anbieter im Bildbereich, einem breiten Publikum die Welt der internationalen Pressefotografie näher bringen und den interdisziplinären Dialog fördern. → World Press Photo 12 Papiersaal, Sihlcity, Kalanderplatz 6, 8045 Zürich 3.–28. Mai 2012, Mo bis So 11–19 Uhr, Fr 11–21 Uhr 15. Mai 2012, 19 Uhr, Lecture by Roger Ballen www.keystone.ch

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05.05.–15.07.2012 Swiss Press Photo 12 www.landesmuseum.ch Landesmuseum Zürich Museumstrasse 2 | 8001 Zürich T. +41 (0)44 218 65 11 | F. +41 (0)44 211 29 49 kanzlei@snm.admin.ch Di–So 10.00–17.00 | Do 10.00–19.00 Feiertage geöffnet


Other Shows

Swiss Press Photo 12

bildschirm geprägten Sehgewohnheiten. Die rund neunzig Bilder visualisieren die Ereignisse des Jahres 2011. Die Fondation Reinhardt von Graffenried fördert und unterstützt mit ihrer Ausschreibung Swiss Press Photo seit 1991 publizierende Pressefotografen. Beim diesjährigen Wettbewerb reichten rund 200 Fotografen und Fotografinnen insgesamt 800 Projekte ein. Alle Bilder sind im Jahr 2011 aufgenommen und in einem in der Schweiz erscheinenden Printoder Onlinemedium veröffentlicht worden.

Die Preisträger werden von einer internationalen Jury ernannt. Diese besteht aus dem Jurypräsidenten Markus Schnetzer, Bildchef der Schweizer Illustrierten; Christian Lutz, Fotograf von Strates, Lausanne und VU, Paris; Anja Niedringhaus, Fotografin der Genfer Associated Press (AP); Mohammed Soudani, dokumentarischer Filmemacher; Daniel Girardin, Kurator des Musée de l’Elysée in Lausanne; Lars Willumeit, Bildredakteur für international renommierte Magazine; Esther Woerdehoff, eit 2002 werden jährlich die Präsidentin des europäischen Galerie-Netzwerks von Swiss Press Photo prämier- «epo». ten Pressefotografien im Landesmuseum Zürich ausgestellt. Das Landesmuseum Zürich freut sich, dank Swiss Die Hauptsieger dieser zehn Wettbewerbe Press Photo eine aktuelle Ergänzung zur eigenen waren Martin Rütschi (2002), Siggi Bucher Sammlung historischer Fotografie zeigen zu kön(2003), Pierre-Yves Massot (2004), Laurent nen. Nach der Präsentation in Zürich gastiert die Gilliéron (2005), Peter Gerber (2006), Ausstellung Swiss Press Photo 12 im Käfigturm in Michael Würtenberg (2007), Charles Bern (23. August bis 24 November 2012) und Elena (2008), Jacek Pulawski (2009) und im Château de Prangins (7. Dezember 2012 bis 24. Februar 2013). Christian Lutz (2010/2011). Seit 2002 zeigt das Landesmuseum Zürich die besten Fotos des jährlichen Wettbewerbs Swiss Press Photo. Die diesjährige Ausstellung im Landesmuseum Zürich vom 5. Mai bis 15. Juli 2012 ist ein Rückblick auf das Jahr 2011 und präsentiert die spannendsten und eindrücklichsten Fotografien zu sechs verschiedenen Themen – Aktualität, Sport, Porträt, Alltag und Umwelt, Kunst und Kultur sowie Ausland.

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Die Ausstellung Swiss Press Photo 12 im Landesmuseum Zürich zeigt dieses Jahr vom 5. Mai bis 15. Juli 2012 die Siegerbilder als Grossdias. Diese Aufmachung entspricht den heutigen, vom Computer-

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→ Swiss Press Photo 12 Landesmuseum Zürich, Museumstrasse 2, 8001 Zürich Telefon +41 (0)44 218 65 11, kanzlei@snm.admin.ch Öffnungszeiten: 5. Mai–15. Juli 2012, Dienstag bis Sonntag 10.00–17.00 Uhr, Donnerstag 10.00–19.00 Uhr, an Feiertagen geöffnet.

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Ausstellung: Stephan Schacher «31Days, 31Ways, 31Minds», 26.8. – 24.9.2011

Die Photogarage präsentiert fotografische Positionen von BerufsfotografInnen, insbesondere unveröffentlichte, zum Teil unvollendete oder experimentelle Langzeitprojekte. Sie bietet nebst Ausstellungen auch Artist-Talks, Workshops, Portfolioreviews und ist ein Ort für Austausch, Diskussion und Begegnung. Photogarage – Werdstrasse 128 – 8003 Zürich – www.photogarage.ch


Other Shows

Was würdest du tun, um die Welt in 31 Tagen zu verändern? Salome Stäuble, ewz.selection

Nach New York ist nun Zürich an der Reihe. Im eigens dazu eingerichteten Fotostudio in der Photogarage wird Stephan Schacher im Mai das zweite Projekt zu seiner Reihe «31 Days, 31 Ways, 31 Minds» realisieren. An 31 aufeinanderfolgenden Tagen werden 31 Personen aus Zürich porträtiert und die Bilder mit ihren Statements zu dieser universellen Frage verbunden. Am 25. Mai zu Gast am Swiss Photo Award wird er live darüber berichten und die ersten Resultate präsentieren.

I

m Mai 2011 fotografierte Stephan Schacher für sein Projekt «31 Days, 31 Ways, 31 Minds» 31 verschiedene Personen aus New York. Dafür suchte er Persönlichkeiten, die furchtlos ihre Träume verfolgen und ihn mit ihrem Fokus und der Wahrhaftigkeit inspirieren, mit der sie ihr Leben leben. Den Porträtierten – darunter aufstrebende und einflussreiche Künstler, Musiker, Designer und Intellektuelle – stellte er die immergleiche Frage: «Was würdest du tun, um die Welt in 31 Tagen zu verändern?». Einige Antworten sind geistreich, andere erscheinen auf den ersten Blick geheimnisvoll oder verschlüsselt.

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Für die Aufnahmen in New York und nun auch in Zürich verwendet Stephan Schacher Grossbildkamera und 4x5-Film. Er ergänzt das Genre der klassischen Porträtfotografie geschickt mit Elementen der sozialen Dokumentarfotografie und computergenerierten Effekten. So zeigen einige Porträts in abstrakter Form mehr die Energie und das Charisma der Porträtierten als ihr genaues Abbild. Es entsteht so eine abwechslungsreiche Bildserie mit hypnotischer Wirkung. Im Verlauf der nächsten zwei Jahre soll das Projekt – global verteilt über die Kontinente – in acht weiteren Städten realisiert werden. Im Mai 2012 ist Zürich an der Reihe, gefolgt von der Millionenstadt Kunming im August. Für das Projekt in Zürich wird die Photogarage Zürich vom 1. bis zum 31. Mai 2012 zum Headquarter und zur Produktionsstätte umgewandelt. Von dort aus wird Stephan Schacher jeden Tag mit einer Person eine individuelle Porträtaufnahme entwickeln, umsetzen, nachbearbeiten und editieren. Die Projekte in Zürich und in Kunming entstehen im Rahmen des Jubiläums der Städtepartnerschaft Zürich-Kunming. Die beiden Projekte werden in Zürich im Rahmen der Jubiläumsfeiern gezeigt. Wir danken der Stadtentwicklung Zürich freundlich für die Unterstützung. →

Photogarage Romano Zerbini In einem Werkstattgespräch am Abend des 25. Mai 2012 gewährt Stephan Schacher dem Publikum des Swiss Photo Awards einen Einblick in die täglich wachsende Arbeit und berichtet live über Eindrücke, Episoden und Besonderheiten, welche die Zürcher «31 Days, 31 Ways, 31 Minds»-Serie bis zu diesem Zeitpunkt auszeichnen. Photogarage, Werdstrasse 128, 8003 Zürich www.photogarage.ch Presenting Partner

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swiss photo award programmheft 2012

10.00–17.00 Uhr 10.00–19.00 Uhr

5. Mai –15. Juli

Dienstag–Sonntag Donnerstag Swiss Press Photo 12 Landesmuseum Zürich, Museumstrasse 2, 8001 Zürich

World Press Photo 12 Papiersaal, Sihlcity Zürich, Kalanderplatz 6, 8045 Zürich

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19. Mai

20. Mai

Samstag

Sonntag

18. Mai

Freitag

Kirill Golovchenkos Ukraine Bildersoirée vfg

19.00 Uhr

Führung mit Andri Pol, Fotograf und Jurymitglied der Kategorien Fine Art und Free

Swiss Portfolio Day

13.00 Uhr

12.15 Uhr

Führung

Pecha Kucha Night Zürich @ ewz.selection

20.20 Uhr

12.15 Uhr

Führung mit Christian Frei, Dokumentarfilmer und Autor War Photographer, und Salome Stäuble, ewz.selection

12.15 Uhr

Musique en images: Führung mit Romano Zerbini, Leiter Fotoprojekt Verbier Festival

17.00 Uhr

17. Mai

Donnerstag

Führung mit Oliver Burger, Verlagsleiter DU-Magazin und Galerist

Musique en images – Bilder junger Schweizer Fotografen von den Meisterkursen am Verbier Festival Exhibition

12.00–20.00 Uhr

12.15 Uhr

Swiss Photo Award – ewz.selection Exhibition

12.00–20.00 Uhr

17.–28. Mai

Donnerstag–Montag

Opening & Award Night Vernissage & Preisverleihung

19.30–Open End

16. Mai

Mittwoch

Swiss Photo Award – ewz.selection: Exhibitions/Shows/Networking ewz-Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich

11.00–19.00 Uhr 11.00–21.00 Uhr

3.–28. Mai

Montag–Sonntag Freitag

Other Shows

AGENDA

S. 57

S. 68

S. 57

S. 53

S. 53

S. 50

S. 56

S. 83

S. 81

Agenda


20. Mai

swiss photo award programmheft 2012

21. Mai

22. Mai

87

Mittwoch

23. Mai

Tag der Redaktionellen Fotografie

Dienstag

Tag der Werbefotografie

Montag

Tag der Architekturfotografie

Sonntag

Sofagespräch Showcase Werbefotografie

18.30 Uhr

Führung mit Olaf Hille, Photo editor SonntagsZeitung Musique en images: Führung mit Experten und Fotografen

12.15 Uhr

13.00 Uhr

Bildersoirée mit Henry Leutwyler

Showcase Werbefotografie

16.00 Uhr

20.00 Uhr

Canon und Paolo Pellegrin: Workshops und Präsentationen

Der Europäische Architekturfotografie-Preis Meret Ernst im Gespräch mit Wilfried Dechau, architekturbild e.v.

20.00 Uhr

14.00 Uhr

Sofagespräch Showcase Architekturfotografie

18.30 Uhr

Swiss Portfolio Day

Musique en images: Sofagespräch mit Prélude zum Thema «Beyond Talent» – Welche Kompetenzen müssen junge Künstler besitzen, um erfolgreich zu sein?

18.00 Uhr

13.00 Uhr

Showcase Architekturfotografie

16.00 Uhr

Führung

Swiss Portfolio Day

13.00 Uhr

12.15 Uhr

S. 53

13.00 Uhr

S. 53

S. 61

S. 74

S. 74

S. 77

S. 68

S. 59

S. 74

S. 53

S. 74

S. 68

S. 59

Musique en images: Führung mit Romano Zerbini, Leiter Fotoprojekt Verbier Festival

S. 71

Führung mit Meret Ernst, Hochparterre, und Romano Zerbini, ewz.selection

From Polaroid to IMPOSSIBLE: Workshop

14.00 Uhr

S. 68

12.15 Uhr

Swiss Portfolio Day

13.00 Uhr

Agenda


swiss photo award programmheft 2012

24. Mai

23. Mai

Freitag

25. Mai

Tag der Kunstfotografie

Donnerstag

Tag der Modefotografie

Mittwoch

Swiss Portfolio Day Showcase Kunstfotografie Musique en images: Sofagespräch mit Prélude zum Thema «Beyond Music» – Wie sieht die Bildwelt der klassischen Musik in Zukunft aus? Sofagespräch Showcase Kunstfotografie «31 Days, 31 Ways, 31 Minds» @ Zürich Werkstattgespräch Ron Orp Community Award

13.00 Uhr

16.00 Uhr

18.00 Uhr

18.30 Uhr

20.00 Uhr

22.30 Uhr

Bildersoirée mit Diana Scheunemann

20.00 Uhr

Führung mit Melody Gygax, Bildredaktorin, Dozentin und Bildkritikerin, und Oliver Burger, Verlagsleiter DU-Magazin und Galerist

Sofagespräch Showcase Modefotografie

18.30 Uhr

12.15 Uhr

Showcase Modefotografie

16.00 Uhr

19.00 Uhr

Swiss Portfolio Day

Exotische Schweiz vfg-soirée zur Aussensicht auf das Eigene

18.30 Uhr

13.00 Uhr

Sofagespräch Showcase Redaktionelle Fotografie

16.00 Uhr

Führung

Showcase Redaktionelle Fotografie

13.30 Uhr

12.15 Uhr

S. 77

Interaktive 360°-Panoramabilder: Workshop

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S. 65

S. 65

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S. 53

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S. 74

S. 74

S. 68

Swiss Portfolio Day

13.00 Uhr

Agenda


26. Mai

27. Mai

28. Mai

Samstag

Sonntag

Montag Führung Führung

17.00 Uhr

Führung

12.15 Uhr

Führung

Musique en images: Führung mit Ferit Kuyas, Künstlerische Leitung Fotoprojekt Verbier Festival

18.00 Uhr

17.00 Uhr

Führung

17.00 Uhr

12.15 Uhr

Führung

12.15 Uhr

Pfingstwochenende: Ausstellung und Führungen

S. 53

Agenda

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Verdankung

pfauenbier.ch

ewz.selection und die vfg, vereinigung fotografischer gestalterInnen danken dem Hauptsponsor: ewz – Die Energie dem Sponsor: Heads Corporate Communication AG BSW den Partnern für die Awards: ALPA of Switzerland, Bolero, Hochparterre, Julius Bär Stiftung, SonntagsZeitung, Schweizer Berufsfotografen und Fotodesigner (SBF) den Medienpartnern: art-tv.ch, fotointern, Photonews, Ron Orp, swiss-architects.com, Werbewoche dem Sponsor für Jurierung und Werkschau: Canon (Schweiz) AG dem Partner für den Swiss Portfolio Day: SINAR den Partnern für die Ausstellungen: Bank Julius Bär, Expo-System GmbH, smARTec, Studio Arte Flückiger AG, Tricolor Ronny Ochsner & Partner, Profot AG den Partnern für den Katalog: Brunner AG Druck und Medien den weiteren Partnern: Carpe Diem, DUMagazin für Kultur, F+F Schule für Kunst und Mediendesign, GraphicArt, Hotel Rothaus, Switzerland is Impossible, KEYSTONE, MAZ – Die Schweizer Journalistenschule, koga.cx, Tipografia Poncioni SA, blurb.com für das Patronat: Art Directors Club Schweiz (ADC), bsw leading swiss agencies, Bundesamt für Kultur (BAK), Fotostiftung Schweiz, Stadt Zürich Kultur den FotografInnen und Partnern für den Swiss Portfolio Day und die Showcases sowie den vielen HelferInnen für die freundliche Unterstützung.

swiss photo award programmheft 2012

Artwork by c-liNe | celine-quadri.ch

Impressum Gesamtleitung Swiss Photo Award – ewz.selection: Romano Zerbini. Begleitprogramm: Romano Zerbini, Sascha Renner, Bruno Bolinger, Melody Gygax, vfg-Arbeitsgruppe ewz.selection und viele andere. Herausgeber Programmheft 2012: 3view GmbH, Romano Zerbini, Postfach, CH-8036 Zürich, Telefon +41 44 240 22 03, Fax +41 44 240 22 02, info@ewzselection.ch, www.ewzselection.ch. Redaktion: Sascha Renner, Salome Stäuble, Romano Zerbini, Bruno Bolinger. Gestaltung: Heads Corporate Communication AG BSW. Druck: Tipografia Poncioni SA. Inserate: Bruno Bolinger und Romano Zerbini, 3view GmbH. Auflage: 32 000 Ex. © 2012. Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieses Magazins darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der 3view GmbH oder der Autoren reproduziert werden.

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Foto: Remo Neuhaus, cap

Rubrik

cap fotoschule für Menschen mit Biss und Begabung.

Gute Fotografie hat nur bedingt etwas mit dem Auge zu tun. Aussergewöhnliche Bilder basieren immer auf einer neuen Sicht des Gewöhnlichen. cap fotoschule richtet sich an angehende, ambitionierte Fotografinnen und Fotografen mit dem Bedürfnis, aussagekräftige Bilder zu gestalten und ihr Erfahrungsspektrum entscheidend zu erweitern.

cap professional

ist eine Tagesschule für Menschen mit Talent. Während 11 Monaten vermittelt cap professional in 13 Studienwochen in zwei voll ausgerüsteten Studios und on Location die ganze Bandbreite der professionellen Fotografie. Ziel des cap professional Studienlehrgangs ist die Förderung des kreativen Potenzials und die Festigung des technischen und theoretischen Wissens für die Umsetzung qualitativ hochstehender Bilder. Der erste Schritt auf dem Weg zum Profi-Fotografen.

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– der nächste entscheidende Schritt in Richtung erfolgreicher Berufsfotografie ist ein Modullehrgang mit einzeln belegbaren attraktiven Workshops zu spezifischen Fotothemen. Er bietet Absolventen von cap professional (oder Fotografen mit einer gleichwertigen Vorbildung) die Möglichkeit, den Fokus noch gezielter auf die berufliche Praxis zu richten. Der Weg zum selbständigen professionellen Arbeiten.

cap expo – am Do 10. Mai 2012 ist der letzter Orientierungsabend vor Anmeldeschluss (Ende Mai 12). Infos:

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ewzselection Magazin 2012