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Freitag, 16. September 2011 – Nr. 183

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Der Gang zur Börse von Reinhold Giovanett

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atürlich wird die „Musikbörse 11” im Jugendzentrum Lana am Freitag, 22. Oktober 2011 nicht so überfüllt sein, wie auf dem Foto oben. Das Foto entstand vor einigen Tagen auf der I.F.A. in Berlin. Der Gedanke hinter der „Musikbörse 11” ist aber ein ähnlicher, wenn auch weniger businessbetont: Mit der „Musikbörse 11” soll in erster Linie die Möglichkeit geschaffen werden, Kontakte zu knüpfen. Bands können ihre Tonträger anbieten, Openair-Veranstalter können sich Bands angeln, Musik-Kollektive können ihre Ideen vorstellen und Unterstützung finden, Labels können ihre Releases bewerben, Instrumentenbauer können ihre Erzeugnisse ausstellen, vorführen und vielleicht den einen oder anderen Deal einfädeln. Eben wie auf jeder anderen Messe auch. Wer das Jugendzentrum Jux kennt, weiß, dass es genügend Platz für eine derartige Veranstal-

tung bietet. Erste Anmeldungen gibt es bereits und es zeichnet sich ein sehr schöner Abend ab. Innerhalb der „Musikbörse 11” findet zudem das zweite (nicht öffentliche) Treffen der Festivalveran-

drei Veranstalter stehen: markus@jux.it (Jugendzentrum Jux Lana), airbagpromo@gmail.com (www.airbagpromo.com) oder redaktion.headliner@gmx.com (das sind wir, vom „Headliner”).

Anmeldeschluss ist in knapp einem Monat: Die erste Börse für den Planeten Musik (incl. Satelliten): Die Börse 2011 im Jugendzentrum Jux Lana.

stalter statt, die sich, wie bereits letztes Jahr, Termine für 2012 absprechen, sich gegenseitig mit Tipps unter die Arme greifen und überhaupt etwas näher zusammen rücken werden. Anmeldeschluss für die Teilnahme ist Samstag, 8. Oktober. Für die Anmeldung könnt ihr euch an eine der drei folgenden Emailadressen wenden, die für die

Nach der Anmeldung bekommt ihr alle nötigen Infos zugeschickt. Bands und MusikerInnen, die keinen eigenen Stand haben möchten, können ihr Material (CDs, T-Shirts etc.) zu Beginn der Börse abgeben. Das Jux stellt einen großen Tisch und eine Person zur Verfügung, die euer Material verwaltet. Wer selbst einen Stand haben möchte, das Jux garantiert bei An-

meldung eine Fläche von 4 mal 4 Metern, nimmt am besten einen Tisch oder einen Teppich mit, inklusive CD-Player mit Kopfhörer oder mp3-Player, Laptop für eventuelle Videos, eine Lichtquelle, Promomaterial, Terminkalender und anderes für notwendig erachtetes Material mit. Aber das steht dann wie gesagt im Informationsblatt, das ihr nach der Anmeldung erhalten werdet. Neben der Messe und dem Treffen der Festival-Veranstalter sind Sessions geplant (ihr könnt euer Instrument schon einmal in den Kofferraum legen) und ein Konzert von Patrick & Co. Und noch ein P.S.: Wenn ihr älter seid als __ (bitte Zahl einsetzen) und es euch reizen würde, an der Börse als Besucher/in oder Teilnehmer/in mitzumachen, dann vergesst für einen Moment das verbreitete Vorurteil, dass Jugendzentren nur für Leute im Alter von__ bis __ (bitte wiederum Zahl einsetzen) Jahren zugänglich wären! :-) Info: www.jux.it

Foto: rhd

Redaktion Tageszeitung „Headliner“: 329/5913560 – redaktion.headliner@gmx.com


HEADL I N E R Freitag, 16. September 2011 – Nr. 183

Schreibt Balladen, u.a. über Südtirol und seine Sagenwelt: Die gebürtige Münchnerin Betty Quast.

Betty Quast: „Laurins Garten”

Balladen, Romantik und das unfreie Südtirol Kürzlich neu aufgelegt und bei der Musikerin direkt erhältlich: „Laurins Garten” von Betty Quast.

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ie CD „Laurins Garten”, erstmals erschienen 2009, wurde von Betty Quast kürzlich neu aufgelegt. Betty Quast ist Musikerin, singt und spielt Gitarre. Aufgewachsen in München, lebt sie seit einigen Jahren in Berlin. Quast präsentiert auf ihrer CD Balladen mit einfachen Melodien, einfachen Arrangements und Texten, die über die Sagenwelt der Dolomiten, über Träume und auch von der politischen Situation Südtirols erzählen. Betty Quast stand uns für einige Fragen Rede und Antwort. (rhd) Headliner: Sie bezeichnen ihre Lieder als lyrische Balladen und geben u.a. Walther von der Vogelweide als Bezugspunkt an. Wie ist ihre musikalische Entwicklung in den letzten zwei Jahren verlaufen? Welche Musik schreibt und spielt Betty Quast 2011? Betty Quast: Walther ist in der Tat eines meiner ganz großen Vorbilder. Er schrieb ebenfalls sowohl Liebeslieder als auch politische Texte und kam damit viel in der Weltgeschichte herum. Auch ich bin oft unterwegs und entdecke gerne andere Länder und Lebensweisen, z.B. wenn ich zu Konzerten eingeladen werde. Kopenhagen und Stockholm durfte ich auf diese Weise kennenlernen. Meine Musik hat sich nicht wesentlich verändert. Es sind natürlich neue Lieder hinzugekommen. Ich habe gemerkt, ich besitze einen Hang zur Zweistimmigkeit. Vielleicht liegt das daran, dass ich früher in verschiedenen Chören gesungen habe. Tatsächlich eignen sich einige meiner Lieder gut für den Chorgesang. Da war einerseits ein ungarischer Kinderchor aus Gyula, und ein andermal eine Gruppe von der Ostsee, mit denen habe ich „Die Zeit der Rosen“ und „Vineta“ (ein neues Stück) einstudiert. Zweistimmige Lieder bedeutet

aber auch, dass ich live idealerweise einen zweiten Sänger brauche. Bei Konzerten haben mich daher meist entweder meine Schwester Kathi Quast, und/oder Bandkollege Thomas Moritz unterstützt. In ihrem Lied „Und komme ich nach Südtirol” stellen sie Südtirol als unfreies Land dar und benutzen Bilder, die auch von traditioneller und von rechter Seite verwendet werden, trotz Autonomie, relativem Wohlstand und Europa. Wie kam es zu diesem Text und wie sehen sie ihn heute? An Traditionen kann ich grundsätzlich nichts Schlimmes finden – sie geben den Menschen Halt, besonders in einer Welt, in der „der Markt“ dabei ist, uns zu vereinheitlichten Konsumenten umzumodeln. Gerade Minderheiten helfen sie, eine eigene Identität zu wahren. Die Geschichte Südtirols ist leidvoll, da braucht man sich nichts vorzumachen, auch wenn sich zum Glück vieles stark gebessert hat. Man spürt allerdings auch heute noch immer eine gewisse Spannung, die in der Luft liegt. Nun zu Ihrer Frage, wie das Lied entstanden ist. Ich habe es einige Tage nach den Bozner HerzJesu-Feierlichkeiten 2008 geschrieben. Als ich zu dieser Zeit

nach Südtirol kam, war ich erst mal überwältigt von der Landschaft, dem Kulturgut, den Traditionen, den Sprachen, der Andersartigkeit. Am Tag danach war dann das komplette Gegenprogramm angesagt – eine italienische Fahne vor dem Siegesdenkmal, Militärfahrzeuge auf dem Waltherplatz, hauptsächlich italienische Bürger, sogar Familien, die sich dafür begeisterten. Der Kontrast hat mich umgehauen. Man sagte mir, das sei der Tag der Streitkräfte. So etwas kenne ich von Deutschland nicht, Militarismus ist verpönt, aufgrund der Vergangenheit, zu Recht. Bei uns wäre auch so etwas wie der Erhalt faschistischer Denkmäler ausgeschlossen, ganz zu schweigen von offiziellen Fahnen vor so etwas. Also war ich entsetzt.

Spielt allein oder mit Begleitung in ganz Europa: Liedermacherin Betty Quast auf der Bühne.

Wie ich mein Lied „Und komme ich nach Südtirol…“ heute sehe: Ich stehe nach wie vor dazu, allerdings würde ich es heute wahrscheinlich etwas anders schreiben. Da ich Südtirol nun besser kenne, an wichtigen Erfahrungen reicher bin und auch z.B. Italienisch gelernt habe, um auch diese Seite besser verstehen zu können, ist das Bild, das sich mir bietet natürlich jetzt etwas differenzierter. Sie singen in ihren Liedern über König Laurin, über die „Die Salige” und „Die Eiskönigin”. Welches ist ihr Zugang zu den Sagen der Dolomiten, welches sind ihre Quellen? Mein Zugang ist meist ein emotionaler – einerseits über die Faszinationen und Schönheiten der Natur, der Pflanzen und Tiere, die in der Bergwelt leben, die Berge selbst und ihre Phänomene, die Art der Menschen dort. Daher ist es für mich wichtig, oft in Südtirol zu sein, die Natur und die Stimmung dort zu erleben. Das inspiriert mich. Ein weiterer Zugang ist, dass ich mich versuche, in die Gefühle der Menschen aus den Sagen hineinzuversetzen und eigene, neue Zugänge zu schaffen zu den alten Geschichten. Es geht mir darum, die Menschen von heute zu berühren mit Dingen, die sie längst vergessen glaubten. Die Geschichte von König Laurin kannte ich schon als Kind, aus dem Buch „Sagen aus Österreich“ von meiner Oma. Das Buch habe ich damals rauf und runter gelesen, und ich denke, da ist wohl so einiges hängen geblieben. Manche Leute haben mir vorgeworfen, in diesen Natur-Liedern beschwöre ich angeblich eine heile Welt herauf, die es so gar nicht gibt. Wie ich erfreut festgestellt habe, gibt es aber noch erstaunlich viel, was sich krittelnde Großstädter oft gar nicht mehr vorstellen können. Info: http://bettyquast.wordpress.com


Wenn der Stil auch schwer definierbar ist, die Livepräsentation der Band ist sehr gut: Julius Bana aus Bozen.

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NEWS Homies4Life

Foto: rhd

Mixtape + Clip

Spontan und immer noch draußen

Spontaneous Openair Bruneck Spontan an diesem Samstag: Das Openair am Kühbergl in Bruneck.

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ie einen planen weit voraus, die anderen entscheiden sich kurzfristig. In die zweite Kategorie gehören die Organisatoren des „Spontaneous Openairs” in Bruneck, das am morgigen Samstag, 17. September am Kühbergl in Bruneck

stattfinden wird. Drei Livebands und (vorher und nachher) viel Musik von DJs sind das Grundgerüst dieses Openairs, das zu den letzten dieser durchaus fetten Festival-Saison gehört. Die Bands: Modotti aus Ferrara laufen unter dem Etikett Art-Postrock, Red Line Season aus Finale Emilia (Modena) stehen hingegen für Indie-Rock. Weniger leicht zu definieren sind die Bozner Julius Bana, die vor etwa einem Jahr

ihr Debut „Ni-Hao” veröffentlicht haben und irgendwo zwischen Postpunk und nervösem, hartem Indie zu platzieren sind. Live sind die vier Musiker nicht nur wegen ihrem Können auf den Instrumenten sehenswert, sondern auch wegen der leicht verrückten Show, die sie bieten. Zeitlich spielt sich das Openair wie folgt ab: ab 18 Uhr DJ Lorenzstern, ab 20 Uhr die erwähnten Bands, ab 24 Uhr wieder Musik vom DJ. Noch zwei Details am Schluss: Bei schlechtem Wetter wird das Konzert in den ARCB Bruneck verlegt und die Bruschetta ist gratis. (rhd)

Die Rittner HipHopper Homies4Life veröffentlichen am nächsten Freitag ihren neuen Release: Das Mixtape „MundArt“ vom Rapper MP, welches am selben Tag bei einer Releaseparty im Zentis Klobenstein vorgestellt wird. Schon heute gibt’s einen Vorgeschmack in Form des Musikvideos zu „Sound fürn Summer“, das die Jungs gemeinsam mit Bertrand Risè vom Shanti Powa Soundsystem gebastelt haben. Info: http://www.h4l.it

Piccolo Teatro Auer

Livetermine Das kleine Theater am Bahnhof von Auer hat seit Anfang September wieder regelmäßig Livebands zu bieten. Das Ambiente ist bezaubernd, die Gastgeber ausgesprochen freundlich und die Musik abwechslungs-

ABGESCHRIEBEN Blood Edition: „Cutting The Director“ (2010) Daran hätten sogar Death-MetalVerfechter ihre Freude. Am Start haben wir wieder eine Death-Metal-Kapelle aus dieser hiesigen Flut, die derzeit zu uns schwappt und einen leicht überforderten, sowie übersättigten Hörer hinterlässt. Um also in jener nicht unterzugehen und mir einen nachhaltigen Eindruck vermitteln zu können, müssen die Jungs von Blood Edition auf ihrem Debüt-Scheibchen "Cutting The Director" schon Außergewöhnliches bieten. Das Trio konnte bereits vor rund drei Jahren eine Promo-CD an den Mann bringen und hiermit in entsprechenden Kreisen ein wenig Aufmerksamkeit erhaschen. Der neue Output "Cutting The Director" wird zeigen, ob sich die Jungs anno 2011 über Wasser halten können. Bereits der Opener 'Our Bones Feed The Worms' röhrt relativ strukturlos, jedoch auch mit einer Menge Wut und Aggression aus

den Boxen. 'Concious Autopsy', zu dem die Herren einen Videoclip drehen wollen, wirkt ein wenig ausgereifter als das restliche Material: Die Shouter Schwarz und Pollinger keifen die Vocals mit einer ordentlichen Portion Galle ins Mikrofon und die Gitarrenfraktion macht ihren Job mehr als ordentlich. 'Necropolitan' wirkt dagegen etwas schleppender, aber nicht minder brachial. Mit verschiedenen Soundspielereien versuchen Blood Edition, man mag es kaum glauben, Abwechslung in ihr Spiel zu bringen. Sicherlich hapert es an manchen Stellen hiermit noch, für ein Debüt-Album wirkt das ganze Unterfangen doch recht hörbar. 'No Inch Forward' und 'Zombiewalk' bestechen durch treibende Riffs und der einen oder anderen Soundüberraschung. Das abschließende 'Flesh Made Sign' demonstriert letztendlich noch mal die wütenden Trademarks der Rumpel-Truppe, wodurch sich der Track auch bei Live-Präsentationen als Gassenhauer zum "Grande Finale" entpuppen könnte.

Die Tatsache, dass ich mir auf der einen die Platte ohne Skip-TastenBetätigung anhören, auf der anderen Seite standartisiertem DeathMetal nicht sonderlich viel abgewinnen kann, sollte hier als Qualitätsmerkmal verstanden werden. Somit können Freunde von beispielsweise Cannibal Corpse durchaus reinschnuppern und Blood Edition die eine oder andere Chance geben. Anspieltipps: Concious Autopsy, Flesh Made Sign. (Marcel Rapp; 7,5 von 10 Punkte) (aus: Powermetal.de, März 2011, www.powermetal.de)

reich. Hier die nächsten anstehenden Termine: Sa 17.09.: Stefano Vergani mit L'Orchestrina Avapulco (Liedermacher); Mi 21.09.: Rue Royale und Mainfelt (Folk/Rock); Fr 23.09.: Numa Sosa & The Gauchos (Ska), Sa 01.10.: Cantina Roots (Reggae/Dub).

Interesse daran, im Headliner zu inserieren? Kontaktieren Sie uns:

redaktion.headliner@gmx.com


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Fast forward - Musik im Web 2.0 F

headliner.fm

olgende Situation dürfte den Musikinteressierten bekannt sein: Man klickt sich durch die Website einer Lieblingsband und entdeckt dort Empfehlungen/Links zu ähnlichen, befreundeten Bands. Da die Lieblingsband so heiß ist, lässt man sich auf ihre Empfehlung ein und klickt sich zur genannten Website. Manchmal entdeckt man auf diese Art eine weitere tolle Band. Nach diesem Prinzip funktioniert auch die neue Plattform headliner.fm, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, durch die gezielte Ansprache der virtuellen Freunde von Musikern mit ähnlichem Stil eine direkte Verknüpfung herzustellen. Dabei funktioniert headliner.fm nach einem einfachen Muster: Man erstellt einen headliner.fm-Account, verknüpft die eigenen, bereits bestehenden MySpace-, Twitter- und FacebookProfile und hat dann die Möglichkeit, Promotionen zu erstellen. Diese bestehen aus einer kurzen Nachricht und einem Empfehlungslink. Anschließend sucht sich der User Gleichgesinnte im headliner.fm-Netzwerk aus, die entweder automatisch oder gezielt angehakt werden können. Bestimmen kann man ebenfalls, ob Leute auf MySpace, Twitter, Facebook oder auf allen drei Netzwerken angesprochen werden sollen. Bestätigt man die Auswahl, erhalten die gewählten Bands/User die Promotionsnachricht mit dem Empfehlungslink und der Bitte, sie anzunehmen. Und wenn sie das machen, dann wird Text und Link auf ihren verknüpften Social Network-Profilen gepostet. Damit das Ganze nicht unter die

„Spread music“ lautet das Motto der neuen Plattform headliner.fm, die für Musiker, Bands, Labels oder Konzertveranstalter gedacht ist. Die Idee dahinter ist jene, dass sich Bands gegenseitig weiterempfehlen und dabei auf ihre bereits bestehenden Social Network-Profile/Freunde von MySpace, Twitter und Facebook zurückgreifen.

man die investierten „Band Bucks” zurück. Für die Verknüpfung eines Social Network-Profils gibt’s ebenfalls „Band Bucks” in Höhe der Freundesanzahl. Hat man zehn Bands weiterempfohlen, erhält man 2.000 „Band Bucks” als Bonus. Daneben besteht auch die Möglichkeit, „Band Bucks” via Paypal zu kaufen. Dies dürfte jedoch hauptsächlich nur für MajorBands/Labels interessant sein; genauso wie die Möglichkeit, den kostenlosen „Basic“-Account auf die ausgereifte „Pro“-Version (30

die Empfehlung vor dem Bestätigen anzusehen/hören. Denn schlussendlich – und das ist wohl der wichtigste Grund, der für diese Plattform spricht - dürfte keine Band daran interessiert sein, ihre virtuellen Freunde mit Hinweisen von anderen Bands zu bombardieren, die sie selbst nicht gut finden. Weil also direkt auf die eigenen Freunde zurückgegriffen wird, dürfte sich das von Facebook bekannte „Jeder mit jedem“ in Grenzen halten und sich der User über-

zer schicken zu können. Finanziert werden die Promotionen also durch die „Band Bucks”, die sich ansammeln indem man Bands weiterempfiehlt, selbst weiterempfohlen wird oder neue headliner.fm-User gewinnt. Platziert man auf der eigenen Website einen verlinkten headliner.fm-Banner, so erhält man „Band Bucks” für die verweisenden Klicks; ladet man Bands via Kontaktform zu headliner.fm ein, so erhält man im Gegenzug bei Registrierung einer an-

Dollar monatlich) oder „Platin“Version (50 Dollar monatlich) zu erweitern. headliner.fm wurde kürzlich durch die Mitgliedschaft der Band Maroon5 beworben, sowie durch Wettbewerbe der Bands Weezer und Good Charlotte, die für den jeweiligen Gewinner eine Promotionsnachricht an ihre Fans verschickten. In Europa ist die Plattform jedoch bislang noch nicht so bekannt. Grundsätzlich lässt sich nach ei-

Kategorie Spam fällt, ist jeweils nur eine laufende Promotion möglich, die mit der virtuellen „Währung“ namens „Band Bucks” ermöglicht wird. Eine Promotion erstreckt sich in einem Zeitraum von ca. drei Tagen und bietet den Usern somit genügend Zeit, sich

legen, welche Empfehlung er annimmt und als weiterempfehlenswert betrachtet. Außer natürlich… wenn der User wie besessen Punkte („Band Bucks“) sammelt, um einmal im Leben (bei Erreichen von einer Million) eine Promotionsanfrage an die Band Wee-

gesprochenen Band für jeden ihrer virtuellen Freunde, die sie auf ihren Social Network-Profilen haben, einen „Band Buck”. Als Starthilfe gibt’s 100.000 „Band Bucks” und wenn die eigene Promotion von den angeschriebenen Usern nicht angenommen wird, erhält

nem Testlauf sagen, dass die Idee, in der Musikszene auf gegenseitiges Interesse und die damit verbundene Unterstützung zu setzen, zwar oft utopisches Wunschdenken, aber alles andere als verkehrt ist. (eva) Info: http://headliner.fm

Headliner #160  

Headliner - Musikmagazin - Freitags in der Neuen Suedtiroler Tageszeitung.

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