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Freitag, 29. Jänner 2010 – Nr. 19

HEADL I N E R Redaktion Tageszeitung „Headliner“: 329/5913560 – redaktion.headliner@gmx.com

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von Reinhold Giovanett

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Der Pixner

as Herbert Pixner gerade anstellt, ist verblüffend. Die Folgen sind nicht absehbar, aber es ist ein deutliches Zeichen dafür, dass in der Volksmusik etwas in Bewegung ist. Mit der Natürlichkeit junger, leicht angriffslustiger Bands, zieht er sein Ding durch, nutzt mit Intensität InternetWerkzeug wie MySpace für seine musikalischen Belange, lässt seiner Kreativität freien Lauf und hält sich nicht an die Vorgaben der bisweilen konservativen Volksmusik (die zumindest von außen betrachtet, mit Beharrlichkeit ihre Grenzen klar zu definieren scheint). Der befreiende Humor, mit dem Pixner die Sache angeht, lässt sich an den Titeln seiner Stücke ablesen („Leckmicha Marsch“ ist als Video bei YouTube zu sehen), aber auch an den zwei CDs, die er mit seinem Herbert Pixner Projekt veröffentlicht hat. „Blues’n auf“ ist 2006 erschienen und „Bauern_Tschäss“ wird Anfang Februar mit einer 10tägigen Tour durch den Alpenraum Anfang Februar live vorgestellt. Die auf den ersten Blick vielleicht banale Wortspielerei Bauern Tschäss/Power’n Jazz kann als deutliches Statement genommen werden. Herbert Pixner ist seit knapp drei Jahren Profimusiker. Ein Blick auf die auf seiner MySpace-Seite eingetragenen Termine, ergibt, dass bis Ende 2010 bereits knapp 40 fixiert sind und bestätigt den Eindruck, der er im direkten Gespräch hinterlässt: die Offenheit in alle Richtungen, die sprudelnde Kreativität und die pure Lust Musik zu machen. Der Begriff „Bauern Tschäss“ stand (und steht) für die abschätzige Bezeichnung der traditionellen Volksmusik. Pixner, der mit 16 damit begonnen hatte Akkordeon zu lernen, erinnert sich eben an diese abschätzigen Bemerkungen, die im Freundeskreis fielen, wenn die Rede auf seine Musik kam. Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. Pixner: „In den letzten sechs oder sieben Jahren hat sich unser Publikum geändert. Während wir vorher vor allem vor – sagen wir – 50+ gespielt haben, ist das Publikum jetzt sehr gemischt und geht von 12 Jahren aufwärts. Uns freut es, im Publikum auch Leute mit Rastas und Lederjacken zu sehen und nicht nur mit Steirer.“ Generell bemerkt Pixner eine Veränderung in VolksmusikSzene in Südtirol: „Ich glaube in Fortsetzung >


Freitag, 29. Jänner 2010 – Nr. 19

Liquid Gas

finger Grafik: Othmar Schöna

HEADL I N E R

Erblickt das Licht des Internets nach 6 langen Monaten: „Saturation“, das erste Album von Liquid Gas.

Neben der Band auch solo aktiv: Othmar Schönafinger, hier live mit John’s Revolution beim diesjährigen Speculum.

Sind Sie satt? Othmar Schönafinger, 33, seit 3 Jahren fest involviert als Songwriter und Gitarrist bei John’s Revolution, kommt mit einem Soloalbum um die Ecke. Der Projekt-Name Liquid Gas, die Platte „Saturation“. Da dauert es nicht lange, bis folgende Frage weitergereicht wird: Warum eigentlich? Zugegeben, auf den ersten Blick scheint sie nachvollziehbar, zumal die vorangegangene Singleauskoppelung „Could Be Right, Could Be Wrong“, die seit letzten Donnerstag auf MySpace zum freien Download steht, nahe am Sound von John’s Revolution angesiedelt ist. Auch der dazugehörige Videoclip vermittelt den Eindruck, dass Liquid Gas eine ähnliche Richtung einschlagen könnte. Andererseits: Auf dem Album befinden sich Songs, die schon seit 10 Jahren auf ihre Veröffentlichung warten und als Ganzes betrachtet, eckt Liquid Gas nicht unmittelbar an JR an. Das Album steckt zwar

wie erwartet im Britpop, liefert aber gleichzeitig auch die Antwort auf die Frage, warum Schönafinger neben JR an eigenen Songs bastelt: Liquid Gas bietet Raum für Experimentelles, der bei Othmar’s Hauptband in diesem Ausmaß – wohl auch bedingt durch die Liveumsetzung nicht gegeben ist. So ist „Saturation“ mit Effekten durchzogen; Revers Delays lassen die Platte psychedelisch, wenn auch teilweise etwas durcheinander gewürfelt, wirken. Gesanglich ist auf dem Album eine gewisse Scheu zu vernehmen; der Mix ist durchgehend gut, von den 9 Eigenkompositionen (die um zwei Britpop-Coversongs ergänzt werden) hebt sich vor allem „She“ als Gesamtes ab. Wer nun Hunger bekommen hat, klickt sich ab heute auf ’s MySpace-Profil von Liquid Gas und holt sich das Album als Download; die Sättigung gibt’s dort kostenlos. (eva) Info: www.myspace.com/liquidgas

de CD eingespielt. Die CD klingt lebendig, hält das Versprechen, traditionelle Volksmusik mit Jazzelementen überzeugend zu verbinden und belegt die Lust Pixners, sich auf Neues einzulassen. Wer Pixner hören möchte, hat dreierlei Möglichkeiten. Am Freitag, 5. Februar stellt er die CD „Power’n Jazz“ auf der Haselburg in Bozen, und am Freitag, 12. Februar im Theater in der Altstadt in Meran vor. Seine Radiosendung „A Tanzl a Weis’“, die Pixner gemeinsam bzw. abwechselnd mit Franz Hermeter und Roland Walcher moderiert und dabei gerne auch live spielt, ist im Sender Bozen (Radio) jeden Montag und Mittwoch ab 18 Uhr zu hören. Am Donnerstag, 4. Februar, 19.40 h, ist im Programm von „Radio Freier Fall“ (Sender Eine längst perfekt aufeinander eingespielte Formation: Das Pixner Projekt (Bassist Werner Unterlechner, Harfenistin Katrin Aschaber und Herbert Pixner).

Fortsetzung >

der Volksmusik waren noch nie so viele junge Leute aktiv, wie in den letzten 10 Jahren.“ Und es sind gerade diese jungen Musiker, die damit beginnen, über den musikalischen Tellerrand zu schauen um Neues auszuloten, eine Entwicklung, die, wie Pixner mit etwas Bedauern bemerkt, in Bayern oder der Steiermark bereits zu interessanten Ergebnissen geführt hat. Pixner, der seine Tätigkeit als Musiklehrer aufgrund terminlicher Überschneidungen mit seiner Konzerttätigkeit aufgegeben hat, mag bei dieser Entwicklung eine we-

sentliche Rolle gespielt haben. Pixner, der seine eigenen Sachen weder auf Noten aufschreibt, noch den Anspruch hat, diese identisch zu wiederholen, legt sehr viel Wert auf Improvisation, auf die Freiheit in der Musik, und wenn er auch die Tradition der Volksmusik respektiert und an ihr festhält, so ist es – etwas vereinfacht formuliert – das Loslösen des Musikanten (und also des Schülers) vom Notenblatt, das was er vorlebt und u.a. mit seinem Herbert Pixner Projekt zelebriert, auf der Bühne ebenso wie im Studio. Er verlagert die Volksmusik vom Kopf in den Bauch, reduziert die Vorgaben auf das notwendige Grundgerüst und baut darauf seine Musik auf. Dadurch entsteht der Freiraum, in dem sich die Energie

Unverkrampfte Volksmusik auf dem Weg zu neuen Ufern: „Bauern_Tschäss“, die zweite CD des Herbert Pixner Projektes, zu haben ab Freitag, 5. Februar.

ausbreiten und auf das (zunehmend junge) Publikum überspringen kann. Man könnte es auch anders formulieren: Pixner gehört zu denen, die den Rock’n’ Roll in die Volksmusik (zurück)bringen! Das Herbert Pixner Trio besteht in der aktuellen Formation mit der Harfenistin Katrin Aschaber und dem Bassisten Werner Unterlechner seit etwa vier Jahren. In zwei Tagen haben sie im „Aktiv Sound Studio“ in Landeck die in Kürze erscheinen-

Bozen) neben einem längeren Interview mit Herbert Pixner, auch die neue CD zu hören. Info: www.myspace.com/herbertpixnerprojekt oder www.tanzlmusig.it


Eternity Ends war eine viel versprechende Band. Live eine Augenweide und musikalisch mit deutlichem Potential und anderen Gruppen dieser Musikrichtung einige deutliche Riffs voraus. Als die Nachricht die Runde machte, sie hätten sich aufgelöst, haben wir uns mit Schlagzeuger Florian „Flotschi“ Kofler kurzgeschlossen und um Aufklärung gebeten.

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NEWS

Foto: Julia Mayer

Drummer bei Eternity Ends und Coma: Florian „Flotschi“ Kofler, hier backstage beim letztjährigen „School's Out“ in Bozen.

Interview mit Florian „Flotschi“ Kofler

When eternity comes to an end Headliner: Die Ewigkeit hat tatsächlich ein Ende gefunden. Was waren die genauen Gründe? Florian „Flotschi“ Kofler: Der Anfang vom Ende war, als mich Coma fragten, ob ich bei ihnen spielen würde, weil ihr Drummer ausgestiegen war. Daraufhin habe ich Eternity Ends verlassen, und mein Glück bei Coma versucht, weil ich zum einen schon einmal mit ihnen auf Tour war, und zum anderen, weil bei Eternity Ends nicht mehr viel ging (die Proben wurden immer seltener, die Motivation, neue Lieder zu schreiben, ließ zu wünschen übrig ...). Bei Coma hat es aber leider auch nicht geklappt, weil sie sich dermaßen viel vorgenommen haben (neue Lieder, neuer Bandnamen, Touren), dass ich Band, Uni und andere musikalische Tätigkeiten nicht mehr unter einen Hut brachte. Nach meinem Ausstieg hörten auch Danny, Lisa und Schweiky auf. Daniele und Malla wollten einen Neustart mit neuem Drummer versuchen, was ihnen aber nicht gelang. Gibt es „unreleased tracks“ die ihr aufgenommen, aber nicht veröffentlicht habt? Unreleased Tracks gibt es keine. Das letzte Lied, das wir aufgenommen haben, war „Emotionless“, was über MySpace und auch auf der letzten „School 's Out“-CD 2009 veröffentlicht wurde. Du hast dich – so hört man – vom Metal abgewandt. Warum das? Wie sieht deine musikalische Gegenwart/Zukunft aus? Alles nur Gerüchte. Ich spiele keinen Metal mehr im Moment, aber mir gefällt diese Musik

Fotos: rhd

Bekommt man nur mit etwas Glück zu sehen: Die „Wall of Death“-Sequenz während des Eternity Ends-Auftrittes am 4. Juni 2008, „School's Out“, Bozen.

Workshop

Christian Kaufmann Er ist jung, gilt aber als einer der besten des Landes: Christian Kaufmann aus Bozen. Wenn es dann einen Workshop mit ihm gibt, dann sollte man/frau die Chance am Schopf packen. Kaufmann wird in die Themenbereiche Rhythmusgitarre in der Rockmusik, Solotechniken, Skalen und Akkorde einführen und darüber Auskunft geben, wie man mit Verstärkern und Effektgeräten so umgeht. Der Kurs beginnt am Samstag, 6. Februar, 16 Uhr im Bunker-Pub in Klobenstein/Ritten. Die Teilnahme kostet 20 €uro. Info und Anmeldung: info@zentis.it, Tel. 5950804

Anguish Force

Drummer gesucht Die Bozner Thrash-Metaller Anguish Force (www.anguishforce.com) suchen einen motivierten/erfahrenen Drummer. Kontakt: 339/7935025 oder 347/4394436.

Radio Freier Fall

Live im Auditorium Live eine Wucht und ein Genuss zum Zuschauen: „Eternity Ends“, hier bei ihrem Auftritt am 4. Juni 2008, „School's Out“, Bozen.

nach wie vor. Mein Musikgeschmack beschränkt sich zwar nicht ausschließlich auf Metal, aber das war immer schon so. Zur Zeit spiele ich bei der Brassband Überetsch und bei der Musikkapelle St. Pauls. Was machen die restlichen Eternity EndsMitglieder in musikalischer Hinsicht? Schweiky spielt bei den Lubbers. Der Rest ist, soweit ich weiß, in keiner Band aktiv, und widmet sich dem Studium. Ich hatte bei euren Texten den Eindruck, dass sie religiös geprägt waren. Kannst du dazu etwas sagen? Mit den Texten hatte ich eigentlich gar nichts zu tun. Ich war mehr für den instrumentalen Teil zuständig. Es kann daran liegen, dass unser Sänger, Immanuel, von dem die Texte stammten, aus sehr religiösen Verhältnissen stammt. Info: www.myspace.com/eternityendscore

(Interview: rhd)

Eine der spannendsten Programmpunkte der Radiosendung „Freier Fall“ (Sender Bozen, jeden Donnerstag, 19.40 bis 22 h) ist die Reihe „100% Live“. Südtiroler Bands wurden und werden ins Auditorium eingeladen um dort – richtig – 100% live zu spielen. Eine Nachbearbeitung ist nicht möglich, ein Wiederholen auch nicht. Für die Monate Februar/März wurden Termine mit folgenden Bands vereinbart: The Psychos (Punk'n'Roll aus Bozen, Do 4. Februar), Ago & Friends (Bluesrock aus Bozen, Do 11. Februar), Simple Choice (Rock/Pop aus Meran/Passeiertal, Do 18. Februar), Reach Us Endorphine (Metal aus Barbian, Do 25. Februar), Average (Punkrock aus dem Sarntal, Do 4. März), Controfase (Elektronik/Zeitgenössisches aus Bozen, Do 11. März), Underwood (Musik für akustische Gitarre aus Meran, Do 25. März) und, als Vorschau auf April: Brothers Records (Hiphop aus Lana, Do 8. April). Die Livesessions beginnen traditionellerweise um 21 Uhr. Info: radiofreierfall.blogspot.com


Veröffentlichen bald erste Studioeindrücke auf MySpace: Voices of Decay aus Meran.

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NEWS Intern. Live Award

Anmeldungen laufen ab!

Slowtorch

Erst Studio dann UK Die Bozner Stoner-Band Slowtorch begibt sich voraussichtlich Mitte Februar ins Studio und will die Sache diesmal angehen wie es sich gehört, das heißt mit Preproduktion, Diskussionen über Arrangements und dann eben den Gang in ein Aufnahmestudio. Nicht, dass ihr letztes Demo „From Radiation

They Came“, das vor fast genau einem Jahr erschienen ist, schlecht gewesen wäre. Slowtorch werden im März erneut nach England fahren um beim Festival „Dragonfest“ zu spielen. Im Juni/Juli folgen dann einige Konzerte in Europa, zusammen mit der Band Gods Of Hellfire. Und da wäre es natürlich von Vorteil, eine aktuelle Scheibe im Gepäck zu haben. Stay tuned for more upcoming News! Infos: www.slowtorch.com

Interesse daran, im Headliner zu inserieren? Kontaktieren Sie uns:

redaktion.headliner@gmx.com

Voice Recording Die Meraner Black Metal-Band um die Gebrüder Flarer, aktiv seit 1997, nutzt die letzten Wintermonate für die Aufnahmen einer neue Platte. CD Nummer 4 soll noch vor Sommer 10 erscheinen und der Nachfolger zur mittlerweile 4 Jahre alten EP „Doing Maximum“ werden. Somit legen Voices of Decay nach einem Demo, dem Album „Nocturnal Domain“ und der erwähnten EP heuer ihren zweiten Longplayer vor. Aufgenommen wird in der Urformation mit Lukas Flarer an der Gitarre, Christoph Flarer am Schlagzeug und Helmut Menz am Mirkophon, vervollständigt durch Florian Reiner am Bass. 11 Tracks sollen auf die Scheibe; wie sie klingen dürften, hat uns Drummer Christoph Flarer im Interview erzählt. Headliner: Voices of Decay waren seit 4 Jahren nicht mehr gemeinsam im Studio. Wenn du dich zurückerinnerst, empfindest du die Zeit im Studio dann momentan anders als früher? Wenn ja, inwiefern? Christoph Flarer: Schwierige Frage, denn Vorfreude und auch ein wenig Anspannung, egal zum wievielten Mal man sich ins Studio begibt, ist immer vorhanden. Man brennt natürlich darauf, endlich die neuen Songs in irgendeiner Form festzuhalten. Dieses Mal habe ich den Aufnahmen entspannt entgegen gesehen, denn obwohl wir im Vorfeld aus Zeitmangel nicht so intensiv wie vorgenommen proben konnten, sah ich uns gut vorbereitet und bisher verliefen die Aufnahmen auch recht zügig. Der Unterschied im Hinblick der Aufnahmetechnik, weniger im Vergleich zu vor vier Jahren, aber zu 1997, als wir das erste Mal ein Studio von innen sahen, ist sehr wohl vorhanden. Durch den Ausstieg von Schlagzeuger Martin Rainer sitzt du nun wieder wie zur Anfangszeit von Voices of Decay an den Drums. Verzichtet ihr in Zukunft ganz auf einen Keyboarder? Ich denke schon. Man könnte es so formulieren, dass diese Entscheidung eine ökonomische war. Drei der Gründungsmitglieder sind noch im Boot, dazu kommt mit Florian ein Bassist, der auch außerhalb der Bandaktivitäten auf einer gemeinsamen Wellenlänge liegt. Wir verstehen uns sehr gut, und leider ist nun mal so, dass man nicht mehr wie früher, als man noch zur Schule ging und von einer Bandgründung und der damit verbundenen Weltherrschaft träumte, die Zeit hat ganze Nachmittage im Proberaum zu verbringen. Die An-

fangsträume haben wir noch nicht aufgegeben, doch ist Zeit ein immer wichtigerer Faktor geworden, zu viert lassen sich gemeinsame Proben einfach leichter organisieren als zu fünft. Hinzu kommt noch, dass wir das Keyboard ein wenig in den Hintergrund rücken, wenngleich es immer ein wesentlicher Bestandteil von Voices Of Decay bleiben wird. Die Entscheidung, auf einen Keyboard in Zukunft definitiv zu verzichten, fiel

Gitarrist und Tontechniker gleichzeitig: Lukas Flarer.

nicht ganz leicht, auch in Hinblick darauf, dass bei Liveauftritten ein kleiner Teil aus der Konserve tönt. Wir sind allerdings der Meinung, dass wir in der momentanen, perfekt funktionierenden Zusammenstellung die höchste uns mögliche Qualität darbieten können, und auch auf der Bühne haben wir die Feuerprobe in dieser Formation schon bestanden. Du hast erwähnt, dass die neuen Tracks das bisher abwechslungsreichste Bild der Band vermitteln. Welche Änderungen wird’s auf dem Album in musikalischer Hinsicht geben?

Die typischen Voices Of Decay Merkmale sind natürlich auch auf dem neuen Album vorhanden. Ich persönlich finde die einzelnen Tracks variabler, sie zeigen mehr Facetten und wir nehmen unterschiedliche Subgenres des Metal in unserem Stil auf, wobei auch Florian einen großen Teil dazu beigetragen hat, der sich zusammen mit Lukas für das Songwriting hauptverantwortlich zeigte. Unser Stil hat sich nicht wesentlich verändert, sehr wohl aber im Detail. Als Involvierter ist es natürlich schwer, ein objektives Bild der Musik wiederzugeben, ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Reaktionen ausfallen werden! Das Album soll im Spätfrühjahr erscheinen und ist noch unbetitelt. Veröffentlicht ihr als Hardware, Download oder kombiniert? Bezüglich der Veröffentlichungsart werden wir das neue Album auf jeden Fall in Form eines gepressten Silberlings präsentieren. In dieser Hinsicht sind wir zu sehr Traditionalisten. Es gehört einfach dazu, dass man etwas in der Hand hat, anfassen kann, das Booklet aus der CD-Hülle herausschiebt, sich Texte und Bilder ansieht, die Stereoanlage einschaltet, gespannt die Scheibe einlegt, dann auf den Playknopf drückt und einige Millisekunde warten muss, bis die ersten Töne erklingen. Es ist ein klein wenig wie ein Ritual, dass durch die heutige Technik leider verloren geht und Musik oft zu einem anonymen und austauschbaren Produkt macht. Trotzdem denke ich, dass wir den einen oder anderen Song in Form eines Downloads anbieten, denn jedes Medium hat sein Vor- und Nachteile… Info: www.myspace.com/voicesofdecay

(Interview: eva)

Foto: Voices of Decay

Im Studio

Foto: rhd

Der „International Live Award“, ein Nachwuchsfestival das im Februar stattfindet, ist das erste wirkliche Highlight des Jahres, was die jungen hiesigen Bands betrifft. Anmelden können sich alle Bands und Musiker, die Anmeldeformular und Kaution rechtzeitig abgeben bzw. überweisen. Der letzte diesbezügliche Termin: Samstag, 30. Jänner 2010. Es sei darauf verwiesen, dass nur mehr (sehr sehr) wenige Plätze frei sind. Die Vorrunden finden vom 18. zum 20. Februar im Vereinshaus Terlan statt. Das Finale am Sonntag, 21. Februar, ebenfalls in Terlan. Alle Infos: www.airbagpromo.com


Headliner #075  

Headliner - Musikmagazin - Freitags in der Neuen Suedtiroler Tageszeitung

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