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DIE NEUE SÜDTIROLER

Freitag, 6. März 2009 – Nr. 45/17. Jg.

Tageszeitung > Redaktion Tageszeitung Headliner: headliner@tageszeitung.it – Tel. 329/5913560

(Don't) Cover your face von Reinhold Giovanett

ind of Camilla” hatten bereits Ende 2007 ihr erstes Highlight, ihres bis dahin noch kurzen Banddaseins: Sie hatten sich für die Teilnahme am Meraner Musikwettbewerb „Speculum” angemeldet, ein Bandwettbewerb, bei dem eine Jury „Südtiroler Musikprojekte aus dem gesamten Bereich zwischen progressivem Rock über New Folk und ethnischer Musik bzw. Weltmusik bis hin zu jazznahen Genres” bewertet und auszeichnet. „Kind of Camilla” hatten diese Jury, zu der u.a. der über die Grenzen hinaus bekannte Jazzpianist Franco D’Andrea gehörte, überzeugt. Ein paar Wochen später überzeugte die Band auch beim „Italian Live Award” und schaffte es bis ins Semifinale nach Wien. Angetreten ist die Band da jedoch nicht. Da Sängerin Camilla Guerrini schwanger war, musste der Wiener Auftritt mit einigen anderen Liveterminen abgesagt werden, und die Band nahm sich eine kurze Auszeit, bevor sie im Sommer 2008 mit den Aufnahmen zur jetzt vorliegenden CD begann. Die Aufnahmen wurden im Ötztal gemacht, in den Aufnahmestudios von „Lee Belle Music”, einem der Labels, dem „Kind of Camilla” ein Jahr zuvor ein Demo mit einigen Songs zugeschickt hatten. Christian Kröss, Gitarrist und Hauptsongschreiber der Band: „Wir hatten uns damals einige Studios und Labels angeschaut, aber nach dem Treffen mit Ralf Metzler, dem Produzenten der CD, wussten wir, dass dies der richtige

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Mann für uns war.” Wenn sich „Kind of Camilla” im Moment als Trio präsentieren, dann hat das damit zu tun, dass just in dem Moment, in dem die Aufnahmen begonnen wurden, der damalige Schlagzeuger Christian

Lechtthaler die Band aus Arbeitsgründen Richtung Schweiz verließ. Ralf Metzler schlug „Kind of Camilla” vor, für die Studioaufnahmen auf den in New York lebenden, aber aus der Schweiz stammenden Jazzschlagzeuger Jojo Mayer

zurückzugreifen. Eine glückliche Wahl, auch im Rückblick, wie Kröss selbst betont. Für die anstehende Präsentationstour haben „Kind of Camilla” inzwischen im Rittner Daniel Unterhofer einen Fortsetzung >


Freitag, 6. März 2009 Nr. 45

örg Zemm(l)er, Gewinner des FM4-Protestsong-Contests 2006, der seine Gitarre liebevoll „Elisabeth“ und seinen DrumComputer mindestens genauso zärtlich „Adolf“ nennt, kommt morgen Abend gemeinsam mit Peter Pichler, dem Beautiful Frontman, zurück nach Südtirol, um als „BOB“ vor einheimischem Publikum aufzutreten. „BOB“ sind ohne Zweifel das interessanteste Pop-Projekt aus Südtirol und gleichzeitig auch unser stilsicherster Indie-Export, denn die beiden Musiker aus Seis und Gargazon haben mittlerweile in der Wiener Szene Fuß gefasst. Gegründet wurden „BOB“ 2001 während der Studienzeit in Innsbruck, doch es dauerte ganze vier Jahre bis das Debütalbum erschien. Die erste, damals noch ungemasterte CD erhielt den dreisten Titel „Greatest Hits Vol. I“ und erschien genauso selbstbewusst im Eigenverlag. Noch im selben Jahr wurde der Albumtrack „Yes For Sure“ auf dem österreichischen Radiosender FM4, der seit Mitte der 90er versucht, dem Mainstream zu trotzen, rauf und runter gespielt und gleichzeitig auf dem hauseigenen Sampler „Soundselection Vol. 13“ gepackt. Aus dem ursprünglich vertonten Sprachkurs wurde somit ein Indie-Hit, den die FM4-„Im Sumpf“-Redaktion mit „Simple Klingklang-Melodien, gute Beats, charmante und vor allem sinnfreie Vocals“ umschrieb und dem Hörer immer wie-

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Ist quasi trotzdem Pop! Das Elektro-Duo „BOB“ rockt Meran der bewusst näher brachte. 2006 folgten für „BOB“ Live-Gigs in Wien, Graz, Innsbruck, Berlin und London und ein Jahr später ging das Duo auf Einladung von Independent-Regisseur Todd Rohal auf US-Amerika-Tour. Auch für den Soundtrack seines Films „The Guatemalan Handshake“ durften „BOB“ einen Song und gleichzeitig einen Konzertmitschnitt für die offizielle DVD beisteuern. Die Zeiten, in denen Jörg und Peter auf Eigenverlag setzten oder setzen mussten, waren vorbei und somit erschien das zweite Album „tom“ 2008 auf dem Wiener Label „Konkord“, das wiederum aufs

hauseigene Kellerstudio, auf CDs, Vinyl und freie mp3s setzt. Auf dem aktuellen Longplayer trifft intelligenter Synthie- auf NoisePop, der oberflächlich betrachtet allzu gerne in die Trash-Schublade gesteckt oder auf den „Tocotronic“-Bezug reduziert wird. Doch hinter „BOB“ steckt mehr als die ins Englische übersetzte Version des „Toco“-Songs „Die Idee ist gut, doch die Welt noch nicht bereit“, der hier düster, kühl und mit New Wave-Einschlag rüberkommt. Es steckt mehr dahinter, als Musik zu machen, die von Musik, also ihr selbst oder ihren Interpreten handelt, konkret von

Michael Jackson auf „Such A Much Better Place“ oder auf leere Slogans baut. Hinter „BOB“ steckten detailliert zusammen gestrickte Popstücke, die ihr Genre selbstironisch beäugen, vielleicht auch belächeln, aber gerade deshalb die Glaubwürdigkeit nie verlieren. Auf der Bühne werden daraus mit Gitarre und Laptop, kontrolliert durch ein Midi-Keyboard, etwas rockigere Versionen gemacht. Und die werden „BOB“ morgen Abend im Ostwest Club Meran mindestens genauso gut stehen wie dem Mastermind sein Beautiful Frontman. (eva) Info: www.bob-the-band.com

Jörg Zemmer und Peter Pichler: Bobstars mit Stil

Foro: Konkord

Tageszeitung

Fortsetzung >

„neuen” Schlagzeuger gefunden, der in einigen bereits gespielten Konzerten gezeigt hat, dass er zur Band passt. Unterhofer ist etwas über 20 und hat gerade ein klassisches Schlagzeugstudium am Konservatorium in Bozen hinter sich. Kröss: „Er wird bestimmt früher oder später fest in die Band aufgenommen.” So ist die Band mittlerweile wieder vollzählig und in den Startlöchern, wobei neben Kröss, Unterhofer, der Sängerin Camilla Guerrini und dem Bassisten Salvatore Cosentino, streng genommen auch Rikke Qvist dazuzuzählen ist, da die gebürtige Dänin den Großteil der Texte beigesteuert hat. Christian Kröss ist also guter Dinge was die Band und die CD betrifft: „Die Verzögerungen bei der Produktion der CD haben uns zwar etwas verwirrt, aber wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis.” „Cover your face” erscheint offiziell am Montag, 9. März, wenn „Kind of Camilla” im Theater in der Altstadt die 13 Songs der CD spielen werden. „Lee Belle Music”, die einen Vertriebsvertrag mit Universal hat, wird den Silberling dadurch nicht nur in Mitteleuropa, bzw. im deutschen Sprachraum

Jazziger Pop, poppiger Jazz? Das Debut der Meraner Formation „Kind of Camilla"

vertreiben, sondern weltweit zu platzieren versuchen. Die Musik, die zwischen Pop und Jazz hin und herpendelt, ist ruhig, von einer durchgehenden, verhaltenen Atmosphäre geprägt, und zeichnet sich vor allem durch die Stimme von Camilla Guerrini auf der einen Seite und den abwechslungsreich eingesetzten, von Effekten (positiv) verfremdeten Gitarrensounds aus. „Cover your face” von „Kind of Camilla” ist ohne Zweifel etwas für die ruhigen Stunden des Tages (oder Abends). Songs wie „Divine Providence”

oder „Facing the Truth” sind das was man guten Pop nennen kann, ohne Anbiederung an irgendwelche aktuellen Trends. Und wenn sich das Album gerade deswegen im Moment vielleicht etwas schwer in die Gegenwart einfügen lässt, so kann die Band zumindest auf eine gewisse, nicht selbstverständliche Qualität in der Ausführung, in der Produktion und in den Songs verweisen. Das dürfte eine Weile länger halten, als möchtegern-moderne Sounds. Wie das Album in der Liveumsetzung wohl klingt? Die Frage ist noch offen. Aber Camilla Guerrini, aus Venedig stammende, 24 Jahre

Nach den Erfolgen bei den Wettbewerben folgt die Präsentations-Tour der CD: „Kind of Camilla" (v.l.n.r.: Camilla Guerrini, Salvatore Cosentino und Christian Kröss)

junge Frau, hat bereits Überzeugungskraft bewiesen und wird ihre Bühnenpräsenz und ihre Stimme auch an den vier feststehenden Terminen einzusetzen wissen, die für die Präsentation der CD „Cover my Face” vorgesehen sind: Montag, 9. März: Theater in der Altstadt, Meran; Samstag, 14. März: Hotel Wetterstein, Seefeld (Tirol); Montag, 16. März: Carambolage, Bozen und Freitag, 27. März: UFO, Bruneck. (rhd) Info: www.myspace.com/kindofcamilla.


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NEWS

Freitag, 6. März 2009 Nr. 45

Dordoggising

Neue Songs

ves Signal zu geben. Wie wichtig ist deiner Meinung nach der „Tag der Frau" für Mädchen? Der „Tag der Frau" ist immer auch eine Gelegenheit, um auf die Aktivitäten aufmerksam zu machen, die den Frauen und Mädchen geboten werden. Viele Mädchen empfinden den „Tag der Frau" als etwas besonderes und sie sind stolz im Mittelpunkt zu stehen. Für die jungen Frauen ist dieser Tag dann wichtig, wenn ein Bild der Frau vermittelt wird, das sie nicht als Opfer dar-

Foto: rhd

„Lippenstift“ nennt sich der neueste Song von Markus „Doggi" Dorfmann, der nach seiner letztjährigen CD „Paparazzi" schon wieder an neuem Materi-

al arbeitet. Für die neuen Songs hat sich Dorfmann mit Arno Dejaco von S.P.U. zusammengetan. Das Ergebnis ist ein entspannter, elektronisch-poppiger Sound, leicht verdaulich, aber unterhaltsam und nicht ohne einige nette Einfälle.

JuZe Hondenada

Wiedereröffnung Na wenn das kein Lineup für eine Neueröffnung eines Jugendzentrums ist! Das JuZe Hondenada in Sarnthein öffnet wieder seine Tore und feiert die mit dem Auftritt zweier absoluter Geheimtipps: MC Rotzbua/Il moccioso einerseits, und die Sterzinger Dub-ReggaeBand Sisyphos, auf deren Album wir alle gespannt warten. Termin: Samstag, 7. März, 19 h! Info: www.hondenada.com

UFO Bruneck

club_line Heute wird im UFO in Bruneck – oder besser, im Groove Café im UFO – die DJ-Reihe „club_line" weitergeführt. Am CD-Player ist heute der Brixner DJ Max Power, der sich vor al-

lem im Indie-Bereich eine gewisse Kompetenz erarbeitet hat. Die „club_line", unterstützt von wupwup und airbagpromo.com, wird jeden ersten und dritten Freitag im Monat „angeboten".

Überzeugend und mit sehr viel Potential: Die Bozner Punk'n'Roll-Band „My Boy Is Out Of Town"

uch wenn sich im Publikum der Rockkonzerte in den letzten Jahren das Geschlechterverhältnis weitgehend normalisiert hat, auf der Bühne stehen nach wie vor zu (geschätzten) 98% Jungs und Männer. Es gibt zwar einige Bands mit Sängerinnen, man bekommt auch die eine oder andere Gitarristin oder Keyboarderin zu Gesicht, aber das war's auch schon. Eine Diskussion darüber, warum das so ist, führt meistens in eine Sackgasse: Ist halt so, kann man nicht erzwingen! Dennoch hat es im Laufe der letzten Jahre einige reine Mädchen-/Frauen-Bands gegeben: „Megapearls" (Völs), „Stuff & Nonsense" (Brixen) oder „Firefly" (Kurtatsch/Tramin). Im Moment wirbelt die Punk'n'RollBand „My Boy Is Out Of Town" aus Bozen Staub auf, eine Band, die auch innerhalb des „All 4 Girls" am morgigen Samstag, 7. März, im Petrarca-Saal in Bozen zu sehen sein wird, einer Veranstaltung, die von zwei Mädchengruppen aus dem Jugendzentrum „Papperlapapp" zum „Tag der Frau" ausgedacht und umgesetzt wurde. Wir haben drei Fragen an Lucia Rizzieri gerichtet, die als Referentin das Projekt „Girls Power" für die Gemeinde Bozen begleitet. Headliner: War es schwierig reine Frauen-Bands zu finden? Warum fehlen denn die Frauen auf den Konzertbühnen? Lucia Rizzieri: Es war nicht wirklich schwierig, die Punkrock-Band zu finden, weil Verena, die Schlagzeugerin, Jugendarbeiterin im Jugendzentrum „Point" in Neumarkt ist und gewissermaßen sofort zugesagt hat. Auch was den DJ betrifft, war es einfach: die DJane Renate Telser hat einige Workshop gehalten und die Mädchen aus diesen Workshops werde zusammen mit ihr Musik auflegen. Mädchen sieht man vielleicht deswegen so wenig auf den Bühnen, weil ihnen nicht die

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Zum „Tag der Frau 2009“

Von jungen Frauen für junge Frauen: „All 4 Girls" am Samstag, 7. März, in Bozen

Girls Power Möglichkeit dazu gegeben wird, weil sie nicht bestärkt werden (auch nicht von den Eltern) eine Band zu gründen und gemeinsam zu spielen. In dieser Richtung müssten auch die Vereine, Schulen und Jugendzentren etwas mehr tun. Wie könnte man diese Situation verändern? Oder sollte man sie hinnehmen wie sie ist? Es ist wichtig, weiterhin Kurse und Workshops anzubieten, die den Mädchen Mut machen, sich auf die Welt der Musik einzulassen. Es muss die Möglichkeit geschaffen werden, dass sich die talentierten Mädchen und jungen Frauen, die es sehr wohl gibt, auch treffen können. Ich glaube, dass sich die Situation in Zukunft ändern wird, dass es mehr reine Mädchen- und Frauenbands geben wird. Die Konzertorganisatoren sollten darauf achten Bands zu finden, in denen Frauen spielen, um damit den Mädchen im Publikum ein positi-

stellt, sondern als aktive Frauen, die in der Lage sind, mutige Entscheidungen zu treffen und denen mittlerweile viele Wege offen stehen. „Girls 4 All" findet am Samstag, 7. März in Bozen statt. Ab 14.30 Uhr werden im Centro giovani „Cortocircuito" und im „Teatro Cristallo" in der Dalmatienstraße verschiedene Workshops angeboten. Ab 20.30 Uhr spielen im PetrarcaSaal „My Boy Is Out Of Town" (Punk) und die Innsbrucker Frauenband „Mum" (Worldmusic). Im Anschluss legen Renate Telser und ihre Girls Musik auf. Lucia Rizzieri bietet übrigens jeden Donnerstag, 15 bis 18 h, im Büro neben Caffé „Plural" (Pfarrplatz 21, Tel.: 0471/302555; Mail: girlspower@gemeinde.bozen.it) ihre Unterstützung an, wenn Mädchen, Jugendarbeiterinnen, Lehrerinnen etc. eine Idee für ein Projekt oder eine Aktion für Mädchen haben und diese umsetzen möchten. (rhd)

Festival-Kalender 2009 Das Team vom „Headliner“ plant für April/Mai einen Festival-Kalender, in dem nach Möglichkeit sämtliche Sommer-Openairs und großen Konzerte aufgelistet werden. Damit der Kalender, der im Idealfall als Poster aufgehängt werden kann, auch schön und also möglichst vollständig wird, sind die Konzertorganisatoren gebeten das Infomaterial (Flyer, Eintrittspreise, Termin, Austragungsort, Bildmaterial, gebuchte Bands etc.) möglichst bald an headliner@tageszeitung.it zu schicken. (rhd)


Gruppenbild mit Moderatoren: „Feline Melinda" im TV-Studio von „3" in Mailand

Tageszeitung Freitag, 6. März 2009 Nr. 45

Donnerstag, 12.02.2009. Auch wenn man sich vom Brenner bis Sizilien während der letzten Monate ziemlich an den häufigen Schneefall gewöhnt hatte, ist es erfreulich, dass das Wetter heute mitspielt und somit einer hindernisfreien Fahrt nichts im Wege steht. Für die Band stehen heute zwei wichtige Termine an: um elf Uhr ist ein Treffen mit dem Boss unseres Labels My Graveyard Production geplant; um vierzehn Uhr werden wir in Trezzano sul Naviglio in den Studios des Telefonanbieters ‚3‘ erwartet, wo die Aufnahmen für ein TV-Interview stattfinden werden. Gegen halb 10 Uhr fahren wir in Bozen Süd auf die Autobahn ein und urz nach elf Uhr erreichen wir Montichiari. Vor der ‚Angels Bar‘ in der Maddalena di Canossa-Straße - unserer Stammkneipe sozusagen, wenn's darum geht, die nächsten gemeinsamen Schritte der Band zusammen mit dem Label zu planen treffen wir uns mit Giuliano. Gut gelaunt wie immer, erzählt er uns, dass er letzthin ziemlich unter Strom steht: Gegen Jahresende war er voll ausgelastet mit der Organisation und Betreuung der Tournee der britischen Band Girlschool; das vom Label organisierte, alljährlich stattfindende ‚Play It Loud‘-Festival würde Ende Februar über die Bühne gehen; die ersten CD-Veröffentlichungen des neuen Jahres stehen in den nächsten Monaten an… Was Feline Melinda betrifft, gibt es für uns gute Nachrichten. Giuliano ist vollauf zufrieden mit der guten Resonanz und dem Absatz unseres Albums ‚Morning Dew‘. Die erste Auflage neigt sich dem Ende zu; der Nachdruck ist geplant. ‚Morning Dew‘ hat in den nationalen Medien sehr gute bis exzellente Rezensionen erhalten. In der Herbstausgabe des Hard & HeavyMagazins ‚Rock Hard Italia‘ waren wir dank des vom Label eingefädelten Deals auf dem beigelegten CD-

Programm Radio „Freier Fall“ Freitag, 19.40 bis 23.00 Uhr RAI Sender Bozen DAS PROGRAMM FÜR HEUTE: CD der Woche: U2 „No Line On The Horizon" Axis Of Evil (Deathmetal aus Bruneck) im Interview Syd Barrett [2]: Die Textanalyse. Mit Oskar Giovanelli Nähere Infos: http://radiofreierfall.blogspot.com Diskussion: www.stmb.net (South-Tyrolean Music Board)

Feline Melinda: One Day In Milan Die Metal-Band „Feline Melinda“ hat Tagebuch geführt über einen intensiven Tag im Februar. Wir vom „Headliner“ wollen euch die Erfahrungen und Erlebnisse nicht vorenthalten und bieten euch einige Auszüge aus dem Bericht, den die Band verfasst hat. Sampler mit dem Song ‚Skydiver‘ vertreten. Trotzdem scheint Melodic Rock in Italien eher ein Schattendasein zu fristen. Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass unsere Musik im Ausland sehr gefragt ist. Besonders die Japaner stehen auf unsere Songs und die neue CD kurbelt auch die Nachfrage unseres 2004er Albums ‚Feline Melinda‘ an. My Graveyard Productions hatte bereits voriges Jahr das Interesse an einer Neuauflage der Feline Melinda Debut-EP ‚The Felines Await You‘ bekundet. Die originale Vinylplatte ist schon seit Jahren vergriffen; sowohl wir als auch My Graveyard Productions erhalten jedoch immer wieder Anfragen, ob unsere inzwischen als Kult-Scheibe des ‚80er Italian Metal‘ geltendes Album als CD erscheinen wird. Das Label rechnet sich gute Chancen aus, dass das Produkt auf Interesse stoßen wird. Es dauert nicht lange, bis der Deal zwischen Label und Band besiegelt ist: ‚The Felines Await You‘ soll neu gemastert und im Herbst dieses Jahres als multimediale CD speziell für Sammler wiederveröffentlicht werden. Die Vorstellung des Tonträgers soll anlässlich eines großen Jubiläumskonzertes, an dem wir zusammen mit einigen historischen, ebenfalls beim Label unter Vertrag stehenden Bands wie Strana Officina, Sabotage, usw. auftreten werden, erfolgen. Eine Stunde später geht es weiter in Richtung Mailand und ünktlich um vierzehn Uhr erreichen wir das Produktionsgebäude von ‚3‘. Im Eingangsbereich weisen wir uns aus; kurz danach empfängt uns eine freundliche Dame. Während wir ihr in den Gängen folgen, werden wir bereits über den Ablauf der Dreharbeiten eingeweiht. Im Open Space, ein gemütlicher, großer Warteraum, sitzen bereits andere Musiker mit akustischen Gitarren und üben fleißig

einen Song. Unsere Betreuerin teilt uns mit, dass wir ab jetzt ungefähr eine Viertelstunde Zeit haben, uns für die die Sendung umzuziehen und einige Vordrucke auszufüllen. Mit letzteren geben wir unser Einverständnis für alle Sende- und Nutzungsrechte an die Produktionsfirma ab und bestätigen, dass wir auf jegliche finanzielle Forderungen und sonstige Ansprüche im Zusammenhang mit dem Senden der Videoclips und der Filmaufnahmen verzichten. Trotz des guten Timings verzögert sich der Start der Aufnahmen um zehn Minuten. Unsere Betreuerin begleitet uns zum Fernsehstudio. Während wir hinter den Kulissen warten, tupft uns eine weitere Mitarbeiterin das Gesicht mit etwas Make-Up ab. Der Produzent der Sendung und die Moderatorin fragen uns, ob wir wünschen, dass das Interview in Italienisch oder doch in Englisch stattfinden soll. Während uns ein Techniker mit Clipmikrofonen und Sendern ausstattet, wird entschieden, wer von der Band bei der Frage "sogno o sfogo“ (Traum oder Austobung) auf dem wie eine große blaue Hand geformten Sessel, Platz nehmen wird. Derjenige soll den Zuschauern entweder einen Wunsch bzw. ein Traum, den die Band verwirklichen möchte, mitteilen oder eine Kritik, bzw. seinen Unmut äußern. Rob wird dies übernehmen und entscheidet sich für den „sfogo“ (Austobung)… Vor fast genau zwei Jahren waren wir ebenfalls hier in Mailand für die Dreharbeiten zu unserem Videoclip ‚Skydiver‘ und das ‚Making Of Skydiver…‘. Auch heute bestätigt sich im Produktionsstudio wiederum, dass einem gängigen Vorurteil widersprochen werden muss: Italienern wird oft nachsagt, sie seien zu locker, zu optimistisch. Wie beim Videodreh im März 2006 sind wir auch hier von zahlreichen

Mitarbeitern umgeben, die perfekt aufeinander abgestimmt sind und exzellente Teamarbeit leisten. Jeder Handgriff passt. Nach einigen Fragen über das neue Album, Videoclip, unseren geliebten ‚B.C.Rich‘-Gitarren, usw. sind die Aufnahmen im Kasten. Am Ende folgen der Applaus der aus einem Dutzend Personen bestehenden Produktions-Crew und ein wenig Smalltalk mit den Moderatoren und den Technikern. Die Stimmung ist locker und entspannt. Jedesmal, wenn wir erzählen, dass wir aus Südtirol kommen, herrscht helle Begeisterung. Man schätzt unser schönes Land, die Berge, die Natur und die kulinarischen Genüsse wie Speck, Knödel, usw. Zuletzt werden noch ein paar Erinnerungsfotos mit den Moderatoren geschossen. Herr Ferrario, Produzent der Sendung, teilt uns die Sendetermine der TV-Aufzeichnung mit und informiert uns, dass der Band die Aufnahmen des TV-Interviews zugeschickt werden und wir darüber ohne Einschränkungen zum Zweck der Band-Promotion verfügen können. Info: www.felinemelinda.com

NEWS 20 Jahre

Sitting Bull 1989 muss ein besonderes Jahr gewesen sein, denn immerhin haben sich damals u.a. „Kellog's Family" aus Bozen, „WC" aus Völs, die „Incredible Southern Blues Band" (Bruneck/Sterzing) und die Brixner „Sitting Bull" zusammengefunden und seither nicht mehr von der Musik gelassen. Die vom Gitarristen Christian Losso geführte Band „Sitting Bull" begeht ihren Geburtstag mit einem Konzert im Zenti's Pub in Klobenstein am heutigen Freitag, 6. März. Happy Birrthday unsererseits!

Elektro Avantgarde

Daedalus Der Vorverkauf hat begonnen und Freunde zeitgemäßer elektronischer Musik sollten sich beeilen, denn für das Konzert der aus Los Angeles stammenden Band „Daedalus" (www.daedelusmusic.com) sind nur 150 Tickets zu vergeben. Das Konzert findet am Dienstag, 10. März, 20.30 h, im Café Teatro in der Dalmatien Straße in Bozen statt. Die Tickets kosten 5 Euro und können bei „Disco New", im Café Teatro oder bei „Altri Suoni", stets in Bozen, erworben werden.


Headliner #028