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N o v e mbe r 20 0 9

extra M I T G L I E D E R - I N F O R M AT I O N

Danke!

f端r Ihre Hilfe


Inhalt: Aktion Hilfe für Kinder e. V. intern

Seite 2-3

Neues intern

Seite 4

Neue Projekte und Partner

Seite 6-7

Unser Beirat

Seite 8

Förderschwerpunkte

Seite 9

Ganzheitliche Therapien

Seite 10-11

Einzelfallhilfen

Seite 12-13

Übersicht Kooperationspartner

Seite 14-15

Liebe Mitglieder, im letzten Jahr haben wir Ihnen viele Veränderungen für das Jahr 2009 angekündigt. Heute können wir berichten:

Aufgaben für uns bereit halten. Es gibt Pläne für unser Kinderhaus, für eine neue Qualität in der Öffentlichkeitsarbeit und wir wollen eine Stiftung errichten. Dank Ihrer Unterstützung werden wir auch weiterhin ein verlässlicher Partner für viele engagierte Projekte und Organisationen sein.

Was gibt es Neues, was hat sich getan und wo soll es hingehen? Als erstes sticht natürlich der veränderte Vereinsname ins Auge. Aktion Hilfe für Kinder e. V. - ohne die Zahl 2000. Der nun etwas kürzere Name sagt viel deutlicher aus, worum es in unserer Arbeit geht. Die „Hilfe für Kinder“ erscheint nicht mehr als Anhängsel in einer Unterzeile, sondern sie bildet den Kern des Vereinsnamens. Weitere Veränderungen gab es im Team und in unserer Anschrift. Im April war es nämlich soweit, wir haben - wie angekündigt - die Bremer Innenstadt verlassen und sind in ein neues Büro in einen verkehrsgünstigeren Stadtteil umgezogen. Auch unsere inhaltliche Arbeit haben wir überprüft. Nach wie vor unterstüt-

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Rolf Rohloff, Vorstandsvorsitzender

zen wir viele verschiedene Organisationen mit regelmäßigen Fördergeldern. Allerdings konzentrieren sich diese Hilfen mehr und mehr auf drei Themenschwerpunkte, die wir Ihnen im Heft ausführlicher beschreiben. Leider ist es immer noch so, dass in Deutschland viele Familien in besonderen Lebenssituationen auf sich allein gestellt sind. Deshalb wird die Einzelfallhilfe weiterhin ein wichtiger Teil unserer Arbeit sein. Die nächsten Monate werden weitere

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Ausgabe unserer Mitgliederzeitschrift einen Einund Ausblick über unsere Arbeit geben zu können und danke Ihnen schon jetzt für Ihre weitere Unterstützung.

Ihr Rolf Rohloff Vorstandsvorsitzender


Wir sind für Sie da … Rolf Rohloff Vorstandsvorsitzender 0421 / 32 27 36-0 rohloff@aktion-hfk.de

Gerd Dörich Stellv. Vorsitzender Kooperationspartner Süddeutschland

Meike Rasch Schriftführerin Leitung Kinderhaus Sterntaler info@aktion-hfk.de

Der direkte Draht Sie wollen nicht über Umwege, sondern direkt mit dem für Sie zuständigen Kollegen sprechen? Dank der Umstellung unserer Telefonanlage auf Durchwahlnummern ist das nun möglich. Im Zweifelsfall sind Sie natürlich auch weiterhin unter der Zentralnummer

Britta Singer Geschäftsführerin 0421 / 32 27 36-16 singer@aktion-hfk.de

Dragana Desnica Mitgliederbetreuung

Claudia Meininger Kooperationspartner und Einzelfallhilfe

Daniel Siemering Öffentlichkeitsarbeit. Mitgliederbetreuung

0421 / 32 27 36-12 meininger@aktion-hfk.de

0421 / 32 27 36-10 siemering@aktionhfk.de

0421 / 32 27 36 - 0

0421 / 32 27 36-11 desnica@aktion-hfk.de

immer richtig. Auch unsere E-Mail-Adressen haben wir erweitert. So können Sie sicher sein, dass Ihre Nachricht den richtigen Ansprechpartner direkt erreicht.

Antje Spille Koordination Aktionsbusse 0421 / 32 27 36-14 spille@aktion-hfk.de

info@aktion-hfk.de allgemeine Angelegenheiten mitglied@aktion-hfk.de alles rund um Ihre Mitgliedschaft hilfe@aktion-hfk.de Anfragen an unseren Beirat

Impressum Herausgeber: Aktion Hilfe für Kinder e.V. Layout & Satz: Haus der Werbung | Verden Druck: Berlin Druck | Achim

Oktober 2009

Aktion Hilfe für Kinder e.V. Hastedter Dorfstr. 20 28207 Bremen Telefon 0421 / 32 27 36 - 0 Fax 0421 / 36 49 140 www.aktion-hfk.de Eingetragen beim Amtsgericht Bremen V.R.Nr. 5744

Sie erreichen uns in der Woche zwischen 9 und 17 Uhr, freitags bis 15.30 Uhr.

… dankt allen Mitgliedern und Spendern für ihre Unterstützung! 3


Neues * * * Neues * * * Neues * * * Neues * * * Neues * * * Ein gutes Jahr mit vielen Neuerungen liegt hinter uns. Die Grundlage für die strukturellen und inhaltlichen Veränderungen war, dass das gesamte Team „an einem Strang zieht“. Die Fähigkeiten und Erfahrungen jedes Einzelnen waren und sind in diesen Prozess einbezogen. Nun ist es an der Zeit, das Erreichte und die Ziele für die Zukunft zusammenzufassen, festzuhalten und nach Außen transparent darzustellen. Wo stehen wir heute? Was ist gut und was können wir weiter verbessern? Um diese Fragen zu beantworten und um verbindliche Qualitätsstandards festzulegen, erarbeiten wir ein neues Leitbild. Das Leitbild soll die Interessen aller mit dem Verein in Verbindung stehenden Personengruppen berücksichtigen und nach Außen ein klares Bild unserer Organisation wiederspiegeln.

Das Aktion Hilfe für Kinder-Team freut sich über die strukturellen und technischen Veränderungen, die viele Arbeitsabläufe schon jetzt und in Zukunft vereinfachen werden.

Das Ergebnis dieses aufwendigen Gestaltungsprozesses stellen wir Ihnen in

Kürze auf unserer Homepage und in der nächsten Mitgliederzeitung vor.

Optimierte Arbeitsabläufe und Kommunikation Dafür haben wir uns für ein neues Datenbanksystem entschieden, das nicht nur die Verwaltung der Mitgliederdaten erleichtern wird, sondern auch die gesamte interne Kommunikation und Verwaltung der übrigen Geschäftsbereiche beinhalten wird. Die Datenbank soll ein größtmögliches Maß an Datensicherheit bieten, unsere Arbeitsabläufe effektiver gestalten und einen modernen Informationsfluss im gesamten Team gewährleisten. Die verschiedenen Bildschirmoberflächen werden ganz nach unseren Erfordernissen angepasst sein.

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Neben diesen Effekten wird uns das neue System auch noch eine Menge Verwaltungskosten sparen. Bislang wird die Mitgliederverwaltung nämlich von einem spezialisierten Dienstleister erledigt. Das gleiche gilt übrigens für unsere Öffentlichkeitsarbeit und Werbung von neuen Mitgliedern. Auch in diesem Bereich haben wir bis heute ausschließlich mit externen Agenturen zusammen gearbeitet. Aber auch hier gilt es, weniger auf Externe zu setzen und lieber die Dinge selbst in der Hand zu halten.

Nur in einem Bereich wollen wir ver­ stärkt auf eine Beratung von Außen setzen und haben uns mit der Hansaberatung GmbH einen neuen kompetenten Partner gewählt. Die Hansaberatung ist eine der führenden mittelständischen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften im Lande Bremen. Die Hansaberatung hat jahrzehntelange Erfahrungen durch Beratungs-, Prüfungs- und Gutachtertätigkeiten für soziale Einrichtungen. Wir profitieren vom speziellen Wissen über Normen, Probleme und Entwicklungen in diesem Bereich.


Die eigene Stiftung – ein großes Ziel für die Zukunft Jeden Euro, den Sie uns mit Ihren Mitgliedsbeiträgen anvertrauen, können wir leider nur einmal ausgeben. Das ist eine Tatsache, die wir in jeder Beiratssitzung erneut hinnehmen müssen. Wenn es nämlich darum geht, welchen der vielen eingehenden Anträge wir zustimmen sollen und welche wir ablehnen müssen. Ist es denn wirklich nicht möglich aus einem Euro mehr zu machen? Doch, es ist möglich! Zum Beispiel mit einer gemeinnützigen Stiftung, die das ein-

gebrachte Geld dauerhaft an den Stiftungszweck im Bereich der Kinderhilfe bindet. Der Gedanke privaten Stiftens und die Tätigkeit der Stiftungen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Allein im Jahr 2008 wurden in Deutschland über 1.000 neue Stiftungen gegründet. Seit 2007 belohnt der Staat diese Form des bürgerlichen Engagements besonders. Die steuerlichen Vorteile für Spender und Zustifter wurden erheblich verbessert.

Zur Zeit prüfen wir die verschiedenen Möglichkeiten, um in einigen Jahren schon die ersten Projekte ausschließlich durch die Stiftung fördern zu können. Wir werden Sie über die Entwicklung dieser Idee auf unserer Homepage auf dem Laufenden halten.

Wer entscheidet eigentlich, wohin die Fördergelder gehen? In manchen Monaten erreichen uns mehr als 50 einzelne Anträge auf Unterstützung. Die meisten davon sind berechtigt und förderungswürdig. Wem will man zustimmen und wem sagt man ab? Da sind viele Recherchen und Abwägungen erforderlich. Laut unserer Satzung entscheidet der Vorstand über die Ausgaben und somit, wer von Aktion Hilfe für Kinder e. V. gefördert und unterstützt wird. Dabei lässt er sich von unserem Beiratsteam beraten. Der Beirat setzt sich zurzeit aus 6 Personen aus unterschiedlichen Fachgebieten zusammen. Er trifft sich regelmäßig zu Sitzungen, um über die Anträge zu beraten. Die Ergebnisse dienen dem Vorstand als Empfehlung für seine Entscheidungen. Um aber alle Anträge bewerten und beurteilen zu können, ist schon einiges an Vorarbeit nötig. Die Aufarbeitung der Informationen ist besonders wichtig, damit sich der Beirat ein umfassendes Bild über die einzelnen Anträge machen kann. Oberstes Gebot ist und bleibt dabei die schnelle, unbürokratische Hilfe. Deshalb überprüfen wir zwar die Angaben

„Belege“ für eine gute Verwendung der Fördergelder

und die Hilfsbedürftigkeit der Antragsteller gründlich, die Antragsstellung selbst soll aber nicht zu einer zusätzlichen Belastung der betroffenen Familien werden. Schließlich handelt es sich oft um Fälle, die einfach keine weiteren Verzögerungen erlauben. Bei neuen Kooperationspartnern dagegen haben wir in den meisten Fällen die Möglichkeit, die Projekte und die Menschen dahinter persönlich kennen zu lernen, bevor wir über mögliche Förderungen entscheiden. Übrigens: Die zweckgebundene Verwendung unserer Fördergelder über-

prüfen wir im Nachgang sehr genau. Erfreulich in diesem Zusammenhang ist, dass uns Rechnungen, Quittungen und andere Belege in den meisten Fällen unaufgefordert zugeschickt werden. Dabei bekommen wir sehr oft nicht nur Quittungen für unsere Buchhaltung, sondern sehr persönliche, liebevoll gestaltete Dankschreiben, über die wir uns alle immer sehr freuen. Unsere große Pinwand im Flur erinnert uns täglich daran, wie wichtig jede einzelne Unterstützung für die Betroffenen ist und welche Freude sie bereitet hat. 5


Ein weiterer Aktionsbus geht auf Tour … Der kostenlose Verleih unserer Busse ist ein einmaliger Service und mit Sicherheit der einzige seiner Art in ganz Deutschland. Die Nachfrage durch z.B. integrative Einrichtungen, wie Kindergärten, Schulklassen, Krabbelgruppen usw. steigt unaufhaltsam an. Viele unserer Kooperationspartner und andere Organisationen wären ohne unseren kostenlosen Service nicht in der Lage gemeinsame Ausflüge, Gruppenfahrten und Reisen zu unternehmen. Die Aktionsbusse haben sich in unserer Arbeit fest etabliert und haben ohne Zweifel einen hohen Stellenwert in der Unterstützung von sozialen Einrichtungen eingenommen. Unser routiniertes Fahrer-Team bringt die Busse, wenn nötig, von Bremen bis an den Bodensee und wenn es erwünscht wird, sogar über die Grenzen Deutschlands hinaus. Das große Interesse an unserem Angebot und die Beiträge unserer Mitglieder

Fahrer aus Leidenschaft … Von links nach rechts: Rolf Rohloff, Bernd Morgenthal, Peter Arndt, Horst-Werner Schulze und Karl-Heinz Barbion.

haben es möglich gemacht, unsere Bus-Flotte Anfang dieses Jahres um einen vierten Bus zu erweitern. Schon jetzt liegen so viele Reservierungen für das kommende Jahr vor, dass alle vier Busse voll ausgelastet sein werden. Deshalb arbeiten wir schon

heute darauf hin, sobald es möglich ist, einen weiteren Bus anzuschaffen. Ein großer Parkplatz mit ausreichenden Abstellmöglichkeiten für unsere Busse war übrigens ausschlaggebend bei der Suche nach unseren neuen Büroräumen.

Unser Kinderhaus macht sich selbstständig! Fünf Jahre lang war es einfach „nur“ das Kinderhaus der Aktion Hilfe für Kinder. Als verantwortlicher Träger ist der Verein bislang erster Ansprechpartner in allen Belangen. Dabei wird die Arbeit aber im Kinderhaus geleistet. Das qualifizierte Team unter der Leitung von Meike Rasch erledigt den gesamten Kinderhausbetrieb völlig selbstständig. Die engen Kontakte zu den Kindern und deren Familien werden schließlich vor Ort von den ErzieherInnen gepflegt. Ihrer hervorragenden Arbeit, bei der die frühkindliche Förderung im Mittelpunkt steht, ist es zu verdanken, dass

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unser Kinderhaus im Stadtteil etabliert ist. Auch wenn die Warteliste für neue Familien im Prinzip eine Qualitätsbestätigung ist, würden wir in Zukunft gern mehr Kinder aufnehmen können. Ab 2013 haben unter-3-Jährige einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Der Bedarf wird also weiter steigen. Dem allen wollen wir Rechnung tragen und dem Kinderhaus eine eigene Organisationsstruktur in Form einer gemeinnützigen GmbH geben. Das wird auch die angestrebte engere Zusammenarbeit mit der Stadt Bremen erleichtern. Ein schöner Nebeneffekt dieses Neu-

anfangs, das Kinderhaus wird nun auch einen eigenen Namen erhalten:

Kinderhaus Sterntaler Als Symbol für unsere Mitglieder, die durch ihre Beiträge den Betrieb überhaupt möglich machen. So wie das kleine Mädchen, das sein letztes Hemdlein an andere verschenkte und mit Sterntalern belohnt wurde. Das neue Logo war leider bei Drucklegung noch nicht fertig. Wir werden es in wenigen Tagen auf unserer Internetseite präsentieren.


Unser Sorgentelefon Auch in diesem Jahr konnte unser Psychologe Balazs Wyrzykowski vielen jungen Anrufern bei der Bewältigung ihrer kleinen und großen Probleme helfen. Meist reicht es, einfach zuzuhören und

die Kinder und Jugendlichen mit ihren Sorgen ernst zu nehmen. Oft können gemeinsam im Gespräch neue Ideen und Perspektiven entwickelt werden. In schwierigeren Fällen gilt es zu beurteilen, ob eine akute Gefährdung besteht, die einer direkten für Kinder und Jugendliche Hilfe bedarf. In je08 00 / 36 49 120 kostenfrei aus dem Deutschen Festnetz dem Fall können wir den Anrufern weitere Stellen mit AnsprechAnrufzeiten: partnern nennen, die Dienstag u. Donnerstag von 15:00 - 18:00 Uhr die Möglichkeit haben, die Kinder und Jugendlichen weiter www.aktion-hfk.de zu begleiten.

Sorgentelefon

Förderschwerpunkte Seitdem wir uns vermehrt auf unsere drei Förderschwerpunkte konzentrieren, haben wir viele wertvolle Erfahrungen gemacht und neue gute Kontakte hergestellt. In Zukunft wollen wir auch unsere Kooperationspartner und andere Projekte davon profitieren lassen und dazu beitragen, in den verschiedenen Themenbereichen Netzwerke weiter auszubauen. Hier noch einmal unsere Förderschwerpunkte: Ganzheitliche Therapien für behinderte Kinder Statt einzelne Symptome mit nicht aufeinander abgestimmten Maßnahmen, wie Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie zu behandeln, setzen ganzheitliche Therapien auf den ganzen Menschen. Gerade Kinder benötigen diese sowohl pädagogische wie auch physische Förderung. Lesen Sie mehr auf Seite 8.

Sexueller Missbrauch – Gewalt gegen Kinder Wir unterstützen • Beratungsstellen (für Mädchen und Jungen) • psychologische Angebote • Mädchenhäuser • Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche mit Gewalterfahrungen • Fortbildungsangebote auf Fachebene für ErzieherInnen, PädagogInnen, TherapeutInnen Mit der DGfPI (S. 12) haben wir einen äußerst kompetenten Partner gefunden, der uns in diesem komplexen Themenbereich ein wichtiger Ansprechpartner geworden ist. Die meisten unserer Kooperationspartner, die in diesem Themenfeld arbeiten, sind Mitglied in der DGfPI und somit vernetzt mit Fachleuten auf allen Ebenen. Mit der Förderung der DGfPI stärken wir die Position der Pädago-

Anonym und kostenlos – das Sorgentelefon der Aktion Hilfe für Kinder e. V.

gen und Therapeuten, die täglich mit Kindern mit Gewalterfahrungen arbeiten. Mit diesem Partner haben Forderungen an Politik und Gesetzgeber bessere Chancen, gehört zu werden. Kinderarmut in Deutschland Die gesellschaftliche Problematik, die hinter der vermehrten Kinderarmut in Deutschland steht, werden wir nicht lösen können. Diese Aufgabe muss in erster Linie die Politik bewältigen. Das nimmt aber keinen Einzelnen aus der Pflicht, hinzusehen und zu helfen. So wie in vielen anderen Bereichen ist nach wie vor auch hier das bürgerliche Engagement gefordert. Wir unterstützen Projekte, die sich mit den Auswirkungen der Kinderarmut und den Lebensumständen der Familien befassen und direkte Hilfen bieten sowie einzelne Familien in schwierigen Lebenssituationen.

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Was sind eigentlich ganzheitliche Therapien?

Peter von Quadt, Geschäftsführer der FortSchritt gGmbH, und Rolf Rohloff in Starnberg bei der Unterzeichnung der neuen Kooperationsvereinbarung

Dass wir in Deutschland eines der besten Gesundheitssysteme der Welt haben, bedeutet leider nicht, dass jeder auch die für ihn beste Therapie erhält. Wir wollen an dieser Stelle keine Grundsatzdebatte über Ablehnungen der Krankenkassen führen. Aber wir erleben immer wieder, dass vor allem ganzheitliche Therapien nicht von den Kassen bezahlt werden. So werden viele einzelne, nicht aufeinander abgestimmte Maßnahmen, wie Logopädie, Krankengymnastik und Ergotherapie übernommen. Dabei wäre es so wichtig, behinderte Kinder ganzheitlich zu fördern.

Bei der konduktiven Förderung, der PETÖ-Therapie, wird z.B. schon das morgendliche Aufstehen, Zähneputzen und Frühstücken begleitet und therapeutisch genutzt. Und so geht es den ganzen Tag weiter. Mit vielen speziellen aber dennoch einfachen Hilfsmitteln, wie z. B. den Leiterstühlen, lernen die Kinder ihren Alltag zu meistern. Die Krankenkassen und Sozialbehörden beurteilen diese Therapieform übrigens als sehr gut. Nur wenn es ums Bezahlen geht, dann streiten sie untereinander, ob es sich dabei um eine pädagogische Maßnahme oder um ein Heilmittel handelt. Ergebnis: Da es eben weder ausschließlich das Eine, noch das Andere ist, „darf“ keiner die Kosten übernehmen. Bis es für die vielen Betroffenen endlich eine gesicherte Kostenübernahme geben wird, werden sicher noch einige Jahre ins Land gehen. Die vielen guten Ergebnisse und Erfolge sprechen aber für sich und zeigen den Behörden und Krankenkassen, dass das System dringend eine Korrektur benötigt. Neben vielen einzelnen Familien, die an einer PETÖ-Therapie teilnehmen wollen, unterstützen wir auch verschiedene Einrichtungen, die die konduktive Förderung anbieten und durchführen. Für den Verein FortSchritt Niederpöcking haben wir die monatliche Unterstützung gerade aufgestockt.

Am Leiterstuhl kann Rico aufrecht stehen. 8

Ein etwas weitergehender Ansatz liegt der Doman-Therapie aus Amerika zu grunde. Nicht zuletzt dank einer enorm großen Medienaufmerksamkeit, die die Familie Schlesinger aus Nord­rhein Westfalen mit ihrem Sohn Jaycen zustande brachte, gibt es nun auch erste Angebote in Europa.

Durch diese zusätzlichen Mittel können weitere Fachkräfte eingestellt werden, was wiederum vielen einzelnen Kindern zugute kommen wird. FortSchritt Niederpöcking hatte übrigens 1994 die konduktive Förderung nach Deutschland gebracht. Bis dahin war diese Therapieform nur in Ungarn, Polen und der Schweiz bekannt.

Jaycen (fast 2 Jahre) gehört zu den jüngsten Teilnehmern der Doman-Therapie.

Die Doman-Therapie setzt eine intensive und sehr disziplinierte Anwendung durch die Eltern voraus. Jeden Tag Gymnastik, Übungen, Ernährungsumstellung nach einem strikten Plan. Behinderungsbedingten Entwicklungsdefiziten und Einschränkungen soll in verschiedenen Schritten entgegengewirkt werden, so dass nach und nach festgelegte Entwicklungsziele erreicht werden. Das Gehirn wird durch die wiederholten Üburngen stimuliert, neue Nervenverbindungen zu knüpfen und so nah wie mögich, an die Fähigkeiten eines gesunden Kindes heran zu kommen.


Liebe Aktion Hilfe für Kinder, wir kennen uns ja jetzt schon ein paar Monate und ich finde es einfach super, dass ich nun die Gelegenheit habe bei Ihnen und den Mitgliedern der Aktion Hilfe für Kinder einmal ein ganz großes DANKE zu sagen. Kennengelernt haben wir uns als meine Mama Ihnen das erste mal geschrieben hat, dass sie unbedingt eine Doman-Therapie mit mir machen will, weil ich das Down-Syndrom habe. Das Besondere an der Doman-Therapie ist, dass es eine ganzheitliche Therapie ist, d.h. alle Bereiche, wie z. B. Motorik, Sprache, Ernährung etc., sind erstens aufeinander und zweitens individuell auf das betroffene Kind abgestimmt. Dies unterscheidet die Therapie von allen konventionellen Therapien, die bisher in Deutschland angeboten werden. Und das Besondere an mir ist, dass ich ein Chromosom mehr habe. Ich finde das eigentlich ganz cool, aber meine Eltern und Geschwister haben nach meinem Gentest, welcher die Sicherheit brachte, dass ich eine freie Trisomie 21 (Down-Syndrom) habe, ganz schön viel geweint. Als DownSyndrom bezeichnet man eine spezielle Genommutation beim Menschen, bei der das gesamte 21. Chromosom oder Teile davon dreifach (Trisomie) vorliegen. Daher lautet eine weitere übliche Bezeichnung Trisomie 21. Neben für das Syndrom als typisch geltenden körperlichen Merkmalen sind in der Regel die kognitiven Fähigkeiten des betroffenen Menschen beeinträchtigt. Dank Ihrer finanziellen Unterstützung konnte ich in Amerika mit der Doman-Therapie beginnen. Meine Mama hat sich auch genau gemerkt, was ich in der letzten Zeit alles gelernt habe:

Jaycen mit seinen Geschwistern

Seit ungefähr einem Jahr begleiten wir Jaycen Schlesinger und seine Familie. Wir wollen uns über einen längeren Zeitraum ein eigenes Bild von den Möglichkeiten machen, die diese besondere Therapie bietet. Wir hoffen, dazu beitragen zu können, dass die Doman-Therapie auch eines Tages in Deutschland angeboten wird. Nun wollen wir aber berichten, wie es Jaycen geht. Nach seinem letzten Therapieschritt, im Sommer in Italien, hat uns dieser Brief erreicht:

„Jaycen hat in den letzten Monaten deutliche Fortschritte in allen geförderten Bereichen gemacht. Er versteht sehr viele Wörter und viele kurze Sätze und kann selbst schon ein paar Worte sprechen. Er kann einzelne Wörter und auch kurze Sätze „lesen“. Auch seine Mobilität hat sich deutlich verbessert. Jaycen kann jetzt krabbeln und läuft die ersten Schritte an der Hand. Auch in seiner Wahrnehmung und im feinmotorischen Bereich hat sich Jaycen deutlich verbessert. Beispielsweise kann er Gegenstände ertasten, ohne sie zu sehen, arbeitet mit beidem Händen zusammen und zeigt dadurch eine gute Rechts/Links-Koordination. Außerdem beschäftigt er sich gerne mit ersten Steckspielen. Daneben ist Jaycen seit Beginn der Therapie überdurchschnittlich gewachsen (Körperlänge und Brustumfang) und hat Idealgewicht, was seine grobmotorische Entwicklung positiv unterstützt.“ Mit meinen Worten: Ich bin einfach super! Aber ohne Ihre Hilfe hätte ich das nie geschafft. Ich habe ganz viel Glück, dass Frau Singer sich so lieb um mich und meine Familie kümmert und deshalb DANKE, Frau Singer und allen Mitgliedern Euer Jaycen Schlesinger … und wenn ich groß bin, dann werde ich auch ein Mitglied bei Euch werden …

Therapeutisches Reiten Auch das therapeutische Reiten zählt zu den ganzheitlichen Therapieformen. Die Kinder profitieren auf verschiedenen Wahrnehmungsebenen. Geruch, willkürliche Bewegungen, weiches Fell, Geräusche, das sind Reize, die unmittelbar zur Therapie gehören. Die Kinder bauen eine sehr individuelle Beziehung zum Pferd auf,

Selbstbewusstsein und Körpergefühl werden gestärkt. Sie lernen, einem großen Tier und vor allem sich selbst zu vertrauen. Manuel ist Autist und die Reittherapie macht ihm sichtlich Spaß. Für Autisten ist es oft eine große Hürde, Gefühle so deutlich wahrzunehmen und auszudrücken.

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So vielfältig ist Ihre Hilfe

Ein großes Projekt ist geschafft …

Lenas Dankeschön an unsere Mitglieder Richtfest

Toms Brief spricht für sich

Lena erlitt 2005 ihren ersten epileptischen Anfall, kurz darauf fiel sie für ca. 8 Wochen in einen Status Epileptikus. Seit dieser Zeit ist die mittlerweile 6-jährige mehrfach schwerstbehindert und wird immer wieder von lang anhaltenden Anfällen überwältigt. Eine Diagnose konnte bisher noch nicht gestellt werden, die Ärzte gehen aber davon aus, dass das Mädchen an einer Stoffwechselerkrankung leidet.

Lenas Zimmer lag bis vor kurzem noch im Obergeschoss des Einfamilienhauses und war in Größe und Ausstattung für Lenas Belange nicht ausreichend. Zumal es jedes Mal ein großer Aufwand war, Lena in ihr Zimmer zu bringen. Der Anbau eines behindertengerechten Zimmers mit anliegendem Bad im Erdgeschoss des Hauses hat den Alltag für Lena und ihre Familie um Einiges erleichtert. Wir freuen uns, dass wir helfen konnten.

Ein neues Badezimmer für Domenik Domenik ist im Alter von 6 Monaten an Herpesenzephalitis erkrankt und kann trotz intensiver und langwieriger Therapiemaßnahmen, weder laufen noch krabbeln. Herpesenzephalitis ist eine Entzündung des Gehirns, die sich aufgrund einer Infektion mit Herpessimplex-Viren entwickeln kann. Eine Erkrankung, die häufig tödlich endet. Der Rollstuhl, als sein ständiger Begleiter, machte es ihm bis vor kurzem noch unmöglich, alleine ins Badezimmer zu gelangen.

Domenik im neuen Badezimmer

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Alltägliche Bedürfnisse, wie der Gang zur Toilette, Waschen und Zähneputzen waren, ohne die tatkräftige Unter-

stützung seiner Mutter, nicht zu erledigen. Jedes Mal musste sie den 40 kg schweren Jungen ins Badezimmer tragen. Die Familie ist glücklich, dass wir einen Großteil der Kosten für ein behindertengerechtes Badezimmer übernommen haben. Der Pflegeaufwand ist zwar derselbe geblieben, hat sich mit dem Umbau des Badezimmers aber ungemein erleichtert. Dominik kann sich nun im Bad selbst behelfen, und das hat laut Dankschreiben seiner Mutter dazu beigetragen, dass er innerhalb kürzester Zeit viel selbstbewusster geworden ist.


Jovana kam mit einer doppelten Speiseröhre zur Welt Nach einer missglückten Behandlung der Speiseröhre in ihrem Heimatland Mazedonien litt das gerade einmal 17 Monate junge Mädchen unter einer schweren Entzündung. Jovana erkrankte schwer, als die Speiseröhre zudem ein Loch bekam. Speiseröhren- und Mageninhalt liefen in das Lungengewebe und lösten die Entzündung aus.

Die kleine Jovana mit ihren Eltern

In Skopje, der Heimatstadt des Mädchens, setzten die Ärzte einen Stent (stützende Röhre) in die Speiseröhre ein. Dieser war angesichts Jovanas Körpergröße aber viel zu groß und steif und schädigte ihre Speiseröhre nur noch weiter. Die Eltern kamen mit ihrer Tochter nach Deutschland, um sie operieren zu lassen. In der Prof.Hess-Kinderklinik in Bremen konnte

die Fehlbildung ihrer Speiseröhre in einer siebenstündigen Operation korrigiert werden. Unsere Mitarbeiterin Dragana Desnica erfuhr vom Schicksal ihrer kleinen Landsmännin, setzte sich mit der Familie in Verbindung und blieb während deren Aufenthaltes in Bremen im intensiven Kontakt. Der Vorstand hat spontan reagiert und Hilfe zugesichert. Für das Team von Aktion Hilfe für Kinder war es besonders schön, zu erfahren, wie „direkt“ vor Ort geholfen werden konnte. Schon kurz nach dem Eingriff hat Jovana ihre ersten Schritte gemacht. Sie wird ein ganz normales Leben führen können.

Laras ganzer Stolz … Die achtjährige Lara wohnt mit Ihren Eltern in einem wunderschönen zweistöckigen Wohnhaus. Doch, so schön

das Haus auch sein mag, es erschwert den gewöhnlichen Alltag der Familie ungemein. Lara leidet an einer Tetra-

spastik, einer Lähmung der Extremitäten. Sie kann sich über kurze Strecken mit einem Rollator fortbewegen und auf längeren Strecken mit einem Rollstuhl. Treppenstufen jedoch, sind ohne die Hilfe von Mutter oder Vater, nicht zu bewältigen. Ein Umzug in ein treppenloses Haus und eine damit verbundene neue und vor allem fremde Umgebung, kam für die junge Familie nicht in Frage. So entschied sie sich für den Bau eines Behinderten-Aufzugs im Innenbereich des Hauses, den wir gern bezuschusst haben. Ein so schönes und dankbares Lachen bestätigt einmal mehr die Notwendigkeit unseres gemeinsamen Engagements im Rahmen der Kinderhilfe.

Lara in ihrem neuen Aufzug 11


Neue Projekte und Koo Die DGfPI bietet ein Forum für Angehörige aller Berufsgruppen, die in ihrer alltäglichen Arbeit mit den verschiedenen Formen von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung Verantwortung tragen und mit den Betroffenen sowie deren Familien arbeiten. Dazu zählen derzeit etwa 850 Fachkräfte/Institutionen aus allen Bereichen der Sozialarbeit, Polizei, Justiz, Gerichts- und Bewährungshilfe, Medizin, Therapie und Beratung. Der interdisziplinäre Informationsaustausch und die gegenseitige professionelle Unterstützung werden durch die DGfPI nachhaltig gefördert. Das Kennenlernen der unterschiedlichen Ansätze, der Möglichkeiten, aber auch der Grenzen der verschiedenen Berufsgruppen sowie gegenseitige Toleranz und Respekt vor der jeweiligen Fachlichkeit sind die Grundsätze dieses multiprofessionellen Kooperationsbündnisses. Getreu dem Motto „Gemeinsam stark für den Kinderschutz“ vertreten wir die Ansicht, dass Mädchen und Jungen nur dann effektiv vor allen Formen der Gewalt geschützt werden können, wenn Fachkräfte adäquat ausgebildet sind und sich interdisziplinär vernetzen.

Auszeichnung für Aktion Hilfe für Kinder e. V. von Trauerland.

Trauerland bietet Kindern und Jugendlichen, die um einen verstorbenen Menschen trauern, einen geschützten Raum für ihren individuellen Trauerweg an. Auf dem Weg begleiten Pädagogen, Psychologen und geschulte Freiwillige die Kinder und Jugendlichen. Wir unterstützen das Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche schon seit einiger Zeit. Stellvertretend für den Verein hat unser Vorstandsvorsitzender Rolf Rohloff dafür eine Auszeichnung entgegennehmen dürfen. Weil überall in Deutschland Kinder trauern, soll die professionelle Unterstützung von trauernden Kindern und Jugendlichen bundesweit eta-

bliert werden. Basis ist ein Konzept, das Vereinsgründerin Beate AlefeldGerges 1999 im Dougy Center in den USA kennengelernt und anschließend als Erste in Deutschland umgesetzt hat. Bei diesem großen Vorhaben wollen wir Trauerland weiter unterstützen und haben die monatliche Fördersumme erhöht. Mit der nächsten Kooperationspartnerschaft unterstützen wir ein ganz neues Projekt, das mit Kindern aus sozial schwierigen Lebensverhältnissen arbeitet: PSA – Pädagogische soziale Assistenz, ins Leben gerufen vom Ehrenamtlichen Sozialdienst Würzburg. Die PSA versteht sich als offene, flexible Maßnahme für besonders stark gefährdete und benachteiligte Kinder und Jugendliche in Würzburg.

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ooperationspartner Die PSA arbeitet präventiv und unterstützend zugleich, indem sie betroffene Kinder und Jugendliche problemorientiert in ihren Entwicklungsmöglichkeiten aktiv begleitet. Ein Teil des Projektes befasst sich z. B. damit, chancenlose Jugendliche, die für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt als nicht vermittelbar gelten, solange zu begleiten, bis sie eben doch einen Beruf bekommen. Ziel unserer Förderung ist es vor allem, zu helfen, das Projekt nach der dreijährigen Pilotphase als Grundlage für ähnliche Angebote in anderen Städten, auszuweiten. Schon im letzten Jahr hatten wir den Straßenkinder e. V. aus Berlin kennengelernt und einmalig für seine Projektarbeit unterstützt. In Deutschland gibt es rund 9.000 Straßenkinder. Ein großer Teil davon lebt in Berlin.

In diesem Jahr haben wir Straßenkinder e. V. bei der Renovierung des neuen Kinder- und Jugendhauses Bolle in Berlin-Marzahn unterstützt. Für das Projekt wurde ein Gebäude gekauft. Marzahn ist einer der kinderreichsten Stadtteile in Berlin mit einer hohen Quote an, von Armut bedrohten, Kindern. Angebote speziell in diesem Stadtteil, gibt es bislang noch nicht. In Zukunft sollen im Kinder- und Jugendhaus Bolle vor allem die Straßenkinder eine Anlaufstelle finden und auf ihrem Weg zurück in die Gesellschaft begleitet werden. Heilpädagogisches Reiten, touched by horses – der Name ist Programm. Mit unserer Förderung unterstützen wir ein ganz besonderes Projekt der Reittherapeutin Frauke Kess. Ganz gezielt finanzieren wir Einzeltherapieplätze für bedürftige Mädchen, die sexuelle Gewalt erfahren mussten. Die Reittherapie eignet sich besonders, um an den Folgen dieser Erlebnisse, z. B. Verhaltensauffälligkeiten, Angstzuständen, Wahrnehmungsstörungen oder autoagressivem Verhalten, zu arbeiten. Im Umgang mit den Pferden können die Mädchen ihre sozialen Kompetenzen stärken, Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst und anderen üben, innere Ruhe und Stabilität erfahren, Freundschaft schließen und Vertrauen aufbauen.

Pferde bewegen Menschen

Weiter freuen wir uns, Die Villa – Verein für innovative Jugendhilfe e. V. für ihr Projekt „Auszeit!“ unterstützen zu können. Auszeit! bietet eine persönliche Beratung und Krisenhotline für Mädchen und/oder ihre Eltern am Wochenende. Gerade am Wochenende , wenn Familien mehr Zeit miteinander verbringen, steigt die Gefahr, dass Krisen und Konflikte außer Kontrolle geraten. Gerade an Wochenenden ist es aber besonders schwierig, Unterstützung von außen zu bekommen: Fast alle Beratungsstellen sind geschlossen. Das Angebot besteht zur Zeit nur für Mädchen, auch wenn Jungen eine solche Hilfe ebenso benötigen. Das Gefährdungspotenzial für Mädchen ist aber nach wie vor größer, vor allem wenn es um Gewalt oder einen sexuellen Konflikthintergrund geht.

4-jähriges Straßenkind in Berlin 13


SPATS e. V. macht Eseltreck mit unserem Aktionsbus Ein Reisebericht des Stadtteilbauernhofs Hannover-Sahlkamp Ferien – die Schulfreunde sind weg und Urlaub kann sich nicht jeder leisten. Langeweile setzt ein. Nicht so für die 7 vom Stadtteilbauernhof des SPATS e.V. Sie durften mitkommen, weil sie bei den Stallarbeiten und der Tierpflege auf dem Kinderbauernhof in Hannover-Sahlkamp besonders viel mitgemacht und geholfen haben. Der Hof liegt mitten in der Stadt in einem Gebiet mit einem hohen Anteil an sozialem Wohnungsbau und entsprechend geringem Einkommensniveau. Früh am Morgen ging’s los: Aktion Hilfe für Kinder e.V. hat uns den Bus schon vorher gebracht. Wir mussten nur noch das Gepäck einladen, den Hänger dahinter und die Esel hinaufführen. Toni und Hansi hatten offensichtlich auch Lust zu reisen. Sie waren ganz schnell in ihren kleinen Hängerboxen und die Reise konnte losgehen. Alle hatten gute Laune und die Fahrt nach Travemünde zum „Roten Hahn“, ebenfalls eine Kinder und Jugendfarm ging schneller als wir dachten. In einem

alten sächsischen Landhaus mit offener Feuerstelle und Bettstätten aus Lehm war unser Nachtlager und in einem Bauwagen sind dort die sanitären Anlagen. So ursprünglich hatten die Kinder vom Stadtteilbauernhof noch nie gelebt. Da alle auch noch nicht soviel Wandererfahrung hatten, sind wir von dort Rundwanderwege durch Wälder und Wiesen Richtung Travemündung gegangen. Unsere Esel Hansi und Toni waren gute und fleißige Gepäckträger, denn sie mussten reichlich Proviant mitnehmen. Ein reichliches Picknick an der Trave war eine Belohnung für alle. Und um dann mal an den Timmendor-

fer Strand zu fahren gab’s zum Glück den Bus von der Aktion Hilfe für Kinder (Vielen Dank!), denn soweit konnten wir selbst mit der Hilfe der Esel nicht mehr gehen. Und weil wir nicht alle Kinder mitnehmen konnten, die jeden Tag den Bauernhof besuchen und fleißiger Helfer in der Tierpflege geworden sind, fahren wir in den Herbstferien noch mal und besuchen den Bauspielplatz in Schwerin. Dort können wir mit den Eseln am Seeufer wandern. Wir freuen uns schon und Hansi und Toni sicher auch.

Kooperationspartner: Anstoß – gegen sexualisierte Gewalt an Jungen und männlichen Jugendlichen Eine Informations- und Beratungsstelle des Männerbüro Hannover e.V. Ilse-ter-Meer-Weg 7, 30449 Hannover www.anstoss.maennerbuero-hannover.de Beratungsstelle Arche Alfsee GbR Bootshafenstraße 1, 49597 Rieste www.arche-alfsee.de Therapeutisches Reiten, Ergotherapie, Streichelzoo AtemReich gGmbH Franz-Schrank-Str. 10, 80638 München, www.atemreich.de Für intensivpflegebedürftige, beatmete oder von einer Beatmung bedrohte Kinder

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Baobab – Multikulturelle Eltern-Kind-Initiative e.V. Zeppelinstraße 69, 81669 München www.kindergarten-baobab.de Multikulturelle, zweisprachige (dt.engl.) Kindertagesstätte Children’s Relief-Hilfe für Kinder in Not e.V. Lister Kirchweg 22, 30163 Hannover www.childrens-relief.de Für junge Menschen in Kriegs- und Krisengebieten Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V. i.G. (DGfPI e.V. i.G.) Mendelssohnstr. 17, 40233 Düsseldorf www.dgfpi.de Fortbildungen auf Fachebene Bereich Missbrauch

Deutscher Kinderschutzbund Kreisverband Kempten e.V. Westendstr. 21, 87439 Kempten www.kinderschutzbund-bayern.de Hausaufgabenbetreuung Die Villa – Verein für innovative Jugendhilfe e.V. Schulstr. 1, 64283 Darmstadt www.villa-darmstadt.de Projekt Auszeit! Beratung und Krisenhotline für Mädchen (und ihre Eltern) am Wochenende dolphin aid e.V. Angermunder Str. 9, 40489 Düsseldorf www.dolphin-aid.de Ehrenamtlicher Sozialdienst e.V. Leutfresserweg 29a, 97082 Würzburg Pädagogische soziale Assistenz


Förderverein der Rheinischen Schule für Körperbehinderte e.V. Melanchthonstr. 11, 42281 Wuppertal www.kb-schule.wtal.de Förderverein „Initiative zum Erhalt und zur Förderung der Kinderklinik im ZKH Links der Weser e.V.“ Memelländer Str. 7, 28816 Stuhr www.zkhldw.de/foerder.htm FortSchritt Konduktives Förderzentrum gGmbH Ferdinand-von-Miller-Str. 14, 82343 Niederpöcking www.fortschritt-ggmbh.de Konduktives Förderzentrum, Petö Fortschritt Nordhessen e.V. Schöneberger Str. 3, 34128 Kassel www.fortschritt-nordhessen.de Konduktive Förderung Petö

Kynos Stiftung „Hunde helfen Menschen“ Förderverein der Kynos Stiftung Hunde helfen Menschen e.V. Konrad-Zuse-Str. 3, 54552 Nerdlen Ausbildungsstation: Warnemünder Str. 11, 18146 Rostock Markgrafenheide www.kynos-stiftung.de Ausbildung von Begleithunden für Behinderte Mäander Moderation familiärer Prozesse in sozialen Systemen e.V. Mornewegstraße 33, 64293 Darmstadt Zweigstelle: Hochstr. 6 www.maeander-darmstadt.de Begleitung und Beratung von Familien Mädchenhaus Hannover Verein zur Unterstützung feministischer Mädchenarbeit e.V. Färberstr. 8, 30453 Hannover www.maedchenhaus-hannover.de Beratung, Freizeitangebote für Mädchen und junge Frauen

gegen-missbrauch e.V. Am Menzelberg 10, 37077 Göttingen www.gegen-missbrauch.de Gegen sexuellen Kindesmissbrauch

Malchower Grashüpfer e.V. Förderverein der Grundschule im Grünen Malchower Chaussee 2, 13051 Berlin www.malchower-grashüpfer.de U.a. Knirpsfarm (Träger: Grundschule im Grünen)

JesusCenter e.V. Schulterblatt 63, 20357 Hamburg www.jesuscenter.de Offene Kinder- und Familienhilfe, Cafe, Streetwork, Beratung

Miteinander unter einem Dach e.V. Bremerhavener Heerstr. 34, 28717 Bremen www.lesum.de/vereine/miteinander Intergration behinderter und nicht behinderter Menschen

Kegelbergschule Schule für Praktisch Bildbare und praktisch bildbare Körperbehinderte (Sonderschule) des Landkreises Waldeck-Frankenberg Friedrich-Trost-Straße 1, 35066 Frankenberg (Eder) www.kegelbergschule.de Schule für Körperbehinderte

Sonderspaß e.V. Verein für Menschen mit und ohne Behinderung Liblarer Straße 10, 50321 Brühl www.sonderspass.de Gemeinsame Freizeitangebote für behinderte und nicht behinderte Menschen

Kinder- und Jugendfarm Bremen e.V. Ohserstr. 40a, 28279 Bremen www.Jugendfarm-Bremen.de Kindern und Jugendlichen aus städtischen Ballungsräumen ausreichende Frei- und Erlebnisräume bieten Kinderhaus „Wirbelwind“ e.V. Lindenallee 3, 18519 Reinberg Kinderheim St. Anton Karl-Blind-Straße 6, 68199 Mannheim Kinderhospiz Balthasar Maria-Theresia-Str. 30a, 57462 Olpe www.kinderhospiz-balthasar.de

SPATS e.V. - Stadtteilbauernhof Rumpelstilzchenweg 5, 30179 Hannover www.stadtteilbauernhof-hannover.de Bauernhof mitten in der Stadt Spiel- und Jugendhaus Ratzeburger Straße Ratzeburger Str. 1, 28219 Bremen Naturfreundejugend Bremen St. Paulusheim Felix-Wankel-Str. 25, 69126 Heidelberg E-Mail: info@st-paulusheim.de Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Stiftung Klingelknopf Sievekingsallee 150b, 22111 Hamburg www.stiftung-klingelknopf.de Hilfe für Kinder und Jugendliche mit Neurofibromatose

Kinder-Hospiz Sternenbrücke Sandmoorweg 62, 22559 Hamburg www.sternenbruecke.de

theaterpädagogische werkstatt gGmbH Lange Str. 15–17, 49080 Osnabrück www.tpw-osnabrueck.de Präventionsarbeit gegen sexuellen Missbrauch

Kindertagesstätte Löwenzahn Zu den Mühlmatten 10, 79108 Freiburg-Hochdorf

touched by horses – Heilpädagogisches Reiten Burgackerweg 2, 79104 Freiburg www.touched-by-horses.com

Trauerland – Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e.V. Doventorscontrescarpe 172, 28195 Bremen www.trauernde-kinder.de Trauerbewältigung „Un-behindert“ miteinander Leben e.V. Heimstättenweg 6, 75031 Eppingen www.un-behindert-miteinander.de Intergration von Behinderten Violetta e.V. Anlauf- und Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen Seelhorststr. 11, 30175 Hannover www.violetta-hannover.de Beratung gegen sexuellen Missbrauch Würzburger Kinderfonds-Stiftung GLÜCK IM UNGLÜCK Birkentalstr. 2, 97209 Veitshöchheim, Im Kinderzentrum „Spieli“ Zellerau, Dr.-Maria-Probst-Str. 11, 97082 Würzburg www.glueck-im-unglueck.org Abenteuerspielsplatz SPIELI

Zu guter Letzt Lassen Sie uns noch etwas Gutes tun… Wenn Sie uns Ihre E-Mail-Adresse schicken, sparen wir nicht nur Portokosten, sondern schützen obendrein die Umwelt. Unser Newsletter wird in regelmäßigen Abständen darüber informieren, was es Neues gibt. Mit unserem neuen Autoaufkleber können Sie anderen zeigen, dass Sie sich tatkräftig in der Kinderhilfe engagieren und tragen gleichzeitig dazu bei, unsere Arbeit bekannter zu machen. Wenn Sie Freunden oder Bekannten die Arbeit des Vereins vorstellen möchten, bzw. für die gute Sache begeistern wollen, schicken wir Ihnen gerne unseren Aufkleber oder aktuellen Flyer per Post zu. info@aktion-hfk.de

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Wir gratulieren … … Violetta e. V., Hannover zum 20-jährigen Jubiläum am 04.05.09 Die Fachberatungsstelle Violetta ist eine Anlaufstelle für Mädchen und junge Frauen, die von sexueller Gewalt betroffen sind oder betroffen waren. Aber auch Personen, die aus familiären, persönlichen oder beruflichen Gründen Mädchen und junge Frauen unterstützen, finden hier Hilfe und Beratung.

… Sonderspaß e. V., Brühl zum 15-jährigen Jubiläum am 19.08.09 Sonderspaß ist ein Verein für Menschen mit und ohne Behinderung. Die Arbeit fördert die Selbstbestimmung und die Integration in das normale Alltagsleben von Menschen mit Behinderung. In den ersten Jahren wurde das Programm schnell ausgebaut und teilweise professionalisiert. Das Angebot umfasst Beratungen für Betroffene und Angehörige, aber auch z. B. Sportkurse für Menschen mit Behinderungen. Außerdem gibt es regelmäßige Gruppen für verschiedene Altersklassen.

… dem Kinderhaus AtemReich, München zur Einweihung der neuen Räume am 23.09.09 Im Kinderhaus AtemReich werden intensivpflegebedürftige, beatmete oder von einer Beatmung bedrohte Kinder bis zum Erreichen des Schulalters betreut. Kinder- und Jugendfarm in Habenhausen

… der Kinder und Jugendfarm in Habenhausen zum 25-jährigen Jubiläum am 06.09.09 Die Kinder- und Jugendfarm bietet Kindern und Jugendlichen aus städtischen Ballungsräumen ausreichende Freiund Erlebnisräume. Sie macht pädagogisch begleitete Angebote im Umgang mit Tieren, Pflanzen und der gesamten Umwelt. Kinder und Jugendliche können auf der Farm: • ihre Freizeit sinnvoll verbringen • mit dem Farmleben vertraut werden • in Eigenverantwortung mitarbeiten und mitwirtschaften • ein Bewusstsein für notwendige Tätigkeiten erlangen • bewusstes Umweltverhalten lernen • bei Sport und Spiel sich und andere kennen lernen • Kreativität und Fantasie entwickeln … Trauerland – Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche, Bremen zum 10-jährigen Jubiläum am 20.09.09 Über das Angebot und die Arbeit von Trauerland berichten wir auf Seite 12.

Die wegen Behinderungen oder Krankheiten beatmeten Kinder können oft aus verschiedensten Gründen nicht oder noch nicht aus den Kinderkliniken nach Hause verlegt werden. Neben einer dauerhaften Betreuung der Kinder bietet AtemReich Eltern die Möglichkeit, sich in einem familiären Umfeld auf die Besonderheiten der Pflege und Betreuung ihrer Kinder einzustellen, um sie wenn möglich in der häuslichen Umgebung weiter zu betreuen.

Die Schirmherrin, I.K.H. Beatrice Prinzessin von Bayern, und die Geschäftsführerin von AtemReich, Felicitas Hanne, im Gespräch mit Rolf Rohloff


Hilfe für Kinder - Mitgliederzeitung