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slide Magazin fĂźr Architektur, Design, Handel, Handwerk

Freiraum Entdecken und gestalten

Aufatmen im Freiraum Freiraumforscher kommen weiter Hawa Student Award 2010


Inhalt

Arbeitsräume by Google Arbeiten in anderen Sphären

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Sie und Ihr Freiraum Von einem Schweizer Hersteller hochwertiger Schiebebeschlagsysteme erwartet man viel. Aber wohl kaum Gedanken zum Thema Freiraum. Dabei denken wir bei jeder Neu­ entwicklung und bei jeder Perfektionierung ­eines Produktes über Freiraum nach. Der Freiraum ist ein Fitnessraum für den Geist. Hier bewegt sich etwas, hier leben wir unsere Kreativität aus, hier ist das Tummelfeld für Ideen und Entscheidungen. Oft genug ist der Freiraum auch die Startbahn für Entwick­ lungen und Erfolge. Es ist gesund, sich ab und zu von der Hektik des Alltags in seinen inneren Freiraum zurück­ zuziehen, ihn zu geniessen und zu nutzen. Wer Abgrenzung und Öffnung klug dosiert, lebt glücklicher. Für den «Raum» im architek­ tonischen Sinn gilt dasselbe. Wir wollen, dass Menschen einfach, leicht und mühelos Räume öffnen und schliessen können, egal unter ­welchen Platzverhältnissen. Darum: Öffnen Sie sich und Ihren Raum, schliessen Sie sich und Ihren Raum – und ­seien Sie so frei, selber zu entscheiden, wann und wo. Und der Entwicklung perfekter Schiebebeschlagsysteme für den architek­ tonischen Raum – dieser Aufgabe nehmen wir uns an.

Thema Freiraumforscher kommen weiter Aufatmen im Freiraum: Central Park, New York Das ganz private Freiräumchen Google – arbeiten in anderen Sphären Wohnen, leben, sein, bewegt, befreit Ziel, Zeit und Disziplin

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Projekte Maggie’s Cancer Caring Centre, London Haus J, Pforzheim

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Know-how Gregor und Heinz Haab Geschäftsleiter Hawa AG Schiebebeschlagsysteme

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Bis ins letzte Detail geplant: Umbau Casa Sott Pare  Hawa Student Award 2010 HAWA-Antea 50-80/VF: Ein Regal – viele Schiebetüren HAWA-Concepta 25/30/50 und HAWA-Junior 120/B: Schiebelösungen fürs Bad Produkte-News Agenda, Persönlich

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Freiraum

Das alte Haus … … und seine neue Schiebetür

Der private Garten Enzo Enea interpretiert den Lebensstil des Besitzers

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Hawa Student Award 2010 Freiräume für ­Nachwuchstalente

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Freiraum

1999 wählte das Magazin TIME einen Physiker zum «Mann des Jahrhunderts»: Albert Einstein (1879 – 1955)

Ihr Kinderbuch «Heidi» wurde in über fünfzig Sprachen übersetzt: Johanna Spyri (1827 – 1901)

Die Schweiz – ein kleiner Freiraum für grosse Ideen

Der erste Friedensnobelpreis ging 1901 für die Gründung des Roten ­Kreuzes an: Henry Dunant (1828 – 1910)

Hinterliess bleibende Spuren als Maler, Bildhauer, Architekt und Designer: Max Bill (1908 – 1994)

Mit Wachsfiguren zu Weltruf: Marie Grosholtz Tussaud (1761 – 1850)

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Freiraumforscher kommen weiter Der Freiraum des Menschen besteht in der Möglichkeit, sich wahrzunehmen und zu entwickeln. Das gilt für den Einzelnen wie für die Gemeinschaft. Wer seinen Freiraum entdeckt, bricht auf zu einer Reise.

Es gibt Menschen, die würden den Mond nie ohne einen Raumanzug betreten. Die meisten betreten ihn nicht einmal mit. Es gibt Menschen, die würden nie unbeschwert in den Weltraum spazieren gehen, obwohl es dort kaum je regnet. Aber es gibt auch ­Menschen, die am Abend zu Hause ein Bad ­nehmen und dabei mit V ­ ergnügen in den Weltraum reisen, während des Kochens kurz die Welt verbessern, beim Kaffeetrinken ein Ladengeschäft ausbauen oder beim Bahn­ fahren einen Grundriss skizzieren. Die Gedan­ ken sind frei, und niemand kann den Men­ schen daran hindern, in seinem inneren Freiraum ausgedehnte Streifzüge zu unter­ nehmen. Neil Armstrong hat den Mond ­vielleicht schon in den 1950er-Jahren betre­ ten, von der Badewanne aus und ohne einen 86 kg schweren Raumanzug.

über die Situation, als auch über sich selbst. Allerdings ist auch der innere Freiraum nicht unbegrenzt. Seine Grenzen verlaufen entlang der Leistungsfähigkeit des menschlichen Ge­ hirns. Müde Leute denken ausgesprochen schlecht. Will ein Unternehmen Innovation und Effizienz fördern, sollte es ein Arbeitsumfeld ermöglichen, das erfrischt, inspiriert, motiviert und Lust macht.

Der psychische Freiraum Ungewöhnliche Ideen auszusprechen, braucht Mut. Eine Unternehmensphilosophie, die von Ideen profitieren will, lässt Fragen und Kritik zu. Sie motiviert die Mitarbeiter, auch unkonventionelle Ideen und Vorschläge nicht für sich zu behalten. Neun von zehn Ideen, die im Freiraum herumfliegen, mögen unbrauch­ bar oder nicht realisierbar sein, aber die zehn­ te ist möglicherweise entscheidend.

Tummelplatz der Ideen Wer seine Vorstellungskraft, seinen Freiraum erst einmal entdeckt hat, der erkennt, was in ihm steckt. Kreativität, Mut, Lebensfreude. Den eigenen Freiraum zu erkunden heisst, über den Horizont hinaus zu denken, persön­ lich weiterzukommen. Dieser Freiraum ist ein Tummelplatz von Visionen und Ideen – ohne Barrieren, da er nur in den eigenen Gedan­ ken stattfindet. Aber oft ist dies der Aus­ gangspunkt für einen gemeinsamen Aufbruch innerhalb von Familien, Gesellschaften oder Unternehmen. In der Familie und Gesellschaft lässt er Persönlichkeiten aufblühen. Im Unter­ nehmen wird er zur Quelle für Innovationen: Vorstellungskraft ist ein Produktionsfaktor.

Die Unverkrampftheit des Freiraums Eine unterschätzte Voraussetzung für den Aufbruch der Gedanken ist trotzdem eine ge­ wisse Unverkrampftheit. Entfalten kann sich nur, wer die Freiheit hat zu lächeln. Sowohl

Der physische Freiraum Kaum auf Kreativreisen geht ein Mensch auch dann, wenn sein Gehirn von starken negativen physischen Impulsen dominiert wird. Eis­ kaltes Wasser in der Badewanne, ein Rücken, der ständig SOS nach oben funkt, weil ihm ein Bürostuhl das Leben schwer macht, ein dunkler oder beengender Arbeitsraum...

Demgegenüber sollten die positiven physi­ schen Impulse eines Arbeitsplatzes weit über bequeme Stühle, ­inspirierende Farben und ­Materialien oder e ­ inwandfreie Infrastrukturen hinausgehen. Z ­ entral sind Grösse und Kon­ zeption der R ­ äume: G ­ rosse, helle Räume ­fördern grosse, helle Ideen, frische Luft be­ günstigt frische ­Ideen, eine gute Akustik er­ leichtert das konzentrierte und ­ungestörte Denken und ­Arbeiten. Wer die Arbeitsräume hin und wieder verändert, mindert statisches ­Verharren in der Routine und den Eindruck, stehen zu b ­ leiben.

Bewegliche Räume, bewegliche Geister Räumliche Beweglichkeit unterstützt geistige Beweglichkeit, dynamische Räume erlauben dynamisches Arbeiten. Das Öffnen und Schliessen von Fenstern, Türen und Wänden ermöglicht Durchlässigkeit. Und Durchlässig­ keit fördert die gegenseitige Inspiration der Mitarbeiter. Schiebewände und -türen schaf­ fen Freiräume, auch und ­gerade bei ansons­ ten engen Platzverhältnissen. Und wenn die Privaträume ebenso ­beweglich und befreiend sind, fällt es umso leichter, auch noch am ­Feierabend in der B ­ adewanne mit einem ­unverkrampften Lächeln zu neuen Ufern auf­ zubrechen.

Das hindernisfreie Betriebsklima

«Kluge Köpfe und kreative Teams brauchen Spielraum. D ­ arum soll auch das Betriebsklima möglichst offen und hindernisfrei sein.» Bruno Furrer, Leiter Finanzen und Personal, Hawa AG slide Nr. 4  5


Freiraum

Aufatmen im Freiraum 342 Hektar Fläche, 25 Millionen Besucher pro Jahr, 275 Vogelarten, 13 537 neue Freundschaften, 26 000 Bäume, 9000 Parkbänke, 2,1 Mil­ lionen gesummte, gesungene und gepfiffene Lieder, 1743 Heiratsanträge, 93 Kilometer Fusswege, 21 Spielplätze, 4,9 Milliarden fröhliche Lacher, 2,3 Liter Tränen, 46 221 Versöhnungen, 7 Springbrunnen, 791 Milliarden entspannte Aufatmer, 51 Skulpturen, 23 675 Aus- und 45 337 Aufbrüche, 28 356 grossartige Ideen, 1 grossartiger Freiraum:

1 Central Park, New York.

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«Die grüne Lunge von New York» wird der Central Park oft genannt. Sich dieses Naherholungsgebiet zu gönnen, beschlossen die New Yorker vor genau 150 Jahren. Zehn Jahre lang durften die Land­ schaftsgärtner den Park gestalten. Sie legten Wasserläufe und Seen an, sprengten mit 166 Tonnen Sprengstoff Tausende Tonnen von Gra­ nitfelsen, bewegten 1,9 Millionen Kubikmeter Erde und senkten die wenigen Strassen im Gelände so ab, dass Spaziergänger im Park sie nicht mehr sahen – nach heutigem Urteil eine brillante Idee.


Im Lauf der Jahre kletterten die Hochhäuser und Immobilienpreise entlang des Parks in luftige Höhen. Immer wieder versuchten Ge­ schäftsleute, auf der grünen Scholle zu bauen, aber die New Yorker haben sich stets erfolgreich für ihren Park gewehrt. Zum legendären Benefiz-Konzert von Simon & Garfunkel zur Rettung des Parks strömten 1981 eine halbe Million Menschen in den Park. Die Bewohner dieser Stadt, die niemals ruht, schützen ihre Gegenwelt, in der sie selber zur Ruhe kommen können.

In der grünen, im Winter manchmal auch weissen Oase der Stadt ­atmen Menschen auf. Im «Shakespeare Garden», in dem nur Pflanzen aus Shakespeares Stücken blühen. An «Kleopatras Nadel», dem 3000 Jahre alten ägyptischen Obelisk. Bei der Bronzestatue von Hans Christian Andersen, wo im Sommer Kindergeschichten vorgelesen wer­ den. Bei «Turtle Island», einer neu aufgeschütteten Insel im Belvedere Lake, auf welcher Schildkröten ihre Eier in den Sand legen. Der Central Park mitten im Stadtdschungel ist ein Freiraum, der Leben schafft.

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Freiraum

Das ganz private Freiräumchen Was der Central Park für die Öffentlichkeit ist, ist der private Garten für den Einzelnen: ein ­abgeschirmtes, höchst persönliches Freiräumchen zum Aufatmen. Gärten interpretieren Lebensstile, sagt Gartendesigner Enzo Enea, der für Kunden in der Schweiz und den USA Gärten konzipiert. Was ist ein Garten? Ein Garten ist ein Lebensraum. Genauso wie die Innenräume eines Hauses. Unsere Her­ ausforderung ist es, diesen Lebensraum so zu gestalten, dass eine optimale Nutzung des Landes möglich wird.

Nach welchen Kriterien geschieht das? Zu beachten sind beispielsweise die Architek­ tur und der Zweck des Hauses, zu dem der ­Garten gehören soll, ebenso Standort und geografische Ausrichtung des Gartens. Am wichtigsten ist natürlich der Kunde. Ihn wollen wir kennenlernen: Wer ist er, in welcher ­Lebensphase befindet er sich. Der Kunde zeigt uns seinen L ­ e­bensstil, und diesen ­interpretieren wir dann, geben ihm quasi die Gestalt eines Gartens.

Kann ein Garten auch einengen? Wenn man ihn falsch aufbaut, ja. Wobei eine starke Be­pflanzung nicht zwangsläufig ein­engend sein muss. Einen Garten mit ­ altem Baumbestand kann man «cosy» ge­­stal­ten, ­also eher geschlossen und behaglich als ­weiträumig und offen. Wir ma­chen aber

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aus einem Garten in jedem Fall einen Raum, der nicht einengt, sondern wohl tut.

Wie muss sich ein Garten zum Haus ver­ halten? Haus und Garten sollen eine Symbiose dar­ stellen. Wir achten darauf, wie das Haus eingerichtet ist, wie die ­Bewohner auf das Gelände kommen, wie sie die Plätze ­benutzen und so weiter. Dann stimmen wir die Elemente so ab, dass der Garten eine F ­ ortsetzung des Innenraums darstellt. Von der Vielfalt an Materialien und Pflanzen gibt ab Mitte Jahr unser neuer Showpark einen Eindruck.

Haben Ihre Kunden in Florida ­andere Ansprü­ che und Vorstel­lungen als jene in Europa? Jeder Mensch ist einzigartig. Das ist keine Frage der ­Nation. Die Unterschiede betreffen vielmehr die Klimazone. In Florida ist die Pflanzenauswahl völlig ­anders.

Was bedeutet für Sie persönlich Freiraum? Für mich bedeutet Freiraum die Möglichkeit, zu gestalten. Und ­Inspiration. Durch all das, was ich sehe, schmecke, rieche und ­fühle.


Vielleicht wachsen Gedanken auch ohne Menschen: privater Garten im schweizerischen Kanton Tessin, gestaltet von Enzo Enea.

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Freiraum

Arbeiten in anderen Sphären Arbeitsräume sind funktional, sachlich, zumeist nüchtern eingerichtet, kurz: zweckdienlich. In der IT-Branche gibt es aber vereinzelt Unternehmen, die andere Wege gehen und ihre Arbeitsräume wie Freizeit- und Erholungsräume gestalten. Zum Beispiel Google in Zürich.

Das grösste Zentrum des Internet-Multis ausserhalb der USA ist konzipiert wie ein einziger Aufenthaltsraum. Die Lounges sind orien­talisch angehaucht, als Konferenzraum dient eine Art Iglu, in dem sich Mitarbeiter quasi in die Stille der Arktis zurückziehen. «Gute Ideen entstehen nicht zwingend am Pult», ist der Sprecher von Google Schweiz, Matthias Meyer, überzeugt. «Es stimuliert die Innovation, den Arbeitsplatz zu ­wechseln und eine Partie Billard s­ pielen zu können. Die Räume tragen zum Austausch unter

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­ itarbeitern bei und unterstützen unser PrinM zip der flachen Hier­archien. Google bietet dem ­Mitarbeiter den Freiraum, Arbeits­zeiten und -ziele selbst zu bestimmen.» Gestaltet wurde der Zürcher Sitz von den Architekten Camenzind Evolution aufgrund von Inputs von Google-Mitarbeitern: Im Ruheraum blubbern Aquarien, leise Musik berieselt die Ruhenden. Der eigentliche ­Pausenraum, von den Arbeitsräumen kaum zu unterscheiden, verströmt das Flair einer a ­ ltehrwürdigen englischen ­Bibliothek mitsamt künstlichem

Kaminfeuer, frech k­ ontrastiert durch Tischfussball und ­Billard. Arbeits- und Pausenräume fliessen bei Google somit nahtlos ineinander über. Doch das Ziel von Google ist im Grunde genommen dasselbe wie in der überwiegenden Mehrheit jener Unternehmen, die Arbeits- und Pausenräume als Kontraste gestalten: Die Gedanken der Mitarbeiter zu befreien, sodass diese sie immer wieder frisch ausrichten können auf das, worauf es ankommt. Und das sind die Bedürfnisse der Kunden.


Google in Zürich: Arbeitsräume sind wie Aufenthaltsräume gestaltet.

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Freiraum

Wohnen

Leben Sein

Bewegt Befreit

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Freiräume sind Verwandlungsräume. Da werden aus Berufstätigen plötzlich Pianisten, Blumenzüchterinnen, Tennisstars, Erziehungsfachleute, Dressurreiterinnen, Musikexperten, ­Modeschöpferinnen, Literaten, Gourmetköchinnen, IT-Freaks, Kunstmalerinnen, Kabarettisten…

Integriertes Leben und Arbeiten ist für viele ein Traum. In der Realität der freien Marktwirtschaft haben aber die wenigsten Menschen die Freiheit, ihren Arbeitsalltag selbst einzu­ teilen. Der Arbeitsrhythmus wird in den meisten Branchen, Berufen und Funk­tionen von Ma­schinen vorgegeben, vom ­Wetter, von den Öffnungszeiten oder vom Takt der Kundschaft. Ein guter Mitarbeiter stellt seine Be­dürfnisse zurück, weil er weiss, dass der Kunde zuerst kommt. Als Privatperson schlüpft er selber ja dutzendfach in die Rolle des Kunden und erwartet als solcher ebenfalls, dass seine Bedürfnisse Vorrang haben. Oft schliessen sich die Bedürfnisse von Kunden und Mitarbeitern ja nicht gleich gegenseitig aus. Ein guter Arbeitgeber tut sein B ­ estes, beiden gerecht zu werden. Aber wo es darauf ankommt, ist der Kunde König.

die Sehnsucht nach Luft und Weite durch ein mehr und mehr bewegungsarmes Berufsleben, durch Verstädterung und verdichtete Bauweisen. Die eigenen vier Wände mögen als aussergewöhnliche Oasen eingerichtet sein – es bleiben eben doch Wände, also Grenzen.

Wohnhaft im Freiraum

Smartphone und Laptop

Das Unternehmensziel tritt jedoch in den Hintergrund, wenn der Mitarbeiter Feierabend macht. Dann eröffnet er sich Freiräume und geniesst neue Bewegungsfreiheiten, er tut dasselbe wie ein Akrobat auf dem Hochseil: Er findet die Balance. Er gleicht aus und findet Ausgeglichenheit in der Familie, im Hobby, im Freundeskreis, im Sport. Als grösster Freiraum bietet sich die Natur an. Verstärkt wird

Äussere Raumverhältnisse sind das eine, innere das andere. Der innere Freiraum soll auch frei von Sorgen sein. Und von potenziellen Sorgenträgern wie Smartphones oder Laptops. Im richtigen Augenblick abzuschalten, ist oft eine Kunst. Und oft zwingend. Dies ist das eigentliche Paradoxon: Freiraum ist Abgrenzung. Und Abgrenzung ist manchmal sehr befreiend.

Verwandlungsräume Wer im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung lebt, kann mit klug eingesetzten Raumteilern oder Platz sparenden Schiebe­ lösungen seinen Gestaltungsspielraum e ­ ntscheidend vergrössern. Im Idealfall ermöglichen sie auch die Öffnung ins Freie, auf ­Gartensitzplätze oder Innenhöfe. Mieter hingegen beachten die Aspekte Hobby und Freiräume bereits bei der ersten Wohnungsbesichtigung.


Im Berufsalltag sind sie Marktpartner der Hawa AG, und auch die Wahl ihrer privaten Freiräume zeugt von Power:

«Frei zu sein bedeutet für mich, nach einem stressigen Arbeitstag gedanklich abschalten zu können. Am besten gelingt mir dies beim ­Krafttraining im Fitnessstudio. Dort fällt es mir relativ leicht, den ­Alltag für ein bis zwei Stunden ­auszublenden.» Steffen Schelb, Head of Product Management & International Project Sales, Häfele Japan K.K., Tokio

«Auf meinem Snowboard durch den Pulverschnee den Berg hinunterzukurven, mit Sonne im Gesicht und Heavy Metal in den Ohren – das gibt mir das ­perfekte Gefühl von Freiheit, das ich so oft wie möglich suche. Freiheit ist für mich die ­Möglichkeit, den Gefühlen in der freien Natur freien Lauf zu lassen.» Rune Klemetsen, Sales Manager, Denorma Krone AS, Oslo

«Die Berge machen mich frei. Dort entdecke ich vieles. Auch Fragen über mich selber. Oft gehe ich auch in einen grünen Park, um zu joggen. Dabei muss ich mich um nichts anderes kümmern. Freiraum gewinne ich ausserdem, wenn Projekte im Beruf und im ­Privaten sich konkretisieren und ich fühle, dass ich daran wachse.» Marcelo Szlifman, Direktor, Herrajes San Martín, Buenos Aires

«Mein Freiraum ist im wörtlichen Sinne zu verstehen: in der freien Natur Räume zu erfahren und zu erlaufen. Das Erleben eigener körperlicher ­Bewegung und die Eindrücke von Natur wie Wetter, Luft, Gerüche geben mir ein Maximum an ­gedanklicher Freiheit.» Michael Nusser, Architekt und Geschäftsführer, Frick Krüger Nusser Plan2 GmbH, München slide Nr. 4  13


Freiraum

Ziel, Zeit und Disziplin Der grösste Freiraum ist die Zukunft. Sie liegt vor uns, beispielsweise in Form des Internets. Inwiefern das Internet den Menschen «frei» macht, steht auf einem anderen Bildschirm. Ein nützliches Instrument ist es alleweil, wenn man es klug nutzt.

Was das Internet betrifft, ist die Zukunft schon ziemlich gegenwärtig: 95 von 100 Jugendlichen bewegen sich heute im Cyberspace. Sie unterhalten sich, sie in­formieren sich, und sie beantworten sich die Frage nach ihrer jungen Identität kurzerhand selber, indem sie von sich ein positives Profil, ein Abbild in die virtuelle Welt setzen, in sozialen Netzwerken wie Facebook oder auf eigenen Websites.

Gesellschaftsfreiraum Sind diese Profile glaubhaft? Empirische ­Studien zeigen, dass bewusste Falschaussagen über sich selber selten vorkommen. So mancher Per­sonalchef recherchiert darum gern in Netzwerken. Mit etwas Routine vermag er aus einem Profil herauszulesen, ob die Selbsteinschätzung des Betreffenden halbwegs glaubhaft ist: Wer sich als «Perfecktionisst» bezeichnet, kriegt die Stelle nicht. Der Freiraum Internet bietet aber auch die Freiheit, sich mit einer erfundenen Identität in Parallelwelten wie «Second Life» oder in ­Chatrooms zu ­tummeln. Wer so anonym bleiben kann, gibt auch Dinge von sich preis, zu denen er namentlich nicht stehen würde. Gerade die Nutzung von Online-Selbsthilfegruppen zeigt, dass die Hemmschwelle bei politisch, gesellschaftlich oder persönlich heiklen ­Themen im Internet tiefer liegt. Besonders die Jugendlichen pflegen ihr soziales Leben im Freiraum Internet erstaunlich unbefangen – oder naiv.

www.hawa.com Im virtuellen Showroom der ­ awa AG sind rund um die Uhr H zwei «Mitarbeiter» tätig, der HAWA-Productfinder und der HAWA-Systemplanner. 14  slide Nr. 4

Wirtschaftsfreiraum Darüber hinaus hat die Datenautobahn auch den Handel beschleunigt. Es ist kein Problem, um Mitternacht von Tokio aus einen Flug von Rom nach Sotschi in Russland zu buchen oder in der Schweiz eine Milchkuh zu kaufen. Die neue Datenautobahn führt den Kunden geradewegs zum Hersteller – und damit vorbei am Fachhandel. Andersherum: Das Reisebüro in Rom und der Viehmarkt im schweizerischen Ilanz verlieren Kunden. E-Commerce hat vor allem im Konsumgüterbereich Erfolg. Bei einer grossen Palette an beratungs- oder planungsinten­siven und individuell einsetz­

mancher unter, der eigentlich «nur schnell» etwas suchte. Das Internet ist ein Paradoxon: Ein Freiraum, der fesseln und entfesseln kann.

Handlungsfreiraum Wer sich nicht fesseln lassen will, braucht ein Ziel, ein Zeitlimit und Disziplin. Kompetenz im Umgang mit einer Suchmaschine ist hilfreich, und mit den Bookmarks verhält es sich wie mit den Kleidern: Man hat ganze Schränke voll, benutzt aber nur einige wenige. Weniger ist also auch hier mehr. Je nachdem kann es Sinn machen, fürs Geschäft und fürs Private je einen separaten Browser mit separaten

«Das Internet ist die Gedankenwelt des Kollektivs und ­genauso grenzenlos wie die Gedankenwelt des Einzelnen.» baren Produkten jedoch bleibt der Kontakt zwischen Kunde und Fachhandel zentral. Hersteller solcher Produkte nutzen das Netz als Informations- und Kommunikationsplattform.

Informationsfreiraum Das Internet ist eine Art Gedankenwelt des Kollektivs und genauso virtuell, fehlerhaft und grenzenlos wie die Gedankenwelt des Einzelnen. Da wie dort gehen Menschen auf Ent­deckungsreise und tauchen ein. Das ­Auftauchen ist beim Internet allerdings schwieriger. In der Informationsflut geht so

Der HAWA-Productfinder kennt jedes einzelne Hawa Produkt mit sämtlichen Massen, Details, ­Varianten und Einsatzmöglich­ keiten, er kennt internationale Vertriebspartner, Referenzlisten, kurz und gut: Er findet alles.

Bookmarks zu benutzen, um sich besser abzugrenzen. Und am besten zieht man Websites vor, die einen zielgenau und intuitiv zu den relevanten und aktuellen Informationen oder Produkten führen. Denn Qualität, Klarheit und Design einer Website sagen einiges aus über das Unternehmen und dessen ­Produkte oder Dienstleistungen. Und die sind es ja dann, die sich im realen Leben des ­Alltags bewähren müssen. Egal, ob das nun eine Reise nach Sotschi, eine Schweizer Milchkuh oder ein Schiebebeschlagsystem der Hawa AG ist.

Mit dem HAWA-Systemplanner konfiguriert der Anwender online Schiebelösungen. Das Tool führt ihn Klick für Klick durchs Menu, fragt ihn gezielt nach allen Parametern für eine Schiebelösung: gewünschtes System, falten oder

stapeln, links oder rechts, Führung oder nicht, Materialien, Masse usw. So entsteht eine individuelle Schiebe- oder Faltwandanlage, die sich zuletzt im virtuellen Showroom aufbaut – dreidimensional und animiert.


Die kleine Ironie: Der Begriff «World Wide Web» verspricht zwar Weite, doch tatsächlich hat das Internet die Welt kleiner gemacht. Heute checkt man am Flughafen Paris Charles de Gaulle ein und vermeldet Stunden später per Skype Sonnenschein in Dallas.

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Projekte

Mehrere Räume lassen sich dank Holzschiebe­ türen mit wenigen Handgriffen als ­Gruppen- oder als Rückzugsräume ­gestalten.

Der Pavillon für Gefühle

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«Könnten Sie nicht bitte hinaus auf den Kor­ ridor? Wir haben noch so viele wartende Pati­ enten», sagte der Arzt, nachdem er Maggie Keswick Jencks 1993 die Diagnose Krebs mit­ geteilt hatte. In den verbleibenden 18 Monaten ihres Lebens entwarf die Architektin das erste Maggie’s Centre für Krebspatienten.

Mehrere Räume lassen sich dank Holzschiebetüren als Gruppen- oder Rückzugszimmer gestalten. Es gibt einen Massageraum, eine kleine Bibliothek, einen Ruheraum. Die Räume im ersten Stock sind offen und ergänzt mit Dachterrassen. Überall schaffen warme ­Materialien eine entsprechende Atmosphäre.

Maggie’s in London ist eines von weltweit 14 Zentren der gleichnamigen Stiftung. Das Konzept ist überall dasselbe: eine helle und lebensbejahende Wohlfühloase für Krebskranke, gebaut im unmittelbaren Umfeld eines grossen Spitals, aber abgeschirmt von dessen klinischer Ausstrahlung. Maggie’s in London ist ein 370 m2 kleines und für alle offenes ­Beratungszentrum, in dem man sich zu Hause fühlt, weil man als Mensch und nicht als ­Patient eintritt. Herz des Pavillons sind Küche, Aufenthaltsbereich sowie der helle Innenhof.

Lesen, ruhen, weinen, sein Das Spital nebenan ist wie so viele Spitäler Teil einer auf Effizienz bedachten Gesundheitsindustrie. Maggie’s jedoch will schön und dadurch wohltuend sein, auch und nicht ­zuletzt durch die befreiende Architektur. Menschen dürfen sich hier sicher und geschätzt fühlen, sich einen Tee zubereiten, lesen, ­ruhen, sich beraten lassen, Hemmschwellen abbauen, aufeinander zugehen, weinen ­können. Ganz im Sinne von Maggie Keswick Jencks, für die jede Sekunde lebenswert war.


Maggie’s Cancer Caring Centre, London

Projekt: Maggie’s Cancer Caring Centre Ort: London Land: Grossbritannien Architekt: Rogers Stirk Harbour + Partners, London Realisator: ROK, Grossbritannien Bauherr: Maggie’s Centres, Charity Hawa Systeme: HAWA-Junior 80/B HAWA-Junior 120/B Vorhaben: Schiebetüren Anzahl Anlagen: 6 Material: Holz Awards: RIBA Stirling Prize 2009 RIBA London Building of the Year RICS London Award in 2 Kategorien

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Projekte

Wo grossflächiger und geschosshoher Sicht- und Sonnen­ schutz gefragt ist, setzen die Architek­ ten auf flexible ­Falt­schiebeläden.

Immer gleich ein­geschnappt

Freiraum zu schaffen ist möglich, auch wenn das Grundstück schmal und lang ist: Das Haus J in Pforzheim ist ein Splitlevel-Haus mit Halbhof und raumhohen Faltelementen im Fenster- und Sonnenschutzbereich. Grosszügig und luftig wirkende Räume sind auch in einem langgezogenen Gebäude ­realisierbar – die as Planungsgesellschaft hat es bei diesem privaten Wohnhaus vorgemacht. Um genug Licht in die langen Räume des zweigeschossigen Gebäudeaufsatzes zu ­holen, setzten die Architekten fast flächen­ deckend raumhohe Fenster ein. Konventio­ nelle Klappläden kamen als Fenster- und ­Sonnenschutz schon mal nicht in Betracht, man will ja bei offenen Fenstern das Licht ­sehen und nicht die Rückseiten geöffneter

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Schwenkflügel. Die Architekten wählten ­deshalb Faltschiebeelemente. Sie lassen sich im 90 Grad-Winkel seitlich an die Fensterfront schieben und nehmen damit kaum ­Fassadenfläche in Anspruch. Ist die Anlage offen, hat man das Gefühl, sich im Freien ­aufzuhalten.

Draussen wie drinnen auch droben Für die Holzlamellen der Flügel wurde das horizontale Lamellenraster der Fassade übernommen, sodass die beiden Etagen in geschlossenem Zustand einen abstrakten Kubus bilden. Die Rahmen der zwanzig Flügel sind aus verzinktem Stahl, sie gleiten ruhig, sanft und zuverlässig mit HAWA-Frontfold 20 Faltschiebebeschlägen «made in Switzerland». Der HAWA-Frontfold 20 trägt bis zu


Haus J, Pforzheim Im Gegensatz zu ­konventionellen Klappläden lassen sich Faltschiebeläden in nahezu ­unbegrenzter Flügel­ zahl ausführen und ­benötigen fast keine ­Fassadenfläche für die ­Flügel links und rechts des ­Fensters.

20 kg schwere Flügel aus Holz oder Aluminium und ist bis maximal 36 mm Ladendicke einsatzbereit. Die Faltpakete sind mittels Drehlager in den Lauf- und Führungsschienen montiert, die Läden können somit ohne Scharniere und unabhängig von den Fensterlaibungen befestigt werden. Auch der Zugang zur Höhenjustierung ist bequem.

Ruhige Laufeigenschaften Beim Haus J setzte man vor allem wegen der Laufruhe auf den HAWA-Frontfold 20. Der B ­ eschlag ist mit Zug- oder Schnappfalle ­erhältlich. Durch das selbstständige Einschnappen sind die geschlossenen Läden auch gleich arretiert. Und dann ist drinnen wieder drinnen – und draussen ist wieder draussen.

Projekt: Haus J Ort: Pforzheim Land: Deutschland Architekt: as Planungsgesellschaft, Pforzheim Realisator: A. Blank GmbH & Co., Lustenau Bauherr: Privat Hawa System: HAWA-Frontfold 20 Vorhaben: Faltschiebeläden mit je 2 x 4 Elementen links und 2 x 6 Elementen rechts Stückzahl: 4 Material: Verzinkter Stahlrahmen mit Holz lamellen

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Know-how

Die Geschichte des Hauses bleibt ables足 bar, ohne dass die Bewohner auf den heutigen Komfort und ein modernes Wohn足 ambiente verzichten m端ssen.


Intensive Zusammenarbeit zwischen Innenarchitekt und Schreiner

«Bis ins letzte Detail geplant.» Ein seit hundert Jahren unbewohntes Haus im engen Ortskern von Soglio im Schweizer Bergell, ein Schreiner vor Ort, ein Innenarchitekt im vier Autostunden entfernten Baselbiet: Da halten sich die Freiräume bei der Zusammenarbeit in Grenzen. Planung ist stattdessen alles.

Üblicherweise baut Schreinereibesitzer Bruno Clalüna aus dem bündnerischen Bondo ­neue Möbel so, dass sie alt aussehen. Mit seinen 25 Mitarbeitern ist er zumeist für Innenarchitekten im Tal oder für Auftraggeber jenseits des Malojapasses im Oberengadin tätig. «Meistens geht es darum, neue Einbauten im alt­hergebrachten Stil zu realisieren.» Vor neue Herausforderungen wurde Clalüna jedoch bei der Renovation der Casa Sott P ­ are 31 mitten im Ortskern von ­Soglio, zur Gemeinde Bregaglia gehörend, gestellt: Das Haus war seit mehr als hundert Jahren unbewohnt und der auftraggebende Innenarchitekt Christian Speck kam aus dem vier Autostunden entfernten Baselbiet. Im Herbst 2007 legte Speck seine Ideenskizzen auf den Tisch: moderne, hochpräzise Einbauten als Ergänzung und Kontrast zur alten Substanz des Hauses. «Jedes Detail war gezeichnet, jede Schraube und jeder Beschlag vorbestimmt», erinnert sich Clalüna. «Das war für uns neu, hat uns die Arbeit dann aber zum Teil auch erleichtert.»

Ein Wohnhaus, kein Museum Wie alt das Haus ist, weiss niemand. Innen­ architekt Christian Speck vermutet, dass es in der Form, die er vor der Renovation vorfand, seit dem 18. Jahrhundert existiert. Bewohnt war es nur kurz, danach diente es über hundert Jahre lang als Stall und Lagergebäude.

«Jedes Detail war gezeichnet, jede Schraube und jeder Beschlag vorbestimmt.» Bruno Clalüna, Schreiner slide Nr. 4  21


Know-how

Christian Specks Ziel: möglichst viel alte Substanz wie Bruch­ steinmauern stehen lassen und mit zeit­ gemässen Einbauten ergänzen, ohne aus dem Haus ein ­Museum zu machen. Ein Einheimischer hatte vor wenigen Jahren mit Umbauarbeiten begonnen, unter anderem mit dem Einbau einer Terrasse im Dachgeschoss. Er verkaufte das Haus dann aber an die heutigen Besitzer, die es mit Hilfe von Christian Speck zu ihrem neuen Wohnsitz machen wollten. Keine Wand im Haus war gerade, die Auflagen des Heimatschutzes gross, die Räume klein, die Treppenhäuser eng. «Ich wollte aus dem Haus aber kein Museum machen», sagt der Innenarchitekt. Er beschloss, möglichst viel Substanz stehen zu lassen und mit zeitgemässen Einbauten zu ergänzen.

Ortsansässige Handwerker Christian Speck musste ganz von vorne ­beginnen: Das Haus hatte nie eine Heizung, geschweige denn eine Wärmedämmung ­besessen. Gäste- und Schlafzimmer erhielten deshalb Wandtäfelungen mit integrierter Wandheizung und dahinterliegender, diffusionsoffener Isolation. Die Bruchsteine der Aussenmauern liess Speck mit einem Isolierputz auf Kalk­basis überziehen. So stellte er sicher, dass der Feuchtehaushalt der Wände trotz Isolation und Verkleidung noch funktioniert. Mit wenigen Ausnahmen setzte Christian Speck auf ortsansässige Handwerker: «Ich wollte einen Schreiner, der mit den Hölzern aus dem Tal umgehen kann. Zudem liess mir die grosse Distanz zu den Betrieben, mit denen ich sonst arbeite, gar keine andere Wahl.»

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Zusammen in der Werkstatt Jeweils von Montag bis Mittwoch war der ­Innenarchitekt in Soglio und begleitete die ­Arbeiten vor Ort. Entsprechend eng war denn auch die Zusammenarbeit mit Bruno Clalüna. Der Schreiner empfand dies positiv: «Die ­Produktion der Einbauten stellte uns immer wieder vor neue Herausforderungen.» Christian Speck kam seine langjährige Erfahrung mit Schreinerarbeiten zugute: «Ich weiss sehr genau, was machbar ist und was nicht.» So stand er öfters auch selber in Clalünas Werkstatt im Nachbardorf Bondo, um zu ­zeigen, wie er sich die Bearbeitung des jeweiligen Werkstücks vorstellte. «Wir haben in ­dieser Zeit viel gelernt und eine interessante Arbeit gemacht», sagt Bruno Clalüna.

Hier Vorgaben, da Freiraum In anderen Bereichen erhielt der Schreiner vom Innenarchitekten freie Hand, beispielsweise bei der Auswahl der passenden Bretter für die sägerohen Holzböden. Hier sei ihm Clalünas Wissen über die Tauglichkeit der Hölzer im Tal wichtig gewesen, betont Chris­ tian Speck. Nachdem Clalüna in Frage kommende Materialien gefunden hatte, erstellte er Muster und bestimmte zusammen mit dem I­nnenarchitekten Breite und Holzstärke. Beim Anschluss der Einbaumöbel an die ­unebenen Wände waren die Vorgaben des ­Innenarchitekten dann wieder strikt.


Zur traditionellen Bauweise eines Bergeller Hauses gehören Schiebetüren nicht gerade. Doch sie entschärfen Platzpro­ bleme. Im Fall der Casa Sott Pare 31 setzte Innen­architekt Christian Speck zwischen ­Schlafzimmer und Bad eine Schiebetüre ein. Sie gleitet ruhig und leise mit dem HAWA-Junior 80/Z ­Schiebebeschlag. ­Besondere Kennzeichen: höhen- (± 4 mm) und seitenverstellbar, Zwei­ wegaufhängung, ­Schienenpuffer mit einstellbarer Rück­halterung, ideal für Holzschiebetüren bis 80 kg.

Sechs verschachtelte ­Zimmer auf 134 m 2 Fläche, enge Trep­ penhäuser, schräge Wände, viele Auf­ lagen des Heimat­ schutzes: das ideale Einsatzgebiet für eine Schiebetüre. Schreinern direkt im Haus «Ungleichheiten fangen wir üblicherweise mit Deckleisten auf», sagt Clalüna. Christian Speck hingegen schwebten präzise eingepasste Möbel vor. Der Schreiner musste seine Arbeitsabläufe deshalb umstellen: Nur ein Teil der Möbelstücke liessen sich in der Werkstatt vorfertigen, viele Anpassungsarbeiten konnte sein Team nur direkt vor Ort ausführen. Den Rahmen des Küchenschrankes beispielsweise bauten die Schreiner grösstenteils direkt im Raum, massen ihn dann aus und produzierten die zugehörigen Schubladen und Kastentüren anschliessend in der Werkstatt. Die Arbeit ­direkt im Haus war allerdings nicht ganz ­einfach: «Durch die Enge des ­Hauses hatten wir wenig Platz.»

Alt und Neu in Harmonie Der Innenarchitekt war beharrlich, der Schreiner versiert und flexibel, die Zusammenarbeit ­intensiv – und das Resultat ist überzeugend: Das Zusammenspiel der historischen und der neuen Elemente im Haus funktioniert. Die Geschichte bleibt ablesbar, ohne dass die Bewohner auf Komfort und ein modernes Wohnambiente verzichten müssen. 134 m2 Fläche haben an Grösse gewonnen. Nur die Treppen sind so steil und eng geblieben, wie sie es jahrhundertelang waren. Das allerdings ist gewollt: Das Besitzerpaar ist im Pensionsalter und will sich fit halten.

«Ich wollte einen Schreiner, der mit den ­Hölzern aus dem Tal umgehen kann.» Christian Speck, Innenarchitekt slide Nr. 4  23


Know-how

Hawa Student Award 2010 Fünf renommierte Schweizer Architekten beurteilten anlässlich der Jurierung vom 15. Januar 2010 die von Nachwuchsgestaltern eingereichten Arbeiten des ersten Hawa Student Award. Vier Projekte wurden für ihre innovativen Raumkonzepte mit Schiebelösungen ausgezeichnet.

«900MY»

«inter pares»

Beim Projekt «900MY» ist der starke ­Bezug zur N ­ atur zentral. Das Haus ist aus natürlichen und regionalen Materialien gefertigt und sein Dach ist begrünt, wodurch es harmonisch mit seiner Umgebung ­verschmilzt. Die Konstruktion aus Holz bestimmt die äussere Form, ­während die Schiebeelemente den Innenraum in bis zu acht Räume unterteilen.

Die Räume dieses Ferienhauses lassen sich mit einer Reihe raumhaltiger Rahmenelemente vergrössern oder verkleinern. Werden sie ­verschoben, entstehen individuelle, exakt an die gewünschte Grösse angepasste Grundrisse. So lassen sich Raumsituationen für unterschiedliche ­Nutzer erzeugen. Einzig die zentrale Küche mit dem angegliederten Bad bildet einen fixen Körper.

Blaz Hartman Fakulteta za arhitekturo, Univerza v Ljubljani in Ljubljana

Daniel Fuchs und Simon Mühlebach ETH Zürich

Förderpreis für Jungtalente

Zukunftsgerichtete ­Raumkonzepte

4 gleichwertige Gewinner

Zum Thema «Das wandelbare Haus» lancierte die Hawa AG im August 2009 schweizweit erstmals den Hawa Student Award für Nachwuchsgestalter. Für den Wettbewerb, der alle zwei Jahre mit wechselndem Schwerpunkt Architektur oder Design durchgeführt wird, stand eine Preissumme von 12 000 Schweizer Franken zur Verfügung. Mit der ersten Ausschreibung des Förderpreises bot Hawa Studenten der Fachrichtung Architektur die Möglichkeit, ihre Vision neuer Raumformen zu entwickeln und beurteilen zu lassen.

Grundgedanken der Aufgabe sind die flies­ senden Grenzen von Raumformen als Folge zunehmender Mobilität und vermehrt orts­ unabhängiger Arbeitstätigkeit. Menschen, die in allen Lebensbereichen Flexibilität und ­Mobilität gewohnt sind, schätzen auch beim Wohnen Funktionalität und Beweglichkeit. Diesen Anspruch der Zukunft greift der erste Hawa Student Award 2010 auf: Am Beispiel eines Feriendomizils sollten Architekturstudenten innovative Raumkonzepte mit Schiebelösungen entwickeln.

Bei der Bewertung der eingereichten Arbeiten legte die Jury besonderen Wert auf ein stimmiges Gesamtentwurfskonzept mit innovativen Ansätzen für Schiebelösungen von hoher ästhetischer Qualität. Die prämierten Projekte zeigen, wie dynamisch und multifunktional zukünftige Wohnund Lebensräume sein können. Und sie deuten an, wie künftige Architekten ­spielerisch und lustvoll Schiebelösungen ­einsetzen, um bewegliche und bewegende ­Räume zu gestalten.

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«PLAN B»

«TOSCA»

Das dreigeschossige Ferienhaus verfügt über zwei verschiebbare ­Geschossdecken, die unterschiedliche Nutzungen ermöglichen. Im offenen Zustand entstehen überhohe Raumbereiche mit Galerien, welche die Geschosse vertikal miteinander verbinden. Bei zusätzlichem P ­ latzbedarf oder um die einzelnen Geschosse von­einander abzutrennen, lassen sich die Böden mitsamt Brüstung ausfahren.

Ähnlich einem Boot, besteht der Pavillon aus einem Rumpf, ist mit ­Segeln ausgestattet und aus Holz gefertigt. Eine einzige Schiebewand erlaubt es, den Raum auf drei Arten zu ­modifizieren: Sie trennt entweder die Küche vom Wohn-/Essbereich, ­unterteilt den Raum in zwei gleiche Hälften oder schliesst den Bad/­WC-Bereich komplett ab.

Franziska Flückiger und Kevin Jans HSLU, Technik & Architektur in Luzern

Léo Collomb und Max Collomb Accademia di architettura di Mendrisio, USI

Die Jury Fachpreisrichter: Marianne Burkhalter, Architektin BSA/SWB Andrea Deplazes, Architekt ETH/BSA, J­ uryvorsitz Axel Fickert, Architekt ETH/SIA/BSA Niklaus Graber, Architekt ETH/BSA/SIA Dominique Salathé, Architekt ETH/BSA/SIA

Sachpreisrichter: Heinz Haab und Anke Deutschenbaur, Hawa AG

Details zum Wettbewerb und den Gewinnerprojekten finden sich auf www.hawa.ch unter Hawa Student Award 2010 in der Rubrik News und sind in Deutsch, Französisch und Italienisch abrufbar.

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Know-how

HAWA-Antea 50-80/VF

Ein Regal – viele Schiebetüren Vor der Front sollen sie sanft und leise gleiten, stilvoll sollen sie sein, aus Holz oder Glas oder aus beidem frei kombiniert. Man soll ­keine Schrauben sehen, keine Sockelhöhen, keine Deckenanschlussfugen. Aber man soll spüren, wie robust sie sind. Einfach zu montieren sollen sie sein, mit wenigen Handgriffen und wenigen Teilen. Das sind hohe Ansprüche an ein Schiebetürsystem.

Dieser Quantensprung hat einen Namen: HAWA-Antea 50-80/VF. Das neue Schiebebeschlagsystem ist modular aufgebaut und eröffnet bei der Gestaltung von Schrankfronten interessante Spielräume für innovative Gestaltungsideen mit gemischten Materialien. Mit nur 30 mm Distanz zu Boden und Decke kommt das Design jeder Tür grossflächig

und eindrücklich zur Geltung. Die sichere, formschlüssige Glasbe­festigung mit dem optio­nalen, jedoch empfohlenen Ausrichtbeschlag verhindert weitgehend das Durch­ biegen von vorgehängten Glasfronten. Die Lauf- und F ­ ührungsschienenblende ist farblos eloxiert und lässt sich harmonisch jeder Farbgestaltung anpassen. Und: Man braucht sie

nur einzuclipsen, fertig. Die Montage des HAWA-Antea 50-80/VF ist denkbar bequem. Die Lauf- und Führungsschienen lassen sich von vorne montieren, am fertigen Schrank und über mehrere ­Korpusse hinweg. Holztüren hängt man werkzeuglos ein und die Höhe lässt sich seitlich am Laufwerk regulieren, komfortabel und schnell. Die optionale Ein-

Gestaltungsvariante 1:

Gestaltungsvariante 2:

Die Glaspunktbefestigung. Wirkt puristisch und leicht.

Das klassische horizontale Profil. Wirkt stilvoll.

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zugsdämpfung wird diskret auf dem Schrank montiert und ist leicht zugänglich. Das zum Patent ­an­gemeldete Einglasungsprinzip zentriert das Glas in den vertikalen Rahmenprofilen und verhindert so das seitliche Herausquellen des ­Silikons. I­ntelligent und einfach bis zur letzten Fuge – das ist der neue HAWA-­ Antea 50-80/VF.

HAWA-Antea 50-80/VF: ein System für viele Designs. – Vier Glas-Gestaltungsvarianten, ­kombinierbar mit Holzschiebetüren – Glastüren 8 mm ESG bis 4 m2 und bis 80 kg – Holztüren 19 – 28 mm Dicke – Türbreite 800 – 1500 mm – Türhöhe bis 2600 mm

– Nur je 30 mm Distanz zu Boden und Decke – Glas- und Holz-Türgarnituren einzeln ­erhältlich – Optional erhältlicher Ausrichtbeschlag für Glas- und Holztüren – Auswahl an Grifftypen und -längen «made by Hawa»

Gestaltungsvariante 3:

Gestaltungsvariante 4:

Die Rahmenoptik. Wirkt schlicht und elegant.

Das klassische vertikale Rahmenprofil. Wirkt fein und schlank.

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Know-how

HAWA-Concepta 25/30/50

Einfach schöner funktional Je vielfältiger ein Raum genutzt werden kann, desto besser. Nicht zuletzt gilt dies für das Bad, das immer häufiger auch als Wellness-Oase verstanden wird. Ideal für den Einsatz im multifunktionalen Bad ist das Dreh-Einschiebebeschlagsystem HAWA-Concepta 25/30/50.

Mit dem HAWA-Concepta 25/30/50 lassen sich flächen­bündige Türen aus Holz (19 bis 50 mm) oder Glas (ESG, 8 mm) bis 50 kg mit einer Drehbewegung um 90 Grad öffnen und seitlich in eine Nische schieben. Die Seitennische für eine bis 30 mm dicke ­Türe benötigt zum Beispiel nur 55 mm Breite. Dank der raffinierten, wartungsfreien Scherentechnik verkanten keine Türen. Die Laufwerke rollen mühelos, eine Bodenführung ist keine ­nötig.

montierter ­Möbelteile erheblich, was den Handwerker freut und auch in der Serienfertigung Vorteile mit sich bringt. Für Endmontage und Einstellungen reichen Inbusschlüssel. Justiert wird von vorne. Einmal sauber montiert, sind keine Nachjustierungen mehr nötig. Die modular aufgebaute Ganzglaslösung ­bietet dank vertikaler Profile und mehrerer Griffvarianten vier Gestaltungsmöglichkeiten mit demselben Beschlagsystem.

Beispiellos unkompliziert

Viele Funktionen, wenige Handgriffe

Die Entwickler haben auf eine höchstmögliche Einfachheit der Montage Wert gelegt. Die Garnituren für linke und rechte Türflügel sind identisch. Die Dreh-Einschiebetüren ­werden, auf Montageböcken liegend, mit der Zwischenwand verbunden, wofür Positions- und Topfscharnierbohrungen ausreichen. Dann wird das Ganze in die Nische geschoben und die Zwischenwand festgeschraubt. Das vereinfacht die Fertigung und den Transport vor-

Exzessiv entwickelte Funktionalität ist stets Teil eines guten Designs – auch beim HAWA-Concepta 25/30/50. Die Bewohner sollen sich mit möglichst wenigen Handgriffen möglichst viele Funktionen erschliessen ­können. Zu­nehmend gilt das nicht nur für Geräte oder Möbel, sondern auch für ganze Räume, die sich trennen, verschmelzen oder sogar unterschiedlich ausrichten lassen. Es ist halt einfach schöner funktional.

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Ob für Möbel oder Raumtrennungen in Küche, Waschküche, Bad oder Home Office, für begehbare Stau­lösungen oder für raum­ hohe Abdeckungen von Mauernischen: Erste Wahl ist der HAWA-Concepta 25/30/50.


HAWA-Junior 120/B

Ausgezeichnete Funktionalität Eine Loft wie ein Gletscher, ein Bad wie ein Geröllstück – Architekt Gus Wüstemann schuf in der Luzerner Altstadt eine aussergewöhnliche und überaus funktionale Wohnung. Dass das Bad trotz seiner Symbolik hell und leicht wirkt, hat nicht zuletzt mit dem Einsatz einer Schiebetüre zu tun.

Die Leichtigkeit, die Gus Wüstemann mit seinen Einbauten wie auch mit der konsequenten Farbgebung erzielt, setzt sich auch in der Raumgestaltung fort, indem er funktional Nötiges versteckt. Das Bad in Luzern ist beispielhaft: Es lässt sich zum Schlaf- oder zum Wohnbereich hin öffnen, nach Lust und Laune und Wochentag. An der entscheidenden Schnittstelle für die Ausrichtung und die Dosierung von Offenheit und Intimität setzte Gus Wüstemann eine Schiebetüre ein.

Realisiert mit dem Beschlag ­HAWA-Junior 120/B lässt sich diese je nach Tageszeit mal mehr, mal weniger öffnen – die Intimität ist stufenlos regulierbar. Die diskret im Tragprofil integrierte Aufhängung ermöglichte eine minimale Einbauhöhe und die Schiebetüre reicht auf diese Weise praktisch fugenlos bis zur Decke. Der leichte «Felsbrocken» wurde 2009 mit dem Designpreis «Das beste Schweizer Bad» ausgezeichnet.

«Die Intimität ist variierbar, der Raum immer veränderbar.» Gus Wüstemann, Architekt, Zürich

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Know-how

Produkte-News

Änderung Produktebezeichnung

HAWA-Junior 80

Qualitäts-Zertifikate

HAWA-Purolino 80

Neue Namen, bewährte Qualität

Neue Bohrung für die Laufschiene

Allesamt am besten klassiert

Beliebter Edelstahl-Effekt

In einigen Ländern sind die Namensrechte für die Bezeichnungen Infront, Mixfront und Vorfront nicht im Besitz der Hawa AG. Deshalb sind seit 1. Januar 2010 die Bezeichnungen für die drei folgenden Produkte wie folgt neu:

Ab dem 1. April 2010 werden alle Laufschienen für sämtliche Schiebebeschlagsysteme HAWAJunior 80 mit einer zusätzlichen Senkbohrung versehen. Die ­Artikelnummern und Preise bleiben unverändert.

Viele Produkte der Hawa AG ­tragen bereits das Gütesiegel der

HAWA-208 40-70/IF

Mit der zusätzlichen Senkbohrung können Verarbeiter die Laufschiene neu auch mit M5 Senkkopfschrauben oder mit 4,5 mm Spanplattenschrauben verankern.

Der HAWA-Purolino 80 ist beliebt. Vor knapp einem Jahr eingeführt, wurde der neue Design-­ Beschlag, dessen Aufhängung und Lauftechnik komplett in der L ­ aufschiene integriert sind, von den Marktpartnern gut ­auf­genommen. Interesse wecken die vertikalen Abschlussprofile ­inklusive Gummidichtungen.

statt HAWA-208 Infront 40/70

HAWA-209 40-70/MF statt HAWA-209 Mixfront 40/70

HAWA-210 50-70/VF statt HAWA-210 Vorfront 50/70 Im HAWA-Productfinder sind die Namen bereits geändert, die Anpassungen der gedruckten Unterlagen erfolgen laufend. HAWA-210 50-70/VF wird in den nächsten zwei Jahren rollend ­abgelöst vom neuen HAWA-­ Antea 50-80/VF für Glas, Holz und Holz/Glas-Schiebetüren.

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Beim Montageset zur Wandbe­ festigung des HAWA-Junior 80 (Artikelnummer 17786) sowie beim HAWA-SoundEx (Artikelnummer 19589) werden die ­Senkschrauben ab 1. April 2010 zusätzlich kostenlos mitgeliefert.

Landesgewerbeanstalt LGA Bayern in Nürnberg. Die Angaben zum Produkttest wurden nun bei den bestehenden und neuen Qualitäts-Zertifikaten auf die in­ ternationalen Kundenbedürfnisse angepasst. Sie stehen neu für jedes geprüfte Hawa System separat zur Verfügung und sind auf www.hawa.ch im HAWAProductfinder unter Zertifikate zu finden. Der Klasseneinteilungsschlüssel gemäss Prüfnorm EN1527:1998 gibt neu differenziert Aufschluss über die erreichten Prüfresultate und damit über die Produktequalität. Sämtliche geprüften Hawa Produkte haben bei den Prüfungen die höchsten Anforderungen erfüllt und damit die besten Klassierungen erreicht. Die Hawa AG lässt diese Produkte im Rahmen eines Überwachungsvertrages permanent ­prüfen und beantragt laufend Prüfungen für weitere Produkte.

Beliebt sind insbesondere die hochwertigeren Ausführungs­­varianten: Bei den Laufschienen macht die Variante mit EdelstahlEffekt über ein Drittel der Lieferungen aus, bei den Abdeckkappen hat die Variante aus Zinkdruckguss mit LaufschienenOptik die preisgünstigere Kunst­­stoff-Variante bereits überflügelt. Das Laufschienenprofil des HAWA-Purolino 80 eignet sich für Wand-, Decken- und deckenintegrierte Montage. Bei der integrierten Variante ist das Profil nicht zu sehen, was die Glas­schie­betüre schwereloser und die Räume ­grösser erscheinen lässt.


Agenda

Persönlich

Nordbygg 2010 Skandinaviens wichtigste Bau- und Immobilienmesse. www.nordbygg.com

23. – 26.3.10

Stockholm International Fairs Schweden

Hawa

Halle C, Stand 09-21

24. – 27.3.10

Messezentrum Nürnberg Deutschland

Hawa

Halle 4, Stand 123

fensterbau frontale 2010 Internationale Fachmesse mit rund 1200 Ausstellern für Technologien und Komponenten, Maschinen und Dienstleister für Fenster, Tür und Fassade. www.frontale.de

«Ich arbeite bei der Hawa, weil das Unternehmen den Mitar­ beitern ein anspruchs­volles und spannendes Arbeitsumfeld ­bietet.»

Project Qatar 2010 Internationale Messe für Bautechnik, Baumaterialien und Umwelttechnik. www.ifpqatar.com

12. – 15.4.10

Hawa

Qatar International Exhibition Centre, Doha, Qatar Halle 1, Stand O120

Impressum Magazin für Architektur, Design, Handel, Handwerk SLIDE, Nr. 4, März 2010, erscheint zweimal jährlich Herausgeber/Copyright Hawa AG Schiebebeschlagsysteme, CH-8932 Mettmenstetten, slide@hawa.ch, ­technische Änderungen vor­behalten Projektverantwortung Rolf Arnold, Anke Deutschenbaur, Doris Hug ­Konzept/Redaktion/Gestaltung Basel West, CH-4012 Basel; Redaktion: Willi Näf, Roland Schäfli, Reto ­Westermann; Gestaltung: Thomas Aerni; Lithografie: Yvette Bolliger Druck ea Druck + Verlag AG, CH-8840 Einsiedeln Sprachen/Auflagen deutsch 5500, französisch 2000, ­englisch 2500 Bildnachweis Seite 1: NASA – digital version Corbis/Specter; Seite 2: Frédéric Giger; Seiten 2, 10, 11: Google Zürich; Seiten 3, 20 – 23: Christian Speck; Seiten 3, 8, 9: Martin Rütschi; Seite 4: Arthur Sasse/Corbis/Specter, Keystone, Hulton Archive, Specter RDB; Seiten 6, 7: Cameron Davidson/Corbis/Specter; Seite 15: Art Zone/Corbis/Specter; ­Seiten 16, 17: Morley von Sternberg; Seiten 18, 19: as Planungsgesellschaft; Seite 29: Bruno Helbling; Seite 30: Marc Eggimann/Frédéric Giger Artikel-Nr. 22042

PREISTRÄGER

Keith Duckett ist seit Anfang September 2009 National Sales ­Director der Hawa Americas Inc. in Dallas, Texas. Der 46-Jährige bringt nicht nur den Bachelor im Bereich Maschinenbau mit, sondern auch Erfahrung in den Bereichen Betriebs- und Personalmanagement, Marketing und ­Verkauf. Sein Ziel sei es, vom Grossraum Dallas aus die Bekanntheit der Marke Hawa in den USA weiter auszubauen, sagt Keith Duckett: «Wir wollen in unserem Markt das Bewusstsein noch stärker ver­ankern, mit welchen Vorteilen sich die hochwertigen Hawa Schiebebeschlagsysteme von technisch weniger ausgefeilten und günstigeren abheben.» Sich mit seinem Schweizer ­Arbeitgeber zu identifizieren, fällt dem Texaner ausgesprochen leicht: «Die Schiebebeschlag­ systeme der Hawa AG sind von herausragender Qualität.»

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Hawa Schiebebeschläge: offen für grenzenlosen Komfort.

Wenn man einen Partner hat, der mitdenkt, kann man sich selbst eher einmal etwas zurücklehnen. Die Hawa AG legt seit Jahrzehnten viel Wert darauf, nicht nur mit-, sondern auch nach- und vorzudenken. Denn Innovation hat in unserer Forschungs- und Entwicklungsabteilung Tradition. Und somit können wir Ihnen heute Schiebebeschlagsysteme und -lösungen für praktisch jede Situation, Anwendung, Dimension und Lokalität anbieten. Ihr Komfort beginnt bei www.hawa.ch. Hawa AG, CH-8932 Mettmenstetten, Schweiz, Tel. +41 44 767 91 91, Fax +41 44 767 91 78, www.hawa.ch

SLIDE Nr. 4 - Hawa Magazin in deutsch  

Hawa Magazin für Architekten, Designer, Handel und Handwerk

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