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Ivan Kožarić: Ein Gefühl von Ganzheit Ana Dević

Ana Dević über die radikale Praxis der Selbsthinterfragung des Bildhauers und die seit den 1950er-Jahren fortdauernde Transformation seines Œuvres. „Seit ich frei bin, habe ich alle möglichen Ideen. Fast alle davon gefallen mir, auch wenn sie meinen früheren Ideen widersprechen, die problemlos funktionierten und gut waren.“1 — Ivan Kožarić, Brief an das fiktive Amt für den Entzug der Freiheit, 1976 Bildhauer, Anti-Bildhauer, Nicht-Bildhauer Ende der 1950er-Jahre begann Ivan Kožarić, ein künstlerisches Paradigma nach dem anderen aufzustellen, nur um dieses zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzugeben. Es scheint, als sei er davon getrieben, stets neue Ausdrucksformen für seine Kunst zu finden und dabei immer wieder die Richtung zu wechseln. Die Dialektik und Widersprüchlichkeit dieser komplexen künstlerischen Haltung hat Ješa Denegri mit dem Satz „Bildhauer, Anti-Bildhauer und Nicht-Bildhauer in einer Person“ umrissen.2 Sicherlich ist Kožarić vor allem Bildhauer, doch sein Werk umfasst neben öffentlichen Monumenten und Installationen auch konzeptuelle Deklarationen, textuelle Arbeiten, Zeichnungen und Gemälde. Oft verwendet er Ready-mades, experimentiert bisweilen mit Videos oder verwendet performative Elemente. Die permanenten Transformationen seines Œuvres sind jedoch nicht medialer oder stilistischer Natur, sie vollziehen keine Bewegung vom Gegenständlichen zur Abstraktion oder zu einer konzeptuellen Herangehensweise.

Ivan Kožarić, Covjek koji sjedi (Sitzender Mann), 1954, Bronze, 61 × 65 × 23,4 cm, Courtesy Atelijer Kožarić © Ivan Kožarić, Foto Darko Bavoljak

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Ivan Kožarić: Ein Gefühl von Ganzheit  

Ana Dević über die radikale Praxis der Selbsthinterfragung des Bildhauers und die seit den 1950er-Jahren fortdauernde Transformation seines...

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