Page 1

Foreign Rights Regine Balmer regine.balmer@haupt.ch Katarina Baumann (Arts & Crafts) katarina.baumann@haupt.ch Gabriela Bortot (Nature) gabriela.bortot@haupt.ch

F S

Haupt Verlag Falkenplatz 14 Postfach CH-3001 Bern Tel. +41 (0)31 309 09 00 Fax +41 (0)31 309 09 99 verlag@haupt.ch www.haupt.ch

Haupt_Foreign_Rights_Autumn_2018_UG.indd 2-3

A

Foreign Rights Autumn 2018 Arts & Crafts / Nature

11.09.18 15:46


CONTENT NE W C R AF T

03

DE S I GN  /   PA P E R

04 – 07

DRAW I NG  /   L ET T E R I NG /  T Y P OGR A P HY

08 – 12

DI Y 13 C RA F T S F O R K I DS

14 – 23

T E X T I L E DE S I GN  /   S E W I NG

24 – 25

T E X T I L E T E C HNI Q UE S  26 – 27 WOO D 28 STO NE   /   J E W E L L E RY  /  GL AS S / C E R A MI C S 29 – 30 NE W N AT U R E

32 – 33

GAR DE N & E NJOY I NG NAT UR E

34 – 38

F L O R A  

39 – 42

DIS C OV E R I NG NAT UR E W IT H K I DS

43 – 45

FAUNA / GE O L OGY   /  GE OGR A P HY

46 – 48

1


2


NEW CRAFT

Antje Rittermann and Susann Ritterman

Wooden Benches 60 Construction Plans and Stories This book is about wooden benches, their construction and their location – and the story behind each bench. Because a bench is not a chair, the benches of this book are situated in public space and they are shared. For their new book, the twin sisters Antje and Susann Rittermann photographed wooden benches in various Places in Europe and tracked down the builders of these benches. With their consent, the blueprints and instructions for rebuilding them are published in this book. In addition to simple beach benches there are benches with armrests, benches on window sills, extremely long benches, benches to fold up and many more. 45,4 cm 31 cm 132,5 und 136 cm Baujahr Erbauer Ort Datum

SitzhĂśhe Sitztiefe Sitzbreite XXX xx xxx xx

Werkzeug

Alfredos Bank 1e Helsstraat in der Pijp, ein Hauptzugang zum Albert Cyp Markt. Menschenmassen, links und rechts CafĂŠs. Deswegen meide ich die Route eigentlich. Dann bin ich doch hier und entdecke die Bank vor Alfredo. Zwischen all den Ăźblichen Schirmen, Schildern, Tischen, StĂźhlen der Terrassen eine schlichte Bank vor einem Schaufenster. Im CafĂŠ erfahre ich nur den Namen und die StraĂ&#x;e des Erbauers. Die ist um die Ecke. Ein Tischler sollte zu finden sein. Ist er nicht, erst zu Hause im Internet. Er hat keine Zeit, aber ich soll schnell vorbeikommen. Ich radle zurĂźck. Von auĂ&#x;en nicht zu sehen, eine schicke Werkstatt. Marc baut eigentlich KĂźchen. Die Bank hat er aus ReststĂźcken zusammengepuzzelt, aus der Robinie, die ein paar StraĂ&#x;en weiter gefällt werden musste. Er geht gern bei Alfredo essen. Und weil es frĂźher hier nur eine schmale Bank ohne Lehne

gab, hat er vorgeschlagen, eine neue zu bauen, mit Lehne und Armstßtzen, die Tischchen sind. Weil Alfredo keine Terrassengenehmigung hat und keine Tische aufstellen darf, die ideale LÜsung. Und so sitzt man hier in der ersten Reihe, mittendrin, aber intim, viel schÜner als auf all den Terrassen rundherum. Einschätzung: Fßr das harte Robinienholz braucht es scharfes Werkzeug. Die Schrauben unbedingt vorbohren. Ansonsten ist diese Bank gut zu bauen. Wer keine sichtbaren SchraubenkÜpfe auf Sitzläche und Armlehnen haben mÜchte, kann die Sitzläche von unten verschrauben und die Armlehnen mit Holzdßbeln befestigen. Die verwendeten Reststßcke und Risse im Holz machen die Bank lebendig.

Konstruktion: Zwei nach auĂ&#x;en schräg gestellte Beine sind durch eine aufgeschraubte Querleiste verbunden. Drei Beinpaare, das mittlere verfĂźgt Ăźber beidseitige Querleisten, tragen zwei Sitzlächen, die auf den Querleisten auliegen. Auf den oberen Stirnlächen der Beine liegt die Armlehne auf. Die RĂźckenlehne steht auf den Armlehnen auf und ist von unten mit diesen verschraubt. In die Standlächen der Beine eingeschraubte Sechskantschrauben dienen zum Ausgleich der Bodenunebenheiten. Die Bank ist durch Gewindestangen fest mit der Hauswand verbunden.

Stärke der Konstruktion: Das verwendete Robinienholz ist sehr witterungsbeständig. Die leicht schräg ausgestellten Beine bringen zusätzliche Stabilität. Die breiten Armlehnen bieten Abstellläche.

Alfredos Bank

∙ 3

1. edition March 2019 224 pages, approx. 400 colour photographs and b/w illustrations hardback, 235 x 260 mm Original language : German Rights available : world-wide

Einfache Bank mit RĂźckenlehne und ArmstĂźtzen

Zollstock Winkel Abrichte Kreissäge Schleifmaschine Schleifpapier Akkubohrschrauber Bohrmaschine Holzbohrer Schraubzwingen Maulschlßssel

116

117

5

∙

Fremde FĂźĂ&#x;e

Typisch fĂźr ein Engadiner Bauernhaus des 15. und 16. Jahrhunderts sind die beiden halbgeschossig versetzten Eingangstore. Das obere Tor fĂźhrt in den Wohnbereich und die Scheune, das untere in den Stall. Der HĂśhenunterschied zwischen den beiden Zugangswegen muss durch eine StĂźtzmauer gesichert werden. Aus der notwendigerweise vorhandenen Mauer wird eine Bank: „il bancporta“ – die Bank neben der TĂźr. Sie wurde beim Bau der Mauer vermutlich gleich mitbedacht. Denn in die Mauer sind Querbalken eingelassen, die als Halterungen fĂźr die RĂźckenlehne der Bank dienen. Es gibt verschiedene Formen dieser Bank, die aber alle auf dem gleichen Prinzip beruhen. Die hier abgebildete Bank steht in Guarda an der originalen Schellen-Ursli*-TĂźr und wurde von dem Schreiner Jon Walther etwa 1974 gebaut.

Einschätzung: Diese Bank erfordert handwerkliches Geschick und Erfahrung.

Konstruktion: Auf der Mauerkrone liegt die Sitzläche, ein breites Brett auf. Die Rßckenlehne, zwei geschweifte Bretter, ist an Stßtzen geschraubt. Diese stecken durchgehend gezapft in Querbalken, die in die Mauer eingelassen sind.

Stärken der Konstruktion: Geschickt nutzt diese Bank die Stabilität der Mauer und wird so wahrscheinlich niemals wackelige Beine bekommen. Die Konstruktionsweise stammt aus dem späten Mittelalter und scheint sich bis heute bewährt zu haben. Sie beruht auf der Klemmwirkung der Rßckenlehnenstßtzen in den Querbalken und der Querbalken im Mauerwerk. In die Zapfen der Rßckenlehnenstßtzen sind an den Stirnseiten Keile eingesetzt. Diese verstärken die Klemmwirkung der Zapfen zusätzlich. Unter das Sitzlächenbrett gelegte, schmale Holzstßckchen verhindern den direkten Kontakt von Holz und Mauerwerk und sorgen fßr eine gute Durchlßftung. An den abgerundeten Stirnlächen der Stßtzen kann das Wasser ablaufen.

162

„Il bancporta“

„Il bancporta“

163

Monika KĂźnti

Woven from Strips History, Techniques and Projects Weaving techniques are among the oldest cultural techniques of humanity. People have always needed containers to collect, carry or store something. The development of the techniques was directly related to the material available. In her second book, Monika Kßnti presents a variety of weaving techniques that have one thing in common: they are woven with flat strips of different kinds of material like paper, natural materials, vegan leather etc. In addition, the objects like baskets, bags or boxes are all made of one piece, in contrast to traditional Central European baskets, which are produced using different techniques for floor, wall, edge and handle. This book is for beginners as well as for advanced basket weavers. Einleitung 'KP$WEJYKGFKGUGUJȇVVGKEJUGNDUVIGTPGIGJCDV CNUKEJXQTTWPFGKPGO8KGTVGNLCJTJWPFGTVDGIQP PGPJCDGOKEJKPVGPUKXOKV(NGEJVVGEJPKMGP\W DGHCUUGP

1. edition March 2019 approx. 192 pages, approx. 400 colour photographs hardback, 235 x 260 mm Original language : German Rights available : world-wide

%LEOLRWKHNVEžFKHUXQG$UEHLWVSUREHQ

Ich liebe es, das zu tun, was ich noch nicht kann

+O/WUGWOFGT-WNVWTGP$CUGNYCTGPŤPGDGPFGTFCOCNKIGP&CW GTCWUUVGNNWPI\WTĹ­5[UVGOCVKMFGT6GZVKNGP6GEJPKMGPĹŤŤ\YGKITQÂ&#x192;G #DVGKNWPIGP\GPVTCNHČ&#x153;TOGKP.GTPGP1\GCPKGPWPF5Č&#x153;FCOGTKMC#WU 5VTGKHGPIGHNQEJVGPG1DLGMVGČ&#x153;DVGPGKPGITQÂ&#x192;G#P\KGJWPIUMTCHVCWH OKEJCWU.GKFGTHCPFKEJPKTIGPFYQ#PNGKVWPIUDČ&#x153;EJGTQFGT-WTUG FC\W#NUQOCEJVGKEJGUYKGFGT6GZVKNFGUKIPGT,CEM.GPQT.CTUGPFGT IGUCIVJCVĹ­+EJNKGDGGUFCU\WVWPYCUKEJPQEJPKEJVMCPPĐ?ĹŤŤGKPG KPVGPUKXG2JCUGDGICPPFKGKEJIGTPGOGKPGĹ­CWVQFKFCMVKUEJGP.GJT WPF9CPFGTLCJTGĹŤPGPPG 5RČ&#x2021;VGTNGTPVGKEJ0QČ&#x152;OK5RGKUGTMGPPGPWPFUEJČ&#x2021;V\GPUKGYWTFGOGKPG .GTPDGINGKVGTKPWPFOGKP5GNDUVUVWFKWOIGYCPPCP-QPVWTGP0GDGP FGO'ZRGTKOGPVKGTGPYWTFGFCUU[UVGOCVKUEJG&GPMGP\WPGJOGPF YKEJVKI$CNFUVGNNVGUKEJFKG(TCIGQDKEJFCUGKPUVWPVGTDTQEJGPG 'VJPQNQIKGUVWFKWOHQTVUGV\GPWPFOKEJURČ&#x2021;VGTCWH(NGEJVVGEJPKMGP URG\KCNKUKGTGPUQNNVGQFGTQDKEJŤCWEJKOXQTIGTČ&#x153;EMVGP#NVGTŤGKPG .GJTGCNU-QTDHNGEJVGTKPOCEJGPMČ&#x2DC;PPVG 'UKUVVCVUČ&#x2021;EJNKEJCWEJJGWVGPQEJOČ&#x2DC;INKEJFKGUGP$GTWH\WGTNGTPGP WPFUQMCOGUFCUUKEJDGK6JGTGUG.GWVY[NGTHČ&#x153;TFTGK,CJTGKPFKG .GJTGIGJGPFWTHVG6JGTGUGKUVGKPGRCUUKQPKGTVG-QTDOCEJGTKPKPFTKV VGT)GPGTCVKQPWPFKEJYCTKPCNNGTDGUVGP*Č&#x2021;PFGPWOFCUYWPFGTDCTG *CPFYGTMXQPFGT2KMGCWH\WGTNGTPGP 9Č&#x2021;JTGPFFKGUGT<GKVTGCNKUKGTVGKEJYKGCWUDGWVGTKUEJFGT9GNVJCP FGNWPFFKG#TDGKVUDGFKPIWPIGPKP$KNNKINQJPNČ&#x2021;PFGTPUKPFŤYKGUQPUV MČ&#x2DC;PPVGPCNNFKG-Č&#x2DC;TDGWPF/Č&#x2DC;DGNHČ&#x153;TUQYGPKI)GNFDGKWPUCPIGDQVGP YGTFGP!(NGEJVCTDGKVGPUKPFPČ&#x2021;ONKEJTGKPG*CPFCTDGKV'KP'NGOGPV

WOUCPFGTGYKTF\WGKPGTVTCIHČ&#x2021;JKIGPWPFMNWICWHIGDCWVGP-QPUVTWM VKQP\WUCOOGPIGHČ&#x153;IVŤ#TDGKVUCDNČ&#x2021;WHGFKGOKEJKOOGTYKGFGTCWHU 0GWGDGIGKUVGTPĐ? OCEJVGKEJOKEJKPFGT#NVUVCFVXQP$GTPKPGKPGOYWPFGT UEJČ&#x2DC;PGP#VGNKGTUGNDUVUVČ&#x2021;PFKI'KPGURCPPGPFGWPFGTHČ&#x153;NNGPFG<GKV DGICPPCWÂ&#x192;GTGWTQRČ&#x2021;KUEJG6GEJPKMGPGTHQTUEJGP(NGEJVJCPFYGTMKO GWTQRČ&#x2021;KUEJGP5VKNRTQFW\KGTGP9GTMUVČ&#x153;EMGTGRCTKGTGP0GWGUGPVYGT HGPCWUUVGNNGPWPVGTTKEJVGPWPF6GGVTKPMGPŤHČ&#x153;TCNNFKGUDQVOGKPG.C FGPYGTMUVCVVFGPIGGKIPGVGP4CJOGP+POGKPGTGKIGPGPĹ­*CPFUEJTKHVĹŤ GPVUVCPFGPWP\Č&#x2021;JNKIG-QTDQDLGMVGCWU0CVWTOCVGTKCNKGP/CVVGPCWU 2CRKGTIGHNQEJVGPG(NKEMGPVGRRKEJG#WUUVGNNWPIUWPF9GVVDGYGTDU CTDGKVGPUQYKG-WTUWPVGTNCIGPWPFOGKPGTUVGU$WEJ 

,FKVWHOOHGRUWDXVZRDOOHVDQJHIDQJHQ KDW'LDORJYRQ]ZHLLQJOHLFKHU7HFKQLN JHIORFKWHQHQ0DWWHQGLHHLQHHLQNXQVW YROOEHGUXFNWHV2ULJLQDODXV9DQXDWX 3DQGDQXV GLHDQGHUHHLQH$UEHLWYRQ PLU b3DSLHU  )RWR0XVHXPGHU.XOWXUHQ%DVHO

&KGUGU$WEJUEJTGKDGP\WFČ&#x153;THGPKUVGKPGYWPFGTDCTG(QTOOGKPG #TDGKVYGKVGT\WHČ&#x153;JTGP+EJVGKNGIGTPGYCUKEJGPVFGEMGŤGKPDKUUEJGP CWEJOKVFGT#DUKEJVCPFGTGOKVOGKPGT$GIGKUVGTWPICP\WUVGEMGP KJPGPFKG#WIGPHČ&#x153;TFKG5EJČ&#x2DC;PJGKVXQP(NGEJVYGTM\WČ&#x2DC;HHPGPUQFCUUUKG YQOČ&#x2DC;INKEJ.WUVDGMQOOGPUGNDUV*CPFCP\WNGIGP5QOKVKUVFKGUGU $WEJGKPG'KPNCFWPIGKP\WVCWEJGPKPFKGHCDGNJCHVGP/Č&#x2DC;INKEJMGKVGP CWUUKORNGP5VTGKHGPJČ&#x2DC;EJUVGTUVCWPNKEJG5VTWMVWTGPCWH\WDCWGP (TQJGU5EJCHHGPYČ&#x153;PUEJV 0RQLND.žQWL

)UHHVW\OH.RUEVFKDOHYRQ0RQLND.žQWL 5DWWDQ5RKUEDVW

HLQKŒQJHQ YHUVFKOLQJHQ0DVFKHQELOGXQJPLWYRUDQJHIžKUWHP)DGHQHQGH+DXSW



LP0XVHXPGHU.XOWXUHQ%DVHO



Einleitung

+DXVKDOWXQG.½FKH 0GDGP6TCIGWPF#WHDGYCJTWPIUMČ&#x2DC;TDGPIKDVGUIGHNQEJVGPG4GICN WPF2CRKGTMČ&#x2DC;TDG2HNCP\GPČ&#x153;DGTVČ&#x2DC;RHG6KUEJUGVU$TQVWPF1DUVMČ&#x2DC;TDG 5KGDG2TGUUGP(NKGIGPMNCVUEJGP+PUGMVGPUEJWV\MČ&#x2DC;TDG(Č&#x2021;EJGT6GNNGT &QUGP7PVGTUGV\GT5EJNČ&#x153;UUGNCPJČ&#x2021;PIGTGVE  .HWXSDWJHQDQQWHVžGRVWDVLDWLVFKH 5HLVVSHLVHLQJHIORFKWHQHQMXQJHQ )ÂŚFKHUDXV3DOPZHGHOQGLDJRQDOJHIORFKWHQ

.RNRVEOÂŚWWHUQJHNRFKW

.¸SHUPXVWHU3DUDJXD\

)RWR$ODP\S[

:RKQHQ +O9QJPDGTGKEJĆ&#x2019;PFGPUKEJ)GHNGEJVGDGKWPUKP/KVVGNGWTQRCJCWRV UČ&#x2021;EJNKEJKO<WUCOOGPJCPIOKV5KV\OČ&#x2DC;DGNPWPF.CORGP-NCUUKMGT YKGFKG5VČ&#x153;JNGFGT(KTOC6JQPGVWPFFGTXQP/CTEGN$TGWGTGPVYQTHGPG 5GUUGN$YGKUGPWÇĄCIGHNQEJVGPG5KV\HNČ&#x2021;EJGPCWU4CVVCPCWH )GTCFGITQÂ&#x192;KP/QFGUKPFUQIGPCPPVG.QWPIGOČ&#x2DC;DGNŤXQTHCDTK\KGTVG )GUVGNNGOKVOCUEJKPGNNXGTYQDGPGO-WPUVUVQHHDGURCPPV/KVVTCFKVK QPGNNGO(NGEJVJCPFYGTMJCVFCUCDGTPKEJVOGJTXKGN\WVWP /CVVGPCNU$QFGPDGNCI9CPFXGTMNGKFWPI4CWOVGKNGTQFGT5KV\WPF 5EJNCHWPVGTNCIGIGJČ&#x2DC;TGPKPXKGNGP.Č&#x2021;PFGTPPQEJ\WTČ&#x153;DNKEJGP#WU UVCVVWPIXQP+PPGPTČ&#x2021;WOGP#NU(NGEJVUVTGKHGPYGTFGPDGKURKGNUYGKUG $CODWU4CVVCP2CNODNCVVQFGT2CPFCPWUXGTCTDGKVGV

6LHEXQG7HOOHUN¸UEHRUWKRJRQDOJH IORFKWHQ.¸SHUPXVWHU.¸UEH0LWWHXQG UHFKWVDXV3DUDJXD\

.ŒVHSUHVVH(VSDUWRJUDV ]X6WUHLIHQJHOHJW  GLDJRQDOJHIORFKWHQ.¸SHUPXVWHU6SDQLHQ

7LVFKVHWVXQG8QWHUVHW]HU 7LV GLYHUVH7HFKQLNHQXQG GLY 0DWHULDOLHQ 0D

$\DP0DWWHLP%DOR\$GDWYRQ3DJXQ /DEXNHLQHU9HUVDPPOXQJVKDOOHGHU $JDEDJ'D\DN[P7DQMXQJ/DQJ

0DQLRNSUHVVHDXVGHUPXVH

VDW1RUGNDOLPDQWDQ,QGRQHVLHQ

XPVSÂŚGDJRJLVFKHQ6DPP

)RWR0DUJULW/LQGHU

3DSLHUNRUEDXV:HLGHQVFKLHQHQ

0DWWHDOV%RGHQEHODJGLDJRQDO JHIORFKWHQ.¸SHUPXVWHU9LHWQDP



'HWDLOGHU 0DQLRNSUHVVH

OXQJ0XVHXPGHU.XOWXUHQ %DVHO3DOPEODWWGLDJRQDO JHIORFKWHQ.¸SHUPXVWHU

Verwendung von Flechtwerk Verwen



Geschichte â&#x20AC;&#x201C; Objektvielfalt â&#x20AC;&#x201C; soziale Aspekte

3


DE S IG N / PAPER

Roberta Bergmann

Crafting Recipes Forty ways to get started Think the opposite, Take a ride in a lift or Keep it simple – these are the recipes that feature in Roberta Bergmann’s new book. Her book is designed for all crafters and do-ityourself enthusiasts who want to improve their performance and creativity. 40 methods along with even more exercises and practical examples show you how to tackle a project and lead it to a unique result. The exercises will help, for example, when drawing a story, designing a photo series, or developing a new business idea. Should you get stuck in the middle of your project, the second part of the book contains 15 first-aid tips to master the move from flaw to flow. The author provides you with professional advice on how to get yourself out of creative dead ends, set priorities, and improve your awareness for the creative process as well as for yourself. Rezept №12

1. edition 2018 160 pages, approx. 300 colour photographs hardback, 155 x 210 mm Original language: German Rights available: world-wide

Variantenreichtum Die «Variation», also die wortwörtliche Veränderung einer Idee, eines Themas oder eines Motives in der jeweiligen Kreativsparte (Musik, Kunst, Nähen, Kochen, Schreiben, Spielen/Darstellen etc.) erfordert Kreativität, Ausdauer und Fleiß. Wenn du bereit bist, viele Varianten zu kreieren, wirst du im Laufe des Schaffensprozesses eine Steigerung deiner Kreativität erfahren. Und das widerum liegt an deiner kreativen Schaffenskurve. Diese ist zwar für jeden Kreativtypen individuell im Verlauf (die einen produzieren am Anfang mehr unterschiedliche Varianten, die anderen werden über die Dauer des Schaffensprozesses immer produktiver), dennoch haben die unterschiedlichen Verläufe eins gemeinsam: Je länger ein Schaffensprozess dauert, desto ungewöhnlichere Variationen werden geboren. Und das liegt daran, dass du am Anfang noch gewohnte Wege gehst, dich auf das verlässt, was du kannst, Techniken, die du kennst, Kombinationen, die du magst. Wenn du das aber gedanktlich durchgespielt hast, bleibt dir nichts anderes übrig, als das vertraute Terrain zu verlassen: Und hier wird es erst richtig interessant! Ab dem Zeitpunkt, wo du experimentierst und herumprobierst, entstehen ganz neue Möglichkeiten und Ergebnisse, die dich selbst überraschen werden. Deshalb ermutige ich dich, nicht an dem Punkt aufzuhören, wo es scheint, schwierig zu werden: Halte durch und versuche noch PHKU9DULDQWHQ]XˉQGHQ

Rezept №23

#

#MonaLisa #LeonardoDaVinci #johannesesser #RalphBergel #GilavonMeissner #RobertaBergmann #KristinaBrasseler #CharlotteWagner #Mariechristinemüller #SilviaKarkut #DariaKomlevaLitvinova #tessarath #arindacraciun #Saramin

#petrusakkordeon #anitaschwoerer #BilleWeidenbach #Doroherrmann #FelixBork #KathrinJebsen #meiketöpperwien #UlrikeHeidemann #christinkloss #Apfelhase #HannahSchrage #EvaJaegerNilius #Arianekrahl

#

#Elevatorpitch #elevatorstatement #60sekundenzeit #fahrstuhlfahren #Netzwerken #mutigsein

Fahrstuhlfahren Stellʼ dir vor, du bist gedanklich gerade mitten in deinem Projekt, es läuft gut und du stehst kurz davor, es erfolgreich zu beenden. Alles, was dir noch fehlt, ist jemand, der dieses Projekt fördert (über eine Veröffentlichung, �nan�ielle �nterst�t�ung, �erstellung, Vertrieb etc.). Stellʼ dir weiter vor, du be�ndest dich in eine� �ahrstuhl und �l�t�lich steigt genau die Person ein, die dein Projekt fördern und damit weiterbringen könnte. du nimmst all deinen Mut zusammen und sprichst diese, für dich sehr wichtige, Person an. Du hast ca. 30 Sekunden Zeit, bis du aussteigen musst. Wie stellst du dein Projekt in wenigen Sätzen vor? Was ist der Kern, was sind die Merkmale, die Vorteile deines Projekts? Bist du aufgeregt? Findest du die richtigen Worte? Wie wirkst du auf dein Gegenüber? Hast du Überzeugungskraft? Dieses Gedankenexperiment, das durchaus in deinem Berufsalltag schnell Wirklichkeit werden kann (vielleicht nicht unbedingt im Fahrstuhl, aber bei anderen Events, wie Netzwerktreffen, Fachkonferenzen, Messen etc.), heißt «Elevator Pitch» oder auch «Elevator Statement». Es ist eine Methode, die du nutzen kannst, um Situationen dieser Art zu proben. Reale und spontane «Sales Pitches» (engl. für «Verkaufsgespräche») sind nicht ganz einfach zu führen, da du auf mehreren Ebenen gleichzeitig agieren musst. Je öfter du das «Fahrstuhlfahren» übst, desto besser und damit lockerer wirst du werden. Ein weiterer Vorteil ist: Zu formulieren und laut auszusprechen, woran du gerade arbeitest und wofür du «brennst», lässt dich selbst fokussierter auf das Ziel hin arbeiten und kann somit auch zu einer Kreativitätssteigerung bei dir führen.

Über Facebook hatte ich Kreativschaffende gebeten, mir ihre Variante der bekannten «Mona Lisa» von Leonardo da Vinci zu schicken. Das komplette Namensregister der 0RQD/LVD,QWHUSUHWDWRUHQ ˉQGHVW du auf Seite 160.

Übung:

Versuche von einem Kunstwerk deiner Wahl so viele Varianten wie möglich zu erstellen.Versuche dich nicht zu wiederholen und möglichst unterschiedliche und konträre Ergebnisse zu erzielen. Wenn du denkst, dir fällt nichts mehr ein, schaffst du mindestens noch zehn weitere Varianten, denn bei dieser Übung ist wichtig, nicht zu früh aufzugeben!

Übung:

Übe den Elevator Pitch, indem du einen Kollegen oder Freund bittest, den potentiellen Förderer zu spielen. Versuche dich kurz zu fassen (maximal eine Minute) und achte genau auf deine Wortwahl und deinen Ausdruck. Interviewe hinterher deine Testperson, wie er dich und das Gesagte wahrgenommen hat! (War das Gesagte verständlich? Hat es positiv gewirkt? Wie war sein Gesamteindruck von dir und dem Projekt?)

Checkliste

1. Den richtigen Moment finden (Gefühl für die Situation) 2. Statement in 3–5 Sätzen rüberbringen, dabei achten auf: – eigene Körpersprache & Rhetorik (Wortwahl, Betonung, Pausen) – klare, eindeutige Sprache (verständlich, interessant) – Vorteile für dein Gegenüber ansprechen, betonen – positiver Gesamteindruck & Gelassenheit (weder auf geregt, noch arrogant, auf Augenhöhe kommunizieren) 3. Verabschiedung mit «Absender» – eine Visitenkarte oder ein: «Ich schicke Ihnen eine kurze Nachricht.» o. Ä.

54 55

76 77

Roberta Bergmann

Design Basics

Zeichnen, Malen und Drucken

grundlegende Zeichengerät. Es gibt den Bleistift in verschiedenen Härtegraden und

kommende Zeichenwerkzeuge. Jedes für sich

Nicht jeder gute Gestalter muss ein guter

Ausführungen und mit der Zeit und wachsen-

produziert einen sehr charakteristischen

Zeichner sein. Dennoch gehört das Zeichnen,

der Erfahrung findet man für sich den oder die

weitere, aus der Tradition der bildenden Kunst

lichtechte Stifte.

Mit einem Grafiktablett/Tablet (z.B. Wacom

Strich. Man kann sie man gut durch Wischen

Cintiq) und dem geräteabhängigen Stift,

Malen und Drucken zur Gestaltung und

passendsten heraus.

und Reiben nachbearbeiten. Mit ihnen wird

der mitgeliefert wird und unterschiedliche

umgekehrt. Viele Gestalter denken zuerst mit

Klassischerweise skizziert man mit dem Blei-

es schnell expressiv und malerisch, doch es er-

Werkzeugspitzen haben kann, zeichnet (und

stift und kann ihn mit einem Radiergummi

fordert eine gewisse Übung, virtuos mit diesen

der Ausarbeitung beginnen. Aktzeichnen und

korrigieren, weshalb er gerade bei Anfängern

Materialien umzugehen.

zeichnerische Darstellung gehören zu Recht in

sehr beliebt ist. Durch Druck und Härtegrad

dem Stift, skizzieren ihre Idee, bevor sie mit

malt) man mit etwas Übung ganz wunderbar digital am Rechner oder direkt auf dem Tablet. Durch die Verwendung von digitalen

vielen gestalterischen Studiengängen zu den

hat man mit ihm eine große Bandbreite an

Mit Tinten und Tuschen kann man vielfältig

Werkzeugspitzen in der passenden Zeichen-

Grundlagen.

Möglichekiten, den Strich zu setzen (harte,

arbeiten. Abhängig vom Zeichengerät erhält

oder Bildbearbeitungssoftware (z.B. Adobe

Das Thema «Zeichnen, Malen, Drucken» füllt

leichten Linien). Mir wurde im Grundlagen-

man, zum Beispiel bei Feder oder Füller sehr

Photoshop oder Illustrator) können fast alle

ganze Bücher. Ich möchte an dieser Stelle nur

Zeichenunterricht meines Studiums verboten

feine Linien. Man kann sich Zeichenfedern

analogen Zeichenwerkzeuge nachgeahmt wer-

kurz die Möglichkeiten des Schaffens von

zu radieren. Ich sollte mich nicht vorab auf

und einen Federhalter kaufen oder Rohrfe-

den, sei es der Pinselstrich, Kreide, Kohle oder

Bildern mit den Mitteln der Zeichnung und

eine Korrektur verlassen können, sondern von

dern oder Gänsefedern nutzen (die kann man

Anfang an richtig hinschauen. Ein Ansatz,

sich auch selbst schnitzen), damit erreicht

den ich heute gut nachvollziehen kann, der

man herrlich kratzige, widerspenstige Striche.

techniken gibt es? Mit welchen Zeichenhilfen

mich damals aber sehr verunsichert hat, weil

Nimmt man als Zeichen-/Malgerät stattdessen

kann man als Einsteiger schnell einen Zugang

ich dachte, ich muss den Strich sofort perfekt

einen Pinsel, kann man die Tinte oder Tusche

zur bildnerischen Gestaltung finden? Nicht

setzen.

mit dem Zeichnen beschäftigen.

auch mit dickem, (un)regelmäßigem Strich und

fundenen Strukturen die lateinischen Buchstaben von A bis Z.

Aufgabenstellung:

Sie können auch mehrere Alphabete sammeln.

Gehen Sie mit einer Digitalkamera aufmerksam

Wieder Zuhause angekommen, spielen Sie die

durch die Stadt. Finden Sie aus einem Teilbereich

Bilder auf den Rechner und ordnen Sie Ihr Al-

(z.B. Fassaden, Geländern, Gehwegplattenrissen,

phabet auf einem DIN A3 Poster in einem Raster

Autos, Straßenlaternen, Bäumen etc.) ein urbanes

nachvollziehbar an.

Alphabet, das heißt: Fotografieren Sie in den ge-

die Rohrfeder. Jeder Strich lässt sich zudem

Mit einem Tablet-PC (z.B. Ipad) kann man auch wunderbar zeichnen (und malen): Auch hier braucht man die entsprechende Software – in dem Fall Zeichen-Apps (z.B. Adobe Ideas,

sogar flächig verwenden.

zuletzt führe ich damit auch in die nächsten

Das urbane Alphabet (Teil 1)

spurlos rückgängig machen.

der verschiedenen Drucktechniken vorstellen. Welche Zeichen-, Malwerkzeuge und Druck-

praktischen Aufgaben (#4–#8) ein, die sich alle

P r a x i s : F O TO G R A F I E R E N / A b b i ld e n

2. edition 2017 288 pages, many colour photographs hardback, 190 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

# 2 G r u n d l e ge n d e s z u m Ze i c h n e n u n d d r u c k g r a f i s c h e n A r b e i t e n

The author provides suggestions for teaching basic knowledge in design and visual communication. The book is a collection of practical exercises to train both the eye and the manual skills. Exercises range from simple to complex, from fast to extensive, from individual to group work. Each chapter begins with a brief introduction on a special aspect of design such as Drawing, Patterns, Composition, Photography, Form Finding, Colour and Illustration, Lettering, Characters, or Layout. The final chapter looks into creativity techniques, presentation skills, rhetoric, and selfand time management and shows you how to optimize your creative productivity and performance.

Art Studio) – und einen, meist geräteunab-

Auch Buntstifte eignen sich zum Zeichnen. Neben den klassischen, trockenen Buntstiften

Fineliner, Kugelschreiber, Marker und

hängigen, Tablet-Pen, ein Stift mit spezieller

gibt es auch Aquarell-Buntstifte, die man mit

Filzstifte sind universell einsetzbar. Sie lassen

Gummispitze (mit dem Finger geht es auch, ist aber nicht so genau). Es gibt sogar ganze

Zeichenwerkzeuge

Wasser und ggf. Pinsel vermalen kann.

sich ebenfalls nicht korrigieren, erfordern also Übung! Und Achtung: Wer lange etwas

Skizzenbuch-Apps, die man mit seinen Zeich-

Der Bleistift oder auch Graphitstift ist das

Kohle, Rötel, Öl-, oder Pastellkreide sind

von seiner Zeichnung haben will, der benutzt

nungen füllen kann (z.B. Sketchbook Pro).

Fahrradständer als Alphabet – erstaunlich wie viele verschiedene Formen es gibt! Bei manchen

#17 Urbanes Alfabet (1)

Buchstaben musste mit der Richtung getrickst werden und

Lernziele: Selektive Wahrnehmung, Fotopraxis, Formgefühl, Abstraktionsvermögen, Fantasie

die Fotos wurden gedreht. → Auf Seite 172 geht es mit diesen Fotos weiter!

Schwierigkeitsgrad: mittel Schönes Beispiel für ein gefundenes Alphabet innerhalb eines urbanen Teilbereichs.

Materialliste: Fotokamera, Rechner, Drucker

In dem Fall wurden schmiedeeiserne Tore, Zäune und Geländer gesucht und kombiniert. → Auf Seite 172 geht es mit diesen Fotos weiter!

Dauer: 3–6 Stunden 44

106

45

107

Michaela Müller

Bunte

Michaela Müller

How to design and make your own book covers

BÜCHER einbände entwerfen Handgemusterte Buch

Books with a Difference

und bedrucken

1. edition 2017 192 pages, approx. 250 colour photographs hardback, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

This book is about books and patterns and on how to put your own stamp on a book, in the truest sense of the word. Concretely, this book introduces you to pattern designing, printing and binding book covers. Each chapter will introduce you to a new printing and a new bookbinding technique. To illustrate this, each chapter is accompanied by exemplary projects like photo albums and travel diaries for which, however, there isn’t only one way of making them as instructions are meant to be building blocks from which to choose your own favourite combinations. In the end you will be familiar with such skills as making clothbound recipe folders, art journals in the gelatin printing process, or block printed boxes, to name but three. In addition to simple booklets and basic stamps, the book is rounded off by sophisticated techniques such as Japanese and Coptic binding, designing repeat patterns, and screen printing. Japanische Bücher

Anregung zum Buchbinden

Anregung zum Buchbinden

Hier zeige ich die Technik der japanischen Bindung an einem Buch mit festen geteilten Deckeln, die mit bedrucktem Papier bezogen sind. Das Prinzip der Bindung funktioniert genauso mit dünnem Deckel aus Tonpapier, dann entfällt das Zusammenhängen und Beziehen der Buchdeckel und man kann direkt mit der Lochung anfangen.

Japanische Block-oder Stab-Bindungen zeichnen sich dadurch aus, dass Einzelseiten und zwei lose Deckel nur durch eine dekorative Lochung und Heftung auf der linken Seite zusammengehalten werden. Es ist kein Kleber nötig und die Seitenanzahl ist beliebig variabel. Traditionell sind diese Bücher eher aus leichtem Papier und nicht zu starken Deckeln gemacht, ich zeige hier aber auch Varianten mit festem zweiteiligen Deckel, der mit dem Musterpapier bezogen ist. Insofern ähneln die Bücher den einfachen Fotoalben aus dem letzten Kapitel. Die schönen Heftungen mit unendlichen Variationen wirken auf den ersten Blick kompliziert, lassen sich aber ganz leicht heften und fügen sich wie von selbst, wenn die Löcher nach dem richten Schema angeordnet sind.

108

2.

3.

Mit einem Packpapier-Streifen baue ich die beiden Teile wieder zusammen. Ich streiche das Packpapier mit Buchbinderleim ein und platziere die Pappe und den Seitenstreifen darauf. Dabei muss für das Gelenk mindestens 0,5 cm Platz dazwischen frei bleiben, damit der Buchdeckel beweglich wird und das Überzugspapier nicht einreißt.

Die beiden Deckel beziehe ich, wie schon in den vorherigen Projekten beschrieben mit dem bedruckten Papier von außen, und mit kontrastfarbigen Papier als Spiegel innen. Mit dem Falzbein kann ich dabei den Knick zwischen den Pappen gut ausarbeiten, damit ich das Gelenk schön knicken kann. Die bezogenen Pappen sollten am besten über Nacht gepresst trocknen.

Die japanische Bindung in Varianten: Beim kleinen Buch hinten bestehen die Deckel aus doppelt gefaltetem Ingrespapier mit dem Falz nach vorn. Bei den großen Büchern sind die Deckel aus fester Pappe zweiteilig mit Gelenk, wie hier beschrieben.

Material:

• Innenseiten aus nicht zu starkem Papier

• Graupappen • 2 bedruckte

Umschlag-Papiere

• 2 Papiere für den

Spiegel, etwas kleiner als die Deckpappe

• Packpapier • Buchbinderleim • alte Zeitung

Dadurch, dass der komplette Buchblock auf der linken Seite fest fixiert ist, und dieser Teil des Papieres nicht beschriftet werden kann, bietet diese Technik sich eher für breite Querformate an.

als Unterlage

4.

5.

Aus einem Pappstreifen erstelle ich eine Schablone für die Heftung. Dabei ist es freigestellt, wie viele Löcher die Heftung hat. Ich gehe zunächst von einem Quadrat in den Ecken aus und teile dann die restliche Strecke so, dass auch annähernd quadratische Abschnitte entstehen. Es können auch weniger Durchstiche sein, auf die Stabilität der Bindung hat dies wenig Einluss, es ist rein dekorativ.

Mit Hilfe von Foldback-Klammern befestige ich das Loch-Schema an meinem Buchdeckel, markiere die Löcher und bohre sie dann mit einem dünnen Lochbohrer (3mm Durchmesser). Das Lochbohren durch die Pappe ist recht anstrengend, alternativ kann man die Löcher auch mit einer Lochzange lochen. Wenn Sie nur einen dünnen Deckel bauen, können Sie die Löcher auch mit der Ahle vorstechen. Sie dürfen aber nicht zu eng sein, da der Faden mehrmals durch jedes Loch geführt werden muss.

• dekoratives Band oder Kordel

Werkzeug:

• Falzbein • Schere • Pinsel • Schneidemaschine

Es ist eine schöne Möglichkeit, fertig bedruckte Seiten zusammenzuheften, dabei sollte man aber beim Layout darauf achten, dass ein breiter Rand auf den linken Seiten frei bleibt, damit der Inhalt nicht im Bund verschwindet. Man kann auch wunderbar verschiedene Papiere im Innenteil mixen. Das Buch kann nicht komplett aufgeschlagen werden und eignet sich somit nur bedingt als Skizzenbuch.

4

Japanische Bücher

Blockheftung Japanisch gebunden

oder Cutter, Metalllineal und Schneide matte

• Bretter • Wachspapier • Gewichte zum

1.

Beschweren

• Foldback-Klammern • Lochbohrer • große Buchbinde-

109

110

6.

Zunächst schneide ich alle Materialien zu. Die Deckel können bei dieser Technik gleich groß sein wie die Innenseiten, besonders bei der leichten Variante gibt es keinen Überstand. Die Pappen für den Deckel teile ich für das Gelenk. Je nach Format schneide ich einen 2 - 4 cm breiten Streifen ab, der den festen Teil für die Bindung bildet. Theoretisch muss die rückwärtige Pappe nicht geteilt sein, aber ich mag es lieber und man kann das Buch besser aufschlagen. Ein Brett dient als Unterlage zum Bohren: Erst wenn es im Holz knirscht, ist der Stapel durchgebohrt.

Den anderen Deckel und die Innenseiten loche ich nach demselben Schema. Alle Innenseiten zusammen zu lochen, ist je nach Seitenanzahl auch nicht so einfach. Ich klemme sie mit Foldback-Klammern zusammen und bohre möglichst gleichmäßig von oben mit dem Lochbohrer ohne die Seiten zu verschieben. Sie können den Stapel auch teilen und nacheinander lochen. Achten Sie dabei auf den genauen Stand der Löcher, sonst passt die Heftung hinterher nicht.

111


PAPER

PAPIER

Minis

Dekoratives und Kunstvolles aus alten Büchern

Anka Brüggemann

Paper Minis Old printed works, richly illustrated manuscripts or scripts in special fonts have their own extraordinary charm, much too pretty to discard. Not surprisingly, therefore, upcycling book pages is currently very trendy. In her new book, Anka Brüggemann uses beautiful book pages for pretty decorations, works of art or paper ornaments that fascinate with their simple and timeless elegance. She shows how to use stripes and circles for sculpting, how to cut collages, bunting and book edges, and how to fold tiny birds and flowers. With her instructions, things that look complicated at first glance prove to be amazingly easy to make!

Anka Brüggemann

1. edition 2017 192 pages, approx. 200 colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide, except French (world-wide)

Fächer

Girlanden

Mit eingeklebten Holzspateln entsteht ein kleiner Fächer. So lassen sich die Rosetten jederzeit platzsparend zusammenklappen. Schön wirken auch Verzierungen am Außenrand. Für schräg oder rund geschnittene Spitzen oder kleine Lochungen dürfen die gefalteten Streifen nicht zu schmal sein.

Einfach einen langen Faden in mehrere Rosetten hintereinander eingeklebt - schon ist eine Girlande fertig. Oder die gefalteten Einzelteile werden mal ganz anders kombiniert.

4

Auf jedes 10. Blatt unten ein Stück Papier als Verstärkung aufkleben.

5

Für das Körbchen die Vorlage auf eine Buchseite übertragen. Ausschneiden und zusammenkleben. Den oberen Überstand nach außen klappen und mit einem Tropfen Kleber am Korb ixieren.

6

Die Aufhängung anbringen: a) An 2 gegenüberliegenden Seiten jeweils ein ca. 30 cm langes Stück Garn mit der Nadel durch die Markierungen von innen nach außen und wieder nach innen ziehen.

74

Falten - Minis zum Aufhängen und Blättern

Falten - Minis zum Aufhängen und Blättern

75

38

Schneiden - Minis aus Streifen und Kreisen

b) Jedes der 4 Fadenenden mitteln und durch eine Verstärkung im Ballon aus Schritt 3 ziehen.

c) Einen Faden zum Korb führen und von hinten nach vorn durch die bereits belegten Löcher ziehen. Das Ende lose hängen lassen.

d) Schritt c mit den anderen 3 Fäden wiederholen.

Schneiden - Minis aus Streifen und Kreisen

39

Anka Brüggemann

Paper Objects What to do with old books? 55 inspirational projects give old books a new lease of life. In ”Paper Objects from Old Books”, book pages are cut, pasted, rolled and folded to be turned into pretty collages, ingenious hanging ornaments, pretty china and cutlery made of paper. There are even whole books elaborately folded into objects of art. The chapters begin with simple objects but from project to project, the level of difficulty increases. The step-by-step instructions are illustrated in detail and each chapter holds inspiration and project ideas for further experimentation. Many templates for the projects complement the book. 1 Tortenplatte und Gebäckteller

4 Schüssel

Für die Tortenplatte habe ich eine verkleinerte Kaffeetasse ohne Henkel umgedreht und als Fuß verwendet. Für die Platte habe ich die Schablone für die Untertasse vergrößert und die Einschnitte weggelassen. Die Schmetterlinge für den Teller habe ich in einem alten Lexikon gefunden.

Für die Schüsselform habe ich die Vorlage für die Teetasse etwas verändert: Die Tassenwand habe ich unten gekürzt, der Boden musste deshalb etwas größer ausfallen. Innen habe ich sie nur mit unbedruckten Randstücken kaschiert. Außen habe ich zum Schluss größere Stücke einer alten Landkarte zusammengesetzt. Eine Kopiervorlage inden Sie auf Seite 153.

3 Kafeepott Für diese einfache Tassenform braucht man keine Schablone. Ich habe ein Rechteck zu einem Ring geformt und für den Boden einen passenden Kreis ausgeschnitten und alles mit Klebeband zusammengeklebt. Für den Henkel habe ich einen schmalen Streifen zugeschnitten.

1. edition 2015 168 pages, many colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

98

5 Teegedeck Für das Teegedeck, dass ich nur mit unbedruckten Teilen von Buchseiten kaschiert habe, habe ich zum Schluss den Text einer Buchseite in Streifen zerschnitten und fortlaufend in die Tasse und auf den Teller gekleistert.

Papierporzellan

Papierporzellan

99

Roswitha Paetel

Pulp Art Paper Crafts with Papier-Mâché Papier-mâché pulp is a fascinating material to work with. It is made from newspaper, water, glue, chalk, and gesso. The projects in this book are grouped according to several difficulty levels, from objects that can be mastered by skilful beginners to more complex work. The author provides a systematic overview of tools, recipes, primers and techniques. The book concludes with an insight into the fascinating history of this rediscovered material and its use in arts of various fields.

1. edition 2014 232 pages, many colour photographs hardback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

5


PA P E R

Marlis Maehrle Marlis Maehrle

in a

Fundstücke und Sammlungen in Kästchen inszenieren

ART in a BOX Successfully displaying collected items Marlis Maehrle, in her guidebook, motivates you to your personal collection and to displaying it in the frame of a box. The techniques and concepts for a successful display presented in this book make use of easily available boxes like cigar boxes, cookie tins or cardboard box packaging. The journey of discovery starts with simple examples for arrangement, grouping and fixation and goes on to ambitious designs with interesting paper textures and finally to constructing your own individual boxes. For further inspiration, the practical part of the book is followed by a gallery of a wide range of works by different artists.

Einteilung durch kleine Schachteln

Bezogen mit Frottagepapier

1. edition 2018 176 pages, approx. 300 colour photographs hardback, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide, except English (world-wide)

Material + Werkzeug

Material + Werkzeug

Zum Sammelthema »Bleistifte« passt ganz wunderbar ein Kästchenbezug mit Frottagen von Grafit auf durchscheinendem Papier. Das Kästchen sollte zuerst innen und außen mit weißem Gesso grundiert werden, was bei dünneren Schachteln auch etwas zusätzliche Stabilität bringt und verhindert, dass durch den wasserhaltigen Kleister Verformungen entstehen. Die Frottage funktioniert wie das Abreiben von Münzen mit einem Bleistift, was die meisten als Kind einmal ausprobiert haben. Nur sind Grafitstifte (ohne Holzkörper) für die Abreibung von Flächen deutlich besser geeignet als der flach gehaltene Bleistift. Es gibt inzwischen auch wasservermalbare Grafitstifte, die aufgrund der Weiterverarbeitung mit Kleister hier aber nicht geeignet sind. Das Papier darf für Frottagen nicht weich oder dick sein, und da der Durchscheineffekt bei diesem Projekt wichtig ist, eignen sich am besten Butterbrotpapier oder zähes Seidenpapier. Flächen zum Abreiben finden sich auf Tischplatten, Holzböden, etc., – experimentieren lohnt sich, jede feine Unebenheit ergibt ungeahnte Ergebnisse. Für dichte Frottageflächen das Blatt immer wieder leicht drehen, damit eine abstrakte Struktur entsteht und die verwendete Unterlage nicht mehr zu erkennen ist. Dann das Papier mit dem Cutter in lange, leicht schräge Streifen schneiden und mit der Schere (ebenfalls leicht schräg) unregelmäßige Rechtecke abschneiden.

Malkörper 30 x 20 cm

stabile Schachtel, etwas höher als die Länge eines Bleistifts

Eine Grundierung des Malkörpers mit Gesso ergibt in Verbindung mit lasierend aufgetragener, stark verdünnter Acrylfarbe eine durch die Struktur der Pinseltriche zart belebte Hintergrundfläche. Um den relativ flachen, größeren Kasten gut ausfüllen zu können, ist eine Einteilung durch mit Weißleim eingeklebte flache, kleinere Schachteln oder Schachteldeckel auf jeden Fall schöner, als die Objekte selbst einzukleben. So können sie einfach aufgestellt und wieder entnommen werden, und auch der Platz zwischen den Schachteln bietet Ausstellungsfläche oder Raum für Abbildungen und Beschriftungen. Zudem entstehen durch die »boxes in a box« lauter eigene kleine, geschützte Welten, die entsprechend gestaltet werden können. Dazu die Schachteln mit einem vereinheitlichenden Gessoanstrich grundieren, nur die kleinen Schubladen von Streichholzschachteln pur lassen, sie sind neutral genug und könnten sich durch einen Anstrich stark verziehen. Als Hintergrund kann statt eines Anstrichs oder Bezugs der Rückwand auch ein Kartonstück (evtl. sogar schräg) eingelegt werden. Dadurch kann man auswechselbare »Bilder« erhalten, mit festgeknoteten Fundstücken, ohne durch die Rückwand der Schachtel stechen zu müssen.

Gesso weiß und Pinsel Grafitstift (nicht wasservermalbar) Lineal, Grafikcutter und Schneideunterlage durchscheinendes Papier wie Butterbrotpapier (Einzelzuschnitte, das von der Rolle ist zu dick) oder zähes Seidenpapier Kleister und Pinsel Ahle und Nadel kräftiger Faden (Leinenzwirn) in Schwarz oder Grau

kleine Schachteln oder Schachteldeckel in verschiedenen Größen Gesso weiß und Pinsel Acrylfarbe und Pinsel Weißleim

verschiedene Bleistifte (oder andere, geeignete Sammelobjekte)

Variante: Eine völlig andere Anmutung entsteht, wenn ausschließlich Streichholzschachteln für die Einteilung verwendet und zudem in halb geöffnetem Zustand eingesetzt werden. 

1

2

⊳ 21 x 16,5 x 3 cm

Fertig gekaufte Kästchen

29

HG ansetzen

Schachteln und Schachteldeckel

55

ansetzen

Marlis Maehrle

Unique Books A handmade book is an extraordinary gift and always something special for your own notes, sketches, memories, collages or designs. The handmade books presented here - such as folding books, paper bag books and zigzag books - are truly exceptional but still easy to make, because even simple bookbinding techniques offer a vast range of design options which can be mastered without further knowledge or special equipment. As for judging a book by its cover, the author offers cover designs made from cans and recycled materials, to pick out only two of the striking examples. Without striving for perfection, this book is a fresh, fun and fearless invitation to experiment with the “wonderful containers of messages” called books. 7 B

1. edition 2016 192 pages, many colour photographs hardback, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

A

Tütenbücher

Da ich Unikate liebe und nicht so gerne in Serien arbeite, ist das Tütenbuch, das keine Seiten hat, sondern nur aus Tüten besteht, für mich wirklich einzigartig – denn seit 2002 habe ich unzählige Exemplare davon hergestellt. Entstanden ist es damals als Reaktion auf immer wiederkehrende Kommentare wie »Du machst so schöne Bücher, da traue ich mich nicht reinzu­ schreiben«. Meine Bücher hässlicher zu machen schien mir nicht die geeignete Lösung zu sein. Aber es fiel mir ein, dass alle Menschen, die ich kenne, es durchaus wagen, etwas zu sammeln. Und so habe ich über die Jahre Tütenbücher gesehen, die gefüllt wurden mit Reiseandenken, Eintrittskarten, Fahrkarten, Briefmarken, Blumen­ samentütchen, Geldscheinen für die Enkel, Zettelchen mit Gedichten, Visitenkarten, Farb­ mustern und vielem mehr. Erfreulicherweise hatte niemand Probleme, sich für die ganz persönliche Ver wendung etwas einfallen zu lassen. Somit ist das Tütenbuch auch perfekt als Geschenk geeignet. 1

2

Buchformen mit Sammeltaschen

1

Genaue Maße für Bücher vorzugeben, die mit vorgefertigten Vespertüten gemacht sind, ist leider nicht möglich, denn die Tüten entsprechen keiner Norm und es kommt ständig zu Abweichungen. Man muss von Packung zu Packung immer wieder neu abmessen und anpassen. Wichtig ist für dieses Projekt nur, die schmaleren Frühstückstüten zu verwenden, die mittig gefalzt ein beinahe quadratisches Format ergeben. Die elf Tüten aufteilen. Fünf davon werden so in der Mitte gefalzt, dass die Öffnung nach innen zeigt, sechs mit der Öffnung nach außen 1 . Die gefalzten Tüten abwechselnd zu einer Lage ineinanderstecken, dabei mit einer außen offenen Tüte beginnen und in der Mitte auch eine solche Tüte als letzte einlegen. Die Lage hat eine sehr starke Steigung, wird aber vorne nicht beschnitten, weil der Inhalt später gerne auch ein bisschen herausschauen darf. Die fertige Lage auf das Umschlagmaterial legen und mit dem Cutter die Höhe (plus etwa 1 mm Luft oben und unten) markieren 2 . 2

M ATERI A L

Rückenstichheftung Umschlag ohne Klappen

Die Grundform – und ihre vielfältigen Möglichkeiten

Ein Buch besteht aus mehreren Lagen, somit entspricht eine einlagige Rückenstichheftung weniger einem Buch als einem Heft, wie wir es von früher kennen (inzwischen werden Schulhefte allerdings zumeist von Metallklammern zusammengehalten). Der Inhalt des Hefts wird durch einen Umschlag aus festem Papier oder Karton geschützt.

1 Streifen Umschlagkarton aus Feinwelle oder Mikrofeinwelle, ca. 42 cm lang, die Höhe soll ein wenig mehr als die Breite der zur Verfügung stehenden Tüten betragen, mit der Laufrichtung parallel zur kurzen Seite (die Wellen stehen dann senkrecht, parallel zum Buchrücken)

Die Lagen in einem Buch entstehen durch einzelne Papierbogen, die meist dreimal jeweils auf Mitte gefalzt werden (ein sogenannter Kreuzbruchfalz, da dabei auch einmal gegen die Laufrichtung gefalzt werden muss). Nach dreimaligem Falzen erhält man eine Lage mit 16 Buchseiten 1 . Typische Buchumfänge sind deshalb 96, 112, 128, 144, 160 … Seiten, also immer eine Anzahl, die durch 16 teilbar ist. Die Lagen eines Buchs werden mit Stichen durch den innersten Falz jeder einzelnen Lage verbunden,

11 schmale Frühstückstüten (Butterbrotbeutel) aus Papier für den Inhalt, ca. 10 x 20 cm kräftiges Leinengarn Gummikordel, ca. 25 cm lang Weißleim oder Doppelklebeband WERKZEUG

Cutter Schneidelineal Schneidematte Falzbein Ahle Nadel

1

die aus einem Papierbogen entstanden ist. Ganz zuletzt wird der gesamte Buchblock dreiseitig, das heißt oben, unten und vorne, beschnitten. Für ein einlagiges Heft kann man aber auch Lagen aus Doppelblättern verwenden. Dazu werden die Doppelblätter in der Mitte gefalzt und zu einer Lage ineinandergesteckt. Es sollten allerdings – je nach Dicke des Inhaltspapiers – in der Regel nicht mehr als zwölf Doppelblätter eingeheftet werden, das ergibt 48 Seiten. Mehr Seiten entsprechen bereits der Definition »Buch«, die Lage wird dann zu dick und das Heft klafft auf.

M ATERI A L

1 Blatt kräftiges Papier oder dünner Karton für den Umschlag (ca. 160 g/m2), 21 x 15 cm, mit der Laufrichtung parallel zur kurzen Seite 8–10 Blätter Schreib- oder Skizzenpapier (ca. 80–100 g/m2) in der gleichen Größe und Laufrichtung 1 zusätzliches Blatt in einer Kontrastfarbe Heftzwirn WERKZEUG

1

Die Doppelblätter aus Schreib- oder Skizzenpapier für den Inhalt und das Doppelblatt für den Umschlag werden auf dieselbe Größe zugeschnitten. Die Laufrichtung muss dabei parallel zur kürzeren Seite liegen. Alle Doppelblätter auf Mitte falzen 2 .

Cutter Schneidelineal Schneidematte Falzbein Ahle Heftnadel

2 1 Bogen

2. Falz 3. Falz

Laufrichtung 1. Falz

Laufrichtung

134

135

42

43

Marlis Maehrle

Paper Studio Inspiration and Techniques for Unique Paper Crafts We all deal with paper every day but this flood of manufactured paper products often obstructs our view for the beauty, variety and uniqueness of this material. Simple techniques which rely on the sensitivity of the hands as the main tool show how to create your own individual paper world. This book presents 35 projects for making gifts and home accessories such as paper bowls, jewel cases, and sculptures that all convey the special magic inherent in this material. Surprisingly it is often the combination with natural materials and the use or re-use of supposedly worthless paper which lead to the best results.

1. edition 2014 192 pages, colour illustrations throughout hardback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide 6


PAPER

Barbara Baumann

New Things from Old Papers 60 Projects for Playful Recycling Barbara Baumann shows 60 projects which turn newspapers into artful objects, sculptures, pictures, jewellery, boxes or stationery. Newspapers are wonderful for papier-mâché, sewing, braiding, tearing, crumpling, bundling or cutting. One sheet of paper can be stabilized by gluing it to a second sheet or by folding it into many layers. And if anything does not work out well, there is always yesterday’s paper to start anew.

1. edition 2014 176 pages, many colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

Barbara Baumann

Paper Jewellery We come across around fifty different varieties of paper and cardboard a day, but usually we don’t pay attention to their colours, textures and consistency. In ”Paper Jewellery”, 55 projects for crafting paper jewellery from completely different kinds of paper are presented: the choice ranges from lettered beads to chocolate wrapper up to bracelets made out of playing cards, and each piece can be developed further, fashioned in a different way or complete another collection or ensemble with more ornaments.

1. edition 2013 176 pages, many colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except English (world-wide)

Sonja Egger

All Paper Paper is so common as to be almost invisible. The book "All Paper" sharpens your awareness and awakens your passion for paper. The presented paper projects - like photo-flyer, folding box or fairy lights - are altogether useful, decorative and up-to-date. All projects are built on millennia-old traditions of paper manufacturing and processing translated into a fresh contemporary style. • Contains 40 DIY projects grouped into Gifts, Wrapping and Packing, Home Styling and Celebrating. Most projects are suitable for beginners. • Lots of information about the basic techniques of paper-making and the different varieties of papers. • With eight tear-out sheets, exclusively designed for this book.

13

28

Verpacken

Diese edle Pyramidenbox ist schon für sich genommen ein kleines Geschenk. Mit der

1. edition 2016 144 pages, many colour photographs paperback with flaps, 190 x 240 mm Original language: German Rights available: world-wide

Wand-Utensilos

28

Sehr stylish und modern kommt dieses Wand-Utensilo daher. Auf den ersten Blick denkt

Vorlage ist sie schnell hergestellt, denn sie sieht wesentlich komplizierter aus, als sie

man eher an einen ausgefallenen Wandschmuck, doch die pfiffigen Dreiecke haben es

in Wirklichkeit ist. Für Fläschchen, Flacons oder Geschenke aus der Küche eignet sie sich

buchstäblich in sich. Sie haben die Wahl zwischen einer offene Variante für die Dinge, die

ganz besonders gut und ist dabei noch unendlich wandelbar: Einfach Geschenkpapier

man oft braucht, oder einer mit Deckel zum Verschließen. Kombinieren Sie die Dreiecke

und -band passend zu Anlass und Inhalt wählen!

nach Lust und Laune und erweitern Sie sie nach und nach.

Material

Anleitung

∂ Tonpapier,

1. Geschenkpapier rechteckig in der benötigten Größe zurechtschneiden und mit Sprühkleber auf das Tonpapier aufkaschieren. Gut durchtrocknen lassen.

mindestens 160 g/m2

∂ Geschenkpapier ∂ Sprühkleber ∂ Papierkleber oder doppelseitiges Klebeband

∂ Geschenkband Werkzeug ∂ Schere ∂ Cutter ∂ Cuttermatte ∂ Falzbein ∂ Lochzange

2. Die unten abgebildete Vorlage auf das kaschierte Papier übertragen. 3. Durchgängige Linien nachschneiden, gestrichelte falzen. 4. Die blauen Linien zu Bergfalten, die roten zu Talfalten falten (siehe S. 72/73).

Wohnen

Pyramidenbox

91

49

13

Material

Anleitung

∂ Karton ∂ ablösbares

1. Die unten abgebildete Vorlage auf Karton übertragen. Die links gezeigten Dreiecke haben ein Schenkelmaß von 13 cm. Der Karton sollte stabil sein, aber beim Biegen nicht brechen. Festere Kartonmappen aus dem Bürohandel eignen sich gut.

Klebeband

e und Breit l TIPP Höheen individuel könn en. der Box passt werd Box die ange t sich en. eigne flasch Dann für Wein auch

∂ Holzleim ∂ Acrylfarbe Werkzeug

∂ Falzbein ∂ Metalllineal ∂ Cutter ∂ Cuttermatte ∂ (Prickel-)Nadel ∂ Pinsel ∂ Reißnägel

5. Box zusammenfügen und erst die Seitenteile, dann die Bodenlaschen verkleben. Für stärkere Belastungen Holzleim verwenden. 6. Jetzt noch an den vorgesehen Stellen Löcher stanzen oder mit dem Cutter schneiden. Dreiecke zusammenklappen, Band durchziehen und fertig!

2. Zum Übertragen der Form die Kopie mit ablösbarem Klebeband auf dem Karton fixieren. Mit einer (Prickel-)Nadel an den Eckpunkten kleine Löcher durch das Papier stechen. 3. Papier wegnehmen und die Eckpunkte miteinander verbinden. 4. Ausschneiden und Falzlinien falzen. 5. Anschließend die Dreiecke mit Acrylfarbe bemalen oder mit Papier bekleben. 6. Die Dreiecke zusammensetzen und die Verbindungsstücke mit Holzleim zusammenkleben. Mit Reißnägeln oder Spezialkleber können die Dreiecke an der Wand befestigt werden.

1/2 Stunde

-

1—2 Stunden

Wand

TIPP Dassich beliebig

ilo lässt schön kann Utens . So erweitern aum sein. Staur

auf 235% vergrößern auf 350% vergrößern

7


DR AW ING  /  TYPOGRAPHY

KÜNSTLERANATOMIE MENSCHLICHE KÖRPER ZEICHNEN Sándor Dóró

Sándor Dóró

Artistic Anatomy – Drawing the Human Body For centuries, artists have concerned themselves with the question on how to adequately display the human body, its bones, muscles, joints, in movement or static. In this book, the Hungarian-German artist Sándor Dóró presents a new and refreshing access to the artistic anatomy. With more than 700 spectacular chalkboard drawings as never seen before, with model sketches and independent works from students, this gorgeously designed book is the ideal companion for art students and committed amateurs as well.

42

59

58

❚ Der Stirnrunzler oder Runzler der Augenbraue ( Musculus corrugator supercilii ). Sein Ursprung befindet sich direkt

neben den Nasenbeinen unter dem Stirnbein. Er ist mit dem

ringförmigen Augenmuskel verwoben und hat seinen Ansatz

in der Haut der Augenbraue. Er zieht die Augenbrauen im

❚ Der Stirnmuskel oder der Augenbrauenheber ( Musculus

am Haaransatz. Er zieht die Stirnhaut nach oben – indirekt auch die Oberlippe – und bildet waagerechte Falten. Er ge-

hört sowohl zu den Muskeln des Kopfes als auch der Stirn.

❚ Heber des Oberlids ( Musculus levator palpebrae superioris ). Seine Funktion ist das Heben des Oberlids. ( Nicht darge-

ten in der Haut.

ker genannt ( Musculus depressor supercilii ). Sein Ursprung ist

am Nasenbein, sein Ansatz in der Haut der Stirn. Bei seiner

43

frontalis ). Sein Ursprung ist in der Haut der Kopfschwarte

Bereich über der Nase zusammen und bildet senkrechte Fal❚ Der Niederzieher der Augenbraue, auch Augenbrauensen-

Sein Ursprung ist das Keilbein, sein Ansatzpunkt das Oberlid. stellt. )

Kontraktion legt er die Stirn in Falten.

❚ Hautmuskel des Halses ( Platisma ) Wird nicht behandelt.

Atlas, verläuft und durch starke Bänder mit dem Rand der Öffnung der Schädelbasis verbunden ist. Die Seitenbewegung des

Zahns im Wirbelloch des ersten Halswirbels wird durch ein

1. edition 2015 392 pages, 700 colour photographs hardback, 260 x 305 mm Original Language: German Rights available: world-wide

Kreuzband im Rahmen gehalten. Im Allgemeinen sind die Wir-

bellöcher der Halswirbel groß, um dem Rückenmark, das in die-

sem Bereich dicke Bündel bildet, Platz zu bieten. Die 3., 4., 5., 6. und 7. Halswirbel sind in ihrem Aufbau identisch, allerdings mit

wachsendem Wirbelkörper-Volumen nach unten und mit immer

längeren Dornfortsätzen. Die größte Bewegungsfreiheit im Hals-

bereich bei Neigung und Beugung bieten die 3., 4. und 5. Halswirbel.

Oben : Der Atlas und der Epistropheus

Links unten : Das untere Kopfgelenk

Rechtsunten : Rückansicht des Drehers oder Epistropheus

Oben : Unter- und Oberansicht des Epistropheus

Unten : Ober- und Rückansicht des Kopfdrehers

Linke Seite

Links oben : Der Stirnrunzler

Mitte oben : Der Niederzieher der Augenbraue

Rechts oben : Der Hautmuskel des Halses.

Muskeltorso aus Gips, um 1890, von C. Schütz,

W. Waldmeyer und H. Wirchow.

Links unten : Der Stirnmuskel

Rechts unten : Die Kopfschwarte Rechte Seite

Oben : Die Ursprungsfelder der mimischen Muskeln

Unten : Tafelzeichnung aus einer Vorlesung zu den mimischen Muskeln

Adrian Frutiger

Symbols Renowned type designer Adrian Frutiger has spent his working life being captured by the richness of image and sign symbols developed by man and their open or underlying meaning. In his new book, containing well over 1000 drawings, he takes us on a fascinating journey through the world of signs and symbols of all cultures: from the earliest pictorial graphic systems used by the Sumerians in the 4th century BC through to today’s pictograms.

1. edition 2008 195 pages, over 1000 illustrations paperback, 210 x 250 mm Original Language: German Rights available: world-wide

Heike Kelter

Drawing Means Seeing By the Planar Manner of Seeing to the Three-Dimensional Drawing ”Drawing Means Seeing” opens the eyes for a new way of seeing: the graphic view. If the world is perceived as a two-dimensional drawing and consequently as a framework of lines, then drawing is simply a transference of the seen onto paper. This book is for beginners, but offers many exciting suggestions to more experienced people as well, shedding a new light on seemingly familiar things.

1. edition 2013 128 pages, many colour and b&w drawings paperback with flaps, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

8


D RAWING   /  T YPOGRAPHY

Denise Lach

Script Journeys If you love typography, the alphabet of one culture will hardly be all you are interested in, for unknown symbols and shapes arouse curiosity and often enthusiasm. Denise Lach has embarked on more than one journey to the world of script. In India, Ethiopia or Tibet she has spent time documenting complex as well as simple characters, playful shapes and flashy colours which she then translated into her own visual art. Script offers great design possibilities by repeating, turning, mirroring and rotating letters, but also by experimenting with rhythms, contrasts, colours and line widths, to name but a few. In addition to calligraphic techniques, Denise Lach introduces examples from printmaking, fabric printing, collage making and digital techniques.

1. edition 2015 192 pages, colour illustrations throughout hardback, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide, except English (world-wide) and French (world-wide)

Denise Lach

Calligraphy A Book of Contemporary Inspiration It is fascinating how renowned typographic artist Denise Lach translates photographic nature motifs into typographic images. Nature provides an extremely rich source of inspiration and we are invited to look closely in order to train our eye. When doing artwork employing script, similar to the contemplation of nature, meditative and sensual experiences flow together. More than the legibility of the script, this book values the creative freedom with which the motifs are transformed to a typeface of individual character. Besides joy and enthusiasm the play with different writing tools and script takes little previous knowledge.

1. edition 2009, 2. edition 2013 192 pages, many colour photographs hardback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except English (world-wide), and French (world-wide) and Spanish (world-wide)

Therese Weber

The Language of Paper – 2000 Years of History It really is beyond measure how much our civilization owes to the invention of paper. The book gives an overview of traditional paper manufacturing, its cultural history, and its influence on religion, politics, and art throughout the centuries. The last chapter is reserved for the works of paper artists around the world. The author is an internationally recognized paper artist.

1. edition 2004 222 pages, approx. 200 colour photographs hardback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except English (world-wide)

9


L ETTE R ING

Ina Mielkau M ie l k a u

Photo Favourites Lots of DIY projects with photos Ina Mielkau

Lieblingsbilder DIY-Projekte mit Fotos

Viele

*

Tipps für L i e b l i ngs b i l d er

Bildtransfer

Ina Mielkau ist gelernte Dekorateurin und studierte Grafikerin. Seit 2001 arbeitet sie selbständig in Darmstadt. Sie reist und fotografiert gerne und betreibt seit einigen Jahren ihren Kreativ-Blog: http://ynas-design.blogspot.de.

One click and – as easy as this - a picture is taken. Photos are documenting our lives, especially since the spread of smartphones. Huge amounts of data lie dormant in the depths of our computers with the occasional photo album being compiled. But what happens with the rest? Ina Mielkau has a passion for traveling and taking photos wherever she goes. Back at home, she transforms her favourite pictures into gifts, decorations or useful travel kits. Among her creations are folders, a light box, a CD cover or a bath mat. And can you picture this: your photos on magnets, concrete coasters, pillowcases or wood? The book teaches you how to with different image transfer methods. All creations make personal objects and gifts, as well as a good remedy for the travel bug! Bilderbuch Nähanleitung

1. edition 2017 144 pages, approx. 200 colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

1

Leuchtbox 2

Beleuchtung garantiert...

3

DIE WICHTIGSTEN TOOLS

Mit einem Stift drei Stellen auf der Falz markieren und mit einem Pikser durchstechen. Die Abstände zwischen den Löchern sollten gleichmäßig sein.

4

5

Eine originelle Dekoration, die gleichzeitig auch noch praktisch ist. Bild und Lampe gibt es hier in einem. Und das Tolle ist, dass man die Motive jederzeit austauschen kann. Das geht unkompliziert und schnell. Das Gleiche gilt für den Wechsel zwischen aufhängen und hinstellen.

6

Die Nadel samt Sternchenzwirn von innen durch das mittlere Loch ziehen. Etwa 6 cm vom Fadenende stehen lassen.

Man benötigt: 1 Sperrholzplatte (21 x 21 cm, 3 mm stark), 1 Acrylplatte, milchig (21 x 21 cm, 3 mm stark), 2 Sperrholzplatten (8 x 21 cm, 10 mm stark), 2 Sperrholzplatten (8 x 23 cm, 10 mm stark), 4 Leisten (3 x 5 mm, 21cm lang), 4 Leisten (3 x 5 mm, 20,4 cm lang), Lineal, Bleistift, Pinsel, Holzleim, Schraubzwinge, Bohrmaschine, 2 gezackte Kistenaufhänger plus 4 Schrauben, selbstklebendes LED-Lichtband inkl. Batteriebox, 3 Batterien – ein Bildmotiv auf Folie gedruckt.

Dann von Außen in das untere Loch stechen und Nadel und Faden hindurchziehen. 1. Den Umschlag des Bilderbuchs aus Kraftpapier auf der Schneidematte mit dem Cutter ausschneiden und entsprechend falzen. Das auf dieser Seite abgebildete Buch hat eine Höhe von 10,5 cm und ist zusammengeklappt 12,5 cm breit. Die linke Klappe vorn hat eine Breite von rund 8 cm und die rechte von etwa 4,5 cm. Damit es beim Zuklappen nicht klemmt, sollten die Innenseitendes Buchs so zugeschnitten werden, dass sie die 10,5 cm x 12,2 cm nicht überschreiten.

Innen über die Mitte in das obere Loch gehen und dort durchstechen.

Von außen den Faden wieder zurück durch die Mitte ziehen.

2. Dann aus einem Rest Kraftpapier mithilfe einer Lochstanze zwei Kreise ausstanzen (oder alternativ mit einer Schere ausschneiden) und mit einem Pikser in der Mitte lochen. 3. Die Pappkreise mit Rundkopfklammer auf der Außenseite des Umschlags befestigen. Die hier verwendeten haben eine dekorative Schraubenoptik.

Anschließend den Faden festziehen, verknoten und kürzen.

5. Frisch ausgedruckte Fotos wie auch schon vorhandene kann man mit Fotoecken in das Bilderbuch kleben. Alle Seiten mit Abbildungen füllen. 6. Nun das Bilderbuch noch mit einer hübschen Kordel verschließen.

*

tipp

4. Nun wird das kleine Bilderbuch mit Sternchenzwirn zusammengebunden (siehe „Nähanleitung“ auf der linken Seite).

Die Maße des Bilderbuchs sollten so gewählt werden, dass man möglichst wenig Verschnitt hat. Bei dem hier verwendeten Format werden aus einem DIN-A4-Bogen Kraftpapier zwei Umschläge gemacht. Zum „Verschönern“ kann man die Vorderseite noch bekleben oder bestempeln.

22

23

106

107

Chris Campe

Handbook Handlettering Style your personal letters and writing Hand lettering is in vogue on books, slate, package design or home accessories. The nice thing about lettering: You are free to do whatever you fancy; in fact, this is exactly what makes lettering. But the freedom has one limitation: the key factor is that it looks good! To achieve a good look, it is essential to know a few basics about type design, also including decorative lines and decorative elements. Being familiar with these, you can set off with different brush pens (brush lettering) and designing your personal illustrative writings. At the end of her book the author explains how to digitize the handwritten letters and create your own font. Num quam etus sus

1. edition 2017 160 pages, approx. 250 colour photographs hardback, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

Dekration

Galerie

Die i-Tüpfelchen

Illustrative Schrift

Ok, die Struktur der Buchstaben steht, ihr Körper ist wohlgeformt, die Serifen sind

Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie

platziert – jetzt gibt es noch jede Menge Accessoires und Bling-Bling für den individu-

sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie Hamburgefonts, Rafgenduks oder

ellen Buchstaben-Look. Schlagschatten und Schraffurschatten, Outlines und Inlines,

Handgloves, um Schriften zu testen. Manchmal Sätze, die alle Buchstaben des Alpha-

Pünktchen und Schnörkel … man lasse man der Fantasie ihren berühmten freien Lauf !

bets enthalten - man nennt diese Sätze »Pangrams«. Sehr bekannt ist dieser: The

que sum, omnit, quundition et volene late provid est oiciant volor a conem. Itatior a consectatem. Ibusant.

quick brown fox jumps over the lazy old dog. Oft werden in Typoblindtexte auch.

W

ie die Accessoires

A Dreidimensionale Buchstabenform

I Körperschatten auf 3-D Buchstaben

eines guten Outits,

B Sporn und Inlinedekoration

J Schlagschatten

sollten auch Buchstabendeko-

C Zweigeteilte Form

K Kontur und Schattenkante L Schattenkante innen und außen

eingeplant sein. Im Alphabet

D Toscanienne Serifen und Sporn mit Verzierung

rechts sind die Dekorationsmög-

E Aufgeblasene Form mit Glanzpunkten

rationen von Anfang an mit

lichkeiten einzeln vorgeführt,

F Noch weiter aufgeblasene Form

sie lassen sich natürlich kombi-

G Hochprisma mit Kontur

nieren. Dazu jedoch ein Wort der

H Tiefprisma ohne Kontur

Vernunft: Weniger ist mehr! Denn wenn alles hervorgehoben ist,

Schatten

ist am Ende nichts mehr betont.

Je nach Farbe und Intensität kann ein Schatten den Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund verstärken oder verringern. Um Schatten richtig zu platzieren und natürlich aussehen zu lassen, stellt man sich eine Lichtquelle vor, meist von oben rechts wie die Mittagssonne, und zeichnet den Schatten links und unterhalb des Buchstabens.

Eine passend gewählte und gut gezeichnete Schrift braucht gar nicht mehr viel Deko. Formen A bis H zeigen nur einige der Möglichkeiten, die Form der Buchstaben dekorativ zu verändern, es gibt noch viel mehr. Aber was man auch tut – die Buchstaben sollten erkennbar bleiben.

Bei den abgeschrägten Prismaformen (G und H) liegen die Kanten von hellen und dunklen Flächen bei 45°. Ein Hochprisma hat die Schatten auf der linken Seite, ein Tiefprisma auf der rechten.

Ein Schlagschatten (J) liegt versetzt hinter dem Buchstaben, so dass der Buchstabe über dem Grund schwebt. Eine Schattenlinie ( M) berührt den Buchstaben nicht. Beim doppelten Schatten (Q ) stellt man sich zwei entgegengesetzte Lichtquellen vor, die eine schwächer als die andere.

M Schattenlinie N Schraierter Schatten O Schatten only P Verlaufsschatten Q Doppelter Schatten Dekorationen

Kuller, Punkte und Inlines (S und W) sind von Neon-Schriften und Leuchtbuchstaben inspiriert. Konturen heben Buchstaben ab, wenn Buchstabenfarbe und Hintergrundfarbe sehr ähnlich sind.

Num quam etus sus que sum, omnit, quundition et volene late provid est oiciant volor a conem. Itatior a consectatem.

R Horizontale Linien S Kugeln

Num quam etus sus que

sum, omnit, quundition et volene late provid est oiciant volor a conem. Itatior a consectatem. Ibusan provid est oic

T Linien und Punkte U zweiteilige Farblächen und Punkte V Florale Ornamente W In X Kontur

Num quam etus sus que

Num quam etus sus que

sum, omnit, quundition et volene late provid est oiciant volor a conem. Itatior a consectatem. Ibusant.

sum, omnit, quundition et volene late provid est oiciant volor a conem. Itatior a consectatem. Ibusant.

Y Hintergrundläche Z Doppelte Kontur

38

rundlagen Dekoration

39

118

Illustrative Schrit Galerie

119

Klebebande

Tape Art ”Tape is the new paint.” This is the chosen motto by “Klebebande”, the Berlin based German artists collective. The three tape artists review the various types of tape and explain the techniques with which the tape artist can create a work of art from tape. Readers will learn how to taper lines, achieve curves or cut a negative motif. Visualized step by step in many photos, the reader will follow the creation of eleven different projects. For beginner and advanced levels alike, this book is full of inspiration for designing tape art portraits, landscapes and abstract images, as well as for decorating furniture, clothes and rooms. With a gallery of art work from Tape Artists from all over the world.

1. edition 2015 168 pages, colour illustrations throughout hardback, 210 x 245 mm Original language: German Rights available: world-wide, except English world-wide

10


D RAWING

Peter Boerboom and Tim Proetel Peter Boerboom und Tim Proetel

Farbe

Material & Wirkung wahrnehmen und experimentieren

Colour: Material plus Effect Experiencing and experimenting Colours are eye-catching, sensual and memorable. They adorn, soothe, touch or confuse and sometimes they even overwhelm or intoxicate us. The collection of experiments and exercises in this book invites beginners and professionals to explore the possibilities of colour, taking into account the double nature of colour: On the one hand, colour is a painting material, a substance made of pigment and binder, and is therefore watery, pasty or powdery. On the other hand, colour is an immaterial phenomenon, has an effect and is bright, variegated, muted or pastel. The real power of colour unfolds between these two poles. The material colour is blended and formed in the painting or image and is perceptible as such. As in their previous books Tim Proetel and Peter Boerboom unfold their subject in a clear visual way by using many drawings and images that make an intuitive experience.

1. edition 2018 192 pages, approx. 200 colour drawings hardback, 155 x 210 mm Original language: German Rights available: world-wide, except Spanish (world-wide) and Portuguese (world-wide) Magenta ist ein Purpurrot, es tendiert zu violett. Es kann selbst nicht aus anderen Farben gemischt werden, bildet also den Ausgangsfarbton für alle Varianten von Rot. Unter Zugabe von Gelb wird daraus zunächst ein leuchtender Zinnoberrotton und dann Orange. Zusammen mit grünstichigem Gelb wird es braun, mit Grün fast schwarz.

Vermischen sich die Komplementärfarben, verlieren sie sofort an Reinheit und Leuchtkraft. Zwischen gegenüberliegenden Farben entstehen Braun- und Grautöne.

74

75

Beim pastosen Farbauftrag ist das Material Ölfarbe mit Händen zu greifen.

Acryl- und Ölfarben lassen sich auch mit der Spachtel auftragen, weil sie viel Körper haben. Der Farbauftrag wirkt dann dynamisch und glatt. 50

Peter Boerboom und Tim Proetel

Figur

Menschen zeichnen

51

Peter Boerboom / Tim Proetel

Drawing the Human Figure Sketching, discovering, experimenting

entdecken, skizzieren, experimentieren

1. edition 2016 192 pages, many b&w drawings hardback, 155 x 210 mm Original language: German Rights available: world-wide, except English (world-wide), Spanish (world-wide) and Portuguese (world-wide)

As soon as we intend to draw a person, we are faced with various challenges: the proportions need to be right, the posture unambiguous and vivid, and the face recognizable and expressive. Such high demands can quickly end up in discouragement. Yet a little practice and training lead a long way and amazing results are quickly achieved as disconnected blotches are composed into a human form and a few added strokes indicate posture. It is not the perfectly drawn human figure which is at the heart of this collection but the joy of drawing itself and the simple methods allowing to visualize a human body: In downsizing, reduced to a few lines, given clear outlines or simple geometric forms, the human figure is slowly elaborated by simple circles or swings of the pen.

8. Beugen und strecken Viele archaische Menschendarstellungen sind statisch, zeigen ein eher symbolhaftes als lebendiges Abbild. Mit zunehmendem Anspruch an lebensnahe Bilder entwickelte sich auch die Raffinesse in der Darstellung: Muskeln beugen und dehnen sich, die Wirbelsäule biegt und dreht sich, Schwerpunkte verlagern sich. Dies schafft Schwung und Spannung. Eine Schwierigkeit beim Zeichnen bewegter Figuren ist, sie mit klaren Vorstellungsbildern in Einklang zu bringen: Überschneidungen, Verkürzungen und Richtungsänderungen entstehen. Die Darstellung kann mit einer offenen, der Bewegung nachspürenden Linienführung ebenso gelingen wie mit einer konstruierenden Herangehensweise, bei der zunächst die Gelenkpunkte bestimmt werden.

112

Abhängig davon, was bei den ersten Pinselstrichen passiert, entwickelt sich daraus die ganze Figur. Improvisieren ist aufregend, weil die Ergebnisse überraschen. 113

178

179

11


DR AW ING

Peter Boerboom und Tim Proetel

Bewegung Illusion auf Papier

Peter Boerboom / Tim Proetel

Movement: Illusion on Paper How to draw speed

Methoden zum Zeichnen von Geschwindigkeit

Although drawn lines do not change, we see movement, changes, the passing of time: Dramatic whirls of life and death in the compositions of Rubens; the evanescence of a sailing ship in the surging colour in a Turner painting; the celebration of velocity in Italian futurism or Asterix in unstoppable course. Peter Boerboom and Tim Proetel have compiled the basics for representing movement, annotated and illustrated with reference lines giving intuitive experience. For beginners and professionals alike, this book offers a refreshingly simple way of looking at the creation of speed in drawing. 1. edition 2015 176 pages, many b&w drawings hardback, 155 x 210 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except Spanish (world-wide) and Portuguese (world-wide)

1. Rollen und kippen Die Schräge bringt die Dinge auf ins Rollen und Rutschen. So fundamental ist unsere Erfahrung der Schwerkraft, dass die damit assoziierte Bewegungsrichtung immer eine nach unten ist. Auch die Vorstellung von kippenden Formen begründet sich in der Schwerkraft. Dinge, die auf der Spitze stehen, müssen ausbalanciert sein, um nicht umzufallen. So ist die senkrechte Kompositionslinie mit Aktivität verknüpft, die waagrechte mit Ruhe. Die Diagonale ist in Bewegung. Bis zu welchem Punkt lässt sich in der Zeichnung den Gesetzen der Schwerkraft entkommen?

8

Am Zugfenster: Der Rahmen bleibt scharf, die Landschaft zieht vorbei.

9

Am Bahnübergang: Das Andreaskreuz zeigt den größten Schärfekontrast zur horizontale Bewegung. So nimmt der Zug richtig Fahrt auf.

82

83

Peter Boerboom / Tim Proetel

Light: Illusion Between Bright and Dark How does Light Enter Into a Drawing? To draw light seems paradoxical at first because if a canvas is white, it gets darker with every stroke of the pen. We have to realize that light in a picture is much more than just brightness: it is brought about by the shadows – the change of light and dark. It is they who create space and atmosphere. Lighting determines what is seen, what is hidden and what can be sensed. The authors have gathered the basics for the depiction of light – annotated and illustrated with helpful guide lines for intuitive experience. For beginners and professionals alike, this book offers a refreshingly simple way of looking at the graphic creation of light and dark. 1. edition 2014 176 pages, many b&w drawings hardback, 155 x 210 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except Spanish (world-wide) and Portuguese (world-wide)

5. Glanz Die Darstellung von Glanzlichtern in der Malerei hat mit der Erfindung der Ölfarben im 15. Jahrhundert Karriere gemacht. In vielen Barockgemälden scheinen die Glanzlichter sogar die wichtigsten Momente zu sein, so raffiniert sitzen sie auf der Schale einer Zitrone, dem Rand eines Glases oder im Auge eines Mädchens. So werden stumpfe von glatten Materialien unter­ schieden, aber vor allem dienen Glanzlichter dazu, einem Bild den Anschein von Augenblicklichkeit und Leben zu geben. Metaphorisch künden sie von der Eitelkeit des Irdischen. Dennoch ist der Glanz seinem Wesen nach edel und kostbar. Glitzern ist billiges, flüchtiges Glänzen.

Je stärker die Flächen von der Lichtrichtung abgewandt sind, desto schattiger werden sie. 78

79

Abstufungen in kleinen Schritten lassen das Volumen hervortreten.

44

45

Peter Boerboom / Tim Proetel

Space: Methodical Illusion Ideas for Three-Dimensional Drawing It is as mundane as it is astounding: placed in the right way, a couple of lines on paper create three-dimensional space. To be more exact: the illusion of space. The interest in three-dimensional drawing may initially arise from the intention to depict visible reality. However, the creation of depth is a fascinating theme in every artistic composition. In this volume, Peter Boerboom and Tim Proetel have arranged, commented, and with a guiding hand intuitively and tangibly presented the fundamental methods of three-dimensional illustration. For laymen and professionals alike, this book offers a refreshing, simple viewpoint of the graphic emergence of three-dimensionality. 1. edition 2013 160 pages, many b&w drawings hardback, 155 x 210 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except English (world-wide), Spanish (world-wide) and Portuguese (world-wide)

12


DIY

Uta Donath / Eva Hauck / Claudia Huboi / Dorothée von Rosenberg

recycled ”Recycled” is based on the idea of processing in a new and special way. Recycling is an important aspect of this book, but the key intention lies in creating original, cost effective and aesthetic home objects and accessories. Starting off with detailed information on materials, followed by the six main chapters on the subjects of tubes, paper, plastics, metals, textile, and cork, ”Recycled” demonstrates in step-by-step instructions how to create decorative and functional products with used materials. There are bags, rugs, lampshades, vases, baskets and even hammocks, all constructed without difficulty and easily adaptable to your preferences and your particular surroundings.

PlastikContainer Verpackungsmüll doppelt entsorgt: Der bunte Container auf Rollen dient der Aufbewahrung von Plastikflaschen und besteht auch größtenteils aus Plastik. Um die Seitenteile des Behälters herzustellen, verweben Sie in Streifen

Material

geschnittene Plastiktüten. Mithilfe der kleinen Möbelrollen wird der RecyclingContainer mobil.

1. edition 2010 128 pages, many colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except French

■ viele

Plastiktüten ■ Holzbrett,

ca. 15 mm stark, 35 x 35 cm ■ 20

Rundstäbe, Ø 10 mm, 30 cm

hoch ■ 16 Holzschrauben, 10 mm lang

K U N S T S TO F F

■ Akkuschrauber ■ ggf. Bohrmaschine

mit Bohrer, Ø 10 mm ■ Acryllack in Weiß ■ 4 Möbelrollen, Ø 35 mm ■ Express-Holzleim ■ Kunststoff-

kleber ■ Schere ■ Pinsel

1 Als Basis des Containers dient ein Holzbrett mit einer Kantenlänge von 35 cm. In dieses Brett sollen die 20 Rundstäbe im Abstand von jeweils ca. 7 cm eingesteckt werden. Das senkrechte Bohren der Löcher für die Rundstäbe ist nicht ganz einfach. Wenn Sie die Bohrungen nicht selbst vornehmen wollen, können Sie sie auch kostengünstig vom Fachmann in Tischlerei oder Heimwerkermarkt ausführen lassen. Schrauben Sie an der Unterseite des Holzbretts an allen vier Ecken mit ca. 2 cm Abstand zur Kante die vier Möbelrollen an. Wenn Sie möchten, können Sie die Seitenkanten des Holzbretts weiß lasieren. Verdünnen Sie hierfür den weißen Acryllack mit reichlich Wasser. Versehen Sie die Rundstäbe an einem Ende mit etwas Express-Holzleim und stecken Sie sie in die Bohrungen ein. Den Holzleim trocknen lassen.

2 Schneiden Sie die Tüten an den Seiten auf und die verstärkten Tragegriffe heraus. Legen Sie die Tüten längs aufgeklappt vor sich und schneiden Sie sie mit einer scharfen Schere in ca. 8 cm breite Streifen. Sortieren Sie die Tütenstreifen nach Farben oder mischen Sie sie bunt durcheinander. Dann verknoten Sie die Tütenstreifen an den Enden und stellen auf diese Weise ein langes Streifenband her. Wickeln Sie das Streifenband zum Knäuel auf. 3 Knoten Sie das Ende des Streifenbands an einen Rundstab. Nun führen Sie das Band im Wechsel vor und hinter die Rundstäbe. Auf diese Weise werden die Seitenteile des Containers gewebt. Das Streifenband dient als „Schussfaden“, die Rundstäbe als „Kette“. Damit sich schöne Ecken ergeben, empfiehlt es sich, das Streifenband immer auf der Außenseite der

76

in den Ecken platzierten Rundstäbe entlangzuführen bzw. es einmal um den jeweiligen Rundstab zu wickeln. Ziehen Sie beim Weben nicht zu stark an, damit Ihr Container nicht nach oben hin schmaler wird. Da eine gerade Zahl von Rundstäben verarbeitet wurde, müssen Sie an einer Stelle „schummeln“ und das Streifenband vor oder hinter zwei Stäben entlangführen.

4 Weben Sie auf die beschriebene Weise zahlreiche Runden. Achten Sie darauf, dass die Knoten auf der Innenseite des Containers zu liegen kommen, sodass sich an der Außenseite eine gleichmäßige Webfläche ergibt. Schieben Sie die verwebten Tütenstreifen in regelmäßigen Abständen zusammen, damit die Webfläche möglichst dicht wird. Haben Sie das obere Ende der Rundstäbe erreicht, können Sie die Webarbeit beenden. Verkleben

Sie das Ende des Streifenbandes sorgfältig mit geeignetem Kunststoffkleber. Um einen schönen Abschluss zu erzielen, legen Sie einige Tütenstreifen über die Stabenden und wickeln weitere Streifen um die letzten Webreihen und die Abschlussstreifen. Die Streifenenden mit Kunststoffkleber festkleben. Hübsch sieht es aus, wenn Sie für die Abschlusskante unifarbene Tütenstreifen verwenden. Möchten Sie die Abschlusskante zusätzlich stabilisieren, können Sie an allen vier Seiten schmale Holzlatten von ca. 35 cm Länge an die Rundstäbe nageln, die Sie anschließend ebenfalls, wie oben beschrieben, mit Tütenstreifen umwickeln.

77

Christina Cohen-Cossen

Xylography History, Techniques, Projects After looking into the past of the arts and crafts, and lots of useful information on woodcutting tools, rollers and brushes, ink and paper, as well as the technical aspects of cutting, inking, and printing, it is the projects that make up the bulk of this book. Sorted by grade of difficulty, beginners find easy-to-follow instructions for first experiences with wood or linocut. Advanced printers are offered new challenges with such topics as prints put together from several blocks, reduction printing, multicolour prints, collagraphs, using recovered materials, or the combination of several techniques.

1. edition 2009 152 pages, many colour illustrations hardback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

Martina Lauinger

Recycled Metal: From the Technique to the Metal Object What at first may seem like nothing but junk can turn out as valuable substance for creating art. With a lot of beautiful illustrations and photographs showing metal-works from different artists, this book provides a lot of technical information as well as attractive projects and inspirations for everybody.

1. edition 2002, 2. edition 2008, 3. edition 2013 256 pages, 353 photographs, 46 diagrams hardback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except French (world-wide)

13


C R A FTS F OR KIDS

Claudia Huboi and Claudia Scholl

A Kids’ Practical Guide to Crafting with paper, cardboard, fabric, wood, yarn, recycled materials, electrics, plaster, clay, paint, plasticine, wire A KIDS’ PRACTICAL GUIDE TO CRAFTING is an all-round companion on the basics of hand crafting. By means of many illustrations, the fundamental techniques, materials and tools are set out to lay the necessary foundations for designing and making things with paper & cardboard, plaster & clay, yarn & fabric, wood, electrics, and recycled materials. Ample space is given to the projects, illustrated with over 30 models. The newly acquired techniques can directly be applied to soap boxes, beach bags or mobile file cabinets. Once you have got the hang of how things work, just let your own ideas flow! WERKZEUGE

DRUCKEN

für Projekte zum Drucken und Stempeln

H

Seifenkisteyyy aus Balsaholz

Material: Balsaholz (10 mm dick), Cutter, Lineal, Express-Holzleim, Schneideunterlage, 2 Schaschlikspieße, 5 Holzscheiben, Akkubohrer, Laubsäge, Tonkarton, Bastelfarbe, Pinsel, buntes Klebeband

5 cm

3,5 cm

5 cm

1. edition 2018 240 pages, approx. 350 colour photographs and illustrations hardback, 215 x 275 mm Original language: German Rights available: world-wide

15 cm

Das Balsaholz wie angegeben zuschneiden. Dafür fährst du mit dem Cutter an einem Lineal mit Metallkante entlang und arbeitest auf einer Schneideunterlage.

Damit sich die Radachsen beim Rollen nicht hin- und herschieben, arretierst du sie: Dafür etwas Klebeband rechts und links vom Achslager mehrmals um die Achsen wickeln.

Die Einzelteile zusammenleimen. Um die Seifenkiste vorne zu schließen, einen passenden Streifen aus Tonkarton zuschneiden, falzen wie eingezeichnet und ankleben.

Achslager Arretierung

Zwei Holzstückchen durchbohren und an die Unterseite der Seifenkiste leimen. Einen Schaschlikspieß als Achse hindurchführen. In die Holzscheiben ein Loch bohren und festleimen.

Was wäre eine Seifenkiste ohne Startnummer? Die Ziffer mit einer Laubsäge zusägen. Überleg dir gut, welche Startnummer es werden soll – die 8 ist eher etwas für Fortgeschrittene ...

Für das Lenkrad klebst du eine Holzscheibe auf ein Stück Balsaholz und fixierst das Ganze im Inneren der Seifenkiste. Nun alles anmalen, verzieren und die Startnummer anleimen.

50

51

Roswitha Paetel Roswitha Paetel

Papier∙Pappe∙Pulp Kreatives Gestalten mit Kindern

Paper, Cardboard, Pulp Papercraft with children Folding, cutting, crumpling, tearing, gluing, molding, and mashing - wonderful things can be crafted with paper, cardboard or papier-mâché. Cardboard can make film scenery and let funny cardboard figures march up. With paper pulp the children will model magical sculptures and beautiful jewellery. The collection of 30 projects in this book stimulates the child’s imagination while incidentally creating a relaxed atmosphere. All "works of art" can be made at home without needing much preparation. All that is required is a quiet place, few tools, paper, cardboard, or pulp. But also remember: crafting is most fun when shared with others, being it friends, brothers and sisters, parents, grandma or grandpa, at home, in the kindergarten or at children's art school. KAPITEL 2 • PAPPROLLENsPAss

al Das Materi für Babyhaie • Klopapierpapprollen e für Mamahai ierpapproll • 1 Küchenpap • Kartonstückchen • Gouachefarben

DAS SCHAFFST DU SCHON

DAS MAC HS T DU

Es gibt ein- und zweiwellige Pappe. Das erkennst Du an der Schnittkante. Dort siehst du eine oder zwei gewellte Schichten Papier. Nimm für die komischen Formen einwellige Pappe. Sie ist dünner. Du schaffst es, sie mit der Schere zu schneden.

• Pinsel • Wasserglas • Schere • Klebestit • Klammerheter • Vorstecher, Schnur

Petra Paffenholz

Buchbinden für Kinder

Blitzbuch Vom einfachen t zum Spionagehef

5

• Zweige

Jahre

Lustiges Haifischmobilé

47

Es gibt Rückenflossen, Bauchflossen und Schwanzflossen. Wie viele Flossen hat ein Hai?

Jetzt bist du dran.

2

3

4

136

137

1

2

3

4

Kritzle mit dem Bleistit so schnell, wie du kannst Formen auf Kartonpappe. Schneide sie mit der Schere aus.

Male sie bunt an. Trocknen lassen. Bastle für die bunten Teilen einen schlichten, weißen Rahmen.

Säge die Leisten zu und nagele sie mit den Nägeln von hinten an die Plate. Lass dir von einem Erwachsenen helfen. Male den Rahmen mit weißer Wandfarbe an.

Lege die Formen auf die Plate, ordne sie schön an. Wenn dir Formen fehlen oder nicht passen, schneide noch welche aus.

GESC HAFFT!

Klebe sie mit Doppelklebeband auf.

Fertig ist ein tolles Kunstwerk. Schenke es Mama.

Petra Paffenholz

Bookbinding for Kids From a book made in a flash to a spy-story book One fold and another – with a few grips, a piece of paper is turned into an accordion-folded snake. Up and down – a simple variant of the Japanese block binding makes a colourful notebook. Round and round – a cooking spoon handle serves for a spiral binding and for decorating a recipe book. Petra Paffenholz shows children how to have fun with bookbinding, creating interesting covers and original fastenings. After all, who would not like to call a spy story book with peephole for secret observations or a magical three-wishes book their own? The instructions the author gives in her book are as specific as necessary to easily master the first steps and as free as possible to leave sufficient room for everyone’s own ideas.

A

Falten, schneiden, kleben

C

Buch

Abstrahieren Abstrahieren ist ein Fremdwort und bedeutet „abziehen“, „wegnehmen“. Das Wort wird oft auch für Bilder verwendet, bei denen vieles weggelassen ist. Auf den Bildern ist gerade noch das zu erkennen, was wirklich wichtig ist. Wenn du ein Tier oder einen Gegenstand malst oder zeichnest, muss dein Bild also überhaupt nicht genau das darstellen, was du siehst. Du brauchst nicht versuchen, eine Fotografie herzustellen. Oft ist es viel spannender, etwas zu „abstrahieren“, denn bereits mit einer einfachen Linie lässt sich erkennen, was gemeint ist.

Ausschneiden Mit dem Ausschneiden hast du in diesem Buch ganz oft zu tun. Ob du dann eine Schablone ausschneidest oder kleinere Papierstücke, ein Trick wird dir helfen, mit Schere und Papier fit und geübt umzugehen. Und das ist der Trick: Schneide zunächst die Form mit einer großen Schere grob entlang der Linie aus. Die schwierigen Stellen schneidest du erst im zweiten Schritt und nimmst dafür die kleine Schere (Silhouettenschere). Auf diese Weise kommst du leichter an die Linien heran .

Ahle und Prickelnadel So eine Ahle ist wirklich sehr spitz, weshalb du auf deine Finger aufpassen solltest. Für die etwas kleinere Pricknadel gilt dies ebenso. Trotzdem sind Ahle oder Prickelnadel unbedingt nötig, eines dieser Werkzeuge brauchst du für die Löcher der Hefte. Wie auf dem Foto zu sehen ist, stichst du für diese Löcher mit der Ahle beziehungsweise Prickelnadel senkrecht durch die Papierlagen und den Einband. Ein alter Katalog hilft dir, die Falte gut zu treffen. Die Spitze der Ahle oder Prickelnadel sicherst du mit einem Korken, wenn du das Werkzeug nicht brauchst.

B

Bücher gibt es in groß, klein, dick und dünn. Doch trotz ihrer Unterschiedlichkeit haben Bücher so einiges gemeinsam: Der Titel des Buchs steht in der Regel auf der Vorderseite des Einbands. Auf der Rückseite des Bucheinbands gibt es meistens einen kurzen Text. Dort, wo die Seiten befestigt sind, befindet sich der sogenannte Buchrücken. Ein Buch hat in der Regel mindestens 49 Seiten und einen stabilen, festen Einband. Die Festlegung in Sachen fester Einband stammt allerdings aus alten Zeiten, heute werden auch Taschenbücher mit biegsamem Umschlag als Bücher bezeichnet. Im Übrigen hat sich nicht nur dies geändert. Bücher gibt es schon seit vielen Tausend Jahren in verschiedenen Formen. Früher konnte man Bücher nur von Hand herstellen, die ersten Bücher wurden sogar von Hand geschrieben. Der Buchinder hat sie dann in Form gebracht. Seit Johannes Gutenberg um 1450 n. Chr. eine Maschine für den Buchdruck erfunden hatte, sind Bücher viel leichter herzustellen. Von da an konnten sich immer mehr Menschen Bücher leisten. Heute lesen wir zwar viele Texte am Computer, aber es macht immer wieder Spaß, ein Buch anzufassen und darin zu blättern. Eine Welt ohne Bücher kann ich mir gar nicht vorstellen. Sicher wird es auch in Zukunft beides geben: Schön gestaltete Bücher und den Computer.

Berg und Tal

Bei der Zickzackfaltung heißt der Knick oben „Bergfalte“ und der Knick unten „Talfalte“. Wenn du eine Zickzackfaltung verlängern möchtest, klebst du „Bergfalte“ an „Bergfalte“.

Buchblock

RüCkSeItE

Titel Rücken

Berg Tal

10

14

1 1

Drei, vier, fünf? Das Mobilé aus dem Kinderkurs zeigt unterschiedliche Lösungen.

Nützliches von A-Z

1. edition 2018 160 pages, approx. 350 colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

KOMISCHE PAPPFORMEN

6

IDEE

Hannah 7

KAPITEL 7• IDEE 22

1. edition 2018 208 pages, approx. 500 colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

ZUTATEN: 1 Bogen dünnes Papier in DIN A3, Falzbein, Schere, Klebestift, buntes Papier (aus einer Zeitschrift o. Ä.), Motivsucher (Vorlage auf Seite XX und XX), Zauberstift (oder Bleistift)

nanBlatt ausei es

Collage Das Gestalten mit Collagen ist eine Quelle unendlicher Möglichkeiten, um Einbände zu kreieren. Ganz frei kannst du hier Gefundenes aufkleben – aus Papierschnipseln, Washi Tape und vielem mehr kann etwas Neues und Unerwartetes entstehen. Collagen zu fertigen, das macht so viel Spaß, dass ich dich dafür begeistern möchte. Probiere Collagen unbedingt einmal aus. Es ist dabei völlig egal, ob du lieber Muster aus Kreisen zusammenstellst oder mit bunten Papieren Bilder erfindest. Das Ergebnis deiner Idee wird einmalig sein.

Büchlein mit rundem Einband

Cutter Willst du ganz gerade Schnitte haben, benutzt du am besten einen Cutter. Außerdem brauchst du noch ein Metalllineal mit einer AntiRutsch-Beschichtung, an diesem schneidest du dann mit dem Cutter entlang. Aus Sicherheitsgründen solltest du den Cutter immer mit einer Hand bedienen können. Denn dann kannst du die Klinge mit einer Hand rein- und rausschieben. Deine andere Hand bleibt am Lineal, während du schneidest . Wenn die Klinge stumpf geworden ist, dann brich vorne an ihr einfach ein Stück ab, so wie das auf dem Bild gezeigt ist. Das nächste Stück der Klinge ist dann wieder scharf.

1 Lege dein Papier im Querformat auf den Tisch. Falte das Papier in der Mitte um (siehe zu den ersten Schritten beim Papierfalten auch Seite XX).

30

das dass 4 Falte drehe es so, liegt. der und format vor dir im Hoch

5 Falte das Blatt in der Mitte. Falte an-

6 Falte das Blatt wieder auseinander und lege es zurück in das Querformat. Dein Blatt sollte nun all die Knicke haben, die auf dem Foto zu sehen sind.

7 Jetzt schneidest du das Blatt an drei Stellen entlang der Knicke ein. Auf dem Foto erkennst du, wie weit du schneiden darfst.

8 Wenn du mit dem Schneiden fertig bist,

schließend auch die beiden abgeknickten Papierhälften wieder um – wiederhole also das Vorgehen vom Querformat noch einmal für das Hochformat.

Vorderseite 11

3 Dein Papier sollte nun die Zickzackform haben, die du auf dem Bild siehst.

2 Knicke jede der beiden Papierhälfte noch einmal zur Mitte um.

sollte dein Blatt wie das hier auf dem Bild aussehen.

31


C RAF TS FOR KIDS

Katrin regelski

Katrin Regelski

Sculpting Workshop Be creative with clay, stone, plaster, paper, metal, and wood

Werkstatt Skulptur Gestalten mit Ton, Stein, Gips, Papier, Metall und Holz

Sculptures made of natural and scrap materials, a flying object made of cardboard: Forming 3D objects is exciting and fascinating when you work with clay, stone, paste and many other natural materials and you are familiar with a few basic techniques. Katrin Regelski illustrates simple, yet artistic projects which can be mastered by children of all ages in a variety of ways. In detailed explanations she describes how to handle the various tools and materials, many of which can be replaced by things at hand or can be improvised. Best you try it out yourself! HIER SOLL AUS EINER ALTEN FLIESE EIN SCHÖNER UNTERSETZER WERDEN.

PAPIER & KLEISTER Werkbeispiele Flugobjekte

MATERIALIEN

Mosaik

1

9

Mosaik herzustellen macht großen und kleinen Leuten Spaß. Mit bunten Steinen entsteht aus Farbe und Form langsam unser Muster: eine sehr entspannte und meditative Beschäftigung.

6

Ein Mosaik besteht aus vielen unterschiedlich gebrochenen Kleinteilen und Farbnuancen. Für die Gestaltung lässt man sich am besten spielerisch vom vorhandenen Material anregen. Fliesenreste und zerbrochenes Geschirr, Kiesel, Glassteine und Muscheln, Münzen, Spiegelscherben – alles kann verwendet werden.

1. edition 2017 176 pages, approx. 200 colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

Es ist sinnvoll, klare Formen und Richtungen anzulegen. Farben sollten kontrastreich eingesetzt werden. Wenn man sie komplementär benutzt, bringen sie sich gegenseitig maximal zum Leuchten.

4

13

2

Komplementärfarben sind die Klänge, die sich im Farbenkreis gegenüber stehen: Rot und Grün, Blau und Orange, Violett und Gelb. Auch Schwarz und Weiß können Ordnung in bunte Flächen bringen.

silVester-müll Wird ZU KreatiVen FlUGobJeKten Leitwerke bzw. Traglächen werden aus dicker Pappe oder Sperrholz zugeschnitten und mit Tesa- krepp an der Flasche befestigt. Für die dynamische Spitze werden Raketenspitzen aus unserem Silvester-Müll – Fundus, der immer sehr ergiebig ausfällt – geischt.

3 FLIESENKLEBER (Baumarkt)

1

Fröhliche Farben dürfen gerne benutzt werden und liegen gewissermaßen in der Natur der Sache, und auch ein sehr buntes Mosaik wirkt nicht aufdringlich.

Manchmal ergibt sich aus der Form von Verpackungsabfällen direkt eine zündende Idee. Wir haben uns von kleinen PET Flaschen inspirieren lassen – ideal für den Bau von Raketen und Flugzeugen.

(z. B. Fliesenrückseite, Feld- oder Ziegelstein, Blumentopf usw.) Besonders gut eignen sich als Träger alle saugfähigen keramischen Materialien. Wenn auf Holz gearbeitet werden soll, muss zunächst eine Haftbrücke wie z. B. ein Kunststoffgitter aufgebracht werden. Bei einem nicht saugenden Untergrund wie Glas oder Spiegel benutzt man einem polymeren Kleber.

2 7

3

MOSAIKSTEINE

2 VERSCHIEDENE TRÄGERMATERIALIEN

8

4 FUGE (Baumarkt), in verschiedenen Farben erhältlich. Je nach Fugenbreite schmal (1-3 mm), mittel (2-8 mm) oder breit (8-20 mm) besorgen.

10 5

Wenn mit Scherben gearbeitet wird, sollte man auf die unterschiedliche Qualität der Keramik achten. Steinzeug beispielsweise ist hoch gebrannt und dichter. Mit einer Wasseraufnahme von weniger als 2 % ist es frostfest und für den Außenbereich geeignet, lässt sich aber schwer mit der Mosaikzange brechen. Ein niedrig gebrannter Scherben ist porös und saugt Wasser auf. Bei Frost kann dadurch die Glasur abplatzen. Mit Porzellanscherben muss vorsichtig umgegangen werden, weil sie scharfkantig brechen und man sich leicht verletzen kann. Im Fliesenhandel kann man häufig auch Einzelstücke kaufen und so fehlende Farben ergänzen.

12

5 GUMMIBECHER zum Anrühren von Fliesenkleber und Fugenmasse 6

SPACHTEL

oder Stuckateurkelle oder Gummirakel

Mosaike sind auf Fernwirkung angelegt und zeigen ihre ganze Schönheit erst zum Schluss, wenn die Fuge die Fläche optisch zum Ganzen verbindet.

11

7 GUMMIHANDSCHUHE 8

LAPPEN

und weicher Schwamm 9

Mosaik herzustellen macht grossen und kleinen Leuten Spass

WASSERSCHALE

10 SCHUTZBRILLE 12 MONTAGEKLEBER

(Polymerkleber für nichtsaugende Untergründe) mit Handpumpe 12 HAMMER 13 MOSAIKZANGE

FlieGer, Grüss mir die soNe! 52

53

34

35

Susann Rittermann / Antje Rittermann

Casting with Concrete, Soap, and Sugar Projects for Children Lollipops, soap strips, and a concrete trophy – these and a further 50 projects using concrete, soap, and sugar are waiting to be discovered, in this book. The two authors not only explain how to build a mould and process concrete, soap, and sugar, but they also show that children from the age of five can design forms and pour objects. There is no need for a special laboratory, let alone a foundry: many of the objects shown here were created in the kitchen or garden. Spoon, bowl and microwave oven make up the most important tools. If you do not like reading instructions, just follow the drawings or turn to the ideas’ page or discover a movie on the internet via QR code. Auto materIal form

Seife 1. edition 2015 208 pages, many colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

• Autokarosserie aus Plastik • Gaffer-Tape • Knete materIal Guss • Beton, ca. 1–2 Gipsbecher

werkZeuG • Spachtel • Gipsbecher

kaPItel 2

Hier haben wir die Karosserie eines ferngesteuerten Autos ausgeliehen und als Form verwendet. Sie besteht aus dünnwandigem Plastik und ist dadurch sehr beweglich. Das macht sie zu einer hervorragenden Schalung für Frischbeton. Das Auftragen von Trennmittel ist nicht nötig. Die Öffnungen für die Reifen kannst du mit Gaffer-Tape abdichten. Jetzt musst du die Form nur noch abstützen – man nennt das unterfüttern –, damit sie waagerecht und stabil steht. Zum Unterfüttern kannst du Knete oder etwas Ähnliches nehmen. Dann mischst du einen Gipsbecher Frischbeton an und füllst den Beton langsam in deine Form. Rüttle vorsichtig an deiner Form, damit sich der Beton verdichten kann und Luftblasen aufsteigen können. Außerdem erhältst du durch das Rütteln eine schöne glatte Oberfläche. Nach ein bis zwei Tagen sollte dein Beton so weit ausgehärtet sein, dass du die Autoschalung entfernen kannst. Ziehe sie an den Rändern vorsichtig auseinander, sodass sich die Ränder vom Festbeton lösen. Dann drehst du die Form um und nimmst dein Betonauto heraus. Du kannst die Autoschale von Betonstaub reinigen und wieder zurück auf die Räder setzen. Das kurzzeitige Umfunktionieren als Betonschalung schadet ihr nicht. Oder du gießt gleich das nächste Auto. Bemale deine Autos mit Acrylfarbe und ab in die Sandkiste zum Pistentest!

22

schNItZeN

23

schNItZeN

Antje Rittermann / Susann Rittermann

Woodworking Workshop Techniques and Projects for Children Carving, rasping, sawing, drilling, nailing or sculpting – this book introduces children from the age of five to all the main woodworking techniques and tools and how to apply them. In order that the newly acquired knowledge can be tried immediately, there is a project accompanying each technique explained. Whether mermaid, excavator, boat, lion or racing car, half pipe, or rabbit, this book has it all!

1. edition 2014 208 pages, many colour photographs and illustrations paperback with flaps, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except Italian, Chinese and Spanish

15


C R A FTS F OR KIDS

Claudia Huboi

“All Things Paper“ Paper + Things = Paper creations of all kinds. Regardless of whether plain, patterned, thick, thin, white, coloured, transparent, velvety, smooth, rough … this book finds a place even for the smallest snippets of paper and recycling is the order of the day. We are surrounded by paper: from newspapers, shop receipts and packing materials down to the finest sweet wrappers. The things? Kites, men from Mars, robots, insects, construction sites or a furnished dolls house made out of postal packaging. To round this off, there is a chapter with paper mechanisms. Workshop + Book = Lots of basic techniques in seven chapters. Have fun cutting, snipping, tearing, gluing, punching holes, folding, and sewing, creasing or scrunching. Take a glimpse into the secrets of pop-ups and discover a whole chapter devoted to creating coloured papers and making paper by hand. Fashion

für jede Jahreszeit

Haare

Karton in Weiß, Papier, Schere, Klebstoff, Fineliner, Bonbonpapierchen o. Ä.

auf dem Kopf

Temolorro cus sam quiandi ossimpel estem nus, am im cum ilitistorro volori omnim eum, voluptam faccusda vit qui accab ipsum as pre eos apelendest eaquisti quam ea consece-

Temolorro cus sam quiandi ossimpel estem nus, am im cum ilitistorro volori omnim eum, voluptam faccusda vit qui accab ipsum as pre eos apelendest

1. edition 2016 160 pages, many colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

Verpackungspappen, Füllmaterial, Packband,Schere, Filzstifte

Temolorro cus sam quiandi ossimpel estem nus, am im cum ilitistorro volori omnim eum,

Temolorro cus sam quiandi ossimpel estem nus, am im cum ilitistorro volori omnim eum, voluptam faccusda vit qui accab ipsum as pre eos apelendest eaquisti quam ea consecerum, id

Fashion: Paulina, Nele, Ewa (13 und 10 Jahre)

14

Temolorro cus sam quiandi ossimpel estem nus, am im cum ilitistorro volori omnim eum, voluptam faccusda vit qui accab ipsum as pre eos apelendest eaquisti quam ea consecerum, id

15

Gesichter: Mette, Linus (9 und 10 Jahre)

16

Claudia Huboi

finden und was draus machen

Odds and ends? This is a book about finding without searching. Or about collecting in order to find something new. Whether found in the kitchen drawer, under the bed, on the desk or in the bin: infinitely many things lend themselves for re-purposing. Re-purposing to make what? All kinds of amazing things. Not only one but two crafting ideas for each found object will be explored in the book. Can anybody join in? Absolutely! This book offers plenty of inspiration for drawing, dreaming, planning and scribbling. And snipping, too? By all means! Many pages hold surprises for cutting out and fitting together again. Häuser den Wolken.

Bootsfahrt auf gutem Kurs

Wo schwimmt dein Segelboot? Und was meint die Wasserschlange dazu?

lt.

ff feh

r Sto

Außenschachtel

6

Aus Schaschlikspieß und Streichholz einen Masten samt Baum schnüren.

Klebefläche

Ab

leg

en!

Innenschachtel

Aufzeichnen, auf die Innenschachtel kleben, staunen.

20

2

Denn kleine Häuser... Wie sieht deine Stadt aus? Fahren dort Autos? Dann einmal umblättern.

len Wel

-Blubber zum Aus

schn

eiden ...

Ein Korkstück als Mastfuß einkleben und das Segel hineinstecken.

Außenschachtel

1. edition 2015 160 pages, many colour photographs and illustrations paperback with flaps, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except Italian (world-wide)

Klebefläche

Ein Stoffsegel ankleben.

Was wächst? Ein Dachgarten? Bienenkisten? Ein Swimmingpool?

ls de

... können sich in die Höhe recken:

l, fal

kratzen Häuser an

Auf die Außenschachteln klebst du Zeichnungen mit Fenstern, Türen, Streifen.

Sege

Bei warmem Regen

Ein

Wachsende

Auch Schnibbel-Muster haben eine Rückseite.

kriMSkraMS

Odds and Ends

Hier kannst du Häuser ausschneiden.

Das Sam Schnipse melsuriuml-Mitmac h-Buch

Innenschachtel

Claudia Huboi

inkleben +E

Antje von Stemm

Pop-up Workshop for Kids fold, cut, paint, and glue

EXPERIMENTE

Every child knows pop-up books, but to make such three-dimensional paper wonders yourself seems virtually impossible. What if it is less difficult than it looks? Antje von Stemm makes a unique pop-up enfold from a sheet of paper and shows all the steps leading there in detailed illustrations and photographs. Some of her examples are accompanied by short video tutorials, being great fun to watch. One of the techniques shown can make several pop-ups: a pop-up city, a birthday table or a winner’s podium for instance. Five simple pop-ups that every child can manage form the basis of this book. These basic pop-ups are equally well suited for first experiments with groups of children. MIT DEM POP-UP-KÄSTCHEN Hast du ein einfaches Pop-up-Kästchen hinbekommen, dann versuche doch mal ein paar andere Formen:

Schneide …

Falls dein Pop-up doch

… einen ganz langen, schmalen Steg.

kommst du es wieder in

aus der Seite ragt, be-

… viele schmale Stege.

die Seite hineingefaltet?

… Schlitze, die gar nicht parallel sind. … einen dicken, fetten Klotz. … schräg, im Zickzack.

16

21

TECHNIK

20

TECHNIK

1. edition 2016 160 pages, many colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

… Fantasieformen oder ganz viele Schlitze auf einmal – was passiert?

40

41


C RAF TS FOR KIDS

Alexia Henrion

Alexia Henrion

Crate House Ein Recyclingbastelbuch für kleine Architekten und Möbeldesignerinnen

A doll’s house made from fruit crates - that’s what our crate house is! This great eco-friendly house is entirely built and furnished with discarded materials. The materials used are bottle caps, cardboard boxes, fabric scraps, plastic trays, and last but not least, fruit crates. The first chapter of the book is entirely dedicated to the construction of the house, being followed by an appealing photographic tour through the rooms. The book continues with the various pieces of furniture and their elaborately illustrated construction manuals, needing only a few words of explanation. Badewanne

Material & Werkzeug Geschenkpapier oder bunte Plastiktüte Frischkäseschachtel Strohhalm mit Knick 2 Knöpfe Kabelklemme 2 runde Perlen

1. edition 2015 176 pages, colour illustrations throughout paperback with flaps, 200 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide, except English (world-wide)

Klebstoff Schere Bleistift Klebstreifen

Wanne Um den Badewannenrand zu gestalten, schneidest du erst mal einen schmalen Streifen Geschenkpapier in der Höhe und Breite des Randes deiner Frischkäseschachtel zu. Du kannst auch einen Streifen von einer schönen bunten Plastiktüte benutzen, dann passiert deiner Badewanne nichts, wenn du sie tatsächlich mit Wasser befüllst und beim Spielen etwas planschst. Duschstange Schneide deinen Strohhalm am oberen und unteren Ende so zurecht, dass die Duschstange in der Größe realistisch zur Badewanne passt. Dann kannst du das obere Ende des Strohhalms umknicken und dort als Duschkopf einen Knopf ankleben. Anschließend klebst du die ganze Stange an den inneren Badewannenrand.

Wasserhahn Aus der Kabelklemme stellst du deinen Wasserhahn her. Mit dem Nagel, der sich am unteren Ende der Kabelklemme befindet, stichst du durch den Badewannenrand. Wenn das zu schwierig ist, kannst du die Klemme auch ohne Nagel einfach aufkleben. Falls die Klemme jetzt noch etwas kippelig ist, befestige sie mit Klebstreifen. Links und rechts neben die Kabelklemme klebst du zwei Perlen als Drehgriffe deines Wasserhahns. Abfluss Der zweite Knopf stellt den Badewannenabfluss dar und kann einfach auf den Wannenboden geklebt werden.

60

61

Helena Arendt

Natural Gifts 100 Ideas for Designing with Children Nature offers treasures in abundance which greatly transform into personal and unique gifts: petals make wreaths, teas, and bunting; twigs make picture frames, mobiles and baskets; stones make figurines; berries make jams, preserves, and ice cream. All 100 natural gifts presented in this book can – sometimes with a little help of adult guidance – be made by children using simple tools. Lampionblumen

Wie gemütlich ist es im Winter zu Hause, wenn die Lichterkette mit den Lampionblumen brennt! Das Licht macht besonders die schönen warmen Rottöne und die zarten Verästelungen auf den kleinen Lampions sichtbar.

Pflanzenpapier

Das brauchst du • eine Lichterkette (LED-Lampen) • Lampionblumen • Nagelschere

Aus vielen faserigen Pflanzen kannst du dir dein eigenes, wunderschönes Papier herstellen! zum Beispiel aus Brennnesseln, Bambusblättern, Lavendel, Goldrute, Mais ...

Du kannst die Lichterkette auch zusammengefaltet lassen und sie wie einen Blumenstrauß in ein Gefäß stellen.

Pflanzenpapier ist zum Beschreiben fast zu schade. Wie wäre es, wenn du es stattdessen für Karten oder Klappkarten verwendest oder mit aufgeklebten Pflanzen verzierst? Das rötliche Lavendelpapier ist mit Geranientinte gefärbt (siehe Seite 42).

Herbst • Geschenke aus Samen und Früchten • 155

154

zuerst musst du dir zum Schöpfen zwei Rähmchen aus Leisten herstellen. Die Länge der acht Leisten beträgt 17 cm. Die Leisten werden zusammengetackert. Auf ein Rähmchen wird außerdem ein Stück Fliegengitter mit der Größe 20 × 20 cm getackert.

So gehst du vor • Schneide zuerst die Pflanzen mit einem Messer klein. Stelle dann ein 2:1-Mischverhältnis aus Soda und den Pflanzenteilen her (ein Teil Soda, zwei Teile Pflanzen). Lasse das Ganze in viel Wasser etwa vier Stunden kochen. • Püriere die Masse mit dem Pürierstab fein. • Schütte den Faserbrei in einen Eimer. • Nimm beide Holzrahmen, drücke sie fest aneinander und tauche sie in den Brei.

So gehst du vor • Piekse mit einer Nagelschere ein kleines Loch oben in jeden Lampion. • Schneide vorsichtig um den Stiel herum. • Entferne den Stiel. • Schiebe das Lämpchen der Lichterkette hinein. Nun kann der Leuchtzauber beginnen!

1. edition 2014 232 pages, 510 colour illustrations paperback with flaps, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except Italian and Czech

Das brauchst du • 2 Holzrahmen • 1 Fliegengitter • Tacker • Pflanzen • Messer • Kochtopf • Soda • Pürierstab • Eimer • Küchentücher aus Vlies • großes Holzbrett

• Schöpfe dabei die Pflanzenfasern gleichmäßig ab. Je flüssiger der Inhalt ist, umso dünner wird das Papier. • Lege vorsichtig ein Vliesküchentuch auf den Schöpfrahmen. • Kippe den Rahmen behutsam auf ein bereitgelegtes, angefeuchtetes Vliestuch. Das muss man üben! • Die geschöpften Seiten werden auf den Vliestüchern gestapelt. • Am Ende ein Holzbrett auf den Stapel legen und das Ganze ordentlich pressen. • zum Schluss breitest du die Vliestücher einzeln mit dem Papier aus und lässt es trocknen.

Frühling und Sommer • Geschenke aus Pflanzen • 55

54

Helena Arendt

Discover the Colours of Nature There are many colourful treasures to be discovered in nature. Some plants taste delicious, others, however, are better suited for a creative colour workshop. In seven workshops you will find out how to gain pink dye from red beetroot, how to turn soil and egg yolk into earth toned paint, how to make coloured lemonade, how to get ink from a mushroom called shaggy mane, and much more. You will make your own brushes and pens from twigs and grasses and can get going painting, splashing, dripping and squirting immediately. Vorwort

I n der Natur gibt es viele bunte Schätze zu entdecken!

Wenn du hinausgehst und deine Augen aufmachst, findest du so manche Pflanzen, die lecker schmecken. Du findest aber auch solche, die sich gut für eine kreative Farbenwerkstatt zu Hause eignen. Schau dir die zerquetschten Blaubeeren unter den Augen des Mädchens an. Blaubeeren sind nur von außen blau. Innen besitzen sie leuchtend rote Farbstoffe, mit denen du malen oder dich schminken kannst.

1. edition 2010, 2. edition 2011 158 pages, many colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except French, Italian

Aber die Natur schenkt dir noch weitere Materialien für deine Kunstwerkstatt: Sand, Erde, Klebstoffe und viele andere einzigartige Funde. In diesem Buch findest du eine Menge toller Beispiele, was du alles aus deinen Naturfunden machen kannst:

Werkstatt sand

Aus zahlreichen Pflanzen kannst du schöne, farbige Säfte zum Malen gewinnen. Du lernst aber auch viele unterschiedliche Möglichkeiten und Techniken kennen, wie du die selbst gemachten Pflanzenfarben verwenden kannst. Mit Sand hast du schon im Sandkasten gespielt. Hier lernst du aber auch, wie du Sand für interessante Bilder verwenden kannst. Und wie du mit Sand besondere Objekte und Figuren modellierst. Erde gibt es überall, wo du hinschaust. In diesem Buch findest du Anleitungen und Vorschläge, wie du die verschiedenen gesammelten Erden leicht zum Malen verwenden kannst. Außerdem zeigen wir dir auch einfache Anleitungen für ganz besondere Naturfarben, wie zum Beispiel Tafelkreide, Schminkfarbe oder Pflanzenkohle.

Mit Sand, Kleister, Pflanzen und Pflanzenfarben kannst du viele einzigartige Kunstwerke zaubern!

6 fdn_rz_091031_cmyk_es.indd 6

7 02.11.2009 1:54:28 Uhr fdn_rz_091031_cmyk_es.indd 7

02.11.2009 2:58:10 Uhr

110 fdn_rz_091031_cmyk.indd 110

1 111 11 02.11.2009 1:47:39 Uhr fdn_rz_091031_cmyk.indd 111

02.11.2009 1:47:40 Uhr

17


CR A FTS FOR KIDS

Constanze Guhr / Anna Zimmermann

The Colourful Book of Natural Crafting Leaves, cones and bark, shells, sticks and stones - such treasures from nature accumulate in almost every children’s room. They are souvenirs of the last holiday, an autumn walk in the forest or a trip to the lake. With a little creativity, these finds make wonderful gifts and decorations, games, and toys. Take some glue, string, and coloured pencils and transform natural materials into fancy stick figures, a gorgeous glass garden, creepy-crawly bugs, a game of nature memory or cool stone necklaces. In this book Constanze Guhr and Anna Zimmermann, crafting from all kinds of natural materials, have compiled many colourful projects for all seasons that also leave enough space for your own design ideas.

1. edition 2016 144 pages, many colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

Caroline Hosmann

NatureKids Indoor and Outdoor Ideas, Recipes and Activities ”NatureKids” presents an abundance of projects to make by yourself – from a flower tattoo to lip balm, from an ins ect hotel to ice sculpting, and from autumn jam to a Memory game of herbs. Nature inspires countless projects and plans. There are some ideas that you can carry out on the spot and others to take home with you, maybe even including the required materials. Stones and wood, berries and herbs, flowers and nut shells are not only beautiful to look at but also cheaper than purchased craft materials. The instructions are suited for children from the age of three and can be adapted according to age and group constellation – or according to mood.

1. edition 2012 160 pages, many colour photographs and illustrations paperback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

Caroline Hosmann

Celebrating with NatureKids Inspiration for Festivities Throughout the Year Children always have reasons to celebrate: be it the first tooth gap or the first snow, a beautiful rainbow or the new arrivals in the birdhouse. This book presents inspirational ideas for 12 children’s parties. The festive occasions include a water feast, a concert in the woods, and Christmas in the stable; a party is thrown in a tipi, or spring ushered in with a festival of the daisies. The book is arranged according to the seasons of the year. For each occasion there are party decorations using natural materials, suggestions for invitations, recipes for out-of-the-ordinary homemade party food, crafted gift ideas, activities, songs, and many tips.

1. edition 2014 176 pages, colour illustrations throughout paperback with flaps, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

18


C RAF TS FOR KIDS

Frank Hecker / Katrin Hecker

Stones, Feathers, Shells Land Art with Children Nature yields infinite ideas and raw material for the artworks of nature artists of any age. The soil provides modelling clay, trickling sand, and natural earth-coloured pigments, craggy rocks invite the sculpting of trolls, sharp pointed stones challenge skills in stacking, flexible branches intertwine into nests and baskets. Twigs make wind chimes or fancy tree houses, fragrant flowers are woven into summery tableaus, and snow can be used in more ways than just building snowmen! ”Stones, Feathers, Shells,” provides guidance and inspiration by means of 26 projects for landscaping and nature artists of all ages.

1. edition 2010 144 pages, many colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

Eva Hauck

Carrom, Spintop, Marbles Games and Toys Around the Globe to Make Yourself Fancy a game of Chaturanga dice chess or a race with a self-constructed wire car? How about surprising your friends with the African string trick or try out a Greek magic wheel? Are you curious what games the Vikings and the red Indians played? In six chapters, the book introduces children to games and toys from Africa, Asia, Australia and the Pacific, Europe, and the Americas.

1. edition 2014 240 pages, many colour photographs and illustrations paperback with flaps, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

Eva Hauck

Drum, Dragon, Boomerang Projects From all Over the World for Children A collection of 52 projects from throughout the world, in this book children get to know other countries and customs. They discover a lot about the meaning of a technique or motif in its original country. Through working with simple projects which are great fun, the children gain access to foreign cultures and acquire knowledge about differences, but also similarities in the cultures. How about trying to make a Nigerian stem rattle, threading a Zulu love letter with pearls, or crafting an Australian boomerang? Here children discover how to make things by themselves which until now they only knew about from books or museums.

1. edition 2013 240 pages, many colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

19


CR A FTS FOR KIDS

Eva Hauck / Dorina Tessmann

Stamping, printing, stencilling A workshop and handbook for children – ink blotting, stamp and roller printing, stencilling, frottage, further printing techniques, and image transfer – in 6 chapters you will become familiar with the entire spectrum of printing techniques – mixed materials: we use buttons, lids, cords, rubber bands, foils, doilies, trims, erasers, petals, leaves, cardboard, foam, and last, but not least, your own fingertips – simple instructions along with many explanatory illustrations on 21 printing techniques – 28 projects to inspire children aged between 3 and 15 years – comprehensive appendix with tips & tricks, glossary, test and certificate – tried and tested: many objects in this book were made by children STEMPELDRUCK

STEMPELDRUCK Moosgummi

1. edition 2017 144 pages, approx. 150 colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

Um Stempel herzustellen, ist Moosgummi wunderbar geeignet, denn es lässt sich sehr gut schneiden und einritzen. Für das Bestimmungsbuch auf den folgenden Seiten stellst du Stempel her, die im Hochdruckverfahren eingesetzt werden. Beim Hochdruck sind – wie der Name schon sagt – die Elemente, die gedruckt werden, höher als die Bereiche, die ausgespart bleiben.

MATERIAL FÜR DIE STEMPEL Styropor, leicht zu bearbeitender Kunststoff oder Holzbauklötze Cutter und Schneidematte, Nagel- oder Hautschere, Silhouettenschere Moosgummiplatten, DIN A4 Klebstoff für Kunststoffe oder doppelseitiges Klebeband (Verlegeband) Zahnstocher, Zirkel, Kugelschreiber ohne Mine, Kopierrad oder Ähnliches zum Einritzen A

Verpackungsmaterial und mehr

Du schneidest Styropor- oder Kunststoffklötzchen zu, deren Oberfläche 5 x 7 cm groß ist. Oder du nimmst Bauklötze in dieser Größe. Dann überträgst du die Kontur des Klötzchens auf das Moosgummi (A). Dein Motiv (zum Beispiel ein Insekt oder ein Spinnentier) skizzierst du am besten zuerst auf Papier. Wenn du mit der Form zufrieden bist, überträgst du das Motiv auf das Moosgummi. Das Motiv sollte die markierte Moosgummifläche gut ausfüllen. Anschließend das Moosgummimotiv ausschneiden (B) und mit Kunststoffkleber oder doppelseitigem Klebeband auf den Druckstock (das Klötzchen) kleben (C). Details im Motivinneren wie Augen, Strukturen und Muster oder Körperlinien ritzt du in das Moosgummi ein. Das geht gut mit Zahnstochern, Zirkeln, Kugelschreibern ohne Mine und vielen anderen Dingen. Die eingeritzten Elemente bleiben im Druck ausgespart. Probier’s aus! Sicher findest du noch weitere Materialien, mit denen du super ritzen kannst.

B

Anschließend walzt du das orangefarbene Moosgummi mit hellbrauner Farbe ein (D). Nach dem Trocknen schneidest du aus diesem Moosgummi viele einzelne Streifen mit gezackten Enden für die Mähne zu (E). Jetzt kommen die Materialstempel ins Spiel, die du so anfertigst, wie auf Seite 46 erklärt. Die Mähne strukturierst du mit einem Wellpappenstempel, mit dem du dunkelbraune Farbe aufdruckst. Für Schattierungen an Augen, Ohren und im Gesicht verwendest du einen Stempel aus Kordelstückchen oder weichem Verpackungsmaterial (F). Die Barthaare stempelst du mit einem Schnurstempel (siehe Seite 30).

Zum Schluss ein Gummiband rechts und links so befestigen, dass die Maske gut sitzt, und die Mähnenstreifen mit Musterklammern am Gesichtsfeld anbringen (G). Um die Löcher für die Klammern und das Gummiband zu stanzen, kannst du eine Lochzange einsetzen.

C

� Weitere Maskenvarianten: Erkennst du die Tiere?

40

41

50

Grrr hh!

Claudia Huboi

Researching, Exploring, Building The Environmental Children’s Book How far travels the pineapple before we can eat it? How does electric current flow from the sun? And why is the earth in a glass house? This book invites children from the age of 6 to 12 to playfully take up pressing issues of our time – and to find their own answers. There are more than 60 projects to invent, build and try out – always encouraging the children to explore and protect their environment. In addition, there’s plenty of information about our climate, about recycling, the sun, wind, water, gardens, and the forest. Topics are further illustrated by stunning experiments, suggestions for teamwork, and simple tips for everyday life.

1. edition 2012 240 pages, many colour photographs and illustrations paperback with flaps, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

Eva Hauck / Claudia Huboi

Look, Find, Make ”look, find, make” is a compilation of 77 projects for kids who take an interest in painting, modelling, knitting, and carving. The book takes a look at six different craft workshops and presents interesting applications of paper, paint, modelling materials, fabrics, threads, and organic materials. Be it how to invent a secret writing, dye fabrics, sew a magic landscape, carve scary monsters from found pieces of wood – solutions to these and more questions on techniques plus a vast range of suggestions for own experiments will be found in this book. This book was realised with the help of many children.

1. edition 2008 240 pages, 358 colour photographs, 18 illustrations paperback with flaps, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except Dutch 20


C RAF TS FOR KIDS

Eva Hauck / Claudia Huboi

Hammer, Saw and Screw Wood, stone, metal, clay, and plaster, papier-mâché, Styrofoam and Styrodur, electronics, recycling and green technology – in 8 chapters, ”hammer, saw and screw” shows what kids from ages 5 to 13 can do with this variety of materials. Those who like hammering and sawing will have as much fun as those who like sculpting or carving. Simple project instructions leave enough room for own ideas, projects labelled ”teamwork” are ideal for the classroom or for at home. Many objects shown in this book were actually made by kids.

1. edition 2011 240 pages, many colour photographs and illustrations paperback with flaps, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

Eva Hauck / Claudia Huboi

Looping, Fraying, Knotting ”Looping, Fraying, Knotting” is a collection of 66 projects for children from ages 5 to 13, presenting interesting techniques for processing fabric, wool, yarn, felt, paper yarn, wire, but also cleaning cloths or the inner tires of bicycles. ”Looping, Fraying, Knotting” is a book for all who enjoy making things with their hands, having fun in experimenting, and who do not like being bored. Many children were involved in making this book and they are the best guarantee for the success of all the projects.

1. edition 2010 240 pages, many colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except French and Dutch

Katrin Regelski  /  Susanne Schwarz

Feather, Wire, Brush Ideas and Techniques for Child-Art This book is great for making children discover the joy in painting, crafts, printing and experimentations. It is a truly inspired picture book containing lots of ideas and suggestions while at the same time also being a guide book which teaches many art techniques. All examples in this book have been invented and made by children; the results created are mixed-media collages, crank sets made of wood, paper-made theatre stages, papiermâché islands or castles built of clay.

1. edition 2014 160 pages, many colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

21


KINDERKUNST

Claudia Scholl Claudia Scholl

Art for Big Little Ones The Activity Book for Nursery School Painting with eyes blindfolded, constructing a town from cardboard, sculpting with wire and filling a sketch book with drawings is something that is great fun for every child! With the projects in this book, art finds its way into kindergarten or family life. Claudia Scholl demonstrates projects that take no more than about an hour to do and are set up for children aged two and a half to six years. The practical tips in this book are extremely helpful, as all projects have been tried and tested with several groups of children.

Leonie (Portrait) 3 Jahre

Scholl

ht he

CR A FTS F OR KIDS

r

g

Das Mitmachbuch für den Kindergarten

Claudia Scholl arbeitet und lebt seit 1995 als selbstständige Gestalterin, Grafikdesignerin und Illustratorin in Berlin. Projekt 5 Sie leitet Workshops für Kinder Recyclingtiere und Eltern zum Thema Gestalten mit Recyclingmaterialien und hat schon mehrere Bücher verfasst und illustriert. www.claudia-scholl.de

Recyclingtiere bau ein Tier aus Recyclingmaterial

Spinne von Jasmin

Da waren Zitronen drin! Verpackung von Essen! Hier gebe ich nichts vor, die Kinder sollen selbst Ideen entwickeln, welche Tiere sie aus den vorhandenen Materialien bauen können. Wir haben zum Bespiel dünnes Karton-Gewebematerial und kleine Packungen von Tee, Nudeln und Süßigkeiten. Viele Kinder kommen darauf, daraus Insekten, Käfer, Spinnen und Tausendfüßler zu bauen. Diese Tiere haben alle feingliedrige Beine.

Zahraa

Igel

das ist kein Tier, aber eine betapte Box

von Edouard

Können Spinnen auf diesen dünnen Beinen laufen? Ja, die Echten schon! Wir werden unsere Insekten später an einem dünnen Nylonfaden aufhängen, damit sie auch wieder „krabbeln“ können.

1. edition 2015 160 pages, many colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

Tausendfüßler von Adina

Spinne von Rosa

Aufgepasst – Resümee Als Projektleiter muss man selbst Ideen zu den Packungen haben. Wenn die Kinder eine eigene Idee entwickeln – super! Wenn nicht, muss die anleitende Person Ideen aufzeigen können. Ideen, siehe rechte Seite.

Hier lernt man: mit Recyclingmaterialien zu arbeiten, nicht alles mit Farben anmalen zu müssen, mit Klebebändern tapen, mit Bastelleim zu kleben, Fantasie haben – denn das gebastelte Tier sieht ja ganz anders aus als ein echtes Tier

42

43

Tipp: Manche Kinder sind richtige Tape-Profis, sie benutzen die Tapes wie normalen Kleber, verbinden und verzieren ihre Tiere damit. Anderen Kindern liegt das Tapen überhaupt nicht. In diesem Fall kann man gern einen fetten Tropfen Bastelleim ausgeben!

46

Hase

von Marlene

Fisch von Nil

Spinne von Luisa

Beispiel: Wir hatten für unser Tierprojekt ein Karton-Netz, das als Verpackungsmaterial dient. Die Kinder schnitten dünne „Beine“ daraus. Aus diesem Grund entstanden sehr viele Insekten und ein großes Spinnennetz.

47

Claudia Scholl

Fantasy Island and Knights’ Castle Miniature cardboard worlds Can you think of anything that a vet’s practice, a knights' castle and a hair salon may have in common? In this book, at least, they all fit onto one square meter of space. Cardboard and other recycled materials lend themselves perfectly for constructing fantasy worlds to any fancied theme. Very young builders can make their great ideas real by the help of their parents; bigger children are led to create department stores, table football games or dream islands by themselves or in a group. The construction itself becomes part of the play. In case anything breaks during play, cardboard is easily repaired and if one day the kiosk, the bowling alley or the dream island loses its attraction, the cardboard world is easily adapted, given away or disposed of. Ritterburg

1. edition 2017 approx. 144 pages, approx. 220 colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

Spielwelt: Mittelalter – wie haben die Menschen im Mittelalter gelebt? Wer lebt in meiner Burg und wie soll meine Burg aussehen? Kinder haben immer Themen, für die sie sich interessieren. Je spannender sie ein Thema finden, desto lieber bauen sie ein Objekt dazu. Wer sich für Ritter interessiert, möchte vielleicht selbst ein Ritter sein und eine Burg besitzen. Oder er braucht die Burg für seine Spielfiguren.

Friseursalon Zinnen mit dem Cutter schneiden

Fenster nach innen klappen

Kartonart: großer stabiler Faltkarton, schmale Schachtel mit Unterteilungen

Kartonart: stabiler Faltkarton (Größe: 1 x 1 Meter) Werkzeug: Cutter, Schere, Pinsel, Lochbohrer oder Dosenöffner

Spielwelt: Friseursalon, Kosmetikstudio, Thai-Massage, Nagelstudio – alles ist möglich, wenn Kinder Spaß daran haben. Exemplarisch bauen wir den Friseursalon. In dieser Art kann man alles andere ebenfalls gestalten und damit spielen.

Werkzeug: Schere, Pinsel Die Schnur außen am Klapptor und im Inneren der Burg verknoten

Weitere Materialien: Heißkleber, Kreppklebeband, Minischachteln, Pappreste, Packpapierreste, Zeitungspapier, Volltonfarbe, Wachskreiden, Schnur, Schaschlikspieße, Ästchen, Holzstück

erhält die Burg, indem man ein rechteckiges Holzstück mit dunkler Farbe bepinselt und auf dem Karton abdrückt. Details können mit bunten Wachskreiden ergänzt werden.

Und so geht’s: Der Karton wird so aufgestellt, dass alle Klappseiten geöffnet bleiben. Die Zinnen, Fenster und die Zugbrücke werden aufgezeichnet und mit dem Cutter geschnitten. Für die Fenster und die Zugbrücke die Rundungen und die Seiten jeweils einschneiden, die untere Seite mit dem Cutter nur anritzen und einklappen. Dann wird die Burg mit grauer Volltonfarbe angemalt. Die Steinstruktur

Besonderheit: Die Ritterburg ist eines der größten Projekte in diesem Buch. Die Pappe ist sehr stabil und sollte nur von Erwachsenen mit dem Cutter bearbeitet werden. Alle zeichnerischen Arbeiten können die Kinder übernehmen. Aufgepasst: Die Ritterburg kann auch nur von einer Seite bemalt und die andere Seite für eine weitere Spielidee genutzt werden, zum Beispiel für die KlangBox (Seite 28 bis 29). Eine gute Idee für Geschwister, die ein gemeinsames Zimmer bewohnen, aber unterschiedliche Interessen haben.

Mehr Details auf der nächsten Doppelseite.

16

Weitere Materialien: Heißkleber, Flüssigkleber, buntes Tape, Pappen für Rückwand und Oberseite, Minischachtel (zum Beispiel Teeverpackung), kleine Plastikflasche für den Fön, dickes Papier, wasserfester Filzstift, wasserfeste Folie, Spiegelfolie, kleine Mosaiksteine, Fahrrad-Klemmleuchte, Reststoffe für die Minihandtücher, Stecknadeln, Korken, Zahnstocher, Puddingbecher-Deckel, Schnürsenkel oder Schnur

die schmale Schachtel mit den Unterteilungen anbringen. Jetzt werden alle Folien aufgeklebt. Wenn die Kinder die Folien aufkleben möchten, sollte man kleine Stücke zuschneiden und diese von den Kindern dicht aneinanderkleben lassen. Neben die Spiegelfolie wurden mit Flüssigkleber kleine Mosaiksteine befestigt. Mehr Details auf der nächsten Doppelseite. Besonderheit: Da man beim Friseur gerne mit Wasser arbeitet, wurde dieses Spielobjekt mit einer wasserfesten Folie versehen – so können ihm Wasser und Shampoospritzer nichts anhaben. Teilstück nach vorne knicken

Klemmleuchte

Und so geht’s: Die Rückwand wird mit Heißkleber an der Kartonrückseite festgeklebt. Auf der Kartonoberseite eine etwas breitere Pappe befestigen und seitlich vesetzt

116

Claudia Scholl

Cardboard Home Ideas for Recycling Cardboard, Cardstock, and Paper for Children’s Rooms Helicopters or ice cream shops, letter cases and chain rings, chairs and ham sandwiches – these and many more ideas for original objects to play with, for gifts, furniture, art, and decoration can be created from cardboard and paper. Using recycled materials is cheap, encourages creativity, and has its own very special charm. Some projects that need hot glue or cutters ask for adult assistance, but many of the ideas can be carried out by the children alone or in groups and are easily modified and extended, thus resulting in individual objects to play with, give as presents or put in your cardboard home.

1. edition 2012 152 pages, many colour photographs and illustrations hardback, 233 x 258 mm Original Language: German Rights available: world-wide 22


C RAFT S F OR KID S

Heike Kelter

Favourite Drawings Two-Dimensional Vision – Drawing with Children How frustrating, when a drawing is nothing like what it was meant to be! Well-intentioned adult advice such as starting a drawing with basic shapes of squares, triangles, and ovals do not usually lead to the images children have in their minds. After all a rabbit is a rabbit and not an oval, and vice versa! Heike Kelter introduces a new technique helping children from the age of 4 to 14 to acquire the basics of drawing and having lots of fun in the process. This book teaches closely exploring a shape and drawing the outlines first, while proceeding to the inner lines later. Thus, there are no detours and from the very beginning children concentrate on a whale, a hot-air balloon or an action hero, colorizing as they wish.

1. edition 2013 144 pages, many colour and b&w drawings paperback with flaps, 190 x 245 mm Original Language: German Rights available: world-wide

Lucie Hillenberg

Children Children The ”Children Children” file is an extensible reference book, a hotchpotch of suggestions, ideas, and instructions for crafting and playing with small children. The compendium takes you from gluing, pasting and kneading, painting, make-up and dyeing, to pinning, nailing and threading, to experimenting and marvelling. In addition there are games and projects that appeal to all five senses, as for instance the manufacture of herbal bath salt, songs, verses and active games. There are also suggestions for a child-appropriate work space, advice on health and first aid, cut-out-patterns to go with some projects and a colourful calendar which links collectable materials to the months of the year.

2. edition 2006 304 pages, many illustrations file, 148 x 210 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except French

23


TE X TILE DESIGN   /  SEWI NG

Laura Sinikka Wilhelm

All Jeans 80 Blue Stitching Projects Tablet case, fishing bag, garden apron – all made from jeans. Long tunics, bracelet, key charms: jeans! Denim lends itself for almost anything and here is how to give your old jeans a new lease of life. In her new book, Laura Sinikka Wilhelm clads the day in jeans: from beauty case to breakfast set, from laptop bag and shopping tote to cushions in many variations to snuggle up with in the evenings – every time of the day is covered by a suitable project. Together with a host of useful tips and background information, a whole chapter shows you how to work with denim correctly, whether used or newly purchased. Originally work clothing for gold miners, jeans have long since become a part of our daily lives. The projects in this book set out to give discarded jeans, being of robust material and a favourite with almost everyone, a second chance. Wilhelm_Alles_Jeans_UG_1.indd 1

29.09.2015 17:46:20

1. edition 2016 176 pages, many colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide, except Scandinavian Rights

WÄSCHEBEUTEL

Auf der Suche nach neuen Projekten bin ich immer für Anregungen dankbar. Die Idee für diesen Wäschebeutel stammt von einer guten Freundin, deren Mann viel auf Reisen ist. Der Beutel ist sehr geräumig und kann an einen Kleiderbügel, die Garderobenstange oder an einen Haken gehängt werden. Ein passendes Miniutensilo können Sie gleich mit nähen.

Alte Jeans mit aufgesetzten Taschen « Vliesofix « Zackenschere (falls vorhanden) « Ziergarn in passendem Farbton « Label, Aufnäher, Zierknöpfe o.Ä. zum Verzieren «

Heimkommen

GRÖSSE Höhe: 54 cm, Breite: 37 cm, Tiefe: 20 cm

Material

Leichter Jeansstoff: 90 x 150 cm « Dunkelblaues Klettverschlussband: 35 cm « Kordel: 150 cm (oder aus Applikationsstoff « selber nähen, siehe unten)

2 Ösen mit Scheibe (Innendurchmesser: 10 mm) « Stoffrest für die Applikation « Vliesofix für die Applikation « Vlieseinlage zum Aufbügeln (Rest) « Weißes Nähgarn « Kleiner Wäscheknopf «

Wenn die Kinder nach einem langen Tag nach Hause trotten, nicht selten auf Umwegen und die Zeit vergessend, kommt einer der schönsten Momente des Tages: Sie machen es sich gemütlich und erzählen, was sie alles erlebt haben.

Material

GÜRTELTASCHE

Die Gürteltasche wird manchen Leserinnen vielleicht bekannt vorkommen. Ich habe sie schon in meinem letzten Nähbuch vorgestellt. Beim Fotoshooting fand ich sie so praktisch, dass ich sie ständig trug. Ob Schere, Stift, Handy oder Schlüssel – alles ist gleich bei der Hand. Da ich unzählige Male auf mein tolles Täschchen angesprochen wurde, möchte ich es Ihnen nicht vorenthalten.

90

Heimkommen

Heimkommen

91

44

Einfach praktisch

GRÖSSE Höhe: 22 cm, Breite: 20 cm ANLEITUNG 1. Eine Hosentasche mitsamt Bund so aus der Jeans herausschneiden, dass um die Tasche ein 1,5 cm breiter Rand stehen bleibt (siehe Zeichnung 37.1). 2. Den Rand nach links umbügeln. 3. Aus einem Hosenbein ein passendes Gegenstück für die Rückseite der Gürteltasche zuschneiden: Die Tasche rechts auf rechts auf

den Stoff legen, die Konturen anzeichnen und den Stoff mit etwas Spiel zuschneiden. Vliesofix auf die Rückseite aufbügeln und den Stoff mit der Zackenschere (oder einer normalen Schere) passend, d.h. rundum 0,5 cm kleiner als die Tasche, zuschneiden. 4. Das Trägerpapier abziehen, das Stoffteil von links auf die Gürteltasche bügeln und diese von rechts rundum so absteppen, dass das Rückenteil mitgefasst wird. 5. Label, Zierknöpfe oder Aufnäher aufbügeln oder von Hand festnähen.

ZEICHNUNG 37.1

Einfach praktisch

45

Laura Sinikka Wilhelm

That was my Favourite Jeans! Things for Kids Made from Used Materials In her new book, Sinikka Laura Wilhelm, introduces more than 60 fabulous and functional objects for gifts, home styling and decorating, organizing and collecting, dressing and clothing. Her objects are made primarily from jeans, but also from used or found materials such as old clothes, fabrics, stones, or wood and are sewn, glued, drilled, sawed or nailed.

1. edition 2013 192 pages, many colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide except Scandinavian Rights

Laura Sinikka Wilhelm

Once There Was a Trouser Leg   . . . Clothes and Home Ideas Made up from Used Textiles There once was a trouser leg, a shirt, a sweater, a pillow case, or a dish cloth. The trousers are worn, the tights have a hole, and the sweater is simply out of fashion – what now? This book lines up ingenious ideas on how you can transform used textiles into personalized garments, home objects, accessories and gifts. The projects displaying Nordic simplicity are grouped by theme and colour, rounded off by atmospheric photos. Explicit instructions, patterns and templates make restyling easy and, last but not least, you will find many tips that encourage your own experiments.

1. edition 2010 152 pages, many colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except Scandinavian Rights 24


TEXTIL E DESIGN   /   SEW I NG

Frau Jona&son

FRAU JONA&SON

ReDesign Sew New – Fashion from Old Clothes

ReDESIGN ReDESIGN

This book is a journey. Your starting point is the wardrobe and your first activity is thorough stack-taking and sorting out. Put in box three what you rarely or never use: this is the material for making your new clothes. Now, let the sewing begin and let us see where the journey leads us. Based on 45 projects Frau Jona&son shows how old clothes can be transformed into individual fashion of high-quality design without great sewing knowledge. The instructions are accompanied by a wealth of information about eco and fair trade fashion, making this compendium more than a practical workbook.

Neues aus alten alten Kleidern Kleidern Neues nähen nähen aus LIGHT / Bemalte Leggings

Hose auf Unterlage auflegen. » Türkis direkt aus der Flasche in großen Tropfen auf den Leggings verteilen. Mit dem Pinsel grob verteilen und experimentell malen. » Schwarz ebenfalls auftropfen, aber weniger- und ebenfalls verstreichen. » Nun mit den Händen die Leggings zusammenknüllen und Farbe so weiter verteilen. » Leggings zum Trocknen aufhängen. » Die Rückseite dazu passend gestalten. » Trocknen lassen. » Leggings bügeln und Farbe fixieren.

MATERIAL:

WERKZEUG:

» 1 Leggings » Stoffmalfarbe in Petrol, Schwarz

» Grober Pinsel » Unterlage » Arbeitsmantel / Schürze » Einweghandschuhe

44 / reDESIGN

»3

31 / reDESIGN

30 / reDESIGN

1. edition 2016 224 pages, many colour photographs paperback with flaps, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide, except Spanish (world-wide)

Graue Leggings oder Jogginghosen lassen sich in ihrer Ästhetik leicht verändern, wenn man mit Farben experimentiert. Diese hier hat mit einem rasant aufgetragenen Farbauftrag zu einem furiosen Auftreten gefunden. Hier regiert der Zufall und die Freude am wilden Malen mit Händen und Pinseln. Vielleicht gehört anfangs Mut dazu, nicht nach Regeln sondern spontan in der Farbe herumzumischen, aber Sie werden erleben, wieviel Freude das macht. Diese „Technik“ eignet sich natürlich auch für andere Kleidungsstücke.

3 HOSE ZU ROCK: Bund abschneiden. » Hose wenden. » Innere Beinnähte aufschneiden. » Rock vorne unterhalb des Reißverschlusses zusammenstecken und eine möglichst gerade Linie weiterführen (Wenn der Stoff unten Richtung Saum zu knapp wird, einen Stoff einsetzen und ansteppen). » Rock hinten ebenfalls zusammenstecken, sodass sich auch hier eine gerade Linie ergibt. Falls der Stoff unten am Saum zu wenig wird, können Sie diese offene Stelle als Schlitz benutzen oder sonst ebenfalls mit Stoff unterlegen. » Nähte steppen, Nahtzugaben versäubern. Bluse mit Rock rechts auf rechts zusammenstecken. » Die Länge des Oberteils überprüfen. Falls es noch zu lang ist, etwas wegschneiden. » Wenn die Länge ermittelt ist, noch einmal zusammenstecken und etwaige Mehrweiten des Hemdes mittig platziert in regelmäßige Falten legen. » Die ganze Runde steppen. » Bügeln. » Nahtzugaben versäubern. Wenn sich die die Nahtzugabe nicht legen will, diese in eine Richtung biegen, entweder Richtung Bluse oder Richtung Rock, und schmal absteppen.

45 / reDESIGN

BEMALTE LEGGINGS

Saum: Kante 2 mal umbiegen und absteppen.

Josephine Barbe

Leather History, Techniques, Projects For centuries, leather has been the classic material used for bags, shoes, riding articles, book covers and furniture. Today it is available in a wide variety of dyes and qualities and therefore also applies well to multi-coloured accessories and interior decoration. This book demonstrates the chameleon-like versatility of leather and supplies a wealth of background information on its history, including the traditions of tannery. An extra section explains what to keep in mind when buying leather, where the differences in processing are as compared to fabrics, and which types of leather suit which application. Includes 25 projects which can be manufactured with a standard sewing machine and a few simple tools.

1. edition 2007 173 pages, 247 colour photographs, 65 illustrations, hardback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except French (world-wide) and English (world-wide)

Josephine Barbe / Franz Kälin

Footwear History, Manufacture, Projects Shoes are cultural assets. Shoes define tread and posture. Shoes are also fancy. Handmade by you yourself, they will be true favourites! The first part of the book is a journey through three hundred years of shoe history, shoe manufacture, and shoe fashions. The second part of the book contains step-by-step instructions for making twelve attractive pairs of leather shoes. The selection ranges from ballet flats, men’s sandals to zebra-lined boots. To help you along and make sure that in the end your new shoes are truly made for walking there are expert tips, drawings, patterns, photos, and short videos which illustrate clearly any tricky steps.

1. edition 2013 256 pages, all photographs in colour hardback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

25


T E X TILE TECHNIQUES

Christina Leitner

Paper Textiles History, Materials, Experiments This book presents a brief history of paper textiles, and then proceeds to discuss the properties of paper fibres and how to use them. It includes projects which guide the user through knitting and crocheting, and knotting techniques. These are followed by projects using plaiting and twisting methods including basket making, and finally the paper fibres are used for weaving and decorative stitching. The book ends with an international survey of some of the world’s leading paper textile artists.

1. edition 2005 191 pages, 244 colour photographs hardback, 235 x 260 mm Original Language: German. Rights available: world-wide, except English (world-wide)

Monika Künti

Sling & Loop Knotless Netting Knitting and crocheting are extremely popular crafts. But there are much older mesh-making techniques using only yarn and fingers. The resulting structures are extraordinarily diverse and beautiful to look at. As such ancient techniques are hardly known to us today this book provides information about their history, use, nature and classification. Several techniques allow anyone interested without prior experience and with minimal tools to try their hands on crafting baskets, bags, flower necklaces, bracelets, movable modules or room dividers in beautiful materials and colours.

1. edition 2014 221 pages, many photographs and illustrations hardback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

Erika Arndt

The Handbook of Weaving History, Materials and Techniques of Hand Weaving This book looks back on the beginnings of the art of weaving, drawing up the development of tools and techniques. The book presents the materials and appliances that are most important for weaving, introducing you step by step to hand weaving, beginning with planning the fabric, going on to loom preparation, and up to the correct progress of the work. A chapter on weave construction illustrates the most important weave structures and shows how a fabric is designed and prepared. The last part of the book invites you to reproduce samples of woven fabrics.

1. edition 2012, 2. edition 2014 280 pages, many photographs and illustrations hardback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide 26


TEXTIL E TECHNIQ UES

Nathalie Pellon

Checks or Polka Dots From Pattern to Textile Design ”kleinkariert” looks into the underlying concepts and processes of pattern creation and textile design. The first part of the book outlines the basics: What is a mood board, how to source a pattern and how to display a motif on a wider area? What are the effects of colours, trend forecasting, and fabric textures? Additionally there is advice on creating a collection, information on new materials and new technologies, along with thoughts on ethics and sustainability in textile production. With concrete design examples and many photos, the second part illustrates the process of developing a pattern, starting out with the initial inspiration through the process of pattern research up to the finished design.

1. edition 2012 400 pages, many colour photographs and illustrations paperback, 158 x 230 mm Original Language: German Rights available: world-wide

Marlène Lang

The Art of Felt This book demonstrates that the ancient craft of felting is still a source of inspiration for today’s artists. The first part of the book sketches the foundations of the felt production. The traditional techniques for the making of flat and three-dimensional felts are described; patterns and symbols typical for the individual regions are presented and contrasted with modern equivalents. The origin of felt, its features, possible patterns, colours, symbols and techniques are explained as well as how to restore antique and damaged items. Pictures and descriptions of works by contemporary felt designers link the past with the present and show the fantastic objects that can be the outcome when the creative joy meets with the knowledge of ancient techniques, skills and experience.

1. edition 2001, 2. edition 2004 224 pages, 113 colour and 163 b/w illustrations hardback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

Monika Fergg / Jürgen Fergg

Felt and Form Felt – it is amazing what you can do with this simple, ancient and rediscovered material. All you need is wool fibres, hot water and some soap and you can form wonderful things. This book shows how you can create felt objects based on sheets, balls or strings: felt fabrics for clothes or teddy bears, felt carpets, different kinds of balls, felt jewellery, strings for decorating your hair, felt fruits and vegetables, felt toys, and much more. The book offers all the necessary information about wool and shows with stepby-step illustrations how you can begin to create your own felt objects.

1. edition 1999, 2. edition 2003 143 pages, 147 colour and 28 b/w illustrations hardback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

27


WOOD

Antje Rittermann Antje Rittermann

EINFACH HOLZ Möbel und Objekte aus gefundenem Holz

Simply Wood Spice rack, bistro table and hall closet - made by you yourself! Stool, bed and spectacle case, too! All such self-made items have a particular charm and something special about them while being useful and handsome at the same time. Every object tells a story, because it is made from recycled wood such as Euro-pallets, driftwood or materials rescued from construction containers. The results are unique objects inviting you to immediately unpack your tools and get going. The presented furniture is adaptable to the available space as well as to your own concepts, making the designs interesting for both beginners and advanced builders. There is no need for any fancy equipment; all objects are constructed with simple techniques and only a few basic tools. If you feel in need of some extra help, there are supplementary videos and technical tips to guide you along. 15

14

20

MAterial Palettenstege von Euro- oder Einwegpaletten (alternativ einzelne Klötze und breite Palettenbretter)

21

Schränke

Schubladenschrank

pro regalbrett 2 Winkel, Schrauben und passende Dübel (zum Befestigen an der Wand)

1. edition 2015 208 pages, colour illustrations throughout hardback, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide, except Czech

Und so wird es gemacht Dieses Regal schreibt ein Muster an die Wand. Das Muster lässt sich beliebig variieren oder fortsetzen. Dabei ist es ganz Ihnen überlassen, wie schräg Sie die Palettenbretter anschrauben, und ob sie sich nach links oder rechts neigen sollen. Wichtig ist nur der Palettenklotz am unteren Ende der Schräge. Die Palettenbretter sollten mindestens 14 cm breit sein, damit Ihre Bücher gut darauf stehen können. Nehmen Sie zuerst die Palette oder Palettenteile komplett auseinander, denn die Klötze werden gedreht und aufrecht auf das Palettenbrett geschraubt. Schrauben Sie die Winkel zur Befestigung an der Wand von oben auf das Brett. So werden sie später durch die Bücher verdeckt und Ihre Regalaufhängung ist unsichtbar

Wegen so etwas bleiben wir doch nicht stehen. Das ist eklig! Nein, guckt mal die ganzen Seepocken. Schön! Oh, ist die schwer! … Und riecht etwas … Aber wenn wir die jetzt bis nach Hause tragen, dann haben wir uns doch genug bewegt, oder? (Gespräch mit meinen beiden Teenagern beim Anblick einer in einem Brei aus Tang treibenden Palette und der Aussicht auf vorzeitigen Abbruch einer Wanderung.)

WErkZEug Japansäge Akkuschrauber Stein- oder Betonbohrer (passend zu verwendeten Dübeln) eventuell Kuhfuß, Hammer und Zange (zum Auseinandernehmen der Paletten)

Helga Becker

New Woodturning Basic Techniques and Projects In 18 projects, ”New Woodturning” demonstrates how a classical craft is being interpreted in a modern way and proves that wood turned objects may well be of clear and cool, up-to-date design. This book introduces the reader to the traditional woodturning techniques, describing step by step how raw wooden blocks turn into beautiful and elegant shapes. Each technique is accompanied by many photographs, looking at all movements of processing through the eyes of the craftsman, thus making it also possible for the novice to follow the ins and outs shared by experienced turner Helga Becker.

1. edition 2006 182 pages, 509 photographs, 11 illustrations hardback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except Czech

Helga Becker

New Woodturning Advanced Techniques and Projects In 18 projects, this follow up book to ”New Woodturning” introduces ten modern and traditional woodturning techniques. With step by step instructions, together with more than 600 colour photographs, the techniques covered are suitable for making both contemporary and traditional objects. There are figures, bowls, decorative objects, hats, boxes, lamps and much more. All the artists involved have contributed objects to the photographic section at the end of the book in order to provide the reader with further tips for the technical execution as well as the well made design of their own projects.

1. edition 2010 208 pages, many colour photographs hardback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except English (world-wide) 28


STONE   /  CERAMICS / J EW ELLERY  

Alexander Schwarz

Sculpting with Stone In sculpting, art and handicraft affiliate in a unique way: the work with stones requires a lot of exercise, know-how, and experience as well as good ideas, creativity, and artistic skills. But sculpting is nonetheless an art that can be learnt. An invaluable help are this book’s step-by-step explanations of the basic techniques, its informative photographs and helpful tips of the author as well as the movies provided on the internet (www. haupt.ch/steinbildhauerei).

1. edition 2014 160 pages, many colour photographs hardback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

Petia Knebel

Creating with Clay Basic techniques and projects With the exception of the pottery wheel, Petia Knebel in this book presents an overview on basic hand-building pottery techniques, including methods of creaing coloured surface designs with ceramic engobes and glazing as well as explaining the process of firing. Based on 30 different topics oscillating between the conflicting fields of applied and fine arts, the techniques discussed are then put to use. Alongside many photos, each project is introduced by a short technical text and then worked out in detail by step by step explanations. On a gallery page, examples of other ceramic works are displayed at the end of each topic. Additionally, numerous annotations to art and cultural history are given together with references to artists and their works for further study. Projekt DIE DOSE / Design für ein Depot der Dinge

DIE DOSE / Design für ein Depot der Dinge

Die Vase –

99

9.

Die Schnittkanten des Deckels und des Dosenkörpers werden geglättet.

13.

Glasuren werden nach dem Schrühbrand aufgetragen und das Werkstück wird erneut gebrannt.

VARIATIONEN EINER VASE VERWIRKLICHEN

1. edition 2018 approx. 192 pages, approx. 250 colour photographs hardback, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

Im Folgenden werden an einem Gebrauchsgegenstand exemplarisch die einzelnen Arbeitsschritte von der Ideenfindung über die Erarbeitung eines Konzepts, dessen technische Umsetzung und die serielle Weiterentwicklung bis zur Präsentation eines Produkts vorgestellt. Hierbei werden die Grundprinzipien des Designs sichtbar: „Design“ leitet sich von dem lateinischen Verb „designare“ ab und bedeutet so viel wie „entwerfen“ und „gestalten“. Der Industriedesigner Dieter Rams stellte zehn Thesen für ein gutes Produktdesign auf und nennt u. a., dass es innovativ, ästhetisch, ehrlich, unaufdringlich, langlebig, konsequent bis ins letzte Detail und auch umweltfreundlich sein soll. Bei der hier gezeigten Gestaltungsmethode wird viel Wert auf eine spielerisch-kreative Experimentierphase bei der Entwurfsarbeit gelegt. Begonnen wird damit, dass man mehrere geometrische Formen aus Papier ausschneidet, in die Hand nimmt und gleichzeitig auf einen dünnen Karton fallen lässt. Die Papierstücke landen zufällig neben- und übereinander und bilden so eine neue Gesamtform, die als einmaliger und ungewöhnlicher Grundriss eines Vasenbodens dient. Nach diesem Prinzip können viele Variationen dieses Vasentyps angefertigt werden, wobei sich jedes Gefäß durch seine besondere Formensprache als ein Unikat auszeichnet.

weitere B eispiele

10.

Für die Gestaltung des Deckelgriffs gibt es vielerlei Möglichkeiten. Es kann beispielsweise ein Loch herausgeschnitten oder ein zusätzliches Teil aufgesetzt werden. Solch ein Teil muss zur stabilen Befestigung beidseitig mit der Gabel angekratzt, einseitig mit Schlicker bestrichen und fest aufeinander gedrückt werden.

> Nach dem Schrühbrand wurden blaue und grüne bzw. schwarze und weiße Glasuren mit dem Pinsel auf die Dosen aufgetragen und anschließend ein

8

zweites Mal gebrannt.

11.

9

Die Funktionalität und die Passform von Deckel und Dosenkörper werden abschließend nochmals

FORMALÄSTHETISCHE UND TECHNISCHE ANSPRÜCHE AN DEN ENTWURF UND DIE GESTALTUNG DER VASE

überprüft.

Mithilfe der Plattentechnik wird diese Art von Vasen aufgebaut. Ästhetische Grundsätze wie Allansichtigkeit, Stimmigkeit der Proportionen und das Größenverhältnis von Standfläche zu Höhe und Breite der Vasenwand müssen dabei bedacht werden.

12.

Weitere Kriterien werden erstellt, die das Vasendesign erfüllen muss. Hierzu können Fragen wie die Folgenden formuliert werden: Wie viel Wasser benötigt eine einzelne Blume oder ein großer Strauß? Welche Wandhöhe ist nötig, damit Blumen in einer ansprechend arrangierten Form gehalten werden? Ist die Standsicherheit des Gefäßes gewährleistet? Was macht eine zweckmäßige Gestaltung aus? Ist das Design benutzerfreundlich? Die Antworten auf diese Fragen bilden gemeinsam die Grundlage für eine gelungene Vasengestaltung.

Die Dose muss nach Fertigstellung noch mindestens 10 Tage langsam trocknen. Hierbei bleibt der Deckel auf dem Dosenkörper

<

liegen, um ein Verziehen der

Auf den lederharten Ton wurden

beiden Teile zu vermeiden. Ist das

mit dem Pinsel unterschiedlich

Werkstück gut durchgetrocknet wird es im Schrühbrand gebrannt.

farbige Engoben aufgetragen. Nach dem Schrühbrand wurden die Dosen mit transparenter Glasur glasiert und erneut gebrannt.

48

DIE VasE DOSE

VarIatIonEn DESIgn EInEr fürVasE EIn DEpOt VErwIrklIchEn DEr DIngE

49

Helena Arendt

Ceramic Jewellery There is no reason why the DIY trend should stop at jewellery. An especially suited material for jewellery-making is clay because it is versatile and natural and can be processed without difficulty. It easily lends itself to rolling, punching, modelling, stamping, painting and glazing. It is also great in combinations with many other materials: be they natural objects, wire, fabric, and leather or recycled materials. Such combinations make ceramics stand out in infinite diversity as stunning accessories. In her book, Helena Arendt presents pieces of jewellery made in the full colour palette and in many different techniques. A separate chapter explains how to make a bracelet, a ring or a necklace from various forms of self-made clay beads or pendants. Regardless of your level of experience with working with clay, in this book you will find a great variety of suggestions for designing and creating your own individual jewellery.

1. edition 2015 Approx. 176 pages, many colour photographs Hardback, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

29


JE WE LLERY / GLASS

Helga Becker

Jewellery from Wood and Silver Techniques and Projects Wood turner and author Helga Becker and goldsmith Manuela Seiz have cooperated for many years to design jewellery made of wood and silver – this book gives insight into their work and at the same time presents 10 projects for you to experiment with. The step-by-step instructions introduce you to the basic techniques of wood and silver processing. Objects of different grades of difficulty – rings, brooches, bracelets, necklaces, and earrings – are aimed at both beginners and advanced readers. The gallery, presenting numerous pieces of jewellery, especially provides inspiration for those who wish to design their own creations.

1. edition 2011 207 pages, many colour photographs hardback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

Helga Becker

With Thread and Wire 60 Projects for Making Jewellery in Textile Techniques This book features 60 pieces of jewellery of the most different kinds out of thread, wool, string or wire, which can be copied step by step and fit perfectly to your own wardrobe. Whether playful ornaments or classical chains, bracelets and rings: each piece is produced with a crochet or knitting technique. Don’t be surprised when the eyes of those who see your jewellery are not only amazed, but also reveal a touch of envy...

1. edition 2013 176 pages, many colour photographs hardback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except English (world-wide)

Iva Juricic

Fascinating Glass Beads History and Techniques of Glass Bead Making This book covers all you need to know about manufacturing glass beads: historical background, how to set up your own workplace, health and safety issues, and, of course, many step by step introductions to different techniques for fabricating your own glass beads. The author shows how to mix your own paints, how to achieve complex patterned glass rods or how to decorate beads with glass frits or enamel. All techniques are illustrated by detailed photographs and are accompanied by finished pieces of jewellery offering inspiration for your own glasswork creations.

1. edition 2010 232 pages, many colour photographs hardback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

30


31


NE W N ATURE

Claudio Niggli, Martin Frei

Gooseberries 100 Varieties Worshiped by few, tolerated by some, rejected by many. Gooseberries are uncomfortable in cultivation, but they are the richest in species of all berries. The present work will be the first monograph on known, but also on unnamed gooseberry varieties. The color richness and variety of forms is presented in 101 detailed variety descriptions with photographs. Important general features and pomological aspects are explained and illustrated with schematic drawings.

Claudio Niggli, Martin Frei

Stachelbeeren Sortenvielfalt und Kulturgeschichte

Albion‘s Pride (?) Beere Mittel bis groß, elliptisch bis leicht birnenförmig, teilweise nahezu zylindrisch, zum Kelch hin etwas abgeplattet. Stiellänge mittel, Fruchtbasis verlängert, etwas fleischig. Schale dick, oliv gelbgrün bis gelb, mit ausgeprägter, heller Aderung und auffallenden Atmungsflecken. Oberfläche glatt, nur mit zerstreuten Flaumhaaren, borstenlos. Aromatischer, süß-säuerlicher Geschmack. Pflanze Eher starker, breiter Wuchs. Einjährige Seitentriebe stark bogig überhängend, bis zur Spitze mittelstark bewehrt. Dornen größtenteils einfach, aber auch einzelne Doppel- und Dreifachdornen vorhanden. Blattglanz eher stark, Blattbasis keilförmig oder gerade. Blüten meist einzeln, groß, mit ziemlich starker Anthocyanfärbung.

ProSpecieRara

Herkunft und Verbreitung Großbritannien, vor 1827, Abstammung unbekannt. Um 1827 in Deutschland eingeführt und von Frauendorf aus verbreitet. Anmerkungen Sortenidentität zweifelhaft. Entgegen den Sortenbeschreibungen in Maurer (1913) Beeren mehr elliptisch, ohne Blattschüppchen und eher dickschalig. Etwas ähnlich ‚Grüne Flaschenbeere‘, doch Beeren mit deutlichem Gelbton.

Phänologie Austrieb: früh. Blühbeginn: früh-mittel. Fruchtreife: mittel. Anfälligkeiten Ziemlich stark anfällig für Amerikanischen Stachelbeermehltau. Schwache Platzneigung.

1. edition February 2019 approx. 256 pages, more than 400 colour photographs hardback, 195 x 235 mm Original language: German Rights available: world-wide

Besondere Eigenschaften Mittlerer Ertrag, schöne Beere. Früchte gären bald am Strauch. 42

Haupt_Stachelbeeren.indd 42-43

10.09.18 16:17

Achilles Beere Groß, elliptisch. Stiel lang, Fruchtbasis mittel. Schale ziemlich dick und fest, zuerst verwaschen hellbraunrot und mit verzweigten rötlichen Adern, später gleichmäßig dunkelpurpurrot, Aderung fast verschwindend, mit deutlichen, großen Atmungsflecken. Oberfläche borstenlos und glatt bis zerstreut flaumig. Ausgezeichneter, würziger, süß-säuerlicher Geschmack. Pflanze Starker, breit ausladender, eher lockerer Wuchs. Mit kräftigen Gerüsttrieben und fast waagerecht abstehenden, bogig überhängenden Seitentrieben. Jahrestriebe schlank, im Winter auffallend hell, mit wenigen einfachen Dornen, oberstes Triebdrittel unbewehrt. Austrieb und junges Blatt hellgrün, ohne Anthocyanfärbung. Sommerblätter stark glänzend, Blattbasis gebuchtet bis gerade. Blüten grünlich gelb, Anthocyanfärbung der Kelchblätter und des Fruchtknotens schwach bis fehlend.

Besondere Eigenschaften Regelmäßig und reich tragend, transportfest, gleichmäßige Fruchtentwicklung, gute Pflückbarkeit. Attraktive Beere. Strauch dauerhaft. Herkunft und Verbreitung Herkunft und Abstammung unsicher. Vermutlich um 1820 von Eckhard Klocke in Deutschland gezüchtet (Wachsmuth 2017). Von Deutschland über die Niederlanden nach Schweden eingeführt und von hier aus nach dem 2. Weltkrieg als Massenertragssorte im mittleren und nördlichen Europa verbreitet. Bis heute eine Hauptsorte im Erwerbsanbau. Anmerkungen Aufgrund der Sortenbeschreibungen in Blattný et al. 1971, Planckh & Falch 1948, Macherauch 1929, Maurer 1913 sehr ähnlich ‚London‘ (Synonym ‚Rote Riesenbeere‘) und ‚Roaring Lion‘ (Synonym ‚Rote Preisbeere‘). Möglicherweise handelt es sich bei den hier beschriebenen Pflanzen nicht um die genannten Sorten, sondern um die ähnliche ‚Monstrueuse‘, welche zu jener Zeit oft als Rote Preisbeere gehandelt wurde.

Phänologie Austrieb: mittel. Blühbeginn: früh-mittel. Fruchtreife: spät. Anfälligkeiten Ziemlich stark anfällig für Amerikanischen Stachelbeermehltau, mäßig anfällig für Blattfallkrankheit. Mäßige Platzneigung. 40

Haupt_Stachelbeeren.indd 40-41

10.09.18 16:17

Ute Studer, Martin Studer

Tomatoes Tomato Pioneers’ Secrets and Tips The love of the variety of really tasty tomatoes is now in vogue. Because: Tomatoes are really easy to cultivate. With this book, growing your own tomatoes is an exciting adventure. Ute Studer visited tomato pioneers in Germany, Croatia, France, Austria and Switzerland and asked them for their insider tips on cultivation, care and propagation. The favorite varieties of these tomato experts are revealed in this book and presented with many impressive photos. From all the conversations, the author has developed a cultivation method, which is presented in the last chapter. Even if the garden is very small or only the balcony is available: Everybody will find some suitable advices.

Berlin

1. edition February 2019 approx. 240 pages, colour photographs throughout hardback, 215 x 275 mm Original language: German Rights available: world-wide

Prag

Irina Zacharias

Tomaten sind ihre Leidenschat

• Wien

Der Weg führt vom ehemaligen Braunkohledorf Maxhütte über Leonberg, kreuzt die Autobahn, die von Regensburg nach Norden entlang der Grenze zu Tschechien verläuft, fährt durch den malerischen Weiler Kappel und indet eingebettet zwischen Wiesen, Feldern und Wäldern den Blattenhof, die Tomaten-Oase von Irina und Ulrich Zaccharias. Auf 450 Höhenmetern gelegen, mit weitem Blick über die Oberpfalz, gedeiht hier ein überschwänglich mit Blumen in Beeten, Kübeln und Kästen bewachsenes Paradies vor einem alten, hellblauen Bauernhaus. Und überall wachsen Tomaten. Irina Zacchararias strahlt, streckt einem kleine rote Kugeln zum Probieren entgegen und man spürt ihre grosse Liebe zu den „Tomatchen“, wie sie ihre Lieblinge nennt. Wenn sie eine Tomate aufmerksam ansieht, sie sanft streichelt und über sie spricht, spürt man die Leidenschaft für die Paradiesäpfel und man hat das Gefühl, dass sie alle die vielen verschiedenen Früchte ganz tief in ihr Herz eingeschlossen hat. Das gilt aber nur für die alten Sorten und die Neuzüchtungen mit viel Geschmack. Denn von den geschmacklosen normalen, roten „Supermarkt-Wasserkugeln“ die man überall im Handel indet, hält sie gar nichts. Das sind für sie sozusagen Tomatenverräter, die wirft sie bei Demonstrationen auch schon mal mit viel Karacho fest auf den Boden, um zu zeigen, dass diese vor allem auf Stossfestigkeit gezüchtet wurden und dabei Saft und Geschmack verloren haben. Und Geschmack steht für die Tomatenenthusiastin bei den Paradiesäpfeln an erster Stelle. Durch wenig düngen und wenig giessen holt sie das Maximum an Geschmack aus ihren Tomaten heraus. „Tomaten bei uns hungern und dürsten, denn auch den Geschmack einer guten Sorte kann man mit zuviel düngen und zu viel giessen versauen. Geschmack bekommen sie nur, wenn sie karg gehalten werden“, erklärt die Expertin. Die Gärtnerin, die von Beruf Psychologin ist, setzt vor ihrem Haus Tomaten wie Zierplanzen ein. In einem grossen, erhöht stehenden Topf im Eingangsbereich des Hauses zwischen blühenden Sommerblumen wachsen eine üppige ‚Rote’ und eine ‚Gelbe Jo2

Is etur rempos autemquam, con re nihit volorro veniatur.

Irina Zacharias Sortenempfehlung Enorme Vielfalt und umfassendes Tomatenwissen Die Tomatenleidenschaft von Irina Zacharias reisst einen richtig mit. Der liebevolle Umgang, den Irina und Ulrich Zacharias mit den vielen unterschiedlichen Gewächsen pflegen, hat mich sehr beeindruckt. Geradezu umwerfend ist aber das umfangreiche Wissen über die Tomaten, welches Irina bei unseren Gewächshausbesuchen grosszügig an mich weiter gegeben hat. Und nie vergessen werde ich das Strahlen ihrer Augen, wenn sie über Tomaten spricht.

Bezugsquellen www.irinas-shop.de (Samen) Pflanzenverkauf ab Hof ab Ende April bis anfang Juni, Details siehe unter www.irinas-tomaten.de

Feuerwerk

Schwarzer Prinz

Hurma Scharonis

Mittelgrosse bis grosse Fleischtomate, oft rund oder zwiebelförmig. Umwerfend guter, zuckersüsser Geschmack.

FARBE

Rot mit orangefarbigen, silbrigen oder goldigen Streifen und Tupfern, die feuerwerkähnlich an der Frucht herunterrieseln.

HABITUS

Mässig ertragreich bis 1,8 m hoch.

GEWICHT

50 – 200 g

ERNTEZEIT

früh

HERKUNFT

Russland, alte Moskauer Sorte.

FRUCHT

Mittelgrosse, flachrunde Fleischtomate mit süssem, aromatischem Geschmack.

FARBE

Knallorange

HABITUS

Bis 1,2 m hoch

Violett-schwarz Reich tragend, Robust, über 2 m hoch

GEWICHT

150 – 200 g

GEWICHT

300 – 600 g

ERNTEZEIT

Mittel

ERNTEZEIT

früh

HERKUNFT

Russland

HERKUNFT

Russland, Sibirien

Rostova

32

Mittelgrosse Ochsenherztomate mit tomatig-aromatischem Geschmack.

FARBE

Rosarot

HABITUS

Reichtragend, robust, bis 1,8 m hoch.

Runde, mittelgrosse Früchte mit süss-fruchtigem Geschmack. Purpurrosa mit lila Schultern und grünen Streifen oben. Reich tragend, robust, bis 2 m hoch

GEWICHT

HABITUS

Längliche, mittelgrosse Pflaumentomate mit vorzüglichem, mild-süssem Geschmack.

FARBE

Olivbraun

HABITUS

Reich tragend, robust, bis über 2 m hoch

GEWICHT

Bis 129 g

ERNTEZEIT

Mittel

HERKUNFT

Russland

Sehr stark gefurchte, mittelgrosse Fleischtomate mit süssfruchtigem Geschmack. Die einzelnen Fruchtkammern sind voneinander getrennt, so dass man sie ohne Kleckern von einander trennen kann.

FARBE

Rot

HABITUS

Reich tragend, robust, bis 2 m hoch.

GEWICHT

100 g

ERNTEZEIT

Früh

HERKUNFT

Guatemala, alte indianische Sorte aus Mittelamerika

Dixie Golden Giant

Orange Russian 117

Bärenpfote FRUCHT

FRUCHT

FARBE

200 – 500 g

100 – 200 g

ERNTEZEIT

Mitte

ERNTEZEIT

Früh

HERKUNFT

Russland

HERKUNFT

USA

GEWICHT

FRUCHT FRUCHT

Medvezhja lapa

Purpurfleck

Irina Zacharias

Reisetomate

Sosuletschka tschernaja FRUCHT

Grosse, flachrunde Fleischtomate mit süssem, fruchtigwürzigem Geschmack.

FARBE HABITUS

Purple Smudge

16

Schwarzer Eiszapfen

Tschernij Prinz FRUCHT

FRUCHT

Grosse, flachrunde, gerippte Fleischtomate mit herzhaftwürzigem Geschmack.

FARBE

Himbeerrot Reich tragend, robust, bis 2 m hoch.

HABITUS

FRUCHT

Grosse, flachrunde Fleischtomate mit süss-fruchtigem Geschmack.

FRUCHT

Mittelgrosse Ochsenherztomate mit süssem, fruchtig-würzigem Geschmack.

FARBE

Zitronengelb

FARBE

Orange-pink marmotiert

HABITUS

Reich tragend, wüchssig, robust, bis 2 m hoch.

HABITUS

Reich tragend, bis 2 m hoch.

GEWICHT GEWICHT

500 – 1000 g

ERNTEZEIT

Mittel

ERNTEZEIT

Mittel

HERKUNFT

Russland, Ukraine

HERKUNFT

USA Amish People

GEWICHT

400 – 800 g

150 – 300 g

ERNTEZEIT

Früh

HERKUNFT

USA

Sortenempfehlung

17


N EW NATURE

Brunhilde Bross-Burkhardt

Big Garden – Few Time How to have fun and enjoy your garden despite the lack of time: that’s the main issue of this publication. By good planning, suitable plant selection and restriction to the essentials, the effort for the garden can be kept low. Although being close to nature and the responsible use of resources are very important to the author. Freude am Gärtnern – auch mit wenig Zeit!

Ostgarten

TIPPS Wenn das Obst zur Last wird

Auswahl nach Pflegeaufwand Worauf man besser verzichten sollte, wenn man wenig Arbeit mit Obstgehölzen haben möchte 1. Obstbäume und -sträucher nicht in Gefäßen anbauen, weil man da fürs Gießen und Düngen viel Aufwand treiben muss 2. Auf lachgründigem Boden keine Birnen anbauen, da der Pfahlwurzler hier nicht gedeihen kann 3. Besser auf weiche Obstarten wie beispielsweise Erdbeeren oder Himbeeren verzichten, weil man häuig ordnend in die Bestände eingreifen muss und sie bei der Ernte häuig durchplücken muss

Weinstöcke in Coinsins

1. edition February 2019 approx. 192 pages, approx. 230 colour photographs hardback, 195 x 235mm Original language: German Rights available: world-wide

Für die Obstbaumarten selbst muss man unterschiedlich viel Zeit

Obstgehölze bringen nach einigen Standjahren schon guten

aufwenden. Um manche Obstarten, vor allem um Süßkirsche,

Ertrag. Bei Hoch- und Halbstämmen kann das Ernten

Quitte, Zwetschge und Kirschpflaume, muss man sich außer bei

beschwerlich und auch ein wenig gefährlich werden, weil man

der Ernte kaum kümmern. Diese brauchen kaum Schnitt, schon

an die Früchte nur noch mit der Leiter gelangt. Manchmal ist es

gar keinen regelmäßigen, und sie tragen trotzdem.

nötig, Äste voller Obstbehang zu stützen, damit sie nicht abbre-

Bei Apfelbäumen ist es dagegen anders. Die auf Intensivanbau

chen.

ausgelegten Apfelbäume aus der Baumschule – die Spin-

Auf der anderen Seite brauchen ältere Gartenbesitzer viel-

delbäume, die Halb- und Hochstämme – brauchen vor allem in

leicht gar nicht mehr so viel Obst, wenn die Bäume und Sträu-

der Anfangsphase regelmäßigen Schnitt für guten Ertrag. (Es sei

cher in vollem Ertrag stehen, weil nicht mehr so viele Menschen

denn man pflanzt teure Säulenobstbäume, die zumindest in der

im Haushalt leben oder weil die Ernährungsgewohnheiten sich

Anfangszeit keinen Schnitt brauchen.) Wer für den Obstbaum-

geändert haben – neben anderen denkbaren Gründen. Obst-

schnitt keine Neigung und auch keine Zeit hat, sollte eher auf den

bäume und Beerensträucher werden dann eher zur Last.

Apfelanbau verzichten. Auch wenn der Apfelbaum als Inbegriff

Dann steht die Überlegung im Raum, ob man den Baum

der Obstkultur gilt, eingedenk des Martin Luther zugeschriebe-

beziehungsweise die Bäume stehen lässt und die Früchte der

nen Ausspruchs „So will ich denn ein Apfelbäumchen pflanzen ...“.

Tierwelt überlässt, oder ob man den Baum fällt, weil man kei-

Die Weinrebenkultur erfordert ebenfalls einige Aufmerksam-

nen Bedarf mehr für die Früchte hat. (Meine Mutter ließ den

keit beim Pflanzschnitt und in der laufenden Pflege, wenn man

schönen Quittenbaum am Elternhaus, der regelmäßig Unmen-

sie intensiv betreibt. Wer Weinreben anbauen möchte, sollte

gen von Früchten trug, fällen, weil sie die Früchte nicht mehr

sogenannte Hausreben pflanzen. Das sind interspezifische Sor-

verwerten konnte und sie niemanden fand, der sie ihr abnahm.)

ten, die sehr widerstandsfähig gegen Rebkrankheiten sind und

Doch so weit soll es möglichst nicht kommen, denn vor allem

nicht gespritzt werden müssen. Die zeitaufwendigen Laubar-

die hohen Obstbäume haben ja auch einen gartengestalteri-

beiten, also der Rückschnitt der Triebe, mehrmals im Jahr blei-

schen und ökologischen Wert und sind Nahrungsquelle und

ben aber trotzdem.

Refugium für die Tierwelt.

Quittenbaum

Freude am Gärtnern – auch mit wenig Zeit!

Ostgarten

M ein Er dbeer beet Exper iment Der Erdbeeranbau kann ziemlich arbeitsintensiv sein, wenn man alle fachlichen Regeln einhält und die Kultur alle zwei oder drei Jahre erneuert. Man muss die Planzen entranken, Blätter abschneiden, neue Planzen nachziehen, planzen, die Reihen in Ordnung halten. Man kann ihn aber auch extensiv betreiben, also mit minimalem Arbeitsaufwand. So hat es sich auf einem meiner Beete ergeben. Dort gab es einmal eine „ordentliche“ Reihenkultur mit Planzen der Sorte ‘Senga Sengana’. Doch da ich seit langem für diesen Garten nur noch wenig Zeit aufwenden kann, ließ ich die Erdbeeren einfach ranken. Die oberirdischen Ausläufer mit den Kindeln wurzelten dort, wo sie auf dem Boden aulagen. So ergab sich zunächst eine Art Erdbeerwiese mit dicht stehenden Planzen. (Ähnlich verhält es sich bei der Erdbeersorte ‘Florika’, die deshalb unter der Bezeichnung „Erdbeerwiese“ im Handel ist.) Da brauchte ich also nur noch zu ernten. Das heißt, das stimmt nicht ganz: Ich versorgte sie, wenn ich zur Blütezeit und zur Fruchtbildungszeit sporadisch den Garten aufsuchte, mit Wasser. In vielen Jahren ist das nötig, wenn es in der Phase der Fruchtbildung nicht genügend regnet. Da musste ich also mit der Giesskanne nachhelfen. Diese Erdbeerwiese blieb über Jahre stabil. Doch nach und nach siedelten sich in den Lücken andere Planzen an – Wildkräuter und Zierplanzen, die über den Kompost aus meinem Hausgarten auf das Erdbeerbeet gelangt waren. So präsentiert sich das ehemalige „Erdbeerbeet“ heute als buntes Blumenbeet mit Kronen-Lichtnelke, Magerwiesen-Margerite, Mutterkraut, Wiesen-Schafgarbe, Johanniskraut, Leinkraut und Weißklee als Unterwuchs, und eben die Erdbeeren. Die Erdbeeren sind immer noch da, an den Rändern und in den Zwischenräumen. Die Ernte ist nach wie vor gut. Es reifen sehr wohlschmeckende Früchte heran. Besonders viele und große Früchte ernte ich von den Planzen, die am unteren Rand hinter einem Mäuerchen stehen, weil diese am Fuß des leicht abschüssigen Beets am besten mit Wasser versorgt sind. Das macht sich an der Anzahl und an der Größe der Früchte bemerkbar. Auf diesem Beet zeigt sich, dass die Erdbeere doch so eine Art Waldplanze ist, obwohl die Kultur-Erdbeere mit der Wald-Erdbeere nur weitläuig verwandt ist. Sie hält sich in dem doch recht dichten Bewuchs mit sie beschattenden Planzen gut. Das mag auch daran liegen, dass unter dem Schattendach weniger Wasser aus dem Boden verdunstet und die Erdbeerplanzen so besser mit Wasser versorgt sind, als wenn sie bloß dastehen.

Kiste mit Quittenfrüchten

4

5

Extensive Himbeerkultur

8

9

Katrin Hecker, Frank Hecker Katrin und Frank Hecker

Heilsame Wildpflanzen im Rhythmus der 10 Jahreszeiten sammeln und anwenden

Healthful Wild Plants Collecting and Preparing them in the Rhythm of the 10 Seasons Nature offers us lots of useful things. The authors have assembled centuries-old knowledge and invite us to join them through the ten seasons of the phenological calendar into the habitats of these fascinating plants: Find out what meaning many of them had thousands of years ago and what modern research has to say about their ingredients today, how you recognize the plants, how you can collect, prepare and preserve them. 6

Holunder

Medizin

1. edition February 2019 approx. 304 pages, approx. 280 colour photographs hardback, 195 x 235mm Original language: German Rights available: world-wide

Frühsommer

Blütenreiche Landstriche ohne Gifte – gut für Insekten und insektenessende Vögel wie die Dorngrasmücke.

«Die Erde drückt ihr Lachen durch Blüten aus.» Ralph Waldo Emerson, 1803–1882

7

FRÜHSOMMER IN HECKEN UND WALDRÄNDERN

Wildblumen

Schadhaftes aus dem Körper schwitzen

Frühsommer ist Blütezeit der wilden Blumen: auf Wiesen und an naturbelassenen Weg- und Bachsäumen blühen jetzt die Gräser und viele heilsame Kräuter. Ein Fest für Bienen, Hummeln und Käfer, für unsere Sinne – und für unsere Gesundheit. Denn in Blüten verbergen sich unzählige, überaus wertvolle sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe. Darunter ätherische Öle, Flavonoide, Gerb- und Bitterstoffe. Genauso vielfältig wirken sie auch: manche enthalten aspirinähnliche Verbindungen, mit denen sie Schmerzen lindern und Fieber senken, andere wirken mit ihren ätherischen Ölen nervenberuhigend, krampflösend, schweißtreibend oder entzündungshemmend, andere, eher scharf oder bitter schmeckende Blüten, nutzt

Wilde Blumen: die Blüten von Holunder und Wildrose zeigen nach dem phänologischen Kalender den Beginn des Frühsommers an. Aus ihnen bereiten wir Medizin zur innerliche und äußerlichen Anwendung.

WILDE ROSEN Die Blüten wilder Rosen sind nicht nur wunderschön, sie wurden bereits in der Antike zu heilsamen Rosenwässern, Rosenessig, Rosensirup und Rosencremes verarbeitet. Wir sammeln die Blütenblätter, trocknen sie für Tee-Mischungen und rühren auch gern duftende Cremes daraus. Wer das Rosenaroma liebt, sollte es einmal mit dem Ansetzen eines Essigs (Seite xx) oder eines Weines (Seite xx) mit frischen Blütenblättern versuchen.

Rosenblüte in freier Natur: Wild-Rose (Rosa canina, Foto links) und die bei uns eingebürgerte und häufig zur Befestigung gepflanzte Kartoffelrose (Rosa rugosa).

man seit alters her als «bittere Medizin» für die Verdauung. Unsere nordischen Vorfahren, die Germanen und Kelten, hatten eine etwas andere Vorstellung von Bäumen und Sträuchern als wir. Zwar nutzten sie natürlich Blüten, Früchte, Rinde, Wurzeln und Holz, doch gleichzeitig waren Bäume und Sträucher für sie auch beseelte Wesen, in denen verschiedene von ihnen verehrten Götter ihren Wohnsitz hatten. In der germanischen Glaubenswelt wohnte im Holunderbusch die Göttin Holla, auch Holda genannt: Sie war eine dem Menschen wohlgesonnene Göttin, die über Haus und Hof wachte. Deshalb durften Holunderbüsche auch nicht gefällt werden – im Gegenteil: man pflanzte sie an Häuser und Scheunen und verneigte sich im Vorübergehen sogar vor ihnen. Der Strauch der holden, heilenden Göttin (von hold, huld = heilen) lieferte den Menschen eine gute Apotheke und heilsame Nahrung direkt vor der Haustür. Zubereitungen aus Wurzeln, Rinde, Blättern, Blüten und Früchten wurden als schweiß- und harntreibende, abführende und entzündungshemmende Arznei gegen Fieber und Gicht über viele Jahrhunderte vom Menschen hochgeschätzt, wobei zur Heilzeremonie auch stets verschiedene Rituale und Zauber gehörten. Heute ist die Wirksamkeit des Holunders als Heilpflanze medizinisch anerkannt, es finden jedoch nur noch Blüten und Früchte Anwendung. Sie helfen gegen Erkältungskrankheiten und dienen zur Steigerung der Immunabwehr. Volksmedizinisch werden die Blüten seit alters her auch zur Blutreinigung bei Hautkrankheiten und Körpergeruch genutzt, außerdem als aromareiche Zutat zum legendären «Hollersirup».

Früher nannten sie ihn den «Götterstrauch».

Oliver Lubrich, Adrian Möhl

Alexander von Humboldt: A new perspective on the botanical science It is one of Humboldt’s great achievements to look at the botanical science from a completely novel perspective: Instead of studying a particular plant in isolation, he realized that it forms part of a great ecological system that includes the plant’s environment, the local fauna, its soil, climate as well as its altitude above sea level. Humboldt thus counts as the founding father of a holistic approach in the natural sciences. The present book explains the impact of this insight and presents a selection of Humboldt’s wonderful illustrations. 1. edition April 2019 approx. 256 pages, approx. 200 colour illustrations hardback, 195 x 235mm Original language: German Rights available: world-wide

II. BeoBachten

3. dracHenbaum

»W

äre es mir erlaubt eigene Erinnrungen anzurufen,

TENERIFFA 1799

mich selbst zu befragen, was einer unvertilgbaren

3. Teneriffa|1799

Sehnsucht nach der Tropengegend den ersten Anstoß gab, so

8. Havanna|1804

müßte ich nennen: Georg Forster’s Schilderungen der Süd-

Von Frankreich aus versucht Humboldt zunächst,

was Humboldt aus Amerika mitbringen wird,

see-Inseln; Gemälde von Hodges die Ganges-Ufer darstellend,

in den Orient zu gelangen. Aber Napoleons

sind keine Goldschätze, sondern Erkenntnisse –

Ägyptenfeldzug durchkreuzt seine Pläne. So

und Pflanzen.

im Hause von Warren Hastings zu London; einen colossalen

reist er weiter nach Madrid und erlangt eine

Drachenbaum in einem alten Thurme des botanischen Gar-

Audienz beim spanischen König. Dieser gewährt

fahrt über den Atlantik, ist Teneriffa. Hier sieht

ihm die seltene Erlaubnis, seine Kolonien zu

Humboldt die Pflanze, die seinen Wunsch,

tens bei Berlin. Die Gegenstände, welche wir hier beispiels-

bereisen und zu erforschen. In La Coruña sticht

Naturforscher zu werden und in die Tropen zu

Humboldt in See – auf einem Schiff, das den

reisen, angeregt hatte, zum ersten Mal in freier

Namen eines Eroberers trägt: »Pizarro«. Aber

Natur: den Drachenbaum.

weise aufzählen, gehörten den drei Classen von Anregungsmit-

Die erste Station der Reise, auf der Über-

teln an […]: der Naturbeschreibung, wie sie einer begeisterten

6. quiTo|1802

Anschauung des Erdenlebens entquillt, der darstellenden Kunst

4. orinoco|1800

Betrachtung charakteristischer Naturformen.11

5. quindìo|1801

1

2

«

als Landschaftmalerei, und der unmittelbaren objectiven

4

Alexander von Humboldt, Kosmos. Entwurf einer physischen Weltbeschreibung, 5 Bände, Stuttgart/ Tübingen: J. G. Cotta 1845–1862, hier: Band 2 (1847), S. 5 (Hervorhebungen hinzugefügt).

In plia niste dolecesequi am, sersperibus saperferum quatiist aut as sint omnimi, et volessus quibusandam sim doloratur siminve liquamus rero eum impos suntio. Ciatus aut officto voluptaquias dolupta quunt.

--- 3. D R AC H E N BAU M -------------

7. Guayaquil|1803

5

33


GA R D E N & ENJOYING N ATURE

Bärbel Oftring

Gardening with Double Use Plants

The author presents more than 100 native plants of diverse uses – such as: - providing shelter and food for a variety of animals - natural dyeing of textiles - herbal medicine - for cooking (berries, edible flowers and roots) - natural moth repellent - improving the soil (green manure) - natural repellent for slugs Including interesting texts, photos and illustrations, tips on use and many recipes.

1. edition 2017 224 pages, approx. 400 colour photographs paperback with flaps, 155 x 225 mm Original language: German Rights available: world-wide, except French

Norbert Griebl

The Untamed Garden The 100 best native plants for naturalization This book presents the 100 best native plants for naturalizing in the garden – plants that don’t remain tamed at their small place, but move and spread in the garden – describing their dispersal strategies (by self-seeding and by roots and sprouts) and informing about their needs, so that they can grow and flourish, and also showing ways to tame the very wild ones in order to maintain the diversity. With additional information on the plants use for cooking or on their benefits for wildlife. A book for gardeners who appreciate the appearance of theirs gardens to be somewhat wild and uncultivated, while being aesthetically pleasing.

1. edition 2017 232 pages, more than 500 colour photographs paperback with flaps, 155 x 225 mm Original language: German Rights available: world-wide

Bruno P. Kremer

Planting the Natural Garden: Appropriate Plants for Different Habitats Natural gardens are living miniature paradises with varied habitats on a small area. Hedgerows are structural elements and provide nutriment for birds; paths with stones and jagged vegetation are bee-friendly; a myriad of animal species live in dry stone walls; flower lawns persuade with blooming splendour; shaded areas turn into attractive spaces; and lushly planted pond edges can host a wide range of animals and plants. The author presents the different habitats in a natural garden, offers designing and maintenance advices as well as a selection of appropriate plants with descriptions and photos.

11

6

7

8

9

10

1

N

6

teichränder mit WildpflAnzen

2 3

7

4

BeleBen

8

1. edition 2017 296 pages, approx. 500 colour photographs paperback with flaps, 155 x 225 mm Original language: German Rights available: world-wide

34

5

9 10

1

2

3

Gestaltungselemente eines Teiches und seiner Ufer: 1 gewachsener Gartenboden, 2 Feinsandschicht, 3 Teichfolie, 4 nährstoffarme Pflanzerde, 5 Unterwasserversteck für Kleintiere, 6 Steinhaufenversteck für Amphibien,

4

5

7 Uferbereich (Sumpfzone) mit flachem Böschungswinkel, 8 Tiefwasserzone für Schwimmblattpflanzen, 9 Freiwasserzone mit Laichkräutern, 10 kapillarbrechende Kiesbedeckung

264

Vorschlag für eine naturnahe Umgebungsgestaltung eines Gartenteichs: 1 artenreich bepflanze Röhricht-/ Sumpfbeetzone (im Nordteil des Teiches), 2 Tiefwasserbereich mit See- und Teichrosen, 3 Ufersteine als Verstecke für Teichtiere, 4 Schotter-/Kiesstrand als Badestelle für Gartenvögel, 5 Randbepflanzung mit kleinwüchsigen

Arten (Wasser-Minze, Wasserkresse u.a.), 6 Steinhaufen als Tagesversteck für verschiedene Gartentiere,7 etwaige Teichinsel, 8 Tiefwasserzone, 9 Flachwasserzone, 10 Sumpfbeet

265

In den Teich gegangen Auch manche größeren Gartenteiche weisen oft noch keine günstigen Voraussetzungen für Teichrandpflanzen auf, wenn beispielsweise die Uferflanken und

Ökoprofil

Teichrand >>>

> Gartenteiche sind selbständige und zum Naturgarten wunderbar passende Kleinlebensräume mit einem eigenen Artenbestand. > Sie erfüllen wichtige Ausgleichfunktionen, weil im übrigen Kulturland viele Kleingewässer durch die Intensivierung der Landwirtschaft verlorengingen. > Selbst kleinere Gartenteiche von vielleicht nur 10 –15 m2 Fläche weisen nach einiger Zeit ihre eigene Libellen-, Wasserkäfer- oder Köcherfliegen-Fauna auf. Auch Amphibien wie Frösche und Molche siedeln sich hier spontan an. > Ein Gartenteich ist ein geradezu unglaublich spannender Lebens- und vor allem Erlebnisraum.

Ränder wie in einem Swimmingpool zu steil abfallen oder zusätzlich eine hohe Steinumfassung besteht. Möchten Sie auch in diesem Fällen die wünschenswerte Einbindung des Gartengewässers in die übrigen Pflanzgruppen Ihres Gartens erreichen und den Teich zum Lebensraum aufwerten, müssen Sie die Uferbereiche auf jeden Fall abflachen. Je nach Ausgangslage ist diese Herrichtung mit etwas größerem Aufwand verbunden. Im Garten sind viele Kleintiere (z. B. Spitzmäuse oder Igel) unterwegs. Diese benötigen einen geeigneten Ausstieg, wenn sie in den Teich fallen sollten – eine Steinschräge oder einen Laufsteg aus Holz, der in das Wasser reicht und auf der anderen Seite auf das rettende Ufer führt. Haben Sie in Ihrem Garten noch kein Gewässer oder reicht der vorhandene Platz für einen Teich nicht aus, können Sie mit einer 30 – 50 cm tief eingegrabenen Teichfolie immer noch ein Sumpfbeet einrichten – gleichsam einen breiten Teichrand ohne Teich.

In manchen Fällen gibt Ihnen die Oberflächengestalt Ihres Gartengeländes solche Lösungen auch schon vor: Für eine ständig feuchte Senke ist die dem Teichrand nachempfundene Pflanzengemeinschaft praktisch die Ideallösung. Grenzt in Ihrem Garten der Rasen unmittelbar an den Gartenteich oder besteht dort ohnehin eine Sumpf- bzw. Verlandungszone? Dann können Sie mit heimischen Wildpflanzenarten in überschaubarer Abmessung den gesamten landschaftlichen Übergang vom Trockenhang über eine Frisch-, Feucht- oder Nasswiese bis zur Röhrichtzone in der Teichumrandung nachbauen. Fassen Sie (nicht nur in solchen Fällen) die angrenzende Rasenkante mit einer Steinzeile (gebrauchte Feldbrandziegel, Lesesteine, grober Kies oder Schotter) ein, damit das Gras nicht in die Teichzone wächst. Nun stellen Sie sich doch einmal vor, im Liegestuhl am Teichrand zu sitzen, die eigenwilligen Paarungsräder der Libellen zu verfolgen, dem Schlüpfvorgang eines dieser faszinierenden Wasserinsekten zuzusehen und auch das sonstige aquatische Kleinleben zu genießen. Paradiesischer kann ein Gartenlebensraum kaum sein.

Die Krebsschere ist eine frei flottierende Pflanze. Am Ende der Saison geht sie auf Tauchstation


GARDEN & ENJOYI NG NATURE

Peter Richard

Natural Garden Design How to plan and construct wildly romantic gardens der gestaltete

Natur

garteN Wildromantische Gärten planen und bauen

Peter Richard

1. edition 2018 256 pages 350 colour photographs and 94 illustrations hardback, 235 x 265 mm Original language: German Rights available: world-wide

A natural garden does not necessarily have to be a chaotic wilderness and native flora, materials tested for sustainability, and much respect for the needs of both humans and animals alike can combine very well with elegant garden design. This is the book’s motto set up by Peter Richard, professional planner of nature-inspired gardens. His book offers guidance and inspiration for near-natural gardens from the initial garden concept to the precise planning and preparations, up to the practical construction of paths, animal-friendly walls and stairs, as well as garden houses and ponds that please animals as much as humans. With many photos, sketches and construction plans, the author shows how nature can be given the necessary space while observing aesthetical aspects and at the same time keep gardening relaxed and easy-going. Schmetterlingsparadies mitten im Dorfkern – Naturgarten um ein historisches Wohnhaus Gefragt war ein Konzept für ein Wohnhaus im ge­ schützten Dorfzentrum. Das Ziel war, mit wenigen baulichen Maßnahmen eine komplett neue Garten­ situation und vor allem eine ökologische Aufwertung zu erreichen. Pflanzungen mit heimischen Sträuchern und großfl ächige Staudenpfl anzungen erzielten die gewünschte Wirkung.

Rinden­ und Holzschnitzel

Kiesbankett aus bindigem Straßenkies (in diesem Bereich ist eine Bepflanzung oder Ansaat mit Wegrand­ vegetation möglich, z.B. mit Wegwarte, Schwarzer Königskerze, Moschus­Malve, Feld­Thymian)

Fugen mit Sand

Splitt 9–16 mm Schichtdicke 1–2 cm Fundation Schichtdicke 20–50 cm je nach Art der Nutzung

Rinden- und Holzschnitzel Für Wege und Plätze ist dieses Material gut verwend­ bar. Es fühlt sich herrlich an, barfuß über die wei­ chen Rinden­ und Holzschnitzel zu gehen. Trampel­ pfade oder selten benutzte Plätze können direkt mit Rindenmaterial eingedeckt werden. Für höhere An­ sprüche wird eine Fundationsschicht eingebaut, auf die Schnitzel in einer Schichtdicke von 10 bis 20 cm verteilt werden. Schnitzelmaterial verrottet relativ schnell und kann problemlos nachgefüllt werden. Achten sie darauf, woher die Schnitzel kommen. Es gibt genügend heimisches Material und es ergibt keinen Sinn, ein Abfallmaterial aus der Forstwirt­ schaft hunderte Kilometer zu transportieren. Rinden­ und Holzschnitzel eignen sich für Wege und Plätze in schattigen Gartenbereichen, für Nebenwege im Nutzgarten oder für den Werkplatz vor dem Kompost.

Gartenwege aus Spaltholz Dies ist eine der einfachsten Methoden, einen Weg anzulegen. Beim Forstwirt oder Bauern kaufen wir Meterholz, das sind 1 m lange Spalt­ oder Rundhöl­ zer. Vielleicht sind beim letzten Winterschnitt dickere Äste oder Stammstücke übrig geblieben, dir wir zu­ schneiden und aufspalten können. Die Länge hängt von der Breite des Weges ab; ideal sind Längen zwi­ schen 60 und 80 cm. Für einfache Pfade können wir das Spaltholz direkt auf den Oberboden legen und füllen die Fugen mit Erde oder Sand auf – fertig ist der Holzknüppelweg. Wer eine dauerhaftere Lösung möchte, verlegt die Hölzer in Splitt auf einer Funda­ tionsschicht von 20 cm Stärke. Spaltholzwege eignen sich für Wandelpfade im Garten oder als Zugangs­ weg zum Schattensitzplatz.

Pflastersteine Sand 0–8 mm oder Splitt 3–6 mm

Fundation Schichtdicke 20–50 cm je nach Art der Nutzung

Bepfl anzung von Wegen und Plätzen Mit dem Abtrag von Oberboden und dem Einbringen des Fundaments aus Kiesmaterial schaffen wir einen nährstoffarmen, wasserdurchlässigen Untergrund. Das ist der ideale Lebensraum für alle Pfl anzen aus den Bereichen Trockenstandort, Magerwiese oder warmer Heckensaum. Damit kommt Wegen und Plätzen im Naturgarten eine weitere Bedeutung zu: als Lebens­ raum für Pfl anzen und Tiere. An den Rändern von Wegen und Plätzen, aber auch in den Fugen von Plattenbelägen lassen sich spezialisierte Pfl anzen­ arten wie Natternkopf (Echium vulgare), Kartäuser­ Nelke (Dianthus carthusianorum), Golddistel (Carlina vulgaris), Ausdauernder Lein (Linum perenne), Nes­ selblättrige Glockenblume (Campanula trachelium) und viele andere einpfl anzen. Es braucht nur wenige Initialpfl anzen, die sich durch Aussamen vermehren werden.

Rinden­ und Holzschnitzel sind als Abdeckmaterial ungeeignet – aber als Weg­ material für Gartenpfade in Schattenbereichen oder schmale Gartenwege im Nasch­ und Gemüsegarten passen sie sehr gut.

Kiesige, trockene Wegränder sind ideale Standorte für Pflanzen, welche Trocken­ standorte, Magerrasen oder Ruderalflächen besiedeln – beispielsweise Natternkopf, Königskerze, Nachtkerze, Karthäusernelke oder Diptam.

Ein spezieller Belag mit Holz: Böden aus Holzpflaster. Dazu werden Holzscheiben in einer Dicke von 8 cm ge­ schnitten und in Splitt verlegt. Kapitel 1 · 34 / 35

72 | 73

Peter_Richard_Naturgartenbuch_Inhalt.indd 72

27.02.18 09:16

Peter_Richard_Naturgartenbuch_Inhalt.indd 73

27.02.18 09:16

138 | 139

Peter_Richard_Naturgartenbuch_Inhalt.indd 138

27.02.18 09:33

Peter_Richard_Naturgartenbuch_Inhalt.indd 139

27.02.18 09:34

Brunhilde Bross-Burkhardt

The Soil-Manual Basics and practical tips for natural garden soil The soil is the basis for gardening. Even though the soil is so self-evident, we generally have just a smattering of knowledge on this living matter beneath out feet. There are different types of soil. Which soil type is best for which plant? What’s living in it? How can you test the soil by yourself? How can you improve the soil and make it more suitable for your vegetable garden? What are the best amendments to use for your soil? Why types of mulch are there? „The Soil-Manual“ is full of practical information and answers your questions. It is your guide on healthy soil and successful natural gardening.

1. edition 2017 192 pages, approx. 230 colour photographs hardback, 155 x 225 mm Original language: German Rights available: world-wide, except French

Christoph Bachmann, Eva Bührer, Kurt Forster

Permaculture Principles and practical examples on organic gardening

1. edition 2017 286 pages, approx. 220 photographs and illustrations hardback, 195 x 235 mm Original language: German Rights available: world-wide, except French

A garden for self-sufficiency, vegetables from the balcony, urban community gardening, or agricultural production – permaculture can be realized in diverse ways. The idea behind it is simple enough: If we care for nature, nature will care for us. Permaculture is fascinating an increased number of people wanting to eat healthy and locally produced food and to whom conscientious use of nature is important. The book presents the basics of permaculture and, based on ten principles, displays permaculture elements and functions. The development of a permaculture system is easily and clearly explained, and you are shown and explained step by step how initial ideas turn into a plan and practical implementation. Furthermore a number of practice examples are provided: e.g. an urban community garden, a forest garden, a permacultural water landscape in a house garden, or goat farming in housing estate. teil i grundlagen

der

Permakultur

Zehn PermakulturgrundsätZe

Feine Erde Kompost Laub, Stroh Rasensoden

ZEHN PERMAKULTURGRUNDSÄTZE

Holz

GRUNDSATZ

HANDLUNGEN, UMSETZUNGEN, IDEEN, STRATEGIEN

1

2

3

4

5

VON DER NATUR LERNEN

VIELFALT ERMÖGLICHEN

VERNETZUNG FÖRDERN

RESILIENTE SYSTEME SCHAFFEN

ENERGIE EFFIZIENT NUTZEN

¶ Strukturen und Formen

¶ Mischwirtschaft statt

in der Natur beobachten, Naturabläufe nachahmen, Arbeit mit der Natur, Mustersprache der Natur verstehen, achtsam die Veränderungen im Jahresverlauf beobachten, ¶

¶ Pflanzen, Tiere, Bodenstruktur auf dem Grundstück kennenlernen

Monokultur, geschickte Artenabfolge, Vielfalt an Pflanzen, Tieren, Elementen, Beziehungen und Ernten fördern, verschiedene Lebensräume schaffen, auf eine breite Sortenvielfalt setzen,

¶ Querverbindung zwischen ¶ Dauerkulturen, ausgeglialtem Gärtnerwissen und neuen Erkenntnissen, menschliche Vernetzungen, Bedürfnisse der Menschen einbeziehen,

mehrere Aufgaben – jede wichtige Aufgabe wird von mehreren Elementen erfüllt,

¶ Pflanzengemeinschaften, verschiedene Zonen

chene Ökosysteme schaffen, sukzessionale Agroforstwirtschaft, der Umgebung angepasste mehrjährige Systeme schaffen,

¶ jedes Element erfüllt

¶ Elemente stehen in Beziehung zueinander, ergänzen und begünstigen einander,

¶ die vielfältigen Funktionen kommen zum Tragen

¶ Energie einfangen und speichern, bestmögliche Energienutzung wie Sonnenfallen, Terrassen, Gewächshaus, Teich, Steine,

¶ kurze Wege, ¶ reagieren können auf Veränderungen wie Trockenheit, Hagel, Kälte, Schädlinge durch Vernetzung, Vielfalt, ausgewählte Elemente, tolerante Pflanzen, Schutz vor Wetterextremen usw.

¶ Minimierung der Fremdenergie

Zum Beispiel das Hügelbeet

weniger lang liegen bleibt als auf einem flachen Beet.

Energiespeicherung kann auch in einem Hügel-

Die Energieentwicklung im Hügelbeet ist im

beet erfolgen. Im Herbst oder im Frühling wird

ersten Jahr am größten, da Rasenziegel und

eine kleine Grube ausgehoben. Diese wird in

Grobkompost in den ersten Monaten Wärme

Schichten aufgefüllt, zuerst mit Astmaterial, dann

entwickeln. Das Holz im Hügelbeet liefert durch

mit Rasenziegeln, Laub und Grobkompost. Darüber

die Abbauprozesse auch im zweiten Jahr noch

wird der ausgehobene Humus geschaufelt. So

etwas Wärme.

Höhe, in dem sich durch die Abbauprozesse in

bestehen, vor allem deshalb, weil sich aus den

den unteren Schichten rasch eine gewisse

unterschiedlichen Materialien eine dicke Hu-

Wärme bildet. Diese Wärme steht den Pflanzen

musschicht gebildet hat. Eine Faustregel be-

auf dem Beet zur Verfügung. Wenn die Ausrich-

sagt, dass ein Hügelbeet mit 70 Zentimeter

tung des Hügelbeets in Nord-Süd-Richtung liegt, wird am Morgen die Ostseite durch die Sonne aufgewärmt und am Nachmittag die Westseite. Auf den steilen Seitenflächen des Hügelbeets trifft mehr Sonnenenergie auf als auf einer hori-

Der Aufbau eines Hügelbeets geschieht vor allem mit Material, welches in der Nähe anfällt. So können Baumschnitte, Holzspäne aus der Werkstatt, Laub, Küchenabfälle oder Tiermist in Schichten eingebaut werden.

Die Fruchtbarkeit im Beet bleibt einige Jahre

entsteht ein Hügel von 50 bis 100 Zentimeter

Höhe rund sieben Jahre fruchtbar bleibt, ein solches mit 30 Zentimeter Höhe dementsprechend nur drei Jahre. Natürlich sind die aufgesetzten Materialien entscheidend für die Fruchbarkeit. Das Beet setzt sich mit der Zeit.

zontalen Fläche. Somit kann der Boden mehr

Nach einigen Monaten beziehungsweise Jahren

Wärme aufnehmen und speichern. Das Pflan-

ist nur noch eine kleine Erhebung sichtbar.

zenwachstum wird begünstigt. Gut zu erkennen

Damit nimmt auch die Einstrahlung auf der

ist dies daran, dass der Schnee im Frühling

geneigten Fläche ab.

72

Dieses mit Gras gemulchte Hügelbeet ist mit Johannisbeeren bepflanzt. Die Nährstoffzufuhr ist über viele Jahre gesichert.

Dieses Hochbeet wurde aus Weiden gebaut. Ein gut aufgebautes Hochbeet hat ähnliche Eigenschaften wie des Hügelbeet (siehe auch Seite 89).

73

35


GA R D E N & ENJOYING N ATURE

Bruno P. Kremer Bruno P. Kremer

Butterflies in My Garden Gardening with butterfly-friendly plants Many species of butterflies are disappearing due to their loss of natural habitat. What would make more sense than to create a garden for butterflies? Simply grow the plants the caterpillars like to eat, and plants that adult butterflies feed on. This book portrays 40 butterfly species that can be supported efficiently in the garden, and furthermore introduces 80 butterfly-friendly plants. With a wide variety of plants and the additional arrangement of suitable garden structures your garden can make an important contribution to butterfly conservation.

SCHMETTERLINGE IN MEINEM GARTEN Falterfreundlich gärtnern mit den richtigen Pflanzen

ziTronenfalTer

Taubenschwänzchen

GONEPTERYX RHAMNI

Das Taubenschwänzchen gehört zur Falterfamilie der Schwärmer (Sphingidae) und ist eine der weni-

Schwirrflug direkt davor und gelangen dabei durch Eintauchen ihres langen Saugrüssels an

Faltern überhaupt – die Lebensspanne umfasst mithin fast ein Jahr. Bis Juni fliegen die überwinterten Tiere vom Vorjahr, von Juli bis Oktober

gen tagaktiven Vertreter dieser Verwandtschaft, die generell außerordentlich rasante Flieger umfasst. Eigentlich ist diese Spezies überwiegend südeu-

den begehrten Nektar. Das Spektrum der gerne zum Nektartanken aufgesuchten Blüten ist groß und schließt unter den üblichen Gartenpflanzen

zugehörigen Weibchen sind deutlich blasser. Da diese Art als Falter (gegebenenfalls sogar in

dagegen die Vertreter der neuen Jahresgeneration. In manchen wärmebegünstigten Gegen-

ropäisch verbreitet, wandert aber regelmäßig und offenbar in beachtlicher Anzahl während der Som-

sogar die Geranien bzw. Pelargonien von Balkonkästen ein. Der Bestäubungserfolg ist trotz dis-

bemerkenswerter Froststarre) überwintert und im nachfolgenden Frühjahr an sonnigen Tagen

den entwickelt die Art sogar noch eine zweite Jahresgeneration.

mermonate (ab Juni und in den Folgemonaten) nach Mitteleuropa ein. In Südeuropa (Mittelmeergebiet von der Balkan- bis zur Iberischen Halbinsel)

tanzierten Schwirrfluges dennoch gesichert, weil die Falter den Pollen eben über ihren nektarbeschmierten Saugrüssel transportieren.

der beid eite mm. nnw 9 Die Spa icht 50-5 SSE: eration GRÖ gel erre Gen erflü ug terte Vord rwin Juli-A lIT: übe eration : Fau PEN FLUGZE ai, 1. Gen RAU zdornMärz-M E DER und Kreu PFLANZ alnus) TER FUT (Frangula spp.) s baum (Rhamnu n Arte Juli : MaiPEN RAU

FALTERFÖRDERUNG

das auch noch während des Tages) von weniger Kundigen für Kolibris gehalten, die in der Alten Welt natürlich nicht beheimatet sind. Die Falter landen nicht auf den besuchten Blüten, sondern stehen im durchaus energieaufwändigen

wäch

se Cary

zeit: Juni-

ächse

ophy

Augu

Lauchgew

llaceae

st

GRÖSSE: Die Spannweite der beiden Vorderflügel beträgt 36-52 mm.

Alliaceae

uni

zeit: Mai-J

Blüte

schniTT-lauch ALLIUM SCHOENOPRASUM

STECKBRIEF

FALTERBONUS

STECKBRIEF

FALTERBONUS

Zweijährige, seltener auch ausdauernde Pflanze, bis zu 60 cm hoch. Stängel aufrecht, meist unver-

Mehr als drei Dutzend Tagfalterarten hat man an den Blüten dieser Art beobachtet. Sie beuten das

Mehrjährig, 10–30 cm. Blätter zylindrisch, hohl, spitz, stehen eng zusammen. Sie repräsentieren

Die hübschen Blütenköpfe sind eine äußerst ergiebige Trachtquelle für viele Blütenbesucher. Sie

zweigt, kahl. Blätter gegenständig, bis über 10 cm lang und bis 3 cm breit, mit prominentem Hauptnerv, kahl.

reichlich vorhandene Nektarangebot aus. Häufige Besucher sind Admiral, Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge und verschiedene Weißlinge.

den in der heimischen Flora relativ seltenen Fall unifazialer Rundblätter – ihre Oberfläche besteht aus der ehemaligen Blattunterseite.

bieten vor allem Nektar an. Besonders gerne besuchen Admiral, C-Falter, Mauerfuchs, Landkärtchen, Tagpfauenauge, Zitronenfalter und viele

BLÜTEN

VORKOMMEN

BLÜTEN

Zahlreiche Blüten stehen büschelig gedrängt am Ende des Stängels und blühen fast alle gleichzei-

Die Wildform kommt wahrscheinlich nur in den südlichen Ketten der Ostalpen vor. Die auss-

Einzelblüten violett bis hellpurpurn, selten auch weiß. Die Staubblätter sind um etwa ein Drittel

tig. An der Basis des Blütenstandes einige vereinfachte Hochblätter. Einzelblüten etwa 1 cm breit, hell- oder dunkelrot. Kronblätter vorne fein

erhalb der Gebirge zu findenden Pflanzen sind meist verwilderte Gartenexemplare. Als Wildpflanze ziemlich selten und schützenswert.

kürzer als die Perigonblätter. Zahlreich in kugeliger Dolde mit zwei durchscheinenden Hüllblättern.

andere Arten die nektarreichen Einzelblüten.

VORKOMMEN Die Art ist ursprünglich auf den frischen bis sickerfeuchten Steinschuttböden bzw. Schneeböden in den Alpen zu Hause. Als Alpenschwemmling hat sie sich aber auch an Seeufer und in die Auenbereiche der großen Flüsse ausgebreitet.

gezähnt, oberseits oft mit gezackten Linien zur visuellen Betonung des als Nahrungsquelle inte-

FLUGZEIT: Jun – Sep

Seit dem Mittelalter vielfach in Gartenkultur und heute in etlichen Sorten im Angebot.

ressanten Blütenzentrums.

FUTTERPFLANZE DER RAUPEN: verschiedene Labkraut-Arten RAUPEN: Jun-Sep

Die Falter sind im Gegensatz zu ihren Raupen nicht auf besondere Futterpflanzen spezialisiert, sondern akzeptieren ein weites Spektrum an Nektarquellen – vom Löwenzahn bis zur Nachtviole und vielen anderen sommerlich blühenden

FALTERFÖRDERUNG Sofern eine extensivierungsfähige Gartenwiese zur Ver-

und nektarführenden Beetpflanzen. Die blattgrünen Raupen sind auf ihren Futterpflan-

fügung steht (vgl. S. xx), kann man über deren Artenspektrum (vor allem Labkraut-Ar-

zen nicht leicht zu entdecken, weil sie sich fast immer – und erst recht nach minimaler Störung – parallel zu deren Blatträndern ausrichten. Mit

ten) das Nahrungsangebot auch für die Falterraupen

einem Faulbaum oder einer Kreuzdorn-Art in einer Mischhecke an der Gartengrenze kann man sie leicht in das eigene Wohnambiente locken. Raupe

gezielt fördern. Ein ausreichendes Blütenangebot mit vielen nektarführenden Arten goutie-

Puppe

ren natürlich auch die Falter.

Raupe

Puppe

GARTENTIPP

GARTENTIPP

Bart-Nelken sind traditionell typische Bauerngartenblumen und gerieten ähnlich wie einige andere früher beliebte Arten leider etwas in Vergessenheit. Weil sie nun einmal einen klaren Insektenbonus (außer für Falter auch für

Schnitt-Lauch (in der Gartenliteratur verbreitet, aber nicht gänzlich korrekt, ist auch die Schreibung Schnittlauch) ist eines der populärsten Küchenkräuter. Da die Samen nur sehr kurze Zeit keimfähig sind, sollte man möglichst vor-

andere nektarnutzende Verwandschafts-gruppen aufweisen, sollte man sie im Garten wieder vermehrt berücksichtigen, zumal sie in ihren vielen und durchweg beeindruckenden Sorten eine Menge Vielfalt garantieren. Im Garten benötigen sie einen humusreichen Boden und gedeihen sogar im Halbschatten.

kultivierte Containerpflanzen verwenden. Die Art gedeiht in der Kräuterspirale oder an anderen Gartenstellen auch an halbschattigen Standorten. Neuere Erfahrungsberichte besagen, dass ein paar locker über ein Beet verteilte Schnittlauchhorste zuverlässig die unerwünschten Wühlmäuse fernhalten.

6

7

2

Bruno P. Kremer

Bruno P. Kremer 2. A.

My Garden – a Haven for Bumblebees The 200 Most Bee-Friendly Plants and Flowers This book presents the 200 most bee-friendly sourcing plants and flowers. As a haven for bumblebees, your garden provides bee-friendly flowers that are rich in pollen and nectar, easily accessible for bees from spring until late summer.

Mein Garten – ein Bienenparadies Die 200 besten Bienenpflanzen

2. Auflage Wiesen-Flockenblume

Kremer

Mein Garten – ein Bienenparadies

kann man diese Art sogar ganzjährig erleben. Bei uns ist sie eher ein gern gesehener und durchaus nicht seltener Sommergast. Oft werden diese typischen Wanderfalter aus dem Süden wegen ihres bemerkenswerten Schwirrfluges vor den besuchten Blüten (und

Nelkenge Blüte

DIANTHUS BARBATUS

bereits im Februar (ab etwa 10 °C) zu sehen ist, gehört sie zu den langlebigsten heimischen

ten heimischen Tagfaltern. Die regelmäßig in blumenreichen Gärten gesehenen zitronengelben Exemplare sind immer Männchen. Die

en

1. edition 2018 208 pages 350 colour photographs paperback, 155 x 225 mm Original language: German Rights available: world-wide

barT-nelke

MACROGLOSSUM STELLATARUM

Der Zitronenfalter gehört zweifellos zu den bekanntesten und bislang auch noch häufigs-

Centaurea jacea Korbblütengewächse Asteraceae

Steckbrief Sehr formenreiche, mehrjährige Pflanze, 30 –70 cm hoch. Stängel aufrecht, verzweigt. Blätter wechselständig, lanzettlich, einfach und meist glattrandig, rau behaart, an der Basis allmählich in den kurzen Stiel verschmälert, obere sitzend.

Blüten Blütenkörbchen 2 – 4 cm breit, nur mit violetten Röhrenblüten. Die randlichen Blüten sind auffällig trichterig vergrößert, meist steril und dienen nur der Anlockung der Bestäuberinsekten. Kronröhren bis 1 cm lang. Dreihäusig – neben Exemplaren mit zwitt82

83

216

rigen Blüten kommen auch rein weibliche und rein männliche Pflanzen vor. Hüllblätter mit zerfranstem Anhängsel.

Weiss-Klee, Kriech-Klee Trifolium repens Schmetterlingsblütengewächse Fabaceae

Blütezeit Tracht Nektarwert Pollenwert

Berg-Flockenblume

Blütezeit Tracht Nektarwert Pollenwert

Juni – Oktober Sommer- und Frühherbsttracht hoch mittel

Insektenbonus Wird von Hautflüglern, Schwebfliegen und Schmetterlingen gerne und reichlich besucht. Häufigster Bienenbesuch gegen 15 h.

Vorkommen Sonnige Trockenwiesen, Magerrasen, Wegränder, Feldraine, gerne auf basenhaltigem Boden. In Europa fast überall verbreitet und meist ziemlich häufig.

Tipp für den Garten Lässt sich an offenen, sonnigen Stellen durch Aussaat im Garten ansiedeln. Die ähnliche Skabiosen-

Centaurea montana Korbblütengewächse Asteraceae

Blütezeit Tracht Nektarwert Pollenwert

Mai – September Sommertracht hoch mittel

Steckbrief Mehrjährige Rhizompflanze, 30 –70 cm hoch. Stängel kräftig, aufrecht, verzweigt. Obere Blätter am

Diese schützen die Knospen vor dem Fraß durch Blumenkäfer aus der Familie Anthicidae, die sie als

Stängel herablaufend, eiförmig, zugespitzt, unterseits graufilzig.

vermeintliche Nektarkonkurrenten vertreiben. An den Früchten finden sich fettreiche Anhängsel, die

Blüten Ausgebreitete Blütenköpfe endständig, bis 5 cm breit, nur mit Röhrenblüten. Kronen am Rand tiefblau, in der Körbchenmitte eher violett. Hüllblattanhängsel schwarzbraun, ihre Fransen so lang wie der schwarze Rand breit.

Insektenbonus

Flockenblume ( C. scabiosa ) hat tief fiederspaltige Blätter sowie Hüllblätter mit schwärzlichem Rand.

Der Nektar wird an den äußeren Hüllblättern der noch nicht vollständig geöffneten Körbchen abge-

Sie kommt an vergleichbaren Standorten vor.

sondert und dort auch von Ameisen gesammelt.

durch Ameisen genutzt werden.

Vorkommen Frische Staudenfluren, Wiesen und Gebüsche sowie deren Säume im Bergland, von Mittelspanien über die Alpen bis zu den Sudeten. Häufig in Gartenkultur und vielfach verwildert.

Tipp für den Garten

217

Sehr dekorative und empfehlenswerte Art. Erträgt auch Halbschatten. Vermehrung durch Aussaat oder Teilung. Auch in Sorten im Gartenfachhandel.

Mai – September Sommertracht sehr hoch hoch

Steckbrief Formenreiche, mehrjährige Pflanze mit weit kriechenden, an den Knoten wurzelnden Stängeln. Blät-

1. edition 2014, 2. edition 2018 272 pages, more than 560 colour photographs paperback, 155 x 225 mm Original Language: German Rights available: world-wide

Brunhilde Bross-Burkhardt

Lob des Unkrauts Wilde Pflanzen in Garten und Stadt – nützlich und schön

Rote Taubnessel

Schöllk

raut

ter 3-zählig gefiedert, breit oval, fein gezähnt. Klappen ihre Fiedern bei Dunkelheit zusammen.

Blüten Schmetterlingsblüten mit Klappvorrichtung, etwa 1 cm lang, duftend, in eiförmigen, 1– 2 cm breiten Köpfen. Krone weiß, nach dem Abblühen braun, hängt bleibend herab, Kronröhre etwa 2 mm lang.

15.12.17 13:46

Insektenbonus Wertvolle Bienenfutterpflanze. Wichtigste Bestäuber sind Honig- und Wildbienen. Andere Insekten

wie Fliegen oder Schmetterlinge leisten eher zufällig Fremdbestäubung.

Vorkommen Fettweiden, Wiesen, Park- und Zierrasen, Äcker, Schuttstellen, gerne auf stickstoffhaltigem, verdichtetem Boden. Salztolerant, daher auch an Straßenrändern. Wertvoller Bodenverbesserer, wintergrüne Trittpflanze. Vielfach als Bienenweide angebaut. Überall in Europa häufig. Heute weltweit verschleppt.

Tipp für den Garten Stellt sich meist von selbst in Zierrasen ein und sollte hier als auflockerndes Element geduldet werden.

Brunhilde Bross-Burckhardt

Praise of Weeds Rambling weeds are an annually recurring evil for most gardeners. This book shows that it doesn’t have to be this way! With insightful information about distinctive features, appearance, usage, and regulation, the author introduces more than 60 wild growing plants that don’t have to be fought but can be used as medicine, for cooking, or for mulching the garden.



Giersch, Geißfuß

(Aegopodium podagraria)

Vogelmiere

Das einheimische Wildkraut breitet sich unter Gehölzen, auf schattigen und halbschattigen Grünflächen und in Stauden- und Kräuterbeeten aus. Mit seiner enormen Wuchskraft bedrängt und verdrängt es Zier- und Wildpflanzen. Kurz zusammengefasst: Giersch wuchert.

Acker-Winde

123

1. edition 2015 208 pages, 330 colour photographs paperback, 155 x 225 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except French 36

Erkennungsmerkmale Alle kennen den Giersch vom Ansehen her. Das Wildkraut aus der Familie der Doldenblütler ist eindeutig an seinen zweifach gefiederten, am Rand gesägten Blättern und am Blattstiel mit dreieckigem Querschnitt zu erkennen. Die ganz jungen, hellgrünen Blätter sind zunächst zusammengefaltet und ähneln entfernt den Füßen von Geißen (= Ziegen); daher rührt die zweite gebräuchliche deutsche Bezeichnung. Ältere Bodenblätter ähneln den Blättern des Holunders. Die flachen, doldigen Blütenstände, die ab Mai–Juni erscheinen, sitzen auf bis etwa 90 cm hohen, hohlen und kantig gefurchten Stängeln. Die offenen Blüten locken Wildbienen, Schwebfliegen und Käfer an. Giersch ist ein typisches Wurzelunkraut, das sich durch unterirdische Ausläufer (Rhizome) fortpflanzt. Diese wachsen in einem Jahr meterlang und erobern so rasch ihr Terrain. Die generative Vermehrung aus Samen spielt gegenüber der vegetativen Ausbreitung kaum eine Rolle.

Pflanzenfamilie: Wuchs- und Lebensform: Blütezeit: Blütenfarbe: Wuchshöhe: Standort:

Nutzen:

Vorkommen und Regulierung Auf vielen Grundstücken und in älteren Gärten ist der Giersch vorhanden und nimmt, je nachdem, wie intensiv der Garten gepflegt wird, ein mehr oder weniger großes Areal ein. In neu angelegten Gärten wandert er von angrenzenden Grundstücken ein. Oft wird er unabsichtlich mit Staudenklumpen eingeschleppt, die aus verunkrauteten Gärten stammen. Gartenbesitzer betrachten den Giersch als lästiges Unkraut, dem sie mit allen Mitteln zu Leibe rücken, außer mit verbotenen Herbiziden. Durch einfaches Abrupfen der Blätter und Stängel lässt Giersch sich allerdings nicht zurückdrängen.

Gegen das Wildkraut geht man am besten so vor: Öfters mithilfe von Grabegabel und Unkrautstecher die schnurartigen, weißlichen Rhizomstränge in der Erde offenlegen und möglichst am Stück herausziehen. In feuchtem, lockerem Boden gelingt dies leicht; bei harten, ausgetrockneten Böden brechen die Rhizomstücke dagegen leicht ab. Es ist also anzuraten, für eine effektive Bekämpfung entsprechend günstige Bodenverhältnisse abzuwarten. Mit einem Jätdurchgang ist dem Wildkraut nicht beizukommen. Jedes Blättchen, das aus dem Boden spitzt, muss samt den unterirdisch wachsenden Teilen entfernt werden. – Eine wahre Sisyphusarbeit!

Doldenblütler (Apiaceae) ausdauernd, Rhizomvermehrung Mai–August weiß, selten rosa 50–80 cm Sonne bis Halbschatten; nährstoffreiche, frische Lehm- oder Tonböden; bis ca. 1800 m Wildgemüse, Bienenweide

124

linke Seite oben: Giersch zwischen Rosen, linke Seite unten: Giersch im Rosenbeet rechte Seite oben: Gierschwurzeln rechte Seite unten: Giersch wuchernd

In eingewachsenen Staudenbeeten oder im Beerenland wird man den Giersch jedoch kaum vollständig entfernen können, da die Rhizome in Wurzelballen von ausdauernden Pflanzen hineinwachsen und hier kaum zugänglich sind. Allenfalls bei jungen Pflanzen gelingt es noch, Rhizome aus dem Wurzelstock herauszuziehen. Doch meistens bleiben trotzdem kleine Stücke zurück, die weiterwachsen. Was tun? In solchen Fällen verspricht eine andere Regulierungsmethode mehr Erfolg: großflächiges Mulchen mit einer dicken Lage Rindenmulch oder Abdecken mit lichtundurchlässigem Unkrautvlies oder Folie. Durch den Lichtentzug kann sich kein Blattgrün entwickeln, wodurch der Giersch allmählich geschwächt und zurückgedrängt wird. Allerdings kann es passieren, dass der Giersch die Barriere unterwächst und am Rand der Mulchdecke doch wieder zum Vorschein kommt. Auf Gemüse- und Sommerblumenbeeten und auf Kartoffelland, also auf Flächen, die häufig gehackt werden, lässt sich das Wildkraut zurückdrängen. Sobald solche Flächen brach fallen, erobert der Giersch jedoch das Terrain und bildet sehr rasch einen dichten Bestand.

Nutzen Gierschgeplagte Gartenbesitzer gewinnen der Wildpflanze eine positive Seite ab, indem sie die jungen, noch hellgrünen Blätter ernten und als Wildgemüse verwenden. Die Blätter schmecken roh im Salat oder gedünstet als Spinatgemüse, eventuell gemischt mit anderem Wildgemüse wie Brennnesseln. Gesundheitsbewusste Menschen schätzen den an Mineralstoffen und Vitaminen (Vitamin C, Karotin, Kalium, Eisen) reichen Giersch wegen seiner stoffwechselanregenden Wirkung und bereiten Frischpresssäfte und Gesundheitsdrinks daraus zu. ((Der Giersch heißt auch Gichtkraut oder Zipperleinkraut, weil die Menschen früher damit Gicht und Rheuma zu kurieren versuchten. Kräuterkundige legten dazu das gequetschte Blattwerk auf die schmerzenden Stellen auf. In der modernen Pflanzenheilkunde spielt der Giersch keine Rolle mehr, da es keine Hinweise für eine solche Indikation gibt. ))

linke Seite: Giersch in Blüte diese Seite unten: Giersch wuchert in einem Beet

126


GARDEN & ENJOYI NG NATURE

Norbert Griebl

Gardening without Invasive Plants Problem Plants and their Native Alternatives Invasive plants are causing problems in our nature because they have no natural enemies and therefore can spread easily. The author presents 70 invasive plants and suggests native alternatives that can reduce the problem.

220

222

223

,ĆžÇ&#x201A;Ç&#x2020;Ç&#x201A;Ç&#x152;ĆźÇ Ćž%Ç&#x2026;Ç?ĆžÇ&#x2039;Ç&#x2021;ĆşÇ?Ç&#x201A;Ç?Ćž

Lanzett-Herbstaster

Berg-Aster

2IYIVIHYVGL(2%%REP]WIRKIWXÉżX^XI)VOIRRX RMWWI^IMKIRHEWWHMIRSVHEQIVMOERMWGLIR%WXIV %VXIRQMXHIRIYVEWMWGLIRRMGLXRÉŞLIVZIV[ERHX WMRH YRH EPW IMKIRI +EXXYRKIR [MI Symphyo-

Symphyotrichum lanceolatum (Syn.: Aster lanceolatus)

Aster amellus

trichum oder Eurybia von AsterEFKIXVIRRX[IV HIRQÉżWWIR3F[SLPHMIWWGLSRPÉŞRKIVFIOERRX

VERWENDUNG IM GARTEN (MI 0ER^IXX,IVFWXEWXIV [YVHI JVɿLIV ZMIPJEGL EPW+EVXIRTƼER^IOYPXMZMIVX,IYX^YXEKI[MVHHMI VIMRI%VXOEYQQILVMQ,ERHIPERKIFSXIR7MI [YVHI HYVGL 7SVXIR ZIVWGLMIHIRIV ERHIVIV RSVHEQIVMOERMWGLIVSymphyotrichum%VXIRIV WIX^X (MIɪLRPMGLI2IYFIPKMIR,IVFWXEWXIV Symphyotrichum novi-belgii  LEX &PɪXXIV HMI EQ +VYRH Ŋ QQ FVIMX WMRH -LVI /ɝVFI QIWWIR ŊŤQQMQ(YVGLQIWWIVMLVI>YRKIRFPɿXIR WMRHQIMWXPMPEYRHŊQQFVIMX

MWX [IVHIR HMI RSVHEQIVMOERMWGLIR %WXIVR MR

Steckbrief

Steckbrief

+ÉŞVXRIVIMIREYGLLIYXIRSGLHYVGL[IKWYRXIV

% /GTMOCNGĹ  60â&#x20AC;&#x201C;120 cm hohe Staude mit Stängeln, die unten kahl, oben

HIV&I^IMGLRYRK%WXIVKIJÉżLVX

% /GTMOCNGŠŢEOJQJG5VCWFG5VȤPIGNKOQDGTUVGP&TKVVGNXGT

AUSBREITUNG

% $NȤVVGTŠ Spreite lanzettlich, meist ganzrandig, seltener grob und ent-

mit Haarleisten versehen sind

zweigt und mehrkĂśrbig

% $NȤVVGTĹ  lanzettlich bis lineal-lanzettlich, am Grund 3â&#x20AC;&#x201C;6 mm breit, verschmälert und sitzend

fernt gezähnt; unterste in einen Stiel verschmälert, obere sitzend

Symphyotrichum lanceolatum vermehrt sich so

% $NČšVGPĹ $NČšVGPMČľTDGŢOOKO&WTEJOGUUGT<WPIGPDNČšVGPYGKÂ&#x192;

% $NČšVGPĹ  KĂśrbe in einer lockeren Doldentraube, im Durchmesser

[SLPKIRIVEXMZ FMW^YŤ7EQIRNI7GLɝWW

bis blasslila, 0,8â&#x20AC;&#x201C;1,5 mm breit

ŢEO<WPIGPDNȚVGPJGNNDNCWXKQNGVV4ȾJTGPDNȚVGPIGND

PMRK EPWEYGLZIKIXEXMZHYVGL6LM^SQI-R+EV

% $NČšVG\GKVĹ  August bis September

XIROYPXYV ƤRHIX WMGL IMRI KER^I 6IMLI [IMXIVIV Ă&#x2013;STERREICH

% (COKNKGĹ  KorbblĂźtler (Asteraceae) % *GKOCVĹ  Nordamerika vom westlichen Neufundland bis Saskatchewan, sĂźdlich bis Nord-Carolina, West-Virginia, Kentucky, Missouri und Kansas

,IVFWXEWXIV%VXIRYRHHIVIR,]FVMHIRWS2IY

+P CNNGP $WPFGUNȤPFGTP KUV FKG .CP\GVV*GTDUVCUVGT

FIPKMIR,IVFWXEWXIV S. novi-belgii  /PIMROSVF

XGTYKNFGTVDKUGKPIGDČšTIGTV$GUQPFGTUJȤWĆ&#x2019;IKUVUKGKP

,IVFWXEWXIV 7TEVZMĆĽSVYQ /ELPI,IVFWXEWXIV den March-Auen NiederĂśsterreichs und im Jauntal (S. laeve  6EYFPEXX,IVFWXEWXIV S. novae-

-ȤTPVGPU\WĆ&#x2019;PFGP

angliae ;IMHIRFPEXX,IVFWXEWXIV S.ŤÂ&#x201A;Ťsalignum

SCHWEIZ

% $NȚVG\GKVŠ Juli bis Oktober % (TWEJVŠŢOONCPIOKVECOONCPIGOIGNDNKEJGO2CRRWU % (COKNKGŠ Korbblßtler (Asteraceae) % *GKOCVŠ Europa, Asien

Die verschiedenen Herbstaster-Arten werden

= S. lanceolatum Ă&#x2014; S. novi-belgii YW[:MIPIHIV Unter anderem ist Symphyotrichum lanceolatum aus

hauptsächlich kultiviert, um die Blßhsaison zu

7MTTIRWMRHZIV[MPHIVXYRHLEFIRWMGLKIFMIXW

den Kantonen Freiburg, Solothurn, ZĂźrich und Tessin

verlängern. Sie bieten Insekten bis in den späte-

[IMWI IMRKIFÉżVKIVX (MI &IWXMQQYRK MWX EYJ

bekannt.

ren Herbst hinein Nahrung. Gleiches kann auch

KVYRH HIV VIMGLPMGL KIFMPHIXIR ,]FVMHIR IRX

ANDERE LĂ&#x201E;NDER

WTVIGLIRHWGL[MIVMK

#WEJKPYGKVGTGP.ȤPFGTP'WTQRCUDGKURKGNUYGKUGKP

DEUTSCHLAND

zett-Herbstaster eingebĂźrgert. In Belgien sind Verwil-

&KG.CP\GVV*GTDUVCUVGTYWTFGKO.CWHGFGU,CJTJWP-

derungen seit mindestens 1835 bekannt.

die heimische Berg-Aster, die durch das Verschwinden von Halbtrockenrasen immer selte-

(TCPMTGKEJ )TQÂ&#x192;DTKVCPPKGP WPF 7PICTP KUV FKG .CP-

derts eingefĂźhrt und im 19. Jahrhundert erstmals verwil-

&KG.CP\GVV*GTDUV aster (Symphyotrichum lanceolatum) verbreitet sich Ăźber Rhizome und durch Windaussaat.

1. edition 2018 256 pages, 227 colour photographs hardback, 195 x 235mm Original language: German Rights available: world-wide

dert beobachtet. Gegenwärtig ist sie in allen Bundeslän-

PROBLEMATIK

dern vorhanden. Die ähnliche Neubelgien-Herbstaster

Symphyotrichum lanceolatumOERRWIPXIRILIM

YWTFGKP.GKR\KIMWNVKXKGTVWPFVTCVDGTGKVUKOUGNDGP QMWGLI %VXIR MR &VIRRHSPHIR;MIWIR IVWIX^IR 20â&#x20AC;&#x201C;40 ZungenblĂźten umgeben die kleinen gelben RĂśhrenblĂźten.

Jahrhundert verwildert auf. Auch diese Art ist gegenwär-

YRH KIJÉŞLVHIXI %VXIR [MI HIR ;MIWIR%PERX

tig in allen deutschen Bundesländern anzutreffen.

(Inula britannica ZIVHVÉŞRKIR

ner wird. Ă&#x201E;hnlich wie die Herbstastern ist die Berg-Aster ein wertvoller Nektar- und Pollenspender. Die Samen nutzen heimische VĂśgel Linke Seite: Die Berg-Aster (Aster amellus) blĂźht noch bis in den Herbst. Rechts: Auch zur Fruchtzeit sieht die Berg-Aster adrett aus.

[MI *IPHWTIVPMRK (MWXIPƤRO YRH (SQTJEJJ EPW 2ELVYRK7MIMWXEYÂ&#x2026;IVHIQ*YXXIVTĆĽER^IJÉżVHMI Raupen von Astern-MĂśnch (Cucullia asteris) und 2IOXEVTĆĽER^IYRXIVERHIVIQJÉżVHMIKIJÉŞLVHI ten Arten Westlicher Scheckenfalter (Melitaea parthenoides) und Spätsommer-WĂźrfeldickkopffalter (Pyrgus cirsii).

Thomas Pfister et al.

Medicinal Plants in your Garden Growing, Gathering, Usage Grow your own medicinal plants: Some plants possess powerful medicinal properties for all sorts of illnesses and injuries. This book introduces about 50 medicinal plants, as for example marigold, dandelion and ribwort, and provides a wealth of information on cultivation, gathering, processing and cooking.

1. edition 2014 360 pages 338 colour photographs paperback, 155â&#x20AC;&#x2026;xâ&#x20AC;&#x2026;225â&#x20AC;&#x2026;mm Original Language: German Rights available: world-wide

Norbert Griebl

Gardening Close to Nature Ecologically sustainable gardens are veritable hotspots of biodiversity, providing food and shelter for countless animals while serving as a haven for plant species unable to survive in our monocultures. In 140 portraits of plant species, this book shows how to preserve and extend the ecological diversity in the garden.

1. edition 2015 336 pages 378 colour photographs paperback, 155â&#x20AC;&#x2026;xâ&#x20AC;&#x2026;225â&#x20AC;&#x2026;mm Original Language: German Rights available: world-wide

37


GA R D E N & ENJOYING N ATURE

Margot and Roland Spohn

ig-

en,

Trees and their inhabitants Field guide to multifarious life on trees and bushes

che oft

und

wie

und

ser

dt-

von

hte,

Margot Spohn, Roland Spohn Bäume und ihre Bewohner

Bäume und ihre Bewohner

Spohn, Spohn

Der Naturführer zum reichen Leben an Bäumen und Sträuchern

Every tree and every bush offers from its roots up to its canopy a habitat for epiphytes, fungi, lichens, insects, spiders, birds, and mammals. Some of them turn out to be enemies while others are friends, and often a highly specified partnership originates between the tree and its inhabitants. The book presents the rich life of approx. 80 trees and bushes native to Central Europe. It explains how the partners interact, how they benefit from each other and how unbidden guests are disinvited. Many of the amazing relationships can be easily observed.

1. edition 2016 304 pages, 335 colour photographs and 65 illustrations paperback, 155 x 225 mm Original language: German Rights available: world-wide, except French

Margot and Roland Spohn

Flowers and their inhabitants Field guide to multifarious life on garden and wild flowers Every flower offers from the root up to the fruit a habitat for beetles, butterflies, bugs, mushrooms and others. Some of them turn out to be enemies and others friends, and often a high specified partnership originates between flower and inhabitant. The book presents the rich life of 80 local flowering plants, explains how the partners interact, how they benefit each other and how unbidden guests are disinvited. Many of these amazing relationships can be easily observed.

1. edition 2015 304 pages, 300 colour photographs and 65 illustrations paperback, 155 x 225 mm Original language: German Rights available: world-wide, except French

Bruno P. Kremer

Flowers and their Secrets Blossoms are the climax in a plant’s life. With their huge variety of shapes and colours, they decorate our gardens, parks, and landscapes. Observed up close, they are even more intriguing! ”Flowers and their Secrets” lets us in on all the subtle tricks the flowers use to attract the vital pollinators. With profound texts and breathtaking macro photographs, this book introduces us to a fascinating world.

1. edition 2013 248 pages, 180 colour photographs and 50 colour illustrations hardback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide 38


FLORA

Adrian MĂśhl

Flora ambilis of Germany 100 plants that are worth knowing The author presents his personal selection of one hundred plants of the German flora that are worth being discovered. The 100 thoughts-promenades are beautifully illustrated by watercolours. Texts and illustrations combine to a true Flora amabilis, an endearing flora worth knowing. CA LLUNA

saLvia pratensis â&#x20AC;&#x201C; die wiesen-saLbei

S

ie ist der Liebling der Hummeln

Wenn eine dicke Hummel auf der

und der Blumenwiesen-Lieb-

Unterlippe der Wiesen-Salbei landet und

haber. Wo man sie sieht, liegen

mit dem langen RĂźssel nach Nektar

meistens der Gesang der Grillen und der

sucht, wird eine Platte nach hinten ge-

Duft von Heuwiesen in der Luft. Anders

drĂźckt. Diese Platte ist Ăźber ein Gelenk

als Flockenblumen, Skabiosen oder all

mit den Staubfäden verbunden, und je

die gelben KorbblĂźtler ist sie leicht er-

weiter die Hummel in die BlĂźte taucht,

kennbar. Kein Wunder also, dass sie alle

desto stärker beugen sich die Staubfäden

mĂśgen, die Wiesen-Salbei.

baummechanismus nennt man dieses

Art; neben der Klebrigen Salbei (Salvia

Phänomen. Dabei wird der Pollen auf

glutinosa) ist sie leider

dem

die einzige einheimi-

Hummel

sche Art der riesigen

und es reicht nun,

Gattung, die rund 900 Hitparade der artenreichsten Gattungen soll sie damit etwa Platz 20 belegen, doch

1. edition 2018 224 pages, 107 colour illustrations hardback, 130 x 210 mm Original language: German Rights available: world-wide

auf den haarigen InsektenrĂźcken. Schlag-

Sie ist bei uns eine relativ häufige

Arten zählt. In der

F

weder chia noch

RĂźcken

Ist

saLtimbocca

diese

BlĂźte

die Hummel dieses

Liste. Viel spannender ist zu wissen, dass

Mal auf Nektarschleckerei geht, wird der

man nach Mittelamerika reisen muss, um

pollenbeladene RĂźcken die Narbe strei-

mĂśglichst viele Salbeiarten zu sehen â&#x20AC;&#x201C;

fen. Was sich etwas kompliziert anhĂśrt,

die irgendwie aus der Familie der Ericaceen stammen und kleine, weiĂ&#x;e oder rosafarbene BlĂźten haben. Womit natĂźr-

rosafarbenen Teppichen liegt und die wei-

lich ein babylonisches Chaos nicht zu ver-

:RONHQVFKLÎ?H ziehen.

Viel-

Heide,

meiden ist. Sind es

G O L F ST RO M-

die

zweifelsohne berĂźhm-

nun Heidekräuter, Besenheiden oder Erikas, welche fßr den rosa

G E PRĂ&#x201E; G T E S

Zauber nĂśrdlich von

RO SA

sind? Dass hier zwi-

in Deutschland. Mit

G E D I CH T

+HUPDQQ/¸QV Č&#x201A;

reits tief Ăźber dem

schon fĂźr eine solche

volkssprachlich alles in einen Topf geworIHQm+HLGH}LVWGHU1DPHIžUDOOH3ȾDQ]HQ

dazu: die HeideblĂźte im August. Wenn der Sommerhimmel groĂ&#x; und blau Ăźber den

teste Heidelandschaft

älter,

BlĂźteneingang. Wenn

nisch so ganz unterschiedlich ist, wird

schränken, gehÜrt etwas ganz bestimmt

burger

hängt der Griffel be-

wer interessiert sich

kleine SchĂźppchen, die an die Zweige von Thuja oder Zypressen erinnern. Was bota-

ben sollte. MĂśchte man seinen botanischen Wirkungskreis auf Europa be-

Heide

nächste

etwas

bei der Schnee-Heide (Erica carnea) sind die Blätter nicht nadelfÜrmig, sondern bilden

der Dinge, die man im Leben gesehen ha-

leicht Ăźber die LĂźne-

dass diese zu einer

tung, die nur ein Mitglied zählt. Anders als

Phänomene gehÜren einfach auf die Liste

gemächlich ßber die

nächsten Blßte fliegt.

â&#x20AC;&#x201C; D I E B E SE NH E I D E

lesie 5DÉ&#x17E;HVLD DUQROGLL  fĂźr andere die blĂźhenden HalbwĂźs-

WHQLP1DPDTXDODQGbČ&#x201A;JHZLVVHERWDQLVFKH

ÂĄHQ

der

abgesetzt,

VULGA RI S

žUPDQFKHLVWHVGLH5LHVHQUDÎ?-

1914) hat die Heide sogar einen eigenen

Celle

verantwortlich

schen Millionen von Calluna vulgaris auch hie und da eine Erica tetralix blĂźht, mindert

Dichter, und mit Gedichten wie ÂŤDer Haid-

das Verwirrspiel leider nicht.

hauer lässt sich in Gedanken wunderbar

:HLO GLH %HVHQKHLGH DXÎ?ÂŚOOLJ XQG ZHLW

in die Heidewelt eintauchen.

verbreitet ist, hat sie zudem zahlreiche

rund die Hälfte aller bekannten Arten

lässt sich auf der Wiese einfach beob-

Atlantische Heidelandschaften, wie die LĂź-

Lokalnamen. Wem dieser Namenswirr-

kommt in und um Mexiko vor. Anders als

achten. Und wenn grad keine Biene oder

neburger Heide eine ist, gibt es in Europa

warr MĂźhe macht, soll sich glĂźcklich

bei uns, wo nur Hummeln und allenfalls

Hummel als Schauspielerin auftauchen

einige. Atlantisch lässt vermuten, dass

groĂ&#x;e Bienen als Bestäuber infrage kom-

mag, kann man das Schauspiel auch sel-

dieser Vegetationstyp besonders in den

men, spielen in SĂźdamerika VĂśgel, allen

ber mit einem Grashalm auslĂśsen.

vom Golfstrom geprägten Ländern vor-

schätzen, nicht im Kapland zu wohnen, denn im südlichen Afrika gibt es neben HLQJHI¾KUWHQ%HVHQKHLGHQJDQ]H(UL

voran Kolibris, eine groĂ&#x;e Rolle im Ge-

FĂźr den Menschen hat die Wie-

kommt. Es erstaunt deshalb wenig, dass

schäft mit Nektar und Pollen. Es muss ein

sen-Salbei nur wenig Nutzen: Ihre Blätter

groĂ&#x;e Besenheidebestände besonders auf

tenfarben und -formen. TrĂśstlich der Ge-

Schauen sein, wenn die Kolibris, die ÂŤflie-

sind zu wenig aromatisch, als dass man

den Britischen Inseln und im Nordwesten

GDQNHGDVVHVGLH3ČľDQ]HQRKQHKLQQLFKW

kaarten mit den unterschiedlichsten BlĂź-

genden Edelsteine, die prächtigen, meist

sie zum WĂźrzen brauchen kĂśnnte, und

YRQ(XURSD]XČ´QGHQVLQG

kßmmert, wie wir sie nennen. Was zählt,

rot blßhenden Salbeiarten bestäuben!

ihre Samen zu wenig zahlreich und zu

Calluna vulgaris ist der wissenschaftliche

ist einzig, dass man sie gesehen hat, die

Doch auch bei uns lohnt es sich sehr, dem

klein, als dass man sie als modisches

Name der Art, welche fĂźr das zarte Rosa

schier endlosen rosafarbenen Teppiche, auf denen weiĂ&#x;e Heidschnucken weiden,

Spektakel der Salbeibestäubung beizu-

Nahrungsergänzungsmittel verwenden

ganzer Landschaften verantwortlich ist.

wohnen. Bei allen 900 Arten läuft die Be-

kĂśnnte, wie etwa diejenigen der Mexika-

Auch wenn sie oft als Erika bezeichnet

stäubung ähnlich ab.

nischen Salbei (Salvia hispanica).

wird, gehÜrt sie in eine eigenständige Gat-

{ 178 }

wenn alles heiĂ&#x; und trocken ist, im Augustheidesommer.

{ 40 }

IN_Flora_amabilis_2A.indd 178

05.02.18 11:37

IN_Flora_amabilis_2A.indd 179

05.02.18 11:37

Felix Platter

The herbarium of Felix Platter Switzerlandâ&#x20AC;&#x2122;s oldest scientific collection of plants Felix Platter (1536â&#x20AC;&#x2030;â&#x20AC;&#x201C;1614) was one of the most influential scientists of his time: Although physician by main occupation, Platter spent a lot of time on botanical issues. He raised plants for medicinal purposes and compiled a private herbarium displaying most of the native plants from Western Europe. Although ten of his herbariumâ&#x20AC;&#x2122;s originally eighteen volumes are lost today, the remaining eight constitute an invaluable treasure. They have been restored and are preserved by the Burgerbibliothek Bern (Switzerland). The book at hand presents a representative selection of Platters herbarium, explains its values, and tells the story of Platterâ&#x20AC;&#x2DC;s eventful life. Doppelseite 144/145

Doppelseite 148/149

Rechts: Gepresste Pflanze von Platter mit Lilium sylvestre/Martagon/Hyacinthus poetarum/Asphodelus beschriftet. Der TĂźrkenbund ist eurasiatisch verbreitet und mit bis Ăźber 1 m HĂśhe die stattlichste europäische Lilie. Der deutsche Name geht auf die Ă&#x201E;hnlichkeit der zurĂźckgeschlagenen BlĂźtenblätter mit einem orientalischen Turer TĂźrkenbund (Lilium martagon) gehĂśrt zur Fa- ban zurĂźck. Die goldgelbe Zwiebel gab der Art auch den milie der Liliengewächse. Er ist ein Beispiel aus Namen Goldapfel, Goldwurzel oder GoldbĂślla. Sie wurPlatters Band 33 mit der Fortsetzung der Lilienähnlichen, de auch von Alchimisten eingesetzt und hatte den Ruf mit den eigentlichen Lilien, den Narzissen, den Lauchge- eines Allzweck-Heilmittels. Platter kannte von der beliebten Zierpflanze bereits attraktive ZĂźchtungen. wächsen und den Orchideen. Links: Direkt auf den Papierbogen aufgemalte, aquarel- (Signatur Burgerbibliothek: ES 7.2 S. 222, 223) lierte Zeichnung von einem unbekannten KĂźnstler.

D

1. edition 2016 208 pages, more than 300 colour illustrations (including over 100 high quality photographs of pages from Platterâ&#x20AC;&#x2122;s herbarium) hardback, 260 x 335 mm Original Language: German Rights available: world-wide

D

ie Echte Lungenflechte (Lobaria pulmonaria) ist eine Blattflechte aus der Familie der Lungenflechten. Sie ist ein Beispiel aus Platters Band 49 mit blßtenlosen Pflanzen wie Farnen, Schachtelhalmen, Bärlappen, Flechten und Moosen, aber auch mit distelartigen Korbblßtern. Links: Kolorierter Holzschnitt aus dem Kräuterbuch von Leonhart Fuchs (1543), von Thomas Platter dem Jßngeren als Pulmonaria Lungenkraut bezeichnet. Rechts: Gepresste Flechten, von Platter mit Lichen arboreum alter/Muscus pulmonaceus ßberschrieben. Es handelt sich bei diesem Beleg zwar um eine Flechte, aber es ist eine andere Art, nämlich das sogenannte Isländische Moos (Cetraria islandica). Die Echte Lungenflechte kann einen Durchmesser von mehr als 30 cm erreichen und kommt vom Hohen Norden bis in die Berglagen des Mittelmeerraumes vor. Sie wächst in feuchten, niederschlagsreichen Lagen, vorwiegend auf der Rinde von Ahorn und Esche. Da die Art sehr

Doppelseite 146/147

empfindlich auf Luftschadstoffe reagiert, ist sie heute sehr selten geworden und oft gefährdet. Nach der sogenannten Signaturenlehre, die davon ausgeht, dass es zwischen menschlichen Organen und Heilmitteln optische Analogien gibt, wurde die Echte Lungenflechte seit dem Mittelalter bei Lungenleiden verwendet. In der HomÜopathie wird die Art noch heute bei Husten eingesetzt. Dem von Platter gesammelten Isländisch Moos wird ebenfalls eine hustenstillende Wirkung nachgesagt. (Signatur Burgerbibliothek: ES 70.8 S. 102, 103)

Doppelseite 150/151

D

Rechts: Gepresste Pflanzen, die Seite von Platter mit Ophris Ăźberschrieben, zum Exemplar rechts wurde Ex monte Pilati (ÂŤvom PilatusÂť) geschrieben. Das GroĂ&#x;e Zweiblatt ist eine bis 50 cm hohe Orchidee mit eurasiatischer Verbreitung und wächst auf Magerrasen, Wiesen, in Flachmooren und in frischen Wäldern. Die as GroĂ&#x;e Zweiblatt (Listera ovata) ist ein Vertreter BlĂźten sind eher unscheinbar gelbgrĂźn, da sich die Art auf der Familie der Orchideen. Es ist ein Beispiel aus die Bestäubung durch Käfer und Schlupfwespen speziaPlatters Band 33 mit der Fortsetzung der Lilienähnlichen, lisiert hat, die sie mit Nektar anlockt. Wie der Name sagt, mit den eigentlichen Lilien, den Narzissen, den Lauchge- hat die Pflanze meist nur zwei Laubblätter, Platter konnte aber auch eine Pflanze mit drei Blättern sammeln, die er wächsen und den Orchideen. Links: Aquarellierte Federzeichnung von Weiditz und als Ophris trifolia (dreiblättrige Ophris) bezeichnete. rechts davon ein kolorierter Holzschnitt aus Fuchsâ&#x20AC;&#x2DC; (Signatur Burgerbibliothek: ES 70.2 S. 354, 355) Kräuterbuch von 1543.

as Einjährige Silberblatt (Lunaria annua) gehĂśrt zur Familie der KreuzblĂźtler. Es ist ein Beispiel aus Platters Band 34 mit vorwiegend KreuzblĂźtengewächsen und einigen Glockenblumen. Links: Kolorierter Holzschnitt, Probedruck fĂźr die Fortsetzung des Kräuterbuches von Leonhart Fuchs. Die BlĂźnur wegen der schĂśnen BlĂźten, sondern auch wegen der tenfarbe ist in natura eher violett. Rechts: Gepresste Pflanze mit BlĂźten und FrĂźchten, von dekorativen Fruchtstände ist die Art oft in Bauerngärten zu finden. Nach dem Abwerfen der Fruchtdeckel und der Platter mit Lunaria maior/Viola latifolia beschriftet. Das Einjährige Silberblatt ist eigentlich eine zweijährige Samen bleibt die silbrig glänzende Innenseite der SchĂśtPflanze, die erst im zweiten Jahr blĂźht. Das ursprĂźngliche chen an den Sprossen, die fĂźr TrockensträuĂ&#x;e verwendet Verbreitungsgebiet dieser Schuttart ist SĂźdeuropa bis zu werden kĂśnnen. den Alpen, als beliebte Gartenpflanze wurde sie aber be- (Signatur Burgerbibliothek: ES 70.3 S. 106, 107) reits in Mitteleuropa Ăźber ganz Europa verbreitet. Nicht

P p

P p

D

152

153

P p 164

P p 165

Pfau-Schellenberg / Luc Lienhard

100 Old Apple and Pear Varieties The Masterpiece ÂŤSwiss Fruit VarietiesÂť 50 apple and 50 pear varieties comprehensively described and illustrated in detail â&#x20AC;&#x201C; thatâ&#x20AC;&#x2122;s the pomological masterpiece ÂŤSwiss Fruit VarietiesÂť, published by Gustav Pfau-Schellenberg in 1872. This bibliophile reprint is supplemented by an introduction considering the book in the context of the history of pomology and recognizing the outstanding achievement of all participants.

1. edition 2017 280 pages, 100 colour illustrations and more than 120 colour photographs hardback, 300 x 240 mm Original language: German Rights available: world-wide

Stuttgarter Gaishirtel

Diel Cl. I. Ordn. 3. Lucas Cl. I. Ordn. 1. (S . * * !â&#x20AC; )

WaldhĂśďŹ&#x201A;er Holzapfel Seite 132

(Rousselet de Stoutgard) Syn. Gaishirtle, Stuttgarter Russelet, Wahre Stuttgarter Gaishirtel

Vorkommen Diese deutsche Nationalbirne mangelt selten in den Tafelobstgärten der Schweiz, ist aber am häuďŹ gsten in den angrenzenden deutschen Staaten zu ďŹ nden. Sie ist in der Gegend von Stuttgart von einem Ziegenhirten als Wildling aufgefunden und durch ihn bekannt geworden. J. J. Walter von Stuttgart war, nach Diel, der erste deutsche Pomologe der ihrer schon im Jahre 1779, jedoch nur dem Namen nach erwähnte. Der Baum gedeiht in jeder Bodenart. Nach dem ÂŤIllustrirten HandbuchÂť soll er im rauhen Klima schon etwas zärtlich und nur fĂźr Hausgärten und an geschĂźtzten Stellen hochstämmig noch zu empfehlen sein. In St. Gallen (2000 FuĂ&#x; Ăźb. M.) kĂśmmt er noch gut fort.

tisch, mit einer sehr langen auslaufenden Spitze, eirund, rundlich, meist herzfĂśrmig, stehen mit den Rändern etwas aufwärts, sind aber am Stiel etwas rĂźckwärts gebogen und haben eine kurze, halbaufgesetzte Spitze. Wie die Form, so ist auch ihre GrĂśĂ&#x;e verschieden, es giebt 1 Âźâ&#x20AC;&#x153; breite und 2â&#x20AC;&#x153; lange, 1 žâ&#x20AC;&#x153; breite und 2â&#x20AC;&#x153; 4â&#x20AC;&#x153;â&#x20AC;&#x2DC; bis 7â&#x20AC;&#x153;â&#x20AC;&#x2DC; lange Blätter; obschon am Blattsaume etwas wollig, sind sie doch gewĂśhnlich glatt, meist ganzrandig, zuweilen wellenfĂśrmig, ziemlich dunkelgrĂźn und langgestielt (1 bis 1 ½â&#x20AC;&#x153; lang), ohne Afterblätter. Die Blätter der BlĂźthenaugen sind nicht grĂśĂ&#x;er, haben dagegen aber längere Stiele. Der Baum trägt bald und alljährlich und sehr oft reichlich.

Eigenschaften des Baumes Der Baum wird nur mittelgroĂ&#x;, wächst ziemlich lebhaft, hat eine pyramidale Krone mit spitzwinklig anliegenden Aesten, welche sehr frĂźh eine Menge FruchtspieĂ&#x;e ansetzen. Die Sommertriebe sind ansehnlich lang, nicht sehr stark, etwas stuďŹ g, an der Spitze verdickt und wollig, oft ein wenig gewunden, auf der Sonnenseite mit einem ganz dĂźnnen Silberhäutchen geďŹ&#x201A;eckt, violetartig braunroth, ziemlich glänzend und nur mit sehr wenigen, unten am Triebe deutlich sichtbaren, feinen weiĂ&#x;grauen Punkten besetzt. Das Fruchtholz ist stark silberhäutig und kurz. Die BlĂźthenknospen sind kegelfĂśrmig, stumpfspitz, dunkelbraun, oft stark silberhäutig und abstehend. Die Augen sind dick und sehr spitz, stehen unten am Trieb sehr weit, oben nur wenig ab, sind braun und weiĂ&#x; geschuppt und sitzen auf stark vorstehenden, häuďŹ g in der Mitte etwas gerippten Augenträgern. Die Blätter sind durchschnittlich klein und verschieden in der Form, ellip-

Eigenschaften der Frucht Die Gestalt der Birne ist perlfĂśrmig, nach oben kugelig, nach unten, dem Stiel zu, stumpfkegelfĂśrmig, ähnlich der langstieligen franzĂśsischen Blankette. Der Bauch sitzt 2/3 der ganzen Fruchtlänge nach dem Kelch hin, um den sie sich halbkugelfĂśrmig, zuweilen auch etwas plattrund zuwĂślbt. Nach dem Stiel macht sie eine starke Einbiegung und endigt mit einer schĂśnen, abgestumpften Spitze. Die Frucht ist klein gewĂśhnlich 1â&#x20AC;&#x153; 3â&#x20AC;&#x153;â&#x20AC;&#x2DC; (39 mm) breit und 1â&#x20AC;&#x153; 9â&#x20AC;&#x153;â&#x20AC;&#x2DC; (57 mm) lang. Der Kelch ist vollkommen, offen, weich, langgespitzt und schmalblätterig, meist sternfĂśrmig, obenauf oder ďŹ&#x201A;achsitzend, zuweilen mit mehreren Falten oder kleinen Beulen umgeben, welche die KelchďŹ&#x201A;äche uneben machen. Der Stiel ist verhältniĂ&#x;mäĂ&#x;ig stark, ungleich lang, er differirt zwischen 5 und 10â&#x20AC;&#x2DC;â&#x20AC;&#x2DC;â&#x20AC;&#x2DC;, holzig, wie eingesteckt, selten in einer kleinen Grube, ist aber stets mit einigen feinen Rippen, oft auch nur von einem etwas starken Fleischwulst umgeben, wodurch die abge-

[ 214 \

stumpfte Spitze ungleich wird. Die Schale ist zart, fein, am Baume leicht beduftet, glatt, etwas stark, später geschmeidiger, blaĂ&#x; hellgrĂźn, dann gelblichgrĂźn; ist sie hellgelb, so ist gewĂśhnlich die Frucht schon Ăźberreif und teig. Die Sonnenseite der freihängenden FrĂźchte ist mit einer erdartigen, bräunlichen RĂśthe stark verwaschen, welche bei nur etwas beschatteten FrĂźchten oft aus einer groĂ&#x;en Menge bräunlicher, rothumkreister Punkte besteht, während auf der Schattenseite diese Punkte dunkelgrĂźn erscheinen. Um die KelchwĂślbung zeigen sich ganz feine, grĂśĂ&#x;ere oder kleinere RostanďŹ&#x201A;Ăźge oder Figuren, die schwach rauh anzufĂźhlen und zimmetfarbig sind. Die Frucht hat nur einen schwachen Geruch und welkt nicht. Das Fleisch ist weiĂ&#x;, wohlriechend, etwas kĂśrnig, saftvoll, butterhaft schmelzend, von einem sĂźĂ&#x;en, gewĂźrzhaften, fein zimmetartigen oder von einem erhabenen, sĂźĂ&#x;säuerlichen Muscatellergeschmack; zu frĂźh genossen, ist das Fleisch fast abknackend und gewĂźrzlos, um das Kernhaus herum etwas steinig. Das Kernhaus ist klein und geschlossen, die Kammern länglich und geräumig, mit wenig vollkommenen, kaffeebraunen Kernen. Die Frucht reift Ende August und Anfangs September, hält nur wenige Tage im besten Stadium ihrer Reife. Es giebt nicht viele FrĂźchte, bei denen dieses Stadium so schwer zu treffen ist. Der richtige Zeitpunkt ihrer hĂśchsten GĂźte ist der, wenn das GrĂźne inâ&#x20AC;&#x2122;s Gelbe Ăźbergehen will.

Winter-Goldparmaine Seite 134

WeiĂ&#x;er Winter-Calville Seite 136

Nutzung Die Stuttgarter Gaishirtel ist eine der allerkĂśstlichsten Birnen, muĂ&#x; aber wenigstens acht Tage vor der Zeitigung gepďŹ&#x201A;Ăźckt werden. Sie verdient die allgemeinste Verbreitung.

[ 256 \

39


F LOR A

Rita Lüder

Grundlagen der Feldbotanik

Familien und Gattungen einheimischer Pflanzen

Rita Lüder

Basics of Field Botany Knowing families and species of native plants Recognizing plants, differentiating between botanical families, and understanding ecological relations: This is on the agenda of this teaching and learning manual. In a well devised and comprehensible way, the book lists 36 plant families, 60 genera and more than 600 species. The plants are given with full information on distribution, leaves, flowers, and fruit, richly illustrated with photos and drawings. Furthermore, there are tables on how to avoid confusion with plants of other families or genera along with brief portraits of the most important family or generic characteristics. 92

Familie Korbblütler Asteraceae

Familie Korbblütler Asteraceae

CH DE 400

93

Gattung Habichtskraut Hieracium

 400

153

Gattung

→ Blüten in köpfchenförmigen Blütenständen mit Hüllblättern → Typische Röhren- und/oder Zungenblüten

→ Staubbeutelröhre (Staubblätter nie frei und einzeln sichtbar) → Griffel stets mit 2 Narben

→ Unterständiger Fruchtknoten bildet Nussfrüchte (Achänen) → Kelch oft als Pappus («Pusteblume») ausgebildet Leicht verkannte Korbblütler Neben der Möglichkeit, Korbblütler mit Vertretern aus anderen Familien zu verwechseln, werden einige Gattungen und Arten oft nicht als Korbblütler erkannt. Dies

1. edition 2018 864 pages colour photographs throughout hardback, 155 x 225 mm Original language: German Rights available: world-wide, except French

betrifft vor allem solche, bei denen nur wenige Blüten in einem Körbchen stehen.

Verbreitung

Ausgewählte Arten mit Zungenblüten (Cichorioideae)

Die wichtigsten Familien-Merkmale auf einen Blick

→ Blätter meist einfach und wechselständig, häufig Rosetten

Schafgarbe Dolden entspringen einem Punkt und sind regelmäßig verzweigt

Ihren Namen verdankt diese Gattung dem Habicht («hierax» = Habicht), der seine

habichtskraut hieracium

Sehkraft der Legende nach mit dem Milchsaft dieser Pflanzen schärft. Anderen Erklärungen nach wachsen Habichtskräuter nur in den für Vögel erreichbaren Höhen – oder ihre Zungenblüten gleichen Raubvogelschwingen. Diese Gattung ist mit annähernd 1000 Arten eine der artenreichsten. Sie sind in Amerika, Nordasien und Europa vertreten. In Mitteleuropa gibt es je nach Auslegung von Arten und Unterarten zwischen 150 und 200 Arten. Die Bestimmung ist durch die große Anzahl der Arten und die häufig vorkommende Bastardbildung und den dadurch bedingten Formenreichtum zum Teil sehr schwierig.

Blätter Die meisten Arten sind ausdauernde, krautige Pflanzen. Die Stängel sind einfach oder verzweigt. Oft ist ausschließlich oder zusätzlich zu einem bis zahlreichen Stängel-

Orangerotes Habichtskraut Doldiges Habichtskraut

Wasserdost

→ 4-6 Röhrenblüten in einem Köpfchen

blättern eine Grundblattrosette vorhanden. Sie kann jedoch auch fehlen. Ihr Fehlen oder Vorhandensein liefert ebenso wie die Anzahl der Blätter am Stängel wichtige

Beim Alpen-Milchlattich (Cicerbita alpina) schließen sich die Blütenköpfe nachts und bei Regen. Bevorzugter Standort sind subalpine Hochstaudenfluren und Bergwälder.

Der Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis) ist an den schmalen Blättern, den langen Hüllblättern und dem geschnäbelten, spinnwebartigen Pappus zu erkennen.

Der Mauerlattich (Mycelis muralis) ist die einzige Art in dieser Gattung. Meist stehen nur 5 Zungenblüten in den kleinen Köpfchen. Standort sind Wälder und Gebüsche.

Die Wegwarte (Cichorium intybus) wurde seit dem Mittelalter zur Arzneimittelherstellung genutzt. Ihre Blütenköpfe sind nur morgens bei Sonnenschein geöffnet.

Bei der Rauen Gänsedistel (Sonchus asper) können in jedem der bis zu 200 Blütenköpfe 250 Achänen gebildet werden, das sind bei einer Pflanze etwa 50 000 Früchte.

Der Lämmersalat (Arnoseris minima) ist ein einjähriges Ackerwildkraut und gedeiht auf offenen Sand- und Lehmböden. Er ist der einzige Vertreter dieser Gattung.

Merkmale für die Artbestimmung. Dies ist unbedingt im Gelände zu prüfen, wenn die Pflanze nicht vor Ort bestimmt wird.

Ambrosie → Unscheinbare, weibliche und männliche Blüten in getrennten Blütenköpfen

Edelweiß

→ Blütenköpfe mit wenigen

Röhrenblüten stehen in behaarten, sternförmigen Hochblättern

Hasenlattich

→ Nickende Köpfchen mit

Orangerotes Habichtskraut

nur wenigen Blüten

Blaugrünes H. Rosette

Gewöhnliches Habichtskraut

Glattes Habichtskraut

WaldHabichtskraut

Kleines Habichtskraut Rosette

Yann Fragnière, Nicolas Ruch, Evelyne Kozlowski, Gregor Kozlowski

Botanical Basics at a Glance 40 European Plant Families "Botanical Basics at a Glace" presents 40 plant families, which are among the most common flora in Central Europe and represent an indispensable basis for every botanist. A double page with diagrams, photos and graphics provides a quick overview of each family. A representative selection of species with short style portraits illustrates each family. Rosaceae

100%

J

J

A

S

O

N

D

Viele freie Fruchtblätter mit mehreren Samenanlagen

Balgfrüchte

Anzahl der Gattungen ≈

F

M

A

M

J

J

A

S

O

N

D

Holzige Arten

0%

Wechselständige Blätter

Giftigkeit

Viele freie Fruchtblätter mit je einer einzigen Samenanlage

sauer

Achänen (Nüsschen)

basisch

kalt

warm

Maloideae

Apfel

Habitate

Malus

Wälder Gebirge Wasserpflanzen

Verwachsene Fruchtblätter

Sumpfpflanzen Magerwiesen

Unterständiger Fruchtknoten

Scheinfrucht, entstanden aus Blütenboden und Achsengewebe

Ruderalstandorte Fettwiesen 0%

10 %

Prunoideae

20 %

Same

Fleischige Frucht

Staubblätter

fruchtbarer Boden

kalt

warm

Wälder Gebirge Pionierpflanzen niedriger Lagen Wasserpflanzen Sumpfpflanzen

Gruppe mit 3 Blüten (zuweilen 2)

Magerwiesen Ruderalstandorte

:

P 0-6 • A 1-4Bl. :

Tragblatt

Fettwiesen 0 %

Bl.

Weibliche Blüten sehr zahlreich in einem aufrecht stehenden Kätzchen

Habitate

XEs sind immer 2 Fruchtblätter verwachsen und enthalten 2 Samenanlagen, von denen sich jedoch nur eine entwickelt.

Blütenformel:

Perigonblätter reduziert oder fehlen

basisch

Steinfrucht

Prunus

5 • A 10-î • G 1-î

Einfache Blätter, doppelt gesägt

feucht

karger Boden

XDie Kelch- und Kronblätter sind nicht unterschieden (Perigonblätter), sie sind reduziert oder nicht vorhanden.

Pionierpflanzen niedriger Lagen

Männliche Blüten, sehr zahlreich in einem hängenden Kätzchen

Tragblätter trocken sauer

XDie Tragblätter der weiblichen Blüten können bei der Reife verschiedene Formen annehmen: Sie werden holzig und bleiben fest an der Achse (Alnus), sie entwickeln sich zu einer blättrigen Hülle und bilden eine Röhre (Corylus), sie bilden sich um in einen Flügel mit 3 Lappen (Carpinus), oder sie fallen zur gleichen Zeit ab wie die Frucht (Betula).

Gewölbter Blütenboden (oberständige Fruchtknoten)

fruchtbarer Boden

karger Boden

Einhäusige Pflanze Gruppe aus 2–3 Blüten

Ökologische Präferenzen

XDie männlichen Blüten (ebenso wie die weiblichen Blüten) stehen eng zu zweit oder dritt zusammen in der Achsel eines oder mehrerer Tragblätter.

Fragaria

feucht

Giftigkeit

XDie männlichen und weiblichen Blüten sind in getrennten Blütenständen zusammengefasst: hängende Kätzchen bei den männlichen Blüten und häufig aufrecht stehende Kätzchen bei den weiblichen Blüten.

Fleischige Scheinfrucht, entstanden aus dem Blütenboden

Ökologische Präferenzen trocken

Samenausbreitung

XDie Blätter stehen wechselständig, sind einfach und doppelt gesägt. Die Nebenblätter sind selten sichtbar, denn sie fallen rasch ab.

Achänen

Hohler Blütenboden (unterständige Fruchtknoten)

20 %

40 %

Blüte

60 %

Freie Narben

P 0-6 • G 2

Frucht: Achäne, Flügelfrucht

Frucht: Achäne, Steinfrucht, Balgfrucht – häufig entstehen Scheinfrüchte (z. B. Apfel, Erdbeere)

Anzahl der Arten ≈

Betula 50%

J

Bestäubung

XEs handelt sich um einhäusige und holzige Arten (Bäume oder Sträucher).

Rosa

XDie Familie ist traditionell in 4 Gruppen (Unterfamilien) aufgeteilt: - Spiraeoideae (z. B. Spiraea): Jedes der 1 bis 5 freien Fruchtblätter umgibt mehrere Samenanlagen, sie entwickeln sich zu Balgfrüchten. - Rosoideae (z. B. Rosa, Alchemilla, Fragaria, Rubus, Potentilla): Viele freie Fruchtblätter mit einer einzelnen Samenanlage entwickeln sich zu einer Achäne (Nüsschen) oder Steinfrucht. - Maloideae (etwa Malus, Sorbus, Crataegus): 1 bis 5 mehr oder weniger verwachsene Fruchtblätter mit wenigen Samenanlagen entwickeln sich zu einer «Apfelfrucht» (der Blütenboden und der Fruchtknoten bilden eine fleischige Scheinfrucht). - Prunoideae oder Amygdaloideae (z. B. Prunus): Ein einziges Fruchtblatt mit jeweils nur einer Samenanlage entwickelt sich zu einer Steinfrucht.

•C

M

Rosoideae

XJede Blüte besteht aus 5 Kron-, 5 Kelch- und vielen Staubblättern.

K 5

A

Samenausbreitung

XDie Blätter stehen wechselständig, sind einfach oder zusammengesetzt und tragen Nebenblätter.

Blütenformel:

M

100%

Wichtige Gattungen Birke (Betula) Erle (Alnus) Hasel (Corylus) Hainbuche (Carpinus)

0%

F

Blütezeit

Birkengewächse

Samen

Spiraea

50%

J

Bestäubung

XEs handelt sich um krautige Arten, die häufig mehrjährig sind, oder holzige Formen (Bäume und Sträucher).

1. edition 2018 320 pages, colour illustrations and photos throughout hardback, 170 x 235 mm Original language: German Rights available: world-wide, except French

Betulaceae

Spiraeoideae

Blütezeit

Rosengewächse Wichtige Gattungen Fingerkraut (Potentilla) Brombeere, Himbeere und Verwandte (Rubus) Mehlbeere, Vogelbeere (Sorbus), Rosen (Rosa) Kirsche, Pflaume, Schwarzdorn (Prunus) Frauenmantel (Alchemilla) Apfel (Malus), Birne (Pyrus) Weißdorn (Crataegus) Wiesenknopf (Sanguisorba) Erdbeere (Fragaria) Steinmispel und Zwergmispel (Cotoneaster) Nelkenwurz (Geum)

Ein einziges Fruchtblatt mit einer einzelnen Samenanlage

91 2950

170 / Rosaceae

Anzahl der Gattungen ≈

Same

Kern (hartes Endokarp)

Anzahl der Arten ≈

Rosaceae / 171

2 verwachsene Fruchtblätter

6 167

184 / Betulaceae

Betulaceae / 185

Ingeborg M. Niesler / Angela K. Niebel-Lohmann

Visual Atlas of Flowering Plants 200 Botanic Families Nature has developed a dazzling array of forms and colours in flowering plants. And not less manifold are the appearances and shapes of leaves and fruits. This splendid illustrated book provides a portrait of 200 botanic families throughout the world. The individual plant parts are arranged in a side-by-side image gallery. The plates offer a unique insight into the world of flowering plants. On the black background flowers, leaves, stamens, and fruits try to outshine each other. Various plant organ cross sections reveal the interior of the plants. The splendid images are accompanied by concise texts on the plant families. G

M

O

Q

A D S

E

L

H

M

A

F

D

G

A

B R J

H

40

A–I: Acanthus spinosus A: Blüte seitlich, B: Blüte von unten, C: Blüte von oben, D: Kelch, E: Blüte frontal, F: Blüte Längsschnitt geöffnet, Fruchtknoten herausgestellt, G: einfach gefiedertes Blatt, H: Fruchtknoten Querschnitt, I: Frucht seitlich, dazwischen ein Same.

Unterfamilien | Acanthoideae, Nelsonioideae, Thunbergioideae, Avicennioideae. Gattungen | Rund 250 – darunter bekannte wie Acanthus, Fittonia, Justicia, Pachystachys, Ruellia, Thunbergia Arten | Rund 4000 Verbreitung | Die meisten Arten stammen aus den Tropen, Subtropen und gemäßigten Gebieten; Diversitätszentren im indo-malayischen Raum, in Afrika, Zentralamerika und Brasilien. Wuchsform | Meist ausdauernde, selten einjährige Kräuter, selten Epiphyten, selten verholzt, dann Sträucher, Halbsträucher oder kleine Bäume (Mangroven: Avicennia), einige im Uhrzeigersinn windende Kletterpflanzen. Manche dornig,

J–L: Porphychroma poliana J: unreife Frucht, K: Samen, L: Staubgefäße. M: Strobilanthes cusia Staubgefäße, N: Justicia candicans Stamina, O–U: Thunbergia alata O: Blüte frontal, darunter von unten, P: Blüte seitlich, Kelch entfernt, rechts vergrößert, Q: Blüte längs aufpräpariert, R: Stigma

Dornen aus reduzierten Laubblättern oder modifizierten Trag- oder Deckblättern. Blätter | Blattstellung: meist in grundständiger Rosette oder gegenständig, selten wechselständig oder wirtelig. Anisophyllie kommt vor. Spreite: einfach, selten geteilt (Abb. G). Blattrand: glatt, gekerbt, gezähnt, gesägt. Bei manchen Arten treten Zystolithen auf. Blüten | Einzelblüten bis zu Dichasien; Zwitterblüten in der Regel 5-zählig (Abb. A bis C, E, O), meist mit fünf Kelchblättern, selten vier, Kronblätter trichterförmig verwachsen, gleichlang oder 1-, 2-, 3-lippig, meist zygomorph (Abb. E), selten resupinat. Tragblätter oft gefärbt oder grün, je Blüte zwei Deckblätter. Ehemals 5 Stamina

V

O I

U

seitlich, S: Stigma frontal, T: Stamen, links von hinten, rechts frontal, U: Fruchtknoten, oben seitlich, links unten quer, rechts unten längs, V: geöffnete Frucht von Brillantaisia spec.

auf 2 oder 4 fertile reduziert (Abb. L - N). Staubblätter frei oder paarweise verwachsen (Abb. L und N). Fruchtknoten oberständig, 2-fächerig (Abb. H, U). Blütenformel: Ornithophilie (Nektarvögel, Kolibris), Entomophilie (Hymenopteren, Tag- und Nachtfalter), Chiropterophilie (Fledertiere). Früchte | Meist loculizide Kapselfrüchte, öffnen sich mit zwei Klappen, Schleudermechanismus. Selten Steinfrüchte. Samen zu zweit oder viele je Fruchtfach, auf manchen Samen kommen hygroskopische Saughaare vor, die der Wasseraufnahme dienen. Nutzung | Die Familie enthält viele Zier- und Zimmerpflanzen (z.B. Schwarzäugige Susanne – Thunbergia alata, Abb. O bis U). Aus

den Blättern der Malabarnuss (Justitia adhatoda) wird ein Insektizid gewonnen, außerdem wirken die Inhaltsstoffe schleimlösend und bronchienerweiternd, sodass Extrakte als Asthma- und Heuschnupfenmittel eingesetzt werden. Andrograhpispaniculata wird sowohl in der ayurvedischen Medizin verwendet als auch in der traditionellen chinesischen Medizin («Indisches Echinacea»). Wissenswert | «Akanthos» (altgriech.: der Dornige) ist in der Kunstgeschichte die Bezeichnung eines Ornaments. Die Blätter von Acanthus spinosus.(Abb. G) waren Vorbild für die stilisierten Blatt-Ornamente auf korinthischen Säulen.

C

Q

K

G

A–G: Adoxa moschatellina A: Habitus, B: Blütenstand seitlich, C: Rhizom, D: Blüte von unten, Kelch, E: verwachsene Blütenhülle, F: Blütenstand Längsschnitt, G: Fruchtknoten,

H–K: Sambucus nigra H: Blütenstand Aufsicht, I: einfach gefiedertes Blatt, J: Blüte Aufsicht, K: links reife Frucht, rechts Längsschnitt reife Frucht,

Gattungen | Vier Gattungen mit

Blätter | Blattstellung: gegenstän-

etwa 220 Arten: Adoxa (drei bis vier Arten), Sinadoxa (eine Art), Sambucus (zehn Arten), Viburnum (rund 200 Arten). Hauptverbreitung | Gemäßigte bis subtropische Breiten der Nordhalbkugel Wuchsform | Sträucher, Bäume, Stauden

dig (Abb. A); Blattspreite einfach oder zusammengesetzt (Abb. I); Blattrand glatt, gesägt oder gezähnt; Nebenblätter sehr klein oder fehlend. Blüten | Endständige zymöse Blütenstände, oft in schirmförmigen Rispen (Abb. H), ährig, doldig oder kopfig (Abb. F)), Einzelblüten radi-

P

N

L–Q: Viburnum X bodnantense (= V. farreri X V. grandiflorum) L: Teilblütenstand, M: Blüte Aufsicht, N: Blüte Längsschnitt, O: Stigma und Nektarium, P: Kelch, Nektarium und Fruchtknoten Querschnitt, Q: reife Frucht, links Längsschnitt

ärsymmetrisch, (4-)5-zählig (Abb. B, J), 5 verwachsene Kelchblätter, Staubblätter meist 5 (Sambucus, Viburnum), selten geteilt, dann scheinbar 8 oder 10 (Adoxa, Abb. B); Fruchtknoten halbunterständig (Abb. G) oder unterständig (Abb. N), aus 3, 4 oder 5 Fruchtblättern. Früchte | Beeren, beerenartige Steinfrüchte

Nutzung | Der in Mitteleuropa häufige Holunderstrauch (Sambucus nigra) wird als Nahrungs- (VitaminC- und kaliumreich) und Färbemittel verwendet. Da alle Pflanzenteile giftige Cyanglykoside enthalten, die durch Erhitzen zum großen Teil zerstört werden, sind die Früchte erst nach dem Kochen genießbar.

3

4

H

B

J

MOSCHUSKRAUTGEWÄCHSE Ordnung: Dipsacales - Kardenartige

B T

N

I

E

C

I

K

A-K: Actinidia chinensis A: beblättertes Sprossstück mit Blüte, Aufsicht, B: Blattunterseite, C: gezähnter Blattrand, D: Blüte frontal, E: Blüte von unten, F: Androeceum, G: Blüte Längsschnitt, H: junge Frucht Querschnitt, I: junge

Frucht Längsschnitt, J: reife Frucht Querschnitt, K: reife Samen, rechts ein Same Längsschnitt

Gattungen | Drei Gattungen mit

mit den Kronblättern verwachsen, porizide Antheren, Pollen 2-zellig, z.T. in Tetraden, tricolporat, Fruchtknoten oberständig (Abb. I), synkarp, 3 – 5 (–viele) Fruchtblätter, meist ein Griffel je Fruchtblatt, der auch während der Fruchtreife erhalten bleiben kann, daher der Name Strahlengriffel (griech. actis= Strahlen). Früchte | Beeren (Abb. J) oder Kapseln

rund 350 Arten: Saurauia (rund 300 Arten), Actinidia (55 bis 60 Arten), Clematoclethra (eine Art) Hauptverbreitung | Tropisches Asien und Amerika, gemäßigtes OstAsien und Nord-Australien. Wuchsform | Holzgewächse, Lianen (Abb. A). Blätter | Blattstellung: wechselständig, spiralig; Blattspreite einfach; Blattrand glatt, gesägt oder gezähnt (Abb. C); Stomata ohne Ne-

benzellen. Nebenblätter sehr klein oder fehlend.

Blüten | Meist in seitlichen, zymö-

sen Blütenständen, selten Einzelblüten, diese radiärsymmetrisch, meist 5-zählig; (2-) 5 (-8) persistente, freie Kelchblätter, Knospendeckung imbricat, Krone mit (3-) 5 (-9) freien oder am Grunde verwachsenen Kronblättern (Abb. D, E), zwittrig oder funktional eingeschlechtlich, 10 – 240 Stamina (Abb. D, F, G), Filamente frei oder

Nutzung | Die obstliefernde Kiwi (Actinidiadeliciosa, Abb. A bis I) ist der bekannteste Vertreter der Familie. Die Früchte enthalten viel Vitamin C und E sowie Folsäure. Das in den Früchten enthaltene Enzym Actinidain, eine Proteinase, kann Kontaktallergien hervorrufen. Sonstiges | Oberirdische Organe häufig mit einfachen oder verzweigten Trichomen besetzt, sie besitzen Kristallidioblasten.

A–G: Adoxa moschatellina A: Habitus, B: Blütenstand seitlich, C: Rhizom, D: Blüte von unten, Kelch, E: verwachsene Blütenhülle, F: Blütenstand Längsschnitt, G: Fruchtknoten,

Gattungen | Tem rem. Nequi am dolor re solut qui alia sam quaspid erspero comnim re coremporum que nosam quateni aspiet debitatia doloria suntio. Accusdam es cum laciae vidella volupta sintur? Ipition serunt occulla ndebiti volorepra endae sendelescia volorepellab idit fugitis am, oditate lit quia nonse sit ea quas elit eostorpos plam, omnimodis solupta eperis illabore. Hauptverbreitung | Aniet voluptatia nient volorehende ducidi quam, optassit ea qui officit asimpore

H–K: Sambucus nigra H: Blütenstand Aufsicht, I: einfach gefiedertes Blatt, J: Blüte Aufsicht, K: links reife Frucht, rechts Längsschnitt reife Frucht,

simin est, quidus aut magnati bererum ipsum quae. Itatem quis cus dit ex es dere eostiur anti incia ad et dolest quibus.l Wuchsform | Sträucher, Bäume, Stauden Blätter | Aniet voluptatia nient volorehende ducidi quam, optassit ea qui officit asimpore simin est, quidus aut magnati bererum ipsum quae. Itatem quis cus dit ex es dere eostiur anti incia ad et dolest quibus.

L–Q: Viburnum X bodnantense (= V. farreri X V. grandiflorum) L: Teilblütenstand, M: Blüte Aufsicht, N: Blüte Längsschnitt, O: Stigma und Nektarium, P: Kelch, Nektarium und Fruchtknoten Querschnitt, Q: reife Frucht, links Längsschnitt

Blüten | Tem rem. Nequi am dolor re solut qui alia sam quaspid erspero comnim re coremporum que nosam quateni aspiet debitatia doloria suntio. Accusdam es cum laciae vidella volupta sintur? Ipition serunt occulla ndebiti volorepra endae sendelescia volorepellab idit fugitis am, oditate lit quia nonse sit ea quas elit eostorpos plam, omnimodis solupta eperis illabore. Früchte | Aniet voluptatia nient volorehende ducidi quam, optassit ea qui officit asimpore simin est,

quidus aut magnati bererum ipsum quae. Itatem quis cus dit ex es dere eostiur anti incia ad et dolest quibus. Nutzung | Onsequi solo voles nosam dignis dolupta quassinvel inis quas sit, sit moditat iisinvenia imaio. Is doluptur, odigend itatibusa quosame verrum eum que et officienda volo ommos aut atur sequis assit ut oditassi di nonseque ea seque vendi omnihil et enit aut pla que cum laccatincto idelignia dolupta no

ILLICIACEAE

K

STRAHLENGRIFFELGEWÄCHSE Ordnung: Ericales - Heidekrautartige

J

MOSCHUSKRAUTGEWÄCHSE Ordnung: Dipsacales - Kardenartige

P I

D

ACTINIDIACEAE

2

F

C

ADOXACEAE

1. edition 2017 264 pages, 215 colour plates hardback, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

ACANTHACEAE

AKANTHUSGEWÄCHSE Ordnung: Lamiales - Lippenblütlerartige

F L

5


FLORA

Rita Lüder

Identifying Trees Blossoms, Buds, Leaves, Fruits Identifying trees is a challenging task, with their appearance changing sometimes radically each season. With four different identification keys, detailed portraits, and with explanations of the most important terms and features, this book is an indispensable help to identify the 125 trees and brushes of Central Europe.

1. edition 2013, 2.edition 2019 288 pages, more than 1000 colour photographs paperback, 138 x 210 mm Original Language: German Rights available: world-wide

Peter M. Kammer

Plant identification made easy 674 plant species for beginners Handling a dichotomous key presents a problem for many persons interested in botany – to much knowledge is required to achieve, reasonably successfully, the aim. The author has therefore developed a key, which enables to start plant identification and provides the necessary skills. For this purpose representative and common plants have been selected. 228

5 oder 10 Blütenblätter • Fragen 579–584

Echium vulgare

582 a Blüten mindestens 5 mm im Durchmesser 583

b Größere Blätter höchstens 6-mal so lang wie breit 580

583 a Kelch mit abstehenden Haaren

Symphytum officinale

b Blattstiel verläuft nicht den Stängel entlang

b Kelch mit anliegenden Haaren

354

Myosotis sylvatica …………………

Solanum dulcamara (S. 29)

b Blätter unbehaart

355

Elymus caninus ………………………………………………… Elymus repens

880 a Ährchen mit mindestens 10 mm langen, etwas steifen, borstenförmigen

(ohne Grannen gemessen) 879

Haaren (Grannen)

Brachypodium sylvaticum

b Grannen höchstens 7 mm lang

Brachypodium pinnatum

Polygonum aviculare (S. 311)

Campanula glomerata (S. 225)

Elymus caninus (L.) L. Echium vulgare L.

Gewöhnlicher Natternkopf

Pflanzenfamilie: Boraginaceae – Borretsch- oder Raublattgewächse Name: Echium griech. Otter, Viper; vulgare lat. gewöhnlich Merkmale: 30 bis 150 cm hoch; ganze Pflanze borstig behaart; Blätter länglich, schmal, bis 30 cm lang; Blüten in einem bis 50 cm langen Blütenstand, 14 bis 22 mm lang, zuerst rosa, später blau (seltener rötlich), mit 3 längeren und 2 kürzeren Blütenzipfeln und langen Staubblättern; 4 ca. 3 mm lange Früchte (Nüsschen) pro Blüte Fortpflanzung: Blüte Mai bis Oktober; zwittrig; Insektenbestäubung; Wind- und Tierausbreitung Vorkommen: Schuttplätze, Wegränder, Kiesgruben Wissenswertes: Die jungen Sprosse können z. B. als Suppenzugabe oder Füllung von Crêpes verwendet werden, die Blüten eignen sich als essbare Dekoration.

1. edition 2016 416 pages, 866 colour photographs, and 85 illustrations paperback, 138 x 210 mm Original language: German Rights available: world-wide, except French

Haaren (Grannen)

b Ährchen ohne oder mit kürzeren und undeutlichen Grannen

b Ährchen mindestens 20 mm lang 880

584 a Blätter behaart 585 b Staubblätter nicht gelb

Fragen 877–880 • Süßgräser

879 a Ährchen mit mindestens 7 mm langen, etwas steifen, borstenförmigen

878 a Ährchen höchstens 20 mm lang

Myosotis scorpioides (S. 230) ………………

Pulmonaria obscura

581 a Staubblätter in der Mitte der Blüte auffällig gelb

Süßgräser • Fragen 877–880

877 a Ährchen stehen mit der Breitseite zum Stängel 878 …………………………… b Ährchen stehen mit der Schmalseite zum Stängel 881 …………

b Blüten höchstens 5 mm im Durchmesser 584

580 a Blattstiel verläuft dem Stängel entlang herab zum nächstunteren Blatt

229

Fragen 579–584 • 5 oder 10 Blütenblätter

579 a Größere Blätter mindestens 6-mal so lang wie breit

Symphytum officinale L. Echte Wallwurz, Gewöhnlicher Beinwell Pflanzenfamilie: Boraginaceae – Borretsch- oder Raublattgewächse Name: Beinwell: ahd.; symphytum griech. zusammengewachsen; officinale lat. für Arzneimittel verwendet Merkmale: 30 bis 120 cm hoch; ganze Pflanze rau behaart; Blätter oval bis länglich, bis 25 cm lang, Blattstiele dem Stängel entlang herablaufend; Blüten in hängenden Büscheln, 10 bis 20 mm lang, gelblich oder purpurrot bis rotviolett, mit 5 Blütenzipfeln; 4 Früchte (Nüsschen) pro Blüte Fortpflanzung: Blüte Mai bis August; zwittrig; Insektenbestäubung; Ameisenausbreitung Vorkommen: Bachufer, Gräben, feuchte Wiesen und Wälder Wissenswertes: Die fein zerkleinerte, frische oder getrocknete Wurzel wird mit Wasser zu einem Brei verarbeitet und in Form von Umschlägen bei Blutergüssen, Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen verwendet. Auch als Salbe im Handel erhältlich. • Die großen Blätter eignen sich zum Füllen oder können fein geschnitten zu Salaten gegeben werden.

Pulmonaria obscura Dumort. Dunkelgrünes oder Dunkles Lungenkraut Pflanzenfamilie: Boraginaceae – Borretsch- oder Raublattgewächse Name: Pulmonaria lat. lungenkrank; obscura lat. dunkel Merkmale: 10 bis 30 cm hoch; Stängel kantig, abstehend behaart; Blätter eiförmig bis oval, bis 15 cm lang; Blüten in Büscheln, 8 bis 18 mm lang und 8 bis 13 mm im Durchmesser, zuerst rötlich, nachher violett und blau, mit 5 Blütenzipfeln; 4 Früchte (Nüsschen) pro Blüte Fortpflanzung: Blüte März bis Mai; zwittrig; Insektenbestäubung; Ameisenausbreitung Vorkommen: Laubmischwälder Wissenswertes: Tee aus dem getrockneten Kraut wird bei Bronchialkatarrh getrunken.

Myosotis sylvatica Hoffm.

Hunds-Quecke

Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser, Echte Gräser Name: Quecke: ahd.; elymus unklar; caninus lat. Hund Merkmale: 50 bis 150 cm hoch; Blätter bis 13 mm breit, Blattoberseite mit Längsrillen, Blatthäutchen höchstens 1 mm lang; Blütenstand 5 bis 20 cm lang, oft etwas gebogen bis hängend; Ährchen 10 bis 18 mm lang, mit bis 20 mm langen Grannen, abwechselnd links und rechts am Stängel stehend Fortpflanzung: Blüte Juni bis Juli; zwittrig; Windbestäubung; Tierausbreitung Vorkommen: Laubmischwälder, Wegränder, schattiger Felsschutt

Elymus repens (L.) Gould Kriechende oder Gewöhnliche Quecke Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser, Echte Gräser Name: Quecke: ahd.; elymus unklar; repens lat. kriechend Merkmale: 30 bis 150 cm hoch; Blätter bis 12 mm breit, Blatthäutchen höchstens 1 mm lang; Blütenstand 5 bis 15 cm lang; Ährchen 8 bis 18 mm lang, ohne oder mit kurzen Grannen, abwechselnd links und rechts am Stängel stehend Fortpflanzung: Blüte Juni bis Juli; zwittrig; Windbestäubung; Tierausbreitung Vorkommen: Äcker, Wegränder Wissenswertes: Die Kriechende Quecke breitet sich mit Wurzeln und unterirdischen Ausläufern schnell aus. Da auch kurze Wurzel- und Ausläuferstücke wieder austreiben, kann sie kaum bekämpft werden. • Tee aus dem getrockneten Wurzelstock wird bei Nieren- und Blasenentzündungen, Hautausschlägen und rheumatischen Erkrankungen angewendet.

Wald-Vergissmeinnicht

Pflanzenfamilie: Boraginaceae – Borretsch- oder Raublattgewächse Name: Myos- griech. Maus; -otis griech. Ohr; sylvatica lat. Wald Merkmale: 15 bis 50 cm hoch; Blätter oval bis länglich, bis 10 cm lang, behaart; Blüten 6 bis 10 mm im Durchmesser, mit 5 blauen Blütenblättern, beim Aufblühen oft rosa; 4 bis 1,6 mm lange Früchte (Nüsschen) pro Blüte Fortpflanzung: Blüte Mai bis Juli; zwittrig; Insektenbestäubung; Tierausbreitung Vorkommen: Feuchte Wiesen, Wälder

Brachypodium sylvaticum (Huds.) P. Beauv. Wald-Zwenke Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser, Echte Gräser Name: Zwenke: unbekannt; brachy- griech. kurz; -podium griech. Fuß; sylvaticum lat. Wald Merkmale: 50 bis 120 cm hoch; Pflanze dunkelgrün; Blätter bis 12 mm breit, Blatthäutchen bis 6 mm lang, Blütenstand 7 bis 20 cm lang, gebogen bis hängend; Ährchen 20 bis 40 mm lang, hellgrün, mit 10 bis 15 mm langen Grannen, abwechselnd links und rechts am Stängel stehend Fortpflanzung: Blüte Juli bis September; zwittrig; Windbestäubung; Windausbreitung Vorkommen: Laubwälder, besonders Auenwälder Wissenswertes: Raupenfutterpflanze von Schachbrett(Melanargia galathea) und Gelbringfalter (Lopinga achine) sowie Rostbraunem Wiesenvögelchen (Coenonympha glycerion).

Brachypodium pinnatum (L.) P. Beauv. Fieder-Zwenke Pflanzenfamilie: Poaceae – Süßgräser, Echte Gräser Name: Zwenke: unbekannt; brachy- griech. kurz; -podium griech. Fuß; pinnatum lat. gefiedert Merkmale: 40 bis 120 cm hoch; Pflanze hellgrün; Blätter bis 6 mm breit, Blatthäutchen bis 2 mm lang; Blütenstand 5 bis 15 cm lang; Ährchen 20 bis 40 mm lang, gelbgrün, mit bis 7 mm langen Grannen, abwechselnd links und rechts am Stängel stehend Fortpflanzung: Blüte Juni bis August; zwittrig; Windbestäubung; Wind- und Tierausbreitung Vorkommen: Magere Wiesen und Weiden, lichte Wälder, Waldränder Wissenswertes: Raupenfutterpflanze des Schachbrettfalters (Melanargia galathea) und des Waldteufels (Erebia aethiops).

Christine Rapp and Norbert Bartsch

Fieldguide to the grass species of the European woodlands The different grasses of the European woodlands play a key-role as indicator species for botanists, forest rangers, ecologists and conservationists. A solid knowledge about their characteristics is, thus, essential to them. The fieldguide helps identifying the different – but often very similar – species, offers all relevant botanical facts and informs about each species‘ specific indicator functions. Poaceae (Süßgräser) Die Familie der Süßgräser umfasst 707 Gattungen mit zusammen 11 337 Arten (Kadereit et al. 2014), davon sind etwa 70 Gattungen mit zusammen rund 270 Arten in Mitteleuropa heimisch. Weltweit steht die Familie an fünfter Stelle in Bezug auf die Artenanzahl und ist die drittwichtigste heimische Pflanzenfamilie (Stützel 2015).

Süßgräser: a: Blütenstand (Rispe), b: Blattspreite, c Spreitengrund mit Blatthäutchen, d: Blattscheide, e: Knoten, f: Ausläufer, g: Wurzeln

Die Arten unterscheiden sich voneinander vor allem durch Anordnung, Form und Ausbildung der kleinen schuppenförmigen Blätter im Blütenstand (Spelzen). Die Zugehörigkeit zu einer Art wurde zumeist nach Unterschieden in Lebensdauer und Wuchsform sowie in Größe und Form der Triebe, Blätter und Blütenstände sowie deren Glieder festgelegt.

Aufbau der grasartigen Pflanzen Einführung

Was ist ein Gras, was eine Segge, was eine Binse? Der englische Merkspruch enthält eine morphologische Besonderheit jeder Familie der grasartigen Pflanzen:

«Sedges (Cyperaceae) have edges, rushes (Juncaceae) are round and grasses (Poaceae) have nodes from the top to the ground.»

1. edition 2016 268 pages, approx. 500 photographs and illustrations paperback, 138 x 210 mm Original language: German Rights available: world-wide

Die unscheinbaren kleinen und schwach gefärbten Blüten und die große Ähnlichkeit im Habitus lassen das Bestimmen und Erkennen der grasartigen Pflanzen zunächst als schwierig erscheinen. Die Unterscheidung der einzelnen Arten erfordert einige botanische Grundkenntnisse über deren Aufbau und die wichtigsten morphologischen Merkmale. Die folgenden Abschnitte enthalten für jede Familie der grasartigen Pflanzen gesondert allgemeine Ausführungen über deren Wachstum sowie deren vegetative und generative Organe. In diesen Abschnitten werden auch die wissenschaftlichen Fachausdrücke erklärt, die in den Beschreibungen der Arten verwendet wurden. Ein alphabetisches Verzeichnis der Fachausdrücke befindet sich am Ende des Buches. Bei der Beschreibung der Familien beginnen wir mit den Süßgräsern (Poaceae), da sie die artenreichste Gruppe darstellen und auch am bekanntesten und wirtschaftlich höchst bedeutsam sind. Sie werden daher auch besonders ausführlich behandelt. In den sich anschließenden Abschnitten über die Riedgrasgewächse (Cyperaceae) und die Binsengewächse (Juncaceae) wird hauptsächlich auf Unterschiede zum Bauplan der Süßgräser eingegangen.

1 Bauplan der

Kennzeichnend für die Süßgräser sind (s. Abb. 1): runde hohle Sprossachsen (Halme) mit deutlich erkennbaren Knoten an der Basis der Blattscheiden • zweizeilige (distiche) Blattstellung (der Winkel zwischen zwei aufeinander folgenden Blättern beträgt 180 Grad) • lange, meist offene Blattscheiden • meist ein Blatthäutchen (Ligula) am Spreitengrund • ein aus meist zahlreichen Teilblütenständen (Ährchen) b zusammengesetzter Blütenstand.

Ähnliche Arten: A. stolonifera, Deschampsia flexuosa, vegetativ ähnlich: Anthoxanthum, Briza, Cynosurus.

a

Agrostis capillaris L. Poaceae (Süßgräser)

A. tenuis Sibth., A. vulgaris With. Rotes Straußgras, Gewöhnliches Straußgras engl. common bent

1 Habitus 2 deutliche, rund-

I

liche Blattrippen

II

III

IV

V

VI

VII

Zeigerwerte: L7 Tx K3 Fx R4 N4 Waldbindung: NT K2.1 HB K2.1 A K2.1 Ökologische Artengruppe: II.2b.

VIII

IX

X

XI

XII

3 kurzes Blatthäutchen bis 2 mm

4 zierliche Rispe

auch nach der Blütezeit ausgebreitet

b

5 geschlängelte

Rispenäste zweizeilig angeordnet

6 sehr kleine

(1,5 – 2 mm), einblütige, meist rotviolette Ährchen

Wurzeln Alle Monokotylen entwickeln bei der Keimung des Samens eine Primärwurzel, die meistens frühzeitig abstirbt, da bei dieser Pflanzengruppe kein normales sekundäres Dickenwachstum stattfindet. Die Primärwurzel wird ersetzt durch sprossbürtige Nebenwurzeln, die insbesondere oberhalb eines Knotens in dichten Kränzen hervorbrechen (sekundäre Homorrhizie). Das Wurzelsystem besteht infolgedessen aus einer großen Zahl etwa gleichstarker, im Allgemeinen dünnfaseriger und kurzlebiger, bogenförmig herablaufender Nebenwurzeln, welche die oberen Bodenschichten meist außerordentlich intensiv durchwurzeln. Einige Gräser bilden schnurartig dicke, tiefreichende und langlebige Wurzelstränge. Es sind dies meist Arten, die in Symbiose mit Wurzelpilzen (Mykorrhiza) stehen. Mykorrhizierte Wurzeln haben u. a. Nar-

Ökologisches Verhalten: Halblichtgras, sehr wenig empfindlich gegen Klimaeinflüsse, in seinen Feuchte- und Bodenansprüchen sehr anpassungsfähig, verträgt wechselnde Feuchtigkeit und Trockenperioden, Säurezeiger, auf stickstoffarmen Böden häufiger als auf mittelmäßigen bis reichen. Je tiefer die Lage, desto mehr scheinen trockene, arme und saure Standorte, je höher die Lage, desto bessere Bodenverhältnisse bevorzugt. Im Bereich anspruchsvoller Waldstandorte Zeiger für Verarmungsund Aushagerungsstellen, aber etwas bessere Nährstoffversorgung als Deschampsia flexuosa anzeigend.

1

Die Gräser variieren stark in ihrer Lebensdauer. Wenige Arten sind einjährige Pflanzen, die ihren Vegetationszyklus in einer Vegetationsperiode abschließen. In diesem Buch sind nur ausdauernde Arten vertreten. Diese Süßgräser, wie auch die Riedgras- und Binsengewächse, sind mehrjährige oder ausdauernde Pflanzen, die mehrere oder viele Jahre leben. Ausdauernde Gräser bilden im Jahr der Keimung in der Regel nur vegetative Triebe und besitzen auch in den folgenden Jahren neben Trieben, die Blütenstände tragen, stets eine größere Anzahl nichtblühender Triebe, die erst im nächsten Jahr oder noch später blühen.

c

mengezogen), unterster Quirl von vielen Rispenästen gebildet (bei Deschampsia flexuosa an dieser Stelle nur 2 Rispenäste). Ährchen: nur (1 – ) 1,5 – 2 ( – 3,5) mm lang, auf sehr feinen, 1 – 3 mm langen, glatten Rispenästen sitzend, nicht gebüschelt, nach allen Seiten abstehend, meist rotviolett (Name!), 1blütig. Hüllspelzen gleichlang, 1nervig. Deckspelzen ⅔ bis ¾ so lang wie das Ährchen, 3 – 5nervig, meist unbegrannt, an der Spitze abgerundet. Vorspelze ½ bis ⅔ so lang wie die Deckspelze.

d

Name: Agrostis von griech. agrostis = Wiesengras, capillaris = haarfein; Straußgras, «weil der Büschel dieses Grases mit dem Schwanz des Straußvogels zu vergleichen ist». Habitus:  ausdauerndes, zu dichter Rasenbildung befähigtes, bis 60 cm tief wurzelndes Ausläufergras mit meist nicht über 5 cm langen, weißen Rhizomen, im Spätsommer oft mit Stolonen. 10 – 60 ( – 90) cm hoch. Halbwintergrün, früh austreibend. • •

e •

f 2

Halme: dünn, aufrecht oder knickig aufsteigend, mit 2 – 5 Knoten, gewöhnlich glatt, unter der Rispe oft rau. Blätter: in der Knospenlage gerollt. Blattscheiden glatt und kahl. Blattspreiten schlaff, saftig grün, flach mit deutlichen, rundlichen Rippen, dünn zugespitzt, bis über 30 cm lang, nicht über 4 mm breit, kahl. Blatthäutchen: im Gegensatz zu A. stolonifera und A. canina kurz (bis 2 mm), mit ganzrandiger, gerader oder rundlicher Kante, oft fast fehlend. Blütenstand: zierliche, filigrane, sehr lockere Rispe, aufrecht oder leicht nickend, mit glatter Hauptachse. Rispenäste bis 7 cm lang, zwar in 2 Zeilen angeordnet, aber insgesamt allseitswendig erscheinend, oft geschlängelt und auch nach der Blüte noch waagrecht abstehend (bei A. canina und A. stolonifera ist die Rispe vor und nach der Blüte zusam-

Verbreitung: in ganz Europa verbreitet und häufig, planar bis subalpin (Alpin bis 2 220 m). Besonders auf Kahlschlägen, an Wegrändern und auf Lichtungen. Gesellschaftsvag. Gefährdung und Schutzstatus: nicht als gefährdet angesehen, BArtSchV: nicht besonders geschützt. Wissenswertes und Verwendung: Dichte Rasen können bei der Bestandesbegründung hinderlich sein. Auf mechanischem Wege und durch Ausbringung von Kalk kann eine Massenausbreitung verhältnismäßig leicht verhindert werden. In Berglagen wichtiges Futtergras, im Tiefland nur bedingt geeignet. Für Wildpflanzengärten und Trockensträuße verwendbar, aber auch häufiger Erreger von Heuschnupfen.

3

4

5

6

g

16

17

70

71

41


F LOR A

Stefan Eggenberger / Adrian Möhl

Flora Vegetativa Identification Guide to Plants in the Flowerless Condition in Switzerland This unique guide allows the identification of more than 2000 plants throughout the year, even when they are not in flower. The illustrations are annotated and large genera and families have both traditional dichotomous keys. Includes line drawings, tables and keys. No other book takes vegetative keys to such a degree. Additions and alterations in the third edition: • New classification according to APG III • Supplemented with ferns 1. ed. 2007, 2. ed. 2009, 3. ed. 2013, 736 pages, more than 3000 b&w illustrations paperback, 138 x 210 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except French

Thomas Pfister & Fides Auf der Maur

Aromatic Mountain Herbs Collecting and preparing for natural cooking Thomas Pfister & Fides Auf der Maur

Aromatische Bergkräuter Kremer

für die Naturküche sammeln und zubereiten

The mountains are host to a whole variety of native plants. These plants are not only beautiful to look at, but they also impress by their intensive flavour and taste and they can enrich our cuisine. The authors present a selection of 82 easily identifiable and frequent mountain herbs, describing the important characteristics for identification as well as the smell and taste characteristics of the plants. Furthermore you find information about their uses for natural cooking. With 50 inventive recipes for small starter, nutritious soups, fresh salads, hearty meat dishes, and sophisticated desserts. ErKEnnungSmErKmAlE

Zutaten für ca. 40 Stück Zubereitungszeit: 20 Minuten

Zutaten für 4 Personen Zubereitungszeit: 30 Minuten

Kräuter­Schnecken

Gala­Zungen Alchemilla

250 g geschroteter 2 große Eier inverquirlen 3 dl kohlensäurehaltigem Wasser

würzig .

XX

XX Seite würzig XX 0 XX . XX . XX . XX . XX XX .

Milchkraut Schafgarbe Liebstöckel Steinquendel Hornklee Frauenmantel, Dost Silbermantel Bibernelle Schnittlauch

XX

Wegerich Liebstock

XX

Mauerpfeffer Dost

XXXX

Wiesenknopf

XX

Mauerpfeffer

XX

Thymian

XX

. . .

scharf 0

0

süß

bitter

Geschmack

scharf

süß

.

bitter . .

sauer

Blätter

sauer

Blätter

0

0 0 0

0 .. .0

.

0

0 .

0

.

2. A.

. . . . . . . .

.

0

. .

0

.

. .

.

0

Blüten

0

0 . .

.

.

0. 0.

0

Junge Triebe . . .

.

0

.

. . .

.

.

(Crepis aurea cASS.)

Tipp Die Gala­Zungen können auch mit Hummus (Kichererbsenmus) oder kurz gedünstetem (Wild­)Gemüse bestrichen und dann mit Blüten verziert werden. Geschmack Kräuter

.

.

gold­pippau

1 Handvoll Kräuter sehr fein hacken Frisch-, Hütten-, Ziegenkäse gut mit dem Käse vermischen und kalt stellen Salz, Pfeffer abschmecken

.

Früchte

.

.

(Crepis aurea cASS.)

Frischkäse­Aufstrich

Junge Triebe Früchte

Verwendete Teile

Blüten 0 (-knospen)

gold­pippau

Im Gegensatz zu den beiden anderen hier beschriebenen ist der StänIm Gegensatz zuPippau-Arten den beiden anderen hier gel beim Gold-Pippau unverzweigt undStäneinbeschriebenen Pippau-Arten ist der köpfig. ist blattlosunverzweigt und nur imund oberen gel beimErGold-Pippau einTeil schwarz köpfig. Er istbehaart. blattlos Die und grundständigen nur im oberen Blätter sind oval bis lanzettlich, gezähnt Teil schwarz behaart. Die grundständigen bis fiederteilig undbis kahl. Die Blütengezähnt haben Blätter sind oval lanzettlich, einefiederteilig auffällig orangerote Farbe. Die Früchbis und kahl. Die Blüten haben te sind ca. 6 mm lang, mit einem eine auffällig orangerote Farbe. Dieweißen, Früch6–7sind mmca. langen te 6 mmPappus. lang, mit einem weißen,

5 Min. bei großer Hitze, dann 30 Min. bei reduzierter Hitze und die letzten 10 Min. bei abgestelltem Ofen backen, auskühlen lassen.

Seite würzig

Maßlieb(chen)

XX

Glockenblume

XX

. .

Pippau

XX

Labkraut

XX

Milchkraut

XX

.

Rapunzel

XX

.

Wiesenknopf

XX

Leimkraut, Klatschnelke

XX

29

scharf

.

bitter

Blätter

Blüten (-knospen)

Junge Triebe

0

0

.

.

.

.

.

.

0

.

.

0 .

.

sauer 0

. 0

6–7 mm langen Pappus. 5–30 cm

.

.

.

VolKSTümlichE nAmEn

Keine bekannt VolKSTümlichE nAmEn

Keine bekannt

.

. .

.

0

.

.

.

.

.

.

.

0

Früchte

.

.

0

.

5–30 cm 20–30 mm Juni–September 20–30 mm Selten montan, subalpin und alpin; Juni–September 1200–2800 m subalpin und alpin; Selten montan, Ganzes Alpengebiet und Jura 1200–2800 m Wiesen Alpengebiet und Weiden; und Charakterart Ganzes Jura auf Bergfettweiden Wiesen und Weiden; Charakterart

Verwendete Teile

süß

.

122

33

Die Gattung Crepis umfasst weltweit rund 200 Arten, wovon im Alpenraum 28 vorkommen. Subalpin oder alpin im ganzen Alpenraum Die Gattung Crepis umfasst weltweit rund verbreitet sind nur die drei hier beschrie200 benenArten, Arten.wovon im Alpenraum 28 vorkommen. Subalpin oder alpin im ganzen Alpenraum verbreitet sind nur die drei hier beschriebenen Arten.

auf Bergfettweiden

Sumpf­pippau (Crepis paludosa moEnch)

Sumpf­pippau

(Crepis paludosa moEnch)

Der kahle Stängel ist oben locker verzweigt, vielköpfig beblättert. Der kahle Stängelund ist locker oben locker verDie grundständigen Blätter sindbeblättert. eiförmig zweigt, vielköpfig und locker bis buchtig gezähnt verDie lanzettlich, grundständigen Blätter sind und eiförmig schmälern sich buchtig in einen gezähnt geflügelten bis lanzettlich, undStiel. verDie oberen sich Blätter Stiel undStiel. umschmälern in sitzen einen am geflügelten fassen ihn Blätter pfeilförmig Spitzen. Die oberen sitzenmit amihren Stiel und umDie Blütenhülle besitzt dunkle Drüsenhaafassen ihn pfeilförmig mit ihren Spitzen. re. ca. 5 mmbesitzt langendunkle Früchte haben eiDieDie Blütenhülle Drüsenhaanen gelblich weißen Pappus, derhaben brüchig re. Die ca. 5 mm langen Früchte eiist. nen gelblich weißen Pappus, der brüchig ist.

30–100 cm, selten bis 120 cm 30–100 cm, selten bis 120 cm 20–35 mm Blütenstand) Mai–Juli 20–35 mm Blütenstand) Selten Mai–Julikollin, montan, subalpin; bis 1900 Seltenmkollin, montan, subalpin; bis Alpen und Jura 1900 m Nasse Fettwiesen, Sümpfe und Alpen und Jura Quellen; Charakterart auf nährstoffNasse Fettwiesen, Sümpfe und reichen Quellen;Feuchtwiesen Charakterart auf nährstoffreichen Feuchtwiesen

Aromatische_Bergkraeuter_001_203.indd 122 122

30.09.16 15:10

Aromatische_Bergkraeuter_001_203.indd 122

30.09.16 15:10

123 123

Aromatische_Bergkraeuter_001_203.indd 29

Peter Mertz Peter Mertz

30.09.16 15:04

Aromatische_Bergkraeuter_001_203.indd 33

30.09.16 15:04

gold­pippau

Sumpf­pippau

(Crepis aurea cASS.)

(Crepis paludosa moEnch)

Im Gegensatz zu den beiden anderen hier beschriebenen Pippau-Arten ist der Stängel beim Gold-Pippau unverzweigt und einköpfig. Er ist blattlos und nur im oberen Teil schwarz behaart. Die grundständigen Blätter sind oval bis lanzettlich, gezähnt bis fiederteilig und kahl. Die Blüten haben eine auffällig orangerote Farbe. Die Früchte sind ca. 6 mm lang, mit einem weißen, 6–7 mm langen Pappus.

Aromatische_Bergkraeuter_001_203.indd 123

30.09.16 15:10

Aromatische_Bergkraeuter_001_203.indd 123

30.09.16 15:10

Der kahle Stängel ist oben locker verzweigt, vielköpfig und locker beblättert. Die grundständigen Blätter sind eiförmig bis lanzettlich, buchtig gezähnt und verschmälern sich in einen geflügelten Stiel. Die oberen Blätter sitzen am Stiel und umfassen ihn pfeilförmig mit ihren Spitzen. Die Blütenhülle besitzt dunkle Drüsenhaare. Die ca. 5 mm langen Früchte haben einen gelblich weißen Pappus, der brüchig ist.

Alpine Flora in its Habitat: Identification Guide 5–30 cm 30–100 cm, selten bis 120 cm 20–30 mm Juni–September Selten montan, subalpin und alpin; 1200–2800 m Ganzes Alpengebiet und Jura Wiesen und Weiden; Charakterart auf Bergfettweiden

Alpenpflanzen in ihren Lebensräumen Ein Bestimmungsbuch 2. Auflage

Mertz

Alpenpflanzen in ihren Lebensräumen

Seite

Körbchen • Nach oben hin schmäler werdende Früchte mit Flugapparat

Asteraceae

1 Std. kühl stellen und dann 0,5 cm dick auswallen.

Ca. 1 cm dicke Rondellen schneiden und mit genügend Abstand

Kräuter

Crepis Pippau Rondellen von ca. 4 cm Durchmesser ausstechen (z. B. mit einem Glas) und mit dem Nudelholz in Zungenform wallen.

kann belegtes auch Dinkelmehl verwendet Tipp Anstelle von Buchweizenschrot auf mit Backpapier Backblech legen. 15 Min. werden. in der Mitte Eher kleinere Menge Mauerpfeffer und Kümmel nehmen, ihr Geschmack durch des vorgeheizten Ofens bei 200 °C da goldbraun backen. das Erhitzen verstärkt wird. Kurz geröstete Wegerich­Samen können vor dem Ser­ Ist die Kräuterfüllung zu trocken, können 1–2 EL Mascarpone oder Sauer­ Tipp darübergestreut vieren werden. rahm beigefügt werden. Die Schnecken können, 8–10 Min. vorgebacken, auch Geschmack Verwendete Teile tiefgefroren werden. Kümmel

Crepis Pippau Blüten Asteraceae leicht herb

5 EL Olivenöl 1 Prise Salz, 1 Ei 1 Msp. Backpulver beifügen und alles zu einem Teig kneten

Ca. anfeuchten. 30 Min. bei Teig 200 mit °CFüllung backen,satt amrollen Ende und der Backzeit befeuchtetes häufig Ende kontrollieren, leicht andrücken. da die Waffel In Backpapier schnell zueinpacken braun wird. und 20–30 Min. kühl stellen. Kurz auskühlen lassen, in mundgerechte Stücke brechen.

Pippau

gESchmAcK

Blätter bitter-herb (gekocht milder);

Campanula

100 g Hafermehl

• Ausdauernde, krautige Pflanze • Tief reichende Pfahlwurzel • Rosette mit gestielten und geflügelErKEnnungSmErKmAlE Blättern krautige Pflanze • ten Ausdauernde, • Tief Stängel mit Milchsaft • reichende Pfahlwurzel • zungenförmige Blüten einem • Nur Rosette mit gestielten und in geflügelKörbchen ten Blättern • oben schmäler werdende • Nach Stängel mithin Milchsaft Früchte mit Flugapparat • Nur zungenförmige Blüten in einem

50 g Haferflocken

2 Handvoll Kräuter grob schneiden und daruntermischen 1 Blätterteig oder Kuchenteig ausgewallt, rechteckig, ca. 25 × 40 cm Masse so dünn wie möglich auf ein mit belegtes Teig quer halbieren, Kräuterfüllung aufBackpapier beiden Hälften gleichBackblech streichen. mäßig verteilen, längsseitig 2 cm Teig frei lassen und mit Wasser

Kräuter

gESchmAcK gEruch

BlätterUnauffällig, bitter-herb (gekocht milder); nach Löwenzahn Blüten leicht herb

150 g Mehl in Schüssel geben

1 Std. ¹⁄³ TLBuchweizen Salz, Pfeffer mind. mit Salz undeinweichen Pfeffer abschmecken gehäufter Salz dazugeben 100 g 1Alpkäse, 50 TL g Sbrinz möglichst fein reiben 150 g4 gehackte Cashewnüsse, daruntermischen Handvoll Nüsse Kräuter (Walnüsse, waschen, trocken tupfen Haselnüsse) und fein geschnitten darunterziehen

1. edition 2017 224 pages, approx. 260 colour photographs paperback with flaps, 155 x 225 mm Original language: German Rights available: world-wide

gEruch

Unauffällig, nach Löwenzahn

1. edition 2008, 2. edition 2017 480 pages, more than 850 photographs and illustrations paperback, 135 x 195 mm Original Language: German Rights available: world-wide 42

20–35 mm Blütenstand) Mai–Juli Selten kollin, montan, subalpin; bis 1900 m Alpen und Jura Nasse Fettwiesen, Sümpfe und Quellen; Charakterart auf nährstoffreichen Feuchtwiesen

This publication presents an uncommon access to the world of plants: You learn to read landscapes, get to know botanical habitats and therewith you hold in the hand a new identification key to the single species. After an introduction to geology and vegetation of the Alpine region. 18 important habitats with more than 480 plant species are presented. 123

Aromatische_Bergkraeuter_001_203.indd 123

30.09.16 15:10


D ISCOVERING NATURE W ITH KI DS

Frauke Hohbergerâ&#x20AC;&#x2030;/â&#x20AC;&#x2030;Rita LĂźder

Discover Nature with Smartphone and Tablet Much to the annoyance of parents and teachers the smartphone has become a constant companion for kids. But smartphones and tablet computers can be also used creatively and activating. In this book kids find a lot of suggestions and instructions how to use their smartphones to discover nature and to be creative. The walks in the nature will become exploratory expeditions on which the senses are sharpened. The smartphone is used as a camera and as well as a recorder.

;YWWXIWXHYHEWW;SPOIRJÂ&#x192;VEPPI0IFI[IWIR PIFIRWRSX[IRHMKWMRH#

0XVWHU6WUXNWXUHQ /LQLHQXQG$GHUQ Die Natur ist voller spannender Muster und Strukturen. Mach dich auf die Suche nach Adern im Blatt oder Kerben in der Baumrinde, nach Fallschirmen der Pusteblume oder den Formen der Blßtenblätter.

6RJ HKW}V

1. edition 2016 128 pages, colour photographs throughout paperback, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

(MI;SPOIRWTIMGLIVR;EWWIVHEWEYWHIR Meeren, Seen und FlĂźssen verdunstet, und

XVEKIRIW[IMXIVFMWIWEPW6IKIR[MIHIVEYJ

;YWWXIWXHYHEWWHMI%HIVRMRHIR4Ă&#x20AC;ER^IR

HMI)VHIKIPERKX

FPnXXIVR0IMXYRKWFELRIRWMRH#

%RLERHHIVZIVWGLMIHIRIR;SPOIRJSVQIRPnWWX

-RHIV1MXXIHIW&PEXXIWWMRHWMIEQHMGOWXIR da dort der meiste Transport von Wasser

YRH2nLVWXSJJIRWXEXXÂżRHIX>YQ6ERHLMR ZIV^[IMKIRWMIWMGLMRMQQIVJIMRIVI

7XVYOXYVIR.IHI4Ă&#x20AC;ER^IREVXLEXMLVIMKIRIW

WMGLIVELRIRSFFEPH6IKIREPWHSRRIVRHIW

:RONHQNXQVW Mit der Kamera ausgerĂźstet, geht es heute mit dem Blick in die Wolken. Es gibt in den Wolken viele Figuren zu entdecken â&#x20AC;&#x201C; auch in den blauen Stellen zwischen den Wolken, wenn der Himmel recht bedeckt ist.

:IV^[IMKYRKWQYWXIVYRHWSKMFXIWYR^nLPMK ZMIPIZIVWGLMIHIRI1YWXIV

Untersuche Blätter, Bäume, Gräser und BlĂźten nach Mustern und Strukturen. Geh mit der Kamera ganz nah an dein Motiv heran. Welche Muster und Strukturen ÂżQGHVWGXDXIGHLQHQ)RWRV" Zoom in deine Fotos hinein und schau dir alles vergrĂśĂ&#x;ert an. Schneide die besten Stellen aus und speichere sie als neues Bild. Nimm Papier und Farbe und lass dich von deinen Naturfotos inspirieren. Zeichne sie mit feinen Stiften nach oder mal JURÂ&#x2030;Ă&#x20AC;lFKLJHUPLW:DVVHUIDUEHQ

6RJ HKW}V

'XEUDXFKVW Â&#x2026; Smartphone, Tablet oder Kamera Â&#x2026; deine Naturfotos Â&#x2026; Farben, Stifte Â&#x2026; Zeichenpapier

+I[MXXIVÂ&#x192;FIVYRWLIVIMRFVMGLXSHIVSFHEW ;IXXIVXVSGOIRFPIMFXYRHHMI;SPOIRWMGL EYĂ&#x20AC;~WIR

Zoome mit der Kamera heran und IRWRJUD¿HUHGLHVH$XVVFKQLWWH Welche Muster und Figuren gefallen dir besonders gut? Drucke die Fotos aus und male die Figuren und Strukturen nach. Vielleicht erzählen sie dir ja auch Geschichten, die du aufnehmen mÜchtest.

'XEUDXFKVW Â&#x2026; Smartphone, Tablet oder Kamera Â&#x2026; PapierabzĂźge deiner Fotos Â&#x2026; Lackstifte Â&#x2026; Permanentmarker Â&#x2026;

Â&#x2026;

Bärbel Oftring

Crime Scene: Nature Fraud, murder and deception in the animal world and what's behind it all 60 hair-raising cases from our local wildlife: the book provides fascinating background information, quizzes, experiments and detective mysteries.

1. edition 2015 128 pages, approx. 300 photographs and illustrations paperback, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide, except French

Bärbel Oftring

Totally Gross! 55 Disgusting Things and What They Really Are Bärbel Oftringâ&#x20AC;&#x2122;s A to Z lists 55 things that are totally disgusting â&#x20AC;&#x201C; or are they really? Fascinating insights, amazing records and tips on how to no longer feel disgusted, research exercises, interactive quizzes and disgust experiments make sure that the nasty things suddenly appear quite differently: as exciting topics that urgently want to be explored.

1. edition 2014 129 pages, approx. 180 photographs and more than 100 illustrations paperback, 235â&#x20AC;&#x2026;xâ&#x20AC;&#x2026;260â&#x20AC;&#x2026;mm Original Language: German Rights available: world-wide

43


Every season offers children a lot to explore! What do the antlers of the deer look like in March, and what in September? What poisonous insects are there and what are their harmless imitators? Why do birds sing and how to go about bird watching? Who eats whom in the pond? Which trees do not mind getting their feet wet feet during floods? What makes the leaves of the water lily so special? Mach mit Hier kannst du noch aktiver werden – entweder findest du Platz zum Zeichnen, Malen oder du kannst ein Experiment machen, etwas basteln oder bauen.

Rätsel & Spiele Immer wieder findest du ein Rätsel oder ein Spiel, das du allein oder mit Freunden machen kannst. Die Lösungen der Rätsel sind auf den Seiten 122/123 aufgeführt. Spannung Aufgepasst, hier kann’s auch mal etwas gefährlich sein. Achte gut auf diese Hinweise!

f

Ga

Ho

Viele ergänzende Inhalte wie Filme, Tonspuren und Fotos findest du auf www.naturerleben.net

Wie brauchst du dieses Buch?

In

Beobachten Überall, wo du dieses Icon siehst, hast du die Gelegenheit, deine eigenen Beobachtungen einzutragen, sei es nur durch Ankreuzen oder sei es, indem du etwas misst, beschreibst, zeichnest oder fotografierst. Am besten notierst du dir bei deinen Beobachtungen immer, wann und wo du sie gemacht hast.

Mach dich auf an die Gewässer und erforsche die Natur – zu jeder Jahreszeit gibt es viel zu entdecken! «An Tümpel, Fluss und Meer» begleitet dich auf deinen Erkundungstouren, bietet Platz für Skizzen, Notizen und Fotos und enthält praktische Tabellen fürs Ankreuzen und Einfüllen, damit du deine eigenen Naturbeobachtungen einfach festhalten kannst.

r te

n

d

Porträts Porträts gibt’s zu vielen Tieren und Pflanzen. Du findest wichtige Informationen und immer auch ein Foto, damit du die Arten erkennen kannst. Bei einigen Porträts kannst du auch ankreuzen, wenn du das Tier oder die Pflanze gesehen hast.

Bärbel

Wissenswertes Hier kannst du lesen und spannende Dinge erfahren.

Oftring

Vol. 1 Woods and Meadows Vol. 2 Pool, River and Sea Vol. 3 House and garden The Natur Activity Book for Kids

An Tümpel, Fluss und Meer

Bärbel Oftring

Oftr ing

DIS C OV ERING NATURE W ITH KI DS

n, Haus u s Da

uch für Kinde r machb -Mit tur Na

Tipps und Tricks Hin und wieder verrät dir die Autorin ein paar Tipps und Tricks. Die können für Naturforscher besonders spannend oder nützlich sein.

Presented in a playful manner, each of these new interactive volumes is a valuable companion for children on their explorations, providing space for sketches, notes, and photographs and containing practical tables and check boxes so that small researchers can easily document their finds and observations.

Auf unserer Website www.na haben wir für dich viele Film Geräusche bereitgestellt, die auch ganz spannend findest. Du findest diese Inhalte auf www.nature unter Mitmachbuch, wo sie nach Katego Themen geordnet sind. Du kannst sie am Computer oder mit einem Smartphone anschauen. Damit es schnell geht, haben wir auf vielen Seiten einen QR-Code angebracht.

Im Buch findest du einige knifflige Beob aufgaben, die du wohl nicht so ohne We lösen kannst. Du musst in diesen Fällen Büchern nachschauen. Hinten im Buch Seite 126 haben wir eine Reihe von nütz Büchern aufgeführt. Und ganz hinten im Buch gibt es ein Sac in dem du nachschauen kannst, auf wel du welche Information findest.

Wir wünschen dir viel Spaß mit dem Na Mitmachbuch!

Unterwegs Draußen in der Natur zu sein, macht viel Spaß. Es gibt aber auch ein paar Regeln, die du befolgen solltest.

Bärbel Oftring und der Haupt Verlag

1. edition 2014 128 pages colour photographs and illustrations throughout paperback with flaps 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

44

Du magst die Natur und bist gerne drau hättest du dieses Buch nicht in den Hän weißt du auch schon vieles, bist aber ge darauf, noch mehr zu erfahren und vor a entdeckst gerne selbst, was draußen lo bist du richtig mit diesem Natur-Mitmac Auf Seite 5 und 6 findest du eine Übersi alle Kategorien, die im Buch sind. Die K haben eine bestimmte Farbe, damit du d Durchblättern besser orientieren kanns beispielsweise gerne Säugetiere und Vö schau dir zuerst einmal die orangen Sei Die verschiedenen Icons zeigen dir, wel du vor dir hast. Die Erklärungen zu den du auf der hinteren Klappe.


DISCOVERING N ATURE W ITH KI DS

Thomas Sbampato

A Zoo Visit ”A Zoo Visit” invites children to discover the fascinating world of the zoos. Where do these animals come from? Can they feel comfortable at all in their enclosures? And is zoo director really that much of an exciting job? This book offers answers to these and a lot more questions. With spectacular photographs, exciting research tasks, and room for own notes, sketches, and pictures, ”A Zoo Visit” is an ideal companion for the children’s scouting expeditions through the zoo.

1. edition 2015 132 pages, more than 200 colour photographs paperback, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

Rita and Frank Lüder

The Mysterious World of Fungi A Nature Activity Book for Kids This book offers a playful and lively way for young readers to discover the manifold world of fungi. Besides informative texts with images and illustrations the kids will find plenty of ideas and easy instructions for creative activities.

9 Bis hierher und nicht weiter

Ein Pilz – was ist das eigentlich?

38

39 das Wetter vorhersagen: Die Lappen seiner Fruchtkörper öffnen sich, wenn es feucht ist, und schließen sich bei Trockenheit – eine Anpassung an die trockenen und sandigen Laub- und Nadelwälder, in denen er in einer Lebensgemeinschaft mit verschiedenen Baumarten wächst.

Ein Pilz als Wetterprophet

Wenn auf einem Baumstamm verschiedene Pilzarten wachsen, beansprucht jede ihr eigenes Territorium. Ihre verschiedenen Bereiche sind durch Linien voneinander getrennt. Sie heißen Demarkationslinien und geben dem Holz eine ganz besondere Struktur. Kannst du sie entdecken?

Suche nach einem Pilz, bei dem du unten am Stiel feine Fäden sehen kannst. Was meinst du – wie weit reichen diese Fäden in den Untergrund? Und was sind das eigentlich für Fäden?

Hast du schon einmal Pilze entdeckt, die wie Sterne aussehen? Es sind Erdsterne, die du schon bei den Bauchpilzen kennengelernt hast. Was für ein zauberhafter Anblick!

Wetterstern-Experiment Nun wird es schwierig. Um einen Erdstern als Wetterpropheten einzusetzen, musst du erst einmal einen finden. Je weiter du nach Norddeutschland kommst, desto schwieriger wird dies, im Süden kannst du mehr Glück haben. Du erkennst den Wetterstern an seinen «fleckigen» Lappen.

Pilzdetektiv Die eigentlichen Pilze gibt es also immer, genauso wie den Apfelbaum auch. Doch die Äpfel ernten wir auch nur im Herbst. Wenn also Pilze immer und überall um uns herum sind, kannst du sie dann auch entdecken, wenn sie keine Fruchtkörper bilden? Nun gilt es, mit detektivischem Spürsinn zu entdecken, wo sich Pilze im Untergrund verstecken könnten. Solch ein Pilzdetektiv-Spiel machst du am besten im Frühling oder im Sommer, wenn wenige Pilzfruchtkörper zu finden sind.

Lift nach oben Mit viel Glück und einem guten Auge kannst du auch die zwiebelförmigen, geschlossenen Fruchtkörper der Erdsterne entdecken, die meist ein wenig im Boden verborgen sind. Zur Reifezeit platzt die Hülle auf und die Kugel mit der Sporenmasse, die im Innern des Pilzes liegt, wird an die Erdoberfläche gehoben. Wie bei Stäublingen und Bovisten e rn öffnet sich diese Kugel am Scheitel und gibt die dst Er Sporen frei. er

1

Rhi-zomorphen vom Hallimasch

Braunfäule (siehe Seite 10)

Hyphen

Weißfäule (siehe Seite 10)

Grünes Holz (siehe Seite 11)

Grenzlinien

Schwarze Kruste der Holzkeulen auf Holz

Myzel (Hyphengeflecht)

mp

2

Nun kannst du beobachten, wie sich die Lappen langsam über die Sporenkugel neigen und schließen. Wie lange hat es gedauert?

3

Befeuchtest du den Wetterstern, dann kannst du beobachten, wie sich die Lappen langsam wieder nach außen biegen.

Der Wetterstern (Astraeus hygrometricus) sieht aus wie ein Erdstern, gehört jedoch in eine andere Gattung. Er ist ein ganz besonderer Pilz, denn er kann

Gefunden am:

Ka m

Sonne ...

...

In der Natur öffnet und schließt sich der Wetterstern je nach Witterung. Regen

Hyphen im Laub

Ihren Gattungsnamen verdanken die Erdsterne ihrer sternförmigen Gestalt – Geastrum leitet sich von griechisch geo = Erde und astron = Stern ab. In Mitteleuropa gibt es knapp zwanzig ErdsternArten. Der Kamm-Erdstern (Geastrum pectinatum) ist einer der schönsten. Den Halskrausen-Erdstern (Geastrum triplex) kannst du an seiner «Halskrause» erkennen – einem Teil der Außenschicht, der sich beim Aufplatzen nicht mit umbiegt. Die häufigste Erdstern-Art ist der Gewimperte Erdstern (Geastrum fimbriatum).

tern rds -E

«Pilzwurzeln» (Hyphen) unter der Rinde Gefunden am: Wo gefunden:

Wenn du einen «aufgeklappten» Wetterstern gefunden hast, leg ihn auf die Heizung oder an einen warmen, trockenen Ort.

Gewi

Erdstern mit Halskrause

Wetterprophet am Waldboden

1. edition 2015 128 pages, more than 470 colour photographs and more than 150 illustrations paperback, 235 x 260 mm Original language: German Rights available: world-wide

n ter ds Er n-

er t

Wiesen-Champignon

m

Das, was wir als Pilz bezeichnen, ist nur der sichtbare Fruchtkörper eines weitaus größeren Gebildes. Du kannst dir den Pilz so vorstellen wie einen Apfelbaum: Dessen Früchte, also die Äpfel, entsprechen den Pilzen, die oberirdisch wachsen, und die du auf deinen Spaziergängen durch die Natur entdecken kannst. Die Pilze sind dementsprechend genauso sehr Früchte (oder besser gesagt: Fruchtkörper), wie es die Äpfel beim Baum sind. Und genau wie die Äpfel an Zweigen hängen, sind auch die «Pilzfrüchte» miteinander verbunden – nämlich durch ein Wurzelgeflecht, zu dem auch die feinen Pilzfäden gehören, die du am Stiel deines Pilzes entdeckt hast. Dieses Fadengeflecht wird auch Myzel genannt, während man die einzelnen Pilzfäden Hyphen nennt. Eine einzelne Hyphe ist zu dünn, als dass du sie mit bloßem Auge erkennen könntest: Der Pilzfaden, den du an deinem Pilz entdeckt hast, ist ein Strang aus ganz vielen Hyphen! Solche kompakten «Wurzelstränge» nennt man Rhizomorphen.

Hal skr au se

Sind Pilz und Apfelbaum vergleichbar?

Re ge n

8

Wo gefunden:

Frank Hecker / Katrin Hecker

With a Pair of Binoculars and Loupe Examining Small-Sized Natural Wonders How does the nettle sting? And where is the spider taking its strand from? How does the world look like through the compound eye of a dragonfly? And what is the construction plan of a bird’s feather? Children have many questions and a look through a pair of binocular is likely to unveil a lot of fascinating answers. This book includes 20 step-bystep explained projects for children from about the age of 7 years to explore their natural environment, skilfully written by two biologists and successfully tested with children, with many wonderful photographs and figures.

1. edition 2012 174 pages, more than 320 photographs and illustrations paperback with flaps, 235 x 260 mm Original Language: German Rights available: world-wide

45


FAU NA

Michael Stocker / Sebastian Meyer

Wildlife House Mates and Troublemakers Animals live in close proximity to our homes. How can our surroundings become a habitat for people and wildlife, where both sides can live conflict-free and where endangered species can be helped and protected? This book takes you on a walkabout and invites you to discover wildlife on the roof and in the attic, at the window and on the balcony, on the facade, in the interior and in the basement. With animal portraits and observation tips, the book provides fascinating information on wildlife and nature nearby while pointing out specific measures to facilitate the coexistence of wildlife and people.

1. edition 2012 352 pages, 630 colour photographs and 70 b/w illustrations paperback, 155 x 225 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except French

Paul Marchesi / Claude Mermot / Hans C. Salzmann

Martens, Polecats, Minks, and Weasels Considering that martens, polecats or weasels live in such close proximity to human settlements, our lack of knowledge about these small predators is simply astonishing. Many are currently listed as endangered species, so it is high time to take a closer look at them. With information about breeding and habitats, nutrition and hunting strategies, cohabitation with men and the hunting for their furs, and much more, this book introduces us to the world of our barely visible neighbors.

1. edition 2010 192 pages, 185 colour photographs, 30 tables hardback, 155 x 225 mm Original Language: German Rights available: world-wide

Cäcilia Brendieck-Worm, Franziska Klarer, Elisabeth Stöger

Cäcilia Brendieck-Worm Franziska K Klarer Elisabeth St Stöger

Our pets and farm animals can have various problems and disturbances as overweight, skin diseases, gastrointestinal disturbances, joint problems or allergies. Three experienced veterinarians have collected traditional medicinal plant knowledge that provides viable treatments for many ailments.

Heilende Kräuter für Tiere

2. Auflage 2

Pflanzliche Hausmittel für Heim- und Nutztiere

Haupt

Brendieck-Worm, Klarer, Stöger

Heilende Kräuter für Tiere

2. A.

Healing Herbs for Animals Traditional herbal medicine for pets and farm animals

Haupt

1. edition 2015, 2. edition 2018 248 pages, approx. 280 colour photographs paperback, 155 x 225 mm Original language: German Rights available: world-wide

06.12.17 11:05

46


FAUNA   /  GEOGRA PHY

Felix Amiet / Albert Krebs

Bees of Central Europe Bees are a diverse and fascinating insect species. This highly illustrated book takes a look at 40 different genera and about 170 species of bees located in Central Europe. With a detailed identification key, an introduction to biology and ecology of bees, and information about possible threats, the book not only serves as a field guide but as a reference work as well.

1. ed. 2012, 2. ed. 2014, 3. ed. 2019 424 pages, more than 310 colour photographs and 75 b/w illustrations paperback, 138 x 210 mm Original Language: German Rights available: world-wide

Seggewiße, Edelgard/Wymann, Hans-Peter

Discover, Observe and Identify Butterflies and Moths The 160 most frequent diurnal species of Central Europe This identification guide covers approximately 160 species of Central Europe that you are likely to see. In addition to the common butterflies, also the diurnal and crepuscular moths as well as some rarer species of special interest are considered. All are depicted at life size. The text gives detailed information on the appearance, behaviour, habitat, life-cycle, forage and nectar plants of the butterflies and moths.

Unterschiede: Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter (Thymelicus sylvestris)(oben). Der Duftschuppenstreifen des ♂.

Paarung: Schwarzkolbige Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola) an einer Böschung.

1. edition 2015 376 pages, 480 illustrations, 145 colour photographs hardback, 138 x 210 mm Original language: German Rights available: world-wide

Schwarzkolbiger Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola) (unten). Die beiden Duftschuppenstreifen des ♂.

Familie Ritterfalter (Papilionidae) → S. 122ff. Die bei uns vorkommenden Ritterfalter gehören zwei verschiedenen Unterfamilien an. Zum einen der Unterfamilie der Osterluzei- und Apollofalter (Parnassinae) und zum anderen der Schwalbenschwänze (Papilioninae). Beides sind mittelgroße bis große, farbenprächtige Tagfalter, welche die meisten bereits in Büchern oder auf Bildern gesehen haben. Der Osterluzeifalter gilt in Deutschland als ausgestorben. Der Rote und der Schwarze Apollofalter kommen bei uns nur noch an wenigen Standorten vor und sind „vom Aussterben bedroht“. In diesem Buch werden der Rote und der Schwarze Apollofalter aus der einen Gruppe und der Schwalbenschwanz aus der zweiten Gruppe vorgestellt. Der Letztere steht zwar auch auf der Vorwarnliste, ist aber in allen Bundesländern mehr oder weniger häufig anzutreffen, sodass wir die Gelegenheit haben, zumindest einen Vertreter der Ritterfalter beobachten zu können.

Familie Weißlinge (Pieridae) → S. 128ff. Unsere Weißlinge sind bis auf wenige Ausnahmen mittelgroße bis große Tagfalter, die nicht nur, wie der Name sagt, weiß sind. Einige haben eine gelbliche Grundfarbe. Die Weißlinge werden in drei Unterfamilien eingeteilt: die Tintenfleck-Weißlinge oder auch Leguminosen-Weißlinge (Dismorphinae) die „eigentlichen“ Weißlinge (Pierinae), und die Gelblinge (Coliadinae). Die Tintenfleck-Weißlinge sind äußerlich nur in den seltensten Fällen zu unterscheiden, der einzige sichere Weg zur Artbestimmung ist die Genitaluntersuchung oder gar die genetische Prüfung. Auch bei den Gelblingen gibt es Arten, die nur über die Genitalien sicher bestimmt werden können. Zur Unterscheidung der einzelnen Arten und der Geschlechter ist das mehr oder weniger ausgebildete schwarze Zeichnungsmuster auf den Flügeloberseiten zu beachten, aber auch die Unterseiten bieten manchmal entscheidende Hinweise.

Rostfarbener Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus). Eiablage auf die Unterseite eines Grasblattes am Ufer eines Baches.

Die vorgestellten Arten sind recht häufig. Einige sind nicht ganz einfach voneinander zu unterscheiden, zumal sie zur gleichen Zeit in denselben Gebieten fliegen können, wie z. B. der Braunkolbige und der Schwarzkolbige Braun-Dickkopffalter. Bei der Beobachtung von Dickkopffaltern sind häufig mehrere Merkmale zur Bestimmung nötig. Ein besonderes Augenmerk ist auf die Fühlerspitzen, die Duftschuppenflecken, die nur die ♂♂ besitzen, und, neben den Vorderflügeloberseiten, manchmal auch auf die Unterseiten der Flügel zu richten. Natürlich spielt auch der Lebensraum eine Rolle. Nachfolgend die Unterschiede des Schwarzkolbigen und des Braunkolbigen Braun-Dickkopffalters.

Rostfarbener Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus). Die Fühlerenden sind spitz und deutlich abgebogen, was ihn von den Thymelicus-Arten unterscheidet.

Links: Fühlerende des Schwarzkolbigen Braun-Dickkopffalters (Thymelicus lineola). Rechts: Fühlerende des Braunkolbigen Braun-Dickkopffalters (Thymelicus sylvestris).

Drei Schwalbenschwänze (Papilio machaon) beim Saugen an feuchter Erde.

Eier des Zitronenfalters (Gonepteryx rhamni)

Die Raupen der Ritterfalter verfügen über eine Nackengabel, die sich zwischen dem Kopf und dem ersten Brustabschnitt befindet und bei Gefahr ausgestülpt wird. Dabei zieht die Raupe den Kopf ein und macht eine Art Buckel, damit das Ganze noch imposanter wirkt, wer dann noch nicht abgeschreckt ist, bekommt einen chemischen Cocktail serviert, der so viel bedeutet wie: „Ich schmecke äußerst widerlich“ und die Wirkung zumindest bei Ameisen nicht verfehlen soll.

Die Flügeloberseiten der Gelblinge sehen wir nur im Flug oder bei der Balz der Schmetterlinge. Sie ruhen und saugen stets mit geschlossenen Flügeln. Selbst das Sonnenbad wird mit geschlossenen Flügeln genommen. Sie erwärmen sich, indem sie sich schräg zur Sonne setzen, sodass die Strahlen im besten Fall im 90°-Winkel auf die Hinterflügelseite auftreffen. Die Eier sind weiß, grün, gelb oder rötlich. Sie sehen spindelförmig aus, sind längs gerippt und werden an einem

162

163

Bläulinge Lycaenidae | Zipfelfalter Theclinae

Brauner Eichen-Zipfelfalter

Bläulinge Lycaenidae

23

Wichtige Merkmale

Wichtige Merkmale

22

wie z. B. der Heuschrecken, nicht außer Acht lassen. Ihre versteckte Lebensweise ist wohl ein Grund dafür, dass Raupenfunde seltener sind. Dies hat zur Folge, dass das Wissen über ihre Verhaltensweise und Bedürfnisse in manchen Fällen noch recht lückenhaft ist.

q Ei

Englisch: Ilex Hairstreak

Eichen-Zipfelfalter Satyrium ilicis

oranges Feld

kurzes Schwänzchen

in Striche aufgelöste weiße Linie

Flügelunterseite

Vorkommen h Dieser etwas unauffällige Zipfelfalter ist in den letzten Jahren in seinen Beständen stark zurückgegangen. In Deutschland ist er als „gefährdet“ eingestuft, in mehreren Bundesländern gilt er als „stark gefährdet“ oder „vom Aussterben bedroht“. Eine gezielte Suche könnte vielleicht noch zu einigen unentdeckten Standorten führen. Der Braune Eichen-Zipfelfalter bevorzugt trockene, warme und sonnige Plätze mit Jungeichenbestand und einem ausreichenden Blütenangebot. Diese Standorte können sich in lichten Laubmischwäldern an Waldwegen oder -rändern, in Randbereichen von sonnigen Lichtungen oder auf Kahlschlägen befinden.

oranges Feld opulenter

rotorange Randbinde

Falter Nahrung: Als häufiger Blütenbesucher kann er besonders an Brombeerblüten beobachtet werden. Weitere für ihn interessante Blütenpflanzen sind Liguster, Schafgarbe, Baldrian, Einjähriges Berufkraut, aber auch Gewöhnlicher Wasserdost und Kratzdistel werden als Nektarquelle genutzt. An Standorten mit angrenzenden blütenreichen Wiesen dürfte die Liste der Nektarpflanzen um einiges länger sein. Das ♂ saugt auch gern an feuchter Erde. Eiablage: Das ♀ legt die hellen Eier meist einzeln recht bodennah an Stämmchen junger Eichen ab. Dazu wählt es geschützte, warme und sonnige Plätze aus. Revier: Die ♂♂ verteidigen ihre Reviere im Kronenbereich der Eichen.

› ›

Raupe Die Jungraupe ist hell und rötlich gefärbt mit feiner Behaarung. Als erwachsene Raupe ist sie gelbgrün und nur schwach gezeichnet. Es wird vermutet, dass die Verpuppung am Boden stattfindet. Die Raupen fressen hauptsächlich an den Blättern der Jungeichen und halten sich meist im unteren Bereich der Bäumchen auf. Nahrung: Die Auswahl der Nahrungspflanzen beschränkt sich auf junge Trauben- und Stieleichen in sonniger, geschützter Lage.

Merkmale Flügeloberseite: Die Grundfarbe der Flü›Merkmale gel ist bei ♂♂ und ♀♀ braun. Auf den

Vorderflügeln befinden sich nach außen hin elliptisch aussehende orangefarbene Flecke, die unterschiedlich groß sind oder auch fehlen können. Sie ähneln dem ♀ des Nierenflecks (Thecla betulae), dessen Flecke jedoch nierenförmig sind.

Flügelunterseite: Auf den braunen Un› terseiten ist eine fein gestrichelte weiße

Flugzeit Der Falter fliegt in einer Generation. Die Hauptflugzeit ist im Juni/Juli.

J

F

M

A

M

J

J

A

S

O

N

D

› ›

Linie, die ab Mitte der Hinterflügel unregelmäßig in Querstrichen und Zacken verläuft. Die orangefarbenen Flecke am inneren Außenrand der Hinterflügel sind mit wenigen, sehr kleinen schwarzen Fleckchen geziert. Diese Merkmale unterscheiden den Falter von anderen, ähnlich aussehenden Zipfelfaltern. Flügelrand: Das Schwänzchen ist gut ausgebildet. Ruhehaltung: Der Falter sitzt stets mit geschlossenen Flügeln ab, nur selten öffnet er sie ein wenig beim Sonnenbad.

Bruno P. Kremer

How to read cultural landscapes Cultural landscapes represent the combined works of nature and of man. Over time a mosaic of different landscapes developed. This patchwork of environments so diverse and so varied is the basis for a rich flora and fauna. Meadow orchards and cottage gardens, coloured waysides and village ponds, scrublands and hedgerows, pollarded trees and gravel pits, dry grasslands and coppice forests – the highlights of our cultural landscapes are presented with informative texts and beautiful images.

1. edition 2015 244 pages, colour photographs and illustrations throughout hardback, 155 x 225 mm Original language: German Rights available: world-wide

47


GE OLOGY / GEOGRAPHY

O. Adrian Pfiffner

Geology of the Alps The Alps play a central role in the history of geology. Significantly different geological phenomena can be observed especially well in this mountain area. Containing all aspects of alpine geology – modern plate tectonic basics, rock formations of the crystalline basement, sediment succession, tectonic structures etc. – and richly illustrated with maps, profiles, stratigrafic column profiles, and development schemes, this handbook can also be used as a basis for field trips.

1. ed. 2009, 2. ed. 2010, 3. ed. 2015 400 pages, approx. 220 colour illustrations hardback, 170 x 240 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except English

Jürg Meyer

Jürg Meyer

Gesteineeinfach

Are you interested in geology and would you like to identify the rocks you find in the field? This book is your tool to do so successfully! It presents a completely novel key to the identification of rocks that does not presuppose profound knowlede in geology, but only a good portion of patience and preseverance as well as a loupe and a steel blade. A short introduction clarifies how the key works and explains a few basic and helpful facts about geology.

bestimmen

Erze Räumliche Anordnung und Charakteristik der Bestandteile (Handstückbereich)

B

Ausprägungen

Erläuterungen

Element

Ausprägungen

Erläuterungen

Räumlichkeit

richtungslos

Komponenten sind in allen Raumrichtungen gleich verteilt und orientiert.

Korngrößenverteilung

gleichkörnig

Alle Komponenten sind ungefähr von gleicher Größe.

Der Bestimmungsschlüssel für Feld und Praxis

Glasige Gesteine

40

Räumliche Anordnung und Charakteristik der Bestandteile (Handstückbereich)

Element

von 15 und 22h k

Meyer

B

41

HCl Erze sind eine Welt für sich, die hier nur am Rande gestreift wird. Erze können ein Handstück zu 100 % einnehmen (monomineralisch) oder auch nur in kleinen Mengen auftreten. Massive Erze sind spezifisch schwer bis sehr schwer und bestehen aus meist metallisch glänzenden, undurchsichtigen Mineralien; den Erzmineralien. Die häufigsten sind die folgenden: a

Schwarz, körnig, magnetisch:

l

Magnetiterz

von 2e k

Gesteine der Schweiz – Der Bestimmungsführer

The beginner’s guide to the identification of rocks

v

HCl Glasige oder glashaltige Gesteine entstehen in erster Linie bei Vulkanen, durch rasches Abschrecken von Lava, sodass sich keine Kristalle bilden können und das Gestein aus abgeschrecktem glasigem Magma besteht. Glasige Gesteine können jedoch auch an andern Orten mit starker Hitzeentwicklung entstehen. a

Schwarzes vulkanisches Glas, welches oft in größeren Brocken vorkommt. Typischer muscheliger Glasbruch. Die Zusammensetzung ist meist «sauer» (SiO2reich, granitisch). Manchmal kann es Zonen mit Gasporen oder Verunreinigungen enthalten.

l

Obsidian

v

b

Bei submarinen Basalteruptionen an Mittelozeanischen Rücken entstehen neben Kissenlaven auch viele durch die massive Abschreckung zerplatzte und zerfetzte glasige Basaltlava-Fetzen, welche als chaotische vulkanische Brekzien abgelagert werden und als Hyaloklastite bezeichnet werden.

l

Hyaloklastit

v

c

Schwarzes, obsidianartiges Gestein, welches aber in unregelmäßigen Klüften und Adern ein anderes Gestein durchzieht, oft mit einer brekziösen Struktur. Entsteht durch sehr rasche tektonische Bewegung an größeren Störungszonen infolge lokaler Reibungshitze mit Temperaturen von über 1000 °C.

l

Pseudotachylit (siehe auch 7g)

v

d

Feine glasige Überzüge, oft bläschenartig, vorzugsweise auf hohen, exponierten Berggipfeln aus dunklen und/oder eisenreichen Gesteinen. Dieses Glas entsteht durch lokale Aufschmelzung bei Blitzeinschlägen.

l

Fulgurit

v

Bis zu einige cm große schwarze bis grün durchscheinende Glassteine, deren Bildung durch den Einschlag großer Meteorite auf der Erdoberfläche verursacht wurde.

l

Meteorit (Tektit)

v

Magnetit, Fe3O4, ist das wichtigste Eisenzerz.

geschiefert

ungleichkörnig

Tafelige/blättrige Mineralien sind in einer bestimmten Ebene eingeregelt.

Matrix und Zement

Komponenten haben teilweise unterschiedliche Größen.

linear gestreckt

Komponenten sind in einer einzigen Richtung in die Länge gezogen.

porphyrisch

Eine Mineralart liegt, meist in recht gut ausgebildeten Kristallen, als deutlich größere Körner in einer feineren Grundmasse vor. Häufig bei plutonischen Gesteinen.

geschichtet

Gestein zeigt eine Schichtung.

porhydroblastisch

In der Matrix eines metamorphen Gesteins sind einzelne Mineralien zu größeren Kristallen über die Matrix gewachsen ( z. B. Granat ).

gebändert

Gestein zeigt eine Bänderung.

konglomeratisch

Gerundete Gesteinskiesel liegen in einer deutlich feineren Matrix ( Zement ). Fast nur aus Flusskies gebildet.

b

Schwarz bis rötlich, oft schuppig, nicht magnetisch:

c

Silbergrau, sehr schwer, weich, würfelige Spaltbarkeit:

l

Hämatiterz

v

Hämatit, Fe2O3, ist ebenfalls ein wichtiges Eisenerz.

l

Bleiglanzerz

v

Bleiglanz (Galenit), PbS, ist das wichtigste Bleierz, es weist oft beträchtliche Silbergehalte auf.

d

Goldgelb, meist in Spektralfarben anlaufend/irisierend:

l

Kupferkieserz

v

Kupferkies oder Chalkopyrit, CuFeS2, ist das wichtigste Kupfererz.

1. edition 2017 144 pages, 460 colour photographs paperback, 155 x 225 mm Original language: German Rights available: world-wide, except English (world-wide)

gefaltet

Gestein zeigt Verfaltungen.

krenuliert

Gestein zeigt regelmäßig-runzelige und intensive Knickfältelungen.

brekziös

Eckige Gesteinsbruchstücke liegen in einer deutlich feineren Matrix ( Zement ). Entstehung durch verschiedene Prozesse, am häufigsten sedimentär-tektonisch.

e

Messinggelb, würfelig-körnig, sehr hart, oft in Umwandlung zu rostfarbenen Fe-HydroxidMassen:

l

Pyriterz

v

Pyrit, FeS2, auch «Katzengold» genannt, war lange der wichtigste Rohstoff für die Produktion von Schwefelsäure. e f

Braun bis gelb, sehr gute Spaltbarkeit, starker Glanz:

l

Zinkblendeerz

v

Zinkblende oder Sphalerit, ZnS, ist das wichtigste Zinkerz; wegen den oft hohen Gehalten an Cadmium ist es auch das wichtigste Erz für dieses Element.

g

Schwarz (Mineralien Manganit, Hausmannit, Braunstein und Pyrolusit):

l

Manganerz

Durch den Einschlag wird irdisches Material geschmolzen und bis zu einigen Hundert Kilometern fortgeschleudert; dabei erstarrt es zu Glas. Die Form variiert von aerodynamisch rundlich bis zu sehr unregelmäßig. Die Tektite des Nördlinger Ries in der Tschechischen Republik werden «Moldavite» genannt.

v

Diese meist hydrothermal gebildeten Mn-Erze sind die wichtigsten Rohstoffe für die Mangangewinnung.

36

37 106

IN_Meyer_Gesteine_Schluessel_Buch.indb 36

25.07.17 14:43

IN_Meyer_Gesteine_Schluessel_Buch.indb 37

25.07.17 14:43

IN_Meyer_Gesteine_Schluessel_Buch.indb 106

107

25.07.17 14:44

IN_Meyer_Gesteine_Schluessel_Buch.indb 107

25.07.17 14:44

Jürg Alean / Michael Hambrey

Glaciers of the World Galloping glaciers in North America, volcanoes in Iceland, Icebergs in Greenland, and giant mountains in the Himalayas: With insightful texts and breathtaking photographs, ”Glaciers of the World” is a gorgeous book on all the important ice regions of the world.

1. edition 2013 296 pages and 350 colour photographs hardback, 260 x 305 mm Original Language: German Rights available: world-wide, except French 48


Foreign Rights Regine Balmer regine.balmer@haupt.ch Katarina Baumann (Arts & Crafts) katarina.baumann@haupt.ch Gabriela Bortot (Nature) gabriela.bortot@haupt.ch

F S

Haupt Verlag Falkenplatz 14 Postfach CH-3001 Bern Tel. +41 (0)31 309 09 00 Fax +41 (0)31 309 09 99 verlag@haupt.ch www.haupt.ch

Haupt_Foreign_Rights_Autumn_2018_UG.indd 2-3

A

Foreign Rights Autumn 2018 Arts & Craftsâ&#x20AC;&#x2030;/â&#x20AC;&#x2030;Nature

11.09.18 15:46

Haupt Foreign Rights Catalogue - Autumn 2018  

Arts & Crafts Books | Nature Books

Haupt Foreign Rights Catalogue - Autumn 2018  

Arts & Crafts Books | Nature Books