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Eternal Russia Auf Einladung des HAU Hebbel am Ufer wirft die Kritikerin Marina Davydova wirft gemeinsam mit der Bühnenbildnerin und bildenden Künstlerin Vera Martynov in “Eternal Russia” einen Blick auf mehrere Jahrhunderte russischer Geschichte. Der performativ-installative Parcours präsentiert das ebenso kurze wie schillernde Zwischenspiel des politischen, künstlerischen und sexuellen Aufbruchs nach 1917. In einer Text-Collage erinnert Marina Davydova an die scheinbar gescheiterte Russische Revolution von 1905, ohne die die Februar- und Oktoberrevolutionen von 1917 nicht denkbar sind. Die Revolution von 1905, die schlagartig als ein Ereignis in ein Land einbrach, das mit staatlicher Barbarei assoziiert wurde, überraschte und euphorisierte nicht nur die russische und westliche Intelligenzija; sie lösten auch Aufbrüche aus, die sich erst in der Retrospektive als Illusionen erweisen sollten. Für diesen Text hat Marina Davydova einen fiktiven Charakter entworfen, der realen Vorbildern entnommen ist. Dieser wird dem Publikum in “Eternal Russia” während einer Zeitreise durch Bilder der Utopien begegnen.

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HAU-Publikation “Utopische Realitäten"  

Begleitend zum Festival “Utopische Realitäten – 100 Jahre Gegenwart mit Alexandra Kollontai" ist eine neue Ausgabe der HAU Publikationsreihe...

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