Page 34

Biografien Simone Aughterlony

Lina Majdalanie

Simone Aughterlony, geboren in Neuseeland, lebt und arbeitet als Choreografin in Berlin und Zürich. Sie absolvierte ein Tanzstudium an der New Zealand School of Dance und arbeitete als Tänzerin für Meg Stuart / Damaged Goods. Darüber hinaus hat sie als Choreografin bei Inszenierungen von Falk Richter, Stefan Pucher und Niklaus Helbling mitgewirkt. Seit 2003 entwickelt sie regelmäßig eigene Produktionen. In ihren Arbeiten untersucht Aughterlony das transformative Potenzial des Körpers und andere Aspekte des choreografischen Prozesses. Ihr besonderes Augenmerk gilt der Frage, wie Humor und das Mysterium des Verlangens die politische Wirksamkeit des Theaters befördern. Neben zahlreichen Produktionen entwickelte sie – koproduziert vom HAU – die Trilogie “Show & Tell” (2013), “After Life” (2013) und “Supernatural” (2015) beinhaltet. 2015 wurde Augtherlony als herausragende Tänzerin mit dem Schweizer Tanzpreis ausgezeichnet. Zuletzt war am HAU Hebbel am Ufer die Koproduktion “Uni * Form” (gemeinsam mit Jorge Léon) zu sehen.

Lina Majdalanie, geboren in Beirut (Libanon), arbeitet sowohl als Schauspielerin als auch als Regisseurin und Autorin. Sie entwickelte zahlreiche Produktionen, darunter u.a. “Appendice” (2007), “33 RPM and a few seconds” (2012, mit Rabih Mroué) und “A drop of sweat” (2015). “Lina Saneh Body-P-Arts Project” ist ein digitales Projekt und eine Installation. Darüber hinaus war Majdalanie Mitglied des Auswahlkomitees des Home Workspace Ashkal Alwan. Sie lehrte an der Haute Ecole d’Art et de Design in Genf, an der Amsterdamer University of the Arts und an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt. Am International Research Center “Interweaving Performance Cultures” an der Freien Universität Berlin war sie 2009 Stipendiatin. Majdalanie fragt in ihren Arbeiten nach Formen politischer Sprache in Zeiten der Globalisierung und der digitalen Technologie. Sie kuratierte das Programm “Beyond Beirut” am Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main 2016. Zuletzt zeigte das HAU Hebbel am Ufer 2016 im Rahmen der Werkschau “Outside the Image Inside Us” eine umfangreiche Auswahl der Arbeiten von ihr und Rabih Mroué.

Dakh Daughters Das ukrainische Theater-, Performance- und Bandkollektiv Dakh Daughters wurde 2012 von Schauspielerinnen des Kiewer Dakh-Theaters gegründet. Ihre Performance ist ein Mix aus ukrainischer Folklore, Punk, Kabarett, Prog-Rock, Klassik und Sprechgesang, bei der die sieben Performerinnen verschiedene Instrumente spielen und in mehreren Sprachen singen. In ihren Texten bedient sich das Kollektiv bei Autoren wie Charles Bukowski und William Shakespeare. Größere Aufmerksamkeit erlangten sie durch das Video ihres ersten Songs “Rosen / Donbass”, einer Collage aus einem Shakespeare-Sonett und ukrainischen Volksliedern, und ihren Auftritt im Rahmen der Proteste auf dem Maidan in Kiew 2013. Mittlerweile stehen Dakh Daughters weltweit auf der Bühne. 2016 erschien ihr erstes Studioalbum “If”.

Marina Davydova Marina Davydova ist Theaterkritikerin, -historikerin und -produzentin. Sie war Senior Researcher am Institute of Art Studies, lehrte an verschiedenen Hochschulen zur Geschichte des westeuropäischen Theaters und gab Kurse für Theaterkritik an der Russischen Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universität. Sie ist die Verfasserin der Monografie “Ende einer Theaterepoche” (2005) zum russischen Theater der letzten zehn Jahre und Herausgeberin des Bands “The History of West European Theatre since Renaissance Time until the End of the XIX Century”. Sie war Theaterkritikerin der Zeitung “Iswestja” und ist Chefredakteurin der Zeitschrift “TEATR”, künstlerische Leiterin des Moskauer Net-Festivals, Kolumnistin auf Colta.ru und war Programmdirektorin der Wiener Festwochen 2016. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Stanislawski-Preis für die beste Buchpublikation. “Eternal Russia” ist ihre erste künstlerische Arbeit, die sie gemeinsam mit Vera Martynov entwickelt.

Vlatka Horvat

Vlatka Horvat, geboren in Čakovec (Kroatien), lebt seit über zwanzig Jahren in London (Großbritannien). Sie arbeitet in verschiedenen Disziplinen wie Skulptur, Installation, Zeichnung und Performance. Ihre Arbeiten untersuchen die Beziehung zwischen Körper, Gegenständen und Räumen im Kontext des sozialen und physischen Rahmens, der sie bestimmt. Einzelausstellungen von Horvat fanden u.a. statt im CAPRI (Düsseldorf), in der Galerija SC (Zagreb), im Disjecta (Portland), in der Boston University Art Gallery (New York City) und der Bergen Kunsthall. Auftragsarbeiten entwickelte die Künstlerin u.a. für Bunkier Sztuki (Krakau), Kunsthalle Osnabrück, MGLC Ljubljana, VOLT Bergen, den 53. Oktober Salon (Belgrad), “Greater New York” auf der MoMA PS1 (New York City) und die 11. Istanbul Biennale. Horvats Arbeit im Bereich der bildenden Kunst wird durch Annex 14 (Zürich) und Rachel Uffner Gallery (NYC) vertreten. Die Galerie Zak | Branicka ist ihre Berliner Vertretung. 2015 hat das HAU Hebbel am Ufer “15th Extraordinay Congress: Berlin” präsentiert. “Minor Planets” ist Horvats erste Bühnenproduktion.

34

Vera Martynov Die Künstlerin und Regisseurin Vera Martynov war von 2012 bis 2015 Künstlerische Leiterin des Gogol Zentrum in Moskau. Seit 2015 arbeitet sie auch freischaffend an Theatern, Museen und in Galerien. 2016 wurde sie zur Künstlerischen Leiterin des New Space Theatre of Nations ernannt. Darüber hinaus gehört sie zu den Gründer*innen des Dmitry Krymov Laboratory, wo sie als Bühnen- und Kostümbildnerin sowie Darstellerin tätig ist. 2012 und 2013 arbeitete sie an Robert Wilsons Watermill Center. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Golden-Triga-Preis der Prager Quadrenniale, dem Preis des Edinburgh International Art Festivals (mit dem Dmitry Krymov Laboratory) und der Golden Masque für das beste Bühnenbild. Martynov war Dozentin am MHAT School-Studio, der Russischen Akademie für Theaterkunst (RATI / GITIS) und der British Higher School of Design in Moskau. “Eternal Russia”, eine Zusammenarbeit mit Marina Davydova, ist ihre erste Arbeit am HAU Hebbel am Ufer.

Maru Mushtrieva Maru Mushtrieva wurde in Kysyl-Syr (Russland) geboren und lebt seit 2006 in Berlin. Sie hat an der Freien Universität Berlin Vergleichende Literaturwissenschaft studiert. Seit 2011 arbeitet sie als Übersetzerin, Autorin, Künstlerin und assistiert bei verschiedenen Film- und Kunstproduktionen, u.a. für das Künstlerkollektiv Slavs and Tatars und die Künstlerin Britta Thie für “I’MDB – ein LiveDrama über die Tragik des Ratings”. Momentan arbeitet sie als Produktionsassistentin für einen Dokumentarfilm über Flüchtlingslager in Griechenland.

Mariano Pensotti Mariano Pensotti, geboren in Buenos Aires, arbeitet als Autor und Regisseur. Mit seiner Gruppe Grupo Marea, die er mit der Bühnenbildnerin Mariana Tirantte und dem Musiker Diego Vainer gegründet hat, tourt er weltweit. Stationen waren u.a. Kunstenfestivaldesarts (Brüssel), Theaterformen (Hannover), Tempo Festival (Rio de Janeiro), die Rotterdamse Schouwburg und das Redcat (Los Angeles). Neben Produktionen für die Bühne entwickelt er auch ortsspezifische Stücke im öffentlichen Raum. Seine Arbeiten folgen oft einer filmischen Dramaturgie und sind von der Zusammenarbeit mit den Schauspieler*innen geprägt. In den letzten zehn Jahren hat er mehr als 15 Inszenierungen entwickelt, darunter waren zuletzt am HAU Hebbel am Ufer zu sehen: “Cineastes / Filmemacher” (2013) und “Cuando vuelva a casa voy a ser otro / Wenn ich zurückkomme, bin ich ein Anderer” (2015). Die Auftragsarbeit “Arde brillante en los bosques de la noche / Loderndes Leuchten in den Wäldern der Nacht” ist Pensottis erste Premiere am HAU Hebbel am Ufer.

HAU-Publikation “Utopische Realitäten"  

Begleitend zum Festival “Utopische Realitäten – 100 Jahre Gegenwart mit Alexandra Kollontai" ist eine neue Ausgabe der HAU Publikationsreihe...

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you