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Das sinnvolle Stadtmagazin

im Winter 2009/10

Endlich Winter Was war.

Was ist.

Was kommt.

Winzerfest. Mit über 6.000 Besuchern, einer sensationellen Stimmung und herrlichen regionalen Köstlichkeiten wurde Hartberg zum Genusszentrum der Oststeiermark. Seite 30

Eiszeiten. Ob Amateur oder Profi, ob Groß oder Klein: Alle, die eine Passion fürs Schlittschuhlaufen haben, werden ab sofort in Hartberg aufs Glatteis geführt. Seite 19

Christkindlmarkt. Am 27. November öffnet der Hartberger Weihnachtszauber mit vielen sinnlichen Überraschungen seine sehenswerten Pforten. Seite 4

Amtliche Mitteilung. Zugestellt durch Post.at


Inhalt

Was Sie diesmal erwartet.

Hartberger

Weihnachtszauber

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Editorial

Nehmen Sie sich Zeit für Hartberg …

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ehr geehrte Hartbergerinnen und Hartberger, nach der ersten Ausgabe des neuen Hartberg-Magazins hat uns die Flut an Rückmeldungen wirklich überrascht. Die vielen positiven E-Mails und Telefonanrufe, die ich erhielt, sowie die zahlreichen Dir. Karl Pack, persönlichen Gespräche, die ich in Bürgermeister den vergangenen Wochen führen von Hartberg durfte, bestärken mich, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Diesmal setzen wir unseren Streifzug durch Hartberg mit einer Vorausschau auf den mit viel Liebe zum Detail organisierten „Hartberger Weihnachtszauber“ fort, berichten aber natürlich auch über das beeindruckende Winzerfest, das immer mehr zu einem Fest der Generationen und des Genusses wird. Darüber hinaus wollen wir Sie auch in dieser Ausgabe mit neuen Hintergrundgeschichten über die „Stadt der Sinne“, die bei uns lebenden Persönlichkeiten und den Wirtschaftsstandort Hartberg überraschen. Und weil das nächste Hartberg-Magazin erst im Frühjahr erscheint, möchte ich bereits vorab auf diesem Wege Ihnen und Ihrer Familie eine besinnliche Vorweihnachtszeit, ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen.

27. November bis 24. Dezember 2009

Herzlichst Ihr,

Hartberger Weihnachtszauber Eine Stadt schmückt sich für die schönste Zeit des Jahres.

Die Hartberger Tischlerei Kernbichler produziert alles nach Maß und mit Stil.

Stadtgeflüster Worüber in Hartberg gesprochen und getratscht wird. Schule, die schmeckt. Roman Bruckner über die ideale Verbindung von Theorie und Praxis.

Hartberger G’sichter Porträts von Hartberger Persönlichkeiten, Gruppen und Vereinen. Unser täglich Brot. Hermann Radl bäckt die weltweit erste „Città-Slow“-Schnecke.

Stadtnachrichten Wichtige Informationen der Stadtgemeinde Hartberg. Hartberger Nachtwächter. Ein empfehlens­werter Streifzug durch die Stadtgeschichte.

G’schäftliches

www.hartberg.at

PS: Wenn Sie auf der Suche nach einem persönlichen Hartberger Weihnachtsgeschenk für Freunde und Verwandte sind, dann darf ich Ihnen die „Hartberger Backstub’n“ herzlichst empfehlen. Näheres erfahren Sie auf Seite 34.

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Neuigkeiten und Berichte rund um die Hartberger Wirtschaft.

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Bewegend. Christine Klapf: Das Porträt einer außergewöhnlichen Frau.

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Sportlich und gesund in Hartberg.

Dir. Karl Pack, Bürgermeister

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Wo gehobelt wird

Sportstadt

Donnerstag bis Sonntag, jeweils von 14–19 Uhr. Christkindlmarkt, Hartberger Adventkalender, Kinder- und Musikprogramm, regionale Spezialitäten, Kunsthandwerker in der Aktionshütte, Kunstmarkt im Museum. Wir können stolz sein auf unser Hartberg, die Stadt der Sinne!

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Klingendes Hartberg Hermine Pack, ein ganzes Leben voller Musik.

Was war & was kommt Ein Rückblick und eine Vorschau auf Hartberger Veranstaltungen.

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Persönliches und Impressum Gartenfotowettbewerb, „Hartberger Backstub’n“, fünf Sinne sammeln, Ihre Meinung & Impressum

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So viel ist klar: Man wird vom Hartberger Advent sprechen als von einem einzigartigen Erlebnis. Folgen Sie uns durch die schönste Zeit des Jahres.

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Text: gerd hofer FotoS: Bernhard Bergmann

enn leuchtende Kinderaugen Advent und Weihnachten ausmachen, dann ist Hartberg zweifellos der strahlende Ort zur besinnlichen Zeit. Ohne Übertreibung ist unsere Stadt mit ihrem „Weihnachtszauber“ diesbezüglich die Perle zumindest der ganzen Oststeiermark. Klar: Advent in Mariazell, ein schon klassisches Erlebnis. Aber Hartberg: Hier darf man wieder träumen und vor allem genießen, Kinder wie Erwachsene gleichermaßen. Anders als in gleich welcher Stadt, die wir kennen, schmücken Hartberg keine einfallslosen Lichtersymbole, quer über Plätze und Gassen gespannt, sondern bis ins liebevollste Detail durchdachte und platzierte Lichter, die die historischen Strukturen der Stadt nachzeichnen und glänzend hervorheben. Und wenn wir von Lichtern sprechen, dann meinen wir über eine Million (!) Lichter – in Baumkronen, auf Häuserfassaden und historischen Sehenswürdigkeiten. Man muss das gesehen und erlebt haben: wie die ganze Stadt, wenn die Dämmerung anbricht, gewissermaßen ins Schweben gerät. Und sehen und erleben: Am 27. November ist die Eröffnung des Christkindlmarkts und damit der Weihnachtszeit – buchstäblich wird ein Schalter betätigt, und die Stadt glänzt auf wie, na ja, der nämliche Stern zu Betlehem.

Endlich Weihnachten

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Hartberg im Winter 2009/10

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Hartberger Adventkalender Advent, Advent ein Lichtlein brennt. Zuerst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, schon steht das Christkind vor der Tür …

Wie man Kinderaugen zum Glänzen bringt? Ganz einfach: Man geht mit den Kindern zum Hartberger Weihnachtszauber.

Die Höhepunkte

Alle, die wissen wollen, wie unsere Vorfahren das traditionelle Handwerk perfektioniert haben, werden hier fündig.

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Deren sind viele, man weiß gar nicht wo anfangen, aber vielleicht mit dem Eislaufplatz auf dem Hauptplatz. Vornehmlich für Kinder, ist der Kunsteislaufplatz selbstverständlich zugänglich für alle, ebenso der Schlittschuhverleih. Für die Kleinen gratis, sollten wir vielleicht erwähnen, aber das versteht sich beinah von selbst. Daneben blüht und lebt historisches und mittelalterliches Handwerk zum Angreifen und, wer will, Erlernen. Dies umfasst Schauschnitzen, Spinnen und Filzen von Schafwolle, Laternenbauen und mittelalterliches Handwerk. Schwerlich kann man sich den Anspruch einer Stadt der Sinne besser und spannender und behutsamer umgesetzt und eingelöst denken. Denn weiter geht es in eine Kinderbackstube, für die Adventzeit im Museum untergebracht, wo sich Weihnachten duftend ankündigt. Ah ja – ein Kasperltheater auch, freilich ein echtes und wahres, plus eine Geschenkswerkstatt. Wer

will da noch unterscheiden zwischen Kind und Nicht-Kind? Man kann nicht anders als mitleben, mitfühlen, mitmachen. Die Plätze und Straßen und Gassen wird Musik erfüllen. Auch hier gilt: nicht nur schale Beschallung wie so vielerorts, sondern Hartberger Chöre und Bläserensembles. Wir haben zu diesem Thema übrigens Frau Wilhelmine Zartl besucht, die Dame befindet sich lebensfroh im 100. Lebensjahr, Hartbergs älteste Bürgerin. Weihnachten sei hier immer schon etwas besonders Feierliches gewesen. Schon in Zeiten lange vor elektrischem Licht. Ob früher mehr oder verlässlicher Schnee gelegen sei als heutzutage? Frau Zartl: „Das kann ich nicht sagen. Es gab solche und solche Jahre. Aber fest stand immer, dass wir Weihnachten im Familienkreise in Hartberg begangen haben, obwohl zum Beispiel meine Tochter seit Langem schon in Wien lebt.“ Mit sicherer Geste weist die Dame auf die Stelle im Zimmer, wo seit eh und je der Hartberg im Winter 2009/10

Christbaum steht. Und heuer sozusagen zum 99. Mal. Frohes Fest, Frau Zartl! Die ganze Stadt als Adventkalender

Da der Adventkalender. Wie man sich den denken soll? Nun, die verschiedenen Schaufenster der Hartberger Geschäfte bilden, gestaltet und dekoriert von ansässigen Schulen und Kindergärten, je ein Türl. Darf wohl auch als echtes Handwerk bezeichnet werden. Mehr Advent und mehr Weihnachten geht wohl nicht, und dabei ist alles so behutsam inszeniert, wie wir schon gesagt haben, dass es sich tatsächlich um ein hohes Fest handelt, fern von jeder künstlichen Stimmungsmache. Der Hartberger Weihnachtszauber ist übrigens immer von Donnerstag bis Sonntag geöffnet (14 bis 19 Uhr), und hier wird sich eine ganze Stadt treffen zum besinnlichen Austausch, denn immerhin ist Weihnachten ein Fest der Freude. Hartberg im Winter 2009/10

1. Di Rathaus, 17 Uhr, gestaltet vom Kinderhort der Stadtgemeinde Hartberg, Gartengasse 2. Mi Sparkasse Hartberg-Vorau, Herrengasse, 16.30 Uhr, gestaltet vom Heilpädagogischen Kindergarten Hartberg-Umgebung 3. Do Café Restaurant Pick, 16 Uhr, Palatschinken und Junkerverkostung 4. Fr Caruso, Wiener Straße 20, ab 9 Uhr, hausgemachte Kekse und Glühweinverkostung 5. Sa Optiker Achatz, 10 Uhr, gestaltet vom Heilpädagogischen Kindergarten Hartberg-Umgebung (Gruppe 2) mit Nikolaus 6. So Gasthaus „Zum Brauhaus“, 16 Uhr, gestaltet vom Kindergarten I 7. Mo Hotel Sonne, 16 Uhr, gestaltet vom allgemeinen Kindergarten Hartberg-Umgebung 8. Di Libro-Eislaufplatz, 16 Uhr, Punsch- und Glühweinstand, Kinderschminken 9. Mi Buchhandlung Leykam, 16 Uhr, gestaltet vom Übungs-Kindergarten der BAKIP 10. Do Stibor Herrenmode, 16 Uhr, gestaltet von der Gerlitz-Hauptschule 11. Fr Kopp Moden, Michaeligasse, 10 Uhr, gestaltet vom Tageszentrum des Seniorenhauses Menda 12. Sa Casa Mulino, 16 Uhr, gestaltet vom Kindergarten St. Magdalena, Thema „Advent der Sinne“ 13. So Blumen Buchsbaum, 8 Uhr 14. Mo Apotheke „Zum Schwarzen Bären“, 16 Uhr, gestaltet vom Kinderhaus Lebing 15. Di Modehaus Roth, 16 Uhr, gestaltet von der Volks- und Musikschule St. Magdalena 16. Mi United Colours of Benetton, 16 Uhr, gestaltet von der Kernstock-Volksschule 17. Do Volksbank Süd-Oststeiermark, 16 Uhr, gestaltet vom Kindergarten Kaindorf 18. Fr Fürbass, Kirchengasse, 16 Uhr, gestaltet von der Volksschule Ebersdorf 19. Sa Café Da Papa, 20 Uhr, Lesung mit Gitarrenbegleitung 20. So Konditorei Käfer, 7 Uhr, Fußgängerzone 21. Mo Irish Pub John Cor, 16 Uhr, mit Glühweinstand und Mehlspeise 22. Di Stadtcafé Hartberg, 16 Uhr, gestaltet von der Da Vinci Schule Ökopark, Thema „Sinn-Volle Weihnachten“ 23. Mi Kratzmann Versicherungsmakler, Hauptplatz 6, 17 Uhr, mit Kaplan Mag. Andreas Mondschein, gestaltet von der Singgruppe Justament aus Dechantskirchen 24. Do Stadtpfarrkirche Hartberg, 16 Uhr Weihnachtlicher Familien- und Kindergottesdienst, 22 Uhr Christmette

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Am Beginn wird das passende Holz ausgesucht.

vom Endprodukt machen kann. Die Qualität der eigentlichen Tischlerarbeit ist durch unsere hochmoderne CNC-Bearbeitung millimetergenau gegeben. CNC heißt, dass wir den Computer mit den entsprechenden Daten füttern, die Anlage führt dann den Zuschnitt selbstständig aus.“ Individuelle Lösungen für jedermann

Wo gehobelt wird

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… freilich nach Maß, freilich nobel. Wir stellen vor: die Tischlerei Kernbichler. Text: Gerd Hofer, Fotos: Bernhard Bergmann

„Die Qualität der eigentlichen Tischlerarbeit ist durch unsere hochmoderne CNC-Bearbeitung millimetergenau gegeben.“

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u den Sachen, die ich mit Begeisterung nicht verstehe, gehört das Tischlern. Ich meine, nicht dass ich ein Handwerk wüsste, das mir leicht von der Hand ginge, aber vom Baumstamm zum Wintergarten oder zur Maßküche etc. will meine vorgestellte Geschicklichkeit gar nicht reichen. „Gelernt ist gelernt“, sagt Johann Kernbichler, Chef der gleichnamigen Tischlerei in Eggendorf. Das Wort vom Lernen ist die eine Wahrheit. Die andere ist, dass es Johann Kernbichler mit großem Geschick und großem Einsatz versteht, den Betrieb auch in Zeiten der Krise mit Aufträgen auszulasten, derzeit

zum Beispiel bis weit über Neujahr hinaus. Aber lassen wir Herrn Kernbichler uns Firmenphilosophie und -strategie selbst erklären: „Wir sind immerhin schon fünfzehn Leute im Betrieb, auch mein Bruder und mein Sohn, als fertiger Tischlermeister, sind dabei. Und ich freue mich, sagen zu dürfen, dass alle Arbeitsplätze gesichert sind. Wir spüren nichts von der Krise. Um jedoch durchschlagskräftig zu sein, setzen wir vor allem auf allerhöchsten Qualitätsstandard. Dazu kommt, dass unser Kunde eine 3-DPlanung seines gewünschten Projekts, einer Küche zum Beispiel, erhält, sodass er sich im Vorhinein eine ganz genaue Vorstellung Hartberg im Winter 2009/10

So kommt es, dass der Kernbichler’sche Betrieb neben all den gekonnten Arbeiten für Privatkunden auch etliche Renommierprojekte vorweisen kann, man fahre nur in die Heiltherme Bad Waltersdorf und erfreue sich an der lichtvollen Fassade – die zum Beispiel stammt von unserer Tischlerei. Die meisten Aufträge treffen übrigens aus dem Grazer und Wiener Raum ein, und vor allem auch aus Niederösterreich. In der Regel funktioniert das über Architekten, die laut Kernbichler „mit uns immer beste Erfahrungen gemacht haben“ und dementsprechend auf das Haus zurückgreifen. „Und weil Sie mich schon fragen: Es gibt selbstverständlich individuelle Lösungen für jedermann, in allen Preislagen, immer in höchster Qualität, vom Ehebett über die sinnlichste Küche der Welt bis hin zum Wohlfühlwintergarten. Wir sprechen selbstredend von Massivholzarbeiten, und also wird man die großen Möbelhausketten gerne auch einmal außen vor lassen, wie man heutzutage auch hierzulande sagt.“ Nähere Infos unter www.kernbichler.at

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Stadtgeflüster

Worüber in Hartberg gesprochen und getratscht wird.

Hart Berg Predigt

Petra Saurugg spürt eine „wahre“ Aufbruchstimmung.

Dechant Dr. Josef Reisenhofer

Schalter für ein Lichtermeer

Kostenlos Strom „tanken“

Ein durchaus sehenswerter Saustall In der Hartberger Herrengasse gibt es mit dem kleinen, aber feinen Keramiksaustall seit Kurzem einen echten Geheimtipp für all jene, die Handarbeit zu schätzen wissen.

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ür alle Keramikliebhaber gibt es mit dem urigen Keramiksaustall seit ein paar Monaten ein echtes Kleinod. Die Besitzerin, Petra Saurugg, Absolventin der HTL für Kunst und Design und der Keramikmeisterschule, hat sich in der Herrengasse den Traum vom eigenen Atelier und Geschäft erfüllt. Begonnen hat die zweifache Mutter mit der von Japan über die USA nach Europa „importierten“ Raku-Keramiktechnik, die jedem von uns – wenn auch nicht namentlich, so zumindest haptisch – in Form der japanischen Teetassen bekannt ist. Den Standort Hartberg hat die passionierte Keramikkünstlerin nicht nur aufgrund familiärer Verbundenheit – ihr Schwiegervater ist der Hartberger Neurologe Dieter Saurugg – gewählt, sondern „weil die Stadt in einer wahren Aufbruchsstimmung zu

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sein scheint“ und sich der Keller mit seinem schönen Gewölbe, der übrigens sehr liebevoll renoviert wurde, bestens als kreativer Arbeitsplatz eignet. Im Keramiksaustall reicht die Angebotspalette vom kleinen Gastgeschenk, wie z. B. einem Keramikherz um neun Euro, über dekorative Töpfe, Vasen, Spiegel, Lampen bis hin zum einzigartigen Kunstobjekt um 450 Euro. An den langen Adventeinkaufssamstagen kann man Petra Saurugg – gemeinsam mit der Silber- und Emailschmuckkünstlerin Martina Schneebacher und der Keramikerin Theresa Böck – bei ihrer kunstvollen Arbeit bis 22 Uhr beobachten. Keramiksaustall Saurugg Kirchengasse 7, Eingang ist in der Herrengasse, 8230 Hartberg Öffnungszeiten: nach telefonischer Vereinbarung unter 0664/542 35 22. www.keramik-saustall.at

Erste Solartankstelle. Die jüngste private Initiative zum Umweltschutz startete die Fahrschule Easy Drivers in Hartberg mit der Eröffnung der ersten Solartankstelle. Dem Inhaber Ing. Marcus Martschitsch ist es ein persönliches Anliegen, „dass das Umweltbewusstsein der zukünftigen Verkehrsteilnehmer schon bei ihrer Ausbildung gestärkt wird“. Bei der Solartankstelle in der Sackgasse 3 können alle E-Scooter-Fahrer ab sofort kostenlos Strom „tanken“. Bei Easy Drivers wird der Umweltgedanke nicht erst seit Kurzem gelebt, wie die bereits seit Längerem in Einsatz befindlichen Hybrid- und Dieselpartikelfahrzeuge der Fahrschule beweisen.

Mit Erwin Petz wurde wieder ein Hartberger Winzer international prämiert.

Hartberger Winzer gewinnt Silbermedaille Weinelite. Bei der internationalen Weinmesse in Shanghai, wo sich die weltweite Weinelite jährlich mit ihren Produkten dem gefürchteten Urteil einer internationalen Jury stellt, konnte Erwin Petz eindrucksvoll beweisen, dass die Hartberger Weine auch im globalen Spitzenfeld nunmehr ihren Platz gefunden haben. Sein Weißburgunder holte als zweitbester Weißwein die Silbermedaille. Damit ließ Petz Weinnationen wie z. B. Frankreich, Spanien, Chile, Australien, Neuseeland und Portugal hinter sich. Darüber hinaus holte sich Petz auch die Silbermedaille bei der „Vin Angora“ in Budapest ab.

Fahrschule Easy Drivers, Sackgasse 3, 8230 Hartberg www.easydrivers.at/hartberg oder 03332/62373. Gut recherchierte und interessante Sendungen über Ereignisse im Bezirk Hartberg können Sie sich im Internet kostenlos unter www.radiohartberg.at/schlagzeilen anhören. Neues Internetforum unter dem Motto: „Alle Frauen Hartbergs vereinigt Euch“.

Hartberger Betriebe erstmals im Slow-Food-Führer

Internet Forum für Unternehmerinnen Frauenpower. Auf Anregung von Rosemarie Strecker wurde mit www.wirzusammen.at ein kostenloses Internetforum für Hartberger Unternehmerinnen eingerichtet. Unter dem Motto „Zusammen sind wir eine Macht. Zusammen können wir manches erreichen. Zusammen können wir Informationen austauschen“, ladet die Logo-Geschäftsführerin alle weiblichen Führungskräfte ein, aktiv am Aufbau des neuen virtuellen Frauen-Netzwerkes mitzuarbeiten. Nähere Infos unter www.wirzusammen.at

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Ausgezeichnet. Der von Manfred Flieser herausgegebene kulinarische Slow-Food-Steiermark-Reiseführer empfiehlt Restaurants, Wirtshäuser, Buschenschänken und Almhütten, Landwirte, Ab-Hof-Verkaufsläden, Bäcker, Fleischer, Käser, Ölmühlen und Lebensmittelhändler. In der in Kürze erscheinenden Ausgabe für das Jahr 2010 sind mit Restaurant & Vinothek Pusswald, Buschenschank RetterKneissl, Buschenschank Nöhrer, Fleischerei Buchberger, Burgl Markt, Bauernmarkt Hartberg, Bauernladen Lagerhaus Wechselgau, Siegfried Koch vlg. Koch in der Au und der Bio Sphäre Rupert Matzer erstmals auch Hartberger Betriebe enthalten. Nähere Infos bei Manfred Flieser unter 0664/252 13 10.

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KULINARISCHER WEGW EISER ZUM BEWUSSTEN GENUSS IN DER STEIERMARK

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ald erstrahlen wieder tausende Lichter an Fenstern, Giebeln und Häuserfassaden unserer Stadt. Die einen murren über den „Kitsch“, die anderen genießen die bezaubernde Atmosphäre. Wenn die Dämmerung hereinbricht in der Stadt, dann gehen per Schalter oder automatisch die Lichter an und bewegen und erfreuen viele Herzen. Neben kommerziellen und touristischen Aspekten darf ruhig ein wenig tiefer geblickt werden. Gerade in dunklen Zeiten wohnt im Menschen die Sehnsucht nach Licht. Die Dunkelheit hat viele Namen: Einsamkeit, Konflikt, Krankheit, Angst, Verlust eines lieben Menschen. Freilich braucht es für eine dauerhafte innere Aufhellung mehr als das äußere Lichtermeer am Hauptplatz. Wer kann so ein Licht sein? Wo ist so ein Schalter im realen Leben, der umgeschaltet werden kann: von Dunkelheit auf Licht, von Verzweifeln auf Vertrauen, von Einsamkeit auf Begegnung? Die Christenheit feiert bald Weihnachten. Dieses Fest könnte so eine Schaltstelle sein. In der Krippe liegt ein Kind, das ein Schalter sein möchte. Gott hat zu Weihnachten aufgedreht, eingeschaltet, sich eingeschaltet: „Ich bin da, ich bin in der Düsterkeit deines Alltags, ich bin in deinen Tränen.“ Die Lichterketten der Weihnachtsbeleuchtung könnten solche Zeichen sein: Das Licht Gottes hat die Erde ergriffen, sein Licht strahlt aus auf die dunkle Welt. Weihnachten will, dass es heller wird auf Erden, in unseren Häusern, Familien, in Arbeit, Freizeit und in unseren Seelen. Von einem Licht der Krippe geht mehr und mehr Licht aus, ein Lichtermeer um die Welt.

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Eine Schule, die schmeckt! Fragen an und Antworten von Roman Bruckner, Direktor der Landwirtschaftsschule Kirchberg am Walde. Text: Gerd Hofer, Foto: Bernhard Bergmann

Herr Bruckner, Sie sind Schuldirektor einer Landwirtschaftsschule und auch selbst noch Landwirt und Winzer – haben Sie Angst vor zu viel Freizeit? Roman Bruckner: Ich bin stolz, hier Direktor zu sein und täglich mein Bestes zu geben, um Kollegen und Schülern ein bestmögliches Lehr- und Lernumfeld zu bieten. Und irgendwie liegt es auf der Hand, als Lehrer auf dem Gebiet der Landwirtschaft auch selbst tätig zu sein und hobbymäßig Wald und Feld zu bewirtschaften. … und ganz nebenbei gehören Sie ja auch zu den Gründern des Hartberger Winzerfests … Bruckner: Stimmt. Ich hatte damals die Idee eines herbstlichen Weinlesefests, hätte aber nicht geglaubt, dass es derart einschlagen würde. Es war sofort ein Erfolg. Und heuer waren ohnehin unglaubliche 6.000 Menschen zu einem wirklich gelungenen Fest versammelt: Tanzböden, regionale Genüsse, tolle Stimmung. Ich selbst gehöre aber seit 2002 nicht mehr zu den Veranstaltern.

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Roman Bruckner legt großen Wert auf einen praxisorientierten Unterricht. Hartberg im Winter 2009/10

Wir präsentieren Ihre Schule unter der Rubrik „Schmeckt guat“. Wollen Sie uns den Zusammenhang erklären? Bruckner: Na ja, der stellt sich selbst her, wenn wir uns hier auf dem Schulgelände umschauen. Unsere Schüler, es sind ungefähr einhundertsechzig, betreiben hier gewissermaßen eine komplette Landwirtschaft. Das entspricht übrigens auch unserem Motto: so viel Theorie wie nötig, so viel Praxis wie möglich. Wir haben Stallungen, wo wir Schweine, Rinder, Milchkühe und Schafe halten, denen es wirklich gut geht.

Und wir verarbeiten selber: Fleisch, Wurst, Honig, Käse, Milch, Obst und Obstprodukte, Wein und sogar Bier. Was die Schule betrifft, sind wir praktisch Selbstversorger – bis auf das Brot, dazu sind die benötigten Mengen zu groß. Und selbstverständlich verkaufen wir unsere Produkte auch. Insofern trifft „Schmeckt guat“ den Nagel auf den Kopf …

„Ich bin mit Leib und Seele Hartberger und schätze besonders die intakte Vernetzung in die Natur hinaus – ob Ringkogel oder Gmoos, Wald oder Felder.“ Man kriegt Lust, selbst noch einmal in die Schule zu gehen … Bruckner: So soll es sein, denn ich glaube fest, dass die heutige Schule, also die Schule ganz allgemein, viel zu wenig an der Praxis orientiert ist. Ich habe selbst vier Kinder und bekomme mit, was da diesbezüglich fehlt. Die Holländer sind uns auf diesem Gebiet weit voraus. Noch ein Wort zu Ihrer Heimatstadt Hartberg, bitte. Bruckner: Ich bin mit Leib und Seele Hartberger und schätze besonders die intakte Vernetzung in die Natur hinaus – ob Ringkogel oder Gmoos, Wald oder Felder. Das taugt mir unheimlich, und zur Erhaltung unserer tollen Lebensqualität will ich persönlich beitragen. Danke fürs Gespräch.

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Hartberger G’sichter . Porträts unserer Persönlichkeiten, Gruppen und Vereine

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HartbergEr

20.000 Stunden im ehrenamtlichen Einsatz „Wir wollen das Bewusstsein über unsere Stadt und Region schärfen, denn auf diesem Gebiet gibt es genug zu entdecken.“

Dauereinsatz. Rund 300 mal pro Jahr werden die 121 Mitglieder der Hartberger Freiwilligen Feuerwehr zu Einsätzen gerufen. Unentgeltlich leisten die ehrenamtlichen Helfer unter ihrem Kommandanten ABI Gerald Jeitler rund 20.000 Arbeitsstunden. Und da das bestehende Rüsthaus für die vielfältigen Aufgaben und der damit verbundenen Ausrüstung mittlerweile zu klein ist, wurden die Planungsarbeiten für eine neue Katastrophen-Lagerhalle begonnen. Die FF befindet sich technisch und ausrüstungsmäßig am neuesten Stand, ganz gleich ob es sich bei den Notrufen um Brände, Öl-, Chemie oder Umwelteinsätze handelt.

Die sieben Geheimnisse der Spitzenverkäufer

Dr. Reinhold Glehr will das Alte bewahren und ist gleichzeitig dem Neuen gegenüber aufgeschlossen.

Gelebte Geschichte Diener des Menschen wie der Geschichte: Dr. Reinhold Glehr über sein Hartberg. Text: Gerd Hofer, Foto: Bernhard Bergmann

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artberg wurzelt tief in der Zeit, sinnenreich in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Kaum eine andere steirische Bezirksstadt birgt so viele historische Schätze und Erstaunlichkeiten. Und damit nichts etwa im täglichen Getriebe verschüttgehen kann, was des Bewahrens wert ist, dafür kämpft und arbeitet Dr. Reinhold Glehr, Arzt für Allgemeinmedizin, also praktischer Arzt, der alten Sagweise nach. Dr. Glehr ist in erster Berufung vor allem Ob-

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mann des historischen Vereins, eine Funktion, die er vom Vater geerbt hat (mit Oberstudienrat Franz Groß, Begründer des Vereins sowie des Hartberg-Museums). Die Liebe zur Geschichte seiner Stadt ist dem Mann zu jeder Zeit anzusehen, und wir wollen solcher Beredtheit hier das Wort gewähren. Dr. Glehr: „Unser Verein hat zur Aufgabe und zum Ziel, zur Identitätsstiftung von Hartberg beizutragen. Wir wollen das historische Bewusstsein über unsere Stadt und Re-

gion schärfen, denn auf diesem Gebiet gibt es wahrhaft genug zu entdecken, zu bewahren, zu bestaunen. Die regionale Geschichte ist dermaßen spannend, das beginnt damit, dass hier schon die Kreuzfahrer durchgekommen sind, das Land sich also auf einer direkten Linie zwischen Morgen- und Abendland befindet. In jener Zeit gab es einen Pfarrer Ullrich, der muss eine erstaunliche Persönlichkeit gewesen sein, und auf ihn dürfte auch Hartbergs historischer Edelstein zurückgehen, der Karner. Dieser befindet sich in der Kapelle, die eigentlich eine sehr seltene Doppelkapelle ist: zwei gespiegelte Räume, einer im Keller, der andere über der Erde, unten die Knochenaufbewahrung, oben der Taufraum. Leben und Tod. Auf engstem Raum. Das ist faszinierend. Eine weitere Aufgabe unseres Vereins erkennen wir in der Altstadterhaltung, die mit der schön erhaltenen Stadtmauer inklusive Türmen, den staunenswerten Häusern aus dem sechzehnten Jahrhundert und nicht zuletzt dem Schloss Hartberg alle Mühen wert ist. Persönlich wünsche ich mir, dass wir hier nun den Città-Slow-Gedanken, den ich toll finde, auch tatsächlich leben. Hartberg ist wirklich eine Stadt der Sinne, die darauf wartet, ausgekostet zu werden: von uns Einheimischen ebenso wie von Besuchern.“ Es dürfte sich hier um eine Übung der leichteren Art handeln. Hartberg im Winter 2009/10

Ingo Vogel zu Gast in Hartberg

Faszinierend verkaufen. Die Wirtschaftskammer Hartberg hat auf Anregung mehrerer UnternehmerInnen den bekannten Verkaufstrainer Ingo Vogel nach Hartberg zu einem Vortrag einladen. Ingo Vogel ist Dipl. Ing., Ex-Sportprofi und fünffacher Bestsellerautor. Er gilt als führender Experte für die PowerSprache und emotionales Verkaufen. Besuchen Sie seinen unglaublich mitreißenden, leidenschaftlichen Vortragsstil und nutzen Sie seine unzähligen konkreten Verkaufstipps sofort als glasklaren Vorsprung. Denn Ihre Kunden kaufen keine Produkte oder Dienstleistungen, sondern Emotionen.

Montag, 23. November 2009, 19 Uhr bis ca. 21 Uhr, Stadtwerke-Hartberg Halle Eintritt:19,– Euro

Lions Club Hartberg hilft Brauchtum. Der 1981 gegründete Lions Club Hartberg hat sich zum Ziel gesetzt, bedürftigen Menschen in der Region finanziell unter die Arme zu greifen. Einen Teil der durch Aktivitäten erwirtschafteten Gelder, wie z. B. der Lions Punschstand beim Hartberger Weihnachtszauber, verwendet der Lions Club, um längerfristige soziale Projekte ins Leben zu rufen bzw. aufrecht zu erhalten. So werden das KinderFörderungsprojekt (KIF) in Neusafenau, Essen auf Rädern und erstmals die Special Olympics der Lebenshilfe Hartberg, die 2010 in St. Pölten stattfinden, unterstützt.

Hartberg im Winter 2009/10

Mit einer Spende bei der Sparkasse HartbergVorau AG (BLZ 20818), Kto.-Nr.: 00000-105007 können auch Sie die karitativen Initiativen jederzeit finanziell unterstützen. Nähere Informationen über den Lions Club und seine Projekte finden Sie unter www.lions-hartberg.at

Hans Fuchs 1897–1997 Ein Leben für die Feuerwehr Text: Johann Hofer

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a Fuchs, willst denn die Stadt abbrennen lassen“, schreit am 9. Mai 1945 der Tischlermeister Vorauer Hans Fuchs zu, „in der Michaeligasse brennt’s! Die Russen haben das Waffen- und Munitionsgeschäft Reitmayr angezündet!“. Doch wo Leute zum Löschen finden, da doch fast alle Stadtbewohner geflüchtet sind? Fuchs bringt dennoch sechs oder sieben Männer zum Löschen zusammen. Doch der Hydrant beim Stibor hat kein Wasser und in die vom Feuerwehrbassin vor dem Gasthof Großschedl über den Hauptplatz gelegten Schläuche stechen die Russen mit ihren Bajonetten Löcher. Als Fuchs und Puchas nach einigen Mühen endlich den Wasserstrahl auf das brennende Haus richten können, schlägt ihnen ein Russe das Wasserrohr aus den Händen und verjagt sie. Als die Russen nach Mitternacht endlich abziehen, organisiert Fuchs mit den Verbliebenen und mit einigen Flüchtlingen vom KlapfBrunnen und vom Pfarrhof-Brunnen aus nochmals eine Kübelkette zur Brandstelle. Das Reitmayr Haus konnte zwar nicht mehr gerettet, wohl aber ein Übergreifen des Feuers verhindert und so die Stadt vor einer Brandkatastrophe bewahrt werden. Hans Fuchs war in der Folge von 1945 bis 1967 Wehrhauptmann der Stadt und von 1945 bis 1976 Bezirksführer der Freiwilligen Feuerwehr.

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Täglich Brot Bäcker Radl’s so einfaches wie geniales Credo: „Natürlich bäckt am besten.“

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Text: Gerd Hofer Foto: Bernhard Bergmann

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Hartberg im Winter 2009/10

Hermann Radl kreierte vor Kurzem die erste „essbare“ Cittá Slow Schnecke. Hartberg im Winter 2009/10

ls Herrn Hermann Radl’s Vater 1978 das Haus und den Betrieb von der Familie Kren-Grabner erstand, handelte es sich hierbei um eine klassische Mühle, wie ja entlang des Steinbachs deren mehrere schön aufgefädelt lagen und liegen. Jedoch war Herr Radl sen. sowohl Müller- als auch Bäckermeister. Da liegt es in der Natur der Sache, dass die ansehnliche Mühle um eine Backstube erweitert werden musste – wer lässt schon einen erworbenen Beruf samt dazugehörigem Talent gerne brach liegen? Klar muss man erwähnen, dass anno 1978 der Brotmarkt bei weitem nicht so hart und eigentlich unfair bedrängt war wie heutzutage durch Megakonzerne, die das Land überrennen. Und trotzdem besteht die Bäckerei Radl unverdrossen und wird auch morgen noch sein. Dank Hermann Radl jun., 40, und mit Feuer seiner Sache hingegeben. Als wir ihn in der Bäckerei zum schönen Gespräch besuchen, weht uns schon auf der Schwelle zur Backstube jener unvergleichliche Geruch an, wie wir alle ihn kennen und schätzen und nie missen werden wollen: wenig erforschtes Geheimnis des Geruchssinns, der uns Menschen am weitesten in die innere Tiefe reicht! „Genauso muss es ja sein“, sagt der Bäcker aus Leidenschaft, „dass man nicht mehr loskommt von dem typischen Backduft. Ich genieße das selbst immer, wenn ich in fremde Bäckereien komme. Der Geruch ist sicher ein Privilegium unseres Berufsstandes.“ Ja, und aber auch das Aufstehen jeden Tag so gegen halb zwei in der Früh, ich meine, das ist nicht nur sehr, sehr früh zu nennen, sondern vor allem unchristlich.

Nicht wahr, Herr Radl? „Das muss allen Menschen, die nicht zum Bäcker geboren sind, sicher so scheinen. Für uns aber ist es in Wahrheit lange Gewohnheit, sozusagen durch Jahrhunderte eingeübt, und ob man mir glaubt oder nicht, aber die Wahrheit ist, dass die meisten meiner Bäcker am liebsten noch früher die Arbeit beginnen würden, und das hat wenig bis nichts mit dem täglichen Druck zu tun, Brot und Semmeln und Kuchen um sechs Uhr ausgeliefert haben zu müssen.“

„Ich genieße das selbst immer, wenn ich in fremde Bäckereien komme. Der Geruch ist sicher ein Privilegium unseres Berufstandes.“ Des weiteren bekundet Hermann Radl volle Zuversicht, was die Zukunft betrifft, denn bald schon würden auch die Supermärkte wieder verstärkt auf lokale Strukturen und also traditionelle Betriebe setzen, um Brot und Gebäck zu beziehen, und manche haben das schon eingesehen und praktizieren den Weg, den eben die allermeisten Menschen als den wahren schätzen. Dass man im Hause Radl ohne künstliche Beigaben auskommt und arbeitet, müssen wir nicht groß erwähnen: keine Weichhalter oder andere Gemeinheiten, sondern Natursauerteig (für Brot) und tägliche ehrliche Arbeit, dem Himmel sei Dank. Die „Cittá Slow“-Auszeichnung der Stadt hat den Bäcker übrigens inspiriert, die weltweit erste essbare „Cittá Slow“-Schnecke zu kreieren. Und soviel sei schon jetzt verraten: Sie riecht nicht nur – sondern sie schmeckt auch gut! Bäckerei Radl, Brühlgasse 16, 8230 Hartberg.

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Stadtnachrichtenrg. Wichtige Informationen der Stadtgemeinde Hartbe

Hartberger Eiszeiten Eissport. Die Eissportanlagen der Stadt wurden am 14. November geöffnet. Ab sofort können Eisfans bis Ende Februar die ganze Woche über von 14 bis 17 Uhr die Eishalle während des gesicherten Publikumlaufs nutzen. Als Dank an die treuen Kunden gibt es heuer jedoch eine Neuerung im Angebot: In dieser Saison wird während des Schul- (Montag bis Freitag von 7.30 bis 17 Uhr) und Publikumbetriebs immer ein Drittel Ab sofort wird es wieder heiß am Eis! der Halle ausreichend abgesichert Saisonkarte für Kinder schon um E 25,all jenen zur Verfügung stehen, die Eishockey spielen wollen. Die Stadt hofft damit noch besser auf die Bedürfnisse der Benutzerinnen und Benutzer eingehen zu können und schafft damit einen weiteren Beitrag zur Gesundheit der Einwohner. In der kommenden Saison wird es außerdem eine Saisonkarte geben, mit der Erwachsene ab E 40,– und Kinder um E 25,– die Halle bis Saisonende nutzen können. Außerhalb des Schul- und Publikumbetriebs finden das Training des HCH sowie das der Eisstockschützen in der Eishalle statt, am Wochenende werden dort vormittags die Turniere der Eisstocksportler und abends die Spiele des Hockeyclubs ausgetragen. Reservieren kann man die Eishalle sowie alle anderen Sport- und Freizeitanlagen der Stadtgemeinde wie die Tennishalle, die Beton-Stocksportanlage oder den Kunstrasenplatz unter der Reservierungs-Hotline der Stadtgemeinde: 03332/603 603. Ernestine Kaiser (Bildmitte) sorgt mit Ihrem Küchen-Team für eine ausgewogene und gesunde Ernährung.

Die Stadt als Vorbild Hartberger Kinder kommen täglich in den Genuss regionaler Lebensmittel

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und 150 Kinder werden täglich in den städtischen Kinder- und Jugendbetreuungseinrichtungen vorbildlich mit wohl schmeckenden Mittagessen regionaler Herkunft versorgt. Sechs Koch-Lehrlinge des Landesjugendheims Hartberg bereiten unter Aufsicht der Ausbildungsleiterin Ernestine Kaiser für das Kinderhaus, den Kinderhort, den Kindergarten I, den heilpädagogische Kindergarten in Mitterdomach, die Nachmittagsbetreuung an der Gerlitz Hauptschule und die Nachmittagsbetreuung an der Rieger Hauptschule köstliche Speisen zu. Beim Einkauf wird Wert auf österreichische Produkte und regionale Herkunft gelegt. „Es ist uns ein großes Anliegen, die Transportwege für die verarbeiteten Produkte so kurz wie nur irgend möglich zu halten, damit die Frische und Qualität der Lebensmit-

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tel gewährleistet sind“, meint die Chefin der jungen, engagierten Küchenbrigade. Falls der Bedarf an Gemüse durch die heimeigene Gärtnerei nicht gedeckt werden kann, wird vom Bio Landwirt Josef Lebenbauer, Ring, Gemüse zugekauft. Die Eier werden von Josefa Oswald, Safenau, die Äpfel von Josef Unger, Untertiefenbach und die Erdbeeren von Erna Wurzer, Safenau, geliefert. Das Fleisch und die Wurstwaren beziehen Enrestine Kaiser und ihr Team von der Fleischerei Buchberger. Bei der Erstellung des Speiseplanes achtet die Küchenchefin auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen, die Zubereitung der Speisen erfolgt auf schonende und Nährstoff erhaltende Art und Weise, wobei natürlich auch der Geschmack nicht zu kurz kommt, wie anhand der verschlungenen Mengen durch die hungrigen Kindermäuler festzustellen ist.

Kunst- und Handwerksmarkt im Museum Weihnachtszauber in der Herrengasse. Am Donnerstag, den 3. Dezember, um 16 Uhr, wird im Museum Hartberg der „Kunst- und Handwerksmarkt“ eröffnet. Die Woge der vorweihnachtlichen Stimmung soll vom Hartberger Weihnachtszauber am Hauptplatz bis ins Museum in die Herrengasse schwingen. Aquarell- und Acrylmaler, Bildhauer, Talksteinschnitzer, Keramikkünstler, Schmuckdesigner, Textilkünstler, Seifenmacher und weitere Kunsthandwerker und Künstler aus der Region präsentieren ihre Werke und bieten diese zum Verkauf an. Für Kinder werden spezielle Programme angeboten. Donnerstags, von 15 bis 17 Uhr, wird die Weihnachtsbackstube für die fleißigen kleinen Wichtel geöffnet haben und sonntags, von 15 bis 17 Uhr, wird gemeinsam gebastelt und gemalt. Währenddessen und zwischendurch können sich die Eltern bei Punsch und Maroni im Museumshof stärken. Lassen Sie sich verzaubern im Kunstund Handwerksmarkt im Museum bei historischer Kulisse und stimmungsvoller Atmosphäre.

Kunst- und Handwerksmarkt im Museum Öffnungszeiten: 3. bis 23. Dezember, Donnerstag bis Sonntag (8., 21., 22. und 23. Dezember) von 14 bis19 Uhr

Hartberg im Winter 2009/10

Alternatives Silvesterprogramm Ganz nach dem „Città Slow“-Motto feiern Hartbergs Kinder am 31. Dezember bereits ab 15 Uhr am Eislaufplatz im Zentrum mit gratis Kindersekt und um 17 Uhr ein kleines Feuerwerk. Für die Erwachsenen stehen abends eine Messe mit Musik, die kulinarischen Silvester-Menüs der Hartberger Gastronomie eine „Mitternachts-Feuershow“ am Hauptplatz am Programm. Infos zum genussvollen Jahresausklang finden Sie auf www.hartberg.at.

Hartberg im Winter 2009/10

U20 Sebastian Gölly ist Schüler des Gymnasiums Hartberg.

Stille Nacht?

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enn man inmitten eines Konsumrausches zum ersten Mal auf Spekulatius und Gelee-Christbaumbehang stößt und dabei aus dem Radio mit einer Vielzahl unterschiedlicher Festtagshymnen beschallt wird, lässt dies eigentlich nur einen Schluss zu: Weihnachten steht vor der Tür – oder ist spätestens in zwei Monaten. Während der Handel jubelt, heult die Kirche auf – doch gerade im Advent wird Konsum die neue Staatsreligion: „All I want for Christmas is a real good tan“ ist schon lange passé, wir wollen noch so einiges zur Tanne dazu: grellbunte Lichterketten, Kunstschnee und suizidgefährdete Plastikweihnachtsmänner, die von Dächern „baumeln“, … all das „schmückt“ unsere Gärten und aufkommende Fragen nach dem Sinn – und der Sinnlichkeit – dieses Aufwandes werden gekonnt mit internationalen Weihnachtsliedern übertönt. So ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit bis die Zeremonien in den Konsumtempeln die traditionelle Christmette ersetzen werden und man Geschenke, die einem missfallen, sofort umtauschen kann, ohne die unendlich langen zwei einkaufsfreien Feiertage abwarten zu müssen. Der wahre Sinn dieses schwergeprüften Freudentages scheint immer weniger Menschen bekannt zu sein und der Advent von der besinnlichen Zeit voller Vorfreude zu einer schier endlosen Warterei auf das Nachlassen des Weihnachtsstresses mutiert zu sein. Dabei bietet der Dezember noch immer genügend Entspannendes und Beruhigendes – man muss es nur etwas abseits der üblichen (wirtschaftlichen) Anlaufstellen suchen! In diesem Sinne bleibt nur noch eines zu wünschen: eine fröhliche, stressfreie Weihnachtszeit!

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Dunkel ist die Nacht … und zärtlich und staunenswert und des Aufbleibens wert. Denn Dank der Hartberger Nachtwächter gewinnen wir geheimnisvolles Terrain. Hexenenthauptung inklusive.

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Text: Gerd Hofer, Foto: Bernhard Bergmann

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Hartberg im Winter 2009/10

Einmal im Monat findet die wirklich sehenswerte Hartberger Nachtwächterführung statt. Hartberg im Winter 2009/10

roße Worte, die hier volles Versprechen sind. Das beginnt schon mit der für die heutige Zeit mehr als erstaunlichen Tatsache, dass sich mehr als siebzig Menschen, bunt gemischt und vor Neugier brennend, am Treffpunkt Museum zur verlautbarten Stunde einfinden. Siebzig Personen, jung und alt und Dame und Herr und Kind und Student und alle, wie sie sind. Einen Treffpunkt gibt es insofern, als die beiden Hartberger Nachtwächter selbstverständlich angekündigt waren, uns durch die nächtliche Stadt zu geleiten und bildungsmäßig zu führen. Ich denke, wer weiß schon, was sämtliche Winkel in der eigenen Stadt bedeuten und verheißen … Nun, unsere beiden Wächter tun’s, und wir lassen uns mehr als gern auf die Reise durch die historischen Grundlagen von Hartberg ein. Es ist also ein Abend um den 5. Oktober zum Beispiel, noch lau, noch wenig herbstlich, und Herr Hans Stampfl und Herr Walter Peinsipp bitten um einen sagenhaften Euro pro Teilnehmer Ehrenschutz. Niemand entzieht sich. Wie auch? Die beiden Herren Nachtwächter sind angetan mit historischem Gewand und tragen je eine Hellebarde, sind also belanzt. Heißt: tragen eine Lanze und eine Laterne. Wir wollen’s kurz machen. In alter Zeit hatten die allermeisten Städte sogenannte Nachtwächter im Dienst, um Einwohner und Bürger zu schützen. Man muss sich das nicht viel anders als unsere nächtlichen Polizeistreifen heutzutage vorstellen, nur dass diese kostümbildlich gesehen in unseren Augen nicht mehr so viel hermachen. Noch kürzer: Die Idee zu historischen Nachtwächtern hat Hartberg nicht erfunden, die gab’s und gibt’s in Brixen (Südtirol), jedoch kamen der Obmann des Historischen Vereins Dr. Reinhold

Glehr und Hans Stampfl schnell überein, solche Schau auch in Hartberg anzubieten. Und wir sind mittendrin. Die Gruppe teilt sich, wer will, folgt Herrn Stampfl (launig, voll unübertroffener Sprüche), wer will, folgt Herrn Peinsipp (sicher im Historischen, dennoch kurzweilig). Wir sehen den Reckturm und vernehmen, dass hier gefoltert worden ist, bis jedes gewünschte Geständnis zu Tage kam. Dann das Eisloch außerhalb der Stadtmauer, wo, wie man leicht vermutet, Eisschollen für die Wirtshäuser gelagert wurden. Gleich ein paar Schritte weiter sehen wir die alte Waschstelle, wo Wäsche jedoch lediglich gespült werden durfte – alle Reinigungsmittel waren verboten, da ja bachab reines Wasser für die Brauherren vonnöten war. Dann das Schloss. (Warum ist es nicht unterkellert? Aber das bitte mögen Sie im Wege einer Führung selbst herausfinden.) Der Karner. Und der Schölbingerturm, wo

„Man muss sich das nicht viel anders als unsere nächtlichen Polizeistreifen heutzutage vorstellen, nur dass diese kostümbildlich gesehen nicht mehr so viel hermachen.“ man historisch einwandfrei eine Hexe vor unseren Augen enthauptet, und es wirkt wie echt, wir verstehen den Trick nicht, es ist tatsächlich schaurig, schaurig schön, und wer sich nicht sofort zur nächsten Führung meldet, dem kann – Stadt historisch gesehen – nur schlecht geholfen werden.

Nähere Infos über die Nachtwächterführungen unter www.hartberg.at

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G’schäftliches

Neuigkeiten und Berichte rund um die Hartberger Wirtschaft.

Tore zur Unterwelt Buchtipp. Das Rätsel der unterirdischen Geheimgänge von Ingrid und Heinrich Kusch. Bei Umbauarbeiten wird im Dachstuhl eines Bauernhofes eine jahrhundertealte Kanonenkugel gefunden. Darin entdeckt man einen Plan, der auf ein Labyrinth von unterschiedlichen Gängen verweist – das ist nicht der Beginn eines Thrillers, sondern hat sich in der oststeirischen Gemeinde Vorau wirklich zugetragen. Und es war der Ausgangspunkt von einer Reihe schier unglaublicher Entdeckungen. Tore zur Unterwelt E 29,90, ISBN 9783853652374, Buchhandlung Leykam, Wiener Straße 2. www.leykam.com

Whiskey and More Erwärmendes. Für alle, die sich in der kalten Jahreszeit in einem stilvollen Ambiente bei einem Glas Whiskey aufwärmen wollen, ist das John Cor in der Wiener Straße immer ein heißer Tipp.

Ursula Zelesner setzt auf Beratung und packt selbst mit an, wenn Not am Mann.

Gib Gummi Volle Haftung seit 50 Jahren dank Reifen Zelesner, einem Hartberger Traditionsbetrieb.

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lassische Männerberufe, das war einmal, zumindest, so scheint’s, wenn man Ursula Zelesner in ihrer Reifenwerkstätte besucht, wo sie eine souveräne Patronin seit 1999 abgibt, dem Jahr, da sie den Betrieb von Vater Romuald übernommen hat. Wir halten nunmehr bei der dritten Generation Reifen Zelesner, denn begonnen hat alles schon im Jahr 1959 mit einer Vulkanisierwerkstätte, gegründet und hochgefahren von Großvater Ferdinand. Aber zurück in unsere Zeit und zu Ursula Zelesner. Als Absolventin der Handelsakademie hat sie sich im Lauf der Jahre durch zahlreiche Fachkurse in den Bereichen Technik, Verkauf und Reparatur alles Wissensnötige zum Thema Reifen angeeignet, sodass kein Mann der Welt auf diesem Gebiet ihr ein X für ein U vormachen könnte. Auch ihre Mitarbeiter nicht, und das zeigt sich schon daran, dass die Werk-

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stätte die vielleicht sauberste ist, die man je gesehen hat – erstaunlich im Reifenbusiness. Qualität und Pünktlichkeit der Arbeit, Freundlichkeit der Angestellten und Fundiertheit der Beratung stehen ohnedies außerhalb jeden Zweifels. „Das sind wir unseren Kunden schuldig“, sagt Frau Zelesner, „gerade bei der heutigen Auswahl an Produkten ist die richtige Beratung entscheidend. Und dabei berücksichtigen wir selbstverständlich auch den Umweltaspekt unserer Produkte, denn eine gute Bereifung bedeutet geringerer Kraftstoffverbrauch. Darauf lege ich größtes Augenmerk.“ Nichts Besseres kann uns, den Autofahrern, passieren, jetzt, wo Reifenwechseln ansteht, und für Reifen Zelesner geht’s sowieso mit vollem Grip in eine starke Zukunft. Nähere Infos: Reifen Zelesner, Bahnhofstraße 15, 8230 Hartberg

John Cor, Wiener Straße 3, 8230 Hartberg, Öffnungszeiten: ab 9 Uhr, Sonntag Ruhetag

Das liebe Vieh Schmuck als Wertanlage

Tierliebe. Wer auf den Hund gekommen ist und ihn für seine Treue belohnen möchte, der findet beim Fressnapf im Hatric sicherlich etwas, das er oder sie zum Fressen gern hat.

Krisensicher. Wer noch nicht weiß, was er/sie seinem oder seiner Liebsten zu Weihnachten schenken soll, dem sei ein Besuch bei Gertrude und Franz Rindler nahe gelegt. Dort findet Mann oder Frau auf rund 300 Quadratmetern alles, was das Uhren- bzw. Schmuckherz begehrt. Als sichere Wertanlage in Krisenzeiten werden übrigens Brillanten gehandelt. Juwelier Rindler, Wiener Straße 7, 8230 Hartberg

Fressnapf, Im Hatric 5, 8230 Hartberg Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 – 18 Uhr, Samstag 9 –17 Uhr

Mit Sack und Pack übersiedelt Neueröffnung. Es leben mehr Oststeirer in Wien als umgekehrt. So freut es dann auch besonders, wenn wieder ein Wiener mit Sack und Pack nach Hartberg übersiedelt. Charly Kotrba, der österreichweit mehrere Lederwarengeschäfte betreibt, hat – wie er selbst sagt – „mit viel Mut“ das Geschäftslokal in der Herrengasse 8 zu neuem Leben erweckt. Bei „Sack und Pack“ gibt es eine große Auswahl an Handbzw. Schultaschen, Reisekoffer in allen Größen und Farbvariationen, Geldbörsen und vieles mehr.

Reizvolle Überraschung Geschenktipp. Achtung Frauen: Ein gutes Geschenk für Männer ist nach wie vor der zeitlose Schlafanzug. Wenn allerdings ein Mann seiner Frau und gleichzeitig sich selbst etwas schenken möchte, dann sind die Dessous von Palmers stets als reizvolle Überraschung empfehlenswert. Palmers Wiener Straße 19, 8230 Hartberg Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8.30–12.30 und 14–18 Uhr, Samstag 8.30–13 und 14–17 Uhr Anzeige_1070_98x128mm.indd 1

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08.10.2009 15:47:40 Uhr

Sack und Pack Herrengasse 8, 8230 Hartberg Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9–12, 14–18 Uhr und Samstag 9–12 Uhr

Hartberg im Winter 2009/10

ausg’sproch’n

Über die fleißigen Baivegel von Hoapa Und den richtigen Zeitpunkt, „Danke“ zu sagen.

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ie echte „Baivegel-“, d. h. Bienenzeit ist längst vorüber, weil die Bienen ja bekanntlich im Winter als „Wintertraube“ eng zusammensitzen und von konzentriertem Zuckerwasser, das der Imker ihnen gegeben hat, da er ja den eigentlichen Wintervorrat – den Honig – bereits entnommen hat, zehren. Die Zeit des Fleißigseins der „Baivegel von Hoapa“, die wir hier meinen, endet jedoch nie. Und wir sind froh darüber. Denn was die beruflichen, freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer bei der Feuerwehr, Polizei, Rettung, Caritas, Altenbetreuung, Behindertenhilfe, Fürsorge, Hauskrankenpflege und sonstigen sozialen Einrichtungen Hartbergs jedes Jahr für unsere soziale Gemeinschaft leisten, ist gewaltig. Und das, wo sie doch meistens im Hintergrund agieren und vielfach unentgeltlich ihre anspruchsvolle und nicht immer lustige Arbeit verrichten. Daher gehört einmal an dieser Stelle ein großes Dankeschön ausgesprochen. Und auch wenn eine diesbezügliche Danksagung zu jeder Jahreszeit und an jedem Tag angebracht wäre, so bieten die besinnliche Vorweihnachtszeit und der bevorstehende Jahreswechsel einen guten Zeitpunkt, Euch unzähligen fleißigen Bienen ein großes Lob und Anerkennung für Eure tagtäglich gelebte Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit auszusprechen.

Charly Kotrba erweitert in Hartberg sein Filialnetz.

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„Wir brauchen eine neue Sichtweise“ Gesammelte Ansichten von Christine Klapf, ehemals Obfrau der Vinzenzgemeinschaft Hartberg. Text: Gerd Hofer, Foto: Bernhard Bergmann

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Christine Klapf lebt für die Menschen – auch wenn sie selbst dabei manchmal zu kurz kommt. Hartberg im Winter 2009/10

s war vor über dreißig Jahren, dass Christine Klapf die Gründung der Vinzenzgemeinschaft in Hartberg gewissermaßen erwirkt hat, deren tätige Obfrau sie bis vor wenigen Jahren blieb. Dann kam – wir dürfen’s erwähnen – der Zusammenbruch, ein klassisches Burn-out, es war halt alles zu viel. Heute ist Frau Klapf wieder voll hergestellt und erholt, wenn ihr auch aus der Zeit der Erschöpfung eine neue Vorsicht im Umgang mit sich selbst geblieben ist, und völlig zu Recht. Hier ist natürlich nicht der Platz, um genau auf die Vinzenzgemeinschaft im Allgemeinen einzugehen, nur so viel sei erwähnt: Es handelt sich sozusagen um die Urform oder die Mutter der Caritas, also tätige Soforthilfe am Menschen, und zwar an jedem Menschen, wie Frau Klapf betont. Also tatsächlich die helfende Hand anstatt zermürbender Bürokratie. „Was hilft es einem Menschen, der kaum aus eigener Kraft über die nächsten Tage kommt, wenn er Anträge stellen muss und Behördengängen ausgeliefert ist?“, sagt sie auch. Darüber hinaus betrieb die Gemeinschaft derart wertvolle Projekte wie zum Beispiel Deutschkurse für Ausländer, die schon eigentlich echte Lebens- und Integrationsschule für Flüchtlinge aus aller Herren Länder waren. Jetzt liegen die in der Obhut der Caritas. Und dann gab und gibt es Kinderförderungsprojekte (in Neusafenau), Einstiegshilfen in die Arbeitswelt hierzulande und natürlich den Vinziladen.

Um Frau Klapf ist etwas Heiteres, Aufgeräumtes und Lebensbejahendes, als wir sie an einem leuchtenden Herbsttag in ihrem Garten besuchen. Kein Wunder, dass ihr die Menschen zugehen, man widersteht ihrem einnehmenden Wesen nur schwer. Was ihr natürlich im Lauf der ganzen langen Jahre nicht nur Freundlichkeit gebracht hat. „Am unnötigsten ist es, wenn man mir einen Heiligenschein verpasst, aber dagegen kann man sich nicht wehren“, so Christine Klapf. Denn nichts strebt sie weniger an als einen Podestplatz, „wenngleich ich zugeben muss, dass natürliche Anerkennung auch mir gut tut“.

„Am unnötigsten ist es, wenn man mir einen Heiligenschein verpasst, aber dagegen kann man sich nicht wehren.“ Das Vertrauen in den Menschen und das Zuhörenkönnen habe sie übrigens von ihrer Mutter gelernt, „eine unglaubliche innere Erfahrung ist das, Vertrauen zu haben, aber Erfahrungen muss jeder für sich machen, die kann man nicht weitergeben“, erzählt Frau Klapf und auch noch, dass sie keine Reisende sei und wenig herumgekommen, denn: „Ich liebe Hartberg und bin am liebsten hier. Auch das soziale Netzwerk ist toll in unserer Stadt, wenn auch die Arbeit nie zu Ende ist.“

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sportstadt

Sportlich und gesund in Hartberg.

Sichtliche Freude herrschte zum Saisonauftakt beim gesamten HCH-Team.

Martin Schiller und Peter Gorißen oranisierten das mit 5.000 Dollar international herrvorragend dotierte Turnier.

Weltmeister zu Gast in Hartberg Tischfussball-Elite in der Hartberger Eishalle. Tischfußball – eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten der Welt – erfreut sich gerade bei der Jugend, egal ob männlich oder weiblich, immer größerer Beliebtheit. Was jedoch noch nicht so bekannt war, ist die Tatsache, dass Tischfußball auf der ganzen Welt als ernsthafter Turniersport betrieben wird und Österreich bei dieser Sportart zu den Top-Nationen zählt. Die gesamte österreichische Tischfußball-Elite war vom 25. bis 27. September, ebenso wie der amtierende Weltmeister Oktay Mann, bei der ersten „Q4 Revolution Tischfußball & Players Party“ vertreten. Die offene Eishalle, die professionelle Turnierleitung, die umfassende gastronomische Versorgung und die bewährte Q4-DJ-Musik sorgten für ein angenehmes Ambiente. Die gute Stimmung und Atmosphäre unter den Spielern spiegelte sich auch in ausgesprochen fairen sportlichen Duellen wider. Nähere Infos und die gesamten Turnierergebnisse unter www.tfboe.org

Hockey Club Hartberg Der TSV HC Volksbank Hartberg setzt auf Jugendförderung: Interessenten mögen sich aufs Glatteis führen lassen. Für den Rest sorgen die Trainer.

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ie große Erfolgsgeschichte des TSV HC Volksbank Hartberg, der nun kurz vor seinem zehnjährigen Jubiläum steht, begann mit der Gründung im Februar 2000 und mit dem daraufolgenden Einstieg in die Landesliga Ost, in der die Hartberger insgesamt dreimal den Meistertitel erkämpfen konnten. Später konnte sich der HCH sogar für die Eliteliga qualifizieren und dort gleich in der ersten Saison (2007/2008) den Meistertitel erkämpfen. In der vergangenen Saison war ihm dies leider nicht vergönnt; die Sportler verfehlten im Finale knapp den ersten Platz. Da der Verein auch einige Abgänge und verletzte Spieler hinnehmen musste, entschied sich

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die Vereinsleitung, die Doppelbelastung durch beide Ligen zum Wohle des Vereins aufzugeben und sich nach dem Motto „Back to the Roots“ wieder auf die Ursprünge des Clubs – also Landesliga und Nachwuchsförderung – zu konzentrieren. So trägt der HCH auch in dieser Saison wieder ganz entscheidend zu Förderung regionaler Nachwuchssportler bei und ermöglicht durch diese tatkräftige Jugendarbeit talentierten, jungen Eishockeyspielerinnen und -spielern die Teilnahme an der Steirischen Meisterschaft.

Weitere Informationen und Anmeldung: www.hchartberg.at

Willkommen Berlin! Top-Event. Zum ersten Mal in der Geschichte findet im Zuge des Europacups die internationale Begegnung des TSV Sparkasse Hartberg Volleyball mit „den international erfolg­reichen Berlinern“ statt. „Das Hinspiel am 2. 12., um 20 Uhr bildet den Saison-Höhepunkt. Es wird ein großartiges Volleyballfest werden, denn Berlin ist Weltklasse, und wir erwarten über 1.000 Fans.“, freut sich TSV-Manager Markus Gaugl auf dieses Treffen. „Unsere Burschen werden die großartige Chance, als Außenseiter gegen diese Weltklassemannschaft spielen zu dürfen, auf jeden Fall genießen. Man kann sich auf ein Spiel gefasst machen, wie es Hartberg noch nie gesehen hat!“, ruft Gaugl dazu auf, als Fan auf der Heimtribüne im Bundesschulzentrum den TSV zu unterstützen. Also dann: nichts wie hin! Weitere Informationen: www.volleyball.tsv-hb.net Karten erhältlich unter: 0664/51 74 744

Hartberg im Winter 2009/10

Qualitätsoffensive der Hartberger Ärzte Um die Effizienz im steirischen Gesundheitssystem zu steigern, rief die Steirische Ärztekammer das Ärzte-Netzwerk-Projekt „styriamed.net“ ins Leben, das seit 1. Februar 2009 in Form eines Pilotprojekts in den Bezirken Hartberg und Leibnitz getestet wird. Gegen Ende der Testphase dieses regionalen Netzwerkes, an dem neben 35 niedergelassenen Ärzten aus dem ganzen Bezirk auch das LKH Hartberg beteiligt war, plant die Ärztekammer nun eine Evaluierung durch die Patienten, die hoffentlich ebenso gut ausfällt wie die Einschätzung eines der drei Hauptorganisatoren für den Bezirk Hartberg, Dr. med. univ. Christian Handler. „Durch das Netzwerk wird die Übermittlung von Befunden unter den (Fach-) Ärzten erheblich erleichtert, und der Hausarzt kann die Aufgabe als ‚Gesundheitsmanager‘ seiner Patientinnen und Patienten schneller und einfacher erledigen und so ein noch besseres Service und eine noch raschere Behandlung garantieren“, zählt der Internist die zahlreichen Vorteile des Systems auf. Weitere Informationen sowie eine Liste aller teilnehmenden Ärzte finden Sie im Internet unter www.styriamed.net


Leben, klingend Grande Dame der Musik: Hermine Pack über ihr Hartberg.

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Text: Gerd Hofer, Foto: Bernhard Bergmann

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Hartberg im Winter 2009/10

Hermine Packs Name wird immer erwähnt, wenn man in Hartberg von Hartberg imMusik Winterspricht. 2009/10

on Hermine Pack, 49, zu reden, heißt von Musik reden. Die Schwierigkeit in unserem Fall ist indes, dass diese Seite – würden ihre Leistungen und Engagements aufgezählt – zu Ende wäre, ohne dass wir auch nur annähernd erschöpfend berichtet hätten. Also gehen wir es von anderer Seite an. Wir erinnern uns an Hermine Pack aus der ersten Ausgabe des Hartberg-Magazins, da wurde sie im Zusammenhang mit Nina Bernsteiner, Hartberger Stimmwunder und international erfolgreiche Opernsängerin, erwähnt – als deren Entdeckerin und Mentorin. Also, Frau Pack, gibt es eine Welt außerhalb der Musik, die für Sie wichtig ist? Hermine Pack: „Mein Gott, so ist das nicht, dass sich alles nur ums Musizieren dreht. Da sind zum Beispiel all meine Hobbys und Herzensangelegenheiten, die übrigens allesamt in enger Beziehung zu meiner Hartberger Heimat stehen. Ich laufe sehr gern, ich liebe Waldspaziergänge, noch lieber schwammerlsuchenderweise. Bin ich fündig, esse ich die auch mit Begeisterung, was mich aufs Kochen bringt, welches ich mit Hingabe zelebriere. Das wiederum bringt mich auf den Hartberger Bauernmarkt, wo man mich regelmäßig antrifft, ich schaue mir halt mit Neugier an, was es an Gesundem und Frischem und Neuem gibt von unseren Bauern. Es ist in der Regel fantastisch. Auch trinke ich gerne ein Gläschen Wein, und auch hierin sind wir mit unseren Winzern ja aufs Allerbeste bedient. Was noch? Na ja, eigentlich nütze ich das volle Hartberger Angebot – die Eislaufbahn im Winter, Fitnesscenter und Freibad, hin und wieder ein Maturaball oder die tollen kulturellen Möglichkeiten (derzeit die

Einstein-Ausstellung im Ökopark). Dazu kommt, dass ich meine ganze große Familie hier habe, das ist mir sehr, sehr wichtig, und dann die Ruhe, es ist einfach schön. Es fehlt uns an nix.“ Um Hermine Packs Hartberg auszukosten, braucht es alle fünf Sinne, und die reichen kaum aus, wie es scheint. Kurz zur Musik. Unsere Dame hat Violine studiert und war in Graz unter Fabio Luisi zum Beispiel Konzertgeigerin. Unterrichtet an der Hartberger Musikschule und an der Uni Graz; ist jetzt Assistentin für Dirigieren in Graz und leitet das ansässige Orchester; war Chefdirigentin in Niederösterreich und war noch früher verantwortungsvoll tätig in Marburg und Bonn und noch andernorts. Dass die meisten musi-

„Dazu kommt, dass ich meine ganze große Familie hier habe, das ist mir sehr, sehr wichtig, und dann die Ruhe, es ist einfach schön.“ kalischen Impulse in Hartberg selbst auf sie zurückgehen oder zumindest mit ihr in engem Zusammenhang stehen (Rocksymphonic etc.), muss wohl nicht erklärt werden, wir sind aber schon heute sehr gespannt, wie es diesbezüglich weitergeht. Ein erstes Highlight findet bereits am 16. Jänner, um 19.30 Uhr, im Festsaal der StadtwerkeHartberg-Halle statt. Unter dem Motto des Abo-Konzerts „Tanz im Neujahr“ führt das Savaria Symphony Orchestra unter der Leitung von Hermine Pack beschwingt und gefühlvoll musizierend ins Neue Jahr. Karten für dieses Konzert sind u. a. beim Kulturreferat der Stadt Hartberg erhältlich.

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t Was war & was koenmm in Hartberg. Ein Rückblick und eine Vorschau auf Veranstaltung

Die Hartbergerinnen und Hartberger verstehen es, stilvoll und mit allen Sinnen zu feiern.

Eine Stadt singt, tanzt und genießt Über 6.000 Besucher feierten zuerst den Erntedankgottesdienst und danach die heimischen Winzer. Text: Lucas Schneider-Manns Au, Foto: Bernhard Bergmann

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m 4. Oktober fand in Hartberg bei herrlichstem Kaiserwetter ein Fest für alle Sinne statt. Den Auftakt des Feiertages bildete der Erntedankgottesdienst, an dem nicht nur der Hartberger Hauptplatz, sondern auch die rund 3.500 Messe-Besucher festlich herausgeputzt waren. Einen Genuss für das Auge boten die unzähligen feschen Hartbergerinnen, die sich – beginnend vom HartbergerlandDirndl, über das Birndl-Dirndl bis hin zum neuen Winzer-Dirndl festlich gekleidet hatten. Die prachtvollen Erntedankwägen, die von unzähligen Helfern liebevoll geschmückt worden waren, vollendeten die schöne Kulisse. Und als der Herr Dechant am Ende des Gottesdienstes neben den Menschen auch die vor Ort gebrachten Tiere segnete, quietschte nicht nur das nunmehr gesegnete kleine Ferkel vor Freu-

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de. Dann ging es nahtlos in das zwölfte Winzerfest über, das heuer eine Vielzahl an Neuerungen anzubieten hatte: So feierte das erste Hartberger Winzerwürstel, kreiert vom Fleischer(welt)meister Robert Buchberger und serviert mit Erdäpfelwurscht und Sauerkraut, ebenso wie die neu aufgestellten Tanzböden und fünf Musikgruppen ihre Winzerfest-Premiere. Fest der Generationen

Über 6.000 Festgäste verkosteten in einer ausgesprochen gemütlichen Atmosphäre bis in die späten Abendstunden neben Sturm und Maroni die vielfach prämierten Weine unserer heimischen Winzer, deren Anstrengungen, ihr Fest zu einem unvergleichbaren Geschmacksfestival werden zu lassen, sich sichtlich ausgezahlt haben. „Hartberg ist nunmehr ohne Zweifel die oststeirische Weinme-

tropole, und mit dem heurigen Fest haben wir – auch dank der großzügigen Unterstützung durch das Stadtmarketing – zu den vergleichbaren Winzerfesten unserer südsteirischen Freunde aufgeschlossen“, sagte Franz Pusswald euphorisch am Morgen danach. Der herrliche Kaiserschmarrn mit Zwetschkenröster und die regionalen Schmankerln von Siegfried Kochs Burglmarkt rundeten neben dem Hartberger Quargel der Firma „prolactal“ das kulinarische Festtagsangebot ab. Die Neudauer-Schuhplattler wurden vom Publikum ebenso begeistert beklatscht wie die von Paul Sommersguter zusammengestellten Hartberger Musikgruppen „Jung und Alt“, „Die Roanhupfer“, „Wia da Wöll“, „Die Steirischen Aufgeiger“ und „Der Pöllauberger 4Kant“. Einen weiteren Höhepunkt bildete das Kinderfest, das von den Kleinen begeistert aufgenommen wurde. „Warum findet so was nicht öfter statt?“, fragte zum Beispiel eine kleine Besucherin am Ende eines umtriebigen Tages. Beeindruckend war übrigens diesmal auch die große Anzahl an Jugendlichen, die, ebenfalls in Tracht gekleidet, das Winzerfest zu einem Fest der Generationen werden ließen. Als in den späten Nachtstunden die Stände abgebaut wurden, war trotz der sichtlichen Erschöpfung aller Beteiligten bereits die Vorfreude auf das nächste Winzerfest in ihren Gesichtern abzulesen. Hartberg im Winter 2009/10

Indie/Rock mit „The Base“

Hartberg 2010 – eine Stadt tanzt

Wei(h)nachten im Altersheim

Die Grazer Band „The Base“, von der heimischen Musikkritik mit Größen wie Lou Reed, Nick Cave, Nirvana und Roxy Music in Verbindung gebracht und für den FM4 Amadeus Award 2009 und Cool Music Award 2009 nominiert, gastiert mit ihrem neuen Album „16 Songs in Self Defense“ in Hartberg.

Das Kulturreferat Hartberg stellt das Jahr 2010 unter das Motto „Hartberg – eine Stadt tanzt“. Aus diesem Grund sind alle, die an diesem Projekt mitarbeiten wollen, eingeladen, ihre Kooperationsvorschläge beim zweiten Kulturtisch zu präsentieren.

„Rampensau“ wurde Markus Hirtler liebevoll von der Jury genannt, als er durch unglaubliche Bühnenpräsenz und vor allem durch die sehr fein ausgearbeitete Figur der „Ermi-Oma“ sowohl den Grazer Kleinkunstvogel 2004 als auch den Publikumspreis gewann. Die Ermi-Oma lässt den „wichtigsten Tag“ im Jahr Revue passieren.

The Base Freitag, 11. Dezember, 20 Uhr Sparkassen-Rittersaal, Schloss Hartberg Infos und Karten: 03332/603-36

2. Kulturtisch Mittwoch, 18. November, 19 Uhr Sparkassen-Rittersaal, Schloss Hartberg

Markus Hirtler „Wei(h)nachten im Altersheim“ – „Ermi-Oma“ Donnerstag, 10. Dezember, 19.30 Uhr Stadtwerke-Hartberg-Halle Infos und Karten: 03332/603-36, 0664/383 99 99

Weltweit hautnah In der Welt zu Hause und doch daheim: kurzweilige, sehenswerte Reiseberichte beim Diafestival im Hartberger Maxoom.

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Im kalten Jänner können sich Reiselustige in die warme Ferne entführen lassen.

Hartberg im Winter 2009/10

arl Lueger, der als „Nomade auf Zeit“ bereits selbst alle Kontinente der Welt bereist hat, organisiert auch im kommenden Jänner das Diafestival „Weltweit hautnah“. Herausragende Referenten und die größte Leinwand der Steiermark bilden die Grundlage für ein Festival, das Spannung, Abwechslung und höchste Qualität garantiert. Erlebnis- und Naturfotografie führen von unserer Heimat bis in die entlegensten Orte der Erde. Neben den Bildern sind es die authentischen und packenden Erzählungen der Vortragenden, die die Besucher in ihren Bann ziehen. Einige der Vorträge wurden international ausgezeich-

net. Auf dem Programm stehen acht Diashows, die jeweils ca. 90 Minuten dauern und den Besucher nach China, Ägypten, Amazonien, Afrika, auf den Nanga Parbat, in die Türkei und Antarktis führen. Diafestival 22. bis 23. Jänner 2010 Ort und Kartenverkauf: Maxoom, Ökopark Hartberg Nachmittagskarte (2 Vorträge): E 15,– Abendkarte (2 Vorträge): E 18,– Tageskarte: E 24,– Festivalpass: E 39,– www.nomadeaufzeit.at

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t Was war & was koenmm in Hartberg. Ein Rückblick und eine Vorschau auf Veranstaltung

Nevermind-Fans kommen am 19. Dezember zu ihrem Hörgenuss.

Mozart Knabenchor Wien Am 19. November wird klassische und zeitgenössische Musik vorgetragen.

Ob Rock, Pop oder Punk, die junge Hartberger Band gibt alles beim X-mas Rock.

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ie vor sieben Jahren gegründete Band Nevermind gewann 2003 auf Anhieb den Bandwettbewerb der Acht-StädteKooperation und 2008 den Bandcontest von Radio Hartberg. Das große Repertoire umfasst neben Rock, Pop und Punk auch eigene Kompositionen wie „Out There“, „Reason“ und „Cry“. Nevermind arbeitet

gegenwärtig am ersten eigenen Album. Am 19. Dezember können Nevermind-Fans ihre Band anlässlich des X-mas Rock in Kaindorf hören. X-mas Rock 19. Dezember, Kaindorfer Mehrzweckhalle Einlass: 20 Uhr Vorverkauf: E 4,– / Abendkassa: E 6,– / Spark7: 3,–

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Konzertreigen 2009 – Mozart Knabenchor Wien Stadtwerke-Hartberg-Halle, Donnerstag, 19. November, 19 Uhr Infos und Karten: 03332/603-36

Vor jedem Auftritt gibt es einen internen Schuhputzwettbewerb.

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Nevermind on Stage

er Mozart Knabenchor Wien ist die Nachfolge-Institution der 1956 von Prof. Erich Schwarzbauer gegründeten, weltbekannten Mozartsängerknaben. Das Standardrepertoire des Chores besteht natürlich aus der klassischen Musik von Mozart, Schubert, Haydn usw., wie auch der sog. Wiener Musik im Sinne von Walzer, Polkas, Märschen von Strauß, Lanner etc. Der künstlerische Leiter, Peter Lang, hat es sich aber auch zur Aufgabe gemacht, schöne Werke zeitgenössischer österreichischer Komponisten in das Repertoire aufzunehmen, um diese dem Publikum näherzubringen.

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Herbstgewinnspiel & Gartenfotowettbewerb

Gartenfotowett­bewerb: Wir haben eine Siegerin!

LIFE HAS ITS MOMENTS...

Garten im Herbst. Zuallererst möchten wir uns bei allen Teilnehmern für die so zahlreich eingesendeten „Garten im Herbst“-Fotos bedanken. Die „Qual der Wahl“ überließen wir in diesem Fall unserer Fachjury unter der Leitung des Fotoredaktionschefs Bernhard Bergmann, der ganz begeistert über die Qualität der herbstlichen Gartenfotos war. Schlussendlich wurde Erna Grabner, aus Hartl 160, 8224 Kaindorf, einstimmig zur Gewinnerin des Foto­ wettbewerbs gekürt. Sie darf sich über Hartberger Einkaufsmünzen im Wert von 100 Euro freuen. Wir gratulieren recht herzlich!

Der Anfang Deiner eigenen unvergesslichen Reise Fünf Sinne sammeln und gewinnen!

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schmeckt guat!

Am Freitag, den 27. November, um 18 Uhr, im Anschluss an die Eröffnung des „Hartberger Weihnachtszaubers“ am Hartberger Hauptplatz, findet die Verlosung der Gewinner statt. Bis dahin haben Sie noch die Möglichkeit, in über 50 Hartberger Wirtschaftsbetrieben Ihre fünf Sinne zu sammeln und in die dort bereitgestellten Sammelboxen zu werfen. Es warten fünf E-Scooter sowie Hartberger Einkaufsmünzen im Wert von 11.111 Euro auf Sie!

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„Hartberger Backstub’n“ – das ideale Weihnachtsgeschenk Viele Hartbergerinnen und Hartberger aller Alters- und Berufsgruppen stehen in diesen Wochen in ihren Küchen und backen die köstlichsten Weihnachtsbäckereien für ihre Liebsten. 29 von ihnen wurden stellvertretend gebeten, ihre persönlichen Lieblingsrezepte zu verraten, die von alten überlieferten oststeirischen Bäckereien bis hin zu selbst kreierter Patisserie reichen und am 27. November unter dem Buch­titel „Hartberger Backstub’n“ erscheinen. Die„Hartberger Backstub’n“ erhebt mit rund 50 Rezepten natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Dieses Buch soll nur die Vielfalt andeuten, die die Oststeiermark auszeichnet. Am Ende des Buches befindet sich eine Liste regionaler Produzenten, bei denen alle Backzutaten bezogen werden können. Die „Hartberger Backstub’n“ mit rund 40 großformatigen Fotos des bekannten oststeirischen Fotografen Bernhard Bergmann kostet nur E 9,90 und kann bei Tavola, in den Hartberger Trafiken, im Modehaus Fürbass sowie in der Hartberger Buchhandlung Leykam telefonisch unter 050 109 74 60 bestellt werden.

Ihre Meinung ist uns wichtig!

...MAKE THEM UNFORGETTABLE

Wir freuen uns über Ihre Anregungen. Das gesamte Team des neuen HartbergMagazins ist sehr an Ihrer Meinung interessiert. Schreiben Sie uns einfach Ihre ersten Eindrücke, ebenso sind wir jederzeit für Anregungen bezüglich Geschichten von oder über Hartberg und dessen Einwohnern dankbar. Sie erreichen uns unter der E-Mail-Adresse stadtmarketing@hartberg.at

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Impressum Hartberg – das sinnvolle Stadtmagazin Herausgeber Stadtmarketing Hartberg, HSI – Hartberg Standortentwicklung und Immobilien GmbH Konzeption Mag. Lucas Schneider-Manns Au, marketing meets media & Michael Fürnsinn, buero8 Chefredaktion Mag. Lucas Schneider-Manns Au, Dipl. FW Regina Hinze Artdirektion Andreas Posselt, buero8 Fotoredaktion Mag. Bernhard Bergmann Autoren dieser Ausgabe Mag. Gerd Hofer, Sebastian Gölly, Dr. Josef Reisenhofer, Johann Hofer, Mag. Astrid Meier, Dir. Karl Pack, Andrea Grabner, Mag. Lucas Schneider-Manns Au, Dipl. FW Regina Hinze Fotos Mag. Bernhard Bergmann, Christian Steinbrenner, iStock, Palmers, Erna Grabner, HCH, TSV Sparkasse Hartberg, Orange, Karl Lueger Lektorat Monika Kratzmann, Karin Kübler Druck Platzhirsch Anzeigenabteilung Stadtmarketing Hartberg, Tel. 03332/603 45, Anzeigentarife unter www.hartberg.at. Für unaufgeforderte Einsendungen übernehmen wir keine Haftung. Druck- und Satzfehler vorbehalten. Auflage 28.800 Stück

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