Page 1

Das sinnvolle Stadtmagazin

Eine Stadt der Sinne Es riacht guat, es klingt guat, es schmeckt guat, es fühlt si’ guat an und es schaut guat aus in Hartberg.

Was war.

Was ist.

Was kommt.

Beach Days 09. Spätestens als die Brasilianer am Centercourt ankamen, war allen klar, dass die Zeit des Baggerns wieder begonnen hat. Seite 26

Trendsetter. Stars wie Hugh Grant, Scarlett Johansson und Eric Clapton tragen mit dem Brillen-Label „Andy Wolf“ ein Stück Hartberg auf der Nase. Seite 22

Winzerfest. Am Sonntag, dem 4. Oktober 2009, stehen die prämierten Hartberger Weine und die regionalen Köstlichkeiten im Vordergrund. Seite 29

Amtliche Mitteilung. Zugestellt durch Post.at

im Herbst 2009


Inhalt

Was Sie diesmal erwartet.

Hartberger

Winzerfest 4. Oktober 2009

4

14

18

22

Editorial

Los geht’s, Hartberg, Stadt der Sinne!

S

ehr geehrte Hartbergerinnen und Hartberger, nach den medialen Aufregungen der letzten acht Wochen ist es soweit! Die erste Ausgabe des neuen Hartberg-Magazins, das hinkünftig fünf mal jährlich erscheinen wird, liegt nun in Ihren Händen. Dieses Dir. Karl Pack, vom Stadtmarketing-Team entBürgermeister wickelte Magazin ist nur eine von von Hartberg vielen geplanten Maßnahmen zur Neupositionierung Hartbergs als Città Slow oder, wie wir es für uns ins Oststeirische übersetzen: als Stadt der Sinne. Unser gemeinsames Ziel ist es, Hartberg, seinen Bewohnern und der heimischen Wirtschaft eine „etwas andere“ Plattform der Präsentation zu bieten. Wir leben hier in der Stadt inmitten einer prachtvollen Landschaft, haben viele junge Talente, hervorragende Produkte und tolle innovative Betriebe, auf die wir stolz sind. Und das werden wir in Zukunft verstärkt kommunizieren. Ich lade Sie daher jetzt auf einen ersten kleinen Rundgang durch Hartberg ein. Machen Sie sich selbst ein Bild über die großartige Vielfalt, die unsere Stadt zu bieten hat. Und natürlich würde es mich freuen, wenn Sie unser Hartberg, die Stadt der Sinne, auf ihrem Weg tatkräftig mit Ihren Ideen und Initiativen unterstützen. Mit sinnvollen Grüßen

•prämierte Weine •regionale Köstlichkeiten •Tanzmusik •Kinderfest

Die Stadt der Sinne Es lässt sich wunderbar leben in dieser seit kurzem auch ausgezeichneten Stadt.

Dir. Karl Pack, Bürgermeister

Wie die Hartberger Firma prolactal die Herzen der chinesischen Mütter erobert.

Alles in Bewegung

8

Ein herbstlicher Aufruf zum sportlichen Neubeginn.

10

Josef Nöhrer. Ein Winzer verrät seine Philosophie des erfolgreichen Weinbaus.

12

Stadtgeflüster Worüber in Hartberg gesprochen und getratscht wird.

14

Anton Spörk. Ein Bauer aus Leidenschaft.

16

Hartberger G’sichter Porträts von Hartberger Persönlichkeiten, Gruppen und Vereinen. Dr. Josef Reisenhofer. Ein Dechant, der weltweit erreichbar und dennoch immer zu Hause ist.

G’schäftliches Neuigkeiten und Berichte rund um die Hartberger Wirtschaft. Ewald, Andrea, Lilli, Emma und Aron Freitag. Die Menschen formen das Land.

Was war & was kommt Nina Bernsteiner. Eine Sopranistin, die auszog, um international Karriere zu machen.

Stadtnachrichten Wichtige Informationen der Stadtgemeinde Hartberg.

Gewinnspiel und Impressum Herbstgewinnspiel & Gartenfotowettbewerb

Hartberg im Herbst 2009

4

Aufbruch in das Land des Lächelns

Ein Rückblick und eine Vorschau auf Hartberger Veranstaltungen.

www.hartberg.at Sonntag, 4. Oktober 2009 ab 10 Uhr, auf dem Hauptplatz und der FUZO Hartberg. Nach dem Erntedankgottesdienst. Regionale Köstlichkeiten, Kinderfest, prämierte Weine und musikalische Unterhaltung durch „Die Steirischen Aufgeiger“, „Wia da Wöll“, „Die Roanhupfer“, „Pöllauberger 4Kant“ und „Jung und Alt“. Wir können stolz sein auf unser Hartberg, die Stadt der Sinne!

10

18 20 22 24 26 30 32 34


Die Stadt der Sinne Wer durch Hartberg flaniert, erkennt bald: Es lässt sich wunderbar leben in dieser historischen und ausgezeichneten Stadt.

B

Text: Lucas schneider-manns au FotoS: Bernhard Bergmann

Wir sind verpflichtet, die hohe Lebens­qualität, für die wir ausgezeichnet wurden, unseren Kindern zu vermitteln.

Während der Klangwolke, einer Liveübertragung der styriarte, wurde der Hauptplatz zum Ort der Entspannung und des Zuhörens.

4

Hartberg im Herbst 2009

esucher, die das erste oder auch zum wiederholten Mal in Hartberg sind, kommen bei Gesprächen über die Stadt gerne ins Schwärmen. Die historisch gewachsene Altstadt, das Sport- und Freizeitangebot, die Kulinarik, das Einkaufserlebnis … und natürlich die Menschen, die hier leben, scheinen etwas Besonderes zu haben, das man in dieser Art und Weise sonst wo kaum findet. Für uns Hartberger sind diese Dinge hingegen alltäglich. Wenn wir über Hartberg reden, dann geht es um vorübergehende Baustellen und damit zusammenhängenden Verkehrsstaus, vermeintlich fehlende Parkplätze, leerstehende Geschäfte usw. usf. Im Mai dieses Jahres wurde Hartberg mit der Aufnahme in die Vereinigung „città slow“ nachweislich bestätigt, eine Stadt der Erholung, des Genusses, der Entschleunigung, der Bewahrung von kulturellen Besonderheiten und historisch gewachsener Identität zu sein. Wieder eine Beurteilung von außen, aber zumindest eine, auf deren fachmännische Objektivität man sich verlassen können sollte. Da ein typischer Hartberger mit dem Begriff „città slow“ sicher genauso viel anfangen kann wie ein Sizilianer mit „Most und Schmalzbrot“, wurde aus der „langsamen Stadt“ kurzerhand „Die Stadt der Sinne“ – ein Slogan, der trotz seiner allgemein gehaltenen Formulierung für unsere Stadt nicht typischer sein könnte. Folgen Sie mir deshalb auf einer kurzen Sinnsuche durch Hartberg, die natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, aber zeigen soll, dass es wirklich sinnvoll ist, stolz auf unsere Stadt zu sein. Stadt zum Schmecken

Geschmack ist so individuell wie der Mensch selbst. Das wissen auch die Hartberger DiHartberg im Herbst 2009

rektvermarkter und Gastronomen. Deshalb reicht das Angebot auch vom Bauernmarkt (jeden Dienstag- und Freitagnachmittag am Kernstockplatz) über Gasthäuser mit bodenständigen Gerichten bis zum (haubengekrönten) Spitzenrestaurant. Nicht zu vergessen die Winzer mit regionalen Schmankerln und teils vielfach prämierten „Tröpferln“, die den Vergleich mit ihren südsteirischen Kollegen längst nicht mehr zu scheuen brauchen. „Für mich nichts Neues“, mag sich jetzt der eine oder andere Leser an dieser Stelle denken! Recht hat er bzw. sie, neu ist nur die Wertschätzung und Achtung, die die Produzenten all dieser Köstlichkeiten für ihre Leistungen erwarten dürfen. Stadt zum Hören

Halten Sie einmal kurz inne, schließen Sie die Augen, und Sie hören … nichts. Sie Glückliche(r)! Probieren Sie das einmal am Gürtel in Wien, und Sie werden wissen, warum. Glücklich aber auch jene, die bei geschlossenen Augen die Klänge des Klarinetten-Festivals „ClariArte“, eines der Rock-Symphonic-Konzerte, der Operette „Die Fledermaus“, von „Rock am Ocker“, der Stadtkapelle oder der Jugend-Big-Band hören. Hartberg ist reich an Klängen aller Art, bietet aber auch die nötige Ruhe, um einfach nur zu genießen. Stadt zum Riechen

Sind Sie schon einmal um 4 oder um 5 Uhr in der Früh an der Bäckerei König in der Michaeligasse vorbeigegangen? Die Duftwolke von frischem Brot und Gebäck, die direkt vor den Fenstern der Bäckerei fast wie bestellt auf einen wartet, ist eine Geruchserinnerung, die ich nicht missen möchte. Beim Riechen denke ich aber auch ans Hartberger Gmoos, einen Naherholungsraum mitten in der Stadt, um den uns sicher

5


Das neue Stadt-der-Sinne-Symbol Jede Neupositionierung einer Stadt ist nur dann erfolgreich, wenn sie mediale Aufmerksamkeit erregt. Mit dem neuen Stadt-der-Sinne-Symbol ist uns das schon im Vorfeld gelungen. Daher jetzt einmal zu den Fakten.

➏ ❽ Manchmal eröffnet die Betrachtung von einem anderen Standpunkt aus neue, bislang unbekannte Perspektiven.

Die Stadt als Ort der Begegnung, als Ort der Vielfalt.

viele beneiden. Oder an die Brühl, die auf dem Weg zur Ringwarte einzigartige Erlebnisse für alle Sinne bietet. Und riechen ist ja bekanntlich auch eine der Möglichkeiten, hinter das Geheimnis eines guten Weins zu kommen … das Hartberger Winzerfest am Sonntag, 4. Oktober, bietet eine hervorragende Gelegenheit dazu. Oder haben Sie gewusst, dass die Firma Ringana im Schloss Hartberg herrlich duftende Kosmetik- und Pflegeprodukte herstellt und europaweit vertreibt? „Ich kann dich nicht riechen“ ist ein Synonym dafür, dass man mit jemandem nichts zu tun haben will. Im Gegensatz dazu können sich die Hartbergerinnen und Hartberger Gott sei Dank gut riechen. Stadt zum Sehen

„Eine wirklich schöne Stadt“, so kurz gefasst das Resümee vieler Besucher, die zum ersten Mal in Hartberg sind. Aber was ist es, das den Reiz von Hartberg ausmacht? Sind es die historischen Gebäude, die sich im Zentrum in ihrer ganzen Pracht

6

präsentieren? Ist es der private und öffentliche Blumenschmuck, der zum optischen Erscheinungsbild beiträgt? Ist es die Pflege der öffentlichen Straßen und Plätze, für die die Mitarbeiter der Stadtgemeinde in vorbild­ licher Weise sorgen? Ist es die Lage am Fuße des Ringkogels, der die Stadt im Norden mit einem Grüngürtel umschließt? Oder ist es der Liebreiz der Hartbergerinnen, die in den Sommermonaten gerne durch die Fußgängerzone oder über den Hauptplatz flanieren? Machen Sie sich selbst ein Bild! Stadt zum Angreifen

Zugegeben, richtigerweise müsste es „Stadt zum Tasten“ heißen; aber diese Freiheit nimmt sich der Autor dieser Zeilen. Angreifen heißt arbeiten, denn von der Schönheit unserer Stadt allein können wir alle nicht leben. Eine florierende Wirtschaft ist die Basis für die Lebensqualität in unserer Stadt. Die Unternehmer sorgen mit der Vielfalt ihrer Produkte für das passende Angebot, wir Kunden stehen jeden Tag erneut vor der Entscheidung, ob wir mit unserem Euro die Hartberg im Herbst 2009

Hartberg wartet darauf, auch von seinen Einwohnern neu entdeckt zu werden. Hartberger Wirtschaft, einen Wirtschaftsstandort außerhalb unserer Stadt oder vielleicht sogar einen Katalog- oder Internetversand stärken. Etwas angreifen oder auch anpacken heißt aber auch, ganz konkret etwas tun. Und genau darum geht es! Jede(r) von uns kann an seinem/ihrem Platz dazu beitragen, dass Hartberg wird, was wir uns alle wünschen. Eine Stadt, auf die jede(r) Einzelne von uns stolz sein kann. So weit nur einige Gedanken zur „Stadt der Sinne“ und ein kurzer Streifzug durch eine Stadt, die nicht nur darauf wartet, von ihren Gästen, sondern auch von allen Hartbergerinnen und Hartbergern neu entdeckt zu werden. Lassen Sie uns daher gemeinsam in den kommenden Monaten auf Entdeckungsreise gehen. Sie werden überrascht sein. Hartberg im Herbst 2009

❶ Aus dem offiziellen Hartberg-Logo haben wir den Schölbinger Turm, das Rathaus, den Karner und den Ringkogel übernommen. ➋ Unser Stadt-der-Sinne-Symbol ist grün, da Hartberg Teil des grünen Herzens Österreichs, der Steiermark, ist. Grün ist zudem die Farbe der Natur, und in Hartberg befinden wir uns inmitten prachtvollster Natur. Das Symbol wird jedoch – je nach „Einsatzgebiet“ – auch in anderen Farben erscheinen. ➌ Klingt guat. Der Vogel symbolisiert den Gehörsinn. ➍ Riacht guat. Die Blume steht für den Geruchssinn. ➎ Schmeckt guat. Der Apfel charakterisiert den Geschmackssinn. ➏ Fühlt si’ guat an. Das Herz bezeichnet den Tastsinn. ➐ Schaut guat aus. Der Schmetterling symbolisiert den Sehsinn. ➑ Das Stadt-der-Sinne-Symbol ist rund, weil ein Kreis das Symbol einer Stadt ist; und weil es für eine Gemeinschaft steht.

7


130 Mitarbeiter begeistern mit der Qualität ihrer Produkte europäische und asiatische Abnehmer.

N

Aufbruch in das Land des Lächelns Prolactal Hartberg. Wie es ein Hartberger Unternehmen geschafft hat, neben seinem vielfach prämierten Quargel, ein Milchpulver zu produzieren, das chinesische Mütter wieder ruhig schlafen lässt. Text: Gerd Hofer, Fotos: Bernhard Bergmann

8

icht auszudenken, wenn die Chinesen gesammelt auf den Quargel kommen! Na ja, so weit sind wir noch lange nicht, „obwohl – wer weiß?“, sagen die Verantwortlichen von prolactal. Immerhin hatte man aber in China seit dem tödlichen Milchskandal infolge mit Gift vermischtem Milchpulvers jedes Vertrauen in die eigenen Produktionsvorgänge verloren, und auch ganz Ozeanien (Australien, Neuseeland) hat fürs Erste – aufgrund mangelhafter Ware – als Zulieferer ausgespielt. Daher gilt seit kurzem: chinesisches Milchpulver ist Made in Austria, Styria, Hartberg. Damit es zu so einem Deal kommen kann, muss auch schon ordentlich Glück im Spiel sein, das freilich, wie man weiß, nur den Tüchtigen trifft, und in unserem Fall ist das Peter Georg Demetler, gebürtiger Wiener und um die sechzig, der sich zur einzig richtigen Stunde am einzig entscheidenden Ort aufhielt – in der Nähe des Telefons. Geschäftsführer Demetler: „Es ist tatsächlich so, dass ich eines Tages von einer Dame aus Oberösterreich einen Anruf erhielt, die gerade eine chinesische Wirtschaftsdelegation zu betreuen hatte, die ganz scharf drauf war, nur mit dem allerbesten Milchpulver wieder heimzukehren. Da erstens die Dame, und ihre Firma, mit allem zu tun hatte, nur nicht mit Milch und sie zweitens irgendwoher sich unserer Firma (prolactal) entsann, kam es zu diesem Geschäft. Und Sie können mir glauben, dass ich keine drei Sekunden gebraucht habe, um bei den Chinesen aufzusalutieren. Die waren und sind begeistert, und jetzt haben wir wechselseitig die allerbeste Zukunft vor uns.“ Tja, so läuft’s, wenn’s läuft. Aber zu den Einzelheiten. Die österreichische prolactal ist eine 100-Prozent-Tochter der international operierenden Artax-Gruppe, deren Subunternehmen sich auf neun Länder verteilen, darunter die USA, Deutschland, GriechenHartberg im Herbst 2009

Über 350 Millionen Liter Milch werden bei prolactal jährlich unter höchsten Reinheitsstandards zu Käse oder Milchpulver verarbeitet.

land, Belgien, Mexiko, Slowenien etc. Zentrale wie Labor der prolactal sitzen in Linz, der Vertrieb wird von Wien aus gesteuert, in Wörgl/Tirol ist man Molkespezialist, und das Hartberger Werk verarbeitet Milch und Molke zu hochspezifischem Pulver, absolut maßgeschneidert, also ganz und gar zugeschnitten auf die besonderen Wünsche und Bedürfnisse der verschiedensten Kunden.

und Strukturen zu verjüngen, das Ohr am Puls der Zeit zu haben und mit Know-how und Leidenschaft neue Nischen aufzutun. Mit Ballastabwerfen meine ich übrigens keineswegs Leute-Entlassen. Wir haben einhundertdreißig hochverdiente Mitarbeiter, Tendenz: steigend. Die Wertschöpfung des Standorts Hartberg bleibt voll in der Region, und völlig zu Recht, wir schöpfen hier aus dem Vollen, was gute Leute angeht.“

Das Ohr am Puls der Zeit

Zum besseren Verständnis ein paar Zahlen. Mit dreihundertfünfzig Millionen Litern pro Jahr ist prolactal österreichweit der drittgrößte Milchverarbeiter und Hartbergs größter Betrieb. International gesehen spielt man nicht in der Liga der Megakonzerne mit. Jedoch ist prolactal personalmäßig dermaßen gut aufgestellt, dass man aus den schlankeren Strukturen gegenüber den oft schwerfälligen Riesenkonzernen entscheidenden Wettbewerbsvorteil zieht. Demetler erklärt uns sein Erfolgsprinzip: „Schauen Sie, man jammert allerorten so gern und ungeniert über die Wirtschaftskrise, und dazu kann ich nur sagen, dass ich darüber lachen muss. Sicher wird es den einen oder anderen Betrieb geben, den es unverdient hart getroffen hat und trifft, aber der allgemeine Fokus muss ganz klar darauf liegen, Ballast abzuwerfen, sämtliche Wege Hartberg im Herbst 2009

„Die Wertschöpfung des Standorts Hartberg bleibt in der Region – wir schöpfen hier aus dem Vollen, was gute Leute angeht.“ Rundgang durchs Werk, bekleidet mit weißem Häubchen, weißem Mäntelchen, weißen Schuhüberziehern, es herrscht höchster Reinheitsstandard, und so müssen wir auch noch durch eine Desinfizierungsstation wie James Bond in „Sag niemals nie“. Überall freundlichste Mitarbeiter, übers Förder­band läuft fröhlich der Quargel, übrigens völlig geruchsfrei, der Hautgout kommt erst mit der Zeit. Aber säckeweise Milchpulver.

Wie man sich den Weg von der Milch zum Pulver und wieder zurück zu Milch und Käse vorstellen kann, erklärt Demetler: „Ganz einfach. Erstens gibt es europa- und weltweit einen ungeheuren Milchüberschuss, der sofort verderben würde, pulverisiert aber haltbar ist. Zweitens hat die weiterverarbeitende Industrie (Süß- und Backwaren, Eiscreme sowie Babynahrung) ganz spezifische Anforderungen an unser Ausgangsprodukt: Vitamingehalt, Mineralien, mit einem Wort die chemische Zusammensetzung der Milch beziehungsweise des Milchpulvers. Und genau auf diesem Gebiet leisten wir den allerhöchsten Standard bis hin zum Bio-Zertifikat.“ Kein Wunder daher, dass man seitens des Landes Steiermark an prolactal die ehrenvolle Einladung ausgesprochen hat, dem neu geschaffenen Lebensmittelcluster beizutreten, ganz nach dem Vorbild des Autoclusters, nur mit dem Unterschied, dass der Quargel – international mit Gold und Silber ausgezeichnet – absatzmäßig keine Schwierigkeiten macht, ganz im Gegenteil. Beim Winzerfest, am 4. Oktober, erhalten Sie übrigens Kostproben von prolactal.

Nähere Infos unter www.prolactal.com

9


Die schönen Wanderwege rund um Hartberg bieten das ideale Ambiente für OutdoorAktivitäten.

Nordic Walking und Bewegungs­ koordination Verschiedene Kursangebote bieten im Herbst neue Möglichkeiten der sportlichen Aktivität.

U

nter Anleitung von Nordic-Walking-Instructor Magdalena Thaller lernen Anfänger und alle, die bisher ihre Stöcke nur als „Ballast“ mitgetragen haben, endlich die richtige Technik – und zwar schnell und einfach! Warum das so wichtig ist? Die zahlreichen Vorteile dieser relativ jungen Sportart sprechen für sich: „Mit der richtigen Technik kann man 99% der Gesamtmuskulatur auf einmal trainieren und so in den Bereichen Gewichtsreduktion und Gesundheitsförderung optimale Ergebnisse erzielen!“, weiß die Wellnesstrainerin und überzeugte Walkerin. „Außerdem ist Nor-

dic Walking für fast jeden geeignet, da man es ohne hohen Kosten- oder Zeitaufwand das ganze Jahr über betreiben kann. Zudem macht es auch noch Spaß. Kurz gesagt: Bei richtiger Ausführung ist Nordic Walking ein Brunnen für Vitalität und Lebensenergie!“, schwärmt Magdalena Thaller.

berger Sportlerin Bianka Neuwirth in ihrem Kurs. Neuwirth: „Mit Bewegungskoordination kann man zum Beispiel das eigene Gleichgewichtsvermögen oder die Wendigkeit perfekt trainieren. So kann man Verletzungen vermeiden, neue Bewegungsabläufe erlernen und länger fit bleiben. Man lernt den eigenen Körper besser kennen.“

Bewegungskoordination

Wie einfach es sein kann, mit Spaß seine Gesundheit, Beweglichkeit und Geschicklichkeit zu verbessern, zeigt auch die Hart-

Weitere Informationen zu diesem oder anderen Kursen finden Sie im Veranstaltungskalender Oktober und unter www.hartberg.at.

Gratiseintritt beim Tag der offenen Tür! Kommen Sie am 3. Oktober ins Hartberger Erholungs- und Freizeitzentrum HERZ.

Alles in Bewegung

w

Hartberg startet ein vielfältiges Kursprogramm bei HERZ & Co. Text Sebastian Gölly Foto Bernhard Bergmann

er rastet, der rostet! Hartberg sagt mangelnder Bewegung den Kampf an, daher gibt es ab sofort ein Großprogramm zur Förderung der Gesundheit. „Das Angebot wird im Kleinkindalter mit Babyschwimmen und Eltern-Kind-Turnen beginnen und erst bei einem Bewegungsprogramm zur Erhaltung der Mobilität auch im (hohen) Alter aufhören“, kündigt Geschäftsführer des Hartberger Erholungs- und Freizeitzentrums (HERZ) DI Manfried Schuller an. Von Aquagymnastik über Koordinati-

10

onstraining zur besseren Schulung des Körperbewusstseins bis hin zu Einsteigerkursen für aktuelle Trendsportarten wie Nordic Walking und Volleyball soll das vielfältige Angebot genutzt werden. Stätten des Sport, der Erholung und der Gesundheit sind u. a. das HERZ, die Kunsteislaufbahn, die Fußball- und Beachvolleyballplätze, das fantastische Naturrefugium „Gmoos“, zahlreiche Rad- und Wanderwege. HERZ-Wintersaisonkarte zu einem Superpreis

Die Förderung der Gesundheit lässt sich die Stadtgemeinde einiges kosten: Am 3. Okto-

ber, am Tag der offenen Tür, gibt es freien Eintritt ins Hallenbad. Verkaufsstart der „Wintersaisonkarte“ zu einem einmaligen Superpreis (Erwachsene ab € 80,- und Kinder ab € 50,-), mit der man zusätzlich zum Badevergnügen sämtliche Kurse, Workshops und Vorträge des HERZ nützen kann – und das bis Ende der Saison im April 2010. Am Tag der offenen Tür im HERZ findet auch eine Defibrillatoren-Einschulung statt. Vier von der Stadt Hartberg erworbene Laien-Defibrillatoren werden in Kürze an öffentlichen Plätzen angebracht. Bei der Einschulung erhalten Sie die Gelegenheit, die Geräte selbst zu testen bzw. die wichtigsten Grundlagen der Ersten Hilfe bei Herzstillstand zu erlernen und zu üben. Hartberg im Herbst 2009

Kombinieren Sie verschiedenste Farben und Designs.

* Beim Kauf von 3 Produkten aus den Kollektionen „Essentials“ und „Essentials Mix&Match“ erhalten Sie bei den günstigsten Teil gratis.

Hartberg im Herbst 2009

simply different

11

www.skiny.com


Seht den Wein! Dank unserer Winzerinnen und Winzer ist der Hartberger Wein zu einem Spitzenprodukt gereift, das nicht nur hierzulande für Aufsehen sorgt. Josef Nöhrer erklärt uns seine Philosophie des Weinbaus. Text: Gerd Hofer, Foto: Bernhard Bergmann

D

12

Hartberg im Herbst 2009

Josef Nöhrer ist Winzer und pflegt den Hartberger Wein. Hartberg im Herbst 2009

ass Hartberg samt Region allzu lange im Verborgenen geblüht hat, ist ein rares Phänomen. Obwohl einzigartig in so vieler Weise und fest wurzelnd in hoher Kultur, Tradition und schöner Lebensart, wusste der Nicht-Hartberger doch nie wirklich, welche Schätze hier gewissermaßen an allen Wegrändern liegen – Firmen und Unternehmen, die zum Stolz der Steiermark und Österreichs beitragen, landschaftliche Anmut, dazu gesunde Strukturen, die zu Bestnoten im Kulinarischen, Künstlerischen und Handwerklichen führen. Und freilich der Wein. Den hat man bislang doch beinahe exklusiv mit der Südsteiermark verbunden sowie mit der Südoststeiermark, dann wusste man und weiß man um den Schilcher, der im Weststeirischen sein welteinziges Dasein führt – aber Hartberg und die Oststeiermark? Nun eben. „Dabei“, sagt Josef Nöhrer, „verläuft in unserer Gegend die Römerweinstraße, ein Beleg und Beweis, dass man hier schon in antiker Zeit um das besondere Klima und den besonderen Boden wusste und um all die anderen Faktoren, die es erlauben, hier so phantastischen Wein gedeihen zu lassen.“ Josef Nöhrer, der derzeit noch nebenberuflicher Winzer ist, hat sich alles Wissen um Wein und Weinbau gewissermaßen selbst angeeignet, „in Seminaren und Schulungen“. Das war vor ungefähr zwanzig Jahren, und schon ganz zu Beginn der neunziger Jahre gab es die erste Auszeichnung für den damaligen Jungwinzer „Ja, die war für einen Chardonnay, also Morillon.“ Inzwischen haben Prämierungen nichts Überra-

schendes mehr an sich, klar freuen sich der Winzer und die vertretenen Weinliebhaber, jedoch lebt und trinkt man längst im vollen Bewusstsein der hohen Qualität des hiesigen Weins.

„Anstatt möglichst viel Saft aus den Trauben zu pressen, legen wir im Gegenteil nur Wert auf die Qualität der Trauben.“ Josef Nöhrer: „Dass wir heute stehen, wo wir stehen, ist eine logische Folge unserer Philosophie, die wir von Anfang an betrieben haben. Anstatt möglichst viel Saft aus den Trauben für die Vergärung zu pressen, legen wir im Gegenteil nur Wert auf die Qualität der Trauben – und ich meine: allerhöchste Qualität. Das ergibt mit der gewonnenen Reife aus all den Jahren, die ich dem Weinbau gewidmet habe, dann schon einen schönen Schluck. Außerdem arbeiten wir traditionell: In den Weingärten unseres Familienbetriebes weisen die Rebstöcke einen steirischen Bogenschnitt beziehungsweise einen Zweibogenschnitt auf, und wir praktizieren eine sogenannte Mulchwirtschaft.“ Die bekommt dem Boden, somit dem Land, somit den Menschen. Prämiert wurde heuer übrigens Josef Nöhrers Welschriesling, die herrliche und unverfälschte und frische Apfelnase (grüner Apfel!) muss das Rennen wohl zugunsten des Hartberger Weins entschieden haben – und völlig zu Recht, wie wir uns höchstpersönlich überzeugen durften.

13


Stadtgeflüster

Worüber in Hartberg gesprochen und getratscht wird.

Jubiläum. Im September 1999 wurde nicht nur der Neubau des Landeskrankenhauses Hartberg gefeiert, sondern auch die Inbetriebnahme der damals neuen Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Diese Abteilung feiert nun am 26. September ihr zehnjähriges Bestandsjubiläum mit einem Festakt sowie einem Tag der offenen Tür. Als Festredner konnte der renommierte Wiener Geburtshelfer Univ.-Prof. Dr. Peter Husslein gewonnen werden. Der Leiter der ärztlichen Abteilung Dir. Prim. Dr. Kurt Resetarits und sein Team laden alle BewohnerInnen von Hartberg und natürlich darüber hinaus recht herzlich zu diesem Tag der offenen Tür ein. An diesem Festtag wird Ihnen bei einer Führung und Ausstellung die Leistungsbilanz dieser Abteilung während der letzten Jahre präsentiert. Bei einem Gewinnspiel können die BesucherInnen auch schöne Preise gewinnen. Übrigens hat sich die Abteilung in den letzten zehn Jahren zur drittgrößten geburts­hilflichen Abteilung in der Steiermark entwickelt.

Briefmarken­ sammler feiern Jubiläum

Little Britain bei Caruso

e

„Caruso“, ein Geschäft, das aus Leidenschaft und Passion entstanden ist. nrico Caruso, der italienische Opernsänger, diente als Namensgeber für das Geschäft in der Hartberger Fußgängerzone, das „aus Leidenschaft und Passion entstanden ist“. Nicht nur der Name des Geschäfts hat einen historischen Hintergrund, auch die Kleidung der zwei Geschäftsführer Fritz und Ignaz erinnert an die Zeit von damals. Zeitloses Einrichten im englischen Landhausstil steht im Mittelpunkt ihrer Geschäftsidee. Was heißt englischer Landhausstil? Englische Landhausmöbel werden in Anlehnung an historische Entwürfe des English-Country- und French-Provincial-Stils aus individuell ausgewählten Hölzern in klassischer Massivbauweise hergestellt. Alle Möbel werden in der eigenen Tischlerei gefertigt und sorgfältig von Hand poliert, wobei

14

die durch spezielle Techniken gealterten Oberflächen jedem Möbel den Charakter einer Antiquität verleihen. Im Verkaufsladen findet man ausgefallene Wohnaccessoires in Richtung Laura Ashley, riesige Louvre-Vasen mit bis zu 350 kg, auf Kundenwunsch in verschiedener Patina (weiß, Rost, Eisen natur). Das Caruso-Team erfüllt nach eigenen Angaben „jeden Wohn- und Gartentraum“ und bietet profunde Beratungsleistungen bei der individuellen Anfertigung von Bilderrahmen, Vorhängen, Möbeln sowie bei der innovativen Gartengestaltung. Caruso Ambiente – Antiques & mehr … Fußgängerzone, Wiener Straße 20 Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr Samstag von 9 bis 17 Uhr www.caruso-ambiente.at

Hart Berg Predigt

Festtag im LKH Hartberg

Fritz Pfeifer und Ignaz Kielnhofer kultivieren den englischen Lebensstil.

40 Jahre. Die im Jahr 1969 von Oskar Maly gegründete ABSV-Sektion Hartberg feiert am 9. Oktober 2009 ihr vierzigjähriges Bestandsjubiläum im Rahmen eines Festes im Hartberger Kultursaal. Für die eigens dafür entworfene Jubiläumsbriefmarke konnte der Obmann der Hartberger Briefmarkensammler, Hermann Dornhofer, den Tiroler Künstler Leander Kaiser gewinnen. Die aus fünfzig Mitgliedern bestehende Sektion trifft sich jeden Montag um 17.30 Uhr im Café Restaurant Pick in Hartberg. Bei diesen Treffen besteht die Möglichkeit, Briefmarken, Ansichtskarten sowie Münzen zu erwerben oder zu tauschen. Gäste sind herzlichst willkommen.

Tag der offenen Tür im LKH Hartberg 26. September von 10 bis 17 Uhr Krankenhausplatz 1 8230 Hartberg www.lkh-hartberg.at

Der Tiroler Künstler Leander Kaiser entwarf die Jubiläumsbriefmarke.

Gut recherchierte und interessante Sendungen über Ereignisse im Bezirk Hartberg können Sie sich im Internet kostenlos unter www.radiohartberg.at/schlagzeilen anhören.

Nähere Infos unter 0664 73 84 68 47 oder via E-Mail an hermann.dornhofer@aon.at

Erzherzog Johanns Urenkel Film und Diskussion Der Rotary Club Oberwart-Hartberg lädt zur Filmpräsen­ tation am 15. September 2009, 18 Uhr, im Maxoom Hartberg ein. Im Anschluss findet eine Diskussion mit dem leiblichen Ur­enkel, Konsul Präs. PDG Dr. Franz HarnoncourtUnverzagt, statt. Anmeldungen bitte via E-Mail an rotary@seppi.at Erzherzog Johann: ein halbes Jahrhundert Förderung und Modernisierung.

Hartberg im Herbst 2009

Süßes aus dem Hartbergerland Mehlspeisen. 2008 wurde auf Initiative der Landwirtschaftskammer Hartberg das Projekt „Süßes aus dem Hartbergerland“ angedacht – eine Gruppe von Bäuerinnen und Hausfrauen aus dem Bezirk Hartberg, die ihre Passion für Süßes teilen, bieten traditio­ nelle frische Mehlspeisen für verschiedene Anlässe und ein umfangreiches Sortiment an. So backen sie z. B. Kleinmehlspeisen und Schnitten mit individueller Sortenauswahl. Alle Grundzutaten (wie Mehl, Honig und Eier) kommen aus der Region. Für die Mehlspeisen wird ausschließlich österreichische Butter verwendet – niemals Margarine. Die Menschen rund um das Projekt „Süßes aus dem Hartbergerland“ backen auch gerne für Sie. Der Preis beträgt 20 Euro pro Kilogramm, die Zustellung ist nach Vereinbarung möglich. Wählen Sie Produkte aus dem Hartbergerland und vermeiden Sie so lange Fahrten und Transporte.

Kontakt: Ingrid Nöhrer Unterdombach 14 8274 Buch bei Hartberg Tel. 0664/435 62 36

Hartberg im Herbst 2009

Dechant Dr. Josef Reisenhofer

Sinnlich und sinnvoll

Z

ahlreiche Sinne hat uns der Herrgott geschenkt. Seh-, Gehör-, Geruchs-, Geschmacks- und Tastsinn ermöglichen viele Wahrnehmungen. Neben den klassischen fünf Sinnen wird bei der Wahrnehmung von übernatürlichen Phänomenen vom sechsten oder siebten Sinn gesprochen. Die aktuelle Marketingstrategie „Hartberg – Stadt der Sinne“ wird gewissermaßen seit gut 850 Jahren im Leben der Pfarrgemeinde verwirklicht. Christliche Glaubenskultur gleichsam als Werbeprospekt und Einladung für ein Menschsein mit allen Sinnen: Sehen Sie die Schönheit der Schöpfung Gottes, die mittelalterlichen Fresken, das lachende oder weinende Gesicht der Mitmenschen. Hören Sie das tröstende Wort, die Klänge der Kirchenmusik, den Hilfeschrei der Leidenden, die Stille des Geheimnisses. Riechen Sie den Duft der Blumen, des Weihrauchs, der Kerzen. Schmecken Sie den Wein der Hoffnung und das Brot der teilenden Liebe. Spüren Sie heilende Berührung durch Salbung, die Tropfen des Weihwassers, die aufgelegte Hand zum Segen oder zum Friedensgruß. Zirka 150.000 Menschen feiern pro Jahr in Hartberg eine bunte, sinnliche, religiö­ se Begegnungs- und Festkultur: von der Advent­k ranzsegnung bis zum Erntedankfest, von der Taufe bis zum Begräbnis. Dabei eröffnet sich der Sinn – ob sechster oder siebter Sinn, ist gleich – für fundamentale Anliegen des Menschen: die Sehnsucht nach einem geglückten Leben, die Fragen nach dem Woher und Wohin des Lebens, eine Hoffnung angesichts von Leid und Tod. Die Pfarre Hartberg möchte als Kirche der Sinne ein Ort der Besinnung sein, ein Weg von der sinn-lichen Wahrnehmung zu einem sinn-vollen Leben.

15


Als Bauer weiß Anton Spörk, wie viel die Natur wert ist.

Landliebe Anton Spörk, ein Hartberger Bauer aus Leidenschaft, arbeitet tagtäglich für die Erhaltung des Guten und Schönen.

B

Text: Gerd Hofer, Foto: Bernhard Bergmann

auer sein anno 2009 – das heißt vor allem, dass man einen sehr weiten Weg gekommen ist, dass man einiges erreicht und gesichert hat und dass freilich viele Aufgaben noch vor einem liegen. So ungefähr spricht Herr Anton Spörk über seinen Berufsstand des Bauern und Landwirts, der vielleicht mehr als jeder andere täglich und ein Leben lang verpflichtet. Unser Mann erzählt ruhig und gemessen, der Lebenserfahrung entsprechend. Der Spörk’sche Hof liegt in Hartberg, also tatsächlich innerhalb der Stadtgrenzen. So was ist selten, „macht aber keinen Unterschied“, sagt Anton Spörk. Da das Anwesen schon ein wenig hügelan liegt, kann man sich die unglaubliche Aussicht ins nahe und ferne Land denken: Man freut sich des reinen Schauens. Auch das Gehöft selbst erweist jedem Gast und Besucher die Ehre durch jene wohlaufgeräumte Atmosphäre, die man so oft um bedachte Menschen findet. Alles ohne Anzeichen von Mühe, und das ist erstaunlich für einen landwirtschaftlichen Betrieb. Begleiten wir also Herrn und Frau Spörk durch den Hof und dessen Geschichte. „Unser Haus geht zurück in die Jahre um 1850, das ist nicht ganz genau zu sagen. Fest steht, dass im Jahre 1909 das Strohdach herunter gekommen ist, diese Jahreszahl sieht man auch hier auf der Stirnseite des Haupthauses stehen. Da hat sich inzwischen natürlich einiges verändert und getan. Zum Beispiel ist hier im Innenhof der Misthaufen verschwunden, der muss nicht mehr wie früher nah am Haus sein. Jetzt steht da stattdessen ein Feigenbaum.“ Ja, und Birnbäume und Äpfelbäume, Bankerln darunter, wenn man denn ein we-

16

Hartberg im Herbst 2009

Hartberg im Herbst 2009

nig verweilen will, Hunde (freundlich-neugierige), Katzen und dem Klang nach eine schöne Schar Singvögel. Wir lassen uns gerne weiterführen vom Ehepaar. „Hier ist der Stall, mit ein paar Kühen und Schweinen, aber die sind mehr für den Eigenbedarf. Dort unten, wo wir jetzt hingehen, haben wir den Hühnerstall – ein paar tausend Hennen sind das schon. Wir produzieren Bioeier. Das heißt, dass jedes Hendl auf die gesamte Fläche gesehen genug Bodenanteil haben muss, um glücklich zu sein. Sie können frei wählen zwischen drinnen und draußen, und sie kriegen nur hochwertiges Futter nach Biostandard.“ So ist die Anlage durchaus modern zu nennen, denn als Laie muss man alles einmal gesehen haben, um eine Vorstellung von Zusammenhängen und Abläufen zu bekommen.

„Hier bei uns gibt es kaum ein Gefälle zwischen Stadt und Land. Die Menschen begegnen sich von gleich zu gleich.“

Was uns Herr Spörk zum Schluss unseres Gesprächs hin noch bezeugt, ist das im Ganzen schöne menschliche Umfeld in Hartberg. Auch er sagt, dass es hier kaum ein Gefälle zwischen Stadt und Land gebe – oder gar keines. Die Menschen begegnen sich von gleich zu gleich. Und freilich, sagt Herr Spörk dann noch, sei der Gedanke von der Città Slow ein richtiger und jetzt komme es halt darauf an, alles so auch zu leben.

17


Hartberger G’sichter . Porträts unserer Persönlichkeiten, Gruppen und Vereine

„Heute bin ich guten Mutes, dass auch die Leute unsere Arbeit und unsere Produkte neu entdecken.“ te weiß ich es für mich besser und bin guten Mutes, dass auch die Leute unsere Arbeit und unsere Produkte neu entdecken. Anzeichen in diese Richtung gibt es.“ Die Bio-Mühle des Roman Posch steht mitten im Ort Hartberg – zwar nicht gerade neben der Kirche, jedoch innerhalb der Ortsschilder und schon ein wenig erhoben über der Stadt. Klar auch, dass ein Bächlein da rauscht, sonst gäbe es ja keine Mühle: Der Brühlbach ist ein künstliches Gerinne, das Wasser vom Ringkogel nach Hartberg leitet. Sechsundzwanzig Personen, sagt Roman Posch, besäßen das Wasserrecht, welches in früherer Zeit einmal von unaussprechlichem Wert war. Weiter oben auf dem Ringkogel gab es sogar eine Knochenmühle, wo man Seife herstellte.

Erstaufführung anlässlich der ClariArte

Helmut Hödl, laut Otto Brusatti „einer der weltbesten Klarinettisten“, spielte seine Komposition „Sing, Sing, Sing“ bei der CariArte-Eröffnung.

Musik. Ein Höhepunkt des Hartberger Kultursommers 2009 war auch heuer die weithin umjubelte ClariArte, die der ganzen Bevölkerung Jazz und klassische Musik näherbrachte. Beginnend mit einem sensationellen Konzert des Wiener Jeunesse Orchester unter der Leitung von Herbert Böck, das mit 85 Musikern das größte Orchester war, das je in Hartberg spielte, wurden zehn Tage voller musikalischer Highlights eröffnet. Helmut Hödl, Mitglied der vienna clarinet connection, nutzte die Eröffnung, um seine Komposition „Sing, Sing, Sing“, nominiert für den Europäischen Kompositionswettbewerb in Berlin, in Österreich zur Erstaufführung zu bringen. Und der tosende Applaus der 600 Besucher gab ihm recht.

Der Geruch des Mehls, der Mahlklang

Roman Posch: ein echter Müller mit Sinn fürs Ursprüngliche.

Müllerslust Roman Poschs Philosophie des Ursprungs: Um vorwärts zu kommen, müssen wir uns zurückwenden in eine Zeit, als kleine Betriebe unser tägliches Brot waren.

D

Text: Gerd Hofer, Foto: Bernhard Bergmann

ie sprichwörtlichen Wanderjahre hatte Roman früh erledigt: „Mit achtzehn war ich fertiger Müller.“ Ausgebildet und zum Meister geadelt, wurde er in Oberösterreich und Linz, was man leicht errät am Dialekt, den er noch heute pflegt: „Es war halt eine prägende Zeit für mich. Außerdem taugen mir die Leute dort.“ Um Roman Posch, Jahrgang 1969, dem Aussehen nach mit Bruce Springsteen verwandt, einen Idealisten zu nennen, braucht

18

es nicht viel Mut: Er liebt den direkten Weg, das offene Wort und bekennt sich zu seiner Vision von einer wieder spannenden Welt voll des gekonnten Handwerks. Dies dem schnell fortschreitenden Müllersterben zum Trotz, oder gerade deshalb: „Wir kleinen Betriebe haben jahrelang uns müde geplagt im Kampf gegen die Großen. Irgendwann haben wir einsehen müssen, dass das sinnlos ist, weil wir uns von unseren wahren Stärken fortlocken ließen. Heu-

Und immer noch drehen sich die Mühl­ räder – aufgrund des Wassermangels heute natürlich stromunterstützt – dank Roman, unserem Kämpfer. Eine Art-Getreidemühle (übersetzt: Kunstmühle) schwebt ihm vor. Mithin: „Die heimischen Schulklassen und Touristen sollen zu mir kommen und was anschauen und angreifen können, sozusagen das Müllerhandwerk live erleben. Das ist doch was: der Geruch des Mehls, der Mahlklang!“ Und umso mehr, als die Originalpläne seiner Mühle auf das Jahr 1926 zurückgehen. Im obersten Stock des Hauses befindet sich wie vor hundert Jahren der Sichter, in welchen das Getreide kommt, dann geht’s einen Stock tiefer, wo sich echte Mühlräder umwälzen. Hier fühlt man das Generationenerbe, denn schon der Großvater Posch war Müller, lange Jahre auf Wanderschaft, immer dem Wasser und Mühlen nachstürzend bis ins tiefe, ferne Bulgarien. „Das verpflichtet“, sagt Roman. Bleibt die Sache mit der Herkunft des Getreides: Denn wie schade sei es, dass man hierzulande sich so ausschließlich auf den Maisanbau kapriziere, wo der Boden durchaus tadellos backfähiges Getreide hergäbe, vor allem Buchweizen, jenen steirischen Bodenschatz, der, zu Heidensterz verarbeitet schon ganze Generationen mit maximaler Power versorgte. Hartberg im Herbst 2009

Hochzeitstauben als Botschafter der Liebe Brauchtum. Symbole prägen von jeher das Leben der Menschen. Heute begegnet man ihnen in allen erdenklichen Bereichen. Als Orientierungshilfen er­ leichtern Sinnbilder den Alltag. Während das Schwein fürs Glück zuständig ist und der Storch für Fruchtbarkeit, ist die weiße Taube seit Jahrtausenden in vielen Kulturen Zeichen für Liebe, Treue und Frieden. Eben dieser Orientierungs­ sinn ist es, der den alten Brauch aus dem Barock wiederaufleben lässt. Tauben orientieren sich bei ihrem Flug zum heimatlichen Schlag an der Sonne, dem Erdmagnetfeld, nach Gehör, Sicht, Geruch und markanten Geländepunkten. Als Überraschungsgeschenk bei einer Hochzeitsfeier werden die Täubchen vom Brautpaar nach der Trauung aus einem Käfig in Freiheit entlassen. Um sich zu orientieren, drehen die bezaubernden Vögel über den Hochzeitsgästen nämlich noch ein paar Runden, ehe sie danach den Weg in ihren heimatlichen Taubenschlag antreten.

Hartberg im Herbst 2009

Die weiße Taube als Zeichen der Liebe.

Hochzeitsflüge mit weißen Täubchen werden vergeben von: Johann Kogler, Schönau 57, 8225 Schönegg bei Pöllau, Tel.: 0664/8451057 Franz Kahr, Unterneuberg 139, 8225 Pöllau, Tel.: 03335/27 71 Bestellungen sollten rechtzeitig bekannt gegeben werden. Bei starkem Regen oder Gewitter können die Tauben nicht eingesetzt werden. Auskünfte über den Kleintierzuchtverein Hartberg und Umgebung bei Obmann Manfred Prasch, Schulgasse 169, 8224 Kaindorf, Tel.: 0664/810 82 64

hiStorischE

HartbergEr Otto Gerlitz Ein Hartberger, der niemals Bürger­meister werden wollte und dann 23 Jahre die Stadt führte. Text: Johann Hofer

v

on Beruf Tierarzt, vollbringt er als erster Nachkriegsbürgermeister (1945 bis 1968) großartige Aufbauleistungen. Bei Eintreffen der Russen am 8. Mai 1945 hat die Stadt etwa siebzig Einwohner. Die Russen verlangen nach einem „Starosta“ (Bürgermeister). Am 10. Mai kehrt Gerlitz vom Amesbauer (heute Berghof Schreiner), wohin seine Familie geflüchtet war, in die Stadt zurück. Hans Fuchs und drei andere Hartberger tragen ihm ihre Bitte vor. Gerlitz: „Was wollt ihr?“ Die vier: „Wir brauchen einen Bürgermeister!“ Gerlitz: „Habts kan Bessern?“ Die vier: „Na!“ Gerlitz: „Dann gehen wir’s halt an!“ Auf Brettern sitzend, hält Gerlitz unter Vorsitz eines russischen Offiziers in der Halle des Rathauses mit sieben provisorisch zu Gemeinderäten ernannten Männern die erste Stitzung ab. Die Zustände in der Stadt sind katastrophal. Die Stadt ist ohne jegliche In­ frastruktur wie Strom, Wasser, Telefon etc. und es herrscht Gesetzlosigkeit. So werden die Wohnungen, Geschäfte und Häuser der vor den Russen Geflüchteten, geplündert. Major a.D. Otto Hammer wird als Russisch-Dolmetscher persönlicher Assistent von Bürgermeister Gerlitz. In diesen ersten Wochen und Monaten vollbringt Gerlitz die wahrscheinlich größte Leistung seiner 23-jährigen Amtszeit. Unter Einsatz unglaublicher persönlicher Energie vermag er das Leben in der Stadt nach und nach wieder in geordnete Bahnen zu bringen.

19


Im Anfang ist der Ort Hartberg und die Welt: gesammelte Einsichten des Herrn Dechants Dr. Josef Reisenhofer, dessen Wort bis in die Karibik reicht. Text: Gerd Hofer, Foto: Bernhard Bergmann

D

20

Hartberg im Herbst 2009

Dechant Dr. Josef Reisenhofer hört genau zu, wenn reden. Hartberg Menschen im Herbst 2009

as kommt so: Wenn Dr. Josef Reisenhofer, Dechant der Gemeinde Hartberg, allsonntags die Kanzel gewinnt, um vor zahlreich versammelter Gemeinde Wort und Geist auszuschütten, ist man per Internet-Livestream auch in der Karibik und in Japan, theoretisch natürlich an jedem Punkt der Erde, mit von der Partie – vor allem in der Weihnacht. Die Einschaltquoten sind begeisternd hoch, alle Achtung, dabei ist dies erst der Anfang. Marketing und Werbung von Seiten der katholischen Kirche laufen langsam an, denn was kann es Besseres geben als weltumspannende Kommunikation im Geist der Seelsorge und zwischenmenschlichen Verantwortung? Dass eine dermaßen beeindruckende Bewegung gerade in Hartberg Anfang und Gestaltung findet, muss man der immer freundlichen Umtriebigkeit des Dechants anrechnen und „der besonderen Offenheit unserer Hartberger Bürger, die die Gemeinde ja ausmachen“, wie er sofort ergänzt. Also der tiefen Tradition des Ortes. Wenig Wunder, dass die Kirche zum Gottesdienst bis auf den letzten Platz gefüllt ist, und damit auch hier im herrlichen Kircheninnern niemand die Feier nur ungenügend mitkriegt, weil zum Beispiel hinter einer Säule vor der Kanzel verborgen, sind im Raum sieben FlatscreenFernseher angebracht, des Dechants Wort und Bild bis in den hintersten Winkel verlängernd. Von Glaubenskrise und Kirchenflucht keine Spur. Dr. Reisenhofer: „Ich höre immer aufs Wort, das mag biblisch klingen, ist aber tatsächlich so in meiner Natur. Ich höre genau

hin, wenn Menschen reden, ich höre genau hin, wenn ich vor Schriften im Allgemeinen und der Heiligen Schrift im Besonderen sitze, denn nur darauf kommt es an, außer­ halb des Zuhörens gibt es kein Lernen, weil da ja gar kein Lernenwollen ist. Nehmt zum Beispiel diesen Begriff Città Slow, mit dem Hartberg gerade geadelt worden ist: Hier vernehme ich den allgemein wachsenden Wunsch nach Entschleunigung, nach vorwärtsweisender Langsamkeit. Auch der Langsame kommt zum Ziel. Heutzutage wird Fortschritt nur zu selbstverständlich mit Selbstzermürbung, Stress und Burn-out bezahlt. Auch bei Pfarrern übrigens, die mit Liturgie, Sterbedienst, Verwaltungsarbeit etc. heillos überlastet sind. In der Summe ist das alles nicht mehr zu schaffen. Daher freue ich mich persönlich sehr über unser Zurück zum wahren gemeinschaftlichen

„Ich vernehme den allgemein wachsenden Wunsch nach Entschleunigung.“ Leben. Stadt der Sinne: ja, sehr schön. So soll es sein. Und wir haben ja alles hier in unserem Hartberger Land, was es braucht – wertvollste kleine Strukturen, die erhalten und gefördert gehören. Man geht wieder zum Bäcker und Bauern, anstatt zum alles verschlingenden Supermarkt. Das fördert die Kommunikation, das Zwischenmenschliche, die Gemeinschaft, so dass wir wieder Vertrauen haben können. Funktionierendes soziales Leben halt.“ Sprach’s und verschwand sofort zum nächsten Termin.

21


G’schäftliches

Neuigkeiten und Berichte rund um die Hartberger Wirtschaft.

RetrolookBrillen: Hand­ arbeit aus Hartberg.

ausg’sproch’n

Vom Außigrasn und Dahoam-Ess’n

Modeschau bei Roth

Hollywood-Stars setzen auf Hartberg Halb Hollywood, darunter Stars wie Hugh Grant, Scarlett Johansson und Eric Clapton, trägt mit dem Brillen-Label Andy Wolf ein Stück Hartberg auf der Nase.

D

as renommierte und im Hartberger Ökopark angesiedelte Brillendesignerduo Katharina Plattner und Wolfgang Scheucher löst mit seinen Retrolook-Brillen international Hysterie aus. Ihre edlen Produkte präsentieren die beiden in Mailand, Paris, New York, Hongkong, Las Vegas und Berlin. Produziert werden nur streng limitierte Auflagen von maximal 500 Stück. Die Kollektionen setzen nicht nur zeitlos modische Akzente, sondern auch ein Statement: Die aufwändig gearbeiteten Brillen stammen ausschließlich aus der Hartberger Manufaktur. „Wir haben kein Interesse daran, unsere Produktion beispielsweise nach Asien auszulagern, um billiger fertigen zu können. Jede unserer Brillen ist einzigartiges Handwerk, zu hundert Prozent in Österreich hergestellt, mit einer Verarbeitung, die bei der üblichen Massenproduktion gar nicht möglich ist“, so Katharina Plattner, geschäftsführende Gesellschafterin des Unternehmens.

22

„Gerade in Zeiten der Weltwirtschaftskrise ist es uns ein Anliegen, zu vermitteln, dass wir Arbeitsplätze in Österreich sichern und weitere schaffen wollen. Obwohl global verkauft wird, bleibt die Wertschöpfung zu hundert Prozent in Österreich“, sagt Katharina Plattner mit Stolz. 26 Mitarbeiter sind bereits für das Duo tätig, wobei Katharina Plattner für den kreativen Bereich und Wolfgang Scheucher für die Vermarktung zuständig ist. Bis jetzt entwarf die Designerin, die meint, dass „ohne unseren Standort Hartberg die Kollektion nicht annähernd so kreativ wäre“, nur Unisex-Modelle. Am 9. September 2009 wurden die ersten reinen Damen- und Sonnenbrillen-Kollektionen beim Optiker Achatz in Hartberg der internationalen Presse präsentiert. Dem unverwechselbaren Stil der sechziger Jahre und Hartberg wird das Duo weiterhin treu bleiben. Nähere Infos unter www.andy-wolf.at

Jede Freizeiteinrichtung, jeder Radweg, jeder gepflanzte Baum etc. hängt davon ab, wie viel Geld bei uns ausgegeben wird.

Herbstlich. Bei der diesjährigen Herbstmodeschau, die am Freitag, dem 25. September, um 19 Uhr, Die neuesten Trends der in den Geschäftsräumen des MoHerbst/Winter-Saison werden präsentiert. dehauses Roth stattfindet, werden die neuesten Trends der Herbst/ Winter-Saison präsentiert. Viele neue Marken wurden für diesen Anlass ins Sortiment aufgenommen. So finden die Damen künftig die Marken Airfield, Opus und Olsen. Und auch die Männer werden nicht zu kurz kommen. So wird zum Beispiel für den „jüngeren Mann“ ab sofort die renommierte Marke Boss Orange angeboten. Als Models der Modeschau werden Kunden und Mitarbeiter des Modehauses Roth fungieren; und Young Fashion vom R2 Shop ist natürlich auch mit dabei! Herbstmodeschau, 25. September, 19 Uhr, Modehaus Roth – nähere Infos unter www.moderoth.at

Toni Pristupnik weiß, was Frauen wollen.

Sexy in the City Exklusiv. Die neue Boutique „Rocco“ in der Michaeligasse 10 bietet extravagante italienische Mode zu moderaten Preisen. Geschäftsführer Toni Pristupnik, ein geborener Wiener, der in der Steiermark aufgewachsen ist, beschreibt seine Outfits als exklusiv, sexy und individuell. Bei ihm zählt nicht die Marke, sondern das Design, er bezieht seine Bekleidungsteile direkt aus Italien und wählt die Kollektionen selbst aus: „Das ist der Grund, warum ich zu günstigen Preisen ausgefallene Mode anbieten und mich vom ‚Mainstream‘ abheben kann, meint der neue Boutiquenbesitzer. Rocco, Michaeligasse 10, 8230 Hartberg Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 9 bis 19 Uhr

Hasen im „Stonewall“ Hartbergs Next Topmodels.

Fashion für Kids zum Schulbeginn Trendig. Man möchte am liebsten selbst noch mal Kind sein, wenn man das Geschäft „Future One“ in der Fußgängerzone in Hartberg betritt. Einfach entzückend die kleinen Baby-Outfits, Strampler in allen Farbvariationen, modische Zweiteiler – die Auswahl ist riesig. Für Teenager bis Größe 164 gibt es Trendiges von Esprit, MEXX, S.Oliver, Tom Tailor. Eine freundliche Beratung und immer wieder neue Kollektionen sorgen dafür, dass sich auch die „Nachwuchsmodels“ wohlfühlen. Future One, Wiener Straße 9, 8230 Hartberg Öffnungszeiten: Mo bis Fr von 8.30 bis 18, Sa von 8.30 bis 17 Uhr

Hartberg im Herbst 2009

v

ielen Lesern wird „Außigrasn“ vielleicht nichts sagen – gestandenen Hartbergern mag gerade in diesem Moment ein Schmunzeln über die Lippen gehen. Denn „Außigrasn“, ein oststeirisches Umgangswort, heißt nichts anderes als Fremdgehen. Und mit dem Fremdgehen ist das so eine Sache. Man muss höllisch aufpassen, dass Mann oder Frau dabei nicht erwischt wird. Wird man doch, dann gnade Gott … oder so ähnlich.

Fair. „Stonewall“ nennt sich die neue Café – Bar – Gelateria in der Fußgängerzone und ist der Treffpunkt für alle „Hasen“. Nicht nur die Innenausstattung ist ausgefallen, auch der Kaffee ist einmalig. „I O“ ist ein besonderer Fair-Trade-Hochlandkaffee aus Zentralamerika und Brasilien mit nussbrauner Crema und mildem Aroma. Das hausgemachte Eis stammt von Markus Zlatnik, dem Vorbesitzer der Gelateria Tropicale. Die neuen Geschäftsführer von „Stonewall“, René Hofer und Heimo Lampel, führen auch das „Skyline“ im Stibor Center.

Meister Lampe trinkt auch gerne fairen Kaffee.

Stonewall – Café · Bar · Gelateria, Wiener Straße 9, 8230 Hartberg, Öffnungszeiten: Mo bis Do von 10.30 bis 22, Fr bis Sa ab 9, So ab 14 bis 22 Uhr www.stonewall.at

Hartberg im Herbst 2009

Arbeitsplätze werden durch Investieren in die Hartberger Wirtschaft erhalten.

Nicht viel anders verhält es sich mit dem wirtschaftlichen Außigrasn. Kaufen wir nämlich alle unbekümmert in benachbarten oder entfernten Einkaufszentren unsere Konsum- oder Gebrauchsgüter, dann leeren wir zwar auch unsere Geldbörsen, die Wertschöpfung in unserer Heimatstadt geht aber verloren. Und das, obwohl zu Hause wunderschöne Geschäfte und Handwerksbetriebe mit kompetenten und freundlichen MitarbeiterInnen unsere Wünsche und Bedürfnisse genauso gut, wenn nicht besser erfüllen können. Denn eines muss uns klar sein: Nur wenn wir unsere Euro in die Hartberger Wirtschaft investieren, werden wir selbst profitieren. Sei es durch die Sicherung des eigenen Arbeitsplatzes oder die Erhaltung des sozialen Standards. Deshalb meine Empfehlung: Den Gusto mögen Sie sich vielleicht auswärts holen, gegessen werden sollte aber daheim. Nur dann werden wir alle davon profitieren!

23


Die Familie Freitag genießt das Sein auf eine ganz natürliche Art und Weise.

Die fantastischen Fünf Preise für das Land? Città Slow? Stadt der Sinne? Schön und gut, aber wir sollten dabei eines nicht vergessen: Die Menschen formen das Land. Zum Beispiel die Familie Freitag, hier stellvertretend für alle Familien porträtiert, die den Lebenskreis erhalten. Text: Gerd Hofer, Foto: Bernhard Bergmann

S

elten ist irgendwelchem Idyll zu trauen, da es ja naturgemäß dar­auf gründet, die Wirklichkeit scharf auszublenden. Und je holder der Traum von Harmonie und schöner Welt, desto hervorragender das Verdrängende. Kann es da Ausnahmen geben? Wir besuchen die Freitags, das heißt: Ewald Freitag, Bankangestellter, seine Frau Andrea, Betreiberin eines Schönheitsinstituts (im eigenen Hause), sodann die jungen Damen Lilli und Emma (der Familie Sonnenschein) und Ganz-klein-Aron (der zweite Mann der Familie). Hoch über Hartberg wie ein Raubvogelhorst befindet sich der Familiensitz, ein großzügiges Einfamilienhaus, modern aus der Landschaft ragend, umgeben von einem sehenswerten Garten. Wie soll man die Natürlichkeit, die um diese Familie spürbar ist, beschreiben und in ein Bild fassen? Vielleicht so: Man geht und wirkt, sobald zu Hause, barfuß, von der Mutter an bis runter zu Aron (der sowieso, weil gerade ein Jahr alt). Die Blumenpracht rundum ist augenfällig, ohne dass sich irgendeine Spur von bürgerlichem Bemühen zeigt. Es ist, als ob in solcher ausgelassenen Atmosphäre alles um des Gedeihens und Blühens willen blüht und gedeiht. Diesem organischen Entfalten des Lebens bis in die letzten Bereiche entspricht die Selbstverständlichkeit der Familie: „Warum werden gerade wir porträtiert?“, fragt Ewald Freitag, ein entspannter und charmanter Gastgeber, „Was ist so besonders an uns?“

24

Hartberg im Herbst 2009

Hartberg im Herbst 2009

Natürlichkeit bekränzt und feiert sich nicht selbst. So müssen wir denn auch nicht groß ausführen, dass die Freitags lokale und regionale Lebens- und Arbeitsqualität schätzen, denn solcherart ist ja ihr Alltag, dass in schönem Kreisschluss alles ineinanderläuft und zusammenwirkt. Ewald und Andrea: „Es ist leicht, bei uns die heimische Produktion zu unterstützen, denn wir haben ja das Beste von allem direkt vor der Haustür. Und wie wir fühlen längst schon die meisten Hartberger, wir wissen, wie wichtig es ist, das Geld bei uns

„Wir haben ja das Beste von allem direkt vor der Haustür.“ daheim auszugeben. So kommt jeder ausgegebene Euro direkt unseren Menschen, das heißt uns selbst, zugute. Das sichert dann wieder die Arbeitsplätze in unserer Gegend. Aber wie gesagt: Das ist gar keine Kunst, so zu handeln, es entspricht ganz einfach der Lebensweise, die wir sowieso wollen und schätzen.“ Klar, dass auch die Freitags den CittàSlow-Slogan und die damit verbundene Auszeichnung der Stadt vor anderen für toll befinden, allerdings hat das nichts Heimattümlerisches an sich, nichts weniger als das, man steht ganz einfach ganz natürlich im Leben mit allen seinen Wechselfällen, und Preise und Medaillen mögen da kommen und gehen, wie sie wollen.

25


t Was war & was koenmm in Hartberg. Ein Rückblick und eine Vorschau auf Veranstaltung

Es war der größte Sommerevent in Hartberg und dadurch eine ausgezeichnete Werbung für die Stadt.

Hartberg baggert wie verrückt Als die Altstadt vor tosendem Applaus und Jubelrufen erzitterte, war allen klar, was los ist: Der Centercourt am Hauptplatz der oststeirischen Bezirkshauptstadt wurde wieder einmal zum Mittelpunkt der Beach Days.

F

ür vier Tage wurde nun schon zum sechsten Mal Hartberg zur Volleyballmetropole der Steiermark und zum Anziehungspunkt für tausende Fans, HobbyvolleyballerInnen und international bekannte Profis. „Den Spielern nach sind die Beach Days bei uns in Hartberg der beste A-Cup, die sogenannte ARGE-Trophy erfreut sich sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den Zuschauern größter Beliebtheit! Immerhin sind sogar Profis aus Brasilien extra zu den Beach Days 09 angereist“, erklärt sich – und uns – Mag. Josef Haring den großen Erfolg des Profi- und Hobbybewerbs, der wieder rund 5000 begeisterte Fans auf den Haupt-

26

platz gelockt hat. Kein Wunder, für diesen Erfolg wurde schließlich hart gearbeitet: praktisch der gesamte TSV Hartberg Volleyball war irgendwo im Einsatz: Ob an Gastrobrätern und Barelementen, am Mikrofon oder um die Plätze nach den einzelnen Spielen wieder abzuziehen – überall war diese Hundertschaft von Mitgliedern im Dienst um den reibungslosen Ablauf zu garantieren. „Es ist ein sehr gutes Konzept, und die Stadt trägt es voll mit. Und durch den hohen Bekanntheitsgrad des Turniers sind die Beach Days für die Stadt, ihre Gastronomen und Hoteliers zu einem wirtschaftlich nachhaltigen Ereignis geworden. Es ist

der größte Sommerevent in Hartberg und dadurch eine ausgezeichnete Werbung für die Stadt“, freut sich auch Turniermanager Markus Gaugl über den großen Anklang bei Spielern und Publikum. Was aus dem Wunsch nach einer Großveranstaltung im Sommer entstand, ist nun eines der prestigeträchtigsten Ereignisse in Hartberg. Den Grund dafür sieht Josef Haring neben dem gewaltigen Einsatz des ganzen Vereins und der Stadt hauptsächlich darin, dass bei den Beach Days die ganze Bevölkerung eingebunden wird, denn in der ARGE-Trophy beziehungsweise im ebenso beliebten wie legendären „Fasslbewerb“ können alle spielen – und das tun sie auch, vom Schüler über die Tierärztin bis hin zum Volleyballtrainer. Teilnehmende aus der Steiermark, den umliegenden Bundesländern und Europa, ja sogar Profispielerinnen aus Brasilien fanden den Weg nach Hartberg. „Das Niveau des Bewerbs steigt jährlich – bei den Profis, aber vor allem in den beiden Hobbybewerben!“, stellt Haring achtungsvoll fest und freut sich, dass die Veranstaltung, an deren Gründung und Organisation sein Verein so maßgeblich beteiligt war und ist, einen richtigen Volleyballboom in Hartberg ausgelöst hat, denn auch abseits der Beach Days sind die sechs Sidecourts neben der Stadtwerke-Hartberg-Halle häufig völlig ausgebucht. Und im abschließenden Dank an alle, die mitgeholfen haben, schwingt auch schon eine leise Bitte mit: „Wenn wir wieder so viel Unterstützung erhalten, steht den Beach Days 2010 nichts mehr im Weg!“ Hartberg im Herbst 2009

Junge Volksmusik aus ganz Europa

Tschechow einmal anders

Kunst und Krempel

The Perfect Styrian Sound Ramblaz (kurz: PSSRazfolkorkestar) sind neun junge MusikantInnen, die Volksmusik aus ganz Europa spielen. Sie fiddeln, tröten, rocken, jodeln und singen; die größte Freude ist es für sie, wenn getanzt und mitgesungen wird. Folk ’n’ roll, Jodlreggae oder Landlerblues – jeder Ton ist ein Geschenk.

Die Berliner Trio-Formation schindelkilliusdutschke entkernt Tschechows bekanntes Drama „Drei Schwestern“ und füllt es mit den tragi­ komischen Erfahrungen aus ihren eigenen Biografien und aus denen ihrer insgesamt zwölf Schwestern. Wahres Leben trifft auf Märchen und Dichtung.

Bereits zum dritten Mal findet der Hartberger Flohmarkt am Hauptplatz statt. Schnäppchenjäger finden mit ein bisschen Glück sicher auch diesmal Interessantes aus vergangenen Tagen.

Donnerstag,15. Oktober 2009, 19.30 Uhr Sparkassen-Rittersaal, Schloss Hartberg

Donnerstag, 8. Oktober 2009, 19.30 Uhr Stadtwerke-Hartberg-Halle

Infos unter: 0664/110 19 14 Samstag, 19. September 2009 von 7 bis 13 Uhr

Wunderbare Kinder Über tausend Kinder aus der ganzen Steiermark verbrachten eine aufregende Woche beim Kinderfest Miraculum.

e

600 Jungschar-Betreuer­Innen organisierten rund 200 Workshops für die Jugend.

Hartberg im Herbst 2009

s war alles voll lustig und echt super!“ Nicht nur Katharina, Eva und Anna aus Knittelfeld waren sich am letzten Tag des Kinderfestivals MIRACULUM, das die Katholische Jungschar Steiermark im Juli in Hartberg veranstaltet hat, einig, dass dieses Erlebnis großartig und unvergesslich war. Die Hauptattraktion der fünf Erlebniswelten mit ihren über 200 Workshops war die Wasserwelt, in der vor allem das Modell des Toten Meeres – 18.000 Liter Wasser und zwei Tonnen Salz in einem Pool – beeindruckte. Doch die Wasserwelt war nicht das einzige Highlight des Festivals: Die tausend Jungscharkinder von acht bis fünfzehn Jahren konnten außerdem eine Lehmhütte errichten, unzählige Experimente ausprobieren, sich von der Ringwarte „abseilen“, ein Schiff nachbauen und den 20.000 Quadratmeter großen „Abenteuerspielplatz“ erkunden.

Die Veranstalter – allen voran der organisatorische Leiter des Projekts, Mag. Wolfgang Jöri – zeigten sich glücklich über den großen Erfolg. „Ich bin beeindruckt von dieser Kreativität und Begeisterung!“, so Jöri. Für den Erfolg unerlässlich waren auf jeden Fall auch die 600 BetreuerInnen und Begleitpersonen, die 55.000 Arbeitsstunden in das Großprojekt MIRACULUM gesteckt hatten, um den Kindern und Jugendlichen neben Glaube und Religion auch Spaß und Gemeinschaft zu vermitteln. Das wohl beste Zeugnis für das MIRACULUM-Festival stellten aber die Kinder selbst aus. „Natürlich würden wir noch einmal herkommen!“, versichern die drei Knittelfelderinnen und fügen lachend noch rasch hinzu: „Aber nur, wenn es statt Luftmatratzen richtige Betten gibt!“

27


t Was war & was koenmm in Hartberg. Ein Rückblick und eine Vorschau auf Veranstaltung

Winzerfest Am 4. Oktober stehen der Wein und die Produkte der Bauern auf dem Podest: beim Winzerfest, das spirituell beginnt und rauschend endet.

Die Messe bei der Ringwarte ist jedes Jahr der krönende Abschluss der Wanderung.

Stern­ wanderung Es ist die Atmosphäre und die beeindruckende Aussicht von der Ringwarte, welche die Sternwanderung auf den Ringkogel zu einem besonderen Erlebnis machen.

A

S

chon zum 15. Mal treffen sich an den drei Orten am Fuße des archaischen Aussichtsberges um 9.00 Uhr Jung und Alt und marschieren bis zum höchsten Punkt der Erhebung. Dort lädt Dechant Dr. Josef Reisenhofer mitten in der Natur zur Sonntagsmesse und gestaltet mit dem Hartberger Bläserquartett einen stimmungsvollen Gottesdienst. Im Anschluss findet wie

im Vorjahr auch heuer wieder eine Pferdesegnung statt. Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt! Für die musikalische Unterhaltung sorgt das legendäre „Ringkogl Trio“. Sternwanderung Sonntag, 20. September um 9 Uhr Ausgangspunkt: Hartberg Hauptplatz, Penzendorf und Schildbach, jeweils Dorfplatz

m ersten Sonntag des Oktobers, nach dem Erntedankfest auf dem Hauptplatz, strömt ausnahmsweise ein weinener Fluss durch die Hartberger Fußgängerzone. Elf Winzer aus der Stadt und ihrer nahen Umgebung bringen ihre Weine in die Stadt, was heuer wieder an die 5000 Besucher freuen wird. Weine übrigens, auf die die Fachwelt mit steigendem Interesse blickt. Finalränge, Auszeichnungen und Medaillen bei Verkostungen und Challenges zeugen davon. Das kommt nicht von ungefähr. Aus der Perspektive der Menge dominiert der Welschriesling im Hartberger Gebiet. Freilich, einig sind sich die Winzer, dass bei den Burgundersorten Hervorragendes zu schaffen ist. Neben den dargebotenen Weißweinen von 2008, mitunter älteren Rotweinen und dem heuri-

gen Sturm kümmern sich der Fleischhauer Robert Buchberger (mehrfacher Sieger der „Wurst-WM“) und der Flattendorfer Bauer Siegfried Koch um die qualitätsvolle feststoffliche Versorgung der Gäste. Für musikalische Unterhaltung sorgen „Die Steirischen Aufgeiger“, „Wia da Wöll“, „Die Roanhupfer“, „Pöllauberger 4Kant“ und „Jung und Alt“. Eltern sollen ihre Kinder getrost mitnehmen: Strohhupfburgen, Kürbisschnitzen, das Erraten von Weintraubensorten und vieles mehr halten die Jungen bei Laune. Das Winzerfest als runde Sache, die der Gast, so wünschen es sich die Winzer, mit dem Eindruck verlassen soll: „Die Burschen, die können was!“ Winzerfest, 4. Oktober, 10 Uhr Erntedankgottesdienst der Pfarre Hartberg, danach Winzerfest

Die prämierten Weine der Hartberger Winzer und die regionalen Köstlichkeiten stehen im Vordergrund.


Aufstieg einer Sängerin Zu Besuch bei Nina Bernsteiner, Opernsängerin: was sie zu sagen hat über klangvolle Städte, frühe Geigen und die Hartberger Heimat. Text: Gerd Hofer, Foto: Bernhard Bergmann

D

30

Hartberg im Herbst 2009

Opernsängerin Nina Bernsteiner fühlt sich hier zu Hause. Hartberg im Herbst 2009

ass die Bernsteiner in der Ferne (Frankfurt) der Heimat (Hartberg) immer näher kommt mit den Jahren, verdankt sich ihrer Wertschätzung für alles Echte, denn „hier hat ja alles angefangen“. Nämlich vor siebenundzwanzig Jahren hat hier alles angefangen. Tochter von Eltern, die selbst nie Musik schufen, jedoch allem Kreativen im Kinde aufgeschlossen waren und es nach Kräften förderten. So hatte Klein Nina mit dreieinhalb Jahren ihre erste Geige in Händen, dann auch Farben und Pinsel, und wie nur Kinder es vermögen, begann sie spielerisch jenen Geschmack am Lernen auszubilden, der heute noch die international Gefeierte mit Leidenschaft bei der Sache hält. Heute darf sich Frau Bernsteiner Mitglied der Oper Frankfurt nennen. Von solch einer Anstellung träumen viele ein Leben lang vergebens, dabei ist Nina noch jung – die Bernsteiner: „Als Sopranistin bin ich derzeit für Mozart gebucht, super, da Mozart junge Stimmen bildet. Lirico-spinto ist die Bezeichnung für mein Stimmfach, also jugendlichdramatisch. Bevorzugt sind die Pamina oder auch die Donna Anna in ‚Don Giovanni.‘“ Wir wollen Frau Bernsteiners eigene Aussagen ergänzen um folgende Komponisten: Bernstein, Poulenc, Grieg, Humperdinck, Weill, Händel, Spohr und Schulhoff. Auch die Zusammenarbeit mit Gesangsgrößen wie Christa Ludwig muss nicht verschwiegen werden. Indessen reift Ninas Stimme erst langsam ins Fach, in welchem zu brillieren gro-

ßen Dirigenten zufolge sie alle Eigenschaften besitzt: Richard Wagner und Richard Strauss. Das wird ungefähr mit 35 sein. Auffallend all dem gegenüber ist die Heimatverbundenheit der Sängerin: Hartberg ist für Nina bei allem Glücksversprechen der wahre Resonanzboden für ihre so sehr im Steigen begriffene Karriere geblieben. Diese entwickelt sich in konzentrischen Kreisen aus diesem Kraftzentrum heraus: Von Hartberg ging’s und geht’s nach Frankfurt und Kassel, nach Amsterdam und Zürich, nach Wien und London, Südkorea und China. Und immer zurück in die Heimat. Hier ist nach wie vor ihr gefühlter Lebensmittelpunkt. Hier erinnert sie sich der frühen Geigenstunden bei Frau Hermine Pack, bevor es sie dann nach Graz und in der Folge nach Wien führte.

„Ich liebe dieses Land und bekräftige meine Zuneigung, indem ich hier auftrete.“ „Ich liebe dieses Land und bekräftige meine Zuneigung, indem ich hier auftrete. Das ist meine Art, der Stadt zurückzugeben, was sie mir gab. Junge Talente gibt es überall, dass aber eine Stadt kulturelle, wirtschaftliche und sportliche Interessen fördert, ist nicht selbstverständlich“. Sprach’s und begab sich ins Auto, um nach Frankfurt zurückzureisen, der konzentrischen Ausdehnung ihres Lebens folgend, an deren äußeren Kreispunkten all die Häuser stehen, wo der Jubel wohnt.

31


Stadtnachrichtenrg. Wichtige Informationen der Stadtgemeinde Hartbe

U20

Kinderhort geht auf Entdeckungsreise Schuljahr 2009/10. Doris Kerschbaum, Leiterin des Kinderhorts in der Gartengasse, und die Kindergartenpädagogin Karin Hirschböck gehen mit ihren Kindern im kommenden Schuljahr auf Entdeckungs­reise unter Einbeziehung aller Sinne, ganz nach dem Konfuzius-Motto: „Erkläre es mir, und ich werde es vergessen, zeige es mir, und ich werde mich erinnern. Lass es mich selber tun, und ich werde es verstehen und verinnerlichen.“ „Wir werden mit den Kindern Projektschwerpunkttage abhalten, um mit allen Sinnen Neues zu entdecken, und selbstverständliche Dinge, wie Naturschutz und soziales Empfinden wieder ins Bewusstsein rücken und erforschen“, sagt die Leiterin des engagierten Kinderhort-Teams. Zur Stärkung des Identitätsbewusstseins der Kinder sind Ausgänge und Erkundungen der Heimatstadt und der näheren Umgebung geplant. So stehen z. B. Besuche bei der Gemeinde, Feuerwehr, Polizei, bei Handwerkern und Handelsbetrieben sowie am Bauernhof am Programm.

Sebastian Gölly ist Schüler des Gymnasiums Hartberg.

Elektroscooter-Förderung Umweltschutz. Für die Hartberger Bürgerinnen und Bürger besteht seit kurzem die Möglichkeit, sich von der Stadtgemeinde und den Stadtwerken den Kauf eines umweltfreundlichen E-Scooters mit bis zu 650 Euro fördern zu lassen. Der verstärkte Einsatz von E-Scootern ist Teil des Hartberger Maßnahmenpakets zur Reduktion von Emissionen im Verkehrsbereich und zur Erfüllung der umweltpolitischen Verpflichtung Österreichs. Antragsformulare für die Förderungen liegen im Rathaus beim Bürgerservice auf. Nähere Auskünfte bei Herrn Ing. Helmut Ritter, Tel. 03332/622 50-153.

Keine Angst mehr vor dem großen Regen.

Diesseits/Jenseits – Kultur des Abschieds

Hochwasserschutz vor Fertigstellung Fünf Millionen Euro wurden in den vergangenen Jahren zum Schutz der Hartberger Bevölkerung in das Hochwasserentlastungsgerinne investiert.

I

m gesamten Bundesgebiet kam es in diesem Sommer zu massiven Überflutungen. Es waren dramatische Bilder, die uns die Medien lieferten. So mussten wir beispielsweise mit ansehen, wie die Keller unserer Nachbarn in Güssing und Feldbach unter Wasser standen. Im Jahr 1999 blieb auch Hartberg von Überschwemmungen nicht verschont. Die Stadt begann daraufhin sofort mit umfangreichen Planungsmaßnahmen zur Erneu­ erung des Hochwasserschutzes. Seit dem Jahr 2002 hat die Stadt Hartberg gemeinsam mit dem Land Steiermark und dem Bund rund fünf Millionen Euro in die Erneuerung des Hochwasserschutzes investiert. Das MinibachTeilprojekt steht kurz vor seiner Fertigstellung. Aufgrund der ge-

32

neralstabsmäßigen Bauplanung und trotz immer wieder auftretender und nicht vorhersehbarer „Überraschungen“ (so wurden in der Wiener Straße die Überreste einer Tankstelle gefunden, die ausgebaggert und entsorgt werden mussten) sind die Straßen rechtzeitig zu Schulbeginn wieder befahrbar. Gleichzeitig mit dem Hochwasserschutz wurde die gesamte Infrastruktur (Strom, Wasserversorgung, teilweise Kanal) erneuert. Neben dem neu entstandenen Post-Kreisverkehr wurden beim „Blödorn“-Parkplatz zusätzliche Parkmöglichkeiten für die Hartberger Wirtschaft geschaffen. Die endgültige Fertigstellung des gesamten Bauloses inklusive der großzügigen Grünraumgestaltung erfolgt planmäßig Mitte Oktober.

Dajana und Lea haben schon gepackt.

Neu- und Umbau in Sankt Martin Schulstadt. Hartberg hat bei einer vom Land Steiermark in Auftrag gegebenen Qualitätsstudie von Schulstandorten einmal mehr den ersten Platz errungen. Damit war der Weg frei für den Neu- und Umbau der Hauswirtschaftsschule Sankt Martin. Den neuen Hauswirtschaftsschülerinnen und -schülern werden nach Baufertigstellung rund 1500 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Dadurch kann – neben den derzeitigen ein- bis zweijährigen Lehrgängen – künftig auch die dreijährige Hauswirtschaftsschule angeboten werden. Die Stadt investiert in dieses Schulbauprojekt insgesamt 2,3 Millionen Euro, die sie im Rahmen eines 15-jährigen Mietvertrages seitens des Landes zurückerstattet bekommt.

Hartberg im Herbst 2009

Thema Tod. Die derzeitige Sonderausstellung im Museum Hartberg thematisiert die Bereiche Sterben, Tod, Trauer und Erinnerung. Am Beginn der Schau steht der Tod, wie er uns im Alltag begegnet. Der Tod als knöchriger Werbeträger, der durchaus humorvoll gesehen werden kann, begegnet dem Besucher z. B. auf Gebrauchsgegenständen. Täglich werden wir über Medien mit Fiktionen vom Sterben konfrontiert, doch auch in unserem realen Leben müssen wir uns mit Sterbe­ begleitung, Verlust und Trauerbewältigung auseinandersetzen. Dass dies keine zeitgenössische Erscheinung ist, zeigt die Geschichte. Verschiedene Bestattungsformen und Riten aus unterschiedlichen Epochen, Religionen und Kulturkreisen untermauern das. Wie das Leben, so verändert sich auch die Ausstellung in den kommenden Monaten weiter. So werden ab Mitte September neue Schaustücke aus dem Bestattungsmuseum Wien in die bereits bestehende Ausstellung einfließen. Im Oktober werden kreative Schülerarbeiten zum Thema „Diesseits /Jenseits“ in die Sonderschau integriert. Mit einem „2 for 1 Ticket“ können Sie im September das Museum mit einer zweiten Person zum Preis für eine Eintrittskarte besuchen.

Hartberg im Herbst 2009

Erstaunliche Ausstellungsstücke zum Thema „Abschied und Tod“.

Tipp: Lange Nacht der Museen 3. Oktober, 18 bis 22 Uhr Schauen Sie bei der langen Nacht der Museen vorbei, der Eintritt ist frei! Öffnungszeiten: Mi bis So von 16 bis 20 Uhr. Nähere Infos unter www.hartberg.at

Kultur statt Sauftour

k

omasaufen“, Ladendiebstahl und Drogenexzesse – dies ist das Bild, das die Medien leider viel zu häufig von der „heutigen Jugend“ zeichnen. Unglücklicherweise wird dabei auch oft darauf verzichtet, zwischen den Jugendlichen zu differenzieren, und so passiert es nicht selten, dass man vom „furchtbaren Zustand der Jugend“ hören oder lesen muss, weil Einzelne aus der Rolle fallen. Aus diesem Grund ist jede positive Schlagzeile natürlich eine große Freude – besonders wenn diese auch noch mit einer gewissen kulturellen Komponente verknüpft ist. Eine solche Headline konnte man kürzlich über den Berichten zur „Literaturwerkstatt“ finden. Diese gab nämlich jungen Autorinnen und Autoren die Möglichkeit, ihr Talent zu erkennen und ihre Fähigkeiten weiter auszubauen. Die notwendige Unterstützung dafür bekamen die Teilnehmenden von Autor Georg Petz und Johannes Brodowski, der schon seit vielen Jahren Jugendliche auf dem Weg zum literarischen Erfolg begleitet. Und ebendieser Erfolg stellte sich jetzt schon ein: Die Werke, die zum Abschluss präsentiert wurden, zeugten von einigem Potential, und auch der Spaß der Jungautorinnen und -autoren während des Projekts schien nicht zu kurz gekommen zu sein. Derartige Programme und Veranstaltungen sind möglicherweise die einzige Möglichkeit für uns, „die Jugend“, unser angeschlagenes Image aufzuwerten, und dementsprechend groß muss die Anerkennung für jene sein, die als Teilnehmer oder Veranstalter zeigen, dass Jugendliche auch heute noch – oder vielleicht gerade heute? – wesentlich mehr zu bieten haben, als Pillen zu schlucken und Cocktails zu schlürfen!

33


Gewinnspiel

Herbstgewinnspiel & Gartenfotowettbewerb schme guat!ckt

schmeckt guat!

kling guat! t scha guat auut s!

riacht gu fühlt si’ at! guat an!

s guacthaaut us!

Samm in Ha eln, Aufk r tber g, der leben und G Stadt der S ewinnen inne! Sie

Und so Sy mbo geht`s: In allen Har tb ab 10 l in den A us ,- E er beisam uro eine lagen oder ger Betri n eb Sie di men habe Auf kleber an der K as en, in de nen Si n, ese in sa se m hen, e das die, eb füllen Sie it einem erha neue der di enfall „Stadt s in de e Gew innk fünf Sinn lten Sie be der e. n Ges i ar Die Ve chäf te te bitte vo Wenn Sie einem Ein Sinne“ rlosung alle ih fin des Ha kauf n steh llstän rtberger det am Fre re fü en di g de ita möglich au nf Christki n, Sa g, 27. 11 . mmel s. Dann w Sinne . 2009 Im Falle Der Gewinn ndlmarktes, boxe erfen am Ha , um 18 Uh er wird n. Ihres Ge up r, sch lic

fühlt si’ guat an!

Sammel

n Sie Ihre

fünf Sinn … und gew e… Einkaufsg innen Sie einen von fünf uts E-Scooter SinnEin e Initiativecheine im Gesam e… n sowie twe der Hartb … und gewinnen Sie erger Wi rt von 11.111,- Eu Hartberger einen von fünf E-Scoo rtschaft! ro. tern sowie Hartberger Einkaufsgutschein e im Gesamtwert von 11.111,- Euro. Eine Initiative der Hartbe rger Wirtschaft! Sammeln Sie Ihre fünf

Sammeln Sie Ihre fünf Sinne …

… und gewinnen Sie einen von fünf E-Scootern sowie Hartberger Einkaufsgutscheine im Gesamtwert von 11.111,- Euro. Eine Initiative der Hartberger Wirtschaft!

im Ansch tplatz, hung Ihr winnes riftlic Stadtge es Fotos. Di erhält die St h verständig statt. Eine Ab luss der Erö t. löse in ffnung e meind e Hartb Daten werde adtgemeinde Der Rechtsw bar ist eg nic erg genu Ha n bis au f Wide rtberg die Re ist ausgeschlos ht tzt. rruf fü r Infor chte zur Verö sen. mations ffe zwecke ntStraße/H der ausnu Name

mmer

PLZ/O

rt

E-Mail

Sammeln Sie Ihre fünf Sinne

Telefon

Weiter e

Infos au f:

www.

hartber g.at

l l a b a r u t Ma A uf zum

ider Weiße Ballkle exklusiv nur erhältlich in erg! b t r a H & h c Feldba

Sammeln, aufkleben – und gewinnen Sie in Hartberg, der Stadt der Sinne, Preise im Wert von 11.111 Euro. Und so geht’s: In allen Hartberger Betrieben, in denen Sie das neue „Stadt der Sinne“-Symbol in den Auslagen oder an der Kassa sehen, erhalten Sie bei einem Einkauf ab zehn Euro einen Aufkleber mit einem der fünf Sinne. Wenn Sie alle Ihre fünf Sinne beisammen­ haben, füllen Sie die Gewinnkarte bitte vollständig aus. Dann werfen Sie diese in die ebenfalls in den Geschäften stehenden Sammelboxen. Start des Gewinnspiels ist der 2.10.2009. Die Verlosung findet am Freitag, 27.11.2009, um 18 Uhr im Anschluss der Eröffnung des Hartberger Christkindlmarktes am Hauptplatz statt. Eine Ablöse in bar ist nicht möglich. Der Gewinner wird schriftlich verständigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Im Falle Ihres Gewinnes erhält die Stadtgemeinde Hartberg die Rechte zur Veröffentlichung Ihres Fotos. Die Daten werden bis auf Widerruf für Informationszwecke der Stadtgemeinde Hartberg genutzt.

Ihre Meinung ist uns wichtig! Wir freuen uns über Ihre Anregungen. Das gesamte Team des neuen Hartberg-Magazins ist sehr an Ihrer Meinung interessiert. Schreiben Sie uns einfach Ihre ersten Eindrücke, ebenso sind wir jederzeit für Anregungen bezüglich Geschichten von oder über Hartberg und deren Einwohnern dankbar. Sie erreichen uns unter der E-Mail Adresse stadtmarketing@hartberg.at

Machen Sie mit beim herbstlichen Gartenfotowettbewerb Garten im Herbst. Das Thema „Garten“ ist in Hartberg nicht mehr wegzudenken – nicht nur das: Es wird zu einem immer wichtigeren Ausdruck für Lebens­ qualität. Paradiesische Zustände herrschen z. B. im Privatgarten des Ehepaars Bayer-Lueger, in dem sich eine fantastische Pflanzensammlung mit Skulpturen in- und ausländischer KünstlerInnen verbindet. Das Fachwissen der Besitzerin als Gartenarchitektin und ihres Ehemannes als Gärtner sowie das milde Klima lassen seltene Pflanzen gedeihen, die man sonst nur in Mittelmeerländern findet. Hier haben zwei Profis ihren Beruf zum Hobby gemacht. Wenn auch Sie Ihren Garten als Bestandteil Ihres Lebensraumes sehen, dann schicken Sie uns einfach ein Foto von Ihrem „Garten im Herbst“ und gewinnen Sie einen Gutschein im Wert von 100 Euro, einzulösen beim Hartberger Floristen oder Gärtner Ihrer Wahl. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird durch eine Fachjury ermittelt und in der nächsten Ausgabe des Hartberg-Magazins präsentiert. Senden Sie Ihr Foto an das Stadtmarketing Hartberg, Hauptplatz 10, 8230 Hartberg oder an stadtmarketing@hartberg.at mit dem Kennwort „Gartenfotowettbewerb“. Der Einsendeschluß ist der 5. Oktober. Infos unter www.hartberg.at.

Weiße Kleider ab € 99,95 Symbolfoto

Symbolfoto

Das Gartenfoto von Isabell Bayer von bellabayer als Beispiel. Einsendeschluss ist der 5. Oktober 2009. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Jeder unserer Einsender muss uneingeschränkt über die Herstellerrechte an den übermittelten Fotos verfügen und verpflichtet sich, den Herausgeber des Hartberg-Magazins schad- und klaglos zu halten. Mit der Einsendung der Fotos wird dem Hartberg-Magazin das zeitlich und örtlich uneingeschränkte Recht auf mehrfache entgeltlose Verwendung im Zusammenhang mit gegenständlichem Wettbewerb eingeräumt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Impressum Hartberg – das sinnvolle Stadtmagazin Herausgeber Stadtmarketing Hartberg, HSI – Hartberg Standortentwicklung und Immobilien GmbH Konzeption Lucas Schneider-Manns Au, marketing meets media & Michael Fürnsinn, buero8 Chefredaktion Mag. Lucas Schneider-Manns Au, Regina Hinze Artdirektion Andreas Posselt, buero8 Fotoredaktion Mag. Bernhard Bergmann Autoren dieser Ausgabe Mag. Gerd Hofer, Sebastian Gölly, Dr. Josef Reisenhofer, Johann Hofer, Mag. Astrid Meier, Gerlinde Pack, Dir. Karl Pack, Mag. Bernhard Platzer, Andreas Friedrich, Andrea Grabner, Mag. Lucas Schneider-Manns Au, Regina Hinze Fotos Mag. Bernhard Bergmann, Isabell Bayer für bellabayer, Regina Hinze, Doris Kerschbaum, Erwin Wurm, „andy wolf“, Kulturreferat, Pfarre Hartberg, Modehaus Roth Lektorat Hans Fleißner Druck Platzhirsch Anzeigenabteilung Stadtmarketing Hartberg, Tel: 03332/603 45, Anzeigentarife unter www.hartberg.at. Für unaufgeforderte Einsendungen übernehmen wir keine Haftung. Druck- und Satzfehler vorbehalten.

34

Anzug + Hemd (uni) + Krawatte( uni) € 149,95

Hartberg im Herbst 2009

www.moderoth.at

Feldbach . Hartberg

Immer für eine starke Überraschung gut!


frische macht sinn. Gesundheit & Schönheit aus Hartberg. RINGANA Frischekosmetik und Vitalprodukte vereinen traditionelles Wissen mit modernster Technologie. Und kommen frisch vom Schloss Hartberg direkt zum Kunden. Ohne Umwege, ohne Konservierungsstoffe. Nur pure Frische. Und 100% Wirkung. Mehr dazu auf www.ringana.com.

Jeden Tag offene Tür: Montag - Freitag, 8 - 17 Uhr.

haltbar bis Frische-Rabatt

-10% auf Frischekosmetik, natürliche Vitalprodukte (Aktionsware ausgenommen,

pro Person kann nur 1 Gutschein eingelöst werden)

-10%

RINGANA GmbH Schloss Hartberg, Herreng. 1 A-8230 Hartberg T: +43/(0)3332/61550 www.ringana.com

Nur bei Einkauf direkt im Schloss Hartberg. Nicht in b a r a b l ö s b a r. Gutschein gültig bis 31.12.2009.

Hartberg-Herbstmagazin  

Hartberg-Herbstmagazin

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you