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HOG Das Magazin zum H.O.G.® Erlebnis | Frühling 2011

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€5.00

NEUE SOFTAIL BLACKLINE››TOUREN IN JORDANIEN, DÄNEMARK ››UND AMERIKA››HARLEY HISTORY››THUNDERBIKE››ABC OF TOURING WETTBEWERB 2011››VERANSTALTUNGSKALENDER 2011 ››HOG NEWS DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH UND SCHWEIZ S


„2011 WIRD EIN EXTREM SPANNENDES JAHR FÜR DIE H.O.G.“ DAS HOG MAGAZIN IST EINE PUBLIKATION DER HARLEY OWNERS GROUP® MEMBERS.HOG.COM Redaktion und Layout des HOG Magazins für H.O.G. Europe: Archant Dialogue, Prospect House, Rouen Road, Norwich NR1 1RE, United Kingdom Tel: +44 (0) 1603 664242 www.archantdialogue.co.uk

Zoë Francis-Cox Editorial Director Tom Smith Digital Editor Amy Nicholson Production Editor Adam Browning Assistant Editor Nick Paul Art Director Richard Berry Art Editor Mick Hurrell Managing Director Für die Buchung von Anzeigen kontaktieren Sie bitte: Herrn Heinz Dors (deutschsprachige Ausgabe), Telefon +49 (0)8821 686 4631, E-Mail advertandmore@aol.com oder Herrn Andy Grant (alle anderen Ausgaben), Telefon +44 (0)1603 772554, E-Mail andy.grant@archantdialogue.co.uk Project Manager Jeremy Pick Manager, Operations & Communications, H.O.G. & Rider Services, Harley-Davidson Europe, Middle East & Africa RICHTEN SIE IHRE BEITRÄGE AN: HOGTALESEUROPE@ HARLEY-DAVIDSON.COM

Ihre Sicherheit liegt uns am Herzen. Fahren Sie stets vorsichtig, beachten Sie die gesetzlichen Bestimmungen, und passen Sie Ihren Fahrstil den persönlichen Fähigkeiten an. Tragen Sie stets einen zugelassenen Helm, einen geeigneten Augenschutz und angemessene Motorradkleidung. Achten Sie darauf, dass auch Ihr Sozius oder Ihre Sozia entsprechend ausgerüstet ist. Fahren Sie nie unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen. Machen Sie sich zunächst mit der Bedienung Ihrer Harley® vertraut, und lesen Sie das Fahrerhandbuch aufmerksam und vollständig durch. Herausgeber des vierteljährlich erscheinenden HOG Magazins ist die Harley Owners Group Europe, eine Tochter der Harley-Davidson Motor Company. Bestimmte Informationen dieser Ausgabe unterliegen möglichen Änderungen. Harley-Davidson, Harley, H-D, H.O.G., HOG Magazin, das Harley-Davidson Logo sowie der Magazintitel HOG sind eingetragene Warenzeichen der Harley-Davidson Motor Company. Die vorliegende Publikation darf ohne schriftliche Zustimmung des Herausgebers weder ganz noch auszugsweise vervielfältigt werden. Alle Beiträge von Mitgliedern gehen in das Eigentum der Harley-Davidson Motor Company über und werden nicht zurückgesandt. Beiträge von Mitgliedern können im HOG Magazin oder auf der offiziellen Website der Harley Owners Group unter www.hog.com veröffentlicht werden. Die Harley Owners Group behält sich das Recht vor, Beiträge im Hinblick auf Inhalt, Länge und Verständlichkeit zu bearbeiten. Alle Rechte vorbehalten. ©2011 H-D

Spannende Aussichten Hinter uns liegt ein turbulentes Jahr, und das neue Jahr hat schwungvoll begonnen – Zeit also zu resümieren, wie sich H.O.G.® derzeit präsentiert. Trotz Rezession und wirtschaftlicher Wirren in etlichen Ländern Europas meldet das Händlernetz in Europa, Nahost und Afrika die beste Umsatzbilanz aller Zeiten. Und auch H.O.G. präsentiert sich in Europa in Bestform: Zum Zeitpunkt der Drucklegung verzeichnet sie 110.000 Member – ein neuer Rekord. Wir werden uns 2011 keinesfalls auf unseren Lorbeeren ausruhen. Schon jetzt ist der Veranstaltungskalender praller gefüllt als je zuvor. Geplant sind zahlreiche Event-Highlights wie die Africa Bike Week, das Euro Festival in St-Tropez, das Ireland Bike Fest, die European Bike Week und die Middle East H.O.G. Rally. Und natürlich das diesjährige Mega-Event, die 20. European H.O.G. Rally in Kroatien – Eintritt frei! Darüber hinaus gibt es noch einige „Harley Days“, nämlich in Österreich (Wien), Deutschland (Berlin und Hamburg), Spanien (Barcelona) und der Schweiz (Lugano). Ganz neu im Veranstaltungskalender ist beispielsweise das erste Harley Festival in St. Petersburg, und natürlich stehen auch dieses Jahr wieder zahlreiche nationale H.O.G. Rallies und Chapter-Events auf dem Programm.

Falls Rallies nicht so Ihr Ding sind, wird es Sie vielleicht interessieren, dass Harley-Davidson Authorized Tours nun weltweit operiert und das Authorized Rentals Programm derzeit deutlich ausgeweitet wird, sodass es mittlerweile praktisch keine Region mehr auf der Welt gibt, in der Sie auf das Harley fahren verzichten müssen. Überdies bietet das Harley-Davidson Rider Training Programm Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene. Falls Sie Chapter Officer sind (oder einer werden möchten), sollten Sie 2011 auf keinen Fall das HOT Event (H.O.G. Officer Training) in der Szenemetropole Sevilla verpassen. Wir werden das Angebot der H.O.G. immer wieder neu auf den Prüfstand stellen, um zu gewährleisten, dass es sowohl für alte als auch neue Member gleichermaßen interessant bleibt. Das HOG eMagazine und unsere Facebook und Twitter Seiten erreichen Sie im Internet unter members.hog.com. Dort finden Sie alle H.O.G. Informationen für dieses Jahr. Fest steht schon jetzt: Es wird ein extrem spannendes Jahr. Wir sehen uns unterwegs! Jeremy Pick Manager, Operations & Communications, H.O.G. & Rider Services

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Inhalt››

AUF NACH KROATIEN!

GET THE PARTY STARTED!

AUTHORIZED TOURS

Ausblick auf die diesjährige European H.O.G. Rally im kroatischen Biograd, S. 18

Das 5. Harley-Davidson Euro Festival am Golf von St. Tropez, S. 21

Vorschau auf das spannende Tourenangebot für 2011, S. 25

Andri Arnarson aus dem isländischen Reykjavik im Sattel seiner FLSTC – im Hintergrund die berüchtigte Aschewolke des Vulkans Eyjafjallajökull

ARTIKEL 39

Modellneuheiten Die Softail Blackline und die Custom 1200 – Highlights der kommenden Saison

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Heute hier, morgen dort Brettours hat 2011 neue Touren im Programm: Wer kommt mit nach Dänemark?

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So einfach wie das ABC Alles Wissenswerte über den ABCs of Touring Wettbewerb 2011 Harley Historie Rückblick auf die Geschichte des Unternehmens Harley-Davidson

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Western auf drei Rädern Eine Gruppe unerschrockener Franzosen auf Abenteuersuche im Wilden Westen der USA

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Des Pudels Kern In dieser Ausgabe nehmen wir einen spektakulären Custom-Bobber mit moderner Ausrichtung ins Visier

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Gastlichkeit à la Harley-Davidson® Noch mehr Gastronomiebetriebe im Zeichen des Bar-and-Shield

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Der geheimnisvolle Fremde Wie nach dem Ersten Weltkrieg der erste Amerikaner nach Deutschland kam

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BigTwins im Wüstenwind Jeremy Pick erzählt die unglaubliche Geschichte der ersten H.O.G.® Rally in Jordanien

Thunderstruck Wir besuchen den deutschen Custom-Spezialisten Thunderbike und fragen nach dem Geheimnis seines unglaublichen Erfolgs


HARLEY HISTORIE

DES PUDELS KERN

JORDANIEN H.O.G. RALLY

Die Expansion der Motor Company, S. 52

Mark Austins klassischer Bobber überzeugt mit einem modernen Detail, S. 69

Wie es im November 2011 zur ersten H.O.G. Rally Jordaniens kam, S. 64

Inhalt

AKTUELLES 03

Willkommen zur Frühjahrsausgabe des HOG Magazins!

06

News Einzigartiges Tourenangebot von Camp H-D – gute Neuigkeiten für die Hamburg Harley Days – Qatar Chapter leistet fantastische Charity-Arbeit

07

Chapter im Blickpunkt Das italienische Alba Chapter begrüßt ein paar ganz besondere Gäste

08

Intake Ihre Zuschriften und Fotos

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App-Snaps Eine Auswahl der Bilder, die Sie uns über die neue H.O.G.® App für das iPhone geschickt haben

RALLY ROUNDUP 18

Events Ausblick auf bevorstehende Veranstaltungen wie die 20. European H.O.G. Rally im kroatischen Biograd, sowie Events in Saint-Tropez, Irland und Barcelona

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Das Jahr im Überblick

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Touring Rides Ausgewählte H.O.G. Touring Rides für 2011

RUBRIK 79

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Meine Harley Reise Robert Roosen über den verschlungenen Weg zu seiner ersten Harley Liebevolle Pflege Detaillierte Anleitung für die optimale Pflege und Reinigung Ihrer Maschine sowie zur richtigen Wartung der Fahrzeugbatterie

HOG NEWS D, A, CH AB S. 27 I

News

II

Events

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Jubiläen

VI

Friends of 48

VII

Chapter News

VIII MotorClothes X

Dealer News

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Parts and Accessories

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Ausstattung Die neuesten Parts, Accessories und MotorClothes

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Meine Lieblingsdinge Noch mehr Dinge, ohne die man einfach nicht unterwegs sein möchte

84

Fahrpraxis Wie Sie sich mental und technisch auf Langstreckenfahrten vorbereiten

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Archives Die Militärvergangenheit der Firma Harley-Davidson

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Ihr H.O.G. Team Porträt des H.O.G. Europe Teams sowie einige Anmerkungen zum Thema Mitgliedschaft

90

Exhaust Jillian Michaels spricht über ihre lebenslange Leidenschaft für Freiheit auf zwei Rädern

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›› Aktuelles Neues aus der Welt von H.O.G.® und Harley-Davidson® 6

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Wir sind nicht nur mit Videos unter hogeuropegallery.com, sondern mit HOGEuropeOFFICIAL auch auf YouTube präsent.

Camp Harley-Davidson

Dieses Jahr organisiert das Harley-Davidson Museum in Milwaukee vier ganz besondere und exklusive Camps, die den Fans Gelegenheit bieten, die Harley-Davidson Geschichte und Produktion hautnah zu erfahren und gleichzeitig den Ort kennen zu lernen, der seit 108 Jahren die Heimat des Unternehmens ist. Biker Boot Camp for Women – 9. – 14. Mai max. 20 Teilnehmer Verwirklichen Sie Ihren Traum vom Motorradfahren durch die Teilnahme an diesem eigens für Frauen konzipierten Camp. Verbringen Sie eine ganze Woche im Dunstkreis von Harley-Davidson, studieren Sie die Geschichte der Biker-Ladies und nehmen Sie teil an Rider’s Edge®, der Harley-Davidson® Academy of Motorcycling, wo man Ihnen die richtigen Fahrtechniken vermitteln wird. Auf dem Plan stehen außerdem eine Privatführung durch das Museum und die Archives, der Besuch eines Baseball-Matchs im Miller Park Stadion und eine Party.

Harley-Davidson Fantasy Camp, 27. Juni – 1. Juli max. 20 Teilnehmer Das Harley-Davidson Fantasy Camp ist die ultimative InsiderVeranstaltung und umfasst jede Menge Highlights, unter anderem exklusive Besichtigungen von Harley-Davidson Standorten, Begegnungen mit Führungskräften der Company und den Besuch der Archives. Geplant sind darüberhinaus eine Stadtrundfahrt durch Milwaukee, eine Führung durch die Abteilung Motorenbau sowie eine Bike Night im H-D Museum. Im Preis für das Camp sind die Hotelunterbringung, der Transport zu allen Stationen der Veranstatlung sowie die Verpflegung, Eintrittsgelder und Leihmaschinen inbegriffen. Teilnehmer müssen im Besitz eines gültigen Führerscheins sein. Speed Camp, 6. – 11. Juli max. 20 Teilnehmer Dieses Camp richtet sich an Leute, die Superbenzin im Blut haben. Das einwöchige Speed Camp ist vollgepackt mit Aktivitäten, die mit dem langjährigen Rennsportengagement der Motor Company zu tun haben. Geplant sind unter anderem eine Privatführung durch die Sommerausstellung des Museums, ein VIP-Besuch der NHRA-Läufe in Joliet, Illinois sowie verschiedene Begegnungen mit H-D Führungskräften und Rennfahrern. Im Preis inbegriffen sind die Hotelunterbringung, der Transport zu allen Stationen des Camps sowie die Verpflegung, Eintrittsgelder und die Teilnahme an allen oben genannten Aktivitäten. Camp H-D: Ultimate Adventure Camp – 31. Juli – 13. August max. Teilnehmerzahl: 10 Fahrer und 10 Beifahrer Die geführte Tour gibt Harley-Davidson Fans Gelegenheit, zwei Wochen lang in die Welt der Marke einzutauchen. Ausgangspunkt der Tour ist Milwaukee in Wisconsin, wo wir die bescheidenen Anfänge der amerikanischen Kultmarke in Augenschein nehmen. Dann geht es zur weltberühmten Rally nach Sturgis in South Dakota. Von dort aus geht es weiter in Richtung Westen zu den majestätischen Rocky Mountains Zu Ende geht die Tour in Denver, Colorado. Dieses Abenteuer werden Sie auf ewig in Erinnerung behalten! Im Preis inbegriffen sind die Hotelunterbringung, die Transfers sowie die Mahlzeiten. Die Teilnehmer müssen im Besitz eines gültigen Führerscheins sein. Die Anmeldefrist für sämtliche Camps beginnt am 15. Februar. Also entscheiden Sie sich bald, damit Sie diese einmalige Chance nicht verpassen. Weitere Informationen gibt es unter h-dmuseum.com. Oder Sie schicken eine E-Mail an groups@h-dmuseum.com

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Kurz notiert Hamburg Harley Days Harley-Davidson® freut sich bekannt zu geben, dass die Hamburg Harley Days auch in den nächsten fünf Jahren einen festen Platz im H.O.G. Veranstaltungskalender behalten. Nach zähem Ringen hat das fantastische Event zu guter Letzt den Segen des Senats erhalten. Voraussichtlich wird die Veranstaltung auch in Zukunft jeweils am vierten JuniWochenende stattfinden. Für 2011 wurde der 24. – 26. Juni als Termin bestätigt. Im Vorjahr kamen schätzungsweise 600.000 Besucher und 75.000 Bikes in Deutschlands zweitgrößte Stadt und feierten eine dreitägige Party zu Ehren der amerikanischen Kultmarke.

Qatar: Ride to Survive Im Oktober 2010 organisierte das H.O.G. Chapter Qatar ein zweitägiges Charity-Event zugunsten der Krebshilfe. Die zweite Qatar Bike Show fand statt im Doha Exhibition Center. Präsentiert wurden 90 Custom Bikes in 16 Kategorien. Zahlreiche Teilnehmer aus Oman, Dubai, Abu Dhabi, Dhahran, Riad, Dschidda, Kuwait und Bahrain machten das Event zur größten Chapter-Zusammenkunft am Persischen Golf. Insgesamt waren mehr als 400 Biker vor Ort. Am Tag darauf fiel am Doha Exhibition Center der Startschuss zum „Ride To Survive“, der einmal um die ganze Stadt führte und schließlich mit einer Parade vor dem Noodle House am The Pearl-Qatar im Hafen von Doha endete. Unterstützt wurde das Spektakel, bei dem auch zahlreiche Medienvertreter präsent waren, von der Qatar National Cancer Society. Rund 75.000 USD hat H.O.G. Qatar im Verlauf des Wochenendes für Krebspatienten in der Region gesammelt.


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Uploaden Sie Ihre Fotos direkt in die App Snaps Gallery unter www.hogeuropegallery.com

HOT in Sevilla… Sie sind H.O.G. Officer? Dann sollten Sie nicht das HOT (H.O.G. Officer Training) verpassen, das dieses Jahr vom 13. bis 15. Oktober im spanischen Sevilla über die Bühne geht. Erfahren Sie Grundlegendes zu Schlüsselthemen wie Motorradfahren, Veranstaltungsplanung und Neumitgliedschaften.

Knüpfen Sie Kontakte und lernen Sie aus den Erfahrungen Ihrer Kollegen. Für das heißeste Event des Jahres können Sie sich bei members.hog.com registirieren unter „Meine Mitgliedschaft“ -> „Registrieren für einen Event“.

Aufenthaltsverlängerung… In der Woche vor HOT, genauer gesagt vom 6. bis 8. Oktober, findet in Sevilla die H.O.G. Chapter Rally statt. Das komplette Veranstaltungsprogramm finden Sie auf der Website www.sevillachapter.com.

H.O.G. Training – MENA Grundlegendes zu allen Aspekten der H.O.G. und des Chapter Managements erfuhren H.O.G. Chapter Officer aus der MENARegion (Middle East & North Africa) im Rahmen eines speziellen HOTSchulungskurses (H.O.G. Officer Training) im Dezember in Dubai. Die vom regionalen H.O.G. Manager Martin Engelbrecht und seinem Instruktorenteam organisierte HOT Session vermittelte Themen, die Teilnehmern der europäischen oder weltweiten HOT Sessions bereits geläufig sind. Darüber hinaus ging es um spezielle Informationen und Instrumente im Hinblick auf die besonderen Bedürfnisse und

Chapter Catch-Up

Anforderungen in ihrer Region. An dem zweitägigen Seminar, dessen Schulungsunterlagen sowohl in englischer als auch in arabischer Sprache vorlagen, nahmen Officer von bestehenden Chaptern sowie angehende Officer aus der gesamten Region (SaudiArabien, Ägypten, Qatar, Marokko, Libanon, Vereinigte Arabische Emirate und Syrien) teil. Die Chapter Officer verließen das Seminar in dem Bewusstsein, nun besser für die lokalen Probleme und Aufgabenstellungen ihrer Region gewappnet zu sein, die derzeit eine deutliche Zunahme der H.O.G. Chapter und Member verzeichnet.

Das italienische Alba Chapter Hoch her ging es, als wir uns Ende Juni mit Membern des Dhahran Chapters trafen, die eigens aus SaudiArabien angereist waren, um ihren Urlaub in Italien zu verbringen. Begleitet wurden die Teilnehmer der Reise, die den Spitznamen „Mamma Mia Trip“ trug, von den Eventana Mitarbeitern Raneen und Joussef, die den Trip auch organisiert hatten. Nach der Ankunft in Rom hatte sich die Gruppe in Florenz ein paar Harleys gemietet und war dann ins Veneto und in die Region Emilia gebraust, um dort die Firmenzentrale von Ferrari zu besichtigen. Als wir dann bei Facebook auf das Programm für ihre Reise stießen, mussten wir sie einfach nach Alba, in die Hügel des Piemont, in das Land der Trüffel und des guten Weins einladen. Es gelang uns, sie zu einer Änderung ihres Programms zu überreden, demzufolge sie eigentlich zum Comer See und weiter nach Genua gefahren wären. Frühmorgens machten sie sich vom Gardasee aus auf den Weg und wurden später von uns an der Autobahnausfahrt erwartet. Als sie dann endlich eintrudelten, war die Freude groß. Wir hatten uns vorgestellt, völlig andersartigen Menschen zu begegnen, aber unsere Gäste erwiesen sich als Leute wie du und ich. Dazu zählten auch Usama, Farid, Mr. Diesel (wie er scherzhaft von uns genannt wurde), Franklin und seine bessere Hälfte sowie Mahmoud. Gemeinsam besuchten wir das Restaurant, das ein Freund von uns in Santa Vittoria betreibt und von dessen famoser Terrasse aus man auf die Weinberge der Langhe blickt. In der Kürze der uns zur Verfügung stehenden Zeit bestürmten wir unsere Gäste mit tausend Fragen. Nachdem wir Fotos gemacht und Geschenke ausgetauscht hatten, fuhren wir am Nachmittag nach Monte Oliveto di Casà, wo uns Milly einen herzlichen Empfang bereitete. Nach einer weiteren Foto-Session übergaben uns unsere Freunde vom Dhahran Chapter als Andenken ein von allen unterschriebenes T-Shirt von Ihrer Reise. Die Zeit verging wie im Nu, und schon wurde es Abend. Die Reisegruppe, deren nächstes Ziel Monaco hieß, war bereits spät dran und wurde von uns noch bis zur Autobahn begleitet. Nicht ohne Wehmut verabschiedeten wir uns nach einem rundum gelungenen Tag von unseren Gästen. Wir danken dem Dhahran Chapter aus SaudiArabien für seinen Besuch! Paola Giovannini, Webmaster, Alba Chapter ®

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intake››

Schicken Sie uns Ihre Geschichten An dieser Stelle können Sie andere H.O.G.® Member an Ihren Erlebnissen teilhaben lassen. • Nennen Sie uns bei postalischen Zuschriften bitte Ihren Namen und Ihre Anschrift sowie Ihre H.O.G. Nummer und den Namen Ihres Chapters (sofern Sie einem Chapter angehören). • Beschränken Sie sich in Ihrem Bericht auf das Wesentliche, und nennen Sie interessante Fakten. Wir behalten uns das Recht vor, Zuschriften inhaltlich zu verändern bzw. zu kürzen. Allgemein gilt jedoch: Je besser Ihr Bericht geschrieben ist, desto größer sind seine Chancen auf eine Veröffentlichung. • Senden Sie Ihren Beitrag per E-Mail an die folgende Adresse: hogtaleseurope@harley-davidson.com

50 JAHRE HARLEY – UND KEIN BISSCHEN MÜDE! Dieses Jahr feiern mein Bruder Charlie und ich – zusammen addiert – unser 50-jähriges Harley Jubiläum. Das eigentlich Bemerkenswerte daran ist die Tatsache, dass wir immer noch dieselben Harleys fahren, die wir uns damals neu gekauft haben. Charlie ist achteinhalb Jahre älter als ich, und die meisten der 50 Jahre gehen auf sein Konto. Er fährt eine knallrote XLCH, die ursprünglich kupfern lackiert war und erstmals im Dezember 1976 zugelassen wurde. Ich selber besitze eine FLSTF mit roter „Victory“ Metallic-Lackierung (Originalfarbe States Blue Pearl Metallic, Erstzulassung Mai 1996). Charlie ist 54 und fährt seit

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seinem 17. Lebensjahr Motorrad. Ich bin 46 und seit meinem 14. Lebensjahr auf zwei Rädern unterwegs. Meine ersten Motorrad-Erfahrungen habe ich mit einer 125er Geländemaschine auf dem Bauernhof meiner Großeltern gesammelt. Mit zwölf bin ich das erste Mal auf den Rücksitz von Charlies XLCH geklettert. Ich kann mich noch gut an den herrlichen Sound des V-Twins erinnern und daran, dass ich wegen der Stufensitzbank problemlos über seine Schulter nach vorn sehen konnte. Das war im Frühjahr 1977. Damals waren noch so wenige Harleys auf den Straßen unterwegs, dass jedes Mal ein Menschenauflauf entstand, wenn wir die Maschine irgendwo abstellten oder an einer roten Ampel anhielten. Es war wohl abzusehen, dass auch ich eines Tages den technischen und optischen Reizen der Harley-Davidson Maschinen erliegen und mir selber eine zulegen würde. Obwohl wir 35 Meilen voneinander entfernt wohnen, gehen wir samstags – vor allem in den Sommermonaten – so oft wie möglich gemeinsam auf Tour. Eine der besten Touren des vergangenen Jahres war die Fahrt von Charlies Wohnort Chelmsford nach Newmarket in Suffolk. Dort steht die Black Bear H-D Niederlassung, in der ich 1996 meine Fat Boy gekauft habe. In den letzten paar Jahren war ich in Daytona Beach bei der Bike Week und beim Biketoberfest und habe zweimal die H-D Werksführung in York, PA mitgemacht (dort wurde meine Fat Boy gebaut). Außerdem haben Charlie und ich uns mit einem „Rivet“ am neuen H-D Museum in Milwaukee verewigt, weshalb ich bald mal dort vorbeischauen möchte. Und auch auf die Teilnahme an einer der legendären US-Rallies wie Laconia oder Sturgis hätte ich große Lust. Auf der Custom-Show im Londoner Earls Court hatten wir vor ein paar Jahren das Glück Custom-Bike-Legende Russell Mitchell von Exile Cycles zu

begegnen, den man auch aus der Fernsehserie Build or Bust kennt. Was uns noch zu unserem Glück fehlt, ist, dass die neue H-D Niederlassung Lakeside in Essex ihr eigenes Chapter gründet, denn weder Charlie noch ich gehören derzeit einem Chapter an. Dass wir unsere Harleys jemals verkaufen werden, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Warum sollten wir auch? Seit 50 Jahren sind sie ein fester Bestandteil unseres Lebens! Jem und Charlie Bover, GB (unten links)

SUPER-COOLE HARLEY-DAVIDSON Diese Harley-Davidson mit ihrem „eiskalten“ Design ist schon ein merkwürdiger Anblick. Angeblich handelt es sich um eine WLA, die einst komplett in einer Kiste verpackt für 500 Gulden den Besitzer wechselte. Viele Harley Fans haben da allerdings so ihre Zweifel. Fest steht jedenfalls, dass man so etwas nicht alle Tage zu Gesicht bekommt. Als ich diese Harley zum ersten Mal sah, wollte ich sofort mehr darüber in Erfahrung bringen. Also begab ich mich auf Spurensuche. Als begeisterter Harley Fahrer und Fotograf interessiert mich alles, was mit dieser Motorradmarke zu tun hat. So stieß ich beispielsweise in Middelie in Nordholland auf diesen „eisblauen Schneepflug“. Als ich den Besitzer (der gern anonym bleiben möchte) dazu befragte, erzählte er mir, es handle sich um die Kehrmaschine für die Eislaufbahn von Middelie. Während der Sommermonate werden einige Teile von der Maschine abmontiert, sodass man ganz normal damit herumfahren kann. Es stellte sich heraus, dass die Harley letztmalig 1966 umgebaut und modernisiert worden war. Durchgeführt wurden diese Arbeiten von dem Ingenieur H. v .d. Veer aus dem niederländischen Jorwerd,


intake der Mitarbeiter bei Ve-Al, einem Hersteller von Kehr- und Poliermaschinen war. In seinem Bericht hießt es: „Bei im Spätwinter durchgeführten Tests habe ich erkannt, dass sich die Ve-Al Maschine verbessern lässt, indem man ,Wecha Spikes‘ am Vorderrad und am Rad des Seitenwagens montiert. Damit lässt sich vor allem auf glattem Eis und an wenig befahrenen Stellen der Schlupf fast vollständig vermeiden. Ich habe nun eine Vorrichtung zum Bohren der Löcher und zum Einpressen der Spikes in die Reifen gekauft. Ich empfehle Ihnen, die Reifen des Vorderrads und des Seitenwagens mit Spikes zu bestücken, natürlich zum Selbstkostenpreis. Wenn Sie mir die beiden Räder portofrei zuschicken (Reifen nicht abziehen), lasse ich beide Reifen zum Preis von 65 Gulden mit Spikes bestücken. Beide Reifen sind leicht zu montieren; der Zeitaufwand dafür beträgt etwa 15 Minuten. Schicken Sie mir beide Räder, und Sie erhalten sie schon bald zurück.“ Mit freundlichen Grüßen, H. v. d. Veer, Jorwerd. Daraufhin wurde das Motorrad modernisiert und erhielt seine Spike-Reifen. Ferner erzählt man sich, Ve-Al habe diese Maschinen auch für den Elfstedentocht – ein legendärer Schlittschuhwettlauf durch 11 Städte – umgebaut. Nachfragen beim Elfsteden Komitee ergaben, dass sie möglicherweise aber nur vereinzelt eingesetzt wurde. Alles in allem eine interessante Harley mit einer ebenso interessanten Geschichte. Cor Koomen, Niederlande

WACKELKANDIDAT Als ich zehn Jahre alt war, sah ich zum ersten Mal eine HarleyDavidson Motorrad-Parade. Mein Entschluss stand sofort fest: So etwas wollte auch ich eines Tages mein Eigen nennen. Verwirklicht habe ich diesen Entschluss gut 45 Jahre später in Gestalt einer

nagelneuen und quietschgelben XL1200R Sportster. Als ich die Maschine im Januar 2005 in Empfang nahm, schmerzten mir vor lauter Grinsen die Wangenmuskeln! In den zweieinhalb Jahren danach haben meine Frau Deborah und ich 10.000 Meilen absolviert und jede einzelne davon in vollen Zügen genossen. Als wir 2007 von der spanischen H.O.G. Rally in Fuengirola zurückfuhren, fielen uns die vielen Big Twins auf, die uns ständig überholten. Ein paar Wochen später besorgten wir uns die Modellbroschüre für das Modelljahr 2008 und orderten auf der Stelle eine 105th Anniversary Electra Glide Ultra Classic. Wieder gingen einige Jahre ins Land, aber so richtig warm wurde ich nicht mit der größeren Maschine: Häufig musste ich mitten in Kurven das Tempo drosseln, und auch meine Wendemanöver fielen oft recht wackelig aus. Meine Unsicherheit war wohl so offensichtlich, dass Deborah vorschlug, über den Wechsel zu einer leichteren Maschine nachzudenken, und mich fragte, wie es zum Beispiel mit einer Fat Boy wäre. Mein Selbstbewusstsein war mittlerweile so angeknackst, dass ich beschloss, mich bei der Harley-Davidson Rider’s Edge Academy in Wales für den Fortgeschrittenenkurs anzumelden. Und so machte ich mich an einem verregneten Montag im August 2010 auf den Weg zum Royal Welsh Showground in Builth Wells. Mein Instruktor Deri, ein ehemaliger Motorradpolizist, ging mit mir die verschiedenen Themen durch: Schrittfahren, Bremsen, Kurventechnik und potenzielle Gefahren. Dabei erklärte er mir alles auf leichtverständliche Weise und ohne jede Überheblichkeit. Nach einer Kaffeepause gingen

wir in die Garage, wo ich mir ein beliebiges Modell aussuchen durfte. Auf einer Electra Glide Standard fuhr ich dann zu einer riesigen Scheune. Die nächsten zwei Stunden übte ich das Schrittfahren sowie Wendemanöver, enge Achten und Notbremsungen. Daraufhin brachte man mir eine Electra Glide Ultra Classic, mit der ich noch einmal dieselben Manöver üben sollte. Und obwohl sie etwas schwerer als die Standard war, gelang es mir unter Deris wachsamen Blicken bald, die Maschine wie ein Sportbike um die Pylone zu manövrieren! Nach dem Mittagessen hatte ich Gelegenheit, ein paar der anderen

Bikes zu bewegen. Zunächst versuchte ich es mit einer Springer – und war angenehm überrascht von ihren Qualitäten. Jetzt weiß ich, was andere Biker so an ihr schätzen. Dann kam eine V-Rod an die Reihe. Dieses Motorrad hatte ich schon immer mal ausprobieren wollen, und obwohl das Handling völlig anders war, hatte ich mich schnell daran gewöhnt. Zuletzt stieg ich auf eine Sportster XR1200 – und die hatte es wirklich in sich! Sie hat einen angenehm sonoren Auspuffsound, und in den Kurven klebt sie förmlich am Asphalt. Nach dem Vergnügen kam nun wieder die Arbeit. Im Sattel der Ultra Classic folgte ich Deri auf den Highway, auf dem er alle Manöver vorführte, über die wir in der

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intake Theorie gesprochen hatten. Deris fortlaufende Kommentare über Funk halfen mir dabei, meine Fehler auszumerzen, als ich dann selbst an der Reihe war. Zweiter Tag: noch ein paar Übungen an den Pylonen, dann mit einer Road King den restlichen Tag auf Tour. Wir ließen nichts aus: Schnellstraßen, Landstraßen, eine sehr schmale hölzerne Brücke und eine nicht enden wollende Rechtskurve entlang einer stillgelegten Eisenbahnstrecke. Sehr gefreut habe ich mich, als ich anschließend für meine Fahrkünste geehrt wurde. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet! Ob der Kurs den Zeit- und Geldaufwand wert war? Auf jeden Fall, denn jetzt weiß ich, wie man sich richtig einordnet, gefahrlos anhält und sich beim Wenden nicht blamiert! Ob ich die Ultra gegen ein anderes Modell eintauschen werde? Auf keinen Fall, obwohl mir beim Anblick des Electra Glide Ultra Classic Trike das Wasser im Mund zusammenläuft…

Pyrenäen nach Südosten in Richtung Pamplona. Nach einem Tankstopp bei Zaragoza (9:40 Uhr, 463 km) wandten wir uns nach Osten und steuerten Barcelona an. Der nächste Halt folgte um 12:15 Uhr bei Montblanc (709 km). Als wir um 14:50 Uhr (960km) unsere nächste Station, den Grenzort La Jonquera erreichten, machten sich die Strapazen unserer Reise am deutlichsten bemerkbar. Die Hitze wurde schier unerträglich, und uns allen schmerzte allmählich der Allerwerteste vom langen Sitzen. Nach dem letzten Tankstopp bei Périgueux (20:00 Uhr, 1.476 km) erschien auf unseren Wegstreckenzählern endlich die magische Zahl 1515. Um 20:30 Uhr erreichten wir unser Ziel, also genau 15 Stunden und 15 Minuten nach unserer Abfahrt – welch ein Zufall! Als wir um 21:30 Uhr wieder in Mérignac ankamen, hatten wir 1.626 Kilometer auf der Uhr.

Gerry Alderton, GB

Julius und San Bernardo, Bordeaux Côte d’Argent Chapter, Frankreich

CUL TANNÉ 1515 Was fällt Ihnen zu „1515“ ein? Falls Sie Franzose sind, werden Sie sagen: die Schlacht von Marignano und natürlich Franz I. Wie ich darauf komme? Nun, wir hatten uns eine Tour in den Kopf gesetzt, bei der wir mehr Zeit im Sattel als im Restaurant verbringen wollten. Inspiriert vom Saddlesore 1000 der Iron Butt Association (1.000 Meilen / 1.610 Kilometer in weniger als 24 Stunden) und im Gedenken an den Sieg bei Marignan im Jahre 1515, wollten wir beim „Cul Tanné 1515“ in weniger als 24 Stunden 1.515 Kilometer mit unseren Harleys abspulen. Am 15. Juli 2010 um 5 Uhr 15 starteten wir in Mérignac. Wir fuhren nach Süden, überquerten die Grenze zu Spanien und legten nach 230 Kilometern um 7:30 Uhr in Oiartzun bei San Sebastian die erste Tankpause ein. Dann ging es durch die Ausläufer der 10

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LE MANS: NICHT NUR FÜR AUTOS! Als das britische Red Rose Chapter Ende 2009 seine Touren für das nächste Jahr plante, schlug unser Head Road Captain Ian Fitzpatrick eine Fahrt zum Classic Weekend nach Le Mans vor. Acht Monate später trafen sich fünf Member des Chapters auf der M6 und brausten nach Süden gen Frankreich. Die erste Teilstrecke nach der Tunnelquerung führte von Calais nach Abbeville, wobei wir vor allem die D940 befuhren und uns nah an der Küste hielten. Anderntags reisten wir ganz gemütlich auf der D181 von Abbeville über Beauvais, Gisors und Vernon bis nach Le Mans. Von dieser Strecke könnte ich noch stundenlang schwärmen. Vive la France! Nachdem wir in unser Hotel eingecheckt und uns schnell

umgezogen hatten, setzten wir uns in das Legend Café im Stadtzentrum von Le Mans und gönnten uns eine frugale Mahlzeit und das ein oder andere Glas Bier. Der Laden ist ein absolutes Muss (sofern er geöffnet hat). Am nächsten Tag waren wir mit dem Le Mans Legend Chapter zum Frühstück nebst anschließender Ausfahrt in der H-D Händlerniederlassung von Le Mans verabredet. Die Strecke, die sich das Legend Chapter ausgedacht hatte, verschlug uns glatt den Atem. Wir verließen Le Mans in nördlicher Richtung, passierten diverse französische Ortschaften und hielten schließlich zum Mittagessen in St. Marceau. Etwa um diese Zeit fiel uns auf, dass Luxuskarossen von Ferrari, Aston Martin oder Porsche in den Straßen von Le Mans wohl zur Tagesordnung gehören, wir aber etwas ganz Besonderes zu sein schienen. In jedem Ort winkte man uns zu, und überall wurden Fotos von den Bikes gemacht. Fast wären wir versucht gewesen, das ganze Wochenende durch Arnage zu cruisen und für Fotos zu posieren. Was war noch gleich der Grund unserer Reise? Ach ja, richtig: Wir wollten uns mit ein paar Motorsportverrückten die Zeit an der Rennstrecke vertreiben. Und so geschah es dann auch. Als dann aber das Thermometer auf über 36 Grad kletterte, wurde mir klar, dass dies der falsche Tag war, um in einer Lederkombi herumzulaufen! Am Sonntag teilte sich die Gruppe, weil drei von uns das Rennen sehen wollten, während die anderen beiden das Tal der Loire und ein paar römische Ruinen erkundeten. Montags ging es dann wieder nach Hause. Danke an Ian Fitzpatrick für die Idee, an Jacko, Mark und Martin für ihre Gesellschaft sowie an Thierry und das Legend Chapter für den tollen Empfang. Wir sehen uns hoffentlich bei den 24 Stunden von Le Mans wieder?!?!? Dave Grainger, GB ■


IntakeG Galerie››

Intake Galerie

Weitere Fotos online! Falls Ihr Foto nicht an dieser Stelle veröffentlicht wurde, haben wir es vielleicht in die digitalisierte Ausgabe des HOG Magazins oder in die Intake-Galerie unter hogeuropegallery.com aufgenommen. Über diese Website können Sie uns übrigens auch Ihre Fotos zusenden; klicken Sie dazu einfach auf den Link „Submit your photo“. Achten Sie beim Einsenden Ihrer Fotos bitte darauf, dass sie mit einer hohen Auflösung geschossen wurden und für einen Abdruck geeignet sind. Vergessen Sie bitte auch nicht die Bildunterschriften!

Ride Planner Unter hogeuropegallery.com können Sie Ihre Touren planen und abspeichern. Außerdem können Sie dort Tourenvorschläge einreichen, die wir auf der Website veröffentlichen sollen. Auch auf diese Weise bekommen Sie übrigens einen Pin.

Salvo La Fata aus Italien

FÜR JEDES ABGEDRUCKTE FOTO ERHÄLT DER EINSENDER EINEN „H.O.G. STAFF PHOTOGRAPHER'S PIN“, DENKEN SIE ALSO AN NAME UND ANSCHRIFT! Schicken Sie Ihre Fotos per E-Mail an: hogtaleseurope@ harley-davidson.com

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Links: Kreative Nahaufnahmen von Tomas „Harley“ Unten: Foto von Salvo La Fata aus Italien

Rechts: Franz Kraus aus Deutschland schickte uns dieses Bild von Membern des Allgäu Chapters Ganz rechts: Der Treasurer des belgischen Mons Chapters mit seinem treuen Vierbeiner


Intake Galerie

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Rechts: Paolo Ghiringhelli aus Italien gelang dieser Schnappschuss von seiner Sportster Unten: Tom Ecker, Road Captain des deutschen Munich Chapters, schickte uns diese Aufnahme von Tom und Maxx vor dem Eilean Donan Castle in Schottland

Oben: Federico J. Blanco vom spanischen Valencia Chapter schoss dieses Foto auf der Fahrt nach Albarracin Links: Ferruccio Galli aus Italien hält einen bemerkenswerten Lichtreflex fest


Intake Galerie Mauro Sesia, Italien

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E S S Ü H C S P P A N H C S

M E D T I M

P P A . H.O.G t? Das h c a m e g n o Sch .O.G. H E S O L N E T KOS hone. iP r h I r ü f p p A aden! lo n w o d t z t e J inführung des Seit der E r das iPhone fü p p A . .G .O H 2010 haben im Novembernde Member bereits Tauseder „App ihre Bilder in ry unter Snaps“ Galle pegallery www.hogeuro tlicht. Hier .com veröffenrer Favoriten. ein paar unse ibt es in der Mehr davon ggabe! nächsten Aus

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AUSB L IC K

H.O.G. Rally 20. European atien Biograd, Kro 2011 26. – 29. Mai lery.com hogeuropegal

CROATIA HARLEY DAYS UND 20. EUROPEAN H.O.G.® RALLY

AUF NACH KROATIEN Allmählich wird es Zeit, das Touring Handbook rauszuholen und mit der Planung einer ganz besonderen Reise zu beginnen. Ziel ist das EventHighlight des Jahres: die 20. European H.O.G.® Rally und Croatia Harley Days. Wir sehen uns dort!

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Bald ist es soweit: Der kroatische Ort Biograd Na Moru freut sich jetzt schon auf Tausende Harley-Davidson Fahrer und ihre Maschinen, die dort das 20. Jubiläum der European H.O.G.® Rally und die Croatia Harley Days feiern werden. Der Urlaubsort ist die perfekte Location für eine Harley-Davidson Party und gehört zu den besten Rally-Sites aller Zeiten. Auf dem direkt am Ufer gelegenen zwei Kilometer langen Event-Gelände wird es zwei Bühnen geben. Es werden Demo-Rides auf den Maschinen des Modelljahrs 2011 angeboten; Harley-Davidson Vertragshändler und Traider bieten ihre Produkte an, es gibt einen Technikbereich, ein Expo-Zelt mit den neusten Harley-Davidson Bikes und Parts und Accessories, ein BeachParty-Areal mit eigenem DJ-Podium, eine Custom Bike Show sowie Bars und Hospitality-Bereiche. Genug Parkplätze für Motorräder gibt es auch und zwar vor dem malerischen Hintergrund der Adria mit ihren zahlreichen Inseln. Darüber hinaus hat die Region einiges zu bieten: Da gibt es zum Beispiel das DelphinWatching oder eine Exkursion in einem echten U-Boot. Die Region ist als erstklassiges Tauchund Schnorchelrevier berühmt. Und dann erst die fantastischen Motorradstrecken… Es gibt die verschiedensten Unterbringungsmöglichkeiten und eine Vielzahl von Restaurants und Kneipen mit mediterraner Küche. Im Süden schließt sich ein großer und direkt am Meer gelegener Campingplatz an das Veranstaltungsgelände an, und sowohl im Ort selbst als auch im Umland gibt es eine große Auswahl an Hotels, Apartments und Gästezimmern. Wer vor hat, Kroatien auf zwei Rädern zu erkunden, wird nicht enttäuscht werden. Wie ein gewaltiges Rückgrat verläuft ein Gebirgszug von Norden nach Süden durch das Hinterland. Kurvenreiche Straßen in gutem Zustand winden sich durch das felsige Terrain, das hinter jeder Kehre ein neues Panorama bereit hält. Wer dann wieder die Küste erreicht, wird sicher gleich die Kamera zücken, denn das tiefblaue Meer mit seinen vielen Inseln vor der kroatischen Küste ist ein wunderbares Fotomotiv. Auch die Küstenstraße, die von Kroatiens Norden in den Süden führt, lässt keine Biker-Wünsche offen. Weitere Informationen werden folgen, sobald das Musik- und Unterhaltungsprogramm feststeht. Näheres dazu gibt es demnächst auf unserer Website. Den Link finden Sie auf der Homepage unter www.hogeuropegallery.com. Dort erhalten Sie auch Informationen zu Zimmerbuchungen und zur Vorbestellung des Rally Packs.

Reisetipps • Landeswährung ist der Kuna, aber auch der Euro wird meist akzeptiert. • Die geläufige Bezeichung für Hotelzimmer ist „room“ – diesen Hinweis werden Sie häufig sehen! • Oft werden keine Kreditkarten akzeptiert, dafür gibt es fast überall Geldautomaten. • Neben der Landessprache sprechen viele Kroaten auch Deutsch.

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UNTERBRINGUNG Sichern Sie sich die besten Plätze für die Croatia Harley Days und die 20. European H.O.G. Rally in Biograd! HOTELS: www.ilirijabiograd.com E-Mail: sales@ilirijabiograd.com oder margitv@ilirijabiograd.com Tel: +385 / 23 383 351, Fax: +385 / 23 384 823 Hotel Alan www.bluesunhotels.com zvonimir.cubelic@bluesunhotels.com Tel: 023/209-050 Fax: 023/209-073 CAMPING: www.campsoline.com E-Mail: kristinab@campsoline.com oder danijelk@campsoline.com Tel: +385 / 23 383 351, Fax: +385 / 23 384 823 HINWEIS: Die Websites dienen lediglich zur Information. Um von den exklusiven Sondertarifen für H.O.G. Member profitieren zu können, müssen sämtliche Reservierungen unter den genannten E-Mail-Adressen oder Telefonnummern erfolgen.

RALLY-PACKVORBESTELLUNG Zu der Veranstaltung sind ALLE Biker eingeladen. Der Eintritt ist FREI! Das Rally Pack kann sowohl vorbestellt als auch direkt vor Ort erworben werden. Hier die Details: Das Rally Pack besteht aus einem Rally T-Shirt, einem Rally Pin und einem Rally Patch in der praktischen Souvenirdose. Preis bei Vorbestellung: 40 Euro Preis vor Ort: 54 Euro Vorbestellungen sind möglich auf members.hog.com unter „My Membership“, „Register for an Event“.

5. FINNISH NATIONAL H.O.G. RALLY

Finnland-Fun

AUSB L IC K tional 5. Finnish Na, H.O.G. Rallyland Jaala, Finn t 2011 5. – 7. Augus lery.com hogeuropegal Vom 5. bis 7. August 2011 steigt im wunderschönen Jaala die 5. Finnish National H.O.G. Rally. Sponsor des diesjährigen Events ist das V-Twin City Oy. Herrliche Ausfahrten, Benzingespräche am Lagerfeuer und unverfälschter Rock’n Roll machen diese Rally zu einem überaus lohnenden Event. Camper, Kinder und Caravans sind herzlich willkommen! Buchungsanfragen und Anmeldungen bitte per E-Mail an paivi.tattari@fennia.fi oder unter der Rufnummer +358 50 5722 972. Anmeldeschluss ist der 20. Juli 2011.

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Events

5. HARLEY-DAVIDSON EURO FESTIVAL

Get the Party

started… AUSB L IC K vidson 5. Harley-Da al, Grimaudz Euro Festiva t-Trope Golf von S in 2011 12. – 15. Mai lery.com hogeuropegal

Mit dem Harley-Davidson EuroFestival wird die Kultmarke aus Milwaukee vom 12. bis 15. Mai 2011 zum fünften Mal in Folge den Golf von Saint-Tropez zum kochen bringen. Die französische Reviera bildet die perfekte Kulisse für diesen stylischen Event und einmal mehr werden wieder hunderte Harleys in der gleißenden Sonne um die Wette glänzen. Get the Party started: Auf der Hauptbühne, die direkt am Strand liegt, werden jeden Abend – durchgehend von Donnerstag bis Samstag – zwei LiveBands Ihren großen Auftritt feiern. Als Headliner für Samstag Abend hat sich dieses Jahr Louise Bertignac angekündigt, der bereits mit der Präsidentengattin Carla Bruni auf der Bühne stand. Kommen Sie zudem in den Genuss der Harley-Davidson Hospitality Bar, die in diesem Jahr größer ist denn je. Hier spielen Bands und hier legen DJs noch bis in die frühen Morgenstunden auf. Oder testen Sie in der Demo Area, zu finden auf dem Parkplatz nahe dem Eventgelände, die neusten Harley-Davidson Modelle. Und warum bringen Sie nicht gleich auch einen Nicht-Motorradfahrer mit? Dieser kann sich schließlich die Zeit perfekt auf dem Harley-Davidson Fahrsimulator vertreiben, während Sie auf den aktuellen 2011er Modellen die französische Landschaft genießen. Die fantastische Custom Bike Show am Freitag sowie die große Harley Parade am Samstag runden diesen spektakulären Event gekonnt ab. Preise und Vorab-Anmeldung: • Bitte beachten Sie, dass Sie bei einer Vorab-Anmeldung ein Drei-Tages-Ticket erhalten. • Bitte beachten Sie, dass das Ticket nicht für den Camping-Ground gilt und auch keine Merchandise-Artikel beinhaltet. • Bitte beachten Sie, dass HOG Members ein Ticket-Rabatt ausschließlich bei Voranmeldung eingeräumt wird und nicht an der Tageskasse. • Bitte beachten Sie, das das Rally Pack, das Sie ausschließlich bei einer Vorab-Anmeldung zusätzlich erhalten, einen Pin, einen Patch und ein Rally T-Shirt in einer Souvenir-Dose enthält und auf dem Event zu einem Preis von € 54,- verkauft wird Vorab-Anmeldung für HOG Members: € 50,Vorab-Anmeldung für Gäste: € 65,Drei-Tagesticket an der Tageskasse: € 70,Tagesticket an der Tageskasse: € 30,Vergünstigtes Rally Pack bei VorabAnmeldung: € 40,-

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BARCELONA HARLEY DAYS

Fiesta catalana Barcelona zählt ohne Zweifel zu den spannendsten Metropolen Europas und hat seinen Besuchern stets eine Menge zu bieten. Am Wochenende vom 8. bis 10. Juli wird die Stadt einmal mehr das Mekka der Harley Fangemeinde sein: Rund eine Million Besucher werden zu den Barcelona Harley Days erwartet. Highlight des Events ist die größte Harley-Davidson Flaggenparade Europas. 2010 nahmen mehr als 10.000 Motorräder an der Fahrt durch die Innenstadt teil. Sehenswerte Stationen waren unter anderem das Olympische Dorf, der Hafen, der legendäre Passeig de Colom und die Avinguda de Miramar. Die völlig kostenlose dreitägige Veranstaltung beinhaltet außerdem zahlreiche Konzerte und Darbietungen sowie geführte Touren, Ausstellungen und Händlerstände. Selbstverständlich gibt es auch diesmal ein Harley® Village nebst Expo-Zelt, in dem Besucher die neusten Modelle sowie Parts und Accessories in Augenschein nehmen können. Wer Mitglied ist, kann sich in der H.O.G. Hospitality Bar über exklusive Angebote

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freuen, und wer nicht, kann dies dort auf der Stelle ändern. Am Samstag steigt die Custom Bike Show, bei der Harley Besitzer ihre umgebauten Meisterwerke präsentieren. In der Customizer Area werden sich die bekanntesten Customizing-Firmen ein Stelldichein geben. Wer den Meistern einmal bei der Arbeit über die Schulter schauen möchte, ist dort genau am richtigen Ort! Unter der Leitung des Barcelona Chapters gibt es geführte Touren durch Stadt und Umland. Doch Achtung: Diese Führungen sind äußerst beliebt, weshalb Sie sich am besten bereits jetzt über H.O.G. Hospitality Ihren Platz sichern sollten. Und last but not least lockt die Demo Ride Area mit kostenlosen Probefahrten auf den neusten Harley-Davidson Modellen. Die atemberaubende Kulisse, die gelöste Stimmung und das dazu passende Klima sind die Zutaten einer Veranstaltung, die Sie um nichts in der Welt verpassen sollten. Weitere Informationen finden Sie unter www.barcelonaharleydays.com

AUSB L IC K rley Days, Barcelona Ha panien Barcelona, S 011 8. – 10. Juli 2 ydays.com barcelonaharle


Events

AUSB L IC K est, Ireland Bike F nd la Ir Killarney, 011 3. – 6. Juni 2 t.com irelandbikefes

IRELAND BIKE FEST

Killarney ist Kult Bald ist es wieder soweit, und wir können es kaum noch erwarten: Zum fünften Mal geht das Ireland Bike Fest an den Start, und dieses Event wird alles bislang Dagewesen in den Schatten stellen. Wie schon 2010 nutzt man einen irischen Feiertag, sodass das Event über volle drei Tage geht (das Wochenende vom 3. – 6. Juni). Die meisten Aktivitäten werden vom Bike Village aus starten. Probefahrten, Bike-Show, Live-Auftritte und weitere Angebote sind nur einige der Höhepunkte des Programms, das dort am Wochenende geboten wird. Die Veranstaltung ist von jeher eng mit den irischen H.O.G. Chaptern vernetzt, deren freiwillige Helfer sich während des gesamten Wochenendes um gemeinsame Ausfahrten in das zauberhafte Umland kümmern. O-Ton Peter Mulcahy, Chapter Director des Gaelic Chapter: „Nach dem Riesenerfolg des Vorjahrs können wir es kaum noch erwarten!“ So sieht es auch Michael Thompson, Director des Celtic

Thunder Chapters aus Waterford, und fügt hinzu: „Wir werden da sein und uns um die Ausfahrten nach Dingle und über den Ring of Kerry kümmern – und selbstverständlich um die Parade.“ Auch Sie können unter der Führung der Chapter auf Erkundungstour gehen. Dabei sollten Sie auch der H.O.G. Hospitality einen Besuch abstatten. Dort können Sie mit den Chapter Membern plaudern, sich über das Angebot informieren, Merchandise-Artikel kaufen oder eine Mitgliedschaft abschließen. Grundsätzlich ist das Ireland Bike Fest ein Event für Biker und Motorradfreunde jeder Couleur und ein Fest für die ganze Familie; dennoch wird Harley-Davidson dieses Jahr stärker präsent sein als in den vergangenen Jahren. Für NichtMotorradfahrer gibt es zum Beispiel das Jumpstart-Angebot. Sie können auf einer Harley-Davidson Platz nehmen und erfahren, wie es sich anfühlt, eine solche Maschine zu bewegen. Das SimulatorBike schaltet sich exakt wie ein echtes Motorrad – bleibt dabei aber stets auf

Position. Oder wie wäre es mit einem Porträt von Ihnen im Sattel einer Harley? Die Fotografen von „Me on a Harley“ rücken Sie gern ins rechte Licht. Als Hintergrund stehen verschiedene legendäre Landschaften zur Auswahl, das Ergebnis können Sie sich später im Internet ansehen. Gestandene Biker hingegen sollten den Fit Shop besuchen. Dort erfahren Sie, wie Sie das Bike Ihrer Träume bauen oder ihr vorhandenes Bike optimieren können. Das Village stellt eine begrenzte Zahl an Unterbringungsmöglichkeiten bereit. Wer im Gleneagle Hotel, im eleganten Brehon oder in den geräumigen River Apartments logiert, wohnt quasi im Zentrum des Geschehens. Ferner gibt es zahlreiche Frühstückspensionen sowie zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten in Killarney. Weitere Informationen sowie Buchungsmöglichkeiten finden Sie auf der Website. Aktuelle Neuigkeiten und Veranstaltungshinweise gibt es unter www.irelandbikefest.com

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wasläuft

H.O.G.® Events 2011 Nähere Einzelheiten zu allen Events finden Sie unter www.hogeuropegallery.com

MÄRZ Daytona Bike Week 4. – 13. März

Africa Bike Week Margate, Südafrika, 28. April – 1. Mai

12. International HarleyDavidson Festival Plattensee, Alsóörs, Ungarn, 8. – 12. Juni

El Salvador Rally

H.O.G. Egypt Rally

El Salvador, 29. – 30. April

White River Rally

Sharm el Sheikh, Ägypten, 9. – 12. März

MAI

Mpumalanga, Südafrika, 16. – 19. Juni

Victoria State Rally

Honduras La Ceiba

Italy National H.O.G. Rally

Mornington, Victoria, Australien, 11. – 14. März

Honduras, 6. – 7. Mai

Pescara, Italien, 17. – 19. Juni

H.O.G. Discovering Morocco Rally

Norway National Rally

Guatemala Rally

Marokko, 7. – 14. Mai

Sandefjord, Norwegen, 17. – 19. Juni

5. Harley-Davidson Euro Festival®

Magic Bike Rüdesheim

Grimaud, Golf von Saint-Tropez, 12. – 15. Mai Das Video zum 2010er Event gibt es unter www.hogeuropegallery.com

Rüdesheim, Deutschland, 23. – 26. Juni

Vienna Harley Days

St Petersburg, Russland, 24. – 26. Juni

GT A S E G B A

Guatemala, 18. – 19. März

Fallas in Valencia Valencia, Spanien, 18. – 20. März

Lion Roar Rally Limpopo, Südafrika, 26. – 27. März

APRIL

1. Harley-Davidson Laura St.-Petersburg Festival

Wien, Österreich, 13. – 15. Mai

Hamburg Harley Days Croatia Harley Days und 20. European H.O.G. Rally

Hamburg, Deutschland, 24. – 26. Juni

Million Mile Monday 27. Juni

Costa Rica, 22. – 23. April

Biograd, Kroatien, 26. – 29. Mai Den Trailer zum Event gibt es unter www.hogeuropegallery.com

New South Wales State Rally

Gold Rand Rally

2. Baltic Bike Days

Newcastle, NSW, Australien 22. – 25. April

Südafrika, 27. – 29. Mai

Jurmala, Lettland, 1. – 2. Juli

JUNI

Durban Rally

H.O.G. in the Snow

Andorra, 21. – 25. April

Costa Rica Rally

JULI

KZN, Südafrika, 1. – 3. Juli H.O.G. Spanien lädt alle H.O.G.Member herzlich zu allen Veranstaltungen ein, die mit diesem Symbol gekennzeichnet sind. Wenn Sie in diesem Jahr eine Spanien- oder Portugalreise planen, würde H.O.G. Spanien sich über einen Besuch ihrer lokalen und nationalen Events freuen. Für alle Events ist eine vorherige Anmeldung erbeten, dafür gibt es dann auch besondere Leistungen für alle H.O.G. Mitglieder und mehrsprachige Veranstaltungssprecher. Außerdem wurden in Spanien einige neue offizielle Harley-Davidson Vermietstationen eingerichtet, die Sie unter www.harley-davidson.com finden. Um weitere Informationen zu diesen Spanien-Events zu erhalten, schicken Sie eine E-Mail an sue.nagel@harley-davidson.com. 24

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11. Benelux H.O.G. Rally Leeuwarden, Niederlande, 3. – 5. Juni

Ladies of Harley Meeting Benicassim/Castellon, Spanien, 3. – 5. Juni

Barcelona Harley Days Barcelona, Spanien, 8. – 10. Juli Das Video vom 2010er Event gibt es unter www.hogeuropegallery.com

Swiss Harley Days Lugano, Schweiz, 8. – 10. Juli

Ireland Bike Fest

Morzine Harley Days

Killarney, Irland, 3. – 6. Juni

Morzine, Frankreich, 15. – 17. Juli


Touring Rides

AUF EINEN BLICK

H.O.G.® Touring Rides 2011 EUROPA 2011

73. Stuttgarter Frühlingsfests • 8. – 17. Mai

Snowball Rally Drakensburg,

West Coast Rally

Über Spanien (verschiedene Städte) zum Euro Festival, St-Tropez • 10. – 16. Mai

Südafrika, 29. – 31. Juli

West Coast, Südafrika, 23. – 25. September

Champagne, Frankreich • 21. – 24. Mai

H.O.G. Rock Mallorca Mallorca, 29. – 31. Juli

AUGUST South of England Rally Bisley, GB, 5. – 7. August

H.O.G. Lebanon Tour Libanon, 30. September – 2. Oktober

Family H-D Event Peñíscola (Castellón), Spanien, 30. September – 2. Oktober

GT A S E G B A

OKTOBER

5th Finnish H.O.G. Rally

Sevilla, 6. – 9. Oktober

Kestikartano Aurantola, Finnland 5. – 7. August

H.O.T.

Berlin Harley Days

Berlin, Deutschland, 5. – 7. August

Hippo Rally

H.O.G. Sevilla Rally

Sevilla, Spanien, 13. – 15. Oktober

Mpumalanga, Südafrika, 6. – 9. August

Bahrain Bike Week

Sturgis Rally 8. – 14. August

Central South Africa Rally

Friendship Ride Germany

Bloemfontein, Südafrika, 21. – 23. Oktober

Bahrain, VAE, 13. – 15. Oktober

Rhön, Deutschland, 12. – 14. August

Danish North Sea H.O.G. Rally Jesperhus, Dänemark, 26. – 28. August

Thunder in the Glens Aviemore, Schottland, 26. – 29. August

SEPTEMBER 14. European Bike Week Faaker See, Österreich, 6. – 11. September Das Video zum 2010er Event gibt es unter www.hogeuropegallery.com

3. H.O.G. Al Hajjar Mountain Rally Dubai, VAE, 27. – 29. Oktober

NOVEMBER Royal Rally Swaziland, Mosambik, Südafrika, 4. – 7. November

11. H.O.G. Middle East Rally

Belgische Ardennen 3. – 7. Juni Schottische Westküste und die „Isle of Skye“ • 12. – 19. Juni Jakobsweg Tour • 15. – 19. Juni Dänische und Deutsche Ostseeküste • 26. Juni – 8. Juli Spanien und Portugal (inkl. Porto) • 20. – 31. Juli Route 66 (organisiert von H.O.G. Barcelona und Aventurismo) • 23. Juli – 9. August Harley Friendship Ride, Fulda • 9. – 17. August Denver-Denver (organisiert von H.O.G. Barcelona und Aventurismo) • 20. August – 4. September Salzburg und Faaker See (European Bike Week) • 2. – 15. September Über Spanien (verschiedene Städte) zur European Bike Week, Österreich • 6. – 13. September Teneriffa • 3. – 6. Dezember

Jordanien, 24. – 27. November

DEZEMBER 5. Saudi National Rally Saudi-Arabien, 14. – 16. Dezember www.hogeuropegallery.com members.hog.com

Um einen Urlaub mit H.O.G.® Touring Ride zu buchen, besuchen Sie die Website www.harley-davidson.com und klicken Sie auf den Eventkalender oder kontaktieren Sie das Member Services Centre unter 00800 1111 2223. Weitere Termine und Details zu den HarleyDavidson Authorized Tours 2011 finden Sie unter: www. hogeuropegallery.com ®

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Harley | CUSTOM COVER™

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07.01.2011 9:55:35 Uhr


AUSGABE 14

HOG NEWS OFFIZIELLE NEWS VON DER HARLEY OWNERS GROUP DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH, SCHWEIZ

A HARLEY››EVENTS››JUBILÄUM››VIPS››CHAPTER NEWS ››RIDE ››MOTORCLOTHES››DEALER NEWS››PARTS & ACCESSORIES

I WANT A NEW

Wenn die ersten Sonnenstrahlen Schnee und Eis den Garaus machen und endlich der Frühling vor der Tür steht, wird dieses Jucken in der rechten Hand schier unerträglich. Haben Sie sich schon dabei ertappt, im Büro plötzlich an nichts anderes als an Harley zu denken? Sind Sie abends noch kurz in die Garage gestiefelt, um liebevoll über Tank und Sitz zu streicheln? Träumen Sie nachts vom Biken? Keine Bange, das ist nicht pathologisch. Das ist ganz normal – Sie waren halt einfach ein paar Monate auf Entzug.

DRUG

FRÜHLING 2011

Kehren, Serpentinen, so weit das Auge reicht. Sie können es kaum erwarten! Vielleicht planen Sie auch bereits Ihren Urlaub? Setzen Sie sich keinesfalls vor Ort schon wieder auf Entzug, sondern mieten Sie sich einfach eine perfekt gewartete 2011er Harley! Mit HarleyDavidson Authorized Rentals geht das ganz einfach: Rufen Sie im Web www. Harley-Davidson.de ...at oder ...ch auf und wählen Sie unter „Das Erlebnis“ „Mieten Sie eine Harley“. Ab sofort können Sie Ihr Motorrad hier sogar weltweit online reservieren!

... und die gibt’s beim Open House, bei den Authorized Rentals und bei Demo Rides

Besuchen Sie zur Selbsthilfe Ihren nächstgelegenen Dealer – er hält die drei Drogen bereit, ohne die ein echter Biker nicht leben mag: Motorräder, MotorClothes und Parts & Accessories. Zum Open House, das die deutschen, österreichischen und Schweizer Vertrags-

kleidungs- und Zubehörkollektionen vertraut machen, schließlich wollen Sie doch stilecht in die Saison starten – oder?

Sie wollen mal ‘was Neues ausprobieren? Dann buchen Sie über www.Harley-Davidson.de, ...at oder ...ch eine individuelle Probefahrt auf einer 2011er Harley! Kostenlos und natürlich völlig unverbindlich. Zu den Risiken und Nebenwir-

Ganz nebenbei treffen Sie beim Open House natürlich jede Menge nette Leute, denen es genauso geht wie Ihnen selbst: Sie fiebern der Saison entgegen. Schmieden Sie gemeinsam Pläne, wo es 2011 hingehen soll. Endlich mal wieder auf die Hausstrecke und unbedingt zu einem der großen Events. Traumhafte Straßen erwarten Sie. Kurven,

händler am 2. April 2011 (Österreich: 9. April, Schweiz: 26. / 27. März) feiern, geht‘s schon mächtig rund. Und wenn es das Wetter zulässt, verschreibt Ihnen der Dealer Ihres Vertrauens einen Demo Ride auf einer der neuesten Typen made in Milwaukee. Zudem können Sie sich gleich vor Ort mit den jüngsten Be-

kungen kann allerdings im Anschluss an den Ride die Unterschrift auf einem Kaufvertrag zählen. Maßnahmen zur Prävention und Frühintervention bleiben wirkungslos – wenn Sie einer Harley-Davidson verfallen sind, gibt es halt einfach keine Alternative, die das Verlangen stillt. HOG® NEWS Frühling 2011

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Harley-Davidson ® Events 2011

ODEAN DEN MAI

Mit dem Love Ride Switzerland, den Vienna Harley Days und den Riding Days steigen im Wonnemonat die ersten Events des Jahres und wie es sich für einen echten Harley Event gehört, stehen die neuesten zweirädrigen Träume aus den USA für Probefahrten bereit. Mehr über die Vienna Harley Days findet man unter www.vienna-harleydays.at.

„Wie herrlich leuchtet mir die Natur“, frohlockte Goethe im „Mailied“. „Süßer Mai, du Quell des Lebens“, dichtete Brentano. „Wie ein Meer des Lebens ergießt sich der Frühling über die Erde“, freute sich Heine. Die Herren haben recht! Schließlich steht im Mai die Saison vor der Tür und mit ihr die ersten Feste und Parties, die man als V-Twin-Fan einfach erlebt haben sollte. Los geht‘s am 8. Mai: Im Schweizerischen Dübendorf steigt eine der bedeutendsten europäischen Veranstaltungen zur Unterstützung muskelkranker und behinderter Menschen: der Love Ride Switzerland. Neben Live-Bands, der Stunt-

und Bike-Show, dem Kinder-Entertainment und der Bikes & Stuff Ausstellung mit Harley Dealern, Bike-Veredlern und Zubehöranbietern zählt wieder die große Ausfahrt zu den Highlights. Zahlreiche behinderte Menschenmachen traditionell von dem Angebot Gebrauch, mitzufahren. Wie gewohnt, fließen alle von den Teilnehmern entrichteten Beiträge der Unterstützung von Muskelkranken und Behinderten zu. Weitere Infos gibt’s unter www.loveride.ch.

EVENTS 2011 Love Ride (CH) Vienna Harley Days (A)

13. bis 15. Mai

Riding Days (CH)

27. bis 29. Mai

Magic Bike Rüdesheim (D)

23. bis 26. Juni

Hamburg Harley Days (D)

24. bis 26. Juni

Internationales Edersee Meeting (D) Swiss Harley Days (CH)

30. Juni bis 3. Juli 8. bis 10. Juli

Harley-Davidson Mountain Rodeo (A)

30. bis 31. Juli

Bike and Music Weekend (D)

4. bis 7. August

Berlin Harley Days (D)

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8. Mai

5. bis 7. August (vorläufig)

Friendship Ride Germany (D)

12. bis 14. August

3. Harley Weekend Lübeck (D)

19. bis 21. August

European Bike Week (A)

6. bis 11. September

Mallorca Bike Week (E)

31. Oktober bis 6. November

HOG® NEWS Frühling 2011

Wien bildet die prächtige Kulisse des ersten CityGroßevents 2011: Bereits am 13. Mai 2011 startet mit dem „Capital Ride“ (www.vienna-harley-days. at) unter dem Motto „mitfahren statt nur hinfahren“ die große Sternfahrt aus allen Teilen Österreichs in die Hauptstadt. Vom 13. bis 15. Mai rocken dann die Vienna Harley Days das Gelände am Ernst-HappelStadion. Bei zahlreichen Anbietern erwirbt man Bekleidung und Zubehör, man stärkt sich an den vielen Catering-Ständen, staunt über die atemberaubenden Bike-Stunts von Rainer Schwarz und bekommt natürlich jede Menge Blues, Country und Rock auf die Ohren. Der Eintritt ist frei,

Vom 27. bis 29. Mai kommen Eidgenossen bei den Harley-Davidson Riding Days in Roggwil (Kanton Bern) auf ihre Kosten. Unter den Mottos „Back to Biking“, „Ladies Day“ und „Welcome Day“ bietet das Wochenende Anfängern, Frauen und Wiedereinsteigern ein maßgeschneidertes und kostenfreies Programm. Der Freitag ist für alle Führerscheinbesitzer reserviert, die schon lange nicht mehr auf dem Bike saßen. Unter Anleitung professioneller Instruk toren frischen sie ihre Kenntnisse auf und haben die Möglichkeit, kostenlose Demo Rides auf neuen Harleys zu unternehmen. Am Samstag steht das Gelände exklusiv für Frauen zur Verfügung. Anfängerinnen und erfahrene Bikerinnen sind eingeladen, den Asphalt auf aktuellen Harley Modellen EVENT NEWS in unter die Räder zu letzter Sekunde nehmen. Wer noch Kurz vor Redaktionskeinen Führerschein schluss erreichte uns hat und davon die gute Nachricht, dass träumt, den Lenker die Hamburg Harley selbst in die Hand Days auch 2011 stattfinzu nehmen, unterden, und zwar vom 24. nimmt unter Aufsicht bis 26. Juni. der Instruktoren erste Fahrversuche. Männliche Begleiter haben derweil die Möglichkeit, außerhalb des Geländes kostenlose Probefahrten zu machen oder sich die Zeit in der Chill-out Lounge oder der großen BikerShopping-Meile zu vertreiben. Am Sonntag drehen dann alle, die schon immer den Wunsch gehegt haben, Motorrad zu fahren, aber noch keinen Führerschein besitzen unter fachmännischer Anleitung ihre ersten Runden. Die Probefahrer sollten robuste Kleidung und stabile Schuhe mitbringen. Für die Testfahrten mit Instruktoren sind Reservierungen empfohlen. Die Anmeldung und weitere Infos findet man unter www.h-d-events.ch. Welch ein Mai!


Friendship Ride

Wasserkuppe, Germany 2011

Harley-Special!

Nur für Friendship-Ride-Teilnehmer Eine Übernachtung im Einzelzimmer 4-Sterne Superior Hotel Esperanto · inklusive Frühstücksbuffet · kostenfreie Nutzung der Sauna- und Solelandschaft BEAUTY & SPA ESPERANTO

69,– EUR Eine Übernachtung im Doppelzimmer 4-Sterne Superior Hotel Esperanto · inklusive Frühstücksbuffet · kostenfreie Nutzung der Sauna- und Solelandschaft BEAUTY & SPA ESPERANTO

79,– EUR (gültig vom 12. 8. 2011 – 14. 8. 2011, auf Anfrage und nach Verfügbarkeit)

HOTEL ESPERANTO Esperantoplatz · 36037 Fulda · Reservierung und Infos unter Telefon: 06 61 / 2 42 91 - 0 E-Mail: info@hotel-esperanto.de · www.hotel-esperanto.de ®

HOG NEWS Frühling 2011

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Harley-Davidson ® Jubiläum

HAPPY DYNA BIRTHDAY

2011 feiert Harley-Davidson gleich zwei Jubiläen: 20 Jahre Dyna und 40 Jahre Super Glide

Dyna Wide Glide 1980

Dyna Street Bob 2006

Dyna Fat Bob 2011 IV

HOG® NEWS Frühling 2011

Wenn man sich einer großen Familie mit einer langen Tradition erfreut, dann hat man eine Menge Geschichten zu erzählen – zum Beispiel diese hier: Sie nimmt ihren Anfang im Jahr 1971. In jenem Jahr wird Greenpeace gegründet. Erich Honecker tritt den ZK-Vorsitz der DDR an. Die „Love Story“ bricht alle Rekorde an den Kinokassen. „Jesus Christ Superstar“ ist der Hit am Broadway. Janis Joplins „Me and Bobby McGee“ wird posthum veröffentlicht, und die Stones besingen „Brown Sugar“. Es ist das Jahr, in dem Harley-Davidson die Super Glide präsentiert. Ihr Styling gilt als erster Geniestreich aus der Feder des Designers Willie G. Davidson, Enkel der Gründer-Generation von Harley-Davidson. Willie G. ist auf allen großen Motorradtreffen zugegen, und er weiß genau, was die Kunden wollen: eine imposante „Custom Machine“, die bereits serienmäßig authentisches Easy-Rider-Feeling vermittelt. Das Ergebnis seiner Überlegungen ist eine Synthese aus Rahmen, Triebwerk und Hinterrad einer FL Electra Glide mit Gabel und Vorderrad einer XL Sportster. So entsteht das Typkürzel FX für die Baureihe, mit der die Motor Company den Grundstein zum „Factory Customizing“, dem „Custombike ab Werk“, legt. Es folgen weitere Typen wie Low Rider und Wide Glide,

und wenig später ist der Begriff „Custom“ aus Harleys Modellpalette nicht mehr wegzudenken. 1982 geht aus der FX Familie die FXR mit vibrationsentkoppeltem Motor („R“ für rubber mounted) hervor. Und 1991 debütiert mit der FXDB Sturgis die nächste Generation, die in Anlehnung an das Wort dynamic „Dyna“ („D“) genannt wird. Die Maschine zeichnet sich durch zahlreiche Innovationen aus, zu denen der neue, im CAD-Verfahren entwickelte fahrstabile Rahmen zählt, der – weiter optimiert – bis heute dazu beiträgt, dass die Dyna Modelle zu den fahraktivsten Harleys zählen. 2011 prägen vier ebenso agile wie puristische Maschinen die Produktfamilie: Dyna Wide Glide, Dyna Super Glide Custom, Dyna Street Bob und Dyna Fat Bob. Sie werden vom Twin Cam 96 V2-Motor mit 1.584 cm³ Hubraum angetrieben, der je nach Modell bis zu 57 kW (78 PS) entwickelt, mit einem Sechsganggetriebe verbunden und schwingungsentkoppelt in einen steifen Rahmen eingebettet ist. Und sie zählen zu den größten Erfolgstypen des aktuellen Harley-Davidson Programms – kein Wunder, stecken doch in ihnen die kernigen Gene einer starken Familie. Text: Rudi Herzig Fotos: Harley-Davidson


HOG速 NEWS WINTER 2010

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Harley-Davidson ® VIPs

FRIENDS OF

Axel Prahl und Peter Maffay fahren ab auf die Forty-Eight Songs aus „40 Jahren Rock’n’Roll“ stehen auf dem Programm, als Peter Maffay – Ehrenmember im Metropolitan Chapter und zwischen 2001 und 2004 sogar Mitgesellschafter des Hamburger Dealership – die Tour zu seinem aktuellen Album „Tattoos“ eröffnet. Es ist der 2. November 2010 in der Hamburger O2 World Arena. Die Halle ist ausverkauft, 16.000 Fans sind gekommen. Sie erleben den Ausnahmemusiker zunächst auf einer kleinen Bühne im hinteren Drittel der Halle, „bewaffnet“ nur mit Stuhl, Mikro und Gitarre – ganz wie in den kleinen Clubs vor vielen Jahrzehnten. Nach diesem beeindruckend schlichten Auftakt schwingt sich Peter auf seine neue Forty-Eight, entert auf dem Bike die gewaltige Bühne, und gibt dort alles, während auf den riesigen Videowänden im Background Harleys auf und abdonnern. Unbedingt hingehen, empfiehlt Harley-Davidson. Infos und Tourdaten unter www.maffay.de, Tickets u.a. bei www.eventim.de.

Ob Axel Prahl alias „Tatort“-Münster-Hauptkommissar Frank Thiel ebenfalls zu den Maffay-Fans zählt, wissen wir nicht. Fest steht jedoch, dass die beiden Stars einer gemeinsamen Leidenschaft frönen: den Milwaukee-Irons. Nachdem sein Serienpartner Jan Josef Liefers alias Rechtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne bereits 2006 den Motorradführerschein gemacht und auf eine Sportster gestiegen war, tat Axel es ihm unlängst nach. Der Wahlberliner hatte sein Schlüsselerlebnis bei den Dreharbeiten zu „Berlin 36“ wo er – noch ohne Führerschein – eine klassische Harley WL auf abgesperrtem Gelände pilotierte. Unmittelbar war Axel dem Harley Virus verfallen. Nachdem er bei der Harley-Davidson Academy of Motorcycling den Führerschein erworben hatte, durfte er im vergangenen Oktober beim Vertragshändler Classic Bike in Berlin endlich das Motorrad seiner Träume in Empfang nehmen: eine Forty-Eight. Harley-Davidson wünscht beiden allzeit gute Fahrt! Text: Rudi Herzig Fotos: Harley-Davidson / Andreas Teich und Red Rooster

Bio im Sprit Ein Buchstabe und eine Zahl verunsichern Auto- und Motorradfans: E10 Hinter der Formel „E10“ verbirgt sich der prozentuale Anteil von aus Pflanzen gewonnenem Ethanol, der dem Benzin beigemischt wird. Bisher betrug er bis zu 5 Prozent, während dem in Kürze erhältlichen E10-Kraftstoff 10 % Ethanol beigemischt werden. Mit der höheren Beimischung wird eine EU-Richtlinie zum Klimaschutz umgesetzt. Der Haken: E10 kann korrosiv auf Aluminium wirken und

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verträgt sich nicht mit allen Dichtungsmaterialien und Schläuchen. Die gute Nachricht: Für die Besitzer sämtlicher aktueller und zahlreicher älterer Harley-Davidson Modelle ist die Umstellung auf den höheren Bioethanol-Anteil im Sprit kein Problem: Alle serienmäßigen Harley Motoren ab dem Modelljahr 1980 vertragen zehn Prozent Ethanol im Kraftstoff und können daher weiterhin problemlos mit „Super“-Kraftstoff (ROZ 95) betrieben werden.

Besitzern von Harley-Davidson Motorrädern, die vor dem Modelljahr 1980 gefertigt wurden, empfiehlt der Hersteller, auf „Super Plus“ (ROZ 98) umzusteigen, das weiterhin mit maximal fünfprozentigem Ethanolanteil angeboten wird. Auch für modifizierte beziehungsweise leistungsgesteigerte Harley Motoren sowie für alle Buell Modelle empfiehlt die Motor Company, „Super Plus“ (ROZ 98) zu tanken.


Harley-Davidson ® CHAPTER

Bodensee-Donau-Chapter mit legendärem Treffpunkt

Ob Kneipe oder Clubhaus – so stilecht wie beim Bodensee-Donau-Chapter dürfte derzeit bei kaum einem anderen Chapter gefeiert werden. Denn auf dem Gelände von Tuttlingens HarleyDavidson Dealer Matthies in der Industriestraße 20 gibt es ab sofort nicht nur legendäre Motorräder, sondern auch einen ganz besonderen Meeting-Point. Chapter Member Hans-Martin Bühler, passionierter Zimmermeister, errichtete originalgetreu

mit viel Liebe zum Detail eine massive Replik des Schuppens, in dem 1903 für Harley-Davidson alles began. Er wird dem Bodensee-Donau-Chapter ab sofort als gemütlicher Versammlungsort für ihre monatlichen Treffen dienen. Doch keine Angst: Auch für Ihr Chapter baut Hans die Legende gern noch einmal nach. Kontakt: info@holzwerkstatt-vs. de oder www.bodensee-donauchapter.de oder www.motorradmatthies.com.

Neues Chapter – DomCity Erfurt Chapter Germany

Das DomCity Erfurt Chapter Germany ist der offizielle Nachfolger des ehemaligen Thüringen Chapter Germany. Bedingt durch den Dealer-Umzug von Suhl nach Erfurt wird nach der Namensänderung nun wieder Vollgas gegeben: Die Eventplanung für 2011 läuft auf Hochtouren, die neue Webseite ist online und auch die Ämter sind verteilt. „Gemeinsam Biken, gemeinsam Spaß haben – we are Family“, lautet das

Motto des DomCity Erfurt Chapter Germany, exakt das, worauf es bei H.O.G. ankommt! Momentan zählt die Truppe 24 Mitglieder – und klar, sie soll weiter wachsen. Alle, die gemeinsam die Zeit rund ums Bike genießen möchten, sind herzlich willkommen. Mehr Infos gibt’s im Web auf www.domcity-erfurt-chapter.de oder bei Harley-Davidson Erfurt in der Binderslebener Landstr. 93 (www.harley-davidson-erfurt.de). HOG® NEWS Frühling 2011

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Harley-Davidson ® MOTORCLOTHES®

WIE

GESCHMIERT Text: Hein Herz Fotos: Harley-Davidson ist zu Preisen ab 86,- € (CH: ab 120,- CHF) in „Black“ (99048-09VM) und in „Olive“ (9913110VM) erhältlich. Es besteht aus weichem Baumwollmischgewebe und verfügt über einen Frontreißverschluss sowie zwei Kängurutaschen, in denen kalte Hände im Nu wieder warm werden. Das kurzärmelige Hemd aus 100 % Baumwolle gibt’s zu Preisen ab 60,€ (CH: ab 83,- CHF) in den gleichen Farben (99049-09VM und 9905009VM). Shirt und Hooded Sweat Shirt zieren jeweils ein dezentes klassisches Bar and Shield auf der linken Brust und die originale „Refinery sealed“-Werbegrafik auf dem Rücken.

Oil Can Hooded Sweatshirt

Von Ölen und MotorClothes Echtes Harley-Davidson Öl, so versprach es die Werbung in den Fifties, gibt’s nur in Blechdosen, die von der Raffinerie versiegelt wurden – „Refinery sealed“ eben. Schwindlern sollte auf diese Weise keine Möglichkeit bleiben, ein minderwertiges Öl durch simples Umfüllen in einen anderen Behälter als exquisites Qualitätsprodukt auszugeben. An diese längst vergangene Ära, in der versiegelte und dennoch leicht zu öffnende Plastikbehälter noch Zukunftsmusik waren, erinnern das Oil Can Hooded Sweatshirt und das Oil Can Garage Shirt. Das Hoody VIII

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Pre-Luxe Woven Shirt

auf dem Pre-Luxe Woven Shirt. Das kurzärmelige Hemd aus 100 % Baumwolle wird zu Preisen ab 80,- € (CH: ab 110,- CHF) in Ab Ende der Fünfzigerjahre bis „Black“ (99005-11VM) und „Stone“ (99006weit hinein in die Sixties vertrieb die Mo- 11VM) angeboten. Es verfügt über einen tor Company hochwertiges Einbereichsöl Snap-Down-Kragen und gedruckte sowie gestickte Graphics auf Brust und Rücken. für Viertakter in drei Visko„Genuine Motor Oil“ – natürlich sitätsklassen. „Es reiebenfalls made by Harley-Danigt so gut, wie es vidson – lautet der Werbeschmiert“, verschriftzug auf der Reversprach HarleyDavidson für sible Oil Can Knit Cab, sein „Pre-Luerhältlich in „Black“ xe“ getauftes (99438-10VM) und „Gray“ (99512-11VM). Produkt, „Ihr Zu Preisen ab 26,- € (CH: Motorrad wird es ab 37,- CHF) gibt‘s die schicke lieben.“ Das Öl ist im Baumwollmütze, die von beiZeitalter moderner den Seiten getragen werden High-Tech-Mehrbekann, beim freundlichen Harreichsöle längst Geley Dealer – und der hat auch schichte, der ClasOil Can Garage Shirt sic-Ad-Look der damaligen gleich noch das passende Öl für Werbung hingegen macht sich auf aktuellen die Motorräder unserer Ära im Ausschank. MotorClothes einfach prima. Zum Beispiel Schauen Sie doch einfach mal wieder vorbei.


13. INTERNATIONALES

EDERSEE-MEETING 30.06. – 03.07.2011 HEMFURTH, EDERSEE I DO – SO

HIGHLIGHTS Open-Air-Bühne mit Live-Musik ab 14 Uhr Stunt-Show mit Rainer Schwarz Table-Dance- und Festzelt

13.

201

1

Campground • Customizer-Meile • Bike-Contest • Parade über die Sperrmauer • Probefahrten auf Harley-Davidson® Bikes • Geführte Ausfahrten rund um den Edersee • Bikewash • Biker-Gottesdienst • Gewinnen Sie Preisgelder im Gesamtwert von 1.000 $ bei: BikerGames • Bull-Riding-Contest • Biker-Karaoke • Wet-T-Shirt-Contest

W W W. E D E R S E E - M E E T I N G . D E

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Harley-Davidson ® Dealer News

Harley-Davidson Niederrhein ist „Motorradhändler des Jahrzehnts“ Ein stimmiges Gesamtkonzept sowie eine intelligente Entwicklungsstrategie – das sind die Faktoren, nach denen die Jury des Magazins „World of Bike“ in Zusammenarbeit mit NGK den HarleyDavidson Dealer Thunderbike zum „Händler des Jahrzehnts“ kürten. Geschäftsführer Andreas Bergerforth und sein Team hätten, so die Juroren, über Jahre

hinweg alle Kriterien erfüllt und sich kontinuierlich weiterentwickelt. Und während andere strauchelten, legte man am Niederrhein sogar noch zu: Anfang 2010 eröffnete Thunderbike mit seinem Roadhouse einen erfolgreichen eigenen Gastronomiebereich. Neben dem Handel mit Harleys sowie einem anerkannt erstklassigen Service widmet sich das Thunderbike Team zudem mit viel Herzblut dem Customizing. Für ihre Kreationen wurden die Veredler vom Niederrhein bereits mit zahlreichen Preisen überhäuft. Wer dem Motorradhändler des Jahrzehnts einen Besuch abstatten will, ist in der Güterstraße 5 in 46499 Hamminkeln stets herzlich willkommen.

Harley-Davidson und Buell Bonn: Express Lane Service und Fit Shop Rasch noch mal mit dem Bike in die Fachwerkstatt, weil das Öl gewechselt oder etwas montiert werden soll? Der „Express Lane Service“ von Harley-Davidson Bonn macht’s möglich. Ab sofort werden alle Service- und Wartungsarbeiten, die binnen etwa einer Stunde erledigt werden können, in Bonn ohne vorherige Terminabsprache durchgeführt. Auch der Austausch von Anbauteilen und Genuine Motor Parts and Accessories wird nun entweder sofort oder noch am gleichen Tag ausgeführt. Und neben den flotten Serviceleistungen bietet die abermals verbesserte Dialogannahme dem Kunden noch mehr Klarheit – um den perfekten Beratungs-

bereich zu schaffen, wurde eigens die Werkstatt umgebaut. Ebenfalls neu: Der „Fit Shop“, ein speziell präpariertes Harley-Davidson AusstellungsBike, an dem sich mit wenigen Handgriffen zahlreiche Bauteile gegen original Harley-Davidson Parts and Accessoires austauschen lassen, um die ideale Sitzposition zu ermitteln. Das neue Serviceangebot gibt‘s werktags von 9:00 bis 16:00 Uhr in der Bornheimer Straße 230 in Bonn.

Mit Harley-Davidson Fashion Hamburg eröffnet die erste H-D Boutique in der Hansestadt Mit Harley-Davidson Fashion Hamburg startet im Herzen der Hansestadt in Kürze ein neues Unternehmen der Harley-Davidson Hamburg Nord GmbH durch. Während man sich im Nedderfeld 96 weiterhin um Bikes, Motorradbekleidung und -zubehör kümmert, entsteht in der Europa Passage am Ballindamm 40 eine Boutique, die sich ausschließlich den modischen Aspekten der Harley-Davidson MotorClothes widmet. Die Location X

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könnte passender nicht sein: Hamburgs größte innerstädtische Einkaufs-Mall punktet mit spektakulärer Architektur auf fünf Etagen. Sie befindet sich zwischen Jungfernstieg und Mönckebergstraße und ist ein Must bei jedem City-Besuch. Im ersten Obergeschoss wird Filialleiterin Tamara Saudi in Kürze Fashion und stylishe Accessoires anbieten, die den Käufer eindeutig als modebewussten Fan der Marke aus Milwaukee ausweisen – selbst wenn er selbst gar kein Motorrad besitzt. Die Eröffnung ist für März geplant. Halten Sie sich unter www.harley-hh.de auf dem Laufenden.


Harley-Davidson und Buell Nürnberg ist umgezogen „Every region has a leader“. Die selbstbewusste Ansage ist bei Fritz Jonak, Geschäftsführer der Nürnberger Händlervertretung, keineswegs eine Floskel. Beim Betreten des neuen Stores in der Kreuzburger Straße 1 in Nürnberg-Langwasser wird rasch klar, dass der umtriebige Inhaber das Statement unter seinem Firmenlogo durchaus ernst meint: Auf 1.200 m² Verkaufsfläche finden Harley Fans in klassischamerikanischer Atmosphäre die

gesamte Modellpalette vor. Die großzügige Präsentation versetzt den Besucher unmittelbar in die einzigartige Welt der US-Marke. Neben der riesigen Bike-Auswahl lässt natürlich auch das umfangreiche MotorClothes Sortiment die Herzen höher schlagen. „Wir wollen künftig einen noch besseren Service rund um den V-Twin bieten,“ erläutert Fritz, und deshalb richtete er die neue Werkstatt mit sieben Hebebühnen ganz nach den Wünschen der Mitarbeiter ein. Was sich das Nürnberger Team noch einfallen ließ, schauen Sie sich am besten selbst an – für den 12. März ist die große Eröffnungsparty geplant!

Rick´s avanciert zu „Harley-Davidson Baden-Baden“ Good News für alle Harley Fans aus dem nördlichen Schwarzwald und dem Rheingraben: Rick‘s Motorcycles wird HarleyDavidson Dealer in Baden-Baden. Nach über 16 Jahren im Motorradbusiness und mehr als sechs Jahren „House of Custom“ wird der Top-Customizer nun selbst Vertragshändler. Patrick „Rick“ Knörzers Verbindung zur Marke begann in den 1990er-Jahren mit der Verbreiterung von Fat Boy Scheibenrädern. Später kamen Schwingenkits, eigene Radlinien und komplette Custombikes hinzu. „Trotzdem ist der Schritt zum offiziellen Dealership eine

große Herausforderung, der wir mit dem entsprechenden Engagement begegnen,“ erklärt Rick. Sein Unternehmen, das auf einer Fläche von rund 3.600 m² das ganze Erlebnis rund um Harley-Davidson bietet, vergrößert jetzt die Werkstatt- sowie Showroom-Kapazität und stellt zusätzliches Personal ein. Die Besucher dürfen sich also mit Neugier schon jetzt auf das ReOpening als official Dealership am 19./20. März freuen.

Harley-Davidson Bern City bringt Harley Mode in die Bundesstadt Am 11. März eröffnet im Zentrum der fünftgrößten eidgenössischen Metropole der erste Harley Fashion Store der Schweiz, Harley-Davidson Bern City. Der zu Hess Harley-Davidson Bern gehörende Store widmet sich ausschließlich dem Verkauf der aktuellen Harley-Davidson Bekleidungskollektionen. Dank der perfekten Innenstadt-Location am Bundesplatz liegt er just auf der Shopping-Route von Modefans. Auf rund 80 Quadratmetern VerRick’s Harley-Davidson Baden-Baden, Flugstraße 1, 76532 Baden-Baden, Deutschland, Tel. +49 (0) 7221 3939 150, www.Harley-Davidson-Baden-Baden.com

Harley-Davidson & Buell Nürnberg, Kreuzburger Straße 1, 90471 Nürnberg, Deutschland, Tel. (+49) (0)911 988 186 0, www.harley-davidson-buell-nuernberg.de

Harley-Davidson Bonn, Bornheimer Straße 230, 53119 Bonn, Deutschland, Tel. (+49) (0)228 94592 0, www.harley-bonn.de

Harley-Davidson Bern City, Bundesplatz 8, 3011 Bern, Schweiz, www.hessmoto.ch

kaufsfläche werden sowohl Freunde der USMotorradmarke als auch Fashion-Maniacs ohne Bike alles finden, was Harley-Davidson MotorClothes so einzigartig macht. Funktionale Motorradkleidung und Originalzubehör fürs US-Zweirad gibt’s nach wie vor dort, wo man auch die Bikes aus Milwaukee erwerben kann, nämlich bei Hess in der Tägetlistraße 16 in Ostermundigen. Der Fashion Store Harley-Davidson Bern City wird am 11. März 2011 die Pforten öffnen und seine Kunden künftig werktags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 13 Uhr erwarten. Aktuelle Infos finden Sie unter www.hessmoto.ch Harley-Davidson Fashion Hamburg, Ballindamm 40, 20095 Hamburg, Deutschland, www.harley-hh.de Harley-Davidson & Buell Niederrhein, Güterstraße. 5, 46499 Hamminkeln, Deutschland, Tel. +49 (0) 2852 677 0, www.thunderbike.de HOG® NEWS Frühling 2011

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Harley-Davidson ® Parts & Accessories

KEEP ON RUNNING

Die optimale Pflege für Ihre Harley „Wer gut schmiert, der gut fährt“ – so lautet ein alter Leitspruch von Schraubern. Und geschmiert wird ein Motor mit Öl. Doch Öl ist nicht gleich Öl, und seine Aufgabe bleibt nicht allein auf das Schmieren beschränkt.

Gebrochene Ventile, riefige Zylinder, festgefressene Wellen, verschlissene Lager und Kolbenfresser – die Liste früher alltäglicher Motorschäden ließe sich beliebig lange fortsetzen. Heutzutage treten solch kapitale Schäden bei normal belasteten Verbrennungsmotoren so gut wie nie auf. Immer exaktere Fertigungsverfahren und nicht zuletzt modernste Öle verhelfen den Motoren zu einem zuverlässigen und langen Arbeitsleben. Doch welches Öl eignet sich am besten für Ihre Harley? Grundsätzlich sollte ein Bike nur mit einem Motorradöl in der vorgeschriebenen XII

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Viskosität und nicht mit einem Pkw-Öl befüllt werden, denn die Ölformulierung eines Motorradöls ist speziell auf die Anforderungen im Zweiradbereich abgestimmt. Die Motor Company empfiehlt Ihnen einen vollsynthetischen High Performance Schmierstoff, der auf den Namen Harley-Davidson SYN3 Screamin’ Eagle Motorradöl hört. Er wurde von HarleyDavidson entwickelt und speziell auf den Motor, das Getriebe und den Primärantrieb der Bikes aus Milwaukee ausgelegt. Ein separates Getriebe- und Primärkettenkastenschmiermittel ist mithin nicht mehr erforderlich! SYN3 reduziert den Ölverbrauch, sorgt mit seinem belastbaren Schmierfilm auch unter extremen thermischen Bedingungen für gute Schmierung, schützt das Triebwerk während des gesamten Ölwechselintervalls vor Verschleiß und stellt dank moderner Additivtechnologie sicher, dass Motor, Primärketten kasten

und Getriebe sauber bleiben. Selbst die Lebensdauer von Getriebezahnrädern und Dichtungen kann durch den Einsatz von SYN3 erhöht werden. Einerlei wie hochwertig ein Motoröl auch sein mag – jedes Öl verschleißt und altert. An der falschen Stelle zu sparen und minderwertiges Öl zu verwenden oder einen Ölwechsel unnötig lange hinauszuzögern, kann Sie auf Dauer teuer zu stehen kommen. Denn so wie der Fahrer einen guten, wohltemperierten Wein eher genießt als ein abgestandenes Wasser, so quittiert ein Motor ein Minimum an Pflege mit dauerhafter Zuverlässigkeit. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass Ihr Bike regelmäßig bei Ihrem Harley-Davidson Vertragshändler gewartet wird – schließlich können Sie nur bei ihm sicher sein, dass nach einem Ölwechsel auch wieder original Harley-Davidson Schmiermittel in Ihrer Maschine zum Einsatz kommen. Text: Michael Gillen Fotos: Harley-Davidson


chlank, kraftvoll und dunkel wie die Nacht – die neue Blackline ist eine auf das Wesentliche reduzierte Softail. Als veritables Factory-Custom-Bike huldigt sie nichts als der Schönheit der Technik, der Urgewalt des Verbrennungsmotors und dem schwarzem Asphaltband, das sich vor dem Vorderrad erstreckt. Die neue Harley-Davidson pfeift auf alle Konventionen in puncto Lack und Chrom. Ihr faszinierender Custom-Look in der kernigen Handschrift junger Motorradveredler ist ebenso ehrlich

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Modellneuheiten

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HOG Fr端hling 2011


Modellneuheiten

s e l b a t i r „Ein ve y-Custom-Bike“ Factor

wie funktional und erschwinglich. Sie gießt Öl in ein Feuer, das seit Generationen brennt, und sie schürt das unstillbare Verlangen nach Freiheit und Abenteuer auf zwei Rädern. Die Blackline ist so puristisch, dass sie gerade noch den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Zierrat sucht der Betrachter hier so gut wie vergebens. Eng schmiegt sich der kurz geschnittene Heckfender an den schlanken 144-mm-Hinterreifen, der die authentische Hardtail-Silhouette betont. Auf der FX Gabel thronen der kompakte Scheinwerfer und der Tacho. Die wenigen blanken Akzente dienen nur dem Zweck,

die schwarzen Bauteile noch schwärzer wirken zu lassen. Profile-Speichenräder mit schwarzen Felgen vervollständigen den kompromisslosen Look, der unverkennbar made by Harley-Davidson ist. Eyecatcher bilden sowohl der in den Farben Schwarz und Silber gehaltene Big Twin als auch der elegant und flach modellierte Kraftstofftank. Wer auf die Blackline steigt, nimmt auf der niedrigsten Doppelsitzbank Platz, die HarleyDavidson jemals anbot, und reckt die Arme nach dem neuen Split Drag™ Lenker, der direkt an der oberen Gabelbrücke montiert wurde.

Im Chassis der Softail verrichten Federbeine ihren Dienst, die unter dem Antriebsstrang montiert sind, wo sie niemandem auffallen. So wird die Linienführung eines altehrwürdigen Hardtail-Rahmens erzielt, ohne auf den Komfort und das Handling eines durch und durch modernen Motorrads verzichten zu müssen. Der mit Ausgleichswellen bestückte Twin Cam 96B™ hängt starr im Rahmen und sorgt auf diese Weise für einen ebenso unverfälschten wie emotionalen Kraftschluss zwischen Mensch und Maschine.

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Modellneuheiten

1200 Custom

as breite Frontend und die wuchtige 16-Zoll-Bereifung verhelfen der neuen Harley-Davidson 1200 Custom zu einem Auftritt, der ebenso kraftvoll wie modern ist. Die 1200 Custom wird die Harley Modellpalette ab Mitte des Jahres 2011 ergänzen. Sie kommt mit neuen Rädern, einem Pullback Lenker und einem neu gestalteten LED-Rücklicht. Ungeachtet Ihres massigen Erscheinungsbilds ist die 1200 Custom eine reinrassige Sportster. Sie bietet die für diese Modellfamilie typische Synthese aus unverfälschtem Stil und leichtfüßigem Handling, untermalt vom einzigartigen Sound eines echten amerikanischen V2-Aggregats. Angetrieben wird sie von einem luftgekühlten 1200er Evolution® V-Twin mit ESPFI-Kraftstoffeinspritzung (Electronic Sequential Port Fuel Injection), 42

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schwarzer Pulverbeschichtung und verchromten Abdeckungen. Zwei verchromte 16-Zoll-Speichenräder runden den gelungenen Custom-Look ab, während die breite Gabel mit den polierten Gabelbrücken und dem auf einem gebogenen Riser montierten Pullback-Lenker dem Front End eine Extraportion Coolness verleihen. Akzente setzen die in den Riser integrierten LEDKontrollleuchten und die neu gestaltete Scheinwerferhalterung, das kleine, lichtstarke LED-Rücklicht sowie die polierten und nach vorn verlegten Fußrasten. Serienmäßig ist die 1200 Custom mit einer Doppelsitzbank ausgerüstet, deren Sitzhöhe im belasteten Zustand 710 mm beträgt. Und damit Sie sich nicht sobald wieder von ihr erheben müssen, bietet der Kraftstofftank stattliche 17 Liter Fassungsvermögen. ■


23.-26. JUNE 2011 All Bikers are welcome!

Harley-Davidson Deutschland GmbH Harley-Davidson Factory Frankfurt Harley-Davidson & Buell Wiesbaden

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Supported by

H.O.G.® Chapter Wiesbaden-Nassau

www.magic - bike - ruedesheim.com Buddies And Bikes e.V. • Rheinstrasse 3 • 65385 Rüdesheim am Rhein Germany


Parts & Accessories

Sieht gut aus, fühlt sich gut an Mit dem Harley-Davidson® Fit Shop werden Ihre Custom-Träume Wirklichkeit

Harley-Davidson® sollten Sie keine Kompromisse eingehen. Immerhin geht es dabei um die Verwirklichung eines Traums – Ihres Traums von dem Motorrad, das Sie sich schon immer gewünscht haben. Für viele ist die erste Fahrt auf der eigenen Harley der Beginn einer Reise in eine Welt, in der alles möglich ist. Auch Sie können Ihrer Harley-Davidson® eine eigene individuelle Note geben – zum Beispiel mit einer neuen Lackierung, neuem Sound, neuen Koffern oder mehr Leistung. In den Augen der anderen mögen Sie bereits eine Harley-Davidson® besitzen, aber Ihr Traum ist es, sich von der Masse abzuheben: Vielleicht fahren Sie eine Sportster®, weil Sie vermuten, dass Sie zu klein für eine Electra Glide® sind oder weil Sie denken sie könnten mit einer Street Glide® eventuell nicht umgehen. Wenn Sie zu diesen Menschen gehören, sollten Sie definitiv den Harley-Davidson® Fit Shop besuchen, denn dort gehen Träume in Erfüllung. BEIM KAUF EINER

Harley-Davidson® Fit Shop Im Fit Shop helfen wir unseren Kunden bei der Zusammenstellung ihres persönlichen Wunschmotorrads. Dank der immensen Zubehörvielfalt (Sitzbänke, Lenker, Fußhebel, Federbeine etc.) für jedes einzelne Harley-Davidson® Modell ist das Traum-Bike letztendlich für jedermann realisierbar und passt garantiert wie angegossen. Die Fit Shop Experten analysieren zahlreiche Faktoren, die beeinflussen, wie sich der Fahrer auf der Maschine fühlt.

• SITZBANK – Ein Harley-Davidson® Sattel kann Ihre Sitzposition je nach Bedarf nach vorn, hinten, oben oder unten verlagern. Der Abstand zwischen Sitzbank und anderen veränderbaren Bauteilen wie Lenker und Fußhebeln ist ausschlaggebend für den Sitzkomfort und die Fahrzeugbeherrschung. • FAHRWERK – Mit Hilfe von HarleyDavidson® Tieferlegungs-Kits lässt sich das Fahrwerk um bis zu 2,5cm tieferlegen. Das Ergebnis: Auch Fahrer ohne Gardemaß kommen im Stand sicher mit beiden Füßen auf den Boden. • LENKER – Wer sich zu sehr nach dem Lenker strecken muss, riskiert Schmerzen im Nacken und in den Schultern. Die Fit Shop Experten können Ihnen bei der Auswahl eines Lenkers helfen, der optimal zu Ihrem Körperbau passt. • FUSSHEBEL – Je nach Modell können die Fußhebel weiter nach vorn oder hinten verlegt werden. Das Ergebnis: mehr Sicherheit und besserer Halt. Anhand der individuellen Beinlänge des jeweiligen Fahrers können die Harley-Davidson® Fit Shop Experten Empfehlungen zur optimalen Positionierung der Fußhebel geben. Der Harley-Davidson® Fit Shop richtet sich nicht nur an Fahrer, die sich ein neues Motorrad zulegen möchten. Vielmehr beraten Sie die Fit Shop Experten gern auch im Hinblick auf die Optimierung Ihrer aktuellen Maschine.

Die Kunst des Customizing Mit der Fülle der lieferbaren Parts und Accessories lässt sich Ihr Bike natürlich nicht nur ergonomisch optimieren, sondern auch persönlicher gestalten. Geht es Ihnen nur um optische Variationen, sollten sich Veränderungen auf die Bereiche richten, in denen der Austausch von Bauteilen großen Einfluss auf das Erscheinungsbild hat. Als Beispiele seien hier die Räder, die Lackierung und die Sitzbank genannt. Oftmals sind auch nur kleine Detailveränderungen, die ihr Fahrzeug aus der Masse hervorheben.. Passende Chromteile für Ihr Bike gibt es in unserer Zubehörkollektion. Dort finden Sie alles, was Sie suchen – vom Ventildeckel über die Luftfilterblende und die Bremssattelverkleidung bis hin zur Chromverzierung. Lassen Sie Ihrer Inspiration freien Lauf, damit auch Ihre Harley® zum ganz besonderen Ausdruck Ihrer Persönlichkeit wird. ■ Ganz gleich, wie Sie Ihr Bike individualisieren möchten: Wir haben die richtige Lösung. Den Parts & Accessories Katalog 2011 erhalten Sie bei Ihrem Händler vor Ort. Oder schauen Sie doch einmal unter www.harley-davidson.eu/ mydreamharley vorbei – Sie werden es garantiert nicht bereuen.

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MotorClothes®

Saisonstart Beim Motorradfahren ist mehrschichtige Kleidung der Schlüssel zum Komfort. Mit HarleyDavidson® MotorClothes sind Sie bestens gerüstet WECHSELHAFTES WETTER ZU Saisonbeginn kann uns im Nu die Freude an der Ausfahrt verderben. Folglich sollten wir für alle Eventualitäten gewappnet sein, wenn wir bereits früh im Jahr an den Start gehen wollen. Mit den Harley-Davidson MotorClothes® ist dies überhaupt kein Problem.

Kleidung. Unser spezielles Rider Comfort System (RCS) für Damen umfasst gleich drei Schichten: eine feuchtigkeitsregulierende Basisschicht, eine isolierende Zwischenschicht und eine schützende Außenschicht. Zusammengenommen ergeben diese drei Schichten das perfekte Rider Comfort System. a) Basisschicht Diese Schicht schmiegt sich eng an den Körper, saugfähige Fasern nehmen die Feuchtigkeit auf und leiten sie vom Körper ab. So bleibt eine gleichbleibende warme Körpertemperatur erhalten. Baumwollunterhemden können dies nicht leisten. Leider verzichten viele Fahrer auf eine vernünftige Basisschicht. Unser RCS Base Layer (1) liefert die gewünschte Wirkung und harmoniert mit allen anderen Schichten aus dem RCS Sortiment.

Rider Comfort System Ausschlaggebend für einen optimalen Temperaturhaushalt bei jeder Witterung ist der mehrschichtige Aufbau der

b) Zwischenschicht Die Zwischenschicht soll den Körper isolieren und die Körperwärme dadurch erhalten, dass sie Luft über der Haut speichert. Auch Zwischenschichten sollten sich eng an den Körper schmiegen,

BASISSCHICHT

ZWISCHENSCHICHT

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um eine optimale Wärmeregulierung zu gewährleisten. Bei kaltem Wetter hält das RCS Windproof Jacket (2) bzw. die RCS Vest (3) den Körper warm, damit ihm weniger Energie für die Temperaturregelung entzogen wird und mehr Energie für das Fahren bleibt. c) Außenschicht Diese Schicht trägt zur Wahrung einer gleichbleibenden Körpertemperatur bei, schützt den Fahrer aber auch vor den Elementen. Folglich muss sie abriebfest und/oder wasserabweisend sein. Zudem muss sie an den richtigen Stellen mit Protektoren verstärkt sein. Die Außenschicht sollte groß genug sein, um mühelos über die übrigen Schichten gezogen werden zu können. Die Wahl der Außenschicht richtet sich nach den zu erwartenden Fahrumständen. RCS Functional Outwear Jacket (4) und dem RCS Waterproof Jacket (5) bieten die benötigte Schutzwirkung – egal bei welchem Wetter. Zubehör für größtmöglichen Komfort Nicht vergessen: Bei Kälte versucht der Körper, die Wärme auf die

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MotorClothes® 7

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lebenswichtigen Organe zu beschränken, indem er weniger Blut in die Extremitäten pumpt, worunter vor allem Hände und Füße leiden. Aus diesem Grund müssen Sie Ihre Kleidung um entsprechende Handschuhe und Stiefel ergänzen. Größtmöglichen Schutz vor den Elementen bieten unsere RCS Full-Finger Gloves (6). Spring Collection Mit den neuen Artikeln aus unserer Spring Collection machen Sie immer eine gute Figur – und zwar nicht nur auf dem Motorrad. Mit dem Challenger Waterproof Leather Jacket (7) für Herren sind Sie für sämtliche Eventualitäten

gewappnet. Seine reflektierenden Ledereinfassungen sorgen dafür, dass Sie auch nachts gesehen werden. Das Nonplus-Ultra in Sachen variabler Kleidung ist unser Deceptor 12-in-1 Reversible Jacket (8). Dank herausnehmbarer Ärmel, verstellbarer Kapuze und zahlreicher Wendefunktionen gibt es sage und schreibe zwölf Möglichkeiten, die Jacke zu variieren. Oder wie wäre es mit dem Short Sleeve Plaid Woven Shirt (9)? Es garantiert Ihnen mindestens so viel Aufmerksamkeit wie der Harley-Davidson® Reflective Belt (10). Das Spring Miss Enthusiast 3-in-1 Casual Jacket (11) für Damen besitzt eine wasserabweisende Außenhülle und eine

AUSSENSCHICHT

herausnehmbare Kapuzenweste, die auch separat getragen werden kann. Den perfekten Retro-Look erhalten Sie mit dem Dazzle ¾ Helmet (12), dessen Fiberglas-Außenschale in leuchtendem Pink lackiert ist. Was auch immer das Wetter für Sie bereithalten mag: Mit Harley-Davidson MotorClothes® müssen Sie auch in dieser Saison weder auf Eleganz noch auf Funktion verzichten. ■ Die Spring Collection ist ab sofort erhältlich. Das komplette Angebot finden Sie unter www.harleydavidson.eu/motorclothes oder bei Ihrem örtlichen Harley-Davidson Händler.

ACCESSOIRES 5

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H.O.G. Touring Rides

Heute hier,

morgen dort Der H.O.G. Touring Rides Veranstalter Brettours hat 2011 neue Touren im Programm: Wer kommt mit nach Dänemark? Zeilen lesen, ist es schon 2011 – und bis zum Beginn der Tourensaison nicht mehr lange hin! Einige Angebote sind bereits komplett unter Dach und Fach, und die noch verbleibenden werden Anfang des Jahres folgen, damit Sie die Gewissheit haben, dass jede Tour perfekt vorbereitet ist und ein ungetrübtes Motorrad-/Reisevergnügen auf Sie wartet. Seit der Veröffentlichung der Tourendaten 2011 wird bereits fleißig gebucht, und auch Sie sollten sich langsam Gedanken über Ihre Tourenplanung für die vor uns liegende Saison machen, falls Sie dies noch nicht getan haben. Den Auftakt der 2011er Saison bildet eine Tour mit einem viertägigen Aufenthalt in Stuttgart nebst Besuch des 73. Stuttgarter Frühlingsfests. Der Event findet jedes Frühjahr auf dem Cannstatter Wasen statt und dauert zweieinhalb Wochen. Mehr als ein halbes Dutzend Bierzelte, von denen keines wie das andere ist, locken jährlich tausende Besucher an. In jedem Zelt wird eine andere Biersorte ausgeschenkt und unterschiedliche Musik gespielt. Während im einen Zelt eine traditionelle Blaskapelle aufspielt, legt im nächsten Zelt ein DJ Tanzmusik auf. Zudem bereichern eine Menge Karussells sowie ein Riesenrad für Schwindelfreie und diverse Stände und Zelte, in denen kulinarische Köstlichkeiten aus der Region angeboten werden das Frühlingsfest. Ferner besteht in Stuttgart die Möglichkeit

WENN SIE DIESE

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sich das Porsche oder Mercedes Benz Firmenmuseum anzuschauen – ein Besuch lohnt sich! Die Tour startet in Calais. Von hieraus geht es über die belgischen Ardennen und durch das hübsche Luxemburg bis in die einstige Römersiedlung Trier, die heute als eine der ältesten Städte Deutschlands gilt. Danach folgen wir dem Lauf der Mosel bis nach Mannheim und fahren am Neckar entlang bis nach Stuttgart. Auf der Rückreise passieren wir Saarbrücken und das luxemburgische Clervaux, bevor wir in Frankreich ein letztes Mal übernachten. Ebenfalls neu im Programm für 2011 ist eine spannende Tour entlang der deutschen und dänischen Ostseeküste. Da keine der Tagesetappen länger als 170 Meilen ist, bleibt reichlich Zeit für Sehenswürdigkeiten, entspannte Mittagspausen und die ein oder andere Tasse Kaffee. Außerdem gibt es einen freien Tag, an dem Sie Kopenhagen erkunden können, drei Übernachtungen in einem direkt am Meer gelegenen Vier-Sterne-Hotel auf der Ferieninsel Rügen sowie zwei weitere Übernachtungen in einem ebenfalls am Wasser gelegenen Hotel in Kiel. Zu Ende geht die Reise in Dänemark mit einem Aufenthalt in Sonderborg am Alsensund mit Blick auf die Ostsee. Insgesamt sind es vier Nächte und fünf Tage in Dänemark sowie sechs Nächte und sieben Tage an der deutschen Ostseeküste. Ein tolles Abenteuer mit wunderschönen Straßen,

malerischen Landschaften und idyllischen Badeorten, nicht zu vergessen der geplante Besuch zweier H-D Händler/ Chapter: Harley-Davidson Kiel mit dem Baltic Chapter in Deutschland und das Jylland Syd Chapter in Dänemark. Bei unserer dritten Tourenneuheit handelt es sich um eine neuntägige Reise nach Deutschland zum Friendship Ride Germany in die Rhön. Die Party beginnt am Freitag, dem 12. August um 12 Uhr mittags und geht abends am Sonntag, den 14. August zu Ende. Geboten werden Musik und Spaß, regionale Köstlichkeiten, eine riesige Trader-Meile, spektakuläre Stunt- und Flugvorführungen, Probefahrten auf den neusten Harley Modellen sowie fantastische Touren durch die Rhön. Über verkehrsarme Landstraßen in Deutschland und Belgien geht die Reise weiter nach Frankreich. Wie jedes Jahr haben wir auch dieses Mal einen Teil unserer Standardtouren überarbeitet, sodass die allseits beliebte Spanientour diesmal auch einen Abstecher in die portugiesische Portweinmetropole Porto macht. Unsere Reise nach Faak


H.O.G. Touring Rides

„Ein tolles Abenteuer mit wunderschönen Straßen, malerischen Landschaften und idyllischen Badeorten, nicht zu vergessen der geplante Besuch einiger H-D Dealer“

zur European Bike Week im September beinhaltet auch dieses Mal zwei Übernachtungen in der historischen Altstadt von Salzburg sowie drei Übernachtungen vor Ort. Die Tour „Schottland und Insel Skye“ wurde in den Juni verlegt und beinhaltet zwei Übernachtungen im Haus der schottischen Nationalheldin Flora MacDonald auf der atemberaubenden Insel Skye. Außerdem haben wir nun einige Wochenendtouren mit drei bzw. vier Übernachtungen für all jene im Programm, die sich erst noch an das Tourenfahren gewöhnen möchten oder Lust auf ein kurzes Harley Abenteuer haben. Wir sehen uns unterwegs! ■

Schottland, Deutschland, Spanien, Dänemark – die Liste der Länder, die Sie mit H.O.G. Touring Rides bereisen können, ist ziemlich lang. Genießen Sie Ihren Urlaub völlig ohne Stress! Alles, was Sie tun müssen, ist Motorrad fahren

Alle Toureninfos gibt es unter www.brettours.co.uk sowie auf der H-D Website. Wenn Sie an weiteren Informationen zu bestimmten Touren interessiert sind oder allgemeine Tourentipps wünschen, können Sie uns unter der Rufnummer 0041-1304379446 erreichen. Oder Sie schicken uns eine E-Mail: caroline@ brettours.wanadoo.co.uk ®

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Längere

Fahrfreude mit

Garantie

• Garantielaufzeit über 12, 24 oder 36 Monate wählbar • Mehr Sicherheit: Das gebrauchte Motorrad wird vor dem Verkauf gründlich geprüft • Idealer Schutz vor unerwarteten Reparaturkosten • Optimaler Service im Schadenfall – europaweit • Wertsteigerung Ihres Motorrads bei Wiederverkauf Die abschliessen.

können Sie bei Ihrem offiziellen Harley-Davidson® Vertragshändler

Besuchen Sie Ihren Harley-Davidson® Vertragshändler, er berät Sie gerne! Damit Ihr Traum vom eigenen Bike sorgenfrei in Erfüllung geht. Für Deutschland und Österreich:

ist ein Produkt der CG Car-Garantie Versicherungs-AG. Die Garantie

wird von dem in der Garantiebescheinigung genannten und unterzeichnenden Vertragshändler gewährt. * Harley-Davidson Warranty Services in Deutschland/in Österreich ist ein Angebot der CG Car-Garantie Versicherungs-AG. Für die Schweiz:

ist ein Produkt der Quality1 AG. Versicherungsträger ist Allianz Suisse Versicherungs-

Gesellschaft AG. *Harley-Davidson Warranty Services in der Schweiz ist ein Angebot der Quality1 AG. Allianz Suisse ist registriert bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA. © H-D 2010. Harley, Harley-Davidson und das Bar & Shield Logo sind registrierte Marken von H-D Michigan, LLC.

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ABCs of Touring

Motivationshilfe Der ABCs of Touring Wettbewerb ist der richtige Motivationsschub für alle H.O.G. Member – schließlich locken attraktive Preise, wie Peter Scott zu berichten weiß HABEN SIE MANCHMAL das Gefühl, dass ein oder zwei Stunden im Sattel einfach nicht genug sind? Oder dass der Strecke, die Sie mittlerweile in- und auswendig kennen, ein wenig Abwechslung gut tun würde? Nun, dann sind Sie beim ABCs of Touring Wettbewerb genau an der richtigen Adresse. Hier eine kurze Beschreibung für diejenigen unter Ihnen, die den Wettbewerb noch nicht kennen: Der ABCs of Touring Wettbewerb läuft das ganze Jahr. Daran teilnehmen können Sie sowohl allein als auch mit Ihrem Beifahrer oder in der Gruppe. Wann Sie teilnehmen, ist Ihnen völlig freigestellt. Es zählt nur das Kalenderjahr. In dieser Zeit geht es vor allem darum, jeweils einen Ort aufzusuchen, dessen Name mit einem anderen Buchstaben des Alphabets beginnt. Wem dies restlos gelingt, der erhält zunächst einmal 26 Punkte (die für die Teilnahme benötigte Mindestpunktzahl). Dabei machen einem manche Buchstaben naturgemäß weitaus weniger Probleme als andere. Wer zum Beispiel in England wohnt, wird Mühe haben, dort einen Ort mit dem Anfangsbuchstaben Z zu finden, und feststellen, dass es überhaupt keinen Ort gibt, der mit X beginnt. Die Punktevergabe erfolgt für jedes Foto Ihrer Maschine am jeweiligen Zielort. Suchen Sie sich ein offizielles

Ortsschild (kein Hinweisschild), wie es normalerweise an Ortseingängen zu finden ist. Stellen Sie Ihre Maschine vor dem Schild ab (Anfahrt auf eigener Achse, bitte keine Motorradtransporte per Anhänger!) und machen Sie ein Foto davon. Auf dem Bild muss neben dem Motorrad eine 2011er Ausgabe des HOG Magazins oder HOG Touring Handbooks und das Ortsschild zu sehen sein (Sie selbst müssen auf mindestens sechs Fotos abgebildet sein) – und schon haben Sie Ihren ersten Punkt. Die nächsten 20 oder 30 Punkte sind dann nur noch ein Kinderspiel, und für die ersten 26 erhalten Sie von uns eine Auszeichnung und werden namentlich im HOG Magazin erwähnt. Da es nicht nur für Ortschaften Punkte gibt, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, falls Sie nicht alle 26 Buchstaben des Alphabets schaffen. Sichern Sie sich die Mindestpunktzahl einfach in den übrigen Disziplinen. Bonuspunkte gibt es zum Beispiel für jedes Bundesland, das Sie besuchen. Dazu zählen 2011 erstmalig auch offizielle Wildreservate in Afrika. Und für die Teilnahme an offiziellen HOG Rallys gibt es gleich zwei Extrapunkte je Rally. Ein weiteres Novum für 2011 ist die Vergabe eines Extrapunkts für jeden besuchten Harley-Davidson Händlerstützpunkt. Als Beleg reicht hier die Vorlage eines

Begleitschreibens, einer Visitenkarte oder eines Kassenbons des Händlers. Wer ins Ausland fährt, kann auf diese Weise gleich einen ganzen Schwung Extrapunkte für weitere Länder und noch mehr Niederlassungen mit nach Hause nehmen. 2011 ist überdies die Nutzung von Mietmaschinen sämtlicher HarleyDavidson Vertragshändler gestattet. Auch hierbei handelt es sich um eine Neuheit. Sie hat zur Folge, dass Sie auch auf Geschäftsreisen und dergleichen wertvolle Punkte ergattern können, indem Sie sich vor Ort einfach kurzzeitig ein Motorrad ausleihen. Wer das Glück hat, die Vereinigten Staaten zu bereisen, erhält Bonuspunkte für jeden USBundesstaat und für die sechs offiziellen Harley-Davidson Standorte, von denen sich vier in Milwaukee befinden (absolutes Muss: das Harley-Davidson Museum). Sie werden sehen: In Nullkommanichts haben Sie 36 oder sogar 46 Punkte im Sack, und die Angelegenheit entwickelt plötzlich eine ganz eigene Dynamik. Auf jeder Ebene bis 55 bzw. 66 Punkte winken Zusatzpreise, und für die drei Bestplatzierten gibt es sogar Bargeld. Die Top-Ten erhalten zudem eine Auszeichnung, und alle Teilnehmer werden namentlich im HOG Magazin erwähnt. Wenn Sie teilnehmen, sollten Sie sich auch gleich für das Mileage-Programm anmelden. Lassen Sie Ihren anfänglichen Kilometerstand von Ihrem Dealer beglaubigen – er führt über Sie und Ihre Maschine(n) Protokoll. ■

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Harley Historie

Expansionen Die Ausdehnung des Harley-Davidson Vertriebs in den 1910er- und 1920er-Jahren erwies sich als ausschlaggebend für den Fortbestand des Unternehmens in schwierigen Zeiten. 1912 gründete Harley-Davidson in Japan eine Vertriebsniederlassung, mit der die junge Motor Company erstmalig außerhalb des nordamerikanischen Kontinents Fuß fasste. Im darauffolgenden Jahr rückte dann Europa ins Visier… RECHERCHE: HARLEY-DAVIDSON MUSEUM, BECCA SIREK UND ANGIE GLASKER 1916

1915 (links) Arthur Davidson und seine Frau erhalten Pässe, damit sie nach England und Schottland reisen können, um dort Händlerniederlassungen zu errichten und beim Aufbau des Londoner Büros zu helfen. Später bereist Arthur die ganze Welt und gründet zahlreiche Auslandsniederlassungen. 1920 gibt es bereits 2.000 Händlerstützpunkte in 67 Ländern.

(links) Die „HarleyDavidson Motor Co limited of London“ wird an Duncan Watson verkauft.

1917 (oben) Miss Eliott Lynn fährt mit ihrer HarleyDavidson Solomaschine von Holyhead nach London und legt dabei 260 Meilen zurück. Für die Fahrt benötigt sie 11½ Stunden.

1914 (rechts) Es wird vereinbart, dass Victor Samuel Wellsford in London die „Auslandszweigstelle“ der Motor Company aufbauen wird.

Zwanzigerjahre (unten) Harley-Davidson Motorräder werden für den europäischen Markt umgerüstet, wozu auch die Montage des Seitenwagens auf der linken Seite gehört. Modelle wie die W „Sport“ verkaufen sich gut in Europa. Unter europäischen Rennfahrern erfreuen sich Harley-Davidson Maschinen in dieser Zeit zunehmender Beliebtheit. Auch die britische Rennsportlegende Fred Dixon bildet hier keine Ausnahme.

1921 H-D Vertriebsunterlagen erscheinen in den Sprachen Englisch, Dänisch, Niederländisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Schwedisch. Die Zeitschrift Enthusiast erscheint auf Englisch und Spanisch.

1912 (links) Doc Garner, ein Schulkamerad von William Harley, kommt zur Harley-Davidson Motor Company. Er soll sich um das Exportgeschäft kümmern. Garner hat Deutsch, Französisch und Spanisch studiert. Seine Aufgabe besteht darin, Exportmärkte auszuwählen und die Korrespondenz aus den europäischen Märkten zu beantworten.

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1920

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Harley Historie

1918 Immer wieder wird versucht, Motorräder mit Kohlegas zu betreiben. J.A. Masters, Pressechef der Harley-Davidson Motor Co. London, rüstet ein Harley Gespann für den Kohlegasbetrieb um.

1919-1920 In den USA führt die Wirtschaftskrise zu Umsatzeinbußen in Höhe von 1,6 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig legt der Auslandsumsatz im selben Zeitraum um 2,8 Millionen US-Dollar zu, und in manchen Ländern Europas ist die Company außerstande, der Nachfrage Herr zu werden.

1920 In der englischen Hauptstadt wird ein Harley-Davidson Motorradclub gegründet. Dahinter steckt die Idee, daran zu erinnern, was H-D Fahrer während des Kriegs für verwundete Soldaten und Matrosen geleistet haben. Organisiert werden ClubAusfahrten, Wettbewerbe und gemeinnützige Events.

1922 (oben) Im norwegischen Kristiansand belegt Harley-Davidsons bei einem Langstreckenwettbewerb den ersten Platz in allen drei Klassen. In der Soloklasse ist das H-D Sportmodell siegreich, in der Klasse für Motorräder mit Skiern belegt H-D die Plätze 1, 3, 4 und 5 und in der Gespannklasse den ersten, zweiten und dritten Platz.

1931 (rechts) Eine Harley-Davidson gewinnt das deutsche Rennen „Rund um Schotten“. Die Renndistanz beträgt 210 Kilometer. Dem Aachener Paul Weyres gelingt es nicht nur, mit seiner Harley-Davidson als erster ins Ziel zu kommen, sondern er bleibt auch während des gesamten Rennens in Führung. Fast 30.000 Zuschauer sind Zeugen, als Weyres auf der ersten Harley, die jemals an diesem Rennen teilgenommen hat, einen mühelosen Start-Ziel-Sieg in der 1.000Kubikzentimeter-Klasse einfährt.

1933 (oben) Paul Weyres wird zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister in der Seitenwagenklasse. Alle drei Titel holt er auf Harley-Davidson.

1951 (unten) Am 30. Juni veranstalten die Harley-Davidson Freunde aus Basel eine Rally. Sie wird als erste internationale Harley-Davidson Rally beworben und verzeichnet 459 Teilnehmer.

1930 (oben) Viktor Rindler und Vaclav Duchac aus Prag gewinnen die Sternfahrt des Prager Autosalons auf einer Harley-Davidson 45 mit Seitenwagen. Das Rennen dauert zehn Tage und geht über eine Distanz von 6.600 Kilometern. Stationen des Rennens sind Paris, Hamburg, Dresden, Berlin, München, Wien und Linz.

1952 (links) Drei Männer auf HarleyDavidson 61 OHV Hydra-Glides gewinnen die 22. Ausdauerfahrt Lüttich-Mailand-Lüttich. Auf der 1.500 Meilen langen Fahrt von Lüttich über Frankreich und die Alpen nach Mailand und zurück erringen die Gendarmen Hubert Borguet, Albert Badts und Norbert Janssens von der belgischen Gendarmerie Nationale den Sieg ohne jeden Punktabzug.

1932 Mit Frau und Hund bereist der polnische Armeehauptmann J. Masonki Südeuropa und die afrikanische Mittelmeerküste auf einer 1200er Harley mit Seitenwagen. Bis zum Ende der Saison hat Harley-Davidson nur 6.841 Motorräder verkauft, 1.978 davon in den ausländischen Märkten. Der Auslandsmarktanteil bezogen auf den Umsatz beläuft sich auf 28,86 Prozent.

1935 Aufgrund niedriger Produktionszahlen streicht Harley-Davidson das Einzylindermodell aus dem Angebot der Auslandsmärkte.

1930

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1941 In den ausländischen Märkten werden in diesem Jahr 7.749 Harley-Davidson Motorräder verkauft, was 44,74 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht.

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Harley Historie 1960

1960

(rechts) Gemeinsam mit dem italienischen Motorrad-, Roller- und Flugzeughersteller Aeronautica Macchi gründet Harley-Davidson die italienische Firma Aermacchi Harley-Davidson. 1978 verkauft Harley-Davidson Aermacchi an das neue italienische Unternehmen Cagiva.

Die Harley-Davidson International mit Sitz in der Schweiz wird gegründet. Die Gesellschaft soll das Auslandsgeschäft zentral steuern und administrative sowie technische Unterstützung leisten. Aufgrund der hohen Betriebskosten wird die HDI 1977 von Genf nach Connecticut umgesiedelt.

1962 Hollands erster Harley-Davidson Motorradclub wird bereits 1919 gegründet, aber im zweiten Weltkrieg ist es mit dem Motorradfahren als Freizeitsport vorbei, woran sich auch in der Nachkriegszeit nichts ändert. Anfang der Sechzigerjahre lebt die Begeisterung für das Motorradfahren wieder auf, und im März 1962 wird der Harley-Davidson Club Utrecht gegründet. Schnell findet der Club zahlreiche Anhänger und wird schließlich zum Harley-Davidson Club Nederland.

1960-1964 (rechts) Der römische Polizeibeamte und Motorradrennfahrer Lanfranco Angelini gewinnt vier Mal in Folge die italienische Motorcross-Meisterschaft. In diesen vier Jahren belegt Angelini mit seiner 250er Aermacchi mehr als einhundert Mal Platz 1.

Die frühen Siebziger Die RR-250 kommt auf den Markt und erobert die europäischen Rennstrecken. 1974 erringt Walter Villa in Imola auf einer RR-250 den Sieg beim Großen Preis von Italien und bricht dabei sämtliche Rekorde.

1970 Auf dem Nürburgring gewinnt der Australier John Dodds den Großen Preis von Europa. Mit seinem 125er Harley-Davidson Zweitakter absolviert er das Rennen in einer Stunde und zwölfeinhalb Minuten bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 67,9 Meilen pro Stunde.

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1975 Mit 4.116 verkauften Fahrzeugen hat sich der Export seit 1972 vervierfacht.

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1975

1983

(oben) Auf seiner Harley-Davidson RR-250 wird Walter Villa zum zweiten Mal in Folge Weltmeister, nachdem er fünf europäische Grands Prix gewonnen hat: den Großen Preis von Spanien in Madrid, drei GPs in Folge (Deutschland, Italien und Holland) sowie den Schweden-GP.

In Großbritannien wechselt H-D zum Direktvertrieb und erlebt ein deutliches Wachstum.

1980

1990


Harley Historie 1964

1986

Der Harley-Davidson Riders Club aus Brüssel sponsert eine zentraleuropäische Rally nach dem Vorbild der in Großbritannien stattfindenden Veranstaltungen. Zu der im September in der Nähe des belgischen Orts Tremelo stattfindenden Rally sind Fahrer aus Holland, Deutschland, Frankreich und anderen europäischen Ländern eingeladen.

(links) Buck Shinkman, ein Angestellter der amerikanischen Botschaft im jugoslawischen Belgrad, organisiert das erste Fun-Run Picnic von Belgrad nach Fruska Gora. Der Erlös der Veranstaltung kommt der Harley-Davidson Muscular Dystrophy Association zugute.

1996

1997 Im slowenischen Planica gewinnt Primoz Peterka die Weltmeisterschaft im Skifliegen. Der Sponsor des Events, die Firma Motoklub, belohnt den Sieger mit einer nagelneuen Harley-Davidson XLH883.

1983-1987

2000

Das Exportgeschäft wächst schneller als der heimische Markt.

Zur Stärkung der eigenen Position auf dem europäischen Markt gründet die Harley-Davidson Inc. eine italienische Gesellschaft mit Sitz in Arese. Sie ergänzt die Harley-Davidson Tochtergesellschaften aus Deutschland, Frankreich, Benelux und Großbritannien. Die italienische Sparte übernimmt die Aufgaben der eigenständigen Vertriebsgesellschaft Numero Uno S.r.l., die sich mit ihren 47 Händlerniederlassungen 14 Jahre lang um den italienischen Markt gekümmert hat.

2006

2008

Auf der in Köln stattfindenden internationalen Motorradmesse INTERMOT präsentiert Harley-Davidson im Oktober den Prototyp des für den europäischen Markt konzipierten Sportster Modells XR1200.

(unten) Zwei Jahre nach der Präsentation des Prototypen wird die XR1200 auf dem europäischen Markt eingeführt – noch bevor dieses Modell auf den US-Markt kommt.

1990

2002

(oben) Im Sommer 1990 veranstaltet die Harley Owners Group (H.O.G.) erstmalig eine Rally außerhalb der Vereinigten Staaten. Austragungsort der European H.O.G. Rally ist das englische Cheltenham.

Im tschechischen Bechyne greift Craig Jones auf seiner Buell Lightning X1 nach dem Titel des Europameisters in der Disziplin Motorrad-Stunts.

2002 Harley-Davidson geht mit übersetzten Ausgaben der Firmenwebsite (harleydavidson.com) an den Start.

2003

1990 Der Exportanteil am Jahresgesamtumsatz beträgt 31 Prozent.

1990

(unten) Zum Love Ride Switzerland, dem bisher größten Harley-Davidson Event auf schweizerischem Boden, erscheinen 4.000 Harley Fahrer und 15.000 Zuschauer. Der Erlös der Veranstaltung geht an bedeutende Institutionen für die aktive Unterstützung muskelkranker und behinderter Mitmenschen.

2002 (unten) In Europa ist die Harley-Davidson V-Rod das meistverkaufte HarleyDavidson Modell des Jahrgangs 2002.

2000

Die Open Road Tour anlässlich des hundertjährigen Bestehens von Harley-Davidson gastiert in Barcelona und Hamburg. Es sind die beiden letzten Stationen, bevor die 10-StädteWelttournee in der Harley-Davidson Heimstatt Milwaukee zu Ende geht.

2008 Im Bemühen um die Ausweitung ihrer Präsenz auf dem europäischen Markt vereinbart die Harley-Davidson Motor Company den Kauf der legendären italienischen Motorradschmiede MV Agusta.

2009 Aus strategischen Gründen, die die Fokussierung auf die Marke Harley-Davidson zum Gegenstand haben, stellt die Motor Company die Marke Buell ein und leitet den Verkauf der im italienischen Varese ansässigen Firma MV Agusta ein.

2010 In Europa, Nahost und Afrika (EMEA) verzeichnet Harley-Davidson mehr als 110.000 H.O.G. Member.

2010

EIN TEIL DER FOTOS MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG DER HARLEY-DAVIDSON MOTOR COMPANY ARCHIVES. COPYRIGHT H-D ®

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ROAD TRIP

Western auf drei Rädern Text und Fotos Gilles und Marie Christine Layes, Armeville St-Etienne Chapter, Frankreich

Vor zwei Jahren entstand anlässlich des bevorstehenden 50. Geburtstags einiger Mitglieder des Armeville St-Etienne Chapters die Idee zu einer Gruppenreise in den äußersten Westen der USA… KANADA

VEREINIGTE S TA AT E N

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m Verlauf der Chapter Meetings setzte sich die Idee in unseren Köpfen fest, und unsere Träume nahmen allmählich Gestalt an. Vorsichtshalber beauftragten wir West Forever mit der Vorbereitung und Organisation unserer Reise. Und dann wurden unsere Träume eines Tages Wirklichkeit. Am 1. Juli 2010 nahmen 26 ungeduldige Biker 15 Motorräder, ein Trike und einen Mustang vom Vermieter in Empfang. Ich hatte mich für das Trike entschieden, weil meine bessere Hälfte sich beharrlich weigerte, auf einem Motorrad an diesem Unterfangen teilzunehmen. Schon seit ihrer Kindheit versetzt sie der Gedanke, auf einem

Zweirad Platz zu nehmen, in Angst und Schrecken. Wie glücklich war ich über diese Fahrzeugalternative, als ich das strahlendblau lackierte Ultra Classic Trike sah, das man für uns reserviert hatte! Sofort inspizierte meine Begleiterin den imposanten Sitz am Heck der Maschine. Ihrem breiten Grinsen und der Begeisterung, mit der sie im Ledersessel Platz nahm, entnahm ich, dass das Eis bereits zu schmelzen begann. Vor uns lag eine 3.000 Meilen lange Feuertaufe durch den äußersten Westen: von Los Angeles zum Grand Canyon, vom Monument Valley nach Canyonlands, von Dead Horse zum Bryce Canyon, von Las Vegas ins Death Valley und von San Francisco nach San Luis Obispo.


Wildwest

Großen Gefallen fanden Gilles und Marie an der dreirädrigen Harley

Der Aufbruch in Los Angeles verlief etwas chaotisch, was an den ersten Kreuzungen und der gigantischen Autobahn sowie an der Lenkung und der breiten Spur des Trike lag, an die ich mich erst noch gewöhnen musste. Aber schon kurz nachdem wir den dichten Stadtverkehr hinter uns gelassen hatten, fühlte sich unsere Gruppe ganz in ihrem Element. Und auch meine Beifahrerin legte ihre anfängliche Nervosität ab und entspannte. Wenn sich der Erfolg einer Unternehmung aus der Kombination verschiedener Faktoren und einer Prise Glück ergibt, so hatten wir diesmal die perfekte Mischung erwischt. Jeder von uns hatte davon geträumt, die Western Deserts zu durchqueren und einmal auf einer Harley-Davidson über die Route 66 zu cruisen. Und plötzlich wurden all diese Wünsche Wirklichkeit. Vor uns erstreckt sich die endlose Straße, die Luft ist trocken und heiß

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Wildwest Die Gruppe bahnt sich Ihren Weg durch den Stadtverkehr

„Die Erlebnisse dieser Reise werden mir für immer in Erinnerung bleiben“

ROAD TRIP

Das Trike weist den Weg

und wird immer wieder durch exotische Gerüche durchdrungen. Es ist nur der Sound unserer V-Twins zu hören. In vollen Zügen genießen wir die Augenblicke des puren Vergnügens. Und dann ist da natürlich die Gruppe: Ohne den Humor der einzelnen Teilnehmer und das Zusammengehörigkeitsgefühl der ganzen Gruppe wäre dieses Abenteuer sicher nicht so herzlich und entspannt verlaufen. Jeder von ihnen ist ein echter Kumpel. Meile um Meile genießen und staunen wir gemeinsam. An den Treffpunkten tauschen wir uns über das Erlebte aus und lassen uns von Phillip führen, dem es auf wunderbare 58

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Weise gelingt, alle Alltagssorgen von uns fernzuhalten, sodass wir uns ganz auf das Abenteuer konzentrieren können. Die Schönheit der Nationalparks ist spektakulär, aber vor allem die Fahrt durch das Monument Valley wird mir für immer in Erinnerung bleiben. Richtig stolz zumute wurde mir, als ich die Gruppe in Vertretung des Road Captains die letzten 28 Meilen durch Indianergebiet führen durfte. Nie vergessen werde ich die schnurgerade Straße, den ockerfarbenen Horizont des Monument Valley, das Funkeln der hinter mir aufgereihten Scheinwerfer und den wilden Rhythmus,

mit dem meine Liebste mir von hinten auf die Schultern trommelte. Diese fantastische Reise hat uns nicht nur mit ihren Stationen entzückt, sondern auch den Zusammenhalt der Gruppe gestärkt. Vor allem aber hat sie aus meiner Frau, die einst so zögerlich war, eine begeisterte Beifahrerin gemacht. Nach Jahren als Solist werde ich endlich zusammen mit meiner Lady auf Tour gehen und wir können die Freuden des Motorradfahrens gemeinsam genießen. Nach unserer Reise haben wir nämlich beschlossen, meine Dyna gegen eine bequemere Maschine einzutauschen, damit wir den Harley Traum gemeinsam leben können. ■


H.O.G. Treffpunkte

Gastlichkeit à la Harley-Davidson Die neuen Folge unserer Reihe über Hotels und Restaurants, die beliebte Ziele für Harley Fahrer sind, enthält Empfehlungen aus der Schweiz, Norwegen und Sardinien…

Hotel Restaurant Tenne steht hoch droben im Schweizer Bezirk Goms, einer Region von – wie könnte es anders sein – außergewöhnlicher Schönheit. Die mächtigen Gipfel und Almen des Goms sind im Winter dick mit Schnee bedeckt und entwickeln im Frühjahr ihre herrliche Farbenpracht. Dann erwachen die zauberhaften Alpendörfer aus ihrem Winterschlaf und die Straßen füllen sich mit Urlaubsgästen. „Die Gegend ist wunderschön und wie geschaffen zum Motorradfahren“, sagt Kilian Michlig-Salzmann, Sohn der Hoteleigentümer. „In der Nähe gibt es mehrere spektakuläre

DAS HOTEL TENNE

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Gebirgspässe. Zu meinen Favoriten gehören Grimsel, Nufenen, Furka, St. Gotthard, Lukmanier und Simplon. Besuchen Sie uns doch und finden Sie heraus, welcher Ihnen am besten gefällt.“ Das Hotel Tenne ist ein echter Familienbetrieb. Gebaut wurde es 1976 von Kilians Großvater. Heute liegt die Leitung des Hotels in den Händen seiner Eltern Ewald und Caroline. Auch Kilian arbeitet mit seiner Frau Denise und seinem Bruder Fernando in der Hotelanlage, und genau das verschaffe dem Haus seine heimelige Atmosphäre, sagt er. Als begeisterter Motorradfahrer versteht sich Kilian aber auch als Teil einer weiteren und ganz anderen Familie, deren Mitglieder bei ihm immer gern gesehen sind. „Motorrad fahre ich seit mittlerweile 14 Jahren, und 2009 habe ich mir endlich eine Fat Boy Special zugelegt. Auf meiner Maschine kann ich entspannen und die Energie tanken, die ich für meine Arbeit brauche. Meistens gehe ich gemeinsam mit meiner Frau auf Tour. Sie fährt eine Nightster, gönnt

sich aber gerade eine Auszeit, weil sie schwanger ist und den nächsten Spross der Familie erwartet. Also hoffe ich einstweilen auf Gäste, die meine Motorradbegeisterung teilen und mit mir durch die Alpen cruisen. Harley-Davidson Fahrer sind uns überaus willkommen, und H.O.G. Membern gewähren wir zehn Prozent Preisnachlass, Gruppen bieten wir Sondertarife an.“ Das Hotel verfügt über 36 Betten verteilt auf 16 Zimmer. Ferner gibt es ein Restaurant, eine gemütliche Weinstube und eine Sonnenterrasse mit fantastischem Blick auf die Alpen. „Nichts ist schöner als nach einer langen Ausfahrt auf der Hotelterrasse auszuspannen und die von der Familie zubereiteten Köstlichkeiten aus der heimischen Küche zu probieren“, meint Kilian. Hotel Restaurant Tenne Furkastrasse 2 3998 Reckingen-Gluringen, Schweiz Tel. +41 (0)27 973 18 92 Fax +41 (0)27 973 29 80 www.tenne.ch


H.O.G. Treffpunkte

Kongsfjord General Store und Café WEM DER SINN nach Freiheit und Abenteuer steht, dem sei eine Reise nach Finnmark im Norden Norwegens wärmstens empfohlen. Das mehr als 2.000 Kilometer von Oslo entfernte Gebiet zählt zu den nördlichsten Gegenden Europas und liegt somit fernab der Touristenströme des Kontinents. „Es ist eine Gegend mit Ehrfurcht gebietenden Landschaften und einer ganz speziellen Lebensart – ein ungezähmter Ort, den man nie wieder vergisst“, sagt Per Simble, Besitzer des Kongsfjord General Store und Café, ehemaliger Steilwandakrobat und Harley Fan. „Flora und Fauna dieser Gegend sind mit nichts zu vergleichen. Jeden Tag kann man Rentiere und riesige Seeadler sehen, und mit etwas Glück bekommt man von unserem Café aus sogar Wale zu Gesicht, denn bis zum Meer sind es nur 50 Meter. Jeden Sommer kommen Tausende Hobby-Ornithologen zu uns, um ein paar der größten Seevogelkolonien Norwegens zu

beobachten. Und wer mehr auf Fische steht, der kann bei uns nach Lachsen angeln oder sogar mit einem der örtlichen Fischkutter ausfahren.“ Im Sommer klettern die Temperaturen auf angenehme 20 Grad, und besonders reizvoll die hellen Mittsommernächte. Finnmark gehört außerdem zu den Orten Europas, an denen sich - wenn die Voraussetzungen stimmen – das geheimnisvolle Nordlicht am besten beobachten lässt. In diesem herrlichen Ambiente befindet sich das Kongsfjord General Store und Café. Schon seit Generationen im Familienbesitz wird das Geschäft heute von Per und seiner Frau bewirtschaftet. Das heutige Dorf wurde einst von meinem Großvater als Handelsposten gegründet und war einer der wenigen Orte in der Gegend, die den Zweiten Weltkrieg überdauert haben. Das heißt, dass alle die urigen Gebäude erhalten geblieben sind und sich das Erscheinungsbild

seit 1940 so gut wie nicht verändert hat. Im Café servieren wir kalte und warme Mahlzeiten – unsere Fischsuppe ist in ganz Norwegen bekannt – und im Store bekommt man von Dingen des täglichen Bedarfs bis hin zu handgeschnitzten Souvenirs so gut wie alles.“ Per ist H.O.G. Life Member. Seit 1990 hat er mehrere Harleys besessen und früher auch ein norwegisches Harley Magazin herausgegeben. Das Ehepaar hat fast ganz Europa mit dem Motorrad bereist und war mehrfach in den USA unterwegs. Nun freuen sich die beiden auf Motorradfahrer, die Urlaub in Norwegen machen möchten. „Bei uns werdet Ihr euch wie zuhause fühlen“, so Per. „Wir haben Platz für 15 bis 20 Biker, und H.O.G. Member erhalten 15% Rabatt.“

Sev. J. Guldbrandsen, Box 52, 9982 Kongsfjord www.kongsfjordlandhandel.com


Pizzeria und sardisches Grillrestaurant „16 Nodi“ Donald Giannetti in seiner sardinischen Pizzeria besuchen, werden aus herzlichste empfangen. „Ich möchte, dass jedem, der meine Liebe zu Harley teilt, ein freundlicher Empfang, erstklassige Speisen und vor allem faire Preise zuteil werden, wenn er fern der Heimat ist – was heutzutage vor allem in dieser Gegend beileibe keine Selbstverständlichkeit ist.“ Donalds Restaurant trägt den Namen „16 Nodi“ und steht in Baja Sardinia. Von hier aus bis nach Porto Cervo an der Costa Smeralda sind es nur sechs Kilometer. Berühmt ist die Gegend für die Inselgruppe La Maddalena sowie für ihre feinsandige Bucht und das kristallklare Wasser. „Hierhin kommen Urlauber aus der ganzen Welt und natürlich auch viele Biker, die Sardinien per Motorrad erkunden“, so Donald. „Im Sommer gibt es zahlreiche Wassersportmöglichkeiten wie Tauchen, Segeln oder Windsurfen.“ Abends und nachts ist der Ort hell erleuchtet von einer Vielzahl an Cafes, Bars, Restaurants und gemütlichen

H.O.G. MEMBER, DIE

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Kneipen. Die Touristen lieben die farbenfroh dekorierten Schaufenster, lebhafte Diskotheken und natürlich die Märkte, auf denen sowohl exklusive Produkte als auch sardische Traditionswaren feilgeboten werden. „Reisende, die fern der Heimat sind, schätzen besonders die Ihnen unterwegs gebotene Gastlichkeit“, weiß Donald aus eigener Erfahrung. „Und genau die will ich meinen Gästen Tag für Tag bieten – vor allem, wenn es sich um Biker handelt, wie ich selbst einer bin.“ Das Motorradfahren hat Donald mit 16 Jahren angefangen. Heute ist er 37 und am Ziel seiner Träume. „Im Lauf der Zeit habe ich eine Menge Japan-Bikes und Sportmaschinen gehabt, aber immer von einer eigenen Harley-Davidson geträumt. Nach einigen Umwegen habe ich mir diesen Traum dann vor zwei Jahren endlich erfüllt.“ Obwohl sein Restaurant nur rund 100 Meter vom Hauptstrand von Baja Sardinia entfernt liegt, findet längst nicht jeder Biker zu ihm. „An der Costa Smeralda sind wir

ziemlich bekannt, aber trotzdem kommt nicht jeder Motorradfahrer bei uns an. Und das, obwohl ich ein Schild aufgestellt habe, auf dem „Bikers welcome“ steht. Deshalb stürze ich jedes Mal nach draußen und begrüße die Fahrer persönlich, wenn ich das Donnern einer Harley höre. Es wird mir eine große Ehre sein, alle H.O.G. Member zu bewirten, die auf eine Mahlzeit, einen Imbiss oder einen Drink vorbeikommen oder einfach nur Hallo sagen möchten. Alle H.O.G. Member werden erstklassig bedient und erhalten 20 % Nachlass. Und wer einfach nur plaudern möchte, bekommt ein kühles „Ichnusa“ (sardisches Bier) auf Kosten des Hauses! Geöffnet haben wir von Ende April bis Ende Oktober, und zwar ganztägig bis spät abends.“ Pizzeria und sardisches Grillrestaurant „16 Nodi“, Piazzetta dei Pini snc, Baja Sardinia (OT), Sardinien. Tel: (0039) 393 9452275 oder (0039) 349 4351873


H l D id Harley-Davidson Westpoint Augsburg ab März 2011 im neuen Laden

N h rund Nach d sieben i b Jahren J h „auf“ f“ dem d Holzweg 17 ist es Harley-Davidson Westpoint Augsburg etwas zu eng geworden. Sie wollen ihren Kunden mehr bieten: ein einmaliges BikerAreal auf 3.000 Quadratmetern. „Der größte und schönste Treff der Gegend für alle Motorrad- und Harley-Davidson Fans soll’s werden...“, so Geschäftsführer Michael Scholz voller Vorfreude. Dieser Traum ist jedoch nur an einem neuen, größeren Standort realisierbar – und der ist schon gefunden: im Sheridan-Park Augsburg, leicht erreichbar, direkt an der B17.

A f ffast d l so großen ß 3 000 Q d Auf doppelt 3.000 Quadratmetern erwartet die Harley-Davidson Gemeinde hier ab voraussichtlich März 2011 eine einmalige Harley Location mit einem großzügigen Gastro-Erlebnisbereich, einer noch besser ausgestatteten Werkstatt sowie einem bestens sortierten Ausstellungsraum, der keine Wünsche offen lässt. Man darf also gespannt sein. HarleyDavidson Westpoint Augsburg schickte Ende November 2010 die neue Homepage www.hd-augsburg.de online. Hier können sich alle Interessenten über den Baufortschritt und den Service informieren.

www.hd-augsburg.de


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BIG TWINS IM WÜSTENWIND

Unglaublich, aber wahr: Wie ein Harley Fan die Wiederbelebung des Motorradfahrens in Jordanien einleitete Text: Jeremy Pick Fotos: Jens Fugue

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FOTO: RANDY

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Y FOTO: RAND

WER ZUM ERSTEN Mal nach Petra kommt, dem wird der Anblick mit einiger Sicherheit den Atem verschlagen. Die „rosarote Stadt, halb so alt wie die Zeit“ (John William Burgon) forderte einst das mächtige Rom heraus – und wurde erst 1812 wiederentdeckt. Heute zählt die Sandsteinmetropole aus grauer Vorzeit zu den sieben Weltwundern und beflügelt mit ihrer atemberaubenden Stattlichkeit die Fantasie wie kaum ein anderer Ort auf dieser Welt. Dennoch ist Petra nur eine von vielen unglaublichen Sehenswürdigkeiten, die es im Haschemitischen Königreich Jordanien zu sehen gibt. Ebenso unglaublich ist die Geschichte von der ersten jordanischen HOG Rally, die im November 2010 im südlich gelegenen Akaba stattfand. Zu Beginn des Jahres 2010 wäre es noch völlig unmöglich gewesen, auf einer Harley von einem der Nachbarstaaten – Irak, Syrien, Saudi-Arabien, Israel – nach Jordanien einzureisen, da Motorräder dort seit 28 Jahren verboten waren. Und dennoch war das Königreich Jordanien noch im selben Jahr Gastgeber einer Harley-Davidson Rally, zu der fast 300 Biker aus Saudi-Arabien, Syrien, dem Libanon, Bahrain, Qatar, Ägypten, den USA und Großbritannien erschienen –

und 14 HOG Member auf eigener Achse von Deutschland aus. Dieser Wandel geht zum größten Teil auf das Konto eines einzigen Mannes: Claude Abry, Inhaber der ersten und bislang einzigen HarleyHändlerniederlassung „Harley-Davidson Amman“. Als Betreiber der königlichen Palastküche freundete sich Claude, Harley Fanatiker reinsten Wassers, mit König

Austragungsort der Rally war der zauberhafte Hotelkomplex des Radisson Blu Tala Bay im Freihafen von Akaba an der Küste des Roten Meers. Bedenkt man die spektakuläre Weitsicht (bis nach Israel und Ägypten), die sommerlichen Temperaturen (30 Grad und mehr) und die erstklassige Küche (landestypische Köstlichkeiten) grenzt es an ein Wunder, dass überhaupt jemand diesen Ort verlassen wollte. Aber das Hotel diente natürlich nur als Ausgangspunkt für zahlreiche geführte Touren zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten. Und diese Sehenswürdigkeiten hatten es wahrlich in sich. Am ersten Tag ging es ans Tote Meer, das selbst so etwas wie ein Weltwunder ist, da sein Wasserspiegel 410 Meter unter Meeresniveau liegt und der Salzgehalt so hoch ist, dass ein Untergehen schlicht unmöglich ist. Am zweiten Tag besuchten die unerschrockenen Biker zunächst die schaurig-schöne Landschaft des Wadi Rum, das man aus Filmen über Lawrence von Arabien kennt, und dann das altehrwürdige Petra, einstige Hauptstadt des Reichs der Nabatäer. Tagsüber begeisterten Berge, Schluchten und Wüstenlandschaften und abends das bunte Unterhaltungsprogramm, das Claude mit seinen Mannen aus der

„Tagsüber lockten Berge, Schluchten und Wüstenlandschaften“

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Abdullah II von Jordanien an. Seine Begeisterung für Harley-Davidson war so ansteckend, dass sich die Familie des Monarchen dazu bewegen ließ, das Motorradverbot zu annullieren. Dies wiederum ermöglichte es Claude, im Mai 2010 eine Harley-Davidson Niederlassung zu eröffnen und kurz darauf die erste Motorrad-Rally des Landes zu organisieren. Seither sind mehrere Mitglieder der Königsfamilie zu begeisterten Harley Fahrern geworden, und Prince Abbas bin Ali, Großcousin des Königs, ist sogar Chapter Director.


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Händlerniederlassung und vom Kingdom of Jordan Chapter auf die Beine gestellt hatte. Das Programm war ein Spiegel der Vielseitigkeit des Gastgeberlands und umfasste sowohl Rockmusik und Einlagen von DJ Beat FM als auch traditionelle Bauchtanz- und Schwerttanzdarbietungen, sodass für jeden etwas geboten wurde. Gipfel des Events war die erste Motorradparade des Landes. Unter den staunenden Blicken der Einwohner von Aqaba, für die schon ein einzelnes Motorrad ein seltener Anblick gewesen wäre, setzten sich 200 Harleys einschließlich Polizeieskorte in Bewegung. Mit von der Partie: Mitglieder der Regierung und der königlichen Familie. Die erste jordanische Harley-Davidson Rally war ein so bemerkenswertes Ereignis, dass Claude und seinem Team dieses Jahr die Ehre zuteil wird, die 11. Middle East H.O.G. Rally auszurichten. Den Termin sollten Sie sich am besten gleich notieren: 24. – 27. November 2011. Die Gastfreundlichkeit der Menschen und die Schönheit des Haschemitischen Königreichs Jordanien wird auch Sie garantiert verzaubern. ■

Unser Dank gilt Claude Abry und seiner Family, dem Kingdom of Jordan Chapter und Monther al-Mutlaq

Der Traum von Jordanien Text: Lucie Abry

Im Herzen des Nahen Ostens liegt das Haschemitische Königreich Jordanien. Im Alter von 29 Jahren kam der Franzose Claude Abry nach Jordanien, um dort seine kulinarische Laufbahn fortzusetzen. Als er sich in der jordanischen Hauptstadt Amman niederließ, musste er zu seinem großen Bedauern feststellen, dass Motorräder in Jordanien seit vielen Jahren verboten waren und dass, wer trotzdem eines besitzen oder gar fahren wollte, der Fürsprache hochgestellter und einflussreicher Persönlichkeiten benötigte. Schon als Kind war Claude über seinen Vater mit der Welt der motorisierten Zweiräder in Kontakt gekommen. Mit der Zeit hatte sich aus der anfänglichen Faszination eine regelrechte Besessenheit entwickelt. Als er dann schließlich in Jordanien die Erlaubnis für den Besitz und das Fahren eines Motorrads erhielt, erkundete Claude zunächst die Vielfalt der jordanischen Landschaften. Dass Claudes Freunde es ihm nicht gleichtun durften, frustrierte ihn, blieb ihnen doch der Adrenalin-Kick verwehrt, den er jedes Mal verspürt, wenn er auf seine Fat Boy stieg. Durch die Nähe zu seiner Majestät König Abdullah II von Jordanien und dank ihrer gemeinsamen Leidenschaft für Motorräder, insbesondere für Harley-Davidson Maschinen, gelang es Claude, einen radikalen Wandel in der jordanischen Gesetzgebung herbeizuführen. Und so wurde das in Jordanien geltende Verbot

für zweirädrige Fahrzeuge aufgehoben. Damit hatte Claude eines seiner größten Ziele erreicht. „Sobald ich ein Ziel erreicht habe, muss ich mir ein neues setzen, damit es in meinem Leben weitergeht.“ Eine Lebensphilosophie die er von seinem Vater übernommen hat und immer wieder gerne zitiert. Die Fahrt über atemberaubende Straßen und durch schwieriges Terrain hat Claudes Liebe zu Harley nur noch weiter gefestigt. Die Menschen in Jordanien nennen ihn nur noch „Mr. Harley“, weil er Tag und Nacht, werk- und feiertags sowie bei sengender Hitze und klirrender Kälte mit dem Motorrad unterwegs ist. Zu guter Letzt stand auch der Eröffnung eines neuen Harley-Davidson Händlerstützpunkts in Jordanien nichts mehr im Wege. Mit Geduld und Beharrlichkeit will Claude die jordanische Haltung zu Motorrädern verändern und mit gängigen Vorurteilen über Biker aufräumen. Rund 20 Jahre lang galt Motorradfahren als gefährlicher Zeitvertreib, für den sich nur „böse Buben“ erwärmen konnten. Heute will Claude beweisen, dass es Harley-Davidson besonders um die Sicherheit der Fahrer geht. Darüber hinaus ist Harley fahren mehr als nur ein Hobby. Es ist vielmehr ein Way of Life, der seinen Anhängern größte Zufriedenheit schenkt. Schließlich kann jeder Traum in Erfüllung gehen. „Wenn man etwas wirklich will, kann man es auch erreichen – dieser Satz geht mir seit meiner Kindheit immer wieder durch den Kopf. Mein Vater sagte mir immer, wenn man sich wirklich anstrengen würde, sei nichts unmöglich.“ sagt Claude. Wer weiß, was Sie erleben werden, wenn Sie Jordanien besuchen: Vielleicht begegnen Sie ja sogar seiner Majestät und der wunderschönen Königin Rania – im Sattel der königlichen Heritage Softail.

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Pudel

Kern

Guy Bolton spricht mit Mark Austin über „echte“ Bobber ››

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Custom

„Marks Bike trifft die Sache im Kern – trotz eines modernen Details“

1947 eine neue Knucklehead gekauft hätten, um mit Ihren Kumpels um die Wette zu fahren oder an einer Gypsy Tour teilzunehmen, hätte Ihr Schmuckstück letztlich wohl so ähnlich ausgesehen wie das von Mark Austin. Für das Wort „Bobber“ gibt es sowohl einen historischen Kontext als auch eine Begriffsdefinition. Damit gemeint sind gestrippte Bikes aus einer bestimmten Epoche. Es handelt sich um eine Motorradgattung, die in einer Zeit entstand, als man samstags mit derselben Maschine auf die Rennstrecke ging, auf der man am Wochenende in die Kneipe und an den Werktagen zur Arbeit fuhr. Sehen Sie sich nochmal „Der Wilde“ (The Wild One) an: In dem Film sind praktisch nur gechoppte Heckfender zu sehen. Den überall aus dem Boden sprießenden Hochglanz-Chopper-Werkstätten heutiger Tage scheint dieser wesentliche historische Zusammenhang allerdings nicht wirklich klar zu sein, bewerben sie ihre modernen Kreationen doch allzu

WENN SIE SICH

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gern als „Bobber“ und werfen gleich noch das Prädikat „old school“ hinterher. Marks Bike hingegen trifft die Sache im Kern – ungeachtet eines modernistischen Details. „Four-Finger-Rahmen“, Motor, Instrumente und Springer-Gabel stammen allesamt auf dem Jahr 1947 und sind Originalteile. Dem Motor allerdings wurde ein wenig auf die Sprünge geholfen, so wie es auch damals üblich war – diesmal jedoch mit Hilfe des S&S Stroker Kits, das den Hubraum auf 84 Kubikzoll anwachsen ließ. Auf den Dogbone-Risern sitzen Flanders-Bars, und das hübsch grüne „Chicago“-Kickstarterpedal und die Griffe stammen aus dem Zubehörfundus jener Epoche. Selbst der Würfelknauf der Tankschaltung ist ein Originalteil aus dem Angebot der Dreißigerjahre. Ebenfalls ein cooles Zubehörteil aus dieser Zeit ist die gerippte Trommel der Vorderradbremse. Und wie es sich für einen echten Bobber gehört, sind 18-Zoll-Felgen verbaut. Die Biker jener Tage tauschten ihre serienmäßigen 16-Zöller gern gegen die größeren Felgen aus der Zeit vor 1940, weil diese das Handling und den Fahrkomfort verbesserten. „Auf keinen Fall würde ich jemals wieder 16-ZollFelgen verbauen“, sagt Mark. „Dieses Bike bleibt wunderbar in der Spur. Auf den 16-Zöllern fängt es an zu schlingern.“ Und er muss es ja wissen, denn seit er

die Knuckle vor zehn Jahren gebaut hat, ist er weit mit ihr herumgekommen: Mehrmals hat er am „Great Race“, der legendären Australien-Rally für Maschinen von Indian und Harley, teilgenommen und sogar das ein oder andere Beschleunigungsrennen in der Klasse für Motorräder mit Handschaltung bestritten. Die coolen Cocktail-ShakerSchalldämpfer mit den herausnehmbaren Einsätzen wurden nach Marks Einschätzung für eine Indian gebaut, den ihr Querschnitt beträgt nicht anderthalb, sondern eindreiviertel Zoll. Gekauft hat sie Mark in den Staaten in einem Laden namens „Kickstart Motorcycles“. „Keine Ahnung, ob es den immer noch gibt“, fügt er hinzu. Apropos Teileraritäten: Marks Firma Pacific H-D ist ein Mekka für australische Besitzer von Harley Oldtimern, und der Laden selbst ist das reinste Harley Museum. Neben einer Handvoll Knuckleheads im Bestzustand ist dort eine Werksmaschine für Bergrennen ausgestellt. Und neben ein paar makellos restaurierten Electra Glide Shovelheads steht Marks Hydra Glide, die er sich 1972 gekauft hat. Überall im Shop stehen Vitrinen mit seltenen Harley Memorabilien – vom Rennoverall bis hin zum original H-D Prospekt. Entstanden ist Marks Firma sozusagen per Zufall. Als Architekt mit einer

Leidenschaft für Harleys leitete er Ende der Sechziger einen Harley Club. „In unserem Club gab es einen Matrosen, der bei der Handelsmarine war und uns schwer zu bekommende Ersatzteile aus den Staaten mitbrachte“, erzählt Mark. „Als der dann den Club verließ, fuhr ich selber rüber, um die Teile zu beschaffen, an die wir hier in Australien einfach nicht rankamen.“ Mark kaufte Ersatzteile für den Club und seine eigene Werkstatt. Irgendwann kamen dann die Leute auf der Suche nach schwer zu beschaffenden Teilen gleich zu ihm. Der Kreis wurde immer größer, bis schließlich 1975 Pacific H-D entstand. Entzündet hat sich Marks Begeisterung für V-Twins an einer „45“ aus Militärbeständen, die ihm sein Schwiegervater 1967 geschenkt hat. Und bis heute ist diese Flamme nicht erloschen. Auch für Architektur und schöne Gebäude kann er sich nach wie vor erwärmen, aber sein Geld verdient er mit Harley-Davidson Motorrädern. Diese coole 47er Knucklehead ist der Beleg für sein Wissen und seine Leidenschaft. ■

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History

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History

Wer der Soldat auf diesem mittlerweile berühmten Foto ist, blieb über 25 Jahre ungeklärt… Enthusiast® erschien Ende 1943 ein Besucher und erkundigte sich nach der Juniausgabe desselben Jahres: „Ich habe gehört, dass darin ein Bild von mir zu sehen ist“, sagte der Fremde. „Und ich hätte gern ein paar Exemplare als Andenken.“ Die Redaktion des Blatts war völlig verblüfft und wusste zunächst nicht, was sie glauben sollte. Aber die Geschichte, die Roy Holtz aus Chippewa Falls in Wisconsin nun zum Besten gab, ließ keinen Zweifel an seiner Identität: „The first Yank and Harley to enter Germany following the end of World War I“ (Der erste Amerikaner, der nach Ende des Ersten Weltkriegs mit seiner Harley auf deutschen Boden fuhr). Atemlos lauschten die Zeitungsmacher den Erzählungen. Holtz berichtete, wie er als Corporal der US Army mit seinem Captain am 8. Juni bei einer fehlgeschlagenen Nacht- und Nebelaktion in Belgien in deutsche Gefangenschaft geriet. Drei Tage später, als die Nachricht vom vereinbarten Waffenstillstand die Runde machte, wurden die Männer mit ihrer Harley-Davidson® auf freien Fuß gesetzt. Sie kehrten in einen kleinen belgischen Ort nahe der deutschen Grenze zurück, von wo aus Holtz anderntags nach Deutschland fuhr und damit als erster Amerikaner deutschen Boden betrat. Es war ein spannender Tag für die Welt – und ein stolzer Tag für Harley-Davidson und die von der Motor Company ausgerüsteten Streitkräfte der Alliierten. ■ IM BÜRO DER ZEITSCHRIFT

FOTO MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG DER HARLEY-DAVIDSON MOTOR COMPANY ARCHIVES. COPYRIGHT H-D ®

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r e d n Thu k c u r t s e e-Schmiedd ik B e h c gs s t u ht die de s Custom-Bike-Buil in c is m 6 0 0 2 h Seit Welt de ich vor Ort umgese en ie d e ik b r e s Thund Magazin hat G O H s a D . f au rd Berry Fotos: Richa

Andreas mit der Ironhead, die während einer Custom Show zusammengebaut wurde

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reationen aus der deutschen Edelschmiede Thunderbike haben sich auf den Bike Shows der letzten Jahre so manchen Podiumsplatz gesichert. So gingen die Auszeichnungen „Best Custom“ und „Best Modified Harley“ bei der European Bike Week 2010 an die Maschine mit dem schlichten Namen „Anniversary“. Präsentiert wurde das Bike von Andreas Bergerforth, dem Geschäftsführer von Thunderbike. „Angefangen hat es mit der Firma vor 25 Jahren, als ich noch in meinem Schuppen an Rennmaschinen rumgeschraubt habe“, erzählt Andreas bescheiden. „Damals habe ich an Endurance-Wettbewerben teilgenommen und ständig an den Motorrädern gearbeitet, um sie fürs Rennen zu optimieren.“ Schon bald hatte sich der Name Thunderbike etabliert, und Andreas begann mit der Herstellung von Spezialteilen für den Cruiser-Markt. Wer sich heute den imposanten Gebäuden der Firma Thunderbike nähert,

stellt jedoch fest, dass die Fassade mittlerweile von den Farben Schwarz und Orange dominiert wird. „Harley-Davidson Vertragshändler sind wir seit 2006“, erzählt Andreas weiter. „Zu uns sind so viele Harley Fahrer gekommen, denen wir Custom-Teile für ihre Bikes bauen sollten, dass wir schnell begriffen haben, wie gut sich Harleys als Custom-Plattform eigen.“ Heute gliedert sich Thunderbike in drei Bereiche. Da ist zunächst der beeindruckende Vertragshändlerbereich mit großer Werkstatt. Ferner gibt es den Custom Shop mit seinen Fertigungsanlagen sowie der CNC-Maschine und last but not least die jüngste Erweiterung des Unternehmens: das von Sturgis inspirierte Restaurant namens Roadhouse, dessen Wände mit alten Harleys geschmückt sind. „Obwohl der Laden am A… der Welt steht, kommen die Leute in Scharen zu uns“, sagt Custom-Teile-Spezialist Freddy Mathies, der uns heute herumführt. „Besonders toll ist es im Sommer, wenn die Dachterrasse des Restaurants geöffnet

hat und draußen hunderte Motorräder stehen.“ Diese Atmosphäre setzt sich auch im Inneren der Niederlassung fort. Es liegt auf der Hand, dass die 48-köpfige Belegschaft von Thunderbike ihren Job liebt, und Freddy erklärt uns auch, warum es solchen Spaß macht, für Andreas zu arbeiten: „Andreas ist mit so viel Leidenschaft bei der Sache, dass wir es ihm gleichtun wollen, damit der Funke auch auf unsere Kunden überspringt.“ Seit vier Jahren arbeitet Freddy für Thunderbike, und den Teilekatalog kennt er in- und auswendig. „Als ich das erste Mal mit Thunderbike zu tun hatte, war ich noch Kunde. Heute bin ich stolz darauf, zum Team zu gehören. Wir bauen wirklich abgefahrene Sachen, wie zum Beispiel selbst entworfene Räder, und es macht mir große Freude, Kunden mit unserem riesigen Teilefundus dabei zu helfen, die Harley ihrer Träume zu verwirklichen.“ 2009 wurde das Betriebsgelände von Thunderbike erweitert, um Platz für das Restaurant zu schaffen und die

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THUNDERBIKE

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Freddy kennt den Custom-Teilekatalog in- und auswendig

M ic ha el , Er ba ue r de r Th un de rb ik

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mechanische Werkstatt umzusiedeln, in der unter anderem Luftfilterblenden, Tachohalterungen und Radnaben aus dem Vollen gefräst werden. Als wir vom Showroom aus zu unserem Rundgang aufbrechen wollen, können wir uns zunächst gar nicht von dem Anblick losreißen, der sich uns dort bietet. Inmitten von Thunderbike Top-Kreationen wie „Grey Fellow“, „24“, „Radical Rocker“ und Andreas’ Lieblingskreation „Spectacula“ ist unschwer zu erkennen, warum die Firma so viele Preise abgeräumt hat. „Mir geht es nur um den Wettbewerb“, sagt Andreas. „Ich will Sieger-Bikes bauen. Mit der Spectacula sind wir 2006 Zweiter in Sturgis geworden und haben im selben Jahr die Europameisterschaft gewonnen.“ Bemerkenswert ist auch, dass Spectacula um einen Motor herum gebaut wurde, den man im Jahr zuvor bei einem Wettbewerb gewonnen hatte. Obwohl der Bau von Custom Bikes Andreas’ Lebensinhalt ist, lässt sich auf den ersten Blick kein typischer 76

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au f Sp ec ta cu la

„Thunderbike-Stil“ erkennen. „Wir bauen Bikes für jeden Geschmack“, erklärt uns Andreas. Und das ist keine Übertreibung, denn vom flachen und gestreckten Bobber über den ausladenden Extrem-Chopper bis hin zum liebevoll restaurierten Harley Oldtimer ist jede Spielart vertreten. Mein Blick fällt auf eine hellblau lackierte 82er Ironhead, die auf einem Podest in der Nähe steht. „Wir haben möglichst viele der Originalteile aufgearbeitet und einen neuen Tank, neue Fender und etliche Kleinteile angefertigt“, erläutert Freddy. „Und dann haben wir sie letztes Wochenende auf einer dreitägigen Bike Show zusammengebaut.“ Donnerwetter! Natürlich kommt die Rede auch darauf, wie die Wunschvorstellungen der Kunden bei Thunderbike Gestalt annehmen. Thomas Emky, Leiter des Custom-BikeVertriebs, gibt uns bereitwillig Auskunft. „Als Erstes berate ich mich mit dem Kunden, um herauszufinden, an welcher Art von Bike er interessiert ist. Manche Kunden lassen sich von anderen Custom Bikes inspirieren, die wir gebaut haben,

und manche wollen einfach nur eine serienmäßige Harley aufhübschen. Freddy und meine Wenigkeit kennen so ziemlich jedes Teil und Zubehör, das für die einzelnen Modelle lieferbar ist.“ Mit Hilfe einer CAD-Software (Computer Aided Design) wird dann ein Kundenentwurf angefertigt, der nach der Freigabe an die Rahmenwerkstatt weitergereicht wird. Dort wird entweder eine der fünf Rahmenkonstruktionen aus eigener Fertigung oder ein serienmäßiger Harley Rahmen gebaut bzw. so angepasst, dass er der Körpergröße und der bevorzugten Sitzhaltung des Fahrers entspricht. Dann wird der Rahmen um den Tank, die Fender, den Motor und die tragenden Bauteile ergänzt, bis die Grundform des Bikes fertig ist. Anschließend kommen die Einzelteile zum Lackieren, Pulverbeschichten und Verchromen. Wenn alle Teile wieder im Haus sind, erfolgt die Endmontage. Thunderbike entwirft und baut Motorräder für Biker aus ganz Europa – und nicht nur von dort. „Jedes Jahr


t la ss en „B es Si eg er de r K ar le y“ un d H ed ifi M od m “ be i de r „B es t C us to Bi ke Wee k an Eu ro pe 20 10

exportieren wir etliche Rahmenkits aus eigener Produktion“, berichtet Freddy. „Wir sind wirklich eine Firma von Weltruf.“ Seit den bescheidenen Anfängen vor 25 Jahren hat sich Andreas’ Schwerpunkt in Sachen Customizing eindeutig verschoben: War er früher in erster Linie an Leistung interessiert, geht es ihm heute vor allem ums Design. „Ich bevorzuge ein sehr minimalistisches und übersichtliches Design und füge einem Bike ungern Dinge hinzu, die ich nicht brauche“, sagt er grinsend. „Meine Inspiration ziehe ich aus allem, was mich umgibt, und auch bei jedem Bike, das wir bauen, kommen mir neue Ideen. Während wir noch mit dem einen Bike beschäftigt sind, nehmen wir uns schon vor, bei der nächsten Maschine dieses oder jenes anders zu machen.“ Jedes Projekt ist eine echte Mannschaftsleistung. „Ich habe die Einfälle, und das gesamte Team kümmert sich dann um die Umsetzung.“ Es liegt in der Natur der Sache, dass nicht jeder Einfall die Produktionsreife erlangt. „Einige meiner Entwürfe taugen einfach nicht für die dritte Dimension.“

Laut Andreas ist die Spectacula der Inbegriff eines perfekten Designs. „Alles daran ist perfekt: das futuristische Design, die Form der Fender und des Spoilers, der einteilige Rahmen und die flache und gestreckte Silhouette. Das Design sieht immer noch gut aus, obwohl es von 2005 ist. Und nach dem zweiten Platz bei der Weltmeisterschaft von 2006 hat es weltweit Furore gemacht. Für 2011 habe ich mir vorgenommen, ein Bike auf die Beine zu stellen, das in Sturgis Chancen auf den Titel hat. Das wäre wirklich fantastisch. Ideen habe ich schon jede Menge, aber noch ist nichts konkret.“ Übrigens erfolgt die diesjährige Reise nach Sturgis mit freundlicher Unterstützung von AMD, da sich Thunderbike mit dem Sieg in der Klasse „Best Modified Harley“ bei der European Bike Week in Österreich für die Teilnahme qualifiziert hat. Bei den großen europäischen Harley-Davidson Events ist Thunderbike immer wieder mit eigenen Ständen präsent, deren Besuch sich allemal lohnt – und sei es nur, um live zu erleben,

wie das Team ein Bike zusammenbaut. Als wir wieder aufbrechen, ist das Thunderbike Team gerade dabei, sein Nikolaustag-Event vorzubereiten. „Jedes Jahr gibt ungefähr viermal ein Open House“, erklärt Freddy. „Da kommen dann drei- bis viertausend Leute zu uns. Es gibt Live-Musik, und das Roadhouse Restaurant und die Terrasse sind brechend voll! Da geht es immer hoch her, und die Stimmung ist ausgezeichnet.“ Fazit: Wenn Sie ein Faible für schnörkelloses Custom-Bike-Design haben und nach Anregungen für Ihr eigenes Projekt suchen, sollten Sie vielleicht einmal bei Thunderbike vorbeischauen. Weitere Kreationen des Teams finden Sie unter www.thunderbike.de ■

WEITERE BILDER GIBT ES UNTER HOGEUROPEGALLERY.COM

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LZ PETER SCHU

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AB JULI 2011 IM LENKWERK BIELEFELD !

VERTRAGSHÄNDLER REIBCHEN + STEGEMANN GMBH | MOTORCYCLES - FASHION - ACCESSORIES - MEISTERWERKSTATT FELDSTRASSE 93 | 33609 BIELEFELD | TEL. 0521-523736-0 | FAX 0521-523736-50


Meine Story MEIN ERSTES MOTORRAD kaufte ich mir 1972, als ich noch in Togo (Westafrika) lebte und arbeitete. Damals erwarb ich eine 850er Honda, obwohl ich gar keinen Motorradführerschein besaß. Als Holländer, der viele Jahre Fahrrad gefahren war, stellte ich mir das Motorradfahren relativ einfach vor, und so war es auch. Nachdem ich mich erst mal mit der Gangschaltung angefreundet hatte, bekam ich das „Ding“ ziemlich schnell in den Griff. Aber schon bald merkte ich, dass sich die einheimische Bevölkerung nicht viel aus Verkehrsregeln machte, und nach einigen brenzligen Situationen mit Fußgängern beschloss ich die Maschine wieder zu verkaufen. Mein nächstes Bike war eine 450er Suzuki, die ich 1982 von jemandem kaufte, der unbedingt Geld brauchte (einen Führerschein hatte ich immer noch nicht). Mittlerweile lebte und arbeitete ich in den Vereinigten Staaten. Am Tag, als ich die Maschine abholte, wurde ich wegen überhöhter Geschwindigkeit und Fahrens ohne Führerschein von der

Autobahnpolizei angehalten, und das Bike wurde beschlagnahmt. Daraufhin kam ich zu dem Schluss, ich sei wohl einfach nicht fürs Motorradfahren geschaffen. Vor ein paar Jahren hat sich mein in Amsterdam lebender Sohn eine gebrauchte Sportster gekauft und aufwändig gecustomized. Kurze Zeit später hat sich mein anderer Sohn, der in Barcelona lebt, eine Custom Harley aufgebaut. Und beide Söhne haben ständig versucht mich zu überreden, es ihnen gleichzutun. 2008 lebte und arbeitete ich in der lettischen Hauptstadt Riga. Ich war Mitglied im Rotary Club und traf dort diesen Dänen, nennen wir ihn Jens, der sich gerade eine Harley gekauft hatte. Jens meinte, ich solle mir auch eine zulegen, damit wir zusammen fahren könnten. Ich sah mich auch um, aber eine Harley schien mir einfach zu teuer. Eines Tages sah ich bei einem Gebrauchtwagenhändler eine wunderschöne BMW R1200C, die zum Verkauf stand. Der Preis war in Ordnung,

Robert (Mitte) mit seinem dänischen Freund Jens (rechts) und Sohn

MEIN HARLEY ABENTEUER Robert Roosen berichtet von seinen Zweiraderlebnissen und erzählt uns, wie er am Ende zu einer wunderschönen Road King Custom kam also schlug ich zu. Zumindest hatte ich nun ein Bike, wenn auch immer noch keinen Führerschein! Nachdem ich auch dieses Manko beseitigt hatte, genoss ich meine BMW in vollen Zügen. Dann lud mich mein dänischer Harley Kumpel ein, mit ihm zu einer H.O.G. Rally nach Jurmala in Lettland zu fahren. Er versicherte mir, dass ich dort auch als BMW Fahrer willkommen sein würde. Also fuhr ich mit, und ich muss wirklich sagen, dass ich noch nie so nette Leute getroffen habe. Ich fühlte mich pudelwohl unter all den Harley Fahrern, die mich nie wegen meiner BMW ausgegrenzt haben, sondern lediglich meinten, ich möge mir doch auch eine Harley zulegen. Mein dänischer Freund sagte: „Ich habe es dir doch gesagt: Das sind ganz nette Leute. Und jetzt kaufst du dir auch eine Harley. Beim Händler steht gerade eine gebrauchte Softail zu einem guten Preis. Schließlich sah ich ein, dass für mich kein Weg an einer Harley vorbeiführte, wenn ich

mit Gleichgesinnten unterwegs sein wollte. Ich fuhr zum Harley Dealer in Riga, aber die Softail war leider schon verkauft. Dafür fand ich eine wunderschöne 2007er Road King Custom mit nur 2.500 Kilometern auf der Uhr. Nach fünf Minuten gehörte sie mir. Ich rief meinen Sohn an, der mir riet, die Originalschalldämpfer auszutauschen – wegen des besseren Sounds. Also investierte ich einen weiteren Tausender in neue Endrohre und diverse Kleinigkeiten: Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen! Selbstverständlich bin ich sofort Mitglied der H.O.G. und des lettischen Riga Chapters geworden und habe so manche Fahrt mit meinen Freunden unternommen. An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Freunden vom Chapter für ihre Kameradschaft bedanken. Leider bin ich kurze Zeit später aus Riga weggezogen, aber ihnen habe ich es zu verdanken, dass ich meine Harley habe. Ob ich das Fahren mit dieser Maschine genieße? Und ob!

Als ich 2010 mit Jens und meinem Sohn bei den Baltic Bike Days in Jurmala war, haben wir ganz Lettland erkundet. Und als ich nach Deutschland versetzt wurde, bin ich von Lettland über Deutschland bis nach Amsterdam gefahren, um das Bike meinem Sohn zu zeigen. In Deutschland war ich den Rest des Sommers im Schwarzwald unterwegs und bin dort vielen H.O.G. Membern begegnet. Zurzeit hält meine Harley gerade ihren Winterschlaf, aber ich habe schon eine lange Liste mit Parts, die nächsten Sommer montiert werden sollen. Und die Moral von der Geschichte? Suchst du Freunde, kauf dir eine Harley und werde Mitglied in einem H.O.G. Chapter. Für den Sommer 2011 plane ich gerade eine Tour von Amsterdam über Barcelona bis nach Rom und zurück. Neben meinen beiden Söhnen wird auch meine Frau dabei sein, die den Begleitwagen mit dem Gepäck fahren soll. Ich kann es kaum erwarten! ■ ®

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SAUBER GEMACHT Reinigung und Inspektion

Wie Sie Ihre Harley das ganze Jahr über in Schuss halten, erfahren Sie hier…

Immer wieder ist zu hören, dass ein sauberes Motorrad auch besser läuft. Andere sehen in dieser Binsenweisheit jedoch nur eine Ausrede für all jene, die so verliebt in ihre Harley® sind, dass sie sie am liebsten ständig putzen würden. Chris Tribbey, Leiter des Bereichs Service Marketing & Retail Capabilities bei Harley-Davidson hingegen ist von ihrem Wahrheitsgehalt überzeugt. Wer Bauteile wie zum Beispiel Handhebel und Bremsscheiben von Schmutz und Korrosion befreit, verbessert ihre Funktion und verlängert ihre Lebensdauer. „Vor allem aber ist eine Motorradwäsche die perfekte Gelegenheit für eine gründliche Sichtprüfung“, meint Tribbey. Die Motorcycle Safety Foundation hat diese Inspektion unter dem Akronym T-CLOCs zusammengefasst. Es steht für Tyres (Reifen/Räder), Controls (Bedienelemente/Instrumente), Lights (Beleuchtung), Oils and Fluids (Betriebsflüssigkeiten), Chassis (Rahmen, Fahrwerkselemente, Antriebsriemen etc.) und Stand (Rissbildung, Verformung etc. an Haupt- und Seitenständer). „Wer sein Motorrad putzt, kommt mit vielen Teilen in Berührung, die er sonst nur selten beachtet“, sagt Tribbey. „Dabei lässt sich mühelos prüfen, ob sich Bauteile wie zum Beispiel der Schalthebel oder eine Fußraste gelöst haben. Beim Reinigen von Chromteilen lässt sich möglicherweise ein beschädigtes Hitzeblech ertasten. Und wer seine Reifen und Räder säubert, dem bietet sich die perfekte Gelegenheit, die Räder auf lockere Speichen oder fehlende Ventilkappen zu inspizieren. Das sind nur einige Beispiele dafür, wie sich mit einer Motorradwäsche nicht nur der technische Zustand der Maschine verbessern, sondern auch ihre Lebenserwartung erhöhen lässt.“ Die Liste ließe sich fast endlos fortsetzen. Die Quintessenz lautet deshalb: Nicht nur putzen, sondern auch inspizieren! ■ Hochwertige Reinigungsprodukte, die eigens für Ihre Harley-Davidson® entwickelt wurden, finden Sie bei Ihrem örtlichen Harley-Davidson Händler.

Die wichtigsten Eckpunkte einer T-CLOCS Inspektion:

T yres (Reifen): Profiltiefe, Reifenverschleiß, Fremdkörper, lockere Speichen C ontrols (Bedienelemente): Fußhebel, Seilzüge, Schläuche, Gasgriff L ights (Beleuchtung): Scheinwerfer, Brems-/Rücklicht, Blinker, Streuscheiben, Reflektoren

O il and Fluids (Betriebsflüssigkeiten): Füllstände, Undichtigkeiten, Dichtungen C hassis Rahmen, Dämpfung/Federung, Antriebsriemen S tand (Ständer): Rissbildung, Verformung, Federspannung Lückenlose Angaben zum Thema „Inspektion vor Fahrtantritt“ finden Sie in Ihrer Betriebsanleitung. 80

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Wrench

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BATTERIEN

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So springt der Funke über

Wann liegen „Batterieprobleme“ gar nicht an der Batterie? – Wenn die eigentliche Ursache die Lichtmaschine, genauer gesagt der Spannungsregler oder die Statorwicklung, ist. Der Unterschied ist glücklicherweise leicht zu erkennen. Im Herbst, wenn viele Biker ihre Maschinen einmotten oder auf die kalte Jahreszeit vorbereiten, ist deshalb der perfekte Zeitpunkt für ein paar einfache Tests. Ein günstiges DC-Voltmeter ist alles, was sie dafür benötigen. Prüfen Sie zunächst die Batterie mit abgestelltem Motor. Klemmen Sie das schwarze Kabel des Messgeräts an den Minuspol und das rote Kabel an den Pluspol der Batterie an. Im Idealfall sollte daraufhin eine Spannung von etwas mehr als 12 Volt angezeigt werden. Bei den neuen VGM-Batterien von Harley-Davidson® sollte die Spannung zwischen 12,5 und 12,7 Volt liegen. Starten Sie nun Ihre Maschine und lassen Sie den Motor mit Leerlaufdrehzahl laufen. Prüfen Sie die Spannung erneut. Sie sollten nun eine Zunahme der Spannung auf etwa 14 Volt (VGM-Batterien: 13,8 bis 14,2 Volt) beobachten können. Drehen Sie dann am Gas, bis der Motor mit etwa 3.000 U/min läuft. Vergewissern Sie sich, dass der Ablesewert zwischen 14,5 und 15,5 Volt liegt. Grundsätzlich gilt, dass die Spannung nicht über 15,5 Volt klettern sollte. Wird dieser Wert überschritten, ist etwas mit dem Ladesystem nicht in Ordnung und die Batterie wird überladen. Letztlich führt dies zum Totalausfall – und ist zudem auch gefährlich. Wenn die gemessenen Spannungswerte zu niedrig sind, wird die Batterie nicht ausreichend geladen. Irgendwann ist sie dann völlig leer (selbst wenn sie ansonsten intakt ist). Bevor Sie allerdings zu dem Schluss kommen, dass Ihr Ladesystem defekt ist, sollten Sie folgende Punkte prüfen: • Sind die Batteriekabel fest verschraubt? • Sind die Batterieanschlüsse schmutzfrei? • Ist das Massekabel fest mit dem Rahmen verbunden? Wenn die gemessenen Werte immer noch zu niedrig sind, wird das Problem vermutlich durch einen schadhaften Spannungsregler oder Läufer verursacht. Wer sich die entsprechenden Reparaturen nicht zutraut, sollte seine Maschine unverzüglich in die nächste Harley-Davidson Vertragswerkstatt bringen. Dort verfügt man über Spezialgeräte und Fachkenntnisse, die für die weitere Diagnose etwaiger Fehlfunktionen benötigt werden. Wer die Batterie und das Ladesystem seines Motorrads jedoch im Auge behält, kann mögliche Probleme so früh erkennen und beseitigen, dass sie das Bike gar nicht erst lahmlegen. Dann springt auch in Zukunft garantiert der Funke über! ■

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1. Gasdicht: Vermeidung von Säureaustritt bzw. Korrosionsschäden durch ein ventilgeregeltes, wartungsfreies Gehäuse. 2. Vermeidung von Säureaustritt dank überarbeitetem Entlüftungssystem 3. Durchdachtes Batteriepoldesign für erhöhte Festigkeit und Haltbarkeit. 4. Spezielle, gegen Vibrationsschäden resistente Pluspolhülsen verhindern Säureaustritt und Korrosion. 5. Vermeidung von Elektrolytaustritt und Erreichen höherer Zuverlässigkeit durch heißverschweißten Deckel. 6. Niedriger Widerstand und höhere Leistung am Anlasser dank extragroßen Verbindungschweißpunkten zwischen den Zellen. 7. Hochwertiges Blei verbessert die Haftung an den Gittern und erhöht die Vibrationsbeständigkeit und Haltbarkeit der Batterie. 8. Die mit Schmelzkleber fixierten Platten vermindern Vibrationsschäden und erhöhen die Lebensdauer. 9. Spezielle Gitterplatten aus Calcium und einer Calciumlegierung bürgen für eine sehr niedrige Selbstentladung und stellen zugleich höchste Stromstärken beim Anlassen bereit. Durch das „Full Frame Power Path Design“ kann eine höhere Leistung generiert und schnelle, sichere Starts gewährleistet werden. 10. Hochdichte Oxidverbindungen sorgen für eine maximale Leistungsdichte. 11. Verschleißfeste und gasabsorbierende AGMSeparatoren garantieren eine lange Lebensdauer. 12. Ein spezielles entmineralisiertes Elektrolyt verbessert die Haltbarkeit. Keine überflüssige Säure dank genau bemessener Elektrolytzugabe. 13. Die Pluspolkappe (keine Abbildung) schützt vor Kurzschlüssen und Funkenbildung. 14. Die Batteriepolschrauben aus Edelstahl (ohne Abbildung) rosten und oxidieren nicht. 15. Charakteristische Bar-and-Shield Logoprägung auf dem Gehäuse für eine schnelle und zuverlässige Wiedererkennung. ®

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Gadgets

Meine Lieblingsdinge Es gibt Dinge, auf die wir Motorradfahrer unterwegs einfach nicht verzichten möchten. Hier ein paar Beispiele aus der Redaktion. Wenn auch Sie ein „Lieblingsding“ haben, schicken Sie uns eine E-Mail mit dem Betreff „Favourite things“ an hogtaleseurope@harley-davidson.com. Wenn wir Ihren Beitrag veröffentlichen, bekommen Sie ein cooles Harley-Davidson Geschenk von uns! Für den nächsten Regenschauer… Regenkombi, immer gut an Bord zu haben, denn man weiß ja nie, wann sich die Himmelsschleusen das nächste Mal öffnen. Wasserdicht (selbstredend!), atmungsaktiv und mit Klettverschlussleiste vorn. Alle Nähte des Anzugs sind versiegelt, und die Jacke besitzt eine abnehmbare Kapuze. Das Beste daran: Der gesamte Anzug lässt sich platzsparend in der Kapuze verstauen. 98240-10VM

Total bequem Zoë Francis vom HOG Magazin ist geradezu vernarrt in die Women’s Hennie Motorcycle Boots von Harley-Davidson: „Das sind die bequemsten Motorradstiefel, die ich je getragen habe – und ich habe schon so manches Paar verschlissen!“ Der Hennie Boot für Damen ist Teil der Hennie Kollektion. Die Stiefel bestehen aus wasserabweisendem vollnarbigem Oberleder mit Mesh und sind gefüttert.

Sound of Silence… Ohne seine maßgefertigten Ohrstöpsel würde Allan Brownridge nicht mehr aufs Bike steigen. „Meine wilde Zeit als Diskothekenbetreiber, regelmäßiger Konzertbesucher und aktiver Biker (damals noch ohne Ohrstöpsel) ist mir ziemlich aufs Gehör geschlagen. Heute kann ich dank maßgefertigter Ohrstöpsel den ganzen Tag Motorrad fahren, ohne hinterher das typische Rockkonzert-Pfeifen in den Ohren zu haben – und ich verstehe danach immer noch, was meine Frau mir sagt (man kann halt nicht alles haben). Die Stöpsel anfertigen zu lassen war total einfach, und ich durfte mir sogar die Farbe aussuchen. (Entschieden habe ich mich für Schwarz und Orange, damit ich sie leichter wiederfinde, falls sie mir runterfallen). Die Passgenauigkeit ist wunderbar, und superbequem sind sie auch.“ www.ultimateear.com

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Gadgets Für den Nacken Wer verhindern möchte, dass ihm bei Wind und Kälte der Nacken steif wird, sollte stets ein Neck Tube dabeihaben. Das Tube passt in die kleinste Tasche und ist so auch dann griffbereit, wenn es im Sommer einmal kühler werden sollte. Von Harley-Davidson gibt es den Neck Gaiter. Das leichte und dehnbare Fleece-Teil ist hautfreundlich und zu 80 Prozent windundurchlässig. 98204-04V

Gute Karten: das H.O.G. Touring Handbuch Marj Rae sagt: „Obwohl ich ein Navi habe, gehe ich nie ohne Kartenmaterial auf die Reise!“ Wer durch Europa fahren möchte, braucht eine gute Landkarte mit detailliertem Straßennetz und einen Routenplaner mit geeignetem Maßstab – und sei es nur als Ergänzung zum Navigationsgerät. Das H.O.G. Touring Handbuch ist für diese Aufgabe wie geschaffen. In die Karten und Minikarten eingezeichnet sind die Harley-Davidson Stützpunkte mit Adressen und Telefonnummern. Die an alle H.O.G. Member verschickte Ausgabe für 2011 ist mühelos transportierbar, einfach zu lesen und größer im Format – damit Sie ab sofort noch bessere Karten haben. Ein unbedingtes Muss.

Aufgepumpt Ohne Touring Suspension Air Pump geht Jeremy Pick nicht auf Tour. Die kompakte, leichte und robuste Handpumpe dient der mühelosen Abstimmung der Luftfederung von Touring Modellen. Vor allem bei Fahrten mit Gepäck oder Sozius sowie auf unwegsamen Straßen ist eine präzise Dosierung der Luftmenge durch nichts zu ersetzen. Da bei der Verwendung der an Tankstellen üblichen Druckluftpumpen die Gefahr besteht, dass man sich die kostbare Federung ruiniert, sollte jeder Fahrer eines Touring Modells dieses kleine Hilfsmittel im Gepäck haben. 54630-03A

Multitalent Sein FXRG Jacket liebt Allan heiß und innig: „Es ist warm und wasserabweisend und steckt voller pfiffiger Details, die extrem praktisch sind (zum Beispiel die Brillentasche mit integriertem Brillentuch, die Kopfhörerbuchse für das iPod, der eingearbeitete Nierengurt und das herausnehmbare Futter, das auch separat getragen werden kann). Das Innenfutter funktioniert genau wie meine Haut: Wenn mir zu heiß wird, öffnen sich die Poren, und wenn mir kalt wird, schließen sie sich. Super, nicht wahr?“ 98366-09VMF

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Durchhalten Wie Sie Ihren Geist und Ihr Bike auf Langstreckenfahrten vorbereiten, verrät Ihnen Endurance-Fahrer Chris Carr DER ENDURANCE-FAHRER CHRIS CARR (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Dirt-Track-Piloten) hat sich einen Namen damit gemacht, sehr große Distanzen in sehr kurzer Zeit zurückzulegen. Bei seinem 2008 durchgeführten Rekordversuch von Dead Horse in Alaska nach Key West in Florida schien der Erfolg bereits zum Greifen nah, doch dann machten ihm die sturmbedingten Zwangsevakuierungen auf den Keys doch noch einen Strich durch die Rechnung. Erst vor kurzem nahm Carr mit Erfolg an der ersten Hoka Hey Motorcycle Challenge (einer Ausdauerfahrt von Key West nach Homer, Alaska) teil, und zwar auf einer Harley-Davidson XR1200X™, die nicht unbedingt als ideales Tourenbike bekannt ist. Den nordamerikanischen Kontinent in seiner ganzen Ausdehnung zu durchqueren dürfte wohl nur wenigen von uns vorbehalten sein. Nichts desto trotz können auch wir Normalsterblichen viel aus Carrs Unternehmungen lernen – selbst wenn wir einer Tour schon dann das Prädikat „Ausdauerfahrt“ zusprechen, wenn wir mehr als einmal pro Tag tanken müssen.

Sitzfleisch Nonstop-Passagen über 18, 24 oder sogar 30 Stunden sind nichts für jedermann. Eigentlich kann ich davon sogar nur abraten – es sei denn, es existieren ganz besondere Voraussetzungen und man hat sich gründlich vorbereitet. Für mich hingegen ist es bei der Teilnahme an einem Endurance-Wettbewerb etwas 84

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ganz Normales, den ganzen Tag im Sattel zu sitzen. Beachten Sie bitte, dass ich bei meinen Fahrten von Stunden spreche und nicht von Meilen. Wenn normale Menschen von ihrer längsten Tagestour erzählen, hört man meist, sie seien 500, 600, 700 oder was weiß ich wie viele Meilen weit gefahren. Und das ist ja auch in Ordnung. Aber was eine Fahrt zu einer Herausforderung macht, hat mehr mit der im Sattel verbrachten Zeit als mit der zurückgelegten Distanz zu tun, denn 30 Meilen im städtischen Berufsverkehr können deutlich stressiger sein als beispielsweise 100 Meilen auf einer unbefahrenen Landstraße – und dabei durchaus genauso lange dauern. Und damit wären wir auch schon bei der Notwendigkeit einer guten Planung, denn diese gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen für das Gelingen einer Langstreckenfahrt – selbst wenn man keine Rekorde brechen will. Planung Als ich mit meiner Buell® Ulysses® von Dead Horse nach Key West gefahren bin, habe ich mir schon vorher jeden Ort eingeprägt, an dem ich unterwegs zum Tanken anhalten wollte. Daraus können Sie schließen, dass ich auch die genaue Streckenführung kannte. Außerdem habe ich mir die Fahrzeit so eingeteilt, dass ich in den dichter besiedelten Gebieten nicht in die Rush-Hour kommen konnte. Diese Detailversessenheit mag Ihnen übertrieben vorkommen, lohnt sich aber durchaus. Ein Beispiel: Wenn Sie beabsichtigen, in einer Stadt wie Atlanta (mein für sein Verkehrschaos berüchtigter Geburtsort) zu übernachten, sollten Sie sich ein Hotel am gegenüberliegenden Ende der Stadt suchen. Gerade zu fortgeschrittener Stunde mag es zwar verlockend erscheinen, schon am diesseitigen Ende Halt zu machen, aber diesen Entschluss werden Sie am nächsten Morgen bereuen, wenn Sie nämlich die Stadt mitten im Berufsverkehr durchqueren müssen. Besser ist es, die Stadt geschwind bei Nacht zu passieren und anderntags ebenso geschwind zu verlassen. Wenn Sie viel Strecke machen wollen,

PETER LUBACH

Fahrpraxis

sollten Sie die Streckenführung möglichst früh in Stein gemeißelt haben und auf etwaige Abstecher verzichten. Ein wunderbares Hilfsmittel ist das Navi. Ich nutze es bei jeder Gelegenheit (sofern es die Wettbewerbsregeln der jeweiligen Veranstaltung zulassen). Schließlich verliert man bloß Zeit, wenn man vom Weg abkommt. Packen Auch das richtige Gepäck spielt bei Langstreckenfahrten eine wichtige Rolle. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung packe ich für Fernfahrten nur ganz wenige Sachen ein. Normalerweise tut man natürlich gut daran, ein paar Ersatzteile und etwas Proviant mitzunehmen – aber nicht bei Wettfahrten. Wer jedoch nur zum Spaß unterwegs ist, sollte zumindest einfaches Werkzeug dabei haben, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein. Auch Kleidung packe ich nicht in den Mengen ein, die Sie vielleicht erwarten würden. Dazu gibt es auch keinen Grund, denn da ich nicht sehr häufig anhalte, wechsle ich auch nur selten (wenn überhaupt) die Kleidung. Dafür achte ich darauf, mehrere Paar verschieden dicke Handschuhe mitzunehmen und sehr atmungsaktive Kleidung zu tragen, also Stoffe, die die Feuchtigkeit vom Körper ableiten. Einer der größten Fehler, den ich bei der Hoka Hey Motorcycle Challenge beobachtet habe, ist das Überpacken. Zu viel Gepäck macht einen langsamer, weil


Fahrpraxis

das Auf- und Abladen schwieriger wird – und weil man zu viel Zeit mit Suchen verliert. Außerdem wirkt es sich ungünstig auf den Verbrauch aus, wenn man das Gewicht der Maschine unnötig erhöht. Motorrad Viele Leute sind überrascht, wenn sie hören, dass die Maschinen für meine Wettbewerbseinsätze ziemlich seriennah sind und weitgehend ohne Zubehör auskommen. Aber je mehr Zubehör montiert ist, desto mehr kann auch kaputt gehen. Außerdem ist das Zubehör eine zusätzliche Belastung für die Batterie und die Bordelektrik, vor allem wenn ein Bike so lange ohne Unterbrechung läuft. Ein Zugeständnis mache ich allerdings: Die Maschine muss unbedingt mit einem hochwertigen und lichtstarken Scheinwerfer ausgerüstet sein. Das liegt daran, dass ich einen Großteil der Fahrstrecken bei Nacht absolviere, und dann möchte ich möglichst weit sehen können und ebenso gut erkennbar sein. Vor allem bei warmem Wetter schont das Fahren bei Nacht Mensch und Maschine. Außerdem herrscht meist weniger Verkehr, sodass man besser vorankommt. Dagegen abzuwägen gilt es die größere Sicherheit des Fahrens bei Tageslicht und das eigene Verlangen nach einem Blick auf die vorbeiziehende Landschaft. Gedanken machen sollte man sich auch über die Anschaffung einer hochwertigen Sitzbank. Für die meisten Biker ist die

serienmäßige Sitzbank (vor allem, wenn es sich um ein Harley-Davidson® Tourenmodell handelt) völlig in Ordnung. Darüber hinaus bietet Harley aber auch zahlreiche Custom-Sitzbänke an. Wer erfolgreich Kilometer fressen will, sollte nach einer Sitzbank suchen, die seinem Allerwertesten behagt und zu seinem persönlichen Fahrstil passt. Wichtig für das Gelingen einer Fernfahrt ist auch der richtige Windschutz in Form einer hochwertigen Verkleidung oder eines ordentlichen Windabweisers. Die Nase im Wind zu haben kann zwar sehr belebend wirken, aber wer es damit übertreibt, ruiniert sich nur allzu leicht das Gesicht und den Nacken. Wichtig ist auch, immer wieder die Sitzhaltung zu verändern. Geschwindigkeitsregelsysteme und Gasgriffarretierungen verhindern das Verkrampfen der Gashand, während Highway-Fußrasten alternative Beinhaltungen ermöglichen und das Verlagern des Körpergewichts erleichtern. Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr Ein bei Fernfahrten allzu gern vernachlässigter Aspekt ist das körperliche Wohlbefinden. Tatsächlich besteht einer der häufigsten „Anfängerfehler“ meines Erachtens darin, nicht in der richtigen mentalen und körperlichen Verfassung für eine Langstreckenfahrt zu sein. Zunächst einmal muss man körperlich einigermaßen fit sein. Je gesünder man ist, desto besser reagiert der Körper auf die Beanspruchungen einer langen Reise. Folglich bedarf es der richtigen Essgewohnheiten, und zwar sowohl allgemein als auch unterwegs. Ich halte zwar unterwegs nicht gern zum Essen an, habe aber immer eine Menge nahrhafter Sachen dabei. Zu meinen Favoriten gehören Milchprodukte und kohlenhydratreiches Gel zur Energiezufuhr, wie es auch unter Läufern beliebt ist. Und beim Tanken mische ich mir meinen eigenen Sport-Drink. Im Gegensatz zu den meisten Fahrern, die auf Energy-Drinks, Koffein und andere Aufputschmittel schwören (Manche

werfen sogar Koffeintabletten ein, wenn sie morgens keine Zeit für eine Tasse Kaffee haben), mache ich es genau andersherum, indem ich völlig darauf verzichte. Auf diese Weise bleibt mein Verstand klarer und wacher, und ich gerate in keinerlei Abhängigkeit. Zeitvertreib Eine weitere Herausforderung besteht darin, den eigenen Kopf zu beschäftigen. So aufregend wie das Motorradfahren auch sein mag: Auf langen Fahrten ist einem manchmal einfach nur langweilig. Bei mir persönlich ist es so, dass mein Gemüt verschiedene Phasen durchläuft. Ich fange beschwingt an und erreiche irgendwann einen Punkt, an dem ich das Gefühl habe, nicht mehr weiter zu können. Aber sobald ich diesen Punkt überwunden habe, bekomme ich so etwas wie eine zweite oder sogar dritte Luft und kann noch stundenlang weiterfahren. Besonders gut überwinde ich diese Phasen, wenn ich mit meinem iPod Musik höre. Oder ich konzentriere mich ganz fest auf mein Ziel und darauf, dass ich meine Freunde und Fans nicht enttäuschen will. Oder ich beschäftige mich intensiv mit meinem Umfeld und suche nach interessanten Dingen, auf die ich meine Gedanken richten kann. Manchmal falle ich beim Fahren auch in eine Art Trance. Dabei entschwebt mein Geist in Regionen, die überhaupt nichts mit dem Fahren zu tun haben. Das ist vielleicht nicht unbedingt die sicherste Vorgehensweise, aber soviel steht fest: Die Zeit vergeht dabei wie im Flug. Vorbereitung Mein letzter Ratschlag lautet: Nur nichts überstürzen! Wer nicht an lange Fahrten und endlose Tage im Sattel gewöhnt ist, sollte entsprechend trainieren. Beginnen Sie mit kürzeren Strecken und kleineren Tagesetappen und dehnen Sie Ihre Touren dann allmählich aus. Hören Sie auf den Rat geübter Fahrer und lernen Sie aus den eigenen Fehlern – und Erfolgen! Wenn Sie Ihre Zielsetzungen mit Bedacht wählen, werden Sie schon bald Kilometer fressen wie die Profis – und vielleicht sogar persönliche Ausdauerrekorde aufstellen. ■ ®

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Archives

FOTO MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG DER HARLEY-DAVIDSON MOTOR COMPANY ARCHIVES. COPYRIGHT H-D

William S. Harley überzeugt sich von der Praxistauglichkeit der für den Ersten Weltkrieg gebauten Maschinen

Dienst des Militärs zu stellen hat bei Harley-Davidson schon lange Tradition. Die erste offizielle Bestellung von Harley-Davidson® Motorrädern durch das US-Militär erfolgte bereits 1916, als sich im Grenzkonflikt zwischen den USA und Mexiko die Gefolgsleute des mexikanischen Revolutionärs Pancho Villa und die US-Truppen unter der Führung von General John „Blackjack“ Pershing gegenüber standen. Pershing war davon überzeugt, dass der Einsatz moderner Technik – Automobile, Flugzeuge, Fernschreiber und Motorräder – den Amerikanern einen militärischen Vorteil verschaffen würde. Zu den ursprünglich zwölf angeforderten Maschinen kamen später weitere zwölf hinzu, darunter auch solche, die an einen Gewehr-Seitenwagen gekoppelt waren, den niemand anders als Firmenmitbegründer William S. Harley erfunden hatte. Als die USA in den Ersten Weltkrieg eintraten, schoss die Harley-Davidson Produktion steil in die Höhe, um der enormen Nachfrage Herr zu werden. Rund ein Drittel aller in den Jahren 1917 und 1918 gefertigten Maschinen gingen an das Militär. Nachdem es sich bei den ersten ausgelieferten Maschinen noch um umgebaute Zivilmodelle gehandelt hatte, entwickelte H-D in kurzer Zeit die Modelle FUS und LUS mit ihren typisch schlanken Fendern für den OffroadEinsatz und weiteren für den militärischen Einsatz nützlichen Merkmalen. Der allererste Amerikaner, der am 12. November 1918 – einen Tag nach der Vereinbarung des Waffenstillstands – deutsches Territorium betrat, fuhr eine Harley-Davidson (siehe S. 72-73). Mittlerweile hatte die militärische

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Führung erkannt, dass das Motorrad kein reines Kampffahrzeug war. Vielmehr galt es nun als ideales Kurier- und Begleitfahrzeug. Ebenfalls während des Ersten Weltkriegs begann man an der firmeneigenen „Quartermaster School“ (die noch heute unter der Bezeichnung Harley-Davidson University existiert) mit der Schulung von Truppenmechanikern. Auch zwischen den beiden Weltkriegen riss die Entwicklung von Motorrädern für das Militär nicht ab. In Firmenunterlagen aus den Dreißigerjahren ist die Rede von einem in der Entwicklung befindlichen dreirädrigen Fahrzeug mit Boxermotor. Ob sich daraus letztlich die im Zweiten Weltkrieg gebaute XA entwickelt hat, bleibt im Dunklen. Bis zur Stornierung des Auftrags durch die US-Regierung wurden nur etwa 1.100 Maschinen des Typs XA mit Boxermotor und Kardanantrieb gebaut und ausgeliefert. Durchsetzen konnte sich jedoch das Versuchsprojekt XS, eine Gespannvariante mit angetriebenem Seitenwagenrad. Weitere Versuchsprojekte hatten beispielsweise den Motor für einen „Kleinstpanzer“ für das kanadische Militär zum Gegenstand, in dem gleich zwei Knucklehead V2Aggregate Seite an Seite ihren Dienst verrichten sollten. Dieses Projekt wurde allerdings nie Realität. Dafür erhielten die Kanadier ihre eigene Ausführung des Modells WLA: die WLC. Im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes von 1941 hatten die Vereinigten Staaten schon früher Motorräder an Großbritannien und Russland geliefert, aber nach der Bombardierung von Pearl Harbor stieg die militärische Produktion in astronomische Höhen. Gegen Ende des Krieges waren

fast 70.000 WLAs, die als die Arbeitspferde unter den US-Militärmotorrädern galten, im Einsatz. Drei Jahre in Folge wurde H-D für sein Rüstungsengagement von der Army/Navy mit dem „E“ für Excellence ausgezeichnet. Nie wieder wurden so viele Motorräder für das Militär produziert wie in den 1940er Jahren. In den 1960er Jahren wurden Militärausführungen des kleineren Sportster® Modells aufgelegt, die unter anderem in Vietnam und Indonesien als Polizei- und Militärmaschinen zum Einsatz kamen. Die letzten Militärmotorräder von Harley-Davidson hießen MT-500 und MT-350E, wobei letzteres vergleichsweise unbekannt sein dürfte. Die MT-350E wurde in den 1980ern von ArmstrongCCM Motorcycles produziert. Die MT-500 war bereits in Produktion, als H-D die militärische Sparte von Armstrong übernahm. Erstmalig zum Einsatz kam sie im Verlauf des FalklandKonflikts (zwischen Großbritannien und Argentinien), aber später wurde sie ausschließlich für die kanadischen und die jordanischen Streitkräfte gebaut. Noch heute unterstützt HarleyDavidson Verbände und Programme wie die „Disabled American Veterans“, die „Rolling Thunder® Motorrad-Rally“, die „Veterans of Foreign Wars“ (für das National World War II Memorial), „The Vietnam Traveling Memorial Wall®“ und viele andere. ■ Weitere historische Objekte aus den H-D Archives können Sie bewundern, wenn Sie das Harley-Davidson Museum® in Milwaukee besuchen. www.h-dmuseum.com


H.O.G. & Rider Services Europe, Middle East & Africa Vorstellung des Teams H.O.G. & Rider Services Europe, Middle East & Africa… H.O.G. Europe, Middle East & Africa

Nigel Villiers Director

Alison Povey Manager, Events & Merchandise

Jeremy Pick Manager, Operations & Communications

Alison Smith Financial Controller

Claire Lindsey-Bray Rider Services Business Manager

Alexia Harmon Rentals Business Lead

Stephane Sahakian Frankreich

Bjorn Solberg, Skandinavien und Osteuropa

Sue Nagel Spanien und Portugal

Liza van Hernen Benelux

Evelyne Doering Deutschland

H.O.G. Manager

Marjorie Rae Großbritannien & Irland

H.O.G.-Mitgliedschaft Für die Full oder Life Membership ist der Besitz eines Harley-Davidson Motorrades Voraussetzung. Die Associate Membership ist Beifahrern oder Familienangehörigen von Full oder Life Membern vorbehalten. Martin Engelbrecht Afrika, Naher Osten und Südosteuropa

Michael Pedratscher Schweiz und Österreich

Giacomo Marzoli Italien

›› Full Membership: Berechtigt das

Mitglied, alle Vorteile und Leistungen der Harley Owners Group in Anspruch zu nehmen. Life Membership: Das Mitglied hat Anspruch auf alle Leistungen eines Full Members und erhält zusätzlich einen speziellen ‚Life Member Patch und Pin‘. Associate Membership: Das Mitglied hat Anspruch auf eine Reihe von Leistungen. Jeder Associate Member benötigt einen aktiven Full Member als Sponsor. Life Associate Membership: Berechtigt das Mitglied zu allen Leistungen eines Associate Members; es erhält einen speziellen ‚Life Member Patch und Pin‘. Jeder Life Associate Member benötigt einen aktiven Full Member als Sponsor.

›› Richard Hardy

Verena Staudinger

Samira Stephan

Rico Diks

›› Carine Fulakula Mario Zaspel Adriano Bagni

Patrick Allsop

Marieke Smidt

Denim Lillo

H.O.G.® Europe Member Service Centre Anfragen zu Ihrer Mitgliedschaft bzw. deren Verlängerung richten Sie bitte an:

E-Mail: customerservices@hog-europe.com Webseite: www.members.hog.com Mo.-Fr.: 09.00-18.00 Uhr PO Box 114, Twickenham TW1 1XQ UK Aus Deutschland und der Schweiz:

Telefon: 00 800 1111 2223 (GEBÜHRENFREI) Fax: 00 800 7766 5566 (GEBÜHRENFREI) Aus Österreich:

Telefon: 00 44 208 891 9088 Fax: 00 44 208 843 8770 Ihren H.O.G. Mitglieder-Status können Sie auf der Internetseite www.members.hog.com überprüfen

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Beiträge in Full (ein Jahr) Associate (ein Jahr) Life Life Associate

Euro 73,00 37,00 730,00 370,00

Beim Kauf eines neuen Motorrades ist eine einjährige H.O.G. Mitgliedschaft bereits im Kaufpreis enthalten. Im Rahmen Ihres Mitgliedspakets erhalten Sie außerdem: die H.O.G. Membership Card das European Touring Handbook mit einer Auflistung sämtlicher Harley-Davidson Dealer das Membership Manual mit einer Auflistung aller aktuellen Vergünstigungen und Programme H.O.G. Patch und Pin (Neumitgliedschaft) bzw. H.O.G. Renewal Patch und Pin (Verlängerung der Mitgliedschaft) Vierteljährliche Zustellung des HOG Magazins und der länderspezifischen Rundschreiben (sofern zutreffend) sowie das monatlich erscheinende HOG eMagazin.

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p o T r e d o p o H 1. Der Versand der H.O.G.® Jahrespakete erfolgt bei Verlängerung der Mitgliedschaft. Wenn Ihre Mitgliedschaft beispielsweise im Juli 2011 abläuft, können Sie sie bereits im Januar 2011 verlängern, um das Paket zu Saisonbeginn zu erhalten. Ihre Mitgliedschaft verlängert sich zwar erst im Juli, aber Sie erhalten das Material früher. Folglich gehen Ihnen keine Monate Ihrer Mitgliedschaft verloren, wenn Sie diese bereits frühzeitig verlängern. 2. H.O.G. und H.O.G. Assistance sind zwei verschiedene Unternehmen, die zwar eng zusammenarbeiten, aber jeweils eigene Systeme für das Anmelden/Verlängern von Mitgliedschaften unterhalten. Zahlungen sind direkt zu richten an: PO Box 4140, Hornchurch, Essex RM11 1GX, UK E-Mail enquiries@bikeassistance.com Fax +44 1708 724832 (Tel. +44 1708 723721, nur in englischer Sprache). 3. H.O.G. Assistance ist kein automatischer Bestandteil der H.O.G. Mitgliedschaft. Nur beim Kauf eines Neufahrzeugs erhalten Sie kostenlos eine einjährige H.O.G. Mitgliedschaft inklusive H.O.G. Assistance. Auch H.O.G. Life Member müssen darauf achten, dass sie diesen Dienst jedes Jahr verlängern, da die H.O.G. Life Mitgliedschaft nicht mit einer lebenslangen Absicherung durch die H.O.G. Assistance einhergeht. 4. Meilen können erst dann geltend gemacht werden, wenn das jeweilige Motorrad für das Mileage Programm angemeldet wurde. Dies gilt für sämtliche Maschinen, für die Sie Meilen geltend machen möchten (einschließlich Mietfahrzeuge). 5. Das Pluszeichen (+) der gebührenfreien Telefonnummer steht für den internationalen Vorwahlcode und entspricht je nach Land unterschiedlichen Ziffern. In den meisten europäischen Ländern handelt es dabei sich um die Ziffernfolge „00“. Wenn Sie also zum Beispiel aus GB, Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien oder den Niederlanden anrufen, müssen Sie 00 800 1111 22 23 wählen. 6. Member, die ihre Mitgliedschaft verlängern, erhalten die speziellen H.O.G. Pins & Patches für das jeweilige Jahr. Im ersten Jahr der H.O.G. Mitgliedschaft werden die normalen H.O.G. (Eagle) Pins und Patches verschickt und nicht die speziellen Ausführungen für das jeweilige Jahr. Diese erhalten Sie erstmalig, wenn Sie Ihre Mitgliedschaft zum ersten Mal verlängern. 7. Kostenlose H.O.G. Mitgliedschaften, die sich aus dem Kauf eines Neufahrzeugs ergeben, können auf Full Member oder Associate Member übertragen werden. 8. Geänderter Zugriff auf das Online-Profil: Die E-Mail-Adresse, die Sie jetzt anstelle Ihres Benutzernamens eingeben müssen, ist mit der E-Mail-Adresse identisch, die Sie beim Anlegen Ihres Profils angegeben haben. Für den Fall, dass Sie mittlerweile eine andere Adresse benutzen, sollten Sie Ihre Profilinformationen entsprechend aktualisieren, nachdem Sie sich eingeloggt haben. 9. Online durchgeführte Änderungen werden nach etwa 10 Tagen im Mitgliedsbereich sichtbar. 10. Das Online-Profil, mit dem Sie als neues Mitglied auf www.members.hog.com zugreifen können, kann erst 10 Tage nach der Bearbeitung des Antrags angelegt werden. 11. Zahlungen für Merchandise-Artikel von MID sind ab sofort an MID zu entrichten: www.mid-hogeurope.com 12. Automatische Verlängerung der Mitgliedschaft: Falls Sie eine neue Kreditkarte erhalten und/oder sich Ihre Kontonummer ändert, kann Ihre Mitgliedschaft möglicherweise nicht automatisch verlängert werden. Bitte teilen Sie uns die neuen Angaben (Kreditkartennummer, Ablaufdatum und die auf der Rückseite der Kreditkarte vermerkte Prüfzahl) mit, damit die automatische Verlängerungsfunktion für die neue Kreditkarte aktiviert werden kann. 13. H.O.G. Full Member können jederzeit H.O.G. Lifetime Member werden. Eine vorherige Mitgliedschaft über einen bestimmten Zeitraum ist dafür nicht erforderlich. 14. Die Zustellung von H.O.G. Materialien kann vier bis sechs Wochen dauern und hängt von der Schnelligkeit der Zustelldienste in den einzelnen Ländern ab. 15. Chapter Officer: Positionen im Chapter können nur von H.O.G. Membern bekleidet werden. Jede Position eines Chapter Officers muss von einem anderen H.O.G. Member bekleidet werden.


Exhaust

Motorradfahren:

die Freiheit nehm’ ich mir Jillian Michaels über ihre Passion für Freiheit auf zwei Rädern ZU MEINEN KOSTBARSTEN Kindheitserinnerungen zählt die Zeit, die ich auf dem Rücksitz der Harley meines Vaters verbracht habe. Ich weiß noch wie ich dachte, nein, wusste: Das ist Freiheit. Der Inbegriff von „cool“. Einfach durch die Gegend cruisen. Die Landschaft genießen. Völlig sorgenfrei. Ab und zu warf ich einen Blick in fremde Autos – und bemitleidete die Insassen. Ich spürte, wie sie uns ansahen: mit neidischen Blicken, erfüllt vom Verlangen, Freiheit und Abenteuer auf zwei Rädern selbst zu erleben. Zumindest kam es mir so vor, damals, als ich sechs Jahre alt war. Und um ehrlich zu sein, kommt es mir auch heute noch so vor, wenn ich auf meiner Maschine an ihnen vorbeiziehe. Mit 18 hatte ich mein eigenes Bike. Eine Harley-Davidson® Sportster®, Baujahr ’72. Was machte es schon, dass sie mehr als 20 Jahre auf dem Buckel hatte und schwarze Rußwolken spuckte (damals war man noch nicht so umweltbewusst)? Sie gehörte mir. Mir ganz allein. Seit meinem 13. Lebensjahr und meinem allerersten Job als Babysitter hatte ich darauf gespart. Jeder andere Teenager hätte auf ein Auto gespart, aber nicht ich. Denn ich war infiziert. Jetzt bin ich 36, und das Fieber ist immer noch da. Heute nenne ich fünf Bikes mein Eigen, und jedes davon hat seinen ganz eigenen Charakter. Die Palette reicht von der Sportmaschine,

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HOG Frühling 2011

die ich auf der Rennstrecke pilotiere, bis hin zur Harley V-Rod®, mit der ich mich im Rock Store am Mulholland Highway zeige, und mit jedem Bike verbinde ich Erlebnisse, die eng mit dem Charakter des jeweiligen Fahrzeugs verknüpft sind. Meine Motorräder sind wie alte Freunde, die mich in- und auswendig kennen. Sie sind mit mir durch dick und dünn gegangen und haben meine Marotten akzeptiert, wie es ein Mensch gar nicht könnte. Es stimmt zwar, dass die Motorradwelt von netten Menschen mit einer gemeinsamen Leidenschaft bevölkert ist, aber am besten gefällt mir das Alleinsein. Immer wenn ich mich ausgebrannt oder niedergeschlagen fühle, schmeiße ich mich in meine Motorradkluft und fahre durch die Canyons von Malibu oder gleite über den Pacific Coast Highway. Dort klingelt kein Telefon, und ich kann mich im Hier und Jetzt ganz in meine Gedanken vertiefen. Das ist der Ort, an dem ich den Kopf frei bekomme. Wo ich am besten denken kann. Und ich fahre erst dann nach Hause, wenn auch das letzte Quäntchen Aggression von mir gewichen ist. Motorradfahren ist ein Sport. Ein Rausch. Ein Way of Life. Und ja, es kann gefährlich sein. Es gibt Risiken. Man muss seine fünf Sinne beieinander halten und vorausschauend fahren. Gefragt sind Köpfchen, Flexibilität

und Konzentration. Motorradfahren ist nichts für jedermann, und gerade deshalb liebe ich es umso mehr. Jahrzehnte lang galt das Motorradfahren im Wesentlichen als reine Männerdomäne. Generationen von Frauen haben sich davor geziert, weil sie meinten, es nicht zu können oder zu dürfen. Aber die Zeiten ändern sich. Heute greifen immer mehr Frauen selber zum Lenker. Endlich. Sie haben erkannt, dass sie genauso viel Spaß haben können wie die Männer. Wenn ich heutzutage einen Biker an meiner Seite entdecke, mache ich mir nicht selten Sorgen um den Spliss, den er sich einhandeln wird, weil er seine Haare ungezügelt im Wind flattern lässt. Und dann lächle ich verschmitzt, mache das Peace-Zeichen und begrüße eine weitere Lady im Club. Es gehört eine gewisse Art von Draufgängertum dazu, 130 Pferdchen die Sporen zu geben. Daher meine abschließende Frage: Welcher Typ Draufgänger schlummert in Ihnen? Vielleicht sehen wir uns unterwegs, vielleicht auch nicht. Aber sollten sich unsere Wege kreuzen, werden Sie mich ganz plötzlich an Ihrer Seite entdecken. ■ Jillian Michaels ist passionierte Motorradfahrerin, Personal Trainer und Star der NBC-Formate Biggest Loser und Losing It With Jillian.


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H.O.G. Frühling 2011  

Das Magazin zum H.O.G. Erlebnis

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