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HAPKIDO-MAGAZIN.de

Ausgabe 1 / 2018

ERSTAUSGABE mit den Themen:

STREET Hapkido Selbstverteidigung einfach & effektiv

BILDRECHTE richtig posten in sozialen Netzen

FALLTECHNIK

mit Meister Schimmel

+ BONUS PDFs

합기도

www.

von Hapkido Meistern und Gastautoren

HKD-EVENTS aktuelle Termine - Seminare - Ausbildungen - Woirkshops - Meisterschaften - Workshops

Kinder-Demoteam aus Korea zu Gast bei Yi- i-Jing-Do

© EventfotografieFrankStolle.de

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HAPKIDO MAGAZIN

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Redaktion / Editorial HAPKIDO-magazin Erstausgabe 2018! Liebe Leserinnen und Leser,

CHEFREDAKTEUR Uwe E. G. Wischhöfer

PHOTO / FILM Eventfotografie Frank Stolle Sabine Wischhöfer

AUTOREN Andreas Brinkmann Jens Schimmel Horst “Hotte” Storb Timo Meusel Laura Jäger Uwe Wischhöfer

zu dieser Erstausgabe begrüße ich Sie ganz herzlich und wünsche Ihnen, dass 2018 Ihr besonders Glücksjahr wird! Für mich ist ein lang gehegter Traum mit der Veröffentlichung dieser Ausgabe des Hapkido Magazins bereits Wirklichkeit geworden. Mein Wunsch war es seit langem allen Freunden koreanischer Kampfkünste eine gemeinsame Plattform zu bieten, die alle Aspekte dieser Kampfkunst beleuchtet. Für 2018 sind vier Onlineausgaben mit einem Umfang von je 16 Seiten geplant. Weitere GRATIS-Ausgaben wird es jedoch nur geben, wenn Ihnen unser neues Magazin gefällt und Sie uns weiterempfehlen. Darüber hinaus lebt das Magazin von interessanten Beiträgen unserer Autoren. Ich wünsche Ihnen dass Sie genauso motiviert wie ich und unsere aktuellen Autoren sind und vielleicht schon jetzt Ihre Idee für die nächste Ausgabe im April notieren und uns schreiben. Doch nun wünsche ich viel Spaß beim Lesen dieser ersten Januar-Ausgabe.

ABGABESCHLUSS Redaktionsschluss für die HAPKIDO magazin Ausgabe im April ist der 20. März 2018!

HAPKIDO magazin erscheint vierteljährlich als Onlineausgabe. Inhaber & Redaktion Uwe Wischhöfer Spitalstr. 3-5, D-85276 Pfaffenhofen Ausgabe 2018 # 1 im Januar 2018. Alle Rechte vorbehalten © 2018 Uwe Wischhöfer Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Eine Haftung für Inhalte solcher Beiträge kann nicht übernommen werden!

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Ihr Uwe Wischhöfer (wis)


Eine Welt - ein Hapkido! STIL UND VERBANDS-OFFEN - FÜR ALLE KAMPFKUNSTFREUNDE

#1 2018

ERSTAUSGABE 2018

Korea Martial Arts Society von An d reas Bri n km a n n ( ab ) _______________________________

„JUNBI“...SEI BEREIT!

EVENTS TERMINE

Editorial / Inhalte Magazin Vorschau

04+05

K.M.A.S.

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02+03

06+07

08+09

HAPKIDO IN SEOUL

STREET HAPKIDO

Mein Besuch bei KM Reisebericht

Einfache Selbstverteidigung für Beginner, die funktioniert

vo n H e r man n Mayerh o fer ( h m )

vo n U we Wis ch h ö fer ( w i s)

Mentales und Do von Timo M eu s el ( t m )

10+11

12+13

14+15

HAPKIDO KIDS-DEMOTEAM

FALLTECHNIK

FÜHL DEN BEAT

KINDER-DEMOTEAM aus Korea zu Gast bei Yi-Jing-Do in Bayern

Falltechnik, was hat Fallen mit Technik zu tun?

vo n L au ra J äger

von Uwe Wischhöfer (wis)

vo n Je n s S ch im m el ( js )

§ BILDRECHTE SICHERN! _________________________ Wir sind gegen Rassismus vo n H o rs t “H o t t e” S t o rb (hs)

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VON ANDREAS BRINKMANN

Andreas Brinkmann 7. Dan Taekwondo (Changmookwan) 7. Dan Hapkido (International Hapkido Federation) 4. Dan Kumdo (International MooGongKwan Kumdo Federation)

KOREA M A RT I A L A RTS S O C IE TY Die Korea Martial Arts Society ist eine Gemeinschaft von Meistern der koreanischen Kampfkünste Taekwondo, Hapkido und Gumdo (Kumdo), mit Sitz in Sydney (Australien). Ziel ist es, diese drei Kampfkünste in einer großen Gemeinschaft zusammenfassen um unseren Mitgliedern eine gemeinsame Plattform zu bieten! Unser Präsident Michael Whang aus Australien führt unsere Gemeinschaft an und konnte bereits viele bekannte Meister aus der ganzen Welt unter einem Dach durch deren Beitritt vereinen, wie zum Beispiel die Herren: Jin Young Hwang, Lee Kwan Young, Bo Mikael Lindstrom, Shin Byeonghyun, Sam Johnston und Kahrimanovic Muhamed Unsere Society ist mit vielen bekannten, koreanischen, Verbänden verbunden. Im Einzelnen sind das: World Taekwondo Changmookwan Federation, Korea Kido Association (Kidohae), World Hapkido Martial Arts Federation, Sunmudo (Korean Buddhist Martial Art) und der Korea Composite Martial Arts Federation. Kooperationen mit weiteren Verbänden sind in derzeit in Anbahnung und werden noch weiter ausgebaut. Diese Society steht nicht in Konkurenz zu bestehenden Verbänden! Es gibt keine Lizenzgebühren und daher können Urkunden, mit Ausnahmen der K.M.A.S.-Mitgliedsurkunde von der Society nicht erworben werden. In diesem exklusiven Verband werden alle Dan-Träger ab dem Meistergrad (4. Dan) durch Beantragung aufgenommen, wenn deren Beurkundung bei einem koreanischen Verband, wie dem Kukkiwon, der International Hapkido Federation, dem Kidohae, der World Haidong

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Gumdo Federation, etc., durchgeführt wurde. Alle Bewerber müssen die notwendige Zertifizierung in der jeweiligen Kampfkunst durch Urkundenkopie oder einer anderen nachvollziehbaren Bestätigung vorweisen können. Wir erkennen alle Dan-Zertifikate an, welche von namhaften Verbänden in Korea ausgestellt wurden. Die Mitgliedschaft in der K.M.A.S. ist und bleibt für die beigetretenen Mitglieder kostenfrei. Es erfolgt eine Unterscheidung in zwei Gruppen: ASSOZIIERTES MITGLIED: Inhaber des 4. Dan oder 5. Dan in mindestens einer der Kampfkünste Taekwondo, Hapkido oder Gumdo, bei gleichzeitigem Nachweis eines eigenen Unterrichtsbetriebes wie einer Kampfkunst/-sport Schule oder angemeldetem Vereines, in dem er oder sie als Inhaber/in und oder unterrichtender Trainer tätig ist. MITGLIED: Inhaber des 6. Dan oder höher. Dieser besitzt oder betreibt einen Dojang oder unterrichtet in einem Dojang. Sie sind herzlich eingeladen, uns beizutreten. Kontaktadresse: master@changmookwan.de Weitere Infos finden Sie auch auf der Homepage der Society unter:

http://www.kormasoc.com


gratis verfügbar bis 31.03.2018 Jetzt registrieren und gratis lesen!

VON TIMO MEUSEL

Timo Meusel Qualitästsmanager 2. Dan Taekwondo / 6. Kup Hapkido Baumberger Taekwondofreunde e.V. Coesfeld/ Nottuln timo.meusel@hapkido-magazin.de

„Junbi!“ ...sei bereit! Vor dem Training, vor und nach jeder Übung, vor und nach jeder Form nehmen wir Junbi-Sogi ein und demonstrieren damit: „Ich bin bereit! Die Übung kann beginnen.“ Oder wir zeigen damit: „Ich habe die Übung beendet und bin bereit für eine neue Übung!“. Damit ist dieses Ritual viel mehr als nur eine von vielen Stellungen im Taekwondo oder Hapkido. Sie ist in sich eine wesentliche Übung. Denn indem wir die Stellung einnehmen, dabei tief ein- und wieder ausatmen und innerlich ruhig werden, leeren wir unseren Geist von allen Dingen, die uns ablenken. Wir fokussieren uns auf die nächste Technik, die nächste Abwehr eines Angriffs, die nächste Form. Genauso schließen wir mit Junbi-Sogi eine Technik, eine Form, eine Aufgabe komplett ab und sind bereit für das Kommende. Es ist wichtig, das auch genauso zu trainieren, denn nur so können wir die wahre Bedeutung erkennen und Nutzen daraus ziehen. Denn was wäre, wenn wir alle Übungen ohne dieses Ritual vollziehen würden? Die Übungen würden mit weniger Fokus und Konzentration durchgeführt, denn es findet kein „inne halten“ statt. Letztlich wäre das Ende der Übung ebenfalls ohne Pause ein Übergang zur nächsten Aufgabe. Das Bewusstsein um den Erfolg der durchgeführten Übung wäre geringer bis gar nicht vorhanden. Aus dieser Stellung, diesem Ritual, dieser Technik können wir sehr viel in unseren Alltag übertragen. Wann gehen wir in unserem Alltag in Junbi-Sogi? Wann atmen wir einmal tief ein und wieder aus und konzentrieren uns nur auf das, was getan werden muss? Wann tun wir das gleiche nach einer Aufgabe, einem Ereignis,

Tag „zu rasen“, um vermeintlich Zeit zu sparen, und alle Termine wahrzunehmen. Oder ich nutze das Prinzip des „Junbi“. Ich halte kurz inne und atme tief ein und aus, bevor ich das Haus verlasse. Ich konzentriere mich auf die erste Autofahrt. Wenn ich beim Kunden angekommen bin, mache ich das Gleiche. „Ich bin gut angekommen. Danke. Und jetzt konzentriere ich mich auf das Gespräch mit dem Kunden.“ Nicht auf das Meeting danach, nicht auf die ganzen Aufgaben, die anstehen. Das ist eh nicht zu ändern. Aber ich kann meine ganze Energie auf meine nächste Aufgabe richten. Und ich kann die Aufgabe danach innerlich abschließen. Wum unseren Geist wieder zu beruhigen, zu leeren und uns auf das Kommende vorzubereiten? In der heutigen, oftmals sehr schnelllebigen Zeit wahrscheinlich nur äußerst selten. Aber, ist es nicht so, wie im Training? Würde es nicht guttun, zwischendurch diese Übung auch im Alltag absolvieren zu können? Ich möchte ein Beispiel für den Alltag aufzeigen: Ein stressiger Tag im Außendienst. Schon morgens früh geht es mit dem Dienstwagen auf die Autobahn zum ersten Kunden, danach steht ein wichtiges Meeting an, einige Telefonkontakte, ein wichtiger Bericht, der heute noch raus muss. Und der Tag hat nur so wenig Stunden. Alle Termine sind wichtig und benötigen unsere volle Aufmerksamkeit, letztlich das Autofahren an sich im Besonderen. Eine Möglichkeit ist es, durch den

Welcher Tag wird erfolgreicher sein? Welcher Tag wird erfüllender sein? Welcher Tag wird bei gleicher Belastung entspannter sein? Wenn man es schafft, sich immer wieder geistig in Junbi-Sogi zu bringen, so schafft man es, seine Aufmerksamkeit auf den jetzigen Moment zu lenken, seine gesamte Energie auf die anstehende Aufgabe zu lenken und eine Aufgabe bewusst abzuschließen, damit eine neue beginnen kann. Übt Junbi-Sogi mit dieser Intention und pflegt es in euren Alltag ein, dann wird es zu einer wichtigen Säule für Achtsamkeit und Konzentration. Ihr Timo Meusel

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Hermann Mayerhofer

6. Kup Hapkido (KHCA) 3. Kup Taekwondo

Hapkido in Seoul Besuch im Kyung Mu Dojang Im Rahmen meines zweiwöchigen Urlaubs zum Jahreswechsel 2017/18 in Südkorea, Seoul hatte ich die Möglichkeit mehrere Trainingseinheiten in der KM Hapkido Schule zu besuchen und auch aktiv daran teilzunehmen.

zu einer Tasse Tee in sein Büro eingeladen. Während meiner Zeit dort war auch noch ein weiterer deutscher Schüler für insgesamt zwei Monate in Korea mit dem Ziel dort erste Erfahrungen mit Hapkido zu bekommen.

GROSSMEISTER KIM, NAM-JAI

KM Hapkido ist übrigens eine der wenigen Schulen in Seoul, die überhaupt Fremden die Möglichkeit geben, aktiv am Unterricht teilzunehmen. Es gibt dort auch einen deutschen Trainer der ab und zu das Training leitet; Meister Daniel Lindemann ist Träger des 4.Dan in Hapkido und besitzt darüber hinaus auch den 2. Lehrergrad in Taekwondo. Er hat Koreanistik studiert und lebt in Seoul. Leider traf ich ihn im Dojang der KM nur einmal an, da er für das koreanische Fernsehen arbeitet und zu einem Dreh musste. Er ist in Korea ziemlich bekannt durch eine TV Show.

Kyung Mu Hapkido ist nicht nur eine Schule sondern auch ein Verband dem mehrere Schulen in Europa, USA, Kanada und Südamerika angehören. Präsident des Verbandes und Leiter der Schule in Seoul ist Großmeister Kim Nam-Jai, Träger des 9.Dan Hapkido. In den 1950er Jahren lernte Großmeister Kim bei Großmeister Ji Han-Jae, der allgemein als der Begründer des modernen Hapkido gilt, so wie wir es heute kennen. Vorher waren verschiedene Stile unter verschiedenen Namen verbreitet. 1969, mit Mitte 20, eröffnete Großmeister Kim seine Schule. Sie ist damit eine der ältesten in Seoul und feiert nächstes Jahr ihr 50 jähriges Bestehen. Großmeister Kim veranstaltet regelmäßig internationale Seminare nicht nur in Seoul sondern auch in den Verbandsschulen außerhalb Koreas. Auch ausländische Schüler sind stets sehr willkommen in seiner Schule. Ich wurde sehr herzlich dort aufgenommen und vor jedem Training

TRAININGERFAHRUNGEN Aber nun zu meinen Trainingserfahrungen bei Großmeister Kim. Das Training beginnt mit individuellem Warmup und Stretching. Danach folgt das gemeinsame Warmup durch Großmeister Kim persönlich oder einem seiner Meisterschüler. Das Warmup besteht im wesentlichen aus altbekannten Übungen wie Hampelmann, Pushups und Situps in verschiedenen Variationen, mit allen Tritten und Kicks, wie wir sie auch aus dem Taekwondo kennen. Zum Abschluss des Warmups kamen

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noch verschiedene Stretchübungen zum Zug, sowie das intensive Üben der Fallschule. Anschließend folgte das Trainieren und Erlernen der speziellen Hapkido Techniken. QUALITÄT AN STELLE QUANTITÄT Großmeister Kim setzt dabei konsequent auf Qualität statt Quantität. Es werden nur zwei, drei Techniken pro Training geübt, diese aber dafür sehr intensiv. Großmeister Kim legt dabei höchsten Wert auf die exakte Ausführung der Technik. Jede noch so kleine Fehlstellung der Hände, der Füße oder der Hüfte wird sofort kritisiert und korrigiert, was mich manchmal an meiner Koordinationsfähigkeit und Auffassungsgabe zweifeln bzw. verzweifeln ließ …. manchmal wohl auch Großmeister Kim. Aber das ganze hat natürlich seinen Grund. Nur wenn die Techniken auch exakt ausgeführt werden, funktionieren sie auch gegen größere und stärkere Gegner ohne dass man exzessive Muskelkraft einsetzten muss. Einige Techniken die ich trainieren bzw. beobachten konnte, waren bereits aus meinem Unterricht in Deutschland von meinem Lehrer Meister Uwe Wischhöfer bekannt, wo ich normalerweise trainiere. Andere werden dort etwas anders ausgeführt und wieder andere waren völlig neu für mich. Leider konnte ich nur viermal dort am Training teilnehmen und deshalb auch nur wenige Techniken erlernen bzw. kennenlernen. Aber schließlich war ich


Re is eber ich t : Sü dko rea/ Seo u l von H er m an n Mayerh o fe r

ja eigentlich dort um Urlaub zu machen.

Grandmaster Kim Nam Jai:

Es war eine großartige Erfahrung mit einem Großmeister wie Kim Nam-Jai trainieren zu dürfen und ich kann es nur jedem empfehlen, der die Möglichkeit bekommt nach Seoul zu reisen. Großmeister Kim und seine Schüler sind sehr freundlich und es ging im Training nicht so ernst zu, wie ich es eigentlich erwartet hätte. Trotzdem waren Alle hoch konzentriert bei der Sache, so wie ich das auch aus unserem heimischen Training gewohnt bin.

- 9th Dan Hapkido - Founder of Kyung Mu Kwan Hapkido (Korea Hapkido Federation) - Producer of the Video Series: „Traditional Hapkido“ (4 Tapes) - Author of: „Traditional Hapkido - Technical Book“ - Expert Technical Education Chairman of the Korea Hapkido Federation - Founder of the „Association for Research on the Preservation of Hapkido“ - Hapkido Demonstrations on Korean TV (MBC Broadcasting) and Shooting of „Fight Quest-Hapkido Korea“ on Discovery Channel - Hapkido Seminars for the Korean Police and Presidential Bodyguards - Founding of Hapkido Kyung Mu Kwan Overseas Gyms (Ukraine, Russia, USA, Canada, Singapore and Spain)

Mit besonderem Dank an Großmeister Kim für seine Gastfreundschaft und seine Geduld mit seinem Gastschüler. Hermann Mayerhofer

Homepagelinks zu KM Hapkido: https://www.facebook.com/kmhapkido http://www.martialartsinseoul.com

Background Information zu

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links: „Liebe die Finger“ Lehrerbambus! rechts: Kalligraphie „Zwei Fische“ Vielen Dank Hermann für Deine Mitbringsel aus Korea. Sie fanden in der Yi-Jing Do Akademie einen Ehrenplatz!

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Uwe Wischhöfer

Kampfkunstmeister & Kampfkunstpublizist 4. Dan Hapkido KHCA 2. Dan Hapkido Do Am 4. Dan Taekwondo Kukkiwon 1. Dan Taekwon-Do Seo, Yoon Nam

STREET HAPK IDO EI NFACHE SELBSTVERTEIDI GU N G DI E FUNKTI ONI ERT ! “ FÜR BEGINNER” von Uwe W ischhö fer Dojang: Kihap. de

STREET Hapkido basiert auf wenigen aber sehr effektiven, vielfach einsetzbaren Hapkido Techniken. STREET- Hapkido.d e

Dank an Alexandra Zeitler (im Bild) Dojang: Bodywerkstatt.de

S T RE E T Hapkido 8 HAPKIDO MAGAZIN 2018-01


Hapkido im regulären Unterricht Inzwischen konnten auch meine bestehenden Taekwondo Schüler beweisen, dass es während des regulären Unterrichts im Dojang, bei wenigstens zwei Übungseinheiten pro Woche, möglich ist, innerhalb von vier Jahren den 1. Lehrergrad im Hapkido zu erreichen. Einer meiner fleißigsten Schülerinnen Sabrina (Bild unten Mitte), durfte ich nach etwa dreieinhalb Jahren die Urkunde zum 1. Dan Hapkido aushändigen und parallel dazu auch zum 2. Dan in Taekwondo gratulieren.

Tausende Techniken im Traditionellen Hapkido!

STREET Hapkido in der Praxis

Traditionelles Hapkido hält mehrere tausend Selbstverteidigungstechniken für den angehenden Hapkidoin in seinem Repertoire bereit. Je nach Stilrichtung und Verband werden von einem angehenden Hapkido Danträger zwischen 200 und 500 spezifische Abwehrtechniken mit Schlägen, Hebeln, Würfen und Tritten für die erste Danprüfung abverlangt. Hinzu werden noch die meisten dem Taekwondoin bekannten Prüfungsinhalte, wie Fallschule, Freikampf, Bruchtest vorausgesetzt und überprüft. Dan Intensiv Ausbildungen (D.I.A) in Hapkido, wer eignet sich dafür? Nachdem ich einst bereits als erfahrender Danträger in Taekwondo und guten Vorkenntnissen in Aikido vor vielen Jahren Hapkido durch einen kompetenten Großmeister kennenlernen durfte, war es mir innerhalb eines Jahres möglich, den ersten Dangrad in Hapkido mit einst 377 geforderten Selbstverteidigungstechniken zur Prüfung vorzuzeigen. Mit der Danurkunde erhielt ich gleichzeitig die Erlaubnis Hapkido zu unterrichten und Prüfungen im Kupbereich abnehmen zu dürfen. Meine Motivation war somit groß, es meinem koreanischen Vorbild gleichzutun. Parallel zu meinem in der Schule eingeführten Hapkido Unterricht, lud ich eine externe Gruppe von damals acht Taekwondo Lehrern, die zum Teil aus verschiedenen Bundesländern anreisten ein, um einmal im Monat an einem Samstag bei mir intensiv das Dan Prüfungsprogramm in Hapkido nach Kup Graden zu trainieren. Nach etwas über drei Jahren bestanden sieben der acht Teilnehmer, die Prüfung zum 1. Dan mit Bravour!

Das mag zwar zu mehr Selbstvertrauen und innerer Stärke führen, ob es im Ernstfall jedoch wirklich helfen mag, wage ich nach über 40 Jahren des Übens in verschiedenen Kampfkünsten bezweifeln. Dennoch müssen wir Hapkidoin den Anbietern von Krav Maga und Co das Feld nicht überlassen. Bei meiner Analyse unserer Hapkido Techniken habe ich Einige gefunden, die sehr effektiv für verschiedene Angriffe taugen und für Anfänger leicht erlernbar sind. Für den Anfänger umständlich zu erlernende Techniken habe ich bei STEET Hapkido entfernt und dafür erfolgversprechende Weitere aus meiner über vierzigjährigen Trainingspraxis hinzugefügt. STEET Hapkido entspricht damit der „Einsteigerversion“ von Hapkido. Es ermöglicht dem Anfänger schnell und wirkungsvoll vorwärts zu kommen um vielleicht auch Geschmack auf mehr zu bekommen.

Auch erfahrene Hapkidoin werden Gelegenheit finden, bereits erlernte Techniken unter völlig neuen Gesichtspunkten zu üben und sie so mit Wiederholung sich zu eigen zu machen. Ein großer Kampfkunstmeister lehrte mich vor einigen Jahren:

Sie hatte alle geforderten 377 Techniken aus unserem Hapkido Unterrichtskonzept in Folge vorzeigen können und so ihre Hapkido Prüfung bestanden! STREET Hapkido für Einsteiger Viele Frauen und auch Männer in Deutschland sind auf Grund der aktuellen Einwanderungsproblematik und den sich häufenden Meldungen von Übergriffen stark verunsichert. In vielen Städten sprießen daher derzeit neue Selbstverteidigungskurse aus dem Boden, die mit Schnellst-Ausbildungen Sicherheit suggerieren und den Einsatz mit Pfefferspray und ähnlichen Hilfsmitteln trainieren. Dazu wird noch lautstark „Halt, Stopp und Nein“ dem Angreifer ins Gesicht geschrien.

“Ich sorge mich nicht vor Leuten die tausend Techniken üben; Ich sorge mich jedoch vor Einem, der eine einzige Technik tausend Male übte und sie so zu seinem Eigentum machte!” STREET Hapkido verfolgt genau diesen Ansatz: Wenige Techniken- Oft Üben! (wis) Ab der nächsten Ausgabe unseres Hapkido Magazins starten wir eine neue Technik-Serie zum Thema: STREET Hapkido!

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KOREA -D EM OT E AM NEUN KIDS UND IHRE MEISTER BEI YI-JING-DO IN BAYERN Professor Song, Soon-Ki, Präsident der Korea Hapkido Center Association, erwies unserer bayerischen Hapkido Schule nach dem diesjährigen 6. Bundeslehrgang, der diesmal in Dorsten (NRW) statt fand, mit seinem zehnköpfigen Demoteam die Ehre. Nachdem wir eine phantastische Vorführung des koreanischen Kinder-

demoteams mit seinem Meister Park Seong- Ho genießen durften, zeigte auch der 71-jährige Großmeister Song, sein Können mit dem Gehstock! Vorsicht vor älteren Leuten mit Gehhilfe waren sich die Zuschauer und Gäste einig. Eine besondere Ehre kam auch Meister Nick Kränsel zu teil, dem seine bisherigen Leis-

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tungen in Hapkido mit dem 5. Dan des koreanischen Verbandes anerkannt wurden. Wir bedanken uns auch bei Großmeister Kang, Hwang-Yong für seine koreanisch-deutsch Übersetzungen und bei GM Jens Wilke für die Realisierung des Besuches in der Yi-Jing-Do Akademie. (wis)

Fotos: © eventfotografiefrankstolle.de


bayern.hapgido.org

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TECHNIK-SERIE: NAKBOB

Meister Jens Schimmel 4. Dan Hapkido (Silent Stream) 1. Dan Kummooyeh Post: jens.schimmel@hapkido-magazin.de

Homepage: silent-stream.com

Fa ll-Te chn i k, wa s h at Fa l l e n m it Te ch n ik z u tu n ? Auszug aus einer Unterrichtsvorbereitung für die LGS im Jahr 2015

SACHANALYSE In der Kampfkunst Hapkido gibt es, wie in der Kampfsportart Judo, die Fallschule. Fallschule (kor. Nakbop )bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler erlernen, wie man bei Verlust des Gleichgewichtes mit verminderter Verletzungsgefahr zu Boden kommt. Man unterscheidet Fallvorwärts, rückwärts und seitwärts, wie die Rolle in diese drei Richtungen. Jede Übung ist natürlich beidseitig möglich. Wichtige Knotenpunkte sind, dass der Kopf angehoben wird, der abschlagende Arm immer gestreckt ist und der Körper immer seitlich in Abschlagsrichtung gedreht wird. Es gibt nach jüngsten wissenschaftlichen Untersuchungen jedoch keine nennenswerten Aufprallverminderungen durch Abschlagen. Man unterscheidet semantisch zwischen dem Sturz (unkontrolliert) und dem Fall (kontrolliert), deshalb ist das Thema der Unterrichtseinheit „vom unkontrolliertem Stürzen zum sicheren Fallen“. Um kontrolliert fallen zu können ist es notwendig, dass die Schülerinnen und Schüler sich bestimmte physikalische Gesetzmäßigkeiten zu Eigen machen. Einmal auf der Bewegungsebene und einmal auf der theoretischen Ebene. Die physikalischen Parameter der Höhe und der Aufprallfläche spielen eine entscheidende Rolle bei der Verletzungsvermeidung bzw. –minderung. Kraft ist Druck pro Fläche p=F/A damit die Schülerinnen und Schüler den Druck auf ihren Körper reduzieren können, müssen sie mit diesem eine möglichst große Fläche bilden. Die Aufprallfläche A ist antiproportional zum Druck auf

den Körper. Um wissenschaftlich genau zu arbeiten müsste der Impuls des Aufpralls noch zusätzlich zur Aufprallfläche berechnet und in Beziehung gesetzt werden.

DIDAKTISCHE ANALYSE Lange sieht die Didaktik des Sportunterrichts als eine Trias von Schülerinteresse/-verhalten, Sachlagen/-strukturen und unterrichtlichen Abläufen. Aus diesem Grund möchte ich die didaktische Analyse, unter Berücksichtigung des pädagogischen Grundgedankens des Erziehenden Sportunterrichts, nach dieser Trias gliedern. In der neuen Kindheitsforschung werden die Schüler neben dem Lehrer als Co-Konstrukteure des Unterrichts gesehen. Das pädagogische Kommunikationsgeschehen ist als wechselseitiger Interaktionsprozess zwischen Lehrer und Schüler zu verstehen, welche in seiner sozialen Wirklichkeit auf Basis subjektiver Relevanzhorizonte zu interpretieren ist. Der individuelle Handlungsvollzug beim Fallen gewinnt seine Bedeutung und seine Angemessenheit erst aus dem sozialen Kontext, der subjektiven Sinnzuschreibung, dem unmittelbaren Zweck und der Zielbestimmung. Das Inhaltsfeld im Spiegel der Lehrpläne. Gerade in diesem Inhaltsfeld wird der Doppelauftrag des Sportunterrichts deutlich. Statt eine einseitige Sportartvermittlung bekommt die Persönlichkeits- und Entwicklungsförderung im und

durch den Sportunterricht eine gleichwertige Rolle zugestanden. In koedukativen Settings ist es wichtig, dass Klischees überwunden werden können. Daher ist es zielführend, zuerst Inhalte anzubieten, welche Geschlechter „neutral“ sind. Bei denen beide Seiten gleiche Erfolgsaussichten haben und ein an Geschlechterbildern anlehnendes Defizitdenken weitgehend ausschließt.

UNTERRICHTSZIEL Bezug zu den Perspektiven: Körperwahrnehmung und Wagnis - Aspekte einer funktionsgerechten Bewegungsausführung steht im Mittelpunkt einer reflektierten Betrachtung des Körpers - Im Wechsel zwischen Fremd- und Selbstwahrnehmung, anhand vielfältiger Bewegungserfahrung und durch Nutzung der notwendigen theoretischen Kenntnisse wird Vertrauen in den eigenen Körper als Grundlage für Selbstbewusstsein und ein positives Selbstbild entwickelt. -Spannungsverhältnis von Wagnis und Verantwortung führt zur Persönlichkeitsentwicklung (Selbstverantwortung, realistische Selbsteinschätzung)

Siehe Bülow, C. (2004), S. 81, dort ist das Wort Nakbop auch in Hangul (kor. Sprache/Schrift) zu finden. Vgl. Herz/Eisenacher/Schwarwel (2010), S. 40

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Ablauf des Falls seitwärts 1. Kreutzschritt hinten 2. Schwerpunkt absenken 3. zur Seite Fallen und mit glattem Arm / Ellenbogen nach außen abschlagen) 4. Kopf berührt nicht den Boden

TECHNIK/BEDEUTUNG DER FLÄCHE

AUFGABE

p=F/A Druck ist Kraft pro Fläche.

1. Berechnen Sie ihre Gewichtskraft.

Das bedeutet, dass Flächenvergrößerung bei gleichbleibender Kraft, den Druck auf den Körper vermindert.

2. Berechnen Sie exemplarisch für eine Person aus der Gruppe die Fläche im Fall seitwärts.

Zur Vereinfachung nehmen wir an, die Kraft F ist die Gewichtskraft

3. Wenn der Ellenbogen eine Auflagefläche von 5cm² hat, berechnen Sie die Druckdifferenz zwischen Stürzen auf den Ellenbogen und Fall seitwärts. 4. Üben Sie den Fall seitwärts :-)

FG=m x g (g=9,81m/s2) Berechnung von unregelmäßigen Flächen: Wenn man eine Fläche auf Papier zeichnet ist es möglich, nach Ausschneiden, das Gewicht des Papieres in Relation zu einem Referenzpapier mit 1m² zu setzen. So lässt sich die Fläche berechnen. So lässt sich für uns das Integrieren umgehen ;-).

Bleiben Sie dran mit unserer Nakbob Technik-Serie im nächsten HAPKIDO-magazin #2

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Laura Jäger

4. Kup Taekwondo 6. Kup Hapkido

Fühl den Beat archivderfantasie.com

Unser Herz schenkt uns das Leben. Es pumpt das Blut durch unseren Körper, schlägt in seinem eigenen Takt. Wenn wir in Ruhe sind, bewegt sich die Pulsfrequenz etwa bei sechzig bis 80 Schlägen pro Minute. Hand aufs Herz - und schon lässt sich das eigene Leben erspüren. Auch die Lunge verfolgt ihren eigenen Takt, sie versorgt uns mit Sauerstoff ohne das wir aktiv daran denken müssen beim Ein,und Auszuatmen. Im Auto, vielleicht auf dem Weg zum Hapkido, drehen wir schon mal das Radio lauter, lassen uns einhüllen, davontragen von langsamen oder schnellen Rhythmen, lauten Bässen die den eigenen Herzschlag übertönen.

Was passiert da mit uns? Woher kommt die Liebe des Menschen zu Tanz, Musik, Bewegung im Takt? Musik gibt es schon seit Ewigkeiten, vermutlich genau so lange wie es Menschen gibt; Wann genau die Anfänge liegen, scheint nicht klar zu sein. Fakt ist, dass fast jeder Mensch in der einen oder anderen Weise sein Herz an Lieder, Melodien und Gesänge verliert. Doch was passiert wenn wir Musik und Geräusche von außen weitgehend abstellen? Im Auto bleibt uns dann nicht viel anderes übrig, als dem Brummen des Motors zu lauschen.

spüren wir dort?

Im Dojang, auf der Matte – was hören und

...Ist das nicht ein Gefühl von Freiheit?

Unser Herz, das schneller schlägt wenn wir uns bewegen, dass sich uns und unserem Bedarf an Energie anpasst. Die Atmung egal ob bewusst oder unbewusst, die darüber entscheidet ob wir genug Luft haben um durchzuhalten. Die Füße, die im eigenen Takt auf die Matten auftreten, federn, springen und wieder auftreffen. Jeder Handgriff, jeder Kick und jeder Fauststoß geschieht in unserem eigenen Rhythmus, den uns niemand vorgeben oder aufzwingen kann. Fühl den Beat...

Was Sie bei Posts in sozialen Medien beachten sollten §§ „Teilen“ war schon seit Beginn sozialem Verhaltens ein hoch geschätzter Impuls. Ob man nun Brot teilt und es den Hungrigen zum Verzehr anbietet; oder ob man als Lehrer oder Lehrerin das erarbeitete Können an seine Schüler weiter gibt und damit sein Wissen teilt, hat immer das soziale Bedürfnis des Helfens und sollte belohnt und gefördert werden. Leider hat das Teilen jedoch auch seine Schattenseiten. Zum Einen kommt nicht jede Hilfe in vollem Umfang beim Bedürftigen an, zum anderen wird nicht jede Hilfe als echte Hilfe empfunden. Manchmal liest man einen guten Spruch zum Beispiel vom längst verstorbenen Karl Valentin, von dem man annimmt es sei „allgemeines Kulturgut“ und teilt diesen mit Freunden in den sozialen Medien. Die Aufklärung über diesen Irrtum folgt dann meist in Form einer äußerst kostspieligen Abmahnung des aktuellen Rechteinhabers mit der Verpflichtung eine Unterlassungserklärung unterschreiben zu müssen, die stets eine Konventionalstrafe von mehreren tausend Euro im Wiederholungsfalle vorsieht. Hat man dann gezwungenermaßen seine Unterschrift geleistet und bezahlt, ist es nicht unwahrscheinlich, dass bereits geteilte Inhalte für die man vor der Unterlassungserklärung verantwortlich war, von anderen Benutzern erneut geteilt werden. Somit kann sich eine kleine Urheberrechtsverletzung durch Multiplikation aus der Konventionalstrafe schnell zur privaten Katastrophe ausarten. Einst hatte ich acht briefmarkengroße Vorschaubilder von Buchseiten meines Meisters, für den ich auf einer Homepage Werbung machte, für den Verkauf des Buches eingepflegt. Die Bilder lagen Jahre lang unbewegt auf dem Server bis zu dem Zeitpunkt als die Abmahnung einer gro-

ßen Bildervermietungsfirma für nur ein Bild, mit Screenshot meiner Homepage, ins Haus flatterte. Mehrere tausend Euro sollten sofort an den Rechteinhaber überwiesen werden, wenn man einen teuren Rechtsstreit vermeiden wollte. Selbstverständlich nahm ich vorsichtshalber alle Bilder vom Netz. Meine Recherche ergab, dass der einstige Fotograf nach dem das Buch zum x-ten Mal verlegt und nach vielen Jahren vom Markt genommen wurde, seine Rechte an den Bilderverleih abgetreten hatte (ein sogenannter Dritter). Nehmen wir eine der größten Plattformen wie beispielsweise Facebook, so treten Sie noch vor Beitritt als Facebook Mitglied Ihre exklusiven Bild- oder Filmrechte grundsätzlich an Facebook ab. Nur so ist es dem Betreiber möglich, nicht bei jeder Teilung eine Bildoder Markenrechtsverletzung zu begehen und Sie als Teilenden ggf. in die Haftung zu nehmen zu müssen. Dennoch kann das zum Bumerang werden, wenn Sie etwas teilen, das rechtlich auf Grund von Exklusivrechten des Rechteinhabers niemals hätte geteilt werden dürfen. Doch selbst wenn Sie selbst der Rechteinhaber eines Bildes sind, kann das unangenehme und finanziell teure Folgen haben. Verlust Ihrer Exclusivrechte Grundsätzlich gilt für Sie als Urheber, oder Fotograf, dass Sie Ihre exklusiven Bildrechte durch das Einstellen bei Facebook und Co. verlieren! Sollte Sie ein eingestelltes Bild zum Beispiel für unser neues Hapkido-Magazin verwenden wollen, das für die Dauer der Veröffentlichung die Exklusivrechte besitzen muss, dürfen Sie dieses Bild oder diesen Film nicht mehr verwenden, da Sie die Exklusivrechte bereits an FB abgetreten haben. Kon-

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sequenzen, die Sie erwarten müssen wenn Sie es dennoch tun, könnten folgende sein. Facebook könnte eines Tages sein Kapital (Rechte an Text, Bildern, Filmen) im Interesse seiner Aktionären an Dritte verkaufen. Diese Dritten würden damit zum neuen Rechteinhaber werden und könnten Sie für die von Ihnen noch irgendwo auftauchenden Bilder in Regress nehmen. Selbst wenn es sich um Ihr „eigentlich“ eigenes Bild handelt. Wie kann man vermeiden seine Bildrechte an soziale Medienplattformen zu verlieren? Sollten Sie Bilder oder Filme teilen aber Ihre Exklusivrechte nicht verlieren wollen, ziehen sie einen Link des Bildes oder des Filmes von Ihrer eigenen Homepage-Url nach Facebook und Co. In diesem Fall erstellt Facebook ein temporäres Vorschaubild Ihres Links, welcher definitiv wieder verschwindet, sollten Sie Ihr Bild oder Ihren Film von Ihrer eigenen Seite nehmen. Durch diese Art der Verlinkung werden bisher KEINE Rechte abgetreten! Wenn Sie Fotos für verschiedene Projekte, wie auf Ihrer Homepage, in Facebook oder anderen sozialen Medien, Veröffentlichungen über Verlage, wie beispielsweise in unserem Hapkido Magazin benötigen, verwenden Sie für jede dieser Gelegenheiten ein eigenes Bild, dass Sie entsprechend kennzeichnen. Eine gute Sportkamera oder sogar neuere Smartphones macht in der Sekunde mehrere Bilder von ein und der selben Scene. Versehen Sie die entsprechenden Bilder mit Ihren Urheberrechten und posten nur solche in sozialen Medien, die Sie anderweitig nie wieder verwenden wollen! (wis)


Horst „Hotte“ Storb

Polizeibeamter seit 1980 5. Dan Taekwondo Jidokwan 4. Dan Taekwondo Kukkiwon 1. Dan Hapkido KHCA 1.Vorsitzender des Kumgang Dorsten

HAPKIDO... ...Wir sind gegen RASSISMUS Ich bin Deutscher. Mein Sport ist koreanisch. Meine Freunde kommen aus Korea, Indien, Türkei, Polen, England, USA, Portugal, Argentinien, Griechenland u.a.…..ach ja und Deutschland. Fast alle Konfessionen sind vertreten. Christen, Muslime, Juden, Sikhs, Hindus, Buddhisten und Andere! Wir essen, reden, lachen, weinen und treiben Sport zusammen. Ja wir sind eine bunte Truppe die nicht nur Sorgen und Nöte sondern auch Freude miteinander teilen. Wir begegnen uns mit Respekt und Wertschätzung.

„Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggression gerechtfertigt werden sollen.“ Was heißt Hapkido / Hapkidoin? HAP steht hier für die Harmonie des Körpers, Geist und Seele. (Vereinigen, summieren)

Was ist Rassismus und wer will ihn?

KI steht hier für die innere Kraft des Körpers, seiner Lebensenergie.

Albert Memmi, ein tunesisch -französischer Schriftsteller, hat dazu folgende Definition gefunden:

DO steht hier für den geistigen Weg des Lebens und die Lehre des Hapkidoin.

Damit dürfte jedem klar sein: „Wir im Hapkido sind gegen Rassismus“! Um ein Statement öffentlich abzugeben haben wir einen Film gedreht. Ihr werdet dort viele Vereinsjacken mit der Aufschrift Kumgang sehen. „WIR“ ein Film von Nico S. Reich und Horst Storb https://www.youtube.com/watch?v=lFDmCUljLWs In diesem Sinne Hap Ki! Horst „Hotte“ Storb

IN heißt MENSCH!!!

Link zum Film „Wir sind gegen Rassismus“: https://www.youtube.com/watch?v=lFDmCUljLWs

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