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durch kulturelle und religiöse Erfahrungen bedingt, der aus ihrer Sicht widersprüchliche Umgang mit Cannabis und Alkohol in Deutschland auf Verwunderung. Gerade in Berlin ankommende unbegleitete minderjährige Geflüchtete gehören zu einer Risikogruppe. Sie bringen in der Regel schwierige Lebensumstände mit, wie die Trennung von ihren Familien, traumatische Erlebnisse im Heimatland oder während der Flucht sowie eine Perspektivlosigkeit für die Zukunft. Aufgrund dieser Erfahrungen versuchen sie häufig Cannabis als Bewältigungsstrategie zu nutzen. Das führt jedoch eher zu einer Verstärkung der Probleme, z.B. dem Fehlen in der Schule.

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Cannabispolitik darf die Präventionsarbeit nicht behindern Viele Eltern scheuen sich, es offen anzusprechen, wenn ihre Kinder Cannabis konsumieren. Sie sorgen sich, dass ihnen Konsequenzen für die Ausbildung oder den Führerschein drohen. An Schulen besteht oftmals die Besorgnis, mit dem Etikett „Problemschule“ versehen zu werden. Daher wird zu selten von Cannabiskonsum der Schüler*innen gesprochen oder Präventions- und Beratungsstellen zur Unterstützung aufgesucht.

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Hanf Magazin | Ausgabe 05  

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