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Ausgabe 2/2015


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HANFTHAL

Wo der Hanf daheim ist

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chon der Ortsname — 1149 erstmals als HANIFTAL urkundlich erwähnt — bezeugt, dass bereits vor etwa 900 Jahren in der Region Land um Laa Hanf angebaut wurde. Der damalige Dorfteich inmitten des Ortes diente den Bauern „rundum“ vermutlich zum Einweichen (Rösten) von Hanf für die Fasergewinnung. Im 13. Jahrhundert waren Hanf, Linsen und Bohnen die Fastenkost des Bauern. Der ortsnamengebende Hanf war auch Hauptprogrammpunkt der 850-Jahr-Feier im Jahr 1999. Damit wurde „Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf in Hanfthal“ eingeleitet. Mit einer Hanfstraße, Hanfprodukten und der Wanderausstellung über Hanf wurde das aufwändige Jubiläumsprogramm bereichert und es begann eine starke Identität zur Siedlungsform des Rundangers und zum Namensgeber Hanf. Hauptorganisator dieses denkwürdigen Festes, das innerhalb von drei Tagen etwa 7.000 Besucher nach Hanfthal brachte, war Volksbank-Direktor Johann Schmidt mit Unterstützung von Ortsvorsteher Günther Schmid.

Hanf-Museum Der Erfolg dieser Jubiläumsfeier motivierte die Hanfthaler Dorfgemeinschaft, sich als Verein zu positionieren und sich um die Aufnahme als Dorferneuerungsverein zu bewerben, was 2000 auch realisiert wurde. Das Hanf-Museum wurde adaptiert, der Dorfkeller errichtet und in den Hanf-Erlebnispfad inte-

griert. Beim Bau des Dorfkellers wurde Hanf als Baustoff eingesetzt: Auf dem Boden wurde eine Hanf-Lehm-Schüttung eingebracht, der Verputz besteht aus einem Hanf-Lehm-Sand-Gemisch und die Decke wurde mit einer losen Hanfstopfdämmung isoliert. In vier Jahren aktiver Dorferneuerung konnten mit Unterstützung der NÖ Dorferneuerung, der Stadtgemeinde Laa und gewaltigen Eigenleistungen und Eigenmittel viele Projekte verwirklicht und die touristische Basis für das Hanf-Erlebnisdorf geschaffen werden. Mit dem „Grenzüberschreitenden Hanfentwicklungszentrum“ wurde ein eu-

ropäisches Hanfnetzwerk aufgebaut. 2004 wurde von den Landwirten erstmals Nutzhanf angebaut.

Hanf-Erlebnispfad 2006 wurden unter Leitung von Dorferneuerungsobmann Johann Schmidt erstmals Hanf-Erlebnisführer ausgebildet, womit ein interessantes touristisches Angebot geschaffen werden konnte, das sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Der Tourismusverein, AGRAR-Plus und die Therme Laa initiierten 2007 Erlebnistouren im Land um Laa für Thermengäste. Hanfthal war vom Start an dabei und jeden Dienstag wurde die Hanftour angeboten.


HANFERLEBNIS

Hanferlebnisführung in Hanfthal

HANF-SHOPS Hanfthal & Laa

Ganz im Zeichen von Hanf Anlässlich der NÖ Landesausstellung 2013 „Brot und Wein“ im Weinviertel wurden erstmals über 1.000 Besucher pro Jahr in Hanfthal registriert. Weitere Hanferlebnisführer konnten ausgebildet werden, um die Hanf-Erlebnistouren – die man hier zu Fuß, per Fahrrad, Pferdekutsche oder Nostalgietraktor unternehmen kann – ganzjährig anzubieten. Bei der Hanf-Erlebnis- und Kellergassenführung wird über die vielfältige Nutzung der uralten Kulturpflanze Hanf informiert und die Besucher erleben die revitalisierten Kellergassen des Ortes. Im Dorfkeller werden der „Grüne Hanif“ und gesunde Hanfprodukte verkostet und im Hanf-Museum kann die Vielfalt von Hanferzeugnissen bestaunt werden. Gelegenheit, Hanfprodukte einzukaufen, gibt es im Hanfland-Shop.

Internationales Hanfsymposium 2011 fand das erste Internationale Hanfsymposium im Rahmen eines österreichisch-tschechischen Euregio-Kleinprojektes mit der südmährischen Kreiswirtschaftskammer Brünn unter dem Motto „Gemeinsam mehr erreichen“ statt. Ziel der Veranstaltung waren Bewusstseinsbildung und Produktinformation sowie das Knüpfen von Hanfseilschaften für weitere Kooperationen. Dieses Ziel konnte bereits bei der bestens organisierten Auftaktveranstaltung erreicht werden.

Hanfland-Shop Hanfthal bei Getränkehandel Jutta Sogl 2136 Hanfthal 115 Öffnungszeiten: Mo, Mi, Do, Fr: 9 - 18 Uhr Sa: 9 - 13 Uhr

Hanfland-Shop Laa

2136 Laa, Bürgerspitalgasse 2a Öffnungszeiten: Mo - Sa: 9 - 12.30 Uhr Di + Fr: 14 - 18 Uhr

HANF ERLEBEN: HANF-ERLEBNISPFAD • Traktorfahrten bis zu 20 Personen € 90,-(für Autobusse sind drei Traktorgespanne verfügbar) • Kutschenfahrten bis zu 10 Personen € 100,• Fußwanderung um € 5,-- pro Person Im Preis inbegriffen: Wein- und Produktverkostung im Dorfkeller, der Besuch des Hanf-Museums und eine Hanferlebnisführung. Dauer etwa 2 Stunden Gegen Voranmeldung sind Hanf-Erlebnistouren jederzeit möglich Buchungen über die Dorfgemeinschaft Hanfthal: Hanfprojektleiter Johann Schmidt, T: 0699 122 09 256 Vereinsobmann Gerhard Schmid, T: 0664 16 54 137

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MEILENSTEINE

Entstehungsgeschichte der Hanfland GmbH

Nowakorn, Alternative Kornverarbeitung reg. Gen.m.b.H. in Heidenreichstein, wurde 1928 als landwirtschaftliche Brennereigenossenschaft mit 194 Mitgliedern gegründet. Damals erzeugte man hier aus Kartoffeln hochprozentigen Spiritus. Mit dem Fall des Branntweinmonopols wurde die Produktion im Jahr 1990 auf Rapsöl umgestellt, 1995 begann man mit der Erzeugung von kaltgepresstem Hanfnussöl. Marianne Houschko arbeitete seit 2002 als Sekretärin und wurde im Jahr 2004 Betriebsleiterin der Nowakorn.

Günther Schmid wurde Obmann der Firma Nowakorn.

Anton Hagenauer und Günther Schmid gründeten die HSV Hanfstrohverwertungs GmbH in Hanfthal mit dem Ziel, eine mobile Feldentholzung für Hanf zu entwickeln, um den Landwirten eine Einkommenskombination von Hanfkorn und Hanfstroh zu ermöglichen. Der Hanf-Erlebnispfad in Hanfthal wurde eröffnet und damit fiel der Startschuss für den Hanf-Tourismus in Hanfthal.

HANFFELDTAG Jedes Jahr im August findet in Hanfthal eine Besichtigung des Hanfversuchsanbaufelds statt. In diesem Rahmen werden verschiedene Hanfsorten, Anbaumethoden und alle Themen rund um die Hanfernte diskutiert.


Die Genossenschaft Nowakorn wurde aufgelassen, Marianne Houschko, Anton Hagenauer und Günther Schmid übernahmen die Firmenanteile von Nowakorn und gründeten die HNV Hanfnuss Verarbeitungs GmbH mit Marianne Houschko als Geschäftsführerin. Gleichzeitig wurde in diesem Jahr die Hanfland KG in Hanfthal von Günther Schmid, Anton Hagenauer, Johann Schmidt und Gerda Steinfellner gegründet, die sich mit dem Vertrieb und der Entwicklung von Hanfprodukten unter der Marke „Hanfland“ befasste.

Gründung der Hanfland GmbH durch Anton Hagenauer, Günther Schmid und Gerda Steinfellner.

Eröffnung des neuen Firmenstandortes in der Industriestraße 5 in Heidenreichstein, mit dem Neubau einer modernen Hanfschälanlage (Investitionsvolumen: € 1,2 Mio.). Ende des Jahres entschloss sich Marianne Houschko, ihre Tätigkeit als Eigentümerin und Geschäftsführerin zu beenden, um mehr Zeit für ihre Familie zu haben. Es war ihr Wunsch, nur mehr halbtags für die Firma zu arbeiten. Nun galt es an einer Lösung der neuen Situation zu arbeiten. Die beiden verbleibenden Inhaber Anton Hagenauer und Günther Schmid überlegten, die HSV Hanfstrohverwertungs GmbH mit der Firma Hanfnuss zu fusionieren. Johann Schmidt, Hanf-Ideologe der ersten Stunde, wird sich wie bisher als Hanfprojektleiter der Dorfgemeinschaft Hanfthal den boomenden Hanf-Erlebnisführungen widmen, scheidet als Pensionist aus der Firma aus, wird jedoch weiter die Unternehmensziele der Hanfland Gmbh unterstützen.

HANFSEILSCHAFT Die Entwicklungsarbeit, der Erfahrungsaustausch im In- und Ausland und die feste Überzeugung, die vielfältige Nutzpflanze Hanf bei uns zu etablieren, führte zur Gründung von hanfverarbeitenden Betrieben durch eine Gruppe von Hanfpionieren. Die Hanfseilschaft hat es sich zum Ziel gemacht, die Anbauflächen in Österreich zu erweitern, die Rentabilität der Hanf-Landwirtschaft zu steigern, die Wiederentdeckung von Hanf als Nutzpflanze und das Wissen um Hanf als gesundes Lebensmittel zu fördern. Derzeit befinden sich 85 % der gesamten österreichischen Hanfanbaufläche in Niederösterreich.

v.l.: Anton Hagenauer, Marianne Houschko, Gerda Steinfellner, Johann Schmidt, Günther Schmid


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HANFVERTRAGSANBAU Hanfsaatgut, Hanfanbau & Hanfernte

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anf gehört zu den ältesten und wertvollsten Kulturpflanzen, die bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts auch bei uns eine wichtige Rolle spielten. Doch bald verdrängten synthetische Präparate Cannabis aus der Medizin, Baumwoll- und Holz-Lobbyisten verbannten den Hanf vom Markt und die industrielle Hanf-Verwertung wurde unrentabel. Seit 1995 wird Nutzhanf auch in Österreich wieder angebaut. Der THC–Gehalt liegt bei den EU-zertifizierten Sorten unter 0,2 %. Der Hanfvertragsanbau mit regionalen Landwirten steigt jährlich. Im Jahr 2015 haben 150 Vertragsbauern auf einer Fläche von 550 Hektar biologischen und konventionellen Hanf angebaut. Die Anbaugebiete reichen von Hanfthal im Weinviertel bis in das Waldviertel, nach St. Pölten, ins Burgenland und in die Steiermark. Die Vertragslandwirte säen EU-zertifiziertes Saatgut der Sorten USO31, Fedora 17 und Finola Ende April bis Anfang Mai. Bis zur Ernte im September sind keine kulturtechnischen Arbeiten notwendig. Die Hanfkornernte wird von Lohnunternehmern durchgeführt, die ihre Mähdrescher speziell an das Mähen von Hanf angepasst haben. Gleich nach der Ernte werden die Hanfsamen bei niedriger Temperatur

getrocknet. Hier muss sehr sorgfältig gearbeitet werden, damit die mehrfach ungesättigten Fettsäuren ihre Stabilität erhalten. Nach dem Trocknen werden die Hanfsamen über einen Windkanal mechanisch gereinigt und kleine Körner ausgesiebt.

Positive Aspekte beim Hanfanbau: » Nach Anbau bis zur Ernte sind keine kulturtechnischen Arbeiten erforderlich » Optimal für extensive Bearbeitung » Gute Unkrautunterdrückung durch schnelles Jugendwachstum der Hanfpflanzen » Hanf ist ein guter Bodenaufbesserer und selbstverträglich » Die Nährstoffe werden aus unteren Bodenschichten entnommen » Kein Düngemitteleinsatz bzw. chemischer Pflanzenschutz erforderlich » Hanf ist weitgehend anspruchslos gegenüber Klima und Bodenbeschaffenheit » Kein Arbeitseinsatz bei der Strohverwertung erforderlich, da dies von Hanfland GmbH organisiert und das Stroh vergütet wird

HANFANBAUVERSUCHE Bereits zum fünften Mal fand 2015 in Kooperation mit der Universität für Bodenkultur der Hanffeld-Versuchsanbau statt. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch Ao. Univ.-Prof. DI Dr. Peter Liebhard, BOKU Wien, und DI Dr. Klaus Ofner. An zwei Standorten in Niederösterreich - in Hanfthal und Groß Enzersdorf - wurden Exaktversuche mit sieben bis zehn verschiedenen Hanfsorten durchgeführt und Ergeb-

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ls der Hanfanbau 1995 in Österreich wieder erlaubt wurde, waren viele Landwirte motiviert, die alte Kulturpflanze in ihren Anbauplan aufzunehmen. Doch bei der Ernte kam die Ernüchterung: Da die Hanffasern bekanntlich sehr robust sind, und die Erntetechnik keinesfalls daran angepasst war, kam es häufig zum Abbruch der Erntearbeit. Die Ernte des Korns wurde zwar bald an die Herausforderungen angepasst, das verbleibende Hanfstroh am Feld blieb allerdings ein ungelöstes Problem. Versuche, die Hanffasern mit diversen Maschinen vom Feld zu entfernen, scheiterten kläglich. Es war auch nicht

MIT DER UNIVERSITÄT FÜR BODENKULTUR

nisse bezüglich einer umfassenden Ganzpflanzennutzung erarbeitet. Neben dem Einfluss der Saatstärke wurden das Sä-System, die Bestandesdichte und der Erntetermin auf Ertrags- und Qualitätskriterien hin beurteilt. Ziel ist es, die optimale Hanfsorte für das nördliche Österreich herauszufinden! In der Dissertation von DI Dr. Klaus Ofner aus Hanfthal wurde die Hanfproduktion (Cannabis sativa L.) nach

aktuellen Gesichtspunkten für eine Ganzpflanzennutzung bewertet (2014). Die Sorten Epsioln 68, Fedora 17, Felina 32, Ferimon, Futura 75, Santhica 27 und Uso 31 wurden sowohl für die Kornnutzung mit 50 Körnern/m², als auch für die Ganzpflanzennutzung mit 250 Körnern/ m², vergleichend beurteilt. Die Sä-Systeme - Drillsaat und Einzelkornsaat - wurden gegenübergestellt. Die Einzelkornsaat ergab einen höheren Ertrag.


HANFVERARBEITUNG Hanfstroh | Hanffaser-Dämmplatten

möglich, das Hanfstroh – wie etwa Weizenstroh – in die Erde einzuarbeiten, da sich die Fasern immer wieder um diverse Maschinenteile wickelten und die Maschinerie dadurch ständig außer Funktion gesetzt wurde.

Von 2006 bis 2012 entwickelten die beiden Hanfpioniere voller Enthusiasmus eine praktikable Hanf-Ernte-Technik, um das Hanfstroh am Feld soweit zu verarbeiten, dass sich ein Transport über größere Entfernungen lohnt.

DIE AUSGANGSSITUATION:

Hanf-Kornernte durch Mähdrescher und Stroh-Bearbeitung durch mobile Feldentholzung Mit dem „mobilen Feldentholzer“ gelang die Trennung des Hanfstrohs in Fasern und Schäben. So konnten die Schäben schon 2010 regional, und hochwertige Faser auch überregional, weiterverarbeitet werden. Die separierten Hanffasern wurden für die Papierindustrie verwendet.

Trotz guter Absatzmöglichkeit des Korns musste für das Stroh eine Lösung gefunden werden. • keine geeignete Erntetechnik vorhanden • Die Stroheinarbeitung war problematisch • Kein strohverarbeitender Betrieb in Österreich

Aus dieser Notwendigkeit entschieden sich Günther Schmid und Anton Hagenauer, an der Idee der „Hanf-Koppelnutzung“ zu arbeiten. Um dem Hanfanbau in Österreich eine Zukunft zu geben, musste die Vermarktung von Korn und Stroh gewährleistet sein.

Heute hat Hanfland mit der Firma Naporo in Haugsdorf im nördlichen Weinviertel einen innovativen Partner, der für die Firma Capatect Hanfdämmstoffplatten erzeugt. Derzeit wird das gesamte geerntete Hanfstroh – 2014 waren dies 850 Tonnen – zur Erzeugung von Hanfdämmstoffen verwendet.

HANFFASER-DÄMMPLATTE aus dem Capatect Öko-Line Dämmsystem Die ökologische Dämmstoff-Alternative für die Fassade: die Capatect Hanffaser-Dämmplatte, die weltweit erste und einzige WDVS-Hanfdämmplatte.

Der Nutzhanf für die Hanf-Faserplatte kommt ausschließlich von der Firma Hanfland aus österreichischem Anbau, ist ein schnell nachwachsender Rohstoff, der nahezu überall wächst und weder Spritzmittel noch Dünger benötigt. Durch die Doppelnutzung von Hanfstroh und Hanfkörnern gehen keine Anbauflächen für Lebensmittel verloren. Hanffaser-Dämmplatten sind somit eine regionale und wirklich ökologische Alternative zu den herkömmlichen Fassadendämmstoffen. So spart die Capatect Hanfdämmung gegenüber erdölbasierten Materialien bei einem Einfamilienhaus bis zu zehn Tonnen CO2 ein, gegenüber Mineralwolle sogar bis zu 15 Tonnen! In Verbindung mit der Carbonfaser-Technologie entsteht ein äußerst umweltfreundliches und mechanisch hochbelastbares Dämmsystem. Mehr Infos: www.hanfdaemmung.at

HANFFASER-DÄMMPLATTEN IM DETAIL • Hanffaser-Dämmplatte ausschließlich aus österreichischem Hanf • Energieeinsparung - das Dämmvermögen ist besser als bei konventionellem EPS-F • Diffusionsoffene Dämmung - Feuchte kann aus der Konstruktion ungehindert ausdiffundieren • Hervorragender Schallschutz (mit 8 dB Verbesserung das beste System im Vergleichstest) • Nutzungskategorie I – höchste Widerstandsklasse nach der Europäischen Norm (ETAG 004) • Geprüfte Unempfindlichkeit der mineralischen Carbon-Armierung gegen 40 mm große Hagelgeschosse bei 100 km/h • Mehr als nur CO2-neutral: Die Dämmung bindet CO2 in der Hauswand

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HANFVERARBEITUNG

Hanfsamen-Schälung & Hanfsamenöl-Pressung

Geschälte Hanfsamen Die Hanfschälanlage ist das Herzstück der Firma Hanfland. Pro Stunde können hier bis zu 65 Kilogramm geschälte Hanfsamen gewonnen werden – dazu ist der Einsatz von rund 160 Kilo ungeschälten Hanfsamen erforderlich. Der dabei anfallende Hanfschrot ist eine Mischung aus kleinen Schalenteilen und Samen, die zum Backen von Kuchen und Brot verwendet wird.

WARUM SIND GESCHÄLTE HANFSAMEN SO BELIEBT? » Hoher Gehalt an Omega-3Fettsäuren » Ideales Verhältnis von Omega-3-zu Omega-6Fettsäuren (1:3) » Hoher Eiweißgehalt » Guter Eisenlieferant

Aus zweieinhalb Kilo ganzen Hanfsamen wird ein Kilogramm geschälter Hanfsamen erzeugt. Der Schälprozess erfolgt rein mechanisch, darum ist der geschälte Hanf in der Rohkosternährung sehr beliebt. Geschälter Hanf ist ein weicher, weißer bis leicht beiger, ein bis drei Millimeter großer Samen und muss daher weder gemahlen, noch auf irgendeine andere Art und Weise vor dem Verzehr oder der Weiterverarbeitung gequellt oder angesetzt werden. Geschälte Hanfsamen können sehr einfach in die tägliche Ernährung integriert werden: in Müsli, Smoothies,

GESCHÄLTE HANFSAMEN können in gleicher Menge wie Nüsse verwendet werden und müssen auch nicht gemahlen werden. Sie werden für Brot und Gebäck, Mehlspeisen, aber auch im Müsli, auf Salaten, Getreide- und Gemüsegerichten verwendet. Hanfsamen sind eine optimale Bereicherung des täglichen Speiseplans und vielseitig einsetzbar! Auf www.hanfland.at finden Sie unter den Rezepten Inspiration!

aufs Butterbrot oder über Salate gestreut, in Mehlspeisen als Ersatz für herkömmliche Nüssen, aber auch in pikanten Gerichten wie Burger, Eintöpfen oder Wokgerichten. Wird der geschälte Hanf vor dem Verzehr leicht angeröstet, entfaltet sich ein herrliches Nussaroma. Geschälte Hanfsamen sind vor allem für Kinder und Menschen, die keinen Fisch mögen, eine perfekte Alternative, um eine ausreichende Omega-3-Versorgung zu gewährleisten.


Hanfnussölpressung Durch schonendes Kaltpressverfahren wird aus 4,5 Kilo ungeschälten Hanfsamen ein Liter des wertvollen Hanfnussöls gepresst. Nach der Pressung ruht das Öl, wobei sich mithilfe der Schwerkraft der Trub (Schleimstoffe) absetzt. Danach wird das Öl mit wenig Druck gefiltert und das klare Hanfnussöl in Flaschen abgefüllt.

BIO Hanfnussöl - seit kurzem auch gekeimt erhältlich. In der kalten Küche beliebt für Salate, Marinaden, Dips, Aufstriche, Pestos und mehr

Hanföl enthält darüber hinaus noch zwei weitere, für den Menschen äußerst wichtige und hilfreiche Fettsäuren: Die seltene Gamma-Linolensäure (Omega-6-Fettsäure) und die Stearidonsäure (Omega-3-Fettsäure). Die Gamma-Linolensäure ist besonders von Nachtkerzen- und Borretschöl bekannt und wird beispielsweise bei Neurodermitis oder Schuppenflechte sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet.

WARUM HANFNUSSÖL IN DER KALTEN KÜCHE KEINESFALLS FEHLEN SOLLTE: » Nussiger, aromatischer Geschmack » Hoher Gehalt an Omega-3-Fettsäuren » Ideales Verhältnis von Omega-3zu Omega-6-Fettsäuren (1:3) -> Ein Esslöffel Hanfnussöl liefert mehr als 2 Gramm Omega-3Fettsäuren!

So vielfältig schmeckt Hanf: Hanf-Dinkel-Nudeln Knabberhanf salzig Hanfkuchen

Gekeimtes Hanfnussöl

Hanfnussöl

Geschälte Hanfsamen Knabberhanf süß Hanf-Proteinpulver

Hanfmüsli Hanfkekse Hanfschrot

Hanfmehl

Knabberhanf scharf

Hanftee

Schokolierter Knabberhanf

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HANFVERARBEITUNG So vielseitig ist Hanf

Tee Hanfbier Hanfwein

Leichtlehmschüttung Extraktionen CBD ÖL

Dämmstoffindustrie

HANFANBAU April bis Mai

Schäben

Hanfpapierindustrie

Blätter/Blüten

Brotbackmischung

Hanfnüsse geschrotet Hanfschokolade Hanfglückskuchen

Schälung Keimung geschälte Hanfnüsse

Müsli

HANFSTROHERNTE Oktober

Knabberhanf Schoko, salzig, süß, scharf

Hanfkorn Hanfschalen

Fasern

Rundballen

HANFKORNERNTE September

ERNTE VON HANFBLÄTTERN und -BLÜTEN Juni

Hanfstopfwolle

Pressung Presskuchen Tierfutter

Pressung

Hanfnussöl

Hanfnussöl gekeimt

Kosmetik

Hanfmehl

Hanfnudeln Hanfproteinpulver

DIE GROSSE VIELFALT AN HANFPRODUKTEN FINDEN SIE » im Hanfthal Hanfshop entlang des Hanferlebnispfads (bei Getränkehandel Jutta Sogl) in Hanfthal » im Hanfland-Shop in Laa an der Thaya, Bürgerspitalgasse 2a » im Web-Shop auf www.hanfland.at

DIE GROSSE VIELFALT AN HANFPRODUKTEN FINDEN SIE

» im Hanfthal Hanfshop entlang des Hanferlebnispfads (bei Getränkegroßhand Jutta Sogl) in Hanfthal » im Hanfland-Shop in Laa an der Thaya, Bürgerspitalgasse 2a


HANF & GESUNDHEIT Lebensmittel der Zukunft

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annabis Sativa, wie Hanf botanisch genannt wird, zählt zu den ältesten und vielfältigst genutzten Kulturpflanzen. Schon im Jahr 5500 vor

Christus fand Hanf in Europa Erwähnung. Weltweit hat die Hanfpflanze wachsende Bedeutung als Lebensmittel, Faserpflan-

ze, in der Pharmazie und Kosmetikindustrie sowie als nachwachsender Rohstoff. In Österreich darf erst seit dem EU-Beitritt 1995 Nutzhanf angebaut werden. In Hanfthal besuchen jährlich rund tausend Gäste den Hanf-Erlebnispfad und informieren sich über die gesundheitsfördernde Wirkung von Hanfsamen.

HANF & GESUNDHEIT. Cannabidiol (CBD) ist ein Cannabinoid, das aus Nutzhanf gewonnen wird. Medizinisch wirkt es entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend und gegen Übelkeit. Es wird entweder in Öl oder Alkohol verdünnt angeboten und tropfenweise eingenommen.

Schuppenflechte, Ekzemen, Akne, Entzündungen, Wunden und bei trockener, rissiger und gereizter Haut oder Hämorrhoiden helfen. Hanfkosmetik wird als Allzweckcreme, Hautcreme, Mundwasser, Waschgel zur In-

HANF & SCHÖNHEIT. Die Carun-Hanf-

timpflege, Körperpflegeöl und Babycreme

kosmetik besteht aus natürlichen Inhalts-

angeboten.

stoffen der ganzen Hanfpflanze. Aus biologischen

Nutzhanfpflanzen

mit

einem

HANF & ERNÄHRUNG. Das biologi-

THC-Gehalt von weniger als 0,2 % werden

sche, kaltgepresste Hanfnussöl schmeckt

die Pflanzenstoffe mittels Extraktion ge-

nussig-aromatisch. Sein hoher Anteil an

wonnen und daraus die wirksamen Kos-

natürlichen Omega-3-Fettsäuren macht es

metikprodukte hergestellt. Die Hanfpflanze

zum gesündesten Speiseöl. Durch seinen

liefert aktiv entzündungshemmende Can-

hohen Anteil an Vitamin E ist es bis zu 12

nabinoide, vorwiegend Cannabidiol (CBD).

Monate haltbar. Die schonend geschälten,

Hanfkosmetik mit CBD kann bei verschiede-

biologischen Hanfsamen sind eine perfek-

nen Hautproblemen und Erkrankungen wie

te Quelle für Protein, Omega-3-Fettsäuren

und Eisen. Verwendet werden sie wie Nüsse in Müsli, Kuchen, Salaten, Aufstrichen und Smoothies - ideal auch für Veganer! Auch das aromatische Bio-Hanfnussmehl und Bio-Hanfproteinpulver, das

durch

schonendes Mahlen des Presskuchens, der bei der Ölgewinnung aus Hanfsamen anfällt, gewonnen wird, beeindruckt als gesundes Lebensmittel: Es ist vegan, glutenfrei, 100 % natürlich ohne jeglicher Zusatzstoffe und von Natur aus proteinreich. Es enthält alle acht essentiellen Aminosäuren und ein ideales Verhältnis von Omega 6- zu Omega 3-Fettsäuren von 3:1. Hanfmehl und -proteinpulver sind durch ihren Edestin-Gehalt leicht verdaulich und auch für Allergiker geeignet!

del

Mag. Gerda Steinfellner Ernährungswissenschaftlerin und Hanfland-Geschäftsführerin

Täglich werden wir mit Fertigprodukten und nährstoffarmen Genussmitteln konfrontiert. Umso wichtiger ist es, regelmäßig und auf möglichst einfache Art hochwertige Lebensmittel in den Alltag zu integrieren. Ein Löffel Hanfnussöl oder Hanfsamen leisten hier einen wertvollen Beitrag!

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DAS HANFLAND-TEAM

2136 Laa an der Thaya, Bürgerspitalgasse 2a

MARTINA KMOSKO Office-Management, Vertrieb martina.kmosko@hanfland.at 02522 853 95

MAG. GERDA STEINFELLNER Geschäftsführung gerda.steinfellner@hanfland.at | 0664 412 39 12

PATRICIA TORISER Versand, Verpackung patricia.toriser@hanfland.at 02522 853 95

GÜNTHER SCHMID Gesellschafter Hanfanbau, -ernte, Hanfstrohverarbeitung guenther.schmid@hanfland.at | 0699 115 200 85

SANDRA LAHNER Buchhaltung sandra.lahner@hanfland.at 02522 853 95

STEFAN KMOSKO

ANTON HAGENAUER Gesellschafter

Einkauf, Verkauf stefan.kmosko@hanfland.at 0664 410 49 20

PRODUKTIONSSTANDORT HEIDENREICHSTEIN:

Hanfanbau, -ernte, Hanfstrohverarbeitung anton.hagenauer@hanfland.at | 0699 103 144 61

Mo - Fr: 7.30 - 11.30 Uhr heidenreichstein@hanfland.at 0664 637 57 00

HANFLAND-SHOP LAA: Mo - Sa: 9 - 12.30 Uhr Di + Fr: 14 - 18 Uhr 2136 Laa/Th., Bürgerspitalgasse 2a office@hanfland.at | 02522 853 95

HEINZ MADER

MARIANNE HOUSCHKO

IMPRESSUM: Herausgeberin: Hanfland GmbH, 2136 Hanfthal 41 · T: 02522 85395 · office@hanfland.at · FN: FN 277965y LG Korneuburg · GF Mag. Gerda Steinfellner

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